H^03.__________________Samstag, 7. Mai 1887. 1tt6. Jahrgang. Macher Zeitung. Nan,M"""l°nsPrtls: Mit Poslversendun«: ganzjährig fi, 15, halbMrig fl. ?.K0. Im Eomptoir: , "^'» sl li, halbjährig hm,,,"^dienstkleuz mit der Krone allergnädigst zn 'W geruht. ^lllni 3 3lnanzmin,ster hat dem Lottoamtsverwalter in /.stiehl in Trieft die angesuchte Uebersetznng M.? E'a.e"schaft zum Lotto-Amte in Prag be- Nichtamtlicher Theil. Verhandlungen des Neichsrathes. ,lh ^'") muss auf einen Gedanken zurückkommen, den ^ii?! ,'uehrmals in diesem hohen Hanse, auch in Hz isl früheren Stellung, zn entwickeln versucht habe. !^!Kj' ^"'^ einmal Oesterreich kein nationaler Staat, 'st. dn ' "^^-) ^Db das nun gut, ob das erwünscht be» z?"ber ist nicht zu streiten. Ich bitte, nachsichtig ">c»i sAleich aufzunehmen: was hilft es denn, wenn ^ V? drüber beklagen würde, dass der Herrgott kil,h s enschen keine Flügel gegeben? Wir haben sie l>n„ "lcht. Wir sind ein Staat, der nicht eine Na-^>'ei! ^uographischen Sinne, sundern mehrere Na-üetvis, "lnfasst. Gewiss ist dieser Umstand der Grund b^ ' . ^eibungen, gewisser Gegensätze, bald heftigerer, Ü,^ derer Natur. Aber nach dem Aussprnche des ^e ii "ttczarischen Königs Stefan ist diese Thatsache ^Hache der Kraft. Es ist ein Satz der deutschen und, wie ich glaube, ein ganz rich- tiger, dass die Kraft nicht in der Einförmigkeit, sondern in der Mannigfaltigkeit liegt, weil die Verschiedenartigkeit der Temperamente, der Fähigkeiten in administrativer, militärischer und ökonomischer Beziehung eben ein Element der Kraft sein kann unter der Bedingung, dass nie ein Theil das Ganze vergisst, dass sich nie ein Theil über das Ganze seht. (Bravo! Sehr gut! rechts.) Wenn nun einige Herren von der geehrten Opposition — nicht alle — wahrscheinlich erwärmt durch die Temperatur der Discussion, die Worte gebraucht haben, dass die Opposition schutzlos preisgegeben sei, so weiß ich nicht, was darunter gemeint wird, aber ich erinnere mich ganz genau — ich habe nicht Zeit gehabt, nachzusuchen — dass, als ich die Ehre hatte, auf den Bänken der Rechten als Mitglied der Opposition zu sitzen, zwar nicht von dem Club, dem ich angehört habe, aber von anderer Seite ganz dieselben Worte auch gegen die damalige Negieruug gebraucht wurdeu. Ich bitte also auch dies gegenseitig zu compeusieren. Ich glaube auch uicht, dass solche allgemein gehaltene Beschwerden wie «Schutzlosigkeit» uud «Preisgrbuug». wenn auch vielleicht nicht absichtlich, so doch thatsächlich etwas anderes, als ein Agi-tatiousmittel bedeuten können. Ein verehrter Herr Abgeordneter hat gesagt, die Negierung habe gar nichts gemacht, gar nichts Bedeutendes durchgeführt. Bei der genauen Kenntnis der Verhältnisse, die ihm niemand bestrcitet. hat er sich aber gleich an die Staatsbahnen erinnert. Ich will darauf nicht weiter eingehen, aber derselbe Herr Abgeordnete hat im Verlaufe seiner Rede, der ich, so viel ich konnte, mit aller Aufmerksamkeit gefolgt bin, eine Menge von Maßregeln aufgezählt, um dem böhmischen Club zu beweisen, wie viel die Regierung für deu-selben gethan hat. (Heiterkeit rechts.) Ich will in diesen Streit nicht eingehen, für wen diese Maßregeln getroffen wurdeu, aber es r, reu das doch Maßregeln. Derselbe Herr Abgeordnete hat selbst von «allen jenen großen Staatsactionen der Rcgieruug gesprochen und gewissermaßen die verehrten Herren zur Dankbarkeit aufgefordert — mit welchem Erfolge, kann ich nicht beurtheilet«. (Heiterkeit rechts.) Bei der Behandlung der Stellung der Regierung als solcher wusste ich wirklich nicht, was ich, wie ge- sagt. Neues zu sagen hätte. Unser Staudpunkt ist ganz derselbe geblieben, sowohl in Bezug auf die Ziele und Absichten als auch in Bezug auf die Grundlagen für die Kraft, Stärke und Ausdauer der Regierung. Nun freilich muss mau so manches im parlamentarischen Kampfe hinnehmen. Hat doch der Herr Abgeordnete der Egerer Handelskammer unfere gauze Thätigkeit dahin charakterisiert, dass es sich für das Ministerium um nichts anderes handle, als um seine Fortexistenz. Das ist nicht das richtige Mittel, welches im ernsten politischeu Kampfe seitens politischer Männer angewendet wird. Das ist meine subjective Meinung. Aber ich bin gern bereit, auch diesen Ausdruck uachfichtig zu beurtheilen, iudem ja der Herr Abgeordnete, so viel ich weiß, noch niemals Minister war (Heiterkeit rechts) und eben beim beste» Willen nicht in der Lage ist, sich ein Urtheil über das große Ver gnügen zu bilden, welches man dnrch mehrere Jahre hier anf diesen Bänken genießt. (Heiterkeit rechts.) Aber die ernsthafte Sprache zwingt mich zu einer Erwiderung — dafür, dass mir Gelegenheit dazu ward. bin ich ihm dankbar — zwingt mich, ihm ganz laut. offen nnd aufrichtig zu sagen, dass das Ministerinn», wenn es hier sitzt, gewiss uicht so niedrige Zwecke verfolgt, als das bloße Verbleiben im Amte. Wenn es ausharrt, so erfüllt es ganz einfach eine Pflicht, eine Pflicht des Gehorsams gegen denjenigen höchsten Willen, der schließlich noch zum Glücke Oesterreichs der maß. gebende ist. (Bravo! Bravo! rechts.) Und trotz der heftigen Opposition, die uns in vielen Fällen, wenigstens unserer Auffassung nach, als wirklich uugerecht erscheint, wird uns die Aufgabe, wenu mau vom Standpunkte der Pflicht ausgeht, vielleicht darum nicht leichter, aber erträglicher. Man lässt vieles über sich ergehen, sobald man eine Pflicht erfüllt und den Weg fortsetzen muss, der schließlich doch dem Weseu des Staates entspricht. Ich bitte, meiue Herren von allen Parteien, sich gefälligst zu überlegen, ob denn eine Regierung im Sinne der par-lamentarischen Schablone, wie sie im westlichen Europa besteht und auch in einigen Lehrbüchern als die beste dargestellt wird, in Oesterreich möglich ist. Man wirft uns ja so oft vor, wir nennen uns eine Regierung über den Parteien, und auch einigen hochgeehrten per- Jeuilleton. ^ . «Ion gereifter, lernte ich zwei vortreffliche Men-f^lle". August und Gustav; auch wir wurden ^ ' Den einen zog's ans der dumpfen Schwüle ?Vs^M)en Kaufmauusstaudes in die Sphäre 3^ ""b Murillo's; er tauchte seine Seele in ?^li "ströme des Sonnenaufganges und in die k> G? ^ -Unterganges und malte mit ihr. «^ tils'^"^ ^"k verlorene Jugend oder auch nur cr^'l^n KlMlkheit nagte an seinem Herzen — ^>l H Mige ^ und wir begruben ihn an einem ^l»»d! "l! Auch Dir: Luou vi'ago! Armer genialer ^ k'n »^ch einen sollte ich ganz mein nennen. Es if? der ^'uscher Geist, der ganz so strebte, wie ich. Ät ^ unglaubliche Kraft besaß, sich und mir die ^? ^ch s-^chen, den höchsten Lorbeer zu erreichen, tt/'" ich ^ H und mich aufmunterte, darnach zu ringeu! ll>. ie s lü Me wohl, dass nnr das Ringen nach dein b> ^M «ist. der Lorbeer selbst aber bitter, und dass l^, "s i^>? kann, wie groß ihre Spannkraft ist, !ei. ^rkn s - n vi^6 ertönt! Lessiug uud Meudels-er> ."^t s e Leitsterne. Edel war sciu Siuu; auf kl " Gra -,"le mau banen, wie auf jenen düstern-!»^ wi "'^l lim das Escurial. kindlich-heiter konnte V klsek„. V^s. den er in schönen, gereimten Versen 'h,. '^ sr.V Ae; Waldgänge waren seine Lust uud ^M« Freude. Aber er behielt sie für sich. da ^/'"es f > llenug erschien. Mir las er sie oft, s»hr ^ "ür noch im Ohre: Es ist das Lied "ven Gesellen mit dem Refrain: »Die Röslein blühen im Thale!» Auch Dich. Gustav, rief der Sommer ab. Ill blüheuder Iugeud, uoch kaum dreißig, verwelkte dein Rösleiu im Thale des Lebens. Fahr wohl! Dein Denkmal steht in meinem und im Herzen vieler guter Menschen, die dich nie vergessen! Uud noch eine Lücke hat das Geschick in den Reihen meiner Guten gelassen. Ich sah die spätere Freundin zuerst auf eiuem Balle. Ringsum wirbelte uud raste der Tanz, die blühenden Jungfrauen wiegten sich nach den Rhythmen ihres beliebtesten Meisters, die goldgeschmückten Wände des Saales glänzten und gleißten im Wiederscheine von tauseud heißathmigen Gasstammeu. In jenem hellen Winkel vor den fünf oder sechs Tr^PPeu. die zum glatten Tanzparket führcu, saß sie in lebhaftem Gespräche mit einem unserer ersten Schauspieler; die reiche Balltoilette stand ihr verführerisch, und so strahlten auch ihre rehbrauueu Augen. Nackeu uud Arme vou untadeliger Schönheit leuchteten weiß uud rosig, und pomp^ja» »scher Schmuck legte sich mit seiuer durchsichtigen Filigranarbeit schmeichelnd um ihre jugendlichen Formen. Ich bestauute sie lange; ihr Gatte, ein Mann im edelsten Sinue des Wortes, lehute sich auf ihren Sessel und lauschte der Unterhaltuug. die sich um eine Premiere drehte. Der Schallspieler stellte mich vor. und seit jenem Momente waren wir Freunde. Welche An-reguugeu geistiger Art verdanke ich jener lebhafte« Frau. Es gab kein Buch, das sie nicht gelesen, kein Stück, das sie uicht gesehen: Sie besprach alles an ihren gemüthlichen Dienstag'Vormittageu, wo sich wenige Freunde und Freundinnen zn feinster Unterhaltung in ihrem Salon begegneten. Wie viele Bilder sind — mittelbar — durch sie gemalt, wie viel Novellen uud Stücke durch sie angeregt worden! In der Unterhaltung thaute sie förmlich auf, ihr Auge blitzte, ihre ganze Gestalt gewann Leben und Beweglichkeit. Ungerechtigkeit konnte aus der glühenden Freundin eine tödliche Hasserin machen! Aber sie war auch eine tadellose, herrliche Gattin uud Mutter. Ihr Mann schuf ihr Heim zu einem Kunsttempel um; die besten Bilder bedeckten die Wände und zuletzt richtete er ihr noch ein altdeutsches Zimmer ein, in dem sie wie eine Burgfrau des Mitielalters saß und waltete. Unter gar rührenden Umständen sah ich sie zum letztenmal — sie schloss Freuudschaft mit meinem jnugeu Eheglücke. Und traf mich die Nachricht wie ein Donnerschlag — die schöne, die geistreiche, die edle, die untadelhafte Paula — war todt! Nach einer Premiere des «Mephistophele» hatte sie sich erkältet — die große Würgerin, die Diphtheritis, raffte sie dahin. Welchen Trost sollte ich ihren Zurückgelassenen spenden? Stumm wie der Tod war der Schmerz. Nun steht sie verklärt vor mir, nein, sie schwebt in ätherhellen Räumen der ewigen Seligkeit zu. Gott ist sie ihr schuldig, denn mitten aus einem reinem Glücke hat er sie abberufen, und sie hat gewiss nie Böses ge-than. 1w6n villgL, Mer Geist, auf deiner Fahrt inS Paradies. Und so müsse» wir zuletzt vou allen, Abschied uehmen. Von der Iugeud. wenu sich die göttliche Freia zurückzieht und graue Dämmerung auch über die Oött-lichsteu sich lagert. Wer lebt, der nicht singen muss, oder seufzeu. wenu ihm der Gesang versagt: «Brüderlein fein. Schwestcrleiu fein, einmal muss geschieden sein!» Von den Träumen und Hoffnungen, dcmu von den Idealen, denn die Lebenslinie, auch die aufstei« gende, geht doch znletzt nur in Diagonale, nnd das Höchste und Beste wird nicht erreicht. Ku6n viußo! Von denen, die uns theuer, d,e uns geboren, die wir ans Licht gerufen, die nns Freund uud Freundiu waren. Vou Glück und Reichthum müssen wiv lassen — abcr zum Trost — auch von Feind, zZllibachcr Zeitung Nr. 103 662 ?. Mai iM^. sönlichen Freunden von der Rechten will dieser Ausdruck nicht recht behagen. Es ist natürlich, auch mir behagt er nicht. Wenn ich sage, ich stehe über den Parteien und es so aufgenommen wird, dass ich mich für ein höheres Wesen betrachte, so begreife ich, dass man dies übel nimmt. Das habe ich aber nie gesagt, ich bitte nachzusehen, ob ich den Ausdruck je gebraucht habe. Man muss aber dann doch weiter fragen, was ist denn eigentlich eine Regierung, die keine Parteiregierung ist, sogar aus parlamentarische» Rücksichten sein kann? Ueber den Parteien kann man schon aus dem Grunde nicht sein, weil jede Regierung festen Boden nnter sich haben muss; in der Luft schweben kann sie ja nicht. Wenn man aber nach der gewöhnlichen consti-tutionellen Schablone von dem Satze ausgeht, dass diejenige Partei, die einig und fest in allen ihren Ueberzeuguugeu und politischen Ansichten zur Führung des Hauses, also auch zur Ueberuahme der Regierung, berufen ist, und wenn dann diese Partei durch die Aenderung der Umstände in die Minderheit kommt und die Regierung an die andere Partei abtritt, so ist dies das alte constitutionelle Schaukelsystem, links Tories, rechts Whigs, welchrs aus den früherm fran-zösichen und englischen Zuständen herübergenommen wurde. Welche von den verschiedenen Parteien — ich habe mir neulich die schwarze Tafel hier im Hause angeschaut, es gibt deren sechs oder sieben — wäre bereit, als in diesem Sinne constitutionelle Partei die Führung des ganzen Hauses uud der Regierung zu übernehmen? Wenn eine solche Führung in verfassungsmäßiger Weise möglich ist, so war sie nur möglich — par« aliqua kui — durch die Verbindung mehrerer Parteien seitens der rechten Seite des hohen Hauses. Wenn man nun sagt: Ihr braucht die Majorität, ja wer leugnet denn das? Wo eine Verfassung besteht, wo sie geachtet sein mnss und geachtet sein will, muss jede Regierung für jede ihrer Maßnahmen die Zustimmung der Majorität des Hanfes erlangen. Dies ist etwas so Selbstverständliches, dass ich gar nicht begreife, wie man der Regierung aus diesem Znsammengehen mit der Majorität irgend einen Vorwnrf machen will. War es denn je anders? Dass aber nicht jede einzelne der Parteien, aus welchen die Majorität besteht, verlangen kann, dass die Regieruug ausschließlich nach ihrer Ansicht vorgehe, das liegt ebenfalls auch in der Natur der Sache. Nun, meine Herren, wenn auch von einer verehrten Seite des hohen Hauses, und zwar von der rechten, der Wunsch nach einer näheren Fühlung, d. h. nach einem Einvernehmen, geäußert wurde, um die großen Staatsgeschäfte richtig, aber nicht nur richtig, sondern auch relativ schnell durchzuführen, so habe ich von meinem Standpunkte aus dagegen gar nichts ein« zuweuden und muss natürlich auf die Angabe der zweckdienlichen Mittel von meinem Staudpunkte aus heute verzichten, obwohl der verehrte Herr Abgeordnete selbst eine Andeutung gemacht hat, die die praktische Consequeuz haben müsste: das etwas lose Gefüge der ve> ehrten Majorität mehr zu festigen. Nun, meine hochverehrten Herren, die Lage ist gewiss schwierig, die Aufgabe groß und, was ganz gewiss der Regierung ihre Aufgabe nicht erleichtert, die Opposition ciuuaä nmneruin el ^uucld ^ualiUUmn ist eine sehr bedeuteude, uud trotzdem müsseu wir aus dem angedeuteten Grunde pflichtmäßig auf dieser Bahu ausharren, uud zwar deshalb, weil dem Wesen des österreichischen Staates eine reine einfache Majoritätsregierung nicht entspricht, indem die hiefür nöthige Ma« jorität nicht besteht. So lange es ein Vollparlameut ill Oesterreich gebeu wird, so lange ist kaum au eine große, überwältigende, einheitlich geschlossene Ma« joritätspartei zu denken, und somit komme ich zu dem Satze des Herrn Abgeordneten der Egerer Handelskammer, welcher sagte, die Regierung behaupte, sie stehe über den Parteien oder sie sei nicht parteiisch, uud trotzdem wende sich der Finauzminister immer parteimäßig, uud zwar höchst parteimäßig an die verehrte Majorität. Nun über die Parteilichkeit der Regieruug will ich weiter kein Wort verlieren. Wenn aber der Herr Abgeordnete sagt, dass ich mich sehr oft scholl an die Majorität gewendet habe, so ist oas eine Thatsache, die ganz gewiss richtig ist. Ich könnte ihm. freilich antworten : Ja an wen soll ich mich denn wenden? Gauz gewiss nicht an den Herrn Abgeordneten selbst. Ich glaube kaum, dass eiu solcher Appell von irgend einem praktischen Erfolge begleitet wäre; und dass ich in dieser Beziehung ein gelehriger Schüler bin, dass ich mich belehren lasse, will ich mit Folgendem beweisen. Gestern abends habe ich in dem größten und leiteu-deu Blatte der verehrten Opposition den Satz gelesen, dass ich eiu Manifest für die Einigkeit der rechten Seite vorbereite. Es ist ja natürlich der Presse vieles zu schreiben erlaubt, allein ein Manifest darf ich nicht erlassen, dazu bin ich nicht berufen; aber um Ehre zu gebeu, wem Ehre gebürt, so sei es mir gestattet, au eiuige Worte seitens der gechrtm Majorität anzuknüpfen, welche eben in dieser Debatte gefallen sind, und zu sagen, dass die Regierung zwar uicht jeden einzelnen Wunsch der Parteien der Majorität anerkennen kann, dass sie aber die leitenden Principien der Majorität kennt und dass, wenn die Majorität im großen und ganzen an diesen Principien festhalten will, d. h. dem Staate zu geben, was des Staates ist, gleichesRecht allen Nationen (Beifall rechts), unbedingte Achtuug vor deren religiösen Gefühlen und historischen Traditionen des österreichischen Kaiserst aates (Beifall rechts), wenn die Majorität in dem edelsten Sinne des Wortes conservativ sein, d. h. dasjenige bewahren will, was die Grundlage der Gesellschaft und historischen Ordnung der Nationen dieses Staates ist, ohne den gesuudeu aber langsamen, sicheren und stetigen Fortschritt aufzuheben, dass, sage ich, wenn die verehrte Majorität diesen Traditionen treu bleibeu will, worau ich nicht zweifle, ich ihr zurufen möchte i Gednld uud Ausdauer, aber auch redliche Arbe" Dienste des Staates. Nichts ist schnell "M worden. Vioientia neino ilnpßlia cuntinuil ""' ino!6i-a<5l swrant. .^ Und trotz des Vorwurfes des Herru Abg, ^ wende ich mich au Sie iu diesem Sinne in der wartuug der gegenseitigeu Uuterstützuug, der ^A,,^ uud der Majorität. (Lebhafter Beifall und V"" klatscheu rechts. — Reduer wird von deu Ml"!' uud zahlreichen Abgeordneten beglückwüuscht.) Politische Uebersicht. (Aus dem Reichsrathe.) In der Mges^ stattgehabten Sitzuug des Herrenhauses lM der Präsident dem' verstorbenen FZM. Handel " ehrenden Nachruf. Fürstbischof Valussi leistete die ' gelobung. Daun wurde das Arbeiter-Kranken-M! ^ ruugsgesch nach dru Anträgen dcö SpttialaiM"'^ iu zweiter uud dritter Lesung ohue Debatte ange ,^ meu. — Im Abgeorduetruhause suchte das KreM" Eger an um Gestattuug der gerichtlichen Verfolg des Abg. Swoboda wegeu Ehrenbeleidigung. D>c ^ cialdeba'ttc über das Etat des Ministeriums des I"^, wurde durch deu Geueralreduer (cont^) Abhört"« Kuotz fortgesetzt, welcher die Haltung der Mg'""^ uud des böhmische» Statthalters lebhaft kritisierte ^ vom Geueralreduer (pi-o) Abg. Trojau, uanie> , aber vom Specialrefereutcu Zeithamer, wlde wurde. Der Titel «Ceutralleitung» wurde hieraus ^ geuommen. In der Abeudsitzuug nahm das HA .^ Aenderungen des Herrenhauses bezüglich des Zollt" au, welcher am 1. Juni d. I. in Kraft tritt. (Eine Gymnasial-Reform.) Die ^ mission des Herrenhauses, welcher das Gesetz, betl^ das für die Aufnahme iu das Gymnasium ^ l' liche Alter, zugewiesen wurde, hat, wie bereits s^ det, ihreu Bericht vorgelegt und beantragt "^^ nähme der Regierungsvorlage. Durch dieselbe w^ ^ stimmt, dass zur Aufnahme in die erste ClM st Gymnasiums erf rderlich ist, dass der Aufzuneyw' ,^ das zehnte Lebensjahr vor Beginn des Schuljah^ '^ welchem die Aufnahme erfolgen soll, vollendet ha ^z noch in dem Kalenderjahre, in welches der Vegw ^ Schuljahres fällt, vollendet. In der Commission ^ den anch Stimmen laut, welche diese Abändernd Organisations>Eutwurfes dem Verordnuugswege. ^ wiesen zu sehen wünschen; die Regierung legt ! ^. den größten Wert darauf, dass die grundlegende" ^ gauisatious-Momeute keiuer audereu Competes' jener der Rcichsvertretung, zugewiesen werden. ^ (Staatseisenbahnrath.) Der H^,i minister hat den Swats-Eiscubahurath zur diesM ^.„ Frühjahrssession für Freitag deu 20. d. M. einb"' ^, (Klagenfurter Gemeinderath.) ^hl vorgestrigen Ergänzuugswahl aus dem zweiten ^^ körper in Klageilfurt wurden die zum Austritt bH<^i, gewesenen Gemeinderäthe Oberingenieur Fl- ^" ..^l' Professor I. Palla uud Dr. Gustav Traun "' gewählt._________________________ Leid, Armut uud Noth. Uud glücklich diejenigen, die vor ihrer letzten Fahrt auf dem großen Bahnhof des Lebens jemanden zurücklassen, der ihnen nachwinkt und nachruft: Gute Reise — tluen viaß6!» Dr. Alfred Friedmann. Zas Glückskind. Aus dem Dänischen des I. C. Poeftion von M. Schmidt. (7. Fortsetzung.) «Trotz des unverdrossenen Kampfes von meiner und der Mutter Seite, sah es aus, als sollteu die Sterne der Familie untergehen. Da liefen Briefe von Karl ein, in denen wohl noch immer von Zufriedenheit gesprochen wurde; mir aber wenigstens war es vollkommen klar, dass sie von jener gekünstelten Art war, welche auf dem Papier zur Schau getrageu wird, um nicht die Lieben in der Heimat zu betrüben — uud Karl hieng aufrichtig an uns! Das Reifegeld, welches uns instand setzen sollte, zu ihm hmüberzu-kommen, blieb ganz aus; der ganze Plan war überhaupt in den Briefen gar nicht berührt. — Zuletzt kamen gar keine Briefe mehr. «Es kam nun eine schwere Zeit. Ich wurde aus der Fabrik entlassen, und es gelang mir nicht, anderwärts als Wertführer aufgenommen zu werdeu. Da ich mit meinen vernünftigen Erfindungen nichts ausrichten konnte, begann auch ich allmählich der Phantasterei zu verfalleu. Ich dachte mir ein neues per-Muum lnodiw aus, welches ich übrigeus später der Curiosität halber in Amerika ausführe» ließ uud das, wie es sich zeigte, für alle Fälle Mouate uud Tage hindurch gehen konnte und worauf ich am allermeisteu stolz war. «Von den Geldmännern, an die ich mich wandte, war um ein eiuziger, der sich herbeiließ, mich anzu-- hören. Er that auch noch eiu weiteres; er gab mir einen Brief mit zu einem Profefsor der Physik. Von dem Urtheile desselben sollte es abhängen, ob er sich mit mir einlassen wolle oder nicht. «Ich gieng zu dem Profefsor; er hörte mich wohlwollend und aufmerksam an. Aber gleichwie George Stephenson, wie ich später gelesen habe, selbst merkte, dass er sich, als er vor der Commission stand, die seine neue Idee prüfe« follte, schlecht uud unbeholfen ausdrückte, so merkte auch ich, dass ich unverständlich sprach uud uatürlicherweise einen unglücklichen Eindruck machen musste. — Es war ja ausgemacht geuug, dass ich niemals den Grazien geopfert hatte! «Der Professor begann das Zeichen der Ungeduld zu geben. Da wollte es das Schicksal, dass ich mit meiner Idee von einem I^i-Muum mobile herausplatze» sollte. Nuu hatte er geuug, und er wies mich mit kurze», trockenen Worten ab. «Dies war der letzte Versuch, das wusste ich. Nun, da er uuwiderruflich gescheitert war, gähute mir eine finstere, ruhmlose Zukunft entgegen mit Armut und Mühen, bis der Körper verbraucht war. Es gruselte mir, während ich die Gasse eutlang dahin-wanderte. «Sie haben vielleicht die Geschichte voll dem Vlase-balgtreter gehört, der das Gebläse zu ,Von Hoheit ist entspruugeu' trat und ganz verwundert war, dass der Organist ,Wer weiß, wie nah' mein Ende ist' auf der Orgel spielte? Ich musste öfter an dieselbe denkeil. Die Melodie unseres Lebens steigt uud braust unter den Fingern des Schicksals, so dass niemand sich im Tone irren kann; aber nicht selten erhält sich doch von fernen, früheren Eindrücken ein ganz anderer Ton, der uuhörbar in, Gemüthe fortfährt zu kliugen. Für denjenigen, dessen Abstammung mit nur zwei bis dvci Gliedern zu deu Höhen der Gesellschaft hinaus ! ist es eine brennende Qual, seine Existenz unw'^ z» lich unter die dunkle, einförmige Masse hinabg^ .^, sehen, die in Entbehruug uud Uubemerktheit day ^ Dirs erzeugt eine Zwietracht in der Seele, ^ ^ niemals verwindet. — AIs ich um eine Ecke «o^ gegnete ich ein paar alten Kameraden; dieselben ,^l ten die höhnische Bemerkung, es sei, da ich lN ^ Cravatte und mit einer Rolle Zeichnungen u"' « jch Arme daherkomme, gewiss nur ein Versehell, v >^, nicht auch Spruugriemen uuter deu Beinkleidern ^ Sprungriemen waren nach der Anschauuug geli^ das untrüglichste Kennzeichen einer noblen ^,^ stelluug! Während mich so meine Genossen ans «iö Kreise ausschlössen, wollte es das Schicksal, ^^ auch belehrt werdeu sollte, dass ich außerhalb ^ ^ sellschaftskreises stehe, welchem ich nach Mut l" ^ burt augehörte. Der älteste Sohn des Bruders ^„t> Vaters gieng gleich darauf an mir vorüber nno ^^ mich nicht. — Jetzt ist er Comptoirchcf und y" ff Haufen Kinder; er ist nun ungemeiu ge"^,/st" daran zu erinnern, dass der reiche Amenla» Vetter ist! ^< «Als ich zur Mutter nach Hause kam, ' M Brief vou Karl eiugelangt, worin er nnttheU ^,!' er ganz erstauulich vom Glück begünstigt g^ sF und ein großes Landgut mit vier Acres Lanv ^K bis zehn Meilen von Newyork entfernt ""^,,1 habe. Er habe nicht früher schreibett wollen. . yl>> er so recht auf den grünen Zweig gekommen!^B,^ mussten wir Ernst machen uud zu ihm hinuu ' ,h . Der Name des Landgutes: ,Carltou Hu"A° ii'F der Ecke des Briefpapiers gedruckt, w"Hk" ele.Mt war. (ssortjchuna folgt.) l ^ache^ ^eitnnc, 3K. 1N3_______________________________867 7. Mi 188?. >en,el^' ^') ^'s Pinguente in Istrien wird uns Ken, k' ^ dort die kroatische Partei bei den >M fahlen im dritten und zweiten Wahlkörper R? ^ Erfolge erzielte. In Pinguente hatten die ,^ Wr des Dr. Vitezic schon vor zwei Jahren bei l^^lnunalwahlen gesiegt, doch wurden auf Ae-^ ""- italienischen Partei Neuwahlen ausgcschrie-!ch!n ^^ nellerdiugs eine Niederlage derselben er- ,i^?"s Belgrad) kommt die Nachricht, dass oinin Crisis erst nächste Woche zur Entscheidung lieise!! ^^' !^"'" ^ch angesichts der beabsichtigten luch! ^ ^nigin nach der Krim russische Intriguen !anz k" ^^'^!cher Hinsicht regen, so finden wir das lobn, l '.^.ch' ^^^ ^ "'^ ^ ""^ gewiss, dass ein v»s s'^ ^.^^^ ^"t> lange nicht mehr das bedeute, »G,Ä ^^ Nussomanen iu- und außerhalb Serbiens °"w l o.'I^"' W^,^ Ristic jemals wieder daran 'en d l. ^^^ " ^^ gewiss sehr ruhig und beschei- ^M ^ Bulgarien) kommen mit besonderem ötlm lancierte Nachrichten über die vortreffliche >^ ^"llg der Bevölkerllng und über die Zufriedenheit hr^Zentschaft wie der Minister. Wenn die auf ^Nlk ^"^kl!kn befindlichen Staatsmänner nach Sofia !leh^>> ' soll darüber berathen werden, wie das be-^Al? ^uvernementale Provisorium eine festere und l>hy Vasis durch eine eventuelle Verfassungsände-ltsH pulten soll. Auch gedenkt man dem Mangel an ^hb ^ "ud gebildeten Officieren dilrch Berufung l>»z» Iustructoren aus Deutschland oder Italien, Belgien oder der Schweiz abzuhelfen, ^tst n^ Vorgänge auf Kreta.) Nach einer ^!olij - 6 der jüngsten Vorgänge auf Kreta von ^ten w er Seite nahmen die Unruhen auf der Insel be, H ""saug, als ein muhamedanischer Bewohner des V'^ gelegenen Dorfes Alikan durch einen Flintrn-^'. ^nidtet' worden war uud darauf einige seiner ^wnsgenossen während des Begräbnisfes des Ge-^U? auf zwei Christen Feuer abgaben und sie ver-M"kn. Die Urheber dieses Rache-Actes und drei i!^!.^. welche der Ermordung des Muhamedaners Vk ^"n. wurden verhaftet. In der darauf ^ /!^ Nacht kam es infolge dieser Vorgänge in li^Achsallz bei Kanea gelegenen Dorfe Darutzu zu ^, Handgemenge, wobei es einen Todten und drei >>'! h! °^e gab. Dank der Verfügungen der Behörden ^ .k Auhe und Ordnung überall hergestellt worden. ^Algestellten Vorgänge entbehren des politischen ^ !^ uud qualificieren sich als genleinrechtliche Zechen. ^/^otenegro.) Nach einer Zuschrift der «Pol. ^lün,' ^us Cetinje unterbreitete der Kriegsminister licht^''ac letztertage dem Fürsten Nikola eiuen Be-ber /^.kl die Ausrüstung des montenegrinischen Heeres, ^Uiei? ^^ Versicherung schließt, Montenegro sei ^gea ^ ^ Lage, allen Eventualitäten beruhigt >>i'^. Zusehen. Mit großer Spannung verfolgt man ^ ^e die Vorgänge in Serbien, wo man eine ra» ^ Aenderung der Verhältnisse platzgreifen zu sehen 0e j^^orräthe und andere Kriegsmaterialien für Hch 'He Armee zur Absendung beordert, da die ^Mn ^lchuahiuen in Centralasien und specielle M,> "islocationen in den betreffeudeu russischen ^Wliveriiements zur Kenntnis des Vicekönigs von !'Ay ^ 3ekomnlen sind und deswegen Defensiumaß-^ ^ englischen Regierung nothwendig und gerecht-cV^drn. Die Zurückhaltung, welche die russische ^ ,^3 in der bulgarischen Frage beobachtet, findet ^zl^e begreifliche Erklärung. "^»^ , ___.,. ________ Tagesneuigleiten. ^T^s^jestät der Kaiser haben, wie der «Bote > Nil!, und Vorarlberg, meldet, den Feuerwehren ^lt^ ^rnstein und Roncegno Unterstützungen im «^ von 100 si., heziehllngsweise 80 fl., zu spenden ^Niit/.?^and in Neukirchen.) Wie wir be-^">5 ^ellli,^"^' ^"^ Dorf Hundinja sowie das eigent-kMi ^ lye„ wurden ein Raub der Flammen, mit ^>?eb «""We des Pfarrhoscs, der Kirche, der Wirt-'l bes^ ^ Pfarrers und des Gemeindehauses mit ' "dl'chen Schullumlitälen. Vom unteren Dorf ilieb nur Stallners Besitz vulgo Skoflek und ein Wohn-illus des Klinc verschont. Nur dein wackeren, raschen Einschreiten der Hohencgger Feuerwehr ist es zu danken, )ass das Feuer bei der Kirche Halt machte, welche sonst lnitverbrannt wäre. Die Abgebrannten waren zum Theile ;ar nicht, zum Theile nur sehr gering versichert. Das 3lend in Neukirchen ist ein schreckliches. In Cilli wurden für die Verunglückten bereits Sammlungen eingeleitet. — (Ausflug nach Abbazia.) Infolge der bedeutenden Anmeldungen zu dem vom Oesterreichischen Tonristenclub veranstalteten Ausfluge nach Abbazia, Al-bona, Lussin, Pola hat der Centralausschuss beschlossen, nach dem ohnehin zwei der größten Lloyddampfer für diese Partie nothwendig werden, dieselbe in zwei Theile zu trennen, und zwar für diejenigen Theilnehmer, welche die Berge Monte Maggiore und Ossero auf Lnssin besteigen wollen, und für jene, die nur die Orte Casina, Albona, Lussin, Pola, Abbazia, ohne größere Fußexcur-sionen zu machen, zu besuchen gedenken. — (Die Anwendung des Petroleums beim Obstbau.) In der Zeitschrift «Der Obstgarten» wird vor der Anwendung des Petroleums gegen Ungeziefer der Obstbäume gewarnt. Am verderblichsten wirkt es bei Pflaumen- und Aftfelbänmen; jeder Tropfen, der auf Stamm oder Ast fällt, wird von der Rinde aufgesaugt, durchdringt alle Gefäße des Baumes, hindert das Aufsteigen des Saftes und bewirkt Abfallen der Blüten und Früchte. — (Wiener Dien st manner als Jubilare) Am 15. Mai d. I. werden es gerade 25 Jahre, dass an den frequentesten Punkten der Stadt Wien zum erstenmale jene mit glänzendem Metall verzierten Rothkappen auftauchten, deren Träger berufen waren, eine fo hervorragende Rolle in dem öffentlichen Verkehrsleben Wiens zu spielen. Die Wiener Dienstmänner bezogen am 15. Mni 1862 zum erstenmale ihre Posten; an diesem Tage wurde das von dem Doctor der Medicin Iatob Folkmann gegründete «Erste Wiener Dienstmann-Commissionsinstitnt» activiert. Von den 445 Dienst-männern, die unter dem Commando des Dr. Folkmann stehen, können nur sieben daranf Anspruch machen, als Illbilare mitgefeiert zu werden. — (Stlldienreise.) Die Hörer des Forstwesens an der Landwirtschafts- und Forst-Lehranstalt zu Kreuh in Kroatien unternehmen über Ermächtigung der kroatischen Landesregierung im laufenden Monate unter der Führung des Prof. Karl Hlava eine längere Studienreise durch Südsteiermark, Kärnten, Tirol, dann über Villach nach Krain und Istrien. Auf der Rückreise wird Trieft berührt und dieselbe sodann zu Schiff über Pola und Fiume, fodann über den kroatifchen Karst über Ogulin nach Agram, beziehungsweise Kreuh, fortgesetzt und beendet. — (Ein Fifchmensch.) Früher als sonst tritt diesmal die Sonne i> das Zeichen der sauren Gurken, und die Seeschlangc wirft bereits ihre Schatten voraus. Man fchreibt aus Cairo: Soeben ist hier ein Grieche mit einem im persischen Meerbusen gefangenen Fisch-menschen, einer sogenannten Sirene, eingetroffen, um denselben hier auszustellen und mit ihm später auch Europa zu bereisen. Dieser Fischmensch ist indes nur im ausgestopften Zustande zu sehen, da es unmöglich war, denselben im lebenden Zustande auf einem Schiffe fortzuschaffen. Der interessanteste Theil am Körper dieses See-Ungeheuers ist die obere Hälfte desselben mit der Brust, den Armen, den Händen und dem Kopfe. Brust und Schultern erinnern ohne Zwang an einen verwachsenen Menschen, während die Arme kurz sind und auf den Rücken zu liegen kommen. Die Hände mit den fünf Fingern sind ganz menschlich gewachsen. Auch haben die Finger Nägel. Der Kopf ist rund, groß, die Kinnbacken sind mit feinen, dünnen Stacheln besetzt, welche dem Barte entsprechen. Dieses See-Ungeheuer besitzt nur ein Auge, das jedoch weiter zurück nach dem Hinterhaupte liegt. Das Monstrum wurde in Aden, wo es auch der dortige englische Gouverneur Sir Hunter in Augenschein nahm, photographiert, um ein Conterfei desselben an die königliche Akademie der Wissenschaften ill London senden zu können. — (Große Bücherauflagen.) Nächst der Bibel hat den, «Boston Herald» zufolge Wcbsters Vuch-stabicrbuch den größten Absatz von den in englischer Sprache gedruckten Büchern. Seit dem Erscheinen dieses Werkes in Hartford sind nicht weniger als 50 Millionen Exemplare abgesetzt wurden, und die Tantiemen, welche der alte Noah Webster für das Werk bezog, reichten vollauf für den Unterhalt seiner Familie aus, während er sein großes Wörterbuch verfasste. — (Die Spielbank in Monte Carlo) wurde vorgestern durch einen griechischen Banquier mit Unterschiebung falscher Spielmarken um 300 000 Lire beraubt. Der Gauner ist spurlos verschwunden. — (Gewissenhaft.) Handwerksbursche (nachdem er tüchtig gegessen und getrunken): So, Frau Wirtin! Jetzt möcht' ich Sie um etliche Meuzer bitten, dafs ich zahlen kann, denn ich bleib' nicht gern etwas f ch n l d i g. Local- und Prouinzial-Nachrichten. — (Trauergottesdienst für Kaiferin Maria Anna.) Für weiland Ihre Majestät die Kaiserin Maria Anna fand heute um 10 Uhr in der Domkirche ein Trailergottesdienst statt, welchem der Herr Lnndespräsident Baron Winkler, der Landesausschuss sowie Vertreter aller Civil- und Militärbehörden beiwohnten. — (Concert Scaramelli,) Das Concert der Violinistin Fräulein Iosesine Scaramelli, welches die junge Dame am Mittwoch den 11. Mai im landschaftlichen Redoutensaale veranstaltet, verspricht uns einen sehr genussreichen Abend. Fräulein Scaramelli, eine geborne Fimnancrin, wurde am Conservatorium in Budapest ausgebildet, erregte schon in den Schülerconcerten des genannten Musikinstitutes durch ihr künstlerisches Spiel die Aufmerksamkeit der dortigen musikalischen Kreifc und wurde mit dem goldenen Ehrenpreife ausgezcichuet. Zuerst trat sie in ihrer Vaterstadt Fiume vor die Oeffentlichkeit uud erregte durch ihr Spiel all-gcmeiues Aufsehen. Von gleichem künstlerischen Erfolge war ihr Auftreten in Trieft und Agram und in Abbazia, wo sie die Ehre hatte, vor dem Kronprinzellftaare zu spielen, begleitet, und auf riuer Concert-Tournee nach Nor-den begriffen, wird sie auch dem hiesigen Publicum Gelegenheit bieten, sich von der Berechtigung des Rufes, der der Concertantin vorhergeht, zu überzeugen. Die Triester, Agramer und Fiumauer Blätter rühmen dem Spiele des Fräuleins insbesondere Innigkeit des Ausdruckes, Vravour in der Ausführung und Präcision der Intonierung nach, und alle sind darüber einig, dass man ein außergewöhnliches Talent vor sich habe, ja ein Kritiker geht soweit, die Künstlerin die «Tua von Fiume» zu nennen. Wir zweifeln nicht, dafs ein zahlreicher Bestich auch diesesmal von dem Kunstinteresfe Zeugnis ablegen wird, welches Laibach allen bedeutenden Erscheinungen auf dem Gebiete der Tonkunst entgegenzubringen gewohnt ist und welches ihm auch den Ruf einer kunstsinnigen Stadt verschasst hat. Den Karteuverkauf hat auch diefesmal Herr C. Till in bereitwilligster und zuvorkommendster Weise übernommen. Programme und nähere Details bringen wir nächstens. — («Triglav».) «^.'rißlav. 8Iovou8k<3 py8ui» — dies ist der Titel eines Cyklus von 12 slovenischen Volts- und nationalisierten Liedern für eine Singstimme mit Clavierbcgleitung, die Herr Domchor - Musikdirector Anton F 0 erster soeben in» Verlage von A. Urbauek in Prag hat erscheinen lassen. Bei dem Interesse, das man auswärts an dem slovenischen Volksliede zu nehmen scheint, entspricht die Sammlung einem actuellen Bedürfnisse; noch mehr aber füllt sie eine fühlbare Lücke in unserer heimischen musikalischen Literatur aus. Zwar wurden die meisten dieser Lieder seinerzeit in der «Ollioll» abgedruckt; doch macht sie die oft monotone Melodie-führung, die seichte Harmonisicruug und die naive Begleitung, Nlit der sie dort auftreten, für jede öffentliche Aufführung unbrauchbar. Durch die vorliegende Bearbeitung aber ist unser Volkslied concertfähig geworden. Schon die Auswahl verdient wegen ihrer Manuigfaltigleit volles Lob. Neben ein paar fentimentalcn Liedern, wie «üoiulkrin». «8»^ 8om pravil», «?oä olmoiu», finden wir auch muntere, wie «2l<^ 8polnin6lc», «LkäovolM Xi-anjoe», daneben auch nicht weniger als vier Trinklieder, unter denen die Palme wohl dem feierlichen Zecherhymnus «N» 2(lr»v^!» gebürt. (In der Parenthese bemerken wir, dass die zweite Strophe von Nr. 7 rhythmisch richtig lauten würde: 'Iu «6 iivöt roäi .... oder nach dem Original mit Hinweglassung des Auftaktes: 'I'ük^ 86 iivdt rM in . . . .) Von einer Homogenität des Stils oder einer ausgeprägten nationalen Musikfärbung kann dabei nicht die Rede fein; denn unfere musikalischen Großväter waren Eklektiker und nahmen das Gute, wo sie es fanden; darum finden sich in den Liedern auch die verschiedenartigstell, gut assiulilierteu Ankläuge au nordische, südliche uud sogar französische Motive. Der Reiz der Sammlung wird dadurch nur erhöht. Ein hervorragendes Verdienst hat sich Herr Foerster namentlich durch die künstlerische Verarbeitung des vorgefundenen Nohmatcriales erworben. Er hat die Melodien von den überflüssigen Schnörkeln befreit («flammn»), einzelne banale Phrasenschlüsfe durch geschmackvollere ersetzt («Itoimiuin», «Otoll dloßki», w dem Mittel zu nehmen. Diese Verordnung >"' ^A geführt und erreichte jedesmal den beabsichtigten ^ ^ Entzückt von dieser guten Wirkung, griff nun d« > Jahren von heftiger Migräne geplagte Tante des tienten gleichfalls brim Beginne ihres Migräne Ans .. der stets mit Magenbeschwerden begann, zu dem "" ^ Sie uahm davon einen vollen Theelöffel und tra«' ? . Wasser hinterher. Auf diefe Weife gelang es ihr n mäßig, den lästigen Anfall zu coupiereu ^"', ^ er bereits eingetreten war, in einer halben ^ ,^,, zum Schwinden zn bringen. Rabow hat nun b^ ^ in sechs Fällen mit Erfolg angewendet. Wo der 2">6 ^ Anfall mit Symptomen feitens des Magens einge ,^ wurde, wirkte das Kochsalz, rechtzeitig gereicht, hi"W. geradezu überraschender Weise. Wiewohl das Mittel'«" mal auch im Stiche lässt, empfiehlt es sich dennoch'"^ seiner harmlosen Natur und leichteu Zugänglich^ weiteren Versuchen. ^^-> Neueste Post. Original'Telegramme der «Laibachelo?, Wien, N. Mai. Heute tagten abermals "^ Häuser des Reichsrathes. Das Herren!)«"» . ledigte die auf der Tagesordnung gewesenen ^ÄH. nahezu ohne Debatte im Sinne der ComlNM' antrage. Morgen tritt das Herrenhaus wieder ^ sammen, nm über den Schmerlina/schen Antrag' z treffend die Sprachenverordmmg, zu verhandeln, ^, Abgeordnet en Hans setzte heute die Spe debatte über den Etat des Ministeriums des ^ nern fort. ,..h, Wien, 6. Mai. In der Abendsitznng des M^ neten'Mses wnrdo nach unerheblicher Debatte b^ ^ «Politische Verwaltung, erledigt. Masovm besp"^^ Verhältnisse Dalmatiens und verlangte ^w".^, slavischer Sprachen in den Aemtern, da "^f!.D keinen Grund habe, die italienische Sprache a»! zuerhalten. ^. Lllssilipiccolo, 0. Mai. Einer telegraphische" " F richt aus Latnkia in der asiatischen Türkei 5"'"^. das österreichisch-ungarische Barkschiff «Toni' ß'^l tert. Der Capitän, dessen Fau und ein The" ^. Equipage wurden gerettet, die übrigen aus der befindlich gewesenen Personen verunglückten. .... j^ Paris, 6. Mai. Fast alle Blätter sprechen ! !^ sehr entschiedener Weise gegen die Demonstral ^ wegen der «Lohengrin»-Aufführungen aus "" ^ dauern, dass man sagen werde, es genügen s" ^, Maulhelden, um die Regierung zuin Geholi" zwingen. ^»,No»e London, 6. Mai. Im Unterhause stellte O'^,^ den gestern angekündigten Antrag auf ErnennM'ss ^ Comite's des Hauses zur Untersuchung der Anllag «Times», welche Dillon als Lügner bezeichnetes!! Verstorbene. ^ Den 4. M ai. Johann Vrustle, Zwiingling. ^ lanadamm 50, chron. Nephritis. ^, Ab. 78«,«« 16.2 SW. mäßig bewom ^^< Tagsüber ziemlich heiter, windig; nach 8 Uhr ^f,«^' Vewöllnng. Daö Tagesmittel der Wärme 18,7°, >>"' ' dem Normale. _, Verantwortlicher Redacteur: N. R Für die vielseitigen > M die uns sowohl während der langwierigen ^ ,,s,>lcr W > dauer als auch anlässlich des Hinscheidend >' » W geliebten, unuergessliche» Frau W > Jeannette Debevec > > . ,, he„ tui > W zutheil geworden, sprechen wir allen hn'»"' ^HI- W D gefühlten Daut aus; waren dieselben doch cn ^,, W > lindernder Trost in all dem Leid und Weh "" » W herben Verlust, der nns ereilt. M > Laibach, ti. Mai 1887. ^ .^ > > Die trauernden Hintcrblicvc^^ Korrespondenz der Aduunistratio« ^ ,.is „gwei junge Herreu": Ihre Annonce H^,, l^ nr Msnahmr. Wollen Sie den erlegten Vetrass >" ___________869________________ 7. Mai 18d7. Course an der Wiener Börse vom 5. Mai 1887. N.,« dem 0^^ Course 2. Geld j Ware, ^"err^,,, - -.....8N 80 «1- .^l 5»7 ^taat^ose 25.0 fi, ILl< - 12 >-^>"««/° 5>,si"N,e 5UU „ ,»5'ci»L- >c, ^°"«l°e«-!"!5, - "'lN!«e,ne , . pcr St. —-> -- ^^tti.j>^°lb!ente. steuerfrei . >n l,b ii« 0,°, ">enrcntc, steuerfrei . ««75 i'ß Ul> ' ?Nr"°.<°/° - - - - !0<>i0,cl.-i<. ' ^!enb w"° b°/° . . . . «7 4« 87 e„ "°^bI.(Hl,g.Os!l>ahn) 1«? leo1L7'?<, u »rose 4°,^ luo fi. . . 124 L(» 124 ?5 l,° ">iz,!^/ -......IW----------- ^'""hrilch» '......,04 50 105-20 >:'!"'N'«V" ^ ^ ^ !«->!»- i°.'.''-»,i^ ""^° - ' - - !°^- - - ' li<^,,,^ u«d r , i>!,4 .',s.------ >^ ' "'','^......,.„4 5^.,,.,. Veld Ware 5°/n Temcser Vaüat .... 10475 —.— 5°^ «üssarilche...... W425105 — Andere össcutl. Nnlehen. Ti'Nlili-Mtg.-Lc'si,' L°„ 100 fl. . Iio- 117- dir. »lnlcibe 187«, fteuerivei . iu5>-bl> l«6 — AiNthc,! d, Kladllicm.-indc Wien 105-- iu5 b<> ?l!Ncben d, ktadlgemcindc Wien (Silber und Grid) .... 1»« ?' i»3 75 Plän,i.',!°Nnl,t.3t,:btg«m.wle!> 124 ?L 125 2<> Pfandbriefe (für 100 fi.) ^otlncr. allg. östeir, 4'/,°/»Gold. 120-7518« ?K dlo. in 50 « „ 4'/, "/» l«o »c, ini to. >n 50 « « 4«/<> . ! »« ü« 9?- »0. Pläm,en-klbuldvel'l>i— i«i^>« ^^ft,Hypri^l>!',danl !«j. 5'/,«/„ INI l>N — - l.l,:,«ung. B/,"/° - 102-N0 1K3 — dir, « 4"/» . . i'X'Lb !,i!-- ',!, Pl-i !n I. ix.,« v.'.I, 5>/,»/,, —---------— Prioriiül0'Odli»utlonen >cllibs»3ioltdal^n >.ri Silber ioo-b0 i>)l-io ,,rallz«^»,i>!^'ü^n..... —-— —-— 0 ,1!!.,'!',.',' ,v>,,!^. t!!bll',j»B!lhN . Ivui >1lil) n. «.. 4V,°/, . 100 VÜ IUI'L^ Oesleri. ^r>dwts!l)»I/n , is« 25^,»«-75 «>-!>' k>,!r>, Vlaatsbahn 1. Emission . . !iN0'— — — Eübbahn ^ z o/o .... 150 — 15,1-— „ l^ 2«/» .... 1i!ü 001i!7'— Nng.'galiz, Vahu , , . , 997010030 Diverfc Lofe (per Ctück). «liebillose 100 fi...... I?.'.»— 175,-5« 14 2.^ lialdachel Prämien-Nnleh. z!0 f>, i» s,c> 20 50 O!e„cv Vr!c 4U 4!» lü Palssy-Vose 40 st..... 4z 75 44 2s. Rochcn Kreuz, öft. Ges.v. ws 1455 ,l«5 Nudols-Voje 10 fi..... uz-— l» — Ealm»^l,'se 40 N...... 57.^. — — St,-Gci,»iö°V?se 40 fl. . . 55 75 5« l<5, WalbfteiN'Loje ^0 fl. . , 35.25 ,6- Windifchgräy-i,'l)le ^l> fl. , ^u?b 44 2s> »anl'Nctien Au»ile'Ocfte>i, ^anf 200 fl. in^-ka 103 50 B.^lvereiu, Wimer. iuo fl. ! i-»<> ^!l>»,l,-H»ft.^cst^0Ufl.S.4l1<'/<,2>,g 50 24N 50 !irt!,^Änft. f.Ha>id,u.<ö, lüull, ^73 8U!'., ,!lple,Vef,,»iic1>elöfl.5oulI, 55«,— 555 — .',!l,^l>!!,clenb., öft.^U0f!,^°/„L. «4-— e5 — ^ nt^ld., osl, ,U0,l, W,5u" „ «c, ll»u K0 231,— Qcsl«i..M>g. 5a,.l , . . „7^_^78-'.lmoudllNI i!Uu I». ... zu« Lk!ib«-50 ^llcl/lodanl, «llg. I4N ü, . 151,75 ,,,2.25 lln^rnehmungen. sp« Stüc»!, Nlbiecht«Nahn Koo sl. Silber . -'--------— iIls°!d.still!!!..V00 fl, . . 2?U—777 — Vu<«»icl». Oesterr.l.ou fl. <öÄt. . . ,382—3ü< — Drau-!iis. (Äai.»Db.->>.)^00fl,N,-------____ Duf-VotcubaHcr llnb»»l1inrdt'. 1000 sl, s»,^. ahn z»on sl. Slides---------------- «üuftnchen.5,^sel-s.Vud»ig.«,«00ahu I0u fl. .------------- — «a!^au.Obeid.«isenb.^uofl.S, —------------ i.'euü,er„- sl, °, W. zzz ^.^23 — ^!lo!^d,öll. «>!>,,. Trlcj!5>0U ll.'!l^i.!479 ^481 -Oeslcrr. Nolt!we!tt>. x>!« sl. Gilb ißo.^iül — dlo, (lil, 1l> zwo j,, Silt'« -I80-— l«0 25 Piag-Dlljcl ^lfcüv, I5>>^ fl. ^>l!>^ — ^ ,4.5^ Rudolf , ^,!. i!0<) ü, 6,.^i ,185-ül, 1».^ 7s. HlebeüdüMl o. <ü>» f!. > —— —.— H?ta>»l>»,l!.,,!).,i,» ^0^ ,l 0, R> . 22ü 80Ä««-l»o SUdbahn 200 sl. Silber . , , 7» 50 73 — Vild-Nordd -l»erb.< N.Huo fl. «HM, 153 75 154 25 Theih-Oahn üuu fl, ö. W. — — — - Tramlvav^Ves., ivr, I7ufi, 0, W.zzi 40232 82 ^ « wr,, neu inü sl ?n— ?o 50 Tranevolt.^escllsch^ft la» fl _._.--Un«.,<«taad«Oraz)^00s,,s, 1245^ >ß5 Ü0 Industric'Nctien (per Stilcl). «lßydi und Kinddera, «ifen» und Stahl-Inb, >i! Mcn 100 fl. , — — __>-. Hlscnbab!iw.'^eil!g, l. 80 fl. 40"/« —-— 84 — „Hlbemilhl". Papi^rf. u. V..H. «5-5« 66-— Hioulaü-Oejelljch., östeir.-nlc'lii^ iü — 16 «o ^ia^cl !i>l>,'!^Il!0,»Ocs. ^00 'l. , —.— — — ^algo.T>>rj, Eiscnraff. l0« fl. , i«z ?b 1«6 2» TlUattcr »ohlenw,»Ocf, 70 sl. , _--. - - Wasseus..G., O>ft, in W. 1UU fl. —— —,— Deuiseu, Deutsche Plätze......g,g„ «« 5b «ndou.........l«' —127 35 p"'«..........50 »5 5040 Petersburg .......__.^. ^_ Valuten. Tülcate»........z,<>° ..^. ^-Fra»c«.Sti!tt......^0°,. l00« Deutsche liteich^d.inlnotc,, . ' g^zy g^.^ ^ITT S HEIL! ¦i im Casino kneipe. \ lieginn l> Uiir. (2059) ^pargelfreunde *H^e ^ den schmackhaften Spargel im ^clif r Keltsohulgasse aufmerksain \^__ (2Ü67) 3—1 /s^ Ein ^chreiber 'He fLeine Fabrik gesucht. Nur schrift-%iis te olmo Boigaho von Original-?%*5ie_n- (2052) 'harten u. Connossemente KV- nach (.ir,20;i(;-it) Ffc Amerika bei der k. k. cone. x Auch or-Line ^-^ien^iM Kolowratring 4. Xäg:lioli (Gefrorenes! äaffee> Eis-Chocolade, '^ttasch, Granito etc. 'n der Couditorei Rudolf Kirbiseh ^ Gefl ^ongressplatz 8. \%t, OrenC};-Beslplliingen nach auswärts fe^CJ^omp). iimi sicher geliefert. ^f^"iite bliche Wirkung von vielen \^so ^} Aerzten bestätigt wird, kv c'ie j.'6 Von lausenden von Personen, Äheii erPl'obt haben, heilt die fiikhlversi des Ma«cns und Unterleibes, ; ljjjef, \i£'jlung, Magen- und Wechsel- gep " ^nd'"' ^e')ei<- und Hämorrhoidal- 1 dip v,!,st ei» ausgezeichnetes Mittel I (W^ t'la'1^ Vo»n Erzeuger in Schachteln ;teLOsSeien ] 1L 3ft kr- versendet; ; lj6r. Pesetl lragen die p t Auftrag. l^?thekeS(i011 h 10 kr. nur in der ^V^aoh -fe?011' "zum En&el" ^Urt ^ 1--)l' Wlenerstrasse, in Fla-STfaw;"1 dor Apoth. Rizzolli, rirri lt-'orr ' liri(I '" vielen Apotheken W' '^i-io, lk- Kärnten, Küstenland, ^^! 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Ji.'i Blotandrang, Kopfaohnierz, Sohwindel aüWwiihrt, rejir.ibnntiercn Hi«: «in (l!Mi) fl -;i mildes, sicher wirkendes, blutreinigendes Laians, doh8flii curmäasige Anwendung )>ni Murcii- und Uiitcr-leibabcscliwurdcn, audau> rndiir StuUlvfrlialtuii^» Ha-morrlioiilen, lisiber- und Gallonleidi-n, Gelbauclit elo. ärztlich empfohlen wird. Erhältlich überall in ilon Apotheken. Kn «ro.s in den Drogui.u- und Min,:ralwaBac.hand!uiigcn. Nur eollt, wonn judi; J)oHiH Iii iniin un na Schutz- ---------------mark.« tragt. Ciintral-Vernaudt: Lippmanna Apotheke, Karlsbad. Allein eoht erhältlich In Laibaoh in G. Piccoli's Apothckn und U. v. Ti nki'ic/.y'« Kinliorn-Apothokc; s.!rn«.'r in dun Apothokou von HischoflllCk, Gurkseid, KlaRensurt, Kriiiiiburp;, UaduiaiiiiHilors, KudollVWert BOwi» in allen Apollickon Ooaterroichg. Einige tüchtige Bautischler finden beim Fabriksbau in Neumarktl Aufnahme. (2045) 3-1 Zahnarzt l SMP i wohnt (1462) 12 Hotel Stadt Wien II. Stock, Thür Nr. 23 bis 24. Ordiniert täglich von halb 10 Uhr bis halb 1 Uhr mittags und von 2 bis 5 Uhr nachmittags. Sonn- und Feiertage von halb 10 bis 1 Uhr mittags. Reste und dauerhafte, erprobte Plomben, die nach dem Plombieren keinen Schmerz erzeugen und der Farbe des Zahnes gleichkommen. Ebenso die bewährtesten und neuesten Methoden im Verfertigen künstlicher Zähne und Gebisse. Aufenthalt wegen vorgerückter Bade-«aison bis Anfangs Juni. Zjvl -verraleten. vom 15. Mai an ein geräumiges ebenerdiges Zimmer mit separiertem Eintritt, mit oder ohne Möbel; kann auch als Verkaufslooal mit Eingang von der Gasse aus benutzt werden. — Auskunft in der Bahnhofgasse Nr. 24, ebenerdig links, beim Hauseigenthümer. (1957) 3—3 Johann Jax, Laibach »_ empfiehlt sehr hübsch aus- W^O gestattete, mit Gummireifen j|§|l|if« versehene (ir>07> ao-6 wkWer-Mociiißöes zum Preise per fl. 20 bis fl. 30. Laibacher Eislauf-Verein. Einladung zur Hauptversammlung der Mitglieder am 13. Mai 1887 abends halb 8 Uhr im Clubzimmer der Casino-Restauration. Tagesordnung: 1.) Bericht des Ausschusses. 2.) Bericht der Rechnungsprüfer. 3.| Neuwahl des Ausschusses und der Rechnungsprüfer. 4.) Allfällige Anträge. Laibach am 6. Mai 1887. (2060) Der Ausschuss. Heinr. Kenda, Laibach. Pariser Mieder Nr. 0 aus Leinenzwilch fl. 1,95; Nr. 1 aus Lcinen-drill fl. 2,50; Nr. 2 aus Leinendrill fl. 3,60; Nr. 3 mit Patentverschluss fl. 4; Nr. 4 aus Satin fl. 4,10; Nr. 5 aus Satin fl. 4,50; Nr. 6 aus Leinendnil 11. 5,30; Nr. 7 aus Schwarz-Satin fl. 5,50; Nr. 8 aus Seidenatlas, roth, fl. 6,30. (IX Wiener Panzer-Mieder Sorte Nr. 0 1 2 3 4 5»» " fl. —,55 —,65 —,75~i,— 1,3ÖT6Ö~ Uhrfeder-Mieder Nr. 1 2 3 Pariser Mieder Nr. 0 bis 6 sind in grau, drap, weiss, Wiener Mieder nur in grau. Jede Sorte ist in allen Grössen vorräthig. Pariser Mieder, Sorte 4 bis 8, werden nach Wunsch auch extra nach beliebigem Mass angefertigt, erforderlich ist Angabe der Brust-, Hüften- und der Taillenweite über ein gut passendes Kleid, ohne abzurechnen. (9f!8) ß Local-Veränderung. Hiermit beehre ich mich. meinen geehrten Kunden anzuzeigen, dass sich meine (2056) 3—1) Oeseliäits-X^oealitäten vom 1, Mai 1. J. an Ecke Alter Markt Nr, 2 - Outer fler Tratte Nr. 2 befinden, wovon dieselben gütigst Notiz nehmen wollen. Hochachtungsvoll H. Branchetta Hutniederlage in Laibach.