priunmnatroa» - Prnsr: Für Laidach Ganzjährig . . . « ft. — Halbjährig . . . z . — Bkrteljährig. . . i „ 5V Monatlich . . — . Sv Mit der Post: «au,jährig . . . s ft. Halbjährig . . . 1 . Bierteljährig. . . i » — kr. so , Für Zustellung ins Hans vierteljährig SS kr., monatlich S kr. kia,elne Nummern S kr. Nr. 189. Tagblatt. Anonime Mittheilungen werden nicht berücksichtigt; Manuskripte nicht zurückgesendel. Montag, 22. August. — Morgen: Wipp B. Lrdattioll «tahuholgaffe Nr. IS» LkiirdMoi! «xd Inlcratkli Lurcan: -tongrctzpiay Nr 81 lBnchhand>u»x von I. v. Älernmovr L ^.^aniberi,. Zvsrrtioiisprrisk: Für die cinlvaltige Pelit,e>le oei zweimaliger Einlckallung dreimal L r kr. Inlerlionsftemvel iede^mal Bei größeren Inseraten und öster^ Lüilchalümg cn>!preSender l>ka>-aN'>-^—' 1870. Der Klerus in Oesterreich. Der größte Theil unseres katholischen Klerus, ohne politisches Interesse, seine römische Allmacht und sein bequemes Wohlleben für das höchste Gut achtend, hegt starke französische Simpathien. Napoleon, als Sieger, erschien ihnen nach wie vor als der Beschützer des Papstes und damit als der Hort des durch die Unfehlbarkeit zum absoluten Beherrscher der Welt fortgeschrittenen Katholizismus. Der kirchliche und der politische Absolutismus sind untrennbar in einander verwachsene Zwillingsbrüder. Der eine steht und fällt mit dem ändern. Kein Wunder daher, wenn jener diesen, der im Ab-sterben begriffen ist, mit allen Mitteln wieder ins Leben zu rufen sich bemüht. Die Rücksichtslosigkeit geht ja in dieser Beziehung so weit, daß der Klerus nicht allein die Verfassung verhöhnt und verwirft, sondern seinen Kirchenkindern die Unverbind-lichkeit solcher Gesetze predigt, die feinen Neigungen und Strebungen hinderlich sind. Daß hiedurch Zustände geschaffen werden müssen, die eine staatliche Konsolidirung nicht nur zur Unmöglichkeit, sondern Oesterreich in den Augen des Auslandes geradezu lächerlich machen, liegt auf der Hand. Nimmt man hiezu noch die Stellung, welche der Klerus den Schulgesetzen gegenüber einnimint, die er mit dem Scheine des Eifers für die nach seiner Behauptung durch die Schule bedrohte Religion zu rechtfertigen versucht, die aber in Wirklichkeit durch die Furcht angewiesen wird, er möchte bei fortschreitender Bildung der Massen die unbedingte Beherrschung derselben verlieren; denkt man an die offenen und geheimen Machinationen, mit welchen der Klerus die bestgemeinten Anstrengungen, das neue Schulwesen ins Leben einzuführen, fort und fort wett zu machen trachtet; denkt man dabei an die Indolenz vieler Behörden, die entweder aus Bequemlichkeit oder aus Feigheit einem solchen Treiben, Gewehr bei Fuß, zuschauen und selbst den offenen Hohn der strafbarsten Renitenz ungeahndet einstecken, so drängt sich einem unwillkührtich die Frage auf, ob denn ein solches Staatswesen nur noch auch die Möglichkeit des ferneren Bestandes für sich in Anspruch nehmen könne?! Wahrlich, das sind Zustände, die alle wohlgesinnten Patrioten zum ernstesten Nachdenken und zu der Frage nach Abhilfe aufrusen müssen. Diese Frage aber kann nur bei gründlicher Prüfung der Ursachen dieser Zustände beantwortet werden. Welche sind diese? Sie sind vorzugsweise in dem Bildungsgänge und dem Bildungsstande, sowie in der faktischen amtlichen Stellung des Klerus zu suchen. Meist dem bäuerlichen Stande entsprossen, sucht und findet der angehende Klerus feine erste Vorbildung meistens da, wo ihm diese finanziell erleichtert ist. So bleibt er, während er sich die erforderlichen Schulkenntnisse aneignet, unberührt von jener feineren und besseren Bildung fürs Leben, die andere Studierende schon aus dem Elternhause mitbringen oder doch in den BildungSanstalten größerer Städte sich anzneigncn Gelegenheit haben. Ist das Gimnasium absolvirt, so rückt der angehende! Klerus, gleichviel, ob er eine Maturitätsprüfung ^ bestehen konnte oder nicht, in ein bischöfliches Se-> minar ein. Hier ist man nun wieder 6n Lmillk.! Von Humanitätöstudien, die erst auf der Universität ihre rechte Pflege finde» können, ist keine Rede mehr. Selbst die theologischen Studien gehen in der Zwangsjacke nach jesuitischem Zuschnitt einher. Von einem in der Wissenschaft frei forschenden Geist keine Spur. Die theologischen Pensa sind gelernt; die Weihe wird crtheilt; die Primiz findet unter der Sache wenig ziemendem Pomp und welt- licher Lustbarkeit statt. Der katholische Geistliche ist fertig. Er ist in bei weitem den meisten Fällen derselbe Bauer, der etwas lateinische Floskeln, etwas jesuitische Theologie und eine gehörige Portion Hochmnth sich angeeignet hat, in welcher er aller wahren Bildung spottet und in seiner klerikalen Allgenügsamkeit allem Trotz bietet, was seiner unzerstörbaren und unbeschränkbaren Würde und Macht Abbruch droht. Ein Mann, der, mit seiner gesamm-ten Bildung ganz außerhalb der Bildung der Zeit, ja weit hinter ihr zurückstehend, gleichwohl den Anspruch erhebt, alle Bildung zu beherrschen, und wo er sich von dieser überflügelt sicht, nicht etwa es ihr gleich zu thun, sondern sie mit allen Mitteln zu hindern und zu unterdrücken bemüht ist, indem er sich dazu für göttlich nicht nur berechtigt, sondern vielmehr verpflichtet erachtet. Man fragt oft, warum doch bekanntlich der katholische Klerus in Preußen ein ganz anderer sei, als in Oesterreich, gebildeter, toleranter und auch frömmer als dieser. Die Antwort liegt allein darin, daß einmal die preußische Regierung sich denselbm nie über den Kopf hat wachsen lassen, und weil der bei weitem größte Theil desselben auf paritätischen Universitäten seine Bildung erhielt Dadurch sind einmal die Uebergriffe de« Klerus auf das Gebiet des Staates unmöglich gemacht und die Bildung der Geistlichkeit den Anforderungen der kirchlichen und bürgerlichen Stellung nach Möglichkeit ausgeglichen. Bis es uns nicht gelingt, in Oesterreich ähnliche Verhältnisse zu schaffen, hoffen wir vergeblich auf jene sichere und entschiedene Entwicklung unserer staatlichen Verhältnisse, zu der wir doch bald gelangen müssen, wenn nicht alles in Frage kommen soll. Gelingt es dem Staate Oesterreich nicht, Herr seiner selbst zu werden, so darf er weder die Hoffnung noch das Recht eines dauernden Bestandes in JeuMon. Schlacht bei Wörth. ii. Gegen Abend machte ich einen Gang auf die Höhen. Ich sijxg ^ Stelle hinan, an der die Scchsundvierziger gestürmt. Es ist ein steiler Abhang, den langsam zu ersteigen schon Mühe kostet --- und viermal stürmten unsere Krieger diesen Weg ungedeckt E feindlichen Kugeln entgegen. Erst ium vierten mal gelang es ihnen, bis zum terassen-^tigen, etwa 2 Schuh hohen Absatz vorzudringen. Hier warfen sie sich nieder und warteten zwei Salden der Feinde ab; dann sandten sie zwei Ladun-kM in die Höhe, und so hinein in die Weinberge! Schrecklich war das Morden, das jetzt begann. Die gefallenen Franzosen lagen noch meist unbeerdigt. Die Deutschen wurden eben unter Leitung eines lungen Offiziers bestattet, welcher mir in lebhaften Farben das furchtbare Ringen schilderte: 1ö Offiziere und 124 Soldaten von demselben Regiment, die hier in die Erde gesenkt wurden und die alle an dieser einen Stätte gefallen waren, das lsagt mehr als die beredteste Schilderung. Und das ist nur eine kleine Episode, die sich alle 1000 Schritte wiederholte. Mögen die Franzosen von der Ueber-macht der Unseren reden, ihre Stellung wog dieselbe drei-, vierfach auf. „Es war ein furchtbares Morden," sagte mir ein älterer Offizier, „wie ich es nie erlebt, das rings an den Abhängen stattfand. Es war ein herzbrechender Anblick, als die Unseren von einem Feind, den sie nicht sahen, aus den sie nicht zielen konnten, zu Hunderten, zu Tausenden darniedergeschmettert wurden. Held war ein Jeder, Unvergleichliches ist es, was sie geleistet. Und dennoch, wenn ich auch alles wieder erleben möchte, was mir schon begegnet, dieses Morden möchte ich nicht noch einmal mit durchmachen. Durch die Weinberge schlug ich mich seitwärts in den Wald. Je tiefer ich hineinkam, um so dichter lagen die Leichen. Hier fand sich noch Freund und Feind vereint, und unter den Leichen auch jetzt, nach 24 Stunden, noch mancher Verwundete. Zweien konnte ich selbst aus meiner Feldflasche eine Erquickung reichen. Einen schrecklichen Anblick bot ein Zuave, der trotz eines Schusses durch den Schädel noch lebte. Ich führte einen Becher an seine Lippen. Er griff mit der Hand danach und starrte mich wild an. Ich trank aus dem Becher, zum Zeichen, daß der Inhalt nicht vergiftet sei, und suchte ihn dem Armen von neuem an die Lippen zu führe», doch durch einen krampfhaften Griff des Unglücklichen wurde ich abermals daran verhindert. Wieder aus dem Wald heraustretend, näherte ich mich dem Dorf Frischweiler, wo da« Hauptquartier der Franzosen gewesen und das am meisten durch unsere Kanonen gelitten. Der Kirchlhurm ist zerschossen und von den meisten Häusern stehen nur noch die nackten Mauern. Auf den Trümmern lagen unter freiem Himmel lauter Sterbende, fast nur Franzosen, die Opfer unserer Artillerie. Es war ein furchtbares Bild des Jammers : durch Auge und Ohr stürmte das Elend auf mich ein. Wohin ich sah, qualverzerrte, im TodeSkamps ringende Gesichter. Wohin ich mich wandte, Aechzen und Stöhnen, bald durch laute Schmerzensruse, bald durch kurz hervorgestoßene Gebete, bald auch durch krampfhafte Flüche unterbrochen. Das Dorf durchschreitend, gelangte ich durch Wald und Weinberge in einen Hohlweg, durch welchen sich ein Theil der feindlichen Armee zurückgezogen hatte. Schrecklich hatte auch hier der Tod gehaust. Die Unsern mußten den Fliehenden dicht auf Anspruch nehmen. Ein entschiedener Anlauf isl jetzt durch Kündigung des Konkordates gemacht. Möchte auf dem betretenen Wege entschieden bis zu einer vollen Klärung der Rechte des Staates der katholischen Kirche gegenüber, vorgegangen werden. (L. T.) Friedensvermittlungen. In Wiener diplomatischen'Krciscn erzählt man sich, daß die rus sische Regierung im Hinblick auf die nun kaum noch zu bezweifelnde Entscheidung des Krieges zu Gunsten Deutschlands bei den Frie -densverhandluiigen für die Jntegrit ät Frankreichs ein treten will. Rußland wünscht keine französische Suprematie in Europa, deshalb nahm cs an den europäischen Koalitionen von 1805, 1813 und 1815 Theil, deshalb war seine jetzige Neutralität eine gegen Deutschland wohlwollende. Eben so wenig kann aber Rußland eine territoriale Schwächung Frankreichs wünschen, weil es dadurch einen möglichen Alliirten einzubüßen glaubt, wenn sich einmal eine deutsch-prcußisch-öster-reichische Koalition gegen Rußlands panslaviftische Politik wenden sollte. Für die österreichische Diplomatie, meint die „Tpst.," wäre der Moment ge-kommen, fest und ehrlich Oesterreich-Ungarns Interessen ins Auge fasfeud, auf Deutschlands Seite zu treten und nicht, wie Metternich 1814 und 1815 der scheinbar großmüthigen Anschauungsweise Alexander I. Rechnung trug, auch diesmal wieder nur au die Schwächung Deutschland zu denken. Durch die Schwäche Oesterreichs gingen Elsaß und Lothringen für Deutschlands verloren. Wird Oesterreichs Diplomatie zur Wiedergewinnung der verlorenen Provinzen beitragen? Die schüchternen Anfragen zu Zwecken der Fried ensvermittlung Lord Gr anville's scheinen dem Könige von Preußen ins Hauptquartier bei Herny gefolgt zu fein. Des Königs Antwort war, wie verlautet, wiederholt: daß Deutschland wider Willen muthwillig zum Kriege gedrängt worden sei und ihn mit starker Hand durchführen müsse — um sich die nothwendigen Bürgschaften gegen Wiederholung eines ähnlichen Angriffes von Seite Frankreichs zu verschaffen. Der Krieg fei von Seite Deutschlands zu seiner Vertheidigung unternommen, und die Erlangung der erwähnten Bürgschaften sei jetzt und werde unter allen Umständen sein einziges Ziel sein. Welcher Natur die Bürgschaften sein werden, darüber fehlt vor der Hand zwar noch bestimmte Andeutung, man wird jedoch kaum fehlgehen, sie theilweise iu einer Einverleibung des ehemals deutschen Gebietes Lothringen und des Elsaß zu suchen. Dem „Wanderer" zufolge soll der König dies noch! der Fcrsc gewesen sein. Ueberall zeigten sich die Spuren eines Handgemenges. Bis in die Seitenwege hinein hatte sich der Kampf fortgesetzt. Ich kehrte um, ich hatte genug des Elends gesehen. In der Nähe von Frischw-iler traf ich mit einem französischen Artillerie Offizier zusammen, der einem Kameraden die Augen zugedrückt hatte und jetzt in die Gefangenschaft, aus welcher er gegen Ehrenwort entlassen war, zurückkehrte. Wir kamen bald auf die Leistungen der preußischen Artillerie zu sprechen. Der feindliche Offizier war voll bewundernder Anerkennung und konnte nicht lebhaft genug die Verwirrung schildern, welche die preußischen Geschosse angerichtet. Auf französischer Seite war man allgemein der Ansicht gewesen, die Deutschen hätten Mitrailleusen, und zwar wirksamere und bessere, als die französischen, von denen man rasch eine sehr geringe Meinung bekommen hat. ES scheint fast, als hätten sich die Feinde zu sehr auf ihre Kugelspritzen verlassen und darum manche uothwen-dige Vorsichtsmaßregel versäumt. Während der Franzose thalwärtS nach Wörth ging, wandte ich mich noch einmal zu den Höhen, wo die Regimenter bivouakirten, welche dieselben gestern erstürmt. Plötzlich hörte ich meinen Namen rufen. Ich blickte nach der Stelle, von wo der vor dem Friedensschluß zu thun beabsichtigen. Das preußische Hofblatt und ebenso das Amtsblatt sprechen gegenüber den diplomatischen Vermittlungsversuchen eine nicht mißzuverftehende Sprache. Die „Kreuzzeitung" erklärt, es sei voreilig und arrogant, wenn die außerdeutschc Presse bereits die Bedingungen einer Vermittlung ventilirt. „Wir haben das Geschäft allein besorgt und werden auch vie Rechnung allein aufschreiben/' Es sei, fährt das offiziöse Blatt fort, keine Veranlassung zu der Be-sorgniß, Deutschland würde den Franzosen einen faulen Frieden bewilligen. Man wird den Franzosen Bedingungen dictiren, die einen dauernden Friesen sichern und des geflossenen Blutes werth sind. — Der „Staatsanzeiger" schreibt: „Wenn die Edelsten des deutschen Volkes fallen, so habe eö den Trost, daß dieser Kampf nicht wieder vergebens gekämpft werde, wie von unsern Vätern gegen ein Volk von Herrschsucht uud Uebeimuth, das Deutschland seine schönsten Gebiete geraubt. Es wird dem Könige vergönnt sein, einen dauernden Frieden her-zusiellen im Herzen Europa's ourch ein großes, eini--geS, deutsches Baterland, als Hort der Gottesfurcht, edler Sitte uno wahrer Freiheit. Äom Kriege. Die Schlachtwoche von Metz mit ihren Riesenkämpfen, denen sich, was die m Aktion getretenen Heeresmassen, sowie die signallsirten ungeheuren Verluste betrifft, nur wenige frühere Völkerschlachten zur Seite stellen können, scheint nun einen Abschluß gesunden zu haben. Heute besteht kein Zweifel mehr daß die endgiltige Entscheidung nur mehr ungünstig für Frankreich ausfallen kann und daß die in dem deutschen Heere verkörperte Schick-jalöhand ihr flammendes Mene Tekel dem drillen und wahrscheinlich letzten Napoleon auf die Wände feines Truggebäudes geschrieben, worin die französische Nation durch 20 Jahre ihre Freiheit einem Götzenbilde opserte. Gegenwärtig ist die Situation auf dem Kriegsschauplätze etwa folgende: Bazainc, dessen Armee durch die letzte» Kämpfe sehr geschwächt sein muß, wurde gezwungen, mit den ihm vielleicht übrig gebliebenen 80—100.000 Mann sich in das verschanzte Lager nach Metz zurückzubegeben. Von der Rückzugsstraße nach Paris vollständig abgeschnit-ten, wird er hier von der Armee des Generalen Steinmetz und von einem Thule jener des Prinzen Friedrich Karl eingeschlossen, und falls nicht hinreichende Vorräthe in Metz angchäuft sind, was kaum vorauszusetzen ist, in einiger Zeit zur Kapitulation gezwungen werden. Unterdessen marschirt die kron-prinzliche Armee, verstärkt durch Korps von Friedrich Karl, mit 200.000 Mann gegen Paris; daß ihr Ruf kam, und bemerkte mehrere Offiziere vom 58. Regiment, deren Bekanntschaft ich neulich iu Rinnthal gemacht hatte, als ich von Bauern als Spion denunzirt worden war, ein Mißverständniß, das sich nach einem dreistündigen unfreiwilligen Marsch in der heitersten Weise gelöst hatte. Wir freuten uns des Wiedersehens, und mit Freuden vernahm ich, daß das zweite Bataillon des 58. Regiments einen französischen Adler erobert habe. Der mit der französischen Trikolore gezierte vergoldete Raubvogel prangte neben dem Zelt, vor dessen Eingang ich auch den wackeren Bataillonskommandanten Major Böttger gewahrte. Gern folgte ich der Einladung und machte hier eine Pause in meiner Wanderung. Ich hatte von der Stätte eine wunderschöne Aussicht über die Schlachtliuie. Ueberall, auf den gegenüberliegenden Hügein, im Thale und um uns auf den eroberten Höhen bivouakirten die Sieger von gestern. Wohl fünfzig Regimenter und inehr waren hier gelagert. Es war ein schönes, großartiges Bild, an dem man sich nicht satt sehen konnte. Wachtfeuer um Wachtfeuer ward angezündet. Hopfenstangen, zu hohen Piramiden zusammengestellt, verbreiteten weithin Helle Gluth. Hi>Uer uns ertönten lustige Klänge. Zwei bairische Jägerbataillone zogen unter einem frölichen Marsch am Hang die im Lager von EhalonS befindlichen Truppen, aus dem Reste der Garde und aus zusammengerafften anderen Truppen und Mobilgarden bestehend, welche höchstens um 100.000 Mann zählen mögen, auf dem Wege wesentlich Widerstand leisten werden, ist kaum vorauszusehen; wohl dürfte aber noch ein Verzweiflungskampf vor den Mauern von Paris stattfinden, wenn bis dahin nicht die politische Umwälzung vollzogen ist, welche den Fried ensan-knüpfnngen vorausgehen muß. Furchtbar sind freilich die Kämpfe, durch die er errungen werden muß, und die Gräuel des zivilisirten Völkermordes haben sich nie so grell aufgedrängt und eine so eindringliche Sprache geführt, als diesmal. Die Umgegend von Metz muß bereits weit und breit mit Leichenhügeln und rauchenden Trümmern bedeckt sein. Man hat wohl noch nie den ungeheuren Jammer des Krieges auf einen so engen Raum, in eine so kurze Spanne Zeit zusammengedrängt. Beiderseits wurde offenbar mit wahrem Löwenmuthe gekämpft. Während die Preußen an der Grenze immer veim ersten Anprall siegten, ward ihnen bei Metz die tapferste Gegenwehr geleistet. Man muß das der Armee Bazaine'S, welche man bereits für demoralisirt hielt, zugestehen. Schlachten, wie die vom 16., 17. und 18., welche die ungeheuersten Opfer forderten und 12, 9 und 7 Stunden dauerten, legen für den Heldenmuth der Kämpfer auf beiden Seiten das glänzendste Zeugniß ab. Wie dieser Krieg alle wilden und brutalen Leidenschaften entfesselte, haben wir bereits im Elsaß kennen gelernt, hat uuS die Austreibung der Deutschen aus Frankreich bewiesen. Auch diesmal haben die an der Spitze der Zivilisation sich träumenden sran-zösischen Soldaten die Genfer Konvention verletzt, indem von ihnen auf Verbandplätze und Aerzte ge» schossen wurde. Ueber die Schlachten bei Metz liegen m den Blättern nachstehende Telegramme vor: Berlin, 19. August. Das französische Heer ist dezimirt und vernichtet; es ist vollständig getrennt, die Wiedervereinigung unmöglich. Die Verluste gerüchtweise unsererseits sind 15.000 Mann, sranzösischerseits doppelt so groß. Es wurde viel Geschütz erbeutet. Das Wolff'fche Burau meldet aus Pont-L-Mousson vom 10. August: „Gestern glänzender Sieg bei Gravelotte. Die Franzosen wurden aus den stärksten hintereinanderliegenden Positionen vertrieben, auf Metz zurückgeworfen und sind jetzt auf den engen Beziik um Metz eingeschränkt und von Pari-gänzlich abgeschnitten, nachdem die Eisenbahn Metz-Thionville vom zwölften Korps besetzt ist. Die Verluste unserer Truppen stehen leider mit der Größe ihrer heldenmüthigen Leistungen gegen die von ihnen gestürmten französischen Stellungen im Verhältnisse." des Waldes dahin. Sic rückten auf Vorposten dem Feinde entgegen. Kaum waren die Hörnerin der Ferne verklungen, so erscholl gewaltig in mächtigen Tönen, gewiß von sünshundcrt Instrumenten gespielt, die allen Deutschen bekannte gewaltige Weise des „Nun danket alle Gott!" Andachtsvoll, wie in meiner frühesten Kna-benzeit, lauschte ich den erhabenen Klängen. Versöhnend legten sie sich mir umS Herz. Mich verlangte nicht nach den Worten des Feldgeistlichen. Der Choral sprach deutlicher. Mir wars, als hörte ich durch den mächtig über das Schlachtfeld dahinbrausenden Chor den Genius der Menschheit, Trost und Erlösung den armen geplagten Kindern der Erde verheißend. Langsam stieg ich ins Thal hinab. Unten war ausgelassener Jubel. Ein Hurrah, ein Hoch ertön" über das andere, denn soeben verbreitete sich Nachricht durch das Lager, daß gestern auch Saarbrücken ein glänzender Sieg erfochten. Drer Siege in drei Tagen, das ist fürwahr ein glorreicher Anfang, eine glückverheißende Bürgschaft für den vollen und ganzen Trinmf der gerechten Sache Deutschlands. Wolffs Burau meldet aus Ponl-L-Mousson vom 19. Nachts: Die Franzosen schießen auf unsere Aerzte, die Franzosen verbinden, und auf unsere Ambulanzen. Nach einer Kölner Mittheilung erbeuteten die Deutschen bei Rezonville 85 Geschütze und machten 35.000 Gefangene. Auf beiden Seiten zählt man zusammen 46.000 Todte und Verwundte. Nach einer Frankfurter Depesche zählte man deutscherseits 15.000, französischerseitö 28.000 Todte und Verwundete, und die vom deutschen Heer gemachten Gefangenen werden mit 12.000 angegeben. Ueberall haben natürlich die Siegesbotschaften unendlichen Jubel hervorgerusen, der sich in Illuminationen, Flaggenschmuck und Demonstrationen kundgab. Berlin hißte die deutschen Fahnen auf. Nachrichten aus Pont-L-Mousfon vom 21. August zufolge werden noch fortwährend französische Gefangene eingebracht. Gestern Abends kam ein Transport von 2000 Soldaten mit 36 Offizieren, heute ein zweiter mit 54 Offizieren an. Darunter befindet sich der General Plombin. Der Verlust der Franzosen in den Gefechten vom 14ten, 16. und 18. August beträgt allein an Todten zwölf-bis fünfzchntausend, mit den Gefangenen und Verwundeten beträgt er keinesfalls unter fünfzigtausend Mann. Bei Gravelotte machten wir gegen viertausend Gefangene. In der Schlacht von Rezonville waren außer den sächsischen Truppen das zweite, siebente, achle, Neunte, zwölfte und dritte Korps, dann Gardeartillerie engagirt. In Frankfurt wurden am Freitag die ein-getroffenen Siegesnachrichten der Schlacht bei Metz mit endlosem Jubel begrüßt. Die ganze Stadt flaggte. Abends wurden die Monumente bengalisch beleuchtet; ein Zug mit Lampions, von einer zahllosen Menge begleitet, zog vor das Hanö des Polizei-Präsidenten, brachte endlose Hochs auf den König aus und sang das „Heil Dir im Siegeskranz." In München wurden am 19. von einer Jägerabtheilung unter endlosem Jubel drei erbeutete Kanonen und eine Kugelspritze eingebracht. Die ^vnigin-Mukter begab sich zur Besichtung derselben das Publikum und wurde mit Hochrufen empfangen. Die Bogefenfestung Pfalzburg kapi-lulirte einem Stuttgarter Telegramme zufolge am Samstag Nachmittags. Ueber die B elagerung von Straßburg bringt die „Karlsruher Zeitung" folgendes authentische Bulletin: Die Badenser Division zernirt seitdem 15. August Straßburg enger; sie besetzte Schlitig-hein, Ruprechtsau und Königshofen. ES scheinen Maßregeln bevorzustehen, welche die Festung bald nicht länger in Ungewißheit über ihr bevorstehendes Schicksal lassen werden. Die Armirungsarbeiten Gegners werden fortgesetzt und von deutscher ^eike stets gestört. Am 19. d. Vormittags um ? Uhr begann die Beschießung Straßburgs vom diesseitigen User bei Kehl aus, dauerte bis 12 Uhr Und^wurde um 2 Uhr wieder ausgenommen. Das feindliche Feuer richtete nicht unerheblichen Schaden >n Kehl an. T y s s ^ Kronprinzen sollen in Der „Jndepedance" zufolge ist das Korps Douai von Belfort über Paris in Chalons einge-irvffen; die Mobilgarden verließen das Lager von Salons und begaben sich nach St. Maur bei Paris. ^ Wie die „Neue Freie Presst-- meldet, fordert ?^»ine den Minister des Innern auf, keine Deichen aus dem Hoflager ohne feine Autorisation ZN veröffentlichen. Politische Rundschau. Laibach, 22. August. Am 20. August wurden die Landtage von Dber- und Niederösterreich, Salzburg, Steiermark, Arnten, Krain, Tirol, Vorarlberg Mähren, Görz, Atrien, Bnkowina, Galizien eröffnet. Im allgemeinen bietet diese erste Sitzung nichts Erhebliches. In Graz begrüßte Statthalter Freiherr v. Kübeck die Versammlung und betonte, daß er und die ihm untergeordneten Organe immer bestrebt sein werden, die Verfassung hoch zu halten. Landeshauptmann von Kaiserfeld sprach die Hoffnung aus, Oesterreich werde im Interesse seiner inneren Entwicklung die Neutralität auch ferner wahren. In Klagenfnrt sprach Landeshauptmann Graf Goeß die Ueberzeugung aus, daß die Macht Oesterreichs nur durch die Verfassung erreicht werden kann. In Brünn ermahnte der Landeshauptmann Baron Adalbert Widmann zum innigen Zusammenhalten und Beiseitesetzung der widerstreitenden Parteibestrebungen. In Görz wurden die Reichsrathswalilen auf die nächste Tagesordnung zu gesetzt. Die Czechen scheinen auch in der gefahrvollen Gegenwart noch nicht die Besonnenheit wieder gewonnen zu haben. Die Prager Blätter von Freitag publiziieu die Wahlaufrufe der deutschen und der czechischen Partei. Der letztere knüpft an die gegenwärtigen Kriegsereignisse an, vereu Folgen selbst den Bestand des Habsburger-)ieicheö bedrohen, und sagt: „Im böhmischen Landtage , dessen Legalität wir nie anerkannt haben, werden wir die Freunde unserer Freunde, die Feinde unserer Feinde sein. Bei der Deklaration verharren wir treu, herzhaft und einmüthig." Der italienische Minister Visconti Venosta bestätigte in der letzten Kammersitzung das Bestehen einer Neutralitätsliga zwischen Italien, England und Rußland, der auch Oesterreich beizutreten eingeladen wurde. Der gesetzgebende Körper von Frankreich wird in einer unverantwortlichen Weise über die folgenschweren Ereignisse vom KrigSschanplatz getäuscht. Palikao kündigte am 20. an, daß die Preußen Gerüchte in Umlauf setzen ließen, „daß sie am 18. d. große Vortheile über unsere Truppen davongetragen haben. Ich konstatire, sagt er, daß die Preußen, welche den Marschall Bazaine angegriffen haben, im Gegentheil in die Sleinbrüche von Jaumont zurückgeworfen wurden." Palikao erklärt weiter, daß das Vertheidigungs-Komitee von Paris thätigst arbeite und daß in kurzem sich alles im besten Stande befinden werde. Zur Tagesgeschichte. — Personalnachrichten. Der älteste Sohn des Grafen Bismarck, Herbert, ist am Fuße verwuw det worden, dem zweiten Sohne, Wilhelm, ist das Pferd unter dem Leibe erschossen. So meldet die „Kreuzzeitung." -— Der Prinz Peter Bonaparte hat sich, wie die „Viktorie" vernimmt, schon vor längerer Zeit nach Korsika zurückgezogen und seine Villa in Auteuil vermiethet. — Schon seit sechs Tagen geht im Pariser Publikum das Gerücht, das die Gemalin des Leboenf, angeblich preußischer Herkunft, unter schwerem Verdacht in dem Fort von Vincennes inter-nirt wäre. Der Pariser „Figaro" gibt diesen Gerüchten Raum und fragt, was an ihnen Wahres wäre. Lokal- und Provinzial-Angelegeicheiten. Original-Korrespondenz. Littai, 19. August. (Die Bezirks st raße am Wagensberg.) In wirklich bedauernswerther Zahl mehren sich die Unglückssälle an der Wagensberger Fahrstraße. Kaum entrannen zwei Privatequipa-gen durch Zufall dem sicheren Verderben, fand ich in der Nacht vom 18. auf den 19. August den aus Treffen kommenden Postwagen gänzlich zertrümmert in einen, tiefen Graben nächst Kameu liegen, und nur Glückssache ist es, daß die Passagiere, darunter ein k. k. österr. Offizier uud eiu Franziskanermönch, im tiefen Dunkel der Nacht das Leben nicht einbüßten, „es hat doch eine weitere Bestimmung!" Meine Sache ist es kaum, über schlechte Postwagen und alte Gäule, eine elende, bei Regengüssen unmöglich zu erhallende Fahrstraße zu sprechen, „doch dürfte es nun zeitgemäß sein, für die längst projektirte Umlegung der Wagensberger Straße ernste Schritte zu thun.-' Will man uns vielleicht zwingen, Drome- dare als Beförderungsmittel zu gebrauchen? Ja selbst diese eignen sich für die hierbezirkigen Straßen bald nicht mehr, am wenigsten aber für den steilen Wa-erger Gemssteig. Lokal-Chronik. — (Zweite Landtagssitzung.) Anwesend 34 Abgeordnete. Landeshauptmann theilt mit, daß er dem Dr. Klun, der gegenwärtig in Luzern weilt, bis zum 24. August einen Urlaub bewilliget habe. Nach einigen geschäftlichen Mittheilungen wird die Wahl des Finanzausschusses vorgenommen. Gewählt sind: Dr. Bleiweis, Dr. Costa, Dr. Razlag, Desch-manu, Kromer, Poklukar, Grabrian, Valentin Suppan, Graf Margheri. In den Petitionsausschuß: Pintar, Dr. Zarnik, Graf Barbo, Svetec, Dr. Kaltenegger, Hierauf begründet Dr. Bleiweis den Dringlichkeitsantrag auf Einsetzung eines Ausschusses von 5 Mitgliedern zur Verfassung einer Adresse auf die kaiserliche Botschaft mit thuulichster Beschleunigung. Wird angenommen. Die Wahl ergibt folgendes Resultat: Dr. Snppan, Dr. Zarnik, Dr. Bleiweis, Dr. Costa und Svetec. Hieraus stellt Dr. Kaltenegger den Antrag, es sei jedem Abgeordneten gestattet an den Berathungen dieses Ausschusses als Zuhörer Theil zu nehmen. Wird einstimmig angenommen. Hierauf erfolgte die Verifikation der Wahlen. Deschmann bekämpfte den Ausschußbericht über die Wahl Kotuiks in Adelsberg und wies nach, in welch argem Widerspruche der Landtag bei Agnoszirung dieser Wahl mit seinen früheren Beschlüssen bezüglich des Wahlrechtes der Oberlaibacher gerathe, er beantragt daher, die nochmalige Ueberprüfung des Wahlaktes durch einen eigenen Ausschuß. In gleichem Sinne sprachen Dr. Kaltenegger und Kromer mit Bezugnahme auf die stenografischen Berichte früherer Sitzungen. Svetec und Costa überboten sich in sosistischen Beschönigungen des früheren Vorganges der Landtagsmajorität, schließlich wurde Kotnrks Wahl agnoszirt. Sehr lebhaft gestaltete sich die Debatte über den Wahlakt von Stein-Radmannsdorf-Neumarktl. ' Graf Thnrn und Kromer wiesen die Parteilichkeit des Landesausschusses bei der Prüfung des Wahlakte« in der schlagendsten Weise nach und verlangten dessen Zuweisung an einen neuen Ausschuß. Dr. Costa erlaubte sich als Berichterstatter offenbare Unwahrheiten, übrigens behandelte er in der Schlußrede die gegnerischen Gründe in der gewohnten frivolen Weise, seine dem Ernste der Situation durchaus nicht unpassenden Späße fanden selbst bei der Galerie eine getheilte Aufnahme. Schließlich wurde, wie vorauszusehen war, von der Majorität statt Dr. Gauster der Handelskammer-sekretär Murnik als gewählter Abgeordneter erklärt. Ueber eine Landesausschußvorlage, die Erleichterung der Zahlungen des Grundentlastungsfondes betreffend, sprach Dr. Suppau sehr eingehend und beantragte die Zurückweisung der Vorlage an den Landesausschuß. Wurde nicht angenommen. Schluß der Sitzung um 3 Uhr. Nächste Sitzung Mittwoch den 24. August. Auf der Tagesordnung stehen unter ändern minder wichtigen Gegenständen der Antrag wegen Aushebung der Findelanstalt und die Wahlen der Landesausschußbeisitzer. — (Stets die alte Leier.) Mit nächstem gelangen im Landtage zwei Vorlagen des LandesansschusseS zur Vertheilung, worin die bereits zum so und so vielten male nicht sanktionirten Landtagsbeschlüsse über die Einführung der flovenischen Amtirnng bei den k. Aem-tern und das Dr. Bleiweis'sche Sprachenzwangsgesetz adermal eingebracht werden. Außerdem wird die Forderung wegen Errichtung einer flovenischen Universität in Lai» bach wiederholt. Also angesichts der ernsten Ereignisse, welche sich auf den Schlachtfeldern Frankreichs abspielen, deren Einfluß auf die innere Stellung unseres Kaiserstaates sich niemand verhehlt, wissen unsere Klerikalen nichts anderes zu thun, als die altgebackenen, unverdaulichen Brotkrummen ihrer sterilen legislatorischen Weisheit hervorzuziehen und sie als Medizin zu rühmen, durch die allen Schäden unseres Landes und des Reiches gründlich abgeholfen werden soll. Beneideuswerihe Einfalt! — (Generalkarte von Deutschland.) Im Verlage des Leykam iu Graz ist soeben eine Ge» neralkarte der deutschen Staaten in 4 Blättern, jedes 25'/2 Zoll hoch und 18'/z Zoll breit, erschienen, die sich durch netten reinen Druck und durch gewissenhafte Sorgfalt in der Ausführung auszeichnet. Da der angrenzende Theil von Frankreich bis Uber Paris hinaus mit derselben Sorgfalt gearbeitet ist, so dient dieselbe nicht blos während der gegenwärtigen Kriegsperiode zur Orientirnng, sondern bleibt auch für die Dauer von Werth. ________________________________________ Eingesendet. Allen Leidenden Gesundheit durch die delikate lisva-Itzseiörö äu liarrv, welche ohne Anwendung von Medizin und ohne Kosten die nachfolgenden Krankheiten heilt: Magen-, Nerven-, Brust-, Lungen-, Leber-, Drüsen-, Schleimhaut-, Athem-, Blasen- und Nierenleiden, Tuberkulose, Schwindsucht, Asthma, Husten, Unverdaulichkeit, Verstopfung, Diarrhöen, Schlaflosigkeit, Schwäche, Hämorrhoiden, Wassersucht, Fieber, Schwindel, Blnt-aussteigen, Ohrenbrausen, Uebelkeit unv Erbrechen selbst während der Schwangerschaft, Diabetes, Melancholie, Abmagerung, Rheumatismus, Gicht, Bleichsucht. — 72.000 Kuren, die aller Medizin widerstanden, worunter ein Zengniß Sr. Heiligkeit des Papstes, des Hofmarschalls Grafen PluSkow, der Marquise de Bröhan, Nahrhafter als Fleisch, erspart die likvalWeiere bei Erwachsenen und Kindern 50 mal ihren Preis in Arzneien. Neustadl, Ungarn. So oft ick meine innigsten Dankgebete zum allgütigen Schöpfer nnd Erhalter aller Dinge sende für die unberechenbaren Wohlthaten, welche er »ns durch die heilsam wir kenden Kräfte der Naturerzeugnisse angedeihen läßt, gedenke ick Ihrer. Seit mehreren Jahren schon konnte ich mi» keiner vollständigen Gesundheit erfreuen: meine Verdauung war stets gestört, ich hatte mit Magenubeln und Verschleimung zn kämpfen. Von diesen Uebeln bin ich nun seit dem vierzehntägigen Genuß der LsvLlesciLrs befreit uud kann meinen Bernssgeschäften ungestört nachgehen. I. L. Sterner, Lehrer an der Volksschule In Blechbüchsen von Pfd. fl. 1.50, 1 Pfb fl. 2.50, 2 Pfd. fl. 4.50, 5 Pfd. fl. 10, 12 Pfd. fl. 20, 24 Pfd. fl. 36. — liöVLleseiörö OdocolLtös in Tabletten für 12 Taffen fl. 1.50, für 24 Taffen fl. 2.50, für 48 Taffen fl. 4.50, in Pulver für 12 Tassen fl. 1.50, 24 Tassen fl. 2.50, 48 Tassen 4.50, für 120 Tassen fl. 10, 288 Tassen fl. 20, 576 Tassen fl. 36. — Zu beziehen durch Barry du Barry L Co. in Wien, Goldschmiedgasse 8; in Laibach bei Ed. Mahr, Parsumenr; in Pest Török; in Prag I. Fürst; in Preßburg PiSztory; in Klagenfurt P. Birnbacher; in Linz Haselmayer; in Bozen Lazzari; in Brünn Franz Eder; in Graz Oberranz meyer,Grablowitz; in Marburg F. Kollet nig; in Lemberg Rottender; in Klausen bürg Kronstädter, und gegen Postnachnahme. Witterung. Laibach, 22. Angust. Gestern Nachm. Regen, Schneesall in den Alpen. Heute Morgens herrliche Beleuchtung der Alpen. Völlige Aufheiterung bei Nordwind. Nachm. Gewölke in West. Wärme: Morgens 6 Uhr -s- 6.4°, Nachmittags 2 Ubr -s- 14.5" (1869-f-k9."°; 1868-s-16.2°). Barometer heute Nach mittag im fallen 325.96'". Das vorgestrige Tagesmittel der Wärme -j- 11.7°, um 3.2"; das gestrige 9.9°, um 4.2" unter dem Normale. Der vorgestrige Niederschlag 1.2'", der gestrige 1.40'" Angekommene Fremde. Am 21. August. Domac, Wippacki. — Zormann, Kolovrat. Zarkovich. Triest. — Paulin, Thuru am Hart. — Apriß-nig, Arnoldstein. — Baran, Zengg. - Schei»er, Sagor. — Lapajne, Kooperator, Doljne. — Cambiagio, Triest. Salvago, Triest. — Pintar, Pfarrer, Oberkrain. — Greßel, k. Lieutenant, Treffen. — Kottnig, Gutsbescher, Oberlaibach. - Baronin Bakesch, Triest. 8««^, ^»>«-1». Perwolf, k k. Postmeister, Planiua. Klement, Telegrasenbeamte, Triest. Jugovitz, Kaufui., Krainburg. ______________________________ _______________ Verstorbene. Den 20. August. Maria Lukauc, Taudlerswitwe, alt 72 Jahre, in der Stadt Nr. 307 an der Brustwafsersucht. — Dem Herrn FrauzJcraniii, Kondukteur, seine Gattin Maria, alt 26 Jahre, in der St. Petersvorstadt Nr. üt an der Lungentuberkulose. — Dem Nikolaus Skaffer, Halbhiibler, seine Tpchter Johanna, alt § Jahre und 3 Monate, am Moorgrunde Nr. 27 an der Ruhr. Telegramme. (Orig.-Telegr. des „Laibacher Tagbl.") Paris, 22. August. „Journal offiziell": Da die Regierung wegen Unter brechung der Telegrafenverbindung noch keine Depesche» von der Rheinarmee erhielt, hat sie Grund auzunehmcn, -aß der Plan Bazaiue's noch nicht zum Ziele geführt hat. Das heldenmüthige Verhalten unserer Soldaten vor dein numerisch sehr überlegenen Feinde gestattet die Hoffnung aufErfolgder weiterenOperationen. Feindliche Streifkorpö erschiene» bei St. Dizier. Bukarest, 21. August. Gestern wurde in Plojesti der Versuch gemacht, eine provisorische Regierung zu proktamiren, bestehend aus Nikolaus (tzoleseo als Regenten, Ivan Ghika und Ivan Bratiano. Massenhafte Berhaftnn-gen, darunter (tzolesco uud ILandiano. Die Dispositionen der Regierung waren rasch nnd geschickt getroffen. Die Ruhe war sonst nirgends gestört. Gedenktafel über die am 2 4. Au gust l 8 7 0 stattftndenden Lizitationen. 3. Feilb., Povse'sche Real., BG. Nassenfuß. — Reliz Plevuik'scher Real., Tomacov, BG. Laibach. — 1. Feilb.. Smole'sche Real., Tomisel, 1762 fl 80 kr., BG. Laibach — I. Feilb., Babic'sche Real., Lahina, 832 fl., BG. Tscher nembl. — 3. Feilb., Zernel'jche Real., Ponikve, BG. Laas. — 1. Feilb., Mestniak'sche Real., Bregana, 1000 fl., BG. Landstraß. — 1. Feilb, Barbic'sche Real., Hraslek, 28 fl, BG. Landstraß. — 2. Feilb., Corn'sche Real., Ältoberlaibach. BG. Oberlaibach. I Feilb, Podlaj'sche Real, Jessenitz, 290 fl., BG. Landstraß. - l. Feilb., Stifanic'sche Real., Postenavas, 180 fl., BG. Landstraß. I. Feilb., Ramous'sche Real, aä Pepensfeld, 1950 fl., BG. Laibach. — 1. Feilb., Sellan'sche Re.il., Waitsch, 1160 fl., BG. Laibach. Lottoziehung vom 20. August. Trieft: l5 60 75 57 54. Den rührenden Beweisen inniger Tbeilnabme am herben Lerluste unseres Sohnes Adolf. nicht minder dem zahlreichen Geleite am Wege zn dessen letzter Ruhestätte bringen wir pflichtschuldigst den vollsten Dank entgegen. (322) Familie Baumgartner. Vorzüglichste Steinkohle von der Vviit>8tvUvrwr in großen und kleinen Partien zu beziehen dnrch (814—2 Hauptplatz. Erste öffentliche höhere MndelslelMiiMI in Wien. »»>8« :rs. Die absolvirteu Hörer gcuießeu die Begünsti gung des einjährigen Freiwilligcndicnstes in der k. k. Ar mee,' ohne sich der Freiwilligenprüfling unterziehen zu miis sen. Einschreibungen finden vom 26. September an statt. Der Unterricht beginnt Anfangs Oktober. Am 2. Okto der beginnt ein Lorbereitungskursus siir den praktischen Eisenbahn- und Telegrafendienst. Jahresberichte dnrch die Direktion und jede Buch Handlung. ' I Direktor Ä.M Sarge Molk MumgKMrrs. Oft entblättert schon im Lenze Sick die Eiche, stürmt es rauh, ' Und die erst gewuud'nen Kränze Welken oft im Abendthau. So auch sinken, die Herzen Nahe waren, früh dahin, Und mit tiefgefühlten Schmerzen Seh'n aufs Grab wir weinend hin. Mit dem bleichen, dichten Schleier, Mit der Lüstern Fackel ruft Uns der Tod, und was uns theuer Ist, es sinkt bald in die Gruft. Uns ist in der Jugend Blütheu, In des Lenzes Morgenroth Auch ein Bruder jetzt geschieden, Der uns Lieb' für Liebe bot. Hört Ihr wohl der Mutter Klagen, Fühlet Ihr Len tiefen Schmerz ? Kaum kann sie Len Kummer tragen, Und vor Wehmuth bricht ihr Herz. Denn der Mutter süße Freude, Ihre Wonne, ihre Lust Ward des blassen Todes Bente; Kalt ist nun des Sohnes Brust. Und es ist dem Vater bauge, Daß feiu Kind ihm nicht mehr nah! Schnee deckt jetzt die bleiche Wange, Unbeweglich liegt er da. Wobl verdient bat er die Thranen, Der so vieles einst versprach; Allem Guten, allem Schönen Strebte er stets eifrig nach. Tröstung aber blinkt hernieder Aus des Himmels lichten Höh'n: Einstens wirst den Sohn Du wieder In, verklärten Lichte seh'n; Denn znm schöner» Vaterlande Führet sanft der Pförtner Tov, Löset schwere Körperbande, Endet alle imf're Noth. Wir, des früh Entschlaf'nen Freunde, Klagen bei der Leiche laut, Denn wohl manches Band vereinte Uns mit ihm, so lieb nnd traut. Doch, er ruhet still im FrieLeu, Dem wir unsre Thränen weih'n: ..Was so früh Lahiugefchieden, Blüht auch früh zum bessern Sein." (323) Von einen» Freunde. Wiener Börse vom 20. August. ipsrc. österr. Wiibr. . dto. Rente, ofl.Pav. .dto. dlo. öst.inGllb. 73.-> 7S.— 80- 700.— S55.- ^ 815.— L33.50 70L.— 8S.—! 81.— >_______ ! 1995 198.— Li 1.50 L43.75 167.— 184.50 165.— S44.- 165.50 ^ 91. 87.— 88 105.—110V.- Selb Oeft. Hypolh.-Bank. k>rIorttLls-«»dlI^. Südd.-Ge!. »u.'-ovFr. dlo. BonS«vLt. N-rdb. EM.) Sieb..B.(S»«ft.ij.W.) Rudols?b. fl. , , rondou w Ps. Sterl. Paris loo Franc« . ioi.ro io».— 1LS.7S ->8.Si> Sais. Miini-Ducaten. zo-Nranc«ftüS . . . BereinSIHaler . . . Silber . . k.ss 8.8« 1.8S I»».— 90.- ILO.- SO.- 37.- 30.^ 36-^ Telegrafischer Wechselkur« vom 22. August. „ 5perz. Rente «sterr. Papier 56.25. - 5pM-österr. Silber 65.75. — 1860er Staatsanlehen Bankaktien 698. - «reditaktien 251.-. - London - Silber 122.—- — K. k. Münz-Dnkaten 5.89. poleonsd'or 9.93'/,. ----- Verleger und für die Redaktion verantwortlich: Oltomar Bamberg. Druck von Jgn. v. Kiltinmayr L Fed. Bamberg in Laibach-