Echrtstlettukg. «»thA-Sgaff« Wr. b. r-le»h», Dr. J1, tntmiknn. e » n a *aa »»>«»» ¥finiolt«nfl: Mathau»»ast« vic «. r«Il»»»» Wr. *1, tr.itmtton PeWt *> ''M'iiAtii D»7» tu f*l! t-m V--M:.dn, .... K *4« »ami&iij. . . . K i»M Ätft (illf nrH ; >'AbJbS4 ml <»ll> ! vicn,!lia .... I 1* — MnMIDni . . ■ »■_ {Mrtytfof . , . k f— »amjtd't» . . S l»— »« ,1«1 im» ntfbr» 94 fc« lr(4jrf«C» »» tu tfKim c **ltcn M# »., mftcMfcfc, Cilli. Mittwoch dc» 2. Mai 1917. Nr. 35 Zur Einlirrufung des . Rcichorstes. Di« Einberufung des Reichsrate«, »er am W. d seine Arbeiten wieder ausnehmen soll, rückt ein« ganz« Reihe innkrpolitischcr Fragen in den Vorder-gründ. Nahezu drei Jahre währt jetzt der Krieg und die ganz« lange Lei, hindurch schwieg Oesterreichs Volksvertretung. Während alle kriegführenden Etaa-ten ihre Parlamente tagen ließen, mußte da» öfter-reichische ausgeschaltet werden. DaS hatte gewiß seine guten Gründe. Niemand empfand es, als der Krieg ausgebroche» war, als irgendwelche Beschränkung, wel gleichzeitig die Session de« österreichischen Reich«-rate» geschlossen wurde, womit jede Täiigkeit aus so lange unterbundin war. bii der Kaiser die Wieder-einberusung de» Reich«rate« ausdrücklich ai;f>,cch. damals standen wir ja alle unter dem beschämenden Eindrucke der vollständigen Lahmlegung der Arbeit«-silhigkeit unserer Bolksvellretung. Der Mißbrauch der Redtkanzel zu Kundgebungen, deren einziger Zweck ti war, daß sie zum Fenster hinauSgtschrien wurden, u« draußen Werbearbeit zu leisten, die svust, wenn der echiih der Immunität wegfiel, nicht geleistet »erbe» konnte, hat zu argen Mißbrauche» geführt and schien bei vielen Abgeordneten der einzige Zweck ihres Mandate» zu sein. Das ?lergste für die Beurteilung der Ding« bei uns dahe m im feindlichen und auch im neutralen Auslande war zu befürchten, wen» dieser Mißbrauch dc» immunisierten R«de> echte« der Abgeordneten fortbtslehen blieb. DaS war aber gewiß nicht »er einzige Giuud für dieHeimfchickung des Abgeordnetenhauses bei Kriegibeginn, e« gab deren noch mehrere ander« und alle zusammen er» zeugten in den weitesten Volktkrriftn nur ein Ge-ifihl der Erleichterung, als ob man sich von einer Vast befreit fühlte. So hat tatsächlich da« österrei-chifche Abgeordaetenhaus kich selbst zur Untätigkeit während de» Krieges verurteilt und e» heißt die Tat-lachen in» Gegenteil umlügen, wenn man anderes behauptet. Wenn dann später i« Verlaufe des Kriege« «et s«i«em mannigfachen. in«befondere mit den im Hinterland? sich zeigenden Erscheinungen auf wirtschaftlichem Gebiete, da« Verlange» »ach dem Ab- Z)er Sultan von Marokko und sein Zahnarzt. Der Löwe, der Thron sessel und die »illa. Ueber die Liquidation der Geschähe Mulcy HafibS, de« von seinen sranzisifchen Bcichntzn^n ab-gesetzten letzten Sultans von Marokko weiß der Korrespondent der „TiweS" allerhand zu erzählen. Die größten Schwierigkeiten verursache. wie die „B Z. am Mittag" schreibt, der Fall de» Zahn-arzt«S des Sultans, eines Spanier», der eine hohe Rechnung präsentierte. Nicht etwa für zahnärztliche Behandlung des Herrschers und feines umfangreichen Harems, sondern wegen der durch den Ankauf eine« l«bemve» — Löwe» entstandenen Kosten. Warum sollen schließlich Zahnärzte nicht aucv mit Löwen haalbel» 1 In dem besonderen Falle des Ho -zahnarzte» de» Sultan» handelte e» sich um einc >eise, die der Zahmarzt im Auftrage Sr. Majestät ich Deutschland» unternahm, um daselbst bei £ tnbtd wilde Dirne einzukaufen. Hagenbeck lieferte ^wünschte gegt.-a Barzahlung. Aber der Spar hatte wohl »ichtt genügend Geld bei sich und K na|mi nach Marokko mit gewisse«: hr»m rein doktrinären Widerstande recht behalten, daS Abgeordnetenhaus wird am 30. Mai zusammen-tret«:» uud eS wird für feine Arbeitsfähigkeit den-selben Mangel an Bedingungen finden, der e« vor Kriegsausbruch gekennzeichnet hat. Die deutschen Parteien trifft keine Schuld, wen» sich Szenen wie-verholen, die zum Kennzeichen des österreichischen Abgeordnetenhaus«« gehöiten, die ihm aber sicher nicht zur Ehr« gereichten. Was an den deutsch, bürgerliche» Parteien lag, haben si« getan und haben verknüpft war, zumal wenn der ..nachgenommene Gegenstand' ei» lebendiger Löwe ist, so mußte man die Kosten diese» König» der Wüste schuldig bleiben. Die schwierig« Frage hätte' dennoch wohl ge-löst werden könne«, wenn sie nicht eine eigenartig« Komplikation erhallen hätte. Der Sultan, dem der OperationSstuhl feines Zahnarztes über alle Maßen gut gefallen, hatte den Spanier beauftragt, ihm in Europa eine» Thron zu besorge», der nach densel-den Prinzipien gebaut sein solte. Er mußte, wie jener, beweglich sein und vorn eine» blauen Spuck-naps besitzen. Ein derartiger Thron war in Europa nicht aufzutr«ib«n und so kaufte d r Spanier denn kurz entschlossen einen zw«it«n Operation»stuhl, dessen Annahmt der Sultan ab«r verweigert«. Da aber Ee. Majestät behauptete, den bestellten Thron im voran» bezahlt zu haben, waS jedoch der Zahnarzt energisch beftritt, so ergaben sich neue Verwickelun-gen. Der Sultan wünschte nämlich da« angeblich im voran» bezahlte Geld für den Thron mit den Kosten de« lebenden Lcwen zu „kompensiere»' und beauftragte den Zahnarzt, an Hagenbeck entweder das Geld für den Löwen, oder „zum Ausgleich" den verweigerten Thro», nämlich den Operation«-stuhl, einzusenden. Der Spanier aber verwei>«rt« die Abführung diese« Befehle«. Nu'l ^jütte e» dem Zahnarzt offenbar üb-' t gehen können, wenn er nicht einen Trumpf in I 42. Jahrgang. sie gesordert. Sie wünschen, daß die Er?enntn'.S a»« den Ersahrungen »es Krieges klar und tief genug sein möge, um die anderen Parteien auf denselben Standpunkt zu führen, aus dem die beuischbürger-lichtn Parteien jetzt stehen. Sie wellten ei» arbeit«-sähiges Parlament und verlangte» dc«wegen gewisse Sicherungen. Da dies« nicht gegeben siud/so fürchten sie einen Zusammenbruch des Parlamente« zu« Schade» der Volk«vcrtr«tung. Sie werden aber alle« tun, damit dieser Zusammenbruch vermieden werde. Was an den deutschbitegerlichen Parteien liegt, s«S geschehen, um daS Abgeordnetenhaus feiner Ausgabe im Dienste des Volkes und des Staate» zu »sühren. Aber die denischbürgerlichtn Parteien könne» nicht die Bürgschaft für andere übernehmen und müsse» darum die Verantwortung für die Einberufung dc» Reichsrate«, wenn dieser versage» sollte, ablehnen. Der Weltkrieg. Der Krieg gegen Rußland und Rumänien. Die Berichte des österreichische» GeneralstabeS. Amtlich wird Verlautbart: 2*>. April. An mehre«» Frontabschniit«« letz, haftere» Artillerie- und Minenweiferfener. Der Stellvertreter des Chef« bkS Generalstade«: v. Höf«r, Feldmarfchalleutnant. Die Bericht« der Deutschen Oberste» Heeresleitung. Infolge lebhafter Täiigkeit der russischen Ar» tilleii« nahe der Küste, westlich von kuck, aa Zloia Lipa, Narajoivka und Pntna war iu diesen Ab-ichnitlen auch unser Feuer g'steigert. Hinter »nsen» Linien stürzte nach Luftkampf ei» russischer Flieger ab. Der Krieg gegen Italien. April. Amtlich wirb verlautbart: Heute in den Morgenstunden überfiele» unsere Stur«. Patrouillen einen Stützpunkt i» der Nähe be» nalepasst», machten die Besatzung nieder und kehrte, mit 2'i Gefangenen zurück. | Der Stellvertreter des ShefS des Geueralftabe«: ». Hoser, Fkldmarfchall'Leutuant. Händen gehabt hätte in Gestalt einer de« Snlta» gehörige», Villa in Tanger, dir der Zahnarzt seit Jahrrn b«wohnte> Al« der Sulta» ihn n»n aufforderte. die Villa zu räumen, lkhnte der Spanier diese Aufforderung ab. wodei ihn die spanische, Behörden in Tanger energisch unter stützten. Der Sultan sandte nunmehr eine Anzahl von Sklave», um die Räumung de» Hause» zu erzwingen. Sie fanden da« Gebäude verbarrikadiert und wurde» mit Pistolenschüsskn empfangen. Schließlich wußte man sich keinen andere« Rat, al« durch die Vermittlung eine« Dritte» eine Ao«. söhnung zwischen drm Sultan und seinem Zah». arzt anzubahnen. Es kostete viele Mühe, bis schließ-(ich ein Ucb«r«inkommen zwischen den streitende» Parteien zustande kam. Die Lösung des Problem» war aber auch wirklich überwältigend. Der Sulta» betau seinen Thron nicht, brachte aber auch nicht da« Geld für den Löwe» zu bezahle». Der Zah»-arzt bekam eine gewisse Summe für di« Befriedi« gung all seiner Ansprüche, mußte aber sofort dir Villa räume». Die Koste» für den Löwen aber te-zahlte die französische Regierung, obwohl da« Tier inzwischen bereit» eingegangen war. Da« ist die Gelch'^'e l«m lktztrn Sultan von Marokko und sei- n ^»hrarzt. Leuische Wacht Nummer 34 Gegen Frankreich und England. Berichte deS Großen Hauptquartiers. 2V. April. Heeresgruppe deS Kronprinzen Rupp:echt. schwerstes Trommelieuer vor Tagesanbruch an der ganzen Front von LenS bis C.ueonl liegend, leitete am 28. April die Schlacht ein, von der die Engländer nun zum drittenmal« die Durch« brechung der deutschen Linien bei Arras erhofften. Bi» mittags war der große Kampl entschieden; er rwbete mit einer schweren Niederlage England»! Beim Hellerwerden folgten der sprungweise vorgeleg-ten Wand von Stahl, Staub, GaS und Rauch die englischen Sturmtolonnen in einer Front von etwa 30 Kilometern Breite. Die Wucht deS feindlichen Stoßes nördlich der Cearpe rich'.ete sich gegen die Stellungen von Acheville bis Roeux; dort entbrannte die Schlacht zu außerordentlicher Heftigkeil. Der Engländer drang in das von uns als Vorstellung besetzt« Arleaur) in Oppn, bei Gavrelle und Roeux ein; da lras ihn der Gegenangriff unserer Jnsan-terre. In hartem Ringen Mann gegen 'Mann wurde der Feind geworfen, stellenweise über unsere alten kinien hinaus, die bis auf Arleaux sämtlich wieder in unserer Hä»d sind. Die Verluste der Engländer sind wieder außergewöhnlich schwer. Der 28. April ist ein neuer Ehrenlag unserer Infanterie, die, traft» voll geführt und trefflich unterstützt durch die Schwester- und HilfSwaffen, »ich der Große ihrer Aufga den voll gewachsen zeigte. 30. April. Heeresgruppe des Kronprinzeu 3Tupp»ch!. Nach dem Scheitern des großen Angriffes am 2^. April unlerilahmen gestern die Engländer nur Einzelaugriffe gegen Oppy, nördlich der Slraße von Donai nach Arras. I» viermaligem Anstürme gegen deu heißumstrittenen Ort erschöpften sich ihre Kräfte. DaS Dorf blieb in unserer Hand. Aus bei-den Scarpmfern hielt die starke Kampniligkeit der Artillerie an. Eine vorsichtige «chätzuug beziffert deu Birlust der Engländer am 28. April aus über 6900 Manu, die in und vor unseren Stellungen gefallen sind. Außerdem sind über 1000 Gefangene und 40 Maschinengewehre durch unsere Truppen eingebracht, 10 Panzerkrastwagen zerstört worden. Heeresgruppe des deutschen Kronprinzen. Ge> waltsame Erkundungen der Franzosen suchten gestern morgen den Erfolg des srai'zösischen ZcrflörurigS-feuers gegen unsere Stellungen bei Ber»y au Boc, am Brimont und nördlich von Reims festzustellen. Unsere Grabenbefatzunge» Wiejen die Lorstöße ad. Seit mittags hat sich mit geringer Pause der Feuer-kämpf von Svissoiis bis zur Suippe wieder gestei gert. Er erreichte in den Abendstunden größte Heftigkeit, hielt in wachsender Kraft während der Nacht au und wuchs bei TageSgrauen zu stärkster Wirkung. Das große Ringen im Westen. Aus verschiedenen Berichten der Vierverband' presse geht hervor, daß die große Offensive der Verbündeten an der Westfront langsam zu einer Defensive zu werden beginnt, da die Deutschen lang-sam zu einer gewalligen Offensive übergegangen sind. ES liegen darüber sollende Meldungen vor: Der Reuter Berichterstatter an der englischen West-front drahtel: „Die Deutsche« sind jetzt zu einer surchtbaien Gegenoffensive übergegangen. Wir sind jetzt in eine schreckliche Lage gekommen, aus die wir «:,S seit drei Jahren vorbereiten." Raumgewinn westlich der Maas. KriegSberichlerstatter Rotner drahtet au« dem großen Hauptquartier, daß die Deutschen am West-user der Maas bisher rund ?.'> Quadratkilometer Raumgewinn erzielten. Belhincourt stand tagelang unter heftigstem deutschen Feuer. Die Werke der Stadt wurden zertrümmert. Die Schlefier machten über 700 Gefangene. Die Friedensbewegung. Ans dem Haag wird gemeldet: 28. April. Mau glaub!, hier Gründe zur Zuversicht zu habe», »aft die Stockholmer Tagung gute Ergebnisse zeiti-gen werde. Ein Zeichen dafür sei die Wut der KriegShetzer in allen Länder»! dies sei ein Symptom. Aber glücklicherweise verträten diese weder die Regierung noch die Bevölkerung. Außerdem könne «an erwarten, daß mit Ausnahme der Engländer alle oppositionellen Gruppen, so auch die Pazifisten, aus der Stockholmer Konferenz vertreten sein wer-deu. Der Erfolg werde von drei Tatsachen abhän« gen: l. Ob die russischen Sozialisten genügend An-häuzer hinler sich haben; 2. ob die Mittelmächte zu mäßigen Kriedensbediligungen bereit sind; 3. ob die neutralen Sozialisten zur Herstellung einer Brücke zwischen den Kriegführenden imstande sein werden. Die Antwort darauf werde die Tagung geben. Der Krieg in den Lüften. Meldungen des Wolff Bureaus: 27. April. Am 2a. April war an der West-front die beiderseitige Fliegertätigkeit, besonders in den Abendstunden, äußerst rege. Unsere Bomben-und EckunduugSflieger griffen au« niederer Höhe feindliche Slellrngen und OrlSunterkünfte mit Ma-schinengewehrfeuer und Bomben an. Am 27. April wurden die französischen Lager bei Breuil und Jon-cherh mil 2700 Kilogramm Sprengsloff belegt. ES erfolgten mehrere schwere Explosionen. Der verschärfte U Boot Krieg Meldungen deS Korrespondenz-Büros: Im Monat März find nach endgiltiger Kest-slcllung inSgefaml 450 HandelSsch sie mil 885.000 Brutto Registertonnen durch kriegerische Maßnahmen der Mittelmächte vernichtet worden. Davon sind 345 feindliche Schiffe mit 689.000 Brutto Register-tonnen; von diesen sind 5,36.000 Brutto.Register-tonnen englisch. Ferner wurden 6 Schiffe, darunter 3 feindliche, mit insgesamt .'59 500 Brutto-Registertonnen schwer beschädig», deren Schiffsraum auf längere Zeit für den Handelsverkehr ausfällt Seit Kriegsbeginn bis :J4. März 191? sind damit »ind unter Hinzurechnung der im Laufe des letzte» Bier-teljahres nachträglich bekanntgewordenen SchisiSver-luste 5,711.000 Brutto Registertonnen feindlichen Handelsschiffsraumes verloren gegangen. Davon sind 4,350.500 Brutto Registertonnen englisch. Sie sind 23 Prszent des englischen Gefamtlonnenraumes der Hcimatfiotie zu Ansang des Krieges. Der „Baieler Anzeiger" meldet: Verschiedenen nordischen Blättern zufolge belrägl der versenkte Tonnenraum im April nahezu eine Million Ton-nen. Die Baskler Blätter berichten weiter, daß die englische Regierung die Sperrung von neun weitere» Häfen angeardnel hak. Der Krieg mit den Vereinigten Staaten Staatssekretär Lansing hat namens der Regie-rung der Vereinigten Staaten die Erklärung abge-geben, daß der Abbruch der diplomatischen Bezieh-ringen zwischen Oesterreich-Ungarn und den Ver-einigten Staaten in der Behandlung unserer Staats-angehörigen in Amerika keinerlei Veränderung zur Folge habe. Unsere Staatsangehörigen würden in der Union auch weilerhin alle Rechte und Freiheiten wie bisher genießen und, abgesehen von Fällen indi-vidueller GesctzeSverletzuugen, weder interniert noch konftniert werden. Aus Staiil und ?. Kriegsauszeichnungen. Der Kaiser hat verliehen: das Militärverdienstkreuz >'t. Klasse mit der KriegSdekoration und den Schwertern: dem Leutnant i. d. R. AlfonS JanouS, schw. FcldA.-R. 6; die kaiserl. belobende Anerkennung wird bei Ber-leihung der Schwerter bekanntgegeben dem Ober leutnaut i. d. Ev. Dr. jur. Edwin Ambrofitsch bei einer Kav. Divisions Bäckerei; die kaiserl. belobende Anerkennung wird bekanntgegeben dem Ldst.-Ober-leutnant Oskar Reiss bei Ins. Reg. 87. Auszeichnungen im Justizdienste. Der Kaiser hat verliehen: DaS KriegSkreuz für Zivil-Verdienste 2. Klasse: Dem Oberstaatsanwalt'Stell-Vertreter Rudolf Tschech; den Ersten Staatsanwälten Biklor Verderb« in Marburg. Dr. Franz SellierS de Moranville in Leoben, Dr. Theobald König in Graz : den StaatSanwälten Dr. Ferdinand Dnchatsch ,n Marburg, Dr. Anton Kremzar in Rudolfswer». Dr. Friedrich Bracic in Eilli, Dr. Aiax Pietsch in Graz, Dr. Franz Hradetzky in Klagenfurt; den Staatsanwalt-Stellvertretern Dr. Viktor Sackl und Karl Ptack in Graz, Dr. Karl Weingerl in Cilli, Ernst Stockl in Laibach, Dr. Otmar Hödl in Graz und Dr. Hermann Knasfl in Leoben; den Straf-anstaltSoberdirekloren Adolf Lachmayer in Graz (Sarlau), AloiS Serda in Marburg; dem Straf-anftaltSarzt i. R. kaiserl. Rat Dr. Guido Hofmann in Graz. — Das KriegSkreuz für Zivilverdienste 3. Klasse: Dem SlrafanstaltSverwalter August Böthe in Marburg; dem Kanzleiossizial Karl Lackner in Rudolsswert; dem Wachinspekior Johann Krnsic in Marburg nnd dem staalSanwaltschaftliche» Funktionär Karl Mayer in Oberlaibach- — DaS KriegSkreuz für Zivildienste 4. Klasse: Dem Gefangenen-Ober-aussehe? Matthias Salagow in Marburg, Georg Möslacher in Marburg, Franz Gostic in Marburg, Markus Pcgan, Stefan Koban lind Jofef Bipenz in Marburg; den Gefangenenauffehern Anion Brensak, Josef Kuzelj, Lorenz HaSberger und An-dreaS Utschnig in Marburg, endlich den Kanzlei-oberoffizianten AloiS Breskvar in Laibach und Martin Trojner in Marburg. Dafnis Liederabend. Der Dafnis-Lieder-abend Heim-Deseeu sindcl am 3. d. um halb 8 Uhr abends im hiesigen Stadttheater statt. Da Dr. Descer) verhindert ist, nach Eilli zu kommen, wird der Kam psnist AlfonS Blümel die Klavierbegteitung über-nehmen. Die Genossenschaft der Schuhmacher in Cilli hält am Sonntag den 6. d. um '/,2 Uhr nachmittags im Gasthaus« „zur Traube" ihre die»-jährige Jahresversammlung ab. Nebst dem Tätig-keilS- und Rechenschaftsberichte des Herrn Genossen-schaftsvorstchers Johauu Berna gelangen u. a. auch die neuesten, in da« Schuhmachergewerde tiefem schneidenden Verordnungen, insbesondere betreffend die Preisberechnungen uo» bestelltem Maß-Schuh-werk zur Beratung, zu welchem Gegcnstaud« auch der VerbaiidSobmann des Landesverbandes der Schuhmachergenosjenschaslen Steiermarks, Georg Kristosi aus Graz, sprechen wird. Rohstoffoerein der Schuhmacher. Am Sonntag den 0. d. findet um 3 Uhr nachmittags im Gasthos „zur Traube" die 15. Generalversamm-lung deS Rohstoffvereines der Schuhmacher mit fol-gender Tagesordnung statt: l. Verlesung des Pro-tokolles der letzten Gereralver'ammlung; 2. Rechen-schaslsbericht für das 15. GeichäflSjahr; 3. Geneh-migung der JahreSrechnung. Erteilung des Absvlu-toriumS an den Vorstand und Verteilung des Rein-Gewinnes; 4. Neuwahl des Vorstandes und der ÄufsichtSräle; 5. Freie Anträge; 6. Besprechung über die neuen Preisverordnungen. Weiterbestand von nur zwei fleisch losen Tagen in der Woche. Ä't der Statt-hallereiverordnung vom l6. März wurde bekanntlich von den bis dahin brstandcnen drei fleischlosen Ta gen ein fleischloser Tag aufgehoben, die Giltigkei: dieser Verordnung jedoch gleichzeitig mit 30. April beschränkt. Die Statthalterei teilt nun mit. daß die Billigkeit dieser Verordnung bis auf Weiteres ver-länger« wird. Es bestehen daher auch nach dem 1. Mai nur zwei fleischlose Tage in der Woche un» zwar der Moi>tag uud der Freitag »ud ist außer dem am Montag der Verkauf, sowie die Verabreichung und der Genuß von Schaffleisch gestattet. Die Handels- und Gewerbekammer in Graz zur Durchführung der neuen Preistreibereiverordnung. In seiner Sitzung vom 27. April hat der KriegSausschuß der Kammer unler Zuziehnng von Vertretern des Landesverbandes der HandelSgrcmie'i »nd Genosienschaflen SleiermarkS. deS Gremiums der Uaufmannschafl. der Genossen schast der Gemischtwarenhändler und des Bundes der Kaufleute in Graz die Frage der Durchführung der Ministerialverordnung vom 24. März über die Versorgung der Bevölkerung mit BcdarfSgegcnstän de», beraten. Die Kammer wird einer zieldieulicheu Durchführung dieser Verordnung, die zu einem we> fentlichen Teile in die PreiSprüfungSstellen gelegt ist. ihre weilestgehende Mriwirkung leihen. Nach der Verordnung ist die Kammer befugt, bei den Preis-prüfuugSsteUen ihres Sprengels die Festsetzung von Richlpreisen für bestimmte Bedarfsgegenstände zu be-antragen, d-mnach erwartet die Kammer, daß di: sachlichen Berussorganisalionen des Handels ehestens unter Berücksichtigung der in der Verordnung aufge stellien Richtlinien Grundlage» der Preisbildung von BidarfSgegenständen nnd insbcsonders für die Fest-setzung vo» Richipceifen erstellt werden. Zu diesem Behufe wird der Kaufmannschaft und ihren Berufs-Vertretungen jede mögliche Mitarbeit der Kammer zur Verfügung gestellt. Tschechische Glanzleistungen! Der Kreuz, zeitung wird aus Wien, 20 April, geschrieben: Die heute hier eingetroffen« Petersburger „Nowoje Wiemja" meldet: Die in der russischen Armee rümpfenden lsche-chischen Legionen haben der neu?n russischen Regie-rnng den Eid der Treue geleistet. D e russische pro-vi'orische Regierung hat den gewesenen österreichischen ReichsralSabgeordneten Professor Masaeyk, der j« Beginn des Kriege« über die Schweiz nach London geflüchtet ist end sich feit ungefähr einem Zahr ii Petersburg aufhält, provisorisch zum Diktator ii«» Regenten von Böhmen ernannt. Dem Professor M faryk wird das tschechische RevolutionSkomitee in P«rÄ als tschechisches Ministerium zur Seite gestellt. Wein- und Richtpreise im Petta«er Bezirke. Aus Pettau wird berichtet: Um den Straf befttmmungen der neuen PreiStreibereiverordnnnj lmi 24. März zu entgehen, haben viele Weingartenbeflsn Nummer 35 Deutsche Wacht ©tt.e 8 und Wcinhändler beschlösse», ihre Vorräte an un-ßarifchc oder krootische Händler «begeben «nd von dort werden diese Vorräte als „ungarischer Wein-zu weit höheren Preisen zurückgebracht, wodurch die erwähnte Verordnung umgangen wird. Um diesem Unfug zu steuern, hat der PlNsbestimmuugSuuSschuß ^rr Stadt Petlau am 17. April nachstehende Richt-preise aufgestellt: 1 Weine ty>n einem Zuckergehalt von 11 bis 14'/, Grad und einem Alkoholgehalt von 5 bis 6'/, Grade., 2 Ä bis 2-40 st; 2. Weine von 14'/, b.» 17'/, Graden Zuckergehalt und (>'/, bis 9 Graden Alkoholzehalt 2'80 ft bis 3*60 ft; 3. Weine von 17'/, Graden Zuckergehalt und 9 Graden Alkoholgehalt aufwärts 4 K uud darüber. Sämtliche Preise imstchen sich für Faßware ad nächster Bahnstatien. Spenden für Rann. Da» Stadtgemeinde-amt Rann ersucht un» um v«»ssentlichung nach' stehend bei ihm eingelausener Spenden sür die Opfer deS ErdbebenunglllckeS: Gemeindesparkasfe Marburg Ä 5000, Karl Taborie Semmeriug 10, Kcatzauer Sp-'kasse 10, Sparkasse der Stadtgemeinde Grulich 50. Neutitscheiner Sparkasse 1, von Ersatzkompanie deS JR. 97 RadkerSburg 43, Gesang, und Musikvereiu Radkerüburg 300, Karl Kuhlemann Wien 20, Jolcs Klausner» Witwe «t. Johann 10, St. Heil Wien 10, Sensenwerk Krenhos 20, R. Mikiauc Laidach 200, Oswald Kos-1er S^rzing 6, K. Stuchlik Graz 10, Sparkasie Jtokitnitz 10, Marktgemeinde Weilenftein 50, Gemeinde amt Kapftnberg 445, Ferdinand Stranz Nachsolger Graz 50, Rudolf Gebhard karl-bad 5, Ostdeutsche Rundschau Wien 8, Bosch und Braun Wien 25, Karl kweton Wien 3. Komolauer Sparkasse 100, F. Buchdrucker Urfahr 10, Markigemeinde Mond-sce 20, Stadtgemeinde Lchwanenstadt 10, Bezirk»« sparkofse Reumarkt 10, Markigemeinde Wildon 100, Marktgemeindeaml Wit»on Sammlung 353, Markt-gemewdramt Heuschau 10, Ersatzbataillon dr« k u. k. Infanterieregiments 17 Judendurg50, Oberstleutnant Fridolin Wien 25, Marktge-neinde Golling 1, Gc meinde Franz 20, Gemeinde Gaming 5, Gemeinde JohanneSlal 20, Nina Plentl Graz 50, P. Graz 20, Bürgermeisteramt Buchau 25. Markigemeinde Loser 10. Bürgermeisteramt ^.'obositz 20, Städtische» Rentamt Bilin 10, Paul Ritter v. Schocler Wien 50. Sparkasse Schönlinde 20, Philipp Haas und Söhne Graz 50, F. A. Sarg und Sohn und Co. Wien 100, Hartwig und Vogel Bodenbach 20, Paul R»ppe Linz 20, Schüler der dritten Volkvichulklasfe Unzmarkt 7, Sparkasse Znaim 40, Sparlasse Waid-hofen a. d. Thaya 50, Bürgermeisteramt Schum-bürg 4. Marktgemeinde Oberdorf bei Salzburg 5, Stadtamt Kratzau 10, Gemeinde Schönichel bei Oder-berg 20, Stadtgemeinde B nnifch AS, Rentamt Knimmau 10, Stadtgemeinde Haida 20, Stadtamt Voitsberg 200, Bürgermeisteramt Seestadt! 10, Albert Eifert, Graz 1000, Verband landwirtschaftlicher Ge-no^enschasten Graz 2u00, Sparkasse Mistel 50, R. v. Roßmanit Rothwein 50, Sparkasse Sternberg 50, vereinigte Lederfabriken Flesch G-rlach, Moritz Wien 100, Markigemeinde Greifenburg 5,0, Ge-meinde Gurk 10, Sladtgemcinde Nikolsburg 10, Erste österreichische A-G. für öffentliche Lagerhäuser Wien 20, Ludwig Hupfeld A.»G. Wien 10, Leipuik Lrrndenburger Zuckerfabriken A. &. Wien 10, Otsterr. Eisenbahn-VerkehrSanstall Wien 100, Ölindustrie« Gesetlschaii Wien 50, Sladtg,Miinde Hohenelbe 100, Sparkasse Bade« 20O, Aktiengesellschaft sür Mineral-ilindustrit Wien 1000, vereinigte Texiil- und Druck-fabriken Cosmano» Wien 5i», Landwirtschaftliche Kreditbank für Böhme« 100, Markigemeinde GruS> d ich 10, Stadtgemeinde Leibnitz 200, Sladtgemeindc Oderberg 10, AG. R Ph. Wagner. L. u. I. Birv und Kurz Wien 100, F. Wertheim und Komp. A.-G, Wien 2t», Karl Mez u. Löhne AG. Wien lOO. Haftpflicht und Unfall versicherung A G. Wie» 100, «önigehofer Zementfabrik A.>G. Wien 50, Hutier und Schran; Wien 50, Gemeinde Mauer« kncheii lo, Marktgem^nde Fertach 5o, M. Schaden Girifenburg 10, Stadtgemeinde Rimeistadt 10, Oito Krpirt Jägerndorf 10, G. Mayrhosen St. Johann im Pongau 1, Jo ef Kan s Saalfelden .5, Brandenburger Lpirgelgla» Versicherung A.-G. 2, Gemeinde-amt Krieglach 100, Franz Rapatz Wolftberg 100, Schiuller u»d Komp. A. G. Wien 50, Verbandstoff-wer^k Richter und Komp. Wien 50, Städtische Spar« taffja Linz 2er-fandt durch die ÄuSkunstsstelle für Gemüse- und Kar» toffelbau bei der Stalthalterei in Gra; Burggasse 1, 3. Stock. Iugendbeschäftigung. So mancher, drr ein Ding sür wenige Kronen oder Heller kaust, weiß nicht, dav seine Herstellung oft tagrlange Mühe ge-kostet hat, daß Menschen Zahre brauchten, um sich die Gejchicklichkeit zur lohnenden Arbeitsweise zn er-werben und trotzdem oft darbe» und schwitzen mußten. Dai»m so« unsere Jugend angehalie» werden, sich die Dinge des eigenen Gebrauches, Spiele uud der-gleichen selbst «nzufertigen. Mit Stolz werden solche Erzeugnisse eigene» FleigeS betrachtet, mögen sie auch noch so unvollkommen uuSk,h>'» ; und. wa» die Haupt-fache ist: die jungen Bastler habe» damit «in Siück Kulturgeschichte begriffen uud betrachten sann die Dinge, die ihnen beim B.'suche einer Fabrik als Massenware gezeigt werde», als solche. Wie hoch steigt dagegen der Wert einfacher, aber dauerhafter Stücke, die durch Handarbeit entstanden sind. Zum Staunen über die Ersi»bung»zabcuuserer Maschinen-bzuer gesellt sich d.r Gedanke, wie »iel Liebe und Sorgsalt auf jedes selbstgesertigte Stück verwendet wurde, und wie sehr das Herz des Fleißigen an sei-nem Eigenbau liangt. Und mit welcher Liebe schaut dem jungen Künstler Brüderlein oder Schwesterlein in» Auge, wenn e» von seinem Spielzeug rühmend sagen kann : „Da» hat mein glvßer Bruder sür mich gemacht!" Wer seine» Pfleglinge» mit Rat zur Ba-stelei an die Hand gehe» will, der beziehe den..Ar» beitistofs sür Jugendhorte', der in j>:»em Heste neue Ordeile» mit Abbildungen biingt. Die „Deutsch-österreichische Hauptstelle sür Jugendpflege" in Wien, 8., Florianigosse 39. liefert sür 4 Kioneu jährlich 12 Folgen dieses trefflichen HandduchcS. Karotten und Mähren wertvolle Gemüse. Bei dem voihandenen Mangel an Saat kartoffel» müssen wir uns na h solchen Gemüsearten umsehcn, die bei verhältnismäßig leichter Kultur große nnd sichere Erträge liefern, »»bei wohlschmeckend, nahrhaft «nd bekömmlich sind. Diesen Ansorderun-gen genügen die Karotten und Mohren in hohem Maße. Sie sollten unter den vorliegenden Verhält» nissen in g'oßen Mengen angebaut werden. Da» erforderliche Saatgu: ist derzeit noch vorhanden und in jeder Samenhandlung sowie beim verband lundwirt-Ichasilicher Äenosseiifchaftea in Eggenberg bei Graz, Alte Poststroße 152 v»u 10 Delagrao-m auswärts erhältlich. Der Boden braucht nicht mit Stallmist gedüngt werden, doch sollte er ties und gut g-lockert und nicht zu schwer sein. Die Aussaat kau» jetzt baldmöglichst erfolgen, ober auch auf abgeräumten Beeten im Sommer mehrmals erfolgen. Auf ein Gepiertmeter Gartenbeet »der Feld braucht man nur 1 bi« 2 Gramm Samen, den man vor der Aus-saat mil etwas Sand oder sandiger Erde gut ver-mischt, um eine schüttere, gleichmäßige Verteilung bei der Autsaat zu erzielen. Man kann breitwürfig oder besser in Reihe» aussäen, denen man bei Karotten 20 Zentimeter und bei Möhren 24 Zentimeter Abstand gibt. Zu dicht ausgehende Pflanzen werden baldmög-lichst schütterer gestellt. B.i den kleinen kurze« S«r-ten kann mau von l Geviertmeter Anbaufläche einen Ertrag von 2 Kilo und von den großen, langen Sorten einen solchen von 4 bis 5 Kilo erwarten. Die Karotten können wegen ihres höheren Zucker-gehalteS im Herbste zum Süßen von ObstmuS die-nen und sollten auch au» diesem Grunde eine großt-mögliche Beachtung finden. AuSkünste über den An-bau werden durch die AuSkunftstelle für Gemüse- und Kariosselbau bei der Statthaltcrei Graz, Burggasse 1, 3. Stock, bereitwilligst erteilt. Kein Petroleum sür Private vom 13. Mai an. Da» R-ichSgesetzblalt veröffentlicht eine Verordnung dcS HandelsminislerS. die den ver-brauch von Petroleum in den Sommermonaten 1917 regelt. Es wird bestimmt, daß in der Zeit vom 13. Ma> bis 31. August 1917 Petroleum nur an die Heeresverwaltung, an Eisenbahn- und Schiff-fahrtSunternehmnngen und an jene Verbraucher-kategorien abgegeben werden darf, die von der poli» tischen Landcsbchörde im BerordnungSwege als be-zugSberechtigi anerkannt werden. Hinsichtlich der Auf-stellung dieser Kitegorien ist an die politischen Lan-deSbehölde» ein Erlaß ergangen, in dem diese an» gewiesen werden, die Petrvleumabgabe nur zu ge-statten «n industrielle und gewerbliche Betriebe, die sür den Heeresbedai s arbeite», an kontinuierliche und an solche Betriebe, die Pe-roleum zu technischen Zivecken benötigen, sowie an Bergbau» und Hütten-betriebe, donn an öffentliche Aemter und Anstalten, au laudwirischastliche Betriebe, Handwerker und Hkimarbeiter, die der Pelroleumbeleuchtung in ihrer BetriedSstätte zur Erwerbung ihreS LebenSunter-Haltes nicht (»traten können, an Krankenhäuser, Siechenhäuser, Gefangene»- und Zuterniertenlager und Ärbeiterbaracken, zur Ecmöglichung der unum-gänzlich erforderlichen Beleuchtung ron öffentlichen Straßen, Räumlichkeiten (Stiegen, Fluren und der-gleichen) und von Fuhrwerken, endlich zur Bcleuch-iui'g von Prioatwohnungen in Notfällen (zum Beispiel von Wohnungen, die vollkommen uuzulängli-chcs oder gar kein Tageslicht haben, in Krankheit»-sällen nnd dergleichen mehr). Ferner sind die Lan-desbehörden beauftragt worden, d?e Ausgobe von Petroleum an die genannten Berbraucherkalegorien an Bezugsscheine zu knüpfen, deren Ausgabe den völligen Mangel eines anderen Beleuchtungsmittels voraussetzt und deren Ausstellung bei dem zu ge-werblichen und industriellen Zwecken bestimmten Pet-oleumzentrale. in den übrigen Fälle» durch die politische BczirkSbchörde oder über deren Ermächti-gung durch die Gemeindebehiibe erfolgt. Verpflichtung der Milcherzeuger zur Abgabe von Kansummilch In letzterer Zeit mehren sich die der Statthalter« znr Kenntnis gekommenen Fälle, daß Ätilcherzeuger sich weigern, die ihnen zur Lieserung vorgeschriebenen Milchmengen auch tatsächlich an die Sammelstelleu abzuliefern, oder deu behördliche» LieferungSauftrag überhaupt gänzlich unbeachtet lassen. In einzelnen Gemeinden wird geradezu eiue Agiiation gegen den unter großen Opfern an Zeit und Geld eingerichteten Sammet-dienst betrieben, ja eS kommen sogar Fälle vor, daß Gemeindevorsteher in ihrer uupatriotischen Haltung so weit g'h«,, in pflichtvergessener Weife den Milch-sammeldienst anzugreiseu, bzw. die Verpflichtung der Produzenten zur Ablieferung von Milch öffentlich zu leugnen. Auch die Verwalter der beiden Dienst-stellen sür Milchoerforgnng, die Erntekommiffäre Größbauer in Wetzelsdorf bei Graz und Loh in Brück a. M. haben unausgesetzt mil dem offenen und versteckten Widerstand der Produzenten und ein-zelner Gemeindesunktionäre zu kämpfen. In Berück-sichtigung des Umstandes, daß die Milchablicserung in die Städte nnd Jndnstrieorte unter den gegenwärtigen Umständen die einzige Möglichkeit darstellt, den Kindern im zarten Alter, sowie orwachsenen, aber schwerkranken Personen die unbedingt uotwen-dige Nahrung zuzuführen, veranlaßt die Statthalter« nunmehr gegen das Treiben solcher Gemeindest««!-tionäre bzw. gegen den Widerstand der iLülcherzeuger mit unbarmherziger Strenge vorzugehen. Die Statt-Halter« hat daher an die pol. Bezirksbehörden ein-gehende Weisungen wegen strenger Bestrafung der säumigen Milcherzeuger bzw. der erwähnt«! Ge> meindesuuktionäre ergehen lassen und seien die be-treffenden Persönlichkeiten hiemit nachdrücklichst ge €dte 4 iratftc Wacht umtun 35 warnt, ihren Widerstand, bzw. ihr nnpafriotisches Treiben fortzusetzen, da die schwereren Fälle namentlich dann, wenn durch die Nichteinhaltung der vorge» schrieben?» Lieferung die Versorgung einer größeren Zahl von Perwnen gefährdet wird, der zuständigen Staatsanwaltschaft behuf« Einleitung des gerichtlichen Strafverfahrens zur Anzeige gebracht werden müßte». Verwendung von Eiern in Gast-häufern. Mit der Verordnung des Amtes für BolkSernährung vom 13. April 1917, wurde die Verwendung von Eiern zur Herstellung geistiger Getränke verböte» und die Verabreichung roher und einfach zubereiteter Eier in Gast- und Schankge. werbebetrieben ans die Stunden der Hauptmahlzeiten, da« ist aus die Zeit von 12 bis 2 Uhr mittags und von 7 Uhr bis Uhr abends be» schränkt, wobei als einfach znbereitet harte und weichgekochte Eier. Eier im Glase. Spiegeleier und Eierspeise (Rührei) zu gelte» habe». In der Zeit vor 12 Uhr mittag« ist die Verabreichung von unter Verwendung von Eiern hergestellten Speisen in allen Gast, und Schankgewerbebelrieben überhaupt verboten. Die Hinausgabe dieser Verordnung hat sich mit Rücksicht auf die allgemeine Eierknapp-heit notwendig erwiese». Uebertretungen dieser Verordnung werden, insofern« sie nicht einer strengeren Bestrafung unterlicge«, von der politischen Bezirk«-behördc mit Geld bis zu 5000 St oder mit Arrest bis zu 4 Sonntag den 6. Mai findet um 3 Uhr nachmittags im Gasthos „zur Traube" die 15. Generalversammlung des Rohstoffvereines der Schuhmacher mit folgender Tagesordnung statt: 1. Verlesung des Protokolls der letzen Generalversammlung. 2. Rechenschaftsbericht für das 15. Geschäftsjahr. 3. Genehmigung der Jährest echnung, Erteilung des Absolutoriums an den Vorstand und Verteilung des Reingewinne». 4. Neuwahl des Vorstandes und der Aufsichtsräte. 5. Freie Anträge. 6. Besprechung über die neuen Preisverordnnngen. Der Aufsicbtsrat: Johann ßerna. Ados das neue antiseptische billige Mundwasser. 1 Flasche 80 h. Schampon-IIaarwasser 1 Flasche 1 K 50 h. Herr Hanptmann Z...... schreibt an* dem F*lde : Senden Sie mir noch 5 Flaschen des prachtvollen Stbainpoahaarwa«??;« Glyeerin-Honigereme 1 Tube 1 K. Lanoligen-Toilette-Creme 1 Tube 1 K 20 b. Alpenschnee l Tiegel l K 20 k. Creme Njive 1 Tiegel 50 h. Alabaster-Zahncreme 1 K. Chlorodolzahnpaste 1 K. Gijcerol mit Lanolin 60 h vorzüglicher Glycerinersatz. Fagocim, der Wanatenfresser bestes Vertilgungsmitte), für Mflbel uud Wäsche unschädlich ! 1 Glas 60 fe. Vorstehende gediegene Erzeugnisse empfiehlt Drogerie J. Fiedler, C1U1. Schönstes Andenken Sie erhalten alt Reklame lebensgrosses Bild nach jeder eingeaahiekten Ph*t«grapkie, naturgetreue, («int Ansffthrnng, ein 6 K angefertigt. In Paatelliarben koloriert 161. Porträtatelier Helio«, Wie« IX. Dresdner»tra*»e 124. Ausweis über bis im Ms. Schlachthause in der Woche vom 16. bis 22. April 1917 vorgenommenen Schlachtung»«, sowie die Menge und Gattung de« eingeführten Fleisches. Name des Fleischers Junger Ludwig . «ossär Ludwig . Le» loscht! Jatod füeciaf Franz . Reieuilbcffg Joses Sellat Fran» . . Eicljer Joses . . Zany Biklor . . Gastwiuc Private t« u I •j 13 8 1 I €» n«i»ni ElSSr» c fcj .21 •e U) ä & o =3 i