»TDt w°cbentlich «ecbsma! (mit Ausnahme der Feiertage). Schriftleitung ali* 2670). Verwaltung n. Bnchdruckerei (Tel. Nr. 2024) Maribor, Jurčičeva lca 4. Manuskripte werden nicht returoiert. — Anfragen Rückporto beilegen. KUtia ' M iSÄSi' Qssö $8 Inseraten- u. Abonnements-Annahme in Maribor: Jurčičeva ul. 4 (Verwaltung), Bezugspreise: Abholen monatl. 23 Din, zustellen 24 Din, durch Post monatl. 23 Din, für das Ausland monatlich 35 Din. Einzelnummer 1 50 und 2 Din. Freie Din 7*50 Mariborer Hemma t. Licejska kn ji 2 Ljubljana ■BSE 2,008.000 Dinar gewann gestern das Klassenlos, Nummer 68.326 das von der QlücHstelle Bankgeschäft Beziak, MARIBOR, Gosposka ulica 25, verkauft wurde. Damit hat das Bankgeschäft Beziak sei-nen Ruf als G Uckstelle neuerdings befestigt. Nach den letzten großen Treffern (von 40.000 bis 1,000.000) kam nun noch der größte, überhaupt mögliche Millioncntreiier! Verheiratete undLamilien haben Vorrang Systematische Geburtenförderung in Italien / Die Grundsätze der Bevölkerungspolitik des faschistischen Regimes 9t o nt, 4. März. Der Große Faschistenrat hielt gestern um 10 Uhr eine Sitzung ab, die bis heute um 2 Uhr früh dauerte und d-ie der Bevölkerungspolitik dez Regimes gewidmet war. Nach dem eingehenden Rese-*at B o t t a i s ergriff der Duce das Wort, indem ex eine Reihe von Maßnahmen beantragte, die den Charakter von Gesetzen haben werden. Der Rat beschloß auf Vorschlag des Duce zwecks Hebung der Geburtenzahl: 1. Die Arbeitgeber sind verpflichtet, in erster Linie verheiratete Arbeiter und Bram tey anzustellen. Erst wenn es an solchen mangeln sollte, kommen Ledige in Frage. 2. Familien mit Kindern haben in jeder Beziehung den Vorrang. 3. Die bisherige, nach demokratisch-staatlichen Prinzipien aufgebaute Sozialfürsorge ist so zu reformieren, daß sie unmittelbar den sozial Bedürftigen zugute kommt, in erster Linie aber kinderreichen Familien. 4. Der Staat führt die Eheschließuugs-darlehen und die Mitgiftversicherung ein. 5. Gegründet wird ein Verband der kinderreiche» Familien (ähnlich wie in Deutschland). 6. Gemeinde», in denen die Geburtenziffer weiter sinkt, werden als Verwaltungs-einheiten aufgelöst, weil sie als unwürdig bezeichnet werden müssen. 7. Schaffung einer staatlichen Kontrolle für Geburtenkontrolle und Geburtenförderung. 8. Die Gehälter der Junggesellen werden zugunsten der Familienväter mit Kindern bis zur Hälfte reduziert. Schließlich werden alle Italiener aufge-scrdert. der Geburtenförderung als dem Problem aller Probleme alle Beacht»«» zu widmen, damit Italien feine Zukunft sichere. in Abessinien m ,"~®~ Das Attentat, das in Addis Abeba o ^ert ’talienischen Vizekönig von Aehtio-Uen- Marschall Graziani, verübt wurde. “rf nichi zu der Annahme verführen, als , bch dem italienischen Befriedungswerk 'm Abessinien plötzlich neue Schreie» % ,®iten entgegenstellten. Die italienische Fassung ist, daß es sich hier um eine ft’» f Tat handelt, die durch strenge Be-ro.a‘un9 der Schuldigen geahndet werden ti'ft' ^ dem Vorfall aber keinerlei prli- 1: leJBcbeutung beizumessen sei. die italienischen Truppen am 5. Mai ein n ^ c Hauptstadt des einstigen Nsgus ,r ^en, erklärte der Duce am Abend des Tages bei einem Generalappell der |,u!*■’ti'chen Partei in Rom. der Krieg sei , "Mehr beendet und der Frieden wieder Seftcllt. Alles weitere, was sich nunmehr v[deffinie» vollzog, geschah unter oieftr las ‘ ®an ll’ng ungesäumt daran, eine tun ^a.nle band überspannende Zlvilvevwal-te m ^nzurichten, die Schritt um Schritt ’h-’tAs ise von den militärischen Dienst» Sen - vernahm, man traf die Borbcre’tun ^efnsr1 öic wirtschaftliche Er'chließung und Am g de? Landes, vor allem durch die brauchbarer Straßen, die die not. ‘Otge Voraussetzung für alles We’tere dam'^^stverständlich mußte Hand in Sand i)rS ^ die vollständige militärische Besetzung den "^ndeS gehen, dessen Streitkräfte auf -vq’L "^IochtieIbe völlig zu’ammengebrochen brrtCn und das zu einem organisierten Wi-W arr^S nicht mehr fähig war, das ihn seit« litä °ud) v’cht w'eder ver'ucht hat. Die mi-toui-V^Cn Expeditionen, die noch notwendig fcFion rt’ "dwentlich um die ’taliensche Herr-tiieV- ? Westen und im Südwesten Abcssi-h"» nrc 'iuftcllcn hatten im weentlichen hat ti;nrQiter von Polizeiaktionen. Man t,eup^cma_le etwas davon gehört, daß es zu 1 größeren Kampfhandlungen gelom» wäre. u„^einzelne» wird das große Befriedungs Walt ^wßungswerk der Italienuchen Bcr buMUn-' ifi dem neu gewonnenen Imperium f)rt, i'olgoride Phaien gekennze’chne. Dabei ’oliJ. vvllk->mmeu böwahrheitet, was Mu!-25. Okwber in Bologna erklärte: svilen nämlich in sieben Monaten ein Interessantes Plebiszit der französischen Radioabonnenten. Pari s, 4. März. (Avala) Die Agence Havas berichtet: In der vergangenen Woche fand in Frankreich unter den Rundfunkabonnenten die Wahl der Vcrwaltungsausschüsse der Radiostationen statt. Diese Ausschüsse haben beratenden Charakter. Schon die ersten Resultate zeigten, daß die nationalistische Partei mit der Parole „Familienwerk" gegen die Volksfront-Gruppe mit der Parole „Radiofreiheit" das Uobergewicht erlangte. Im Departement Paris-Seine führen die Nationalisten mit 237.000 gegen 180,000 Volksfrontstimmen. In Lyon erhielten die Nationalisten 91.000, die Volksfrontler 65.000 Stimmen.. In Montpellier führen die Nationalisten mir 14.000 gegen 11.000 gegnerische Stimmen. In Reims siegten die Nationalisten mit 24.000 Stimmen absolut. Die Wahl in Toulouse dürste annulliert werden. Ein interessantes Geschenk. R o m, 4. März. Der ehemalige Gesandte des Negus in Paris und Genf, Wolde Marjam hat seine Diplomatenuniform dem italienischen Kolonialminister Lessona zum Geschenk gemacht. Die Uniform wird im italieni'chen Kolonialmin’stevum aufbewahrt werden. Das Echo der Henlein-Rede in Prag. P r a g, 4. März. Die jüngste in Aussig gehaltene Rede Konrad H e nle i n d w'-rd in der tschechischen Presse schroff aügeleynt. Der agrarische „B e n k o v", der wnst an- erkennt, daß Henlein die EinHe-t des Staates betone und auf Territorialautono-nrie verzichte, erklärt die Forderungen für ;n diskutabel. Das ,,Ö eskeSlov o", das Organ der Nationwlozialisten, spricht von Katwstrophenpoliti>k. Das sozialdemokratische „P r a v o L i d n" bezeichnet die Rede Hen-leinZ als komische Provokation. Die katholische „L i d o v e L i st y" meinen, Henlein habe die Nerven verloren. Diese Ansicht bestätigt auch der Depl-Sch^t-ter urtib seine Ablagerung. Dr. Michler fti» gert aus Mesen Beobachtungen, daß der Karlsbader Sprudel vor rund 2*50.000 Jahren entstanden ist. Drakonische Bestrafmtg eines Obsthändlers in Deutschland. 23 e t I i it, 4. März. Nach einer Mitteilung des Reichskommissars für Preisbildung ist der Inhaber der Obsthandelsfirma Gebrüder Dralle in Drochtersen, Hermann Stal l e, mit seinen Söhnen wegen Preis Wuchers zu einer Geldstrafe von 350.000 Mark und gleichzeitig mit der Schließung seines Betriebes bestraft worden, weil er den für Jänner und Feber höchst zulässigen Preis von 32 RM pro Meterzentner bis 52, 55 und sogar 57 RM überstieg und dabei die Fakturen fälschte, indem er die Zu» lässigkeitsgrenze fixierte. Lohnbewegung in der amerikanischen Stahlindustrie. P i t t sbu r g, 4. März. Eine Reihe von Stahlwerken, die über 100.000 Arbeiter beschäftigen, darunter die Bethlehem Steel Corporation und Me National Steel Corporation, geben bekannt, daß sie bereit sind, ihrer Arbeiterschaft Lohnerhöhungen m Ge samtausmaß von rund 135 Millionen Dollar jährlich zn gewähren. Ferner kündigen die Werke die Einführung 'der von der 2ti» beitevschast geforderten Bierzlg-Stundenwo-chc an. Angesichts der jetzigen Hochkonjunktur fürchten die Stahlproduzenten einen Streik, der für sie große Verluste bedeuten würde. Deutschlands Kunstgummierzeugung vom Stapel gelassen. Berlin,!. März. In Frankfurt wurde die „Buna G. m. b. H." mit dem Sitz Merseburg begründet. Das Stammkapital beträgt 30 Millionen Reichsmark. Die Anteile sind zum Großteil von der I. G. Farben übernommen worden. Die genannte In dustrie wird sich im Großen mit der Herstellung des Kautschuk-Ersatzstoffes Buna befassen. Auto-Reifen sind, obzwar teurer, von fünffacher Gebrauchsdauer wie Kautschukreifen. Der Karlsbader Sprudel — 250.000 Jahre alt. P r a g, 4. März. Der Karlsbader Geologe Dr. M ichle r hat durch neue Untersuchungen und Studien festgestellt, daß der TeA-Fluß erst in der zweiten Hälfte des D'luwums seinen Weg über das Gebiet des heutigen Karlsbad gefunden hat und der Karlsbader Sprudel nur kurze Zeit vorher hervorgekommen ist. Damit sei bewie'en, daß der Sprudel erst in der zweiten Hälfe des Diluv'ums erstmalig hervorgetreten ist. L o n d c n, 4. März. Der Streik bei den Rollo Royce-Werken Devbib nimmt immer größeren Umsang an. Bisher haben etwa 4000 Arbeite die Arbech niedergelegt und die Werke verlassen. Es han'delt sich um einen Lohnkonfiikt. Zür i ch, 4. März. Dtu’fen: Beograd 10, Paris 20.3825, London 21.425, Ncwyork 438.25 Mailand 23.075, Berlin 176.30, Wien 79, Prag 15.29. Kmze Nachrkchtm In Berlin sollen demnächst zweigeschossige Sfraßenbahn-wagen neuester Konstruktion in Dienst gestellt werden, die gegenüber den bisherigen Wagentypen eine ganz erhebliche Vermehrung der Sitzplätze aufweisen. Der Führerstand dieser Dop peldecker soll völlig abgeschlossen sein und reichliche Ein- und Aussteigemög-lichkeitpn sollen die Haltezeiten erheblich verkürzen, wodurch man hofft, eine beträchtliche Verkehrsbeschleunigung zu erreichen. Zu Beginn des neuen Jahres verkehrten auf den nordamerikanischen Eisenbahnstrecken bereits 21 Z ü g e mit Dieselmotorenantrieb, die sämtlich in Stromlinienform gebaut sind. Kaiserreich gegen eine ganze Koalition erobert habe und daß es weit weniger als lieben Monate brauchen werde, um Abessinien ganz zu besetzen und zu befrieden. In dem Augenblick, als Mussolini diese Worte prach, rückten italienische Kolonnen in die fruchtbare Seengegend Aeqautorialasrikas und gegen Westen vor, um die Phantomregierung, die angeblich in Gore noch bestehen tollte, aufzuspüren und auszuheben. Die Stadt Gore wurde am 29, November besetzt. Von einer Regierung wurde keine Spur entdeckt und praktisch war mit diesem Vorstoß nach einem der äußersten Winkel des Landes Me militärische Besetzung des ganzen ehemaligen Neausreiches beendet. Bereits am 1. Juni 1936 ’var d’e Ver- fassung die Verwaltung von Jtalienisch-Ost« afrika, die aus Abessinien, Erythväa und Jtalieni'sch-Somaliland ein einheitliches großes Kolonialreich schuf, vom italienischen Mi nisterrat genehmigt und in Kraft gesetzt wor den. An die Sp'he trat ein Vizekönig, zunächst Marschall B a d o g l i o, der am 15. Juni dann sein Amt an Mar'chall G r a-z i a n i abgab. Bei der Abgrenzung der einzelnen Regierungsbezirke wurde nach Mög lichtest Rücksicht darauf genommen, daß geschlossene Siedlungsgemetc der mannigfachen abessinischen Stämme vo» ganz verschiedener BolMumsart gebildet wurden. So legte mau z. B. großen Wert darauf, den Bezirk Harrar so abzustecken, daß ’n ihm die mohammedanische Bevölkerung des Landes an- nähernd vollständig zusammengefaßt wurde. Ueberhaupt ze'gte die italienische Verwaltung Verständnis für die berechtigten Son-devwünsche der Bevölkerung, die ln der Zeit des Nogus zum größeren Teil ja nur durch eine mehr oder minder stark ausgeprägte Gewaltherrschaft dem eigentlichen abessinischen Siaatsvolk, den Amharen, unterworfen worden war. Man schonte die koptische Kirche und ließ ihr nach Möglichkeit Freiheit und als Amtssprachen wurden neben dem Jtallenrchen die in den einzelnen Lun» bestellen einheimischen Idiome anerkannt-Ende Juni wurde mit dem Rücktransport eines Teiles der itallen ichen Truppen begonnen, da, abgesehen von kleineren Unruhen, in denen Gallaneger führend zu sein Rechenschaftsbericht des Innenministers Dr. KoroLec Wichtige politische Srflärungra des Leiters der Innenpolitik / Die Fmge der politischen Gesetze L e o g r a d, 3. März. Die Skupschtina I w e s e n s und der M o t r> r i s i e r u jt g. ,-eraölchredete heute vormittags nach länge- > Im vergangenen Jahre haben die Beogra- rer Debatte den Voranschlag des Unterricht Ministers. Das Haus ging sodann zum nächsten Beratungskapitel über: Voranschlag des Innenministeriums. Innenminister Dr. Anton Korošec, von der Mehrheit stürmisch begrüßt, hielt ein Exposee über die Erfodernissc seines Mi nisteriums. Der Voranschlag des Innen Ministeriums beziffert sich nach den einleitenden Darlegungen des Ministers au 338.277.608 Dinar (um 20, 993.086 Dinar mehr als der Bisherige Voranschlag). Der Minister erläuterte die Kreditverwendung in seinem Ministerium und machte u. a. die Mitteilung, daß sich der Personalstand in Äst' G e n d a r m e r i e nicht geändert habe. Er feste sich aus 487 Beamten und Offizieren sowie aus 17.493 Mann zusammen. Im Kapitel Polizei berichtete der Minister über die bisherigen Neuerungen aus dem Gebiete des F u n k n a ch r i ch t e n- schienen, eine Störung des Landfriedens nicht mehr zu befürchten war. Beim Kolo-nialministerium in Rom wurde für den wir schaftlichen Aufbau der neuen Kolonie ein beratendes Organ aus den Vertretern der Korporationen von Landwirtschaft, Industrie und Verkehr geschaffen. Gleichzeitig erfolgte die Planung der wichtigsten Straßenbauten, vor allem eines großen Straßenzuges vou Assab am Roten Meer nach Addis Abeba, da die Djibuti-Bahn nicht mehr >n der Lage war, den gesteigerten Verkehr zu bewältigen. Ebenso wuvde Mitte Juli eine Neuordnung der Währungsverhältnisse in ganz Jtalienisch-Ostafrikä durchgeführt. An die Stelle des Maria-Therosienthalers trat die Lira. Anfang Oktober wurde in Italien eine große Anleihe aufgelegt, um die Ergebnisse des Sieges in Ostafrika auszuwerten. Grund Besitzer wurden in gewissem Umfange verpflichtet, diese Anleihe, die mit großen steuer Uchen Vergünstigungen ausgestattei wurde, zu zeichnen. Im Januar erfolgte dann die Gründung einer italienischen Bergbaugesellschaft mit einem Kapital von 20 Millionen Lire, die ihre Tätigkeit in Aehtiopien inzwischen ausgenommen hat, und im gleichen Monate wurde die italienisch-deutsche Gesellschaft „Sooieta Anvnima Mineraria Africa Orientale Jtaliana" mit einem Grundkapital von 50 Millionen Lire errichtet, das auf 200 Millionen erhöht werden kann. Zweck dieser Gründung ist, die Gebiete von Harrar und Wollega nach dem Vorkommen von Kohle, Eisen, Kupfer und Blei zu erforschen. Ternsches Kapital ist maßgeblich beteiligt und die deutsche Industrie erhielt ein Vorkaufsrecht auf 25% der wirtschaftlichen Ausbeute, das auch dann nicht erlischt, wenn Italien von seinem Rechte des späteren Rückkaufes der deutschen Kapitalbeteiligung Gebrauch machen sollte. Die technische Forsch ungsleitung liegt in deutschen Händen. Die Erschließung der Gold- und Platinvorkommen wurde einem halbstaatlichen italienischen Unternehmen. an dem britisches und französisches Kapital beteiligt ist, übertragen. Außerdem wurden weitere dreizehn Aktiengesellschaften gegründet, die den Anbau von Baumwolle, anderen pflanzlichen Textilwaren, Oelsiaren und Oelfrüchten, die Erzeugung von Milchprodukten, die Fleischverarbeitung, die Gewinnung von abessinischem Zement. Tannin, Baumaterialien, Rohhäuten, die Errichtung von Elektro-Unternehmungen usw. als Geschäftsbereich zugewiesen erhielten. Schließlich ist bereits im Jahre 1936 ut größerem Umfange mit der Ansiedlung von Italienern in Abessinien begonnen worden. Nacht amlicher Auskunft wurden 100.000 an gesiedelt und weitere 30.000 sollen in Kürze folgen. Bis Ende 1937 werden etwa 500.000 Kolonisten angesetzt sein und bis zum Ende des Jahres 1940 soll sich ihre Zahl auf fünf Millionen erhöhen. Italien ist im Begriff, se'm neues Imperium mit seinen Söhnen und seinem Unternehmungsgeist restlos zu durchdrungen. der Polizei, die Zentralpolizeischule in Ze ■mutt und die Polizeidirektionen Zagreb u. Ljubljana Motorfahrzeuge erhalten. Die übrigen Polizeiverwaltungen werden mit solchen Fahrzeugen noch ausgestattet werden. Für die Gendarmerie wurden 1936 keine Motorfahrzeuge beschafft, doch ist der Kredit von 4,000.000 Dinar für diesen Zweck bereits bewilligt. Nach dem eigentlichen Rechnungsteil seines Exposees kam der Innenminister auf die politischen Probleme zu sprechen. Er stellte zunächst eine zunehmende Schwächung der t e r r o r i st i s ch e n Aktionen fest, die die Marserker Tragödie hervorge-rufen hatte. Eine der wichtigste» Gründe ist die Konsolidierung der Verhältnisse im Staat, viel trug aber dazu auch die veränderte Haltung einiger Staaten unserem Kö nigreiche gegenüber bei. Besondere Sorgen verursachte den Behörden die kommunistische Aktion, die 1936 in der ganzen Welt fühlbar war. Die Bkkämpfungserlolgc seien zufriedenstellend. Mit dem Jahresende gelang es den Behörden, die „Provinzkomitees" für Kroatien und Slawonien, die Exekutive der slowenischen Jugend", den Provinzausfchuß für die Wojwodina und das Kreiskomitee für Beograd auszuheben und die Mitglieder zu verhaften. Bei dieser Gelegenheit wurde auch viel kommunistisches Propagandama-terial mit technischen Hilfsmitteln für Verschwörungen beschlagnahmt. Im Vorjahre — erklärte der Minister — wurden dieGemeindewahlen in 3800 Gemeinden durchgeführt. 10.000 Kandidaten bewarben sich um die Stellen der Bürgermeister. 200.000 Kandidaten für die Sitze in den Gemeindeverwaltungen, 2 Millionen 200.000 Wähler erfüllten ihre Pflicht. Die Behörden hatten den strenge,! mündlichen und schriftlichen Auftrag, sich nicht einzumischen und unparteiisch zu bleiben. (Stürmische Zustimmung der Mehrheit). Die erdrückende Mehrheit der Beamten verhielt sich korrekt im Sinne der Gesetze und verdient es belobt zu werden. Sollte sich jedoch irgendwo etwas ereignet haben, dann werden die betreffende Organe nach erfolgter Untersuchung Gelegenheit haben, sich zu ver antworten. Was die W o, h l e n in die Stadt-gemeinden betrifft, so hofft die Kgl. Schutze der geschädigten staatlichen Interessen und berechtigter Privatinteressen. Das V e r e i n s-, V e r s a m m l u n g s und Koalition sgcsetz enthält viele Unklarheiten, die sich in der Praxis als reparationsbedürftig erwiesen haben. Man könnte dies auch von jenen Paragraphen sagen, die vom Verfahren über die Gründung politischer Parteien handeln. Bei der Novellierung dieses Gesetzes wird jedoch wachsam daraus zu achten sein, daß den staatlichen Interessen die primäre Sicherstellung zukommt. Beim Wahlgesetz, welches unter ver schieden«! Gesichtspunkten diskutiert wird, betrachten wir als das wichtigste die Frage, ob wir uns für staatliche Kandidatenlisten, Banats- oder Kreislisten entscheide» oder aber für das englische System der relativen Mehrheit in den einzelne» Bezirken. Man wird sich ferner entweder für die öffentliche oder geheime Abstimmung zu entscheiden haben, für die Zahl der Abgeordneten usw. Wir möchten es wünschen, daß hinsichtlich der Bestimmungen des Wahlgesetzes eine liebereinstimmung erfolgen möge, und zwar zwischen allen politischen Gruppen, um s° die Zufriedenheit nicht nur in breite Volksschichten zu tragen, sondern auch etwas Dauerhaftes zu schaffen, damit ein so wichtiges Gesetz nicht zu oft geändert werde. (Stürmische Zustimmung). Bezüglich der Oppositionsgruppe in e t i i n kann ich feststellen, daß sich das Verhältnis zumindest nicht verschlechtert hat. Die königliche Regierung hofft — ohne Rück sicht aus gewisse Peripetien —, daß sie mit ihrer Taktik der dauerhaften Zusammenarbeit mit den Kroaten dienen wird. (Stürmische Zustimmung der Mehrheit) Spanische Mine bringt britischen Dampfer zum Sinken dienen lmtrbc als die tschechoslowakische Re- i $ f Mussolini — Ehrendoktor in Lausanne. Bern, 3. März. Die Universität in Lau saune hat Benito Mussolini zum Ehrendoktor der sozialen Wissenschaften ernannt. Mussolini war einst Student an dieser Hochschule. Evbschaftsftreit Jan Pcksudfkis. W a r s ch aß sich die Verhältnisse so weit, rend ihres letzten Aufenthaltes im Hafen Mären werden, daß 1937 schon die Wahlen g von Southampton gemacht, (Associated-tü die Stadtgemeindsvertretungen stattsindm Preß-M.) können. Die p o li t i s H e n Gesetze (Preßgesetz, Vereins- und Koalitionsgesch und Wahlgesetz) konnten im Vorjahre noch nicht erlassen werden, weil die Regierung im Senat keine Mehrheit besaß. Die Lage hat sich nun geklärt und kann uns die Skup Göen über die Tschechoslowakei „Es gibt fernen Staat, der unseren Schutz schtina eine ähnliche Ermächtigung sür das mehr verdienen würde als die Tschecholo-kommende Jahr im volle« Bewußtsein erteilen, daß wir sie im Einvernehmen mit Skup-schtina und Senat ausnützen werden. Ein zweiter Grund. daß «rir mit der Novellierung der politischen Gesetze uns nicht beeilten,' lag darin, daß sie nicht nur im Einvernehmen mit der parlamentarischen Opposition hcrausgegrben werden konnten, sondern cs mußten hiezu die stärksten Gruppe» der außerparlamentarischen Opposition hcrange-,zogen werden. Für ein neues Preßgesetz mußten die Voraussetzungen geschaffen werden. Die Regierung betrachtet das jetzige Gesetz als zoi streng, sie hat sich deshalb für die Novellierung entschlossen. Die schweren preßgesetz lichen Bestimmungen haben <$in neues MeltrekordsMzeug? ___________________________________ das illegale Schrifttum gefördert. Nur die zweckdienliche' wasinete Macht _ verwenden, wenn, insi Freiheit, die der Presse gegeben werden muß^ ®aff: ? 1 ’ 11 8 s. Der Dichter hat in seinem Pli nC‘m!nt bestimmt, daß seine Selbstbiogra llJl frühesten? an diesem Tage der Ocffent* wirfF i®ct9ti6en werden darf. Das Buch 3. demnächst erscheinen und den Titel L ^buch eines Glücklichen" führen. Die lief) ^Öffentlichkeit sieht der Beröffcnt* cn/“n3 des Werkes mit großer Spannung tiq ' K'plings Leben in vielen wich-istClT Phasen noch nicht genügend bekannt Ein ^"^'gh^Uraufsührung °n der Scala. itt«“ ^Cc bedeutsamsten Abende der dies* mit f'tt ^dielzeit bot die Mailänder Scala itact-M Utol,fführung von R e s P i g h i s ncch.aoI_V ; ^9lu,- dg^^halten, zum Vorteil der Dramatik dem die lapidare Kürze des lift. . Nvn Urtextes Wucht und Eiridriug- t verleiht. Das erste Bild spielt int ra- mschen Lager von Ardea, der belagerten Feste der Rutuler und schildert die Wette des Sextus Tarquiwis mit dem Collaiinus, das; selbst die gepriesene Tugend von Collatinus' Gattin Lucvezia ihm nicht widerstehen uvi'tt* de. Gefolgt von einem D ener macht er sich auf noch Collatium — hier fällt der Vor. Hang utti) im Rhythmus des Ausbruchsmotivs schildert „eine Stimme" (im Orchesterraum gesungene Partie) die Reise. Das zwei tc Bild spielt int Hause der Lucvezia, das Tarquinius unerkannt als obdachifuchmder Wanderer betirtt und in dem er dann den lieberfall auf Lucvezia verübt. Mit ihrer Verzweiflung und dem Entschluß, ihre Sippe zur Rache aufzurufen, schließt das Bild. Wieder bildet die Stimme die lieber letiung zum Schlußbild, in dem Lucrezia, nachdem sie sich 'Gatten und Vater anvertraut, Hand an sich legt. In der Verschwörung der Cvl-lotiner, an deren Spitze sich Junius Brutus stellt, Singt die Oper aus. Respighis Musik erreicht Höhepunkte in den kriegerischen Mo tiben des ersten Bildes, sowie im Schluß- ierfckrerjaqt-“ iuer Sdtuhioerk soll immer in Ordnung sein. Traget'Ralma (jummiabsäbe y an den Schuhen, das spart iuren Utern (jeld j und beim (jehen gibts keinen £ärm. PALMA Bei jedem Schuhmechermeister erhöMtidil ensemble des letzten Bildes und in Sucre* ztas Arie „Persidol". Maria Caniglia (Lu-orezia) brachte die Titelrolle zu stärSter Wirkung. Italien und Jugoslawien rücken näher zueinander Ein beachtenswerter Artikel des „Giornale d' Jtalia R 0 m. 3. März. „G i o r it a I e d' Jtalia" befaßt sich mit den Beschlüssen des Großen Faschistenrates und meint, in diesen Beschlüssen liege wirklich gar nichts, was man schrecklich oder dramatisch nennen könnte. Das faschistische Italien habe beschlossen, feine Militärmacht zu vergrößern und die bisherige Außenpolitik fortzusetzen. In den Beschlüssen seien keine kolossalen Pläne enthalten, die irgendjemanden schreiten sollten. Im Kommuniquee steht nichts geschrieben, was mit Ideologien Zusammenhängen würde, die mit den Waffen zu verl leidigen wären. Es gehe auch nicht darum, für Andere unannehmbare Prinzipien mit den Waffen durchzufetzen. Der aufgezwängte Rüstungswettstreit habe Italien schwere Opfer auf Kosten anderer zivilisatorischer Arbeiten auferlegt. Die Schuld hiefür liege bei jenen Mächten, die die Idee des Vierer- paktes und Einschluß Deutschlands von vorn herein vereitelt haben. Auf dem Wege dieses Paktes wäre auch die Rüstungsherabsetzung gekommen. Die italienische Politik verfolge die Zusammenarbeit aller Länder, die diese' Zusammenarbeit wollen. Dies gilt für England wie für jedes Land, ganz besonders aber für die Balkanstaat,en und den nahen Osten. Die Balkanstaaten seien gemäßigt in ihren Aus deutungen des gentleman agreement. welches das Gleichgewicht im Mittelmeer aufrecht erhält. Die italienisch-türkischen Beziehungen haben eine glückliche Klärung erfahren, während mit Jugoslawien die sachliche Annäherung im Gange sei. Italien sei Bereit, die Einladung Englands an den Negus nicht zu dramatisieren. Sie werde sich solange reserviert halten, bis man die poli'ische Tragweite dieser Episode erkennen werde. Aus Am luimd i. Auszeichnung für den scheidenden Kapitän der „Vila Velebita", liebet Vorschlag des Handelsminifters wurde dem in den Ruhestand tretenden bisherigen Kommandanten des Schulschiffes unserer Handelsmarineaka-demie, Nikolaus G e r e ch t s h a m m e r, der Jugoslawische Kronenorden 4. Klasse verliehen. i. Eine Kammer der öffentlichen Notare ist in Zagreb gegründet worden. Zu ihrem ersten Präsidenten ist Dr. Danilo D i m 0-v i č gewählt worden. i. 1106 Schulkinder und keine Volksschule. In dem Pfarrdorf KoSerin bei Split gibt es 1106 schulpflichtige Kinder im Alter von 7—13 Jahren und keine Volksschule. Die Bauern führen Klage darüber, daß in diesem Punkt außer den vielen Kommissionierungen nichts getan werde. i. Ueberschwemuumgen in Syrmierr. Die Save ist bei Sremska Mitroviča stellenweise aus den Ufern getreten und hat große Komplexe überschwemmt. An den gefährdeten Punkten wurde ein. permanenter Wasser-, sicherungs- und Nachrichtendienst eingeführt. In Mitroviča mußte bas Wasser aus den tiefer liegenden Teilen hinter die Dämme ge-vumpt werden. i. Das Mißgeschick des Polizeichess von Petrinja. Der Polizaiches von Petrinja. Gju-ro V r a g o v i 8, ist neuerdings ein Opfer von Dieben geworden. Im Vorjahr wurden ihm zwei Hüte gestohlen. Dieser Tage legte Ci sich zum Mittagsschläfchen nieder. Als er sich in sein Amt begeben wollte, fand er die Wohnung verscbloffeu, wie sie war. es fehlten aber zwei Mäntel, mehrere Kleider Schuhe usw. Der auf diese sensationelle Weise bestohlene Polizeichef setzte den ganzen Apparat in Bewegung, doch konnten die Ein Brecher nicht eruiert werden. i. Die Gattin wegen Kinderlosigkeit abgeschlachtet. In Gospodjiuci (Sacka) hat der reiche Landwirt Lukas Vra8«revi8 seine Gattin Angelina in bestialischer Weise ermordert. Er schlich sich in den Kuhstall, wo die Frau mit dem Melken beschäftigt war. Mit einem scharfen Messer durchtrennte er ihr die Kehle. Motiv: Gram darüber, daß er keinen Erben von ihr erhalten konnte, trotz-dem er die Frau von Aerzten und Quacksalbern eingehencht „behandeln" ließ. i. Eine Tanzgesellschast in den Kellcx ge-stürzt. In Trnjak Bei Slav. Brod wurde im Hause des Landwirtes Stefan Simič Taufe gefeiert. Im Verlaufe der Unterhaltung begannen die Gäste Kolo zu tanzen. Die alten Trambäume hielten den Druck nicht aus, der Boden brach zusammen und die Gäste fanden sich im Keller mit schweren Verletzungen ein. Drei Gäste mußten ins Spital gebracht werden. i. Die Falschmeldung von dem leprakranken Mädchen Wie wir Zagrebex Blättern entnehmen, ist die Oeffentlichkeit von unbekannter Seite mit 'per Nachricha mystifiziert worden, daß das Tochterchen eines Zagreber Kaufmannes in Berlin durch den Genuß einer Banane an Lepra erkrankt sei. In Wirklichkeit handelt cs sich um die kleine Verica F r k o v i 8, Tochter des Schubhändlers Fr-kovič in der MesuiLka ulica. Das Mädchen erfreut sich voller Gesundheit und die Eltern wissen nicht, wie diese Nachricht in die Za grober Presse gelangen konnte. i. Gattenmord? In Tvrdjavica Bei Osijek wurde die Gastwirtensgattin Juliaua Wein unter dem dringenden Verdachte verhaftet, ihren Gatten Stefan Wein am 24. Jänner ermordet und die Leiche in einem Kahn der Drau überlassen zu haben. Die Verhaftete verbreitete damals die Version, daß ih- Gatte beim llebergueven der Dran vom Schlage gerührt worden sei. Die Gerichtsuntersuchung soll jetzt den Fall klären. Schöne Erinnerung. „Fg ja, arm Bin ich und arm bleibe ich wohl auch! Aber es hat wenigstens eine Zeit gegeben, wo ich im eigenen Wagen fuhr!" „Wann war denn das?" — „Na. damals, als ich noch klein war und im Kinderwagen lag!". • Aus £jutt(Ma lu. Kirchenkonzert. Samstag, den 6. d. um 20 Uhr findet in >der St. Christophkit* che (Cyrill und Method) in Ljubljana «n Konzert statt, Bei dem Kompositionen von Gregor Rihar zum Vortrag gebracht werden. Das Konzert dirigiert Chorleiter Ludwig P u 8, die Orgelbegleitung besorgt Matthias T 0 in c. lu. Der Ausstand in den Papierfabriken beendet. Die Papierfabrik Vevče teilte unlängst den Arbeitern mit, daß sie sich gezwungen sehen, die Lohne um 10 Prozent zu senken. Die Fachorganisationen lehnten jede Lohnkürzung ab. worauf die Arbeiter in den drei Betrieben, in Vevče, Goričane und Medvode, die Arbeit niederlegten. Die Verhandlungen, die durch mehrere Wochen geführt wurden, führten jetzt, zu einem Kern promiß, indem die Arbeiterschaft in eine Lohnkürzung in der Hohe von 7 ein halb Prozent einwillig.'e. Tie Arbeit wird in den nächsten Tagen in allen Betrieben wieder ausgenommen werden. lu. Filtrierung der Save bei Trboblje. Bor zwei Jahren erfloß eine Verfügung des Innenministeriums, wonach die Kohien-Bergbang.efeltfchinft Trbovlje an der Save mehrere Filteranlagen zu bauen hat, da die Abwässer der Kohlengruben den Fluß bis nach Zagreb verunreinigen und der Fremdenverkehr im Savetal stark darunter leidet. Die Filteranlagen werden jetzt in Bau genommen werden, sodaß schon in einigen Monaten die Save wieder klares Wasser füh ren wird. Aus Amstsklurmen und M Wett hp. Celje, Ende Aebruar. Eine Ausstellung ist immer eine Art „Rechenschaftsbericht". Die Aussteller wollen ad oculos darlagen, welche Mühen sie sich um die Fortentwicklung geben und welche Wege sie einjchlagcn, um der Käuferschaft, also dem Publikum, möglichst viele Wünsche zu erfüllen. Gleichzeitig aber beweisen die Statistiken mit voller Deutlichkeit, daß die Ausstellungen eine Geschästsbelebung nach sich ziehen, auf die der Handel, das,Gewerbe, die Industrie in schlechten Zeiten nicht verztch-stcit können. Eines steht jedenfalls fest: Solange d’c Industrie ihre Geltung in der Gesamwirt-schaft bewahren will, solange wird sie auf Ausstellungen nicht verzichten können. lieber fo'c Bedeutung der letzten Schau im August 1935 hier in Celje und über ihre wirtschaftlichen Auswirkungen und Erfolge haben wir seinerzeit ausführlich in vielen Sonderberichten geschrieben. Was Wunder, daß es Heuer zur Gründung einer Genossenschaft gekommen ist, die unter folgendem X// Bayerkreuz Tabieffe Bsyerkrc Annonce refi. S. Nr. 1583 vom 5. XII. 1936. Namen in das Handelsregister eingetragen wurde: „Celjska obrtna razstava r. z. z o. Und der Termin für die heurige große Han dels-, Industrie- und Gewerbeausstellung wurde auch schon festgelegt; sie wird in der ersten Augusthälfte stattfinden. c. Mit Regen und Sturm i« de» März. Celje samt großen Teilen Sloweniens scheint sich gegen Süden verlagert zu haben. Während es nämlich ringsherum schneit und aus einzelnen Gebieten Oesterreichs meterhohe Schnoelagen gemeldet werden, konnte Celje in der Nacht zum Montag nach dem sonntäglichen Föhnwetter neben Regenschauern und schweren: Südsturm, der bis zu 60 Stundenkilometer erreichte, Blitz und Donner verzeichnen und dies irr der Nacht zum 1. März. Größere Sturmschäden scheinen nicht vorgekommen zu sein, da die Luftbewegung ziemlich gleichmäßig war. Jedenfalls, aber muß der Sturm in: Stadtinnern etliche Fenster- und andere Scheiben zerbrochen haben, da Ihr Berichterstatter des Nachts mehrmals das Klirre:: von fallenden Glasscherben vernahm. c. Vierzigjähriges Dnnftjubttäum. Am 1. März beging der Beamte der Eistngwß-handlung D. Rakusch in Celje, Herr Karl H auswi r t h, das Jubiläumsfest seiner 40jährigen Tätigkeit bei der Firma. Aus diesem Anlaß ehrte die Beamtenschaft der Firma Montag abends den Jubilar im Rah men einer kleinen Feier. Die Wertschätzung und das Vertrauen, die Herr Hauswirth sich in vierzig Jahren schlichter und eifriger Arbeit erwarb, kamen hier in manch herzlichem Glückwunsch zum Ausdruck. Die Angestelltenschaft der Firma überreichte durch Herrn Prokurist Emmerich Schieß dem Jubilar in denkbarer Anerkennung für die seit vier Jahrzehnte: gezeigte beispielgebende Pflicht erfülung drei schöne Ehrengaben. Prokurist Schieß gab dem Wunsch Ausdruck, daß sich Herr Hauswirth. der ein vorbildlicher Kollege ist, dieser Ehrengaben der Angestelltcn-und Kollegenschaft noch recht viele Jahre erfreuen möge. In sichtlicher Ergriffenheit nahm .Herr Hauswirth mit herzlichen Tankesworten die wertvoller: Angebinde entgegen. r. Vom Realgymnasium. Das staatliche Realgymnasium in Celje, das von über tausend Schülern besucht wird, wird wintersüber durch Eisenöfen geheizt, währen» die (Ringe ungeheizt bleiben, wodurch sich Schüler sowie Lehrer sehr häufig starke Erkäl tungen zuziehen. Es wurde nun beschloß fett im kommenden Schuljahre das Schul gebäude mit einer Zentralheizung zu versehen. c. „Mmps der Tuberkulose!" das ist der Schlachtruf unserer Antituberkuloieultga, deren hiesige Ortsgruppe 'kürzlich ihre dies jährige .Hauptversammlung aibgehalten bat. Dem Tätigkeitsbericht des Vorsitzenden .Herrn Bogomir Z d o l 8 e k war zu entnehmen, daß die L'-ga in Celje auch im abgelaufenen Berichtsjahr wieder eine rege Tätigkeit entfaltete, darunter auch Lebens-mittelLechilfen vielen Kranken und zehn l»n genschwindsüchtigen Kindern einen Erholungsaufenthalt auf dem Bachern und an der Adria gab. Die Aktion „Einen Dinar monatlich", die der Errichtung eines Asyls gilt, hat bereits über 50.000 Dinar einge-bvacht. Die hiesige Ortsgruppe zählt geaen-wärüg 17 Gvündungsmitglisder, 232 ordent liche und 60 unterstützende Mitglieder, sowie .20 Hilfsmitglieder, also insgesamt 420 Vkitgl'ieder. Die Wahl brachte keine Am-dermig. Nur wurde der Ausschuß durch tue .Herren Dr. MÄ>. F lass und Bezirks-Hauptmann Dr. Zobec ergänzt. — Anschließend daran möchten wir noch kurz eine Beobachtung wiedergebe::, die wir im vergangenen Fasching gemacht haben und die ebenfalls in Zusammenhang mit dem Kampf gegen die Tuberkulose gebracht werden soll. Wir haben auf den Tanzböden beobachtet, loftc wen'g die tanzlustige weibliche Jugend auf ihre Gesundheit achtet. Erhitzt lausen die Mädchen ins Freie oder gehen nach den: Tanz mangelhaft bekleidet im kalten W n-terwind nach Hause. So manches Mädchen hat sich dabei schon den Keim des Todes geholt. Wie leicht könnte man dem Vorbeugen, wenn die Mädchen von ihren Müttern zur Vorsicht be'm Verlasse:: des Tanzlokals angeleitet werde:: wurdcit. Gedenke! der AMitvderkAloM -Liga! Aus Stadt mhA UmetuM Für gerechte Verteilung Der Lasten Forderungen der Weinbautreibenden und der Hausbesitzer von Ptuj Dieser Tage hielten der H a u s b e s i t-ze r v c r e i it vdn Ptuj und die dortige Filiale der L a n d w i r t s ch a f t s g e-seIls ch af t ihre Jahreshauptversammlungen ab, in denen auch der neue Voranschlag der Stadtgemeinde Ptuj in Beratung gezogen wurde. In beiden Versammlungen nahmen die Redner zum Haushaltplan für das nächste Finanzjahr Stellung und brachten ihre Wünsche in der Frage der B e r-z e ih r u n g s st c i: e r n vor. Vor allem wurde die Forderung aufgestellt, künftighin den Entwurf des städtischen Haushaltplanes noch vor der Behandlung int Schöße des Finanzausschusses allen Korporationen und Organisationen, die öffentliche und Wirtschaftsinteressen vertreten, rechtzeitig zu unterbreiten, damit diese zur Angelegenheit Stellung nehmen können. Nur dadurch, daß allen Interessenten Gelegenheit geboten wird, ihre Forderungen und Anregungen zum Voranschlag vorzubringen, kann die richtige Besteuerung der Bevölkerung und ein volles Einvernehmen in der Verteilung der Lasten erzielt werden. Die Forderung der Weinbau treibende n ist nach wie vor, darauf gerichtet, daß die Verzehrungssteuer auf Wein, die in Ptuj 1.50 Dinar pro Liter beträgt, wenigstens auf 1 Dinar herabgesetzt wird. Da die Ba-natsverzehrungssteuer auf Wein ebenfalls 1 Dinar pro Liter ausmacht, ist es klar, daß diese Belastung für den Weinbautreibenden viel zu hoch ist, besonders in: Hinblick darauf, daß im Herbst der Wert des Mostes kann: die Summe von 2.50 Dinar pro Liter erreicht, der reife Weit: aber bedeutend billiger ist. Die Weiuproduzenteu stehen auf dem Standpunkt, daß die Betastung des Weines viel zu hoch ist und daß die gesamte Verzehrungssteuer höchstens 1 Dinar ausmachen sollte. Der Ausfall mag durch eine entsprechend hohe Verzehrungssteuer auf die einge-führten Weine gedeckt werden. In beiden Versammlungen wurde ferner, die Forderung aufgestellt, daß bei der Aus-, stellung von Zeugnissen und Bescheinigungen für die staatlichen und SelbstverwaltungSbe-, biensteten die städtischen Taxen nicht entgeh w Bei: werden wie dies bereits bei den staach lichen Behörden der Fall ist. In den angeschlossenen Umgebungsteilen sollen einstwe:-, len die bisherigen Gebühren eingehoben wer-s den. Die Ausstellung der Viehpässe ist in jeder Hinsicht zu erleichtern. Der Zinsheller ist viel zu hoch und soll für die Bauern- sowie für Häuser der kleinen Gewerbetreibenden und Arbeiter, die höchstens zwei Wohnräume umfassen, überhaupt nicht eingehoben werden. Im übrigen ist der Zinsheller zu senken und darf 10 Prozent des Mietzinses in keinem Fall überschreiten. Gegen die Bemessung des Zinshellers soll die Beschwerde zulässig sein, worauf eine besondere Kommission den Wert der Wohnung festzustellen hat. In der Krisenzeit dürfen die sozial schwächeren Volksschichten nicht zu sehr belastet werden. Die Stadtverwaltung hat jeden Bürokratismus zu meiden und der Bevölkerung gegenüber das weitestgehende Entgegenkommen an den Tag legen. Es ist schade, daß die Fäkalien in die Drau geschüttet werden, wogegen sie in der Landwirtschaft Verwendung fänden. Es soll die Möglichkeit geschaffen werden, daß die Landwirte zu einer bestimmten Tageszeit mit entsprechend eingerichteten Wagen die Fäkalien auf ihre Felder bringen, ohne hiefür eine Gebühr zu entrichten. Ebenso soll es gestattet werden, daß unter gleichen Bedingungen auch der Mist durch die Stadt geführt wird. Sollten die Landwirte entsprechende Fuhrwerke nicht besitzen, sind ihnen die Wagen gegen eine geringe Abnützungsgebühr von der Stadtverwaltung beizustellen. Eine weitere Forderung der Steuerträger bezieht sich auf eine Senkung der Markt-uud der Standgebühr für die Bodenprodukte um 50 Prozent. Schließlich ist auf die öffentliche Beleuchtung mehr Bedacht zu nehmen. Die Stadtgemeinde soll ein entsprechend geschultes Organ damit betrauen, die Beleuchtung zu beaufsichtigen und notwendig gewordene Reparaturen sofort vorzunehmen. Dasselbe gilt auch für die Verkehrswege und die öffentlichen Brunnen, für deren klaglose Instandhaltung Vorsorge zu treffen ist. Unbedingt ist es nötig, daß die Stadtverwaltung auf die Bedürfnisse der bäuerlichen Be völkerung in den neuangeschlossenen Uurge-bungsgemeinden die gebührende Rücksicht nimmt. Die hier angeführten Forderungen wurden in der Form einer Entschließung der Stadtgemeinde zur Kenntnis genommen. Wreöer ein MiMomMreffer m Mcmbm! Ei» älterer Pensionist und eine kleine Geschäftsfrau als glückliche Gewinner. Wie aus Beograd berichtet wird, hat am letzten Tage der Hauptztehung der Staatlichen Klassenlotterie das Los Nr. 68.326 den größtmöglichen Treffer int Betrage von 2,008.000 (zwei Millionen achttausend) Dinar gewonnen. Das Los wurde in der Maribora' Hauptkollektm: Bankgeschäft B c z-j a k. Gosposka ulica 25, gekauft, wo bereits im Vorjahre ein Los erworben wurde, auf das der Haupttreffer von eilter Million Dinar entfiel. Das Bankgeschäft Bezjak hat somit neuerdings seinen schon traditionell gewordenen Ruf als Glücksstelle vollauf bestätigt. Die beiden glücklichen Gewinner, ein älterer Pensionist und eine kleine Geschäftsfrau, leben in Maribor. m. Todesfall. Im Krankenbanse ist gestern die Private Frau Marianne B u r n d o r-f c r im Alter von 57 Iah reff gestorben R. i. P.! nt. De« 80. Geburtstag fgiert am morgigen Tag Frau Maria T a r ut o n, wohnhaft Pobreška cesta 34. Die hochbetagte Jubilarin, die schon durch mehr als ein halbes Jahrhundert AbOTimenfet der „Mariborer Zeitung" ist, erfreut sich noch der Kesten körperlichst: und geistigen Frische. Zum Ichö-itcn Wiegenfest auch unsere herzlichsten Glück wünsche! m. D-r Voranschlag der Stadtgemeinde Maribor wurde, da in der festgesetzten Frist keine Einwendungen erhoben worden waren, der Banatsverwaltung zur Genehmigung zugestellt. m. Neuschnee am Bachern. Amt Bachern hat es in den letzten Tagen wiederum geschneit, und zwar bekam der Schnee int west lichen Bachevngebict einen besonders reichlichen Nachschub. Das „Putni.k"-Büro veranstaltet deshalb Sonntag, den 7. d. wiederum eine Sonderfahrt nach Ribnico. Die Ab fahrt erfolgt am Sonntag, den 7. d. um 5 Uhr frühmorgens vom Hotel „Orel", während die Rückfahrt für 18 Uhr vorgesehen ist. Der Fahrpreis stellt sich auf 40 Dinar. Anmeldungen sind an das „Putnik"-Büro zu richten. nt. Slowenische Bergsteiger in der Schweiz. Wie seinerzeit berichtet, unternahm stn Som mer des vorigen Jahres eine Gruppe bekannter Bergsteiger aus Slowenien eine Expedition in die Schweizer Berge, lieber diese Hochinteressante Bergfahrt, an der sich drei Mariborer Bergsteiger (Frl. Mileva Zakrajšek, Dr. Bergoč und Dr. Rust. K'ac) Donnerstag, den 3. März beteiligten, wird au: Mittwoch, den 10. d. im Rahmen eines Vortragsabends der hiesigen Alpenvere nsfiliale der Lester der Expedition Andrino Kopi :: 5 c k aus Celje einen ausführlichen Bericht erstatten und gleichzeitig eine Reihe von Lichtbildern: zeigen. m. Neue gerichtliche Sachverständige und Dolmetsch«^ Beim Preisgericht in Maribor wurden zu Sachverständigen für Buchhaltung und Rechnungswesen die Dplomkauf-leute Dr. Milko D a n eu und Stanko K o-8 t o m a j bestellt. Zum gerichtlichen Dolmetsch für die deutsche und französische Spra che wurde der Advokaturskonzipient Doktor Igor Vilfan ernannt. m. Aus dem Männergesangverein. Freitag, den 5. d. um 20.30 Uhr Probe für den gemichten Chor. Es wird gebeten, pünktlich zu erscheinen. nt. Solbftändrgkeitsbeftrebungen i» Tezno. In Tezno werden neuerdings Unterschriften für die Trennung von der Gemeinde Pobrežje und die Wiedereinsetzung der früheren Gemeinde Tezno gesammelt. Die Aktion geht darnach, der selbständigen Gemein de auch die Gegend der Ptujska cesta sowie das Dorf Dobrava, das jetzt zu HoiSe gehört, anzugliedern, wodurch, sich die Bsvölkecwrgs zahl auf 3000 erhöhen würde. ■ nt. Feueralarm. Um 18.45 Uhr wurde die1 Freiw. Feuerwehr zu einem Stadtfeuer in der Cankarjeva ulica 26 alarmiert, wo in den Stallungen der Speditionsfirma „Expedit" ein Kaminfeuer ausgebrochen war und einige Zeit für das dort aufgestapelte Heu größte Gefahr bestand. Dem raschen Zugreifen der Feuerwehr war es zu danken, daß das Uebergreisen des Feuers rechtzeitig verhindert werden konnte. m. Adamic-Konzert. Im Rahmen der hiesigen Bolksunivevsität wird sich morgen, Freitag, um 20 Uhr, der Jugendchor aus Rače mit einem selbständigen Konzert vorstellen und im ehrenden Gedenken an den verstorbenen Komponisten Emil Adamič eine Auswahl von dessen Liedern zum Dortrag bringen. Das übrige Programm füllen Lieder von Puš, Kozina, Schwab, Tomc, Kramvl, Pregelj, Bajuk und Dev aus. Um '.5 Uhr findet eine Jungendveranstaltmig statt. nt. Französischer Vortrag. In der Volks Universität wird am Montag, den 8. d. Univ. Prof. Dr. Jan D a y r c aus Zagreb tat französischer Sprache einen Vortrag über das Thema „La Provence" halten. Den Bortrag werden Zahlreiche skioptische Bilder begleiten. m. „Putnik"-Ansflüge im März. Der „Putnik" veranstaltet im März folgen oe Au tocar-Ausflüge: Von: 7. bis 9. März Wiener Messe, Fahrpreis 240 Dinar. Am 19. März Jossfifahrt nach Graz, Fahrpreis 100 Dinar. Zu Ostern nach Venedig und Rom. Vom 17. bis 31. März. Pauschalreissn nach Kastei Start und aus die Jn-el Korčula. Pauschalpreis 1450 bzw. 1660 Dinar. Ferner werden Reifen nach Paris und an d’c französische und italienische Riviera folgert-Informationen in: „Putnik"-Büvo, Maribor, Aleksandrova c. 35, Tel. 21-22. nt. 12 Fensterscheiben zertrümmert. Gestern nachmittags tauchte am Vojašniški trg ein jüngerer Mann auf, der ohne jeglichen Grund ein Steinbombardement auf das Haus der Franziska Gräfin Alberti eröffnet« und hiebei zwölf Fensterscheiben tu Trümmer gehen ließ. Der Missetäter formte unerkannt entkommen. m. Ei» dreistöckiges Wohnhaus wird, wie man erfährt, die Posojilnica (Narodni dom) auf ihrer Parzelle in der Cvetlična ulica erachten lassen. Im Hanse, für das der Architekt Ing. Dev die Pläne aus gearbeitet hat, werden sieben schöne Wohnungen eingerichtet werden. nt. Hochherzige Spende. In dankbarer Er innentng an ihren guten verstorbenen Chci Herrn Karl T h o m a sammeltet die Arbeiter und Arbeiterinnen der beiden Fabriken Wgristor und Pobrežje) den ansshiA'-- chrn Betmg von B50 Dinar und übergaben bte>en dem Asylfond der AntituberkulofMi- : fiu itt Maribor. Herzlichen Dank! ui. Der Esperanto-Verein hält heute, Den um 20 Uhr im Hotel „Orel" seine diesjährige Jahreshauptversammlung ab, voraus nochmals aufmerksam gemacht mirb. m- Die „Jadranska stražo" hält am Milt-'u°ch, den 10. d. um 20 Uhr im Jagdsalon j-cs Hotels „Orel" die Jahreshauptversamm 'un9 mit der üblichen Tagesordnung ab. , »l. Ein aufregender Zwischenfall im Ge-ischtssaal. Während der Verhandlung geriet Mittwoch vormittags im hiesigen Ge-rchtsgebäude die 41jährige Eisenbahners» sialtin Helene R a k derart in Erregung, ^ sie Plötzlich ohnmächtig zu Boden stürz-.fV «ic liourde ins Spital überführt, wo sie iuh bald erholte. Bei drohender Grlppegesahr sollen Men ! b'e W Erkältungskrankheitsn neigen, ugtäglich Gleichewberger Emmaquelle tr>n« .en! Man beugt dadurch der Infektion wirk iam vor. Depot tej I. öaraömt, Ljubljana. m- Wetterbericht. Maribor, 4. März, 8 srs'r: Temperatur 3, Barometerstand 726, '-utbrichhtiig 0, Niederschlag 0. ur. -acharinschmuggel. Im Personenzug .^urden gestern abends knapp vor Prager-üo zwei ältere Frauen angehalten, bei dc-,ieu Kilogramm Sacharin vorgefunden urden, Die beiden Frauen, die das Sacha-uu mit besonderen Leibgürteln bei sich tru-'llu. haben eine Strafe von 200.000 Dinar >'U gewärtigen. ,,, I» der Radionberatungsstelle findet ein t)n am Freitag, den 5. d. um % statt, zu welchem alle Damen Höf-j'chst eingeladen sind. Ecke Vetrinjska—Tat-^nbachova ulica. 2142 u*. Einbrecherbande hinter Schlag und ' iegel. Itt der Umgebung von Slovenj-madec wurde echtem von der dortigen Gen Qi*uienc eine fünfköpfige Einbrccherbande ^^gehoben, die in letzter Zeit eine Reihe 011 Einbrüchen verübt hatte. Sollte der Unbekannte ausfindig gemacht werden, wird er eine Strafe von mindestens 30.000 Dinar zu gewärtigen haben. Ms ffiimde ik. Gewitter im Spätwinter. Ern merk-würdiger Gast stellte sich in der Nacht vom 29. v. M. auf den 1. März in unserem Talgebiet gm. Nach 11 Uhr etwa kam von Norden her ein Gewitter, das von cinent" heftigen orkanartigen Sturmwind begleitet war und fast eine Stunde andauerte, wobei es blitzte und donnerte wie im Hochsommer. Während des Gewitters fiel Rogen mit klei neu Hagelkörnern, dem sogenannten „Nlei-beTdunst" vermischt. ik. Verkehrshindernis. Während in den letzten Jahren die Banatsstraße, welche unseren Marktort mit der Stadt Celje verbindet, im Abschnitt Vitanje—Socka die nötige 'Verbreiterung und wo dies nicht möglich war, entsprechende Ausweichstellen für Fuhrwerke erhalten hat, müssen wir leider feststellen, daß wir tu unserem Marktorte selbst ein Verkehrshindernis besitzen, welches schon längst hätte behoben werden müssen. Seit Jahren bereits bildet nämlich das im unteren Viertel des Marktes stehende, mit dem vorderen Seitenteile tief v.t die Banatsstraße ragende Wohnhaus des !> esi-gen Schm-icdnnisters Herrn Johann Wen-zig cm Hauptverkehrshindernis für Fuhrwerke jeglicher Art und nur dem äußerst vorsichtigen Fahren seitens der AutomoSÜ-und Rwdifathver sowie der Lenker der Lasten* fuhrwerke, die Tag für Tag in größerer An zahl diesen Straßenteil passieren, war es bisher zu verdanken, daß hier ein Zusammenstoß und ein größeres Unglück verhütet werden konnte. Pflicht und Sorge unserer Großgemeinde, insbesondere aber auch des BezirkSstraßenaUZschlsses in Slov. Konjice müßte es sein, das genannte BertehrShn-dernis endgültig zu beseitigen u. die Regulierung der Banatsstraße an diesem gefährdeten Verkehrspunkte endlich schon Änzulei-ten und durchzusühren. meifter Josef Krotmajer, Ausschußm tglie-der Uhrmacher Felix Frühauf, Elektrotechniker Raimund Kager, Frau Hilde ZmiL und Kajetan Wolf. Ersatzmänner Konrad Demel und Josef Zagore, Rechnungsprüfer Johann Robič und Leonhard Poročnik. g. Auf der Rückkehr vom Krankenhaus gestorben. Der Besitzer Johann P r » pst yd er längere Zeit int Krankenhaus in Slovenj-gradec krank d«mstderla>g, wurde dieser Tage von seinem Sohn nach Hanse gebracht. Unterwegs brach Propst zusammen und verschied kurz darauf. Man stellte Herzschlag fest. g. Dravograd bekommt ein Siechenhaus. Die MarkbgemÄnde hat das NiarÄL-Haus käuflich erworben. Die Gemeinde will darin die Gemeindearmen und Obdachlosen unter bringen. . MmUm •X.6' T'ec „Illustrierte Beobachter", Verlag stranz Eher Nachf., München, beginnt inj jettet neuen Folge mit-dem Roman „Leuch- M Ä Nöcs Land" des bekannten Filmschöpfers tSUS g, I Trenker. Außerdem all iclle Bilder-fofal<^'e ®eL" nichtige Ereignisse. Der Auf-7 "Das Auto 193?" ist der Berliner Am 'aobilausstellung gewidmet. *«$ Piu („f1.-^ensmittelltefetuttgert für das Krau-; E^us. Itt per Kanzlei des Krankenhauses W l !”irb am 11. d. um 10 Uhr die An-^^?b^steigerung für die Belieferung des unb des Siechenhaufes mit Fleisch, strti' r ^Uchp^odukten, Spezerei- und Ko-.; berfammlttiiq mit der üblichen Tages-vung ab. fahrt®e^mu6Geltc Zündsteinc. Wie man erbe» ’• wurden dieser Tage in Ragoznica ilt, r‘lte,u Besitzer gegen 12.000 Zündsteine bst č’Stot'h' von etwa 2 Kilo beschlagnahmt, ! Dtt rin Bursche aufüewahrt haben soll. g. Todesfall. Im hohen Alter von 85 Jahren ist die Mutter des hiesigen Großgrundbesitzers, Gastwirtes und Kaufmannes Friedrich Hattenberger, Frau Christine H a t t e n b e r g e r gestorben. Friede ihrer Asche! Der schwergetroffencn Familie unser innigstes Beileid! g. Auf der Reise vom Schlage getroffen. Dieser Tage fuhr eine Gruppe von Personen nach Split, um dort Weht einzukaufen. Unter ihnen befand sich auch der pensionierte Eisenbahner Georg A b r a h a nt, der in Split eine Weinbarke betrat, auf der Planke jedoch ausglitt und ins Meer stürzte. Er wurde zwar sofort aus dom Wasser gezogen, doch muß er sich dabei verkühlt haben. Aus der Rückfahrt erlitt Abraham ;m Zuge einen SchlaWnsall, dem er bald darauf erlag. In Zagreb wurde die Leiche auf den Friedhof überführt und dort beigeietzt. Seme Gattin ist schon längere Zöi't schwer krank. / g. Der Kirchenkonlurrcnzausfchutz hielt kürzlich eine Sitzung ab, m der beschlossen wurde, die Arbeiten für die Reparatur der Propsteikirche auszuschrc'sten. Die Propstei feiert Heuer ihr 70jähriges BestaNdesjubi-läum. g. ErsenbLhnunglück im letzten Augenblick verhütet. In der Nacht zum Montag legte jemand Bei St. Janž aus Uelbermut mehrere Baumstämme auf das Bahngleis. Kurz vor der Ankunft bemerkte ein Straßenauf-räümer die große Gefahr und beseitigte rasch das Hrobcnfst. Die Gendarmerie leitete Nachforschungen ein, um den Täter auZfin-dig zu machen. g. Der Verschönerungs- und Fremdcn-verkehrsverein hielt dieser Tage seine Jahreshauptversammlung ab, in der der Be-"chluß gefaßt wurde, dem Mariborer Frmn-denverkehrsvcvband beizutveten. An die Spitze des neuen Ausschusses wurde abermals der' agile Obmamr Bürgermeister Franz M o r i gestellt. Bizeobmann ist der Hotelier und Großgrundbesitzer Rudolf Ko-mauer, Schriftführer der Postverwalter Joses Kert, Kassier der Gemeiüdesekretär Raimund Wemgerl und Qakonom der Tischler- „MarmeladLnWnig" bittet zur goldenen Hochzeit. Mr. William Brown, der „Marmeladenkönig von Cincinnati, ein richtig gehender amerikanischer Milliardär, hat kürzlich seine goldene Hochzeit gefeiert, etwas, was im Lande der Scheidungen immerhin eine .peinlich seltene Angelegenheit ist. Zu dem Festbankett lud er 400 Personen ein, und zwar, um einerseits dem Anlaß, andererseits 'einem Reichtum gerecht zu werden, durch Ein ladungskarten aus purem Golde. Jede Karte wog 20 Gramm. Ihre Herstellung erforderte insgesamt acht Kilogramm reines Gold. Das Metall wurde zunächst zu dünnen Platten ausgewalzt, auf die dann der Text cin-graviert und mit weißer Emaille ausgelegt wurde. Eine immerhin etwas phantastische Angelegenheit. Aber, der „Marmeladentönig" dabei die beruhigende Gewißheit behalten, daß er sich dadurch nicht ruinierte. 100.060 Francs für eine zerschlagen,- Rase. Der Graf R. von Liphart-Ratshosf beansprucht von der Leitung einer dänischen Ausstellung 100.000 Francs Schadenersatz für eine zerbrochene Nase. Es Handel sich dabei nicht um eilt gewöhnliches Feld-, Wald- und Wiesenriechcrgan. Die Nase gehört nämlich allerdings um eine ganz besondere Nase, zu einer Voltairebüste von Houdon. Sie war in Berlin-Eharlottenburg ausgestellt und wurde dann nach Kopenhagen transportiert. Bei der Ankunft in der dänischen Hauptstadt stellte sich heraus, daß auf dem Transport die Nase abgeschlagen worden war. Da die Ausstellungsleitung sich weigerte, die Entschädigung zu zahlen, kam die Sache vor die Gerichte. Der Graf wurde mit seiner Klage abgewiesen, mit der Begründung, das Kunstwerk sei nicht sorgfältig genug verbackt gewesen. Damit hat er sich allerdings nicht zufrieden gegeben, sondern Berufung eingelegt und die Sache schrvebt nun beim höchsten dänischen Gericht. Repertoire: Donnerstag, 4. März um 20 Uhr: „Dos Land des Lächelns". Ab. A. Freitag, 5. März: Geschlossen. Samstag, 6. März um 20 Uhr: „Schuhmacher Anton Hitt". Ab. A. Sonntag, 7. März um 15 Uhr: „Hoheit tanzt Walzer". Stark ermäßigte Preise. — Um 20 Uhr: „Dr." Volksmnversität Freitag, 5. März: A damic« Abend, veranstaltet vom Jugendchor aus Rače unter Leitung des Dirigenten Zorn. Montag, 8. März: Univ. Pros. Jan D a y r c spricht über die Provence. Mischer Bortrag mit Lichtbildern. Eds-Üw Union-Tonkino. -Heute, Donnerstag, zum letztenmal die lustige Operette „Prinzessin Marietta" mit Jeanette Mac Donald. Ab Freitag der große Welterfolg „Moskau — Schanghai", der neueste und mach „Mazurka" der zweite Film mit der berühmten Künstlerin Pola Negri. Die ^Schicksale und das Liebeserlebnis, das die spannende Hand lung dieses Grotzfilms wiedergibt, werden einer wahren Begebenheit nacherzählt. Pola Negris Partner ist Gustav Diesel. Außerdem wirkt 'der Donkosa-kenchor unter Sei' ge Jaroff mit. Burg-Tonkino. Freitag zum letzten Mal der famose Gesangfilm „Intermezzo" mit der berühmten Sängerin Tresi Rudolf und dem stets charmanten Albrecht Schönhals in den Hauptrollen. Ein Prachtfilm aus dem jonnennmftuteten Spanien, in dessen Mittel Punkt eine gefeierte Sängerin steht. En: Film, den man nicht ungesehen und unge-hört Vorbeigehen lassen soll! Samstag Premiere des mitreißenden Wiener Lustspiel-schlagers „Prater" mit Magda Schneider, und Willy Eichberger. Eine lustige Geschichte aus dem lustigen Wien. Samstag um 14 und Sonntag um halb 11 Uhr der große Krimmalsilm „Das Kind der ItKimvetf" bei stark ermäßigten Preisen. Haupfziehung der Staatlichen KNssenlotterie Letzter Tag. Din 2,000.000: 68326 Din 1,000.000: 77245 Din 502.000: 87544 Dili 60.000: 16931 45705 46593 Din 20.000: 72398 Din 20.000: 26794 42331 79842 92259 Din 10.000 : 38894 43011 46836 64663 92051 93248. (Ohne Gewähr.) Mb und t'umor Beschwichtigung. A. (zu seinem Gesellschafter): „Wir müssen unfern Reisenden Müller entlassen; r hat sich zu meinen Kunden die Aeußerung erlaubt, ich sei ein Esel." B.: „Na, ich werde mal mit ihm sprechen und ihn ersuchen, künftig das Geschäftsgeheimnis zu wahren!" Sein Wunsch. Kurt hat sich an der Stuhlkante gestoßen. Er heult wie ein Schoßhund los. Die Mutter tröstet den Jungen: „Du bist doch fchmt ein großer Junge, und ein großer Junge wein doch nicht mehr, tremt er sich stößt!" — Kurt schluchzt: „Ich will ja auch nicht mehr weinen, Mutter! Aber dann will ich wenigstens schimpfen dürfen wie Vater, wenn er sich stößt!" 2Iu!orar-2$u6fttige des „putnir 7. bis 9. März: Nach Wien anläßlich der Internationalen Mustermesse. Fahrpreis 240 Dinar. 13. und 14. März: Nach Planica anläßlich der ersten Skiflugveranstaltung. Nächti-gung in Blcd. Gesamtarrangement 250 Dinar. 17. big 31. März: Ostersah rt nach Kaätel Stari bei Split. Pauschalpreis 1450 Dinar. 17. bis 31. März: Osterfahrt nach Korčula. Pauschalpreis 1660 Dinar. 25. März bis 3. April; Osterausflug nach Rom und Besuch der italienischen Städte Triest. Venedig, Rimini, Pisa, Florenz. Padua. Bologna u. n. Gesamtarrangement 2400 Dinar. 27. bis 30. März: Osterfahrt nach Venedig. Gesamtarrangement 900 Dinar. 28. und 29. März: Graz, anläßlich der Osterfeiertage. 10. bis 21. April; Besuch der italienischen und französischen Riviera (Venedig, Mailand. Genua. Monte Carlo, San Remo. Mo troco, Nizza. Gardasee. Verona, Bozen, Cortina d'Ampezzo, Dolomiten ujw. Gesamtarrangement 2800 Dinar. 27. AM bis 11. Mal; Zur Pariser Weltausstellung. Hinfahrt über Triest. Padua, Mailand. Genua. San Romeo. Monte Carlo. Nizza, Toulon. Marseille, Lyn; Rückfahrt i über Straßburg. Basel. Zürich. Konstanz. , Innsbruck. Brenner. Dolomiten, usw. Ge-: samtarrangement 3900 Dinar. 2. bis 6. Mai: Nach Budapest zur Internationalen Mustermesse und Besuch der Sommerfrischen am Plattensee. Fahrpreis 500 Dinar. 8 bis 18. Mai: Ausflug auf die Insel Rab. Pauschalpreis 1250 Dinar. 8. bis 18. Mai: Ausflug nach Crikveniea. Pauschalpreis 1200 Dinar. Sämtliche Ausflüge werden mit komfortablen und geheizten?lutocars unternommen. Alle Sitzplätze sind nummeriert. Informationen und Anmeldungen im „Putnik"-Büro. Maribor, Aleksandrova cesta 35, Tel. 21-22. iNirtstkoittUki Umdftkm Börse wieder lebendig Große Lebhaftigkeit auf dem jugoslawischen Effektenmarkt / Festigung der Staatspapiere / Günstigere Beurteilung der Wirtschaftslage Bei der Durchsicht der Kurszettel der jugoslawischen Börsen muß die Feststellung gemacht werden, daß die meisten Börsenwerte schon mehrere Wochen günstiger beurteilt werden, was sich im Anziehen der Notizen und in der erhöhten Geschäftstätigkeit äußert. Auch im Steigen der Börsenkurse ist ein Ansatz zum Aufschwung im jugoslawischen Wirtschaftsleben zu erblicken. Deutlich spiegelt sich diese Tendenz in den Vorgängen auf dem Effektenmärkte, der nach langer Pause wieder große Lebhaftigkeit aufweist, so daß die Devisenbörse, die ansonsten tonangebend ist, zeitweise in den Hintergrund gedrängt ist. Die bereits zu Beginn des Jahres eingesetzte leichte Festigung der Kurse der Staatspapiere ist im Laufe des Monates Februar und insbesondere in den letzten 14 Tagen intensiver geworden, in erster Linie, was die 2/4% Kriegsschadenrente anbelangt. In diesem Papier macht sich allgemeiner Mangel an Ware geltend, was wieder ein starkes Anziehen des Kurses zur Folge hat, dei^an der Beo-grader Börse von 384 für 1000 Din Nominale Ende Januar, nunmehr bereits die 400-Dinar-Grenze erreichte, wobei ein weiteres Ansteigen des Kurses sogar bis 420 Dinar prophezeit wird. Besonders der Terminhandel in diesem Papier ist äußerst lebhaft geworden, wobei für Terminware fast dieselben Kur- se erzielt werden wie für Promptware. Allerdings ist zu berücksichtigen, daß Ende Februar der Ziehungstermin für dieses Papier fällt. Eine ähnliche Haussetendenz, wenn auch nicht in so ausgesprochenem Maße, wie bei der Kriegsschadensrente, ist auch bei den übrigen Staatspapieren zu bemerken. Allgemein ist die Nachfrage lebhaft, während bloß ein schwaches Angebot vorhanden ist. Die sonst stationären Obligationen der 7.5% Investitionsanleihe vom Jahre 1921 haben sich von 87 auf 88.25 gebessert; auch die Begluk sind je nach ihrer Stückelung zu 500, 2500 und 5000 Din von 68, 69.25 und 71.50 auf 69.25, 71.50 bzw. 73 gestiegen. Besonders angezogen haben die 7% und 8% Blairobligationen, erstere von 79 auf 82, letztere von 88.75 auf 92, was zum großen Teil uach auf das Ansteigen des Dollarkurses zurückzuführen ist, das sich im inneren Werte dieser Papiere fühlbar macht und eine weitere Festigung gerade dieser Kurse erwarten läßt. Die Nationalbankaktien verbesserten sich von 7300 auf 7350, ‘haben aber in den letzten Tagen etwas nachgelassen; die Aktien der Privilegierten Agrarbank haben sich von IM auf 207 erholt. Die Umsätze in den erwähnten Papieren haben sich allerdings verringert, doch ist diese Erscheinung auf den vorherrschen den Warenmangel zurückzuführen. BvrffenbeiMte L- j-u b 1 j a n a, 3. d. Devise n. Berlin 1756.02—1769.90, Zürich 996.45— 1003.52, London 213.31—215.36, New-york 4336.01—4372.32, Paris 203.11— 204.-55, Prag 152.43—153.34, Triest 229.19 —232.27; österr. Schilling (Privatclearing) 7.89, engl. Pfund 238, deutsche Clearingschecks 12.08. Zagreb, 3. d. S t a a t s w e r t e. 234% Kriegsschaden 400—402, 4% Agrar 52—52.50, 4% Nordagrar .$.25—51, 6°/o dalmatinische Agrar 71—0, 7% Investitionsanleihe 87.25—88.50, 7% Blair 82.25, 8% Blair 91.50—92; Natio- 81.-75 natbank 7400- -0. Berordmrng über öle Beaus-stchtigung der Versicherungsgesellschaften Pr«m»enr^erven dürfe» nicht bei Privatbanken hinterlegt werden. Der Mmistermt hat ’bic Verordnung über die Aufsicht über die Bersicherungsgesellschaf ten angenommen. Die Verordnung -wird idle ier Dage int Amtsblatt veröffentlicht herben. In der -Verordnung gibt es Vorschriften, die insbösmideve die Vcrsicherungsgeicllschaf ten selbst interessieren. Die Verordnung schreibt vor, daß der Handels- und Jndn-ststieminister die Mindestprämiensätze fest» fetzen wird, außer beim Transport, -bei der gesetzlichen Vemirtwortung und bei Unglücks fallen. Die .Hauptsache in der Verordnung ist die Vorschrift bezüglich der Prämienreserveu. Die Verordnung schreibt vor, daß höchstens 10 v. H. dieser Reserven Bei Privatbanken hinterlegt werden dürfen. Der größte Teil dieser Prämienreserven muß fei der Staatlichen Hypothekenbank hinterlegt werden und zwar in Form von Staat-papieren und Kassenbons. Außerdem soll ein Versicherungsrat organisiert werden, und zwar von zehn Mit-, gliedern, von welchen drei die Versicherung^ gefellschaften, zwei die Mitglieder des Ak-tuarverbandes und fünf Personen Aemt--r vertreten sollen, die sich mit Berijicherungs-. angelegerrheiten befassen, wie auch die Wirt schaftskammern. Die Verordnung verbiete, Bevsicherungs-geschäfte in ausländischen Valuten abzn-schließeit. Dies ist nur Feint internationalen Verkehr zugelassen. Endlich ist die Aufsicht über die Versicherungsgesellschaften verschärft worden. Beim Handels- und Jndustrieminj'terium soll eine besondere Abteilung für Kredit- u. Versicherungswesen gegründet werden, deren Ausgabe es sein wird, die Durchführung der Verordnung "zu überwachen. Es ist interessant zu erwähnen, daß die jugoslawisch, en Bersich>erung!sgesellschafien selbst verlangt haben, daß die Kontrolle über die einheimischen und ausländischen Versicherungsgesellschaften verschärft werde, damit die tnmhrliche Konkurrenz ausgeschaltet werde. Pferde. Es notierten: Ochsen Prima 4.5c —4.75, Sekunda 3.75^-4.25, Tertia 3.25— 3.50, Mastkühe 3—4.25, Beinlvieh 2—3. Kälber 6—7 Dinar pro Kilo Lebendgewicht. Jungschweine 120—210 Dinar pro Stück. X Die Landwirtschaftskammern sind nunmehr ins Leben gerufen worden. Int Beograder Amtsblatt vom 1. d. erschien die vom Ministerrat am 21. Jänner angenommene Verordnung über die Einset zung der Landwirtschaftskammern in je dem Banat, doch können die Kammern mehrerer benachbarter Banate zusam-mengeschlossen werden, wo dies die Verhältnisse erfordern. X Das neue Walzwerk in Zenica wird wie aus Beograd berichtet wird, bis 15. Juli beendet sein, sodaß am 1. August die Betriebsaufnahme erfolgen dürfte. X Zagreber Viehmarkt vom 3. d. Aufgetrieben wurden 46 Stiere, 138 Och sen, 882 Kühe, 132 Jungochsen, 205 Kal-binnen, 336 Kälber, 1150 Pferde und Fohlen und 943 Schweine. Es kosteten: Stiere 4—4.30, Beinlvieh 2—2.40, Schlachtmastkühe 2.80—4.40, Schlacht-kalbinen 3.50—5.25 Dinar pro Kilo Lebendgewicht, Zuchtkalbinnen 950—1000 Dinar pro Stück, Ochsen 4—4.50, Jungochsen 4—5.50, Kälber lebend 5—7, geschlachtet 8.25—10, Mastschweine 7.60 —8, Fleischschweine 6—6.50, geschlach tete 10.25—11.50 Dinar pro Kilo, Jungschweine 60—100, Pferde leichte 4000— 4500, mittelschwere 6000—6500, schwere 8000—8500 Dinar pro Paar, Reitpferde 3500—4000, Fohlen leichte 1500—1800, schwere 2000—2500 Dinar pro Stück, Schlachtpferde 1—1.50 Dinar pro Kilo Lebendgewicht. fUuüa-UsßguuHKt Operettenstunde. 20.40 Sinfoniekonzerl. —' D-utschlandfender, 18 Neue Kammermunk. 19 Hörfolge. 20.40 Lustspeel. — Berlin, 1» Konzert. 19 Blasmusik. 20.30 Bruckner-Abend. — Breslau, 18 Konzert. 19 Bergarbeiter musizieren. 20 Smioniekonzeri. —* Leipzig, 18 Konzert. 20 Bunter Abend. München, 18 Beschwingte Welt. 19 Kedem-’tunbe. 20 Bunter Abend JUuUa-Tjdadk Wellenbienöe Mir Sinlreiier Als überaus wertvolle Ergänzung ist1* sich die Wellenblende Bewährt, die erstmalig jetzt auch bei Einkreisern artgemenber worden ist. Es handelt sich dabei um einen bc-sonders geschickt entwickelten, neuartigen Eingangs-Kondenator, mit dem man. dein Gerät mehr oder wen ger Empfangs pan-nung zuführt, um den Empfang ;c nach Erfordernis lautstärker oder trennschärier 3U halten. M>t dieser Wellenblende kann man de» Empfänger den jeweiligen Emv'angs-verhältnissen anpassen. Das Gerät erhält da durch eine Elastizität, wie man sie iamt beim Einkreiser nicht kannte. Die Wirkung der Wellenblende ist etwa die der Blende einer Photo kamera: Je mehr man hier aufblendet, umso lauter wird der Empfang bei ntitt lerer Trennschärfe, und je weiter man Blende schließt umso mehr wird die Trennschärfe bei verminderter Lautstärke gesteh gert. X Ljubljanaer Viehmarkt vom 3. d. Aufgetrieben wurden 97 Ochsen, 32 Kühe, 10 Kälber, 199 Schweine und 332 Freitag, 6. März. LfuMfmtch 11 Schulfunk. 12 Schallpl. 18 Für die Frau. 18.20 Sch. 18.40 Französisch. 19 Nachr. 19.30 „Mirjana", Oper von Dr. Jo«e Mandiö (Uebertragung aus Olmütz). — Beograd, 18 Schallpl. 19 Nachr., Nahe» nalvortrag. ,20 Funkorchester. 21 „Die kleine Floramh", Operette (Sch). 22 Tanzmusik. — , Paris, 18 Schallpl. 20.45 Volkslieder. — London, 20.30 Bunte Musik. — Mailand, 17.15 Tanzmusik. .21 Sinfoniekonzert — Nom, 20.40 Operette. — Zürich, 17 Funk» orchefter. 20.10 Volkslieder. _ Prag, 17.15 Kammermusik. 18.10 Deutsche Sendung. 19 Prager Kinderfunkchor. 19.25 „Mirjana". Oper von ManbiS. — Budapest, 17.30 Zi-geusermusik. 19 Werke von Mussorgskv. 20 Literar. Abend. — Wien. 7.10 Frühkonzert. 11.25 Stunde der Frau. 12 Mittaaskonzert. 16 Von unseren Klassikern. 16.55 Obstbau u. Bienenzucht l?.2ö Konzertstunde 19.2s Anhaltende Besserung Industrieproduktion der Das Konjunkturjahr 1929 durchschnittlich bereits um 20 °/( überholt / Lebhaftere Beschäftigung in den jungen Produktionsländern Die ©iobnnfenne recht hoch h naust Wiederholt ist darauf hingewieien worden, daß die Außenantenne für den Rundfunkempfang dasselbe ist, wie etwa die Federung für den Kraftwagen. Man würde auf jenem Gebiet nie auf den Gedanken kommen, aus die Federung zu verzichten, weil die Ballonreifen doch jetzt die Stöße ausaleichen Helsen; im Gegenteil: man baut Schwingachse und Synchronfederung. Genau so erleichtert man den Empfang durch eine gute, immer wieder verbesserte Hochantenne, die gar nicht nebel zu überragen. Die HorizontanantcnN-ist wegen ihrer geringeren Wirksamkeit, ihres unschönen Aussehens und der großen nicht hoch genug hinauS gebracht aurdtu kann, um vor allem in der Stadt den StU-Rauinbeanfpruchung immer mehr in den Hintergrund getreten; dagegen letzt sich Stabantenne durch. Das neueste auf diesem Gebiet ist die An-tenne aus S t a h l r o h r die — telestop-artig ineinander gefügt — auch den gering sie» Luftwiderstand bietet. Bemerkenswert ist daran auch die einfache Anbringungswcv se. Nun scheint in dieser Neuerung ein A5’” derspruch zu früheren Ansichten zu bestehen. Die Erklärung ist aber einleuchtend, r.eint die Sender sind ebenfalls von der waagerecht ausgespannten Antenne abiegaufl611 und bringe» infolgedessen eine Strahlunll mit sich, die eben am günstigsten von ienb recht ausgestellten Antennen aufgenommest werden können. Deshalb: Will man aus ft’D neu Gerät die höchste Wirkung erzielest' dan» gestalte man auch die Antenne ^ wirksam wie nur möglich! Den verschiedenen Statistiken und Monatsberichten über die Konjunkturentwicklung im Auslande muß der Schluß gezogen werden, daß die i n d u-strielle Wcltproduktion zu Beginn des laufenden Jahres von 120 Prozent der Erzeugung des Konjunkturjahres 1929 nicht weit entfernt sein dürfte. Von den alten I n d u-s t r i e 1 ä n d e r n hat diese Höhe nur England erreicht, Deutschland kam mit 114 knapp dahinter, die USA. haben in zuletzt sehr steilem Aufstieg 102 erreicht. Die anderen alten Industrieländer bleiben noch unter 1929. Die Tschechoslowakei trotz Steilaufstieg in der letzten Zeit und Belgien standen im Dezem- ber wohl erst auf 90. Die Schweiz dürfte zuungunsten der Altländer. diese Höhe nicht erreicht haben, Frankreich stagniert trotz Abwertung weite; auf nur 72, Polen auf 68. Im Gegensatz zu dem Rückstand der meisten alten Industrieländer, unter welchen allerdings die USA. und die Tschechoslowakei jetzt stark aufholen, steht der Vorsprung der neue n Industrieländer. Ungarn ist auf 127, ungefähr auf selber Höhe Rumänien. Dänemark auf 132, Schweden auf 136, Gric chenland auf 138, Japan auf 160 und Rußland auf 430. Trotzdem erreichen die neuen Länder weder in der Gesamtmenge noch in der Produktionsdichte je Kopf die alten Länder, aber das Kräfteverhältnis verschiebt sich täglich weiter Kleine teMniWe Na<^r chftn aus Nah und Fern Im Jahre 1867, vor also nunmehr 70 Jahren, wurde von Elihu Thomson ist Amerika die elektrische W »' derstandsschweißung ef' fanden. In einem englischen S c h n e 1 1 z u -g e, der zwischen Newcastle und Loi% don verkehrt, ist eine Leihbüch 6' r e i eingerichtet worden. Verwalte1" bzw. Bibliothekar dieser rollenden Leib" bibliothek ist der Zugsbegleiter. Wie aus Japan gemeldet wird, soll dort unter einem Kostenaufwand von fast 750 Millionen Dinar ein Schi1'' f a h rst s k a n a 1 gebaut werden, de1" die Seestadt Yokohama mit der Haupt* stadt Tokio verbindet. Der italienische Ingnieur Cardini hat das Projekt aufgestellt, die A b g a s e des Vesuvs industriell auszunut' zen. Er hat festgestellt, daß der VesUv je Sekunde etwa 1800 Kubikmeter Gas. das eine Temperatur von etwa 600 Grad hat, ausstößt. Diese Energiemenge entspräche einem Fünftel des italienischen Steinkohlenverbrauches. Triibjabrsarbeitcn in vo Die Märzausgaben des Bauern und Gärtners Wenn Winter und Frühling um die Herr ichaft kämpfen, hat es der Bauer nicht leicht mit der Einteilung seiner Arbeit, die gerade um diese Zeit gewaltig mifchmtllt. Mit iCr Frühiahrssnat soll möglichst früh begonnen werden, aber wenn man sich heute l-'ormmmt, den nächsten Tag zu säen, dann regnet es vielleicht morgen und hört tage-mwg nicht auf. Deshalb muß man jetzt sozusagen jede günstige Stunde für die Feld-«beit ausnützen. Das ist möglich, sobald ^Nachtfröste ausgehört haben, der Boden aufgetaut ist und Sonne und Wind chn sofist abgetrocknet haben, daß die Kamme Pflugfurchen anfangen grau zu werden. Ties zu beobachten ist höchst wichtig, damit et den Bestellungsarbeiten nicht zuviel W'nterfeuchtigkeit verloren geht. Durch Ab-'chleppen oder Abeggen wird der Acker zu-|tachst geglättet und eine dünne Krümel-‘wicht geschaffen, die weiteres Austrocknen fuwhütet. Schweren Boden muß man in whr feuchten Frühjahren oft flach f*K die rechtzeitige Bestellung zu ü?.cit; Im übrigen soll man den durch den , ’chhtß des Winters entstandenen Boden-'^ftand möglichst nicht durch zu häufiges ■öca)0gen zerstören. TiS Ackerbearbcitung im Nachwinter hat ür das Ziel, den Boden zu lüften, damit !£ üch schneller erwärmt, das Bakter'enle-»Gtt suizuregen und die Keimung der litt-l'_auhamcit zu fördern. Am leichtesten wird n°M.ch das Unkraut vernichtet, wenn es t keine Wurzeln gebildet hat, sondern wr lauge Keimschläuche, die zur Ober-rl°7c borstoßen. Ans stärker den Boden Ackernde Geräte muß stets die Schleppe fol-gsch weil der Acker sonst zu sehr austrocknet. S.W schon nach wenigen Stunden lassen sich o'e entstandenen Klump'en ^ zerkleinern. ^che nur immer soviel Land fertig zum filmen, wie du an einem Tage besäen ^ wist, damit nicht durch plötzlichen Wetter-^Ichstig Wiederholungen notwendig wer-t,..1' Diese müssen bei den in vielen Beeden knappen Arbeitskräften e ^mieden werden. CG®Git der Frühjahrsbestelluiig geht die bar Wintersaaten einher. Im Früh-au ^den diese leicht unter Bodenbewe-Au!>ert' durch Gefrieren über Nacht und ~ ' aucit am Tage hervorgerufen werden. uu zerreißen die Wurzeln der Pflänzchen Ma U’Le*"c iiohen ein. Als Gegenmittel walzt ten h ^tt|t s 11 nieder. Zu achten ist aus Mause« Ji-en und Ackerschneckenfraß. Ueb° Wünschenswert die frühe Saat ist, lich ^efi'chadet auch hier, wenn sich näm-W L£1' uoch nicht genügend erwärmt dp» Keimuugstsmperaturen der Getrei-attfiu ergeben nur noch Eine Hauptrogel mit der lautet: gerzähne, die sie schon bei der Geburt halben, abkneisen soll, und die richtige Antwort ist wohl darauf: toimtlt es nötig ist, ja. Nicht immer beunruhigen die Ferkel nämlich, mit diesen Zähnen beim Saugen ihre Mutter, sodaß ihre regelrechte Ernährung erschwert wird, sobald man es aber bemerkt, kneife man sämtlichen Ferkeln die gefährlichen Zähne sofort ab. Für die Entwicklung der jungen Tiere ist es sehr wichtig, daß sie sich etwa drei Wochen lang ganz mit Muttermilch ernähren. Danach kann man mit der Beifütterung beginnen. Im Kuhstall wird es jetzt Zeit, die Klauen der Tiere nachzusehen, ob sie sich im Laufe der winterlichen Stallhaltung ichith-förmig ausgewachsen haben. Bei den Pferden ist die Hufpflege längst eilte selbstverständliche Sache, die Klauenpflege fee; den Rindern läßt noch vielfach zu wünschen übrig. Rinder mit schnabelschuhartigen Klauen treten allmählich mehr und mehr den Hintevballen auf und haben dadurch einen unsicheren Gang, unter dem die ganze Hinterhand leidet. Das Beschneiden solcher Klauen ist spätestens vor dem Austrieb auf bin Weide vorzunehmen. Bis dahin muß man auch dem W c i d c-l a it d und den M ä h w i e ,< c it einige Pflege widmen. Bor allem soll es gewalzt werden. Dadurch «wird der oft über Winter verloren gegangene Bodenschluß wiederhergestellt und der Wuchs der Untergräser gefördert, das Leben mancher Unkräuter aber gehemmt. Schaden richtet man durch Walzen auf zu nassen Wiesen und nach dem Beginn des GräserwachstumS. Ebenso wirkt das Eggen auf Durchschnittsböden und bei guter Zusammensetzung der Grasnarbe schädlich. Zum Verteilen von Maulwurfs-Haufen bedient man sich am besten einer Schleppe aus Radreifen. Koppelzäune, Sei-beorc u. Tränkstellen sind jetzt in Ordnung zu bringen. Je weiter wir in den Frühling cintreten, um so weniger Zeit bleibt für diese Arbeiten übrig. Auch im Garten beginnen jetzt die Vorbereitungen des Säens und Pflanzens und bei günstiger Witterung das Säen selbst. Obstbäume und andere Gehölze können noch gepflanzt werden. Im Geflügelhof werden Glucken gesetzt, manche Land trau hat auch schon Küken zu betraten. Int Hinblick aus die großen Aufgaben, die der landwirtschaftliche Betrieb zu leisten hat, ist cs bedauerlich, daß die Einrichungen vieler Höfe noch sehr unzweckmäßig sind. Vielfach sind die Wege zu lang, die das Futter von den Lagerräumen bis zur Krippe zurückzu-legett hat. Die Väter kinderreicher Familien sollten sich überlegen, ob sie «wirklich alle ihre Angehörigen in der eigenen Wirtschaft brauchen, d. h. ob ihre Kräfte voll ausge-ltutz werden. Entbehrliche Kräfte sollen Betrieben zugute kommen, die nicht wissen, wie sie ihre Arbeit bewältigen. Wo es an menschlicher Arbeitskraft fehlt, ist desto mehr auf leistungsfähige Zugtiere zu halten. Damit alles zur rechten Zeit und mit der nötigen Sorgfalt geschieht, ist die Zeit eines jeden Tages genau einzuteilen, und jeder muß wissen, wo er hingehört und was er zu leisten hat. Dr. Hermann Herberge. Skeet unbedingt Der zweite ©lart Die Früjahrsrunde der Fußballmeisterschaft des LNP. wird am Sonntag wiederum mit drei Spielen ihrer Entscheidung näher gebracht. In Maribor geht diesmal nur ein Spiel in Szene und zwar treffen die lokalen Erbrivalen „M a r i b o r" und „R a p i d" aufeinander. Wie schon seit jeher, wird auch Heuer dem „Derby" dag lebhafteste Interesse entgegengebracht. Das zweite Spiel absolvieren „Ž c l c z it i č a r" und die „Athletik« r" in Celje, wäh-: rend das dritte fällige Punktematch der SK. Celje und der SK. Čakovec in Čakovec zur Erledigung bringen werden. Sechs Punkte werden vergeben, also gerade genug, um der Rangordnung ein neues Aussehen zu geben. D und Cant Ist diese Reihenfolge für die .. Sommerroggen, SommervHizen. Ger-Hafer. Bei den Hülsenfrüchten schiebt Und ^‘c Bestellung der langsamen Keimung y. ^or Unmöglichkeit wegen, das während ^chettde Unkraut durch Eggen zu be-dti ®cn’ °ft_ weiter hinaus, als es die nie-Mr E ” ®eintungstemperaturen verlangen. l!niraut",.e't ^Wende man deshalb möglichst Boden. tu s>^. ^rtoffclsaatgut wird oft noch viel .te'£at sertiggemacht, fioj - zeigen die im Beim Oeffnen der Hevbst für eimvaud- die ^halterten Knollen oft Veränderungen, g» Zweifelhaft machen ob sie itoch zur uorimt'-Qu®en:- Tas ist nicht der Fall bei der Steg :®e,t Bildung von Knöllchen an keil r Dentaler Triebe. Die Fadenkeimig-’ttthe &£,4 i>en ®cl*ttcht auf Abbau der Sorge Eis^.^stllLgeit bestehen keine Bedenken bei Ist bei pfropfenkrauken der Befall so stark, daß die Ringe hoffen inj fi,t der aufgeplatzten Stelle erkenu-’111 tnnß man mit Fehlstellen rechnen. Und, gibt es in den heit ob lüchsten . . .rsierkel. Be; dieser Gelegen wach immer wieder die Frage erörtert, au Seit Ferkeln die sogenannten Hun- : SK Rapid. Freitag, den 5. d. um 20 Uhr wichtige Zusammenkunft im Hotel „Zamorec". Es hat die erste und die Reservemannschaft zu erscheinen! : Oefsentlichrr Dank. Die Winterspurtsek-tion des Slow. Alpenvereines spricht aus diesem Wege allen Funktionären und 'Teilnehmern beim sonntägigen Slalom-Srädte-lauf Zagreb—Maribor für ihr aufopferungs volles Mitwirken den verbindlichsten Dank aus. : Perry—Wnes ein gutes Geschäft. Aach dem 23. Spiel des Engländers Fred Perry gegen Vines wurde bekanntgegeben, daß man den englischen Exweltmeister in Kürze gegen Big Tilden stellen wird. Wie es heißt, sollen Perry und der Amerikaner in fünf Spielen einander gegenübevstehen. Der erste Kampf ist für 24. März vorgesehen. Die bisherigen Einnahmen der Spiele zwischen Vines und Perry sollen sich auf rund 175.000 Dollar belaufen. Da das erste Spiel im Mad'son Square Garden 50.000 Dollar einbrachte, wurden bei den übrigen 22 Treffen immerhin noch 5700 Dollar pro Spiel vereinnahmt. : Cramm gerahmt Monte Carlo. In Monte Carlo wurde das internationale Tur ittcr beendet. Das Herreneinzel gewann Cramm nach hartem Kampfe gegen Boussus mit 6:2, 3:6, 6:2, 2:6, 6:3. Das Dameneinzel fiel an Frau Sperling, die den ersten Satz gegen Frau Machten mit 8:6 gewann, worauf die Französin infolge Erschöpfung te- i aufgab. Hughes-Buttler gewannen das Herrendoppel gegen Henkel-Metaxa mit 6:2, 3:6, 10:8, 7:9, 6:4. Mathieu-Sperling blieben im Damendoppel mit 6:3, 3:6, 6:3 gerinnen gegen Jedrzejowska-Jngram. : Perry gleicht aus. In der 24. Begegnung, d'e in Seattle stattfand, gewann Perry gegen Vines 6:3, 9:11, 6:4, so daß jeder der beiden Spieler zwölf Siege zu verzeichnen hat. "itdirung ausgenommen, zum Zent (Gehirn oder Rückenmark) geleitet fHediaitdstkes durchziehen und bis an Ge Haut rächen. Ein Reiz (Druck, Berührung, Kälte, Wörme) der Außenwelt wird von der Äerven- Zentralorgan und löst dort den Antrieb zu einer Bewegung aus. indem eine rückläufige Welle bis zum Mn?., kel geht. Man nennt diese Art der Nerven Bewegungsnerven. Außerdem führen Nt:« von zu allen Organen des Körpers, die auf den Ernährungszustand des Organs ciitwir-leit. Wird dieser Nerv beschädigt, so verkümmert der betreffende Körperteil und stellt seine Tätigkeit ein. Andere Nerven verengen die Blutgefäße. Da die Nerven fortwährenden Reizen- ausgesetzt sind, werden sie sehr in Anspruch genommen, sie erholen sich im Schlaf. Alle die besprochenen Nerven unterliegen dem Willen. Es gibt aber auch ein Nervensystem, das unbewußt arbeitet, das sogenannte sympathische Nervetrystem, das sowohl das Herz als auch die Cingervei- Amerikamjchk GntfetlungsSM Je strenger eine Diät ist. umso weniger de versorgt, hilft sie. Denn . . . sic wird nicht durchge- j d. Heiße Umschläge trocken und naß schnell kührt. Auch und gerade bei Fettsucht soll die] herzustellen. Wenn bei plötzlich aufiretenden magere Kost möglichst kein Hungergefühl her-! Schmerzen heiße llmschläge rasche «inde-vorrufen. soll genügend Kohlehydrate und rung bringen und eine gebogene Magen-Fett'enthalten. um die Bildung von Stoff-s und Leibwärmflasche nicht vorhanden ' ü> »vechselgiften zu vermeiden, und genügend dann empfiehlt cs sich, eine dor folgenden Mineralsalze und Vitamine, um keine Mangelerkrankung hervorzurufen. Diese Bedingungen erfüllt zum Beispiel folgende Kost, die nach den Erfahrungen der bekannten Mayo-Klinik vielen Opfern der Fettleibigkeit Gewichtsabnahmen von durchschnittlich einem Kilogrammm pro Woche, in einem Fall sogar von 21 Kilogramm in vier Monaten brachte: F r ü h st ü ck: Eine Tasse Tee oder schwarzer Kaffee mit Sacharin, ein Deziliter Milch, ein weiches Ei, ein Zwieback, danach eilt roher Apfel. Mittags: Keine Suppe, 100 g mageres. gekochtes Rindfleisch, Salz oder Kümmel, je nach Geschmack, aber ohne Fett, 200 Gramm rohes Gemüse'(als Salat). Zur Zubereitung kann Zitrone, Salz. Gewürz, Zwie fiel oder Knoblauch verwendet werden, aber kein Fett: Danach: schwarzer Kaffee.'Wasser. N c ch m itt a g s: Eine Tasse Tee ohne Milch, gesüßt mit Sacharin. Methoden in Anwendung zu bringen. Bei gebotener trockener Hitze zerstampft mau frisch gekochte Kartoffeln in heißer Schüssel trocken recht breiig, schlägt sie in ein Leintuch und legt sie auf die schmerzende Stelle. Ebenso wirksam ist zweitens ein trockener, heißer Umschlag von erhitzter Weizenkleie, die man in ein Tuch oder Säckchen schlägt und rasch durch neue erhitzte Füllung ergänzen kann. Ein dritter trockener heißer Umschlag ist rasch mit einem :n kochendem Wasser erhitzten passenden Emailtopfdeckel her-zustellen, der in ein Wischtuch geschlagen wird. Auch hier ist mit einem zweiten Deckel der Wechsel leicht vorzunehmea. Ein nasser heißer Umschlag dagegen kann aus passend zusammengelegtem weichem Tuch verfertigt werden, das man in einen Durchschlag über wallendes Wasser hängt und vor dem Auflegen ibprch Ausdrücken mit einem Holzlöffel von allzu großer Nässe befreit. d. Ein wohlschmeckendes und sehr wirksames Hustenmittel. Man beschaffe -'ich einen Abend: 75 g magerer Schinken ein . 3 «IrrfMtnh 10 n Nntwr -^Mn Rcttrg. ichneide oben eine etwa ,1,1- Ei 100 g grünes Gemüse und 10 g Butter, die wahlweise zum Rösten des Schinkens, des Eies oder des Gemüses verwendet werden können: Getränkt: wieder nur Wasser: d. Welchen Zweck haben dir Nerven? Vom Gehirn und vom Rückenmark gehen eine Menge Nerven aus, die den ganzen Körper Das untteiwiMge Bad oder die allzu scharf geschliffenen Schlittschuhe (The New-Yorker-M.) gerbiefe Scheibe ab, ohne den Rettig zu Ichälen, höhle dann oben in den geköpften Rettig ein gut daumentiefes Loch. Dann schneide man die untere Spitze ab und durchbohre dann den Rettig der Länge nach mit einer Stricknadel, einem Korkzieher oder dergleichen. Alsdann fetze man den Rettig mit der Spitze nach unten auf ein Gefäß, wie etwa Wasserglas, Kaffeetopf usw. In das oben vorhandene daumentiefe Loch stifte man kleine Stückchen von braunem Zuckerkandis und schließe nun das Ganze mit der zuvor abgeschnittenen Kuppe des Rettigs.Es wird nicht lange dauern, bis unten im Gefäß eine Flüssigkeit (Mischung von Rettig« fast und Zuckerkandis) sich angesammelt hat. Sobald der Kandis oben im Rettig sich aufgelöst hat, wird nachgefüllt und dies solange wiederholt, bis der Rettig allen Saft abgegeben hat und welk wird. Je nach Büchaffcn Heit des Rettigs kann man diesen tagelang Für die uns in so reichem Maße erwiesene Anteilnahme an dem schweren Verluste unseres unvergeßlichen Lieblings, sagen wir innigsten Dank. Insbesondere danken wir Hochw. P. Vaierian für die tiefempfundenen Abschiedsworte. Košaki, den 2. März 1937. Familien Klingberg-Kiffmann. Unsere herzensgute Mutter, Großmutter, Tante und Schwägerin, Frau Marianne ßurndorfer hat uns heute, Mittwoch, den 3. März nach einem Leben voll Arbeit und Mühe für immer verlassen. Das Leichenbegängnis der Unvergeßlichen findet Freitag, den 5. März um halb 17 Uhr von der städtischen Leichenhalle in Pobrežje aus statt. Die heil. Seelenmesse wird Samstag, den 6. März, um 7 Uhr früh, in der Pfarrkirche zu St. Magdalena gelesen werden. In tiefer Trauer die Familien Burndorfer und Birtič Maribor, Pristava, Zagreb, Dubrovnik, den 3. März 1937. 2151 verwenden. Es ist dies ein überaus billiges und gutes Mittel gegen den Husten, das von Erwachsenen und auch von den allerkleinsten Kindern (weil gutschmeckend) teelöffelweise beliebig oft genommen werden kann. Es hilft schnell und sicher. Hat man sich der guten Wirkung vergewissert, dann kann man die Flüssigkeit in luftdichte Flaschen verschlossen, lange ambewahren. B&tkmdmu b. Die Neue IZ, Illustrierte Zeitung. Preis für Einzelnummer 5 Din. Wieder eine Auslese von prachtvollen Aufnahmen und Fotoreportage aus dem aktuellen Leben und den letzten Ereignissen und Begebenheiten, einer Roman, und humoristischen Ecke usw. b. Umorne priče. Im Binoza-Verlag in Zagreb, Gunduličeva 18, erscheint in den nächsten Tagen das 3. Heft der gesammelten Wtrke des kroat. Schriftstellers A. G. Matos. b. Magazin Cinema. Märznummer. Preis 10 Din. Illustrierte Monatsschrift für Gesellschaft mit zahlreichen Abbildungen und prachtvollen Aufnahmen aus dem Leben und der Gesellschaft, Romanbeiträgen usw. b. Schießen auf Lawinen. Die neue »Woche« zeigt mit einzigartigen Aufnahmen wie zur Beseitigung der Lawinengefahr an der Bernina-Bahn in den Alpen riesige Schneemassen durch Minenwerfer gesprengt und zum Abstuiz gebracht werden. Weitere Bilder zeigen, wie in Portugal Tangfischer mit der dem Meere abgerungenen Beute ihre Äcker düngen, wie man in Japan Bier braut und was für ein hartes Leben argentinische Sträflinge auf einer Feuer landinsel führen müssen. Im anschließen den Unterhaltungsteil findet man außer der großen Novelle »Der grüne Wagen« von Otto Brües wieder viele aufschlußreiche Beiträge und neuen Gesprächsstoff: Theater-Anekdoten, Aufsätze über berühmte Sportfamilien, eine Würdigung Fraunhofers und vieles andere. Vermiete separ. möbl Zimmer sofort. Aleksandrova 11, Tür 12. 2136 Meinet Auzeiw Kleine Anzeigen kosten 50 Para pro Wort. In der Rubrik „Kon e-spondenz" 1 Dinar , Die Inseratensteuer (3 Dinar bis 40 Worte 7-50 Dinar für grössere Anzeigen) wird besonders berechnet / Die Mindesttaxe für eine kleine Anzeige t Urägt IO Dinar , Für die Zu-Sendung von chiffr. 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Also will ich mir die Zeit vertreiben und ein bißchen auf eigene Faust das Tohuwabohu, das der Wind zu machen geruhte, in einen schönen Kosmos verwandeln", tröstete sic si ch. ^ Sie holte die Leiter, die zum Gebrauch für die oberen Regale in einer Ecke stand, lehnte sie an die geschnitzte Tür, die sich an der dem Eingang gegenüberliegenden Seite befand — nrib holte — auf und ah kletternd — einen der ungeheuren Wälzer nach dem anderen herauf und ordnete sie notdürftig. Wenn Henry mich so sähe, dachte sie. verträumt lächelnd und nicht ohne Stolz auf ihre Leistungen. Sie hatte aber nicht beachtet, daß die Leiter ihren Halt auf dem glatten Fußboden nur dadurch gewann, daß sie gegen einen Haufen Folianten gestützt war — und daß, wie sie nun einen nach dem anderen von dem wirren .Haufen abtrug — der Halt des ziemlich schweren Gestells immer illusorischer wurde. Sie beobachtete in ihrem Eifer auch nicht, daß das Unwetter draußen längst zu einem schweren Gewitter geworden war und die Blitze vor den hohen Fenstern auf und ab zuckten wie unheimliche und' ruhelose Geister. Krachend attworieten die rollenden Don ner auf den huschenden 'Spuk. Unermüdlich schaffte sie. Als sie wieder einmal auf der Leiter stand — einen besonders . schweren Wälzer mit der linken Hand an ihre Brust pressend und ihn zugleich noch mit dem angedrückten Kinn ein bißchen haltend, indes die rechte Hand die Seitenstange des Gestells umklammerte, merkte sie, wie die hohe Leiter ins Rutschen geriet. Sie konnte nur noch, mit der Geistesgegenwart, die plötzliche Gefahr verleiht, in seitlichem Sprung sich einem ich.-:. - ;u. Aber/auch so tat sie sich ziemlich weh. Brigitte rieb sich — noch unter dem Eindruck des Schreckens — die brennenden Stellen, als ihr Blick unwillkürlich dahin fiel, wo das Holz-getäfel hätte sein müssen, aber nicht war. Ihre Schmerze» vergessend, stieß sie einen leichten Schrei aus. Das gechnitzte Holzwerl war verschwunden — eine dunkle Höhlung gähnte ihr entgegen. „Da soll doch gleich . . .", sagte sie vor Ueberraschung leise vor sich hin. „Nein — dies ist regelrechter Spuk." Was wird Henry sagen?, war ihr zweiter Gedanke — und sie wagte einen Schritt vorwärts. Es war allerdings kein Spuk, mit dem sie st auseinanderzusetzen batte, '»ndern eine geschickte Mechanik. Wo moderne Türen — lief auch diese Platte in kleinen Vertiefungen, gleichsam auf Schlittenkufen, derartig, daß sie sich dem Boden unter und der Decke oben lückenlos anpaßte. Hinter ihr aber lag ein schmaler, dunkler Raum — kaum ein Meter tief, aber die ganze Breite der Bibliothek einnehmend. Der Stoß der gleitenden Leiter hatte die Mechanik in Tätigkeit gefetzt, die Tür geöffnet. Gewiß eine Art Rumpelkammer. überlegte Brigitte. Höchstwahrschein lich wußten die nunmehrigen Besitzer von Monplasier nicht einmal um ihre Existenz. Nachdem Brigitte das überlegt und eingesehen hatte, lächelte sie über den nervösen Schreck, den ihr der Anblick der dunklen Höh lung zuerst eingejagt hatte, und sie machte einen Schritt in den Raum hinein. Er war vollkommen leer. Nichts Bemerkenswertes auch an den Wänden, außer, gerade gegenüber der Tür, ein Art Handgriff oder Klopfer, wie man ihn wohl an den Haustüren alter Bauernhäuser scheu kann: ein >n die Wand eingelassener Ring, der in einer großen Oese hing. Komisch, dachte Brigitte, und machte unbedenklich einen weiteren Schritt in .das schmale Gelaß hinein. Kaum aber hatte sie ihren Fuß auf e-ne der großen Steinplatten des Bodens gesetzt, als sie die Empfindung hatte, es gleite etwas unter ihr hinweg — sie wollte chauen, wandte sich um. Aber schon war es dunkel um sie — und sie merkte, wie sich die Tür, lautlos wie sie sich geöffnet, und zu schnell, als daß man sie 'hätte einhalten oder sich noch hindurch zwängen können, schloß. „Na nu!" sagte Brigitte laut, und suchte tastend nach der Mechanik, die doch irgendwie fühlbar sein mußte. Sie fand sie nicht. Dumm, dachte Brigitte — und langweilig. — Wer weiß, pb vorm Diner noch jemand in die Bibliothek kommt? Und es war höchstens halb sechs — eben. Es galt, gpduldig zu sein — anderthalb Stunden in diesem engen, langweiligen Loch warfen... I Sie lehnte sich an die Tür, verlor sich 111 Träume. Aber so angenehm diese an sich waren, es schien Brigitte, daß die Zeit um sein musst — und daß sie gut täte, sich bemerkbar 5_u machen. Sie klopfte mit der geballten Faust an die Wand. Nun aber belief sie ein heißer Schreck, der all ihr Denken einen Augenblick lähmte. Die Wand gab keinen Ton zurück-Sie war mit einem schalldämpfenden Stcff bekleidet. Mein Gott, dachte Brigitte, wenn u!<* mand von der Beschaffenheit der Tür etwas weiß — so wie ich bis vor kurzem nicht, davon wußte — dann kann ich womöglich t1'2 ganze liebe Nacht hier zubringen _ oder gar . . . Ihre Gedanken geboten sich selber Hall Die Dienstboten — vielleicht - d'e mach" ten hilflos nach ihr suchen; Henry aber würde wiederkommen — und Henry würde M-F tel und Wege finden, sie zu entdecken und 51J befreien. Und wenn es ihm — auch ihm — ttickst gelang? Alte Ammenmärchen und Schauergeschichten fielen ihr ein. Eine Braut in Florenz oder einer anderen italienichen Stabt, die sich aus Spielc-fei in einen Koffer versteckt, war verschwunden geblieben — bis sie nach, drei Jahrhunderten als Skelett bei einem Umbau de-Schlosses aufgefunden wurde. Ein junges Mädchen, das auf Burg Nü-derlahnstein bei Koblenz abgerutscht und verhungert war. Verhungert . . . Kalkes Grausen packte Brigitte. Wenn sie doch zum Lunch ein wenig besser gegessen hätte . . . (Forts, folgt.) Chefredakteur und für die Redaktion verantwortlich: Udo KASPER. — Druck der »Mariborska tiskarna« in Maribor. verantwortlich Direktor Stanko DETELA. — Beide wohnhaft in Maribor. — Für den Herausgeber u. den Druck