Ech nstleitung: M«tHhM»«gafse Str. 9 (t—lll«« H»,»X »Iti H«IM» (aU ■D) Ha II—U v»> im. i'ltm Mrtn n*t jMHnrta, —nli|> «»- l»i HM MH Kr 9*fruuflr»«raia MLM. g»ar»«Anng: Vtatfchausgaft. St».I Or)B|» . I . . -n . . . c >»» KSSt: -::t i= W«"! Bullaal rtt»|ra ftch M« •*IH**ABti» n »ie Mlxtra lmnHi|l-Mi|ir« «Injtlrttrte BIcnimtmt »dtnt kW tat KM>eftSi»|. M 1». HiM, Donnerstag, 28. Keöruar 1901. 26. Jahrgang. A»kis»Nch des Mo»ats»echsels etfuifni wfo je»e ZI»eh«er der,,Z>e»tsche« ZV»cht", die «it »er Zt^ug-geSSr i« KückSande ft»d, »« Mt recht lästige Ki»se»d»»g derselbe«, damit »ew« Störung i» »er regelmäßigen Zuse»d»»g ktt Aett»»g eintrete. Z>ie Aerwatt»»g. Kesterretchs AoTer. Wiedtr einmal im Parlament» ein kritischer Zag erster Ordnung — nach dem andern. Dem äußeren Ansehen nach sind sie es wenigstens, denn es gab gewaliigen Lärm; doch war's ein einstu« diene« Operetten.Tschin-Bu«, ausgeführt von der tschechischen Musikbande. Leute von der geistigen Bedeutung eine« Ma«talka. Freßl. Klofac. die nicht« können, al« CircuSulk ausführen, lärmten wie Befessene gegen den Präsidentenstuhl und der rabiateste Gtäokerer an« Tschechien erhob sogar ein schwere« zinnerne« Tinteufas« gegen den Präsidenten; allein der Hüne, Baron Wasilko drückte da« Vtehausmännlein nieder, worüber e« bald zu eine« Handgemenge gekommen wäre. Die Tschechen habe» einen neuen „Wunsch"; Da« einheitliche deutsche stenographisch» Protokoll te* Abgeordnetenhaus»« ist ihnen ein Dorn im Auge und de«halb wünschen sie, das« tschechisch ge-stellte Anfrage» nicht in« Deutsche übersetzt, sondern i» tschechischer Sprache dem stenographische» Pro« toll« beigedruck« werden, da« sonach baldigst zu »wem Kudel-Mudel aller österreichischer Sprachen gestaltet würde. Ein praktische« Bedürfnis zu einer solchen Narr heil liegt absolut nicht vor; sicher ist e« viel-»ehr, das« e« lediglich tschechischer Muthwille und «schechische Minirkünste find, von denen diese aller» »«teste Streitfrage, um die Leute zu Haufe in Athem z» halte», i»« Parlament geschleudert Wanderungen und Wandtungen einer Sage. Boa Wilhelm Schriefer. Eentdem sich die Erkenntni« immer «ehr Bahn bricht, das« weder die arischen Bölk«r Europa«, »och d»iren Sprach»», noch deren Gedankenwelt au« Centralcasten oder Indien stammen, wie allgemein ange»o»»«en worden war; seitdem «an in den Ariern Indien« und Perfien« die Spitzen einer gegen Osten gerichteten Völkerwanderung der Urzeit erblickt und Johanne« Schmidt nachgewi«s»n hat, das« sicth die arischen Sprachen nebeneinander, nicht a»«ri»a»nd»r entwickelt haben, ist unter Führung von I. d. Hahn, Carl Blind, Ernst Krause und Anderen, die Sagensorschnng zu neue« Interesse erweck» i worden. In seinem gedankenreichen Werke „Tui«cooland' hat Krause die Behauptung ver» fochten, das« der größte Theil der so vielbewun-derten hellenischen Diythenwelt, besonder« jene Homer«,!, sammt ihren Göttern und Heldengestalten dem ggermanischen Norden entlehnt ist, ja, das« urzeitlichh die nordischen Mythen sogar bi« zu den Egypternn und Juden ihren Weg sanden. Erklärlich wird daa« durch Krieg«« und Hand»l«züge der alten Völker. Das« die Sagen auf jenen langen Wan-derungenn mannigfache Wandlungen durchmachten, ist begreiflich. Ein Beitrag zu den von Krause ge« lieferten i Beispielen ist die auch von ihm an ver« schiedeneien Stellen in Betracht gezogene Sag» von der entfösührien und gefangen gehaltenen Schönen. Es ist a anziehend, deren Fahrten und Wandlungen zu verfololgen. Im« hohen Norden allein nur kann sie sich ge« wurde. Italiener, Ruthen»« und Rumänen, ja selbst Elovenen haben zuvor daran gar nicht gedacht, »in solche« Recht in ihrer Sprache zu beanspruchen; auch die Tschechen haben für ihren dahingehenden Allspruch, e« müsse nichtdeutscher Einlaus »pari« tätifch" behandelt werden, durchau« keinen anderen Rechtstitel al« d»n ehemaligen Präsidenten Herrn Victor Fuchs, der vom 3!. Jänner 1900 an ihre» Marotten die Zügel hatte schießen lasse». Dreißig Jahre habe« e« die Tschechen auch ohne tschechisch» Interpellationen im Hause ausge« halten, t* hat ihnen durchau« nicht« an Einfluß geschadet; e« wird ihmn auch in der Folge nicht schaden, wenn e« be, der alte» Gepflogenheit ver« bleibt. Herr Adrahamowicz hat einmal sogar polnische Interpellation»» zurückgewiesen und sich von den Tscheche» durchau« nicht zugunsten der Annahme tschechischer Eingaben umstimmen lassen; ein Präsident Graf Better kann deshalb das Gleiche thun; ohne ein Titelchen von feiner strengsten Ob« jectivität einzubüßen, kann er sich auf die früheren Präsidenten. Herrn Adrahamowicz und aus Herrn Emolka. berufen. Mit sanfte» Beschwichtigungen ist nichts ge« tha», schon au« dem Grunde nicht, weil, wie Tsche« chenbliiuer selber schreiben, auch die günstigste Entscheidung die Tschechen nicht abbringen wird von ihrer Taktik, da« Parlament z» untergraben, sondern w»il si» dann nur eine neue Sir.iiscage in« Parlament schleudern würden. Nichtdeutfche Eingaben dem Protokoll beizugeben hat weder Sinn noch Zweck; ist also Ueberfluß, ja schlimmer al« dilst«. Die nächst» Folge wäre die Nothwendigkeit, einen ganzen Stab von nichtdeutschen Uebers»tz»rn anzustellen und nach einiger Zeit würde kein Mensch diese Protokoll«beigaben ansehe». Zum Greifen deutlich ist es dagegen, dass nur ei» einziges Mal ei» Missbrauch zugunsten der Tschechen im Hause prakticiert zu werden braucht, dass für alle Folge immer etwas zugunsten der Flausenmacher davon hängen bleibt! Es steht aber mehr auf dem Spiele, als sich augenblicklich a»f der Oberfläche zeigt; e« handtlt sich um »in schlau »ingesädelte« Attestat, bildet habe», dort, wo «onaieiaag kein« Sonne am Himmel st«ht. Man konnte sich da« alljährliche Verschwinden de« herrlichen Tage«gestirn«, der Frau oder Jungfrau Sonne, wie man e« nannte, nicht ander« erklären, al« durch eine gewaltsam« Entsührung. Die Rückkehr der Sonne aber führte zu dem Gedanken einer Zurückei tführung durch eine Gottheit. die den Menschen hold ist. Au«sührlich behandelt di« Edda, da« germanisch« Götttrduch, diese Auffassung. Jdun, so heiß« e« dort, die Tochter Iwald«, wohnt hoch in drn Zwtigen d»« Weltbaumts und verwahrt die Aepsel der Verjüngung und Liebe, dir dort oben wachsen. So ist di« Sonn«, der. wenn sie am Morgen vom Lager aussteht, selbst die beschwingten Sänger des Waldes ihre Lieder entgegenjauchzen und die in des Menschen Brust Frohsinn und Lebenslust bringt. Darum dachte man Bragi, den Gott d»s G»sang»s, als ihrm Gatten Aber die Mächte der Finsternis, voran der Sturm« und Winterriese Thiassi, neiden d»n Mrnschrn die beglückende Göttin. Zu ungeschickt, der Jdun Schaden zu thun, bemächtigt sich Thiassi »in»« schlangenlistigen Gottes, d»s bösen Loki, und zwingt ihn, sein Helfer zu sein. Loki tritt heuchlerisch zu der ahnungslosen Schönen, rühmt deren wunder» baren Weltbaum mit d»n ewig» Jugend verleihen den Aepfeln; erzählt ihr aber, er wisse einen noch edleren Baum. Jdun. voll Begierde, dies Wunder zu s»h»n, folgt ihm in »inen nahen Hain. Dort lauert Thiassi im Adlergewande, umfängt di« Be-thört», reißt sie in die Lüste und trägt sie auf schnellen Fittichen in sein winterliches Reich. Die Welt veifinstert sich. Di« Menschen klagen, Jvun sei von dem Weltbaume gesunken. Den milden planmäßig di« Einheitlichkeit der Verhandlung«, sprachen im Parlameat und damit diese« selbst zu untergraben. Mit solchen Dingen darf man nicht Fangball spiele» lassen. Immer haben die Tscheche» Enlgegenkommen und Nachgiebigkeit für Schwäche au«gelegi. genau so wie die Boxer im Reiche der Zöpfe. So mus« auch über unser« Boxer endlich einmal der Ernst «ine« Walders»» kommen und ihnen den Zopf abhauen. Urbrigtn«, selbst di« schwächliche, sanft« und kraftlos« Adwthr de« Prästaent«», der gleich die Erfahrung machte, das« selbst ein von den Tscheche» al« unparteiisch hingenommener Präsident von solch maßlose» Dickköpf,» nur verhöhnt und mit ven« gelhaftigkeite» überschüttet wird: ganz ohn« jede» Erfolg ist ste doch nicht gebli«b«n. Ein fester Will«, wo er zur Geltung kommt (hier hat er freilich nur durchgeschimmert) erreicht immer etwa«. Allgemach glätteten sich die Wogen; die Tobfuch>«anfälle der Tschechen am Schluss« »ach Mittheilung der Entscheidung des Präsidenten waren ja doch n»r die abgekartttei« Abgangstacte der Symphonie für die Prager Gasse. Das Ganz« trug scho« deshalb da» Gepräge de« Gemachten, einer recht schlecht gelungenen Operetlenscene. weil nun den Jungtscheche» selber »in« g«heim« Angst vor b»n Folgen einer tobsüchtige« Odstruciion aufsteigt. Di« Mach«r dr« IungtschenclubS stehen lauernd im Hintergründe, freuen sich in«geheim, wenn e« gelingt die Ver-Handlungen im Parlamen»« zu störe»; allein sie wollen nicht« Gewaltsame« angerichtet haben; wissen sie doch genau, das« mit einer stillen, bock-beinigen Obstructio» da« Hau« lahm zu ltgen ist. Viel lieber ist ihnen di« schleichende Krise, al« der Sturm, bei de« sie da« ganze Hau« sich gegen-übersähen und nach ein paar Tagen kapituliere» müssten. Jetzt könnt» Herr v. Körber, wenn er e« verstünde, wie ein Phhsicu« aus Naturerscheinungen Gesetz« abzuleiten, aus den Erscheinungen in der vorigen Woche zweierlei entnehmen: erstens war es ei» folgenschwerer Unsinn, von den Tscheche» eine „Rechisoerwahrung" gegen die Verfassung hinzunehmen, zweiien« zeigt sich nun, das« ein schon i»öuern entsteh« arge Sorge, denn sie müs«ie» sterben, ohne di« 'ugendspendende Entführte. Zu« Glücke finde» si« Mittel und Wege, ste zurückzuge« winnen. Die Eigenschaften de« Thiassii und Loki, Flug« kraft und Schlangenlist, sind in der deutschen (fränkischen) Rhiinfage von „hürnin Sigfried" zu einer Drachengestalt vereint. Jdun heißt hier Kriem« Hilde und si« wird eine« Tag«« von dem Drachen, der ehedem ein schöner Jüngling (Loki) gewesen, au« dem Ftnsttr der Burg ihre« Vater« Gibich entrückt. D«e Burg wurde in jenem Augenblicke er-leuchiet, al« wäre si» hell entbrannt. Da« erinnert an die Firbung des Waldes im Herbst und an den Sonnenuntergang, der ein tägliches Bild de« W»chs»l« der Haupijahreszenen ist. kup»ran h«ißt in dies»« Li«d« ein R«»se, der die Schlüssel zum Drach»nst»in verwahrt. Dies» Schlüssel bedeuten den Blitz, der im Frühjahre das unterirdische Gesäng-nis der Sonne spaltet, daraus sie zum Heile der daraus harr»nd»n Menschheit hervorgeht. Im Gölsenihale in Niedeiöfterreich findet sich noch ein Nachhall dieser Sage. Auf der Spitze de« „Hohenstaff" erscheint manchmal »ine weiß» Frau — es mag Frau Holl» sein — welche klagt, das« sie sich in Gesangenschast einer Schlange befindet» di« den Schlüssel oder Schlüsselbund im Maul« trägt, womit man den Kerker der Hilfesuchenden öffn»» könn». Aber Niemand wagt es, di» Schlange aufzusuchen und zu bekämpsen, trotzdem die Schöne verspricht, das« der Helo herrliche Schätze gewinne, die im Innern d»s Berges zahlreiche Bottiche füllen. Unter diesen Schätzen scheint die Fruchibarkeit des Frühling», schein.» die Kräfte der keimenden Ernt« vermeint zu sein. Seite 2 .Deutsch- W«cht- Nummer 17 fester Triff, ein tüchtiger Kneipp-Kopfguß den Radau- und Obstruction«helden gegenüber von er» staunlicher Wirkung werden könnte, dass dagegen «in fauler Friede, ein ganz unnöthige« Entgegen-kommen dem Flausenmacherthum gegenüber, nur die Krise verlängern würde. Herr v. Körber mag erkenne», das« er sich nun wieder eine Arbeitsmehrheit verschaffen muss, die er schon im Juni hätt« habe» können, wenn er Rückgrat bewiesen hätte. Denn der Schritt deS unfähigen Fuch«, nichtdeutfche Eingaben anzunehmen, ist nur die letzt« Kette einer ganzen Reihe von hirnlosen Zugeständnissen, womit Taaffe und die Feudalclericale« seit Jahrzehnten die Tschechen nachgerade so närrisch gemacht haben, das« man «her mit TollbäuSlern als mit ihnen auskommen kann. Das sieht nun wohl auch »der objectivste Präsident" selbst, und auch diese Lection ist gesund. Die Dinge »reiben also zur Entscheidung. Man müsste es auf einige Tage Obstruciion ankommen lassen, wenn man nicht vorzieht, den RechtSver» wahrern die Mandate geschäftsordnungsmäßig abzuerkennen, um den Bohrwurm hinauSzubringen. Z>er Wiener Städtetag, auf dem die Stadt Cilli durch die Herren Bürger-Meister Stiger, Vicebür^ermeister Ra kusch und Gemeinderath Dr. v. I a b o r n e g g ver-»reten war. hat zu Beschlüssen geführt, deren Durch« führung für die autonomen Städte die wohlthätig« sten Folgen haben würde. Bemerkenswert ist, das« Prag den Städtetag nicht beschickte „im Hinblicke auf das uufreundlich« Verhalten der Vertretung der Stadt Wien gegen« über unseren in Wien lebenden böhmischen Land«-leuten." Die Resolutionen, welch« beim Slädtetage angenommen wurden, bezogen sich 1. auf die Leistung einer Entschädigung sei»en« de« Staate« an jene Gemeinden, welchen die Ge-fchäfttführung einer politischen Behörde erster Instanz in ihrem Gebiete anvertraut ist; 2. auf die Mitwirkung de« Staate« bei der Versorgung der Armen und Unheilbaren und die Ueberbürdung der Gemeinden in dieser Richtung; 3. aus die Herabsetzung der Uebertragung«. gebüren bei Häusern: 4. auf die Vergebung öffentlicher Arbeiten und Lieferungen durch eine Gemeinde; hiebei habe jmmer öffentliche Ausschreibung zu erfolgen; 5. auf eine auSgjebige Erleichterung der Haut« zinSsteuer und die Ueberweisung dag«angeordne»en. Ver» treten waren folgende Vereine: Eilli, Allgemein« Turnverein Graz, Deutscher Turnverein beider Hoch« schulen in Graz. Verein »Grazer Turnerschaft*, Graz« Männer-Turnverein, Judenburg, Knmelfelb. Köflach, Leibnitz, Leoben, Marburg, Mureck, Pe»»a>t, Radkersburg, Rottenmann. Weiz, Wildo», Windisch« Feistritz. Zeltweg, Klagenfurt, St. Paul, Spital a. d. Drau, TarviS, St. Veit a. d. Glan, Billach, WolfSberg, Laibach und Goitschee. DaS fub 28 Vereine mit zusammen 76 Vertreter». Der Gauvertreter Herr Dr. Mulli bemerkte i» seinem Berichte, das« im abgelaufenen Vereinsjahre da« Bestreben der Gauleiiung darauf gerichtet war, da« Errungene zu erhallen, di» turnerische Idee z» verbreiten, da« VereinSleben durch turnerische Ver« aiistaltungen zu heben und überall, wo ein« Gefahr de« Abbröckeln« sich zeigte, eine solche abzuwehre». DaS von den Grazer Vereinen veranstalte»? Schau» turnen erhielt infolge der großen Betheiligung fei« ten« der Gauoereine den Charakter eine« größer« Turnfeste« und brachte der Südmark 360 K tm. Der Berichterstatter verwies dann auf ver« schiedene Vorkommnisse in den Gauvereinen, namem« lich auf die Bewegung, die Forljchriite de« Zog. lingS- und Frauenturnen«, auf verschieden« Bezirk«» und sonstig« Turnfest« und inSb«sond«rt auf daS achie Gauturnfest de« Ostmarkturngaue« in Wiener« Neustadt, da«, vom Gaue sehr gut beschick», al« ei» Glanzpunkt in der Geschichte de« Süvöfterreichische» TurngaueS bezeichnet werde» kann. Bei diese» Turnfest« waren 13 Gauoereine mit 152 Turn«, mit 22 Wetmruern in neun Riege» vertrete». Gleich» zeitig bildet dieses Fest auch einen Markstein für die nationale Reinigung deS 15. Turnkreise«, indem — In ver kostbare» Sammlung deutscher Märchen der Brüder Grimm ist eine Sage von einem gol« denen Vogel (der goldreicht Drache ist gemein»), der vom Baume de« König« (Geltbaum) die gol« denen Aepsel stiehlt. Drei Prinzen ziehen nun hinau«. den Vogel einzufangen; dem jüngsten ge« lingt e« mit Hilfe eine« Fuchse« (Loki'S?). wobei er auch die Königstochter erringt. In Schottland, wohin zu allen Zeiten ger« manische Seefahrer und Auswanderer drangen, singt man von Schön-Margareth, dass sie, al« sie eine« Tage« ihr goldene« Haar kämmte, im nahen Hain schöne Nüsse — Symbole de« Frühjahr« und der Liebe, wie die Aepfel — gewahrte und neugierig hinzutrat, um sie zu brocken. Sie mögen aber ein schlaue« Werk de« arggesinnten Hind Eti» gewesen sein, deun dieser h»erte dort und nahm die Jungfrau gefangen. Er grub ein« Höhle und sperrte sie hinein. Diese That wei«t darauf hin, das« Hind Etin ebenfalls als Drache gedacht war. Im Lenz«, wo die Lerche die Lüfte durchschwirrt, die Ammer auf den Bäumen schaukelt, befreit ei« Sohn der Beiden die schöne Margareth. I» den Gesängen der Burgunder, die am An« fange unserer Zeitrechnung im mittleren Overgebiete wohnten, sühn Jdun den Namen Ute, auch Alde und wird durch den Wintergott Uller, dem an einigen Stellen der „schlimme Ganelon", ein Lügner, wie Loki. beigesellt ist. in den EiSthurm gesperrt, wo sie traurig der Zeit harrt, in der der erste Falke an'S Fenster fliegt, und Lenzboie ist. Ihr Befreier, der Sommergoit, heißt hier Roland. Die Entführung Ute'S in den EiSthurm ist in diesem Sagenkranze vergessen. Dies ist auch in vielen anderen, spät ausgezeichneten Liedern der Fall. Die Sanner derselben ersänne» daher neue Monve für die Einfperrung. In einem scandinavischei, Liede hat Torkill sich mit der Hildeborg vermählt, zieht ihr aber Astrild vor. Um sie loS zu werde», schließt er si« hinter neu» Eise» ein. Von einem Raben davon unterrichtet, reitet Hildeborg'S Bruder, Hildebrand (der Somvier), auf Black, seinem Pferde (Reinold'S berühmte« Pferd Bayard, das Sonnenpferd) heran, das mit feinem Hufe (Blitz) die Thüre einsprengt, und mit den Zähnen die neun Eisen zerbeißt. Die nordische Hel, die Höllengöttin, ist nichts Anderes, al« die in die Unterwelt verbannt» Sonnengötlin. Si« ist darum zur Hälfe schwarz und zur Hälft« w«iß. Ihre Behausung ist von «inem Eisenzaun« umgeben (vi«lleicht hieß e« ursprünglich ««zäune), und der böse Hund Garm bewacht sie. Eine goldgedeckie Brücke führt über den Flus« Gjöll in ihr Reich. Viele Ritter ziehen herbei, um sie zu befreien. Aber keiner gefällt ihr; leiner ist ihrer Minne wert. Und so wie in der Rolandsage di« durch die lang« Gefangenschaft gere-zte Alda bei Roland'« Angriff auf den E,«thurm in blinder Kampflust einen Siein gegen den Befreier wirst, so kämpft die Jungfrau hinter dem Eisenzaune (EiSzaune) mit all' jenen Rittern, köpft sie und setzt die Köpse auf daS Gitter. AIS aber John Band kommt, der rechte Mann, sinkt sie diesem bereitwillig in die Arme. So müssen auch Günther und Siegfried auf Island (EiSland) mitBrunHilde raufen, bis sie sich dem Günther zur Frau gibt. Wir sehen in vielen Sagen die Sonne mit den Namen Hilde (Hildeborg, Chriemhilde, Brunhilde) und ähnlich (Hel, Holl«) bedacht; es scheint damit ei» B«gr»ff verbünd«« zu s«m, der auch i» tu« Namen ihrer Befreier Hildebrand, Hillerstro« , stecken muss. ES mag noch so küb» klinge», aber I der griechische Name Helena will sich dieser Gruppe anschließen. Ernst Krause hat überzeugend nachge« wiesen, dass Troja Unterwelt bedeutet. Der schöne Jüngling Pari« Alexandra«, der die Helena »«» Sparta nach Troja entsührt, und dabei goldgieri« und diebisch die Schätze de« Meuelao« mitnim«, hat viele Züge einer Schlangeagottheit wie Loki. ÖS sei ein sehr bezeichnender benannt: Im 11. Gesa», der Jlia« verwundet Pari« den Diomed mit dem Pseile am Fuße; ebenso wird Achill von ihm durch einen Schus« in die Ferse getödlet. Die Rück«e» winnung der Helena erfolgt durch ein Aufgebot vieler, den verschiedensten Völker» »nd Siämm» «»gehöriger Sommergötter, al« die vo» Krause und Anderen Diomed OvysseuS, Achilles (dies« mehr al« Gottheit der im Frühjahre anschwellende» Luft» und Erdströme) enthüllt worden. Die Jlia« scheint ursprünglich den Thraker» angehört zu haben. Je weiter wir nach dem Süd«» vvrschreiten. desto mehr verschwindet die Erlösung«« und Auserstehung«idee der nordische» Ursage. Val» wurde überhaupt da« TageSgestirn dort al« Man» aufgefaßt. An die nordische, älteste Auffassung erinner» noch einige Mylhen der Griechen, die diesen zur Zeil der überlieferte» Niederschrift nur mehr bruch« stückweise bekannt waren. So wus«ten die Jo«« noch ein Bischen elwaS von der Aihene (Jdu«) Aglauro«, nämlich, das« dieselbe in die Unierwell gesunken und wieder emporgekommen sei. An d«» JahreStagen der Geschehnisse wurde ihre Lampe gelöscht und wieder entzündet. Da« sind Spure» Nutmmer 17 wir b)fm Ziele einer neuen deuischvölkischen Grund, lag« de» ganzen Turnkreise« bedeutend nSherperiickt sind, da zu erwarten ist. das« der auf Reinigung de« ißanzen Kreise« gerichtete Antrag aus dem nächstien KreiSturnfeste angenommen werden wird. Zum Schlüsse seiner Ausführungen betonte der Be-richierstatter die Wichtigkeit der turnerischen Klein-arbeit und ließ nicht unerwähnt, dass da« turne-rische Leben in manchen Bereinen nicht so rege war, wie e-S wünschenswert gewesen wäre. Der Redner schlosi» mit dem Wunsche, das« in Kürze da« Ziel der Einigung der deutschen Turnerei »mich! werden wöge und rief der Versammlung ein lebhaft aufgenommene« .Gut Heil!" zu. Einen umfassenden Bericht erstattete sodann der Saulitrnwari Herr Franz Eiöckl (Graz). Im all- Sneinen ist ver Stand der Sübösterreichischen rnerschast derselbe geblieben. Der Gau um» fasste am l. Jänner 1901 41 Vereine, die Standes» erhelung aber nur 35 Vereine gegen 36 im Vor-jähre, weil von sechs Vereinen keine ErhebunsS-kalten ausgefüllt wurden. Mitglieder zählt der Sau 4305 (gegen 3769 im Vorjahre), die Zahl der Turnenden beträgt 2058, darunter Zöglinge 457. Turnbejuche waren 90.504 (gegen 73.326 im Vor-jahre>, di, Zahl der Vorturner 162. In II Orten bestehen zusammen 15 Frauen-Turnabtheilungen mit 315 Turnerinnen, w lche 10 969 Turnbesuche (gegen 75»8 im Vorjahre) auszuweisen haben. Jugend-and ZöglingS-Abtheilung«» bestanden in 17 Ver» einen mit 457 Theilnehmern. ilial die persönliche Thätigkeit deS Redners als Gauturnwart betrifft, so bemerkt er. mindestens nicht weniger geleistet zu haben, als was er seinerzeit versprochen ha». (Heilruse.) Nach dem Berichte deS Gausäckelwarte« Herr» Karl Ferjen (Cilli) betrugen der Säckelrest vom Vorjahre 54 K 38 h. Die übrigen Einnahmen 1705 K 42 h, zusammen 1759 K 80 h, dagegen die Ausgaben 1170 K 8 h, wonach ein Rest von 589 K 72 h verbleibt. Der Reservefonds hat die Höhe von 410 X 76 h, der Gauvonurnerfäckel 260 K 74 h erreicht. Der Wert der Geräthe. welche dem Vereine leihweise vom Saue zur Ver-sügung gestellt werden, betrug am Ende deS Vor-jähre« 375 X 86 h; weroen hievon 15 o. H. als Wertminderung infolge Abnützung in Abzug g». bracht, so vermindert sich obiger Betrag auf 319 K 48 h; um 86 K 56 h wurden neue Geräthe an» gekaut; e« haben demnach die Geräthe zusammen «inen Wert von 406 K 4 h. Der Bericht wird zustimmend genehmig«. ES gelangte nunmehr der Antrag auf Heraus» gäbe ein,S „GauhandbucheS* zur Verhandlung. DaSfellde soll di« Geschichte deS Südösterreichischen Turng aueS. dessen Grundgesetz, die Geschäftsordnung für diie Gautage, die Satzungen für die Gauvor-tnrnersichaft. die Gauturn-Feftordnung, die Bezirks-ordnumg, die Bezirk«eintheilung u. f w. enthalten und jndem Gauoereine in eine« Stücke kostenlos zugesamdt werden. Die Herstellung dieses .Gauhand- von Feesten, den germanischen Sonnenwenden ent-spreche»«». Die bäoti>che Aihene Jtonia — hier ist der Jlvunname beinahe erhalten — weilte einige Zeit beei dem unterirdischen ZeuS. I;« Böonen kannte man aber noch eine andere bezüglreche Sage, wonach «in diebischer, geldgieriger Schlanigengeniu«. der ZeuS TrophoniuS. w-lcher runde !Wohnungen unter der Erde baute, da hinein die schien« Nymphe Herkyne entführte. Sein Tempel war vcon einem Faden umspannt. Diesem MylhoS steht doa« «iitelhochdeulsche Gedicht vom „Kleinen Roseng zarten' gegenüber, da« ein ungebildeter tirolischher Spielmann niederschrieb, von dem un-«öglichh zu erwart«« ist, dass er etwas von diesem Trophoonru« wusste und dessen Stoss unzweifelhaft aus deiem Vollen der gothischen Ueberlieferungen ge-schöpft ist. Hier nun entführt Laurin, ein König der unmerirdischen Zwerge, ein schönc» Mädchen, Simildse, au« einer Au unter einem Baume hinweg in seineie goldreichen Hallen und in feinen Rosen-garien, . den ein goldener Faden umgibt. Der Rosengqarten entspricht den Gluten de« Sonnen-uutergaungeS und kommt schon circa 500 Jahre vor Christi > Geburt in dem ihrakischen Volksglauben vor. (RRos.ngärien de« MidaS.) Altdeutsche und gothifchche Eommergötter, Achill, Diomed u. s. w., enisprechchknd Dierich, Dietleib, Witteich u. s. w., befreien« Similde. J>q« Uebrigen ist. wie gesagt, diese Befreiung«-idee bei ei den Griechen früh zugrunde gegangen. DaS zeigt fchchon die von Hellenischen Dichtern bearbeitete thrakischche OrpheuSsage. Eine Schlange sticht dessen Hemahlihlin Euryvike. die .Weiihinblickende"; der göttliche he Sänger, dem nordischen Bragi entspre-chend. zi zieht aber vergebens in die Unterwelt, ste zurückzugugewinnen. «Putsche bucheS" wird ohn» Wechselrede beschlossen und eine Reihe von Wünsch»» und Anträgen bezüglich der inneren Einrichtung dr« Buche« genehmigt. Auch die vom Gauturnralhe, bezw. Gauiurnwarte bean-tragten Aenderungen der Gauturn-Festordnung werden angenommen. D»r Gauturnwart hat di» Gau-turn-F»stordnung nach den auf den Gauturntagen der letzten Jahre gefasSten Beschlüssen und der deutschen Turnfestordnung vom Jahre 1899 ent-sprechend umgearbeit»». Ueber Antrag d«S Herrn Stopper (Graz), der über die Rechnungsprüfung berichtet, wird dem Gausäckelwart Herrn K. F«rj»n di» Entlastung »r-theilt und d»r Dank für feine Mührwaliung ausgesprochen und sodann beschlossen, über di« vom Gaue «»»geliehenen Turngeräth» »in? jährliche E?i-drnz zu führen und damit den Gausäckelwart zu betrauen. Der Gauturnrath beantragt» durch Herrn Josef Goriupp, von der weiteren Herausgab» »igentr Gau-Mittheilungen abzusehen und zu beschließen, di» Gau-Mittheilung»» im kommenden Jahre als monatliche« Beiblatt im „Grazer Tagblatt" erscheinen zu lassen. Dies» Art d«r Gaumiithtilungen empfehle sich ganz besonders im Interesse d»S Turnbetri»d«S, da Mit-thtilungen in einem Tagblatte d»n L«f»rn l»icht»r zugänglich feien als in den bisherigen .Miithei» lungen". Ueber diesen Antrag entwickelt sich ein» lange Wechstlrrd», in w»lch»r besonder« die Herren Professor Dr. Bindtr (Laibach), Bomberger (Graz), Rauchensteiner (Klagenfurt), Haida. Stopper (Graz), Czermak (Jubenburg). Braun (Graz) wiederholt daS Wort ergriffen und welche schließlich zur An» nähme de« Anirage« führt. Di» Au«führung de« Antrages, sowie die Wahl d»S nöthigen PcesS» auSschusseS wird dem Gauturnrathe überlassen. Die Gausteuer wird in der bisherigen Höhe beibehalten (Antragsteller Herr vrd. med. Potpesch-nigg, Graz), doch werden neu eintretende Verein« hinsichtlich der Zahlung der Gaufteuer für daS Jahr ihres Eintrittes möglichst berücksichtig». (Zusatz» antrag Dr. Binder.) Für da« Gauiurnsest im Jahre 1901 wird als Ort desselben Marburg in Aussicht genommen (Antrag Goriupp). nachdem fünf andere Orte sich ablehnend verhalten. Herr Czermak (Judenburg) bringt für den Fall, als Marburg ablehnen sollte, Judenburg in Vorschlag. Der Gauturnraih hat sich bezüglich deS Festes mit Marburg in Verbin-dung zu setzen, um ehesten« die endgiltige Enlschei» dung zu erhallen. (Angenommen ) Sodann wurde die Neuwahl de« Gauiurn» rathe« vorgenommen. Von 71 abgegebenen Stimmen entfiele» auf Dr. Franz Mulli al« Gauoer-treter 70 Stimmen, ein Stimmzettel war leer. Dr. Mulli erscheint somit zum Gauvertreter wiedergewählt, wa« mit stürmischen Heilrufm begrüßt wird. Auch die übrigen Mitglieder de« Gauturn-rathe« werden wiedergewählt, und zwar die Herren Franz Stöckl (Graz). erster Gauturnwart; Andreas Die Athener wussten von BoreaS, v.m hellenischen Thiassi, dass dieser die blumenpflückende Oreithyia aus Sturmesflügeln nach dem Norden entführte. An Stelle der nordischen Symbole deS Frühjahres sind hier al« Verlockung Blumen ge» nannt. Neben diesen Bericht soll die norwegische gestellt werden, wonach die schöne Hilde am Strande Zauberkräuter sammelte, worauf Hedin hervorbrach und sie auf seinem Schiffe davontrug. Wahrhaft nordisch und groß ist die Fortsetzung diese« Liedes. Hogni (Hagzn), der düstere Wimergott, verfolgt die Beide» und, trotzdem Hilde eine Versöhnung vermitteln will, beginnt daS Ringen. daS in alle Ewigkeit währen wird, dieweil die leuchtende Hilde stets bei TageSgrauen die Todten wiedererweckt. Unter den griechischen Verbildungen deS Stoffe« wurde die achäifche am berühmtesten. Persephone pflückte Blumen auf einer schönen Au. Da öffnete sich die Erde und der goldreiche AioeS (HadeS) fchosS daraus hervor und brachte die Eole auf einem Viergespann en sein Schattenreich. Ver ebenS warb die Mutter de« Mädchen« um deren Zurückgabe. Persephone hatte in der Unterwelt den Theil eine« Granatapfel« gegessen; daS hielt sie in LiebeSpflicht an den finsteren Ueber« lister gebannt. Statt de« Entführung«gedanken« herrscht in der älteren griechischen Vorstellung die Idee einer Aussetzung vor. Die Pelasger erzählten sich von Kepheu«, der aus Veranlassung beleidigter Göltet feine Tochter Andromeda einem Ungeheuer (Drachen) aussetzen musste. Das kam zu Ohren deS glänzenden Helden PerseuS. der herbeieilte, da» herzufliegende Unthier erschosS und in Stein (Eis?) verwandelte. Seite 3 Rauchensteiner (Klagenfurt), zweiter Gauturnwart; Karl Ferjen (Cilli). Gausäckelwart; Josef Haida (Graz). Gaufchrifiwart; als Ersatzmänner werden gewählt die Herren Josef Goriupp (Graz). Drd. med. Heinrich Poipefchnigg (Graz) Ferdinand Küster (Marburg), Leopold Czermäk (Judenburg). Weiter werden gewählt als Abgeordnete des GaueS für den KreiSiurntag zu Pfingsten in Wien die Herren Leopold Czermak. Drd. Karl Potpefchnigg, Otto Stage (Villach). Josef Goriupp. med. Joses Braun (Graz), Otto Auibroschitfch (Cilli). Josef DzimSki (Latbach). Auch mehrere Zusatzanträge, betreffend die Wahl der Ersatzmänner für diese Abgeordneten, werden angenommen. Zu Rechnungsprüfern für 1901 werden gewählt die Herren Hans Abt (Mar-bürg) und Stopper (Graz). — Der G.azer Manuel-Turnverein stellt durch Herrn Haida den Antrag, e« fei aus Anlafs des 50. Todestage« Friedrich Ludwig Iahn« im Jahre 1902 m Graz ein Denkmal zu errichten. Der Antrag verursacht eine lange Wechselrede und wird schließlich modificien durch die Herren / und Potpefchnigg, welche beantragen, das« in Graz oder sonst im Gebiete des Gaue« ein Jahn-Malhügel, dessen Kosten viel geringer wären al« du eines anderen Denkmals, errichtet werd«, während Herr Bomberger den Antrag stellt, das» die Vertreter zum KreiSturniage ersucht werden, daselbst di« Angelegenheit als deuifchösterreichische Turnangelegenheit zu vertreten, damit Iahn ein würdige« Denkmal in Wien au« den Mitteln aller Turnverein« errichtet werde. Die Anregung de« Herrn Rauchevst«ner(Klagen» surt), e« seien vom Gau „Riegendücher" anzuschaffen und an die Vereine abzugeben, wird al« Antrag begrüßt und angenommen. Herr Gitschthaler (Villach) beantragt, der Gau-lag möge beschließ«», es |«i an einzeln« Gauvereine energisch heranzutreten, dass sie sich unverzüglich der freien Vereinigung deutschvölkijcher Turnvereine anschließen und bezw. ihre Satzungen nach den be-kannten GautagSbeschlüssen ändern. Zum Antrage sprechen mehrere Herren und gelangt auch dieser zur Annahme. Damit war die Tagesordnung erschöpft. Herr Czermak beantragte dann, dein abtreten« den Tururaty« den Dank für sein« Mühewaltung und umsichtige Geschäftsführung durch Erhebung von den Sitzen zum Ausdrucke zu bringen, wa« unter lebhaften Heilrufen geschieh,. Hierauf erklärte der Gauvertreter den 33. Gau. tag für geschlossen. Nachmittag« um 3 Uhr fand i» der städtischen Turnhalle die Gauvorturnerprüsung statt. In den dorischen Colonien Kleinasien« hieß eS, dass Laomedo» von Troja, weil er den Pofei-don betrogen hatte, Hesione, die Tochter am Strande aussetzen musste, damit Poseidon sie in die Tiefe hinabholen könne. Ader Herakles eilt, zu Hilfe ge. rufen, herbei und rettet Hesione. Der Platoniker AppulejuS behandelte kunst-reich daS uralte Thema von Amor (EroS) in einem seiner Werke; Psyche, die Tochter de« König« von Cypern, aus deren Schönheit die eitle Aphrodite eifersüchtig ist. wird am Meere«ufer ausgesetzt, aber von Er»« beglückt. An die Perfeu«om Abg. Grafcn Komo-roo«ky thätlich bedroht. Adg. Dr. Eisenkolb erklärt «r habe sich unter der Bedingung zur Zurückziehung der Interpellation bereit erklärt, wenn der Präsi-den» erkläre, das» der Inhalt derfelben sich mit den Beichlregeln de» hl. Alfon» v. Liguori dicke. Nun bat» der Präsident, einem Druck« der Katholischen Bolk»nart«i nachgebend, den Zusatz gemacht, das» der Inhalt „nach Versicherung der Interpellanten" eine Uebersetzung dieser Beichtregeln sei. Damit könne sich Redner nicht zufrieden geben und er »üffe daher seine Interpellation aufrechterhalten. Der Präsident läs»t nunmehr die Interpellation verlesen. Die Polen und Clericalen verlassen unter-dessen ostentativ den Saal. E» folgt sodann die Debatte über die Zulafsigkeit der Interpellation, wozu 15 Redner gemeldet sind. Schließlich wird die Veröffentlichung der Interpellation abgelehnt, woraus der Präsident die Sitzung wieder für öffent-lich erklärt und um 3 Uhr schließt. Da» Proiokoll der Donner»tag-Sitzung. welche» die erwähnte Jnter-pellation enthält, wird eingezogen und ein neue» Protokoll ohne dieselbe ausgelegt werden. — Datselbe enthält aber eine Interpellation de» Abg. Schönerer, in welcher sich eine Zusammenstellung der von katholischen Priestern begangenen Ver-breche» vorfindet. Z>er Wcttrrwinkel im Ztalkan beginnt sich mit drohenden Wolken zu umziehen. Noch ist der bulgarisch-rumänische Konflikt, welcher der Agitation de» bulgarisch-macedonischen Comite» entsprang, nicht vollend» beigelegt, und schon wetterleuchtet e» au einem anderen Orte. Die gegenwärtig in Bulgarien vorgenommen.» Wahlen förderten ein solche» Parteichao« zutage, das» die Abdankung de» Ministerium» Petrow nur die natürlichste Folge ist. Wie wenig man in Russland den Ernst der Lage virkennt, beweist eine Auslassung der „Peteis-bargskija Wjedomosti\ welche lautet: Die Ereig-nifse auf der Balkan-Halbinsel überhaupt und in»-besondere in Bulgarien spitzen sich derart zu, das» sie bald die Aufmerksamkeiten sämmtlicher europäischer Regierungen aus sich lenken werden. Den Umtrieben de» bulgarisch-macedonischen Comite» will nun die Pforte ein Ende bereiten. So wird dem Lokal-An-zeiget au« Konstantinopel mitgetheilt, man sei im Mdiz-Kio«k beunruhigt wegen de« Verhalten« de« bulgarisch-macedonischen Comi»6». Die Pforte fragte vertraulich bei den Großmächten an, ob ein energische» Auftreten ihrerseii» gebilligt werden würde. Die russische Botschaft ermuthigte daraufhin den Sultan zu Maßnahmen gegen da« bulgarische Central-Comitö. E« finden in Konstantinopel zahlreiche Verhaftungen von Bulgaren statt, die ver-dächtig sind, dem bulgarisch-macedonischen Agitation«-Comite angehören. Aussehen erregt die Verhaftung de« bekannten bulgarischen Arzte« Dinow. — Au» Sophia wird weiter» gemeldet: Die Zeitungen ver-öffentlichen einen von 2L00 Mitgliedern der Sophia« Schützenvereine unterzeichneten Protest gegen die Auslösung der Schützenveteine, die, wie verlautet, nur unter dem Dtucke gewisser diplomatischer Vertreter erfolgt wäre. Der Protest ruft da» Volk zu« Kampfe für die gefährdeten Slaat»interess«n auf. Z>er rachesüchtige König. Der kleine König Alexander von Serbien, der schon ab und zu Proben von Starrköpfigkeit und Unbesonnenheit abgelegt hat. will sich an Oesterreich-Ungarn rächen, weil e« ihm die Leicht seine« Vater» Milan vorenthalten hat. Der selbstherrliche Minialur-Kömg übersieht dabei, das» auch wirtschaftlich sein Reich abhängig ist. Wie au» Belgrad gemeldet wird, beri.f König ..Deutsche Wacht- Alexander nach der Trauerseier mehrere Abgeord-nete und den Präsidenten der Skupfchiina, Ne»ztorovic. in» Palai» und gab ihnen gegenüber feiner Er-bilterung über di« NichtiuSlieserung der Leiche Milan'» Au»druck. Er sagt«: „Ich werde nicht» mehr, nicht einmal eine Nadel, in Austro-Ungarn kaufen und hoffe, das» auch da» S«rb?noolk so verfahren wird, und ich rechne auf Euch, das» Ihr in dieser Hinsicht aus da« Volk einwirket." Nach «in«r Paus« erwiderte Ne«ztorovic: .Da« wird nicht gehen, Majestät, sehr viele«, wa« wir brauchen, wird nicht im Lande producier», doch bandelt e« sich nicht darum, das« wir von Austro-Ungarn kausen, sondern, das« Austro-Ungarn von un» kaust; wa« machen wir, wenn Austro-Ungarn seine Grenze sperrt? Dann können wir verhungern. Meiner Meinung nach darf man die Sache nicht auf die Spitze treiben.' Der König schlug hier mit den ge-ballten Fäusten zusammen und rief im höchsten Zorn: »Aber ich will e« so. und e« wird so sein müssen!" woraus lautlose Stille eintrat und keiner mehr ein Wort erwiderte. — Die Drohung de« kleinen König« wird man in Wien kaum ernst nehmen. ÄUS Stadl und Land. ßillier Hemcinderath. Am Freitag den I. Marz l. I. um 5 Übt nachmittag« findet eine otdtmliche öffentliche Gemeindeau»schuf»sitzung mit folgend»! Tagesordnung statt: Nach Mittheilung der Einläuft? Berichte der Rechttseciion über: 1. einen AmiSoorirag betreffend die Abrechnung mit Ingenieur Wilhelm Lindauer hinsichtlich de» Schlachihoibaue» und 2. eine Entscheidung de» steiermärkischen Lande»au»schusse» über den Recur» de» Verbände» der slovenischen BorschusSkassen in Bausachen. Bericht der Bauseciion über den Kosten» Voranschlag bei Amon Dimetz für die Vollendung»« arbeiten de« AugmentalionSmagazin». Bericht der Finanzfection über eine Eingabe be« Wachmanne« Anion Gollob um Anweisung de« Wohnung«-pauschale«. Stricht der Section für Gewerbe- und Marktangelegenheittn über eine Eingabe de« Michael Altziebler um Bewilligung zum Au«jchanke von Obstwein und eine Zuschrift der k. k. Be;irk«haupt« mannschast in Cilli, betreffend die Errichtung^ v"n drei neuen Viehmärkien in St. Georgen a. d. S.-B. Hiue kakige Almsahrt. Eine gewiss« fest, lich« Auslegung vehecrscht schon heme^die Gesammt-bevölkerung von Cilli; das Fest am SamSiag bildtt d«n alle« beherrschenden Gesprächsstoff. Die große Zahl der Festihtilii.hmer wird aber auch vollauf gerechtfertigt sein durch die überraschend gelungene Veranstaltung und die großartig« Decoration, die schon heute den Casinosaal in seinem gewöhnlichen Bilde nicht mehr erkennen läsS». Es ist sehr er» sreulich, das« sich auch viel« Privatkr«is« außerhalb be« Festausschüsse« mit b«sond«ren Darbietungen einstuften, wodurch da« Fest ein ungewöhnlich reiche« Bild gewinnen wird. Im Uebrigen wollen wir noch verrathen, das» auch eine Festzeitung aufge» l«gt wird, zu w«lch«r bedeutend« Feder» beigesteuert haben und di« auch «»»sprechend« Schlaglichter aus die jüngsten Ereignisse in Cilli wersrn wird. Leichenbegängnis. Montag nachmittag« wurde der am 23. F.ber im 64. Lebensjahre verstorbene Generalmajor i. R. Herr Emil Z a m b o n i von Lorberseld zur letzten Ruhe bestallet. Da« impo-sani« Ltichenbegängni« vollzog sich unter Betheili-gung der gesammttn Garnison, sowi« d«r Vertreter der Bürgerschaft, in w«lcher sich der Verblichene allgemeiner Hochachtung erfreut hatt«. Feutschvölkischer Kehilfenverein. Wie un« berichtet wird, ist auch in unserer Stadt die Grün-dung eine« deutschvöllischen Gehilsenvereine« im besten Zug«. Di« nächst« Besprechung findet Montag den 4. März im Gasthause „zur Traube' (Kaiser JosesSplatz) statt. Hiebei ist jeder deutsche Gehilfe herzlich willkommen. Theaternachricht. Die nächste Aufführung findet DienSiag den 5. März statt u. zw. geht bei warmer Witterung die Oper«tt« „Die Puppe' und bei anhaltender Kälte Sudermann« »JohanniS-seuer" in Scene. $in jüdisches Qtffift soll in den nächsten Tagen in Cilli eröffnet werden. Wir werd,n selbst-verständlich alle Erscheinungen in diesem Geschäfte, da« wie alle anderen derartigen Krämereien, namentlich die dem Billigen zustrebenden Hau«» frauen mit der Verschleuderung von Pofel wird — anlocken wollen, mit Aufmerksamkeit verfolgen. Heute schon aber möchten wir unser Staunen darüber ausdrücken, das« in der so engen und verkehrsreichen Gaffe die Errichtung eine« Portal» Nummer 17 gestattet wird, welche» den Verkehr nicht unerhtb« lich hemmen und behindern mus». Aerein für Werschntz und Kßierzncht ßilli. Die Ort«gruppe de« obigen Vereine« m Marburg geht mit wadrem Feuereifer daran, in dieser Stadt eine ähnliche Anstalt zu errichten, wie sie Cilli hat. Die landwirtschaftliche Filiale Marburg unterstützt di« dortige Ortsgruppe nachhaltigst und hat sich bereit erklär», bei Aktivierung de» gedachten Plane» dem Vereine Einrichtunxigegenstände für die Anstalt im beiläufige» Werte von 400 K zu wende?. Auch der Stadtrath bekundet für diese» Project ei» große» Interesse. Seine Mithilfe ist al» gesicher» zu betrachten. Dies« Umstand« tragen nicht wenig mit dazu bei, im Vereine die berechtigte Hoffnung zu erwecken, baldigst die dritte Anstatt für Thier» schütz und Thierzucht zu besitzen. Kinem neuen Schwindet sind eine ziemliche Anzahl meist dem Arbeilerstanoe angehörig« Persone» zum Opser gefallen. Seit Wochen treiben sich, in«-besondere im Mürzihale, sogenannte „Bilderhändler' herum. Di«s«lv«n weisen «in voluminöse» Heiligenbild mit schönem Rahmen vor, in welchem eine Spieluhr da» bekannt« Li«d .Still« Nacht, heilig» Nacht!" hören läs»t, Grund genug für viele Leut^ sich ein solche» Bild zu wünschen. Die verlangte» Angaben von zwei di« zehn Kronen wurden » den meisten Fällen g«g«b«n, woraus den Bilder« freunden bedeutet wurde, den Restbetrag an ei»e namhaft gemachte Firma in Wien einzusenden, welche dann ohne weitere« da« Bild übermiitel» werde. Die mit Postanweisung an die angegebene Adresse abgesandten Gelder konnten aber nicht a» den Mann gebracht werden, da die Anweisungen al» unbestellbar zurückkamen. Die Agenten haue» eine gar nicht vorhandene Firma al« die Auftrag« geberm namhaft gemacht und so die nicht» ane« wähnenden Leute in geriebenster Weise um die An« gaben betrogen. Angeblich haben sich die Gauner nach Untersteiermark begeben. Aus St. Marein wird un« geschrieben: Da« Gekeife de« hiesigen .Trepalena'-Correspon?ente» hört nicht auf, und so zwingt un« derselbe, u»« wieder mit ihm und seiner widerlichen, verktachte» Sippe, zu beschäftigen. E« ist zut Eoidenz festgenagelt. das» alle dies. has«ersüllten. giitgeschwängerie» Zei>ung»adleger au» unserer windischen Raihhau»-stude stammen. Dem geistlosen nationalverbissene» Skridler, scheinen seine Beruf«pflichten rein Neben» fache zu sein, seitdem et uniet die Zeitung«!kridler gegangen ist. Dieser Hohlkopf, welcher seit de» Durchsalle Decto'S bei der ReichSrathSwahl j» springgiftig ist, hat selbst bei seinen gleichgestimmt Commiliionen, mit welchen derselbe in innige» „Wechselbeziehungen" steht, allen „Halt" verlöre» und in nicht zu kurzer Zeit werden wir über,«»-schneidende" Veränderungen, zum Woble unsere« Gemeinwesen« berichten können. Ein gleichwertiger Coll-ge de« „Domovina'-Schreihalse» ist der k. k. SteueramtSosficial Todia«. dessen windische Prop» ganda schon da« Maß de« erlaubten überschreitet. Hoffentltch wird sich auch noch ein Walfisch find«» um diesen frommen Tobia« zu schlucken und de»» selben in irgend einen abgelegenen Winkel Ober-steieruiark« wieder au«zujpeien. Die inferioeh« Persönlichkeit, aber Jniirnu« der beiden bezeichne««» illustren Größen ist ein Exekutor«sprös«ling. ei» halbreife« Bürschchen, mit kaum genügender Volt«-schuldildung. seine« Zeichen« Advokaiur-AushilfS» Tagfchreider, der aber im Krakehlen da« Höchite leistet. Für diese Helden gibt e« nur ein Mittel, um sie zur Raison zu bringen, nämlich: die Hö«che» ..........Beilängerung de« Ruckn* .... überseeischen Stäbchen ...... me e« seinerzeit ihrem erhabenen Vorbilde, eine« durchgefallenen Reich«rath«- Kandidaten passiert iß. Da« nächftemal werden wir un« mit dem präsu» tioen Bürgermeister von St. Marein, welcher i» jüngster Zeit, glücklich die dritte Häutung bestaube», beschäftigen. Steinörück, 20. Februar. (Trauung.) L» 17. d. fand in Laak bei Steinbrück die Trauwq de« Herrn Josef Lorn. Volk«schullehrer«. mit de» Fräulein Marie Hrobath. Tochter de« hiesige» Kaufmannes Johann Hrobuth. statt. Die Trauimz vollzog der Pfarrer Herr L. SkicherSky unter euer großen Theilnahme de« Volke«. ?ta»», 24. Februar. (Sommerwalbfest.) Am 19. d. veranstaltete der Au«!chus« de« Deutsche» Heim« ein Sommerwaldsest, da« in jeder Hinsich» al« vollkommen gelungen bezeichnet werden mus«. Der geräumige Saal im AdamuS'schen Gastzans» war buchstäblich in eine Waldlandschast umgestaltet. Zwischen einzelnen Fichtengrupprn wurden Platz« sür da« Publicum reserviert. Neben einer Verand« für die Musik war recht« ein Zelt für Ba>rrfch» Nlummer 17 Vier unk links «in solche? für Champagner nufgt-stellt. Die Musik besorqte ei» bewährte« Sextett de« Blgram«r Theater-OrcheklerA. Der Saal und die aniqrenzend-n Räume waren bis auf den letzten Vlatz beseht. Die Gesellschaft bot ein farbenreiche» Bild. Obgleich die Direktion einen großen Theil de« Saale« in Anfpru-H nahm, sah man doch auf dem deschrän^te-« Raume regelmäßig zu zwanzig Paare dahinsaus«.i, während die Nichttanzenden sich auf andere Weise unterhielten. Das« das Fest zur «ollst*» Genugthuung der Veranstaltung ausfiel, d?wei«t der llm'ianb, das« die Mehrzahl der Gäste erst an den Heimaang dachte, als die Tageskönigin am östlichen Himmel ihr Erscheinen verkündete. ES wäre zu wünschen, dass sich dergleichen gemüthliche Zusammenkünfte iu» Rahmen des Deutschen Heim« ostmal» wiederholen würden. protze Kilfsveamteu Versammlung. Der Cent, alv. rein ver HilfSdtamien d»r k. k. Ministerien und k. k. Bedö^d«» für Oesterreich halt am I.März d. I. punkt 7 Uhr abend« in Rabl's Katharinen-saal, I., Fleischmarktgasse 16. (Eingang: I., Drachen» «äffe) eine öffentliche BereinSverfamm' lung ab. Da« Referat hat der Obmann de« K?«reiN'S Her.' Alexander M a r k i t f ch übernommen. Reichsrat!?» b.i«o dn«i«r Dr. I. Pommer, sowie mehrere andere ReichSraihSadgeordnete hoben be« st turnt zu «tschUue», zugesagt. (VereinScentrale. Wien IX.. G rniionSg^sse 20). Markt Küffer, 24. Februar. (Landwirt» fchaftlich«s.) Bei der jüngst im Gasthofe Horiak pattgehobten vauptoersammlung der landwirtschaft-licheu F'lial« Tüffer hielt der LandeSculturinqenieur Herr E. Simcny einen Vortrag über Be» und Ent-Wässerung und über Wiesenbau, welche» die An« wesenden mu großem Interesse folgten. Nach Er« Gattung se< Thä'igkeiiS- und Cassabkricht.s brach!« der Filialoorsteher die Einlaufe zur Kenntnis. Zur 78. allgrmnnen Versammlung in Graz wurd°n al« Delegierte die Herren Karl Valentinitsch, Filial« voruetzer und Jv>«s Trolz, desse» Stell o«rlr«ur und Cassie^, gewählt. Bei di.ftr, vom Markte gut, von der Umg bung j doch der ungünstigen JahreSzeit wegen maßrg besuchten Filialiitzung mu,s man die Anweseuheit von sieben Lehrern lobend anerkennen an welch« der Fil alvorstever die Bitte richtete, die au« dem ausgezeichneten Vertrag« geschöpften An« ^»gung«n unter da» Landvolk zu bringen, und für <5n«. und Bewässerung, sowie fiir Verbesserung der Wiesen belehrend zu wirke». Slovenisches aus Mrute». Schon feit ge« raumer Zeit wirbt die k. k. Landwirtschafis-G sell» schuft für Kram in Kärnten Mitglieder an, ver« sendet Obftbäumchk» zu verbilligten Preisen an diese, und natürlich auch ihr VereinSblait. Dieser Vorgang ha» zur Folge, dass all« diese von Kram au» p.kappertkn Landwirt« der kärntn. Gestllschaft al» Mitglied» nicht beitreten und das» dadurch die Entwicklung de» Verein»- und Gtttosstnschaft»ivts«n» unter d«n Lmdwirten in Kärnten b««inträchtigt >vir!>. D. sS mit dies«? Thätigkeit der kraiirkrifchen LanVwir.fchaflS-Eifellschafl nationale und politisch? Beweggrund« verbunden sind, geht »vohl aus d«r Thatsache hervor, das« insbesondere die slov«nisch« Äiom-Geistlichkeit sich vi«l Müh« gib», Mitglied«? säe die Krämer Gesellschaft anzuwerben, da» ist lür «in« Körperschaft, die mit Staat», und Land«»-beitrügen zur Förderung d«r Landwirtschaft im Kronland« Kraiu unt-rstützt wird u»d gewis» nicht dkrechlizt ist. ihre Thätigkeit über di« LandkSgrrnzen auszudehnen, am allerw«nigst«n aber national« und voluifch« Agitation zu btireibtn. Welcher Sturm der Entrüstung hätt« sich im Land« Kcain erhoben, wenn e» der kärntn. Landwirtschaft» «Gesellschaft einmal in dkn Sinn gekommen wäre, an deutsch« Landwirt« in Krain ihre »Mittheilungen- zu ver« f«nd«ii und sie tinzuladtn. drr Kärntnir G«s«llschaft al» Mitglieder d«izutret«n. B«i »in» ist «» ab«r oi» zur Stunde nicht b«kannt geworden, daf» von irgend «in«r Seit« ein« Einsprach« g«g«n dirs« Ein« «risse Id«r fc«mo«n k. k. LandwirtfchasiS-Gesellschast ,» uns«re wirtschaillichen, nationale« und politischen B«rhälltnifs« erhoben worden wäre. Wir haben ober auch nioch nicht erfahren, das» die Mitglieder der krainer ischen Gestllschaft in Kärnten auf dir für Kärnik!» gewidmeten Staat»« und LandeSbeiträge vrrzichtlel hätten. Im Gegentheile, sie liefern ihre Mrlgli,idtrd«iträg« nach Laibach ab und lassen sich die Un»«rstühung«i, au» kärntn«rischen Mitteln ge-fallen. »Frei« Stimm«»." Eingesendet. Htrkläruug. Drr untrrztichn«t« Vorstand d«» . »Oesterrreichischen Bunde» dtr Vogtlfreunb«" «rklärt hiermit» auf mehrfach« Anfragen, das» dir kürzlich in Leipzig erschirnent und an zahlrricht Mitgli«d,r dr» Bunde» gesandt« Broschüre: „Rudolf Bergner, ein Beitrag zur Leben»» und Leidensgeschichte eine« Thierfr«unde» und Idealist«»". ohn« fein Wissen und gegen feinen Willen verfas»t und veröffentlicht worden, das» er eine würdige, taktvolle Darstellung de» Leben»lause» Bergner» mit Genugthuung be« grüßt hätt«, sich aber mit der Form und Tonart dieser Broschüre nicht «mo«rstandrn erklären kann. O«sterreichisch«r Bund der Vogelfreund« Graz. All die keinem Vereint angcljorigrn Thierfrcunde! Wir begrüßen «S m i Frcu^e, das» auch Nicht,mtglied«r u»>ere« Verein,» «ttiMch |u> die Vogelsüiterung ciniceten uuo sind oem Schreiber de« in Nr. 16 der »Deutschen Wacht' oeröffent-lichten Aufrufe» recht dankbar. — Wir schließe», un« diesem Ausrufe an und wiederholen unsere vielfachen Bitten, oi« wir an Dieser Stelle veröffentlicht haben. — Wir warnen jedoch eindringlich vor dem Streuen de» Futt«r» aus von Schn«« gesäuberten Plätzen; denn da» nas»g«word«ne und über Nacht gefroren« Fuit«r ist für die Vögtl todt-bringend. E» «rzeugt Durchfall und Darmrntzün-dung«». — Fast 80 von un» ausgestellt« Futl«r-tisch« stehen den Thiers^eunden zur Verfügung und wir bemerken hieb-i, daf» wir an diesen Orten bi» nun selbst Futter im Kostenbeträge von 174 K 52 h verstreut haben. Serei» für Fßierschutz und W^nt?! :u :i:>. Deutscher Schutverein. In der Sitzung de» engeren Ausschusses vom 20. Fkbruar 1901 wurd«n für gtlrist.te Spinden: Herrn Adolf Lohr in Prrjsdurg für «in«n aus Anlas» feiner Vermählung gewidm«»en Betrag, der Voischus»cassa in Spital a. d. Dran, d«m Herrn Spa:cafsad>r«clor Wawra in Brün», s«rner der Ortsgruppe GleiSdorf für «in«., Theildetrag der Einnahme vom Kränzchen der jungen Herren, der OrtSgruppi Gefn^ für den Ertrag «ineS Kränzchkn«, d«r Ortsgruppe in Schärding für da» Erträgni» de» Parkcviictrte», der Ori»gruppe in Deutsch-Schützendors für da» Reinerträgni» d«» Waldfeste« sowie d«r Einnahtn« au» der Veräußerung d«r Juxgegenstände. der Franenor>«g uppe in Brünn für «in« Sp«nde der Tarolparti« und sür den großen Ertrag der Sammelschützen im deutsch«,» Haus« in Brünn per K 678*18 der gkziemend« Dank abgestattet. Für die Gründung «iner Volk», bücherri in Se«wi«f«n wurden Büchcr aus Vorräthen bewilligt. WeiterS wurden Beträge ang«wies«n: b«m Kindergarten in Hohenstadt «in« Sudvtniion für 1901, dio«rs«n Schul«« im Bezirk« Hohenstadt für Lehr« und Lernmittel, d«r Schul« in CoUoredo für Lehr- und L«rnmi,t«l, der Schul« ,n Palu sür Handarbeilstofs, sür Errichtung und Erhaltung «iner II. Abth«ilung d«S Kmdtrgart«,!» in L«ts«r« in Tira di« nöthigen Mittel. Angrlkg«nh«ilen der Schulen in JoHann«StHal, KönigSselo, St. Barbara, Ni«d«rmühl, d«r Kindtr« gärten in Prachatitz, Wall.-Meserilsch und Manrtin wurden berathen und bet Erledigung zugeführt. An Sp«nd«n giengen f«l»«r «in: NiederlkUtiN«» dorf, Og., L 94.—, Zöptau, Og., K 18.87, Taroi», Og., K 40.—, Luttenderg, F.-Og., K 2.—, Görkau, Og., K 828.74, Saaz, Og., K 17.20, Jablonetz, Og., K 163.57, Leilmentz, Og., K 833.—, Przibram, Og., K 36.—. ßintenchtender Weweis. Eine Episode auS dem Leben Maximilians II. von Bayer». Der im Jahr« 1864 vtrstorb«n«, von fenuin Volk« innig betrauert« König von Bayern, Maxi« milian II., liebte r«, in schlichter Kl«idung und ohne alle» Gtfolg« w«il«re Spaziergäng« außtrhalb der Thore seiner Residenz zu unternehmen. Bei ein«« solch«» si«l ihm ein«« Tage« auf, das« ein klein«» Häu»ch«n, da» seit langer Zeit l««r g«. standen hatte, sei» seinem letzten Gange nach di«s«r Gegend witder Bewohner erhalten hatte. Im Hose arbeitete ein kräftiger, freundlich aussehender Mann, und der König trat. wi« «» seine Weise war, näher und erkundigte sich, woher der neue Bewohner komme, und ob der kleine Besitz sein Eigenthum sei. Ihm ward die Au«ku„st, das» Michael Ebner, so nannte sich der Mann, mit W«ib und «ind«rn biSh«r im Salzburgisch«» gewohnt habe, dort aber trotz aller Mühe und guten Willen» nicht vorwärt« gekommen sei. »Da haben wir un« aufgtmacht", fetzt« der Mann hinzu, „und sind ins Bayrische gczoge». Seite Hier soll'» gut hausen sein, und wenn Einer ge» recht« Klag« hat. so g«ht «r zum König, und d«r hilft «in«m grr», währ«nd dahrim man nicht einmal beim Herrn Grafen seine Klag« andring«n konnt«." »G«wis«, da« thut der König gern", m«i«t« Max lächelnd, „aber so leicht ist'« ooch nicht, zu ihm kommen, wi« Ihr zu mein«« schein«, Freund; da sind die Wachen und di« Lakaien und die Kammerherrtn —" .Ach geht, das weiß ich besser", belehrt« der Salzdurgrr den Msnarchen, man hat gar nicht «inmal nöthig, zum König zu geh«n, der kommt Einem selber in» Hau«, wenn man « am wenigst«» denk», und schaut sich di« Wirtschaft an und hilft, wo'« No.h thut." »Da habt Ihr freilich recht", sagte der hohe Besucher, »und ich freue mich, einen braven Mann kennen gelernt zu habe», der hoffentlich feinem neu«» Vaterland Ehr« macht. Ich vi» der König, und nun behüt' Euch Golt!" Mit biefen Worten wandte sich Max zum Gehen, aber der Mann hielt ihn zurück. „Ach geht", sagt« «r lachend. „Ihr wollt mich fopp««, so ein König mus« doch prächtiger ausschauen al« Ihr." „Das Kleid soll'» niclit beweisen", meinte der König. Schaut die» Stück und v«rgl«icht!" Bei biefen Worten schob er dem Salzburger ein Gold» stück in die Hand. »Nun, bin ich'», oder bin ich'« nicht?" Der Bauer schaute den Kopf auf der Münze an. „Wahrhaftig, er st.ht Euch gleich! E» ist d«r Herr König!" schrie er. „Weiberl, geschwind, geschwind!" Ein« jung« schmucke Frau stürz», vom Gär»ch«n her um die Ecke, worauf M»ch«l mit ausgestreckt«« Finger auf den sichtlich belustigten Monarchen wi«s und rief: „Schau dir dti» Mann da an, W«id«rl, und mach' ihm gebürenden Respect, «» ist d«r Herr König selber!" „Willst mich wohl narren?" rief da» resolute Weib. »Wa» sollte der König bei un» thun, das »ft «r gewiss nlmmerl" »So, du willst'» nicht glaubrn? Beweist'» dem dummen Weiberl. Herr König, beweist'« ihr!" Ein zweite« Goldstück wandert« au« d«r Tasche Maxen« in die Hand de« W«>b««. „Jesu«, Maria, «r ist'« wirklich", schrie diese sogleich, »da« müssen die Kind«r auch schauen — Hofis. Mariele, Annal" schrie si« jetzt mit gellend«? Stimm«, „kommt schnell!" Hint«r der Eck« kam e« gesprungen, ein Blondkopf nach dem and«r«n, aber noch «h« si- ihn erreichten, hatte der König sich davon gemacht, und al« er nach Haus« kam, hatte er nicht« eiliger«« zu thu«, al« der Königin, feiner Gemahlin, die drollige Geschichte zu erzählen. »E« war hohe Zeit", fügt« «r hinzu, „dass ich mich rettet«, d«nn, iv.nn mrin« Barschaft auch gereicht hätt«, die drri SprösSliug« glauben zu lassen, das» ich der König sei, wer weiß, ob nicht noch Knecht, Magd, Kuh und Ziege gerusen wor» den wären, denen ich durch weitere Goldstück« hätte beweisen müssen, das» ich der König wirklich bin." Vermischtes. ßiurösuug der Zwei- und Kinviertergulde«. stücke. AnlafSiich de» Vorkommen» von Fällen, das» Zweigulvenstück« österreichischer Währung, welche bereit» außer gesetzlichem Umlauf gefetzt sind, an Stelle von Füas-Kronenstücken bei den k. k. Cafsin und A«mt«rn zur Zahlung erlegt werden, hat da« k. k. Finanzministermm verordn«!, das« solche Münzen, al« außer Cur« gesetzt, zurück-zuweis«n, an di« «rlegrnd« Partii ad«r «rft dann zurückzust«ll«n sin), sobald biefelben durch Einschn«id«n al» aus dem gesetzlichen Umlaufe ausgeschlossen ge-kennzeichnet wurden. Indessen ist e» bi» auf wei-ter«» gestatt«, das» dies« viünzstück« aus V«rla»gen von Parteien zur Einlösung nach dem Bruttog«» wicht« und zum Einheit»preif« von 120 X prr 1 Kilogramm Münzgewicht ang«nomm«n werd«». Z»ieAra«eafrage—welchrc itlbstb«wus»t«junge Mann »vlrd da nicht gleich geringschätzend lächeln und an die Spottbilder der Emancipierten in den biederm Fliegrndkn d«nk«n; welche» guterzogene Mädchen nicht erröthen, al« wäre sie über «iwas Verbotenen ertappt und sich sofort erinnern, dass «s unpassend ist, über solche Th«m«n zu spr«ch«n. Ja, bi« „gute G«fellschast" ist zu feig und bequem dazu, sich aufzuraffen und sich zu sagen, so kann es nicht mehr weitergehen. Nur mehr äußerlich und g«s«llschastlich finden Mann und da« W«ib unsern Zeit Berührungen, ihr innere« Leben, wenn man bei unseren gedrillt«« Jnstitu>«zögling«n von «in«m solchen sprechen kann, ist durch eine unendlich« Kluft Seite 6 W-cht" Nummer 17 getrennt. Während der modern« Mann da« neue Leben schaffend gestalte«, frei von allen Hirnge» spinslen de« Aberglauben« und allen Fesseln der Tyrannei, wird die Frau in den scholastischen Vor« ftellungen frühesten Mittelaller« erzogen und tritt »it jungferlicher Unreif« und trotz der eingebildeten Selbstüberschätzung in die Ehe. die sie al« Verfor« gütig«- und VerpnügungSanstalt betrachte». Glück-lich di« tüchtige Frau, in der trotz solcher verdil« d«nder. verhutzelndtn Erziehung noch di« ursprüng« lichen gesunden Anlagen durchschlagen, die ihre« Man, e zum theilnehmender Kameraden aus dem Lebensweg wird, zur deuifchbewusOen Mutler eine« lebensfrohen freien Geschlechte«. Welcher Geist an solchem Werke der Enlnaiionalisierung drr deuifchen Frau thätig ist, sie in jungen Jahren zur Lebe« dame, im Aller zur Arömmlerin zu schaffen, e« ist wohl >.icht nöthig. «S für den Herrn SlaalSanwalt «»«zusprechen. Der Schern, welcher der deutschn» Frau eben seine Frauennummer widme», hat sowohl an der Hand von Autsprüchen der Kuchen-pötfr al« in einen großzügigen Sillengemäld« die Si«llu«g drr Frau im Germanenihu« und in der Papstkirche entrollt, doch bereit« wurde vom Herrn SlaaiSanwal» beschlagnahm». Wa« er aber nicht beschlagnahmen kcnnie. ist der höh« sittliche Geist dieser Mahnung an germanische Erfassung der Stellung der Frau im Leben der Naiion, welch» die schöne, gediegene Frauennummer in all ihren veiirägn» erfüll». Hochnfreulich ist'«, das« diese Beiträge zum Theil von Frauen herrühren. Ein ergreifende« künstlerische« Bild ist den Helvensrauen der Buren gtweih». Schars geht der Echerer auch «it dem neuesten Berliner Cur« in« Gericht, und im Spott«, mit dem er diese Jämmerlichkeilen überschütte», klingt der tiefe Schmerz der Enttäu« jtiuno wieder, der durch unser ganze« Volk geht. $i« t» Serlust gerathener Seeteuhirt. In Mehala (Ungarn) sollen die christlich-katholischen Gläubigen untröstlich sein: ihr Hirt, der die kleine Herde so schön belsammenhielt, ist seit einigen Tagen au« der Gemeinde abgängig, und - ein sonderbare» Zusammen« treffen — auch ein hübsche«, dralle« Weibchen ist seit dieser Zeit verschwunden. Man munkelt nun ver» schiedene« Gereimte« und Ungereimte«. Thatsache aber ist, das« der Herr Pfarrer abgängig und die katholischen Bewohner von Mehala derzeit ohne ihren obersten Eeelenhirten find. Hoffentlich wird der Pfarrer wieder den Weg nach seiner Gemeinde finden und so die Lästerzungen einiger alten Weiber zum Schweigen bringen, die da. um da« Seelenheil und die Moralität ihre« Eeelenhirten besorgt, verschiedrne«, dumme« Zeug zusammenschwatzen. der AolKsjiyluug. E« wird j«tz» viel Tam-Tam gemach» üver die BevölkerungSzunahme Wien« und die Frommen trachien au« dem Volk«» zählungS«rg,bniS für die Lueger'fche Wirtschaft Capital zu schlagen, indem sie der Welt Sand in die Augen streuen. Da« mit leinen Vororten ver-einigle Gioß-Wien hat in zehn Jahren um 293.750 Bewohner zugenommen, wa« einer Zu-uahme von circa 21 Procent gleichkommt. Soll daS viel sein? In dem mehr al« dreimal kleineren München nahm di« Bevölkerung in fünf Jahren um nahezu 100.000 Bewohner zu. In der .P«st-beule Tirol«-, in Jnn«druck, in der „sie" nach Ansich» Dr. Lu«ger« nicht herrschkn, betrug vor zehn Jahren die Bevölkerung 30 000 inclusive seiner Vororte. Ein« Stohbilanz ergibt heute dort «ine Einwohnerzahl von circa 50.000, wa« eine Vermehrung um 38 P«rcent bedeutet. Kiu originelles Auserat erhält die am Eonnlag den 2. December erschienene Nummer 216 der „Internationalen Artisten-Zeilung* in ihrem Annoncentheil. E« lau»«: Entlobung«.Anzeige. Meine bevorstehende Verlobung mit Fräulein Elly Bachmann, erste acluelle Soubrette mit Franz Psemserischen Schlagern findet nicht statt. BeilkidSanzcigen und Glückwünsche ve> beten. Franz Pf«mf«rt. Mehr kann man in der That nicht verlangen, al« di« öffentliche Ankündigung de« Nichizustande« kommen« einer „bevorstehenden" Verlobung, die nun felbsionWndlich nicht mehr bevorsteht. Ganz entrle du siede! Hnte Zutmort. Die „Gazella di Venezia' veröffenllich» folgenden humoristischen Briefwechsel, der für gewisse Unsitten unserer verehrten Zeit« genossen sehr bezeichnend ist. Der Veroneser Maler Dall'Oca Bianca erhält von einem Triester Mäcen die nachstehenden liebenswürdigen Zeilen: Trieft, 12. Jänner. Geehrter Herr! Ich mö-j.te Sie um eine große Gefälligkeit bitten und hoffe, Sie werden meinen Freimuth entschuldigen. Ich leg« «in« Sammlung von g«mal!«n Ansichtskarten an und würde mich sehr geschmeichelt fühlen, wollten Si« mir gütigst eine solche mit einem Bildchen von Ihrer Hand send««. E« wird jedenfalls die geschätzteste Karte meiner Sammlung sein, zumal ich dann sagen kann, dass Sie unter den ersten waren, die mich in dieser Weise ehren wollten. In der angenehmen Hoffnung «in« zu «rhaltrn, danke ich im vor-hinein usw. Antwort deS MalerS: Verona. 21. Jänner. Geehrter Herr ! Ich möchte Sie um eine große Gefälligkeit bitten uns hoffe, Sie werden meinen Freimulh entschuldigen. Ich lege eine Sammlung von TausendfrankS-Noten an und würde mich sehr geschmeichelt fühlen, wollten Sie mir gütigst eine solche senden ES wird jedenfalls di« geschätzteste Tausends. ank-Roi« meiner Sammlung sein, zumal ich dann sagen kann, dass Sie unter den ersten waren, die mich in dieser Weise ehren wollten. In der ang«nehmen Hoffnung ufw. Leider erfahren wir nicht, ob die beiden in« terressanten Sammlungen um die betreffenden Exem« plare bereichert wurden. Ki« hübsches Epigramm enthält die letzte Nummer von „MeggendorferS Lustige Blätter": Vom V«rz«ihen. Vergeben und Vergessen — WennS jemand einmal thut, So will ich ihn bewundern, Denn das ist Edelmuth l Ein zweiteSmal verzeihen Ist Schwäche, glaubt daran! Jedoch beim drittenmal« Fängt schon die Dummheit an! fiO 000 Kronen beträgt der Haupttreffer der Invalidendank-Lotterie, welcher mit 20^ Abzug b a a r ««»bezahlt wird. Wir machen unsere geehrten Leser darauf aufmerksam, das« die Ziehung unwiderruflich am 23. März 1901 stattfindet. Apotheker Arady's Magentropfen, früher auch unter dem Namen Mariazeller Magen« tropfen bekannt, erfreuen sich wegen ihrer er« probten, vortrefflichen, anregenden und kräftigend«» Wirkung bei Maaenfchwäch« und V«rdauungS-störungtN in allen BevölkerungSclaffen großer, stet« wachsender Beliebtheit, sind in allen Apotheken vvrrälhig. Wir empfehlen unseren geehrten Lesrrn, bei Bestellungen aus die im Jnseratentheile unsere« Blaue« enthaltene Abbildung der Schutzmarke und Unterschrist zu achten, womit di« Verpackung der echten Mariazeller Magentropfen versehen ist. Aueutgeltliche Stellenvermittlung und Herberge erhallen brave deutsche Dienstmädchen in Marburg, Bürgerstraße 44, II. Slock. — Näher« Auskünfte werden in der Herberge ertheilt. Allen brieflichen Anfragen ist ein« Mark« für dir Rück« antwort beizulegen. Dienstmädchen, welch« von auSwärt« kommen, haben sich vorher schriftlich in der Herberge anzumelden. — Südmark»Frauen« und Mädchen-OrtSgruppe Marburg. NeTierbUd. V. ilSÜ; Wo ist denn unser« große Schwester? des Deutsche» Stbslvereiiu» „nb unseres Stbntzvrreink» ..Ciidmark" bei Spiele» und Wette», sowie bei Fest» lichleitt», Testamenten ood »»verhofften Gewinuste». Schrifttum. „Illustrierte Rundschau", Nr. 6 vo» 20. Februar 1901 hat folgenden Inhalt: Die Jagd-auf Nilpferde. (Mit Jllustr.) — Clara Tschudi. Von R. v. Endere». (Mit Jllustr.) — Die thränenden Felsen. (Mit Jllustr.) — Da» Lanner-Strauß Denkmal. (Mit zwei Jllustr.) — Gasthöfe vor vier Jahr» Hunderlen. — Straußenfedern. Bon Arnold Rohd«. — Sin Straußenstreit in Venedig. (Mit Jllustr.) — Allerlei Nützliche«. — Amateur Photographie. (Mir drei Jllustr.) — Feuilleton: Seume und Leipzig. Narrengerichte. Von S. v. Blumberg. — Vermischte«. — Theater und Musik. — Literatur — Corresponden» der Redaction. — Dlllinger'» Reiseführer: Trieft. (Mit zwei Jllustr.) — Touristische«. — Verkehr«, »esen. — Au» Nah und Fern. „EmpfangSabend bei Fürst Eulenburg auf der deutschen Botschaft in Wien" — da» große färbe»-prächtige Gemälde von W. Saufe, veröffenilicht di« neuest« (9.) Nummer d«r „Modernen Äiitfl* (Verlag von Rich. Bong, Berlin, Leipzig, Stuttgart Wien — Prei« de» Hefte» 60 Pf.) Der Beschauer darf einen Blick »hun in die von der vornehmste» Wiener Hofgesellschaft besuchten h«rrlichen Säle der deutschen Botschaft in Wien; all den Glanz und Pomp der b«i derartigen Festen entwickelt wird, hat der Maler im Bild« festgehalten und die Reproduction ist eine so vorzüglich«, das« die künstlerische Wirkung de« Original« nahezu erreicht wird. Auch der übrige Theil der Nummer ist höchster Beachtung »vert. Da« «roß« Lo» erscheint vielen al« da« höchste Glück, und doch, wie viel größer ist da» Glück, eine traute und schmucke Häuslichkeit zu besitzen, und ei« sparsame» Weib, da« da« gemeinschaftliche Gut Ire» zusammenhält und noch zu vermehren sucht. Wie viel Ersparnis?« hat j. B. nicht schon manche Hau«fra» gemacht, indem sie sich ihre Wäsche selbst herstelli«! Und da« ist doch heutzutage selbst für die Ungeübt« ein Leichte«, seitdem e« sür diese Zwecke ein Spezial-blatt, die „I l l u st r i e r t« Wäsche Zeitung,* Verlag John Henry, Schwerin. Berlin W., 35, gibt. Denn dies«« reichhaltige, auf jeder Seit« illustrierte Monatsblatt für Wäsche gibt den Damen Gelegenheit, alle nur möglichen Gegenstände der intimere» Bekleidung mit Hilfe de« jeder Nummer beiliegenden Schnitt« musterbogen» sich selbst anzufertigen oder doch, wen» da» nicht beliebt wird, unier einer Menge von Vor« lagen — die Februarnummer zählt 10* Vorlage» auf — eine Au«wahl zu treffen und genaue Anordnung» für die Anfenigung zu geben. SWan sollte keine Wäsche« gegenstände kaufen oder anfertige» lassen, ohne vorher Einblick In die „Illustrierte Wäsche-Zeitung' genomme» zu haben. Für nur 45 kr. vierteljährlich ist da« Blatt von allen Buchhandlungen und Postanstallen zu be-ziehen. Gratis Probenummern durch erstere und die Hauptau«lieferung«stelle für Oesterreich'Ungarn: Rudolf Lechner & Sohn, Wien I, Jasomirgoltstr. 6. Aedem AithersPieler dürfte die Nachricht will-kommen sein, das« die in Deutschland meistverbreitete und mit Recht da» Liebling«blatt der Zilherfpieler ge-nannte, im Verlag von Karl Grüninger in Stuttgnt erscheinende illustrierte Familienzeitschrift «E ch o vom Gebirge" nunmehr auch in einer Ausgabe für Oesterreich-Ungarn, mit besondrer Berücksichiigung ter Wiener Stimmung zweimal im Monat erscheint. Da« Blatt ist sehr hübsch ausgestattet und bringt nebe» fachwissenschaftlichen Artikeln auch eine Fülle unter-haltenden Stoff» in Form von spannenden Erzählung» und Humoresken, Räthsel »c., ferner Eoncertberichte und -Programme, welche über die Thätigkeit in Kreise» von Zitherspielern orientieren. Jede Nummer enthält graii« vierseitige Musikbeilagen in Wiener Stimmung, J deren Wert allein schon den erstaunlich billigen Prei« I von Kroren 8.— pro ganze« Jahr übersteigt. Probe-nummern sind durch di« Administration in Wien V, Gietzaufs.asse 5, gebürenfrei e hältlich. „Di« Abtretung d«» linken Rheinufer» an Frank-reich" lautet die Ueberschrift eine« höchst lesenswerte» Artikel«, welchen Karl Theodor Hcigel zur Erinnern», an den Friedensschluss von Luneville am 9. Februar 1801 in der „G a r t e n l au be" veröffentlicht. Unier der Rubrik „Fortschritte und Erfindungen der Neuzeit' macht unS Siegmund Schneider an der Hand von Ab, bildungen mit einer Erfindung von voraussichtlich großer Tragweite, dem Kreß'schen Drachenflieger, be« sannt, und A. Oskar Klaußmann gibt un« ein an-schauliche« Bild von der Thätigkeit der Berliner Rettung«-gestllschaft, deren Einrichtungen in Abbildungen rorge-führt werden. Eine ganz« Reih« kleinerer illustrierter Aufsähe berührt allerlei TageSfragen und Zeitereignisse. ' Mmimer 17 .Vttrtsch- Ws«HÄ- Seite 7 Jnm vnlerhall enden Theile de« beliebten Familienblatte» kiekten I. C. Heer mit seinem Roman „Felix Notvest" undd Paul Heyse mit seiner Novelle „San Bigilo* wadhre Perlen der Erzählu«g«kunst. Auch die künstlerische Autliialtung der „Gartenlaube" ist eine hervorragend schSSne, an der Künstler wie Han» Thoma, A. H. Schhram, Horst Hacker, G. Haquette, F. von Defregger u. a. m. betheiligt sind. RASCH, BachhaiiltiiiiB, CILLI. S j w Cd W R ömer- Quelle feinster Alpensünerling, bewahrt bei allen Katarrhen, namantl. der Kinder, bei Verdauungsstörungen, Blasen- n. Nierenleiden. Pep6t: JoMf Matl4 in Cllll. .1507 5te.ermark ^ ^ i^£R nOHtTSC^- Hingesendet. (Ä t i 1*4 Bodenwichse) ist da» vorzüglichste EimlasSmittel für harte Böven. Keil'S Bodeawichj^ ko»mmt in gelben Blechdose» zum Preist\£rfH$chunß vom 45 Kreuzern in den Hanvel und ist bei Traun & ISrifltt erbältlich. i Trau» 4öl- , Hanptvertrotnug : J. Trojan, Graz, LudWti. 56«9 Zur* Nuiituii ! AlOisWillM,Cilli, Mhawse das anerkannt kräftige Marburger-Oampfmetil C. 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Thlerry'a Fabrik in Pregrada bei Jtohltsch-Sauerbrunn. 18 Verpachtung, Die Trifailcr Wevks-Reftauration, inclusive U^leischhanerei, kommt vom 1. April des Jahres 1901 am zur Verpachtung. Der Pächter muss verheiratet sein un'td sich mit dem behördlich bestätigten Befähigungsnachweise fürr das Gast- und Fleischerei-Geiverbe ausweisen können. Reflectanten belieben sich an die WerkSdireetion in Trrijail zu wenden, wo die näheren Bedingungen zur Ein« fiehht aufliegen. Kenntnis der slovenischen Sprache erwiinscht. Sechriftliche Auskünfte werden nicht gegeben. beim Me Werksdirection. J. Pserhofer J«hr«,tk» allgemei» verbreitet, und gibt e5 weiücie ftawilien, wo >d milde wirkend« HauSmittel fehlen würde, das von vielen Aerzten s sind seit «elcn d diese» leicht und' d dem Publikum bei den 4t'n Fällen schlechter Prrd«»»m« u»d Sluhltzerhaltung e empfohlen wird. Don dieseit Pillen, auch unier dem Namen Pserhoferpille« oder Z jiwdosci'» 5'lulrcinir willen bekannt, kostet »ine Schachtel mit 15Pille« 21 lt., e tiur Rollt mit 6 Schachtelt ! fl. 5 It., bei vmberiaet Einsendung de» Betrage» k kostet sammt portofreier Zusendung: l Rolle 1 fl. Ä kr., ? Rolle« 2 fl. Zy kr., »-i Rolle» ) f. 16 It., 10 Wille« 9 fl. AI kr —' Sedrauchsanveisung beigelegt. Einziges Ennignngs- und Hauptorrsandt-cager: iJ.Pserhoser^ Apotheke Wien, I. Singerstraße 15. ä««l sts wird erlucht. ausdrücklich I. 'Nseröofer's Abfüsirpileit j>»« verlangen und daraus zu achten, das» die Tedelautscheifl jeder Schachtel den aus d der Yedrauch«-Anweisung stehenden ?!amen»»ug I. Plerhoser, und »war in rother Schrift, trage. kräftigender Einwirkung aus den Magen bei Verdauungsstörungen ZZ. Pserhofer'S Spitzwegerichsaft schleimlösend, ein giäschche» SO kr. ZJ.Pserhoser'sSropfbalsam.'Z°^ mit Francoi»s«ndung «d kr. 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Beste Nabrueaiittil Alleiniger Erzenger für Cilli und Umgebung: Luxus-Bäckerei Josef Achleitner In Cilli. 5759 Bei dem ta soll die onterirdi8che eingeführt und an einem Unternehmer vergeben werden. Darauf Keflectierende wollen die näheren Bedingungen bei der gräfl. «er*Verwaltung 8«. Mtofan anfragen. 5745 _T>ie griill. Bergdirection. Chief-Office: 48, Brixton-Road, London, SW. A. Thirrry-echte Centifolienfalbe eine !Ü. bie öuasalbe. übt durch gründliche Reiniqu Ichmer,stillende, rasch heilende Wirkung, befreit durch Er. michiiM von eiiiged'imgencn Iremdtörpern aller Art — M für Tsurifte», Raksihrn und «Heiter unentbehrlich. 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