Nr. 186. Mittwoch, 17. August 1892. 111. IllhlMss. OaibllcherWMma. ^Mhlia n ,< f"^! Mi, Post versend», na- aanMhr!» st, lö, !)albjüyr!g ft, 7 50, Im «lomptolr: 2. Die ««aibacher Zeitung, erscheint tkzlich, mit «usnahme bei Vmm. und Feiert»««, Die «b»l»iftraN« «elur ^nl^V. ''?',l>läl)lia N, 5 5«, ssüi bir Xultellüna in, bau« aanzjädr!« st, ,, — Inser sfmanzprocuratnr in Graz Dr. Guido sekun^ - V°"^lslich der von ihm erbetenen Ver-Cbll^,/" - dauernden Rilhestand den Titel und Tar! !n ""^ Oberfinanzrathes mit Nachsicht der ^e allergnädigst z„ verleihen geruht. Steinbach m. p. AlIer^<-5 "5b k. Apostolische Majestät haben mit Ulster. Entschließiu,g vom 24 Mai d. I. die El>re,!. ^"'!" Münch v 0 n Bellinghausen znr «ller.n?«. bes k. k. adeligen DamenMes in Graz rcgnadlgst zu ernennen geruht. dem ^ I'lstizminister hat zu Gerichtsadjuncten bei Ds "'.Wesgerichte in Trieft die Vezirksgerichtsadjuncten PeVp "? .Kammer m Tolmein und Heinrich Dr c> f/U l, in Pinguente, dann den Anscultanten Nus.nl/. Sbisä und zu Aezirksqerichtsadjuncten die Nel ?"' ^nton Laneve und Alois Marti-Toln,. '"^ Pmguente und Dr. Anton Perisic sür ^"wn ernannt. Mchtamtlicher^HM Zur Lage in England. Neil^" ^°^'"" Salisbury ist nun in officieller Unt,s c wiederholt angekündigte Misstraucn des parlnn " ^ ausgesprochen nnd damit nach allen britisch-besjo " 5 nschen ^^gelu der Sturz des Ministeriums des "^ Horden, und die Königin hat die Demission wgh^^Ulets angenommen. Dieses Ereignis kommt Alldsj ' "^ unerwartet. Seit die unter der Fahne sition ' ^ ^ bereinigten Gruppen der bisherigen Oppo-G^ ^ Wahlkampfe ihre conservativ - unionistischen TaA ^überholt hatten, war es entschieden, dass die eine ^^ ^wisteriulns Salisbury gezählt seien, dass vorst l ^ Premierschaft Gladstone's unmittelbar be- El,d° tollem Bewusstsein gieng das Cabinet seinem einer ^^M, mit allen Ehren capituliert es vor t)etetn"^ ^ Stimmen überlegenen, in sich getheilten, ^»genen Majorität und hat gar keine Ursache, seine Nachfolger um das Erbe zu beneiden, das sie mit schüchterner, vielgetrübter Siegesfreude antreten. Selten ist ein neues englisches Ministerium unter so un-gcmüthlichen Verhältnissen ins Leben getreten, wie es dem kommenden Cabinet Gladstone beschieden ist. Noch vor seinem Amtsantritt prophezeit man ihm mit seltener Einmüthigkeit ein kurzes Leben, einen nahen Untergang, dessen Vorbedingungen durch die Ungleichartigkeit und Interessengegensätze seiner Anhänger gegeben sind. Ein großer Theil dieser Anhänger kann sich bei der ersten Gelegenheit, bei dem ersten Versuche Gladstone's, sein irisches Programm den britischen Ansichten auch nur einigermaßen zu accommodieren, in offene Gegner verwandeln. Eine andere Abtheilung d^r neuen Parlamentsmehrheit, die Vertretung der Arbeiterpartei, lässt schon jetzt durch ihren temperamentvollsten Wortführer andeuten, dass ihre Bundesgenosscnschaft mit den Gladstoniten mit dem Sturze des conservative« Cabinets abgethan sei. Dieser Sturz war gemeinsames Ziel der vereinigten Opposition: wird mm Gladstone Premier, so beginne man mit seinem Sturze; denn einem activen Cabinet können die Socialdemokraten doch unmöglich Heeresfolge leisten, wenn sie es auch mitgeschaffcn haben - das Ministerstürzen ist ihr Plaisir. So ist die Introduction der neuen Aera Gladstone beschaffen; es gehört die ganze unbeugsame Energie und uuerschütterliche Arbeitsfreudigleit des hochbetagten Jünglings Gladstone dazn, nm sich unter solchen Ausfticien, mit der sicheren Aussicht auf ummterbrochene Parlamcutsstürme und der Wahrscheinlichkeit einer sehr beschränkten Lebensdauer, überhaupt an die schwere Aufgabe heranzuwagen. Aber, wie immer sich auch die Zukunft des viermaligen Premiers gestalten mag, die Gegenwart gehört ihm, und mit ihr muss man rechnen. Die inneren politischen Verhältnisse, welche er vorsingt, sind hinlänglich bekannt und von allen Seiten durchgesprochen worden. Auf sie allein ist ja der Wechsel des Regiments zurückzuführen. Die auswärtige Politik des Cabinets Salisbury hat in England kaum einen ernsten Gegner gefunden, und die ehrlichsten Patrioten wissen dem künftigen Lenker der auswärtigen Angelegenheiten Englands keinen befseren Rath zu geben, als genau so fortzufahren, wie der abtretende Minister gehandelt hat. Lord Salisbury kann mit dem stolzen Bewusstsein aus dem Amte scheiden, dass er auf dem Gebiete der inneren Politik feine Grundsätze consequent festgehalten und zum Ausdruck gebracht, auf jenem der auswärtigen Politik aber Großbritanniens Ansehen und Machtstellung nicht nur behauptet, sondern wesentlich erweitert und gehoben hat. Seine Politik war eine entschiedene Friedenspolitik. Im Einklang mit jenen Mächten, welche das höchste Ziel ihrer Bestrebungen in der ungetrübten Wahrnng der Weltruhe sehen und dieses Ziel auch zum Segen des Welttheiles erreicht haben, hat England in den Jahren der nun abgeschlossenen Aera Salisbury seine Großmachtstellung in Europa für die Achtuug des bestehenden Rechtszustandes, für die Erhaltung friedlicher Beziehungen innerhalb der europäischen Völkerfamilie eingesetzt. Diese Politik entsprach ebenso sehr den Bedürfnissen des Continents als den Interessen und der Würde Englands. Das englische Volk erkannte mit Beruhigung diesen festen und sicheren Curs des Cabinets, nnd die Sympathien der Nation trugen die Thaten der Diplomatie. Wo es aber in der weiten Welt darauf ankam, das Banner AltenglandL zu entfalten, seine Autorität und sein Prestige zu wahren, da fehlte es dem Cabinet nie an Energie, umsichtigem nnd klarem Wollen. Ohne mit friedlichen Nachbarn in unzarte Be-rührung zu treten, grenzte man die Machtsphäre des vereinigten Königreiches, den Interessen seiner Weltmacht entsprechend, ab und gieng keiner möglichen Errungenschaft aus dem Wege. Selten ist England größer, mächtiger, angesehener gewesen als heute. Dies bestätigt auch die gesammte öffentliche Meinung, soweit sie un-angekräukelt von engherzigem Vorurtheil ist. Und eben weil sich Lord Salisbury, so lange er die vielverschlungenen Fäden der auswärtigen Politik in seiner festen Hand hielt, Eins fühlen durfte mit dem Volle, weil sich selbst in den Reihen der bisherigen Opposition kein scharfes Wort der Kritik gegen den Curs erhebt, haben wir nicht zu befürchten, dass sich die Politik der neuen Regierung von dieser im ganzen Lande gebilligten Linie in sprunghafter Weife abwenden werde. Es ist bezeichnend und bürgt für die Richtigkeit dieser Annahme, dass kein zweiter Name so rasch auf alle Lippen kam, als jener des Lord Roseberry. Ihn kennt man als einen standhaften Vertreter derselben volksthümlichen Politik, welche Salisbury begründet und loyal und zielbewusst durchgeführt hat; er hat schon während seiner früheren Amtswirksamkeit in Feuilleton. In der Fremde. Nst l,^l^"^ des heimischen Herdes wird man sich "an in's ' ""chdem man ihn verlassen hat. Während Nichtz ^'""."" Bannkreise weilt, weiß man eigentlich einatkn,. ^'"' et"" so wie von der Luft, die man "innert °^.'""sse das sv sein. Erst auf Reisen Nimmt s-'!°" ^ .^"^ und lernt ihn schätzen und NHrdiaer, ^' ^" daheim fernerhin gebürend zu der zw^ü3 "^ b^n, Grunde ist es nützlich, wenn ob es s A zuweilen in die Fremde geht. Nicht als s" einp^ cü ?m!"' ^ zu "gern und sich über allerlei dingen tt »^ zu beschweren. Und wer viel umher-^ndern^/«??!?^ z" der Erkenntnis, dass man als elben Wr?,,^'. schier immer und überall ans dcn-senfzt. D" , " staunt, schmollt, brummt, lacht und Mbrinaen ^""" b"^' dass wir eben uns selber der wicki^ !5 Scenerie ändert sich. der Darsteller ^Wen Hauptrolle — unser Ich — bleibt der nämliche. Und im Prisma dieses Ich betrachten wir am Ende alles; ob Kamtschatka oder Neapel, ob Wüste oder Meer, ob hoher Berg oder tiefes Thal, wir fehen das alles doch nur mit unferen, mit den eigenen Augen an. So zieht sich ein nimmer veränderlicher rother Faden durch unsere Reisegeschicke. Für mein Theil passiert es nur — um ein Beispiel zn geben — auf jeglicher Wanderung, die einigermaßen compliciert ist, dass ich nach einigem Wechsel der Stationen morgens beim Erwachen nicht genau weiß, wo ich mich befinde. Erst nach dem Frühstück pflege ich mich daran zu erinnern, und tritt auch dann noch keine vollkommene Klarheit des Bewusstseins ein, so erkundige ich mich auf Umwegen, damit man die Frage nicht als solche erkenne. In Klagenfurt begehrte ich vom Hotelstuben-mädchcn zu wissen, wann der Eilzug nach Antwerpen abgehe. Ich glaubte fest und bestimmt, in Vrüsfcl zu sein. «Um 7 Uhr früh,» lautete die Antwort, die n«t einem feinen Lächeln ertheilt wurde. Wirklich fuhr um diese Zeit der Train nach Villach. Und dorthin wollte ich ja gelangen. Ich hatte es am Abend vorher dem Manne im Frack mitgetheilt. .. Aber weit schlimmer ergeht es einem in der Regel mit der Zimmernummer im Gasthofe. Nachdem mau vier Nächte in vier Orten geschlafen hat, weiß mau schließlich nicht mehr. ob ich der Herr von Nr. 7 oder der Herr von Nr. 51 bin. Daraus können sich geradezu tragische Verwicklungen ergeben, und ich staune, dass noch kein natnralistischer Bühnendichter diesen Stoss aufgegriffen hat. Was wäre das für ">'' p"^ Exposition- Man nennt, von "nem Sp zl rganu zurückkehrend, die falsche Nummer, d.e b "ts chönen, aber festen Händen ist, mm. wird fur eimn Abenteurer gehalten, die Dame, welche im Besitze der Nummer ist, erscheint, man erkennt eine Geliebte, die man schnöde verlassen hat — und das übrige für drei oder vier Acte findet sich. Ueberhaupt muss man in Hotels vorsichtig sein. Hat man sein Gepäck nach dem Endziele der Fahrt vorausgeschickt, so thut man gut daran, eine Hand' tasche mit sich zu führen. Meist lege ich einen Ziegelstein hinein, damit sie ein stattliches Gewicht aufweise. Dadurch gewinnt man von vorneherein eine geachtete gesellschaftliche Stellung. Auch verlange ich direct nach dem Eintreffen Seife und lasse mir die Schuhe reinigen. Die Leute ahnen dann wenigstens, mit wem sie zu thun haben ... Als ein Hauptübel auf längeren Reisen stellt es sich für viele Leute heraus, dass sie den Namen des Hotels nicht behalten, in dem sie abgestiegen smo. Dagegen weiß ich ein erprobtes Mittel: Ich leyrc überall in der «Stadt Wien. ein. Beinahe überall gibts ein Hotel, das diesen Namen führt, aem^o w ?s an den meisten Stätten "wd""" Kultur eme »»N« U"?'.„°°3 -» «»«,.»„ der wir den Wohnsitz haben, etwas Merkwürdiges. Ich habc nie recht begriffen, dass auch in der Fremde Leute Irben und dass dort. wohin wir zu müßigem Vergnügen ziehen, andere Menschcu GcsäMe havm; sie eilen mit wichtiger, ja sorgenvoller Miene dahin, während wir Lalbllcher Zeitung Nr. 186. 1604 17. AuguftlM^ diesem Geiste gewirkt und die Ersprießlichkeit dieses Wirkens erfahren. Es wird ihm nicht schwer fallen, nach einem wohlbekannten Plane dort fortzusetzen, wo Salisbury aufhört. Gerade weil nunmehr das Schwergewicht der englischen Politik in die Entwicklung der mneren Politik verlegt werden wird, eben deshalb wird man sich kaum versucht fühlen, durch eine sprunghafte Behandlung der äußeren Fragen neue, die Errungenschaften fruchtbarer Jahre zerstörende Schwierigkeiten heraufzubeschwören. Englands Balkanpolitik bewegt sich auf denselben Bahnen wie jene des Dreibundes, welcher der friedlichen und erfreulichen Entwicklung der jungen Baltanstaaten wohlwollend gegenübersteht und keines ihrer wohlerworbenen Rech« anzutasten sucht, von ihnen aber auch die Bewachung des Friedens vor frivolen Störungen fordert. Die egyptische Frage wird zweifellos auch von der neuen Regierung nicht anders als in derfelben ruhigen Weise angefasst und der allmählichen Lösung zugeführt werden. Die für das Königreich so bedeutsamen Angelegenheiten des Orients konnten ja nicht vorsichtiger, taktvoller und gerechter behandelt werden, als es von dem Cabinet Salisbury geschah. Mit Beruhigung sehen wir deshalb der weiteren Entwicklung der Dinge in England entgegen. Das Gebäude einer so erprobten Politik trägt man nicht eilfertig ab, sondern erhält es in guter Verfassung; wenn das Cabinet Gladstone, wie wir und ganz England erwartet, das Interesse dieses Landes richtig erfasst, dann wird es nicht von den Bahnen weichen, welche Salisbury auf dem Boden der auswärtigen Politik geebnet hat. Diese klare und feste Richtung wird keine Unterbrechung erfahren; die neue Regierung wird sich nicht von ihr entfernen dürfen, wenn sie dem britischen Volke und dem europäischen Frieden dienen will. Politische Ueberftcht. (Zur Lage.) den Bahnhof geleitet, wo der Palastsecretär erM und Stambulov im Namen des Sultans eine g'"' liche Reise wünschte. In allen Stationen auf ° ottomanischen Gebiete wurde Stambulov mit tN" rischen Ehren begrüßt. In Adrianopcl erschien aus , fehl des Sultans der Generalsecretär des VilaB "^ dem Bahnhöfe und machte Stambulov seine Aufwart» Stambulov langte heute vormittags hier an und n>u^ vom Prinzen Ferdinand in Audienz empfangen, wird heute abends an dem großen Galadiner iA?,z, lichen Palais theilnehmen, welches zu Ehren der M^ feier der Uebernahme der Regierung durch den PllNj stattfindet. , ^ (In Berlin) beginnt man nach und na°) einer Kanzlerkrise zu sprechen. In verschiedenen/v tern gelangt die Vermuthung zum Ansdruck, "/ ^. kanzler Capnvi werde gegen Ende d. I. demissions ' thatsächlich sei der Gesundheitszustand des Kanzlers. , seit Jahren bereits an Diabetes leidet, kein gwA^, dass aus mehreren Gründen sein Rücktritt in ^ als wahrscheinlich gelte. Die Meldung der Blätter.' nach Graf Eulenbura zu seinem Nachfolger dests wäre, ist jedoch falsch; es soll hiebei eine andere ^ sönlichkeit, die in der letzten Zeit nicht in die vesic lichkeit getreten ist, in Frage kommen. .^ (Zur Lage am Congo.) Die AM^ «Le Patriote» veröffentlicht einen mit der letzte" ^ aus dem Tanganyikagebiete eingelangten V^'P welchem als die wahre Ursache des ' Ausstände» ^ Araber der Umstand bezeichnet wird, dass säMl"A Häuptlinge der Araber von Mekka ausgegangene fehle erhielten, in denen sie aufgefordert wurden, g ^ die Europäer in Central-Afrikä überall den he'"ü Krieg zu beginnen. Mll (Die Eroberung Bolivars.) «New-H. Herald» meldet aus Trinidad: Die Eroberung ^ livars erfolgte durch List. Die Aufständischen z^" ^ in scheinbarer Verwirrung zurück. Die ^gler" truppen verließen zu ihrer Verfolgung die V"I^. zungen, stießen jedoch anf die Reserven der ^, ständischen und wurden nach erbittertem KaMPl^ ^ ständig aufgerieben. Die Aufständischen nahmen Y> Bolivar und Soledad ohne Widerstand ein. ,.^i>, (Berichte aus Massauah) const^ dass im Harrar trostlose Zustände herrschen, ^^el ist in diesem Gebiete sehr ungünstig ausgefallen, V ^e und Cholera decimieren die Bevölkerung, und dl ^ derselben wird unter der unfähigen Verwaltung ^ Gouverneurs Ras Makonnen immer kläM.e ' ,. dass das ehedem so blühende Land dem 3tu«" gegengehe. ^ild (Französische Mache.) Den «Times' ^l aus Tanger gemeldet, dass nach den aus Ai,,,'sA eingegangenen Nachrichten die marokkanischeu -" ^ . welche den Abschluss des britisch-maroktauischen^ träges verhinderten, vom französischen Agenten je' Francs erhalten hätten. sorglos umherschlendern — räthselhaft! Und eine Art Neugierde erfasst uns zu wissen, wer der oder jener ist. den wir nie im Leben gesehen haben und auch wohl nie wieder sehen werden, und warum er wie ein Pfeil an uns vorüberschießt. Wir kennen hier niemanden, aber die anderen haben Bekannte, grüßen einander, bleiben stehen, wechseln Rede und Gegenrede, machen laut ein Stelldichein ab. Es ist, als ob wir für sie nicht existieren, als ob wir nur Schemen seien, die außerhalb der Welt stehen. Wer zu Hause gern wichtig thut und sich als ein Stück Centrum der Lebewesen betrachtet, muss sich auf Reisen unbehaglich fühlen. Da dämmert ihm zuweilen das Gefühl seiner persönlichen Unwichtigkeit auf. Daheim werden täglich so und so viel Hüte vor ihm gelüftet, hier hat niemand einen Blick für ihn. Daraus mache ich mir nicht viel; dagegen irritiert es mich, wenn in der Fremde die Briefträger an mir vorbeilaufen, als ob die Post nicht auch für mich vorhanden wäre, und schon manchmal auf Reisen war ich nicht übel versucht, den mit allen erdenklichen Sendungen bepackten Postboten mit der Interpellation aufzuhalten. «Haben Sie nichts für mich?» Es ist unerträglich: die Bewohner fremder Städte bekommen fogar Briefe! Wer eine tüchtige Portion Eitelkeit mit auf den Lebensweg erhalten hat, mag sich damit trösten, dass er incognito reist. Freilich dürfte er getrost sein Incognito ablegen, und noch immer würde man ihn wenig belästigen, aber es liegt eine schöne Selbsttäuschung darin, dass einer sich sagt: «Ich werde nicht erkannt, weil ich nicht erkannt sein will . . .» Sogar dem Briefträger gegenüber bilden viele sich das bewusste Incognito ein. Dies thun zu müssen, ist eine arge Vltterms, denn sobald die Post uns ignoriert, ver- spüren wir so recht, dass wir uns vom heimischen Boden losgelöst haben. In Paris wohnte ich einmal im Huarlier lälin in einem kleinen Hotel, dessen Inhaber, ein Grieche, der die französische Sprache misshandelte, so leutselig war, dass er seinen paar Gästen Schuhe und Kleider persönlich bürstete. Kam ich mit der Erkundigung: «^as 66 leUres?» so versicherte er feierlich: «Visnära äoumain.» Er konnte sich nicht dazu aufraffen, einfach «Nein» zu erwidern, denn er fürchtete, ich würde mir dann fofort ein anderes Quartier suchen. Und kam wirklich ein Brief, so schwenkte er ihn mir von weitem siegesbewnsst entgegen, als hätte er ihn für mich bestellt, um meine Zufriedenheit zu erringen. Er ist wahrscheinlich schon gestorben und bürstet leine Schuhe und Kleider mehr; aber stets muss ich mich an sein halb furchtsames, halb schmeichlerisches: «Vlenära äoumaln» erinnern, wenn ich unterwegs dem Briefträger begegne und mich verficht fühle, ihn zu bremsen . . . Eine Menge kleiner Details wiederholt sich in der Fremde mit erstaunlicher Bestimmtheit. Allüberall kokettieren Frauen und Mädchen, allüberall müht man sich damit ab, die Sehenswürdigkeiten zu besichtigen, allüberall sind die Hotelleitungen erstaunlich geschickt darin, den Passagier nicht durch Geschenk zu beleidigen. Ein einzigesmal ist es mir widerfahren, unterwegs etwas umsonst zn bekommen. Es war iu Mailand. Ich langte in der Sylvesternacht in der «l^n^ion k>ii<^6» an, und man servierte mir Schlag zwölf Uhr unbestellten Champagner mit der Begründung, das sei zum Jahres-Wechsel Hausbranch. Fast zwanzig Jahre sind seither vergangen, aber der märchenhafte Zwischenfall hat sich meinem Gedächtnisse unauslöschlich eingeprägt, denn etwas Aehnliches werde ich kaum wieder erleben. Sas Geheimnis der HloseNpa^ Noman aus dem Leben von vrmanos OaN»» (IN!, Fortsetzung.) ^ Eines armen Mädchens, das der Liebste lassen! ihld'l Wie ebenso viele Stacheln drückten '^ Adte" Worte ins Herz. Wie gern hätte sie etwas von ^^F gewnsst. den Ort gekannt, wo die irdische» " ^^ ihrer Mutter ruhten, aber ein unbezwingbarer ^ wille gegen das große Weib. das allein dal">" H zü tunft geben konnte, hielt sie zurück, diese o fragen. ^ hi^ Francisca trug ein schwarzes Kleid. . ^ M" tiefe Trauer. Zwei Tage. nachdem sie be, .^M Puttfarken gewesen, brächte die Post ihr ewe V mit den steilen, klaren SchMzügen des Gw' gestorbm sei. Der Tod hatte dem Mütterchen ^li! Wiedersehen mit dem geliebten Pflegekinde W" ^i l sie dann abgerufen. Nun ruhten ihre alte ' D Glieder schon seit Tagen in dem stille", "^ l^' menbcdeckten letzten Bette und die alten MU ^ geschlossen zum ewigen Schlummer. ... ,ll ^ Ellinor sprach' den Wunsch, im Garte^H^ z>^ menieren. aus, und Francisca stimmte bere ^,! a Auch Blumberger machte Miene, sich den ^ <" zuschließen, besann sich aber und blieb. ^ y seine Sorgen. c^heit « Als er zum erstenmale nach langer MM ^ 14 Tagen den Musiksalon des Hell'"g^bede^§ betrat, da schien es ihm eine glückliche "., ^n ^ ,> dass die erste, auf welche seine Blicke !^ ^ Franengestalt war, die schon einmal in ! jacher Zeitunn «r. ,86. 1605 17. August l8)2 Tagesneuigleiten. «m^.. MllM der Kaiser haben, wie der wM^o« 3 ^'"l und Vorarlberg» meldet, den frei-8N ss ^"erwehren in Ischgl, Ölanq und Denno je spenden"^rubt" ^^'"sschießstande in Rentte 50 fl. zu i« <>. ^ (^ in e Arbeiter-Revolte.) Aus Nashville Sainal c "'^ üb" London telegraphisch gemeldet: Nenw? '"^ findeten Bergarbeiter, welche über die Tra"/?U von Sträflingen in den Bergwerken von die K. "n- "^""'l waren, das Gebäude an, in welchem linn? !!"6e untergebracht waren, setzten 350 Straf-xua/ "I ""lheit, brachten dieselben in einem Eisenbahn-^ ."""und zwangen die Bediensteten durch Drohungen lu5-s«? solver, die Sträflinge aus der Stadt hinaus- ^ ""' Mehrere Meilen vor Tracy City entfernt flieb. !k ^^ästinge den Zug und versuchten zn ent-St>.'tt- H"b" wurden Revolverschüsse gewechselt. Ein rickl c w"'oe getödtet, einer verwundet. Nähere Nach- Men fehlen, da die telegraphischen Verbindungen durch °« Bergarbeiter durchschnitten wnrden. c>„..-^ (^om Trauustein abgestürzt.) Der ^ur,,tensport hat ein neues Opfer gefordert. Wie aus ^munden gemeldet wird, ist vorgestern ein Cadet Namens Asts^"ä "us Iglau, der mit einem Camcraden eine "Mlgung des Traunstein unternommen hatte, beim Ab-^eg verunglückt. Der junge Tourist hatte beim Abstieg Se' m -^^ gefährliche Traunstein-Wand gewählt. ln pleiter warnte Lorenz vor diesem unpassierbaren dem 'f. ^ ^^ ^ jedoch uicht abhalten, schritt, trotz-dnn >! '"" Camerad verließ, weiter und stürzte direct , " b" Traunstein-Wand in den Traunsee. Die Leiche "nte bls jetzt nicht ausgefunden werden, det >, c (^ie Cholera.) Der pCt. Nachlass. —(KrainischerLandes-Feuerwehrtag in Stein.) sSchluss. j Dem hierauf vom Secretär Herrn Albin Arlo vorgetragenen ausführlichen Geschäftsberichte des Verbandsausschusses entnehmen wir Folgendes: Die Thätigkeit des Verbands-Ausschusses war eine sehr rege. Nicht weniger als 504 Geschäftsstücke sind eingelaufen und wurden erledigt. Um eine gerechte Befürwortung der Gesuche um Zuwendungen aus dem Feuerwehr - Unter-stützungsfonde beim krainischeu Landcsausschusse zu ermögliche«, wurden an die Verbandsfeuerwehren Formulare von Inventarsverzeichnissen und Ausweisen über den Mit-gliedcrstand zur Ausfüllung versandt, weil nur aus solche» der Verbandsausschuss ersehen kann, welche Bedürfnisse bei einer oder der anderen Feuerwehr obwalten, und er nur darnach seine concreten Anträge stellen kann. Die meisten Feuerwehreu haben dieser Aufforderung entfftrochen und die Ausweise gesendet, doch sind nicht wenige, wohl nicht in ihrem Interesse, damit im Rückstände geblieben, was selbe im nächsten Jahre nachzuholen haben werden. In Krain bestehen derzeit 64 freiwillige Feuerwehren, wovon 47 dem Verbände angehören. Der Landesausschuss hat an Unterstützungen an Feuerwehren und Gemeinden für das laufende Jahr den Netrag von 6960 fl. und für im Dienste verunglückte Feuerwehrmänner den Betrag von 135 fl. bewilligt, eine sehr munificente Unterstützung des freiwilligen Feuerwehrwesens. Der Verbandsausschuss wird noch im Laufe diefes Jahres, wenn möglich, Normalstatuten für freiwillige Feuerwehren herausgeben, um die Bildung derselben zu erleichtern, außerdem wirb ein slovenisches Exercierreglement nach Einvernehmung von Sachverständigen und Ueberprüfung von Fachmännern bezüglich des linguistischen Theiles erscheinen. Das freiwillige Feuerwehrwefen ist im Lande Krain im erfreulichen Auffchwunge begriffen. Langsam zwar, aber stetig wächst die Zahl der Feuerwehren, und wenn man bedenkt, dass es vor 23 Jahren nur eine einzige freiwillige Feuerwehr, die der Landeshauptstadt Laibach, gegeben, dann kann man mit dem bisherigen Erfolge wohl zufrieden sein, obwohl für die Bedürfnisse des Landes eine weit größere Anzahl von Feuerwehren zu wünschen wäre. Der Verbandsausschuss fördert mit größter Freude, ohne Rücksicht auf den Ort oder die Nationalität, die Errichtung freiwilliger Feuerwehren und hofft, es werde auch der heute neu zu wählende Ausschuss im gleichen Sinne wirken. Der Bericht wurde unter Beifall genehmigend zur Kenntnis genommen. Herr Verbandscassier A. C. Achtschin trug den Cafsabericht pro 1891 und 1692 vor. Derselbe zeigt ein Cassasaldo per 490 fl. 35 kr., wozu noch die 500 fl. zuzuzählen sind, welche der trainifche Landesausschuss dem Verbände kürzlich bewilligt hat. Der Bericht, von den Rechnungsrevisoren geprüft, wurde einstimmig genehmigt. Die Frage der Distinctionen der Commandanten und Chargen, wie selbe der österreichische Feuerwehrausschuss in Töplitz in Form von Achselets gleichartig für ganz Oesterreich vorschlägt, wurde nach ausführlicher Debatte bis zum nächsten Landes - Feuerwehrtage vertagt und mehrfach dem Wunsche Ausdruck gegeben, es möge der Verbandsausschuss nur eine einheitliche Uniformierung für die lrainischen Feuerwehren in Vorschlag bringen, dabei jedoch die jetzt bestehende Uniformierung möglichst berücksichtigen. Als Delegierter zur österreichischen Feuerwehrausschusssitzung, welche im September in Innsbruck stattfindet, wurde, nachdem die Herren Doberlet und A. C. Achtschin eine auf sie gefallene Wahl entschieden abgelehnt hatten, Herr Feuerwehrhauptmann Petric aus Adelsberg gewählt, welcher die Wahl annahm. Nun folgte die Wahl des VerbandsauSschusjes mittelst Stimmzetteln. Gewählt wurden die Herren: zum Vorsitzenden Hauptmann Doberlet, zu dessen Stellvertreter Josef Gerber, zum Verbandscassier A. C. Achtschin, als Ausschuss für Laibach Hinterlechner; als Ausschüsse für Oberkrain: Michael Stars und Jäger; für Innertrain: Petric und Reis Müller; für Unterkrain: Saxer und Trost; als Ersahmänner: Adamic, Iurca und Adlesic. Vorsitzender Herr Doberlet sprach den nicht mehr gewählten Aussckmssmitgliedern Karl Rüting, Adlesic und Iuvancic den Dank für ihr langjähriges eifriges Wirken im Verbandsausfchusse aus, welcher Enunciation die Versammlung beifällig zustimmte. Als Ort für die Abhaltung des nächsten Landes-Feuer-wehrtages wurde Laibach bestimmt, worauf die Versammlung geschlossen wurde. In Fischers hübsch decoriertem Salon versammelten sich gegen halb 2 Uhr nachmittags die Delegierten der freiwilligen Feuerwehren und zahlreiche Freunde des Feuerwehrwefens zu einem Festbankette, bei welchem die Musikkapelle aus Domschale concer-tierte. Den ersten Toast brachte Herr Bürgermeister Mveil it auf Se. Majestät den Kaifer als den ersten Gönner der Feuerwehren aus; derselbe wurde stürmisch accla-miert. Hauptmann Doberlet trank auf das Wohl der Steiner freiwilligen Feuerwehr. Aus dem Kerne der Lai-bacher freiwilligen Feuerwehr habe sich ein Stamm entwickelt, welcher feine Zweige nun über das ganze Land Krain ausbreitet; ein kräftiger Zweig dieses Stammes sei auch die Steiner freiwillige Feuerwehr, sie wachse, blühe und gedeihe. Herr Fajdiga trank auf das Wohl des Hauptmannes Doberlet, des Vaters des trainischen Feuerwchrwesens; Herr Saxer auf die Gesundheit des Herrn A. C. Achtschin, des getreuesten Knappen des Herrn Doberlet im Interesse der Humanität; Herr Adlesic auf den Bürgermeister von Stein, Herrn Mocnil. Ts folgten noch eine Reihe von Toasten, welche alle dem menschenfreundlichen Wirten der freiwilligen Feuerwehren galten. Das fchöne Fest, welches, wie die gastfreundliche, schöne Stadt Stein, allen Theilnehmern in freundlichster Erinnerung bleiben wird, schloss mit einem Festconcerte in Fischers Restaurationsgarten. " Oebst^u^ :.:« N««>-^.-.^ ^^2as"lä^ l° jedoch be- s'^nke wir'un's darauf! unseren Obstmartt angesichts ! da und dort auftanchenden Evldenuegespenster eben , amcnwärtil, der besonderen täglichen Obsorge jener Organe > cmpfchlen, welche den Verkauf, überhaupt den Handel mit Lebensmitteln zn überwachen haben. GewissenhaMg-teit thut noth, und eine solche wird sich auch mit den Consequcnzen jener schwärzlichen, m der Sonnenhitze mephitische Dünste aushauchenden SprMnien besassen, ^ wok^ ^mes g.iten Engels gespielt hatte, nnd eine Einss, c« e Empfindung überkam ihn. Unter dem kühlen n- ^ glücklichen Gefühls übersah er den Druck ^'"^""g des Senators nnd gelangte dnrch den wuws' Dorothea's eiskalten Fingern erst zum Be-stincti. !"^"" ")m nnd ihr drohenden Gefahr. In-dass s^'""^ " im Laufe feines Aufenthalts heraus, liebt«, 7s."gend "" Wall zwischen ihm und der Ge< da er ,k ""' "" Wall, der umso unheimlicher war, konnte. "^ fassen noch sehen, sondern nur fühlen wichen?s°^" ""r verändert, wie der Senator. Sie "ur bat? b"t>e geflissentlich ans dem Wege. Einmal sie ih„, ^f Dorothea allein gesprochen, und dann gab Hm nils/ ^" ^retten Fragen eine ausweichende, eine Gel. ^!"W"de Antwort. Heute nun bot sich ihm spreche» HeMMl' ^" Senator wenigstens allein zn Auden' i, ?l^" '""' l" wie gewöhnlich von ,dem sagte. "eschlag genommen, wie er sich bitter den, e^z^H ^"'6 knüpfte felbst den Faden an. in-Ntutter ft" t""^'" ^""" ""^ b"" Befinden seiner lob in^N «'' ""iderte 33althcr. .Mama ist M-^sgeheu f- uernng nnd wird binnen wenigen Tagen "'s/t. Der ?/"'^"lich beruhigt mich ihre Genesung einer Autn,?? Maganfall ist nach dein Anssprnch ^ ^dritte di"wn5^"^''' der zweite das Urtheil,! ^ Der 3 V°llslrcltnng des Todes., ^"uchwol,,. °l°r blies eine Schar kleiner blauer ""' von sich. Er hatte eine vollanfgeblühte l Nose gebrochen und schlug dieselbe unbarmherzig auf das Holz der Verandabrüstung. «Wohin führt Sie Ihr nächstes Engagement?» fragte er. «Ich habe noch nicht darüber entschieden.. . Nur noch ein kurzer Zeitraum, Herr Senator,» fuhr Walther nach einer Panfe mit veränderter Stimme fort, «trennt nns von dem Ablauf der Prüfungsfrist, welche Sie Dorothea nnd mir zur Erprobung unserer Liebe gaben. Ich wiederhole heute die Bitte, welche ich Ihnen vor zwei Jahren aussprach. Unsere Liebe hat die Prüfungszeit bestanden; sie ist heute wie damals dieselbe!» Der Senator schob die Asche von seiner Cigarre nnd legte sich zurück in den bequemen Bambussessel. Seine Rechte spielte nachlässig mit der misshandelten Nose. Waren seine Gedanken mit einem andern Gegenstand beschäftigt oder schienen ihm Walthers Worte wichtia. genug, mn sie eingehend zu überlegen — es dauerte lange, bcvor er antwortete. «Die Zeit ist noch nicht um,» sagte er endlich langsam. «Bis zum Ablanf derselben enthalte ich mich einer Antwort und einer Entscheidung.» Walther verfärbte sich. In dem Tone des Senators lag nicht viel Trostveiheißendes. «Es sind nur noch zwei Monate bis dahin.» sagte er. «Es ist unmöglich Ihr Ernst. Herr Senator, dass Sie durch eia/nsimüss genane Beobachtung des Datums uns störend entM"Un'tcn wollen. Hnlten w'l '""''d ! in 18 Monaten die Treue, werd.» w.r ftc >tcher den letzten zwei Monaten nicht brechen.- (Fortschlm» solsst.) jCdbad)rr Jritang Itr. 186. 1606 17. August l8»5. welche die bekannten nächtlichen Wagen mit den durchlässigen Strohlagen oder triefenden Fässern auf unsere Straßen zeichnen. Ein Gang längs der Laibach von der Fleischerbrücke an zeigt verdächtige Canalausmündungen und im Flussbette mehrfach ganze Halden von algenartigen Wasserpflanzen, in deren Gefilze mancher luftverderbende Unrat steckt. Der Wasserstand der Laibach ist übrigens dermalen ein so niederer, dass man mit einer langgestielten Sense unter diesen Schmutzgewächsen bald etwas aufräumen könnte. In Betrachtung dieser Uferlandschaft auf dem Petersdamme dahinziehend, wird namentlich zur Abendzeit, nachdem die Sonnenstrahlen ausgiebig auf die Ziegeldächer gewirkt, der Geruchsnerv plötzlich auf eine recht harte Probe gestellt. Jeder glaubt in ein weites Verwesungsgebiet gerathen zu sein, und forscht man nach der Ursache des gräulichen Atomgemengsels, so erfährt man, dass diese astrachanische Luft von der sommerlichen Gedärmtrocknung herrühre, welche gewisse Fleischer in die Unterdachräume verlegt haben. Man ergreift die Flucht — die dort Wohnenden müssen leider den Pesthauch vertragen lernen — und sucht Erholung, wo sie nur winkt. Hinter dem Theater sieht man, wie sich das Schotterfeld der neuen breiten Straße nun gegen die Maria-Theresien-straße hin entwickelt, deren Canal eben fertig geworden, und im Bereiche der Bäume verwischen sich denn auch alsbald die Eindrücke, die man tiefer unten empfangen. ^ — (Die Waldluft.) Zur Ferienzeit schwärmt man in Wald und Flur, und jeder wird zum kleinen Naturforscher, sei es, dass er sich der hingebenden Beobachtung aller Tücken seines eigenen bresthaften Ichs oder der großen freien Natur um uns widmet. Waldluft umfängt uns, warum wohl fühlen wir uns so wohl darin? Wegen ihres Sauerstoffreichthums, ist die beliebte Antwort. Aber Freilandluft hat überall ziemlich denselben Sauerstoffgehalt. Professor Ebermayer belehrt uns, dass der erquickende Vorzug der Waldluft in ihrer größeren Reinheit von Staub und Rauch, schädlichen Gasen und Miasmen bestehe. Die zahllosen Aeste und Zweige der Waldbäume wirken wie Luftfilter, die alle Bakterien und Staubtheile festhalten. Auch sind im Walde die Temperaturschwankungen und die Windströmungen geringer, während der Ozongehalt größer ist, als auf freier Fläche. Die Baumkronen bewirken schwächere Ne-netzung der Bodenoberfläche und weniger schroffen Wechsel von Nässe und Trockenheit. Endlich sagt der Waldboden den Krankheiten erzeugenden Mikroben weniger zu wegen der sauren Beschaffenheit und schweren Zersehbarkeit des Rohhumus, wegen der verhältnismäßigen Armut des Waldhumus an Nährstoffen und auch wegen der niedrigen Temperatur des Waldbodens. Das sind die Hauptgründe für die zweifellos günstige Einwirkung von Waldluft und Waldboden auf den menschlichen Organismus. — (Nächtliche Ruhestörung.) Aerger noch, als durch das noch immer andauernde furchtbare Gerassel der gleich nach 4 Uhr morgens dem Schlachthause zu-sausendcn federlosen Fleischerkarren, werden namentlich schlafbedürftige ältere Leute und Kranke, welche den Polana- und den Petersdamm bewohnen, während jeder Nacht durch das fast beständige, Mark und Nein durch» dringende Gelläffe eines wahrscheinlich ausgehungerten Hausköters gequält, der zwischen der Vodnik» und Capitelgasse seine Lungenmittel in schauerlicher Weise zur Geltung bringt. Wenn schon sonst niemand, so sollten doch die Hausherren im Interesse ihrer Wohnparteien ein solches Hundegebell unmöglich zu machen suchen, da ja derartige Erscheinungen den Wert der Wohnungen herunterdrücken müssen. X — (Der Cillier Verschönerungsverein) veranstaltete über Anregung seines Cassiers Gustav Schmiedls vorgestern ein Fest im Stadtparl, das einen geradezu glänzenden Verlauf nahm. Der Zuzug von Fremden war sehr bedeutend; an 7000 Personen der besten Stände wohnten dem Feste bei. Am Sonntag abends brannte der Pyrotechniker Bernreither aus Marburg ein aus drei Fronten bestandenes Feuerwerk so glänzend ab, wie man es dort seit Menschengedenken nicht gesehen hat. Für die Besucher war durch zahlreiche Buden und mannigfache Vergnügungen gesorgt. Montag vormittags fand ein Promenade-Concert im Stadtpark und abends ein Concert im Waldhause statt. * (Militärisches Leben.) In den letzten Tagen entwickelte sich um unsern Südbahnhof herum ein! reges militärisches Leben, war es nun früh, um Mittags oder während der Nacht. Bataillone kamen und gieugen in voller Kriegsausrüstung, nachdem sie Aufstellung genommen oder Mahlzeit gehalten, den Manöverfeldern von Adelsberg zu. Die Räumlichkeiten der ehemaligen Zucker-Raffinerie sind vorübergehend wieder zur Kaserne geworden, ins Nothsftital auf dem Laibacher Felde aber hat bis zur bevorstehenden Abmarschzeit ein Jäger-Bataillon Einzug gehalten. - — (Großer Brand in T r i e st.) In der vorvergangenen Nacht ist laut telegraphischer Meldung auf dem Holzplaye der Firma Tedeschi in Trieft ein yrohes Schadenfeuer ausgebrochen, das binnen kurzem die gesummten Holzvorräthe ergriff. Alle Löschtrains waren thätig, und gelang es erst nach vielstündiger Arbeit, den Brand welcher kolossale Dimensionen angenommen hatte, zu locallsieren, doch dauert derselbe noch fort. Ein an den Brandftlatz anstoßendes vierstöckiges Gebäude musste von den Bewohnern geräumt werden. Mehrere in einer Scheune schlafende Perfonen erlitten Brandwunden. Der Schaden Wird auf 200.000 fl. geschätzt. — (Das Nordlicht.) Aus Warasdin wird über das Nordlicht vom 12. d. M. geschrieben: Um 9 Uhr 2 Minuten zeigten sich bei vollkommen wolkenreinem Himmel die Strahlen eines Nordlichtes, deren fächerförmige Ausbreitung bis zur Kassiopeia und dem Arcturus reichten und um ll Uhr 10 Minuten die stärkste Helle zeigten. Um 9 Uhr 18 Minuten schwand die ganze Erscheinung, — (Der slovenische Bicycle-Club) in Laibach zeigt an, dass infolge Bewilligung der k. k. Landesregierung für Krain Sonntag, den 21. d. M., aus Anlass der Veranstaltung eines Straßenrennens die Theilstrecke der Klagenfurterstraße vom Kilometerstein ^. bis ^ in der Zeit von 3 bis halb 5 Uhr nachmittags für den Wagenverkehr gesperrt wird. — (Wechsel auf Kronenwährung,) Sämmtliche Filialen und Nebenstellen der österreichisch-ungarischen Bank wurden beauftragt, vom 11. d. M. an auch Wechsel, die auf Kronenwährung lauten, vorkommenden Falles in Escompte und zum commissionsweisen Incasso anzunehmen. — (Hohes Alter.) In Kanker bei Krainburg ist am 12. d. M. der älteste Mann der dortigen Pfarre, Besitzer Johann Koder, im Alter von 90 Jahren gestorben. — (Neues Telegraphenamt.) Im Leuchtthurme auf der Insel Sansego wurde eine Telegraphenstation mit beschränktem Tagdienste eröffnet. Neueste Post. Original-Telegramme der „Laibacher Zeitung". Prag, 16. August. Vor dem deutschen Casino hat gestern nachts ein Väckergehilfe auf deutsche Passanten mehrere Schüsse abgefeuert, ohne indes jemanden zu verletzen. Der sofort verhaftete Gehilfe wird als nationaler Fanatiker bezeichnet. Bei demselben wurde ein Brief an die «Narodni Listy», worin er iu confuser Weise über Unterdrückung der Czechen schreibt, sowie mehrere Aufsätze über Unterdrückung der Czecheu und ein russischer Brief vorgefunden. Lembcrg, Iti. August. Die Nachricht, die aus der Kolomeaer Gegend in Stanislau zu Uebungen eingetroffenen Reservisten seien in ihre Heimatsbezirke zurückgeschickt worden, weil daselbst angeblich Dysenterie und Cholerine grassieren, wird von competenter Seite als unrichtig erklärt. Berlin, 16. August. Das Paradediner am Donnerstag wird wahrscheinlich im Muschelsaale des neuen Palais zu Potsdam stattfinden und mit demselben zugleich die Feier des Geburtstages des Kaisers Franz Joseph verbunden sein. 135 Gedecke werden hergerichtet, Damen werden nicht theilnehmen. London, 16. August. Das Ministerium Gladstone ist definitiv gebildet. Gladstone ist erster Schatzlord und Siegelbewahrer, Lord Roseberry Minister des Aeußern. London, 16. August. Sir Charles Russell, Generalanwalt von China, protestierte in Petersbnrg gegen den Einmarsch der russischen Pamir-Expedition iu das chinesische Gebiet und entsendete eine Streitkraft nach Rungtul. Teheran, 16. August. Die Todesfälle an Cholera sind täglich im Zunehmen. Der Eisenbahn- und Tram-wayverkehr wurde eingestellt. Angekommene Fremde. Am 14. August. Hotel Stadt Wien. Strausly. Pohl, (ljoldmaun, Ksltc., Wien. — Iupau, pensionierter Major; Bischof. Nuschal, Almagio, Caballar f. Tochter, Dich und Koder, Tril'st. — Traversa, t, und t. Lieutenant; Äotitsch, t. und l. Haufttmaun; Sand» mann, l. und l. Oberstlieutenant; Vojtcch, t. und t, Commandant des AI. Iägerbataillons, Oiirz. — Kandolf, Privatier: Enia», Pippan und Kuschar, Kflte., s. Francn, Villach. — Sor, Bezirlöarzt, Slujn. — Queißer, Buchdruckcrcibesitzcr, Amstetteu. — Loser s. Frau, Oottschce. — Ioanouic, Domherr, Spa-lato. — Kalister, Fiume. — Sterte s. Frau, Gurtfeld. — von Lichatschow, Vice-Admiral, s. Nichte, Paris. — Stern, Advocat, Agram. — Kindler und Räder, Klagenfurt. - Stroh, Kfm,, Alexandrien. — Koder, Postcontrolor, Trieft. — Blichenbach, .Kfm,, Zürich. Hotel Elefant. Dermetti s. Familie; Herman, Reis.; Halliewicz, Major, s. Frau, u. Wciller. Wien. — Pcgan, Ingenieur; Voicardi; KersovaM), Official, u. Fabriotti, Trieft. — Moll« nar, Lehrer, Fiume. — Mrdlinger, Kfm., Stuttgart. — Comis, Privat, s. Familie, Venedig. — Napoleon, Ober« lieutenant, u. Sanchez, Hauptmann, Giirz. — Dicz, Sonne« berg. — Kartal, Professor, Neuhaus. — Victor, Kfm., Heil« brouu. — Rothlaus, Privatier, München. Hllttl Siidliahnhol. Nastalich s. Familie. Fiumc. Aeter. Ban-Unternehmer, Budapest. - Urauesic. Weinhä'ndler. Karlstad« Gasthof Kaiser von Oesterreich. Rieblcr, Mechauiler; Waltl, Orcbner, Ertl und Stemmender, Sftittal. — Gcrmel s. Tochter' Villach. — Gillal, Graz. — Oatteri. Triest. Am 15. August. Hotel Elefant. Freiherr von Reinländer, Feldzengmeister; No-vicly, Hanptmanu; Graf Orsini Rosenberg. Oberst; Freiherr von Cuobloch, Oberlicutcnant; Freiherr von Berger, Mondel Obcrlieutenants; Freiherr von Kübect, Lieutenant; Ritter von Frohlichsthal, Lieutenant; Fuchs und kniely s. Schwester Oraz. — Fischer, Äaufm,, Budapest. — Dohnalt. Professors Wien. — Palese, Ingenieur; Martiiwlich, Advocat, s. Frau, Triest. — Deutsch, Laibach. — Lantsch s. Tochter, ^te"b > — Praschnilar und Butscher, Privatiers, Stein. -^ ^'^ " Beamter, Troppau, — Irulo, Belgrad. ^, .«., Hotel Stadt Wien. Hacket s. Familie u. Dr. Riemer, P«ei"' s- Fran, St. Polten. — Slul, Beamter, s. Frau; I"« ^ Anna Adam; Goldman, Kfm., Mien. - Hawarlit, ZaYM'i Mozetic, Caric, Dobrilovic, Bolaffio, Dr. Luzzatto, İv" ' u. Ozanic, Triest. - Baron Lazarini f. Frau; H°Nc Steiner, Private; Ritter v. Strijhr, Oberstlieutenant; ^ v. Sagburg, Rittmeister; Anderla. Militär.U>,t.'Miten°°> ' Schwarz, Disponent, lyraz. — Schmidt, Innsbruck,,—"!«' Controlor, f. Frau, Villach. — Ritter v.Nalcppa, R'M'N/ Marburg. — Skuhil, Assistent. Trifail. - '"^"^'"gl! Pilsen. — Stanic, Uhrmacher, Agram. — Kramar, o"» Gasthof Kaiser von Oesterreich. Kiusky. Rechuungsrall,, 1?!" Familie, klagenfnrt. - Frasz, Professor, f. Frau und ">«< Gasthof Sternwarte. Podboj. Kfm., und Kutnar, Lehrer, " senbcrg. ^ Hotel Sildbabnhof. Leeb. Llondbeamter, s. Sohn, Trieft, ^ ^ Beamter, Zlrby lBühmen.)____________________________ Verstorbene. ,. Den 1 4. August. Franz Bogataj. Eisenbahnconduc«"^ Sohn, 10 M., Schießstättgasse 11, HirnhautetttzimdUlG Anton Golob, Hausmeister, 36 I., Wienersttahe 13, U""» lähmung. ^.U Den 1«. Angust. Valentin Kocmur, Arbeiters^ 6 M., Reitschnlvlatz 5, K uchhusten. Meteorologische Beobachtungen in Laibach^ I K? W st Mnd b.«V.'.H ___Z^I s^F I Z° ! _^---5-- 1«. 2»N. 740-8 29 t) NO. schwach heiter " 9 . Ab. 7412 212 NO. schwach heiter Morgens Nebel, heiter, heisz. Das Lagesmittel der "" peratur 22 !l», um 2 A« über dem Normale. ^^^-^" Verantwortlicher Redacteur: I. Nagl i l. ^-? y a g Zur AuHgabe ist gelangt: fi g Band J, H und HI von % & Levstikovi zbrani spisi | Ä Ur<::diI (i 5 Franöliek Leveo. 6 6 Levstiks gesammelte Schriften werden sfln 6 0 Hände umfassen. . . Ä Ä Suljscriptionspreis für alle 5 Bände brossih>e' « J ö. W. fl. 10-50, in Leinen gebunden fl. 13<ÖU| G O in Halbfranz fl. 14 50, in Kalbleder, Liebhaber- g Ä einband, fl. 15-50. . % % Subscriptionen nimmt entgegen die Verlaß"" Q 0 handlung A g lg. v. Kleinmajn: & FeiBamberg1 | l ^ ^> Vom tiefsten Schmerze bewegt gebeu die ^'^^ ^ zeichneten dir traurige Nachricht, dass es 0j»tt oc M Allmächtigen gefallen hat, ihr innigst a.eln'v" ^W Sühncheu > Fritz W im Alter von 2'/. Jahren nach kurzem, schmerzvoll"" ^ Leiden von dieser Melt abzuberufen. .,, W Die Bestattung des heißgeliebten, so frilh/ "., M blichcnrn Kindes erfolgt Mittwoch, den 17. "UN"'^ M « Uhr abends von der Friedhosslapelle zu Sl. Chi l!'^" ^ r°,rbrito-k veènernu poèitku, za tolažilne besede ou* JJL sr^nega sožalja v dncvib neizmcrne žst'oS i'^-mile nagrobnice, tolažefie užaljeno src.o, 7-a Ijujetno se iskreno in prnsrC.no. ^lji» Blag rnu bodi apomin in labkst 7lf> dutnaèa! V Mostali dne 1». avgusla 18!^- .* Rodbina Üoy^^ß i JJ2|5*M!uiij «r. 186. 1607 17. August 1892. Amtsblatt zur LaikMer Zeitung Rr. M. Mittwoch den 17. August 1892. ^36)3-1 Z.1025N.Sch.3l. Ooncurs-Ausschreibung. wizs^".^ zweiclassisseu Vorschule iu Ober« dem ^«s bie Stelle des Oberlehrers mit Ful,c^.!"^el)alte der dritten Oehaltsclasse. die ^'^"lllge ''«st. und Naturalquartier und vierten lu ^ ^'st^e '"it dein IalireSnchaltr der °"Wschri? "^"^ ^" definitiven Vesel,nl»q Gehörig instruierte ftjchiche sind binnen viei Wochen ' ^rgeschriebencn Wege Hieramts einzubringen. August' iK'llsschulratl) Gottschee ain 13tcn (3«49) 3-1 Z. 8920. Iieldmilßisies Kchießen. Das Infanterie-Regiment 9lr. 17 wird am2i!. d. M. das feldmäßisse Schießen am Schießplätze De< prlsdorf Vinlber^ vornchlnen. Dasselbe beginnt um « Uhr sriih und wird bis 12 Uhr mittags dauern. Dirs wird mit dem Beifügen zur allgemeinen Kenntnis gebracht, dass zur Begleichung der allenfalls noch vorkommenden Culturschäden im gütlichen Wege nach Beendigung des Schießens der Herr Hauptmaun Bartholomäus An-brejla des Infanterie Regiments Nr. 17 und der Plal^Commaudant von Laibach auf dem Schießplätze auwescnd sein werden. it. l. Bezirlshauptmanuschaft Stein am ü. August 1892. (3622) 3-2 g. 1025 N. Sch. 3t. «Feljrllesse. An der vicrclassigcn Knaben-Volksschule in Bischoflack ist die zweite, eventuell die dritte oder die vierte Lehrstelle mit den Bezügen der zweiten, respective der dritten oder vierten Ge< haltsclasse, sogleich definitiv (eventuell dir vierte Lehrstelle auch provisorisch) zu besetzen. Die gehörig belegten Gesuche sind im vorgeschriebenen Wege bis 27. August l. I. Hieramts einzubringen. K. l, Bezirksschulrat!) Krainburg, am 12ten August 1892. (3640) 3-1 Zwei Stlllllsllipendien für Gewerbetreibende aus Kram zum Nesuche der l, l. Ttaatsgewerbeschule in Graz im Jahres« betrage von je 300 fl. lommen mit Beginn des nächsten Schuljahres 1892/93 zur Wieder« Verleihung. Bewerber um eines dieser Stipendien haben ihre mit dem Taufscheine und den Studien« zeugnifsen versehenen Gesuche bis zum 1. September d. I. bei der «direction der l. l Gt»at»-Vber» realschule in Laibach einzureichen. AnZeigeblatt. Knm1 alt ^!n^nÈehender Geschäftsmann, 27 Jahre 0(ler p- behtlfs Ehe mit einem Mädchen 40 jaulner kinderlosen Witwe von 30 bis Zu werden Und mit etwas Vermögen bekannt ^Oate m»6?' Anträge gegen Inseratenschein ^^^»jej^aibach unter: «S. D. 124>, ^'^ttdgeiuoht: Feine Köohin J J ja Jln vornehmes Bürgerhaus, 10 bis ^•^ n ' ®*tt^6Jimädohen zu einzelner 6 bis 7 ff !Baronin); Köchln für alle», z CJorönje Laknice vernbra i«oi odlokom z ^ne 2. no-^vilve ,?!' f.lev'6271» s Pravioo dražba »; usfav)jena druga izvrSilna 5&4 in oSr vložne Älev- 345, 552, »lice s nr^°v katastralne obèine F.ak- ireJ«njim pristavkom na dan ob • «eptembra 1892. 1. VesèaJoUv' d?,0ldne in ae ° tem ob-Jü vs« deležniki. C Ir no^'dnp°7krajno s°dišèe v Mokro-ne 7- julija 1892. (3627) 3—2 St. 17.238. Oklic. Vsled tožbe de praes. 1. avgusta 1892, stev. 17.238, Dragotina Doljana iz Zagreba (po dr. Hudniku) proti za-pušèini Jakoba Sedeja, bivšega mar-kerja v Ljubljani, za 217 gold. 75 kr. in de praes. 1. avgusta 1892, št. 17.237, pcto. 147 gold. 40 kr. s pr. se zapu-šèini Jakoba Sedeja postavi gospod dr. Krisper, odvetnik v Ljubljani, kura-torjem ad actum, ter se za skrajšano razpravo o tej tožbi doloèuje dan na 19. avgusta 1892. 1. ob 9. uri dopoldne pri tem sodišci. G. kr. za mesto deleg. okrajno so-I dišèe v Ljubljani dne 2. avgusta 1892. 7354573^3 ÖL 15.534. Oklic. C. kr. za mesto deleg. okrajno so-dišèe v Ljubljani naznanja, da se je na prosnjo Matije Petrièa iz Sarskega (po dr. Storu) proti Neži Stembov iz Skrilja v izterjanje terjafve 20 gold, s pr. z odlokom z dne 16. julija 1892? stev. 15.534, dovolila izvršilna dražba na 430 gold, cenjenega nepremaklji-ve^a posestva vložna st. 96 zemljiske knjige kalastralne obèine Golo. Za (0 izvršilev odrejena sfa dva rrfka, in sicer prvi na dan 24. avgusta in drugi na dan 24. septembra 1892. ]., vsakikrat. ob 9. uri dopoldne pri lern sodisèi s prislavkom, da se bode to posestvo pri prvern r wötte bei 7er zweiten aber anch unter ^mselbcn hintangeaebcn w.ro Die Licitations-Äedingnlsse, woruach insbesondere jeder Licitaut vor gemachtem l Anbote ein lOproc. Vadium zu Handen ! der Licitationscommission zu erleqen hat. sowie das Schätzungsvrototoll und der Grundbuchsextract können in der dies-gcrichtlichcn Registratur eingesehen werden. K. k. städt.-deleg. Bezirksgericht Laibach am 1l>. Juli 1892.