PrS mimrratio«S - Prei s»: Für Lai bach: Ganzjährig . . 6 fi. 40 kr. Halbjährig . . 4 „ 20 „ «ierteljährig . 2 „ 10 „ Monatlich ... — „ 74 „ Laibacher Ned«cti«u Bahnhofgaffe Nr. I3S. Mit der Post: Ganzjährig................12 si. Halbjährig............... ii „ Vierteljährig 3 „ Kür Zustellung inS Haus vierlklj. 25 kr., monatl. 9 kr. Einzelne Nummern L kr. Tagblatt Anonyme Mitlheilungen werdin nicht berückfichtigt; Manujcripte nicht zurückgesendet. «r-editio«ö- L Jnserate«-Burea«: Eongreßplatz Nr. 81 (Buchhandlung von Jg. v. Kleinmayr L Fed. Bamberg.) 4- Jnsertionsvreise: Für die einspaltige Petitzeile L 4 kr , bei wiederholter Einschaltung ü 3 kr. Anzeigen bis 5 Zeile« Bei größeren Jnsera öfterer Einschaltung' chknder Rabi Für complicierten dere Vergiitunj Nr. 36. Dinstag, 15. Februar 1876. — Morgen: Iulicma. 9. Jahrgang. Kram und die internationalen Verkehrswege. (Schmß.) Wie aus dem Gesagten erhellt, gibt es im Lüden Oesterreichs noch gar manche Linien, welche auf einen sicheren Gewinn Anspruch machen können, und zwar auS dcm Grunde, weil d-ese Lü'ien ein Bedürfnis unserer VolkSwirthschaft wären und well sic den internationalen Verkehr auf unser Schienennetz leiten würden. Ls gilt eben die klaffenden Berkehrslücken auszufüllen. Soll unser liefgesunkeneS Eisenbahnwesen sich wieder heben, so muß der Egoismus und das Monopol einer fremden Gesellschaft eben in den Hintergrund gedrängt — es muß das Wohl der Gesammtheit in die vorderste Linie gestellt werden. Das Ausbeuten der Gesammtheit, wie dies unter der gleisnerischen Maske „ehrliche Arbeit" und unter der Lärmtrommel einer bezahlten Presse selbst heute noch der Fall ist, muß unmöglich gemacht werden. Volkswirthschastlich nothwendig ist der Ausbau der Verkehrslücken in unserem Eisenbahnnetze, welcher nicht nur die Ertragsfähigkeit der alten Linien steigern, sondern auch den neueingesügten Stücken eine sichere Zukunft gewähren würde. Alle Verbindungen, welche wir genannt haben, sind zudem nicht neu, sondern es sind bereits technisch studierte Linien; die Pläne derselben befinden sich lheils in den Händen von Privaten oder sind in den Archiven des Ministeriums ausgespeichert. Der Staat scheue daher nicht länger vor einer Eisenbahnanleihe zurück und beginne den Ausbau der Verkehrslücken in unserem Eisenbahnnetze, wobei als Grundsatz zu gelten hätte, zuerst den Ausbau jener Lücken in Angriff zu nehmen, welche die Rentabilität der nothleidenden Bahnen heben und sie zu nolhwendigen Gliedern von Reichs^ linien umschaffen würden. Darin läge das Wesen der Staatshilfe und zugleich auch das beste Mittel, zum mindesten für die Zukunft den Staat von der erdrückenden Last der Eisenbahnsubventionen, die jedes Jahr mit einer höheren Ziffer an den ReichSsäckel herantrelen, zu befreien. Gewerbe und Handel würden erblühen, der Volkswohlstand gehoben, ^>ie Pro-ductionskraft insbesondere der Montanwerke gesteigert, dadurch die Consumtionskrast erhöht, und die aufgewandten Opfer würden zum größten Theil wieder in die Steuerkassen zurückfließen. Aber auch unsere tiefgesunkenen Bahnwerthe würden sich wieder heben, es würde mit einem Worte unser Eisenbahncredit im In- und Auslande wieder hergestellt werden. Man wird vielleicht einwenden, daß die Durchführung des Eisenbahnprogrammes, wie es hier verlangt wird, dem Staate große Opfer auflasten würde. Dieser Einwurf ist infoferne begründet, als es eben sehr viele Lücken in unserem Bahnnetze gibt, welche ausgebaut werden müssen. Diesen Opfern aber wird endlich doch nicht auszuweichen sein, sie werden um so größer werden, je länger man zögert, in die zerrütteten Verhältnisse unseres Eisenbahn-wesens hilfreich und energisch einzugreifen. Diese Opfer sind die »othwendigen Folgen non vielen alten Sünden der Regierung und des Parlaments, welche beide jahrelang programmlos ins Blaue hinein Eisenbahnbewilligungen ertheilten, an mächtige Eo-terien wie an einflußreiche Persönlichkeiten, die man sich dadurch gewinnen oder deren Opposition man abschwächen wollte. Diese Sünden rächen sich nun auf das empfindlichste — leider an dem Wohlstände des Volkes. Man darf deshalb nicht die Hände in den Schoß legen und den lieben Gott lassen walten, sondern muß selbst zugreifen ; denn von selbst, durch eineu einfachen Natur Prozeß, wie man in gewissen Kreisen zu glauben scheint, wird sich die bereits allgemein gewordene Volksnoth nicht in Volkswohlstand umwandeln. Daß nun mit kleinlichen Mitteln der allgemeinen Verarmung gegenüber so viel wie nichts ge than wäre, ist einleuchtend. Es muß daher, wie gesagt, vor üll:m der Ausbau unseres lückenhaften Eisenbahnnetzes im umfassenden Style in Angriff genommen werden. Weiter ist es bei den hohen Frachtsätzen der österreichischen Eisenbahnen ein zwingendes Bedürfnis, eine ernste Pflicht des Staates und feiner Regierung, die Tariffrage durch ein Gesetz zu regeln. ES ist eine traurige, jedoch leider nirgends ganz gewürdigte Thatsache, daß der österreichische Außenhandel von der Eröffnung des Suezkanals, der Näherrückung Süd- und Ostasirns um lausende von Meilen, von der Vermehrung der Dampferlinien nach dem Orient fast gar keinen Vortheil gezogen hat; cs ist eine nicht zu leugnende Thatsache, daß Triest und seine Hinterländer ihre wirthschastliche Ausgabe nicht erfüllen, ja noch vielfach keine Ahnung davon zu haben scheinen. Denn wLher sonst die Erscheinung, daß heute noch Waren aus Klein asien und Ostindien über Rotterdam, Bremen und Hamburg nach dem Binnenlande der Monarchie eingesührt werden, anstatt den weit kürzeren und naturgemäßeren Weg über Triest'zu nehmen? Trotz der Gunst seiner geographischen Lage ist Oesterreich noch immer nicht im stande mehr als ein Fünftel der für seinen Bedarf bezogenen Colonialwaren mit Benützung der eigenen Häfen, über eigenes Gebiet zu vermitteln; es muß aus Mangel an Eoncnrrenzsähigkeit anderen Nationen das Geschäft überlassen, seinen Verbrauch an überseeischen Waren ihm auf weiten Umwegen zuzuführen! Schuld an dieser beklagenswerthen volkswirth-schastlichen Erstarrung sind, wie gesagt, vor allem die hohen Frachtsätze unserer Eisenbahnen, welche wieder ihren Grund in der Besteuerung haben, die dermalen in Oesterreich höher und drückender ist, als in irgend einem Lande der Welt. Hier thut bei der neuen Steuergesetzgebung vor allem eine radikale Reform Noth. Als Grundlage der neuen Besteue-rungsart hätte nach WüllerStors das Brutto-Erträg- nis zu dienen, von welchem etwa 45 Perzent für Betriebs- und Erhaltungskosten abzuziehen sein würden. um zu einem theoretischen Reinertrag zu gelangen, welcher sodann, insoferne er -5 Perzent Zinsen für Schuldscheine und Aktien übersteigt, scalamäßig zu belasten wäre. Bei dem Ueberwiegen der garantierten Bahnen in Oesterreich würde der Staat bei solcher Besteuerungsweise eine Einbuße nicht erleiden, indem er ja das, was er gegenwärtig an Steuern den Bahnverwaltungen abnimmt, im Wege der Garantie zurückerstatten muß, sobald die belreffende Bahn einen ihren Verpflichtungen gleichkommenden Reinertrag nicht erzielt. Die Mehrzahl der volkswirthfchaftlichen Stimmen in Oesterreich ist darüber einig, daß in unserer trostlosen wirthschastlichen Lage es vor allem das Eisenbahnwesen ist, welches gehoben und zur Blüte gebracht werden muß; denn Gewerbe, Industrie und Handel gedeihen nur dann, wenn ihnen die mooer-nen Verkehrswege in mächtigen, internationalen Schienensträngen zur Seile gehen und wenn ihnen zugleich eine vernünftige Zoll- und Tarifpolitik zu Hilfe kommen. Aber auch unsere Landwlrthschast bedarf noch einer billigen Schienenverfrachtung, soll sie sich aus der Versumpfung erheben und den Ueberfluß ihrer Erzeugnisse auf fremden Märkten verwerthen können. Darum ist es Aufgabe der Regierung und Volks-Vertretung, nicht immer nur auf neue Steuerlasten zu sinnen, sondern auch einmal die Steuerkrast des Volkes zu stärken, damit es unter der Last nicht zusammenbreche. Es geht nicht mehr an, aus Opportu-nitätsgründen die Beseitigung der wirthschastlichen Nothlage hinauszuschieben oder gar der allgemeinen Bedrängnis mit verschränkten Armen zuzusehen; die fortschreitende Verarmung, der Minderertrag der Steuern und Abgaben, das wachsende Deficit im Staatshaushalte sollten doch genug deutliche Mahnrufe sein, daß mit dem altösterreichischen Schlendrian einmal gebrochen werden muß. Wir schließen diese Ausführungen am besten mit den Worten eines österreichischen Patrioten und Gelehrten, des Abg. Ed. Süß: „So sicher als der Eisenstab Wärme leitet, so sicher leitet die Eisenbahn Gedanken, und ein Reich, mitten in Europa gelegen, wie es unser herrliches Oesterreich ist, wird sich dieser allgemeinen Bewegung nie und nimmermehr zu entziehen im stande sein ... Wir wollen ein. gefügt sein in den Weltverkehr." Politische Rundschau. Laibach, 15. Februar. Inland. Das Abgeordnetenhaus bestätigte in der Samstagssitzung mehrere Wahlen. Gegen die Wahl des dalmatinischen Abgeordneten Flnck von Leidenkron erhob Graf Bonda zahlreiche Be denken, die bereits in einem Proteste der Verfassung«' treuen Partei Dalmatiens zum Ausdrucke kamen' Graf Bonda beantragte, die Wahlacten an dm Le- gitimationsausschuß zurückzuleiten. Der Berichterstatter diese» Ausschusses empfahl jedoch die Bestätigung dieser Wahl, und das Haus trat diesem Antrage bei. Aus der Tagesordnung stand unter anderm die Verhandlung über den Gesetzentwurf, betreffend die kumulative Anlegung des Waisen-Vermögens und über die Resolutionsanträge des EisenbahnauSschufseS, betreffend den Bau von Lokalbahnen auf Staatskosten. Bezüglich des ersten Gesetzentwurfes hatte sich der üusschuß skr die gesetzliche Feststellung des Zinsfußes, und zwar sowol für die . Aktiv- als die Passivkapitalien der Waisenkassen mit sechs vom Hundert entschieden, und diese Bestimmung wurde vom Hause mit der geringen Abänderung angenommen, daß bezüglich der Activkapitalien dieser Zinsfuß nur ,in der Regel" zu gelten habe. Durch die Resolutionsanträge des Eisenbahnaus-schusses soll wenigstens theilweise der noch immer fühlbare Mangel eines zielbewußten Eisenbahnpro-grammcs ersetzt werden, indem wenigstens für den Bau von Lokalbahnen zwei Hauptqrundsätze ausgestellt wurden, welche künftighin als Richtschnur zu gelten haben. Sie lauten: Heranziehung der Interessenten für den Bau von Lokalbahnen und Be-trieb solcher Bahnen durch die näLstgelegene und organisch mit denselben verbundene Hauptbahn mit Ausschluß des Staatsbetriebes. Die Debatte hierüber ist noch nicht abgeschlossen, und vorn:hmlich der Ausschluß des Staatsbetriebes bei Lokalbahnen wird hart augefochten. Der „Pester Corr." wird aus Wien von angeblich „gutunterrichteter Seite" geschrieben, daß die Journalnachrichten, denen zufolge gewisse Truppen-bewegungen mit einer bevorstehenden Besetzung Bosniens in Verbindung stünden, nur müßige Erfindungen seien. ES handle sich lediglich um Ab-lösungen der stark angestrengten Truppen an der Grenze. Weiter sagt die Notiz: „Es wurde allseitig die Nothwendigkeit der schärferen Grenz-bewachung betont, und haben die jüngsten Einfälle der türkischen Truppen einerseits, sowie ver häufige Uebertritt der Insurgenten aus österreichisches oder ungarisches Gebiet andererseits bewiesen, daß dies auch unumgänglich nothwendig sei. Die Marschbefehle, welche nun einige Truppenkörper erhalten, können demnach dem die Verhältnisse ernst 'Betrachtenden nicht auffallen, und hieraus auf eine Besetzung der insurgierten türkischen Länder schließen wollen, kann nur entweder aus tendenziösen Motiven oder aus Unkenntnis der Verhältnisse geschehen." Ueber die Demission des Ministers für Kroatien, Grafen Pejacsevic», schreibt die „Pester Corr.": „Zuvörderst wird alles ausgebolen werden, um den allen Kreisen sympathischen Grafen zum Verbleiben zu vermöge». Sollte dies zu keinem Ergebnis führen, dann sind zwei Eombinationen in Aussicht genommen: ersten« die Berufung des Banus Mazu-ranit auf den Ministerposten und die Ernennung eines General« (wie es heißt des Gardecapitän« Baron Fratricevic) zum Banus. Dieser Combina-tion steht nur die mangelhafte Kenntnis der ungarischen Sprache vonseite Mazuranic' entgegen. Die zweite Combination beruht auf der Berufung de« t SectionSchefs Hivkovic oder eine« ung.-kroatischen Magnaten aus den Posten eines Ministers für Kroatien. Ausland. Der baierische Landtag wird am 21. d. M. eröffnet und die Klericalen gedenken den Sturm gegen da« Ministerium beizeiten in Scene zu setzen. Nicht nur soll die interimistische Budgetbewilligung für da« erste Quartal des laufenden Jahre« zum Gegenstände der Kritik gemacht werden, e« ist auch bereit« die Interpellation fertig, welche den Lultv-minister an feine formelle Niederlage in dem Streit mit dem Bischof Senestrey zu erinnern bezweckt. Eine andere Frage ist freilich» ob in der Führerschaft der Patrioten nicht rin Wechsel eintreten wird- da Herr Jörg sich mit dem Artikel > in den „Historisch-politischen Blättern ".welcher die Kelebuug der klerikalen Bolkskraft in Oesterreich durch die Annexion Lilleithanien» an da« Deutsche Reich fordert, im ultramontanen Lager selbst Gegner genug geschaffen hat. Die einzige „Augsburger Post« zeirung" sekundierte ihn in die,ein Ausfall, und eö ist bemerkenswerth, daß gerade dieses klerikale Organ von Wien aus föderalistisch bedient wird. Die übrigen ultramontanen Blätter in Baiern gingen mit Herrn Jörg unbarmherzig ins Gericht, und es ist die Frage, ob diese Angriffe aus Parreiverhältnisse nicht ihre Wirkung ausüben werdend Dem neuesten Telegramme zufolge ist die von-seilen der Pforte erfolgte Annahme der Andrajsy-schen Reformvor schlüge noch von einem kleinen „Aber" beuleitet gewesen. Dieses berührt die Verwendung der Skeuereinkünfie der insurgierten Provinzen, allerdings die empfindlichste Stelle am finanziellen Staatsapparat. Diese Stelle der Vorschläge wünscht die Pforte amendiert zu sehen. Das hochofficiöse .Journal de St. P6:erSbourg" macht den türkischen Staatsmännern Eomplimenie wegen der Weisheit und Promprqeit, mit welcher sie einen Wunsch ersüllt haben, der „im Namen des ganzen Europa" zum Besten des Friedens und allgemeiner Beruhigung formuliert worden sei. Das Blatt drückt die Hoffnung aus, die hohe Pforte werde die Verpflichtung aussühren, welche sie angesichts der Well auf sich genommen und über deren Ausführung die Mächte von jetzt an „zu wachen berufen seien", auf Grund gemeinsamer Ueberzeugung und mit jener Aufmerksamkeit, welche „ihre Sorge sür die Ruhe Europas erfordere." Mit Ironie behandelt die „Kölnische Zeitung" die von Fatalismus zeugende Meinung, daß, wenn der Schnee schmelze, der Aufstand sich ausbreiten werde. „Man sollte denken" — sagt das rheinische Blatt — „die Entwicklung der Dinge im Orient hänge nicht so sehr vom Schmelzen des Schnees, wie von dem Verhalten der drei Mächle ab. Bisher habe die Türkei nicht einmal auf Oesterreich unbedingte« Zutrauen setzen können. Die Regierung habe jetzt eine strengere Grenzbewachung angeordnet, damit nicht auch österreichisches Gebiet als bequeme AuS-fallpsorle von den Aufständischen benutz! werde. Wir wollen das als ein gute« Zeichen begrüßen, daß jetzt, wo die Türkei gethan hat, was man von ihr verlangte, Oesterreich und hoffentlich auch Rußland mit der Unterdrückung des Aufstandes vollen Ernst machen werden." Der Jüngling von CH ifel hurst hat, wie aus Paris gemeldet wird, ein Schreiben veröffent-licht, worin er die Candidatur seines Vetters Plon-Plon auf Corsica öekämpft, da dieser nicht seine, d. H. nicht die Rouher'sche Politik repräsentiere. Eine neue Auflage des „Bruderzwistes im Hause Bonaparte." Der eiserne Ring um die Carlisten schließt sich enger und enger. General Martinez Eampo« hat ihnen durch die Besetzung von Ober-Navarra den Rückzug nach Frankreich abgeschnitten; an der heiligen Eiche von Guernica steht ein alsonsistischer Posten, und nun hat wol auch durch das Corps Primo de Rivera's das Bombardement von Estella begonnen. Bisher haben die Carlisten kaum irgendwo ernsten Widerstand geleistet; sic fühlen offenbar, daß e» mit ihnen zu Ende geht. — In Sevilla ist ein leidenschaftliches Straßenplacat der Föderal-Republi. kaner gegen Castelar erschienen, das ihn wie einen Verräther behandelt. Das Aktenstück hat wol einen Barbier von Sevilla zum Verfasser. Wir e« heißt, wird König Alsonso am löten d. nachmittag«, nachdrm er die Cortes eröffnet, zum Nordheere abgehen. Derselbe kommt vielleicht eben recht zur entscheidenden Schlußaction. Denn bereits tragen, den neuesten telegraphischen Meldungen zufolge, nachdem wichtige Positionen bei Estella ge-nommen worden sind, die Belagerungsgeschütze der liberalen Truppen bis in diese« gefährlichste Nest des Carli-mus hinein. General Primo de Rivera hat dem nichtkämpsenden Theilr der Bevölkerung eine Frist zum Verlassen drr Stadt bi« zum Beginn drr regelmäßigen Beschießung gewährt. Zur Tagesgeschichte. — Wahlbestätigung. Der HandelZminister hat die Wahlen des Ernst Geute brück zum Präsidenten und des Julius Krepesch zum Vicepräsidenten der grajer und des Johann Pe » gg zum Präsidenten und des Ambro; Schachner zum Vicepräsidenten der leobuer Handels-und Gewerbekammer bestätigt. — Kampf mit einem Adler. Aus Bischoftnnitz wird dem „Prager Abdbl." vom 10. d. geschrieben: „Dur» geraume Zeit beobachtete man in hiesiger Wegend zwei ungeheure Adler. Der eine davon hat die Freiheit nicht lange genossen und wurde im borschauer Revier erlegt. Was den zweiten betrifft, so bemühte man sich lange vergeblich, semer habhaft zu werden; es wurde einigemale von sehr naher Distanz auf ihn geschossen, doch es war, als prellten nie Schrote von ihm ab. Gestern endlich wurde er in Horfchau gefangen. Als nemlich ein Aushilfsarbeiter Hasen fütterte, sah derselbe den Adler unweit von ihm einen Hasen herum zerren. Er lief auf ihn zu, um ihm den Hasen abzujage«. Der Adler ließ wol vom Hasen, flog aber dem Manne ent. gegen, stieß ihn in die Brust, so daß er taumelte, krallte die Fänge ties in die Brust ein und fing an, den Mann zu bearbeiten. Zum Glück verließ letzter« die Geistesgegenwart nicht, er packle den Adler beim »opfe, hielt ihn fest und kam so mit dem Adler aus der Brust zum Forsthiuse. Der erste war ein Seefischadler und hat eine Flügelspannweite von 7 Schuh 2-2 Meter. Der zweite, ein Königsadler (mehr Bastard von Gold- und Steinadler!, hat eine Spann-weite von 2'/, Meter. — Hohes Alter. Die „«»rsker Gubernial-Ztg." schreibt: Im hiesigen Frauenkloster lebt eine Nonne, Mi-lettina. die 11k> Jahre alt ist Sie stammt aus der Familie der Lomakine, die alle ein hohes Alter erreicht haben. Die Mutter Lomaliues starb 80 Jahre alt. Ihr Bruder, der noch am Leben ist. zählt 106 Jahre, die Söhne des Bruders find 72 und 7S Zahre all. Die Nonne ist mittleren Wuchses, kräftig gebaut, mit Runzeln im Gesichte, doch weißem Teint, die Haare schwarz mit grau gemengt. Sie war während ihres langjährigen Lebens niemals krank und beschäftigte sich zumeist mil Goldstickereien. Als sie 10t) Jahre alt ge> worden war, fing ihr Auge an, schwach zu werden; nach zehn Jahren wnrde ihr Auge wieder so kräftig als früher; sie lieSt aus dem Buche ohne Augengläser täglich drei La pitel aus dem Leben der heiligen Väter zur Erbauung der Nonnen und besucht täglich die Kirche. Mat- und PrlwinM-ÄugeLegeuheüell. Original-Corresponden;. Kottscher. 12. Februar. (Volksschule. Noth-wendige Lehrergehaltserhöhung. Musik-unterricht. Straßen- undPostverkeb r. Zoologische Sammlung.) Der Lehrer an der hiesigen Volksschule. H.rr Anton Perz hat eine Stelle in Payer -b-ch erhalten und tritt dieselbe bereits mit Beginn des zweiten Semesters an. Nach seinem Abgange werden als» an einer der stärkst besuchten Volksschulen Krains zwei Lehrer wirken, die es als ein Glück erachten müssen, daß ihnen in Fräulein Borovsky eine so wackere Gehilfin zur Seite steht. Wenn unter solchen Umständen trotz aller ausgewandten Mühen und Opfer, an deuen es die Genannten nicht fehlen lassen, keine glänzenden Erfolge erzielt werden, ist dieS nur natürlich. Um tüchtige Lehrer zu beschaffen und dauernd zu erhalten, wird sich die Gemeinde bequemen müssen, höhere Gehalte zn bewilligen. Dann könnte Gottschee ein gesuchter Posten werden, wo man gnt und wohlfeil lebt auch mit mäßigem Einkommen, welches letztere indeS bedeutend erhöht werden könnte durch Musikunterricht. Gegenwärtig ist niemand hier, der solchen'ertheilen und auf diese Weise eine« längst gefühlten Bedürfnis abhelfen könnte, das sich namentlich jetzt zur Faschingszeit recht fühlbar geltend macht. Unsere Vereine können keine Musik zu Tanzunterhaltungen auf-treiben, wollen sie stch nicht das Fell über die Ohren ziehen lassen und behelfen sich, so gut fie eben können, mit verstimmten »lavieren nach dem Spruche: „Wer gerne tanzt, dem ist bald gepfiffen." Wenn nur daS Wetter nicht f, greulich wäre und nns alle« verleidete k Der Schnee liegt schon klafterhoch; von allem Berkebr abgeschnitten find die Dörfer im Gebirge und abseits der Hauptstraßen, ««».«och diese find an vielen Stellen fast anfahrbar; trotzdem «Mt die hiesige Post mit Gcwiffenhastigkeit und Pünktlichkeit ihre Pflicht, ist erst einmal auSgeblieben und verdient dafür die vollste Anerkennung. Die zoologische Sammlung des Gymnasiums hat wieder recht erfreulichen Zuwachs erhalten: Herr Peter Jaklitsch aus Preßburg sandte ein bereits auSgestopsteS sehr schönes Exemplar einer Trappe, otis t»räri, und Herr Trattnik aus Adelsberg einen Schwan. Kerner brachte der Förster von Eben einen kaum wenige Tage alten, noch blinden Bären, der sich während der Abwesenheit der Mutter durch Winseln bemerkbar machte und vom Benannten auS der Höhle genommen wurde. — (Landtagswahlen.) Sicherem vernehmen nach werden in den Kreisen der Großgrundbesitzer als die von der Curie derselben, anstelle der verstorbenen Abgeordneten Herren Franz Rudesch und Baron Rastern, in den Landtag Zn wählenden Bertreter die Herren Gutsbesitzer Dr. von Vesteneck und Baron Taussrer namhaft gemacht. Der krainische Großgrundbesitz, welcher sich stets als die unerschütterliche Stütze der BerkaffungSpartei bewährte, würde durch diese Wahlen neuerdings Zeugnis geben, daß er seine Vertretung im Landtage nur Männern anoertraur, deren Gesinnungstüchtigkeit, unabhängige politische Ueberzeugung und ausrichtige Anhänglichkeit an die Sache der Verfassung außer Zweifel steht. Durch die beiden Candidaten, welche in den administrativen Angelegenheiten deS Landes wohl rrfahren sind, würden zudem der LandtagSminorität zwei bewährte Arbeitskräfte zugeführt Wir zweifel» nicht, daß diese Wahlen von der ganzen BerfassnngSpartei sympathisch begrüßt würden. — (Sängerabend.) Die Mitglieder deS Männer-chores der philharmonischen Gescllschaft versammelten sich gestern im Clubzimmer der Casinorestauration, um den Vorabend der Verehelichung ihres Lhormeisters Herrn Bur -garell im Freundeskreise zu feiern. Der Sesellschaflsdirector Herr Dr. Leitinaier entwarf einen kurzen Lebensabriß des bis heute dem Junggejellenstande angehöriye» eifrigen Lhormeisters und drückte den Wunsch aus, der nun von den Fieuden des Ehestandes beglückte Lbormeister möge ungeachtet seines Standeswechsels auch fortan dem Männerchore ein treuer Leiter verbleiben. Der Männerchor feierte den geselligen Abend durch Vortrag ernster und heiterer Lieder; es wurden den Funktionären der philharmonischen Gesellschaft und deS Männerchores begeisterte Toaste gebracht, es wurde der Lokalpresse, welche da« Wirken der philharmonischen Gesellschaft und ihreS Männerchore» der Oessent-lichkeit mittheilt, gedacht und auch der Humor kam nicht zu kurz. Herr Laiblin brachte durch Vortrag humoristischer Gedichte und Scherze Leben in die Gesellschaft. So wurde ein recht vergnügter Abend verbracht, der Zeugnis gab, Laß den Männerchor der philharmonischen Gesellschaft das Band der Zusammengehörigkeit, der Lintracht und Freundschaft umschlingt, ein Beweis, daß der Verein unter tüchtiger Leitung steht. — (Verkehr sstbrnng.) Der am 10. d. M. von Triest nach Wien abgegangene Eilpostzug mußte, obgleich ein Schneepflug voranging, wegen der zwischen den Stationen St. Peter und Adelsbcrg aufgethürmten Schneemassen 14 Stunden lang in St. Peter stehen bleiben -- (Zugentgleisung.) Gestern entgleiste der von Triest nach Wien verkehrende Eilzng in der Nähe der Station Loitsch. Ein Unglücksfall ereignete sich nicht. Dagegen traf der vereinigte Eil- und Postzug nach 7stündiger Verspätung gegen 6 Uhr abends in Laibach ein. — (Zur Hebung der Pferdezucht.) Die kandeScommission für Pferdezucht in Arain beschäftigte sich wit der Prüfung der im Lande Arain vorhandenen, zur Zucht vorzüglich geeigneten Hengste. Es wurden in den Stationsorten Laibach, Stein, Krainburg und Radmanns-dors 40 Hengste vorgeführt; hievon wurden je 3 im steiner, krainburger, radmannsdorfer und I im laibacher Bezirke mit Sprunglicenzen betbeilt. — (Spenden.) Für das Osfizierstöchter-BildnngS-institut in HernalS sind in Arain bis heute 3,806 fl. 75 kr. im Baren und 4,895 fl. in Obligationen eingegangen. — (Befähigung znm SanitLtSdienste.) Die Prüfungen für Aerzte und Thierärzte behufs Erlangung einer bleibenden Anstellung im öffentlichen Sanitätsdienste b« den politische, ««hürLe» ft»de».i«,.qjjchpe» «pril l. I. statt. — (F a s ch i n g s ch r on i k.) Sonntag den 20. d. M. findet in den hiesigen Theaterlokalitäten der zweite Maskenball statt. — (Denkmal.) Am 12. d. M. wurde in Triest das Denkmal für den verstorbenen Bischof Legat, gebo^ ren in Naklas bei Krainburg, enthüllt und eingeweiht. Es besteht aus einem Altäre in einer Seitenkapelle der dortigen Kapuzinerkirche, welche sich der genannte Bischof seinerzeit zur Begräbnisstätte erkoren hatte; in dieser Kapelle wird auch die Bü^ie des verstorbenen Prälaten aufgestellt werden. — (Studenten-UnterstützungSverein in Rudolfswerth.) Dieser Verein zählt 66 wirkliche und 31 beitragende Mitglieder. Im Jahre 1875 beliefen sich die Einnahmen aus 627 fl. 86 kr. und die Ausgaben ans 626 Gulden 4!» kr. Im abgelaufenen und derzeit lausenden Schuljahre wurden 59 Schüler mit Wäsche und Kleidungsstücken betheilt; sür mehrere Schüler wurde der Miethzins bezahlt Diese beiden Rubriken nahmen einen Geldaufwand von 321 fl. 58 kr. in Anspruch; 35 Schüler erhielten Schulbücher im Werthe von 105 st. 58 tr.; sür arme Schüler wurden 73 fl. 20 kr. Schulgeld bezahlt; überdies vertheiue man Zeichen- und Schreibmaterialien im Wetthe von 51 Gulden 94 kr. Das Vereinsstammvermögen erfuhr durch Ankauf, einer Obligation einen Zuwachs von 50 st. Nur diesem Vereine ist es zu danken, daß viele arme Jünglinge da« rudolsswerther Gymnasium besuchen können. Die Ver-einSleitnng gibt sich der Hoffnung hin, daß im Interesse des wissenschaftlichen und humanen Zweckes aus den Reihen der Geistlichkeit und Großgrundbesitzes noch viele Mitglieder dem genannten Unterstützungsvereine beitreten werden. — (Aus der AmtSzeitung.) Besetzung zweier mmenstellen in Goldenseld und Hometz; Gesuche bis 25. d. M an die BezirkShauptmannschast Stein. — Lieferung von Trottoirplatten und Randsteinen für die Stadt Warasdin; Offerte bis 28. d. M. an den dortigen Magistrat. — (Für die Beamten w cl t.) Der erste allgemeine Beamtenoerein hat einen neuen Tarif sür Versicherungen mit beschränk!« Zahlungsdauer der Prämie ein-gesührt, welcher insbesondere sür jene Beamten, die bei Eintritt w den Ruhestand der ActivitätSzulage verlustig werden, von Wichtigkeit ist. Ei» 30jähriger Beamter, z. B. mit lOjähriger Dienstzeit wünscht seiner Familie ei» Kapital von IVO» fl. zu versichern, will jedoch die Prämien nur während seiner Actimtilt bezahle», er bestimmt also hlczn eine Dauer von 30 Jahrcn, während welcher er jährlich 24 fl. 74 kr. oder monatlich 2 fl. 16 kr. zu entrichten hat. Ein sechzigjithrigcr Beamter hat z. B. noch 5 Jahre zu dienen, dieser hätte aus ein Kapital vou 1000 fl. während dieser Zeit monatlich 13 fl. 80 kr. Prämie zu entrichten; und !o kann die ZahlungSdauer der Prämien nach den individuellen 'Beihäitniss-n von süns zu süns Jahren gewählt werden. — (Aus d e r 0 it h n e n w e l t.) Einer der beliebtesten ivieuer Komiker, C. M. Rott, welcher vor Jahren auch bei uns gastierte, ist im 69. Lebensjahre in Wien gestorben. — (G e s chi ch t l i ch er K a l e n d e r.) 13. Februar Kapitulation von Gavta (1861); 14. d. M. Waffenstillstand bei Belfort (1871); 15. d. M. Dichter Lessing gestorben (l78l); 16. d. M Melanchthon geboren (1497); 17. d. M. Kleist von Nollendors (1823) und Michael Angelo (1564) gestorben; 18. d. M. Marlin Luther (1546) u»d Maria Stuart (1587) gestorben; 19. d. M. Lopernicus geboren (1473); 20. d. M. Kaiser Joses II. gestorben (1790) und Andreas Hoser (1810) in Mantua erjchoffen. — (Correspondenzkarten.) Nach dem Verbrauche des gegenwärtigen Vorrathes an postamtlich gestempelten Correspondenzkarten werde» solche in einem größeren Formate und mit braunem Vordruck der Ueberschrtst und Marke anSgegeben werden. Hinsichtlich deS Preises, des Verschleißes, der Aussertigung und Behandlung der Corre-spondenzkarten bleiben die bisherigen Bestimmungen ausrecht. — (von I. Payers: „Oesterreichisch-un-garische Nordpolexpedition») (Wien, Hölder) ist diesertage die 10. und II. Lieserung auSgegebeu worden. Der 11. Lieferung ist eine Originalkarle des Franz-Josefs» landeS (ausgenommen von I. Payer) beigegeben. Die Ausnahme, welche PayerS Buch alS österreichisches Nationalwerk bei dem Publikum gesunden, ist eine wirklich großartige zu nennen; daß Werk .^Shlt bereit« in der ganze» Mou» archie schon über 40.000 Abonnenten und ln der Staat«. druckerei ist man Tag und Nacht thätig, nm dem gesteigerten Bedarfe zu genügen. ' — (Die Mode undderThierschutz.) Der Modeunfug, der zugunsten der an sich schon so excessisen Damenhüte einen wahren Vernichtungskrieg gegen die kleine« Sänger deS Waldes eröffnet hat, scheint trotz aller Mahnungen der Presse nicht nachznlafsen und fordert nach wie vor die Thätigkeit des Thierschutzv-reines heraus. DaS Organ desselben widmet dieser betrübenden Erscheinung wiederum einen längeren Artikel, der sich zu folgenden energischen Schlußsätzen zuspitzt: „Das Urtheil über die Verkehrtheit der heutigen Moden in der Kleidung der Damen, über die fast unbegreifliche Selbstironie, mir welcher sie alleS dasjenige, was an ihrer äußeren Erscheinung bisher sür schön und an-mnthig gehalten worden ist, bis zur Häßlichkeit zu entstelle» bemüht sind, mag anderen Leuten überlasten bleiben. Wenn aber die Sucht, auszufallen, sich sogar so weit »ersteigt, daß man sich mit den Leichen der kleinen, nur im Leben schönen Thierchen behängt, welche eine der höchsten Zierden von Gottes sreier Natur und für deren Haushalt von unendlicher Wichtigkeit sind, jo gibt eS eigentlich keine Worte, um ein solches Gebaren genügend zu kennzeichnen. DaS zarte Geschlech', dem sonst immer eine besondere Wärqre der Empfindung und ein zum Mitleid geneigtes Herz zu-geschrieben wird, eine solche Verirrung ans Putzsucht, die auch ihrerseits nur einem auss höchste verirrten Gejchmacke röhnt, fördern zu sehen, ist geradezu widerwärtig. Zur Ehre der betroffenen Damen ist anzunehmen, daß eS nur einer wiederholten energischen Appells bedürft» wird, um sie zur Vernunft zu bringen." Witterung. Laibach, 15. Februar. Morgens dünn bewölkt, dann ganz heiter, die Alpen sichtbar, sehr schwacher OSO. Temperatur: morgens ? Uvr — 6 6°. nachmittags 2 Uhr — 2 6« 6. (1875 -s- 0 4'; 1874 -j- 6 0» Ü.) Barometer im Steigen 740-63 »». DaS gestrige Lage-Mittel der Temperaiur — 6 0», u» 5 7° unter dem Normale. Angekommene Fremde , am 15. Februar. Hotel Stadt Wie«. Altschul, Suisolt, Reis, Peinkosec, Mostni, Kfl., Brunner, Hirsch und Rost, Wien. - Kle-menz, Postmeister, Saloch. — Killer, Reis., Krainburg. — Dragic, l. l. Strachaus-Director, Laibach. — Fink, Hofliferant, Graz. — Wanüer, GlaSfabrikam, Böhmen. Reuger, Kfm., Berlin. — Sedkol, Reif. Hotel Elefant. Vakonik, Littai. - Kaufmann, Reis , und Müller, Kfm , Wien. — Debenz, Lomproirist, Graz. Hotel Europa Blnchweis, Kfm, Deu»ce. — Globotnik, Bez. Hauptmann, ÄdetSberg. Mohren. P-schiiik Anna, Krainburg. — Dikast, Laibach, vaierischer Hos Thalhamer, t. k. BG.-Adjnnct, Friesach. Verstorbene. Den 10. Februar. Johann Skodlar, Inwohner, 60 I., Livilspital, sterbend überbracht. Den 13. Februar. Johann Trunkelj, Hiibler«-Sohn, 22 Jahre, Civilspital, Pyämie. — Amalia Bobe», SLahmachermeisters-Kind, 7 Monate und 4 Tage, St. Pe-terSvorstadl Nr 133, Lungenentzündung. — Matth仫 Gnesba. Kaffeesieder, 35 I., »apuzinervorstadt Nr. 13, Vungentnbercuwse. Len 14 Februar. Maria Knez, TaglöhnerS-Tochter, 7 I., Civilspital, Gehirnyautentzündung. Gedenktafel aber die am Ib. Februar 1876 ftattfindtndr« Licitationen. 3. Feilb., Primc'sche Real., Srdb. Prem, BGFeiftrij. — 3. Feilb., Kovacik sche Real-, Smerje, BG. Feistriz. — 3. Feilb., Strojan'sche Real., Mollau, BG. Sittich. — 3. Feilb., ViW'sche Real., Harje, BG- Feistriz. — 2. Feilb., Novak'sche Real., Laibach, LG. Laibach—3 Feilb., Matzele'sche Real., Büchel. «G. Gottschee. - 3 Feilb-, HanSke, Nieder-mösel, «G. Gottschee. - 3. F-'lb-, LaMpeter'sche Real., Hornberg, BG. Gottschee. — 2. Feilb., Monitsch'sche Real., Büchel, BG. Gottschee. — 2. Feilb., Klarit'sche Real., «ott» schee, BG- Gottschee. — 3. Feilb., Mese'sche Real., Brod, BG. Loitsch. ________________________ Theater. Heute: Viertes Gastspiel des Herrn Lesser:«irlLiir« um Nichts. Lustspiel in 4 »cten von W. Shakespeare. Morgen: Der Königs lieu ten» nt. Lustspiel in 4 »cte« von Karl Putzk»« 8lM«il ^tvricifvtisn L«ruxokk vksr ^t.(a? ^8k,c?>7ion i>n ,j^kn»7 ^u„t> >> l - .^. < ,. >' v^irviuikm ! Telegramme. Witv, 15. Februar. Die heutige „Wiener Zeitvng" veröffentlicht ein kaiserlich»-Patent, womit süwwtliche Landtage auf den 7. Mürz einberufen werden; ferner die Ernennung des Grafen Wladimir DzieSuszycki zum Landmarschall von Galizien. — Eine Bersammlung von Delegierten der drei verfassungstreuen Clubs beschloß, daß bei bestimmten Angelegenheiten, vorläufig bei jenen auf die ungarische Frage bezüglichen, die Mitglieder aller verfofsungöireuen ElubS nur gemeinsam beschließen. — Die „Neue freie Presse" meldet, der Minister de« Innern werde dtmnächst im ReichSralhe eine Bvrlage wegen Aufnahme eines NuhstantsanlehenS für Galizien von beiläufig 700,060 Gulden ein-bringen. Wiener Börse vom 14. Februar. tperc. Nente, öst.PaP. tlo. dlo. Lst. i» Etli. kesc »o» 1854 >«sr Lose k-s- e von 1880, ganze e von I86V, Aiinst. Prämie«!». v. I8«4 . 0»0vlI«Lt.0dI Eiebeobirz. Nn>i>r« ^ vtlvo. >»aIo-Bank........... <- gr. I»>el«b . GI»at«iabn .... Lldbahn. ^. . . . e-8v in-i« 118-IS4.75 Mare k8-e« 7S7S II 7i0 III 1I8'5V IS5-L5 7L5V ^ 76'— ?e 6V 88-5V 174 6V 88 75 174 86 7L5'- 73V L8 75j Li, 50 — 50 L0 j87v-!87L- 73 75 75 ! 73 5V 74.50 >111-111 5V ,188 L5jI88 75 !l6L'L5 I6L 75 148 —,14« 50 SSV.- !L9»-!114 50 114 75 Geld 101 L5 90-V7'-85 60 88 10 8L 50 kkLQ«1drtvko. AUg. öst. Bod.-Lredit. dto. in SS I....... Nation, ö. W........ Ung. Bvd.-Sreditanst. rrtortt»t»-vdl. Kranz Ivses«-Bahn . Oest. Nordwestbahn . Eiebenbtirger . . . . CtaalSbahn.......... Eiidb.-ISes.zu SiXi Fr. dto. BonS I.«»»« Credit - Lose....... Vindolsr - tose . . . . ^VvLd».(3M°N.) SngSb.iovfl. IlIdd.W "ranks. IOL Marl. > Hamburg „ „ ondon 10 Psd. Eterl. Pari« Ivo Franc» . . lünniell. Kail. Mün,-Dncaten 5 4I>/> Ln-Franc«stüii .... »ri>/, "'.reilh. «affenicheine. 56 «iL iilbrr . . . .üvsvv War« ici-?s SI^ 51, 9715 85.7b SS'40 «L7S «I-b« «7 75 145 5« KV— IV7 80 108- 1VL-- IS2SV IS«« 14 — S«I« 5« i<» 5« Ivj S«ii» S«-Iv^ 5K rv 114 80 llkl« «S SS 45 7b 5^'/- SS-7U los 8« Telegraphischer Cursdericht am 15. Februar. Papier-Rente 68 60 — Silber-Rente 73 65 — 1860er ElaatS-Anlehen 111 25. — Bankaktien 871.— Eredit 175 — — London 114-85. — Silber 103-20. - K. k. Münz, dncaten 5 41. — 20-Francs Stücke S-20. — 160 NeiclS-mark 56.60. Ein gesendet ' Auf die Enigegnnng des k. k. Herrn Regiernngscon-cipisten Anton Snp'anc in Ihrem beliebte» „Tagblatt" vom 80. Tezember v.J., Nr. 298, eiwidere ich, daß ich das vom „Tagblatt" unterm 22. Dezember v.J. Nr. 292 über mein Ansuchen veröffentlichte Vorgehen des obigen k. k. Herrn Regierungsconcipisten bei der commissirnellen Verhandlung wegen der Herstellung einer Harpse und einer Dreschtenne bei dem Pfarrhofe St. Cantian bei Gutemwerth im vollen Umfange ausrechthalte, und daß die von der k. k. Bezirkshauptmannschaft in Gurkseid diesfalls eingeleitete Untersuchung den Beweis liefern wird, ob meine Veröffentlichung oder die Entgegnung aus Wahrheit beruhe. Weiters glaube ich bemerken zu sollen, daß der Herr Regiernngsconcipist wegen der so späten Aufnahme der Verhandlung keine motivierte Erklärung abgegeben noch sich entschuldigt hat, uud daß der Patronatsvertreter, auf welchen der k. k. Herr Verhandlungscommisfiir selbst zugibt, im Interesse der Concurrenzpflichtigen gewartet zu haben, erst gegen '/« aus II Uhr vormittags in St. Cantian anlangte, und doch will er die Verhandlung um 10'?« Uhr vormittags eröffnet haben. (73) Strnqq, am 10. Februar 1876. Adolf v. Fichtenau. Visilkartru in klüger Äu^iülviig empfehlen Jg. v. Kleinmayr L F. Bamberg. Srnst- und Lungenkrankheiten, welcher Art dieselben auch sein mögen, werden mittelst des nach ärztlicher Vorschrift bereiteten V-» von Franz Wilhelm, Apotheker in Neunkirchen, am sichersten beseitigt. Dieser Saft hat sich aus eine außerordentlich günf»ge Weise gegen Hals- nnd Brustschmerzen, Grippe, Heiserkeit, Hnstrn und Lchnupsen bewährt. Biele Abnehmer bestätigen, nur dieftm Saft l,ä»en sie angeriebmen Schlaf zu verdanken. Vorzüglich bemerkenswerth ist dieser Saft als Präfcivaliv bei Rebeln >l»d rauher Witterung. Zufolge feines äußerst angenehmen Geschmackes ist er Rindern nützlich, ein Bedürfnis aber lungenkranken ! Menschen; Sängern und Rednern gegen umflorte Summe oder gar Heiserkeit ein nothwendiges Mittel. Zablreiche Zeugnisse bestätigen obige »ngobe, Tesgleicken wurde dieser Saft von vielen Aerzten des In- und Auslandes empfehlensweitb befunden nnd hänsig verordnet. Zum Beweise des Gesagten führe ich nackstebend anerkennende Zuschriften an: Herrn Franz Wilhelm, Apotheker in Neunkirchen. Z e u ft n i s. Mein sechsjähriger Loln Franz liit seit acht Docken an einem fo heftigen Krampshusten, daß ich fürchten! mußte, er werde »inmal ersticken; dabei magerte er gc,nz ab und wurde fo schwach, daß er sich kaum mehr aus den Füßen erhallen konnte. Ta winde mir ter Echneelxrgs Kränter-Allop gerathen, und. Dank diesem herrlichen Mittel, schou noch Verbrauch der nsien Flasche Halle der Husten abgenornmen, und nach der zweiten Flasche bekam Las Kind ein besseres Aussehen, kam wieder zu Kräften und ist seitdem vollkommen gesund. — Auch mein älterer Sohn wurde durch dieses Mittel von einem heftigen Husten und Heiserkeit „i einigen Tagen befreit. Ich stelle daher mit innigem Tanke sür die schnelle und wunderbare Heilung meiner Kinder dieses Zeugnis ans und wünsche, daß es zum Woble der leidende» Menschheit recht weil bekannt und allgemein angewendet werde. — Fl atz, den 6 März 1855. Anton Zllst. Lorcnz 8eib«nr>-is, Bürgermeister. Herrn Franz Wilhelm, Apoiheker IN Neunkirchen. Euer- Wohlgeboren! Ich ersuche Sie, mir gefälligst sobald als möglich mch vier Flaschen von Jbiem berühmten Äräuter-Allop zu schicken, ich finde durch den Gebräu» ron zwei Flaschen, daß mein Vrnst- nnd Halsleiten sowie bedeutende Kurzathmigleit von Tag zu Tag besser wird, daher wende ich mich diesmal an Sie selbst, in der Meinung, von dem allcisrischesten zu belcmmen. beiliegend 5 fl. CM. In oller H.ckacttung zeichnet sich L.inricii Lo-K. A . M i> n Lret am Ostrang, den 28. Febri ar 185V. Wund- uud Geburtsarzt. ^Aur dann mein Falirical, ^ wenn jede Flasche mit diesem Siegel versehen. dieser Schutzmarke verfallen gesetzlichen Strafen. Nm Verwechslungen mit Täuschungen zu vermeiden, ersuche ich, auf die Emballage der Flaschen des Wilhelms Schneebergs Kränter-Allop zu achten, welche nebigen verkleinerten Abbildungen entspricht, auf welcher meiu nebenstehender Na-menszug in lotliei ersichtlich ist. Alle jene Envelvpes, welche W nicht nebigen Abbildungen gleich sind und meine Unterschrist nicht D sichren, sind als Falsifikate zn .betrachten. ! Preis einer Flasche rubst Anweisung I fl. 25 kr. ö. W. Die Verpackuug wird mit 2« kr. berechnet. ttsupl veM bei fi-snr WUtielm, kpolkeliei- in Neunliifoken. Ter eckie Lillillms Täinrrbergs «rövtrr AUl'P 'st noch zu bekommen bei meinen H-rren Abnehmern »I ' I rLiI»r»<1> um >»< i 4i»dvlft wlr>h »>»r tei Tom. Rizzoli, Apotheker, retnsss llelkriivljme »«» TepvtL woUen sich die Herren tteschiistssrennSe gesülligst liriefli« «n mich wliiren. ,,, , 4! eunIirchen bei Wien (Niederösterreich.) «->»». «potlieter. Druck »»« Jg. v. Kkeinmavr ck Fed. Bamd^rr,. Berteü» Ottvmar Bamberg. Für die Redaktion »erantwvrtlich: Franz Spitaler.