Nr. 13. Freitag, 11. Jänner 1913. 132. Jahrgang. Laitmcher Zeitung ^^...—^.»^^«..». Mil Vi,Nt>?s P.daktiou Nlil!^iöstrc>s,c N> ,b, Lprechsi.mde» der Nation von 8 bis 10 Ubt " l. 5"b,ühr.^ ^^ ^ur^e^nsteMm^ns H°^^ ^ ^ ^ vormittags, U»!r°..Kne Briefe wcrbe.l nicht anncnommc... Manuslripte nicht znr^aestcUt, Telephan-Uv. der Aedaktion 52. Amtlicher Geil. Am 15. Jänner 1913 wurde das II. Stück des Bandes» gesehblattes für das Herzogtum Klain ausgegeben und ver« se»det. D«Sselbe enthält unter Nr. 5 die Kundmachung des l. l. Oberlandesgerichtes Graz vom 2V, Dezember 1i>12, Z. 8i30/?r,. womit die nach Einucr-»ahme der politischen Landesliehörden aufgestellte Liste der Sachverständigen, welche von den Bezirksgerichten dieses Oberlandesgerichts-Sprennels zu den im Jahre 1l1i3 vorkommenden Entfchädigungsveihandlnngen aus Anlaß aw gesprochener Enteignung zum Zwecks der Herstellung und öes Vetriebcs uon Eisenbahnen zugezogen weiden lönnen, belannt gegeben wird. »«» >er «edllltion deö llandesgesetzblattes für Krain. De» 15 Jänner 1913 wurde in der Hos» und Stnulö-druckerei das I.XIV. Stück der böhmischen, das I.XXVII, Stück >ir slouenischen, das X0. Stück der böhmischen und polmschen jowie das xci!.. X0IlI., X(^IV., X0V. und X0VI. Stück der flovenischen Ausgabe des Reichsgesetzblattes des Jahrganges 1912 ausgegeben und versendet. Nach dem Amtsblatte zur «WienerZeitung» vom 15. Jänner 1313 (Nr. 11) wurde die Weiterverbreitung folgender Pretz-rrzcngnisse verboten: Druckschrift: «Freie Klänge», «Lieder für die arbeitende Jugend, herausgegeben vom Verband der jugendlichen Arbeiter Österreichs». Nr. 1 «Obrrlärntner Mitteilungen» vom 6. Jänner 1913. Nr, « «kilaä? prüknpuilt» vom 9. Jänner 1913. Nr. 21 «/kilrulla» vom 10. Jänner 1913. Nr. 2 «8trä.i 1i jühlsamkeit ulid Schmachte». An ivahren Almanach-Geschichten voll weichlicher Träneilseligkeit sehlt es nicht, «ie etiua der rührenden Geschichte eines Grafen Hadit, der glücklich ist, vom Schicksal zur Erblindung verurteilt zu sein, um uicht sehen zu müssen, wie seine Vraul durch die Pocken verunstaltet wurde. Arabesken, der Biedermeier-Antike winden sich um solche Beispiele der altvaterischen Sentimentalität. Indes feierte auch manch echtes inniges Herzensbüuduis seine stillen Feste. Mau liebt und wird geliebt. Eines Tages lehrt de la Garde »l,'m Kär»t»ertor°Theater uach seiner Wohnung zurück. Auf dem Wall trifft er, in eiueu weihen Mantel gehüllt, >,n 79jährigeu Fürsten Ligne. Auch der hatte noch sein Ctelldichei> denn- „In der Liebe, sehen Sie, isl der Anfang das Reizende, deshalb find' ich immer Ver-gliügen darin, wieder anzufangen. In Ihrem Alter lies; ich aus mich Uxnten, in dem meinigen läßt man mich warten. Am Ende -verzeiht mau aber einem Buckligen «c Erhöhung seines Rückens, iuarum sollte mau mir den» nicht mein Alter verzeihen?" Der Priuz Ypsilanli, von leichten Siegen förmlich berauscht, klagt, indem er . ein Paket vou Vliesen in seiner Hand wiegt: „Das sind sechs seit gestern, italienisch, französisch, sogar griechisch." ! Wiederbegilmendc Wohlhabenheit und die Leichtig- > Kit der Sitten gaben dem ganzen Dasein der Stadt > ««inen muntereren Lauf. Bald »oeibisch, bald herrisch, i Mchtccmtlicher Heil'. Der kleine Finanzplan. Das „Fremdcnblatt" schreibt: Im Salon des Prä' sidentcn des österreichischen Abgeordnetenhauses fiudeu gegenuxirtig wichtige Veratuugen statt, die dem söge-nannten „kleinen Finauzplau" gelten. Die Materie, um die es sich handelt, ist sehr schwierig, manche Gegensätze müssen einen Ausgleich finden, aber mau darf erfreu-licherweisc konstatieren, daß namentlich in der heutigen Beratung Fortschritte erzielt werden kounlen. Somit ist die Hoffnung begründet, daß der Finanzplau die Sta-dien der Beratung, die er noch zu passieren hat, rasch dnlchmessen wird und daß das Plenum de^Abgeordneteil-hanses Anfang Februar ernstlich an die Verabschiedung der Fincmzresorm wird gehen tonnen. Ein solches Ver-halten des Parlamentes den Vorlagen gegenüber, die zusammen den kleinen Finauzplan ausmachen, würde nur der hohen Auffassung entsprechen, die das österreichische Abgeordnetenhaus in der grundsätzlichen Frage, die anläßlich dieser Finanzreform aufgeworfen wurde, bekundet hat. Es ist keiu Geheimnis, warum mau von dem „sogenannten" kleinen Finanzplan spricht. Jede Re» form der Finanzen muß selbstverständlich das große Ganze im Auge haben, es müssen Grundlagen dafür geschaffen werden, daß die Eulwictlung des Staats» budgets eine einheitliche sei, mit dem Ziel im Auge, unter allen Umständen das Gleichgewicht im Staatshaushalt aufrechtzuerhalten. Aber Finanzmiuistrr Ritter von Zaleski war seinerzeit vollkommen im Rechte, als er in seiner großen Rede über den Fiuanzplan aus» führte, daß es einer folchen großzügigen Finanzreform keineswegs widerstreite, wenn eine elappenmäßige Be» handluug der Steuervorlagc erfolge, eine etappeu-mäßige Behandlung, wie sie sich eben aus den Verhältnissen ergebe. Wenn daher heule die Parteieu des Abgeordnetenhauses auch uur der kleine Finauzplan be° schäftigt, so ist doch darin uur ein Teil der großen Fi» nauzreform zu erblicken, welche die österreichischen Finanzen der dauernden Gesunduua zuführen soll. Unter voller Berücksichtigung dieses prinzipiellen Standpunktes hinsichtlich der Durchsührung tzer Finanz. bald politisch, bald sentimental, oft launenhaft, halb gelangweilt, halb geuußdürstig, verlief das Leben. Doch es gab Ausnahmen. Obenan der schlichte, klare Kaiser Franz. Er >var der glänzendste, freigebigste Gastgeber, aber zugleich der bescheidenste, nüchternste Bewohner der Wiener Burg. Seine private Haushaltung ging so ein» fach weiler wie vordem. Der Kaiser hielt au seiner ernsten Lebensführung fest. Indes flössen Summen, die ius Großartige gehen. An die 3l) Millionen Gulden soll der Kongreß dem Wiener Hos allein gekostet haben. Nach Mnizig Jahren, die dem Kriege gehörteu, mußte dieses eine Jahr an Lustbarkeit uud Freude alle^ Versäumte wettmachen. IeHt >lxn' wirtlich Tag nm Tag „Sonntag, e^ drehte immer am Herd sich der Spieß". Wiens überschäumende Gastfreundschaft wurde bei den kühleren Gäsleu aus dem nördlichen Deutschland nut dem Rufe der Phäakensladt gelohnt, «ein Tag ohne Fest. Bankette, Thealerauffüh. rungen, lebende Bilder, Iagdpartieu, Maskenbälle, Ka» rufselle, Schlittenparlieu folgten einander. Als eine der schönsten Veranstaltungen galt das Volksfest im Augarten am 6. Oktober. Das Wetter luar herrlich- ma» feierte die österreichischen Veteranen, 4000 an der Zahl. Znlcht erhob sich ein Ballon des Luflschifsers Kraslo-Witz. Als der Abend kam, erleuchteten hunderttausend Lampen den Angarten. Das eigenartige und bei den Wienern besonders beliebte Feuerwerk durfte natürlich nicht fehlen. I» der Menge wandelten, erkauut und un» erkannt, die Herrscher und Fürsten Europas. Am 12. Ok. tuber gab der kaiserliche Hof im Parte zu Laxenburg eine Jagd, an der Kaiferin Marie Luise als eifrige Iä» ! i^ri» teilnahm und durch ihre außerordentliche Treff» ! siclMheitVelvnuderung erregte. Ein andermal stellte man kei Hofe lebende, von Ifabey angeordnete Bilder. Indes : vurde schou wieder wochenlang sür das mit allen Wun° « >ern des Luzus und allen Hilfsmitteln des Reichtums l n Szene gesetzte Wrussell des 23. November gerüstet, l nform ist mau sich aber anderseits in allen Parleilagern darüber im klaren, daß jener Teil der Finanzreform der in dem kleinen Finanzplan niedergelegt ist, ein, Finanzplan -xi l>«>^, ein Finanzplan zur Erfüllung eines ganz bestimmten Zweckes ist. Wenn wir oben von der hohen Anffassimg des Parlamentes in einer gruui> sätzlicheu Frage gesprochen haben, so meinen wir dar-uuter die aus dein Schoße de^ Parlaments hervor, gegangene, im Budgetprovisurium inarlikulierle Bestimmung, das; die Vorlage über die Tieuslpragmatik uicht eher iu Kraft treten soll, bevor nicht sür die Bedeckung der Kosten Sorge getragen wurde. Das Parlament hat sich die Proklamierung eines solchen ausdrücklichen, Junktims nicht nehmeil lassen, in der Erkenntnis, daß es damit seiner vornehmsten Verpflichtung gerecht wird. Anf eine» Antrag, der aus der Mitte des Nudgelaus, schlusses hervorging, wurde der Paragraph 3 des Nnd° getprovisoriums in folgender Fassuug beschlossen: ..Die Regieruuq wird ermächtigt, deu zur Durchführung des Gese!'.es betreffend das Dieustverhältuis der Staats, beamleu und der Staatsdicnerschafl (Tienstpragmatik) sowie der damit im iuuereu Zusammenhange stehenden Maßnahmen zur Verbesserung der materiellen Lage der Staatsbedienslele» nnd Arbeiter erforderlichen Betrag von 35 Millioneil zu verausgabeil." Im Paragraph 10 dieses Gesetzes heißt es aber: „Dieses Gesetz tritt mit I. Jänner 1913, die Nestimmunq ix's Paragraph 3 je-doch erst dann in Wirksamkeit, wenu die »otwendige Be deckuug durch die verfassungsmäßige Geneymigliug von Gesehesvorlagen zur Beschaffung neuer Mehreinnah. men erfolgt ist." Wie schon betont^ ist es das Parlameni, welches der Auffassung war, daß ei» solches Inuktinr als riue unbedingte Notwendigkeil anzusehen ist. Das Votum sür den Finanzplan bedeutet demnach uicht uur ein Votum zugunsten der Erfüllung eines heiß. ersehnten Muusches der Staalsbeamlenschail, sonder» iu gleicher Weise auch ein Votum zugunsten der geordneten Fiuanzwirtschaft des österreichischeil Staates. Die Ab. sicht, in der die Abgeordneten au die Lösung des Pro» blems des kleine» Fiuauzplaues schreite»», ist damit klar ausgesprochen. Die Abgeordneten sind darüber im rei neu, daß es sich nicht darum Handell, durch Aunahnu' des Gesetzes über die Finauzreform oer Regierung eine Die Kostüme der Herreu überboten au Kostbarkeit wo möglich die der Damen, uameutlich die nngarische» Mag. uaten übertrafen alle audercu. Was vou Rang und Stand i» Wie» weilte, lvar erschienen. Die schönsten Frauen, die vornehmsten Männer, der Adel, die Diplo-niatie aller Länder. Die Galerie schien eine, lebendige Einfassuug von Gold und Diamanten, so belade» Ivaren die Hosllcider und Uniformen mit Schmuck, Orden und Stickereieil. Die Gleichmäßigkeit dieses Anblickes wu«de bloß durch das role Gelvaud de^ Kardinals Gousalvi, durch den Turlxin des Paschas von Widdin, den Kasta» von Mavrojeni und den Kalpal de^ Pl'ii'',en Mmum. Beys von Mirza, unterbrochen, Sozusagen iuoffizicll und auf eigene ,^uis! nnlet> hielt sich die vornehme Welt in den nun ihre Blütezeii erlebenden Apoll»Säleu, dem Werke des fra»zösischeu Architekten Moreau, der damit Wien eine Sensation ge-geben hatte. Selbst der au Luxus und Raffinement ge° wohnte de la Garde gibt eine verzückte Veschreibnug. Er bewundert die uueriueßlichen Räume, ist erslan»! über ,das türkische Gartenhaus, über die Hülte ei»e<-Lappländers, über den Rosenhai», der, mit sriscl)e>n Rasen umsäumt, Hunderte vou Roseuslöcken enthielt. In, der Mitte des Saales, wo soupiert wurde, erhob sich ei» ungeheurer Felse», aus welchem murmelnde Quelle» sprangen und sich zu Michen vereinigte». Alle Stile der Baukunst wetteiferten in der Verzieruug dieser Räume: der griechische, der maurische, der gotische. Tausende von Wachskerzen funkelten in Kriswllkrouleuchter». Magische Alalxistcrlanipe» verbreitete!! die milde Helle des Mo» des. Eine glänzende und zugleich gemischte Gesellschaft wogte durch die Räume. So war die Kaiserstadl de» Fremden aus aller Herren Ländern schließlich vertraut geworden wie die eigene Heimat. Die Gastfreiheit entzückte alle, die ge« 'onimen waren. Was Wien zu geben halte, gab l>3 in )erschweuderischer Fülle. Ma» kannte lei»e andere. Laibacher Zeitung Nr. 13. 110____________________17. Jänner 1!)13. Gefälligkeit zu erweisen, daß die Finailzvorlagen nicht zum Anlaß von Erörteruilgen genommen werden tonnen, die mit der Fiuanzreform nichts zu tun haben, mil ihr in gar leinein Zusammenhang stehen, sondern dn Angriff genommen werden muß. Wie stürmisch war der Kampf nm die letzte Slenerresorm in England, zu welchen schweren parlamentarischen Arisen hat die Steuerreform im Deutscheu Reiche geführt und heute, da Deutschland den Gedanken der Reichs-besitzstener verwirklichen will, so stoßen die Gegensätze wieder heftig aneinander, wie das ja anch die letzte erfolglose Konferenz der Finanzminister der deutscheu Bundesslaalen dokumentierte. Dem österreichischen Ab» geordnelenhanse ist die Fiuanzreform dadurch leicht ge° inncht wurden, daß sie mit der Dienslpragmatik so enge verknüpft ist, mit der Durchführung einev popnläreu Gesetzes, welches im Hause des allgemeinen, gleichen und direkten Wahlrechtes die Finanzresorm erleichtern muß. Es ist jedenfalls auch vuu guter Vorbedeutung für die Erledigung der Finanzreform, daß sämtliche Parteien des Äbgeordnelenhanses dem Finanzminister Ritter von Zalesti das größte Vertrauen entgegenbringen, voil der Überzeuguug durchdrungen, daß der Scl)atzla»zler volles Verständnis für die Intereffen der einzelnen Kategorien von Steuerträgern l)at uud daß er in wirklich aufopferungsvoller Weise bemüht ist, zur Herstellung einer Verständigung beizutragen. Sorge, als die Gäste durch Feste, Gastereien, Tanz und vor allem Musik in ein süßes Wohlbehagen des Genusses einzuhüllen. Zufriedenheit und Wohlhabeuheit rühmt de la Garde deuu auch als die hervorstechendsten Züge des Wieners. „Seine Ausgaben, sein rnhiges Glück sind Beweise zuguusteu seiner Arbeitsamkeit nnd der väterlichen Negieruug, der er unterworfen ist. Kein Streit stört diese Menge- ihre Freude ist ernsthast, aber diefcr Ernst tonnnt, nicht ans einer Anlage znr Traurigkeit, sondern hat seinen Grund im sicheren Wohlbel)agen." Grillparzers Worte vom Capua der Geister haben den nämlichen Sinn, aber wohl ciuen ellvas anderen Klang. Wien und seine Gäste waren endlich in einen traumhaftcu Zustand geraten; das Leben des Genusses schien ohne Ende weiter zu gehen. Es war eine Abspannung und zum Schlüsse die Übersättigung gekommen, die wohl ein Ende ahnt, aber das Enuachen noch hiuansschieben will. „Der Kongreß ist ausgelöst!", lvarcn Napoleons Worte beim Wiederbetrcten von Frankreichs Buden. Man lvar aus einem Balle bei Herrn von Met° ternich, als man des Kaisers Landung und seinen Zug gegen Paris vernahm. Wie ein Mensch aus tiefem Schlaf durch die Feuerglocke erweckt wird, die ihm ankündigt, daß sein Halis in Flammen stehe, so lvard Wien ans feinem Traum gerissen. Zlvar gab noch am 1l. März inmitten des allgemeinen Schreckens eine Liebl>ciber-gruppe im Redonlensaale den „Kalifen vun Bagdad", aber es lvar der letzte Schimmer der erlöschenden Lampe, der letzte Verhallendr Ton eines zum Schweigen vcr-urteilten Instrumentes. Die süßen, die zarten, die wei° chcn Regungen zerflossen. „Der .Kongreß ist ausgelöst." Freilich nur der Kongreß im Sinne unseres Bericht» erstatters,' der Kongreß als großes Fest. Der neue napo. leonische Schrecken währte nicht lange; das staats mänui-sche Werk des Kongresses aber lebte lind hatte langen Bestand. Politische Übersicht. Laibach, 16. Jänner. Freitag, den 17. d. M., wird die Wahl des Prä-sidcntcn der französische» Ncpnblil vorgenommen wer» den. Am !7. Febrnar endet nämlich die Präsidentschaft dcs Herrn Falli^res, und das französische Versasfnngs-gesetz bestimmt, daß einen Monat vor Abschluß der siebenjährigen Funllionsdauer eines Präsidenten die NeMvahl vollzogen werden muß. Zu Versailles tritt das Gesamlparlamenl, Senat und Kammer, als National» verscnnmiuug zufammen, um die Wahl zu vollziehen. Unter dem Vorsitze des Senatspräsidenten wird die Sitzung abgehalten. Um als Sieger ans dem Wahlgange hervorzugehen, bedarf ein Kandidat der absoluten Majorität. Der Ansrnf der Mitglieder der Nationalversammlung beginnt nach einem vom Präsidenten zu be» stimmenden Buchstaben des Alphabets. Jedes Mitglied hat sich, nachdem sein Name anfgernfen worden, mit seinem Wahlzettel ans die Tribüne zu begeben, wo die Wahlurne aufgestellt ist. Für die Versammlung »vie für das Strutiuium fungiert ein Bureau, das fich aus dem Präsidenten und acht Sekretären zusammensetzt. Er° gibt sich nicht bei der ersten Abstimmung die absolute Majorität für einen Kandidaten, muß sofort zu einer Wiederholung geschritten werden, der nnr eine kleine Pause für Parieiberatnngen vorangehen darf. Die absolute Mehrheit dürfte dieses Mal zwischen 430 bis 450 schwanken. Das Reulersche Bureau erfährt von einem Tele« gierteil der Naltanstaateu, daß die Mitglieder der Mission bereit seien, England unmittelbar nach der Über-reichung der Note der verbündeten Balkanstaatcn an die Türkei zu verlassen. Vis hente lMte mail keinerlei Information über den Vorgang bei Überreichuug der Note. Man versichert, daß die Botschafter in Konstantinopel zu entscheiden haben werden, wann die Überreichung der Kollektivnote der Mächte erfolgen soll. Bis jetzt liegt keinerlei offizielle Andentnng über die Antwort der Türlei vor, doch scheint keine Hofsnnng zu besteheil, daß sie audcrs als ungünstig für die Alliierten lauten werde. In gnt informierten Kreisen Hai man wenig Hoffnung, daß die Wiederaufnahme der Feindseligkeiten werde verhindert werden. Man erklärt sogar, daß die Feindseligkeiten, wenn anch uur iu einigem Maße wieder aufgenommen, das kürzeste Mille! znr Herbeiführung des Friedens bilden würden. Denn man. glaubt, daß Adrianopel eiuem ueuerlichen Angriffe nicht werde Widerstand leisten nnd daß der Fall dieser Festung eine Annäherung zwischen der Türkei und den verbündeten Balkanstaaten werde herbeiführen können. In Ballan-lreisen wird erklärt, daß man den Frieden unterzeichnen werde, wenn die Türkei sofort die Forderungen der Verbündeten annehme, daß man aber, wenn der Krieg erneuert werde, erw-arten könne, daß die Forderungen der verbündeten Valkanstaaten gemäß den neuen Kriegs, ergebnissen eine Änderung ersahreu werde». Ausgestoßen. Roman von Zost Ilveiyeri^ von Kteinacl?. (10. Fortsetzung.) ^Nachdruck ucrbulen.) „So wäre denn alles klar und deutlich gewesen," fuhr er in seinem Vortrage fort, „und Zwischenfälle so gut wie ausgeschlossen, wenn nicht-------------->um, mit einem Wort, wenn nicht der Herr Baron den Einsall gehabt hätte, sich anch dieses zweite Testament zurück» geben zu lassen, nm es zu veruichten und nun ein für alle Mal iu einem dritten seinen letzten, unweigerlichen Willen kund zu geben. Dieses Testament aber —" hier erhob sich der Sprecher von seinem Sitze, — „hat er ganz allein errichtet, ohne Zuziehung von Zeugen, eiue Form, deren Anwendung ihm das neue bürgerliche Ge° setzbuch nach 8 2231, Abs. 2, allerdings gestattet. Was dieses letzte Testament, das der Freiherr übrigens, wie er zu mir äußerte, später ebenfalls noch nachträglich dem Gerichte in Vernnhrung gebcu wollte, enthält, kann ich wohl vermuteu, weih es aber nicht." „Aber ich weih es," unterbrach ihn die Baronin, „oder glaube es wenigstens zn wisfen. Es handelt fich da um einen außergewöhnlichen Fall ill nnserem Hause, der ihn zu dieser Ändernng veranlaßte." Der Anlvall strich sich den Bart. „O, ich kann mir wohl denken, woranf Sie anspielen, Frau Varuuin," meinte er sinnend, nm dann leb» haft fortzufahren! ..Nnn, die Hauptsache bleibt ja, daß wir genau erfahren, wo sich augenblicklich das wichtige Dokumeut befindet. Ich glaube, das liegt vor allen Dingen in Ihrem Interesse, Fran Baronin." Und dabei stahl sich ein feines, fast unmerkliches Lächeln über seine Züge. „Sprechen Sie es nur ruhig aus," entgegnete ihm schnell die Witwe, indem sie ihn säst herausfordernd Tagcslicmlllcitclt. — Mn Scheusal.) Aus dem Gnte RingeMvalde bei Berlin wurde vor einigeu Tageu eiu dreifacher Rauv» mord verübt, indem der Besitzer nnd seine Frau sowie ein Dienstmädchen erdrosselt, Geld und Wertsachen gestohlen wnrdeu. Unter den wegen dieser Untat Verhaf-teten befand sich auch der auf dem Gute bedienstete Knecht namens Schöne. Wie sich nnn herausstellte, ist er mit dem seit fast acht Jahren eifrigst gesuchten mehrfachen Mörder Auglist Sternickel, auf dessen Ergreifung seinerzeit eine Prämie von 10.000 i< ausgesetzt war, identisch. Er ist eine der gräßlichsten Erscheinungen der Kriminalgeschichte der GegcMvarl. Besonders in den Ländern östlich von der Elbe hat er jahrelang sein Unwesen getrieben. Obwohl der Sohn achtbarer Bürgersleute, war der nnnmchr 47jährige bereits in seiner frühesten Jugend ein Tangenichts. Er hat bisher 18 Jahre seines Lebens in Zuchthäusern zugebracht, u. a. in Trieft und Klagenfurt. Seine vorletzte „große" Schandtat war der Raubmord au dem Müllermeister Kuappe in Plagwitz am Vober im Jahre 1905. Man nahm ihn zwar bald fest, doch gelang es ihm, zn entkommen. In der daranffolgenden Zeit betrieb er zahlreiche Heirals-schwinoeleien. Obwuhl mehrereniale in Gefahr, verhaftet zu werden, gelang es ihm immer wieder, im letzte» Augenblicke zu entwischen. Sternickel fagle nxihrend des mit ihm angestellten Verhöres auf einmal: „Jetzt ist cs mir ganz gleichgültig. Mein Kops isl so wie so schon verloren uud es ist mir deshalb auch gleichgültig, wann Sie ihn mir abhacken lassen. T-a will ^ch Ihnen uur gleich uoch ein paar Dinger erzählen." Und nun legte er in der raschesten Folge Geständnisse ab, so daß der Protokollführer Mühe hatte, nachzukommen. Die Einzelheiteil werden geheim gehalten, da Sternickel bei jeder seiner Untaten Helfershelfer lxttle, nach deren Verbleib man nun aufs eifrigste forscht. Unter anderem erzählte er, daß eines seiner Opfer, ein armes Dienstmädchen, sich zweimal aus der Schliuge herauslvand, bevor er es zum drittenmal in die Schlinge znxingen und erdrosseln konnte. Er gestand serner den Mord an dem Müllermeister Knappe im Jahre 1905, überdies einen Mord in Berlin und einen in Oranienburg. Ceiu Geständnis lvar von grmlenl)afat wohl das abenteuer° reichste Leben auszuweisen, das selbst in Amerika ge» funden werden konnte. James R. Keene begann als Cowboy seine Tätigkeit. Er wurde daun Bergwerksgrün-der und verkaufte Parzellen eines angeblich goldl>altigeu Landes, das er kurz vorher für seine ersparten hundert Dollar erstanden hatte, sür den Gesamtpreis von 25.000 Dollar. Mit diesem kleinen Vermögen begab er sich nach Newyork, wo er durch unglaublich geNxigte Börsenspell,-lation im Laufe von sechs Wochen ein Vermögen von 40 Millionen Dollar errungen leiben soll. Sein Geld wurde ihm wieder vom bekannten Milliardär Jay Gould abgeuommen, der ihn an schlechten Geschäften zu beiei« ligen verstand. Da Keene keine Geschäflskenntnifse besaß, so wnrde er trotz seiner Geriebenheil von Gould derart übervorteilt, daß er im Laufe von wenigen Wucheu tat-sächlich au, Vetelstabe lvar. Das focht ihn aber nicht an. Er verstand es, sich dnrch Ratschläge, die er kleinen .Kapitalisten gab, wieder etwas Vermögen zu verschaffen, anblickte, „loir haben durchaus nicht nötig, in diesem unendlich wichtigen Falle Verstecken zn spielen. In, und dreimal ja, mein verstorbener Gemahl hatte, nnd damit dürfte Ihre Vermutung das Rechte getroffen haben, aus Gruud eines sehr uuliebsameu Vorfalles den festen Eutschluß ausgesprochen, jenen Menschen, der seinen Namen trägt, sich seiner aber unwürdig gezeigt hat, voll. ständig zu enterben." „Ich dachte mirs wohl," murmelte der Instizrat. „Nnn denn, der Betreffende mnß natürlich die Folgen seiner Handlungsweise tragen. Es handelt sich jetzt nur nm das eine- so schnell als möglich das Dokument der Behörde auszuliefern. Denn nach dem Gefetz sind Sie verpflichtet, es sofort nach dem Tode des Erblassers dem Nachlaßgerichte zu übergeben." > „Wieso ich?" rief die Baronin überrascht. „Nnn, immer derjenige natürlich, der es in Ver-lvahrnng hat," versetzte der Anlvalt in einem Tone, der das Selbstverständliche dieser Tatsache- .indeuteu sollte. „Aber wer sagt Ihnen denn, Herr Iuftizrat," ries die Freifrau lebhaft, „daß ich das Testament in Ver. lvahrung habe?" Der Anwalt sah sie mit großen Augen an. »Ja, ich verstehe nicht — jedenfalls müssen Sie doch den Ansbewahruugsort keunen — —'" „Ich versichere Ihnen, daß dies keineswegs der Fall ist. Mein seliger Gatte l)at mich darüber vollslän» dig im unklaren gelassen. Ich nxiß nicht das geringste darüber, nicht einmal, ob er es in dieser Villa auf-bewahrt, oder ob er sich einen Platz anßerhalb unseres Heims dafür auserkoren hat." „Das ist aber sehr schlimm!" konnte sich der Iu-stizrat nicht entlMen zu äußern, „denn von wem soll man dies liun schnell erfahren, wenn sich niemand in dieser Angelegenheit von selbst meldet?" ID 17. Immer 1913. Laibachcr Zeitung Nr. 13.----------------------------------- nut dem er durch neue unerhörte Spetnlatione» wieder im Louse eines Jahres ein ungeheures Vermögen sam. melte. Er soll in dieser Zeit an 500 Millionen Dollar erworben haben. Er laufte damals alle ihm erreichbaren ssunstschätze und Bibliotheken zusammen, ließ sich ein prächtiges Schloß ausführen nnd hielt einen königlichen Hof. Wieder war es eine zweite Geschäftsverbindung, die er mit dem Milliardär Sage, dem berüchtigten Wall« strectman, einging, die ihn zum zweitenmale an den Nettelstab brachte.' Jetzt »var es Jay Gould, der ihn ganz wider seinen Willen zu Vermögen brachte. Er lausic ihm sein Kunstmuseum ab, das ihm Rüssel Sage uoch gelassen halle, nnd legte dadurch den Grundstein zu einem dritten unerhörten Anfslieg Keenes. Dieser sie! in das Ende der Siebziger Jahre. Keene erlvarb wieder ein kostbares Palais und hielt sich einen Nennstall, der in der ganzen Welt berühmt war. James R. Keene hat in seinem Leben mehr als drei Milliarden Kronen verloren und ebensoviel nene wieder zugewonnen. Er stellt sumit einen bisher unerreichten Rekord dar. ^ l„Verqiftct z,^ Speisen!"j Aus Newyork, 14. d., wird gemeldet! I. I. Etton, der Begründer der syndi-lalislisciM Bewegung in der Union nnd Führer der strei» senden .Kellner lind Köche in Neloyorl, forderte die syndikalistisch organisierten Gastgewerbmiu^slellten, die in den vorilehinen Gasthöfen von Newyork die Speisen zubereiten nnd verarbeiten, auf, diefc zu vergiften. So sagte er in einer der letzten Reden: „Genossen, wenn wir gezwungen sein sollten, in diesem Ausslande nach. zugaben, werden wir furchtbare Rache nehmen. Wir müssen dann die Arbeit wieder aufnehmen, aber für die Gesnndheit und das Leben der reichen Lente wird es nichts Unsichereres geben, als dir Speisen und Gelränke, die wir ihnen zubereiten und vorsehen." Die Leiter der vornehmen Hotels in Newyork erklären dazu, daß sie eine Speisenlontrolle einführen, die es ganz uud gar unmöglich machen wird, die syndikalistischen Drohungen auszuführen. - lDer sprechende Mnematoqraph.) Tom „Daily Telegraph" berichtet mail aus Newyork: Das Neujahrs, gedenk, das Amerika der Welt bietet, ist der sprechende Kinematograph, ein Kinematograph, der nicht mechanisch oder automatisch spricht, sondern mit einer echten sng-aMven Macht, die zum Lachen bringt uud zu Tranen rührt. Jeder, der der ersten Vorstellung der jüngsten Entdeckung Edisons, des „Kinetophons", beigewohnt hat, versichert,'daß sie die vollkommenste Illusion des menschlichen Wortes gebe. Man wird fortan im Kinemalu° gruphentheater der Ausführung ganzer Operetten nnd Opern beiwohnen können.' die Täuschung wird vollstän° dig sein. Edison Hal on seiner Maschine vier Jahre gearbeitet und für seine Stndien die Biihnen faft aller Theater Newyorls benutzt; der sprechende Kinematograph hat hier, ohne daß jemand eine Ahnnng davon lMe, in den letzteil Monaten die Musik der besten Or» chefler und die Stimmen der besten Künstler der ameri» lanisslM Metropole registriert. Es handelt sich in der Hauptsache um einen Apparat, der auf dem Schirm die kinematographischen Films wiedergibt, und um einen hinter dem Schirm befindlichen zweiten Apparat, der mit dem Kinematographen in Verbindung steht und das gesprochene »nd gesnngene Wort sowie jede Orchester-musik so exakt vorführt, daß Rede und Gesang mit den linematographischen Darstellungen genan überemstim. men. „Wenn ich mir anch ein Wort erlanben dürste," siel hier der Sohn ein, der gewohnt war, in Gegen-N'arl der Mutter mit seiner Meinung znrückznhalten, ..so bin ich der Ansicht, daß sich dies doch leicht sollte feststellen lassen. Wenn mein verstorbener Vater dies dritte Testament erst in letzter Zeit sollte errichtet haben, so ist wohl mit Sicherheit anznnehmcn, daß er dies bis zuletzt bei sich, also in seinein Arbeitszimmer, ans-bewahrt l>at. Denn da er zn Ihnen die Abficht geäußert hat, daß er es später wie die vorhergehenden, dem Ge» richt überliefern wolle, fo wird er e? nicht erst einem anderen vorher zur AnfbeUxihrnng übergeben haben." „Ihre Meinung hat vieles für sich," war des An-ioalts Antwort, „Sie halten es also für das Beste, lvenu wir in dem Schreibzimmer des Seligen zuerst mit onseren Nachforschungen beginnen?" „Auf alle Falles" „Und Sie, meine gnädige Frau Baronin," »vandle sich der alte Herr zu dieser, „wie. denken Sie dar° über?" »Ich bin vollständig der Ansicht meines Sohnes, der ich eine gewisse Beweiskraft nicht absprechen kann." ..So wäre es 'also das Beste," fuhr der Amvalt fort, indem er eine Amtsmiene aufsteckte, „wenn wir uns ungesäumt an die Arbeit machen. Würden die Fra» Baronin wohl die Liebenswürdigkeit haben, lins zu begleiten?" „Kann denn die Nachfurschnng nicht auch ohne mich stattfinden?" „Das wohl, doch kann nils Ihre Anwesenheit unter Umständen vou großem Nutzen sein; Sie vermögen nns vielleicht wertvolle Fingerzeige zn geben." „Meinetwegen," seufzte die Freifrau von Ranzen» ^'t'.g, „kommen Sie, ich bin bereit. Ich muß Ihnen ge. stehen, daß ich seit dem Tode meines Mannes sein - lTeurcs Hoicllcbcn.j Mit den Tienstbolensorge», ^ und dem Mangel an geeigneten Wohnungen in Newyor! - nimmt dort das Leben in den Hotels einen Umfang a» i wie nirgends sonst auf der Welt. Von Jahr zu Iahl l nimmt die Zahl der Leute, die Wohnnngen in ^otek l snchen zu, nud die Mieten sind mitnnter erstaunlicl hoch Den höchsten Mietzins hat der verstorbeile Börsen-! spetulant John W. Gates gezahlt, der seinerzeit lli b»5 l ,8 Zimmer im Plaze-Hole! hatte nnd dafür 260.000 K > oder noch mehr per Jahr Zahlte. Gegenwärtig ist Alfret ' W. Vanderbilt an der Spitze der Mieiezahler. denn ei > entrichte! l80.000 !< per Jahr für seine Zimmer i» i Vanderbilt-Hotel. Einer der Gnggenhcim.Brüder pflegU I die gleiche Summe zu zahlen, um im St. Regis wohne,, - ',n dürfen nnd George Gonlo zahlte eine Weile 150.0M Nronen i'm Plaza. Die Prinzeffin Lwofs-Parlaghy welche ini Plaza sieben Zimmer nnd drei Äadezimme, hat, aber mir etwa sechs Monate per Jahr in Amerikc verbringt, zahlt 72.000 X. - lI" der chinesischen Examenstadt.j Alle dre, Jahre ergießt sich über die chinesische Stadt Wulschanc ' eine »vahre Flnl von Gasten, denn ans den ganzeil Pro vin^en .^lipeh nnd Hunan strömen dann zn einer fest-gesetzte/ Zeit die Studenten nnd ehrgeizigen jungen Lenle herbei, um ihr Examen zn bestehen. Während dieser Zeit weilen 12.000 bis 15.000 hosfnnngsvolk KVmdidalen in den Mancrn der Stadt. Und doch sind dabei die Anssichten der Kandidaten mehr als erbärmlich, denn in der Regel bestehen mir ungefähr fünf von tausend die Prüfungen. Eine riesige Halle ist aufge« schlagen, die eine ganze kleine Stadt für sich bildet: dic Examenhalle, zn der sich nach einem feierlichen Ervsf« mingsbankelt der endlose Zng der Kandidaten bewegt, Inmitten der Halle ist eine Art Turm aufgestellt, dessen Spitze ein Schwert bildet; das ift ein Symbol der Dis-ziplin, und in der Tat werden die geringfügigsten Stö-rnngen der Ordnung mit einer fast barbarischen Strengc geahndet. Die Kandidaten werden verlesen, jeder erhält eine Nnnilner, nnd diese Nnmmer lrägl anch eine gan.^ kleine, nnr »venige Qnadralfnß große Zelle. Hier werden die Prüflinge eingesperrt, erhallen dann durch cinc kleine Fensteröffnung das Thema ihrer Aufgabe nnd bleibeil 80 Stunden lang, einen Tag und zwei Nächte, Gefangene. Und das wiederholt fich nicht »veniger als dreimal, so daß die unglücklichen Prüflinge in dem engen Loche in strenger Einzelhast drei Tage und sechs Nächte verbringen müssen. Währenddessen schreibeil sie ihre Arbeit. Aber die körperliche Anslrengnng ist so groß, daß manche Studenten znsammenbrechen, ja, daß ein Prüfling »nährend dieser Prüfungszeit stirb«, ist seines» wegs eine ungewöhnliche Erscheinung. Kostspielige Launen. Manche Leute l)aben ihre Kaprizen; sie meinen, daß sie sich dieselben gestatten können,, uud sei es auch nur, um Aufsehen zu erregen und der Well zu zeigen, »vie schön man das Geld zum Fenster hinansznwerfcn verstehe. Zu diefen Leuten gehörte ein sehr reicher Stammgast eines sashionablen Pariser Restanrants, der es sich znr Ansgabe machte, weder mehr noch weni° gcr als 200 Franken für jede Mahlzeit zn bezahlen. Obgleich er im Essen nnd Trinken dnrchaus mäßig »uar, so ließ er stets eiue volle Suppenterrine vor sich stellen. Hieraus folgte ein ungeheures Stück Fleisch, von dein er nnr eine winzige Scheibe abschnitt. Dann kamen vier Arbeitszimmer mit keinem Schritt betreten habe, obgleich es a» sein Schlafzimmer stößt. Sie müssen mir diese kleine Schwäche schon vergeben; es liegt sür empfindsame Gemüter el»i.>as unsagbar Tranriges darin, dieselbe Stätte zu betreten, an der noch vor tnrzein eine nns teure Person geweilt und gewirkt hat." Ihr Sohn sah sie von der Seite an; diese Art Ge» fühlsdnselei schien ihm an ihr gänzlich fremd zu fein. Schweigend schritten sie die Elnse zum ersten Stock empor. Plötzlich kam dem Annxilt eine Idee. ,.Ich nehme an, Frau Baronin," sagtc er, „daß Sie 'gleich nach dein Hinscheiden Ihres Gemahls das Arbeitszimmer abgeschlossen haben »nd den Schlüssel bei sich tragen?" „Wenigstens habe ich sofort dem treuen Diener meines Mannes, dem alten Scnius, diesen Auftrag erteilt. Er muß auch deu Schlüssel in Verwahrung haben." „Dann, bitte, lassen Sie ihn herbeiholen." Nach »venigen Minuten »var der Gewünschte zur Stelle. Der Alle schien sich sehr über den Verlust seines Herrn zn grämen, denn seine Angen lagen tief in den Höhlen nnd seine bisher noch straffe .Haltung halle be-denlend nachgelassen. Senius," redete ihn die Baronin an, „Sie haben doch das Zimmer meines Gatten ans beiden Seiten ab° geschlossen, 'vie ich Ihnen geheißen habe?" „Jawohl, Frau Baronin," enlgegnete der alte Die> ner, doch »uar er ganz bleich geworden, und seine Knie zitterten merklich. Und seitdem haben Sie das Zimmer nichl be> treten?" „Nein, Fra» Baronin!" „Und auch lein anderer?" (Fortsetzung folgt.) . Wachteln oder ein Küken aus den Tisch, von denen er - nnr ein kleinem Stückchen zn sich nahm, dem er zwei l Calatbläller nnd ein einziges Radieschen folgen ließ. - Sein Tesierl bestand nnabänderlich ans vier Wein» ; beeren und einer Tasse Kaffee. Jeder Gang »l>ar von > einer Flafche Wein der kostbarsten Marke begleitet, mit . dem er seine Lippen eben nur ansenchtele. Am Schlüsse ; jeder Mahlzeit gab er dein Oberkellner 40 Franken, ^ den Kellnern 20 Franken, der Kassierin 10 Franken, , dem Portier 5 Franken, so daß ihn jedes Mahl eine - Cnüiine von 200 Franken kostete. i Die Exzentrizität des Millionärs Huivard Gould ' offenbarte sich in mannigfacher Art; so schenkte er bei» i spielsweise einer Freundin einen Fächer z» 400.000 > Kronen nnd gab ein kleines Vermögen für ein Weih. , nachlsdiner ans, zu welchem er einige feiner intimsten - Frennde 1»d. Jeder Monat des Jahres »var bei dieser , Gelegeilheit durch die erlesensten Früchte nnd Blumen vertreten, die mit fabelhaften Kosten beschafft worden i waren. Die Gäste, nur secP Herreu uud ebensoviele ; Damen, verliehen dem Feste einen besonderen Reiz. Aus ^ seltenen Edelsteinen gebildete orientalische Bnketts »lxircn neben das Gedeck jedes der Gäste gestellt, die außerdem l noch kostbare Geschenke in Form von Broschen, Kra-, Wattennadeln nnd andere Juwelen empfingen. Die Go > sanilloslen dieses Diners sür zwölf Personen gingen , m die Tali sende. Die Witwe eines Millionärs Hillier venvandt». 80.000 Kronen ans den Sarg, in welchem ihr Mann be- , graben wurde. Der Sarg aus prächtig geschnitztem > Mahagoniholz »vor innen mit laulerem Golde bekleidet , uud ebenso verziert. Ein einziger Knopf enthielt Gold im Werte von 7000 Kronen, während die Draperien von kostbarer Seide waren, die per Meter 260 Kronen > gekostet haben soll. Große Vermögen werden von den , Millionären ans die Mansolern verwendet, in denen , ihre sterbliche Hülle beigesetzt werden soll. Mr. Mactays Mausoleum hat nicht weniger als ' l,600.000 Kronen g/lostet, nnd das von dem Millionär ' W. A. Elark i» Montana erbaute Mausoleum kostet ^ 700.000 Kronen. , In einem einzige» Jahre gab Louis XIV.. die» ser extravaganteste aller Monarchen, allein sür Imuelen- ^ knöpfe drei" Millionen Franken aus. Unter diesen son- derbaren Schätzen befanden sich zwei Diamantknöpse, , welche auf nahezn 70.000 Franken geschätzt lvnrden, , nnd 75 andere im Werte von 586.000'Franken. Auf die Knöpfe zn einer einzige» Weste venvandle dieser ver. schwenderische König >',000.000 Franken, und er soll in seinem Lebe» nicht weniger als 25 Millionen Franke» allein sür Knöpfe ausgegeben habe». Bei einem vor einem Jahre vo» dem Sohn eines Millionärs in Paris qegebenen Diner wurde jeder Gast mit einem prächtige» Wage» versehen, der ihn »ach dem Festhause beförderte, ferner jeder mit einer ganzen Hammeltenlc, einem ganzen Lachs, einem Hnhn, einem Korb Pfirsiche uud mehreren Flaschen Wein bedient. Beim Dessert wurde eiu Sack voll der kostbarsten Vijou. terien herumgereicht, aus dein fich jeder Gast zum Andenken an den törichten Gastgeber eine goldene, mit Edelsteinen ausgelegte Zigarrendose, Ehemiseltlnöpfe mit Perlen oder Schmuckstücke mit Smaragden herauszie-hen foilnte. Was uns nur iu Erstaunen setzt, ist die Tatsache, daß alle diese Millionäre in ihrem Bestreben, dnrch ihre» Reichtum »nd ihre Verschwendnng Aufsehen zn erregen, so äußerst wenig Witz bekunden. Denn Juwelen und andere kostbare Dinge anzukaufen nnd sie dann mit freigebigen Hände» zu schenken, das kann doch jeder - -sofern er nnr das nötige Kapital besitzt. Die Millionäre, müßten sich zn einem internationalen Blind zusammen-schließe» und hohe Preise sür die beste,, Ideen aus° setze», »vie ma» immeüse Sninmen ans einfache, elegante n»d humorvolle Weise anbringen ka»». Es sollte u»s nicht wuudern, wen» in diesem Falle die ärmsten Tröpfe die reichste Phantasie bekunden und die höchsten Preise davontrage» würden. Lotlll- und Plollillzilll-Nachnchtcn. — sSanktionierter Gesetzentwurf.) Seine Majestät der Kai ser l)at. »vie man uns ans Wien ineldet, dem vom Krainer Landlage beschlossenen Gesetzentivmfe, be» treffend den Ban der Bezirlsstraße Sairäch.Gereut nach dem Alteinativprujekte über die Sopot°Mühle und Zajele, die Allerhöchste Sanktion erteilt. — lDie Laibacher 8andtciloinelern, von welchen 2109,91 Kilometer ans die Alpenländer, 239,70 Kilo« Nieter uns Dalmatien, 223,06 ^tiloineter ans Galizien und 18l,51 Kilometer ans Böhmen entfallen. Die Blätter iiber die in Galizien nnd in Böhmen gelegenen Was-serläufe lverden anch mit polnischem, bezlv. böhmischem Texte hergestellt. Jedes der ini Hefte gesammelten Ka-tasterblälter enthält eine Skizze nnd eine Beschreibung des betreffenden Einzugsgebietes, ferner eine allgemeine Erläuterung der Wasserlraslverhältnisse, je eine label-lariscl^ ^nsalnmenstellnng der gesamten vorhandenen nlid ansgeniitzlen Wasserkräfte, endlich eine graphische Darstellung dc>s Längcnprusils, der Abflußniellgen nnd der Wasserkräfte in der behandelten Strecke. Die ein» zelncn fortlausend nnmerierten Blätter enthalten auch die entsprechende hydrographische Bezeichnung. Im In» dex sind die Blätter nach Flußgebieten ge>onoert, wo-dnrch eine systematische Ordnnng des Sammelwerkes erzielt ist. Gleichseitig liefert der Inder snmmarisch die wesentlichsten Daten über alle bisher bearbeiteten Ge» wässerstrecten und außerdem iu einer ain Schlnsse bei» gefügten tabellarischen Zusammenstellung die hauptsäch. lichsien Ergebnisse der bisherigen gesamten Arbeit. Die für die bisher erschienenen Blätter erforderlich gewordenen Evidenzdaten sind diesen Tabellen vorangestellt. Jedes Blatt und jeder Inder ist einzeln lauslich und der Bezugspreis für ein einfaches Blatt mit einer Krone, für ein Doppclblatt mit zwei Kronen, für die Indizes zn den ersten drei Heften mit einer Krone, für den Index znm vierten Heft mit zwei kronen festgesetzt. Die Blätter und Indizes sind gegen Erlag des entfallenden Betrages im Hydrographischen Zentralbnrean, Wien, IX/1,Porzellangasst' Nr. 33, erhältlich' daselbst werden Bestellungen auch auf das ganze Werk oder die Indizes entgegengenommen. Die Versendung geschieht per Nachnahme, wenn der Betrag »licht vorher mittelst Postan» weisnng eingelangt oder auf das Postscheckkonto Nr. 841.275'überwiesen worden ist. — lZur Hlcgulierullg des Laibachflusses.) Über An» regung des Gemeinderates soll, wie verlautet, der be» kannte Wiener Architekt Alfred Keller als Experte nach Laibach berufen werden, um auf Grund seiner reichen Erfahrungen die projektierten neuen Brücken nnd Kais des'regulierten Laibachfluffes mit deren Umgebung architektonisch in Einklang zu bringen. Architekt Keller wird seine Entwürfe hinsichtlich der architektonischen Ausgestaltung der Brücken und Kaianlagen in einem öffentlichen Vortrage motivieren. — sErdsentlluqeu auf dem Moorgrunde.j Seit etwa acht Tagen wurden in Sch>oarzdors auf dem Laibacher Moorgrunde nächst dem Hause des Grundbesitzers Jakob ^kraba Nisse nnd Sprünge im Erdboden sowie Terrain» senknngen wahrgenommen. Die Nudenseulung soll an der tiefsten Stelle etx.vi zwei Meter betragen. Eine an Ort und Stelle erschienene gemischte Kommission hat, ivie man dem „Sluvenec" mitteilt, die Delogierung des Hauses 8kraba angeordnet, «lraba und dessen Familie haben in Live Unterknnst gefnnden. Nach Ansicht der Kommission sollen die Bodensenkungen ans den tiefen Wassersland zurückzuführen fein. — jTtaatsrechnuuqoprüfung.j Die Staatspriifun» gen ans Slaalsrechnungswissenschafl im Febrnarterminc beginnen Montag, den 10. Februar, um 8 Uhr vormittags. Die ordnungsmäßig gestempelten Gesuche nm Zn° lassnng sind bis Samstag, den 1. Februar 1913, beim in Graz, Burg- gasse 2, einzureichen nnd mit dem Inskriptionsansweise, dem Taufscheine, ferner mit Answeisen über die Lebens, stellnng sowie den bisherigen Studiengang nnd Angaben über die zum Studium benutzten Behelfe zn belegen. — bruar beginnende erste diesjährige Schwnrgerichtsveriode wurden ausgelost: als H a n p tges ch w o r e n e: Franz Arh, Bürgermeister, Gastwirt und Besitzer in Wocheiner Feislritz; Joses Arl)ar, Tischler und Besitzer in Laibach; Ioha»» Beliö, Gastwirt und Besitzer in laibach; Antun Bizjak, Schneider, Gastwirt und Besitzer m Laibach; Andreas Nurgar, Besitzer lind Gastwirt in Adclsberg; Alois Vurgar, Nesit'.erUnd Hotelier in Adelsberg; Anton Bona<-, Besitzer in Vigann bei Zirtnitz; Peter Vurja, Fleischer, Gasllvirt und Besitzer in Nnter-.^ka; Guido ^ade/., Kausmailn in Laibach; Johann Grobelnit, Kaufmann in Laibach; Josef Globo5nik, Holzhändler in Eisnern- Anton Globo5nil, Besitzer in Eisnern; Viktor Graul Tischler nnd Besitzer in Ober.gi^la; Alois Kremier, Besitzer ill Bischoslack; Iofef Lavližar, Besitzer in Kronan; Franz Äpah, Kaufmann und Besitzer m Dobrnnje; Franz Mally, Fabrikal't ulld Besitzer in Lai-bach; .^ainillo Paminer, Direktor der Krainischen Van« gesellschast il, laibach; Karl Planin^cl, Kaufmann m ^ailiach; Johann Podlesnik, Besitzer in Kokritz bei ttrainburg; Matthäus Piber, Besitzer und Hotelier m Wocheiner Feistvitz; Inlius Podobnik, Besitzer iu Neu-Udmat; Josef Nns. Kansmann in Ober-Loilsch; Karl Selling. Kausmann nnd Besitzer in Laibach; Franz Slane^ Großgrnildbesitzer in Littai; Bartholomäus Stele, Besitzer und Weinhändler in Unler.5i5ka; Franz Snhadullill, Besitzer in Franzdorf; Franz Simon, Schlofser nnd Veswer in Oberlaibach; Franz Urbane, Kaufmann in Laibach; Karl Windischer, Fabrikbesitzer ill Krainburg; Fral,z Zano,^lar, Wagner und Besitzer i,l Laibach: Alois Zorman, Mehlhändler in Laibach; Franz 5an, Fleischer in Laibach; Karl ?.uxek, Bäcker nnd Ve° sitzer in Laibach; Johanii Zelen, Kanflnann und Besitzer in Senosetsch, nnd Vlasius Zabrel, Fabritsbesitzer in Freithuf, Bezirk Krainbnrg; als E r sa tz ge f ch w o ° rene: Lorenz Vlaznit, Krämer und Besitzer; Franz Keber, Uhrmacher; Anton Kovac-, Gastwirt n>ld Besitzer; Johann Knnc. Besitzer; Naimund Petschnig, Lebzeller; Franz Pock, Gastwirt und Besitzer; Franz Sever, Flei» scher und Besitzer; Viuzcnz En.^in, Kaufmann, nnd Alois Su^nik, Kansmann lind Besitzer alle in Laibach. -- lEhrung.) Wir erhalten folgenden Bericht: Dienstag, den 14. d. M., veranstalteten alle Bedienste» leli des 'Heizhauses Laibach-Slid bahn anläßlich der Er» nennung ihres Ehefs, des Herrn Ingenienrs siega, Zum Inspektor i>l den prächtige» Räumen des Hotels „Bellevue" einen Unlerhaltnngsabend, der einen glän-zenden Vcrlanf nahm. Kanin waren die geränmigen Lokalitäten imstande, die große Zahl von Gästen, nnter denen sich anch zahlreiche Damen befanden, auszuneh-lneu. Ein reichhaltiges Programm von einschlagenden Mnsitstücken nnd heileren Vorträgen sorgte dafür, daß Fröhlichkeit nnd ungebundene Freude auf ihre Rechnung kamen. Herr Ingenieur I u r m a n n begriißte »iil herz° lichen Worten die so zahlreich Erschienenen, insbesondere aber Herrn Inspektor Ingenieur 5;ega und dessen Brüder, die Heizhauschefs von St. Peter und Franzdorf, sowie den ältesten der Anwesenden, Herrn Karl Pogai> nik, der über 40 Jahre iil treuen Diensten des Heiz» Hanfes gestanden. Sodann ergriff Herr Lokomotivführer Stayer das Wort, um Herrn Ingenieur ^>ga für das bisher erwiesene Wohlwollen und Vertrauen zu danken und ihn gleichzeitig zu bitten, auch fürderhin ein guter nnd gerechter Ehef zn bleiben. Schließlich wnrde dem Gefeierten ein prächtiges Blumengewinde mil der Bitte überreicht, es feiner Frau Gemahlin zn übermitteln, die leider dnrch Familienrücksichten am Er» scheinen verhindert worden war. Als der nächste Nedner sprach der Heizhauschefstellvcrtreter, Herr Maschinen.-tommissär Ingenieur Inrmann, der in treffenden Worten die edlen Eigenschaften des Herrn Heizhanschefs schilderte nnd im Namen aller feierlichst erklärte, daß alle Bediensteten als Gegendanl nur versprechen können, alle ihre moralischen und physischen Kräfte iu den Dienst stellen zu wollen, nm ihn so klaglos als nnr möglich zu gestalten. Die lvarm empfnndene Nedc fchloß mit einem kräftigen Hoch auf die Gesundheit und das Wohl des Herrn HeizlMschcfs und seiner Familie sowie ans ein noch langes Wirken in dessen Stellung als Oberhaupt des Heizhauses. Herr Lokomotivführer Nachtigall, als der älteste der anwesenden Lokomotivführer, hielt eine temperamentvolle Neoe, derenTenor dahin ausklang, daß der Herr Hcizhausches als eherne Stütze im Heiz. Hanse gelte, bei welcher jederzeit Liebe und Gerechtigkeit zu fmden sei. In schier nimmermüder Weise brachte die Musikrunde, der znm größten Teile Süd« bahnlukomolivsührer angehören, reizende Weisen zu Ge° hör, wofür sie selbstverständlich reichen Beifall erhielt. Nnn ergriff Herr Heizhauschef ö ega das Wort, dankte herzlichst für die zahlreichen Beweise anfrichtiger Ver-ehrung und bat im Verlause seiner von tiefer Empfin. dung getragenen Nede, man möge ihm in Ausübung seines schwierigen Amtes dieselbe Unterstützung wie bisher angedeihen lassen; er würde nie erlahmen, dem Nechtc Geltnng zu verschaffen nnd das Wohl der Unter« gebenen nach Kräften zu fördern. Der inhaltsvollen Ncde folgte langandanernder, stürmischer Applaus. Schließ, lich sprach "noch in launiger Weise Herr Ingenieur I u r. m a n n aus die Dameu. Es war schon lange nach Mit» ternachl, als die Mnse des Tanzes in ihre Rechte trat, nnd der Morgen graute heran, als die Stätte der Iröh« lichkeit verlassen wurde. — Nicht unerwähnt darf blei» ben, daß Herr Restaurateur Fricdl in geschmackvoller Weise das Arrangement der Räume getroffen nnd in Küche und Keller gewohnt Vorzügliches geboteil hatte. — lDie längcrdirnendcn Unteroffiziere der Gar»». son Laibachj veranstalten Sonntag, den 19. d. M., im Kasinoglassalon ihren diesmunatigen Familienabend. Hiebei konzertiert die Kapelle des s. nnd k. Infanterie» regiments Nr. 27. Beginn nm 8 Uhr abends. ^ Die bekannten Familien der längerdienenden Unteroffiziere werden hiezu geziemend eingeladen. — sInteruatioualc Maskerade.) Der allgemeine Arbeiterverband „Vzajemnosl" in laibach veranstaltet morgen abends um 8 Uhr im großen Saale des „Na° rodni dom" nnd ill deli Seitenlokalitälen seine neunte internationale Maskerade. Die Eintrittsgebühr betrügt für Mitglieder der organisierten Arbeiterschaft 60 K, für alle übrigen Vefucher im Vorverkäufe 80 b, an der Kasse 1 K, für Masken 60 b. Für die fchönste und originellste Maske, weiters für schöne Masken in Nationaltracht sind Preise ausgesetzt. — aren, betrug 5950; fumit entfallen durch, schnittlich auf jeden einzelnen Fremden 34 Aufenthalts-tage. K<»—. — alt dem Torkar ins Gesicht, der eine schwere Verletzung des linken Auges erlitt. — lSchwer verletzt.) Am vergangenen Freitag ge-riet der ledige Knecht Andreas Alja5 in Preöanje, Ge> meinde Obcr.6i^ka, mit einem Anszügler beim Holz° führen in einen Streit, der alsbald in eine Balgerei überging. Beide erlitten schwere Verletzungen; dem Aljaö wurde überdies ein Vorderzahn ausgeschlagen. — jDicbstahl.j In der Nacht aus den 6. d. M. bvach ein unbekannter Dieb deu Hühncrstall des An» dreas Cpec in Sava gen>altsam ans und stahl daraus vier große Hühner sowie ein Kaninchen. * lIin Nauchfangfeucr) entstand gestern nachmit-tags im Hanse Nr. 37'an der Ziegelstraße. Die Sicher-heitswachtstnbe in der Kirchengasse verständigte hicvon den Fellerwehr» nnd Nettungsvereiu, der eine Abteilung dahin absandte. Diese branchte aber nicht in Aktion zu treten, weil die Hansbewohner inzwischen das Fener gelöscht halten. Dos Fener >oar infolge mangelhafter Kehrung entstanden. *lVerlorcn.) Drei Geldtäschchen mit 34, 4 uud 44 ü, eine silberne Damenuhr nnd ein Handtäschchen mi< 20 K nebst einem Geldtäschchen nnd einem Taschen-tuckje. _____ Theater, Kunst und Literatur. — . — Murgen gelangt die Komödie „Gute Mütter" von Rudolf Hölzer zur Erstausführung. Frau Alice Holzer«Hetsey spielt darin die weibliche Hauptrolle als Gast. — Sonn° tag abends beendet Fran Holzer-Hetsey ihr Gastspiel als Hane Schäl in Gerhart Hanptmanns „Fuhrmann Hont, schel". Nachmittags nm 3 Uhr steht bei ermäßigten Prci« sen die Operetlennenheit „Die Mnsterweiber" ans dem Spielplan. — Italienische Operetten.) Aus Mailand wird vom 12. d. M. geschrieben: Seitdem die Wiener Operette auch in Italien eine sehr große Vcrbreitnng gewonnen hat und die „Vedova Allegra" nnd „Sognu d'nn Walzer" ihren Siegeszng dnrch das Königreich angetreten haben, erwachte auch iu italienischen Mnsitern das Bestreben, auf diesem Felde ihre Tätigkeit zu versuchen. Die ersten italienischen Operetten waren aber nichts als wenig geschickte Nachahmnngen des Wiener Genres, und erst in der letzten Zeit haben einige begabte Musiker etwas Ursprünglicheres geleistet. So lM Ivan de Hartulary Darcloe eine reizende Operette „Capriccio Antieo" (Laune von einst) komponiert, deren Vnch einer liebens» würdigen Novelle des Vandello entlehnt ist. Gestern wurde vom Pnbliknm des hiesigen Tealro Fossati die jüngste italienische Operelle „II Birichino di Parigi" meinsamen Sitzung aller Landtagsparteien, in der über die Regelung der Lehrerbezüge verhandelt werden soll, anznnehmeiu Es wnrde beschlossen, den Abgeordneten 5tlosü5 zn dieser Sitznng mit dein Wunsche zu delegieren, daß bei dieser Gelegenheit auch die Regeluug der Bezüge der Landcsbeamten und Landesangestellten beraten werde. Unfall oder Selbstmord? Wien, 16. Jänner. Der Rechtskonsulent der Anglo. Osterreichischen Bank Dr. Eäsar Zellermayer wnrde in seinem Badezimmer tut aufgefunden. Der Hahn der Gasleitung stand offen. Es ist „och nicht fest-gestellt worden, ob es sich nm einen Unfall oder nm Selbstmord handelt. Ein Warenlager verbrannt. Wien, 16. Jänner. Heute früh brach im Teppich. Hanse Heinrich Schein, Inuere Stadt, Tuchlauben, aus bisher unbekannter Ursache ein großer Brand aus, wel-cher ein großes Warenlager vernichtete Der Salden beträgt 100.000 X. Der Kricss. Athen, 15. Jänner. In der vergangenen Nacht go lang es dem türkischen Kreuzer „Medschidie", infolge des herrschenden Nebels unbemerkt die Linie unserer vor den Dardanellen kreuzenden Torpedoboote zu zerstören und zn passieren. Heute mittags erschien er vor der Insel Syra, einer der Zykladen, lind bombardierte die Pnlvcr. magazine und das Kuhlendepot, jedoch ohne Ersolg. Nur das Elektrizilätswerk wurde hiebei beschädigt. Der Hilfs. kreuzer „Makedonia", der seit etwa acht Tagen im Hafen liegt, um sein Steuer ausbessern zn lassen, wnrde vom Fener deo „Medschidir" überrascht, der fünfzehn Kan». m'nschüsse aus ihn abgab. Der Kommandant der ,,Ma» sedonia", der besorgte, daß die Kanonade dem Schiffe große Havarien zufügen könnte, ließ das Schiff im Hafen von Syra vorderhand versenken. Die Bemannung »oar vorher aus Land gebracht worden nnd besetzte die Kais, um die Ordnnng aufrecht zu erhalten nnd die Ge» sangenenwachc zu verstärken. Der „Medschidie" hatte in. zwischen Syra iu der Richtung gegeil Kleinasien vcr-lassen. Bei der Veschießnng der Kohlendepots lvaren zwei Personen, die dort arbeiteten, gelötet worden. Die übri-gen Schiffe der lürtische» Flotte haben die Meerenge nicht verlassen. Die internationale Lage. Nelqrad, 16. Jänner. Wie ans Prizren gemeldet wird, hat dort gestern nm 10 Uhr vormittags die feier-liche Hissung der Flagge aus dem österreichisch-uugari' schen Konsulat stattgefunden. Kurz vor der allberaumten Zeit hatle ein Delachement serbischer Trnppen nnter dem Kommando eines Offiziers vor dem Konsulat Aufslel. lilng genommen. Der Konsul Prochasla erschien hierauf in Galauniform, umgeben vom Personal des Konsnlats, und gab einem Kanxissen das Zeichen zur Hissung der Flagge. In dem Augenblicke, als diese ausgezogen wurde, leisteten der kommandierende Offizier und das aus» gerückte Dctachement uuter lliugeudem Spiele dir vor-geschriebene Ehrenbezeigung. Hiemit n>ar die Feier zu Ende. Bald daranf staltete Konsnl Prochasta dem serbi« schen Militärkommandanten einen Besuch ab. Vclgrad, 16. Iäuner. Kriegsminister Oberst Bojo» vi6 hat seine Demission eingereicht, die vom König ange» nommen wnrde. Znm Kriegsminister wurde General Voxanovi«/ ernannt. Bojoviä ist wegen der in der Frage der Offiziersbesördernng aufgetauchten Gegensätze zu> rückgetreten. Sofia, 16. Jänner. Wie der „Mir" meldet, wurde gefteru in MnstaphaPascha unter Vorsitz des Königs und in Anwesenheit des Gehilfen des Generalissimus, der .Commandanten der vier Armeen und des Ehefs des obersteil Generalstabes ein Kronrat abgehalten. Es wnrde beschlossen, die Kriegsoperationen wieder anszu» nehmen, falls die Türkei nach der Demarche der Mächte nnd nach Überreichnng des Ultimatums der Baltanstaa-ten, das dieser Demarche folgen soll, sich nicht beeilen würde, nnter den von den Verbündeten vorgeschlagenen Bedingnngen Frieden zn schließen. Der Leitartikel des „Mir" billigt vollkommen den von den Delegierten in London gefaßten Veschlnß, der lürkischeu Regierung ein Ultimatum zu überreichen, das eine Sanktion der Inter, ventiu» der Mächte wäre, um die Türkei aus diese Weise zu zwingen, zwischen dem sofortigen Friedeusschlufse und der Erneuerung der Feindseligkeiten mit allen Fol» geil, die diese Erneuerung mit sich bringt, zu wählen, denn wenn die Verbündeten die Ausflüchte der Türkei bisher ertrageu haben, so geschah dies einzig und allein aus Achluug für Großbritannien, in dessen Hauptstadt die Konferenz ihre Arbeiten abwickelt, uud aus Rücksicht für das geeinigte Europa, das aufrichtig den Frieden wünscht. Sofia, 16. Jänner. Bezüglich der rnmänischen A>». sprüche sollen die letzten Nachrichten insoferne günstig lauten, als der Konflikt an Schärfe verloren habe und in eine rnhigere Phase getreten sei, womit gewisse-Hoff-»ungen alls eine gütliche Beilegnng gegeben seien. London, 16. Jänner. Dr. Daiiev, der ans Sofia Instruktionen erhalten l>il, wird nachmittags die Ver> Handlungen mit dem rumänischen Minister dl>s Innern Take Ionescn wieder ausnehmen. London, 16. Jänner. Wie das Reuter-Nnreau aus diplomatischer Quelle erfährt, bieten die hellte vormit-tags aus Konslautinopel eingelaufenen Nachrichten Grund zur Aunahme, daß die Haltung der Türkei Merk. male einer Mäßigung zeige. Man gibt jedoch zu, daß bisher keine positive Tatsache für eine optimistischere Anffassung vorliegt. Man glaubt, daß die Antwort der Türkei an die Mächte jedenfalls nicht bestimmt lanten nnd daß die Pforte die Antwort Ja oder Nein solange als möglich aufschieben werde. Konstantinopel, 16. Jänner. Der Snltan lM ge» stern den Ehesredaklenr des Blattes „Sabah" Diran Kelekian in längerer Audienz empfangen. Der Sultau soll, wie das Blatt meldet, folgende Äußerungen gemacht l)aben: Wir leben iu eiuer schweren Zeit. Niemand ist so betrübt wie ich, aber ich überwinde den Knmmer, um die Pflichten erfüllen zu können, die die göttliche Gnade mir anvertraut hat. Wir haben mehr als je die Pflicht zu arbeiten. Ich will das erste Beispiel hiefür geben. Wir müssen Gegenwart und Zukunft sichern, indme wir uns der göttlichen Gnade anvertrauen. Ich bin ein lxrfassungsmäßiger Herrscher. Das Glück meiner Nation hängt von der Nutzbarmachung der Wohltaten der Verfassung ab. Nach der Beilegung der gegenwärti» Laibacher Zeitung Nr. 13. 1 l 4 17. Jänner !913. gen Schwil'riqk'ik'n wird unsere crslc- Pflicht die ävüss-„ung nxsl'iev ^lasl au» nimmt, kann niemals, insbesondere nicht in dem Jahrhundert, in dein wir leben, für die Vedürfnisse einer Nation sorgen und deren Wohl sichern. Die Verfassung wird ewist die NegierunMorm unserer Nation bleiben. Ls ist auch notwendiq, Mißbräuche hiutau^uhalten. Die Ereignisse haben dies neuerdings bewiesen. Wir bedürfen der Nuhe, damit dic^ Verfassung Früchte trage. Der Mangel an Nnhe während der lehteu Mer Jahre hat die gegenwärtigen Schäden gezeitigt. Dieser Zustand wird und kann nicht weiter andauern. Die Vaterlandsliebe verlangt gebieterisch Einigkeit znguusten der allgemeinen Interessen der Nation und des Bandes. Ich zweifle nicht, daß das Volk das begriffen habe. Wenn es etwas gibt, das mich in dem Schmerze, oon dem wir alle betroffen sind, trösten kann, so ist es das Aewußlseiu, an der Ver-narbnnq der offenen Wnnden am Körper der Nation zu arbeiten. Tag und Nacl,< denke ich daran, ich sehe, das; dies das hanplsächlichsle Mittel ist, um die Pflicht des Sultans voll und ganz erfüllen zu könneu. Die Nation hat dadurch großen Schaden gelitten, daß während der letzten vier Jahre in Gemäßheit des parlamentarischen Majoritälsprinzivs häusige Systemwechsel vorgenommen werden mnßlen. Der volle Gebranch der Rechte, welche die Versassnng dem Sultan verleiht, kanu in diesem Nelange große Wirkung haben. Ich werde nicht ermangeln, von den Nechten der Krone zngnnsteu der Interessen uud des Glückes der Natiou Gebranch zu machen. Auch die Mitglieder der Nation sollen von ihren Nechlen Gebrauch machen. Es ist notwendig, daß aus den nächsten Wahlen eine homogene, sähige und erleuchtete Majorität hervorgehe, welche die Sitten des Landes kennt nnd die allgemeinen Interessen jedem versönlichen Wunsche voranstellt. Konstantinopel, 16. Jänner. Da ein Botschafter noch keine Instruktionen besiht, weiß man nicht, ob die Kulleklivuote heute der Pforte würde überreicht werden sönnen. Zur Präsidentenwahl in Frankreich. Paris, lss. Jänner. In der heuligeu Vollversammlung der Parteien der Linken fand der dritte Wahlgang zur Probeabsliinmnng für die Präsidentenwahl statt. Pams erhielt 323, Poinear^ 309 Stimmen. Verantwortlicher Redakteur: Anton H u n t e k. Answeis über den Stand der Tierseuchen in Krain für die Zeit vom 4. bis zum II, Immer 1913. Es herrscht: die Räude im Vezirle Littai in der Gemeinde ttonj (l Geh.)-. im Vezirle Rudolfswelt in der (Gemeinde Treffen (1 Geh.); Vie Schweinepest im Bezirke Adelsbcra. in den Gemeinden Dornegq (5, Geh.). Iadwnch "2 Geh.); im Bezirke Tscher- nembl in den Gemeinden Nadovica (1 Geh,): die Tuberkulose der Minder im Vezirlc Adelsberg in der Gemeinde Ädelsbcrq (l Geh.). Erloschen ist: der Notlauf der Schweine im Bezirke Adelsberg in der Gemeinde .ttneiak (1 Geh). ^k. k. Aandevregil'rung für Mrc,iti. Laib ach, am 11. Jänner 15113. Neuigkeiten uom Büchermärkte. Freund R. N.. Tagclmchulätter. Ausgewählte Ge-dichlc und Sprüche, l< ^,—; F r c i) m n t h Ä.. Das Betreten des Waldes, 30 n; F r c l) t a g - Ü o r i n g h ü u e ll Freiherr u., Dic Heerführung in ihrer Bedeutung für unsere Zeit. I< 10.W; FricdeI Cgoll, Ecce Pueta, X -l.«0; Furt ul ü lIer. Dr. .Uarl. Psychoanalyse und Ethik, ' l< 1.20; Gausderg Fritz. Meuschen. K l,9ä; Ga r r , Dr. Max, Die wirtschaftlichen Grundlagen des modernen ^eitungswesens, I< 3,UU; (^ a e r t n e r Gerda. Das große Buch der Einmachetunsl. K IM; Gauguin Paul. Nc>a ^>lüa. gel). X. 4M; Gaupp ^1i., Psychologie des ilinoes, l< 1.5)0; Gcihler Max, Die sielien Glücksuchcr. geu. l j< «0 k; Gerhardt Ernst, Vaustufftunde, ged. X 12,— ; Gersdorff Äda 0., Eva — meine Frau, l< 4,80; GiIdcmei st e r Andreas, Ganymed, geb. l^ 3,— ; G i -set) ius. Prof. Dr. Paul, Die landluirlschaftliä)e Natur-lunde, X 3,—; Glaser, Dr. Theodor. Die Berechnung des Waldtapitals und ihr Einfluß auf die Forstwirtschaft in Theorie und Praxis, l< IM); Das häusliche Glück. Eiu Büchlein für Frauen und Mütter, K ^,W; Goldman u, Dr. Hugo, Bewahre dein 5lind vor Erkranlung, K IM); Goldschmidl Meier Aarou, Ein Jude, X 4,«U; G o m-perz Theodore, Hellenita, eine Auswahl philologischer und philosophiegeschichllicher tleiuer Schriften. 2. Bd., X, 13.20; Gorli Maxim. Matars Adenteuer,: Wie ein Mensch geboren ward, in russischer Sprache. X 1,20. Russische Märchen, in russischer Sprache, X 1,20, Dcei Tage, in russischer Sprache, X 1,80. 5l ooser Fr. K Virs e n l> a ch .N.. Die Ausführung landwirtschaftlicher Bauten iu tleincn und mittleren land. wirtschaftlichen Belrielien, geli. X 3,00; Sohm Rudolf, Wefen uud Ursprung des,Natholi^ismu2, X 2,8«; Brill A., Das Relatiuitätsftriuzip. Eiue Einführung in die Theorie, X 1,44; Fölzer Ernst, dipl. Jug., Die Holz-l'rücken, !< 4M; G elcich, Hofrat Ellgeu, Friedrich Freiherr zu Weiycs-Glons österreichische '-chiffahrtspolilik und unser nautisches Bildungswesen, X —,50; Xi e h m a n n A., llusero derbreitetsteu Zimmerpflanzen, X 1.U0; G ev-hardt R. E. A., Verzeichnis der Suostitutionswörter von 101 l'is 1001 zur Mnemolechnil, X. —M; Die tünst-liche Ausbildung des Gedächtnisses, X —,W; Die natürliche Ausbildung des Gedächtnisses, X —M; W e i n h a r d t irarl, Wo und Wie? Ratgeber für kaufmännische Stellensuchende, X -.90; Mez, Dr. John. Paris-Schwarzwald. Wien. die Schaffung einer neuen internationalen Durchgangslinie durch Süddeutschland, X 1,20; Springer Anton, Handbuch der Kunstgeschichte. 3.: Die Renaissance in Italien, geb. X 10,80; 5.: Das Itt. Jahrhundert, geb. K 13»—; Citron, Dr. Julius, Die Methoden der Im-munooiagnostit und Immunotherapic und ihre praktische Verwertung, geb. X 9,00; Eisler, Prof. Dr. Paul, Die Muslein des Stammes, X 45,00; 2ewin L., Ober-gutachtcn über ltnfalluergiflungen, X 12,—; Behring E. v.. Eiufuyrling in die sichre boil der Bekämpfung der Infettionstrautheilen. X «8,-; Gebete, Prof/ Dr. Hubert, Die chirurgischen Ilntersuchuugsmethoden, brosch. X 9,00, geb. X 10,80. Vorrätig in der Buch«, Kunst- und Musikalienhand» lung Jg. v. illeinmnyr öl Fed. Vamberg in Laibach, Kon. grehplah 2. Kinematograph „Ideal". Heute Spezialabend. Brc. tonische ,^os!!!!ne Kolorierte Naturaufnahme); Eine reso» lule Frau lHllinoresse); Hinters Licht geführt sameri. lmnsches ^nslspiel); Die Amazone lTrmna); Übermut aqerdram.n'disk°Wellschlager). ^222) Angekommene Fremde. «l«nd H,tel Uni,n. Am 16. Iänuer. «,«erm, Pfarrer, Rudolfswert. — Zchneider. Ingenieur, Triflnl. — I^vornil. Vesil^er. Zalna. Neuhnber, Ingenieur; Koban. Prokurist. Trieft. ^ Olajpec. Tierarzt, Aela Lulovca. Ogorevc. Üdfm., Gmwbitz. — Schmidt. Rsd, Berlin. — Fuchs. Rsd., Fraslih. ^ Himelang, Nid.. Seuienau. - Süslind. Nfd.. Cöln. — Molnar Rsd., ttispet. - Frank. Reiter, sisde., Brunn. — Pick. Fcigl. Müll« stein. Hartstein, Rsdc., Prag. — Dr. Huber. Oberstabsarzt; Adler, Salzrr. Ungar, Hmewt, Pollat. Rsde.. Graz. — Tobbel, Ingenieur; Schindler. Raab, Engel. Adler. Nliclis. Goslez, Komorner, Tandler. Riedel, Nuedl, Infanger, Tells, Radinger, Austeilitz. Spitzer. Sumaloico. Müller, Fink. Gellelt. Wagner, Papmann, Weren, Aueibach, ^aluiar, Adler, Löschnig, Rsde., Wien. Hotel „Elefant". Am 16. Jänner. Hummer, t. l. Gend.'Rittmcister s. Familie. Innsbruck. — Vellmond U. Nntalfalva, k u. l. Leutn., Trieft. — Iurca. Privat; Dr. Jane. Advokat. Ädelsberg. — Dirnböck, Äsen, Ingenieure. Graz, — DolkoMi, Ingenieur; Ulrich, Beamter; Ernst, Müller, Kflte.; Haberfeld. Nuschla, Karpcies, Bochdalek. Ruth, Kiefer. Heilig, Reich. Kania. Rsde.. Wien. Eamsa, Rsd.. Agram. — Rechniler. Rsd.. Budapest. Heute Freitag den 17. Jänner 1913 82. Vorstellung iiogen»3ll>onnement gerade tt«r Veginn 8 Uhr -^W» Zu Gunsten des Vereines für Armenpflege Vortrag Gerhart Hauptmann und seine Werte gehalten vom Wiener Schriftsteller «udolf Holzer Morgen Eamstag den 18. Jänner 1V13 83. Vorstellung Logen-Abonnement ungerade Gastspiel Nlice Holzer»Hetseh vom Deutschen Vollstheater in Wien Gute Mütter Komödie in drei Auszügen von Rudolf Holzer Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seeyöhe 306 2 m. Mittl. Luftdruck 736 0 mm. " 9U. Nb. 37^2^5-8! NW. schwach Schnee j ^ l?>7 U. F. ^ 36 7> -5-5s » ! bewölkt s'i? Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur beträgt -5 8°, Normale -2 5°. Wien. 16, Jänner. Wettervoraussuge für den 17. Jänner für Steicrmarl, Written und >rrain: Vorwiegend trübe, unbestimmt, etwas wärmer, südöstlich lebhafte Winde. — Für Ungaru: Vom Westen lmigsmne Temperatursteigerung und vereinzelt Schneesall zu erwarten. Jedem Friseur oder Barbier sende ich auf Vorlauben iin Auftrage der Lysoformwerke gratia zwei elegante Porzellau-Düsinfektionsbehälter mit Goldverzierung. Das Porto für das Postpaket — 60 Heller muß der Empfänger bczahlei. - Die Desinfektionsbebälter sind mit deutscher oder böhmischer Aufschrift vorrätig. Chemiker A. C. Hubmann, Wien, XX., Petrasohgasse 4. 91a äs » * M- R.lESterreicilstlien & MM« t Mil nnfl Ue «•£•- M>lri0eK8sn:;So>.sruB8 {im) in Latbach_________*|f_________preserengasse Nr. so. frgviiiifirraaa&fž Kurse an der Wiener Börse vom 1«. Jänner 1913. SchluCkurs Geld 1 Ware Allg. Staatsschuld. „ |-(Mai-Nov,)p.K,4 86 30 86-60 a *'l» J .. .. 5»-u* 86-30 86-60 Z k. et. K. (J&n.-Jnli) p. K.4 sn-80 86-60 { „ „ p. A.4 je 50 «8-60 S! 4'2<>/0li.W.Not.F»b.Aug.j..K.4-2 8790 8890 2 *-2°/0 ,, ,, „ ,, P-A.4 2 87-90 88 10 £ 4-a°/0 „ Büb.Apr.-Okt.i>-K.*-2 8820 88'40 W 4->»/0 „ „ „ „ P-A.48 w-20 **¦« LoBev.J.18tt0tn6O0fl.ö.W.4 /sC0 W, Lo»ev.J.1860zü<)0fl.ö.W.4 *»o — 462- LiMv.J.i8Mzuioofl.i>.W— eeo— --•— LoaeT.J.1864zu Wfl.ö.W... wo— «« — St.-Domän.-Pf 12Ofl.8O0F.6 -•— —— Oesterr. Staatsschuld. Oest.StnatBBOhatzBch.rtfr K.4 97-10 »7so Oort.Goldr.Btfr.Gold Kasse.. 4 1079V 108-jo „ ,, „ p.Arrgt. 4 107-90 108-10 ()«*t.Rentel.K.-W.8tsr.p.K..4 86-86 86-66 ,, „ „ ,, „V..i S6-46 86-66 üest. Ren te i. K.-W. ßteoerfr. (Itl8) p. K............ 86-36 *«'66 üest. Rente i. K.-W. «teuerfr. (1912) p. U............ 86-36 8t>-66 Oeßt.InToit.-Rent.stfr.p.K.BVi 762b 7^-4^ Franz JosefBb. i. JSilb^d.S.lö1^ 10710 lOS-JC Gtlij;- KarlLudwiKBb.fd.Št.)4 #6 »0 H6S0 L',ordwb.1B.n.8üdud.Vb.(d.S.)4 ««¦- 87- RndolfBb.i. K.-W. stfr. (d.S.)4 86-90 8690 Vm StMte i. /»hlunp übern. KUenbkhn-Prl»rUi1ii-0UlK. Höhm. Nordbahn Ern. 188a 4 UO- — ¦— Höhm.Westbahn Em. 1885 .. 88 to 89Z0 Bohm.W08tb.Em. l«i»5i.K. 4 882» 892t Kerd.-Nordb. E. 1886(d. S.). .4 Bi-fiß 9Z-t6 dto. E. llt<)4(d.St.)K____4 B2-~ SS-- Franr Joseseb.E.lSMfd.S )SJ 88 i6 89-ie, G»li«.KarlLadwigb. (d.St.)S4 87-40 8840 Lai»'.-Ste!nLkt.5;00n.l000fl.4 9*7« bb-76 SchluOkn!« Gold j Wnro Pro».. '.ero.-C.zer.-J.F. T8t»4)d.S.)R4 A«PO S7S0 Nir'wb., Oeet. «00 H. Silber 6 loiio lOZiV dtc. L.A E.t90Vd.S.)KS'/, W-- «/•_ Nordwb.,Oeet. l.. H.200fl. S.5 100-fiO 101-90 dto. L.B.E.I9o;)(d S.)K3i/, 79-— —•_ dto. £.l88ftaOO IM000fl.S. 4 ««'80 89-60 RudolfsbahnK. 18H4 fd.S.)Ö. 4 «7-«e S«*r Staatsoieienb.-G. SOOF'.p. St. 8 *»<»'¦— ifffc" — dto. !<>.'¦/.-Netr 600F.p.St. 8 Äfl9-- *fii — SüdnorddoutBi:heVbü J. v. K..........4 92-70 93-70 i <>nlr Hyp.-B. una. Spark. 4'/z 94 ~ 9Ä'~ C'ijurtlik. Fest. lluy. ¦« J. *i/, <>«•— 9C-- ¦Jto. Lktni.O. i. 50»/, J. K 41/, 94-60 96-60 orni.B.-X.-A.i.60J.v.K4'/j 9S-— 94-— Š,Hrk !nner8t.Hnd.i.60j.K4'/j 9*'7e S476 dto. inh.bOj.v.K.....4'/4 88-60 89- .-iuik.V. P.Vat.C.Ü.K . .4'/2 93-60 94 60 üng. Hyp.-H.inPeetK. . .4>/2 S4-60 96-60 (Ho. V-OTin.-Sr.h. i.50.1.T.K4Vi 96-60 96-60 K<»«-it'ialin -Prior.-Oblig. K«h 8176 Schluükura Geld 1 Wwru Cred.-Anst.f.H.n.G.lOOfl.ö.W. 479- 49t--- Laibach. Präm.-Anl.UOfl.ft.W 66-- 70 — RotenKroui.üBt.G.v.iOfl.o.W 6/co 67-60 dotto ung. (i.v. . . s fl ö.W. 31-26 38-26 Turk. E.-A.,Pr. O.4O0Fr.p.K. 211-- 214--Wiener Konumnnal-Lose vom Jahre Ib74.....lOOfl.ö.W 4804— 492 — "¦winstach. der 3«/„ Pr.-Sch. durBod.-Cred.-Anst.E. 1880 46-60 62-60 'iewinatach. der 30/, Pr.-Sch. •WBod.-Cred.-AnBt. E. 1889 68-— 73--Gewinatsch. dor 4«/„ Pr.-Soh. der ung. Hypothnken ¦ Hank **•— *0-— Transport-Aktien. Donau-Dampf.-G. 600H. C M. 1238- 1286-— Ferd.-Wordbahn 1000 H. C. M. *880-— 4860-— l loyd, (isterr.........400 K «29 — e*r— Staata-Eisb.-G. p. U. 200 H. S. ^8 — 699-~ Stidbahn-G.p. U. ., .jjooFr« 102-— 108-- Bank-Aktien. Anglo-osterr. Bank 120H.18K 821-60 822 60 Hankver.,Wr.p.U. üOOfl.so , 6O8io 604-60 Kod.-C.-A.allg.eat. 30OK64 „ 1187- 1193- Crcdit-Anst. p. U. 580K32 „ 614- 6/8— Ciedit-B.ung.allg. 200Ü.+2 ,, 786- 787-- Kflkompteb. Bteier. 2000.32 „ 60S-— 669-- Eskompte-G..n. <5. 4O0K58 ,, 787- 7*f— Länderb.,ö6t.p.U. 200fl. 28 ,, 60160 602-60 Laibacher Kredith 400K28 „ 486— 436-— Oest.-ungar.b. 14O0K90S0 ,, 2076- - 2086-- UnionbDnip.U. .aonfl.88,, 680-60 681-60 yörkehr8bank,allg.l40fl.ao ,, 864 26 866-26 ZiTno8tcn.bi.Lnka lOOfl. 14 , 266-26 267-26 Industrie-Aktien. Herg-u.Hüttw.-«;., iist. 400 K 1278— 128S-HirtenbergP.,Z.a.M.F. 400K 1497— 1606 — KönigahZement-Fabrik 400K 883- 887 — LengenseldwP.-C.A. ü. Ü60K 140— 144 — a«!nt«ls. »!l<, 100N. 70s,? — /0« — pol!>i>ci,>»0! d, « il. l^. 1. 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