echriftlkitmi,: W»-otani» ntdil brr*ctl*tt«t. fatlaktiaai«! atnni Ht tVrMltaaa «« fiMani fcn biBlifl kft-|MUa «t|«sti. 9* tMaiaiaiiits fiM- «k .CxaMUM «041* ctfOdd t«™ an* esojjtaa f*|B>err»ffrB.*«irt» M.KN. Ar. 24 Verwalt img: RattzanSgasie Mr. S. SMfttra Kr. Xt, lal«(a> tap(ia aa Mithin Bn Kakaas#- «eblStr». flsgrlrUtrt Xdniixaoitl tritt« til |«« «MriMU»# Hilli, Kamstag den 11. April 1914. 89. Jahrgang. Politische Bstrrn. vor einem Jahre stand es zu Ostern wohl viel schlimmer als heute. Da konnte von Friedens-glocken nicht die Rede sein. Wer wollte aber sagen, deß wir jetzt in einer Zeit leben, die volle Be« nchigung gewährt und friedlichen Ausblick für die Zukunft. Der Kriegelärm ist wohl verstummt, jedoch der Friede, der dem blutigen Ringen aus dem Bal-tan folgen sollte, noch lange nicht hergestellt, zu-mindest nicht in solche Formen gebracht, daß man von einer Friedenszeit im vollsten Ginne des Wortes sprechen könnte. ES gärt uud brodelt an allen Enden. Der neueste Staat auf dem Balkan, Albanien, wird noch viel zu schaffen geben und dies dank der Ober« Vormundschaft, die man über das neue Staatengebilde eingesetzt hat, nicht bloß dem jungen Herrscher aus dem Deutschen Reiche, sondern auch den an der Schaffung Albaniens mitbeteiligten Großmächten nnd das sind eben alle. Andererseits aber geben die Er-scheinungen, die in Rumänien zutage treten, sicherlich Anlaß zu ernstem Nachdenken. Die Stimmungen, die dort zum Ausdrucke gekommen sind und einen so unbegreiflichen Haß gegen Oesterreich-Ungarn be-jnigcn, dürfen nicht unterschätzt werden, wenn auch »ngenblicklich ernste Gefahr aus ihnen nicht zu er warien ist. Es genügt die Feststellung, daß derartige Stimmungen in einem Nachbarreiche, das noch vor gar nicht langer Zeit ganz auf der Seite Oester-reich-Ungarn« stand, jetzt sich mit so elementarer Sewalt an die Oeffentlichleit drängen. Die Be-ziehungen der Staaten mögen augenblicklich selbst die besten sein. Wer kann aber verbürgen, daß es so bleiben wird, da ja doch die treibende Kraft auS de» Völkern kommt, somit auS den Rumänen her« aus sich ernste Verwicklungen ergeben können. Dies (Nachdruck verboten.) Mernacht. Erzählung von L. Herli. .Heute abends bin ich für niemand zn sprechen, Maruschka." „«ehr wohl, gnädige Frau.' Diese Rede und Antwort wiederholte sich nnn-«r seit zehn Jahren an jedem Borabend deS Osterfestes zwischen Herrin und Dieneria. Denn jist zehn Jahre sind eS her, seit die Maruschka zii« ihrer russischen Heimat mit ihrer Herrin, der »och immer schönen Frau Julie von Woraschin »ach Deutschland übergesiedelt ist. Frau Julie, Deutsche von Geburt, war gerade so lange, wie sie Witwe war, mit dem Russen, ftircn von Woraschin, vermählt gewesen. Die Mondscheibe stand am Himmel. Ein Strahl p»l in das reich ausgestattete Gemach, in dem die Echatten der Abenddämmerung lagerten. Wie lieb-losend folgt« Frau Julie« Blick dem Silberstrahl, - da« weiße Licht war wie geschaffen zu der Er. irnierung, die sie heraufbefchwören wollte, — der ßrimitrung an eine weiße, wundervolle Osternacht. llnjertnnnlich mit diesem ist das Osterei, da» Frau Julie jetzt einem Schubfach ihres Schreibtisches ent-nimmt. ES ist ou» purem Golde, in Gitterarbeit «szefthrt und mit Brillanten besetzt. Auf glatter Nacht trägt eS eingraviert den Namen: Julinka. Ein Winter in St. Petersburg! Troikafahrttn, Wstsit, RvutS und Bälle! Wie hatte die Neun- umsomehr, da Rußland seinen seit vielen Jahren festgehaltenen Brauch des tückische» Intrigieren« nicht falle» läßt und immer wieder durch seine Vorkehrungen aus militärischem Gebiete nnd durch seine diplomatischen Winkelzüge dafür sorgt, daß eine Ruhe unter den Großmächten nicht eintreten kann. Dazu kommen noch die mannigfachen, ernste Unruhe verkündenden Erscheinungen in einzelnen Staaten selbst. Unruhe nnd arge Verstimmung gegen die leitenden Kreise machen sich in den verschiedensten Staaten Europas bemerkbar. Das mag an sich wieder allerdings eher einen Frieden unter den Staaten sebst verbürgen, andererseits aber ist es eine Quelle der Bennruhiguug, die in ihren wei« teren Folgen nicht überblickt werden kann. Für Oesterreich-Ungarn aber ergibt sich aus der ganzen Sachlage die überaus betrübende Tat-fache, daß gerade jetzt die Monarchie eines starken Haltes im Innern, fnßeud auf einer starken, ziel-bewußten Volksvertretung, entbehrt. Den Tschechen ist es gelungen, mit ihrer Politik das österreichische Abgeordnetenhaus lahmzulegen und die Regierung zn zwingen, sich mit dem Notstaudsparagräphen zu behelfen. Und doch brauchte man, um gerade nach außen hin den nötigen Eindruck zu erwecken, im Innern festgefügte Zustände, einen starken Reichsrat. ans dem der Wille der Staatsbürger sprich«. So erleben wir es jetzt wieder, wie so oft schon im Verlaust der letzten Jahre, daß das Schwergewicht der auswärtigen Politik ganz nach Ungarn verrückt erscheint, weil dort dank der eisernen Hand des derzeitigen Ministerpräsidenten doch von einem Par-lamente gesprochen werden kann, das sich seiner Ausgaben bewußt ist uud von seinem Rechte, auch auf dem Gebiete der äußeren Politik ein Wort mit« zusprechen, Gebrauch macht. Oesterreich aber schweigt, zehnjährige ansgejnbelt, als die Verwandten, deutsche Ansässige in der Zarenhauptstadt, sie brieflich einge-laden und ihr diese Herrlichkeiten versprochen hatten. Und diese Herrlichkeiten hatten sich vtrwirklicht. Die Stadt mit den goldenen Kuppeln, mit ihrer blendenden Pracht, ihrem feenhaften Luxus, ihrer Ueppigkeit und Ueberfluß und — ihrem grenzenlosen Elend, hatte sich den staunenden Augen der jungen Deutschen gezeigt. Bald aber hatten die Feste, die sich gejagt, sie ganz in Bann genommen. Julie Steinbach, wie sie damals hieß, die eben er« blühte blonde Schönheit, machte Furore in der Ge> fellfchast, und die Huldigungen, die sie erntete, stie-gen ihr wie ein Rausch zu Kopse. Sie hätte nur zu wählen gebraucht uultr den jungen Russen ihrer Bekanntschaft, den Söhnen reichbegüterter Eltern, denn sie traten offenkundig mit ihrer Werbnng her-vor. Doch ihr Herz ging andere Wege, eS flog dem einem zu, der ihr keine Huldigungen erwie», der nicht um ihre Gunst ivarb und nur zuweilen seine» dunklen Blick über sie hingleiten ließ. Auch er weilte nur als Gast in Petersburg. Er zählte bereits 40 Jahre, besaß ein großes Gut in Russisch - Polen und sollte einer unglücklichen Liebe wegen unvermählt geblieben sein. Und da kam nun dieses unerfahrene deutsche Sind und schwärmte davon, daß eS süß sein müsse, diesem Manne -tue Wunde, die daS Leben ihm ge-schlagen, zu heilen. SS würde ein Traum bleiben, ein vermessener SS muß sich in die zweite Linie stellen lassen nnd zusehen, wie die Ungarn nach außen hin, soweit parlamentarischer Wille zum Ausdrucke kommt, ganz allein die Doppelmonarchie des HabSburgerreicheS vertreten. Wen» man eS mit ernsten Politikern in den Reihen der Tschechen zn tun hätte, so müßte ihnen gerade die derzeitige Lage daS Herostratische ihres Beginnens mit erschreckender Deutlichkeit vor Augen sichren. Sie glauben, mit ihrem Vorgehen die Deutschböhmen zu treffen, wenigstens sagen sie eS so durch den Mund ihrer Führer, in der Tat aber treffen sie daS ganze Reich und mit ihm sich selbst. So kommt zu den äußeren Wirrungen die arge Zerfahrenheit int Reiche selbst, die Unsähigkeit des Volkshauses zur Erfüllung der ihm gestellten Aufgaben nnd damit ergibt sich eine Sachlage, die rosig zn nennen auch in der Zeit, wo alles sprießt und sproßt, wo neues Leben beginnt, wo alles nach Licht und Luft drängt, überaus schwer sällt. Der Panslawiomus i» slowenischer Beleuchtung. Der Laibacher „SlovenSki narod" brachte am 14. März einen Artikel über den „PanslawiSmuS* in dem der Verfasser Gavranovic zn dem sonder-baren Schlüsse kommt, daß ein geheimer Dreibund zwischen Deutschen, Ultramontauen und Juden be-stehe, der die Slaweuvölker nicht zur Einigung kommen lasse. Diese Ausgeburt slowenischer Phan« tastik ist recht kennzeichnend für die Siedehitze des Deutschenhasses, der alle slowenischen Politiker er« füllt und sie in. eine Gespenstersucht verscht, die ein vernünftiges Betrachten der Welt, und ihrer Er- Traum. Was konnte dem reifen und bedeutendem Manne, für den er galt, das blonde Kind sein ? Die eine, die er so lange und so tief geliebt, die würde er auch jetzt nicht vergessen. Doch wenn dann plötzlich — unvermittelt — seine Augen sie trafen — verstohlen — wie ihr däuchte, gewann ihr Traum wieder Leben, Hoff-nung, um aber ebensobald, wenn Zweisel sie quäl-ten, zu zerfließen. Bei einer abendlichen Schlittenfahrt zu den Ne« vainseln, hatte der JSwoischik, der da» Gesährt lenke, wohl dem Branntwein zu sehr zugesprochen, denn eS geschah, da» Väterchen plötzlich fest einze« schlasen war. Die sich unbewacht sühlenden Pserde gingen durch. Sie stürmten, vom Ziel abweichend, den Schlitten wie eine Schleuder nachschleifend, in rasender Karriere über die dunkle, unendliche Neva« fläche hin. Damit waren die Insassen — Julie Steinbach und ihre um einige Jahre ältere Kusine — plötzlich in LebenSgesahr. Der aus seinem Rausch erweckte Kutscher vermochte nicht, die Gewalt über da» Gespann wiederzuerlangen. Angeklammert, in halber Lage in dem Schlitten hängend, und mit ihm bald rechts- und linSseitig geschleudert, verleb« ten die unglücklichen Insassinnen entsetzliche Minu-ten, dtn sicheren Tod vor den Augtn. Ihre gel« lenden Hilseruse hallte« über den menschenleeren Eisplan hin, indes ihre Mäntel, darin sich die Feuchtigkeit der Lust eingesogen, sich froststeif um sie bauschten. K.'uMe W-»cht Nummer ilk Schläge. Wie blickt Woraschi» so verändert; so «arm, so zärtlich und — so bezwingend senkt er seine Angen in ihre und dabei überreicht er ihr ein Osterei — daS goldene, mit Edelsteinen besepe Ei, da» Julie Woraschi« jetzt erinnernd in der Hand hält . . . Durch den Glockenhall hört sie ihn sagn und seine Stimme bebt: .Es ist AuserstehnngSnacht, Julinka. Auch i» meinem Herzen ist ein neues Hoffen eingekehrt, si»d neue heiße Wünsche anserstanden. Wenn Sie diese« Hoffen, diese Wünsche teilen, Julinka, da«n ncl>«« Sie mit diesem Osterei auch die Hand, die e» Jbon bietet." Diese Worte, der Glockenhall, die dichtgedrängt« Menge — Julie glaubt umzusinken unter dem Ä stürm ihrer Gefühle. Aber die Seligkeit in ihr mo-stert die Schwäche. Im nächsten Augenblick zedtrl das Osterei und der geliebte Mann ihr. Sie senden den Wagen sort. Ar« in >r» schreiten sie durch die weiße, feierliche Osteraacht. und mit ihnen schreitet das Glück. Wie verkutrl blickt daS schwermütige Gesicht Woraschi»» unter den Worten der Liebe, die »on den junge» deutschn Lippen kommen. Und in den Herzen klingt mit ta Glockentönen daS Ostereva«geli»m . . . ~ J Desische Seite S lk» lagen de« Standpunkt de« Grafen Karolyi ge-billigt) gleichzeitig mit dem Pa«slawiSmn» kokettiel rn, so ist di«s«S Beginnen nm so sträflicher, wei« e» vielfach aus reine MandalSpolitit zmückzusühren i» und dazu dienet soll, die slawischen Wähler in Lager der UnabhängigkkitSpartei zn si'hren. E» ist bettichnend, daß dieser Versuch von derselben Cei!« a«Sgeh«, die den Grasen TiSza wegen seiner Bemühungen, einen Ausgleich mit den Rumänen zn erlangen, auf da« heftigste angegriffen hat. Die tbergroße Mehrheit der Magyaren, und zwar der vähltr wie der Gewählte«, hält jedoch begreiflicher-»eise a« der Dreibuodpolitik fest. Dies gilt nicht iur von der Nationalen ArbeiiSpartei, sondern, wie (sagt, auch von einem großen maßgebenden Teil r Opposition. Allein so wenig die Dreibundhttze :n Ungarn in der Tat bedeutet, gibt eS doch genug Levte in Oesterreich, welche diese Bewegung für ihre durchni« nicht reichsfrenndlichen Pläne auszubeuten versuchen. Es ist sicherlich kein Zufall, daß zaade jetzt in einem tschechischen Blatte die Behaup-wog auftauchte, Deutschland habe ein Interesse da-un, daß Oesterreich-Ungarn bei den bevorstehenden hanielSverttogSverhandlunzen schwach sei, und auf vichSdeutsche Winkelzüge sei eS zurückzuführen, daß Heftal Bachmann den deutsch-tschechischen Ausgleich ^schlagen habe. Obwohl daS Unsinnige dieser Be-hauptung aus den ersten Blick erkennbar ist, wurde sie doch in der deutsch geschriebenen sozialdemokrati-schen Presse nachgedruckt nnd mit ebenso perfiden rie widersinnigen Verdächtigungen besonders ver» tasiter Mitglieder de« Dentschen NationalverbandeS «rselien. Ob auch die deutschen Sozialdemokraten »«bei mit dem PanslawismuS kokettieren, wissen wir «nd,!. Jedenfalls scheinen ihnen die sonst in so dü-jtklcn Farben dargestellten Schrecken des Zarismus Stiii, wenn es gilt, gegen den Deutschen National-inband neue Verleumdungen auszustreuen. Man braucht diese verschiedenen kleinen Ereignisse gewiß »ich! zu überschätzen. Notwendig ist eS aber, daß «n Seite der maßgebenden Vertreter der überwie-zesden Bevölkerungsmehrheit diesseits nnd jenseits Leitha mit aller Klarheit gesagt wird, daß wir ! »zeachlet aller Ouertreibereien, mögen sie woher »mer kommen und aus welche Gründe immer zu-, tickzusühren sein, au der bisherigen Bündnispolitik, »»Dreibund und an dem Bündnis mit Deutschland, schjuhaltrn entschlossen sind. E« wär« eine wirksame lkiindgebung in diesem Sinne, wenn die bevorstehende l LelegationStagung dazu benützt würde, die seinerzeit ii£ Stocken gekommenen Annäherungsversuche zwi-He» Deutschen uud Magyaren wieder auszuuehmen s ul zn einem praktischen Erfolge zn führen. politische Rundschau. Eine Sommersession des Reichsrates? Au« Kreisen des Deutschen NationalverbandeS lalautet: Bei verschiedenen Parteisühreru besteht >i« Abficht, gelegentlich der Delegationstagung in Lsai-Pest Besprechungen sowohl mit der Regierung >» innerhalb der Parteien einzuleiten, die auf die ßraöglichung einer Sommerfefsion deS Abgeord-«tknhauseS hinzielen. Der Plan wird ventiliert, die ftottei/n sollen sich auf ein bestimmtes eng umrisse-I k* LrbeitSprogramm einigen, in welchem auch jene I Erlagen Platz finden, deren Erledigung die Regie-I «ig in besonderem Maße wünscht. Bei Ausstellung I lii'ti Arbeitsprogrammes sollen alle Angelegen-I Wier. ausgeschaltet bleiben, die irgendein nationales I (nipsinbcn verletzen könnten, so daß also die Ob-I Mioniften, wenn sie den guten Willen zur Arbeit I hab», sich von ihrer bisherigen Taktik rechtzeitig I imihiehen können. Bei der vorgestrige» »onserenz I V~. Agrarier au« den Sudetenländern im Ackerbau-I »»iftnium wurden die tschechischen Agrarier und IW der Obmann. Abgeordneter Stanek, nicht I »i:e, immer wieder diesen guten Arbeitswillen zu I klonen, allerdings nicht losgelöst von den nationalen I Auch betrachten es die Tschechen als Aus-I »ck der Regierung, die nötigen ersten Schritte zu 11». Wen» man sich auch in Deutschen National-I mbuidtkreisen von derartigen Verhandlungen in I Hm-Pest derzeit nicht allzuviel verspricht, so herrscht die Anschauung vor, daß nichts unversucht « dar!, wenigsten» in den dringendsten Ange-kpdjciteii, die parlamentarische Tätigkeit einige grille vorwärts zu bringen. In dieser Beziehung „ii> auch daran erinnert, daß Mitte Mai das Ge-WsttordnungSprovisorium abläuft und dringend iriu Verlängerung oder, noch besser, geeigneteren fety heischt, soll nicht im Falle sortgesetzter Ob- struktionSlüsternheit der Tschechen oder einer an« deren Partei neuerdings daS EhaoS über das Par-lammt hereinbrechen. Ebenso dringend erfordern aber wirtschaftliche Angelegenheiten, daß das Paria-ment nicht den ganzen Sommer hindurch auSge-schaltet bleibe. Aus Sladl und tauö. gum Rücktritt des Bürgermeisters in Windifchfeistritz berichtet man uns noch au» Windischseisttitz. Montag waren es 21 Jahre, daß unser hochverdienter Mitbürger Herr Albert Stiger dem Bürgermeister Michael Nasko im Amte folgte und dieser Tag ist von doppelter Bedeutung. Herr Bürgermeister Stiger legte, wie berichtet, sei« Ehren-amt wegen AmtSmüdigkeit, hohen Alter« und Ueber-bürdung in seinem Geschäfte zurück. Diese Nachricht ist sür un« Deutsche in Windifchfeistritz tief erschütternd. umsomehr, als sich Herr Bürgermeister Stiger zu einer Rücknahme seines Entschlusses nicht bewegen ließ. )n einer Zeit, in der man sloweni-scherseilS alles daransetzt, Windifchfeistritz zn erobern, hat ein starker, einflußreicher Mann seine Stelle als Bürgermeister zurückgelegt. Wie ein weithin reichender Schatten muß diese Nachricht aus alle Deutschen des Unterlandes wirken, die die gewaltige Summe völkischer und wirtschaftlicher Arbeit kennen, die Herr Bürgermeister Stiger in der Zeit seine« Wirkens geleistet hat. Bürgermeister Herr Stiger war ein tadelloser Charakter und Menschenfreund. Besonders letztere Eigenschaft macht ihn unS sehr sympathisch. Er hat durch seinen weithin bekannten Einfluß- so manchen Kummer nnd so manche Not gelindert, wenn sich Bedrängte an ihn wandten, nnd er hat dies getan in seiner schlichten, edlen deutschen Art, ohne ein Wesen daraus zn machen, nur dem Zuge seines Herzens folgend. Es gibt wohl Wenige in Stadt nnd Land, die seiue hinreiche Hand nicht in Anspruch nahmen. Die Verdienste auszuzählen, die er sich nm seine Vaterstadt er-worden hat, ist ein Ding der Unmöglichkeit nnd wir wollen versuche«, jene Augenblicke festzuhalten, dir zum Aufblühen der Stadt beitrugen. Es ist dies die Ei bauung der zweiten Kaserne, durch welchen Bau e» ermöglicht wurde, die zweit« Eskadron nach Windischseistritz zu bekommen. Den Bemühungen StigerS ist es zu verdanken, daß das Bezirksgerichts-gebäud« entstanden ist und die Aemter der Stadt erhalte» blieben. Die Bezirksstraßcn wurde» durch seiu Hinzutun ausgestaltet. Die Stadt Windisch-seistritz wurde durch StigerS Einfluß mit der Haupt-linie der Südbahn verbunden. Die deutsche Schule und die mit ihr verbundene kansmännische Fort bildungSschule sind unter der Amtstätigkeit StigerS errichtet worden. Seiner Anregung war es zu ver-danken, daß die Sparkasse in ein würdiges Gebäude untergebracht wurde. Die jüngste Schöpfung der Stadt, die VereinStnrnhalle, darf sich auch rühmen, die Unterstützung StigerS gehabt zu haben. Der Gemeinderat hat ihn zum Ehrenbürger der Stadt ernannt. Es schien aber gerecht nnd billig, das An-denken an Bürgermeister Stiger danernd zu erhalten, seinen Namen dauernd mit dieser Stadt zu ver-binden. Dies geschah, indem man einem der schönstrn Plätze der Stadt seinen Namen gab. Herr Ge-meinderat Dr. Murmayer widmete Herrn Bürger-meister Stiger in der letzten G«mcindeausschuß> sitzuug Worte der Anerkennung und gab der Freude Ausdruck, daß Stiger dem Gemeinderate erhalten bleibt. Und so können wir uns seiner Kraft im G«-meindeauSschusse und in allen Fragen deS Deutsch-tumS der Stadt ersreuen und allezeit sicher auf sie rechnen. Man kann überzeugt sein, daß Stiger immer am Platze srin wird, wenn uns besonders Arges droht. Aus dem StaatsfanitStsdienste. Der Statthalter in Steirrmark hat den Sanitäiskonzipi-sten Dr. Ludwig Haring von Gonobitz nach Cilli versetzt. Aus dem politischen Dienste. Der dem Ministe» ium des Innern zugeteilte Statihalterei-sekretär Dr. Rudolf Breschar wurde zum Ministe-rial Bizejekretär beim Ministerium deS Innern ernannt. Rationale Spenden der SüdmSrki fchen Volksbank Bon dem Reingewinne sür 1913 hat der Bankvorstand nebe» anderen Spenden auch der Ortsgruppe Graz des Deutschen Schulver-eine« eine Spende von 1000 K zuerkannt und außer-dem j« 100 K sür bie deutsche Schule in Hochen-egg, Hrastnigg, Rohitsch Sauerbrunn und Servola gewidmet. Ferner wurden zn Handen des Laibacher Schulkuratorium, Verein zur Förderung deutsch«« Schulwesen« i« Krain, ein Betrag von weiter» 400 Kronen gegeben und zwar je 100 K für Neumarktl, Unter-Schischka, W«iß«nstli und d«n deutschen Ki«< drrgartrn in Gotisch««. Die Südmärkische Volks-dank verdient den besten Dank aller deutschem»ßien Volksgenossen. Kirchen Konzert. Ein«n seltenen Genuß bet das vom hiesigen Organisten und Komponist?» Eduard Jnterberger am 4. d. in d«r evangelischen Kirche veranstaltete Kirchrn-Konz«rt. Wem Jnt«r-dkrger als Komponist noch sftmd war, d«r wurde von dem Können diese» Talentes überrascht. Sem vorgeführter EantnS siguratus „O Haupt voll Blut und Wunden" erzielte trotz d«S vorausgegangenen wundkrvollen Adagios in C-moll von I. S. Bach die größte Wirkung. Wie nach einem kurzen Orgel« satz« die erste Bioline schlicht und in seiner Einsach-h«it «rgr«isend das Thema anstimmt, die übrigen Instrumente diese« Thema übernehmen und fugen-artig ausbauen, bis dann der Männerchor diesen Themenbau durch Anstimmung de» EantuS kiönt, da» alles war von wunderbarer, tlefstinnerlicher Wirkung. Man bedaueitc nur. daß dem Komponisten kein gemischter Ehor zur Verfügung stand: die zweite Strophe ist sür Frauenchor oder gemischten Ehor geschrieben, der Schluß hätt« dadurch hellere Farbe» erhalten. Seltcn wird von einem kircheri-musikalischen Werk« «in« solch rein religiös« und hebende Wirkung ausgehen. ES wä>« nur zu be-grüße», wenn auch auswärtige Kirchrnmusik-Bereini-gungen dieses Werk zur Aufführung brächten. Die Wiedergab« des von H«rr» Musikdirektor I. E. Richter glänzend und stilvoll instrumentierten Werke» durch den Cillier Männergesangverein und durch daS MuiikvereinSorchestrr unter der bewährten und seinsühligen Leitung des Heir» Tr. Fritz Langger war einwandfrei. Frau Bcrgoberkommissär Frieda Bau.r sang je ein« Alt-Arie aus „Paulus u. Elia»" -von Mendelssohn mit schöner und weicher Stimme, tiefer Musikalität und warmen Empfinden. In da« Programm waren auch zwei Lieder von OSkar Wermann ausgenommen, die sich wegen ihrer opcrn-basten Züge in den Rahmen de» kirchlichen Kon-z«rt«S nicht recht «infügten. Diesen Liedern, sowie dem Trostliede von Hildach und dem Osterlied« von Rheimbkrger lieh Fräulein Belty Payer ihren klang-volle», tragenden Sopran und bracht« biefe Werke zu großer Wirkung. Aeußerst mter«ssant und schwung-voll war «ine Komposition vo« Thom«: Andante' Religioso. £>«n Orgelpart meisterte Herr Musiklehrer Franz Strunz. Die meisten der ausgeführten Werk« wurde» von Herrn Musikoirektor I. C. Richter mit feinem Verständniss« instrumentitrt und geleitet. An-sang und Schluß de» Konzerte» machten Orgklvor« tiäge dcs Herrn Jnterberger, der mit seiner Rr-gistrierungSkunst die Zuhörer ebenso ersreut«, wie «r ihnen als Komponist Bewundtrung abrang. Konzert im Deutschen Hause. Am Ostermontag um 8 Uhr ab«ndS findet ein Konzert der vollständigen Eillier MusikvereinSkaptlle unter Leitung des Musikdirektors I. C. Richter statt. Da» Programm enthält durchwegs Neuheiten sür Eilli. Aus der evangelischen Gemeinde. An- läßlich der Ostertage findet morgen Sonntag um 10 Uhr vormittags in der ChristuSkikch« «in btfon-derer Festgott«Sdi«nst statt, bei dem Herr Pfarrer May über „Ostersieg« predigen wird. Wie alljähr-lich werden, die alten Gesänge d«r Grmtind^. vo« Posaunrn begleitet werden. Auch wird Fräulein Betty Payer ein Osterlied zum Bortrag bringe«. Im Anschluß an den Gottesdienst wird daS heilige Abendmahl gefeiert werden. 'Desgleichen findet a» Ostermontag ein Festgott«»di«nst statt, in welchem Herr Vikar Lohmann über „Ost«rs«gen" predige« wird. — Am Freitag versammeln sich die junge« Mädchen zu einem Bortrage des Herrn Pfarrer May über „Schopenhauer und sei« Pessimismus". Hiez» sind junge Mädchen herzlich eingeladen. Ehrenmedaille für vierzigjährige treue Dienste. Dem Unterbeamten der t. k. Zinkhütte in Gaberje Herrn Franz Koroschetz, der in der Hütte seil deren Gründung tätig ist, wurde die Ehrenmedoille sür vierzigjährige treue Dienste ver-liehen. Belobung von Gendarmen. Vom La«. deSgendarmerietommando wurden belobt: Die Titu-larwachtmeister Georg Fraß, Anton Kolaritsch und Joses Stroj deS Postens Oberburg, in Anerkennung -ihrer tatkräftigen Hilfeleistung bei einem Brand«, Wachtmeister Franz Weber in St. Martin in Anerkennung feiner vieljährigen, sehr ersprießlicheu Tä-tigkeit im öffentlichen Sicherheitsdienste, insbesondere auch al« Posttnkommandant. ostoe 4 De«tlche Wacht Die Osterwettspiele tn Cllli. Wie scho» mitgeteilt würd«, finden an drn beiden Feiertagen in Tilli Wettspiel« statt, und zwar spielt die Reservemannschaft teS Athletiksponklubs gegen die Pettauer Fußballmannschaft. Die Pettauer eröffnen mit diesen Spielen ihre FrühjahrSsaison, ebenso wie die hiesige Mannschaft ihre ersten Spielt absolviert. Die Pct-tauer, die schon vom vorigen Jahre her in bester Erinnerung sind, befinden sich dem vernehmen nach in guter Form und werden der heimischen Manu-schaft eine harte Aufgabe stellen. Hervorragend soll ihr Tormann und bfr rechte Verbindungsstürmer sein. Man rechnet allgemein mit einem Siege der Gäste. Die Heimischen werden alles aufbieten müssen, um ehrenvoll abzuschneiden. Das Spiel am Ostersonntag beginnt um 4 Uhr. amOstermon» tag um halb 2 Uhr. Nach den Spielen treffen sich die Spieler sowie Freunde de» Fußballsporte» im Klublokal. Ausflug nach Hochenegg. Die Stamm-riege de» Cillier Turnvereine» unternimmt am Oster-fonntag einen gemeinsamen Ausflug nach Hochenegg. Voraussichtlich wird un» der Wettergott bi« Hochenegg und zurück durch ein schöne» Wetter erfreuen und wir hoffen, daß sehr viel Turner und Turne« rinnen sowie Turnsreunde an diesem Spaziergange teilnehmen werden. Nach Maßgabe der Zeit und und Vorhandensein eine» Platzes wird nach Ankunft «in Faustballspiel sowie andere Spiele durchgeführt. Zusammenkunft in Eilli, aus der Brücke vor dem Deutschen Studentenheim. Abmarsch Punkt 2 Uhr nachmittags. Die Wasserwehr der Freiwilligen Feuerwehr entfaltete, wie noch erinnerlich, im Vorjahre eine äußerst rege Tätigkeit. Die Ausbildung derselben, die in der tüchtigen Hand de» Wehr-hauptmanne» Herrn Peter Dtrganz liegt, erscheint wohl für Tilli umso notwendiger, al» unsere Stadt - von Hochwässern ostmal» bedroht wird und daher leicht dtr Fall eiutrtlen könnte, daß auch hier die so rührige Feuerwehr in ihre Rechte tritt. Nun soll auch heuer die Arbeit mit neuer Kraft begonnen werden. Da an jede» Mitglied der Wassermehr auch kie schvere Ausgabe «ritt, sich der SteuermannSprüs« «ng Lause de» hrurigen Sommers zu unter-ziehen, wild es notwendig sein, den größten Fleiß auszuwende», um sich auf alle» Gebieten der Behandlung der Zille die nötige Fertigkeit zu er-werben. Der Leiter der Wasserwehr, Herr Derganz, beabsichtigt heuer, die Uebungen genau nach dem Piouierreglement durchführen zu lassen. Mit großer Spannung wird der Uebungsfahrt bei einem even-tuellen Hochwafser nach Steinbrück entgegengesehen, die ganz besondere Ansprüche an die Teilnehmer stellen wird. Die Uebungen beginnen bereit» am Dienstag nachmittag» und es wird Sache eine» jeden Wehrmanne» sein, den Uebungen genauesten» beizu-wohnen. Eine Brieftaube wurde gestern nachmittag, al» sie über die Insel flog, von einem Hiihnergeier ange'allen und getötet. Die Brieftaube, ein prichti-ge« Stück, trägt an dem rechten Fuße ein Reischen mit dem Zeichen: I C. SW. 10 208. Hundswut. Bon oer Station sür diognosti-sche Tierimpfungen der tierärzlichen Hochschule in . Wien wurde auf Grund dort vorgenommener Tier-versuche bestätig», daß jener Hund, der am 25. März da» Stadtgebiet durchstreifte und mehrere Menschen anfiel, tatsächlich wütend war. Polizeihundevorführung Wie bereit» berichtet, findet am Ostermontag den 13. d. um 3 Uhr nachmittag» im Hofe der städtischen Volk»-schule in der Karolinengasse eine Polizeihundevor« sührung statt, welche von der Ortsgruppe Cilli de» österreichisch-ungarischen Polizei und KriegShunde-Vereines veranstaltet wird. Die Vorführungsleitung testeht au» den Herren Max Rauscher, Ernst Thienel, Gustav Stiger, Josef Temmerl und Franz Koschuch. Borführungsleiter ist Herr Oberleutnant Kurzamann «u» Wien. Die VorführungSordnnng zerfällt in zwei Teile. Der erste Teil erstreckt sich auf Schul« und Gehorfamübungen, auf Nasen- und Mann-arbeit, sowie auf Ueberbringe» von Meldungen von KriegShunden. Der zweite Teil hat Spnrarbeiten zum Gegenstande, wie sie von den Polizeihunden bei einer KindeSweglegung, bei einem Raubmord, Wil> derermord, Raub und bei Einbruchidiebstählen, so« wie von KriegShunden bei einem Uebersalle auf einen Posten bei einem Munition»d«pot und beim ' Ueberbringen von Meldungen und Munition an die in der Feuerlinie liegende Militäradteilung auSge-führt werden. Anschließend daran folgen Darbietungen nach freier Wahl der Führer, wie Verloren-suchen, Spnrarbeiten mit beliebigen Personen usw. im Einverständnisse mit der VorsührungSleitung. Da bei diesen Vorführungen bekannte ausgezeichnete Po-lizeihunde tätig sein werden, wird eS sich lohnen, dieser Veranstaltung der noch jungen Ortsgruppe beizuwohnen. Der. Eintritt kostet für Erwachsene HO Heller, für Schüler, Militär (vom Feldwebel abwärt») und Sicherheilsorgane 80 Heller. Ansuchen um Fristverlängerung zur Einbringung der EinKommensteuer-Be Kenntnisse. Der Zentralausschuß der steiermärki-scheu LandwirtschafiSgesellschast hat in der Sitzung vom 7. d. beschlossen, beim Finanzministerium un-verzüglich nm die Verlängerung der Frist zur Ein« bringung der Personaleinkommensteuerbekeiintnisse bi» 15. Mal anzusuchen. Nachdem die VollzugSoor-schrift erst am 25. März in der „Wiener Zeitung" publiziert wurde und in vielen Punkten bei den neuen Bekenntnissen zu berücksichtigen ist, erscheint eS ausgeschlossen, die ländliche Bevölkerung in einer so kurzen Zeit über die Bestimmungen de» Gesetzes und der DurchsührungSvorschrist zu unterrichten. DaS Ansuchen erschein» darum wohlauf begründet, insbesondere auch deswegen, weil der ZentralauS« fchuß durch vorheriges Einvernehmen mit Herrn Hugo von Baltz für die Verteilung einer leichtfaß-lichen Anleitung zur Legung der Einkommensteuer» bekenntnisse an die landwirtschaftlichen Filialen der Gesellschaft Vorsorge getroffen hat. Marburger Unterstützungsverein für entlassene Sträflinge. Am 6. d. fand im Sitzungssaale deS f. k. KreiSgenchteS die 23. Iah« reSgauptoersammlung des Marburger UnterstützungS-Vereines sitr entlassene Sträflinge statt. Der Ver« einSobmann und k. k. StrasaustaltSdirektor Herr AloiS Serda erstattete den Rechenschaftsbericht de» Ausschusses. Aus dem erstatteten Rechenschaftsberichte geht hervor, daß dem Vereine in, abgelaufenen Jahre 1111 Mitglieder mit 4476 K Beiträge angehörten. Die Zahl der Bittsteller betrug '263, von welchen 222 unterstützt wurden. E» konnten hievon 94 in Dienst untergebracht, 81 mit den Eltern oder Verwandten versöhnt werden; 48 Bittsteller erhiel« ten Dokumente verschiedenster Art; 8 wurden von der Abgabe in ein ZwangSarbeitShau», 5 von der Stellung unter Polizeiaufsicht befreit; einem Sträfling der Jugendabteilung wurde die Ablegung der staatlichen Prüfung für Dampfkessel- und Dampf. Maschinenwartung ermöglicht. Die authentischen Nach-richten über die Besserung der Schützling« des Iah-res 1912 ergaben, daß 637 Prozent als gerettet bezeichnet werden können. An materieller Unter-stiitzung wurden 3160 K geleistet, ohne Einrechnung der Eifenbahnsahrkarten im Werte von 40 ) K. Der größte Betrag be» Geldes entfällt wie immer auf die Beschaffung der Kleider und Schuhe. Der schriftliche Verkehr erforderte 5851 Stücke. Zum Schluß forderte Redner auf, nicht« zu versäumen, was unsere Ueberzeugung von den Pflichten der menschlichen Gesellschaft gegen ihre schwachen Glie« der allmählich zur Anerkennung bringt. E» soll daran gearbeitet werden, die schwer« Schuld, welche die Gesellschaft an d«n Gtsallkncn von langer Zeit her übernommen hat, abzutragen und — so schließt der VereinSobmann — wenn irgendwo, so möge hier da» Wort de« Dichters gelten, daß die» eine Arbeit ist, die langsam schafft, doch nie zerstört: die zu dem Bau der Ewigkeit zwar Sandkorn nur für Sandkorn reicht, doch von der großen Schuld der Zeiten, Minuten, Tage, Jahre streicht. Grazer Theater. Die Direktion der verei-nigten Buhnen in Graz hat für die Osterseiertage ein bunte» Programm zusammengestellt, welches jedem Geschmacke Rechnnng trägt und den Besucher» von auswärts die Schlager der letzten Zeit zugäng-lich macht. DaS Opernhau» bringt Samstag abends sehr stimmungSgemäß Kienzls gemütvolle Oper .Der Evangelimann". Diese» Jahr ist besonders reich an erfolgreichen Operetten, von denen in diesen Oster-tagen LeharS „Ideale Gattin" (Sonntag nachmit-tags), Nedbals „Polenblut' (Montag nachmittag»), LeharS .Endlich allein* (Montag abends) wieder-holt werde»; zu ihnen tritt Sonntag abends als E,staufführnng die lustige Operette „Die tolle The-reS", als welches sich die populäre Schauspielen» Therese KroiuS entpuppt. Den Besuchern dieser Vor-st-llungen wird auch die Bekanntschaft mit der so beliebten Operettensängerin Vera Schwarz Ermittelt. Im Laufe der nächsten Woche gelangen auch noch die Opern Verdis „Aida", MeyerbeerS .Hugenotten", sowie Puccini» .ToSka" zur Aufführung. Das Grazer Schauspielhaus bringt Samstag GrillparzerS „Sappho". Sonntag nachmittags bei ermäßigten Preisen die lustige „Spanische Fliege", abends den „Meineidbauer", Montag nachmittags bei ermäßig-ten Preisen „Die Familie Schneck", abend» die sech-zehnte Aufführung der zugkräftigen Komödie „Der Faun*, für Mittwoch ist «ine Neueinstudierung v« Schiller» „D»n Carlo»" bestimmt, für Samstag da 18. d. die Schwankneuheit „Der ungetreu« ?cke> hardt". Kartenbestellungen sür alle Vorstellung?« ta Osterseiertage können schriftlich, telegraphisch »kr telephonisch (Telephon-Nummer 100/VIIl), bei der Direktion lGraz, Opernhau») und bei der Theatn-Tageskasse (Graz. GleiSdorsergasse 10)Lemacht werd«. Gonobitz. (»Wandervögel."! Am 7. ». traf eine Partie der Studentenvereinigung „Wandervögel" aus Eilli und mit dem Abendlokalzug eine größere Partie aus Marburg in Gonobitz ein. übernachteten im Oddache de» Herrn Kupnik un» zogen am anderen Tage teils zur Besichtigung der Ruine „Seitzklojter" der einstigen Karthäuser, teilt zn Fuß über den Bacher nach Marburg und ä&cr Meilenstein nach Cilli im strömenden Regen weiter. Brand. Kürzlich brannte zur Nachtzeit da» Wirtschaftsgebäude de» Besitzer» Bartlmä Fasker i» Rate» samt den Futtervorräten und Wirtschaflsge-räten gänzlich nieder. Der Besitzer erleidet erneu Schaden von 3000 K und ist nur mit 600 k vn-sichert. Der Brand soll durch ein weggeworfene«, brennendes Zündholz verursacht worden sein. vom zweiten Stocke gestürzt. «» 4. d. spielte der 3'/,jährig« Knabe Eduard Peinic in Retje bei Trisail ans dem im 2. Stock befi«Mi> chen Fenster Da» Kind bekam da» Uebergewicht und stürzte auf die Straße. Durch den Fall »urte der Vater aus dem Schlafe geweckt; er fa»td sei, Kind mit gebrochenen Gliedern regungslos am den liegend. Der Kleine ringt nun im Spital xj Laibach mit dem Tode. Ein Kind verbrannt. Am 6. d. weidete«! die Brüder Rasael und Franz Ro», von denen dieser elf Jahre, jener sechs Jahre all ist, uozefSh« 400 Schritte von ihrem Elternhause in ZiroftM Gemeinde Neuburg bei Oberburg, entfernt, Schaf«. | In einem unbewachten Augenblicke entfernte sich auch das vierjährige Schwesterchen Apolloni« jj! dem Elternhanse und kam zu ihren Brüdern j«f j die Wiese, wo sie sich neben da» von den Brüder» ] angezündete Feuer setzte, um sich zu wärmen. Wih-rend nun Franz Ro» nach Hause eilte, um vr«t zu holen, fingen die Kleider de« kleinen Mädchen« Feuer und verbrannten vollkommen am Leibe te Kinde». Al» aus die Hilsernse de» jüngeren Br»> der« die NachbarSleuie herbeigeeilt kamen, laz 1 Mädchen bereits bewußtlos am Boden. Das arm : Kind erlitt so schwere Brandwunde», daß es »och am selben Tage starb. Bon einem Eisenbahnzug ersaht, fr der KreuzungSstelle der von Straß nach tfuai führenden Straße uud der Spielfeld—Luttenbkrza Bahn ereignete sich ein tödlicher UnglückSsall. frr Fiaker Johann Sorger aus Straß war damit tx-traut, ein junges Pserd für einen Offizier in Skq einzufahren. Sorger fuhr in Begleitung nne» Husaren, des OjsiziersdieuerS, gegen Mureck. *ut der Heimfahrt geschah da« Schrecklich«. Als M Gespann sich der erwähnten Bahnübersetzung nähenr brauste der Zug heran. Trotz Warnungen setz» Sorger die Fahrt fort. Da« Gespann wurde in fwi Augenblicke, als es ans der Ueberfetzung war. Zuge ersaßt. Der Offiziersdiener konnte sich m letzten Augenblicke durch einen Sprung vom Saga retten. Sorger wurde jedoch von der Maschine n-saßt und aus der Stelle getötet, das Pferd Mich verletzt. Wohl riß sich das Tier noch vom los nnd lief eine Strecke weit, brach aber da« l»t zusammen. Verhaftung einer gefährlichen Ein brecherbande. Au» Graz wird unter dem 10.) gemeldet: Seit Zänner d, I. wurden hier unk a der Umgebung zahlrtich« Emdmchsdiebftähle bei Geschäftsleuten verübt, ohn« daß es gelang, des liart habhaft zu werden. Als in der Rächt vo» 8. aj den 9. April abermal» drei Einbrüche veiüdl Me-den waren, wurden die Nachforschungen mit erneute» Eiser fortgesetzt und es gelang gestern vor»itt«ß>, die Täter in der Person des Hilfsarbeiter» Ot» Hermann und feiner Geliebten Theresia Pichler ant- » zuforfche» und zu verhaften. Außer diesen will« im Lause des Tage» noch sechs weitere DiebSz«,»^» I festgenommen. Bei den Hausdurchsuchungen in» I Wohnungen der Einbrecherbande wurde ei» I Warenlager entdeckt. Die Gegenstände wurde» i» I daS AmtSgebäude geschafft, wo sie mehrere !R4um ] anfüllten. Drr Wert der gestohlenen Sachen beträgt viele Taufende Krone». verhaftete Raufboide. Aus schönste» I wird berichtet: Der 36jährige Müll«rg«hilfe Lnll» ] Pohlin aus Ponigl pflegt unter dem Borget«, «> I gen KrankheitSanfälle arbeitsunfähig zn sein, p I betteln. Am 7. d. kam er bettelnd zum P'irrhaie H Mumme r 24 m St. Egydi bei Schönstem. Da der Pfarrer in der kirch» war, wollte ih» bie Pfarrersköchin Essen und ewige Heller geben. Er wie« daZ schroff zurück und »»llt» nur vom Psarrer eine Geldunterstützung. Als dn Psarrer »ach Hause kam, fing Pohlin einen Dtteit ou und wollte alle schlagen, die in seine Nähe kamen. Auch die Gendarmerie beschimpfte er auf das Gröblichste und schlug mit Handen und Füße» ßegen sie. so daß er schließlich gefesselt und im Wa-,en in den >rrest des Bezirksgerichte« Schönstem eingeliefert wurde. — Der 18jährige Jnwohnrrsfohn Binzenz Huder au« Eavodne geriet beim Zechen in einem Gasthause zu Schönstem mit den Fadrikarbei-lern Valentin und Johann Lossar wegen einer Hut--seder in einen Streit, zog sein Taschenmesser und »ersetzte den beiden Arbeitern lebensgefährliche Stiche. Er wurde dem Bezirksgerichte eingeliefert. Die Hauptstellungen. Don der Statthat, mei in Sleiermark wurden soeben die AmtSt.ige für die Hauptstellung im Jahre 1914 verlautbart. Lie finden statt: Im Marburger ErgSniungSbezirk Rr. 47: EibiStvald 18. und 19. Mai; Deutsch-landSberg 20. und 2?. Mai; Slainz 23. und Mai; Feldbach 22., 23 . 24 und 25. April; Kirchbach 27. und 23. April; Fehring 30. April m,d I. Mai; Fürstenfeld 2. und 4. Mai; Wildon 4>. und 7. Mai; ArnfelS 8., 9. und II. Mai; Leibnitz 13., 14., 15. und 16. Mai; Marburg, tztadt, 27. und 28. Mai; Kranichifeld 8. 9. und 10. Juni; St. Leonhard 4.. 5. und 6. Juni; Win-difchfeistritz 12., 13. und 15. Juni; Mureck 16., 17. und 18. Juni; RadkerSbura 19. und 20. Juni. Im E>lli«r Ergänzungsbezirk Nr. 87: Eilli 22. Mai, 15., 16 , 17. und 18. Juni; St. Ma-rein 19. und 20. Juni; Tüffer 3., 4. und 5. Juni; anz 12. u. 13. Juni; Praßberg 9. u. 10. Zuni; useu 8. Juni; »onobitz 18., 19. und 20. Mai; tuttenberg 2. und 4. Mai; Oberradkerkburg 20. April unv 1. Mai; Pettau 7., 8., 9., 11., 12. und 13. Mai; Frieda» 5. und 6. Mai; Rohitsch 15. und 16. Mai; Lichtenwald 2. Juni; Drachenburg 29. und 30. Mai; Rann 25., 26. und 27. Mai; Lchinstein 22. und 23. April; Windischgraz 24. und 2b. April; Mahrenberg 27. und 28. April. Tschechen in Knittelfeld. In einer der letzten Sitzungen des GemeindeauischusseS in Knit« telseld besprach GR. Aust die Anstellung von Sla-wen bei den Dienststellen der Staattbahn. In na-«entlicher Abstimmung wurde mit allen gegen die zwei Stimmen der Sozialdemokralen folgende Ent« jchließung angenommen, in welcher mit Entrüstung davon Kenntnis genommen wurde, daß bei den ver« schieden»» Dienststellen der StaatSbah» in Knittel» jtld im Laufe der Jahre eine große Anzahl von Elawen — es sind dies weit über 200 — angestellt wurden. Geeignete Schritte zur Abwehr hat der Gemeinveausschu» in der verlraulichen Sitzung beraten. Für Bücherfreunde. Der Deutsch öster-reichliche Preßverein in Graz, Grabenstraße 38, hat lii jetzt an seine Mitglieder über 130.000 gute Bücher kostenlos abgegeben, darunter auch 2200 Binde von Adolf Pichler. Im Herbst d. I. wird »un an'die BereinSmitglieder wieder eine große An« zahl Pichler-Bände abgegeben, die im Ladenpreise 3 60 K bis 5 4 » 8 kosten, und zwar erhalten jene Mitglieder, die eS ausdrücklich wünschen, außer dem sehr reichhaltigen Jahrbuch-Kalender für 1915 noch zvei Pichler-Bände kostenlos und portofrei als ver« emSgabe. Der Mitgliederbeitrag beträgt nur 2-50 R »nd für OrtSgruppenmitglieder 2-20 K. Die Bei-tritte sind ehestens anzumelden. Erlagscheine und ««»führliche Gabenlisten stehen zur Verfügung. Zweite Folge der Baumbachkarten der Südmark. Der Berein Südmark will nicht >ur satzungSgemäß darauf bedacht sein, wie er sich zm Ermöglichung seiner Schutzarbeit die hiezu nötigen Mittel verschafft, er will dabei auch ethische Werte «U Quittung bieten, indem er die Kunst in feine Dienste stellt und mit ihrer Hilfe den völkischen Hochjinn anregt und für ihn begeistert. So hat er jetzt eine zweite Folge von Baumbach-Postkarten her« stellen lassen und damit daS Gedächtnis an einen »»»erwählten LieblingSdichter der deutschen Jugend erneuert, der in den Siebziger-, Achtziger- und Neun« ziger-Jahren deS vergangenen Jahrhundert« mit jedem neuen Werke seiner romantiksrohen Muse helle Begeisterung erweckte. DaS neue „GaudeamuSlied" »nd die zu beispielloser Berühmtheit gelangte „Linden. Wirtin", „Kaiser Max und König Laurin", „Der klügste Bursche" und „DaS brave Schimmelt!»" fad in prächtig wiedergegebenen Bildern erschienen «ad rufen all die Tausende von treuen Freunden Deutsche Wacht und Verehrern Rudolf BaumbachS zu werktätiger Südmarkarbeit aus. Pettauer Marktbericht. Der Auftrieb aus den om 7. d. staltgefundenen Pferde- und Rin-dermarkte betrug 97 Pserde und 1145 Rinder. Der Auftrieb aus den om 8. d. stattgesundenen Schweine-markte beirug 642 Schweine. Der nächste Pferde-und Rindermarkt wird am 21. und 23. d. und der nächste Schweinemarkt am 15. und 22. d. abgehalten werden. Außerdem sindet am 23. d. auch ein Krämer-und Jahrmarkt statt. Ein mißglückter Handstreich zur Be-freiung des Spions Alexander Iandric. Ein aussehenerregender Fall beschäftigt gegenwärtig die Grazer Behörden. ES handelt sich um einen Handstreich zur Befreiung de« russischen SpionS Alexander Iandric. In einem Grazer Gasthause er-schienen vor einigen Tagen mehrere unbekannte Männei, die die Köpse zusammensteckten und sich in einer fremden Sprache unterhielten. Die Kellnerin, die des Russischen mächtig ist, da sie sich längere Zeit in Rußland aufgehalten hatte, belauschte zu-fällig das Gespräch, das sic um so mehr interessierte, als sie hörte, daß russisch gesprochen wurde. Die un-bekannten Gäste hatten kein» Ahnung, daß ihr Ge-sprach belauscht wurde, und so entnahm die Kellne-rin der eifrigen Debatte, daß ein Plan zur Befrei-ung eines in G^az inhaftierten Spions geschmiedet weide. Die Kellnerin behielt vollkommene Ruhe und verriet mit keinem Worte, daß sie daS Gespräch der Fremde» belauscht und Kenntnis von deren Plan hätte und verständigte sofort die Polizei. Seiten» der Polizei wurden augenblicklich Maßnahmen ge-troffen, um den Handstreich zu verhindern und der Russen habhaft zu werden. Alexander Iandric wurde in eine andere Zelle gebracht und in Ketten gelegt. Da» Slrashaus Karlau aber wurde während der Nächte von einem großen Wacheansgebot bewacht. Wie a«S dem belauschten Gespräche der Unbekann-ten zu entnehmen war, sollte ein Automobil in der Nacht in der Nähe der Strafanstalt hilten. Der Wachposten sollte von mehreren Männern iiberwäl-tigt werden, indem man ihm ein mit Chloroform getränkte» Tuch über den Kops werfen wollte. Ale. xander Iandric, der von dem Plane bereit» aus irgend eine geheimnisvolle Weise Kenntnis erhalten zu haben schien, sollte dann sein Leintuch in Stret-sen schneiden, au der so gebildeten Leine, die er herabzulassen hätte, sollten ihm eine Feile nnd eine Strickleiler hinaufgereicht werden, an der, nachdem er da« Feustergitter durchseilt und auSgebrochcn, er sich inS Freie hinunterlassen sollte, worauf ihn da» ihn in der Nähe haltende Automobil, in dem sich auch Kleider für Iandric befänden, In Sicherheit gebracht hätte. Einige Nächte lag die Wache umsonst aus der Lauer. In der Nacht vom Dienstag aber fuhr plötzlich ein großes Automobil durch die Trie-stcrstraße herunter, bog in die enge Strafhausgasse ein und suhr dann, nachdem die Insassen, mehrere Männer, einen Moment zu den Fenstern emporge-blickt hatten, in rasendem Tempo davon, ohne aus die Zurufe der rasch herbeigeeilt?» Wachposten zu reagieren. Da« Automobil hatte die Nummertafel unbeleuchtet und konnte nicht ermittelt werden. Einige verdächtige Fremde, die sich vorübergehend in Graz ausgehalten hatten, waren, wie eruiert werden konnte, am selben Morgen in überstürzter Weise un-bekannt wohin abgereist. Die Öfterserien des Amateurphoto-graphen. Wohl niemand, der einen pholographi-fchen Apparat besitzt, wird ihn zu Hause lassen, wenn er die Osterseiertage zu Ausflügen benützen will. Und wer we-tere Reisen im Frühling machen will und noch keinen Apparat besitzt, tut gut, sich einen solchen zu erwerben, nachdem zweckentsprechende KameraS heute zu allen Preisen zu haben find, vor-handene KameraS sollten aber vorher durchgesehen, wenn nötig instandgesetzt, Platten und FilmS in be> ster, vorher ausprobierter Sorte für die ganze Reise mitgenommen werden. Eigene Reiseausnahmen sagen mehr als das ausführlichste Tagebuch und machen da» flüchtig Gesehene und Erlebte zum dauernden Besitz. In allen angedeuteten und mit Reisephoto-graphie zusammenhängenden Fragen kommt die k. u. k. Hofmanusaklur für Photographie R. Lech-ner (Wilhelm Müller), Wien 1., Graben 30 u. 31, Jnieresfenten mit ihrer diesbezüglichen reichen Ersah-rung gerne entgegen und wolle man sich vertrau-enSvoU an diese altrenommierte Firma wenden. Seite 5 Eine Sonnenheltstütte für Kinder! An die Bevölkerung Steiermarks! Ungeahnt groß sind die Erfolge, die in den letz-ten Jahren durch die Sonnenbehandlung der chirur« zischen Tuberkulose, einer nicht übertragbaren Er-krankung der Knochen, Gelenke und Drüsen, erzielt worden sind l War auch die Heilwirkung von Sonne uud Luft seit langen Zeiten, ja schon im Altertum bekannt »nd benüht, >o haben doch erst im letzten Jahrzehn» genaue sachärztliche Beobachtungen und die hiedei gewonnenen äußerst günstigen Erfahrungen zur wif-jenschasilich durchdachten Sonnenbehandlung solcher Leiden geführt. Die staunenswerten, dauernde» Heil-erfolge Dr. Rolliers in Leysin. dem da« unvergängliche Verdienst der systematisch angewendeten Son-nenbestrahlunz deS ganzen Körper« in reiner, trocke-ner Höhenlust gebührt, haben nicht nur die allze-meine Aufmerksamkeit der Aerzte auf sich gilenkt, sondern auch da« regste Interesse aller Kultur-staaten und ihrer maßgebenden Kreise wachgerufen, denen die Gesundheit und Wohlsahrt der Bevilke-rung am Herze» liegt. Der beglückenden Erkenntnis, die Kraft der HShenfonne al« wirksame« Heilmittel erfolgreich ver-wende» zu könne», entspringen daher alle Bestre-bungen, dort Sonnenheilstätten zu errichten, wo die natürlichen Vorbedingungen für eine möglichst inten-sive, ununterbrochene Sonnenbehandiung — trocke» »es, windstilles Klima, geringe Bewölkung, kräftige Sonneneinstrahlung in entsprechender Höhenlage — gegeben sind. Die fchöne» E»folge der kleinen, leider nnr mit bescheidenen Mitteln bedachten Sonnenkin-derstation in Aslenz haben auch hierzulande den Heil-wert der Sonne bestätigt und den lebhasten Wunsch nach Schaffung einer großen, allen Anforderungen entsprechenden Sonnen- und Höhenheitstälte geweckk. Durch eingehende Studien und verläßliche meteorologische Beobachtungen wurde erwiesen, daß Steiermark im oberen Murtale ganz besondere vor-züge de» Klima» besitzt, die keinen vergleich mit den klimatischen Verhältnissen der Sonnen- und Höhe«-kurorte im Auslande zu scheuen brauchen, ja daß daS obere Murtal geradezu berufen ist, die in fei. nem hervorragend günstigen Klima gelegenen Werte zum Wohle der leidenden Menschheit auszunütze». Nach sorgsältig sachmännischer Erwägung aller in Betracht kommenden Frage» wurde auf der Stolz« alpe bei Murau ein besonders geeignetes Gebiet er» mittelt, daß alle Vorzüge, vor allem andauernde Be-sonnung, windgeschützle Lage, Versorgung mit ein-wandfreiem Quellwaffer, in vollstem Maße vereinigt. Hier soll die steirische Sonuenheilstätte erstehen, hier soll sich ein Sonnenkurort entwickeln, der, von einer verständnisvollen Bevölkerung gesördert, wie kein zweiter berufen fein wird, Kranken volle Gene-sung zu bringen. Arme, namentlich Kinder, de» Siechtum zu entreißen, sie zu arbeitSftohen, vollwer-tigen Kräften der menschliche» Gesellschaft zu machen, — dem auch die Aufgabe zugedacht ist, die Wirt-schastliche Erschließung deS obere» Murtalks anzu-bahnen und in wahrhast großzügiger Arbeit bisher brach liegende Schätze zu heben I Um dieses Ziel zu erreichen, um wirklich Gr»-ßes, Mustergiltige« zu schaffen, bedarf e» jedoch be-deutender Mittel! Vertrauensvoll wende ich mich an die gesamte Bevölkerung mit der eindringliche» Bitte, die Errich» tung der steirische» Sonnenheilstätte tatkräftigst zu fördern und mit vereinte» Kräfte» da» große Werk zu vollenden zum Heil der leidenden Kinder, zum Segen deS Steirerlande»! Graz, im April 1914. Manfred Graf Elary und Aldringen, k. k. Statthalter. Spenden, die in den Tagesblättern ausgewiefe» werden, nehmen entgegen: Die Grazer Tagespost, daS Grazer Tagblatt, da» Grazer VolkSblait und die Kleine Zeitung, der Arbeiterwille, die Grazer MontagSzeitung. die steiermärkische Eskomptebank, die BezirkShauplmannschaften «nd Exposituren und da» Statthalteretpräsidium In Graz. Vermischtes. Der „unsittliche" Fürst von Alba-nien. Ein Pariser Blatt veröffentlicht über den neugebackenen Fürsten von Albanien folgende, recht hübsch erfundene Anekdote. Eine der albanischen No« tablendelegationen hat dem Fürsten beim Empfang Vorstellungen über sein unsittliches Privatleben ge« macht. Der Punz war starr — und bat die Herreu um Aufklärung. „Sie wissen, Durchlaucht, daß die Deutsche Wacht Kimn 24 Majorität Ihrer UMter1«nen Muselmanen find." „Jawohl, jawohl. Und?" „Nun denn, Durchlaucht — die Mehrheit Ihre» Volte« empfindet e« sehr Peinlich, daß Eure Durchlaucht nur ein« einzige Frau h 'ben." — „?" — Man findet das Nein, engherzig und — unmoralisch. Da« Volk ivünscht den Bewei«. daß sein Fürst ein Mann ist, Durch taucht. Und ein Mann kann nicht an einer Frau genug haben." „Ja, wa« soll ich denn da aber machen?" „Einen Harem errichten Durchlaucht! Die Führer de« Volke« werden sich gewiß glücklich Preisen. Ihnen die auScrwählten Jungfrauen ce« Sandes zur Verfügung zu stellen . . Wie entstehen Druckfehler? Wie ent-stehen die ärgerlichen, unausrottbaren Druckfehler? Ueder diese Frage sollen sich Nichtsachleute klar »erden, ehe sie über „gedankenlose" Setzer uns „»achlässige" Korrektoren da« übliche Verdammung«-«»teil ohne Zubilligung mildernder Umstände fällen. Der hänsigste Erzeuger v»n Druckfehlern ist der »Zwiebtlsisch", da« Krrnz und die Pein eine« jeden Setzer«. Wa« ist der Zwiebelsisch? Der Setzer »e»»t so eine jede Letter, die sich an einem Orte, »o sie nicht hingehört, insbesondere in einem fal-scheu Buchstabenfach de« Setzkastens, befindet. Wie »un der Setzer bei dem Ablegen sozusagen blind-ling« die Leitern in seinen Setzkasten wirft, so „greift ' er sie auch beim Setzen blitzschnell und «iht sie unbesehen in seinem Winkelhaken aneinan-der. Wollte er sich von der Richtigkeit jede« einzel-»en gegriffenen Buchstaben überzeugen, so käme er mit seiner Arbeit »ich« von der Stelle. Bei Lettern »on gleicher oder annähernd gleicher Dicke liegt diese Möglichkeit der Entdeckung durch den Tastsinn nicht »or und so bekommt der arme Korrektor in der ersten Korrektur beispielsweise zu lesen: Eiergärt-»erei statt Ziergärntnere!; Gypiessen statt Zypres-sen; Kurant statt Kurort; Dämonen statt Domä-»en; Apfelmu« statt Anselmu«; „Es fehlte de» Truppen an Courage" statt Fourage; „Unsere Be-gleiterinnen glühten wie Matrosen". Bau der alten Frau Rothschild, der Stammutter de» Geschlechte« der bekannten Geld-fürsten, erzählt die „Bibliothek der Unterhaltung »»d de« Wssen«* folgende hübsche Geschichte: Die alte Dame besaß viel Witz und Geisteskraft; beide blieben ihr bi« an ihr Lebensende getreu und ver-ließen sie auch auf dem Totenbette nicht. Sie er-reichte ein Alter von achtundneunzig Jahren. Al« sie in ihrer letzten Krankheit den Arzt rufe» ließ, fand dieser, daß bei der Greisin da« LebenSflämm-chen im verlöschen und jede Hilfe ausgeschlossen sei. Aber die geisteSstarke Frau wollte noch nicht sterben u»d bat den Arzt aus da« eindringlichste, ihr doch irgend etwa« zu verschreiben. „Lieber Doktor," rief sie, „versuchen Sie« doch wenigsten«, ob Sie nicht »och etwa« für mich tun können!* „Madame," er-wiederte der Arzt, „wa« soll ich für Sie tun? Ich kann Sie dich unmöglich wieder jung machen!" Da glitt ein Lächeln über das Gesicht der Sterbenden. „Aber lieber Doktor," rief sie, „ich will ja auch ,ar nicht wieder jung werden! Im Gegenteil, ich wü»schte nur, daß Sie mich »och viel älter werden ließen!" Die« war ihr letzter Witz. Wenige Stunden darauf schlief sie schmerzlos ein. Ein Opfer de« Opiumgenusse«. Da» Opium hat in Pari« ein neue« Opfer gekostet. Die bekannte Tänzerin Germaine Bourgon wurde in ihrer luxuriös eingerichteten Wohnung tot ausgesun-den. Die Untersuchung ergab, daß der Tod infolge übermäßigen Opiumgenufse« eingetreten war. Die Polizei entdeckte in der Wohnu»g eine große Menge der stärksten narkotischen Getränke und stellte fest, daß allabendlich wahre Opiumorgien in der Wohn» ung der Künstlerin gefeiert wurden. Die verstorbene Künstlerin war erst vor wenigen Tagen au« Aegyp-ten nach Paris zurückgekehrt. Sie hatte in Kairo «uf Einladung de« Khedive in einer Wohltätigkeit«-Vorstellung mitgewirkt und vom Khedive mehrere heerrliche Schmuckstücke zum Geschenk erhalten. Die kämpfende Jungfrau vo« Orleans. Die Spamersche Zeitung erzählt au» de« Jahre 186 t die folgende niedliche Begebenheit au« Königsberg: Fräu.ein Janauschek, die Schiller» „Jungfrau" auf der hiesigen Bühne darstellte, geriet im letzten Akte mit einem unserer wackeren Vater-la»d«verteidiger iu einen argen Konflikt. Dieser hatte al« Statist einen Reiter darzustellen, welchem die Jungfrau beim Entfliehen au« dem Gesängnisse da« Schwert entreißt. So hat Schiller e« vorge-schrieben. Doch was war unserem Krieger Schiller, »aS die Jungfrau «it der Ociflimme gege» den klaren Wortlaut seiner Dienstinstruktiou? Er sagt also sehr ruhig und sür ein Trauerspiel schneidend prosaisch: „Ne, öch gäw minen Säwel „ich." Alle beschwichtigende» Reden der Künstlern« halfen da-gegen nicht; mit Gewalt «ußte sie sich da« Schwert ersbern, um der Szene gerecht werde« zu können. Ein Theaterzettel au« dem Jahr« 1745. Einige« Interesse, und sei e« nur de« Lachen« halber, verdient der hier mitgeteilte Schmierenzettel au« vrünn» Vorzeit. .Mit gnädiger Hochobrigkeit-licher Bewilligung werden die neuarrwirten Hoch-deutschen Eomödianten die Ehre haben, heute zum erstenmale ihre» Schauplatz zu eröffnen und auf selben zu produzieren eine aller Orten mit ungemei-nem Applaus« approbirt«, mit HanSwurst« Lustig, keiten gezierte und mit galantem Scherz und Ernst abwechselnde Haupt- u»d StaatSaclion betitelt: Hun-rich und Heinrich, oder da« Durchlauchtige Schäfer-paar sanften auch genannt der grausame Tyrann und der verstellte Narr au« Liebe mit HanSwurst. 1) einem klugen Hofnarren, 2) einem verschmitzten königlichen Roqueltenmeister, 3) einem von Ges;en-stern erschreckten Favoriten, 4) einem lustigenNacht-Wächter, 5) einem barmherzigen Scharsrichter, 6) und letzlich einem beglückten Bräutigam seiner geliebten Trannschel. Zu mehrerer Satisfaktion macht da« gänzliche Final! Sin erzlustige« Nachspiel genannt: Die Sau im Sacke oder der betrogene Alte, wobei HanSwurst vorstellen wird 1) einen dummen Diener seine« Herrn, 2) einen betrogenen Einkäufer, 3) eine lustige Sau im Sacke und endlich einen nachdrück-lichen Rückenau«klopfer zweier durchtriebener Spitzbuben usw. Zu dieser Produetion wird ein Hochge-neigte« Auditorium in Untertänigkeit invitiret von Felix Kurz. Prinzipal." Die Stiftung eine« mittelalterli-chen Seeräuber». Neben anderen Stiftungen besitzt die alte BischofSstadt Berden a. Aller auch eine Störlebekerstiftung, die Lätarespende genannt. Akten sind darüber nicht mehr vorhanden, aber alle Jahre wird sie am Tage »ach Litare von Magi-stratSpersonen ausgeteilt. Der berüchtigt« Seeräuber Störtebeker und sein Genosse Gödeke au« dem Ge-schlecht von Michelken, hatten ihren Wohnsitz i« Walle, beziehungsweise HalSmühlen bei Berden. Im Jahre 1402 wurden beide nach einer Seeschlacht zu Hamburg aufgebracht und gerichtet. Störtebeker stiftete auS den Einkünften seiner Höfe in Walle daS Vermächtnis, auS dem die Angestellten deS Do-me« und der Stadt je fech« Häringe »nd sechs Bröt-chen, die Armen der Stadt je einen Hering und ein kleine« Brötchen erhalten. Da« Brot wird au» 12 Himien Roggen Braunschweiger Maße gebacken und an Heringen wird eine Tonne frischer, holländischer Ware gespendet. Im HauptgotteSdienste am Sqnn-tag Lätare wird dann di« Verteilung angekündigt mit der Mahnung, „die Gabe mit Dank gegen Gott und zum Andenken an den Stifter entgegen-zunehmen. Man beachte bei Gebrauch von Abführmitteln die taui'ndfachen Atteste, die Saxlehner» echte» Hunyadi J5no» Bitterwasser infolge seiner von den Wissenschaft-lichen Kapazitäten der ganzen Welt bescheinigten Vor-züge erlangt hat. Man hüte stch vor gewissenlosen Fälschungen oder Unterschiebungen statt diese» köstlichen natürlichen Heilwasser», da» nur in den bekannten Originalflaschen in den Handel kommt. Die Nähr, und Heilkraft des Vchertrans ist allgeineiu bekannt, ebenso aber auch die Tatsache, daß nur wenige sich überwinden können, diekeS unangenehm schmeckende, schtver verdauliche löl einzunehmen. Wer dafür zu Scotts Vedertran-Eumlsio» greift, wird nie mehr ans de» gewöhnlichen Trau zurückkommen, ist doch dieses Präparat so wohl» schmeckend und leicht verdaulich, daß daS Einnehmen groß und kleiu Freude macht. Dazu kommt, daß Scott» Vcbkrtran-Enmlswn durch Zusätze t»e» gewöhnlichen Tran a» Nährwert »md ÄnSnutzungSfähigkeit übertrifft und daher bei Erwachsenen und Kindern überall da am Platze ist, wo man den Körper nachhaltig lräftigm will: nach Erkältungen, bei «rfiwiidit-zustande», erschwertem Hahnen, bei zartem Knochenbau der Kinder, nach Krankheit, bei Abmagerung usw. Doch nur S» mW» : Vnil hl Ci izmalilalch» SKSOh. «Bot »p-th-ka (üufltdi. Jinltnt'uiia in 80 h in Brief»»»!»!! «* ®(»II * »3IS5I. •«(. Stattn TU, im» Killet SJ.äuralrae a*t d!-st 3*ttuna nletjt feit tttu nuln«3aoit»£c. »V ' I'J.JIW.I, MBH——BM Herichtssliat. Schwere Verleumdungen. Wie wir schon seinerzeit berichtet haben, würd« >er hiesige Spenglerineister Konrad Potzner von d«n hiesigen Epenglergehilfen Franz Sorber. und Fritz Liebitfch verleumdet, «r heb« di« t. k. Zinkhütte » Gaberje jahrelang tm große Mengen Zinkblech b«. trogen, korber hat feine dreiwöchentliche Arresten* bereit« verbüßt. Nun würd« auch Frih Liebitich z,r Strase de« Arreste« in der Dauer von einem Mo»«t verurteilt. Da Liebitsch geg,n Potzner. der fei» ehe-maliger Dienstherr ist. auch bei der General »irekti»» der Südbahn schwere Beschuldigungen vorgebracht hat. wird^ er auch de«halb vorau«stchtlich eine e»-pfindliche Strase bekomm«». Da« gestrig« ?*<»«««« verfahren hat ergeben, daß die gegen Herrn Konrid Potzner erhobenen Beschuldigungen vollkommen gr»«d-los sind. Es handelt sich hier um Verleumdunze« allerfchlimmster Art. welche jeden anständigen «en* schen mit Entrüstung erfüllen muß. Beim Fensterln. Am Abend« de« 7. v. M. zechten die Btrgirrbeuer Johann Zorko und Joses Lah in verschiedenen «oft. Häusern und begaben sich sodann in angeheiterte» Zustande zum Hause de« 21jährigen Bergarbeiter« Blasiu« Zohar in Gemünd (Savodna) bei Eilli, bei welchem Antonia Budna. d>e frühere Gellebte Zorko«, mit welcher derzeit Zohar «in Li«b««oerhält-ni« unterhält, übernachtete, um zu'»senst«rln. Ääh-renb Lah in der neben dem Hcmse befiii dsichen Streuhütte zurückblieb, schlich Zorko um da» Hau« herum, rief Antonia Budna und klopfte auch auf daS Fenster jene« Zimmer«, in welchem die Mm« de« Zohar schlief. Zohar, der mit seiner Geliebten am Dachboden war. geriet darüber in Zorn un» eilte, trotzdem ihm sei»« Mutter und die Geliebte zuredeten, im Hause zu bleiben, mit einem Beile bewaffnet in« Freie. Bor dem Hause stieß er »it Zorko zusammen und versetzte diesem mit der Schneide deS BeileS einen wuchtigen Hieb in« Gesicht. Zasej Lah führte sodann den Schwerverletzten in* da» Nachbarhaus. Dem Johann Zorko wurden durch den Beilhieb Ober» nnd Unterkiefer gespalten. Bei der Montag ftattgefundenen Stri'v-rhandl ung bei« Krei«gerichte Eilli wurde Blasiu« Zohar zu achtzehn Monaten schweren Kerker« mit einem Fasttage »nd einem harte» Lager alle 14 Tag« verurteilt. Minder sollten über- haupt Keinen Bohnen Kaffee trinken, sondern nur gnle Milch mit Kalhreiners Kneipp. Malzkaisee. OiMTH hk ktiflilriikn, I ist »5»»«»Utch KB# dank irätf Zubereitung aus bessern Malz •k*r*ü* tamin»*. Fragen Sie,bitte,hier über Ihren Äausarzl. Ein guter „Ratgeber für Photogra phierenbe", die sich einen preiswerten, dabei jche guten Apparat anschaffen wollen, ist der soeben m der Hof-Manufaktur sür Photographie R. Lcchia (Wtlh. Müller), Wien, 1., Graben 30/31, Hera»», gegebene Jnterimikataiog, der eine Anzahl vorztz-licher, dabei auch billiger Apparate enthält. Sei» Lichtbild»« sollte eS verabsäumen, sich diese» ftai*-log kommen zu lassen. Jeder Liste wird ein Fraze» bogen beigelegt, mit dessen Ausfüllung und Suse»-dung jedem, der die Photographie ausüben will, legenheit geboten wird, sich ohne weitere koste» je-»au orientieren zu können, wa« besonders für >i-fänger bei Anschaffung eine« Apparate« vo» zrißer Wichtigkeit ist. Ein ideales Frühstück bietet Jeder«« Java Eosfon. Java Coffon ist eine nährsalzhaltig«, seine Mischung verschiedener Nahrung«- und Genuß-Mitteln. Ohne Nährsalze gibt e« bekanntlich kelie gute Verdauung, kein« gut« Blutbildung und kein V^Mark. Blätter zur Unterhaltung und Belehrung für HauS und Familie. $Mmia*sftrifaar der „Deutsche« Macht" in Eilli. .v, , .Die vUdmart" erscheint >eoen «onnlaq als »nentaeltUche Beilage für di« Lein , /> ■ a Vif» ltJ I»«t „Deutschen Wacht". — Einzeln ist »Die ©stbmarl" nicht täuflich Start - Iiinis. Novelle au« dem Gesellschaftsleben. Bon Olly Pollach. (Fortsetzung und Schluß.) Nachdem einige der Damen ihr sicheres Mittun versprochen, wandle sich Ihre Hoheit auch an Zuge. Diese war gespannt dem Gesptäche gefolgt uns in ihre Blauaugen stahlen sich Tränen. O. wie war sie doch so l«id«nschastlich gerne geritten und nun hieß e« auf da» verzichten, mußte lich nur schauen — schonen 1 Aergerlich zog sie di« Augenbrauen hoch; man fand ti so selbstverständlich, daß sie sich schonte. Sollte sie es wagen, noch einmal mit „Wotan" über die Erdfläche zu galop« picren ? Nein I Sie hatte es ja ihrem Vater, dem alten Freiherr» -von Horst, versprochen, sich zu schonen, um ihm dereinst einen kleinen Enkel in die Arme legen zu können. So sagte denn Inge auf die freundliche Frag« Ihrer Hoheit ein kurze« .Nein." Dabei schoß ihr aber doch da« helle Wasser in die Augen. Die Musik erklang in lockenden Wei en und sehnsüchtig fah Inge auf die tanzende» Paake. Da — richtig, am Arme ihre« Manne« flog Miß Lydia durch de» Saal. Wie sie sich an Alfonjo schmiegte, wie er sie traumverloren ansah. Wie eine rote Rose sah die Sängerin in ihrer Toilette aus! Da stand Inge auf, verneigte sich vor Ihrer Hoheit un» schritt die Estrade hinab. Dort, au die hohen, weißen Marmorsäulen gelehnt, stand Inge. Lelse bewegte sie den Fächer, um ihre Aufregung zu demelstern, un» sah mit heißen Augen in das Ge> wühl der Paare. Die Augen Baron von Wahl-durga trafen sich mit denen feine» jungen Weibe«; unwillkürlich lockerte er seinen Arm, der Lydia um-schlungen hielt. Bald trat er vor Inge hin und sah sie mit durchdringendem Blick an. Wa« hatte sie nur? Warum war die« gequälte Lächeln aus den schmalen Lippen? Warum brannten die zwei roten Flecke auf den bleichen Wangen? Er konnte sie nicht verstehen und zog st« fort in den Wintergarten. Dort, unter Palmen, nahm er ihre Hand in seine und da» mit einschmeichelnder, betörender Stimme: „Geh'. Lied« ling, komm und tanze auch Dx einmal wieder «it mir, Du weißt doch, daß ich Dich — lieb«." Da erstrahlt« da« müde Gesicht und, Alfonso dankbar anlächelnd, ging sie mit ihm in den erleuch-teten Saal zurück. Glücklich lag sie in seinen Ar-men, alle« war vergessen. Wie langsam sie sich auch nach den Klängen der Musik wiegte, da« arme Herz begann zu pochen, daß sie glaubte, auch ihr Mann müsse den schnellen Schlag fühlen. Inge schwieg, preßte die Zähne aufeinander und tanzte mit halbgeschlossenen Äugen weiter. So folgte ein Tan; dem anderen. Inge konnte kaum mehr Lust schöpfen, so arbeitete ihr Herz. Da ließ sie ihr Tänzer endlich lo«. Gottlob, sonst wäre si« umgesunken, und nun hielt sie sich krampfhaft an dem kleinen Tischchen an, auf dem eine Erfrischung stand. Ausblickend begegnete sie den Augen Doktor Bertholz. Wie in Verlegenheit senkt« sie ihren Blick, la« sie doch in den Augcn des Manne«, der sie vielleicht noch heute liebte, einen stummen Vorwurf; also doch wieder gesündigt Nein, si« konnt« diesen Blick nicht länger er-tragen, nur weg au« seiner Nähe, weg au« der heißen Lust, die einem den ganzen Atem raubte! Die lang« Schleppe über den Arm geworfen, eilte Inge durch den Saal in den Wintergarten. Dort, an einem künstlich«» Wasserquell. der au« kühlem Erdreich spruvele, durch hohe Palmen ganz verdeckt, sinkt Inge erschöpft nieder. Die Augen g«* schlössen, den «ops weit in den Nacken zurückgewor-fen, sitzt sie da — regung«lo«. Der schuf« Rand d«r Lehne drückt schmerzend auf da« Hinterhaupt, doch lehnt sich die jung« Frau fort fester und fester zurück, den Schmerz al« eine Wohltat gegen da» Pochen und Arbeiten de« Herzen« empfindend. Wie lange sie so gesessen, sie w«iß e« nicht, doch plötzlich »ringen Stimmen an ihr Ohr und aufspringend sieht si« Alfonso vor sich stehend — greifbar nahe, Lydia umschlungen haltend. Au« ihrem Antlitz war jeder Blutstropfen >e-wichen, al« sie ihr«n Mann sah. Wa« sollte si« tun? Sollte st« herau«tretrn? Nein, sie hätte stch für Alsonso zu Tode geschämt. Aufstöhnend preßt sie da« klein« Spitz«ntuch auf den zuckenden Mu*d, krampfhaft hält sie die Augen geschloffen. N«r nicht« mehr s«h«n, nur nicht« m«hr denken müsse«. Aber ob si« r« will oder nicht, si« vernimmt noch all«», wa« di« beiden da im Weggehen sprechen. Nun Hirt sie «« selbst, daß Alfonso beinah« tagtäglich bei jenem Weibe war. ?tun wußte sie e«, daß der ««> bekannte Briesschreiber di« Wahrheit geschrieben, Ha — nun sah si« Alfonso in dir wirklichen Gestalt. Bon ihr da» Geld, ei» Glück, daß er sie bald lo« wurde, denn Inge wußte ja. wie e« mit ihr stand. Dann konnte er jenes Weib heiraten, da» seine Sinne befriedigte. War diese dann seine Frau, so liebe ter sicher eine Dritte. Nur daß Lydia ihm nicht den Gefallen tun würde, um dann auch den Platz zu räumen, denn die trotzte von Gesundheit. ' Während sich da« Paar dort langsam au« dem Wintergarten entfernte, klang e« ihr fort in den Ohren: „Lydia, Dich, Dich liebe ich allein!" Mit der letzten Anstrengung erhob sie sich nnd riß da« Fenster auf. Lust — Üuft — sonst brach sie zusammen. Herbe Frühlingslust wehte ihr ent-gegin. Doktor Rudolf Bertholz sah sinnend der da» voneilenden Gestalt nach und heftete sein Auge un-verwandt an die Tür, durch die sie gegangen. Wo-hin war sie geflüchtet? Rudolf liebte die blasse, schöne Frau jetzt vielleicht noch mehr al« früher, doch wußte er auch, wie kurz ihr Lebensweg war, den sie gehen dnrfte. Mit seiner kräftigen Hand fuhr sich der junge Mann über da« ausdrucksvolle Gesicht, wie um all die törichten Gedanken hinweg-zunehmen. Vergeben« sah er aber nun nach ihr aus, Inge kam nicht mehr zuiück. Da sah er Baron von Wahlburga mit Miß Lydia und befreit atmete er auf, sicher hatten sich die drei dort ein Stelldichein gegeben. Die Musik ließ lockende Weisen erschallen, Paar aus Paar schwebte au ihm vorbei. Die Zeit verging. Da sah er abermal« die Gestalt des >un-gen Botschafters mit der Sängerin in den Saal zurückkehren. Doch wo war Baronin Inge? Er warteie mit steigender Unruhe, fein Auge überflog die tanzenden Paare, die Estrade — doch »ergeben«, die schlanke Gestalt in dem silbrigen Srau mit dem leuchtenden Blond ihrer Haare fand er nicht. Rudolf ahnte nicht« Gute«; sollte sie vielleicht irgendwo hilflos liegen? Er hatte ja gesehen, wie die junge Bnist arbeitete, hatte ihre gemachte Ruhe durchschaut. Aber wie war e« möglich, daß Baron Nlsonfo seine Frau nicht im Wintergarten getroffen. Sie mußte dort sein, denn der Weg führte nirgend« ander« hin. — Der herrliche Garten lag stille und verlassen da, nur da« leite Rausche» der Quellen klang in der lautlosen Ruhe. Suchend sah Rudolf« Äuge umher. — da endlich sah er Inge, starr, bcwe-gungslo«, mit weit zurückgeneigtem Haupte, die eine Hand wie schützend aus da« schmerzende Herz ge-drückt, vor sich. Mit wenigen Schritten stand er hinter ihr; da sah er, wie die schlanke Gestalt in unterdrücktem Schluchzen bebte. .Baronin Inge, um Gotte«willen, was ist geschehen ?!" Diese Worte kamen hastig über seine Lippen. Da sahen ihn zwei tode«wunde Augen an uud aufschluchzend barg Inge ihr Haupt an der Brust de« Manne«, dem sie einsten« auch den gleichen Schmerz zugefügt, den sie jetzt fühlte. Saust fuhr feine Hand über da« blonde Ge- lock, über da« tränenilberstrvmte Kesichtchen. und endlich wußte er alle«. »Arme« Kind, also blieb es Ihnen doch nicht erspart, ich ahnte e« schon lange, Miß Lydia hatte ja schon vor Ihrer Hochzeit Baron Alfonso nm-garnt. Doch nun, Baronin, Kops hoch, »och ist «ich« alle« verloren! Nnr jetzt kalt Blut, und morgen erst, wenn Sie ruhiger geworden, sprechen Sie mit Ihrem Manne. Versuchen Sie noch ein«: gehen Sie au« Ihrer Kälte heraus, Sie lieben ihn doch so innig, vielleicht sieht Alfonso ein, wie unrecht er getan." Willenlos folgte Inge dem Doktor und ließ sich zu der Estrade führen, wo sich da« Paar ge-rade verabschiedete. lief verneigte sich die junge Frau vor der Erbprinzessin und als diese sie fragte, ob sie al« Zuschauerin wenigstens morgen käme, sab Inge in die sreundlichen Augen und versprach zu kommen. Der Ball war beendet — die Gaste gingen! Ueberall ein hastige« Hin uns Her, ein bun-teS, doch nicht mehr entzückende« Bild, bot sich dem beobachtenden Auge. Erhitzte Gesichter, gelöste Locken, welke Blumen, schwüle Lust, Staub und der wider-liche Geruch de« Weines, der in den Kleidern hing, an den heißen Lippen klebte. Auch Baronin von Wahlburga hatte mit ihrem Gatten da« harrende Auto bestiegen. Müde lehnte sich Inge in die weichen Polster zurück, sich dem innersten Empfinden hingebend. Alfonso beobachtete verstohlen seine junze Frau, die so ganz ander« wie sonst war. Was ging in ihrer Seele vor? Ja. er konnte da« Rätsel, da« in Ingen« Wesen lag, nicht lösen — dazu hatte er sich nie Mühe und Zeit ge-geben. Kein Wort kam von beider Lippen. Inge be-fand sich in einem BetäubungSzusiande und schritt mechavisch die Stnsen hinan. Erst al« Alfonso in ihrem Zimmer stand und er sich über ihre Hände neigte, entzog sie ihm diese uud sagte nur: „Gute Nacht, ich bin so müde — laß mich allein." Er ging! Inge stand aufrecht da, die laiigen Handschuhe nervös von den schmalen Händen zer-rend, dann trat Liselvtl ein, um ihr behilflich zu fein .. . Ein zarte« Gewand umstoß die schlanke Gi. statt, al« das Kammermädchen ihre Herrin verließ. Das blonde Haar wallte wie ein Mantel über ih«e Schultern, al« Inge ruhelos im Zimm:r einher-schritt. In ihrem Kopfe jagten sich die Gedanken. Wa« tun? Sollte sie freiwillig diesem Leben ein Ende machen, sollte sie zu ihrem Bater zurückkehren? Beide« war surchtbar sür sie und ihren alte» Vater. Nein, sie konnte die« dem armen Man» nicht antun — und doch, wie sollte sie die« Leben weiter tra-gen. mit dem furchtbaren Bewußtsein, welche« sie ersüllte?! Inge hielt in ihrem Gange inne, krampfhaft die Hände zusammengepreßt, und stöhnte auf wie ein verwundete« Tier. Sie sah keinen An«weg — keine Hilfe! Plötzlich durchzuckte si, ein «»danke. sie neigte Je» Oberkörper vor, al< lausche sie angestrengt einer stimme, die ihr etwa« zuraunte. Ein keuchten ging Aber da« marmorweiße Gesicht und leise, jedoch wie ei« BesreiungSrus, kam e« von ihren Lippen: „Ja, so ginge es, so fanden alle ihr Glück, ihr« Ruh«." Inge eilte zum kleinen Schreibtisch, drehte die elektrisch.' Birne auf und hastig flog die Feder über da« weiße Papier. Nur wenige Zeilen waren e«, die der junge» Krau solch' große Ruhe gab. Noch einmal überflog ihr Auge die niedergeschriebenen Worte, dann wurde e« in ihr still. Lange saß sie da. bis endlich der Morgen graute. Da warf sich Inge auf« Bett nnd schlief traumverloren die wenigen Stunde».-- Am nächsten Morgen leuchtete die Sonne strah-le»d über die im Borsrühling prangende Natur. Ein zarter, grüner Schleier lag über Bäume und Sträucher! E;n Erwachen war es aus tiefem Win-terschiafe! Inge steht an da« Fenster gelehnt und über-denkt die Borfälle in der verfloffenen Nacht. Ja, so «ar es am besten, so mußte e« geschehen!-- Bald tonnte Inge in da« Speisezimmer treten, «o Alfonso ihrer mit bischen wüstem Kops wartete. Ungewöhnlich lebhaft begrüßt sie ihren Gatten, der angenehm überrascht aus das leichtgerötete Antlitz feiner Friu blickt. Mit keinem Wort erwähnte Inge den gestrigen Uriej und Alfonso atmet befreit aus, denn er war i» Unruhe zewefen. vielleicht ritt verweintes Gesicht gar zu sehen. O. nichts «ar ihm verhaßter als Tränen ? Nachdem das Frühstück eingenommen, richtete >ie junge Frau ihre blauen Augen aus ihren Mann »nd sagte leichthin, doch mit einer Bestimmtheit in ihrem Tou, die man an der stillen Frau nie ge. «öhnt war: „Alsoiiso, ich reite heute beim Derby auch mit, allein will ich durch die Reitbahn galop-Pieren ; sieh', ich fühle mich beute so srisch wie schon lang? nicht und hatte doch gestern so viel getanzt." Und mit erzwungenem Lachen setzte sie hinzu: „Nun, ist es Dir nicht recht? Ich glaube, Du solltest froh fein, denn ich begann eme recht traurige Rolle zu spielen — wie ein krankes Kind behandelte man «ich. Doch «un will ich allen beweisen, daß Baro-»i» Inge noch mit Leichtigkeit olle Hürden und Äräben nimmt. Wotan wird sich wunder», wieder einmal meine Hand zu spüren." Kein Abraten half — Inge beharrte mit Eigen-sin» auf ihren Wunsch. Noch am Nachmittage sandte sie ein Billet a» Ihre Hoheit mit der Nachricht, daß sie ebensall« reiten werde ... Am Nachmittage versammelte sich eine zahl-reiche Menschenmenge aus dem Rennplatze, wo da« Derby stattfinden sollte. Die Tribünen waren bi« «f wenige Plätze gefüllt. Eine elegante Gesellschaft «»gte da auf und ad. Alles prangte im Schmucke! Grüne Reisigguirlande» schlangen sich um die Säu« tat der Tribünen, zogen sich an den Brüstungen entlang. «m Start versammelten Nch ave ?eilnebmer. Da sah man die blinkende Uniform der Otfttteve bi« dunkle Reitdre» der Dame», die bunten Mühen der Jokey. Alle« harrte de« Zeichens zum Beginn Knapp vor zwei Uhr fuhr ein geschlossene« Kupee vor. dicht am Eingange haltend. Der Diener reißt die Tür aus und reicht Baronin von Wa'.>l-burga die Hand beim AuSfteigen. Inge schreitet zu den Gruppen der Damen und Herren. Freudig wird sie begrüßt, denn ein jeder weiß, welch vorzüzliche Reiterin Baronin Inge ist. Suchend geht ihr Auge im Kreise hernm. end-lieh, da steht Alsonso und neben ihm Miß Lydia. Inge fühlt, wie das Blut in die Wangen steigt, um dann fojort wieder zurückzuweichen. Freundlich reicht sie ihm die Hand, die er an feine Lippen zieht; niemand bemerkt da« verzerrte Lächeln, nur Doktor Berthvlz. Alfinfo wendet sich um und nimmt von einem Tischchen drei rote Hosen, die er Inge reicht. Mit zitternden Fingern befestigt sie die Blüten an ihre Brust und das verzerrte Lächeln wandelt sich in ein schmerzliche«. Manch bewundernder Blick schoß ihr hinüber, denn noch nie hatte Inge so lieblich ausgesehen wie beute. Da« weiche, iveiße Tuchkleid umspannte die schlanke Figur. Ein kleiner Hut, ebenfalls weiß, saß aus dem niedlichen Köpfchen, dessen üppiges Haar sest zu einem tiefen Knote» geschlungen war. Die kleine Hand steckte in weißen Handschuhen und unter dem Rocksaume schaute ein schwarzer Lackschuh hervor. Die roten Rosen waren der einzige Schmück. Inge stand an „Wotan" gelehnt, die eine Hand streichelnd aus das seidene Fell gedrückt. Der präch-tige Rappe sah mit solch guten Angen seine Hernn an. als verstände er thr Leid. , Da setzte die Musik ein — brausend — schmet-ternd! Erbprinz und Gemahlin schritten zur Tri-büne, huldvollst nach allen Seiten grüßend. Ein Fansarenstoß gibt das Zeichen zu« Be-ginn. Zuerst ritten alle Mitwirkenden in die Rnt> bahn, vor der Tribüne Ausstellung nehmend, im das hohe Paar Platz genommen hatte, die Offiziere salutierend, die Damen mit dem Kopse sich vernci-gend — dann ging es zurück zum Start. Inge saß wie eine Statue aus dem edle» B.'il-blut u»d klopfte liebkosend den schlanken Hals des Tieres. Gespannt versalzte ihr Auge den Borgang am Rennplatz. Aus ihren ausdrücklichen Wunsch hi» sollte ihr Ritt nach der Pause sei». Da« PreiSreiten war vsrüber, auch da« Rvr ihren Augen tauchen blutrote Flecke auf. Doch Inge beißt die Zähne aufeinander und fprengt weiter. „Weiter — weiter," raunt ei ihr in da« Ohr. Noch einmal setzt das Pferd zum Sprunge an, nimmt zwar die Hürde, doch der Sprung war zu kurz — schlaff hängen die Zügel, — die Reiterin hatte die Gewalt über das Tier verloren. Wotan verschwindet sekundenlang den Blicken der Zuschauer. . . Im nächsten Moment jagt rin herrenloses Pscrd über die Bahn. Baronin Inge war gestürzt. Die Musik schweigt! Eilends kommen Helfende zur Unjallstelle, unter ihnen auch Doktor Bertholz. Er war der erste bei der leblosen Gestalt und als er hastig die Taille öffnet, nm nach dem Herzen zu sühlen, knistert ein Papier unter feinen Fingern. Hastig überfliegt er die Adresse, da steht es kurz und klar: „An meinen Mann." Nun ward e« ihm zur Gewißheit, daß Inge mit Absicht den tollen Ritt unternommen! Unbe-merkt steckt er da« Kuvert zu sich. Al« Baron von Wahlburga mit verstörter Miene hinzutritt, kann ihm der Arzt nur ein Wort sagen: „Herzschlag?" Alsonso taumelt zurück — war die« möglich? Schon war eine Bahre gebracht, aus dte man die Tote bettete. AIS der traurige Zug verschwunden war, er-tönte der Fanfarenruf zum Abblasen. „Fini«* — so endigte da« Derby. Räch kaum einer Stunde lag der Rennplatz still da. alle« hatte in größter Eile die Unglück«-statte verlassen. Da fuhr langsam ein Auto au« den Toren der Unfallstation, da« letzte, welche« den Ren»platz verließ. Die Vorhänge waren zugezogen. Drinnen lag die so jäh Gestorbene und neben ihr saßen die beiden Männer Baron von Wahlburga und Doktor Berthvlz. Pustend und ratternd hielt da« Rettung«auto> mvbil vor dem Hause de« jungen Botschafter«, au« dem di« bestürzte Dicucrichast eilte. Dumpf hallten die Schritte der Männer, die bedächtig ihre Last hin-antrugen. Inge wurde in dem weißen Saal aufgebahrt. Dottor Rudolj Berit,olz trat aus «Isonsv ju und eisig klang seine Stimme: „Baron, ich muh Sie sprechen!" Unschlüssig folgte ihm dieser, dann standen sich die beiden Männer gegenüber — in ihrem Zimmer. Stumm reichte Rudolf dem erbleichenden Baron da« Kuvert. Noch einmal trafen sich die Augen beider, — Rudolf Berthvlz war gegangen. Alfonso war in einem der Sessel vor de« Kamin gesunken und starrte unbeweglich aus die wenigen Jeilen, die da Inge in großen, kräf-tigen Zügen ans« Papier geworfen. „Alfonso! Ich mache dem Weibe Platz, da« in Deinem Herzen mehr Liebe erwecken konnte als ich, dte Dich trotzdem bis zum letzten Atemzuge liebt. Erspare meinem alten Dater die nackte Wahr-heit — ein Unsall, mehr nichts. Werde glücklich, glücklicher als ich eS war. Deine Inge." Da brach etwas in dem Herzen des Mannes; zu spät erkannte er die Größe von JngenS Liebe. Lange saß er da, die Ellbogen auf die Knie ausge» lehnt, den Kops in den Händen vergraben. Die Scheite im Kamin prasselten; da erhob er sich schwer-fällig, schritt zum Schreibtisch uud schrieb ... „Lydia! Inge ist freiwillig gegangen, sie ahnte, wie e« mit uns beiden steht! Wagst Du es, aus solchem Fundament ein neues Leben aufzubauen, dann komme, ich bin bereit, mein Wort zu halten. Baron Alfonso von Wahlburga." Hastig schiebt er die Zeile» in ein Kuvert, läutet dem Diener, welchem er e« zu sofortiger Bestellung übergibt. Dann sitzt er, starr das Auge auf die Tür geheftet, hinter der Inge den festen Schlaf schläft. Eine Stunde war vergangen, da überreicht der alte Diener ein Päckchen dem Baron. Alfonso ist allein — vorsichtig öffnet et die Schnur und an« der Hülle fallen ihm eine Menge geordneter Briefe und «in Ring entgegen — sonst nicht«! Nun hält er die Antwort in Händen. Gottlob, daß e« so gekommen war, nun konnte er ruhig zur Toten gehen. Leise öffnet er die Tür, die Lichter der Kerzen bewegen sich im Zuge. Freundlich lächelnd ruht Inge in den blumenüberfäten Sarg, di« schmale« Lippen Wicht geöffnet wie zum Kuß. Heiß steigt e« in de« Manne« Augen uud tief neigt sich Alsonso über seine tote Frau. Die war-men Lippen pressen sich in langem Kusse aus die erkalteten. Lange blickt er aus Inge nieder, «nn überkommt e« ihm wie «in Berstehen des Innen-leben« seine« Weibe«. Zu spät! Wie Schlacke fällt es vou feinem Herzen nnd er erkennt er jetzt, wa» er achtlo« beifeitegeschoben, um einem bunten Schmet. terling nachzujagen. Noch einmal küßt er Inge und heiser klingt seine Stimme, al» er spricht: ..Verzeih' mir. arme« Weib — die Treue, die ich Dir im Leben gebrochen, will ich Dir, der Toten, halten..." Dumps fällt da« Schloß zu, Inge bleibt wie. der allein, so wie sie e« im Leben gewesen. 24 ütitistht Vvacht «die 7 \t%* •«funkheif Java Coffo« schmeck« wie ei« fei-«i leichter Kasse, besitzt keine aufregende Wirkung. >ß deshalb der Gefnnddeit sehr zuträglich, weshalb n aicht nur gesunden Mensche«, sondern auch Ma» >«», Herz- und Nervenschwachen, sowie Kindern Mm« empfohlen werden kann. Java Eoffon ist in •In Filialen der Firma Brüder Kunz, sowie bei Hmu VIoil Fabian in Cilli, Ringstraße Nr. 4 in 7« Kilo-Paketen i 56 Heller erhältlich. teplutbesfe£ lund'vasser Nach dem heutigen Stande der Wissen-schaft ist Odol nachweislich das beste Mittel jmr Pflege der Zähne und des Mundes. «TO&r giafth» N. I—, Ueiiw glaschr ft. L20 veriZorben, im Monate Mär) 1914. Antonie Stolle, 53 I., Private. Josef Hodnik, 1» SW., PostadjunklenSkind. Blasiu» Brifchnik, 58 I., !. k Major i. R Dr. Franz Premfchak sen., b? I . Arzt. Maria Obreza, 66 I., Private. DUfiu« Jeschoutz, 71 I, Privatier. - Franz Cepin, I T., DienstbolenStind. Leopold Kok. 63 I., Knecht *»« Gomilsto. Theresia Jankovic, 44 I.. Major»« »it»e Ursula Supanz, 8V I., Hausbesitzerin. — 5* Allgemeinen Krankenhause: Josef Dürenberger, tl I., Taglöhner au« Bischofdorf. Martin Zupane, 74 I., Taglöhner aus Umgebung St. Georgen, ■ara Kon«, II., Dienstmannskind au« Cilli. Martin PreSlak, 7l I., Gemeindearmer au« Pletro-misch, Aloisia Arnfchek, 4 I., KeufchlerSkind all« Lopata. Theresia Drobne, l1/, I.. BefitzerSkind •i« Schleinitz. Margarela Zakvfchek, 83 I.. Ge-»eindearme au» Umgebung Eilli. Martin Arnfchek, W I., AuSzügler au« Lopata. Joses Rom, 5 I., I«e» Ungar, 56 I., TaglöhnerSgattin auS Umge-t», Gonobitz. Anton Zost, 74 I., Winzer an« >»gebung Cilli. Franz Oberegger, 33 I., Hilf», «freitet au« Eilli. Michael Krumpacnik, 62 Z., C ermann an» Rietz. Karoline Zapufchek, 42 I., indearme au» Gairach. Michael Kovac, 58 I., Taglöhner an» Et. Lirenzen ». P. Zofefa Jehl, 55 I., TaglShnerin au» St. Johann. Peter Pilko, 68 I., Taglöhner au» Sibika. Deutsche, unterstützt eure Schutzvereine durch die Verbreitung der von ihnen heran»-gegebenen Wirtschaftsgegenstände (Zündhölzer, Seife u. dgl.) da» euch nicht» kostet und den Vereinen Nutzen bringt! Gebraucht fleißig die Wehrschatzmarken! Gedenket bei Wette» und Spielen der deutschen Schutzvereine! Das Lokal-Museum. Unser an Krinnerunge» an die Pömerzett s« »»erreiche» Museum ist a» Donnerstagen «nd Sonntage» »o» 9—1 Mr geöffnet, a» andere» Tage« der Woche von 10—12 Zlyr. pit gift-trittsgebnhr lieträgt 20 Keller. Gedenket Wette» »ftd Legate» l KINDERMEHL Probedosen tind lehrreiche Broschüre über die Pflege des Kindes gratis durch Henri We»tlc,Wien I, Biberstraße 5 8. Me tindm Lüfte sind erwacht . . . Bon Han» Heinrich Ehrler. Gundil, da» zwanzigjährig« Fräulein, saß in frische», hiu»liche» Weiß gekleidet, und in einen weißen Korbstuhl zurückgelkhnt, in ihrem blauen Zimmer. Die Mutter hatte ihr die mit der Post ge> kommenen Ostergrüß« in eine Schale gelegt und war wieder gegangen. Gundel saß an ihrem Liebling»platz, gerade in der Mitte zwischen dem großen Schrankspiegel und dem Fenster, da« nack Morgen hinau«ging. und schaute durch da» Fenster der anderen Wand, da» gegen Mittag sich öffnete. Sie hatte dem Platz den Namen „Der helle Fleck" gegeben. Nun schien die frühe, von leichten, roten Dün-sten verschleierte Sonne durch die Morgenfenster und schickte ihr Licht um die Sitzende her in den Spiegel, der e» mit dem schimmernd umkanteten Bild de» Mädchen» noch einmal in seine Tiefe aufnahm. So saß Gundel merkwürdig weit ausgeschlossen und ganz geräumig in den ersten Osterfonntag»« stunden. Sie ka« au» einer schweren Fieberkrankheit. Und da war da» nun ganz und gar ein schöner, neuer Zustand. Sie sah in de« Spiegel ein zlrUt. che», luftige» Doppelwesen und spürte sich selber nicht viel schwerer al» da» körperliche Widerspiel. Wa» sür ein Erlebni» diese Krankheit »ar l Die Gedanken und Gefühle waren darau» aufgewacht wie au» einem See, au» dem sie ander» und tut* lastet hochgetragen wurden. E» war, al» wäre Le> den drunten liegen geblieben «nd nur ei» seine», durchsichtige» Wissen darum sei übrig. » An der Stelle de» Fortgesunkenen war nun lauter Raum. Sie spürte, wie e» in ihr offen stand und wie der frische Morgen langsam und wohltuend hineinsank und da» Leere süllte. Sie fühlte sich rein und klar nnd streichelt» in dem Sesühle ihr weiße», weiche» Kleid mit den schmächtig gewordenen Händen. E» wäre doch schlimm gewesen, wenn da» Vor-übergegangene zu dem auSgegossenen Leben auch noch da» Gefäß weggerückt hätte, al» daß sie jetzt feier-lich bewegt dasaß und wieder voll neuer kindlicher Erdenwonnen floß. Sie schob, um ihren Gewinn in einem Sin«, bild zu genießen, da» Trinkgla» aus den Tisch »e> bena» in die Sonne und goß au» der Flasche da» silberne Wasser hinein. Dann trank sie einen kostb«. ren Schluck. Draußen läutete ein« Glocke und warf fröhlichen Schall in den Wind. Gundel dachte, die Kunde von der Aufersteh« »g muffe zum erstenmal i» einem au» solcher Krankf it Erwachien sich geregt haben. Ein kleiner Vogel fiog von den noch so kahle« Bäumen de» Garten» auf da» Fenstersims, guckte sich nach innen »m und flog herau» auf die Spitze ihre» Über den Schemel vorgestreckten Pantoffel». Da« war ihr noch nie passiert. Geschah e». «eil auch sie leicht geworden war wie ei« Vogel und jetzt in die Verwandtschaft gehörte. Mit dem Gast fern auch eine raschere Weile HimmelSluft herein, in der sie sich gleich einmal heben mußte. Aber an der ausgebreiteten Bewegung der weißen Gestalt erfchrack der Vogel und flatterte wieder hinau» in die Bäume. Gundel dachte: Wa» da» für «in kleiner, schlanker, grauer Vogel mit dem blauen Kopf u«d den bunt ausgefärbten Flügelrindern! Ach. sie kannte di« Vögel alle nicht und kannte nicht ihren Gesang, der im Garten gedämpft flötete und zivitfcherte. Warum halte man sie da« nicht gelehrt? Und warum hatte esi kaum je darnach gefragt? EMAIL- LACKE ' FUSSBODEN-LACKE BmWbllchdnlckmi i = Druckaufträge = m jeder beliebigen Husfübrung bei massiger Preisanstellung. Postsparkasse!ttcchnunq 36.900 Geschäftsstelle: Cilli Inseratenaufträge für di« Deutsche (Oacbt werden nach billigstem Carif berechnet. ♦♦ Fernruf Nr. 21 Rathausgasse Nr. 5 Veite 8 Deutsche Naö,t ShiaMMt fri I" "WM r;,rrz: LungenkranRheiten Keuchhusten, Husten, Katarrhe, Influenza und Asthma S1ROL1N "RÖCHE" behandelt Die amgejaichnete. wohltuende Wirkung de» Prtparate» macht Uch rtthl bald fühlbar. Die ao Ualigen NathbchvciS« vmcKvindm Dar Appetit und das Kftrpergewkhl heben üch - Die dem Sirotin -Röche" eigene Heilkraft hat weh aeit IS Jahren bewahrt Minderwertige Nachahmungen und logenannle EnaU-PriparoJe m#n schieden rank* und verlange autdrückUch Strolin "Röche" in Orig.-Padiung. Sirotn .Roch«" ut in allen Apotheken lyro Prebe von*«♦.- erhWffich llUJ i iillUuiilll.'iiullmiui iiiaiiiiimiMittiiiiiiiiiiiiiil Und Sunkel kachte weiter, was ihr unk den «»deren so wichtig gewesen mußte, daß sie darüber so kum« geblieben war' und etwa kraugen auch kic Rtpfelbiiime erst dann heraussank, wenn die Aepsel daran hingen. Ja. kankbar wollte sie der ernsten Hank sein kic unter ken weggefallenen, ihr fremd gewordenen Dingen solche jung« Neugier in ihr ausgekeckt hatte. Es wurde ihr inzwischen darum, sich etwa-» E«b»«ichelnkem hinzugebe», einem Lied vielleicht oker einem Bers Sie griff nach einem Buche und blät-terte unter den darin aneinankergereihten Dichtern. Dann la« sie bei Uhland: Die linken Lüfte sink erwacht, Sie säuseln und wehen lag unk Nacht. Sie schaffen an allen Enden. O frischer Dust, o neuer Klang! Nun, armes Herze, sei nicht bang! Nun muh sich alle«, alles wenden. Die Welt wirk schöner mit jekem Tag, Man weiß nicht, wa« noch werden mag. DaS Blühen will nicht enken. Ei blüht kaS fernste, tiefste Tal; Nun, armes Herz vergiß der Qual! Nun muß sich alles, alle« wenden. Wie sich diese Verse lasen. Die Zeilen unk kie Worte und die Buchstaben gingen unter ken Blicken auf und gingen auseinanker unter kem Drang ker beglückten Vorstellungen, kie karauS hervorbrachen. Sunkel legte sich ka» Lied leise singenk in kie froh« lockende Melodie, die sie kannte. Lange lag auch kaS aufgeschlagene Buch in ihrem Echoß. Dan wollte sie koch nach ken Ostergrüße» sehen, k-e auS ker gewichenen Welt zu ihr herübergebracht wurden. Sie nahm die Schale und faltet« die Bil« leite, «ins um« ankere, aus ken Umschlägen. Freundinnen und Verwgnkt« schriebe»: sie freu-t«n sich ker Genesenden nnd gratulierten. Auch ister» licht BerlobungSanzeigen war«n dabei. ES gab nun für Gundel ei» angtnthmts, wunschloses Gedanken-spiel, sich all die Leute, ihre Art und ihre Angele-genheiten vorüderwankeln zu lassen und jedem eine gute Meinung mit auf den Weg zu gebe», ker di« Figuren ins Entfernte zurückführte. Auch kie Freunke schriebt», kic sich um ihre Gunst btworben hatten und deren «inige ihr näh«r gekommen waren, al» jetzt kie kühl Abgerückte be-griff. Si« sah rückwärts in ein paar Abende des verrauscht«» Karneval» uud dachte kieSmal sehr ernst; am ffinke wäre sie noch «in überwärmte», aus ver edlen Form geratenes Frauenzimmer geworden ohne kie wunkerbare Enispannung. Jetzt meldeten sich die Kavaliere wieker mit ihren mehr oder minder gtwichtigen Titeln unk An« wartschaste», in mehr oker »linker kühnem Anlauf, und stellten dabei sehr höflich ihre «rsten Visiten in Aussicht. Ein Brief tat ka» nicht. Er trug nicht rinmal k«n Namen keS Absenders. Auf da» Blatt war nur in fester Männerfchrift ein Gedicht geschriebtn. Unk siehe den Zufall, unter kem Gedicht stand ker Dichter: Uhland. Und siehe wieder, kas Gedicht sing an: Die linken Lüft« sind erwacht . . . Gundel geriet kas Gewebe ker genießenken Be> trachtung je in helle Verwirrung. Sie war ohnekies geneigt, dem Zufall ihres frischgeschenkten L«b«nL aus die Slui« einer höhertn Wtliordnung zu rücken; jetzt wurde' si« sich vollends «in auSnwähllr« unk auferwecktei Menschenkind. Wer war», der so beziehungSreich überraschen konnte? Wer war selber an ftillverwandten Kräften so reich, daß er solche unleibhastige Bobindung her-zustellen vnmochte? Unk wer stellte sie selber mit seinen Wünschen so zart mitten in ken Frühling hinein? „Es ist ker Doktor Megerle, germanistischer LehramtSkandlkat am alten Gymnasium." Plötzlich wußte sie daS unk sagte sich ktn komi-schen Namen unk kie ganze Berussorknung de« au» einer Sritentckt ihrer gesellschaftlichen Erinnerungen tretenken Mannes liebevoll unk langsam vor. Der Doktor Megerle, ker ihr an einem Abenk einmal eine Stunk« lang über kaS Wankern gereket unk sich als schöner Schwärmer dargestellt hatte. Dann hatte sie wieder mit ken Kavalieren zu tun gehabt. Aber ein Stoß gesunker Luft war doch über sie gegangen. Jetzt fiel ihr schwer ein, kaß sie vorhin den kleinen Vogel unk ken Apselbaum nicht gekonnt hatte . . . Und sie saß koch im Frühling ... unk wollte kann auch wanktrn . . . Di« Mutter kam ins Zimmer unk sragte treu-lich: „Hast du die Post gelesen?" «Ja. Mutter, aber wir wollen hevte nicht empsangen I" „fühlst du dich nicht gut. Kink?" „O gewiß. Mutter, stehst du nicht, wie heiter unk beglückt ich bin?" Die alte Dame stand schon wieker unter k«: Tür, da fiel Gunkel noch maS ein: „Du, Mutter, einen Wunsch hab ich 'doch. Willst du nicht den Herrn Dr. Megerle, germani-stischen Lehramtspraktikanten am alten Gymnasium, bitten lasten, un« heule nachmittags ein Weilchen Gesellschaft zu leisten?" ttolütsc Tempel ÄnU*. Kehleaalar*r*leUta. Mirtfi Tifilitlilak. Yaedaaesg a*4 SlorwMkMl Briuii Styrln -IMiIrtaaltaalla, ladlafert: akraa. Macrnkaiarrb, BtaU- Varatopfnag, Brlgfct»«';« Klara, Lebarlelden, Galb-aacht, Btaffwaebaal-Kiaak-bat Ka, bunki d« ituaat» «tu. Donoti -QaaUa. Sahaltralchit« Hall- S»N» II« rar Art Uaopt-tikatloara: Cbron. Dann-katarrt. SailaaiMlaa, Fett-Hatt, Mt, Zaakarkararabr. Vertretung fflr htrierinark n. Hauptdepot: Ludwig Appel, Graz, Landhans. der echte Kouty huk Scfjufi-flfcsalz Steckenpferd-Lilieumilch-Selfe von Bergmann 4 9o„ Tetfche» a. Eid« erfreut sich immer größerer Beliebtheit und Verbreitung dank ihrer anerkannien Wirkung gegen Sommersprossen und ihrer erwiesenen Unüberlreff-lichteit für eine rationelle Haut- undSchSnbeuspitege. Tausende Anertennungsjchreiben. Vielfache Prä-mierunqen I Vorsicht beim Einkauf! Man achte ausdrücklich auf die Bezeichnung „Steckenpferd" un» auf die volle Firma » »0 h in Apotheken. Droge»ien und Parsameriegeschäfien ». Desgleichen bewährt sich Bergmann» Lilienciewe „Materna" <70 h per Tube) wundeibar zur Erhaltung ra» er Tomcnhände. Jj Seit Jahrhündcrten Isc-teit ^ j WWU all utergtlütaiu Itttal bei Curen ia Karlsbad, ■arienbad, Frasnnibad «ti. stets tiäa:ead bovükrl Seit 1868 gl&nxend bewährt Berger's mediz. Teer-Seife von G. Hell & Comp. >ut4 (T«erselfr. 8« Irh> gi itihmlr t Bprspr's Borax*Kelse gegen Wimaierln, Soaaeahrand, SoHaerapraMea. Hitraier und andere HaatUbel. Prela pro Stlek jeder Sorte 70 H«J)tr samt Anwelaang. Neu : Bpr^cr'N flÜNMlge Teer»elf« ton »»liitaliche» Sictanj fei H«atlr»iikli«llea, K»vt- an» Satt; iottie all I iü. .7 1.5 i. «it an«»T^(tli4 Berger'* ®t auf He »irr it.tbiltx» uat »>« ■(brirfttbrnbe 9irma|(libnui». Sthitr (Birn 1913 tta» guldene ürdaille der Weltaa>atoUa( la Pari» 1»00. Fabrik: S. Hell & Comp., Tropfu und Wien, I. KelfisStarfentr.lf/tL Zi haben in allen ApoMen und emcdläMi Sesctiaft* Q/erravalldi China-Wein »n Eisen. Hyjlen. An»»l«)lonff Win» |9M : Stoalipr»li n4 Kbr«ndlplon «ur foldeata Mad&iU«. RrKftlcanKnmittel für fkh wich liehe, Blutarme nnrl RekooTalenteateiL — Appetitanregendes, nerve rmtärkead««, blatrnrbeaaerndea Mittel. YtralgUehe» Oeaebmack. Ceber 1000 traU. Oataiktafc J. Serrarallo, k.a.k. Hofllererast Trlest-BircoU. KlaOlck ia d«a Apathakoa la rsaaakaa: aa k K g.60 aad aa I L 4 K 4.80. lt. Jhwam 14 Deutsche Macht «•* 9 FRI^" Selbsrans^riTh ,t von FUSSBÖDEN. iM |TI» beste EmaillackFanfae ür Möbel, Türen,etc. Geben Farbe und Glanz in einem Strich. HALTBAR! ELEGANT! AUSGIEBIG! im Gebrauche BILLIGST! Man achte beim Einkauf auf die gesetzlich geschützten Naman und Etiketten; jede andere Packung weise man zurück! Zu babcn bei: August de Toma in Cilli. svrui'* PÄtiLIAN# das beste Blutreinigungsmittel. Brfunden von Pro f. GUiOLAMO PAGLIANO im Jahre 1833 in llorenx. In sausenden Familien seit über 70 Jahren mit Erfolg bewährt. Man verlange ausdrücklich in allen Apotheken den echten Sgrup „GIROLAMO PAGLIAJfO" mit der blauen Schutzmarke, durchxogen tun der Unterschrift des Erfinders: Alle weiteren Auskünfte erteilt die Firma: Prof. GIROLAMO PAGLIANO in FLORENZ, Via Pandolfini. (Prospekt« ans Verlangn gratis und franko.) Echte Briinner Stoffe Frühjahrs- und Sommersatson 1914. Ein Kupon Mtr. 3-10 lang, , ! Kupon 7 Krone« kompletten Herrenanzug (Rock, Hose und Otlet) gebend, kostet nur 1 Kupon 10 Kronen 1 Kupon 15 Kronen 1 Kupon 17 Kronen 1 Kupon 20 Kronen Ein Kupon tn tchvarxeai SaloninxM 20 K sowie CbtratbwrfoH*, ToarliltnJod», Seidenksmmgirne. DtnunkltUlfrtJod« vcrwndel >a Pibrik«prti»*n dt« als reel a. solid brttbekannte Tiicbfabrik<-Niederlace Siegel-Imhof in Brunn Muster gratis und franko. Die Vorteile der Privatkundschaft, Stoffe direkt bei der Firma Siegel-Imhof am Fabriksorte zu bestellen, sind bedeutend. Fixe billigste Preise. Große Auswahl. Mustergetreue, aufmerksamste Auslührung auch kleiner Aufträge, in gant Irischer Ware. ■ Landwirte! ■ GO (/) '1 k im Preise bedeutend ermässigt 3. Nachgewiesen wirksamster, billigster Phosphorsäureersatz für alle Bodenarten und Fruchtgattungen, Übertrifft in verlässlicher, schneller Wirkung alle anderen empfohlenen Phosporsäure-Düngemittel! I Ammoniak-, Kali-, Salpeter-Superphosphate als bewährteste, höchste Renten liefernde Volldüngung liefern alle Kunstdüngerfabriken, Händler und landwirtschaftliche Vereine. Zentralbarean Lndvig Fortner, Prag, Graben 17. co CD t/5 i isiro«^ terican« .T riesfe AZA ttxrBii4«iRi|>lrr. 33 0#.**ÄiiüÄHiplfr. Regelmäßiger Paeanfler- nnd Warendienat nach Koni- «nd flidameTika and Kanada Öher Griribonland, Italien, Hotdasrika, Spanien und Portugal. In der rauhen Jabrrmeit naeb Nord- nnd Südamerika dorek den ionntgen Suden dea Mlttelmeere». Mit Aefena alt ia Patran (Orteohenl.tnd) Palermo oder Neapel, Algier. Barcelona-, Almerla oder Llanaboo. Abfahrten tob Trlent: Dampfer „Laura" an» 18. April nach Buenoe-Alrea. Dampfer „Belredere" am tft. Aprfl nach Kew-York. Dampfer „Sophia flohanberg" am M. April nach Isaanoa-Aire«. Komhintarla Tar^nOffvafarelaan Im Mittellandiechea Maare aai den Lro»»en A wer liadamp fern. Beaifllch Auskünfte und Buchungen wende man aieh aa: Die Direktion der Aaatro-Americana, Trleat, Via Mollno Flceolo S nnd bei Karl Kiffmaau'a Naehf. Marburg. «M Billigstes and best w Irlt en d es A. 1) f Ü h T Hl 111 C 1 PHILIPP NEUSTEIN' QH33E VERZUCKERTE ABFUHRENDE 1 - (XeuRteln* Ellaabeth-Pieien.) Anker-Svrup. Sorsoporilloe Allen ihnlichen Präparaten in jeder Beziehung vorzuziehen, sind diese Pille» frei von allen schSdliehen SnbHtaazen, mit grösstem Erfolge angewendet bei Krankheiten de» TJnterleibsörgane, sind leicht abfahrend, blotreinigend, kein Heilmittel st günstiger und dabei völlig uuschidlic&er, am Verstopfungen zu bekämpfen, die gewisse Quelle der ntrUten Krankheiten. Der verzuckerten Form wegen werden sie selbst von Kindern gerne genommen. Fane Schachtel, 15 Pillen enthaltend, kostet 80 h, eine Bolle, die 8 Schachteln, also 120 Pillen enthält, kostet nar 2 K. Bei Voreinsendung von K 2 45 erfolgt Frankozuaendang 1 Kolle Pillen. IAI*lf>niinn I ^or Nachahmungen wird dringend gewarnt. « dl llUliy . Manverlange„Philipp N'eostelna abführende Pillen*4. Nur echt, wenn jede Schachtel und Anweisung mit unserer gesetzlich protokollierten Schutzmarke in rot-schwarzem Druok „Heiliger Leopold" nnd Unterschrift Philipp Nensteins Apotheke, versehen ist. Unsere handelsgerichtlich geschätzten Emballagen müssen mit unserer Firma bezeichnet sein. Philipp Neusteins Apotheke zum „Heiligen Leopold", Wien, Plaakeuguaae 6. Depot in cini: Mai Iwselwr und Apotheke „ar Mariahilf" Otto Scbnarzl & Gorap. " I •UDAFSIT ayaaouujF Vertreten durch: Holt Bin & Sahn 5Ä! Marbur; Aufträge nimmt entgegen: Peter Majdiö »Merkur* in Cilli. Ecke Carnerle- o. Hilarlusstrasse. Hr Svru wff compoa. Blair#(ak|nagaailttt4. Flaacha K 3 00 a 7.5 m nker-linlment. SSL Ersatz für AnKtr'Pain-Expeller Schmerzstillende Einreibung bti Erkaltungen, Khenmstismas.Giebt isw. Flasche K -M. 1.40. J.-. Anker-Schwefel-Salbe Sehr reiamiiderail bet Flaektsm SaUHal *aw Zo habeo In «ien meisten Apotheken od«r direkt in «wilden *01! Geile 10 Deutsche Wacht Nummer 24 Grösstes Spezialgeschäft Cillis in Fahrrädern und Nähmaschinen. Lag"" legerräder, Puchräder, Waflfeoräder Fahrräder VOIl Alleinverkauf! Alleinverkauf! 120 K aufwärts. Grosse Reparaturwerkstätte. Singer-Mlimascliineü von 65 K aufwärts. Anton Nog&F, Mechaniker, Cilli, Herrengasse 2 >ii. r»hrv!rf.r «HutHche Bestandteile, LaftarhlKacba. Mäntel, Sättel, Pedale, Laternen, Ketten. Laxer, Freilanfnnben< ranr»aoBr pumpen. Schlüssel, Ventiinchliluche, Griffe, Bremsanmmi. Lenkstangen, Glocken, — . , . w»rd«n elnpetauscht. Gun.miia.nng Ho.enhMiter Oei Kny»in n. «. w._Ratenzahlung. Grosse Dalmatiner Wein - Niederlage J. Matkovic Hauptplatz 8 CILLI Hauptplatz 8 Billigste Preise ! Beste Qualität ! Schwefel-Heilfaad -IOPLITZ (Kroatien) Eisenbahn-, Post-, Telephon- und Telegraphen-Station. NEUES KURHOTEL MIT ELEKTRISCHER BELEUCHTUNG. AltberUhmte radioaktive Sehwefeltherme 4- 58 C. impsohUn b«i Gicht, Rheuma, Ischias etc. -W» Trinklinron bei bartuftckigen Ha!«-, Kerilkopf-, Brust-, Leber-, Magen- nnd Darmleiden. Elektr. Massage, Schlamm-, Kohlensäur«- u. Sonnenbäder. Da* ganze Jahr geöffnet. M"d«iUer Komfort. Neue Hotels. Miüt.'irmu-ilt. H erllcbe Umg.hang. Knrsrnt. Dr. J. fiebert. Prospekte gratis. Keil-Lack Mit ..Keil-Lack'' gelbbraun oder grau Streicht man den Boden — inertt genau Und sür Parketten reicht 'ne Büchse Alljährlich von K e i l S-Bodenwichs«/ Waschtisch und Türen streich ich nur Stets glänzend weist mit Keil» Glasur. Aür Küchen möbel wählt die Frau in zartem, lichten Blau. ,süt Kü Glasur Zwei Korbsauteuils, so will'« die Mod' Sireich id) in Grün — den andern Rot. Toch streich ich Äartenmöbcl an Aus die 'i gemütlich regnen kann. Dann jögre ich auch feine Weil Und streiche nur mit „Ä e i I»® m a i I". Stets vorrätig in Oilll bei Guutnv Htiffoi- und Wotfu Pettaa: ff. C Schwad ■ bare: B Arnfets: 9. E!ci»»«r.der. D.-t.audsherg: H'utTtottjsftr. ribl.wald: x gitlüttgtT. Gonobltx: yr. guttut. Kras: 11m* «gmait». I..a r«*. : Ki»», Xaerc Vtttl. lilehteawald: S. SiniJinJrt. Marburg: H. Billrrdkck. Harkt Tfiger: »». Sl«d»ch». Mureek; z«l>. Radkersbnrg; BrilNt NraQ. Bokitaeh: OafcF 8trsi»s. St Maretn: JO- eofchiuu Wlldoa: grlcdrich Uttjtr. Niederländische : Direktion für Oesterreich, Wien. Nachweisbar billigste Prämien, modernste Kombinationen und Bedingungen, empfiehlt zum Versicherungsabschlusse, Versicherangsbestand pro Ultimo Dezember 1913 ea. 423 Millionen Kronen. Prümienreserve pro Ultimo Dezember 1913 ca. 12K Millionen Kronen. General-Agentschaft Graz, Schmiedgasse 40. 5 « i : Z!. 1&079/1918. Kundmachung. Im Grunde des § 4 des Gesetzes vom 10. Dezember 1868, Nr. 5» L.-G.-Bl. ex 1869 werden hiemit die Besitzer, Pächter oder Pruchtniosser der im Stadtgebiete befindlichen Gärten und Grundstacke aufgefordert, zur Verhinderung der Vermehrung der Blutlaus und anderer schädlichen Insekten, die Obstbäume mit einer 10%igen Dendrinlösung (Baumkarbolineum) zu bestreichen. Die Nichtbefolgung dieser Anordnung wird nach § 8 des angeführtes Gesetzes mit Geldstrafen von 2 bis 20 K geahndet. Stad tarnt Cilli, am 8. April 1914. Der Bargermeister: Dr. H. v. Jabomegg. Möbliertes Zimmer gesondert, mit Aussicht in die Sinntaler-Alpen ist sofort tu rermi-ten Nilherei in der Verwaltung de« Blatten. P. Eine Badewanne ans Zinkblech mit Zirknlationsofen, ein Waschbottich und ein Wsnibiunnen -flr Wasserleitung lillig zu verkaufen. Anfrage Villa Patz, Insel. Ein unmöbliertes Zimmer wird gesucht. Zuschriften iin'ar „0. W." au die Verwaltung dies-« Blattes. Ban- Di iMisclrti Gegründet 1870 mit Maschinenbetrieb Primiieit iSä® Cilli, Rathausgasse Nr. 17 empfiehlt sich zur Uebernahme von den kleinsten bis zu den grösntM Bauten sowie aller Arten Gewölbe-Einrichtungen. Lieferung von fertige« («eMcluists-Portnleii mit Eisenrolladen-Yersclilasi samt Tischler-, Schlosser-, Glaser- nnd Anstreicherarbeiten, komplett tii und fertig gestellt. — Vertretung sämtlicher = Fenster-Holz-Roleaux und gewebten alle Arten Master lagernd, Ausführung auf Wunsch und Zeichnung in dea äussersten Fabrikspreisen. Eichen-Parkettböden samt Legen und Einlassen. Gleichseitig mache ich den hohen Adel und die geehrte BOrgerschaft »> Cilli und Umgebung aufmerksam auf meine Grösste Möbel-Handlung in Untersteiermark. — Reiche Auswahl Ton Möbeln in allen Stilarten. Brautausstattungen, Schlafzimmer-, SpeiM-zimtuer-, Herrenzimmer-, Salon-, Mädchenzimmer-Garnituren ett., Veranda-Möbeln aus japanischem Stroh- und Kohrgeflecht. Komplett« Kücheneinrichtungen mit Email-Anstrich, weiss und grfln am Lager. Dekorations-Di vans, Ottomanen, Matratzen, Draht- und Federeinsäta«, Alle Tapeziererarbeiten. Weiters mache ich auf meine neu eingerichtet» amerikanische Büromöbel- aufmerksam. — Möbel mit Patent-Rollversrhlnsi. BQro-Fautenils, Aktenkasten, Schreibtisch«, Bücher-Stellagen, Schreibmaschin-Tische tflr Advokaten, Notare, Sparkassen, Banken und G«-schäftskanzleien sehr praktisch und auch für Privat« und jedes Geschäft sehr geeignet. Ich empfehle mich für geneigte Auftrüge und reisichm, da*» die Preise aller amerikanischen Möbel »ehr nieder gestellt lind nnd jed« Koni» bei mir um V)*/t billiger kauft als bei jeder auswärtigen Firma. Achtungsvoll Martin Ursobko. Nummer 24 Deutsche wacht ««ite 11 Srutfjortcu jcbcr Art liefert nie BereinsWdMrei „ßelejn" in SW. -lemiilirs- der Stadtgemeinde Cilli. Ländliches willenartiges Haus mit 2 Wohnungen Zmitr.er. KUche tarnt Zobehrtr; Acker, Garten. Wtinhecken und Obstbäume. sowie Wirtschaftsgebäude, ausgezeichnete ertragsfähige Weinfechsnng. Sehr preis« Ordig. Stadthaus in Cilli, -in- stockig, mit Vorgarten und Grundstücken, die sich vorzüglich als Bau-grflnd« eignen, enthaltend 4 grössere Wohnungen samt Zubehör, Wasser-leilvrg n. s w. ist mit d- n Grunef-sterken oder ohn« derselben preis-würdig tu verkaufen. Die Grundstöcke werden auch nach Ausmass ohne dem Hause abgegeben. Sehr schönes Landgut im Sanntale, an der Keichs-strasse 3 km von Cilli entfernt, bestehend ans einem komfortablen einstöckigen Hcmtlmw mit Veranda, einem grossen Wirtschaftsgebäude, Stauungen, Wasrenrcinise etc. u. sehr ertragfähiger Oekonomie ist sofort preiswürdig «u verkaufen. Einstöckiges Wohnhaus, Heugebaut, mit Gastwirtschaft Branntweinschank, Trafik u. Garten in einem deutschen Orte In unmittelbarer iSiilir vou Cilii, iit preii-wQrdfg xu verkaufen. Daselbst sind auch weitere drei Wohnhäuser mit ertrag-fähiger Oekonomie verkäuflich. Schöne einstöckige Villa " it Gemüsegarten und kleiner Parkanlage ist in Neu-Lemberg rächst Bad Stukius billig tu verkaufen. Wasserleitung im Hause. Reichliche Gelegenheit für Jagd und Fischerei. Villenartiges Geschäftshaus mit acht Zimmern, Küche und Garten in der unmittelbaren N&he von Cilli, n^bU Baugrund, ist sofort preis würdig xu Eine Realität bestehend aus Wohnhaus, Wirtschaftsgebäude und Scheuor mit */4 Joch grossem eingezäunten Gemüsegarten sowie 1 Joch Wiese, 10 Min vom Kurorte RohiUch-Sauerbrunn entfernt, zu verkaufen. Eilt Besitz in der Nähe von Cilli, bestehend ans 3 nebeneinanderstehenden Wohnhäusern mit eingerichtetem Gistf-auw und Tabaktrafik, sowie Grund im FUcuunuMsxo von 1 h 47 a und Garten nebst 2 Kühen und 3 Schweinen ist wogen Ueber-Siedlung sofort preiswert zu verkaufen. Sehr nette Villa i* der unmittelbarsten Nähe vou Cilli, ein Stock hoch, mit 17 Wohuräumeu, nahst grossen Garten, reitende Aussicht, ist sofort preiswert tu verkaufen. Weingartenrealität in der Gemeinde Tüchern, lait Wohnhaus. St ill,Proste, Holzlage, Schweine-stall, 2 Joch Rebongrnnd nebst grosser Wiese. Preis 5500 K. Sofort verkäuflich. Neues einstöckiges Wohnhaus mit schönem Gemüsegarten in der Stadt Bann a. Save ist wegen Domizilwechsel sofort preiswürdig tu verkaufen. Villa Wohnhans in reizender Lage. 1 Stock hoch mit 2 Wohnungen zu je 3 Zimmer, Badezimmer Dienst-bofenzimmer und Zngehflr. 1 Mansardenwohnung ruit l Znumer und Küche nobst Zubehör. Garten. Sehr preis würdig, sichert. weil Verzinsung ge- Weingartenrealität, herrlich gelegen, am Laisberg ob Cilli, bestehend aus 2*/» Joch Weingarten, durchgehende Amerikaner- Reben. 4 Joch schlagbaren Wald, 2% Joch Wiese etc.. Herrenhaus mit Winterwohnung, 2 Stallungen, Hutzlig« nnd Heuhütte ist uuter sehr günstigen Bedingungen sofort tu verkaufen. Ausserdem sind auch viele preiswürdige Realitäten und Geschäfte ssu verkaufen. Zu kaufen gesucht. Ein Landwirtschaft- | Ein kleines Anwesen licher Besitz '•» der Grstn.e bestehend aus einem eert erhaltenen von 15-20 Joch fruchtbaren Bodens, laulamüieuhau». uud 4 — Ü Joch niit gut erhaltenem Hause. j *«*•»• Auskünfte werden im Stadtainte Cilli während der Amts- Kundmachung. Das Stadtamt Cilli, als Aufsichtsbehörde, hat mit Rrlass vom 28. März 1914, ZI. 4024 für Sonntag 19. April 1914, 9 Uhr vormittags, eine der Bezirkskrankenkasse Cilli iin Hotel Mohr in Cilli mit folgender Tagesordnung einberufen: 1. Verlesung des Rechnungsabschlusses pro 1913. 2. Wahl des Vorstandes. 3. Wahl des Üeberwachungsausschusses. 4. Wahl des Schiedsgerichtes. 5. Statutenänderung. 6. Allfällige Anträge nnd Anfragen. Gemäss § 30 des Kasscstalutcs ist zur Beschlußfähigkeit der Generalversammlung die Anwesenheit von mindestens 30 n*.ch dein Statute zur Teilnahm* Berufene» notwendig. Sollte diese Genoral Versammlung beschlussuofähig sein, so wird binnen vier Wochen eine zweite Versammlung einberufen werden, die sodann ohne Rücksicht auf die Zahl der Anwesenden beschluasfähig ist. Die gewählten Delogierten werde« daher eingeladen, tu der angeordnet?« ausserordentlicnen Generalversammlung zuveillssig zu erscheinen uud ihre Legitimation mittubringen. Cilli, im April 1914. Bezirkskrankenkasse Cilli. Eiuiadung zu der am Sonntag, den 19. April 1914, um 7,2 Uhr nachmittags im Hotel Post stattfindenden Generalversammlung der Gehilfenkrankenkasse der Metall- und Baugewerbegenossenschaft Cilli. 5 Tagesordnung: 1. Protokollsverleaang der letzten Generalversammlung; 2. Tätigkeitsbericht und Rechnungsabschluss für das Jahr 1913. 3. All fällig« Anträge und Anfragen. Zur Beschlussßhigkeit der Generalversammlung ist die Anwesenheit von mindesten? 30 Prozent der Delegierten erforderlich. Wenn die einberufene Generalversammlung beschlussunfähig geblieben ist, sind die zu derselben erschienenen Delegierten nach Ablauf einer Wartestunde berechtigt Aber die vorliegende Tagesordnung gültig zu be-ratan und zu bescbliessen. (§ 17 der Statuten). Cilli, am 20. März 1914. Der Kasseobmann: Aloig Knes m. p. Aktiva. Bilanz-Konto der Sparkasse der Stadtgemeinde Cilli mit 31. Dezember 1913. Passiva. K h An 7.901 . 33 Effekten-Konto............. 92K.984 — W 5,872.503 28 T Körperschaft sdarlehen-Konto.......' 3,649.970 93 61 960 — V 6.607 — 693.000 — 13.613 50 r» 229.443 21 V 21 17 7? Pfänderhelehnunirszlnseii-Konto..... 58 85 ff 31.611 90 n .6.190 9b 311.973 .07 12.700 — 1.030 09 29 321 65 11,856.956 94 i Per Spareinlagen-Konto . . „ Pasaivzinsen-Konto . . . „ llauptreservefond-Konto „ Spezialreservefond-Monto Penaionsfond-Konto. 10,794 11. 781 210. 58, 915 86 028 02 918 05 229 870 11 90 11.856.956 94 eittt 12 Deutsche Macht ÄUHl« »*• Peter Kostic Nachfolger Ohne ^ Hauptplatz 2 %P Konkurrenz ! g^48und 00 Heller -MU Beaictitigen Si© cii© Soliausenster. Kontorist eventuell Kontoristin wird für ein EngTosg»schift aufgenommen. Offerteerbeten unter .Postfach Nr. 84,Cilli*. Fiat-Automobil 24 HP, #1» Phaeton mit amerik. Dach und Halblimusin« »a gebrauchen, seit aoehs fahren in Verwendung, gut erhalten, besonder» billig abzugeben. A»fragen in richten aa Susan t. Leitner, Jalkovec bei Warisdin. reizend gelegen, ist preiswert ra verkaufen. Adresse in der Verwaltung des Blattes. 90388 Schöne Wollinnig im Falkenturm : 3 grosse Zimmer, Köche, Vorzimmer, grosser Balkon, GartenbenQtzung, Gas, sogleich au ruhige Partei zu »ergeben. Anfrage Falkenturm. Zu kaufen gesucht i Haus mit Handlung wird sofort gekauft. Jahresumsatz, Preis, Lastenstand und welche Waren geführt werden, muss bekanntgegeben werden. Zupchriften sind zu richter unter ChifFro „Ernest Frischtaler" an die Verwaltung des ,,Realitäten-Markt", behördl. bes. Realitäten-rerkehr, Graz, Hamerlinggasse 6. Zu kaufen gesucht: Land-Wirtschaft mit guten Aeckern und Wiesen, nicht weit von der Bahnstation, Kirche und Schule, wird gekauft. Die Zahlungsbedingungen müssen bekanntgegeben werden, ebenso welcher Schuldenstand zu' übernehmen ist. Antrüge sind zu richten an die Verwaltung des Realitäten-Markt, behördlich befugter Realitätenverkehr, Graz, Hamerlinggasse 6, unter Chiffre „Karl Brauneder Nr. 25291'. Aufgebot. Es wird zur allgemeinen Kenntnis gebracht, dass 1. der königliche Domänenpächter, Leutnant der Reserve, Friedrich Wilhelm Max Ernst Nickisch von Rosenegk, wohnhaft in Seedorf, Kreis Liegnitz, Sohn des Fideikommiß-besitzers, Generallandschafts• Repräsentanten Friedrich Ludwig August Ernst Nikisch von Rosenegk und dessen Ehefrau Anna Theresia Karoline, geborenen Gräfin von der Recke-Vollmerstein auf Kuchelberg, Kreis Liegnitz, 2. die Elisabeth Charlotte Karoline Sokoll, Edle von Reno, ledig, wohnhaft in Cilli, am Rann, in Steiermark, Tochter des verstorbenen Landesgerichtsrates Ferdinand Herbert Hermann Sokoll, Edler von Reno, und dessen Gemahlin Helene Cäcilie Anna, geborenen Freiin Vitz-tbum von Eggersberg, wohnhaft zu Cilli, am Rann, in Steiermark, die Ehe miteinander eingehen wollen. Die Bekanntmachung des Aufgebots hat in der Gemeinde Seedori und durch das in Cilli erscheinende Blatt .Deutsche Wacht* zu erfolgen. Etwaige, auf Ebebindernitse sich stützende Einsprüche haben binnen zwei Wochen bei dem Unterzeichneten zu geschehen. Wildaa, Landkreis Llegsltx (Preussen) am 6. April 1914. Der Standesbeamte: Kügler. KNTT Die Asbestschiefe/werko r1e n i t" 0, m. b. H., Mälirisch-SchOnberg, liefern di« beste nnd billigste Bedachung y/isiikarten liefert rasch und billigst Vereinsbuchdruckerei Gele ja. Wohnung Rinpstrasse 8, I. Stock, 5 Zimmer, 2 Dienstbotenzimmer, Küche, Speiskammer, Dachboden- nnd Kelleranteil, zu vermieten mit 1. Juli. Zu besichtigen an Wochentagen von 2—4 Uhr nachmittags. Anzufragen bei Herrn J. Sucher, Hausadraini-strator der Sparkasse der Stadtgemeinde Cilli. Wohnung 3 Zimmer, Küche, Speiskammer, Dachboden- und Kelleranteil ist mit 1. Juli zu vermieten. Anzufragen bei Herrn J. Sucher, Hauaadmir.i-strator der Sparkasse der Stadtgemeinde Cilli. Aerzte und Feinschmecker drficken ihr DiteU mit wenigen Worten aus: Trinket Kunz Kaffee. Kurz Tee. kmz Kakao. Esset und trinket Kunz Schokoladen. Bruder Kunz, Cilli, Ringstrasse 4. Grosses Lager von Sfyria- und Dürkopp- Fahrrädern von 120 K aufwärts, sowie sämtliche Fahrradbestandteile bei Josef Weren, C illi. heilt Gicht ErapÄ -TÜpIltZ Rheumatismus (Kroatien) , , . Uik»n «. Projekt SClliäS. frtlia durch <1. Dirtktloa. 1 "ul"uul Anerkannt vorzügliche photographische Apparate eigener nnd fremder Konstruktion. Ausarbeitung sämtlicher Aii-teuraufnabmen in unfrei» Atelier. Wir empfehlen, Tor Aabrf eine» Apparate» unseren Bat in Anspruch zu nehmen. I»Mj« rareben Absätze« stets frische» Material. Unsere beliebten „An»tria-Kameras" und ,Auntriaplatten" können auch durch i Photobandlung bezogen werden. Preislisten gratis. Händler »vlba sich an unser Exporthaus ,.Kamera-Indn»trie* Wien VII, wai" i B. Lecbner (Wilh. Maller) k. h. k Hof Manufaktur für Photographie, Wien I. Grabe» 30 »öd Grösste« I