Ni. 2. Donnerstag, 3. Iiinnci 1895. Jahrgang 114. Pränumrrationsprris: Mi! P u si ur rsc ii d il n l>: nanzj^lhriss ss, 15>, l,all'j,'il,slst fl, 7 5>n. Im llomp, hnll'jnhrin fl, s>'5><>, Für dls Msirlllnin ins Hail« naiiMliriss ft, >, - Insertionftsttbiir: FNr llci»ü Inscralc bis zil 4 Zrilc» 2!» li., arülicic per Zcilc l'> tr,! bli iislorc» Wicdcrhulunncn prr Zcilc 3 lr. Die »Laib, Zsii,, rrschci»! »änlich, mit Nusimhmr dor Eon» u»b ^feisrlassr, Dil Administration befinde! sich s>r ^>/l 1ü, Nplechstunden der Nebaction von 8 bi« n Uhr vormillag«. Unsranlirrie Vriesr werden nicht angenommen, Manuscript« nicht zurückzeftellt. Itmtücher Fbe«. Grafen Franz von Harrach die Kämmererswürde ta^rei allergnädigst zu verleihen geruht. Se. k. und t. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 2. December v. I. den infulierten Abt und Vorstand des Colleqiat-Capitels in Trau, Erzpricster und Pfarrer Theol, Dr. Matthäus Iannoni zum Bischöfe von Sebenico allergnädigst zu ernennen geruht. Madeysli m. ^. Se. l. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 17. December v. I. den Dompropst und Director der theologischen Studien in Laibllch Dr. Leon hard Klofutar, den R.ligions« Lehrer an der Lehrer- und Lchrcrinmn-Hildungsaristalt in Laibach Anton Krziö, dm Director der Staats' Oberrealschule in Laibach Dr, Rudolf Iunowicz und den Oberlehrer Johann Pezdic in Krainburg zu Mitgliedern des Landesschulralhes für Krain für die nächste sechsjährige Funclions-Periode allergnädigst zu ernennen geruht. Madey 2 li ni. p. Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 82. December v. I. dem Director der DicasteriabGebäudc-D'rection in Wien Richard Herzmansty taxsrei den Titel und Charakter eines Regierungsrathes und dem Ingenieur dieser Direction Demeter Pescha von Kis-Zsäm den Titel und Charakter eines Oberingenieurs aller» gnädigst zu verleihen geruht. Plener m. p. Se. f. und ?. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 30. December v. I. den Forstmeister Heinrich Ducke zum Forst-Inspecwr der siebenten Rang^classe bei der k. und k. Privat-und Familien»FondsgMer-Direction in Prag aller« gnädigst zu verleihen geruht. Se. t. und t. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 29. December v. I. dem Hof - Zuckerbäcker Alms Darlang den Titel eines Ober-Hofzuckerbäckers allergnädigst zu verleihen geruht. Se. i. und t. Apostolische MajeM haben mit Allerhöchster Entschließung vom .80. December v. I. dem Ochsten Aondsgute Weinzier/ aus Anlass seiner Ver« sctznng in den bleibenden Ruhrstand in Anerkennung seiner mehr als fünfzigjährigen tr-uen Dienstleistung das silberne Verdimstkreuz allergnädigst zu verleihen geruht. __________ Der Handelsminister hat den Commissär der General«I«^v?cüon der österreichischen Eisenbahnen Karl Ritter Ni scher von Falken Hof zum Inspector dieser Behörde ernannt. Der Ackerbauminister hat die Abjuncten August Aigner, Dr. Karl Blanchel und Heinrich Schirm er zu Bergcommissären und die Bergbau-Eleven Philipp Krischler, Martin Szwabowicz, Friedrich Okorn und Paul Gustav Ienisch Edlen von Altfeld zu Ndjuncten im Stande der Berg« behörden ernannt. Nichtamtlicher Mil. Politische Neujahrwiinsche. Anlässlich des Jahreswechsels bespricht die Presse die Friedenslage Europa'S und führt unter anderem aus: Die Culturarbeit der Gesellschaft, welche durch Jahrzehnte, fast durch ein Iahrhundrrt eine extensive, der Pfleqe der quantitativen Momente gewesen ist, sie nähert sich jener Wendung, wo sie wieder anfangen wird, eine intensive, der Pflege der Qualitäten ge> widmete zu sein. Jene Wendung zum inneren Frieden zu ermöglichen, darüber hinaus die freiheitlichen Errungenschaften, die Segnungen der Ordnung und des Forlschritts zu bewahren und die Tröstungen des Glaubens der Menschheit zu erhalten, darin offenbart sich heute das Streben aller Wohldenlenden. Mit wohlberechtigter Genugthuung darf der öster-reichische Patriot anf seine Heimat blickn, welche allerdings ebenso sehr wie alle anderen Culturstaaten der Schauplatz für den Kampf leidenschaftlich erregter socialer und nationaler Parteien ist, innerhalb welcher aber die Ordnnngsparteien unter der Fürsorge des gütigsten und pflichttr^uesten Monarchen schon im Vorjahre sich zu der großen und würdigen Ausgabe zu- sammengefunden habeu, unter Zurückstellung des Gegensätzlichen die Pflege einer intensiven Wohlfahrtsgesetz-tzeduwi; zu rinden. Ein mächtiger Fug geht durch bie ganze europäische Ge^ll^chast im Sinne eineb strtk innigeren Zusammenschlusses der staatserhaltt-nden Elemente zum Schuhe der Ordnung und zur Ermöglichung gedeihlicher socialer und politischer Reformarbeit. Wir beobachten diese stets erneuten Einigungsoersuche in Fsanlreich und im deutschen Reiche, sie sind jetzt auch Gegenstand ernster Erwägungen in dm Ländern der ungarischen Krone gewoiden. Nus den Erregungen, welche der Kampf um die lirchenrechtlichen Vorlagen erzeugte, hat sich ein vielfach bemerkliches Bedürfnis nach Beruhigung und Consolidierung entwickelt. Mögen zunächst noch Stimmungen und Velleitaten der angestrebten Vereinigung der staatserhaltendm Parteien entgegenstehen, so darf doch sicher erwartet werden, dass jener Gewnd-heittvrocess der Parteien auch in Ungarn sich vollziehen wird. Bereits wurde ja durch das Eingreifen des Monarchen mit jedem Tage ein Missverständnis nach dem anderen abgethan, wurden vor den Auqen der Nation die trüben Legenden beseitigt, welche Misstrauen in klare Verhältnisse bringen sollten — jene Legenden von unberufenen Einflüssen und gewissen Machenschaften, die nichts anderes im Auge hätten, als die durch die bestehenden Gesetze gewährleistete Freiheit zu vernichten. Das ungarische Volk sieht, wer bei seinem apostolischen König Gehör findet, es ist Zeuge der weisen, eigcnthäligen Regentenarbeit eines erfahrenen gütigen Herrschers, der es versteht, den Erscheinungen im Leben seiner Völker mit jener Aufmerksaml-it zu folgen, wie sie nur erworben sein kann im Sturm und Drang einer bedeutungsvollen Regierungs-Epoche. die nun bald ein halbes Jahrhundert umfassen wild. Angesichts dieses fürsorglichen Eingreifens der Krone werden sich auch die Ungarn und alle Voller unserer Monarchie neuerdings desjrn bewusst werden, dass ihr Wohl und Wehe nicht bloß von wechselnden Regierungen und Majoritäten, sondern auch, und dies in hervorragendem Maße, von der Weisheit der Krone bestimmt wird, Welche, den Kämpfen des Tages ent-rückt, einen klareren Blick hat für die bleibenden und sea/en Interessen dee Vö//er, als es zumeist die Parteien vermögen, die jewnls unter dem oft verwirrenden Eindrucke der parlamentarischen Wechselfalle stehen. Feuilleton. Wcltchronil des liierten Vierteljahres 1894. Gestenerchifch - itngnrifche Monarchie. October. 1. Die Kaiferin in Gödöllö. 2. Herrenhausmitglied Graf Rud. Chotek f 3. Der Kaiser in Gödöllö. 3. Der Schriftsteller Rud. Valdet gestorben in Wien. 4. Die Reichsralhsabgeordneten Graf Stürgkh und Proschor Suklft zu Hofrächen ernannt. 4. Hochwäsfer in mehreren Provinzen, besonders in Steiermark. 6. Das ungarische Magnatenhaus hat das Geseh über freie Neligionsübung mit einer Stimme Majorität abgelehnt. 6. Das ungarische Magnatenhaus hat den G?sch-entwms über die Ren>Mk d^ ^d^ «K^^V K H>t>5 sse/pt/e'/^ OtNt'w/cVn/ll/' ,>, Newyor/, Dr. von Palit^chet, wegen unredlicher Gebarung verrMet. 9. Ministerpräsident Dr. Welerle legt das Budget /iil 1635 im ungarischt'u Aba/oromtenhause vor. 9. 20. GevurMag des Weltpostvereines. 10. Das ungarische Oberhaus hat den Gesetzentwurf über die staatlichen Matrilen angenommen. 11. Graf Egbert Velcredi auf Schloss Lösch gestorben. 13. Director Dr. Schlcsinger an St.lle Dr. SchmcytalK zum Obmanne der deutsch - libcralen Parteileitung in Böhmen gewählt. 14. König Alexander von Serbien in Budapest. 15. Die Versammlung der deutschen Vertrauesmänner in Prag votiert der Coalitions Regierung das Vertrauen. 15. Seit 13. d. M. Feier des 50jährigen Componisten-Iubiläums von Johann Strauß' Sohn. 15. Der Reicherath wieder versammelt. Finanzminister Dr. von Plener legt im Abgeordnetenhaus« den Staatsvoranschlag für 1895 vor. 15. Oberb Ober^MK dr^chlo^en. ^ ))). 6. Die einheitliche 4'2pwcen/ige Rente hat l>en Pari- 7. Das ungarische Abgeordneten hau« spricht das B?i- , lcvd ixd« den 1,o5 «ax^r A^and«^ NV. von A^5- l0. Erste Conferenz der Regierung und der Verkekr der Südbahn betr'ffs deren Verstaatlichung. 10. Franz Kossuths Rundreise in Ungarn. 11. Erster Jahrestag der Ernennung des Coaliiions-Ministeriums Wmdisch Gräh, 13. Schlujs des niedölöstelre:ch'schen Katholikentages. 15. Erzherzog Karl Ludwig nach Petersburg Lu den Leichenfeier!ichkeiten für Kaiser Alexander 1/1. abgereist. (Fortsetzung solzt.) Laibücher Zeitung Nr. 2. 10 3. Jänner 1895. So birgt wie für Europa auch für die österreichisch-ungarische Monarchie das ablaufende Jahr in Sachen der inneren Politik mit allen seinen Kämpfen in sich die Keime kommenden Gedeihens und eines aufblühenden Friedens. Politische Uebersicht. « ait> ach, li. Jänner Das Reichsgesetzblatt publiciert das Gesetz betreffend die Gendarmerie der im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder. Sämmtliche in Budapest weilenden Mitglieder der liberalen Partei, welcher alle Minister und Staats' secretäre sich anschlössen, begaben sich am 1. Jänner vormittags corporalio zum Präsiden«en des Abgeordnetenhauses Baron Banffy, um denselben anlässlich des Neujahres zu beglückwünschen. Dr. Wekerle war verhindert, der Partei sich anzuschließen und beglückwünschte Banffy später. Abg. Vlasits hielt im Namen der Partei die Begrüßungsrede, in welcher er in schwungvollen Worten die hervorragenden Eigenschaften des geliebtesten Führers feierte. Die zielbcwusste Principientreue, die politische Arbeit des Abgeordnetenhauses, womit dasselbe gleichsam die neuen Grundlagen des modernen Ungarns pflegte, wird als das bedeutungsvollste Symbol seine glänzenden Strahlen auf das Jahrtausend werfen. Von diesem Symbol erglänzt die Glorie der unvergänglichen Verdienste des ruhmreich regierenden constitutionellsten Königs von Ungarn. Möge dieses Symbol stets eine neue Quelle unserer Kraft und Richtung unferes öffentlichen Lebens sein! Die liberale Partei wird jede, die bisherige Richtung befolgende Regierung aufrichtig unterstützen und sie sei überzeugt, dass nur diese politische Richtung die fruchtbare Kraft ist, welche in der Verwallungsreform einen starken ungarischen Nationalstaat mit einer mächtigen ungarischen Centralregierung schaffen und gleichzeitig die weitgehendste Autonomie sichern und alle öffentlichen Freiheitsrechte wahren werde, welche an Stclle der nach Rassen, Confessionen und Classen getheilten Gesellschaft in Principien und Strömungen, in Gefühlen und Gedanken die einheitliche staatsbürgerliche Gesellschaft zu sehen vermöge. In diesem Sinne erbitte die liberale Partei den Segen des Himmels für das Vaterland und Banffy. (Langanhaltende, lebhafte Eljen-Rufe.) Baron Banffy dankte in herzlichster Weise für die erhebenden, das gesammte politische Leben Ungarns und die Existenzbedingungen der liberalen Partei in sich fassenden Worte und sagte, wenn wir auf die ungarische Geschichte zurückblicken, so unterliegt es leinem Zweifel, dass leine wichtigere, auf unsere Entwicklung in liberaler Beziehung mehr einwirkende Schöpfung für die Sicherung des ungarischen Nationalstaates zustande lam, all während seines dreijährigen Präsidiums, worauf er stolz ist. Wie immer sich die Verhättnisse gestalten mögen, ob er Präsident, Ab« geordneter oder Privatmann sei, immer werde er Anhänger der liberalen Idee bleiben. Gebe Gott, dass die Zukunft des Vaterlandes Gutes bringe und dajs das neue Jahr und gleichfalls noch viele Jahre zur Beruhigung des Königs verfließen. (Langanhaltende Eljen-Rufe.) Sämmtliche Anwesenden, auch Banffy, begaben sich hierauf zu Wekerle und beglückwünschten denselben einzeln. Sodann fuhren die Mitglieder der liberalen Partei in die Hofburg und zeichneten sich in die dort aufliegenden Bogen ein. Wie aus Rom vom 1. Jänner berichtet wird, sagte König Humbert beim Empfange des Präsidiums des Senats, dass er, die ausgesprochenen Wünsch? erwidernd, auf den Senat zähle, welcher in seinem Schoße die Elite der Nation vereinige. Auf die Ansprache des Kammerpräsidenten erwiderte der König, die Eintracht zwischen der Kammer und dem Volke bilde stets das Glück Italiens und werde es auch fernerhin bilden. Das Köuigspaar ließ dem Ministerpräsidenten Erispi d en herzlichsten Empfang zutheil werden. InPari 3 empfieng anlässlich des Jahreswechsels Präsident Casimir Pe'rier das diplomatische Corps. Der Nuntius sagte in seiner Ansprache, er schätze sich glücklich, im Namen der Souveräne und Staatsoberhäupter dem Präsidenten der Republik die Glückwünsche bei Anbruch eines neuen Jahres aussprechen zu können, dessen ruhiger Beginn eine günstige Vorbedeutung sei. Der Präsident erwiderte unter anderem: Die Wünsche, welche Sie für Frankreich und den Präsidenten zder Republik zum Ausdrucke brachten, entsprechen denjenigen, welche wir den souveränen Staatsoberhäuptern und den Nationen, welche Sie vertreten, entbieten. Ein Land, welches Herr seiner Bestimmungen ist, welches das Bewusstsein seines Wirkens und seines Könnens hat, ehrt sich, indem es seine Friedensliebe und seinen Willen, sich ganz und gar den Werken der Freiheit, der Gerechtigkeit und der socialen Brüderlichkeit zu widmen, bemächtigt. Dieses sind die Gefühle und Hoffnungen Frankreichs. Es bezeugt dadurch, dass es seiner Vergangenheit und seinem Genius treu ist und der Sorge der Civilisation und der Menschlichkeit dienen will. Der Zar verlieh Fuad Pascha den weißen Adlerorden in Brillanten, Kiamil-Bey und Ized Bry den Stanislaus-Orden erster Classe und Hassan Bey den Annen-Orden dritter Classe. Das bulgarische Sobranje, welches seit Samstag neuerdings mit Unterbrechung einiger Stunden versammelt war, votierte endgiltig das Budget und nahm an demselben nur einige Aenderungen vor. Desgleichen wurde in dritter Lesung der Gesetzentwurf betreffend den Wiederaufbau der durch eine Feuersbrunst zerstörten Stadt Kopel, weiters die Gesetzentwürfe auf Erhebung von Accisen auf Salz und verschiedene, bloß ausländische Consumartikelangenommen.DieseAccisetreten am 1./13. Jänner 1895 in Kraft. Schließlich genehmigte das Sobranje den Gesetzentwurf über die Gewerbesteuer sowie die Verlängerung des Haudelsübereinlommeus mit England, Deutschland, Frankreich, Italien, Oesterreich-Ungarn, Schweiz und Belgien mit 1/13. Jänner 1897 auf Grundlage eines lOprocentigen Einfuhr« zvlles. Seit gestern war die Opposition den Berathungen des Sobranje fast gänzlich ferngeblieben. Die Ngenzia Stefani meldet aus Was sau ah unter dem 3 l. December: General Baratieri traf gestern mit seinen Truppen ohne Hindernis in Adua ein. Der Clerus war dem General entgegengegangen, die Bevölkerung begrüßte seine Nnlunft in warmer Weise und bezeigte ihm ihre Unterwerfung. Weder Basman-Pascha noch die Basagos wagten es, Baratieri anzugreifen. Tagesneuigkeiten. — (Neujahrsdiner.) In Wien fand bei Sr. l. und k. Hoheit Erzherzog Karl Ludwig ein Familien« diner statt, welchem Se. Majestät der Kaiser und die hier weilenden Mitglieder des Allerhöchsten Kaiserhauses bei-wohnten. — Veim Obersthofmeifter Prinzen Hohenlohe fand das Neujahrs-Galadiner statt, bei welchem erschienen waren: Se. Eminenz Cardinal Gruscha, Ihre Excellenzen Ministerpräsident Wekerle, Minister Graf Kalnoly. Graf Fallenhayn, Baron Kallay. Graf Schönborn, Maiquis Bacquehcm, Graf Wurmbrand. Ritter von Iaworski, Ritter von MadetM Edler von Plener. Graf Hohenwart, die obersten Hofchargen und Statthalter Graf Kielmannsegg. -- Ihre t. und l. Hoheiten E.zherzog Karl Ludwig und Gemahlin sowie Erzherzog Franz Valuator sind nach Arco abgereist. — (Neujahrsfeler.) Aus Berlin Wird vom 1. d. M. gemeldet: In Anwesenheit des Kaisers und der Kaiserin wurde vormittag« in der Schlosslapelle ein feierlicher Gottesdienst abgehalten. An denselben schloss sich die Neujahrsgratulationscur an. Mittags begab sich der Kaiser zu Fuß nach dem geughause zur großen Parole-Ausgabe, wobei die gesammte Generalität zugegen war. Nachmittags stattete der Kaiser den hier bealaubiaten Botschaftern Vesuche ab. — (Visenbahn-Unfall.) Man meldet au« Fiume, 29. December: Vei Vrbovslo koppelten fich von einem Güterzuge vier Waggons los. Der Maschinist be-merkte dies und verminderte die Schnelligkeit deS guges, worauf die zurückgebliebenen Waggons auf dem steilen AbHange mit furchtbarer Wucht mit einem vorangehen« den Zuge zusammenstießen, wobei fast sämmtliche Wag-gons zertrümmert wurden. Zwei Bremser wurden schwer verletzt. '^ — (Der Raubmord in Brüssel.) Infolge de« Raubmordes im Vanlhause Matthys verhaftete die Polizei zehn Individuen, welche unter Führung des Italieners Giovanni Roveda eine internationale Verbrecher-bände zur Ausraubung von Vanken bildeten. In dem Vesitze der Verhafteten wurden größere Beträge gesunden. Die Verhafteten gestanden, einen Ueberfall im großen Vrüfseler Banlhause beabsichtigt zu haben; derselbe sei aber durch den Selbstmord Rooeda's verhindert worden. — (Katholische Liturgie in slavischer Sprache.) «m 1. Jänner wurde in Antivari in feier-licher Weise die erste römisch-katholische Liturgie in sla-vischer Sprache celebrierl. Der Feier wohnten der Vertreter des Fürsten, mehrere katholische und orthodoxe Deputationen der größeren Städte und der Provinz bei. Fürst Nikola machte von der Feier dem Papste in einem überaus warm abgefafsten Telegramme Mittheilung. — (Process Cebinac.) Die Verhandlung wurde am 1. d. M. beendigt. Der Präsident theilte mit dass die Verkündigung des Urtheiles am 12. Jänner erfolgen werde. Vor demselben Gerichtshöfe begann heute der Proces« gezen den Angeklagten Gjalooic wegen versuchten Giftattentate« gegen den König Alexander. Alippen. Roman aus d« Gesellschaft von T. tschürnau. I. Die erste Hälfte des September« hatte viel schlechtes Wetter gebracht. Jetzt gezen Ende des Monates schien der Sommer noch einmal in seiner ganzen Herrlichkeit zurückkehren zu wollen. Die Luft war durchsichtig rein; ein verklärender Hauch lag über Wald und Flur; auf den Feldern sprosste lustig die Wintersaat und die Wiesen prangten nach dem vielen Regen in so frischem Grün, als ob man in der zweiten Hälfte des Maies statt derjenigen des September gewesen wäre. Der Himmel hatte jenes tiefe Blau, das er in unseren no, bischen Gegenden nur dann zeigt, wenn mit dem Eintritt des Herbstes schon leichte Nebel die Atmosphäre verdichten, und die Sonne sandte so heiße Strahlen auf die Erde herab, als habe sie die Absicht, zum zweitenmal in diesem Jahre ein Blütenmeer an den Sträuchern und Bäumen hervorzulock-n. Die mächtigen Elchen und Buchen des Pardubitzer Schlossparkts trugen noch ihr volles Laubgewand; nur die Linden und Kastanien fiengen schon an, ihren Nlütterschmuck zu verlieren. Jeder leise Windhauch, der durch die Wipfel strich, löste einige bunte Blätter von ihren Aesten; gleich den Schmetterlingen, welche über d« Parkwiesen hinflatterten, hoben und senkten sie sich m unmuthigem Auf und Nieder durch die leichtbewegte Luft. ehe ste ftch zur Erde niederließen. »^ ^ .^ l5°" n wie ein graziöses Splel und war doch bUterer Ernst - em Vorbote des nahen Melkens und Vergehens. ' Wie lange noch, dann brauste der Herbststur« durch das kahle Aftwerl, riss mit roher Faust die letzten Fetzen der bunten Pracht herab und ruhte nicht bis er die Vrde starr und leblos unter ihr weißes Leichentuch gebettet hatte. Jetzt aber war es noch wunderschön hier draußen. Von gärtnerischer Kunst zeigte der Pardubiher Park nur in der unmittelbaren Nähe des Schlosses einige Spuren. Hier waren die Rasenplätze geschoren, die Kies« Wege geharkt und auf sorglich gepflegten Blumenbeeten blühten Astern und süßduftende Spätrosen in den herrlichsten Farben. Je tiefer man indes in den Park hineinkam, desto mehr nahm derfelbe den Charakter eines Laubwaldes an. Die Wege waren von Gras überwuchert und zeigten tiefe Rinnen, durch die das Regenwasser ablief. Das Unterholz war an manchen Stellen so üppig emporgeschossen, dass es eine dichte, grüne Hecke bildete, und von den Kiosken und Pavillons, mit denen frühere Besitzer den Park geschmückt hatten, waren nur noch ruinenhafte Ueberreste vorhanden. Der Schönheit des Parkes that diese Vernach-^ lässigung wenig Abbruch; er war reizend selbst in seiner Verwilderung, mit seinen schmalen, grünschattigen Pfaden, seinen vielhundertjährigen Baumriesen und seinem ge-heimmsvollm Teich, der die malerischen Wipfel der ihn umkränzenden Steineichen widerspiegelte. Wie der Park, so war auch das Schloss in den großartigsten Verhältnissen angelegt, ein mächtiger Bau mit Erkern, Zinnen, Balkönen und Thürmen, sehr vornehm und imposant, trotzdem offenbar auch hier für die Instandhaltung lange nichts gethan worden war. Der Sandstein der Pilaster und Ornamente war zerbröckelt und zeigte eine »otgrüne, verschimmelte Färbung. Von hen steinernen Götterbildern, dir in regel-mah,gen Iwischenräumen die Nalnftrade der Rampe IHmuckten, war nicht ein einziges ganz unbeschädigt und die zu dem großen Eingangsportal emporführenden Stufen waren vom langen Gebrauch so mitgenommen dass sie in ihrem mittleren Theile muldenförmig vertieft erschienen. Der Rückfeite des Schlosses war im ersten Stockwerke ein sehr geräumiger, von Säulen getragener Balkon angebaut, der vom architektonischen Standpunkt aus entschieden zu missbilligen war, weil er den Total-eindruck störte. Ein Zelldach aus grau» und rothgestreifter Leinwand schützte ihn gegen die Morgensonne und hochstämmige, zu hübschen Giuppen geordnete Blattpflanzen rahmten ihn nach beiden Seiten zu ein. Die steinerne Umfassung verschwand beinahe gänzlich unter den duftenden Ranken d^r Klematis und den rüthlich schimmernden Blättern des wilden Weines, der über dem Balkon an der Hauswand empor bis unter das plumps breit vorspringende Mansardrudach kletterte. Die eine Ecke des Aalkons füllte ein riesiger Ml'ssingläftg, in dem wohl dreißig Kanarienvögel zwitschernd und flatternd chr Wesen trieben. In der anderm Ecke war ein Frühstückstisch gedeckt für zwei Personen, von denen jedoch vorläufig nur die eine erschienen war. Diese, eine junge, sehr schöne Dame, hatte soeben die Vögel in der Voliere mit Futter und Wasser versorgt; jetzt trocknete sie die weihen, schmalen Hände an ihrem Taschentuche und gieng nach dem Tische hinüber. Sie hob em Buch auf, das neben einem Aibeits-lorbe mit allerlei bunten Seidensträhnen auf dem Tische lag, blätterte darin, legte es wieder auf seinen Platz zurück und zog die Uhr heivor, die sie im Gürtel ihres hellen, ganz schlicht gemachten Sommerkleides trug. Dann drückte sie auf die vor ihr stehende Tischglocke. (Fortsetzung folgt). Laibacher Zeitung Nr. 2. 11 3. Jänner 1895. — lPetroleum für Serbien.) Nachdem die Pelroleumschiffe der Oagarin'schen Schiffahrtsunternehmung, welche das Petroleum für die serbische Monopolregie liefert, das Eiserne Thor nicht passieren lönnen, wurde der erforderliche Bedarf an Petroleum aus Trieft mittelst der osterreichisch'ungarischen Elfenbahnen requiriert und die Oagarin'sche Unternehmung für den eventuellen Schaden haftbar gemacht. Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Perfonalnachricht.) Per Herr Landes-präsident Varon Hein hat sich heute mit dem Schnellzuge nach Wien blgeben. — (Eine Verbefferung beim Reichs-gefetzblatte.) Die am 1. b. M. erschienene Nummer des Reichsgefetzblattes weist eine Aenderung auf, welch» als eine nicht zu unterschätzende Verbesserung anzufehen ist. Jedes zur Ausgabe gelangende Reichsgesehblatt wird nämlich fortan an feiner Spitze eine Inhaltsangabe enthalten, durch welche dem Lefer fofort ein Ueberblick über fämmlliche Gesetze, Verordnungen und sonstigen Verlautbarungen geboten wird, welche den Inhalt der betreff n-den Nummer bilden. Wenn man bedenlt, dafs manch? Nummern des Reichsgefetzblattes eine größere Anzahl amtlicher Kundmachungen umfassen und daher oft fehr compcndiös find, so erscheint die durchgeführte Neuerung als eine fehr dankenswerte Verbesserung. —(Localbahn Laibach-Stein.) Auf Grund des Gesetzes vom 12. April 1893 Wird das gesammtt Unternehmen der Actiengesellschaft «Localbahn Lalbach« Stein» in Gemäßheit des mit derselben hierüber am 13. December 1894 abgeschlossenen Uebereinlommens vom Staate eingelöst. Demzufolge wird der Betrieb der Local» bahn Laibach-Stein von der l. l. Generaldirection der österreichischen Staalsbahnen fortan für eigene Rechnung des Staates geführt. — (Wandervorträge.) Ueber diesbezügliche Nnotdnung der k. l. Landesregierung wurden in letzterer Zeit auch im politischen Bezirke Goltschee vom dolligen l. l. Vezirls-Thierarzte Herrn Alfred Folalowsli Wander, vortrüge abgehalten, welche hauptsächlich die Thierzucht, Einrichtung besserer Stallungcn, Krankheiten der Haus-lhlere u. f. w. umfafsten und von den erschienenen Zu» Hörern mit Beifall aufgenommen wurden. Diese Vorträge fanden in der S adt Gottschee, in Großlaschitz, in So-derschih, in Kostel und in Rieg statt. Die Theilnahme der Bevölkerung war insbesondere in den letztgenannten drei Ortschaften eine sehr bedeutende. —o. — (Erleichterung des Viehfalzbezuges.) Das vorgestrige Reichsgefehblatt enthält eine Verordnung des Finanzministeriums, welche den Bezug des preis» ermäßigten Viehsalzes erleichtert. Unter anderem wirb lünstig von der Festfetzung und Bekanntgabe eines bestimmten Termines für jedes einzelne Gemeinde- (Guts ) Gebiet zur Bestellung des preisermähigten Viehsalzes ab« gesehen. Ferner lönnen von nun ab sämmtliche Gemein» den (Gutsgebiete) die entsprechende Viehsalz-Iahresmenge zu einem beliebigen Zeitpunkte zwischen dem 1. Jänner und dem 15. December jedes Jahres bestellen, und die Wahl des Zeitpunktes bleibt fernerhin den Gemeinde-Vorständen gänzlich überlassen. Im übrigen wird die Errichtung von Viehsalzdepots durch autonome oder land« Wiltfchaflliche Eorporationen gestattet, da es vielen Landwirten fehr fchwer fällt, das Viehfalz auf einmal für ein ganzes Jahr zu bestellen und den Kaufpreis im vorhinein zu beschaffen und zu erlegen. Die Errichtung eines Viehsalzdepots wird nun den Landwirten der demselben zuzuweisenden Gemeinden (Gutsgebiete) den Vortheil bieten, dass sie das Viehsalz bis zu der auf jeden Einzelnen entfallenden Iahresmenge in jenem Depot zu jeder Zeit in ganz beliebigen Theilmengen gleich ihren fonftigln Wirtschaftsbedürsnissen sich beschaffen, beziehungsweise anlausen lönnen. Auch ist es zu erwarten, dass das Viehsalz in den Depots, da sie dasselbe mit den geringsten Transportspesen, nämlich nur in ganzen Waggonladungen, beziehen dürfen und voraussichtlich die Corporalionen, welchen die Errichtung der Vlehsalzdepols gestattet worden ist, eine den landwirtschaftlichen Interessen vollständig entsprechende Stellung einnehmen weiden, zu den thunlich billigsten Preisen den Landwirten abgegeben lvelben wird. * (Deutfches Theater.) Nach dem Wahl-spruche: «Lafst uns mit den Fröhlichen fröhlich fein,» wollen wir uns in leine lritifche Zergliederung der gestern aufgeführten Possennornlät «Der Mann im Monde» von Iatobfohn einlassen. Die Posse hat ein Mitglied jenes Dichteltlifolium« zum Verfasser, denen die seinerzeit zug-lräflige Posse «He»ße« Blut» ihr Dafein verdankt und Weist gleich diefer einen lofe zufammengefügtcn Bau auf, der in einzelne Scenen zerfplittert ist, welche den beiden Hauptfiguren des Stückes als Staffage dienen. Es fehlt an manchen guten witzigen Einsällen nicht, von denen ein Theil allerdings ebenfowenig neu ist wie der zerstreute Vater mit feinen sünf heiratslustigen Töchtern. Wo der Humor den Verfasser im Stiche luß, waren Herr Herrn feld und Fiäulnn Wohlmuth mit Couplet-etnlagen rasch zur Hand, mit dmen sie das Stück entsprechend ausputzten. Der Vencficiant Herr Herrnfeld wurde herzlich empfangen und während des Nbendes zu öfterenmalen durch Hervorrufe geehrt, außerdem erhielt er einen ebenfo sinnreich wie zweckdienlich ausgestatteten Lorbeerlranz. Die männliche Hauptrolle fpielte Herr Herrnseld mit gewohntem Humor, wirlfamer Komik und arbeitete eine jener charakteristischen Figuren heraus, durch die er im Laufe der bisherigen Saifon das Publicum fo oft ergötzt hat. Fräulein Wohlmuth erfreute gestern als Possensoubrette durch alle Vorzüge, die sie besitzt, fpielte und fang mit gesunder Fröhlichkeit, ohne sich in Uebertreibungen zu gefallen. Die übrigen mehr cpifodiftifch gehaltenen Figuren des Stücke« wurden, bis auf die verfchiedenen Arten von Dialekten, welche die Darfteller zum besten gaben, ganz zufriedenstellend gespielt, und so wäre eigentlich lauter Licht gewesen, wenn nicht Herr Schwartz durch einen ganz unverständlichen Sprechton für ein wenig Schalten geforgt hätte. Das Haus war gut besucht. ^. — (Zum Zuckerrübenbau.) In Rudolfs-wert fand am 27. v. M. die Generaloerfammlung der dortigen Filiale der l. l. Landwiltschasts-Gesellschast statt, wobei mit Rücksicht auf den angebahnten Zuckerrübenbau in Unterlrain zwei Ausfchllsse gewählt wurden, welchen die Aufgabe zusällt, die Landwirte zum Iuckerrübenbaue anzueifern, dieselben bei dem Nersuchebaue zu unterweifen, für die Ueberlommung des erforderlichen Samens und künstlichen Düngers ;c. Sorge zu tragen. In diefe Ausschüsse wurden folgende Herren gewählt, und zwar für Äudolfswert und Umgebung: der landschaftliche Schul-director Dolenc, der Besitzer und Handelsmann Franz Kastelle, Herrfchaftsbesiher E. von Langer und Adjunct Nohrman; für die Umgebung von St. P;ter-Weißlirchen Pfarrer Borstnar, Heirschallsbesitzer Glas Margheri und die Besitzer Franz Majzelj und Florian Iorlo. —c> — (Philharmonische G e sellschaft.)Sonn-tag den 6. Jänner 1895 findet im großen Saale der Tonhalle das dritte Mitglieder.Concert der philharmonischen Gesellschaft unter der Leitung ihres Mufildirectors Herrn Joses Iöhrer und folistischer Mitwirkung des Herrn Karl Lasner (Cello) statt. Beginn des Concertes um halb 5 Uhr nachmittags. Ende um halb 7 Uhr abends. Programm: 1. Abtheilung: 1.) Ludwig Spohr: Ouvertüre zu der Oper «Iessonda». 2.) D. Popper: Concert für das Violoncello op. 8; Herr Karl Lasner. 3.) Anton Rubinstein: Sphaerennmsil für Slreicherchor. II. Abtheilung: Zum Gedächtnisse an Anton Rubinstein dessen Symphonie c>p. 40, ^-äur. Erster Satz: ^.IloAlo con tViooo; zweiter Sah: ^.II^i-o; dritter Sah: Nodor^o con mow; vierter Sah: ^VII^ro — (Gemeinbevorstanos-Wahlen.) Bei der stattgehabten Neuwahl des Gemeindevorstandes von Gurl-feld wurde Dr. Georg Pukko, l. l. Notar in Gurlfelb, und da derselbe die Annahme der Wahl verweigerte, bei der abermaligen Wahl am b. December 1694 Dr. Iohnnn Mencinger, Adoocat in Gurlseld, zum Vorsteher der Orts» gemeinde Gurkseld gewählt. — Bei der Wahl des Ge> meindevorstandes in der Ortsgemeinde Jauchen im politischen Vezirle Stein wurden als Gemeindevorsteher Lo-renz Gregorin, Grundbesitzer in Brdo, und zu Gemeinderäthen die Grundbesitzer Johann Kolalj aus Btdo und Andreas Flenn aus Goricica gewählt. — (Vortrag im lrainifchen Lehrervereine.) Freitag den 4 Jänner hält der genannte Verein im Sommer-Speifefaal des Gast-Hofes «Stadt Wien» eine Monatsversammlung ab. Herr Professor Dr. I. Vinder wird in derselben seinen Reisebericht fortfetzen und diesmal von «Alhen und Olympia» sprechen. Der Beginn ist auf halb 8 Uhr an« gesetzt; die erste halbe Stunde ist für das Abendessen blstlmmt, um 8 Uhr beginnt der Vortrag. Gäste sind wie immer willkommen. — (Die Schneehöhe in Krain.) Nach dem letzten Berichte des l. l. öfterr. Central« Bureau für den hydrographischen Dienst in Wien erreichte der Schnee in den nachstehenden Schneepegelstationen am 22. December folgende Höhen: Krainburg 16, Slein 17. Moräutsch 2, Mafun 5 3, Schneeberg 13. Laibach 12(?), Hotic O 2, Gmtselt» 0, Polana 12, Reifnih 34, Rleg 9, Tscher-nembl 2 om. Das Savegebiet erfuhr bezüglich der Schneedecke in diefer (4.) Verichtswoche (vom 16. bis 22. Dec.) gegen die Volwoche nur unwesentliche Veränderungen; im ganzen Donaugebiete hat abcr die Schneelage ourch die am 16., 17., 21. und 22. December vorgekommenen Schneefälle eine beträchtliche Zunahme ausgewiesen. Dieselben treten infolge von Westwinden in den nöldlichen Alpen und im Sudetengebicte ein. Der Schnee erreichte in Hallstadt im Maximum eine Höhe von 81 ^m. V. — (Sanitäres.) In den Ortschaften Kulsjevo und Hrastje, politischer Bezirk Adrlsberg, ist im Verlause der letzteren Zeit die Scharlach-Diphtheritisepibemie aus» gebrochen; es erkrankten bisher im ganzen zwei erwachsene Personen und zwanzig Kinder, von welch letzteren sechs gestorben find, die Klnnlen aber in ärztliche Behandlung genommen wurden. —o. — (Körperliche Ves chädigung.) Am 29. v. gegen 11 Uhr nachts geriechen die Brüder Franz, Anton und Johann Malavaöic mit dem Burschen Iusef Remilar und drm Knechte Johann Sedej, sämmtliche aus Log, auf der Reichsftraße ln Log in Wortwechsel, der in eine Rauferei ausartete, wobei Josef Remilar von Anton Malavaiit mit einer Mistgabel fchwer verletzt wurde. l. — (Besitz-Veränderung.) Die Herrschaft Brunnsee bei Spielfeld in Unterfteier, welche seit dem Jahre 1830 im Besitze der bourbonischen Familie ift, ist durch Kauf in den Besitz des Herzog« von Parma übergegangen. Pem bisherigen Besitzer der Herrschaft, Hrrzog Della-Grazia, verbleibt die B-nühung von Schloss und Park vertragsmäßig eingeräumt. — (Todt schlag) Wie »ir seinerzeit berichteten, wurde am 18. November 1894 in Z>nc bei einer Rau-serei der Brsih?r«sohn Josef Stefantik vom «efiher». Sohne Franz Vajc aus Col derart auf den Kopf geschlagen, dass er einen lebensgefährlichen Schüdelbruch erlitt. Derfelbt starb nun infolge dieser Verletzung am 8. December. Die gerichtliche Untersuchung wird bei« l. l. Bezirksgerichte Wippach gesührt. —1. — (Fremdenverkehr im December.) I« Monate December 1894 find in den hiesigen Hotel« 1129 Fremde abgestiegen. — (Vor dem Grazer Schwurgerichte) werden in der Jänner-Session größere V"trugssälle, darunter der Fall Koppenheier, recte Aaron Maier, zur Verhandlung gelangen. — (ss. l. priv. Südb ahn-Gesell schuft.) Einnahmen vom 17. bis 23. December 1894 858.244 fl., 1893 846.662 fl., daher 1894 mehr um 11.382 fl. Gefammteinnahmen vom 1. Jänner bis 23, December 1894 42,702 »94 st., in derselben Periode 1893 48,732.511 fl., Abnahme 1694 89.517 st. — (In die Sparcasse zuRubolf«wert) wurde seit ihrem Bestände der Visammtbetrag von 74.118 fl. eingelegt. —o. — (V"m Theater.) Heute wirb zum erstenmale das Luftspiel «Tilli» von Francis Stahl, da» zu den besten Novitäten der jüngsten Epoche gehört, gegeben. In der Titelrolle stellt sich eine neuengagierte Naive, Fräulein Vellau, dem Publicum vor. — (Handel und Schiffahrt von Trieft.) Das Statistische Bureau der Triefter Handelskammer veröffentlicht das Iahresresultat der Schiffahrlsbewegung und des Landhandels. Danach find im Jahre 1894 7430 Schisse mit 1.626.323 Register - Tonnen gegen 7845 Schisse mit 1.574.911 Tonnen im Vorjahre in Trieft eingelaufen, während 7446 Schiffe mit 1,613.595 Tonnen gegen 7843 Schiffe mit 1,576.996 Tonnen im Vorjahre von bort ausa/laufen find. Der Lanbhanbel betrug an Einsuhr 6,924.458 Centner gegen 6.857 659 Centner im Vorjahre und an Ausfuhr 4,956.665 Centner gegen 4,806.580 Centner im Vorjahre. — (Eine arme Frau), deren Vatte vor lurzer Zeit nach langem Siechthum gestorben und die mit ihren zwei Kindern dem größten Elende preisgegeben lfi, da ihr auch die Delogierung droht, bittet edle Wohlthäter u» Unterstützung oder Arbeit. Die Adresse der Armen lautet: Francisca Pcham, Petersftraße Nr. 17. -» (Ziehungen.) Oefterr. Rothe Kreuz-Lose. Den Haupttreffer mit 35.000 fl. gewinnt Serie 7167 Nr. 26, den zweiten Treffer mit 1000 fi. Serie 3273 Nr. 21. Donauregulierungs-Lose. Den Haupttreffer mit 80 000 fl. gewinnt Nr. 146.348, den zweiten Treffer mit 24.000 fl, Nr. 194.853, den dritten mit 8000 fl. Nr. 188.395, den vierten mit 4000 fl. Nr. 65.144 und den fünften mit 1000 fl. Nr. 225.752. Lofe der Stadt Laibach. Den Haupttreffer mit 25 000 fl, gewinnt Nr. 24 760; den zweiten Treffer mit 1500 fl. gewinnt Nr. 57.485; je 600 fl. gewinnen die Nummern 5600, 17.465, 35.755 und Nr. 37.26S. Lofe der Stadt Trieft vom Jahre 1830. Den Haupttreffer mit 10,000 gewinnt Nr. 13.580; je 1000 fl. gewinnen Nr. 11.276 und Nr. 16.289. Lose der Stadt Kralau. Den Haupttreffer mit 25 000 fl. gewinnt Nr. 22.379, den 2. Treffer »it 2500 fl. gewinnt Nr. 60.957. Crebitlose. Serien: 133, 264, 398, 520. 642. 1366. 1367. 1500. 2013. 2185. 2558. 3119, 3376, 3360, 3421, 3629. 3633, 3767, 4138. 150.000 fl. gewinnt Serie 2558, Nc. 61'; 30.000 fl. gewinnt Serie 3767, Nr. 19; 15.000 fl. gewinnt Serie 3421, N'. 48; je 5000 fl. gewinnen Serie I2SS, Nr. 95 und 3629, Nr. 73. 18 54er Lose. Serienziehung: 74, 97, 99, 266. 372, 388. 390. 429, 453, 477, 568. 786, 801, 874. 986, 1817. 1144, 1160, 1223, 1313, 1382, 1391, 1424, 1446, 1482, 1724, 1984, 2095, 2110. 2177. 2198, 2230, 2246, 2269, 2312, 2525, 2360. 2392, 2443, 2505. 2535, 2654, 2734, 2781, 2860, 2956, 3013, 3166, 3215, 3279, 3311, 343?' 3484, 3535. 3552, 3634, 3644, 3667, 3706, 384?' 3854 und 3951. ' Ucuoste Nachrichtens GelegratNtne. Wien, 2. Jänner. (Orig.-Tel.) In der h-utigkn Sitzung drr Böchnlammer für landwirtschaftliche Pro-ducte wurde die Wahl des Präsidiums vorgenommen. Gewählt wurden zum Präsidenten: Paul Ritter von Laibacher Zeitung Nr. 2. 12 3. Jänner 1895. Schöller, zu Vicepräsidenten: Johann Müller, Vorstand der Wiener Bäckergenossenschaft und Eduard Reich, Kaufmann; zum Cassmverwalter Julius Schneider, Spediteur. Arco, 2. Jänner. (Orig.-Tel.) Statthalter Baron Merveldt ist hier eingetroffen, um an dem Leichenbegängnisse des Königs von Neapel theilzunehmen. Braunau (Böhmen), 2. Jänner. (Orig.-Tel.) In einem nahegelegenen Walde haben heute Ansammlungen von beiläufig 6000 Personen stattgefunden. Dies veranlasste das Einschreiten der Gendarmerie, wobei zwei Personen leichte Verletzungen erlitten. Von der Statthalterei wurde Gendarmerie-Verstärkung dahin entsendet. — Die stattgefundenen Ansammlungen wurden durch den im Landvolte verbreiteten Glauben an eine Erscheinung der Mutter Gottes zurückgeführt Budapest, 2. Jänner. (Orig.-Tel.) Ludwig Csery senior, Mitglied des hauptstädtischen Municipal - Ausschusses und Präsident der Druckerei-Gesellschaft Athenäum, wurde heute von dem Buchdrucker Geh lfen Karl Kurucz in dem Augenblicke, als er dessm Bittgesuch um eine Aushilfe zu lesen begann, mit einem Revolver attaquiert und durch zwei Schüsse lebensgefährlich vrletzt. Der Attentäter kehrte sodann die Waffe gegen fich und blieb auf der Stelle todt. Trieft, 3. Jänner. (Orig.-Tel.) Wegen der Excesse vor dem Municipalgebäude am 12. December wurden fünf Angeklagte slovenischer und ein Angeklagter italic' nischer Nationalität zu Arreststrafen von drei Wochen bis zu acht Tagen verurtheilt. Ein Angeklagter slovenischer Nationalität wurde freigesprochen. Zara, 2. Jänner. (Orig.'Tel.) Nach officiellen Nachrichten aus Spalato fand daselbst in der Sylvester-Nacht zwischen den kroatisch gesinnten Mitgliedern des «Sokol».Vereines und der Feuerwehr einerseits, den italienisch gesinnten Bürgern anderseits vor dem Eafi Trocoli ein Excess statt. Die Gendarmerie und Local-polizei stellten nach kurzer Zeit wieder die Ordnung her. Gegen die Excedenten wurde das Strafverfahren eingeleitet und entsprechende Vorkehrungen getroffen. Berlin, 2. Jänner. (Orig.-Tel.) Se. Majestät der Kaiser empfieng nachmittags den serbischen Minister des Neuhern und frühern Gesandten in Berlin, Boghi-cevic. in Abfchiedsaudienz. Berlin, 2. Jänner. (Orig.-Tel.) Beim gestrigen Neujahrsempfange behandelte der Kaiser den Reichskanzler Fürsten Hohenlohe mit großer Auszeichnung. Der Reichskanzler war der einzige,Idem der Kaiser und die Kaiserin'Mm Defilieren die Hand reichten. Berlin, 2. Jänner. (Orig.-Tel.) Dem Reichsanzeiger zufolge hat der Kaiser dem Grafen Waldersee den schwarzen Adlrr-Oiden verliehen. Berlin, 2. Jänner. (Orig.-Tel.) Gerüchlweise ver-lautet, dass die preußische Regierung 3593 Millionen der 4procentigen Consols in niedrigere Verzinsung zu convertieren beabsichtige. Authentisches hierüber fehlt. Stuttgart, 2. Jänner. (Ong.-Tel.) Der König richtete anläjslich des Jahreswechsels an Kaiser Wilhelm ein in herzlichsten Ausdrücken abgefasstes Tele« gramm, in welchem er für die unvergesslich schönen Tage, welche er im abgelaufenen Jahre bei den Manövern in Ost- und Westpreußen durch die Güte des Kaisers verleben durfte, nochmals wärmstens dankt und den Wunsch ausdrückt, dass ihm im heurigen Jahre die Freude einer erneuten persönlichen Begegnung beschieden sein möge. Kaiser Wilhelm dankte für die Glückwünsche und sagte, unvergesslich seien auch ihm die Tage, die ihm und dem Könige vergönnt waren in treuer Kameradschaft zusammen zu verleben und auch er hoffe auf ein Wiedersehen im heurigen Jahre. Paris, 2. Jänner. (Orig.-Tel.) Die mit der Post vom Congo eingelaufenen Nachrichten melden, dass die Eingeborenen am 2 l. September 1894 die Posten bei Eetama am oberen Laufe des Ubangh-Flusses überfielen und einen Unterofficier, fünf Schützen und einen Agenten der belgischen Gesellschaft tödteten. Im October wurden die Dörfer der Eingeborenen, welche an dem Ueberfalle theilgenommen hatten, von einer Expeditions-Eolonne dem Erdboden gleichgemacht und etwa 100 Eingeborene getödtel. London, 2. Jänner. (Orig.-Tel.) Heute früh brach in einer Wäsche-Anstalt der Edgarstraße Feuer aus, wobei fünf Mädchen, ein Mann und eine Frau um» kamen. Belgrad, 2. Jänner. (Orig.-Tel.) Nach einer aus Salonichi hier eingetroffenen Meldung wurde zwischen den Eisenbahngesellschasten Salonichi. Monastir, Sa-lomchi - Constautmopel und den orientalischen Eisenbahnen der Baron Hirsch'schen Compagnie ein Ver-waltungs- und Tarifcartell vereinbart. Newyork, 2. Jänner. (Oria «Tel> ^n den Lar. negischenStahiwerten zu Braddock (Pennsylvania) stolen 600 Arbeiter wegen Lohnerhöhung, '^"""""""len Angekommene Fremde. Hotel Stadt Wien. Am 30. December. Vellau, Schauspielerin, Wien. — Do« nawa, Hausbesitzerin, Graz. — von Rougon, Oberlieutenant, Laibach. — Pergler, Linienschiffs.Fähurich, Pola. — Dr. Pa« dovih und Rosfi, Trieft. — Keßler, Gcrichtsadjunct, Gurlfeld. — Zelcn, Kfm., Senosetsch. Am 31, December. Hirsch, Director; Hochsinger, Kaufm., und Hoffmann, Fabrikbesitzer, s. Frau, Wien. — Kramer, Rca-litätenbesitzer, Vüslau. — Opalsln, Advocat, und Dr. Swoboda, Apotheker, Slotschau. — Wieser, Inspector, s. Frau, Budapest. Am 1. Jänner. Baron Apfaltrern, Schloss Krupp — von Vesteneck, k, t. Bezirlshauptm., Gottschce. — Ritter von Gutmannsthal, Graz. — Spitzer, Private; Endender, Zimmer» mann, Privatiers Wien. — Loncaric, Insp., Idria. — Marcl, Privatier; Schneider, Kfm.; Gabric, Reis,, Cilli. — Bolgieri, Kfm., Trieft. Hotel Elefant. Am 30. December. Rieger, Director! Iagodic, Neumarltl. — Herling, Braun, von Gregorio, Kflte.; Mayer 56-------Wein,roth.,100 Lit.-------24 — — geräuchert » 64-------— weißer, » — 30 — Meteorologische BeobachtuMN in ^aibach. ^ H° IZ^i I^ ^ Mnb deö Himmels '««Z 7^7Mg?^29 0 —110 N. schwach bewölkt 2.2 , N. 727 0 —9 2^ W. schwach bewllllt 0 00 9 . Ab. 725 7 —10 1 W. schwach bewöllt Bewollt. — Das Tagesmittel der Temperatur —10'1", um 7 2° unter dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: Julius Ohm.Ianuschow s l y Ritter von Wissehrad. Ball-Seidenstoffe v. 35 Kr. bis 14-65 p. Met. — sowie schwarze, weiße und farbige Henne« berg-2eide von 35 kr. bis fl. 14 65 p. Met. — glatt, gestreift, carriert, gemustert, Damaste :c. (ca. 240 versch. Qual. und 2000 versch. Farben. Dessins lc.) pal-to- uncl gteuel-sssl ln8 »au8. Muster uingehcnd. Doppeltes Briefporto nach der Schweiz. 8oiösn-fabl-il(6n L. ttonnsdoi'y (ll. u. k. »<»«). lül-ie^. (W) 7 — 1 Ausweis über den Geschiiftsstand der l. t. priv. wechselseitigen VrandschadcN' Versicherungsanstalt in Graz mit 30. November 1894. Hlersicherungü stand: I. Gebäude-Abtheilung: 104.073 Thcilnehmer, 245.083 Ge. bäude, 167,598.544 fl. Versicherungswert. II. Mobiliar.Abtheilung: 19.121 Versicherungsscheine, 55,765.99b Gulden Versicherungswert. III. Svicgclglas'Autheilung: 481 Versicherungsscheine, 110.549 fl. Versicherungswert. Schäden: I. Gebäude.Nbtheilung: Zuerkannt in 460 Schadenfällen 331.109 Gulden 41 kr. Schadenvergütung, pendent für 10 Schaden« fälle 4929 fl. 34 kr. Schadcnfumme, II. Mobiliar.Abtheilung: Zuerkannt in 80 Schadenfällcn 158.122 Gulden 33 kr. Schadenvergütung, pendent für 2 Schaden» fälle 150 st. Schadensumme. III. Spiegelglas »Abtheilung: Zuerkannt in 26 Schadenfällen 294 fl. 10 kr. Schadenvergütung, pendent für 4 Schadenfälle 91 fl. 70 kr. Schadensumme. Uefervefond mit 31. December 1893: 1,737.094 fl. li7 lr. Graz im Monate December 1894. (Nachdruck wird nicht honoriert.) (b4) Depot der k. u. k. Generalstabs-KartRn. Maßstab 1: 75 000. Preis per Blatt 50 kr., in'Taschmfonnät auf Leinwand gespannt 80 kr. Jg. v.Kleinmayr H Fed. Kambergs Kuchhandlung in taibach. Damen-und//e/. 'B> Fabrikats.»» 9'9Ce s*°bau, 4973)7 ^»n.,,^«^ ! Angenehmes Linderungsmittel 1 für (4642) 12—6 > Brust- und Lungenkranke. : Wilüelms ScüneeliBres KräutBr-Allou 1 von | Franz Wilhelm, Apotheker in Neunkirchen (Niederösterreich). i ^»reis per Plasclie fl. 1-25. Engros-Lager bei Herrn Peter Lassnik, I^nil>aeli. Marlja Marout roj Potoönlk javlja v svojem in v irneni rodbine sorodnikorn, pri-jateljem in znanoem tožno v6st, da je Vseino-goèi vz<;l nagloma k Sebi nje prisrèno ljubljonega sina, oziroma brata, strijca, svaka, gospoda Avguština Marouta klavirarja in poscstnika danes v sredo dn6 2. t. m. ob 10. uri dopoldne v 42. letu njega starosti. Pogreb bode v petek dn6 4. t. m. ob 4. uri popoldne iz liiäe žalosti Gradiaèe gt. IG. Nepozabni rajnik bodi priporoèen v prijazen spomin. Sv. inaäe zaduänice se bode služile v župni cerkvi Marijinega Oznanjenja. V Ljubljani dn6 2. januvarja 1895. Laibacher Zeitung Nr. 2. 13 3. Jänner 1895. Course an der Wiener Börse vom 2. Jänner 1893. N°« ^ ^enen C°msblatte Swatll-Znlehen. «"» W°« z"/„ Einheitliche Nlcntt in Noten berz. Mai^ouember . . l0<> 15 10« 8!, in Noten verz. sscdlüar Aussust i «N0 30 Silber verz, Jänner I»li t<»0 Ä»,l,'0'40 ., Npril Octobcr wo lk 100 »5, l»5,'4er 4«/n Ttaatslolc , ^ü!> st. — — — l»k0ei b°/n „ Nc»>ze 50« si, t5k>'7N Is.« 5N 1860er 5"/n .. Wnsttl 100 st. Nili 25 t«» «ü l»L4er SlaaiKlole . . l0« st. il)? - - — dto . . KN st. !«? — — - z°/o Dom.'Vfbbr, k t«0 fi, . . iei 20 ,e «lsenbahn. Stantsschuldver» schreibunge«. »tlisabclhbahn in V.. stencrsrel (biu. Lt.), flir 100 st. ly, 4"/„ 123 8N 184 »0 ssranz ° Joseph - Vahn in Silber (biv, St,)f, l<'»st.N°!».b'/<"/n Illü»«' 126-4'///«Mllbi)Ipl, V. i. E, (oiv. Lt.) für 1000 st, «om.....-^'— ^ ^- t"/„ bto, l, Kronenw, stcuerf, (biv. St.), für 200 Kr. Num, . . 98'85 U» — »"/„ «orarll'erner Bah» i» Silb,, 800 u, 1000 st, f. lO,< st, Nom. -^'^- ^ — 4"/„ bto, in trronenw, ste»erf.,4<«1 >I. 20Ul>«l. f. 2U0»r. Nom, . V«2N 98 20 Zu Vtaatsschuldverschrelbu«» «en abgeftemp.«isenb..Actlen. «lisabetlibalm !il>" fl, CM, 5V<"/n von 20« st, ö, W. pr. Stillt . 2b«'— 258'— dto, UinzWubwels !lO0 st, ü, W, 5'///»........ 23<»-.. 240'- bto. Glllzb..Tir.20« st,«. W, !>"/« 232 85, ^3 85 «lll>21? 5« Gelb Ware Vom Staate z«r Zahlung übernommene lFisenb.'Plior.» Obligationen. Elüllbethbahn «00 n. 3000 M. fnr 200 M. 4"/n..... lL050 121- - Vlisabelhbahn, 400 u. 2000 M. 200 M. 4«/„..... >25 ^ LllN— ssranz IolephÄ.. Tm, 1»«4.4° „ l»» 30 ,0030 Oalizische Narl-Lubwia-Nahn, ü z»8 25 Vorarlberger Bah», Ein. 1»»4, . 4"/„ (dw. Et.) S., f, 100 st. N. 99-80 ION 80 Ung, Golbrente 4"/„ per llasse ^'— --'— bto dto. per Ultimo .... 1L» 85 Il-'l «5 bto, Rente in ltronenwähr,. 4"/„, steuerfrei für20«ilronenNom, «"'»K W 5?» 4"/„ dto. dto, per Ultimo , , M 40 W <>0 b<°.St.V.Ä!.O°lb10«fl.,4>/,"/n lL7 2,'. 12«'8l» dlo. dto. Silber 10« st,. 4>/,"/„ 104 — '04 «0 bto. Staa<«0bli«. (U»«. ONb.) V. I. 1876. 5"/„..... 125' 12« — dt°.4>/,"/<,Scha»lrc«a!«bl.-Obl. 10NN0 10! 30 dto. Prüm.-Uiil. i^ ino st. ö, W. 15? 5» i.^'- dlu. dto. k 50 st. ö. W, 15« — l5«'?i» Theif, Reg, Lose 4"/„ 100 st. . l4»'— 143 «0 Grundenll.' Gbligatisnen (für 100 fl. CM.). 5"/„ aalizifchc......—'— —' - 5"/^ nieberüsterreichilche , , , l<>!>'75 —>-4'7« lruatilche und Ünvonische . 9750 M -4"/„ nnssllrilchc ll<>« st, ö,U.) . »7>- »l,- Andere össenll. Anlehen. DunauRest. Lole 5"/„.... —'— —' — dto. Anleihe 1878 . . 107' - -108- - Unlche» der Stadt Görz. . . 111-25 — — »lnlehen d, Stadtssrmrinbe Wien —' - - — Unlehen d, Stadtssemeinde Wien (Sttbcr oder Gold) . . . . 131'- I3L- Prämie» Änl. d. S!°d!lim, Wien l?385 174'- - Vürleba» Vl»lehe», veiloÄv, 5"/„ 101'«^ —'-^ 4"/n »rainrr Lande« «nlehen . —'— — — Velo War« Pfandbrief» (für 100 fl.). Vodcr. allg. «st. in 50 I, vl,4"/n<5. 184 85 125 85 dtll, ., ,. in bo ,, 4'/,"/,, —— — — dto. ,. ,, in 50 ,. 4"/„ 98-70 99-50 dto, Plüm.SchldV. 3"/n. I. ltm, 11s,'-.,11f>5.0 bto, dlo. 3"/„, II, N,0sterr, Lll»dr«Hyp,Mns<, 4"/« «980 1 - Sübbahn k »"/„..... 1<>5 »« i^«l m> bto, K 5°/„..... I,'!!»'l>0 - - Ung.-ssllliz. Uahn..... 108- 10» — 4'V„ Unterlrainer Vahnrn . . 9n l»s» »z»-— Divers» Lose (per Stück), Budapest Vasilica (Dombau) , 9'- »llo l^rrditlnse 100 st...... —'-- . .-— ü,al» Lu!e 40 st. llM. , . . 58-- bU — 4'7„Donau DampsIch.1N0fl.llM. 149' 151 — Osener Lose 4<>I...... 81-75 s>8 — Palssn^osc 40 st. llM. , , . «— !>n — Mothen Kreuz.Oest.Ges. v,, lO fl. —-— —-— Nöthen »reuz. Una. Vrs, v.. 5 fl, 12 — iü-25 Mudolpl, Lose 10 st..... 88-bl» 24-b« Salm Lule 40 fl. CM. . . . ?o?o 71- St.'Meliui« Lose 40 fl, CM, . 72'50 74 50 W«Idsle,» Lose 2« st, CM. , , 58'-- —-.. Windüchnrntt Lose 2« st, EM, , — — —-— Vrw, 2ch,d,3"/nPram,Schulbv. b.Vodeneieditanstalt.^ltm, . 19 50 l»l>'5<» dto. bto, II, Cm, 1»8». . . «8— »I — Laibachei Lose...... , —-> - —- »elb War, Dank-Hltten (per Ltlics), «Nsslo-Oefi, Nanl 800 fl. 60«/, E. 17? 50 178 s.v Vanlverein. Wiener, 100 fl, . 15380 154 30 Vobcr,'«nst,,0fst.,800fi,L.40»/„ !»4V-. 540 5« llrbt-Nntt, f, Handu «, i«»fi. - — — - bto. dto. per Ultimo Leptbr. 4"l—4 fl, . . i?l»o 1800 Uühm. Nurbbahn 150 fl. . . 308 — 310 — bto. Westbahn L00 fl. , . . >i,i — ?>>,4 .. Dra» «tlBlltt, Db, Z,i80«fl,S, —-— —>— D,lx «odeübllckerlt B,200st,E. 6«'- «7 — FrrdinandK Nordb, 1000 flllM, »470 5480 Lrmb, Czernow, Iassu Eisenb.- OelelÜchllft 800 st. S, , . . 8»3 -- 8»4 — Lloyd, Oest,, Inest, 5(»0fi. CM. 517 — 5»0 — Oesterr, Norbwestb. 800 st. S. . 843 — 845 dto. b<°. slit. Il) 800 fi, S. 871-- 871 5.0 PranDuxerC-isenb 15«fl, L, , «IN- ! 8<>'50 Eirbrnbuisser ltisenbahn, ürfte —— j —' Stalllseisenbahn iloo st. V. . . .i»5> li« 8i<5'8<> Silbbahn WO fi. E..... 105 75,10«- 0 Südnurbd, Verb.-Ä, 2<»0 st. CM. 807»« »0« — Tramwau GeI..Wr.,170fl.«.W. 448-446- bto. Em. 1887,800 fi, . . — ..j —-— »elb «» — Ung,-ffaliz. «üenb. 800fi, Vilber v» Un«.Westb»«aab'la,M»0fi.V. Wiener Localbllhnen^ «ct. <»e!. .<, 5, znduftsit'Hltlen (per Stück). Vauges., «lla, «st., 100 fl. . . iu — ivft «» Egvdirr Eisen und Ltahl-Inb. in Wien >l»0 fl..... «ss f.», 8450 Vüenbahnw, Leihss,, VrNe, 80 fi. ' .„ „C-Ibemuhl". Papiers, u. V, «. .5 Liesinger Urauerei 100 fi. . . . Montan^Vesellsch.. Oest. »alpine 1'^ 70 10,1» Präger EisenInb.-Ves. 800 fi. «67 — n?i .. Ealsso-Tarj. Tteinlohlen «0 fi. ?»8 — ??< — „Schlöglmilhl". Papiers., 800 fl. «4 8', ,,Stenrerm,", Papiers, u. U.»G. iß4 Irisailer Kohlenn». -Ves. 70 fl. 17«. ,,^ ^. Wafftns.°»..Oeft.inW!tn.iO0fi. »xb — «»-waggon.Leihanst., «llg.. in Pest, 80 ss.........:..... :l ^,0 Wr. «augeselllchas! 100 fl. . . WienerbergerZiegel-llctitn-Gt!. , ,«, Devisen. «lmsterdam....... 10» 45 108 6b Deutsche Plühe...... S0 87^ «I 08. London........ 184 10184« Pari« ........ ! 4» 27 l 49 3»^ St. Peter«burl>..... —-..! — — Valuten. Ducaten....... ! ft »6^ l»»8 20 ssrauc« Stucke..... , » «^j »-«7 Dsütichr R<->l<>§ha»lni>!l'i, , . N(<85!e0'»8> Italie»iiche Vanliwlen . . . «'»»o »«40 Papier »tubel...... ^ 1 »»!,.! , « Landes-Hheater in Wbach. 54. Vorst. (45. Abonn.'Vorst.) Gerader Ta». Donnerstag den 3. Jänner Erstes Auftreten der ersten naiven Liebhaberin Frl. Vilma Vcllau uom Stadttheater in Troppau. T i l l i. Lustspiel in vier Acten von Francis Stahl. Anfang halb 8 Uhr. Ende nach halb 10 Uhr- Deželno gledišèe v Ljubljani. št. 41. ~ Dr. pr. 627. V petek dne 4. Januvarja MARTA ali semenj v Biohmondu. Romantiäko-komiSka opera v štirih dejanjih. Spisal W. Friedrich. Uglasbil Fr. pl. Flotov. Prcložil A. Funtek. Zaèetek ob polu 8. uri, konec po 10. uri. 7. Verzeichnis derjenigen p.t.Wohlthäter, welche sich zugunsten des «aibacher «rmensondes von den ^ üblichen Besuchen ain Nelijahrstagc losgelauft ^ haben. Die mit einem Sterne Bezeichneten! haben sich auch von Namens« und Geburtstags-Gratulationen losgekauft. * Anna Vetter. * L. Milusch. ^ Franz Kollmann, ^närej vruskovio » »oproßo. * 5. (:ill. * Kenda. " Vuzzolini. ^ ^o«ip Uaößlc. c«^^^ !'«t.rislö in »opro^ll,. Recknagel. " ^r. cuclen. - Ko6kin» k'r. K«. 8ouv»n. * ttoäl,!!^ I<^n V«I!iHV«lll. * Varthl. Reih. * Fanny Leuz. * Victor Schiffer«. Anton Stacul. Dr. Waldherr. * Josef Luckmann. * Iosefinc Gncsda. * Leopold Burger. * Johann Mathian. * I. Xne/. * Franz Lcidcnmüllner. Stiipica ^ Mal. ^nüro^ 3n,1ar 8 sopro^o. * Familie Oberlieutenant Ihuber-Tauzher. "° August Aucr. * Josef Visnar. ^'riäksik 3o88 8 soprozo. I. Klaucr f. Familie. * N. gcschlo. * Josef Kordin. Stefan Nagy f. Frau. Johann Fabian s. Familie. * Louise Demscher, Postmeisterin in Eisnern. * I'elkr ^njciiö n roäliino. * Paul Scemaun. * Hugo Ihl. ^Karl Plcslo s^Familie^_______________ "(5487)3—2 Nr. 7739. Rcassumierunst executiver Fcilbietung. Die mit dem dicsgerichtlichen Bescheide vom 7. Juni l. I.. Z. 3608, auf den 14. August und 14. Sept mber l. I. angeordnete und sohin mit dem Reassu» mierungsrechte sisticrte executive Fcilbietimg der Realitäten des Mathias Doblctar aus Racica, Einl. I. 66 der Cat.-Gde. Volavlje und Einlage Z. 10 der Cat.-Gde. Trebelevo, wird reassumando auf den 8. Jänner und den 8. Februar 1895, jedesmal vormittags 11 Uhr, Hiergerichts mit dem Anhange des Vorbescheides augeordnet. K. k. Bezirksgericht Littai am 23sten November 1894.__________________ (5415)^3—2 Nr. 8733. Curatorsbestellunst. Vom l. k. Bezirksgerichte !6andstraß wird bekannt gegeben: Dem unbekannt wo in Amerika befindlichen Mathias Pusticck von Vrhovska-Vas Nr. 15 wird Anton Prah von Vr° hovskavas zum Curator a6 »clum bestellt und ihm der Bescheid Z. 8389 vom 5. November 1894 zugestellt. K. k. Bezirksgericht Landstraß am 19. November 1894. Razglas. m Meseoa decembra 1.1894. uložilo je v mestno hranilnioo Ijubljansko 493 Hlrank ..................161.767 goJd.22 kr. 392 strank pa uzdignilo.............149.861 » 41 » V zadnjem èetrtletju 1894 dovolilo se je 183 prosilcem posojila na zemljišèa v znesku 155.373 gold. 31 kr. ________Ravnateljstvo mestne hranilnice ljubljanske. Einladung zum Abonnement auf „Flachs u. Leinen" Mittheilungen des Verbandes der österr. Flachs- und Leinen-Interessenten in Trautenau. IF^r "VerToaiid-siaaltg-liecler la-nentg-altllclj.. Bezugspreis fiir Nichtmitglieder: Für Oe«terreloh-Ungarn jährlich . . . 3 fl. > das deuttohe Relob » ... 6 Mk. » » Analand » . . e sh. 6 d. und » ... 7 Frcs. 50 ctm. Seit zwei Jahren hat sich die flachsbauende Landwirtschaft Oesterreichs und die Leinengewerbe und Industrien zu einem mächtigen Verbände vereint, der im Centrum der österreichischen Leinenindustrie in Trautenau in Böhmen seinen Sitz aufgeschlagen hat. Sein publicistisches Organ, die Monatsschrift