Lmbacheri Nr. «3. Pränumcrationsprei«: 3m Lomptolt ganzj. ss.il, d >>'>i. fl. 5.5». Fi!r di«.^»stcllun,i ins Hau« ^ildj.50!!,. Mll dcr Pllst gauzj.fl. 15, halbj. fl. 7.50. Dounerstag, l 8. März Insert« onsgebllhi bi? n» Zeilcn : imal Sl, Ir., i!m.»0lr., »»,. i si.; lonss Pr.Zeile im. «lr..3m.«lr., 3m.l0lr. u.s. w. Insertionsstempel jedeöm. 30l,. 1869. ''^ Des H. Feiertages wegen er ^ieint die nächste Nummer am Samstag. Amtlicher Theil. N?.?' ^' ^'^ k- Apostolische Majestät haben mit ^u>°chMm Handschreiben vom 5>. d. M. das Fräulein adeli'^ ^' Szclnere ^lr Ehrendame des srciwcltlich a„.?) ^nmcnsliftcs Vlaria - Schul zn Brunn allcr-"""'gst zu ernennen geruht. ^luldlillng llcs Ministers für CultU5 nn> ^ Unterricht lwm 8. Mrz 1869 leiie 3'^ ^^ ^"'^ Angehörigen der im Ncichsrathc vcrtre-" Lander außerhalb derselben erworbenen Maturitätszeugnisse. löin Zugehörige der im Ncichsrathc vertretenen Länder tcr/^ ln der Regel nur an einer innerhalb der lctz->.,,'. befindlichen Anstalt sich der Maturitätsprüfung '"lam unterziehen. ^.^Maturitätszeugnisse, welche dieselben an einer aus-Aiis, ' Anstalt erlangt haben, sind daher an den l!n<^' b"' in, Reichsrathc vertretenen Länder als lnin's!^ ^ behandeln, sofern nicht dcr Uuterrichts-der !,l^, ausnahmsweise dem Schüler die Ablcguug ^s. ^iifung an einer auswärtigen Anstalt vorher erta» / °^^' bas Zeugniß nachträglich als giltig an-"Nt hat. ^_________ Hasucr >n. l». ^ülle,^'" ^' ?^"^ ^^ '""^^ '" b" k> k. Hof. ,i»d Slaalö-^lscild » ^^ ^^^ ^^^ ^ Nächögcschlilallce! anS^'gl'bcii nud ^3^^ Etilct nlthält iililcr die Eoiicsssioilsurkiindc vom 2. Itwuer d. I. zum Baue »id Vclriebi: riuer Locomoliueiseul'ahu von Mährisch-Ostrau )ll. . "ch Fnrdlaud; du Perordmmc; dcS Ministers fi!r Cultliö und Uütrrricht ^°>n j^. M^^ >) ^ ^.jl'sffüüd ^^ l'on Aü^'hövi^ü drr im ^lchsrathc ucrtrctmrn i.'ändcr außerhalb dcrscll'rn rrwar-""Uil Matmitäti>zc!!g!!isso. (Wr. Zlss. Nr. 01 vom K'>, März.) Nichtamtlicher Theil. Kcrnhigcllilg aus Paris. btlvci, ^ ..Journal dc Paris" hatte dieser Tage zu H»^" gesucht, daß Frankreich, falls dcr belgische l'"e>l! '^ ^ "^^ friedlich beigelegt werden sollte, zn ^Nina kgc gar nicht gerüstet sei. Seine Grcnz-^lcin ' ^^" "'^^ armirt, die Ätobilgardc nicht cin-bein s- ^'. Darauf cntgcgnct nun die „France," in-^lcili^ ^'" AuSlassuugen als „eine Strategie ins 'sl ^^ bezeichnet und sodann sagt: „Unsere Armee c»n p.,, auf den Kriegsfuß gebracht, weil tcin Krieg z^/'llschcn Horizoutc steht. Wir haben leinen Feld-Nl^""' weil wir nicht im Begriffe find, ins Feld zu ^ tei,,»'^^ol>ilgardc ist nicht auf dem l>lii viv, weil lrie^,,. ucindc vor unseren Thoren gibt und weil trotz ^«l, ^^' Hypothesen niemand, wie wir glaubc», ^ Sa ' ^' cs vou der Seite der Ardcnnen und bieder ^' ^" cs von der Seite von Obcr-lälsaß und ?^n,e.' ^uud, oder vou beiden Seiten zugleich, unsere c"c>, w-'^ überschreiten. Endlich haben wir kiuc furcht, klleg " Mmgcn aus Anlaß des belgischem Zwischen- ^chwe >>"'^^"' weil, wenn wir anch unstreitig cluc "och lei, «?cgcn das Cabinet Fn-re-Orban habe,,, dies ^ls «,,^"'"d ist, auzunehmcu. daß aus derselben '^s s>' .^"opüischcr Kampf entspringen könnte. (5in 'l' als e! !?'^ Frankreich nlnß nicht, weil es stärker Wcreu ,. Nachbarstaat, darauf verzichten, von dem 3^ln»w .,^"°"l)cu, wozu es sein Recht und die guten s?"l> «'" ermächtigen, aber es mißbraucht nicht seine I^ sre,..^'^ nicht den Krieg im Hintergründe i^sche»f^l schaftlichen Forderungen. Dcr belgische ?^'t wird, davon sind wir überzeugt, durch die d/s^ nnd ' .."Mäßigung dcr beiden Regierungen bei-Q "'Nische i>^ ""dcn. Es gehört ein hartnäckig h^lle cil^ ^""rlhcil dazu, um iu ihm die mögliche öff,. wir o. "'«clucinen Conflagration zn erblicken, "ichen m.°/lch auf, diese eitlen Phantome vor der "lklnung in Bewegung zu sehen. Die Fragen, welche sich der Wachsamkeit dcr europäischen Mächte aufdräiigcn, sind ernst, aber sie überschreiten nicht die Macht dcr Diplomatie nnd sie können auf friedlichem Wege gelöst werden. Und weil Frankreich fest hieran glaubt, trifft es keine jener äußersten Vorkehrungen, welche das „I, dc Paris" auszählt und welche eine bevorstehende Kriegserklärung erheischt. Davon aber möge man im In- uud Auslande überzeugt sein; wcuu die Sorge um unsere nationale Würde es erheischt, brauchten wir ulcht viel Zeit, um bereit zu sein." Der Pariser Correspondent des „Globe" versichert „auf die achtbarsten Qncllcn hin," daß die gegenwärtigen beunruhigenden Gerüchte über die drohende politische Lage ganz unbegründet seicu. (i2. Sitzung des Sm'cnlMscs vom 10. März. Auf dcr Ministcrbauk: Ihre Excellenzen die Herren Minister: Graf Taaffe, N. v. Hafner, Graf Po-tocki, Dr. Herbst; Dr. Arestel; ferner Settious-chcf dc Prctis, Scctionschcf Gcr linger. Der Präsident, Se, Durchlaucht Fürst Collo-rcdo-Mannsfcld eröffnet die Sitzung um 1l Uhr 30 Min. Präs. Hcin uud Hcyßlcr lcgcu in Folge ihrer Ac-rufung iu das Hcrrcuhaus ihre Stellen als Mitglieder dcS Staatsgcrichtshofcs nieder. Frh. v. Doblhoff beantragt in Berücksichtigung dcr Dringlichkeit des vom Abgcorductcnhanse zur weiteren verfassungsmäßigen Behandlung cinacgangcncu Gesetzentwurfes über ein L ott erica ulchcn dcr (Vtadt Stanislan denselben sofort in Behandlung zu nehmen nnd dcr Finanz^ommission mündliche Bcrichtcrstat-tnng zu gestatten. Wird einstimmig angenommen. Die neu cingctretl'nm Mitglieder Fürst Adolf Auersperg nnd Graf Leopold Thnn leisten das Nngclöbniß. Nach Erledigung lnchrcr ersten Lesungen nimmt Frh. v, Doblhoff als Berichterstatter das Wort, um den Gesetzentwurf bctrcffcud das Aulchcn vou Sta-uislau in der vom Abgcorductcnhausc augcuommcncn Fas sung zur Genehmigung zn empfahlen. Eine Generaldebatte findet nicht statt. In dcr Spccialocbatte werden sämmtliche Para-graphe nach dem Antrage der Commission uud hierauf das ganze Gesetz in dritter Lcsnng angenommen. Ritter u. Hyc berichtet Namens dcr juridischen Commission übcr den Gesetzentwurf betreffend die Grund sätzc bei Anmeldung und Umgestaltung dcr Hypothckarrcchtc in Tirol. Die Commission beantragt die uuvcrändertc Annahme des Gesetzentwurfes. Das Gesetz wird unvcrnudcrt ciustimmig in zwei tcr uud dritter Lcsuug angenommen. Graf Wickcnbnrg berichtet Namens dcr Finanz commission in Betreff dcr Modalitäten dcr Rückerslat» tung des zur Behebung des Nothstandes im Köuu,rciche Gallien nnd Lodomcricn mit dcni Gesetze vom 2l, Vlärz I8. November 185)8 (Bcfuguiß zur Rcgulirung der Thaya und Fristen für dic Aufkündigung der Miethen :c.) zur Annahme. Dieselbe erfolgt ohne Debatte iu zweiter nnd drit tcr Lesung. Es wird hierauf die Wahl zweier ncucu Mitglic dcr für den Staatsgerichtshof vorgcnommeu. (Schluß so>yt) 175. Sitzung >es AllWrdllctenlMscs voln 15). Vlärz. (Schluß.) Abg. Baron Tinti: Die Anträge dcr Minorität sind nach mcincr Ansicht nur dazu gccignct, einen wc^ ^ scntlichcn Theil dcr Wehrkraft, nämlich die Landwehr zu einer kräftigen, Ausschlag gcbcndcu Mitwirkung bei dcr Vertheidigung des Reiches nnsähig zu machen. ! Nach den Antlägcn dcr Majorität sind dic Änsla> gen für dic Landwehr geringere. Denn die Organe, welche ! heute bestehen, werden die Agenden dcr Landwehrbatail- lonc in ganz zweckmäßiger Weise besorgen und die Anstellung von wcnigcn Personen für jedes einzelne Land-wchrbataillon dürfte die AuSlagcu auf ein Minimum herabsetzen. Sobald man aber von dem Antrage dcr Majorität abgeht, ist es nothwendig, nicht nnr einzelne Land-wchr-Commanden in einzelnen Ländern aufzustellen, sow dcrn es müssen dann auch dic Landwchrbataillonc selbst-ständig organisirt in Cadres und Bataillons-Commanden aufgestellt werden. Graf Potocki meinte, man muffe sich dem politischen Thatbestand nähern, ja dcr politische Thatbestand ist eben der Hinweis auf die Selbständigkeit dcr Länder uud dahinter liegt die Absicht dcr Bilduug besonderer Wehrkräfte für einzelne Länder. Auf dem Gebiete dcr Wehrkräfte gestehe ich dem FödcralismnS gar keine Berechtigung zu, ich kaun es mir denken, daß in einem Staate in Bczng auf die Vcrfassnngscinrichtungen die einzelnen Bestandtheile eine sehr große Sclbstäudigleit bc-sitzcu, wenn sich aber diese Bestandtheile znr gemeinsamen Vertheidigung cmiacu. dann gibt es keinen Föderalismus mehr, dann müssen sie alle in jeder Beziehung dahin trachten, daß die gemeinsame Vertheidigungskraft möglichst einheitlich sei. weil sie eben für alle zngleich im Momente dcr Gefahr einzustehen haben. (Beifall.) Ich befürchte, daß iu dcr Laudwchr der uationalc Geist geweckt werde und ich möchte den nationalen Geist in der gemeinsamen Wehrkraft des Staates nicht haben. Meine Herren.' fürchten Sie nicht selbst den Streit, den Sie durch diese Wccknng des nationalen Geistes hervorrufen ? WaS ist dcr nationale Charakter in den Ländern dcr gemischten Nationalität, welche Sprache soll dort die Cammandosprachc sein; soll dic Entschciduug hierüber etwa dem Landtage anheimgegeben werden? In ihrem Interesse, meine Herren vo:i Galizicn, liegt es, in dem österreichischen Vcrbandc zn bleiben, und in unserem gc-gcnscitigcu Iutcrcssc solltcu wir uuS die Hand rcichcu, nin uns gegenseitig zu schützen, nnd als Grcnzland wird Ihr Land zunächst dieses Schutzes bedürfen. Ich stimme gewiß mit dem Grafen Potocki übercin, daß alle Wehr-einrichtungcn wenig helfen werden, wenn die Bevölkerung nicht mit Freudigkeit ;ur Vertheidigung des Reiches uud Thrones herbeieilt. Allciu dazu ist dcr natioualc Charakter nicht nöthig. I,» Gegentheil, vou dem Augenblicke an, wo die Wehrkraft zur Vertheidigung des Thrones und Reiches eintritt, aibt es nur eine Nationalität uud oas ist die österreichische; von dicscm Augenblicke an habcu Sie nur ciu Land zu vertheidigen und das ist die österreichische Mouarchu». (Rufe: Sehr gut! Beifall.) Das ist die Nationalität, die allein dcr Wehrkraft ge> gcuüberstchcn muß, jede andere würde die Wehrkraft vernichten, nnd von dem Augenblicke an, wo die Nationalität in dcr Armee eingeführt wird, kann mau sagen: »?!„!« ^uxli-il«'. (Lebhafter Beifall.) Abg. Schindler: Ich kaun mich nicht dcr Meinung anschließen, die vou dcr andcreu Seite ausgesprochen worden ist, daß in dcr Einthcilnng dcr Landwehr in Landwchrdistrictc mit Districtscommandcu allein die Kräftigung dcr Wcbrkraft dcö Reiches gesucht und gefunden werden könnte. Die Krafllgnmi der Macht des Reiches ist nur iu dem zu finden, was von der Reichs, idcc beseelt, belebt und bcmeat ist. nnr das, was sich unweigerlich dcr Reichsidcc fügt, nnd ohne alle Corollare dc» Gedanken Oesterreich im Sinne hat, uud dcu Staat als seinen Selbstzweck, das allciu scheint mir im Stande ;u scin, jene Schwnngkraft einer Armee zu geben, die sie braucht, um das Höchste, was unö sichtbar gegeben ist, das Leben für das Vaterland einzusetzen. (Rufe: Sehr gut!) Dcr verehrte Vorredner glaubt aus dcr Geschichte nachweisen zu können, daß nnr die nationale Beseelung des Reiches Oesterreich zu jenem Ziele führen könne. Ich meine, daß er mit Anführung jener allgemeinen Andeutungen, mit denen er uus beehrte, dcr Ocfchichtc ciuigerma-ßcu Gewalt angethan hat. Es wurde uus gesagt, so lange die Nationalilätcn iu dcr Armee freien Spielraum hatten, so lange siegten unsere Fahucn, nnd als mau unsere Armee zn ccntra-lisiren nntcrnahm. da sanken unsere Fahnen zu Boden. Nun, meine Herren! Ich glaubc mir da doch den Widerspruch erlauben zu dürfcu, daß dieses Nationali« tätcnwescn in dcr Armee nicht nachgewiesen werden kann. Allerdings gab es böhmische Wcrbbczirke. die waren iu Böhmen, es gab nicdcrüstcrrcichischc Wcrbbczirke. die waren in Nicocrösterreich, es gab kramische Wcrbbczirkc, die wlircn in Krain, uud iusofcru dort die Nationalitäten compact waren, wurden sie auch compactasscntirt. insoferne sie sporadisch vorhanden, wurden sie iu dieser 448 Mischung assentirt, assentirt wurden sic untcr dcm Vanncr des kaiserlichen Adlers, und Hundcrttanscnde haben dafür Blnt vergossen, nnd Oesterreich ist stark geblieben. Da kam aber jener gepriesene Geist der historisch-politischen Individualitäten, der onrch seine nationale Beschaffenheit sich zn bethätigen unternahm. Dieser Geist wurde nicht ohne Gcschicklichkcit zur Geltung gebracht. Nachdem aber dieser Geist die Atmosphäre wurde, in der die bestimmendsten Factorcn dcs Staates sich bewegten, ballte er sich zu Wolken, die mehr finster als licht waren, zusammen, und aus diesen Wolken fiel Mehlthau herab ans die Fahnen von Oesterreichs früher siegreichem Heere uud in jenen Tagen verzeichneten wir Niederlagen und Machtrückgängc, wie wir sie noch niemals in nn-scrcr Geschichte gelesen haben. (Beifall.) Nein, meine Herren, nicht den nationalen Gefühlen der Völker will ich entgegentreten, ein so guter Ocstcrreichcr ich anch bin, nie werde ich darauf vergessen, daß ich selbst ein Dcntschcr bin, und gewisse Politilcr erinnern einen öfter daran, Deutscher zn sein, als es einem Ocstcrrcichcr lieb ist. Aber nicht das Gefühl des nationalen Charakters soll sich so cngc an die Thüre drängen, das Gefühl dcS österreichischen CharaktcrS ist dasjenige, das obenan stehcn muß. (Mavo!) So wie ich die Seile mir gegenüber achte, so achte ich meine Frcnnde. welche ich hier al« änßcrste Linke sehe. Ich weiß, beiderseits ist der redlichste Wille. Wie mir scheint, ist aber in diesem Falle der Antrag, den man bekämpft, nichts anderes als eine Praktische Con-seqncnz dcS Gedankens, unsere Wchrvcrfasfnng müsse so nahe als möglich dcm Milizsystcm gebracht werden. Ob dieses System jetzt eingeführt werden kann nnd ob dieser Schritt zur Vorbereitung desselben ein ansgicbigcr sein werde und ganz ohne Gefahr ist, überlasse ich denjenigen zn erwägen nnd zn rechtfertigen, die ihn beantragen. Mir aber sei cS crlanbt, zn glanbcn, daß man redlicher Weise der Meinung sein kann, das Milizsystcm zu begründen uud cigcutlich doch uichtS thut, als dcm Föderalismus damit Vorschub leisten: (Rufe: Sehr gnt!) Der Redner schließt mit folgenden Worten: Oesterreichs Adler fliegt noch und scinc Schwingen sind ungebrochen. Schwarz ist sein Gefieder, von gelbem Gold sind seine Fänge, sein Schnabel nnd sein ganzes Gcraffc. Das ist derselbe Adler der nns die Siege von Novara und Custozza und so zahlreiche andere Siege unter seinen Fittigen geschirmt nnd gebracht hat. Derselbe Adler, der in der Weltgeschichte seine Rolle gespielt hat uud österreichische»! Nutionalitälcu gegenüber noch nicht anö-spiclm 5un-d. (Lebhafter Beifall.) Abgeordneter Dr. Nyge r vertheidigt den Ansschuß-autrag. Abgeordneter Dr. u. Fi g u ly stimmt für die Minorität. Abgeordneter Dr. Tom an in gleichem Sinne; er sagt nntcr anderem: Wenn wir eine Territorial- und gcwisscrmasscn national-selbständige Landwehr wollen, so ist cS deshalb, damit die Landwehr sich im Kampfe für die Heimat begeistere und damit ihre Commandanten ihre Sprache verstehen. Dic Anfnahme so vieler Fremder, insbesondere dcntschcr Elemente, hat ja die österreichische Arincc geschwächt. Befriedigen Sie sämmtliche österreichische Böller nnd dann werden Sie vor der Landwehr keine Furcht haben. Ich crstannc, wie die Landwehr uud der Landsturm in Oesterreich angestrebt werden können, ohne, daß früher der AnSgleich mit den österreichischen Völkern zur Wahrheit geworden ist. (Beifall rechts.) Dic Dcliatlc wird geschlossen. Ministerpräsident - Stellvertreter Graf Taaffe: Wenn der Ncgicrnng der Vorwnrf gemacht wnrdc, sie habe die Wchrgcsetzdcbattc so übereilt, so daß es nicht möglich war, gleichzeitig in die Berathung des Landwchr-gcsctzes einzugehen, so muß ich entgegnen, daß die Regierung damals im AnSschnssc wie in diesem hohen Hanse die Gründe dargclhan hat, ans welchen sie sich veranlaßt sah. die Verhandlnng über daS Wchrgcsctz so zu beschleunigen, nnd ich will nnr noch hinzufügen, daß sich damals der Entwnrf dcS Landwchrgcsctzcs bereits durch mehrere Wochen in dcn Händen der Herren Abgeordneten bcfnndcn hat. fo daß dicfclbcn in der Lage waren, sich mit demselben vertraut zn machen. Der Herr Abgeordnete Skcnc bemerkte, das einzige Argument der Regierung für die Einfnhrnng der Landwehr sei, daß diese Einfnhrnng im Principe bereits im Wchrgcsctze angenommen sei; allein, meine Herren, die Rcgicrnng hat bereits in der Wchrgcsctzdcbaltc dic Gründe auseinander gesetzt, warum dic Landwehr in Oesterreich eine nothwendige Institution sei. Bei der gegenwärtigen Art der Kricaführnng, die große Massen anf das Schlachtfeld zn stellen erfordert, ist es nothwendig cine Reserve zu besitzen, welche die Garnison beziehen nnd dic Fcstnl'gcn besetzen kann, damit die aanzc active Armee auf daS Schlachtfeld geführt werden könne. Die erwähnte Bemertuug des Herrn Abgeordneten ist also uicht stichhältig. Es wurde wcitcrö auf dcu tz 22 des vorlica/uden Entwurfes hingewiesen und dcr Ncgicruug der Vorwurf gemacht, daß sie cincn solchen Paragraph in das Gesetz anfgcnommcn habe. Diesen Vorwurf wcisc ich zurück. Als die Ncgiernng diesen Paragraph in dcn Gc< setzcutwurf cmfucihm, ist sie nach dcn bcstchcüdcn Gesetzen vorgegangen; denn daS Gesetz übcr die gemcinsa» men Angelegenheiten erklärt, daß Kricgssachcn eine gemeinsame Angelegenheit seien, uud ich hällc am Wenigsten von dieser Scile dcn Vorwnrf zn hören erwartet, daß die Regierung die gemeinsamen Angelegenheiten nichl gcuug eingeschränkt habe. ES wnrdc fciuer bemerkt, daß im Ausschüsse von dcn Vertretern der Regierung das Milizsystcm als Ideal hingestellt wmden ist; daS mag wohl sein, allein daS ,st ja das Ehalaklcrislilon des Ideals, daß man dasselbe nie erreicht. ES ist auch ein idealcr Standpunkt, wcnil ich mir als Minister fur öffentliche Sicherheit denke, die Schulbildung iu Oesterreich wird so wcit forlschiciten, daß dic sutlichcn Grundlagcn in dem Maßc sich bcfcsngcn werden, daß keinc Sich^rheitöM^ßregeln lüuftlg nöthig sein, nnd dic Geldinstitute es nicht nolh-wendig habcn wcrdcn, Wcrlhcim'schc Easfcu anzuschaffen; das ist cin Idcal, allein ich glaube, daß es nie erreicht wcrdcu wird. So erscheint mir auch fiir die gegenwärtige Zeit die Miliz nnr als cin Ideal. Ich wcisc hin auf unscrc Nachbalstaalcn, hinter dcncn wir nicht zurückstehen dürfen, nnd wenn Oesterreich cinswrür n»d kräftiger Staat sein soll, so muß cS ciuc tüchtige Armcc habcu, und ich könnte daher zn Maßregeln nicht dic Hand bictcn, die, wie von einer Scitc bereits richtig bemerkt wurde, zur Auftösuug dcr Armcc führen müßten. Man saqt, nach der gegenwärtigen Regieruugövor-lcigc sci dic Landwehr nichls audcrcs als ciuc Armee zmcitcr Elassc, nnd ich cicccpliic diesen Satz, weuu crin dem Sinne gemeint ist, daß derjenige Theil dcr Armee, di,r in erster Linie in'ö Feld zu ziehen hat, die Armec clstcr Classe, uud derjenige Theil, dcr berufen ist. erst dmm, wenn wutlich die Grenzen des LandcS bedroht werden, dcm Feinde cntgcglnzna/hcu, die Armcc zweiter Elassc ist. Wenn gesagt wurde, daß die AnfslcUung von Districtscommandcn nur 50.0W fl. tosten wcrdc, so muß ich bcrcits in dcr Generaldebatte bcmeiten, daß die Kosten größer sein werden; über die Frage selbst, ob DistnctScominai'dcn einzufühlen seien, nnd ob das Eommaudo den Militäicom.nandcn zn übci lassen sci, wird fur dic Regierung bei F 8 Gelegenheit gegeben sci», ihren Staudpunki darzulegen. Ich habc mich uur siir verpflichtet ciachict, daS Wort zu ergreifen, weil dcr Anliaa auf Ucbcrgang zurTag sordunug gestellt wurde, und ich erlaube mir l>ahcr mit Rücksicht ans daö Gesagte dic Bitte a„ das h. H,NlS zu stcllcn, auf diesen Antrag uicht eingehen zn wollen. Bciichtclstattcr dcr Minorität Dr. Rcchbancr vertheidigt den Anlrag der Minorität. Nachdem noch Baron Pctriuo, Verichlcistaltcr dcr Majorität, gcsprochcn, wiid dcr Antrag dcs Abg. Skenc anf Uclicrgang zur Tagesordnung fast einstimmig abgelehnt. N'üchstc Sitzung morgen. Tligesorl'uuug: Forlsctzung dcr hculigcn Vcr-haudluug. Schluß dcr Sitzung ^/,3 Uhr. 176. Sitzung dcs Abgeordnetenhauses vom 16. März. Auf der Minislcrbank: Ihre Excellenzen die Herren Minister Graf Taaffc, Ritter v. Hasner, Dr. Beiger. Rcgicruugövcrtrcler Herr Oberstlieutenant H o r st. Präsident Dr. v. Kaiscrfeld eröffnet die Siz-zung nm 11 Uhr. Das Protokoll dcr letzten Sitznng wird verlesen nnd genehmigt. Die eingelaufenen Petitionen werden dcn betreffenden Ausschüssen zugcwicscn. Es wird zur Specialdebattc übcr das Landwehrge-sctz geschritten. (Berichterstatter Baron Pctrino.) Die i>8 1,2, Z, 4, 5, 0 nnd 7 werden ohne Debatte angenommen. Zn 8 7 ergreift Abgeordneter Skcnc das Wort. Er nachte fich crlaubcu, dii Rcgicruug nm Anffchlnß zu bittcn, wie man sich dcnn dic Eaualcric zu Fuß denke. Oberstlieutenant Horst weist anf die ähnlichen Institutionen Prcußcus, bezieh« nngswcisc dcS norddcutschcu Buudcs hin. Anch dort sci die Laudwchrcavalcrie im Fricdcn nicht bcrittcn, was sich dadnrch rcchtfcrtigc. daß die Reiterei dcr Landwehr nnr aus gcdicntcn Eavalcrislen bcstchc. Freilich müssen dann im Falle des Bedarfes die Pferde rechtzeitig zu Gebote stehen und für die Ansrüstung die geeigneten Vorbereitungen getroffen fein. Was Prcnßcn möglich sci, wcrdc anch cin dnrch seinen Pferdcrcichthum ausgczcich-nctcr Staat wic Oesterreich erreichen und dnrchführcn können. Ab. Skcne cntgcgnct: Die Parallele mit Prcnßcn sci nicht maßgebend. Dort habe man längst erkannt, daß eine Eavalcric zn Fuß ihre Anfgabc nicht erfülle, und es sci von Fachmännern dcr Vorschlag gcmacht worden, eine solche Eavalcric gänzlich aufzulassen. Ein wcitercr Nachtheil sci, daß im Fallc dcö Bcdarfcs zn Pfcrdccin-treibuugcu geschritten werden mnßlc, die ökonomisch schr nachtheilig wären. Dcn Grad der Ausbildung dcS ein- zclncn Mannes, der nach zurückgelegter Dienstzeit in der Regel 7 Jahre nicht zu Pferde sitzt, köune man!'°> leicht denken. Die Landwchrcavalerie sei nichts andere«' als cin Privilegium für Bemittelte nnd fchon desh^ verwerflich. Abg. Baron Weichs spricht sich gleichfalls M das beantragte Institnt dcr Landwchrcavalcric aus. ^ sci höchstens eine Ergänzung des Hccrmateriales und ^ cinc schwerfällige. Mit dieser Ansicht stimmt auch ^' Barou Hackclbcrg übcrcin, indem er dcn einzigen Vorzug dcr Laudwchrccwalcric höchstens in dcr Veriv«^ dnng zn Ordonnanzdicnstcn sieht. Abg. Skcnc cmpfichlt die Frage nochmals ei»" eingehenden Würdigung nnd stellt dcn Antrag, cS sc> ^ tz 7 ans dcm Landwchrgesctzc ansznschcidcn. Obcrstl. Horst gi'ot zn, daß dcr norddeutsch« Vuud eine Vcrmchruug dcr rcgnlärcn Cavalcric >"/ nöthig befunden habe; daneben bestehe aber anch noch ^ Landwchrcavalcrie. Vcdcnkc man, daß die meisten O^ inächtc cinc nnmcrisch wcit größere Anzahl von Ncitc^ dcr österreichischen entgcgcnstcllcn können, nnd daß ^ Vcrmchrnng dcr rcgulärcn Eavalcric cincn sehr bedc^ tendcn Kostenaufwand ucrnrsachcn wnrdc, so stelle D doch immerhin das Institnt dcr Landwchrcaualerie, wc>' chcS ermögliche, die gcsammtc reguläre berittene Mal!»' schaft anf dcm Kricgsthcatcr zn verwenden, als sehr W'V lich dar. Graf Kiusky nntcrstützt die Meinung des M' rcdncrs. Berichterstatter v. Petrino vertheidigt den Ä»"' schnßantrag. ß 7 wird bei dcr folgenden Abstimmnng angenoi»' men, nachdem dcr Antrag des Abg. Stcne abgclch» worden war. Gegen § 8. welcher lantet: ,. „Die General- nnd Militärcommandcn sind zugle»^ Landwchrcommandcn für die Landwchrkörper ihrcS ^^ reiches nach dcn für das stehende Heer bestehende« Grundsätzen." spricht sich Abg. Rcchbancr entschieden ans. . Er sowohl, als seine politischen Frennde, verM dcr Redner, halten die Landwehr für ein RcichSinstl^ nnd hätten gar keine andere Abficht als die Mil>^ Herrschaft zu beseitigen und dcm Institute seinen biirg^ lichen Charakter zn wahren. Die Autonomie habe dai"' gar nichts zn schaffen. Die Einthcilnng in VisN". gcllc als eine sccuudäre Frage, die von dem StandP""^ dcr Zweckmäßigkeit entschieden werden müsse. 9l^"! cmpfichlt dcn Antrag der Minorität als cincn elie»! loyalen wic vcrfassnngsmäßigcn. .., Abg. Knranda betrachtet das ganze Landweg gcsctz als eine Folgc, uud zwar als ciuc bedancrun! Folge dcö Ausgleiches mit Ungarn. Unter dcn damals Fordcruugcu, wclchc jenseits dcr Leitha laut wurden, '^ fand sich auch jcnc nach cincin nationalen Heere. ^ cin Palliativ dagegen zn finden, glanbtc man das Ha"^ gcwicht anf das stehende Hccr legen zn sollen, um d^ sclbc als Rcichsarmcc intact zn erhalten. Das nnw rischc Princip sci also sccundärcr Natnr gewesen, ^^ gcbcnd war der politische Gesichtspunkt. DarauS l^ aber, daß man die nationale Scitc schr Vorsicht ^, handeln müssc, nm nicht dcr Zersplitterung einen 3l^ zu gönnen, dcr nur uuhciluoll sein köuutc. ,., Gcstcrn habc das Haus eiuc offene, loyale, ^V lichc Anscinandcrsctznng dcs föderalistischen Standp"" tcs gehört. Der Rnf nach einer Landwehr, gMs.,, von einer nationalen Idee. sei laut ertönt; er wal ^ Warnnngsruf für jcnc. die schon seit 8 Jahren fiU , Idee dcr RcichSeinhcit kämpfen nnd es auch hc"^,,, stehen müssen, daß die Bahn dcs Föderalismus lm dcrs in dcr Landwchrfrage eine abschüssige sei. ^i Die Bedenken gegen den MilitariSmnS sc^'' ,',,,^ gegründet. Wenn man im Wehrgcsctzc bei einer D> ^, zeit von 10 Jahren im Militarismus kciuc GcM ^ lanntc, wie sollte man bei einer Waffcnpflicht ^o Jahren diese Gefahr behanpten wollen? . ^ Man wünsche das Milizsystem. DaS sci cl>> ,^, eiliger Wunsch. In Staaten, die auf eiuc ^^ i;, stclllma. anczcwicscn sind, beispielsweise in dcr <^ .H mag sich cinc solche Einrichtnng cmpfchlcn. ^^!^,^ i» aber ist von Fciudcn rings bcdroht, Europa !^" »it» Waffen, vielfache Gelüste nach üstcrrcichischcnl ^ ^ nnd Boden rcg.cn sich allenthalben — und da ^H man durch ciu Äiilizsystem dcn Nlulh der Gca"" ,H, vermehren? DaS wäre nnklng nnd gefährlich M (Äcifall.) ^fl.c Absi. Pratobcvera spncht in längerer "" ^a' dcn MajoritätSantrag, beweist, daß dcm Rechte d ^^,, tionalitälcn lein Eintrag geschehe, die cinhcillichc „. mandosprache cin Postulat der Nothwendigkeit s^„/ci^ Den Gedanken dcr Rcichseinhcit dnrfc man "'"^ ,, ei" gcbcn; dcr Majoritätsantrag trctc für dcofell' uud darum wcrdc cr für ihn stimmcu. (Schluß folgt) .^^^^^ Vllrlmncntarisches. Wien, 15. ^^ (Confcssi onellcr Ausschnß.) gen des eonfcssioncllcn Ansschnsseö dcs Abg " ^,,,s. hanscö übcr das Volksschnlgcsctz schreiten ">st'g ""^'F Dcr Ausschuß hält beinahe täglich cinc m^i 449 h',"8 und cs ist volle Aussicht vorhanden, daß dieses hä? ^^ "°ch vor Abschluß dcr Session beide " ",tt dcö Ncichsrathes wird passircn können. .^ zwischen dem Ansschnssc nnd der Regierung, welche ininis. ' ^^",c, dnrch Sc. Excellenz den Unterrichts-tio, !< '', ^" Sectionschcf Dr. Glaser und den Sc» N!!»a>" ^ Hwnann vertreten ist, herrscht lcincrlci Mci- I^-.^^l'tlich principielle Aenderungen oder richtiger ^> >"tze und nnr bei § 5 vorgekommen, in welchem cs hcnchl? ^ Normen bezüglich' des Religionsunterrichtes haft ^ ^^lllte über dusen Paragraph war sehr leb-mcun ^'^ehcnd nnd stellte namentlich Abg. Dr. u. von? ^' ^"" ^^'"^ desselben Abändcrnngsanträgc, doin >>?"' ^^^ ""^' ^'"^' ^'"' ^"ll ^ und Absatz <> «usschnssc angcnounncn wurden. .Di a,^^ ^ wird uuumchr folgendermaßen lauten: b'cn! "Ni>»bcl,ördcn nnd Neligionsgcnosscnschaftcn ha-lassc ' Schulgesetzen nnd den innerhalb derselben cr- '! '^u Anordnnngcn der Schnlbchörden nachzulomnicn." ^>s. "^ Absatz l> nahn, der Ansschnß nachstehenden schaff v"' "^'"^^ ^nc Kirche oder Ncligionsgcnosscn-hat ^ ^^^'liuug deS Rcligionsnntcrrichtcs unterlaßt, thcil' '/ ^^^^sschnlbehördc nach Vernehmung der Vc-^lbn ^^ ^ clforderlichen Vcrfngnngcn ^u trcffcu." r>„,' ^^ Jäger spricht sich anch gegen diese Abäudc- '"gen ane. dcs m" "'^" Absätze des § 5 wurde über deu Autrag nocl, i ^' ^"randa nach dem Worte „Kirchenbehörde" ^";ugcfngt: „Vorstände der Cnltnsgcmcindcn." schc» v'^^ uninteressant war c>nch eine Controversc zwi> ^ ' dicftln letzteren Abgeordneten nnd dem Mg. Dr. i>^"' "bcr den Ausdruck ..religiös-sittliche Erziehung/' N " ersterer die These vertrat, daß cs auch abseits der Won ciu sittliches Gesetz gebe. daß cs daher nicht zieln .?^"^h" l°"dcni „religiöse und sittliche Er-strw? ^"^" loUc, was vom Abg. Dr. Jäger bc- ^ wurde. Aln'isk lh Sc. Exc. der Unterrichtsminislcr sprach die Iäa ^"^' bcch' wenn die Anschaunng des Abg. Dr. ^tki/ ^'^ ^^^" richtige wäre, cs keine wissenschaftliche los^.'Mchc doch einen sclbstsländigcn Zweig der Phi- n>„ ^ldct, geben würde. vvclck ^ längere Debatte fand ferner über § 9 statt, sll>!,d """ ^"' Anzahl der wöchentlichen Unterrichts->v^^^''.Utöbcsondcrc an den Fabriksschnlcn handelt, an dcr Q ^' uamcntlich Sc. Exc. der Unterrichtsnunistcr, ü^ ^^ionschcf Dr. Glaser und Scctionsrath Her. Dch,' °^Ul die Abg. Dr. Sturm, Andricwicz, Dr. ii!^ ^ Schucidcr, Sawczinski, Dr. Kaiser, Herrmann ^.r. Dicnstl bethciligtcn. ^»sfs der Abslimmnng wnrdc im zweiten Alinea die i>„ )^"lf Stnudcn wöchentlich bemessene Unterrichts-^ll,e ^^ .^ cui^lncn Tage der Woche gleichmäßig zn ^l'tzs^ ? ^l- In seiner heutigen Sitznng erledigte der NlU'e dcrcils die größere Hälfte des aus 78 Para- ^ bestehenden Ocsctzcntwnrfcs. s>!!^^,niit Rücksicht auf die gestern früh stattge- colis^.^ltzung des confcsfioncllcn Ansschnsscs ist zn ^Üravl^"' ^l' bei den in Verhandlung stehenden Pa- vtts^u des Volksschnlgcsctzcs sich keine Äicinnngs- ^icr, "^^ zwischen den Ausschußmitgliedern nnd den liih ^"M'crtrctcrn knndgab. Die Debatte war bczüg- ^^ sick ^ ^^'Nssl'aphe eine sehr eingehende uud bclhcilig- ^soii? "" derselben alle anwesenden Ansschnßmitglieder. ^ diei Abhast war die Discnssion über 8 2l>, wcl- °»stal^, "Nen Gegenstände festsetzt, die in den Bildung^ A>n ^ Uk- Vchrcr vorgetragen werden sollen, zn wcl- ^>c>ist, ^Nraph ^n den Abg. Dr. Ncchbancr, Dr. 'litzs^ ' "aron Wcichs Anträge gestellt wurden. Der !,'' .dat ^"' lcdoch nur den Antrag an, daß Alinea ^ ^^"udischc Vcrfafsnngslchrc", unmittelbar nach ,'" Uchs' '^"graphische Geschichte", eingereiht werde, '^ d^.'^ll wurde der Paragraph nahezu unverändert >^ sich ?.. lÜcrnnaMorüM angcnonnncn, jedoch bchiel- w Ä^, '^ ^lbg. Dr. Fignly nnd Baron Wcichs vor, s^^in?t.d,^ abgelehnten Antrages ans Aufnahme der , "de b.i^. '^^lchrc unter die vorzutragenden Gegcn- I^ses ,' ^" Vcvhandlnng in s,I dcS Abgcordnctcn- ^^!^UM Anträge zn stellen. _________ selling der Irlicitcrlicrhültnijst. . Der 2Vi''"' 16. März. ^'"l!i,i^"r.Verll!hnng über Regelung der Arbeiter-^ts '"- i»"'^"'^l'ctztc Ansschnß hielt gestern eine ^,°r>nei, d», sicher Dr. Klnn die duichzuführenden 'w, un. ^''ulc. Als solche bezeichnete er: 1. Die 6h > des (^,^1 des Strafgesetzes bezüglich Ge> "°ss, ^gcnoss^?utionsrcchtcs. 2. Die Anfhcbung der j»^"1cha^^n,chaftcn nnd Einführung der freien Ge-s'ci!,,. ^ciso ' '/- ^cgclnng der Arbeitszeit fül Kinder, ^>"on "b.g 18 Jahren nnd Franen, 4. A»f-d(tz .^ dcr "s""kb!nspccloren znr Uebcrwachnng nnd ^r ^lilio,^ "'"'"lc>' FabritSgcsctzgebnng. Bezüglich ^cnlna ^,^ ^merkte cr, daß sowohl der uon^ u eingebrachte Strafgcsctzcntwnrf, als, anch der diesfällige Ausschußbcricht bereits für die Aufhebung des Z 48 l sich ausgesprochen haben. Bezüglich der Anfhcbnng dcr Zmangsgcnossenschaf-ten wciot cr ans dic dulch dcn Handel'Minister im rwligcn Jahre vcranstiltctc Enql^le wc^ien liitefornl des Gcwelbeglsctzcs hin, wobei der Standpnnlt des Handels' minislerinmö dahin präcisirt wurde, „dic Zwaugs^c-nosscilschaflen widcrslrcitcn dem Principe uolkswnth-schafllichcr Frcihcit und mnsscn l'ahcr in dcm ncnen Gc^ Wertgesetze entfallen." — >)iach Ansicht des Äclicht-clstattcrs s>i c^ daher übciflüssig, daß der Ansschnß zur Regelung der Arbcitsvclhältnissc diesbezügliche s» parate Antlägc iin Hanse einbringe, sondern es dmflc genügen, in scincm Äclichic dic Znstinunnng zu die« sen von d^r Ncgiernng ausgesprochenen Ansichten zu ertheilen. Waö die Negclltng der Arbeitszeit für Kinder, jnn^c Personen bis 18 Jahren und Fraum betrifft, so slcllc cr sich im Großcn nnd Ganzen anf den Stand-pnnlt der englischen Gesetzgebung, welche cr ausführlich clläntelt. Anch das Institut dci Fabriksinspectoien, wie ci< sich in England scit Iahrcn bcwährt hat, schcint ihm für Ocslcrrcich schr cmpfchlcnswerlh, und ucrwcist cr in dicscr iicichtnng auf dlc p>o 1807 c!l,gelanglcn englischen Mrichle. Ucbcr dic Anträge entspann sich eine längere eingehendere Dcbatte. Abg. G s ch uitzc r warf die ssragc anf. wai nm man die Francn, so wie die Kinder schütze. Dr. Klun er. >l)idc>t, dicS sei nothwendig ge^üübrr dcil ^tänncrn, sowie in an auch die Kinder gegen ihre Ellcru schützcn müsse. Abg. Roscr wünscht die Festsctznng eines norma-lcn Arbcilsl^igss für Erwachsc,,c, Klnn erklärte dics ,nil iltncksicht auf dic vcr-schicdcncn Verhältnisse in den Geweiben für nu-thnnlich- Rittcr v. ^, icbiq wü> scht verschiedene Altertzstnfen. Bis zn cincm gcwisscn Allcr müsse ric Fabriksarbcit! ganz ucrbolcu blcibcn, danibcr hinans könne sie ü bis 6 Stunden dctragcn, und sci d^sür Sorge zu tragen, daß dcr Schnlnntcrricht nicht verhindert oder beeinträchtigt wcrdc. Baron Kübcck niachtc anf die Gefahren der unbedingten Eoalitionsfrcihcil anfiucrtsam, Klnn bemerks, cs sci Sach^ dcr Polizcigch'tzgcbnng, dic nöthigen Be»! schräntnn^cl, zu normircn. ! Abg. Dr. Rosci wünscht, daß Kinder n»tcr 15^ Iahrcn nittcr lcincr Bedingn»^ zu dcn Arbeite>i in den! Fabriken zngcl^sscn wcrdcn. Weiter spricht sich drr-sclbc Ab,'/ordnctc c'^für a»s, daß die NnhcsNindc znr Äiltla^szcit ^csc^lich bestimmt wcrdc, nnd daß endlich die Fabriksbcsitzcr nicht allein zn Beitrügen zlir Unlcr-stütznngsc^ssc dcr Albciter hclbcigczogcn, sondern anch! verhallen werden sollen, di^ in ihrcn Fabriken ucruii', glücklcu Aidcilcr zu versorgn. Was die sanitären Ver-hällnissc in dc„ Fablikcn übcrl'anpl bctrisft, so scl vor <ülcn Dingen nothwendig . duß jür gesunde Aibcitcr^! ränme, genügende Vcnlilalion nnd angcmcssenc Rnn-^ lichkcit n/sors.t wcrdc, und d.ch so vicle heilsame Vcr^ fngui^zcn nicht dlos anf dcn, Papicr bestehen, sondern! in Wirklichtcit durchgefühlt werden mö.!cn. Im Ganzcu ntlält fich dcr Ansschnß mit dcn An« sichlcn des Rcfclcnlcn Dr. it > n n ciüvcrstandeu , uud wi>d darnach das Fabriks^csctz entworfen weldc». Gelierreich. Wicu, 16. März. (Das Abgeordneten ! haus) lehnte mit 81 gegen :">!) Stimmen dcn Minori-lätsantrag (Eintheilnng der Vandwchrdistrillc nach Krön ländern) ab nnd nahm dcn Ansschnßantrag an, daß die Gcncralcommandcn auch ^andwchrcommandcn sein! sollen. »cr Z.llc im Callrll am Schluhbivgl' in dcr stürmischen Nacht vom Montag auf Dirnstcig mttcinchm^n wulllcn, gllictlich vercilclt. Die Verbrecher, untcr denen eimge s.hr acsühllichc sich bcscn'den, wollt.n nümlich an zuslimmcng'k^llvstcn ^i"-' lüchcln durch die im Voden gcm^chte O^sfiNlNi, sich in einen lintcr der Zelle blfindlickcn, nicht bewohnten lilaum hinab' lassen, um von da das Freie zu a/win»«», alo »oä) rechtzeitig dl>r Poslcn nuf daö cnisf^ll/nde G^älisch ausm^Isam würd»-, dic Anzeige clslaltctc uno so ccmüglichtc, dcih del Auöbiuch verhindert wurdc. — (Im Sprengel des l. l. Ob er lande«-Gerichtes G r a z) ist cinc adjulirte und eine nichtadjutlrte 3lnscl>l!anle»st.l!c flir das Herzogthnm Stcicrmalt zu be« sl'l!e». Vcwerber haben ihre Gesuche diö längstens 0. April bci dem Präsidium dcS l. l. Oberlandtögerichles zu lldel' «eichen. - (G em eindcwahlcn.) An Stelle des verstor» bt'ncn Gl'meindcuuistchcrs von Vrusuic Franz Hafner ist der biöhcn^e Gcnn,'i»dci-clll) ur.d Grundbesitzer Ferdinand Ulbrich von Groß Vrusnic Haus Nro. 7L als Gemeinde« vo,sleher gewählt worden. ^- lIahvmarlt in Sittich,) Dcr alljährlich am 25slm März in Sittich staOfiiidendc Jahrmarkt wird mil Rücksicht auf dic hn-cuiucchsiidc Osienuochc si,ilt an drin grnanntri! Tac,r hcucr Tags ,;»uor. das ist a m 24. März 18« 9 abgehalten werden. (P ° lizc > b cricht.) Der vou der Triester Polizci-direction wegen Verbrechens dcr llffentlicheit Gewaltthätigkeit verfolgte Schnridrrgesellc L. W. ans Schischka wurde am 12. d. hierorts angehalten und dem Laudeögcrichte eingeliefert. -- Maria S. >n,^ Poniqnr wnrbe am 12. d, hierorts wegen eines zum Nach' lheilc dcr M. L. vcriiblen Diebslahlci« uon 40 fl, iu Vanlnoten, ;wci Silbcilhaleru und einem Ducalen angehalten und dem?an-dcsgerichle ilbrrstellt. - Die arbeitölosc M. V. au« Rcpse entwendete am 13, d, auf der Wicnrrstrasie dem Vauernmädchcn M. S. aus Dräute eiu Milchwagerl und »vurdc aus der Polana-uorstadt sannnt dem Wagen angehalten. In ihr wnrde jene Person erkannt, die auch das iu riuem früheren Polizeiberichte erwähnte Milchwagcrl gestohlen hat. — Die Bäuerin M. L. aus Sucbcrje wnrdc au, 14. d. hicrortö angehalten, weil sie au, 13. d. einer Krämeriu gclegeuheitlich ciueö EinlanfcS vcrschirdenc Effecten entwendet hat. — Der AnNödicner N. N. wurdc am 14. d. Abends in der itrakanvorstadt r>on den beiden Taglohncru Franz nnd Florian fl. uud eiucm goldeucu Ringe, dann cincm Vaucr iu dcr Kratau dcu Erlös filr verkauftes Holz im Betrage von 4 fl, cutwcudct zn habe», Aus dcm Ocrichtosaale. Gestern fand der Dcflaudalionsproccs! des Staats-qutcs Adclsbcrg vor dcn Schlanken des t. k. Landesge-richtes „ach fünftägiger Vcrhaudlunq seinen Abschluß. Nn-sscllagt waren Heiurich Lilcr, Verwalter, „nd Fiiedricb Schadeck, Contsulos, weqen Desrauvalionen an den er< zielten Holzveltliilfsgelolr». Das Staatsgut Aocltbcrg war bclanntlich der k. l. p,iu. öslerr. Nalionalbank in Wien zur 'Abstallunc, der Schuld des Staates verpfändet wo>den. Die Hinnahmen Hoden sich unter der Verwaltung der Bank bedeutend, allein es vcibrcitcte sich alsbald das Gciilcht, daß die Waldungen Golobicovc und Koöana durcb massenhaste Abslockungen in höchst unsorstmännischer Weise vevastilt wi!rdcn, und manche wMeu auch wiss<», das; die obbcnanotcn Beamten cir.en großen Tl'eil dcs für das Holz erzielten Eilöses nicht abfilhrlc»', sondern silr sich derwendelcn und io vcnm-treutcn. Nachdem das Staatsgut wieder in die Verwaltung der k. l. Kinanzdireeüo» übcsgcgangcn, wurden von derselben auf Glund obiger Geiüchte loqlcich die uöthigen l§rh«düngen, zu^lst im soisllechnischen Wege durch den l. t. Forstmeister Odertircher von Iona und den Forstsecretär Uuter-huber von Klagensull ucranlajit, durch welche für die Periode von 185« liis i5nde 180« MaterialabgHuge im !Allal,se von 153.474 fl. erhobeu wurOeu. An dttse Ec< l,edu»g schloh sicb die admiuistraliuc Unteisuäiuug durch den Sectft»dlicb,en Rccknuugsconsignalioueu sicherzustellen. Das Nesultal war die Suspension bciver Veamlen und die Einleitung der strasgerichllicten Untersuchung gcgln dieselben. Im Vollaufe derselbe,, wurden H6 Zeugen ein» vernommen und es ergab sich mit Mclsickt auf die auö den Holzveikaufen wirklich erziclteu ^clüse im Vergleiche zu den gemachten Abfuhren sür Liter eine vollbrachte und »aclsicht-lich uelsuchte Veruutreuung im G^sammtoetrage pr. 02,639 fl. 04 kr. und gegen Schadeck eine vollbrachte Veruutreuung pl. 11949 fl. 24 tr. (§tz 181 und 182 St.-G.) Die Anklagten l.ugmtcN eine Veruntrcuung ab uud suchten sich dii,ch IrrthMuer in der Velbuchung und Vor--fchnibung zu lechlfrlligcn. Bei der Echlusiverhaudlung ve,harrten Veide in derselben Vela»lwor>ung. Die Echluftanträge der Staatsanwaltschaft lauten dahin, dlu H. Liler theils des vollbrachten, theils d^s velsuchtcu Vctbiechens der Veruntreuung, den F. Schadet aber des vollbrachten Verbrecheus der Ver-trcuung, uud zwar bcide nach tz§ 181 und 182 St. G. schuldig zu erklären und etstern zur Strafe des schweren. 450 schweren Kellers in der Dauer von sieben, letzteren aber von fünf Jahren zu verurthcilen, indem sie gleichzeitig bei letzterem die Anwendung des außerordentlichen Milderungs-lechtes anempfahl. Die Vertheidiger beantragten die Angeklagten des obigen Verbrechens als nichlschuldia, zu erklären und der Vertheidiger des Fi-. Schadeck beantragte welters, im Falle selber schuldig erkannt wilrde, feine Thal nur als Pnvatveruntteu-ung nach §§ 183 und 164 St. G. zu beHandel», indem er weder als Beamte zu betrachten sei, da er blos durch die Nationally»! angestellt wurde, und auch nicht ein ol'rig-leitllcher Austrag in Mitte lag, in Folge dlsfeu er bei dem Velwallungsamte der Staatsherrschaft Adelsberg zu amliren balle. Das gestern vublicirle Urtheil lautete nun dahin: H. Liter und Friedlich Schadet seien des Verbrechens der Veruntreuung, und zwar elfterer nach ^ 181 und 162, letzterer aber nach §H 183 und 184 St. G. fchuldig, und es werde teöhall) H. Liter zur Strafe des schweren Keilers in der Tauer uou fcchs Jahren, Friedlich Schadcä aber von achtzehn Monaten, bn beiden veifcharft mit einem Fasttage in j,dem Monate, vcruilheilt und zugleich crlannt, bah H. Liter den Betrag per 27.541 fl. 08'/.. ll., F. Schadlck aber u»ter solidaiischcr Haftung mit H. Llter den Vetrag per 89U8 ft. 27 lr. als Ecsatz an die Nentcasse der Slaatsherrjchafl Avclsberg zu bezahlen haben. — Auf die morgen Nachmittag 4 Uhr im dlaucn Saale des Casinos stattfindende Versammlung crlaubcu wir uns, diejenigen Herren, welche sich an der Theater-subscription bclhciligt haben, besonders ansmcrtsalu zu machen. Neueste Post. Fiume, l6. Aiärz. Au dcn Stlaßcncckcu wird iu Placalcn dcs Magistlatspräsidrntcu folgendes A. H. Haudbillct luudgcmacht, welches Sciuc Äiajcstät der Kaiscr uud Köuig au dcu tüuiglichcu Commissar zn richten gcrnhclc: „^icbcr von Csch! So tuvz auch nieiu Aufcuthalt hier war, so tauu Ich doch »icht scheide», ohlic dcu Bcwohurru dieser Stadt uud Umgebung ciu herzliches Lebewohl u„d nicht lniudcr herzlichen Dank für die viclsciligc» Bcweisc ihrer slctö bewährte» treuen Auhllngiichtcit zu sagen. Ich enlscrne mich vou hier mit dcu nugcuchlnste» Erinucruua.cn uud uchmc zugleich die sichere Hoffnung mit mir, daß diese Stadt durch die baldige Erfüllung so mauchcr Wüllschc jcnc Größe uud Wohlhabenheit erreichen wird, welche ihr die Zukunft sichnt. Ich beauftrage Sie, dica uu-gcsanlnt der Äcvölterung vclanut zu gcbcu. Frauz Joseph." Fiume, lli. März. <^e. Aiajcslät der Kaifcr schifftcu sich hente Äturgcns halb tt Uhr auf der '))achl „Greis" ein. Im Gefolge waren die Miliistcr Andrassy, sscstelicS uud Bcdctovich. Dcr andere Theil des Gc^ folges , welcher die ^V'lsc nach Pola mitnuichl, wurde anf dciu Dmnvfcr „Elisabclh" eingeschifft. Für deu hcntigcu Ausflug nach Zcngg füllte die Elite dcö Fiu-maucr Publicnms die drci ftroßcu Lloyd-Dampfer „Austria", „Saturn" uud „Amerika". D<,ö Admiralfchiff, die ^)acht „Phantasie", halle dcn Viccadmiral Tcqclt-hoff an Void. Die Panz^rfregalte „Fcrdinaild Max" uud das Kanonenboot „Salamander" gadeu Kanonen-salueil. Die Ntannschast war anf dcu Raacn aufgcstclll und rief „Hurrah" ! Von dcr HUislc und dciu Üliolo rief dic Mcngc douucrudc „Vivas" und „Eljcus." Das Wetter ist regnerisch mit Südwiuo. Iu Buccari Ins die ^jachl „Greif" ciu und Se. Majcslät uahmeu die Aeglüßuugcn cn^gcgen. Bei Circucuizza waren dic Bewohner in zahlreichen Booten in die See gestochen und grüßten mit lauteu ,,Vivas". Dic Ankunft in Zcugg erfolgte um 12 Uhr. Als Se. Majestät auö ttcmd fuhr, wurdcu Allcrhüchft-diesclbcn cuthusiastisch begrüßt. Hier sticgcu Vc. Ma-jestät im bischöflicheu Palais aus uud gcruhteu daselbst Audieuzcu uud Auszcichnuugcu zu ertheilen. Hierauf erfolgte dcr Besuch der Kirchcu und öffentlichen Anstalten, überall vom Jubel dcr Alvölkeruug begleitet. Um halb A Uhr erfolgte bei frischer Bora die Rückfahrt uach Fiumc, allwo Sc. Majestät um 6 Uhr eintrafen. Trotzdem Se. Majestät wcgcu dcr um Mitternacht erfolgcudcu Abreise uach Pola nicht mchr ans ^and gehen, ist die Bevölkerung an der Küste massenhaft erschienen und grüßt mit lantcu Zurufen. Dic Mmistcr sind ans Land gestiegen uud rciscu morgen mit Sepa» ratzug nach Ofcu ab. Fiume, 16. März. (Pr.) Sc. Majestät der Kaiser hat um halb 8 Uhr die Yacht „Grcif" bcsticgcu, das Gefolge die „Elisabeth;" die ttloyddampfcr ..Austria," „Amerika" uud ,.)tcptuu" haben mit 800 Passagieren und Musitcorps au Bord dcn Fahrzeugen das Geleite gegeben. Die übrigm Kriegsschiffe bleiben im Hafen vou Fiume, bis der Kaiser aus Zcugg zurückkehrt. Dcr Kaiser betritt dcu Fiumancr Boden nicht mchr, sondern lM auf dcr Höhc vor Fiumc ciu Diner uud reist so-danu nach Pola ab. Bci Einschiffung des Kaisers brachte das Polt enthusiastische Evviuarufe aus. Währcud des Diners ist dcr Hafen mit elektrischem Lichte bc' leuchtet. Loudou, 10. März. (N. Fr. Pr.) Iu Lancashire und Hochschottland wurden gestern Erdstöße verspürt. Telegraphische 2l5cchselco«rse oom 17, März, 5perc. Metalliqucs 62.75. — 5ipcrc. M.talliPlcs mit Mai- und Noucmbcr-Ziuscu 62.75.— 5oerc,i)iational^Aulcheu 70 40. —Itt60er Staatsaulehen 1<<4.90. — Baulaclieil 730. — Crcditaciieu 2W.4<». - i!ondon 124.30. — Silber 121.75. — K. l Ducatcu 5,84'/, Kandel und Golkswirthschastliches. ttaibacher Gelverbebauk. Am 15. d. Abends fand im GcschäMucale der Bank felbst die ordentliche diesjährige M'iieralucrsammluua. statt, welche von 51 Attiouäreu, die IU1 Stimmen reprascutirtcu, dcfucht war. Dieselbe wurde vom Präsidenten Herrn Dreo eröffnet, dcr zunächst der Versammlung dcn Herrn Rcgicrnngojccrctär H o t f ch euar als landers, ^oinlnissär vorstellte, danil in einer lurzen Rede der großen Geschäftsthätigteit gedachte, welche die Vant in der Zeit ihres bisherigen Äeslehenö ^'eit 1. Februar 1808) zu entwickeln in der !t!age war, ferner mittheilte, daß eine Agentur der Bau! in Ncumarttl errichtet wurde, writers anf dic Cala initäten hinwies, welche durch die C'rijffnung des VcrglcichvUcrfal)-rens iiber Ialod Fridrich und Josef Bcriidachcr entstanden, von denen jedoch zn hoffen ist. daß sie ohne irgend einen ^iachcheil fiir das Institut vorndergehen werden, schließlich den Dirrctoren, Censoren und Mitgliedern des ^icvistonsansschusses deu Danl für ihlv Vriuühnngcn ausdrncltc uud die Herren Dr. Hchaffcr , Ioh. Plautz .,un. uud Nic. Rudholzer ersuchte, bci dcr heutigen Versaunnlung (ersterer als Schriftführer, letztere als Scru tatorcn) zu fnugiren. Es folgte sodann der Vortrag des Rechenschaftsberichtes durch den Ectrctär Hcrrn Vogl. Wir entnehmen demselden, dal; die'ialil der Credilinhader Ende 1«<;8 114 mit einem Gesammt credtte von «2. 700 fl. betrug, daß iu dcr Zcit vom 1. Fcdrncir bis 31. Tcccmdcr 1t>6« 503 Wechsel im Gcsammll'elrage von 272 «36 fl, i»3 lr. cscoiuptirt wurdcu, cin Bcrtchr, der mit Bczng auf das eingezahlte Acticucapital pr. 30.000 fl. (nach Abzug dcr Oründungstoslcn 2«.000 fl,) als cin außerordentlich lebhafter bezeichnet wcrdcu muß. 233 Wechsel mit 1^0.480 fl. 42 lr. wilr dcu bci dcr hiesigen ^autsiliale reescomptirt, was uur dadurä' möglich war, daß mehrere dcr Dircctoren in uneigennütziger Weise hicbei ihren 'pcrsöulichcu Crcdit cinsetzlcn. Am Eudc des Jahres 1«6« verblieben im Portefeuille dcr Anstalt 136 Wechsel mit 51.507 fl. 42 kr. Ausnahmsweise wurdcu auch Gclder iu laufende Ncchuuug genommen, dcr Empfang bclrug hicbei 73.!«00 fl., die yinclzaliluug 57.500 fl., dcr Eafscrest somit 10.400 sl. Das Uiciuerträgniß für dic ^eit vom 1. Februar bis 31. December 1666 beträgt 1410 fl, 3» zu iibertragcll. An d'icse Auträge reihte sich ciue schr ausgedehnte uud außer>t animirte Tcbatte, welche über dic Stellung der Äerubachcr scheu Post iu dcr Bilanz, üdcr dic Verwclldnng des Reingewinnes nnd dcu unter die Passiva als unliehubenc ^icgictostcu eingestellte» Betrag pr. 100 fl. gepflugcu wurde uud au welcher sich dic meisten der Auweseiideu, die zum Theile wiederholt das Wort ergriffen, bcthciligtcn. Schlicßlich wurdc ciu Antrag des Herrn Johann Plantz Ml., die 5pcrc. Ziuscu dcu Actiouärcu soglcich voll auszuzahlen, augcnommcu nnd dic von der Direction als weitere Ncmuucratiou für dcu Sccretär eingestellten 400 sl. bc willigt. Bci deu nun vorgcuommeucu Wahleu wurdcu dic ausgc schicdcucu Dircctorcil Samassa ^in. uud T e r p i u wieder, stall der Herreu A ü r g e r (dcr crllärt hatte, ciuc Wahl nicht mehr auurbmcn zu wollen) uud Mariuschct die Hcrrcu Em, Mayer uud Johauu Plautz ^un. urn gewählt; als Director Ersatzmauu wurdc Herr M. Trcuu, iu deu Rcvisiuusausfchuß die bisherigen Mitglieder wieder gewählt. Der nächste Gegenstand der Tagesordnuug war die Ac-schlußfassuug iiber den Autrag der Direction: t? 51 der Statu ten dahiu abzuäuderu, daß dic 4pcrz. Ziuscu für dic Eiulageu iu den Sicherslrlluugsfoud vom l. Iäuuer 1^ fi. lr. st. lr. fl. ,r. fl. lr. Wcizen pr. Mcheu 4 50! 5— Butter pr. Pfund 4tt — - Koru „ 2 90, 3 20 Eier pr. Stück — 1z - Gerste „ 2 ! ^ililjUl^ sülijüilni^ ,!>!>,'!, was in dcm Versuche ciue,- lyrischen NebcrsctzllNg vo" C. L. Vcuator, Darmstadt 1,^18, dahiu deutsch gegM wordcu ist: Oft schon sah ich von Säcrn den Samcu Wcichcn iu schaumigcö Ocl Und Salpeter dazu sie uoch nahmen, Daß er nicht täusche, uicht fehl. Iu ucucrer Zeit siud sogar Apostel aufgcttcw' wclch eine neue Epoche iu dcr ^andwilthschaft dal1> proguoc? Sauicns jcdc andere Düua.uug ocs O^"^, slückcd cullichrlich werde. Bii< jetzt hat sich aber »^ lein solchcö Mittel bewährt und wird ciu solches lU>°1 gewiß uicmalö die Wirkung des den, Vodcu zugcfilhl"' Duugcrö, durch wclchcu solcher zugleich lockerer und ^ Einflüsscu dcr Atmosphäre zugüuglichcr gemacht l"'^' entbehrlich machcn. Dagegen gibt es gewiß solche Mtt^ welche dic Keimkraft crwcckeu uud erhöhe» und liM dadurch, daß sie zu ciucr bcssereu Bcwurzcluüg " Pflauzcu bcitragcu, auch auf dcrcu spätere Entwicklll^,^ uorthcilhaft einwirken. Ciu solches Mittel finde ich,. dcm bemerkten Chlorwasscr, zu dcsscu Auwendunl! ^ durch ciuc merkwürdige Erfahrung gekommen bin, lv^ ciu bei dciu botauischcu Oarteu zu Gicßcu, mci^' frnhcrcu Wohnort, angestellter Gärtner gemacht hat. Derselbe hatte nämlich dcu Samcu einer Legnilli»"! auö Calcutta crhaltcu und demselben schou A Iah^ l!< sact, ohne daß er gekeimt halle. Da er dcusclbcn " . nnvcrschrt vorfand, so weichte er solchen iu vcrdW' Chlorwasscr uud säete ihu danu abermals aus, iu 3'"" dcsscu er nach A Wocheu keimte. > )tach Erfahrungen, welche ich iu Deutschland « hier gemacht habe, kaun ich das Pläparircu des Sa»'^ namentlich von Korn und Weizen, nicht gcnng cmpfc^ indciu ich hicrbci uicht allciu bcdcutcud au Saatfr"^ gespart, sondcril anch auf Neckem, wclchc uicht ged"lH warcu, cine gute Crutc gcwouncn habc; so brachte Acker, welcher zu Kraut mittelmäßig gedüngt »md ?' l anf ungcdüugt Erdäpfel gcltagcu hattc, fcrncr linact»»^ ciu Koru, wclchcö dcmjcuigcu auf ciuciu daucbcn lic^ dcu gulcu gcdüngtcu Acker gleich slaud, obgleich in! ,^ Bcrhälluiß ciu Drittcl wcnigcr Koru, als mein ^ bar gcsäct, jedoch solches oorhcr in Chlorwasscr c','^ wcicht hattc. Ocgcuwärtig kann ich einen Ackcr ^'^ auf welchem dcr mit verdünntem Chlorwasscr n»^^ „f Wcizcu uicl höhcr nud dichtcr stcht, als derjenige,^ cincm dancbcn licgcndcn Stück Vaud, welches init > .^ präparirlem Wcizcu, abcr viel dichtcr ausgesäet > deu war. . lli Auch zur Verhütung des Brandes im Weizen v z ich die Einweichung dcs ^aativcizcns iu vcrdn>' ^ Chlorwasscr für geeignet, iudcm ich in mcincm ^^s, welcher in dcr bcmcrltcu Wcisc präparirt gcsäct ^ noch uicmals Brand gefunden habc. Gewöhnlich "' ^ man zur Verhütung dcs Brandes dcu Saatwciz^se Kaltwusscr odcr aufgelösten blaue» Vitriol cin. ^ß Äiittcl hat mau oft uuzureichcud gcfuudc» nnd l! ^, ans dcm Grliude, wcil sic uicht richtig augcwcndct ^^, dcn, iudcm mau über die Nrfache des Brandes l . wiß war. Erst iu ucucr Zeit hat mau sich nl»cU ^ daß dcr Brand ciuc Schmarotzerpflau;c, ciu ^^glck wclchcr durch die dcr Saalfrucht anklcbcudcn ^^ß tutstcht. Dcmuach hat mau sich auch übcrzeng' ^ ciu bloßes Bcsprcugcn, ja selbst ciu Einweiche,,^, Saatsrncht, währcud uur 5 bis 0 Stuudcn nickt g ^ sonderu ciu Eiuwcichcu währeud ll bis 12 Stnn ^ Kalkwasscr odcr aufgclöStcu Kupfervitriol znr ^. fci. tuug dcr Keimsähigkcit dcr Braudsporcu crfordcu ^, Da dcr Braud auch schr oft iu dcr H"'! ^' kömmt und ich hörte, daß cö hier zur ^"hlun ^l Vraudcs üblich sci, dic Saathirsc durch ciu Fla" ^ zu schütten, mir auch dieses Mittel zum Zc^^^F" Brandsporcn gccignct erschien, so habc ich cs lM ^ Jahre angewandt uud probat gefunden, °c"".,^,d'" ! in meiner vorjährigen Hirse kcincn Brand, wa) dem vorhergegangene»! Jahre sehr viel darin w - ^? Schließlich will ich uoch bcmcrkcu, daß ^ ^ Präp^rircu dcr Saalfrucht mit Chlorwasser " ..^ Aiittcl gcgc» dcn Mänscfraß dcr Saalfrucht ""'^ „icl > zu köuucn glaube, da ich öftcrö uach der M0' „ s^ uicht uutcrgccggtc Körner uoch läugcrc Z" „ .? gclN" währcud ich inich doch überzeugte, daß --""''^bc^"' ^ vorhanden warcu. Es stimmt dies auch ^n" . ^ilc^ ^ daß i» dciu Blatte Nr. 5 vou 18«'.) dcö sch<"' ^,sc "? ' praktischcu ^audwirthcs zur Abhaltuug dn .^ ^.„ j dcr Erbscuaussaat dcrcu zwölfstüudigcs ^lU^F ciuc Vlischuug vou Schwefel uud Wasser anei wird. Wcinegg, 4. März 18tt9. ^., Verautwortlicher Redacteur: Iguaz u. Klc'» 451 ^^lltNlltNl^s Wien. 1«. März. Verzinsliche Staatsfonds warm lhcilwcisc schwäche^ cbcnsü Lose bis auf die höheren 1300er. Iudustriepapicre hielten sich mit wcmaeu Aui>nal,mtu nemlicb ^~^^^ ^^»«/^» feft. Devisen und Valntcu schlössen thcurri,- gefragt, ^eld flüssig. / a ", Allgemeine Staatsschuld. Für 100 fl. ^'»htillick. ^ ^eld Waare '"Note ?! Etaalöschuld ,;u 5 p(5t,: , "'"'""zuM, Mai-November -.-- -.^ " Silbe,- " ^^niar-August 62.80 02.90 " " Iäuncr-Iuli . -.- —.— ^ostcr,. m!'^ Apnl-October. 69.90 70.10 >>c!!°k??l'- . . zn 5pCt. 59.49 59.70 delta ^' r ^ - 5 „ 04.- «4.10 dttto «MM"' (,.) - 5" !'«-25 98.75) b'l>>er.A.,s " . l')- 5i . 07.25 97.75 '",l. 18.54 (x,St.) 5 „ 75.- -.- ^lt^r^ - - .zu4', pCt. 5<).- 5»),5l» "7' '»3,>.««"' " '«"""""- Ela^.3' ^^'^ ,.....23,50 24.- 1Ä> n ""UA'Psaudbriefc zu in H'W. (30l^ssr. 5M.) ^lbcr pr. Stitcl . . . 11<;.50 117.- Grundeutlastlinsss-Obligationcn. Fnr 100 si. Gcld Wanic Nicdcr-Orsten'cich . . zn 5> pCl. 91.75 92.50 Obcr-Ocs!erreich . . „ 5 „ 90.-- 91,— Salzdurc, .... „5 „ 90.- 91.- !6°Iimni .... „ 5 „ 92.— 93.— Mährcli .... „ b „ 90.— 91.— Schlrsicl, .... „ b „ 90.- 91,— Steiermall ... „ 5 ,, 9».— 91.-- Ungarn.....,, 5 „ 7«.75 /9,25 Temcscr-Vanat . . „ 5 „ ?<» 50 77.— Ewalien und Slavonien „ 5 „ 79,25 79.75 Galizicn .... „5 „ 7l.— 71.50 Siebenbürgen ... „ 5 „ 74.— 74.50 Bulovina .... „5 „ 71.— 715<) Ung, m. d. V.-6, I8U7 ,. 5 „ 77.50 78. - Tein.B,m.d,V,-E. 186? „ 5 „ 74 50 7t'..— Actie« lpr. Stilck), ^Italionalbant...... 725,-- 725 — Kaiser Ferdincmds-Nordbahn zu 1000 si. CM, . . . , 2287.—2291 — ssredit-Austalt zu 200 si. o. W, 297.40 ^9?,W N. y, Escom.-G^.zu500si, ö.W. 814 - 810. Ttat«eisenb,-Ges. zu 200 st. CM, oder 500 Fr...... 323.-- 323.50 Kais. Elis. «ahn zn 20(> ,.. LM. 180 50 18 l, - Sild,-nordd,Ve:,-B.200„ „ 160.50 100.75 Geld Waare Sild.öt.-, l.-um, n, z.-i.E. 200 st. ü. W. oder 500 Fr. . . . 23 l.40 23 l 00 Gal.iillil^'i!d,-B. ,.20<.iu33I.rüitz.zu5pEt.inü.W. 90,- 90.50 vllfe (pr. Stück.) Ered,.A.s.H.u.G.z.100st.ö.W. 109.25 109.50 Don.-Dmpfsch,-G.z.100st,CM 97.- 97 50 Sladtaein. Ofen „ 40 „ o. W 37.50 38 50 Salm .. 40..... 42 50 43. - j Geld Waare Palffy zu 40 st ö. W. 30.- 37.— Elary ,. 40 .. „ . 37 50 3«.- St. Geuoi^ „ 40 „ „ . 33.-. 34.__ Windischgräy „ 20 „ „ . 22.50 23'— Waldslein „ 20 „ „ . 24 50 25.— Keglevich „ 10 „ „ . 10.— 10.50 Rudolf-Stiftung 10 „ „ . 15.50 10 50 Wechsel (3 Mou.) Augöbmg für 100 st, südd. W. 103.00 103.90 Fraulsml a.M.100 st. detto 103.90 104.10 Hamburg, für 100 Mart Vaülo 91 00 9l.«0 London für 10 Pf, Sterliug . 124 40 124.50 Paris filr 100 Francs . . . 49.50 49.00 <5ourS der Geldsorten Geld Waare K. Mimz-Ducatcr. . 5 st. 34 lr. 5 st. 85 lr. Naftoleouvd'or . . 9 „ 93 „ 9 ,. 94 „ Nliss. Iinperials . .^ „ — „ — ^ __ „ Vercinßthaler . . , .. 83z „ , .. 83!! « ^llb>!r . . ,22 „ 25 ,. ,22 „ 50 « Krainische Gruudeullaftnüg« ^Obliqatiouctl, Pri. vlltnollrnnq: 80 5><) Geld. 90 Waa,-»