Nr. 28. Plänum«lation«pr«<«: Im «omptol« ganzj. fl. II hlllbj. si. »'»0. Für bi« Zuflllluna in« H«»s Montag, 4. Februar. Inse,»l«n«gebül: YH« ll«lne Inserat« »l« zu < gclltn «5 lr., gisheri: per Zelle « ll., bei Vjt«e verdächtig erscheinen, Umtrieben zu dienen, welche v'e öffentliche Sicherheit und die gesellschaftliche Ord-"ung gefährden; 4.) des § 6, lid. a und d. 5) des § 7, lit. a, mit der Einschränkung auf dle offentllche Sicherheit und die gesellschaftliche Ord. nung gefährdende Druckschriften, dann, insoweit es sich um die Bestrafung der Uebertretungen gegen die daselbst enthaltenen Vor. M,ften und gegen die auf Grund des § 8 ergehenden Anordnungen handelt, der § 9 des Gefetzes vom 5ten ^ta, 1869 (R, G. Bl. Nr. 66) in Anwendung zu lonimen. . Die gegenwärtige Verordnung tritt mit dem Tage °er Kundmachung in Wirksamkeit. paffem, p. Ziemialkowski in. p. Falken« H^ hn m. p. Prazäl N. p. Conr ad m. p. "elsersheimb m. p. Dunajewski in. p. Pino m. p. Verordnung des Gesammtminifteriums vom 30. Jänner 1884, betreffend die Einstellung der Wirksamkeit der Geschwornengerichte für die Eerichlshoffprengel Wien und Korneuburg in Niederösterreich. Auf Grund des § 1 des Gesetzes vom 23. Mai 1873 (R. G. Vl. Nr. 120) findet das Gefammtmini. sterium nach Anhörung des Obersten Gerichtshofes zu verordnen: Die Wirksamkeit der Geschwornengerichte wird sür den Umfang der Gerichtshofsprengel Wien und Korneuburg im Kronlande Niederösterreich bezüglich der nachstehenden der Gerichtsbarkeit derselben zugewie-senen, im Artikel VI des Einführungsgefetzes zur StrasprocesLoronung vom 23. Mai 1873 (R. G. Bl. Nr. 119) aufgeführten Verbrechen und Vergehen, und zwar wegen: Der durch den Inhalt einer Druckschrift verübten Verbrechen und Vergehen, insoferne die letzteren nicht Gegenstand der Privatanklage sind (lit. ä); Hochverrath (lit. L, Z. 1); Störung der öffentlichen Ruhe (lit. L, Z. 2); Aufstand und Aufruhr (lit. L, Z. 3); öffentliche Gewallthätigkeit (lit. L, Z. 4, lit. a, d, c); Verfälschung der öffentlichen Creditpapiere (lit. L, I. 6); Münzverfälschung (lit. L, Z. 7); Religionzstörung (lit. L, Z. 8); Mord und Todtschlag, insoferne es sich nicht um das Verbrechen des Kmdeömordes (§ 139 Strafgesetz' buch) handelt (lit. v, Z. 12); schwere körperliche Beschädigung (lit. L, Z. 15); Brandlegung (lit. L, Z. 17); Diebstahl (lit. Z, Z. 18); Raub (lit. L, Z. 20); Verleumdung (lit. N, Z. 22) - Verbrechern geleisteter Vorschub (lit. L, Z. 23); Herabwürdigung der Verfügungen der Behörden und Aufwiegelung (lit, L, g. 24); Aufreizung zu Feindseligkeiten (lit. L, Z. 25); bis einschießlich 31. Dezember 1884 vom Tage der Kundmachung dieser Verordnung eingestellt. Taaffein.p. Ziemiallowski m.p. Falken- hayn in. p. Pra^äk in. p. Conrad m. p. Welsersheimb m. p. Dunajewski m. p. Pino m. p. Nichtamtlicher Theil. Se. Majestät der Kaiser haben, wie die ..Agramer Zeituxg" meldet, der Congregation der Ordens» schwestern in Nazaret bei Banjalula den Betrag von 500 fl. als Unterstützung für Ordenszwecke zu fpenden geruht.________ ______________________________ Die Rede Herrn von Plener's. Die „Norddeutsche allgemeine Zeitung" schreibt in ihrer Abendausgabe vom 30. v. M. unter Rundschau im Auslande: „Die Sprachendebalte des österreichischen Abgeordnetenhauses ist zu Ende. Sie schloss unter turbulenten Kundgebungen aus der Mitte des Galleriepublicums, dessen Benehmen sogar die Räumung des Zuhörerraumes nothwendig machte. Im übrigen kann man nur sagen, dass der „große" Kampf rein pro uinilo geführt worden; kein einziger der zur Abstimmung gestellten Anträge brachte es zu einer Majorität, — ein Resultat, welches zeigt, wie richtig die Regierung handelte, als sie der ganzen Anqelegenheit völlig fern blieb. Für den unbefangenen Beurtheiler des Herganges ste^t es außer allem Zweifel, dass das negative Ergebnis der Sprachendebatte in den obwaltenden Verhältnissen begründet liegt, und dafs die Frage, über welche verhandelt wurde, überhaupt nicht zu denjenigen Problemen gehört, die durch parlamen-tarifche Abstimmungen zu löfen sind. Der deutschen Sprache in Oesterreich die ihr gebürende Stellung zu sichern, wirken ganz andere Momente zusammen. Momente, auf welche in unseren Wiener Korrespondenzen oft genug hingewiesen ist, und deren Beweiskraft ja selbst nicht dadurch erschüttert wird, dass Herr von Plener jun. sich zum Anwalt der deutschen Staatssprache aufwirft. Es gehörte übrigens ein, vom Stand« punkte des Agitators aus, beneidenswerter Muth dazu, gerade in dem gegenwärtigen Augenblicke, wo die weitesten Bevölkerungskreise Wiens und darüber hinaus unter dem Eindrucke der fortgesetzten grausigen Mordthaten erbeben, in die sociale Krise in so leidenschaftlicher Form auch noch die Brandfackel des Nationa-litätenhaders zu schleudern, und nicht genug damit, auch die Stellung Oesterreich-Ungarns nach außen zum Gegenstände ebenso unzutreffender als leidenschaftlicher Betrachtungen zu machen. Glücklicher Weise reicht das Können solcher oratorischer Herostrale gewöhnlich nicht so weit als ihr Wollen, und die Feuilleton. Der Kleinhiiubler. Erzählung aus dem ubderennsischcll Vollsleben von C. A. Kaltenbrunuer. (19, Fortschung.) . Was sollte sie nun zunächst beginnen? Allein mit ^geistesschwachen Mutter, die sie nicht verlassen urste? Eg wgl tmz Erste, für diese zu forgen, denn Vi »/ Erzeugte sich bald in der Küche, dass die gutter noch keine Morgensuppe genossen hatte. Un-^lzugllch machte sie sich daran, Milch zu sieden und h"" der Mutter ein warmes Frühstück zu bringen, vruber die letztere bei großem Hunger die lebhafteste Freude zu erkennen gab. , uNittlerweile räumte Vroni ihre Stube und Schlaf, ummer zusammen und besorgte das Nöthige draußen d>> l!^' ""bei sie zu ihrem Schrecken bemerkte, dafs ^„ ylntere Kellerwand geöffnet und alles aus- G. D/n letzteren Umstand brachten ihre ängstlichen unk " sogleich mit den Cordonisten in Verbindung, wiszk ^"'gie sich ihr mit allen Schrecken die Ge-wllk?" °"l' b°ls ihre früheren Befürchtungen nun in d 6A"lden, der Vater verrathen, gefangen und kam s- ^ abgeführt worden war. Händeringend Iam^" ^"'" zur Mutter, welcher sie im lauten ^mmer alle« mittheilte, was sie dachte, das« s. gdalena hatte davon so weit Verständnis, indem r- ^ b'e traurigen Vermuthungen bestätigte. Iiiutt, /^l'9 mit dem Kopfe nickte und die beiden woll /l- k' ""! beneu sie nach außen zeigte, als "'al is.' 6ege" die abgezogenen Cordonisten noch ein« »yren Horn erheben. Vroni rang in Angst und Schmerz nach Fassung. Lange sah sie still im Winkel der Slude, das Haupt tief gesenkt, die Hände über dem Knie in einander geschlungen, die thränenschweren Augen starr auf die Erde geheftet. Und dennoch wusste die Arme noch nicht alles. Jetzt schlich Magdalena leise auf den Zehen herbei und umfieng sie plötzlich, um sie in ihrer Weise zu streicheln und zu lieblosen, da ihr die in Traurigkeit versunkene Tochter offenbar erbarmte, dann gieng sie zum Kasten und zeigte ihr das Geld, welches der Vater zurückgelassen hatte. Vroni küfste die Mutter und riss sich aus ihren schweren Gedanken empor, da sie an die häuslichen Geschäfte und — so einfach es auch war — an das Mittagsmal für sich und die Mutter denken musste. Ach, für den Vater brauchte sie nicht zu kochen! Einige heiße Tropfen, die ihren Augen entfielen, zifch-ten in die Flamme drs kleinen Herdes. Vroni konnte das Essen entbehren; sie war nur mit dem Gedanken beschäftigt, auf welchem Wege sie etwas Bestimmtes erfahren könnte. Als die Mittagszeit vorüber, in der Küche wieder alles geordnet und überall aufgeräumt war. litt es sie daheim nicht mehr länger. Sie gieng zur Mutter und sprach zu ihr: „Ich will jetzt nach Wernstein gehen und dort Erkundigungen einziehen. In längstens zwei Stuuden bin ich wieder zurück. Verhalte dich indessen recht ruhig, liebe Mutter, und lass niemanden herein, wenn du zugesperrt hast, es wäre denn, dass der Vater zurückkäme." Die letzteren Worte sagte sie to traurig, dass sie wohl selbst fühlen mochte, wie wenig sie an diefe Möglichkeit glaubte. Die Mutter nickte mit dem Kopfe, zum Zeichen, dass sie es verstanden habe. Vroni gieng, und Magdalena schloss von innen die Hausthüre ab. ll. Leopold's Zurllcktunft. Vroni eilte nach Wernstein, geraden Weges zu Grundner. Mitten im Gedränge der Hochzeit und unter den lustigen Klängen der Tafel, und Tanzmusik, welche vom Saale des ersten Stockwerkes herabschallte, fand sie die Wirtsleute in großer Aufregung. Leopold war vor einer Stunde eben zurückgetom« men. Mit stillem Augenwinken grüßte er die eintretende Vroni, welche wieder etwas leichter aufathmete, als sie sah, dass er unversehrt und ihm — nach ihrer Meinung — nichts zugestoßen war. Um ihr jetziges Wiederkommen zu bemänteln, nahm sie den Vorwand, die Frau Grundner zu fragen, ob sie nicht noch ein Paar Stunden ihrer Mithilfe bedürfe? Die Wirtin nahm das erwünschte Anerbieten des fleißigen und geschickten Mädchens gerne an und ver-gaß über der vielen Arbeit und über der Beschäftigung mit Leopold, sich um den Wachposten bei der Solde ihres Vaters weiter zu erkundigen, oder sie mochte bei dem Wiedererscheinen Vroni's die Sache für abgethan und widerlegt halten. Vroni war dessen froh und hoffte nun eine Gelegenheit zu finden, über ihren Vater etwas zu erfahren. Leopold hatte bei seinem Nachhausekommen den Eltern in möglichster Kürze erzählt, „dass er bei seiner Rückfahrt in der Nacht da draußen bei einem Hause, seitwärts von der Straße — er nannte Dominik's Solde nicht — großes Geschrei gehört und sich eiligst hinbegeben habe." (Forlsetzung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 28 22« 4. Februar 1884. Weltgeschichte wird hoffentlich auch durch Herrn von Plener's Diatriben nicht aus den Fugen kommen." Zur Charakterisierung des Urtheils aber, welches in Wien selbst außerhalb des Kranzes der Herbstzeitlosen über den Demosthenes der Opposition gefällt wird, lassen wir im Nachstehenden noch einige Stellen des Artikels folqen, mit welchem die Wiener „Presse" über die Redeleistung des Herrn von Plener zur Tagesordnung übergeht: „Man kann darüber verschiedener Meinung sein, welches System dem Staate besser frommt, ob jenes, das auf die Forderungen der Nationalitäten insoweit eingeht, als diese nicht den Interessen des Ganzen widersprechen, oder jenes, das überhaupt die Erörterung und Discussion dieser Desi-derien ausweicht, und beide Systeme haben abwechselnd in Oesterreich geherrscht; dass aber ein Programm der Scorpione, des Hasses und der Nache leine Aussicht hat, in diesem Reiche realisiert zu werden, so lange es eine Monarchie sein und eine Dynastie besitzen wird, die allen Völkern gleich theuer und heilig ist. . . . Herr von Plener hat in seinem Eifer ganz vergessen, warum er spricht, und darum auch vergessen, was er spricht. . . . Der Abgeordnete der Ggerer Han» delskammer hat wohl heute fiir die Staatssprache plai-dieren wollen, aber in der Wirklichkeit nur den deulsch» böhmischen Streit in das Haus getragen. . . . Mit einem Muthe, um den wir ihn fürwahr nicht be» neiden, hat er Oesterreich als den Deputierten beim auflro-deutschen Bündnisse hingestellt, hat den Leiter der Politik Preußens und Deutschlands beschuldigt, es auf die Zertrümmerung dieses Staates abgesehen zu haben, der heute von der Schlange gelockt wird, um morgen von ihr desto leichter verschlungen werden zu können. Und weiß Herr von Plener, welche Beschuldigung er damit gegen die sogenannte deutsch« nationale Partei erhoben hat, dieselbe Partei, die ja nach der Versicherung der Redner von der linken Seite des Hauses bald mit der Vereinigten Linken, der auch er angehört, identisch sein wird? Es ist fürwahr traurig, dass eine solche Verdächtigung einer befreundeten Regierung und eine folche Anklage gegen eine österreichische Partei gerade von einem Manne ausgesprochen wurde, dessen Verstand und Begabung fürwahr keiner brandelnden Phrase bedürfen würde, um sich geltend zu machen. Herr von Plcner sprach heute viel von Demonstrationen und gab zu, dass die Aufwerfung der Sprachenfrage eine Demonstration gewesen sei; seine Rede aber war vor allem selbst eine Demonstration: eine Demonstration gegen das deutsch, österreichische Bündnis, eine Demonstration gegen unsere Orientpolitik, eine Demonstration gegen die Ruhe und deu Frieden des Reiches. Man realisiere nur dieses Programm, und alles, was in den letzten Jahren ge< schaffen wurde, wird wanken und stürzen, und der Sieg desselben wird dann in der That eine Niederlage des Staates bedeuten!" Reichsrath. 325. Sitzung des Abgeordnetenhauses. Wien, 29. Jänner. (Schluss.) Majoritäts-Berichterstatter Abg. Dr. Ritter von Madeyski: Wir stehen unmittelbar vor der Abstimmung über einen Gegenstand, für dessen Entscheidung die fünftägige Debatte nur wenige oder gar keine neuen Momente gebracht hat. Ankniipfend an die letzten Worte des Berichterstatters der Minonläl, welcher von Verdächtigungen gesprochen, die seiner Partei im Lanfe der Debatte widerfahren sein sollen, kann ich nur die Versicherung geben, dass unsere Partei Verdächtigungen perhorresciert, weil wir jede Anschauung achten. Ich werde in meinen Ausführungen von diesem Standpunkte aus nur insoweit von Tendenzen sprechen, als sie der Nusfluss der Parteirichtungen sind. (Bravo! rechts.) Die erste Rechtsfrage, welche der Vorredner besprochen hat und welche ich als eine rein staatsrechtliche betrachte, ist die Competenz des Reichsrathes zur Erlassung eines Ausfuhrungsgesetzes zu Art. 19 St. G. G. Die Competenzfrage ist dadurch entschieden, dass in jener Bestimmung, welche die Fälle, sür die der Reichsrath competent ist, texaliv aufzählt, von Ausführungsgesetzen zu Art. 19 keine Rede ist. Abgesehen von deu Verhandlungen des Verfassung«. Ausschusses, welche sogar die Gründe für diese Auslassung enthalten, geht dies auch ganz klar hervor aus dem Unterschiede, wel-chcr zwischen dem politischen Rechte der Gleichberech. tiguna. der verschiedenen Nationalitäten und den übrigen im Staatsgrundgesetze normierten staatsbürgerlichen Rechten besteht. DaL erstere ist ein politisches Recht, d,e letzteren sind Rechte, welche die staatsbürgerliche Gleichheit vor dem Gesche bedingen. Diese Anschauung ist auch bei der Durchsah, ung' der Organisation der politlschen Verwaltungsbehörden maßgebend gewesen. Es sind Versuche gemacht worden, eine Definition der „Staatssprache" zu geben. Dieselben sind von den Rednern der Rechten in glänzender Weise a<1 ad^ur» äum geführt und widerlegt worden. Es ist auf eine Aeußerung des Herrn Ministers Dr. Freiherrn von Ziemiallowski aus dem Jahre 1869 hingewiesen worden, welche die Regelung der internen Dienstsprache betraf; allein das, was man damit beweisen will, dass Se. Excellenz dadurch eine Competenz des Reichsrathes in der jetzt vorliegenden Frage zugestanden habe, geht aus jener Aeußerung keineswegs hervor. Ich und meine Parteigenossen werden der deutschen Sprache ihre Berechtigung als Staatssprache nicht streitig machen; sie hat sich diese e Herren Minister: Dr. Freih. v. Ziemiattows!'' Graf Falke nhayn, Dr. Freiherr von Prazäl, Dr. Freiherr von Conrad-Eybesfeld, M"' Graf Welsersheimb und Freiherr von Pino. Von Sr. Excellenz dem Herrn Ministerpräsidentei' Grafen Taaffe sind nachstehende Zuschriften eii^ gelaufen: „Das Gesammtministerium hat auf Grund eines mit Allerhöchster Entschließung vom 29. Jänner d-3' genehmigten Beschlusses die anruhende, im Reichs gesetzblatte und im amtlichen Theile der „Wiener Zeltung" erscheinende Verordnung erlassen, mit welches auf Grund des Gesetzes vom 5. Mai 18Ü9, R. G. W-Nr. 66, Ausnahm sVerfügungen für die G^ richtssprengrl Wien, Korneuburg und Wiener-Neustadt getroffen werden. Die Negierung sah sich zur ^ lassung dieser Ausnahmsversügungen verpflichtet, ^ folge der notorisch im Verlaufe der letzten Zeit "' Wieu und Umgebung vorgekommenen verbrecherisch^ ! Vorfälle nnd mit Rücksicht auf die immer steigende" Gefahren der auf den Umsturz der staatlichen uN" gesellschaftlichen Ordnung gerichteten, insbesondere "' den Gerichtssprengeln Wien, Korneuburg und Wiener Neustadt hervortretenden Umtriebe, zu deren Ä^ lampfung die der Regierungs- und Vollzugsgewalt zugebote steheuden ordentlichen Mittel nicht mehr aus" reichen. Die Regieruug behält sich vor, diese Gründe der getroffenen Verfügungen bei der reichsräthliche^ Behandlung näher darzulegen. Ich beehre mich, das löbliche Präsidium unter Beziehung auf § 11 des Gesetzes vom 5. Mai 1869, R. G. Vl. Nr. 66. zu ersuchen, hievon dem hohe" Abgeordnetenhause sofort Mittheilung machrn «nd die weitere verfassungsmäßige Behandlung einleiten zu wollen. Wien am 30. Jänner 1884. Taaffe." „Die Negierung sah sich infolge der im Verlaufe der letzten Zeit in Wien und Umaebung vorgekor^ menen verbrecherifchen Vorfälle verpflichtet, Ausnahm^ Verfügungen in Anwendung des Gesetzes vom 5. W' 1869, N. G. Al. Nr. 66, zu treffen, und hat in Gemäßheit dieses Gesetzes die entsprechende Mittheilung a" den Reichsrath gelangen lassen. Das Gesammtminl' sterium findet sich im weiteren durch diese Ereign nisse bestimmt, die in Abschrift mitfolgende Verord" nung zu erlassen, mit welcher die Wirksamkeit dtt Geschwornengerichte für den Umfanc, der Gerichtshof sprenge! Wien und Korneuburg bis Ende dieses Jahre? rücksichtlich der in der Verordnung bezeichneten strai' baren Handlungen eingestellt wird, da Erscheinung^ zutage getreten sind, welche die begründete Besorgn'» erwecken, dass unter den dermaligen Verhältnissen eine unabhängige und unparteiische Rechtsprechung der Geschwornen bei Delicten, deren Thäterschaft Persons zugemessen wird, die ihre Bestrebungen auf den U>N" stürz der staatlichen und gesellschaftlichen Ordnung gerichtet haben, gefährdet ist. Ich beehre mich, das löbliche Präsidium i" ersuchen, dem hohen Abgeordnetenhause von der ^ trossenen Verfügung sofort Mittheilung machen i" wollen. Wien am 30. Jänner 1884. Taaffe." (Fortsetzung folgt.) Zur Lage. Sämmtliche Abendblätter reproducieren die in del „Wiener Zeitung" vom 31. v. M. veröffentlichte" zwei Verordnungen des Gesammtministeriums, betm' fend die Nusnahmsverfügungen für die Gerichts hoffprengel Wien, Korneuburg und Wiener-Neustadt' Einzelne derselben knüpfen daran kurze Bemerkung^' So fchreibt die Preffe: «Die Bedeutung und Tc^ weite diefer Ausnahmsverfügungen ist eine große, dlei° selbst wird aber durch die Verhältnisse mehr als ge' rechtfertigt. Die Verfügungen haben einen localisierte'' Charakter und bezwecken einerseits die Wahrung"" öffentlichen Sicherheit und andererseits eine rasches Iudicatur." — Die Neue freie Presfe beniM ' „Alles hängt davon ab, welchen Gebrauch die Reg" rung von den ihr ertheilten ungeheuren Vollmachte" machen, ob sie sich lediglich auf die Bekämpfung t» socialistischen Verbrechen beschränken oder sich '^ Vollmacht auch zu politischen Zwecken bedienen nm"' welche mit jenen auf den socialen Umsturz gerichtet" Bestrebungen nichts gemein haben. Wir wollen o^ erstere hoffen, und die allerdings vieldeutige, ave ^iaibacher Zeitung Nr. 28 227 4. Februar 1884. oennoch i„ der Verordnung enthaltene Beschränkung! °er außerordentlichen Gewalt bezüglich des Brief.' geheimnisses und der Presse auf Briefe und Druck« >Hr,ften, „welche die öffentliche Sicherheit und die Mellschastliche Ordnung gefährden", verräth minde-Nens das Bestreben, zu zeigen, dass die Ausnahms« Verfügungen nur zur Bekämpfung der gewaltthätigen, Maldemokratischen Agitation dienen sollen." — Das ^rtrablatt sagt: „Die verfügte zeitweilige Ein-lchlänlung des öffentlichen Rechtes kehrt sich gegen °>e geschwornen Feinde alles Rechtes, jeden Gesetzes, ^er friedliche Bürger wird von den auf ein eng be« grenztes Gebiet verhängten Ausnahmeverhältnissen im geringsten Maße berührt, empfängt aber dafür die Beruhigung, dafs die staatliche Autorität mit Macht! und Entschlossenheit zu seinem Schutze eingreift." Der Umstand, dass das deutsche Unfallver-Ucherungz.Gesetz in dritter verbesserter Auflage von dem deutschen Volkswirtschaftsrathe in Berathung gezogen wird, während bei uns ein ganz ähnliches besetz kürzlich der Gewerbe-Commission des Abgeordnetenhauses zugewiesen wurde, gibt dem Tresor zu entsprechenden Vergleichen Anlass. ..Dabei kann man -- schreibt er — die eigenthümliche Wahrnehmung Machen, dass die Opposition in Deutschland in vielen «allen die Vorzüge der österreichischen Gesetzesvorlage hervorhebt, während unsere liberale Partei, soweit sie Nch bisher äußern konnte, in denselben Fällen auf das deutsche Gcsetzesproject als das zweckentsprechendere y'nweist." Das Blatt zieht nun eine Parallele zwischen den Hauptprincipien der beiden Entwürfe, wobei es w der Theorie der Eintheilung nach gleichartige» Be» lufsgenossenschaften den Vorzug gibt, und bemerkt fo« dann inbetreff des Beitrages der Arbeiter zu den «often der Unfallversicherung: „Das österreichische Gesetz statuiert einen Arbeiterbeitrag von 25 Procent, während das deutsche Gesetz die Arbeiter vollkommen frei aus« Ahen lässt. Wir halten, in Uebereinstimmung mit dem ^totwenberichte, den österreichischen Standpunkt nach ethischen Gesetzen für den richtigeren, um so mehr. da vel uns die Hastpflicht für die Unfallversicherung schon lN't der fünften Woche beginnt, während in Deutschland die Carenzzeit volle dreizehn Wochen dauert. Nach ge« Mogenen statistischen Erhebungen leistet unter solchen Verhältnissen der Unternehmer in Oesterreich trotz seiner geringen percentualen Beitragsquote thatsächlich für die Unfallsversicherung mehr als der deutsch? Favrils» Unternehmer. Der österreichische Entwurf der Unfall« Versicherung besagt, dass der Vorstand der zu eirich« tenden Versicherungsanstalten so zu organisieren sei, dass derselbe aus einer durch drei theilbaren Anzahl bon Mitgliedern gebildet werden soll, von welchem ein "littet als Vertreter der Betriebsunternehmer, das zweite Drittel als Vertreter der Versicherten und das letzte Drittel aus Regierungsvertretern bestehen soll. In Deutschland behält sich die Regierung auf eilf Mitglieder des Reichs-Versicherungsamtes die Ernennung v°n sieben vor, die übrigen vier vertheilen sich gleich« Mäßig auf Unternehmer und Arbeiter. In der öster-leichischen Vorlage ist daher den betheiligteu Kreisen "" weit größerer Antheil an der Leitung und Aufsicht ^gewiesen, was aewiss einer liberaleren Anschauung entspricht.« yy. Das Journal des Dcbats kommt in einem Teener Briefe gleichfalls auf die jüngste Sprachen« vebatle zurück und schreibt: „Auf beiden Seiten begriff ^an die Gefahr, Verhandlungen, welche so zarte Fragen ."Uhren und so berechtigte Empfindlichkeiten anregen, '« leidenschaftlicher Weise zu führen. Im Grunde er« in ^ ""^ jedermann an. dafs die deutsche Sprache ^.Oesterreich eine ganz besondere Stelle einnimmt. ^ lst die einzige, in welcher die verschiedenen Ratio» 'amaten dieses vielsprachigen Reiches sich gegenseitig crnandigen können; sie ist die Sprache der Central« im w ""6 und der Armee, die Verhandlungssprache " ltteichsrathe und in den Delegationen. Das ist eine ""streitbare Thatsache, welche auch niemand anficht, "0 welche ihre Geltung in Zukunft behalten wird lM '« ^r Vergangenheit durch die Macht der Ver« «"Mse viel mehr, als es durch eine Gesetzesbestimmung ^chk" könnte." Locales. . "- (Diner bei dem Herrn LandeSprä-''benten Baron Winkler.) Gestern fand beim ^^n Lllndespriisidenten ein Diner zu sechsundzwanzig ^Äen statt. H ^(Legate des verewigten Fürstbischofes, l' Pogacar.) Se. fürstlichen Gnaden der verewigte ^lr Fürstbischof Dr. Pogaöar haben nachstehende e»at° bestimmt: 1.) Für die Kirche in Zayer 500 fl.. ^ 'ur die Kirche in Wocheiner Feistriz 200 st.. 3.) als N^"sariumstlftung " der Domkirche 1000 fl,. 4.) als k^nstiftung in Vreznica 200 st.. 5,) für den Vincenz- 7.)slj" ^ ^' ^ ^ den Vincenz-Damenverein 100 st.. d^ ^sKnllben.Wllisenhau3(Marianum)400si. 8.)für df„ ^chen.Waisenhaus (Lichtenthurn) 400 fl., 9.) für -Plilster-Unterstützungsverein 200 ft.. 10.) für den< ! katholischen Gesellenverein 100 fl.. 11,) für die Stadt« armen 200 fl. — (Ein Porträt des verewigten Fürstbischofes Dr. Pogacar.) Die letzte Nummer der hervorragend patriotisch redigierten Neuen Illustrierten Zeitung (Wien. 3. Februar 1884) bringt das wohlgetroffene Porträt unseres geliebten, under-gesslichen. jüngst verstorbenen Oberhirten, des hochwürdigsten Fürstbischofes Dr, Pogakar. und wäre zu wiin« schen. dass dasselbe auch in einem Separatabdrucke zur AuSgabe gelangen würde. —es. — (Von der Diücese.) Weil bei Erledigung des bischöflichen Stuhles die Regierung der Diöcese nach canonischen Vorschriften dem Domcapitel zusteht und dieses verpflichtet ist, einen Stellvertreter des Domcapitels, Capitularvicar. zu wählen, der die Rechte des Bischofes in der Diücese ausübt, habrn die Domherren in der Capitelsitzung am 31. Jänner 1884 unter dem Vorsitze des hochw, Herr« Dompropstes Josef Supan das Wahlscrutinium vorgenommen. Einstimmig wurde Herr Dompropst Supan zum Capitelvicar gewählt, der jedoch erklärte, dass er für das Vertrauen und die Ehre den Dank ausdrücke, aber die mit vielen Sorgen und Aufregungen verbundene verantwort» liche Würde und Leitung der Diiicese wegen seines vor« gerückten Alters und Herzleidens anzunehmen sich nicht getraue, daher er bitte, einen anderen der Herren zu wählen. Die hochw. Domherren drückten darüber ihr Bedauern aus, Beim zweiten Scru-tini u m wurde der hochw. Herr Dr. Heinrich Pauker Edler von Glanfeld. Domherr am Kathedralcapitel einstim m i g zum Capitelvicar gewählt, der ebenfalls ersuchte, für dieses schwierige Amt aus vielen Gründen einen anderen zu mahlen, dann aber doch den Vorstellungen der Caftitularen nachgab, die Wahl annahm, für das Vertrauen dankte und um Unterstützung bat, welche ihm alle zusagten. Besonders der Herr Dompropst hat zugesichert, dass er ihn mit Rath und That aus seinen vielen Erfahrungen in der vieljährigen Seel« sorge, den Dompfarr« und Decanatsgeschäften nach Kräf' ten unterstützen wird. Das hochw. Domcapitel hat sich bei diesem Wahlacte vor allem von der Sorge für das Wohl der Diücese, dann von der Rücksicht auf die Verdienste und Stellung der Gewählten leiten lassen, was Nachstehendes beleuchten möge: Der hochw. Herr Dompropst I. Sup an erfreut sich nämlich wegen seiner langjährigen seelsorgerlichen Thätigkeit und seines zuvorkommenden Benehmens, wie nicht minder wegen seiner streng katholischen Gesinnung beim Clerus sowohl als beim Volle der ungetheiltesten Sympathien. 1811 im Bergwerköorte Kropp in Ober-krain geboren, wurde er 1836 zum Priester geweiht und kam zuerst als Couperator nach Mitterdorf in Gottschee. dann nach Nenmarktl in Oberkrain, 1838 aber als Coopcrator und deutscher Prediger an die Stadtpsarr-tirche zu St. Ialov in Laibach. 1839 aber als solcher au die Kathedrallirche, wo er sich durch seine gediegenen und meisterhaft vorgetragenen Predigten, durch seinen Eifer und durch sein freundliches unk taktvolles Bench, men im seelsorgerlichen Berufe sowohl die Liebe und Hochachtung der Stadtbewohner, als auch das Vertrauen seiner Vorgesetzten in dem Maße erwarb, dass ihm schon 1845 der Dompfarrer Zorn die Führung der Pfarrgeschäfte und die Frledhosoerwaltung anvertraute. Im Jahre 1853 wurde er vom Fürstbischöfe Anton Alois Wolf zum Dompfarrer und 1855 von Sr. Ma< jestät zum Canonicus an der Kathedrallirche, vom Bifchofe aber zum Dompfarrer und Districtsdechante sowie zum Districts-Schulaufseher ernannt. Bei dieser Gelegenheit sprach der hochsclige, um die Diöcese hüchst verdiente Fürstbischof Anton Alois die inhaltsschweren Worte: „Ich „habe Sie zum Dompfarrer ernannt, weil ich die Hoff-„nung hege, dass Sie in der Stadtseelsorge viel werden „Wirten können. Wirten Sie so, dass wir beide vor „Gottes Nichterstuhle werden Rechenschaft geben können! „Ich komme früher hin, Sie kommen mir nach!" Noch im felben Jahre begann er mit der Restauration der früher sehr vernachlässigten Domkirche, welche durch einige Jahre unermüdet fortgesetzt und 1862 glück' lich beendet wurde. Für die Vergoldung der Kirche sind 300000 Blatt verwendet worden, der künstliche Marmor hat bei 5000 fl.. die Kreuzwegstationen aber 3000 fl, gekostet. Die Stadtbewohner würdigten die Bemühungen des jungen Dompfarrers und unterstützten ihn mit groß« müthigen Geldbeiträgen in dem Maße. dass er in wenigen Jahren für die obgenannte Restauration an 20 000 fl. sammeln und verausgaben konnte. Eine gleiche Sorgfalt widmete er als Friedhofs-verwalter dem Gottesacker, der durch seine Bemühung um 9000 Quadratklafter erweitert, mit einer neuen Todtenkapelle versehen und in allen seinen Theilen verschönert wurde. Bei dieser umfassenden Thätigkeit vernachlässigte er aber auch die Seelsorge nicht und wechselte nicht nur im Predigen mit den Domcaplänen ab. sondern folgte auch sehr gerne den von anderwärts an ihn ergangeneu Einladungen und hielt bei solchen Anlässen gegen zwei. hundert Gelegenheitspredigtcn. Desgleichen hat er im Jahre 1855 die feierliche Communion der Knaben. 1850 die liebliche Mai.Andacht. 1800 die Kreuzwegandacht, 1874 die Bruderschaft Unserer lieben Frau vom hei. ligsten Herzen in der Domklrche eingeführt und bei diesen Andachten hundertmal in beiden Sprachen (deutsch und slouenisch) gepredigt, 1862 ein slovenisches und ein deutsches Kreuzwegbuch mit 14 herrlichen Stahlstichen nach Führich herausgegeben, welche Bilder nun in mehr als 80 000 Exemplaren unter dem slovenischen Volke verbreitet sind. Im Jahre 1870 wurde er von Sr. Majestät zum Domdechant und 1875 während der SeoiSvaccmz vom Domcaftltel einstimmig zum Capitel°Vicar ernannt. Seine Thätigkeit als solcher, insbesondere sein energisches Eintreten für den abgesetzten Pfarrer LeSjak wurde da» mals im „Vaterland" ausführlich besprochen und hat ihm nicht allein beim Clerus, sondern auch bei den aus« gezeichnetsten Kirchenfürsten volle Anerkennung verschafft, wie denn auch seine kernige Ansprache bei der Inthroni« sation des Fürstbischofes Pogaöar mit großer Befriedigung aufgenommen wurde. Zur Zeit des letzten allgemeinen Jubeljahres 1875 wendete er alle Mühe und Sorgfalt an, dass die Stadtbewohner der allgemeinen Gnade recht zahlreich theilhaftig wurden, und gab zu dem Ende nicht nur das schöne Nblassbüchlein des hochw. Fürstbischofes Zwerger in flovenischer Uebersetzung in 16000 Exemplaren heraus, sondern führte auch selbst 17 Processionen in der Stadt herum und hielt bei diesem Anlasse auch sehr viele Predigten, die dem gläubigen Volke zu Herzen giengen. Diese vielen Verdienste deS hochw. Herrn Dompfarrers und Domdechanten wurden so sehr gewürdigt, dass er die durch die Ernennung deS Dr. Pogacar zum Fürstbischöfe von Laibach vacant gewordene Dompropftei als Domdechant erhielt. Im Jahre 1876 wurde er denn von Sr. Majestät dem apostolischen Stuhle zum Dompropste anempfohlen und von Sr, Heiligkeit Papst Pius IX, als solcher er« nannt, am 3, Dezember vom hochseligen Fürstbischöfe Chrysostomus auf diese erste Dlgnität, auf die Dom« propstei und die mit derselben canonisch unierte Stadt« Pfarre Nadmaxnsdorf feierlich installiert. Im Jahre 1879 hat er das vom hochwürdigsten Fürstbischöfe von Seckau. Johannes, verfasste, besonders auch für Geistliche sehr praktische Buch: „Die schönste Tugend" in flovenischer Sprache in 3000 Exemplaren herausgegeben, in mehreren Pfarren öfters, besonders in seiner Pfarre Nadmannsdorf über dreißigmal gepredigt, 1881, da die Iubiläumsprocessionen und eine dreitägige Andacht auf eigene Kosten veranstaltet und größtcntheils auch selbst abgehalten, während welcher bei 500 Andächtige die hl. Sacramente der Buße und des Altars empfiengen. In der Domkirche hielt er als erster Prälat feit der Erkrankung des hochseligen Fürstbischofes die kirchlichen Fuuctionen, und die Anwesenden sind er« frrut über die bei diesen Iahreu noch immer würdevolle Haltung und starke, klangvolle Stimme! Der hochw. Herr Domherr Dr. Heinrich Pauler Edler von Glanfeld wurde 1829 in Laibach geboren, 1854 zum Priester geweiht, bald darauf, 31. Juli. zum Doctor der Theologie an der Universität in Graz promoviert, dann als Cooperator in Veldes, 1855 als Domcaplan uud deutscher Prediger an der Domlirche zu Laibach angestellt, wo er durch drei Jahre alS gerne gehörter und sehr geachteter Prediger und Seelsorger wirkte. Vom hochseligen Fürstbischöfe Anton AloiS 1858 zum Spiritual, Director im hiesigen Priesterseminar ernannt, wirkte er durch seine streng kirchliche Gesinnung, durch seine gediegenen Vorträge, durch seine musterhafte, echt priesterliche Haltung fehr wohlthätig auf den heranwachsenden Cleruö ein und erwarb sich dadurch in gleichem Maße das Vertrauen uud die Hochachtung desselben. Im Jahre 1871 wurde er zum Baron Codelli-schen Domherrn ernannt. Als Spiritual und als Domherr hielt er durch viele Jahre in der Ursulinnenkirche an Sonntagen nachmittags zum großen geistlichen Nutzen vieler Stadtbewohner freiwillig und unentgeltlich die Christenlehren in deutscher Sprache. Eine mühevolle, aber sehr segensreiche Thätigkeit entwickelt er schon über 20 Jahre als Director des Vereins zur Anbetung des allerheiligsten Altarsacra« mentes und Unterstützung armer Kirchen, Hunderte der Pfarrer und Pfarrgcmeinden, deren Kirchen schöne und wertvolle Paramente von diefem Vereine unentgeltlich erhielten, danken ihm von Herzen für seine Mühen und Sorgen l Im Jahre 1881 hat ihm der hochselige Fürst« bischof Chrysostomus die Besorgung uud Leitung der meisten Ordinariatsgeschäfte übertragen, die er auch bis jetzt geführt hat, AuS dem Angeführten kann man mit Befriedigung wahrnehmen, dass der Wahlact rücksicht»- und würde, voll vor sich gegangen und dass die erfolgte Wahl der verwaisten Diöcese gewiss zum Wohl« gereichen wird. — (Das Leichenbegängnis) de3am31.v.M. hier in der schönsten Blüte ihres Alters verstorbenen Fräuleins Rosa Altenburger. der Tochter des Herru k. k. Controlors Alexander Altenburger und dessen Gemahlin Frau Aloisia Altenburgcr, hat am 1. d. M. halb 4 Uhr nachmittags stattgefunden, und die überaus zahlreiche Betheiligung aus allen Kreisen der Gesellschaft bewies, wie das allzufrüh? Hinscheiden des Fräuleins die allgemeine Theilnahme hervorgerufen hatte. Der Sarg war mit circa 40 prachtvollen Kränzen gcschmuat, Laibacher Zeitung Nr. 2» 228 4. Februar 1884. und außerdem wurden deren mehrere voran- und zur Seite getragen; demselben folgten die tiefst trauernden Angehörigen, ferner der Helr Leiter der l. l. Finanz» direction, Oberftnanzrath Dimih. mit den Herren Finanz« rathen und Beamten der Finanzdirection, Oberstlieute-nant v. Reih, Major Baron Gustav Rechbach und zahlreiche Herren Oberofficiere und ein unabsehbarer Zug von Damen und Herren aus allen Ständen der hiesige« Bevölkerung, darunter unzählige Altersgenossinnen und Freundinnen der Dahingeschiedenen. —<:8. — (Der Festball in der Litalnica), welcher am 2. d. M. abgehalten wurde, siel glänzend aus. Derselbe war durch die Anwesenheit zahlreicher Notabilitäten ausgezeichnet. Es waren erschienen: der Herr Landesfträsident Baron Winller, Se. Excellenz der Herr FML. und Truftvendivisionär Ritter v. Miller. Herr Landeshauptmann Graf Thurn, Herr GM. und Brigadier Groller von Mildensee, Herr Oberst Fux, die Herren: Oberstlieutenant hoch, Major Salomon, Major Schemerl und eine Anzahl von Herren Oberofficieren der Garnison. Die Toiletten der Damen waren durchwegs sehr schön, und fielen insbesondere vier Grandtoiletten auf: blasslila mit schwarzem Sammt und echten Spitzen, weißer Atlas mit reichem Blumenschmuck' bordeauroth mit Cremespitzen und maigrün mit weißen Spitzen, sämmtliche Roben mit sehr langen Schleppen. Die Damenspenden, „Atlasbüchelchen", in verschiedenen, zu den Toiletten stimmenden Farben, sehr nett gearbeitet, stammen aus dem renommierten Wiener Atelier des I. Brandftätter (Graben 22) und fanden ungetheilten Beifall, Das in jeder Richtung wohlgelungene Ballfest, bei welchem die Herren Dr. Ritter v. BleiweiS-TrsteniNi. kaiserl. Rath I. Murnil, Dr. Papez in der liebenswürdigsten Weise die Honneurs machte,,, währte bis in den frühen Morgen; die Musikkapelle des vaterländifchen l. k. 17. Infanterieregiments besorgte die Ballmusil unter persönlicher Leitung des Herrn Kapellmeisters Nemrava und spielte vortreffliche Weisen, darunter den ganz ausgezeichneten Walzer aus dem „Vettelstudent". —08. — (Das Turner-Kränzchen), welches am l. d. M. im Glassalon der Casino'Restauration stattfand, gestaltete sich zu einem ebenso schönen als gemüthlichen Carnevaltzfeste, welches nur das Eine bedauern Netz. dass nämlich für dasselbe nicht ein größeres Locale ge-wählt worden war. Das schöne Fest war ebenfalls durch den Befuch zahlreicher Notabiläten ausgezeichnet; es waren erschienen Se. Exc. der Herr FML, und Tnippendiui« sionär Ritter V.Müller, der Herr Landeshauptmann Graf Thurn, der Herr k. k. GM, und Brigadier Groller V. Milden sec. Herr Oberst Fux und zahlreic. Herren Oberofficiere der Garnison; außerdem bemerkte man den Vicepräsidenten drr Sparcasse Herrn Bürger, die Herren Dr. Robert v, Schrey. Dr. Schaffer u. f. w., u. s. w. Das Comite: die Herren Prof. Binder, Arthur Mahr, Adolf Eberl. Pal. flnzer u. a. leiteten das Arrangement mit aller Präcision und machten auf das charmanteste die Honneurs. Herr Eberl hat sich auch diesmal wieder durch die reizende Ausstattung des Saales, der mit den zierlichsten Festons aus lebendigem Epheu mit Rosengewinden und weiß'grünen Draperien auf das lieblichste geschmückt war, besondere Verdienste erworben. Der Flor der an« wesenden Damen war wie immer bei den Festen der Turner ein reicher und gewählter, man fah süperbe Toiletten und fand namentlich eine Garnitur von Edelweiß auf dunklem Haar allgemeinen Beifall. Die Damen« spenden im weihen Plüsch mit den Turneremblemen in Silber präsentierten sich sehr schmuck. Das recht animierte Kränzchen währte bis in die frühesten Morgen-stunden. Auch an diesem Abende spielte die Musikkapelle des vaterländischen k. k. 17, Ins.-Negts. unter persönlicher Leitung des Herrn Kapellmeisters Nemrava die gewähltesten Piöcen. —L8. — (DaS Kränzchen) der Mitglieder der frei» willigen BlessierteN'Transportcolonne Nr, XVI der Ge. fellschaft vonl „ Nothen Kreuze " und des Ausschusses des unter dem Allerh. Protectorate Sr. k. u. t Aposto» tischen Majestät des Kaisers Franz JosephI, stehen. d?n I. allg, krain. Militär.Veteranenvereines in Laibach vereinigte gestern im Glassalon der Casino-Nestauration eine äußerst zahlreiche, sehr animierte Gesellschaft. Das Lucale war in eminent patriotischer Weife mit den Büsten Ihrer t. und k. Apostolischen Majestäten. dem kolossalen Neiterbilde Sr, Majestät, dem kaiserl, Doppeladler mit der Devise: ..Der Aar Oesterreichs ermattet nicht, neu kräftig schwingt er sich zum Sonnenlicht" und mit Fahnen reich decoriert. Nach 9 Uhr erschienen Se. Excellenz der Herr FML, und Truppendivisionär Ritter v, Müller. GM, und Brigadier Groll er von Milden see, Landeshauptmann Graf Thurn, die Herren Oberstlieutenants Hoch und von und zu Haydegg, Major Sala-mon und Major Schemerl und zahlreiche Oberoffi« ciere; außerdem bemerkte man den Herrn Oberstlieutenant a. D. von Tormin, den Präsidenten der Sparcasfe Herrn Alexander D r e o, Herrn Victor S mole, Herrn I. Kosler jun. u. a. m. Nach 10 Uhr erschien der Herr Landespräsident Baron Winkler und wurde mit der Volkshymne empfangen. Das Comite, an der Spitze Herr Hauptmann und Commandant der freiwilligen Blessierten-Transportcolonne V. Hübfchmann, dann die Herren Mihali?, Aik, Zolgar, Skubi machten auf das Zuvorkommendste die Honneurs. Dieser Ball — denn dazu hatte sich das unter dem bescheidene» Titel eines Kränzchens angekündigte Fest gestaltet — bleibt in der Chronik des heurigen Carnevals als einer der schönsten verzeichnet, gleichwie die Unter« Haltungen unserer braven Veteranen stets zu den be liebtesten unserer Stadt zählen. Der echt österreichische Nrmeegeist sprach auch hier aus den frohbewegten Physio-gnomien der ehemaligen Krieger unseres ruhmgekrünten k. k Heeres. —C8. — (Theaternachricht.) Morgen, den 5. d. M., eröffnet Fräul. Scraphine Detschy vom Wiener Stadt» theater ein anf mehrere Abende berechnetes Gastspiel. Fräul. Detschy zählt zu den hervorragendsten Schauspielerinnen der Residenz, und steht zu erwarten, dass die großen Erfolge, welche diefelbe bei ihrem Auftreten vor einem Jahre am Wiener Burgtheater und später am Stadttheater, dem sie gegenwärtig angehört, errungen, einen glänzenden Verlauf des Gastspieles auf unserer Bühne prognosticieren lassen. Als erste Rolle Wählte sich Fräul. Detschy die „Margarethe Gauthier" in Dnmas' Effectstück „Die Cameliendame". mit welcher sie im Wiener Stadttheater erst vor einigen Wochen einen außergewöhnlichen Erfolg erzielte. Neueste Post. Oriqinal - Telegramme der „llaib. Zeituli g." Wien, 3. Februar. Der Vlldgetcmsschuss nahm die den Afrikareisenden Holub betreffende Resolution an. — Auf die bezügliche Anfrage erklärte der Ministerpräsident, er werde behufs Möglichkeit eimr Beurtheilung der von der Regierung beschlossenen Ausnahms-maßregeln in der nächsten Sitzung des Abgeordnetenhauses Erklärungen abgeben, sich aber im Plenum Reserve auferlegen; dem eventuellen Ausschüsse jedoch wolle der Ministerpräsident unter Voraussetzung der Discretion nähere Erklärungen geben. Er wünsche vor allem Beruhigung der Bevölkerung, nicht aber dic Beunruhigung derselben zu vermehren. — Iosefine Gall-meyer ist gestorben. Paris, 3. Februar. Rmcher ist gestorben. Wien, 1. Februar. Im Ali geordne ten Haufe des NeichKratheS wurde heute die Debatte über den Herbst'schen Antrag, betreffend die Sprachcnverordnung für Böhmen und Mähren, zu Ende gefühn. Nachdem die beiden Generalredner Dr. Herbst und Dr. Trojan, dann die beiden Berichterstatter gesprochen hatten, wurde zur namentlichen Abstimmung geschritten, bei welcher der Antrag der Majorität auf Uebergang zur Tagesordnung mit 175 gegen 161 Stimmen angenommen wurde. — Im ungarischen Abgeordneten hause wurde heute die Debatte über das Nuntinm des Oberhauses in Angelegenheit des Mischehegesetz-Entwurfes fortgefetzt und dürfte ohne Zweifel noch heute zu Ende gefühlt werden. An der Annahme des von, Ministerpräsidenten von Tlsza befürworteten Veschlussantrages ist kaum zu zweifeln. Vraz, 31. Jänner. Vei der heutigen Wahl eines Reichsraths-Abgeordneten im Landgemeinden-Wahlbezirke Pettau wurde der Pfarrer Mathias Rai? mit 318 von 360 abgegebenen Stimmen gewählt. Kairo, 2. Februar. General Vordon ist in Korosko heute morgens angekommen und hofft in fiinf Tagen Berber zu erreichen, Baker Pascha machte eine forcierte Recognoscierung. Der Feind floh in füdlicher Richtung und wurde von CavaNerie verfolgt, welche mehrere hundert Mann tödtete. Handel und volkswirtschaftliches. Laibach, 1. Februar. Auf dem heutigen Marlte sind erschienen: 6 Wagen mit Getreide. 4 Wagen mit Heu und Stroh. 18 Wagen und 2 Schiffe mit Holz (111 Cubikmcter). Durchschnitts - Preise.____ _____^ --------------------------Wl^-U^--------------' M^ Vig^. ff.,,i. st. li, lr. Weizen pr.Heltollt, "?96 "Wö Vutter pr. Kilo . - 85 -j— Korn . 5 53 6 - Eier pr. Stuck . . - 2j — - Gerste „ 4>87 5^40 Milch pr. Liter . -! 6------- Hafer . 3 9 3^18 Rindfleisch Pr. Kilo - 60 - Halbfrucht ,-------560 Kalbfleisch „ - 70------ Heiden , 5 20 6 — Schweinefleisch „ — 56------ Hirse „ 5 53 5 86 Schöpsenfleisch ,, 40------- Kukuruz „ 5 50 5 53 Hähndel pr. Stucl - 55------ Erdäpfel 100 Kilo 3 5-------Tauben „ - 1«------ Uinfcn ftr. Hektolit. 0______Heu 100 Kilo . . 2^28------ Erbsen , 9----------Stroh „ - > 196 — Fisolen . 10______Holz, hartes. pr. ------ Rlndsschmalz Kllo - 96____ Klafter 7 20------- Schweineschmalz „ — 86____— weiches. „ 4 60------ Speck, frisch „ __ „ 2. 2 „ N. 736.74 4. 6.4 SW. schwach bewölkt > ^" 9 „ Ab. 737.76 ^ 4,0 SW. schwach bewölkt , ^gett 7U.Mg. 739,81 -j- 3.2 ! O. schwach bewölkt ., nn 3. 2 . N. 740.82 4. 7.1 SW. schwach bewölkt «/',,, 9 « Ab. 743.78 > 2.0 j O. schwach Nebel ^M Den 1. und 2. trübe. Thanwettcr, clwas windig, öfters Regen. Den 3. tagsüber bewölkt, abwechselnd Regen nnd'TomlcN' schein, abends dichter Nebel. Das Tngcsmittel der Temperatur -s-7.5", -^5,1« und -1-4,2«; beziehungsweise um 8.6° 6,2' und 5,2° über dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: P. v. Radics. > Danksagung. > ^ Allen unseren Freunden und Bekannten sprechen W >> wir hiemit den wärmsten Dank alls für die vielen W Beweise der Theilnahme anlässlich des herben Vcr- W ^ luslcs, der uns getroffen, und für die prachtvollen W ^ Kränze, welche am Sarge des theuersten hohen Vcr» ^ ^ blichcuen niedergelegt wurde». W W Familie Pogacar. W M Wenn etwas den namenlosen Schmerz tief« W W gebeugter Eltern über den Verlust einer einzigen, W « heißgeliebten Tochter lindern kann, so ist es die viel- W scitige. rührende Theilnahme, welche uns von so W » vielen thcilnchmciidcn Freunden und Bekannten M M dargebracht wurde. W ^ Die vielen Beweise aufrichtigsten Mitleids, die M >> zartesten Zeichen edlen Mitgefühls, endlich die zahl» W reichen und scllcn schönen Kranzspende!, hadcn un» W M scren betrübten Herzen wohlgethan, und wir können M ^ zwar nur mit schwachen Worten, aber desto lierzlichcr W ^ danken für die große Betheiligung, mit welcher der W ^ theuren Verstorbenen die lehte Ehre erwiesen wurde. W ^^ Das iraucrndc Ehrpaar W Alteuburgcr. W W Die Unterzeichneten geben die höchst betrübende ^ >» Nachricht von dem Hinscheiden ihres innigst geliebten W M Gatten, beziehungsweise Vaters, Großvaters, Vru- W ^ dcrs und Schwiegervaters, des Herrn W ^ Maximisilln Ktesiislsulegg sen.. > ^ Baumeisters, Rcalitätenbesihers, M M welcher am 31. Jänner in Gurlfcld nach langem, D M schmerzlichen! Leiden nnd nach Empfang der heil, W ^ Sterbcsacramcnte in seinem 62. Lebensjahre selig W im Herrn verschied. W Die Hülle des theuren Verblichenen wird in W W> Gurtfeld am I.Februar nm 4 Uhr nachmittags im W M Sterbehause eingesegnet und sodann behufs Ucbcr< W ^ führuug nach Cilli nach dem Bahnhöfe übertragen. > ^ In Eilli findet das Leichenbegängnis am Samstag, > ^ den 2. Februar, um halb 4 Uhr nachmittags von der M M Mtci-Stadtpfarrlirche aus nach dem städti chcn Fried- > ^ Hofe statt. M W Die heil. Seelenmessen werden in Gnrlfeld am M « 4. Februar um 8 Uhr in der Pfarrkirche uud in W ^ Cilli am gleichen Tage um 8 Uhr in der dortigen W « Abtet-Stadtpfarrkirche zu St. Daniel gelesen. W « Die trauernden Hinterbliebenen empfehlen den M ^ theuren Todten dem frommen Gebete. W W Gurlfeld am 31. Jänner 1884. » W Therese Stepischnegg, als Gattin. - Max Stepisch« W W "egg, Ingenieur; Hans Stepifchnegg, Rechtspralti- M W cant, als Söhne. — Therese Tschech, Ioscfiue Le- W ^ derer, Lcopoldine Stiger, als Töchter. — Dr. Jakob W ^ Stepischnegg, Fürstbischof von Lavant, Sr. k. t. Apo- W M stolischen Majestät wirklicher geheimer Rath, als W W Vrudcr. — Alois Tschech, k. l. LandrSgerichtsrath; W « Dr. Michael Lederer, Advocat; Albert Stiver, Han- W >» dclsmann, als Schwiegersöhne. — Marie Stepisch' M M negg. als Schwiegertochter. Rudolf, Karl, Richard, M M Oscar, Paula, Vcrtha Tschcch; Robert, Thcrese, » M Max Lederer; Max, August Stepischnegg, als Enkel. » VorMicher Tcmn a.ls der besten Gegend Istriens wird von» 1. Februar «>'< 40 tr. das Liter geschenkt im (52D Mifeller Kellev am Uain im Baron Zois'schrn Dause. 229 ÄnMsalt M Laibacher Zeiluna Nr. 28. Montag, den 4. Februar 1884. (558-1) Eoncur»llu»sckreibun8 Nr 26(i. Im Bereiche der politischen Verwaltung s".n '" sind drei Forstinspections-Adjuncten^ ^ «.'' "'" welchen nebst den im Gesetze vom U>. April 18?!j (R, G. Vl. Nr. 4?) fiir die ^ ^angsclassc normierten Bezügen noch Pau-N''"l> und zwar für Reisen im Betrage von ?«V /eventnell 350 ft.), für Kanzleispesen 1^,:..^" liir den Mietzins der Kanzlei^ loca Nat 60 fl. und fiir die Beheizung derselben ^^ !l. verbunden sind. zn besehen. Bewerber um diese Stellen haben il,rem besuche beiznschliehcn: 1.) den Taufschein, 2.) den Nachweis über die Kenntnis der beiden Landessprachen, 3.) die Zeugnisse über die fachliche Schul-bildung, 4.) entweder den Nachweis über die im Sinne der Ministerialverordnung vom 16ten Jänner 1850 (N, G. VI. Nr. 6!i) in einem der 'm Rcichsrathe vertretenen Königreiche und Lander erlangte Vcfähigung zur selbständigen u-orslwn'tschaftsführung, oder den Nachweis udcr die erlangte Befähigung zum sorsitcchni->MN Dienste in der Staats-Forstvcrwaltung 'M Sinne der Ministcrialverordnnng vom 13ten Februar 1875 (N, G. Vl Nr. 8). und 5.) den Nachweis über eine unnnterbro-^ene, im ganzen mindestens fünfjährige dienst Mc Verlvcndung in der Bewirtschaftung von Staats, oder größeren Privatforsten gemäß °em § 5 her Milisterialverordnung vom 2?sten "Ull ,883 (N. G. Vl. Nr. 137). s. Die auf diese Weise instruierten Gesuche >'nd längstens . binnen v icr Wochen A Wege der zuständigen politischen Behörde l^kr Instanz oder, wenn die Bewerber bereits "'Staatsdienste stehen, im Wege ihrer vor-Achten Behörde bei der k. l. Landesregierung ^aibach einzubringen. «aibach am 29. Jänner 1884. -^____^o» der l. l. Landesregierung. (503-8) Euncur««u«scf.reibun« Nr, 264. s,5sl systemisicrtcn l. l. Negicrungö-Kanzlisten-^"c der XI. Nangsclassc bei den politischen "Kurden in Kram. Wit ^"""bcr um diese Dienststelle haben ihre oem Nachweise einer entsprechenden Schul» bildung, gründlicher Kenntnisse in allen Zwei. gen des Kanzlei- und Manipnlationsdicnstcs, einer guten, correctcn Handschrift, der Kenntnis beider Landessprachen und der Verwendbarkeit im Conceptsfachc belegten Gesuche bis 28. Februar 1884 beim l. l. Landcspläsidium in Laibach unmit» telbar oder, wenn sie sich bereits in einem öffentlichen Dienste befinden, im vorgeschrie» bcnrn Dienstwege zu überreichen. Diese Dicnstcsstcllc wird im Falle, als sie aus dem Stande activer Beamten oder Quics-ernten nicht beseht werden tonnte, an ansftruchs» berechtigte Untcrusficiere bei nachgewiesener voller Eignung mit Vorzug vor anderen Mit» bewerbern verliehen werden. Laibach am 29. Jänner 1884. K. l. Landcspräsidium. (500-8) Ltunllmllckun«. Nr. 2927. Wegen Hintanglldc der Ausführung der inneren Einrichtung für das ncne Gebäude der vereinigten Lehrer» und Lehrelinnclibildunas^ llnstalt in Laibach wird im Zlmtslocale dcs Vaudepartcmeuts der t. t. Lcnidcsrcnieruiia in Laibach im Aaron Zois'schen Hause am Rain Nr. 20 im dritten Stocke die schriftliche Mi» nuendo-Osfertvcrhandluug am 1(5. Februar d. I. präcife um 10 Uhr vormittags abgehalten werden. Die Kosten dieser inneren Einrichtung sind mit nachstehenden Beträgen veranschlagt, und zwar: 1.) sür die Turnhalle sammt Garderobe mit. . . . 1167 fl. — lr. und 2.) für das Hauptgebäude mit 10109 fl. 20 lr. zufammen mit . 11276 fl. 20 tr. Es werden nur solche Offerte berücksichtigt werden, welche bis zum 16. Februar 1884, 10 Uhr vormittags, gehörig versiegelt und versehen mit dem 5proc. Vadium. und zwar entweder in Barem oder in coursmäßig berech» nctcn Staatspapicren, sowie auch mit dem gesetzmäßigen Stempel von 50 Kreuzer bei der t. l. Landesregierung portofrei eingebracht worden sind. In einem solchen Offerte, welches entweder auf die Uebernahme der Einrichtung der Turnhalle oder auf jene der Einrichtung des Hauptgebäudes, oder auch auf beide zugleich lauten kann, muss ferner der Vor- und Zuname, der Wohnort und Charakter des Offc. rcntcn angegeben, dann der Nachlass oder die Aufzahlung'in Pioccnten mit Zahlen und Buchstaben deutlich geschrieben und ausdrücklich er« klärt werden, dass der Offercnt sich den der Offertvcrhandlnng zu Grunde liegenden Beding-nisfcn ohne Vorbehalt unterwerfe. Die der Hintangabc zu Grunde liegenden Bedingnisse, sowie auch der Kostenvoranfchlag können bei dem genannten Baudepartement täglich in den sjewöhnlichcn Amtsstundcn bis zum Vcrhandlnngstage eingesehen werden. Die Ratification des Offcrtergebnisses wird der compctentcn Behörde vorbehalten, Laibach am 29 Jänner 1884. K. k. Laudespräsidium für Krain. (526-1) Kunämackung. Nr. 598. Vom k. l. Vezirlsgcrichte Ill..Icistriz wird bekannt acmacht. dass die auf Grundlage der zum Behufe der Anlegung eines neuen Grundbuches für die Catastralgemcinde Smcrje gepflogenen Erhebungen verfassten Vesitzbogcn nebst den berichtigten Verzeichnissen der Liegen» schuften, den Mappcncopien und den Erhebungs» Protokollen durch 14 Tage. vom Tage der ersten Einschaltung dieser Kundmachung an, zu jeder» manns Einsicht in der diesgerichtlichen Amts« lanzlci aufliegen. Für den Fall, als Einwendungen gegen die Nichtigkeit dieser Vcsitzbogen erhoben werden sollten, wird zur Vornahme weiterer Er« Hebungen der Tag auf den 15. Februar 1884 vorläufig in der Gerichtskanzlci bestimmt. Zugleich wird den Interessenten bekannt gegeben, dass die Uebertragung der nach 8 118 des allg. Grundbuchsgesches amortisicrbaren Privatsorderuugcn in die neuen Grundbuchs» ciulagcn unterbleiben kann, wenn der Vcrpflich» tctc noch vor der Versassung der Einlagen darum ansucht. K. l. Bezirksgericht Ill.-Feistriz, am 31sten Jänner 1884. (497—3) Goncur«>Ku»sHreibunn Nr. 545. Zur Wicderboschung einer in der l. t. Männer-Strafanstalt zu Laibach erledigten definitiven Gefangenwach'Aufsehcrstelle erster Classe mit dem Gehalte jährlicher 300 fl. ö. W. und 25proc. Actiuitätszillage, dann dem Genusfe der tasern« mäßigen Unterkunft nebst Service, jedoch nur für die Person des Aufsehers, dein Bezüge einer täglichen Brotvortion von 840 Gramm nnd der Montur nach Maßgabe der bestehenden Unifor-tnicrungsvorfchrift, dann zur Vefchung der hic-durch in Erledignng kommenden provisorischen GcfangeuwachMnffeherstelle zweiter Classe mit den» Gehalte jährlicher 260 fl. ö. W. und 25proc. Actiuitätszulage nebst obigen Nebenemolumcnten wird hicmit der Concurs ausgeschrieben. Die Bewerber haben ihre gehörig belegten Gesuche unter Nachweisung der vorgeschriebenen Erfordernisse, als: des Lebensalters (nicht über 35 Jahre), guter Gesundheit, des unbcscholteuen Vorlebens, der Kenntnis der Gegenstände des Vollsschulnnterrichtes und der beiden Landessprachen sowie allfälliger Kenntnis eines Gewerbes und des dnrch Militärdienstleistung begrüudeten Anspruches auf eine Anstellung im'Ciuil-Staats-dienste, binnen vier Wochen, vom 6. Februar 1884 an gerechnet, bei der gefertigten t. l. Staatsanwaltschaft zu überreichen. Jeder ucuangestelltc Gefangenaufseher hat eine einjährige probeweise Dienstleistung zurückzulegen, wornach erst nach erprobter Befähigung seine definitive Ernennung erfolgt. Laibach am 29. Jänner 1884. ________K^ St^at^nwattschaft.________ (506-3) IiunämaHun«. Nr. 775. Es wird bekannt gemacht, dass der Bcgiuu der Erhebungen zur Anlegung eines neuen Grundbuches filr die Catastralgemciude Babcudorf auf den 5. Februar l. I., früh 8 Uhr, festgesetzt wird. Es haben daher alle Personen, welche an der Ermittlung der Besitzverhältnisse ein recht» lichcs Interesse haben, vom obigen Tage ab sich beim t, l, Bezirksgerichte in Kraiuburg ein-znsinden und alles zur Aufklärung uud Nah» rung ihrer Rechte Geeignete vorzubringen. K. l. Bezirksgericht Krainburg, am Men Jänner 1884. Hnzeiqeblalt. I Antirrheumon, 1 I J°8toBMittolgeffonRüoumatiBrausf Gicht, | * ni f?>Ung dor Norvonthätigkoit, Kreuz- § k ^lu| ^rustsclimorzon, rhoumatischo Kopf- | | Ußü Aahnschmorzon. 1 Flascho 40 kr. | | Apotheke Piccoli, | ^ •J-a-lTaaclx, •WioÄoretiaoue. ^ | „ Aufträge worden umgolicnd per Post | tslj?°n Nacll"alitno offoctuicrt. (4500) 24-17 \ 654^.3) Nr. 7257. Bekanntmachung. lv n°" l. l. Bezirksgerichte Wippach üni! >. '" ^er Rechtssache des Marcus '" der U,„^ Serazw (durch Dr. Pl- tamic) gegen Anton Kodre von Grohpolje, resp. dessen unbekannte Erben, pcw. Eigen« thumsanertennung rückstchtlich einiger Liegenschaften für die Geklagten Hcrr Mar< cus Trampuz vun Iateuce Nr. 2 als Curator 3.(1 acwm bestellt. K. t. Bezirksgericht Wippach, am 17. Dezember 1883. (224—3) Nr. 107. Bekanntmachung. Vom k. k. Bezirksgerichte Großlaschiz wird hiemit bekannt gemacht, dass über Maria Hreu von Kompolje Nr. 48 infolge Beschlusses des k. k. Kreisgerichtes in Rlldolfswert vom 6. November 1883, Z. 1157, ob Wahnsinnes die Curatel verhängt und Anton Hren von Kompolje Nr. 48 zum Cmator derselben bestellt worden ist. K. k. Bezirksgericht Großlaschiz. am 10. Jänner 1884. (487—3) Nr?590. Bekanntmachung. Vom l. t. Bezirksgerichte Attai wird bekannt gegeben: Es sei dem mit Beschluss des t. l. Landrsgerlchtcs Laidach vom 19. Jänner 1884, Z. 307, wegen Schwachsinnigkeil unter Curatel gestellten Simon Ioger von Gorje der Gemeindevorsteher von Kolovrat. Herr Josef Zupanilii!, zum Curator bestellt worden. K. k. Bezirksgericht Atlai, am 23sten Jänner 1884. (345—1) Nr. 9798. Uebertragung dritter exec. Feilbietnng. Ueber Ansuchen der mj. Josef Mazi« schen Erben von Zirkniz (durch Dr. Deu in Adelsberg) wird die mit Bescheid vom 26. April 1883, Z. 3427, auf den 20sten Oktober l. I. angeordnet gewesene dritte exec. Feilbietung der dem Mathias Hkof von Niederdorf Nr. 37 gehörigen, gericht-lich auf 2130 fl. geschätzten Realität 8ub Nectf.«Nr. 2'/, aä Sitticher Karstergilt mit dem früheren Anhange auf den 23. Februar 1684, vormittags um 10 Uhr, Hiergerichts übertragen. K. t. Bezirksgericht Loitsch, am I4ten November 1883.