«ü»««, lMU ?„>» 0>n l-oo 70.1«»,ra,ng VO»W»»»»G » 0>V»,<«W>r, »k»vöGV»«i.< 196 k^lMltsg, Ä«n 2S. 1u» 1S20 » Kdo«M»«»li l« »)vrölö«v» >1.4 At»t,ol«n. mon»tl. 2Z Vin. »u»i«ll»n Z< 0!»,, ömvk k»O«t »»«»«. « VW. f0? ö« hdk»«^ « 0K>. t »A » MlMlirer Mmila 2600 Menschenopfer.in Italien Srauenftafte Äiffern über den Umfang der Bebenkataftrophe ^ Ämmer neue Hiobsnachrichten ^ Ganze GtSdie in Trümmern Die Krise des Variomen-tarismlls — ein weitpvilti» fches Vroblem ^ Auflösung ds« Reichstage», bis pav-lameirtartsche krts« w Deutschland, die pavlamentarlsch« i^tse in der ganzen Welt Äas sind nur einzelne Anzett^ oimr tiefen (i^schüttevung ^eisÄger, moralischer, virt'schaftSfozhaler und staatspolitischer Art. von der wir unS w der Nachkriegszeit noch nicht evholt Häven uyd wohl noch nicht so schnell erholt werden. Die lej^ten pölitischen Ereignisse in Deutschland passen auSgeizeich-net in den Rahm^ des Weltgesche^S. Es gibt nur wenige Länder, die von dem Gelp der Unruhe, und Unificherheit verschont yMteben find. Alle großen Vtaaten der Welt haben w mehr oder nvtnder starkem Matz unter der Last der größten Krise zu l^den, die die kultivierte Menschheit je er-levt hat. Der Parlamenwrismus in setner alten hergebrachten Form hat im Lauf« der letzten Achve Äne Rsihe.von schweren Niederlagen erlitten. Jmnier größer wird die Zahl der Staaten, die im Aeic^ der Diktatur stehen. Noch in diesen Vagen hat ew VeilmS, aber vultivierteS ?ok?, das evvaS «ibseitS von der ^hen Welt rMg lebte und fich fortentlÄckelte, daS parlamentarische Regime avheschüttet und einer Diktatmr dm W^ gebahnt: Finnland. DaS benachbarte noch kleinere E st l a n d ist auf dem besten Wege, dem Beispiel FiM-landS zu folgen. SS könnte sok-Rother-merr-Kampa^ innerhalb der konservativen Bavteii, der Kampf gegen Lloyd Veovge AdO. Rom, 34. Juli. Die Erdbebenkatastrophe, die Dienstag nachts Unteritalle« betreffe« hat, hat einen viel größeren UMfang angenommen, als die erften Meldungen durchblicken liehen. Da alle telegraphischkzz und telephonischen Ber-binbmigen unterbrochen find, sind sich die Behörden über den ganzen Umfang der Katastrophe «och immer Im Unklaren. GtSn-dtg treffe« neue Hiobsnachrichten ein, aus denen ersichtlich ist, daß das Erdbeben ungeheure Dimensionen angenommen hat. Die Zahl der TodeSopser, die gestern mit etwa Ivo angegeben wurde, hat sich nach neue» Meldungen inzwischen, bereits bedeutend erhöht und hat 1000 bereits lSngst Überschritten. Die meisten Toten gibt eS in de« im Mittelpunkt des Bebens gelegenen Orten Potenza, >«yiilona und Ariano. M-lein hier gibt es mehrere hundert Menschenopfer. Die Bevölkerung, die im erften Gchrek le« ans den Häusern ins Freie geslü«P«t ist, kampiert größ^tells auch w jenen Orten, die weniger iß Ikitleidenschaft gezogen wurden, im Freien. In einigen Orten, darunter auch Vtiidten mit mehreren tausend Einwohnern, ist fein Gtein auf dem anderen geblieben. Dort, »o noch vorgestern blühende Giedlnugen standen, sieht man Trümmer Hansen, aus denen hie und da Flaunnen emporzüngeln. Allenthalben hört man Detonationen, da Militär und Feuerwehr die vor dem Einsturz stehenden GebSude sprengen um weiteres Unglück zu verhüten. Wilde Panik hat die Bevölkerung bis ins Apen-«inengebirge ergriffen. Nach einer Meldung des amerikanischen Konsulats ist von den etwa 2lW Amerika, nern, die sich im Bebengebiet aufgehalten habe», niemand zu Schaan gekommen. Die Amerikaner und auch andere Tommergäste beginnen ItaNen sluchtartig zu verlassen und roenden sich an die dalm<'t^ni^che Ri-viera. » LM. Rom, 2^. Juli. Aui^r der Vtadt Melsi sind auch die Orte Lazedonia, Aqnilonia und Bisaechi vollständig zerstört. Im erstgenannten Orte sind 300 Tote und soo verletzte, im zweite» »00 Tote und K0V Verletzte uni! im letzten Orte S0 Tote und LV0 Verletzte zu beNagen. Die drei Siedlungen find buchstäblich dem Erdboden gleichgemacht. Ms Zentrum deS Be. benS wird die Gegend nördlich vom erloschenen Vulkan Bolturo (t8Z0 Meter hoch) angesehen. « TU. Rom, 84. Juli. Das Ministerium deS Innern veröffent. licht eine Liste von Opfern, di, das f«^eck- ilich I «Mti Ilorndeot» >lGk»G, ZM>Gd»el« ki>r?urI»iiG« Z>gG?I >D«IlDDHu» ZurEIiGv» 6 (Siehe zunächst Seite S.) e Beben gefordert hat. Nach amtlichen Mitteilungen beträgt die Zahl der Toten bisher 1758 und die der schwerer Verletzten 42S4. Nach privaten Mitteilungen hat jedoch die Zahl der Toten 2SV0 und die der Verwundeten «000 längst tiberschritten. ^ vom Beben am härtesten mitgenommenen Ortschasten gibt es nicht eine einzige Familie, die nicht mindestens ein Opfer zu beklagen hätte. Ein junger Akademiker, der nach Hause gekommen war, um sein Doktor- examen zu seiern, sand samt den Eltern den Tod im eingestürzten Hause. Einem Arzt wurden beide Kinder getötet. Zahlreiche Per sonen sind unter dem Eindruck ^r grauenhaften Verwüstungen irrsinnig geworden. Heute nachmittags wird ein Teil der O-pser des furchtbaren Bebens beigesetzt wer. den. Die Regierung hat beschlossen, alles Verbandzeug in den Apotheken und Drogerien zu beschlagnahmen und dasselbe in das Bebengebiet zu senden. Slnstimmlgkeit in Ginala GD«fliS«r Verlaus der Fio»kerenz — Seilte letzter Ver» ha»dl««gsla> Die Verhandlungen der Agrarexperten. Rumäniens, Jugoslawiens und Ungarns, die sich in Sinaia eingefunden haben, um Maßnahmen zur Linderung der Agrarkrise zu beraten, nehmen einen günstigen Ber. lauf, lleber den gestrigen, zweiten VerHand lungStag gab die Regierung ein lkommuni-quee heraus, in dem eS u. a. heiht: Die landwirtschastlichen Fachleute der drei Staaten kamen darin Überein, ihren Regierungen entsprechende Masinahmen vor zuschlagen, womit ein erfolgreicher Absatz der landwirtschaftlichen Produkte gewährleistet werden soll. Diese Maßnahmen sollen auch dem Völkerbund zugestellt werden, gleichzeitig mit den ausgesllllten Fragebogen hinsichtlich verschiedener wirtschaftlicher Fra gen. LM. Bukarest, S4. Jutt. In ihrer gestrigen Sitzung studierten die Experten der drei Staaten die sofortige Mög lichkeit der Erzielung günstiger Preise für die hauptsächlichsten Bodenprodukte. Sie einigten sich auf parallele Maßnahmen in allen drei Staaten, die allmählich zu einem Ausgleich der Preise und zu einem gleichmäßigen Borgeln bei der Warenaussuhr führen sollen. Es wurde auch der Beschluß gefaßt, im Spätherbst eine neue Konferenz abzuhalten, die i»en Erfolg dieser Maßnah. men prüfen und eventuelle weitere Schritte beschließen soll. ^ute wird die Sitzung fortgesetzt und die Redaktion der endgiltigen Vereinbarungen vorgenommen, worauf die Konferenz geschlossen wird. Börsenberichte Z ü r i ch, 24. Juli. Tevisen: Beograd 9.125, Parts 29.34 ein Achtel, London 2ö.03, Newyork 514.335, Mailand 26.95, Prag 15.255, Wien 72.71, Budapest 90.215, Berlin 12L.S5. L j u b l j a n a, 24. Juli. Devisen: Berlin 1346 50, Budapest 988.66, Zürich 10S5.90, Wien 796.32, London 274.31, New York 56.255, Paris 221.82, Prag 167.13, Trieft 295.38. Ein findiger Manager. Gälfte kommen mcht immer von selbst, sie müssen häufi.g Mich herangeholt werden. Auf einen ^ten Änsall ist der Zl)wnab a-uch die Tltern immer mit einer solchen Nachfeier einverstanden sind? An die V. X. Abonnenten! Wir ersuchen unsere P. T. Abonnenten, die Bezugsgeblihr, soweit sie noch nicht beglichen sein sollte, sobald als möglich anzuweisen. um in der Zustellung des BlatteS keine Unterbrechung eintreten zu lassen. Bei dieser Gelegenheit machen wir auch darauf aufmerksam, daß allen Säumigen, welche die Bezugsgebühr für die beiden letzten Monate noch nicht entrichtet haben, das Blatt eingestellt werden muß. Die Verwaltung d. „Mariborer geitung^. in der liberalen und lt »»on einer ganz besonderen Be- schaffenheit, da dort der Präsident eine Art Wa7)linonarch ist. Der mnerikantscht' Präsident ist sein eiigener Rogierunciscl^f. und da er «im Parlameitt ltber die si^re Mehrheit verfügt, die Mehrheit seiner eigenen Partei, braucht er kairm allzuqroße Rücksicht ie palitdsche Unsicherheit bemerkbar. Äni letzte deutsche Reichstag hat, besonders in der letzten Periode seiner Di-tigkeit, der Idee des Parlamentarismus leine guten Dienste geleistet. Es wäre jedcch falsch, die Urscu^ '!»afür ausschließlich im heimatlichen Boden zu suchen. Z^ifelsohne hat d«ie schwierige aus^npv'litvsche und wirtschaftliche LÄge des Reiches e^so zu der Krise des doutschen Parlamentarismus beigetragen wie gewisse Mängel des deutschen Parteisystems. Und doch ist die Krise des Parlamentarismus keine loka'le Erscheinung sie ist ein wÄtpoliti'scher Faktor mit weltpolitischen Voraalssetzungen. Es ist kein Trost für Deutschland und keine Entschuldigung, aber es iist vielleicht nützlich, in der Hitze 'des politisc^n Kampfes, ^r nunmehr vor den Neuwahlen mit neuer Kraft ent-brennen wird, an die weltumspcmnenden Zusammenhänge erinnert zu werden. Gchafflers Wettervorderfage für den Monat August 1930. Im großen und ganzm normaler Sommermonat, eüoas wenilger gewitterreich wie im Vormonat. In der evsbcn Hälfte anfänglich meist 'hei tcr, angenehm, nicht übermäßilg heiß. Um den 9. August vorübergehend Temperatur-ifatt. dann starkes Ansteigen der Temperatur. Höchsttemperatur des Monates Mischen dem 11. und 14. August. Um die Mitte des Monates engbegrenzte Gewitterherde. Die zweite .Hälfte des Monates ebenfalls sommerlich, im ganM jedoch in Oesterreich und «stanz Deutschland etwas kühler wie in der ersten Monatshalfte, mäßiger Niederschlag. Erst in den letzten Monatstaigen ist mit einer Ziunahme der Regenfälle zu rechnen. Flir den Monat September 1930. Nicht so günstig wie im Vorjahre. Erste Hälfte vielfach trüb, veränderlich, feucht, dann Besserung, Schönwetter, trocken und warm. In der 4. Woche Verschlechterung, doch nicht von langer Dauer. Zwischen und 23. Schömvetterlage. Um den 2S. September Gewitter, wahrscheinlich Sturul, mit starkem Tr»d«« Skandal >lt<«ka> auf d«« Mi»isterprilflde»i«a geplani? Die Untersuchung in der Angelegenheit des Attentats «uf den Unterstaatssekretär im Innenministerium AngeleSeu, dessen Befinden andauernd zufriedenstellend ist, wird energisch fortgesetzt. Es stellte sich heraus, daß der Attentäter Beza kein Student, sondern Redakteur des extrenlna-tionalistischen „Epoca" ist und als überspannter Mensch gilt. Der bisherige Lauf der Untersuchung hat jetzt eine unerwartete Wendung erhalten. In der Wohnung des Attentäters Beza in Bukarest wurde eine Hausdurchsuchung zur Feststellung, ob Verbindungen des Attentäters mit anderen Personen oder Organisationen bestehen, durchgeführt. Die HauS durchsuchung erbrachte kein belastendes Material. Man fand in der Wohnung große Stöße von Flugblättern der Organisation „Eiserne Hand", die unter der Leitung deS bekanniten Antisemiten Godreanu steht. Beza gab bei seinem Vethör die W-tungsabstcht zu und erklärte, die Tat begangen zu haben, um den mazedonischen Kolonisten, für das Unrecht, das ihnen durch das neue Koloniistengesetz zugefügt werde, Genugtuung zu verschaffen. Im Zusammenhang nrit dem Attentat ist es interessant, daß vor einigen Tagen eine Abordnung von Mazedoniern um eine Audienz beim Ministerpräsidenten M a niu angesucht hatte. Nach dem Bekanntwerden des Attentats begab sich der Kabinett^direk-tor des Ministerpräsidenten Maniu zur Staatsanwaltsc!^ft, um Feststellungen zu machen. Es ergab sich, daß der Kabinettsdirektor den Attentäter Beza als den Mann bezeichnete, der um eine Audienz bei Maniu angesucht hatte. Mittwoch mittag erschien der Untersu- B u k a r e st, 24. Juli. chungsrichter des Jnnemninlfteriums und verlangte um eine Unterrodung mit dem Kabinettsches des Innenministers. ES wurde ihm jedoch mitgeteilt, daß der Kabinettschef seit einigen TgrÄ> ein Zeileis-Hnlstitut. ES hatte gewalti^n Zustrom. Täglich ^vlurden 200 bis 300 Patienten behandelt, welche für den Verbrauch des elektriischen Stromes 24 Dinar zu entrichten hatten. Die Aerzte protestierten gegen das Institut und verlal^en dessen Sperrung Gleichzeitig verlangten sie von der Wiener medizimsc!^ Fakultät, daß sie dem Dr. Radkovani das von ihr verliehene Diplom entziehe. Dienstag erschien Poli^i im ZeileiS-Jnstitut und in Amveseniheit von etwa 100 Patienten wurde eine V^ügung verlesen, wonach die weitere Tätvg^eit des Institutes velzboten wird. Die Patienten pro testierten entrüstet gegen diese Verfügung. Das JnsMut wurde von der Poli^ gesperrt und die ZeiloiS-Apparate beschlagnahmt. Ämaadranguno der Snbianer In London trafen drei indianische Häupt linge aus dem Gebiet des OntarioseeS in Kanada ein. Vie giHören zum Irokesen-stamme, der nur noch 4ü00 Köpfe zM. Vor 1Ü0 Jahren, als der engttsch^ranzöfische Krieg in Nordamerika ausbrach, schlugen sich die Jrotesen auf Englands Äite erhielten dafür von der englischen Krone gewisse Priv^gien Der damalige englische König Georg der Dritte überließ den ^^okesen bedeutende Erd- und Wald^lächen im Ontariv-Gelbiete und stellte ihnen auch einen bedeutenden Geüdflmd als Geschenk zur verfidgung. Nun parzellierte dt« kanadische Regierung daS Jrokesentervain und verkmrfie eS an Spekulanten. Den Geldfond nalhm die Regie-wng KanaldaS in eigene Verwaltung und die Jro^fen haben davon keinen Nutzen. Da Beschwerden in Ottawa, der Hauptstadt Kanadas, evgeibniSloS M«l^, vevanstÄte-ten die I^lesen ine Kollekte und ent^ndten drei Vertreter Wer das grohe Waffn nach London, um vor den Gtrifen des britiischen Thrones ihre Kla>gje vorzubriurgen. In einer Sitzung des englischen Unter^seS berichteten die drei HSuptliinge Über das AiÄ ihrer Rei^ und legt^ Ä>kument« vor, die ihre Rechte bestätigen. Auf die enMch« OeffentZiichkeit machte die Tatsache gwhim Gtv^ck. daß die Irokesen das königliche SchveiHen vom Jahre 1709 sorgfüMg und pietütvoll aufbewahrt haben. Die ganze Angelegenheit hat «inen rein Uononvischm Hintergrund. Das ehe«, malige verwüstete vntartogebiet verwandelt sich schnell zu einer Anidvstrivgegenid, und die JndiamvwigwamS mllfsm FlÄvikSschlo-ten Platz machen. Togen die Invasion der modernen Welt Äiiil^n die Jvot^en und suchen verAweiselt gufliucht in Loni^. Ob sie damit den Gang der Aett werden aus^ halten können, ist zweifelhaft. Der D«ft der Städte Der amevikantsche UnivevsttUKPwfeffo« G. S., der soeben et« Welitvetse be«ü»et hat, schildert nicht etwa die GtndvlUke, delitM»i««e. laU« 19 nlöglich. Schlüter warf dön Nest fort. „Es ist nichts mehr KU erkennen; aber in dcr Tat kann die Asche erst wenige Tage alt sein. Daß Herr Wehn Papiere verbrann te, ist erwiesen, was es war, ist nicht mehr AU ermitteln." Es entging iHm nicht, daß Wehn erleiich-tert aufatmete. „Also,- telegraphieren wir an GiHson; ich werde auch noch einmal die Nachforschungen nach ZkiTüger allen Behörden an das S^rz legen. Ich habe übrigens nun endlich eine Photographie von ihm erhalten und vervielfält'igen lassen. Sie geht heute in vielen Ex:m^laren auch in das Ausland. Ich werde sie überall in d-en Zeitungen ver-öffentlichen lassen. Möglicherweise bringt uns das ans eine Spur, wenn er sich unter falschem Namen verborgen hält. wa5 wohl anzstmehmen ist. Ich habe auch meinem Obevw-f.chtMeister Schreiber bgauftragt, genaue Erknndigungoil über Krügers Privatleben einzuziehen. Ich hoffe auch daß wir Mischek ibüld haben werden. Er soll an der polnischen Gren.^ gesehen worden seii:. Guoen^im stand auf. „Dann könnten wir also jetzt nichts weiter tun?" „Ich wüßte nicht. Halt, ich möchte mir noch das Zimmer ansehen, in dem Sie geschlafen haben." Wieder erschrak Fritz. War et^wa noch irgendeine Spur von Jlka dort zu sehen, die der Kommissar entdeckte? Das war ja das einzige, was er noch verschwiege:» hatte. Das Bett war lä-ngst wieder gemacht; der Kommissar sah sich flüchtig um. „Sonderbar, !«ß jemand im Laden gewesen, Licht gemacht und wohl gar ge-spvoc^ hat, und Sie haben es nicht bemerkt." „Ich kann es ja auch nicht fassen." Schlüter betrachtete noch die Dur, und ließ es sich zeigen, wie das Schloß gewesen war, dann verabschiedete er sich und winkle ein Auto. Einen Augenblick blieb Gugenheim noch im Laden. „Sagen Sie vorläufig dem Vater nichts. Leben Sie wohl. Fritz, und wir wollen das beste hoffen." „Herr Kommerzienrat!" Gugenheim erlabte, daß er seine Hand fa^te, dmm fu)r -r d^on. Fritz blieb allein. Er war innerlich überzeugt, daß er es nicht getvesen war, er konnte sich nicht erklären, wie es war, aber er klammerte sich an Krügers Sl^ld. Er selbst hatte ja einen Beweis, den er niemand sag^ konnte. Diese Tat gab ja allein eine ErÜlärung von ^üigvrS Flucht. Die andere Unterschlagung, wegen der er verfolgt wurde, hatte er nicht begangen, das wußte nur Fritz Wehn; auch sonst mußte er Mnge ge-sür^et hai^n, die nicht bsswnden, denn auf der Behörde war ja von ««iner anderen Sache, die gegen ihn schwebte, offenbar nichts bekannt. Warum also war er geflohen? Wegen der zweihunderttausend Mark? Irgendein Zufall hatte sie ihm in die Hä:^ gespielt'. Fritz Wehn wurde trotz allen Elends bei diesem Gedanken leichter. Er milderte zum wenigsten seine Schuld an Krüger! Er schloß das Geschäft und ging in die Wohnung. Nun mußte er sich wieder zu-sammenehmen, um dem Bater von seinen Sorgen nichts ^zu verraten. Noch am Abend rief ihn ein Bote abermals AU Gugenhviin. Er fand den Kommerzienrat in Gesellschaft des Kommlissms. „Gibson hat telegraphiert." Ein freudiger Schimmer huschte über sein vergrämtes ^cht. „Nun? Weiß er die Adresse?" „Leider nicht." Er wurt« wieder trauri«. Cchilütvr ließ keinen Augenblick sein Geficht auS den Augen. ^ »Aber eine andere, sehr interessant« Nach^ Vicht. HSren Siel^" Schlüter las mit strenger Stimm« lolut vor: „Alugeniblickttche Adresse tAchkiS nicht te» kamrt. War vor ekii^il bei mir« Sagte mir, daß er das Geld Fritz Wchn junior in der Nacht vor se'mer WM« im Bureau perfSnkich übergeben halbe." „Das ist eine Lü^l* Fritz schrie auf. „Hm Wehn, ich vate Ihnen, legen Hh« ein offenes Geständnis aS." „Es ist eine ÄZye! Hören Si« nicht, es ijt ein« erbärMche Ich habe Olchkt in jener Nacht nlicht gesehen." „Aber Herr Wehn!" „Ich kann beweisen, Haß eS eine Lüge „Beweism?^ Wtz erschvak. Wie hatte er sich hinreißm lassen. Frelilich, er formte eS bsw^se«, er brauchte ja mm MU sagen, daß Jllka Senden in jener Nacht bei war. Sie Hütte eS wissen müssen, wenn er Oletzki gesprochp». Der Kommissar wiederholte. „Wie also ist der Beweis? Waren Ve vielleicht niicht allein in jener ?kacht?" Ein glühendes Rot flog >'!><".' seine Aüg«, dann machte eS wiieder einer sahlen Blässe Platz. Das konnte er nicht wagen am wenigsten in Gugenheims Gegenwart. Natürlich war ich allein." Vrettag, v«? SV. IM 10S0 »MarlVorer Nummer l9S. terDbmy, da» h«ttge Lmingrab, nach H«« Liendem Holz, un>d von Berlin hat er den Gtndvuck, als würden dort verschiedene Gerüche mimmeriert miid mrder Polizei-ovdnlung gestellt. M4t dem Geruch von StMen unid Land fchaften haben sich «uch ändere Tchrlftsteller d^chSfttgt. So behauptet« Max Nordau, der verstorbene deutsch'svanzbfische Schriftsteller, ^ ein guter Aimner LottdonS zu sein vorgab, daß er dort üibevall den Viergeruch angetroffen hoibe. Nur Bevmondsey (eine Borstadt von London> hatte e!nen sPezieSen LohgerV^n^duft, während Totten-ham Court Road (eine grohe Strohe in London) unter einem W^tauch von Pa-mes unid Mxed piÄles li^. Der am«vikani>lche Professor meint, dah durch das Erscheii^ der Automobile all« großen Städte einen fllotchen Geruch von Benzin und Beni^ol bekommen hätten, g«« gen den die menschliche Nase aber se)r tl^vant gevovden sei.' Tin Schuh Tau ^ Eologne genügt Ä» Gegemnahmchme. Woll te ntan dagegen damit ^n ganzes Tebände oder einen ^zirk befprihen, so Wür>de daS SlweifelloS eine Revolution hervorrufen. Mradams Opfer Gine Frau «im H a a g ermordete in einem Ai^all von religiösem Wahnsinn ihre siebenjährig« Adoptivtochter. DaS kleine Müd<^n EN« wuvde vor S Jahren von d«m Haager GchlachchauStnfpÄtor adoptiert, dessen lOjährige Ehe kinderlos blieb. Das K>tnd wur^ von der Adoptivmutter sshr geliebt . vor einigen Tagen, als der Inspektor zu seiner Arbeit ging, las die Frau lange in der Bwel. Die Ueine'Vll'i« schlief ruhig. Dann ging die Frau w diie Küche, holte eine Axt und erschlug das schlafende Mnd. Nach vollbrachter Tat meldete sich die Fra^ bei dem nächsten Polizeirevier und erklärte, fie hätte Oott tm Tvaum gesehen, der ihr befohlen habe, das Kind zu tvten. ^Du sollst tun. wie der Erzvater Abraham. Ich befahl ihm, seinen Sohn Isaak l^r als Opfer zu bringen. Auch du sollst dein Kind opfern " Sie dachte zwar, daß Gott sie im letzten Augenblick hindern Würde, das Opfer zu bringen. Da eS aber.iricht der Fall war, mußte sie die Weisung Gottes vollbringen. ?lls der Wdoptivvater von der schveMic^n Tat erfuhr, erlitt er einen Nervenzusammenbruch und wurde in eine Nervenklinik gebracht. Der Mann mN starken Nerven Ein eigenartiges Ereignis passierte jüngst tn Newyork Auf dem Dache eineS 70 Meter hohen Wolkenkratzers mußten Repara-turarb^ten ausgeführt werden. Unter an-devm wurden einbge neue Platten gelegt. Diese Arbeit wurde von einem IWHrigen Arbeiter, Mbert P i e t r i e, bewerkstelligt. Die nötigen SächerheitSmaßnahnren am Dachnmde wurden vom Haußinhaber nicht getroffen und so geschah es. daß Pie-tri«, d^r sein Gleil^iÄcht pli>tzlich verlo-ren hatte, von der schwindelnden HSHe her-unterstlirzte. Der Werkmeister, der zusa n« men mit Pietrie sich auf dem Dache ve^nnd, rannte rasch herunter, da er voller Entsetzen glaubte, daß er nur die entstellte Leiche seine? GePVfen am Bvden finden würde. Groß war aber sein Erstaunen, als er den jungen Pietrie, von einer großen Menschenmenge nmqeben wohlbehalten und unbeschädi^st im Hose erblickte. Pietrie wurde wie durch ein Wunder gerettet. Belm Sturze geriet er mit seinen Kleidern in ei-n Atttennennetz. welches vor dem Fenst^ einer Wohnung im 18. Stockwerk befi^igt war. Die Hausbewohner be-freiten ihn aus dem Drahtnetz, indem sie ilhn durch das Fenster in die Wohnung vor« sichtig hineinzogen. Pietrie strengte sofort gegen den Hausinhaber eine ^lage vor dem Gerichte an und verlangte 1K0.000 Dollar Schadenersatz. Bei der Gerichtsverhandlung berichtete Pietrie über seine schrecklichen Erlebnisse während der wenigen Sekun^n seines Stur zeS Er sei bei vollem Bewußtsein geblieben, sah vor seinem geistigen Auge seine armen Eltern weinend um sein (^rab stehen und legte sich davon Rechenschaft ab. daß <'r !n einigen Sekunden als verunstaltete Flelisch-unid Rllttnmsse am Steinboden liegen wlir-de. Der Rickiter erklärte in der Urteil-;-begründlmg, daß e« in diesmn Fall nicht auf den körperlichen Schaden, sondern auf Eine ganze Stadt ein Xrllmmerhaufen Die NaNenlsche Bebenkataftrophe — Mehr als 200 Tote — Srauendafte Der- Wüstungen Vle «a« «» wi bis zur Stand« «in« gelangten Berichten ersehen kann, ist daS «rdbebe» w Tübitalien dt« größte Katastrophe, die Italien seit Messina betroffen hat. Die Zahl der Opfer ist bisher noch immer «icht festzuftele«. Die ttaltknifchen VlÜtt«e scheinen über höheren Auftrag reserviert t« sein. Räch Prioatmeldungen soll jedoch die gahl der Taten 20V, nach anderen Meldvngen sogar 400 überschritten haben. Wie der Direktor des Besuv-Observato-rimns mitteilt, handelt e» sich um ein z « k-tonischas Beben, das zweiseiloS im Zusammenhang mit einem neuerlii^n Ausbruch desVesuv steht. Die Ausläufer deS Veb^ «urdeu in Tarent verspürt, wo e« uach der Skala den vierten Grad erreichte. Im Zentrum des Bebe«» erreichte es den achten, ja selbst den neunten Grad. In alen detrossenen Orten wurde die Bevölkerung aus dem Schlafe geweckt, sprang aus den Betten und versuchte sich zu retten. Die Häuser wiesen gefährlii^ Sprlin ge aus, zahlreiche Bauten sind eingestürzt. Ja das unterirdische Rollen mischte sich das krachen der einstürzenden Balken und daS Wehegeschrei der Verunglückten. Der OrtMelfi in der Basilikata, der lL.V0V Einwohner z« lt, ist vollkommen zerstört. Z^rt sollen allein 150 bis 200 T 0 t e sein. In N e a p e l bez^n- ueu die Airchenglocken von selbst zu läuten. Besonders die Bororte Capo di Monte und Fuori Grotta haben sehr schwer gelitten. Zahlreiche Gebäude sind dort eingestürzt. Im Armenviertel sind soviele Häuser eingestürzt, daß mit einem N i e-derreißen des ganzen Viertels zu rechnen ist. Der P a l a z z 0 M a d a-n e ist ein Trümmerhausen, die Cas a-nova-Brücke ist eingestürzt. Ueberall wüten B r ä « d e. Im Stadt, teil B 0 mer 0 sind 31 Häus« dem Erd» boden gleichgemacht. Die vor Schreck halb wahnsinnige Bevölkerung erlitt durch die Berührung mit den überall herabhängenden Drahtleitungen schwere Brandwunden. llnunterbrocheu wird an der Bergung von Toten und Verletzten gearbeitet. Das gesamte Militär ist ausgeboten und durchzieht die gefährdeten Gebiete, wobei die dem Einsturz drohenden Objekte geriet werden. Die offiziellen Berichte schreiben, daß die größten Schäden in P 0 t e n z a zu ver, zeichnen sind. lZbenso haben auch die Orte Barile undRipa Candida stark gelitten. Rin 0 ner 0 meldet 11 Tote und 50 Verwundete, Ariano Jrpi-n 0 hat 10 Tote, Bonalbergo 7 Tote. Fast alle kleineren Gemeinden in die« ser Gegend ^haben bisher bis zu 10 Tote u. zahllose verwundete gemeldet. Die Höhe des angerichtete^ Schade«Sist ebenso, wie die Zahl der Opser nicht zu ermesien, und es wird Tage dauern, bis genaue Daten erhältlich sind. Besonders grauenhaft sind die Meldungen aus der Stadt M e l s i. Am Morgen nach dem Erdbeben stand kein HauS mehr am Platze. Die Bevölkerung war in wahnsinnigem Sl!^eck«n aus den Häusern geflohen, zwischen den stürzenden Balken durch. Aus allen Gassen klangen furchtbare Schreie und das Stöhnen der BersMtte-ten. Die Leute waren alle nur n 0 tdÜrf tig bekleidet, zumeist hatten sie sich nur in ihrer Nachtkleidung gerettet. Unter den Trümmern liegt der gesamte Hausrat begraben. Freiwillige Retter und Militär sind mit der B e r g u n g der Tote» und Verwundeten beschäftigt. Frauen und Männer graben schreiend und wehNagend in den Trümmern ihrer Häuser nach den getöteten und vermißten Angehörigen. Kleine ltinder irren weinend herum. Aus den Trümmern züngeln Flammen, da an zahlreichen Stellen durch Kurzschlüsse der elektrischen Leitung Brände entstanden sind. Zahlreiches Vieh ist mtf diese Weise verbrannt. Auch Menschenleben sollen dabei zu beklagen sein. Die endgiiltige Zahl der Opfer von Melfi kann erst nach Beendigung der Ausräumungsarbelten festgestellt werden. Der Brückeneinsturz in Koblenz Bisher ZG Leiche« gel»«g«n - Ursache t «ngltichitcher Ziisall SchreikensKenen Ueber die Ursachen der furchtbaren E'.n« sturzkatastrophe in Koblenz liegen se^t genauere Daten vor. Um den Zustrom der Massen zu den Wstlichkeiten zu erleichtern, wurde auch eine >auf Schwimmkörpern ruhende Notbrücke in Verwendung genom« men. Die Briicke ruhte auf Stüi^n, die sich mit dem Wasserstand hoben und senkten. Als nun die Brücke mit mehr als hundert Menschen belastet war, scheinen die beiden Enden von den Widerlagern herausgerissen und abgerutscht zu sein. Die Brücke rutschte mit ungeheurer Geschwindigkeit durch ihre eigene Schwere und die Belastung von mehr als hundert Menschen, die sich auf ihr befanden, in die Tiefe und verschwand in der Mosel. Bis Mittwoch mittag wurden 36 Leick)en geborgen. Die Zöglinge eines Mädck^enpcn» sionatS, die sich auf der Briicke befanden, wurden allesamt in die Tiefe gerissen. Un« beschreibliche Szenen spielten sich an den U« fern ab. Unter den Toten befinden sich Männer, 18 Frauen und Mädchen sowie l Kinder. Die Toten weisen durch die einstürzenden Brückenbalken zumeist schwere Verletzungen auf. Fast alle auf der Brücke befindlichen Personen sind mehr oder weniger verletzt.worden. In wenigen Minuten hat sich eine ganze Reihe voll entsctzliclM Einzelschicksalen ab' gespielt. Unter anderen sind Bater und Mut ter mit zwei siIndern ertrunken. Tin C'he« mann sti'irzte mit seiner Frau ulid einem kleinen Kind ins Wasser. CS gelang ihm sofort das Uind zu retten und schwimmend das Ufer zn erreichen. Dann stürzte er sich von neuem inZ Wasser, um seine Frau zu retten. Er kam auch mit einer Frau ans User, mußte aber zu seinen: <5ntsetzen feststellen, daß er eine Fremde gerettet hatte. Bei dem zweiten Versuch, seine Frau zu finden, ist er ertrunken. Zum l^^luck ist die Zahl der Toten in den ersten Meldungen zu hoch angegeben gewesen. Man nimmt an, daß sich ausser den bereits geborgenen Opfern nnr mehr 5 bis li Leichen unter den Trümmern im Scs-lamm befinden. An ihrer Bergung wird weiter gearbeitet. Es wurde einwandsrei festg^'stellt, das; es sich um einen unglücklichen Zufall handelte. Tie Brücke wies in normalen Zeiten fast gar keinen Verkehr auf. Budget SchwIerlgkeNtn in aller Zelt Eine iseilgemShe K»ri»siiSien>omml«ng Im alten England bedeutete das Wort „Budget" die große schweinslederne Tasche, in der die Finanzminister des „merry old England" die Staatsrechnungen aufzubewahren pslegten, um sie zu gegebener Zeit einem erschrockenen oder zufriedenen Parlament vorzulegen. Wenn es zuviel waren, dann ma6)tc man dem Schatzmeister ernste Borhaltungen und ermahnte ihn, im kiwf-tigen Johre sparsamer zu wirtschaften. Der Schatzkanzler verbeugte sich dann und versprach Besserung. Was ist feit jenen guten alten Zeiten alles aus dem guten alten Bud get geworden! Dabei ging es auch schon zu jenen Zeiten, als man im alten feudalen Europa da? den seelrjckien Schlag ankomme, den der junge Mann erlitten hatte. Ein Mann mit wenigster starken Nerven ivüre zweifellos da t>el lvabr^innig ge>r>orden. Ein Schideu-ersah im Betrage von NO.lXX) Dollar ^nirde Pietrie zugebilli'gt und so wurde er zu einem reickien Mann. Budget noch durchaus nicht Budget nannte, sondern eS iwch vielerorts sür eine fürstliche Privatangelegenheit hielt, bei der Budgetabfassung durchaus nicht friedlich und freundlich zu. Nicht nur die sileinstaaten, sondern auch die europäischen Großmächte im letzteit Jahrhundert und fti'lher vor der Revolution, waren in cwiqen und oft un-li^Slichen Budgetschwierigkeiten befangen u. das Budget bat, läilgst bevor man ihm diesen Namen ossizieN gab, manche Krone gestürzt und viel, viel Elend verursacht. Die kleinen Herrscher Europas Iialsen sich in Finanzschwierigkeiteu aus zweierlei Mise. Wenn kein Geld mehr da war, dann wurde ein beri'chmter Alchimist eingeladen, ettvas Gold zu fabrizieren oder aber es wurde, eine ultima ratio, zu der damals bedenkenlos gegriffen wurde, die Münze verschlechtert. Einer der berühnitesten und be-rüchtic^sten Finanzminister dieser Zeit, der Jude Süß O p p e n h e i m e r, der ge-lx'ime Finanzrat deS .^rzogS von Württem berg, hat in nei'.ester Zeit diirch den Ronmn Lion Feuchl wangers und andere Verösfentlichungen eine wahre ReMisianee erlebt. Fn Stuttgarter Museen kann man noch heute die berühmten Bilanzen und Budgets dieses geschickten Mannes sehen, und wenn man speziell die schlauen und ein leuchtenden Begriirrdungen liest, mit welchen Süf; seine neuen Steuern dem kleinen Mann plausibel zu machen verstand, dann füllt ein Vergleich mit modernen Finanzministern durchaus zugunsten dieses alten Filous aus. Wer kennt schließlich auch nicht die Art, wie sich der Herzog von Orleans, Regent von Frankreich, auS seinen Budget-schwierigkeiten zu retten suchte? Er verschrieb sich und das Heil des Landes denZ schottischen Abenteurer John Law, dessen Mississippigesellschaft zuerst das ganze wohlhabende Frankreich hypirotiiierte, bis dann 17Sl) der unvermeidliche Krach kam, der Zehntausende ruinierte. Die franzö^sische Staatsschuld war zwar durch diese und ähnliche M-anipulationen auf über die Hälfte reduziert worden, aber auf Kosten der Verarmung weiter Volkskreise. Das Frankreich der letzten drei Ludwigs ist überhaupt eine ununterbrochene Kette von Budgetschwierigkciten. Es war die Tragik gerade des letzten Königs, daß er eine ganze Anzahl von tüchtigen Finanzministern hatte, unter anderem N e ck e r, daß er aber nicht die (Geduld besaß, auch nur eine einzige der dringend nötigen Reformen durchzuführen, die jene in Vorschlag brachten. Es bietet sich manche Parallele zu heute. Das Defizit deS gegemoärtigen Jahres wurde zum Teil schon mit den Ein^nften des folgenden ausgeglichen, aber Frankreich war durch diese jahrhundertelange Mißwirtschaft schon viel zu arm geworden, um auch nur einen Teil der zum Nusgleick) nötigen Steuerlasten tragen zu kiinnen. UebrigenS, Notopfer — eS hat schon Not-opser gegeben, die den Rahmen de? von M 0 ldenhaner geforderten nieit ü-lx'rschritten, und da? ist noch gar nicht so lange her. Ter spanische Finanzminlster S a l a v e r r i a sah im Jahre l87tt keine andere Möglichkeit mehr, den zerrütteten spanischen Finanzen zu helfen, als die sfriegSsteuer auch im Frieden weiter beizu-bebaiten nnd einen allgemeinen Gehaltsabzug von zu machen. Man bedenke: sünfundzn^anzig Prozent! Aber das Wnn-derbare an diesem gri!>s;ten Notopfer, das die neueste Geschichte kennt, ist die Tatsache, daß es fast widerspruchslos durchging. Spanien war damals in einer absoluten Lethar« gie befangen, bedingt durch die wechselvollen inneren Wirren und die Mißwirtschaft der staatlichen Organe. ?lls es nun ein Fl-nanzminister wagte, dem Volke klaren ?^^in einzuschenken und zu sagen, nur durch Opfer dieser Größe sei dem Staate zu helfen, do Mmmer 8en 95. Aul! lS30 sagte das Volk ja Anb Amen und bewilligte alles, was jener verlangte. Sechs Jahre früher waren von einem an» deren spanischen Finanzmtnister, A r d a n-n e A, noch viel extremere Maßnahmen zur Stabilisierung des Budgets vorgeschlagen worden. Das Defizit im spanischen Mdget betrug damals die Kleinigkit von 82 Millionen. Um es zu vermindern, schlug Ardan nez vor, einige der entlegensten spanischen Kolonien an England zu Oerkaufen, eine ollgemeine Vermögensabgabe, «die bei reichen Leuten fast bis zu 40 Prozent gehen sollte, und eine Besteuerung der Festbesoldeten in Höhe von 30 Prozent. Die Angestellten Spaniens sollten also ein" volles Drittel ihres Gehaltes an den Staat abliefern. Das ging denn doch ein bißchen zu «Veit, und aus der vorgeschlagenen Reform wurde nichts. Es soll nicht verschwiegen werden, daß einige der heute reichsten Länder Europas noch vor gar nicht langer Zeit in noch viel schlimmerer Lage waren. Aber, — wie halsen sie sich! Da ist z. B. S ch w e d e n, das das Wort Budgetschwierigkeiten nur noch vom Hörensagen kennt. Wie lange ist es her, daß Schweden aus den Budgetschwierigkeiten gar nicht mehr herauskam? Kwappe sechzig Jahre. Im Jahre 1871 legte die damalige Regierung dem schwedischen Reichstag eine umfangreiche Vorlage über die Einführung der allgemeinen Wehrpflicht mittels einer sogenannte Waffensteuer vor, die eine einmalige Ausgabe von 17 Millionen Talern erfordert hätte. Da aber das Budget sowieso schon ein Loch von 5 Millionen aufwies, wurden die neuen Militärgesetze glatt abgelehnt. Und so erging es ihnen eine ganze Reihe vo^ Jahren, als sie wiedermn vorgelegt wurden. Um das Loch in den schwedischen Finanzen zu stopfen, ging man äußerst radikal vor. Als der neue schwedische .^^önig im Jahre 1873 die Mittel für seine Krönung forderte, antwortete ihm der Reichstag damit, daß er es nicht nur ablehnt, auch nur einen Pfennig für die Krönung beizusteuern, sondern ihm auch, weil man ja so hübsch beisanvmensaß, gleich noch 100.000 Mark von der ohnehin sehr spärlichen Zivillisbe strich. Kein Protest hals: der .^önig mußte seine Krönung aus eigener Tasche bezahlen. Es wurde dem König bedeutet, das; die ungünstigen wirtschaftlichen Verhältnisse zu strenger Sparsamkeit zwängen, und daß die Krönung an und für sich entbehrlich sei. Eine Krönung sei veraltet, bedeutete man dem sehr aus seinen Illusionen gerissenen jungen König. Das Budget wurde -erst um die Jahrhundertwende in Ordnung gebracht. Ilm Jahre 1877 befand sich der eidgenössische Haushalt in einer schweren iisrise, die durch die Riesenkosten des Sim-plontunnelbaus bedingt war. Auch hier wur den in erster Linie die Heeresausqaben ra-?>ikal zusammengestrichen. Die glückliche Insel. Tristan i>a C u n a heißt eine einsame Insel im südlichen Teil des Atlantischen Ozeans. Der engliilsche Missionar Philipp La inde y ist nach dveijäihrigem Aufenthalt auf dieser Insel in Buenos Aires eingetroffen und nannte im Gespräch mit dor-tligen Joiurna^sten diese fleine verlorene Juisel er englischen Wache Napoleons angehör te. ^ chm gesellten sich eini.ge schiffbrüchige Matrose,, M a r i b o r, 24. Juli. WagkalNge Flucht eines SMings Im »vr Pr«ger»»» a«s »em s«hre«de« Z»> g«- spr»«g«n Einen schier unglaMich waghalsigen Fluchtversuch untermchm am vergangenen^ Dienstag während der Eskortierung in die Strafanstalt nach Maribor ider vom Landesgericht in Ljubljana mit fünf Jahren schweren K^ers bestrafte Einbreche» und Dieb Josef P e t r i L aus Unterkrain. Pe-triö, der ein« ganze Reihe von frechen Dieb stühlen und Einbrüchen am Geissen hat, wurde gemeinsam mit noch drei anderen Hä'ftlingen von einer Gendarmerieipatrouil-le nach Maribor eskortiert. Petriö verhielt sich die ganze Fahrt hindurch s^r ruhig als er sich Plötzlich, währenld der Zug den Tun-nel OreSnjevec vor der Station' Pra-gersko Passierte, von den Zdetten befreite, sich auf. das Fenster schwang und aus dem fahrenden Zuge sprang. Als es wieder hell wurde im Waggon, k>nnt«n die nicht wenig oer-lblüfften Gendarmen nur das Fehlen des Gauners konstatieren. Petriö hatte sich beim Sturz beträchtlich beschäidigt und blieb bewußtlos auf der Strecke liegen. Zum Glück wurde er bald von vorüberkommenden Arbeitern aufgefunden, die ihn in die Baihn-statiivn nach Slovensta Bistrioa brachten. Nachdem er längere Zeit hindurch gelabt wovden war, erlangte er wieder das Bewußtsem und entwich neuerdings. Trotz der sofort aufgenommenen Verfolgung koimt« er spurlos in den dortigen Wäldern verschwinden. Petriö, der erst im 28. Lebens-sichre steht, ist ew gengefährli^r Verbrecher. Insgesamt verbrachte er trotz seiner Jugend bereits zehn Jahre im Gefängnis. Smennung eine» franzvflschtn Konsularagenten In Marlbor Die französische Regierung ernannte dieser Tage zu ihrem Konsularagenten in Maribor den Prokuristen des Elektrizitätswer-kes Fala Herrn Henri F u r r e r. Herr Furrer weilt schon einige Jahre hindurch in Maribor und erfreut sich hier bereits der größte Wertschätzung. m. TodeSfM. In Planina bei Rakek ist iul hohen Alter Herr Johann L e n a s i, der Schwiegervater des in Maribor im Ruhestande lebenden Oberpostkontrollors Herrn K a r i s, verschieden. Ehre seinem Andenken! m. Der österreichische Generalkonsul in Ljubljana, Herr Dr. P l e i n e r t, ist von seinem Urlaub zurückgekehrt und hat die Leitung des Konsulats Ljubljana wieder ülsrnommen. m. Besetzung von Straßenmeifterstellen. Hußer den gestern veröffentlichten Stellen schreibt die Banalverwaltung die Besetzung noch zveiterer Straßenmeisterstellen, u. zw. im Bereiche folgender Bezirksstraßenaus' schüsse aus: Slov. Bistrica (zwei), Ljutomer (drei), MursLa Sobota (zwei), Gornsi grad (vier), Gornja Radgona (sie^n) und Sv. Lenart in Äov. gor. (vier Stellen) aus. VorschriftSmäßl-g adjustierte (Ersuche sind bis zum 15. August einzureichen. m. Die Generalversammlung der Bauge« nosfenschaft „Rlbnizka koLa" G. m. b. H. findet Mittwoch, den 30. Iul- um halb 20 Uhr in der Restauration „Narodni dom" mit der üblichen Tagesordnung statt. m. Den Verletzungen erlegen. Der 60jäh-rige Maurer Karl N o v a k, der vor eini-gen Tagen bei der Arbeit von ziemlich<'r Höhe in die Tiefe gestürzt war, ist gsstern seinen schweren Verletzungen im Kranten-Hause erlegen. m. Scharlach in der Delogiertenkolonie. Unter den Delogierten unter der Reichsbrücke waren dieser Tage mehrere Schar-lacherkrankungen zu verzeichnen. Die erkrankten Kinder wurden in das Kranken- haus gebracht. Di« ilbrigen Ander sind noch weiterhin den Unbilden der Witterung und der Gefahr deS moralischen !S^rfalles ausgesetzt. Wie verlautet, beabsichtigt die Stadtgemeinde für die einstweilige Unterbringung der notleidenden s^milien an der Stadtperipherie eine Holzbaracke zu bauen. m. Um Abhilfe wird gebeten! Von einer Hausfrau wird uns geischrieben: An Mittwoch- und SamStagmärkkn sind die Nsch-reihm auf unserem Hau-ptlatze oft so eng Kusammengestellt, daß kaum zwei Personen aneinander vorbeige^n können. Ereignet es sich nun, daß eine Hausfrau, um Nein-geld sich zurechtzulegen, ihren Einkaufskorb auf den Boden stellen muß, so entsteht augenblicklich mitten in der Reihe eine „Verkehrsstockung", die oft minutenlang andauert. ES ist dies dann die schönste Gelsgen-heit für die vielen Taschendiebe, iihr flmkeS Handmerk auszuüben. An unsere Mai^dalls-fichtspersonen stellen wir daher die Bitte, ab es doch nicht irgen^ie möglich wäre, die Passage zwischen den Dischreihen etwas breiter ^ gestalten. 57 W W Zomm«r»p?ot»«n »«i>i»«ll «»«t »p^o» LIINIl oilAtl. k^rktltliek, Vr«»»!«», pirkumDei«». m. Die neueröffnet« öffentliche Küche am SlomSkov trg erfreut sich eines allseitigen Zuspruches.Gegenmärtig s;xisen bereits mehr als hundert Personen in ^n geschmackvoll adaptierten Räumen. Die Gäste sprechen sich über die verabreichte Kost überaus lobend aus. m. Unerhörte Tierquälerei. Gestern nach 17 Uhr trug sich in der Frankopanova ulica ein r^ll von Tierguälerei zu, !^r um Ahndung geradezu schreit. Bor der Wertstätte des bekannten Tierpräparateurs Zierin g c r, welck)e um diese Zeit geschlossen war, befand sich ein Käfig nrit einem lebenden Iltis. Ein bekannter Herr, der auch in Jä» gerkreisen sehr bekannt sein dürfte, fand eS (aus welchem Grunde, iift ungeklärt) sür notwendig, das arme, iveihrlose Tier so lange mit einem langen, spitzen Drahte zu malträtieren. bis das Tier schließlich verendete Ter Rohling stieß dem Tier den Draht un- 8penäet fllr clen »GkGl kakre unä äsker mit Orixxinsl-Ik^sdrlkspi'elZen dienen kann 8pe?ia1itüt: pi-sxer 8cklnken, 10 cUcx 7 Oin, keiner xe-mlsc.iter ^utscknltt (I^smilienplstte) Vt Icx 10 vin. Oeeixnetes?i'ovlsntsar1'urlsten, XusilÜxler etc. 3ovie sSmtlicde N «I»s t « s s «INr « »A lieber prei.'ie. unck ()ug!itSt vollen sici? selbst überzieußen im 0«lIik»t«5»sn-<>v5ckHkt UKIvr 10074 zählig« Male in den Rachen und in dttn Körper. Der Borfall hatte natürlich eine größere Men!scheng zur Folge, und einige Passanten wollten d^ verrohten Manne das Handwerf legen. Meser je-doch machte noch Miene, gegen die ^ssan-ten tätlich zu wevden. Zufällig war Sein Wachmann zur Stelle, -der dem unerihSrten-Roheitsakt ein schnelles Gnde bereitet hätte. Es gibt Zeugen genug, die diesen siropiollr-digen Borfall bestätigen. Hoffentlich Nndet der ./heldenmÄtige" Täter, dessen ^amen nicht schwer auSz»usorschen sein dürfte, vor einem anderen Forum den Lohn für seine scheußliche Tat. m. Schwerer Unfall ttUe» Kinltes. Mh- rend der Renoviemngöarbziten de» Hauses KoroSka esta SS ereignete sich gestern ew schwerer Unfall. Tin sÜnfsShrigex twab« spielte sich in unmittelba«r Nähe ^S Baugerüstes wobei er so unMcklich stürzte, daß er in ein nvit Kall gefülltes Schaff fiel. Der Knabe, dem die RettungSabteilung die erste Hilfe leistete, erlitt schwere Brandwunden am Munde und an d^ Augen. m. «ach ein» Tierq»Uer«i. Heute fvüh kam aus der hiesigen Umgebung ein Bauer namens S t r n a d, um HÄHner zu verlaufen. Er hatte in einem Handkovb 3 Stück Hühner verwahrt. Als er den Korb öffnete, um mit dem BerkMfe zu beginnen, prallte er entscht zurück: s ä m t l i ch e acht Hü)-ner lagen t o t im AorIve..Da der Svr>b Aein und außerdem innen noch mit einem Tuche bedeckt war, find däe armen Tiere samt u. sonders erstickt. Ms die Sache entdeck wurde, gab es einen Menlschenauftauf. wobei es „Lobreden^' auf den einfältigen Bauer regnete. Schließlich trat die hl. Hermanbad in Tliktion und protokollierte den Mann. — Er dürft« bei einem nächsten Hitihnertra-nS-port wahrscheinlich etwas vorsichtiger umgehen. m. Aarambsl t»eier Nabfahrer. Die Zahl der Radfalhrerkaramibole V mehrt sich von Tag zu Tag. Gestern stießen am Hauptplatz wieder zwei Nadfaihrer zusammen, wobei beide in weitem Bogen von Hren Faihv« zeugen geschleudert wurden. Zum Glück Vlie ben beide unversehrt, während die Räder mehr oder weniger beschädigt wurden. m. Unfälle. Dem hiesigen Holzhändler Jakob Seyfr ! ed spmng gestern beim Ankurbeln eines Kraftwagens die Kurbel so stark zurück, daß er htebei einen Bruch des rechten Unterarmes erlitt. Am selben Abend erlitt der l7jährige, in Tezno beschäftigte FrabrikSar^ter Johann S i n-kovie eine gefährliche Verletzung am lin» ken Fuß. — Beiden i^stei« die RettungS-abteilung die erste Hilfe. m. Freitab eines Soldaten. Der lSjShr^-ge Zögling der hiesige» technischen Unteroffi zierSschule B. I e L e d i S legte vorgestern Hand an sich, indem er sich eine Ä^gel durch den Kopf sagte. Tr erlag bald daraus der erihaltenen schweven ÄerletzuBg. WaS den jungen Mann in den Tod getrieben hat, konnte bisher nkchi genau ermittelt werden. m. Für den RabiOfmibS ber SntUuber-kulo'enliga spendete die Papierhandlung A. Platz er in Maribor den Betrag von ^ Dinar. m. Wetterbericht vom 24. Juli 8 Uhr» Lustdruck 729, Feuchtigkeitsmesser ^3, Vv-rmneterstand 72V, Temperatur -s-2bA, Bind richtung WO. mit westöftl. Wolkenzug«. Bewölkung teilweise, Niederschlag v. m. Autamobilbrand. Dienstag gegen 22 Uhr ist der Daimler-Zustellwagen der Ma-riborer Großselcherei und Konservenfabrik Anton T 7. v L a r, der kürzlich einer Generalreparatur unterzogen worden war und vop eiper Beliefer'mg der itunde^ im Drau lal he'.mikehrte, bei F a l a zwischen den Kilometersteinen 17 und 13 durch Fehlzündung des Magneten in Brand geraten. Der Chausseur hatte noch Zeit, dnS Auto an den Straßenrand zu bringe,, und abzuspringen, worauf die Explo^on des Penzinreser-voir^ erfolgte. Der Wagen !st gänzlich niedergebrannt. Der Schaden ist bedeutend, doch iit derselbe durch Versicherung gedeckt. m. An mildtätiste.Herzen iv-ndet sich der arme kra, ' ' ' n' mit vi,'r kleinen Kindern mit " ' ' u kleinere Spenden in Geld oder Kleidtui. Vvelwg, Ley W. Juv !Sg0 »MariHorer Aeltun^" Nummer IM Aus Vtuj p. Kckrl Helett letzter Weg. Unter über, aus zahlreicher Anteilnahme der Bewohnerschaft wurde vergangenen Dienstag der Kaufmann Herr Karl H e l l e r zu Grabe geleitet. Am Leichenbegängnis beteUigten sich in recht stattlicher Zahl die Mtglieder der hiefigkn Freiwilligen Feuerwehr und des Männergesangvereines, der vor dem Trauerhause sowie am Friedhos zwei Trauerchöre zum Bortrag brachte. p. Re»»ovierung des Schlöffe« Rüstena«. Das vor kurzem durch Herrn Direktor Hugo v. B e st e n e k käuflich erworbene ehemalige gräflich Herberstein^che Schloß R st e n a u soll dieser Tage einer gründlichen Renovierung unterzogen werden, wobei jedoch der Besitzer das historische Gepräge des al^!' BaudentmalS beibehalten wird. Auch wird die seinerzeit abgetragene Allee durch neuangepslanzte Obstbäume ersetzt werden. p. Zweck« SrMitermig de« FernleitungS- ae^ fand dieser Tage in Sv. Vid eine Be-chrechllng statt, an welcher sich u. a. die Her ren Dr. F e r m e v c, Oberlehrer M u-ßek sowie sonstige ma^ebende Persönlichkeiten beteiligten. Eine Versammlung der Interessenten wurde für Gonntag, den 87. d. um halb 8 Uhr morgens im SlomSek-Heim nach Sv. Bid einberufen. Wie verlau tet, soll mit der Elektrifizierung der Umge-bungSgomeinden demnächst begonnen werden. Au« Etile e. vom Eilsnbahvdienft. Der Bahnbeam-te Herr Vvkoflav MeguSarin Celje wurde zum Stationsvorstand in Novo m e st o ernannt. c. Liederabend im Gtadtpark. Der Männerchor des Vereines „S v o b o d a" in Gelje unter Leitung des Lehrers Herrn Cy-MPregelj veranstvltet Sk»mStag. den 2S. d. um 20 Uhr im Stadtpark ein Konzert zugunsten dtt OrtSgrup^ des Kroogs tnvalildmvelKanideS in Celje und des Unter stühungSvereineS für arme Kinder in Ga berje. Thor Mit 40 Sänger. e Mit dem Asphaltieren de« Srekplatze« vom H^tel „Post" ÄS zur Razlaggasse wurde öeveits am S1. d. begonnen. Derzeit wird der alte schadhafte Asphalt aufgerissen. Die Straße bis zur Biegung vor dem Hovel „Post" wirid im Interesse des Verkehrs etwas erweitert werden. e. VrWftarifche F«ide auf der Olöeva. Wie gem^t, begab sich der hiesige Professor Herr SreLLo Br o da r vcr kurzem wieder zur Höhle ^toöka zija>lka" (1300 Meter) a-uf der OlS^a in den Sanntaler Alpen, um seine vorjä^viigen AuSgrabun-gm fortzusetzen. Herr Prof. Brcdar fanv mm wieder zahlreiche Knochen und drei tzchü^ des H ö h l e n b ä r e n, ferner Hähne, die vom Höhlenlöwen her-rühren dürften, vier Feuerzeuge, Schnecken und Insekten, die vor mehreren zehntausend Jahren lebten, sowie St^ne, die von an-I^rSwo in die ^lksteinhöhle gebracht werden mußten. Die AuSgiMungen lverden Heuer bis Ende August fortgejetzt. e Sine Lebensmüde in, der San«. Am DienStaig um 12.Jl) Uihr, Qls über.Telje ein Gewitter niederging, stürzte sich die rige Mtwe Maria S l e z i L, Arbeiterin in der Fabrik Westen in ^berje. Mschen dem Damenbad u. Herrenbad ^n die Sann. Der Fi^souvgehilfe ^hann Br ankal aus Eelje und Emmerich ö u 8 aus Dolbr-na, die in der Nähe badeten, zogen die Frau, die bereits untergetaucht und bewußtlos war, aus dem Wasser und brachten sie d«rch Vünst^che Atmung wieder zum Bewußtsein. Sie wurde dann in das hi^qe i^anken^uS überfiührt. Die Tat bogin-g ste offenbar in plötzlirj^ Geistesverwirrung. c. Zwei Diebstähle. Dem Arbeiter Alois KovaL wurde am 21. d. in der Zeit von 14 bis 18 Uhr aus der Mehlniederlage des Herrn S. G a b e r c in der Ra^lcMnsse aus dem an der Wa,rd hängenden Rock »ine Armbandiuhr aus Nickel im Werte von 200 Dinar entwendet. — Die Witn>e Theresia B o S n a r, Arbeiterin in der Textilfabrik des Herrn Weinberger bei Unterlan-Hof und Mutter von drei kleinen Kindern, ka.m am Dienstag in das <^?schäft der Firma „Humanif" in der Aleranderq^asse. um Schübe zu kaufen. ?ll.^ die Z^erfsiiiferin eine Schacbtel holte, entwendete die Frau unbe- N«aullemaa der Knmenforde-ninom mit dtr TschechoNowa-k« Der Verband der tschechischen Banken in Prag wandte sich an den jugoslawischen Bankenverband in Zagreb wegen endgültiger Regelung der Frage der Kronenforde-rungen. Die jugoslaw^chen Staatsbürger hab^ sich bisher die Rechte auS den Konventionen wenig zunutze gemacht. Me Jnteresseisten werd^ daher aufmerksam gemacht, sich wegen Regelung alter Schulden und Z^vderungen in österreichischen Kronen direkt an die tschech^lowaki-sc^ Gläubiger oder Schuldner zu wenden. Sollten sich daibei jedoch Schwierigkeiten ergeben, übernimmt der Verband tschechoslowakischer Banken die Angelegenheit zur Regelung. Steoroonlsation der snter-natlonalea Hanvettkommer Die International^ Handelskammer nimmt unter dem Druck« der BechSltnW eine Reorganisation ihrer Struktur vor. Nach dieser Reorganisation wird die Internationale Handelskammer folgende Ar»tp-Pen umfassen: 1. Komitee für HandelSverträ ge unld ^ndelsschwierigfeiten. 2. Komitee für internationale Industrieabkommen i»nd Rationaltflerung. 3. Komitee „Europa". 4. Komitee „Europa — Bereinigte Äaaten von Amerika", ö. Komitee „Ferner Osten". Die Aufgabe der neuen Gru^n 3, 4 und 5 ist das Studium der ein^nen Staaten bezw. Staatenlgruppen. X Da« vemerbegesetz. Die Fachkommission des Handelsministeriums hat vor einigen Tagen die Zusammenstellung deS gesamten Materials für die endgültige Fassung des neuen Gewerb'egesetzeS fertiggestellt. In diese Fassung sind nunmehr alle Bemerkungen, Wünsche und Erfordernisse der WirtschaftSo^anisationen u. Kammern des ganzen Landes aufgenommen. Das Handels Ministerium befaßt sich damit, auf Grund dieser Zusammenfassung den endgültigen Text des Gesetzes zu redigieren. X Die privilegierte Uu«f«hrgesellfchaft und unsere ObftauSsuhr. Die privilegierte Ausfuhrgesellschaft hat bisher mit allen Wirtsl^tSorganilsationen wegen der Ausfuhr unseres Obstes verhandelt. Beim Obstexport wird in erster Linie auf die Qualität fowie auf die Sortierung und die Verpackung geachtet. Derzeit ist P o l e n der stärkste Käufer jugoslawischen Obstes und hat bereits auch schon 70 Waggons aus Ja goslawie« importiert. Augenblicklich besteht zieml. Nachfrage nach unseren AePfeln und Birnen. X Landwirtschaftliche Vanalriite. Die neue Verordnung über die landwirtschaftlichen Banalräte dürfte voraussichtlich schon bis Ende des Monates fertiggestellt sein. In den landwirtschaftlichen Banalrat kommen die bekanntesten Fachleute, und ihre Ausgabe wird es sein, den Forschritt der Lant)-Wirtschaft zu fördern. X ObstauSfuh» «ach Wien. Das Export-sörderungSinftitut verständigt alle Jnteres-.entens daß sich bei der Jugoslawischen Handelsagentie in Wien eine neugegründete Fir ina unter dem Namen „Jugoimport" (L. GraniL V. Kura^ü. Wen, 4. Preß-, gasse 32) befindet, die als Mteilung der Handelsagent!« zu betrachten ist. Das Unternehmen befaßt sich mrt der Einfuhr und dem kommissionsweisen Verkauf von Obst und Gemüsesorten in Wien und steht unter Kontrolle unserer HandelSa^ntie. Anfragen sind direkt an die Firma „.Iugoimport" zu richten. X Arbeitsbeginn in der staatlichen Roten druckerei. Dieser Tage sind die letzten Maschinen für die sta>atli. An^uist eingesetzt. Es w-ird so- fort mit dem Drucke der neuen Banknoten zu 10 Dinar begonnen. Alle Geschäfte der staatlichen Notendr-uckerei müssen vorher die Bestätigung des FinanzmiMterklmS erhalten. Mit dem Drucke der 100-Dinar'Noten Vird sMer begonTien. Beabsichtigt ist, die derzeit kursierenden Banknoten nach und nach aus dem Verkehr zu ziehen und durch die nsuen Noten zu ersetzen. Die neuen Noten tragen bereits die Bezeichnung „Königreich ^^^oslawien". X Durchführungsverordnung für das ßSeiugefetz. Das Landwirtschaftsministerium arbeitet an der Durchführungsverordnung für das Weingesetz. Durch dieses Gesetz soll die Behandlung bei der Ausfuhr bedeutend abgemildert werden. X Weltkongreß der Auskunfteien und Srebttschutzorganisationen. In der Zeit vom 14. bis 16. Dezember 1930 findet in Wien der Weltkongreß der Auskunfteien, Kredit-ischutzinstitutionen und Inkassoorganisationen statt. Für diesen Kongreß, der unter tat kräftigster Förderung einer großen Anzahl Gläubigerschutzverbände und Fachkörperschaften veranstaltet wird, gibt sich aus allen Staaten l^ropaS und auch aus Usber-see, namentlich aus Amerika, ein täglich steigendes Interesse kund. Es sind bereits aus drei Weltteile)? und aus 23 europäischen Staaten Teilnehmeranmeldungen eingelangt. Nähere Aufklärungen erteilt die Leitung des Weltkongresses der Auskunfteien, Kreditschutzinstitutionen und Jnkassoorgani-sationen in Wien, k. Bezirk, Mariahilser-straße 71. X Gesetz iiber «ktiengesellschasten. Das Handelsministerium arbeitet an den Entwürfen für das neue Gesetz über die Aktiengesellschaften und am neuen Bankengesetz. In einigen Tagen gehen die fertiggestellten Entwürfe den verschiedenen Organisationen zur Begutachtung und Stellungnahme zu. X Sitzung de« Tarifausschusses. Am 13. August tritt in Beograd der Tarisausschuß zu seiner Herbstsitzung zusammen. Nach Bestätigung durch den Verkehrsminister wurds folgende Tagesordnung festgelegt: 1. Grundlagen für dm neuen Tarif unter Berücksichtigung der heutigen Forderungen der Volks wirtsö^ft in Bezug auf den Personen und Warenverkehr. 2. Prinzipielle Grundlagen für die Schaffung eines internationalen Tarifverbandes. 3. Verkehrstartfarische Maßnahmen für die Förderung unserer Ausfuhr. 4. (^entualitSten. Die Weltproduktion der Fordwerke an Personen- und Lastwagen inklusive der sür ausländische Fabriken verschifften Einheiten betrug im Mai insgesamt 191.813 Stück. Hievon entfallen auf Amerika 165.636 auf den Export 26.177. konzert. — 19: Zigeunermusik. — 20: Un-garriches Konzert. — Anschließend: Jazz. — Warschau, 19.20: Schallplattenkonzerr. — 20.15: Symphoniekonzert. — Paris, 20.30: Radiokonzert. merkt ein Paar Schuhe. Am Abend wurde der Diebstahl im Gesc!^ft bemerkt. Der Polizei gelang es. die Täterin auszuforschen. Die entwendeten Schuhe wurden bei iZr vorgefuntden. c. Der SifenbalMrmufikverein ktt Velje veranistaltet Sonntaa. i^n 7 Septemtvr am Deökoplatz eine groß« öffentliche Tombola. Freitag, Z5. Juli. Ljubljana, 12.30 Uhr: Schallplattenmusik — 20: Violinkonzert. — 31: Gesangssoli. — Beograd, 19.Al: Nationalweisen. 20.30: Operettenstunde. — 21.4ö: Abendkonzert. — Wien, 15.20: Schallplattenkonzert. — Anschließend: Fragniente aus deut schen Spielopern. — 16.30: Flötenmusik. — 16 55: Biolasonaten. ^ 20.05: Bunter Abend. — Anschließend: Abendkonzert. — Breslau, 18.40: Englisch für Anfänger. — 21.30: H. Francks Novelle „Welchen". — 22.25: Stenographie. — Brünn, 18.35: Deutsche Sendung. — 20: Abendkonzert. — 21: Violoncellokonzert. — 21.20: Gram-ma Phon-Revue. — 22.15: Iaz.z. — Stuttgart, 19.30: Kleine Stücke für Solo-Violon-cello. — 20.15: Hörerwünsche. — 22.50: Unterhaltungskonzert. — Frankfurt, 22.50: Unter^ltungsmusik. —. Berlin, 19.10: Un-terhaltungsnMsik. — 20.55: Konzert. — 21.35: Quintett von Mozart. — Anschließend: Tanzmusik. — Langenberg, 19.15: Englische Unterhaltung. — 20.15: Kinderchorkonzert. — 21: H. Eberts Spiel ..Der Naltiges Gepräge. Trotzdem, daß die Anschaffungskosten dieses Filmes enorm sind, sind die Eintrittspreise normal gehalten. Union-Kino. Bis einschließlich Donnerstag lauft der bezaubernd schöne Film „Der Tiger von Siam". Ein Drama, in welchem die Mutter aus Rache zu ihrem Gatten, der eigenen Tochter den Bräutigam entführt. Die Hauptrollen sind von dem bekannten Liebespaar Lupe Veles und Lloyd Hughes sowie dem Charakterdarsteller Lon C h a n e Y verkörpert. Außerdem ist der Film reich an schönen Naturaufnahmen. Dazu noch ein kollosfales zweikatigeS Lustspiel. Als nächstes Programm folgt der fabelhaft schöne Großfilm „Eine schmnlose Frau" mit Greta Garbo und John Gilbert. Ao Hanns « ösler : Die Verle Nebenbei war er Eintänzer. Aber davon konnte man nicht leben. Schließlich hatte man ja noch andere An-sprüche, als Essen uttd Schlafen. Unid zu dieser Gattung Gigolos gehörte er nicht, die an einem für sie vorbereiteten Tisch saßen und vom Wirt mit einer billigen Flasche Wein abgespeist wurden. Er war Eintänzer, kam und ging, nxmn es ihm paßte, ver^ langte den besten Tisch und trank stets seine Flasche Sekt. „Gnädige Frau," flüsterte er beim letzten Tango, „ich wüßte ein Geschäft sür Ihren Herrn Gemahl." Sie sah gleichgültig vor sich hin. Da begann er von ihr zu sprechen. Von ihren Kleidern, ihrem Schmuck, ihrem Parfüm, von ihren Schultern. „Sie sagten vorhin etwas von einem Geschäft?" »Ja. Ich möchte eine wertvolle Perle verkaufen." ,.Mein Mann weiß nicht, daß ich hier tan ze." „Das wissen dieEhemänner niemals, deren Frauen in Karlsbad zur Kur weilen. Und wenn Sie, gnädi-ge Frau, deren Augen —" „Welchen Wert hat die Perle?" unterbrach sie ihn. „Achttausend Mark." „Kann ich sie sehen?" „Wenn Sie mir gestatten, an Ihrem Tisch Platz zu nehmen?" Der Tango war verklungen. Er küßte ihr leicht die Hand un) führte sie an ihren Tisch zurück. „Darf ich?" fragte er. „Bitte!" Er setzte sich. Nahm aus seinem goldenen Zigarettenetui einen Ichnialen Goldreffen, der eine Perle hielt. Sie war von unerhörter Schönheit. „Ich verstehe mich nicht auf Perlen," sagte sie. „Ich finde den Preis natürlich sehr hoch." „Der Wert dieser Perle beträgt achttau-send Mark, die ich jederzeit von jedem Ju-nx!lier dafür bekäme. Ich würde sie Ihnen für ziveitausend Mark lassen." „Warum? Wenn ein Juwelier Ihnen achttausend Mark zahlt?" Er brannte sich eine Zigarette an. „Gnadige Frau." sa>gte er langsam und sah ihr tief in die Augen, „ick könnte Ihnen sagen, daß ich Sie verehre und daß ich Sie bitte, dic^e P-k'rle von mir als l^esi'^n? anzunehmen. Ich weiß, ich N'iirde Sie damit beleidigen. Aber ich könnte Ihnen tausend .MarVorer Numwn INS Fressaff, 5m A5 ?kul! IgM äschere Dinge s-agon, iveniqer verfänglich wären unld gloiubhafter. Aber ich will Ih-nen !>ie Wcchrl)<'it sacfen. Ich kann diele Pcrle bei einem Julvelier nicht verkaufen." „Warum?" ^Weil ich sie gestohlen „(^^tolhlen?" „Ja, vor fünf Iah«». Auf einem Van-kett in Newhork. Die Sack)e kam auf, und ich mußte flüchten. Man konnte mit nichts nachiveisen, aiber der Verdacht blieb auf mir. Sie sehen also, gniidige Frau, daß ich allen Gruird habe, nicht öffentlich diesen Ring anzubiegen." „Ich könnte Sie sofort anzeigen." „Ich weiß, gmiidi^e Frau. Aber ich sehe keinen anderen Ausweg. Ich brauck)e dringend diese zweitmisend Mark imd Sie sind der einzige Mensch, zu dem ich Vertrauen habe." „Warum gerade ich?" „Weil ich Sie Sie sah mlf. Schob ihr« Hand vor. „Nun?" ^ fiihrte er ihre Hand an seine Lippen. „Weil ich Sie blebe." « Ihr Mann stand auf dem Bahnhof Der Aug lief ein. „Du koulmst zwei Wochen fri^her als du d>r vorgenommen hattest?" ./Ich hatte kein mehr." „Aber ich halbe dir doch noch zweitausend Mark telegrophlsch M^rlviesen^'" „Trotzdem," sagte 'is cin weniq verlegen. „Du hast keine Ahmurg, n>ie teuer die Aerz-te und die Knrniiltel uxire.'t." Sie kauien daheim an. l^r knöpfte thr nach alter Gewchuheit >:e Haildschir!^ mif. Da sah er den Ring m't der grauen Perle. „Was ist das?" stutzte er. „Was?" „Diese Perle?" „Ach so," drehte sie sich schnell um. „Ich fand den Ring auf der Promenade. Eine geschickte, aber ivertlose Fälschang. wie man mir im Fundlckro sagte." „Das ist nicht nuihr," stieig dem Gatten ein Verdacht auf. Die Perle ist echt und mind<>stens sechstauseird Mark wert. Wer hat dir diesen Ring geschenkt?" „Du scheinst zu vergessen, daß ich deine Frau bin," riß sie ihm beleidigt die Hand weg « Acht Tage später suchte ste l>erz>^veifelt überall den Ring. „Ich weiß genml, daß ich ihn gestern abend auf den Ringständer legte." Das Mädchen stand unschuldig. „Sie haben ihn heute früh nicht gesehen?" „Nein, gnäidige Frau." Da schloß draußen die Tür. Ihr Mann trat ein. „Du suchst lden Ring," sagte er ernst. „Ja." „Hier ist er. Ich hatte ihn genommen." Er wandte sich an das Mädchen: „Lassen Sie UN? allein!" Das Akädchen verließ das Zimmer. „Ich war mit dem Ring bei einem Iu-tvelier," sagte jetzt der Mann langsam, ..ich habe ihn schätzen lassen." Sie lehnte bleich nach vorn „Und?" hauchie sie tonloS. Da trat er näher ihr und sagte: „Ver,^ih'. ich habe dir unrecht getan! Ter Ring ist tat'ächlich nur ein geschickte, aber Wertlose Imitation." Sport Der Kampf um dle Fußball Weltmelfterslhaft Jugoslawien spielt Sonnwg gegen Uruguay. Gestern wurde die Auslosung der <^g-ner für die Vorschlußrunde vorgenommen. Das Los entschied für die erste Begegnung Argentinien und dieVereinig-ten Staaten, während im zweiten Spiele Jugoslawien und U r n-y n a t? aneinandertreffen. Für den dritten VeW. vierten Platz wird nicht die Goaldifferenz, sondern ein besonderes Matsch zwischen den beiden unterlegenen Mannschaften MlSschlaqgebend sein. Da? erste Spiel gelangt Samstag zur Erledigung, mährend das Treffen Jugoslawien — Uruguay Sonn tag ^ur Abwicklung kommt. Die Aussichten unserer Mannschaft er-seinen angesichts der großen bisherigen Erfolge nicht gerade trostlos. Die Mannschaft trainiert täglich und zeichnet sich vor allem durch den unübertrefflichen Siegeswillen und außergewöhnlichen Kampfgeist aus. Der Mannschaft kamen zahlreiche Angebote au« den verschiedensten Äüdden Ame rikas zu, doch ist es bisher noch unbekannt, ob sie diesen. Folge leisten wird Zweikampf mit einem Tiger M« einem Knüppel segen die Bestie Ein junger Hindu, Marange, wohnte in einem kleinen Dorf neb?n der Stadt Poona in Indien. Eines TageS, als er nach seinem kleine:? Haus zurückkehrte, sah er seinen Stall zerstört. Zwei Mche und ein ' paar Ziegen lagen in großen Blutlacheti, anderö waren fortgeschleppt. Ein riesiger Tiger lag mitten im Maranges Reisfeld und ver-dante sein üppiges Mahl. Erregt über diese Raulb« und Mordtat, beschloß Marange den Diger zu töten und ^ing nur mit einein dici«m .Holzstock in der .Hand auf die Tiger» jagd. Nieitrand wollte ihn bei dem gesahr» vollen Unternehmen unterstützen. Alle Dcrf belvohner versteckten sich in ihren Hütten und so mußte Marange allein den schrecklichen Zweikampf mit dem wilden Ner austragen " Es dauerte nicht lange, bis Marange aw Rande seitieS Reisfeldes das Murren des Diigers verna^hm. Der Tiger lag im tiefett Schlaf und schnarchte ganz gemütlich. ^ .Hindu war ein Gsutleman und wollte den schlafenden Feind, wenn es auch ein Tiger war, nicht Überfallen. Er hob ein paar Steinch?n vom Erdboden und schleuderte sie gegen die Bestie. Mit einem Sprung stellte sich das Tier auf die Beine und wandte grinsend seinen Kopf dem mutigen Hindu entgegen. Marange ging zum Angriff Über, näherte sich dem Diiger und ver^te. thm m^t dem dicken Stock einen wucht!igen Sck)lag zwi^schen die Augen. Rasend vor Schmerz sprang das Tier gegen den Menschen. Marange floh zur Seite und ehe die wütende Bestie sich besinnen kc>nnte, erhielt sie einen Weiten Hieb mitten al»f dli^ StjM^ Iedesuml entivich Marange seinem s^nde durch einen Seitensprung. Zwanizig Mnii-ten dauerte dev Ztvei?ll.ntpf^ bbs 'tx'r Tiqer blind und blutend am Boden lag. Dann erst wagten eS die Einwohner des Dorfes, auS ihrem Versteck herauszuVriechen. Si« betmchteten die töd« lich getroffene Bestie, deren Kopf buchstäblich zerschmettert war. Marange, der beim Zweikampf erhekliche Verwundungen erhielt, wuride nach dem S>pit>al in Poona gebracht Er ist frvlh und hofft durch den Erkauf des Tigerfells sich neue Kühe und Ziegen anschaffen zu können. Vs5 k^sllobst ln tier Xlielie. vag unrein adkekallens Ob5t llekert ein nicdt üu unterscliÄt^enäes /Visterial, t)e8c)n-cleis sür I^snllbovnlmer. ^elst vvlrä es aus llnkennlnls väer k^equemliclil^elt elnkacli ali; Leiivvelnckuttor ver'veixlet.' Lc) sammle man 2. ö. abixeiallenL Aprikosen. l?elnec.I»u6en uncj IVlirskoUen in Körbe. Ie«o 8lc. knlis 8le Nock iinrt sincZ, elnixo 1'a?e !n äie Sonne 2UM k^Aciiroiken uncl kczctie sie 6ann ln et->vgz ^.iLser TU krei. küLS nscli (Ze8Olim3e!c ?uc!cer liin^u unä Ia8Sö aIll-8 nc)cdmk>l8 xut kliclion. fülle (iio in Ztelntöpke un(! verwerte äie ^armela^e al8 IZrotaukstrIcli. Kompott ocZer keiLsiie 2U KlülZc^n un6 äer» kleic:!ien (lerlelite. fallod8t klbt edensalls cinLN LUten ^88ie. !^an kann Iiler^u alles Odst (turcliLlnlinäer nelmien. jVlan Zerstampft es 80 kleln wie mö«llc1i. scliiittet es in ein kiites, sauberes k^slZ väer ln einen krvlZen ?telntopf. kielZt auk ?.? I^lter Olist 20 I^iter ko-ciiencles Nasser unä stellt äll8 OefülZ sn einen varmen Ort. k^acd et>va einer VVoclie ist (las s)Ii8t in (ZZrunl? kerklten. unci man srielZt li.'ls k^llissltie nun ckircii ein reines l'ucil in ein linderes sielüs!. tlixt etwa l.iter lZieriiese unä ein Iialiies 8c>iw.'lr?I?rc)t liln^n. das man klein sclmeidet, decitt einen dlclit selNielZcn-den s)ecliei darauk, I>lndet eine diclce wc^lie-ne Oecice dariiker nnä lÜlZt e8 vier XVoclien ruInL stellen, vlnie daran 2U rüiiren. Oanacli ist der ^ssi? xut und In Apfelwein'?u verwenden. I^eiferes k'allobst wird am besten aki?ebacken. I'allbirnen «leben einen vor7liklicl, iialtbaren kirnenmus. l^elke k^allpflsumen rüi?rt man zu Pflaumenmus, maciit sie, sxescliZlt, ?u sÜsZen Pflaumen, /Marmelade oder 8aft ein; auci: sieben sie ei-nen ^vc^iiisciimeckenden I^ikör. ^lle8 l^allobst lälZt siel: aucb soeleicli kriscli 2U Kc)mpc>tt. kuppen und LcilZon verbraucben. k^allblrnen kann man auf viele Weise xleicli. als k!lr-nenklülZe, siirnen mit Nirse. sciiieslsebes kllmmelreicd. f?ssixkirnen verwerten. Nir-nensaft mit ^ssl? vermlscbt ist ein ans?enelnn küliiendes t^etränk flir die bellte 5adre8?e!t. Die Lage im Schlaf. W^'nige Menschen denken daran, ivelchen großen Einsluß aus die Gesundheit eine normale Lag^ des Kör-ver? während des Scfila^eS hat. Der gesunde Mensch sollte zur Nacht mit dem ssepse aus einem mehr als sechs l>i? sieben Zentimeter ei^bhten Ko^kissen liegen, ^^'ie Bettdecke dars höchstens da? Kinn erreichen, damit die Nase frei bleilit und möglichst viel frische Lust einatmen kann. Die Lage des KörverS sei eine ungezwungc^ne und natürliche, damit das Blut leuchten Umlauf hasie und das.^rz und die Lungen nicht in i?t-rer Tätigkeit gehemmt wer?^n. Liegt dage-gen der Kovf hoch oder ?o»nmen die ScültZ- tern ln «ine vorgebeugte Stellung, so erhallten die Arme.eine Neigung nach innen und die Brust wird eingeengt; das alles hin dert das freie Atiuen durch die Lungen und luacht deren Tätigkeit unregelmäßig. Mancher Herz« n. Luugenkraukheit könnte durch Beobachtung dieser einfachen Regel vorge« beugt werden. Flir die Hausfrau. Kause nicht den letzten Sipiuat, deun er schuleckt grob, nicht den letzten Spargel, denn er schmeckt lederartig, nicht die letzten Bohnen, denn sie sind hart, nicht den letzten Kohlrabi, denn er ist hol-zig, nicht die letzten Gurken, denn sie schmek-ken bitter. Aber kaufe die letzten Kirsck^en u. Pslaumen, denn sie sind am süßesten, die letzten Stachelbeeren und den letzten Wein. .e!sen. Durch die Austrockuung dieser Mücken-Brutstätten geht man diesem Ungeziefer am besten M Leibe, auch durch Ueber-gießen der Siimpf- und Wasserfläc^n mit Petwleum. Bei fließenden (!^n>ässern mit breiten Morastrandern nutzt das letztgenann te Mittel freilich nicht allzuviel und kann ziemlich kostspielig sein. ^nerHalb eines Monats ist die Mücke geschlechtSreif. DaS Mückenweibchen legt ?s>s> bis .AX) Eier. Und da K oder Generationen in einem Sommer aufeinandersolgen können, kann man sich eine Borstellung machen, zu welchen Legionen sich das stichlustige Ungeziefer ver-nlehren kann. Daher: i^ieg den ZMcken! BMerschau b. Die neue krummer der »kllline« ist da — liir amüsanter Kamerad, c)k 8ie daiieim-ecblleben oder verreist sind! »lk'srltll olg l.lv-beslll'itrumont« ist eine liiema, das Lis un» ter allen limst-'inden interessiert. 8is kijnnen aus dit!8em Artikel der »Lllime« melir lernen, lll8 Sie aluien. ^l8 I^rau mtissen 8le unbedingt lesen dle »k^stsctiliiLo an «Ilo nockto frnu«» xeistvoife ^usfliiirunx^en eines I^ran-?s,5en. der die >VeIt und die l'rauen kennt. »I'eaniskttnl^o, l'ennlsetion, 1'onnl«»cti>clt5a-lo»... wen interessiert dieser etwas indis-krete IZllck liinter die Kulissen des welllsn 8portz niclit...? Und d«nn. faliren 5io doci^ seibstverst-lndllcli ^utn. im eiircnon oder fremden VVaecn. ^lso! l)ann Ist aucb »s?.',, Wunder ckor tilacknerstral^e« ein l.eckerbls-sev klii' 8!^. ^8 moderner tViensck flie?on Lls oder vordon 8ie o» demntedIt. Wiektte i5t darum. lwS 8io vis8ea. vis e» »ut virkllek 2u«edt. — l^ensek von Kultur d»bea 8io viel illr div Kunst adri«. kür Ideater unä IUter»tur. Qae k'ails von Sek»u- auä ^«sstott v>rt«t aucd ln dieser krummer «ut 8lo. l)a»u vlno l^eiko von t^ovelien. der I^c>man von >rno!c! tsüllrie»el. nicdt lu vsrlcessen die Xnkllndl-eun« des neuen, vsdrdskt sen»stil)neNen I^o-mans »ll)as Paradies der l^Ldcken« der ln der nSciisten dlummer der »Vllkns« »u er> sedelnen besinnt, f^ode, Kosmetik, k?umor, Karrlk»turen. pl,otoam»teur, 8preei,mszodl. nv. (Zrspboloeie und PRtsel unä 8pl«l v!« immer. 8ekea 8io Siek nickt nur cki« »Vokne« an. sondern nedmsn 8l« sieb slo ««eddsuss. 8is ver8ed»kksa slek dadurek ein ps»r amll» sllnte und interessante 8wnden und ^ ver veiv nickt, dalZ 8ts »lck »essllsekaktliek un» mvirlicjk mtckea, vonn 8!« nielit Ä« »kük» ne« «elesvu k»deo vl»m ersten di» «um lot»-toa vlatt! d. Mt VsopoNtlt 7. It. 7. lm luNkoit 6er »(Zeopolitlic« vird dk« viskuzsioa Uder (Zrundkio und der deutscken XuöenvvUtik von ?raf. Noetksek, ^dl?., unter der ?r»iv iortTeklllirt: »Ist deut» scke ^uvenpolitile mvilleli?« l^lt der vejak-UN« dieser ?rae» verbindet NoetLsek eins Ileitis vc>n einlvucdtenden Nluvelsen aui drängende ^uf»»d»U unsere» XulZendien» stes. Alit Xuskliiirunleen von I?oderiekt 8eil>u-back, dem Lket eines »rolZen Namdurlker vo> berseebauses, ervlinet das Nett eine I^eillO von ^uksStzen liber die virtsckaktlici^e Ve> tStikxunx der veutseben ln den l'ropen. In 8ebludack sprlciit «in Praktiker, der eensuo Kenntnis der l'ropensedlete und ibrer Lr-korderni8se mit einem kluiien und weiten. Vllc^k kür die Lntvlcklunx der Xukunit verbindet. Im wirtsebsftiieben l'ell endlleb vird dl'r Pisa der (Zasternversoreunze Veutsvk-einer interessanten leopolitiscben vurcilleucktunL unter»o«on. L!nl«o »ekr ln» struktive Karten zokren. vis velt der Xusdau bereits voreesckritten lst. d. .luliiiekt von ^«,t»r«»na, i^o»>tsliekt«» wendet diesmal dem Sport mit I^vclit sein« besondere freundsclialt ?u und drln«t auok für die XnIiSnlrer des >V»sser»ports einen kZeitrair: »8eeel. >Vlnd und 8onno« von X. dlikoiaus. Unter deu üdrl«en Voitr»?en raxt der neue !?omsn von Karl I'rlodrleli Kur? »Der ewiee ver«« liervor. Lr kilbrt uns nscll dlorwetken. Unsere I.e»er erlialten auk Orund einer Vereinbarunx mlt dem Verla« eln pra-beliekt u. eins probekarte des Westermanns ^onstsIieit-Xtiss, der den Nekten vline Lr» bsbune des iZesuespreises delllesst. lte«on I^insvndune von 30 pk«. Porto zugesandt. Das lulibekt liann »um Prelis von durcil jede kuebiulndlun? dero«va Verden. b. !?iciiard 8ebneider»Ldenkoden: nov». (Zedicbte einer Xdenteurerln. lZeclams Universsl-Kibliotbek k^r. 7063/64. lZekektet 50 Pf., «ebundsn l^k. l.?0. — Dle abenteuer-llcken Oesobeiinisso beruben durcbve« >ut 1'atsacben. Die Qescliickte selbst ll»t dieses erscliütternde Drama xedielitet, von der k>l-sclien ?arin 1'arakanov». der I^ivalin der «ro-iZen Katbarina, die für elne >Veile I?uöl»nd und die ^elt in Xtem liielt, dii sie an der i^Selitieeren zerbracb. Witz und Humor K«ts«»deateaor. pfirsick «ebt dureli den (Zan« des D.?u«e». Deffnet ein Xbteil «weiter Klasse tiebt liin> ein. Da sitrt sction ein tterr »m Fenster, und auk derselben Zelte, drei 8ltZiö entfernt, eine Dame. Line selir blibscke Dame tibrl. xens. Line Dame, die um«okevd Lindruek auf pfirsicb maebt. Der 2!ukr täkrt ab. Die Dam« «uekt llnk» aus dem f'en8ter. der Herr «uckt. recl^ts au» dem k'enster. pfirsicb «uckt die Dame »n. I^iemand 8a«t eln ^ort. Das «elit so eine 8tunds lan«. Da stebt der tlerr aus. tritt auf den (Zan» und raucbt elne ?i?arette. pfirsicb. dem pivt^licb etwas einfSilt. «ebt aucb aut den Oan?. Klopft dem Herrn auk die 8cbultor. »Nttren 8ie mal.« saxt er. »unter uns I^Sn» nem: .leder von uns wSre «ern mlt dem rel-senden Dln? da drlnnen »llein. Ick macbe lbnen einen Vorscblae: >Vir losen, uud wer verlieft, irebt in eln anderes Xbteil.« Der Herr euckt pfirsicb »n. »^elnetve« t?vn.« »sirt er scb>IelZlIcb. 8le loseu. psirsicb verliert. ?iebt eln ssa» res fZesIcbt. sn?t er lu dem llerrn, »letit werden Sie slcb wobl fabeibsft mlt der Dam»? unterboiten?« ,0 nein.« scbtittelt der den Kopf, »vto Darre lst wetoe fr»u.« l^ltzt»»» MMHM?' W Z ß / ----^lS/-. > - Vor allem ivirisckaLtllck Die »vueu korä?rvisek ?k»vtoi»... VZo. 52.5Vl)*- » M llo»6stvr 8port Lou^ . . „ 5t»Q6»r6 » ?u6or....... 8tauckar6 8v6iu» ^ lova 8«6»n . . » (!»driolvt .. . ,» 51L00--56.900--55.700--55.000-64L00-69.000--6S.600-- Okixv ?reise «n6 Larvreise, veränderlicll ollne vornenxe öelcanntmsckunx un6 ^anlco ^!er ^iederverlesuker in einseUieüIi^ suxoslavviev» mnktem Ken nktem Gereiftem Ks6 un6 LtoLkv^er LIexsnt. leräktix, xesclimei6ix, sctlneU, kequem — alles 6ss ist 6er neue k>zrei, clie l^nterlialtunFsIcosten des 5or ZUkarU^ Zv» sqUeuuixiwx. 95—105 III» 8tuy6e»zV> sckvilllUzslcett. 8telH^. zOn»» 6»rvlltvm 2sI»Irv!cI»e Itsrossene» mo6elle. HvrrUckv?ar> bemzubvaU. . f0i;l) «070P eompA^v. „Mcir!bon?r Nummer ?Y5. S ?L. T^itN WLkarbeiie 21älme Acö^l.. streng separ. Zimmer zu verm^ett«. 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