XVIII. Jahrgillg Vit „Marburger Zeitung" erscheint jeden Sonntag, Mittwoch und Kreitag. Preise — für Marburg ganzjährig 6 fl., halbjährig 3 fl., vierteljährig 1 fl. KV kr.; für Zustellung ins Hau» monatlich 10 kr. — mit Postversendting: ganzjährig L fl., halbjährig 4 fl., vierteljährig 2 st. JnsertionSgebiihr 8 kr. vr. Zeile. Zar Wühltrabjtimwung übrr Acschlüsst des Atigtordntlkllhlnlsks. Marburg, 26. Juni. Die unmittelbare Theilnahme des Volkes an der Gesetzgebung durch Wählerabstimmung über Beschlllsse der Abgeordneten hat den ge» wünschten Erfolg nur, wenn die Wähler in die Lage gebracht werden, reiflich zu erwägen, ob sie den Beschluß annehmen oder verwerfen sollen und wenn die Abstimmung auch zweckmäßig durchgeführt wird. Behufs Vornähme der Abstimmung werden Stimmgemeinden gebildet. Größere Städte zer» fallen in Bezirke; die kleineren Städte und die Marktorte sind eben so viele Stimmgemeinden. Die Gemeinden auf dem Lande werden zusammengelegt und eignen sich zu solchem Zwecke am besten die Psarrgemeinden, weil der Pfarrort die Stelle ist, wo sich die Wähler der Landgemeinden an Sonntagen Vormittags leicht und gewiß einfinden. In Städten und Marktgemeinden kann die Abstimmung Sonntags Vormittag elf Uhr oder Nachmittag ein Uhr, oder auch unter der Woche Abends vorgenommen werden. Hat das AbgeordnetenhaliS einen Beschluß gefaßt,' welcher zur Abstimmung gelangt, so muß dem Entwurf eine kurze und leichtfaßliche Abstimmungsformel beigefügt werden. Entwurf und Formel werden den Stimmgemeinden zugesandt und in gebotener Gemeindeversammlung vorgelesen mit der Bemerkung, daß z. B. in vierzehn Tagen die Abstimmung vorgenom» men wird. Während dieser Zeit haben die Wähler Gelegenheit, durch die Presie, in Vereinen, in Volksversammlungen und im geselligen Verkehr sich zur würdigen Ausübung ihres höchsten polltischen Rechtes vorzubereiten. In der Versammlung, welche zur Abstiin-mung einberufen worden, sindet keine Verhand- lung mehr statt, um die Ruhe nicht durch Parteihader zu stören. Die Abstimmungsformel wird noch einmal vorgelesen und dann erheben sich für Ja oder Nein entweder die Hände oder es wird die Kugelung vorgenommen, zu welchem Behuf jeder Wähler eine weiße und schwarze Kugel erhält; diese bedeutet „Nein"! die andere .Ja"! Gezählt werden nur die Stimmen Jener, welche in der Versammlung erschienen. Die Tl)ättgen allein sind der Staat und dürsen auch deßhalb die Gleichgiltigen und Trägen, die zu Hause geblieben, niemals über einen wichtigen Beschluß der Vertretung erttscheiden. Die abgegeben Stimmen werden gezählt, die politischen Bezirksbehörden von den Ergebnissen in Kenntniß gesetzt und werden diese der Landesbehörde mitgetheilt. Die Landesbehörden berichten an das Ministeriutn, welches sofort das Gefammtergebniß kundmacht. Das Ergebniß in den einzelnen Ländern und Bezirken wird von diesen zugleich mit dem Gesammtergebniß öffentlich bekannt gegeben und wird schließlich darüber den Wählern in gebotener Versammlung berichtet. Die Organisation der Staatsbehörden und der Gemeinden, Presse, Post, Telegraph lassen uns binnen acht Tagen da» Ergebniß der VolkS-abstitnmuny genau ermitteln und zur allgemeinen Kenntniß bringen. Franz Wiesthaler. Zur .geschichte des Tages. Die bisherigen Wahlsiege der Klerikalen in den Landgemeinden gemahnen uns wieder an die Fehler der Partei, welche bis jetzt geherrscht. Die wachsenden Steuern haben die Gegner verinehrt, haben die ländliche Bevölkerung dem Klerus in die Arme getrieben. Geschützt kann sie auch von diesen Armen tlicht werden! Die klerikale Partei will und muß eine starke Regierung schaffen, eine starke Wehr- »nacht. Was beide kosten, kann jeder Bauer, auch wenn er tnit Ziffern nicht zu rechnen versteht, an seinen fünf Fingern abzählen. Die Aktien der hochadelig-klerikal e n P a r t e i sind gestiegen l Der verfassungstreue Groß-Grundbesitz in Böhmen gleicht sich aus mit den Feudalen, vereinigt sich mit denselben nicht blos zu gemeinsamer Arbeit auf wirthschaftlichem Felde, versöhnt sich auch unt den Preis der Verfassungstreue und überläßt den bisherigen politischen Gegnern zehn Sitze im Abgeordnetenhause! Der weiße Schrecken in Rußland darf sich rühmen, folgerichtig zu sein bis zum Acußersien. Wer sich durch Drohbriefe der Nihilisten Geld abpressen läßt, um sein Leben zu retten, ist ein Verbrecher und wird zur straf« gerichtlichen Verantwortung gezogen. Gurko verordnet dies wohl in der Erwägung, daß durch solche Zahlungen die revolutionäre Partei neue Mittel gewinnt und daß der Russe nur seine verfluchte Schuldigkeit thut, wenn er sein Leben preisgibt sür die moralische Ordnung i»n Reiche. Verinischte Zlachrichle». (Presse. Der Entwurf des französischen Gesetzes.) Die Unterabtheilung d.s Preßaus« schusses, welchen das französische Abgeordnetenhaus zur Vorberathung eines Prchgefetzes gewählt, hat in ihrer Mehrheit betreff» der Zei-tungspresse folgende Bestimmungen enipsohlen: Jeder großjährige, im Genüsse seiner bürgerlichen und staatsbürgerlichen Rechte befindliche Franzose kann ohne vorgängige Erlau^unß der Behörde und ohne Erlegung einer Kaution auf Grund einer einfachen Anzeige, welche den Titel. Namen und Wolinung des Eigenlhümers, de» Geranten und des Druckers bezeichnet, jede beliebige Ztilüng oder periodi?che Schrifl her-ausgelien. Die linterlasiung dieser Anzeige zieht eine Gelvstrase von 500 bis 1000 Fr. nach Keuilceto tt. Vtlsolgllngsgtschichlt drs Tabaks. Der Tabak ziel)t feit einiger Zeit vielleicht mehr als irgend ein anderes Genußlnitlel die allgemeine Aufmerkfamkeit auf sich. Er gilt fltr Zahllose als der Gradmesser der Selt)sländlgkeit und Bildung und bildet somit das Ziel ihrer Wünsche. Mit welchem Hochgefühl greift doch der aus der Schule entlassene Junge zur Zigarre! mit welcher Verachtung geht er an seinen Schulkameraden von gestern vorüber, wenn er die sauer verdienten drei Pfennige in das Meer des Nicht« verdampfen kann! Aber nicht bloß das ist es, was dem Tabak eine so große Bedeutung verschafft. Auch die Politiker wende» dieser Pflanze eine ganz Vorzügliche Aufmerksamkeit zu; besonders sind es die Herren Finanzminister, welche bei ihrer Suche nach neuen Steuerobjekten immer und immer tvisder den Tabak zur Ansetzung der Steuerschraube sür sehr geeignet halten. Was wurde doch seit einigen Jahren über die Ta-bakssrage geredet, gestritten, geschrieben und be-schlosien l Es fällt uns nicht ein, hier die Gründe stir oder gegen die Tabakssteuer abwägen zu wollen. Wol)l dürste es manchen Leser interes-siren. Einiges von den vielen Drangsalen und Verfolgungen zu ersahrrn, welche das „edle .Krant" des Tabaks seit seiner Einführung in Europa durchmachen mußte. Beginnen wir mit England. Am 27. Juli 1536 setzte der Adtniral Francis Drake viele Kolonisten, welche sich in ihrer A' siedelung nicht halten konnten, in Plymouth wieder auf den vaterländischen Boden. Diese waren die ersten Tabakraucher, welche England sah und anstaunte; sie hatten das edle Kraut aus ihrer Kolonie in Virginien bei den Eingeborenen kennen und schätzen gelernt und lictraten jetzt mit dampfender Pfeife den heimatlichen Boden. Die fonderbaren Ankölnmlinge erregten Anfangs allgemeines Aufsehen; ganz bald jedoch hatte sich die Sitte de« Rauchens sehr verbreitet. Selbst die Hofleute fanden lebhaftes Wohlgefallen an der von den Wilden erlernten Ätte oder Unsitte. Besonders zeichnete sich Sir Walter Raleigh als leidenschaftlicher Raucher aus. Eines Tages faild ihn sein Diener so in Rauchwolken eingehüllt, daß er meinte, der Herr sei in Brand gcrathen. Schnell eilte er fort, um eine Kanne Ale zu holen, und goß sie über das angeblich brennende Haupt aus. In feinem Prozesse wurde Raleigh das Rauchen als besonderer :l^elastungsgrund anger«?chnet. Selt'st ain Tage setner Hinrichtung im Jahre 1618 rauchte der alte Seemann im Tower Morgens gt^müthlich seine Pfeife, bevor er das Blutgerüst bestieg. Das Rauchen machte nun, wie Tiedemann in seiner (beschichte d.!S Tabaks berichtet, in London reißende Fortschritte. Die Raucher vet-samtnelten sich in Wtin- und Bierhäusern und es entstaiiden bald Tal»agien. Der Tabak, der anfänglich sehr selten ul>v theuer war, wurve schnell ein wichtiger Handelsartikel, den man von Euba und Trinidad, sowie von anderen spanischen Niederlassungen Weitindiens bezog. Das Wahrzeichen der Tabak-Laven wurde die hölzerne Figur eines rauchenden Negers mit einer Rolle Tabak an der Seite, das lnan schon zu den Zeiten der Königin Elisabeth in London sah. und das bald vor allen Tabaks» buden Enropa's erschien. Die Töpfer verfäumtcn auch nicht, thönerne Pfeisenköpse nach dem Muster der aus Virginien »nitgebrachten zu verfertigen. Währetld es schon schien, als ob der Tabak siegreich sich ilberall eingebürgert habe, so daß man selbst ungestört und ungestraft ain Hofe, in der Kirche und im Theater rauchen konnte, erhoben sich pliitzlich ringsunr Feinde, und zwar mächtige Feinde. War es ja doch sich. Eigenthümer,^Gerant und Drucker sind verantwortlich. Zwei Exemplare des Blattes sind im Augenl)licke de» Erscheinens beim Par-quet, ebenso viele bei der Präsettur, Unter-Präfektur oder Mairie zu hinterlegen. Ein Mitglied des Parlaments kann nicht als Gerant zeichnen. Jede von der Staatsbehörde ausgehende Miltheiluttg, Entgegnung oder Berichtigung nnch unentgeltlich bei Strafe von 100 bis 1000 Fr. in der nächsten Nummer, jede Berichtigung oder Entgegnung von Privatpersonen, die in den» Blatte namentlich bezeichnet worden sind, bei Strafe von 50 bis 500 Fr. in den nächsten drei Tagen abgedruckt werden. Den Strafen für iln Wege der Presse begangene Verbrechen oder Vergehen verfallen nur der Gerant und in dessen Ermanglung der Buch» drucket, dann als Mitschulviger der erweisliche Verfasser des Artikels. Für die Geldstrafen, auf welche gegen die Geranten oder Verfasser erkannt worden ist, sind die Eigenthllmer civil-rechtlich verantwortlich. Die im Auslande erscheinenden Zeitungen oder periodischen Schriften dürfen in Frankreich frei clrkuliren, so lange nicht von der Negierung ein besonderes Verbot gegen sie erlassen ist. Wer dieses Verbot übertritt, verfällt einer Geldstrafe von 100 bis 3000 Fr. Mit derselben Geldstrafe und mit Gesängniß von sechs Monaten bis zu zwei Jahren wird jeder Angriff aus das Prinzip der republikanischen Staatseinrichtungen oder Ver-fassungSgesetze, der Volkssouveränetat und des allgemeinen Stimmrechtes, sowie gegen die Rechte und das Ansehen des Präsidenten der Republik oder des Parlaments bedroht. Mit Gefänguiß von vierzehn Tagen bis zu zwei Iahren und mit einer Geldstrafe von 100 bis 2000 Fr. wird jede Aufreizung zum Ungehorsam gegen die Gesetze, jede Anpreisung von Handlungen, die als Verbrechen oder Vergehen verpöitt sind, jeder Angriff auf die Gewissens-oder Kultuöfreiheit, jede öffentliche Schmähung gegen die vom Staate anerkannten Neligionen, endlich jedes Vergehen gegen die Sitte bestraft. Die Verbrechen und Vergehen werden von den Schwurgerichten, nur die Vergehen der Ver-leumvunq oder Schmähung von Vertretern fremder Negierungen, sowie von Privaten werden von den Zuchtpolizei-Gerichten abgenrtheilt. Die Verjährung tritt für Prehvergehen binnen sechs Monaten ein. Fünf Mitglieder dieser Unterabtheilung wollen nachstehenden Entwurf vorlegen: Art. 1. Der Gedanke ist frei und untheil-bar. Alle einschränkenden, vorbeugenden und ahndenden Gesetze über die Vuchdruckerei und die Presse sind abgeschafft. Art. 2. Jede Druckichrist muß bei Strafe der beschlagnahme unterzeichnet sein. Mit Hilfe diefcr beiden Bestimmungen, kein Geringerer als König Jakob I. selbst, welcher zur Feder griff, um seinem Zorne gegeu die nach seiner Meinung verderbliche Neuerung Lust zu machen und dieselbe nach Kräften zu bekämpfen. Er schrieb nämlich die Schrift: Itie to toliaeeo, Gegenblaser wider den Tabak. Der königliche Schriftsteller entwarf darin seinen Unterthanen ein schreckliches Bild von den Folgen des neuen Lasters; er hielt ihnen vor, daß ne aus ihrem Innern eine Sudelkiiche machten und die edelsten Theile des Körpers mit fetligein Nuße beschmutzten. Allein die Mahnung des Königs scheint erfolglos geblieben zu sein. Deshalb nahm er zum zweiten Mal die Feder in die Hand, um seine Unterthanen eines Besseren zu belehren, und schrieb den MlsokapnuS, Nauchhasser, in welchem er zu beweisen suchte, dab das Rauchen das wahrhaste Bild der Hölle darstelle und zur Hölle slihre. Die Aeiveise, welche der königliche Li/ erat znr Begründung seiner Behauptung ins F^d führt, sind folgende. Erstlich ist es ein Rauch und das sind alle Eitelkeiten der Welt. Zweitens ergötzt es die, welche es treiben, gleich anderen Lüsten, welche die Menschen unfähig machen, ihnen zu entsagen. Drittens macht es trunken und toll im Kopfe, so thun es auch die Eitelkeiten der Welt. Viertens, wer meint die Minderheit, würde gegen alle Ausschreitungen und Mißbräuche der Presse einfach der Art. 138S de» Strafprozeß-Gesetzes genügen, welcher lautet: Art. 1362. Jede Handlung eines Menschen, welche einem Andern einen Schaden zufügt, verpflichtet denjenigen, durch dessen Schuld der Schaden eingetreten ist, ihn wieder gutzumachen. (Bismarcks Zollpolitik. Fecn-oder Arlberg.) Von Seiten der Deutschen Reichsregierung wird eine Eisenbahn über den Fernpaß geplant. So schreibt die „Norddeutsche Allg. Zeitung": „Das Projekt einer Wiederherstellung der alten Handelssiraße von Italien über den Brenner und Innsbruck nach Augsburg und dem westlichen Deutschland durch eine Ueber-schienung des Fern-Passes bildet schon seit einem Dezennium ein stehendes Kapitel in den Verhandlungen württembergischer und baierifcher Jnteressenkreise, insbesondere der Handelskammer des baierischen Regierungsbezirks Schwaben und Neuburg. In dem unlängst erschienenen Mini-sterial-Bescheid auf den Bericht der erwähnten Handelskammer pro 1377 — Berichterstattung und Bescheid haben sich Zeit gelassen ist des Fern-Bahn-Projekts neuerdings gedacht. Es heißt hier: „Das Fern-Bahn-Projekt wird von der königlichen Staatsregierung nicht aus den Augen verloren; weitere Schritte indeß hängen, wenn auch die Vorgänge und Bestrebungen, welche mit dem gedachten Projekte in Verbindung stehen, mit Interesse verfolgt werden, von der für die nächste Zeit kaum anzunehmenden Voraussetzung ab, daß die Frage einer Abzweigung der Brenner-Bahn von Innsbruck in westlicher Richtung der Entscheidung werde näher gerückt werden." — Ob die abwartende Stellung, welche hienach die baierische Regierung auch ferner noch einzunehmen gedenkt, angezeigt ist oder nicht, ist jedoch neuerding» keine nur Baiern oder den Regierungsbezirk Schwaben allein interessirende Frage mehr. Bekanntlich beruht die Rechnung, daß die einzuführenden Getreide-Zölle vom Auslande, unter Andern von Oesterreich-Ungarn, getragen werden müssen, darauf, daß die Getreide-Train» eine Zwangs-Route durch Deutschland haben, wenn sie die Konsumtionsgebiete der Schweiz zc. erreichen wollen. Diese Rechnung würde zum Theil hinfällig, wenn Oesterreich sich in der That durch Anlegung neuer Linien vom deutschen Transit emancipiren könnte, und es ist eine sehr erklärliche Stimmung, welche gegenwärtig in Oesterreich jedes Projekt populär macht, wenn es nur diesem Zweck zu dienen scheine, mag daöselbe sich auch sonst nicht zur Durchsührung eignet:. So gewinnt das Arlberg-Bahn-Projekt neuerdlngs wieder Gestalt, obgleich dessen etwrme Kostspieligkeit und dessen mannig- raucht, der sagt, er könne es nicht lassen, er sei wie behext; gerade so ist es mit allen weltlichen Lüsten. Fünftens, das Rauchen ist der Mlle gleich im Wesen, denn es ist ein stinkendes, ekelhaftes Ding. Zum Schlüsse aber rust der König seinein Volke zu: „Wenn endlich, o Bürger, noch Scham in euch ist, so gebt jenen heillosen Gebrauch auf, der in Schande entsprungen, aus Jrrthum aufgenommen, durch Thorheit verbreitet ist, durch den Gottes Zorn gereizt, de» Körpers Gesundheit zerstört, das Hauswesen zerrüttet, das Volk im Vaterland herabgewürdigt und auswärts verächtlich gemacht wird ; einen Gebrauch, der unangenehtn der Nase, nachtheilig dem Gehirn, verderblich den Lungen und, wenn ich es recht sagen soll, durch die schwarzen Rauchwolken vollkommen gleich ist dem Höllen-dampse." Gleichzeitig erließ der König eine Verordnung, in welcher er nochmals die Gründe gegen das Tabakrauchen darlegt und zugleich den Schatzmeister ermächtigt, von jedem Zentner Tabak eine Abgabe von 6 Schilling und 10 Pence zu erheben. Um aber sein Verbot noch wirksamer zu machen, ließ er Raucher und Schnupser von gemeinen Personen erbärmlich prügeln, Personen höchsten Standes barfuß und mit geschorenem Barte aus London jagen. fachen Nachtheile gegenüber dem Fern-Bahn-Projekt wiederholt überzeugend nachgewiesen worden sind. So viel is! jedenfalls sicher, daß das Fern-Bahn-Projekt österreichischerseits in nächster Zukunft keine Förderung zu erwarten hat. Ob in dieser Lage ein Abwarten ans baierifcher Seite die richtige Politik ist, oder ob nicht vielmehr aus alle Fälle die Verbindung der Grenzstadt Füssen mit den Endpunkten des Eisenbahn-Netzes bei Oberdorf oder Landsberg am Lech vorzunehmen sei, um die besonders in Innsbruck stark vertretenen, aber gegenwärtig durch die Arlberg-Begeisterung unterdrückten Fern-Bahn-Sympathien als Bundesgenossen zu erhalten und aufzumuntern, wird vielfach erörtert." — Es liegt hier einer der Fälle baierifcher Eisenbahn-Politik vor, welche dazu beitragen, dem in Baiern sonst wenig beliebten Reichs-Eisenbahn-Projekt Anhänger zu werben. (Rechtspflege in Ungarn.) Aus Manfa in der Baranya wird dem „N. Pester Journal" nachstehender Fall mitgetheilt: „Ein ärarischer Schotter-Lieferant ließ am Frohn-leichnamstage mit eigenen Zügen in den von der Gemeinde Manfa eine halbe Meile entfernten Steinbrüchen Vorarbeiten vornehmen, ohne jedoch, mit Rücksicht auf den hohen Feiertag, die Straße zu befahren. Diese Arbeiten wurden dem Orts-Aeltesten von Manfa zur Kenntniß gebracht unv der dortige Richter begab sich sofort in die Steinbrüche und befahl dem Unternehmer, jede weitere Arbeit sofort einzustellen. Trotzdem dieses Verbot vollständig beachtet ward, wurde der Lieferant beim Stuhlrichter Amte von Sasd verttagt, den Feiertag entweiht zu haben, und Hilfs-Stuhlrichter Polgar sprach in seinem Urtheile zweihundert Gulden Geldstrafe mit der Motivirung auS: „wegen Nichtbeachtung des Feiertages der herrschenden Religion." Das Interessanteste folgte jedoch erst dann, als sich der Herr Vice-Stuhlrichter nach gefälltem Urtheil mit dem Verurtheilten hinsichtlich der Geldbuße auf — fünfundzwanzig Gulden ausglich. (Szegedin. Wein drei Monate im Wasser.) Der „Weinlaube" wird aus Szegedin berichtet, daß es erst jetzt gelungen sei, Zutritt zu den Weinkellern zu jgewinnen. Die Wewe besanden stch dort nahezu drei Monate unter Wasser und haben sich in dem Keller uns.'re» Gewährsmannes leichte Szegediner Schillerweine, 1678er, ganz gut gehalten, trotzdem sie von einem Wasser umgeben, das natürlicherweise durch den mangelnden Abfluß den Charakter eines theilweise verwesenden hatte. Die Weine sind unmittelbar vor der drohenden Gefahr in den Fässern spundvoll gehalten worden und Alles war in Ordnung gebracht, bevor der Eigenthttmer sein Hab und Gut verließ. In kleineren, 50 Liter, Gebünden zeigten sich Der König stand nicht allein in seinem Kampfe gegen den Tabak, welchen er in seinem Königreiche nur noch als Heilkraut Vulven wollte. Als er 1605 die Stadt Oxford besuchte, verherrlichte die dortige Universität die Feierlichkeiten zu Ehren des hohen Besuches durch eine Disputation gegen den Tabak. Des Königs Majestät wohnte selbst diesem feierlichen Akte mit großer Befriedigung bei. Oben wurde bemerkt, daß man auch im Theater rauchte. Allein jetzt erhoben sich im Theater Feinde. Ben Jonfon, ein Freund Shakespeare's, verfaßte, um den Tabak lächerlich zu machen, ein Lustspiel: Lver^ ^an in dis kumor, welches 1598 in London zum erstenmal ausgeführt wurde. Joshua Sylvester schrieb ein Strafgedicht gegen die Raucher; die Aerzte suchten in wisienschastlichen Werken, die anglikanischen Geistlichen auf der Kanzel die Schädlichkeit des Tabaks und die daraus stch ergebende Sittenverderbniß des Volkes nachzuweisen. Da erstand dem so hart bedrängten Kraute ein Freund und Vertheidiger, wo es ihn am wenigsten erwartet hätte: ein Jesuit in Polen war es, welcher der Schrift des Königs eine Vertheidigung des Tabaks entgegensetzte. Eortfe^ung folgt.) Rothweine gebrochen, in gröberen, 300 Liter, Gebünden hingegen brauchbar. (Engelsberg.) Der Verei n der Oester-reichifch^Schlesicr in Wien Hut am 5. d. M. den Beschluß gefaßt, seinem verstorbenen Mitbegründer und ordentlichen Mitglieds 'Dr. Ed. Schön (E. S. Engel^berg) durch Errichtung einer Gedenktafel an seinem Geburtshause zu Engklsberg und durch Gründung von „Engelsberg-Stipendien am Wiener Konservatorium" ein bleibende« Denkmal zu setzen und die er« forderlichen Geldmittel sowohl durch freiwillige Beiträge seiner Mitglieder als auch unter Mit« Wirkung der Wiener und anderer deutsch-öster-reichifchen Gesangvereine aufzubringen. Zttarburiier Berichte. Wählerversammlung. Die ersie Versammlung der Wähler für den Wahlbezirk Marburg - Pettau (Städte und Märkte), welche gestern Abends hier im Saale „zur Stadt Wien" abgehalten, wurde von Herrn Ludwig Bitterl von Tessenberg im Namen des provisorischen Komites mit einer kurzen Ansprache eröffnet. Zum Obmann wurde Herr Dr. Sonns, zum Stellvertreter Herr Ludwig Bitterl von Tessenberg, zum Schriftführer Franz WieSthaler gewählt. Der Tagesordnung gemäß, ergriff zuerst der bisherige Reichsraths-Abgeordnete Herr Dr. Ferdinand Duchatsch das Wort, um seinen Rechenschaftsbericht zu erstatten. Der Redner sprach ausführlich über die Thätigkeit des Reichsrathes und namentlich des aufgelösten Abgeordnetenhauses, entwickelte das bekannte Programm der Hundertundzwölf und der fleiermärkischen Fortschrittspartei und be-warb stch auf Grundlage desselben um das Mandat für das nächste Abgeordnetenhaus. Was er zur Zeit der ersten Wahl versprochen, habe er gehalten, als treuer Parteigenoffe. Sein Wirken sei zwar mehr ein stummes ge-Wesen, aber daran seien die Verhältniffe schuld. Bei seinem Eintritte in das Abgeordnetenhaus habe sich dieses schon in vollster Thätigkeit befunden. Die Ausschlüsse seien bereits gebildet gewesen; das Haus habe sich mit vorwiegend wirthschastlichen Fragen beschäftigt und haben sich damit die hervorragendsten Mitglieder be« faßt. Die Armee brauche treue Soldaten und ein solcher sei er gewesen. Lokalsragen würden an ihm stets einen warmen Vertreter finden. Wenn das Vertrauen der Wähler sich wieder ihm zuwende, so werde er Alles ausbielen, um für das materielle und geistige Wohl des Vaterlandes zu wirken. Herr Max Baron Rast bezeichnete es als Große Vkistcr »od wichtige Lculchcas. Vor Kurzen brachte die .Neue freie Preffe" einen Feuilleton-Artikel unter dem Titel „ein technisches Riesenwerk", der nichts Geringeres behandelt, als den Durchschnitt der Landenge von Panama — für uns Europäer ein kaunl zu faffender Gedanke, fürAtnerikaner nur eine Frage der Zeit l — Es is1 hier weder Ort noch Zeit, ouf das Einzelne des Artikels oder der Sache einzugehen; die Dimensionen entziehen sich jeder Betrachtung für einen Publizisten oder Politiker minderen Grades, geschweige denn für einen ehrsamen Weinbauer, dem nach Marburger Gepflogenheit nur zu thun sein soll, daß sein Weingarten der „schönste" und sein Wein der „beste" wäre — aber mit der Prin-zeffin Eboli darf man auch als Miniatur ausrufen : „Darf mich nicht zu jener Männergröße wagen, doch faffen und bewundern kann ich sie!" — Es ist ein erhabenes Gefühl, diese Namen und Verhandlungen zu lesen, welche beim Kongreffe der geographischen Gesellschaft KU Paris in gedachter Beziehung vorkommen — sine schwierige Ausgabe, sich in Widerspruch zu setzen mit dem, was der Vorredner gesagt, besonders, nachdem vieser sich des Beifalls der Versammlung erfreute; aber es sei ein alter Satz, daß man jede Münze von beiden Seiten betrachten' müffe. Der Borredner stellte sich ausdrücklich auf den Stand der Verfafsungspartei, der Hundertundzwölf, der steiermärklschen Fortschrittspartei; dieses sei jedoch weder freisinnig, noch öster-reichlsch, noch deutsch. Das Programm fei nicht freisinnig; es nehme mit dem Antrag aus Aenderung der Verfassung einen zu engen Standpunkt ein. Die Interessenvertretung könne nicht beibehalten werden, und sei freisinnig nur die Wahlordnung, welche die Rechte Jener wahrt, die Pflichten zu erfüllen haben. Im Programme sei nur von einer Volksvertretung auf breiterer Basis die Rede. Dieses Programm sei auch nicht österreichisch, sei nur das alte Programm des Zentralismus. Oesterreich bestehe in der Mehrheit seiner Bevölkerung nicht aus Deutschen, die nur 35'/- Perzent bilden, sondern aus Slaven, welche öüVtv Perzent stark sind — die andern kleinen Nalwnalitäten gar nicht gerechnet. Wer in Oesterreich österreichische Politik verfolgen wolle, dürfe sich nicht einseittg auf den deutschen Standpunkt stellen, sondern auf einen Standpunkt, welcher die Deutschen und die Slaven befriedigt. Jetzt herrschen in Oesterreich nicht die Deutschen, sondern die Magyaren, weil erstere nicht die richtigen Bundesgenossen gesucht. Solidarität der Deutschen in Oesterreich heiße demnach: Fortwandern aus dem Wege, der weder uns selbst, noch die Anderen befriedigt. Hätten sich die Slaven mit uns verbündet, so wäre der nachtheilige Ausgleich mit Ungarn nicht geschlossen worden. Der Ausgleich sei durch Konzessionen der VersassungSpartei zu Stand gekommen — Beweis sei z. B. die Bankfrage, der Kaffeezoll. Wenn das Programm verlange, die Delegationsmitglitder müssen aus dem ganzen Hause gewählt werden, so werden stch dagegen nicht nur die Magyaren, sondern auch die Slaven erklären. Das Programm der Fortschrittspartei sei nicht durchführbar, weil es nicht allein aus diese Partei ankommt und auch die anderen Faktoren ihre Zustimmung geben müssen. Man müsse sich aus den Standpunkt des Gegebenen stellen. Wenn die jetzige Ver« sassung nicht freisinnig sei, so trage die VersassungSpartei die Schuld; diese Partei habe nach 1866 das Hest in den Händen gehabt, jedoch die Klinge dazu nicht gesunden. Der Redner besprach die innere Verwal-tung, das Steuerwesen, die Wehrverhältnisse, die Gewerbeordnung. Der Wohlstand sei im Sinken; sür die Hebung desselben sei während sechs Jahren nichts gescheiten. Der Vorredner man erstarrt bei den riesigen Fortschritten in der Technik und Wissenschaft — wie ein Meer mit dcm andern durch einen Tunnel verbnnden werden soll, dessen Höhe beinahe den Thurm unserer Stadtpfarrkirche erhalten fall, mit ebenbürtiger Breite, auf das Schiffe einander ausweichen können!! Wie winzig nehmen sich neben solchen Geistern reichbrjternte Herren der alten Welt aus — wie bagatell erschei'it das schönste Manöver oder eine blutig geschlagene Schlacht und deren (natürlich nur zeitweiliger) Erfolg gegenüber folchen Unternehmen — ja schon im Plane. Daher mag jener Freund aus Amerika recht haben, wenn er meint, „die Zukunst gehöre der neuen Welt an — die alte sei ohnehin schon hinfällig — und nur der Geist — nicht die leere Form werde künftig herrschen, wie im alten Europa!" Lembach, Eilde Juni. 1. e. II. wolle dem Wucher zu Leibe rücken, habe jedoch nicht angedeutet, wie? Auf dem Wege feiner Parteigenossen gehe dies nicht. Dürfe man ein Zinsmaximum festsetzen und strenge Strafen verhängen, während doch der Staat das Geld vertheuere, weil er selbst zu Wucherzinsen Geld aufnehme? Herr Baron Rast bekannte sich als Gegner des Schutzzolles, der nur zur Folge habe, daß auch anderseits solche Zölle eingeführt werden. Die Arlberg-Bahn müsse ausgebaut werden, um Oesterreich von Deutschland unabhängig zu machen. Zum Schluße erklärte Herr Max Baron Rast, daß er das aktive und passive Wahlrecht besitze. Die Herren: Professor Knobloch, Professor Zelger und Julius Pfrlmer sprachen gegen Herrn Baron Rast, traten auf die Seite des Herrn Dr. Duchatsch uud wurde diesem nach dem Antrage des Herrn Pros. Knobloch betreffs der bisherigen Thätigkeit die Zustimmung der Versammlung (mit überwiegender Mehrheit) ausgedrückt. Zum Punkte II der Tagesordnung: Anmeldung von Kandidaturen — sprach schließlich noch Redakteur Wiesthaler. Des beschränkten Raumes wegen seien hier nur die wesentlichsten Forderungen seines Programmes aufgezählt. WieSthaler verlangte unter Anderem: Wählerabstimmnng über Steuern, Staats-ausgaben, belastende Gesetze und belastende StaatSverträge — Selbstverwaltung des Bezirkes - Friedensrichter, Theiliiahme des Volkes an der Rechtsprechung, öffentlich.mündliches Ver-fahreu iin Civilprozeß und Loslrennung der Exekution vom erkennenden Gericht — Abfchaf-fung des stehenden Heeres und Einführung einer Bolkswehr mit kurzer Uebungszeit — Ges^at-tung des selbständigen Gewerbebetriedes nur gegen den Nachweis ordentlicher Vorbildung — Förderung der Erwerbsthätigkeit durch Aus, fuhrung nothwendigcr StaatStiauten, Unterstützung und Vorschüsse für nothwendige Gemeinde-bauten — Staatshilse für Genossenfchaften — ein Heimsiättengesetz gegen die Austreibung.der Grundbesitzer — Ablehnung des Vertrages mit der Pforte — Erklärung, daß bezüglich Bosniens und der Herzegowina der Berliner Vertrag vollzogen sei. In das BezirkS'Wahlkomite wurden gewählt: die Herren: Dr. Schmiderer, Dr. Sonns, Iul. Psrimer, Dr. Rak, Franz Bindlechner, Ludwig Bilterl von Tessenberg und Franz Stampfl. Vne Probewahl wurde nicht vorgenommen. (Mörder und Brandstifter.) In St. Georgen an der Südbahn ist das Wirth-lchastsgebäude des Grundbesitzers Franz Dobo-vischek sammt Futler und Gerätlien abgebrannt. Dieses Feuer soll Franz Gusei, der Mörder des Gemeiudedieners gel-gt haben; Zeugen versichern wenigstens, daß sie den V-rdächligen Abends vor dem Brande in der Nähe des Thatortes gesehen. (Vom Stier getödtet.) Simon Nlmnlkcr, Grundbesitzer in Dobrova bei W.-Graz, ist von einem Stiere derart verletzt worden, daß nach kurzer Zeit der Too erfolgte. Rimniker war 72 Jahre alt. (Pettauer Vorschubverein.) Im Register des Handelsgerichtes Cilli ist bei der Firma: „Pettauer Vorschußverein, Genossenschaft mit unbeschränkter Hastung" der AustrUt des bisherigen Direklionömitgliedes Herrn Joseph Fersch und der Eintritt des Herrn Jguaz Spritzey als neuen Direktious-Mitgliedes eingetragen worden. (Kandidat Possek.) Morgen 10 Uhr Vormittag findet hier im Saale der Be-zirkövertretung eine Versammlung von Walil-niännern des Wahlbezirkes Marburg - W. Fei. stritz -Gonobitz - Mahrenberg - W. Graz (Landgemeinden) statt und wird Herr Ladislaus Posse?, Gutsbesitzer in Heiligen Kreuz bei Go-nobi^, als Kandidat der liberalen Partei sein Programm entwickeln. (Ev a n g e li s ch e G e m e i n d e.) Sonntag den 29. Juni wird zur gewohnten Stunde Gottesdienst abgehallen. Letzte Post. In Salzburg (Landgemeinden) haben die Klerikalen gesiegt. In Galizien stehen die Wahlangelegenheiten der Nuthenen unglinstig. Der Albanische Bund hat beschlossen, den Peschiana-Paß (zwischen Prizrend-Djakooa und Pristina Kossovo) zu befestigen und bei Rosalia nördlich von Jpek ein Lager für 3000 Mann zn errichten. Die Abdankung des VizekönigS von Egypten wird in Paris als vollendete Thatsache betrachtet. Die Krankheit der Kaiserin Eugenie hat sich verschlimmert und ist nach dem Berichte Rouchera ein neues Unglück zu befürchten. Heute Freitag den 27. Juni 1879 im K.i8tliau86 2UM rotlie» Adschiedssch> <7-° der Singspiel-Gesellschaft KU» Fwtilts Austrctc« drs Ntgtrkmikrrs Slistvr Reichhaltiges amüsantes Programm. Anfang 8 Uhr. Entrse frei. zr«m bleibt »lir bis 6. Jvli hier zu sehcn. Fütterung der Rnubthiere täglich Nachmittags S Uhr. (71g Heute Freitag Nachmitt. E Uhr AM- Schtangen-Autterung. Achtungsvoll Massog. vsllo auk isäsr Lodsodtsl-äsr unä Mvius vkrvistfkvl^ts k'irlns^ kukKsäruvIct ist. Leit 3V.latirkQ stets i»it 6vm dsstvn ürkolß« ^'e6s.^rt I^axt'nlcrsnltllvtten unü VertlttUUNKStttttriinKi^n (vis XpxvtitlosiAkvit, Vsr-stoxkuvx stv.), xvKsn kluteonßvstionv» uvä litt-mari^Iiui«I«llviÄrn. Lssoväsrs kersovsa üu em-xksklen, eins sit^ollüs I^sdöll8vsisv Lüdivu. Il'alsiLkatö vsräkQ xsrivktlivli verfolxt. Preis nner verfiegclten Gng.-Schachtel I fl.ö.W. fÄN^ltianlltsveiii unil 8al^. Der siuverlässixsts Lö1dst»^r2t ^ur Hiliv ävr IsillöiK^SQ l)«i allen ivversv uiul äuksv» rsv Lutsünl^un^eo, ß^e^su ^is meisten liranlctiviten, VsrvuvlZull^en allvr^rt, Xopk-, OkrsQ- un<1 kckmor^, altö Ledädvn unÄ vü^snv ^unäsn, I^rebs-svtiaäen, lZrancl, entsünZets ^ugsn, I<ädmullAen Ull6 Vsrlst^unZsn ^ecZsr ^rt etc. «to. Al Flaschen s. Gtbrauchs-^nwristmg 80 kr. ö.W. »rsvli livdortdrim !vt,i> kroll» äc vo., verAvii, kllorvegea. ^ Oigksr Idrai» ist 6or sinLij^K, äer uvtsr aUen iln Ilanävl vorlcowmsnüen Lorten su ttisUiolivn ^voclcen xsoixvst ist. (4 Preis Ifl.ö.W.pr.Flasche s.Gebrauchsauwtisung. dei Aloll, ^xottisker, !c. k. kloflissöraut, Vivv 'I'uelilaudvn. /)as !/'. a?ös- «0^c/t6 Kn2!?t»6/tmen^ U)6/e/t6 ?n^'t meüiei' ve/'ss/is?! sinc/. ^«.rdurg: N. Leräajs uuä üiloriö Ä Vo. ZLvoits« xroiso» in Köt// vieflislle Sonntag den «. Juli IS7V unter dkM Titel: M ^bkiiS j» Nksoel bei prachtvoller dekorativer Ausstattung, Transparente und feenhafter Illumination, verbunden mit einem Zx'SZSSN. SsN.STN'b und ein imposantes KllN8t- UNll ^ust fvuvt'VSi'k, welchkS in allen Farben der Ä>ls strahlende, funkelnde und schwirrende Fronten bieten wird. Alles Uebrige besagen die großen Plakate. 726) Aohann ZSernretter. Heute Freitag den 27. Juni 1379. Jos WasthllllS zum drulschsn Dund vis-tt-viL der Kavallerie-Kaserne. Die Herren lustigen Best scheiber sind höflichst eingeladen, wozu nur einige Schlitzen zum Ausscheiben sind. Sonntag den 29. d.M. Nachmittag 3 Uhr: Große Bestvertheilung mit Wustk «nd Hesang. Um zahlreichen Besuch bittet F. Hntter, 727) Restaurateur kolxsrapll. Unübertrefflichste k. k. auSschl. privil. VvrvivItältixZiQAS-Voi'riodtHivlx. Der Polygraph eignet sich vorzüglich fiir Advokaten, Notare, Aemter, Wititär- und Schutbeyörden, Asse-Kuranz-Hesellschaften, Kifenvayn» und chutsverwat» tungen, Musiker, Angenienre, Hemeinde.Worstände, Heschäftsteute ic., wllrde vielfach erprobt, von den bc-delltendsten europäischen Journalen rnl)mlichst empfohlen und als höchst praktisch anerkannt. Die Manipnlation zur Vervielfältigung ist höchst einfach; man beniitbigt keine Hopirpreffe, weder präparirtes Papier und wird dieses auch nie angefeuchtet. Won einem Hriginat-Schriftstück, Zeichnung» Musiknoten ic. kanil man auf eine höchst ein-fache überraschende Weise binnen 10—15 Minuten 50—80 vollkommen deutliche K^emptare gleichzeitig in verschie-denen Hintenfarven anch fchWarzvtau vervielfältigen Auf Raten vhne Preiserhöhung: Kilder, Spiegel ond Vkildrluhrca zu habe» in der Kunsthandlung des Herrengasse 26 in Waröurg. (673 SS I c 8»Iilie kirmen sIs Vertretvi' ervüiiselit. Lskalveriiidtriiig. Beehre mich, meinen geehrten?. I. Kunden anzuzeigen, daß ich den (ZiKarren- unÄ la-dakvvr8el»lei88 vom Hause Nr. 9 in der ^vK^vttliotksti'asse ab 18. dieses Monates in I>ottsr!v (Ziehung schon 17. .suli 1879) ö. 2 A. zu haben und erhalten Abnelzmer von 10 Stück einen nennenSwerthen Nachlaß. 707) Ach.ung«v°ll Hosvauer. Stammholz - Berkaos. Montag den SRV. Juni 187S um 10 Uhr Vormittags verkauft der Gefertigte im Lizitattontwege 600 Fichten- und Tannen-Slämme im Durchmesser von 12—24Zoll auS seiner Waldung am Bachern (St.Wolfgang) aus welcher nach Kötsch, Rothwein und Feistriß eine gute Ausbringung ist. Käufer werden hiezn höflichst eingeladen. Franz Rath, 72ö)_RealitälenbesiKer in Lembach. Ei» Lehrjunge nicht unter 14 Jahre alt und der flovenischen Sprache kundig, wird in meiner gemischten Waarenhandlung aufgenommen. (721 v. Martini in ffivöau. Gin möbNrteS Aimmev ist in der Schillerstraße Nr. 8, parterre links zu vergeben. (720 (195 Svlvrivll ja «arltui-x, Stictil's Karlensaloa empfielilt seine photographischen Ärlieiten. Eisenbahn-Fahrordnung Marburg. Personenzüge. Von Trieft nach Wien: Ankunft S U. 29 M. Krüh und 6 U. b1 M. Abend» Abfahrt 3 U. 87 M. Krüh und 7 U. 20 M. Abend» Von Wien nach Trieft: Ankunft 8 U. 4L M. Krüh und v U. 49 M. Abend» Abfahrt 9 U. — M. Krüh und 10 U. 1 M. Abend» Gemischte Züge. Von Trieft nach M ürzzu schlag: Aukuuft 12 U. 11 M. Abfahrt 12 U. 45 M. Nachm. Aon Mürzzuschlag nach Trieft: Ankunft 1 N. 44 M. Abfahrt 2 U. 25 M. Nachm. Von Marburg nach Graz: 5 ll. 50 M. Früh. Ankunft von Graz: 6 U. 38 M. Nachm. Eilzüge. Wien-Trieft. Ankunft 2U. ISM. Nachm. Abfahrt 2 ll. 13 M. Nochm. Trieft-W ien. Ankunft 2 U. 30 M. Ra«ym Abfahrt 2 U. 83 M. Rachm Kärntnerzüge. Nach Franz eu»feste: 9 U. 20 M. Vorm. Nach Villach: 2 U. 50 M. Nachmitt. Ankunft: 12 U. 24 M. Mttt. und 6 U 83 M. Nachm. Tod den Manzen und deren Brut wird durch meine neu erfundene „Wanzen-Vertilgungs-Salbe" in den ullzu-gänglichsten Verstecken eines Möbels zc. sicher erzielt und außerdem dieses Ungeziefer von einer mit der Salbe behandelten Stelle stets fern gehalten. Es wird somit diesem Ungezieser der Aufenthalt benommen, daher die Brutstätten entzogen und das Uebel an der Wurzel gefaßt. Da mich praktische Bekänlpfung dieses Ungeziefers zur Erfindung meiner Salbe ftchrte, elUhalte mich jeder Anpreisung. (605 Preis einer kleinen Schachtel fl. — 60 kr. ) auch gegen „ „ großen „ „ 1 — „ ) Nachnahme. Bei Versendung nach der Provinz 10 kr. ulehr für Spesen. Versettdungs-Depot ulid Detail-Verkauf in Wien bei H. Wchorner, Neufitnshaus, Goldschlagstraße, 40. VeranMortliche Vteouktiou, Druck und Verlag vou Cduard Sanjchitz m Marburg. MEt»