VxS«»«rr»ti»,--Preis« Für Laibach: »a«,j»hrig . . 8 fl. 40 tr. H«ttAhrig . . 4 „ 80 „ «iertelsthrig . 2 „ 10 „ Äoeetll« - - - — . 70 „ Mit der Post: Ganzjährig...........12 fl. Halbjährig........... 6 „ Bierteljiihrig....... 3 „ Laibacher Für Zustellung in» Hau« viertel). 25 kr., monetl. 9 tr. CinjttHc Kammern 6 kr. TJ Anonyme Miltheilungen werden nicht beritckfiLtigt; Manuskripte nicht zmückgesendet. Redacti««: Bahnhosgaffe fix. 16. «rpedtt»,»«- * Iuseraten-fhtram: «ongreßplatz Nr. S (Buchhandlung een Jg. e. »lein-mayr 4 gtb. Bamberg.) 3#jtrtUn*Dttift: Für dir «inlpeltlfle Petit»eile ä 4 lt., bei wiederbolter Einschaltung t 8 kr. «njngen vei größeren tznseÄ't«, und Öfterer EinsLaltunA «tfpr»»--? chender Rabatt. .' Für compljjpÄrttn Satz " " bete Vergütung. Nr. 23. , 29. Jänner 1877. — Morgen: Martina. 10. Jahrgang." Ei» energischer Alt. Bit Kaiser hat den Tiroler Landtag aufgelöst, ein tausendfache« Echo roita diese kaiserliche Botschaft in alle Gaue Tirol« tragen. Endlich, nach Verlauf von neun Monaten, entschloß sich die österreichische Regierutitz zu einest energischen Akt, fie versperrte den pflichtvergessenen, fahnenflüchtigen, ultramontanen Komödianten in Tirol bit Thür zur Landtagsstube, die Schlepp» und Äouch'fttfjitäger de« unfehlbaren hohen Priester« zu Brixen erhielten den Lauspaß. Wir wollen hoffen, daß die Geiichle im Lande Tirol nicht Veranlassung haben werden, gegen die versaffungSfeindliche Sippschaft wegen verbotener Rückkehr Amt zu handeln. 6« mußte so kommen, wie e« kam! Mögen jene Landlage, in deren Stuben ähnliche Lüfte, wie in Innsbruck wehen, in dem neuesten energischen Akte der Regierung einen Warnung«- und Mahn-ruf erblicken I Dir zu hoch gespannten Saiten mußten reißen. Die österreichische Regierung mußte endlich einmal gegen dir verzogenen und verhätschelten Rinder mit der Ruthe einschreiten; Hätte sie diesen energischen Akt schon vor JahreSf.ist vollzogen, so hätte fie der Verfassung die im Vorjahre zugefügte Schädigung erspart. Möge der Geist der Verfassung da« Füllhorn seiner erleuchtenden Gnade über 'da« Haupt dt« Regierungsleiters in Tirol «»«schütten, damit er die nölhige Umsicht und Energie gewinne, der Agi tation der Ullramontancn ein Ende zu machen. Die Bevölkerung Tirol« muß eint« Bessern belehrt, die Opposition der Ultramontanen gebrochen, da« Ködern der gesalbten Hechte eingestellt werden. Die liberal«» Abgeordneten, die liberale Presse in Tirol, der Innsbrucker Gemcinderath, erhoben sich wie ein Mann gegen die vom Landesausschuffe unberechtigt voll-zogene Sleoervotirrung. Diesem Akie haben die Ultramontanen die Auflösung de« Landtage« ztl danken. Die Regierung und die liberale Partei in Tirül werden alle Hebel in Bewegung setzen müssen, um zu verhülen, daß der neue Tiroler Landtag in die Fußtapsen de» alten tritt. 6« müssen alle Apparate in Betrieb kommen, um der ultra-montanen Partei die Herrschaft im Lande zu entreißen. Dem ersten energische« der Auflösung de« Tiroler Landtage«, möge ein zweiter, ebenso energischer, folgen, nämlich — die Unschädlichmachung der ultramontanen Partei. -‘ . Reichsralh. 2 2 8. Sitzung de« Abgeordnetenhauses. Da«: Hau« lehnt den Entwurf de« Wein-s ch utz'Ge setze« ab und schreitet zum zweiten Punkte'der Tagesordnung, brtttffend die Petitionen um Herstellung einer Eisenbahn von Laibach «ach Karlstadt, eventuell JosefSthal. Abg. Dr. Schaffer unterstützt den Antrag de« Berichterstatter« Dr/Wedl — die eingelangten 76 Petitionen der Regierung zur Würdigung «betreten-'— indem er den Nutzen und die Nothwtndig-keil dieser Eisenbahn, namentlich für U n t e r f t a i n, ausführlich beleuchtet. Das Land Krain sei von jeher mit Bahn«« stiefmütterlich bedacht worden: die Südbahn gehe nur durch einen kleine» und den unfruchtbarsten Theil de« Lande« durch — Krain mußte nun jahrelang auf eine zweite Bahn warten, bi« endlich dir Rudolfbahn kam, die.von Tarvi« nach Laibach geführt wurde. Jedoch gerade Unterkrain, -da« reichste, mit Holz und Kohle gesegnetste Land — e« befinden sich nahezu 1000 Joch Urwald in diesem Lande — hat keine Eisenbahn. Rlchi«drsto>> weniger hat fich schon dort ein« Industrie au«» gebildet, allein sie braucht zu ihrem Prosperier«» ein« Eisenbahn. Ebenso befinde fich in Unterkraia ein warme« Bad, da« schon heute vielen Krank«» Genesung bringt und von welchem sich die grüß«» Capacitäte» der Medizin dahin ausgesprochen, daß es sehr gut besucht werden würde, wenn e« an einer Eisenbahn läge. E« seien noch dir elementare» E«^ eignifse von 1878 und 1874 htnzugekvmmen, welche nothwendig eine Aufbesserung dies» Gegend er-heischm^ Allein auch vom Slandpukte dt«! gesammt» staatliche« .Interesse« hakte « f»ie Frage der Er« richtung dieser Bahn für eine notwendige. Sie müßte eine Lücke aussülli», die-wischen der Rudolf, bahn und den dalmatinischen Bahne« fich befindet E» sei nolhwendig, daß man die dalmatinische» Bahnen mit dem österreichischen Bahnnetze verbinde und diese Verbindung kann nur durch die'Unter« krainer Bahn hergestellt werden. Wm» man die Verbindung nicht Herstellen würde, so wären-» die Millionen, welche die dalmatinischen Bahnen-gekostet haben, nur zugunsten der tran«le»hanischen Nachbarn Keuilleton. Das Geheimnis des rothe« Hauses. Roman von Arnold Werner. (Fortsetzung.) Sie trocknete fich die Augen und «widerte: «Nein, mein Herr, mein Vater hat tt auf ein ‘ W 9‘miethet, weil man ihm gesagt, daß dir frische ''»tutiujt ytuurutn jtm. Ihr Kopf sank auf hie Brust/' ihre Augek blickten zur Erde, oti sähe fie vor fich schon da« Grab gähne». ^ Jedes traurige W^rt, da« ihre» blafft» Lippe» rnlfloh, vermehrte da« Mitleid de« jungen Mannt«, r ..Lassen Sie die Hoffnung nicht finken, mein *t”d, sagte er. „Ich muß jetzt zwar wieder tiach Pari« zurück und werde dann auf einige Tage verreisen; aber ehe ich abreise, werde ich Ihne» einen Arzt senden.' Da« blaffe Kind antwortete nicht. 6t faßte sanft ihre Hand. „Und wenn rch wieder in Pari» biti, so werde ich Sie besuchen. Nicht wahr, Sie glauben, daß ich ihr Freünd bin — Sie werden mich von hellte an al« einett föNbe* betrachte*?" i - ‘ Ein schwache« Lächeln spielte wie ein kurzer Sonnenblick °m'ihre Lippen. In diesem Lächeln latz' ei» kittbliche» Vertrauen. ..Noch eknckal, der Arzt soll bald hier sein."1 Er drückte sanft die abgemagerte, fast durchsichtige Hand der Kranken, indem er »ach ihrem Name» fragte. „Maüha," erwiderte fir. „Und Ihr Vater Simon?" „Ja, meinHtrr, er trügt lebten ändern Namen?" „Adieu beim für heute, vertrauen &t auf Gott und bit Hilft titttl wahren Frtundt«?' Wenige Minuten darauf lag der Garti» mit gm Mädchen hintir Mn. Auf dem Heimwege nach'Päri» sagte « »ttfich ftlbstr „Ich wagte nicht, ihr heute Geld anzubirttn; fie hätte e« wahrscheinlich zurückgewiesen. Aber ich werde mit Leon von Eourtenay sprechen imb ihn beauftrage» —' et befftzt in solche» Dingen mehr Mvch al« ich. um jeden Vrei« mti|Lba« 'Wt hert-schade Elend gemilbert werdend Trdtz de« Borurthrile«, da« Paul Mvrgan gegen den alten Simon hegte, trotz der Verzweiflung seiner «»gebeteten Verlobten und der Unruhe, die ihn inbetreff feine« künftigen Schwiegervater« peinigt«; fühlte er nach diesem Besuche sei» Herz doch erleichtert und e» war ihm, al« wenn fich an de« dunklen Himmel feiner Zukunft die Wetten etwa« verzogen. Simon, dachte er, drohte un« Unglück zu bringen. Wenn er wirklich diese dämonische Machtbt-fitzt, fd-hoff, ich, fie zu lähme», indem ich seine Tochkerve« einem ftfihnt Zm errette. Seine Gedanken jetzt wieder seiner geliebte» Pauline zuwendend, die1 er in Thränen zurückgtlas« ft», bestieg er bald darauf eine»'Fiaker und ließ fich nach dem Boulevard Male-Herbe» Nr. ,7 z» Leon von Courtenay fahren, h, Er traf "seinen Fcetmd zu Hause an. E« war »ie^ U-e- ^ und «im diese Zeit machte Leon-gewöhnlich Toilette^ um fich zum Diner zu begebe». Der Libemann lächelte, alS Paul ih« begrüßte. »Ach,- sagte er, .ich «rothe, weshalb du za Mir kommst. Meine Rathschläge, dir ich dir inbetreff brr Hi»terlaffe»schaft bei»«« Onkel« 1ge6, haben gute Ftocht gelegen.* ausgegeben. Auch die jüngsten Ereignisse im Orient haben gezeigt, daß diese Verbindung mit den dalmatinischen Bahnen für die Bertheidigung im Süden äußerst nothwendig ist. Die Rosten der Herstellung dieser Bahn werden sehr unbedeutend sein; ein Hochgebirge befindet sich in dieser Gegend nirgends, te fehlt nicht an Holz und Wasser, und die Bahn ist an keiner Stelle der Bora ausgesetzt. Das Hau« nimmt den Ausschußantrag an, genehmigt da- Gesetz, betreffend die Vermehrung des gräflich 5E hü r Heinrichen Real-Fideikommisse« und behandelt den Gesetzentwurf, betreffend die Maximaltarife für Per sonen • Beförderung und einige Transportbestimmungen auf Eisenbahnen. Da« Wort ergreifen: Berichterstatter Schwab, die Abgg. Dr. Schaup und Auspitz. Parlamentarisches. Die Ausschüsse beschäftigen sich mit ihren Ressortarbeiten, und zwar der Eisenbahn-Ausschuß mit der Regierungsvorlage, betreffend den Ankauf garantierter Eisenbahnen durch den Staat; der Steuer-Reform-Ausschuß mit dem Reclama-tionsve, fahren des Personal-Einkommensteuergesetzes, und der konfessionelle Ausschuß beantragt, vor' läufig in die Berathung des Congruagesetzes nicht einzugehen. Nach der Konferenz. Nach der Meinung der Petersburger Korrespondenten der „Wiener Abendpost" ist ein Krieg jetzt unmöglich. Dazu ist noch kein Grund vorhanden, wenn auch die Zurückweisung der so mäßigen Forderungen der Konferenz die Mächte verletzt hat. Bor allen Dingen kommt eS darauf an, auch ferner die Einigkeit der Kabinette zu bewahren. Vielleicht werden zu diesem Zweckt die Berathungen wieder neu ausgenommen. Die Haltung der sechs Mächte, dürfte für die nächste Zeit eine abwartende fein. Gelingt eS der hohen Pforte, Gewaltthaten gegen die Christen zu vermeiden und mit Serbien und Montenegro zu billigen Bedingungen Frieden zu schließen, findet die Einführung der Constitution, wenigstens in Europa, nicht zu großen Widerstand, so wird vielleicht die Ruhe erhalten werden. In keinem Falle wird Rußland sich zu einer isolier-ten Handlungsweise entschließen, und e» ist durchaus unwahr, daß Fürst Bismarck zu einer solchen aufgefordert habe. Wie Berliner Blätter melden, wird Deutschland bei dem weitern Verlaus der Dinge ein noch aufmerksamerer Zuschauer sein müssen, als bisher, seine Politik wird aber nach wie vor in der unerschütterlichen Aufrechterhaltung des Drei-Kaiser- Paul fuhr unwillkürlich zusammen. Ec dachte an den verhängnisvollen Brief. Leon schien diese Aufregung nicht zu bemerken. Er fuhr in heiterem Tone fort: „Ich glaubte, du säßest noch ruhig in Auteuil und girrtest wie ein Tauber in den Armen deiner reizenden Geliebten." „Sprechen wir von etwas anderem," versetzte Paul schnell. „Ich komme, dich um einen Dienst zu bitten." «Zahle zu jeder Zeit auf mich," erwiderte Leon, seine Kravatte vor dem Spiegel zurecht zupfend. „Du wirst dich erinnern, ich sprach schon mit dir von dem Bettler Simon." „Bon dem Unglücksbringer? Ja!" „Und von seiner Tochter." „Ist sie gestorben?" „Rein, und ich wünsche da« arme Mädchen zu retten, oder ihr wenigsten« die letzten Tage ihre« jungen Leben« weniger kummervoll zu machen." ..Erkläre dich deutlicher, Freund Paul." Der Baron kam dieser Aufforderung nach und erzählte, daß er, nachdem er seine Braut in Auleuil verlassen, mit Martha Simon gesprochen habe und wie sehr da« arme Geschöpf zu bemitleide» sei. Bunde« und in der Pflege guter Beziehungen zu England bestehen. Angesicht« der nun wieder mehr wie früher in den Vordergrund tretenden Rothwendig-feit einer Verständigung zwischen Oesterreich und Rußland ist Deutschland bei einer solchen stet« als der im voraus gesicherte Dritte im Bunde zu betrachten. „Standard" meldet, daß Rußland seit der Auflösung der Konferenz aufs neue bemüht ist, Privatunterhandlungen mit der Türkei für den Abschluß eines Spezialvertrages anzuknüpfen. Die äußere Lage hat sich, wie der „Moniteur" mitlheilt, feit Schluß der Konferenz nicht geändert; die Einhelligkeit der sech« Mächte besteht vollständig nicht blos über die Gesammlheit der Forderungen, welche von der Pforte abgetehnt wurden, sondern auch über die Ansicht, zu warten und letztere am Werke zu sehen; sie ist durch keinen äußern Druck belästigt, ihre Reformen im Innern sind bereit; sie kann daher frei von der Verhandlung zur Thal schreiten Wir glauben, im Widerspruch mit Gerüchten entgegengesetzter Art, dabei bleiben zu müssen, daß Rußland durch seinen Botschafter in Konstantinopel unwandelbar die Grenzen für da« bezeichnet hat, wa« e« unter Nichtiuter-vention verficht. Das Vertrauen deS Publikums auf die Aufrechterhaltung des Friedens ist demnach für den Augenblick vollkommen gerechtfertigt, und dieses Vertrauen zeigt schließlich, daß die Konferenz in Konstantinopel nicht unnütz war; sie führte in der Thal zu dem Ergebnisse, die Verwicklungen, welche die Haltung der Türkei hervorgerufen haben würde, für das übrige Europa zu beseitigen, und eS kann der französischen Diplomatie kein ernstlicher Vor-wurf darüber gemacht werden, daß sie an diesen Berathungen und Beschlüssen sich betheiligte. Politische Rundschau. Laibach, 29. Jänner. Juland. Wiener Blätter melden, daß die Sitzungen des Retchsrathes im März l. I. unterbrochen und die Landtage zu einer kurzen Session werden einberufen werden. Der „A. A. Ztg." wird au« Dalmazien geschrieben : „Die Waffen ruhen, Telegramme bringen un» Friedensbotschaften aus Konstantinopel, die liberalste Verfaffung wird in den benachbarten türkischen Provinzen verkündet — und doch glaubt niemand an den Frieden. Auch die Regierung scheint dem Landfrieden nicht zu trauen, und obwol die Forts und Kasernen in Ragusa mit Soldaten überfüllt sind, hat das dortige Gemeinde-Amt doch den Auftrag erhalten, für ein neues Bataillon Quartiere beizustellen, was in dem schmucken, ober kleinen „Ich verstehe," versetzte Leon, „ich weiß, was du von mir verlangst. Gut, ich werde einen geschickten Arzt zu Simon senden — nein, ich werde ihn selbst nach Auteuil führen. Wahrscheinlich hast du nicht gewagt, dem jungen Mädchen Geld anzubieten. Ich werde ihr sagen, daß ich dein vertrautester Freund sei, und versuchen, ihr die klingende Hilfe oufzur.ö-thigen, ohne ihr Ehrgefühl zu verletzen." „Das ist alles, was ich wünsche," sagte Paul. „Und wenn ich von Auteuil nach Paris zurückkomme, spreche ich sogleich bei dir vor, um als treuer Bote dir Bericht zu erstatten. Morgen schon sollst du erfahren —" „Nein, nicht morgen, ich muß nothwendig noch diesen Abend verreisen — nach London, mein Freund. Ach, du weißt nicht, was sich Schlimme« zugetragen." Und nun vertraute Paul dem Freunde mit hastigen Worten die Angst, in der seine angebetete Pauline schwebte und den wahrscheinlich großen Geldverlust, der Herrn von Valserres bedrohte. Diese Mitteilung wurde von Leon rnhig angehört. „Auch dieses mögliche Unglück wird sich ertragen lassen," sagte et kalt, „wenn deine übertriebene Ehrlichkeit nicht über meine wolgemeinten Ralh- Ragusa keine leichte Aufgabe ist, wo eS den vielen inUreffunten und interessierten Fremden, die sich' jetzt dort aufhalten, ohnehin schwer war, auch nur da« bescheidenste Obdach zu finden. Such die Leben«' mittel find in Dalmazien sehr vertheuert und viele Familien, die sonst ein leidliches Auskommen hatten, nagen jetzt am Hungertuchi Außerdem wird in den nächsten Tagen die Panzerfregatte „Salamander" aus Pola in Ragusa erwartet — über 300 Menschen mehr, die verpflegt werden müffen. Ragusa scheint Überhaupt zum Centralpunkt einer eventuellen Operalionsbafis ausersehen zu sein, wie eS bisher der Centralpunkt der politischen Operationen und Agitationen in diesen Gegenden war." Der akademische Senat in Pest hat die zu politischen Demonstrationen gebildeten Studentenausschüsse (Sechser- und Dreiunddrei-ßiger-Ansschuß) aufgelöst und droht im Falle der Beteiligung der Studenten an politischen Demonstrationen mit strenger Di-ziplinar-Ahndung. Die Maßregel erfolgte infolge Aufforderung des Minister« des Innern. Av-laud. Die gefammte Staatsschuld Preußens beträgt 1,058.550,471 M 19 Pf., worunter 552.653,987 M. 5 Pf. Eisenbahnschulden. Die GcsammtauSiiabe für die Staatsschuld beläuft sich auf 64 128,000 M., nämlich zur Verzinsung 45.124,811 M. 20 Pf., zur Tilgung 17.213,140 M. 5 Pf., für die unverzinsliche Schuld 3000 M., an Renten 1.344,427 M. 53 Pf., an Verwaltung»-kosten 442,621 M. Das französische Abgeordnetenhaus beschäftigte fich mit einer Petition, welche die Vertreibung der Jesuiten und die Coufiscation ihres unbeweglichen Vermögens beantragt. Die türkischen Botschafter erhielten die Weisung, den verschiedenen Kabinetten Mitteilung von den Schritten zu machen, welche die Pforte bei den Fürsten von Serbien und Montenegro wegen direkter Friedensverhandlungen unternommen hat. Ein Zirkularschreiben des Großvezier« verständigt die Vilajet-Gouverneure, daß ungeachtet de« Mißerfolges der Konferenz die guten Beziehungen mit den Mächten fortdauern, und werden die Gouverneure angewiesen, die freundschaftlichen Beziehungen mit den Konsuln und fremde« Unterlhanen aufrechtzuerhalten und jede Unordnung zu verhindern. Wie der „Libertö" gemeldet wird, hätte Igna -tieff vor seiner Abreise ein offiziöse« Einverständnis mit der Pforte angebahnt. Der „GoloS" schreibt: .Wenn ein Mitglied de» Drei-Kaiserbunde« die freiwillig von ihm übernommene Rolle zu erfüllen sich weigern sollte, so erlangt damit jedes der beiden ändern Mitglieder das Recht, fich von der schlägt triumfiert. Du hast noch sieben Tage vor dir, um, was ich dir. rieth, reichlich zu überlegen. Reise denn in de« Himmel« Namen nach London, um deinen Schwiegerva er aufzufiuden. In der Zeit deiner Rückkehr nach Pari« wirv ein guter Geist dir bezüglich der Hinterlassenschaft deine« Onkel« heilsamere Gedanken einflößen, als du bisher darüber gehabt hast." Paul Morgan schüttelte den Kopf. „Mein Freund," verfetzie er, „wir besitzen ei» Sprichwort, auf da« wir st Iz sein können. E« heißt: Thue, wa« du zu thun «chuldig bist." „Und komme, wa« kommen will," sagte Leon mit ironischem Lächeln. „O, auch die arme Pauline wird den Armee lieben," rief Pani emphatisch. „Mag sein, aber indem fie deine Gattin wirb, könnte r« ihr doch vielleicht einfallen, fich der glänzenden Anträge z« erinnern, die ihr vor sech« Monaten gemacht worden und welche sie deinetwegen ausgeschlagen. Ich sagte e« dir schon einmal, mein Freund, du kennst die Frauen nicht." (Kortletzang folgt.) übernommenen Verpflichtung frei zu erachten und für dir Sicherung der Mitwirkung einer oder mehrerer der europäischen Regierungen, weiche nicht zum Bündni- gehören, Sorge zu tragen." Zur Tagesgerichte. — Auszeichnung. Der internationale hygienische Kongreß in Brüssel bat das Werk deS Samtätsrathes Dr. Moriz « a o st e r in Wien: „Sie Gesunoheitspstege im allgemeinen uno hinsichtlich der schule im besonder u" mit einet Medaille ausgezeichnet. — öterbefali. In Wien starb im besten Man-HeSalter Herr Karl Schwenbet, Der Besitzer des betaim« tft> grüßten BergnUgungSetabliffernentS. — Statistisches. Steiermark zählt 144 Advokaten, u. z. in Graz 68, Marburg 10, Pettau 7, Lilli ti, Bruck 8 und Leoben 4. — Postanweisungen. Vom 1. Februar d. I. engefangen wird das PostanweifungSvetsahren im Verkehrt zwischen Oesterreich-Ungarn uno Italien eingesührt und können oon diesem Tage an zwischen jiimmiucheu Postanstalten der Monarchie unb des ttaUeiiifchcn PostgebieteS ^einschließlich jener in Tunis uno San Marino) Zahlungen durch Postanweisungen unter folgenden Beoiuguiigen vermittelt werden: Der tietrag jeoer einzelnen Kluwtiiung darf in der Richtung nach Italien öU st. ü. W. uno in der umgekehrten Richtung 200 Francs nicht übersteigen. Die Gebühr für Poftamoeifungeu nach Italien beträgt: für Postanweisungen bis zum Betrage von 40 st. 2u It., für Postanweisungen Über mehr als 40 bis 80 fl. 4j kr. ö. W. und ist stets vom Absender »m vorhinein zu entrichten, tfur nie in Oesterreich abgegebenen Postanweisungen nach Raiten find tue internen Anweisung« - «lanteite mit ttngepiägter Marke zu verwenden und ist bet fehlende Betrag an oer tarifmäßigen Gebühr durch Aufkleben von ibtiefuurtcn im Werthe von 15 tr., beziehungsweife 35 tr., vom Absender zu entrichten. Der diesen Jölautetten angefitgie Äupon kann jedoch zu schriftlichen iDtmhtiiuugen nicht benützt wer-den, da die Original*Anweisungen bei dem österreichischen Auswechsiungs-Postamte zurückbieiben. — Rindvieh-Letkeht. Da« „Journal Officiel" Bttüffenilicht ein Dekret, wodurch die Ein- und Durchfuhr in Frankreich von Rindvieh der grauen, fogenamuen Steppenraffe und anderen Thieren dieser itiattung, sowie Don Schafen und Ziegen mit der Provenienz ans Lenisch-land, England, Oesterreich, tftujilantf, den Sonausürsten-thümern und der Türket verboten wird. Die 14 ins uh r von Thieren anderer Provenienz ist unter der Beoinyuug einer strengen Üienfication deS Gesundheitszustandes gestattet. Lolal- unD Provmzial-Mgelegeuhetten. — (Ordensverleihung.) Hett SauitälSrath Franz Schiffer in Laibach wurde in Anerkennung (eines vieljährigen verdienstlichen Wirteus mit der Verleihung fce« Ritiertreuze« des Franz Josef-Ordens ausgezeichnet. Der Verein der Setzte in Ärain wird dielen Akt kaiserlicher Huld nach Schluß oer demnächst stattstndenden Versammlung durch ein Bankett feiern. — (Allerhöchster «nadenakt. SDtt Äaifer hot acht in der hiesigen iDtännetflrafaustalt am Kastellberge befindlichen Sträflingen (1 wegen Mord, 2 wegen «redit-papierfälfchiing und 6 wegen Tovlschlag) cen iHest der Straf, zeit nachgefehen. — («ete.roncn-atänzchenj Der Glassalon fcet «aftnottstaucation prangte am Samstag im Festkle.de, an den Wänden desselben schlang sich frischer «pheu empor, Iol°ffate Brustbild des Kaisers stand inmitte üppigen «rün«, der Reichsadler, die Ländetwappen uud militärische «mdleme zierten den Tanzsaal. Mitglieder des 1‘aibacb« SDlilität-Beteranenberein», verstärkt durch viele Mitglieder be8 FeuetmehtveteineS und viele Freunde defl Veteranen-“«eins, darunter Offiziere bet hiesigen Garnison, fanden M mit ihren Frauen und Familiengliedern ein, um der Döltin des Tanze« auch Heuer den üblichen Tribut zu leisten. 3nng und Alt, aktive Militärs und Veteranen, Angehörige fcet Feuerwehr und des Zioilsiattdes flogen nach den Tanz. «X'sen der Militärmusittapelle durch den Tanzsaal. 40 Paare standen in den Reiben der Quadrille, in den Nebenlvkali-täten schlugen Gemächlichkeit und Frohsinn ihre Zelte auf, “er Besuch war ein zahlreicher und erst in der siebenten Morgenstunde trennte sich die eescllfchaft. Der zum Vorteile des Vereinsktentenfoiioeä durch humane Spenden hübfch arrangierte, aus 120 (gewinstitilclen btttaiioene iSliiJj-Hafen wird der Ktankenlafse ein Reinerträgnis von 70 big 80 fl. zuführen. — (Kedivivus in pa triam.) Herr Knaflitsch, Grundbesitzer in Sagot uuo gea>e|enet k. k. Oifijier »es vaterländischen Regimentes, kam vor kurzem aus Vtoroame-rika zurück, we|eib|t er durch mehrere Jahre alS ilitfteoler lebte uno Die von ihm kolonisierte Firm mit tSortheil veräußerte. Serieloe wirb vorderqaito wieder in Sagoc bleioen, unb mit den lioioitijaiiotuoerhaiiuiiicu in elmenla oertraut, wird er allen|aUe auaivaiioerungs.uiiigeii ß-iuDSieuteu gewiß die verläs.ichsteii austilufie zu ertheiiett wissen. — (AUS dem <1 m t v b t a 111.) jtunbatachungen, betreffend 1. Die Verleihung einet MaDcheu->LrjiequngS-Sti>tung; 2. Die I4ui|d)aituiigen oer qanoasjerijjiuchen Erieoiguugen in das arntsviait der „Laioacher Zeitung* j 3. Die PnoilegiumSoerleihung au «. Staoier; 4. Die preß« gerichtlichen ifcrtprüche auf eine Barschaft oon 50 st. 16 It. für aäretiuöi; ti. ote Anlegung vutes neuen ttfrunobuchei für die Gemeinde liioiet; i. Die V-rpachiuug Der lüeuiciuoe-jagocn oon H»ieOei>chiz uno tfiaauit; ö. Die äefetzung einer ftutanucn|is|ieUe au Der Wiener Universität; y. Die tinstage der itieuieiiiDe-Wähierlilleu |ilt „ie i*emeniOdratpS-iirgdu» zungvwahlen in itoiuach beim hiesigen Siagistrate, 1j. Die I6ui|ili)iuug Der Ponauiuei|uugeu im tferiehte zwischen Oester teiai-Uiigar» und flauen; li. Die Verleihung von siaaiS» StipenDieu |ilc «rauer; 12. Den ideorauch oon älteren Stempeimarken; i3. D.e «ejetzung von tieiftstcUtn tu Egg Del Stein uno ui LanDUraß. — id u st ä u o e im Lande Xtain.) Die Un-fichecheil IM Lanoe Kraut roiro bereits in Wiener Blättern besprochen; namentlich sajreiot Das „tfceinoeitotati" : „lim trauriges Zeichen oer Zeit uuo Oes immer mehr zuneymen-Den Lienoes |tno Die vielen Verbrechen, j)itD|täi)lc uuo Raub' aiifaüv, ooii weichen wiederholt aus alten Lyeiien xrainü berichtet rotiD.“ Wahrlich, ein trauriges Zeichen, Das maß geoenoen »tteisen »»laß geben möge, Den Ursachen dieses UevelS auf den lüruiio zu sehen. Ja erster Linie ist es tluigabe vet S e e i | o t y 11 in Mtrain, >ich mehr out Preoigien lioer oie zehn eevote toottee, als Itocr Die ^unoa-meiuaiatiikci Der |Woi|chen Oppostnoti uno üoer Die oeoor-steyenocn tlauDtagswayien zu j>e|chasugeu. Mulier polttica taceat m ecciema. (Lte Poutit schiocige m Oec Mache.) — (Die Wacht an—Detiaioach.) Zn klagen-urt hat sich, wie der Grazer »Lagespast« untgetheut ujiro, folgende petrai»ge|*ichtc zugetrageu: „ijm stch als Gras uno Offizier geriercnotr aoeuteuret hatte staj vor längerer Zeit in einem Hotel emgemiethet, machte mit seinem Doppelgespanne großes Aufsehen uno suchte ncoitbct eine reiche Braut, liint solche glaubte et eubiich in einer Äiagenfuttec Bürgers» tochtet gefuuben zu haben; oie -Verlobung ging vor sich, bet Trauungsiag war bereits sestgesetzt, Die Lus,tattung für Die «taut zeigte bereits bie Grasenkcone unb mehrere kostbare «leibet hingen schon im Schranke Der zukünftigen Gräfin. Zn einer dem Trauungstage oo rausgegangenen Soirie wünschte nun der Bräutigam Die Mitgift Der Braut zu erfahren und präsentierte gleichzeitig Dem schwiegerpapa einen Wechsel auf 600) fl. zum Mcepte. Da erklärte der Brautvater, Daß et feinet Lochtet eine Zahresrente von 600 fl. als Mitgift gebe, Den Wechsel aber nicht akzeptieren wolle. Nun erhob sich der Bräutigam, bedauerte, baß aus bet Heirat nichts werden könne uno ging mit einem Manne, Den er alt den alten Grafe», als feinen Vatet vorgestern hatte, aus otm Hause. LaS Gerücht will wiffeu, der Bräutigam fei bei feinem Rückzüge geoqrfeigt worden. Die Situation ist jetzt eine sehr peinliche für das Mädchen und eine höchst unerquickliche für dessen Mutter, tue stch schon »IS „Gräfin Mutter* betrachtete. Man erfuhr, daß diefet „Graf schon in Triest ein ähnliche» Abenteuer hatte und dort vom Vqket einer eventuellen Braut 2000 fl. als AbftnbungS futnme erhielt. Wie matt in «lagenfutt vermuthet, dürfte sich der Heiratslustige na* Laibach begeben haben. Vielleicht dienen diese Zeilen vertrauensseligen Litern und Stäbchen zur Warnung I" — (Für Juristenkreise) Die Herten Doktoren Leopold Pfaff unb Franz Hofmann, Profefforen der Recht» an der Universität in wie», bereicherten den Büchet- tisch mit eitt'm neuesten „$o nmentir zum österreichisch-a allgemeinen bürgerlichen Gefetzduche," Wien 1877, Mrnz'jchi t. I. H»f, Verlags- uno llitisecsitäts-Bitchhanblunz. Fachmänner unb Fachilätter sprechen sich übet Diese neueste Lr-cheinung auf bem Süchertifch in sehr lobendem Gutachten aus. Beibe begrüßen biesen iommeitta', indem er einem längst gefühlten Bedürfnisse nich einer neuen, bis ganze Gebiet unsere- allgemeinen Zioilrechtes umfassenden Bearbeitung vollkommen Rechnung trägt und das alte Recht mit de» neuen Bestimmungen in Äetbindung bringt, mit gebührender Achtung und empfehlen denselben bestens bet gesummten österreichische«Zunstenwelt. Sie illustren Ramcn „Dr. Glaset" unb „St. Unget" stehen Diesem Werke nahe und die besten Hilfsquellen wurden benützt, um beut praktischen Juristen eilten verläßlichen i!ei((aoen in Die Hin» zu geben. B:= Itellungen auf diesen Loomentar besorgt bie hiesige Buchhandlung v. «leinmahr & Bamberg. — (Aus Den Nachbarländern.) Zn Agram 6efd)äftigt stch eine Kommission mit bet Frage, betreffend die Lctichtung einer tfaitD^ineninüilt für Ätoizien. — Sie Konstituierung oon Aroßgemetnoen in «roazieu schreitet ootivitts. — Rat) Bericht oer „Agramer Presse" blüht in Agram das LorkaufSweseu auf dem Marktplätze und zieht dasselbe eint fühlbare Steigerung aller LebenSmittelpceije mit st h. — LgcamS Ü oblkerunz klagt über nnoerhalinismaßig hohe Bierpreise. — (Zur Äataftcofe itt Steinbrück.) Sic Militärmannschast arbeitet eifrigst fort, erhält voitfeiie Des Militärärar« uno Bezirkes ausgiebige Zulage, ist mit bet Ausräumung des Sannbettes und mit der Freilegung btt BezirkSstraße btjchasugt. Sie aufgestellten Beobachtungsposten haben Auftrag, bei gesahroro-ensen Erscheinungen bie Arbeitet Durch 3ignal[j)ilfl< zu austereit. Sie Unglilcki-slätte wir» oon lausenden Fcemoen besucht. Sie Lriestet ÄSrseoeputation richtete aus Lnlaß der schnell erfolgten Herstellung Der Bchiiocroinoung bei Steindrück an die Sirectio« der Süobahn ein Sanlschceibeu. — (Eine neue Ecoabcutsch uug in Sicht.) Mail befurchtet, wie bet „Stil. Ztg." berichtet wird, den Eintritt einer-ähnlichen itatastrofe nächst Lilli. Vor l1/, Jahren schon hat an dem südlichen Lbl^ange des LnaabetgeS (Zlovica) gegenüber derBezirksstraße uno bem Eifenbahnoamme oberhalb Tüchern (bei Lilli) eine Bewegung beS Erdreiches, wenn auch in nur geringem M ißstabe, begonnen. Seit einem Monate aber hat diese Bewegung großartige und jedenfalls besorgniserregende Simen,ioneu angenommen. Eine »vm-Mission, welche in ben letzten Tagen unter Führung bei Herrn Bezitkslommiffärs Sr. Paul Wagner ait Ort und stelle Erhebungen gepflogen, gelangte nun zu folgenden im Ziffern ansgeorückien Resultaten: Das Ldsttzungstecrain hat eine durchsch itttliche Länge oon 530 Metern unb eine durchschnittliche Breite von 113 Metern, es umfaßt somit das Auischterrain circa 60,000 □ Dl:tec ober 105,03) Änbit» Meter im Gewichte von 2.60 J,000 Zoll-Zentner, da» Änbik-Meter zu 25 Zoll-Zentnet gerechnet. Die Mächtigkeit der im Rutschen begriffenen Ecdmaffe beträgt im Durchschnitte 175 Meter und beginnt die Aositzung circa 30 Meter unterhalb des^ Gebäude» des Balentin Tobai. Es lassen sich drei Hauprrichtungen Der Erdadsttzung unterscheiden, von welchen die mittlere bei dem Todai'schen Haufe» die westliche am Grnnde des Stor und ein östlicher Zug auf den Gründen des Gajjek, stojan und Sostomai beginnen. Diese drei Erdzüge vereinigen sich am Grunde des Äostonui in eiltet Mulde zu einem einzigen mächtigen Zuge. 3« diefet MiilDe finoen stch anch bie Uebeerefte eines dem Ä9-stomai gehörigen Wohnhauses, welche» vor ca. 6 Woche» durch die Aorutschang zerstört würbe. Von dieser Mulde an jetzt stch der Erbzng in einet Breite bi» zu 200 Meter bis zum Materialgraben ber Südbahn fort, so daß also die BezirkSstraße im Lbrnifchungsierrain gelegen ist. Die Br-zitkssttaße selbst zeigt fchin drei größere Sprünge, welche jedoch dnrtz Steine ausgefüllt wurden, und erscheint die Straße selbst in krummer Linie gegen den Mattrialgraben vorgeschoben. Wenn auch die ganze Lbrutschung wol nnr den iharakter einet langsam sitz vollziehenden Erdbeet-gnng Hai und eine intenfioe Arttsetzung der Bewegung nur bei Eintritt größerer Riederschläge zu erwarten ist, so muß derselben doch beute schon die größte Beachtung gezollt werden, um nicht später bei heftigen Regengüssen von einer furchtbaren Äata* strofe Überrascht ,u werden. Vorläufig find, nm da» Rutsch-terrain zur Ruhe^zu dringen und tute Gefahr für die Straßr uni bin eiftntofataeim möglichst hintan,»halten, een d«» €e*ettfl6nfclgtn da» Äiifsongen der Quellen und Bei >b-leilen de« WafferS mittelst Abzugsgräben durch den Material-gtafciti der Cttddahn int voglajna «mpsoblen worden und «erden diese Irbtittn auch demnächst in Angriff genommen «erden. — (MaSkenball.) Los Parkett unsere- Lheoter« eignet fich noch den bisherigen Erfahrungen durchaus nicht zur Abhaltung von Maskenbällen. Der gestrige Abend bestätigte dieses Urtheil. Ungeachtet die Lheaterdireetion einen Maskenzug und eine Pantomime in Szene setzt»; ungeachtet «in anS 38 Sewinststiicken bestandener VlückShasen ausgestellt wurde, der seine magnetische Kraft wirksam äußern sollte, fanden fick namentlich gestern, wo die bisher taxfrei behandelte Maskenwelt enlrktflichtig erklärt wurde, nur einige wenige Marken ein. Die Gesellschaft in d-n Logen und die zahlreich vetlretene Männerwelt aus dem Parkett langweilt« fich, sucht« in Äh bis*’ Konditorei und in FaukalS SKeßeutation Ersatz für den im Saale fettenden Reiz, selbst die Bühnenmitglieder ergriffen nach dem Maskenzuge die — Flucht. üin Arrangement von Maskenbällen, von Lomilimitgliedern auS der Eesellschast LaibcchS in die Hand gerrmmen, würde vielleiSt giinstigeie Resultate zutage fördern und die bisher eingebaltene Atstinenzpolitik unserer Damenwelt in rege Theilnahme umwandeln. — (Landschaftliche- Theater.) LfsenbachS einaktige Operette ,F 1 eurette" fand bei der vorgestrigen Wiederholung sriuvdlute Ausnahme, Frau Fritzsche» Wagner (Fleurette) und Herr Weiß (Trompeter) waren bei voller Stimme, besonders lauten Beisall spendete da-Hau- dem Trinktuett. Herr Weiß erwarb fich durch die eingelegte, parodierende, hochkomische und in der Höbe der kepranstimme fich biwegente Aiie die AuSzcitm.ng des Hervor,useS. Tem Trcmprter des CtcheflnS mtchtm wir empfeblkn, bei Krau AritzsLe-Vagner, die ihr Tlvmpeter-lied prkStig vorliug, Unterrickt zu rittmcn; ,r bedarf eineS seiden in ausgiebigster Weise. — Ju dir daraus folgenden Operette .Zebu SR bitten und kein Mann" »rcellierte Herr Laika. Di'ser junge SLauspieler bewährte in beiden Operetten siine besondere Eignung für daS komische Fa»; seine guten Leistungen >'m «erlaufe der Saison vev dienen, daß seine heutige kenefizvorfiellnng eineS zahl, reichen VesuSeS fich ersreue. Die vorgestrige Darstellung der Wunderfontaine entdehrte d,S bith«r erzielten duichschlogenden Effektes. — Tie gestrige NochmiitagSvor> Peilung der Operette „Madame Herzog" «folgte in Eegenwart eine- nur spärlich ersSienenen Publikum«. Frau F ritzlchr Wagner war gestern minder gut disponiert. UödMMlils Mtt11. FebruÄr 1877 brgirwt eilt nn»S Abonnement auf da- ;,8olbo*er Tagblatt." Bi» Endr Februar 1877: ^ Für Laibach..............................— fl. 70 ft, Mit btt Post............................1 fl. — kr. «iS Ende «pril 1877: Für Laibach..............................2 fl. 10 kr Mit der Post.............................3 fl. — ln Für Austellang ine Haus monatlich 9 kr. ' auf daS'„Li»ib. Tagblatt» kann täglich abonniert werdet,, dich muß da» Abonnement immer «tu echwtz eine-Mdvalrs ablanfeü: tu* nvterstützeude MilgNeder der Latbachrr freit». Feuerwehr leisteten dtn Jahresbeitrag pro 1877: tm Karl Puter mit 5 fl ran Matern« > 10 „ kvbl. Laibacher Actiengesellschast für VaS- belenä-tung . . , . .... „30. (Mrd fortgesetzt.) Angekommene Fremde am 29. Itnner. Hel Stadt Wie«. Klug. Uhlnun*, «Met, «fite., und HermeS, Agent, Wien. — «rießheim, Lilli. — gell» bamer, Kfm., Stuttgart. Hertel Elefant. v!>rvn «oschitz, «ntiibkfih'tr, ÄreÄau. — Orefchrk Maria. Eilli — de Santi, Aichinspekter, Triest, -n- Pocher Helena, Jnnerkrain. — «aiik, HandelSmann, «M>p. - Fljeß Helen«. Trifqil. ... Mehren. Tomeli und »haiii Maria. Stein. — Mandl, Pol«. — Kov»r, «eifniz. — «alin, Tri,st Briefkasten der Redactiv«. An die Herren R. J. u«d Z. in R Ihre Korre-fpondenz vom Lb. d. M. eignet sich nicht zur Aufnahme, st« enthält eine endlose Reihe von persünlichen Angriffen und charakterisiert Eigenschaften, die einer iür daS rehifach gebildeten Feder gänzlich ferne stehen sollten. Uebeidietz sind Sie den Beweis über die niitgetkieilten Angaben schuldig geblieben,, .während der uns zuzekommene SBemtt über dir dortigen Echulzustände nach den an kompetenter Quelle ein-geholten Erkundigungen aus allgemein bekannten Thatsachen beruht. Herrn J ... Jbre Annonce kostet 60 kr. für einmalige Einschaltung Wir ersuchen um na» 40 kr. Telegramm. Agram, 28. JLnner. Der „Agr. Presse" geht die Mtilhetlnag zu, daß die M°bilifierung«ordre bereit» erlassen und der Einmarsch in BoSniea beschlofiene Sachle sel. Jassy, 26. Jänner. Da» russische Hauptquartier aus Sijchtneff wird hieher verlegt ittid sind die»» bezüglich um fastende Vorbereitungen getroffen. Die' Arieg«>Kortespondenten der Journale sind schon hier ein gelangt. Gedenktafel über die am l. Februar 1877 slatisindendrn Lnl> tationen. 3. Feilb, Medic'sä e Real., €t. ©eoigm, 8®. Troß» lasihiz — 1. Feilb., ®oßes oder 2 kleine HlaconS. Sei Postsendungen entfallen fi t Emballage und Stempel noch 20 kr. Depot für Krain: Laibach Victor v. Trnkociy, Apotheker „zum gom. Einhorn," Rathhausplatz Nr. 4. Ru» dolfswrrib: vom. Rkzaoil, «poihiker._38) 10-3 Theater. Hinte: Zum vortheile hr« Scmifrs Juliul i'aefa. Flotte BurIche Römische Operette in 1 Akt von I Braun. Musik Von F. v. SuppS. Dm Anfang macht: Ein Vater, d e r seine Tochter liebt. Plfse in 1 Akt nach dem Fr-nliisischen von Hohenmarkt. Diesem folgt: Rur nicht reden. Schwant in 1 Akt nach einer fran,»fischen Idee von 6. F 6hj. Verstorbene. Den 24. Jänner. MartinHokvar. Bettler, 411, Zivilspital, Lungentuberkulose. Den 26. Jänner. Matthäus Sorjnp, Hübleitkind, IS Men., Ziviispi'al. Darmkatarrh. — »heresia Leitner, k. k. Bezirkt-Kon-mifiSiSwitwe, 65 I-, Herrengaffe Nr. 14, Lungenlähmung. - Johann Rvtoi«, ZichoriefahrikSheizer». Sohn, 61/« I., 6t. PeterSstraße «r. 81, WaffersuLt. Agnes Hofsmann, »affc.sieterSgattiN. 36 I , ®t. Peter,straße itr. 72. und Theresia Schiwetz. Spinnsabri».>rheitrrin, 24J, St.FlorunsgasseNr. 18, beide »nLungentuberkulose. Den 28. Jenner. Michael Martin». Institut«, armer, 66 I., Zivilspital. Darmkatarrh. Danksagrrng. Allen denen, die ser nun in (Bott ruhekdrn Fran ÄMs geb. Dswaid ^wähÄtid ihrer langen »ran^ti« so "vielt The» I nahme erwiesen, sowie denen, die ihr zur letztet |ii Ruhestätte daS ««leite gaben, sagen hiemit 6ffent. litt den herzlichsten Dank die trauerade« Augshßrige«. Zahnayi Paichels Mnndwnfierefienz. da« vorzüglichst« Zahnreinigung«» und ErhaltunqLminel. ist außer im OrdinaiionSlokale au der Hradetzkynrücke im Mally'schen Hause noch bei Herrn Apo, iheker Mayr und Herrn «aringer zu haben. Preiz pr Flacon I fl. '____________ (39) 3 Wiener Börse vom 87. Jänner. I Pfandbriefe. von 186(1, trämicnl*. ». gm:* t«64 ■taatefende. i v t j *'o' 5oei| »4. U(M . 61 6' <1'70 EDg. 6#. lBob.*4telit. Mo. oto. oft m «i». 6140 «7 60» dto. in SS 3.......... roli »on 1864 . . . |ioi - >0» — #«tien. ö.W.......... iefc een,, 1860, uaii:« I,,- -S 113 llng. *eb..«tebiton«. iote von 186», gfnv . im io Ul — , 1S4-50 .So — Prioritats-Obl. twi 9e(€f«.8eb» • tft. Norbweftb-hn . ekBenbätg« . . . . 6teel«bebn.......... Cäbtetn » £ Per,. Mo. Den« Lese. »reblt. liefe uiuboll# < Qrnndem.-Obl. Biebenbüig. Ungem Lotten. «ngte-®ent . . . . Kaettanfteli i-. . . . Dteofllcnbanr . . . eit* ite.«nflatt . . :::: flattoneUwnt üji. . Cell. $ent»e|tl|. . . Union - Bank V. . . . ättltbtebenl...... IIs«lb-«a-n . . , . Jtarl i'uotoiababti . . »»X 71*6 7860 71 76 71-- 77 1» 77-60 144*1)0 144-tV IS» - 1S0 --6»6 - 766'- 6S0— 8SS-. 64 — 64 6d 7_».- 7» M 17— »*•-80« 16 S0660 137 — >38-It4'76,)i6 1UH8S ifflate 1-1* 60 1 «•— 88-tiS 64-60 ' <7 *0 86— 80-*6 11-66 »1 60 90-F0 1-0 76 60*:> «0 6» 1J4- 0 166 - - üofe . Weoh*. (3Mon.) ftugfbnrg 100 Nletl i-tunll. 100