80. Jahrgang Ersefieint wöchentlich sechsii a (mit Ausnahme der Feiertage, Schriftleitung, Verwaltung und Buchdruckerei TeL' 25-67, 25-68. 25-69, Maribor, Kopališka ul. 6. Nr. 179 Freitag, den 9. August 1940 Inseraten- und Abonnemenfe-Snnahme in der Verwaltung. Bezugspreis,: Ab holen oder durch die Post monatlich Dm 23.—> bei Zustellung Din 24.—, tut das Ausland monatlich Din 35.—. Einzelnummer Din 1.50 und Din 2.—. Manuskripte werden nicht retourniert. Bei Anfragen Rückporto bei 1 egen. Poštnina plačana v gotovini. Preis Dkl VSO Mllriborer äeumk Zeila von den Italienern besetzt ^ Stestmi-Bertcht über öle italienischen Waffenerfolge in Afrika und über die englische Berichterstattung darüber / Reuter kündigt englischen Widerstand in den gebirgigen Teilen des Britisch-Gomalilandes an 2Us ° 8- August. (Avala - Stefani). Im Vor menl,ange mit dem siegreichen im r vSch der italienischen Streitkräfte haihn ,'Sch'Somaliland t^t die englische ]jcv Reuter-Agentur eine amt- Erkiä dedunS und außerdem noch eine KrelsJUn^ der Londcwier ermächtigten ist f ve^ötfentlicht, die ein Beweis mehr die ;Ur lächerliche Schadenfreude, 2el " der Frage der Mißerfolge aufge-lassenWird’ die bich nicht mehr ableugnen hejß. * ,n dieser britischen Erklärung Zeila C-S’ daß eine italienische Kolonne in Wid^ngerÜCkt ^ und dortselbst keinen ft,nd tand britischer Truppen vorge-{ernJn babe. im Kommuniquee heißt es StreifJ •• daß beträchtliche italienische mas . 5atte mit Panzerwagen, Artillerie, Ka ,lnengewehren und Flugzeugen auch s«cht S-eingenommen hätten. Hier ver-^ oie britische Mitteilung den Miß-fy„. g abzuschwächen, indem hinzuge-tfen R,,trd’ daß die englischen Truppen Befehl erhalten hätten, den Rückzug anzutreten, nachdem sie dem Gegner vorher große Verluste zugefügt und drei Panzerwagen kampfunfähig gemacht hätten. Selbstverständlich heißt es im britischen Kommuniquee, daß die britischen Verluste gering seien, doch wird hinzugefügt, daß der Feind in diesem Monate auch Odweida eingenommen hätte. Am lächerlichsten ist der Versuch der Engländer, den Charakter des allgemeinen italienischen Vormarsches in Britisch-So-maliland durch die Bemerkungen zu verringern, daß England im Jahre 1935 Zeila den Italienern angeboten habe, doch sei das Angebot abgelehnt worden. In London — so lautet die weitere Feststellung der Stefani — scheint man verges sen zu wünschen, daß Italien dieses jämmerliche Angebot bezüglich der Stadt Zeila abgelehnt hat, da es in ganz Aethyo-pien triumphieren wollte. Italien habe dieses Ziel trotz der von England unternommenen Sanktionen und Intrigen erreicht., Der englische Bericht fügt wahrscheinlich zur Beruhigung des britischen Gewissens hinzu, daß die italienischen Truppen nunmehr genötigt seien, 200 Kilometer entlang der Küste vorzustoßen, um nach Berbera zu gelangen. Um eine Art Revanche in diesem Zusammenhänge vorzutäuschen, wird kn britischen Bericht erklärt, daß der Widerstand der britischen Truppen erst in den gebirgigen Gegenden einsetzen werde. Wie immer, so schließt die Stefani ihre Betrachtung, nimmt London eine Hypothek auf die Zukunft Es ist jedoch bekannt, daß die Zukunft aus der Gegenwart her-vomigehen pflegt. In der Gegenwart aber gehen die Geschäfte Großbritanniens tagtäglich schlechter. London, 8. August. (Avala. — Reuter.) In Londoner maßgeblichen Kreisen wird erklärt, daß «he Stadt Zeila, die 1935 den Italienern als Geschenk angeboten wurde, damals abgelehnt wurde. Zeila sei von den Engländern nicht verteidigt worden. Die Italiener müssen jetzt in der Richtung nach Berbera dne 250 Kilometer lange Strecke zurücklegen. Kairo, 8. August. (Reuter.) Die italienische Offensive gegen Britisch-Somaliland entwickelte sich in drei Richtungen. Eine starke Heeresgruppe ist im Marsch auf Odweina begriffen, die zweite operiert gegen Hargeis, die dritte hingegen gegen Garagara. Diese Stadt Hegt in der nordwestlichen Ecke des Somalilandes, und zwar an der Grenze des Französisch-Somalilandes. Große Teile dieses Kampfgebietes sind ohne Wasser und außerordentlich hdß. Die Abteilungen des britischen Heeres operieren auf Kamelen auf dem Hochplateau zwischen Zeila und Berbera. Andere Streitkräfte widersetzten sich im östlichen Gebiet dem eindringenden Feind. Die Verteidigung ist trotz des Zusammenbruches Französisch-Somalilan-des in vollem Gange. An der italienischägyptischen Grenze konnten ebenfalls star ke italienische Truppenzusammenziehun-gen festgestellt werden. Bossv nach Bukarest zorflekgereist Mri^olbstimdige Aussprache zwischen dem rumänischen Gonderdelegierten und dem unga ,q)en Ministerpräsidenten und Außenminister / König Earol empfing eine Deputation bei Eisernen Garde / Vor einer neuen Regierungsumbildung in Bukarest Wapest> 8. August. (Avala.) Die mächt'mb *e * a n i berichtet: Der bevoli-t^rdel - rumänische Minister und Son-mittj^rte B o s s y ist gestern nach-ßahnw in Budapest eingetroffen. Am Mitgl«!^ sich zur Begrüßung die der eh** der rumänischen Legation und Sehen 5 65 Protokolls des königl. ungari-WjP , Ußenministeriums eingefunden. 'e 'N der lichen * uer *n den Abendstunden veröffent erstatte+Tnd'Clien Mitteilung erklärt wird, Ministe e Minister Bossy um 18 Uhr dem Anwes/P/a5identen Grafen T e 1 e k i in C z a J1 . des Außenministers Graf der drei ^ e’nen Besuch. Die Unterredung Stund» Staatsmänner dauerte eine halbe ter dpi , her fand ein Ministerrat un-GrafeVo sitz des Ministerpräsidenten PolitiSch 3X11 Teleki statt. In Budapester *■- e.n Kreisen wird im Zusammen nit der A..«= etern des Inhaltes außerordentliche ng an den Tag gelegt. Der hant/e "■v“'-u *»uu >>>> uumuiuivu- Vertret der Aussprache zwischen den sichtü-f111 Ungarns und Rumäniens hin-n d« ^ckhaltu rumänische Minister Bossy ist heute nach Bukarest zurückgereist, um der rumänischen Regierung über den Verlauf und Inhalt seiner Budapester Besprechungen Bericht zu erstatten. Bukarest, 8. August. (-Avala.) König Carol empfing gestern die Führer der Eisernen Garde Brojilanu, Miletovici und Georgescu in einer Sonderaudienz. Bukarest, 8. August. (Avala.) — Gestern abends fand ein Mimisterrat statt, der den Text des Gesetzentwurfes über den Rechtsstatus der Juden annahm. Die rumänische Staatsjugend, vereint in der »Straža Gjerii«, hat die Juden aus ihren Reihen ausgeschlossen, da dieser Organisation nur arische Rumänen angehören dürfen. Bukarest, 8. August. (Avala.) DNB meldet: Wie aus gut unterrichteten Kreisen verlautet, ist in Bälde eine Umbildung des Kabinetts zu erwarten, deren Zweck darin bestünde, die Basis der Regierung zu erweitern. Es wird angenommen, daß der ehemalige Minister P o p-W aller aas Justizportefeuille, der ehemalige Unterstaatssekretär Leon B a r i d o w (Parteigänger des verstorbenen Oktavian Go-ga) das Arbeitsministerium und Prof. Sexti 1-P u s c a r i das Unterrichtsporte-feuitle übernehmen wird. Das Ministerpräsidium und das Außenportefeuille würden Gigurtu und Manoilescu weiter behalten. Dasselbe gilt auch für die Generale, die dem jetzigen Kabinett angehören. Demgegenüber sind jedbeh geringere Veränderungen durchaus möglich. Bukarest, 8. August. (Avala). Die Zeitung »O r d i n e a« schreibt, die gemeinsame Vergangenheit, die gegenwärtigen Interessen und die Aussichten in die Zukunft fordern die Freundschaft zwischen Rumänien und Bulgarien. Rumänien sei im Geiste dieses Willens entschlossen, den Streit mit Bulgarien zu liquidieren. Im gleichen Geiste wünsche Rumänien auch die Einigung mit Ungarn. Zentrum Haifa zum dritten Male bombardiert hlJs den emn, GESTRIGEN KRIEGSBERICHTEN. — BERLIN MELDET LUFTAN. GRIFFE AUF BRITISCHE RÜSTUNGSBETRIEBE. (Avala—DNB). q. - August. vom 7 er*tommando der Wehrmacht gibt Ein h bekannt: brt. fei “ ches Kriegsschiff hat 30.000 tibersegj , en Handelsschiffsraumes in UnSer1SCJfn Gewässern versenkt. Plätze hp- ^.amPKlugzeuge griffen Flug-Wie ^ 1 Tyrnemouth und St. Athan so-stron„ • !U8zeugwerke von Vickers-Arm. sHne«inrf ('*,esler und Anlagen der Rii- BritischeStFh 'n SwanSea an' zum 7 . /lugzeuge, die in der Nacht • ln Holland und Westdeutsch- land in geringer Zahl einflogen, warfen an verschiedenen Stellen Bomben, ohne nennenswerten Schaden anzurichten.« Rom, 8. August. (Avala—Stefani). Der italienische Wehrmachtsbericht vom Mittwoch hat folgenden Wortlaut: »Unsere Luftstreitkräfte haben zum dritten Male das Ölzentrum von Haifa bombardiert. Dabei wurden weitere Brenn stoffbehä'ter in Brand geworfen und die Hafenanlagen getroffen. Alle unsere Flugzeuge sind zurückgekehrt. Nachrichten aus zuverlässiger Quelle zufolge hat der beim ersten Angriff auf Haifa verursachte Brand mehrere Tage gedauert. Bei der zweiten Bombardierung wurde die Shell-Raffinerie zerstört. In Nordafrika sind feindliche Zeltlager südlich Sollum sowie die Eisenbahnlinie Alexandrien—Marsa Matruk mit Bomben belegt worden. Ein viermotoriges englisches Flugzeug vom Sunderland-Typ wurde von unseren Jagdfliegern bei Tobruk abgeschossen. Die aus acht Mann, darunter drei Offizieren, bestehende Besatzung wurde gefangengenommen. In Ostafrika wurden die Flug- und Seestützpunkte von Aden und Berbera wirksam bombardiert. Ein feindliches Flugzeug wurde abgeschossen. Unsere Kolonnen überschritten an verschiedenen Stellen die Grenze von Bri-tisch-Somaliland«. Der spanisch-englische Gegensatz immer tiefer Madrid, 8. August. (Avala - DNB) In einem unter dem Titel »Die Wahrheit« veröffentlichten Artikel befaßt sich die Zeitung »A r i z o« mit den englisch-spanischen Beziehungen, wobei u. a. festgestellt wird: »Noch nie war Spanien solchen Schmähungen eines unerhörten Hasses der englischen Presse und Politik aus-gesetzt wie in diesen Tagen. England hat den Gegnern Francos geholfen, den spanischen Bürgerkrieg zu verlängern. Nichts ist natürlicher, als daß ein Volk, welches unter dem englischen Einflüsse so viel zu leiden hatte, die von den Engländern verteidigte alte Ordnung ablehnt und den Sieg jener Völker herbei wünscht, mit denen Spanien auf gleicher weltanschaulicher Linie steht und die Spanien in schwerster Stunde geholfen haben. Diese Mächte werden in Europa jene Ordnung aufrichten, für die sich auch das nationale Spanien eingesetzt hat.« Gafencu nach Moskau abgerefct. Bukarest, 8. Aug. (Avaia-Havas). Der ehemalige rumänische Außenminister Gafencu, der kürzlich zum Gesandten Rumäniens in Moskau ernannt worden war, ist gestern an den Posten seines neuen Wirkens abgereist. Bulgarien über die Südostentwicklung befriedigt Sof ia, 8. August. (Avala - Stefani). In bulgarischen politischen Kreisen sind die aus dem Ausland eintreffenden Nachrichten über die günstige Entwicklung der Lage im europäischen Südosten mit sichtlicher Befriedigung aufgenommen worden. In diesen Kreisen wird betont, daß die gegenwärtige Lage, die einen zunehmend positiven Charakter erhielt, der Weitsichtigkeit der Politik der Achse Rom-Berlin zu verdanken sei. Man stehe vor einer neuen Atmosphäre des Verständnisses und des Verauens in den Beziehungen zwischen Rumänien, Bulgarien und Ungarn. x Zürich, 8. August. Devts©m Paris 9.40, London 17,65, Newyork 4.40, Mailand 22.20, Berlin 175:85, Der Standpunkt Ungarns gegenüber Rumänien Die Demarkationslinie vom 13. November 1918 kein Ausgangspunkt für ungaeisch-rumänische Verhandlungen / Budapest fordert die Nückiehr Zum status vom 3. November 1918 / Eine Mitteilung des ungarischen Nunöfuniö / Die Literae Garde gegen Sie ungarischen Forderungen Bukarest, 8. August. Der ungarische Rundfunk emittierte gestern abends eine Mitteilung, die als Polemik gegen den Bu-karester Rundfung gedacht war, der die rumänischen Propositionen der Lösung des rumänisch-ungarischen Streitfalles in den Aether gefunkt hatte. Die ungarische Rundfunkemission wurde auch von dem der Regierung nahe stehenden »Pester Lloyd« veröffentlicht. Das Blatt bringt den Gedanken zum Ausdruck, daß der Trianor.-Vertrag nicht die geringste Basis für die Lösung der gegenwärtigen Streitfragen biete. Deshalb möge die Einigung vom 13. November 1918 die Verhandlungsbasis abgeben. Der Bukarester Rundfunk wandte sich in einer scharfen Polemik gegen diese Auffassung, wobei betont wurde, daß Rumänien am 13. November 1918 in Beograd keinen Vertrag mit Ungarn abgeschlossen habe. Aus diesem Grunde könne Rumänien die Demarkationslinie, die an diesem Tage beschlossen wurde, nicht als den Ausgangspunkt der bevorstehenden ungarisch-rumänischen Verhandlungen ansehen. Daraufhin brachte der ungarische Rundfunk die nachstehende Mitteilung: »Wir erklären, daß wir die rumänische Ansicht, derzufolge die in Beograd »bestimmte Demarkationslinie nicht Ausgangs punkt von Verhandlungen sein könne, zur Kenntnis nehmen. Trianon kann ebenso wenig wie Versailles die weitere Rechtsgrundlage für Verhandlungen bilden. Da aber Rumänien das Beograder Militärabkommen, auf das v/ir uns beriefen, abgelehnt hat,' beschlossen wir, in die Vergangenheit zurückzukehren und eine andere Rechtsbasis zu suchen. Aus diesem Grunde gehen wir um zehn Tage zurück auf den 3. November 1918, d. i. auf den zwischen Oesterreich-Ungarn auf der einen und den Alliierten auf der anderen Seite abgeschlossenen Waffenstillstand. Nach diesem Waffenstillstandsabkommen muß die Demarkationslinie in Ermangelung an derer Bestimmungen als historische Grenze Ungarns betrachtet werden. Wir werden deshalb von unserer Seite kein Wort mehr über das Beograder Abkommen verlieren, denn wir kehren endgültig auf den 3. November 1918 zurück.« Bukarest, 8. August. Die innenpolitische Krise in Rumänien hat im Zusammenhänge mit den bevorstehenden Verhandlungen mit Ungarn ihren Höhepunkt er reicht. Die Bukarester Presse ist wiederum unnachgiebig geworden, da sie die Ablehnung aller ungarischer Grenzrevisionsforderungen hinsichtlich Siebenbürgens fordert. Die Presse behauptet hiebei, daß die Siebenbürger Rumänen bereit seien, für die Freiheit ihrer Heimat zu sterben. Die Architekten Europas mögen diesen Umstand berücksichtigen. Der »C u r -r e n t u 1« setzt sich trotz der ablehnen- den Haltung Ungarns für den Bevölkerungstausch ein, da diese gerechte Lösung auch durchführbar sei. R o m, 8. August. Die italienischen Blätter bringen ausführliche Berichte ihrer Korrespondenten über den Stand der Beziehungen zwischen Ungarn und Rumänien. Da die rumänisch-bulgarische Streit frage hinsichtlich der Dobrudscha grundsätzlich bereits gelöst wurde, hofft man nach diesen Berichten in ungarischen politischen Kreisen auch auf die Lösung des Streitfalles mit Rumänien ohne größere Schwierigkeiten. Selbstverständlich hält man es ungarischerseits für gerecht, daß Rumänien größere Konzessionen gewährt als die politischen Kreise Rumäniens ursprünglich in Aussicht stellten. Sollte sich die Notwendigkeit eines deutsch-italienischen Schiedspruches erweisen, so werde dies schon am Beginn der Verhandlungen in die Erscheinung treten. Wie die Lage in Ungarn am Vorabend der Verhandlungen mit Rumänien sich gestalte, geht am besten aus dem vom »P i c c o 1 o« zitierten »M agyarorszag« hervor, der auf die enge Verflechtung der Bemühungen Manius mit den Interessen Englands hinweist. Die rumänische Regierung werde der Eisernen Garde und' Dr. Manius antworten müssen, da diese Beiden die größten Gegner einer Einigung mit Ungarn sind. Der »P i c c o 1 o« meint, die rumänisch-ungarischen Verhandlungen würden in einer sehr gespannten Atmosphäre v0f sich gehen, da alle Anzeichen darauf hin-weisen, daß die jetzige rumänische Re" gierung keinen Willen zur Lösung ^eS Konfliktes aufbringe. Es fehle ihr an Macht und Autorität im Staate. Die »T r i b u n a« stellt den Standpun Ungarns Rumänien gegenüber wie fo-fe dar: 1. Der Vertrag von Trianon kann nicht als Grundlage und Beweggrund für Verhandlungen angenommen werden, da dieser Vertrag nicht mehr existiert. 2. Ausgangspunkt der Verhandlung?9 ist der Waffenstillstand vom 3. Noveinbe 1918. 3. Rumänien kann sich an die in Salzburg entgegengenommenen Ratschläge halten. Sollte Rumänien irgendetwas an' ird ,uf Die Frage der Süd-Doimiilsclia gelöst Bulgarien erHM Sie südliche Dobrudscha ohne ©iliffria? / Die Verhandlungen werden in Craiova beendigt / Ungarische Ansichten / Bulgarien erhält 16 Milliarden Lewa Entschädigung Bukarest,S. August. Wie die rumänische amtliche Nachrichtenagentur R a d o r berichtet, treffen in Craiova die Delegierten Rumäniens und Bulgariens zusammen, um definitiv folgende Fragen zu lösen: Abtretung der Süddobrudscha an Bulgarien, Durchführung des rumänischbulgarischen Bevölkerungsaustausches u. Regelung der Finanzprobleme, die sich aus der Neuregelung der Beziehungen der beiden Staaten ergeben. Der Beograder rumänische Botschafter Victor C a d e r e hat für diese Verhandlungen alle Vorbereitungen getroffen. Sofia, 8. August. Gestern um 20.55 Uhr hat sich die bulgarische Verhandlungs delegation unter der Führung des Finanzministers B o ž i 1 o v nach Craiova begeben. Die rumänische Abordnung, die sich bereits in Craiova befindet, steht unter der Leitung C a d e r e s. Craiova, 8. August. Die Vorbereitungen für den Beginn der rumänisch-bulgarischen Verhandlungen sind abgeschlossen. Die Verhandlungen werden im Palast des königlichen Gouverneurs geführt werden. Budapest, 8. August. Entgegen den Auffassungen in rumänischen Kreisen, daß S i 1 i s t r i a bei Rumänien verbleiben würde, sind die ungarischen politischen Kreise der Auffassung, daß Bulgarien auch diese Hafenstadt erhalten werde. Die neue bulgarische Grenze würde 12 Kilometer nördlich von Silistra verlaufen. Die Rumänen wehren sich nach ungarischen Informationen noch dagegen, Schloß B a 1 t s c h i k am Schwarzen Meere abzutreten, da dieses Schloß der Lieblings-aufenthalt der Königin Maria gewesen war. Auch hinsichtlich der Stadt Dobrič, von der es hieß, daß die Rumänen sie nicht abtreten wollen, dürfte unschwer eine Einigung im Sinne der bulgarischen Forderungen erzielt werden. R o m, 8. August'. Nach Informationen italienischer Blätter ist es im Rahmen der letzten rumänisch-bulgarischen Verhandlungen in Sofia zu einer Einigung in dem Sinne gekommen, daß Rumänien an Bulgarien jene Gebiete ab tritt, deren Grenze im Jahre 1912 festgelegt wurde. Bulgarien erhält außerdem eine Entschädigung von 16 Milliarden Lewa. Diese Lösung, die für Rumänien ein großes Opfer darstellt, wird es nach Ansicht hiesiger Kreise ermöglichen, daß in Hinkunft eine Politik der dauernden und aufrichtigen Freundschaft zwischen beiden Völkern aufgerichtet wird. Der zweite Teil der Verhandlungen in Craiova wird lediglich den technischen Durchführungsfragen sowie der Tex tierung des Abkommens gewidmet sein. deres beschließen, so würde es dies eigene Verantwortung tun. In amtlichen ungarischen Kreisen ^ erklärt, daß Ungarn schon 20 Jahre a1 die Lösung der siebenbürgischen Frag warte. Ungarn könne noch eine Zeitla9» warten. Sicher sei nur, daß diese Frag? gelöst würde, sei es mit Bossy, Man' oder Vajda-Voevod. Ungarn interessj6^ die rumänische innerpolitische Lage njc” im geringsten. Es könne auch kein Berich die Tatsache umdeuten, daß in Siebenbür' gen zwei Millionen Ungarn leben. folgt sein. Die Mächte der Achse R019' Berlin hätten nämlich die Türkei aufge' fordert, ihren Standpunkt gegenüber der Neuregelung des europäischen Südosten5 zu präzisieren. In gut unterrichteten Kre1' sen will man sogar erfahren haben, °a am 5. d. M. in diesem Sinne eine gemeinsame Note Italiens und des Deutsche9 Reiches der türkischen Regierung zugegangen ist. In diesem Zusammenhangs erwartet man deshalb von türkischer Sein-bedeutungsvolle Entscheidungen. Noffenifc&er Einbruch in BriWch-Gomatt DIE ITALIENISCHEN STREITKRÄFTE DRINGEN ERFOLGREICH IN KENYA, IM SUDAN, IN BRITISCH-SOMALI UND IN ÄGYPTEN EIN. Rom, 8. August. Wie amtlich berichtet wird, sind die italienischen Truppen an mehreren Stellen in Brit s c h-Somali eingedrungen, und zwar nach Einleitungskämpfen, die mehrere Tage gedauert haben. Weitere Einzelheiten über die italienische Offensive in Britisch-Somal-i sind! noch nicht eingetroffen. Nach den bislang bekannten Schilderungen befinden sich die Italiener auf allen Sektoren und Grenzen der britischen Kolonien, insoweit sie an Italienisch-Ostafrika angrenzen, in der Offensive, und zwar in Bri-tisch-Somali, in Kenya, im Sudan und in Aegypten. Der Vormarsch geht langsam vor sich. Im Sudan unterband die italienische Offensive wichtige Verkehrsverbindungen der englischen Armee. Auf ägyptischem Boden haben die Italiener bereits die ägyptische Verteidigungslinie erreicht. Diese Linie wird durchbrochen werden, da die Italiener starke Streitkräfte, Panzer und motorisierte Truppen sowie Flieger konzentriert haben. Nach alldem ist anzunehmen, daß den Italienern im Moment des deutschen Angriff, auf d. Insel die sehr wichtige Aufgabe zufallen wird, den eng- lischen Positionen um den Suez-Kanal, an der Küste des Roten Meeres und am Eingang in den Indischen Ozean den tödlichen Stoß zu versetzen. In Litauen dürfen nur Sowjetfilme gezeigt werden. Kaunas, 7. August. (DNB.) Nach einer Verordnung des Innenministeriums dürfen die Lichtspieltheater Litauens nur Sowjetfilme vorführen. Die Vorführung von Filmen anderer Staaten ist nur auf Grund einer innenministeriellen Bewilligung gestattet. Eine Note der Achsenmächte osi die Türkei BERLIN UND ROM WOLLEN KLARHEIT IN BEZUG AUF DIE HALTUNG DER TÜRKEI HABEN. — DER SINN DER ABREISE INÖNÜS NACH ANKARA. Istanbul, 8. August. Wie bereits berichtet, haben sich Staatspräsident Is-met I n ö n ü, Ministerpräsident Refik Saydam und der Generalsekretär des Außenministeriums Menemend-schog.lu in Begleitung mehrerer Mit- glieder des Kabinetts eiligst aus Istanbul nach Ankara begeben. Wie in politischen Kreisen verlautet, soll diese plötzliche Abreise, die mit dem Abbruch des Sommeraufenthaltes verknüpft war, auf dringliche Aufforderung der Achsenmächte er- Baldur von ©chirach - -NeichöstaltHaller der Ostmark Der bisherige Reichsstatthalter und 6aU leiter Joseph Bürckel zum Chef der Ziv* Verwaltung in Lothringen, Gauleiter ” bert Wagner zum Chef der ZivilverW tung im Elsaß und Gauleiter Gustav mon in gleicher Eigenschaft für Luxem bürg ernannt. Berlin, 8. August. (DNB) Durch zv/e' Dekrete des Führers wurde die gesatn > bisher dem Militär unterstellte Adnu9 stration in Elsaß-Lothringen und Luxe bürg den neuen Chefs der Zivilverwa tung unterstellt, die direkt dem Führ verantwortlich sind. Die Durchführu des Militärrechtes ist nach wie vor ^ deutschen Okkupationsbehörden UN stellt. Der Führer hat den Reichsstattha ter und Gauleiter Joseph Bürckel 2 Chef der Zivilverwaltung in Lothring ernannt. Zum Chef der Zivilverwaltu für das Elsaß wurde Reichstatthalter u Gauleiter Robert Wagner bestellt. Luxemburg wurde Gauleiter Gustav mon als Chef der Zivilverwaltung nannt. Anstelle Bürckels wurde der herige Reichsjugendführer Baldur S c h i r a c h zum Reichstatthalter Ostmark ernannt. Gleichzeitig wurde zum Inspektor der gesamten _ Flitler-J gend bestellt. Der neue Reichsjugen rer ist Arthur Axmann, Der Stabsc ^ der HJ, Hartmann Lauter b a c i ' ist zum stellvertretenden Gauleiter nannt worden. Scharfe Maßnahmen gegen die Banken >9 Frankreich. Vichy, 8. August. Die deutschen 0^ kupationsbehörden haben in den bese Gebieten scharfe Maßnahmen geg?n Banken ergriffen. Ausgenommen hie ist die französische Nationalbank. E ^ wurde die 40stiindigc Arbeitswoche a o schaft und die Slstündige Arbeitswo eingeführt. Die Neuordnung Europas Ein Aufsatz des deutschen Wirtschaftsfachmannes Nr. Wohltat über die Süchtige wirtschaftliche Gestaltung Südosteuropaö ^eflin, 8. August. (Avala). DNB Verkehrs mit dem Südosten m . , -. August. (Avala). - DNB aet: Der deutsche Wirtschaftsfach-du"! Staatsrat Dr- Wohltat, bekannt Ve h se'ne zahlreichen internationalen an(?*un§en> veröffentlicht in der i , e r 1 i n e r Börsenzeitung« einen n eressanten Artikel über den Einfluß der -d'ionalsozialistischen Wirtschaftspolitik den Südosten Europas. d=„: stellt vor allein fest, daß es info'ge revi politischen Entwicklung in den Jah.. lia.1398,39 bereits zu einer Verwirk-rB Un8 des Großdeutschen Wirtschafts. dL'meS gekommen sei, in welchem sich re, neu hinzugekommenen Gebiete in Lph ^Urzer Zeit dem höheren deutscher. ensstandard angepaßt hätten. Die rat n1C^*Un8 der Wirtschaft im Protekto-öhmen und Mähren und im General-,„Uv®fIietnent Polen werde mit den Be-geh n'ssen Großdeutschlands in Einklang 5c, rac*1* werden. Die Stärkung des deut-Wp-!n ^erns >" Europa werde zu einer 1 eren Entwicklung des Wirtschafts- führen. Dr. Wohltat hebt in diesem Zusammenhänge hervor, daß die wirtschaftliche^ Beziehungen Deutschlands zu Griechenland und der Türkei, die am Rande des Donauraumes liegen, stets ähnlich denen der übrigen Länder Südosteuropas angelegt gewesen seien und daß selbst die gegenwärtige politische Lage dieser Länder an der Tatsache nichts ändern könne, daß sie in ihrer wirtschaftlichen Entwicklung vor allem an Deutschland angewiesen seien. Was die künftige Entwicklung ln den südosteuropäischen Ländern betreffe, so werde diese in erster Linie von einer langfristigen staatlichen Planwirtschaft diktiert werden. Besonders interessant ist, was Wohltat über die wirtschaftlichen Folgen des Krieges sagt. Dieser Krieg werde entscheiden müssen, ob Europa von einem am west- Europas _ liehen Rande des Kontinent liegenden englisch-französischen Wirtschaftsblock organisiert werden solle, oder auf d'en natürlichen Grundlagen einer Zusammenarbeit der europäischen Staaten mit dem starken mitteleuropäischen großdeutschen Wirtschaftsraum. Die Staaten Südosteuropas müßten auf dem Wege der Gesetzgebung und der Administration zu dieser Entwicklung durch eine entsprechende Leitung der Landwirtschaft, der Industrie und des Verkehrs gegenüber den erhöhten Erfordernissen des wachsenden Warenverkehrs beitragen. Wenn ’ diese Vorbedingungen verwirklicht Seien, dann werde cs. möglich sein, zur gemeinsamen Lösung der Probleme der Wirtschaftskrise und der zwischenstaatlichen Schulden in allen diesen in Betracht kommenden Staaten überzugehen. Im großen europäischen Wirtschaftsraum werde auch die Zollfrage zweckentsprechend vereinfacht und gleichzeitig auch endlich die Valutafrage konsolidiert werden. Sapan kontrolliert Französisch Anöochina auch schon praktisch ,ApAN!SCHE FLOTTENGESCHWADER HABEN FORMOSA IN SÜDLICHER RICHTUNG VERLASSEN. ^ e w Y o r k, 8. August. (Tass.) Die j^ew York Times« kommentiert die Se in Indochina mit dem Hinweis dar-zös’ -JaPan die Kontrolle über Fran-ti 'j^-Indochina nun auch schon prak-jnd übernommen haben. Der Ring um ■ meh tna schHeße sich immer mehr und daRr" - ^an°* wurde amtlich verlautbart, ren ^',e Japaner Kuan Tschen kontrollie-zö r*e Japaner erhielten von den fran-frei'S n*1 Kolonialbehördsn in Hanoi das Durchmarschrecht durch Indochina, ebenso das Recht der Ausnützung Hai-iphongs sowie der übrigen Häfen und Was serflugzeugstützpunkte. Hongkong, 8. August. Japanische Flotteneinheiten sind nach einem R e u -t e r-Bericht von Formosa aus in südlicher Richtung in See gegangen. Die Geschwader begleiten eine Reihe von Transportschiffen. In militärischen- Beobachterkreisen haben diese Bewegungen große Aufmerksamkeit ausgelöst. Kriegserklärung Spaniens an Engmnd noch in dieser Woche? ein ITalienische presse kündigt Spaniens Eintritt in den krieg • GLEICHZEITIGE AKTION DER ACHSENMÄCHTE UND SPANIENS1. — vor einem großen Sturm sein. Das Blatt spricht die Erwartung aus, daß der Blitzkrieg gegen England erbarmungslos und mit einer bislang noch nicht gekannten Heftigkeit geführt werden würde. Heitere Ecke »Wie kommt es, daß Sie als Hausierer so große Erfolge haben?« »Das verdanke ich den ersten fünf Wörtern, die ich spreche! Kommt eine Frau an die Tür, sage ich: Fräulein, ist ihre Mutter daheim?« Nordpolfahrer Look gestorben Zuerst gefeiert, dan als Verbrecher bestraft. Newyork, 8. August. Der Nordpol-forscher Dr. Frederik Cook ist im Älter von 76 Jahren im Krankenhaus von New Rochelle gestorben. Ein romantisches und vielumstrittenes Leben hat hier ein Ende gefunden —• ein Mann trat vom Schauplatz ab, der einmal als einer der größten Forscher der Weltgeschichte gefeiert wurde, und den man dann als Betrüger ächtete und schließlich wegen eines angeblichen Ölschwindels zu langjährigem Gefängnis verurteilte. Frederik Cook hatte Medizin studiert und war Arzt geworden, nahm aber groß tes Interesse an der Polarfahrt Pearls mit. Sechs Jahre später ging er nM Amundsen auf die Fahrt zum Südpol, unzk! 1909 rüstete er seine eigene Nordpol. expedition aus, die größtes Aufsehen erregte. Im September desselben Jahres kam er nach Europa zurück und behauptete, er habe am 21. April als erster den Nordpol erreicht. Er wurde in jeder nur erdenklichen Weise gefeiert, und seäsri Buch, in dem er seine Entdeckungsfahrt in ziemlich sensationeller Weise beschrieb, erregte große Begeisterung. Aber rasch regten sich Zweifel, und als Peary eine Woche nach Cook aus der Arktis zurückkehrte und die Entdeckung des Nordpols für sich in Anspruch nahm, verlangte die Kopenhagener Wissenschaftliche Gesellschaft von Cook Beweise. Br konnte sie nicht in überzeugender Weise liefern. Allmählich erlosch das Interesse an Behauptung und Gegenbehauptung und es wurde still um ihn. Bis er plötzlich beschuldigt wurde, mit einem angeblichen Ölvorkommen in Texas Betrügereien großen Stils verübt zu haben. Er wurde zu 14 Jahren Gefängnis verurteilt, nach fünf Jahren aber gnadenhalber entlassen, Dchepr Bug-Kanal vor der Eröffnung REGER DEUTSCH-RUSSISCHER WARENVERKEHR. se Vf1m> August, Die italienische Pres-von^et den Vorgängen in Spanien ihre sch Aufmerksamkeit. In allen italieni-Spanie ^re*sen werden die Forderungen ko bezüglich Gibraltars lebhaft tars t ert- Die Bombardierung Gibral vjeif auch Spanien, da die Bomben äem ,cfl auf spanisches Gebiet fallen. Auf reits vU8ersten Süden Spaniens wird be-befeir L^führt, an dem sich Spanien se müsse- lu der italenischen Pres- de - Jf angekündigt, daß Spanien in Bäl-En»]fl ‘?er Seite Deutschlands und Italiens Ta« den Krieg erklären werde. Der bestjmes Eintrittes in den Krieg sei bereits 'Sehaltmt’ er werde jedoch hoch geheim kon2ee,n'. An der Nordgrenze Spaniens deutsch Gren s‘c^ se'* einigen Wochen Italien- 6 ^ruPPen, während im Süden die deren'^e Seeflotte und die Fliegerei ope rtiiitj 1 ■ spanische Presse fordert ein-8ej(e die Intervention Spaniens an der btid Achse Rom—Berlin. In Spanien diesen p0*1 ^hon alle Vorbereitungen für durch getroffen. Der Benzinverbrauch schrg , die Zivilbevölkerung ist einge-det] fß‘vt.,.Worden. Alle Benzinvorräte wur-politj r die Armee reserviert. In römischen daß <-• ,en Weisen wird angenommen, "-k-. . Spanien noch in dieser Woche beiden wird. H "isch fener^v*16 A''arineministerium allen auf of-tra» ,ee. befindlichen Schiffen den Auf-genjg 1 habe, sofort in die nächstlie-iri den ,n,eutralen Häfen einzulaufen. Den 6 w ^ ork, 8. August. Der amerika-“undfunk teilte u. a. mit, daß das Schiffp mathäfen vor Anker liegenden auf w1, WUfde offiziell bedeutet, sich bis Verfr, ' eres auf ihren Ankerplätzen zur üSu«g zu halten. Kopenhagen, 8. August, Wie die »Berlingske T i d e n d e« meldet, bestätigen sich die früheren Nachrichten, daß die Vorbereitungen der Deutschen für den Krieg gegen England abgeschlossen sind. Die kleine Atempause in den Luftoperationen könnte das Anzeichen der Stille Berlin, August. (UTA). Die Rede M o 1 o t o w s vor dem Obersten Sowjet verleiht den Feststellungen, die deutscher seits über die Abwicklung des Warenaustausches mit Rußland getroffen werden, besondere Bedeutung. Die Behauptungen gewisser ausländischer, besonders englischer Blätter, die angebliche Abkühlung der politischen Beziehungen der beiden großen kontinentaleuropäischen Länder führe auch zu Stockungen im Warenaustausch läßt sich auf Grund dieser Feststellungen als in jeder Beziehung falsch Nachweisen. Emdel Hull sieht Kriegsgefahren für Amerika EIN APPELL DES AUSSENMINISTERS DER VOLK. USA AN DAS AMERIKANISCHE Washington, 8. August. (Avala.) DNB berichtet: Außenminister Cordei Hull, der aus Havanna zurückgekehrt ist gab eine Erklärung, in der er die den USA drohende Gefahr in den schwärzesten Farben malte. Er vertrat die Meinung, die USA seien unmittelbar von der Gefahr bedroht, wenn sich das amerikanische Volk nicht bewaffne und alle Vorkehrungen treffe, um ihr zu begegnen. Der Minister erklärte u. a. in Havanna seien alle Völker Amerikas, einhellig zum Schlüsse gekommen, daß sobald als möglich Maßnahmen zur Verteidigung des Kontinents ergriffen werden müßten, der von außen bedroht sei. Für ebenso nötig habe man es gehalten, die Solidarität der amerikanischen Staaten zu stärken, die öffentliche Meinung in allen Staaten für die Verteidigung des amerikanischen Kontinents zu gewinnen und konkrete Vorschläge für die Vorkehrungen auszuarbeiten, welche die einzelnen amerika-, nischen Völker zur Erhaltung des Friedens auf der westlichen Halbkugel ergreifen sollten. Die Lage in Europa wäre heute wesentlich anders, wenn sich die friedliebenden europäischen Völker zu ihrer Verteidigung zusammengetan hätten. Es gebe nur ein Mittel, zu verhindern, daß Amerika infolge der Tätigkeit der destruktiven Mächte, die gegenwärtig in der übrigen Welt am Werke seien, in Schwierigkeiten gerate oder gar in den Krieg hineingezogen werde. Dies Mittel sei die feste Entschlossenheit, derart aufzurüsten, daß die erwähnten Mächte es nicht wagten, irgendeinen Teil der westlichen Halbkugel anzugreifen. Zum, Schlüsse erklärte Hull, jeder Bürger müsse bereit sein, für die Verteidigung Amerikas Opfer zu bringen. Die politischen Kreise betonen, daß Hull die Rede auf Anregung des Präsidenten Roosevelt gehalten habe. In wenigen Tagen wird das deutsch-russische Wirtschaftsabkommen vom 19. August 1939 ein Jahr alt. Seine wesentliche Ausgestaltung empfing dies Abkommen durch die Wirtschaftsvereinbarung vom 11. Februar 1940. Die verschiedent-lichen Besuche sowjetrussischer Wirtschaftssachverständiger in Deutschland haben zwar gezeigt, daß in den letzten Jahren der deutsch-russische Wirtschaftsverkehr zugunsten der angelsächsischen Länder zurückgegangen sei, daß aber nach Inkrafttreten der neuen Wirtschaftsabmachungen geradezu ein Hunger nach deutschen Qualitätslieferungen und auch nach Unterrichtung über die deutschen Fortschritte auf den Gebieten der Technik und der Chemie entstanden ist. Sieht man sich den Wirtschaftsverkehr der beiden Länder während der letzten Jahre näher an, so zeigt sich ein scharfer Rückgang des Eisenbahntransportes zugunsten des Seetransportes. Im Jahre 1937 haben so gut wie überhaupt keine russischen Ausfuhren nach Deutschland auf dem Schienenwege stattgefunden. Die verkehrslose Zone, die Sowjetrußland aus Sicherheitsgründen an §einer Westgrenze schaffen zu müssen glaubte, ist nach der Inbesitznahme westlicher Gebiete wie Weißrußland, der westlichen Ukraine und neuerdings der nördlichen Bukowina und Bessarabiens verschwunden. Der Abtransport russischer Waren* insbesondere Brotgetreide, Futtermittel* Hülsenfrüchte, Flachs, Holz, Mineralöle* Erze und Metalle sowie neuerdings auch Baumwolle zu den deutschen Übernahmestationen geht immer glatter vonstatten. Deutschland hat sich trotz der Kriegsbeanspruchung mit Erfolg bemüht, die Gegenlieferungen, besonders Maschinen jeder Art, Produkte der Elektroindustrie* der Werkstoffverfeinerung, des Stahl- und Eisenbaus, der Feinmechanik und Optik* des Schiffsbaus, der Kleineisenindustriö und der chemischen Industrie, fristgerecht vorzunehmen. Die Technik des Umladens der Wagen von der größeren Spurweite auf die der kleineren Spurweite und umgekehrt hat sich so entwickelt, daß der Zeitverlust auf ein Minimum gesunken ist. In diesen Tagen wird der zu erhöhter Leistungsfähigkeit ausgebaute D n j e p r-B u g-K anal feierlich eingeweiht. Er rückt damit unter den drei westlichen Kanälen des räterussischen Gebietes — die beiden anderen sind der Oginski- und der Augustowo-Kanal — in bezug auf Leistungsfähigkeit an die erste Stelle. Er gestattet es, die agrarischen und Industrieprodukte der Ukraine (Dnjepr-Ge-biet) auf dem Wasserwege nach Danzig und von dort nach deutschen Häfen zu bringen und auf der anderen Seite deutsche Industrieerzeugnisse ohne jede Gefährdung durch feindliche Gegenwirkungen zur See nach wichtigen sowjetrussischen Verbrauchs- und Produktionsgebieten zu liefern. Stein Druck Oer Achsenmächte auf die 25alfanffaaten R o m- 8. August. (Avala.) DNB berichtet: Nach gewissen Meldungen, die vom Balkan kommen, ist behauptet worden, daß in den deutsch-italienisch-ungarischen Verhandlungen in München die Lösung schwebender Fragen bereits vereinbart worden sei. In italienischen politischen Kreisen wird demgegenüber erklärt, daß, die Achsenmächte auf die unmittelbare Einigung der Balkanländer unter sich Wert legen. Sie stellen ihnen hiebei ihre Dienste zur Verfügung, ohne einen Druck ausüben zu wollen. Die Rechtschreibung in Kroatien. Zagreb, 8. August. Der Banus von Kroatien hat eine Verordnung erlassen, auf Grund deren in allen Schulen und Aemtern die vor 1929 im Gebrauche stehende Rechtschreibung wieder eingeführt wird. Durch diese Verordnung wird die »iijekaver«-Rechtschreibung anstelle der »ekaver«-Rechtschreibung eingeführt. Die letztere Rechtschreibung (mleko statt mli-jeko, zvezda statt zvijezda) wurde vor 10 Jahren eingeführt, um die Rechtschreibung in allen serbisch-kroatischen Gebieten aus zugleichen. Adolf Hitler in Essen. Essen, 8. August. (DNB.) Der Führer traf gestern aus Berlin in Essen ein, um den Großindustriellen Krupp von Bohlen und Haibach, den Haupteigentümer der bekannten Krupp-Werke, zu seinem 70. Geburtstage zu beglückwünschen. Bei dieser Gelegenheit überreichte der Führer dem Jubilar das goldene Abzeichen der NSDAP zum Zeichen der'Ehrung für die Verdienste um Reich und Volk. Der Führer besichtigte anschließend daran in Begleitung des Reichsbankpräsiden-ten Funk und des Reichspressechefs Dr. Dietrich die Krupp-Werke. Ueberall wurden ihm Ovationen zuteil, die ihren Höhepunkt erreichten, als Adolf Hitler die Stadt verließ. Frau: »Männchen, hast du schon daran gedacht, wohin wir im Sommer reisen wollen? Ich schlage Karlsbad vor. Wie findest du den Gedanken?« Mann: »Unbezahlbar!« Aus Stadl und Umgebung Maribor. Donnerstag den 8. August Bessere Verbindungen mit Kroatien FREMDENVERKEHRSKONFERENZ IN ZAGREB. — DIREKTE ZÜGE MARIBOR— OSIJEK IN AUSSICHT. ln der Bahndirektion in Zagreb fand Dienstag eine Konferenz statt, die der Fest Setzung der .kommenden Winterfahrordnung galt. An der Aussprache beteiligten sich Vertreter der Bahnverwaltung sowie der Wirtschaftskorporationen und Fremdenverkehrsinstitutionen. Den Vorsitz führ te Bahndirektor Ing. Terček. Aus den vorgebrachten Berichten geht hervor, daß der Bahnverkehr im westlichen Teile Jugoslawiens, besonders in Slowenien, wesentlich an den internationalen Verkehr angewiesen ist, der mit Rücksicht auf den Krieg kaum eine Aen-derung erfahren dürfte. Deshalb sind auch bei uns nennenswerte Aenderungen der Zugsfahrordnung im kommenden Winter nicht zu erwarten. Immerhin werden Schrit te unternommen, um den Verkehr bis zur nächstjährigen Sommerfahrordnung etwas zu verbessern und damit den Bedürfnissen des reisenden Publikums soweit als möglich entgegenzukommen. Es sei vor allem darauf verwiesen, daß die Verbindung Sloweniens, insbesondere M a r i b o r s mit Čakovec besser sein wird. Ferner wurden Schritte unternommen, um zwischen Maribor und Osijek über Čakovec, Varaždin und Koprivnica direkte Züge laufen zu lassen. Ueberhaupt wird immer mehr Gewicht auf diese Linie gelegt, um die Hauptstrecke über Zagreb soweit als möglich zu entlasten. So sei darauf verwiesen, daß beim gegenwärtigen starken Zugsverkehr sich die Bahnanlagen in Zagreb als viel zu klein erwiesen haben, da schon jetzt etwa 60 Güterzüge täglich mehr diese Station verlassen oder dort anlagen, als dies noch vor einigen Monaten der Fall war. Da nicht nur die Geleise in Zagreb, sondern auch in anderen Stationen in der Umgebung stets mit Zügen vollgestopf sind, sind Verspätungen nicht zu vermeiden. Deshalb werden schon jetzt die Güterzüge soweit als möglich über Varaždin und Koprivnica geleitet, um die Hauptlinie wenigstens teilweise zu entlasten. Das Reisebüro »Putnik« setzte sich energisch dafür ein, daß das Nachtschnell zugspaar Ljubija» a—B e o g r a d, das im heurigen Sommer wieder eingeführt worden st, auch im Winter verkehre, um dadurch das zweite direkte Zugspaar, das jetzt meist überfüllt ist, einigermassen zu entlasten. Zwischen Ljubljana und Beograd, vor allem zwischen Zagreb und Beo grad, müssen im Winter unbedingt zwei Schnelizugspaare verkehren, da sich ein direkter Zug als viel zu unzureichend' her-ausgestellt hat. Desgleichen wurde der Wunsch ausgesprochen, den Nacht-Saisonzug Zagreb-Beograd weiterhin im Verkehr zu belassen. Vor allem wurde in der Konferenz darauf verwiesen, was auch die Wirtschaftsund Fremdenverkehrskreise schon wiederholt getan haben, auf den Hauptlinien in Slowenien und Kroatien gute und bequeme Wagen zur Verfügung zu stellen. Die Dispositionsstationen, wie Ljubljana, Maribor und Zagreb, sind mit Personnenwaggons viel zu wenig ausgestattet, sodäß bei größerem Andrang meist nicht genug brauchbare Wagen beigestellt werden können, um die Garnituren zu verstärken oder gar die überfüllten Züge in zwei Teilen abzufertigen. Die Vertreter der Bahnverwaltung versicherten, sie würden alles unternehmen, was in ihren Kräften liegt, um den berechtigten Wünschen des reisenden Publikums entgegenzukommen. Die Forderungen dür fen jedoch nicht zu weit gehen, da die Kapazität unserer Bahnen vielfach stark beschränkt ist und auch Kohle nicht immer in entsprechenden Mengen rechtzeitig beschafft werden kann. Kmderimpfunqen gegen Diphtherie ln der laufenden Woche werden jene Kinder im Alter zwischen 2 und 12 Jahren, die seinerzeit zur Evakuierung im Bedarfsfälle durch die Stadtgemeinde bzw. die Kinderschutzunion angemeldet worden sind, in der Turnhalle der Mädchenvolks- und Bürgerschule in der Miklošičeva ulica gegen Diphtherie geimpft. In Betracht kommen etwa 2500 Kinder, somit mehr als 400 täglich. Die Impfung wird von zwei Aerzten durchgeführt. In drei Wochen ist die Impfung zu wiederholen, da sie nur in diesem Falle wirksam sein kann. Der Aufforderung kommen die meisten Eltern nach, doch sind viele Kinder in den Ferien noch am Lande, weshalb sie sich im Herbst der Impfung werden unterziehen müssen. Es erscheinen aber auch zahlreiche Eltern, die ihre Kinder unaufgefordert zur Impfung bringen, um sie gegen die gefährliche Krankheit zu schützen. Giltiichkeitsverbrechen an einem Mädchen Im Wald von Betnava wurde gestern an einem 8jährigen Mädchen ein scheußliches Siittlichkeitsverbrechen verübt. Zu einer Gruppe junger Mädchen gesellte sich ein bisher noch unbekannter Mann, der die 8jährige Eisenbahnerstochter S. L. aufforderte, einen Brief in ein Haus jenseits dtes Waldes zu tragen, wofür er ihr eine Belohnung von 100 Dinar anbot. Das nichts Schlimmes ahnende Mädchen übernahm den Brief und eilte in den Wald. Als sich das Mädchen von ihren Gespielinnen entfernt hatte, eilte ihr der Unbekannte nach und versuchte ihm in bestialischer Weise Gewalt anzutun. Der Unhold schlug das sich verzweifelt währende Mädchen mit den Fäusten zu Boden, so daß dieses schließlich bewußtlos liegen blieb. Das Mädchen, das bald darauf aufgefunden wurde, mußte ins Krankenhaus überführt werden. Nach dem ruchlosen Täter fahndet die Gendarmerie. Lebensmittelsendungen in Frachtkähnen werden für die Stadt Dünkirchen sicher-gestellt. Schadenfeuer Aus Gornja Radgona wird ein schwe res Schadenfeuer berichtet. In der Tenne des Besitzers Jakob čančola in Herce-govščak bei Gornja Radgona, in der die ganze Werzenfechsung für den Drusch bereitlag, brach auf" noch unaufgeklärte Weise ein Brand aus, das derart rasch um sich griff, so daß an eine Rettung des aufgestapelten Getreides nicht mehr gedacht werden konnte. Dem Feuer fiel auch das Wirtschaftsobjekt sowie die an- grenzende Remise zum Opfer. Der Schaden beläuft sich auf 70.000 Dinar. m. Den Bund fürs Leben schlossen der Diplomjurist Alfred Hvala und die Lehrerin Frl. Anka Veljak, Tochter des Oberbahnrates i. R. Josef Veljak. Wh gratulieren! m. Aus dem Eisenbahndienste. Versetz1 wurden die Oberkontrollore Karl L 3. ’ p a j n e von Maribor nach Novo mesto, Josef Božič von Novo mesto nach M3" ribor und Albert Brumen von Bohmj' ska Bistrica nach Maribor, ferner die Ron-trollore Janez M a r e ž von Brezovic3 nach št. Vid-Vižmarje und Vladinu Medvešček von Maribor nach Ljubljana. m. Aus dem Steuerdienste. Der Steuer-beamte Franz Kavčič aus Krško wUim der Steuerverwaltung in Dravograd zuge teilt. in. Heute Parkkonzert. Im Falle gün-stiger Witterung veranstaltet die Militärkapelle heute, Donnerstag abends v°n 20.30 bis 22 Uhr im Stadtpark ein Pr° menadekonzert. Es dirigiert Kapellmei ster Hauptmann J i r a n e k. m. Imkerexkursion in die »Slovenske gorice«. Die Filiale Maribor des 81o^e nischen Bienenzuchtvereines veranstal am 25. August eine Exkursion in das R benland der »Slovenske gorice«. Die Fan ^ wird mit mehreren Autobussen der M3^ borer Stadtbetriebe unternommen zu erhalten. Das Motiv der Pro o r?*e dar'n Hegen, daß der Vater h sü°htig war, was den Sohn stark y^^'Ste, da er der Meinung war, der HnJr. Werde die ganze Familie in ein glück stürzen. Tem' Wetterbericht vom 8. August, 9 Uhr: 73 Peratur 24 Grad, Luftfeuchtigkeit Süd ’ Parometerstand 738.3 Millimeter. tur Westwind. Gestern Maximaltempera-Qra,j ’ heute Minimaltemperatur 12.4 war^^ho^üme — Strümpfe — Strick-ren Wäsche! — OSET, Koroška 26. Aas Ptuj wurrf schweren Körperverletzungen Fran Astern der 37jährige Besitzer kenh2 btanjevec aus Spuhlje ins Kran-2u aus überführt. Konstanjevec, dessen Str r11^ Sekr ernst ist, war auf offener sch -VOn mehreren betrunkenen Bur-^enen überfallen und mißhandelt worauf/) ^olrdiebstähle sind in letzter Zeit den 6.r ^agcsordnung. Dieser Tage wur-Vre i'01 Walde des Besitzers Jakob ju-. m Sv. Lovrenc am Draufeld zwei grjtfner angetroffen, die gerade im Beehr t Waren’ mehrere Kubikmeter Bu-nholz wegzuschleppen. auf den Viehmarkt am 5. d. wurden Stier n 133 Ochsen, 363 Kühe, 35 Pf 42 Jungochsen, 87 Kalbinnen, 189 Stüri/ Und 31 Fohlen, zusammen 880 not! ’t W0V0n 330 verkauft wurden. Es Ochsen 5.50—8.30, Kühe 4.50 binnen /6 t~7’ Zugochsen 5-6.25, Kal-ben. 0—7 Dinar pro Kilogramm Le- Pro #,®wicht» Pferde 600—5000 Dinar Wurd L*C*<" ^en Viehmarkt am 6. d. 42 ahen ^03 Stück aufgetrieben, wovon Schw^eSetzt wurden. Die Zufuhr auf den 273 /gemarkt am 7. d. belief sich auf Wurd 6 eine, von denen 129 verkauft Din- en" Jungschweine kosteten 80—260 r pro Stück, Fleischschweine 10 Di-nar Pro Kilogramm. Ans_fdS§_ ljeC' ,l0‘ StiftungsfesL Die Ortsgruppe Ce. Sch/65 ^ouristenklubs »Skai a« be_ in d am August auf der Okrešeljalm Wetf11 buuntaler Alpen (bei schlechtem fest n lm hogartale) ihr 10. Stiftungs-p,.j" m 10 Uhr vormittags wird vor der der t au^ütte (bei schechtem Wetter in hern ogar-Kapelle) ein Gottesdienst und ,* ach eine Festrede gehalten werden. lun^6krutierungen" Anläßlich der Stetig „„n am 15. August für Braslovče, am gust n, Žale° Und Sv' PaveI’ am 17' Au-Veük "r üie Gemeinden Griže, Petrovče, 18 a rešira und Sv. Peter, sowie am 'Alk/hi 19‘ August für Celje ist jeglicher gen O'nusschank an den genannten Ta-Rekn tW'e ’bren Vor- und Nachtagen an verboten Und 'bre Begleiter behördlich auf a 6n' ^as Verbot bezieht sich auch Apfelmost. haa' Wichtig für Steuerzahler! Die Stadt-3Uf Mannschaft in Celje macht darauf fäiij 6r Sam’ daß die mit dem 1. Juli d. J. ler ' gewordenen Zins, und Wasserhef-bis SDa?algebühren und Fahrzeugsteuern len lü. August 1940 zu bezah- n • Alle Schuldner, die bis dahin Mit 1. September d. J. läuft die Frist für den nach Artikel 41, Punkt 3 der Verordnung über die Beschränkung des Verkaufes flüssiger Brennstoffe verfügten Umbau der Motore ab. Dadurch wäre innerhalb kurzer Frist die Sühne für das, was auf diesem Gebiete versäumt und gesündigt worden ist, auf einen kleinen Teil Unschuldiger abgewälzt. Abgesehen von den Investitionskosten, ist und bleibt vorläufig doch Naphta und Benzin der ideale Treibstoff. In unserer Presse wurde die Frage der Gewinnung dieses Blutes der Motore im Inlande gründlich behandelt, zu einer praktischen Lösung ist es aber bisher noch nicht gekommen. Nun ist eine Aktion im Gange, wonach ihren Verpflichtungen nicht nachkoinmen, müssen die geschuldeten Beträge samt den aufgelaufenen Zinsen einzahlen. c. Vom Staatsrealgymnasium. Ausnahmsweise dürfen heuer Schüler, die im Monat Juni bei den Aufnahmeprüfungen abgewiesen wurden oder aus Gesundheitsrücksichten nicht daran teilnehmen konnten, am 27. August abermals zu den Aufnahmeprüfungen antreten, welche um 8 Uhr morgens beginnen. Die diesbezüglichen Gesuche sind spätestens bis zum 25. August bei der Anstalsdirektion einzubringen. c. Sport am Sonntag. Körnenden Sonntag wird auf dem Glacis ein Klubwettkampf der Junioren des Sportklubs »Planina« in Ljubljana und des Sportklubs »Celje« in Celje ausgetragen werden. Beginn um halb 9 Uhr vormittags. Gekämpft wird in folgenden Disziplinen: 100-, 200- und 1000-Meter-Lauf, 4 mal 100-Meter-Stafette, Weit- und Hochspringen, Kugelstoßen, Diskuswerfen und Speerwerfen. c. Vor dem Richter. Der 32jährige Feldarbeiter Franz Gobec aus Pečica bei Šmarje pri Jelšah wurde wegen Saccharinschmuggels, gewaltsamer Handanlegung an den Finanzorganen und Widersetzung gegen seine Verhaftung zu vierzehn Monaten Kerker und zu einer Geldstrafe von 24.0po Dinar verurteilt. c. Diebstähle. Die Diebe scheinen jetzt ihre »Hochsaison« zu haben. Die Diebstähle mehren sich jetzt derart, daß man sie gar nicht mehr einzeln aufzählen kann. Nur beispielsweise: einer Hausmeisterin in der Stritargasse wurden aus ihrer Wohnung 6000 Dinar Bargeld gestohlen. Der Vedacht der Täterschaft richtete sich gegen einen 18jährigen Fabriksarbeiter aus Zagrad, der bereits mehrmals vorbestraft ist. Er wurde verhaftet und gestand den Diebstahl ein. Von dem Gelde hatte er nur noch 500 Dinar, das übrige verbrauchte er bei »Wein, Weib diejenigen Motorbesitzer und Ölinteressenten, die in entsprechender Weise an der Gewinnung heimischen Benzins mit-arbeiten, dieselben Begünstigungen erhalten sollen wie die Konsumenten und Händler bisher gewonnener heimischer Treibstoffe. Vor allem wird für diese Interessenten eine Verlängerung des obangeführten Termins angestrebt. Die öfefntlichkeit wird über die Aktion, die auf der Verwertung der unerschöpflichen ölschieferlager Jugoslawiens beruht, noch informiert werden. Wegen des kurzen Termins erhalten die Betroffenen Auskunft durch die »Lesna in splošna industrijska d. d.« in Maribor, Glavni trg 1. und Gesang«. Einer Geschäftsfrau aus Celje wurde während der Eisenbahnfahrt von Celje nach Rajhenburg die Handtasche mit einem Reisepaß und 5000 Dinar Bargeld gestohlen. Von dem Diebe fehlt jede Spur. So ließe sich die Serie weiterentwickeln, doch fehlt der Raum dafür. c. Kino Dom. Heute Donnerstag, zum letzen Mal »Das Geheimnis des verborgenen Schatzes«. Ab Freitag der große Sport film »Die Jagd nach dem Glück« mit Lo-rette Young. c. Kino Metropol. Von Donnerstag bis Samstag Hans Moser als »Der ungetreue Eckehart«. Der wichtigste Mann in diesem deutschen Filmschauspiel ist neben Theo Lingen und Rudi Godden — Hans Moser, dieser zappelige, stets nervöse und aufgeregte, beim Sprechen sich übersprudelnde und nuschelnde Komiker, der uns in seinen Filmen schon eine stattliche Menge verdrossener und raunzerischer Erdenbürger vorgeführt hat. Der Film, in dem auch Lucie Englisch mitwirkt, ist ein Bombenerfolg! Das Wetter Wettervorhersage für Freitag: Teilweise bedeckt und windig. Weitere Temperaturzunahme zu erwarten. Britische Imperialkonferenz in Delhi. Stockholm, 8. August. (Avala— DNB). Wie das Blatt »Nya Dagligt Allc. handa« aus London erfährt, ist für Oktober eine Konferenz des Britischen Imperiums nach Delhi in Indien einberufen worden. Die Konferenz wird sich in der Hauptsache mit der Ausbeutung der Über seequellen für die weitere Kriegführung befassen. Die Delegierten der ostafrikanischen Besitzungen sind zur Konferenz eingeladen worden. Kanada erhielt keine Einladung. Mit „bräunt” die Sonne, aber „brennt” nicht mehr! toit-Klsiü iw—im wniyvA Esplanade-Tonkino. Der erstklassige humorvolle Film »Hawaiische Nächte« voll herrlicher hawaiischer Lieder, Tänze und Romantik, mit Leanor Powell und Robert Young in den Hauptrollen. — Nächstes Programm: »Rätsel um Beate«, nach dem Theaterstück von A. Müller. Ein wunderschöner Film, der uns den Liebesroman und Abenteuer einer schönen Frau erzählt. In den Hauptrollen Lil Dagover, A. Schönhals, Sabine Peters. Burg.Tonkino. Bis einschließlich Donnerstag die Premiere des neuesten Elisabeth Bergner-Filmes »Silvina«. Elisabeth Bergner spielt in diesem gesellschaftlichen Prachtfilm eine Doppelrolle und zwar verkörpert sie zwei Schwestern, die zu zwei Freunden in Liebe entbrannt sind. Wunderbare Naturaufnahmen aus der Alpenwelt sowie aus dem Himalaja. — Es folgt der französische Spitzenfilm »Auf Irrwegen . . .« mit Jean Gabin. Union-Tonkino. Bis einschließlich Freitag der spannende' Kriminal- und Gangsterfilm »Ohne Gnade.« LLuMv°DWMMMN Freitag, 8. August Ljubljana 12 Schallplatten. 13.02 Mittagskonzert des Radioorchesters. 19.20 Nat. Stunde. 20.10 Frauenstunde. 20.30 Radioorchester. 22.15 Gitarrenkonzert. — Beograd 12: Volksweisen. 12.45 Funkkapelle. 13.50 Schallpl. 18.45 Volksweisen. 18.20 Schallpl. 19.40 Volksweisen. 20.10 Schallpl. 22 Tanzmusik. 22.40 Nachr. Budapest 17.15 Schallpl. 18.15 Konzert. 19.25 Klavierkonzert. 19.50 Hörspiel. 22.10 Gesangskonzert. 22.40 Zigeunerkapelle. — Großdeutscher Rundfunk 7.20 Unterhaltungskonzert. 8: Musik am Vormittag. 10 Konzert. 11 Mittagskonzert. 13.15 Musik nach Tisch. 15 Nachmittagskonzert. 16. 10 Volkstüml. Opernmusik. 19.15 Orchesterkonzert. 21.30 Konzert. 23.15 Nachtkonzert. — Italienische Sender: 17.15 Brunelli-Trio. 18.15 Gesangskonzert. 19 Nachr. 19.30 Leichte Musik. 20.15 Ueberftagung sinfon. Musik aus Deutschland. 21 Szene. 21.30 Streichorcb. 22 Nachr. 22.15 Leichte Musik. ApotHekennachtdienst Bis 9. August versehen die Stadtapothe ke (Mr. Ph. Minafik) am Glavni trg 12, Tel. 25-85, sowie die St. Rochus-Apotheke (Mr. Ph. Rems) Ecke Aleksandrova— Meljska cesta, Tel. 25-32, den Nachtdienst. Ungarisch - sowjetrussische Wirtschaftsverhandlungen. Moskau, 8. August. (Avala-Tass). Am 7. d. M. ist in Moskau eine ungarische Wirtschaftsabordnung unter der Führung des bevollmächtigten Ministers Alfred Nickel eingetroffen, um die Verhandlungen über den künftigen Güteraustausch beider Länder aufzunehmen. Pandit Nehru über Indiens Freiheit. Kalkutta, 8. August. (Avala-Tass). Der indische Nationalistenführer Pandit Nehru veröffentlicht im »National Herald« einen Artikel, in dem es u. a. heißt: »Wir sind überzeugt davon, daß England an die Unabhängigkeit Indiens nicht denkt. Noch weniger können wir die Umwandlung Indiens in ein Dominion oder etwas ähnliches annehmen. Nur die Unabhängigkeit Indiens kann uns zufriedenstellen. Das Britische Imperium muß verschwinden, Indien aber wird ewig bleiben in seiner Sehnsucht nach Unabhängigkeit, Einheit und Freundschaft mit allen übrigen Staaten der Welt.« Hamlets Schloß im Dienste des Luftschutzes L. I H & Die tiefen Keller des dänischen Schlosses Kronborg nahe Helsingör wurden zu Luftschutzräumen ausgebaut. Die Burg wurde einst von dem dänischen Prinzen Hamlet bevohnt. — »KG« eneOeOeLlBDHCMDBDBOBünCMnEDH □ □ BOBCTOOHOEDBDHnBClBClEDBOBClBnB UJirtSEluittliilts Rundschau Znterventionökauf von Wein und Branntwein ÜEBER 400 WAGGONS WEIN UND BRANNTWEIN IM WERTE VON ÜBER 14 MILLIONEN DINAR VON DER PRIV. AUSFUHRGESELLSCHAFT ANGEKAUFT Vor einigen Monaten hat die jugoslawische Regierung bekanntlich eine Verordnung über die Intervention der Prizad (Pricv. Ausfuhrgesellschaft) am Wein-und Branntweinmarkt erlassen. Dies geschah aus mancherlei Gründen, hauptsächlich aber, um den Gebieten, welche in ihrer Existenz auf den Wein- u. Brannt weinverkauf angewiesen sind, den Ankauf von Lebensmittel zu ermöglichen und einen höheren Preis für die verkaufte Ware zu erzielen. Es gab Gebiete, wo die Wein preise zwischen 1.20 und 2.30 Dinar pro Liter variierten und die Preise für Brannt wein zwischen 2 und 2.50 Dinar für 25 Grade. Die Prizad' fand sich auf einmal vor einer schweren Aufgabe aus drei Gründen. Erstens hatte die Gesellschaft für den Ankauf der Ware keine Organisation; zweitens hatte sie fast gar keine Geräte, keine Fässer u. dgl. Drittens, wo mit dem Ankauf anfangen, um nicht etwa andere Gebiete, welche es geradeso notwendig hätten, ihre Ware zu verkaufen, zu benachteiligen. Die Gesellschaft hat in kürzester Zeit die beiden ersten Schwierigkeiten aus dem Wege geschafft und ist dann sofort an die Arbeit gegangen. Sie hat sich auf den Standpunkt gestellt, daß mit dem Abkauf von Wein und Branntwein einer möglichst großen Anzahl von Produzenten geholfen werden soll. Man hat mit dem Abkauf von Wein in Westserbien, Dalmatien und in Kroatisch-Za-gorje, wo die Not und der Andrang zum Markt am größten war, begonnen, und ging dann nach Slowenien und in die Woj wodina über. Der Abkauf von Branntwein wurde nur in Westserbien durchgeführt, weil in den übrigen Staatsgebieten die Preise infolge einer geringeren Pflaumenernte etwas besser waren. Um möglichst viele Produzenten zum Verkauf ihrer Ware heranzuziehen, wurde einerseits das Prinzip aufgestellt, daß ein Produzent nur bis zu 1000 Liter Wein und bis zu 300 Liter Branntwein liefern dürfe, andererseits aber wurden Gemeindeausschüsse gebildet, welchen die Aufgabe zufiel, dafür zu sorgqp, daß in erster Linie die ärmsten und bedürftigsten Produzenten ihre Ware verkauften, und zu diesem Zwecke besondere Listen der Produzenten ihrer Gemeinden anzulegen. Diese Organisation hat fast überall tadellos gewirkt. Noch ein Prinzip wurde beim Abkauf von Wein durchgeführt: Ueberall wurden zunächst die schlechter. Qualitäten abgekauft. Man hat damit dem Andrang der schlechteren Qualitäten auf den Weinmarkt Einhalt geboten und somit den besseren Qualitäten zu erhöhten Preisen verholten. Man hat bemerkt, daß sich nach den Interventionsankäufen seitens der Prizad sowohl die Wein, als auch die Branntweinpreise etwas erholten. Auf diese Weise hat die Prizad 231 Waggons Wein im Werte von 8,763.462 Dinar und 130 Waggons Branntwein im Werte von 5,649.102 Din angekauft, insgesamt also 401 Waggon im Gesamtwert von über 14,4 Millionen Dinar. Hiemit wurde es vielen Tausenden von Produzenten ermöglicht, sich die notwendigsten Lebensmittel zu beschaffen. Anderer seits aber wirkten diese Interventionskäu fe auch wohltuend auf die Preise der beiden Artikel. Die Prizad hat sich auch gelegentlich dieser ersten Kraftprobe einen technischen Apparat geschaffen, der ihr künftighin bei ähnlichen Unternehmungen zugute kommen wird. Wie wir hören, wird die Prizad in čačak (in Serbien) eine große Zisterne für 600 Waggons Branntwein erbauen, in verschiedenen an deren Gegenden aber auch große Magazine. Damit wird die Kapazität des Ab- kaufes bedeutend erhöht werden u. wird die Intervention künftighin noch erfolgreicher durchgeführt werden können. Es wäre nur zu wünschen, daß die Prizad insbesondere auch unseren armen Weingebieten in den Slovenske gorice und in den Haloze ihr Augenmerk widmen und die Erbauung von genossenschaftlichen Großkellereien sowie die Produktion vor typisierten Wernen fördere. Dann wird auch Slowenien der Prizad Dank zu zollen wissen. S. Börsenberichte Ljubljana, 8. d. Devisen: London 174.03—177,23 (im freien Verkehr 215.23—218.43), Newyork 4425—4485 (5480—5520), Zürich 1008.06—1018.06 (1245.70_1255.70); deutsche Clearingschecks 14.70—14.90. Zagreb, 7. Aug. — Staats werte: 2Vi% Kriegsschaden 0—442, 4% Nord-agrar 50.50—0, 6% Begluk 76.50—0, 6a/n' dalmat. Agrar 70—71.50, 6% Forstobligationen 0—71, 7% Investitionsanleihe 96—0 7% Seligman 100—0, 7%, Blair 93—0, 8% Blair 97—99.50; Priv: Agrarbank 0-195. X Die Umrechnungskurse für August. Das Finanzministerium hat für den Monat August nachstehende Umrechnungskurse für ausländische Zahlungsmittel festgesetzt: Napoleondor 350, türkisches Goldpfund 398.30, englisches Pfund 212, amerikanischer Dollar 55, kanadischer Dollar 54, Reichsmark 14.80, Belga, Helga 8.70, Pengö 8.65, brasilianischer Milreis 2.95, ägyptisches Papierpfund 211, palästinensischer Pfund 210, argentinischer Peso 12.65, chilenischer Peso 1.25, uruguayscher Peso 18.60, türkisches Papierpfund 34, 100 französische Franken 100, 100 schweizerische Franken 1251, 100 Lire 228.80, 100 Gulden 2700, 100 Lewa 45, 100 Lei 28.50, 100 Drachmen 40, 100 dänische Kronen 720, 100 schwedische Kronen 1325, 100 norwegische Kronen 840, 100 Peseta 512, 100 Tsche-chokronen 150.50, 100 finnische Mark 106, 100 Lat 690 und 100 iranische Rial 100 Dinar. X Die Besitzer von Motoren werden darauf aufmerksam gemacht, d'aß nach der Verordnung über die Einschränkung der Treibstoffe binnen sechs Monaten, demnach bis 1. September d. J„ die Motoren auf den Betrieb mit heimischen Treibstoffen umzustellen bzw. entsprechend umzuändern sind. Für Zuwiderhandelnde sind Geldstrafen bis zu einer halben Million Dinar vorgesehen. -X Maximalpreise für Weizenmehl. Da Preiskontrollamt hat nach, einer Beograds Meldung die Ba-natsverwaltungen ermäc -tigt, die Preise für einige Mehlproduk^ bis zur Standardisierung, des Mehls ^ genen Wirkungskreis festzusetzen. . nach werden die Höchstpreise für Weizen- mehl Nr. 2 in der Weise genommen, daß zum Ankaufspreis für Weizen 90 Din. pro Meterzentner zugeschlagen werde > bei Weizenmehl Nr. 5 ein Zuschlag v° 60 und bei Nr. 7 ein solcher von 10 Dinä • Bei Futtermehl werden vom Weizenpre' 80 und oei Kleie 100 Dinar pro Meterzen -ner abgeschlagen. X Hinsichtlich der deutschen Clearing mark werden die Exporteure von der De visendirektion der Nationalbank dara aufmerksam gemacht, daß die Clearing Schecks binnen 15 Tagen nach der AU Stellung realisiert werden müssen, ^^n der Scheck in dieser Zeit im Privatverke auf der Börse nicht verkauft wird, kan er nun von der Nationalbank angekau werden. Desgleichen haben die GeldinSU' tute über ihre Markforderungen gegenlM der Nationalbank spätestens in 15 Taga zu disponieren, da .sonst die Nationalban ’ wenn festgestellt werden sollte, daß dt Markforderung. ih der festgesetzten F(l? nicht realisiert wird, die Forderung auf' Spott Internationales Tennisturnier in Bleö In Bled, unserem mondänsten Kurort, beginnt heute das. 16. internationale Tennisturnier, das heuer gemeinsam von der »Ilirija« aus Ljubljana sowie vom Beo-grader Tennisklub BTK in Szene gesetzt wird. Angesichts der gegenwärtigen Verhältnisse verspricht das diesjährige Tennisturnier in Bled nicht nur das größte inländische, sondern zugleich eines der groß ten internationalen Tennisturniere zu werden. Den Ehrenschutz über das Turnier, das am 11. d. abgeschlossen wird, hat Ihre Majestät Königin Maria über-nommefL Im Präsidium des Ehrenkomitees befinden sich Ministerpräsident Dragiša Cvetkovi č, Unterrichtsminister Dr. Anton Korošec, Justizminister Dr. Laza M a r k o v i č, Außenminister Dr. Alexander C i n c a r-M a rk o v i č, Bautenminister Dr. Miha Krek und Minister für Körperertüchtigung Dušan Pan-t i č, ferner Vizebanus Dr. Stanko Majcen, Dr. Stanko L a p a. j n e, Ingenieur Stanko B 1 o u d e k, Alexander Molnar, Anton Vovk und Dr. Zvonimir J a n e -Ž i č. In der Turnierleitung haben die Präsidialfunktion übernommen Hofmar-schall Boško čola k-A n t i d, Banns Dr. Marko Natlačen, der Präsident des Slowenischen Tennisverbandes Radovan š e p e c und der Bürgermeister von Bled Dr. Janko Benedik. Turnierleiter sind Sava Grujič, der Präsident des Serbischen Tennisverbandes, und Dr. Egon Smerdu, Oberschiedsrichter Dr. Miron B 1 e! wei ß-T r s t e n i š k i, ■ Dr. Voja Jovanovič und Stanislav K u -manudi. Teilnahmsberechtigt sind Amateure jeder Nationalität. Der Minister für Körperertüchtigung Pantič, Hofmarschall Čolak-Antič sowie das Hotel »Toplice« u. das »Park-Hotel« haben außer den übrigen Preisen noch besondere Wanderpreise ausgesetzt. Ausgeschrieben sind Singlekonkurrenzen für Herren, Damen, Herren B, Junioren und Badegäste sowie Double für Herren und gemischte Paare. Rennfporttiche Premiere auf der Bachernftraße Sonntag nachmittags wird die neue Ba-chernstraße, die vorigen Sonntag in so feierlicher Weise ihrer Bestimmung übergeben worden ist, ihre rennsportliche Premiere erleben. Als Akteure dieses bisher größten Bergrennens treten die bekanntesten Rennkanonen Jugoslawiens auf, allen voran unsere internationale Matadore der Rennbahn Starič, šiška, Leutnant G 1 e b o v, J u r č i č, U r o i č, š o -štark o, Breznik, V u j o v i č, Likar u a., zu denen sich nach Jahr und Tag auch die Autorennfahrer gesellen wer den. Der Start erfolgt um 14.30 Uhr beim Gasthofe Lebe in Reka, während sich das Ziel in Sv. Areh (Ruška koča) befindet. Das Rennen geht somit über die ganzen 15 Kilometer der neuen Höhenstraße. Das letzte Training aller Teilnehmer fin det Samstag zwischen 14 und 15 Uhr statt. Außer den heimischen Rennfahrern sind bereits die Zagreber Repräsentanten eingetroffen, während1 im Laufe des heutigen Tages die übrigen Wettbewerber aus Ljubljana, Beograd, Novo mesto, Celje, Varaždin usw. erwartet werden. Während des Rennens und zwar ab 14 Uhr bleibt die Straße für jeden Verkehr geschlossen. Die Wiedereröffnung der Straße wird durch einen Kraftwagen mit der Aufschrift »Cesta odprta« bekanntgegeben. Alle Privatfahrer mögen sich somit vor 14 Uhr am Bachern befinden. Angesichts des außerordentlichen Interesses, das sich überall bemerkbar macht, kann man schon heute mit einer Rekordteilnahme rechnen, sodaß kaufen und dem Geldinstiut die entsprechende Dinarsumme anweisen wird. X Die Ljubljanaer Herbstmesse wird auf jeden Fäll abgehalten werden, u. zwaf vom 31. d. bis 9. September. Die auswärtigen Besucher genießen den üblichen ha ' ben Preis auf der Bahn. 'X Ausgleich: Josef L a u r i č, Kauf' mann in Vransko, Anmeldungsfrist bis a" Tagsatzung am 10. September um 10 v*1 beim dortigen Bezirksgericht. sich das Rennen zugleich zu einer wirkungsvollen Manifestation des jugoslawischen Kraftfahrsports gestalten wird. : SK. Rapid. Freitag 20 Uhr Spielersitzung im Cafe »Rotovž«. Erscheinen aller Pflicht! Die Sektionsleitung. : Der Tenniskampf »Maribor«—»železničar«, der für heute angesetzt war, mußte wegen des Turniers in Bled auf ein611 späteren Zeitpunkt vertagt werden. : Im großen Schwimmkampf »JuS^ »Ilirija« gingen die Dubrovniker Schwimmer und Schwimmerinnen mit 55:54 sieg reich hervor, trotzdem behielt »Ilirija« d Führung in der Tabelle. Im Wasserba_ siegte »Jug« mit 8:2. Im Rahmen d Veranstaltung schlug die zweite Garm der »Ilirija« die Vertreter des »GradM-ski« aus Karlovac mit 26:18. : Einen neuen jugoslawisch. Schwimm rekord stellte in Beograd Severin Vije ^ über 400 Meter Brust auf, die er in " durchschwamm und damit um 14 $e . den den alten Staatsrekord des Zagreb? Dvorak verbesserte. : Punčec will nach Amerika. Pun?.e^ der zurzeit eine Spielreise durch Jug°s.^ wien absolviert, beabsichtigt noch *-heurigen Sommer gemeinsam mit Palla eine Amerikatournee zu unternehmen. : Der Frauen-Tenniskampf Deutschland 4:1 el —Italien in Rimini schloß mit einem Sieg Deutschlands. Lediglich das mußten die deutschen Vertreterinnen a geben. : Im Boxkampf Deutschland — Slowa kei, der in Klagenfurt vor sich gm&j siegte die deutsche Boxermannschaft 16:0. : Begeisterter Empfang der russischen Fußballer in Sofia. Ganz Sofia steht ter dem Eindruck des feierlichen Emp a ges der russischen Fußballauswahlma schaff, die Dienstag am Flugplatz in fia mit einem Sonderflugzeug eing ngetroffen war. Die russischen Spieler, die sich 1,1 Begleitung ihres Managers, Trainers u Arztes befinden, wurden durch ein ac unübersehbares Spalier in die Haupts geleitet. Die Automobile konnten schwer durch die Menschenmenge Weg bahnen, auf dem sie mit Blumen u»1“ kleinen Fähnchen förmlich Überschuß sich nur ihren und Sonn- kleinen Fähnchen förmlich wurden. Die Russen absolvieren am tag ihren ersten Kampf gegen die » vija«. Die Arbeiten der WaffensflUslandskommission beitsvv"'1August (UTA)- Veber die Ar-deut, 5lse und Zusammensetzung der AVieie artilleristische Vorbereitung dCrn der efsten Woche des Juni, schreibt das ainerikanische Journalist, beschloß tala G^sc*le Oberkommando, einen Fron uuf den Rheinabschnitt der fran men Befestigungslinie zu unterneh-deim J^‘ne Woche lang unterhielt die Leso' d 6 ^VHIerie ein einheitliches, nicht Lini ,rs scbweres Feuer auf der ganzen Sanz •^*eses Abschnittes. Schnell und W geheimen wurden die Hügel und Sch,tGr Um Breilach mit deutschen Ge- ,rzen gespickt. feuhram am Vormittag des 15. Juni, E^br Nebel die Werke der mäch styg einander gegenüberliegenden Fe-Schen r ^Lüllte, begannen die deutsche Ocsehütze plötzlich die französi-Iriert* "ker unter mitleidslos konzen-w«hrpS Feuer zu nehmen. Die Panzerab-sich ^Uaten hatten, ehe die Franzosen könnt V°n ihrer Ueberraschung erholen eher j n’ ?ul allen Seiten handgroße Lö-q n d*e Türme gerissen, daß .®u zwanzig Minuten später, ohne ’ichke'f8 Franzosen überhaupt die Mög-zu er.* a^en, ein wirksames Gegenfeuer fran .. .nen, schwieg die erste Linie der ren °S!schen Bunker, ihre Geschütze wa Lorts ersi°rt und die starken Wände der SatKj ^aren nichts weiter als grauer Kies siänd' s iunere der Bunker war voll-lern'g sichtbar geworden. Und die stäh-ats s . UPPeln erweckten den Eindruck, heuer16n S‘e von den kühnen eines Unge. den s angenagt ur ’urchlöchert wor- Schnellboote über den Rhein grifft degann der zweite Teil des An- schos: Aus gut verdeckten kleinen Häfen dieser Stelle zweihundert Meter brei- an an C|Sjaen deutsche Schnellboote über den iCll Rh, . terist . icdem befanden sich Infan-etl> die innerhalb von 14 Sekunden dort 38 ^anzösische Ufer gebracht und fanter^US^eladen wurden. Und diese In-zösjg !sten stürmten nun die zweite fran-des e Bunkerlinie unter dem Schleier ^ °rgelegten deutsch, Artilleriefeuers. großg3nRauch der Angriff in nicht sehr Breite vorgetragen wurde, sie be- tru 3meter, lom»*- ns sieben bis achthundert Ki- ser i.. ■ so trieb er doch innerhalb die-den UCf ades vor sich her. Bunker wur. gl6jc,au gerissen, Städte dem Erdboden zentrie?1130114' ^'e Sanze Burie des kon-'Vorden 60 ®*’*zLrieges war entfesselt Vollständiger Einbruch Dann wurden Verstärkungen herangebracht, Geschütze und Mannschaften, aber keine Tanks. Und auch die Luftwaffe griff in diesen Kampf kaum ein. Die Infanterie wurde auf Kähnen und Ponton brücken über den Rhein geschafft. Innerhalb von vier Tagen war der Einbruch ein vollständiger. Wie die Nadelspitze einer großen Spritze bohrte er sich in das Gefüge der französischen Festungslinien. Als die Lücke ungefähr 15 bis 16 Kilometer tief war, begannen die Deutschen Truppenmassen durch die so geschaffene Röhre zu werfen. Eine Kolonne bewegte sich in südlicher Richtung nach Beifort, eine zweite nordwärts nach Straßburg,, das beinahe ohne einen Schuß eingenom men wurde. Von diesen Kolonnen sonderten sich Abteilungen ab, die sich wieder der Maginotlinie zuwendeten, um die übriggebliebenen Bunker vom Rücken her zu nehmen. In ungefähr acht Tagen war die Eroberung der Maginotlinie beendet. Revolutionäre Kriegführun g Einer der wichtigsten Faktoren in diesem Kampfe gegen die Maginotlinie war die psychologische Einstellung der sich gegenüberstehenden Truppen. Die Franzosen waren als Verteidigungstruppen ausgebildet worden. Sie erachteten es als ihre Aufgabe, den Bunker zu verteidigen. Käme, was da wolle, die Hölle oder Hoch wasser — sie würden in ihren Bunkern verbleiben. Die Deutschen sind dagegen für den Bewegungskrieg, für den Angriff ausgebildet. Für sie bedeuten die Bunker nichts weiter als zeitweilige Zufluchtsorte, in die man sich solange begibt, solange man unter schwerstem Feuer steht u. die eigene Artillerie noch nicht mit wirksamem Gegenfeuer antwortet, unter dessen» Schutz sie zum Angriff schreiten kön nen. Dieser Kampf war ein Wettbewerb zwischen alter, bewährter Kriegführung und neuer, revolutionärer. Die Maginotlinie ist das Symbol für die neue Art von Kriegführung gewesen. Der Bewegungskrieg und die fabelhaft konstruierten und schießenden Geschütze gewannen den Kampf. Schicksale öer Wagnerkinder Die musikalische Vererbung wirkte in ih. rem Leben fort In Bayreuth starb dieser Tage die älteste Tochter von Frau Cosima Wagner, Daniela Thode. Die Nachricht vom Tode der ältesten Tochter Cosima Wagners aus erster Ehe, Daniela Thode, geborene von Bülow, erinnert wieder an die Schicksale der Kinder des großen Meisters, die zum Teil der Ehe Cosimas mit dem geistvollen Musiker Hans von Bülow entsprossen sind, zum Teil der zweiten Ehe mit Richard Drosselung der englischen Ernährungslage Ernährungslage Die % loh len geben den Ausfall in der Onfubr von hbensntimn m /ährend England ver-ündet, daß es Europa >lockieren will, ist es In Wirklichkeit zum erstenmal in seiner Geschichte von jedem Handel mit dem europäischen Kontinent fast ganz abgeschnitten. Was das allein auf dem Gebiete der Ernährung bedeutet, geht aus obenstehender Karte hervor, die nach dem neuesten Stand der Dinge kundtut, daß England etwa die Hälfte seiner Buttereinfuhr, drei Viertel seiner Einfuhr an Kondenzmilch, Schinken und Eier und fast seine gesamte Gemüse-Einfuhr verloren hat. Was das heißt, kann man sich klarmachen, wenn man bedenkt, daß im Weltkrieg, angesichts einer mangelnden Vorbereitung, Deutschland in Ernährungsschwierig- keiten kam, trotzdem ihm nur etwa 10 bis 20 Prozent seiner Ernährung fehlten. Wagner. Daniela, die älteste der Bütow-töchter, ist von Cosima mit diesem Namen bedacht worden in Erinnerung an ihre Mutter, die Gräfin Marie d’Agoutt, Liszt’s Geliebte, deren Schrittst ellerpseu-donym »Daniel Stern« lautete. Daniela v. Bülow wurde 1860 geboren und später in Wagners Hause mit den anderen Kindern erzogen. Sie verheiratete sich mit dem Kunstgelehrten und Wagner-Anhänger Henry Thode, der zeitweilig auch Direktor des Städtischen Instituts in Frankfurt a. M. war. Er trat lebhaft für Wagner ein und hat zahlreiche wertvolle Kunststudien veröffentlicht. Daniela aber hat sich später von ihm scheiden lassen. Die Thodesche Villa am Gardasee erlang te nach dem Weltkrieg Berühmtheit als luxuriöser Sitz des italienischen Dichters D’Annunzio, des »Herzogs von Montene-voso«, der dort patriotische Erinnerungsstücke aufstellte. Die Villa wurde nach seinem Tode zu einem italienischen Nationalheiligtum erklärt. Das nächste Kind Cosimas, Blandine von Bülow, die einen Grafen Gravina hei ratete, setzte in ihrem Sohn, der als Dirigent bekannt geworden ist, die musikalische Linie der vereinigten Häuser Liszt-Bülow-Wagner ihrerseits fort. Auch die folgende Tochter, Isolde, heiratete den Kapellmeister Beidler, der mit dem Bay-reuther Werk eng verbunden blieb. Die jüngsten Kinder, Eva und der einzige Sohn Siegfried, sind beide schon als Wagnerkinder geboren. Eva Wagner war mit Houston Chamberlain, dem begeisterten Wahldeutschen, verheiratet. Das Werk Siegfried Wagners, das er neben seinem treuen Dienst an Bayreuth schuf, den jetzt seine Frau Winifred Wagner fortsetzt, ist im deutschen Volk in seiner anspruchslosen volkstümlichen Art bekannt und beliebt geworden. Der Tod setzte 1930 dem Wirken Siegfried Wagners ein Ende. Daniela Thode, als älteste, hat also noch das jüngste der Kinder Cosimas, Siegfried Wagner, um zehn Jahre überlebt. Verdunkelte Chrysanthemen blühen früher Interessante Pflanzenzüchtungsversuche in Florenz. In den letzten Monaten sind in-Ü teressante Versuche mit Chrysanthemen in Florenz durchgeführt worden. Wir nehmen meist an, daß das Licht das Wachstum und die Entwicklung von Pflanzen fördert und daß eine Erhöhung der Lichtstunden auch eine Beschleunigung der Entfaltung bedeutet. Das ist auch die Regel für Pflanzen und besonders für Blumen, die in lichtstarken Jahreszeiten ihre Hochentwicklung haben. Dagegen hat das Licht bei Pflanzen, die normaler Weise in einer lichtarmen Jahreszeit blühen, eine geradezu verzögernde Wirkung, Dies hat sich neuerdings ganz besonders bei den Chrysanthemen gezeigt, die normalerweise im Herbst blühen. Prof es- sor Morettini von der landwirtscnaitltcnen Fakultät in Florenz hat in dieser Richtung interessante Experimente angesteüt. Deckt man die Chrysanthemen nämlich während der Lichtzeit des Sommers, für bestimmte Stunden oder ganz, durch eine Reihe von Tagen — zu meist wurden 20 Tage gewählt — so blühen sie infolge dieses »künstlichen Herbstes« fünfzehn bis 20 Tage früher, als ohne die Verdunklung, was für den Blumenmarkt den Vorteil eines Seltenheitswertes bedeuten kann. Umgekehrt werden natürlich Blumen, die im Sommer, also in lichtstarken Monaten. — blühen, durch eine unzeitgemäße Verdunk lung in ihrem Wachstum verzögert, wie dies ohne weiteres einleuchtet. Die künstliche Lichtentziehung ist sowohl im Topf wie im Freiland durch Bast-matten, schwarze Leinwand oder dergleichen leicht herzustellen. Je nach der Dauer der Verdunklung läßt sich die Entwicklung der Chrysanthemen genau regeln. -— Prächtige Blüten erscheinen bereits z. B. bei Pflanzen, die vom 23. August bis 11. September verdunkelt blieben, während ihre Gefährten von der gleichen Sorte, die das Licht ungehindert bestrahlte, kaum erst Knospen zeigen. Es hat sich erwiesen, daß der August die günstigsten Voraussetzungen für eine beschleunigte Entwicklung enthält. Das Phänomen ist bisher noch nicht völlig geklärt. Daß wir zur Schonung der Pflanzen, damit sie sich nicht zu sehr verausgaben oder »totblühen«, sie nach der Blüte in den dunklen Keller stellen, auf daß sie im nächsten Jahr wiederum kräftig blühen, weiß jeder Blumenfreund. Aber die lichtscheuen Pflanzen der kurzlichti-gen Jahreszeit werden ja umgekehrt gerade vom Dunkel zum Blühen angeregt, so daß das Phänomen sich in keiner Weise mit den gewöhnlichen Erfahrungen deckt. b. Zdravje. Nr. 5—6. Populär-medizinische Beiträge über Lebemsmittelkontrolle, Hormone und Aehnliches. b. Planinski vestnik. Nr. 7—8. Soeben ist die Sommerdoppelnummer der Bergsteigerzeitung »Planinski vestnik« erschie nen. Die meisten Beiträge berichten über Bergfahrten in das Durmitorgebiet, die im heurigen Winter von der Akademischen Sektion des Slowenischen Alpenvereines zum ersten Male in dieser Jahreszeit unternommen wurden. Die Mitglieder der Expedition P a d e r š i č Cene, Malovrh Cene, Dolar Daro Kopač Vlasto schildern die winterliche Erstbesteigung der wenig bekannten Durmotorberge und zeigen uns an Hand mannigfaltiger Lichtbilder die Pracht dieser romantischen Bergwelt auf. Anschließend folgt ein aufschlußreicher Bericht über den Kletterkurs im Durmitorgebirge (von Ing. A v-čin France). Dr. Marij Ahčin widmet unter dem Titel »Prijatelj z Lovčena« (Der Freund vom Lovčen) einige Zeilen dem Andenken eines verlorenen Hündchens. Ing. Richard Sever erzählt über die Mlinarica, Pavel Kunaver aber gibt den Studenten-Alpinisten einige Ratschlä. ge für die Ferien. Zum Abschluß bringt die Zeitschrift eine Uebersicht über die Tätigkeit des Slowenischen Alpenvereins mit aufschlußreichem statistischen Material, aus dem unter anderem zu entnehmen ist, daß der Slowenische Alpenverein gegenwärtig 8151 Mitglieder zählt (7862 im Vorjahre). b. L’Europa sud-orientale. Einzige Zeit schrift zur Förderung wirtschaftlicher, touristischer und kultureller Beziehungen zwischen Italien und den südosteuropäischen Ländern. Jahrgang I, Nummer 2. Die letzte Nummer dieser neuen italienischen Monatsschrift bringt einige interessante Beiträge, die auch in Jugoslawien von Interesse sein werden. An einleitender Stelle ist ein Artikel Umberto Urbanis über die Kulturmission Jugoslawiens in der Auffassung des italienischen Kultusministers Giuseppe Bottai. Außerdem werden in einem mit »Mundus« unterschriebenen Artikel die Länder Südosteuropas (Jugoslawien und Rumänien) den italienschen Lesern vorgestellt. Ein reichlich illustrierter Beitrag desselben »Mundus« berichtet über Beßarabien und die Bukowina. Interessant ist auch ein Bericht Uber die Erklärungen des Ministers Dr. Anton Korošec über die italienisch-jugoslawischen Beziehungen. »Jugoslawiens Viehhandel« ist der Titel eines informativen Artikels von Giuseppe Cossut-ta. Außerdem werden auch andere Länder dieses Raumes und ihre wichtigsten Probleme einer genauen Schilderung unterzogen. Die Zeitschrift, die reich illustriert ist, wird' bei uns sicherlich interessierte Leser finden. I 1 Schöner Grund, zirka 1500 nn, womöglich ein Stück Wald dabei, wird in der Gegend zwischen Pekre und Bistrica sofort zu kaufen gesucht- Anträge sind zu richten an die Verwaltung des Blattes unter »Barzahler--. 6344-2 ZV vewmku Schöne, sonnige Dreizimmerwohnung mit allem Komfort in Neubau zu vergeben. Adr. Verw. 6302-5 Ein- und Zweizimmerwohnungen zu vermieten. Smetanova ul. 54, Gasthaus. 6342-5 Sonniges Zimmer, separ. Eingang, Parknähe, an besseren Herrn zu vermieten. Maistrova ul. 14, Tür 7. 6345-5 Hütet Siwija - Ars Schönste Lage am Meeressirand — BALKONZIMMER Komplets® Pension Din 70-85 inklusive aller Taxen Steifen Chauffeur für Lastwagen, welcher zugleich auch Schlos ser ist, sofort gesucht. 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Mich fragte einmal jemand: »Was waren denn ihre schlimmsten Erlebnisse in Lateinamerika?« Und der Mann machte ein ganz verdutztes Gesicht, als ich ihm sagte: »Nun, das waren die Mosquitos, die Sandflöhe, die Ameisen, das ganze Zeckengeschmeiß! Von der Hitze gar nicht zu reden!« Davon kann man sich keine Vorstellung machen, was diese Insekten einem zu schaffen machen. »Keine Ruh bei Tag und Nacht« — an dies Liedchen habe ich oft denken müssen. Da hilft nichts gegen und auf die Dauer ergibt man sich und pullt sich jeden Abend die winzigen Tierchen unter den Zehen mit seinem Messer weg, sonst kann man was erleben. Mancher ist schon an solchen Tierchen zu Grande gegangen, die böse, eitrige Wunden verursachen. Man erlebt ja so mancherlei draußen, bis man sich an das Fremdartige gewöhnt, sich in das andere Denken eingelebt hat, dann kommt einem nichts mehr absonderlich vor, dann erscheint es einem selbstverständlich. Wie z. B. die Indios, die Überbleibsel der einstigen stolzen Krieger eines Montezuma in Mexiko denken, erlebte ich kurz nach meiner Ankunft in Mexiko City. Da sah ich eines Morgens eine India auf der Straße hocken, die nach Urväterart in einer hölzernen Schüssel mit einem schön geschnitzten Stabe, den sie zwischen ihren Fingern quirlte, die wohlschmeckende, mit Zimt gewürzte Schokoladencreme schla- gen. Der Geruch machte mir Appetit. Ich blieb vor ihr stehen und gab meine Absicht kund. Die tüchtige India fragte mich: »Wünscht der Senor es mit — oder ohne Ringe?« — »Was ist denn der Unterschied? fragte ich zurück. Du scheinst aber dumm zu sein, las ich in ihren Augen, als sie antwortete: »Mit Ringen kostet fünf Centavos — ohne Ringe drei!« »Na, dann in Gottes Namen mit Ringen!« sagte ich erwartungsvoll. Da entnahm sie einer, in den Röcken verborgenen Tasche einige glitzernde Ringe mit falschen Steinen, zog sie über die dicken, braunen Finger und1 quirlte weiter, wobei diesmal die Steine in der* Sonne blitzten. Das war alles. Schäumend lief die Schokolade über den Gefäßrand. Ich trank sie, es war die nämliche Schokolade, ob ich sie mit oder ohne Ringe getrunken hätte. Aber, da ich ja mit Ringen bestellt hatte, war ich sogleich in ihrem Ansehen gestiegen, war dadurch ein wohlgebildeter »aristocrato«, ein Caballero geworden. Später zog ich hinauf nach Chapala, der Sommerfrische reicher Mexikaner. Da hatte ich die Gewohnheit, mir jeden Morgen, wenn ich spazieren ging, bei einer India, die ihren Früchtestand an einer Ecke der Plaza hatte, jeweils fünf Orangen zu kaufen. Eines Tages wollte ich den ganzen Vorrat, einen Korb mit vielleicht sechzig Orangen kaufen, weil ich zum Abend einige Gäste erwartete, um ihnen daraus Erfrischungsgetränke zu brauen. Als ich meiner India diesen Wunsch äußerte, blickte sie mich zuerst fassungslos, dann steigernd vorwurfsvoll und endlich streng an. »Senor! Hier sind Ihre fünf Orangen. Ich nehme jedesmal die fünf besten für Sie!« »Ich weiß, ich weiß, aber diesmal brauche ich den ganzen Vorrat!« Da erhob sie sich, wie eine zornige Henne, wenn man den Küchlein zu nahe kommt, raschelte mit ihren weißen Röcken und fuhr mich an: »Das geht nicht, Senor, was denken Sie wohl, was ich den ganzen Tag hier machen soll, ohne Orangen verkaufen zu können?« Mir blieb nicht anderes übrig, als ergeben abzuziehen. In Chapala hatte ich noch ein Erlebnis, das mexikanisches Denken gut beleuchtet. In der Nähe meiner Wohnung stand tagaus, tagein ein einarmiger Bettler, ein Lepero. Der Name Lepero kommt von der mexikanischen Lepra, dem Aussatz, womit diese Elendsgestalten meist behaftet sind. Jeden Morgen, wenn ich vorüberging, warf ich fünf Centavos in seinen abgegriffenen Lombrero, den Schattenspender, wie man bekanntlich diese weitrandigen Hüte nennt. Der Mann war dreckig-speckig, aber ein gutmütiger und witziger Bursche. Nun geschah es, daß ich für einen Monat eine Fahrt nach Oaxaca im Innern unternahm. Als ich wieder zurückkam, strahlten die Augen meines Bettlers vor Freude u. die Namer) aller Heiligen dieses Landes, das sind nicht wenige, wurden zu meinem Preis herbeigerufen. Wie üblich, warf ich wieder fünf Centavos in den Hut. Da aber nahm der Mann das Geld1 wie- der heraus, schaute mich unendlich y°' wurfsvoll an, reichte mir das Geldstu zurück und sprach mit feierlicher Oehe zeugung: »No, Sennor! Sie schulden m einen Peso und 85 Centavos!« Er hatte die Tage meiner Abwesend genau Buch geführt. Dieser Logik ve^ mochte ich nicht zu widerstehen. Ich za te, aber wenn ich heute wieder nach Ch palo käme, und der Mann stände n°c an seiner Ecke, er würde mir eine R?c nung vorzeigen, die ein Vermögen au machte. Zum Schluß ein Erlebnis auf der Eise -bahn. Ich muß allerdings dazu sagen, cD es jetzt über zehn Jahre her ist, da ich dort war, und seitdem sich manC.,-änderte. Ich fahre von Mexiko nach ' racruz. Ich wußte noch nicht, daß d Zugspersonal der National-Eisenbahu nach Stunden bezahlt wurde. Auf Fahrt habe ich es erst erfahren. Da natürlich jeder Zugführer ein Interes® daran, mit möglichst großen Verpätung anzukommen. In Cholula fragte ich a Schaffner, wann wir ungefähr in P'u^ ankämen. »Gegen neun Uhr abends, nor!« Da flatterte auf irgendeiner Sta > die Nachricht in den Zug, daß m puebla um fünf Uhr eine »Corrida de Torres > ein Stierkampf, stattfinden wird, kurz vor fünf Uhr waren wir ^hon Puebla. Diesmal hatte ich Glück. Es ' te ja auch sein können, daß in Oho ein Stierkampf oder ein sonstiges ^ gefeiert worden wäre. Dann hätte Zug so lange warten müssen, bis Zugs rer, Schaffner, Personal vom Festplatz ^ rückgekommen wären. Ja, Zeit hat ffl viel da unten, und Manana, morgen, ! das meistgebrauchte Wort. Chefredakteur und für die Redaktion verantwortlich: UDO KASPER. — Druck der „Mariborska tiskarna“ in Maribor. — Pur den Herausgeber und den Druck verantwortlich Direktor STANKO DETELA, — Beide wohnhaft in Maribor,