MWAM U Rs. 2S0. Maribor, Samstag, iz. Oktober tS28 I»Ä I SchrtNIeltmiA, V«?WD»W,O Vuchdruckerel. Martdo?» Zuritievo uttca 4 7el«vd«» U Vezugsprelse? ttdhoien. monatlich , . 0m Zustellen . . 2l'« Durch Pos« . ... A)-» ttustand. monatlich . . . ?0. cinzelnumme, vm d>» Z»« vei vejtellung der Zeitung ist de» ttdonnementsdetrag kür Slowenien lür mindestens einen Monat, auher« hold für mindestens drei Monateeln» zusenden. Zu beanl«orlende Orlete oline Marke «erden nicht derücks!^ tigt. lnseratenannahme in Moridoe bei der 5i0mii n a, 1?. Oktober. Beitn Nebcrfliekzen der Älildt hatte das Luftschiff „Graf Ze'tpLlitl" schr^cren Kampf init Stinm döen. Eö flsg mit 80 Stundenkilometer^r. LM. ?? e w y o rk, IS. Oktober. Der.,Graf Zeppelin" wird in Lakchttrst SciiuStag mittags oder abends ermartet. TU. F r i o d r j ch s h a f e n, 12. Okt. In Mertskre^sen n!.n?nt man an, das; das Lustschiss ,.Gras Zc?ipslin" Valencia in der Nacht zun» Freitag um 23 tthr passiert haben mochte, worauf es siidlichen Kurs ein-k»enl?mmc'? hct. Di« 70» Kilometer laik^e Strei?ö bis »nm Atlantik diirfte in sieben Stunden .-^uriickgeleqt worden sein, so dasz das Lttf^schisf bereits heitts um l, Uhr frlih fich iiber dem O.zean befand. Die ^an^e Strelke Frledrichshafen—Lakehurst wird bei dem großen Umweg, den das Lnftschiff iiber dem Ozean wegen der Stürme zu machen gezwungen ist, 10.Wl) Kilometer ausmachen. Die normale KitrSstrecke wlirde sich auf. nnr 7500 Kilometer belaufen, fo daß ein M-chr von 2500 Kilometer vorliegt. Im Vergleich zur feinerzeitigen Fahrt des „Z. R. .'i" werden also 2000 Kilometer mehr zurllck^^elegt lverden mllssen. Man rechnet mit einer Fcihrtdaner von 100 Stunden. TU. B e r l i n, 12. Oktober. Ztvischen den Azoren und um Portugal liegt ein s'^hr großes Hochdrucksgebiet. Es wehen Winde aus West und Südwest mit einer Geschtuin-digkeit von 20 bis W StnndenZilometern. Hanfemvolken liegen 1l;o Meter hoch geballt ^n vereinzelten Nebelfeldern regnet es. Sti'rker Nebel liegt itstlich von Neusuitd-land. TU. L o n d o n, 12. Oktober. Nach Gc-riichten, die heute in London verbreitet wtir-den, soll der „Graf Zepneli,!" heute srlih deit Kurs siidwestlilh an der westasrikani- Neuerlicher Einsturz eines Neubaues^ Zum Glas keine Menschenopfer Furchtbare Aufregung tn der BevtiNewng LM. Prag, 12. Oktober. Wie aus den neuesten Tatsachen hervorgeht, wird die Neichautenkatastrophe noch nicht bald ein Ettde nehmen. Die Erregung iiber den Einsturz des siebenstückigen Wohnhauses am Pokie l)at sich noch gar nicht gelegt, als heute frtih ganz Prag die Kunde von einer neuen Katastrophe erfiillte. In der Nacht vom Donnerstag zum Freitag — es war etwa um Mitternacht — ftiirzte in der Nähe der Maschinenfabrik Praga im Borort Libau ein vierstöckiger Neubau unter furchtbarem Getöse ein. Der untere Teil des eingestürzten Hanses, welches im Erdszeschoh bereits von einigen Arbeiterfamilien bewohnt »oar, setzte sich aus Eisenbeton zufammen, wäl^ rend der obere Teil als Ziegelbau ausgeführt worden war. Daß diesmal kei« einziges Menschenleben zu beNagen war, ist nur der Wachsamkeit eines Polizeiwachmannes zu verdanken, welcher bei seinem Rundgang mit Schaudern wahrnahm, daß fich das Dach des betreffenden H«mses langfam z» neigen begann. Schnell entfchlossen begann er Alarm zu schlagen und zertrümmerte mit einigen Steinwürfen sämtliche Fensterscheiben des Erdgeschosses, wodurch die Bewohner geweckt wurden und in Eile die Flucht ergreifen konnten. Einige Mnuten danach, als der letzte Bewohner fluchtartig das Hans verlassen hatte, ftiirzte der Neubau Kachend zusammen. Bis jetzt wnrde kein einziger Bewohner vermißt. Einige umstehende Personen erlitten durch Ziegelsplitter leichtere Verletzungen. Durch ^n Einswrz wnrde auch das nebenstehende neugebante Haus derart bedroht, daß eS ins Wanken law mch schon im Lause des heutigM Ta- ges einstürzen muß. Der Einsturz wird auf schlechtes s^umaterial zurückgeführt. In der ganzen Stadt l)crrscht begreifliche Erre» aung. » LM. Prag, 12. Oktober. Die Aufräu-mnngsarbeiten am Schntthaufen des sieben-stitckigen Neubaues am Poris sind noch immer nicht beendigt und dürsten noch eine ganze Woche hindurch in Anspruch nehmen. Die Annahme, es werde noch immerhin gelingen, einige Arbeiter aus dem Kellergeschoß lebend zu retten, hat sich als fälschlich erwiesen. Als man von einem benachbarten Hause einen kleinen Schacht in das Kellergeschoß bohrte, sand inan nur zwei gräßlich zerstückelte Leichen. Im Keller allein dürsten demnach 2li Menschen ihren Tod ge fnn^n haben. Die Gesamtziffer der Toten schen ^üste entlang fliex^end, eingenommen hc:ben. Eine Vcstütigilng dieser Meldung liegt Nock) nicht vor. TU. a IN b u r g, 12. Oktober. Bei der Hapag ist eine Bestätigung der Meldung, daß der „Gras Zeppelin" mit zwei dieser Gesellschast angehörenden Schissen i,l Rund funkverkehr gestanden habe, nicht eingegangen. TU. N e iv o r k, 12. Oktober. Nach Washingtoner Wetterberichten märe es sür den „Gras Zeppelin" giinstiger, wenn er südlich, etwa über den 40. Breitegrad fliegen würde, da die Gegenwitide zwischen den Azoren und der amerikanischen Küste nur verhältnismäßig leicht sind. Es ist auch mög lich, daß zwischen den Azoren und der amerikanischen j^ste tropische Störungen eintreten, doch sind dieselben meist nur von kur zer Dauer. Die Metterberichte von den Azoren lauten verlMtnismäßig ungünstig. In .Horta aus den Azoren ist das Barometer bedeutend gefallen. beträgt über 50. Der Zustand einiger Schwerverletzter ist andauernd ernst und sind davon vier Personen bereits gestorben. Es ist dies in den letzten Jahren bereits der zehnte Fall eines Hänsereinsturzes. Sämtliche Mgeordnetenklubs stilisieren bereits Interpellationen in dieser Angelegen heit und man fordert darin den sosortiget, außerordentlichen Znsammentritt des Parlaments. In der gestrigen Senatssitzung wurde die Einbringung eines Gesetzantrages über die Bauvorschriften gefor^rt, damit in .Hinkunft derartige Unglücksfälle vermieden werden. Die Stadtgemeinde hat alle nötigen Maßnahmen getroffen, nm die ban-kommissionelle Besichtigung aller in den letzten zehn Iahren errichteten Wohnhänser vorzunehmen. Diejenigen Neubauti^, beö denen irgendwelche Mängel vorgesunden werden sollten, werden polizeilich geräumt werden und dürfen erst dann »vieder bezogen werden, wenn die betreffenden Mängel beseitigt und die Garantie fiir die Sicherheit des menschlichen Lebens gegeben ist. Die Leichen der Todesopfer liegen in der Leichens»alle des Zentralftiedhoses zwelks leichterer Agnosziernng und werden am Sonntag anf Kosten der Stadtgemeinde Prag feierlich beerdigt werden. Aus der Gkupfchtina LM. B e o.g r a d, 12. Oktober. In der heutigen Sitzung der Skupfchtina erhoben die serbischen Agrarier scharsen Protest gegen die Bertagungsmethoden der Negierung. Das Gesetz iiber die Regelung der Agrarverhältnisse in Dalmatien hätte schon längst ans die Tagesordnung gebracht werden müssen. Sodann gelangten einige Anträge zur Perlesung, worauf das Haus «ine Reihe von Handelsverträgen ratifizierte (mit Albanien, Aegiipten, Estland und Lettland). Der Berichterstatter des Verisika-tionsausschllsses berichtete über eine Reihe von Veränderungen in den Mandaten. Der serbische Agrarier Boja L a z i bezeichnete dies als Schwindel, da es keine Sitzung des Verifikationsausschusses gegeben l)cbe und alles ein Falsifikat dar^ielle. Die Sitzung wur de um 13 tthr geschlossen. Die nächste Sitzung sindet am 17. d. M. statt. Tagesordnung: Wechsel-Scheckgesetz, Gesetz über die Staatsanwälte, Advokaten und Vealnkv'^r-ordnung. « LM. B c o r a d, 12. Ok!l> > r. nuci Paris beriäztcl wird, ist der Minister de!Z Aeus^ren Dr. M a r i n ? o v i «l- s)l^lltc nach Beograd abgereist. « LM. B c o r a d, 12. Oktober. Morgen tiormittags tritt der Finanzausschuß zu einer Sit^unc^ zusammen, die sich luit der Frage der Tare auf Üino-Eintrittskarten beschäftigen. wird. LM. B e o q r a d, 12. Oktober. Mit e^-nem Sonderlurier wurden heute die Rati-fikationsurkundi.'n des Nettuuovertrages und der Bcoc^rader stonveutionen nach Rom entsandt, nw sie noch iin Laufe dieser Woche ausgetauscht werden sollen. Kurze Nachrichten t. Wien und Oesterreich im Lichtbilde. Die Schllbertsestwochen, das Sanqersest in Wien und Som!i?erreisen haben viele ?>un-derttausende .^nui erstenumte nach Oesterreich gefilhrt und ibnen Auqe und .?^erz für dessen Schi^'nheit und .^nltur crössnet. Wer solche Eindrücke niitbringt, hat das Bedürs-nis, auch anderen davon uritznteilen. ist nur U'.it .?^ilse des Lichtbildes möglich. Lichtbilder nus Oesterreich sind leihweise n. käuflich durch den Lichtbilderdienst des öster reichlichen Vundesministerinms für Unterricht, Wien, Teusencjasse billig erhältlich. 7. VIS Börsenberichte Zur! ch, 12. Oktober. Devise«? Beograd 9.1275, Paris 20.M, London 2bL1 Ncwylirk Mailand 27.21, Prag 1Ü.3W, Wien 73.0!», Birdapest 90.63, Bertm 123.65. Z a c, r e b, 12. Oktober. D e v i^f e n ? Wien 801.0«, Budapest 002, Berlin l3b5.S0, Wcailand 298, London 270.28, Newyor? Paris :?22/!0, Prag 1vv.70, Zürich 1095.lZ0. L j n b l i a n a, 12. Oktober. Dev ^ sen : Anisterdant 2283.i)0, Berlin 13f»4.öV, Vuda^vst 993.44, Vriissel 791.24, Mr»ch 109.'^..00, Wien ^1.14, London 276.26, Nemt)ork Pari-^ 222.47, Prag 1W.77, Triest 298. __ Cf f e k t e n (Gold): CelM Laibacher ssredit 128, jisreditanftM 17.^,, Pevi'e 119, NnSe 2tV>—285, Mb, Vauc^eseNschaft .V». .s-) o l z ut a r k t : Tendenz unllerüadM. Ab schlich 3 Waggons Bretteic. ^„^'^arVurget NKmiier GatmÄÄgs, ^en 's?. Vsso^^ ^ Saloniki — Gjevgjelija Warum Venizelos in Beogmd nicht günstig aufgenommen wurde Bcograd, 12. Oktober. Ter griechische Ministerpräsident Vent, zelos sagte in seiner den Journalisten gegeniiber abgegebenen Erklärung, der Hauptzweck seiner Ankunft in Beograd liege darin, den Sinn des in Ronl al^esckilolse-uen griechisch-italienlschen ?^reundsä^fts- u. Schiedsgcrichtsvertrages n^^ier darzulegen. In Paris habe er sich mit Dr. M a r i u-t o v i 6 iiber alle aktuellen und zwischen beiden Ländern schivebcndcn k^ragen aus« gesprochen. Bei dieser Gelegenheit sei auch vom Abschluß eines jngoslawls6)-griechischen Freundschastsvertrages, natiirlich im Rah-men des Völkerbundes, die Rede gewesen. Benizelos erklärte serner, do^ die Aercini-gunfl der zwischenstaatlichen Beziehungen auf dem Balkan von grösiter Wichtigkeit sei. — „Ich werde die Hand zuerst Bulgarien retchcn, um es zur Mitart^it sür den gemeinsamen Wohlstand des Balkans zu be-wegen. Griechenland ist geneigt, Bulgarien wirtschaftlich lzis zum äusjersten zu unterstützen. Ich kin in diesem Zusammenhange sogar bereit, an die Revision des Vertrages von Neuilly heranzutreten . . Man hat Venizelos in Beograd einen imposanten Empfang bereitet, ol)ne mit ihm ganz zufrieden zu sein. Man wollte mit Griechenland einen ganz speziellen Vertrag zum Abschluß bringen, der den Beagrader Interessen fijrderlich sein könnte. Für einen solchen Vertrag wolle Marinkool«! Venizelos bereits in Paris gewinnen, doch winkte Venizelos entschieden ab. Griechenland wlmde sich Italien zu und bildet heute gemeinsam mit Bulgarien die stärkste Bcsis der Balkanpolitik Mussolinis. Griechen land ist also weit davon entfernt, mit Jugoslawien irgendwelche Sonderkonoentionen abzuschliehen. Tie Erklärungen Venizelos' liiber Bulgarien sind in liicsem Zusammen-ihange von grösjter Wichtigkeit, weN man hinter dem griechischen Premier den politischen Schachspieler Mussolini sehen kann. In Drogen der auswärtigen Politik ist der ehemalige Londoner Gesandte und Z^ührer der serblschen Agrarpartei, Ioca lIovanovis-^NLon, der beste Interpret der ausschliesslich serbischen Interessen. lIovanoviv ist mit Venizelos unzufrieden, weil sämtliche im Rahmen des Völkerbundes abgeschlossenen Verträge flir ihn nichtsbedeutend seien. Venizelos müßte nach seinem Dasürhalten mit Jugoslawien einen Sonde rv ertrag abs^iehen, der sowohl den jugoslawischen als auch griechisäien Juteressen dienlich sein wurde. Nach Iooa-noviä lassen sich diese Interessen wie folgt zusammenfassen: Das jtönigreich SHS ist am Verfügungsrechte über den Salouike» Hafen interessiert, und zwar so, dah es sich mtf der Strecke Saloniki-Gjevgjelija fiir den 5^all eines Krieges mit Rohstoffen, Kriegsmaterial und Lebensmitteln versorgen könn te. Tie griechische Regierung hat ein Interesse an der Erhaltung der Status quo auf dem Balkan sowie an der Abwehr ge-gegenliber einem Tritten. Es hat jedoch den Anschein, das; sich Venizelos aus der Unstimmigkeit im Beograder Auheuministerium keinen Kummer macht. Er scheint für die Erhaltung des Status quo auf der Balkan-Halbinsel mächtigere nnd solidere Garantien erhellen haben, ebenso für die Sicherheit Griechenlands im Falle kriegerischer Verwicklungen. Tie Verhandlungen, die jetzt in Beograd mit Venizelos geführt werden, erstrecken sich auf die Erweiterung der Salonikier Freihafeuzone fowie auf das Be-nüjiUngsrecht der Bahnstrecke Gjevgjelija— Saloniki. Venizelos ist geneigt, einer Er- weiterung der Hafenzone in Saloniki zuzustimmen, doch müsse Beograd von seiner Forderung bezüglich der Küstenschiffahrt in Saloniki Abstand nehmen. Venizelos hat es jedoch abgelehnt, die ihm von Marinkooiö bereits in Paris unterbreiteten Punkte über die Benützung der Freihafenzone und der Eisenbahn im Kriegsfalle in den Rahmen der Verhandlungen einzubezieheu. Demgegenüber fordert Venizelos den Mschlusj eines Freundfchafts- und Schiedsgerichts-Vertrages im Rahmen des Völkerbundes, eines Berrages, von dem Ioca Jovanoviü behauptet, daß er nur das Archiv des Völkerbundes vermehren würde und sonst wertlos sei. Toms Derteidlger der ermordeten kroatlschtn Abgeordneten Der Brief des berühmten Variser Advokaten an Frau Maria Novit Zagreb, 11. Oktober. Torres versprach ihn?, Ende Oktober nach Zagreb zu kommen, uin die auf den Mord vüm Ä). Juni beziiglichen Dokumente zu studieren. Torres erklärte auch, die Ermvr« dung Stefan Radic und seiner Kollegen sei ein viel schwereres Verbrechen als die inrordung Mchto gestellt haben. Ich lverlde alles daran setzen, dmnit das 'i^'.'rbrochen aufgeklärt werde, welches alle Völker und alle anständivim Mvaifth- ^<,mer getroffen hat. Die Anfstabe, d . , der ver- zn>eifcllen Gattin und dcn .'»Undern des meuchlerifch erniordeten Malmes . erhielt, betrachte ich gleichzeitig als Aufgabe des glänzen Volkes, ^velches in seinein ^'i'Ien 5tampfe so säinior betroffen nmrde." Vlnldiünir Nadiä, der Sohn Stefan Radio', richtete ans Paris an die Bauernparteileitung eine Depesche, worin besagt wird, das; er mit Torres Rücksprache gepflegt habe. lo«i»«Keve» Taoe abo« aiert werbm Sine Seheimklaufel der französisch jugoflawifchen MMiärkonveniion? R o ni, 11. Oktober. Die „Tribun a" veröffentlicht nachstehende Information ihres Wiener Korrespondenten: Dieser Tag<' verbreitete sich in wohlinfor-ttlierten Kreisen die Version, das; der fran-zösisch-jugoslawische Militärpakt die folgende Gelieimklausel enthalte: „In! Falle, das; sich das Königreich SHS init irgendeinem Staate in einen Krieg verwickelt, verpflichtet sich Frankreich seine ganze Mittelmeerflotte zu aktivieren und 12 Infanterie- und 2 Kavalleriedivisionen in den Kampf zu stellen. Verkauf d»< Welsenfchatzes Wie ein nach dein Schloß Blankenburg entsendeter Vertreter der „Braunschweigischen Landeszeitung" zu de,n beabsichtigten Aman Ullad - Kalif? In Kleinasien besteht eine starke Bewe» gung,, die König Au cin Ullah von Afghanistan zum Kalifen, d. h. zum religiösen Oberhaupt des Islam, wählen will. Nachdem Aman Ullah boi seiner Europareise sich vergewissert hat, daß seine Wahl von den in Frage kommenden Regierungen gebilligt würde, soll nunmehr eine Ko-nferenz einberufen werden, auf der seine Wahl zum Kalifen beschlossen werden soll. Verkauf des Weifenschatzes erfährt, ist eS Tatsache, daß der Herzog von Braunschweig einem Wiener Kunisthändler den Auftray erteilt hat, den Welfenschatz für 10 Millionen Dollar zu verkaufen, und zwar mit der ausdrücklichen Maßgabe, daß der Käufer den Schatz als Zeugen einer großen deutschen Vergangenheit und als einheitliches kunstgeschichtliches Denkmal als geschloffeneS Ganzes überninimt und es für alle Zeiten als unteilbares Ganzes erhält. Xschiang-KatGlve». VrSfident des chineflschen Negierung«-rates N a n k i n g, 10. OktoVer. Das Zeutralexokutivkomitee des Kuomintang hat die Vorsitzenden der fünf neuen Regierungsorganismen, der fogenanntett ?)ans, ernannt. Der OberkommaMerend« der -nationalistischen Truppen, Tsch! ang-K a i-S ch e k, wurde zum Vorsitzenden deZ Rate's der Regienmg ernannt. Tschang-Hsü-Liang, der Nachfolger se-ines Vaters Tschang» Tso-Lin in der Herrschaft über die Diand-fkZ^rei, befindet sich unter den sechzehn Staatsräten der Regierimg, zu denen auch der Sohn Sunjatsens und der sogenannte christliche Marschall Feng-Vu-Hsiang gelieren. Entdeckung eines neuen »kvImetaNdaitigen Minerat» Leningrad, 11. Oktoiber. Im Chetni'sch'en Institut der Akadamie der Wissenschaften ist im Laboratorium des Seegespenster Ein Roman von der Insel Sylt. Von A n n y W o t h e. Lmerikan. Copyright 1018 by Anny Wothe« Mahn. Leipzig. T9 (R«ch0r«ck verboten.) „Wage es, mit meinem .Vlinde zu deinem alten Liebhaber zu geh<'n, unt> du sollst nttch kennen lernen. Du folgst u>ir jetzt!" Mit roher !^'traft erfaßte er ihren Arin nn-d zivang sie so einige Schritte durch die Stube. „Äeine Gewalt, ^.^icter," inahnte Vent, ,,laß Eftrid Zeit." „Misch' dich ni6)t in Sa6ien, di<' du nicht verstehst. Wir beide reden auch noch init-fammen, und du," wandte er sich an (Astrid, „du tust jetzt, wa'5 ich fordere, oder ich lirau che nvirklich (Gewalt. Ich N)isl nicht, daß tnein Weib sich wie eine Dirne ans der Insel aufführt, die heut' init meiueiu Bruder ein Stelldi6iein hat und lnorgeu niit ihr.'ln alten Liebhaber läuft. Ich werdt' dir ^ei-gen, tvas sich für eine ordentlirs)<' Friesen ^ fran schickt." Beut f)atte die letzten Worte nicht mehr vernommen. Er wcir still hinan, gegangen. Auch Wibke ?!^'dd!'rken war isiin zöi^ernd Aefol^t, da'!^ Ehepaar n^ar nun allein. Gelassen schte sich Estvid wieder in ihren Stuhl. Ihre feinen roten Lippen preßten sich fest'aufeinander. Unter den halbgeschlossenen Augenllidern funkelten ihre Augen drohend zu dein Mmln herüber nnd seltsam, wie ge.ba:nnt von dem Blick Estrids, trat Peter, der schon die Hand znln Schlage erhoben hatte, zurück. Ohne ein Wort ging er hinaus und n>arf die Tür schinetternd ins Schloß. Wie wilder Triumph zuckte es da in Est-rids Allgen auf. t^^anz di^kel Ovaren sie, mit leuchlendcit Punkten, in deinen ein Feuer brannte, vor dem nian erschrak. Daun aber sank ihr der blonde Kopf ties auf die Brust ilnd eine gros;e, schwere Träne rann ihr langsan? über die blaff? Wange. Draus'en klang der .Hnfschtag c»er Pferde. Pet.'r Bonken stihr mit seinein Bruder heim. Estrid sah noch, wie Bent die Hand sr.'l-ßeild an die Müt^e legte, dann brach sie ohn luächtig znfamnseis. Mlltter Wibke kam her-u nnd br.^chte ^e in die Bntze. Dieses Mal halfen 'eine Trotte sprüche, init denen die alte '^ri::s.'nscall sonst so gern Wort nnd Werk g"l''itete, dsiin lwch aill Abend lag Estrid ink h.'fnglten F'ie ber nnd Wil'ke hatte zun? Arzt g.'sch'ckt, weil sie da«^ Cchlitninste b<'fürchtete. (^tüniiu, obne ein Wort zn svr.'rb'n, ma--'tl die Brüder übe'' die Heide ctesabren. halbtot hatte Peter die Braunen ge-agt. Ungeduldig ivarf er im Gotteskoog den Knechten die Zügel zu und sagte zu Bent: „Ich möchte dich sofort sprechen, komme in den Pesel." „Das ist auch ineiil Wimsch," gab Beut zitrück, „ich bin sofort zur Stelle." Und dann ständen die beiden ^^üder sich in detn weiten Raum, in dem die Abendsonne dltrch die breiten Fenster flutete, gegenüber. Hier ivare^i sie einst getauft worden. Hier hatte des Vaters nnd der Mntter Sarg gestanden. Hier war Traner und Freude gewesen. Beide dachten sie daran. Auch daran, daß schon mehr als hundert Jahre hier jeder Zwist, jede Mißstiniinung in der Familie zuin Austrag gebrackit wnrde. Ulid die Fei-erlichfeit dieser Stunde beschlich sie lnit ehrfürchtigen! Schaner. „Du wolltest mich sprechen, Peter," begann Bent ntit verhaltener Stinnne, „bevor du aber etwas sagst, möchte ich dich sra-gen, wie dn zn der unerhörten Vebanptnng koinnlst, ich hätte niir mit deiner Fran ein SteNdil^ein bei ihrer Mutter gegel'n gar nickit weißt, was dn sprichst, würde ich anders nrit dir nm^ehen, aber ich nehme Nü.'^-sicht ans dei^re Gefühle und will zn vergessen silchen, was du mir zufügtest, uin heute no.D oinnml als Bruder mit dir »u reden.^ M Ml''«. Z> Dte Vroger SMfturzkataftrophe lurd dessen «ohii aus di'lil beiuuhblil.lt!n Dor fe Pohare auf enicm Ochseniixlqen ein schwer ! verletztes Mädchen zunl hiesic^en stranken--! Haus. Der Arzt stellte fest, das; das Aiäd-! chen, das mehrere tiefe Wunden aufwies, bereits tot sei. Nun berichtete d^r Landniann folgendes: Mein Sohn und Radniila P u-k o r i so heißt die Tote — sie iv-ar das schönste Mädchen iin ganzen Kreis — waren ein Liebespaar. Da die reiche Witwe Kata Pukorie, die Mutter Radmilas, eine .Heirat Zwischen den beiden nicht zulief;, indem sie nur einen Stadtherrn silr ihre Tochter halben wollte, entführte uiein Sohn das Mädchen und brachte es gestern nacht in mein .Haus. Fri'lhuwrgenS kam Ltata zu uns und machte mir Vorwi'irfe we^en der Entführung. Da >varf fich Radmila vor ihrer Mutter nieder, sie unl Verj^ihung bittend. Ohne ein Wort zu erwidern, zog die Mutter ein Klichennlesser hervor und stach damit ihre Tochter in deu .Hals. Die Mutter wurde noch am selben Tage verhaftet. Der Trüiinitevyaufen des in sich zusam mengebrocheiuin Betonbaues, der zuul Massengrab für zaMofe Menschen geworden ist. ' Mitgliedes der Mademie Kurnatvw ein bisher unbeka^nntes Mneral von hohem technischen Werk entdeckt worden, das cms osnriuimhaltigem Iridium mit einem etwa Mprozentigen Gehalt an Ruthenium, einem seltenen und wertvollen Metall der Platin« gruppe, besteht. Nutheniuinl und OÄniiMn> si:^ die beiden strengfltissigsten Platinmetalle. Dvs erstere _______ zu? sine Mutter tvtet «hre enWhrte berzeugung einn,al bestanden, aber vollständig verlorengegangen sind. Er wird ferner der MediKln, wie der Kriminologie ganz neue Wege weisen. Die ganze Frage der Geisteskranksten, der Manien U7?d der Besessenheiten, über die sich heute noch vollständiges Dunkel breitet, wird durch ihn aufgerollt und aufgehellt werden." Also sagt Conan Doyle. elektrilsche Lampen, während Iridium und Osurium-^idinim für die Verfertignny von Spitzen, von Gvld- und Stahlfedern und feinen Jnftrunlenten verwendet werden. Die praktische Bedeutung der neuen Entdeckung, soferne das noch unbekannte Ma-teriAl in entsprechenden Mengen zu iiniden sein wird, ist die, daß dadurch eine V-or-Wligung der aus Osmium und Iridium hergestellten Gegenstände er^nöglicht werden wird. Osmium wuride 1803, Iridium und Ruthenium 1835 entdeckt. Tochter Z e m u n, 11. Oktober. Dieser Tage überbrachte der LandmÄN-n Ivan Vuji 6 Eine g^tmniSvoNe Mordtat in Touwn Eine gchoimnisvolle Mordtat wird aus Toulon gemeldet. Der Maler Latil tvur-de vollkounnen nackt in verkrümmtcr Stellung unter döm Tisch seiner Wohnung tot aufgefunden. Einige Mi?bel des Zimmers waren zerschlagen. Das erste Ergebnis der Untersuchung stl^ien nnzndeutm, dns; Latil durch eiewl'ich die Flucht ergri'^en hat. Mtksch Aufftvenerregende Erfindung eines englischen Ingenieur« Auf der internationalen Ansftellttng für Erfindungen in London wird zurzeit ein ÄugsungillS in Sewim Beograd, 11. Oktober. Ein Sonder. Apparat vorgefi'chrt, der an das Telephon zug, mit dein die Teilnehiner an der Salo-1 angeschlossen wird und der, luenll in der bc-niki-Feier in Beograd nach BoÄlien zilrück- ^ treffenden Wohnung niemand zu .?>ause ist, kchrten, sties; heute in der Nähe von Valjevo ^ automatisch den Hörer abnimnlt und Ant-Mlf einen gemischten Zug, »vobei die Loko. j wort gibt. Motive und acht Waiggons zertrümnlert ^ Der Apparat, der von dem Londoner In-wurden. Es gab zwei Ä>te, vier Schwer- i genieur King erflmden wurde, besteht ans ei-verletzte und eine größere Anzahl leicht Ber ^ nem Systeui von Drähteil, Klingeln, (^iram-letzter. Der Materialschaden ist sehr groß., mophonplatten und Enlpfangsapparaten, die alle durch Elektrizität betätigt werden, ^^st Byrbs Gadpoierpedition ^mmandant Byrd hat seine Sildpol-expedition angetreten. Byrd begibt sich zu-nät4vnieren. Er UNI d eine Umwälzung unserer religiösen Begriffe herbeiführen, indem er uns wieder ^ Der russische Eisbrecher „Krafsin", dem mit den Ursprüngen aller Religionen in ^ die Rettung eines großen Teiles der Vcsat« J'ü!)l'Ul»jj Iiringt, die nach meiner sejt«n Ue-^Mng des itcrl'ienischen ^.Itordpoltustjc^isjes zuni ^^ispiel in der l>etreffenden Wohnung niemand anwesend, so wird beinr Klingeln des Telephons automatisch der Hörer abge-nonnnen ilnd eine (^ranlniophonplatte tritt in Tätigkeit, die dem Anrnfenden folgende Worte übernnttelt: „Automat spricht. Per-so-nen sind nicht -^u Hause. Wollen Sie, bitte, Ihren Nainen und Ihre Telephonnummer zurücklassen." Kon?n:t der Ai^rnfende dieser Aufforderung nach, so wird seine Antwort auf einer Platte des AutomatS anfgenonlmen. Der Der ..^rassM" in ber zurütttei^r^i^oe l^iiu ge- nau feststellen, wie oft angerufen wurde und tver angerufen hat. Wird der Apparat in einem Geschäftslokal aufgestellt, so können zun: Beispiel folgende Worte dem Anrufenden entgegenschallen: „Wir schließen um 6 Uhr. Das Bureau ist morgen um 9 Uhr wieder geöffnet." Der Apparat kann ferner als automatischer Feuermelder verilvendet werden. Er wird zu diesem Zweck mit einem besonders konstruierten Thermometer in Ber-bindnng gebracht. Bricht ini Ranm ein Feuer au? und stei^c die Hitze Vis Au einem gewissen (^rad, so nist der Apparat das Amt an llnd erklärt: „Der Apparat fipricht, n>eil ein Feuer bei Numurer so und so mlsgebrochen ist." „Italia" getang, keljrte dieser Tage nach .«^Ironstadt zurück, wo er begeistert eiilpfau-geil wmzde. aus Oesterreich Stmitsflnanzen und Anl^iheprobtem. — Wirtschaftslage und Geldmarkt. Die Bijlvsenstagnation. Bon unserem ständigen Mener Mitarbeitet» W i e 1?, ArHang OktvSer. Die Regierung hat dieser Daige die vorläufigen Ziffern der Gebarung >des Bmides-haushaltes im ersten .HaWchr 1928 mitgeteilt. Sie bestätigen, iyleitungen nnd — als Kredit ail die Bundestxchnen — für die FoT'tsetznng der Elektrifi^rmrg M Miltto-nen Schilling ausgegeben. Die gOwmte Gebarung für das erste .haVMHr schließt akso mit einem Mgrmg von 13 MMvnen Schtk-ling, der aus den sehr rodMichen 5i^afsen-beständen gedeckt werden korrnte. Disses gÄn stig<; Verhältnis wird in der zweiten re-k)ä^stc 5aiNll eine Verichiebnng erfajhren. Die Steuereingänge iM'rsteigen k»ei weitem die Voranschläge und es ist eher mit einer Erhöhung abs nrit einer Bt^vvingevung der Ueberschlüsse rechnen. Trotz dieser erfreulichen Ent!w»ckiitny de? Staats.finanzen bereitet die Enftell-nng des Birdgets sj'lr das kommenide Jahr, dtrs ETv de dieses Mon>at') dem Nachronalrat Hugehen wird, doch einige Sorgen. Nach den biÄier von den einzelnen Rc'ssorts gel-ieferten An-terl<^g<.n dni'ften die Ausgaben sine nno» -bestens Mrs.^hnprostentige Steigermvg er^« ^fahren, die in der Hmrptiüache in der n^icht länger mrfzuslchielbenden Regu-liernvq der Beaultongchalte k>egrn?ijdet ist. Die Mlu, ob es möglich sein wird, noch ein Iat» ohne die migestrebte Anleihe aA^ukmnnvn Md «rlle Inm'istitioven nvrter aus den k»--.fenderi Einnahuieu zu decken, ivenn mo« 'mct>t l>cxir vorneherein diese Inv<^sritio-neir zunl Scha^'ll der Wirt,saft auf ein Mini, mum drosselt. Nun liegen >die Dinge io, daß das Erträgnis einer neuen bestttr- falls IM Spätlierbst zur Verfitguilg stehen kann, das; aibe^r, trotzdem dc^-r FnnMl.^noiiM-'r also hier nnt einer nllbeÄanitten Grötze^seilh-nen muß, das t?an^ Proijekt das Bndget «doch auch sehr ni^entlich aiuif der Aus-splibew' 'seite beeinflußt. Sklum der vorsähviffl' Ztaatsoorairschlag l)at sowohl den Zliichen--dien5t inr eine nelle Ai^eiihe abs Jutch.' Vir Anwrtriationlg^suot«' für die TÄgMHP»Äsr 1v-^mrnM/.'u Reili^'W'uld beii'irW^gt, rih«e ^dgen gv' troffen NVevdeln. Italien liQt knsher sei«? Av« stimimunig verwei-gert und in den VersinZtz» ten St^mten ist Erlodiigkrng des «od>as toimmende Aochir aber in den Ail^'t^Mpofden de« Mb schlnf; eine« Uebc reinkvonnenS über d«e SM Achtul»a der RMeMDM kmerTeninwIxevedersnstfenxunxen^ »n«>mmwnxen»verur«aclien 8ckmer» n äen j^uskeln. 5!s»n'8''I.inim«nt »te!U,.ltie^oQ>^a>eviutiirkuI»ti<,n. Svie6«fFt»er —. SckmeftttiNunL-effolxt! 8!oan'8 I^iniment 'KFDMWIlüUZ. gen wiil «s dos. FiMMMrrnÄtenum vermeiden, schon jetzt mit emer bestimmte«. Ziffer des AÄeiheeNrages AU rechnen. DaS BotiMt «Wch dm MÄglichAeZt deviuMchtigen, dich auS--^ iviMijbweibchlen Mworjheryejehenen Gr^niden^ eme neuerliche VerFSqerun>g i>er Anlechebe» geb-un^ eintrat un^ so i'rg'bt sich die Not« wendigkeit, auch diesmal wieder zur Dek--Lung ^r Investitionen die Ueberschüsse der ordenRichen (^barung lhercmHuziehen, beziv. ern etlwmgeö Defizit aus den Aossenbsstän-ous^u^eickcn. Da^z mit lin- deren Worten, daß nnr cinc seÄr wesentliche Steigerim^ der E^nnnhmen eine Fortisetzunl^ der bi?herig:n Fiimnzpo5i!ik erla-uben wird und daß amh im nochsdc^n Jahr die schon so o^t an^kün^'izte und immer wiedcr nerscho« b«ne Ennäßichen Alsvekte bemei^en neuerlich, daß ge mchit i^ke lwirtschMliche A^onMidieruirg des Staate? selbst bedeutet. Und es scheint Ik^iTute «Wilbichnoch notweni^??/ darauf i^u verweisen, duß t^ine solche ^Ä^iolidierung »^imi!erhÄ.b der k?euti^en Etaat!?^cn^n über« lhmlpt imdnrchführbar bleiben muß. Der Ende September erschiemnc Beri6)t '!des österreichischen l^nst'ilut^Z für Konjunk« »turwirtschaft stellt fest, daß in d?r allgvinei-.nen WirtZschaftMffe abermals nur gerin-ge Menderungen eingetreten smd. Gewissen Kyortschritten auf einzelnen (^>ebieten, so in t^r E^'emnidustrie, st>?ben die stärker fühlbar werdenden Auswirkungen der Verknap-pung des Weltgeldmarktes und der ^^r-.ischlschterten Wirts6>saiie der Nachbar-.stacrten c^genüber, die z^fsernmäßr^ zunächst M einem Rückgang deS Nußenhani^els sirbt-bar werden. Anch die Entmicklunc^ der Ar-beitSlosis^keil wirb al'5 meniger desriedigend -be.vichnet. Daflegen wurde der i^sterreichische -Geldmarkt bisher nur wenig unb gar nicht berührt. Zusammenfassend kommt ?>?r Bericht zu dem Ergebni'?, daß die österreichische MrtschaftSwste auch noch im verz.znl^e-«en'Monat sii-ft am ibrem verbältniömcis;ig hohen Stani' l>ebaupten konnte und daß der ErhoiundQstrien vorliegen. Eine auf der Grundlage .konkreter Zifferi^ _ Senkung der Loiinko- sten un4» gleichzeitige Steign'mg des ?'n« zellshne? — durchgeführte Beremnung er-,gib! die imnierbin bemericnöwerte Tatsache, daß'xfeit Iabresfrist etwa fünf Prozent der lgefamten Arbeiters6)sfi erfMrt we'''den konnten. Da nun die industrielle ?!rbeiter-Maft in Oesterrei6? auf rund eine Ä'illion geschätzt wird, resultiert also eine Erspa-rzMg an Arbeit'5kräften um r^ind fünszigtau send. Trotzdem ist die Zatzl der unterstützten UpbertÄosen nicht nur nicht gestiegen, sondern eher ^rückgegan^. Am: Laqe deS Geldmarttes ist die Feststsl kmg bvmerken^rt, daß im Laufe der let^-ßen Wochen — in der Hauptsache durch AÜckzaUung ul, deni erkemnen, was ivohl m der .'^>iu^itsache eine AuSwirkunq des starken Fremden-«rlehr-K 'des. heurigen Sommers gewertet werden darf.'^olssl^ssen stehen au6i dem offenen (^'Idmarkt bedeutende Mittel zur Verfügung, aiber die Ansprüche sind nicht er h^ch^idnd- auch das Wechselvor tefenille der Nationolban^f I-ewegte sich beim letzten Ul--t<'mo,>de!m^ass ZiiertelsahrKultinw besondere B«Ä«llt^>n^'zukam, innerhalb der normalen Die.völlige Stagnation der Wiener Börse ge-lemfenen neun ZPonaten diese»? IahrcS gev die Ziffern deS Aktieninder nur sehr ge-rkngfüfiige Schwanklm^en, die im Mari-VINN etwa nenn Prozent erreichen. Weun «o» den Gejamtkörleninder wäbrend des Jahres IlLß init KXt annimmt, so erzibt die Berechnung deS heurigen IahreS einen Tiefstand von 1<>6.8 im Juli und einen Höchststand von 117.6 im Jänner. Dabei Spurlos verschwunden Der Besitzer Martin ZamudaauS Ztojnci bei Ptuj weilte vergangenen >^onn-lag in Maribor, um ein Pferd zu verkaufen. D^r Kauf kam auch zustande, worauf sich Zamuda mit dein Erlös von 2600 Dinar auf den .Heimweg niachtc. Tcither fehlt jede ^pur von ihm. » Abgängig ist serner bereits seit dem 1. d. M. der 4!>jöhrige Lokomotivführer Karl K UN eck. Ter Vermißte trögt einen grauen Anzug und braune schuhe und hatte leinen ganzen Monatsgehalt im Betrage von 27W Dinar bei sich. m. Das Amtsblatt für die beiden slowenischen Kreise veröffentlicht in feiner Nummer vont 9. d. M. u. a. daS Tchuldenre-gelung^'gesejz mit den Vereinigten Staaten, das Realenrent über den Verti^eb von Feuerzeugen sowie die Verordnung deS Groß-^ttpanS über die Rückgabe von Geschäften im übertragenen Wirkungskreise an die Ztadt-gemeinde Maribor. m. Evangelisches. Der Siinntagc^giotteS-dienst inuß wegen dringender Abreise deS OrtSpfarrerS ausfallen. Dafür findet Sams-t.7g, lden 1.'?. d. M. um 7 Uhr abend-I ein A b e n d g o t t e S d i en st in der ChristuS-kirchc" statt. n^. Für den Tanzabend.renia Burghauser ist nur der halbe Theatersaal für den likvr-tenvarverkauf bestim^nt. Die andere .Hälfte ist von Abonnenten besetzt. Dies wird deshalb betont, mn das Pn'Äikum darauf aut-merki^5in zu machen, sich rechtzeitig im Bor-lverkanfe an. der Theaterkasse die .^«arten zu lvien, dn sich jedenfalls ein großes Interesse iiür diesen Dienstag, den 23. Oktober statt-fint'enden Tanzabeqch zeigen wird. m. Der jüngste Glabetrotter der Welt in 5Noribcr. .?)eute traf in Maribor wieder cin Weltreisender ein. Es ist dies Wmter Ä ch ö p I e, ein ISjähriger Handelsainge-stelüter auS Leipzig. Er bereiste bereits England, Holland, Belgien, Deutschland, die Tschechoslowakei und Z>sterreich. Der Weg füihrt ihn weiter nach Ungarn, Rmnanisn, Bulgarien, Griechenland und A^nien. Der tnutige Jüngling fristet sein Leben durch !.den Verkauf »einer Aarte, deren Bild eine optische Täuschung zeigt. m. Männergesangverein. Sämtliche Mit-.glieder werden nLchma^S ersucht, sich Za m S t a g, den 13. Oktober, Punkt 20 Uhr verläßlick) im AereinSheime einzufin-«den. 195 m. Grolße (^«tübung in Studenc». Sonntag, den 11. d. iM. um 10 Uhr vormittags ifindet in Etudenci nnter denr .'Kommando des Vielvererba:ideS verrn Alois Kaloh eine große Gauübung des GauverdandeS, Gru^'pe 2, des Bezirkes Maribor statt. An der Nebung nehluen folgende ^uerwehren teil: Stu-denei, Pe/re, Radvanje, Kamnica, Pobrez^je, Zerkiwci, Dogoße und die Staatstilahnwerk« stätten-fouerwehr von Marilwr. Das Angriffs pwjekt bilden die Wohn- und Wirtschaftsgebäude in der Ascksandrova ce'sta in Stu-denc?. Dass Wasier wird aus der Drau ge-schöpift. m. Verl)aftet wur?de gestern ein gewisser DUaden Mladenovi 6, weil er in Zagreb «inen größeren Geldbetrag entwendete. Bei ihm wurden iwch ca. 30lX) Dinar vorgesun« ^d>nl. W^ladenovi«^ wurde der ZcUreber Bo« hält si6) das K-ursnwaau des gmMn Jahres 1923 bisher um ungefähr acht bi» zehn Prozent modriger als im ^hre 1937. R. V. P. Mari bor, 12 Oktober. lizei ausgeliefert. Weiters wurden gestern Leopold Rosker wegen gefährlicher Drohung sowie Marie Nohtwein und Josef Platu 2 iö wegen Lanldstreicherei verhaftet. m. Fremdenverkehr. Im: Lanzfe des gestrigen Tages sind 80 Fremde in MarÜbvr zu-jgereist, davon 13 Ausländer. m. Diebstahl. Aus dem Stalle eines Gast« 'Hofes in der Getrinjska ulica wurden in letzter Zeit mehrere Diebstahle verübt. Der Polizei gelang es nun, den Dieb in der ^rson des dort beschäftigten TaglöhnerS ?sranL Irgoliö zu eruieren und zu verhaften. I. wurde heute dvnr Kreisgerichte eiwgeliefert. m. Verloren. Im Laufe deS gestrigen Tages verlor der Privatbeamte Anton T. in der Aleksan!drot>a cest^ den Geldbetrag von 220 Dinar, der .^?ürschner Josef ^ in der Triesterstraße eine Aktentasi^ mit verschiedenen Echriftlstiül'kcii, Marie H. auif dein Hau^tplcche den Betrag von 20(» Dinar und Ing. Peter K. auf d^ Reise von Zagreb nach Maribor die Evidenztafcl Nr. 16. a 2 seines Automobiles. ün. „Tierquälerei". Zu dieser gestrigen unter dieser Anschrift erschienene»^ Notiz ersucht uns ^^^err M i s l e t a um die Tveststellung, daß das vor dem Postwagen gespannte Pfevd nicht infolge Untereriläh-rung, sondern infolge AuSgleitenS auf der glitschigen Straße ,zus>in«nengebrochen ist. m. Die Polizeichronik des gestrigen Tages nieist 13 Anzeigen anf und zwar 2 wegen Gt'henS auf der Eifenbahnftreclc, 3 N'egen Uebertretung der Straßeiworschrift^, 3 wegeit Nichteiichaltung der Cperrstllnde, 1 n^egcn Diebstahls sowie 4 Verlustanzeigen. IM. Wetterbericht vom 12. Oktober, 8 Uhr: Luftdruck 732, Feuchtigkeitsmesser 0, Baro-nietcrstcei der hiesigen BszirkShculpt utannschaft wirkten. c. Die näckifte Sitzung des Lillier Gemein« derates findet voraussichtlich am Freitag, den 19. d. M., die BoranschlagHsitzung aber erst im November statt. c. LebeuSmlibe. Am Mittwoch, den 10. d. M. nahm die Invalidenwitwe F. E. in Za-vodna bei Eelje in plötzlicher Geistesverwirrung ein Glas Hypertnanga-n zu sich. Ae wurde bald von einigen Hmlsbs^hnern anf gefunden, die sie ins SrankenhauS übertüh-. re« lMßea. Der Selbftmordtandidatia w«»-de sofort der Mayen gereinigt. Die Frau ist bereits außer Gefahr. e. GlaSbena Matica w Eelje. Die Aufiurh« me von Zöglingen für den Sologesang wurde bis 20. d. M. verlängert. Diesen Gegenstand wird Frl. Zora R 0 P a s, ehemalige Solistin der Laibacher Oper, lmterrick^ten. Anmeldungen nimmt die Schtüdirektion entgegen. c. Der Nerschöncrungs» und FreMdcnvee kehrSverein in Eelje wird am Sonntag, d^n 14. d. M. um 8 Ubr früh ani Sannkai gefälltes .^ii^astanien- und Akazienholz verkaufen. e. Ausgeschriebene Stelle. Beim Preisgericht in Eelse ist die zweite Stelle eines Be-zirtSrichterS ausgeschrieben. Gesuche sind bis 25. d. M. beim Präsidium des KreiSgerich-tes in Eelje einzureichen. c. Ein Bubenstück. Am Mittwoch, den 9. d. M. zwischen 21 und 22 Ubr schoß jenmnd in der Gasse „Za Kresijo" in ein Fenster im ersten Stockwerk, wo sich Kanzleiräumlichke.iten befinden. Die ^ige^ zertrümmerte eins Fensterscheibe. Zum Glück war da? Zimtner leer, sonst hatte leicht ein großes Unglück geschehen können. Tkeater««»Kunst IttmuWttt ii Ntck» Aeperwire: Freitag, 12. Oktober: Geschlossen. GamSt«»g, 13. 'Oktober um 20 Uhr: „Goislia". Ab. E. Erstaufführung. Sonntag, 14. Oktober um 20 Uhr: „Geisha*. Stodtldtater in Selje Spielplan: Dienstag, den 18. Oktober um 20 Uhr: „Der Vulkan". Gastspiel des Marburger Natio- nalthi'aterS. Eröffnungsvorstellung. « > Ignazio IglesiuS gestorben. M a d r i d, 11. Oktober. Gestern ist der bekannte lspa-Nische Dichter 'Ignazio Ialesi'as gestorben. Sport Abschluß der Vowispie!? Die diesjährigen Pokalspiele werden reits koinuienden Sonntag mit dem Treffe.r beider Fiualistm „Maribor" und „7.elezni-car" abgeschlossen. Entbehrten die biÄ)!:ri-gen Gefechte jeder Härte und Schärfe, so wird der Kampf „Maribors" gegen die Eisenbahner ein spannendes wie interessantes Spiel bringen, das in Anbetracht der zur-^zeit guten Verfasiung beider E^'gn^r sicher einem gewaltigen Interesse begegnen wird. Im Borspiel treffen die Reserven auseinander. Der SpoNtag in GxZzs Wie bereits berichtet, veranstaltete vergangenen Sonntag der SK. Celse ».inen Sporttag, in dessem Rahmen leichtathleti-sche Wettkämpfe sowie ein Fuß- und Handballwettspiel zur Durchführung gelangten. Trotz des unzrilänglichen Trainin^^s litten die Leichtathleten des SK. Eelj.^ ersprieß liche Leistungen. Insbesondere verriet S k 0 k in der Laufdisziplin vrächtigeZ Können, welches ihn zu weiteren Erfol^^.'n o'ich gegen eine ftärkere Konkurrenz vefähigt Die erzielten Ergebnisse sinv: Stafettenlauf 4X80 Meter für Damen; 1. Edinost 1 fVrLkovnik, Krejn-, RoSanc, Lojk) W; 2. Edinost 2 (Kramar, Zls^arlni, Pro felc, Pressinger) b1. 100 Meter (Borläufe): 1. Sko? (Eelie) 11.3; 2. Piechinger (Athletik) i:.4; 3. Messa retz (Athletik) 11.8; 4. TkalöiS (Eelje» ll.s? ZW Meter (FinÄe): 1. Skok 11.3; 2. Mes-sare< 12; 3. TkalöiL 12.3. Ztugelstotzen: 1. Skok 10.07 Meter; 2. Ja-vornik (Telje) 9.78 Meter. Diskuswerfen: 1. LukaSöik ^Celje) 27 s>0 Meter; 2. Bergant (Mvribor) 26.89 Meter; Z. Skok 36.71 Meter. Weitsprung: 1. Tijan (Celfe) 5.61 Meter'. 2. LnfaSöek 5.39 Meter; Skok 5.36 Meter. Hochiprimg: l. Stok ^ Wet«^ 8. Lu- den 18. v?foVe^.'. . i.MarTlnrqc'r- Z^'kfung" katzSil 1.57; 3. Bergant und Ttalöiö 1.47 Meter. 15«0 Meter: I. Povodcn (Eelje) 4:51.5; 2. Veber (Celje) 5:3; 3. Vendling (Celje). Im folgenden Handballspiel unterlag daS sympathische Team des Frauensportklubs „Cdlnost^ gegen die allzu wuchtig und grob spielende Handballrepräsentanz von Liub-ijana Nack) zeitweise erbitterter Gegenwehr 6:15 (3:8). Trotz ihres ersten öffentlichen Auftretens zeigten die 5^zndbaslerinnen des SK. Edinost durchwegs hinreichendes Können und kämpften sämtliche mit restloser Hingabe und bewuni)ernswertcm KanlpfeS-cifer. Insbesondere zeichneten sich Frl. N o-K a n c, Frl. V relov nik und Frl. O' r a j n c durch ihr gediegenes Spiel aus. Schiedsrichter A altazar aus Ljublja-na war diesmal durchaus nicht der „beste". Den Sporttag schlos; das Treffen der Fiis', ballmannfchaften des S-ä. Celje und einer Aweiten Garnitur des SS.^. Maribor ab. Nach beiderseits flauem Spiel gelang es den Heimischen, niit einem (5lfmeter den Sieq an sich zu reißen. Schiedsrichter Natas c enttäuschte. Abends fand in sämtlichen Rä?u»nen des „Celjski dom" eine Untcrl;altttng statt, die einen überaus animierten Verlauf nahu^. Was auf der „Äla" zu sehen ist Die Äntematlonale LüfifahrtaussteNung in Berlin : Im Endspiel der Handballmeistcrschaft der Tschechoslowakei siegte vergangenen Sonntag in Prag „Achilles" aus Brünn gegen „Slavia" nach» zweiumliger Spielverlängerung mit 5 : 4 f3 : 3, 4 : 4) und ei« nem überaus spannenden Kainpfe. : Gchlußrennen des RadsahrerNubs „Pe« run". Sonntag, den 14. Oktober fiihrt der Radfahrerklub „Perun" sein diesjähriges Schluszrennen auf der Strecke Maribor— Sv. Jlj durch. Start Punkt 14 Uhr rvni Gasrhcmse Kos in LajterSberg. Das Ziel befindet sich bei der .Kirche in Sv. Jlj. Nach dem Rennen Zusammenkunft sämtlicher Radfahrer im Gasthause Sfiligoj in Sv. Uj. : Weltmeister Koieluh schlug Richards in einem Freundschaftsmvtch glatt in drei Sätzen 6:4, 6:3, 6:0 und rovanchi^rte sich so Mr die in der Endrunde der aimerikani-schen Tennismeisterschafen erlittene Niederlage. : Marathonsle^r El Ouasi konnte seinen ersten Start in Anleri?a zu ei^rem Sieg gestalten. Er schlug in Tnlsa den Sieger inl Da-uerlauf San Franziska—^ewyork über 16 Meilen in 1:23:4ü. : Die Tennismeisterschast der Prosessio-nals in London hat begonnen. Richter -siegte gegen Jeffrey 6:4, 6:3, 8:6 und Berker verlor gegen Maskel 4:6, 6:tt, 7:9. : Rennfahrer des „Edelweiß". Binder vom Rennen sind fertig und bei H a l b-w idl abzuholen; ferner werden die Sänger für das neue Quartett ersucht, am Mittwoch, den 17. Oktober um 26 Uhr im Klubzimmer zur Probe zu erscheinen. — Die Mubleifung. : „Planinka". Sonntag, den 14. d. M. Partie Slov. Bistrüca—St. Martin—Bel. Vrh--Sv. Areh_Radvanje. Abfahrt um 5.20 Uhr früh vom Hauptbahnhof. 196 ' o " Radio Samstag, 1Z. Oktober. Ljubljana12 Uhr: Reproduzierte Musik. Börsenberichte. — 17.30: Vorlesung über Arbeitsverhältnisse. — 1K: Deutsch. — 20: Militärnmfik. — 21.30: Nachrichten. — Wien 1b: Habbels Tragödie „Gyges und sein RinH". _ 17: Märö^n für groß und klein. — 18.45: Zitherkonzert. — 19.20: Kvmmermusit. — 20.10: Hervees Operette Mamsell Nitouche". — Breslau 16.30: Opernstimde. — 19.2ö: Stenographie. 20.30: Heiterer Abend. _ 22.30: Tanznm- stk. — P r a g 18: Deutsche Sendung. — 19: Offenbachs Operette „Herr und Frau Dems". — 22.25: Brünner Sendung. — Da v en tr y 20.45: Militarkonzert. — 23.35: Tanzmusik. — Stuttgart 16.!i.'): Frankfurter Sendung. 20.15: Slawischer Abend. — 22.15: Märsche uild Walzer. — Hierauf: Versuch der Uebertra.;ung anie'.i-ki'tn'scher Senider. — F r a n k s r t l^.3.'t: Kon.urt — 19.00: Stenograph^'?. -- '.>0.0ll.-SiuNs'arter Sendung. — 21.Die neue Zeit. Anschließend: Berliner Tanzmusik. .. Brünn 17.55: Deutsche Sendung. — 1!>: ZZrager Sendun^i. — 20.15: tton^ert des lLe- i ' / ... ^ ! M z M. ^ Das Flugzeug „?!uilgefser-CoIi", mit deul die Franzosen C o st e s und L e Ä r i x ihren Flug um die Erde ausgefi'chrt haben. (5'in Ticsiecfiscl/^ — '^'.uiips d. französischen Farnian-l^oliath-Flug^zeuges sangvereines der luährischen Lelirer in Ol-Nlütz. — 22.25: Abendnmsik. — Langenberg 17.45: Nachmittagskonzert. — 20.00: Lustiger Abend. Anschließend: Ta-iz- und Nachtmusik. — Berlin 17.00: iint^rhal- tungsmusik. _ 20.00: Ab-.'ndunterhiltung. — 22.30: Tanznmsik. — M n nchen 17.30: Solistenkonzert. — 20.30: Mit dem !>unkeL-preß in die galante Zeit des Rokoko. An- schließend: Tanzmusik. — Mailand 17.20: ^'iinderlieder. — 20.15: Abendkonz^rt. — 23.M: Nachtmusik. _ B u d a u e st 17.15: Ungarische Lieder. — Militärmusik. — 21.40: .^'»umoristischcs M'isikk:>n-zert. — 22.30: Zigeunerniusik. — Warschau 20.30: O. Strauß' Operette „Die .s'ielden". — 2?..30: Tanzmilsik. P a r i s I 20.30: Abendkouzert. Die 2S größten deutschen MiengeseNscyaften Laut Wiener Borsenkurier zeigt die Entwicklung der Aktiengesellschaften in Deutschland im !^)ahre 1027 eine weitere tton^i'li-tratiou des Kapitals. Die Z a h l der sellsckiaften ist g e s u u k e n, das K a p i-t a l um ri'.nd 890 Millionen Dinar (davon nur 16 Millionen Mark an Umstellungen) g e st i e g e n. Die größten Aktiengesellschaften waren: J.-G.- Farben mit 11l)0 Millionen Mark, Vereinigte StahUverke mit 800, Gelseniirchnec Bergwerfs-A.-G. uiit 263, Phöuir-A.-G. für Bergbau 205, Allgemeine Äektrizitätsgesellschaft-A. E. G. 18l), Gesellschaft für elektr. .?>och- und Grundbah-nen 175, Hamburg—Amerika-Linie 161, Mannesmann-Röhreniix'rke 1l»0, Friedrich Krupp UV, Rheinisch-Westfallische Elrktr.-Werke 155, Disconto-Gesellschaft 135, Deutsche Bank 150, Norddeiltscher Lloyd 128, Rheinische Stahlwerke 150, Sieinenö Schuk-kert-Werke 12l1, Kaliindustrie 120, Ver. Industrieunternchinen 120, Klöckner-Werke 110, .'^>anchurger .Hochbahn 102, ferner Deutsche Erdöl-A.-G., Harpener Bergbau, Sächsische Werle, De^ltsck>e Gasgefellschaft, Dresdner Bank, Preußische Berg- und Hiit-ten-A.-G. mit je 1(10 Millionen Mark Aktienkapital. (W.) Äa^eber Dtth- und FMermo7?t Der Auftrieb zum heutigen Vieh-und Futtermarlt belief sich aus 17 Stiere, 385 Kühe, 1s»5 Stück Zugvieh, 172 Ochseu, III Kälber, 282 Pferde, 512 Schiveiue und 374 Spe.n'ferkel. Zugeführt wurden 201 Fichrc.n ^Vurbisse, Fichren Kraut, 21 Fuhren Klee, 423 Fuhren Heu, 20 Fuhren Grmlnuet und 27 Fuhren 'Stroh. Es notierten: Stiere 5.50—6, Kühe 6 -7.50, SchlachtMe 3.f)0—5, Jungvieh 4---7.50, Ock)sen 1. Klasse ",—8.50, 2 .^.lasse 5—7, bosnische l. Klasse 6—7, 2. Klasse 5— 6, Kälber 10—12.50, Iungschweine bis ein Jahr 11.75—12, über ein Jahr 13—15 Dinar pro Kilogramm Lebendgewicht; Kälber geschlachtet 14—16, syrmische Sch^veine geschlachtet 20—22 Dinar pro Kilogranun; Spanferkel lebend 75—-200 Dinar pro Stück; Kürbisse 0.75—1, K'raut 1.20-1.25 pro Sti'ck; Klee 125-^140, .Heu 90—130, Grunrmet 130—1^5, Stroh 70 8l) Dinar pro Meterzentner. X Novifader ProduZtel^börse vom 11. d. Mais, Boekaer alter 31.5—^iollien-uiais 170—175, nen per Dezember-Jänner 2lX>—2s^'), März-April 2 77.5)0—282.5)0, April-Mai 202.50—20s,, Dörrmais 205— .'ilO. — Die übrigen Notierungen und die Te^'.iden^ unverändert. — Uinsäs'.e: Weizen 78, C-erste 1, Hafer 1, Mais 53, Mebl 17 ilnd.«itlele 8 Vaggons. X Aus der Zngreöcr Bankwelt. Für den 25. d. ist eine außerordentliche Generalver-saittmlung der Kroatischen Bank einlierusm, um eine Aendcrnng der Statuten vorzuueh-uien. Bekaittttlich hat das große italienische (^'ldinstitut „Banca Eomuierciale" durch Ueberna!hme eines größeren Aitienvaketes der Zagreber Anstalt die Majorität in dieser ^'ank erlangt mid will nun seinen (5in-fluß auch in di.'r Pankleitung zuin Ausdruck bringen. Möglicherweise wird bereits bei dieser (?j^'legenbeit auch über die Na^mens-änderung der K'roiltisckx'n Bank B00 (^iolddinlir, nwuon etwa 30?« in Gold einge^'.ahlt sind. X Fabrikation von AznUn. I,n brasilianischen Staate Pernani^n:co wurde s''itens dor .dortigen Zuckerfabriken eine Geno'ien-sctiaft znr Erzeugung von A-nliu, eines Alkol^olvrodultes, gegrüi'.det. DelS A-^lilin. dient als Betriebsmittel für (5rvlosion>.'« >motore. Es besit'.t alle Eigenschaften >dcs Benzins, i^st aber bedeutend billiger. Die (^enosseilschaftelabrik iist bereits iui Betriebe. Jetzt wird an die ^nstalliernng v!.'.n Zapf« stellen an verschiedenen Verkelir^u^egeii gt'« fthrittell, NN! die Fahlv^ena^' niit dclu triebsmittel schnell versorgen .^n t'önnen. 'Man hofst ulit diese.ul neuen ^.''uttel schöne Erfolge zn erzielen. X (Ycnerawcr^i^mmluucen. An: 2?^. d. der- und Schu'ifabr!? Ear! Pollak A.-l'i., am 2l'. d. Kraitt!sck>e Ind"str!egi.'^ell>ch5!st und ani 27. d. Akticng^'sellscha^t «^'rua-^l.ioUn — alle in Ljnblsana. 6es «lonstsaboanemeat zz vi samt Gin FüugunsoU b?s Schweizer « ^ d>>r sich durch seinen bernhiuten Afrilastilg einen Naulen geuiacht hat, lief Verhältnis! nläßig gliu?)'slich ab. Mittelhol'.er unißte in einem Ka>.'iu> i'^kiugzellg ü'icr Davos n'e'V'n Aut'setzens des Motor-^ niedergeh.'u. E'5 g' vcrlejjt laug ihnl, die uiil voller v .t dende Maschine unt einenl Flü 'cl gt'^'.'n ein s''^el>äude zn lenk''n, so daß si>' verliälini'?' ttläs;ig nicht schn'^ r b.'sch."! is' r. urd.' uu> von den sechö ^al^r^äs^en nu^ dr»:i l^lchl GawUkZF, 's?. Dskl)?e?. oksnssi^visk^un8 von Wo int »'S u den uncl Otist iiszy lissypt ?um dülißsisn k^l'vigs ^ A. KSKseave« - x?uokSßCi-»«^«ioo« kleiner ^nzeiqer MSbttertes Zimmer sofort zu vermieten. Dvofakova ulica 1, 1. Stock. 126K3 Solider Herr nxivd als Zim-merkolle.1!aribor, Gosposka ul. — Preislisten gratis. 11419 Damen ' Wintermantel, für eine grö^re Dame, ganz neu, hochino-dertl, wird mit VerUist verkauft. Aleksaudrova resta .1ü, 1. St., rechts, von 14—Itt Uhr. 12642 Gut erl>alten«e Schreibmaschine „Jost" verkauft billig Dergas, Maribor, ^l'oroiika resta 48. Täglich IUI neu renovierten Park-Caf^ 5«Uhr,Tee mit tton« zert. — Dorselbst werden Abon-iu?uien aufgenomineu. M. Fa. nili^er. 12t>75 Hunt», 3 Monate alte Foxln, abzWeben. Anfragt' Gul'eeva ul T)er<^as. 12<Ä(» Pferdemift und politierte Tische zu tierfaufen. Park-Caft>. 1265)9 Bett samt Eqirsa^ u. Matratzen zu verVaulfen. Aleksandrov^, u-sta 19, Hofgebäude, 1. St. 12669 Sime Schampagnerflaschen bil lig zu verlailfen. 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Lo,/«nlos« Pi'odenllmni-r ci«»i c/» t/on VI« 4 SM058^Mleuer, sllüer l^Ickeier >Velomost, »ovle Nike, voliSgl. Velne »u» den tzesten kieclen. .Ulilon^ k^LÜdler, stet» krlscil u. Lk»tk!>»sizze dllrxellicke >Vlener Küek«. iZ67A Ze«>«n Sonntag ?rUK»ctiopi»«n- u. Voliio? krSkknungs-^nieiSSl äeu l2. Otrt. elvikoet 6«r l^i>j d»» WMillMMiMMII »»»»»»»»»»>» X zust» 1'r0pk«rl. » I'Röi öl« uaÄ » LU»t» piipperl; » »« Lcknsp« ä»»u«I jzkoüen ^n6r»nx dittst 6«r luM l.UI In?tuj! cii lWMlIn-IIliiiiltllMiiiMW m wlq. s« 1i.A » »m 0a»Ma»» m «ovM v»» mit v« sckieäenen öe!u8tiAUnxxen. mek!»pel«en. vr. Lc»,mt«»»rer-Veln« im Xu»sck-nk. IS^SS Um ^«klreicken öosuck bittet 6er !ür äen 6e8uck von privatea^ ia kleineren Ort-Zckstten sucksn vir tür Kan2 8Ic>vemen «tnlgE Prov'isions»kei8en6e. 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