Bezugspreise jjiir Gsterreicb-tlngar» ganzjährig K 4 — halbjährig K 2'— zjiir Amerika: ganzjährig D. 1-25 Hur das übrige Ausland ganzjährig K 5'20 Briefe ohne Unterschrift werden nicht berücksichtigt, Manuskripte nicht zurück« gesendet. Erscheint mit einer illustrierten Beilage „IDanbermappe" am 4. und 19. eines jeden Monates. Bestellungen übernimmt die Verwaltung des Hottfchcer Boten in Gottschee, Hauptplatz 9ir. 87. Berichte sind zu senden an die Schriftlcitung des Hottschcer Molen in Gottschee. Anzeigen (Inserate) werden nach Tarif berechnet und von der Ver-waltung des Blattes übernommen. Die „Wandermappe" ist nur als Beilage des Gütliche er Boten erhältlich. Postsparkass en-Konto Sir. 842.285. Verschleißstelle: Schul-gasse Sir. 75. Ar. 5. Aottschee, am 4. März 1906. Jahrgang III. Freie Ehe. Die Freimaurer und die mit ihnen verbündeten Jndenliberalen und Sozialdemokraten wollen nicht nur die Schule entchriftlichen, sondern auch die Familienbande zerreißen. Erfteres hoffen sie zu erreichen durch den Verein „Freie Schule", letzteres durch den Verein „katholisch geschiedener Eheleute", indem sie unter dem Schlagworte „Ehereform" darauf hinarbeiten, daß die katholische Ehe zu jeder Zeit aufgelöst werden könne und jeder Gatte den anderen nach) Belieben verlassen dürfe, uni sich wieder mit einer anderen Person zu verheiraten. Da aber dies nach den bestehenden österreichischen Gesetzen (bürgerliches Gesetzbuch § 111) nicht gestattet ist, so trachten sie durch eine an den Reichsrat gerichtete Massenpetition eine Änderung des betreffenden Gesetzes in ihrem Sinne zu erwirken. Wie sollen sich nun treue Katholiken dieser Frage gegenüber verhalten? Vor allem dürfen sie nicht vergessen, daß eine gültig geschlossene und vollzogene Ehe nur durch den Tod gelöst werden kann, daß daher bei Lebzeiten des anderen Gatten feine zweite Ehe eingegangen werden darf. Das ist nicht etwa eine menschliche, kirchliche oder staatliche, sondern eine göttliche Anordnung. Denn kein Geringerer als Christus der Herr selbst hat den feierlichen Ausspruch getan: „Ein jeder, der sein Weib entlaßt und eine andere heiratet, der bricht die Ehe, und wer eine vom Manne Geschiedene heiratet, der bricht die Ehe." (Luk. XVI, 18.) Nicht ein Kirchenlehrer, nicht ein Apostel, auch nicht ein Engel, sondern Gott selbst, die ewige Wahrheit, erklärt somit die ehelichen Bande als unauflöslich und die Wiederverheiratung Verehelichter als Ehebruch, als Sünde. Die Unauflöslichkeit der Ehe ist somit ein göttliches Gesetz. Darum ist jedes auf die Auflösung der Ehe und die Wiederverehelichung Geschiedener abzielende Unternehmen ein gottloses Unternehmen und jedes eine solche Auflösung und eine solche Wiederverehelichung ermöglichende und in Schutz nehmende Gesetz ein verwerfliches Gesetz, durch welches die Zahl der „wilden" Ehen nur vermehrt, der Zuhälterei Tür und Tor geöffnet wird. Denn, wohlgemerkt, sündhafte Zuhälterei ist und bleibt vor Gott trotz der gegenteiligen Bestimmungen menschlicher Gesetze ein derartiges Zusammenleben vom rechtmäßigen Ehegatten getrennter Eheleute. Aber, sagt man, die Kirche kann aus triftigen Gründen Ausnahmen gestatten, sie kann dispensieren. Nein, von einem göttlichen Gesetze kann sie nicht dispensieren; denn was Gott ungeordnet hat, kann der Mensch nicht ändern, und wäre er auch Papst oder Kaiser. „Was Gott verbunden hat, das soll der Mensch nicht trennen.-" (Matth. XIX, 6.) Könnte die Kirche das, sie hätte es schon mehr als einmal getan; gewiß im 16. Jahrhundert, als der König von England Heinrich VI1L, der nach siebzehnjähriger Ehe seine fromme Gattin verstoßen hatte, eilt anderes Weib nehmen wollte. Hätte der Papst es erlaubt, ganz England wäre heute noch katholisch; denn nur, um der Kirche zu trotzen, fiel der König ab und riß sein ganzes Volk von Rom los. Aber die Kirche hat lieber, wenn auch mit blutendem Herzen, ein ganzes Reich sich entreißen lassen, als die Verletzung eines göttlichen Gebotes gestattet. Wohl haben Päpste geschlossene Ehen oft für ungültig erklärt, weil der Eingehung derselben Hindernisse entgegenstanden, die eine gültige Die Ortsnamen der deutschen Sprachinsel Kottschee. (!Ä/Fortsetzung.) Das „Fried" dürfte eher eine Einfriedung bezeichnen, ähnlich wie im Ortsnamen Friedhag oder auch im Worte Friedhof. Friedberg in Hessen-Darmstadt wird entweder von einem Personennamen abgeleitet oder auch nach der Umfriedung gedeutet. Auf unserem Friedeusberg soll einst ein Wetterloch gewesen sein, aus dem es rauchte und der Hagel kam (wie am Eliasberg bei Graflinden). Deshalb habe man dort endlich dieses Loch verschüttet und die jetzt weithin sichtbare Kirche gebaut. Der Name von Töplitz! ist sprachlich zwar leicht zu erklären. Toplice = heiße Quelle, Warmbad. Töplitz oder Teplitz (vom tschech. teply = warm) ist der Name von mehreren Badeorten mit Thermen in Krniti, Kroatien, Böhmen und Ungarn. Aber sachlich stimmt es bei uns nicht. Es gibt dort keine Therme, keine heiße Quelle; man müßte denn entnehmen, daß es früher einmal dort eine solche gegeben hätte, die sodann verschwunden wäre oder sich abgekühlt hätte. Oder sollte unser Töplitzl nur in relativem Sinne zu fassen sein, etwa so wie bei Göttenitz neben Kaltenbrunn auch „warmer Brunn" (1770) vorkommt? Eine Wasserader ist nämlich allerdings dort; aber warm ist sie nicht. Im alten Urbar kommt übrigens diese Ortschaft noch gar nicht vor. Es ist ja auch möglich, daß dieses kleine Töplitz, Töplizel, slov. Toplice male, ein von den ersten Bestedlern mitgebrachter Name ist, d. H., daß dieselben aus einem ändern Töplitz gekommen sind und der neuen Ansiedlung den Namen ihres alten Heimatsortes gegeben haben. Wir haben da in Kram den bekannten Badeort Töplitz, wir haben Döblitsch bei Materie im Tschernembler Bezirke, dann allenfalls Töplitz bei Millstadt in Kärnten und Töplitsch bei Paternion in Kärnten. In der Gegend von Stockendorf ist noch jetzt die Erinnerung im Volke lebendig, daß die ersten Ansiedler aus Kärnten stammen. Im Tschernembler Bezirke gibt es noch einige wenige Gotisch eer Ortschaften oder Ortschaften mit gemischtsprachiger Bevölkerung, die nicht sämtliche zum Gebiete des ehemaligen Herzogtums Gottschee gehören. Da ist z. B. Wertschitsch, slov. Verčiče, in der Gemeinde Semitsch; die Gottscheer sagen Drtschitsche. Ob das von slov. vrčič (vrč) Krüglein herkommt, möchten wir bezweifeln; wohl eher von vrh = Höhe, Höhepunkt, auch Weinberg. — Auch Rosental, d. i. das Blumental, das blumige Tal (Rožni dol) gehört zu Semitsch; das Deutschtum dortselbst ist aber so ziemlich ausgestorben. Ehe nicht zustande kommen lassen; aber das war keine Auflösung der Ehe, sondern die rechtmäßige Erklärung, daß eine wirkliche, gültige Ehe niemals bestanden hat. Daher ward dann solchen Scheineheleuten stets erlaubt, sich anderweitig zu verheiraten; denn dies war dann nicht eine zweite, sondern tatsächlich die erste Ehe. Was die üblen Folgen leichtsinniger Zerreißung der Familienbande anbelangt, so schildert sie kurz und treffend der Präsident der Vereinigten Staaten Nordamerikas Roosevelt, ein sehr fortschrittlich gesinnter Mann, dazu noch Protestant, also ein gewiß unverdächtiger Zeuge. In seiner im März 1905 auf dem Nationalkongreß der Mütter gehaltenen Rede sagte er unter anderem: Die Leichtigkeit der Scheidung ist ein Verderben für das Volk, ein Fluch für die Gesellschaft, eine Bedrohung des Heimes, eine Quelle des Unglücks für Verheiratete und eine Anreizung zur Unsittlichkeit, ein schlimmes Ding für die Männer und ein noch schlimmeres für die Frauen." Diese Worte sind um so beachtenswerter, da sie aus dem Munde eines Mannes kommen, welcher die durch die Ehescheidungen angerichteten Verwüstungen im eigenen Lande — Nordamerika ist das klassische Land der Ehescheidungen — also aus nächster Nähe zu beobachten Gelegenheit hat. . r , Was wird mit den Kindern geschehen? Die,e werden beim Wechsel der Ehen seitens der Eltern einem ungewissen Schicksale anheimfallen und je mehr Kinder aus verschiedenen Ehen in einer Ehe Zusammenkommen, desto schlechter wird es um ihre Erziehung bestellt sein. „Meine Kinder und deine Kinder haben unsere Kinder geschlagen," dieses geflügelte Wort wird dann in potenziertem Grade an Bedeutung gewinnen. Oder es wird das geschehen, was von gewisser Seite in Aussicht gestellt wird. Das „Katholische Vereinsblatt" schreibt nämlich: „Weil die Kinder doch nicht wie das Gras zwischen Pflastersteinen gedeihen können, sondern fremder Pflege bedürfen, diese aber von ihren gottentfremdeten Eltern nicht erwartet werden kann und nicht geleistet werden will, so sind große gemeinschaftliche Aufbewahrungsanstalten gedacht und geplant, wo die Kinder Ammen und Pflegerinnen finden, die vielleicht schon zwanzigmal verheiratet und ebenso oft geschieden sind und nun ferne Genossen ihrer Leidenschaft mehr finden, die zu nichts mehr sonst verwendet werden können als zur Verabreichung sittlich verpesteter Milch und zur Reinigung der kleinen Leiber." Nicht wahr? Es sind recht nette Zustände, welche unsere Gegner anstreben. Freie Ehe, freie Schule, frei von der Religion, frei von Gott und folgerichtig auch frei von — Himmel und Seligkeit! Unsere Pflicht ist es, mit allen gesetzlichen Mitteln diesen zersetzenden Tendenzen entgegenzuarbeiten imb vorderhand wenigstens durch Protestkundgebungen zu zeigen, daß wir treue Katholiken auch noch da sind. Die Auswanderung in Gottfchee. (Fortsetzung.) Was die Arbeiterversicherung in Amerika betrifft, ist es hierin schlechter als in Europa bestellt. Auf dem internationalen Arbeiterversicherungskongresse, der im September v.J.in Wien abgehalten wurde, versicherte der amerikanische Vertreter Henderson aus Chicago: „xflt der Union haben sich die ökonomischen Verhältnisse noch nicht so entwickelt als in den alten Ländern. Wenn das geschieht, werde sich auch die Arbeiterversicherung wie in anderen Ländern entfalten." Gegenwärtig sind in Amerika für die arbeitende Bevölkerung weder Alters- noch Unfallversicherungen eingerichtet und auch^die großen Arbeiterorganisationen, bis auf wenige, die auch nur Sterbe- und Begräbnisknssen aufweifen, haben für das Wohl der Arbeiter bisher nichts getan. Die wenigen Arbeiterschutzgesetze sind nur da, damit sie von den Fabrikanten umgangen werden. Der erwähnte Fabrikant und mehrfache Millionär Carnegie hat bis heute schon über eine Million Dollar verschenkt, doch für seine Arbeiter, die sich für ihn geopfert haben, keinen Cent; für den Bau eines Spitales war von ihm nie ein Betrag zu erwirken. Daß unter solchen Verhältnissen bei etwaigen Unglucksfallen in der Familie des amerikanischen Arbeiters die ersparten Kreuzer bald drauf gehen und viele unter ihnen auch nur, wie man zu sagen pflegt, von der Hand in den Mund leben, ist begreiflich. Auch noch armseligere Zustände werden getroffen, von denen man in der Heimat keine Ahnung hat. „Wer," so schreibt Dr. Schwegel, der Totenbeschau nach einem verunglückten Landsmanne betgewohnt hat, dem wird das Bild des kleinen mit Fliegen erfüllten Raumes unvergeßlich bleiben, in dem schnarchende Männer von der Arbeit ausruhten, zwischen denen so nahe, daß ihre Glieder ihn berührten, der Tote lag." Daß der Landsmann I. P., wie er selbst erzählte, mehrmals unter die „Trampers" gegangen war und I. W., gleichfalls Gottscheer, der in Amerika alt geworden ist, schließlich in ein Armenhaus in San Francisco sich aufnehmen lassen mußte, daß in einer Gottscheer Familie, die schon jahrelang in Amerika ansässig ist — Name und Ort sind uns bekannt — die Frau vielmal selber die Schuhe flickte, nur um hiedurch die Haushaltungskosten in etwas In der Gemeinde Kälbersberg des Tschernembler Bezirkes liegt ferner das Dorf Rodine. Wir dachten dabei früher einmal (Kalenderaufsatz) an slov. rock, was nach Krek eine durch die Bande der gleichen Abstammung, der Blutsverwandtschaft geknüpfte Sippe bezeichnet; rodin, rodina =■ consanguineus. Herr Hofkaplan Steska stellt es zu rock T= asper, also rauh, roh; er meint _ also wohl, es heiße so viel als rauhe, unbearbeitete Erde. Merkwürdig ist daß wir den Namen in der Form Rodina auch als Flur-(Wald-) Namen bei Moos treffen (1770). Er kann natürlich auch dort slovenischer Abkunft sein. Sollte er aber aus dem Deutschen stammen, so wäre an das niederdeutsche roden (hochdeutsch reuten) zu denken. . ,, In der Gemeinde Döblitsch haben wir Bistritz, Materie mit Straßenberg und Brunngeräut ins Auge zu fassen. Bistritz, auch Wüstritz, slov. Bistrica, kommt im alten Urbar nicht vor; es liegt außerhalb der Herrschaft Gottschee, gehört aber ebenso rote z B Unterlag, Kukendorf, Rodine zur Sprachinsel Gottschee. Bistrica, Bistritz ist bekanntlich der Name zahlreicher Bäche und Flüsse in slovenischen Gebieten; es ist die Verkleinerungsform von Bistra (bister = geschwind, hell, klar); bistrica = Wildbach, Gießbach, ein klar fließender Bach. Sprachliche Erklärungsschwierigkeiten bestehen demnach zwar nicht, wohl aber sachliche. Es ergeht uns ähnlich wie bei Töplitzl. Wie dort die heißen Quellen, so fehlt hier der Bach; es müßte denn sich bei starken Regengüssen dort eine Art Sturz- oder Gießbach bilden. Wenn letzteres nicht zutrifft — wir sind darüber nicht unterrichtet — so müßte Bistritz als ein von auswärts mitgebrachter Name angesehen werden. Materie kommt im alten Urbar als Ortschaft zwar nicht vor, aber nach der „Lanndgerichts-Pidmarkh" der Herrschaft Gottschee ging die Herrschaftsgrenze von „Ottaviczer Prun in Maiei-lains Schrat, zu Deblitsch". Der Name ist also schon um 1574 zu lesen. Vielleicht durch die slovenische Form Maverl, die offenbar nur eine Entstellung von Materie ist, irregeführt, hat man früher geglaubt, Materie sei soviel als Mänerle, bedeute also eine kletne Mauer. In Wirklichkeit ist Maierle wohl nichts anderes als der gleichlautende in Gvttschee nicht seltene Familienname Maierle; es bezeichnet also ursprünglich beit Ansitz, die isteblttug eines Maierle, aus welcher sodann im Laufe der Zeit sich eine Ortschaft gebildet hat. Bei Straßenberg denkt man natürlich sofort an Straße. Aber die am nächsten liegende Erklärung ist nicht immer die richtige. Slovenisch heißt der Ort Strašni verh, was auf straža := Wache, Wacht hindeutet. Nun erübrigt uns in dieser Gegend nur noch Bresowitz, slov. Brezovica, 'in der Gemeinde Tscheplach, und Saderz. (Fortsetzung folgt.) zu verringern, zeigt denn doch Amerika nicht in jenem Sichte, in dem man es so gerne betrachtet. Am besten geht es verhältnismäßig noch den Mädchen, wenn sie brav, fleißig und sparsam sind. Doch um zur guten Löhnung zu kommen, muß vorher jedes die Benennung „Greenhorn" oft geduldig hiuuntergeschluckt haben und auch dann zur Erfüllung hoher Anforderungen bereit sein. Das fortwährende Waschen, Bügeln, Aufreiben des Bodens, das Wachbleibe» bis spät in die Nacht hinein, um den vom Theater heimkehrenden Herrschaften noch das Nachtmahl zu servieren, sind keine Kleinigkeiten, tun oft recht weh, auch wenn man in seinen Briefen nichts davon verlautbart. In: großen und ganzen haben wir also keine» Grund, unsere Amerikaner um ihr Los zu beneiden. Ihr Lohn ist wohl größer, ihre Kost besser, aber auch die von ihnen geforderte Arbeit ungleich schwerer als bei uns. Zu einigem Wohlstände hat es bisher auch nur ein verhältnismäßig kleiner Teil gebracht, die übrigen halten sich gerade über Wasser, werden arbeiten müssen, so lange die Kräfte es erlauben, werden und ihren Kindern wartet dort ein gleiches Los. Nach unserer Meinung ist es für die Zukunft der Ausgewanderten entschieden vorteilhafter, wenn sie sich, nachdem sie in Amerika einiges Geld erspart haben, wieder der Heimat zuwenden, daheim wieder ehrlich zugreifen und das Ersparte nur als „Zubiß" für etwaige schlechtere Zeiten betrachten. Wer aber drinnen zu bleiben beachstchtigt — und der größte Teil aller ausgewanderten oder dort erst gegründeten Familien, wird diese Absicht haben müssen, ■— der tut klug daran, durch die heute noch hohe Löhnung sich nicht verleiten zu lassen, sondern beizeiten vernünftigen Haushalt und weises Sparen einzuführen. Daß auch nach diesen Zeilen noch manche, und unter ihnen auch solche auswandern werden, welche es nicht nötig hätten, wissen wir. Es ist eben menschliche Schwäche, besonders der Jugend, daß man die Augen vor der Zukunft verschließt und an dieselbe erst glauben will, wenn sie zur Gegenwart geworden ist. (Fortsetzung folgt.) Aus Stabt und Land. Gottfcöee. (Der k. k. Landesschulrat) hat in seiner Sitzung vom 15. Februar 1906 u. a. die Erweiterung der Volksschule in Mitterdorf auf fünf Klassen verfügt und über den Jnspektionsbericht, betreffend das Staatsuntergymnasium in Gottschee, das Entsprechende veranlaßt. — (Ein guter Freund) ist ein gutes Buch. Fünf solche gute Bücher teils erbaulichen, teils unterhaltenden Inhaltes kann man jährlich bekommen, wenn man der St. Joses-Bücherbruderschaft beitritt und den Jahresbetrag von zwei Kronen erlegt. Die belletristische Monatschrift „Immergrün" nennt diese Bücher „wahre Perlen zeitgemäßer Volksliteratur"; der „Nassauer Bote" spricht von ihrem gediegenen, volkstümlichen Inhalt und von ihren Bildern aus der besten Zeit christlicher Kunst; der „Deggendorfer Donaubote" schreibt von dem reichen, gediegenen Inhalt, der schönen und gewählten Ausstattung und der überraschenden Fülle des Gebotenen. Der „Bayerische Kurier" und das „Münchener Fremdenblatt" schreiben: „Es gibt wirklich für unser katholisches Volk nichts Besseres und Gediegeneres als diese herrlich illustrierten und volkstümlich geschriebenen Büchergaben." Das „Deutsche Volksblatt" in Stuttgart meint sogar, „daß die diesjährige Büchergabe jede Erwartung übertrifft". In den letzten drei Jahren hat die St. Josef-Bücherbruderschaft um 65.000 Mitglieder zugenommen und im abgelaufenen Jahre allein über 700.000 Bücher verbreitet. Und das sind lauter gute, streng katholische Bücher. Mancher Katholik gibt Geld aus für „Deutsche Kalender", von denen man oft nicht weiß, ob sie mehr für Protestanten oder für Katholiken geschrieben sind. Hier entfallen diese Bedenken, hier bekommt man um den Spottpreis von zwei Kronen einen guten, katholischen Kalender für Deutsche und noch vier andere Bücher dazu. Möge daher jedermann diesem Büchervereine beitreten. Man wende sich diesfalls entweder an seinen Seelsorger, der gern die Mühe der Vermittlung übernehmen wird, oder direkt an die St. Jvsef-Bücher-bruderschaft in Klagenfurt, indem man gleichzeitig den Mitgliedsbeitrag von zwei Kronen entsendet,' doch soll dies baldigst, spätestens im Monat März geschehen. — (Hofrat Dr. Josef Regnard f.) Über das Leichenbegängnis des Verblichenen schreibt die „Trieftet Zeitung" vom 17. Februar: Unter großer Beteiligung von Leidtragenden hat heute um 10 Uhr vormittags vom Trauerhause, Bia della sanita Nr. 5, aus das Leichenbegängnis des vorgestern hier verstorbenen emeritierten Fiuanzprokurators Hofrat Dr. Josef Regnard stattgefunden. Dem sechsspännigen Galaleichenwagen der Jmpresa Zimolo, den außer vielen anderen Blumenspenden ein prachtvoller von der Gemeinde Gottschee gewidmeter Kranz schmückte, folgten die Vertreter der Familie, dann Podesta Dr. Ritter v. Sandrinelli, Handelskammerpräsident Comm. bi Demetrio, Seebehördepräsident v. Ebner, Lloydpräsident Becher, Finanzdirektor Hofrat Ritter v. Zimmermann,, die Hofräte Canevari, Dr. Freiherr v. Conrad, Doktor Fiocchi, Krisch und Dr. Freiherr v. Strobach, Landesgerichts-präsident Ritter v. Nadamlenzki, der Leiter der Polizeidirektion Regierungsrat Dr. v. Manussi, Statthaltereirat Graf Marenzi, die Räte der Seebehörde Ritter v. ReZetar und Wieselberger, Finanzrat Dr. Neuscheller mit mehreren Funktionären der Finanzprokuratur, Oberinspektor v. Erhold, Konsul Lambert Freiherr v. Alber, Dr. Krauseneck, Herr Artur v. Alber, Schulrat Professor Aichner, eine Vertretung der Advokatenkammer, Deputationen mehrerer patriotischer mtd humanitärer Vereine, sowie andere Trauergäste. In der Rosariokirche, wo der Pfarrer von Santa Maria Maggiore Don Josef Budin mit großer geistlicher Assistenz die Einsegung der Leiche vornahm, hatten sich mehrere Damen aus der Gesellschaft, darunter Frau Baronin Alber, Frau Gräfin Hohenwart-Marenzi, Frau Gräfin Mels-Colloredo, Frau Hoftat v. Lindermann und andere eingefunden. Die irdische Hülle wurde sodann zur Beisetzung nach dem Friedhofe zu St. Anna überführt. — Wir ergänzen diesen Bericht dahin, daß auch eine Abordnung unserer Landsleute in würdiger Weise an der Trauerfeierlichkeit teilnahm. Von zuverlässiger Seite erfahren wir, daß sich in den Papieren des Verstorbenen eine kurze, von Veldes aut "20. August 1899 datierte, von Hofrat Dr. Regnard unterfertigte Willensverfügung über dessen damaliges Privatvermögen vorfand, mit welcher der Testator zwei Stipendien für seine Verwandten, dann für Gottscheer und in Ermanglung solcher für Krainer Mittelschüler, und zwar eines von 400 K und ein anderes von 240 K jährlich stiftete, sowie auch eine Messenstiftung von 400 K widmete. Die diesbezügliche, die Stelle eines Testamentes einnehmende Aufzeichnung wurde am 19. Februar dem k. k. Stadtgerichte in Triest (Pretura urbana) präsentiert und von diesem publiziert. — (Das Geburtsfest) Seiner Durchlaucht des Fürsten Karl Auersperg, Herzogs von Gottschee, wurde am 26. Februar in der herkömmlichen Weise gefeiert. Um 9 Uhr vormittags zelebrierte der hochw. Herr Dechant und Stadtpfarrer Ferdinand Erker mit geistlicher Assistenz ein Hochamt, welchem Herr Forstmeister Rudolf Schadinger mit den Herren Forstbeamten und den Forstbediensteten der Herrschaft Gottschee, Herr Zhuber von Okrog, Forstmeister der Herrschaft Ainödt, ferner eine Abordnung der Stadtgemeindevertretung, die Schulen, die freiwillige Feuerwehr usw. beiwohnten. Das Festmahl der Herren Forstbeamten wurde im Hotel „Stadt Triest" abgehalten. — (Die Wahlreform.) Die mit großer Spannung erwarteten Parlamentsreformentwürfe der Regierung wurden am 23. Februar dem Abgeordnetenhause vorgelegt und vom Ministerpräsidenten begründet. In das Abgeordnetenhaus kommen hiernach durch Wahl 455 Mitglieder, und zwar für Böhmen 118, Dalmatien 11, Galizien 88, Niederösterreich 55, Oberösterreich 20, Salzburg 6, Steiermark 28, Kärnten 10, Krain 11, Bukowina 11, Mähren 44, Schlesien 13, Tirol 21, Vorarlberg 4, Istrien 5, Görz und Gradiška 5, Triest 5. Wahlbemächtigt ist jede Person männlichen Geschlechtes, welche das 24. Jahr znrückgelegt hat, die österreichische Staatsbürgerschaft besitzt und in einer Gemeinde seit mindestens einem Jahre ihren Wohnsitz hat. Wählbar als Abgeordneter ist jede Person männlichen Geschlechtes, welche die österreichische Staatsbürgerschaft seit mindestens drei Jahren besitzt und das 30. Lebensjahr znrückgelegt hat. Das voraussichtliche Ergebnis der Reform in nationaler Beziehung dürfte folgendes fein: Deutsche 205 (bisher 205), Tschechen 99 (87), Polen 64 (72), Rutenen 31 (10), Slowenen 23 (15), Serbokroaten 13 (12), Italiener 16 (19), Rumänen 4 (5). Die Wahlkreiseinteilung in Krain ist folgende: 1. Wahlbezirk: Die Stadt Laibach. Ferner die Gerichtsbezirke: 2. Laibach (ohne Stadt). 3. Radmannsdorf, Kronan, Neu-marktl. 4. Kraiuburg, Bischoslack. 5. Stein, Egg. 6. Oberlaibach, Loitsch, Jdria, Zirkuitz. 7. Adelsberg, Senosetsch, Jllyrisch-Feistritz, Wippach, Laas. 8. Littai, Weichselburg, Ratschach. 9. Gurkseid, Laudstraß, Nassenfuß, Treffen. 10. Gottschee, Reifuitz, Groß-laschitsch, Teisenberg. 11. Rudolf Swert, Tschernembl, Möttling. Den Wünschen der Deutschen Krains ist hiebei, wie man steht, leider nicht Rechnung getragen worden. Eine Abordnung derselben hatte, wie erinnerlich, vor mehreren Wochen beim Ministerpräsidenten Vorgesprächen uud zwei deutsche Mandate für Krain verlangt. Auf eilt Mandat hatte man mit Zuversichtlichkeit gehofft; nun ist auch diese Hoffnung zu Schanden geworden. Alle deutschen Parteien haben übrigens einstimmig beschlossen, sich dafür ^ einzusetzen, daß Krain unbedingt ein deutsches Mandat zufallen müsse. — Daß auch die Reform der Geschäftsordnung in den Komplex der Wahlreformgesetze einbezogen wurde, ist nur zu begrüßen. Die Verhinderung der ewigen, ödeu Obstruktion liegt ja im Interesse des Staates und des Volkes. Der Entwurf enthält auch neue Bestimmungen bezüglich des Schutzes der Wahlfreiheit, der Immunität und zum Schutze der Ehre außenstehender Personen. Die bisherigen Erfahrungen haben es nämlich als notwendig erscheinen lassen,, auch in dieser Beziehung Vorsorge zu treffen. Es ist immerhin möglich, daß die Wahlreform diesmal noch nicht brach-dringen wird, eine dauernde Verhinderung derselben dürfte jedoch kaum möglich fein. — (Der deutsche Kalender für Kraut) ist erschienen. Wie sieht er aus? Die Aufsätze: Das deutsche Volkslied, Dr. Schaffer, die Tätigkeit der alpinen Vereine, die Gewerbeförderung in Österreich, sind sachlich und belehrend; das Adreßbuch und daö Märkteverzeichnis brauchbar; was dazwischen liegt, hätten wir dem Herausgeber gerne geschenkt. Wir Katholiken kennen unsere Religion und ihre Geschichte schon so gut, daß wir hierin auf eine Belehrung seitens des deutschen Kalenders nicht anstehen. Es mag nun der Interische Glaube in geschichtlichen Aussätzen verhimmelt und in den rührseligsten Liebesgeschichten angepriesen werden; mein wird uns doch die Überzeugung nicht nehmen können, daß das Treiben der Los von Rom-Leute ehrlos war und ist. Wir bitten also diesem unseren Standpunkte künftighin ein wenig mehr Beachtung zu schenken. — (Sparkasse der Stadt Gottschee.) Ausweis für den Monat Februar 1906. Einlagen: Eingelegt wurden im Monate Februar 1906 110.381 K 52 h und behoben 117.700 K 58 h, wonach sich der Einlagenstand um 7319 K 06 h verminderte. Der Einlagenstand beträgt somit mit Ende Februar 1906 5,330.797 K 49 h. Hypothekardarlehen: Im Monate Februar 1906 wurden verausgabt 33.300 K, rückgezahlt hingegen 74.478 K 67 h, somit ein Zuwachs von 41.178 K 67 h. Der Hypothekenstand beträgt somit mit Ende Februar 1906 3,972.017 K 09 h. — (Postverkehr im k. k. Postanite zu Gottschee im Jahre 1905.) Rekommandierte Briese 29.424 Stück (aufgeliefert 17.548, zugestellt 11.876); Pakete und Geldbriefe 23.367 Stück (aufgeliefert 6337, zugestellt 17.030); Telegramme 5716 Stück (auf^eliefert2864, zugestellt2852); Postanweisungen22.9» Stück (aufgeliefert 12.115, zugestellt 10.866); Einlagen in der Postsparkassa 9230, Rückzahlungen 1470 (10.700); Barer Geldumsatz (ohne Geldbriefe) 5,688.792 K 68 h. — (Fenerwehrkränzcheu.) Das am 21. Februar im Brau-hause abgehaltene Feuerwehrkränzchen war sehr zahlreich besucht und reihte sich an feine Vorgänger würdig an. Der Tanzsaal war geschmackvoll ausgeschrnückt. Getanzt wurde nach den flotten Klängen der Militärmnsik mit voller Lust bis in den grauen Morgen hinein. Die Reigentänze wurden unter der Leitung des Herrn Marek mit Schick ausgeführt. Da auch Küche und Keller des Herrn FerleS Treffliches" boten, fv gestaltete sich das Kränzchen zu einer froh-belebten Festlichkeit, welche alle Teilnehmer vollkommen befriedigte. Auch eine Reihe von auswärtigen Feuerwehren hatten zur Festlichkeit ihre Vertreter entsendet, so die Feuerwehren von Altlag, Mitterdors, Mosel, Hohenegg, Reifnitz und Niederdorf. Das Kränzchen warf ein Reinerträgnis von 80 K ab. — (Maskenkräuzcheu.) Am 26. Februar veranstalteten die hiesigen Handelsangestellten im Hotel „Stadt Triest" ein Maskenkränzchen, welches sehr zahlreich besucht war. Auf die ebenso reiche als geschmackvolle Ausschmückung des Saales, der im Glanze der elektrischen Bogen- und Glühlichter erstrahlte, war besondere Sorgsalt verwendet worden. Ein dichtes Gedränge von Masken in den verschiedensten Kostümen durchflutete den Saal, in welchem die ungezwungenste Karnevalsfröhlichkeit herrschte. Die Quadrillen leitete mit Umsicht und Geschick Herr Zwettkv. Die Tanzmusik besorgte eine Abteilung der Militärkapelle von Laibach. Die Veranstalter haben alle Ursache, mit dem schönen Gelingen des Lanzsestes zufrieden zu sein. Dem Stadtarmenfoitde wurden 71 K abgeliefert. — (Todesfall.) Am 27. Februar nachts ist der Notar in Seifenberg, Herr Johann Gregorčič, nach längerer Krankheit gestorben. — (Handelskammerumlagen.) Das Erfordernis ^der Handelskammer tu Laibach für das Jahr 1906 beträgt 47.765 K. Zur Bedeckung wird eine Umlage von vier v. H. von den umlagepflichtigen Steuern (Erwerbsteuer) eingehoben werden. — (Ergänzungswahlen in die Handels- und Ge-werbekammer in Laibach.) Gewählt wurden in der ersten Wahlkategorie der Handelssektion Herr Franz So Ilm amt mit 49 Stimmen ; in der zweiten Wahlkategorie die Herren Felix Urbanc und Viktor Rohrmann mit je 340 Stimmen; in der dritten Wahlkategorie der Handelssektion die Herren Franz Lubelj und Paul Velkavrh mit 420 Stimmen; in der ersten Wahlkategorie der Gewerbesektion Herr Andreas Gaßuer mit 44 Stimmen; in der zweiten Kategorie der Gewerbesektion die Herren Jean Schrei), Philipp Supančič und Johann Rakovec mit 514 Stimmen, in der dritten Wahlkategorie der Gewerbesektion die Herren D. Frančič und I. G lobeluik mit 1767 Stimmen; in der vierten Wahlkategorie der Gewerbesektion Herr Karl Luckmann mit 5 Stimmen. — (Eine Änderung des Auswanderungsgesetzes in Amerika.) Präsident Roosevelt hat in seiner Botschaft eine Änderung der Einwanderungsgesetzgebung augekündigt. Nach den nunmehr vorliegenden Mitteilungen laßt sich erkennen, in welcher Richtung sich die Änderung bewegen wird. So liegen Vorschläge vor, welche verlangen, daß Analphabeten zurückgewiesen werden sollen. Da unter den kroatischen und slawouischen Arbeitern aus Österreich-Ungarn, wie gelegentlich der Einwanderung konstatiert wurde, 35 Prozent nicht lesen und schreiben konnten, würde dies schon allein ein großes Hindernis für deren Einwanderung sein. Außerdem sollen Zeugnisse aus den Heimatgemeinden, welche das Visum eines amerikanischen Konsuls tragen, beigebracht werden müssen, aus welchem hervorgeht, daß der Einwanderer noch nicht wegen eines Eigentumsdeliktes bestraft war. Den Hauptstock der Auswanderer liefert unter den europäischen Staaten Österreich-Ungarn, welches im letzten Jahre die höchste Einwanderungsziffer nach Nordamerika (353.719) zu verzeichnen hat. — (Sparkasse.) Der im Jahre 1905 von der Sparkasse der Stadt Gottschee erzielte Reingewinn beträgt 38.496 K 50-h. — (Einlösung beschädigter Münzen.)^ Behufs Herbeiführung eines gleichmäßigen Vorganges bei der Einlösung beschädigter Münzen hat das Finanzministerium folgende Weisungen erlassen: Münzl bundei Eiitbti Verrec zurückz münze Partei Haupt Eiitzie Silbei von d vorztti k. k. a Für t genom Assent jährig 1898 haben Angeh Landt 1899; Pflicht Bei d schaft des I mehre ferne Tlrsacl aus i Landi Landt werde Mam bishei mittel gediei Diens vierte der 9 ihrer und serueu 7. bi-trupp vom des 5 vom vom: bis 7 fibteil Ersat vom Waff nun das 5 bis z und 1 ansta könne fertig für b fertig sowie Münzen, welche nur durch den gewöhnlichenUmlanf und die damit verbundene Abnützung an gesetzlichem Gewicht oder deutlicher Prägung Einbuße erlitten haben, sind unbedingt zum Nennwerte in Zahlung oder Verrechnung anzunehmen. Ist die nicht auf den gewöhnlichen Umlauf zurückzuführende Beschädigung eine erhebliche, so sind Landesgoldmünzen bei der Annahme zur Zahlung zurückznweisen, jedoch der Partei nicht zurückzustellen, sondern einzuziehen und an das Wiener Hauptmünzamt einzusenden, das im Falle der Notwendigkeit der Einziehung den Ersatzbetrag für die Partei bestimmt. Beschädigte Silberkronen und Teilmünzen der Kronenwährung sind gleichfalls von der Annahme ausgeschlossen. — (Waffenübungen.) Hinsichtlich der im Jahre 1906 vorzunehmenden Waffenübungen der Landwehrmannschaft hat das k. k. Ministerium für Landesverteidigung nachstehendes angeordnet: Für die Einberufung der Landwehr-Fußtruppen sind in Aussicht genommen alle unmittelbar in die Landwehr Eingereihten der Assentjahre 1903, 1901, 1899, 1897 und 1895, welche eine zweijährige Präsenzdienstzeit, sowie jene der Assentjahrgänge 1902, 1900, 1898 und 1896, welche eine dreijährige Präsenzdienstzeit abgeleistet haben; die aus der Reserve des Heeres in die Landwehr übersetzten Angehörigen des Assentjahres 1895; von den Ersatzreservisten der Landwehr die Angehörigen der Assentjahrgänge 1905, 1902 und 1899; ferner diejenigen, welche in den Vorjahren waffenübungs-pflichtig waren und zur Waffenübung nicht herangezogen wurden. Bei der Landwehr-Kavallerie werden außer der nichtaktiven Mannschaft des Affentjahrganges 1905 nach Bedarf auch solche Leute des Affentjahrganges 1894 herangezogen werden, welche eine oder mehrere der gesetzlich vvrgeschriebenen Waffenübungen in der Reserve des Heeres, bezw. in der Landwehr, aus was immer für Ursachen nicht abgeleistet haben. Die Einberufung der unmittelbar aus der Landwehr hervorgegangenen nichtaktiven Mannschaft der Landwehr-Ulanen, dann der berittenen Tiroler und Dalmatiner Landesschützen wird wie bei der Landwehr-Fußtruppe durchgeführt werden. Die Einberufung der nichtaktiven waffenübungSpflichtigen Mannschaft des Landwehr-Ausrüstungs-Hauptdepots erfolgt in der bisherigen Weife. Grundsätzlich wird jene in die Landwehr unmittelbar eingereihte Mannschaft, welche durch zwei Jahre aktiv gedient .hat, in ihrem dritten, fünften, siebenten, neunten und elften Dienstjahre, jene, welche drei Jahre aktiv gedient hat, in ihrem vierten, sechsten, achten und zehnten Dienstjahre, endlich die aus der Reserve des Heeres stammende Mannschaft im ersten Jahre ihrer Landwehr-Dienstpflicht zur Waffenübung herangezogen. — (Die Waffenübungsperioden der Reservemänner und Ersatzreservisten) wurden wie folgt festgesetzt: Mr die Reservemänner der Infanterie- und Jägertruppe eine Periode vom 7. bis 19. Mai; für die Ersatzreservisten der Infanterie- und Jägertruppe zwei Perioden, und zwar: vom 21. Mai bis 2. Juni und vom 5. bis 17. Juni; für die Reservemänner und Ersatzreservisten des Divisionsartillerieregiments Nr. 7 sechs Perioden, und zivar: vom 18. bis 30. April, vom 1. bis 13. Mai, vom 14. bis 26. Mai, vom 28. Mai bis 9. Juni, vom 11. bis 23. Juni und vom 25. Jum bis 7. Juli. — Die Waffenübung der Reservemänuer der Sanitätsabteilung Nr. 8 in Laibach findet im Herbste statt, während die Ersatzreservisten die Waffenübung bei dieser Abteilung in der Zeit vom 2. bis 14. Mai und vom 16. bis 28. Mai ableisten. Jede Waffenübungsperiode dauert somit 13 Tage. — (Die neue Schul- und llnterrichtsordnnng) ist nun bereits erschienen. Sie trifft sorgfältige Bestimmungen für das Vorgehen gegen pflichtvergessene Eltern und Vormünder, die bis zur Einschränkung, ja bis zur Entziehung der elterlichen Gewalt und Abgabe der Kinder, bezw. der Pflegebefohlenen in Besserungs-anstalten re. führen. — Als neue (unobligate) Unterrichtsgegenstände können an der Volksschule ausgenommen werden Violinspiel: Handfertigkeitsunterricht für Knaben und die Arbeiten im Schulgarten für beide Geschlechter. An der Bürgerschule kann nebst dem Handfertigkeitsunterrichte für Knaben die Haushaltungskunde für Mädchen sowie Stenographie und Maschinenschreiben für beide Geschlechter gelehrt werden. Für den Unterricht in den weiblichen Handarbeiten werden eigene Frauenkomitees in Frage gestellt. Die hygienischen Bestrebungen anbelangend, werden nicht nur die Jugendspiele gefördert, sondern es sind sogar die Stundenpläne nach den Grundsätzen der Gesundheitspflege einzurichten, und hiefür haben die Landes-schulräte eigeneVorschriften, bezw. mich Musterstnndenpläne zu erlassen. Zur gründlichen Reinigung der Schulen können anschließend an die allgemeinen Feiertage noch einige Tage freigegeben werden, zur Erholung für Schüler und Lehrer wird eine eigene Pauseordnung ausgestellt. Der Besuch von Gast- und Kaffeehäuser ist nur mit Elternbegleitung gestattet. Der Besuch von Tanzlokalen, das Betteln, das Verkaufen von Gegenständen, Rauchen, Spielen sind strenge verboten und die Lehrpersonen werden angewiesen, auf die Folgen fortgesetzten und übermäßigen Alkoholgenuffes hinzuweisen. Als eine der wichtigsten Bestimmungen, die in das Kapitel Schnlgesundheits-pflege hineinragt, ist die Einsetzung der Schulärzte zu betrachten. In" den Bereich der Schulgesundheitspflege ist noch die fixierte Möglichkeit der Einführung des ungeteilten Vormittagsunterrichtes einzureihen. Von wohltätiger Wirkung dürfte die Erweiterung der Hauptferien auf zwei Monate sein. Neu jmd wertvoll ist die Anregung zur Errichtung eigener Hilft- oder Förderkläffen für nicht vollstnnige oder für schwächer veranlagte Kinder. — Zur Schonung von Pflanze und Tier werden Anordnungen erlassen, der Vogelschutz ist zu fördern, Tierquälerei einzudämmen, Kunst- und Naturdenkmäler vor Schaden zu bewahren. Die körperliche Züchtigung ist auch in der neuen Verordnung durch den Hinweis: „Alle anderen Strafen, insbesondere die körperliche Züchtigung, sind unstatthaft", untersagt Die Verordnung weist dem Lehrer andere Wege, um zu einer guten Schulzucht zu gelangen; sie verpflichtet ihn zur an-gelegentlichsten Pstege des Verlehres mit dem Elternhnu>e, zur Veranstaltung von Elternabenden, und weift ihn au, sich auf jede Weise um das Vertrauen der Bevölkerung zu bemühen, (schließlich wird auch noch Vorsorge für Übungen zum Zwecke einer raschen Räumung des Schnlhauses bei Fenersgefahr und anderen Anlässen getroffen. — Die Bürgerschule bleibt Pflichtschnle. Die Bürgerschnl-lehrer erhalten einen neuen Titel „Fachlehrer". — (Heilung der Epilepsie.) Am Kampfe gegen verheerende Krankheiten nehmen die hervorragenden Arzte aller Nationen teil. Eine der unheilvollsten dieser Krankheiten ist die Epilepsie. Denjenigen, die von dieser schweren Heimsuchung betroffen find, wird es ein Trost sein zu erfahren, daß der Spezialarzt Dr. Alexander B Szabo in Budapest ein Heilverfahren gegen Epilepsie publizierte und in Anwendung gebracht hat, dessen Heilerfolge geradezu unerreicht dastehen lind von Ärzten und Laien gleichermaßen anerkannt find. Derselbe ist gern bereit, denjenigen Patienten Aufklärungen zu erteilen, die durch feine erprobte Heilmethode die volle Wiederherstellung ihrer Gesundheit erlangen wollen. — (Zur Volksbewegung.) Im politischen Bezirke Gvtt-schee (42 306 Einwohner) fanden im vierten Quartale vorigen Jahres 39 Eheschließungen statt. Die Zahl der Geborenen belief sich auf 373, jene der Verstorbenen aus 214, darunter 144 von bei- Geburt bis zu 5 Jahren; ein Alter von 50 bis 70 erreichten 80, von über 70 Jahren 64 Personen. An Tuberkulose starben 39 ail Lungenentzündung 6, alle übrigen an sonstigen verschiedenen Krankheiten. Ein Unglücksfall, Mord oder Totschlag ereignete sich nicht, wohl aber ein Selbstmord. N ^ — (Märkte in Krain vom 5. bis 20. März.) Am 7. Marz in Salvch (Bz. Stein); am 8. in Soderschitz und St. Kantian; am 9. in Bresowitz (Bz. Laibach); am 10. in Langenton, Arch (Bez. Gurkfeld); am 12. in Tschermoschnitz, Senosetsch, Dernovo (Bez. Gurk eld), Auersperg, Freudenberg, Kroisenbach, Teisenberg, Rad-mannsborf, ©tein luiö Unter loitfd) cun 14. in ©t. &eit bei $btppctu) *7 am 15. in Saas; am 17. in Mannsburg, Altlack bei Bischoflack und St. Peter in Jnnerkrain, am 18- in Altenmarkt bei Pvlland und Gurkfeld; am 20. in Gottschee und Jgg. Witterdorf. (Trauungen.) Am 20. Februar hat Mathilde Gorjanec, seit dreiviertel Jahren Lehrerin an der hiesigen Schule, ihre Hand dem Landwehrevidenzoffizial Herrn Franz Achatz zum Bunde fürs Leben gereicht. Die Neuvermählte wird auch weiterhin als Lehrkraft hier tätig bleiben. — Tags zuvor ist auch der Steinmetzmeister Andreas Erker von Geschwend getraut worden. Seine Braut, Maria Stimac, hat er sich aus der Stadt heraufgeholt. Mög's Glück beit beiden Paaren nie ausgehen! — (Hubeuoerkaus.) Peter Kren von Windischdorf Nr. 11 (Goldeifch) hat Haus und Grund einem Fremden um 17.000 K verkauft. — (28iihin steuern wir?) Den zehn im laufenden Jahre nach Amerika Fortgereisten haben sich vergangenen Montag fünf weitere angeschlossen: ein Mann, der die Reise das viertemal macht, eilte Frau und drei Mädchen. ■— (Böse Folgen.) Letzten Sommer gab's einmal beim Brnnnwirt Rauferei, als bereu Folge gebrochene Gliedmaßen und zerfchuudene Gesichter heimgetragen wurden. Nun hat vor vierzehn Tagen über diese Rauferei der Gerichtshof Rudolfswert sein Urteil gefällt. Der Hauptschuldige erhielt sechs Monate Arrest und hat zudem als Schadenersatz 184 K zu zahlen; ein zweiter wird vier Monate sitzen. Das sind böse Folgen des übermäßigen Alkohol-genusses. Die Lehre daraus: Sparet Burscheu, „denn in sieben Jahren kommt alles Ersparte recht", hieß es zu Großvaters Zeiten. — (Frachtenstation und Wasserbeschaffung.) Reichsratsund Landtagsabgeordneter Povše, bei dem letzthin eine Abordnung der hiesigen Gemeindevertretung in Angelegenheit ber erwünschten Verladerampe vorsprach, hat in zuvorkommendster Weise seine Unterstützung zngesagt. Von ihm nahestehender Seite ist anher jetzt auch berichtet worben, baß bie günstige Erledigung ber Gesuche aus beit Ortschaften Malgent itub Kliudorf in Sachen der Wasserbeschaffung in kürzester Zeit zu erwarten sei. Der Landesausschuß werde zudem einen Ingenieur schicken, um alle jene Orte Gottschees in Augenschein zu nehmen, aus denen bis dahin Gesuche um Wasser-beschasfung eingelangt sein werden. Wo deshalb Bedürfnis herrscht, möge bie Gelegenheit nicht versäumt werben. — (Speubeu aus Amerika.) Dem hiesigen Psarramte sinb von Landsleuten aus Brooklyn 175 K, aus Wenona 37 K übermittelt worden, damit sie zur Hälfte für die Filialkirche in Malgeru, zur Hälfte für die Kirche in Kerudorf verwendet werden. Gespendet haben in Brooklyn die von Malgent Gebürtigen in Dollar: Josefa Eppich 2-50, Josefa Krobat 2-50, Maria Krobat 2 50, Josefa Kren 2-50, Josefa Hönigmann 2-—, Johann Jonke 1'—, Johann Perz —'50, Andreas Schneider—'50. Die aus Kerndorf gebürtigen: Josefa Greisch 2'—, Maria Greisch 1'—, Maria Höllinger —-50, Antonia Lobisser 2-50, Maria Lobisser 2-50, Anna Vadljan 2-—, Maria Vadljan 2-—, Josefa Verderber 2-—, Johann Verderber 1-—, Rudolf Hönigmann —-50, Alois Jaklitsch r—, - Franz Greisch 1-—, Johann König 2-—, Josef König 1—, Sofie Wuchte von Neulag l-—, Ungenannt —-50; in Wenona: Alois und Theresia Jaklitfch 2-—, Josef Siegmund von Geschwend V—, Johann Primosch von Mitterdorf 1'—, Alois Kraker 1'—, Alois und Helena Nadler 1-—, Josef Blatnik —-50, Josef Lobe —50, Franz Turk —'25, Johann Benko —-25. Allen Spendern wird herzliches „Vergell's Gott" gesagt. — (Der Hunb) bes Verzehrungssteuerbestellten Herrn Franz Javoršek verendete laut tierärztlichen Befundes infolge Vergiftung durch Strychnin. Wie dieser Hund zum genannten Gifte gekommen ist, wird die bereits eingeleitete Untersuchung zeigen. Waierte. (Freiwillige Feuerwehr.) Im Schulgebäude hat am 18. Februar l. I. die vorbereitende und am 25. Febrnar die gründende Versammlung der freiwilligen Feuerwehr für Materie und Umgebung stctttgesuuben. Der Eiuberufer, Herr Schulleiter Peter Kraulaub, fetzte ber zahlreichen Versammlung in längerer Rebe den großen Nutzen einer organisierten Feuerwehr für die Allgemeinheit auseiuauber. Mit sichtlicher Begeisterung gingen bie Erschienenen in die Beratung der Vereinssatzungen eilt, welche einstimmig angenommen und der hohen k. k. Landesregierung vorgelegt wurden. Durch die Bildung einer Feuerwehr wird einem langgehegten Wunsche der hiesigen Bevölkerung entsprochen. Htzermösek. (Feuerwehr-Kränzchen.) Am 18. Februar hielt die freiwillige Feuerwehr in Obermöfel im Gasthause des Hans Jonke ihr diesjähriges Tanzkränzchen ab, welches sich eines sehr- großen Besuches erfreute; man huldigte eifrig dem Tanze bis zum Morgengrauen. Das Tänzkränzchett besuchten Abordnungen der freiwilligen Feuerwehren von Gottschee, Hohenegg, Lienfeld, Reintal und Schwarzenbach (teils uniformiert, teils zivil) sowie eine Ab-orbnung bes Deutschen Turnvereines Gottschee. Die Eintritisgebiihr, welche auf 40 Heller festgesetzt war, wies bie erfreuliche Summe von 70 Kronen auf, itnb es wird besonders dankend hervorgehoben, daß der Verkauf von frischen Blumen, welche ber Turnverein Gottschee geivibinet hat, allein 24 Kronen abwars. Besondere Anerkennung zur Erzielung des reichlichen Erlöses, welcher zur Beschaffung notwendiger Ausrüstungsgegenstände verwendet werden wird, gebührt bein Feuenvehrmitgliede und Zeug warte Johann Schauer. — (Leichenbegängnis.) Unter überaus zahlreicher Beteiligung wurde am 27. Februar bie Leiche der 77jährigen Frau Maria Perz geb. Juhant, Witwe nach dem bereits im Jahre 1893 verstorbenen königlichen Wundärzte Herrn Matthias Perz, vom Sterbehause Nr. 36 in die Kirche, wo die erste Einsegnung stattfand, und von da auf beit Friedhof feierlich zu Grabe getragen mtb an ber Seite ihres Gatten bestattet. Das Ehrengeleite gaben ber Verstorbenen außer ben tieftrauentbeit Hinterbliebenen auch bie Feuerwehren von Mosel mtb Reintal mit ber Musikkapelle. Die Verstorbene war Mutter von zehn Kinbent, von betten noch acht leben und gesellschaftlich eine ehrenvolle Stellung entnehmen, z. B. ist ein Sohn Forstmeister, ein anderer Oberförster, ein dritter k. tt. k. Hauptmanu, eitt vierter, der gestorben ist, war Arzt; der k. f. Professor itttd Inspektor Herr Rudolf Perz ist ein Enkel zu ihr. Herr-Haus Jonke sprach am Grabe im Namen der Gemeinde der Verstorbenen einige wariuempsundene Worte der Anerkennung ihres stillen, für eine zahlreiche Familie sorgenden mütterlichen Wirkens und ihres befcheibetteit, liebenswürbigeu Charakters nach. R. I. P. — (Diphtheritis.) Infolge Erkctnknug eines Kinbes des Oberlehrers Herrn Matthias Kranland ait Diphtheritis wurde die Schule vom 23. Februar au auf 14 Tage gesperrt. Worobih. (Schule und Kirche.) Am 1. März wurde an der hiesigen, bisher eittklassigen Volksschule die zweite Klasse eröffnet. Wenn gleich vorderhand die Klaffe nur „provisorisch" bestehen soll, so hoffen wir doch, daß dieses „Provisorium" bald einem „Defiuitivurn" Platz machen machen wird. Die Insassen bet Gemeinde Tiefenbach möchten freilich auch gerne eine Schule haben, allein es fehlt an beit nötigen Gelbmitteln. An eilte Erweiterung bes Schulgebäudes kann so lange nicht geschritten werben, bis nicht bie Josef Martinfche Schullehrerstiftung geregelt ist. Gegenwärtig ist biefe Angelegenheit beim Ministerium für Kultus ttitb Unterricht anhängig. — Für bas Walbkirchlein spettbele in hochherziger Weife Seine Durchlaucht Fürst Karl Auersperg K 100, ferner: Michael Peitler K 10, Andreas und Georg Perz je K 5, Johann Perz K 1, Mizi Siiuouitsch geb. Haberle K 2, Franz Knaus K 1, Hausner K 2, Magister Olbrich K 1, sämtliche in Leoben. Georg Schleimer in Selztal K 10. Besten Dank! Meifnih. (Auszeichnung.) Der hiesige k. k. Geitdarmerie-Postensührer, Herr A. Gnnde, früher in Mosel bet Gottschee stationiert, ist mit dem silbernen Verdienstkrenze ausgezeichnet worden. Diese Auszeichnung erhielt er, weil er vor einiger Zeit fünf Menschenleben vom Tode durch Ertrinken gerettet hat. Laiöach. (Zur Friedhofsfrage.) Bezüglich bes Eigentumsrechtes ber Grüftebesitzer auf betit Laibacher Friedhof zu Sankt Christoph hat der oberste Gerichtshof m Wien am 26. Jtmi 1895, Z. 7768 entschieden: „Der fragliche Friedhof gehört laut der vorliegenden Akten zum Vermögen ber bärtigen Dompfarre uitb bildet nach kanonischem Rechte als res sacra eine res extra commercium (Sache außer beut Handelsverkehr), ist bah er auch nach unserem bürgerlichen Rechte gemäß §§ 356 uitb 311 allg. bgl. Gesetzbuch tveber in seiner Totalität noch in einzelnen Teilen beSfelben ein Gegenstanb bes rechtlichen Verkehrs; Eigentum an bemfelbett kann, so lange ihm bie Qualität als res sacra zukommt, von einer Privatperson überhaupt nicht, also auch nicht auf beut in bett §§ 418 itttb 419 allg. bürg. Gesetzbuch verzeichneten Wege erworben werden. Durch die Erbauung der Gruft auf dem genannten Friedhofe hat demnach N. nicht das Eigentum des Begräbnisplatzes, sondern nur das Recht erworben, den Begräbnisplatz durch Errichtung einer Familiengruft zu benützen." Nachrichten aus Amerika. Brooklyn. (Todesfall.) Am 21. Jänner starb Herr Johann Mantel, gebürtig aus Prerigl Nr. 14, im 37. Lebensjahre. Sein frühes Hinscheiden betrauern zwei Brüder nnd zwei Schwestern nebst seinem Schwager Matthias Kump. Der Verblichene war Gründungsmitglied des Gottscheer Krankenunterstützungsvereines. Ehre seinem Andenken! 1 r -' Allerlei. Wie leöt man langet Diese Frage, wie man lange lebt, beantworten einige alte Leute in einem Artikel des „Grand Magazine", wie folgt: Lord Gwydr, 95 Jahre alt: Nicht rauchen, körperliche Übungen im Freien, Mäßigkeit. Lord Grimtvrphe, 88 Jahre alt: Nicht rauchen, Mäßigkeit im Essen und Trinken. Karl Nelson, 82 Jahre alt: Nicht rauchen, früh aufstehen, Mäßigkeit, keine Heilmittel. Sir W. Huggins, 81 Jahre alt: Nicht rauchen, wenig Fleisch, Milchdiät. Sir W. L. Drinkwater, 92 ^zahre alt: Nicht rauchen, Leibesübungen im Freien, sieben Stunden Schlaf. Professor Mayor, 81 Jahre alt: Nicht rauchen, strenger Vegetarianismus, keine Leibesübungen, lebt von zwei Pence (etwa 20 h) täglich, steht um 4 Uhr auf, sieht noch mit voller Schärfe. Doktor George S. Keith, 86 Jahre alt: Raucht gelegentlich, trinkt dann nnd wann Wein, wenig Fleisch oder Fisch und viel Milch. W. P. Früh, 86 Jahre alt: Zwei Mahlzeiten täglich, drei Zigarren einen Eßlöffel voll Whisky und regelmäßige Leibesübungen. H. G. Davis, 82 Jahre alt: Nicht rauchen, drei kräftige Mahlzeiten, regelmäßige Leibesübungen. Sir F. S>. Haben, 86 Jahre alt: Sieben Stunden im Bett, wenig Fleisch und wenig Wein. Bemerkenswert ist, daß der einzige Achtziger, der raucht, erklärt: „Ich wünschte oft, ich hätte nie rauchen gelernt, denn ich bin sicher, daß es nicht gut tut." _________________________________________________________ Briefkasten der Schritt leitung. Johann König, Brooklyn: Besten Dank für die Nachricht. Wir bitten noch um weitere Notizen. Daß sie für den „Gottscheer Bote" arbeiten wollen, freut uns sehr. Wir ersuchen recht höflich den Bezugsbetrag mittels internationaler iWtaniveifrwg einzusenden und die Adresse genau anzugeben. — D P. Sie bedauern, daß Gottschee durch recht sonderbare Veröffentlichungen über die „Volksheilkunde" vor der Welt bloßgestellt wird. Wir teilen vollkommen Ihre Ansicht und finden es unwürdig, daß ein Sohn der Heimat seine Landsleute dem Gespötts der Zeitungsleser preisgibt. Der betreffende „Schriftsteller" stellt sehr große Anforderungen an die Nerven seiner Leser. Wir würden es nicht wagen, solche „Kost" zu bieten. Briefkasten der Vermattung. Joh. Fink 1645 Cleveland. Ihr Achtbares vom 16. Februar erhalten und vom Inhalt Kenntnis genommen; wir sind dann auch gerne bereit rückständige Nummern nachzusenden. Für Ihre Bemühungen unfern besten Dank. — George Mayerle 1071 San Francisco. Die m Ihrem Schreiben vom 12 pas. avisierte Geldsendung bereits erhalten. Es wird uns recht angenehm sein, wenn Sie uns weitere Berichte zukommen lassen. Besten Gruß — Paul Eisenzopf 14 Lisbon. Infolge mangelhafter Adresse des Absenders hat sich erst jetzt herausgestellt, daß fragliche Geldsendung von Ihren Betrag Ihnen gutgebucht. Grüßend. — John Zellen Calyormen Bor 36. Berichten Ihnen wiederholt, daß die. mit Ihrem Schreiben vom 6 Dezember 1905 avisierte Geldsendung (angeblich 19 Kronen) ms heute uns nicht zugekommen ist. Auch Ihr Brief war leer; reklamieren Sie sofort bei dortiger Aufgabstelle. Mit Gruß. Bei einmaliger Einschaltung kostet die _ viergesxaltene Aleindruckzeile oder deren Baum fö Heller, bei mehrmaliger Einschaltung \2 Heller. Bei Einschaltungen durch ein halbes Jahr wird eine zehnprozentige, bei solchen durch das ganze Jahr eine zwanzigprozentige Ermäßigung gewährt. Anzeigen. Die Anzeigengebübr ist • frei einmaliger Einschaltung gleich bei Bestellung, bei mehrmaliger vor der zweiten Einschaltung zu erlegen. — Ls wird höflichst ersucht, bei Befiel, langen von den in unserem Blatte angezeigten Firmen sich stets auf den „Gottscheer Boten" zu beziehen. 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