(Ptknin* pUtaa* v guU«M«li»l,a>>ri, «0 Et», halbjährig HO Di», |iq-■ärsii»lfutt«(n tu t« enwaltuiia |> tUHfsltn ««Hhttn «ntjcgnijuiummcn T l«fertfl 160 »In. 3in t» KutUn» retlpcMfernft« «rhth»»«. ttiitjclitamnrr Tbt l-M Erscheint wöchentlich zweimal: Donnerstag früh und Samstag früh mit dem Datum vom Sonnt«g Rummer 9 I Celje. Donnerstag, den 1. Februar 1934 J 59. Jahrgang Ein Zahr Nationalsozialismus Hitlers grohe Rede Da« Jahr 1933 uwr im höchsten Sinne des Wortes für da* gejamte deutsche Voll geschichtlich. Als ii hl^st-r Not am 30. Jänner 1933 Adolf Kill« dos Regiment übernahm, stund er einer Auf-gäbe gegenüber, deren Lösung menschliche ftiaft und menschliches Können zu übersteigen schien. Heute aett zeugt das neue Deutschland davon, dah es ein feit«» Staat-gefügt und ein politischer Faktor geworden :st, der nicht mehr zu übersehen ist. Am 30. Jänner d.I beging der National' sozialismu- in schlichttr Weise di« Fei« des ersten Jahr» seiner Macht. Der Reichstag war einberufen worden, um eine Regierungserklärung entgegenzu nehmen. Adolf Hitler selbst ergriff dazu das Wort. Seme Rede war aber mehr als eine Erklärung. Wie im Mai des vorigen Jahr«, legte er mit einer > jlvingenden Loai die gesantte politische und ww-schofckchc Lag« Deutschlands und der W«lt bar. Er lieh niemanden im Unklaren darüber, wie der Na tionalsojialismu» und sein Reich zu ihm stehen. Er setzte sich mit den Feinden auseinander und mit den Freund««. Innenpolitisch wie» er mit besonderer Schüsse die monarchistische Propaganda zurück und erklärte di« zulünstige Staatsfonn Deutichlands als über jeder Kritik stehend. Dann sündigte er die Zkichsrejorm an. Die politischen Gebilde der deutschen Linder «erden verschwiudeii, nur die Stämme sollen ftttägleii behalten Aukenpotitijch setzte er den Kamps um Deutsch-Iands Gleichberechtigung und Sicherheit soil. Er streift« da» Taarprobiein und kennzeichnete e» als einen ständigen 5Wn des Anstokcs zwischen d«m Reich und Frankreich. Wi« di« Abstimmung auch ausfallen «erde, ein«r müsse sich immer als der Unterlegene fühlen. Darum wollte er schon jetzt die Rückgabe des »aargebiet» erreichen, damit beiden Lindern die Erschütterung einer aufreizenden Propaganda erfpart bleibt. In Bezug auf Oesterreich sprach Hitler bittere Worte. Er sagte, ixife das Reich nicht verhindern könne, wenn die nationalsozialistische Idee üb« die Grenzen hinassgreife. Er erinnerte an die Franzö. sische Revolution, deren Ideen die ganze Welt ersaht bitten. Di« Reichsregierung könne auch nicht verhindern, dah Jehntausende öon östirrcichischen Emigranten noch Deutschland kämen und dort Pro. paganda gegen di« österreichische Regierung trieben. ?ver frag« denn da, Reich, vd e» damit «inverston-d«n sei, das, im Auslande oon Ixn deutschen Emi-granle» eine gewissenlos« Propaganda g«gen Deutsch land getrieben werde? Die Politik d«r österreichischen Regierung s«t unabhängig und sie sei allein dafür verantwortlich, was sie unternehme. Wenn sie wirtlich über die Meinung ihr», Bolk«s unterricht«! «erden wolle, so solle sie «» d«r R«ich»iegiervng gleichtun und da» Volk befragen. Dos Reich könne aber nicht zusehen, dah seine Hoheitszeichen in Oesterreich heruntergerissen würden! Schließlich erklärte sich der Kanzler mit ein-dringlichen und beschwörenden Worten bereit, dah Deutichland alles tun wolle, was zur Befriedung der Welt und Europas beitragen könne. Die Rede Hitler- würbe mit frenetischem Bei-fall ausgenommen und immer wieder durch Zustimmung unterbrochen. Er sprach über zwei Stunden mit einer vnfahbaren tirafl. Seine Wort« v>md«n von den italienischen, den englischen und südameri-fanischen Sendern Bdernommen. Z»un Schluss« der R«ichuag»sttzung wurde da» Gesetz über di« Reugestaltung de» Reiches «in-stimmig angenommen. Friede und Arbeit 15. P. Bor wenigen Togen stand ein Staat»-mann grohen Formats vor seinem Volke und über-blickte mit der Sorgfalt des gröhlen Zterantwortung»-bewuhtsein» «in Jahr feines Schaffen». Er stand aber auch vor der Welt und legt« ihr R«ch«nschaft ab über sein Tun. Roch nie hat ein Mann so zur Wrll gesprochen. Man mag zu Hitler stehen wie man will, «ine» kann man ihm nicht ableugnen: Sein« zwingende Logik, feinen unerhörten Ernst und den absoluten Willen, da» durchzusetzen, wo» er plant. Die Schau über ba» erste Jahr seine» Regime» bestätigt die». Seine Leistungen sind zu bekannt, als dah man sie aufzuzählen brauchte, jeden-falls ha! er einen völlig neuen Staat geschaffen und ist daran, ein neues Bolk zu formen, da» nichts mehr gemein haben wird mit dem deutschen Volke vor 1933. E» wäre unlogisch, wollte jemand nicht mit dem Dasein diese» neuen Volke» und seinen Ideen, seinen Kräften und seinen Taten rechnen. Gerade dieser M. Jänner ha! wieder gezeigt, in welchem Maße die Welt und namentlich die europäische Politik Deutschland zu beachten hat. Hitler verkündete an diesem Tage innenpolitisch die Inangriffnahme der gröhlen Veränderung am deutschen B»lk»körp«r seit dem Abschluh der Völkerwanderung: Was Bismarck bei der Reichsfchipfuiig nicht gelungen war, vollzieht heute Hitler, er schafft ein Reich und ein Volk Dies« Tat hat für di« Entwicklung de» Reich»vol!e» «in« ungeheure Bedeutung! Denn gerad« di« inner« Zerrissenheit Deutschland», mochte e» auch schon längst «in Bundesstaat sein, war s«ine grohte, historisch au»schlaggebende Schwäche. Auhenpolitisch berichtete Hitler über de» ersten grohen diplomatischen Erfolg de» Dritten Reiche, l Den Fried«nspall mit Polen, dem Lande, mit dem e» neben Frankreich die meiste» natürlich zu ver-st»h«nden Differenzen halte. Dies« innen- und atlheirpolitichen Tote», schon nach einem Jahre der Herrschast erreicht, sind Zeichen dafür, dah Hitler die drei Jahre, die ihm nach dem Willen de» deutschen Volkes noch zur Verfügung stehen, nicht ungenützt verstreichen lassen wird. Er hat bewiesen, dag er ein einmal erkanntes Ziel mit fanatischer Energie versolgt und dah er nach einem Plan vorgeht. Er greift immer wieder an, da» ist seine gröhle Stärk«. Und so glauben wir, dah bald auch in der Frag« Deulschktnd-Oester-reich etwa» Entscheidende» geschehen wird. Hiller hat dazu in seiner Reichstagsrede vom Dienstag ge> sprachen. Wir glauben aber nicht, bah da» alle» Ist, was er in dieser Frage zu sagen hat. ilnd wir glauben auch nicht, dah da» österreichische alle» da», was. sich seit mehreren Monaten daraus an Bedrückungen ergeben hat, noch lange ruhig hinnehmen wird. Niemand kann auf die Dauer «in Land nur mst T«rror regieren. Roch den letzten, schärfsten Mahnahmen der Regierung Dollfuh wird wahrscheinlich auch der restliche Teil de» Volke» in Oesterreich begreifen, wonim es geht. Man braucht lein Deutscher zu sein um sich zu sagen, dah e» unhaltbar ist, wenn die beiden einzigen rein deulschen Staaten aus der Welt untereinander die diplomatischen Beziehungen abbrechen. E» wird nicht viel nützen, der deutschen Regierung alle Schuld in die Schuhe zu schieben. Oesterreich ist auch schuld! Die österreichische Regie-rung tut ihrem Land und ganz Europa keinen Gefallen, wenn sie die Lage überspitz«. Anleihen haben ja auch einmal ein Ende und der beste Freund hört mit der Zeit zu schenken auf! Deutschland aber geht unter starker Führung seinem zweiten laienreichen Jahr entgegen. Seine Regierung hat freie» Feld vor sich. Ihre Taten im erste» nationalsozialistischen Jahr lassen erkennen, dah sie innenpolitisch und außenpolitisch keinen Unfug treibt, sondern mit imponierender Selbstachtung den anderen Völkern da» geben will, was sie sür sich selbst «erlangt: Friede und Arbest. Vereidigung der neuen Regierung Die Agentur „AiXila" veröffentlicht einen Er-lah S. M. de« ttönig». durch den der Rücktritt des Ministerpräsidenten Dr. Milan Sr»kie und der Mitglieder seiner Regierung zur Kennlni» genommen wird und die Mitglieder der neuen Regierung ernannt werden Ernannt wurden: zum Ministerpräsidenten Nikolaus T. Uiunooü, zum Minister ohne Porte-seuille Dr. Albert Kramer, zum Ministe» sür Sozialpolitik und GesundhÄtiwesen Ivan Pucels, zum Aliiiister ohne Portefeuille Dr. Hamdija Ka-ramehmedovie, zum Minister ohne Portefeuille Dr. Dragutin Kojit, zum Unterricht»minister Dr. Zlija öumenkovie, zum Justimiinisle» Bozidar Maksimo-vic, zum Minister oiine Porleseuille Dr. Gregor Angselinovie, zum Verkehr»minister Ing. Lazar Radivojevir, zum Handel,minister und Vertreter de, Forstminifter» Georg Demetroolc.zum Kriegsminister Anneegenera! Dragutin Z Stvjanovit, zum Finanzminister Dr. Milan Djorgjevil, zum Baulenminifter und Vertreter de» Ackerdauniinistir« Dr. Stephan Srkulj, zum Außenminister Bogoljub Jevtic, zum Innenminister Zioqin Lazii und zum Mi-nistn für körperliche Erziehung Dr. Leopold Hanjek. Im Sitzungsaale de» Ministerpräsidium» legten Samstag um halb !2 Uhr rnnicig» die neuernannten Minister den Eid in die Hände de» Ministerpräsidenten Nikolau» ilzunowf ad. Die neue Regierung weist hinsichtlich der Be-setzung der Ministerposten keine xrohe Veränderung auf. Ausgeschieden sind nur Dr. Srikif, Dr. Stan-kovii und Matica. Streiflichter aus Oesterreich Aus unserem Nachbarstaat erfährt man immer wieder Neues, darunter auch manche», »a» wir nicht verstehen können. Ein Meuchelmörder, der seine Gelieble heimtückisch und voriätzlich ermordete und dazu noch ein zweites Menschenleben vernichtete, wurde seinerzeit zum Tade veru,teilt, im letzten Augenblick jedoch begnadigt. Ein Brandstifter, er hatte wohl eine kleine Keusche angezündet, wurde von einem anderen Standgericht edensall» zum Tode verurteilt, aber nicht sreigesprochen, sondern zwölf Minuten nach der geseylich »crqeichriebenen Drei-stundenfrist ausgehängt Am nächsten Tage meldeten sich die Standrichter krank, sie hatten einen Nerven-zusammenbruch erlitten. oft« 2 Deutscht Zeitung Hammer 9 Aus Stadt und Land Da» Bull hat M Recht und Unrecht in der Sechtorflq,« im«, schon ei» sein«, Gefühl besessen und « fragt, sich auch hier nach den Ursachen de» »fiensichll-chen Widersprüche, dieser beiden Urteil«. Wir wissen nicht wo dieser Widerspruch steckt. oM. leicht sind aber s olgend« Tatsachen tittcxcffaiif: Der öden genannt« Mörder ha«« in cnnischer Weis« seinen Aiord eingestanden. Sein Valer ist christlich-sozialer Funktionär, sein Verteidiger, der die Be> nabigung durchsetzte, jedoch Jude. Der Brandstifter mqegen war ein armer Teufel, hatte niemanden, der sich für ihn einsetzte, zudem war er schwach' sinnig und da» Kind einer dem Alkohol ergebenen Frau. Die Nationalsozialisten verursachten kürzlich in Inn»bruck wieder erhebliche» Aufsehen, sogar noch etwa» mehr al» gelegentlich der Entführung des Gnutöt«» Hofer au» dem Gefängnis. Sie bemächtigten sich^ nämlich der Tag und Nacht schwer de-wachten Sturmfahne der sogenannten „Penzplatte" leine Übel beleumdete Sturmabteilung dir Tirol« Heimweht; in dereii Reihen sich u. o. auch dir Mörder de» vor einigen Wochen aus Rcichsbodm erschossenen deutschen Soldaten Schuhmacher besin-d«t). Di« Fahne wurde au» d« ständig unier de. »öffnete Bewachung stehenden Kanzle! der „Penz-platte" geholt und sicher nach München «bracht. Die österreichischen ^itungen schreiben, bag e» in ihrem Lande ganz ruhig sei und gleichzeitig wendet sich die Bundesregierung um Hilfe an den Völker-dund. Auch da» reimt sich schwer zusammen ... Frankreich im Umbau? X«* Still ist« rinnt ffbontcmpu gcttfir)! EolaSUr betraut D-e latente französische Regierunzslrise hat mit dem Ministerium Chautemp» wieder ein Opfer ge-fordert. Chautemp»' Nachfolger ist einer der Vorgänger Chaulemp»', Daladier. Wer weih, eb nicht bald wieder Chaulemp» Daladier'» Nachfolger wird? Die „neue" französische Regierung ist also wieder gebildet. Man sieht im neuen Kabinett aber keine neuen Männer. Da» bezeichnet die politische Lage Frankreich»: e» kommen keine neuen Männer, nach denen da» Volk ruft, dem durch den Stao!n»kl-Skandal die Augen aufgegangen sind Die Regie-rung»leute sind immer wieder dieselben, sie stammen immer au« dem gleichen Kreise, ou» der großen parlamentarischen Familie, in die man nur mit viel tk>e!d oder durch Liebe oder durch beide» eindringen kann. So ändert sich da» Geficht der politischen Führung nicht, e» redet immer dieselbe Stimme »on Sicherheil. ,on der Heiligkeit der Re-puMik, von der Grosse de» französischen Volke» und hinter der Bühne wird geschachert, wird da» Voll um seine paar Spargroschen betrogen. Siehe wieder Slavin»ki. klebrigen» hat man vor dem Rücktritt de» Kabinetts Chautemp» noch 1200 Alten stücke über den Fall Slavin»!« verschwinden lassen. E» beruhigt in Pari» wenig, dah die Staatsanwaltschaft nach diesen Papieren fahndet. Die Regierung Daladier hat nun erllärt. dah sie mit aller Energse versuchen werde, Ordnung zu schaffen. 3m übrigen hält sich ihr Programm in den gewohnten Grenzen. Unter ihr wird allerding» schon da» Murmeln der Jugend hörbar, d!e verlangt, dah di« Herrschaft der „Alten" aushört, die ^ständig zwischen den Adgeordnetenstühlen und den Ministersesseln aus. und abllettern". Die Sym-pathien de» Volke» sind bet dieser Strömung der Jugend. Ob aber von hier au» ein Umbau Frank-reich» kommt, ist noch die Frage. Wir glauben e» nicht! Jedenfalls beweisen die immer ernster wer-denden Demonstrationen im ganzen Lande, daß da» Volk nicht mehr alle» über sich ergehen läfzt. Da» Reich im Zeichen der Kornblume «-rxdlumen sür Hin»«i,b«r, und Hitler, ttampfug i«e«H ooI(*»cut|d>< J»»t Ueber 500.000 Sammler und Sammlerinnen de» ADA. waren am 2«. Januar im ganzen Reiche unterweg» und sind wohl viele Millionen Kilo. m«er durch die Strahen der Dörfer und Städte gezogen, treppauf, treppab gelaufen, al» freiwillige, zugmdlich begeisterte Helfer im Dienste einer grohen Idee. Getreu ihrem Volksdeutschen Bekenntm» zur Schicksal»genieinschaft aller deutschen Menschen führt« deutsch« Jugend ihren Kampf gegen Hunger und Kalt«. Fünfzehn Millionen K°rnblum«n hab«n dem winterlich«» Deutschland an diesem Tage eine früh» !ing»haste Rote gegeben. Strahlender Sonnenschein hat da« tvekingen der Sammlung begünstigt. Allein feile Wieder ein Bortrag! >»» >I<»«rsch«»,nm»ng»ktI»>» Erst wenige Tage sind verstrichen, seit die hiesige Ortsgruppe d«» Schiväbisch Teutlchen Kultur-dunde» ihren Mitgliedern einen interessanten Abend über da» Werk des Grafen Zeppelin bot. Wieder ruft der Vorstand die Mitglied«? auf, zu einem Bortrag zu kommen. Beim letzten Vortrag fesselte un» die Technik de» Luftschiffbaus, dasRiesenluftschiff..Graf Zeppelin" und sein F'.ug Über Land und Meer. Diesmal will die Leitung der Ortsgruppe ihren Mitgliedern ein nicht minder interessante» Gebiet vorführen und zwar den Fsilm. Nicht vom Mm schlechthin soll langweilig erzählt werden. Die Zuhörer sollen viel-mehr durch eine neue, in <£elie noch nicht durchge-fühlte Form de» Vorlrag», einen Blick tun in die Filmindustrie, ihre einzelnen Zweige und Oigani-satsoniselder und sollen in fesselnder Weise die Entstehung diese» schmalen Bande» miterleben, da», für den Kinobesucher unsichtbar, die lebendigen Bilder aus dj« Leinwand zaubert. Der Vortrag dürfte sehr interessant werben! Es werden einige kleinere Filme eingestreut sein und al» Abschluh wird der von Hrnn Mm OswMsch jun. gedrehte Film von der grohen Herd st Überschwemmung unserer Stadt vorgeführt. Der Vorlrag findet Sam»tag den 5. Fe-der im grohen Saal der grünen Wiese statt. Leider kann er nicht im Kinosaal Skoberne abgehalten werden, da er noch renoviert wird. Für gute'Heizung wird gesorgt. Etwas von der Brücke Seit Beginn de» Jahres haben wir nun wieder eine — mit Schmerzen geborene — Brücke über die Sann. Sie 'ist schön, sie ist neu, weih, aber doch kann so mancher die alte Kapuzincrbrilcke nicht vergessen. Sie war bausällig, da» ist richtig, sie wackelte und kracht« in allen ihren »oiken und Fugen, ab«r sie war ehrwürdig und hatte ein Kreuz rn der Mitte, sie war breit genug für zwei Fuhrwerke. Diese schönen Eigenschaften fehlen der jungen Brücke, ihrer Nachfolgerin. Sie ist eben leine richtige „ Kapuziner-Brücke", sie ist eine ganz gewöhnliche neue „Brücke." Man mertt e» ihr auch an, dah sie breiter fein möchte, dah sie alle Fuhrwerke, di« aus ihr schimpfend zusammenstoßen, ruhig aneinander vorbeilassen möchte. Sie kommt sich auch sonst gegen-über ihrer Vorgängerin benachteiligt vor. Sie hat zum Beispiel kein ehrwürdige» und mahnende» Kreuz -u tragen wie sie. Wo ist eigentlich da» Kreuz hingekommen, da» auf der Kapuzinerbrück« stand und da» nach der Ueberschwemmung au» den noch hochgehenden Fluten von den Trümmern der allen Brücke gerettet wurde? Warum wird e» nicht auch aus der neuen Brücke ausgestellt" Di« Oeffenklichkeit versteht das nicht. Und der Verkehr. Er ist sich selbst Überlassen. Wir haben jett im Winter zwar über einen au»-gewachsenen Grohstadtoerkehr nicht ni Nagen, immer-hin kann man aber beobachten, dah aus der Brücke de» öfteren Verkehrsstockungen dadurch eintreten, weil niemand da ist, der acht gibt, dah nicht von beiden Zufahrfesten gleichzeitig zwei Fuhrwerk« aus in B«rlin und Brand«ndurg sind 160.000 Mark gespendet worden. Beim Reich »Präsidenten von Hindenliurg erschien am Sammeltag eine Adord-rung der jugendlichen Sammler und Sammlerinnen de, VDA. und übermittelte ihm, al» dem Ehren Vorsitzenden de» Volkskunde». einen riesigen Korn-Uurnenstrauh. Die gleiche Abordnung der Schul-klnder, die sich dieser Aufgaben mit begreiflicher Be-geisterung entledigten, begab sich dann m di« Reich«, kanzlei und lieh dem Bolk»kanzler und Führer de» deutschen Volke» Adolf Hitler ein grofte» Hakenkreuz übergeben, da» aus blauen Kornblumen ge-fügt war. den Symbolen der vollsdeutschen Be-wegung. die der Führer selbst in seiner Jugend im Kampfe um die Erhaltung deutschen Bolk»Ium» auherhald der Relch»gr«nz«n getragen hat. Weitere Abordnungen jugendlicher Sammler begaben sich zum preußischen Ministerpräsidenten Hermann Göring, zu Reich»m!nlster Rudolf Heh, den engste persönliche Bande an» Au»landdeutschtum binden, zum Reichsleiter de» Wintechilstwerle», Hilgenfetdt, und du! Brücke sahnn, di, dann in der Mitte feststellen, dah sie doch nicht an«inand« vorbeikönnen. Da» gibt natürlich manchen Verdruß und Aerger, Im überflüssig ist, w«nn durch irgendeinen Mechanismus ' oder sonst ein« Einrichtung d«n Verkehr regeln würde So ist zwar di« n«u< Brücke neu und schön. ober sie hat ihre Nachteile. Vielleicht würde gerade da» alte Kreuz von der Kapupnerbrücke auf ihr befriedend wirken. D«r Männ«rgesangoer«in veranstaltet ant 10. Feber im Hotel Skoberne «ine FoschingsUeder-tafel. Wie alljährlich wird den Höhepunkt des Fz. sch'ngs bedeuten. Die Borberestungen sind in vollem Gange. Her« und Magen sollen an diesem Tag«, bezw. in dieser Rächt keinen Mangel leiden. D»» Skispringen aus der Dr. Kug, Schanze in Ll»l« fi»de, am l k. Feber statt. Auch dieses Ereignis find«! viel Aufmechamkei! In der nächsten Folge bringen wir Genauer«» darüber. Di« Amtsstunden der H«»»«l»kammer finden am ü. Feber von 8 bis 12 Uhr in den Räumen der kaufmännischen Vereinigung in der Razlagova uL stall. Der Autobusverkehr Celje Lasko wurde eingestellt, weil die Banolverwallung dem städtischen Autobusuniernehnien die Konzession zum Bc-trieb dieser Linie entzogen hat. Enticheidend für diesen Entschluh der Banalverwa'.lung war di« Aus. faffung, dah der Eisenbahnverkehr dadurch ge-schädigt würde. Die Oeffenllichleit ist von dieser Mahnahme cinsgermahen überrascht, weil die zurück-gezogene Aulodu?lm!e für die Stadt Celje ziemliche Wichtigkeit besah. Schöne Ehrung Eduard 2»rrrderger». Unser heimischer Komponist, Herr Eduard 3Hier-berger erfuhr dieser Tage eine schöne und «»hl auch verdiente Ehrung. Er wurde von der Hauptleitung des Schwäbisch Deutschen Kulturbundes zum . Ehrenmitglied unserer gröhlen Organisation ernannt. Herr Znierberger erhielt eine schön ausgeführte Urkunde mit folgenden Wortlaut' „Ehrenurkunde, ge-widmet Herrn Eduard Inluderger, Celje, vom Schwäbisch Deutschen Kulturbünde «nlähiich der Aus-führung seiner Werfe am ersten Kompositionsabenb des Schwäbisch-Deutschen Kulturbünde» in Rovisad am IX. November 193'Z. Unterschristen: Keks, Freund." Wir beglückwünschen unseren greisen hei-mischen Tonlünstler zu dieser wohlverdienten Ehrung und wünschen dabei, dah er sich ihrer noch lange im Dienste der Musil erfreuen möge. Ein berühmter Sänger kommt nach Eelje. Bari» Papoo, ständiges Mitglied der Opera Eomique in Pari», gibt am Dienttag den 0. Feber im hiesigen Scadtthealer «inst Ari«n- u. Lieder-Abend Sein Programm umfahl u. a. Verdi, Rossini. Borodm, Rahmaninoo, Greianinov ei». Mit seinem herrlichen Gesang begeisterte er da» Welt' stadtpublikum in Berlin, Budapest. Bukarest, London, Ehirago, Prag. Wien etc Am Flügel: Dr. Danilo Soara, Dirigent an der König!. Oper in Ljubljana. Vorverkauf der Karten in der Buchhandlung Goriiar. Todesfall. Am Sonntag den Immer starb in Leije Frau Lia St raiet, geb. Grillet, an einer Lungenentzündung. Di« Verstorbene war erst 32 Jahre all und stand al» Beamtin lange zum Reich,sührer de, VDA, Dr. Hans Steinacher. und überbrachten ihnen Kornblumensträuhe als Zeichen der Dankbarkeit, die gerade die junge Generation de» deutschen Volke, für jede Förderung der voll«deutschen Bewegung empfindet. Der Opfertag ist durch umfangreiche Kleinarbeit aller Gliederungen de» VDA. vorbereitet warben. E» wurden Erlässe der Unterrichtsministerien er-wirkt, die die Sammler vom Schulunterricht be-freiten. Alle Organisationen de» erneuerten deutschen Volke» zogen in wunderbarer Einmütigkeit an eine» Strang. Hunderttausende von Plakaten aus Litfah-säulen, in Schaufenstern, Omnibussen und Strafjen-bahnen. Vorführungen in den Kino», Rundfunksendungen dienten der Sache. Der VDA versorgte die gesamte Presse mst Material über die Propaganda de» WHW. Der VDA. hol mit der Durch-führung de, Opfertage» wieder bewiesen, dah er praktische Grvharbest nn Voll und für da, Volk leisten kann. Kammer » Deutsche Zeitung Ml t Jahre im Dienste der Firma £. Äafufch Am Dienstag Nachmittag würd« si, zu Grabe getrogen. Den Hinterbliebenen unser herzliche, Belleid. Frau ilmalia Gerzabek^. Am Sam,tag d« 27. Jänner verschied in Gral Frau Amalia Geriabek im hohen AU« von 89. Jahr«. Die Heimgegangene war di« Schwiegermutter de, Herrn -Direktors Zosef Pfeifer. Ihre irdisch« Hülle wurde a« vergangenen Montag in Graz eingeäschert. Der «lauernden Familie unser aufrichtige, Beileid Noch »in» Todesnachricht wird un» gemeldet. Am 30. Jänner vermied ht isesje uner-«artet die Ar>'.en,witwe Frau Man.i villmer geb. Otl, Die Zcrftortene wird heule Donnerstag um 4 Uhr Nochmittag von der Aufbarungshall« des StSdüsche» Friedhof, in Celje zur letzten Ruh« beitattel. Den Hinterbliebenen unser >>-ridor wird «its berichte): Vergangenen Freitag tflnkdi tut Fleischhauer Fingust au» Rvce im Kühitaum unseres Schtachthofes sechs Zunzfchweine AI» er sie tag, darauf für den Samslagmorkl hervorholen wollte, da waren es zu seiner schmerz-lichen Ueberraschung nur m«hr fünf, die seiner st- fgefroren hanten. Eine» war nämlich trotz der versperrten Türe vetichwundw. Zingusi. der «inen Schaden von 500. Dinar erleide:, hat den Dieb-stahl bereit, bei der Polizei zur Anreiz« gebracht. Entwischt» Diebin. Au» Maribor wird un» geschrieben: Samstag überraschte der hiesige Friseur Schmiermaul «in ländlich gelleideles Frauen- Das Dorf der Ersten 8«a 3*M« ■ Derlei E, war «in Dorf wie die übrigen d«r Gegend auch. D«r Bauer bisoigte Feld und Stall, der Herr Lehrer onfeimmrilt die junge Generation in den beiden Klassenzimmern ieine, 2ulhauses. Die m«hrhund«ljährige Linde am Dorfplatz ^ihmirqlc sich al, fest«r Bistand m da, nchevrEe Programm de» Tag«, Wa» chre Biärter rauschten v»n vergangene» Seiten, vernahmen die auf der Steinbank unt«r ihr sitzenden Menschen ja doch «cht. E, war auch all da» aufgezeichnet in der vrtschronik. die beim Dorfschulzen aufbewahrt tag. Da stand manches darin von schlimmen Kriegs-Miten, Pestilenz und Feuersnöten. Die alte Chronik lag freilich «twas vergessen. «M war ein Blatt aus d«r neuesten Geschichte in «»ein gehauen worden und neb«n die Lind« gestellt, '»ch« dem Eingang zur Kirche. Auf einem Sockel 0»»b sich der Stein und zählte die Namen dem mtf, Mt da, Dors im Weltkrieg geopfert hatte. Es »in «ine slaaMche Reihe. Jedes Hau» war irgend-Vi« mit einem Nomen verbunden. Wner aber war dabei, der halte die Namen ***** f ln« vier Söhne auf di« granitere Tafel ein-»earabe». der Bauet Emil Erdner, kurzweg der Höh«tdmi«r genannt, well sein Anwesen am Ende »« Dorfes aus dem Wege zur nahen, bewaldeten »»Hitze lag. aAn Gedenktagen, an denen jeder Men Ge. en »ranz -der Blume am Stein niederlegte, e regelmäszig mir die Erdnerbäuerin den zimmer, da» fich in die Wohnung einschUchen hatte, al» di« bieder« „Landschön«" gerade im Begriffe war einen an der Türklinke hängenden Damen-manlel „mitgehen" zu lassen. Bevor er jedoch mit einem Schutzmann zurückkehren konnte, war da» Frauenzimmer in der Richtung gegen Studtnci bereits verschwunden. Med. univ. U Rudolf KM lirnkti-ichcr Arzt ordiniert vom 24. I. 1934 an regelmässig von 9—12 und von 15—17 Uhr Maribor, Trg svobode 6, I. ßtfcitium Hif) Sine nicht alltägliche Statistik ergeben die Zahlen über den „Fremdenverkehr" in unseren, Polizeiarresl, das im Botksmund scherzweise „Hotel Gras" oder auch „Hotel Edelweis;" genaiinl wird. Wie un» weiler aus Manbor berichtet wird, beherbergten im vergangenen Jahr« die „Etadlijse-menl," diele, Haufe, in der tlljucavnüar-ka uliea insgesamt ZtthZ „Gäste" und wie e, sich bei dieser Institution versteht, nur vorübergehend. Bon der erwähnten Zahl von Insassen stellten das gröhte Kontingent jene, die ohne behördlich« Erlaubnis di« Staatsgrenze überschritt«!! hatt«». E» find ihrer 224. Wegen Betteln? nahmen dort insgesamt 10©, wegen verbotener Rückkehr 84, wegen allgemeinem Perbachts 59, wegen Prostitution 54. wegen Land-slreicherei 42. wegen nächtlicher Ruhestörung 72, wegen Bolltrunkenheil «4. wegen Desertion 20, wegen Mitbeteiligung an Einbrüchen 84, wegen Einbruch I«. wegen Raufhondels 26, wegen de» Zlerdachte, kommunMscher Umtriebe 10, wegen Spionage X und wegen Raub einer unfreiwilligen Aufenthall. Außerdem wurden drei Irrsinnig dort bequanierl, da in unserem Krankenhaus« keinerlei Unterkunftsräume für Irre vorhiinden find. vmi den ZIIVZ in poliieilichen Gewahrsam Kenommenm verbützien in diesen Räumen insgesamt 771 Personen di« ihnen zudiktierte Strafe. ß»0 wurden dem Polizeik.'mmissiiriate überstellt, 317 wanderten in das Unters»chung»gefängnis de, ftrmgiricht«,, lt»2 wurden zwnk» weiterer Amtshandlung der Bezir^shouptmannschost übergeben, 1191 wurden im Schubweg» abgeschafft und nur 4« wurden al« vollkommen unschuldig entlassen. NX Personen gingen mittels Eskorte von dort ab, 24 wurden al» mil ansteckenden Krankheiten b«haft«t dem Spital übergeben, 17 ertappt« Schmuggler wurden der Zollbehörde und 27 Personen den Militärbehörden überantwortet. Leset und verbrettet die Deutsche Zeitung! Kranz, der Bauer blieb einWiz daheim. Eist abends, wenn Dunkelheit und «i,i avenös, wenn vuniem«inden hat die Abhaltung d«s Zu zur Folg« gehabt, ooigtlHibri, eil und aus dies« Weise auch zur k nun. angeregt und gendkurses die Bildung von Zugeiidab!ri!'.iiljjc,i ' 's, di > Tätigkeit in der Ortsgruppe selbst unendlich vt«I beitragen vorgebitvet, «ine kulturelle Tätigkeit leicht «ntsolten ur Belebung der Arbeit Für .... . eine Reihe von Schulungskursen In Aussicht ge- Wirtschaft ».Verkehr Stand der Rationalbank vom 22. d. M Villi Walzer, Enkel Kurcii Walicr Sctiwicgenohn I.UI Winter, Nichte Entente Lukau geb. Walzer, Enkelin !"1i Was koche ich nun heute wieder? Di«f« Frag« wird täglich di« Hausfrauen pkigen! Da ist so einfach geholfen mit dem soeben m>tg«g«benen Mi Seiten starken „Pwito Köchen-Wen#". Diese» praktische Büchlein enthält 182S verichiedene Mahlzeiten für «in Zahr zusammen-g«fi«IIt u.->w. sür jeden Tag de» Iabee» Z verschieden« Mittagessen und 'i «rschiedenc Abendessen, je nach ®«lbbtut«I unb Iahr«»ieit. Da» Büchl«in Tostet t'i Droschen (25 Pfennig) und ist in j«d«r Buchhandlung sowie auch vom Verlag Slyrw Gra, dirrkt g«g«n Voreinsendung de» Segenwert«» in Briefmarken erhältlich. Sdimerzerfflllt geben wir die traurige slachrichf, dafj unser treues Mitglied smu sia Strasek am 28. d. m. nadi kurzem schweren seiden im 31. Hebensjatire durch eine heimtückische Krankheit dahingerafft wurde. Wir wollen dem guten Kameraden und der aufrichtigen sreundin stets ein ehrendes Angedenken bewahren. telje, den 20. Zdnner .qz» ZmueorsKi Klub Ctf)* Der Riudiii|. trut«. Bfrtrfli» im» £«in(ofba: »«miKJniiJiDnitmt w (Wit. — BraninootUiift tat txn mt wtantroottltitft Wriftlnttt - Dr. »ri-b P-rich-u« m M>t. I\0t b« Inutet« txtanIrfvTtliii • Ctiiibo CAtUo m feilt