ftJhau«fl<.iT< Nr. S a M A ■irtlelii Ar ▼▼?*/**■▼ ^V^t*T?J*4 •l®#«tt« (tot - *»«!» «M.MO. Hisst, Sonntag. 25. September 1904. Darüber noch Worte zu verlieren, hieße di« Handlungen und Aeußerungen eines Narren still» fieren. denn jeder haldiveg« vernünfiig denkende Mensch, ja selbst jeder besonnene Slovene wird für derartige Ausgeburten der Phantasien eine« kranken Hirn« nur ein mitleidige« Lächeln haben; etwa« aber, da« für un« sehr wertvoll ist, haben wir au« diesem Artikel doch entnommen und die« wollen wir nicht undesprochen sein lassen. Kinder. Narren. Uebermütige und Betrunkene verplappern sich sehr gern und die« ist dem Schreiber dt« famosen Artikel« in au«giedigster Weise passiert — oder will am End» gar aus ein-mal eine.Domooina" mit offenen visier kämpfen? — Ganz unumwunden wird eingestanden, daß gerade die slovenischen Bürger» schulen e« wären, mit deren H t l s e diePervakensich nationaleverhetzte Kaufleute und Gewerbetreibende erziehen könnten — selbstverständlich mit einem geeigneten Lehcermateriale. Daher klagt sie in weinerlichem Tone darüber, daß die bestehenden Bürgerschulen den Slooenen gesperrt sein. (Den pervakischen Erziehung«gelüsten gewiß I) Wie der Obmann de« Jungischechenklub« in seiner berühmten Reo« ausdrücklich zugestand, daß die tschechischen Schulen nicht um ihre« eigenen Zweck-« verlangt werden, sondern darum, weil sie eine» der besten Mittel zur Verhetzung der Massen sind, so hat auch die „Dvmvvina" diesmal ganz offen eingestanden, daß e« unseren Pervoken nicht daran gel gen ist. ihren zukünftigen Handel«« und Ge» irerbeleuien einen gediegenen elemeniaren Unterricht zukommen zu lassen, sondern sich verbissene notio-nale Handwerker und Kaufleute zu erziehen. Dazu gehören selbstverständlich auch geeignete Leh!kräfie, Lehiträfie. bei denen e« weniger aus ihre Lehrbe-sähigung ankommt, sondern die über ihr richtige« Peroaknium strenge geprüft sind. Unsere Bürger-schulen genügen vollkommen den Ansprüchen der Berölkerun», der Besuch derselben nimmt eher ab wie zu. Sie sind auch nicht den Slovenen versperrt, Verwaltung: RathauSgaff» Rr. S twi».) vezll»«dedini,ll»gea: titt# di« V»ft : . . . K j »o H«Ibttlir>» . . . K HO .... X U DO Ri« • i 111 «>t itiilttüung ml Hau«! TOonotliA . ... K 1*10 BwTtfrjJiriB . . . k r— . . . . K WaniUbtig . ... IC iir— »Sri Hultant rrtsbrn sich Ml ®Hiijln«liU^ttiium6it tzö^err» •tnjfiftmt »cltni MI ,,, atbcOtlm«. 29. Jahrgang. wie die .Domovina^ glauben machen will und gar mancher slovenifche Kaufmann und Handwerker ha» sich daselbst eine tüchtig« Vorbildung erworben. Es wird dem lov,nischen Unterricht« an unserer Bür» gerschule in ausgiebigster Weise durch auch In dieser Richtung geprüfte Lehrkräfte Rechnung getragen; für )u g en b o e r h etzer find unsere Schulen allerding« versperrt und werden es auch bleiben. Nun will auch in diesem Punkte die pervaki» sche Hetzarbeit ihre Hebel einsetzen, e« sollen Vie steirischen Landtagswaylen. Nun sind die Landtag«wahlen in der neuge» schaffenen allgemeinen Wählerkurie endgiltig vor-über und die Ergebnisse liegen un« vor. Diese Ergebnisse sind sür un» D>u«sche zwar keine er» sreulichen, aber durchau« keine unerwar-teien. Hatte man ja die« doch schon anläßlich der Beratung de« WablresormgeseyeS im Landtag« mehr oder minder vorausgesehen. Die Stimmen» Verhältnisse in den einzelnen Wahlbezirken sind in Kürze folgende: Hraj (Stadt). Resel (Sozialdemokrat) 8769, Neuntem«! (kle« rital) 2954. Jenko (deutsch-volklich) 2754. Ge-wählt erscheint der Sazialdemokrat Rnch eine« Kaiserreiche«. In Frankreich besonder« ■ird jede« Jahr im August und September die .tlutenv« und nie verharschende" Wunde von «uern aussgerissen und dann meldet sich immer n>er von denen, die dabei gewesen, und erzählt, was angetbltch noch nirgendwo erzählt worden ist. diesem« Jahre war es Mgr. Lanufse. Psarrer Im« Eatnii-Cyr. der den Btätiern mit seinen ,8 leflsfumnetiiNflen eine« Feldgeistlichen' eine durch Trauer gettrübte Freude berettet«. Diese Erinnerungen !»nd»n jetztzt im „Gauloi«" von einem Baron Ver-lay «rpäqzzt: »Am 30. August," so schreibt Baron Verlay. »halte Geeneral Ducrot in Carignan von Mac Mahon de»n vesehl erhalten, den Kaiser so schnell •tt »ogliäch nach Sedan abreisen zu lassen. Ein ÖrdonnanWsfijter begab sich auf den Bahnhof, um ilacn Sontiderzufl zu verlangen. Der Bahnhof war t» UnordnZmng und Verwirrung; trotzdem konnt« der Bahnhos«inspek«or Pierre in zwanzig Minuten den kaiserlichen Zug zusammenstellen. Der Zug bestanv au« der Lokomotive, au« einem Packwagen, au« einem .gemischt««" Wägen mit einem Abteil erster und zwei Abteilen zweiter Klasse und au« einem den Schluß bildenden Packwagen. Napoleon begab sich zu Fuß zum Bahnhose, nur von drei Flügeladjudanten begleitet und nahm mit einem General in dem Abteil erster Klasse Platz, während die anderen Herren in die zweite Klasse einstiegen. Aus derLokomotiv« führte Pierre mit de« Maschinisten und dem Heizer den Zug, der um 9 Uhr 45 Minuten abging und den Kaiser der Franzosen seinem Schick-sale entgegentrug. Der Zug ging sehr langsam; in Daucy mußte man halten, da französische Truppen den Weg versperrten. „E« ist der Kaiser," sagte Pierre. Die Olfiziere machten die Bahn frei, und der Zug fuhr weiter zwischen zwei Reihen gleich-ailtiger Soldaten. Dort drüben schlief Bazeille« die letzte Nacht und nach der große» Kurve neuer Aufenthalt in Pont-Maugi«; endlich hielt man aus dem au« Holzgedäuden zufammengeft'llten provisorischen Bahnhos von Sedan. Pierre sprang schnell von der Lokomotive und öffnete die Türe de« kaiserlichen Wagen«; der Kaiser rührte sich nicht. „Majestät, wir sind ia Sedan, will Majestät au«steigen oder weilersahren?" — .Wohin soll ich denn gehen?" — „Majestät, der Weg ist noch frei, wir können bi« MöziöreS fahren, dort wird M ajestät in Sicherheit s«in." — „Majestät," nahm e,n General da« Wort, »man könnte dort vielleicht einen Widerstand organisieren, bi« der Marschall eintrifft.- — „Nein, wozu soll e« gut sein?" «r» widert« der Kaiser, .ich will da« Schicksal der Armee teilen, welcher Art e« auch sein mag. Die Armre komm« nach Sedan, bleiben wir in Sedan." Der Kaiser stieg au« dem Zuge und wandte sich, geführt von einem Bahnbeamien. welcher eine Laterne trug, zu Fuß nach dem Pariser Tor, hinter ihm die Adjutanten. Am Pariser Tor gab sich der Kaiser, der sich mit Mühe aufrecht hielt und sich in einen Mantel gehüllt hatte, nicht zu erkenn«»; er wurde von dem Kommandanten der Torwache, Leutnant Eharle« Besseron. der erst vor einigen Tage» al« Advokat in Charlevill« gestorben ist, wie ein einsacher General empfangen. Navoleon ging weiter und kam gegen Mi>ternacht zur Unier» präfekiur. die ungefähr 1500 Meter vom Bahnhof enlsernt war. Es war die letzte Station, e« war da« letzte „offizielle" Dach, welche« den Kaiser der Franzosen schützen sollte. Am 31. August ging der Sohn der Königin Seite 2 Oraj (Umgebung). Huber (klerikal) 9393, Pongtatz (Soz.) 5840, Regula (Bauernpartei) 3182. Gewählt ist der Klerikale Huber. Aruck. SchoiSwohl (kl.) 14.535, Pierer (B.) 1364. Schäfer (d.-v) 865. Gewählt ist der Erzpfaffe SchoiSwohl. Leste». Hier kam «4 zu einer Stichwahl zwischen dem Eozialdemokraten Dr. Schachert und dem Klerikalen Riegler. Dr. Schecherl, für den auch die deutsch« Wählerschaf« eintrat, wurde mit ,in«r Majorität von 162 Stimmen gewählt. Marburg. Hier kam e« bekanntlich ebenfall« zu einet Stichwahl zwischen dem deutsch »völkischen Kandi-daten Bürgermeister Stiger in Wind.-Feistritz und d-m Pfaffen Lop c. Es entwickelte sich ein erbitter» ter W.ihlkampj, bei dem alle Teuischseinde, Kultur-verderbet, Schulseinde, Reaktionäre und Glocken» knechte an tinem Strange zogen um, den fniheit» lichen Kandidaten Sliger zu Fall zu dringen. Ader auch die Deutichen taten tyre Bfiicht und kamen bi« zum letzten Mann ihrer Ehrenpflicht nach Für Stiger traten auch die Sozialdemokraten ein. welche durch einenWahlaufruf der sozialoemokraiischeo Parteileitung aufgefordert wurden. d>< zum letzten Mann bei der Wahlurne zu erscheinen und ihre Stimmen dem fortschrittlichen und freiheitlichen Kandidaten Stiger zu geben, damit die schwarze Reaktion niedergerung»« werde. — Stiger wurde mit großer Stimmenmehrheit gewählt. Aeldiuch. Stocket (kl.) 17.094 (!). Hübet (©.) 2202, Sieinbauer (S.) 1271, Girslmeier (d.-v) 840. Hier in diesem heiligen Lande erscheint der Kleri» kale Stocker gewählt, auf den die höchste Stimmen-zahl von 17.094 in allen Bezirken fiel. Arme« Ost-Sleietmatk! ydtm. Ploj (angeblich Slooene, recte klerikal) 13.376, Wratschko (deutschfreundlicher Slooene) 5407, Widmat (S.) 134. Gewählt ist der Klerikale Hosrat Ploj. gisst. RoS (Ilovenisch-national, recte klerikal) 10.285, Mlaker (S.) 2195. Gewählt erscheint det Klerikale Roö. Da« Gesamtwahlergebnis ist nun die«, daß der steierische Landtag um drei klerikale, zwei fnzialdemokratisch», zwei slovenisch-national« und ein deutsch-oolkliche« Mandat vermehrt ist. Be-trachten wir aber die Geschichte nähet, so finden wir, daß die Klerikalen fünf Mandate sich errun-geu haben, denn daß der Hoftat Ploj und Ferdo Roö Klerikale vom reinsten Wasser sind, bezweifelt wohl kein Mensch. Die Wahlergebnisse haben un«, wie gesagt, nicht enttäuscht, aber sie geben un« viel, sehr viel zu denken. In der .deutschesten Stadt Oesterreich«", in Graz, ist der sozialdemokratische Kandidat mit einer erdrückenden Stimmenmehrheit gewählt wor-den. Ein Nichtkenner der politischen Verhältnisse Honense während de« ganzen Tage« im Gatten der Unterpräsekiur auf und ab und wartete angst-voll auf Nachrichten von Mac Mahon. Er war traurig, so traurig, daß man weinen konnt», wie die Gattin de« Unlerpräfeklen Baionin Petiet sich «»«drückte. Gegen 5 Uhr ging er allein au«, wan-derte ohne Begleiter durch mehrer« Straßen der Stadt und besichti le di« LebenSmittelnieberlagen. Al« auf der Straße einig« Frauen au« dem Volke, di« ihn «rkannt halten, „E« leb« der Kaiser!" riefen, winkt« er rasch ab, damit si« schwiegen. Am 1. September hatte schon um 4 Uhr mor-gen« bei Bazeille« die Schlacht begonnen. Der Kaiser ritt aus feinem Pferd« „PhöbuS" aus da« Schlachtfeld, mit ihm der General Pajol, der Fürst d« la Mo«towa, der Stallmeister Davillier«. der Doklor Eoroifart und der Ordonnanzoffizier Haupl» mann d'Hendecoutt. E«kortiert wurde er von zwei Peleton« der Leibgarde, die Oberst Baron Vertay (der Verfasset dieser Krieg«erinnerungen) besehligte. Bei dieser Gelegenheit sei bemerkt, daß Zola in seinem «Döbacle' die Krieg«au«rustu»g der Leib-garde ganz falsch geschildert hat. Der Kaiser hielt an der Kreuzung der große« Straße von Bazeille« und de« Wege«, welcher von in Graz würde meinen, Graz sei gänzlich ,roi" geworden. Die« ist aber glücklicherweise keineswegs der Fall. Die sozialdemokratische Ziffer wei«t vielmehr seit de« Jahre 1867 kein Anwachsen mehr auf und die klerikalen Stimmen sind sogar seit diesem Jahre von 4130 Stimmen aus 2904 Stirn-men herabgesunken. Graz ist noch immer die deutsche Stadt, die sie bi«her war. Aber etwa« andere« ist in bedrohlicher Weise gewachsen, die Lauheit der Wählerschaft, die Wahlfaulheit, die Wahlgleichgiltiakol und Wahlfeigheit. Diese lassen sich in k.iner Weise entschuldiaen mit dem Nach-ahmen de« Beispiele« in Böhmen, wo die gut deutsch gesinnten bürgerlichen Kreis« diese Mandate den Arbkitern überließen, oder gar vielleicht mit der unbequemen Lac>« der Wahllokale oder damit, daß 6000 Wahllegitimationen nicht zugestellt wur-den; man hätte sie reklamieren sollen. Nicht da« Ergebn!« der Wahl ist tt, da« un« überra'cht, sondern die L-iuh-it gewisser Wählerkreise. Nichl weniger wie 70 Prozent der Wähler sind zu Hause geblieben, während die Sozialdemokraien ihren letzien Mann zur Wahlurne ichlepplen. Eine so-genannte „abwartende Haltung" hat ja gewiß in vielen Fällen ihre guten Seiten, allein hier war sie nicht am Platze. Gerade der Wadlkampf festigt die Parteidi«ziplin, stärkt da« Volk«bewußlfein, da« Bewußtsein der Zasammengehörigkeit, während die Zurückhaltung und die Zweifelsucht dort, wo der Sieg zum mindesten möglich ist, die Lau-heit fördert, ja sogar Leute, die nicht .ganz sicher" sind, gänzlich verloren gehen läßt. E« war zwar die«mal tatsächlich nicht sehr viel zu verlieren, aber öfter dürfte die« nicht vorkommen und e« genügen die bi«herigen Erfahrungen vollkommen. Ganz anbei« lagen die Verhältnisse bei uns in Cilli Hier war da« Vernünftigste, wa« die deutsche Partei tun konnte, die gänzliche Wählern-hallung. Wußte man doch vorher, daß aus dem flachen Lande die Pfarrer und Kapläne nnd deren Helfershelfer, zu denen unbegreiflicher Weise auch die windische Lehrerschasi gehör«, ihre ganze Macht entfalten werden, um die etwa noch vorhandene Deutschfreundlichkeit niederzuringen. Wir kennen die Zwang«- und Drohmittel der schwarzen Reaktionäre zu gut. al« daß wir un« der Hoffnung hätten hingeben können, auch nur «inen halbwegs nennen«wer,en Erfolg zu erzielen, der die aufge-wendete Mühe und Arbeit nur einipermaßen ge-lohnt hätte. Der Erfolg entsprach auch vollkom-men unseren Erwartungen. Für un« bat aber diese Wahl doch einige Vorteile gebracht; wir haben durch dieselbe sehr viel gelernt. Wir haben die ganze schmutzige, verlogene und schamlose Peevake». arbeit kennen gelernt. Bei dieser Wahl haben!>ch unser« P«roakrnführ«r al« die Gleißn» entpuppt, die sie seit jeher waren. Während sie sich di«her ein liberale« Tugetnmänletchen umlegten und mit dem Fortschritte und Radikalnationali«mu4 lieb-äugelt-n, rießen sie sich, al« e« sich darum handelte, dem Hofrate Pl?j und dem Ferdo Roj die Man-date zu erringen, die Ma«ke vom Gesicht und zeigten sich in ihrer ganzen nackien Herrlichkeit al« Handlanger und willfährige Werkzeuge der Psaffen. Aber auch einige Lichtpunkte hat die Wahl für un« gehabt. Wir haben gesehen, daß e« mit der Sla-visirung unserer deutschen Städte und Märkte noch lange seine guten Wege haben wird. Wir haben der Kirche von Balan zum Friedhose sührl. und besichtigle fast eine Stunde lang die Stellungen bet Bazeille«. Die kaiserliche E«korle stand im dich-testen Kugelregen; Haupimann d'Hendecourt wurde dicht vor dem Kaiser getötet. Der Kaiser, welcher sreiwillig den Tod sucht«, stieg vom Pferde und ging ohne Begleitung bi« zum Fritdhos von Balan. In der Näh« befand sich eine französische Batterie. Napoleon richtete selbst eine Mitrailleuf« und blirb hier fast «ine Stunde dem vernichtende» Feuer de« Feinde« au«pesetzt. Da der Kaiser den Tod, den «r suchte, nicht finden konnt«, ging «r mii langsamen Schritten, trauriger als jemal«, zurück, bestieg wieder sein Pferd und rill gegen Mittag nach Sedan. Auf dlt Torcybrücke platzte vor seinem Pferde ein« dtulfch« Granate, tötete zwei Pferd« der Eskorte und verwundete den Gardisten Sagot Der Kaiser bleibt ruhig, den Blick in« Weite gerichtet — von ihm wollte der Tod nicht« wisse«. Am Nachmittag wollte Napoleon auf da« Schlachtfeld zurückkehren; aber da« war unmög-lich, da man wegen der T'uppenanhäufungen in der Stadt sich nichl vom Platze rühren konnte. Wa« weiter geschah, ist bekannt." „Tgl. Rdfch." Nummer 7? gesehen, daß da« Peroakenium in Cilli nicht « mal hundert Wähler sur die allgemeine klaffe auszutreiden im Stande war. Auch in anderen Orten ist da« Deutsch» ungeschwächt erhalten geblieben. Gonodq h kaum 24 windische Wähler gestellt. Weileiti gar nur 11. In der Stadt Wi»dis4 Graz gibl e« nur 18 Pervakenu»d> rekrutieren sich au« den Psaffen, Dienstbote»» Knechten. Die Stadt Pellau beherdei» die imposante Zahl oon 57 Pervakti Auch in den übrigen Städte» und Märkten (uti jener im Sanniale) sprechen die Wahlziffer» ■ deutliche und erfreuliche Sprache, daß »pj« Städte und Märkte im steirischen Unterland« n gut deutsch sind und e« auch bleiben werde», tu aller Künste und Kniffe unserer Peroalen. ö. Der Nassenlmmpf im fernen Oßei. ?om mandschurischen Ariegsschanplttzt liegen nur wenig verläßliche Nachrichien vor. ti 17. und 18. d. baden rekognoszierende rtojm Abteilungen Gefechte bestanden mit den VonriiM der Japaner bei Pingtaitfe. Sie wurde» « Rückzug gezwungen und er itten beträchtliche Ä luste. Am 20. d. sollen japanische Abteilungen aal von den Russen besetzien Dalinpaß angegi?» haben, wurden jedoch nach russischer Meldung J riickgeschlagen. — Die russische Armee letdel uanc Mangel an Offizieren. Um die Abgänge z> deck-r hat man sämtliche Absolventen der Kadtttt»jchM zu Oifijieren ernannt und richt« nun an die ji» servesähntiche die Aufforderung, freiwillig W Heer einzutreten. Mit ?«rt Arthur scheint e« zu Ende zu gehen. In d-o letzien ZoJ haben die Japaner dr > Angriffe auf jene Kedm unternommen, welche die Wasserwerke derFeönn deckt. Nach russisch.r Meldung sind diese Anßch zwar abgeschlagen worden, doch wird vo» andm Seit« berichtet, daß die Belagerten Trinkwafferit mehr au« den Kondensatoren beziehen könne». ?> Japan«? sollen den inneren Linien der FeftagJ werke b,« aus 58 Meier nahe gekommen setijl« größte Entfernung der japanischen Stellungen m jenen soll nur mehr 1000 Meier betragen. SÄ bedenklich für da« belagerte Heer ist auch der ll» stand, daß die große« Geschütze der Reihe uJ unbrauchbar werden. Die gleiche Erfahrung «ach» auch die Japaner, doch hat e« für diese feine 1»] sondere Bedeuiunp, weil au« Japan so.tze» neue« Geschütz und Geschoßmaterial eintrifft. l»I russische Port Arthur-FUm» soll Beseht eihM haben, um jeden Prei« den Durchbruch z» n»| suchen, um neutral» Häsen zu erreiche», M Rußland wenigsten« ein Teil der Schiffe »^3 bleibe. Pic russisch« Wotiikisieruug stößt angeblich auf Schw,«rigk«iten. So meldet« „Standarl", daß die Mobilmachung«ordr» firm Reservisten des Gouvernement« Eherso», Baffn»! dien, Jekalerino«law und Taunen einen ikM schmetternden Eindruck b-roorgerufen habe. dem Distrikt« Cherson sollen allein 8000 toi visten fehlen. ES find die« meisten« Juden, rrM während der letzten vier oder fünf Monate m*| wanderten. In dem Gouvernement J»kalen»«IiM werden etwa 3000, in Bessarabien annähernd etatf viele und in Taurien weniger Reservisten all il wesend gemeldet Noch schlimmer siehl e« m ftJ hynien, Podolien und in Kiew selbst a»«. fcl reservepflichiig^n Bauern und Handwerker helW lumuliuöje Versammlungen abgehallen, in mlchm sie erklänen, dem Mobilmachung« - Beseht« InJ Folg« leisten oder, zum Dienste gezwungen, Schuß abfeuern zu wollen. Am dedenklMu» e», daß dieser rebellische Geist auch die erfaßt. Im Militärdistrikte Kiew wurde« 17 ziere verhaflel. weil sie erklärten, Rußland sei jfl ichlagen und ein weiterer Kampf lediglich em iinD lose« Vergeuden von Menschenleben. Die Zri«« und da« Volk haben kein J«t«r«ss« an der M» schen Provinz und «rklär«n, e« sei schon viel Blut dafür vergossen worden. pt< Kreuzer der russische« Kreiwillige^itti»» .Petersburg" und ,Smolen«k" sind angeblich M der Heimsahtl von ihrer Exkursion in die füluttH kanischen Gewässer. Man will sie am 28. d, KW im toten Meere i« der Richtung nach Suez gesehen haben. — Der Tran«porlda«pset.LaM wurde mit Zustimmung Rußland« in Et. zi«ko abgerüstet. Bläffte zur Unterhaltung und Selrhrung für Haus und Familie. S»«»tag»bkit«ge der „Veutsche« Wachi" i« Kissi. Er. 39 .Die ©übmatl" erscheint jeden Sonntag al« unentgeltliche Beilage für die Leser der .Deutschen Wacht". — Einzeln ist «Die Südmart' nicht käuflich- 1904 Das Aorflhaus im Heufelsgrund. Delelliv-Roman von I. Eduard P s I ü g e r. (17. ftortfefcunfl) „Ich weiß es, Liebling und weil ich es weiß, hab« ich den Mut. dir ein Geständnis zu machen." „Tu kannst mir nichts gestehen, was mich beern-flussen könnte, dich weniger zu lieben, als ich es tue." „Sprich nicht so, wenn ich dir gestehen wollte, daß ich dich zu ermorden gekommen wäre, würdest du mich doch von dir stoßen." Rechenbach erbleichte. War das Wirklichkeit, oder war es bloß ein Fühler. Wollte sie nur seine Liebe auf die Probe stellen oder hatte m der Tat etwas ÄehnlicheS ihrem Besuch zu Grunde gelegen. Sein aus-fallendes Verstummen und die düstere Falte, die sich tief in seine Stirn grub, das jähe Erbleiche» lockte Hertha ein holdes Lächeln aufs Gesicht und als Rechenbach die Augen wieder hob und sie ansah, riß es ihn an ihr« Brust, denn in diesen Augen lag die ganze Antwort. Nein. nein, dies«? süße einzige Geschöpf konnte nicht mit finsteren Morvaedanken zu ihm gekommen sein oder die ganze Natur log um ihn her, der Sonnenschein log, vie Holztaube, die ihren Liebesgesang in dem Eichen-Hain erklingen ließ, log, der Bach log, der lustig seinem größeren Genossen in die Anne schäumte, sein eigenes »er» hatte ihn belogen, das ihn mit unwiderstehlicher Kraft zu diesem Mädchen hingezogen hatte. Und nun öffnete sie ihre Lippen niid fprad „Siehst du, mein Teuerster, ich kam nicht, weil ich dick, um Rat fragen wollte, ich kam, weil sich mein Gefühl gegen eine dunkle Tat empörte, die böse Menschen, "verblendete Menschen will ich sagen, gegen dich i,n Schilde führten. Ich ivollte dich ivarnen und als ich dich gesehen hatte, als zum ersten Male ein nie gekanntes Gefühl in mir empor wallte, als ich in dir nicht mehr den fremden Mann sah, so»»dern den Herrn nieiues Herzens, den ich lieben mußte oder den Tod erleiden, da konnte ich es nicht über mich gewinnen, weil du mich gefragt hättest, von wem kommt der An« schlag, wer ist der Träger des Gedaukeiis, wer die aiisführende Macht? Und hätte ich Antwort geben wollen, so hätte ich einen andern inS Verderben reißen müssen, der meinen, Herzeu teuer war. In dem furchtbaren Kampf zwischen zwei geliebten Menschen, von denen ich einen durch mein Sprechen vernichten mußte, den andern durch mein Schweigen, fand ich keinen Ausweg u>id ich eilte von bannen." .Tu arm er Liebling!' .Als aber dauu die Zeit immer näher heran« rückte, als sich das Unheil immer näher an dich drängte, jagte mich mein Gewisse»» wieder zu dir hin und danu kani alles so, ivie es gekommen ist. Jetzt aber kann ich. nicht mehr schweifen, ich habe die Tage her gesessen Weljkni »et»*«.) und meinen armen Kops zermartert nach einem AuS-weg uud ich glaube, ich habe einen gefunden. Der Tag steht bevor, wo der Anschlag gegen dich ausgeführt werden soll, ich bitte dich, weiche nicht von meiner Seite, verlasse das Haus nicht mehr, bis ich's dir sage. Und wen» das erste Unglück vorüber ist, dann wollen wir flüchten, fort, weit fort. $ch nehme mein Vermögen mit. wenn es sein muß in die Wüste. Ich habe ein großes Vermögen .... aber sei mir darum nicht böse, daß ich es dir zu Füßen legen will.' Er sah sie mit einem halb zweifelnden, halb glück seligen Lächeln an uud verschloß ihr den Mund, weiter reden wollte, mit einem langen Kuß. .Sorge dich nicht, mein Liebling, wir wissen alles, wir wissen, daß der 27. September der Tag an dem der Schlag fallen soll.' Hertha erschrak heftig. .So wißt Ihr auch vielleicht wer eS ist.'/' .Nein.' „So versprich mir, daß du nie erfahren'willst, von wem du bedroht bist, du würdest das tiefste Unglück über mich bringen, es wäre das Ende meines Lebens. Laß uns den Schlag verhindern und dann flüchten.' .Ich ttie ja alles was du willst und tue es gern, aber sage mir eins: wie ist dein wahrer Name?' .Mein Vater war der Freiherr von Holzhausen.' der ife .Was, der berühmte General, der als Hauptmann durch jenen tollkühnen Patrouillenritt die Schlacht von Beauniont entschied?' . Derselbe.' .Uud dessen Sohn ein Anarchist?' „Dessen Stiessohn." .Und er heißt wirklich Winkelmann?' .Er heißt wirklich so. Ich habe jetzt kein Ge-eimnis mehr vor dir, vu kannst mich und meinen rüder verderbet».' .Aber ich »vill dich retten, retten für mich Er schloß sie mit heftiger Leidens» M und hielt sie lange umschlung«n. Berg hiinmter, nach er wußte nicht was. so voll der Seligkeit, ganzes Sein gehörte. Leidenschaft in seine Arm« Dann zog er sie den weil er etwas ttm wollte, «in Herz war so voll deS Glücks, daß das Mädchen, dem sein endlich das verhängnisvoll« Beweis ihrer Lieb« gegeben und nun mochte kommen was da wollte, allem konnte er die Stirn bieten, allem . . . selbst dem Tod. Wie ftrrt»« In tortn stovslftnufr nnfrtmw, trfHn*»i Wovwftrfn«, so weit ff ine flittitiiUicxe 'Jfntnr te iibcrhcmpl jtl Vor-»vkrsen bringen konnte, daß der Herr Ztaatsaiiwall so unvorsichtig gewesen und allein in die Berge gestiegen sei, er wisse doch ganz genau, wie mißerordentlich geiährlich die Lage sei. Rechenbach lächelte blos. „Lieber Kluge, die Anarchisten haben meinen lob, mit wir ja nun durch Breilschwerts fabelhafte Klugheit mit absoluter Sicherheit feststellen sonnte», auf den 27. September bestimmt. Ich glaube nicht, daß die Herren so grausam sein werde«, mir die drei Tage, die ich noch zn leben höbe, zu verkürzen. Ich bin sogar ziemlich überzeugt vo» der Tatsache, daß wir vor dem entscheidenden Zeitpunkt einen Angriff nicht zu erwarten haben." Kluge schüttelte den Kops. „Nein, Herr Staatsanwalt, meine Erfahrungen End gegen Ihre Auffassung, denn es ist Tatsache, daß [t anarchistischen Attentate, sobald der verabredete Zeit-punkt entdeckt ist, ebenso gut früher als auch später unternommen werden. Im übrigen glaube ich, können wir glücklich sein, daß bis jetzt nichts passiert ist und wir wollen nicht länger darüber streiten. Ich habe die Zeit Ihrer Abwesenheit dazu benutzt, noch einmal ««gehend die ganze Gegend abzusuchen, überall herum-zuhorchen und ich glaube nicht, daß mir etwas entgangen ist. Weit und breit ist kein Anzeichen dafür vorhanden, daß etwas geplant sei, nirgends bis nach Heigenbrücken hinaus, ist ein fremder Mensch eingetroffen und der Arbeiter, der damals verhungert ankam, hat sich nunmehr entpuppt als ein ganz harmloser Mensch, oer lediglich in den Spessart hineingewand-rt ist, um Arbeit zu suchen. Unsere Meinung, daß er einer der anarchistischen Emissäre sei, hat sich als total falsch erwiesen. Tagegen macht mir das vollständige Verschwinden deS Dienstmädchens Anna Sorge. Ich kann gar keine Spur von chr entdecken und ich glaube doch, daß wir, um ganz klar in dem Fall zu sehen, sie wieder auffinden müssen. Freilich heißt es da Geduld haben, bis der Anarchist, der sie angelockt, ihrer überdrüssig geworden ist, dann wird sie vielleicht aus persönlicher Rache an dem nnge-treuen Liebhaber zu uns zurückkehren und Berrat üben. Darauf natürlich können wir nicht warten und selbst wenn der Fall eintritt, ist der vorgeschickte Liebhaber vielleicht eine ganz unbedeutende Persönlichkeit, deren Verhaftung uns nichts nützen kann. Immerhin glaube ich, daß die Lösung des Rätsels mit der Ergreifung der hübschen Anna bedeutend gefördert ist." .Ich muß sagen, lieber Kluge," antwortete Rechenbach, indem er die Türe des Forsthauses öffnete und ertha vortreten ließ, „für mich beginnt allmählich das nteresse an der ganzen Angelegenheit zu schwinden." Kluge blieb stehen, so daß die beiden Männer allein waren und von der voranschreitenden jungen Dame nicht gehört werden konnten. .Das glaube ich, je mehr das Interesse für Fräulein von Laßmann wächst, desto entschiedener muß das für die Entwirrung des verbrecherischen Problems schwinden. Ich mache Sie aber doch auf eins aufmerksam, daß es sich im Grunde ganz entschieden zunächst um ein Attentat auf Ihr Lebe» handelt und wenn auch jetzt eine verhältnismäßige Ruhe eingetreten, ist dieser Plan durchaus nicht aufgegeben worden, täuschen Sie suh nicht, Herr Staatsanwalt." .Ich will Ihnen etwas sagen, Kluge, aber Sie dürfen mir nicht vöse sein, daß ich total anderer Meinung bin als Sie." .Keineswegs, gegensätzliche Meinungen klären di« > . .. -Wir». >-? •••*<"•. "U.Ti Ifi nur t>»>I, tu Saen* inonrit, «im Iw» Wutinimerf der Polizei und vor allen Gingen Breit' schwerts, von dem Haiiplanschl.ige, der sich gegen ei» gekrönte? Haupt richtete, abzulenken." .Diese Ansicht ließe sich verteidigen, Herr Staats-anwalt." „Nicht wahr? Und sie hat sehr viel für sich." „Gewiß, aber glauben Sie, daß 'Anarchisten, lediglich um ihren Zweck zu verbergen, einen Mord, wie den an dem Diener des Herrn Doktor verüben?" „Gerade das glaube ich, denn Sie müssen immer in Rechnung ziehen, daß es sich darum handelte, dir Geheimschrift wieder in den Besitz der Gesellschaft zn bringen. Die Geheimschrift mußte ja zum Verräter der Gruppe werde», die den Anschlag auf vie Kaiserin von Rußland plante." „Nein, Herr Staatsanwalt, der Ansicht bin ich nicht. Sie kombinieren das einfach so zusammen, weil die Verbindung zwischen Nadaschda und dem Klub Morgenröte durch das Auftauchen der gleichen Geheim-schrist erwiesen ist. Ich glaube nicht, daß man das Attentat ans Sie plante, um das Auge der Polizei von dem eigentlichen Ziel des Verbrechens abzulenken. Ich glaube es schon deshalb nicht, weil in diesem Fall man sich Breitschwerts entledigt hätte." „Man hat einfach nicht gewußt, daß der Doktor für den Sicherheitsdienst der russischen Majestäten berufen war. Sie iverden doch nicht annehmen, daß die Anarchisten bis in jene Kreise hinein ihre Verräter haben." „Nein, gewiß nicht, auch liegen ja diese beiden Fälle zeitlich auseinander. Aber man hätte eine andere Ge> Heimschrift gewählt, wobei der Zweck einer Ablenkung der Polizei vollkommen erfüllt gewesen wäre. Nein, nein, ich bil» vielmehr der Ansicht, daß ans dem Klub der Morgenröte heraus dieses Doppelverbrechen nicht geplant war. Nur weil die russischen Majestäten in die schlag-linie des Klubs Morgenröte gelangten und weil sie in der-selben Gegend lebten, darum find diese Fälle verknüpft worden. Daß sie auch von unserer Seite durch die Person des Herrn Doktors verknüpft wurden, das konnten die Anarchisten kaum ahnen." „Lassen Sie uns hineingehen, lieber Kluge, Fräulein von Laßmann wartet schon zu lange auf ims." Als sie die große Wohnstube des Forsthauses be-traten, erklärte die Försterin, Fräulein von Laßmann habe einen Brief bekommen und sich sofort aus ihr Zimmer zurückgezogen mit dem Bemerken, sie müsse selber noch heute abend viel schreiben und bitte um Entschul-digung, daß sie ihr Abendbrot ohne die Gesellschaft der Herren einnehme. Rechenbach war einigermaßen verstimmt. Er hätte nach dem großen Glück, das ihm widerfahren, Hertha gerne noch einmal gesehen, noch ein Stündchen mit ihr verplaudert: aber der Wunsch einer Dame muß jedem fialantei, Mann Befehl sein und so setzte er sich in ziem-icher Verstimmung an den gedeckten Tisch, und selbst das trefflich zubereitete Haselhuhn nnd der champagnerartig moussierende Birnenwein konnten seine Stimmung nicht verbessern. Darum zog er sich auch früher als sonst in sein Zimmer zurück und Kluge, der zu seiner Sicherheit in demselben Raum schlief, fand ihn eine Stunde später bereits fest entschlummert. Es mochte gegen ein Uhr in der Nacht fein, als Kluge sich im Bett aufsetzte. Ein eigentümliches Geräusch, wie von schlürfenden Tritten, war an sein Obr ge-drungen. Sofort stand er mit beiden Füßen aus dem weichen Fuchssell und lauschte scharf in die schweigende Nacht hinaus. Es war alles still. Aber der Wacht- rtn t>ao er offenbar nrsi&rt hatte, urvftummtr. Er »Ofi stet» schlieft an. flrtW nach feinern haticrifrlicit Tolch, schob bis elektrische Blendlaterne in die Tasche und verließ geräuschlos wie eiu Dieb das Zimmer. Alles war still. Er schlich weiter. Da knackte im» angenehmerweise unter seinem schweren Körper eine Diele und er wußte ganz genau, daß dieses Geräusch für den Nacktwandler eine Warnung gewesen sein muffte, wenn er Böses im Schilde führte. Ging er ruhig weiter, so hatte das Geräusch einei» gutartigen Grund. Und siehe da, jetzt hörte er ganz deutlich Fußtritte auf den steinernen Fliesen des Hausflurs. Er mußte unter alleü Umständen erfahren, wer tn der Nacht durch das Haus schritt und darum glitt er mit einer Gewandt-heit, die man seinem kolassaleu Körper garnicht zugetraut hätte, die Treppe hinunter, nur so weit, daß er den Flur überblicken konnte uud strengte seine Augen aufs Aeußerste an. die Dunkelheit zu durchdringen. Es war nicht möglich. Aber es ging jemand nach der Hoftür hin, das" war ganz sicher. Wollte er die Laterne in Tätigkeit setzen, so hatte er alles verloren. Und doch vielleicht mußte es sein, denn jetzt hörte er, daß der Schlüssel im Hoftürschloß umgedreht wurde, daß der ge-heimnisvolle Nachtwandler also das Haus verlassen wollte. Blitzschnell drückte er auf den Knopf der Laterne, der schneidende Strahlenkegel fiel auf eine weibliche Gestalt, die sich anschickte, die Tür zu öffne». Er erkannte das große rot gewürfelte Umschlagtuch der Försterin, lächelte still in sich hinein und rief: „Entschnldigeu sie, Frau Förster, ich dachte, es wäre ein Dieb um die Wege." Er erhielt keine Antwort. Die Försterin, wahrschein-lich weil sie nur notdürftig angezogen war, beeilte sich, auf den Hof hinauszukommen. Kluge legte sich, be-friedigt von dem Erfolg seiner nächtlichen Expedition, wieder zn Bett nud schlief bald den Schlaf des Gerechten. Am andern Morgen wurden die beiden Männer außerordentlich früh von dem Förster geweckt, der be-stürzt ins Zimmer herein eilte. „Meine Herren, Fräulein von Laßmann hat das Haus verlassen!" Rechenbach und Kluge waren sofort munter und der Staatsanwalt fragte: „Wie meinen Sie Herr Förster, das Fräulein ist wohl schon ausgegangen?" „Nein, sie ist ganz fort, sie hat nns verlassen . . ich denke dieser Brief wird Ihnen die nötige Aufklärung geben.* Der Förster reichte Rechenbach ein an ihn adressiertes Schreiben, das dieser sofort erbrach und las: „Geliebter, Einziger! Ein widriges Geschick reißt mich von Deiner Seite. Es ist mir nicht beschieden mit Tir glücklich zu werden, oder Dich glücklich zu machen. Wir müsse» uns für ewig trennen. Ich erwarte von Dir, wir eine letzte Lieb-kosung, daß Du mir nicht folgst auch keinen Polizisten folgen läßt. Versuche mich zu vergessen und verzeihe mir, daß ich gezwungen bin, Dir solchen Schmerz zu bereiten. Mein Herz bleibt ewig Dein. Lebe wohl Hertha." Rechenbach sank wie vernicklet in das Sopha und Kluge griff indiskret nach dein Brief, der den Händen des Staatsanwalts entglitten war. „Da hört doch alles auf," weiter sagte er nichts und verließ stehenden Fußes daS Zimmer und das Haus, nicht ohne den Förster vorher bedeutet zn haben, den Staatsanwalt unter keinen Umständen allein vor die Tür gehen zu lassen. XV. fRrrtinitinri) ging nrnher, rot» Im Traum iiiifl. Eommerabend-Zchwüle, Lechzt nach Schlummerlohn! Hausrat der Gefühle, Alt. verblichen schon, Ist vom ruhenden Glaube bedeckt, Den kein Lüftchen zum Reigen erweckt. Blumen duftschwer hauchen: „Komme, Tau der Nacht!" Sternenbilder tauchen Aus in keuscher Pracht. In verrinnender Farbenflut Meine Seele schwellt Heimatsmut- Brünsiig will umarmen Sie das Vaterland, Toch dem sehnsuchtSwarmen Herzen plötzlich schwand Da« verzehrend« Liebesoerlangen: Oest reich den Teutsche» ist durchgegangen l Karl Pröll. Ins Album. Uedle Laune ist eine Art von Trägheit. Goethe. Wenn du Gott wolltest Tank sür jede Luft erst sagen. Du fändest gar nicht Zeit, noch über Weh zu klagen. Rllckert. « Halle sest am frommen Sinne. Der deS Grenzsteins nie vergaß! Alle» Heil^liegt mitten inne, Und da» Höchste bleibt das Maß. Glücklich, wenn die Tage stießen Wechselnd zwischen Freud und Leid, Zwischen Schassen und Genießen, Zwischen Welt und Einsamkeit. G e i b e l. O Hoffnung und Erinnerung sind Rosen Bon einem Stamme mit der Wirklichkeit, Rur ohne Dornen. Grillparzer. « Aus bitt ren Meeren zieht die Sonne süß«S Wasser. So zieh auch Liebe du aus Herzen deiner Hasser. R a ck e r t. * Nur die Liebe gibt, die vergibt. Treu. Z»r Lam«nzucht bestimmt« Vslan» zeti deS Wirsing-, Weiß- und Rotkohls braucht man nicht mit den Köpfen zu überwintern, sondern kann dieselben ernten und nur die Strünke zur nächstjährigen Samenjucht über wintern. Nur muß man sich die bestimmten Pflanzen merken. An den Seiten deS Strunke« entwickeln sich nämlich zahlreiche Epiße, die im kommenden Jahr« sich zu Samenträgern auSbil-den. Um riner Sortenmischung vorzubeugen, sollten verschiedene Besitzer sich dahin einig«», daß jeder nur «ine Sort« zur Samengewinnung baut und durch Austausch dann die vom Nachbar gebaut« Sorte «rhält. Obstflecke» au» Wäsche zu ent» fernen. Hiezu bedient man sich zweck-mäßig entweder der schwefligen Säure oder lauwarmen Ehlorwafsers. In ersterem Falle setzt man die angeseuchteten Stellen deS Gewebes den Dämpfen brennenden Schwefel» aus. Sollen Obstflecke aus baumwol-'enen oder wollenen Geweben entfernt werden, so g«»üg« ei. Auswaschen mit warmem Seifen, oder mit Ammoniak-waffer. Ätzteres ist auch bei seidenen Ge-weben anzuraten, nur muß dabei sehr vor-sichtig und zart gerieben werden. Quittengelee. Die Quitten werden mit «inrm Tuch« sorgsältig abgewischt, von Stielen und Blüt«n befrei«, in Viertel ge-schnitten und diese, in einem gut glasier!en Zopf mit Waffer bedeckt, w«ich gelocht. Tann schüttet man sie auf ein ausgespannte» leinene« Tuch und fängt den durch-laufenden Saft in einer unterstellten Schliffe! auf, siebet ihn mit Zucker, auf je l Kilogramm Saft 7»0 G amm Zucker, unter fleißigem Abschäumen zur Geleedicke ein und füllt da« Gelee recht heiß in vor-her erwärmte S«leegläfer. Die zurück-bleibenden Quittenjtück« kann man auch anderweitig verwenden, z. B. für Pasten oder Marmelade. Quitten einzumaciien. Quittenschnitz-chen. Die recht reifen Quillen werden mit einem Tuche sauber abgerieben und geschält, der Länge nach in Achtel geschnit-ten und vom Kernhaus befreit. Di« Schalen und Kernhäuf«r der Quitten kocht man mit reichlich Gaffer anderthalb Stun-den und ftiht da« Waff«r dann durch «in Sieb, legt hieraus die Quittenstacke hinein und kocht sie beinah« w«ich, worauf man si« mit dem Schaumlöffel herausnimmt und auf einem Siebe abtropfen läßt. Dann wiegt man di« QuiUenstück« und nimmt auf jedes Kilogramm Quitten 750 Gramm Zucker, läutert diesen in d«m Quittrnwaffer und fchäumt ihn dabei steißig ab. legt die Quitten hinein, läßt si« darin einigemal« überwallen uud schüttet si« nebst dem Safte in «in Por-z«llangefäß, worin man sie bis zum andern Tage stehen läßt. Dann gießt man b«n Saft ab und kocht ihn zum großen Faden, wobei man ihn steißig abschäumt und gießt ihn wieder üb«r di« Quilt«nstücke; dasselbe wiederholt man am folgenden Tage. Am vierten Tage bringt man ben Satt abermal« zum Kochen, schäumt ihn ab. legt bi« Q»i»t«nstücke hinein und läßt sie so lange kochen, bis sie vollständig weich und schön rot sind, hebt si« mit «in«m Schaumlöffel herau» uud schichte« sie, nachdem sie etwas abgekühlt sind, in die Ein-machgläser. Ten Saft kocht man zum großen Faden, läßt ihn auskühlen und gießt ihn über die Quitten in die Gläser, welche man mit in Rum getränktem Pa-pier überdeckt und mit Blase zubindet. Immer Geschäftsmann. gin Schlächtermeister wird durch die Geburt eine« Enkel» ersreut. Nach einigen Wochen bringt man ihm den sehnlichst Erwarteten in den Laden mit der Mel-dung, daß der Säugling b«r«its acht Pfund wieg«. D«r M«ister nimmt ihn in die Arme, um ihn zu wi«g«n uud ruft erstaunt: „Ja. das wieg» er," fügt« j«-doch sogltich, in di« Gewohnheit fein«« Geschäftes versall,nd, hinzu: „aber mit den Knochen!" Recht schmeichelhaft. „Haben Sie schon bemerkt, daß die Söhn« oft genug das Gegenteil ihrer Bäler sind V „Gewiß: fast in jeder Famili« kommen derartige Fälle vor." „Haben Sie zum Beispiel meinen Vater gekannt ?" „Sehr wrnig, Ich hab« nur g«hört, daß er sehr geistreich gewesen ist I" Der beste Rat. Gewerbsmäßiger Faulenzer: „Ach Herr Schnoddrig, e» gehl mir so schlecht, wiffen Sie vielleicht ein« Sttlle für michi" Schnoddrig: „Jawohl, g«h«n Ei« ins Aquarium, dort ist kürzlich der Gorilla gestorben." Nummer 77 £41 astatisch. Der »Nowaja Wr»mja" entnehmen wir fol- Snbtii Erlaß de« Kaiser« von China über di» ewnralität: .Zwei Großmächte, Rußland und Japan, führen Krieg gegen einond»r. Da fit an Macht gleich sind, so wird da« Geschick enischeiden. Für den Sohn de« Himmel« liegt kein Grund vor. sich mit seinem gewaltigen und «nb, sieglichen Heer in den Kamps einzumischen, »m Recht zu sprechen. Und so besehle ich denn, daß niemand über den Krieg schreibe — sei »S in Zeitungen, sei e« in Büchern, Pamphleten oder Privatbries«». Ich ver« biete auch, über den Krieg zu sprechen: in Ver-sammlungen, Pagoden. ZeehSusern und in Buden. Selbst der Name Rußland« oder Japan« darf nicht genannt werden. Besondere Polizeibeamte werden über die Au«sührung diese« Befehle« wachen; in TeebSusern und in den Häusern der Op umraucher besonder« gebielet der Sohn de« Himmel«, der Herr de« himmlischen Reicht«, daß niemand einen Sieg einer ver Mächte zu feiern wage. Beide sind unsere freundwilligen Nachbarn. E« sehe jeder Uniertan nach seiner Arbeit; der Bauer nach dem Pfluge, der Kaufmann nich seinen Geschäften, d.r Handwerker nach seinem Hand» werk....." — .Ich sitze in meiner Hütte und weiß gar nicht«", bemerkt dazu spöttisch die „91o-waja Wremja". Da« ist in der Zat ein hübscher Erlaß im Stile de« bekannten .Ruhe ist di« erste Bürgerpflicht." politische Wundschau. Stovenische Anmaßungen. Bekanntlich wird an der Mardurgtr Kavettenschule al« zweite Sprache da« Slooenijche gelehrt. »Glooenec' erklärt, der Unterricht an einer einzigen Anstalt genüge nicht; e« müsse da« Bestreikn der Führer sein, eine Er-Weiterung de« Unterrichte« durchzusetzen. ?»r Tagung des krainischen Landtages. erklärt der Dr. Tavcar. der Fuhr«? der sonschriu-lichtn jlovtnischtn Partei, daß letztere aus ihr«r bi«herig«n Haltung beharren, aber augenblicklich die Obstruktion beginnen werde, wenn die Regierung den Ratschlägen de« Hosrate« Schuklje, eine »tue Wahlrefvrm zu bewilligen und allenfalls den Land-tag auszulösen, womit die Klerikalen atstärkt würden, folgen wollte; sech« bi« sieben Abgeordneten sei t« leicht. j«de Tätigktil dt« Landtag»« lahmzul»g«n. Z»ie Deutsch«» im öößmische» Landtage. Wie die .Bohemta" mtldrlt. wenvtn sich alle deutschen Paiteien in der Obstruktion zu-sammenfindtn. Dit dtulsch? Bevölkerung Böhmen« werd» ihre Zustimmung zur Obstruktion niemal« «rwtigtrn, weil sich unter den beutigen Umständen die Odftiruktion gegen die Vergewaltigung de« Deutschtum« im Lande richte. Z)ie Iuugtscheche» in ZZöhme« uud Mähre«. Der Obmann der Jungtschrchenpariei im Reich«-rate Hai kürzlich inChol«borz«ineWähl«rversammlung abgalten und bei Dieser Gelegenheit die Errichtung slavischer Paralellklassen in Schlesien eine echt korber'sch« Ziveideuiigkeii genannt. Ueber da« Ver-halten feimer Partei im Re>ch«raie jagte Dr. Pacak: .Heute sstehtn und bleiben wir auf dt« Stand« punktt, beert wir im Juni btstimmt haben: au«zu-harien um schärfsten Kampfe gegen die jetzige RtaierunM und da« jetzige RegierungSfystem!" — Der Abciieordneie StranSky behauptet» am 18. d. i» einer Volksversammlung zu Ktremsirr ganz »ff»n, Duifc m» /ioc-erung »inet tschechischen Uni-fütsitdl >sür Mähren »in» politische Forderung sei. Man muisse die zweite tschechische Universität in Grünn «rrrichien zum Z'ichkn, daß die Stadt Brüan kein« deutliche Stadt sei. Die? slavischen ?aral«kklasse» tu Schtesteu. Im schl>ssiichen Landtage haben t>«e polnischen und tschechischhen Abgeordneten di» Protestkundgebung der DeuNschen gepen die Errichiung der slAvischen Parallelktwssen mit einer Erklärung erwidert, in »«lcher > sie verlangen, daß diese Einrichtung nur '« Provvisorium aufgefaßt werde, dem die Er» tung selbständiger »lavischrr Anstalien zu folgen be. E«s sei diese ihre Forderung eine Verfassung«-mäßig begründete. — Die Staai«grundgesetze tnthalten aallerding« den sogenannten Gleichderechti-g« « PParagraph — man könnte ihn StaatSzer« »g« - -Paragraph nennen—, aber auch in ihm ^ ßt ti nicht, daß deutsche Städte dazu berufen sichch mit Hilfe diese« Paragraph»« slaviiirr»» laffenen. — Nach der .Alld. Korr." versichern ierun » »kreist bereit« mit aller Bestimmtheit, i Regierung sich mit der ernsten Absicht trage, ^ in Tlroppau und Teschin eröffneten slavischen «Detttsche W«»?' Parallelklassen an den deutschen Lehrerbildung«-anstalteu mit End» bi»s»« Schuljahr»« auszulafskn uud an deren Stell» in einem gemischtsprachigen Orte, etwa in Polnisch - Ostrau, «ine selbständige Lehrerbildung«-Anstalt mit gesonderter tschechischer und polnischer Unterrich>«sprache zu eröffnen. — Da« wird ein Spektakel werden, wenn e« wirklich dazu kommen sollte! Gerade in Teschen und Trop-pau müssen die slavischen Anstalien ja errichtet werden nach Ansicht der .Gleichberechtigte«"; sonst blieben ja Troppau und Teschen am Ende gar deutsche Städte! per Salzvurger Landtag gab in der ersten Sitzung durch eine Entschließung seiner Besorgn'« wegen der folgen der neuesten slaoensriundlichen R»gi»rung«handlung»n Au«druck. Die Tscheche» in Zliederöllerretch. Daß e« eine ganz einfache Lüge ist, wenn die Tschechen behaupten, e« sei ihnen nur um Gerechtigkeit zu tun, beweist ihr Vordringen in« deutsch» Nieder-öst»rr»ich. Nun st-llen sie, die d«r deutsche Michel so gutmütig war. in« Land zu lassen, dort schon Kandidaten für Gemeinderai«wahlen aus. In der Gemeinde Lassee bei Marchegg fanden gestern Ge« «eind»rat«wahl»n statt, bei denen tschechisch» Bauern« dündler al« Kandidaten austraten. „per Kroate hat kein fflxtnMtV', soll Freiherr von Handel vor nicht langer Zeit gesagt haben; wenigsten« behauptet da« der Abgeordnete Bianchini. der Führer der dalmatinischen Kroaten und die Seele aller Quertreibereien gen«« den verhaßten Statthalter von Dalmati«». Freiherr von Handel hat »war erklärt, daß er den erwähnten Vorwurf gar nicht ausgesprochen habe; er wurde ab«r dennoch nach Wien berufen unb soll nnn einen U monatlichen Urlaub anir>ten, um bann ein-n militärischen Nachfolger zu erhalt«». Der dritte deutsche Städt»tag, welcher am 16. d. in Teplitz in Böhmen feine meriiorischen Verhandlungen begann, tagte wie vorige« Jahr unter dem Vorsitze de« Abgeordneten Dr. Funke. In einer Entschließung nahm der Städtetag Stellung gegen den Erlaß de» Finanzministerium«, laut wel-chem die Bewilligung zur Einhebunq von Gemeide-bierauflagen von über 2 X per Hektoliter an Um-lagenprozenie auf die dierekten Steuern in der Höhe von 125, bezw. 150 Prozent gebunden ist. Den Gemeinden werde durch dirs» Verfügung dir Mög-lichkeit genommen, den an sie herantretenden Aus-gaben gerecht zu werden. Weitere Resolutionen verlangten gtsttzlichr Regelung d»« Elrkiriji ät«-betriebe«, eventuelle Anlag« unterirdischer Telphvn-leitungen zum Schutze de« Publikum«, Ermäßigung der Telrphon- und Telegraphengebühren, Er-l«ichl«rung im Ttltpdon- uud Telegrophenverkehre, Einführung von Schulärzttn zur Ueberwachung bet Schulhygiene, Gestanung der fakultativen Feuerbe« stattung usw. Ein Antrag de« Bürgermeisteis von Konewitz, Buchmüller, trat für di« Einführung einer allgemein»«, auf brtitest» Grundlagt zu stellenden Invaliden- und AlttrSversorgung ein. AIS Bor-ort sür den nächst«n Slädielag wurde Br»genz au«»rs»h»n. Zweierlei. Kürzlich ha, der polnische Adel Preußen« eine« seiner Mitglieder mit Schimpf und Schanv« auSgestoß-n, weil er eine« seiner Güter an dit deutsche Ansi«dlung«kommission verkausi». Nun haben die Erben der G-äsin zui Lippe-Btester-seld da« Rittergut Runzenbors an einen Polen verkauft. Dem deutschen Adel fällt e« natürlich gar »ichi »in, di» gesinnungslosen Verkäufer zur Rechen-schast zu ziehen. Am sozialdemokratischeu Parteitage, welcher letztertage zu Bremen abgehalten wurde, ging di« Mehrheit der Vertreter über de« Antrag L i«b« knecht, di« sozialistisch« Propaganda auf da« He«r au«zud«hnen, zur Tagesordnung über. Di» Abgeordneten Südekum und Vollmar hatten gegen d«n Antrag u a. eingewendet, daß durch ein« derartig« Taktik d«r Kriegsminister da« Recht bekäme, sozialdemokratische Rekruten nach Au«-nahm«vorlchrist»n zu bthandiln. A!« Liebknecht seinem aussichttlo« gewordenen Vorschlagt durch den Antrag aus motivierten Utbtrgang zur Tagt«. Ordnung ein ehrenvolle« Begräbni« verschafft« wollt», erklärt» Abg. Frohm» dies»» Versuch Lieb» knecht«, d»m Parteitag den Gedankt» seine* An« trage« aus ditsem Umwege aufzudrängen, sür eine „verblüssenbe Dreistigkeit". — Ein Antrag, der Parteitag möge bie Re>ch«tag«gruppe beauftragen, in Zukunft all« ttolonialforderungen abzulehnen, wurde zurückgezogen. In der Wechfelrede sagt« B«b«l, di« Partei verweigere den He«re«voronschlag grundsätzlich, weil si« da« System de« Militari«- Seit? 3 mu« bekämpfe. „Würbe aber gegen Deutschland ein Angriffskrieg geführt werden, so werden wir unter keinen Umständen dulden, daß deutsche« Land verloren geht." — In einer Entschließung, die mit 234 gegen 44 Stimmen angenommen wurde, sprach die Versammlung dem Zollpolitiker Schippe! di« schärfste Mißbilligung au« wegen seine« Vorgeben«, durch da« »r da« vertrauen der Partei aus da« Ichürsste erichüttert hab». Auszuschließen au« der Partei wagte man den Mann doch nicht, welcher al« erster unter den .Genossen" »iriig»« V»rständni« bewiesen hat sür Wirtschaftlagen im Staate. Die »«vorgehend« Kri»»»g i« Aetgrad. Anläßlich d«r Krönung y,« König« würd« «in« Amnestie für geringere Vergehen erlassen. Weder politische noch miliiärifch», noch schwere Verbrecher wurden begnadigt oder ihnen auch nur ein Teil der Strafe nachgelassen. Der König erhielt in den letzten Tagen zahlreiche Drohbrief« au« d«m In. und Au«lande, in d«n«n «r grwarnt wird, sich krönen zu lassen, da sonst «in« Bomb« p atze« könnt«. E« würd« festgestellt, daß diese Bries«, deren Zweck Erpressung ist. größtenteils von Polizei-agent n Milan« und Alexander« herrühren. Die Polizei trifft groß« Vorkehrungen. All«n Wohnung«. Inhabern ist et verboten, di« Fenster an Unbekannt« zu vergeben, ebenso dürse« die Dächer von niemandem bestiegen werd«». — Am 20. d. M. fand in Belgrad urner großem Gepränge ei« Krönung de« serbische» König« statt. Durch Sondergesandt« waren dabei nur Montenegro und Bulgarien oer. treten. . per Südsta»e»k«agr«ß hat in Belgrad am 20. d. M. eine» argen Krach erlitten. Da« P-äsidium beantragte nämlich eine Begrüßung«, drahtung an den russischen Feldherrn Kuiopatkin. Dagegen legten die Bulgaren Verwahrung ein. Dann verlangten di« Serben die Abspi«lung der russischen Hymne. Darauf verließen die Bulgaren den B«ratung«faal und dann Belgrad. Älls Stadt unö Land. Wißl«r»«rsamml»»g. Donner«tag, den 22. d. Ml«, fand in Tüjser im Hotel Horjak ein« sehr gut besuchte Wähl«ro«rsammlung statt, bei der Herr Dr. Joses Pommer in längerer, von wi«d«r« holten, Bkisall« unterbrochener Red« üb«r bie politisch« Lag« sprach. Ueber Antrag de« Herrn Dr. Mavlay wurde Herrn Dr. Pommer da« vollste Vertraue« »»«gesprochen. Donn«r«iag, dt« 29. d. wird Herr Dr. Pommer in Cilli im Hotel Terschek sprechen. A«rleiya»g des Staatsburgerrechtes. Dem Hond«l«mann Herrn Samuel Braun wurde die österreichische Staatsbürgerschaft und da« Heimat«, recht in der Stadt Cilli zuerkannt. Gesttrn würd« H«rr Braun vom Bürgermeister beeidet und spendete vei diesem Anlasst 100 K für dit Stadtarmen. Kvaugelische Gemeinde. Heut« Sonntag den 25. September, vormittag« 10 Uhr, findet im evangeltichen Kirchlein in der Garlengasse ein sür jedermann zugänglicher Gotiesvienst statt, bei d»m auch di» seierlichr Angelobung dreier neuen Mit« gliedrr de« Kirchenvorstand»« stattsindtt. M»stkverei»s-K»t,jert. Heult Sonntag den 25. d. M. finset im Hotel »Stadt Wien" ein Konzert der Musikvtrti»«kapellt mit folgender Vor« trag«-Ordnuug statt: I. .Unier dtuischer Flagge", Marsch von I. Scheider; 2. „Fri«den«palmen", Walzer von Joses Gleisner; 3. Ouverture ,Di« lustigen Weiber von Winbsor" von N. Nicolai; 4. .Ländliche« Hochzeit«fest", BurleSk« von A. Czibulka: I. Der Hochzeit«zug setzt sich in Be-wegung. 2. Hochzeitömusik, 3. Der Zug begibt sich in die Kirch-, 4. Der Gesang au« der Kirche, 5. Die Neuvermählten nehmen Glückwünsche der Gäste entgegen, 0. Der Tanz beginnt. 7. ES ent. spinnt sich ein Streit, 3. Der Nachtwächter mahnt zur Ruhe. 9. Die Gesellschaft verliert sich; 5. «Zigeuner-Chor" au« der Oper „Troubadour" von Verdi; 6. .Wiener Leben", große« Potporri von Komzak; 7. Ouverture zu .Rosamunde" von Fr. Schubert; 8. „Treuliebchen - Walzer" von Waldteufel; 9. „Alte Wiener Volksmusik", große« Potporri von Komzak; 10. ,O, fage e« noch einmal und küsse mich', Walzerlied von E. Robert; II. .Mondfchein-Gavotte" von G. Grüneke; 12. Schlußmarsch. ZKädchnt-AortbikdavgsKurs. Um mehrseitig geäußert«» Wünichen zu entsprechen, wird sür die Dauer deS Schuljahres 1904/1905 an der Mäd« chen-Bürgerschule ein provisorischer Fortbildung«-kurS abgehalten werden. In Aussicht genommene Seite 4 Gegenstände sind: Literaturgeschichte, Französisch. Handarbeit«», Buchführung, Sttnographi« (Tadels-derger) und Maschinschreiben. Nähere Au«künf«« werd?« läglich in der Dir«ktion«kanzlei der Mäd-che«.Bürgerschule erteil«. Beginn de« Kurse« am 1. Oktober. Aerbaud deutscher Kochschüker Kilis. Mitt-woch den 23. d. M. halb 9 Uhr abend« findet ei» offizieller Verband«abend al« Echlußkneipe im Hoiel „Stadt Wien" statt. Da die« die letzte Ver-anstaltung für die heurigen Eommerferien ist. werden all« Mitglieder besonder« ersucht, verlaß-lich zu erscheinen. KerSkfest. Der deutfchoölkifche Gehilfenver. band Cilli und Umgebung veranstaltet Sonntag den 2. Oktober im Gar««nfaal de« „Hoiel Mohr" ein Herbstfest, welche« recht hübsch werden wird und zu dem die Vorarbeiten bereit« im besten Tang« sind. Auf zum Kurneu. Di« Turnarbtit wird mit I. Oktober in allen Abteilungen aufgenommen. E« ergeht daher an alle Freunde der L«ibe«üdungtn di« sreundlich« Aufforderung, sich am Turnen wieder recht zahlr«ich zu beieiligen. In England und Amerika wird di« Erziehung d«S Körper« zu Kraft, Ausdauer und Gewandlheit viel höh«r ge» schätzt al« bei un«. Versäumen wir daher nicht di« Gil«g«nheit. an d«n grr«geli«n Uebungen zu« Wohl« de« eigenen Körper« t«ilzunehm«n. Die Früchte werden nicht au«bltib«n. Durch Turn-Übungen erhält man sich die Elastizität und di« Gefchmeidigkeit der Mu«k«l, Glieder und Gelenke bi« in« Alter hinein. Vor allem richten wir an di« Eltern di« Mahnung, ihre Töchter am Turn-untirricht« teilnehmen zu lassen, denn dieser ist für di« Erziehung eine« kräftigen Geschlechte« von hoher Wichtigkeit. In and«r«n E«äd«en, wie in Graz. Lai^ach und Marburg, wird da« Frauen-und Mädchentirnen seit Jahren mit Ersolg ge» pflegt. Auch Cilli soll nicht zurückbleiben. Der Turnverein verfolg'«it der Einrichiung der Mäd-chenabteilungen «inen edlen Zweck, er will, daß auch die Mädchen in nationaler turn«rifch«r Arbeit zu Nutzen de« druifch«» Volke« miih«lf«n. Jede deutsche Frau und j«de« deutsche Mädchen ist herz-lich willkommen. Die erst« Mädchenabteilung, zu welcher Mädchen vom 10. bi« 15. Lebensjahre ausgenommen we den. turnt Mittwoch und Samttag von 6—7 Uhr abend«. Die zweit« Abteilung ist ein« Frauen- und Mäbchenabieilung; bitfe turnt Mittwoch und Sam«tag von 7—8 Uhr abend«. Für da« Mädchenturnen sind leichte Turnschuhe und eine geeignete Turnkleidung, welche alle Be-wegungen ungehindert zuläßt, «rfordtrlich. Sam«-tag drn 1. Okiobtr wird di« erste Turnstund« abgehalten. Einschreibungen und Anmeldungen w«r-d«n dafrlbst in d«r Turnhalle entgegengenommen. Die Männerabteilung turnt Dien««ag und Freitag von 6—7 Uhr abend«. Die erste Turnstunde findet am 4. Oktober statt. Konkurs. Im Konkurse be« Georg Regor-scheg von Tabernit wurde üb»r Vorschlag der bei der Wahltagsatzung erschienenen Gläubiger al« Mafseverwalter Dr. Joses Kovatschitsch, Advokat in Cilli, bestätigt und al« dessen Stellvertreter Dr. August Schurbi, Advokat in Cilli, ausgest'llt. Kudtich et»if4t. W>« wir schon seinerzeit berichteten, wurde im heurigen Sommer im Gast-Hause der Frau Lemesch (Faninger) in Cilli von einem unbekannten Täter eingebrochen und ein höherer Geldbetrag nebst zwei Uhr«n g«raudt, Vor einigen Tagen gtlang <« nun d«r Sicherhe>i«wache, den Täter, der «in sehr geriebener Gauner ist und auch noch «ihrer«« andere am Kerbholze hab?» soll, ia Graz in der Person eine« gewissen Josef Hofer auch Joses Koller festzustellen und dingfest zu machen. Sie „Z)«mo»i«a" will die Beßrer an «ufere* Bürgerschulen »ach ihrem Heschmacke a»-stelle«. Ja der vorletzten Nummer beklagt sich die „Domovina* darüber, daß die deutschen Bürger-schulen den Slooenen verschlossen seien (s. Leitartikel), daß an der Bürgerschule in Cilli ein Lehrer K., der nicht einmal für den slovenischen Unterricht befähigt fei, die slovenische Sprache gelehrt habe, daß an der hiesigen Bürgerschule ein Lehrer au« Mähren hierhergerusen worden s«i, anstatt dt« L«hr«r« von Lichtmwald, der auch hierher kompetierl hab» usw. Dem gegenüber erwidern wir zunächst, daß dieser Herr K. sowohl laut seine« Reifezeugnisse«, wie auch feine« Lthrbefähigung«ztugnisse« für Unter-richl«anftalt«n mit dtulscher und slovenischer Sprache befähigt ist, daß «r «ia Jahr an der ganz slovenischen Schul« in St. Ruprecht i. w. B. gewirkt hat, daß „Arutfch- Wucht- er an der ganz slovenischen Schule in Praß-berg supolierte, ebenso an der U«gebung«schule IN Cilli daß er al« Wanderlehrer de« steiermärkischen Landtsbitntnzuchtverein«« slovenische Borträge hielt usw., wa« unser« Prrvaken ebtnso gut wisstn wie wir. Der au« Mährtn hithtr gekommen» Lehrer an d«r Bürgerschule H«rr Aist-ich, über den sich di« „Domovina" so aufrtgt, ist «in geborener Cillier, der für d«n Unt«rricht in d«r sloornisch«» Sprach« sthr gut besähigt ist und «an hat sich bei seiner Ernennung von dt« Grundsätze leiten lassen, daß mit diesem Herrn eine tüchtige pädagogische Kraft gtwonntn wurde, welche unbedingt jenem Lehrer, für den die „Domovina" eintritt, vorzuziehen ist, von dem man nur weiß, daß er ein panflavistifcher Hetzer ist und an dem Tschecheneinsalle in Cilli teilgenommen hat. Im übrigen wissen wir aber ganz gut, wa« den Herren Pervaken an diesen Lehrkräften nicht gefällt. Oder wollen sie vitlleicht für unfrre Bürgerschulen einen Lehrer baden, der da« Dvmovina-Elovenisch lehren soll? Dann müßte er sich alle Bierteljahr« prüs«n lassen. Sloveaentnm i» Honobitz, Die letzt« Land«ag«wahl hat e« aufgtdecki, wie stark da« Pervak«nt»m in Gonobitz ist. 24 Summen war da« Um und Auf, w«lche« di« Gonobitz«? Windi-fchkn un««r großen Anstrengungen und Agitationen zur Wahl de« Rosch auigeirieben hoben. Wirklich ein jämmerliche» Resultat, wenn man berücksich-tigt, daß durch die Wahlenthaltung der Deutschen den Windischen da« Feld ganz überlassen wurde. Betrachtet man diese 24 Wähler näher, so finden wir darunter nur sech« Besitzer; die übrigen re-krutieren sich au« fürstlich Windifchgrätz'fchen Die« nern, Knechten und sonstigen zweifelhaften Gestalten, welche derzeit in Gonobig und in absehbarer Zeit Gott weiß wo domizilieren werden. Trotzdem fand e« der B«zirk«haupimann von Gonobitz wegen diifer paar L«ute für noiwenl-ig, den Gonobitzer Deut-schen dadurch einen Schlag in« Gesicht zu verletzen, daß er da« Au«hängen der windischen Fahn« am .Naro^ni dom" am 4. d. gestattete, wa« zu so argen Exzessen geführt ha». — Wird der Herr Be-zirk«hauptmann, w«nn b«i nächster Gelegenheit di« Gonobitzer Pervaken wieder Lust bekommen sollte«, die deutsche Bürgerschaft von Gonobitz zu provo-zieren, angesichi« biefer Tatsach« sich wieder auf die Gleichberechtigung beider Nationen in Gvno-bitz berufen? Selbstmord. Am 5. d. entfernte sich der in Loke, Gemeinde Trifail. wohnhafte Josef Medwed, nachdem er Tag« vorher in verschiedenen Tast. Häusern die erfolgte Lohnau«e«tmales ia Marburg. In Marburg würd« Dirn««ag den 21. d. M.. um halb II Uhr vormittag« in den Franz Joses-Anlagen ein Denkmal in feierlichster Weife enthüll«, da« die daukbare Sladt Marburg eine« ihrer bedeutendsten Söhne, ihre« einstigen hochverdienten Bürger«eist«r Andrea« Tappeiner, errichtete. Andrea« Tappeiner wir zu Marburg >« Jahre 1810 al« Sohn be« Johann Tappeiner. Bierbrauer« (jetzige Brauerei Götz) geboren. I« Jahr« 1834 üb«rnahm er die nun««hrig» Tfch«l«gi-fche Braurrii. welch« er bi« zu« Jahr« 1841 leitete, fn wrlch.m Jahre et die Max Andre«',che Glasfabrik in Et. Lorenzen a. M. an sich brachte. Hier fand Tappeiner die erste Gelegenheit, feinen Beruf auch zum öffentlichen, gemeinnützigen Wirken zu bekunden. Er wurde Bürgermeister der G«-meiode St. Lorenzen und jetzt noch rühmt dies« Gemeinde dankbar di« Verdienste de« Verstört»«, nen. Im Jahre 1853 verkausie Tappeiner die Glasfabrik an den gegenwärtigen Besitzer Wohak und kehrt« m.t seiner Famili« nach Marburg zu-rück, wo «r sich durch fein einfache«, schlicht«« Wesen, durch seine Leutseligkeit und Biederkeit, durch sein richtige«, in bürgerlichen Dingen sropant schlagfertige« Urteil bald die Siebe und das Ver-trauen der Bürgerschast erwarb. Im Jahre 1301 am 26. Jänner, entsendete ihn seine Vaterstadt zur Vertretung der Landesinteressen in den steier-märkische» Landtag und am 10. März dr«s«lb«n Jahre« wählte sie ihn zum Bürgermeister. Al« solcher widmete er sein« ganz« Z«i«, Krast und Energie dem Wohl« der Stadt, ja selbst sein« Güter sttzle er dafür «in und e« ist ziffermäßig Stammer 77 , nachgewiesen, daß er währ«nd feines Bürgermeiii» , amie« 10 000 fl. au« eigenem Vermögen oj« ' Anspruch auf irgend welche Erstattuug au'wendnr > Seine Tätigkeit ließ ihn leider selbst auf die g« Körper und Geist notwendige Erholung verzicht» Die Wohlfahrt der freisinnig organisier««» 9» meinden al« Grundlage d«r Machtstellaq Oesterreich« war Tappeiner« Sinnen und Tracht» Zu seinen unzähligen verdenken gehöre» u. I die Kanalisierung und Neupflafterung und die d wei«erung der Stadt, Anlaste neuer Straßen «t Plätze, di« Fördtrunq de« Erziehung«- und Ulla» richtswisen«, die Uut«rstützung der studierend« Jugrnd, die Gründung de« Kasino«, die Berbeffa» ung der Verhältnisse im Krankendause und Bürza> spitale, die Vergrößerung de« Armenfond«. k\ Grün dun? der Sparkasse, die Erwirkung de« eige« Gemeindtstatute« für die Siadt Graz. di« S» richtuug der Maschinenwerkstätie de« Südbat» u. d«rgl. «ehr. Am 2. Januar 1867 wurde ihn sür fein gemeinnützige« Wirken da« Riiterkreuz drfl Franz Josef«-Orden« verliehen. Leider «ndile sm fegen«- und Tatenreichr« Leben bereit« i« nächst« Jahre. Erschütternde Erlebnisse, die in Tappeims Familie rasch aufeinander eintraf'«, beschleunig»! den Vernich>ung«lauf. den ein schleichende« Leid« schon längst in seinem Körper begann. Die Daitl baren Marburger haben ihren verdienten Bürg»-! «eister nicht vergessen; Tappeiner blieb Richtet»! gessen, doch fast verschollen und nach langen Pa>I zögerungen wurden diese« verdienten Toien aal verflossenen Mittwoch feine wodloerdi-me Ehnit^I Die Feier, die in glänzendster Weise verlies, nwrtel bereit« von den Tage«blänern in eingehender Weist I geschildert. Kröff«««g de» deutsche« Studentenhei«! ia Marburg. Sonntag den 18. d. M. vor»wPl würd« da« deutsche Studentenheim in Marbel eröffnet. Zur Eröffnung«seier hatten sich die Hm« I Bürgermeister Dr. Schmider«r. Bürgermeister-Eiel« I verireicr und Lanbtag«abgeordneter Psri«er, Lli-I dürgermeister Nagy. die Mitglieder de« Gemei.d»! raie«, de« Stadtraies, die Herren Direkiore» Kcr^ I und Knobloch, Miiglieber de« Vereine« .Deutschet I Studentenheim^ und zahlreich« ander. Persönliit-1 keilen eingesunden. Vom Vorstande de« Smdeiii»» heim« Herrn Inspektor Walenta sowie vom »Si» I pogischen Leiter der Anstalt Herrn Regierungsut I Prof. Dr. Petfchenig und dessrn Gemahlin auf d»tl U«den«wurdigste empfangen, versammelten sich diel Anwesenden in eine« Saale der Anstalt, wo«! Herr Inspektor Walenta «it herzliche» Worte» d»I grüßte. Da« schöne Werk, welche« durch die M«. I fijinz der Ge«ei»despalkasse und der Gemeind»» v'riretung gegründet worden ist. sei nun voUeiMl und gebühre daher den genannte» Körperschiil» I sowie allen jenen, die in irgend welcher Weife u» I Werke beigetragen haben, tiefgefühlter Dank. Hm I Bürgermeister Dr. Schmiderer erwiderte, daß tatl Gemeinderat und die Stadtgemeinde längst übn. I zeugt waren von der Noiwendigkei, dieser flnäiift ■ und davon, daß sie nur segenbringend siir d» > deutsche Stadt Marburg sein werde und drech»» dem Obmanne Herrn Inspektor Walenta und da I übrigen Herren de« Au«schusse« den herzlich»«! Dank au«. Einer Einladung de« Herrn ©alngl folgend unternahmen die Anwesend«« nun die fei sichtigung der Anstalt. Die Einrichtung ist i» all» I Teilen auf da« modernst« burchg«führt und afrfl Bort«il« und Erfahrungen der Äesundherisledn I sind in zweckmäßigster Weise ang«wendet. Tie b»» liche Anordnung der «inz«lnen Räumlichknte», iS > die Schlasfäl«, Studi«rsäl«, Waschkam««rn il.f i. I sind üb«rau« praktisch »»«geführt. Di« EinrichtviW de« Studenienhki««, ir«lch«« bereit« 3« ZöghilM zählt — «ine für den Anfang gewiß groß« Zahl I fand ungeteilte« Lob. Die neue Anstalt, auf ivelchW die Stadt Marburg stolz zu fein alle Urfache t>u I geht demnach unter ihrer tüchtigen Leitung gwij I einer gedeihlichen Zukunft entgegen. SchS«ftei«. (Schulst st) Au« Sch»s>»> wird un« ^«schrieben: Di«n«tag den 13. d. faftfl hier da« Schulf ft der „Deutschen Privat-schule' statt, welche« einen sehr schöne« Snlml I nahm und Jung und Alt noch lange in fron,» I rung bleiben wird. Der Festplatz dol fchoi«! weitem da« niedlichste Bild; überall Krän^Ll»! men und Fahnen, hübsche Buden u. dgl. Die M W reichen d«utsch«n Fahnen zngten von der ftraatwi | Gesinnung d«r Veranstalter. Nicht nur die tlnta I hatten ihr« herrlichste Freud«, auch di« tzrrß» I für d«r«n leibliche« Wohl auf da« beste vorgeMßl war, ergötzten sich an dem Jubel und den nrntty I vorzüglichen L«iftung«n der Schulkinder. R» > Kinderspiele wechselten mit hübschen Liederv-rtcha I Beilage zu Nr. 77. f Man verlange im eigensten Interesse stets Echt Kaiiireiners Kneipp-Malz-Kaffee nur in Paketen mit Schutzmarke Pfarrer Kneipp und dem Namen Kathreiner und vermeide sorgfältig alleminderwerthigcn Nachahmungen. 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Grazerstna» hiu Druck Hufträge* liefert prompt und billig die CELEJA Cilli, Rat baugasse Nummer 77 „Irtttfd»« Wacht" Seite 5 ab und bat damit der tüchtig» Leiter der „Deut-schen Privat-Volksschult^ Herr Theodor Denk be« «iesen, wie sehr ihm die Erziehung und Heran-tildung seiner Schüler am Herzen lieg«. Auch die herzigen Spiele und Vorträgt der Kleinsten er» regten ungeteilten Beifall und hat die Kindergärtnerin Fräulein Mizzi Sträub gezeigt, daß auch sie ihren Posten voll und ganz auffülle. Auch de« Vergnügen der Großen war durch Juxpost, Der-kaus«bud»n, konfetiischlachl zc. Rechnung getragen. Nachdem zum Schluss« di« Kinder noch die Volk«-Hymne sänge», zogen Groß und klein wieder vor dit Schule, wo Htrr Gewerke Wolchnagg der Schulleitung und den Freunden und Förderern der deutschen Schule seinen herzlichsten Dank au«drückle. Der Dank für das schöne Gelingen dieses Festes Sührt wohl vor allem dem rührigen Damen» «uee. an dessen Spitze Frau Josesine Hauke stand, welch»? die Damtn Joa Denk. Luise Orel, Wera Schloßner, Therese Schweiger, Magdalena Siulltr, Paula W«rbnig und Marianne Woschnagg hilireich zur Sei» stand»» und »« auch an ansrhn-sicher, Bttträgen zur Bewirtung der lieben Kleinen »rchl fehlen ließen. Spezielle« Lob gebührt auch der Tätigte« des Schulausschusse», vor alle« dessen Odmavnes Herrn Hans Woschnago. sowie allen jmn, welche durch Spenden zu« Gelinge« Biete« Festes beitrugen, besonders den Htrrtn Brüdern «eininghau« in Graz und Herrn Thomas Gotz in Marburg. Ära» von Kervay wurde in der Nacht oou, 22. auf den 23. d. M. vom Leobeaer Krtisgtrich't m Begleitung des Kerkermeisters Mathias Kellner »>d eine« Gefangenaufsehers nach Graz gebracht Mb an das dortige Landes- als Strafgericht ein» geliefert, wo ihr Geisteszustand eingehend geprüft »irden wird. Aerei» Südmark. iAusweis über erhaltene Kpenven, sowie gegebene Unterstützungen und Dar« leben in der Zeit vom 30. Au^un bis 10. Sep-tauber 1904.) S en?en baden gesandt: »Verlor»» no oergesien' 7 K 42 h ; Wanderichuld Eisenerz fiO h; L.-G. Frohnl-iie» 22 K; O.-G. Gmüi d 1143 K 60 h (davon 23 K 60 h aus den Sa«» elbüchfen): LezirlSoeitretung Mürzzujchlag 50 X; ^M.»O.-G. Judenburg (Festertrag) 60 X 75 aka» ^»i>che Burschenschaft .Arminia" Graz (Sam««l> düchse) 5 K 28 h; Pros. Lorber, Wien. 10 K. — Unurstützungen wurden gegeben: Ein«« Lehrtr in Kärnien 200 X; einem Lehrer in Untersteiklmark 20 X und an Eludien-Unlerftützungen 130 X.— Hypothekar-Tarlehen erhielt: Ein Besitzer in Unter-steiermark 600 X. — Für ein ouswäniges Ag«n-»gefchäsl wird ein Kontorist des Kolonialwar»»» | Kchrs «»sucht; Kenntnis der Stenographie u. Buch-~ bedingt. — Erfahrener Landwirt sucht ein« * Nealität in Mittelsteiermark zu pachten. — Anträft« und A»'ragen sind an die Süd«ark-Haupl-leitung in Graz. Herr«ngass« 3, zu richten. — Wir ■achtn jetzt schon daraus aufmerksam, daß i« Laus der nächsten Woche» uns«r Süv«ark-Kalender »tl reichhaltigem Inhalt« und prächiigrr AuSstat-ting erschein«» wird. Schon im Hinblick« darauf, daß eine Reihe hervorragender Dichter u»d Schrift-steller auch heuer wieder mit vortrefflich«« Bei» trägen an unserem Jahrbuche beteiligt sind, wäre »in Maffenatsatz des g«ditg»»tn Volksbuches nur herzlich zu wünsch»». Unter rinem verweisen wir darauf, daß da« .Deutscht Wkihnachlsduch dit Jugemd*. welche« sich al« ti» vortrefflich«« »alc« «Erziehungsmittel bewährt hat, auch durch »in« reichlich« Verbreitung stirer grjeg-B»stim«nung ou«giebig dienstbar gemacht wer-den soll. Jahr- ,»»d KiehmärKte in Auterkeiermark. Sepiemtdtr: Windisch»Feistritz, Jahr» und Viehmarkl. — 26. September: St. Georgen an ta Eüddahrn, Bezirk Cilli, Jahr» und Viehmarkt 27. Sepnember: Friedau, Schwkinemarki. — Sfpt«rnb«r: Franz, Jahr» und Vithmarkt. — nstem, Bezirk Drachendurg, Jahr» und Vieh — Schönstein, Jahr» und Viehmarkt. . Aus aller Wett. Airfi , Kertert Aismarck f. Friedrichsruh, ll. Septemdber, Heute nachmittags sand Kausoleum \u Friedrichsruh die Beisetzung der Wich« deS Fürsten Herbert Bismarck statt. Der «rseirr wohnten Generaloberst von Hahnk« in Vertretung dde« Kaisers, ferner Reichskanzler Graf Bülow, Staoal«sekretäc von Richthostn, der deutscht fchasttr i» Madrid von Radowitz, uiehrere >nch««agsabbgtordntlt sowie militärische und andere iotionrnn bei. Ausgabe neuer AriefmarKen. Wie ver» lautet, ist oi» Ausgabe neuer österreichischer Brief» marke» g»plant, jedoch soll »s sich dabei nur um »in« gtringfügigt Aenderung des bestehenden Typus handeln. I» Künstltrtreisen macht sich bereit« ein« Bewegung geltend, um zu bewirke», daß dies-mal auch ein künstlerisch wertvoller neuer Entwurs a«schuffi>» werde, nachdem d«r nun im Gebrauch stth«nc>« Entwurs schon zweimal säst unverä»derl zur Anwendung gtlangt ist, obgleich dieser wed«r ver Form noch der Zeichnung nach irgendwelche Vorzüge aufzuweisen hat. ES wild auf da« Aus-land hingewiesen, wo jedesmal bei Neuausgabe von Marke» haupüächlich auf das künstlerisch« Auslehkn derselben Gewicht gelegt wird. In Frankreich ist sogar der Name de« Künstlers auf den Marken verzeichnet. waS zur Folge Hai, daß di« angtsehenste» Künstler sich um di« Ausführung bewerben. Im Kausche die eigene Familie erschlage». Aus Brünn wird gemeldet: In Serspitz ereignete sich nachs «m surchdarts Familiendrama. Der Taglohner Wenzel Zavodnik kam abend« voll« ständig betrunken nach Haust und legte sich zu Bett. Gegen Miiteinacht stand «r auf. ergriff einen schweren Hammer und bieb mit demselben aus sein» b»id»n in ttr Küche schlafenden Söhn» «>». S»i»e Frau, di» den Söhnen zu Hilfe eilt«, streckte Zavodnik durch eine» Hied auf den Kopf zu Boden und stach hierauf mit einem Küchenmesser solange aus si« ein. bi« sie kein Lebenszeichen mehr von sich gab. Sodann flüchtet» er un!» konnte bis jetzt nicht aufgefunden werden. Von seinen beißen Söhnen ist der »ine bereit« ciestoroen ver andere und die Frau wurden in hoffnungslosem Zustande in« Spital gebracht. Kine L»ise»affäre i« Dänemark. In Nopen-Hage» erregt die Affäre der OderstenSgatti» Munthe au« Aarhu« große« Aussehen. Die Cache erinnert a» die Flucht der Prinzessin Luise von Kodur«. Frau Muntde ist von großer Schönheit und Leb» hastigkeil; sie nahm im geseUjchas-ltchen Lebe» der Provinzstadt daher «in« hervorragende Stellung ein. Zwar war sie etwa« exaltiert und ließ ihrer »»verfälschten Leben«lust manchmal in rech« extra« vaganter Weise die Zügel schießen, die mil den Formen der Gesellschaft" nichl iulmer überein» stimmten. Da plötzlich erzählt« man von angeb» lichen Wechselsälschereien d»r Frau Oberst. Sie präsentierte in Kopenhagen Wechsel, die den N"men de« Prinzen Harald von Dän««ark trugen und man sagt«, daß di« Frau die Namensumerschrifl gefälscht hätte. Jedenfalls fühlt» di» Familie d»r Frau Oberst sich veranlaßt, nach berühmtem 3)iu[tn auch di«s» Affär» mit drr Jnt«rni«rung d«r un» glücklich«« Frau in «in« Jrr«nanstalt abzuschließen» Au« d«m «Karten de« Irrenhaus«« zu Middtlsart konnte nun di« Dame vor einigen Tagen «nt. fliehen. Sie begab sich nach Vejle und hierauf nach Aarhu« zu ihrem Manne, in dessen Hause sie di« Nacht zubrachte. Si« versprach auch ihr«« Manne, mit ihm am nächsten Morgen nach Mid» delfvri zurückkehren zu wollen, ader schon während der Nach! machte si« sich unbemerkt aus und da» von. Der Obrrst erbat sich nun den Beistand einer Reih« Kameraden sei»«« Regiment« und nahm zusammen mit dies«» di« Jagd auf die unglückliche Frau auf. Schließlich sand man sie in einem Landkruo« der Umgebung, führt« si« nach Aarhu« zurück und (i<6 sie von hier au« mil dem Zuge di« Rückrtis« nach Middelsart antreten. Auf dem Bahnhof« aber kam e« noch zu unerquicklich«» Szenen, di« sich unier den Augen einer großen Menschenmenge vollzogen. Die arme Frau unter» nahm noch im l.tzten Augenblicke einen Fluchiver» such und rang mit mehreren Kondukteuren um di« Freiheit. Natürlich würd« sie überwältigt und mit Gewalt ia den Zug gebracht. Lauter Protest er» scholl von den Lippen de« versammelten Publikam«. Voraussichtlich führen dies« letzien gewaltsamen Auf-tritt« zu einer Untersuchung der Affär« der un-glücklichen Frau. Man ist keineswegs dnvon über» zeugl, daß die Frau .verrückt* sei uud glaubt auch nicht Überall, daß sie Wechs«lsälschung«n vorgeno«» men hat Sehr merkwürdig ist jedenfalls, daß man das angebliche kriminelle Verbrechen der Frau nichl gtrichllich versolg«; im Laufe de« GrrichtSorriah-ren« müßte die Frag« der LurechnungSsäHigktit dann woh! fachkundig »ntschieden werden können. Südmark - Mücherei. Dieselbe wurde am 1. März 1901 eröffnet und ist gegenwärtig b«irn Stadtamle im Vorzimmer de« Herrn Aml«vor» stand«« unt«rg«brachl. Sie enthält 85 Bände wisfrnschasilichen und 1280 belletristischen Inhaltes und die besten Romane der Neuzeit. Autleih» stunden sind jeden Montag, Mittwoch und Freitag (Feiertage abgenommen) von 1 bis 2 Uhr nachmittags. Die Monalsgebühr beträgt 10 Heller, außerdem sind 2 Heller für jeden Band für vier» zehn Tage zu emrihle». Bücherverzeichnisse sind ebendaselbst um 4 Heller per Stück zu haben. Im Jahre 1901 wurden 4170, im Jahre 1902 7760 Bande entlehnt. Jed?r Deutsche kann Bücher enllednen. FRITZ RASCH, luMiung, CILLI. ~ Ausweis .über die im Schlachthause der Stadt Eilli j» der Woche vom 12. September bis inklusive 18. September 1904 vorgenommenen Schlachtungen, sowie di» Menge und Gattung des eingeführten Fleisches. Name de« Fleischers Menne der Schlachtungen £ .5 a "5 Ü O! « ,2L s= — c « ** s I Jl' j c «5 ! «o eingeführte« Fleisch in Kilogramm - i $ iß Q 1 IIS S s 00 Gajschek Anlon Grenka Johann Janzek Martin karloschek Martin Koffär Ludwig Le«losch-t Jakob Payer Samuel Planinz Franz Plelersky Anton Rebeufchek Jos.f Sellak Franz Seulschnig Anton Skoberne Georg Umek Rudols Vollgruber Franz Wretschko Martin Eenitza Gastwirt« Private is — l Summe ! i) 25; 8 4 44 22 ; 2 | — | • 40 — &6 — 157 55 61 46 77 52 96 - 230 i. •o W » 813 814 35« 56 — 1127 Eeite 6 9iuaime: 77 Reiehhaltiges Lager in Pelucben, Samte, Pelucbrollen Krimmer und Krimmerborten iu allen Farben. Zu haben boi 9936 Franz Karbeutz,Grazerstra8se. 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Hiezn haben zu erscheinen sämtliche Urlauber, Reservisten uud Ersatz Reservisten, welche im Laufe dieses Jahres weder in aktiver Dienstleistung gestanden sind, noch zur mililäriseben Ausbildung oder Waffen-Qbung eingerückt waren. Versammlung im Hofe der Infanterie-Kaserne. Jeder bat seinen Militärpass mitzubringen. Die Nachkontrolle findet statt am 2. November 1904, um 9 Uhr vormittags. Stadtamt Cilli, am 10. September 1904. 9806 Der Bflrgermeister: Julius Rakusch Seite 10 ni**xr,£,» Nummer 77 Die vornehmen Kreise aller Lftmler bevoriu^en die Seifen u. Parfümerien von Colgate & Co. in Newyork. ■ 1 ■ Spezialität: Antiseptisches Zahnpulver vom kais. Rat E. M. THOMAS, grossherzogl. toskanischer Leibzahnarzt, glänzend begutachtet In elegantem Blech-Flacon Kronen S —. - — Zu haben in allen besseren Parfslmerien, Drogerien nnd «inscht&gigen Geschäften. -- Generaldepot für Oesterreich-Ungarn: Alte k. k. IVId-Apelhrk«, Wien I, Stephansplatz 8. 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