Nr. 295. Plänumeratlon»plli<: Im Lomptoli ganzj, fi. il, halbj. fi. 5 k». ffür die ZufieNunss «ns H«>>? halbj, 50 fr. Mit der Pofi „an,l fi '5, haldj. fi. 7 5,0. Mittwoch, 27. Dezember. Ins««tlon»>«b2»: F lr. 1882. Nichtamtlicher Theil. 27. Dezember 1282—1882. Das ewig denkwürdige Ereignis, dass vor 600 Jahren am heutigen Tage der erlauchte Begründer de« Allerhöchsten Kaiserhauses. Kaiser Rudolf 1. von Habsburg. seine beiden Söhne Albrecht und Rudolf auf dem Reichstage zu Augsburg mit den österreichischen Ländern, mit Steier-mark, Krain, der windischen Mark und Portenau, belehnte, dieses hochwichtige geschichtliche Ereignis, das sich also am 27. Dezember 1282 vollzog, es gestaltet den heutigen Tag zum freu« digsten Erinnerungsfesttage nicht nur für die durch das historische Datum zunächst betroffenen Länder unseres weiten mächttgen Reiches, sondern für dieses selbst in seinem ganzen Umfange. Wie wir aber heute diesen Tag in jener weihe, vollen Stimmung begehen, welche derselbe auch von uns erheischt, so haben wir zugleich freudenreich den Blick vorausgerichtet nuf jene Tage, welche nns der Iulimonat 1883 bringe,, foll, auf die Tage, gc» weiht der Erinnerung an die am li.Iuli 1283 stattgehabte erste Huldigung des Landes Krain für das Allerhöchste Kaiserhaus, auf die Tage der diesbezüglich statthabende» Landesfeier des Herzogthums Krain, zu welchem Jubelfeste, zugleich der 600jähri-gen Zugehörigkeit Krains zur Hausmacht der erlauchten Dynastie, unser allergnädigster Monarch Ullelhöchstfeine Anwesenheit im Lande in allelgnä-digster Weise in Aussicht zu stellen geruhie. Indem sich das ganze Land, indem sich die Gesammtheit der allzeit getreuen Bevölkerung des Herzogthums Krain heute schon rüstet, diese Landesfeier mit all der traditionellen Liebe und Verehrung für das Allerhöchste Kaiserhaus, mit all den Ausdrücken der unverbrüch-lichen Treue und Anhänglichkeit an Kaiser und Reich, wodurch Krain alle Jahrhunderte her sich ausge- zeichnet hat, auf das würdigste zu gestalten, drängt es uns, doch auch heute schon es auszusprechen, wie das Land Krain, wie dessen Bewohner stets wohl ein-gedcnk waren und sind der kräftigsten Förderung auf allen Gebieten der Volkswohlfahrt, die sie im Laufe dieser sechs Jahrhunderte aus dem allen Landen, allen Völkern drs allmählich zur heutigen Größe und Macht gediehcnen Oesterreich. Ungarn immer gleich fließenden rrichen Vmne von Gnade und Güte des erhabmen Herrscherhauses empfangen haben, wie sie stets wohl cinssldenl sind und bleiben werden der hohen Wohlthaten, die ihnen aus den für alle Völker gleich warm fchlagenden Herzen der erlauchten, gnädigen und gütigen Landesfürsten und Landesfürstinnen, aus den Herzen aller Mitglieder der erlauchten Dynastie alle Zeiten her zugekommen sind! So mögen denn heute von tauseuden und lausenden von Lippen auch in unserm Lande die Gebete des Dankes emporsteigen zu dem Herrn der Heerscharen uud Glück und Segen erflehen für das Allerhöchste Kaiserhaus und alle durchlauchtigsten Glieder von heute, die Gebete dankerfüllter Erinnerung an Aller-höchstdessen erlauchte Vorfahren! Wien, 22. Dezember. (Orig.'Corr.) Den 27. Dezember des IahreS 1282 ist einer jener Gedenktage in der Geschichte unseres Staates, an welchem man mit freudigem Stolze auf die Ver-gangenheit zurückblickt und daraus neue Zuversicht sür die Zukunft schöpft. Vor 600 Jahren war es, dass Kaiser Rudolf seinen Söhnen Albrecht und Rudolf die österreichischen Lande, das Erbe des babenbergischen GeschlechleS zu Lehen verlieh. Damit hatte der Kaiser erst den rechten Grundstein zu der Macht seines Hauses gelegt, das nunmehr in die erste Reihe der Fürsten« Häuser des heiligen römischen Reiches deutscher Nation tritt. Damit war aber auch der Grundstein gelegt worden zu dem Staate, der sich, organisch gleichsam einem Naturgesehe folgend, entwickelte, ausbildete, zu einer Großmacht emporwuchs, welcher eine der bedeu» tendsten Rollen in der Geschichte Europas zufiel. Mit Fug und Recht kann man den 27. Dezember 1282 als den Geburlstag des „österreichischen Staates" betrachten ; denn in ganz anderer Weise tritt das Oesterreich der Habsburger auf, als jenes der Babenberger: es wirb felbständiger Kern und Mittelpunkt einer neuen Staatenbildung, und seinem Hause fällt die Führerrolle im deutschen Reiche zu. Zwei Jahrhunderte spater ist bereits der Grund zu der „Weltmacht" des Hauses Habsburg gelegt, das zu Beginn der Neuzeit als Beherrscher zweier Erdlheile erscheint. Und nach abermals zwei Jahrhunderten sehen wir es als Schutz und Hort des christlichen Europa gegen den islamitischen Orient den Entscheidungskampf aufnehmen, der mit einem glorreichen Siege endet. Nicht besser und eindringlicher lässt sich unser Vaterland verherrlichen, als wenn man seine Geschichte einfach und wahr erzählt. Es bedarf keiner Hymnen, wenn die Thatsachen selbst so laut den Ruhm verkünden. Die schönste Feier dieses epochalen Gedenk» taa.es ist darum die Erinnerung an die Geschichte unserer Heimat, an das Wirken unseres erhabenen Kaiserhauses. Ja, Haus Habsburg ist Haus Oesterreich; so innig verknüpft sind hier die Geschicke des Staates mit jenen des Fürstengeschlechtes, so unzertrennlich verbunden sind Dynastie und Voll, wie nirgends anders in gleichem Maße. Was Oesterreich im Laufe der Jahrhundert? als Slaatcngebilde geworden ist, das wurde es nur durch sein Fürstenhaus. Es gibt keine einheitliche österrelchische Nation, aber es gibt ein einheitliches österreichisches Voll, und geeinigt ist es eben durch die treue, unwandelbare Liebe zur Dynastie, welche drn Staat gegründet, groß gemacht hat und zusammenhält. Das Bewusstsein dieser unzertrennlichen Einheit zwischen Herrscher und Voll erfüllt jeden Oesterreicher und es gibt sich kund in allen Tagen und Lagen und sindel stinen feierlichen Ausdruck besonders an solchen Festen, wie wir jetzt wieder eines feiern. Dc> sind alle Mühsale und Wirrnisse, die das Leben mit sich bringt, vergessen, da erhebt sich der Geist über das alltägliche, schlägt höher das Herz in der Brust und wird diese von edler Begeisterung erfasst. Wie viel schwere Stürme sind über Oesterreich schon hinweg, gezogen, es stand unerschütterl fest. und aus allen Prüfungen gieng es stets kräftiger und mit neuem Glanz hervor, weil fest und kräftig daL Herrscher, Feuilleton. Albrecht Dürer in Venedig. (Schluss) Ukbrigl'N« schwelgte Dürer nicht nur in seiner Kunst, sondern er genoss auch das Leben m vollen Zügen. Ueber seinen Umgang schreibt er: ..Ich wollle das« Ihr hier zu Venedig wäret; es stnd so viel artige Gesellen nnter drn Welschen, die sich je länger, je mehr zu mir gesellen, dass es einem am Herzen wohl thnt: vernünslige Gclehlle, gute Lautenschlägel. Pfeifer, Kunstverständige, sehr edelgemuthete recht-liche. tugendsame Leute und thun mir vlel Ehr und Frrundschast." . ^ . ., Der Doge und der Patriarch kommen zu lhm, seine Arbeiten zu besichtigen und überhäufen ihn m,l T)ageae'n kennt Dürer auch die Schattenfeite der venezianischen Gesellschaft und weiß, dass auch d,e ..untreuesten. verlogenen diebischen Vöse.mchter da-runter sind. Vorzüglich die Maler sind seme Neben« buhler und Feinde und er wird gewarnt, n»t den. selben zu essen uud zu trinken", weil man fürchtete, Man wolle sich durch Gift des Fremdlings entledigen. Viovanni Bellini und Tizian machen hlevon eme rühmliche Ausnahme und namentlich ersterer unter-hielt ein intim.freundfchaflliches Verhältnis zu dem deutfchen Künstler. .. ^.. Die distinguierte Gesellschaft, in der sich Dürer so wohl fühlte, bewog ihn auch, für ein stattliches Aeuhere zu sorgen, und wir sehen den sonst so spar-saw.cn Mann. der. nebenbei bemerkt, eine der schönsten Erscheinungen seinerzeit war. ziemlich viel auf schöne und kostbare Kleidungen verwenden, nnd es darf uns nicht wundern, dass manch' reizende Venezianerin! sich am Fenster zeigte, wenn der stattliche „Tedesco", damals 35 Jahre alt. von der Piazzetla über die Riva feiner Wohnung zuschritt. Mit den Finanzen Dürers fah es unter solchen Verhältnissen manchmal etwas windig aus. In vornehmer Gesellschaft und „Gentilom"^ wie Dürer sich ausdrückt, leben, kostete viel Grid und der Verdienst war dem nicht entsprechend. Die «kleinen Tafeln", (feine kleineren Bilder nämlich) halle er alle bis auf eine für 24 Ducalen das Slück verkauft und doch wollte für Tilgung der Schuld au Pirkheimer. welche Dürer unablässig quälte, uichls Namhaftes übrig bleiben, fo dafs feine Stimmung oft rine recht ge-drückte ist. Wir wissen, dass viele Jahre vergiengen. bis es der berühmte Mann zn einer halbwegs sorgenfreien Existenz brachte. Mit Beginn des Jahres 1507 dachte Dürer endlich und mit schwerem Herzen an die Heimreise: ..O. wie wird mich nach der Sonne frieren", ruft er aus; „hier bin ich ein Herr, daheim ein Schma» rotzer!" U"d doch drängte es ihn zurück in sein Vaterland, obwohl ihm die Republik Venedig 200 Ducaten Iahresgehalt anbietet und seiner zu Hause an der Seite eines widerwärtigen Weibes keine begehrenswerte Zukunft harrt. Im Frühjahre 1507 ist Dürer wieder in seiner Vaterstadt Nürnberg. — Zum Schlüsse noch ein Wort über die Easa Gabriello, welche so oft Zeuge des künstlerischen Wirkens, aber auch drs Frohsinnes und des heiteren UcbernmtheS des großen Albrecht gewesen sein mag, wenn er im Kreise sciiier Genossen im kühlen Hofraume am «Bronnen" von lOOjährigem Rcbengcwind!' beschattet, den Humpen mit funkeln^ dem Cyperwein auf das Wohl der schönen Frauen Venedigs leerte! Den kleinen Palazzo hat das Schicksal so vieler größeren und berühmteren ereilt: bus Geschlecht der Gabrielli ist ausgestorben und das Stammhaus wan. derle von einer Hand in die andere, bis es endlich vor dreißig Jahren in die des ehrsamen Ober.Inn^ thalers Andreas Perlhofer gelangte, der es in ein Hotel umwandelte und nach seinem berühmten Lands-mann „zmn Sandwirt" taufte. Der Geist Dürers ist aber noch nicht ganz aus den geräumigen Hallen verschwunden. Künstler aus den deutschen Landen, Maler wie Bildhauer, welche Venedig zu eigenem Nutz und Frommen zu genießen sich anschicken, beziehen beinahe ausnahmslos d,e ..Dürer.Helberge" zum..Sanbwirt" und es^st gewiss eines der interessantesten Fremden-buchcr. das Einem Herr Perkhofer mit einem ge. wissen Selbstbewusstsein vorzeigt. München an der Spitze — wir nennen nur ..Piloty und Desreaaer" — daxn Wien. Düsseldorf und Berlin sind darin durch d,e besten Namen vertreten; gute Reimsprüch« welche gröhlcntheils auf Dürer Bezug nehmen o7zü die köstlichsten Skizzen in Wasserfarben, Kreide. Feder und Bleistift machen das Buch hochinteressant i« nahezu kostbar. Aber die poetischen Ergüsse sowobl wie d,e m schlichter Prosa klingen beinahe alle in den Refrain aus. das« man beim ..Sandwirt' sich luhia niederlassen könne, und in der That, wem es nicht um schwalzbefrackte Kellner, weiße Cravatten und hohe Rechnungen zu thun ist. wem es genügt, dass der Hauswirt selbst und sein Ehrweib zu allen Taaes-zeiteu selbst um die Bedürfnisse und das leibliche Wohl der Gäste sich kümmern, mit einem Worte' wer „gut aufgehoben" sein will, der logiere in Vene-dlg da. wo es dem großen Nürnberger durch ü ' als ein Jahr so ausgezeichnet wohl und bchu war, und er wird es nicht zu bereuen haben ' («l.Z.g.) üaibacher Zeitung Nr 295 252« 27. Dczcmber l7j«^. geschlecht und fest und kräftig die treue Li^be der Völker war. Mit vertrauensvoller Zuversicht durfte daher der Oesterreicher stets in die Zukunft blicken, so lange Habsburgs stolzes Kaiser-Banner weht. hat er keine Gefahr zu scheuen. Das Erbe, welches vor 600 Jahren der große Ahnherr des Geschlechtes seinen Söhnen anvertraute, wnd heute von einem Nachkommen ver-waltet, der wahrhaft den Beinamen „Groß" verdient. Auf den alten, festen Grundlagen ruht der Bau des Staates, der unter Kaiser Franz Josef I. die Formen der neuen Zeit erhielt. Ja, in den Formen änderte sich's, aber im Wesen ist „Haus Oesterreich" das gleiche geblieben und wird es bleiben allezeit und immerdar. Mit herzlicher Freude hatten damals die österreichischen Herzogthümer den neuen Herren gehuldigt, mit noch viel größerer Begeisterung wiederholen jetzt 17 Länder die Huldigung und den Schwur, unwandelbar treu zu sein bis an das Ende aller Tage dem großen, glorreichen Hause Habsburg, dessen er< lauchter Enkel i» Wahrheit als Vater des Vaterlandes seine Völkerfamilie um den stolzen Thron geschart erblickt. Parlamentarisches. Im Herrenhause hat die coi'.stituierende Sitzung der Specialcommission fiir die Vorberathung der Ge« Werbegesetz Novelle stattgefunden. Von den neun Mit, gliedern der Commission waren Graf Blome, Freiherr v. Fluck, Dr. Habietinek, Freiherr v. Helfert, Graf Kuefstein und Graf Wodzicti erschienen, die übrigen Mitglieder der Commission Freiherr v. Engert, Frei« Herr v. Haerdtl und Ritter v. Hafner waren abwesend. Nach kurzer Vorbesprechung wurde Freiherr v. Fluck zum Odmanne und Freiherr v. Helfert zum Obmann-Stellvertreter gewählt. Die Wahl eines Referenten dürfte, wie üblich, erst nach Abschluss der Berathungen erfolgen. — Die Tpecialcommission für die neuerliche Durchberathung der Schulgesetz Novelle hat in ihrer constituierenden Sitzung den Grafen Richard Belcredi zum Obmann und den Fürsten Ezartoryski zum Obmann-Stellvertreter gewählt. Der Drmin für den Wiederzusammentritt des Abgeordnetenhauses ist, wie leicht erklärlich, bilher noch nicht festgestellt. An Arbeillmaterial wird es dem Hause bei Wiederaufnahme feiner Thätigkeil nicht fehlen. Es liegen nämlich seitens der betreffenden Ausschüsse bereits folgende Berichte vor: Der Bericht des Commassations-Ausschusses über die vom Herren« hause gefassten Beschlüsse auf Eelassung von Gesehen, betreffend a) die Zusammenlegung landwirtschaftlicher Grundstücke; b) die Vereinigung des Waldlandes von fremden Enclaven und die Arrondierung der Wald« grenzen; c) die Theilung gemeinschaftlicher Grundstücke und die Regulierung der hierauf bezüglichen gemein« schaftlichen Venützungs- und Verwaltunc,2rechte; der Bericht des Eisenbahn-Ausschusses über die Regie' rungsvorlage. betreffend die Herstellung von Abzweigungen der galizischen Transoersalbahn; der Bericht des Ausschusses zur Berathung der Petition um Er-richtnng von Aerztelammern; der Bericht des Straf« gesetz.Ausschusses über die eine Reform des Straf. Verfahrens in Presssachen betreffenden Anträge, endlich zahlreiche Berichte über Petitionen. Wien, 22. Dezember. Zu der mit großer Lebhaftigkeit geführten Dis« cussion, welche sich in jüngster Zeit in der in« wie ausländischen Tagespresse über das Veihä'ltms Oester« reich-Ungarns zu Deutschland und dieser beiden ver« bündeten Staaten zu Russland entsponnen hatte, bringt die „Norddeutsche allgemeine Zeitung" laut der vorliegenden telegraphischen Meldung nachstehende Bemerkungen: „Wir haben uns nicht den Beruf, die technische Sachkunde zugetraut, mit einer eigene» Ansicht in die anlässlich des Artikels der „Kölnischen Zeitung" über das militärische Gleichgewicht zu beiden Seiten der deutsch»österreichischen Grenze gepflogenen Erörterungen einzugreifen. Wir ersehen aber heute aus Wiener Organen die Neigung, die von der „Kölnischen Zei» tung" mit der technisch>mililärischen Frage verknüpf» ten politifchen Erwägungen als Warnung des Reichs» kanzlers an irgendwelche österreichisch-ungarische Adresse zu verwerten, und halten uns dem gegenüber zu der Erklärung ve'pflichtet, dass in unseren amtlichen Krei« sen weder Vorkommnisse noch Ansichten bekannt sind, welche einer solchen Auffassung zur Seite ständen. In diesen Kreisen herrscht vollständiges Vertrauen nicht nur zu der gegenwärtigen, sondern auch zur zukünftigen österreichisch-ungarischen Politik. Die sicheren, auf gegenseitigem Vertrauen beruhende!! Beziehungen beider Reiche, die unter der Geschästsleitung deö Gra« fen Andrässy entstanden und von diesem vor, während und nach seiner Amtsführung in gleicher Weise ge-pflegl worden sind, stehen außerhalb des Bereiches der pubiicistischen Discussion und der darin zutage tre« tenden Conjecturen. Die Beziehungen des deutschen Reiches zu Oesterreich Ungarn wie Rustland sind, durch die geschichtlichen und politischen Verhältnisse dieser drei großen Reiche, durch die Gesinnungen ihrer Monarchen bedingt, von so schwerem Gewichte, dass sie durch gelegentliche Erörterungen in der Presse eines der Länder nicht verschoben werden können." Wir begrüßen — schrcibt die ..Wiener Nbendp." — diese klaren und bündigen Eiklärungen unserer Berliner Collegin mit großer Genugthuung, weil wir glauben, dass durch dieselben die leidenschaftliche Dis« cussion über ein unserer Ueberzeugung nach für jeden ernsten Politiker außer onlande, wie es unter dlN nun einmal bestehenden Grenzver« Hältnissen begreiflich ist, allerlei, zumeist stark gefärbte Gerüchte und Meldungen bezüglich der Zustände im benachbarten Kaiserstaate auf. Gewöhnlich verschwinden sie rasch, wie sie gekommen sind. und dringen nicht einmal über die Grenze Galiziens hinaus. Um gerecht zu sein, müssen wir constatieren, dass ernste Kreise und Journale sich die strengste Reserve in der Reproduction solcher Gerüchte auferlegen und dass es mitunter in der That äußerst schwer ist, der Wahrheit auf den Grund zu kommen, zumal in der jung» sten Zeit Allai mnachrichten auch von russischen Kreisen verbreitet werden, so weit diese eben an der Beunruhigung der Gemüther ein Interesse haben. Man hat sich an dieses Geräusch hier so sehr gewöhn», dass man dabei, wie der Müller bei dem Gerassel der Räder, ruhigst dem Tagewerke nachgeht. Will man demnach einen Eindruck hervorheben, so muss man recht stark auftragen, und diefes Bedürfnis scheint Eine Erbschaft der philharmonischen Gesellschaft. Die philharmonische Gesellschaft erhielt diesertage vom Herrn Hofrath Georg Kleindl in Wien die Verständigung, dass fein am 21. Mälz d. I. daselbst ver-storbeii-r Bnider, der Hofrath a. P. Josef Kleindl, derselbe» eine Nordbahnactie (mich dem letzten Cours-stände 2664 ft) testamentarisch vermacht hat. Wir sind nicht in der Lage, eine vollständige Biog^phie des Verstorbenen zu geben, sondern müssen uns für hcule darauf beschränken, das anzugeben, was sich da? über aus den Acten der philharmonischen Gesellschaft ei heben lässt. Hofrath Josef Kleindl (geboren zu Biberbach in Niederösterreich >^V. O. W. W,^ als der Sohn des dortigen Lehrers Anton Kleindl) kam im zweiten De-ceninum dieses Iahrhunderles als Gerichtsbeamter nach Laibach. Sein Name wird in der Geschichte der philharmomschen Gesellschaft zum erstenmale genannt anlässlich de« bekannten Federkrieges vom Jahre 15422, wo sich die Gesellschaft spaltete, indem die einen Eduard I^öll, die anderen Kaspar Maschek zum Orchester« director wollten. Acht Herren, an deren Spitze Josef Kleindl (die übrigen Herren waren: Georg Liker, Franz Schubert, Leopold Ledenig. Josef Bosizio, Josef Thomae, Daniel K^ppus und Heinrich Costa), richteten an die Direction (Director Kogl) eine Eingabe zu« sumsten IaiM, und als diese erfolglos blieb, traten sie aus dem Pr^ir,'', um hinterher infolge der Nach« giel'igt.it der Directw-; wuder ^ür den Verein ge» wolinen zu werd,,,. Im Jahre 1823 finden wir Kleindl als k. k. Stadt« und Landrechtsauscultant in Laibach in den Mitgliederverzeichnissen angeführt, im Jahre 1820 trat er unter dem Directorium Oblak in die Gesell« fchaftsdirection ein. Im Jahre 1830 wurde er an^ lässlich seiner Uebersetzung nach Verona (er kam als k. l. Criminalactuar in Mantua, zugetheilt bci der obersten Iustizstelle in Verona, dorthin) zum Ehren-mitgliede ernannt. Wir finden ihn nun, da sein Name in den genannten Verzeichnissen als Ehren« Mitglied fortgeführt wurde, in der Eigenschaft als Criminalactuar in Verona bis zum Jahre 1835, in welchem er als k. k. Rath zum Tribunal erster Instanz in Cremona und im Jahre 1851, in welchem er als k. k, Rath zum Obersten Gerichtshöfe in Wien kam. angefühlt. Später wurde er zum Hofrathe desselben Gerichtshofes ernannt. Nachdem in dem Jahresberichts« vcrzeichn'sse der Ehnnmitglieder nur jene aufgefühlt werden, die als noch lebend der Gesellschaft notorisch bekannt sind, Kleindl aber im Jahre 1851 das letzte« mal angeführt erschien, so wurde er seit dieser Zeit irrthümlich nicht mehr im Verzeichnisse der Ehren» Mitglieder weiter aufgeführt, bis das oben erwähnte großmüthige Vermächtnis in so überraschender Weise die Nachricht von seinem erst im März d. I. erfolgten Tode brachte. Ein bedeutendes Vermögen gestattete dem feiw gebildeten Manne, alle Leidenschaften eines Kunstlied' Habers, und zwar auf allen Gebieten der Kunst, vorzugsweise abcl de> Tonkunst zu pflegen. S'lbst (i„ tüchtig geschulter ausübender Musiler (er spielte in den philharmonischen Concerten in Laibach da? Cello im Vereine mit Lugstein) besaß er auch die seltensten und kostbarsten musikalischen Instrumente (Geigen von Amati, Stradivari, Mittewalder Geigen, Cellos von Granzini, Amati und Ruggeri) eine reichhaltige Sammlung Musikalien für Gesang, Pianoforte und insbeson» ders aus dem Gebiete der Kammermusik, eine große Anzahl von Porträts und Büsten berühmter Ton-lünstler, interessante Autographen berühmter Musiker. Alle die genannten und viele andere Gegenstände vertheilte der Verstorbene in seinem Testamente an Freunde, Musiker und Musikfreunde, ja selbst die Testaments'Execution überträgt er einem Notar, der zugleich Musiker ist, Herrn Dr. Olschbauer, Vorstand de« Wiener Männergesan^s-Vereins, welchem er eine Nordbahnaclie über seine gesetzlichen Gebüren vermacht mit der Bedingung, dass er einige Tage nach seinem Tode in der Schottenkirche eine würdige Aufführung des wenig gehörte» großen Requiems von Michael Haydn zustande bringe. Außerdem aber bedachte er vier musikalische Vereine mit beträchtlichen Legaten, am reichlichsten den „Schubertbund" in Wien, dem er nebst einem bedeutenden Legale in Geld auch ein „wahres" Porträt Franz Schuberts von Kriehuber in der Hoffnung vermacht, „dass er durch seine Ausführungen dem Namen seines unvergcsslichen Jugendfreundes immer Ehre machen und besonders dessen Compositionen cultivieren werde." Die übrigen drei bedachten Viusikvereine sind die in Klagenfurt, der Musilverein in Graz und die philharmoilische Gesell« schast in Laibach, deren Ehrenmitglied ich bin (heißt «aibacher Zeitung Nr. 295 2527 27. Dezember !882. denn auch die erst seit kurzer Zeit hier bestehende «Now a Reforma" geleitet zu haben, als sie mit einer förmlichen russischen Orclre do balüillo debütierte und den Krieg mit Russland für die nach-sten Monate in sichere Aussicht stellte. Das allge-meine Urtheil lautete diesbezüglich: „Starler Tabak zu — redaclionellln Zwecken." Dass der gedachte Ar» titel übe, Haupt zur Kenntnis des Auslandes gelangte, ist lediglich dem Umstände zuzuschreiben, dass eine ziemlich lebhafte Discussion des Themas bereits die europäische Presse beschäftigte. Hier wenigstens ver> hallten die Meldungen der ..Reforma" ohne Ein« druck, bis dieselben auf dem Umwege über Berlin, vermittelst der „Vossischen Zeitung", die einfach aufgesessen ist, in Wien auf fruchtbaren Boden fielen. Zur größten Ueberraschung aller ruhig denken« den Polen lieh sich selbst ein so ernstes Journal wie das „Fremdenblatt" zu einer unbegründeten Reprimand«: gegen die Polen verleiten, die allerdings nur auf die unter ihnen vorhandenen Revanchf-Po» litiker hinwies, die aber — wie die Erfahrung lehrte — anderen Journalen willkommenen Anlass zu Miss« deutungen geboten hat. Das durch diesen Artikel her« vorgerufene Aufsehen in den polnischen Kreisen stei-gerte sich noch erheblich, als bekannt wurde, dass die «Neue freie Presse" nicht untelließ. in tendenziöser Manier Conclusionen aus jenem Artikel zu ziehen und die Polen als Störenfriede hinzustellen. Wer nur einigermaßen mit den Stimmungen und Strömungen der vorgeschrittensten polnischen Elemente vertraut 'st, weiß ganz genau, dass gerade die wenigen „Revanche. Politiker" auf ganz anderen Wegen, als auf ds,n eines ihren Absichten und Zwecken nicht entsprechenden Krieges zwischen Oesterreich und Russ-land lhr gelriiumtes Ziel zu erreichen hoffen. Hat doch die „Reforma" gleichzeitig mit der Veröffent« lichung der in Rede stehenden allarmierenden Nach» richten klar und deutlich ihr Programm im eben be-zeichneten Sinne präcisiert. Die realen galizischen Politiker, zu denen alle Elemente zählen, die Stellung oder Einfluss im Lande besitzen, lassen sich von keinem anderen Gesichtspunkte leiten, als dem der großen Interessengemeinschaft der österreichisch ' ungarischen Monarchie. Die österreichi-schen Polen verwesen mit Recht auf ihre gesummte Politische Haltung. Sie sind es müde, ewig als euro» Pinscher Prügelknabe zu dienen, wenn internationale, die Beziehungen zu Russland betreffenden Fragen auf das Tapet kommen. Auch jene Rolle, welche ihnen im Augenblicke von einigen Journalen dahin zu-gemuthel wird, als eine Art scenischer bonn« »ortie zu dienen und im Epiloge zu figurieren, nachdem der Prolog auf einer ganz anderen Bühne sich abgespielt hat, können sie nicht acccplieren. Nie. wine. ^„^ Wenig gekannten polnischen Blatte die Ehre wider-fahren, so oft genannt zu werden, wenn nicht ganz andere Pressstimmen gewichtiger Art zuvor die Welt beschäftigt hätten. Eines gereicht den Polen zum Troste und zur Beruhigung, nämlich die sichere Ueberzeu-aung, dass in den Regicrungskreisen correcte An-lchauungen über die Verhältnisse in unserem Kronlande herrschen und dass man daselbst weiß, dass die Polen ihren Gegnern nie den Liebesdienst erweisen werden, dem festen Programme der auswärtigen Politik Oester-reich-Ungarns Schwierigleiten oder Hindernisse in den Neg zu legen. e« im Testamente), welchen Vereinen er je eine Nord-bahnaclie venuachle. 8000 st. halte er ursprünglich bestimmt zur Errichtung eines Denkmals m Wien «für den in Oesterreich gebornen. in Wien verstor-benen, ohne alle Reclame durch seine wahrhaften Zu-lunflswerke weltberühmt gewordenen Eompositeur Josef Haydn." Er cassierte jedoch später diese Widmung in Anbetracht dessen, dass dem «zu bescheidenen" Haydn nur ein beschetdenes Denkmal zugedacht wurde. Außer den Legaten für künstlerische Interessen macht er noch eine große Reihe wohlthätiger Stiftungen. Nicht ohne Rührung werden die Mitglieder der philharmonischen G-sellschaft Kenntnis nehmen von der treuen Anhänalichlrit Klcmdls an die Gesellschaft, deren «r im Tode noch gedachte, trotzdem er mit chr selt b0 Jahren außer jeder Verbindung war. Der Fall dass der philharmonischen Gesellschaft tchamenta.isch gedacht wird, ist übrigens se,t dem Be-stände derselben nur sehr selten vorgekommen Alois Freiherr v. Avfaltern, von 1804 bls 1808 Director der Gesellschaft, halte in seinem Testament der Gesellschaft gedacht, doch war in der betreffenden Stelle leider die Summe selbst nicht eingesetzt, so das« diese Testamentsbestimmung selbstverständlich unerfüllt blieb. Dr. H. Costa, von Ittbl bis 1853 Director, wachte in seinem Testamente eine Bestimmung zugunsten der Gesellschaft, doch dürfte auch diese, da sie "ur auf bestimmten Eventualitäten basiert, kaum je Ur Realisierung gelangen. Dann hinterlieh Victor "ukar. ein eifriger Musikfreund der Gesellschaft, ein Agat von 100 fl. und heule verzeichnen wir das Hofralh Kleindl'sche Legal. Aus Paris wird unterm 21. d. M. gemeldet: Im Senate gab der Finanzminister bezüglich des Budgets die gleichen Erklärungen wie in der Kammer ab und ersuchte den Senat, da« Budget in seiner Gesammtheit vor Schluss des Jahres als Beweis seines Vertrauens in die Re» gierung und auch deshalb zu votieren, um die Verhandlungen mit den Eisenbahn.Oesellschaften zu unter« stützen. Der Senat wird morgen die Berathung fortsehen. Der italienische Botschafter, General Graf Me-nabrea. überreichte heute dem Präsidenten Grcvy unter dem heilömmlichen Ceremonie! jeine Beglaubigungsschreiben und hielt dabei folgende Ansprache an den Präsidenten: „Ich habe die Ehre. Eu. Excellenz das Schreiben des Königs, meines erhabenen Sou» veräns, zu überreichen, mit welchem mich derselbe als Botschafter bei der französischen Republik zu accrebi-tieren geruhte. Meine Mission hat den hauptsächlichen Zweck, die guten Beziehungen zu erhalten und zu befestigen , welche zwischen unseren beiden Ländern bestehen und welche so viele gemeinsame Interessen der loyalen und vertrauensvollen Freundschaft anheimgeben. Ich bin umso glücklicher, dies zu übernehmen, als ich unter meinen theuersten Erinnerungen als italienischer Soldat jene bewahre, an Seite der tapferen fran-zösischen Armee an dem ruhmreichen Feldzuge theil-genommen zu haben, welcher in meinem Herzen unauslöschliche Gefühle zurückgelassen hat. Ich werde daher meinen ganzen Elfer an die Erfüllung meiner Aufgabe sehen, und wenn Eu. Excellenz mich dabei durch Ihr Wohlwollen unterstützt, so habe ich gute Hoffnung, dass sie mir gelingen werde." Der Präsident erwiderte: .Nichts kann mir angenehmer sein, als den Botschafter Sr. Majestät des Königs von Italien zu empfangen, den General, drssen ruhmreiche Eigenschaften und Ruf ich seit langem zu schätzen wusste und welcher das Vertrauen seines Souveräns genießt. Die Gemeinsamkeit der Abstammung. die Brüderlichkeit der Schlachtfelder und die Identität der Vollsinterefsen empfehlen uns, die zwischen unseren beiden Ländern bestehenden Freundschaftsbande, wie Sie es gesagt haben, zu erhalten und fester zu knüpfen. Sie werden, ich bin dessen sicher, in wirksamer Weise mit uns an diesem patriotischem Werte arbeiten, und Sie können dabei auf unsere Mitwirkung und Sympathie zählen." Wie die Journale melden, wird der Eabinetsrath noch heute abend« einen definitiven Beschluss inbetreff der Affaire von Tonkin fassen. Verstärkungen sollen unverweilt entsendet werden, um die Occupation Tonkin« zu sichern und das französische Protectorat in Nn-nam in Gemäßheit oe« Vertrages vom Jahre 1874 zu verwirklichen. Hagesneuigkeiten. Oabsburg.Leier. Ueber die Vorbereitungen zur würdigen Vegehung des 600jlihrigen Jubiläums der erlauchten Habeburgi-schen Dynastie liegen heute aus verschiedenen Theilen des Reiches eingehende Berichte vor, So meldet die »Linzer Zeitung" aus Li nz: ,Se. Majestät der Kaifer werden am 27. Dezember d. I.. als dem Erinnerung«, tage der vor 600 Jahren erfolgten Velehnung des Hauses Habsburg mit dem Kronlande Oberosterreich. die aus dem Herrn Landeshauptmanne Dr. Moriz Eigner und den beiden Herren LandesauSschuss. Mitgliedern Dr. Ritter V Peßler und August Göllerich bestehende Hul. digungs-Deputation allergnädigst zu empfangen geruhen. Die Huldigungsabresse. welche die Stadt Linz anlässlich des Gedenktages des Anfalles Oberösterreichs an die erlauchte Dynastie Halibburg zur Ueberreichung an Se. Majestät bestimmt hat. ist bereits fertig. Sie ist von dem Maler M. Kaiser in künstlerischer und geschmack» voller Weise ausgeführt. Die Uebergabe der Adresse findet im Wege des l. k. Stalthalterei.Präsioiums statt, und Wird Se, Excellenz der Herr k. l. Statthalter Frei« Herr v. Weber am 27. d, M. nach der vorhergegangenen kirchlichen Feier eine Deputation des Oemeinberathes, l der sich in cmi-pors an dem Hochamte in der Domkirche betheiligen wird. empfangen und die Adresse für Seine Majestät den Kaiser entgegennehmen." Der Oemeinderath der Landeshauptstadt Salz. burg hat in seiner letzten Sitzung einstimmig folgende Beschlüsse gefasst: 1) Durch eine Deputation des Ge< meinberathes Se. Excellenz den Herrn l. l. Statthalter zu ersuchen, an dem 600jührigen GedÜchtnistage der Gründung unserer glorreichen Dynastie ai, die Stufen des Thrones Sr. l. und l. Apostolischen Majestät un< scrc» allergnädigsten Kaisers und Herrn Franz Josef I. als erlauchten Träger der Krone des Hauses Habtzburg namens der Stadt Salzburg den Ausdruck der unter-thanigsten und ehrerbietigsten Huldigung mit der Versicherung unwandelbarer Treue und unauslöschlichen Dankes gelangen zu lassen; 2.) durch eine Deputation des Gemeinderathis den in Salzburg residierenden Mitgliedern des Allerhöchsten Kaiserhauses Sr. l. und k. Hoheit dem durchlauchtigst?!, Herrn Erzherzoge Ludwig Victor und Sr. l. und l Hoheit dem durch- lauchtigsten Herrn Erzherzog Ferdinand. Großherzog von Tos cana. an dem Gebüchtnistage des 600jäh. riaen Bestandes des Hauses HabSburg namens der Stadt Salzburg die Gefühle treuer Anhänglichkeit und ehrerbietiger Ergebenheit auszudrücken. In Troppau fand im dortigen Gymnasium eine patriotische Feier statt In Vrünn wurde in den Schulen die Habsburg-Feier begangen,- der Lehrkörper wohnte mit den Schü« ler» der Mittel». Bürgrr und Volksschulen dem Hochamte in der Kirche bei. sodann wurde der Schuljugend die Bedeutung der Feier erklült Zum Schlüsse der Feier wurde die Vollshymne abgesungen. Am 22 d, M vormittags stattete der Procurift de5 Nanlhause« Rothschild. Herr Moriz Ritter v. Golb-fchmidt. dem Wiener Bürgermeister Herrn Eduard Uhl einen Besuch ab. um ihm namens des Freiherrn Albert »Rothschild ein Capital von l50000 fl zu übergeben, welches Herr Baron Rothschild aus Anlass des 600jährigen Jubiläum« der Allerhöchst'!, Dynastie zu dem Zwecke widmet, dass ein Asyl für verwahrloste und verlassene Jugend ohne Unterschied der Religion und Heimatsberechtigung gegründet werde und dass die Stadt Wien das Protectorat über diese Stiftung ausübe Zu gleichem Zwecke hat die Eommune früher schon einen Vetrag von 37 000 fl zu widmen beschlossen. — (Feftconcert in der l. l Theresianischen Akademie ) Zur Vorfeier des Allerhöchsten Geburts' festes Ihrer Majestät der Kaiserin fand am 22 d. M. abends um 7 Uhr in dem festlich geschmückten Concert-saale der l l. Therefianischen Akademie eine musikalische Ivglingsprodurtion statt. I>» derselben waren erschienen: Ihre l. und l Hoheiten die durchlauchtigste,, Herren Erz. Herzoge Karl Ludwig und Franz. höchsiwelche von dem Curator des Institutes Sr Excellenz Herrn Ritter von Schmerling in der Vorhalle empfangen und nach dem großen Concertfaale geleitet wurden, ferner Seine Excellenz der Herr Ministerpräsident Gras Taäffe, Ihre Excellenzen der Herr Unterrichtsminister Dr. Frei» Herr von Conrad» Eybesfeld, der Herr kän. unga« rische LandeSvertheidigungs-Minifter Graf Rüday, der hochw. Herr Fürst. Erzbischus von Wien Cvleftin Josef Ganglbauer und sonstige Sommitäten, unter diesen die Eltern und Verwandten der Zöglinge. Der Saal war dicht beseht. Das Programm war folgendes: 1.) Mendelssohn: Ouvertüre zum „Sommernachtstraum", arrangiert für zwei Claviere und zwei Harmonien von E I. Hafel, vorgetragen von Max von Millenlovics. Friedrich Wilckens. Vila von Ianlovich, Georg von Vay, Lasimir von Twardowski und Richard Junker. 2) Singelie: »Rigoletto".Phantasie, für Violine, vor» grtragrn von Karl Hiller. 3.) Chopin: Rondo für zwei Clavicre, vorgetragen von Casimir von Twardowsli und Friedrich Wilckenb. 4.) Ravina: ^äorlimu», m61c>äis reli^iou»« für Clavier, Harmonium und Violine, vorgetragen von Max von Millenlovics, Richard Junker und Egon von Jordan, ü.) Thalberg: t«'lm- t,lU8!0 6UI- 6«8 MOtil« 66 I'opsl-K „I^U Ilu^Ul'NUl«", vorgetragen von Bila von Ianlooich 6) Singelie.' I'knt.kiuis pu.8wrkl6, für Violine, vorgetragen von Egon von Jordan, 7.) Liszt: Spinnerlieb aus der Oper «Der fliegende Holländer", vorgetragen von Max von Millenlovics. 8) Mozart: Menuet aus der llli-ciur-Symphonie. für Clavier. Violine und Harmonium, vorgetragen von Äladür von Steiger, Egon von Jordan und Garbo Catargi. 9.) Beethoven: Marsch und Chor aus „Die Ruinen von Athen", arrangiert für zwei Claoiere, Harmonium und gemischten Chor. Die Zvglinge machten ihren Meistern mit den Vortrügen, wrlche beifällig aufgenommen wurden, alle Ehre Gegen 9 Uhr war die Production beendet Dem Instituts« director H'rrn Regierungsrath Gautsch v. Franken, thurn wurde für das gelungene Arrangement der Pro-ductionen die allgemeine Anerkennung zutheil, Locales. — (Allerhöchste Spende) Se k und s. Apostolische Majestät haben den Gem°inde.Ins°ssen von Ielitenv'lh in Krain zum Wiederaufbaue ihrer durch eine Feuerebrunft am 23 Juli l. I zerstörten Pfarr« kirchenundPfriindengebiiude in Tschuoenberg eine Unterstützung von dreihundert Gulden aus der Allerhöchsten Prwatcasse allergnüdigst zu bewilligen geruht. — (Weihnachts'Orutorium) Die samStsgige Aufführung des Weihnacht« Oratoriums im „Ooiw^ium U»rilU»um" — in deutscher Sprache — war trotz des sehr schlechten Wetters gut besucht und wohnten der» selben Se fürstliche Gnaden der hochwürdigste Herr Fürstbischof Dr Ioh, Chrysostomus Pogaiar u„d der Herr Landeepräsident Winller mit Familie bei. Ueber diese (2) Aufführung sowie über die gestern stattgehabte 3, Aufführung dieses nicht genug zu würdigenden lünst. lerischen Werles sprechen wir, sobald es der Raum ge» stattet, noch ganz ausführlich Herr Razinger sanq wieder mit gewohnter Meisterschaft und Herr Geba besorgte, wie das erstemal, die Magnesium-Veleuchtung zur allgemeinen Zufriedenheit. — (Das Kindergartenfest.)das am Samstag im Institute der Fräulein Victorine. Gabriele uno Emma Rehn stattfand, war durch die Anwesenheit der Laibacher Zeitung Nr. 295 2528 27. Dezember !8«2. hochverehrten Gemahlin des Herrn Landespräsidenten Frau Emilie Winkler sammt Familie ausgezeichnet und hatte einen in allen Theile» sehr befriedigenden Erfolg. Die erschienenen Gäste tonnten sich von der Trefflichkeit der Leistungen sowohl der kleinen Besucher und Besucherinnen des Kindergartens sowie der größeren Zöglinge des beslbelannten Institutes überzeugen und schieden mit den Ausdrücken der vollsten Zufriedenheit. Ueber den schönen Abend, mit dem auch eine Verlhei lung von Christzeschenken an die Jugend verbunden war, demnächst noch mehr. — (Weihnachtsfeier.) Heute nachmittags 5 Uhr findet in der Freiin von Lichienthurn'schen WaisenmädcheN'Anstalt der WW. EE. liarmher zigen Schwestern die Weihnacht s-Feier statt, die sich bekanntlich stets in besonders erhebender Weise voll' zieht und immer den großen und auserlesenen Kreis der Freunde dieses vortrefflich geleiteten Institutes ver eint sieht. — (Todesfall.) Das hochverehrte, in den Kreisen der Gesellschaft und unserer Stadt überhaupt vielbeliebte Ehepaar, der Director der lrainischen Escomptebank Herr Josef Zenari und Frau Gemahlin Amalie Zenari haben einen tiefschmerzlichen Verlust erlitten; es starb nach langen» Leiden ihr liebenswürdiges Fräulein Tochter Beatrix in dem jugendlichen Alter von 17 Jahren. Das Leichenbegängnis findet heute Mittwoch, 27sten Dezember, vom Trauerhaufe Franz.Iosef-Straße Nr. 9 aus um 4 Uhr nachmittags statt. — (Gemeinderathssihung.) Den ausführlichen Bericht über die letzte Sitzung des Laibachcr Gememderathes — über die wir schon in Kürze referiert haben — mussten wir wegen Anhäufung des Stoffes für die nächste Nummer zu-rücklegen. — (Tracen-Revision des Localbahn-Projectes Laibach-Stein.) ^Schlujs.^ Freundlich erwärmende Herbstsonne gab der Gesellschaft das Ge-kite, welche in einem stattlichen Wagenzuge der Trace folgte. Die schneebedeckten Alpen mit ihren vom Sonnen-guld umsäumten Contureu, herrlich abgegrenzt vom reinsten Azur des Himmels, winkten ihr Willkomm zu. Die Herze» der Theiln.'hmer bejubelten den prächtigen Ein« fall der Natur, welche ihre mächtigsten Reize entfaltete, um alle zur günstigsten M'twilkung am Unternehmen zu stimmen, und dieses erhebende Votum blieb wirkungsvollst für dic Stnmnunss Nach 1^ Uhr langte die Commission in Domzale an. In den oberen Localitäten des vorigen Jahres durch Herrn Wenzl schön hergerichteten Gasthofes hatte das Comite für exquisites Frühstück vorgesorgt , wobei die animierteste Stimmung herrschte. Heller Jubel begrüßte den Toast des Herrn Landeshauptmanns, welcher wärmste Fürsorge für das Gelingen des Unternehmens zum Ausdruck brachte. Nach Aufnahme des Protokolls wurde über Jars'e«Mam,sburg die Fahrt nach Stein fortgesetzt, wo die Gesellschaft nm 6 Uhr abendi ankam und im dortigen Eurhause ihren Abstieg nahm Während der nun folgenden Tafel folgten begeisternde Toaste, denen fast jedem der feste Gedanke zugrunde lag. dass diese Vahnanlage ersichtlich ein wahrer Segen nicht allein für die jetzige Industrie, son« bern für alle werden müsse. Auch ein musikalischer Theil des Absudes wurde improvisiert und von den Fräulein Kecel und Praschniker am Piano auf die liebenswürdigste Weise vorzüglich besorgt. Fräulein Praschniler überraschte außerdem durch den bravurösen Vortrag einiger Gesangsstücke. Erst in später Stunde trennte sich die Gesellschaft. Des anderen Morgens beschäftigte die vom Kriegsminiftcrium verlangte Schleppbahn zur Pulver» fabril die technischen Experten. Nach Schluss des Pro^ lolles wurde des Nachmittags die Rückfahrt iu ver» gnügter Stimmung angetreten. „Auf Wiedersehen zur Bahueröffnung" lautete der allgemeine herz» liche Abschied. — (Ertrunken) Wie man uns aus Krainburg schreibt, wurde am Morgen des 11. d. M. zwischen Iirklach und Oberfernil aus dem Rekabache die Leiche eines Mannes gezogn,, welche sofort als die des Inwohners Joses Marlinjal agnosciert wurde. Die gepflogenen Erhebungen ergaben, dass Martiujat am Abende des 10 d, M. in trunkenem Zustande beim Ueberschreiten eines Fußsteiges über den Relabach in diesen gestürzt und dar,n ertrunken sei und dass jeder Verdacht einer an ihm verübten Gewaltthätigkeit ausgeschlossen ist. — (Theaternachricht.) Heute findet das Benefiz des Frl. Klaus statt. Die vielseitig verwendete Schauspielerin hat eine glückliche Wahl getroffen in der Vorführung des altbeliebten, stets zugkräftigen Vlilksftückes: „IweiMann von Hess", es ist dem-nach ein recht zahlreicher Besuch des Hauses zu erwar« ten. — Die Direction ersucht uns. mitzutheilen, dass heute der Operettentenor Herr Karl Diettrich vom k. k. priv. Theater an der Wien zu einem vier Abende umfassende l Gastspiele hier eintrifft. — (Landschaftliches Theater.) Die gestrige Aufführung der hier immer mit Vorliebe gehörten Operette von Strauß: „Prinz Methusalem" gestaltete sich zu einer Ovation für den Eompositeur; da Director Mondheim (Sigismund) in seinem Cou» Plet vom „Tüpferl auf dem I." die Strophe von der Walzermelodie als dem ..Tüpferl auf dem I." brachte, da ertönte minutenlanger stürmischer Beifall. Frl. von Wagner war als „Plinz Methusalem" brillant in Spiel und Gesang und sah superb aus. Frl. Weutz war eine reizende Pulcinell« und gestern vortrefflich bei Stimme, sie participierte in den Duetten mit Frl von Wagner mit Recht an dem glänzenden Erfolge ihrer Paltnerm. Meisterhaft gab wieder Herr Ewald seine Partie (Cyprian) und war namentlich hinreihend in der Nänlelsängerscene, wo er das Publieum durch Mimik und Vortrag enthusiasmierte. Sehr brav waren auch die Damen Frau Wall Hof (Softhistika) und Fräulein Nhger (Gaspari) sowie die Herren Oswald (Trom» boinus), Gottinger (Vlllcanio), Paulmann (Ear bonazzi). Haschkoweh (Spadi). Auspih (dritter Bravo). Auch die Chöre hielten sich wacker. Das Haus war sehr gut besucht. —e». Neueste Post. Original-Telegramme der „Laib. Zeitung." Wien, 26. Dezember. Der Kriegsminister, an heftigem Husten erkrankt und gezwungen, daS Bett zu hüten, überqab für die Dauer der Krankheit die Geschäfte dem Sectionschef Vlasits. Bukarest, 26. Dezember. Der Ministerpräsident, in der Kammer über die Stellung Rumäniens gegen« über der demnächstigen Londoner Conferenz befragt, erwiderte, all..' Mächte hätten die Zulassung Rumäniens zur Conferenz in Aussicht gestellt. Kairo, 26. Dezember. Arabi Pascha und ben an« deren Verurtheilten wurde das Degradierungsoecret des Khedive im Kasernhofe vor den Gefangenen und wenigen Zufchauern verlesen. Die Verurtheilten wer« den am 27. nach Ceylon transportiert. Wien. 24. Dezember. Soeben ist daS neueste „Armee Verordnungsblatt" ausgegeben worden. Dar» nach sind zu Feldmarschall - Lieutenants befördert : Se. k. t. Hoheit der durchlauchtigste Krön« prinz Erzherzog Rudolf (Höchstwelcher gleich, zeitig auch zum Viceadmiral ernannt wird), ferner Karl Freiherr v. Vlasits, Commandant der 9ten CavaUerie.Brigade; Karl Ritter v. Schmarda, Präsi» dent des technischen und administrativen Militärcomitcö; Cornelius Görgey de Görgö, Commandant des 2ten ungarischen Landwehr» Districtes; Eduard Bergler, Attillerie-Director beim 8. Corps, Sigmund v. Kiler, Commandant der 29. Infanterie-Division; Karl Freiherr v. Lederer (mit gleichzeitiger Ernennung zum Oberlieutenant und Hauscommandanten der ungarischen Leibgarde); Ernst Machet, Commandant der 16. In« fanterie.Division; Friedrich Kreuh. Eh?f der 1. Section im technischen und administrativen Mililärcomitc; Franz Gammel, Commandant der 34. Infanterie-Division; Paul Ritter v. Zach, zugetheilt beim Nten Corpscommando, auf diesem Dienstposten, dann der Minister für Landesverteidigung Zeno Graf Welsers heimb und der Staatssecretär im ungarischen Landesvertheidigungz-Mimsterium Geza Freiherr von Fcjervary. — In allen Waffengattungen sind ernannt : 12 Felomarichall'Lieutenaiite, 8 Generalmajore, 9 Oberste, 17 Oberstlieutenante. 51 Majore, 154 Haupt, leute erster, 80 zweiter Clasft, 257 Oberlieutenante, 132 Lieutenante. Prag, 23. Dezember. Eine Deputation der hiesigen Stadtvertretung mit dem Bürgermeister an der Spitze erschien heute bei dem Statthalter, um denselben zu ersuchen, anlässlich des Allerhöchsten Geburls-festes Ihrer Majestät der Kaiserin die ehrfurchtsvollsten Glückwünsche der Stadt Prag zur Merhöch» sten Kenntnis zu bringen. Berlin, 23. Dezember. Der Kaiser empfieng heute nachmittag« den Fürsten Bismarck zum Vortrage. Rom, 23. Dezember, abends. Der König empfieng den rumänischen Gesandten Balaceano mit ausnehmen der Herzlichkeit. Er erinnerte sich daran, dass er den Gesandten in Wien kennen gelernt, als er sich als Thronfolger nach Wien begeben, d^ss er ihn dann in Rom bei dem traurigen Anlasse des Ablebens König Victor Emanuels und zuletzt erst im vorigen Jahre in Wien wiedergesehen habe. Handel und Volkswirtschaftliches. Laibach, 23. Dezember. Aus dem heutigen Markte sind erschienen: 9 Wagen mit Getreide, 4 Nagen mit Heu und Stroh und 12 Wagen mit Holz. Durchschnitt«.Preise. '.....' ' 'Vl'lt.° Mss,........ "...... H?t7, Mss,.'. N.!tl, ft. li' fi.,lr. N ll. Weizen pr.Hektolit 7 47 8 ^Vutter pr. Kilo . — 90-j-Korn , b 20 b 67 Eier pr. Stück . . - 3 —, -Gerste (neu) . <39 4 83 Milch pr. Liter . - 8 — Hafer . ? U3 3 27 Niildsleisch pr. Kilo -^56 — Halbfrucht .,! ^- 6 70 Kalbfleisch » —50------ Heiden , 4 06 5 50 Schweinefleisch , — 48 — Hirse . 4 87 4 N« Schöpsenfleisch „ ^28-Kukuruz . 5 60 5 32 fahndet pr. Stück -40 Erdcipfel !00 Kilo 2 50-------Tauben . - 16 Linsen pr. Heltoll«. 8-----------heu 100 Kilo . . 3 03 -Erbsen . 8-------Stroh „..18? Fisolen . 9-----------holz. hnrt.. pr. vier Rindsschmalz Kilo — 96------- Q -Meter — 7 -Schweineschmalz „—88-------weiches, » -.— 4 50 Spccl. frisch , — 66-------^»ein. roth.. WOLit.-------20 -^räuchert, —75----------- ivciuc: , .. - 18 . Verfto ben?. Den 24. Dezember. Felix Kovatiö, Schriftsetzer, 16'/, I, ilhrängasse Nr. 18. Lnngentubercnluse. Den 2 5. Dezember. Maria Trontcl, Zimmcrmanns» Witwe, l!5 I., Rebcr Nr. 9, Lungenlähnning. — Vera Ravnihar, landschafll.Cassiers Tochter, 1 Monat 26 Tage, Spitalgasse Nr 7, Fraisen. Theater. Hente (nnqerader Tag) NenefizvoistclliMss des Fräul. Maril Klaus: Zwei Mann von Hess. Oliaittal'Lebellsbild »lit Gesang in 3 Acten von Anton Langer. Lottoziehungcn vom 23. Dezember: Linz: 72 7 46 90 19. Trieft: 1 31 22 10 3. Meteorologische Beobachtn« gen in Laibach. ^'! V N ' N K ?N.Mss. 7251.'t l — 06 windstill Schnee ,„„ 23. 2 „ ^. 719 20 0 0 O. schwach bewölkt ^?" 9 ., Ab. 71883 - 0 Ü O. schwach l bcwöltt "^"" 7 Ü. Mg. 72189 — 2 2 windstill Ncbcl 24 2 , N. 72250 ->- 12 windstill heiter 000 9 , Ab.! 72519 - 20 O. schwach bewölkt 7 ll.Mg. 728 44 — 70 windstill heiter 25. 2 , N. 73125 — 48 W. schwach bcwiilst 000 9 , Ab 73133 - 8 6 W. schwach > brwöllt Den 23. Schnccsall den ganzen Tag anhaltend, rasches Sinlen des Varometers. Schnccdrclc 15 (lcutimctcr hoch, Dcn 24. triibc. Den 25. morgens Nebel, dann hcitcr. lalt. Höhmrcmch: abends bewöllt. Das Tagesmittel der Temperatur an allen drei Tagen — 0 4«. — 10° und — 6 8°. beziehungsweise um 21°, 16° über und 4 0° »ntcr dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: Ottomar Number g. Depot der k. k. GeneralstaWarten. Maßstab 1: 75.000. Preis per Nlatt 50 lr.. in Taschcnformal auf Leinwand grspnnnt 80 kr. Jg. u. Meinmayr K Fell. Hlnm^rg!; 5luMlmMng in Aaiba0 kr. franco zu beziohon von J. O. & L. Frankl, Wien, II., Obere Donanstrasse 91, 103 neben dem „Schüllorhofe." Reichste Auswahl fertiger MUbel, solid, billig;, elegant. (4104) 13-13 Vom tiefsten Schmerze erfüllt geben wir hier» , mit allen Verwandten, Frenndrn und Nekanntcn die Nachricht, dass eS dem Allmächtigen gesallen hat, unser geliebtes Tllchterchen Mercc heute um 11 Uhr früh plöt.,lich nach achlwiichent» lichem kurzen Leben zu sich zu berufen. Wir bitten um freundliche Theilnahme. Fanny und Franz Ravnihar. Laibach am 25. Dezember I««2. Gott dem Allmächtigen hat es in seiner un» crsorschlichen Weisheit gcjallcn, unsere innigst ge» lieble Tochter Beatrix nach langen schmerzlichen Leiden im jugendlichen Alter von 17 Jahren von diesem Lcbcn in ein besseres Jenseits abzuberufen. Tief erschüttert und von uncrmcsslichcm Schmerze erfüllt geben wir im eigenen und im Namen unserer Angchizrigen die tramigc Nachricht allen Verwandten, Freunden und Vckannlen. Das Leichenbegängnis der theueren Dahin-geschiedenen wird Mittwoch, den 27. Dezember, vom Trauerhause Franz-IofefS-Strasle Nr. 9 ausgehend, um 4 Uhr nachmittags stattfinden. Um stilles Neilcid wird gebeten. Laibach. 26. Dezember 1882. Zosef und Umalie Zenari. Veerblss!lna«m!s!all dc5 ssranz Doberlct. l»<,il'c,ch._______ ! Lailmcher Zeitung Nr. 295 2529 27. Dezember l882. Course an der Wiener Görse vom 33. December 1NN3. (M« ^m «fallen Co«^»«^.) Staats.Nnlehe». ?!otenr«nte.......75N5 7610 Eildcrrcnle.......7N-70 7N «b >»,',.»« 4"/, Vtaat»lose . «50 st. n« - 11« 5>a l«',l»ei 4»/, ganze 5t>(> „ ix» iu iL VeN. Golbienlt, steueffre« . 94 »5 »n in l^^stcrr, i/lotenrente, steuerfrei . 90 35 »ü 00 ' , Otsl. Vchahscheine. rückzahl» l,r 1«««........ —-— .-- Uü»,. ^uldrente S"/, .... I18-4K i>8-«5 ^ » 4"/« .... 85'30 85 4s> „ Pnvlcrrentc k"/,.....84 «5 »4«, » »« 8i,'°ft <"/n !<1«st.. . 1«!»-5e 10970 Grnndentl.»Obligationen !che....... 1YH-— 104 5c. k>'", nis^oslcrrtichische, . . . 1045« 10« — 5"/<, ^.österreichische .... 104 50 —'— l'"',, stc,zliche....... 10.1—105'— 5",„ srraiilch« und slavonische . »9 — 10» — «sell, Ware 5"/„ fiebenbiirgische.....»7 5c »8-50 5°/„ Hcmcevar»!<3anater . . 9?l>^ l»8 — 5"/nUNnar>lche ......»7?e 9U 25, Andere öffentl. Nnlehen. Donau.Nsq.'^'ose 5«/,, Ivofi, . 113 7b Ii4»i, dt°. «nleihc 1«?«, steuerfrei . 102 b0 io» l,0 Nnlcbcn b. Slablstemeinbe Wien 101 — 10» bc «nlcycn b. Vtabtacmeindc Wien «Silber otcr Gold) . . . .-------— - Prämien.Unl.b.Stabtgem.Nitn Ill3 75 I«4 25 Pfandbriefe fi.) Bodcncr. allg. österr, <>/,"/<> Gold 11!» - - 119 2s, blo. in 5n „ „ 5"/, , — —------- dto. in 5<» „ „ 4'/, °/i> 98-Ü5 «9 15, dto, in 5« „ „ 4«/„ . »3 80 94-80 dto Priimicn.Vchulbverschr.Z'/« M-^ U» 50 Oeft, H>,potbclcnbanl inj. 5'/,"/« 100 5c ,01 s.c, Oefi.^nng. Vanl Verl. 5»/« . . ibi 35. ici ,,o dlo. , 4'/,"/«. . 93 2^ »» .'.0 dto. „ 4"/y . . 9«80 «3-10 Unss, »lln.2)odencrcdit°Nctienges. in Pcst in 34 I. vcrl. 5>/,"/o . —'— — — Priorität«. Obligationen. 8«5 9850 stcrdinallbll.Viorbbahn in Silb, 105—------- ftrnnz Irlcf'^'al^u.....101 »b 101 t,(, Kalizischl' Knvl - Ludwig. Nahn ltm. i««i »un fi. S. 4>/,'/» . . v»-30 99-00 «Hcld W»r? Oesterr. zNorbweffbahn . . . . l««-ic 10« .'»c, Viebenbürgrr.......R> Itt VU'3^ Stoalsbahn I, Emission . . . 175 75 i?n 5l! Vlldbadn^S«^......„8 75 184 2k « ^5'V«......>iz .- lI«-3<, Ung..galiz. «ah».....,17b ,2 — Diverfe Lose (per Slilll). Lrebitlose I0<»fi...... ,74 - 174 5n b8 — 1«.« 5(, Oscner Vofe 4l> fl..... — — 8!» i»'> Palssh.z,'oj!: 40 st...... z< 75 .,5x5. Mubols.kole >0 st...... 1,— i»f><< SnlM't'ose 40 st..... h^.^ — — Et,»Gcnoi««Vosl 4»ff. . . . ^ <«._ ^s,^,,, WaldNcin Vofe itt) fl. . . z7^ ,? 5,0 Windifchssrätz^'ofe z-u fl. . . ' gg — 8«'5'> lvanl - Nctien «per Vtü7). Änglo.OeNrrr. «anl izo st. . . z;« 75 117 »5 Banl.Vcklllchast. Wiener W0 st.____------- Vanlvcrcin, Wiener, 100 st. . . io?'40 107 7(> Bdncr.^Änft,,Ocst.i!a<,N.S.4<)«/„ x.? 50 «l« — «irdt.'Axft. f. Hand u. G. ion ft, ^b »c! ^85. ü«, «ilbt.-N»»<., NNg, Ullg. »00 st. , 274 25 2?4'?s> Depositcnb,, «Illä, ^«0 st. ... ,<»0 — «!'.I — Eüconiplc Gcf., Viicbcröst. 500 st. 840__860 — HUpolhelcnl!.. oft. iü»0 st. 25«/,, E. l-»-— ?«-— l'änderbaül öft, ilütt st, G. 50"/,H. —— — — Oeftcrr,°Ung, Vanl.....»3c-— 83l — Unionbanl IU0 st......112<0 11» 50 Büllchrsdanl Älljz. 140 st. . . z«— 14l'b0 «lctien von Transport» Unternehmungen (per Gtll«), »lbrecht.Vahn »«> st, Silber . —— — — «lfc>I>,'ffium«,,«llhi:zl00fI.Silb. ,«»» 7^ l«7 — «uM<,..Icpl,!ti^nb, » st. . 17, — 174 — Donau » Dampfschiffahrt » Ges. Oestcrr, 5nu fi, b..Z,)^00st.S. 1S7 — 188 — Dni«VodtnbachcrU.z!!!0st.V, »85 —!«ül! — «tlifabelb-Vahn 20l> fl, «lVl, . . 2l>? 75 208 l5 „ ^'inz'Vübwci,' 20N st, . . . —------------ .,SI,b,'Iiro!,III,!t,I878i!00st.E, 17?-5>0 17« — jferbinande.Älordd, i«uc» N. «M. znu«! »< K,an»»Io!cf'«Hhn »ou st. Gilb, i»«-?5,il».'< , ^ünflirchen.Varcferltif,»0ost.V, »17—!«!>< -Valz.Karl-^udwig.V XWll. llVt, ^»4 — ^«4 !i<> Graz-Kössachcr«.«, ilUuN.ö,«), 2ük — «^/ — sal!lenb«g'i>iifcnl', 200 fl. . . «4-50 »5 — H»0^, ö,W. . . I«« üo is? — t>loyd, öN,'UNn.,IricN5>00sl,i — Ocfterr, Nord^cslb, wo st, Sild, 197 2^ l9k — dlo. «lit, ii) wo st, Silber , »,4^5 2)4 ?k Prag-Dllfcr «tifenb. 150st.3ilb, 5, —j s.iü0 Mubolf» «lihn xuu st. Silber , i il-x ?» Sitbendilrgcr «tisend. üvi» st. E 1^7 75 15« i»5 Sta37 ?i< E„ ^h,<«. «oOfi.HVi 14» 50 I4< — 2 ," ö, W, , «l!< !,(, »4!» ,. T- >>. '?« n, ö. H X12 00 »I» — , ?0»l. . . 44— «« — Iran«v: !!Ns» !l, , 100 — l«i! — 3,...,,,, . . ,^. I» U, . Indnftrie.Actie» (per Viüll). sgybi und «indberq, «isen» »nd ?tal>l ?!!t> ir A»i>'» ^0ü st. , —-^. —-— ^ ! ine ,! 7» Is. 71-75 !l!«5,5 Pari«.........4? »7^ 47 3^ Valuten. Ducalen........ l«7l K »8 leu.ftranc«»Slü«cl)cr Arn^enfc»«deü> von den üblichrn Vrslichen am Nrujahrstngr, dann zu den Na» niens- nnd Wcbllrtsfrstcn losgrlauft, (Die mit einem Stern brzrichnelcn habcn auch von Nnmcns» und Geburtstasstzgratulationen sich losgclaust,) '"^crr slndrras Winllrr, f. l. Landcsftrnsidcnt, sammt Familic, * „ Dr. Iohnnn Chlys, Possa^ar. Fiistbischof. ^ „ Pclcr (^rassclli, Alirssclineistcr, s, Familie " „ Anton Grrtschcr, l, l. Lnndrsnrrichts- vrasidlnt, sammt ssamilic * „ Johann ltaprrh. t. l. Oberlandrsgrrichts- rath, sammt ssamilic, * .. ssreihnr und Frciin v. Pascotini. *', ., T r. Anton Iarz. inf. Propst, " ' „ Michllll Pctcrncl, pens. Rcalschulproscssor 'ss'l, ss, Blasnit'. *hcrr Iosrs Pagliaruzzi, Ritter v Kieselstein, sammt Gemalilin. * „ Advocnt Ärohlich sammt Familie, "'sslnnilil' Zeschlo. '^crr Anton («ras Pace, t.l,Vcznlshlluptm!•. llavtiiiiuiiiM Auxilium, hostbowiilirtfls Hoilmittol tfi'K™ Harnröhrenfluss hoi Herren und Fluss bei Damen, «in Htrontf nach medicinischon Vorschrif- t«»n J)f>rnit.d.oN Präparat, hellt ohne Ein- Epritzunc schmerzlos ohn« Folgekrank- >j^. heiten. frist-li entswn- ¦ :J&&^ flono, no«!' so Hohr ver-'z/MlXL altote grünlich und ü TW FJ cntsiirpc.ln'n«l schnell. V&L nLJyj Au8(lriu'kli<'li vorlanpo $ßfflföm man ])r. Hartmann s S$$mß*' Auxilium für Ilorroti 2 odor für Damen und ist " biahor nil« Haut- u. geheimen Krankheiten, insbesondere Manresschwache, "«('»> üborau» tfliinzond bnwiilirtor Mo-^odo, „hno Folffoübol, SypUüf und ÖsichwüTO allor Art beetons £u\m\i. Mo-du-aii,(.„to worden in discrotcfcter Woiso '»^or^t, lloiK.rarinäRHiK- Auch brieflich. Wien, Stadt, Seilergasse Nr. II. Depot In LstlbBCb bei Herrn Jul. v- Trnkficzy, Apotheker. 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