frSomntraliott« - Prnsc Fiir Laibach . . . 6fl. — kr. Halbjiihrig . . . z _ JteWWWg. . . 1 150 ; dtonalltch . . . - „ 50 . Mit čer Post: B-uzjahrig . . . g p. _ [t. H°'bjahrig . . . 4 „ 50 „ «>--t-lj!ihrig. . . 2 „ 85 „ Sfit Sufienimg in« HauS viertel-la9ti8 25 kr., monatlich 9 fr. Einzelne Nummern 5 Ir. Laibacher Tagblatt. Anonime Mittheilungen roerben nicht berucksichtigt; Manuskripte nicht zurilckgesenbet. Bttaklion: Bahnhoszafse Nr. 188. erptbilion niti 3nftraltn 8nrtan: »ongrcbplatz Sit.81 kBuchhandlung »on J. e. Jtleininabr & ff.Vamberg). Softrliotiepmft: "Šiit die einspaltige Petitzeile bei zweimaliger Einschaltung bretmol ii 7 InsertionSstempel jedeSmal Bei grotzeren Inferaten unb Sfterer Einschaltungentsprechender vtabatt :ift: titjeile 8 kr . £ ultung j/fi.fr. Ir. V »mat 30 Jr. / V ? Nr. 142. Jrcita^ 25. 3uni. — Morgen: Johann n. P. 1869. .In kurzer Zcit roirb cs bcreits cin Jahr sein, das „Tagblatt" zum crftenmale erschicneit ist. . Čvrste dahcr wohl ati der Zeit sein, menit mir *Jn Jntercsse unfercr Leser die Fragc an uns sclvst Uclleu, ob unscr Blatt an der Berwirklichnng sci-ne6 Programmes, rnelches es vor cincm Jahrc au«-8e9ebeit Hat, redlich gcarbcitet Hat. Die Motive, rnclche das „Laibacher Tagblatt" MS Dasein gerufen habcti, finb uttfern Lesern unb •oebcm, bent bie hiesigcn Verhaltnisse gelaufig finb, 8et>iigenb bcfannt. ,. Die Vcrfassnngsfrcnnbe hatten kein eigencs, !)ein »nabhangigeS Organ, bie gcgnerifdjc Presse ^8tte kein Gegengernicht unb iibermiicherte in Folgc ®ejfen bis jur Riicksichtslosigkeit. Lerdrehung unb .%, Partcilcibenschaft unb Gehassigkeit bebrohten !|®en Anhanger bes Liberalisinus bis zum person-‘’ojen Augriffe, meit sich keine ©egenftimme erhob, fehtt ^čn ^"fassungsfreunbcn bcr publizistische Schntz Die Jbee, citt Organ bcr Berfassungsfrcunbc *u faaffcn, mar dahcr nicht blvs cine gliicklichc ju ennett, fit roar gerabeju cine gebietcrifchc Noth-tnbigfeit geroorben, Bcrneis beffen bie rege Theil-"aWe, tneichc bas Blatt gleich bei seinem erflett ^jcheinen oorfattb unb rnelche sich mit jcbem Tagc J ei0erte unb noch stcts in ber Aufnahme begtifseii ’s° bag unfer Blatt gegenroartig vielleicht bas ei^ gelesene bes LaudeS ist. Wir gtauben libri« £en* nicht ohnc bas Gcfiihl bcr fflcruhigung auf vttltung unb Thatigkcit unscres BlattcS zuriick-®cn zu kiinnen. m ,Wenn mir bie« thun, so legen mir roenigcr * barauf, dah bas Blatt fast taglich einen, o “K Mthvere Originalartikcl brachtc, ba§ cs bic j, F.Jtfts mit bem neuesten atts bera Gebictc ber k "uschcn Welt unb bes menfchlichen WisscnS be-nt niachte, bah es in einer abmcchslungsrcichcn Ei» Nliekblick. Rcihe von Original - uttb onbereti Fcnilletoiis thcils belchrcnb, theilS untcrhaltenb auf Dieten Ge-bieten bes WisscnS sich beroegtc, bah es auf bie vaterlanbischen Jntcrcsscn, iiiSbesondcrS bic bcr Land-roirthschaft unb bcr Literatur besonberen Wert h legtc; mir roollen auch nur im Loriibergehen auf bic zahlreichen, Korrefpondcnzcn aus unferer unb ben Nachbarprovinzen, auf unfere rcichtjattige Lokal-Chronik aufmerffain rnachen; bas Hmiptgcroicht molten mir vielmehr barauf legen, bag mir, gelcitet vorn Gciftc ber Matzigung, stets mit Frciinuth unb troti atlcr unS entgegengebrachten Pcrfonlichcn ©ehaffigfeiten unb Angrtffe mit Ausdauer chrlich unb unverdrvssen fiir bie Sache ber grcihcit, fiir Berfaffung uttb Rccht gcfampft haben, unb dah uns hiebei roebcr ber gegen uns geiibtc TerroriSmus noch Riicksichtcn anberet Art beirren fonnten. Das befte Zeugnitz hiefiir gibt uns bie Hal-tuug ber gcgticrifchen Blatter, melche mit alien Wasseu gegen unS austreten unb uns mit Siige unb Bcrbachtigungcn aller Art in ber Ocsfenttich-kcit hcrabzufctzcn beftrebt roarett. Erkennt man ja unferem Blatte bcreits cine fotche Macht an, dah man cs fogar beprblicherfeits in amtlichen Schrifl-ftiicfcn an bas Ministeriura als ben Urheber atlcr be-banerlichen Vorsalle in unferem Lande benunzirte, mčihrenb boch jcberutann rneih, bah gerabe mir es roaren, bie gegen fotche SSerirrungen bes Parteilebens mit alter Entschicbenheit ankampftcn. Gcrabc ber Umftanb, bah man von gegnerifcher Scile gegen bas „Tagblatt" so routhschaumetib zu Felbe zieht, ist ber befte Bemeis, mie gro§ unb fiir bie BcrsassungS-seinbe gesahrlich bie Macht geroorben ist, bic Macht ber bffenttidjen Meinung, beren getreuer Dolraet-scher unfer Blatt zu sein, cben beftrebt ist. Wie mir cs bisher gehalten, so roollen roir cs auch fortan halten. Wir roerben fiir bie per-fiinliche, politischc unb religiose Frcihcit auch ferner mit bcrselben ZSHigkcit bes Wollcns einstehen, roir roerben fiir bie bringlichc Hebung unfere« Schul-roesens, fiir bie Unabhangigteit bcr Vehrer fort= kampfen, alien Eingrisseu in bie ©egnungen eines freiheitlichen Staatsroescns, foramen si e von roetcher Seitc auch iramer, mit Entschiedcnheit entgegentreten, roir roerben bcr vaterlanbischen Literatur unfere Aufmerffamfet roibmcn, hiebei uns aber bas Recht ber freicti Kritik vindiziren. Freiiniithige Kritik nicht bloS ben ©rfchcinungen bcr Literatur, fonbern alien (Srfchcinungcti bes bfsentlichcn LedenS gegen* iiber ist bas erfte Erforbcmitz eines Organcs bcr Oeffcnttichfcit, foil cs anbers die Thcilnahinc fciucr Freundc, bic Achtung fcincr Gcgncr verbienen. DaS Bemautcln unb Befchonigcu von Ucbel-ftanben auS dem ©runde, meit felbe unfer Vatcr-lanb betreffen, ist cine fatfche Anschaunng eines eng-herzigen Patriotismns, im ©egentheitc roollen roir jchotiungSlo« aufbetfeti, was krank ist, unb ausschcibcn, roa« entartet ist, nur in solchem Borgangc ben Weg zu einer Besserung crschenb, nur hierin ben mahren Patriotismus erfennenb. Wir fbnnen bic Worte unferer erften Nurnrncr mieberhoten, roetche ant besten aiisbriicken, mie roir iiber biefen Punkt benten: „Was unfer Lanb beriihrt, davon foil ztterst gefprochen, was ih ra frommt, bafur soli ara marmsten eingeftanben, was ih m schabet, bagegen soll ara nachbriitflichsten gefampst roerben. Weun roir bie fefle Zuvcrsicht ausfprcchen, bah unfer patriotisches Unternehraen bereits auf eine anfehntiche Schaar von treuen Frcunbcu rechnen barf, so tiiimen roir boch nicht umhin, baSselbe neuerbings alien beiien auf« roarmstc zu erapfehten, roelchen bie Giitcr eine« freien ©taate«, Vcrsassung unb Rccht, heilig nnb unverauherlich finb, unb roelchen bas Wohl unfere« theueren, unzcrreihbarcn Vaterlaubcs Krain ara Herzeu liegt. Dieselben bletbett unoevattbert mie bisher Mr Laibnch: Pranumerations - Bedingungen. Ganzjahrig.................................................G ft. •— fr. HalbjShrig ................................................3 „ — BiertkljShrig..............................................1 „ 50 Monatlich .................................................— „ 50 Fiir Zustellung ins Haus vierteljahrig 25 kr., monatlich 9 kr. Mit der Post: GanzjLhrig...............................................9 fl- — tr. Halbjahrig...............................................4 „ 50 „ Bierteljahrig............................................2 „ 25 H Einzelne Nummern 5 kr. Das „Laibacher Tagblatt" ist sorait bie weitauS billigste hier erfcheinende Zeituug. Die Redaktion. t«r Die ungarische Justizresorm. Der Entschluh bcr ungarischen Regierung, un- Zusararacn- bera Irettn 1! noch vor tz. " °tr Delegations ihre Justizresorm zu ibot br'n8cn- scheint festzustehen, unb in ber trim-* c6 unertStztich sein, bem nnsaglichen pa- balh J .n ®tanbale btr avitischen Justizpflcge fo ber , 5,fift**ch cin Ziel zu setzen. DaS Gros eak-Partei bftrfte stark genug sein, ben beS- fallsigen Jntentionen bes Ministeriums Nachbrnck zu geben, aber boch roirb bcr Karapf ein heiher roerben. Nicht blvs bie Linke roirb ihre ganze Krast oufbieten, bie alte flomitatsoerfasfung mit ihren zahllofen Behclfen fiir jebe auf bie Massen berechnete Agitation in ihrein eifernen Bestanbe 'zu erholten, es ejistirt auch cine groge Fraktion bcr > Dcakisten, roetche bie Justizreform nicht im Sacke |kaufen, fonbern roenigstens bie Sicherheit haben jroitl, bah bie autonome Geroalt ber Kornitate aus politischem Gcbiete unongetoftet bleibe. Zcit ge-roonnen, roilre fiir beibe Thcile A lies geroon* nen. ©elingt cs, bie Opposition nochmals au6 bem Rcichstagssaale in bie Koraitatsocrsamralun-gen zu tragen, so mag es leicht geschehen, batz sich mit Hilfc bet in ihrem urotten Bcsitzstanbe bebrohten pcrsSnlichen Jntcrcsscn ein Sturm erhebt, bem bie ohnehin start getorferte unb geschroachte Regierung nicht geroachsen ist, unb biese Regierung Hat bcShalb ben bringenbflcn Anlatz, ihre Vvrlage so rasch alS mSglich durch das Parlament zu peitschen und jedenfalls jede Vertagung abzuwenden. Eben deshalb dfirfte auch der hinausgeschobene Termin far die Eroffnung der Delegationen nicht unwider-ruflich feststehen, sondern je nach den Umstanden auf alle Falle bis dahin erstreckt werden. wo die Entscheidung bed Reichstages gefallen. Die Gegner, ohnehin in den Ergiissen ihrer Beredtsamkeit kaum zu bandigen, wirrden es sonst in ihrer Hand haben, durch noch weitschweifigere Expektorationen, durch das unauSgesctzte Hineinwerfen never AmendemcntS und durch den sonstigen Apparat parlctmentarischer Knnstgriffe die Debatte bis fiber die Zeit der Ler-tagung des Reichstags hinauszuziehen und somit nicht blos jeder sofortigen Beschluhfassung aus dem Wege zu gehcn, sondern auch in den Komitaten einen Widerstand zu organisiren, der das ohnehin unendlich fchroierige Werk nahezu uuraSglich machen kiinnte. BereitS jctzt haben sich 40 OppositionS-redner und 23 Deakiften zur Generaldcbatte ein-schreiben lassen. Das Kriegsbudget pro 1870. Nach dem „U. L." beziffert sich das ordentliche Erfordernih des Heeres pro 1870, nach Titeln ge-orbnet, roic solgt: ft. a. W. 1. Zentralleitung, BehSrden u»d befottlerc Berwaltungszweige...................... 3,032.005 2. Beim a. I). Hose angestellte Generale, Stabs-Oberofsiziere, Garden, ungarischc Kronwache............................... 185.599 3. Hjjhcre Kommanden und Stabc . . . 1,611.086 4. Truppenkvrper und allgemeine Truppen ■ auslagen...........................22,981.823 5. MilitLr-Fuhrwesen.................... 277.813 6. Militar-Bildungsanstalten........... 1,088.016 7. Berpflegsmagazrne....................... . 563 956 8. Bettenmagazine........................ 39.737 9. Montursdepots . ,...................... 157.229 10. Artillerie-Zeugswesen............... 2,774.885 11. Fuhrwesen-Diaterialdepots............ 138.480 12. Pionnier-Zeugsmateriale............... 29.500 13. Militiir-Bauverwaltnng.............. 2,184.486 14. Diiliiarljches gcografijckes Institut . . . 308.012 15. Militar-Sanitiitslvesen............. 2,126.672 16. VersorgungSwesen.................... 10,925.388 17. Militar-Strafanstalten .......................... 75.575 18. Lerschiedene Ausgaben................ 280.706 19. Militargrenze nach Abzug der eigenen Einnahmcn............................... 1,038.884 20. Raturalienverpftegnng....... 12,155.625 21. Maimschaftskost..................... 8,687.912 22. Mouturs^ und Betteuwesen............ 6,506.359 23. Remontirung......................._ ■ • ■ _ 954.250 78,100.000 Eigene Einnahmen 3,114.000 Staatszuschutz 74,986.000 Jm vorigen Jahre wiesen die Noranschlage bloS tin orbentlicheS Erforbernih von 72,250.000 si. Ieuilleton. Krainische Bolksschulzustande im vorigen Jahrhunderte. i. Bei dem allgemeinen Jntercssc, welches die VolkSschule in unseren Tagen in Anspruch nimmt, ist es wohl zeitgemah, einen Rvckblick auf beren erste Ansange in Srnin zu werfen. Die nachfol-genben Mittheilungen sinb amtlichen Berichten ent-uommen unb von eitient osterreichischm Schrist-steller veroffentlicht worben, gcgen den wohl niemanb den Vorwurf einer antiklerikalen Parteinahme erheben diirfte, es ist dies der gewesene Unterstaatssekretar F. A. Freiherr von Helfert, in dessen Werke „die Griindung der iisterreichischen Volksschule durch Maria Theresia" sich manije fur die Gegenwart beachtenswerthe Beitrage zur Geschichte des Schul-wesenS in Krain vorsinden. Mit der Durchfiihrung des hiesigen Schnl-wesens, weil es nicht vorwaris gehen wollte, wnrde im Jahre 1776 Graf Emanuel Torres als k. k. Kommissar von bee Kaiserin Maria Theresia be- nach. Das auherordentliche Erforbernih des HeereS belauft sich, toie wir fchon vor einigen Tagen mit-theilten, auf 4,761.000 fl. Politische Rundschau. Laibach, 25. Juni. Das K r i e g s m i n i st e riura hat letzter Tage solgende Gesetzentwiirfe an die Regiments-kommanden und Kommunitateu der Militargrenze behufs Begutachtung vertheilt: Ueber organische Einrichtungen der Stadl- unb Lanbgcmeinbcn in ba Militargrenze, nebst Eiitwiirfen zu Statuten fur bie Stabt - unb Lanbgemeinben der Grenze; uber die Ablosung der Holz-, Weide- unb Forstpro-dukten-BezugSrechte der Grenzbewohner aus den im Militar-Grenzgebiete gelegenen Staatssorsten; uber bie Abanderung einiger abministrativer Einrichtungen in der Militargrenze; fiber baS LereinS- unb Bersammlungsrecht in ber Militargrenze; iiber bie Organisation ber Militargrenze in Rucksicht auf bas neue Wehrgesetz; uber die Erfiillung der Wehr-pflicht; uber die Landwehr und den Vanbsturin in der Militargrenze; seruer ben Entwnrf eiucr Bor-schrift zur Dnrchffihrnng bed Wehrgesetzes in ber Militargrenze. Die neu angeworbenen Honvedbataillone werden, wie auS Pest geschrieben wird, nuit feit vierzehn Tagen abgerichtet. Man ist im Lanbes-vertheibigungsministerium mit dem bisherigen Re-fultate sehr zusrieben, und burch Pest reifenbe, frernbe hohere Mititdrperfonen versichern, bah sic noch nientals cine Truppe gefchen, ber in so kur-zer Zeit so Diet militarise Haltmig beigebracht worben ware. Namentlid) bie Kavallerie soli jetzt schon den besten Regimentern ber ostcrreichifchen Armee an bie Seite gestellt werben konnen. Ber-hehlen barf man fibrigens nicht, bah biese bisherigen Honvebs keineswegs aus ber Elite der Bevol-kermig herstammen; es ist ziemlich zusammengewfir-seltes Bolk, unb so rasche Fortschritte auch bie Ab-richtung bei ben neuen Batailloncn raacht, so schwer diirfte es fallen, gute Disziplin in ihnen zu Hal-ten. Die ncuen Honvebfahnen, auf beneu die Wappen von Bosnieu unb Serbien, wie fiber* haupt aller jener Limber, bie nicht thatsachlich znm Gebiete der Stefanskrone gehoren, fehlen, sinb bere its fertig. Am 22. Juni Abenbs fanben in Genua einige Z us a mm enrol tun gen statt, bie ohne Anwendnng ber Waffen zerstrent wnrben. In Neapel unb Bergamo famen hie unb ba Aus-lause vor, jeboch roar ein Einschreiten nicht ersor-bertich. Sonst herrscht tiberatl Ruhe. traitt. Die Schulresorm hatte in Krain mchr als in ben iibrigen Erblanben zu ringcn, bas Mihtrauen ber Eltem, bie iBoruttheilc unb Mihverstanbnisse fanben in dem offentunbigcn Wiberwillen bes batna« iigcn Furslbischoss von Laibach gcgen bie neue Ein-richtvtig, in ber slrafbaren Vaffigfeit ber Behorben cine ansgicbige Stiitze. Ein in den innerosterrei--chischcn Van bent sehr verbreiketes Mihtrauen war, bah die neue Lehrart eitie „lnlherische" sei* Wo wird unsere Religion hintommen, hieh es, tuenn ber schetmische Bauer wird lesen unb schreiben konnen? wie wird er nicht a lies lutherisch anslegen ? Sv wurde ein ganzes Dorf burch einen Miinch aus-gereizt, ber ben Bauern begreiflich zu machen suchke, dah der Buchstabe Job (?) (Iota) eine Annaherung zum Jubenthnme anzetge, unb bie neue Lehrart eine Vorbereitung zur Ankunst bes Antichristcs sei. Der jura Reserenten bei ber krainischen Schul-koratnission in Laibach ernannte siirstlich Freysing-sche Schlohhanptraann unb Abtninistrator zu Bi-schosiack, Graf Edling, bemerft in eittem Prome-moria an bie Kaiserin: »In biefem Lanbe gibt es Hinbernisfe von Seite ber Sprache unb von Seite ber Leute. Die erftere war ich so gliicklich burch meine Uebersetzung der Normalschulvorschristen zu hebett, allein die zweite Galtnng von Hinder- Bekanntlich hot Garibaldi, als er in Neapel einzog, ein Dekret erlassen, welches die Gfiter ber vertriebenen bourbonischen KonigSfamilie konsiszirte. Die Sache ist bis jetzt in Schwebe gewefen; erst vor einigen Tagen hat bas Ziviltri-bunal in Florenz bie Rellamation ber Bonrbonen, roelche bie KonsiSkation als ungiltig bekatnpflen, vct> worsen unb bie Giiter bteiben konsiszirt. Nach Mittheilungen aus Rom wachsen die Schwierigkeiten, bie sich bent Konzil enlgegen-stellen, und zwar find es nicht srembe Regierungen, bie biese Schwierigkeiten ins Leben rusen, sondern sie entftehen itn Schoohe ber vorberathenben Ber-fammluug, im Episkopat. Betgebens tnfihen sich offizielle unb offiziose Dementis, biese Thatsache iti Abrebe zu stellett; es steht sest, bah viele Mil-gtieber ber vorberathenben Bersarnmlung sich, ,'n Folge von MeinungSverschicbenheiten, in ihre DiS-zesen roieber zuritckgezogen haben, unb bah bie schiife erschrocken sinb fiber bie Praponberanz dec Jesuiien, fiber bie a priori-Feststellnng einer Menge von Fragen unb fiber bie LLsnngen, die man vek-schiebenen politischen unb sozialen Problemeu gibt, — Losnngen, bic einfach barauf aus sinb, unsere Zeit kttrzab auf bie Zeit bes tridentinifchen KonM zurfickzuschrauben. Das sinb nicht Aeuherungen unb Anschauungen, wie man ihnen bei ben Feinden ber Kirche, sonbern innerhalb ber Kirche begegttet. So wachSt denn auch bestattbig bie Zahl ber B>' schofe, bic erflarcn, betn Konzil nicht beiwohnen J« konnen, Erflarungen, bie im Vatikan Staunen und Berwirrung hcrvorrufen. Zwischen Frankreich unb Jtalien fchweben allettt Anscheine nach roieber Unterhanblungcrt i" Betreff Roms. Es vertautet, bah zwischen beibett Staaten ein never, bic S e pt e ra b e r k on* vent ion aufhebettber Bertrag abgefchfoffeit fc'-Frankreich gebe Rom auf unb als Preis hieffir 9e‘ stehe Jtalien eine roohlroollenbe Nentralitat i® Falle eincs sranzSsischen Krieges zu. Die Wiener „Presse" mclbct: In gut unterrichteten Kreise" roirb es als seftstehenbe Thatsache bczeichnet, die sranzosische Regicrnng arbeite mit erncuertem E'fer baran, bie Septemberfonvention roieber herztiste^en gegen eine ausreichenbe Garantic ber italienis<6cn Regicrnng fur bie Stcherung bes papstlichen bietes. Der „TempS" bcsorgt, bah bic ®erathim9etl ber franko-belgischen K o m m i s s i o n 511 feittem Einvernehmen ffihren werden. In Paris zirfulirte in ben letzten Tagen das Geritcht, Ffirst Metternich solle von feinetn Botschasterposten abbcrusen werben. Die Pariser Welt ist natfirlich in fcittcr flcinen Ausrcgvng. Der „Frantt" I zvfvlgc roirb ber Ffirst Samstag tnit llrtaub abrcisen- nisscn ist leiber so schrecklich, so tnannigsach n»d so sehr von Tficke gepfropft, bah sie sfir jeiten, ber nicht in ber Lage ist, sie so roic ich zu sfihlen, ga»? unbegreiflich ist." Wahrenb bie Nonualschulen in anberen Lan-bcrn sich eine« febhastcn Znsprnches erfreuten, war jcnc in Laibach in ben crsten brci Jahren ihres Be-stanbes „nur von bem Gesinbel unb ben schlechtesten Subjeklcn bctreten roorben", in Laibach — klagte Graf Torres — „gibt cs tnehr Jnstrnktorcn als Alhcn unb Rom je gesehen haben," in Neustabtl miterhictten bie Franziskancr eine nothbfirftige Lehr-anftalt, „unb es rourbc ber Jngenb schlcchtes Latent burch Schlage eingepragt; es war cine Zufluchts-ftixtte fiir alle itichtsnutzigen Schuler, bie man ttt Laibach ober Karlstabt ausgeschlosscn;" fiber bie Zu' stanbe auher ber Hauptstabt rourbc amtlich berichtet, ..bah man in Krain bad Lcfcn von ber Kanzel als cine zura Uebcl ffihrenbe Sache angefehcn hat." Die krainische Geistlichkeit mit sehr roentgen Ausnahraen, so z. B. der Stiftsfekretar von Sitttch, Jgnaz von Fabiani und der dortigc Abt, war der cntschiebenste Gegner ber Volksschule. Aus eine Aeuherung bes bortigen Erzpriesters utib Rubolfs-werthcr Kapitularbcchantes Jabacin lernt man die Motivirung kennen, mit welcher bie krainische" Zur Tagesgeschichte. — An ben Gemeinberath in Wien ift von ben Vertretern beg czechischen Vereines das Ansnchen unt ewe Subvention zur Errichtung einer czechischen Gewerbs- unb Hanbelsschule von vler Klasseu gelangt. Ueberbies roiinfchte ber Serein bom Gemeinberath auch bie Ueberlassuug ber nothwen-bjgeit Horsale sammt Beheiznng unb Beleuchtung flir toe cjechifche Hochschnle flir Gewerbe unb Handel in «Steit. Eine Sammlnng, welch c stir ben gebachten yttect bereits eiugeleitet tourbe, hat ein Ergebnitz von ^300 fl. geliefert. Se. Majestat ber Kaiser hat eiiten -oeitrag von 500 ft., Jhre Majestat bie Kaiserin eitten Beitrag von 100 fl. gespenbet. — Jm nngarischen Unterhause hat Professor Julius Schwarz die Aufhebung ber Tobesstrafe fiir pvutischx Verbrecher beantragt. . ~ Franz Deal, ber gesonnen geroefen sein ' / Lam Katholikenkongreh Theii zu nehmen, ift uicht unbedenklich erkrankt. ,. — Ans Triest wird gefchrieben : Die Haie, Je 1111,3 mil ihrem Besuche beehrt, scheinen jetzt enblich Riickreise angetreten zu haben, bagegen stellen fich M chrem Ersatze als Gaste anberer Art auf ben itcchen ®cn Karstes bei Bassoviza, Lippiza nnd Sessana 0HC ein. Es ift nicht erftartich, was biefe Thiere oen ©egenben bes oberen Jsonzo hieherzog, es °enn bie Ausficht auf gute Beute unter ben Hafen. ^kal- unb Provinzial-Angelegenheitm. Origtnal-Korrespondeuz. X Aus Oberkraill. (Die Bolf s s chnlC n n- geiftticher Herrschaft.) Zur Illustration, mle 1% bet hicrldnbige Klerus fiir bie Bildung dcs »lies beforgt ift, was uns doch Dr. Bleiweis unb ^Dn oft barzuthuu verfuchten, fei er-g' ' ^ah manche — unb nicht wenige — Seelforger M ?^^kiirlich bie Schulkiuder zur Schnlzeit zu °®cr in bie Sakristei, meist partienweise, riefen Sck fe ^ott die erfte Beichte vorznbcreiten. Die wenigstens burch eine Halfte bes Tages, gL..^Utch eine Woche unb felbft longer geschlossen. ®‘)«nb hier ein so groher Eifer fiir bie religiose ^er ®i’l^er au Tage tritt, bah babei bie chulvorschristen einfach bei Seite gefchoben unb bie , Tet bem sicherlich ebenfalls bringenb nothigen Uu-in bem Elementarwiffen ganz rncksichtslos wei'ben, foll es anberfeits nicht gar so felten teč Men' ^ie Religionsstunde vom Herrn Ka- t nicht eingehalten juitb vom Laienlehrer Ppltrt wird, bem baburch bie karge Zeit zu seiner Erholung noch mehr verkllrzt wird. Es ift zu hos-feit, bah bie Staatsfchnlbehorde diefen willkiirlichen Ferien ebenfo ein Cube ntachen wird, wie ben vie-len burch bie fruhere geifttiche Schulbehorbe eingefiihr« ten Ferien bei Prozessionen, Beichten u. s. f. Bei ben nunmehr Gmaligeit Beichtbefuche ber Kinder ift ben gaitzen Tag feine Schule, wir glauben, faunt zur grvheren Auferbattung ber Jugeud. Bei ben Bittag-Prozessiouen u. s. to. mUffen bie armeii Kinder frith Morgens oft bei fehr iiblent fatten Wetter cine Halbe, — ja ganze Stunben welt, gebankenlos Gebete plLrrenb, mitgehen, bafiir ift ben ganjen Bormiitag feine Schule. Bebenft man noch, wie oft am Sanbe die Schule leer steht, roeil ber Organist-Lehrer bei bem Todtenarnte, einem Begrcibnisse u. s. w. befchdftigt ift, wie iiber-haupt mil feiner iibergrohen Zahl von Ansnahmen von Seite ber bisherigen geistlichen Ortsschulvorsteher die Schule als etwas Untergeorbnetes jeber firchbchen Berrichtung uachgesetzt wnrde, so fann man fich ben-fen, wie ost bie Kinber Ferien haben, von beiten bas Gesetz nichts wcitz, unb wie roenig fie babei lernen, — ohne boch im Lernen burch cine frcmbe Sprache beirrt zn sein. Dariiber haben wir aber bisher von ben Anwalten bes flerikalen Schnlfommanbos feine Klagen gehort. ________ Lokal-Chronik. — (Sanbtagsroahlorbnung.) Den vom Lattbtage bes Herzogthnms Krain beschloffcnen Gesetz entwiirfen: 1. zur Abanberung ber §§ 12, 13, 15, 16, 32 unb 37, bamt 2. zur Abanberung ber §§ 10 unb 11 ber Lanbtagswahlvrbnung, unb 3. zur Aban-bcruiig ber §§ 3, 5, 7, 8 unb 9 ber Lanbtagswahl-orbnung ift, wie wir vernehmen, bie allerhLchste Sanf-tion nicht ertheilt worden. — (Ein Knabeitfeft.) Gestern begaben fich die Zbglinge bes Walbherr'fchen Institutes nach Glei-nitz, wo fie nachtraglich das NameuSfest ihres verehr-ten Borstehers feierten, da bie Witterung das Fest ant Montage, bent eigeutlichen Festtage, verhinbertc. Der Vorsteher hatte eiiten zahlreichen Kreis von Frennben seiner Familie unb seines Institutes in gastfreunblicher Weife gelaben, bie ganze grofje uttb Heine Gefellfchaft verfammelte fich in ber Schrey'fchen MUhle unb auf ber von bunfleit Eichen umrahmten fchonen Wiefe, eine Wagmremife war in eine Art Festhalle uirige-wanbelt, eine Abihcilnng ber 91egimeittsmuftf vom Regimente Huyn animirte ben ganjen Tag liber bie Gefellfchaft mit erheiternbett Weifen, Quartette unb Chore wurdcn von einent Sangerchore gefuttgett. Die Knabcn gabcit fich mit voller Lust ihren Spielen Hitt; das toar ein i'ebeit uttb Jnbeln, unb an ber Kiubcr-fteube tabten unb erwarinten fich bie Erwachfenen. Dah Herr Walbherr unb seine Frau Gemahlin bie ••1‘imjEn ihre Adneignng zu rechtfertigen fuchten. ^anbvotf fei, verstcherten fie, ohne Rnhm zn ber 7?.' '0lBOW in ben ReligionSwahrheitcn als in nrii ^tenznchl fo gut uttb vielleicht noch beffer ge-bod! v’ D'c^e burger in ben Stablen, beren I'cien C "'"sten bed Lefens uttb ©chreibend kundig P ^ Ijittgegett die Erfahrcnheit lehre, dah derlei in ii°nen' svnderheitlich die Wciber, bereit auch fchoit < Unterfrain einige zn finben, menn fie fich auf Ql« =>.C*eu unb Schreibett begebett, gemcittiglich nichts i>as laulenS«innen unb Betschwestern feien, mehr U)q> ,uc^et als bie Haue, so ihnen anftanbiger atbtU j'"' toebcr Dienst noch zu ber Bauern- babiirr* ®llt >"ehr taugen, cine stinfendc Hosfahrt, flniiehet ^ von andcrn unterfcheiden wollm, hteleie'n, fi ^Traghcit unb eine Art farifciifcher Gleitznerei, oniipfT 1 >lcy von andcrn unteriajetoen loouen, bait Uub fomit bie befte Zcit auf gewisse An- ber ^-cten' f° inehreftenthcils nichts beitn bie Siebe bcttn x9^cit unb eine Art farifciifcher Gleitznerei, { enbcttiDoaen. Ueberhaupt, man moge bie Land-8jntr I" Krain als Christen unb als Glicbcr unb ^uln, bc8 Slaatsforpcrs unb bes gefellfchaftlichen °der bctrachten, fo fcheint bas Lefen- tiQ* ^chreibenfounen fiir biefelben roeber rathfam 1’0thtoenbie”1Cmf^0nl)eie11 ^u^eu' vielwcnigcr aber in rr^^ter I abacin gab bcr Schulkommifsion wach ein eigettes Gutachlen ab, in bcm fich einige auch heutzutage ubliche Schlagworte beleuchtet finbett. Der Archibiakon mcinte, einige Regenten unb Gefetzgebcr pflegten ihren Unterlhanen bas Lesen- unb bas ©chreibcnlcrneti unb ben U m g a n g mit f r e ut b e n a t i o n e it zu oevbieten, uttb derlei Beifpiele feien auch in ben gottlichen Schriften zu finbett; heutzutage fei zwar bteS alleS nicht fo gefahr-lich wie normal#, doch aber bem gemeincn Mannc, wie die Crfahrenhcit ichrct, von feincm befottberen Nutzen, fotidern vielmehr wie bie beften Speifen in einem fchlechteu Magen. Die Umviffcnben, befott-bers in NeligiottSfachen, sinb gliitfjeltgec als die Gelehrten. Der allmachtigc Gott hat auch bem lefenS- uttb fchreibcusunkunbigen Lattboolfe genug-fame Krafte gegeben, basjenige begreifen zu fonnen, was zn seiner zeitlichen unb croigen Wohlfahrt er forbcrlich ift. Bei solcher Stimmung fonnte Graf Torres an Maria Theresia berichtm: Datz bie Hanptnrsachc, roarum bas Schnlwcscn in Krain fich in so fchlech ten Umstanben befinbet, hanptsachtlich in ber Abnei-gitttg ber Gcistlichkeit unb vorztiglich beS Fnrst bifchofeS (Grafen Herberstein) gclcgcn fei, bcr auf cine hiichft argcrlichc Wcifc fich fogar gegctt ihn zu atchern nicht gefchcut hat, wie fehr er tounfchte, von ben Normalschulcn nichts zn Horen. Hanswirthc in ber licbcnswnrdigstcn Wcise machten, brauchen wir gar nicht zn crwahnen. Der Hanpt-eindrnck dcs fchotten, frbhlichett, lanblichcn Fcstcs auf ben Schreiber biefer Zeilen war ber bcr Befriedigung bariiber, bah bie Padagogcn ber tteuen Zcit beftrebt stub, bett Kinbern ihre fchbne Jugcndzcit nicht zn ver-gallen, wahrend man frither eine Erziehung nur batttt fiir gut hiclt, menn man bas jugenbtiche Gcmtith in bie fchroffcn Formcn bes geiftlofen Muckcrihnms ein-zwangtc. Die Kinber fatten lenten, attein fie follen Kinder sein. Das ift auch eine ber Errnngenfchaften bcr Ncnzcit, unb nicht bie geringfte. Wer gerabe gestern Herrn Walbherr im Kreife feiner Kttabett unb bie Anhanglichfcit berfctben ait ihn fah, ber foitnte fich iiberzeugen, batz das Renomm6 seines Institutes ein toohlbegriiubetes ift. — (Ein p a p stli ch c s S ch r e iben) mit bcm apostolifchcn Segen ift bcm Grafen SBu r m-branb unb den Mitgtiebern bes hiefigett katholischcn Vereines von Sr. HeUigfeit Papst Pms IX. zuge-fommett. Das in latcinischer Sprache abgefajjte Schrift-stltck tragt bie eigenhaiibige Unterfchrift bes Papstcs unb soll, toie „Danica" metbet, als ein historisches Ercignitz fiir unscr Sanb im Vcreinslofalc nnter Glas unb Rahmen aufbewahrt, davon zngleich eine flovc-nifche uttb beutfche Ueberfctzung unb ein Faksimile ber Unterfchrift fiir bie Bereinsntitglieder veranstaltet werben. Der gebachte Serein soll gegenwartig 1100 Mitgltebcr zahlen. — (Konzcrt.) Das geftrige Konzcrt bes Frl. Jcrta von Fichtenan war nicht gut befncht, was wohl hauptfachlich bent Untstanbe zugefchriebett werben mnh, bah ber Monat Juui eben anherhalb ber Konzert-Saifon liegt. Das Franlein zeigte eine fchbne Stimmc unb viclc Fertigkeit unb Schule. Sic fann an bem aufmunternben Bcifalle bes Publiknms eitten Ersatz finben flir bie nicht in wiinfchenswerther Wcise be-thatigte Thcilnahrnc in Bezng auf ben Bcsnch bes Theaters. — (Scibenbanzei tnng.) Zngleich mit ber Errichtung bcr Seidenban - Vcrsnchsstation in Gorz wnrben tnahgebenbeit Orts Einteitungen zur ©chaffung eiues Organcs fiir bie Jnteresscn ber bfterreichifchen Seibenzucht getrcffeit, welches zugleich berufett ware, bie Thatigfeit ber Scidcnban-Versnchsstation unter ben ©eibenziichtern zn ucrbreitcit. Nach Einvernchmen ber Seibenbaufommission wird nun biefes Organ unter bent Titel bcr „ofterreichifchen Seibenban-zeitttitg" vom 1. Jnli I. I. angcfaitgen in bentfcher uttb italtenifcher Sprache in Gorz herausgegebcn wer-ben unb wird nach bem Jnhalte bes in feincm bereits erfchieneitett Probeblatte enthaltenen Programmes aus-iiihrlichett Bericht erstatten liber bie Resnltate ber Ber-fuche unb Arbeiten cut ber Bersnchsstation, es wird feine ©patten offnen bett Mittheilungcn erfahrcnet: Seidcn-ziichter, es wirb eine lleberficht briitgeit bes wefent-lichen Jnhaltes ber dentschen, franzosischen unb italic-ttifcheu, die Seibenzucht betreffenbeit Zeitungslitcratnr, soll auch bie onbereit einfchtagigen Druckschristcn eitter unpartciischen unb vvrnrtheilsloscn Kritif uuterziehcn, auch die Thatigfeit der in- unb auslandischen Bcreine, roetche fich bie Hcbnng ber Seibenzucht znr Anfgabe gcinacht haben, in bett Kreis seiner Mittheilungcn ein-beziehen. Die „osterrcichischc Seidenbauzeitnng" wirb auch basjenige Organ sein, welches bas f. f. Ackerbau-minifterium' fiir bie Sefauntutachung feiner auf bie Hebung ber Seibenzucht abzielenben Entscheibungcn bc-niitzett wirb, eitblich wird es seiucn Lesern ant Schlusie jeben Iahres auch eiiteit besondern Jahresbericht liber die Thatigfeit Der f. f. Bersnchsstation als Gratisbeilage bringen. Das Blatt wird vom 1. Juli d. I. angefait-gen 'am 1. unb 15. jeben Mottais, jcbcsntal eiiten Bogcn stark, erfcheineit. Der Abonnementsbetrag betragt fur' ben ganjen Jahrgang 3 fl. nnd ift im vorhincin fiir das zivcitc Halbjahr 1869 (vom Jahre 1870 wer-deit nur ganzjahrige Abonnentents zugelaffeu werben) bem Hcrausgebcr zugleich mit ber Anmclduug bcr Pranumeraticn mit 1 ft. 50 fv. eiuzuscndcn. Ans-nahmswcisc werben bie Pranumeranten in biefent Jahre ungcachtct des nur halbjahrigen Abonnements den Jahresbericht der Bersnchsstation als Beilage zugesendet crhalten. Nothwenbig erfcheint es, bah bie Abonne- ments bis langstens Ende Juni einlanfen, wcil eben von der Grotze der Theilnahme die Moglichkeit dcr Herausgabe der osterreichischen Zeitschrift fur Seiden-zucht abhangig gemacht ist. — (E in Feind des E i ch c n la u b e s.) Aus Adelsberg roirb uns mitgetheilt: Wenn — wie im „Tagblatt" zn lesen war — in der Umgebung Lai-bachs eiit Russelkafer die Eichen beschcidiget, so hcit derselbe in Adelsberg einen Rivalen an einer Sorte Von Storern dcr Geselligkeit bekommen, welche der blotze Anblick des Eichenlaubes in krampfhafte Zuckun< gen versetzt. Dieses Geschlecht der Eichenhasser ist noch in keiiiein Werke uber die forstschadlichen Jnsekten verzeichnet, denn ihr Vorkommen ist ganz neu, sie sind nahe verwandt mit den so beruchtigten „Eichel-abschueidern," und eS ist ihre Erscheinung mehr als eine sporadische moderne Krankheit, als eine Ans-artung des ,,furor ultraslovenicus11 zu betrachten. Als letzthin mehrere Burger von einer Waldverthei-lung in Javornik mit Eichenzweigen geschuiiickt heim-kehrten und, in heiterer Stimmung srohliche Lieder singend, darunter auch etliche deutsche, beiin Rebensaste von den Strapazen deS Tages sich erholtcn, dachte wohl uiemand, fcatz die hiesigen Eichenhasser diescn Vorsall zu einem Exzesse siempeln, itach der Gendarmerie rusen und in einem anruchigen Laibacher Blatte ihre Galle ausleeren wurdeu. Das surcht-bare Verbrecheu jener Gesellschast bestand darin, datz sie unter Gesaug aus dent Gasthause ins Kassehaus zog, wo sie einen einzigen Gast sand, den man mit der scherzhasten Bemerkung, „heute musse auch er einen Eichenzweig tragen," begriihie. Und solchen harmloseu Scherz eutstellt man zu „Verwunschungen gegen die Sloveueu," zu „Exzesseu deutscher Kultur-tragerja man entblodet sich nicht, ehrenwerthe Manner mit den pobelhaftesten Beschimpfungen in dem bekannten anriichigen Blatte zu iusultireu. Doch derlei Hetzartikel versangen nicht bei der Bevolkeruug uuseres Marktcs, die trotz aller Schimpsereien sich eine Kultur anzueignen sucht, die sie mit der Auheu-welt in Berkehr bringt, und die Berachtlichkeit solcher Snjets, die nur Hah und Unfrieben saen rootteit, durch-blicken lehrt. Mogen diese Leutcheu daruber auch vor Aerger bersten, so wird das Eichenlaub um Adelsberg noch inimer sortgriinen, und man wird line zuvor ohne Erlaubnitz der Herren Eichenhasser den griinen Baum-schmuck oder auch die Eichelu in Adelsberg tragen biirfen.__________________________ Wittening. Laibach, 25. Juni. Nackts Regen. Morgenroth. Bormittag theilwcise ge-lichtet. Ruhige i'ltft. Wolkenziig aus West. Wiirme: Mvr-gens 6 Uhr + 9.9", Nachm 2 Uhr +15.1° (1868 +21.6°, 1867 + 20.0"). Barometer: 326.36"', im fallen. Das gestrige Tagesmittel der Warme -f- 12.4°, um 2.6 'unter bem Normale. Nieberfcklag biimen 24 Stmiben 4.10"'. Angekommenc Fremde. Am 24. Juni. Slatlt Wien. Kolm, Kanfm., Graz. — Berges, Kaufm., Dresteu. — Belutzig, Kaufm., Sissek. — Baron vou Sardan, k. k. Lizeabiiiiral, Triest. — Ran, Kaufm., Mini berg. — Sponer, Telegrafeuiuspektor, Triest. — Bvtka, Ungarn. — Rosenberg, Kaufm., Wien. — Fatzel, Kaufm., Wien. — Protzmagg, Kaufm., Wien. Elefant. Schaffarik, Wien. — Rienmitller, BLHmen. Piltz, Kaufm., Wien. — Dr. Unterlugauer, Oberarzt, RubolfSroertl). — Leskowitz, Postmeister, Jdria. — Resuer, Privat, Graz. — Tudorovic, k. k. Major. ___________________ Berstorbcne. Den 23. Juni. Lukas Jenko, TaglLhuer, alt 73 Jahre, am Schlagfluffe sterbend ins Zivilfpital iiberbracht. — Dem Mathias Jurkovič, Wcichter, fein Stieffohn Karl Nagode, alt 13 Jahre, in der Tiruauvorstadt Nr. 310 an der Gehirn-lahmnug. Den 24. Juni. Blasius Primosic, Tifchlergefelle, alt 25 Jahre, in der Stadt 9Zr. 119 an der Lungentuberkulofe. — Maria Rojina, Magd, alt 59 Jahre, im Zivilspital am LuugenLdem. (^cDcnftafcl iibcr die am 28. Juni 1869 stattfindenden Lizitationen. 3. Feilb. des Roschiitz'schen Gutes Neudorf, 12190 fl. 4'/j ft., LG. Laibach. — 1. Feilb., Kraku'fche Real., Doblic. 30 fl., BG. Tfcheruembl. — Lizit. wegeu Wiederbefetzung des Tabak-Distrikts-Verlages in Bruck an der Mur. Lchriftl. Cffevte Finanzbirektion Graz. Telegramme. Berlin, 24. Juni. Dcr preutzische Boischafter am franzosischen pofc, Graf Goltz, ist heute in Charlotlcnburg gestorbcn. Paris, 24. Juni. Kaiser Napoleon, der in Chalons ciiic Deputation von Soldaten cmpfing, welchc bcit italienifchcn Feldzug uiitgemacht hatten, driicftc seine Freube dariiber auS, ba§ sie bic grotze Sache nicht vergessen haben, fur welche sie vor zehn Jahren gekampsl. Der Kaiser ermahnle bic Sol-batett, bie Erinnerungen au bic bestanbenen Kampfe zu bewahrcn, bctm die Geschichtc ber franziisischcn Kriege sei die Geschichte bes FortschritleS unb der Zivilisation. Reeller Heiratsantraq. ©ill Mann, 36 Jahre alt, Jituggeselle, mit einem jahrlichen fiycit Gehalte von 1800 Gulden, sucht auf diesem Wege eine Lebensgefahrtiu. tycvmUncn ist Nebensache. Bescheidenheit uud streng haus-liche Erziehinig bei hiibfchem Aeutzern, tiefeni (Seniiithe find Bediugiingen sine qua non. Gefallige Antrage iiberiiimmt aus Gefalligkeit die Expedition dieses Blattes unter Chiffre S. Nr. 11. (175) Verlorerr tvurde cjefteru Abend cine Brieftasche mit Papieren ohne Werth. Der redlicke Finder wird ersucht, diefelbe an die auf beii darin befiudlichen Briefeu bezeichiiete Adreffe ge-langeii zu laffen, wofelbst ihm als' Fiuderlohn 5 fl. ausbe-zahlt merdeit. (173) Marie Nr. 25. Unter der bekannten Chiffre liegt eiit Brief fur Diw auf der Post. Taufeud Kiisfe! Deiu (174) li. S. Lmlmcher J|S Tnrnvemn. Ju Folge Tunirathsbefchluffes wurde die fiir das ollgcmchic Juncnbhirncn zu eiitridttende Gebllhr bc-dcntcnd cvmai$inct, um eine atlgemeiuere Theilnahme an demselben zu ermSglichen. Bom I. Juli ali betragt das Unterrichtsgeld fiir MtmOcit moimtlidi 30 kr., fiir Miidchcu abcr 50 kr. monatlich; Mitglieder des Vereines haben fiir eiit Kind den Uuterncht srci *, in beionders riicksichtswerthen Fallen laun cine nod) grohere Ermatziginig, oder felbst giinzlicher 9iad)lnfi eintreten, weshalb man sich jedoch an den Turn« rath wenden rootle. In Aubetracht der allgeinein auertanntcn hohcn Be-beutiing, welche neuerer Zcit bas Jug^nbturiieii als we-sentliches Erziehimgsmiltel fiir bribe Wcfd)lcd)tcr »>ib als besonderer Unterrichtszweig sich errungen, glaubt der gefcrtigte Turnrath eine recht rege Theilnahme erroartcn zn fSitneu. Anmeldungen roerden von den Herren (fautoni nub Ambrosch, bantt am Tnrnplatze vom Lebrer Herrn Tchiifcr eutgegen genommen. Laibach, 24. Juni 1869. Bom Turnrathe. m Saiten fiir jedcs Instrument. Dilligfle Einkanfsgucllc ■1 von Musikinstrumenten, Galanterie-, Kurz-, Spiel- unb Steinpasta-waaren, welck' letztere sich befonders durch gediegene Aus-fiihrung ben ersteu Rang Cerbieiten unb in jebem Jagbsaion als Zierbe beSfelben nicht fchlen folleu ; fo wie zur jetzt nahenben Jagbsaison alien Freuu ben berfelbeit mein kompleti fortirtes Jagdreqmsitm-Lager beftens empfehle; auch Rufe fiir jebes Wild ftitb vorrathig. Schwarzwiildcr Nhren fomplett abjustirt, zu bent biUigen Preise von fl. 1.80, fl. 2.20 bis fl. 7 unb fl. 8 pr. Stiick. Globen, Rcitzzeuge, Farbenkiisten, sowie einzelite Fnrbcn, unb Pinsel. Parsums, Dele, Pomaden, Kosinetiques, HanVfeifen in allen Geriichcn. Portemonnaie, 3igarren-, Banknote«-, Damentafchen, Reisekoffer in grofjer Auswahl zu jebem Preise. A. J. lira sell ovitz, bzur „© r i e f t o n b c," Hauptplatz Nr. 240. Saiten fiir'jedes Instrument DDW Co Gin DolkSbuch mit vielen neuen Auf-schluffen. 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Pari« 100 Franc« . Munzen. Kaif. Miinz-Ducatkll. iO-Franc«stiick. . . BereinSlhaler . . . ©ilbet . . 100.— 125.— 59.— 85.— 42.50 34.— 37.50 33.- 28.50 24.50 14.50 15.— 103.25 103.30 124.60 49.60 5.91 9.98 1.62» 122.— 103'j? 103-6» 49,0 1.8», Telegraphischer Wechselkours vom 555. Jnni. 5perz. Rente dflerr. Papier 62.40. - 5perj. Bflerr. Silber 70 55. — 1860er Staatsanlehen 104.10-Vankaktien 749. — Srebitattien 310.—. — Lonbon 124.t>u-- Silber 121.75. — K. k. Dukaten 5.91. ___ SSerlegcr und fiir bietfietaltion veramworttich: Dttomat Bamberg. Druck von Jgn. v. Kleinmayr & Feb. Bamberg in Latbach.