PranumerattonS-Preise: F it r Laibach: Vonzjiihrig ... 8 fl. 40 fr. Halbjiihrig ... 4 „ 20 „ Bicrteljabrig . . 2 „ 10 „ Sisnotlich 70 „ M i l der Post: Tsnzjahrig... 11 fl. — fr. Hsibjiihrig ... 5 „ 50 „ 8iertelj»hrig . 2 „ 75 „ FLr Zustellung ins Hans Biers t Mhrig 25 fr., mcnatl. 9 fr. Laibacher AeSaction i'a!)ufjofgoffc Nr. 132. Zigzelne Nummern 6 tr. Kxpedition- & Jnscrate« Bureau: Kongrehplay Nr. 81 ampc versetzte das Zimmer in ein Halbdunkcl, welches die Szene noch geisterhafter machtc. Meine Bcsangenheit wich nach und nach ich blieb sest aus meinem Platze stehen und spielte mcine Rollc gcnau und sichcr. Der Graf und der Baron, die auch ihre Rollen hattcn, sturztcn sich bei meinem Eintrctcn mit schcinbarcm Schaucrn zum Bette. Die Kranke crwachte fiber dem cnt-standenen Gerausch, ihr gebrochener Blick begegnete meincn finstcr vor sich hinstarrenden Angen, fie fnhr sich mit den Handen tiber das Angesicht und brach in krankhaftcs Schluchzen aits. Der Eiudruck mar, wie mich fpater der Arzt versicherte, groh-artig und von entschcidcndcr Wirkung. Die Kranke hatte vordcm nie geweint. „Arthur!" seuszte fie, in ihrcm ganzcn Wefeit zusammenzuckend. Jch mutztc meine Rollc improvisicrcn. ,,Jch bin cs!" sagtc ich mit dumpscr geister-hastcr Stimme. Meine Worte versetzten die Kranke in eitte noch grvtzere Ausrcgung. Miihsam richtctc sic sich aus und ries, ihre Hande mir entgegenstreckend: „WcS-halb kommst du? Mich zu strafcn?“ Im Sinne der erhaltcncn Instruction erwi-dertc ich: „Ncin! nicht strafcn, verzeihen will ich!" Sie sank ermattet in das Bctt zuritck, richtctc sich aber bald wicdcr aus; in ihrcm Blickc schien Vcrstandnis zu licgen, fie beobachtete mich. Jch ward nicht verlcgen; ein unbeschreibliches Gcfiihl bemachtigtc sich rnetner, ich lcchztc vor Bc-gicrdc, dieses arme kranke Wesen heilen zu konnen. Jch siihtte meine Wichtigkcit in biesem Augcnblickc, das machtc mich crsindcrisch. „Jm Grabe gibt es roedcr Zorn noch Rache, Friebe und Vcrzeihung thronen bort. Jch tarn, dir zu verzeihen !" Etucn Schritt vorwarts machend, naherte ich mich dem Bette, brcitctc meine Arme aus und sagte : „Jch verzcihe bit'!" Mich an den Grasen und Baron roenbend, suhr ich fort: „Euch sci auch verzichen. Du, lieber Alter, wolltest mir deine Tochter, bie ich liebte, zur Frau geben, Habe Dan! basiir! Du, ebler Jung-[ing, machtest mir das Hcrz meincr Braut abwen-dig, warst mein Rivale und wurbest so unbewuht Morder meines Dascins. Alles, allcs set vergebett und vergessen. Im Grabe thront Fricden und Ber-zeihung, die Todten vergessen und vergeben!“ Meine Stimme klang so geisterhast dumps, dah ich selbst schauerte. Die Kranke schric laut aus; cs war ein eigen-thiimlicher, sonderbarer Schrci der Freude. Sie hatte ihren Vater und den Baron erkannt. Der Arzt rannte sreudig erregt in das Zimmer. sSchlutz fetgt) 9ulem Fuhe mit Fraulein Abele stand, Briefe an edisclbc, er Habe die augstlichen Seelen, die zu ihm kamen um Hilfe und Beistanb, heimgeschickt und ihnen gesagt: ..Vertranet ansGott und Adele!" Freilich Hat cs die „christliche Bankhalterin", die nebstbei auch, roemt es gerade in ihren Kram pahte, mit der Freimaurerschurze ihres Vaters Demonstration machte, gut verstanden, bie kleri-cale Partei in ihr Jnteresse zu ziehen. Sie ge-berdete sich als die frommste Katholikin, trug stets cin grohes goldenes Kreuz mit Reliquien, bom hei-ligen Vater gcmciht, stellte sich an die Spitze der frommen Wallsahrer, spendete von ihrem Schwindel-erwerb reichlich an Kirchen und Kloster, besoldete eine ganze Reihe von klericalen Blattern, welche nicht etwa die Redlichkeit der Person der Bank-halterin und ihre Geschaftsgebarung zu erklaren suchten, sondern wiithende Angriffe aus die Regie-rung und die Liberalen losliehen und da, wo es sich n ur um schmutzige Geldgier haudelte, auch die politischen Leidenschaften aufstachelten. So wurde jahrelaug cine beispiellose Corruption nnterhaltm, alle Rechtsbegriffe des Volkes systematisch verwirrt, mit bosem Vorbedacht gelogen, die Warnungsrufe der unabhangigen Presse wie der Regieruug als bas Werk der „Geldjuden" hingestellt, n ur zu dem Zwecke erlassen, um dem „katholischen Volke" zu schadeu. Jnzroischen entnahm die fromme Schivindlerin Millionen um Millionen ben Kasten unb Truhen des arbeitenben Volkes, unb rotit entsernt, bie un-zahlbaren Einlagen irgenbwie sruchtbringenb anzu-legen, verprahte sie bieselben in lieberlichen Orgien, umgab sich mit einem furstlichen Luxus, kausle Hauser und Villen, hielt brci Equipagen nebst einem un-geheuren Dienertroh, erwarb Bilber unb Pretiosen und bescheukte ihre Giinstlinge mannlichen unb roeib-lichen Geschlechtes mit vollen Handen, natiirlich „alles nar fiir das Volk und burch bas Volk". „Es war etn Marcheu aus Tausenb unb cine Nacht", roie sie selbst erttartc, aber etn Marchentraum, aus roelchem das Erwachen schrecklich sein solite —ein Marchen, dessen Losung nnsagliches Elend von Tausenden sein mutzte, eine Ueberschuldung von acht Millionen! Die Vermogensverluste, welche der Zusammenbruch dieses frommen Schwindelgeschastcs im Gesolge hatte, find graueuhast; ganze Bauerugemeinden sind an den Bettelstab gebracht; der Wohlstand ganzer Di-stricte Hat cineit ernpsindlichen Sloh erlitten; die Ersparnisse der Arbeiter unb Dienstboten, bie Frfichte langjahriger Muhe unb Arbeit, sie stnb bahitt; auf den kurzen Rausch eines eingebilbeten Glfickes folgte die Eruuchteruug bes Jammers unb ber Roth. „Es war eine Augenweide auch fiir mich," sagte der Staatsanwalt, „als ich einige Tage nach der Kata-strophe ihre glanzende Hauslichkeit, die Zimmerflucht besichtigte, in welcher dieser empvrende Tanz um das moderne goldene Kalb so tange Zeit stattsanb." Er lantt nicht gcnug von bem angenehmen, iippigen, be-haglichen Luxus, der dort herrschte, ben schwereu Portieren, ben reicher. Teppichen, bem kostbaren Mo-bitiar, ber heclichen Bilbergalerie crzahlen „Aber beim Anblick all dieser Herrlichkeiten" , sahrt er sort, ..insbesonbere ber prachtvollen Diamanten, ersatzte mich ein Grauen, roenn ich bebachte, bah dies die Schweitz- und Blutstropfen bes armen be-tcogenen Volkes waren, die in ber Hanb der Spitz-eder zu tatten, gefuhllosen ©tehten erstarrt rottren." Abele Spitzeder rourbe vorletzten Sonntag von ben Geschwornen wegen bes Verbrechens bes betrugerischen Bankroites jur Strase von brci Jahren Zuchlhaus verurtheilt. Aber in ihr ward nur die Šcrtreterin jener volksvcrfuhrerifchen klericalen Partei getroffen, die der Moral ins Gesicht schlug, den Wucher von ber Kanzel unb in ber Presse verthcioigte, ben Ruitt bes WohlstanbeS ganzer Gegenben auf bem Gerois-sen Hat. Wenn bas ungeheurc Verbrechcn, bas an bem gcsunben Sinne des Volkes begangen worben ist, gefiihnt werben soll, so muh eden biesc Partei itt ihrem Lebensnerv getroffen werben, unb bas fann nur geschehen, wenn bas Volk die klericalen Sal- babereieit unb Verhetzungen in ihrer wahren Gestalt wiirbigen lernt, wenn es bie Gemeinschast mit jener Partei ansgibt, bie es mit ihren sittlichen unb ka-tholischen Grundsatzen ganz gut vereinbar findet, den Wucher in Schutz zu nehmen, die niebrigftc Hab-gicr unb Genuhsucht zu vertheidigen, bie Anbetung bes golbenen Kalbes zu billigen unb ganze Volks-klasscn ber Verarmung cntgegenzufuhren, wenn ba-burch ihre selbstsiichtigen Zwecke gesordert werben. Politische Rundschau. Laibach, 28. Juli. Inland. Minister L a s s e r kehrt nachsten Donuerstag von seiner Urlaubsreise zurfick, sodanu tritt ber Ministerprasibent einen vierzehntagigen Ur-laub an. Wahrend seiner Abwesenheit wirb er vorn Minister Laffer vertreten. Gleichzeitig mit bem Mi-nisterprasibenten treten Dr. linger unb Minister Pretis einen Urlaub an. Den ersteren wirb Dr. Glaser, den letzteren der Handelsminister vertreten. In ber zweiten Halste bes August jeboch nimmt ber Hanbelsminister einen kurzen Urlaub. Die Geschaste seines Ressorts werben wahrend seiner Abwesenheit von Herrn von Chlumetzky gesuhrt werden. Ueber die Stellnng ber Regierung z n ben Wahlett schreibt ein officioser Corresponbent ber „Boh." solgenbes: Mit bemBeginne bes tom-menben Monats trifft Minister Laffer von seinem zweimonatlichen Urlnube hier ein, unb bamit wirb auch der Moment gekommen sein, in welchem die Regierungsaction in der Wahlsrage ihren Anfattg nehmen wirb. Bisher hat bie Action bes Mint-steriums bed Jnnent in bieser Richtung vollkommen geruht; man beschrankte sich baselbst barous, einige formetle Mahnahmen in Angriss zu nehmen und vorzubereiten, alleitt von einer Thatigkeit irn grohen Siyle, wie sie die bcvorstehende bedeutungsvolle Wahlbewegung voraussetzt, ist noch keine Spur zu entdecken. Mit dec Rfickkehr Laffers werben bie Dinge eine anbcrc Gestaltung annehtncn, wenngleich bie Regierung ihre ganze Action itt ber Wahlcam-pagnc auf ein bescheidenes Matz cinschranken will. Dem Parteiengcwoge, sowie den in den Vorder-grund gedrangten Personalfragen gegenitber wirb sich das Ministerium neutral verhalten mussen unb ist dies auch gewillt, wie aus der vollen Passi-vitat ber ossiciellen Organe in ben bisherigen burch Wahlbewegung hervorgerusenen Controversen hervor-geht. Alleitt bie Regierung wirb fur diese Passi-vitat eine Grenze finben mussen, wo bascon« stitutionellcJnteresse in Ge s ah r tommt unb ein thatkrasliges Eingrcisen erheischt. Das Minbeste, was die Verfaffungspartci in dieser Be-ziehung von dem Ministerium verlangen kann, ist cine ftrengc Wahrung des sormellcn Rechtes, eine rascheEntscheidung in allen Streitfallen, corrccte H altung aller Administrativorgane. Diese For-berungen sollen auch bas Terrain umgreitzen, auf welches sich bie Regierung fur bie Periobe der Wahlett zu beschranken gewillt ist. Das Rcichs gericht hat bekanntlich in ber Sache des Dr. Alexanber Dorn, Herausgebers ber „Triester Zeitung", gegen den triester Stabt-rath am 24. April d. I. zu Recht erkannt, bah ber ©tabtrath von Tricst, tttbern er bas Ansnchen bes Klagers um Aufnahmc in die Wahlerliste zu-ritckwies, das Staatsgrundgesetz verletzt Habe. Aus Grunb dieser reichsgerichtlichen Entscheidung wieber-holte Dr. Dorn nun am 9. Mai b. I. sein An-suchen um Eintragung in bie triester Wahlerliste. Allein es ersolgte — batiert vom 20. Juli, Z 8800 — ein Jnborsatbescheid, welcher tautct: „Wirb bem Herrn G-suchsteller zuriickgestcllt, da man vorliegenbem angesichts ber klareu Bestimmung bes § 33, lit. b des stabtischen Statutes, ber ein-zigcn Norm, welche die G.meinbewahlen in bieser Stabt regelt, nicht stattgeben kann." Die ..Triestcr Zeitung" meldet, bah gegen bicfcn Magistratsbescheib ber Recurs ergriffen wurde, unb gibt bem tricfter Stabtrathc folgendes zu 6c- benkett: Vor bem Spruche vom 24. April k onn te es bei gutern Glauben cine verschiebene Anffassung bes Gesetzes geben; n ach bem Spruche gibt es nur Besolgnng ober— Austehnung." — Die Regierung wirb hossentlich basiir sorgen, dah bie Ent-scheibungen des Reichszerichtes rcfpectiert werbett. Sammtlichc prager Ezechenblatter erklaren tvieber bie Reichsrathsbeschickung bei Fort-bauer bes gegenwartigen Systems fur unmoglich. Die Organe ber Altczechen erklaren gleichzeitig gegen-iiber bem „Volkssreunb", bie Rauscher-Partei Habe mentals bie Unterstiitzung ber Ezechen zu erwartcn. Nur roenn griinbliche 23eranbermtgen in Wien ctn* treten, konite iibcr bie Reichsrathsbeschickung biscu-tiert werbett. Doch sei bies nur nach vollstanbigec Uebcrblicfuttg des Wahlresnltates moglich. Attsland. Die „Norddeutsche allgemeine Zeitung" hebt hervor, dah die Aussuhrung der neuen Kirchengesetze uberall emstlich im Gauge ist. Eine genaue Uebcrwachung der Behor-den daruber, ob seitens der katholischen Bischofe den gesetzlichen Vorschristen fiber bie Vorbilbung unb Anstellnng ber Geistlichen entsprochen werde, sei um so nothroenbiger, als bie Amtshandlungen der un-besugterweise angestellten Geistlichen null unb nichtig feictt und eine fur die burgertichen Verhaltniffe be-klagenswerthe Verwirrung herbeiffihrcn mithten. In der letzten Sitzung ber versa illcr Summer stub noch einige Arbeiten, berctt Durch-berathung sich bie Majoritat in ben Kvps gesetzt hat, zum Abschlusse gebracht warden. Paris wirb seine „dem Herzen Jesu geroeihte" Montmartre-Kirche haben, von welcher aus bie Bekehrung ber verdorbenen Seroohner von Belleville unb La Villette systematisch betricbcn werben soll In berselben Sitzung hat auch ber Herzog von Aurnale wegen seiner Ernennung zum Prasibenten bes Kriegs-gerichics im Prozesse Bazaine einctt Urlaub er-betcn unb sind bie Mitgliebcr ber Permaneitz-cotttmifsion geroahlt worben. Letztere wird bereits am Montag ihre Thatigkeit begittnen, unb ba in ihr bie Monarchists cine Majoritat von nemt Stimmen besitzen, im Sinne bes Emoul'schen An-trages als „roeihcr Wohlsahrtsansschuh" wirt^ schaftcn konnen. Die Erlasse der Prasecten von Peruggia unb Ancora, welche aus Gesundheitsrficksichten alleWall -sahrtcn in ihren Bezirken verboten habcn, haben unter den Klericalen nicht geringes Aussehen hervor-gernfen. Sie sinb fiber die beiben Erlasse wfiihend. Es wird bcstatigt, dah Cardinal Antonelli an den Grafett von Paris geschrieben Habe, um ihn zn verattlaffen, die sranzSsische Regierung zu einem Proteste gegen die Mahnahmen der beiben italtem-schen Prafecten zu bcroegen. In ber That roar die ganze Bluthe der franzosischen Legitimisten fur den 2. August zu Assisi erroartet; Herr von Bel-castel und mehr als scchzig Mitgliebcr ber National-versammlung, der General Charette mit feincn Zuaven, ber General bu Temple unb cine grohe Anzahl franzofifchcr Osffzierc sollten dabei stgu-rierett. Dcr Telegraph metbete jungst, dah bas dcu tsche Panzer s chff »Friedrich Karl" einen kleitien spanischen Jnfurgenteu-Dampser weg-genontmcn. Da infolge cines Beschlusses der madrider Regierung die meuterischen Kriegsschiff^ als Piraten auherhalb des Gesetzes erklart und bie befreunbeten Regierungen ermachtigt worde" sind, derartige Schiffe anzuhaltcn, so ist bieser M des dcutschen Kriegsschisses einer factischen Anerfennung ber madrider Regierung gleichzu-achten. In H o l I a u b werben bie Riistungen und Truppensendungen gegen At sch in auf Sumatr" mit grohem Eifer fortgesetzt. Es wirb zroeiselhast gelassen. ob bamit nur ben Fricbensverhanblungen ber gehorige Nachbrucf gegebett ober ber Katnpf ncuert werben foil. Dem mit ber Expcbition be-trauten General van Sroieten rourbe in RottcrbaM bas feiertiche Ausgeleite gegebett. Dcrselbe erhalt, tote bet „Germania" aus Amsterdam geschrieben wird, erstens eine Gratification von 40,000 ft., dann in seiner Eigenschaft als Generalissimus des indischen Heeres ein Activitats - Tractament von 30,000 fl., ferner eine Zulage von 100 ft. taglich bis zum Tage seiner Rllckkehr nach Europa. Falls rr unterwegs stirbt, werden seine Kinder die volle General-Lientenants-Pension erhalten, bis daS jungste majorenn ist. Einige Private in Jndien haben Pramien von 500 und 1000 fl. ausgesetzt fur den ober die, welche die erste niederlandische Flagge aus den Kraton (Residenz des Sultans) auspflanzen Werden. Zur Tagesgeschlchte. — Ein fitrstlicher Setzer. WelcheWerth« !chatzung man der Buchdtucketkunst in Japan beilegt, deweist die vecLfseatlichte Thatsache, bah zur Z-it in der koniglichen Staatsdruckerei im Haag ein Schrift-letzer sich befinbet, roie man wohl nut selten eincn i°tchen sieht. Es ist dies ein Japanese, bet Fittst ^iacao, ein Saitnio etsten Ranges, bet von seinem Hetrschet abzesanbl wurbe, bie Buchbtucketkunst in iider Richtung gtlinblid) zu siubieren. Ec untetzieht seiner Ausgabe mil solchem (Siscr, dah ct tiiglich Btehrere Stunden vot bem Setzkasten zubringt. — Ein le bensg efL htlicher Name. Die ®ettoech8lung des so oft vortommenben Narnens M iit-‘er hat in Berlin ben Too eines Menschen zur Folge Ikhabt. Dem 6 Monale alien Tochtetchen be8 Con-ditot Miillet roar von bem in bernselben Hause rooh-ttenben Doktot F. cine Arznei vcrschtiebcn, welche ItoeistUnblich theelosselweise zu nehrnen roar. Die Arznei ^«tbe gemacht, nachDem jedoch bem Ktnbe einige Ltiffel do®on gegeben waren, stelllen sich krarnpfhaste Zu-~Mngen em, welche bet hetbeizetusene Aczt stir 3ahn- respective Kopskriimpse hielt unb sosort ein Keues Mebicarnent verschrieb. Die Kinbersrau eilte bem Recepl in bie Apolheke, weckte ben Provisor, °kr, nachBem er bas Recept gesehen, die Frau sragte, ®atum fie benn nicht die Medtzin slit bas Mlillet'sche ®inb vom vorigen Abenb geholt Halle, welche noch auf Reposiwrium ftSnbc. Die Kinbersrau erroibette, dah bag nicht mozlich fein tonne, da ja bie Mebizin am ^otigen Abend geholt worven fei, eilte ober, urn die ©ache auszuklaren, schnell zuriick zur Frau Mliller, der fie dte Behauptung bes Pcovifors mittheilte. Hiet follte sich nun bag Schtecklichste aujklaren. Als man tt&mtich baa Etilette an bem am vorigen Abenb ge< fatten Medizinflcischchen genauer besah, ergab sich zum Entsetzen bet Eltem, bah bie Flasche Motphinm ent-jjielt, welches fur ein Fcaulein Mlillet gemacht root« ®en war, bie bavon alle zroei Siunben zwanzig £ro» jjfen nehrnen sollte. Alle sosort angewanbten Mittel, \c schrectlichen Folgen der ungliickseltgen Verwechslung ^ieber gut zu machen, btieben ohne Ersolg, unb bas "fob muhte nach breitagigem qnalvollen TodeSkampse 1 letben. ^vcal- und Provinzial-Angelegeuheitm. Ortgiual-Correspou-enz. , Rudolfswerth, 25. Juli. Ja Nr. 165 des *8aibad)er Tagblattes" befiabet stch auS Steffen bet dericht iiber ben am 19. b. M. in bet Umgcbung ^Tressen stattgefunbenen Octan, unb wit erwarteten . 9Uch auch ben Bericht Uber bas am namlidjen Tage Unserer Gezenb utebergegangene G-roittet, dessen ^orennpunkt die in bet Nah- der ©tabt btftnblichen wcingebirge (gtabtberg, SRazbote unb Gonschberg ^lbeten, weil »ir glaubten, dah bie htesizen Cotre-jtonbenten boch auch biefes so grojjartigen, bisher in le!et Gegenb noch nie vorgekommenen Elemental te,9nisfes gebenfen rolirben. Am 19. Juli d. I. um 2 Uhr nachmittagS e»«uo sich, nachbem detselbe butch etn paar kurze ^onnerschlage eingeleitet wotben, ein Wolkenbtuch mit vagel, welcher von einem roinbhosenahnltchen Sturme ~e9leitet war. Dieser Wolkenbruch htelt dutch eine “»He SDiertetflunbe mit soldier Gewalt an, bah sich “n fast augenbltilich alle SSeniefungen schuhhoch mit affer sUflten, abhLngige Lagen total abgeschwemmt toutben unb stellenweise bort, wo vot weaigm Minuten noch llppige W-ingarten unb Felder stanben, nut mehr kahle Felsenmaffen zu sehen waren. Aus Felbern,";2Biefen unb Garten, wo es nie* manb fUt mLzlich gehalten HStte, fanben sich Steine von oft mehr als einem Zenlnet Gewicht, ja bei UntertLpliz war aus einem bortigen ©teinbtuche ein FetSbtvck, welchen biet Paar Ochsen nicht zu sUhten im ©tanbe gewesen wiiten, sortgeschwemmt, ja sogat eine fleine Sttecke bergan getriebcn wotben. Nach bem Wolkenbtuche gab es uttter sottwahtenbem SBttthen bes Sintmes eine Pause von einet Minute, wotans wiebcr butch eine ganze Viettelstunbe trodCener Hagel von bet Grtijje eines HUhneteies in solchet Menge pel, bah die ganze Gegenb mehrere Zoll hoch mit Schlohen bedeck! roar unb einem Eisselbe glich. WaS nicht fchon ftlihet butch ben mit Wolken-btuch vermifchten Hazelschlag zetstort roar, rourbe nun ganzlich vernichtet — unb so writ bas Auge reicht, sieht man nichts als eine bbe Gegenb mit ganzlich entlaubten Biiumen, verfiiimmelten Weingarten unb niebergesdjmetterten Feldstiichten. Ursprlinglich Jam das ©emitter vvn Dsten, dann ein zwriteS bon ©iiben, ein bcitteS vvn Westen, unb biese brei Unroetter trasen gerabe ober ben W:in-gebirgen Stabtberg, Razbote unb ©ortfchberg zusammen unb vvllslihtten bort mit bamonifch:r Gewalt ihr Zet-stLtungSwetk. Auf bem grbhten Theile biefer Weingtirten ist bie Rinbe von den Reben loSzeschlazen und nicht ein heutiget Ttieb ungeknickt geblieben, ja es ist bas Auf« sinben eines, roenn auch seht beschabigten ©lattes aus ben meistenTheilen biefer Weingebirge einPhanomen! Dah bet Sturm unzahtige Getreibeharsen um-gestlitzt, unzahtige Gebaube theitS befchabigt, theils vernichtet hat, war nut eine unauSbteibtiche Fotge bet Hestigkeit desselben. Die Leser werden in bet Sage fein, sich an-nahemb einen tichligen Begtiff vvn bet Hestigkeit bes Geroitters zu machen, roenn Ihr Sorresponbent auf Ehre versichert, bah er als Besitzet einet bet gtoheten SergrealitSten am Stabtberge H:tr vvn 21 Stuck unbefchSbigten MuSkatellerttauben ist, welche sich an feinem Weingattenhause zufSUig in einet geschiitzten Sage besanben — unb bies ist seine ganze Fechsung flit heuer unb votauSsichilich noch flit einige Jahte, weil bet gtijhere Thetl bet Reben abgetrieben roet-ben muh. Dutch biefes Etementarereignis sinb viete sonst ziemtich gut gestetlte Lanbroitthe unb barunter ini« befvnbere bie Einwohner bet Octfchast ©eibenbvtf, beren Umgebung wie vom Fetter zetstort aussieht, an ben Bettelstab gebracht wotben, roeil ihnen nicht nnt bie Weingiitten zn Grunbe gingen, sonbern auch bie ganze ©ommetfechfung unb bet grbjjte Theil bet noch nicht eingeheimsten Winterfrucht vernichtet ward — unb viete, insbesonbere bie verehlichten Einwohner mit ihren Famitien, bem unvermeibtichen Hunger pteiS-gegeben sinb unb nut butch bie schleunizste Hitse-leistung gerettet roetben tbnncn. Die hiesize k. k. BezirkShauptmannschast hat mit HSchst anerlennensroerthem Eifet bie Echebungen ge« Pflogen unb biefelben bet hohen Sanbesregierung mit ber Bitte um Ecroirkung einet Staatsfubvention unter« breitet, unb so wollen wit hoffen, bah flit die Un< glllcklichen entfprechenbe Hilfe nahe fei! Wenn roir heute, am 6. Tage nach feem Un« glUie, noch auf offenen Lagen unter angeschweinmtem Grafe unb Mvfe Schlohen von ber Grofje einet Haselnuh sinben unb uns in ber Waldung Jakovec aus ben bottigen Grbtrichtern noch hunberte von Metzen Hageltvrner zur Versiigung stehen, so empfin-ben roir nut wieberhott bie Einbtiicke bes erlebten UngliickeS, allein : Je gtohet unset UnglUck ist, befto grStz-m Muih unb befto gtojjere Energie milffen roir bernselben ent* gegenstellen. ----------- — (Ernennung. ). Se Majestat bet Kaiser hat Hertn Dr. Emit Ritter von StLckt zum I. k. Re« gierungsrathe unb LanbeSfanitatsreserenten in Kcain ernannt. — (Die freiwilligeFeuerwehr) $af f morgen eine Nachtiibung ab. Um bie Leitmannet zu fchuten, fotten biefe liinftightn abroechsetnb bei ben grijheren Uebungen bas Eommanbo siihten; slit morgen ist bassetbe bem zweiten ©teigerteitmann Hettn Bamberg ttbertragen. Die Mannschast versammett stch morgen abenbs 8 Uhr im Hauptbepvt. — (Humane Spe nben.) Zur Unter-stiitzung armer ©tuDenten am Gymnasium in Gottschee roibmete Hett Johann Hočevar, k. k. R-zietungStalh, ben Bettag von zehn Gutben. Fernet fpenbetc flit biefelben Hsrr G. Gvaiz, stabtifcher Zimntetmeistet in Laibach, eine anfehntiche Partie Zeichenrequistten unb bebachte zugleich bie Leht-mittetsammtung mit einem roerthvollen G-schenke. — Mbzen sich bie Wohlthater butch ben Dank bet fiubietenben Juzend unb butch bas Bewuhtfein getohnt fttiben, zur Fbrbetung einet jungen Lehtaastalt mit* geroirkt zu haben. — (Die Sommer-Li edertasel) be* Mannetchotes ber philhatmonifchen Gesellfchast ftnbet, roie roir Horen, kommenben DonnerStaz im Casino-garten statt. Der (srete) Eintritt ist bekannttich nut ben Gesellschaftsmitgliebern gejlattet. — (Die stadtische Wachmannschaft) erschien gestern bas erstemat in ihtet neuen Uniform, bie berjenigen bet wiener Palqeimanttschift ahnlich unb bie heimischen Wachmanner seht geschmackooll kleibet. — (Petitionssturmsiirbie Jesuiten in Repnje.) Nach Metbung bet „Danica" roirb vvn nicht roeniger als vier ©eiten her flit bie Erhal-tunz ber Jesuitennieberlaffunz in Repnje agitiert. ES verwenbet sich namtich in etstet Linie bet Fiitst« bischos von Laibach beim Ministetium fiir bie Be-taffung bes aufgehobenen JesuilenmiffionShauseS; bet katholische Serein richtet eine Denkschrist in biefer An-getegenheit an ben piipstlichen NuutiuS; bet kathotifch-politilche Serein richtet eine Bittschrist an ben Cul-tusmintster; bet Kletus fammelt ernpsehlenbe Zeag-niffe von Gemeinbcn unb beren Sertretungen, roornoch bie Jesuitennieberlaffunz in Kcain, roeit entsernt, iit irgenb roelchet Hinsicht gemeinschabltch zu fein, Diet* mehr flic Volk unb Ptovinz vom grbfjten Nutzen unb Vottheil begleitet ware. Eine Beleuchtung biefer auhet-orbentlichen Gemeinnlltzlichkeit haben wit wieberhott geliesert. Jetzt veroffentlicht auch „Slov. Narvb" fiber bie Folgen ber Jesuitenmiffion in St. Martin bei Krainbutg svlgenbes: Bor turj’m hietten bie Jesuiten in St. Martin bei Ktainbutg ihte Mission. Die Pcebigten waren seht exaltiert unb in oieter Rtchiunz o argerniserregenb, bah bie Leute erklarten, solche Worte vvn betKanzel noch nie vernommen zu haben. NatUrlich slrbmte bas Lanbvolk aus ber nachsten Umgebung maffenhaft hetbei. Maria unb Antonia Debeljak, vulgo Kocjan, aus Strasisch, gehbrten zu ben lleihigsten Besuchetn ber MtssionSptebigten. Als bie Jesuiten bann in bet nSchsten Umgebung an anberen Otten Miffionen abhielten, liefen bie beiben ftliher genannten Schwestem ihnen iiberatt nach unb bachten tiberhaupt an nichts mehr, als an bie Prebigten bet Jesuiten. Balb fingen bie beiben Jesuitenverehrerinnen Don Gtauben, Klostet, Gebet unb Hblle zu phantafte* ren an unb rourben in Kiitze vollkommen narrijch, obroohl fie ftlihet immet ganz vetstanbig waren unb auch in ihtet Famitie nie ein Fall von GeisteSstbtunz botkam. Antonia Debeljak befinbet sich nun im laiba* chet Jtrenhause, ihre Schwester Maria ist seit tangent ganz abgemagert, phantafiert in eincmfort vvn Hblle unb Teasel unb geht ihrer AuflLfunz entgegen. Aach in Heiligenkrenz bei Neumarttt hietten bie J-sniten vot nicht langer Zeit eine Mission. Die fanatifchen Prebigten Uber bie Dualen ber HSlle erzeugten bei einet SQituerin bie Jbre, es brenne in ihr ob ber be-gangenen ©Unben, so bah fie, um bie Hitze zn loschen, ins Wasset sprang. Die Jesuiten sinb Ubrigens noch immet in Repnje unb scheinen bisher wenig Lust z« zeigen, ihre Anfidelung zu vertaffen. _ (Die ©aulotterie bet philhatmo* nischen Gesellschast) hat feit unserem tetzien Bericht feine nennenswerthen Fortfchritte gemacht. Die bamats vvn bem SBersenbungscomitč gefasjten B-schliisse blieben — auf dem Papier. Von einer regeren Theil-vahme am langweiligen VersendungSgeschLfte ist mil sehr geringer AuSnahme burchauS teine Rede; es liegen rioch^immer s e h r vie l Lose unversendct im Bureau. Das Dauiencomit6, von dessen Milwirkung beim LoSabsatz gerade die matzgebendsten Personlichkeilen sich so crsreuliche Ergebnisie versprachen, ist noch gar nicht einwal zu einer Besprechung eingeladen: kurz es fronti die ganze Angelegenheit in sehr bedenklichem Grade, der Karren scheint ties im Sande vcrsunken. Bei solcher Sachlage, die uns von sehr eingeweihler Seile geschildert worden, richten wir im Namen bes Publi-cums, im Namen der Gewinnstspender, im Namen der GesellschaftSmitglieder an die Gesammidirection der philharmonischen Gesellschaft die ernste Auffolderung: alte KrLfte einzusetzen, um das ansangS so vielver-sprechende Unternehmen zum moglichst gunstigen Ab-schlusse zu bringen. Ueber die Schwierigkeit und die Giotze des Unlernehmens mnhle man sich ja von vornherein klar sein, man mntzte wiffen, datz es nur mil alien, mit v e r einten Kriisten durchzusiihren; datum mUffen alle persLnlichen Neignngen, Frozen rein persLnlicher Natur vor tern ©inert Zweck znriicktreten und al 1 e6 sich diesem unterordnen. Die Direction der philharmonischen Gesellschaft und die letztere selbst zahlt tiichtige und ehtenwetthe Kraste genug, die das erstrebte Ziel sicher erriugen helfen lintnen, roenn der unerschlitterliche Wille dazn vothandcn. Also noch einmat: VorwartS, hitiroeg mit dent Schttndtian, fort »tit etwaigen MiShelligkeiten. Bei der schon so toeit vorgeriickten Zeit ist die angeslrengtejle Thatigkeit der bestcn KrSfte noihwendig, und roahtlich, die Sache ist wohl des Schweitzes auch der Edlen wetlh. Wird wan diese ernste und getpif nur aus fcem lebhastesten Jnteresse stir die altehtwUrdige philhatmonische Gesellschaft eingegebene Mahnung Ubethorcn, so ist das unauSbleiblich, was wir um der Gesellschaft, um unferer Stadt willen lebhaft bedauern wiirden — cin griiuliches Fiasco. — (Bei dem Congress e der GSrtner u n d G a r t e n f r e u n d e), der ant 20. August in Wien stattfindet, wird Herr Metz aus Laibach solgen-den Antrag stellen: Der Congretz wolle beschlietzen: Es fei das hohe HandelSministerium zu ersuchen, dahin zu rcttfen, dah die unverhiillnismatzig hohen Tarife fiir Pflanzenfendungen auf der Slidbahn conform an-deren Bahnen bedeutend herabzufetzen feien, da gegen-tcfirtig die Tarife der SUdbahn die dreifache Hijhe deren anderer Bahnen haben. — (Ausmusterung von Heng sten.) Von der Landescommisston fiir Pserdezucht in Krain wnrden am 26. Juli in Sello im Beisein des Herrn k. k. GestlltsinspectotS G. M. Men gen solgende Hengste zur Ausmusterung beantragt: Justice, Gydran, Dahoman, Eacromoso, Goldsnider, El Bedavy (Ge-stiitShengste), Bagnolett und Roqnetoll" (Pinzgauer). Don diesen 8 Hengsten kommen 3 in Mililar-Bildnngs-anstalten, wLhrend Gydran, Eacromoso und El Bedavy sowie Bagnolett und Rcqueroll mit dcn zwei aus« gemusterten deS Kiistenlandes, Arial und Mohr, nach Knndmachung in Laibach als Hengste licitando ver-autzert werden. Fiir die 2 Pinzgauer ist der Ersatz bei den PrLmiierungen in Krainburg und NadmannS-dorf in Aussicht genommen; fiir Gestiilshengste folgt der Ersatz theils aus der Normandie oder England, lheils (4) aus Radavtz (ConversanoS), wobei auf die zuer-richiende neve Station Trojana Riicksicht genommen wurde. — (Ueber die kra in er Fo rsta n s stel-lung), deren wir bereils anSfvhrlich gedacht, berich-tet die ..Internationale AusstellungSzeitung", wie folgt: Die trainifche Forstausstellung ist elwas fcUrfttg aus-gefallen. Die Stammscheiben find in einer solchen immer das Fundament; hier find manche intereffante zu sehen, unter ondcrn diejenige einer Tanne von 63 Zoll Stockdutchmeffer mit 260 Jahresringen aus Kanker bei Krainburg. Aus dem gleichen Revicre find ouch ScheibenauSschnitte von durch Viehbitz verbuttelen Holzpslanzen auSgestcllt, welche bte Zuwachsverluste durch die Waldweide ad oculos demonstrieren. Zahl- reich find die Holzwaren der krainer HauSindustrie, daruuter manche, z. B. Wiegen, Mulden, Ktibel, ori-ginell verziert. Eiuen nicht unbedeutenden, durch Pro-ben illustrierten GewerbSzweig bildet die Schachtel-und Siebmacherei, auch Parquettafeln find in schoner Auswcihl vorhanden. Eine eigenthllmliche Gestaltung zeigen die Holzschuhe der Oberkrainer, deren den Fuh deckender Theil aus slattern Lindenbastgeflecht angefer-tigt ist. Dah der Holzreichihnm des Landes noch nicht emfptechend verwetlhei werden kann, zeigen die vielen Muster von Holzkohlen. Modelle von TranSportmit-teln, Kohlenschoppen, Kohlerhlltten, Torstrockenhansern rc. bringen AbwechSlung in die Gintijnigfeit der Ma-terialanhanfungen. Eine Sammluug von Holzhauer-werkzeuzen, cine graphisch-stalistlsche Darstellung der sorstlichen Verhallnisie des Landes Ktain runden das Gesammtbild ab. Eine fteine Staffage aus demfelben ist erwahnenkwerth: Felle und KleidungsstUcke von dem Billich. Dieselben stammen aus Altenmarkt in Unterkrain; der Billich abet ist der Siebenschlciser oder die Rellmaus, Myoxus glis, cin Nagethier, dessen Fang eine nicht unethebliche Nebennutzung der krainer Forstwirthschaft liefett. Die Thiere werden in besondere Fallen vetschiedener Form — fie find cben-falls auSgestcllt — gefangen; das Fleisch gilt als ein Leckerbissen; befanntlich haben schon vie alien Romer die Siebenschlciser in besonderen Gliriarcis gemastet; daS Blllichsell ist cin billiges Pelzsutler, besonderS zu ben tanbečiiblichen Billichmiitzen sehr beliebt; das Fett wird als Heilmiilel fiir cffene Wunden und Contusto-nen bei 3)Zenfchen und Hauslhieten vetwendet. Son-derbar, bah heulzutage der Jialiener in ben Nachbar-lanbctn sich mit Abscheu von bet ihm unetllatlichen Goutmanbise des billichliistctncn KtainerS wegwenbet, dem et dcshalb ben Beinamen „Rattensreffet" gegeben hat. Eine Tasel Billichselle wit 16 Stiick kostet 60 bis 70 Krcuzer; in teichen Mastjahten — wenn die Bucheckcrn vvll gcdcihen — vetmogen Inner- und Unterkrain eltca 50,000 solcher Taseln zu liesern, welche einer Billichausbcutc von 800,000 Stiick gleich-kommen; der Absatz ist UbrigenS immer noch gering. JedensallS ferbient diese Forstucbennutzung als eine anderroiitts nicht votkommende besonbctS regiftriert zu wetden. Auhethalb des krainer Pavillons find noch manche intereffante Gegenstande gtuppiett, unter wel-chen besonbers ein Holzwaggon fiir ©chienenbahnen die Aufmetksamkeit in Ansptuch nimmt; daneben fin-den sich Stammausschnitte, Fahdanben, Totsptoben unb schone Schiesetplatlen. Eingesendel. Allen Kranken Kraft und Gesundheit ohne Biedizin und ohne Kosten. Revalesciere du Barry uou London. fteittc Krankheit vermag der telicaten Eevalescičre du Barrj iu widerstehen, und Cefeitiat biefetbe ohne Medizin und ohne Kosten alle Magen-, Nerven-, Brust-, Lungen-, Leber-, Dritsen-, Schleimbaut-, Athem-, Blafen- und Nicreuleiden, Tuberculose, Schwindsucht, Asthma, čuften, Unverdaulichleit, BerstoPsnng, DiarrhSen, Schlafloflgleit, Echwilche, Hamo^.hoiden, Wassersncht, giebet, Schwindel, Blutausstei-gen, Ohreubrausen, Uebeileit und Erbrechen selbst wahreud der Schwau-gerschast, Diabetes, Melancholie, Abmagerung, RheumatiSmuS, Gicht, Blelchsucht. — Auszitge aus 75.000 Certifiealen iiber Genesungen, die aller Diedizin widerstanden, werden auf Berlangen franco eingefeitbei. Nahrhafter als Fleisch erspart die Revalesciire bei Erwachscneu und Kinder« flluszigmal chreu PreiS in Arzneien. In Blechbiichieu von ein Halb Pfuud fl. 1-50, 1 SBfb. fl. 2 50 8 Pfd. fl. 4-50, 5 tzfd. 10 ft., 12 Pfd. 20 ft., 24 Pfd. 86 fl. - Ee-ralesci&rfi-Biscuiten 111 BUchsen iL fl. 2 50 unb fl. 4'50. — Eevalesci^re Chocolates in Pulver und in TableNen fiir 12 Tasfen fl. 1-50, 24 Tasfeu fl. 2-50, 4 Xanen fl. 4-50, in Pulver fiir 120 Tasfen fl. 10, fiir 288 Tassen ft. 20, fiir 576 Staffer fl. 36. — Zu beziehen durch Barry du ti a r r H 6 Comp, in Wien, WallflschgraBse Nr. 8, inLalbaoh bei E. Malir, fowie in alien ©tabten bei guten Apothelcrn und ©#e* ze reihiindlern; auch verfendet das wiener HanS nach alle« Segcnden geqen Bostanweifung oder Nachnahme.___———■ Witterung. Laibach, 28. Juli. Morgens heiter, batut sehr hcitz, nachmittags Haiifen-wolken langs der Alpeu. SBSirae: Morgens 6 Uhr -| 17 8°, nachmittags 2 Uhr + 27 6° C. (1872 +32.6° 1871 + 20-8°.) Barometer: 738 57 Millimeter. Das gestrige Tagesmittel der Sarine + 21’2, um 16 iiber bem Normale. Druck von Jgn. 6. Llcinwahr & Krv. Bamberg in Laibach. Berstorbene. Den 26. Juli. Agnes Erjavc, Jnwohnerin, 72I., Civilspital, Dysenterie. — Alois FlorianUi, SchuhmacherS kind, 2 M. un d26 £., Stadt Nr. 96, Atrophic. Den 27. Juli. Alois Fnx, Spimifabriksarbeiter, 52 I., Polanavorstadt Nr. 60 gahe am Schlagflusse infofge^ von Krampfzustanden. — Anna Leopold, Maschinsiihrerskind, 2 M. und 14 T., Bahnhofgasse Nr. 114, Fraisen. Angekommene Fremde. Am 27. Juli. ISotrl Stnilt Wien. G. Cetir, D. Cerir, Tiifser. - ■ Knaus, Gcschiistsm., Karnten. —■ v. Braunizer, k. k. ObkrfLrster, Jstricn. — Segnian sammt Gemahlin, Ksm., Trirst. Hotel Klel'ttnt. Heinricher, t. k. OberlandcSgcrichtS-rath, Graz. — Hamtlmayr, Kfm., Lillz. — Pintar, Psar-rer, Oberkcain. — ©aubolfo Redaeteur, sammt Familie; Delles sammtGcmahllii; Gentilomo, Kfm.; Mitri; Forg, sammt Familie, k. k. Postcontcolorsgaltin, Triest. — Jr-!ič, !. k. Notar, Gurkfcld, -- Jerouschck sammt Tochter, k. f. Bemksrichter, Feistriz. — Puringer, Bcamte; Brcn-ner, Louise Koburat, Wien. — Wagner, Rndolfswerth. — BSmches, Apolhekersgemahlin, ©urtfelb. — Hulewi;, Rutland. — Valencii, Privatier, Jll.-Feistritz. Hotel En ropa. KoSliner, Kfm., Miiiichcn. — Dr. Baron Lichtensels, Wien. Sialrlselier Hof. Sennit, ©cfiioiic. Hnlser von Oesterreicli. AnZur, Littai. — Mater, Privatier; Ludwig, Lehrer; Fitz, Bergodjitnet, Sagor. Molii-en. Grafnettr, Dimnist; Delgam, Tifchlermeister, Laibach. - Josefa Banman, Marburg. — Kriziira", Commis, Graz. Vodnik, Gcschaftsm, Wien. —Kotz-teinschek, Holzhandler, Villach. — Httlh, Kanzlifi, Grei-fenburg. Ji! finem bicftgrn Cofe werden ein Zntrager, ein Marqucur und ein Lehr-junge sogleich auf genommen. (395—2) Auskunft ertheilt das Annonccn-Bnrcau in Laibnch, Hauptplatz Nr. 113. faibfldjrr Schuiimmschiile. Um Misverstandnisscn vorznbeugen, wird den p. t. Bade-giifleit wiederholt znr Nachricht gcbradit, datz die fiir die Damen zur nu6fchlief?lid)fii Beniitznng reservierte SfJ* von 10—H1/, (elf cin Halb) Uhr vormittaas fcstqesetzt lst. Laibach, im Jnli 1873. (398) Die Ulttevnehmung. Wiener Borse vom 26. Jult. Stttatsfonds. 5(1 ere. Rente, iifl.Pap. dto. bto. oft. in ©itb. Lose von 1854 . . . . Lose von i860, ganze Lose eon i860, Fiinfr Pramiensch. v. 1864 (ii'undontl. - Obi. Eteiermark zu 5 p^t. Karnten. Krain. u. Kiistentand 5 „ tlngaru zu. - S ,, Kroat. u. Slav. 5 „ Bicbettbitrg. zu 5 „ Action. Nationalbank .... Union - Bank . . . , Creditanstalt . . . 11. o. Eseompte-Ges. Anglo.-osterr.Banl . Oest. Bodeuered.-A.. Oest. HyPoth.-Banl. Strier. iLscompt.-Bt. Franco - Austria . ■ tfaif. S-rd.-N°r°b. . Sttbbabu-Gefellfch. . »aif. Llilabeth-BahN. Karl-Lubwig-Bahu. . eiebenb. liifenbahn . ®taat«bahn .... Kaif. Franz-IoscfSd.. gtinft.-Sarcfer S.-B. MfSlb-Fium. Bahn . Pfandbriefe. Hatton. S.W. verloSb. Bag. Bod.-Lreditaust. «Mg. 0,1 Sob.,trebit, bto. in 88 3. ritckz. . Geld 08.-72.eO 92.25 102.— 112 50 129 50 Ware 68.15 73.— H3.— 102.50 113.50 130 ^9.50 75 60 78. - 972.— 126.- 215.50 920. 103.— 250.— 91.— 90.50 76.50 80.- 975.— 127.— 216.-- 930. 164.— 252.— 69.-- 2100 187.— 219.- 218.50! 148.- 335.— 212.— 161.— 70.- 2105 188.- 220.- 219. 150.- 336. 213.- 155!— 110.— 19.— 130.25 lio!- 91.— 103.— 90.20 83.— 99.75 87.- Ocfl. HYPvth.-Bank. Prioritats-Obl. Slldb.-Ges.zu 500 Fr. dto. Bons 6 pEt. Nordwb.sioo fl. CM.) Sieb.-G.(2oo fi. o W.) Staatsbabn pr. Stiick StaatSb. pr. St. 136? Rudolfb. (300 fl.o.W.) Franz-Ios. (200 fl.S.) Lose. Credit 100 fl.o. W. . Don.-Dampsch.-Ges. zu 100 fl. CM. . . Triester 100 fl. CM. dto. 60 fl. o.W. . Ofener . 40. fl. 8.W. Salm . „ 40 „ » • » 40 „ Elary . „ 40 „ St.GenoiS, 40 „ xuatbftem . 20 „ Keglevich . 10 „ Swbotfgjtift. 10 „ Weehsel (3Mon.) «ng»b.ivofl.Md.W. Franks. 100 fl. „ „ Lonbon 10 Ps. etcrL Parts 100 gtance Mdnzen. Kaif.Miinz-D-caten. 5.28 20»Sranc8|til