Echnftteitung: N»thon«ftasse fix. 5. Xclrct'u tu. *1, totfimto. •»tüMtmtc ZötgN» c«» »»»»idve »» «»»»- ». K^ter->»»«! '»« II—1* Ufct cctjn. H»»jchreit«, rcrttxn »ich» nanc*[ak «»> mitt.fiz »i<4 fctutfMWjt W»Mil die SMMOUt »fflra •*rnSnrn(i I« biSijft fcfl-JfftrE'.rr »cdAhrrn enlj-z». 9a o?kt'tTS:iiittjtii fctnt-u61if. We.JVntl«« Ba4t* trl*rt«t lWca Ktttnxt ant eaartut AM U«ftft>u>r»?ni.»°nt, atsoo. Verwaltung: RathauSgasse Nr. 5. XrUtfco» Hr. II, totem ben BezugSdedinganM Tun eit Post bdtogni : Wctuljä^rii ...»»»« H«>dj»w, . . . . « « « •an)jdtiri|. . . . K irM §ih Stil« wiit Zistell,», in» H«l» i VtoaaUift , . . . K fio BlntellMiit ...«» — ftalWiiiti» « mUiiita . . . .» «•-ffilr» Ballon» erdtdni st» tu bU Rattern» Cinaeleilcct ftltta M* tut RfebifMJsni Kr. öö Hilli, Kamstag, dm 17. August 1912. 37. Zahrgaug. Die Sehnsucht nach dem Bstkuntmud. Der Balkankorrespvndent der „Times" hat die Meldung von einem serbischbulganschen Bündnis in die Welt gesetzt, in Erweiterung dieser Nachricht wurde von der russischen Presse sofort die Kom-bination dcS BalkanbundeS ausgestellt, dem auch Griechenland beigetreten sei. DaS Dementi ist in-zwischen von bulgarischer Seite bereits erfolg«, nichtsdestoweniger muß aber zugegeben werden, daß der Zeilpunkt für die Bildung geschickt gewählt war. Die Petersburger Besprechungen des französischen Ministerpräsidenten Poincare, dem von Paris ans in phantastischer Weise vorgearbeitet worden war, habe« nicht ganz da» gewünschte Resultat gebracht. Trotz des starken Druckes, der auf Frankreich aus-geübt worden war, ist es Sasanow und Neratvw nicht gelungen, die Dardanellensrage in entscheidender Weise zur DiSkution zu stellen, und wenn Frankreich auch in allen anderen Belangen, vor allem auf finanziellem Gebiete das weiteste Entgegenkommen zeigte, so nahm man doch aus russischer Seite in-soferne Revanche, indem man öffentlich erklärte, die Abmachungen hätten nicht die mindeste Spitze gegen Deutschland und endlich stellte Fürst Liewen sogar dne Marinekonvention, von der seit mehr als zwei Wochen die Weltpresse schrieb und phantasierte, als g«ar nicht abgeschlossen hin. Die Möglichkeit, daß Mvßland also die gegenwärtigen Wirren am Balkan benutzen könnte, um einen unter seinem Proteklorate fliehenden Balkanbund gegen die Türkei zu schassen, Icag also umso näher, als die Spannung zwischen d»er Türkei, Montenegro und Bulgarien zeitweilig eii»en Höhepunkt erreichten. Der Balkanbund im »Nfenen Kampfe mit der Türkei bedentet aber nichis anidereS als die Oeffnung der Dardanellen, eS be-dorntet weiter aber auch die russische Oberaussicht Aber die Balkankleinstaaten. So viel also die Kombination für sich hatte, fq'o ruht sie doch auf irrigen Voraussetzungen, in erinrr schlechten Beurteilung des Verhältnisses zwischen Werbien und Bulgarien. ES ist zwar allgemein be-Womit, daß der gegenwärtige serbische Minister des Meußern, Jovanovics, ein Zögling und eisriger An-h Hänger PasicS ist, dieser sich aber bereits seit einem ZLierieljahrhunbert um ein serbisch«bulgarisches ZBündnis redlich bemüht. Auch in den letzten Jahren hhat Nikola PasicS, einerlei, ob er am Ruder war o vder nicht, diese Bemühungen fortgesetzt. ES ist ihm a gelungen, eine große Generation serbischer Diplomaten h heranzuziehen, die in seinem Geiste unermüdlich tätig sisu>d. Das bedeutendste unter ihnen hat der verstorbene lclavgjährige Leiter der Propagandaabteilung im ^Ministerium des Aeußern, Svela SimicS geleistet, d dem es zuletzt vergönnt war, als Gesandter in CEofia die Idee des serbisch-bulgarischen Bündnisses zizu vertreten, und so auch der intellektuelle Urheber dlder verunglückten Zollunion zu werden. Nun ge-h hören aber zu einem serbisch-bulgarischen Bündnisse v wr allem die Bulgaren. Diese haben sich aber mit kl kurzen Unterbrechungen den serbischen Liebeswerbungen n ml sellener Slandhaftigkeit widersetzt. Die Grund-(, läge, aus der das scrbisch-bulgansche Einvernehmen z zustande kommen sollte, bilden eben nach wie vor d tie beiderseitigen Interessensphären im sogenannten 3 Makedonien. Hier haben nun die Bulgare» dank il ihrer zielbewußten, energischen Politik die Serben d hart bis an die Tore Albaniens zurückgedrängt. Es is ist heute kein Geheimnis mehr, daß das Serbentum ir im eigentlichen Makedonien auf achtzig serbische 5 Familien im Umkreiie von UeSküb hcrabgefunken is ist. Infolgedessen ist man in Sophia schon seit 5 Jahren der Ansicht, daß Serbien in Makedonien überhaupt nichis mehr zu suchen habe. Der Schwer-punkt der nationalen Inspirationen Serbiens liegt tatsächlich im ehemaligen Altserbien, also in jenem Gebiete, in dem es wieder gar keinen Bulgaren gibt, und auf dessen blutgetränkten Gefilden die Serben schon seit Jahren einen nationalen BerzweiflnngS-kamps mit den immer siegreicher vordringenden Albaniern führen. Nicht minder große Schwierig-keilen stehen dem Zoll- und Handelsbündnisse im Wege; neben der Gleichartigkeit der Erzeugnisse seien nur die völlig verschiedenen Generaltarife und Verbrauchssteuern, sowie die vertragsmäßige Ge-bundenheit der wichtigsten Zollsätze aus die Dauer der lausenden Vertragsperiode erwähnt. Den Bulgaren leuchtet also die Zweckmäßigkeit eines solchen Bundesvertrages umso weniger ein, als Herr PasicS und seine Jünger unter dem Vor-wände einer balkanischen Monro-Doktrin die bulgarische» Bundesgenossen für die „Interessen des Serbentums" in dem durchaus bulgarensreien Nord-ostalbanien engagieren möchten. Den Bulgaren kann man aber nur mit reellen Rechnungen kommen, und wenn sie sich auch gegen-wärtig den serbischen Liebeswerbungen etwas freund» licher zeigten, so ließen sie doch in dem Augenblicke, als Rußland für die Idee eintrat, gar keinen Zweifel über ihre Absicht und Ueberzeugung, sich ihre Zukunft aus dem Balkan allein und aus eigener Kraft zu schaffen. Damit ist der Balkanbund aber von seiner Verwirklichung ebenso entfernt wie bisher. Ueugrstnllung des Deutschen Aatjonulverbandes. In der letzten Parlamentssitzung ist bekanntlich vom Deutsche« Nationalverband ein Ausschuß ein-gesetzt worden, um das Geküge des Nationalver» bandeS fester zu gestalten. Wie das „N. W. Tag-blatl" meldet, sind die Vorarbeiten des gewählten Ausschusses im großen und ganzen beendet. In suhrenden Kreisen des Nationalverbandes wird erklärt, daß die Konsolidierung des Deutschen Na« tionalverbandeS mit Sicherheit zu erwarten steht. Man hat Anzeichen, daß fast die Gesamtheit der deutschradikalen Abgeordneten, K. H. Wolf nicht ausgenommen, an dem Bestand des Nationalver-bandes festhält. Die Resignation des Nationalver-bandes ist in der Weise gedacht, daß er vornehm-lich als politische Partei auszusassen sein wird und sich lediglich mit Fragen der nationalen und frei-heitlichen Taktik im Parlament sowie der Fest-legung eines einheitlichen Verhaltens aller Mitglie-der des Nationalverbandes den parlamentarischen Aktionen anderer Parteien gegenüber beschäftigt wird. In wirtschaftlicher Hinsicht wird den ein-zelnen Abgeordneten im allgemeinen freie Hand ge-lassen werden; überdies ist die Bildung von Unter-verbände» vorgesehen, die sich aus den Abgeordneten einzelner geschlossener WirtschaslSgebiete zu-sammensetzen. Den neuen Vereinigungen wird eine gewisse Autonomie zukommen, und sie werden be-rechtigt sei«, in wirtschaslSpolitischen Fragen ihre Stellung im Parlament zu fixieren, in rein politi-schen jedoch dem Plenum deS Nationalver bandeS Vorschläge zu erstatten. Ans diese Weise hofft man, die Einheitlichkeit des Verbandes ausrecht zu er-halten und einen etwaigen ungebührlichen Einfluß einzelner Parteien^ruppen im Nationalverband oder die Methode, daß sich einzelne Parteien im Ver-band vor der Wühlerschast als die Deutscheren hin-stellen, verhindern zu können. Weiter ist auch eine Reorganisation der freien Bereinigungen im Paria« ' ment, die größtenteils über Initiative des National- verbandeS gegründet wurden, beabsichtigt. Die ge werbliche Vereinigung soll ausgelöst und durch den Beilritt der industriellen Vertreter zu einem wirt-schastlichen Verband sür Industrie, Gewerbe und Handel ausgestaltet werden. Der derzeit bestehenden gewerblichen Vereinigung gehören auch zahlreiche agrarische Abgeordnete an; diese will man in die neue Vereinigung nicht mehr aufnehmen, da man sie bei verschiedenen gewerblichen Aktionen vielfach als störenden Ballast empfunden hat. Die Freie in« dustrielle Vereinigung, die in den letzten Legislatur-Perioden unter dem Vorsitz des verstorbenen Dr. Freiherr« v. Chiari bestanden hat, ist in der gegen-wärtigen Periode überhaupt nicht mehr ins Leben gernsen worden. Die erwähnte Vereinigung wird in stetem Kontakt mit den außerparlamentarischen Or-ganisationen der Industrie, deS Gewerbes und Han-dels bleiben und sind die diesbezüglichen Probe-brsprechungen gleichsalls bereits in einem solchen Stadium, daß die Bildung dieses wirtschaftlichen Verbandes als sicher zu gewärtigen ist. Politische Rundschau. Deutsche Gütervermittlung. Das deutsch geschriebene, aber kroatisch ge-sinnte Blatt „Dran", das in Esegg erscheint, bringt sehr beachtenswerte Mitteilungen über die wirt-schaftliche Kraft und Tüchtigkeit des südungarischen Deutschtums und dessen Ausbreitung in Slavonien. Das Blatt stellt sest, daß sich die deutschen Bauern auf die zum Kaufe ausgebolenen, bisher im Besitze slowenischer Bauern gewesene» Güter mit einem »Heißhunger" stürzen und die Grundstücke „um jeden Preis" auskauscn. AuS der Batscha und aus Syrmien kommen immer wieder deutsche Bauern und kaufen die „autochtonen Bauern" aus. Und zum Schlüsse heißt es: „Dem Fleiße und der dauernde» Arbeitskraft des deutschen Bauern ver-mag unser heimischer Bauer absolut nicht zu sot-gen und darum schreitet die nationale Umwandlung unaushaltsam vorwärts.- So weit in dieser Dar-stellung die wirtschaftliche krast des deutschen Bauernstandes in ungarländischem Gebiete zum Ausdrucke kommt, ist das jedenfalls sehr erfreulich. Im allgemeinen nationalen Interesse müßte man aber wünsche», daß diese wirtschaftliche Straft anderswohin geleitet würde und sich nicht in Slawo-nie» allein erschöpfte, wo sie über kurz oder lang doch wiederum der MagyarisierungSwut zum Opser zu sallen bereit sein muß. Das Gegenbild hiezu bilden die Nachrichten aus Oberösterreich. Da wird sast wöchentlich gemeldet, daß große, bisher in deut» schcm Besitz befindliche Bauerngüter von eingewan-derten Tschechen ausgekauft werden. Die Zahl der so in tschechischem Besitz übergegangenen oberöster-reichen deutschen Bauerngüter ist bereits sehr groß. Obwohl der Berein „Sildmark" durch eine eigene GüiervermittlungSstelle in Linz dem entgegenarbeitet, so vermag er doch nichts Wünschenswertes auszu-richten, da es an geeigneten wirtschastlichen tüchli-gen deutschen Ansiedlern, die nach Oberöster reich kommen mochten, sehlt. Wäre im Gegenhalt zu der Erscheinung in Slawonien nicht daran zu den-ken, den wirtschaftlichen Ueberfluß des deut scheu Bauernstandes in ungarländischem Gebiete nach Oberösterreich zu lenken. Hier wäre ein reiches Ge-biet zur Tätigkeit und die infolge anderer sozialer Verhältnisse herbeigeführte Veräußerung bisheriger dculscher Gilter könnte sich vollziehen, ohne daß ein nationaler Verlust für die Deutschen, wie es durch den Ankauf der Güter durch die Tschechen der Fall ist, eintreten müßte. Das ist ein Gebiet für unsere Schutzvereine zu großzügiger Betätigung. Da es sich bei den deutschen Bauern aus Ungarn um Seite 2 Deutsche Macht Nummer 66 wirtschaftlich starke Existenzen handelt, so könnte der Uebergang deutscher Bauerngüter in Oberöster-reich und teilweise auch bereits in Niederösterreich an deutsch- Bauern auS dem Bannte ohne Inanspruchnahme großer materieller Hilse der deutschen Echntzvereine durchgeführt werden. Bosnien vor der Entscheidung. Die Audienz des gemeinsamen Finanzministers Dr. v. Bilinski. die in den letzten Tagen sich an-schließenden Besprechungen mit einzelnen hervor-ragenden österreichischen und ungarischen SlaalS-männern, haben die bosnische Frage wieder in den Vordergrund des Interesses gestellt. Denn man ge> winnt an den entscheidenden Stellen immer mehr den Eindruck, daß ein weiteres Hinziehen der Lösung die politische Desorganisation in Bosnien und der Herzegowina nur noch vergrößere, wodurch dem Lande unzweifelhaft aber schwere wirtschaftliche Schäden erwachsen müßten. Die Bosnienreise des gemeinsamen Finanzministers ist eigentlich an der Jntransigenz einiger Führer gescheitert, deren Stel-lungnahme übrigens auch nicht aus eigener Jnitia-live, sondern mehr oder weniger unter dem Drucke der radikalen Serben, der Kocic-Gruppe, ersolgte. Einen Beweis, daß man in Sarajevo den Ernst der Situation zu begreifen beginnt, bietet die Ein-setzung einer Spezialkommission. in der die beiden Sabormilglieder Ingenieur Jovo Simi! und Ober-baurat v. VancaS, unter Beiziehung internationaler Fachmänner, noch einmal ihr Votum in der strittigen Eisenbahnfrage abgeben sollen Die gemäßigten Elemente und auch ein großer Teil der Bevölkerung ist der nun schon über ein Jahr dauernden ArbeitS-Unfähigkeit des Landtages satt und wenn es auch nicht abzuleugnen ist, daß viel Schuld an den desolaten politischen Verhältnissen das Burian'sche Verfaf-fungSstatnt trägt, das entgegen der seit 1878 ge« üblen Politik, die konfessionellen Gegensätze zu be-fettigen, dieselben durch die konfessionellen Kurien wieder aufrichtete und so die Bildung natürlicher Wirtschaftsgruppen verhinderte; im gegenwärtigen Falle liegt das Schuldkonto auf Seite des Sabor. Die wankelmütige Politik des Serbenführes Jefta-novicS machte die Delegierten blind gegen die gro-tzen Vorteile, die in dem Programm Dc. v. Bilinskis lagen. DaS gegenseitige Mißtrauen führte zur Unterbrechung der Verhandlungen nnd stellt Bos-nien einer ungewissen politischen Zukunft gegen-über. Die Zeit drängt aber, und die bosnischen Führer werden bald zu beweisen haben, ob die Reife des Volkes sie vernünftigen Erwägungen zu-gänglich macht, denn sonst könnte nur zu bald die Eistierung des bosnischen VerfafsungSstatutes wahr werden, um eine Zeit der Beruhigung zu schaffen, die bei den gegenwärtigen Gärungsverhältnissen im südslawischen Lager sehr notwendig erscheint. Eine „Regelung" des Wandergewerbes in Ungarn. Der ungarische Handelsminister hat einen Ge-setzentwurf ausgearbeitet und will ihn im Reichs-tage zur Beschlußsassung vorlegen, der das Wandergewerbe im Gebiete der ungarischen Krone regeln soll, durch seine Bestimmungen jedoch keineswegs als eine interne ungarische Angelegenheit betrachtet werden kann, vielmehr geeignet ist, die Handels-beziehungen zu Oesterreich und zum gesamlen Auslande auf den Kopf zu stellen. Durch den nngari-schen Gesetzentwurf soll bestimmt werden, daß auS-ländische Firmen nur dann daS Recht haben, in Ungarn da« Wandergewerbe auszuüben, daS heißt Handelsreisende auszusenden, wen» die betreffende Firma in Ungarn selbst eine Zweigniederlassung be sitzt. Ausnahmen sollen nur für solche Industrie-zweige zugestanden werden, welche in Ungarn noch nicht vorhanden sind. Damit wäre die Aussperrung einer jeden nichlungarischen Firma beim Wettbewerb um Kunden vollzogen, wenn nicht die betreffende Firma sich dazu versteht, eine Zweigniederlassung, wenn auch nur formell, im ungarischen Gebiete zu errichten. ES ist ja kein Geheimnis, daß viele österreichische Firmen, welche in Ungarn Geschäfte machen, derartige Zweigniederlassungen bereits er-richtet haben, und zwar für alle Fälle, da man ja nie wußte, was den Herren jenseits der Leitba einmal einfallen könnte, um Geschäftsverbindungen österreichischer Industrieller in Ungarn zu unterbiu» den. Der vorliegende Gesetzentwurf aber ist weit ernster zu nehmen. Er berührt die Bestimmungen des Ausgleiches und würde, falls er zum Getetze wird, die Erneuerung des Ausgleiches auf der bis-herigen Grundlage ganz einfach unmöglich machen. Denn auch Oesterreich müßte sich für eine derartige Einschränkung des Wandergewerbes aussprechen und dieselbe Bestimmung in seinem Gebiete geltend machen. Das verlangt jedenfalls der Grundzug des österreichisch-ungarischen Ausgleiches. Vorläufig ist wohl nur geplant, den Gesetzentwurf zu b-schließen und zunächst gegenüber Oesterreich in Kraft zu setzen, während diese Einschränkung des Wander-gewerbes dem Auslande gegenüber erst nach Ablauf der gegenwärtigen Handelsverträge in Kraft treten soll. Dann allerdings wäre jede Verhandlung über einen Abschluß neuer Handelsverträge mit dem AuS-lande für die Gesamlmonarchie unmöglich, da sich kein anderer Staat eine derartige Einschränkung seiner Handelsbeziehungen nach Oesterreich-Ungarn gefallen ließe. Es müßte also der Fall eintreten, daß Ungarn und Oesterreich gesondert die Han-delSoerträge mit dem Auslande abschließen. Die vollständige wirtschaftliche Trennung der beiden Staatsgebiete, welche die Ungarn auf anderem Wege bis jetzt vergeblich angestrebt haben, könnte a'so auf dem Wege dnrch das neue Gesetz über das Wan-dergewerbe erreicht werden. Der Plan ist sehr ernst und darum verdient die weitere Behandlung des vom ungarischen Ministerium bereits ausgearbeiteten Gesetzes über das Wandergewerbe in Ungarn die vollste Beachtung unserer politischen Kceise. Xua StM und Lau!». Auszeichnung. Der Kaiser hat dem Amts-diener Sebastian Pratter in Cilli anläßlich der erbetenen Versetzung in den dauernden Ruhestand daS Silberne Berdienstkrenz verliehen. Das Sommerfest des Tillier Deut-fchen Athletiksportklubs. Das vom Deutschen Athleiiksponklub am Donnerstag im Waldhause veranstaltete Sommerfest nahm, wie zu erwarten war, einen glänzenden Verlauf. Ein zahlreiches Publikum füllte die festlich geschmückten Räume und unterhielt sich prächtig. Ein geschmackvoll zusam-mengestellter Glückshasen, eine Glücksfischerei, ein Kreisstechen, eine Schießbude gaben den Besuchern Gelegenheit, die Nachmittagsstunden angenehm und unterhaltend zu verbringen. Mit dem Beginne der Dämmerung entwickelte sich eine Konfettischlacht im großen und damit waren der Lust und Freude Tür und Tor geöffnet. Zu gleicher Zeit begann das Treiben auf dem Tanzboden, wohin die Klänge einer recht guten Schrammelmusik die Tanzlustigen lockten. Im Verandafaale konzertierte unermüdlich die Eillier Musikvereinskapelle und brachte unter der Leitung deS Musikdirektors I. C. Richter vor« zügliche Stücke zu Gehör. Das ganze Fest nahm einen äußerst gemütlichen Verlauf und jeder Be-sucher verließ dasselbe befriedigt. Unter den Be-suchern bemerkten wir auch recht viele Sommer-frischler. Zum Gelingen deS Festes trugen außer den Mitgliedern des Vereines die Damen Frau Fanny Pellö und Frau Mitzi Eölestin, die an der Spitze einer reizenden Schar von jungen Mädchen sich in den Dienst der guten Sache stellten, ein Be-deutendes bei. Ihnen allen sei an dieser Stelle aufrichtiger Dank für ihre aufopfernde Mühe ge-sagt. Wir beglückwünschen den strebsamen nationalen Berein zu dem schönen Gelingen des Feste». verband deutscher Hochschiiler Tillis. Am 21. d. findet in den Wmterräumtichkeiten des Deutschen Hauses der erste ordentliche Verbands-abend statt, an dem unter anderem ein außer-ordentliches VerbandSmitglied in einleitender Weise zu den für die nächste Zeit beabsichtigten aufklären-den Borträgen Stellung nehmen wird. Wegen not-wendiger Vorbesprechungen für den Familienabend werden auch die außerordentlichen Berbandsmit-glieder ersucht, recht zahlreich zu erscheinen. Kaiserkonzert. Anläßlich des G.burtStageS des Kaisers veranstaltet die vollständige Cillier Mu-sitoereinskapelle im Saale des. Deutsch.'» HanseS ein Kaiserkonzert. Aufdringliche Liebedienerei. Aas der Reichsstcaße werden jetzt neue Meilensteine errichtet, die zur Orieniierung des reisenden PablikumS die Entfernungen von Geaz, Marburg uudLiibach angeben. Die Ilädtebezeichnungen sind doppelsprachig angebracht worden, waS bisher auf den steirischen Reichsstcaßtn noch nicht der Fall war. Der win-dische Globetrotter weiß nun ganz genau, wieviel Kilometer er von „Gcadec" und „Maribor" entfernt ist, denn der Bezirkshauptmann Müller, der den Windischen zuliebe auch Purzelbäume schlügt, hat sich den Anlaß nicht entgehen lassen, den Wrndv-schen, ohne daß das leiseste praktische Bedürfnis bestünde, wieder einmal feine Liebe aufzudrängen, um sich bei seinem Herrn und Meister, den Grafen Elary, ein Bildchen einzulegen. ES ist unglaublich, was jetzt im Unterlande alles geschieht, um die Mindischen für den LandtagsanSgleich kirre zu machen. Ob dabei die Deutschen, deren Gutmütig-keit man leider alles zumutet, verhöhnt werden, ist den Ausgleichsmaiern Hekuba. Die Schraube ohne Ende. Die Vor-fchreibung der Personalein'om mensteuer brachte heuer den Bewohnern der Stadt eine ganz beson-dere Ueberraschung. Die Sieueeansätze wurden der-artig emporgefchraubi, als ob es sich um Enthebung einer KriegSkoutribnlion handeln würde. W.e wir vernehmen, wird demnächst eine Maffenverfammluag stattfinden, in welcher gegen da» Vorgehen der Steuerbehörde Stellung genommen werden soll und in welcher die ungeheure Aufregung der Bevölkerung zweifellos in drastischer Weise zum Ausdrucke summen wird. Wie wir vernehmen, wird auch der Gemeinderat zu dieser als willkürlich empfundene» Steuerbemessung Stellung nehmen. In den weite-sten Kreisen der Bevölkerung Eilli'S ist durch diese drückende Belastung der Entschloß gereift, von nun an bei allen Sammlungen für öffentliche Zwecke, wferne sie nicht nationaler Natur sin), eine ableh-»ende Haltung einzunehmen. Das Schulverelnsfest in Lichtenwald. Die Schuloeceinsortsgruppe in Lichrenwald veranstaltete am 1l. d. ihr SOjährigeS Gründungsfest. Wie bereits mitgeteilt wurde, wollte die slowenische Gemeindevorstehung von Lichtenwald der Ortsgruppe das Hissen schwarz-rot-goldener Fahnen verbieten. Die Bezirkshauptmannschaft Rann hat jedoch da» Verbot der Gemeindevorstehung aufgehoben, so daß bei dem Feste unser herrliches „Schwarz-rot-golö" an allen Ecken des Hauses sowie im Garten prangte. Die Slowenen hatten an diesem Tage ein Gegen-fest veranstaltet. Es wurden daher zur Aufrecht-Haltung der Ordnung von der Behörde 25 Gei»-darmen nach Lichtenwald kommandiert. Das Fest» das trotz des schlechten Wetters sehr zahlreich besucht war, ist ruhig und würdig verlausen. Um 7 Uhr abends veranlaßten die Slowenen ihre Jugend z» einer Demonstration, die dadurch zum Ausdruck kam, daß die hoffnungsvollen Jungen in ein „Zirno"-Gebrüll ausbrachen; aber vor den Gendarme» nahmen sie bald „Reißaus". Einen fürchterliche» Lärm gab es nur in der Nacht, als die Festtal-nehmer auS den naheliegenden Orten mit dem Zuge nach Hanse suhren. In dem von den Deutsche» benutzten Zuge befanden sich auch die vom Ranner Sokolfeste kommenden Windischen. Durch laute „Nazdar"- und „Zlvio"-Nufe wollten die Sloweae» die Deutschen reizen, diese übertönten jedoch das Geschrei der Slowenen mit Heilrufen nn» der „Wacht am Rhein". Südmark Lotterie. Die meisten Oct«-gruppen, insbesondere dir städtischen, stellen ihre eigentliche BereinSiätigkeit in den Monaten Jali nnd August ein. Diesmal ist aber auf einem ander» Gebiete Gelegenheit geboten, für den Verein „Züd-mark" recht ersprießliches zu leisten. Hier taita jedes einzelne Mitglied sich große Verdienste er-werben. Die Reisen, der Aufenthalt in den Sommer-frischen, der Verkehr mit außerhalb des Vereiset stehenden Kreise», bieten günstige Gelegenheit, die Lose des Bereines .Südmark" abzusetzen. Der Hinweis auf die reiche Ausstattung der Lotterie itn> auf den wohltätigen Zweck werden die Werbearbeit für die Lotterie günstig beeinflussen. Die Mitglieder können die Lose durch ihre Ortsgruppen oder ua-mittelbar durch die Lotteriekanzlei, Wie» 8, Schlösselgasse 1l, beziehen. Kalferball in Bad Neuhaus. Am 18. d. M. findet im Kursaale der Landeskuranstalt Neu haus ein Kaiserball statt. Wöllan. (Deutsche Schule.) Der Ober-lehrer der SchulvereinSschule Wöllan, Herr Karl Weingerl ist insolge Kränklichkeit :rf bei Eiili vom Auto A111 474 auf der Reichs-straße überfahren und erlitt hieb« einen Bruch des '-echten Beines. Den Lenker des Autos trifft fein Verschulden, da Maue betrunken war und selbst in das Auto hineinrannte. Maue befindet sich in Haus-licher Pflege. Weindiebe. Borige Woche übernachtete der Besitzer und Weinhändler Josef Skogar aus Kroatien beim Gastwirte Anton Jutersck in Lubetschno und ließ vor dem Gasthause einen mit zwei Fässern Wein beladenen Wagen stehen. Als Stogar in der Frühe des nächsten Morgens fortfuhren wollte, bemerkte er, daß ihm ans den beiden Fässern unge-führ 35 bis 40 Liter Wem fehlten. Durch die sogleich einpeleitcten Erhebungen wurde festgestellt, daß sich die Besitzerssöhne Jgnaz Naglitscb, Martin Sieklilsch und Johann Koschkll sowie der Knecht Andreas Kamenschek in der Nacht über den Wein gemacht hatten. Mit Hilfe von auS dem Knknruz-acker geholie» KürbiSpfl^nzenröhrchen tranken sie den Wein ans den Fässern. Dann füllten sie auch mehrere Töpfe mit Wein an, um noch am nächsten Tage einen guten Tropfen zu haben. Die nächt> lichen Zecher werden sich gerichtlich zu verantworten haben. Bor dem Ertrinken gerettet. Am Montag nachmittag badete« mehrere Kinder bei der zweite» Eisenbahnbrücke, wo die Sann sehr ties ist. Unter den badenden Kindern befand sich auch die Tochter des Organisten Bervar namens Rosa, die plötzlich zu weit in die Strömung geriet. Da dem kleinen Mädchen bald die Kräslc versagten, begann eS zu sinken, was jedoch zum Glücke die am User liegenden Kinder sofort bemerkten und zu schreien begannen. Auf dieses Geschrei hin eilte der Gymnasiast Alexander Rischner, der ebenfalls dort badete, herbei, schwamm dem Mädchen nach und konnte es »och rechtzeitig ans User bringen, wo es sich bald erholte. Verhaftung eines gefahrlichen Hotel-diebes. Dieser Tage gelang es, iu Eilli den liöchst eigentumsgefährlichen Franz Turin auszufo. schen und zu verhaften, der steckbrieflich verfolgt wurde und ein berufsmäßiger Hvteldieb ist. Er stahl u. a. einem Gaste im Hotel „Zentral" in Pola ans einem Rocke, der nach!« im Zimmer am KleiXrreche» hing, eine Brieftasche mit über 800 St., verschwand baun auS Pola und ließ sich in der Umgebung von Eilli nieder, wo ihn das Schicksal erreichte. Er wurde dem Kreisgerichie in Rooiguo eingeliefert. Falschmünzer. Kürzlich trieb sich in Ga-berje ein anscheinend dem Arbeiterstande angehörig« Mann umher, der sich Beit Gracner nznntc und vorgab, aus Taubenbach zu sein. Beim Greisler Bengnst in Gaberje wollte er ein Fünskroncnstück wechseln lassen; Bengnst erkannte jedoch sofort, daß daS Geldstück ein Falsifikat war, und nahm es nicht an; leider ließ er den verdächtigen Burschen lausen. Der Betrüger versuchte sein Glück bei der Greislerin Hoenik in Gaberje und brachte hier ein salscheS Funfkronenstück glücklich an. Auch sonst dürste er bei Gr«Siern und Wirte» öfters seine Falsifikate an den Mann gebracht haben. Allem Anscheine nach ist Gracner selbst Falschmünzer oder ^Mitglied einer Falschmünzerbande und hat die Umgebung Eillis mit vorwiegend bäuerlicher Bevölkerung als BeiätigungSgebiet zugewiesen. Leider ist eS ihm gelungen, rechtzeitig wieder zu verschwinden. Das F»lsifikat, das et bei der Greislerin Hocnik anbrachte, ist eine Legierung ans Zinn nnd Blei; ?S fühlt sich fettig an, ist von mattem Glänze und leichter im Gewichte als die echte» Münzen. Bet genau«« Betrachtung ist die Fälschung, die d« un-garifchen Piägnng von 1900 nachgebildet ist, nicht schwer zu «kennen. Eine liebenswürdige Gattin. Die Be- sitzerin Maria Trobifch in Tuchern geriet mit ihrem Ehegatten Anton Trobifch in einen heftigen Streit, der schließlich so weit ausartete, daß Maria Trobifch eine Haue ergriff und mit dieser auf ihre» Ehe» galten loszuschlagen begann, der mehrere Ber« letzungen «litt. Sodann ersaßte sie ihren Mann, der etwas angeheitert war, mit beiden Händen und schlenderte ihn in der Küche gegen den Sparherd. ' Er fiel an eine Ecke des Sparherds und zog sich eine beträchtliche Quetschwunde zu. Gegen die rohe Ehegattin wurde die Strafanzeige «stattet. Ein Kind ertrunken. Montag vormit» tags ging die Besitzerin Franziska Kozuh in St. Peter im Sanntale anf den Acker. Ihre zwei Kinder, ein dreijähriges Söhnchen und die zweijäh» rige Marie, ließ sie unier der Aufsicht eines Ein-leg«s zu Hanse. Kaum war die Mutter ans dem Hause, so ging ihr die kleine Marie nach. Um zur Mutter zu gelangen, mußte daS Kind einen geläu» beriefen Steg überschreiten, von dem es in die Fluten des hochangeschwollencn Baches stürzte. Die kleine Leiche wurde vom Oberlehrer Pctrak beim Rechen der Simovcit'sche» Mühle aus dem Wasser gezogen. Mit einer Literflasche schwer ver-letzt. Am 5. d. zechten der Besitzer Anton Bodifchek und der Inwohner AloiS Mehle im Gasthause des Michael Klinar in Svetina. Zwischen Bodifchek »ind dem Gastwirte entstand ein Streit, in welchen sich auch Mehle einmengte. Bodifchek geriet dadurch derart in Zor», daß er eine am Tische stehende Literslaschc «saßte nnd damit dem Mehle einen wuchtigen Hieb aus den Kopf versetzte. Die Flasche ging dabei in Trümmer und die Splitter verletzten auch den Gastwirt. Mehle erlitt eine schwere Ber-letzung am Kopse. Gegen Bodifchek wnrde die Au-zeige erstattet. Borträge über Gemüsebau. In ein-zclncn Orten gibt eS sehr oft nicht genug frisches Gemüse wie Salat, Bohnen, Gurken, Kohlrabi usw, weshalb dieses aus Görz und anderen füdlich-u Orten bezogen werde» muß, wodurch aber das An-sehen desselben und besonders auch der Wohlgeschmack ungemcin leidet. Das im Orte selbst vd« in nächster Nähe gezogene Gemüse besitzt bekanntlich allein den gewünschten guten Geschmack und, wie bei dem massenhaft gebrauchten Salat, die gesuchte Frische. Da diese Angelegenheit nicht nur die volks-wirtschaftlichen Interesse», sonder» damit Hand in Hand gehend den Fremdenverkehr berührt, habe» die k. k. Landwirtschaftsgcsellschast und die k. k.Garteu-baugesellschast über Anregung des Landesverbandes für Fremdenverkehr in Steiermark sich bereit erklärt, zur Forderung des Gemüsebaues itr den Kurorten und Sommersrische» von Steiermark Kurse mit Bor-trägen und Borsührungen durch die landwirtschast-lichen Wanderlehrer abhalte» zu lassen. Der Lan-desverband für Fremdenverkehr in Steinmark hat zunächst an die in Betracht kommenden Orte An-frage» gerichtet, ob Mangel an irischem Gemüse herrscht und von welchen Gemüfearten in den haupt-jächlichsten Gebrauchszeiten das Angebot nicht im-stände ist die Nachsrage zu decken. Die Versteigerung der Grummet-mahd im Stadtpark findet am Sonntag den 18. d. vormittags 11 Uhr an Ort und Stelle statt. Karts-lustige treffen sich beim Wetterhäuschen. Vermischtes. Ein schweres Unglück bei der österreichischen Kriegsmarine. Ein schweres Unglück ereignete sich im Maschinenrattm eines österreichischen Kriegsschiffes. Dem Unglück« find drei Menschenleben zum Opfer gefallen. In» folge etneS bisher noch nicht vollständig aufgeklärten Defektes ist auf dem Torpedofchiffe „Gäa", das derzeit in Pola verankert liegt, ein Stahlrohr plötzlich geborsten. Ans diesem zu dem Kondensator führen» den Rohre drang der darin enthaltene Damps mit unheimlicher Gewalt in den Maschinenraum, wo sich eben mehrere Marinesoldatcn unfinclten. Mit ohrendetäubendea Zischen ergoß sich der siedende Damps in den Raum. Durch das Zischen gewarnt, flüchteten die Arbeit« aus dem Mafchinenranme. Nur drei Mafchinenunteroffiziere hatten keine Ge» legenheit, sich in Sicherheit zn bringen. Sie erlitten durch den ausströmenden Dampf Brandwunden, denen sie erlagen. Eine strenge Untersuchung wurde eingeleitet. Der gepfändete Prinz als Millio-n e ii e r b e. Es ist bekannt, daß vor einiger Zeit Prinz Max Egon von Thnrn und Taxis in Geld-fchlvierigkelte» geraten war, die dazu führten, daß die ganze Einrichtung seines im Eifenburger Komi-täte gelegene» Schlosses und sein kostbar« Renn» stall unter dem Hamm« kam und d« Prinz aus dem Magnatenhause ausscheiden mußte Nun ist unerwartet seine Schwester, Prinzessin Mathilde von ' Thür» und Taxis, gestorben und ihr nach Millionen Seit« 4 Ksuische x^au;« zählendes Vermögen auf ihre beiden Brüder ge» fallen. Der eine Bruder, Prinz Viktor, hat an-geblich auf die Erbschaft zugunsten Mas Egons verzichtet, so daß dieser wieder zu einem sehr an-sehnlichen Vermögen gelangte. Inzwischen waren die zahlreichen Wechselforderungen des Prinzen Max Egon angekauft worden und werden geltend gemacht. Der Prinz hat jedoch feine Nechtsfreunde angewiesen, den Ursprung aller Forderungen zu prüfen und vor eventuellen Wucherprozessen nur nicht zurückzu-schrecken. Darf man .Obmännin" sagen? Nachdem in die sprachliche Richtigkeit der B-zeich-nung „Obmännin" für die Voriitzende der Frauen-Ortsgruppen des «Bundes der Deutschen in Bäh-men" von verschiedenen Seiten Zweifel gesetzt war» den, hat sich die BundeSleitung bemüssigt gesehen, daS Gutachten des Allgemeinen deutschen Sprach-veruns über die Zulässigkett des Wortes „Obmän-niii" einzuholen. Die Äußerung des genannten Ber-eines besagt, daß die Bezeichnung „Obmännin- für die Vorsitzende eines Vereines sprachlich einwandfrei ist. Sie schließt sich — abgesehen von der allgemein üblichen .Landsmännin" — den in der Schrift-spräche Üblichen Bezeichnungen Amtmännin, Geleits männin, SchiedSmännin usw. an. von denen bei-spielsweise das Wort SchiedSmänuin schon im sechzehnten Jahrhundert bezeugt ist. U n f e r e T a b a k m i f e r e. AIS der Staat neue schlechte Sorten zu teuerem Gel» ausgab und die alten Regiezigarren und Zigaretten im Preise bedeutend erhöhte, da schimpften die Raucher, aber sie rauchten weiter. Heute ist aber noch viel mehr Grund zum Schimpfen vorhanden. Die Zigaretten, insbesondere gewisse Sorten, sind überhaupt nichl rauchdar, weil sie so fest gestopft sind, daß man Vorspann braucht zum Ziehen, oder weil der Tabak ein derartiger Schund ist, daß er al» Staub einfach auS der Hülse herausfällt. Der Zigarettentabak ist nicht nur von 34 auf 44 Heller im Preise gestiegen, sondern die Päckchen, aus denen früher 40 bis 42 Zigaretten hergestellt werden konnten, liefern heute kaum mehr 32. Mit den Zigarren ist eS nicht besser. Wenn der Staat glaubt, daß er seinen Kon« sumenten für teueres Geld fortgesetzt elendes Zeug liefern und die Quantität dabei auch »och immerzu vermindern kann, ohne daß sich die geduldigen Lämmchen, al« die er offenbar seine Kunden be« trachtet, auch nur zu mucksen trauen, so irrt er. Wenn ein Kaufmann derartige Mätzchen aufführen würd«, so käme er mit den Gerichten in Konflikt, der Staat als Kaufmann aber glaubt tun zu köa-nen, was ihm beliebt. „Quo licet Jovi.. ." Ein« Scheidung wider Willen. Dem „B. wird von einem Leser folgende niedliche Geschichte einer Scheidung wider Willen erzählt: „Zur Niederlegung meines Testaments benötigte ich die amtliche Bescheinigung meiner derzeitigen Ehe-schließung: ich wandle mich an das zuständig« Standesamt einer kleinen Stadt in Westpreußen, wo ich die Ehe geschloffen hatte. Nach einigen Tagen, „eS war ein Sonntag hell und klar," las ich in behag-licher Sonntagsstimmung beim Frühstück meine Zei-tung. Da erscheint der Briefträger mit der Postsen-dung und bringt unter anderem auch ein amtliches Schreiben au» jenem westpreußischen Städtchen. Es war die Bescheinigung meiner Eheschließung mit mei ner Frau usw. Wie groß war mein Erstaunen, al« ich am Rand dieses amtlichen Schriftstücke» den Vermerk erblickt«: «Diese Ehe ist am . . . vom königlichen Landgericht in . . . getrennt worden." Meine Frau, mit der ich seit der eingegangenen Ehe in bester Harmonie lebe, saß, nichli ahnend, im anderen Zimmer bei der nützlichen Beschäftigung der Lpargelzubereitung, als ich sie auf Grund der in meinen Händen befindlichen amtlichen Bescheint-gung anforderte, sofort ihr Bündel zu schnüren und zu den Fleischtöpfen ihreS Laiers zurückzukehren. Mein Schwager, der mich zum Frühschoppen ab-holen wollte, erklärte mit der ernstesten Miene, daß ich von dem mir zustehenden Recht Gebrauch machen könne; er verhehlte mir nicht, daß er mich um die-sen ganz überraschenden GlückSfatl — „Schwein', nannte er es in seinem übersprudelnden Gefühl — unmäßig beneide. Nach vielen Schreibereien gelaug es mir endlich, zu erfahren, daß der betreffende Standesbeamte mein Blatt im StanvesamiSbuch mit dem nachfolgenden verwechselt hatte. Ein unbekanntes russisches Dorf. In sibirischen Blättern macht — wie die „Straß-durger Post" meldet — gegenwärtig eine seltsame Gcschichie die Runde. Bor wenigen Wochen wurde acht Kilometer von Chadarowsk ein große», blühen-drt Dorf, Ossipoivko, entdeckt, von dessen Bestehen die russische Verwaltung gar keine Ahnung hatte. Die Entdeckung erfolgte nicht aus dem Wege geo-graphischer Forschung, sondern durch einen Zmall. Die Bewohner des 8000 Seelen zählenden Ortes wandten sich mit einer Bittschrift an die Orliver-waltung, worauf sie den überraschenden Bescheid erhielten, daß ihr Gesuch abschlägig beschicken werden müsse, weil gar keine Beweise für das Borhan-denfein dieses Dorfes vorlägen. DaS Komische an dieser Entdeckung ist die Tatsache, daß das Dorf seit zwei Jahrzehnten besteht und gleich anderen Dörfern seinen Dorfschulzen und die übrigen Amts-Personen besitzt, die von der Rezierung bestätigt werden. DaS Dorf ist auf keiner russischen Karte verzeichnet, daztgen findet man eS auf japanischen (!) — aus denen man eS als bedeutenden Flecken ein-getragen finden kann. Jetzt sragt es sich vor allem, in wessen Taiche die Steuern dieses weltvergessenen Dorfes geflossen sind, sie sind nämlich pünktlich ent-richtet worden. Familiendrama am Telephon. Eine sehr schöne junge Dame der Newqorker Gesellschaft war tief gekränkt ob der heftigen Vorwürfe, die ihr ihr Gatte eines Tages gemacht hatte, weil sie mit einem guten Freunde de» HaufeS im Schlitten spaziere» gefahren war. Am Nachmittage wurde der Gatte, der sich in seinen Geschäftsräumen befand, von seiner Frau anS Telephon gerufen; sie bat ihn flehentlich, zum Essen nach Hause zu kommen. Ec erwiderte jedoch kühl bis ans Herz hinan: „Ich speise heute im Klub." Sie bat noch einmal, aver er blieb hart: sie solle für ihren Leichtsinn unter allen Umständen bestraft werden. Da sagte sie plötz-lieh: „Bleib am Apparat, Da sollst etwas zuhören bekommen, was Dich sicher interessieren wird." — „Was hast Du mir noch mitzuteilen?" fragte er ungeduldig. — „Hör nur gut zu! Vielleicht wirst Du dann nach Haufe kommen.' Nach diesen Wor-ten vernahm er einen heftigen Krach Besorgt warf er sich in sein Auto und eilte nach Hause. Seme Frau lag im Blute am Telephon; sie hatte sich eine Revolverkugel ins Herz gejagt. . . Die verkehrsreichsten Straßen der Well. Den stärksten Straßenverkehr hat wenig. stenS für fünf Tage — von Montag früh bis Sonnabend mittags — da» Viertel der Londoner City, das von der Börse, von der Bank von Eng-land und dem Mansion House begrenzt wird. Dort passieren tagtäglich 500.000 Fußgänger und 50.000 Wagen und die Zahl der Fußgänger beträgt in der Stunde 45.000 bis 50.00) Personen. WrS die andern Großstädte Europas betrifft, so sind die ver-kehrSreichsten Punkte die Friedrichstraße in Berlin, die durchschnittlich in der Stunde 30000 Fußgän-gänger und im Tag 300 000 passieren, der Graben in Wien, auf dem täglich 275.000 Personen ge-zählt werden, und der WladimirSki-Prospekt in Pe-terSburg, den im Tag rund 300.000 Menschen passieren. Den ersten Platz mit Bezug aus den Wagenverkehr und den zweiten mit Bezug aus den Personenverkehr nimmt in Europa aber der Opern-platz in Pari« ein, den Tag für Tag ein Strom von 63.000 Wagen und 450.000 Fußgänger durchflutet. 350.000 Personen bevölkern in den 2t Stunden des Tages und der Nacht die Puerta del Sol in Madrid, in die 10 große Slraßenzüge münden. Newyork übertrifft indessen mit seinem Verkehr auf dem Broabway den der übrigen Groß-städte um ein Beträchtliches. Zwar bleibt die Ta-geSziffer der dort verkehrenden Fußgänger unter der Zahl von 500.000, dafür beträgt ata die Zahl der Personen, die in Automobilen und Straßenbahn-wagen ihren Weg über die Hauptverkehrsstraße von Newyork nehmen, mehr als 7t>0.000. Genähte Herzen. Noch b^s zum Jahre 1893 galt jede Verletzung des Herzen» durch Schuß oder Stich als unbedingt tödlich, weil operative Ein-griffe gänzlich unbekannt waren. Ecst feit es dem berühmte» Operateur Reh» im Jahre 1396 gelun-gen ist. die erste erfolgreiche Herznaht auszuführen, sind Verletzungen des Herzens von den verschieden-steii Chirurgen behandelt worden. Nrch einer, über diese« Gebiet veröffentlichten Zusammenstellung liegen im ganzen über 223 Fälle von operierten Herzver-letzungen Berichte vor. Von diesen ist allerdings der Prozentsatz der tödlich verlaufenen overativen Ein griffe noch größer al« der der geheilten, denn von den Verletzten starben 119 und 104 wurden geheilt Immerhin bedeutel ein Prozentsatz von sast 47 er folgreichen Fällen schon einen bedeutenden Fort schritt. Auf die Aussichten, welche sich bei Herz Verletzungen durch die Herznaht bieten, sind eine Reihe von Umständen von großem Einfluß. Bor allem gilt als Regel, daß sich die Chancen mit jeder weiteren Stunde, die zwischen der Verletzung im) der Operation liegt, wesentlich verschlechtern. Das erklärt sich durch die Wirkung der Blutung, die bei längerer Anbauet unter Umständen jeden Erfolg von vornherein ausschließt. Halten Sie, liebe Frau, das ist ja nicht der „aechte" was Sie da bekommen haben; Sie müßten au! die Fabrikmarke gesehen haben. Die Kaffeemühle ist das verläßlichste des ahrzeichen Aechten : Franck Kaffee-Zusatzes", der bekannten vorzüglichsten Qualität. Herichtssaat. Beim Entendiebftahl. Die Hausbesitzerin Frau Maria Wesiak in der Laibacherstraße bemerkte am 12. d, wie eine ihr ui> bekannte Frauensperson auS einer im Ho?« stehend«» Hühnersteige eine Ente herauszog und davonlief. Fr» Wesiak machte sofort den des WegeS kommenden Tag-löhner AloiS Novak auf. diesen Diebstahl ausmuk-fam. welcher sogleich die Verfolgung aufnahm. Ali er die Fli«h«nd« in der Karolinengasse einholte, lieg sie die Ente fallen, versetzte dem Nooak einen Zl»j und lief durch die Hermanngafse weiter. Ns»ak fing hieraus die Ente ein und überbrachte sie der Frau Wesiak. Bei näherer Nachschau bemerkte diese später, daß ihr ohnedies eine Ente fehle, welche wahrscheinlich schon vor dem geschilderten Borsalle gestohlen worden sein dürfte. Den eifrigen 3hch forschungen ist eS nun gelungen, die Diebin auisii-dig zu machen. ES ist dieS die nach Gutendors }i< ständige Maria C le»S'k. Sie wurde dem Gericht« überstellt. Bei der Verhandlung wurde Maria ®< lens:k zu einem Monate strengen Arrest verurteilt. Ein gewalttätiger Bettler. Al» am Mittwoch der Gendarmeriepostensiihm Ritonja den 6l jährigen Bettler F auz Krij»etz au» St. Lorenzen ob Proschin beim Beitel» «-tappte und ihn auszufragen begann, wurde der Bettler zornig und grob und beschimpfte den Äcii-darm mit den verschiedensten Schimpf- und Schmäh-worten. Als ihm die Arretierung angekündigt ivucde, versuchte der Bettler zu entfliehen uad hob gegei den Postenführer seinen Stock, um aus ihn loszi-hauen. Der Gendarm fing zum Glück den Hieb auf. Der Bettler ergriff sodann einen Sein und ging damit über den Gendarm, der ihn jedoch über-wältigte und dem Gerichte einlieferte. Bei der a» 16. d. gegen ihn durchgeführten Verhandlung wurde Krijinetz wegen Wachebeleidigung nach § 312 3;fj. und wegen BeltelnS zu 14 Tagen Arrest verurteilt. Mit einer Wagenkipfe geschlagen. In der Nicht vom 8. Juli kamen bei »er Harpse deS Forte in Trifail mehrere Bursche» ji-sammen. Karl Gcobelschek entfernte sich nun aas kurze Zeit, um ein Mädchen zu holen. Wihcn» seiner Abwesenheit bewaffnete sich der Aerzacdeiter Franz Miklitfch mit einer Wagenkipfe un» fragte den auf einem Wagen liegenden Beyarbeiter Z.anj Zaler, ob er bcn iSrobelschek durchprügel» solle, waS dieser bejahte. Als Grobclschck zurückgekehrt war, schlug Miklitsch mit der Wrgenklpse total! sehr kräftig den Grobelsch.'k über den Kops, so 5ij dieser blutüberströmt und schwer verletzt zu sank. Fran; Miklitsch wurdx heute zu sieben St* naten Kerker und Fcanz Ziler zu fcch« verurteilt. MM. Blätter zur Unterhaltung und Belehrung für Haus und Familie. SoKntaasBrUaae 6er ..Deutschn» Wacht'' t» fiUTi. Nr. 33 „Dtt fcübmart" trldjtint itften Sonnlag al« uneutgeltitche Beilage für die Se|er der .Deutschen ffiadtl". — öimeln ist „Die ©übmarf" nicht käuflich 1912 (Siachdrnck verboten) Derhüngnis. Kriminal-Novellelte von Klaus Erber. ES war Schluß der Geschäftszeit. Aus dem mächtigen Gebäude in der Alexanderstraße, woselbst sich eine der bedeutendsten Geldschrankfabriken befand, eilten die Arbeiter nnd Angestellten heraus, sroh der Freistunden, die nach des Tages Mühen ihrer warteten, Jetzt verließen die letzten der Leute die Fabrik. Just als sie in der nächsten Seiten-straße verschwunden waren, tanchlc aus der jetzt leeren Alexanderstraße ein elegant gekleideter Herr aus, dessen Gang und Haltung die vornehmsten Allüren verriet. Gleich daraus zog er die Klingel an der Geldschrankfabrik. AIs niemand aus sein Klingeln össuete, lächelte er befriedigt vor sich hin nnd schritt zu dem neben der Fabrik gelegenen Wohnhause des Fabrikanten. Maximilian Hilbach, stand aus dem Porzellanschild an der Tür. Die Geldschrankfabrik hatte lange Jahre dem Vater des jetzigen Besitzers gehört und war erst nach dessen vor zwei Jahren ersolgtem Tode aus deni noch jugeudlichen Sohn übergegangen. Der Fremde zog jetzt hier die Klingel und hatte, wie er erwartet, Erfolg. Die junge HauS-fran selbst öffnete ihm und sah dann srenndlich ab-wartend ans den Gast. ' Der hatte höflich den Hut gezogen. „Verzeih-ung, wenn ich störe." sagte er in liebenswürdigem Ton. Leider komme ich um einige Sekunden zn spät — ich fand nämlich die Fabrik bereits ge-schlössen. Kann ich Herrn Hilbach vielleicht trotzdem noch zu sprechen bekommen, — es wäre mir sehr angenehm." Mein Mann ist zurzeit verreist. Wenn sie aber ein geschäftliches Anliegen haben, so bitte ich, mir dies mitzuteilen, denn ich vertrete meinen Mann und bin bianchekundig. Die kleine Zeitverspätung streichen wir", fügte die junge Frau lächelnd hinzu, indeS sie auf ihre Uhr sah, die genau fünf Minuten nach acht wies. „Sehr liebenswürdig." Der Gast hatte sich dankend verbeugt und war auf eine einladende Handbewegung Frau HilbachS in den Flur eingetteten. „Ich habe Wunderdinge über das neueste Patent Ihres Herrn Gemahls ge-hört und bin gekommen mit der Bitte, doch ein-mal einen der neuen Tresor Hilbachs ansehen zu dürfen." „Außerordentlich gern!* versicherte die junge Frau. »Eine Verbindungstür führt von unserem Hause direkt in die Fabrik. Bitte, wen» Sie sich bemühen wollen, mein Herr —." Damit schritt sie diesem voran über die Haus-diele und durch eine Hintertür, die zu den weit-läufigen Fabrikräumen fühlte. Der Gast äußerte seine Bewunderung über die außerordenlliche Reich-haltigkeit des Lagers und Frau Hilbach zeigte ihm die neu von ihrem Manne erfundene Sicherheitövor-richtung. Mit großem Interesse folgte der Herr ihre» Etklärungen, die sie mit für eine Dame erstaunlicher Sachkenntnis und ebenso auf daS Genaueste gab. War Frau Hedwig doch hocherfreut über den Interessenten, mit dem es sicherlich zum Abschluß eines Kaufes kommen würde. Ganz stolz würde sie ihrem Max die frohe Botschaft schreiben! Befriedigt lächelnd sah sie, wie der Her? die Konstruklion ein-gehend prüfte, jcde Schraube probierte und schließlich sragte, ob denn der neue Tresor bereits Käufer ge-funden habe. ..Ei freilich, mein Herr!" versicherte sie lebhaft. Und in dem freudigen Eifer, den Fremden zu über-zeugen, gestand sie: „Auch der Herr Baion v. Asche-berg, der reichste und angesehenste Mann unserer Stadt, hat sich den neuen Tresor angeschafft." „Nun, das ist ja sehr empfehlenswert. Ich bin auch ganz entzückt von der wunderbar geschickten 2 Vorrichtung und werde nicht verfehlen. Möchte aber dennoch mir den Kauf bis morgen überlegen. — Meinen besten Dank für die liebenswürdige Auskunft . . Ein wenig enttäuscht, aber doch mit der festen Zuversicht, daß der Herr morgen wiederkommen werde und den Tresor kaufen, blieb Frau Hedwig zurück. Sie hatte gerade heute abends einen Brief an ihren Mann schreiben wollen. Run beschloß sie, damit bis morgen abends zu warten. Dann würde e» sich ja gezeigt haben, ob der Fremde wiedergekommen war und den Tresor gekauft hatte. In dem gemütlichen Eßzimmer Frau HedwigS brannte traulich die Hängelampe. Geräuschlos deckte daS Hausmädchen den Tisch. Der Regulator tickte durch die Stille und durch die offenen Fenster zog die Sommerabendlust. Fran Hedwig lehnte im Fenster und genoß die weiche Luft. Ihr Blick aber war zerstreut und wiederholt sah sie grüblerisch vor sich hin, als hänge sie etwas nach. Ein Unbehagen erschien auf ihrem Gesicht. Und nun murmelte sie: „Wenn ich es recht bedenke, so war es recht unbedacht von mir, daß ich dem Herrn verriet, der Baron v. Aschederg habe den Tresor gekauft. Die Geldschrankbranche bedingt Verschwiegenheit. Ich habe ein Geschäslsge-heimniS gebrochen, indem ich eS verriet. Wenn Max dieS wüßte, würbe er sehr böse werden. Es ist besser, ich verschweige ihm meine Unvorsichtigkeit. Sie geschah ja aus der guten Absicht, den Herrn zum Kauf zu ermuntern. Nun, der Herr Baron wird eS ja nicht erfahren. Von nun aber werde ich vorsichtiger sein . . ." Acht Tage waren seitdem vergangen. Frau HedwigS Hoffnung hatte sich leider nicht erfüllt — der Fremde war nicht wiedergekommen. Dies hatte sie anfangs stark verdrossen, biS andere Interessen sie abgelenkt, und jetzt hatte sie die Sache fast ver-geffen. Ihrem Manne hatte sie gar nicht erst da-von geschrieben; da eS nicht zum Kauf gekommen, erübrigte sich dies. Gestern war ihr Gatte von der Reis« zurückgekommen und jetzt saß daS Ehepaar in bester Eintracht und Laune beim Morgenkaffee. Das Hausmädchen trat ein und brachte die Zeitung. „Run, wie sieht eS denn in unserer guten Stadt auS?" meinte lachend Herr Maximilian. .Habe ich doch seit zwei Wochen unsere Zeitung iiifM (iflefcn. .(Hier. Sckok als galanter Gatte über- lasse ich Dir die Tagesberichte und vertiefe mich einstweilen in die Politik." Damit hatte der Fabrikherr seiner Frau das betreffende Zeitungsblatt hingereicht. Wißbegierig senkte Frau Hedwig den Blick darauf, fuhr aber sofort erschrocken zurück. Zn selten Lettern leuchtete eS ihr entgegen: Einbruchsdiebstahl und Mord in unserer Ctadt! „Mein Gott, da» ist ja fürchterlich," flüsterte sie, indes ihr Gatte, der ihre Worte nicht vernom-men, ruhig weiterlaS. Allein ei waren erst wenige Minuten vei flössen, als ein Schrei aus dem Munde seiner lieben Frau den Fabrikherrn erschrocken aus» fahren ließ. „Hedwig, Kind, was ist Dir?" Wa« ist pas-siert?" ries er bestürzt. DaS Zeitungsblatt war Frau Hedwig entsun-ken. Leichenblaß, mit erloichenem Blick, lehnte sie im Stuhl. „Liebste, so sprich doch nur, waS eigentlich ist?" drängte ihr Gatte, zärtlich besorgt und heftig beim» ruhigt. Die junge Frau versuchte zu sprechen, doch kein Wort kam über die bebenden Lippen. Stumm wieS sie auf daS ZeitungSblatt am Bo5en. Der Hausherr nahm eS auf und las : Einbruchsdiebstahl und Mord in unserer Stadt! Ein schreckliches Verbrecken, dem ein hochangesehener hiesiger Mitbürger, der Herr Baron von Ascheberg, zum Opfer gefallen ist, hat sich gestern abends nach 11 Uhr hier ereignet. Der Herr Baron von Asche« berg war auf einer Herrengesellschaft und hatt« feiner Dienerschaft die Erlaubnis erteilt, diesem Abend ihrem Vergnügen nachzugehen. Dies muß der Ein-brecher in Erfahrung gebracht haben, und so war es ihm ein leichtes, m'ttelst seiner Handwerkzeuge in die menschenleere verschlossene Villa Ascheberg einzu-dringen. Sein Besuch galt zunächst dem im Privat-kabinett deS Herrn Ba7vns befindlichen Tresor. Es ist dieS das neueste Patent einer hiesigen geschätzten Firma und seine Konstruktion derart, daß sie selbst dem kniffigsten Diebe widersteht. Nur jemand, der mit der SicherheitSvorrichlung vollständig vertraut ist, vermag sie zu öffnen. Da daS Patent, wie be-reits erwähnt, ganz neu ist, so ist es unerklärlich, daß der Einbrecher bereits Sachkenntnis hiervon hatte. Ueberrascht bei der Plünderung des TresorS, doch bereils im Besitze eineS ansehnlichen Vermögens, wurde der Dieb durch den Herrn Baron von Asche-berg selbst, der früher, als er vorausgesehen, nach Hause kehrte. Dem Herrn Baron sehr bals gefolgt ist offen-bar der Diener Johann. Dieser hat erzählt, daß «r um 11*30 Uhr in die Villa zur Umgekehrt sei und sofort auS dem Privatkabinett her röchelnde L«ule vernommen habe. Heftig erschrocken, doch nicht Zeit sich lassend, Licht zu machen, sei er im Dunkeln nach dem Kabinett geeilt. Hier hat sich ihm ein entsetz-licher Anblick geboten. In einer Blutlache liegend, hat Baron Ascheberg mit dem Tode gerungen. Die Gasflamme hat gebrannt und den Sterbenden be-leuchtet. An dem entsetzten Diener vorbei ist aber ein feingekleideter Herr geschlüpft. Mit beispielloser Geschwindigkeit, wie der Augenzeuge erzählt. Dessen gellender Ruf: „Haltet ihn!" hat glücklicherweise Erfolg gehabt. Dem in der Nähe der Villa pa-trouillierenden Schutzmann Heinrich» gelang eS, den wild sich sträubenden Mörder dingfest zu machen und dem UntersuchungSgesängniS zuzuführen. Die Waffe, die der Dieb gebraucht, hatte er im Zimmer deS Baions zurückgelassen. Der tragische Tod dieses allgemein hochverehrten ManneS dürfte hier allge-meine Teilnahme hervorrufen. Ueber die Identität deS Mi>rderS wird schon die Untersuchung Licht bringen. Der HauSherr ließ daS Zeitungsblatt sinken. „DaS ist ja sehr beklagenswert," sagte er. „Aber was in aller Welt geht Dich dieS an, Hedwig? ES gibt viel Unglück und Schlechtigkeit in der Welt. Wenn wir uns all dieS zu Herzen nehmen wollten, so —'■ Eine Handbewegung der junge., Frau veran» laßte den Fabrikherrn innezuhalten. Mühsam ent-rang eS sich dieser: „DieseS Unglück geht mich an, Max, denn" — ein wehes Ausschluchzen folgte — „denn — meine — Unvorsichtigkeit — veranlaßte — daS — Verbrechen . . Und nun hing Frau Hedwig plötzlich am Hälfe ihres ManneS. Von konvulsivischem Weinen unter-brochen, bekannte sie dem erschreckten Fabrikherrn die Affäre mit dem Fremden unlängst .... Noch am nämlichen Tage erschien bei Hilbachs der Schutzmann Heinrichs, derselbe, dem es gelungen war, den Mörder zu verhaften. Er wünschte Frau Hilbach zu sprechen. Nach Stunden entsetzlicher Seelenqual, glich die sonst so blühende junge Frau sich kaum noch. Müh-sam sich aufrecht haltend, mit fast abwesendem Blick, erschien sie vor dem Schutzmann. .Ich komme wegen der Mordgeschiche, Frau Hilbach," begann dieser. „Als ich heute den Mör-der bei Tageslicht fah, erkannte ich in ihm denselben feingekleideten Herrn wieder, den ich vor acht Tagen, abends 8 Uhr, hier aus dcm Hause habe treten sehen, als ich auf meinem Dienstwege in die Ale- xanderstraße einbog. Ich weiß, daß Ihr Mann damals verreist war. Haben Sir den Menschen empfangen, Frau Hilbach. und wa» wollte er hierV Diese berichtete, was sie wußte. TonloS geschah eS DaS Bekenntnis, daß sie gegen ihn deS BaronS erwähnt, daS fand den Weg nicht über ihre Lippen. — Einige Tage später ward Frau Hilbach als Zeugin geladen zu der am nächsten Morgen statt-findenden Gerichtsverhandlung in Sachen der Mord-und EinbruchSaffäre in der Villa Ascheberg. DaS Publikum hätte den stattlichen, vornehm aussehenden Angeklagten nahezu gelyncht, alS er in den GerichtSsaal geführt wurde. Leichenblaß, aber hoch aufgerichtet, ein seltsam lauerndes Lächeln um die Lippen, hatte er auf der Anklagebank Platz ge-nommen. Der Blick seiner dunklen Augen hatte etwas eigentümlich Faszinierendes; sein Auftreten verriet, daß er durchaus nicht an feine Verurteilung glaubte. Dies war um so unbegreiflicher, da er ja auf frischer Tat ertappt worden war. Auch hatte er einen Verteidiger gewollt und es hat sich wirtlich einer gefunden, der die Ausgabe übernommen, den überführten Dieb und Mörder von aller Schuld zu reinigen. Es war ein juristisches Meisterstück, das der Herr Verteidiger, der sich eineS bedeutenden RufeS als Prozeßführer erfreute, bei feiner Rede ablegte, und wirklich war eS ihm gelungen, die all-gemeine Meinung in Betreff der Schuldfrage fchwau-kend zu machen. Der Angeklagte war angeblich ein Privatmann, der von den Zinsen seines Vermögens lebte. An dcm verhängnisvollen Abend sei er auf dem Nach-haufeweg dem Baron von Aschederg begegnet und habe in diesem einen Jugendbekannten wiedererkannt. Der Baron habe ihn eingeladen, mit in seine Villa zu kommen. Im Laufe des Gesprächs habe der Angeklagte geäußert, er sei in die Stadt gekommen, um sich von der Geldschrankfabrik Hilbach Hierselbst einen Tresor zu lausen. Hierauf hatte der Baron erzählt, er selbst besitze einen neuen Tresor von Hilbach mit ausgezeichnetem SicherheitSverschluß. Er wolle ihm sofort dcm Gast zeigen, sowie auch seine Waffensammlung. Beim Zeigen dieser Lamm« lung habe sich nun eine Waffe entladen und den Baron niedergestreckt. Dieser habe offenbar vergessen gehabt, daß die Waffe geladen war. Der Schrecken über daS Geschehnis habe den Angeklagten fliehen lassen, auch sei ihm sofort der Gedanke gekommen, man könne seine Anwesenheit im Kabinett falsch deuten. Das bei ihm vorgefundene viele Geld fei ftin eigenes; er führe immer stetS große Summen sei' fTtsi eigene», et |uytc iijumci |ici« ipupc «c/&.ijujirn bet sich. So die Ausführung des Verteidigers. Es war etwas so UeberraschendeS in der Auslegung des EachverhalteS, etwas, an das niemand gedacht, und daS doch nicht unwahrscheinlich erschien, daß sich eine atemlose, kritische Spannung der Zuhörer bemäch, tigte. Der einzige, der hier die Wahrheit anS Licht hätte bringen können, war der Baron v. Aschederg, und dieser war tot. Die Klingel deS Präsidenten gellte in die all. gemeine Unruhe hineiu. Das Summen und Schwir-ren der Stimmen, das Für und Wider. daS mit fieberhaftem Eifer erörtert wurde, verstummte, denn der StaatSanwalt eihob die Stimme: „Von großer Wichtigkeit hier dünkt mich die Vernehmung der Zeugin Frau Hedwig Hilbach. Die Zeugin soll vortreten." Aller Augen richteten sich aus die junge Frau, die ebenso bleich wie der Angeklagte, aber im Gegen-«eil zn diesem, so niedergeschlagen blickte, als stehe sie unter der Anklage des Mordes. Vergebens hatte ihr Gatt« versucht, ihr jegliche Schuld an dem Geschehnis auszureden. Vergebens versucht, sie zu zu' überzeugen, daß der Angeklagte jedenfalls ein Verbrecher von Beruf fei, der sehr schlau zu Werke gegangen, indem er sich die Vorrichtung des TresorS unter der Angabe, ihn kaufen zu wollen erzwungen habe und sicher auch ohne ihre Angabe sich die Adresse des reichsten Mannes d!ef«r Stadt zu ver-schaffen gewußt. Frau Hedwig hatte auf die Be-mühungen ihrts Gatten immer nur ein trostloses Schweigen. Nach Aufforderung des StaatsanwalteS erzählte sie ihre Begegnung mit dem Angeklagte». „Sehen Sie sich den Mann genau an, Frau Hilbach," gebot der StaatSanwalt. „Erkennen Sie mit voller Bestimmtheit in dem Angeklagten den-jenigen wieder, der sich von Ihnen den Tresor zeigen ließ?" Die Zeugin tat, wie ihr geheißen. Hierbei be-gegnete sie dcm Blick des Aiigeklagten. Sie erbebte unter diesem Blick. Es lag so Drohendes und Fas-zinimndeS in diesem Blick, daß eine innere Stimme ihr zurief: „Dieser Mensch wird Dir nach dem Leben trachten, wenn Du feine Identität bekennst." Und eine zweite Stimme flüsterte: Lade nicht noch mehr auf dein Gewissen. Verschweigst du, was du weißt, so ist dieS ein Betrug und gleichbedeutend mit einem Meineid. Mit fester Stimme sagte sie: „Za, er ist der Mann. Und nun fügte sie hinzu: „In der Absicht, ihn von der Vorzüglichkeit deS TresorS zu über. Äü: Nlckt iH ihm. bflft dtk W,ö„ 6. «fch?bslz sich einen solchen Trcsor gekauft." Die Wirkung dieser Aussage war eklatant Ein Aufruhr entstand im Saal; der Angeklagte mnßte fortgeführt werden, um der Wut des Publikum» zu entgehen. Die Geschworenen zogen sich ins Be» ratungszimmer zurück. Line Viertelstunde erreichte da« Drama fein Ende. Der Spruch der Gefchwo« reuen lautete auf Schuldig. Der Angeklagte wurde zum Tede verurteilt. Leider hatte das Drama noch ein erschütterndes Nachspiel. Zwei Tage später fand man im Fluß die Leiche von Hedwig Hilbach. Die Unglückliche hatte den Ausweg aus dem seelischen Labyrinth, dem zu entstiehen sie nicht die Kraft besessen, gefunden. Vermischtes. Das Schießen in der Dunkelheit. Eine Erfindung, die den Einbrechen! sehr unange-nehm sein wird, kommt demnächst auf den Markt. Es handelt sich um einen Apparat, der das Schie-ßen mit einer Handfeuerwaffe in der Dunkelheit er-möglich^ Das sogenannte Lichtzielrohr", das von der Waffentechnifchen Gesellschaft „Wefpi" in Berlin angefertigt wird, läßt sich auf jeder Waffe an-bringen und abnehmen. ES hat die Stärke «ines Fingers und ist 18 Zentimeter lang. Die Einschal-tung des Lichtes geschieht ohne Druck oder Hebel durch ruckaUigeS Heben der Waffe. Ein starker Lichtkegel beleuchtet daS Ziel und ein schwarzer Punkt in dem Kegel gibt genau den Treffpunkt an. Daher kann der Schütze einen sicheren Schuß in jeder Lage abgeben, ohne selbst gesehen zu werden. Die Berliner Polizei stellt bereits eingehende Ver-suche mit der neuen Erfindung au. Wie man am schnellsten einschläft. Professor Osler von der medizinischen Fakultät der Universität Oxford veröffentlicht im „British Medical Journal" das Ergebnis feiner Studien über die Mittel und Wege, das Eintreten des Schlafes zu beschleunigen. Er kommt dabei zu dem Schluß, daß es sich empfiehlt, des Abends im Bett mindestens eine halbe Stunde nnd höchstens eine Stunde zu lesen. Unerläßlich ist es aber dabei, für die Lektüre ein Buch zu wählen, das weder im körperlichen noch im übertragenen Sinne schwer ist. Es ist weiterhin wichtig, daß das Buch offen liegen bleibt, ohne dcm Leser Anstrengungen zuzumuten. Bücher großen und unhandlichen Formats, die schwer zu regiereu sind und von den Muskeln deshalb ge-wisse Anstrengungen verlangen, eignen sich nicht nur zur Bettlektüre, ebensowenig wie Werke, die inhaltlich der Klarheit und Einfachheit ermangeln nnd die darum eine geistige Mitarbeit des Lesens verlangen und damit die Sinne verhindern, all-mählich der Ermüdung zu erliegen. Nummer 66 Deutsche Wacht Seite 5 Geriebene Diebinnen. Am 2. Zuli saßen die 46jährige Winzcrin Juliane Jevsenak und die 17 jährige Besiherswchter Terese Tevzer aus Plankenstein im Gasthaus« des Joses Ratajc in Langenberg. Gegen Adend kam in das erwähnte Gasthaus auch der Besitzer Joses Skrabl, welcher über 100 Kronen Geld bei sich hatte. Gegen 12 Uhr wollte Skrabl für ein Gram-mophonstückchen Geld geben und trat, um leichter das Kleingeld herauszufinden, gegen das Licht zum Tische, wo die beiden Weiber saßen, die genau sein Geld gesehen hatten. Als bald darauf Skrabl das Gasthaus verließ, gingen auch die beiden Weiber fort und gingen dcm Skrabl unbemerkt nach. Skrabl lam nicht weit, weil er infolge seiner Trunkenheit gleich hinter dem Gasthause an der Straße liegen blieb und einschlief. Nun schlichen sich die beiden Weiber an ihn heran und stahlen ihm das Geld. Auf einmal wachte Skrabl, der eine Betastung ver> spürt hatte, auf und bemerkte neben sich zwei Wei> ber knien, von welchen er die Juliane Jevsenak ge-nau erkannte. Die beiden Weiber hatten nun sofort die Flucht ergriffen. AIS Skrabl wahrgenommen halte, daß ihm feine Brieftasche samt dem Gelde abhanden gekommen war, verfolgte er die beiden Weiber und holte sie alsbald ein. Er stellte sie zur Rede, worauf Juliane Jevsenak abermals sich fchleu-nigst aus dem Staube machte. Skrabl ergriff die Terese Tevzer und führte sie noch in der Nacht zur Gendarmerie und erstattete dortselbst die Anzeige. Bei der am 16. v. durchgeführten Verhandlung wurde Juliane Jevsenak ob Verbrechens des Dieb-stadls zu acht Monaten schweren Kerker und Terese Tevzer zu einem Monate schweren Kerker verurteilt. ___i_i i r mr ■ » mParole d'honneur.Kameraderuchschwöreauf Flor ■ 5 Belmonte.denn es ist das einzige wirklich gule » ■ Ziqarellenpapier. FLOR-BELMONTE Z16ARETTENRWIERE-ZI6ARETTENHÜLSEN SIND IN JEDER K.K.TABAK-TRAF1K ZU HABEN. Schrifttum. Die bekannte „Bibliothek der Unter-Haltung und des Wissens" beginnt soeben ihrem 37. Jahrgang. Wer den Wunsch hat, sich mit wenig Koste» eine Privatbidliothek, die ihm zu« gleich eine wirllich gediegene und spannende Unter-Haltung gewährt, anzulegen, der versäume nicht, auf dieses allgemein beliebte Unternehmen tu abonnieren. Der Preis für den stattlichen mit vielen Illustrativ-neu geschmückien Band beträgt nur 75 Pfennig, wofüir der Buchbinder im einzelnen noch nicht ein» mal den bloße» Einband zu liefern imstande wäre. 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Geburtstage des öfter-reichischen Kaisers zu einem Jahre schweren Kerker verurteilt würd« und diese Straft im JnnSbrucker Gefangenhause iiich verbüßte, schildert hier in schlichter Weise seine Erinnerungen aus der damaligen Zeit. Der Inhalt deS BucheS gewinnt aber noch an Interesse, weil der Autor den Lesern mit-teilt, daß das fragliche Epigramm gar nicht auS seiner Feder stammle, sondern von einer Dame her-rührte, deren Vater einer der hervorragendsten Schriftsteller Tirols war. Reiche!, der die Strafe annahm, fchiloert also hier, daß er ein Jahr Kerker unschuldig verbüßte. Aber auch sonst ist das Buch interessant, weil uns der Verfasser in diesem einen Einblick in daS Leben der österreichischen Ge-sangenhäufer gewährt und deshalb empfehlen wir eS auf das wärmste. „Ein Jahr Kerkerhaft", das im Verlage der Buchhandlung Friedrich Schalk, Wien 6., Mariahilferstraße 97 erschien, kann durch alle Buchhandlungen bezogen werden und kostet geheftet 2 K., gebuudeu 2 80 K. 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Drucker, Verleger, HerauSseder, Lerei^Sduchorackerei .Seleja" i« TtlU.