Deutsche Macht (Arüver „GiMer Zeitung^). '1' *,ai w «««• «».->«» #. -M. Mette],abrij ft. IM, (I. . ä«w,a<,n, «. IRlt «.«„rr^nDuBj «• «">. ®« *■«■« » r». IiikNll, iu« bri Kftcr« ems»«»«,dn «»»»It. ««Hm«, »»se» «l»tt «0« »M Ä- IiHuM »» KttortUi «Rio«. k. BJtnmiftrill.» «mm«. «. kr« ftttactmT« tUglü». ant Cutnatm Xt 6«iut- »I ff««!«»«. »•« »» a»t Bot- .»» »—« Ar. 11. Ut WaAomUal. Redaautionr« imrtofro — Ms»«sci»»tt fDrrb habt. A is diesem Grund? sind die Polen und olle ihre slavischen Sirmmgenofsen von ihren Nachbarn in jeder Beziehung überflügelt war-Jen, uud die in jenen Gebieten wohnenden Na-vvnalitäten habe» nur dann Aussicht, flüssig »ad lebendig zu werden, wenn daS mächtigste Vehikel der Völkerverbindung zu Lande, die Eisen stra ß e n. so weit diese als Fortse-i!»ng der oceanischen Straßen gelte» können, sie in ungehinderten vielseitigen Verkehr mit den thalassischen und oceaniichen Gebieten des Erdtheils seyen werden. Dann erst kann Polen dosten, daß seine fruchtbaren Ebene» ihm das AibettScapital zurückgebe», daß die Bodencul-an:, die ohnehin schon die große Ebene von der Aarthe bis in die Mitte Sarmatiens zu unabseh-bar an einanderstoßenden Getreidefelder» um-Mafien hat. einen höheren Aufschwung nehme, daß die noch vorhandenen Reste der Urwaldun- Kin Fischgericht. yinoKst« aus dem italienischen Volksleben von 9)1. Lion-C l aufiuS. 5lahe bei Genua, am Strande des Mittel-indischen MeereS. dicht an einem Citronenhai», liegt ein kleines Hüttchen, in dessen zwei Räu-»en zwei Fischerfamilien hausten. Beide Fischer «achten an demselben Tage Hochzeit. Jeder jog mit überglücklichem Herzen ein. aber bald dorle man an einer Seite deS Hause« nur Schelle» und Klagen, während daS andere Paar in ssiieden und heller Glückseligkeit dahinlebte. Ein Heiner Schreihals half bald die Freude ver> »ehren, während er drüben zwar gleichfalls er-schien, aber nur, um zu einem Zanktrio die dritte Stimme abzugeben. Es war dort so weit gekommen, daß man eigentlich nur noch bei Ver-Hhnungsscenen einig war. So geschah es denn, daß eine« Morgen«, als Giulio mit Scherzen und Lachen aus der naen Thür entlassen wurde, aus der andern Kmaldo hervorstürzte wie ein angeschossener Eder, und während an diesem Fenster ein Kind aas dem Arm der jungen Frau dem Vater rachjauchzte dort ein infernalisches Geschrei die Begleitmusik ausmachte. Die beiden Männer schritten in sehr ver-lchedener Stimmung neben einander her. *3ch weiß mir nicht« Schlimmere» als gen, die Forsten von Bialowie«, von Bialq-ttock und Dombrawa in ihrem Werthe steigen. d«ß der von jeher bedeutende Reichthum an Viehherden einer mehr inländischen Industrie Stoff und Nahrung gebe, und daß auch der Mensch nicht blo« dem Boden Nachhilfe ange« deihen lasse, sondern daß er auch anfange, über die Ungunst der Natur, wo • sie durch Sümpfe, wie am Narew, daS L \nd zur Einöde gemacht hat. Herr zu werden. Wenn im Allgemeinen das Gesetz gelten muß, daß »ine Nation, welche einer anderen von ihrer physischen und geistigen Cultur mit-theilt, ebensowohl empfängt als giebt, entwe-der indem sie an dein Widerstande, den sie sin-det. die eigene Kraft entwickelt und hebt, oder indem der Empfangende durch allmähliges Ein-leben in eine ihm von Außen gebrachte Cultur unvermerkt eine geistige Eroberung des Brin-genden wird, so muß das Wirke» Deutschlands nach Osten unfehlbar seine Rückwirkung gehabt haben. Und in der That! Polen erhielt seine ersten christlichen Bekehrer von Deutschland, es huldigte d m Ansehen und der Macht der deut-schen Kaiser, es richtete die Verfassung seiner Städte nach dem dentschen Muster ein, bildete seine Civil» und Criminalgesetze den deutschen nach, es wählte deutsche Fürsten zu Königen und »ahm deutsche Künstler, Handwerker und Kaufleute auf. Wenn anderweitig Polen arkch negativ sich gegen deutsches Wesen verhalte» haft, so hat es dies zu eigeneni Schaden gethan, in-dem e« den bei den Deutschen zwischen Adel und Leibeigenen auskeimenden Bürger st and in seinem Hause erstickte. Polen ist gegenwärtig an drei Staaten vertheilt. Daß die deutschen und öster-eichisch-n Polen ein unvergleichlich günstigeres Los traf, ist eine unbestrittene Thatsache. Denn was Ruß-land für sein Polen thut, ist im Vergleich zu dem» was in den zu den deutschenStaaten gehörigen meine vier Pfähle!" brach endlich Rinaldo hervor. „Ich weiß mir nichts Lieberes als meine »ier Pfähle," erwiderte ruhig der Andere. Rinaldo warf dem Gefährten einen arg-wöhnischen Blick zu, als er aber sah. daß Giulio sich nichts Böse« gedacht halte und jetzt froh-lich vor sich hinpfiff, packte ihn der Neid: „Ja, wer die Augen zudrückt wie Du. der mag wohl in Frieden leben." warf er hin. „Ganz im Gegentheil, ich weiß nicht, wie weit ich die Augen aufmachen soll, um Mariuccia*) und die Kleine zu sehen." „Ein Blinder reißt auch die Augen auf und sieht nicht»!" Jetzt verließ Giulio doch ei» wenig seine gute Laune: „Wenn ich blind bin, so bringt mir Ma-riuccia wenigsten« Alles entgegen, während Du um jede Kleinigkeit wettern mußt; keinen Tropfen Milch kann man im Hause halten; sauer wird sie von dem ewigen Donner und Blitz!" „Nun, bei Dir ist da« gute Wetter wenig-stends billig zu haben," rief jetzt Rinaldo. froh, einen Abzug seiner schlechten Laune zu finden. „Wer mit Allem zufrieden ist, wie Du, wem verbrannte Kastanien saftig schmecken, weil sie die Mariuccia gemacht hat, bei dem ist freilich *) Sprich: Mariutscha (Manechen). polnischen Landestheilen geschieht, mehr Rück-schritt als Fortschritt. Rußland benützt daS Land lediglich al« vortheilhafte militä-r i s ch e Stellung gegen den europäischen Westen, und um diese zu behaupten und sicher-zustellen, wird die polnische Nationalität mit allen denkbaren Mitteln in russischer W.ise be-kämpft und ausgerottet. Die polnischen Städte haben für das russische Gouvernement nur als Festu^ngen Bedeutung, sonst ist noch in allen Stävten. selbst in Warschau, wo, wie überall in ganz Polen, adelig: Paläste neben elenden Häusern stehen, jener in der ganzen polnischen Geschichte vorwaltende, durch keinen entwickelten Bürgerftand vermittelte Gegensatz von Adel als dem herrschenden Corps, und Leiber« genen nicht zu verkennen. Warschau hat 84.000®ttt-wohner, darunter 35,000 Juden. Von den übri-gen Städten haben nur Locz. Ludlin und Ka-licz über 10.000 Einwohner. AuS dem bisher Gesagten erhellt, welchen Einfluß die geographische Lag« Polens auf seine Geschichte gehabt hat, und es ist gewiß, daß ein« Nation, wenn sie an ihrem Boden keine physiicheEinheithat. wenn sie obendrein die geistigen Mächte, dieihreinepolitischehätten schaffe» helfe» können, verkennt und zurückstößt, früher oder spä-tervon den mächtigen Nachbarn erdrückt werdcn muß. Die Polen leiden als Slaven unverkennbar unter den allgemei» nen Nachtheilen ihrer Race. Atan sieht dies vor Allem an ihrer Geschichte. Welche Unter-schiede! Selbst wenn man dieses oder jenes deutsche Bruchstück von einst in die Hand nimmt, kann man dann noch gewiss« interessante Studien machen; man steht auch an den T r ü m-nun da« gute Material und die Solidität. Die Trümmer dagegen von romanischen und slavischen Staat«schopfungen sehen alle aus, wie jede Frau eine Heilige; da ist ein leichtes Le-den!" und wieder lachte er höhnisch auf. „Ich verlange so gut wie Du. daß daS HauS seine Ordnung hat und daß sie da« Ihrige thut." sagte nun Giulio trocken. „WaS lachst Du?" „Oh, ich dachte nur. wie die Mariuccia sich wohl ausnehmen würde, wenn man gegen sie austräte; glaube mir. darin sind sie alle gleich, die Wei der alle! eine wie die andere!" „In meiner irrst Du Dich." „Was gilt die Wette? Tritt gegen sie auf, verlange wa« Besondere« von ihr. und da« Unwet-ier wird da fein, mit so viel Regenschauern, daß Du zu Hause fischen kannst." Diese« Gespräch hatte, wie man sich leicht denken kann, nicht in einer Folge stattgefunden ; aber hier und da war ein Wort bei der Arbeit gefallen und al« man sich trennte, jeder mit einem Korb Fische in der Hand, sagte Giulio : „Wir werdens versuchen." Mariuccia stand am nächsten Morgen am Herd, während ihr Kleinchen schlief und berei-tete das Mittagbrod. Sonderbar, sie konnte heut« nicht so fröhlich sein, nicht so heiter sin-gen wie sonst, wenn sie ihren Giulio erwanetete. Er war gar so unwirsch gewesen, hatt« auf ihre Frage, wie sie ihm auftischen soll», nur eine barsche Antwort gehabt und war wieder 2 die geschwärzten und zerfetzten Ueberreste einer in dir Lust geflogene» Pulvermühle. An deut-sehen Trümmern sieht man auch wei>ig oder ga: kein eigentlich zerstörende» Element; man glaubt, die Zeit hübe att.s gethan. An den romanischen nnd slavische» Trümmern oagegeu «rkennl man immer die furchtbare explodirende Kraft, neben der man soal ich die Beschaffenheit der Trümmer selbst vergißt. Gleichwohl stehen die Polen unter den Slave» obenan. Sie sind genetisch z. B. den Tschechen und den eigentlichen Nüssen a» Intelligenz nuD Charakter weit überlegen. Insbesondere ist der Abstand zwischen Polen und Russen sehr groß. Man nimmt dr s an einzelnen eminenten Mensche« wahr. So wiegt z. B. der eine Kopf Bern» Millionen Moskoviterichödel auf. die seit Bestehen Ruß-land» al» Streiter d»S Czns ins Feld gezo-gen sind. Auch an ander» Erscheinungen, wie KoSziuSko :c. jc. zeigt sich der große Abstand. Eine Idee, die allePolen ohne U n t e r s ch i e d b e h e r r s ch t, i st d i e W i e« derher stelln na ihre» Staates. Die Wiederstellun^ Polens ist wie eine Menge an-derer polit,»scher oder nationaler Ideen eine Idee der Zukunft. — Polen ist von 1772 — 1795 als Staat zugrunde gegan-gen. Die polnische Nationalität mit 9 Millionen Seelen besteht »och; allein sie ist in den Händen von Rußland, Preuße» und O.ster« reich, also dreier Großmächte, die zusammen wenigstens 130 Millionen Einwohner besitzen. Schon diese Ziffern beweise», daß, wenn je eui selbständ ge» Pol » erstehen sollte, dies nur durch das Schicksal, durch die Beihilfe fremder Mächte oder N ationen und erst dann durch die 9 Millionen Polen selbst gesch'ven könnte. Ohne die zuerst genannten zwei Facioren bleibt die Wiederherstellung Po-lenS ewig ein Trau »>. Jnndschau sP a r l a m e » t a r i s ch e«.] Man munkelt davon, daß die Majorität sich mit der Ab-sicht trage, die Eongruavorlage von der Tages-orknung abzusetzen, und an die Berathung der Gebührennovlle zu schreiten. Nun. so auffällig wird das nicht in Scene gehen, da die Um-floßung einer bereits einmal »».gestoßenen Ta> geSordnuug dennoch zu sehr geeignet wäre, jenem Verdachte Nahrung zu geben, den nicht aus-kommen zu lassen Zweck der ersten Abänderung der Tagesordnung gewesen war. Aber allen Anzeichen zufolge ist nachträglich doch noch ein A> skuiifismillel ausfindig gemacht worden, die Congruaregulirung so lange in susponzo zu er-halten, bi« die Gebührennovelle zur Zufrieden-heit des Herrn Finanzministers unter Dach und Fach gebracht fein wird. Das allzu dra- ..Deutsche Wacht." stische Mittel der Umstoßung einer bereit» ein« mal u'ngestoßene» Tagesordnung bedarf es hiezu nicht, es genügt die Zurückweisung an den Ausschuß, und einen Anknüpfungspunkt für einen Antrag in diesem Sinne bietet jene Stelle der in der officiösen ..Wiener Zeuung" veröffentlichten Rede des Cultusministers, in welcher den f i n a n c i e l l e n Bed nken der Regierung in so deci^irter Form Ausdruck ge-geben wurde, daß die Majorität kaum hoffen kann, das Congruagesetz in der vom Ausschusse empsohleuen Fassung durchzusetzen. Ein solcher Antrag wird >edoch, wie man versichert, erst in der Specialdebatte gestellt und angenommen werden. Man mag willig zugeben, daß diese Procedur vorsichtiger ist. Mehr aber nicht. Wir wollen getrost abwarten, ob der durch die frühere Inangriffnahme der Eongrua kaum beseitigte Verdacht nicht wieder auslebt. sG a g e n - E r h ö h u n g.s Man schreibt uns aus Wien : Der Gesetz-Entwurs • über die Erhöhung der Gehalte für die unteren O f f i c i e r e und Militärbeamten ist bereits fertig. Aus principiellen Widerstand wird dieselbe voraussichtlich in keiner der beiden Volksvertretungen stoßen, die sich mit demselben zu befassen berufen sind, zumal der öfter, eichi-sehe ReichSrath, dessen Abgeordnetenhaus in der jüngsten Zeit seine Bereitwilligkeit kund-gegeben hat, zum Zwecke der Regelung der Congrua in den daalSsäckel zu greifen, wird nicht umhin können, gegenüber den unmittel-barsten StiatSdienern dieselbe Liberalität zn beobachten, wie gegenüber den Dienern der Kirche, denn auch die Bezüge jener sind zum mindeste» so unzureichend wie die der baldigen Abhilfe entgegensehenden Priester. Im Hinbl.ck auf die Raichheit. mit welcher daS gemeinsame Kriegsministerium die in Rede stehende Ange-legenheit der Erledigung zusührte, erscheint es »m so auffälliger, daß in Beziehung auf die Frage der Regelung der VerpslegSge-bühren der Mannschaft i»i Schoße der Kriegsverwaltung, wie der „Pe'ter Lloyd" schreibt, sehr wesentliche MeinungSverschieden-heilen u Tage getreten sind, welche der Abfas-sung diesbezüglicher eirgiltjger Berichte Schwierigkeiten bereiten, da die Regelung der Ver-pflegSgebühren der Mannschaft unstreitig einem tiefgefühlten Bedürfnisse entspricht und nicht auf die lange Bank geschoben werden darf. sD ie G e w e r b e - C o m m i ss i o n d e S Herrenhauses! empfiehlt in ihrem Berichte die unveränderte Annahme der Arbeiter-Ordnung in der vom Abgeordnetenhaus? beschlossenen Fassung. al>o inklusive des Nor-nialarbeitstages, der von feinem Geringereu als dem Fürsten BiSmarck als eine Unmöglich, feit bezeichnet worden ist. Auch über andere Mängel deS zur unveränderlichen Annahme vinausgegangnn ohne den üblichen Gruß für sie und Giulietta. Er bestimmte doch sonst, wie er. die Fische doch haben wollte, warum brauchte er denn heute so ungeduldig zu sein? Gerade heute, wo sich Mariuccia daraus gefreut hat'e, ihm Giulietta in ihrem neuesten und schalsten Kunststück vorzuführen. „Nun, es ist ihm vielleicht nicht ganz wohl; da hat jeder mal seine kleine Laune," tröstete sie sich. „Weiß ich ja selber, wie Einem zu Muth ist, n enn man sich schlecht fühlt!* und sie seufzte und that einen tüchttge» Zug au» dem Thee-topf, der neben dem Feuer stand. Hatte sie sich nun erkältet oder war ihr die Angst vor dem ersten ehelichen Zwist i'i die Glieder gefahren, genug, sie trank ihre Tisana, eine Art Kamillenauf,uß, das Unioersalheil« Mittel jeder Italienerin. „Vor allen Dingen muß ich ihn zu Mit-tag zufriedenstellen," sagte sie zu sich, „wie mache ich die Fische? mit Sauce gekocht, in Oel gebacken oder als ruppa alla rnarinaia ? Halt, jetzt hab ich'»! ich theile sie in gleiche Theile und mache ihm von jeder Art ein Ge-richt. So muß er nierken, daß ich mir Mühe gegeben habe und dann wird er mich auch wieder freundlich ansehn." Die kleinsten Fische brielen schon, daß der Oeldamps in wahren Wolken, gerade wie von AbelS Opfer, in die Höhe stieg, aus dem u,uieitS die Schulpflicht«-zeit herabsetzt und anderseits die Altersgrenze, von welcher ad Kinder in Fabriken uuo Ge-werbsunlernehmungen znr Arbeit verwendet werden dürfe», hinausschiebt, wonach zahlreiche Kinder zwn Jame hindurch vom Schulbeiuche dispensirl sind, aber eine gewerbliche Arbeit nicht Ihnn dürsen, also sozusagen gesetzlich zum Müssiggang verhalten werde», wird durch diese Resolution wohl anerkannt, aber nicht g löst. Korrespondenzen. Pettau, 31. Iannar. (p.«6.) [Fort-s ch r it t s v e r e i n j Am veiflosfenen Donners-tage fand die ordentliche Jahresversammlung unseres FortschrittvereineS unter reger Bethei-ligung der Mitglieder statt. Die vom Obmann Herrn Wilhelm Pisk und vom Cassier Herrn Spritzer» ersta'teten JahreS« nnd Kassabeuchte wurden beifällig zur Kenntniß genommen. Der Stand der Verein»mitglieder hat durch Ab'eben und durch Wohnsitzveränderung einige Einbuße erlitten, welche aber durch die stattgehabten Neuanmeldungen sofort wieder ausgeglichen wurde. Der von Herrn Dr. Michelitsch gehal-tene Vortrag über die Zie'e deS Vereine» sollte zu regerer Thätigkeit auch aus andere» al» den r.i» politischen Gebieten aufmuntern; er sollte eine östere Anregung wirthsch iftlicher Fragen innerhalb des Vereines herbeiführen. Der Vortragende knüpfte oaran die Hoffnung, s aß es r urch solche Anregungen gelinge» werde, für die Thätigkeit deS Vereines weitere Kreise zu interessire» und so demselben vermehrten Mitgliederzufluß zu gewinnen. Die Neuwahl der Vereinsleitung ergab nachstehendes Resultat: Obmann Herr Dr. Michelitsch, Obmannstelloer-treter Herr Wilhelm Pisk. Schriftführer Herr Alois Kasimir, C »ssier Herr Jguaz Spritze«. Archivar Herr Professor Rudolf Gaupmann. Ausschußbeisitzer Herr Gymnasialdirector Hans Tschanet. Herr Dr. Sixt. Ritter v. Fichtenau, Herr W. Blanke scn., Herr Bolksschuldirector Ferk. Ueber Antrag d s Herrn Pisk wurde schließlich Herr Dr. Carl Bresnig, Advocat. ehedem in Pettau, derzeit in Graz. welcher seil der Gründung des Vereines und bis zu seinem Abgange nach Graz eifrigst und thätigst inner-und außerhalb des Vereines für den Fortschritt gewirkt hat. zum Ehren.nitgliede des Fort» schrittsvereineS ernannt, wornach die Versamm« hing geschloffen wurde. er ging mit Rinaldo und schaute, wenn moi< .lich. noch wilder aus, als beute Morgen Es gab förmlich einen Krach, als er in» Zimmer trat. Der Hut wurde an oen Nagel geworfen, und mit so g waltigem Ruck ließ er sich aus den Stuhl nieder, daß Mariuccia sich im Stillen dazu Glück wünschte, ihm den feste-sten hingeschoben zu haben. Nun hielt er d >S Glas gegen das Licht — Gott sei Tank, es war blank! — goß sich den Wein ein. imuimer mit der schrecklichen, düste-ren Falte zwischen den Ange». und zog die Schussel mit den Fische» heran. „Wer hat Dir gesagt, daß ich die Fische in urnido wollte?" ichnarrte er plötzlich mit Stentorstimme seine Frau an. Sie war schon aufgesprungen. „Oh, laß nur. die w.rde ich für mich neh« nun ; hier sind Bralfischcheu." Er aß eins oder zwei der kleinen knusperigen Dinger: „Schmecken mir nicht!" schnaubte er üt Hellem Zorn. „Wie wolltest Du sie haben?" fragte schüchtern und artig Mariuccia. „So wollte ich sie nicht. daS laß Dir ge« sagt sein!" Mariuccia blieb gesaßt, in» Gefühl ihrer Unschuld. Einen Augenblick lang dachte sie da- 1885 Stcinbrück, an, 3. Februar. (O.-C.) (U n-sere land wirthschaftliche Filia 4 e.j Die k. k. steiermärkische Landwirthschaft-Gesell-schaft ist seil einiger Zeit das Angriffsobject der slovenijchen und clericalen Zeitungen. Diese Gesellschaft, die seit ihrem Bestände in äußerst anerkennender Weise die laitdwirthichasiliche» Jnttressen der steiermärkische» Landbevölkerung ohne Unterschied der Partei und Nationalität vertrat, sich daher den Dank aller rechtlich und vernünftig Denkeaden im vollen Maße erwarb, ist nicht mehr ach dem Geschmacke einzelner Heißsporne u. z. auS dem eintachen Grunde, weil sich die Centralleitung derselben nicht in den Händen der Riickschriuler befindet. Unter den vielen, nicht zu rechtfertigenden Vorwürfen, die der Landwirthschast-Gejellschast gemacht wurden, wiederholte sich immer der, daß die-selbe die Gründung einer neuen Filiale in 11«' tersteiermark, nämlich jene in Steinbrück, be-willigte. Dieser neuen Filiale wird ohnewei-terS jede Berechtigung in Abrede gestellt, eS werden sowohl ihr Wirken wie ihre Mitglieder m abfälliger Weise bekrittelt. Nun wir wollen nicht mit gleichen Waffn kämpfen, sondern nur den Beweis erbringen, daß die Filiale Stein-brück eben dieselbe, wenn nicht größere Berechtigung hat, wie jede andere in Steiermark, wir wollen weiters zeige», daß es für unsere arme bäuerliche Bevölkerung vom größten Nachtheile war, daß sich nicht schon in früherer Zeit Männer gefunden halten, die eine Filiale gründeten. Die bereä »iguuslose Filiale erstreckt ihre Wirk« samkeit, abgesehen von Lichtenwald, über drei Pfarren mir mindestens 000 Grundbesitzern, welchen bisher jede Anregung und Belehrung m landwirthtschastlicher Hinsicht fehlte. In dieser Vernachlässigung liegt eben die Ursache, daß in unserer Gegend die Landwirlhschasl auf der niedrigsten Stufe steht. So z. B. sind für einen ged. ihliche» Obstbau die günstigsten Be-dingunge» vorhanden ; die Verwerthung des Ob« sles ist eine leichte und sichere, trotzdem ist von einer Lbst^ultur keine Spur vorhanden. Wäre m dieser Beziehung schon vor Jahre» etwas geschehen, welche reiche Einnahmsquelle konnte jetzt unsere bäuerliche Bevölkerung haben, wenn man bedenkt, daß in Steinbrück allein die Lbstverkäuferinnen im Kleinverschleiße an 2000 fl. tut das Obst einnehmen, welches Geld zum größte» Theile nach Krain wandert. Bei den diesigm günstigen Verkehrsoerhältnisse» konnte leicht ein Großhandel mit Obst betrieben wer-den. denn die Käufer kommen mit Vorliebe nach den an der Bahu gelegenen Orten. Diese Thatsache sollte doch vem Herrn Michael Voi« njflk, welcher in der „Südsteirischen Post" in der ihm gewohnt verbissenen Weise über die Berechtigung der Filiale sich ausließ als ehe-maligen Steinbrücker und jetzigen Abgeordneten ra», trotzig zu erwiedern; aber em Schrei der «den jetzt von drüben, „von der Wetterseite" wie sie's nannt«, herüberdrang, ließ sie die böse Antwort unterdrücken. „Sage mir, guter Giulio, wie Du sie ha-den wolltest; es thut mir leid, daß ichs nicht nach Deinem Geschmack getroffen habe," sagte sie mit etwas unsicherer Stimme. Je 'anst« jedoch feine Frau wurde, desto mehr gerieth er in Zorn: er spielte eine ganz abscheuliche, eine lächerliche Figur, konnte man jagen. Alle» war daraus berechnet gewesen, d..ß Mariuccia auch wüthend werde» sollte» aber da war ja auch gar nichts, rein gar nichts von Galle! Wenn er sich jetzt nicht mit einem ordent-lichtn Fluch oder sonst einer Krastäußeruug aus der Affaire zog, war er verloren ; das überlegte Guilio, während er sich die Lippen unter dem schwarzen Schnurrdärtchen biß utp, den Kopf finster aus die Hand gestützt, auf seinem Teller starrte. „Sage mir nur dies Eine; wie wolltest Tu die Fische haben? — vielleicht al» zuppa ?" frage abermals schüchtern Mariuccia. Da hielt er sich nicht mehr. In aller Eile iuchle er seine Stimmmittel zusammen nnd brüllte, daß es einem jungen Stier Ehre gemacht haben würbe, indem er mit der Faust auf den Tisch schlug, daß Alles in die Höhen sprang: ,,Z>e«tsch« N«cht." unserer Gemeinde bekannt sei». Was die Mit-glieder der .>iliale anbetrifft, so recrutiren sich dieselben nicht aus dem Beamlenstande. so»der» auS steuerzablenden Grundbesitzern nnd wen» auch einzelne Beamte der Filirle angehören, so g'auben wir. daß das keine Sünde ist. denn auch der Beamte darf hoffentlich ein theilnedmendes Herz für den arme» Bauer haben. Ueber die Thätigkeit der Filiale Rechenschaft zu gebe», fühlen wir uns unseren Gegnern u»d Neidern gegenüber nicht für v.rpflichiet, jedoch nur so viel dien« ihnen zur beruhigende» Wissenschaft, daß die Filiale in ihrem kurzen Bestand« bereits zwei Baum-schulen gründete und daß schon in diesem Früh-jähre mit ersten Anpflanzungen begonnen wer-den wird. Schließlich versichern wir die Patrone der ..Südsteirischen Post", daß die Filiale Stein-brück ihre selbstlose Arbeit im Vollbewußtsein der guten Sache that, und dieselbe trotz Ver-leumdungen und Schimpfereien, mit aller Energie zum Wohle der bäuerlichen Bevölkerung fortsetzen wird. Kleine Eöronik. s Geistesgegenwart des deut-s ch e » Kronprinzen.) Der Kronprinz und seine Gemahlin gingen am 28. d. M. Nach-mittags, die Thiei gartenstraße entlang und wollten eben die Bendlerstraße überschritten, als ein Wagen in schnellster Fahrt in diese Straße einlenkte. Der Kronprinz sah plötzlich die Pferde vor sich und erkannte, daß mindestens seine Gemahlin in Gefahr fchwebte. übeifahre« zu werden. Mit einem Satze fiel er den Pfer-den in den Zügel und brachte dieselben äugen-blicklich zum Stehen. Die Pferde standen wie angewurzelt und jede Gefahr war vorüber. Nach einer kurzen Ermahnung nach dem Kutscher, künftig besser aufzupassen, nahm der Kronprinz seine Gemahlin wieder in den Arm und setzte stinen Spaziergang fort. sE i n schweres U n g l ü ck.J ereignete sich in der Nähe vo» Waga>Waga (Neu-Süd-walcS). Infolge heftigen Regens stürzte der Eisenbahndamm ein, und ein Zug, welcher ge-rade passirte, wurde vollständig zertrümmert. Mehrere Personen wurden getödtel oder verwundet. sEi» Strikt v o n A e r »t e n] ist in Jserlohn auSgebrochen. Sieben dortige Aerzte habe» vor einigen Tagen eine Bekanntmachung erlassen, wonach sie jeoem Mitgliede der Bar-ger-Krankencassa die ärztliche Hilfe verweigern und nur in den dringendsten Fällen solche ge» währen wollen. In letzterem Falle würden Sie den sünffachen Satz der Taxe zum Besten der Huseland-Stistung liquidire». Dieser Strike ist wie die Aerzte angegeben, dadurch entstanden. Alla tisana se vuoi! „Meinetwegen auch in Kamillenthee!" Mariuccia war ganz bleich geworden. Mit dem Kindchen aus dem linken Arm lrat sie an den Küchenherd, nahm einen Tops daraus her-vor und näherte sich ihrem Galten. Einen Augenblick später schw mmen vor ihm in der Schüssel süßliche duftende Blumen« dolden mit Tintenfischen um die Wette: „Ecco, anche alla tisana." „Da hast Du sie auch in Kamillenthee," hatte Mariuc.ia mit derselbe» sanstsreundlichen Stimme gesagt, Giulio wurde dunkel in vem gebräunten Gesicht; er sah so betroffen und verdutzt, so er-. schrocken über diese Unfehlbarkeit seiner Frau zu ihr auf. daß jeder Gedanke an seinen künst-lichen Zorn augenscheinlich erlosch. „Mariuccia . . . Mariuccia! ..." rief er verwirrt, und ehe man noch recht wußte, wie es eigentlich gekommen, halle sie ihn an seinem dunklen Krauskopf, er sie um die Taille gefaßt, und die kleine Giulieita schrie einmal üoers andere ihre neueste Weisheit in die Welt hinaus: „Papapapa * * • So manches Jahr ist seit dieser kleinen Begebenheit dahingeschwunden, aber noch steht das weiße Fischerhäuschen am Citronenwalde ä daß die Mitglieder der Bürger-Krankencasse einen eigenen, fremden Arzt e»gagirt und an-bere Krankencassen bestimmt haben, nur den vo» ihnen gewählte» Arzt in Anspruch zu nehmen. [E i » e bös abgelaufene Pfändung.« Am letzten Montag »ahm ein Gerichts-Vollzieher aus München »i dem benachbarten Orte Freimann bei dortigen OekonomSeheleulen eine Pfändung vor. Nachdem die« geschehen war. fielen die Gepfändeten über den Gerichtsvollzieher her und entrissen demselben in gewalt-sanier Weise nichl nur das gepfändete Baar-gelo. sondern auch deS Gerichtsvollziehers eige-nes Portemonnaie sammt Uhr und Kette. ^D aß Polizisten sich vonFrauen in di-Flucht schlagen lassen,! kommt nicht oft vor. — In Eleveland O., haben kürz-lich 15 Frauen die vo» drei Polizisten verthei-digte katholische St. ProkopS-Kirche erobert, welche auf Befehl deS Bi'chofs Gilmour seit einigen Monaten geschlossen war, da die Ge-meinde sich gegen die bischöfliche Autorität auf-gelehnt harte. sAuch ein F o r t {ch r i t t.J Die Cultur, die alle Welt beleck«, hat sich auch schon auf den Harem erstreckt. Der Sultan hat seinem Harem, um den Damen die Langweile zu vertreiben, aus London eine Collectiv» von vierundsechzig BicycleS und Tricyiles kommen lassen. Die Eunuchen begaben sich persönlich in die Fabrik, um daselbst die Handhabung der neuartigen Fahrzeuge zu erlernen. sH u h n u n d R e b 1 a u S.j Dodille. ein Winzer uus der Nähe von ChalonS, in der Saone (Burgund), hat ein sehr einfaches Mittel gefunden, um d«e Reblaus erfolgreich zu be-kämpfen. Er läßt einen Schwärm Hühner in den Weinberg, sobald die warme Jahreszeit beginnt. Die Hühner picken die Rebläuse auf und verspeise» dieselben. In Paris lachte man erst über diese Entdeckung, allein Dodille hat durch Thatsachen bewiesen, daß seine Hühner im Laufe der l.tzten drei Jahre einen dicht bei seinem Hofe belegenen Weinberg, der stark von der Phylloxera mitgenommen war, vollkommen reinigten und die Rebstöcke gesund machten, während ein ferner gelegener Weinberg, zu dem die Hühner nicht gelangten, fast ganz von der Reb auS zerstört wurde. (Einse'ltanzendeS Pferds Zu den Attraktionen des internationalen Circu« im Coventgarten-Theater in London gehört feit Kurzem ein seiltanzendes Pferd. „Blondin", so heißt der vierfüßige Seiltänzer, ist ein junger Vollbluthengst, der. geführt von seinem Ab-richier Siguor Corradini, das 20 Fuß hoch aufgespannte Seil von 9 Zoll Dicke besteigt und von einem Ende desselben bis zum ande-ren vor und rückwärts schreitet. der Rlviera und grüßt zu dem Bahnzuge hinüber, der die Fremden vorüberführt. Nur hat sich ein Naturspiel daran vollzo» gen ; auch seine Wetterseite wurde zur Sonnen-feite: Rinaldo »nd seine Frau sind längst auS-gezogen und das war nöthig, Giulietta und ihre kleinen Geschwister wollte» mehr Raum haben. Mariuccia ist immer noch die alte liebe Mariuccia, und wenn die anderen Frauen ihr gelegentlich sagen, was sie für eine» guten Mann habe, nickt sie wohl und lächelt dazu; durch ihren Sinn aber geht eine Erinnerung an die ersten Jahre ihrer Ehe und sie denkt an ein Fischgericht. Die Arauen in der Türkei. DaS Frauenleden in der Türkei, so lange mit den Märchenschleier deS Geheheimnißvollen umwoben, tritt in treuerer Zeit immer mehr an die Oeffentlichkeit und natürlich infolge der immer innigeren Berührung mit dem Abend-lande. ES sind leider nicht die schönen „Houns" auS dem Paradies der Propheten, welche unsere hoch ummauerten und von Cypressen umdüster-ten Hare»Sgarlen mit dem Licht ihrer Schön-heit erfüllen, ach nein, es sind recht irdische Gestalten darunter, solche mit unsörmlichen Gliedern und häßlichen Gesichtern, von denen 4 sA ii s de » ©rinnet»»gen einer Ä ü n ft t« r i tu] Frau Jlka Palmai, die auch außerhalb der roth-weiß-grünen Grenzpfähle bekannt« Primadonna des Budapester Volks-theaterS, erzählte jüngster Tage m dem Kreise ihrer intimste» Freunde die folgende pikante Geschichte:......Die Geschichte meiner ersten Entlassung ist überaus charakteristisch für die Theaterznslände in der Provinz, begann die Künstlerin, „und Ihr dürst u»r dieselbe aus'S Wort glauben. Ich sollte in Kaschau in der Gesellschaft der Frau Geröffy zum ersten Male als Operetteusängerin debutiren. Frau Geroffy war keine besonder» gute Sängerin, und in dieser Hinsicht sürchtcte ich sie auch nicht, aber ihre Beine waren geradezu classisch, und in dieser Beziehung konnte ich die Coucurrenz nicht aufnehmen, denn ich war damals recht mager und besonders meine Beine erinnerten an die eine« jL iuvniften. Ich nar verzweiselt und zog meine Garderobiere zu Rathe, die mir iu der That auch zu helfen wußte. Am Abend erschien ich mit zum Platzen gespannten Tricots und schlug die Directrice diS aus die Knochen. Meine Stimme hatte nicht gefallen, aber die künstlerische und künstliche Füllung meines Tricots halte geradezu Sensation gemocht. Man kann sagen, daß ich mit meinen schwachen Beinen das Stück getra-gen habe. Am nächsten Tage erklärte auch die Localkritik, daß meine Beine mehr w.'tth seien als die der Directrice, und einige Stunden später — erhielt ich meine Entlassung. Sie dür« sen besser singen und besser spielen als .ich, schrie die Directrice, aber die Grnndoesten mei-nes Theater« lasse ich von Ihnen nicht er- schütter»....." Ich ärgerte mich damals ge- hörig, aber je älter ich werde, desto deutlicher sehe ,ch ein, daß die Directrice Recht halle." sD»e W t e n e r M a S k e n b ä l l e] haben begonnen, und auf einem derselben ipielle sich bereit« folgende Episode ab, deren Heldin, eine mehr enthüllte als vermummte Schöne, im Rachgefühle eiuschwundener Jugend, da«„Meer" zu repräsentiren versuchte. Seetang und ein kurzes, lief decolletirtes Mousseliukleidchen von meergrüner Farbe, lo wi. em unstillbarer Ap« petit sollten die Vorstellung der wogenden, viel verschlingende» See erwecken. „Liebst Tu das Meer, fragte die Ma«ke einen Herrn. „Ralür-lich," erwiderte er, .aber nicht zur Ebbezeit !" jE s muß ein erhebender Mo-m e n t g e w e f e n f e i n,j al« kürzlich der Präsident des „Kenluki, Lehrer-VereineS" die Verhandlung unterbrach, um folgende ErN> rung abzugeben.- „Meine Herren, ich muß Sie ersuchen, keine Tcbackjauche aus den Teppich zu spucken. ES kostet ungefähr 25 Eeni«. um jeden verursachte» Flecken zu entfernen, und wer von Ihnen willig ift, 25 CentS für jede« Mal Spucke zu b. zahlen, kann Taback kauen, man nur eines nicht begreift, nämlich daß sie hier sind. Man sollte meinen, daß der in Be-zug auf Frauen ungemein verwöhnte Geschmack des vornehmen Türken eine solche Kiptschakin nicht wohl gouliren könne; dennoch stellen die Türkinnen das Gros de« Gros der Harems-schönen. ES gibt auch Französinnen und wohl auch andere Südländerinne» unter diesen, aber keine Deutschen oder Engländerinnen, soweit eS mir bekannt geworden. Die gewöhnlich» Gesichtsfarbe der Türkin-nen ist ein ausgesprochenes Gelb, gewiß schon etwas. daS man bei uns nicht schön finden würde. Eine gelbe Rose kann ich bewundern, aber ein gelbe« Frauengesicht — niemals! Von zehn haben neun verwachsene Zehen, und die Blondinen sind ein Feld für — Sommcrspros-sen. Die alternde Türkin verblüht nicht, wie die Frauen im Rorden und Westen, indem sie dürr und mager wird wie ein im Herbstwind vertrocknete« Blatt, im Gegentheil, sie wird drei« und stark, ja zuletzt eine einzige Fettmasse m>t keinem Schatten von „Figur". Wenn iii die Wahl au« allen hier gesehe-nen Frauen hätte, so irählte ich mir eine „brünette Abessinierin." Sie sind schön, groß und schlank und schwarz wie daS Pique Aß. Ihre regelmäßigen Züge zeigen «inen feinen „Deutsche Macht." sonst aber nicht." Die Herren beschäftigten sich gerade mit der Frage der Errichtung von Nor-malschulen. sEin Ainerikaner, j der von den häufigen Taschendiebstählen in den Slraßen-bahnwagen gehört, beschloß, den Langfingern einen Possen ju spielen. Er steckte daher eine geldleert Brieftasche ei», in die er zuvor einen Zettel mit den Worten: „Diesmal bist Du an-geschmiert. Spitzbube!" gethan hatte, und machte eine Fahrt aus einem Straßenbahnwagen. Beim Aussteigen fühlte er nach seiner Brieftasche — sie w r noch da. Auch der Zettel war noch drin; aber unter dem von ihm geschriebenen Satz standen in anderer Handschrist die Worte: „DaS ist ein sauler Witz und Sie sind ein dummer Junge!" [Alle Erfordernisse.) „Sie können überzeugt sein. Frau Nachbarin. mein Moritz wird ein zweiter Beethoven, Klavier spielt er aus dem Kopfe uud halbtaub ist er auch s l.on." Locates und Arovinciates. CiUi, 4 Jebruar (D i e n st j u b i I o u m.] Der Ehes der hiesinen Staatsanwaltschaft Herr OberlandcS-gerichts-Ralh Duller vollendete am I. Februar sei < vierzigstes Dienstjahr. Dieser Ehrentag gab den Beamten der Staatsanwaltschaft, sowie des Kreisgerichtes überhaupt freudigen Anlaß, dem hochverehrten Jubilar ihre herzlichsten Glückwünsche darzubringen. Herr Oberlandes-gerichtS-Rath Duller stand in schweren Zeiten an der Spitze einer Behörde, welche in einem gemischtsprahigen Lande ganz besonders heftig von der Parteien Has; und Gunst umwogt wird. Mit ganz vesonderer Genugthuung mag er da-her aus sein Wirken zurückblicken, welches nichl nur höheren Ortes volle Anerkennung find, sondern auch im ganzen Unterland« herzliche Syuipaihie weckte. Die Einwohnerschaft vo» Eilli aber, i» welcher Stadt der Herr Ober-landeögerichtS-Rath die größte Zeil feiner Be-amtenlaufdah» verbrachte, hegt nur den Wunsch, daß das vierzigjährige Dienstjubiläum de» gei-stesfrischen Jubilar nicht veranlassen möge, seine ersprießliche Thätigkeit als Staatsanwalt abzu-schließen. jGustav Rodoschegg-j-.) Man schreibt uns auS Pettau: Einer unser yervorragenste» Kämpfer für das Deulschthum, Herr Gustav Rodoschegg, noch vor einigen Wochen bei uns weilend, wurde in der Blüthe seiner^Jahre »on dem unerbittlichen Tode plötzlich auS unserer Mitte geneßen. Der Verstorbene war ein guter, ei» edler Mensch, ein liebevoller Gatte und Vater, ein unermüdlicher Arbeiter für da« all-gemeine Wohl, ei» getreuer Anhänger de« Schnitt, die Augen sind sprechend und glänzend, die Lippen roth und voll. Das schwarte Haar rollt lang hinab, ist aber weder seidenweich noch glänzend. Sieht man sie so im grellsten Contrast mit ihrem weißen BuruuS, so hat man ganz den Eindruck eine« entzückenden Ge-mäldes. An Festtagen kleiden sich die Frauen gern in bunte lebhaste Farben; die Füße stecken in spitzen Pantoffeln von gelbem oder rothem Le-der mit untergelegten Holzpantinen, um sie vom Schmutz der Straße rein zu halten. Aber die Abessinierin geht, als die wahre Tochter HamS stets barfuß. Ihre Knöchel sind dünn und zerbrechlich, und Knöchel ist das Ganze bis zum Knie. DaS Bein ruht mitten im Fuß, der (eiber sehr, sehr flach ist. Das ist „Handelsmarke" afrikanischer „Haremswaare," und der Fehler de» flachen Fußes erniedrigt bei Manche» den Preis der sonst klassisch schönen Töchter Abes-sinienS." Aus der Straße sind die Frauen Muster der Schicklichkeit. Sie würden dort nie mit einem Manne sprechen, obgleich sie den Frem-den (das heißt den Ausländer) mit eine.t Ausdruck kindlicher Verwunderung anstarren. Ver» lobte dürfen zusammengehen und sprechen urd man erwartet von dem Liebhaber, daß er sei-»er Angebeteten nächtliche Serenaden bringe. 1885 Fortschrittes, ein eifriger Förderer des oeutschen Schulvereines. Mit Stolz nannten wir ihn den „Unseren". Unser Stolz wird er a»ch bleiben für und für. Er war ein deutscher Mann in de« WoneS schönster Bedeutung. Mil seine», einfachen, schlichten Wesen, aber mit einem edlen H«rzen in der Brust, da« sür Wahrheit, für Recht und das Deutfchthnm erglühte, mit sei-ner unerschütterlichen UeberzeugungStreue gewann er alle Herzen. Im Kampfe um die edlen Gü-ler deS Menschen überall vora.', half er manchen schönen Sieg erringe». Sein Hingang hinterläßt uns eine nicht auszufüllende Lücke. Schl'f wohl. Du edler Todter, wir werde» stets Deiner dankbar gedenken. Ruhe in Frie-den! [ IX n t e t |'t e i r i { ch e r I a g e r t a g. j Der «m Sonntag im Cillier Casino stattuefan-dene Jägerlag war vo.i Jagdfrennde» aus dem ganzen Unterlande recht zahreich besucht. Herr Forstoerwalter Hiltl hielt einen sehr »istrucli-v.n Vortrug über die anatomi'chen und physiologischen Eigenthümlichkeiten des Auerwildes, nach dessen Beendigung ihm unter lebhaftester Acclamalion von de» Anwesenden der Dank ausgesprochen wurde. In der sodann folgenden Discussion über Iagdangele anheilen wurde der Anlraa gestellt, es möge di in Rr. 12 der Mittheilungen deS steiermärkische» Jagdschutz Vereines veröffentlichte Arbeit des Delegirte« Dr. Hoifel angenommen und eventuell ergänzt werden. Es wurden auch drei Ergänzungsan-träge gestellt und angenommen nnd zwar I. Die Abschußzeit des Rebhuh eS soll nur bis 15. De-eember. 2. jene deS Hasen vom 15. September bis letzten December ausgedehnt werden. 3. Alle Jagdpächter, welche eine Jagd über 1000 Heft, besitzen, seien v. rpflichtet, sich einen B«russjäger zu halt«n. — All« diese Beschlüsse werden mit einer von den Anwesenden angenommenen unD unlerzeichneten Resolution an ta« Präsidium des steiermarkischen Jagdschntzvereines einqe-schickt. Deu Wortlaut dieser Resolution werden wir iu einer der nächsten Nummer veröffentlichen. — Die Theilnehm r der Versammlung blieben in heiterer und animirter Stimmung bis tief m die Rächt beisammen. [D e x I n ri ste n v e r e i n in ® i II i] hielt am 31. Januar im Sinne des § 8 6« VereinSstituten unter zahlreicher Beiheiligutiz die Generalversammlung ab. Der Cassier. Herr GerichtShos-Adjnnct Toplak erstattete den richt, wo:aus ihm von der Versammlung dm$ Ausstehen von den Plätzen der Dank votirt wurde. Bei der sodann vorgenommenen Neuwahl des Vorstandes wurden folgende Herren gewählt, und zwar als Obmann der KreiSgerichtSpräfi-dent Hofrjth Heinricher, a!S Obmann-sl ll-vertreter Dr. Johann Sajooic. als Cassiec Adjuncl Toplak und als Schriftführer Rath»« Es muß schon eine starke Schöne sein, welche dieser (unter uns gesagt) Ohrenqual unbewez-lich Stand hält; so schwer, Prüfungen kan» ihr das Eheleben nicht mehr bringen, es man denn, daß er — noch einmal singe. Die ehernen türkischen Vorschriften übet Frauenleden werden mehr und mehr üurchbrs-chen, wi« es zum Beispiel jetzt nichts Ung>. wohnliches mehr ist. daß Türkinnen allein übet Land reisen und sogar fremde Länder besuche». Wie anders noch zu MuradS III. Zeiten (reg. 1574—1595)! Damals dursten sich die Frau» nicht in helle Farben kleiden sie durften nichl ohn« ihren Gatten auf dem Wasser fahren.««» wenn ein« Frau auf der Straße allein betroffen wurde, war es die Pflicht und daS Recht jedes MuradierS. sie zu schelten und ihr aufjit-geben, sofort nach Haus zu gehen. Heute sind, wie gesagt, die Vorschrift« weniger streng aber so weit sie bestehen, werd» sie ernst genommen. Heule sieh« man die Frau» an allen öffentlichen Orten im Wagen, aus der Straße, im Bazar. wo sie Einkäufe mache», und auf den stillen Friedhöfen. wo sie zufrieden — frühstücken. Aber sie nehmen sich doch sehr in Acht, sprechen nie mit einem Fremden ans der Straße; und wenn sie Verehrer besitzen, s» sieht und hon« di« Welt nicht, es wäre den» die stille W«lt der Nachtigallen und der Rosen. 1885 secretär Lulek. AIS Ausschüsse wurden gewählt die Adjuncten Schwentner »nd Dr. Pevetz, ferner Dr. Stepischnegg. Alle Gewählten erklärten, die auf sie gefall'»« Wahl anzunehmen. Nach-dem schließlich f.stgeftzt wurde, daß die zur Besprechung der juristijchen Fragen abzuhalten-den Vereinsveriammlungen jede» zweiten SaliS-tac> im Vereinslocale stattfinden sollen, ging die Versammlung mit deui Wunsche auseinander, daß alle Vertreter des Advocmenstandes sowie die Notare dem Juristenvereine beitreten und die Bernnsverfammlungen frrqaentire» mögen, weil sich erst dadurch ein reaere« juristisches Leben erreichen läßt. [E i s e n d a h n t a g.j Der am 2. d. in Gonoditz abgehaltene Eisenbahntag, welcher von Interessenten sehr zahlreich besucht war, er-klärt sich e'nst.mmig sür den Van der Eisen, bahn Poltschach'Sanerbrunn-Rohitsch. Es wurde auch ein diesbezügliches Comite« mit Herr» Tr. Lederer als Obmann gewählt, welches vor-erst in dieser Angelegenheit sine Deputation an das Handclsmioisterium in Wien entsenden wird. [21I p t n o t r e i i>.] Die Jahresversammlung der Section „Cilli" des deutschen und östcrr.ichijchen AlpenvereineS, welche am 29. Ja-nuar d. I. stattfand, war zahlreich besucht, und die lebhasten Debatten lieferten den beste» Beweis sür daS Interesse, welches die Alpinistik in immer höherem Grabe erweckt. Der Vor-stand Herr Dr. Stepischnegg erstattete einen ein-gehenden Jahres- und Rechenschaftsbericht, welchem zu entnehmen st, daß die seit Ende April 1884 brfteheiioe Section 40 Mitglieder zählt, daß sechs Ausschußfitzungen staltfanden, jedoch nur eine Monatsoeriammlung abgehalten werden konnte, daß weiters fünf Vereinsansflüge — darunter ein g»ößerer in die Sannthaler Alpe» — arrangirt wurden, und daß die See-tion auch bei ver Generalv rsammlnng in Eon-stanz und zwar urch Herrn Sonnenberg ver-neten war. Da man nur üd.r äußerst geringe Geldmittel verfügte, so war es auch nicht mög-lich. Bedeutendere» zu leisten, und der Ausschuß halt- sich daher aus die nothwendigsten W-ge-Verbesserungen und Markirungen im Oistriza-gebiete beschränken müssen. Ra hdem dem Aus-schusse der Dank sür die Geschäftsführung vo-tirl, hiebei aber auch der Wunsch ausgesprochen worden war, daß die Monatsversammlungeu in Zukunft regelmäßig abgehalten werden mö-gen, wurde zur Reuwahl geschritten, der zufolge der Ausschuß pro 1885 aus den Herren: Dr. Glantschnigg, Em. Riedl, F. Sonnenberg und Dr. Stepischnegg besteht. Schließlich wurden uoch mehrere Anträge gestellt und angenommen, worunter blsonders jener des Ausschusses, bei der Centrale um iine ausgiebige Geldaushilfe dehufs ZugängUchmachung der Sannthaler AI-pen und hauptsächlich Herstellung einer besseren Lerbindung mit Kram ü^er den Steinersattel anzusuchen und dieses Ansuchen bei der die«, jährigen Generalversammlung in Villach energisch zu vertrelen, bemerkenSwerth ist. In der Sitzung vom 3. Februar d. I. hat sich der Ausschuß constituirt und die Herren: Dr. Ste-pischnegg zum Vorstände, Dr. Glantschni g zum Lorstands Stellvertreter, Bergrath Riedl zum Zahlmeister und F. Sonnenberg zum Ausschuß-beisitzer gewählt. Obwohl unsere Stadt mit Vereinen reich gesegnet ist. glaubt der Ausschuß doch die Hoffnung aussprechen zu dürfen, daß der Section „Cilli" noch recht viele Mitglieder beitreten werden, da wohl wenige Vereine ihre» Angehörigen fo bedeutende Vortheile bieten, als gerade der deutsche und österreichische Alpen-verein, und die Förderung alpiner Zwecke in innigster Verbindung mit jener de« Fremden-verkehrS steh«, welcher ja auch für Unterfteier-mark und besonders für unser schönes Sannthal u«'' dessen Gebirgsumrahmung von so eminenter Wichtigkeit ist. Beltrittserklärungen werden von jedem Ausschußmitgliede entgegengenommen. [D aS Handelsgremium in Pße t-iau] wählte in seiner am 28. Januar abge-haltenen constituirenden Versammlung Herr C. «asper zum Odmanne und Herrn.Victor Schul-fmk zu dessen Stellvertreter. AI« Ausschüsse wurden gewählt die Herren: I. Kasimir, F-Fersch, W. Black, G. Jeuniker, I. Kollenz, A. „iinitiqx Jurza und C. Fürst. Als Ersatzmänner: I. Wegscheider und A. Sellinschegg. sFeuerwehrkränzchen.j Die freiwillige Feuerwehr von Cilli hat für das mor-gen stattfindende Kränzchen ihre wirklich um-fassenden Vorkehrungen beendigt. Prächtig und geschmackvoll decorirt harre» die Casinolocali-täten der geladen.'» Gäste. Die Musikkapelle des einheimischen 87. Regimentes ist bereits, 36 Man» stark, vo» Graz hier eingetroffen, um »eben dem heute am Abende stattsindenden Concerte morgen die Tanzmusik zu besorgen, und das Kränzchen, welches nach den bisherigen Anmeldungen zu schließen, auch von auswärts zahlreich besucht werde» wird, zum Mittelpunkte der diesjährigen Faschingsvergnügungen zu ge-stalte». [Bolzschütze n-G e s e l 1 ch a f t.] Des Fenerwehrkränzchens wegen unterbleibt auch am kommenden Freitag das Bolzschießen im Casino. sVe t e r a n e n t r ä n z ch e n.j Das am 2. d. in den Casinolocalitäten abgehaltene Kränzchen des Cillier Militär-Veteranen-Vereines er--{reute sich eines sehr zahlreichen Besuches dar-unter sich die Spitzen der Civil- und Militär-behörde», sowie auch der Abt Ritter von Wretschko befanden. Die Beamtenschaft, das OfficiercorpS und die Bürgerschaft waren eben-falls stark vertreten. Von auswärtigen Vetera-nen waren namentlich aus Tüffer viele erschienen. Tos Reinerlrägniß, welches dem Unterstützungs-fonde zufloß, war ein recht namhaftes. Das Kränzchen selbst war ein recht animirteS, und die Tanzlust, welche durch die verlockenden Weisen der Cillier MusikvereinScapclle so recht entfesselt wurde, eine geradezu unstillbare. Erst um 5 Uhr früh fand dieses CarnevalSvergnügen seinen Abschluß. [Ei n P s e u d o b i i ch o f.j Der Grund-besitze? Jacob Kovac in Wellifchdorf (Gemeinde Tücher») wurde dieser Tage da« Opfer eines ziemlich durchsichtigen Schwindels. Bei dem Ge-nannten quartierte sich nämlich der Vagant An« lon Jur^e unter der Angab', er sei ein Bi-schos, ein. Der Grundbesitzer, in der Freude, einen so illustren Gast zu besitzen, nahm auch keinen Anstand, demselben ein Darlehen von 50 fl. zu oerabfolsien, wie er denn auch für den vermeintlichen Bischof durch vierzehn Tage einen opulenten MittagStisch, auf dem täglich Rindfleisch, Brate» und alter Wein erscheine» mußten, besorgte. Ziemlich spät und wahr-scheinlich erst durch das Nichteinhalten der Fastengebote seitens des Bischofs dämmerte dein biederen Landmanne die Einsicht auf. daß er es mit einem Schwindler zu thun habe. Er machte endlich die Anzeige, aus welche hin der Hochstapler dem hiesigen KmSgerichte eingeliefert wurde. [Z u r e chtgewiesen.1 Räch dem Tod« des Aduocalen Dr. Anton Pruß wurde bekanntlich Herr Dr. M. Lederer in Gonoditz zu dessen Stellvertreter ernannt. Da sich indeß der Concipient deS Verstorbenen, ein ehrgeiziger Jurist namens Dr. Johann Rudolf den Titel eines Substituten beilegte, so sah sich die Advocatenkammer in Graz. welche davon Kennt-niß erhalten hatte, veranlaßt, demselben einen zurechtweisenden Wink zu ertheilen und hievon die Gemeindevorstehung Gonobitz mittels einer Rote vom 28. Januar l. I., Z. 53, zu ver-ständigen. ^Verunglückt.! Der in der di Centa-fchen Holzschleifern zu Lahombl bei Tüffer be-dienstet gewesene Arbeiter Thomas Supan wurde am 31. v. M., als jer das große Triebrad reinigen wollte, von demselben ersaßt und zu Tode gequetscht. [Z um f ü n f t * n M a 11 a l> g e b r Deutschlands, Herausgegeben von Dr. Heinrich Friedjung, Wien, I. Tein-saltSstrage 11. Inhalt Rr. 5, vom 1. Februar 1885 : Die Magyarisirung der deutschen Schulen in Ungarn. (Aus Ungarn.) Von H. — Oester-reichisch deutsche Zoll.inigung. Von H. Fr. — Die Arbeiterverhältiilsst Nordböhmens. (Unter-suchungen über die socialen Zustände in den FabritSbezirken des nordöstlichen Böhmen. Von I. Singer.) Von Fr. — Die Bürgermeister-Wahl in Wien. Von x. y. z. — Die Rede Eduard Gregr's. — Die Fragen deS Tage«. — Feuilleton : Ei» Blatt aus Theodor Momm-sen's „Römischer Kaisergeschichte". Mitgetheilt von Wilchelm Scheret. — Literatur. Theater und Kunst: Die Brüder Grimm und Dahl-mann. Von Anton E. Schöndach in Graz. — Bücherschau. — Probenummeru gratis und franco. [Afrika.] Der dunkle Erdtheil im Lichte unserer Zeit. Von A. v. Schweiger Lerchenfeld. Mit 390 Illustrationen hervorragender Künstler. 18 colorirten Karten :c. (In 39 Lieserun-gen ä 30 Kr.) A. Hartleben« Verlag in Wien. Von die em äußerst zeitgemäße» und in den weitesten Kreisen mit ungeteiltem Beifall ausgenommenen Werke liegen drei Lieferungen vor, mit denen der Ad«chnitt „Süd-Afrika" zum Ab-schluß gelangt; der Verfasser hat aus dem Raume, der ihm hierfür zur Verfügung stand, ein präg-Nantes Bild der Länder und Völker, der poli-tischen Zustände und ethnographischen Eigen-thiimlichkeiten jener entlegenen Region des dunk-len Erdtheiles entrollt und sein« Mittheilungen mit einer interessanten Schilderung aller, jene Länder betreffende» Forschungsreisen, darunter jene Emil Holub's, abgeschlossen. Angtl«g«nhei-ten von der größten Aktualität, wie di« neu-esten Vorgang« im Zulu-Land und im West-Griqua-Land, die sich erst vor wenigen Wochen abspielten und zum Theile noch »n Zuge sind, werden in diesen Heften bereits zur Sprache gebracht. Selbstverständlich fehlt auch das viel« genannte Angra Pequena nicht, dessen geographische und culturelle Verhältnisse eingehende Würdigung erfahren. Die Illustrationen jrnd auch in diesen Heften durchaus gelungen, be-sonders hervorgehoben zu werden verdient aber die schöne Kartentafel, welche in einer Haupt-karte und 4 Nebenkarten die .bodenplastischen Verhältnisse mit größter Genauigkeit und Prä-cision der Darstellung zur Anschauung bringt. Der Carton „Kamerun" enthält alle nur wün-schenswerthen D«>ailS. Alles in Allem: wir haben eS hier mit einer sorgfältigen und ge-diegenen Arbeit zn thu». Die nächsten Hefte werben sich unter Anderem mit dem Congo-Becken und der großartigen Bewegung, welche die Neuordnung der Dinge in diesem weilen Erdraume geschaffen hat, beschäftigen, so daß man der Fortsetzung des Werkes gewiß mit Spannung «ntgegensehrn darf. IJnhalt der Wiener Hau«-frauen-Zeitung Nr. 5 :] Die Gemüth-lichk«it. Von Franz Langauer. — DaS Kino beim Spiele. Von MauruS Hoffmann. — Fra- Deutsche ZSachl." 1885 gen und Antworten. Correspondenz der Redaction. Aerztliche Brie e. — Antworie n der Redaction. — Für HauS und Küche. — Menü. — Album der Poesie: Grund von Alfred Friedmann. Ich möchte sein. Von Minka. — Schach-Zeitung. Redigirt von Ernst Faltbeer. — Räthsel-Zeitung. Redigirt von Bertha Widholm. Das Tagebuch einer Frau. Räch dem Französischen von Octave Feuillet. — Feuilleton: FaschingSbranche in den österreichi« schen Alpen. Von Ernst Keiter. — Kleine Th a-terbelrachtungen. Von Heinz. — Eingesendet. — Inserate. — Preis halbjährig fl. 2.50. Hingesendet.*) Geehrter Herr Redacteur! Indem ich Sie um gütige Aufnahme der nachstehenden Beschwerde in Ihr geschätztes Blatt bitte, hoffe ich. daß falls dieselbe vor die Augen der maßgebenden Behörden gelange, vielleicht doch eine Abhilfe stattfinden könne. Wenn schon di« normale Handhabung der mit der EinHebung der Verzehrungssteucr ver-bundenen Maßregeln der ControlSorgane an und sür sich einen nicht unbedeutenden Druck besonders auf GewerdSlente mit regeren Ge-schäften zu üben geeignet ist. so muß dieselbe aber, wenn sie in Chicanen ausartet, geradezu eine unerträgliche sür den mit Steuern ohnehin über-hausten Geschäftsmann werden. Daß aber die GewerbSparteien von Seite der hiesigen VerzehrungSfteuerpachtungSorgane, unter denen besonders ein erst vor Kurzem nach Cilli gekom« mener Bestellter die Hauptrolle spielt, wirklichen Chicanen ausgesetzt sind, soll hier durch einige Thatsachen illnstrirt werden. Inwieweit dabei aber auch gegen die bestehenden Gesetze und zum offenbaren Nachtheile sür die Gewerbs-leute selbst gehandelt wird, darüber möge die competente Behörde, die meinen Namen bei der löbl. Redaction deS jBlatteS »öthigensalls erfahren kann, selbst entscheiden. Im Monate December v. I. wurde ich mit Beanständung bedroht, weil sich die um 7,1 Uhr Mittags angemeldete Schlachtung zweier Schweine aus unvorgesehenen Hindernissen um ungefähr 12 Minuten verzögert hatte. Von der auS diesem Grunde verlangten nochmaligen Versteuerung dieser Thiere wurde aber dann abgegangen, als ich eine von mir geforderte Zeugengebühr von 53 kr. für einen angeblich als Assistenz mitgebrachten Polizeimann erlegt hatte. — An, 29. d. hatte ich wieder die Schlachtung eines Schweines für 2 Uhr Nachmittags angemeldet. Des hohen Schnees wegen aber traf der Lie» ferrnt eine Viertelstunde später ei». Mein so-gleich und in Z'Ugengegenwart unter Aufklärung deS Sachverhaltes vorgebrachtes Ansuchen um Uebertragung der SchlachtungSzeit von 2 auf 4 Udr Rachmittags, wurde als unzulässig zurückgewiesen und ich zur Neuanmeldung ver< halten. Dann aber wurde diese Schlachtung um '/, 3 llhr gestattet, weil dasselbe Schwein zum zweiten Male versteuert worden war. WeiterS wird bei jedesmaliger AuSkellernng von Wein im Großen dk Annahme der bezüglichen An-Meldung seitens der Pachtung an die Angab« des Namens des Aduehmers geknüpft, was eine offenbare Preisgabe des Geschäftsgeheimnisse# ist und eben auch gesetzlich nicht begrün-det erscheint. Während auch weiterS die Pachtung den gesetzlich steuerfreien Füllwein für VorralhSweine in den Schankkellern den Parteien vorenthält, knüpft sie die Freigabe desselben inVor-rathskellern an die Versiegelung der Gebinde, also gewissermaßen an eine von ihr erfundene Einführung, die nirgends eine Begründung sin» det. da der Füllwein für Vorräthe unter jeder Bedingung und in allen Kellerräumen gesetzlich steuerfrei ist. Vorderhand sollen diese Fälle der Oeffent-lichkeit übergeben werde». Eine Reihe anderer halten wir bis auf Weiteres noch in Re-serve. Hochachtungsvoll Ein steuerpflichtiger Geschäftsmann au« Cilli. •) 3üc ,Torra und Inhalt ist die Redaction nnH verantwortlich. Seit mehr als 40 Jahren ist da« Dr. Pop p's ch e A n a t h e r i n-M u n d w a s se r von de» ersten medicinischen Autoritäten, wo-runter wciland Pros. Oppolzer, vielsa t> verord-net worden, Professor Dräsche wendete es erst kürzlich im Wiener k. k. allgemeine» Krankenhause mit großem Erfolge an und wird dies neuerdings von Herrn Professor Dr. Schnitzler bei Krankheiten von Mund, H^ils und Rachen-höhle, sowie des Zahnfleisches mit bestem Erfolge angewendet. Es ist da'ier sür Viele, welche das Ana-therin-Mundwasser von Dr. I. G. Popp, k. k Hos-Zrhnarzt in Wien (zu haben in de» Apotheken CilliS) gebrauchen, ein ebeu>o sicheres Heilmittel, als unentbehrliches Präservativ ge-worden und durste es für Jeden werden, den irgend eine Mund-, Hals und Zahnkrankheit zu seinem Gebrauche veranlaßt. Gleichzeitig sei hier vor den schwindelhaf-ten und ost schädliche» Fälschungen deS Dr. Popp'schen Anatherin-MundwasserS gewarnt, welches den behandelnden Arzt gewöhnlich im Sti li ließ, und aufmerksam gemacht, daß jede Original-Flasche am Halse mit einer registrir-en Schutzmarke als Kennzeichen der Echtheit verfehen ist. Hiermit ist auch das Renommee und der ausgebreitete Versandt dieses Heilmittels ein wohl begründeter, welches weit über die öfter-reichischen Grenzmarken, in ganz Europa, selbst in Amerika und Australien «eine Verehrer hat und immer neue erwerben wird. Rebstbei sei auch die berühmte Anatherin-Zahnpasta, sowie das vegetabilische Zahnpulver von dem k. k. Hos-Zahnarzte Dr. I. G. Popp in Wien in Betracht gezogen, welche auch beliebte und bewährte Zahn-ReiniguugSmittel sind. rtl»«tcr bestes Tisch- mit WÄNWliÄ, erprobt bei Husten, Halskrankheiten, Magen- und Blasenkatarrh. Hfinrifh Mattoni. Karlsbad und Wien. ' L____I Yolkswirtyschaftlich-s. [Kein A g i o z u s ch l a g.) Auch von, 1. Februar ab wird bis auf Weiteres ein Agio-zufchlag für die in Silber ausgedrückten Ge-bühren von Seite der Eisenbahnen nicht ringe-hoben. [Frachter Mäßigung für frisches O b st.] Das Handelsministerium hat aus An-suche» deS Obstdan-VereireS für das König-reich Böhme» mittels Erlasses vom 20. Januar 1885 auf den t. k. StaatSvahnen, eventuell auf sämmtlichen übrigen österreichischen Bahnlinien eine bedeutendeFrachtermäßigung sür den TranS-port frischen OdsteS in nahe Aussicht gestellt. [Der s i b i r i s ch e S o m m e r R i e f e n-roggen nnd seine Erträge.] Unter allen Roggenarten behauptet daS sibirische Som-merkorn, was Körnergröße betrifft, unstreitig de» ersten Rang, den» I Centiliter davon ent-hält ca. 130 Körner, während 1 Centiliter vom großkörnigsten Winterrogen ca. 260 Körner umfaßt. Aber auch die Erträge des sibirischen Roggens übertreffe», falls derselbe im gedüng-ten Thonboden angebaut wird, bedeutend jene des WinterrogenS. Herr W. Petrafek, Gast-wirth in Petrowitz. erntete von 5 Kilogramm Aussaat 50 Kilogramm Körner sibirischen Rog-gen«. Herr Perchal in ZdeSlawitz schreibt da-rüber wie folgt: „Ich baute zu Ende März 10 Kilogramm sibirischen KornS in einen guten Lehmboden von alter Dungkraft an und ernte« >00 Kilogramm prachtvoller Körner. Der Rvff-gen erregte in unserer Gcgend allgemeine Be-wnnderung; denn so ein Getreide hat mau hier niemals gesehen; es hat schilfartige Halme uav große bis 23 Centimeter lang« Athren." Herr Urdan in Neudorf (Böhmen) baute 50 Kilo-gramm des sibirische» Roggens zu Ende Februar mittels der Säemaschine an und erzielte 77«) Kilogramm Körner, also das Fünszehnfache der Aussaat. DaS sibirische Korn wird, falls eS die Witterung erlaubt, sehr zeitlich (schon im Februar) angebaut, deun eS widersteht den größten Früh-lingSsrösten. Die landwirthschaftliche Versuchs-ftation bei Sezemitz (Böhmen) cultivirt diese Roggenart seit einigen Jayren mit dem besten Erfolge und ist bereit. Landwir'hen, die damit einen Culturverfuch anstellen wollen, 5 Kilo-gramm um fl. 2.50 zu überlassen. Da der sibirische Roggen sehr zeitlich angebaut werden kann, so b stockt er sich »»gewöhnlich stark und muß daher sehr dünn gesäet werden. [Wein aus O r a n g e n.j In Italien hat die Cultur der Orangen i» dem Grade zu-genommen, daß sich eine U-berproduction her-ausgestellt hat. Um nun diejenige» Orangen, welche nicht vctkauft werden, zu verwerthen, fängt ma» au, einen Orangenwein zu fabriciren. Dieß geschieht nach der Methode deS Professors Frojo, einer Autorität auf dem Gebiete der Weincultur. Besagter Wein zeigt sich sehr halt-bar. und wird durch Liegen stets besser. Einen solchen Wein fabrteirt man in Spanien schon seit Jahren und hat dort die Flasche einen Werth von 2 bis 3 Franken. (Markt - Durchschnittspreise! vom iRonau Janner 1835 in Cilli: per Hektoliter Weizen it. 7.32, Korn fl. o.20, Gerste fl. 4.6o. Haler fl. 3.58, Äufurui fl 5.20. Hirse fL ü.5», Haiden ft> 5.37, Srdäpfel fL 2<>-per JOO Kilogramm Heu fl. 2.15, Kornlagerstroh fl. LdO. Weizenlagerftroi, fl 1.45, Sireusrrol» fL —90. AI« i,ch. preise pro Februar I«85. I Kitogr. Rmofleiich ohne Zuwage 52 lr., Aalbfleiich 56 u. 6^ lr.. Schw«ln>t»lich 56 u. lr. SchSpsenfleijch — tr. Kourse ver Niener Äörle vom 4. Februar !t>^5 Goldrente...........M6.85 Einheitliche Staatsschuld in Rot«» . 83.45 „ * i» Silber . 83.95 Märzrente 5°/„ ........98.95 Bankactie»........... 868.— Creditactien .......... 302.6» London . . wista........123.65 Rapoleond'or.......... 9.77 k. k. Münzducaten........ 5L0 100 Reichsmark.........60.30 Dienst-Antrag. Ein geprüfter Grnndbuohiführer, Unr amtlichen Zeugnisse« ausgezeichneter (irundbacli«-arbeiter, der dcnUchcn and slo»eni*cben Sprach? in Wort uud Schrift vollkommen mächtig, in allen C'uii-cept- nnd Kanzlei-Arbeiten bewandert, wflnscht in einer Gerichts-, Notariate-, Advocaturskanzlei oder bei einem Gemeinde-Bezirksamte einen seinen Fähigkeiten und Kenntnissen entsprechenden Dienstpostec. Derselbe musste in Folge nationaler Gehässigkeitt-u seinen letzten Dienstposten verlassen, nnd stehen demselben di« besten Referenzen erster deutscher Männer m Gebote. Hochgeneigte Znschristen werden an die Reduktion dieses Blattes unter Grundbuchssihrer erbeten. 46— 808-10 Nach der Schweiz. Frankreich. Belgien, Amerika und England am billigsten via Innsbruck-Arlberghnhn. Ausgabe von Fahrkarten für Kiaenbahnen und Dampfschisse. Alle Aaskunst Aber Ueisetouren im Isl-und Auslande ertheilt gratis Carl Innsbrnck, P.rlerstrasse 13. Internationales Verkehrs-Bureau. 1885 Deutsche Wacht „THU CRRSHAM« Lebens - Versicherungs- Gesellschaft in London. Filiale fiir Oesterreich, Wien. t;is«?laHira#se 1, im Hanse der Gesellschaft. Reohensoliasta - Bericht »•« Juli INW2 lila Ind. SO. Jiml l§Ht. Aciivn........................ _ Jahreseinkommen aus Piiimien nnd Zinsen .............. Auszahlungen Jör Versicherung«- nnd Kentenverträge, listckkiiiise "et,*. seit 1848 * 1 In der lohten KW'lfmuhatlich-n GeschAftsperiode und bei der Gesellschaft für . . . n je Antrüge L-ingereuht, wodu-ch dr Gesammt betrag der In den letzten 29 Jahren eil.gereichten Autriigu sich auf mehr als ...... •teilt ....... Vom I. Juli INN3 hl« Ind. 30. Juni IMN4. Activa ..................... Jahreseinkommen aus Prämien und Zinsen ... ......... Ausbildungen für Versicherung»- und Hentenvertrüge Rückkäufe ctc. seit i«4s ' In der letzten nwölftnonatlichen Geschäftsperiode wurden bei der Gesellschaft fnr neu* Anträge . ingereicht, wodurch der Oesainmtbetrag der seit Bestehen der Ge? »chaft eingereichten Antrüge sich auf fr. 83.780.O16-9O . J 6,602.367-70 . 139,950.000*— . 65,726.175 — ,1.260.777.854-55 »teilt. Gesell- . fr. 87,284.420 — . . 17,134.22605 . „ 119,*00.000 — . .. 63 992.275 — . .,1.324 770 1295.'; I'ie G.-s. lischalt «iberniinmt zu festen I'rftmien-Versicbernngeii auf den Todesfall mit 80 Percent bewinuantheil oder auch ohne Antheil am Gewinn, ferner gemischtes und auf verbundene Leben: schliesst .J. uieti- und Atts*tattungs-Verträge ab; gewährt nach dreijährigem Bestellen der Polizen den Rückkauf ftlr rolijcu auf Todesfall oder gemischt, welche hiezu beieehtigt sind, «der stellt für Polizen auf Todes-lall nach dreijährigem und för Aueteuer-Versicherungen nach fünfjährigem Bestehen reduzirte Poliwn »u», fllr welche dann keine weiteren Zahlungen zu leisten sind. Prospecte und alle weiteren Aufcehläss.- werden ertheilt durch die Herren Agenten und von denil GA|feiit<>ii tlli- Ki-iiin und Nfldstclnrmurk, 47—12 Valentin Zeschko. Tri6Ätcr«8trafo« Nr. 8 in IjimImicIi. Lucrative Speculation! Bei der gegenwärtigen äusserst gstustigen Börseustiiuimmg sind einige specielle I>.ink- uiiil l!ahn|.af.iere, die momentan tiel im Curse iiötiien, zu einer sicheren gewinnbringenden Spekulation ganz besonders empfehlenswerth. Nähere Information ertheilen sowohl auf mündliche aU uicht anonyme schriftliche Anfragen bereitwilligst 23—5 Mpitxer «K? Wien, I., Schottenring 23. ca N N N N N H N EUSTEIN P ß Allen ähnlichen Präparaten in jeder Beziehung vorzuziehen, sind diese Pastillen frei von allen schädlichen Substanzen: mit grösstem Erfolge angewendet bei Krankheiten der Unterleibsorgane, Hautkrankheiten. Krankheiten des Gehirnes. Frauenkrankheiten; sind leirht abführend, blutreinigend; kein Heilmittel ist günstiger und dabei völlig unschädlicher, um Ver st o psu 11 jgen n> bekämpfen, die gewisse Quelle der meisten Krankheiten. Der verzuckerteil Form weifen werden sie selbst von Kindern gerne genommen. Diese Pillen sind durch ein sehr ehrendes Zengniss de Kos rathos Professors Pltha ausgezeichnet. MB* Eine Schachtel. 16 PiUen enthaltend, kostet 15 kr.; eine Rolle, die 8 Schachteln, demnach 120 Pillen enthält, ko:t*t nor 1 fl. (lest. Wihr. Warminsl ? Jede Schacht«1. »of der di» Firma Apotheke „zum holligen Leopold" nicht " "u"a • "teht. nnd die auf der Rückseite unsere Sohutzmarke nicht trägt, Ist ein Falsiflcat, vor dessen Ankauf da» l'uLili.titu .„'»-warnt wird. Es tat genau zu beachten, dass man ntoht ein schlechtes, gar keinen Er?,!" habendes, ja geradezu schädliches Präparat erhalte. Man verlange .»u*.lrüeklieii Scv-stein s Elisabeth-Pillen . diese sind auf dein Umschlag und der Oebrauchsanwei^uti" mit mcirc-r Unterschrift versehen. 3 f, -|- Hanpt-Depöt in Wien: Ph. Nonstein's Apotheke „zum heiligen Leopol«]", Stadt, Eoke der Planken- und Spiegeignsse. Depdt in Gllll: ■luiimlii»rl>°« Apotliekr, Gute Anstellung!!! Änden: OeschHftslente. Agenten, Beamte, Private etc welche sich mit dem Verknuse von osterreich, -unffarixeben Staats- und Prämien Losen gegen monatliche Ratenzahlungen lullt Gesetz-Artikel XXXI vom .Iahn- ifW:t befassen wollen: bei einiger Thätigkeit i-t auf .-inen monatlichen Verdienst von 100 bis 30(1 Gulden zu rechnen. liff.-rte mit Angabe der gegenwärtigen Besefcifligurig sind zu richten: Au die (»s-C Hauptstäitisclie Wetalstnto-Gesellscliafl BUDAPEGT. WicMi lor jeien U"rTenleiienü6B. Nur vermittelst Elcctricität lässt «ich ein Nervenübel gründlich beseitigen. Meine neuen inductions-Apparate (Electrisir-Hu-schinch.»n), von jedem Laien leicht zu handhaben, sollten in keiner Familie fehlen. Gicht, Rheumatismus, Schwebezustände. Zahn- und I .rheumatische Kopfschmerzen, Oberhaupt jedes | Nervenleiden wird durch meinen Indnctions-Apparat geheilt, Preis eines completen Apparates mit ausführlicher Gebrauchsanweisung B. S.—. Einzig und allein bei mir direet zu I beziehen. 799—26 | I Dr, f. Beeck, Triest, 2 Via Ponilares 2. Bezug von Rigaer Leinsamen. Jene Landwirthe Steiermarks. welche Original-Rigaer Leinsamen, das Kilogramm um 20 kr. sammt Verpackung, zu beziehen wünschen, werden aufgefordert, ihr« Bestellungen rechtzeitig an das .Secretariat der I,an.Iw.-Gesellschaft. Hofgasse 8, unter Anschluss des für da« bestellte Quantum entfallenden Betrages einzusenden. Die Zusendung kann sogleich erfolgen. 86—3 Zeugniss. Die Unterzeichneten erklären hiermit, auf Grund einer von ihnen vorgenommenen genauen Untersuchung, das» das ans der französischen C igarettenpapier - Fnbrik der Herren Cowiey /uur 4»r .: Or. E. Ludwig, !• k, «> Pr«ff*eer « «r RMdki*iu-bfu rti>al« M i» Wi«»w l>n.v«re.iät. f.i. t»» L Llppmann, A. «. PivstMgr il«r l'liatnl« au U Riektigkei? ohippr L'ntrrt» Li isr#n würd# bestätigt durch Kr. J. It»r»inillt, k k JCotar in Wl«n. » £e«gni«s ist pleni^t uuJ gcz*i*hnrt vom k. k. kli-niiterlum des Acutterfii «od von der fraasiiniiieb. Uesaadtsctittft xn Wien «« 19 Uui ibHi.) J. Herbabny's Pflanzen - Gilrad: anerkannt vorzügliches Mittel gegen Gicht, Mim M NeryenscliniBrzeii jebet Art. als: rheumatischer uiib nervoier ffcficht»-fchmm. Wlirfitvtigttt, Migräne, 3altii-, flrntj-, Ge-IrnKssdimrtzen.Sriimpfr.nilflrmeiniMuKkrlsd,mäche, Sittcm, Kleifhett >rr Glieder in Folge von längeren Märschen oder vorqeracktem Älter. Schmrrjr» In ver heiltr» Ufuttbcit. t'älimuniitn. N'euroxylin dient al? Einreibung und ist deffen .Heilwirkung in Militär-und eiollspilSIrrn erprobt. ^nerKknntingssclireiben. .Herrn ÄpotHrKer Zul. Herbabny, Wien. . ch. küHIc «ich dcw»chcil, II>sca »»<>»?» dti'un^re» kSr »>e delleocke VirKun» „Xem-nxyliii »" tjjTcdjen. »»Ich«» bd ircinrm ToHii« in put mic b„ t u dri Slelfkeit der Kniee befreit Hai. an nktii er ia -',cu-t«t|T citrollst ist. 6®lirfiUilt in ibm «»s noch Sir r-ch!» «»,1,1 gesellwollen lind aU( «killt »«-iiihnn,cn Um ^-ll'c ,» »*r-iffts. nwt^n l' ich cnMtA .1t,r »nroxy in evljielt. Nueli mrlirmaliicer Klurrlliune der »ebuirrs harten Olleder mit (lewaelben. war mein Solin ,.»» Altem befreit und ist gesund. «Ttemil, * Bra*4olM|, Wilictn. s». yiw.iufl i»»« Frans Mika. C«ceaairi. ich ihr „»»gezeichnete» Nenrozjll» mit »ehr gutem Krsolge Ki Khrumatisnan «»„«»»»der Unfcr iocr.1v >a -Urnen di»«,t fctt tertf« Tont ob« ant borte «bermatl um juitntunj einer ,?>0ich< Haitntr «.orlr |>cr Motnaljnr V(IIIII0, ». Ost,i i«s4. Karl Anda»«.v (iantt ffüfWS«BK6 I9 , gi.jDLiui as l*p«'le>: I Flacon (grün ernt all) fl. 1, die stärkere Sorte Ln Oilli (Caf6 Hausbaum) künstliche Gebisse erzeugt, Zahnoperationen vorgenommen und Zahnplomben ausgeführt 18— Zu pachten gesucht: Kin OtutlhauN oder ein WelitNehunk. Selbe würde auch auf Rechnung übernommen. Gefällige Anträge unter O. K. Hr. U poste restante Cilli. !>8—2 Verzehrungssteuer - Agent, in jeder Beziehung tüchtig und erfahren, sucht Stelle al« solcher. Selber wir? uueh bereit selbständig riuen Posten zu versehen. 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Die Anffahrt der Wägen findet von der Grazergasse aus statt ; die Abfahrt über die Ringstraße nach dem Bahnhose. Feuerwehr-Kränzchen. Da» gefertigte Comite erlaubt »ich hiermit bekannt zu geben — falls »us Vergehen Jemand keine Einladung zum „Feuerwehr-Kränzchen' am 5. Februar erhalten haben soll — sich gefälligst beim Obmann, Herrn Josef Sima, Grazcrgasse. Nr. 80, um eine solche zu melden. 78—4 Das Comite. Einladung zu dem am it. Februar l*Hö stattfindenden Burschen-Kränzchen in den Legalitäten des Herrn Stranss. Entree 25 kr. per Person. Anfang 8 Uhr. W 3 Das Comite. URSULA LANG empfiehlt ih.sn 2v£ö"bel-T7"erfea,uLf Blrrrmnffftmae Vr. 115 einem gütigen Zuspreche, da in demselben alle Gattungen Möbel und eine vollständige altdeutsche Schlafzimmer-Einrichtung elegantester Faeon Rieh am Lager befinden. 99—6 Kundmachung. Im Bezirke' Cilli sind im Jahre 1885 folgende Uaaherstellungen zu bewirken, als: I. An der Cilli-Rohitscher Bezirksstrasse ein neuer Canal in I). Z. 6*5. II. An der Cilli-Windischgrazer Beiirksstrasse: a) Die Reconstmction des baufälligen Caual» und der Stützmauer in D. Z. 4Ö-- ; b) di« Herstellung einer Stützmauer sammt Sehwellengeländer in D. Z. 48'—. HI, An der Neu hau »er Bezirksstrasse die Aufführung einer Stützmauer in D. Z 4 5. IV. An der Greiser Bezirk&strasae: a) der Oberbau der Brücke in Schftschitt: b) die Reco'istrnetion dea Canal» in Kasaasee. V. An der St. Georgen-Muntpreiser Bezirkastrasse r a) 220 Meter Eichengeländer; b) Bedielung der Sikn«chek-Brücke nächst St. »ieorgen. Die Herstellung dieser Objecte wird im Minnende-Licitationswegu hintangegeben und die dies lallige Verhandlung auf Di nstag den 17. Februar 1885 von 10 bis 12 Uhr Vormittags in der Kanzlei der Bezirksvertretung Bahnhofgasse Nr. 163 zu Oiill anberaumt. Hie Licitations-Bedingnissc, wonach insbesondere jeder Licitant vor gemachtem Anbot ein Vadium von 10'/, zu Handen des Berirks-AnsscflUsses zu erlegen hat, sowie Pläne und Kosteo-Ueberschläg« liegen zur Einsicht hicramts aul. Bezirks-Ausschnss Cilli, 76—3 am 27. Januar 1885. Pension gesucht. Für einen (ZJährlgen (ijmnailalaehfilrr wird in Cilli bei einer anständigen Familie eine gute Pension und : hu n liehe Aufsicht gesucht Offerten w>>IIe man bis zum 7. Februar an die Adresse Dr Friedman. Slaaek richten. 87—9 Die Werksleitung Hfrhbrr