PoStnlna plafana v gotovfnl, Organ für die deutsche Minderheit im Dravabänat Echristtettung »nd Verwaltung: PreLeniooa »iica ». leieph«» Rr. Zl (interurbait) i Stjufl»pr«l|t für ta« 3nla«»; viertelsährig 40 91«, flO »hl, ,««, Ankündigungen »erden in der Verwaltung ,u billigsten «bedühren entgegengenommen s jährig 160 Din. gflr da» «a»Ian» entsprechende «rhihnng. »Injelnunimer Din > S» Erscheint wöchentlich zweimal: Donnerstag früh und Samstag früh mit dem Datum vom Sonntag Nummer 84 Celje, Sonntag, den 18. Oktober 1936 61. Jahrgang Dr. Ruschdi Aras in Beograd Nach dem rumänischen Außen min ister machte der bulgarische Ministerpräsident und Außenminister an-läßlich der Rückreise aus Gens in Beograd einen offiziellen Besuch. Und nun kam als dritter noch der türkische Außenminister nach Leograd. Auch er wurde von S. ct Hoheit Prinzregenten Paul und von Dr. Stojadinovic herzlichst empfangen. Den Pressevertretern gab er eine Erklärung ab und sagte u. a. folgendes: „Das Balkaneinvernehmen festigt sich jeden Tag und wird ausgebaut. Auf dem Ge-biete der Vertiefung der zwischenstaatlichen Beziehun-gen der Balkanstaaten ist ein Fortschritt und eine Besserung zu verzeichnen, was betont werben soll. Die türkisch-jugoslawischen Beziehungen werden auf der Basis gegenseitiger Freundschaft von Tag zu Tag enger, sie entwickeln sich und machen Fort-schritte." Jugoslawische Abgeordnete in der französischen Kammer Paris, 15. Oktober. Gestern um 16 Uhr empfing der Vizepräsident der französischen Kammer Ducos die jugoslawischen Abgeordneten Miloje Sokic, Oton Gavrrlovic, Amko Tomasevic und Saoa Mitif. In einer Ansprache verwies er auf die Bedeutung der französisch-jugoslawischen Freundschaft, die im-läßlich der Einhüllung des Denkmal» für weil. Honig Peter I. und weil. König Alexander l. in Paris neuerlich zum Ausdruck gekommen sei, und versicherte, daß das gesamte französisch« Volk dem jugoslawischen Volke gegenüber die herzlichsten Gefühle hege. Er bat die jugoslawischen Abgeordneten, der jugosla-wischen «kupötina die Grüße des Kammerpräsidenten Herriot zu erbringen. Schließlich dankte er den zu-goslawischen Parlamentariern für ihren Besuch und erklärte, die französische Kammer verfolge aufmerksam die Tätigkeit der jugoslawischen Volksvertretung und stelle mit Befriedigung einen großen Fortschritt des jugoslawischen Volkes auf wirtschaftlichem, kultu-rellem und polnischen Gebiet fest. Abg. Sokic dankte und sagte, daß seit dem Welt-fiicg das gesamte jugoslawisch: Volk Frankreich die tiefste Freundschaft entgegenbringe. Dr. Momcilo Ninciö über Deutschland Beograd, 9. Oktober. Die „Pravda" veröffentlicht den Inhalt eines Vortrage», den der früher» Außenminister Dr. Momcilo Nincic über Prvblcme der Außenpolitik gehalten hatte, wobei er erklärte, eine lange Erfahrung habe ihn gelehrt, daß die Welt sich immer am leichtesten durch Taten und T a t j a ch e n überzeugen läßt. Und da. wie der Vortragende meinte, Deutschland nicht damit rechnen konnte, seine Forderungen nach Gleichberechtigung und voller Wiederherstellung seiner territorialen Souveränität auf dem Verhandlungswege zu er-reichen, mußte es sich eben selbst helfen. „Ein Dkuischlund, das den Glauben an sich selbst wiedergefunden hat, konnte die schweren Be-schränkungen von V-rsailles nicht länger ertragen. Die Zeiten sind vorbei, in denen Deutschland sich bei der Regelung der Fragen seiner inneren Hoheits-rechte von fremden Staaten hineinreden lassen mußte. Da sich die Stellung Deutschlands durch den Pakt mit Polen und da» Abkommen mit Oesterreich wesentlich verstärkt habe, käme auch der Nürnberger Kundgebung gegen den Bolschewikmus, d^n War nungcn von einer Ausbreitung der bolschewistischen Infektion die größte Bedeutung zu. Vielleicht wird schon die nächste Zukunft zeigen", schloß Dr. Nmcic, „welchen Einfluß die in Nürnberg verkündete Haltung aus die zwischenstaatlichen Beziehungen in Europa haben wird." Spanien Der Generalangriff auf die mancistische Haupt' stadt Madrid hat vor drei Tagen begonnen. Uner° bittlich wird auf beiden Seiten gekämpft, wobei je* doch die Nationalisten einen Stützpunkt nach dem andern erobern. Alle wichtigen Zufahrtsstraßen sind schon besetzt. I» Madrid herrscht allgemeine Des-Organisation. Angellich gibt es darin schon großen Wasser- und Lebensmittel mangel und deshalb soll es schon mehrfach zu Unruhen gekommen sein. Trotz immer heftiger werdender Flugzeugbombenangriffe und wiederholter Aufforderung sich zu ergeben, wol-len die Kommunisten die Hauptstadt bis zum letzten Mann verteidigen, selbst wcnn die Stadt ein Trüm-merhaufen werden sollte. Im Auftrag des Innen-Ministers müssen alle Staatsbeamten nach beendigter Tätigkeit in den Kanzleien täglich zwei Stunden an den Befestigungsarbeiten um Madrid teilnehmen. Auch an allen anderen Fronten hat sich die Kampf-tätigkeit sehr verstärkt. Die Nationalen find nur noch 40 Kilometer von Madrid entfernt. Nach harten Kämpfen sind sie nun auch in Ovideo einmarschiert und haben die dort monatelang eingeschlossenen Helden befreit. Geheimberatungen der „Dritten Internationale" Genf als Sitz der kommunistischen Wühlarbeit in West-europa — Die zwischenstaatlichen Beziehungen sind zu stören t Genf, 13. Oktober. Hier tagten die Vertreter der „Dritten Internationale" aus den Westjtaaten, um die Lage in Verbindung mit dem Bürgerkrieg in Spanien zu prüfen. Die Bettungen werden vollständig geheim gehalten, doch erfährt man, daß über die Lage in Spanien und in Westeuropa be-raten worden sei. Hierbei sei festgestellt woiden, daß die Situation der Noten gegenüber den Aufsländi-fchen in Spanien katastrophal und unhaltbar gewor-den wäre. Sch^n in absehbarer Zeit wäre ein voll ständiger Zusammenbruch der „Volksfront" in spa-nien zu gewärtigen. Es sei kein Zweifel, daß deshalb euch die Lage der „Dritten Internationale" in West-europa unhallbar geworden sei. Aus diesem Gcunde sei im Auftrag der „Dritten Internationale" aus Moskau sofort die Einleitung energilcher diplomali scher Akttonen beschlossen worden, um wenigstens auf diese Weise die Madrider Regierung zu reiten. Allen kommunistischen Vertretern in Westeuropa wurde stärkste Aktivität aufgetragen. Die Vertreter der „Dritten Internationale" wur-den beauftragt, nach Möglichkeit Konflikte zwischen den Weststaaten hervorzurufen und jeden Versuch einer Annäherung und Aufnahme freundschaftlichen Beziehungen zu verriteln. Durch die Verschlechterung der Beziehungen sollen Konflikte und kriegerische Verwicklungen herausbeschworen weiden. In Frankreich müsse ein starker Druck mit Hilfe der Arbeitermassen auf die Regierung Bium ausgeübt werden. Die Arbeiter sollen gegen die Franc-abwertung revoltieren und dringende Lohnerhöhun-gen verlangen, um so ein ökonomisches Eh.ios in Frankreich einzuleiten. Auch in Großbritannien und Belgien hätten die kommunistischen Agenten den Auftrag, entscheidende Akrionen durchzuführen. Die Einweihung des neuen Skupschtinagebäudes Beograd, 14. Oktober. Wie verlcutet, wird das neue StupschlinagebSude am 18. d. M. vom Patriarchen Varnova eingeweiht werden. Dem feier-Iichen Akte werden alle Regie,ungsmitglieder, 2e-natoren, Abgeordnete und verschiedene Vereine bei-wohnen. Ein Franzose sagt: Moskau oder Berlin Im Pariser „Le Jour" (26., 27. und 30. IX. 1936) veröffentlicht A. de Ehateaubriant drei Auf-sätze, in denen er aus einem viermonattgen Auf-enthalte im Deutschen Reiche Beobachtungen mitteilt, Feststellungen trifft und vor allem Folgerungen zieht, nie kennenzulernen uns Deutschen wohl nützlich er-scheint. Wir geben daher einige Bruchstücke wieder. ..... Das Geschick Frankreichs wird in ganz naher, sich schon ankündigender Zeit aus immer eni-schieden werden . . . Der Bolschewismus sei werk, was er wolle: aber es ist bestürzend zu sehen, mit welcher Unbekümmertheit (dösinoolture) die Meinung in gewissen Ländern, und besonders in Frankreich, ihn empfängt und ihm einen Ehrenplatz anweist; mit welcher inlellektualistijchen Leichtfertigkeit man über diese Macht urteilt... Eine der Eigentümlich-leiten der gegenwärtigen Weltlage ist, daß sie sich täglich mehr und mehr vereinfacht . . . Frankreich wird nur eine Antwort, einen Namen oder einen andere» aufzusprechen haben: Berlin oder Moskau... Es kann nicht „Moskau", antworten, um später — und zu spät — zu erkennen, daß, hätte es „Berlin" geantwortet, eine Sintflut vermieden worden wär«. Wie so tragisch klar wurde mir das an jenem Morgen, als diese 45000 Mann des Arbeitsdienstes anrückten und wie aus einer Brust san-gen... Man sagt uns: Deutschland bereitet den rtrieg vor. . . Aber alle Völker bereiten ihn vor; Moskau hat ihn sogar vorbereitet, bevor Deutsch-land wieder aufgerüstet hatte... Ich habe sehr viele Menschen auf den Straßen des Reiches gesehen. Ich habe mich unterhalten mit Arbeilern, Kaufleuten. Aerzien, Journalisten, Land-leuten, Kindern, Philosophen. Hochschulprofessoren, Fabrikdirektvren, Bischöfen, Menschen der Straß«, Glöcknern, singenden Aelplern ... Meine franjösi-fchen Leute müssen es wissen, was ich jetzt zu sagen habe und was das Ergebnis, die Frucht meiner beständigen viermonattgen Arbeit meine» französi-schen Willens ist, alles zu hören, alles zu erfahren, endlich die Wirklichkeit bis zum letzten Grunde zu erfassen ...: Deutschland wünscht eine Verständigung mit Frankreich Inmitten jener elementaren Massen hat mir ein Deutscher des neuen Deutschlands, einer jener hoch-gewachsenen Siegfriede mit hellen Augen,... fol-gendes gesagt: „Wir begreifen Euer Mißtrauen ... - denn wenn der Krieg aus deutschem Boden verlaufen wäre an» statt auf französischem, würden wir ebenfalls nicht eine gewisse Beunruhigung euch gegenüber haben verdrängen können. Aber beachten Sie wohl: seit der Mackitergreifung des Nationalsozialismus gibt es ein völlig neues Deutschland, eins, das Frank-reich noch nicht kennt — «ins, in dem der Revanche-gedanke gänzlich ausgerott«t worden ist aus dem Geist des Volkes ... Uns«r« Rüstung ist die natür-liche Aeußerung einer Gemeinschaft, die leben will ... Wir haben die Ueberzeugung, daß Frankreich eines Tages verstehen wird, was wir wollen ... Wenn Frankreich entgiltig und unwiderruflich der Verbün-bete Moskaus werden würde, könnte Deutschland unier keinen Umständen zulassen, daß diese Verkit-tung zur gänzlichen und furchtbarsten Vollendung g«di«he, und der Krieg, ein Krieg von d«r uner-dittlichen Art der R?Iigi»N5krieg«, würd« wohl über die ganze Welt hin entfesselt werden. Unser Führer will den Frieden ... Sein Werk... vollendet sich erst als Beispiel für andere europäische nationale Werke und in Uebereinstimung mit ihnen ..." Hier erinnert sich der Franzose, wi« er, einigt Wochen vorher, in der Eifel «inen sehr ruhigen Seite 2 Deutsch« Zeitung Nummer 84 Deutschen zu Freudentränen gerührt hatte, als er diesem sagte, mit Hitler an der Spitze des deutschen Volke» regiere diese» sich selbst. Der Franzose sinnt: „Es hat sich etwas geän-bett in Europa.. Er erkennt: „Frankreich kennt das gegenwärtige Deutschland nicht und ist dadurch gehindert, frei zu urleilen... Es ist jedoch durchaus notwendig, daß die ungeheuren VeiÄnderungen, die in Deutschland und im deutschen Geiste vor sich gegangen sind, zu seiner Kenntnis gelangen .. Dann ruft er sein „teures und süße» Frank-reich" auf: „Du wüst deine Freiheit nur wiedergewinnen, wenn du gegenüber Deutschland deine innere Un-abhängigkeit zurückerlangst, die dir erlaubt, dich von Moskau zu lösen. Dann wird der Völkerkrieg vermieden werden ... Dann wird die bolschewistische Anmaßung gezwungen sein, ihre großen Pläne ein zupacken und ihre Brände auszulösen .. ... Hitlers Deutschland, so bereit es ist, im Zwongssall« ein furchtbarer militärischer Ocganis-mus ju werden, ist durch die dynamische Macht, die der Glaube in seiner Brust entfaltet hat, ... vor allem gegründet auf einer Vorstellung seiner selbst, die es einem ungeheuun menschlichen Wunschbild gegenüberstellt.... das es nur voll und sicher verwirklichen kann im Frieden und durch den Frieden. Der Mann, der es führt,... ist ein Ausnahme-mensch, dessen Geist seine Gedanken nicht in den eisigen Bezirken der ehrgeizigen politischen Hand-fertigktit, sondern aus einer wahllich tiefen Liebe und einer Selbstzucht schöpft, wovon die berufs-mähigen Roßtäuscher und Ränkejpinner keine Ahnung haben. Hitler ist kein Eroberer; er ist ein Erbauer in Geistern, ein Architekt in Einzelwillen. Im Innersten der Seelen scheint sein Nationalsozialismus seinen germanischen Dom errichtet zu haben: darum hat er sich an die liefen Kräfte der Liebe und des Glaubens gewendet, ohne jedoch, so scheint es, d«n Forderungen des Verstandes unrecht getan oder praktisch die Wichtigkeit desselben verkleinert zu haben. Aber all die» hat keine Beziehung mehr zur intellektualistischen Politik, wie sie bei uns gtbräuch-lich ist und die einige Mühe hat, in jene Tiefen hinabzusteigen. Frankreich wird jetzt sich zu entscheiden haben. Möge es wählen! An ihm liegt es. frei zu han-dein, wenn es wirklich frei ist; seine Ketten zu zer-brechen, wenn es sich gefesselt sühlt. Möge es mit dieser Geistesbiegsamkeit, die während so langer und großer Jahrhunderte seine göttliche Kraft aus-machte, fähig blriben, die neue Lage von heute mit gerechtem und ruhigem, ruhigem und gerechtem Geiste zu beurteilen und, indem es seine seine blasse Hand auf die ermüdete Stirn legt, den schrecklichen nächtigen Angsttraum zu verscheuchen, denn feine ungeduldig lauernden Erben und seine fallchen Aerzte aufrechtzuerhalten trachten". In Frankreich nehmen die Anarchisten rasch und start zu. Während früher ihre Versammlungen nur von wenigen Hunderten besucht waren, häufen sich die Versammlungen und werden jetzt von vielen Tausenden besucht. Dr. Fritz Langger Erjte Jugend Dies« Aufsatz ist den, uns vom Verfasser jur Ver-sügung gestellten Manuskripte «i»t» Hnmalbuche« „Jugend-ennnerungen". entnommen. (Schluß) Damals lernt« ich die klassischen Operetten kennen, wie „Fledermaus", „Zigeunerdaron", „Nacht in Venedig", „Lustiger Krieg" von Johann Strauß, „Boccaccio", „Fatinitza", „Dies chöne Galathee" von Suppö, „Gasparone", „Verwunschene» Schloß", Bettelstudent" von Millöcker, „Orpheus in der Unterwelt", „Ritter Blaubart" von Offenbach. „Ma-dame Angot" von Lecoqu, „Mikado" von Sulli-van usw. — fast durchwegs Spitzenwerke dieser Kunstgattung voll echten Humors und guter Musik. Eine Zeitlang wurden sogar Opern aufgeführt, da-runter „Die Hugenotten" von Miyerbeer. „Die Jüdin" von Halevy und ander«. Den instrumentalen Teil aller Ooern und Operetten besorgte das Or-chejter des Musikvereines nach einer, höchstens zwei Proben. Ein halsbrecherisches Husarenstück. Kleinere und größer« Entgleisungen waren natürlich unvermeidlich. Wir regttn uns darüber nicht auf, weil wir die Schwierigkeiten des Betriebe» kannten. Wir Bedeutsame Rede König Leopolds III. Die künftigen Richtlinien der belgischen Bubenpolitik Brüssel, 15. Oktober. Gestern hielt der Mi-nisterrat unter dem Vorsitz des Königs «ine Sitzung ab, in welcher der König ein« große Nrde hielt. Einleitend erinnerte der König daran, daß die belgischen Herrscher bei Ablegung desEides ausdieVer-sassung die Verpflichtung übernähmen, die Integrität und Unabhängigkeit des Landes zu wahren , wie seine Vorgänger, so werde auch er trachten, dieses seier-liche Versprechen zu erfüllen. Dann sprach der König über die Gründe, die Belgien zur Verstärkung seines Heeres zwängen. Inneier Meinungsstreit in be-stimmten Ländern drohe auf die Rivalität politischer und sozialer Systeme anderer Staaten überzugreifen und «inen viel blutigeren und viel verhängnisvolle-ren Brand zu entfachen, als es der Weltkrieg ge-wesen sei. Nachdem der König an die einzelnen Phasen der Prüfung des Nüstungsproblems in den letzten Atonalen erinnert hatte, erklärte er, daß die Rü-stungspolitik Belgiens durch Belgiens Außenpolitik bestimmt sei. „Wir müssen fest entschlossen sein, nicht einen mehr oder weniger siegreichen Krieg mit Hilfe von Bündnissen vorzubereiten, sondern einen Krieg von unserem Territorium fernzuhalten. Unsere geographische Lage erfordert, daß wir einen solchen militärischen Apparat besitzen, der jeden unserer Nachbarn daran verhindern kann, über unser Ter-ritorium hinweg einen anderen Staat anzugreifen. Durch Erfüllung dieser Mission leistet Belgien einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung des Friedens West-europas und erwirbt sich das Recht auf Achtung und allmähliche Hi'fe aller Staaten, die an dem Frieden interessiert sind. Ich glaube, daß die ge-samt« öffentliche Meinung Belgiens in dieser Frag^ einmütig ist, doch unsere Verpflichtungen dürfen die angeführten nicht überschreiten. Jede einseitige Politik schwächt unser« äußer« Lage und ruft mit Grund oder grundlos Unstimmigkeiten im Innern hervor. Ein reine» D«fensivbündni» wäre nicht zweck« entsprechend, denn so schnell auch die Hilfe des Ver-kündeten käme — sie käme doch erst nach dem Uebtrfall des Angreifers auf uns. Um einen solchen Ueber all abwehren zu können, müssen wir ein ent sprechendes Verteidigungssystem zur Verfügung ha-den. Anderenfalls würde Belgien erleben, daß der Feind sofort zu Beginn der Feindseligkeiten tief ins Land dringt und es plündert. Die Vermittlung un-serer Freunde würde zwar den Endsieg verbürgen, aber unser Land wäre Kampfgebiet und würde ebenso verwüstet, wie wir dies im Weltkrieg von 1914 bis 1918 erlebten". Unsere Außenpolitik muß ebenfalls von diesen Gesichtspunkten ausgehen. Sie muß entschlos-sen darnach streben, daß Belgien bei Streitigkeiten unserer Nachbarn aus dem Spiele bleibe, wie dies unserem nationalen Ideal entsprich!. Sie muß an vernünftigen militärisch finanziellen Maßnahmen Rück-halt haben, dann wird sie von allen Belgiern, die lebhaft den Frieden wünschen, gutgeheißen werben". Der König verwies dann auf das Beispiel an-derer Länder, vor allem Hollands und der Schweiz. Alle, die im Zweifel seien, ob eine solche Außen-Politik gut sei, sollten sich diese Beispiele vor Augen halten und auch daran denken, wie schwer Belgien waren ja auch von vorneherein viel bescheidener als das heutige Publikum, in dem es von gefährlichen „Kennern" und noch gefährlicheren „Kennerinnen" wimmelt. Auch die klassische Tragödie war in der Spielfolge vertreten. So hörten wir Schillers „Maria Stuart" und „Jungfrau von Orlean»", Grillparzers „Sappho" und „Hero". Viel besser und häufiger wurden natürlich Posfen und Lustspiele ge-geben. Damals erwachte meine l'iebe zu Raimund und Nestroy, die noch heute meine ausgesprochenen Lieblinge sind. Ihre Stücke liegen jahraus jahrein auf meinem Nachttisch und sind schon ganz zerlesen. Jedes Jahr hörten wir das Volksstück „'s Nullerl" von Morre, dem Vorkämpfer der Armenfürsorge im alten Oesterreich, der ja auch diese» Stück geschrie-den hatte, um für seine edlen Bestrebungen zu wer-den. Da» Liedchen „I din, i bin a Null auf der Welt" rührte das ganze deutsche Oesterreich zu Tränen. Jedes Jahr zu Allerheiligen mußten wir Raupachs tränenseliges Stück „Der Müller und sein Kind" über uns ergehen lassen. Die Leintücher für die Geister lieh sich das Theater von der Bade-anstatt Tratnik aus. Mit dem Opernglas konnten wir die Marke „Markus Tratniks Badeanstatt" er-kennen. Auch bei anderen ernsten, besonders klas-fischen Stücken, wurde ab und zu der verhängni»- das Neutralitätsstatut gedrückt hätte und wie sehr wegen seiner pünktlichen Erfüllung Belgien und die mit Belgien verbündeten Staaten während des Krieges und nach dem Kriege gelitten HÄ!en. Nachdem der König auf die dringende Notwen-digkeit verwiesen hatte, sofort an die Reform des Militärstatut; zu schreiten, daß der Möglichkeit eines überraschenden Ueberfalls nicht mehr entspreche, be-endete er die Rede mit dem Hinweis darauf, daß die Lösung dieser Frage dem Lande die Ruh« ge-genüber äußeren Ereignissen zurückgeben und das Gefühl der Sicherheit schaffen werde, das für die allgemeine Wohlfahrt unbedingt notwendig sei. Das Echo in Frankreich Paris, 15. Oktober. Die heutigen Blätter be-faßten sich ausführlich mit der gestrigen Rede des belgischen Königs, in der sie einen bedeutungsvollen Umschwung der gesamten europäischen Polttik sehen. Die Rückkehr Belgiens zur Neutralitätspolitik ist nach allgemeiner Ansicht gegen den Veisuch der Erneue-rung der Locarnopoi^ik gerichtet. „Oeuvre" be;eich-net diese Rede als das bedeutendste Ereignis in der internationalen Politik nach Friedensschluß. Di« französische Regierung habe bisher noch keine offizielle Verständigung über diesen einseitigen Beschlug Bel> giens, alle seine bisherigen internationalen Verpfl ch-tungen zu kündigen, erhalten. Sobald eine amtliche Mitteilung in Paris eintreffe, werde die französisch« Regierung energisch Protest erheben. In Deutschland Berlin, 15. Oltober. Havas meldet: Die Rede des belgischen Königs wird von den politischen Kreisen noch nicht kommentiert. Die Blätter verzeichnen st« nur kurz und heben hervor, d.iß sich der König ge-gen die Bündnispolttik ausgesprochen und erklärt habe, daß die belgisch« Außenpolitik ausschließlich den Interessen Belgiens Rechnung tragen werde. 3n Genf Gens, 15. Oktober. Hier hat die Red« des belgischen Königs große U«berr»-schung hervorgerufen. Man fast diese Rede als Kündigung des Locarnv-pakts und des belgisch-franzöfischen Militärabkommens auf. Man betont, es fei jetzt notwendiger denn je. daß eine Fünfmächte Konferenz zustandekomme. Deutschen-Hetze in der Schweiz Die kommunistischen und sozialdemokratischen Blätter der Schweiz haben die Ernte Dank-Feiern der Reichsdeutschen in der Schweiz zum Anlaß ge-nommen, Sturm gegen die Reichsdeutschen zu laufen. Ihre Organisation und jede patriotische und chari-tative Tätigkeit sollen verlioten werden. Reichsdeut-fchen Rednern soll verwehrt werden, im Rahmen der landsmännischen Vereine zu sprechen. Man spürt, daß die marxistischen Zeitungsschreibkr ni« im Ausland« ihr Brot verdienen mutzten, denn sonst müßten sie wissen, daß auch die Schweizer im Auslande ihre Organisationen, patriotischen Feiern und poli-tischen Diskussionsabende, au denen namhafte Schweizer aus der Heimat als Redner auftreten. hab«n. Und sowohl an den vaterländischen Feiern als auch an den Vortragsabenden der Auslandschweizer sind nicht nur Schweizerbürger, anwesend, sondern man trifft hier auch Persönlichkeiten des Gastland». voll« Schritt vom Erhabenen zum Lächerlichen, getan und von uns Jungen seldstoerftändlich mit Jubel begrüßt. Die Gymnasiaidirekiion wachte strenge darüber, daß wir in keine Stücke gingen, durch welche die Sittlichkeit hätte gefährd«» werden^können. So wurde uns z. B. der Besuch der „Schönrn Helena" verboten, weil es hieß, daß die schöne Helena, die übrigens das kanonische Alter schon er-reicht hatte, eines ihrer Beine, wenn auch im Trikot, bis zum Knie zeigen werd«, also ungefähr das, wa» heute auf d«r Straße zu sehen ist, und ein kleiner Ausschnitt dessen, was die Sandbank zur Badezeit enthüllt, nur ohne Trikot und ohne Eintrittsgeld. Damals aber war schon diese eine in Trikot gehüllte Wade eine verwegene Schaustellung, und alle, di« sich einbildeten, verfluchte Kerle zu sein, gingen in die „Schöne H«l«na". Viel Anklang, besonders bei uns Jungen, fanden auch Lokaljtücke. So u. a. eine Posse, bestehend aus drei Teilen: „da» Stelldichein im Stadtpark", „die Verlobung am Nikolaiberg" und „die Hochzeit beim Goldenen Löwen". Wie die Rasenden tobten wir, al» das Schauspiel „Diana" des heimatlichen Dichters Franz Tiefenbacher, genannt Peregrin, «in«s guten alten Herrn, zum ersten und zum letzten Ntole über die Bretter ging. Nach der Vorstellung wurde der überglückliche Dichter in seine Nummer 84 Deutsche Zei ung Seite 3 Zur politischen Lage in Deutsch-Oesterreich Als am 11. Juli d. I. zwischen der Reichs« regierung und der österreichischen Bundesregierung „Frieden geschlossen" wurde, glaubten Optimisten nicht nur, das Verhältnis zwischen Oesterreich und dem Dritten Reich werde durch nichts mehr getrübt, sondern auch innenpolitisch werde sich in kürzester Zeit alles auf das Veite und Schönste regeln. In den drei Monaten nach dem Abkommen muh man sesistellen, daß auch heute, wenn auch in anderer Form, von Oesterreich aus Kampf gegen Deutsch-land und den Nationalsozialismus geführt und das; die innere Konsolidierung immer komplizierter wird, «lle jene, die bei der gegenwärtigen Ordnung in Oesterreich irgend einen Vorteil haben, sind am Werke, den Mieden zwischen Wien und Berlin zu stören. Der politische Katholizismus hat sich in dieser Richtung mit dem Judentum oereinl. Die Gegensätze tm österreichischen Volke nehmen ständig zu statt ad. Der jüngste Hausstreit bei den Heimwehren ist für die Ruhelosigkeit und für den Zwiespalt im Volke ein beredtes Beispiel. Wer die Verhältnisse kennt, hat gerade beim Heimatschutz diesen Zustand des Führerstreites kommen sehen. Nachdem der Va-tikan die Scheidung der Ehe Slaihembergs sanktioniert hat, Hai nun der Fürst die Möglichkeit, eine seiner Maitressen zu heiraten und mit dieser sich auf eines seiner Schlösser zurückzuziehen. Für die Entwicklung der österreichischen Innenpolitik ist die» von aller größtem Vorteil. Der Heimatschutz ist nun von der Regierunz aufgelöst worden und wird in Oesterreich keine Rolle mehr zu spielen haben. Eine große Gefährdung des inneren Friedens in Deutfchösterreich bedeuten die Umtriebe der Habsburger. Immer wieder werden Gerüchte verbleitet, Otto Habs bürg werde bald auf den Thron seiner Väter zurückkehren. Irgend eine reale Seite kommt zwar diesen Gerüchten nicht zu, aber die ständige Propa« ganda ist ein Herd der Unruhe. Im überwiegenden Teil des österreichischen Volkes wird die Frage auf-geworfen, ob angesichts der bolschewistischen General« offensive und der unsicheren Lage in Europa Oester« reich keine andere Sorgen habe, als durch eine Auf« rollung des Restauraltonsproblems neuerliche Kon« flikistoffe zu erzeugen. Die legitimistifche Führung versucht systematisch den Eindruck zu erwecken, die Rückkehr zur monarchistischen Slaatsform entspringe dem Willen der VoUsmehrheit. Daß das österrei chijche Volk in seiner Mehrheit von den Habsburger» nichts wissen will, ist eine Tatsache, die keines Be« weises bedarf. Eine große Unsicherheit hat sich der österreichischen Juden bemächtigt, denn die Ordnung der Judenfrage ist auch in Oesterreich ein dringendes Gebot. Un« aufhaltsam dringt der Antisemitismus vor. Um diesem Vordringen einen Riegel vorzuschieben, haben sich die jüdischen Presseprodukte Wiens eine neue Taktik zurechtgelegt. Sie rufen laut und vernehmlich nach dem Staatsanwalt, sobald irgend jemand eine nahe gelegene Wohnung getragen, wo er, dem es l in seinem Diurnlstendasein nie gut gegangen war, | seine in Tränen aufgelöste Frau mit den Worten begrüßte: „Weiberl, wir sein g'machte Leut'". Wir Studenten verkehrten auch mit einzelnen Schauspielern, vor allem mit einem Herrn Anhur, einem begavien Menschen, der grundsäglich keine Rolle lernt«. E» kam vor, daß wir ihm nach einer Vorstellung, in der er einen König oder Naoob gespielt hatte, «ine Knackwurst kaufen mutzten, damit er vor Hunger nicht vergehe. Bald kam ich daraus, dag Schein und Wirklichkeit nicht nur im Leoen eines Mimen hart aufeinanderstogen. Arthur taucht« nach einiger Zeit als Nebenfigur auf den Grazer Bühnen auf. Uebrigzns können wir mit Stolz sagen, dag mancher Theaterstern erster Größe in unserem Städtchen aus» gegangen ist, wie Hermine Killet, die ausgezeichnete Altistin der Wiener Hvjoper, Luise Dumoni, Deutsch' lands grotze Tragöoin, Baptist Hoffmann, der Herr-liche Bariion der Berliner königlichen Oper, und andere. Auch gastierten berühmte Künstler aus un-serem Theater u. a. der geniale Ehurakieroarsteller Dr. Rudolf Tyrolt (als Fuhrmann Henjchel), der große Komiker Ateiander Girardi und viele andere. Ja, unser altes Theater war nlcht dt« legte der deutschen Bühnen. Wir halten es lieb und gedenken Ordnung der Judenfrage verlangt. Um beim Staat»-anwalt eher Gehör zu finden, stellen die Juden die These auf: Antisemitismus ist gleich Nationalsozia-lismus. Damit ist die Tatsache der Staatsfeindlichkeit geschaffen. Der Ruf nach dem Staatsanwalt ist für die jüdische Denkungsart überaus bezeichnend. Für sich nehmen die Juden die Pressefreiheit in vollem Umfange in Anspruch, aber sobald sich irgend jemand gegen sie stellt, wird die natürliche Juven-abwehr in Nationalsozialismus und Staatsfeindlich-keit umgelogen. Es ist auffallend, daß sich die in letzter Zeit von der Polizei verhafteten Kommunisten in der Regel als stramme Anhänger des von Staatsrat Leopold Kunfchak geführten christlichsozialen Freiheitbundes legitimieren. Der Freiheitsbund hat sich nunmehr zwar in die „Vaterländische Front" eingegliedert aber die Vaterländische Front ist ein starrer, toter Körper und die politische Willensbildung spielt sich nicht in ihr, sondern in zahlreichen Cliquen, legalen Orga« nisationen und illegalen Bewegungen ab. Eine Rich« tung bekämpft die andere, jede positive Entwicklung wird sabotiert und statt nach einer klaren Linie an dem so dringend notwendigen Ausbau des Landes mitarbeiten zu können, sieht sich die große Masse des österreichischen Volles in ein heilloses Durch« einander politischer Meinungen verstrickt. Besonders guter Entwicklungsmöglichkeiten er-freuen sich die sehr lebendig gewordenen Kommunisten. In den Wiener städtischen Betrieben s'ört sie kein Mensch bei ihrer Wühlarbeit. Ihre Agitatoren treffen sich in Volksbädern, Kegelklubs und Schieber-gärten an der Peripherie Wiens. Die Juden in den Proviantuikanzle-en des Bundesheeres übernehmen die Propagandaschriften für die neuen eingerückten Rekruten. Waggonweise kommen die bolschewistischen Hetzschriften als „Znaimer Gurken" dettariert auf dem Wiener Rorboaynhos an. Der Großteil der „Milizgruppen" besteht aus Kommunisten. Solange Klasiengegensätze bestehen bleiben, wird Oesterreich nie zur Ruhe kommen. Von chnsilich-sozialer Seite wiro nun darauf gedrängt, in der Lösung der Ardeiterfrage neue Wege zu gehen. Das katholische „Linzer Volksblatt" schreibt, man Dürfe „sich ruhig getrauen, auch den oder jenen ehemaligen Sozialdemotraten an eine führende Stelle zu rücken, der den sozialen Sinn des neuen Staates begreift und den Massen verständlich macht". Da« mit wollen die Klerikalen vergüten, daß dir Ratio-nalen zu einer posUiven Muarvell am «taate heran-gezogen werden. Immerhin lehnt die Arbeiterschaft auch „ehemalige Socialdemokraten an führenden Stellen" des heutigen Staatswejens ab. Nachdem bei einer Kundgebung für den Führer des nattonalsozialislischen Krasifayrtorp», Hühntem, bei seinem Wiener Aufenthalt die Wiener Polizei in brutaler Art die Demonstranten behandelte, hat die Landesieitung der RSD21P in einem Flugblatt angekündigt, einen wütenden Kampf gegen die Saboteure der geplanten ftieolichen Lösung, wie sie der Staatsvenrag vom 11. Juli vorsieht, zu führen. I seiner stets in Wehmut und Dankbarkeit. Gerade | mir waren freilich die tunstlerisch hochstehenden Symphoniekonzerle des Musiloereme» noch mehr als da» Theater. Dadurch, datz ich bei allen Proben dabei war, lernte ich so manche» Wunderwerk deut-scher Musik gründlich kennen. Hierüver habe ich in meinem Buche „Künstlergäste" erzählt. Wenn iq heute an all da» und so vieles andere zuruckoente, dann scheint e» mir erstaunlich, ja wunderoar, wie unsere A.len so Groge» zustande bringen tonnten. Uno doch tiegt oa» ivehennms offen zuiuge: unsere deutsche Gemeinschaft halle sich schon damals dem Berge-versegenden Worte „Gemeinnutz gehl oer Eigennutz" oerschneven. So yaoen es auch wir, die Auen von heule, gehalten. Ich glauve, oas ruhig sagen zu können. Und die heutigen Jungen mutzen das Gleiche tun. Woyl (eqit ihnen oie Schute oe» nationalen Kampfe». Daher kommt e», vag sie in vielem ganz anoer» sind als wir. Dafür aoer steh« der grogie Deutsche lebendig vor ihnen, die «ter-körperung aller guten Eigenschaften unseres Volkes, ein Vorvild ohnegleichen. Mögen sie wert sein, zu diesem Vorvild auszuvticken. 4>ann werden sie e» noch viel besser machen als wir. Verbreitet die „Deutsche Zeitung"! Hirtenbriefe und Vatikanspolitik Bei der feierlichen Eröffnung des neuen deut-schen Winterhilfswerks 1936/37 konnte man in der vordersten Reihe der Ehrengäste die markante Figur des Berliner Bischofs Graf von Preyfing beobachten. Es war das erste Mal, daß sich seit dem Bestehen des Dritten Reichs der deutsche Episkopat auf den Eröffnungskundgebungen für das Winterhilf»werk durch einen Bischof unmittelbar vertreten ließ. Die» dürfte ein Symptom dafür fein, daß in den Be-Ziehungen zwischen Staat und Katholischer Kirche in Deutschland seit einiger Zeit eine gewisst Tnt-spannung eingetreten ist. In erster Linie dürsten die Ereignisse des spanischen Bürgerkriege», die dort verübten zahllosen Mordtaten an Priestern und Zer-störungen kirchlichen Eigentums, diesen Wandel mit bewirkt haben. Es ist offensichtlich, daß im deutschen Episkopat die antiboljchewistische Politik des Reiche» einen spürbaren Anklang gesunden hat, darum auch der bemerkenswerte Hirtenbrief der Fuldaer Bischof»-konferenz, der bis zu einem gewissen Grade die Eingliederung der Katholischen Kirche Deutschland» in die antibolschewistische Front vollzogen hat. In den Beziehungen zwischen dem nationalst zialistischen Staat und der Katholischen Kirche ist freilich die letzte Abklärung der zwischen beiden be« stehenden strittigen Probleme noch nicht erfolgt. Nach wie vor bestehen unverkennbare Gegensätze. Sie finden in einer Reihe von Hirtenbriefen Ausdruck, die in der letzten Zeit geradezu serienweise von den katholischen Kirchenkanzeln zur Verlesung gebracht worden sind. Die bekannten Streitfragen auf dem Gebiet der Jugenderziehung, des Schulwesen» und der katholischen Vereinstätigkeit sind darin erörtert worden, in der Form allerdings mit augensälliger Zurückhaltung, um die kirchenpolitische Situation nicht unnötigerweise zu belasten. Von Seiten des Staates und der Partei ist in keiner Weise daraus reagiert worden. Die Tendenz ist deutlich, bei aller grundsätzlichen Wahrung des eigenen Standpunkte» k«ine neue Konflikisstimmung zu schaffen. Für den nächsten Sonntag ist ein neuer Hirtenbrief zu er-waiten. Die Tatsache, daß dann nachträglich in verhältnismäßig ausführlicher Weife zu den Koblenzer Sittlichkeit!Prozessen gegen Die Angehörige, des Franziskaneroroens Stellung genommen wrrd, be> stätigt nur, daß diese sittlichen Verfehlungen zahlreicher Ordensangehöriger in der katholischen Be« völkerung eine nicht unerhebliche Beunruhigung aus-gelöst haben. Obwohl diese Prozesse zurzeit nicht weitergeführt werden, in der breiteren Oeffentlichkeit von ihnen kaum noch die Rede ist, ergreifen jetzt die deutschen Bischöfe da» Wort, um den katholischen Bevölkerungsteil Deutschland» über ihre Stellung-nähme zu unterrichten. Die Vergehen, die in Koblenz zur Aburteilung gekommen sind, werden von den Bischöfen in Ueber-einstimmung mit den weltlichen Gerichten entschieden verurteilt. Es wird auch zugegeben, daß dem kirch-lichen Ansehen dadurch ein schwerer Schaden zuge« fügt worden sei. Die Bischöfe versuchen dann freilich, die Bedeutung dieser Vorgänge für die Kirche zu mindern, indem sie feststellen, daß es vor allem An-gehörige einer religiösen Laiengenosfenschafi gewesen seien, die vor den Schranken des Gericht» standen. Für die Verfehlungen von Laienbrüdern könne der Priesterstand nicht verantwortlich gemacht werden. Mit grißer Entschiedenheit weist der Hirtenbrief so-dann die Angriffe zurück, die in Verbindung mit den Koblenzer Prozessen gegen die Kirchen selbst und ihre Priester erhoben worden seien. Das scheint der eigentliche Zweck dieser bischöflichen Kundgebung zu sein, sich noch nachträglich mit beträchtlicher Heftigkeit gegen die in der Oeffentlichkeit lautgewordene Kritik zu wenden, die anscheinend in der katholischen Bevölkerung nicht ohne tuse Wirkung geblieben ist. Die Haltung des Vatikans zu den spanischen Ereignissen hat, wie man vermuten muß, in Deutschland nicht voll befriedigt. Offenbar wünscht man in Berlin, daß der Heilige Stuhl eindeutiger und unbedingter als bisher gegen die bolschewistisch« Weltgefahr Stellung nehmen soll. Es wird bean« stundet, daß in den päpstlichen Kundgebungen der letzten Zeit des öfteren versteckie Angriffe gegen an-dere Weltanschauungen enthalten waren, obwohl alle antibolschewistischen Kräfte zu einer starten Einheit»-front und Geschlossenheit zusammengefaßt werden müßten. Auch was — meist über Wien — über bestimmte Absichten des Vatikan» in Deutschland bekannt wird, scheint wenig geeignet zu sein, «ine bessrre Atmosphäre in den beiderseitigen Beziehungen zu schaffen. Im „Völkischen Beobachter" heißt e» Seit« 4 Deutsche Zeitung Nummer 34 dazu: „Wir halten «s keineswegs für den richtigen Zeilpunkt, angesichts des brennendkn und blutenden Spaniens zur Abwehr gegen Moskau zu rufen und gleichzeitig damit Fragen des Katechismus und der Bidelau-legung erledigen zu wollen." Da» Blatt meint damit di« Versuche, durch «in« Stärkung des „politischen Katholizismus" den Bolschewismus be-kämpfen zu wollen und gleichzeitig anderen Welt-anjchauungen, die gerad« für di« Abwehr des Bol-schtwismus ausschlaggebend sind, die Fehd« auzusagen. Italien und Deutschland Ein ständiges Thema französischer Zeitungen ist die Frage, welche Stellung Italien in Europa eigent-lich einnimmt. So hat der „Temps" dieser Tag« wieder nachzuweisen versuch!, daß zwar eine äugen-blickliche Verkettung widriger Umstände die deutsch-italienisch« Annäherung bewirkt hätte, das; aber „Uebereinstimmung der Inteiessen" auf die Dauer nur zwischen Frankreich und Italien bestehen könne. Schließlich sollie man meinen, die Italiener müßten selbst am besten wissen, wo ihre berechtigten Jnter-essen hinweisen, und es ist vielleicht nicht von unge-fähr, dc»ß die römische „Tribuna" zu gleicher .Seit von der „Parallelität der Interessen" zwischen Jta-lien und Deutschland spricht. Uebereinstimmung oder Parallelität? Darin liegt eine politisch« Unterscheidung, di« typisch ist für den Unterschied im Denken Frank-reich» und der modernen autoritären Staaten. Frank-reich kann sich die Dinge nicht anders vorstellen, als daß jede Macht in Europa entweder einem Block oder einem Gegenblock angehören müsse, und da» Bedauern mancher Realpolitiker in Paris geht lediglich dahin, deß man statt Italien Sowjetrußland als höchst fragwürdigen Bundesgenossen gewonnen hat, und daß Der Abessinienkrieg das italienisch-französisch« Vertrauen England zuliebe so stark erschüttert at. In Rom wie in Berlin dagegen fühlt man ch solidarisch in der gemeinsamen Grundhaltung, die wiederum wesentlich bedingt ist vom Selbst-bewußtsein des Faschismus wie des Nationalsozia-lismus. Wenn di«s« moralische Solidarität zur Pa-rallelität der Interessen führt, dann entweder wie im Falle Oesterreich aus dem gemeinsamen Wunsch heraus, fritdenftörende Verhältnisse in Mitteleuropa zu beseitigen, oder wie im Fall Spanien durch die Art, wie die Sowjetpropaganda einen „Weltfaschis-mus" als Todfeind der Komintern konstruiert. In London hat Italiens Vertreter Grandi im Nichteinmijchungsausschuß die Herausforderung der Sowjetunion genau auf der gleichen Linie zurück-gewiesen, wie Deutschland es tut und angesichts der merkwürdigen Hartnäckigkeit der Sowjets auch weiter mit kräftigen Beweisen in der Hand tun wird. Darob haben sich viele Leute in Frankreich und auch in England erstaunt, di« kurz zuvor Italien» Abwertung als einen Anschluß an den Westen, bzw. als eine Absage an Deutschland betrachten wollten. So kommt man allerdings nicht weiter^ und «» ist gewiß weder deutsch« noch italienisch« Schuld, wrnn sich dieselben Leute nun schrecklich«» Kopszerbrechen machen über Sinn und Zweck der demnächst vvr-gesehenen Berliner Reis« des Außenminister» Grasen Eiano. Der Mann, der Mussolmi» Politik in au»-wältigen Dingen zu vertreten hat, wird in Berlin sein.' Gespräch« mit Adolf Hitler und mit seinem Kollegen, Freiherrn von Neurath, führen al» Sach-waller der Eigeninteressen seines Landes und als aschijt. Deutscherseits wiederum liegt die Linie der nteressen ebenfalls klar vor Augen, auf dem Hinter-gründ der nationalsozialistischen Weltanschauung. Beide Gesichtspunkte aber begegnen sich nicht nur im Willen zur Aufrechterhaltung einer politisch sozialen Ordnung im Innern, sondern auch in der Konzeption einer echten europäischen Zusammenarbeit unter Achtung der Doseinsrechte jeder Nation. Was die Westpattfrage angeht, wo eine deutsch-italienische Ver-schwörung immer wieder vermutet und gkfürchtet wird, so genügt ein Blick aus die Landkarte, um zu begreifen, wie v«r>chied«n Deutschlands und Italien» Ausgangs-punkt sein muß. Deutschland hat s«in« Bereitwillig-feil zu einem neuen Westpakt klar bekundet, es hat auch Englands Wunsch, diesmal ebenfalls Nutznießer der gegenseitigen Garantie zu werden, ebenso vorbe» haltlos zur Kenntnis genommen, wie es h«ut« Bel> giens Bedenken zur Kenntnis nimmt, das seinerseits di« Tragweite einer aktiven Garantieverpflichtung sürchtet, vor allem wegen der Eristenz des franzö-sisch-russischen Paktes. Wohl sieht man hier wieder, wie schwierig und vielfältig das „neue Locarno" sich heutzutage darstellt, und zwar gerade bei den drei Mächten, die seinerzeit die kollektive Form einer deutsch französischen Friedenserklärung aus der Taufe gehoben haben. Der gröhte Flughafen der Welt «u«dau d«s Flughafens lempelhef Berlin. Der Flughafen in Tempelhof wird beträchtlich vergrößert werden, weil der Flugverkehr eine wesentliche Zunahme erfahren hat und di« Ge-schwindigkeit der Flugzeug« so groß geworden ist, daß ein« größere Landefläch« für sie erforderlich ift. In der letzten Zeit hat sich der Flugverkehr von einem Jahr zum anderen verdoppelt, ja verdrei-facht. Schon jetzt werden täglich etwa 1000 Flug-gäste in Tempelhof abgefertigt. Die Flugzeughallen reichen bei weitem nicht mehr aus, so daß ständig zahlreich« Flugzeug« unter freiem Himmel abgestellt werden müssen. Der Ausbau des Flughafen» soll daher so großzügig durchgeführt werden, daß die neuen Anlogen nach menschlicher Voraussicht allen künftigen Anforderungen gerecht werden sollen. Di« Ausschachtungsarbeiten auf dem weilen Gelände, auf dem früher die Aufmärsche um 1. Mai statt-fanden, haben jetzt für die neuen Verwaltungsge-däude bereits begonnen, so daß man sich schon jetzt ein Bild von der künftigen Gestatt des Flughafens machen kann. Die Flughafenstraße verschwindet voll-kommen. Das Gelände des Flughafen« wird iünf-tig da» gesammte Tempelhofer Feld bis zur Berli-n«r Straß« in Anspruch n«hm«n. E» wird damit 2.5 Kilometer lang und 1.5 Kilometer breit werden und alle anderen Flugplätze der Welt an Größe übertreffen. Die Dächer und neun Hallen werden so eingerichtet, daß sie bei großen Flugv«ranstaltung«n al» Tribünen dienen können. Der erste deutsche Eintopfsonntag Der erste Eintopfsonntag des Winterhilfswerks 1936/37 hatte etwas Außerordentliches gebracht, nämlich ein Wettkochen einer Reihe fremder Länder und der «inj«lnen d«utsch«n Gau« zur Erringung «in«» Preises für den besten nationalen Eintopf. Die Lettung dieser gastronomischen Veranstaltung war von der in den Berliner Ausstellungshallen abgehaltenen Sonderausstellung „Die Küch« der Welt" veranstaltet worden. Aus allen Gegenden des Reiches waren Sonderzüge und Kraftomnibusse in Berlin eingetroffen. 80.000 Besucher beteiligten sich an diesem Massenschiedsgericht. aus dem zwei deutsche Gaue, nämlich Sachsen - Thüringen und Rheinland - Westfalen die ersten Plätze bei den Fleisch- und Fischgerichten belegten. Den Preis für das beste vegetcmiche Gericht erhielt Ungarn. Zahl-reiche fremde Länder belegten zweite, dritte und viert« Platz«, wobei besonders die berühmte franzö» fische „Petite Marmite" das lebhaste Interesse der Hausfrauen wie der männlichen Feinschmecker er-regte. In den mehrjährigen Erfahrungen b«im Win-t«rhilf»w«rk find selbstverständlich Neuerungen zutage gefördert worden, di« bei Beginn einer neuen Hilf»-aktion in breiterem Rahmen ang«wend«t werden. So wird die Stadt Berlin einen täglichen Küchen-betrieb einrichten und fortlaufend j« 30.000 Mit-tagsporlionen verabfolgen. Die Austeilung soll auf solche Leute beschränkt sein, die alleinstehen und sich nicht selber ihr Essen zubereiten können. Deutsche ttriegsdichter „Wehrhafte Dichtung der Zeit" ist das Motto, unter dem sich in dieser Woche etwa 60 deutsche Kriegsdichter auf Einladung der NS-Kulturgemeinde in Berlin treffen. Neben Rudolf G. Binding sieht man unter ihnen den Oesterreicher Bruno Brehm, den Epiker der sibirischen Gefangenschaft Edwin Erich Dwinger, den Mitautor des besten deutschen Kriegsstück» Sigmund G r a f f, den Reichs-dramaturgen Rainer Schlösser, den Autor der vielgenannten Werke „Deutschland hinter Stachel-draht" und „Bismark gründet das Reich" Werner Beumelburg. Di« Dichter wurden von Alfred Rosenberg willkommen geheißen, der ihnen im Namen der nationalsozialistischen Bewegung für ihre Haltung in d«n Nachkriege jähren dankt«. Sie hätten den unvergänglichen Mut deutsch«? Männer b«fun-grn und die Verkörperung deutscher Ehre gestattet. Sie, die den großen Krieg schilderten, erschienen heute als die Brücke von damals zum Jahre 1933. Bei einem Empfang bet Reich»minister Dr. G o «b-bels betonte dieser da» tiefe Verstandn!» der nationalsoMistischen Staatsführung für die Pro-bleme der Kunst. Zu der oft gehörten Klage, daß es noch nicht gelungen sei, das heutige Geschehen in Deutschland dichterisch zu formen, erklärte er, es gebe Zeiten, in denen Geschichte gemacht werde, und Zeiten, in denen Geschichte gedichtet werde. Heut« werd« Geschichte gemacht. — An da» käme» radjchastliche Zusammensein der Dicht« schließen sich täglich Besichtigungen Berliner kultureller Einrichtungen. Di« Abende sind Vorlesungen einzelner Dichter gewidmet, die einen überrasch«nd starktn Anklang beim Publikum fanden. Wirtschaftsfürsorge für Soldaten Im d«ulsch«n Gesetzblatt ist eine Verordnung o«röff«nUicht worden, derrn Bestimmung «» ist, den nunmehr zwei Jahr« im Militärdienst liehen den jungen L«ut«n die Rückkehr in den Zivilberuf zu erleichtern. Bereits bei der Einführung der zwei-jährigen Dienstzeit ist hervorgehoben worden, daß für diejenigen jungen Leut«, die am 1. Oktober 1936 auf Grund der einjährigen Dienstzett in ihren Zivil-beruf enttassen zu werden erwarteten, besonder« Vor-kehrungen getroffen werden müßten. Nach der n«u«n Verordnung soll der aus dem Militär- oder Arbeit»-dienst entlassen« junge Mann bei seiner Rückkehr zum früheren Arbeitsplatz so behandett werden, al» ob er den Arbeitsplatz nicht verlassen hätt«. Die» gitt für die Beförderung, für das Einrücken in «in« höhere Gehalts- oder Lvhnstuse und für die Be-Messung der Urlaubszeit. Selbstverständlich werden auch di« Einberufungen zu kürzerrn militärischen Uebungen von keinerlei störenden Folgen für den Einberufenen begleitet sein. Wo ein zur Dienstpflicht einberufener junger Mann nicht an seinen Arbeit»-platz zurückkehren kann, sind die Arbeitsämter an-gewiesen, bevorzugt Arbeitsplätze nachzuweisen. Hierbei handelt es sich durchweg nur um Mindest-bestimmungen; wo zwijch«n d«m Unternehmer und Gefolgsmann eine günstigere V«r«inbarung getroffen wird, soll si« selbstverständlich Geltung behalten. Die j«tzt getroffene Bestimmung ist besonder» für die Uebrrgangszeit wichtig. Wenn sich nach einigen Jahren die Einrichtung der zweijährigen militärischen Dienstzeit eingelebt haben wird, wird bei den Unter-nehmern die bevorzugt« Berücksichtigung der gedienten Soldaten bei der Einstellung neuer Ardeitskräft« «in« Selbstverständlichkeit geworden sein. Qualitative Flottenbeschräntung Der deutsche Geschäftsträger in London hat in Fortsetzung der deutsch-englischen Verhandlungen über ein qualitatives Fiottenbegrenzungsadlommen «in« Siellungnahme der Reichsregierung zu den letzten schriftlichen Mitteilungen der britischen Regierung übergeben. Wie erinnerlich, wir in quantttativ« Hinsicht zwischen Deutschland und England das Verhätt-nis der beiden Flotten auf der Grundlage 35:100 festgelegt worden. Anderseits halte das englisch fran-zösifch amerikanische Abkommen vom 25. März di« Grundlagen zu qualitativen Rüstungsbeschränkung?-abkommen zur See gelegt. Die englische Regierung hat Deutschland aufgefordert, dieser Regelung b«izu-treten. Deutschland hat seine grundsätzliche Berett-willigkett seinerzeit zum Ausdruck gebracht mtt der Maßgabe, daß Rußland den gleichen qualttatioen Beschränkungen bei seinem Flottenbau unterworfen wird. Demgemäß haben russifch-englische Flottenoer-Handlungen stattgefunden. Von ihrem Ergebnis ift di« Bertiner Regierung unterrichtet worden. Wi: glauben zu wissen, daß di« deutsche Regierung Be-denken gegen diese Vereinbarungen erhebt. Die Be-denken gründen sich auf Sondervvrr«cht«, die Eng-land der Sowjetflotte einzuräumen bereit ist. Ruß-land soll danach stärkere Geschützkaliber für.Kreuzer besitzen, als sie in dem allgemeinen Vertrag vom 25. März vorgesehen sind. Der Bau von Schlachtschiffen unterliegt ferner nicht den strengen Begrenzungen, die sonst ins Auge gefaßt sind, und schließlich wird Ruß-land vollkommen freie Hand hinsichtlich des Ausbaus seiner fernöstlichen Flotte gewährt Da aber die Bauten für diese fernöstliche Flotte auch in den Ostsee- oder Schwarzen Ateer-Häfen erfolgen dürfen, betrachtet Deutschland in Uebereinstimmung mit polnischen und flnnländischen Besorgnissen diese Regelung al» eine gefährliche Verschiebung des maritimen Gleichgewichtes tn der Ostsee. Ausgabe der englischen Regierung wird e» sein, Garantien gegenüber solchen Gefahren zu schaffen, damtt die Grundlagen sowohl de» deutsch-englischen Flottenvenrage» wie auch des englisch-ameukanisch-sranzösischen Vertrage» gewahrt bleiben. Unabhängiges sowjetrussisches Marokko? Die Komintern hat die Absicht, in Nordafrika eine Erhebung anzuzetteln. Nachdem General Francs den Plan einer umstürzlerijchen Aktion in Spanisch-Marokko vereitelte, wählte die Komintern Französisch-Marokko für ihre Tätigkeit. Die kommunistische Tätigkeit in Marokko verfolgt den Zweck, ein un-abhängige» sowjetrussische» Marokko zu gründen. Nummer 84 Deutsch« Zeltung Seite 5 Bauernschulden In Slowenien schulden Bauern on Genossen-schasten 550 Millionen Dinar, hiervon bei Mitglie-dern des Denosienschaftsverbandes reg. Gen. m. b. H 35V Millionen Dinar. Die gesamten Bauern-schulden in Slowenien betragen WO Millionen Din bei 45.000 Schuldnern. Bei Streichung der Hälfte fielen 400 Millionen Dinar weg. Internationale Jagdausstellung Berlin 1937 (A) Beograd. 3n den Monaten September und Oktober des Jahres 1937 wird in Berlin eine große Internationale Jagdausstellung abgehalten werden. Zum Zwecke der Organisierung dieser Aus-stellung wurde für Anfang November l. I. eine Konferenz einberufen, in der olle Fragen in Ver-bindung mit dieser Internationalen Ausstellung be-raten werden sollen. Das Organisation: komitee hat auch das Königreich Jugoslawien zur Teilnahme an dieser Internationalen Ausstellung, wie auch zur Teilnahme an der im November d. I. staltfindenden Vorkonferenz ein. Steigender belgischer Antisemitismus Die jüdischen Emigranten aus Deutschland ma-chen sich in den von ihnen aufgesuchten Zuflucht«-ländern reichlich unbeliebt. Das geht nicht nur aus vielen örtlichen Streitfällen hervor, jondein spiegelt sich auch in den Zeitungen wieder. Mit einem deut-lich verweisenden Seitenblick auf die „deutschen" Emigranten berichtete kürzlich die „käalites lZruxelles-: „Von Ostende bis Zeute herrscht der Jude. Er ist überall. Man sieht niemand anderen als ihn. In der bescheidensten Pension und im prunkvollsten Hotel wird man von der jüdischen Flut überschwemmt. Für die Sache der belgischen Juden ist das nicht gut. Denn alle diese Juden sind weder intelligent, noch gebildet, noch taktvoll. Es sind die kleinen und großen jüdischen Kaufleute, die ihren Urlaub an der belgischen Küste verbringen. Dazu viele deutsche Juden, die die Verbannung ruiniert hat Wir haben beobachtet, welche Wirkung diese fremde Einwände rung auf unsere Mitbürger ausübte. Sie ist symp-tomatisch. Alle, die wir befragt haben — Intellektuelle. Arbeiter, Leute aus dürgerhchen Kreisen, Geschäftsleute —, alle ohne Unterschied bekundeten eine antisemitische Gesinnung. Diese Einstellung hat nichts mit philosophischen Erwägungen zu tun. Die Leute sind nicht aus Prinzip Antisemiten. Sie stellen nur fest, daß der kleine Jude, der bei ihnen vor zwei Jahren als armer Schlucker Zuflucht gesucht hat, heute in der Wirtschaft einen beneidenswerten Platz einnimmt. Sie wissen, daß dieser Umschwung dadurch möglich gewesen ist, daß der Jude sein Personal zu einem Hungerlohn arbeiten ließ, daß er nicht übliche Spejen bezahlte und die sozialen Gesetze mißachtete. Den Achtstundentag hielt er nie-mals ein. Die Belgier wissen, daß der Jude seinen Wohlstand, von dessen Entstehung sie Zeuge waren, der Herabdrülkung des Personals auf einen Lebens-standard, den sich kein belgischer Arbeiter gefallen lasie, verdankt. Die Juden so zahlreich, so dick, feit, satt und anmaßend zu srhen, macht die Belgier un> gehalten ; jeder wußte nachweisbare, empörende Fälle jüdischer Ausbeutung anzuführen. Das bringt uns antisemitische Bestrebungen ins Land, die sich dafür einsetzen, daß da» Eristenzminimum der belgischen Arbeiter planmäßig verteidigt wird." Wenn in dem Bericht zum Ausdruck kommt: „Die Belgier sind nicht aus Prinzip Antisemiten", dann werden sie da» in absehbarer Zeit werden. Oeffentliche Wirtschaft Neichsbankpräsident Dr. Schacht legte vor dem Zentralausschuß der Deutschen Reichsbank den deut-sehen Standpunkt zur internationalen Währungslage klar. Deutschland ist bereit, zu gegebener Zeit an internationalen Vereinbarungen zur Stabilisierung der Weltooährungslage mitzuarbeiten. Doch glaubt Deutschland nicht, daß durch die Abwertung ver Währungen vieler Länder in diesen Tagen eine stabile Grundlage für die künftige Entwicklung geschaffen ist. Deuischland sieht über in der Beständigkeit eine unerläßliche Grundlage des interna-tionalen Verkehrs. Die stabile Währungsgrundlage, die Deutschland mit Hilfe s«me> Dcoiienvewilt>chas-tung unter der nationalsozialistischen Regierung hat ausrecht erhalten können, ist für alle Aollsteile ein so großer Vorteil, daß er die mit der Deoisenbe-wirtschafiung verbundenen Unbequemlichkeiten samt-lich auf wiegt. Welche Ziele hat der Bolschewismus? Ueber die Ziele des Bolschewismus gibt da» Lehrbuch der Roten Armee von G u s j e w erschöp-send Auskunft. Darin heißt es u. a.: „Schließlich ist auch der Fall nicht ausgeschlossen, daß wir gezwungen sein werden, einen revnlutio-nären Krieg mit dem Ziel der schnellsten Entfesselung der Revolution im Westen zu beginnen, und in diesem Fall wird unsere Strategie einen streng an-griffsmäßigen Charakter tragen müssen." Georg Km wetz, der als Offizier und Jnstruk» teur der Roten Flugwaffe gedient hat. schreibt über die Ziel« der Flugwaffe: „Massen von Fallschirmabspringern werden früh-zeitig zum Einsatz im Rücken feindlicher Armeen ausgebildet. Die Koinintern wird den Hauptschlag in den Rücken führen mit gleichzeitigem mächtigem Druck der mechanisierten Kampftruppen auf die Front. Si« wird alle Kräfte und Mittel zur Be-endigung des Krieges durch einen kurzen gewaltigen Schlag einsetzen, um ein Blutbad — den Bürger-krieg — in anderen Ländern zu beginnen." Die Pariser Kommune am Werk... Die Verabschiedung der Währungsgesetzgebung war in Frankreich nur deshalb möglich, weil die Kommunisten über Weisung aus Moskau für sie stimmten. Moskau wollte auf jeden Fall di« Volks-front am Leben erhalten. Sonst wäre die Regierung Blum weggefegt worden. Die Kommunisten denken aber nicht im entferntesten daran, die zukünftige Preis- und Lohnregulierung den demagogischen Ein-slüssen der Straße zu entziehen. Sofort nach Unter-Zeichnung drr Gesetze begann eine sehr intensive Rundfunkpropaganda des Moskauer Senders in französischer Sprache, in der ohne jede Rücksicht da» französische Volk dazu aufgestachelt wird, nach wie vor die „gleitend« Lohnskala", die ja alle Ergebnisse der jetzigen Abwertung über den Haufen werfen und in Kürze zu neuen Abwertungsmaßnahmen führen müßt«, zu fordern und mit allen Mitteln durchzusetzen. Die Pariser Kommune beeilte sich, die Moskauer Aufträge sofort zu erfüllen. Am 3. Ok-kober brach der neue groß« Streik in den Pariser Hoiels, Restaurants und Kaffeehäusern aus. Da-neben sind noch 20 Pariser Fabriken von Streiken-den besetzt. Aus der Provinz weiden neue Streiks gemeldet, die meist mit Betriebsbesetzungen verbun-den sind. Der Streik der französischen Binnenschiffer dehnt sich aus. Die Regierung ist machtlos. Nach-dem Moskau die Schlacht in Spanien verloren hat, will der Bolschewismus in Frankreich festen Fuß fassen, um von da zuerst nach der Schweiz hinüber-zugreifen. Belgien und Holland sollen dann folgen. Moskau im Westen Schonung ist gewiß eine diplomatische Tugend, aber wenn man den sowjetcussischen Vorstoß im Londoner Spanienausschuß und die üblen Hetzlund-gedungen der französischen Kommunisten in Elsaß-Lothringen zusammennimmt — von den Störungsversuchen einer kleinen kommunistischen Minderheit in England ganz abgesehen —, dann kann man wirtlich nicht behaupten, daß der Bolschewismus die ihm bisher reichlich zuteil gewordene Schonung in Westeuropa mit besonderer Dankbarkeit quittiert. In Deutschland haben die erwähnten Vorgänge sämtlich ein starkes Aufhorchen hervorgerufen, geht aus ihnen doch eindeutig hervor, daß der Kampf gegen Na-tionalsozialismus und Faschismus mit allen Mitteln und auf allen Ebenen da» eingestandene Hauptziel der Moskauer Propaganda ist. Wenn selbst ein« Ztitung wie der Pariser „Temps" sich darüber beschwert, daß Sowjetunion und Komintern ihr ganzes internationales Wühlen „in den Dienst des Gegen-satzes zu Deutschland gestellt" hätten, während tag» zuvor die Londoner „Times" die Vorgänge im Stichteinmischungsausschuß als schweres Störungs-Manöver gegen den Frieden brandmarken mußte, so braucht sich niemand darüber zu wundern, daß deutscherseits dringender denn je gefragt wird, wie-lange wohl Westeuropa die Herausforderungen Moskaus noch hinnehmen will. Nun werden aber auch in London und in an-deren englischen Städten die Zusammenstöße zwischen Nationalisten und Kommunisten immer häufiger und immer blutiger und so beginnt man plötzlich ganz anders die Lage zu betrachten. Die große jüdische Presse fordert Versammlungsverbot und Auflösung der faschistischen Organisationen, die nationale Presse ruft zur anlibolichewistischen Blockbildung auf, die breite Masse des konservativen Bürgertums ab« schläft noch immer spießbürgerlich dahin. Deutschlands Wirtschaftsaufstieg Einig« tturjb «richt« Die Bank für Brauindustrien meldet für die ersten Monate de» Jahre» eine weitere Absatz-steigerung der deutschen Brauereien. Die Gesellschaft schlägt eine Dividende von Gl/t% vor. Die Bautätigkeit hat sich ebenfall» erheb-lich belebt. Bei den Bauerlaubnissen betrug die Zu-nähme 50 V bei den Bauoollendungen sogar 56 % gegenüber der gleichen Zeit des Vorjahres. Die Neuzulassungen von Kraftfahrzeugen betrugen im August rund 42 500. Da» bedeutet gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung von 22%. Die Gesamtproduktion in Kraftfahrzeugen belies sich im August auf 45.600. Der Schweinebestand betrag nach der Zählung vom 4. September 1936 25,9 Millionen Stück, das sind 6,2 % mehr als im Durchschnitt der letzten 5 Iahte. Nach der letzten Vorschätzung der deutschen Hülsenfrucht- und Heuernte zu Anfang September 1936 ist fast durchweg eine erhebliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr und besonder» gegenüber dem Durchschnitt der letzten 5 Jahre fest-zustellen. Die Deutsch« Lufthansa hat ihren neuen Winterflugpian bekanntgegeben. Dieser enthält gegen-über dem Sommerflugplan, abgesehen von der Ein-stellung der Bäderstrecken, keine Einschränkungen de» Flugverkehrs. Da» ausgedehnte Nachtust- und Frachtstreckennetz der Deutschen Lufthansa wird in diesem Winter ohne Einschränkung beflogen. D«r Wareneingang des Hafen» Hamburg zeigt im August 1936 gegenüber dem Vorjahr ein« Zunahme von 15 v, der Warenausgang ein« Zu-nahm« um 5«. Aktienmarkt: Die Währungsabwertungen im Ausland hatten on der Berliner Börs« größer« Sperrmorkanlagen zur Folge. Der in Gang ge-kommenen neuen Auswärtsbewegung schloß sich auch das Publikum mit Käufen an, so daß vorübergehend Befestigungen von 5—10?» erzielt wurden. Di« Bewegung glitt aber später in ein ruhig«rr» Fahr-wasser, als der Reichsdankpräsident erneut da» Fest-halten an der bisherigen Währungspolitik verkündete- Kurze Nachrichten Am 29. Oktober erscheint in Zagreb ^die erst« Nummer eines neuen Blatte» namens „Seljakti d o m". Als Herausgeber zeichnet Dr. Vladko M a c e k selbst, als verantwortlicher Schriftleiter dessen Sekretär Dr. Jakob Je laiin. » Am 19. d. M. kamen in unseren Staat mehrere große Ueberlandautobusse au» dem Deutschen Reich. Sie werden 14 Taqe durch unsere Gebiete fahren und dienen der Propaganda unseres Fremden-Verkehrs. Die Reise wurde vom „Putnik" in Berlin und von den Deutschen FremdenverkehrsanstaUen zusammengestellt. Auch der 4. sowjetrussische Vorschlag wegen Kontrolle der Nichteinmischung in Spanien wurde vom englischen Vorsitzenden abgelehnt. Der polnische Außenminister Oberst B eck weilte zwei Tage in Pari», wo er mit Ministerpräsident Leon Blum und Außenminister Delbos über die allgemeine europäische Lage Besprechungen hatte, ch Der belgische Rexistenführer D e g r e l l e, der sich auf einer Reise nach Paris befand, wurde an der belgisch französischen Grenze von den französischen Regieiungsbeamten abgewiesen und mußte nach Brüssel zurückkehren. Der erste Eintopssonntag des Winterhiifswerk» 1936,37 brachte allein in Berlin einen Betrag von 401.390.15 RM., d. h. «ine im Vergleich mst Oktober 1935 um etwa 10 v. H. höhere Summe. » Nachdem der spanische Gesandte in Prag, Gaspar Sanz Torvar der Madrider Regierung erklären ließ, daß er hinfort nur di« Rtgierung in Burgo» vertreten werde, schickte die Modride, Regierung einen anderen Gesandten noch Prag, wo nun ein heftiger Streit um da» Gesandlschafisgedäude «ntbrannte. Italien baut eine Riesensprungschanze, die noch wettere Sprünge al» unsere Planicaschanze ermög-lichen soll. Bekanntlich ist die Planicaschanze die bi»h«r größte der Welt. Seilt 6 Deutsche Zeltung Nummer 84 Politische Streiflichter Oesteireichliche Blätter berichteten, die „Münchner Nachrichten" seien in den Besitz de- national- ; sozialistischen Zentraloer'.ages Franz Ehers Nachf. übergegangen. Die Verlag^leitung der „Münchner Neuesten Nachrichten" hat diese Meldung dementiert. Mit dem Gerücht des Besitzwechsels wollten gewisse österreichische Kreise politische Geschäfte machen. » Zur Abwertung des Schweizer-Frankens wird au» Wien geschrieben: Wer Halle geglaubt, dah sich die Schweiz vom bankrotten, im bolschewistischen Schlepptau hängenden Frankreich in dieses Zweifel-hafte Währungsexperiment Hineinlotjen lätzt. Ist man in der Schweiz wirklich so naio, um zu glauben, dah die bestandene Kauskrast und die Lohnbewegung dadurch unberühlt bleibt, oder da'g sich die Preise durch Gesetze stabilisieren lassen? Wir werden ja sehen, wie weit die Schweiz mit diesem Experiment kommt, sicher ist nur eines: das jüdische internationale Grotzkapital, welches sein Geld schon gehortet hat, ist nicht zu kurz gekommen und die Schieber, die Hyänen der Inflationsschiachlselder, sind auf ihre Rechnung gekommen. Mit solchen ist ja die Schweiz seit der „Deutschen Emigration" reichlich versorgt. < Exkaiserin Zita, die Verräterin im Weltkrieg und die große Intrigantin der Gegenwart, ist wieder sehr aktiv. Ihre Tochter Adelheid bereist Oesterreich, um Fühler auszustrecken. Ihren Sohn Otto möchte sie gerne mit der Prinzessin Maria von Italien ver« kuppeln. Prinzessin Maria ist die einzige noch ledige Tochter des italienischen Königs. Aus Stadt und Land C e I j e Evangelische Gemeinde. Sonntag, den 18. Oktober, müssen die Gottesdienste wegen amt> licher Abwesenheit des Pfarrers entfallen. SonntagvormUtag lein Licht. Wegen wichtiger Ausbesserungsardeiten im elektrischen Strom-netz wird Sonntag, den 18. d. M, von 7 Uhr morgens bis 10 Uhr vormittags die Haupistrom-leitung unterbrochen. Wie wird der heurige Winter. Vielfach beschäftigt man sich mit der pieigruppe aus Ljubljana auch in Eelje größten Applaus bei der Aufführung von Puccinis Oper Madame But- terf! y. Das Theater wir dichtgefüllt Man wünscht die Gäste aus $}jufilj»» hiesigen Gymnasium«. Adrewe in der Verwaltung den Blattes. 301 8oIider Herr auoht für 1. November in der Stadt nettes möbl. Zimmer mit separiertem Eingang. — Gofl. Anträge erbeten an die Verwaltung des Blatte«. DRUCK- UND BUCHBINDEREI- ARBEITEN FÜR INDUSTRIEN, HANDEL, GEWERBE, AEMTER UND PRIVATE LIEFERT IN BESTER UND SOLIDER AUSFÜHRUNG VEREINS BUC H DRUCKEREI C E L E J A CELJE / PREÖERNOVA ULICA 6 Drucker. Verlegn und Herausgeber: VereinSbuchdruckern „Eel-eja" in Eelje. — verantwortlich für den Herausgeber und verantwortlicher Schrift!»««: Jakob Prah in Celje Für die Druckerei »eranvvottlich: Gabriel 6j«nt|i tn Eelje.