1(3^. 'M | Hr. 1. II! 220 JS Donnerstag, den 1. Januar 188l». V. Jahrgang. Cillier Ztilung. ?rSnumeration»-kel>ingungen. Mit Vost-Versendung: Für Killt t UfottoiUA .. . —SS »iet,el»«ti,. . >.«« zzicrt-l>äd»>q ..>.»» H,tt>I»dt>» ... ».— «aUltlr« . . . ,.»o H«»,j«hri, . . . «.40 Ximml AnstellnNZ | Cfin^clnc Nummern 7 kr. Erscheint jeden Donnerstag und Sonntag * Morgens Inserate werden angenommen i» bn Sj-pebitton »tt „SlHIct Fetlxng", Hee- I rtuflafft Mt. « lvllchd-i-Skr» ton I»h»»» SnllMtti nehme» Znleeil» fit die ..«illirc .-j't«»»," a* - It. Wollt i» ftitn. uat olle» . dederncade» Sldblr» d> t ?»»tt»e»t'. Jo|. Kien- 1 tritt i» Am, «. Qvpeltl »»» «olle. » S»m». i» Sie», g. Miller. Zcil»»g«» »zexllir >» «»«»«. Mränumerations-Gintadung. Mit dem 1. Januar 1880 betritt die „Cillier Zeitung" den fünften Jahrgang ihres Erscheinens. Das freundliche Entgegenkommen, das sie sowohl bei den Bewohnern ihrer Vaterstadt, sowie bei einem großen Theile der Bevölkerung deS Unterlandes gefunden, hat sie ermnthigt, frei und kühn für die schon bei ihrer Gründung ausgesprochenen Tendenzen einzustehen, uugeschent gegen Uebelstände zu eifern, Angriffe auf unsere Partei kategorisch abzufertigen und dem Fortschritte auf den Gebieten deS politischen, socialen und wirthschastlichen Lebens zu dienen. Wir brauchen nicht nenerdings zu betonen, daß die „Cillier Zeitung" nun und immerfort als deutfchliberaleS Blatt zur Fahne des Fortschrittes halten wird, daß sie mit allen ihr zu Gebote stehenden Mitteln bemüht sein wird, das ihr bisher geschenkte Vertrauen zu rechtfertigen und zu erhalten. Wie nothwendig zur rascheren Verständigung in gewissen Momenten für den engeren Kreis unseres Heimatslandes ein Parteiblatt ist, haben wir in diesem Jahre genugsam ersahreu. Wir appelliren daher neuerdings an den Gemeinsmn unserer Mitbürger und bitten uns in unserem Streben kräftigst zu unterstützen und uns die bereits geschenkten Sympathien auch fernerhin zn bewahren. Indem wir zu einer regen Betheiligung am Abonnement höflichst einladen, sprechen wir gleichzeitig die Versicherung ans, daß wir stets bemüht sein werden, das Interesse unserer Leser auch in bellettistischer Beziehung zu sesseln. Hochachtungsvoll Die Redaction u. Administration d. „Cillier Zeitung". Feuilleton, Sylvester. Behagliche Wärme durchzog das freundlich möblirte Gemach. Am Tische dampfte die Punsch-Bowle und um dieselbe saßen im vergnügten Ge-plauder vier allere Manier. ES waren Jugend« freunde, die nach vielen Jahren zum ersten Male die Sylvesters«» im engeren Kreise begingen. Sie sprachen von der Jugendzeit von ibren Wauder- und Lehrjahren von erfüllten und uner-füllten Hoffnungen. Plötzlich erhob sich Einer von ihnen, füllte sein Glas bis zum Rande und sprach: „Nun aber laßt uns zu Ehren der Sylvesternacht unsere Gläser leeren.' „Du meinst wohl zu Ehren des vergangenen Jahre»." eorrigirte der Hauswirth den Sprecher. „Nein ich trinke auf die Sylvesternacht und wenn Ihr mich lieb habt, so thut mir Bescheid," dabei leerte er in einem vollem Zuge sein GlaS. Nachdem auch die Uedrigen seinem Wunsche willfahrt halten, begann er mit stillem Ernste. „Ihr mögt Euck wohl wundern, warum ich der Silvesternacht und nicht der Jugendzeit oder Eurem Wohle mein erstes Glas brachte. So ver-nehmt denn auch in Kürze die Erzählung meines Geschickes. Ich war fern von der Heimat auf der Wanderschaft, al« mich die Nachricht von dem plötzlichen Hinscheiden meines Bater» ereilte. Ich ketrte nach Hause zurück und obzwar ich noch in einem sehr jugendlichen Alter stand, so übernahm ich doch das Geschäft. Einer Jugendneigung und auch der Vernunft folgend verehelichte ich mich nach Ablauf der Trauerzeit. Ich war glücklich. Mein Weib war und blieb ein Engel. Mit Freuden ob« lag ich meiner Beschäftigung, doch ein gewisser falscher Ergeiz drängte mich nach und nach Ber-bindungen anzuknüpfen und mein Geschäft in einer Weise zu vergrößern, die meinen Gesichts-krei« überschritt. Ein Freund, Ihr kennt ihn Alle, verleitete mich zu Spekulationen, von denen ich so gut wie gar nichts verstand. Doch, daß ich es kurz sage, ich ruinirte mich und meine Familie. Ich machte Bankrott. In nicht ganz zwei Jahren war Alles verloren was eine vierzigjährige emsige Thätigkeit meines Vaters erworben. Auch das Vermögen meiner Frau, daS ich im Wahne mich halten zu können in das Geschäft gesteckt hatte war dahin. Eine unmännliche Verzweiflung be-mächtigte sich meiner. Ich verlor jeden morali-schen Halt. Bergeben» waren die Tröstungen meiner Frau, vergebens ihr leuchtendes Beispiel. Ich suchte mich zu zerstreuen, zu betäuben. Ich sank immer tiefer. Ich wurde ein feiger Trunken-bold, der sich nicht schenke und schämte die letzten Kreuzer, die sein armeS Weib durch ihrer Hände Arbeit verdiente zu vertrinken. Bitten. Thränen und all daS häusliche Elend vermochten mich nicht zu rühren." „Zwanzig Jahre sind eS heute. Ich hatte zu Hause meiner Frau eine Scene gemacht, ihr die letzten Pfennige erpreßt und war nach der Schenke geeilt um dort zu zechen. Die Winlernacht war furchtbar rauh und kalt. Ja thierischer Gier stürzte ich zwei Gläser Branntwein aus, um mich zu erwärmen. War e« die Einwirkung der Kälte oder krankhaste Schwäche, ich weiß e« nicht zu beurtheilen, ich verfiel betäubt in einen Schlaf, llnv wie in Jean Paul's .NenjahrSnacht eines Unglücklichen" so umschwebten auch mich Traumbilder von den Tagen meiner Kindheit bis zu denen meines Elendes. Ich sah mein Weib die Hände ringen, sah mein Kind nach Brod verlangen, sah wie meine Frau in ihrer Verzweiflung sich nieder-beugte, da« Sind aufnahm, ins Freie eilte, dem Flusse zu. Allmächtiger Gott! ächzte ich im Traume, rette, schütze sie! Ja diesem Momente mußte ich eine Bewegung gemacht haben, denn ich fühlte einen heftigen Schlag aus den Kopf. Ich erwachte. Ich lag uuler dem Tische und vor mir stand der Kellper, der mich rüttelte und mit den Worten: es ist Feierabend, nach Hause wies. Ich stürzte auf die Straße. Da erlönte vom Kirchlhurme ein Choral, und hundert und hundert 1880. Weg mit den bitteren Empfindungen, die den unerfüllten Wünschen und Erwartungen des vergangenen Jahre« nachzit:ern; weg mit Zweifel und Bangen, die die Grüsse und Wünsche zum Jahreswechsel trüden. Wie Sinder alles Neue begrüßen, unbekümmert ob e« besser oder hallbarer als das Alte, so be° willkommen auch wir da» neue Iah: und all die tausend Glück-und SegcnSwünsche, die im ewigen Wechsel ein neues Jahr introduciren, sie seien auch heilte die Herolde, sie mögen da« Hoffen er-starken, die Zuversicht wecken und da« Selbstoer-trauen festigen. Wir wünschen ja kein überschwengliche« Glück, keine banalen Utopien, sondern nur Frohsinn und genügsame Zufriedenheit. Frohsinn möge den Ernst de« Leben« erheitern und eine bescheidene Zufriedenheit da« Mühen und Schaffen versüßen. Und wenn manche berechtigte Hoffnung sich doch nicht «füllt, dann mag da« Bewußtsein, daß in unserer wirbelfüssigen Zeit wohl nirgend« ein ungetrübter Friede dauernd lächelt. trösten und versöhnen. „Denn umsonst aus allen Länderlarte» Spähst Du nach dem selige» Gebiet, Wo der Freiheit ewig grüner Garten, Wo der Menschheit schöne Jugend blüht. Sndlo» liegt die Welt vor Deinen Blicken. Und die Schis,fahrt selbst ermißt sie kaum; Doch auf ihrem ungemeßnen Rücken Ist für »ehen Glückliche nicht Raum. In des Herzen« heilig stille Räume Mußt Du stiehen aus dej Lebens Drang! Freiheit ist nur in dem Reich der Träume, Und das Schöne blüht nur im Gesang." Diese Worte unsere« Altmeisters, die er am Beginne de« Jahrhundert« schrieb, passen umsomchr heute, wo der Kamps um« Dasein noch heftiger in alle» erdenklichen Schallirungen todt. Unserem gelieblen Vaterlande wünschen wir. daß e« von jeder Prüfung verschont bleibe und in friedlicher Entwicklung auf der Bahn de« Fort-schritte« vorwärtsschreite, damit im Widerscheine seine« Glänze« sich auch die Völker freuen und leichteren Herzen« die Lasten und Sorgen tragen, die ihnen Schicksal und Pflicht anserlege«. Mögen den verwelkten Hoffnungen neue grüne Triebe entsprießen, mögen dieselben diese« Jahr reife Früchte bringen. Festen Muche« mit der unwandelbaren Ueber-zeugung, daß e« bester werden müffe, rufen wir unfern Lesern au« tiefstem Herzen ein kräftige« Prost Strujabr! OS? Politische Rundschau, tfilli, 31. December. „Der Mann, der das Wenn und da« Aber erdacht, der hal auch au« Häckerling Gold schon gemacht." Diese Worle fallen un« bei wenn wir die Schauermähre lesen, welche sich nach der „Monlag«revue" in verwirklicht halte, wenn nicht 44 liberale Abgeordnete fahnenflüchtig geworden wäre». Im Hotel zur „ungarischen Krone." fanden unter Mitwirkung de« Herrn Schüffle die geheimen Conferenzen stall. Ein vollständige« zur Vorlage an die Krone bestimmte« Programm wurde in allen Detail« fein säuberlich auSgear-beitel und die Portefeuille» waren bereit« vergeben. Graf Hohenwarl sollte Minister de« Innern, Graf Heinrich Elam Marlinitz Finanzminister werden, während Herr Schüffle in einem Anfalle von Bescheidenheit, an sich selbst ganz vergaß. Statthalter waren bereit« pensionirt, Hosräthe ernannt, kurz Alle« vorbereitel um die Herrschast anzutreten. Da« gemeinsame Krieg«ini»isterium hat sich an sämmtliche Jurisdiktionen de« Landes wege» Einsendung verläßlicher statistischer Daten über die Anzahl der im Modilistrungöfalle auftreiden-den Landfuhrwerke und Tragthiere gewendet. Da« Ersuch«schreibea betont, daß diese Daten vom Ministerium bereit« im Monate Februar 1880 benöthiget werden und deshalb die Einsendung der Daten spätestens Ende Januar an die Ge-neral-Commando« zu erfolgen habe. England fand wieder einen Vorwand eine Demonstration bei der Pforte von Stapel zu lassen. Ein mohamebanischer Priester Achmeo Tewsik hat einem englischen Missionär geholfen Bibelstellen in das Türkische zu übersetzen. Die inohamedanikche Geistlichkeil verurlheilte den Priester nach den Satzungen de« Koran« zum Tode. Vom türkischen Slandipunktc au.' war caS Urtheil, da» ü>er einen Sbt'ünnigen, der an den Satzungen seiner Religion einen Hochverrath ver-übt ganz correcl. Doch auch John Bull, dem doch Niemand Humanität nachrühmen kann und der an Slelle de« Herzens schon lange einen Ballen Baumwolle besitzt, — griff den Augenblick und der englische Botschafter Layard mußte die Er-klärung abgeben, daß fall« da« Urtheil gegen Achmed Tewsik nicht binnen drei Tagen aufge-hoben würde, England die diplomatischen Bezieh-ungen zur Türkei einstellen müßte. E« war die« wieder ein schlag in« Wasser, den Eugland so gerne nur um seine Autorität bemerkbar zu mache», aueführt. Doch nicht« wird, namentlich in Eng-land so heiß gegessui, al» eS gekocht wird und s» hat denn auch bereits Sir Henry Layard die Frijt für dleBeantirortung seiner Reklamation verlängert. In Afghanistan hal Robert« die englische Waffenehre wieder hergestellt. Bevor noch Gough'« Menschen riefen „Prost Neujahr!» Ei» unnenn- i dar tiefe« Weh erfaßte mein Innerstes und die ! die ersten billeren Thränen erleichterten mein ver-stockte« Gemüth. Ich kehrte wie ein Halbgenesener nach Hause. Auf den Knieen flehte ich zu meinem Weibe mir zu verzeihen. Die EngelSgüu vergab Alle«. Ich leiste feierlich den Schwur den Trunk zu meiden. Gott weiß eS, ich habe ihn gehalten. Nach mühevoller Arbeit, habe ich mir einen be-scheidenen Wohlstand gegründet. Am Sylvester Abende aber bringe ich meiner Besserung jede» Jahr ein Sühnopfer und mit dem Schlag der 12. Stunde rufe ich der Welt und meinem lieben Weibe ein herzliches .Prost Neujahr!' Der Erzähler sah nach der Uhr. .noch zehn Minuten bis Zwölf, es ist Zeit, daß ich gehe." Er drückte seinen Freunden die Hand und entfernte sich vergnügt und zufrieden. — x—i— Au spät! Ein GesellschastSbild. Roman von W. Hdsser. (30. Fortsetzung.» — Wüßten e« die gestreagten Oberhof. Meisterinnen, wie sich Eure Kgl. Hodcit hier von gefahrdrohenden Schmeichlern umschwärmen lassen ! raunte e« in ihr Ohr. Wüßten e« Baldrian und Eamille in den Schubfächern daheim, daß ihre reizende Herrin tanzt! — Soll ich Dir sagen, wer Du bist, reizende Flora? Soll ich Dir ein schauerliche« Geheimniß in'« Ohr flüstern? Engefehr und ... Nichte? In solchen Momenten suchte ihr Auge voll heimlicher Furcht de» arkadischen Schäfer, und ge-wiß fand e« ihn unmittelbarer Nähe, vertraulich, aber durchau« elegant sich verbeugend, sie über-wachend mit dem Recht de« erwählten Beschützer», und doch ehrerbietig zugleich. Wer sie und ihn mit einander sah. der mußte Beide für ein Brautpaar halten. Agne« sah e«. aber sie fand nicht die Kraft, darüber nachzudenken. Da« Vergnügen riß sie un-widerstchlich mit sich fort. Al« die Masken gefallen waren, führte Lorenz Bernina feine Dame im langsamen Schrilt durch die Säle. Auch jetzt bewundern jedes Auge das schöne Paar. — Darf man graluliren? fragte Einer. Lorenz Berning seufzte mit komischer Ber» zweiflung. — Die Sterne, die begehrt man nicht, man freuet sich ihrer Pracht. — Wer « glaubt! scholl e« lachend zurück. O Engefehr, o Engefehr, wie schön find Deine Nichten! Ersatz-Armee eintraf, hat er bereit« Kabul ge-noinmen. Die unglückliche Stadt ist vorher von den aufständischen Regimentern au« Heral geplündert worden. Die afghanische» Truppen haben sich zer-streut und Ayu!> Khan wendet sich bereit« an die Engländer mit der Bitte um Frieden. I.tzt wird Afghanistan wahrscheinlich stark girnisoairt werden, um die Wiederkehr ähnlicher Zwischensälle zu ver-hindern wie jener, der jetzt durch die Energie Robert'S beendet worden ist. Aber die große Frage der Zukunst Afghanistan« ist durch den Erfolg der Englander nicht entschieden, und je wehr sich die-selben westlich vom suleyman und Sofis festsetzen, desto >ascher rückt der Tag de« Zusammenstoßes mit dem gegen Merw anrückende» Rußland heran. Auch au« Italien mehren sich die Nachrichten von dem dort ausgcbrochenen Nothstand, oer durch den strengen Winter noch verschärft wird. Er ist auch bereu« durch einen vor den Ferien un der »ammer rasch bewilligten Nolhitand«credit von 12 Millionen Lire oisiciell constatirt. — Mit der Noth steigen erfahrungemäßig die Eigenthumsver-brechen, und in der That mehren sich die Berichte über solche. Daneben steht der .Ricatto", die ge-waltsame Eniführung von Personen, fortwährend in Blüthe. Der neueste Fall ist du Wegsührung eine« Marchese Martucci in Ealabrien, für deffen Freilassung die Räude» 100,000 Ducaten fordern sollen. In Sicilitn, der eigentlichen Heimath dieser „Ricattl", war vor Kurzem ein Grundbesitzer au« Eesalu. Namen« Catalfamo, aus der Landstraße von Raubern w.'ggesangen wordeu. Man wußte lange nicht, wa« au« ihm geworden sein. Endlich entdeckte die Polizei einige Mitschuldige, und au« diesen brachte man herau«. wo der gefangene Ca-talfamo zu suchen wäre: in einer Höhle de« Monte Pellegrino bei Palermo; er sei nämlich gleich nach seiner Gefangennahme geknebelt in einer Barke sechzig Kilomeicr weit nach Palermo und »on da auf den Monte Pellegrino gebracht werden. Man suchte zwei Tage lang vergeblich, und endlich fand man in einer fast unzugänglichen Höhle die Reiche Eata!famo's mit abgeschnittenem Kopfe. Die Räuber hatten, wie man nachträglich erfahrt 200,000 Franc« Löfegels für Eatalfamo gefordert, wollten sich jedoch, da die Familie ihnen erklären ließ, sie sei außer Stande, mehr al» 7000 Franc» aufzubringen. mit 8500 grauc« begnüge«. Diese Summe wurde ihnen auch zugesandt, aber von ke»je-nigen, welche sie in Empfang nahmen, zmückae-hallen oder unterschlagen, worauf die, welche den kostbaren Gefangenen bewachten, denselben ermordeten. Nach Petersburger Berichten ist Kaiser Alexander geneigt, die inneren Angelegenheiten Rußland« dem Thronfolger zu übertragen; erbe-hält sich aber vornehmlich bezüglich der Bezieh- 3s Fortsetzung im Emlageblatt. ~9G Der Sprecher verschwand und Agne« sah ihm pochenden Herzen« nach. Jedermann im Saale schien sie zu kennen. — Wie viel Uhr ist e«? fragte sie leise den Schäfer an ihrer Seite. — Noch nicht völlig zwei Uhr, Prinzessin. Wir haden viel Zeit vor un«. Und wieder wirbelte die Tanzmusik. Agne« flog im Arme ihre« Ritter« durch den Saal. — Prinzessin, flüsterte er, kaum verständlich, während seine Hand im leisen Druck die ihrige umschloß, Prinzessin, wie lange soll e« ungehört verhallen, da« sehnsüchtige: Ach, wenn Du wärst mein eigen." Wird Allerleirauh kein Erbarmen haben mit dem seufzenden KönigSsoha? — Still! antwortete sie fast rauh. Da« ist gegen die Verabredung. — Nun, warf er etwa« piquirt dazwischen, ich glaube, daß Sie zufrieden fein können. Agne« neigte das Rosen-geschmückte Haupt. — Bi« auf diese letzte Frage, ja, mein Herr. — Und Sie «ollen dieselbe nicht beanl-worten. Prinzessin? Ihr Auge sah fest und eiskalt in da« seine. E« schien, al« beabsichtigte sie, ihm über diesen Punkt keinen Zweifel zu lassen. — Ich habe allerdings auf Ihre Frage eine Antwort, Herr Berning. Beilage zur Nr. I der „Cillier Zeitung." ungen zu Deutschland, die Leitung der auswärtigen Politik vor. Der Thronfolger soll nicht gewillt sein daraus einzugehen. Ueber die am 4. und 6. Dezember bei Be-lila in Albanien stattgefunden»» Kämpfe, wird nunmehr constatirt, daß der Angriff von aibanesi-s t er Seite ausging und daß auch reguläres türkische» Militär sich unter den Angreifern befand. Die Verluste der Monlenegriner betrugen 2 Ossi-eiere, 1 Fahnenträger, 80 Manu an Todten; an Verwundeten 3 Officiere, gegen 100 Mann. Der Verlust der Arnauten wird einer Meldung aus Plava zufolge ">it mehr als 1000 Mann beziffert Einzelne Montenegriner hätten acht Köpfe abge schnitten. Da« Begraben der türkischen Todte währte drei Tage; die Verwundeten der Arnaute b.fänden sich in Zabrdje und Slatina. Kleine Chronik. Cilli, St. December. (Ernennungen.) Der steiermärk'st LandeSfchuIrath hat Anton Petricek z> definitiven Unterlehrer in Sachsenfcld und e bisherigen provisorischen Uttterlehrerinnen Er-stine R a S l a g und Katharina P r e s ch e r rzu definitiven Unlerlehrerinnen in Rann ernannt (Gemeindevertretung Rohitp) Der neugewählte Gememecausfwuß von Rotsch besteht aus folgenden Herren: Alexander 2m-basko, Jofef Sporn, Kart Ferschuik. Eduard ^rzl, Franz Rechner, Rudolf Oratsch, Johann O^sek, Alois Badl, Jofef Oroduitz, Karl Niupfer, ?oh. Parcher, Peter Bresinschck. (Für die leichtbeschwingten Ääqer) unsere» Stadtparke», die durch Kälte und silier' Mangel der bittersten Noth anheim gegeben sind, sollen über Anregung deS Vorstände» deS »ladt-Verschönerung« Vereines Herrn Eduard I e >e t i n und des Filialvorstandes des Thierfchutz-ZreineS Herrn Jofef Weiß, im Stadtparke zwei jutter-tische errichtet werden. Die Genannten stellen daher an alle Natur- und Thierfreunde die er-geben« Bitte, sie in ihrem Unternehmen t unterstützen und ihnen nach Möglichkeit Fu«rforte» wie Hanf, Hirse, Kürbiskörner »c. zmfenden, damit da? fröhliche Gezwitscher, das de Stadt-Part im Frühlina und Sommer durch eht nicht ersterbe und die Lögelein nach wie vor lirch Vertilgung des Ungeziefers während der SmmerSzeit die nützlichen und dankbaren Bewyncr deS StadtparkeS bleiben. (Für Pferdezüchter.) Am 1. Januar 9 Uhr Vormittags filidet hier die cmissiondle Untersuchung der Privatbrschälhengste bhufS ihrer behördlichen Licenzirung für das Jahr 860 statt. ES liegt im eigenen Interesse der P:rdezüchter, e Hengste, welche sie als Priva'beschülhengste rwenden wollen, der Commission zur Erlangung r Lieenzirung vorzuführen, weil die Verwendung ne« nicht licenzirten Hengstes zum Bcleggefchäfte er Bestrafung unterliegt. (Ein scheugewordenes Pserd.) Da» ?ostroß de« PoitillonS aus st. Peter, welche» so .iemlich lendenlahm und sehr lebhaft an Don Ouix«ieS Rosinantc erinnert, wurde gestern über den modernen Kopfputz der Pferde eines eleganten Schlitten» scheu und rannte gegen seine sonstige Gewohnheit in rasender Carriere durch die Post-gaffe nach der Laibacher Mauth. Bei der Frömmig-keil de» altersschwachen Thieres stellte sich indeß der gewohnte Schritt bald wieder ein. Die ganze Evolution hatte keinen Unfall im Gefolge. (Die Maskenbälle im Stadt-theater) die im verflossenen Ear»e»al all» fettig Anklang fanden und sich des zahlreichsten Besuches erfreuten, werden auch in der kommen-den Saison arrangirt. Die Musik wird dabei von der vollständigen Kapelle des Cillier Musik-Vereines executirt. Für gute Küche und Getränke wird der Untern-Hmer bestens Sorge tragen. Der erste große MaSfen-BaU findet am 11. Januar 1880 statt. Mit diese n Balle wird auch eine große Tombola verbunden. (Verunglückt.) Am 20. d. sollte an der fünften Abiäum-Elage de» Tagbaue» 1Y in Trifail ein Schuz abgethan werden, welcher mit Dynamit zu laden wir.Der mit dieferArbeit betraute Franz I e l e n z ließ da» erforderliche Dynamit durch einen Mitarbeiter in einem Topfe zum Feuer stellen und begab sich dann zum Bohrloche, um weiter zu bohren. Al» nun das Bohrloch die entsprechende Tiefe erreichte, begab sich I-lenz zum Feuer, um da» Dynamit zu hilen. In dem Momente jedoch, als I-llenz nach dem Topfe griff, expiosirte das Dynamit uns riß dem genannten Arbeiter sie rechte Hand ganz weg. ferner erlitt er an der linken Hand und am Kopfe schwere Verätzungen. Der Verunglückie wurde in das Spital überführt. (Einbrecher in der Landwehr-kaserne ) Heute Nacht wurde in die Lanswehr-kaserne eingebrochen uns dort diverse Montours-stücke entwendet. Man ist den Thälern bereit« auf der Spur. (Aufgeschobene Rache.) Im Thesen-walde würfe wie aus Marburg gemeldet wird, am 19. d. ein Weib in bestialischer Weise er-mordet. Der Gendarmerie gelang c» nun de» Mörder zu cruiren und in Gewahrsam zu bringen. Derselbe Namens Michael Semlitfch ist ein be-reit« mehrfach abgestrafter Verbrecher. Die Er« mordete heißt Anna Veber und war gleichfalls als Landstreicherin gerichtsbrkai nt. Die That wurde auö Rache verübt. Die Ermordete hatte nämlich bei einer Gerichtsoerhindlung gegen Semlitfch ausgesagt. Letzterer lockte nun. nachdem er eine zweijährige Kerkerstrafe abgebüßt hatte, sein Opfer in den Wald und sättigte seine kaoidalische Rache. (Polizeiftatistik.) Bin der städtischen Polizeibehörde wurden von den im Laufe dieses Jahres beanständet.'» Perso.ie», 012 in polizeilichen Gewahrsam genommen und theils den Ge-richten zur Strafamtshanslung übergeben, theils im Zwangswege hciingcwicsen. Die Zahl der Schillinge betrug 470. Aus dem Gcrichtösaale. (Begnadigung ) An 18. Juli d. I. wurden.der Grundbesitzer Blas Kumberger und der Leder-rgeselle Franz I a g o d i t s ch, bebe aus der Pfarre St. Marein gebürtig, vom hiesigen Schwurgerichishofe wegen Verbreckens deS bestellten Mordes, uns zwar Franz Iagoditsch als unmittelbarer Thäter und Bla» Kumberger als Besteller zur Strafe des To:eS durch den sträng oerurtheilt. Der Kaiser hat nun. »achten, der oberste Gerichts- und CassUioiiShof eine von Bla» Kumberger wiser »bigeS Urtheil angemeldete Nichtigkeitsbeschwerde verworfen hatte, sowohl dem Bla» Kumberger als auch dem Franz Iagooitsch dicTo'esstrafe erlassen und wurden sohin die beiden ob-genannten Verbrecher zur Sirafe dc» lebenslänglichen schweren uns verschästen Kerkers verrn theilt. (Russische Geschworne.) Au» Peter»-bürg wird berichtet: „Es ist unglaublich, was die Geschworenen in Rußland gegenwärtig Alle» frei-sprechen. Der Fälle, daß Diebe freigesprochen werken, einfach weil sie behaupten, aus Noth gc-stoylen zu haben, daß Knaben oder Weiber straflos davongekommin. weil sie eben Knaben und Weiber sind, gibt es genug Neulich stiehlt ein Mann aus dem öffentlichen Münz-Kabinet werthvolle Münzen, gesteht in der Boruntersuchung da» Verbrechen, gibt den Ort an, wo ein Theil deS Gestohlenen verborgen fei, und das Gestohlene wird dort ge-funden. Darauf hält er e» für besser, doch zu leugnen, und leugnet »un vor den Geschwornen den Diebsta^l ab. Er ivird freigesprochen, trotz des allerklarsten Beweises seiner Schuld. In Wolvgda hatten die Bauern eine alte Frau als Hexe ver-biannt. i ie Thäter gestebe» ihre Schuld vor den Geschwornen und werten freigesprochen!* Laiidwiriichaft, Handel, Industrie. tKohlenbau.) Der BergamtS . Bezirk Cilli hat im verflossenen Jahre 3.837,991 Meterzentner Braunkohlen gewonnen. fer Preis für den Meterzentner betrug in dem Jahre 1877 33 71 kr. und siel im Jahre 1878 um 1*11 kr. (Der steiermärkische Fischerei-Berein,) welcher sich zunächst die Bevölkerung »er Fijchwasscr StciermaikS zur Aufgabe gestellt, hat — Nun? raunte er, erregt vom reichlich ge-»offenen Champagner, mit glühenden Blickin das schöne üppige Weib verschlingend. Nm? Und die wäre? — Nicht hier, wehrte sie, nicht hier, mein Herr. — Doch, doch, ich will jetzt gleich mein Urtheil hören. — E» ist ein solche», versetze sie ruhig. Lllerleirauh verhüllte sich auf evig in da» Küchengewand, bevor es für dm seufzenden Königssohn Erbarmen empfindet. — Und nun, setzte sie hinzu, lassen Sie un» tanzen. — Zur Thüre hinaus, sagte er dumpf, im!1 veiter über die menschenleeren Straßen dahin im tllle» Wirbel, Schäfer und Göttin, bis in die kauen Fluche» der Alster hinein! Ich kann es nich auSscnken, Sie als da» Eigenthum eine» Andren zu wissen. «ine Purpurwoike fioz über ihre Stirne, ein glhcnder Widerschein der Rosen, welche da» schöne ^aupt umkränzten. — Ich bin keinem Anderen zu eigen . . . will e» n>mals sein ! — ^e ? Gewiß nie ? . . . Dann war'S ein Teufels,u?n wir! brachte sie mühsam hervor. Er hob die leichte Last mit übermüthigem Spiel sekundenlang empor und preßte sie an seine Brust. — Tanzen wir; wiederholte er. Wozu die finsteren Prophezeiungen? Ist der Andere ein Schatten, so wird eS auch für mich noch Licht werden I ( Sie flogen dahin durch den Saal, fast schneller noch, als es der Tact des Stranßifchen Walzer» gebot. Agne» sah und sühlle. daß ihr Verehrer nicht mehr vollständig nüchtern war, daß sein Blick, ! seine Haltung eine andere geworden . . . sie hörte lcije Flüsterworte, welche eine heiße Unruhe in ihr nrch tiefen. ■ Unwillkürlich dachte sie an Ernst Orthloff. Ob er jemals so au» sich heraustreten würde? Ob sich sein ruhiges edles Antlitz unter dem Ein-fluß eines Halde» Rausches übe'hiupt denken ließ? O nimmer, nimmer I Vergib die Beleidigung, Du Heißgeliebter, Verlorener ... o vergib der Unglücklichen, die Deinen Weg kreuzte, nur um Dein bessere« Seilst irre zu leiten. Sie überschlug den nächstfolgenden Tanz und sah gedankenlos in das Gewühl hinein. War die trotzige Freude, anf sie sie fo bestimmt gehofft, ihr wirklich zu Thril geworden? Warum erinnerte sie sich so oft und gegen ihre Absicht der Worte in Ernst'S letztem ©rief, der kurzen Bmerkung, von der sie sich so fürchterlich beleidigt fühlte? „Alle diese Nichtse dc« Lebens, die für Dich so werchvoll scheinen." •— Und hatte er nicht ganz Recht? War es wirklich mehr als ein Nichts, die» Treiben, dem sie heute mit ganz, ganz anderen Blicken in'S Antlitz sah? Ihre Phantasie malte rastlos an einem ver-lockenden Bilde. ES war ein enge» ärmliche» Zimmer, in dem sie sich befand, und dürftig die Einrichtung desselben, dürftig da» Gewand auf ihrer Schulter, aber ... Ernst saß neben il>r, seine geliebte Stimme sprach Worte der innigsten Zärtlichkeit und Treue. Sie lauschte mit verha!« tenem Ach.m ... ihre ganze Seele flog ihm ent-gegen. Aber dann veränderte sich das Bild. Nicht sie war e», die in Ernst'S Armen so selig ruhte . . . nicht sie, sondern jene Andere, Gehaßte, die mit dem schmucklosen Kleide und der Mariaseele, Eva, die Geliebte seiner Jugend ... Ihr grauete. Wie Todlenglocken klangen die Töne der Tanzmusik. Ein heißcS unstillbares Weh durchraste ihre Adern. Verscherzt da« Paradies um eines Trugbildes willen; dahingcgeben da» Erdenglück an einen leeren inhaltlose» Wahn. Und mehr, immer mehr Erinnerungen be-stürmten da» bcvende Herz. schon i:n heurigen Jahre an 3<).0 Stück Rheiu» lachsc in die M»r ausgesetzt und wird zu dem» selben Zwecke auch im nächsten Frübjihre 10.000 ewbryouirtt Lachscier zim AuSb.iilen bringen. Außer mit dem Rheinlachse wird im nächst:» Frühjahre ein Verknch mit dem Aale gemacht. Der Aal nimmt sehr rasch zu und bildet einege-suchte HandelSwaarc. Die vorliegenden Versuche mit der Einsetzung de« Aales berechtigen zu den besten Hoffnungen. Allerdings pflanzt sich der Aal in den Flüssen nich fo t. B an ni nmt an. daß nur die weiblichen Thicre in die Flüße aufsteigen, während die männlichen Aale sich stet« nur an der Meere«» raste selbst aufhalten. Dagegen erscheinen im Früh-jähre an den Westküsten Frankreich« und an den Küsten Norditalien» ungeheure Mengen junger Aale und steigen in die Flüsse auf. Bon diesem Aufsteige» werden sie von den Franzosen la moutik' und von den Italienern montata ge« nannt Diese Aale werden zu dieser Zeit maffcn-hast gefangen, zwischen feuchte Wasserpflanzen ver. packt und in die vcrschie>cnen Flußgebiete ver-führt. Der Bezug solcher Aalbiut über Frank-reich ist aber ziemlich kostspielig. Der steiermärk-ische Fischerei-Verein hat sich deshalb an das k. k. Ackel.'aumin sterium mit der Bitte gewendet, von Seite der italienischen Regierung erheben zu lassen, unter welchen Bedingungen Aalsrut — moutee — au« den Lagunen von Comaccio bezogen werten könnte. Nachdem aver der Bezug ungleich billiger sich berechnen würde, wenn eine größere Menge zugleich bestellt werden könnte, so hat der sttiermürklsche FischereiBerein alle verwandten Vereine eingeladen, die Bestellung auf Aalbrut gemeinschaftlich zu machen uuo sich zur Durch-führung derselben bereit erklärt. Nicht minder »ärc t) angezeigt, wenn sämmtliche Fischerei» besitze», welche einen Versuch mit dem Aussetzen von Aalbrut zu machen wün'chen, ihren Bedarf durch dcn Verein besorgen ließen. Buntes. (Keine Ikeujahrs-Gratulationen.) Sämmtliche Centralstelleu Wuns haben an ihre unterstlhenden Behörden und Aemter die Verstün-digung erlassen, daß eS so :v c im Vorjahre, auch zum bevorstehenden Wechsel des Jahres von den üblichen Ncujah'.S-Geatnlatirnen fein Abkomme» zu «halte.- habe. (Sein eigener Henker.) Au» Frei-berg, 19. d. wird berichtet: „Heute früh hat der wegen Ern ordung seiner Schwiegermutter zum Tode veruriheilte Hausbesitzer Carl Heinrich Müller au? Dittmannssorf selbst da« TodeSurtheil an sich vollzogen. Uni 5 Uhr hatte man ih.r noch mit den Ketten rasseln gehört; um 6 Uhr wune er, am Gitter seines Gesängniffes hängend, todt aufgefunden. Er hatte sich zu der That feines HosenträgerS bedient. (Münchener Schnitzer.) Die „ün-chener Neuesten Nachrichten" schreiben: „hte Früh 7 Uhr zeigte das Thermometer an der d-wigsstraße 21 Grad Kälte. Möge im Hinblick,f diese ungewöhnliche Kälte die Ansprache an der S^e unsere» Blattes bei allen wohlwollenden Hev Anklang finden." An der Spitze dc« Blatte» . findet sich — die Abonnements-Einladung. (Ein sonderbarer Strike.) D „Bersaglierc" wird au» Castroreale (Aiälien) \ schrieben, daß dort die öffentlichen Arme» strit und drohen, di: säugenden Findlinge zu verlast« weil sie schon seit Monaten keinerlei Bezahl»« vom Municipium erhalten haben. (Verwerthung des Somnambu lismus.) In Lau anue stand jüngst eine Som nambule eine» Vergehe»» angeklagt vor Gericht wurde jedoch unschuldig befunden. Die Verhandlung wurde aber durch ein pikantes Detail interessanter, als durch den Hauptgege. stand der-selben. Man erfuhr nämlich, daß die beste Kunde dieser Hellseherin die waadtländische Eantonalbank sei. So ost (nach dieser Fassung scheint dies also nicht zu de.r Seltenheiten zu gehören) bei der Bank ein Diebstahl vo komme oder Wertpapiere und dergleichen vermißt werden, wende sich die Direeiion der Bank an die Hellseherin und sei mit den vvi> dieser geleisteten Diensten stets sehr zufrieden gcwesen. Wenn man diese Mähre al» Wahrheit hinnehmen wollte, gäbe das Anstoß zu einer gänzlichen Reform teS Po izriwesens. (8,000,000 Pfund Eisen gestohlen.) Rußland ist unzweifelhaft das l'and der Musterdiebe. Nicht nur, daß au« dessen StaalS-und Privaikassen auf unbegreifliche Weise ganze Millionen von Rubeln gestohlen werden, es werden da auch Millionen Pfunde von Eisen gestohlen. So schreibt man dem Petersburger „Rowoje Wrewja" vorn 18. d. aus der Bergwerksstadt Ufa, daß dort in der Jurgosau'schen Eisenfubrik ein Diebstahl von 8,000,01)0 Pfund Eisen, begangen wurde. An dem Diebstahl war aber Nie mand Anders, als taS gesammte Beamtenversonal der Fabrik bethätig!! (Eine neue S.nsationsgefchichte) hat währ.nd der letzten Tage die Bevölkerung Londons abermals in Athem gehalten, und leider war es wieder ein Vorfall, der nach dem Urtheile der Jury i» die Kategorie der denkbar schlimmsten, mit dem größte» Raffinement ausgeführten Morde gehört. Der Thatbestand ist folgender: Ein Fräu-lein Mac Lean, Tochter eines amerikanischen Obersten und vermögend, machte die Bekanntschaft eines Heirn Paine und lebte dann unter dem Namen feiner Frau mit ihm zusammen. Sie kamen am 7. v. M., von einer Magd begleitet, nach London und nahmen in einem Kaffeehause Logis. Wie cS sich nun herausstellt, veranlaßte Paine Fräulein Mac Lean, ihn zum Universalerben ihre« Vermögens einzusetzen; er versuchte es auch, ihr Leben mit L. 230 zu versichern, ohne daß die» aber gelungen wäre, da dem Agenten das Benehmen Paine's äußerst verdächtig erschien. Am 15. Nov. starb das Fräulein, an den Folgen der Trunksucht, wie Paine behauptet, an .Uebergenuß von Spiri-tiosen und Mangel an Nahrung", wie der ürzt» liche Leichenbefund besagt. Die Inhaberin deS Lo» girhauses, welche wegen vieler ihr verdächtig er-scheinenden Momente die Aufmerksamkeit der Po» lizei zuerst auf den Gegenstand lenkte, sagt nun au«, daß Paine der Verstorbenen wiederholt reinen Spiritus gewaltsam eingeschüttet habe und überhaupt Niemanden außer der Magd zu der Kranken zu-lassen wollte, ihre Verwandten mit Fleiß über ihren Aufenthaltsort irre führte, kurz. Alle« that, was auf den Gedanken führt, daß er Miß Mac Lean mit Spiritussen betäubte und vergiftete und sie langsam verhungern ließ, um sich in den Besitz ihres Vermögens zu setzen. Die Jury schloß sich dieser Anschauung an und fand nach kurzer Be» rathuug den Paine de« Mordes mit Vorbedacht schuldig, und bezeichnete die Magd weiter als Mit-chuldige an dem Verbrechen. Beiden Personen vird nunmehr der Proceß gemacht werden. Hourse der Wiener Pörle vom 31. Dezember 187». >old»ente...........81.36 wheitliche Staatsschuld in Noten . . 69.10 „ „in Silber . 70.70 160er Staa'.S-AnlehenSlofe .... 130.— %nkactien........... 837.— Äditactien . ..........291 50 Ltdon............116.80 ^oleond'or.......... 9.31 k.'. Münzducaten........ 5.53 10 Reichsmark.........57.80 Munlt und Äßfavrt der Eilen-vahnzüge in Eilli. Wien»Triest: Ankunlt Abfahrt Postzg.................11.26 11.34 Mittag. Schntzug...............3.4'2 3.48 Nachm. Gemihter Zug...........5.22 632 Abd4. Postzu..................11.59 12.07 Nachts T r i e st » W i e n : Postjuj....................................6.37 Früh. Gemischer Zug ...........6.SS 9.03 SJorrn. SchnellKg .............. 1.— 106 Nachm. Postzug.................4 31 4.39 „ Wie ldnge war es, seit Ernst auf der Karre ein Buch gekauft und triumphirend nach Haufe gebracht? — Da« soll Eva haben! halte er gejubelt. Wie sie sich freuen wird, meine Schwester, wen» ich'« ihr dringe? Und für drei Schillinge ist e« erstanden, kennst Du es, Liebchen? „Rahcl, Ein Bu>t des Andenken« für ihre Freunde." Sie kaunle es nicht, ober sie war begierig, Eva's Geschmack zu studiren, und bat hastig, ihr das Buch für eine Nacht zu lassen. Folgenden TageS gab sie eS ihm mit spötti» schem Lächeln zurück. — Deine Eva muß eine halbe Gelehrte sein. Vielleicht schreibt sie gar selbst. Ich für mein Theil bescheide mich, mir ist es nicht mundgerecht. O, Liebchen, hatte er gesagt, und sie erin« nerte sich deutlich, daß er bei diesen Worten er-röthete, mein süßeS Herz, D» siehst nur allzu flüchtig hinein, daS ist'S. Höre einmrl, was ich Dir jetzt vorlesen werde, und da» Buch muß auch bei Dir im Werth steigen: „Unsere Handlungen sind die Kinder unsere» Geistes. Einmal erzeugt, wissen wir nicht mehr, was au» ihnen wird, und wie sie auch werden, müsse» wir un» sie gefallen lassen, ja, sie haben ein so selbständiges Leben, daß sie uns sogar umbringen können. Unselig machen sie ost unser ganze» Dasein. Sie haben wieder Kinder und werde» zn ganzen Geschlechtern. Sie wußte, daß sie damals ein Gähnen er-künstelt, daß sie ihn absichtlich beleidigt, aus Haß gegen Esa ... und doch brannten sich die Worte, welche er vorgelesen, in ihre Seele. Auch jetzt verfolgte sie der düsterprophetische Inhalt, selbst I>iS in den Tanzsaal hinein. Sie überzählte zum huadeltsteu Male in Ge-danken die Tage, seil Ernst vo» ihr ken e Nach-richt erhalten. ES war genau eine Woche. Wo mochte er jetzt weile» ? Sie hätte das Leben dahingegeben für eine Minute an seinem H r;en ! — Aber unsere Handlungen haben ja ein selbständiges Dasei», dachte sie schaudernd, sie können uu» sogar umbringen . . . Gräßlich, gräßlich! Ein Schatten trat zwischen sie und die Ge« sellschast. — Reizende Flora, flüsterte es. warum so tiefsinnig? Trauert Ihr göttliches Herz um einen einen Ungetreuen? Sie fuhr, plötzlich erreckt, empor, und ein gezwungenes Lächln antwortete dem Sprecher. War denn der bittere Schmerz ihres Innern fo deutlich erkennbar, daß selbst der Fremde, den sie nie vorher gesehen, ihn errieth? DaS durste nicht sein. Sie sprach keine Silbe, aber sie tanzte und lachte, sie »rank am Büffet ten perlenden Cham- pagner md schien unler tea Ausgelassenen die AuSgelas^nste. Es war nach vier Uhr Morgen«, als die Letzten de Gesellschaft den Saal verließen; unter ihnen Loruz Berning uud feine Dame. Agnes hatte das Tuch nachlässig über die Schultern ge-wo.sen utt> trug den Kopf ganz e»tblößt, ihre Wanzen gtih-en purpurn, ihre Roseukronc war halb zerrisfcu, halb verwelkt, da« weiße Gewand derangirt and die Augen geröthet. — sie stand am Arm itres Cavalier'S hinter der ganzen Reihe der Uedrixen, und erst als sämmtliche Droschken den Platz verlassen, konnten er und sie aus die Straße hinaustreten. Ein ganzer Trupp vo» Fabrikarbeitern urd Arbeiterinn«» — Leute, welche schon ihrem «üblichen Erwerb nachgingen — hatte sich um die Thüre versammelt, und Bemerkungen verschiedenster Art wurden laut. Nicht AlleS, was au» dieser Gruppe herüber klang, war ganz salonMg ge» halten. — Seht doch, da kommt noch ei'e Göttin, wie e» scheint. O weh, o weh, die »lügei sind gfknickl und die Krone ist zerzaust! (Fortsetzung folgt.) — »W« i - Kiiiidmiichiiii^. 569 8 Der zur Anton Ohrsandl eben Concursmasge gehörige ob StornsU-in gelegene W eingarten ist unter sehr günstigen Bedingungen zu verkaufen. 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Activa...................................fr. tf2,319.P.3 * - Jahreseinkommen aus Primien und Zinsen.................. . „ l-°,So0.747 • 15 Auszahlungen für Versicherungs- und RcntenvertrUge. Rtt'kkÄufe etc. seit 1848 . . „ 86,000.000 * — In der letzten zwölsinonatlicben Geschiftperiode wurden hei der Gesellschaft IB- . . „ 54,730.050 * — neue Anträge eingereicht, wodurch der Ucsanuntbetrag der in den letzt-::. i'> Jahren eingereichten Anträge sieh auf mehr als.................. 899,000.000 * — stellt. Die Gesellschaft übernimmt zu feten Prämien Versicherungen auf den Todesfall mit 80 Percent Gewinnantheil oder auch ohne At'jieil am Gewinn, ferner gemischte und auf verbundene Leben; .schliesst Renten- nnd Ausstattungs-Vertrfge ab; gewährt nach dreijährigem Bestehen der Poliien den Rflckkauf für Polizen auf Todesfal'. oder gemischt, welche hiezu berechtigt sind, oder stellt für Polizen atf Todesfall nach dreijährig-' <11 und ftlr Aussteuer-Versicherungen nach fUnfjilhrigem Bestehen reduzirt« Polizen ans, für welche d»un keine weiteren Zahlungen zu leisten sind. Prospecte und alle weiteren Ausschlüsse werden ertheilt durch die Herren Agenten nnd von dem General• Agenten l'lit* lti-tiin iiimI SUilKtciormiirk. Valentin Zeschko. :W 1- Tri s'er iit-asie Nr. :! in l,4ibieh Druck nnd Verlag von Johann Rakuach in Cilli. Verantwortlicher Redacteur Mas Beaoszi.