«t. 92. Samstag, 23. April 1892. 111. Illhljmiia. Nbacher Zeitung. ^ °F li, hniMl,^ » P ° stversenl> un 8 : ganzjährig fl, 15. halbjährig fl, 7 50. Im I ° mptoir: '" Ichrll!« h z'.^'» Z' ^'"^ Mr >it Zustellnn« in« Hau» „ai'Mri« fl, l. - InlertlonSsstbür: Für ^^^^^° »u ^ Zeilen 25 tr., grvhere per Zeil, « lr.; bei öfteren Wiederholungen per Zeile » lr. D!e «Laibacher geitung» erscheint täalich, mit Ausnahme der Vonn- und Feiertage, Die Administration besinbrt sich Congrcssplatz Nr. 2, die Medaction Vllhiihofgassc Nr, li4, Sprechstunden der Nedattiun tüsslich von lO bil l2 Uhr vormittag« — Unfrankierte Vriefe werben nicht angenommen und Manuscript«! nicht zurückgestellt. ^ Amtlicher Hheii. ^rhüchsl,. "üb k. Apostolische Majestät haben mit Mh drs,^?lchkeßllnc; vom 15. April d. I. den 3" Koevl "Gerichtes '" Innsbruck Karl Ritter °ien all« l ä""l Präsidenten des Kreisgerichtes in uergnadlgst zu nennen gernht. Schönborn >n. z» ^th/chs^ Ulld l. Apostolische Majestät haben mit !Mn d^schlichnnc, vom 13. April d. I. dem des österrei- 5"el Verdis. l""s Kovacevich in Anerlcnnnnc; ftigen z^I chen Leistungen bei Rettnng von Schiff« "Mdiak goldene Verdienstkreuz mit der Krone '^^Uberleihen geruht. Aichtamtttcher HM ^ as Nadctzly-Denlmal iu Wien 3^hU.«"? ^^ Mittagsstunde findet die feier-3^2^.^ Denkmales statt, welches die dant->t>^^ ln der Reichshaupt- und Residenzstadt V" 3tad ?'^"' des ruhmgekröntcn Feldmarschalls <3^ d, K'"ichtet hat. Das glanzvolle Fest, zu !v?' Ulispsaz '^"l^n V0" Deputationen aus allen F leine sl?,9wken Vaterlandes angemeldet ist, ,3,t>ez ^uste Verherrlichung durch die Anwescn-«>lng """Ochsten Hofes sowie durch die Be-F". die s" ^"ben Anzahl von Veteranen er° ^n^^inerzeit unter Nadetzky's sieggewohnten Kais ^ Niir^^'slerung gelämpft haben. Hstadt... ^°^ "'cht nur ein Fest der schönen ^che^. " der Donau, auch nicht nur eine mili-Rl> ^sterr..^ ^^erreichischen Armee sein - nein. ^ > wich i' ^. gesam.nten Kaiserstaates Ae-H<>!i' alter« ^ ^ anwesend sein, wenn nnter «!e fM/'chuhe die Hüllen von dem ehernen ^ '^di s H ^rden, welches bestimmt ist, das tz >t> die l^"^" Bannes in würdiger Weise zu V hste I>^ ""erung an seine Verdienste um die ^t?ben G?Me und das Vaterland den nach-!<> ein? A^" zu überliefern. Nicht bald ist "»le^er D^ Mannes so allgemein bekannt, wie <^8roh" M's. In den entferntesten Winkeln ^^^Uaterlandes wird der Name des Feld- herrn, der durch zwciundsiebzig Jahre der österreichischen Armee als unübertroffenes Beispiel voranlcuchtete, mit begeisterter Verehrung und hingebungsvoller Dankbarkeit genannt, überall, wo österreichische Herzen schlagen, wird das Andenken dieses unsterblichen Helden gefeiert und seine unerschütterliche Kaisertreue, seine glüheude Vaterlandsliebe, sein so oft in den ernstesten Stunden der Gefahr bewährter Muth den gegenwärtigen und deu zukünftigen Generationen als hehres Vorbild gepriesen. Von Iugeud auf im Waffenhandwerk gebildet, sah Graf Radctzky die Zeiten tiefster Erniedrigung, wo unser thcnres Oesterreich von der eisernen Faust des großeu corsischen Eroberers zu Boden geworfen war; aber er war auch Zeuge unserer glanzvollen Erhebung, er war Zeuge und Mitstreiter jener heroischen Kämpfe, in denen wir das auf uns lastende Joch der Fremden mit muthiger Faust abschüttelten und unser altes Oesterreich wieder zn jenem ganz Europa Achtung gebietenden Staate machten, dessen Glanz uud Ruhm Radctzky's Waffcuthaten auf ungezählten Schlachtfeldern erhielten und erhöhten, Dreimal errang sich Graf Radchky auf blutiger Walstatt den höchsten Preis militärischer Tugenden: für die Schlacht bei Novi im Jahre 1799, für die entscheidende Waffenthat bei Wels im Jahre 1809 und endlich für die Schlacht von Custozza im Jahre 1848 wurde er mit den verschiedenen Graden des militärischen Maria-Therrsten-Ordens geschmückt. Noch ehrenvoller aber <üs diese uud zahllose andere Ordenszeichen, welche Nadetzky's tapfere Brust schmückten, waren für den großen Feldherrn die bei jeder Gelegenheit hervorgetretene dankbare Anerkennnng seines Monarchen und die unerschütterliche Liebe und Verehrung, welche ihm seine Soldaten und die ge-sammtc österreichische Bevölkerung entgegenbrachtet«. So vielfach geschieden durch Sprache, Gesittung und Lebens-auschauung auch die Völker Oesterreichs sein mögen, sie sind alle einig in dem Gefühle bewundernder Verehrung und unauslöschlicher Dankbarkeit für den ruhm-qekröntcn Feldherrn, welcher, begeistert von der erhabenen Größe seiner Aufgabe, uuter Oesterreichs sieg/ reichem Banner die Söhne aller österreichischen Nationen zum Kampfe um die Ehre uud die Macht unseres gemeinsamen Vaterlandes vereinte. Darum vereinen auch loir uns heute, am Vorabende der Enthüllung des ehernen Reiter-Standbildes Vater Radctzku's, dankbar bewunderndcu Herzens iu den den Sockel des morgen zu enthüllenden Denl- mals zierenden Worten des Dichters: «In deinem Lager ist Oesterreich!» Zur Geschichte des Radetzky - Denkmals entnehmen wir der «Wiener Zeitung» Folgendes: Das «Armeeblatt», damals unter Leitung Oberstlieutenants des Ruhestandes Emil Dembsher, hat sich das Verdienst erworben, in einem zündenden Aufrufe dem in unzähligen Herzen von Kamftf-und Zeitgenossen des Heldenmarfchalls still gehegten Wunsche nach Errichtung eines solchen Denkmals auch im Reichscentrum Worte zu geben, den Gedanken zur That zu drängen! Mit heller Begeisterung und unter einmüthiger materieller Betheiligung folgte die Armee dem zündenden Mahnworte; aber auch in allen Kreisen der Bevölkerung, in allen Gauen der unter oett! Scepter Fianz Josefs, der den unoergesslichen treuen Diener im Leben wie im Tode geehrt, vereinigten Länder fanden jene Worte freudigsten Wiederhall, die gewohnte patriotische Opferwillig-leit, wenn es gilt, wahres und erhabenes Verdienst zu ehren. In der Absicht, jene Bewegung zu organisieren und die von jung und alt, reich und arm freudig dargebrachten Spenden auf die richtigste Art ihrer Bestimmung zuzuführen, entschied sich Se. t. und t. Hoheit der durchlauchtigste Herr Feldmarschall Erzherzog Albrecht, der unter des greisen Marschalls Führung an den Tagen von Mortara und Novara den entscheidensten Antheil genommen, sich au die Spitze eines Comitis zu stellen und in solches hervorragende Männer zu berufen, von denen, insoweit dies die Militärs betrifft, die meisten in jungen Jahren der Armee in Italien angehört hatten. Dem bewährten Meister Professor Zumbusch, dem Schöpser des herrlichen Monumentes für die große Kaiserin Maria Theresia, wurde die Ausführung des Denkmals übertragen. Am 27. Juni 1886 hielt das Comite' unter dem Präsidium Sr. k. und k. Hoheit seine erste Sitzung. Die brennendste Frage war wohl die Wahl des Platzes für das Monument. Nach mannigfaltigen Erwägungen entschloss man sich für jenen vor dem Reichs-Kriegsministerium: Am Hof, den die Vertretung der Haupt- und Residenzstadt, damals noch unter Bürgermeister Uhl, für den gedachten Zweck bereitwilligst überließ. Im Februar 1891 tonnte Professor Ritter von Zumbusch das seinerseits vollkommen fertiggestellte Denkmal an Professor Pönninger zur Bewirkung des Gusses abgeben. Im Laufe des Spätsommers 1891 wurde auch das Postament des Denkmals von der Union-Ballgesellschaft fertiggestellt. Allen berechtigten Annahmen nach tonnte das Denkmal so weit vollendet sein, um schon Imilleton. ^r e ^°s Schiff. >uZ '2 ^l"ch am Tage kommt bei mir ge-'^ "> saaen . >""' ^ '""chte mich nicht gerne ^r'dmit w?'.daw, nicht so ant an wie die ?°H 5< li«"e ich mich mm selbst gelobt, aber ^dazbi" ich 7^^as ^n nicht schaden.'Am frühen ^ « sein"""'? ^wohnlich schlecht aufgelegt, >it l Aegin, "^°«z gutcu Gruud. °"^b sich °s Tages ist auch der Vegiun der "ehmeu, ist allemal insbesondere wenn man ein Faulleuzerei in sich ^ H r/?s konnt.?r Dlcner, der Schreiber dieser < ">h n^i"^' 's, ich bin dnrchdrnngen >3'^t ^ - nnd ich finde !ei. ^s s""zweis/fs,?/ bk" ersehnten weiten Spiel-H '"i ^ b'e T V's Talent frei zn entfalte... e^a? Wll""z k'„^„es Daseins; ausgerüstet !^^ '"it "cht gewöhn- l^??'' nie m '/lochedle Faullenzerei und doch », ^wndrn, . s"'"r Genusöfähigkeit anskosteu li >.7' l"be m's ""d unansgeseht arbeiten zu VK°l ^'"ilie ri,^ l.'"" Staunen iu einer be-, ^!> ^ Kind gesehen, das' '^ M>^ wlmH^ abfertigen ließ, als nach " on Großen von der Torte aßen, und machte keine Miene, auch etwas davon zu verlangen. Auf eine verwunderte Bemerkung meinerseits a'ab mir der p»l6>' worden. Weder im Culonialamte noch '" ^ ^. Ministerium sei man sich darüber klar, ^^zin« schehcn habe. Indessen vollziehe die Armee " ihren drohenden Aufmarsch. ., „ Pai^ (Aus England.) Dem ^esmn b^ Mercury, zufolge wurde das Kriegsmunn j^l nachrichtigt, dass sich eine Anzahl in den "U'^ in gewissen Continentalmacht stehender P"'0'"V„ B die englischen Freiwilligencorps aufnehmen "ii^ ^ an den Ostermanövern' theilgenommen tM, ^ hfl Anlage und die Details der neuen Befestigung" Themse-Mündung auszukundschaften. ^ be« (Montenegro,) Erbprinz Dam" ' ^ Fürsten Nikola bei dessen bevorstehender "^i^ Petersburg begleiten. Ein der Bestätignng v' ^ ^ Gerücht will wissen, dass das seit lang"" ^ ^,i Auge gefasste Project der Verheiratung ves ^. ^M mit einer hochstehenden russischen Dame " A Anlasse der Verwirklichung näher gcbracyi „D (Amerika.) «Herald. zwischen den Regierungstruppcn und de" "">' ^Z d'e blutige Schlachten stattgefunden haben "w^.,, Negierungstruppen mit' großen Verluden » ^ worden seien. Die Aufständischen bedroyr Cabcllo. , «tli)hat1 Verbleiben sämmtlicher Minister, ansgen" ,^s Finanzminister, beschlossen. Es sollen ^ ^,B sparungm in den Militärauslagen sur durchgeführt werden. Tagesneuigleiten. ^„„ Se. Majestät der Kaiser garische Amtsblatt meldet, für die."" A ^1'"'" Gemeinden zu Also-Lipnica und MchaMl"' M die griechisch-katholischen Gemeinden Kalm,^ « f^, Napkor, Szolyva nnd Tur-Terebes 1? ^ ^F griechischen Gemeinden Br,g in Heliogravure ist soeben anlässlich der ^ ^ W, Radetzky-Denlmals ein Porträt des Fe"" " '") erß'^ Radetzky (Brustbild 62 X Dasselbe wurde in der Heliographie" .^esteUt z, l. und k. militär-geographischen 3"'"«"° ^s-A^ie darf den besten in dieser Art der Rcproo ^H ^ hergestellten Porträts zugerechnet weroe -^ ^ treffende und lebensvolle Charakters» ^„ »'^ vollendete technische Ausführung ve"")' ^. z^B^ Ist das ein neuer Knnstausdruck für ein Frühlings-lied? «Verzeihen Sie,» nahm nun ich das Wort, denn alles Frühere hatte ich mir nur gedacht, »ich hatte bei der Vorstellung den Namen nicht genau verstanden. Darf ich ...» — «Ich heiße Payer, Julius Payer.» - «Doch nicht . . .?!» Julius Payer hatte meinen Gedankengang errathen und nickte lächelnd Bejahung. Nun wurde ich aber förmlich grob. «Herr, wenn man Julius Payer heißt, Julius Payer ist, so sagt man das doch nicht nur so!» — «Ja. wie sollt' ichs sonst sagen?» Eigentlich hatte er recht. Es ist wahr, wie sollte er es auch sonst sagen? Ich sprang auf und schüttelte ihm herzlich die Hände. Ich stand einem Manne gegenüber, für den ich von jcher rückhaltlose Bewunderung gehegt hatte. Was wollen die Strapazen und Schrecknisse' eines Feldzuges bedeuten im Vergleiche zu dem, was dieser Mann m der schaurigen Oede der Polarnacht überdauert hatte! Der Muth flößt immer Respect ein, und nun wlchrr Muth, der über den Schlachtenmuth um so vieles hoher steht, als das Sterben schrecklicher ist als der Tod! Der Tod an sich hat keine Schrecken oder keine solchen, welche durch persönliche Entschlossenheit oder durch die Wnnderkraft einer gefesteten Philosophischen Anschauung nicht leicht überwunden worden könnten-der Tod ist gewissermaßen etwas, was uns eigentlich qar nichts angeht, aber das Sterben ist etwas Furchtbares, der Gipfel des Furchtbaren für alle Creatur. habe sie nun die philosophische Propädeutik dazu durch-aemacht oder nicht; das Sterben ist die Todesangst aller Erschaffenen vor der Vernichtung. Auf dem Schlachtfeld? lauert der Tod, m der polaren Einöde lauert das Sterben anf seine Opfer, nnd die düstere Geschichte der Polarforschung zeigt, dass der Zug nach dem Pole entsetzlich oft ein monate, jahrelanges grauenvolles Sterben bedeutet. Der Tod in der Hitze des Kampfes und das langsame Sterben, Glied um Glied, langsam und schwer, bis der grimmige Frost das Mark in den Knochen gepackt hat — der Gegensatz spricht für sich. Und Payer ist dem erbarmungslosen Norden glücklich entronnen, und er hat sich durch seine Forschungen und Entdeckungen mit unsterblichem Ruhm bedeckt. Und nachdem er einer der größten Nordpol-fahrcr aller Zeiten geworden war, fand er einen anderen Beruf. Er begann in diesem als Lehrling, nm nach wenigen Jahren auch der Meister zu werden. Er ist heute einer der größten Maler unserer Zeit. Diesem Manne aber, dem es beschieden war, in allem, was er begonnen, groß zn werden, ist nichts leicht und ohne Kampf gelungen. In hundert Gestalten war der Tod in der Schnecwüste an ihn herangetreten, und kanm ein besseres Los als der Tod drohte ihm, als er in der leidenschaftlichen Arbeit seines neuen Berufes hart daran war — zu erblinden. Die ewige Nacht hat ihn mit ihren Flügeln gestreift, und darüber erlosch der Glanz ein Auges — Payer, der große Künstler, sieht heute nur noch anf einem Auge. Also über sein neues Bild: «Nie zurück!» welches gegenwärtig im Wiener Künstlerhause ausgestellt ist, sollten wir miteinander redcn. Doch nicht von dem Kunstwerte sei hier die Rede, sondern von einigen eindrucksvollen Aeußerungen Payers, zu welchen sein jüngstes bedeutendes Wert den Aulass bot. Mich haben diese Aeusisnmgrn erschüttert, sie ha»,!',, t'inm Eindruck auf '-------_____________________ ,t,o3O"e^ mich geübt, dm ich mit zu den po" hoffe"'„B des Lebens zählen darf, und ein Wort darüber auch für den 5""""^ pol' ^ ganz ohne Interesse sein wird. "" .elvo<' F Ergebnissen des Lebens gehört "" H,,^ el" kenntnis, eine neugewonnene DM,« ^. Bild, eine neue Idee. . Rilck'"^ cl Die Nordpolfahrer sind «"f den ^ ^ menlose Mühsal, bittere Entbehr»"^" ^ her ^AF tragen, man sollte nun meinen, da,s ^„^ ^ bei'dem Gedanken an die Hei"", " ^Me",^" der Hoffnung dnrch die Herzen dieler ^ , ^ ziehm müsst?. Die eisige Polarw"^. len. ^ ^ Land der belebenden frelll'dl'chen ^ 'sst"l)l^F Sonnenstrahlen noch der harten Männer, die ausgezogen '"" We ^F" sie waren jetzt auch ohne H^^nigr^ ^ Woher^hätte A°Hoff«^ E,^', Das Schiff, das noch '''^ Drei Mf,,i^ können, hatten sie verlasse,: ''"s^sche, ' W^, sie schon auf dem qualvollsten ^a^, M ^ c, jemals unternommen worden M, „,,d ^ z' der Proviant gieng schon 5" " ^ilei,. ^l „ drei Wochen hatten sie nur zw" hat^h^^ Meilen! zurückzulegen vernwcht- ft^hern ^' , bische Sturm gewüthet, so furchtb"'?,,t^ Die brave, sonst so Held"»H,r ck ',s <1" , muthlos geworden; die Leute wM'^^F ! um dort wenigstens, so gnt "^ ^«er Zlituna Nr. 92. 783 25 April 189_'. in^M^^chnungen von Tizian.) Wenn ein heit berM? > ^"^.^ cursicrendes Geriicht auf Wahr-lizen Mll '°. '"d diesertage bei einem Trödler im dor-Tizianz ^ch'"„ge>, ""d Entwürfe von der Hand stehet da« "^^^"ben worden. Wir reproducieren nach-°Mick ""rufende Gerücht: Kürzlich veräußerte ein W ^, " ungünstigen Verhältnissen lebender Mann üiit chen ^> ?^^ ""ein Trödler im Ghetto eine Kiste ^ Trödk !""^"' Mannfcripten und Handzeichnungcn. bot Kiesel/' ^" Erwerbung keinen Wert beilegte, ^ die Mm!!'"'" bekannten Bildhauer, der zufällig °"> die N s/. aieng, die Zeichnungen zum Verkaufe ^s»ltts? /""""6 des Preifes der Discretion des llllj schall '^"^ Der Künstler besah sich die Blätter, Trödler s^ ?^ Auswahl und zählte dem erstaunten ^le iih,, s^ wenigen Stücke 00 fl. in die Hand. sichtig vor I^"oe ^^ßn'llth kani den, Händler verend kottl, ^^dler, durch die Erinnerung an über-^iht, geh'^ ^unde, die man zeitweilig im Ghetto Hnllnaen ^^^ ^" H""se die noch vorhandenen ^^es>veaz °"I ^" ^^te zusammen und begab sich °^'e Nllt^ ^"'edig, um sich in der dortigen Kunst-^ocht l,ns?^" ^len. Da wurde ihm die Eröffnung l'W sla>,i„, ^^""' sämmtlich von der Hand Ti« '? der alm^' -^ dem Trödler aber weniger imponierte, M dic W"!'ge Anbot von 00.000 Francs, welchen "Hle, Pj"s "" für die Uebcrlassung der Zeichnungen "°-»- Er hat F. von der Liste der zu vcr-l>eI^Cu>l° Estrichen, und wenn F. heute nicht >N '"sta»de ^""det wird, so hat er dies nur " ^ ^Zuschreiben, dass ihn zu vü'le bedauern, ^ ^gem^" f"r Nordpolfahrer.) Aus ^/^'«aliae ^' ^"" Baronin Sofie Todesco hat V^lpedii^""s"' der österreichisch-ungarischen Zaninovic 500 fl. und ">ar °"lc ^" Oppenheimer dem Matrosen Antonio ^ ^ der Tck!'!, ^"chen Betrag gespendet. Zaninovic ü»l/""nschas7""enrelse, die Payer mit einem Theile b>»,d "en l,.ü^ dem höchsten Norden (83 Grad) ^ltu '" ein! nt>? "ur ^Gletscherspalte gestürzt und hatte seine b'e ! sammt den Hunden aus der 5>!^lN)crs ?""', Lulinovit ist jener Matrose, ^«T^x^^^d «Nie Zurück'., mit vcrbundcucu Augen dargestellt ist; er litt an der Schneeblindheit, und seine Sehkraft ist infolge dessen noch heute gefchwächt. — (Streikende Polizisten.) «XIX. Siecle» bringt die Sensationsnachricht, dass die Pariser Sergents-de-Ville streiken wollen, wenn ihre Gebüren nicht noch vor dem ersten Mai aufgebessert werden. Der nachfolgende Aufruf foll im Sicherheitswachcorps circulieren: .Kameraden! Wenn man bis 28. April unfere gerechten Forderungen nicht erfüllt, wollen wir am 29. April und an den folgenden Tagen unfere Wachstuben nicht verlassen bis zu unserer völligen Befriedigung. Die Arbeiter mögen am ersten Mai auf der Straße manifestieren, wir lassen sie gewähren. Wenn es zu Ruhestörungen kommt, dann möge die Verantwortung auf jene fallen, die uns kein Gehör schenken.» — (Polnische Anarchisten.) Nach einer Meldung Lemberger Blätter ist vorgestern abends in Rohatyn auf den dortigen Propst Dzerowicz ein ähnliches Attentat versucht worden, wie jüngst in Koscielec auf den Propst Poninski. Zwei Männer überfielen den Propst Dzerowicz mit Knütteln, würgten ihn und warfen ihn in den Babinkafluss. Doch wurde der Geistliche, der eine Wunde davontrug, vom Tode gerettet, als ein Wagen herbeikam. Die Verbrecher entflohen. — (Brand einer Kirche.) Die alte Kirche in Avon bei Fontainebleau ist durch einen Brand zerstört worden. Die Kirche war ein historisches Denkmal. Es befanden sich daselbst die Grabmäler Monaldeschi's, der in Fontainebleau ermordet worden ist, und des Natur-forfchers Daubenton. Der Hochaltar, der aus der Zeit Ludwigs XIII. stammte, der Chor und die Kapellen sowie die Mefsgewänder, die von Anna von Oesterreich gespendet worden waren, sind zerstört worden. — (Selbstmord eines Achtzigjährigen.) Vorgestern hat sich in Graz der 81jährige, aus Freudenthal in Schlesien gcborne Finanz-Obercounnissär in Pension Alois Bobin in feinem Bette erschossen. Er lebte mit seiner Tochter in den geordnetsten Verhältnissen und dürfte die That wegen Altersschwäche verübt haben. Er entleibte sich mit einer Pistole durch einen Wasserschuss, wodurch der Kopf ganz zerschmettert wurde. — (Eine Erbschaft.) Am Samstag ist m Venedig der ehemalige Attache der österreichisch-ungarischen Botschaft beim Quirinal, Arthur Lazovic aus Görz, 48 Jahre alt, unverheiratet, einem Gehirnfchlage erlegen. In seinem Testamente hat er seine Wirtschafterin Marie Venier, die feit fünfzehn Jahren in feinen Diensten stand, zur Universalerbin seines Vermögens im Betrage von 600.000 fl. eingesetzt. — (Miss Abbott in Wien.) Nach einem aus London eingetroffenen Telegramme hat Miss Abbott, die magnetische Dame aus Georgia, deren Auftreten in London so kolossales Aufsehen gemacht hat, den Contract unterzeichnet, wonach sich dieselbe zu einigen Vorstellungen im Wiener Etablissement Ronacher verpflichtet. Die erste Vorstellung der magnetifchen Dame dürfte am 2. ^lm stattfinden. ,.., ^. — (Jüdische Colonien.) Die englische Gesellschaft der «Freunde Zions' will jüdische Colomen im fruchtbaren östlichen Palästina gründen. Die Colomen sollen sich unter dirccter Obhut der englischen Juden befinden. Ein 2400 Acres großes Stück Land ist schon angekauft worden. Dasselbe liegt östlich des Jordans in der Gegend, welche früher der Stamm Manasseh bewohnte. dtt >„, . ^_______ __ » l'M^ Fremik . ö" sterben. Da trat Wcyprccht, ^. <^ »^ "b u„d Genosse Payers, unter sie und !«"e zurück, '""l mit ernstem, mannhaftem Wort ^<'""d dn« ^"" das Losungswort, das cr «ns-^e>l faw "Mossene Wort wirkte Wunder. ^ >l z,'? " d'c Männer Muth. sie rafften sich ^d "lhr^N Elttschlusse auf, sich nicht zu er- ^ ^geV^ harte Arbeit von drei Wochen ?tei/>d lwn^^ keilen! Und das, woman ^tl)u°^ von Schnee- und Eis- mehr als menschlicher 3 ä ^r Sllche Kraft dazu, da nicht zu ver- durchzukommen.» erzählte Payer. zu Mmmig. Es wurde a,- H? '"uss c "^'da s cs z,^s sei, und die ^ö^ damit nur dcr Anschein ^ neu werde, sonst wäre sie zusammen- ^Ä^ di^"^l «"schenk "^^/t über die zurückgelegte »At! das A >. Die starre Schnmuüslo ist doch l» dasselbe Vild, das ö>n?e,l die Anf '? """I Wochen nuch finden ^>^" ^ N ^""^ ^Abschätzung der dH>Vr, «dass? ?" la das Trostlos.'., cr- » d,7- »ab 3,f ""/ Wche Tcwsch.mc, nicht mög- ^ ^s!" Eich"?,H'haltspuntt... das v/rlassene ^' ^ es , 'b volle drei Wochen in Sicht ^ N^ ' die Leute zur Äerzwcisluug schiff . ^ ' ^as verlassen, Schiff! Der Ge^ danke an das Schiff läfst mich nun nicht mehr ws^ Das Schiff ist mir ein Symbol geworden fur alles Dichten und Trachten im armen Menschenleben. Da freut sich so mancher, dass er cs herrlich weit gebracht im Leben, weil cr das Schlff mcht meyr ficht.'Und ficht er cs auch nur mcht. weil er kurzsichtig ist oder weil eine nahe mächtige Scholle es d^, er ist doch glücklich, weil er es nicht mehr sieht E,n anderer verzagt und bricht cntmuthigt nieder, weil iym die gnadeuvo'lle Täuschung nicht bcschieden ist. 6r kann den Ausgangspunkt uicht aus dem Auge vn-tleren, dcnn cr ist zu uahe,cinc M Mahnui^ die Erfolglosigkeit alles Strebens und aller durchlebten "" Das Leben seht sich aus Täuschnngen und Ent-tänschungeu zusammen, und cs wäre unerträglich oyne seine freundlichen Täufchungcn, die es fi.r uns,a auch in Bereitfchaft hält. es wäre ebenso unerträglich, als wenn ihm die Verklärung fehlte durch dc" llcbcnswur-diacn aber lügnerischen Schimmcr der yoftnnng. Die H mug ist es. dic das Mud zn Jahren kommen lässt- sic lockt den Mcnschcn durch das Lcwi von Etappe zn Etappe, bis sic ihn ans gcmmisamc Ziel, i> Schuh tief unter der Erde, genarrt hat Sc gesegnet, freilndliche Hoffnuug! Abcr d«e Hoff-nuna und das Schiff, si7 köliucn in cmer Sehweite icht buchen, sie hlbeu ^ °uf. sie schließen s'ch ge^ seitia ans. Nach langer Mühsal noch unmcr der Au^ blick des Schiffes, das ist Trostlosigkeit, das ist ode glanzlose Hoffmmgslosigkeit. Den Gedanken an das Schiff werd' ich nun nimmer los. Wien, Mitte Npril. . ,« ,,.^ Balduln Groller. — (Ein entfetzliches Unglück) wird aus London gemeldet. Im Norden der Riesenstadt auf dem Vahnhofe von Hampstead Heath entstand am Abend des Ostermontags auf der Vahnhoftreppe unter den zurückkehrenden Massen der Ausflügler ein furchtbares Gedränge. Mehrere Perfonen wnrden hiebei gelödtet und viele verwundet. — (Telephon zwischen Europa und Amerika,) Einer amerikanischen Zeitung zufolge beschäftigt sich der Bostoner Eletrokicchniter Gray nut dem Projecte einer telephonischen Verbindung zwischen Europa und Amerika. Der Wohlfeilheit wegen will er statt eines Kuvferkabcls ein fvlches aus Eifen benutzen. — (Großer Guts kau f.) Der Herzog von Parma hat feine in Galizien, im Kreise Turka, gelegenen Güter, welche 11.000 Joch umfassen, an den Grafen Stanislaus Wisniewski verkauft. Der Kaufpreis beträgt 1,200,000 fl. Diefe Güter waren vormals Eigenthum des Grafen Chambord. — (Räuber in Dalmatien.) Wie der «Mattino» meldet, treibt sich im Bezirke Dernis in Dalmatien eine Räuberbande herum, welche die Bevölkerung brandschatzt und sich von ihr Lebensmittel liefern lässt. Die Behörden haben eine energische Verfolgung dieser Bande angeordnet. — (Infolge Austrete ns der Wolga) ist, wie aus Petersburg gemeldet wird, der Güterverkehr auf den dem Flusse zunächst gelegenen Bahnen eingestellt worden. Hicdurch werden die Nothstandgebiete in Nuss-land wieder hart betroffen. Local- und Provinzial-Nachrichteli. * (Personalnachri cht ) Der Commandant der 28.Truppendivision, Se. Excellenz Frldmarschall'Lieutenant Iusef Ritter Schilhawsky v. Vahnbrück, hat sich nach Wien begeben, nm als Vertreter der Laibacher Garnison der morgigen Enthüllung des Radetzty - Denkmales beizuwohnen. *(Nadetzky-Feier in Laibach.) In Wien wird morgen um 11 Uhr vormittags das Standbild des ruhmreichen Feldherrn Feldmarschalls Grafen Nadetzkl) im Allerhöchsten Beisein Sr. Majestät drs Kaisers in feierlicher Weise enthüllt werden. Einem Befehl des hiesigen Mililär-Stationscommandos gemäß wird dieses Momentes auch in der Garnison Laibach in militärischwürdiger Weise gedacht werden, und dies umsomehr, als eben die Stadt Laibach dem Feldmarschall Grasen Na-dctztu, ihrem Ehrenbürger, vor langer Zeit schon durch ein Denkmal ihre Verehrung für feine unuergesslichen Heldenthaten bekundete. Heute, als am Vorabende der Feier, findet eine Rctraite durch die Musikkapelle des 17. Infanterie-Regiments statt. Die Regimentsinufik, sämmtliche Tambours und Lampionträger ziehen um tt Uhr abends mit klingendem Spiel von der neuen Infanterie-Kaserne durch die Dampsmühlgasse, Resselstraße, Südbahnstraße, Wienerstraße, Schellenburggasse, durch die Sternallee. Herrengasse, über den Auerspergplatz, Schustcr-brücke, den Rathhausplatz, Dom« und Valvasorplatz und dann über die Fleischerbrücke und Kuhthal in die Kaserne zurück, wo abgeschlagen werden wird. Gegenüber dem Radehky - Monumente in der Sternallee wird aufmarfchiert und ein passendes Tonstück vorgetragen werden. Beim An- und Abmärsche von dieser Aufstellung wird der Radetzky-Marsch gespielt, Morgen um I I Uhr vormittags wird Herr Oberst-Brigadier Fux einen Lorbeertranz an dem Denkmale in der Sternallee nieder> legen. Hiezu versammeln sich alle Ossiciere, Militärbeamte und die Cadetten der Garnison sowie auch die geladenen Officiere des Ruhestandes und der Reserve zunächst des Denkmales, die Stabsofficiere im militär-wissenschaftlichen Vereine. Weiters werden dieser Feierlichkeit beiwohnen: die Regimentskaftellc, dann von jeder Unterabtheilung dieses Regimentes, der Landwehr, der Sanitätstrupfte und der Mannschaft des Militär - Verpflegsmagazins je ein Feldwebel, ein Zugsführer, ein Corporal, ein Gefreiter und ein Soldat; desgleichen eine entsprechende Anzahl Mannschaft der hiesigen Landesgendarmerie. Die Musikkapelle spielt während der Bekränzung des Denkmales zuerst die Vollshymne, dann den Radetzty-Marsch. Abends findet eine gesellige Zusammenluust der Officiere und Beamten der Garnison in den Parterrelocalitüten des Casinos statt. — (Ausuahme in die t. uud k. Cadet ten-schuleu.) Mit Beginn des neuen Schuljahres 1ttl)2/!13 (15. September) werden in die k. und l. Cadttteuschnlen Aspiranten in beiläufig nachsteheuder Anzahl aufgenommen, und zwar in den ersten Jahrgang der Infanterie-Cadeltcnschulen in Wien, Budapest und Prag je 100; in dcil ersten Jahrgang der Infantcric-Cadettenschulcn in Karlstadt, Karthars bei Nrüun, Lobzow bei Kralau, Hermannstadt, Trieft. Liebcuau bei Graz, Prcssbura, Innsbruck und Temesvar je 30 bis 50; in den ersten Jahrgang der Artillerie Cadrttcnschule 100; in den ersten Jahrgang der Pionnier-Cadellrnschulc 5l»; in den zweiten Jahrgang der Ccwallcne-Caoettenschule 50. In den zweiten, dritten und vierten Jahrgang der Infanterie-Cadettenschulen, in den dritNe" nnd vierten Jahrgang der CavaUcrie-Cadeltenschuk', sowie in den zweiten Jahr- Laibacher Zeiluna Nr. 92. 784 23. AprUl^ gang der Artillerie- und der Pionnier-Cadettenschule werden Aspiranten nur insoweit aufgenommen, als Plätze verfügbar werden. In den dritten und vierten Jahrgang der Artillerie- und der Pionniel-Cadettenschule findet eine Aufnahme nicht siatt. Die Aufnahmsuedingungen sind in der 5 Vorschrift über die Aufnahme von Aspiranten in die k. und k. Cadettenschulen> enthalten. * (Vom neuen Theater.) Der vom Landes-ausschusse engagierte Theater- nnd Maschinenmeister Herr Alois Vittner, Compagnon der bekannten Firma Gebrüder Bittner, Atelier für Theaterrequisiten lc. in Prag, ist bereits hier eingetroffen und hat mit den Einrichtungen der Bühnen-Maschinerien begonnen, Herr Bittner war Constructeur des Prager Nationaltheaters und wurde als solcher zum Studium der Bühnen-Einrichtungen in mehrere der größten Theater entsendet. Das Werk des Bildhauers Gangl, die Giebelgruppe, dürfte bis Ende dieses Monates vollendet sein. >!. * (Sections rain» des Alpe «verein es.) Unter zahlreicher Betheiligung von Mitgliedern und Gästen des Vereines fand vorgestern im Glassalon des Hotels «Stadt Wien» der letzte Vortragsabend der Saison statt. Der Obmann Herr Dr. Bock begrüßte die Versammlung und machte die Mittheilung, dass die Markierungsarbeiten in den Villichgrazer Bergen bereits begonnen haben. Sodann hielt Bezirkscommissär Herr Dr. Heinz den angekündigten Vortrag über das mährisch-schlesische Gesenke. Nach einer kurzen Erwähnung der geographischen und geologischen Verhältnisse schilderte der Vortragende in umfassender Weise die Verkehrs-, Vegetations- und klimatischen Verhältnisse dieses Gebietes, würdigte insbesondere vom touristischen Standpunkte eingehend den Altuater mit seiner Umgebung und das Kuhländchen und besprach endlich die Sagen und Dialekt-Eigenthümlichkeiten im Gesenke. Die Ausstellung zahlreicher Karten, Panoramen und Photographien erleichterte wesentlich das Verständnis des ebenso inhaltreichen wie formschönen Vortrages, und der lebhafte Beifall bekundete am besten, wie allgemeines Interesse derselbe erweckt hatte. — (Aprilschnee.) Ein Reisender, der vorgestern morgens von Görz nach Laibach fuhr, theilt mit, dass die Gegend im Görzischen bis zur kraimschen Landesgrenze den vollständigen Charakter einer Winterlandschaft bot. Nicht bloß Berg und Hügel, anch der Thalgrund war mit frisch gefallenem Schnee bedeckt; Dächer, Zäune nnd Eisenbahnschwellen hatten überall einen dichten weißen Ueberzug. Man fürchtet im Görzischen von den Nachtfrösten viel Schaden, namentlich für die Seidencnltnr. * (Bürgerliche Mufi ktapel le.) Wie wir bereits gemeldet, will der Musillehrer der «Glasbena Matica», Herr Baudis, an die Gründung einer bürgerlichen Musikkapelle fchreiten, insbesondere mit Rücksicht auf das neue Theater, durch welches bei täglichen Vorstellungen ein großer Theil der Mnsiterhaltungskosten gedeckt würde, Im Sommer könnte die Kapelle in Cur-orten, vielleicht in Veldes, concerticren. Demnächst soll eine Versammlung von Vertrauensmännern einberufen werden, um über den Kostenvoranschlag und die Bedeckung zu berathen. Mehrfache Versuche zur Gründung einer civilen Musikkapelle sind wegen der großen Kosten miss-lungen; vielleicht ist wm gegenwärtigen Versuche ein besserer Erfolg beschiedcn, da die Stadtgemeindc das Unternehmen zu unterstützen sich bereit erklärt hat. — < Untertrain erBahne n.) Die constituierende Generalversammlung der Unterkraincr Bahnen findet am 4. Mai in Wien statt, nachdem del« Concessionären dieser Äahn vom Ministerium des Innern im Einvernehmen mit den betheiligtcn Ministerien die Bewilligung zur Errichtung einer Äctictigesellschaft ertheilt worden ist. Der Bau der concessionicrten Linien von Laibach nach Straza und einer Abzweigung von Großluftp nach Gottschee dürfte noch in der ersten Hälfte des laufenden Jahres in Angriff genommen werden. — (Sanitäts-Wochenbericht.) In der 15. Iahreswoche, d. i. vom 10. bis 16. April, ereigneten sich in der Stadtgemeinde üaibach 16 Lebendgeburten und l8 Todesfälle, nnter letzteren 9 in Krankenanstalten. Von den Verstorbenen waren 7 ortsfremd. 6 Personen starben an Tuberkulose. 1 an Diphtheritis und 11 an anderweitigen Krankheiten. Infektiöse Erkrankungen wnrden angemeldet, und zwar je eine an Typhus, Diphtheritis und Influenza. — (Promenade-Concert.) Morgen um halb 12 Uhr vormittags findet in der Sternallee ein Promenade-Concert statt: Das Programm wurde wie folgt ^ festgestellt: 1.) Fux-Marsch von L. Schlüget; 2.) Oliver» ture zur Oper «Maurer und Schlosser, von Auber; 3.) «Universitäts-Valltänze», Walzer von I. F. Wagner' 4.) großes Potpourri aus der Oper «Dinorah.' von Mcyerbcer; 5.) «Freiwilliger vor!» Galopp von I.K'nhnte; «;.) Introduction zur Oper «Zrinjsti» von I. von Zajc. — (Selbstmord in Abbazia.) Der als Kellner in der «Villa Angiolina» bedienstete 31jährige Jakob Hrepeunig aus Saucrbrunn durchschnitt sich vorgestern die Halsadern und blieb auf der Stelle todt. Furcht vor! einer bevorstehenden Strafilutersuchuna. hat Hrepeunig zu! der Verzweiflu»aMiat veranlasst. i — (Militärisches.) Wie das Armee-Verordnungsblatt meldet, wurde der Festungscommandant von Krakau, FML. Georg Freiherr v. W aldstä tten, znm Oberstinhaber des 97. Infanterie-Regimentes ernannt. Früherer Inhaber dicfes Regimentes war bekanntlich Konig Milan von Serbien; der Stab »nd drei Bataillone liegen in Pola, ein Bataillon in Trieft, wo sich auch das Ergänzungs-Bezirkscommando befindet. — sK rainische Ballgesellschaft.) Hente nachmittags um 5 Uhr findet im hoffeitigen Saale des Hotels «'Stadt Wien-> die statutenmäßigeGeneralversamm-lung der Actionäre statt, worüber wir in der nächsten Nummer berichten werden. — sGraf Adolf Gynlai.) Aus Vozcn wird telegraphiert: Graf Adolf Gynlai übersiedelt mittels eines Separatzuges der Südbahn nach Görz, der Mar-stall des Grafen wird ebenfalls dahin übersiedeln, um daselbst eine russische Traberzucht anzulegen. * (Selbstmord eines Gendarmen.) Am 19. d. M. hat sich der dem Posten Mannsburg zugetheilte, aus Böhmen gebürtige Gendarm I. Steystal erschossen. Das Motiv des Selbstmordes ist nicht bekannt. —ä. — sZahlungsstockung,) Die Zuckerfirma Theodore G. Bandos in Trieft, Händler mit Zucker, befindet sich in Zahlungsstockung. Wie mitgetheilt wird, sollen die Passiven circa eine Million Gulden betragen. — (Corrigendum.) Im vorgestrigen Leitartikel soll es in der vierten Spalte anstatt «diese türkische Krankheit» richtig heißen » < aufgegeben. Ich bitte abermals nm 2 Schachteln. ^. ^, Zu haben beim «<>««n««r, ».»»«»"''«»ltlio i„ alll'n lciwmmierten Aftulhcteu der l'slttMchl!^ ^MlB Monarchie. Preis 1 Schachtel 75 tr. Versandt n°> ^zz) 1 Störungen in den körperlichen Function wird. Für diesen Zweck ist ^^y HüS sowohl 7Air selbständigen Hauscnr a^ auch zur *sftri«nl( VorCUr für die Bäder: Karlsbad, »t|jcher FranzAnHliad und andere Curorte vo x^)i} (VI.) Seite besonders empsojilen^^^x Mein reich illustriertes Da"" ^el' Hutjournal fur Frühjahr «nd ^o ' „cl,-sende ich auf Verlangen grntw «" ' „ .,"> Zlch »nache besonders auf'""'^^,le'l' die Abtheilung meiner l'illlsc ^W und Mädchen.Strohlnite, reizenv'^ .^.^ 2u äsn rroissu von 2.1 " ' ^.55^ ü. 3 50, 4 b0, S'üO, s v" geller von OriFiua.i-I's.risor una Moäeiioii w ^oäor rroiswv"^^ V" Aufträge auf neue W^ . ^ Modernisieren alter Hüte besorg ^?) streng solid und billig. Damenmode-Zutsalon . » Sch'nerzersüllt geben 'mr " wttl'W'^tt"; W Frenndrn nnd Vctannten die f)^'s.^liedtc" ^ ^ W richt von dem Ableben unseres "U'^' ' ^ualel', M beziehungsweise Vaters und ^' > ^ Friedrich M°V"'1 > SiidbahN'Nechnnng^uyt ^„^ > welcher heule um 4 Uhr W schwerem Leiden, versehen nut ° ' ^ ;,„ p" , W sacramcntru, im K2. LebcnWhn ," ,^0 » W schlafen ist. ^crl'l'ch"' „qs "' > > Die .Mlle des theuren ^,,ach'"F^ « W Sonntag, den 24. April, m" ? "/. sing^' > > der Tod!e„sapelle zu St. Chnst°pl) ^^^ » W im ssamiliengrabe belgescj)t. ,^den '" > W Die heiligen Scclenmel > Uaibach am 22. Apr'l 1« O"!!"" „s, > W «ugela Malaverh aeb. V u"°^,l"^ » W Friedrich, Vmmer»«, vl" ^eö^" ^H W Kinder. - Paula Malav-rh g" ^ -^^^Utt 'lr. 92. 785 23. April 1892. Course an der Wiener Dorse vom 22. April 1892. n°ch dem 0^^ Course ^^^'e in Noten «,,«, ,,,, H^^"s'«se' 250 st' /''^ "b'.' >' . °'° ' ' 'A. si, 1^.7^ ,«425 p/,l,,. ^^"^"fl, , , 14!» Ü!) 150 5« ^'H^. steuert '>» ^^^^^ ° W. ,38 50 137 50 Grid Ware Prundenll.'Pbligaliontn (für U>(, si, CM), 5"/„ aalizische...... 10475 105 25 5"/„ mährische...... — — — — 5"/« ii^rain n»d Küslenland , , — — — — 5"/„ nieberüsterreichische . , , 109 — 110 — .v/„ steirlsche...... - - - - l-'Vi, lroatlsche >l»b slauonische . 105-- 106— 5"/„ sielie»ln!r'V„ »»garische...... 93 65 94 65 Andere üssenil. Anlehen Donan-Reg.Lose 5-v„ ,00 st, . 122 - 122 50 bto. «»leihe 1878 , , 106 50 107 — Nxlehcn der Stad! Gür, . , :n — —'- Anleyei'. d, Etadlgemeindc Wir» 105 — 105 75 Präm.'.'lnl, d, Lladlaci», Wir» 1!,««! ,57's.O B»rsr»bau Anlehe» u.rlos. 5°/„ 9« 75 9<»25 ßsandbriefe «iir KM fl,). Vndencr. aNst, öst, <"/„ V, , . I1N!,0 1,8 — dto. dto. 4>/,°/s,, , . 100K0 10150 blo, dlu. 4" „ . , »fi 25 W"?s> dto. Pläm,VH,l!ls,versc-20 de»0 50jähr, » 4"/„ . , »« 70 lOO'W Prilllillltü.ybliglllionen <» fl,), Iflrdi»a»be Nnrdbal,!! G,n, 1»»« 99'- Y9'»n Valizische tiarl Ludioi« Bahn /,"/n . —-— —'— Weld War, Ocslrrr, Vlorbwrstbahn . . , 1««'^ X»«" Tiaatsbahn....... lütt 50 -^'— Tildbahn i» ^/„..... ,4, 50 «42 5" ll»q.„<'' >,. Vah»..... K'l l>0 1<»2'50 Wvers» Kos, .5'> Clarwiiosr 4» fl...... 5N 50 57 ^ 4"/„ Do,«,» Dampfsch. loo fl, , l«7'— l2« ^ Laibachri Präm.'Anlcl,, 20 fl. 22 25 ?2'75 Ow'cr Lo!<> 40 st..... 59— «!'— halfst, i.'<,'l<> 40 fl, , , . 55' - "l>'5" ^otl!!-» Krsiiz, üst, »<-s, v . 10 st. 1» «U '« l"' !>!,di,!ich Lüsf 10 fi..... 22'— L4'— öalüi Lolc 4«, fi...... 03'— 64'^- 2», Glnoi« Losr ^0 fl. , . , >>2'— «l<'^ Wnldlle!» Uoss «0 fi..... 4l»'— — ^ wiüdilch Vrcitz Loss 20 fi. . . 6?'bN N»'b<> «fw.-Ech. d. »"/. Präm.'Schuld» vcrjchi. d»r »i,od?ucr,dltanslal! 23 ü5 24'— ßank.Hctitn cpor Etüll), Nnnlo öst, Ba,!l2oo fl,nc»"/„!ll4 5" ^dl-l.'Anst, öst., 200 fl. S, 40"/„ 39l 5" 392 - 9 50 Iicdltbaul, Nlla. uiia,, LOOfi, . 35550 «'.-'0 Depllsltenbanl. «llg., 200 fl, . «n4 ^> 205' - Eeconlptc-Gc>!,, Nbiöst., .'»of» fl, 62» — 682- Giro-u.Lasssnft,, W!enfl2oofl. 2ll bl» L>2 50 «clb War» Hl^'othelrüb., öN, 200ft ^li°/„. , . 2«4 90 20550 Orstrrr.-una. Äa»l 6<"' V . .99»— l«02 Unionbllnl 200 fl...... 241 50 24!i 50 Vrrlrliribaiil, Älla., 140 . . 159 — 180 — Actien von Zsanopoll» Uniernehmungen (per Stuck), ?lIbrech 185 1145 bto. !lit. ll.) 200 ss. , 453 50 45«5»(, Pünau - Da!i!<'s!ch!sssahrl - Ocs,, vssterr. 50« st. iiM, . . . 313 — 815 — Dl'N».Vs. l«,Dl>,-Z.) 200 ss, S. 20040 201» ?.,! D»l iwdrüb. E«s.-Ä. 200fl. S, 550— 555 — ssrrdi»andsÄordb,1000fl,CVl, «l<»0 2885 Gäl,!lüN LildwÄ.^'üst, CM. 212 50 214 — Lrmb. - sszernow.»Iasit, ^ Ellen» bah» GrseNsch. 200 st. K. , , 249-50 250 — Lluyb,t>!i!g.,Ir0fl,llli» üoo fi. Silber 284 75 28!»'75 Eübbahi, 200 fl, Silber, . , 8725! 8775 Süd Norob,Vcrl>„U, 200fl,CM, 1855< 18« — Iramwa!i Gr!„Wr,,170fl,ö, W. 24175 342 25 . nem'Wr,, Priorität«- «c-tic» 100 fl...... 95üU 96 — Ung.'galiz.Eisenb. 200 fl. Silber ^>1 - »02- , Geld Ware U»a, «ordostbllhn 200 fi, Silber 199'- 199 50 Ulia.Westb,(Uaab Villj)200fi.V. 201— 201'59 Induftrit'Hctien (per Stück). Vanar!., «11g, Oesl,. 100 fl. - l12 25 1l3'25 Eaydier Eisen- l»ld Etahl-Inb. in Wien l<»0 fl...... 78 — 80- !ti!r„l!lll!nw, Lei!,«,, erste, 80 fi. !"' - 10, — 'ltlliemiihl» Papiirf. u. V.-G. 4l!'5>0 4750 Liesinqer «rauerci ,00 fi, . . loo - l,,i — Mo!!laii«e!rll., öslcrr.. alpine 59 ll» «oio Präger Eisen-Iiio.-Grl. 200 fl. »71- - 373 — Lalao Tarj. Steinlohlen 80 fl. «22' — <,24 — «Scdlössrlmühl», Pupierf. 200 fi, 199 — 201 — .2!e»rer!l!!!!,l»,P°pel'Nct<'55 «52 50 Devisen. Deutsche Plätze...... 58 «5 5875 llonbon........ Ill» «i, l2«'30 Pnri«....... 47'65 47 70 Valuten. Ducaten........ 566 568 2O.Fra»!-«-Etücke . . . . ; 951 952, Deutsche Reich«banl»°ten , . 5865 5« 72 Papier Rubel...... l2i7, 122, Italienische Äanlnoten sioo L.) 45— 4571 % Privat r' KallŠ Laibaou6*ftsvßrn]iUluDgs-Bureau ach, Prescherenplatz 3 *et| be on "' sür Jed™ Geschäft gc- flf^htet d7Crs sür ei™ Bäckerei, schon •45Oo. ' ^"»»«rlragnis fl. 500 — um du \T (1818) 2—1 Sd80^6Vef^ietet: 'nern i? Wo1"'- un<1 drei 1)iens|- Slaii "e» III' y.U<5ho lnil Wasserleitung, rCfflrVh keller' eventuoll auch D**sl-gcscliriobeno Offerte bitte zu richten an V, •¥. Hainanii, Tjaibach. ^^r Us (I l l