Prttaum» pta*ana ▼ gotcTini.) Mm Zeitung be» autgcsitzt ist als i> der bevachdarte» Republ k Oesterreich. Strafe die Sozialde«okra:ie ist trotz der bürgerlich'» Regierurg die in aller, Belaige» hnrscheade Partei, weil sich die sogenannte Freiheil bei den Bürgern zvvordetst eil Duldsamkeit gege» über den Frethe>t»austtumpsoageu der andere» herausstellt, während die Soz aldemokrate» unter Freiheit »ur ihre eigene Freiheit auf de» H'iitergruild der Nieder-Haltung und Qaficih:U der Bürger verstehen. Au« dtesrr zwiespältigen Viftaftung b S Beg> ff» Freiheit entstand mit der Zeit t» O sterreich eine «>»o-sphäre, die eivfoch »»erträglich war. Daß diese Spannung ei»«al durch eine Explosion gelöst werden »ußte, wvßlen olle: die Bürgerlichen mit der zag» hasten Echloppschwäuzigkeit der B-sitzende» und de» hoffauogt losen Gefühl, daß sie sozusagen ja doch nur cos der Gnade der Arbeiter leben, die Soz'al bcaoltattn »it der ihnen eigenen F eude ao Sxplo-fi»ven. die sich Selbstzweck ist uod au« der tUfühtg* fett eifl eßt, etwa« za sch ff a o^er Geschaffenes schötzknd zu erhalten. Wen» nu» von den uvobsehöare» Folge» ab-gesehen wird, welche die Revolte in Wie» sür den ganze» Staat Oesterreich »ach sich hätte ziehe» kö»»e», »uß «an sich vor allem darüber wundern, wie die österreichische Gozialdemokratie m!l eigener Hand die Brandfackel an jene« Bollwerk holte» kvvrte, ans da» sie so stolz ist, an ihr rote» Wie», wo immer roch die isterreich'.fcheu Roten bisher die Herrschaft und Wirtschaft gesührt hatte», in Wälle»»- Milder vom vlutigen Areitag in Wien L'ir entnehmen den .Wiener Neuesten Nach-richten- einig» Gerichte von Augei zeugen und sonstige Lchüdeiungcn über die ivorqairge m Wien. Ja Mödlwg hatten Freitag abend« einige h»ndrrl Bni scher- aus de, Eisenba habrücke zwischen Alt- und ReomSdling Aufstellung »eriomme». Sie vermutete», daß Minister Dr. Schürst von Wie» »ach Mödliig komme» weide und plaote», da« Auto auszuhalte» und Mtcister Dr. Schüi ff »ach der an diesem Das« üblichen Methode zu überfallen. Die Verwirklichung de« Plane« scheUcrt« darao, daß Minister Dr. Schürst ao diesem Xa|t Wien selbstverständlich nicht verliest. Die Bursche» »»gen in später Nachtfiur.de vor da« Hau« de« 71jährigen Vater« de« Minister«, zertrümmerten sämtliche Fenster» scheide» und warfen Steine in die Wchnurg. Ein Teil der Demouftrauten begab sich hierauf »um Gasthvs .Kaiser von Oesterreich" und zerschlug auch dort die K»strrsche,hen. » Traurig war da« Ende der Ausstellung „Wien und die Wiener". Es war ein Sode mit Schreck.n. Freitag verliehe» die letzten Besucher mrkr dem Kriallen der Schüsse im Feuerschein de« brennende» Justizpa laste« diese Ausstellung, die der Propaganda und dem Ansehe» Wen« dienen sollte. Die Pforten wurden geschliffen und die noch in der Ausstellung eingeschlossenen Besucher verlebte» angstvolle Sturden während der in drr Umgebung der Hokstallnogen tobenden Kämpk?. dorf, >» Arsenal, in den Hammerbrotwerken, io diele» Gemeinden, überall gelang e» ihnen io kurzer Zeit, alle» aus de» Ha«d zu bringen. Bloß etwa» gab e». wü« ihre Mißerfolge auf dem Gebiet de« Schaff»» und E Halter» in de» Schatte» stellte, worauf sie stolz warnt, wo der rote Stadlfiianz-»inister Breit»er »it rückichtSlofester Energie die bürgerliche» Geldtasche» im „I tereffe" der Stadt leerte: e» war ble rote Gemeinte Wien. U,d jetzt habe» die Herren Seitz und Genossen endlich uvb schließlich auch Ihr eigene» rote» Wien aus ben Hand gebracht. Da» ist da» U,begre sl che. Da» ist eiuer der Umstände, der bei ben Klagen über die Ereignisse in Wie» viel zu wenig i» Betracht gezogen wird. ll»d doch ist er der wichtigsten einer. Such wen» «a» »tsetzt zu sein hat über die blutige« Opfer einer prinzipielle» Berhetzurg, einer beständigen Aipöbeluvg der Jnstizeiniichlunge» und einer in de» Maffe» gtoßgezogev'N Verachtung aller Rechltbegr sse, so kann »au doch ein Gefühl der Erleichterung darüber haben, daß die unvermeidliche Explosion sozusagen nach hinten lo»gega»gen ist, baß sie vor alle» bieje»tge» traf, welche e» al» wichtigste Aufgabe ihrer Partei betrachten, da« Volk in fortwährender Bultaosti»«u»g zu «halten. Freilich versuchen j tzt die Anstifter, ble Schuld von sich ob aus diejenigen zu wälzen, welche in treuer Diecsterfülluug ihr Leben zu» Opfer brachten. Lb?r e» kann ihn?» nicht gelingen. Heute weiß man e» in ga»z Europa, daß e» die Eojialde»okrate» waren, bic in ihre» eigene» rote» Wie» b!e Ex stenz des Staate» aus» Spiel gesetzt, daß sie die Stadt wirtschaftlich furchtbar gefchädigt, daß sie de» kau» gefrstigten Fremde«» zustrom zu« versiege» gebracht, daß sie die Aat!» pa hieu der Provinz gegen Wien ver Hunderts acht haben. Einige von ihnen eatichloff.» stch so^ar, in der Aufstellung zu übernachten. » Der svzialdemokratiich« Bundesrat und Obmann der sozialdemrkralischeo Polizeig.werkscha't, Schabe«, hat a» de« verhingnievoUen Freitag eine merkwürdige Rolle ge'plelt. Er hat fttne hohe Funktion in der Partei nicht etwa dazu benütz, die SicherheitSwachleate, seine K m raden also, vor de» Angriff.» seiner Partei» genösse» in Schutz zu nehme». W.it gefehlt I In dir Tagt, da e« um L ib und L ben seiner Kameraden ging, fühlte er sich nicht al« Vertreter und Führer einer großen Gruppe der Eiche, h itSwachlente, an diele« entscheidenden Tage stand er auSlchl-.ßlich im Dienste seiner Partei, llcd seine Tätigkeit bestarb darin, i« Sinne seiner Partei bei der Polizeidink.ion zu inter veniereo und zu verlangen, die Wache möge e« möglichst vermeide», gegen de» Strihevpöbel energisch einzugreifen. Selbstverständlich erfuhren die E che>h-it«wach-leute manche« vou dem sonderbaren Verhalte» de« Herrn Schab-«. Und al» er »ach den Unruhen in der Polizeidirekiwa erschien, wurde er von den dort befindlichen vielen Wachleuten in der entsprechenden Weise behandelt. Die Wahrheiten, die ihm seine ikameraden in« Gesicht schleuderten, werden ihm noch lange zu de, ken geben. Er mußte vor de» erregten Leuten im wahrsten Sinne de« Worte« die Flucht ergreifen. Seine Rolle al« Führer der Eichnheit«wachebcamten dürfte so ziemlich ausgespielt sei». » Sine Angestellte d«S RaihauslS erzählt: Wir mußten auf ausdrücklichen Befehl der vertranenSmänaer korpe- Unb noch etwa» ergibt sich au» dem Anfuhr ii Wien. Die Tatsache, daß der lote Bann, in we'chem da» xavze L»»d lebte, gebrochen ist. D.'v» e» zeigte sich, daß bei dieser Partei da» große G-schrei für Kraft gehalten wnrde. In de» Lä"her» g, iff'» jene Leute, die sich u»d ihre Arbeit nicht vo» einem Klünzel n>ch!«wfrdicr Hetzer terrorisieren lassen wollten, zur Selbsth'lse uvd jagte» die bisher für uvbezwinglich angesehenen Streikleitungen bei de» Bahvhosstatiove» hi»au». Daran» sollten die Regierung, die Behörden und alle F eur.de der Ordnung ben richlrgen Schluß ziehet?. I tzt ist bic Z it baza, j tzt si»d sie verpflichtet, mit allen jenen Elementen aufzuräumen, welche je>er Z'it gewissen-lo» ge»ug find, die Stadt und den Siaal, desseu prekäre Lage ja ohuedie» kaum »ehr überböte» wnke» kann, in tödliche Gefahren zu stürze». Nur ei» solche» Fc?zil de» bsuilgen Freitag» in Wien kann de» Schade» einigermaßen anfwiegen. Selbstverständlich gibt e» tiefere Ursachen sür de» Au»bruch in der benachbarteu Weltstadt. Die eigentliche Schuld trägt bie ZwavgSschiffa»» de» unmöglichen Staate» vo» bessert sech» M'llione» Einwohnern zwei Millionen io ber Hauptstadt leben. Die Explosion in Wien bringt bei olle» denkenden Menschen wieder die Ueberzeugung in den Lorder-gruvb, daß die Staat»»än«er, bie in S'. Germain besamme»saße», die Hw e» Cle»e« ceau L'oyd George u»b wie sie olle heißen, nicht i» geringsten Staat»-»iiner waren. Sie hatte», wa» da« a»belargt, keinen weiteren G^stch'Skrei» al» ihre Stiefelputzer. Vielleicht tragen die traurigen Tage in Wien dazu bei, daß »an sich in der »aßgebeade» Welt erblich »it de» Gebäcke» vertraut macht, daß e» so »icht »ehr la»ge weiter gehen kann, baß die J^ioierie von St. Germain korrigiert werde» muß und baß rativ aus dii Straße, eine Hut und Handtäkchchen. Vem Rathau« bi« zum Burg h^ater bewegte stch unser DerronstraliooSzug in voller Ordnung, bei« Burgtheater sti.ß n wir auf ein giößere« Wacheaufgebot, dc» mit den Ordnern Über die Mözlrchkitt di« WUtermarsche» ans der Ringstraße gege» da« Parlament zu vnhan-handclte uvd den Weg auch freigab. Der Zug sitzte stch langsam in Bewegung. Knapp vor dem Parlament tauchten plötzlich wie au« der Erde gewachsen in dem »ehrmal« stcck nden Zug eine Uvmenge junger Burschen mit Hecken, Eisnstange» und sonstigen Waffen auf, be»en Provenienz mitten auf der Ringstraße ganz un» r sterblich war. Zum erstenmal erhob stch auch ein wüste« Geschrei und Geschimpfe. Ich sah, wie vor der Spitze de« Zuge« plötzlich ei» berittener Wachmann am Kopf verletzt vom Pferde fiel, darauf drängte der Zug bereit« noch allen Seiten au«ei»aod r. Au« der Richtung der Stadiongaffe kam gleich darauf Verstärkung, worauf wir erschreckt auseinander stoben. Ich selbst lief zwischen dem Volks garten uvd dem Burgtheater davon und wagte «st in der Stadt gegen den Graben zu, immer gefolgt von M-iflüchtende», stehen zu bleiben. Ueber die weiteren Ereignisse weiß ich nicht« mehr, da ich genug hatte. « Ein Halbiovalide berichtet: »Entgegen den vielen Lügen uod Entstellungen über die Roheit und Angriff«» lust der Wache muß ich feststellen, daß ich al« Augen« »enge der Vorgänge am Ring, beim Justijpalast, Rat» hau« und bei der Oper? ich war nämlich von halb 2 Uhr di« 4 Übt io der Menge, bald da, bald dort einge-keilt, vcn einem herauSsordervden Benehmen drr Polizei Seite 2 Cilliec Zeitung Nu»»er 67 da» deulsche Sank Oesterreich endlich bot hin gelegt wird, wohi« e» gehört und wa» auf die tauer ja doch keine M^cht der Welt wird verhinde: u ii >ve»: zu D'utschlavd. Strohhalme in Sicht! Eine» der wundeste» Puvkte im sozialen Lebe» unsere» Maat'S biltot die Versorgung der räch dem Zusa««enbruch iiberrommere« StaatSanaest ll'.en der ehemaligen Mona ch e. Die r.ene O.dnuog halte k in J'teresse, dieie Frage ernstlich in Er» wägsug >u ziehen. I« G genleil, Heu e kann nach de« gewonnrne« E.fahrnrge» ohne sich eine Ueber-treibuog zu Schulde» kommen za lasse«, behaupt«! weiden, tag vi« herrschende Schichte ihre Diiposii'on, diese Frage al» unwillkommen: Lift zu behandeln, einst deutlicher zum AuSSruck haue br>»ge» kö,n?«. Dieser zmeif-llot viel polnischecen al» soziale« Taktik ist la» Elend zuzuschreiben, da» allmählich tu die Lebeithaltung dieser P-bstonäre eiagezogen. Diese Roilage durch Bipele zu illastn r:», ist gar nicht wehr rö ig Sie wrd sogar schon in den maßgebende» Lreise» zugegeben, freilich ohne au« dieser E^kenvtni» auch die r.o.wendigen Konsequenzen zu z'eheu. Da» beweist die Art, in welch r sie die Rettungsaktion durchzusühren glaube«. I,, ganz ytoip, e» hrndeli stch u» eine Rettungsaktion und nicht bloß um die Gaimachung eine» im Drauge der Be hält«>ss? begangenen U i» recht«». Ein Retter, »er ader m.t seiner Hilfe n chk fl,k zur Gelle ist, der i't kein Riter mhr. Si« auf einmal nwachii» Wohlwollen kanu nur neue Ealtiuschllrg'u hervorrufe«. Die geplante stufen-weise Reg lung der Penfionstenfrage bedeuiet eine solche Enttäuschung. D« Menschen, um die e» sich handelt, sin» schon zu alt und die No', in der st« leben, zu groß. zu dri!ck:nd, um eiu« stufenweise Rettung zu vertragen. Zwischen Di««n> und Aconei p:nst0atste» ist kein großer U iterschied. B:be ft.tegonen gleiche» trinkenden, welchen «in zu-gewv'.f.ner Slrohhrlm nicht al« S use dienen kaiu, um au» dem Wasser zu gelangen. Wie wenig Berstänbvi» sür die D iuglichkeit in dieser Sache vorhanden ist, da» brw ist die Schwerfälligkeit, mit welch»r die eben bewilligte Ueberführung der S vaerprrsiz»«» ia die D «ac-Währung verbunden ist. I» März. während der Budgetdebatte, kam der Beschluß zur Reife, diese» Strohhalm zar Rettung za ritkiere«. In Juli, also vier Monate später, erfuhr die darbende P:r> sionist'nwelt, daß die D ckang für di« Mehrau»gabea bereitgestellt ist. Der verspeocheue Strohhalm kam also doch endlich a« da» Ufer dks Wasser», in d«m die Auge» der Ringenden krampfhaft noch der Rettung ausspähen. Doch wa» nütz' der «roh-Halm am User, wen» er nicht i»S Wasser sällt. Da» ist kii»e so einfach; Sache, d«un drr Am »-schimmel tritt in Funktion. Die Ertrinkenden und die Strohhalme müssen früher revidiert, kontrolliert nicht» bemerkt habe Ich hab« mich im Gegenteil g«. wundert, daß min mit den Shreiero, Steinwerfern und varrikadenerrichier« so zart umging und fragte «ich unwillkürlich mehrmals, w,S der Grund dieser UaenOchlofseoheit und Milde sein kS.ir.te, da ich als Waldviertler derartige mi»schimmel arbeitet schwer und wer weiß, oi> von de» Ringende» nicht mancher die Zeit vervassen, er untergehe» wird, ehe sein Strohhalm in» W-ssec komm». Wenn sie Bliick haben die L one»p:»fioniste», so werden sie im September, kaop? vor de« Wahl-tag, zu ihre« Si'ohhal« kommen und dann? Nr», dann werdrn oll: miteinander warten müss:» b» zu de» nächste» Wahlen, dann komm« vielleicht wieder eine Fuhr mit Strohhalmen an» U'er, vor-ausgesetzt. daß e» sich, mit Rücksicht ans die Zrhl de» R ftko, noch rentiert. J:be«sall» ein glänzende» Bei'piel, wie soziale Fage« in der modernen Demokratie zur Läung gebracht werden sollen. __a. l. Politische Run« schau. Inland. z>ie „Aiittonakisttrungen" vor der ^aibacher K.'öietsversammlung. Selegentlich der Debatte über die Uebernahme der Krainischen Sparkasse durch da» Laibacher Ber» waltung»gebie« betonte der deutsche i«> ruf „DaS ist ja «ine vieherei" hinreißen ließ. Boa einem wirklichen Angriff der Wache konnte man überhaupt nicht reden, ste zog in den meisten Kämpfen gegen die U vermacht d-r D.monstranteo den Sü j rtn und muß « fich zurückziehen. Such wo starke Posten-k.tten standen, ließe« ste stch mit Latten, Stangen uvd Sternen bearbeiten, ohn« ernstlich aus die Menge lo«zu» g hen. Ich habe da« Gefühl gehabt, die S itte fühlen stch zu schwach und wollen nicht auseinander gerissen werden, denn wenn ste einmal von einander getrennt gewesen wären, «äre keiner mit dem Leben davon gekommen. Erst nach 2 Uhr nach«iitag» sah man größere Wachtrupp« mit Gewehren vorgehen, aber keiner schoß auf Fliehend«, man sah direkt, daß ste fioh war«», wenn di« Leute davonliefen. Nur, wo ste angegriffen wurden und die Leute wie die Wilden vor gingen, ward« geschossen." » Ein viei ter Zeuge berichtet: „Ich sah mit eigenen Nugen, wie ein schwerverletzter Wachmann in ein HanSior in der Lenaugrsse getiachi wurde, der dlingend der ersten Htlf« beduift hätt«. Aber die Demonstranten ließen niemand zu ihm hin, und bedrohten j dermann. der ein Wort für den «r«en einlegt«. Sr blieb eine voll« Stund« wir ein verachtetes Tier liegen und konnte erst geborgen w«rde«, als ein starkes Rafgebot mit Männlicher-Gewehren bewaffaet, di« Sasse räumte." • Die Situation im JustizpalaiS wurde kritisch, als di« Menge di« breite Treppe »um Ha»ptp»r!al zu konnte. Er p o'estiere daher umso nachdrücklicher gegen da» ungesetzlich« Vo gehen bei de» Berein .Kasino", der den Deutsche» «it Gewalt »eggeio««» worden sei. Diese» Bermö^eu sei de» richtigen Eige»-tümern zu Unrecht w'flgeriomme» wo ben. Mit erhobener Stimme: „Gebt e» also de« ersten Eigentümer ju:lief usd »acht banit geschehene» U,recht wieder gut!- Der Berichterstatter der Siktioi. Abg. Dr. Asl«»< erklär«« u. o.: Ich muß noch über bic sogenannten „N itioualisiernigeu" ip7ech:n. Ihr alle wißt lehr gut, wie seinerzeit Unternehmen nach Unternehmen in slowenisch« Hänb« fiel. Die >rt aber, wie verschiedene beutsche Unter-»ehmu«gen in slowenische Häube kamen, wir» vor ber «citik der slome-nischev Geschichte nicht bestehen. Heute könne« wir sagen, daß die Art dieser Nationalisierungen nicht den Rah« de» slowenischen Namen« in bi« Welt tragen wirb. (Hink eklatscheu unb Befall) Ihr alle wißt, unter w?lchem Regime bie Nil onali-sierun^eu durchgesührtwurben. (Beifall.) Die S amisch: Eparkass: halte roch heute ihre 19 Mitglieder. Alle« ist der tka»ps gegen die ftiainüch? Sparkasse bekannt und ich mug sagen, d.ß, wenn all: Uitcrnehmnnzen, die in deuischea Hände« waren, aus di« gleich« Art ratio»aliflett worve« wären, wie drr , wie er e» leider ist. Ich betone bie» »ur diSvalb, weil Herr Lbg. Dc. jkcamer sagte, daß un?er Bar» gehen «inen mo alischeu D f-kl hab?. Ein Abgeoeb« neter, welcher ber Pirtei aaa'ftö^ bie so oft und so („Deut'chet Hiu»'' iu C üiü) bei de, sog«» nannten Rat onaitsierungen beteiligt war, hat kein Rech«, so rtwcS zu sagen, (yändetlaische«, Lärm und Unrnhe.) Keht hin und tuet desgleichen! Da» N-usatzer „Deutsche LalkSblatt" nimmt zu« Sulturantooomi>g?ietz!nlwu:f ia Aärvten u. a. folgenber«aßen Slellung: Heute seh«« wir, daß bi« jkälNtner Lande»,egierung sich ta'sächlich «»t'chlossez ha«, ihrer slowenischen Mmte h >t bie kulturelle «elbftv-rwaltung «iiz.räumen. Wr erblick:« darr« «ichi nur eine« Ersolg de» „Politischen und wirk-schastliche« vereine» der Dämchen in Slowenien^, sondern avch einen Fortschritt in der Aussassuig der deutschen MehiheiitbivZiterung von Aärnteu über die Behandlung der flow:nifchea M nderheit. Uab wir freue» na«, daß e» gerade eine deutsche Laibe», rezierunz U die, geleitet von staatsmäanischcr Ea-ficht und geläuterter Humanität, iu dieser Frage beispielgebend andere» Länder« varangeschriNe« ist. Ader wir bebauer» gleichzeitig, baß bie slowenische «»nderheit > n 8 i r n 11 n, trotz der an sie ergangen«» Aufforderung, sich bi» H«ut« »och nicht dazu auf-»uraff«« vermocht hat, i» ähnlicher Welse bei derBelgraderRegierung für di« deutsche Minderheit iu Sädslawie» stürmen begann und ein Hagel von Steinen, Zi-gel«, Eiseostücken uod Gitüssen auf bi« dicken Glasscheibe» der schweren E>leniüren oiederpraffette. Da» Hru» war vorkommen bleckieN und niemand konnte ein roch au«. Auch (dne ärztliche Hilie, denn von alten Seiten begannen bereit« Verwundete derbiizustrSme». Der i« Haaie befindliche Primariu» Dr. O»kar Ho>orka ot-gavifierte rasch einen improvifierte» Btrband«vlatz und vnband unter Beihilfe einiger Beamten und Veamlinaea de« Hause« die zahlreiten Verwundeten, meist Schatz» leute und Frauen der Demonstranten. Eest gegen «i» Uhr, al« bereit« die ganz: Arbeit geleistU war, gelang e» einem Zug« der RetlungSgeselllchaft einzudringen. Bald darauf begann da« Hau« zu brennen, worauf Dr. Hovoika de» traurigen Zug d«r Verwundeten durch die wie rasend stch g.b!rd«nd« Menge »ur ilAbnla nz der 5irttung«gesellsch»st beim Parlament führte. Unser Bew!hr«mann. der auf dem Schmerling-platz wohnt und von seinen Fenstern an» die ganze» Vorfälle beobachten konnte, erzählt, daß stch schon karze Zeit nach 9 Uhr eine große Menge wütend gestika-lierender und schreiender Personen angesammelt hatte. Die Menge begnügte stch eine Zeitlang damit, drohend« Rufe auSzustoßen und gegen da» Gebäude die geballt«» Fäuste zu erheben. Die «ewalttaten eröffaet«, wie unser Augenzeuge deutlich beobachten konnte, et» Schutz-büadler in Uniform, der al» erster einen Stein g'ge» «in Parterrefenster schleudert«. Auf diese» Z-ichen erst begann der allgemeine Steinhagel. ftawttcr 57 CUHer Zettung 6dfi 8 etuzutrete», mit ei dies« zu bereu (»unsten bei der Kärutner Landeire-gier u n g getan hat. Wie diese« Berhalteu zu erkläre» ist, wolle» wir vorläufig uicht untersuche». Soweit jener Teil der südslawi chen Pceffe iu B> tracht kommt, der fich für die G.'Währung »er kulturelle?, Selbstverwaltung on bie Kärot-er Slowenen eingesetzt hat. solange deren Erfüllung wenig auSsichtSvoll schien, j tzl aber, da diese Forderung der Berwiiklichung vah^gerücki ist, dem Beschluss! der Kärntner Landesregierung oller-h»»d unlautere Biweggründe unlerzuschiebe» versuch«, könue» wir feststelle», daß eS dieser Presse nicht um die Erlangung der kulturelle» Autonomie sür die Kärntner Slowenen zu ton war, sondern um die Betätigauft demagogi scher und nationalistischer Ouertreibe« reie», denen nunmehr durch die <2i»-briv guu g de? Gesetzentwurfes im Silrotner Landtage ein Riegel vo ? ge-schöbe» ist. Anrayme des neuerliche» Andgels dcs WarKnrgcr Werwattnagsgebiets. Am Do»ver»iag nahm die Marbxrger G.blel» Versammlung der nach Ablehnung de» slüheren Bad. get« durch den Fi»auzminist,r neuerlich zusam«e»ge-stellte Budget mit der Mehrheit der S-immen ao. D'r deutsche Gebiet«abgeord?ete Dr. Mühleisen er-klärte, daß er tm Namea der Deutschen sltr die «»-nähme beB Budget« stimmen werde, tet Rene Bor anschlag erreicht im Gegeisvtz zum früheren. der avf 70 M>ll!o»e» Erfordernisse hi-anfgetriede» worden w»r, die H^he von 15,900.815 70 D n. Die ordent-I chen Ersorderrisse verteilen stch aus: I Allg. Gi-bikttvk'wiltung Din 1,l42.500 II. G:d,et«v!rmägen (Rogci?a Slatisa und vobroa) 14.625.590, III. Bvlk«gesv»thett und soziale Fürsorge Dm 14 000, I V. Zinse» uud Aworitsierang Di» 118 725.70. Diese» Erfordernisse» stehen folgende D«daav,«pofea gegenüber: Vorschub de« F-naszminlsterwmS 700.00t) Dia, Steuer aus den rächiliche» B-such vo» Saft-uidKaffithäuseru 500000. IVO^'ger Zuich'ag auf die Jazdkaite», lV0?»,ger Zuschlag aus die Tavtiemen der «krwzltungSiäie voa »tite»g«s«llich-sien, Bank-n us». (150.000), die E agärge der staa-lich u Bäder Rogaila Slatiria uud Doocva 14 686 845.50, ferner die Z»se» und ordentl.chm Elagänqe de» Si»enfond« 14 000, zusammen Dw 15,900 915.70 die außer-ordentlich n Eisordern'sse fi»d: «»kaus und A»^p tiernvg »er Billa Echerbavm 1 700.000, öffn»>! che Arbeiten (vausektion. B-iliäg? sür Slraßea und Biicfei.) 1,971.500, Laodwirnchaft 3,760.000, Bolttbu ieue uud Sozialpolitik 1,600.000, unvorhergesehene luSgaben 768.500, zusammen 10.000 000 Dinar iu Au«s,cht gestellt. und zwar mit 10 jähriger Amortisation, wob«, die Zinse» r.cht übe 10% be-tiagen dürfe». Krise in der Z>av! dopst-Partei. Dieser Tag« griff dtt Führer der Demokraten Lsaba Dvv'.tovc aus ewer Wäylernnsammlurg die Wahlreginung Luk'öev'.t h«f-ig an, invem er ,hr Terror vorwarf. Ministe, Präsident Buk ö:o i erwtderie ,» Skoplje aus die Aognffe Davidoo c, i»dem er Z«ei r«ich«deutsche Gäste, die in einem Hotel tm »weiten Bc»'rt abgcsticgca waren, wollten Freitag früh ans» «änfehänftl tn« Bad sahnn. Sie benv» eu hte,u ein Autotor». >l« ste »ur R». vernehme» mit der Lzvdetvertretung al« Throfolger anerkannt u.id trat mit dem Titel eine« Prinzen von Rumänen tn« rumänisch« Heer ein. Am 10. Juni 1893 vermählte er fich mit der ältesten Tochter de» Herzog« voa C.'burg uod Solhi Prinzessia Maria von Glcßdrilaoliu und Irland, Herzogin von Sachsen, geb. 1875 in lastwell Pirt. Der Prin, zessin Bater war ein järgerer Soh» de« Pctozen Alvert von Sachsen Codurg Go ha uud dessen Gi-mahlio, der Königin Bikiorta von England. König E)„ard war demgemäß ihr Oakel. König Carol starb am 14. Okiober 1914 io Sinaia. Ihm folgte Prinz Ferdiuavd al» Löaig Ferdivaud I. »ach. tl« 27. August 1916 erklärt« di« rumänische Re« gierung den Krieg au Oesterreich Ungar», worauf die deutsche Kriegierkläruug a» Rumänieu ersolgte. D:n Z-ntralmächteu gelang e» damil«, Rumänien «lederzuwnfeu. Der König ging »ach Jaffy, wo er bi» zum Niederbruch der Ze»tralmächt« verblitb. Im 15. Oltober 1928 wurde König Ferdinaid iu Karl»b«rg in Siebeubürgen zum König voa G oß» rumänleu (Romaula Mare) gekröut. Der Eh« de« König» fi-id fünf Kinder eutsprosieo. Der älteste Sohn Pri»; Karl, dessen Eh« mit der griechischen Prinzeff» Hilene, dir heuiigeu Köaigi»»uller, geschieden wurde, wu?de vo» König der Thronfolge sür ve,lustig erklärt. Die älteste Tochter Eltsabech ist mit dem abgedavk eu griechische» König uder de» verstorbene» Lord» u le n C 1 bend ELI DA JEDE (jg) STUNDE CREME Eine so wunderbare Hilfe für die gesell« schaftlidien Pflichten des Abends. Gibt der Haut die alabastergleidie matte Tönung, die im Lampenlicht so « iditig ist. Glänzt nicht, fettet nidit, klebt nicht. Nie sichtbar, stets wirksam. Zu jeder Stunde des Tages anwendbar — das Geheimnis manches vielbewundertenTeirrts. Natureflfarbene, matte Creme Notthcliffe, der während de» Kriege» beka»vtlich C,ef der tngWchm Kriegspropaganda war, I». Hader eine» großen englischen Z?i,u»gtkonzernS au de» tschecho'lowakischeo Außenminister Dr. Bevesch »achsolgesden off-r.«u B.'ief gerichtet; Ich schätze di« ftaal«0!äu»isch«a Fähigkeiten Eurer Exzellenz viel zu -hzch ein, um avzuvehmeo, daß Sie a» die Möglich. keil eine« dauernde» FriedtZ» glaube», der aus Gruud der neu.n vrenze» und ohne Rückerstattung aller derjenige» Gebiete der Nachfolgestaat», wo Ungarn in der Mehrheit st»d, möglich ist. Eaere Ex;elle»z wisse» ebenso gut wie ich, daß der Frieden voo Trianoo io seiner heutigen Fot« einzig und allein dithilb zustande ko»«eu konnte, weil die Bertreter der Großmächte be-zügl ch d-r komplizierte» natio»ale» und politischen B:rhält»iffe dieser Gebiete vollkomme» n»in> formiert wäre». Elie» au« diesem G.u»de köu»e» die B stimmangeu de« Triauoner Friede»«-vertrage« nicht al« eutgültig betrachtet werden. Im Prager P ulame»t sitzen zahlreiche Ber-teilet solcher Bezirke, die niimal« hä leu von Ungar» losgetrennt werde» dürfen. Solch- schneiende Unge-rechiigkeiten können nicht stillschweigend hiogenommen »erden. Ich «sacht euer« Exz-llevz, stch vor Augen zu halten, daß die Tschechoslowakei ohae Freuadschaft u»d Opfer Eaglaud» u»d Frankreich« überhaupt nicht existiere» würde. Deh Sieg aber, wofür Saglaad so viele Opser brachte, darf uicht zvm Dtckm,»tel vo» U> gerech!igkeit uud Uorccht dteneu. We»u die T checho-slowakei mit dem, wa« st« erhalt«» hat, Mißbrauch treibt, so muß ste gefaßt sein, daß England« Freuudschast uvd G-fühle stch voll ihr vollstä»dtg abwenden werde» und an ih^e Stelle die Euttäaschung uod die Gleichgültigkeit tritt. Ich erwarte voa euerer Exzelleoz, daß ste meiiem wchreibe» dieselbe Publiznät v:rschaff:a werdeo, wie Jyrer Sevaürede. Ich werde üdr.ge»« in meine« Blättern auf die Aogelege»heit wieder zurückkomme». Celte 4 Cittier Zeitung Rumr 57 Aus Stadt und Land Di« Gründung der „Deutschen Liga für Völkerbund und Völkerverständigung tn Slowenien.' «m 20. d. M. fand in Marburg bie au« zahlreichen Octe» Slowenien« gut besuchte gründende Versammlung statt. 9*1 ich Be grüßuna der Erschienene» durch den vaisitz'nden Herrn Dr. Lothar Mühleisen erteilte dieser da« «oit dc« Osman» des vorbereitende» Ausschusses Herr» Dr. Carnillo Moircatti. Dieser schilderte ki< Be ' deuiuvg der Gründur g, de» Zweck und die besonStren Ausgaben ber deuischin Lga, welche schon jtzi eus einen großen Erfolg hinuiisin könne, »ä«lch au! die Etr.füh?ung der vollkommenen Kalturauioi o«ie sür die Slowenen Kärvten«, welche diese gerade der Initiative der Deutschen Slowenien« zu vrrdark.n haben und die ^a»z im G ifte eutspricht, in weicht« olle Ligen der Will für ihre hohen Ausgaben arbeite». Die von D.'. Mo?rcutti sodann verlesenen Sätzunsiev, welche tröitlich jenen der bentsch-n L ga sllr Völker b-tnd nod Völkervetstündigurg in der tsch'choslowa Pifchen R«publ.k evtspechen, wurden einstimmig an-genommen. Die Wahl des Botstande« Hute folje»be0 einstimmige« Etgebni«: Zn den engeren B-rstrod (IrbeltLoutschus.) wurden g-wählt: Prüft,ent: Dr. Carnillo Morceatri, Arzt in St. E^y>i bei Marburg. 1. vzeprüsident: <3ebie!Sadg or»> eier G-ijil cher Rit Josef Eppich, Pfarrer in Mitterdof b,i Go lschee. S. v z'pcäsident: G:biel«adg ordnete» Dr. Lothar Mühletsen, Rechtsanwalt tn Marburg. 1. Schuft führn: Dr. L-o Scheichevbauer, Ehe« ker in Mar > u x. 2. Schr,s>süh:er: Mirq'tt« Dr. Lo Gozani, Arvö-kaiurtkoiiz'pient in Marburg. 1. Kassier: Fra»z Sto ch. P okmist i. R der tKoglo^cnt in Marburg. 2. Kassier: Dr. Hau« Schmiderer, Großgruridbrsrtzer l» Marburg. I» den weiteren li>otftjrO w.i'den vorläufig 30 Herren gewühlt. Wir kowm-n aus die Bedeutung dieser Gründung noch in eiiem besondern Artikel an« der Feder de« nunmehrige» Präfixulen der L ga Herr» Dr. Mvmutti zurück. Dte Renovierung der Marienkirche geht nu m hr ihrer Bollendung entgegen und tt wurde die Gnüflusg sowohl dei Turme«, wie auch der Kiiche entfernt, so daß al'o unsere altehrwiirdige Marienkirche mit ihre» Jahrhunderte alten G sch ch e im neuen Kleide prangt und eine selten schöie Zierde unserer lieblichen Sannstadt geworden ist. Zu re »voieren ist nun noch da« reich p ofilierte H>upt-Portal, zu welche« seinerzeit der heimische Bachern-«arrnoc verwendet wurde, was «och i« Lause der nächste« Woche geschehen dürfte, womit dann die Kirche endgültig fertiggestellt sein wird. U:ber die solide und «it reich « ve'stindni« ersolgte Au«-siihrurg der Renovierung feiten« der BaufUma Aloi« Kalischnig würbe bereits in der vorigen Loaniag«»u»mer berichtet uvd wir köave» H ute — »ach Entfernung der Gerüstung — mit hoher Befriedigung nochmal« hirzufügea, daß Baumeister Kalischnig in all:« u»d jed.-rn sein große« sachlich?« Kinnen bewiesen und «it seltener Lebe uud Hm» gäbe die schwierige Renovierung, »«besondere de« eingebauten TurrneS, in tadellssester uod »xrktester Weise durchgesührt hat, wodurch er stch selbst ein bleibendes Andenken fchaf, aus das er jede» zeit mit Solz bl cke» kann. Der H lstaui sch iß der Waren« kirche fühlt sich hiermit versfl ch et, Herrn Bau meister Kalischnig den wärmsten Dank für seine uneigennützige uvd dennoch solide und ehrenh ifle Arbeit anszu^prechen mit dem Wunsche, rag seine auf. opfernden Bemühungen durch recht viele anderweitige Erfolge gek,ö,t werden und daß lein U ternehm?» jene rege Ustnstühung feite»« der Bürge«schaft vo' C'lje fiaben möge, die diele ausstriberde Firma in hohem Maße v.'rdient. Herzlichen und innigen Dank sagt der Hilssausschuß weiter« auch allen hochherzige» edlen Spendern bezw. Götver» und Freuvde» der altehrwürdigeu Marrenkiiche, welche dte Renovierung der Kirche durch ihre reiche» Gäben ermöglichten und sich damit selbst ein bleibendes ehrende« Denk«al schufen. Noch ist ein bedeutende« Defizit zu decken, doch hoff« der HlsSau«schuß zu verstchtlich im Bertaue» aus die allzeit opfe?w llige Bevölkerung von Celje, welche gewiß i» ihrer Speuderfreudigkeit uicht erlahme» und de» Hilf«» auSichuß auch seraerhi» ihre Unterstützung dicht versagen wird, auch diese schwierige Aufgabe be-wältigen zu körnen. Nach endgültiger Fertigstellung und Verrechnung wird der Hlstausschuß alle ein» gegangene« Sp-ndeu wie auch die gesamten Kosten i« klarer und einwandfreier Weise »e> öffentlichen. Ecsreulicherweise sind veuerding« an Spenden eingelangt: Dirch Sa«mlurg de« F.l. Luise Wer-dousch?gg: Frau Marie Neger 250 Di»; Jiima Kaibeutz 100 Dia; Gasthaus P-rmo'er, Gaber je, 100 D!v; unter „U rg'ravt P. P." L00 Din; Firma Pichicffo. K «z & So. (zwrite Spende) 200 Di» ; unter Ungenannt 100 Din; Firma Were» (zweite Spende) 100 Din; Danlca d. d. Z rgreb. Eelji 50 Din; Anton Hofbauer Zweite Spende) 50 Din; Buchhandlung Gor c r 50 Din; die F r«en Sal«ik und Ropa« je 50 Din. Durch Bausttin v'rkauf erzielte da« Fräulein Luise Werdvuschegg 830 Din, in«gesa«t also L040 Din. Der Hilf«. auSschuß spricht alle» diesen edlen Spendern den herzlichsten Dank au«. Ebenso sei de« rührigen und ausopstrndeu Fräulein Luise Werdouschegg, welche «it dieser Sammlung eine» Sa««elrekord schuf uod der Kirche einen großen und edlen D enst erwie«. gleichfalls der herzlichste Dank au«geipiochen. Kirchenkonzert, tt« 19. Jini hu ua« der Gemischte S)or der Grazer akademischen Gilde „WolsSstein" unter der L ituna de« Herrn stud phil. Ladw'g Kelb tz wieder einige Perle» auS de« unendlich reichen und kvnbatea Schatze alter deutscher iva»gelisch:r K rchen«nsik heivo geholi. Diese Worte und W ise» sind, wie die z i« H mm?l e«por-fli«meiden gotischen Do«e, dem tiefsten Grunde oer flvm«in deutschen Seele »n q ollen. Uid uur au« einfältig from«e« H rzen werden diese Lieder stilgerecht gesungen. So war 's auch diesmal, wie bei dem uvv rgeßliche» We>hvach'«ko»zcrt, da« un« der gleiche Chor Im vorigen J-Hre ^ilchenkt hat. W>der müssen wir die feivverstäudige Autwahl der G:sänge, den tiefinnerliche» Vo trag und die k.istall-reine Jl,to»ativn bewundernd feststelle». Mag auch dies oder jene« zur letzt» Bollendung sehlen, wie z. B. di« restlose Deutlichkeit de« Wortes, so brachten die jugendlichen Sänger doch alles echt und wahr heraus, und da« rst gerade dei di ser Musik da«-ej,ige, ohne das ste nicht zu leben und zu wirken vermag. So. wie diese alten, i« hehrste« und höchsten Sinne de« Worte« deutsche» G sä,ge von diese« Chor gesungen werden, müssen sie jede« H.rz im tiefsten bewegen. Ii besonderem Maße ging »lese Wirkung von den Werfe» de« gewalt'gen Alt«eister« deutsch evangelischer Kirchevmafik I. S. Bach au«, der iu der Bortragtordnung «it nicht weniger als 5 Stücken vertreten war. „O Eoigkett, du Donner« wort' — „Ich steh an Deiner Krippe hier" — „W e schön leuchtet der Morgenstern' — dann die Pa'sion«ge'änge voll heiligsten W-h 's — sie haben unsere Alten als wah-e Himmel«speise er q tickt und werden noch ferne Geschlechter erschüttern und läuter». Wundervoll waren ja auch die Snchen von Händel. Telemann uvd all den anderen vnehrungswürdigen alte» Meistern, bereu ganze« Leben eine Zwiesprache «it dem Ewigen war. Aber so wie I. S. Bach, tut'« un« halt doch keiner au. E« ist tut ein Ja«izer, daß un« solche Weihestunden so feite« beschielen sind. Noch trauriger aber ist e«, daß selbst diese wenigen Siuuden nicht alle unsere Leute zu versamweln vermögen. Dus erklärt stch wohl da-rau«, daß wir infolge jahrelanger Entwöhnung vo» allem wahrhaft Schönem, Hohen, Jenseitigen viel» such gar nicht mehr daS Beoürsat« haben, etwa« zu suchen, wa« nicht gerade der Befriedigung unserer kö perl chen B-dürfntfse dient. In unserer Betlage bringen wir heute den Wortlaut des Gejetzentwurses für dte Kultur, autonomie der Käritner Slowenen. Jeder Leser ist dadurch in di« Lage versitzt, unabhängig von alle» Komme»tare» den liberale» Geist dieses Werkes selbst zu beurteile». „HO" die beste Zahnpasta. Promotion. Herr Max Slawitsch, Diplom» kausman», Sohn des hiesigen Kausminv« Harn L:opold Slawitsch iu Pettau wurde a« 16. Jult l Z. au der Leopold Fra»zeus Un versiiät i» Jav«. brück zu« Dokior der Staat«wrsseaschastn,' promoviert. Vkeuer Ingenieur. Herr Säacher Se»itz, hat di« 2. StaalSprüsuog bestände» und die montanistische Hochschule In L?obeu als Hütteuivgenieur verlasse». «ine neue Autobusverdtndung aus der Streck.' Marburg C-lje wurde ab 17. Juli ei», gesühn so daß C-Ije zweimal täglich Verbindung mit Marburg, Stovenska B stc'ea und Konj ce dreimalige Verbindung nach beiden Seiten hin haben werden. Geldbrtefe für das Ausland. Der Fl- naozmt-ister hat da« versende» van Geldbriefen in« Ausland bi« zu« Betrag vo» 3000 Din bc> willig«, und zwar nach den Bzrschriste» de« Erlaffe« Nr. 27.800 vom 29 Nove«b«r 1924. Eine zweitägige Diktatur di« Prole. tunatfl wurde während der Wiener Unruhen in viuck a. M eingeführt. De erste Sorge bet .Diktatoren* bestand darin, alle bürgerliche, vereine aufzulösen. AIS nach zweitägigen anheiurelndem Dik lere» dann dte He,«atwehr aus de» Plan tra», stoben die „R-gente»' natürlich nach allen Seiten an«eivander. Et geschah nie««»» ua« zuleide. Vorbereitungen für den deutschen Tranaozeanflag. W c au« Berit» gemeldet wird, utdii en die Zarcker«werte tu Dessau m»t Hochdruck a» den vorberiitung?» für einen deutschen Tra»«. ozearfluz. In D.ssaa wird zurzeit eine 1500 Meter lange Z meni Startbahn gebaut, damit das Flugzeug, da« »uurrgi«äß zu Begim des Fluges mit v.-iriebsstoff überlastet ist. ohne Schade» zu nehmen, vo« Erdroleu loskommen kann. Die Mtschine, ein Lantflagzeug vom Thp I 33 wird bereit« genauesten« nprovt uud kontroUter». Da« Flugzeug, da« ita Ansargsgewich! vo» 8700 kg und einen Aktion«, radiu« vo» 8000 km hat, veifügt über eine für 60 Stunde» arwreichende Menge Betriebsstoff und >st in der Lage, eine Höchstgeschwi»digkett vo» 200 K« pro Stunde zu entwickeln. Fü- die 4000 km lange S recke »ach Ni-yoit rechnn «,» ,ndessen mit einer Durchichnittlgeschwindigkeit von nur 150 k«, u« da« Maierrai nicht üderanzustreuge». Wer die Maschine sührt, steht noch nicht fest, doch dürfe« dafür zwei erfahrene Zurcker«pilote» in Frage ko««eu. Als Paffagiere wird eine weitere Person miifiiege», i» deren Aufirag die Iu cker«werke alle vorvereituagt» treffen. Bon dem ursprünglichen Plan, eine» Ojearflig »ach ««erika tu E^a^pc, durchzusühreu, »st mau völl'g atgekomme». Der Ailaal ich! Ozean soll vielmehr ohne Zwischen-Landung "flbet o rett werde». Da geplant ist, sofort nach G-lingen des ersten Fluge« drei weitere Flugzeuge gleicher Art u»d «it gleicher Besatzu»g ,» Zwtlch:u,änme» von 24 Stunde» abzulassen, will ■an icheiubar unter Bewei« stelle», d-aß Verkehr «-fllge ohne Z«ischenian)u»g vo» der Alten zur N-uen Welt »urchaus möglich find. Alle vier Fleg-zeuge werde« bi« A»fa»g August erprobt und starr» bereit few. Wirtschaft und Verkehr. Pflanzenstandsdertcht de« Hopfen danveretne« für Slowenten. am 20. 7. 1927.) Bei hochsommerliche« «et:er, weiche» zeuwe>>e vo» Siegen unterbrochen wird,«»«. wickelt fich die Pst»ze e»tsprecheud weiter. Mau bemerkt je»och. tag der Blüte»a»satz de» Sslding wert spärlicher al« tm Boijähre ist. vo» »e»en Schädlinge» rst die Pfianze frei. vausniäs Existenz glänzende Provision erzielen rührige Vertreter für "Wiener Firma im Frivatkunden-Beauch. Briefe unter ,Event.Fixum* an Annonzen-Exped. Jeitler-Melzer, Wien I., Riemorgasao Nr. 11. Möbl. Zimmer mit separatem Eingang, elektrischem Licht, ist ab 1. August zu vermieten. Qlavni trg Nr. 9._ Damenscbneiderin empfiehlt sich für Haus und ausser Haus. Adresse in der Verwaltung des Blattes. 82775 KinderMulein gesund, welche Kindererziehung versteht, gut deutsch und slovenisoh spricht, wird zu 2 Kindern (6 und 3 Jahre) bei guter Familie in Celje sofort aufgenommen. Anträge an die Verwaltg. d. Blattes unter vKinder-freundin 32912', Junge, reinrassige weisse Spitz 10 Wochen alt, hat billigst abzu» sehen Job. Roje, Mechaniker, Celje, 're»ernova ulica. Adress- und Visitkarten liefert ruch V«reln»buohdruok«rel C»l»ja, Celje, Preleruor» ullea Nr. t Beilage ;ur „CiUier Zeitung". ' .... ' Die Kulturautonomie iVr Slowenen in Karnten. «Fdt. -Ar. 73. b Ler Dbgeoröneien Kugust Wentzker, WevLmanö Rernmeier, Dr. Uran; Neiuxrechi, Nr. Hans Mnzerkr unö Genossen, ßetressenö öie Erlassnng eines Gesetzes über öie SekLstverwakiung 8er slovenifchen Minöerßeit in Warnten. (Mit K sthtnlwurf) Tat Land ftStnten Hot nach Wirdtrübernahme der Verwaltung jene» LandeSleile«. der durch den S'aalSvertrag von S>. Strmain en L°Y: vom 10. Sep tember 1919 dem serbisch kroatisch slowenischen Staate zur eirstwriligen Besetzung und Bei Wallung ü&ctlafKN, ans (Brur.b dc« Ergebnisses der Volksabstimmung vom 10. Oktober 1920 j io.h wi der unserem Freistaale angegliedert worden ist, wiederholt duich seine berufenen B rlreter ei klärt, der slowenischen Minderheit dc« Lrn-he« nicht nur die durch di« Gesetze g tage« und zwar der sozialdemokratischen Partei, de« Landbunde«, sowie der in der Einheitsliste vereinigte» christlichiozialen Partei und der großdeutschen Volkspartei, welche 39 von 42 Abgeordneten de« Kärntner Landtage« umfaffe», beschloss«», da« Werk der vor» «rwähntin Schulkommisston aufzugreife» und d«n Gesetzentwurf al« Antrag dem Landtage zu unterbreite». Der Grund, warum dte» gerade tm gegenwärtig«» Augenblicke geschieht, ist die Bedeutung, di« der volle» Befriedigung unserer sprachlichen Minderheit durch gesetzliche Verankerung aller für ihr« kulturell« Enl-Wicklung notwendig«» Voraussetzn»,«» zukommt. Kärnten soll unler allen deutschen Ländern de» Borzug genieße», die Frag« de» Schutze» de» sprachlichen Minderheit in großzügiger Weis« zuerst und reftlo» gelöst zu haben. Kirnten wünscht di« Beseitigung jede» Mißtrauen» seine» slowenisch»« La»d«»bü'ger, e» wünscht die Sicherung dr» nationalen Frieden« im Lande und ist bereit, dafür große Opfer zu bring«», Opfer, die auch in materieller Beziehung trotz der Armut de» Lande« weit iiberdi« durch den StaatSvertrag von Tt. Germain en Lahi auferlegten Verpflichtungen hinausgehen. I» dem Streben nach kultureller Befriedigung fetner nationale« Miederheit hat Kärirlea alle Stimme» beachtet, die auf dem eurrpiischen Festland« iu der Minderheitenfrage laut geworden find. Namentlich waren eS dt« S:it» schl'eßungen der verschiedenen Mtnderheitenkong'effe über die Kulturautonomie, die für die gewählte Regelung maßgebend wurden. Wenn trotzdem vielleicht nicht alle Wünsche ta Vertreter der Iloventschen Minderheit berück-stchtigt erscheinen, so ist die Erklärung hiefür darin zu suchen, daß tm Widerstreit den Entschließungen der Mindtrhelteakongresse der Vorzug gegeben wurde, um «io« dauernde von gegenwärtigen Verhältnissen unab» hängige Löiurg der Minderheitenfrage herbeizuführen. Leitsatz war, daß die slow »ische Minderheit «io« eigen« öffentlich rechtliche Körperschaft zu bilden hat, die mit Rücksicht auf die eigenartige» LiedlungSverhiltoiffe in stärnien persortll organisiert, ihr BolkSlum pflege» und entw ekeln kann. Dte Frechett de« Bekrnr.tnisse» zur Minderhett wird gewahrt die Einlragung in da» slowenisch« Volktbuch keire» vistrettung oder Uebe»-P'üsung unterworfen und die Krrihett de« Bekenntnisse» zur slowenischen Volksgemeinschaft durch Androhung von Strafe» gegen ihre Verletzung gesichert Da» Sand soll für da« Kulturleben der slovenischen Volksgemeinschaft nicht nur die im Staal«vertrag« von Sl. Gerrnairr vorgesehenen Beiträge, sondern darüber hinau» den ge» samten Personalaufwand sür die noiwerdige» slowenischen Volksschulen leisten. Die Unterzeichneten stellen daher d n Antrag: Der höh« Laodiag woll« beschließe»: „Dem beiliegenden Gesetzentwürfe, betreffend di« Selbstverwaltung der slowenische» Mioderh^t in Kirnten, wird die Zustimmung erteilt.- Zur Borberatung ist de» Gegenstand dem Schul» anSschuß zvzuw«>sr». l Klagenfurt, am 14. Juli 1927. Neuhler, r. h. Pr. Leinprrcht, r. h. Kernmrier, r. h. Dr. Nngrrer. e. h. Geile 6 S- Zl. Gesetz vom i_*-----------(-«-------------------------- betrefjenö du Selbfiverwa!ti.ng der slooenischen Minder-heil in Kärnten. Der Landtag von Kärnten ha: beschlossen: l. Einrichtung der slovenischen Volksgemeinschaft. H 1. Die im Bundesland« Kärnten wohnhaften Kärntner Landesbürger slooenischer Volkszugehörigkeit bilden «ine Gemeinschaft öffentlich rechtlicher Art (slovenisch« BolkS-gkmeinschafl), die ihre nationalen und kulturellen Angelegenheiten aus Grund dies«» Gesetzes selbst verwaltet. z 2. Di« slovtnisch« VollSgemrin schast wild gebildet, sobald 100 zum Kärntner Landtag wahlberechtigte, als slooenische Bolk»zug«hörige bekannt« LandeSbürge r oder aber inländisch« Vereine, deren Zweck latzungSgemäß die Förderung slooenischer Kulturaufgaben bildet und die zu-sammen mindesten« 100 Mitglieder ausgewiesen haben, bei d«r Landesregierung schriftlich da« Verlangen stellen' § 3. (l) Mitglied der VoUSgemeinscha t wird jeder in Kärnten wohnhaft« Land«»bürg«r, der sich hiezu bekennt-Dieses Bekenntnis erfolgt durch sreiwillig« Meldung zur Eintragung in das slooenische Volksbuch, in das sich jeder Kärntner Landesbürger ohn« Unterschied des Geschlechtes, der vor d«m 1. JSnn«r des lausenden Jahre« das So. Lebensjahr Überschritten hat und vom Wahlrecht in den Kärntner Landtag nicht ausgeschlossen ist, ausnehmen lassen kann. Bis zur Erreichung deS geforderte» Aller« gelle» die ehelichen oder legitimierten Kinder der eingeschriebenen GemeinschaftSmitglieder nach ihren Eltern als zur Ge-meinschast gehörig. Ist nur «in EIt«rnt«il Gemeinschaft«, mrtglied, so wird die Frage der GemeinschastSzugehirigkeit der Kinder nach de« Wunsche der Eltern bestimmt. Wird eine Einigung nicht erzielt, so entscheid«» der Wille de» VaterS. Uneheliche Kinder folgen der Mutter in der Frage der Gemeinschaftszugehörigkeit. Die Kinder von Mitglie-der« der Gemeinschaft gelten als zur Gemeinschaft gehörig, salls sie sich nach Beginn de» Kalenderjahre», in dem sie das SO. Lebensjahr überschritten haben, in das slooenische Volksbuch eintragen lassen. (2) Aus dem slovenischen Volksbuch« wird gestrichen, wer di« kärntnerische Landesbürgerschast verliert oder wer aus eigenen Wunsch au» der Volksgemeinschaft ausscheidet. Das Ausscheiden auS der Volksgemeinschaft aus eigenen Wunsch wird erst '/> Jahr nach Erstattung der Austritts-anzeige rechtswirksam. (3) Die slooenische Selbstverwaltung hat das Recht, gegen die Wiedereintragung ausgeschiedener Mitglieder in das slooenische Volksbuch binnen 2 Wochen nach Abiaus der Ausl«gungSftist (Absatz «) beim zuständigen Bürger meister Einsprache zu erheben. Die rtchtz«ilig «rhodene Einsprache hat die Streichung des Eingetragenen im slo< venischen Volksküche zur Kolge. («) Das slooenische Volksbuch wird s.lr jede Orts-gemeinde angelegt. Das Verlangen, in das Volksbuch ein-g'tragen zu werden, ist erstmalig binnen einer von der Land«sr«gierung zu verlautbar«nd«n Frist von 5 Wochen, deren Beginn zugleich mit dem im § 2 erwähnten Verlangen beantragt werden kann, b«im zuständigen Bürger-meistrr persönlich zu stellen, welcher die Abgab« der Eckla-rung mit Beifügung der Tagesangabe in da« Volksbuch einzutragen unb von der Part«i jerligen zu lassen hat. (5) Blinde und Bresthaste. di« am p.rsönlichea Er-sch«in«n verhindert sind, können di« Erklärung durch gehörig B«vollmächtigte abgeben und fertigen lassen. (6) Da« slooenische Volksbuch wird alljährlich in der Zeit vom 15. bis 91. Dezember zur Abgabe von Erklä-rungen im Gemeindeamte öffentlich aufgelegt. (7) Die einmal abgegeb«ne Beitrittserklärung kann nur in der für ihr« Abgabe vorgeschriebenen Weise und Z«it widerrufen werden. (8) Der slooenische Bolksrat (8 4a) ist berechtigt, jeder, zeit während der Amtsstund«n durch Bevollmächtig!« in das Volksbuch rinzus«h«n und Abschriften davon anfertigen zu lassen, ferner sowohl bei der erstmalige» Anlegung al» auch b«i der alljährlichen Auflegung deS Volksbuches sich vertreten zu lassen. (?) Die Aufsichtsbehörde hat nicht das Recht, die Ein-tragungen in das Volksbuch oder Streichungen aus dem-selben zu prüfen oder zu beanständen. 8 4. Die Berwaltungskörper. durch welch- die slooe-nische Volksgemeinschaft ihre Rechte und Pflichten aus-Übt, sind a) der Voltsrat, „ v b) die sloveniichen Schulzemeinde». Ctil.er Zetlaa; . T ^-—- •> -i , § 5. Der Bolksrat wird von den zur Wahl in den Kärntner Landtag berechtigten Mitgliedern der sloveniichen Volksgemeinschaft nach den Grundsätzen der LandtagSwahl-ordnung für Kärnten auf «Jahre gewählt: er besteht aus 12 Mitgliedern, di« sich als Vollzugsorgan« einen Vorstand von 4 Mitgliedern aus ein Jahr wählen. § 6. (1) Das Stimmrecht kann jedes Mitglied der slo-venischen Volksgemeinschaft in dem Wahlsprengel ausüben, wo es am Tag der Wahlausschreibung seinen ständigen Wohnsitz hat. (2) Wäüler, di« am Wahltage und während der Wahl -stunden in Ausübung eine» öffentlichen Dienstes oder Auf-trage» sich außerhalb des Wahlortes aushalten müssen oder die ihren ordentlichen Wohnsitz nach dem Tag« der Wahl-ausschreibung verlegt haben, sowie Personen, die sich am Wahltage in einer Heil- oder Pflegeanstalt befinden, oder in Heil- oder Pflegeanstalten am Wahltage oder wahrend der Wahlftunden Pflegedienft verrichten, endlich die Wahl-zeugen können die Ausstellung einer Wahlkarte verlangen, welche sie berechiigt, in einem andern Wahlsprengel zu wählen. ß 7 Die Mitgliedschaft der sloveniichen Bolk«gemein-schaft wird durch eine Bestätigung nachgewiesen, welche vom Gemeindeamte «§ 3 Absatz 6) ausgestellt wird. § 8. (1) Die Wahlen der VerwaltunzSkörper der slo-venischen Volksgemeinschaft werden von der Hauptwahl-kommission und den Ortswahlkommissionen geleitet. Die Hauptwahlkommission bestellt au» einem vom Landtage gewählten Vertreter, einem Vertreter deS Volksrates uns einem vom LandeShanptmann ernannten Beamten de» höheren Berwaliuiigsdienftes: den Vorsitz sührt d«r V«r-tretei des Volksrates. (2) Die Ortswahlkommissionen bestehen auS drei vom Volksrate nach d«n Grundsätzen des Verhältniswahlrechtes entsendeten Wählern, die einen vierten wahlberechtigte» als Vorsitzenden selbst wählen. (3) Für die erste nach diesem Gesetze vorzunehmende Wahl tritt an di« Stell« de» «rrtreter» de» Volksrates ein vom Kärntner Landlage gewählter slooenischer Abgeordneter de» Landtages. § ». Die Wahlen sind auf Grund von Wähleroerzeich-nissen durchzuführen; die näheren B-st mmungen zur Durch-fährung der Wahlen erläßt di« Landesregierung im Ber-ordnungswege. § 10. Die Wählerverzeichnisse werden vo» den Lrts-wahlkommissione» auf Grund der zur Verfügung stehenden oder zur Verfügung gestellten Unterlagen verfaßt. Ueber Ansechiungen der Wahlen de» Volksrate» entscheidet der BersassungSgerichtShos. ß II. Der Bolksrat hat RechtSperfönlichkeit. Er kann daher Rechte erwerben und Verpflichtungen eingehen, kann klagen und geklagt werden. Sein ordentlicher Gerichtstand ist das sachliche zuständige Gericht seines Sitze». § 12. Der Bolksrat bestimmt seinen Sitz selbst, er hält seine ordentlichen Sitzungen über Einberufung durch den Vorstand mindestens einmal im Jahre ab. Die Einberufung zur ersten Sitzung obliegt dem Borsitzenden der Haupt-wahlkommissio». Der Vorstand hat das Recht, außerordentlich« Sitzung einzuberufen: er hat eine außerordentliche Sitzung einzuberufen, fall» die» schriftlich von einem Drittel der Bolksratsmitglied«r unt«r Angabe der zu verhandelnden Gegenstände verlangt wird. 3 13. Der Bolksrat ist der oberste BerwaltungSkörper der slovenischen Volksgemeinschaft: er ist berechtigt: "3 (i) die lulturellen Gesamtintereffen der Volksge-meinichaft innerhalb der durch das Ges«tz gezogenen Grenzen wahrzunehmen und zu vertreten, b> in die Schulbehörden nach Maßgabe des Ad-schnittes III Vertreter der Volksgemeinschaft zu entsenden, c) den Haushalt der Volksgemeinschaft einschließlich der Erstellung des GemeinschastSooranschlage» und der Verfügung über die der Volksgemeinschaft in ihrer Gesamtheit zufließenden Einnahmen zu führen. d) unter Beobachtung der g«>«tzlichen Bestimmungen die EinHebung voa GemeinschastSbeiträgen für di« kultu-rellen Zwecke zu beschließen, sall» die in den 83 13, Punkt e), 15, Punkt d), 23. 2«, 25 und 29 erwähnte» Einnahmen zur Deckung des Aufwandes der Volksgemeinschaft nicht auSrirchin, «) Sammlungen für die kulturell«» Zwete der Volk»-gemeinichaft zu veranstalten. Werden voa anderer Seit« Sammlungen zu diese» Zwecken veranstaltet, so kommt dem VolkSrate die Erteilung der grundsätzliche.: Zustimmung zu. Die Bornahme der Sammlung«» unterliegt den all-gemeinen Borschriften, f) für sich und die Schulgemeinden die Geschäfts» ordnung zu versassen, g) über Streitigkeiken der Mitglieder der Volks-gemeinichaft untereinander sowie mit Organen der Bolks-gemeinschast zu entscheiden, soweit di« Streitigkeiten auf dem Sem«inschaftso«rhälnisst beruhen and nicht etwa andere Behörden zur Entscheidung berufen find. ______ § 14. (1) Der BslkSrat ist beschlußfähig, wen» «in-vd stenS die Hälfte seiner Mitgli«d«r anwesend ist Beschli s werden mit einsacher Stimmenmerheit gefaßt Das R仫r« bestimmt die GeichaftSo.dnung, welche auch die Vertretung des Bo'.ksrateS nach außen, die Bildung von Ausschüsse» und dgl. zu regeln hat. (?) Der Bolksrat ist berechtig zur Besorgung der Ee-schäft« Ang«st«llte zu verwenden; fie müssen österr. Bunde I -bürg er von ehrenhaften Lorleben und voll ba»dIungSsäh«g sei». Staatsfeindliche Tätigkeit bildet einen Ausschließung«-gründ dann, wen» sie gerichtlich sestgefteüt worden ist. II. Aufgaben und Rechte der slovenischen Volksgemeinschaft. 8 14. Die slooenische Volksgemeinschaft ist berechtigt: a) Anstalten zur Förderung deS kulturellen Lebens »nd der sozialen Fürsorge der Volksgemeinschaft, soweit fie über di« öffentliche Fürsorge hinausgeht, zu errichten und zu v«rwali«n; b) Vorlesungen und aidere bildende Veranstaltungen einzurichten; c) >ede Art von Erziehung?- und Unterrichtsanstalt«» mit slooenischer UiuerichtSsprache zu erricht?» und zu verwalten ; d) Sammlungen von freiwilligen Lpenden zur Fir» derung ihrer Ausgaben zu veranstalten; e) im Bedarsssalle GemeinschaftSbeitrage einzuheben. 8 IS. (I) Bon Milteln, welche vom Lande im ord«at- lichen Haushaltsplan prioaten BilduiigSzwecken und Wohl-sahrtseinrichlungen bewiligt werden, fließt der slovenischen Volksgemeinschaft der entsprechend« Teil zu (S) Die Entscheidung über die Höh« des zu überwei-senden Beirates triff« die Landesregierung nrch Anhörung des Bolksrale» (3) Die oberste Grenze aller Leistungen des Landes sür die slooenische Volksgemeinschaft ist daS Verhältnis der direkie» Steuerlei'iung ihrer Mitglieder zu dem der übrige» Steuerträger im Lande (4) Die Beiträge zum Aufwand deS öffentliche» slo> venischen Schulwesen» regelt Abschnitt III. III. Das slovenische Schulwesen § 17. Ter in slooenischer Sprache erteilte h äusliche Unterricht unterliegt denselven Vorschriften wie der gleiche Unterricht in der Staatssprache. g 18. Das jedem österr. Bund«sbürg«r zuft«h«nde Recht, gemäß den Bestimmungen deS Gesetzes, durch welches die Grundsätze deS Unterrichtswesens bezüglich der Volksschule» festgestellt werden, (Jt B G. vom 14 Mai l»aS R. G. Bl. Rr. «2 in der Fassung des Gesetze» vom S. Mai ISSZ ft. A. Bl. Rr. 53,) sowie des mit der Verordnung vom 27^ Juni 185», R. G. Bl. Rr. 80», kundgemachte» pro» Gesetzes Über den Privatunterricht, Privat»- Lehr- und Erziehungs» anitaUe» zu errichten und die Unterrichtssprache in denseden zu bestimmen, gilt auch bezüglich der Privatschulen mit slovenischer Unterrichtssprache. g 19. (1) Der slooenische BolkSrat ist berechtigt, i« Bundesland« Kärnten Schulen nach Maßgabe der folgen-den Bestimmungen zu errichten. (2) Vor der Eröffnung einer solchen Anstalt ist 1) drei Monate zuvor die Anzeige an de» Land««-hauptman» zu erstatten: 2) der Standort der Anstalt zu bezeichnen: 3) eine Darstellung ü»er den Zweck, die Gattung und die Einrichtung der Anstalt vorzulegen, und 4) die Rachweisung zu liefern, daß die L«hrkräfte österr. Bund«sbürg«r, in sittlicher und staatsbürgerlicher Beziehung, die gleiche Befähigung ausweisen welche von einem Lehrer an einer gleichartigen öffentlichen Schule in Oesterreich ze-fordert wird (8) Von der Bedingung der österr Bunde«bürg«rschaft kann in besonders rücksichtSwürdigen j$all«n der Landeshauptmann die Nachficht erteilen. (4) Der Landeshauptmann kann die Eröffnung der Schule nur dann untersagen, wenn di« im (?) Absätze vor-geschriebene A»z«ig« überhaupt nicht, nicht rechtzeitig «der nicht vollständig erstattet oder die im Punkte 4) des (') Absatzes geforderte Rachweisung nicht erbracht wurde. Ist ein Grund zur Untersagung nicht vorhanden, oder wird der Grund beseitigt, so nimmt der Landeshauptmann die Er öffnungsanzeige einfach zur Kenntnis. Erfolgt binnen 3 Monate» vom Tage der Ueberreichung der EröffnungSan-zeige beim Landeshauptmann keine Verständigung des Volksrates, so gilt die Anzeige als zur Kenntnis genommen. Gegen die Unterfaguiig der Eröffnung einer Schul« steht dem Bolksrat« da» R«cht d«r B«rufung an daS Bund««-Ministerium für Unterricht binnen 4 Wochen offen D«r Berufung kommt nur dann auffchiebende Wirkung zu. wen» si« der Landeshauptmann zuerkennt. 8 20. (l) Die vom slovenischen Bolksrat« errichteten olkSschulen sind öffentliche Anstalten und als solch« der i Rawfcr 55 11111 c t Heilung 7 Jugend ihres Sprengels ohne Unterschieb des Glaubensbekenntnisses und der BolkSzugehörigkeit gleich zugänglich- (2) Der Besuch einer slovenischen Volksschule gilt al» E> fallung der allgemeinen Schulpflicht, wenn die Einrichtung, da» Lehrziel nnd der Lehrplan Mindestens denjenigen An> forderungen entsprechen, welche an eine öffentliche Volks-schule gestellt werden, und unierliegt den Bestimmungen de« Reichsvolksschulgesetzes über den Schulbesuch. Die Fest« stellung der ermähnten Gleichwertigkeit kommt im einzelnen Falle dem Landeshauptmann zu und wird zugleich mit der Entscheidung aber die Eröffnung der Schule ausgesprochen Der Landeshauptmann hat vorher das pädagogisch didak. tische SchuIaussichtSorgan des Voiksrates (§ 19) und sa'tS diese Stelle nicht besetzt Ist, den in Aussicht genommenen Leiter der slovenischen Volksschule, serner in allen Fällen den LandeSschulinspektor sür das Volksschulwesen in Kärnten zu hören. Dem Bolksrate steht die Berusung an daS Bundes-ministerinm für Unterricht offen. § 21 (1) Die Gesamtheit der im Sprengel einer slo venischen Volksschule wohnhasten GemeinschastSmitglieder, deren Kinder diese Schule besuchen, bildet eine Schulge-meinde. Der Vertreter der slovenischen Schulgemeinde ist der slooenische Ortsschulrat. Er besteht au« S Mitgliedern und ebensoviel«» Ersatzmännern, welche von der slovenischen Schulgemeinde unter sinngemäßer Anwendung der Be-stimmungen der G-meindewahlordnung aus -t Jahre gewählt werden. Di« Wahl wird von der örtlich zuständigen slo-ven schen Ortswahlkommission (§ 8; geleistet. (8) Nur diese S Mitglieder und gegebenensalls ihre Ersatzmänner haben beschl-eßenoe Stimme. (B) In den Orteschulrat treten ferner ein Vertreter der Lehrerschaft der slovenischen Volksschule und ein Ver» treter der Kirche, jedoch nur mit beratender Stimme ein. Für die Entsendung dieser Vertreter gelten die gleichen Bestimmungen wie für die Entsendung von Vertretern in die Ortsschulräte in Kärnten überhaupt. («) Der slooenische VolkSrat hat das Rech!, zu den Sitzungen des slovnnischen OrtsschulrateS ein Mitglied zu entsenden. Ob und inwieweit einem sür di» slooenische Volksschule bestellten Schularzt d S Recht zur Teiinah ne an den Beratungen des Ortsschulrates zukommt, bestimmen die Vorschriften betreffend den schulärztliche» Dien.t an den Volksschulen in Kärnten. 8 28 (1) Der slovenischen Tchulgemetnde und dem slovenischen Ortsschulrate kommen bezüglich der slovenischen vchule. sür welche sie bestehen, m t den durch dieses Gesetz gegebenen Abweichungen die gleichen Siechte und Pflichten zu, wie sie sür die Schulgemeinden und OrtSschulrat« in Kärnten vorgesehen sind. (2) Die dem slovenischen Ortsschulrat obliegende Aus-zeichnung der im schulpflichtigen Alter stehenden Kinder (Schulbeschreibung) erstreckt sich nur aus die Kinder der Mitglieder der Schulgemeinde. Eine Gleichschrist ter Auf-zeichnung ist dem für das gleiche Gebiet sonst zuständigen Ortsschulraie zu übermitteln, welcher aus Grund dieser und der von »hm selbst vorgenommenen Auszeichnungen darüber wacht, daß kein Kind der Schulaussicht entzogen werde. Fällt der Sprengel der slovenischen Volksschule in das Gebiet mehrerer nicht slooenischer Ortsschulräte, so sind die be-treffenden Teile der Schulbeschreidungen den sonst öltlich zuständigen nichlsloveni'chen Ortsschulraie» zu übermitteln. (S) De,l«tzun.,«n der Schulbesuchpflichl m-rden von den allgemeinen Schulbehörden geahndet. § 23 (1) An den vom Volksrate errichteten Volks, schulen kann die slooenische Schulgemeinde zur Deckung des ihr obliegenden Aufwandes sür die Schule mit Zustimmung des VolKrates von den Eltern der die Schule besuchenden Kinder ein Schulgeld anheben. Ueber Schulgelbbefreiungen entscheidet der slooenische Ortsschulrat und zuletzt der slo ve iische Bolksrat. Aus daö Bersahren finden die Verwaltungs-versahrenSgesetze sinngemäß Anwendung- Die Einbringung des Schulgelde« ersolgt im Verwaltungswege (8 l des VerwaltungsvollstreckungsgesetzeS vom 21. Juli 19^5, B. G. B>. Nr. 276). l2> vom OrtSschulrat« erhobenen Ein-Wendungen, wenn ü oder weniger Bewerber vorhanden sind, welcke den Ansorderung-n sür die Lehrstelle entsprechen, sämtliche, sonst 5 der Bewerber in der Reihenfolge, in welcher er ihre Ernennung wünscht, der Landesregierung vorzuschlagen. (4) Die Landesregierung ha», soserne dies noch nicht geschehen sein sollte, das pädagogisch didaktische Schulaüisichls-Organ des slooin schen Volksrates (8 29) und salls dessen Stelle nicht besetzt ist. den Leiter der betreffenden Schule, wenn eS sich aber um die Ernennung des Leiters selbst handelt, die im § 27. Pkt. 2 c, erwähnten Lehrervertreter, serner in allen Fällen den Liudesschulmspektor sür da» Volksschulivesen in Kärnten zu HSren. Den genannten Or. ganen steht für die Abgabe ihrer Aeußerung eine Frist oon 2 Wochen zu, nach deren Ablaus die Landesregierung die Ernennung vorzunehmen berechtigt ist. Macht die Landes-regierung vom Einennungsrechte innerhalb von S Wochen nach Einlangen des Ernennungsvoischlage« des Volksrates keinen Gebrauch, so geht das Ernennungsrecht sür den be-treffenden Fall auf den Volksrat über. 8 27 (I) Auf die vom Lande .«Höhnten Lehrkräfte der notwendigen siooenischen Volksschulen findet das sür die Lehrpersonen der öffentlichen Volksschulen in Kärnten gellende Dienstrecht mit nachstehenden Aenderungen An-Wendung: 1. Die Rechte deS Ortsschulrates werden vom slo-wenischen OrtSschulräte der betreffenden slovenischen Volks, schule, die Rechte des Bezirksschulräte» und des Landes-schulrateS mit d«n durch das AussichtSr«cht deS Bund«! über da« Unterrichlswesen und durch die Bestieitung der Dienst-bezüge («iten« be» Lande« bedingten Ausnahmen vom BolkSrale ausgeübt. Zu allen mit einer Belastung bes Lande« verbundenen Veränderungen im Dienstverhältnisse ist die vorherige Zu-stimmung der Landesregierung erforderlich, andernsallS da« Land zur Tragung der daraus entstehenden Mehrkosten nicht verpflichtet ist. S. AIS Disziplinarbehörde erster Instanz wird sür die Lehrer an slooenische» Volksschulen eine DiSziplinarkom« Mission mit dem Sitz« in Klagensurt errichtet. Sie besteht o) aus dem Vorsitzenden des LandeSschulrates für Kärnten oder dessen Stellvertreter, b) dem pädagogisch-didaktischen Schulaussichtsorgane deS BoIk«rate- (§ 29), c) zwei vom Volksrate gewählten Lehrern an den notwendigen slovenischen Volksschulen, deren Bezüge das Land trägt, d) dem Referenten für die ökon. adm. Schulange-legenheiten bei» Landesschulrate für Kärnten oder in seiner Verhinderung au» einem vom Landeshauptmanne au« der Mitte der rechtskundigen Beamten dei Amte« der Lande«-regierung zu bestimmenden SteZoertreter, «> dem Landtsschulinspekior sür das Lolksschul»- sen in Kärnten. (2) Wenn es sich um die DisjiplinarbeHandtung gegen einen Religionslehrer hdndelt. steht der kirchenlichen Ober-Behörde das R«cht zu. an Stelle eine« durch das Lo« auszuscheidenden Mitgliedes be« Lehrslandes (Punkt c) einen V«rtr«t«r zu «ntsknden. (3) Die Disziplinarkommission wird aus die Dauer der Tätigteilsdauer de« VolkSrate« bestellt. (4) Den Vorsitz führt der Vorsitzende des Landesschul-rate« sür Kärnten oder dessen Stellvertreter. (5) Zur Vertretung der durch eine Pflichtwidrigleit verletzten dienstlichen Interessen ist bei der Disziplinarkommission vom Landeshauptmann ein DiSzipÜnaranwalt au« den rechtskundigen Beamten des Amtes der Land«»rrgi«rung zu bestellen. (6) Die Disziplwarkommission ist beschlußsähig. wenn der Vorsitzende oder sein Stellvertreter und drei weitere Mitglieder anwesend sind. Di« Kommission saßt ihre Be» schlösse mit einfacher Stimmenmehrheit; der Borfitzende gibt seine Stimme zuletzt ad. Bei Gleichheit der Stimmen entscheidet die Stimme des Vorsitzenden. (7) Die Strase der Entlassung aus dem Schuldienste kann »ur dann verhängt werden, wenn wenigstens 2 Drittel der abgegebenen Stimmen sich dafür aussprechen. (8) Gegen da« Erkenntnis der Disziplinarkommission kann von der beschuldigten Lehrperso» und oom DiSzipli-naranwalte wegen de« Ausspruches über Schuld und Strafe sowie wegen der Entscheidung über einen Kostenersatz die Berufung an da» Bundesminifterium sür Unterricht eingebracht werden. Die Berufung hat aufschiebende Wirkung. Ein' Berufung zugunsten des Beschuldigten ist unzulässig wenn nur eine Ordnungsstrafe verhängt worden ist. Die Berufung ist binnen 2 Wochen nach Zustellung des Di«-ziplinarerkenntniffes beim Vorsitzenden der Disziplinarkom-Mission einzubringen. Ter Vorsitzende hat die Berufung zu-rückzuweis««, wenn sie unzulässig ist, verspät«! oder von einer Person erhoben wurde, der das Berusutigsrecht nicht zusteht. (9) Der Vorsitzende der Disziplinarkommission kann eine Lehrperson, gegen die ein strasgerichtliche« Verfahren eingeleitet ist. oder der ein Dienstvergehen zur Last gelegt wird, jederzeit vom Dienste vorläufig entheben, wenn dies mit Rücksicht aus di« Art und Schwere des ftras- und dienstlichen B«rg«henS angemessen i,l. Diese« Recht steht dem Vorsitzenden auch dann zu. wenn gegen die Lehrperion das Entmündigungsversahren bei Gericht eingeleitet oder über ihr Vermöge» der Konkurs eröffnet worden ist. Gegen die vorläufig« D.enftesenthebung steht kein weiteres Rechtsmittel offen, doch ist jede vorläufige Enthebung ungesäumt d«r Disziplinarkommission mitzuteilen, welche sie ohne Verzug zu bestätigen oder auszugeben hat. A 2S. Der Nachweis der Besahigung zum Lehramte an slovenischen Schulen kann auch durch Prüfungszeugnisse ausländiger Anstalten erbracht werden, sosern diese Zeug-nisse vom Bundesministerium für Unterricht anerkannt wurden. Das BundeSministerium sür Unterricht hat vorher den slovenischen Volksrat zu hören. 8 »S (1) Dem siooenischen Voltsrate bleibt di« Verwaltung, Leitung und unmittelbar« Beaussichtigung der von ihm «rrichteten Schulen überlassen. (2) Der Lolksrat ist berechtigt, zur Ersüllung dieser Obliegenheiten einen Fachmann anzustellen, der den für Schulaussichlsbeamle vorgeschriebenen Ansorderungen ent-sprechen muß. [3) Zu ven Kosten für die Bezüge deS Fachmanne« leistet der Bund einen Beitrag, dessen Höhe die Bundes-regierung nach Anhörung deS Volksrates bestimmt. § 30. Di« oberste Aussicht über da» gesamt« slooenische Unterricht»- und Erziehung«n>es«n steht dem Bunde zu und wird durch die hiezu gesetzlich berusenen Organe ausgeübt. Di« Tchulb«hörd«n deS Bundes haben zu diesem Be-ruf« das Recht, von den slcvenischen SelbilverwaleungS-kärpern und den Leitungen der siooenischen Bildungsan-stalten Auskünfte über ihren Zustand zu verlangen irtid in der ihnen geeignet erscheinenden Weis« sich vs» diesem Zu-stände genau« Kenntnis zu verschaffen. Verweigert eine Air-stalt den Schulaussichlsbehörden des Bunde» die in Anspruch genommene Einsicht, so kann sie geschlossen werden, dasselbe kann zu jeder Zeit geschehen, wenn die Anstalt emen in sittlicher und staat«dürgerlicher Beziehung schädlichen Cha-rakter annimmt. Gegen die Schließung stehen die ordenl-lichen und die im sechsten Hauptstück des BundeSoersassung«. gesetzeS al« Garantien der Verfassung und Verwaltung ge-schaffenen außerordentlichen Rechtsmittel offen 8 31. (1) Der Bestand der öffentlichen Volksschulen in Kärnten wird durch die Einführung der Selbsloerwaltuag für das slooenische Lolksschulwesen nicht berührt. IV. Allgemeine Bestimmungen. 8 32. Aus die slooenische Volksgemeinschaft finden die Gesetz« de« Bunde» und des LanOeS Kärnten Anwendung; soweit da« vorliegend« Gesetz «it bundes- oder iandeSge« •nv 8 Ctllttx Zt»lvog *ivwwrt 57 schlichen Scfiimmurgrn im Widerspruch» steht, finden diese Bestimmungen aus die slovenischen Volksgemeinschaft keine Anwendung. K S3. Die Einbringung der GemeinschastSbeiträge «der anderer Leistungen sür Zwecke der slooenischen Volksgemeinschaft, welche den SemeinKaslSmitgliedern unter Beobachtung der gesetzlichen Bestimmungen auserlegt worden find, ersolgt im Verwaltungswege. ß 34. D«r VolkSrat ist zur öffentlichen Rechnungslegung verpflichtet. Tie Landesregierung ist berechtigi, in die Rechnungsführung des slovenischen BoltSraie« jedeizeit Ein» ficht zu nehmen und die notwendigen Aufklärungen zu verlangen. § 35. Wenn durch die Verfügung einer Stelle der slovenischen Volksgemeinschaft »in Gesetz des Bundes oder de« Landes Kärnten verletzt wird, so kann der hiedurch in seinem Rechte Gekränkte fich an die VerwallxngSbehörd» wenden, die zu entscheiden hat. soserne die Angelegenheit nicht anderen Behörden zu überweisen ist; in diesem Fall» kann sie vorläufig« Verfügungen treffen. § 36. (l) Ter Bund übt das Auffichtsrecht über die Verwaltungskörper der slovenischen Volksgemeinschaft dahin au«, daß sie ihren Wirkungskreis nicht überschreiten und nicht gegen die bestehenden Gesex« vorgehen. (!) Der VolkSrat hat seine Beschlüsse innerhalb einer Woche der Landesregierung für Kärnten zur Kenntnis zu bringen: fie treten in Kraft, wenn leitens dieser Behörde nicht innerhalb dreier Wochen die Vollziehung untersagt wird. (3) Wenn die VerwaltungSkörper der slovenischen Volk«-gemeinschast Beschlüsse saffen, welche ihren Wirkungskreis überschreiten oder gegen die bestehenden Gesetze verstoßen, ist die zuständige politische Behörde berechtigt und ver< pflichtet, die Vollziehung solcher BeschlSffe zu untersagen. Dagegen steht da» Recht der Berufung an den Landes-hauplmann im Sinr« deS allgemeinen Verwaltungsver-sahrensgesetzes offen. § 37. Ter VolkSrat und die slovenischen OrtSschulräte können vom Landeshauptmann ausgelöst werden. Geg-n die Auslösung stehen die ordentlichen und di» im sechsten Hauptstück des BundesversafsungsgesetzeS als Garantien der Verfassung und Verwaltung geschaffenen außerordentlichen Rechtsmittel offen. Längstens binnen S Wochen nach der Auflösung muß eine Neuwahl des ausgelösten Seldstverwaltungsköipers ausgeschrieben iverden. Zur einstweiligen Besorgung der Geschäfte hat. wenn es fich um einen OrtSschulrat handelt, der Volkörat und wenn di«s»r ausgelöst wurde, der Landes-hauplmann die erforderlichen Maßnahmen zu treffen. § 38 (1) Alle aus Grund dieses Gesetzes errichteten slovenischen Selbsto«rwaItungSiörpir und Anstalten ge-brauchen in ihrer inneren Tätigkeit ihre eigene Sprache nach Belieben. Urkunden find jedenfalls auch in der Staat«, sprach« abzuästen. Das der slovenischen Minterheit eingeräumt» Rech« beS Gebrauches ihrer Sprache bezieht fich nicht aus den den allgemeinen Vorschriften über den Sprachgebrauch unter, liegenden amtlichen Verkehr. (2) In Aufschriften aus den Schulgebäuden kann neben der Staatssprache auch die slov»nisch» Sprache gebraucht werden. 8 3». Die Ueberlragung diese« Gesetze« «erden vo» den Behörden der politischen Verwaltung geahndet. Di» Geldstrafen fließen in den Landetsond und find für Zweck« d»r öffentlichen Fürsorge zu verwenden. V. Kchlutzbrstimmungen. 8 -10. Tie zur Durchführung dieses Gesetzes ersorber, lichen Verordnungen erläßt die Landesregierung sür Kärnten. 8 41. Dieses Gesetz «rill mit dem der Kundmachung solgenten MonatZeNien in Kraft. tRjmarr 57 Etllier Zeitung Seite 9 ' Die Frau im Hermrli» Kriminalroman vo» E. R Punshon Hutorifiecte Ueberjetzunz von Otto Vonderbank. R ichdiuck verboien. Die Frau im Hermelin. Als der engltkd DaS Htnstürmen im Auicmodil war schliehlrch doch kci» schlechter Ertafc sür ben C tck tl'xoit. Ei sch,itl hinüber in« R»uchzimmer, zündet- sich eine Zigarette an und öffnete da« Fenster. Der Abend war dunkel tivtz deS St.rnevg fl mmei«, aber weit un» mtld, wie geschaff n lük sau>ende Fihrt draußt l aus stiueu Landwegen. Und e« dauerte feine z vanzig Minuten, da knaiteile schon i.in Aaiomobl dnrch daS abendliche London. Wie ein seiner grauer G reisen lag die Landstrahe da. tie Maschine ftfiimte vorwä'l«. Die stallen Sucht fegel der gewaltige» Lamp:n fc.ten die Dunkeih it vom Weg. als zeriissen st! einen Stleier; die warnenden Hurpnfignale löUtn gell und unharmonisch in die Nachtstille h nein. Haiol» Tower« dachte aber nicht «inen einzigen Augenblick an die ÄigliltkeU, Mutter Natur könne sid durch seine lärmende Teu'elSmaschin: takilo« b listig! fühlen. Er feilte dSdfte?.« gef agt: Fa not, so durch die Nacht htn,up',ff.ra! Mit wachsamen Augen starrte er in d e Dunkel-heit hin au», all« Nerven gespannt im Sesllhl der Se» fahr. Langsam schob er den Schnelligke!i«hcbel vorwärts . . . Und im gleichen Augenblick hSlte er ein Schreien, sah ein Licht, daS krampshast hin und hergeschwenkt wurde und verstand, daß irgend j mand dringend zu wünschen schien, er möge h»lte» Er trat auf die vreml» und brachte den Wagen bnne., wenigen Metern »um stehen. Dann Karrte er verwundert in die Dunkelheit zurück. D, tauchte auch schor eine S statt in Uiifonn aus d r Nacht aus. „Namen und Adress-, wenn ich biltn» d»>f I* klang in HaroldS erstaunte Ohren. „Was ist denn lo» ?" fragte er ungläubig. »Wa« soll da« heißen? Wa« meinen Sie denn eigentlich?" „Sie stnd unseie abgemessen« Strecke in stehen-einhalb Sekunden — genau fiebcneinhalb Sekunben — gefahren", rik.älte bie behäbige Ä.stalt in Uiiform feelenrvhig Bietst ft unb Notizbuch hervarzieh:n>. „Hm ji. und da« wären vierundfechtlg Kilometer in der Stunde. Namen und Adresse, w:nn ich bitten darfl* Harold« Erstaunen stig an, stch in bie bodenlose Wut d<« schikanier en Auto mobilisten »m>u vanb :ln. gn eine Au'omobilfalle war er geraten! Er schnappte nach Last unb suchte nach Worten, die noch dieSieU« der Grerz n einer veamtenbeleidigung lagen. .UnerbSltl* rief er schließlich. „ES ist gerade»« unerhört! Sie wollen doch nicht behaupten, ich sei mit einer Schnelligkeit von 60 Kilometern in der Stunde gefahren?" „Vitturd^echiia!" erwiderte der Polizist trocken. „Namen und Adresse, wen» ich bitte» batf !* „Wenn ich vierzig gefahren bin, dann war'« schon sehr »itl 1" b»h upteie Huol» wulzitternd. „Da« sagen alle!' meinte ber Vertreter be« Ge setz-« m dozierendem Ton, al« konstatier« er «ine wissen» fchafiliche Tatlache, .vierzig sagen alle — da« beißt, ii hab' auch schon wetche g h»di. die fich bei Z,hle» gar nicht aushielten, sondern nur ga', glißiich flachten. Gräßlich sag' ich Janen!' .Aber da« ist einfach lacherlich!' schrie Harald. *3ch — ich soll sechzig Silomer fahren? Sechzig —" Die Worte besagten ihm, E« gab eben keine Worte, die der Situation gewachsen waren. Er zuckle einfach bie Achseln. Tatsächlich war er mit Filafundsechzig Kilometer« Schnelle gefahren! „Namen und Adresse, Herr, wenn ich bitten darf", wiederhol!« der Polizist „Ich glaub', ich hab' schau mal danach gefragt", mahnte er mild. Harold gab »ach. Die Adresse wurb« notiert. „Aber ein unerhörte« Unrecht ist e«", erklärteer. „Ge> gen allen Anstanb ist'«, gegen alle« Gesetz, gegen alle Vernunft. ES kann überhaupt keinen gewissenhafteren, vorsichtigern Autofahrer geben al» mich I* „Das lagen bie anbeten auch. All«!' grinste der behäbige Polizist und trat zurück. „Automobilist:» stn' komisch Sagen alle dasselbe?" Und damit glitt er in die Dunkelheit. Harold hörte noch, wie er zu irgend jemand in einem Ton unsäglicher Genugtuung vergnügt schmatzend sagte: „Die» i»' der britte heute nacht. Gar nich' schlecht! Denn c« >«' roch ziemlich frü> — G. Südlich verärgert fuhr Harold weiter. Er war tatsächlich ein gewissenhafter Fahrer, der nicht nur an sein eige es Vergnügen dachte sondern stch auch bewußt wir, daß noch aadere Menschen einige« Anrecht aus Straßen und Wege hatten. Die« war da« erstemal, daß er die gesetzlich vorgeschriebene HZchstg.'fch»indtgke it jemals üserfchritten hatte, und da ihm auch diese Ge-fchwindigkett roch sehr mäßig erschien, so glaubte er, allen Giund »u habe«, mit ber königlich großbritanni-schen Polizei recht unzufrieden zu fei». A!« er nach kurzer Fahrt die Lampen «ine« an-dern Automobil« vor stch auf ber Straß: sah, so war e« natürlich sein erster Gedanke, die Jrsassen vor den bösen Ränke» der Polizei zu warnen. E» war ziemlich ein kleine« Automobil, da« da an der Straße hielt, ein altmodisches Gefährt, dess'N schreiend gelbe itaross:« rte Harold mit Verwunderung betrachtete. Buchen u. 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