Echristltltullg: RathauSgasse Str 6 r«le»ho» Rt. tt, inlnutla*. «»rechst»»»«! liiglich <»>! »,»»-tzm« »er So»»- ii. ftcitt-t«a< i »»» 11—1* llhr o*nn. H»»»schiktdk» BKtkra nicht in*4f«3<»fc «ja- frniuna« nichl fenUtfflchtlflt * a T fl a 111» n |«i nisimt »ii 0 wiederyolu»»«» Vltl** M»«t. tit ,XB«4l- «Meint Irbcn (RittneA und e»»»I«, oltnH. #«|t|»-Pfi» alqrtiifcri» um die Ijafma SiagelttUt« «tonrrmtTiU selten fei« j«r abtxBellunj. 34. Jahrgang. vorgegangen ist. Zuerst war die Südmark nur als streng wirtschaftlicher Abwehrverein gedacht, n»l das Deutfchtnm an den bedrängten Sprach-grenzen zu stärken, deutsche» Grundbesitzer» durch Darlehen und durch Spenden das Dasein auf gefährdeter Scholle zu erleichtern. Sehr bald war man aber durch Erfahrung und Vertiefung in den nationalen Gedanken dazu bewogen »vor-den, das Gebiet der nationalen Wirksamkeit auszudehnen, was unerläßlich war bei der Ans-gestaltuug des deutschen SchutzgedaukeuS. So hat sich die Südmark Schritt um Schritt au« einem bloß wirtschaftlichen Schutzverein gleich-zeitig auch zu einem nationalen Erziehungsverein etttwickelt. Im Verlaufe der Arbeit ist man zur Erkenntnis gelangt, daß die besten Grenz-pfähle für deutsches Volketum die Herzen wag-mutiger deutscher Frauen uud Männer sind. Bei dieser Erziehungsarbeit war der Verein bemüßigt, jeden Kastengeist auszuschließen und feine Absichten daranf zu richten, daß alle, die eS ehrlich und treu mit ihrem Volke meinen, gleichviel in welcher sozialen Schichte sie leben, sich an dem große» Werke betätigen. Deshalb habe nia» sich auch über Parteiu»terschiede hin-wegsetzen müssen. So ist der Berein Südmark bis zur Stunde ein Sammelpunkt für alle jene geblieben, die opferbereit uud warmherzig für das einstehen wollen, was die Persönlichkeit ausmacht, was sie zu dem stolzen Bewußtsein sie bald voran, um sie wieder zu überholen, wobei ich ihre Erscheinung immer genauer kennen lernte, immer besser inS Äuge fassen konnte. Ich sah es ihr bald an, daß ihr dieses Spiel nicht gefiel; eine Angstfalte setzte sich zwischen ihren Brauen fest nnd der Mund schloß sich immer trotziger, so daß die Unterlippe sich immer mehr emporwölbte. Ich fühlte Gewissensbisse über die Beunruhigung, welche ich offenbar dem schönen Kind einflößte, nnd mit einer Unbekannten gleichzeitig zn fahren und zu flirten, dazu besaß ich doch nicht mehr daS blinde Vorwärts-stürmen der Jugend. Ich mäßigte also meine Ge-schwindigkeit, ließ das Fräulei» wieder voran und gedachte nur von Zeit zn Zeit ein wenig schneller zu fahren, nm sie immer wieder im Auge zu haben, falls sie etwa meiner Hilfe bedürfen sollte. Sie sreilich fühlte kaum den Zügel sich lockern, denn meine Indiskretion oder Verfolgung oder Neugier ihr auferlegt hatte, als sie schon davonschoß, um mir endgiltia zu entrinnen. Und ich hatte sie kaum aus der Sehweite, als ich schon gar nicht mehr an sie dachte, sondern wieder in meinen gemächlichen Tritt verfiel und mich meinen Träumen überließ oder vielmehr meiner Gedankenlosigkeit. Ich gehöre zu den Menschen, die, wenn sie allein sind, gern dem bloßen Vegetieren huldigen. Denkt die Rose au irgend etwas, wenn sie im Garten blüht? Vom Fichtenbaum behauptet ein Dichter etwas Aehuliches; aber ein Fichtenbaum bin ich entschieden nicht und am allerwenigsten denke ich an eine Palme. Wenn man sich berufsmäßig deu ganzen Tag Gedanken machen mnß, dann ist man zuweilen froh, der Gedanken ledig zu sein, sich überhaupt nicht zu fühlen. Aber ich bin weit ent-fernt von jeden, Nirwana, das ich für eine» Irr-mahn halte: das ..»icht zu fühlen" heißt, sich wohl zu fühlen, nicht bloß durch die Abwesenheit des Schmerzes, sondern durch die Anwesenheit des Be hagens, des Besitzes aller «raste und das Bewußt- ^•»1 • Deutsche Wacht bringt, ein Angehöriger des gewaltigsten Volkes der Erde zu sein. Eine heizliche Brüderschaft hat sich in allen Gauen der Alpen entwickelt im Zeichen der Südmark- Die Taten, die der Verein während seiner 20 Jahre vollbracht hat, einzeln aufzuzählen, könne Redner wohl unter-lassen. Sein Ruhm ist in dui Grenjmarkuugeu festgelegt für alle Zeiten, uud alle Gemüter, die mitgearbeitet habe», siud die Verküuder dessen, waS die Südmark in mühevollem Ringen vollbracht hat. Der Verein hat gut eiue Million Kronen für den Schutz deutschen Volkstumö auf verschiedenen Gebieten aufge-wendet; mehr als 400.000 Kronen als Spenden hinauögcgebc», über 500. 0 Kronen dazu venvendet, Ezist.uz,» wirtschaftlich zu halten (Lebhafte Heilrufe.) Abgeordneter W.stian gi dachte ' auch dcS BesiedlungSwerkeS, das mit feinen Wirkungen von höchster Bedeutung für die Stellung des Deuischtums im Unterland«: ist. All die gewaltigen Lebeusäußerunge» der Südmark siud manigfach zutage getreten ans kulturellem, sozialem und politischem Gebiete, sie werde» sich auch künftighin in Taufenden von Ausstrahlungen im deutsche» Volksleben be-merkbar machen. Abgeordneter Wastiau dankte allen, die zur Schaffe.ng des gewaltigen Werke» beigetragen und schloß in Reimen mit den, Wtttt^che: Südmark bleibe deutsch in Ewigkeit! (Minutenlange, stürmische Hnlrufe.) Hierauf begrüßte Bürgermeister Dr. Graf im Namen der Stadt Grnz mit herzliche» Worten die Tagung. Bürgernicister Dr. Graf wies unter anderem auf ein gläuze»deS Beispiel nationaler Opfcrwilligkeit, aus ei» schlichtes Bürgermädchl» der Stadt Graz hin, das die ihm von den Gasten geschenkten Trinkgelder bisher in dem hohen Betrage von 1000 Kronen als Spende der Südmark gewidmet hat. Bürgermeister ?r. Graf schließt seine Rede mit dem Wunsche, daß die SÜdmarktaguug stärkend und fördernd wirken möge auf die fernere Tätigkeit der Südmark uud daß es letzterer gelingen möge, dem deutschen Volke, dem einzigen, wahlhaft staatSerhaltcnten Elemente fein, daß man die Kräfte momentan nicht benutzen muß. In svlcheu Gedanken über die Gedankenlosigkeit hatte ich plötzlich mein scheues Wild wieder eingeholt. Aber o weh! sie war abgestiegen. Ihre Blicke schauten so hilfeflehend nnd gerade in die Richtung, aus der ich kommen mußte, das; ich sofort merkie, die von mir erwartete, leise auch erhoffte Hilslosig-Ieit sei eingetreten. Ich hielt, sprang ab und indem ich mit der Rechten das Rad faßte, lüftete ich meine Mütze. „Allheil!" grüßte ich sie. „Ach nein", erwiderte sie, „nicht all!" „Ist Ihnen was passier», mein Fräulein?" „Ich glaubt, meine Kette ist gerissen." Ich untersuchte die Kette. „Ich glaube", sagte sie nnd es kann doch kein Zweifel darüber bestehen. Die Kette war so gerissen, daß an eill Weiterfahren gar nicht zu denken war. „Hm, allerdings, die Kette ist entzwei, an der ist nichts zil hallen. Sie siud so allein, Fräulein?" „Wie Sie sehen." Sie lächelte, vbzwar ihr Thränen in den Augen standen. Sie hatte den Schleier zuritckge« schlagen nnd ich konnte nun sehe», daß diese Augen viel schöner waren als mir der Schleier anzunehmen gestattet hatte. „Und was gedenken Sie da zn tun?" „Gott, ich weiß es nicht. Ich bin — ich habe —" und nun ergoß sich ein Thränenstrom aus diesen Augen, den sie niit ihrem kleine» Batisttuch ver-gebens zu dämmen suchte. So wie das Mitleid DeSdemona zn Othello zwang, so näherte es auch mein Herz diesem Mäd-chen, das nichts Schwarzes hatte als ihre Äugen-sterne und ihre Haare. Ich bernhigte sie zunächst, indem ich gar nichts sprach vdcr tat, sondern wo-möglich noch hilfloser dreinblickie als sie. tas flößte ihr Vertrauen ein. in Oesterreich, die ihm gebührende führende Stellung wieder zu erriuge» »nd zu erhalten. (Lebhafte Zustimmung.) Es spräche» da»» Dr. Baum als Ob manustellvertreter des Dcntsche» Schulvereines, LandtagSabgcordueter Otter, der die Grüße des dentfchöfterrcichischnl LehrerbuudeS überbrachte, Dr. Hermann M ö f i» g e r als Vertreter des Tiroler VolkSbnudeS, Abgeordneter Malik, der die Grüße des LandSmanuministerS Schreiner überbrachte, Professor Dr. Marek als Obmann des Zweiges Graz des Allgemeinen deutschen Sprachvereine« und A l t h a l l e r (Trieft) im Nameu der Deutschen Trusts. Hierauf berichtete Dr. Anton Zum tobel über die wichtigsten Beschlüsse der Geschäfts-sitzungen, deien Beratungen satzungSgemäß als streng vertraulich geführt wurde». Wir können a» dieser Stelle nur einiges anführen. Das Gef.iinlv.rnlögen hat sich von 55-4.000 Kronen auf 770 000 Krone» erhöht. (Siehe unsere statistische Zusammenstellung unter „Stadt lud Laut»".) Mit 31. Dezember 1908 zählte die Süd mark 593 Ortsgruppe» mit 55.701 Mit-gliedern. D> runter sind 39 Fraueu- und Mäd-chenortsgruppcn uud 9 akademische Ortsgruppen. An Mitgliedern zählt die Siidmark: in Körnten 6696, Kram 2212, Küstenland 1376, Nieder Österreich 15.731, Oberösterreich 58*3, Salz bürg 2645, Steiermark 16.948, Tirol 2918 »nd Vorarlberg 1392, zusammen 55.701 Dr. Znmtobel berichtete dann eingehend über die Besiedlungstätigkeit und die viclbe fprochene Angelegenheit der OrtSgruppengründnug „Graz, innere Stadt" und es wurde feine Mitteilung, daß die Hauptleitung diese Orts grnppnlgrilndung nicht «nerk nnte, da sie »>,ter parteipolitischen, chnstlichsozi>.li» Auspizien voll-zogen wurde, mit großem Beifalle »ntgtgeji-genommrn. Begrüfzungsschreiben. Landeshauptmann Gras Attenis, Herrenhaus» Mitglied Dr. Ritter von Schreiner, ReichSratsabge- „Sie müssen nicht denke», mein Herr," begann sie wieder. „O, ich denke nie", beeilte ich mich, sie zu unterbrechen. „Eben erst habe ich an nichts gedacht." Nun lächelte sie wieder. „Ich bin meiner Mama davongefahren. Wir habe» nämlich eine drei-tägige Tonr unternommen. Die Mama — es ist ihr vom Arzte vorgeschrieben — eigentlich sollte sie nach Marienbad, aber wir machen lieber kleine Touren ans dem Rade, das Badeleben ist so ein-tönig, aber wir haben nicht immer gleichen Schritt gehalten, ich war halt immer voraus nnd pkötzlich hatte ich Mama verloren nnd ob ich auch weiter zurückfuhr als dorthin, von wo ich ihr vorausgeeilt war, nnd auch die Nebeilwege absuchte, Mama war nicht mehr zu finden" — sie kämpfte wieder mit Thränen. ..Hätten Zie sich doch gleich an mich gewendet, ich teilte Ihnen suchen helfen." „Daran habe ich anch gedacht, aber es war mir doch peinlich — ich kenne Sie ja gar nicht —." „Mein Name ist Franz Müller." „Franz Müller! Doch nicht der berühmte Humorist?" .Derselbe, mein Fräulein-- „A»uii Scheibler." „Und jetzt werde» Sie doch auch Vertrauen zu mir haben." „Ich habe Sie mir zwar älter vorgestellt." „Noch älter? Und ich bin »och jünger als ich aussehe. Aber z»r VertrauenSperso» geboren. Ich ürchte, es wäre vergeblich, jetzt noch Ihre Mama nchcil zu wollen. Vielleicht finden wir sie dort, wohin Sie beide beabsichtigen." „Nach Waldburg." „Da bleibt nichts anderes übrig, als >i»S sofort nach Waldburg aufzumachen. Ihre Mama wird ja viel größere Angst nm Sie habe», als Sie um die Mama hege» müssen." ordneler Einspinne?, die Bürgermeister von Fried-berg, Hartberg Marburg, Rann, Gottschee, der Bund der Deutschen in Nordmähren nnd in Niederösterreich, der deutsche Böhmerwaldbund, der Berein der christlichen Deutschen in der Bukowina, der Gottscheer Turnverein, der Tiroler Volksbund, der alldeutsche Verband, der Deutsche Schulverein, die Nordmark, die Vereine zur Erhaltung des Deutsch-tnms in Ungarn und Galizien, der erste Wiener Turnverein, der ReichSverband Anker, die verschiede» neu Südmarkortsgruppen usw. Die Glückwünsche des Wiener akademischen Gesangvereines hatte Uni-versitätsproslssar Dr. C. Hillebrand übermittelt. Die Wahlen in die Hauptleitung. Gewählt wurden ans drei Jahre in die Haupt-leitnng: Abgeordneter Heinrich Wastian, Werks« direktor Friedrich Cleß, beide in Graz, Sparkasse-Buchhalter Josef Aollmayr in Klagenfurt, Kaufmann Joses Czerny in Trieft und Magistralsrat Dr. Hermann Niedenvieser in Innsbruck mit je 1532 Stimmen, danu Rechtsanwalt Dr. Johann Franz Wesely in Retz mit 1531 Stimmen, stich, phil. Theodor Kerschner (Graz) mit 1530, städtischer Lehrer Haus Wnrzinger (Graz) mit 1527, Professor i. R. Franz Kneschanrek (Graz) mit 1501, Rudolf Heine. Oberingenieur in Wien, mit 979. Dr. Richard Winter, Sekretär der Aktiengesellschaft Zopron, mit 945 nnd kaiserlicher Rat Dr. Anton kapper (Ürvis-bach bei Graz) mit 810 Stimmen. Aus zivei Jahre ivnrden gewählt: Rechsanwalt Dr. Viktor Baldauf (Graz) mit 1532, Reichsratsabgeordneter Dobernig in Graz nnd Rechtsanwalt Dr. August Ritter von Plachki in Pettan mit je 1528 Stimmen nnd Ad. vokatnrskandidat Dr. Artnr Ritter von Wurzbach mit 829 Stimmen. In den Anssichtsrat wurden entsendet: Gustav Delpin, Rechtsanwalt in Friedali, mit 1532, Gewerke Anton Fürst in Kind-berg mit 1531, Kansmann Joses Schober in Mahren-berg mit 1527, Bürstenfabrikant WvIsgangA. Schmidt (Graz) mit 851 und Dr. Edwin Ambrojitsch, Rechts-amvalt in Laibach, mit 802 Stimmen. Wir bemerken hiez», daß dies nur die Ersatzwahlen für die ans der Hauptleitiliig ans geschiedenen Mitglieder sind. DaS steirische Unterland ist i» der Hauptleitung vertrete» durch die Herren: Direktor Edmund Schmied (Marburg), Dr. Otto Ambrofchitsch (Cilli) und RcchtSanwalt Dr. v. Plachki (PettaU). Verschiedene festliche Veranstaltungen, die alle i» glänzendster Weise verliefe», und die in „So gehen wir. DaS heißt, ich bitte Sie, sich meinetwegen nicht anfznhalten." „Das wäre ja recht nett von mir. Liebes Fräulein Anna", sagte ich und ergänzte, als sie. mich mit einem halb scheu verwunderten, halb strengen Blick ansah, „Scheibler, ich schätze die Entfernung von hier «ach Waldburg auf 25 Kilometer. Wenn wir da mitsammen unsere Räder schieben sollten, so können wir von Glück sage», wenn wir in sechs Stunden dort ankommen, alsd ungefähr um Mitternacht. Aber wir kämen überhaupt nicht hin, denn eine» solchen Marsch halten Sie gar nicht ans, zn-mal Sie schon ein paar Stunden gefahren zn sein scheinen. Vollends mit diese» Stiesel chen." „Mein Himmel, was tun?- „Das ist doch sehr einfach. Ich fahre Sie hin." „Wie?" „2ie setzen sich ans die Lenkstange meines Rades, Sie können unbesorgt sein, das Rad hält uns beide ans, nnd da schleppe ich noch Ihr Rad mit." Sie zauderte, überlegte, aber gab's einen an-deren AnSwcg für sie? Allein zu gehen, hätte sie sich gewiß nicht getraut, zumal sie einsah, daß sie es einfach nicht ausgehalten hätte. Und dann, einiges Vertrauen flößte ihr sowohl mein berühmter Humor als auch meine Radkunst ein. So schwang sie sich den ans den ungewohnten Sitz, meine Hilse kaum beanspruchend, hinauf, und schon flogen wir davon. Sie zitterte anfangs und hielt sich sehr krampfhaft am Lenkstahl fest. Es war doch, wie ihr schien, ein eine nicht »ngesährliche und heikle Situation. Aber als sie sah, wie flott es ging, gewann sie volle Sicherheit und balanzierte als echtes Radlerblut übermütig auf ihrem hohen und schmalen Sitze. Ich sah mir die schlanke Gestalt vor mir, das kleine Köpschen mit der englischen Mütze, den leichten Flanni an ihrem Nacken, mit dem die rasch durch-schnittene Lust kosend spielte, den geraden Rücken, Nnmmer 46 Deutsche Wacht Seite 3 den Tagesblättern ausführlich beschrieben wurden, vereinigten die Siidmarkmitglieder aus allen Gauen zu fröhlichem GedankenanStousch nach deS Tages harter Arbeit. So verlief daseyest in schönster und würdigster Weise. Heil Süd-niark für alle Zukunft! Die Sanierung derSlnuts-und sani>sofi»n»KU. Abgeordneter Dr. Stemmender hat im Abgeordnetenhause einen Antrag eingebracht, welcher die Aufbringung von Mehreinnahmen im Betrage von mindestens 150 Millionen Kronen bezweckt, von denen die Länder 72. der Staat 78 Millionen er-halten soll. Hiednrch erscheint jedoch nicht daS ge-samie staatliche Mehrbedürfnis gedeckt, weshalb eine weitergebende Aktion vorbehalten wird. Der Antrag geht dahin: ... 1. BehnfS einer Mehreinnahme von jährlich mindestens 150 Millionen Kronen sind vorbehaltlich einer gründlichen Finanzreform zu verfügen: 1. Die EinHebung eines Zuschlages zu den mittleren und böheren 'Stufen der Personal - Einkommensteuer; 2. die Einbeziehung der Eisenbahn.Prioritäten-Zinsen in die Rentenstener; 3. einer Dividendensteuer; 4. einer Tanticmensteuer; 5. einer Reform der Erb-gebühren; 6. eine Antomobilsteuer; 7. eine Er« liöhung der Erträge der Staatsbetriebe; 8. eine provisorische Erhöhung der Branntweinsteuer. 2. Den Ländern ist der Ertrag der Landes-bierauflagen zn belassen. An staatlichen Zuwendungen erhalten die Länder 105 Millionen Kronen und zwar: 1. 39 Millionen nach dem Branntweinkonsum; 2. 39 Millionen nach der BevölkerungSziffer und 3. 27 Millionen nach dem Zuckerkonsum; dagegen entfällt die Ueberweifung ans dem Ertragt der Personalsteuern sowie die bisherige Zuweisung aus der Branntweinsteuer. 3. Die Ueberweisungen sind an die Bedingung geknüpft, daß LandeSauflagen ans Branntwein nicht zur EinHebung gelangen, daß die Personaleinkommen. Steuer die Dividenden und Tantiemensteuer von alle» der Kompetenz der Landesgesetzgebung unterliegenden Gebühren freigelassen und Zuschläge zu den Erb° gebühren nur tn der bisherigen Höhe erhoben werden. Dem Antrage liegen außer einer emlettendeu Begründung fiinf Gesetzentwürfe bei. Diesen ist zu entnehme», daß die Zuschläge zur Personal-Ein- kommensteuer bei dem Einkommen zwischen 4800 und 10.000 Kronen mit 10 Prozent der bisherigen Steuer beginnen und bei Einkommen über 160.000 Kronen die Hälfte der bestehenden Sätze erreichen sollen. Der Ertrag wird mit 13 bis 15 Millionen veranschlagt. Die Dividendensteuer mit einem Ertrage von 5 Millionen Kronn erfast die über 8 Prozent hinausgehenden Dividenden und trifft die 30 Prozent übersteigenden Dividendenteile mit 25 Prozent; die Tantiemensteuer steigt von 5 bis 20 Prozent. Die Erbgebühren sind nach französischem nnd italie-nischem Muster nach dem VerwandschastSgrade uud den, Werte des Erbansalles abgestuft, so daß zum Beispiel filr Kinder und deren Nachkömmlinge bei einem Werte bis 50.000 Kronen der bisherige Satz von 1'/« Prozent bleibt, über 50.000 Kronen b>S L00.000 Kronen sich aus 1'/, Prozent, bis zu 1 Million auf 18/< und über 1 Million aus 2 /, Prozent erhöht. Der Mehrertrag wird, allerdings nur ganz beiläufig, auf 25 Millionen Kronen ge-schätzt. Bei den Staatsbetrieben wird ans eine Mehr-einnähme von 75 Millionen Kronen gerechnet, wo° von ein Teil auf daS Post- nnd Telegraphenwesen entfällt; die Mehreinnahme ans der Branntwein« steuer wird entsprechend der Regierungsvorlage mit 34-4 Millionen ttronen angenommen. Außerdem liegt eine tabellarische Zusaminenstellnng der den Ländern zukommenden Ueberweisungen bei. Die Ansätze dieser Tabellen gehen von den Ziffern der Regiernngsvor-läge aus, Überschreiten sie aber natürlich, wo den Ländern anstatt der von der Regierung proponierten 40'/, Millionen vorbehaltlich eines eventuellen Ueber-gangSstadiumS 72 Millionen mehr als bisher zu-fallen sollen. _____ Politische Ruudschnu. Die Reichsratsersatzwahlen in Graz. Am Dienstag fand in Graz die Ersatzwahl für das durch den Rücktritt Dr. von Derschattas erledigte Reichsratsmandat statt, welches von schwarzer nnd roter Seite heiß umstritten wurde. Als unabhängiger Deuischationaler kandidierte Landtagsabgcord-neter W a st i a n, auf den sich alle deutschnationalen Parteigruppen geeinigt hatten. Ihm standen der christlichsoziale Neunte nfel und der Sozial-demokrat Dr. S ch a ch e r l gegenüber. Von roter und schwarzer Seite wnrde in maßloser Weise agitiert und alles zur Wahlurne getrieben. Bon deutscher Seite ließ die Wahlbewerbung vieles zu wünschen übrig. Bis in die Abendstunden war sie ziemlich flau. Sehr wacker setzte sich die deutschnationale Studentenschaft ein. Das Wahlergebnis ist folgendes: Abgegebene Stimmen: 4902. Davvon erhielten Heinrich ,Wastian (dentschfreitlich) 2291, Raimund Neuntenfel (christlich, lichsozial) 1328, Dr. Michael Schacher! Sozial-demokrat) 1274. Zersplittert 9, nngiltig 16 Stimmen. Absolute Mehrheit 2452. Es kommt daher zur Stichwahl zwischen Wastian und Ncunteufel, welche am SamStag stattfinden wird. Hoffentlich wird diese einen glänzenden Sieg des dentschnationalen Wahl-werbers bringen. Aus MM und Land. sojährige Gründungsfeier des Cillier Männergesangvereines. Die Festordnung für das am 3. und 4. Juli d. I. stattfindende 60jäh-rige Gründungsfest des Lillier Männergesangvereine» ist bereits festgesetzt. Wir können der Öffentlichkeit schon jetzt Folgendes davon mitteile»: Die Stadt wird während der Festtage im Flaggenschmucke prangen. Samstag den 3. Juli, un, 8 Uhr abends, ver-sammeln sich die Mitglieder de« Jubelvereines im Deutschen Hause zu einer Gedächtnisfeier für die verstorbenen Mitglieder des Vereines. Um halb 9 Uhr findet im kleinen Saale des Deutschen Hauses der Begrüßungsabend statt. Der zweite Festtag (Sonn-tag) wird durch einen Weckruf der Cillier Musik-vereinSkapelle um 6 Uhr früh eröffnet. Um drei-viertel l 1 Uhr findet im großen Saale des Deutschen HaufeS das Festkonzert statt. Für nachmittag ist ein Festzug geplant. Die Bereine versammeln sich vor dem Deutschen Hause, von wo sich um 4 Uhr der Festzug in Bewegung setzen wird. Bor dem Rathaule werden die Vereine. durch de» Bürgermeister der Stadt begrüßt und die Fahnen und Banner von zarten Frauenhänden mit Bändern geschmückt. Nach dem Festzuge wird daS Sängersest aus der Fest, wies« eröffnet. Nach den getroffenen Borbereitungen zu schließen, verspricht dieses Fest einen prächtigen Verlaus zu nehmen. Hier werden Gesamtchöre und Einzelchöre von mehreren Gesangsvereinen zum Vor-irage gebracht werden. Für die leibliche Erquickung ist durch mehrere Trink- und Eßbuden reichlich vor-gesorgt. Auch an verschiedenen Volksbelustigungen wird es nicht fehlen. Am Montag findet ein Früh-schoppen im Waldhause statt, welcher aber nur aus Sänger beschränkt ist. Die Anmeldungen von feiten der auswärtigen GesangSvereine laufe» zahlreich ein und wir werden während der Festtage eine recht stattliche Zahl fremder Sänger in unserer Stadt be- der in eine schmale Taille abschloß, die seinbehand. schuhten Kinderhände, die sich an der Lenkstange hielten. Zuweilen wendete sie daS Köpfchen halb mir zu und lächelte mich an. Voll Dankbarkeit, voller Zutrauen und voller Schelmerei. In abgerissenen Sätzen nnterhielten wir uns auch. Ich wollte immer wieder dieses Profil sehen und zwang sie, sich nach mir umzudrehen, wenn sie mir antworten sollte. Nur manchmal vermied sie es. sich umzudrehen, sprach gerade vor sich hin, als sollte ich'S nicht hören. Und es war doch alles so harmlos und nichtssagend, Mitteilungen über einfache Familien-Verhältnisse eines wohlhabenden Hauses, überOukel und Tante. Better nnd Base, über den leider schon lange verstorbenen Papa und über die gute, brave, liebe Mama. Wir waren aus dem Walde herausgekommen, auf ebener, schöner Straße, zwischen Wiesen und Feldern führn wir. Mancher biedere Landbewohner iah kopfschüttelnd der „neuen Mofa" nach, die er hier zn erblicken glaubte. Es dämmerte stark, als wir das Stadtchen erblickten. Wir näherten u«s den ersten Häusern. „pier wollen wir absteigen," sagte ich. „Schade," entschlüpfte ihr. Sie erötete dabei. Ich konnte es zwar nicht mehr bemerken, aber es war kein Zweifel. Sie fand es auch sehr zart von mir, daß ich sie nicht vor mir ans den, Rade in die Stadt, in das Gasthaus „zum grünen Baum", dem einzigen. daS im Reisehandbuch einen Stern anszu-weisen hatte, führte. Sie sagte es zwar nicht, aber es war doch zart; übrigens hat sie es mir baldge-standen. „Schade" empfand ich auch. Aber ich merkte gleichzeitig, daß ich rechtschaffen müde war, den», wie gesagt, ich hielt mich nicht mehr in Form, wie einst, und eine solche Extravaganz spürt man dann gehörig. . , Wir schoben unsere Räder und waren bald vor dem Gasthause. Wir traten in die WirtSstube, von einer freundlichen Wirtin begrüßt. «Ist heute abends jemand hier angekommen?" fragte ich. . . „Abends? Naa. Am Nachmittag, da >s der Zahndoktor aus Wirkstadt hier gewesen, nnd dann iS der Reisende kumma, ein spaßiger Herr, kommt alle Bierteljahr. Macht hier auch sein Geschäft." „Und soust niemand?" „Naa, wir haben hier nit viel Besuch. So die Bauern aus der Umgegend —" „Ist nicht — ist nicht eine Dame hier ange-kommen?" fragte Anna stockend. Die Wirtin schaute von ihr zu mir und von mir zu ihr. Jetzt erröteten wir beide. ^, „ „Naa. eine Dame is nit kumma. Schaffen S was zu esfen?" . Ich bestellte, die Wirt,» ging in d»e Küche. Anna war blaß geworden. Wenn der Mutter etwas zugestoßen ist! Und wie wird sie sich um mich äng-stigen! Und was werden die Leute denken! Ich ver-sprach ihr, gleich morgen srüh — denn das Städt-chen halte keinen Telegraphennachtdienst - in alle Himmelsrichtungen und alle Gasthäuser zu tele-qraphieren, nötigenfalls sie nach Hause zurück« znbegleiten. Die Wirtin brachte daS Esfen. Trotz ihrer knnimervollen Gedanken machte sich bei Anna der Appetit geltend nnd bei mir, der ich sür zwe, gearbeitet hatte, nicht minder. Die Wirtin schaute uns wohlwollend zu. .... .. , » „A schön's Zimmer hab' ich herrichten lassen. Luftig und freundlich; da hat vor drei Jahreu der Fürst, unser HerrschaftSbesitzer. mit der Dnrchlanch-lauchtigsten gewohnt. Der war sehr zufrieden. Äeiinche» schluckte ungeheure Bissen und ich wagte eS' nicht, von meinem Teller aufzublicken. Was tun? WaS sagen? Natürlich die Wahrheit. „Liebe Frau, wir siud nicht, wofür S,c uns halten, wir sind kein Ehepaar, kein Liebespaar, mir ein paar Radler, die zufällig zu einem Radlerpaar geworden sind." Ich wollte »och hinzufügen: „Aber ivaS nicht ist" — da ertönte das Rollen eines Wagens, der vor dem Gasthause hielt. Wir sprangen ans. Die Wirtin eilte hinaus. Anna ahnend an die Tür. Ja, da trat sie herein, die geliebte Mutter, lange nicht so dick, wie ich sie mir vorgestellt, sondern eine hübsche, rundliche Frau, die noch aus Taille hielt. Sie erzählte: als sie ihr Aennchen ans den Augen verloren hatte, machte sie rasch entschlossen kehrt in den Ort, von wo sie ausgesahren war, mietete mit Mühe und Not einen Einspänner, packte das Rad hinein, setzte sich dazu und suhr nach Waldburg. DaS Fürstenzimmer war also nicht umsonst hergerichtet worden. Ich natürlich mußte mich mit einem Gemache begnügen. Aber am anderen Morgen lieh sich Anna im Städtchen, das von der Kultur des Rades bereits stark beleckt war, ein Rad und wir fuhren felbdritt noch manchen Tag. Das Ende vom "Siebe war. daß ich ein Triplet anschaffen mußte: Ich voran, hinter mir meine Anna und hinter ihr die Brautmutter. ES war tüchtige Arbeit, die ich zu leisten hatte, und so drang ich darauf, daß wir. um nicht als Verlobte überall die Mama mitfahren zu müsfen. bald heirateten — bloß aus dem Grunde. . t . Im Herbste durfte ich mir endlich das Tandem kaufen. Unsere Hochzeitsreise führte un» in aufrich-ttger Dankbarkeit zur Wirtin vom „Grünen Baum" in Waldburg. Sie erkannte uns bald und freute sich, daß auch ich nun ihr Fürstenzimmer kennen lernen durfte. , . Daß wir dem Rade treu geblieben sind biS aus den heutigen Tag, brauche ich wohl nicht zu versichern. ES wird nicht lange währen, und wir werden aus dem Triplet fahren, felbdritt, noch dazu ohne Schmiegermutter, welche es endlich vorzieht, ihre Sommer in Marienbad zu verbringen. AuS dem Triplet kann ein lplet werden. L. T. Seite 4 grüßen »nnen. DaS Fest betreffende Aufklärung erteilt in bereitwilligster Weife der Obmann des GesangSvereineS Herr Karl Teppey. Trauung. Heute fand in der deutschen Kirche die Trauung des Herr» «toi« Kaiser, Baumeister, mit Fräulein Ella Jellenz statt. Vom Stadtparke. Der unermüdliche StadtverschönernngSverci» hat auch heuer nicht ge-rastet und in unserem Stadtparke, die Zierde unserer Stadt, mit großen Opfern viel neues und schönes geschaffen. Er ist auch einem oft geäußerten Wunsch« der Bewohner CilliS und der Cilli besuchenden Fremden nachgekommen und hat einen Springbrunnen herrichten lassen, der morge» Donnerstag um 11 Uhr während der Parkmusik eröffnet werden wird. Bei ansgesprochen schlechtem Wetter wird die Eröffnnng auf Sonntag verschoben. Zum Burfchenschaftertag. Alle jene, welche anläßlich des Bnrschastertages an den A»S< schuß noch Forderungen zu stellen haben, werden im eigenem Interesse ersucht, dieselben, beim städtischen Kontrollor Herrn Schmiedl geltend zu machen, damit die Flüssigmachung rasch durchgeführt werde« kann. Sonnwendfeier. Die Sommersonnenwende wird auch theuer in üblicher Weise gefeiert werden und eS wurde hiezu der SS. Juni ausersehe». Die Turchsührung der Vorbereitungen zu dieser Feier wurde einem Ausschüsse übergeben, der auS folgenden Herren besteht: Dr. Skoberne (Obmann), vaumgartl (Schristsührer), Schwenner (Säckelwart), Dr Ambro schitsch, Donossa, Findcifen, Neubauer und Scharlach. Ein besonderes Augenmerk wird dieSmal der Beleuchtung der umliegenden Höhen gewidmet. Der Holzstoß wird wie gewöhnlich am „Reiterkogel" ent-zündet. Der Kommers, bei dem Herr Dr. Baloph die Festrede hält, wird im Waldhause abgehalten werden. Die Einladungen an die Bereine werden demnächst ergehen. Sommerfest. Wir machen nochmals aus das am Sonntag den 23. ds. im Waldhaus« vom deutsch-völkischen Handelsangestellten-Verbande veranstaltete Sommerfest aufmerksam. Der Festausschuß hat sich alle Mühe gegeben, die Veranstaltung zu einer viel-versprechenden zu gestalten und alle Besucher zu-frieden zu stellen. Wir können nicht umhin, den Be-such wälmstenS zu empfehlen, umsomehr als ei» all» fälliges Reinerträgnis den deutschen Schutzvereinen und der zu gründenden Gremialkrankenkassensonde zufließt. Beiträge für das Fest werden von den Herren Donosa (bei Herrn Rakufch) und Betschwar (bei Herrn König) dankend entgegenommen. Fundanzeige. Im Stadlamte wurde ein Medaillon mit einem Lichtbild« als gefunden abgegeben, das vom Herlustträger gegen Nachweisung des Eigentumsrechtes behoben werden kann Brand. Am 5. dS. brach in der Ortschaft Kroifsendors bei Hölldorf ein Brand aus, dem drei Gebäude zum Opfer fielen. Die Feuerwehr von Höll-dorf erschien unter dem Kommando deS Hanptmannes errn Karl Sima in kürzester Zeit am Brandplatze, ie Gefahr des WeitergreifenS des BrandeS war bei dem heftigen Sturme ein« sehr große. Nur dem tatkräftigen und zielbewußten Eingreifen der genannten Wehr ist es zu danken, daß der Ort von einer un-absehbaren Katastrophe bewahrt wurde. Der Schaden ist ein bedeutender und nur teilweise durch Ber-sicherung gedeckt. Mit den Gebäuden verbrannten auch neun Stück Hornvieh und ei» Schwein. Die EntstehungSurfache des Brandes ist unbekannt. Distanzwettmarsch Steinbrück—Cilli. Der deutsche Athletik-Sportklub .Eiche" in Cilli, veranstaltete am Sonntag den 6. d. M. einen Distanzwettmarsch von Steinbrück bis CUIi, an dem sich sechs M tglieder beteiligten. Für die Strecke von 15 englischen Meilen = 24.135 Kilometer liegt bereits ein Weltrekord von 2 St. 14 Min. 44 Sek. vor. Wir konnten nicht erfahren, unter welchen Verhältnissen, ganz besonders aber in Bezug auf das Terrain dieser Weltrekord geschaffen wurde. Die Strecke von Steinbrück »ach Cilli beträgt 25 km., also um 865 Meter mehr als die erwähnte Rekord-strecke und besitzt teilweise eine Steigung bi« zu 9 Meter aus 100 Meter, also immerhin eine sür den Distanzmarsch erschwerende Bedingung. Während vor zwei Jahren der mit dem ersten Preis« ausge-zeichnete Wettbewerber für ganz dieselbe Strecke die Zeit vo.l 2 St. 53 M. brauchte, ging in diesem Jahre der Letzte nach der Zeit von 2 St. 54 Min., durchs Ziel, eine Leistung, die uns zu der Hoffnung berechtigt, daß in nicht allzuveil Jahren der bisher ausgebrachte Weltrekord geschlagen sein wird. DaS Wetter war für die Veranstaltung sehr günstig, da ein vorhergegangener Regen die Atmosphäre wesent-lich erfrischt und den lästigen Staub ausgesaugt hatte. Die Distanzgänger wurden in Steinbrück um 2 Uhr Deutsche Macht —;n",'in i ■ i nachmittags in Zeitabständen von je 2 Minuten ab-gelassen Das Ziel beim Cillier Rathause erreichte Franz K r e l l (Nr. 4) in 2 St. 33 Min. 22 Sek. als erster Preisträger, Franz Rebeuschegg tNr. 2) alS zweiter Preisträger in 2 St. 34 Min. 30 Sek., AloiS Trobisch (Nr. 6) als dritter Preisträger in 2 St. 40 Min. Der letzte Wettbewerber erreichte das Ziel in 2 St. 63 M 59 Sek., also nur um eine Zeitspannung von 21 Minuten später als der Erste. Die beiden Letztangekommenen wurden am Wege von körperlichen Unfällen betroffen und hätten im anderen Falle sicher eine geringere Zeitspannung erreicht. Sämtliche Wettgänger kamen in wirklich vorzüglicher Kondilion durchs Ziel, was bei einer so vorzüglichen Sportleistung nicht in letzter Linie zu er-wähnen bleibt. In wirklich anerkennenswerter Weise müsse» wir Herrn Gastwirt I i ch a vom Hdtel „Stern" erwähnen, der in enigegenkommenster Weise seine Fremdenzimmer zur notwendigen sportmäßigen Pflege der Wettgänger zur Verfügung gestellt hatte, ebenso die Herren Adolf P e r r e s f! ch »nd Adalbert H a n i t a, welche die Massage der Distanzgänger mit nimmermüden Eifer durchführte». Am Abende fand im Garten der Gastwirtschaft K r e l l diePreisverteiluiig statt, zu der sich zahlreiche Mitglieder und Sport freunde eingefunden hatten. Sportwart Heinrich F i n d e i s e n begrüßte die erschienenen Gäste in herzlichen Worten und rühmte daS erzielte, kaum erwartete Resultat des Wet ganges. Odm. der Preisrichter Herr Peressich hob in vergleichende Daten die vollbrachte Leistung hervor und schmückte die drei Sieger mit der wohlverdienten goldene», beuehungs-weise silbernen und bronzenen Medaille. Unter der Absingung unserer herilichen völkischen Lieder, unter Austausch nationaler Reden und ernster fowie heilere» Geipräche verfloji der Festabend, dem im kommenden Jahre hoffentlich noch ei» schönerer folgen wird. Ein Sieg der Deutschen in Tüffer. Bei den BeziriSvertrelungswahlen. deren Ausgang diesmal für die Deutschen durchaus nicht sicher war, wurden in den entscheidenden zwei Wahlköipern nur deutsche Kandiiaten gewählt. In der Kurie der Großgrundbesitzer find die Deutschen mit sechs zu fünf, in jener der Höchbesteuerten mit sieben zu fünf Stimmen durchgedrunge». Die Freude über den Sieg ist groß. Bei der Wahl aus der Kurie der Landgemeinden in die Bezirksvertretung Tüffer, haben die Slovene» tatsächlich die Wahladstinenz fast gänz-lich durchgeführt, um die Konstituierung der Bezirksvertretung zu verhindern. Sie vtrsuchen nämlich mit allen Mittel» die Mehrheit in der Bezirksvertretung an sich zu reißen, oder doch wenigstens den Deutschen Verlegenheiten zu bereiten, indem sie aus di« Einsetzung eines Regierungskommissärs hinarbeiten. Ein Dorn im Auge ist den Sloveucn der deutsche Beznkvschul-rat. Sie sinnen schon längst danach, die Majorität im Bezirksschulrat zu erreichen und dadurch ihne» genehme Parteigänger unterzubringen während der gegenwärtige Bezirksschulrat nur Lehrer, von denen ein« ruhige zielbewußte Arbeit zu erwarten ist, für die Anstellung im Bezirke vorschlägt. Da nun die drei Wahlköiper je acht Deut'che gewählt haben, ging der Plan der Slovenen dahin, die Wahl im 4 (Landgen,eindenwahlkörper) zu verhindern. Tat-sächlich erschienen eine größere Anzahl von Wahl-männern im Wahlorte Tüffer, doch wurden die Leute von den slovenischen Parteiführern abgehalten, sich an der Wahl zu beteiligen. Es erschienen vor der Wahlkommission nur zwei Wähler, die acht Mit» glieder in die Bezirksvertretung wählten. Die Slo-venen beabsichtigen nun. die einzelnen der gewählten Parteigänger zur Niederlegung der Mandate zu be-wegen. Wütde dieS der Fall lein, ehe die Bezirksvertre-»ung konstituiert ist, so müßte die Konstituierung hinaus-geschoben und müßten vorerst die ErgänzungSwahlen ausgeschrieben werden In diesem Falle würde die gegenwärtige Bezirksvertretung die Geschäfte sort-führen; da aber dieS vor allem von den Slovenen verhindert werden foll, so besteht die Absicht, nach der Konstituierung die MandatSniederlegung vorzunehmen und gleichzeitig an die Statthalterei die Äuf» sichtsbeschwerde einzubringen. Die Wahl in der Land-gemtindenkurle soll unter dem Borwandc annulliert werden, daß nur zwei Wahlmänner erschienen seien und daß daher die Willensmeinung der Majorität der Wählerschaft in dem Wahlergebnis nicht zum Ausdruck komme. Nun bietet aber daS Gesetz über die Vertretungen nicht den geringsten AnhaltSpunkt für die Berechtigung dieses Standpunktes. ES ist nur vorgeschrieben, daß die Kandidaten mitabsoluter Mehiheit gewählt werden müssen. Selbveiständlich ist nirgends von einer Wahlverpflichtung die Rede. Der Ansturm aus die Bezirksvertretung Tüffer, die vierte der von den Slovenen angegriffenen Festen im Unterland« (Cilli, Pettau. Rann, gingen vorher) ist Nua-a.er 46 somit wohl abgeschlagen worden, denn man hält es hier für ausgeschlossen, daß die Statthaltern aus die Einwendungen der Slovenen eingeht. Gewählt wurden auS der Kurie der Märkte: Dr. Adols Mravlag, Dr. Ernst Schwab, Josef Drolz, Bohuslaw Fakta, Georg Benedek, Adolf Weber, Karl Hermann und Otto Withalm, sämtliche mit je 11 Stimmen. In der Kurie der Landgemeinden: Anton UrbaiS, Anton etek, Andreas Stegeufek, Jgnaz Moser, Karl Sunta, oftf Bezgovsek, Anton Tersek und Gustav Vodusek. Tüfferer Liedertafel. Sonntag, den 12. d. »m 8 Uhr abends sind«» im Hotel Henke in Tüffer eine „FrühlingSliedertascl" des Tüfferer Männcrge fangvereincS unter Mitwirkung der HauSkapelle dieses Vereines statt. Die Bvrtragsordnung ist folgende: Gesang: l. ..Neuer Frühling", Männerchor von Karl Frodl; 1. „a Hütterl mit an Stüberl," Mttnnerchor von Frz, L. Rubifch; 3. Walzer. Männerchor mit Klavierbegleitung von Vogel; 4. „S rote Nazerl", Männerchor von I. Wöhrer: 5. Quadrille ..Im Wald und auf der Haide", Männerchor mit Klavierbegleitung von Fritz Baselt; 6. „Käfer und die Blume", Männerchor von Veit! 7. „Tanz", Männerchor von Zöllner. Musik: 1. Weibermarsch, (lustige Witwe) von F. Lehar. 2. Onverture zur Oper: Pique Dame von Franz von Huppe. 3. Sammt nnd Seid?, Walzer aus der Operette: „Der Fremdenführer" von C. M. Ziehrer. 4. a) Märchen, b) „Verliebt". Roman« von C. M. Ziehrer. 5. Ein Herz nnd ein Sinn, Mazur von I. Struuß. 6. Im Septeniber. Marsch von I. Cetina. Am Klavier die Fräulein Adolfine Weber nnd Klara Schmiedinger. Das Ranner Turnfest und die poli tische Behörde. Der Raiiner deutsche Turnverein hat die Veranstaltung dcs Bezirkst»'»festes für den VIII. Bezirk übernommen und zur Abhaltung deS Bezirksturnfestes verbunden mit der Enthüllung seiner neuen Vereinsfahne den >8. Juli 1.09 bestimmt. In der Festordnung wurden auch ausgenommen: Einzug von der Stadtgrenze zum Stadthau e, Be-grüßung durch die Stadigemeindevertretung, Enthül-lu»g der Vereinssahne, Weitermarsch zum Schloße: Festzug vom Schloß zum Festplatz. Die'« Auszüge wurden von der k. k. Beziikshauptmannschaft Rann mit Entscheidung vom 26. Mai 1909 ZI. 14471 verböte», da sie mit Rücksicht auf den gegenwärtigen Zeitpunkt möglicherweise eine Erregung der anders-nationalen Bevölkerung hervorrusen oder irgendwelche Demonstrationen und damit ein« Störung d«r öffent-lichen Ruhe und Ordnung hervorrusen könnten. Die Entscheidung trägt de Unterschrift des Herrn k. k. Bezirkshauplmannes Walter Grafen Attems: Referent in VereinSangelegenheite ist der k. k. stau-haliereikonzepiSpraktikant Herr Dr. Maikus Michel. ES ist ein offenes Geheimnis, daß zwischen der k. k. Bezirkshauptmannschast Rann und dem Reichsrats-und Landtagsabgeoidneten Dr. ^jvan i'enkovic gar freundschaftliche Beziehungen brstehe». daß letzterer bei der k k. Bezirkshauptmannschast stetS eine offene Tür für feine „Wünsche" gesunden hat, ja eS hat sich sogar schon der Fall ereignet, daß sich ein Kon-zeptSdeamte der k. k Bezirkshauptmannschast Rann in die Kanzlei des Herrn Dr. Benkoviö begeben hat. weil dieser „gewünscht" hat, in seiner Kanzlei mit ihm Rücksprache zu pflegen. Weiters ist es ein offenes Geheimnis, daß der k. k. Bezirkssekretär Jvanelit, der aus seiner slovenischen Gesinnung kein Hehl macht und sich auch bei jeder Gelegenheit als strammer Anhänger Sloveniens betätigt. eine gar bevorzugte Stellung einnimmt und seinen Einfluß auch dem Herrn k. k. Beziekshauplmann Walter Grafen Attems gegenüber geltend zu mache» ver-steht. Unter diese» Umständen nimmt es gar nicht Wunder, wenn sich die k. k. Bezirkshauptmannschast Rann den Wünschen des Herrn Dr. Benkovii und seiner schwarzen Gilde gar gefügig zeigt und auch solche Gemeindevorsteher, welche eigentlich w«gen nationaler Quertreibereien und damit verbundener mangelhafter Amtsführung abgesetzt werde» sollten, zu OrdensauSzeichuungen vorschlägt, eben weil sie die getrcuesten Palatine d«s Herr» Dr. Benkoviö sind. ES hat uns daher auch gar nicht weiter Wunder genommen, daß die Bezirkshauptmannschast Rann die vorjchiedensten öffentlichen Auszüge der Ranner SokolS ohne Rücksichtnahme auf die mögliche Erregung der verwiegenden deutschen Bevölkerung gestaltet und zur Sicherheit der windischen Radau-knaden stetS eiu starkes Gensdarmerieaufgedot ein-mal sogar Militär beigestellt hat. Es^ ist sogar schon soweit gekommen, daß der Ranner Sokol sür feine öffentlichen Auszüge mit fliegender Fahne und tlin-gendem Spiel in den letzten zwei Jahren, das ist während der Amtsführung deS Herrn k. k Bezirks-Hauptmannes Walter Grafen AttemS scheinbar gar Nummer 46 Keuische z.Uachi Seite 5 nicht um die Bewilligung der öffentliche» Umzüge an-gesucht, denn die Stadtgemeinde Rann ist von der Bewilligung dieser Umzüge nicht verständigt worden. Oder glaubte Herr Walter Graf Altems hievon Umgang nehmen zu können, da die lieben Rothemden bisher uugeschoren den Sokolmarsch durch die deutsche Stadt Rann tuten dursten. Die Krone hat die k. k. Bezirkshauptmannschast ihrer Kotaupolitik vor dem allgewaltigen BolkSbeglücker Dr. Benkovik mit dem jüngsten Verbote aufgesetzt. Die Liebedienerei vor den slovenischen Machthabern und die Furcht, in flovenischen Winkelblältchen angegriffen zu werden, nicht minder die Angst, eS könnte der Anblick deutscher Turner das sonst so friedlich« Gemüt einiger windischer Gerngroße unnötiger Weise erregen und zu unerlaubten aber wohl vorbereiten Demonstrationen verleiten, sind wol die Beggründe dieser famosen Ent-scheidung. Es hat gar nicht» verschlagen, daß die Deutschen Ran»s sich tagelang daS herauSsordendste Ziviogebrüll gefallen lassen mußten, es durfte sich ihrer auch keine sichtbare Erregung bemächtigen, als von unsichtbaren Händen zu wiederholte» Malen Steine u»d Ziegel von ganz respektabler Größe auS dcm Narodni born aus die Deutschen geschleudert wurden, geschah es ja doch unter dem Schutze der Bajonette, deren Träger, vorander Gendarmerie-Be-zirkswachlmeister von Ran», es nicht einmal der Mühe wert fanden, nach den Steinwerfern Uu,schau zu halten. Dies alles durste in der deutschen Stadt Rann geschehen, damit einem slovenischen Miniatur» Völkchen ein Liebesdienst erwiesen und seiner beson-deren Vorliebe sür Einfälle in deutsches Sprachgebiet Genüge geleistet wurde Und nun. da sich die deutsche Siadt Rann rüstet, deutsche Gäste in ihren Mauern zu empsiinge». die Enthüllung der Fahne deS deutschen Turnvereines zu feiern, findet die k. k. Be-gnkshauptmannschast Rann es für geboten das zu verbieten, was sie slavischen Vereine» in der deutschen Stadt Rann zu wiederholten Malen gestattet hat. Eine solche Vergewaltigung einer deutschen Stadt und ihrer deutschen Steuerträger lassen an den ein-fachsten Gerechtigkeitssinn und den Urbegriffen der Gleichberechtigung Zweifel hegen, oder sollten wir be-reitS im Königreiche Großslovenien unter dcm Szepter des allgewaltigen Rußlandsreisenden Ivan von Laibach leben. Gottlob gibt es noch ein ungeteiltes Oesterreich und einsichtsvolle Männer, welche uns vor solchen Vergewaliignngen zu schützen wissen. ES gibt aber auch noch Orte der freie» Meinungsäußerung in Graz und Wien, an welchen unsere Volksvertreter für solche Vergewaltigungen das rechte Wort finden werden. Die Geduld der deutschen Bevölkerung Ranns ist ausgenützt, der Bogen allzustrass gespannt, das Geschoß zum Fluge bereit; denjenigen, den es treffen wird, rusen wir das letzte uiahnende Cavea»t Consules zu, hoffen aber, daß auch der k. k. Bezirks -hauptman» Malter Gras Attems diese Mahnung be herzigen wird. Rann, 7. Juni 1909. (Neue Heraus-f o r d e r u n g e n.) Wir erhalten folgende Zuschrift: Noch hat sich die Erregung, welche das jüngste Ver-bot der k. k Bezirkshauptmannschast Rann unter der deutschen Bevölkerung Ranns uiutwilliger Weise heraufbeschworen hat, nicht gelegt, als wir gestern neuerlich auf daS Aergste herausgefordert wurden. Der Railuer Tokol zog wieder einmal uiit fliegender Fahne und klingendem Spiel durch unsere deutsche Stadt. Der Geist, der seit der Amtsführung des Herrn Bezirkvhauptmannes Walter Grasen Attems in die Räume der k. k. Bezirkshauptmann-schast Rann eingezogen ist, macht Schule und wirkt ansteckend, denn in Abwesenheit deS Herrn k. k. BezirkShauptmannes Walter Grafen Altems, der nach Herausgabe des famose» Verbotes einen wohlverdienten mehr wöchentlichen Krankheitsurlaub genießt, wandelt der derzeitige Leiter Herr k. k. Bezirks-kommifsär Emil Schaffenrath, getreulich die gleiche» Wege. Abermals hat eS sich ereignet, daß die Stadt-gemeinde Rann vom öffentlichen Auszuge der Ranner Rothemden nicht verständigt worden ist. Wir stellen daher die dringende Frage an die k. k. Bezirkshaupt-Mannschaft Ran» beziehungsweise an den AmtSleiter Herrn k. k. Bezirkskommissär, Emil Schaffenrath: Hat der Ranner Sokol für seinen gestrigen Auszug um die behördliche Bewilligung angesucht, warum ist dieser Auszug gestattet worden uud warum erhielt die Stadtgemeinde Rann von der erfolgten Bewilli-gung keine Verständigung? Sollte der Ranner Sokol ober um die Bewilligung nachgesucht haben, so fragen wir die k. k. Bezirkshauptmannschast Rann: Wie lange sollen wir unS das herausfordernde und jedes Gesetz verhöhnende Auftreten deS Ranner Sokols noch gefallen lassen, bis die k. k. Bezirkshauptmann-schast endlich auch sich bewogen fühlen wird, das Gesetz gegenüber dem ihr so sehr anS Herz gewach- senen und besonders bevorzugten Ranner Sokol an-zuwenden. Wir verlangen eine bestimmte, eheste Antwort, widrigenfalls wir sie uns im Hause am Burgring in Wien holen werden. Der gestrige Aufzug hat uns aber noch ein zweites lehrreiches Beispiel gebracht, wie das Gesetz von den Windischen beobachtet wird. Den ausziehenden Rothemden fuhren mehrere Wagen nach, deren Fahrgäste zum großen Teile aus fchul-Pflichtigen Kindern, geschmückt mit dem windischen Dreisarb und mit der Sokolmütze samt Falkenseder, bestanden. Unseres Wissens ist es schulpflichtigen Kindern verboten, sich in irgend einer Weise auch im Beisein ihrer Eltern in Bereinen zu betätigen, ge-schweige denn Vereinsabzeichen öffentlich zur Schau zu tragen. Der Ranner Sokol findet eS jedoch für angemessen schulpflichtige Kinder bei jeder Gelegen-heit öffentlich auftreten zu lassen und ihnen durch den hiesigen Kaufmann Vidmar Turnunterricht er-teile» zu lasse», obwohl dieser niemals eine T»rn-schule besucht, geschweige denn eine Turnlehrerprüsung abgelegt hat. AlleS dies geschieht offen vor den Auge» der Schulbchirde, ohne daß der Oberlehrer der utra-quistische» Schule, Herr Franz Brenze, nur einen Finger gerührt hätte, ist ihm ja doch die Nachforschung «ach einer Katze, die ihm als Hasenbraten vorgesetzt worden sei» soll, viel wichtiger als die Disziplin in seiner Schule. Und erst gar der Vorsitzende deS k k. Bezirksschulrates, unser ruhebedürfliger Herr k. k. Bezirkshauptmann Walter Graf Attems! Können wir von ihm verlangen, daß er sich um folche Kleinig-leiten kümmelt, wo doch größere Sache« dringender Erledigung und Abstellung harren. Auch die Antwort aus diese Fragen werden wir uns beim k k. Landes-schulrate holen. Unsere letzte freundschaftliche Mahnung scheint nur taube Ohren bei der k. k. Bezirks-hailpt.« annschaft Rann gesunden zu haben. Wir haben aber fcho» Mittel und Wege gesunden und werden »och mehrere ausfindig machen, daß auch unS Gehör bei der k. k. Bezirkshanplinannschast Rann geschenkt wird, trotz aller Quertreibereien windischer Volks-beglücker und grinsender Slavenfreundlichkeit jener politischen Beaniten. die sich durch besondere Objek-tivität auszeichnen sollten. Ein neues windisches Panama. Mit fieberhafter Hast arbeiten die Wenden daran, die wirtschaftliche Kraft der Deutschen zu untergraben. Zu diesem Behufe trachten sie einerseits selbst Unter« nehmuitgen ins Leben zu rufen, anderseits den deut-fchen Handel dort, wo sie sich i» der Mehrheit be-finden, wie in Kram, mit der Waffe des nationalen BoykottS zu verdrängen. Allein sie haben mit ihren wirtschaftliche» Emanzipalionsversuche« wenig Glück. Noch ist der Zusammenbruch der mir einem Niesen-lärm gegründeten Sachsenseld - Tüffer BierfadrikS-Aktiengesellschaft, der mehrere Hunderttausend Kronen verschlang, in frischer Erinnerung und schon droht den windischen Kapitalisten ein neuer Krach: Die Ferlacher Waffensabriksgesellschaft, vormals P. Wernig, liegt in den letzlen Zügen. Nach einem Berichte des „Slovenec" hatte diese Gesellschaft im vergangenen Jahre einen Gewinn von nur 3081 Kronen, was bei einem Anlagekapital von 213.0.*0 Krone» einer 1'/,prozenligen Verzinsung entspricht! Verstumt ist nun das Triumphgeschrei, das erscholl, als es der geschästSlüsternen tschechisch - winditchen „Laibacher Kreditbank" gelang, Peter Wernig zur Vergesell-schastung seiner Waffensabrik zu überreden. Dieser noblen Bank wird man nachgerade den Beinamen einer Totengräbern, verleihen können, denn sie ver» steht es meisterhaft, die mit ihr in Verbindung tretenden Unternehmer zu Grunde zu richten. Bei der Ferlacher Fabrik wiederholte sich der Vorgang, den sie bei der „Sachfenfelder" beobachtet hatte: Zuerst wurden 12- bis IZprozentige Dividenden in Aussicht gestellt und jetzt, da es schief geht, zieht sich die Bank schlau zurück und will von einer weiteren Unterstützung nichts mehr wissen, wie „Slovenec" traurig mitteilt. DaS Blatt macht der Bank deshalb heftige Borwürfe, ob eS etwas nützen wird, ist jedoch sehr fraglich. Als Ursachen deS Niederganges werden die Balkanwirren und die Gegnerschaft der Deutschen bezeichnet, die Wernigs Gewehre nicht mehr ab-nehmen. Allslavisches. Zu einer Zeit, wo noch all die Hochtrabendenden Phrasen von der Verbrüderung aller Slaven und namentlich der Sokolvereine in frischer Erinnerung sind, dürfte eS nicht uninteressant sein, zu sehen, wie eS mit dieser Gegerseitigkeit im einzelnen aussieht. Sv berichten tieftraurig die tfchechi-schen Blätter, daß die kroatische Regierung mit aller Schärfe gegen dortigen serbischen Sokolvereine vor-geht, da sie diese der großserbischen Propaganda ver-dächtigt. In Lemberg veranstalteten im vorigen Jahre der russische „Sokol" und der sozialdemokratische Berein „Sila" einen Ausflug nach Zobkva. Bei der Rückkehr wurde» sie in Zolkicw am Bahnhof von einem Haufen von einem Haufen von einigen Hunderten von Allpolen überfallen und mit Knütteln geprügelt. — Besonders auffallend aber ist eS, daß eS auch schon in der roten slavischen Armee an einigen Stellen ganz gehörig brandelt. So ist »ach der „Lidove Noviny" auS Brünn der Beginn zwischen tschechischen und polnischen Sozialdemokraten sehr be-merkbar. In Hruichau vereiteln die polnischen Sozial-demokraten tschechische Bersammlungeu und drohen ihrem Abgeordneten Cingr, nicht mehr in tschechische Versammlungen zu gehen, widrigenfalls sie ihn nicht mehr wählen würden. Deshalb haben auch schon die tschechischen Bergarbeiter sich von ihnen losgesagt und eine eigene Organisation gegründet. Schuld daran soll sein, daß die Polen sich mit den Deutschen be-freunden. Ebenso ist der Kampf in Michalkowitz, VeterSwald, Ostrau. Bohumin entbrannt. Die Posojilnica-Klagen. Die ZeitungS-nachrichle» über die Bestätigung der Urteile deS k. k. Bezirksgerichtes Windisch-Zeistritz durch die Be-rusungSinstanz in Marburg über die Berurteilung des Vorstandes der hiesigen Posojiluila hat in den deutschen Kreisen große Befriedigung nnd Genug-tuung hervorgerufen. Die Ausschußmitglieder dieser schwarzen Geld- und Trutzanstalt und im besouderen ihr Obmann Dr. Lemez haben eine tüchtige Schlappe erlitten. Die Ausschußmitglieder haben diese Verur-teilung einzig und allein ihrem Obmanne zu ver-danken, der geleitet von seinen juridischen Kenntniffen, die Mitglieder ausmunterte, die Gegenklage auf Ehren-beleidigung gegen den Spenglermeister Jagodilsch und Notariatsbeamten Weutz einzubringen, wiewohl Dr. Lemez als Jurist, der sich bei der ersten Strafver-Handlung durch seinen Konzipienten Zaloznik, sozu-iagen als Verteidiger (I) vertreten ließ, wissen mußte, daß die Anzeige der obgenannten Angeklagten wegen Beziehen deS Narodni dom, auch „Hotel Austria" genannt, ohne behördlicher Genehmigung vollkommen gerechtfertigt war. Diele hier angezogene Art von Verteidigung, die auch den «öligen Erfolg nicht brachte, wird gewiß unsere Leser bestimmen, sich ein richtiges Urteil zu bilden. Auch Dr. Rosina auS Marburg vermochte es nicht, seinen Kollegen und leine Gesinnungsgenossen zu rette» und gegen die §§ des Gesetzes anzukämpfen und die hiesigen Führer der Slovenen wollen cS sich gesagt sein lassen, daß eS auch für sie gilt, die Vorschriften genau zu be-achten. Wir haben seinerzeit mit Besorgnissen aus die Errichtung deS Narodni domS geschaut und haben daS Schlimmste befürchtet, als der Volksmann im Pnesterrock gegen alleS Deutsche bei der Eiöfsnung loS;og und nun heute freuen wir uns, daß unsere Befürchtungen nicht eingetreten sind und daß sich unfere deutscheu Volksgenosse« endlich besonnen haben, dieser Trutzburg den Rücken zu kehren und sick selbst durch allerlei Reklame nicht beeinflussen lassen und die jetzt bestehende Einigkeit, die bei den letzten Wahlen iü Zahlen gesprochen hat. immermehr zu festigen suchen. Heil der deutschen Einigkeit hier und allerorts! Die allslavische Sprache ist dieDeutsche. Dieses bekannte Scherzwort Hut sich wiederum ein-mal in glänzender Weise als Wahrwort herausgestellt. Die vom Abgeordneten Kramarsch für den jüngst er-standenen allflawiichen Block deS Abgeordnetenhauses entworfenen Satzungen sind in d»r bitter gehaßten deutschen Sprache abgefaßt. Gegen den slovenischen Ansturm. Zur Unterstützung des Kampfes des österreichischen Deutsch» tums gegen die Slaven haben die Vertreter der reichsdeutschen Hochschulen einen Massenbesuch der österreichischen Hochschulen im kommende» Semester, besonders in Prag beschlossen. Die Sprache der Zahlen. Die Slaven Oesterreichs wollen der Welt glauben machen, welch wichtiger Faktor sie in« wirtichaftlichen Leben Oesterreichs sind. Die neuesten statistjchen Berichte beweisen aber, daß alle slavischen BolkSstämme, die Tschechen inbegriffen, namentlich aber die Südslaven, sür ihre eigenen kullurellen Bedürfnisse nicht aufkommen können und auS deutschen Steuergeldern für slavische Zwecke jährlich an 20 J,OOU OO'J Kronen verwendet werden. Das Ideal der Panslavisten. Die englische Zeitung „Daily NeioS" bringt aufsehenerregende Meldungen aus der Feder eineS russischen Schrift-stellerS über scheußliche Borgänge unter der Herr-schaft SlolypinS. DaS Material ist auS amtlichen Quellen zusammengestellt. Rußland sei, wie es in diesem Berichte heißt, eine wahre Mördergrube ge-worden. Ueber 74000 Personen seien ohne Prozeß, einfach auf Denunziation hin, nach Sibirien geschickt worden. Die Gefängnisse seien überfüllt und in den Gefängniffen sterben alljährlich Tausende Eingeker- Seite 6 ferter. — Das Austreten der panslavistifchen Ber treter auS Oesterreich, der Abgeordneten Kramarsch, Klofac. Hribar und Hlibowizki, auf dem allslavischen Kongresse in Petersburg hat den übessten Eindruck gemacht. Ihr Eintreten für die Autonomie Bosniens und der Herzegovina, eine Forderung, die vor kaum zwei Monaten noch fast ju kriegerischen Verwicklungen geführt hätte, hat biS in die höchsten und maßgebendsten Kreise Rußlands hinauf die nachhaltigste Entrüstung hervorgerufen. Ein klägliches Zeugnis windischer Kulturhöhe. Die mit den niederträchtigsten Mitteln betriebene Hetze gegen die Laibacher Deutschen entsprang bekanntlich zum nicht geringen Teile dcm ©rotnrbe Windischer. die auf Kosten der Deutschen zu besserem Einkommen gelangen wollten. Aehnlich verhielt es sich mit dem Kampfe gegen das deutsche Theater, das von den Slovenen, wenn sie sich einen besseren Genuß verschaffen wollten, gerne besucht wurde, da von dem slavischen Sprachengewirr im slovenischen Theater niemand befriedigt war. außer vielleicht einige naive Mittelschülerinnen. Gerade im heurigen Jahre hat aber daS windische Theater einen schon lange nicht dagewesenen Tiefstand erreicht, es ist so verkracht, daß nur eine Rettung übrig blieb. Die Stadtgemeinde Laibach, diese Melkkuh aller not-leidenden »indischen Kultureinrichtungen, mußte da« Theater vollständig in eigene Regie übernehmen. Der Hufammenbruch der slovenifchen Theaterherrlichkeit ist noch auffallender im Zusammenhalt mit dem Um-stand, daß dem Theatervereine außer der kostenlosen Benützung deS TheatergebäudeS auch eine Subvention von L5.500 K zur Versügung stand, die natürlich gleichsallS von der Gemeinde herrührte. Es dürfte eben viel mit Freikarten gewüstet werden. Ja, auch die slovenischen Bäume wachsen nicht bis zum Himmel! Aus dem Anterlande. Windifchgraz. (Sonnwendfeier.) Ueber Anregung des hiesigen deutschen Turnvereines haben die völkischen Vereine von Windischgraz beschlossen, am 27. Juni, und wenn an diesem Tage schlechtes Wetter herrschen sollte, am 29. Juni eine große Sonnwendfeier aus der Höhe deS Gradisch zu veranstalten. Dem deutschen Gemeinwesen und den völ' kischen Vereinen in Untersteter und Unterkärnten werden Einladungen zur Teilnahme zugehen und eS werden dieselben jetzt schon gebeten, diesen Tag der Sonnwendfeier in Windischgraz vorzubehalten und allsällig eigene Feste an diesem Tage nicht anzusetzen, damit das Fest in Windischgraz eiue Betätigung deutschen GemeinsinneS und Zusammenhalten« werde. St. Martin im Rosental. In diesen Tage» wird im klerikalen „Slovenec" ein Nachruf erscheinen der wahrscheinlich folgenden Inhalt haben wird: .Vorige Woche ist unsere Xmetska posojil-nica selig im Herrn eingegangen. Nach kurzem, schwerem Leiden, aber erfolgreicher' Tätig-keit hat das harte Schicksal sie uns entrissen. Ein Trost ist uns noch geblieben. Bald werden treue Schwestern ihr folgen. Es trauert eine zahlreiche „Anhängerschaft". DaS Totenmahl findet pri lelem Volii statt und wird von Herrn Prof. Fon und Prof. Eestnik geleitet. Für die trauernd Hinterbliebene» Zadniga kmetskili Posojilnic." Herichtssaat. Der Narodni dom in Windifch-Feistritz Die Posojilnica in Windifch-Feistritz hat im Borjahre ihr in Windisch-Feiftritz Nr. 65 befind-liches Hans derart umgebaut und mit Zubauten versehen, daß daraus fast ein Neugebäude, ein neuer Narodni dom, entstand. Den eigentlicheu Charakter des HaufeS verbirgt den Fremden der Name Hotel „Austria." Gegen die BenützungSbe-willigung brachte der Anrainer, der Hansbesitzer und Spenglermeister Herr Jagoditfch, dessen Haus durch den Umbau sehr gefährdet wurde, die Ein-spräche ein. Die Vorstandsmitglieder der Posojtlntca und der Gasthauspächter des Narodni dom begehrten von der Stadtgemeinde und der Bezirkhauptmann-schast nach der Fertigstellung des Baues den Be-nützuugSkvnfenS, der aber mit Rücksicht au? den eingebrachten Rekurs deS Anrainer noch versagt werden mußte. Trotzdem wurde der neue Narodn, dom am 13. September mit einer flovenischnattonalen Feier eröffnet und der weiteren Benützung übergeben. Jagoditfch richtete nnn an daS Bezirksgericht W,nd,fch. Feistritz eine von Weutz geschriebene Eingabe, in welcher er dieses gesetzwidrige Vergehen als Ver- Deutsche Wacht Nummer 46 gehen gegen die Sicherheit des Lebens zur Anzeige brachte. Infolge des daraufhin eingeleiteten Straf->s, bei welchem konstatiert wurde, daß der Verfahrens, .......— .....-------- BenützungSkonfens erst am 19. September erteilt wurde, kam es am «7. Jänner zur Hauptverhand-lung. bei welcher unter Anwendung deS anßerordent-lichen MilderuugSrechtes Advokat Dr. Urbau Lemefch als Obmann nnd Gastwirt Peter Novak als Bor-standsmitglied der Posojilnica zu je 100 Kronen Geldstrafe, eventuell 48 Stunden Arrest, der vorbe-strafte Narodni dom.Pächter Rudolf StarvaSnik zu 30 Kronen Geldstrafe, eventuell 24 Stunden Arrest verurteilt wurden. Damit war die Sache aber noch lange nicht erledigt. Peter Novak, Kaufmann Alois Pinter in Windifch-Feistritz, Pfarrer Martin Nedved in Laporje. Gastwirt Martin ObenSne in Deviiia und der Besitzer Thomas Kamschek in Unter-LoSnitz erhoben gegen Jagoditfch die Privatanklage wegen Ehreubeleidigung, da Jagoditfch sie als Vorstands-Mitglieder der Pofofojilnica samt und sonders fälsch-lich der Uebertretung gegen die Sicherheit des Lebens (8 386 St.-G.) beschuldigt habe. Die Verhandlung gegen Jagoditsch und den initatigeklagten Weutz endete mit dem Freispruche beider Angeklagten, da es einerseits erwiesen war, daß die Posojilnica den Narodni dom gesetzwidrig eröffnen ließ und weil ~ agoditsch andererseits keine Vorstandsmitglieder der osojilnica, sondern ausdrücklich nur die Posojilnica als solche genannt hatte. Die Privatankläger wurden in die Kosten des Verfahrens verurteilt. Nun brachte Jagoditsch durch Dr. Lothar MühUi,'«« gegen die Genannten die Privatanklage wegen Uebertretung gegen die Sicherheit der Ehre ein, weil sie ihn in ihrer Strafanzeige bezichtigten, er habe sie in seiner Ein-gäbe fälschlich des Vergehens gegen die Sicherheit des Lebens beschuldigt. Bei der darüber am 6. Feber in Windisch-Feiftritz abgeführten Verhandlung wurden sämtliche genannte Posojilnica - Vorstandsmitglieder schuldig erkaunt nnd unter Anwendung des außer-ordentlichen MilderungsrechteS zu je 50 K Geldstrafe, eventuell 3 Tagen Arrest verurteilt. Die ganze An-gelegenheit wurde heute vor dem Berufsfenate deS Marburger Kreisgerichtes neuerdings ausgerollt. Dr. Lemesch und Genossen hatten gegen Schuld uud Strafe, der staatsanwaltschaftliche Funktionäre wegen des zu geringen Strafausmaßes berufen; Novak, Pinter Nedved und Genossen halten die Berufung eingebracht gegen den Freispruch des Jagoditsch und Weutz und gegen ihre eigene Berurteilung. Der Be-rufungssenat wies alle Berufungen teils als unzu« lässig, teils als unbegründet zurück und bestätigte die erstrichterlichen Urteile. Als Vorsitzender fuukierte Laiidesgerichisrat Morokutti, als öffentlicher Ankläger Staatsanwalt Verderb«; Jagoditsch und Weutz waren durch Dr. Mühleisen, die Posojilnica-Bor-standSmitglieder durch Dr. Rosina vertreten. Mtsclier „Styriaquelle". Heilwasser gegen Magen-Geflbwürr und -Krampst. Awstiioh Briftht'fche Nieren-Entziilidung, empfohlen! Rachen- und Kehlkopf-Kotarrbe, 15489 Magen- und Darm-Katarrhe, Harufasre Dialhefk, vonttgiioh« Hattletbigleit, H«iUrfoig«! Lederleiden. Vertretung farStriermark: Ludwig Appl, (»ra«.I.andhao». Schrifttum. „Wiener X-Strahlen", politische, soziale und finanzielle Revue. Herausgeber : Dr. Heinrich Glogau. — Unter diesem Titel erscheint feit Januar 1909 im Kommissionsverlag von Rudolf Lechner und Sohn, Wien l., Seilerftätte 5. eine Zeitschrift, eie berechtigt ist, in allen Kreisen Aussehen zu er-regen. Inhalt des Doppelheftes 12 und 13(1. Juni 1909): Ein Opfer der Politik, gezeichnet von Theo Zasche. — Der bulgarische Königsmantel, gezeichnet von Theo Zasche. — Die feindlichen Bettern (Eug-land und Deutschland), von ***. — Unsere Kartell-Millionäre, V., von Röntgen. — Wiener Börse-höhlen, von Röntgen. — DaS Zündhölzchen-Mono-pol gescheitert, von JuninS. — Herr Lohnstein kann nicht klagen, von Röntgen. — Bankbeamten-Mifere — Kunstschau, voii Karl Marilalln. — Der heilige SkarabäuS, vou Franz Höllriegl. — Verschwindende Wiener Trafiken, von VindoboueusiS. — Autiphon, von Natalie Bauer-Lcchner. -- Dekoriert, frei nach Guy de Maupassant. _ Fiir ftlnbec und Snoodiftiu. Erst« Autoritäten des In« und Auslandes empfehlen „flutete" al» beste Nahrung bei Brechdurchfall, Diarrhöe, Tarmtalarrh ic. ii.cli.ttee ITams -voia. 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