CÄriftlkitung: •UHstinäfißfTc Wr. 5. Xrtt»l)»rx Ib. 31, tnltrurtm. e »tcdbfllii» t: läflliU f-ntt lulnabt*.; 6tt «»im» u. freier. tat) sän 11—lt llhr Dem. AanMAnnlra cvRftcn nicht itliJat::» tu. nanmlok s>»-«»nttjcn nicht tctu, ...»»» Haldjitikt« . ... X »axu^hnt.... X l»'»» gtt tilll Bit At-ftell-a, »I Ha,«-M«»»tl>ch . ... K 1-it Werteliari« . ..XI — ....»,-Wnnüitm« . ... K lt!— »«(• aallas) ertitea sich Mc Btjii (l Wjrtn an »j-hth-rn, Sa(c*tiBnq*-afWliifB. CtngcMtrrt IteuaBcat* gtltra d>» ist ttbdl4 Ar. ?» | Mi, Mittwoch, den 2 HKtoöer 1912. 37. Jahrgang. Drlrgatioiispolitik. Der österreichisch-ungarische Minister be» Aeu. fcfttn «Graf Berchtold hat im auswärtigen Ausschüsse der Aßierreichischen Delegation sein Expose« sehr »«senlLich ergänzt und ohne daß eme geheime Sitzung notwendig gewesen wäre, eine Reihe von Aufschlüssen gegeben, die zu der Hoffnung berech« tig«n, !daß auch diesmal der Ausbruch eines Balkan. Weges vermieden werden wird. Der Minister be-tonte idabei neuerdmfis, daß die Monarchie das größte Interesse daran habe, daß der statuS quo aus drc Balkanhalbinsel ausrccht erhalten und deshalb die mittlere Linie gefunden werde, aus der einerseiitS den „berechtigten" Empfindungen der Pforte gebührend Rechnung getragen wird, anderer-seitS alber den ottomanischen Nationalitäten ein po-firiwrJiBruub zur Beruhigung geboten werden kann. «:o sehr diese Erklärungen der seit Jahren eingehculltnen konservativen Richtung der österreichisch, uvgarisschen Orientpolitik entsprechen, umsomehr In-teresse lbeanspruchen die Neben- und Unterströmungen, die sich in dieler Beziehung in der österreichischen Delegattion geltend machen. - Der Führer der Feu. dalkonsservativen sprach sehr deutlich davon, baß die Monar chle — wenn Serbien ExpansionSgelüste zeigen solllle — zur Intervention auf der Balkanhalb-iasel such entschließen müßte, der Führer der Jung-tschecheiu Dr «ramar sührte auS, daß man sich von der „Sprache der Aufrechterhaltung des status quo" endlich emanzipieren müsse, daß ' aber Oesterreich-Ungarm kein I»teste daran habe, einer Wegrichtung Serbiens entgegenzutreten, selbst wenn die Serben den Scuvdschak besetzen würden. In einem klerikalen Blotte^wiederum wird einerseit eine scharse Jnterven-tion den Monarchie zugunsten der katholischen Ma-lissoren > verlangt und anderseits betont, daß Oester-reich Urngarn die Balkanstaaten nicht daran hindern dürfe, der Türkei den Krieg zu erklären. Graf Berchtodld kommt — so schreibt ein konseroativ-kleri-kale» Matt — wieder auf den unseligen „statuS (Nachdruck verboten.) Als die ZZlätter fitten. Novellette von R. Wehner. I Düa» Laub färbte sich — die ersten welken Blätter r riefelten von den Bäumen ... Eiiii, erstes leise» FrSiteln schlich durch die Natur — schien durch die Welt zu gehen. Ailiich Herbeit Stahlberg fröstelte. Nicht körper-lich, akber die Seele. Der Kreislauf in der Natur — Aufblühen, Fiuchttragen, Absterben, — ging wieder i einmal feinem Ende zu. ££«i, der das Leben fält hat, deucht es jetzt Zeit, di»i- «eise anzutreten in da» unbekannte Land ... Qtinb Herbert Stahlberg hatte da» Leben satt — trofttz seine» Reichtum«. Ja, vielleicht gerade darum, , weil dieser Reichtum ihm jeden Wunsch er> füllt hchalle. Weil er keine Pflichten, keinen Beruf hatte, t leine Tätigkeit ausübte, die ihm anspornte, sein JnMrcsse weckte. Dieses halte einzig den Ge-nüffen der Welt gegolten, da« heißt, so lang, er jung wlvar »nd dieje Genüsse ihm neu. Jetzt, mit v' währen lassen. Wir sind weder der Vormund der Bulgaren, Serben oder Montenegriner, noch sind wir der Schützer der Türkei." Die Gegner der Balkanpolitik in der Monarchie in der österreichischen Delegation sind also in ihren Zielen durchaus nicht einig, wohl aber läßt sich konstatieren, daß sie ausnahmslos der auswärtigen Politik der Monarchie eine entschieden serbenseinb-liche Richtung geben wollen, wobei es gleichgiltig ist, ob die einen sie lediglich nach den Bedürfnissen der katholischen Propaganda einrichten, die anderen aber sie den panslawistischen Bestrebungen dienstbar machen wollen. Vom Standpunkte der materiellen Interessen Oesterreich Ungarns und vom Standpunkte der mitteleuropäischen Friedenspolitik aus betrachtet, muß gegen diese Strömungen mit aller Entschieden-heit Stellung genommen werden. Oesterreich-Ungarn bedarf vor allem der inneren Konsolidierung und deshalb de« Friedens. Es hat nicht den Beruf an-deren Interessen zu dienen, sondern den, die Erhal-tung des Friedens auch aus der Balkanhalbinsel zu sördern. Im anderen Falle würde die Monarchie ihre bisherige konservative Politik aufheben, damit aber auch im Innern Bestrebungen freie Bahn geben, die mit der Erhaltung und mit den Existenz-bedingungen des Gesamlstaates nicht in Einklang gebracht werden könnten. heuchelte Freundschaft. Ihn ekelte davor, vor allem Leben, vor der ganzen Welt... Er stand am Brückengeländer und sah auf den Fluß, der die Stadt durchschneidet. Zahlreiche Blink-lichter spiegelten sich in dem Wasser, denn es war Abend, gerade nach Geschäftsschluß, und das Leben auf den Straßen jetzt am regsten. Immer neue Scharen hasteten an ihm vorbei, Auto», Fahrräder, Straßenbahnen. In den Lärm deS Leben» mischten sich die Signale, die vom nahen Bahnhof herüber, schallten. Wa« wollte er, der Lebensmüde, denn in dem Menschenstrom? Er ging auch schon weiter, an der Biücke entlang, dem stilleren Ende zu. wo eine Allee ihren Anfang nahm. Große alte Bäume neig-ten hier ihre Kronen über den Rand de» Flusse» und dichte» Tannenbuschwerk gewährte Schutz vor den Augen der Welt. Ein Plätzchen, wie geschaffen für Lebensmüde, unbemerkt den Sprung in die Tief« zu tun. — Herbert Stahlberg starrte aus da« Wasser, da» die niederrieselnden Blätter mit fort führt«. Di« sich spiegelnden Blinklichter schwebten gleich Irrlichtern auf der leise sich schaukelnd«« Flut und e» war ihm, al» lockten diese Irrlichter unwiderstehlich ia die Tiefe. Da hallten Schritte an fein Ohr. Und nun eine jung« Mädchen stimme — zitternd, wie von Tränen erstickt: „Inbrünstig habe ich d«n Chef g«. beten, «ir doch Zulage zu geb«n — mit fünfundzwanzig Mark monatlich (innen wir nicht au»kom- Krieg in Sicht. Au» dem Wetterwinkel am Balkan dringt schon seit geraumer Zeit Kriegsgeschrei. Folgend« Dtp«, fchen beleuchten die kritische Lage: Sofia, 30. Sept«mb«r. Infolge der in den letzten Tagen eingetroffenen alarmierenden Nach-richten, betreffend die Konzentrierung türkifcher Slreitkräfte in der Umgebung vcn Adrianopel und an der bulgarischen Grenze, sah sich die Regierung bemüßigt, heute die Mobilisierung der gesamten bulgarischen Arme« zu proklamieren. Belgrad, 30. September. Durch einen heut« nachmittags vom Könige unterzeichneten Uka» wurde die allgemeine Mobilisierung der serbischen Armee angeordnet. Die Nachricht von der Mobilisierung der ge-samten bulgarischen HeereSmacht wurde in Sofia durch Sonderausgaben sämtlicher Zeitungen bekannt und hat .ungeheuren Enthusiasmus" hervorgerufen. Wiewohl dir Mobilmachung seit mehr al» 14 Tagen erwartet wnrde, hat die Nachricht doch allgemein überraschend gewirkt. Man betrachtet die Mobil-machung al» den Beginn de» Krege» mit der Türkei. Die allgemeine Mobilisierung der serbischen Armee wird offiziell mit der teilweisen Mobilisierung der türkischen Armee, der Ansammlung türkischer Truppen im Bilajet Kosfowo und an der serbischen Grenze begründet, wodurch das Territorium Serbien» bedroht erscheine. In Wirklichkeit scheint es sich um eine gemeinsame Aktion Bulgariens, Serbiens, Mon-tenegros und Griechenlands zu handeln, um auf die Türkei «inen Druck auszuüben. Tatsächlich lauten die letzten Nachrichten dahin, daß auch in «riechen» land und in den Schwarzen Bergen die Mobil-machung erfolgt ist. Wie aus Wien telegraphiert wird, muß die Lage am Balkan als äußerst gefährlich angesehen werden. Der Krieg scheint dort fast unvermeidlich und es würde dann auch schwer sein, den Balkan, brand vollständig zu lokalisieren. Die nächsten Tage werden die Entscheidung bringen. Hoffentlich gelingt men — eS gibt ein Unglück, wenn kein« Aenderung eintritt, ich — ich — „Was erwiderte er denn?* „Erst ward er grob. Daß ich meine Mutter zu versorgen hätte, da« ginge ihn nicht» an. Dann schlug seine Stimmunq plötzlich um — er wurde unverschämt.--O — ich mag'» nicht wieder- holen . . . Aber so viel steht fest: Ich kann zu de« NichtSwürdigen nicht wieder gehen. Und nun — nun sind wir brotlo» — „Verzage doch nicht so rasch, Hildal Vakanzen gibt eS immer —." »Und Stellenfuchende im Ueberfluß!- tinte eS verzweifelt zurück. „Du meinst e» gut, Marie, aber Du überzeugst mich nicht. Andere können bessere« leisten als ich — sie werden bevorzugt. Und dann —. O, weißt Du, manchmal denke ich. >ür Mütter würde die öffentliche Barmherzigkeit sorgen, und mir wäre wohl, wenn da» ganze Elend vorüber wäre. Ein Sprung hier hinein — ." .In den Fluß? Um Gotte» willen, Hilda, — bedenke. Du, so jung und hübsch —." Der Schlußsatz erreichte nicht mehr da» Ohr Stahlberg». Die Stimmen entferitten sich. Hastig teilte er da» Gebüsch, suchte er mit den Augen die Dunkelheit zu durchgingen, die beiden Mädchen zu erkennen. Doch ihr Schritt hallte schon fern; gleich Silhouetten nur sah er zwei schlanke Gestalten i« Adenddunkel verschwinden. Er schalt sich, daß er nicht hervorgetreten, al» sie hier vorübergingen. Aber da» wäre indiskret ge-wesen, auch hatte da» Gespräch ihn völlig gefangen Seite 2 Deutsch- wacht Nummer 79 es den Bemühungen der Großmächte, die Türkei zu veranlassen, den Weg einer friedlichen Lösung zu betreten. Die Stellung Oesterreich-UngarnS zu dem sich immer mehr zuspitzenden Balkankonflikt muß nach wie vor eine zuwartende sein. Politische Rundschau. Sozialdemokratie und Schule. Im zweiten Jahrgange der Gremialsachschule in Wien hat sich am 5. März folgende Szene ab-gespielt. Ein Schüler ließ eine sreche Bemerkung fallen, woraus ihn der Lehrer aus dem Zimmer wies. Der Schüler widersetzte sich dem Austrage. Nun ließ der Lehrer den Schuldiener holen, um den Schüler auS dem Klassenzimmer zu weisen. Das mußte mit Anwendung von Gewalt geschehen. Nach Angabe des Schülers soll nun der Schuldie-ner den Jungen auf dem Gange gezüchtigt haben. Dieser Tatbestand kam im Gerichtssaale zur Aus« tragung dadurch, daß der Schüler den Schuldiener wegen leichter Körperverletzung klagte. Im Verlaufe des Beweisverfahrens ist da noch zutage getreten, daß der Schuldiener, als er das Klassenzimmer be-trat, mit einem förmlichen Gejohle fast aller Schüler empfangen wurde, die in die Rufe ausbrachen: „Arbeiterzeitung", „GerichtSsaal", Protestversammlung". Der Schuldiener ist vom Richter sreige-sprechen worden, denn die ihm zur Last gelegte Handlung konnte nicht erwiesen werden und außer-dem hat sich der Richter aus den gewiß richtigen Standpunkt gestellt, daß der Schuldiener, als er den Schüler aus dem Zimmer wies, in Ausführung eines ihm gegebenen Auftrages handelte. Das merk-würdige daran ist der Umstand, daß über die Ge» richtsverhandlung die „Arbeiterzeitung" in recht aus-sührlicher Weise berichtet, daß sie selbst feststellt, der Schüler habe den Austrag des Lehrers, das Schul-zimmer zu verlassen, nicht befolgt, sich renitent ge° zeigt, daß sie weiterS feststellt, beim Erscheinen des Schuldieners feien Rufe wie „Arbeiterzeitung", .Ge-richtssaal", „Protestversammlung" ertönt und daß die „Arbeiterzeitung" durch ihre Darstellung zugibt, es habe sich hier um einen gewalttätigen Wider-stand einer organisierten sozialdemokratischen Schul« jugend gegen den Lehrer gehandelt. Daran findet die „Arbeiterzeitung' nun nicht das geringste An» stößige. Für sie liegt, wie sie schon in ihrer Ueber-schrist i»m GerichtSsaalberichte sagt, ein Fall vor. in dem ein „Schuldiener als Büttel" sich hergab und dem Lehrer, der sich die Frechheiten des sozial-demokratischen JüngelS nicht ruhig gefallen lassen wollte, wird nachgesagt, daß er gegen die sozialde-moiratischen Jugendorganisationen verbissenen Haß hege. Also nicht die Schüler sind schuld, sondern der Lehrer und der Scyuldiener. Und die Schüler, die der Weisung des Lehrers sogar Gewalt «nt-gegensetzten und in der Schule ihre sozialdemokra- genommen. Und plötzlich verlachte er sich selbst. Was ging ihn. den Todeskandidaten, das Elend der Welt an? Aber lindern konnte er eS, lindern noch in zwölfter Stunde. Wie, wenn er seinen Reichtum, statt den lachenden Erben, diesem armen, sittenreinen Mädchen hintermachte? Ein romanhafter Gedanke, aber wert, ihn auszuarbeiten. Sich auszumalen, wie diese Hilda. die jung und hübsch war, wie die Freundin gesagt, wohl staunen würde, wenn ihr plötzlich daS Glück in den Schoß fiel. Wenn plötz-lich ihr Elend vorbei, ihr Kummer ein Ende hätte, sie ihr junges Leben genieß n könnte. — Bis vielleicht ein Glücksritter sie heimführte! Da war wieder der Skeptiker in ihm erwacht, der immer gleich die Schattenseite erblickte. Und «ehr noch — ein Gefühl der Eifersucht, ja, de» AergerS, daß ihm nie der Dank von den hübschen Mädchenlippen werden würde. Welche Selbstsucht noch in letzter Stunde! Schändlich wäre eS, wollte er deshalb den Plan aufgeben, der sich mehr und mehr in ihm festigte. Mit einer guten Tat auS dem Leben scheiden — dann hatte der NichtStuer, der sein Leben in Ueppig-keit verschleift, doch nicht umsonst gelebt! Ein seltsam wohliges Gefühl überkam ihn. Daß er, der ÄbenSmüde, doch noch fähig war, sich für etwas zu interessieren! Wie aber daS Mädchen ausfindig machen? Er wußte nichts von ihr als ihren wohllautenden Bornamen und daß sie uu-glücklich war, fehr unglücklich. — Beeilen aber mußte er sich, sie zu entdecken und feine letztwillige Verfügung niederzuschreiben, tische Gesinnung in lauten Ausrufen zum Ausdrucke brachten, haben sich nach der Meinung der „Ar-beiterzeitung* nur „kleine Ausschreitungen des jugend-lichen Temperaments" zu schulden kommen lassen die man ruhig übersehen könnte. So zeigt sich im Gesichtsfelde der Sozialdemokratie die Lehrerautori-tät! So werden Schulexzesse beurteilt, wenn sie in der Schule vorkommen und ausgesprochen sozial-demokratische Tendenz tragen. Ein Zukunftsbild des sozialdemokratischen Staates aus diesem Gerichts-saalbilde zu malen, lohnte eS sich wirklich der Mühe. Die ungarische Krise. Der „Wiener Deutschen Korrespondenz" wird geschrieben: Die UnHaltbarkeit der gegenwärtigen parlamentarischen Situation in Ungarn läßt immer wieder die Namen von Politikern austauchen, die angeblich berufen sein sollen, schon in allernäch-ster Zeit den gegenwärtigen Ministerpräsidenten Dr. v. Lukacs zu ersetzen. Alle diese Kombinationen sind jedoch, wie aufs Bestimmteste versichert werden kann, verfrüht. Die Situation ist noch nicht so weit geklärt, als daß bereits über die Pensionsfrage gesprochen werden kann. Es kann übrigens als ausgeschlossen gelten, daß die Krone durch die Ob-struktion der unzarischen Opposition sich in ihrem Rechte, di« Minister zu bestellen, irgendwie beschuln» ken läßt. Anderseits aber kann nicht übersehen werden, daß die Position des gegenwärtigen Mini-sterpräsidenten Dr. v. Lukacs außerordentlich erschüttert ist, und zwar nicht durch die Vorstöße der Opposition, sondern dadurch, daß seine Anhänger in der Regierungspartei selbst sich vollständig vcrflüch-tigt haben. Wenn Dr. v. LnkacS trotzdem noch im Amte ist, so ist das ein Verdienst der Obstruktion, I die durch ihre Forderung, daß, noch ehe über einen Frieden verhandelt werde, LukacS zurücktreten müsse, die Krone geradezu zwingt, LukacS zu halten, wenn sie nicht vor der Obstruktion einsach die Segel strei-chen will. — Wie die Dinge liegen, ist die Her-stellung des parlamentarischen Friedens nur dann denkbar, wenn die Opposition sich mit der Regie-rungsmehrheit über die schwebenden sachlichen Difse-renzen auseinandersetzt. Erst, wenn daS geschehen ist, könnte und würd« auch durch den Rücktritt TiSzaS und LukacS dem Friedensschlüsse gewisser-maßen daS große Siegel aufgedrückt werden. ES fehlt in der Tat nicht an Anzeichen, daß sich in den letzten Tagen zwischen der Regierungspartei und der Opposition, insbesonders in der Wahlre-sormfrage eine Annäherung vollzogen hat und die Gerüchte von Friktionen in der Regierungspartei einerseits und die Bemühungen im Schoße der Op-Position andererseits, zu neuen Parteibilduugen zu gelangen, deuten daraus hin, daß man einem ge-meinsamen Boden der Verständigung sucht. Jeden-sallS kann gesagt werden, daß Dr. von LukacS nur so lange im Amte bleiben wird, als die Oppo-siiion es durch Beibehaltung ihrer bisherigen Taktik ermöglicht. _ sonst führt« die Unglückliche am Ende wirklich ihren Plan au«. Bis er alles reguliert, mußte er also die F«ss«ln deS Lebens noch tragen .. . An der Stelle, wo er gestern das Gespräch belauscht, dort, wo große alte Bäume ihre Kronen über d«n Rand des Flusses neigten und dichtes Tannenbuschwerk Schutz gewährte vor den Augen der Welt, stand am folgenden Abend, genau zu der Zeit wie tags zuvor, Herbert Stahlberg. Heute aber hingen feine Augen nicht an der Tiefe, fon-dern spähten angestrengt den Weg voraus. — Sollten die beiden Mädchen wohl wieder hier vorüber» kommen? An ihren Stimmen würde er sie erken» nen. Aber Hilda — so hatte er sie in den ver-flossenen vierundzwanzig Stunden insgeheim ge-nannt — hatte ja gesagt, sie wolle nicht zu dem Ehef wieder gehen, folglich war sie nicht zu ihrer Beschäftigung gegangen und konnte also auch nicht jetzt von dort zurückkehren. Aber vielleicht hatt« st« die Freundin abgeholt, sich ihr mitzuteilen. Es war doch nicht unmöglich, daß die beiden kommen würden, und der Kalkulierende meinte, so warm habe er noch nie etwas ersehnt als dieses. Allein die Zeit verstrich, — die beiden Mädchen kamen nicht. Herbert Stahlberg, der Ver-wöhnte, der nie sich herabgelassen, auf andere Leute zu warten, wartete jetzt hier in Abenddunkel und Abendkühle, eine halbe, eine ganze Stunde, wartete mit fieberhafter Ungeduld auf ein armeS, unglückliches Mädchen und ihre Gefährtin. Wer diese Hilda Ans Stadt und Land. Eillier Gemeinderat. Freitag den 27. September sand unter dem Vorsitze des Bürgermeisters Dr. Heinrich JaborneU Edlen von Altenfels die erste ordentliche, öffentliche Gemeindcausschußsitzung des neuen GcmeindeauS-fchusieS statt. Der Bürgermeister stellte die Sa-weienheit von 22 Mitgliedern fest und brachte ik vorliegenden Einläuft zur Kenntnis, und zwar ein« Erlaß dtS steiermärkifchen LandeSauSschusseS in Grq vom 11. September, womit der Landesausfchuß am Grund des § 62 der Gemeindeordnung für die Stadtgemeinde Cilli den Beschluß des Gemeindeaus-schusseS vom 29. Dezember 1911 betreffend ta Aufnahme eines Darleihens von 308.000 Krone» bei der Sparkasse der Stadtgemeind« Cilli geneh migte. Eine Rechnung deS städtischen Wasenmeistn» August Joras als Gebühr für das Fangen ron Hunden und das Verscharren und Vertilgen der-selben wird dem Unterausschüsse 1 zur Vorberanmz im Einvernehmen mit dem Unterausschüsse 4 zog» wiesen. WeiterS bringt der Bürgermeister eine Eingabe der Filiale Cilli der Böhmischen Unionbank »m 25. September in Angelegenheit der Beanftäadlw-gen beim Baue des Volksschulgebäudes zur La-lesung. Diese Zuschrift, zu welcher der Bürgermeister eingehende Erörterungen und Aufschlüsse gibt, wird der geschäftsordnungsmäßigen Behandlung zugwie-sen. Hierauf verliest der Bürgermeister vollinhaltlich «in Schreiben der Fleischhau«genossenschift in (jiHi vom 24. September, in welcher an ihn die Äi-frag« gerichtet wird, warum er nicht zu der a 22. September im Deutschen Hause stattgesunde«« Tagung des Landesverbandes der Fleischhamr-genossenschasten SteiermarkS erschienen sei. Er gilt die Erklärung ab, daß er tatsächlich zu dem gedach« ten Verbandstage nicht erschienen ist, daß es ij« jedoch ganz ferne gelegen war, absichtlich nicht j» erscheinen und dadurch den Landesverband zu va> letzen, sondern daß ihm dieser Verbandstag «t dem Gedächtnisse entschwunden sei, weil eine schrist-liche Einladung nicht erfolgt ist und daher eine 3k> merkung nicht stattgesunden habe. Er ersuche die Mitglieder des Gemeindeausschuffes, in der sich Stellung nehmen zu wollen. Ueber Antrag dri meindcauSschusseS Karl Mörtl wird in dieser flnjt' legenheit zur Tagesordnung übergegangen. Hieriiv wurde zur Erledigung der Tagesordnung geschickte». Der Obmann des RechtsausschusseS G.-A. h August Schurbi berichtet über die Eingabe deS Snz> rateS i. R Emanurl Riedl um Erteilung von Tut-fünften in Gruftangelegenheiten. Der Antrag det Berichterstatters auf Absetzung dieser Eingabe t>« der Tagesordnung zum Zwecke von erforderlich« Erhebungen wird angenommen. Der Berichterstatter erörtert sodann eingehend die Eingaben wegen Z»< erkennung des HeimatSrechteS auf Grund deS zehn- war, hatte er bisher nicht in Erfahrung gebracht, auch auS dem Adrtßbuch nicht. Eine Hilda halte a nicht darin gesunden; solch junges Ding pflegt nicht, sich einzuschreiben, und den Namen ihrer Mittler kannte er ja nicht. Wenn die Sache nur rich resultatlo» verlief: es war Stahlberg, al» könne a dann nicht ruhig schlafen gehen. ES war ein dunkler Abend; der Himml regenverhangen. Aechzend fuhr der Wind m die Kronen der Bäume und räumte auf in dnt noch dichtbelaubten Wipfeln. Heftiger schaukelten die Blinl-lichter auf der bewegten Flut, — Irrlicht«, die lockten ... „ES ist alles nur Schimäre . . ." kam et von Stahlberg» Lippen, — hart, verächtlich. ftiR, der er war, der einem Wahn nachhing, sich str» lich anklammerte an die Erfüllung einer letzte» zum Tat. Vorbei... Mit einer raschen Bewegung legte er Hit, Mantel und Uhr ab, — ein Feigling war er im gewesen. Ein prüfender Blick den Weg entlang, menschenleer lag der Pfad da — dann schwang a sich über da» Brückengeländer. — Im selben Augenblick erscholl e» jenseit» bei Tannendickicht» wie ein Ausschrei —: „Mutter — vergib mir..." Und nun folgte da« Aufschlage« von zmi Körpern auf der Flut. — Der Doppelfall ließ diese heftig aufspritze». Und nun begann sie mächtige, sich ringelnde &?,!< zu ziehen. Sie wurden heftiger, immer heftiga, denn ein Kampf begann sich aus dem Wasser ab- Wach« Sei!« 3 jähhrigen, freiwilligen und ununterbrochenen Aufent-hailtes in Cilli. und zwar der Näherin Christine Ca»cr, der Köchin Teresia Marzidoschek, der Be-diemerin Maria Hribernik, de» SüdbahndienerS Jwhann Omerzu. der Köchin Anna Tanichek, der Bedienerin Teresia Zechner und Eleonore Sorger, der Schuhmacher meister Josef Prelog, Michael Koidritsch und der Taglöhnerin Johanna Vretscher un» stellt für den RechlSauSschuß den Antrag, es sei den Bewerbern Christine Cater, Teresia Marzidoschek, Maria Hribernik, Johann Omerzu, Michael Kodritsch, Anna Tanschek, Joses Prelog, Teresia Zechner, Eleonore Sorger und Johanna Vretscher das Heimattrecht in der Stadt Cilli zuzuerkennen, weil sie den gesetzlichen Anspruch hierauf erworben haben, welcher Antrag ohne Wechselrede angenommen wirb. Zum Ansuchen des Friseurs Alfred Winkler um Erteilung der Zusicherung der Aufnahme in den Gevneindeverband der Siadt Cilli stellt der Bericht» erstolter Dr. Schurbi den Antrag, e« sei dem Fri-fror Alfred Winkler die Zusicherung zu erteilen, daß er für den Fall der erlangten Entlassung auS dem preußischen Staattverbande in den Gemeiudeverband der Stadt Cilli ausgenommen wird, weil er den An-spruch darauf erworben hat. Dieser Antrag wird einstimmig angenommen. Zum Ansuchen deS Franz laver Perko, Finanz« sekretärs der Landesregierung für Bosnien und Herzegowina in Mostar, um freiwillige Ausnahme in den Gemeindeverdand der Stadt Cilli wurde über Antrag des Berichterstatters Dr. Schurbi die Entscheidung über dieses Ansuchen sowie über das An-suchen deS Oberbuchhalter« Karl Franz Unger in Graz um sreiwillige Aufnahme in den Gemeindever-band« der geheimen Abnimmung überlassen. Der Bürgermeister verkündet sodann, daß nach dem Er-gebniisse der Abstimmung durch Kugelziehung Franz !aveir Parko mit II gegen 10 Stimmen und Kail Franiz Unger mit 17 gegen 4 Stimmen in den Ge> meinldeverband aufgenommen erscheinen. Der Ob« manm des RechtsauSschusses stellt sodann den weite-ren Antrag, es fei dem Franz Perko eine Auf aahmlSgebühr von 200 Kronen, dem Karl Franz Ungeir ebenfalls ein? Ausnahmsgebühr in Borschrei» bung zu bringen. G.-A. Klemens Pioft stellt da-gegen den Antrag, es sei dem Franz Perko eine Aufncahmsgebühr von nur 100 Kronen vorzuschrei-den, «welcher Antrag zuerst zur Abstimmung gebracht und ,angenommen wird. Dem Karl Franz Unger würd« eine Aufnahmsgebühr von 200 Kronen vor» geschrieben. Die Eingabe deS Gemeindeamtes Pre-sitschmo um Aufnahme der minderjährigen Kinder der gewesreoen Witwe Maria Grill, wicderverehelichten Topolloschek, in den Gemeindeverdand wird über An-trag tdes Berichterstatters abgewiesen. Ebenso wer-den diie Ansuchen der Gemeinde Augenbach um Auf-nähme- der Agnes Grific, der Näherin Luzia Kosteuz. der Wäscherin FranziSka Quas und Margarets Lasnikk, der Bedienerin Viktoria Heß über Antrag des Berichterstatters abgewiesen, weil die Bewerber die geesetzlich gesorderten Bedingungen nicht erfüllt zuspiellen. Derjenige, der den Tod dort gesucht, kämpstle mit fast übermenschlicher Kraft, ein an-dereS !Leben dem nasse» Elemente abzuringen. Ob es ihm gelingen würde? Ob dieses Leben noch liebte, wenn er es geborgen? Ob der Retter selbst tdas Leben suchen würde oder den Tod? D)ie Nachbarn der Bildhauerswitwe Helldörfer und kh,rer Tochter Hilda erstaunten sich nicht wenig. — seilt die letztere bei einem abendlichen Spazier-gang im den Fluß gefallen und daraus gerettet worden: war, besuchte täglich ein vornehm aussehen-der jünngerer Herr die HelldörferS. Er sollte Frau-lein Hhilda» Lebensretter sein — nun, vielleicht sand daa» Glück jetzt die Hartgeprüften. Ees war so. „TDen Retter Deines Lebens, daS Dir plötzlich so schöv« dünkt, nennst Du mich, süße» Kind?" flüstertet zu derstlbtn Zeit Herbert Stahlberg. „Du sollst eSS wissen, mein Lieb, daß Du Dir daS gleiche Verdienest erworben, daß Du gewissermaßen auch mein Lebensretter bist." Jhhre Hand in der seinen, erzählte er ihr die Geschichthte seines Lebens, dieses Lebens, daS er jetzt neu begannen wollte, gemeinsam mit ihr, seiner hol-den Braaut, ein Leben voll Tätigkeit und Liebe. „ALIS die Blätter sielen, wollten wir, zwei LebenSmmüde, dieses Leben fortwerfen. Und nun? Nun lackcht Sonnenschein aus Deinen Augen, Hilda, und sagtgt mir. daß. ob auch die Blätter fallen, dem Glücklichchen die Sonne lach»..." haben. Zum Ansuchen des Handelsreisenden Joses Oueder um Zuerkennung des Heimatsrechtes in der Stadt Cilli stellt Dr. Schurbi den Antrag, eS sei Josef Oueder bei Nachsicht der ihm noch fehlenden Zeit aus den zehnjährigen ununterbrochenen Ausent-halt in den Gemeindeverband aufzunehmen, während »ach einer längeren Wechselrede G.-A. Dr. Gregor Jefenko die Ablehnung des Ansuchens aus dem Grunde beantragt, weil eine derartige Nachsicht der Aufenthaltszrit aus prinzipiellen Gründen nicht ge-stattet werden soll. Bei der zuerst erfolgten Abstim-mung über diesen Antrag auf Ablehnung wird der-selbe mit Stimmenmehrheit angenommen. Dem An-suchen des städtischen Straßenkehrers um Zuerken-nung des Heimatsrechtes wird über Antrag des RechtsauSschufses Folge gegeben. Das Ansuchen deS Franz Petichuch um Ertei-lung der Bewilligung, daß er im Stadtgebiete Cilli bei jenen Häusern, die keinen geeigneten Hofraum besitzen, die maschinelle Holzzerkleinerung vor dem Hause in der Gasse oder aus dem Platze vornehmen darf, wird ohne Wechselrede über Antrag deS Unterausschusses abgewiesen. Für den Unterausschuß 2 berichtet der Obmann G.-A. Klemens Prost über einen Erlaß der steier» märkischen Staithalterei wegen Regelung der Stola-gebühren in der Diözese Lavant nach einem ange-schloflenen Entwürfe. Der Berichterstatter teilte die einzelnen Posten deS vorliegenden Stolaentwurfes mit und betonte, eS sei der k. k. Statthalterei in Graz zu berichten, daß der Gemeindeausschuß der Stadt Cilli damit einverstanden wäre, daß die Stola gebühren sür die Stadt Cilli mit nicht so viel Klassen bestimmt werden, sondern daß dieselben nach der vorliegenden Stolaordnuug nach den Ansätzen: 2. Klasse a mit 91 90 K., 4. Klasse mit 46 94 K., 6. Klasse mit 24-54 K. und 7. Klasse mit 14 40 K. festgesetzt werden. Dieser Antrag des Berichterstatters wird angenommen. Aus Grund der Eingabe des SchulauSschusses der kausmännischen Fortbildungsschule in Cilli um Neuwahl eines Mitgliedes an Stelle des ausgetre-tenen Mitgliedes Josef Bobisut wird über Antrag des Ä.-A. Klemens Prost G A. Otto Eichler als Mitglied in den Schulausschuß der kausmännischen Fortbildungsschule gewählt. Für den Bauausschuß berichtet dessen Obmann G.-A. Ingenieur Wilhelm Rakusch über drei Eingaben der gemeinnützigen Bau- und Wohnungsge-nossenschast in Cilli um Bewilligung der Erbauung von Wohnhäuser» aus den Baugründen in Langen' seld, legte die bezüglichen Fassadepläne vor und stellte den Antrag aus Genehmigung der vorgelegten Fas-sadepläne für die drei in Aussicht genommenen Wohnhausbauten, welcher Antrag angenommen wird. Zur Eingabe des Spenglermeisters Johann Skaberne betreffs Rekonstrukiion der Blitzschutzan-läge auf dem AugmentationSmagazine in Cilli mit dem Kostenvoranschlage von 326-40 K. stellte der Berichterstatter für den Bauausschuß den Antrag, es sei bei dem Umstände, als nur dieses eine C ff ei 1 vorliegt, noch ein Kostenvoranschlag eine« zweiten Sachverständigen tinzuholtn. Angenommen. Zum Berichte des StadtbauamteS, daß fich der vom Dimetzschen Wohnhause abgehende den Neubau der Posojilnica umziehende, in den Betonstraßen-hauptkanal an der Kreuzungsstelle der Schmied- mit der Grazerstroße einmündende Kanal im Zustande des Versalles befindet, stellt dtr Berichterstatter nach eingehender Erörterung der ganzen Sachlage den Antrag, es sei das Brückengewölbe im Zuge der Grazerstraße aufzudecken und gegen das HauS der Posojilnica mit einem Lehmschlag zu versehen. Zoll-te.i hicdurch die Uebelstände nicht behoben werden, so wäre die Ausführung eines Kanales in Erwä' gung zu ziehen. Hiebe! ist festzustellen, ob die Kel-lersohle des HauseS deS Vorschußvereines in jener Niveauhöhe hergestellt ist. wie sie im KollaudierungS-piotokolle angegeben ist; sollte dieS nicht der Fall sein, so wäre der Vorschußverein zur Tragung eineS Teiles der anerlausenen Kosten zu verhalten. Zum Zwecke der endgiltigen Beschlußfassung ist ein neuer Kostenvoranschlag vorzulegen. Dieser Antrag wird angenommen. Nl-ch genauer Erörterung der Eingabe der Therese Kodermann wegen Herstellung des Kanales entlang den Häusern in der Herrengosse gegen den Kaiser Joses-Platz stellte S.-A. Ingenieur Wilhelm Rakusch sür den Bauausschuß den Antrag, eS sei der in Rede stehende Kanal im Zuge der Herren-gasse—Kaiser Joses-Platz nicht herzustellen, weil sich die Stadtgemeinde von der Herstellung dieses Kanales eine Sanierung der Bei Hältnisse auch in sanüärer Rücksicht nicht verspricht und zwar umso-weniger, als die Herrengasse höher gelegen ist, als der Garten des Hauses der Therese Kodermann. Gleichzeitig wurde ausgesprochen, daß die Herstellung des Kanales dann in Erwägung gezogen werden könnte, wenn sich die in Betracht kommenden Haus-besitz« freiwillig verpflichten würden, die Einschlau-chungSgebühren zu bezahle». Dieser Antrag wird angenommen. Für den Finanrausschuß berichtet dessen Ob-mann Bürgermeisterstellvtrtrtter Max Rausch«. DaS Ansuchen der Leiterin deS städtischen Kindergartens Anna Sima um definitive Anstellung wird über An-trag des Unterausschusses abgewiesen, weil «ine defi-nitive Stelle für eine Kindergärtnerin nicht systemi-siert ist. Der Bericht der Landesbürgerschule in Cilli über die Art der Verwendung deS von der Stadt> gemeinde für das Schuljahr 1912/13 zu leistenden LehrmittelbeitrageS von 600 K. wird über Antrag des Berichterstatters zur genehmigenden Kenntnis genommen. Zum Statthaltereierlaß betreffend die Rückgabe der wegen Feuchtigkeit unbenutzbaren Souterrain-lokaliiäten beim LandwehrmarodenhauS in Cilli an die Stadtgemeinde stellt der Berichterstatter nach Er» läuteruug des Sachverhaltes den Antrag, es sei für die oberwähnten Magazine statt eineS jährlichen Betrages von 256 K. nur ein solcher von jährlich 12^ anzusprechen und die betreffende ZustimmungSerklä-rung auszufertigen, welcher Antrag angenommen wird. DaS Ansuchen des Vereines Deutsche Heimat in Wien um Bewilligung eineS Beitrages wird an-läßlich der Beratung des Voranschlages für daS Jahr 1913 in Erwägung gezogen werden. Dem Ansuchen der verehelichten Sicherheitswach-männer um Bewilligung von Brennmateriale sür die bevorstehende WinterSzeit sowie dem gleichen An» suchen der städtischen Mouteinnehmer wird über Anrrag des Finanzausschusses Folge gegeben. Ebenso wird dem Ansuchen deS AmtsdienerS in Ruh« Franz Topoloschegg um Bewilligung von Steinkohle Hatt» gegeben. Mit Rücksicht auf das Ansuchen der Jagd» gesellschaft „Einigkeit" um Ueberlassung des Forst« Hauses unter dem Dostberge nebst dem eingezäunten Garten. Hosräumen und Obstbäumen um den jähr-lichen Pachtschilling von 50 Kronen stellt der Be-richterstatter den Antrag, es sei daS erwähnte ForsthauS der Jagdgesellschaft „Einigkeit" bis Ende Dezember 1912 um den Betrag von 25 Kronen zu verpachten und derselben zu bedeuten, daß die Jagd mit 1. Jänner 1913 zur Ausschreibung ge-langt. Dieser Antrag wird angenommen. Die in Anregung gebrachte Ausschreibung der Jagd mit 1. Jänner 1913 aus >ie Dauer von 6 Jahre» nahm der Bürgermeister zur Kenntnis. Das Ansuchen des steiermärkischen Gewerbe' förderungsinstituteS in Graz um Bewilligung eine» Beitrages wird über den Antrag des Berichterstat-ters der Beratung anläßlich des Voranschlages sür 1913 vorbehalten. Zum Ansuchen des Franz Cassani um Ver-Pachtung des znm städtischen Gute Unterlahnhof gehörigen EiSteicheS um den jährlichen Pachtschilling von 400 Kronen aus die unkündbare Dauer von 5 Jahren und gegen Uebernahme der Verpflichtung, daß in der EiSgewinnung keine Hindernisse in den Weg gelegt werden, wofür die Stadtgemeinde Sorge zu tragen hätte, stellt der Berichterstatter den Antrag, e» fei der EiSteich an Franz Cafsani auf die Dauer 1 Jahres um den Pachtschilling von 400 Krone» und ohne Uebernahme irgend einer weiteren Ver« pflichtung zu verpachten. Dieser Antrag wird mit dem Zusatzantrage de» G.-A. Franz Karbeutz da-hingehend angenommen, daß der Pächter zur Er-Haltung der Straße einen Beitrag zu leisten habe. Das Ansuchen deS Karl Pirker um Verleihung der Konzession sür ein Kinematographentheater wird mit der Begründung abgewiesen, daß kein Lokalbe-darf für diese Konzession vorhanden ist zumal die Stadtgemeinde selbst um eine solche Konzession ansucht. Zum Ansuchen der Mathilde Kaulich um Ge-nehmigung der Fanny Lebitsch als Stellvertreters» in ihrem Gasthause stellt der Berichterstatter G.-A. Karl Mörtl den Antrag, e» sei bezüglich der Person die Vertrauenswürdigkeit auszusprechen, welcher Antrag angenomnien wird. Dem Ansuchen de» Leb« zelter» und WachSzieherS Richard Kraupner um Bewilligung, daß er seinen Stand an Sonn- und Feiertagen und an Mittwochen und Samstagen vor-mittags am Hauptplatze aufstellen dürfe, wird Folge gegeben. Das Ansuchen de» Selchermeister» Joses ReiSner um Verleihung einer Konzession zum AuS-schanke von Bier und Wein in seinem Selcher- Settc 4 Warengeschäfte wird gegen Mangel eines Lokal-bedarfeS abgewiesen. Ebenso wird zum Ansuchen des Frauz Karlonschegg um Verleihung einer Gast-geiverbekonzession sür Lava die Aeußerung abgegeben, daß der Lokalbedars im Stadtgebiete nicht vorhanden ist. Zum Ansuchen der Frau Olga Bo^ii um Vcr-leihung der Gastgewerbekonzession der Frau Mathilde Kaulich ans das Haus Nr. 15 Rathausgasse bei Rücklegung dieser Konzession durch Mathilde Kaulich bemerk der Berichterstatter G.-A. Karl Mörtl, daß die KonzessionSwerberin Olga Bo^ik die Ehegattin des Rechtsanwaltes Dr. Anton Bo^iö ist; nun habe der Ausschuß der steiermirkischen Advokatenkammer in Graz über eine diesbezügliche Ansrage des Stadt-amteS seine Aeußerung dahin abgegeben, daß die Bewerbung der Gattin eines Advokaten um Ber-leihung einer Gast- und Schankgewerbekonzession vom Standpunkte der Wahrung der Standesehre dc« Advokaten sich als vollkommen unstatthaft darstellt. Mit Rücksicht aus diese Aeußerung des Ausschusses der Advokatenkammer stellt der Unterausschuß keinen Antrag. Das Ansuchen der Frau Johanna Koratschin um Verleihung der Konzession zum Ausschanke von Wein in offenen Flaschen über die Gasse und zur Verabreichung von Wein an Stehgäste in ihrem WeinhandlungSlokale wird abgewiesen, weil kein Lokalbedars vorhanden ist. Das Ansuchen deS Martin Ozvirk in Burg-dorf um Bewilligung der Abschreibung eines Betrages von 20*24 K als bezahlte Mautgebühren sür Bau-fuhren wird über Antrag des Berichterstatters G.-A. Gustav Stiger mit Rücksicht auf die günstige Vermögenslage des Gesuchstellers abgewiesen. Vom Iustizdienste. Der erste Präsident deS Obersten Gerichts- und Kasfationshoses hat die derzeit in oberstgerichtlicher Verwendung stehenden Richter Dr. Johann Polec in RadmannSdorf und Franz Ritter Höpler v. Hermingen in Wien zu Ratssekretären beim Obersten Gerichts- und Las-sativnShofe ernannt. vom Finanzdienste. Der Finanzminister hat den Finanzsekretär Dr. Friedrich Jäger zum Ministerialvizesekretär und den Ministerialkonzipisten Dr. Armin v. Kleß zum Finanzsekretär ernannt. Ehrenbürgerernennungen. Die Ge-meindcvenretung von Hölldors bei Pöltschach, in welcher Gemeinde vom Deutschen Schulverein be-kanntlich die erste Roseggerschule der Alpenländer errichtet wurde, hat in ihrer Sitzung vom 28. September den Obmann des Deutschen Schulvereines, Herrn Abgeordneten Dr. Groß, und den Erbauer dieser Schule, SchulvereinshauptleitungSmitglied Herrn Arch'tekien Payer, zu Ehrenbürgern von Hölldorf ernannt. Cillier MSnnergesangverein. Freitag den 4. d. um einviertel 9 Uhr abends findet eine wichtige Uebung statt. Es wird um pünktliche und vollzählige Teilnahme ersucht. Die Einführung des elektrischen Lich-tes in Tilli. Die Borarbeiten für die Herstellung der elektrischen Lichtanlage und der Zuleitung des elektrischen Stromes sind in bestem Zuge und es ist Hoffnung vorhanden, daß wir schon in wenigen Mo-naten in unserer Stadt mit elektrischem Lichte ver-sehen sein werden. Die Stadtgemeinde läßt gegen» wärtig bei den einzelnen Parteien durch Aufnahme-bogen den voraussichtlichen Bedarf an elektrischer Kraft für Beleuchtung«- nnd BetriebSzwecke fest-stellen, um sich ein möglichst genaues Bild über den voraussichtlich wirkliche» Bedarf machen zu können. Zur Beurteilung der in die Aufnahmsbogen aufzu-nehmenden Daten sei hier mitgeteilt, daß die Ab-gäbe deS Stromes an die Parteien entweder unter Einstellung von Zählern erfolgt, so daß also jede Kilowattstunde des Verbrauche« bezahlt wird, oder aber e« den Parteien freigestellt wird, die zu Be-leuchtungSzwecken notwendige Strommenge znm Grundpreis« von 20 Heller für die Kerzenstärke, vermehrt um einen Betrag von 70 Heller für die Kilowattstunde, zu beziehen, so daß eine Flamme von 24 Kerzenstärke unter Zugrundelegung diese« Preise« aus beiläufig 12 Kronen im Jahre zu stehen kommt, und zwar unter der Voraussetzung, daß durchschnittlich »icht «ehr al« eine Stunde im Tage gebrannt wird. Für Parteien, welche einen stärkeren Lichtverbrauch habe» oder habt« wollen, könne« aber Pauschalpreise eingeführt werden, und _ Hevtsche Aal»,» zwar wird vorläufig ein Pauschalpreis von einer Krone für die Kerzenstärke in Aussicht genommen, so daß also eine 24 kerzige Flamme im Jahre auf 24 Kronen zu stehen kommt, wobei jedoch der täg-liche Lichtverbrauch unbeschränkt ist. Die Abgabe des Stromes zu BetriebSzwecke«, also beispielsweise zur Benützung von Plätteisen, Nähmaschinen, Staub-saugern, HolzverkleinernngSmaschmen, Bodenbürsten, dann sür gewerblichen Betrieb erfolgt nur aus Grund von Zählern und wird die Kilowattstunde je nach der Tageszeit der Entnahme des Stromes, der Dauer der Benützung im Tage, der Art des Be-triebeS mit einem Grundpreise von 20 Helln aus« wärtS bis zum Höchstbetrage von 50 Heller für die Kilowattstunde berechnet. Billiger stellt sich natürlich der Preis dann, wenn die Entnahme des Stromes zur Zeit erfolgt, in welcher der Strom nicht sür die Beleuchtung in Anspruch genommen wird, billiger auch dann, wenn der Stromverbrauch ein stärkerer ist, während sür kleinere Betriebe und sür geringeren Verbrauch die höheren Preise in An-rechnung gebracht werden; so beispielsweise dürfte für Plätteisen für die Kilowattstunde ein Betrag von 45 Heller eingehoben werden. Zur Aufklärung bemerken wir noch, daß die Montierung einer Aus. labstelle für den Fall, als nur eine Stelle im Raume installiert wird, auf 20 bis 22 Kronen kommen wird. Für den Fall, als in einem Raume mehrere Auslaßstellen installiert werden, tritt eine Verminderung des Preises ein, jedoch nicht unter 17 Kronen für die Anslaßstelle. In diesem Preise sind natürlich die Preise für die Beleuchtungskörper und für die Zuführung des Stromes von der Aus-laßstelle bis zum Beleuchtungskörper nicht inbe-griffen, fv daß diese also noch separat bezahlt wer-den müffen. Bezüglich der Preise der Beleuchtung«, körper erfahren wir folgendes: Eine gewöhnliche Kipplampe (zum Hängen und Stellen im Schlaf-zimmer) ohne Schirm und sonstige Ausstattung wird von 10 Kronen auswärts zu haben sein. Mit Schirm wird eine solche Lampe bis zu 20 Kronen kosten. Eine Stehlampe in einfacher Ausführung 20 bi« 30 Kronen, eine einfache Pende 15 Kronen, «in zweiarmiger Stangenluster (hauptsächlich sür Geschäftslokale geeignet) komplett 18 Kronen, ei« dreiarmiger Lüster in einfachster Ausführung kom-plett 32 Kronen. Für bessere Ausführungen stellen sich die Preise entsprechend höher. Die Kosten de« Anschlusses von Leitungen, Kabel- beziehungsweise Freileitungen, direkt bis in das HauS, hat der HauS-besitz« zu entrichten und es kostet ein Freileitung«-hausanschluß von maximal 3 Meter, von der Ver-teilungSleitnng bi« zur Innenwand des Gebäudes gemessen, 24 bi« 45 Kronen, sür eine Anschlußlei-tung von maximal 10 Meter stellt sich der Preis auf 31 bi» 60 Kronen und für eine Anschlußlei-tung vo« 20 Meter aus 39 bis 77 Kronen. Die Stadtgemeinde wird nach Inangriffnahme der Her-stelluilg«arbeiten ein Lager für Beleuchtung«artikel, Lampen, Luster usw. errichten, in welchem Muster der einzelnen Beleuchtungskörper zu sehen sein wer-den, so daß die Parteien sich nach diese» Mustern durch die Stadtgemeinde die benötigten Beleuchtung»' körper werden besorgen lassen können. Verleihung des Staatsbürgerrechte«. Dem Spenglermeister JuliuS Obad wurde da« öfter-reichische StaatSbürgerrecht verliehen. Er wurde in den HeimatSverband der Stadtgemeinde Eilli aufgenommen. verband alter Burschenschafter Oester-reich». Ortsgruppe Untersteier. Die nächste gesellige Zusammenkunst, zugleich Besprechung wich-tiger VereinSangelegenheiten. findet Samstag den 5. d. im Wagnerstübl de« Götzschen Brauhause« zu Marburg statt. Unterricht für Tanz und ästhetische Körperbildung. Eduard Eichler« Sohn eröffnet am 4. d. in unserer Stadt einen Kur» für Mittel-fchulbesuchende der oberen Jahrgänge und Erwach-sene, Damen nnd Herren, mit der Unterrichtszeit i/ 7—8 Uhr abends, wie einen Knr« für Kinder von 7 bi« 14 Jahren, Unterrichtszeit 5—'/,7 Uhr Nummer 79 abends. Besonder« der Kinderunterricht sei aus dai wärmste empfohlen, da ein Hauptaugenmerk aus die Anstandslehre und ästhetische Körperbildung in Ver-bindung mit leichten Rundtänzcn gelegt wird. Der Wert dieses Unterrichtes hat in Deutschland schon lange seine richtige Beachtung gesunden, und wird Hierzuort demselben immer wehr Interesse abgewonnen! Anmeldungen wolle man an die Buchhandlung G«org Adler ergehen lassen. Vormerkungen für Solo- und Gruppentänze zu Festlichkeit?» und Ausführungen sind an die Jnstitutsadresse Graz, Bär-g-rgasie 3, zu richte». Dekorierter Gendarmeriewachtmei ster. Am 29. September sand vormittags im Kasernhose der Pioiuerkaserne in Pcttau di« seier-liche Dekorier»,ig de» Bezirksgendarmeriekomma» danten BezirkSwachtmeister Franz Franz mit dein goldenen Verdienstkreuz statt. Zur Feier hatten sich Abordnungen deS Militärs, der Behörden und im-gesähr 120 Gendarmen der Abteilungen Pettcul. Marburg. Cilli und Graz eingefunden. Um 1 Uhr fanden sich die Festteilnehmer im Hotel Stadt Wien zum gemeinsamen Festmahl ein. Bürgermeister und Landtagsabgeordneter Josef Ornig schilderte die Ver-dienste des Dekorierten. Wachtmeister Frauz tritt demnächst in den Ruhestand und wird in St. Bezirk Marburg, seinen Wohnsitz nehmen. MSnnergesangverein Wöllan. Lted-werte deutsche Volksgenossen! Am Sonntag den 6. d. um 2 Uhr nachmittags begeht unser Verein in de, Räumen des Hotel Rak zu Wöllan das Fest der Fahnenweihe, verbunden mit einer Festliedertasei, unter gefälliger Mitwirkung der vollständige» Cillier Musikvereinskapclle. Weihevoll, feierlich, ernstes» freudig sehen unsere Vereinsmitglieder diesen Fest-tag herannahen; ernst, weil er un« an unsere Pflicht erinnern wird; freudig, weil wir darin vie vo» trauten und edlen Herzen gezollte Anerkennung und den dauernden Beweis erblicken, daß auch außer-halb des engeren Kreises die Grundsätze unseres Vereines, der zufolge deS Sprachenstreites hier viel zu leiden hat, anerkannt und gewürdigt werde». Diese edlen Herzen haben un» damit einen Wunsch erfüllt, der so alt ist als der Verein. Die Fahie wird un« sortan leuchtend vorangehen, dem Lere« zur eigenen Ehre und uns zu Schönem und Edlen um sich scharen, zur Pflege des deutschen Liedet, der deutschen Geselligkeit im Schalltale. Wir stelle» nun an die liebwerten deutschen Volksgenossen die herzinnigste Bitte, bei dieser Festlichkeit uns m:> ihrer Anwesenheit auszeichnen zu wollen. Für g>m Unterkunft wird größte Sorge getragen werde». DaS Fest findet im gedeckten und geheitzten Zch> garten, mit elektrischer Beleuchtung versehen, statt. Treu deutschen Gruß. Der Festausschuß. Postablage in Möstin. Mit 1 Oktobn tritt in der Ortschaft Möstin. politischer Be»irk Cilli, eine Postablage in Wirksamkeit, deren Se-schäftSführer auch beicheinigte Postsendunzen z» vermitteln hat. Den B«st«llbereich der Postablaze bildet die Ortschaft Möstin. Der falsche Monteur. Der angebliche Monteuer Johann Krahulec aus Wien kam^zur Spediteurin Fanni Pelle in Cilli, die für eine Ttr»-ßenau«besserung Sand und Schotter lieferte nnd dck sie, ihm 50 K. zu leihen, damit er die Arbeiter anl< zahlen könne. Am nächsten Tage kam er wieder und gab 20 K. zurück, da er von den erh-llleae» 50 K. nur 30 K. verbraucht habe. Einigt T^zt später kam Krahulec neuerlich und erbat sich lA Kronen, damit er di« Arbeiter auszahlen könne. Auch diesmal erhielt er die erbetenen 160 K. danach ließ sich Krahulec nicht mehr blicken. Erst danach wurde in Erfahrung gebracht, daß Krahil« kein Monteur fei und auch keine Arbeiter autj»-zahlen gehabt habe, da er nur al« gewöhnliche Arbeiter bei der Straßenherstellung in Lerwenwj war. Der Raubmörder Pole — verhaftet. Bekanntlich wurde auf den windifchen RaudoSida Pole, welcher den Raubmord von Judenbnrz be> ?inz, unter außergewöhnlichen Aufwand von olgimgSmitteln eine behördliche Jagd veran^lict. Pole flüchtete sich mit der Bahn von Leibnitz wärt«; der Detektiv Jöbstl au« Graz verfolgte ih» unter Begleitung von Gendarmen mit einem A»w-mobil nach Marburg, wo feine Spur verloren grng, die dann später in die Windischen Büheln fiÜjrtt, wo sie vollständig verschwand. ZamStag wurde im au« Luttenberg telegraphiert, daß der Raubmörder Pvlc in der dortigen Gemeindekanzlei vom Gemeinde-sekretär Herrn Koller festgenommen wurde. wird der Unhold der verdienten Straft zuarfiihr! werden können; dem Lnttenberger GemeindefeknÄr Atummer 79 aber gebührt die vollste Anerkennung, die hoffen! -lich auch durch die zuständige Stelle zum Ausdrucke gebracht werden wird. Pole wurde SamStag nachmittag dem Preisgerichte Leobeu eingeliefert. Mit 90.000 Kronen durchgebrannt. Der Kassier Joses Mlaker der Eskomptebankfiliale Leoben ist SamStag den 28. September flüchtig ge» worden. Die sosort vorgenommene Revision hat er-geben, daß er von den ihm anvertrauten Werten der Bank Bargeld, Kupons und Wertpapiere im Gesamtbetrage von 90.000 Kronen entwendet hat, während die Kundendepots vollkommen intakt be-funden worden sind. Die Verfolgung des Flüchtigen wurde bereits eingeleitet. — Wie weiter gemeldet wurde, wurde die Direktion der Eskomptebank von der Familie MlakerS selbst von dessen Flucht verständigt, woraus sich Direktor Willheim sofort nach Leoben begab und die Revision vornahm, die daS oben erwähnte Ergebnis hatte. Mlaker war seit der Eröffnung der Filiale Leoben (Jänner d. I.) dort als Kassier tätig. Vorher war er zwei Jahre in der Filiale Marburg der Steiermärkischen Eskompte-bank beschästigt, zu der er als Beamter von der Südmärkischen VolkSbank gekommen war. Mlaker hatte den Diebstahl während der kurzen Zeit, als ihm der Beamte, der die Gegensperre hatte, den Rücken kehrte, verübt. Mlaker hat sich selbst gerichtet. Er wurde Dienstag in einem Gasthause in Kitzegg bei Leibnitz als Leiche aufgefunden. Er hatte mit einem Revolverfchufse seinem Leben ein Ende be-reitt. Mlaker hinterläßt eine Frau mit 9 Kindern. Großes Schadenfeuer durch Brand-legung. Man schreibt auS Schönstein: Am 27. Sep-temder begaben sich die BesitzerSleute Binzenz und Ma»ie Eesar in Britz zum Bezirksgerichte. Ihre drei Kinder ließen sie ohne Aufsicht. Während ihrer Abwesenheit kam ein Mann und fragte die Kinder, ob die Eltern daheim seien. Als er ersuhr, daß diese sich nach Schönstem begeben hätten, entfernte er sich und ging hinter das Wirtschaftsgebäude. Balv daraus züngelten Flammen empor, die auch aus daS Stall gebäude übergriffen und eS in Asche legten. Glücklicherweise gelang eS den Nachbarn, daS Vieh zu reltten, jedoch verbrannten mehrere landwirtfchaft-liche Maschine» und sämtliche Futtervorräte. Der Brandschaden beläuft sich auf 15.000 Kronen und ist nuir teilweise durch Versicherung gedeckt. Lehrlingsvermittlung des Bereines Siidmark. Gesucht werden Lehrlinge sür folgende Sewe-rbe: Maler und Anstreicher, Tischler, Rauch-fangkehrer, Bäcker, Kürschner, Glaser. Spengler. Wagner und orthopäd. Schuhmacher. Die Vermittlung erfolgt kostenlos durch den Verein Südmark in Graz, Joanneumring 11. Südmarkkarten. Die letzte Kartensolge. 20 farbige Alpenlandschaftsbilder umfasfeud. war den zahlreichen Wanderern zugedacht, die gerade zur Sommer»- und Herbstzeit die alpenländifche Bergwelt durchstreife« und gern dort Halt machen, wo malerische und historische Romantik zum Ber-weilen und zu künstlerischem Schauen einladet. 20 einzig schöne Ausschnitte von Bau- und Berg-romantik sind zur dauernden Erinnerung an ge-schaute Schönheit aus bunten Blättern festgebannt, daruutler Pilgerstätten, di« vielen Deutschen «in Ziel der Waudersehnsucht find, wie Hallstadt, Hohen-salztuirg, Schloß Tirol, der grüne See, das Batzen-häutl, der Gosausee und andere Perlen malerischer GebirZSschonbeit. Roch ist von dem Bilderschatz, der mit dien besten Landschaftskarten wetteisern kann, nicht oalleS an den Mann gekommen, so daß Samm-ler »ntd Liebhaber vo» künstlerischen LandschaftSbil-dern moch immer Gelegenheit haben, Südmarkland-fchaftStkarten zu erwerben. Als weitere Neuheiten «erden, Jagd-, WeihnachtS- und Neujahrskarten er-scheuem. Verkrachte kroatische Versicherung«- anftaUten. Der Zuiammenbruch der beiden kroa-tischen Versicherungsanstalten „Jadran" und „Balkan" iries auch in Uulersteiermark unter den Slo-»enen Bestürzung hervor, umsomehr, da viele als Mitglieder den beiden auf genossenschaftlicher Grund-läge «uuigebauien Versicherungsanstalten angehörten. Beide ZAnfialten hatten vor Jahren nach Unterste!«-«ark AZzenten entsendet, die den Slowenen einredeten, ei sei eine nationale Tat, durch Beitritt als Ge-nossensächofter die «ine oder die andere Genossenschaft »ateriel'll zu unterstützen, damit sie den Kampf gegen die haunplsichlich deutschen Versicherungsanstalt«» er-folgreichd bis zu deren Verdrängung, namentlich auf dem Mebiete der Lebensversicherung, durchführen könnten^. Zeder Genossenschafter müßte indessen einen Anteil »»on 200 K. zeichnen, der aber in 20 Monatsraten eiemgezahlt werde» konnte und nach Versicherung ber Agezenten mit 5 Prozent und einem Anteil an Deutsche Wacht dem Reingewinn verzinst würde. Dies reizte natür» lich hauptsächlich die kleinen Sparer, die nun das Nachsehen nach ihren Sparkreuzern haben. Der Gipfelpunkt windifchklerikaler Heuchelei. Die Ernennung des tschechischnationalen Ackerbauministers Zenker hat — man höre und staune — die „Apposition" der Slowenen gegen die Regierung verschärft! In einer Sonntag in Rei-chenburg abgehaltenen Versammlung des Slowe-nischen BauernvereineS sprach Abg. Dr. Korosec über die bevorstehende politische Lage. Er erklärte u. a.: „Das Ministerium der Kapazitäten ist durch die Ernennung deS SenatSpräsidenten Zenker zum Ackcrbauminister komplettiert, worden. Dadurch hat die Position des jetzigen Kabinetts kaum eine Stär-kung erfahren, denn bei allen Agrariern hat diese Ernennung Mißstimmung hervorgerusen. Für die Mitglieder des kroatisch, slowenischen Klubs ist das Ereignis nur ein Grund mehr, um ihre oppositionelle Haltung zum gegenwärtigen Regierungssystem zu verschärfen. Schließlich nahm die Versammlung ein-stimmig eine Resolution an, in der die Mitglieder des kroatisch.slowenischen Klubs aufgefordert werden, sogleich zu Beginn der Herbstscssion deS ReichSrateS zur Wahrung der nationalen und agrarischen In-teressen deS kroatisch.slowenischen Volkes gegen das jetzige RegierungSsystem entschieden Stellung zu nehmen. vermischtes. Zahlungsschwierigkeiten im Fest-komitee des encharistischen Kongresses. Anläßlich der Vorbereitungen zum euchanstischen Kongreß wurden vom Festkomitee zahlreiche Personen mit Lokal- oder Sprachkenntnissen als Führer für die auswärtigen Teilnehmer bestellt. Die vereinbarte Honorieiung derselben verzögerte sich nun, indem ihnen unter anderen erklär! wird, das Festkomitee schließe mit einem großen Defizit ab, zahlreiche Be-amte und Lehrer hätten sich auch zur kostenlosen Dienstleistung angeboten, die anderen würden daher wohl mit einem VerköstignngSbeitrag vo» 5 Kronen täglich vorlieb nehmen müssen. ES ist nicht ausge-schlössen, daß es diesbezüglich zu unangenehmen Weiterungen kommt. ..Bonisa z" fordert zumBoykott auf. Zu diesem Behufe erfindet er eine Geschichte von einem Barbier, der während seiner Arbeit einen Frommen deshalb beleidigt, weil er seiner Ein-ladung, zur Christine»« zu kommen, nicht entsprechen will. Prompt greift der Fromme, der auch der Reiche ist, in die Tasche, bezahlt und entläßt den Barbier mit den Worten: „Herr N., einem Menschen, der nicht an Gott, nicht an Himmel, Hölle, nicht an die Unsterblichkeit seiner Seele glaubt, dem vertraue ich nicht einmal meinen Hund an, also sicher nicht meinen Hals." Ich frage: Ist es bei solcher Lektüre, die in der Kirche verabsolgt wird und die dem Satze: „Liebe deinen Nächsten, tue Gutes denen, die dich hassen" . . . schnurrstracks zuwiderläuft, so sehr verwunderlich, wenn die reli-giöse Toleranz immer mehr schwindet und ein Zelotismus sich breit macht, der bald die undnlb-sumsten Zeiten des Mittelalters in den Schatten stellen wird. Weil der Barbier während seiner Ar-beit dem Frommen nicht zu Gefallen spricht, fliegt er, kommt um seine Arbeit, seine Familie um Brot. Schlechtes Fett. Im Wiener Allgemeinen Krankenhause sind von 140 Aerzten, die gemeinsam im öpeisesaal gegtssrn hatten, 80 unter BergistungS-erscheinungen erkrankt, darunter 10 schwer. Während man zuerst glaubte, daß Vanillecreme in der Mehlspeise die Ursache der Vergiftung war, hat die weitere Untersuchung ergeben, daß die» nicht der Fall ist, sonder« daß wahrscheinlich durch schlechtes Fett «in« Jnseknon«krankheit, der sogenannte Para-tWhus, die Aerzte befallen hat. Sin Krach in Agram. Bar kurzem wurde der Direktor der Versicherungskasse Jadram wegen Betrügereien zu einer mehrjährigen Kerkerstrafe ver-urteilt. Während der Verhandlung kamen auch die Verhältnisse «i den übrigen Sterbekassen zur Sprache und die Folge war, daß vie Staatsanwaltschaft die Untersuchung auch gegen die Anstalt „Balkan" an-ordnete, deren Direktor verhaftet wurde. Ueber die Sterbekass« „Balkan' wurde nunmehr dir Kontur» verhängt. Auch die große Druckereisirma Anton Scholz ist in den Kreis der Sterbekafsen mit einbezogen. Die Verbindlichkeiten der Druckerei sollen 600.000 St. betragen und es mußte der Konkurs über das Un-ternehmen verhängt werden. Infolgedessen wurde auch das Erscheinen deS .Neuen TagblatteS" ringe-stellt. I» Verbindung mit diesen Zusammenbrachen Seite 5 erfolgte auch die KonkurSverhängung über eine Bau-Unternehmerfirma und drei Kaufleute. Woran erkennt man frischgeschos« sene Rebhühner? Hühner, die erst seit 24 Stunden geschossen sind, zeigen unter dem Lide ein klares Auge. Nach weiteren 24 Stunden wird das Auge maller und matter, um schließlich welk zu werden, oder mehr oder weniger einzutrocknen. Ein gutes ErkennnngSmiltel, ob man snschgeschossene Red-hühner vor sich hat, besteht auch in der Verfassung der Zunge und deS Rachens. Wenn sich bei aus-gesperrtem Schnabel das Innere grünlich angelaufen zeigt, dann ist eS ratsam, daS betreffende Huhn nicht anzukaufen. Wer feiner Sache noch sicherer fein will, braucht nur in den aufgesperrten Schnabel hineinzuriechen; man wird dabei rasch die Lagerzeit des HuhneS feststellen können. Ferner sei bemerkt, daß Rebhühner, welche schon vor mehreren Tagen geschossen wurden, eine welkere Brust haben, als frischerlegte, deren Brustwildbret sich kernig und frst anfühlt. Ein sicheres Zeichen, daß ein Huhn schon bedeutend Hautgout hat. besteht darin, daß die Fe-dern, namentlich am Bauche, sehr locker sitzen. Ziegen als Ammen. In Ungarn, wo der Staat den Kinderschutz unter senie Regie genommen ha«, hat der Generalinspcktor der Kinderasyle Mi-nisterialrat von Russq zur Herabsetzung der Säug-lingssteiblichkeit den Versuch gemacht, bei jungen, nach tierärztlicher Untersuchung unbedingt gesunden Ziegen Säuglinge anlegen zu lassen. Di« Säulinge nahmen die Ziegenmilch gern, blieben gesund und entwickelten sich gut, wie auch die Ziegeu sich gut in ihre Rolle als Amme sügten. Massenkonkurse in Agram > Der finanzielle Zusammenbruch der Sterbesparkasse „Bai-kan" und „Jadran" zieht immer weitere Kreise. Vor kurzem wurde der Direktor der Versicherung« kasse „Jadran" wegen Betrügereien zu mehrjähriger Kerkerstrase verurteilt. Bei der Verhandlung kamen auch die Verhältnisse bei den übrigen Sterbespar-fassen zur Sprache und die Folge war, daß die Staatsanwaltschaft di« Untersuchung auch gegen die Anstalt „Balkan" anordnete, deren Direktor Albini verhaftet wurde. Gegen die übrigen Funktionäre der Anstalt wurde eine strafgerichtliche Untersuchung ein-geleitet. Nunmehr wurde über die Sterbekasse „Balkan" der Konkurs verhängt. Die Forderungen der Gläubiger werden auf 700 000 K. beziffert, denen fast gar keine Aktiven gegenüberstehen. Einer der Hauptgläubiger ist der Agramer Advokat Doktor Schönstein, über dessen Vermögen ebenfalls der Konkurs verhängt werden mußte. Auch die große, alte Druckereifirma Anton Scholz, in deren Verlag die Zeiluugen Neues Tagblatt und Novosti erschie-n«n, ist in den Krach mileinbezogen. Di« Verbind» achtelten dieses Unternehmens betragen zirka 600.000 Kronen, denen nur geringe Aktivposten gegenüber-stehen. Ueber daS Diuckereiunternehmen Scholz mußte ebenfalls der Konkurs verhängt werden und wurde das Ersche neu des Neuen TagblatteS einge-stellt. In Verbindung mit diesen Fallisement» er-folgte auch die KonkurSverhängung über die Bau-Unternehmung Franz Zeitlberger und drei andere Kaufleute. Englands Nahrungszusuhr im Kriege. „Unsere Gesahr im Kriege ist Hungersnot und nicht Invasion" — dies Wort von Sharle» Beressord erhält seine zahlenmäßige Bestätigung durch ein so-eben veröffentlichte» Buch deS Parlamentsmitgliedes Eharle» Bathurst. Danach wurde lv45 noch die ganze britisch« Bevölkerung tatsächlich mit heimischem Weizen ernährt. Heute genügte der englische Weizen nur noch zur Ernährnng von 4,500 000 Menschen, bei einer Bevölkerung Eugland» von 4b Millionen. Das Mittelländische Meer, durch das 60 Prozent aller Nahrungsmittel nach England kommen, ist von Schiffen entblöst. Als Maßnahmen gegen diese be-denklichen Erscheinungen schlägt nun Bathurst vor, entweder «oh« nationale VorratSsoeicher z» errichten, in denen Nahrungsmittel sür Aälle der Not auf-gehäuft werde» oder zur Ermuiigun^ der heimischen Weizenkultur den Weizendauern eine Prämie zu Raffinierter Selbstmord eines Zwölfjährigen. Im Norden Berlins erschoß sich der zivvlfjährlge Gemeindeschüler Georg Linke. Georg Link, der Sohn des BauNempner» Karl Linke, war «it seinen zwölf Jahren ein lebhafter, gesunder Knade Am selben Tage sollte seine Klaffe einen Ausflug machen. Georg hatte Geld dazu von seiner Mutter erhalten, es an den Klassenlehrer abgeliefert und sprach noch kurz zuvor mit seiner Mutter vo» dem Ausfluge. Georg schickte bald darauf sei« Mutter und sein Sjähriges Schwester-chen unter einem Verwände au» der Wohnung weg. e.ifc 6 K^uL»»qe Witcht &nasui 79 Als die Kleine zurückkam, fand sie die Tür ver-schloßen. Sie ging an das Fenster der zu ebener Erde gelegenen Wohnung und sah nun ihren Bru-der stöhnend neben dem Bett liegen. Sie holte die Nachbarn zu Hilfe. Georg war inzwischen gestor« den. Er hatte sich bis aufs Hemd entkleidet aus sein Bett gelegt, den Tesching seines VaterS mit dem Kolben in eine am Bett befestigte Schlinge ge« legt, die Mündung gegen das Herz gedrückt und mit einer an den Abzug gebundenen Schnur abge-zogen. So wenig häusliche Verhältnisse die Ursache zu der Tat gewesen sein können, so wenig lag auch in der Schule ein Grund vor. der Georg Linke zum Lebensüberdruß veranlaßt haben könnte. Sein Klassenlehrer stellte ihm das beste Zeugnis aus. Auch sanden sich in feinem Besitz nur gute Bücher. Schriftlich hat Georg nichts hinterlassen, auch zu niemanden von seiner selbstmörderischen Absicht ge-redet. — Die Eltern, die Schule und alle, die ihn kannten, stehen vor einem Rätsel. spotfo ♦Ker^n* 7eifüfe ol/pr Harken Gräfin Wal dau heiratet eint» Rauchfangkehre r. In Steinamanger fa"d die Trauung der Witwe des Grasen Waloau mit dem Rauchsangkehrer Ludwig Bauer statt. Der ver-starben? Gras Waldau stammt auS einer alten öfter-reichischku AdelSsamilie und gehörte der engeren Umgebung des Kronprinzen Rudolf an, in dessen Gesellschaft er sich zuletzt in Schloß Meyerling be-sand. Nach dem Tode des Kronprinzen ging Gras Waldau nach Amerika, wo er eine Ungarin heira-tete. Als er wenige Jahre später starb, kehrte seine Witwe in ihre Heimat zurück, wo sie in sehr be-scheiden?« Verhältnissen lebte und schließlich ihr mehrjähriges Zusammenleben mit dem Rauchsang-lehrer Ludwig Bauer durch die jetzt geschlossene Ehe legitimierte. DasAbenteuer einer jungenAmeri-k a n e r i n. Bon einem Raub und Einbruch in der Manier RafsleS wird ron New A^rk berichtet: Am 7. Juli war George Witson, ein berüchtigter Ein-brecher, aus dem Toms'Gesängnis in New Dork ent-kommen. Seitdem hatte er sich in den seinsten Hotels von Atlantic Cily, einem Badeorte in Pensylvanien, herumgetrieben, wo er als Sohn eines Millionärs galt. Im Hotel wurde er mit einer New-Aorker Millionenerbin namens Lily Price und deren Freun« binnen bekannt. Letzter Taye war er abends der Gast dieser jungen Damen. Beim Kaffee kam die Sprache auf gewisse, in jüngster Zeit passierte schaurige Ein-brüche und Räubereien. Fräulein Price erklärte, sich kein wunderbareres Abenteuer denken zu können, als von einem Einbrecher überrascht zu werden. In der folgenden Nacht schon hatte sie dieses Vergnügen! Ein maskierter Mann stand vor ihrem Bett und forderte, mit dem Revolver in der Hand, die Her. auSgabe ihrer Diamanten und des Geldes. Der Räuber erhielt beides. Fräulein Price schrie nicht und wehrte sich nicht, sondern verhielt sich mäuSchen-still bis zum nächsten Morgen. Dann erst setzte sie die Hotelverwaltung von ihrer Beraubung in Kennt-niS. Die Hotelgäste scharten sich um Fräulein Price, als diese, von Geheimpolizisten begleitet, im Salon erschien. Unter ihnen war auch Witson. Die Poli-zisten erkannten ihn sofort als einen alten Verbrecher und fanden auch die dem Fräulein Price geraubten Schmucksachen in seinem Zimmer. Schrifttum. Ein treuer Freund ist Goldes wert! Der beste Freund für stille Stunden wie für den Familienkreis ist eine gute Zeitschrift! An erster Stelle als vornehmstes illustriertes Familien- und Frauenblatt der Monarchie steht heute die „Familien-und Modeu-Zeitung sür Oesterreich-Ungarn". Einer der schönsten Vorzüge, denen die „Familien- und Moden-Zeituug für Oesterreich-Ungarn" ihre B^ liebtheit und große Verbreitung verdankt, liegt in der Vielseitigkeit und Reichhaltigkeit des Programms. Sie ist in ihrem praktischen Teil eine Frauen- und Modenzeitschrist mit zahlreichen Moden-, Wäsche-und Handarbeitsmodellen zur Selbstanfertigung, sie bringt in ihrem hauswirtschaftlichen Teil viele er-probte Kochrezepte und praktische Ratschläge und ist serner in ihrem unterhaltenden Teil eine alle Ge-biete des Wissens, der Kunst und deS öffentlichen Lebens berücksichtigende Familien-Zeitung mit erst-klassigen Romanen, reich illustrierten belehrenden Artikeln, sowie mit einer sarbenprächtigen Kunstbei-läge in jedem Heft. Bei aller Reichhaltigkeit und Vielseitigkeit kostet die „Familien- »nd Moden-Zei-tung sür Oesterreich-Ungarn" nur 24 Heller wöchentlich. Alle« Nähere wolle man uus dem der heuti-gen Nummer beiliegenden Prospekt ersehen. Abon-nementS nehmen alle Buchhandlungen entgegen. Wo keine Buchhandlung bekannt ist, bestelle man bei der Administration, Wien 1. Bezirk, Domini-kanerbastei 10. Der Herbst, der wunderbare Maler, särbt jetzt in der Natur das Laub in allen möglichen Nuancen. Auch die Frauenwelt sucht sich jetzt zu schmücken in Gewändern aller Farben. 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Bezirksgerichte, Amtszimmer Nr. 3, am ; 15. Oktober 1912 Vonnaittag um 10 Ubr, die Realität E -Z. 62, K.-G. Markt TOffer, im W»ge;e freiwilliger Versteigerung dem Meistbietenden hintangegeben werden. Die Realität ist in der schönsten Lage von Tüffer, knapp am Sannkai ggelegen, vom Sannbade 3 Minuten, vom heilkräftigen Franz Josefs-Bade s 15 Minuten, von der Hauptstrecke Wien-Triest 5 Minuten entfernt. Die Realität besteht ans einem parkartigen (Zarten, einem einstöckigen nnd e einem ebenerdigen Wohnhause. Das erstere Wohnbaus enthält im Hochparterre eine Wohnung mit 3 Zimmmern, Balkon samt Kebenräumen, im ersten Stockwerke eine Wohnung mit 4 4 Zimmer, Balkon und Nebenräumen, überdies ein Dachzimmer, Keller und DDichbodenräume. 1 Das ebenerdige Wohnhaus enthält 2 Zimmer, Küche und Vorraum. 1 Der Garten ist Nutz- und Ziergarten mit parkartigen, schattigen Stellen. 1 Das geringste Gebot beträgt 20.000 K, unter diesem Betrage findet «in Verkauf nicht statt. J Jeder Bieter hat ein Vadium per 2000 K in Barem oder mündelsicheren "Wertpapieren zu erlegen. 1 7000 E können liegen belassen werden. 1 Die Ver8teigerungsb«dingungen und der Grundbuchsauszug können »ährenend der Geschäftskunden in der Gerichtskanzlei eingesehen werden . K k. Bezirksgericht Tüffer, Abteilung I, am 25. September 1912. Z. 447. Kundmachung. Gemäss g 83 der im Jahre 189!» vom Landesansachasse für di« steierniärkischen Landes-Siechenanstalten erlassenen Kanzlei-Vorschriften schreibt die gefertigte Anetalt für das Jahr 1918 die Lieferung von : Fleisch, .Hohl, Gebäck, Milch, Hßlsenfrßchten, Bier, Holz, Steinkohlen, Bettenstroh, Totensärgen, Stockzucker, Würfelzucker, Santo» Kaffeebohnen, Enrilo-Feigen-Kaffee, Stocksalz, Meersalz, Kniicon Reis, Bruchreis, Tafelöl, Leccer Speiseöl, Rühöl, Petroleum, Stearinkerzen, Essigessenz, Pflanzenfett (Kunerol), gedörrte Zwetschken, Kernseife, Schichtseife, Bohnen, Linsen. Erbsen, Rollgerste, Hirse-brein, sowie die Beistelluni; von Wirtschaftsfuhren und die Kamin-segerarbeiten, diese pro 1913—1915 im OlTertwege aus. Die mit einem Kronetslempel verseheneu Oflerte sind unter Anführung des Namen« des Offerenten und des offerierten Artikels am Umschlage des Offertes geschlossen bis längstens 31. Oktober 1912 bei der gefertigten Verwaltung zu Oberreichen. Hievun ergeht die allgemeine Bekanntgabe mit der Einladung zur Beteiligung mit dem Bemerken, dass bezüglich der Spezereiwaren. welch« bemustert werden rriUn»en, der LandeM-Anaschu** «ich vorbehält die eingebrachten Offerte »tait in ihrer Gänze nnr hinsichtlich einzelner darin angebotener Artikel anzunehmen nnd das« die Lieserangebedlngnisse, welch« für di -Lieferanten, der««. Offerte angenommen wurden, in allen darin enthaltenen Punkten unbedingt bindend sind, bei der gefertigten Verwaltung eingesehen werden können. Landes-Siechenanstalts-Verwaltung in Hochenegg bei Cilli, am 1. Oktober 1012. III yisitkarien liefert rasch und billigst Vereinsbuchdruckerei Celeja III Realitäten -Verkehrs-Vermittlung der Stadtgemeinde Cilli. Eine Realität bestehend aus Wohnhatu, Wirtschaftsgebäude und Scheuer mit */4 Joch grossem eingezäunten Gemüsegarten sowie 1 Joch Wiese, 10 Miu vom Kurorte Bohitsch-Sauerbrnnn entfernt, zu verkaufen. Ein Besitz in der Nähe von Cilli, bestehend aus 3 nebeneinanderstehenden Wohnhäusern mit eingerichtetem G-nthauie nnd Tabaktrank, sowie Grand im Flächenmasse von 1 b 47 a und Garten nebst 2 Kühen und 3 Schweinen ist wegen Uebersiedlung sofort preiswert zn verkaufen. Sehr nette Villa m der unmittelbarsten Nähe von Cilli, ein Stock hoch, mit 17 Wohnräumen, nebst grossen Garten, reizende Aussicht, ist sofort preiswert zu verkaufen. Weingartenrealität in der Gemeinde Tüchern, mit Wohnhaus. Stall, Presse, Holzlage, Schweine-stall, 2 Joch Rebengrund nebst grosser Wiese. Preis 6500IL Sofort verkäuflich. 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