(NbachttWZ eitung M Dienstag den 29. Mar? 1838. »-^'___________7.___ _^„------------------ ._______!------^^-______^ . _______^-----------^^------------------------^ NNt i en. ^ie k. k. vereinigte Hofkanzlei Hal die bcl dem Rechnungs ' Departement des k. k. Sleyermärkischen Guberniums erledigte Rechnungs - Nathssielle dem Rechnungsrathe unb Rechnungs-Departements-Vorsteher bei dem k. k. Illprischen Gubernium, Christoph Vetter) die hierdurch erledigte Rechnungs-Rathsstelle bei dem Nechnungs » Departement des Illyrischen Guberniums, dem NechnungS.Offizial des Küstenländischen Gubernial-Recknungs-Departements, Aloys Calo, endlich dessen Stelle bei dem Nechnungs-Departement des k. k. Küstenländischen Guberniums, bem Ingrossisten desselben Rechnungs-Departements, Franz Ritter, verliehen. (W. Z.) Ungarn. Berichten aus Ofen und P e si H vom 13. März zufolge war da«; Wasser der Donau von dem bisher nie erhörten höchsten Stande, welchen es am 15. d. M. Nachts um il Uhr mit 29' 4" ^", erreicht hatte, nach dem völligen Abzüge des Eises, nunmehr bis 20' 2" gefallen, so daß in beiden Städten die meisten Gassen, mit Ausnahme der tiefer liegenden, bereits wasserfrei waren. — Über die bisher nur im Allgemeinen angedeuttteAnzahl der verunglücktenMenschen sonnte das Nähere noch nicht erhoben werden. Der Schaden an völlig eingestürzten und beschädigten Häusern ist äußerst groß. In der Ofener Vorstadt Neustlft, so wie in Alt-Ofen und in den Pesthcr Vorstädten, ist wenigstens die Hä'lfle der Häuser von Grund aus zerstört; selbst in der Wasser- und Nai-zenstadt Ofens sind mehrere Häuser eingestürzt; i» der innern alten und in der neuen Stadt Pesth sind debits über zwanzig größere Häuser dem Einsturz unterlegen,; die übrigen sind mehr oder minder beschä- digt, und mußten gestützt werben; die Canäle in den Gassen unb Häusern sind an sehr vielen Stellen eingegangen. — Durch die thätigen Vorkehrungen der Behörden zur Rettung und Versorgung der Bedrängten ist für die augenblicklichen Bedürfnisse gesorgt^ auch zeigt sich die Bereitwilligkeit der bemittelten Bewohner beider Städte und der nahen und entfernten Ortschaften zur, Hülfeleistung und Unterstützung äußerst wohlthätig. (Ost. B.) Die vereinigte Ofner-Pesiher Zeitung vom 22-März meldet: »Ofen und Pesih, 20. März. Die schreckliche Katastrophe der Donauüberschwem-mung ist zu Ende. Das Wasser ist heute bereits so sehr gefallen, daß sowohl das Donauufcr längs dem Palatinalgarten als auch die Chaussee nach Sachsenfeld wieder trocken erscheinen. Auch das schöne und fruchtbare Thal im Süden beginnt allmäblig mehrere wasserfreie Stellen von größerem Umfange zu zeigen. Die große Insel Cscpely scheint weniger gelitten zu haben, als man befürchtet,. DaS ganze rechte Donauufer bei Ofen ist von so großen Eismasseu bedeckt, daß sie hie und da, z. B. bei der königlichen unb städtischen Vrunnmaschine in der Wasselstadt, dann an vielen Stellen von Neustift und Altofen ganze kleine Berge bilden. Daneben überall die Spuren furchtbarer Verwüstungen. — In Pesth gleicht noch ein großer Theil der Joseph- und Franzstadt einem See, über dessen Oberfläche die Trümmer menschlicher Wohnungen schauderhaft emporragen. Auch in der Theresienstadt sind noch viele Stellen vom Wasser bedeckt. Nicht bloß einzelne Häuser,— ganze Gruppen derselben, ja sogar ganze Gassen wmdm der Vernichtung Beute. Wie groß die Zahl der zertrümmerten Häuser sep, wie vielen Menschcnlkben dieses 102 Schreckenerelgnlß eln Ziel gesetzt — noch konnte dieß nicht ermittelt werden. Eins ist Allen klar: der unermeßliche Schaden, und nächst ihm der unter allen Classen und Ständen sich kundgebende menschlich - schöne Wetteifer, zu helfen und zu retten. Die Beweise thätiger Bruderliebe und menschenfreundlichen Erbarmens der von dem Unglück verschont gebliebenen Einwohner Ofen« gegen die zahllosen Bedrängten, denen sie ihre Häuser, ihre Vorräche, all' ihre Habe darboten, und deren namenloses Elend zu lindern jene glücklicheren Brüder kein Opfer scheuten — werden unvergeßlich bleiben. Und so wie in Ofen bestrebten sich auch di« Bewohner Pesths, welche von dem harten Verhängniß nicht betroffen wurden, ihren unglücklichen Mitbürgern nach Kräften und Vermögen Beistand und Hülse zu leisten; und der Edelthaten hochherziger Menschenfreunde, die mit Gefahr ihres eigenen Lebens der Rettung ihrer Brüder sich weihten, zählt man — zur Ehre der Menschheit — so viele, daß der Raum dieses Blattes eine Aufzählung derselben nicht gestattet. Allgemeine dankbare Anerkennung wird auch den. wichtigen Diensten zu Theil, welche das k. k. Militär in Folge der weisen Anstalten Sr. Exc. des com« mandirenden Generals, Baron von Ledern, unter Mitwirkung der hohen Generalität und Offiziere, dci diesem beklagenswerthen Ereigmß' geleistet hac. So boten Alle freudig sich die Hand zur Hülfe und Rettung der Verunglückten. Und während die von den traurigen Folgen der Überschwemmung verschont gebliebenen Bewohner Ofens und Pesths unermüdct fortfahren, Werke der Barmherzigkeit zu übcn an ihren oothleidenden und hülfsbcdürftigen Brüdern, hat der Herr auch in der Ferne schon edle, theil-nehmende Herzen erweckt, denen die Bedrängten bereits bedeutende Spenden verdanken. Kaum hatten Se. k. k. Majestät Ferdinand I. die Trauer, künde von dem unglücklichen Ereignisse vernommen, als Allerhöchsidicselben sogleich 20,000 fl. EM. aus Ihrcr Privatschatuille zur Vertheilung an di« Verunglückten in Ofen und Pcsth zu bestimmen geruhten. Der Frciherr von Sina in Wien hat sich an die Spitze eines Vereins gestellt, welcher, sich die Sammlung vonmilden Beiträgen für die bedrängten Städte zur Aufgabe gemacht. Ihm selbst (dem Herrn Baron) verdanken die Verunglückten beider Städte ein Geschenk von ^0,000 si. CM. — Herr Paul von Dcrcsenui läßt zu Göd seit dem 18. dieses Monats in drei Backöfen Tag und Nacht Brod backen und die Lieferungen finden seitdem ununterbrochen Statt. Auch hat der edle Menschenfreund alle seine dortigen entbehrlichen Vorräthe Sr. k. k. Hoheit dem durchlauchtigsten Herrn Erzherzog Palatin in einer ehrfurchtsvollen Zuschrift zur Vertheilung an die Hülfsbedürftigen in Pesth angeboten. Diese Vorräthe bestehen in 200 Preßburger Metzen Kartoffeln, 1000 Metzen Mais in Kolben, ungefähr ll) Metzen Hülsenfrüchten, 150 Metzen Hirse, 950 Vouteillen TZkaper für die Spitäler, und 200 wol' ligen Schaffellen für kleiderlose Säuglinge. Dies? Gegenstände wurden nach dem Willen des großmüthigen Wohlthäters an den Pesther Eomitats-Magistrat, Pesther Stadt-Magistrat und das k. k. Platz.-commando (an die letzter« Behörde rücksichllich Mi-licärswitwen und Waisen) abgeliefert." (Ost. V.) Frankreich. Algier, 2. März. Die Nachrichten, welche heute alle Gemüther beschäftigen, lassen sich in Folgendem zusammenfassen: General Negrier steht an d«r Gränze der Provinz Algier an der Spitze von 2000 Eingebornen. Er empfängt die Unterwerfung aller Stämme. Es heißt, die Besitznahme von Co-leah habe bereits Statt gefunden. Ven Aissa trsgt die Unterwerfung Achmel Beyö und aller Kabaylen der Provinz Konstantine an. Die Stämme haden sich geneigt erklärt^ die Steuer zu bezahlen. — Vona, 26. Februar. Die Araber der Gegend von Stora haden versichetn lassen, daß unsere Truppen gut empfangen werden würden, wenn sie bei ibnen eintreffen. Man Hai dieß dem General Negrier an-gezeigt, der sich wahrscheinlich mit einer Colonne dahin begeben wird. Es ist sogar wahrscheinlich, daß er eine Colonne von 5 bis 500 Mann als Besatzung daselbst lassen wird, wenn nur irgend einpassender Raum zu ihrer Aufnahme vorhanden ist. — Const ant ine, 22. Februar. Achmet Bey hat einen seiner Offiziere abgeschickt, und scine Unterwerfung unter die französische Autorität anbiethen lassen. Er soll bloß als einfacher Bürger in der Provinz Con-stantine leben wollen. Der General hat nicht gewagt, eine bestimmte Antwort auf sich zu nehmen, sondern darüber dem Gencralgouverneur berichtet. Die Besatzung hat sich jetzt hier sehr bequem niedergelassen. Die Lebensmittel sind im Ubsrftuß vorö Handen, und der Gesundheitszustand der Truppen ist sehr befriedigend. Die Stadt bevölkert sich täglich wieder mehr. Durch Briefe aus Algier erfährt man theil-weise die Ursache des Ztvisics mit Abd-el-Kader. Der Vertrag von der Tafna wurde ursprünglich französisch aufgesetzt, und an Add-el-Kadcr in arabischer Übersetzung, übergeben. Nach demselben sollte 103 Frankreich die ganze Strecke bis zum Gipfel der er. sicn Kette des Atlas besetzen; der Übersetzer gab aber Gipfel mit »Abhang« wieder, so daß Abd-el-Kader die ganze Nordseite des Atlas als sein Eigenthum anspricht. Glücklicherweise hat Add - el-Kader, der wohl einsieht, daß er noch einige Jahre des Frildens braucht, um seine Herrschaft in den drei ihm überlassenen Provinzen zu befestigen, die französische Aus« legung der Worte des Tractüts angenommen. (Allg. Z.) Paris, den 1«. März. Einem Schreiben aus Marseille vom 9. März zufolge wird der Doctor Varrachin binnen einigen Tagen eine wissenschaftliche und industrielle Reise in das Innere von Persien im Auftrage der Regierung antreten. Er wird sich auf dem nächsten Postpacketboote nach Constantinopel einschiffen, und nach kurzem Aufenthalt alldort seine Reise fortsetzen. — Das Journal de Commerce enthält Folgendes aus Algier: Der Abgesandte Abd-el-Kaders, Miloud - Ven-Arach, schiffte sich am 2. März zu Algier am Bord des Dampfschiffes Cerberus nach Frankreich ein. Vouderbah begleitet ihn als Dolmetscher, und der Jude Ven-Durand als Secretär. Abd-el-Kader wollte endlich wissen, was an Frankreich denn eigentlich sey. Er hätte diese Sendung keinem klügern Manne, als Ben-Arach ist, anvertrauen können. Die zwei Mämur, die ihn begleiten, und die Frankreich bereits kennen, sind wohl im Stande, ihm seine Beobachtungen zu erleichtern, und ihm das zu erklären, was unsere Sitten und Einrichtungen Fremdartiges und Dunkles für einen Araber haben. Ven « Arach ist «in Diplomat und keineswegs der beste General des Emir, als den man ihn fälschlich bezeichnete. Das Knallen der Gewehre macht ihn, nach seinem eigenen Ausdrucke, zittern, und die Araber wissen alle, daß sein Pferd den Schlachtenrauch und den Pulvergcruch scheuet. — Die genaue Zählung der Einwohner von Algier ist nunmehr zu Stande gekommen. Sie zerfielen ami. Jänner 1L2L in folgende Classen: Eu-ropäcr 7575; Maucrn 12,222,- Juden 6065,- zusammen 25,962. Hiezu kommen noch die von den Maircs der Landgemeinden in der Umgegend der Stadt gelieferten Listen, welche die Bevölkerung derselben auf 2207 Europäer beziffern, was ein To-talc von 9782 europäischen Einwohnern für Algier ergibt. Zu der hier entfallenden Vevölkcrungszahl von 28,169 Seelen muß man auch noch die Corporations der K^baylcn, Mozabiten, Viskos und Neger rechnen, die in' obigem Ziffer nicht enthalten sind. Ihre Anzahl ist veränderlich, man kann sie jedoch auf 2000 anschlagen und wird dann eher unter als über dem richtigen Ziffer stehen. Am 1. Iän. 1838 gab es 1125 eingeschriebene Kavaylcn, wovon 1079 in der Stadt wohnten. Die Bevölkerung von Algier belrägi also mehr als 20,000 Seelen, ungerechnet der Garnison, der Seeleute u. s. w. Frankreich zählt nur 28 Städte, die eine gleiche oder stärkere Einwohnerzahl haben. (B. v. T) Paris, 15. März. Fürst Esterhazy, österre,'. chischer Vothschafter in London, ist, von seiner Unpäßlichkeit vollkommen hergestellt, gestern früh von hier auf seinen Posten abgereist. Er hat noch den Abend zuvor an der Familientafel des Königs gespeist, und sich von dem König und der k. Familie verabschiedet. Paris, 16. März. Herr von Espeja soll ab-berusen seyn; das Cabinet der Tuilerien soll sich dieß förmlich in Madrid ausgebetcn haben. Herr von Espeja belästigt das Ministerium Mole durch seine Zudringlichkeit. Er hat eine vorgebliche Subsidie reclamirt, von deren Bewilligung für die spanische Regieruug nie anderswo, als in den Spalten eines ministeriellen Journals die Rede gewesen ist. Der König hat aus der Civilliste 50,000 Franken zur Ausbesserung des alten Schlosses von Pau angewiesen. In dicsem Schlosse, «inst der Residenz der Könige von Nieder - Navarra, wurde Heinrich IV. im Jahre 1555 geboren. (AllZ. H.) H p a n i e n. Don Basilio Garcia soll sichern Nachrichten zufolge in die Mancha eingebrochen seyn. Er wird vom General Sanz verfolgt. Man erhielt in Madrid die Nachricht, daß Oraa mit 5 bis 6000 Mann in Murcia angekommen sey, aber kein Geld gehabt und nicht gewußt habe, wie er die Anforderungen seiner Truppen befriedigen solle. Ein Einwohner von Mmcia half ihm durch ein Anlehen von 50,000 Realen aus der Ver. legenheit. Der Kriegsminister mißbilligte jedoch das Verhallen des Generals Oraa, der Valencia verlassen hatte, um gegen Don Vasilio zu operiren. Valencia wäre auf diese Weise dem Carlisiengmeral Cabrera Preis gegeben. Oraa erhielt die Ordre, eilends dahin zurück zu kehren.. (B. v. T.) Die neuesten Nachrichten aus Saragossa vom 9. d. M. melden: „Die Nuhe ist wieder hergestellt; aber der Constituticusplatz ist noch immc.r voll von Neugierigen. Die Auswechslung der Gefangenen hltt gestern Statt gefunden,- bereits um 10 Uhr Morgens war der Chef bes Gcncralsiabs von Eabanero, von einem bei dlm Überfülle am 5. gefangengenommenen Offizier der Nationalgardc begleitet, beim »weiden 104 Hause" angelangt. Cabanero begehrte die Auswechslung, Mann gegen Mann. Man hat ihm in Anerkennung der schonenden Behandlung, die er den Un-strigen angedeihm ließ, 120 gefangene Carlisten darüber zugestanden. Es wurde ein splendides Gastmahl gegeben, und nachdem Carlisten und Christinos drei Stunden freundlich miteinander zugebracht hatten, gtng jeder seiner Wege. (Ost. B.) Die aus dem Süden eingehenden Nachrichten lauten für die Sache der Königinn sehr befriedigend. Der General Sanz meldet aus Castril (bei Huescar) vom 2?. v. M., der Brigadier Pardinas habe in der Nacht vorher diese Stadt mit 268 Mann Caval-lerie und 150 Mann Infanterie überfallen , dort 1009 Gefangene gemacht, unter denen 51 Offiziere, und ein Sohn Tallada'S, und zwei Kanonen nebst 1200 Flinten erbeutet; die Neste der Carlisten waren theils in der Richtung von Puebladr Don Fadrique, theils in der von Pozo Alcon entstehen. Aus spätern Nachrichten ergibt sich, daß Tallada seinen Rückzug durch die Provinz Albaceta zu bewerkstelligen suchte, daß er selbst aber nebst 500 Mann an dcr Gränze der Provinz Cuenca den Nationalmilizen von Varrax, la Gineta und la Node am 6. d. in die Hände siel. Die unbedeutenden Reste seines Corps irrten in der Provinz Cucnca umher. Der General Oraa war am ?. in Tarazona, und halte alle übcr den Tucar führenden Brücken vernichtet, — Don Basilio soll von Almodovar aus nach Estremadura gegangen seyn. Flinter traf am 5. mit seiner Colonne in Manzanares ein, und da die Carlisten von der großen Heerstraße verschwunden waren , brach die dort befindliche Karawane am 6. nach Andalusien auf. — Am ?. traf die von hier nach Aranjuez und Ocana ausgerückte Cavallerie wieder hier ein. In Folge der anhaltenden Regengüsse war der Tajo bei Aranjuez ausgetreten, so daß unsre Verbindung mit jener Stadt 2^» Stunden lang gehemmt war. Pau, 11. März. Zu gleicher Zeit, da Cabanero Saragossa angriff, zeigte sich Basilio 14 Meilen von Madrid bei Tcmbleque. Dieser Chef war um die Mitte des vorigen Monats bis in die Nähe von Hellin gekommen, aber nicht, wie man sagte, über Albacete, sondern wieber zurück nach Andalusien mar-schirt. — Vasilio schweift also wie ein Komet in einem großen Theile Spaniens herum,- aber was gewinnt dübei die Sache seines Herrn, denn es kommt ja zuletzt doch nicht auf das Herumschweifen, sondern auf das Feststehen an. Der ungewöhnliche Regen hat auch den Übergang über den Ebro sehr schwierig gemacht, und die Carlisten schreiben diesem Umstände die Verzögerung der Expedition zu. Telegraphische Depesche. Vayonne, l^. März. Am 26. Febr. hat der Brigadier Pardinas die Faction des Tallaba zu Castril überfallen, sie ganzlich zerstreut und ihr alles Material abgenommen. Tallada selbst ward am 7. März durch die Nationalgarden von Narran gefangen. Basilio, allein auf seine eigenen Streitkräfte beschrankt, sucht Estremadur« zu erreichen. (Allg. Z.) N u ß l ll n V. Nachrichten aus War schau vom 12. März zufolge war seit sechs Tagen, seitdem das Wasser der oberen Weichsel sich in Bewegung gesetzt, das Wasser dieses Stromes fortwährend im Steigen, und halte am 11. bei Warschau schon eine Hö'he von 13 Fuß 7 Zoll über Null erreicht, 5 Zoll hoher als bei der Überschwemmung im vorigen Mai. Das Austreten dcs Waffers wird übrigens nicht bloß durch daS bedeutende Anschwellen der oberen Weichsel bei Zawichost und Krakau, sondern auch durch die Hemmung des Abflusses unterhalb Warschau verursacht, da sich anderthalb Meilen von Warschau, zwischen Borockow und Tarchomin, eine ungeheure Menge Eis aufgt-thürmt und festgesetzt hat. Am 12. Nachmittage stieg das Wasser von neuem. Das Vorwerk Zeranit und der sächsische Werder sind ganz überschwemmt, und die Bewohner, die sich mit Mühe noch unter das Dach flüchten konnten, mußten zwei Tage lang bort ausharren, ohne daß man ihnen zu Hülfe kommen konnte.___________________________(Ost. V.) Concert - Anzeige. Die orgebenst Gefertigte gibt sich die Ehre anzuzeigen, dass sie Freitag am 30. d. M. ein Vocal- und Instrumental -Concert, unter gefälliger Mitwirkung der P, T. Herren Mitglieder der hiesigen philharmonischen Gesellschaft, und namentlich der Herren Anton von' Avrill und Till, zu veranstalten gesonnen ist. Indem sie sich schmeichelt, ihren geneigten Gönnern einen genussreichen Abend verschaffen zu können, macht sie hiemit zu der Abendunterhaltung die ergebenste Einladung. IN annette Herzura, Pianoforte - Spielerinn und Midglied der philharm. Gesellschaft zu Laibach. Vtvacteur: Hlr. t'av. Keinrich. Vcrlsgrr: Hgnaj Äl,