Schrift! etttm,: ««ttzaXgafft Rt. 5. f • tat i f Mi. >1 # »i« 4 B« i H ; tJgll« («U la*aaka< t>n 9»aa- 1.8«irt-b«t Mi 11-n OJi ««■ OuMftttflwa na*<> nM< latMjtacCtl. BUtttoIok «»- BMI b(Ttl4AAtl«t «Hunt kl* SHIMIUiü KJII Btto&auia tn d«w>< fasst* » I! » Mlltna oian«. S« ©tf»rt»«I=nattl*f|t »t. m.»o» Kerwaltmiy -«atha»« gaffe Nr. F , t a t a I *r. ii Otpg«» » Bat« Mi IM hHia! «UrtdtDttt ...»»» AtftlUlte . . . . K «-40 •*n«lll|ti(. . . . K lt*M Ht <1111 gsMIaat In« von«! itt«t.» SaOMfl« . •on*j»tta . » it.se Et« Bnllut» ttSBfrta M Ml kui)ti MMSiObm Nr. 18 Cilli. Samstag den 4. Mai 1918. 43. Jahrgang. Eine Kursündrrung. Unter dem gewattigen Dnicke der deutschen öffentlichen Meinung ist in den letzten Tagen tat-sächlich eine Kursänderung eingetreten, die wenigstens teilweise den Erfordernissen einer sesten inneren Staatspolitik Rechnung trägt und den slawischen Staatsverrätern ein entschiedenes „Hände ,nxg" zuruft. Der Ministerpräsident hat der Obmännerkon-ferenz Mitteilungen gemacht, die die Richtlinien deS neuen Kurse« bezeichnen. Er erklärte, daß in der nächsten Zeit eine Verordnung dcS Gesamtministe. riumS erlassen wird, welche die Ernennung von KreiS« havptleuteu mit national abgegrenzten Sprengeln m Böhmen v»r sehen wird. Bezüglich der südslawischen Frage erklärte der Ministerpräsident, daß sie beHandel» werde» müsse, daß jedoch dieses Gebilde nicht aus den Friedens» bedingungen herauswachsen könne und daß in die. selben vor allem nicht jene Teile deS österreichischen Staatsgebietes einbezogen werden könnten, die auf dem Wege zur Adria liegen und die in inniger Ber-bindung mit dem deutschen Sprachgebiete stünden. Er stellte in Aussicht, daß alle Agitationen, die aus die Verwirklichung der südslawischen Deklaration ab» zielen, im StaatSinteresse eingeschränkt werden müßten und daß ihnen mit allen gesetzlichen Mitteln entgegengetreten werden wird. DaS Parlament wird vertagt, um eine Lösung der verworrenen Verhältnisse anzubahnen. Im Zusammenhange mit dieser Kursänderung steht die Mitteilung, daß der slowenische LandSmann-minister »Dr. R. v. böiger, da er mit den von der Regierung geplanten Verordnungen nicht einverstan-den iei, zurückgetreten ist. In der nächsten Zeit wird auch die deutsche nautische Schule in Trieft inS Leben gerusen werden. 3>ie Sau aus Ungarn! Humoreske. An dem Stammtisch zur „Goldenen Ente" saßen mehrere wackere Bürger bei einem Schoppen dünnen KriegSbiere« und lasen ei'rig in den neue-stcii Fiiedensnatbrichlen. Dabei besprachen sie die gegenwärtige Ledensmittelnot und schimpften nicht wenig über den KliegSwucher und die Hamsterei. „Es herrscht noch immer keine wahre Hungersnot, wenn man sich Die LebenSmitteln nur halbwegs zu beschaffen weiß," meinte der dürre Apotheker Feldmaus zu feinem brhjbigen Freund Ratzenberger: „Guttl, erzähle doch 'mal von deiner Sau aus Un garn!" und dabei blickte er den letzteren mit einem verschmitzten Lächeln an. „Wieso? Eine Sau auS Ungarn?" riefen gleich-zeitig mehrere: „Du hättest ber.iis eine Sau aus Ungarn bezogen? DaS läßt sich hören!" „Wie man 's nimmi!" enlgegncte Ratzenberger mit einem guigespielten Srnu: „Weil wir aber heuie so gemütlich beisammen sitzen, so will ich euch diese uieschichie erzählen." Er schiievtzte sich noch zuvor in sein blamS Sackluch, dann begann er: „Mein Fieui.» JonaS Forgatsch war nicht wenig stolz aus seinen migyarisch klingenden Namen und behauptete steif und fest, auch ein echter Ungar Tagung des Drulschen WlKsratrs für Untrr-sttirrinurk in Eilli. Sonntag nachmittags fand im Deutschen Hause zu Cilli eine aus allen deutschen Orten deS Unter« landeS zahlreich besuchte VertrauenSmänne,Versammlung deS Deutschen VolksrateS statt. Der Obmann des Vo'.kSraleS Dr. Otio Ambroschitsch brachte zu Beginn der Tagung, an welcher sich auch die Abge« ordneten Richard Marckhl und Moriz Ztallner be teiligten, nachstehenden Drahtgruß des Grazer Bür-germeisterS Fizia zur Verlesung: „Der zu gleicher Zeit tagende zweite Deutsche Volkstag zu Graz sendet dem Eillier VolkStage herzliche Grüße. Klare und rücksichtslose Vvlkepolitik und der unbeugsame Wille. daS deutsche Volk in Oesterreich mächtig und ungeschmälert zu gestalten und zu erhalten, möge durch diese Tagung weiter gesörtert werden. Zusammengeschweißt durch völkische Not lasset unS kämpfen für deutsche Volkes G> öße." Die Deutschen Volksräie für Krain und für Kärnte» hatten herzliche Begrüßungen gesandt. Die Abgeordneten Dr. Hofsmann von Wellenhof und Raimund Neunteufel, Heinrich Wastian, Fr. Neger sowie Bürgermeister Ornig hallen ihr Fernbleiben entschuldigt. Namens der Stadt Cilli richtete der Bürger-meister Dr von Jabornegg an die Versammelten herzliche BegrüßungSworte und beionle die Noiwen di^keit einmütigen Zusammenstehens der Deutschen des Unterlandes. Der O mann Dr. Otto Ambroschitsch erstattete einen umfassknden Bericht über die Tätigkeit deS Deutschen VolksrateS seit KriegSbeginn, welcher Be-richt beifällig zur Kenntnis genommen wurde. Hierauf wurden die Wahlen in den VolkSrat seitens der einzelnen Kreise vorgenommen. Ueber Antrag deS Obmannes wurde nachstehende Entschließung unter stürmischen Beifall einstimmig angenommen: „Die Ereignisse, die zum Sturze deS Außen-Ministers Grasen Czernin sührten, haben in der gesamten deutschen Bevölkerung llntersteiermarkS zu sein, waS aber nicht der Wirklichkeit entsprach; denn wie ich später in Erfahrung brachte, war er in irgend einem kleinen böhmischen Nest geboren, dessen Namen ich nicht mehr weiß. Was aber bei der ganzen Geschichte die Hauptsache war besaß er angeblich in Preßburg — welche ungarische Stadl er selbstverständlich nur Pocsonq nannt« — reich-begüterte Verwandte, die über einen großen Bauern-hoi verfügten. Aus diese Art sungierte mein lieber JanoS als ein Vermittler von verschiedenen NahrungSarlikel. die er den gutmütigen „Schwaben" gegen hohe Wuche'preise vei schaffte. Einmal hat er auch mir bereits aus .Gefällig« fett" ein kleines Quantum weiße« Mehl besorgt und sich damit größtes Zutrauen und die weil» gehenste Protektion erworben, fo daß ich ihn in allen meinen Bekanntenkreisen aufs beste empfahl. Obgleich meine Frau gleich anfangs eine uneiktär liche Abneigung gegen ihn hatte und mich stets mit den Worten: „Paß nur auf. daß er dich nicht ein« mal anschmiert l" vor ihm warnte, blieb meine Vor. eing no > menheil für diesen neugewonnenen Freund dennoch unerschütterlich." Ratzenberger nahm einen schluck Bier zu sich und fuhr dann weiter: „EineS Tage« — eS war gerade zu B g'nn der Fleifchnot — kam er ganz atemlos in mein große Beunruhigung hervorgerufen. Die bei der Tagung deS Deutschen BolkSrateS für Untersteier» mark tn der Stadl Cilli versammelten Vertreter aller deutschen Gemeinden und Vereiniqungen Unter« steiermarks geben ihrer Entrüstung über diese Vor-gänge unverhohlen Ausdruck und sordern, daß endlich die Staatspolitik einen festen, von verfastungS« mäßiger Verantwortlichkeit getragenen KurS einschlage, der unter voller Würdigung der Bedeutung deS deutschen Volkes und unter gesetzlicher Fest-legung der deutschen Staatssprache die Staaisein« heil wahrt. Wir sordern, daß endlich mit allen Hzchverrätern und mögen sie noch so hoch stehen, ausgeräumt werde und der staatsfeindlichen He»e im Norden und Süden des Reiches mit vollem Ein« fatze der ganzen Staatsautorität Einhalt getan werde. Angesichts der beschämenden Tatsache, daß unsere Verwaltung in den Nöten deS Kriege« voll-ständig versagt hat, verlangen wir eine den Ei fordern issen eines geordneten StaatSwesenS entsprechende VerrvaltungSrcsorm. Wir lehnen aber entschieden eine Kreieeinieilung mit Einführung der nationalen Autonomie in den südlichen Ländern ab, weil damit alle deutschen Siedlungen zwischen Drau und Adria in ihrem Bestände auf das schwerste bedroht würden und damit nur ein Schritt zur Errichtung eine« eigenen südslawischen SiaalSwesenS getan würde. Wir erheben den schwersten Einspruch dagegen, daß die Hetze gegen daS lreuve» bündele Deutsche Reich, dem wir in schwerster Bedrängnis Hilfe und Ret« tung zu verdanken haben, in unserem Staate unbe-hinderl betrieben werden kann und verlangen, daß daS BundeSverhältniS ausgebaut und pragmatisch sestgelegt werde. Schließlich foidern wir unfere Ab-geordneten auf, sich der Regierung gegenüber, die den Deutschen bisher nicht das geringste Entgegen» kommen bewiesen hat und auf unfere Kosten den flawifchen StaalSfeinden Zugeständnis auf Zuge-ständniS zuwendet, nicht mehr auf Bei Handlungen einzulassen, sondern endlich jeder Regierung, in der ein slawischer Landsmannminister sitzt und die den deutschen Forderungen nicht gerecht wird, jede Unter-stützung zu versagen. ReichSratSadgeordnetcr Marckhl erstattete Be-richt über die gegenwärtige politische Lage, woran sich eine anregende Wechselrede knüpfte. Büro und flüsterte mir zu: „Gustl, möchtest du nicht eine Sau aus U garn haben?" Ich dichte mich blitzschnell auf meinen Stuhl herum und mußte ihn ein wenig geistlos angeblickt hiben, denn er fuhr m>t einem feinem Lächeln fort: ..Selbstve">änd>ich brauchst du dieMve nicht gleich bezahlen, sondern kannst deine Schuld auch m Mo« natSraten begleichen." Mir fiel ein Stein vom Hetzen. .Und was soll sie kosten?" frug ich. „3000 Kronen I" Ich überflog rasch meine kleinen Ersparnisse, sowie auch d e meiner Angehörigen und brachie wirk-lich diese Summe heraus. .Und waS für eine Anzahlung hätte ich zu leisten?" sraqte ich dennoch ein wenig beklommen. „Ga> keine!" beeilie er sich ,u entgegnen: „Nur Speien. Spesen von etwa üOO K'onen." Ich war damit einv rstanden und erlaubte ihm, am nächste» Tag zu mir zu kommen, um sich daS Geld zu holen. AIS ich >'m Aben) zu Hause von diesem An» kans erwähnte, da veidütterle sich da« Gesichl meiner Frau merklich; doch schon klatschten meine beiden Zungen in die Hände und riesen jubelnd: E>ne Sau aus Ungarn! Da gtbe» auch wir gerne unsere Post-spaikassenüchel» her!" Hiemil war unsxr HiuSbudgel gleich in erster ©fite 2 Deutsche Wacht Nummer 1t Dräuende Gefahren. Die Tschechen streben die Gründung eine« eigenen Staate« an. der Millionen Deutsche ihrer Willkür ausliefern würde. Die Südjlawen hin-wiederum wollen ein staatliches Gebilde errichten, das ihnen die deutschen Sprachinseln des Südens in die Hand geben und dem deutschen Volke den notwendigen Weg nach Trieft, und damit zum Mit» telmeer versperren würde. Diese Bestrebungen in Nord und Süd wären in ihrer Verwirklichung Todeswunden sür das österreichische Deutschtum und den Staat selbst und müssen mit aller Kraft be-kämpft werden. Diese Abwehr ist keine Parteisache, sie verlangt da« ganze Volk. Im deutschböhmischen Randgebiete und in der Großstadt fällt der unerbittliche Hunger die Deut-scheu an. während in den fruchtbaren tschechischen Landstrichen die reiche Fülle der Lebensmittel mit biser Absicht verborgen und zum Gegenstande fluch-würdigen Wucher» gemacht wird. Die Staatsgewalt ist nicht im Stande, diesem Zustand ein Ende zu machen, Diese schmähliche Lage muß unbedingt ge» ändert werden. Die ungeheuren Opfer der Deutschösterreicher im Kriege, in der Kampslinie wie im Hinlerlande, und ihr bedingungsloses Eintreten sür den Staat, hat ihnen Lob und unerfüllte Versprechungen al« einzigen Lohn getragen; die Slawen aber mit ihrer bewährten Erpressungspolitik, mit ihrer offenknudi-gen Unterwühlung de« StaatSwesenS erringen Erfolg über Erfolg; vor ihrer politischen Macht zit-lern StaalSkanzleie» und Ministerstühle. Ihre Ab-ficht, den Staat zu vernichte», ist klar erwiesen und wird gar nicht bestrillen; trotzdem wagen es die verantwortlichen Lenker deS Staatsschiffes nicht, den hochverräterischen Umtrieben mit der durch die Um-stände gebotenen Schärfe entgegenzutreten. Diesen Verhältnissen muß Rechnung getragen werden. Die Deutschen müssen sürderhin ihr LebenSinlerefse in erste Linie stellen und ihre Haltung dem Staate gegenüber von seiner Stellungnahme ihnen gegen-über abhängig machen. Die Zeit der blinden Ge-folgschaft ist vorüber. Zur Besprechung aller dieser Fragen, welche die nächste Zukunft beherrschen werden, beruft der Deulschnalionale Verein für Oesterreich im Einver-nehmen mit alle» deutschen Pa'teien und unterstützt von zahlreichen großen Vereinen und Verbänden für Sonntag den 12. d. in Wien eine große Tagung der Donau, Alpen- und Sudetenländer ein. Alle Volksgenossen, welche an dem Schicksale ihre« Vol-k « Anteil nehmen, werden eingeladen, den Tag der Kundgebung freizuhalten und für einen dem Ernste der zur Erörterung gelangenden Fragen entsprechen-den Massenbesuch der Tagung zu «erben. Lesung glatt erledigt und ich blickte meine beiden Parteigenossen dankbar an, indem ich dachte: „Ja, wir Männer müssen stets in allen Lebenslagen sest zusammenhalten!".... Am nächsten Tage kam JanoS pünktlich, um sich seine Spesen abzuholen. Meine Frau hatte sich Svor absichilich gedrückt, um kein Zeuge bei diese« eschäfte zu fein. „Bis wann gedenkst du diese Sau zu besor-genk* fragte ich fast voll ehrfurchtsvoller Scheu. .Ganz bestimmt in einer Woche!" sagte er. „Ich fadre ja noch heute nach Pocfony.' Ich drückte ihm beim Abschied warm die Hände und kehrte dann ganz glückselig in mein ArbeitS-zimmer zurück. . . Der Erzähler machte neuerdings eine Kunst-pause, während diesmal seine Zuhörer von ihren Gläsern nippte». „Und bekamst du deine Sau wirklich in einer Woche 1' fragte der kleine Buchhändler Reißer un-geduldig. „Nur sachte, sachte!" entgegnete der Apotheker statt des Gefragten: „So rasch kann unser Gustl diese Gcschichte doch nichl erzählen." „DaS ge>ade nicht I" fuhr Ratzenberger mit einer gleichgiitigen Miene fort: „Es verging eine Woche, dann die zweite und ««in Freund Janos ließ sich weder sehen noch hören, "ch wa-- 'i um, viclm.'br um -»-eine Sau aus 1».,gurn vesorgt." »Da hast du 's!" rief meine Frau schaden-freudig: „Jetzt kannst du dir dieses Vieh im Monde suchen." Der verrat Pivko. Die amtliche Darstellung des verrate» von Carzano. Der Hochverrat des slowenischen Oberleutnants Dr. Piok» Mittelschullehrers in Marburg, wird vom LandeSverleidigungSminister amtlich „bestätigt". Wie unseren Lesern erinnerlich, haben die slowcni-sehe» Blätter nach der Anfrage deS Abg. Marckhl ein lautes Geschrei über Unrecht und Verleumdung erhoben und den Dr. Pivko in Schutz genommen. Der Grazer .Arbeiterwille*, der. von Juden geleitet, alles was deutsch ist, besudelt und beschmutzt, konnte da natürlich nicht zurückbleiben, druckte mit Behagen die »indischen Blätter nach und höhnte in der bekannten Manier unter der Ueberschrift: „DaS deulschnalionale Naderergesindel wieder einmal am Pranger" daraus loS und schloß: „Dies ist die Wahrheit, wie „SlovenSki Narod" hervorhebt, über den von dem deutschnationalen Naderergesindel ausgebeuteten Verrat Pwkoä". Heute liegt uns nun die Ansragebeanlwortung des Ministers für Landes-Verteidigung vor, die die Darstellung des Abgeord-neten Marckhl voll bestätigt. Wir entnehmen der Darstellung des LandeSverteidigungSministerS wörtlich folgendes: „Auf die Anfrage der Herren Abg. Marckhl und Genossen in der 57. Sitzung vom 5. Februar 1918, betreffend den Verrat bei Carzano, beehre ich mich, dem hohen Hanse die mir vom Armee-Ober-kommando mitgeteilte Darstellung zur Kenntnis zu bringen: In dem Schreiben vom 4. Oktober 1917 teilt das Armee-Oberkommando mit: „An 18. September, kurz nach Mitternacht, gelang eS bei Carzano (Bal Sugana) den Italienern, ohne Artillerievorbe-reitung überraschend in unsere Stellungen einzu-brechen und über die ersten Batterien hinaus vor-zubringen. Die Lage war ziemlich kritisch, wurde aber durch das selbsttätige, energische Eingreifen von Nachbarabreilungen in wenigen Stunden wieder völ-lig hergestellt. Der Feind wurde in seine Gräben zurückgetrieben; er verlor 8 Ossiziere und 404 Mann als unverwundet Gefangene und eine weit größere Zahl an Toten und Verwundeten." Ueber die Ursachen de» raschen Einbruches der Italiener in unsere Stellungen meldet die HeereSgtuppe Feldmarschall Freiherr von Conrad folgendes: „Der feindliche Einbruch bei Carzano am 18. September war durch einen fast unglaublich scheinenden eigenen Verrat hervorgerufen und muß eS als ein besonderer Glücksfall bezeichnet werden, daß derselbe nicht empfindliche Folgen hatte, sondern i« Gegenteil dem Feinde schwere Verluste brachte. DaS Ergebnis der eingeleiteten gerichtlichen Untersuchung, die noch nicht abgeschlossen ist, hat bis jetzt klargestellt, daß Verrat geübt wurde, ber von langer Hand vorbereitet war. „WaS fällt dir ein!• entgegnete ich ganz ent-rüstet: „So etwa« tut mein Freund JanoS nicht! vielleicht ist ihm an der Grenze etwas zugestoßen.* „Da« kommt öfters vorl* pfli' leten meine beiden Jungen bei, die in den Schmugglergeschichten besser bewandert waren, al« ich. In der dritten Woche hielt ich e« jedoch vor Besorgnis nicht mehr aus! E« war gerade ein wundervoller Sonntag und die Sonne lachte hell zu den Fenstern herein, gerade auf unseren leeren Epeisetisch, wo die Sau au« Ungarn schon längst kunstgerecht zerteilt hätte liegen sollen. Deshalb ging ich zuvor erregt im Zimmer auf und ab, dann rannte ich planlos durch mehrere Gassen, bis ich mich endlich in ein ganz fremdes Gasthau« ver-irrte. Dort spielten gerade einige wandernde Musi-kanlen aus schlechten Geigen und Flöten und sangen ein Lied dazu, in welchem öfters der Refrain wie mir zum Höhne vorkam: „Der Mensch muß ein Sauglück haben . . „Da wirst du dich freilich geärgert haben,' witzelte ein Zuhörer, als sich Ratzenberger ein wenig ausschnaufte. .Richt allzusehr I" entgegnete dieser. „Denn Ich dachle nur allein an meinen Freund JanoS und seine Sau auS Ungarn, aber an kein anderes .Sau-glück.* ch ließ mich nunmehr, ganz ermüdet von meinem planlosen Herumirrrn, an einem schattigen «artentisch nieder und bestellte ein GlaS Wein. Als ich dasselbe auSgelrunken hatte, wollte ich schon wieder meine ziellose Wanderung fortfetzen, da fiel Als Hauptbeschulbigter erscheint Oberleutnant Dr. Pivko, Mittelschullehrer in Marburg a» der Drau, der im Vereine mit Oberleutnant Jrsa, den Leulnanten Kohoutek, Zeleny, Martin« sowie den Feldwebeln Mlejnek, Crcic, dem Korporal Malcinel und zwei Infanteristen — alle bis auf Olerlent-nant Pivko, der Slowene ist, tschechischer Nation«-lität — die hochverräterischen Umtriebe beging. Bisher wurde erhoben, daß in der kritischen Nacht Oberleutnant Pivko, Feldwebel Mlejnek und Korporal Malcioek die italienischen Kolonnen geführt haben sowie daß für den Einbruch bestimmte Vor« bereitungen getroffen waren: a) Die Restringierung und Deponierung der Handgranaten und Leucht«ittel im Frontteil Carzano sowie die Ausschaltung deS HochspannungS-Hindernisses, die Unterbrechung de« Telephonverkehre« und Veneilung von Rum an die Feldwachen Bon den Genannten sind seit.dem Gefeite bis auf Leut» nant Martine« — der vor dem 18. September in ein Spitat abgeschoben wurde — alle vermißt. b) Die bei den grfallenen italienischen Offi-zieren gefundenen Pläne sind photographi'che Nach-drucke der unseren (mit der feindlichen Stellung), mit genaueste«, nur durch 'Verrat zu erhaltenden Daten über alle Detail« unserer Stellung bei Car-zano; Skizzen mit detaillierter Angabe der von uns benutzten Unterkünfte in Borgo und Roncegno wur» den ebenfalls vorgefunden. Die mit Farbstift ein-gezeichneten Angriffsrichtungen in den gefundenen Plänen weisen bis Telve sowie bis zur Artillerie am Ceggio. c) Auffallend ist ferner die bereit« zweimal von den Italienern vereitelte Durchführung eigener Unternehmungen durch heftige Feuerüberfälle ihrer Artillerie genau zu der für die Unternehmung fest-gefetzten Stunde und genau nur gegen d«e «usgang«-»unkte der geplanten Unternehmungen gerichtet." Ferner schreibt da» Armeeoberkommando am 2S. Februar 1918: „ES ist einwandfrei festgestellt, daß daS an-ängliche Gelingen de« feindlichen Einbrüche« auf chmählichen Verrat einiger pflichtvergeffener Offi-ziere nnd Mannschaften de« Bataillon« V/bh. 1 zurückzuführen ist. E« sei jedoch zur Ehre diese« tapferen, vielbewährten Bataillon«, da« sich auch in diesem Kampfe mit geradezu mustergültiger Tapferkeit schlug, angeführt, daß eS durchwegs Leute anderer Nationalität und von anderen Truppen de« Bataillon V/bh. 1 Zugeteilte waren, die dieses für den «Soldaten schändlichste Verbrechen beginge». Der Rädelsführer, Oberleutnant i. d. R. Dr. Pivko, ist Slowene, die übrigen sind Tschechen. Sie hatten seit Wochen i« Einverständnis mit dem Feinde in einer in der Geschichte unserer Wehr-macht unerhörten, noch nie dagewesenen Weise den Lerral vorbereitet und dem Feinde hierzu auch da« nötige Material, insbesondere Pläne mit genauen Angaben der Maschinenge»ehrbatterien, Kommando-standorte, Reserven usw., geliefert. Die Italiener beschlossen, diese günstige Gelegenheit zu einer größer «ein Blick aus den Rücken eine« Menschen, de« der Hut ziemlich schief i« Genick saß. Dabei stram-pelte dieser mit seinen dicken Beinen laktmäßig und gröhlte da« zum wiederholten Male gespielt« Lied von de« „Sauglück" «it. „Janos!" Ich hätte diesen Namen säst laut ausgeruseu, aber ich besann mich noch rechtzeitig, in der An» nähme, daß ich mich am Ende dennoch irre. Des» halb stand ich leise aus und schlich behutsam an diesem weinseligen Mitsänger heran, u« ihm in daS Gesicht blicken zu können. Es war mein Freund JanoS! Seine glotzenden Augen starrten mich ganz verblödet an, während seine schwulstigen Lippen noch immer von einem „Sauglück' murmelten. Er er-kannte mich offenbar nicht. .Janos!" sagte ich deshalb in einem nicht ganz freundlichem Tone und rüttelte ihn bei den Schultern: „Janos, was macht denn meine San au« Ungarn ?" Jetzt erst schienen die Geister de« Weine« ein wenig zu weichen, denn er hörte zu singen auf und fuhr sich wie im Traume mit der Hand über da« Gesicht. .Die — die — Ra—ratzenberger--* entgegnete er mit einem blöden Lächeln nnd machte den Versuch, sich von der Bank zu erhedea. „Bleibe nur ruhig sitzen und erzähle mir, ob du deinen Auftrag erfüllt hast oder nicht," sagte ich ein wenig strenge und drückte ihn aus seine« Sitz zurück, was gar nicht notwendig war. „Die — die — lalala!" .... Nummer 18 angelegt» Unternehmung mit weitgesteckten Ziele« auszunutzen. In »Her Schnelligkeit wurden einige versaglienbalaillsae teil» mit Bahn, teilt mit Aut« und Rad in die Bal Sugaua herangebracht, so daß für de» ersten Einbruch zirka b Bataillone zur Verfügung standen, während eine Brigade zu» nächsten Ausnutzung des Erfolget sich in Reserve befand. Die ehrvergessenen, verräterischen Offiziere und Unteroffiziere wurden al« Führer der Kolonnen in und durch unsere Feldwachenlinie und in unsere Hauptstellung eingeteilt, sie hallen dafür gesorgt, daß den in Betracht kommenden Feldwachen »m Abend de« 17. September au«giebig Rum verab-folgt wurde, daß die Einschaltung de« Hoch-spannungShindernisset unterblieb und die Maschin-gewedrmunilion in der Hauptstellung bei Carzano vermindert wurde. Absichtlich war die kurz vorher anbefohlene Autfuhrurig eine« ZwinqeiS nächst der Brücke von Carzano nur sehr mangelhaft bewirkt worden. Um den verrat zur völligen Uebcrr»mpelung auszunutzen, hatte die nur mit normaler Munition«-«enge m« Gefecht tretende italienische Infanterie den Befehl, beim Angriff nicht zu schießen. Und nun eilten zur Vervollständigung all dieser Maß-nahmen die verräterischen Offiziere den italienischen Sturmwellen vorau« und befahlen den auf den wichtigsten Punkten stehenden Feldwachen, sowie der Brückenwache bei Carzano, die Gewehre wegzuwerfen, da ja doch alle« verloren sei. So tonnte e« geschehen, daß der Feind, ohne Widerstand zu finden, durch die Feldwachenstellung hindurch über die Masobtücke in Carzano eindrang. So kam es auch, daß im ersten Augenblick dem über 2000 Feuergewehre und 12 Mmchingewehre starken ersten Stoß des Feinde« nur jene Handvoll Leute entgegenstand, welche die kaltblütige Tapferkeit und Umsicht ihrer Unterführer bi« zum Bataillon«-kommuudo hinauf zusammenraffen konnte, bevor noch die von höherer Stelle zur Abwehr anbefohlenen Verstärkungen zur Stelle waren. ' Die ersten Nachrichten über den erfolgten Ein« bruch in die Feldwachenlinie brachte einerseits eine Deutschmeisterpatrouille, die knapp vor 1 Uhr vormittags des Id. September die Anwesenheit einer feindlichen Patrouille mit unseren Kappen im Unter stände der Rachdarseldwiche de« Bataillon« V/bh. 1 festgestellt hatte, andererseits ein Infanterist letzteren Bataillon«, dessen Zug dem Einbrnchsrauin zu-nächst stand. Ohne auf die Einzelheiten de« nun folgenden Kampfe«, in dem sich der in der Interpellation er-wähnte Oberleuuanl BanholowäuS Schmauiz delonkr« auszeichnete, näher einzugehen, kann dessen verlauf und Endergebnis folgend zusammengefaßt werden. Da« Gefecht von Carzano ist eäft« bei besonnener, energischer Führung und initiativem, entschlossenen Handeln der Unter-führer, sowie Tapferkeit und Schneid der Truppen einen glänzenden Ei folg über eine» überreichend einbrechenden, stärkeren Feind zu erringen vermögen. Mehr war au« ihm nicht herauszubringen, denn er begann neueiding« da« Lied von dem „Sauglück" zu lallen. « Ich sah ein, daß alle meine Mühe vergeben« war! Was sollte aber weiter geschehen ? Ihn wie-der lausen lassen — das heißt — ihn feinem wein-seligen Schicksal überlassen und warten auf ein andereSmal. bi« er wieder nüchtern ist — oder ihn einfach mit nach Hause zu nehmen ? Erfahren wollte und mußte ich aus jeden Fall, wa» mit meiner Sau auS Ungarn geschehen war! So entschied ich mich sür da» letztere . . ." ,Du nahmst ihn also mit nach Hause?' fragte der Buchhändler begierig. »Selvnvetständlichl^ entgegnete Ratzenberger. »Wa« hätte ich denn sonst mit diesem besoffenen Menschen anfangen fallen und ihr körn! euch deuten, was ich für eine liebe Mühe bei diesem Trans-Porte hatte! Der Zufall wollte jedoch, daß ich auf halbe« Wege einen Dienstmann mit einem leeren Handwagen antraf — denn e« war fch»n »iemlich fpät abends — der meinen lieben JanoS einfach auf denselben lud und ihn dann b>» zu meiner Wohnung führn. ES war nur gut, daß meine bei den Jungen bereit» schliefen, denn sonst hätten sie den Ankömmling zweisello« sür die Sau aus Un. garn gehalten." Die Zuhörer lachten. »Und wa» sagte deine Frau zu dieser Ve» scherung?' fragte der Buchhändler abermals. Deutsche Wacht Diesen E»ldatent»genden u»serer aut den »er-fchiedensten Gauen der Monarchie stammenden Offi-ziere und Mannschaften ist e« zu danken, daß et in«gesamt 350 Gewehren und 7 Maschinengewehren bei ausgezeichneter Mitwirkting der Artillerie gelang, den mit etwa b Bataillonen (zirka 2150 Gewehren, 12 Maschingewehren) überraschend angesetzten An-griff de« Feinde« zu einer vernichtenden Niederlage zu gestalten. Unsere Gesamlverliiste betragen 10 Offiziere. 306 Mann, die der Italiener 17 Offiziere und 896 Mann. Ein Zusammenhang zwischen den Ereignissen bei karzano und dem Zeiipunkt fvisic der Stoßrichtung unserer letzten Offensive, wie e« die Jnter-pellation zu wissen glaubt, besteht nicht. Da« Gefecht hatte, operativ genommen, nur lokale Bedeutung. Da« ist jedoch nur dem günstigen Autgange zu danken Bei anderem verlaufe ist eine Rückwirkung, auf deren voraussichtlichen Umfang hier nicht »in-gegangen werden soll, außer Zweifel. Der Verrat von Carzano muß von dem Standpunkt aut be»rteilt werden, welche Schmach er unserer Wehrmacht zugefügt hat und welche unabsehbare Folge» er bei planmäßigem Gelingen hätte zeitigen können. Darum herrscht bei der Armee im Felde nur eine Stimme über diese ruchlose Tat und die volle Schwert der irdischen Ge-rechtigkeit wird die Verräter, soweit sie erreichbar, sicher treffen." Die« ist die Darstellung de« Falle« Carzano. Daß das Ergebnis det Strafverfahren« gegen den Dr. Pivko der UnterrichtSbehi>de bekanntgegeben, werben wird, ist schon durch die bestehenden vorn fchriften gewährleistet. I« Zuwmmenhange damit ist noch anzuführen, daß laut Mitteilung de» Armeeoberkommando» vom 3. November 1917 einige Tage vor Beginn ber Offensive gegen Italien auS dem Raume von Tol-mein, wo eben die HauptangriffSgruppe versammelt wurde, drei Offiziere treubrüchig zum Feinde eni. wichen sind: Oberleutnant Michael MaScim, geboren 1890, Besitzer der silberneu und bronzenen Mililärverdienst-medaille (Bruder eine» rumänischen Generalstab«-Offizier«), Leutnant Johann Hapa. geboren 1893. ferner Leutnant in der Reserve Ottokar kichy, im Zivil Bahnbeamter. Die beiden Erstgenannten sind Rumänen unga-rischer Staatsbürgerschaft, der dritte österreichischer Tscheche. Ueber daS Verhalten der Schützenregimenter Rr. 8 und 28 in ber 11. Jsonzofchlacht teilt das Armeeobe-kommando folgenveS mit: „Eingehende Feststellungen über den Beginn der ll. Jionzoschlacht Hoden erwiesen, daß die Haupt» Ursache deS gelungenen italienischen Flußitbergangcs und de« nachfolgenden Durchbruches unserer Front im Raume Loga—MorSko in dem überwältigenden Artillerie- und Minenwerferfeuer der Italiener zu „Anfang« nicht« l Aber al» JanoS bereit« eine ©eile in unserem fchnecweißen Bette lag und eS kamen die Folgen feiner weinseligen Laune, so daß mein« Frau nicht genug Kübeln und Aufwasch-lücher besorgen konnte, da entlud sich sreilich ein Unwetter über mein schuldbeladene« Haupt. ..Ich konnte nicht anders handeln,' wagte ich mich trotzdem zu entschuldigen. „Denn ich will morgen einmal erfahren, wa« mit meiner Sau auS Ungarn ist." Da ließ de« Donnerwetter ein wenig nach, so daß ich mich endlich zur Ruhe begeben konnte, «l« ich am nach»en Tage erwachte, war mein Freund JanoS bereit» wach. fr sammelte gerade seine fünf Sinne zusammen und versuchie, sich in der neuen Umgebung zurecht zu finden. Aber e» war noch immer nichts Vernünftige» aut ihm heiauSzubrin-gen. so daß ich neuerding« b>S zu Mittag warten mußte." Hier hielt der El zählende abermals i«->e und eS hatte den Anschein, als wollte er feine Geschichte »och länger auedehnen. Deshalb frug ihn der Buch Händler auf« ä ßeiste ungeduldig - „Nun — und was war mit deiner Sau au« Ungarn?" „Du siehst e» ja,' entgegnete Ratzenberger die mal gereizt und brach einfach leine Erzählung ab. — „Die — die hatten wir doch dirfe Nach! in unserem Bette liegen gehabt! ..." Karl Bernreiter. % ' Seite 3 suchen ist. Hierburch würbe jede Sicht im Jfonzotal infolge ber Rauch« und Staubentwicklung unmöglich, die vorderste Kampfstellung eingeebnet, die Besatzung kampfunfähig gemacht und ber Raum hinter ber Front derart unter Feuer gehalten. daß die heran» geführten Reserven schon auf große Entfernung nant* hafte Verluste erlitten Ueber die Einzelvorgänge bei dem i» vorder» ster Linien gestandenen Schützenregiment Nr. 28 ist nicht« Genaue» bekannt. Nach dem beim Schützen« regiment Nr. 7 gepflogenen Erhebungen entspricht die in der Anfrage erwähnte Darstellung, daß dat linke Flügelbataillon de« Schützenregiments Nr. 28 vom Nachbarbataillon des Schützenregiment« Nr. 7 mit Hanbgranaten aus den Kaverne« getrieben werde» mugte nicht den Tatsache« Soweit feststellbar, hiel« ten sich von derFlügelkompagnie noch acht Mann — der letzte Rest — führerlos in einem Unterstand des Kampsgrabens auf, als eine kleine Abteilung de« Nachbarbataillon« vom Schützenregiment Nr. 7 dort erschien und Nachschau hielt. DaS zunächst in Reserve befindliche Schätzen-regiment Nr. 8 litt bereits bei der Vorrückung stark durch das feindliche Artilleriefeuer, wodurch dir Ge» fchlsffenheit der Verbände beeinträchtigt und der Zeitpunkt des Eingreifens verzögert wnrde, so daß die Italiener mittlet weile sich bereit« auf den Rand-Höhen de» PlateauS festzusetzen vermochten. Au» Gründen der Gerechiigkeit muß hinsichtlich deS späteren Verhaltens beider Regimenter gejagt werden, daß sie in den Nooembe, kämpfen auf der Hochfläche von Äsiago sowie bei der Erstürmung de« Monte Siiemol duichaus Anerkennenswertes leisteten und sich die guten Folgen der vorangegan-genen Retablierung, der intensiven Gefechtsausbildung und Diiziplinierung erfreulicherweise fühlbar machten. Allerdings fügt der Kommandant de« 3. KorpS bei, daß da« Schützenregiment Nr. 8 „in den feit Anfang November währenden Kämpfen von allen Regimentern der 21. Schützendivision am we» nigften engagiert war, da» Einsetzen des Regiment« vom SchützendivisionSkommanbo nur fukzefsive verfügt wurde ur» eine gewisse Vorsicht im Hinblick aus Borkommnisse frühere Zeiten am Platze war'. Ueber die hochverräternchen, an die tschechischen Soldaten der Südwestsront gelichteten Ausrufe gibt daS Armeeoberkommando folgende« bekannt: „Der unter der Leitung Maf?rykS stehende tschecho slowakische National at bedient sich nach wie vor der Aufrufe, die unsere Soldaten slawischer Nationalität zum Hochoeirat jeglicher Art zu ver-leiten trachten uno im Wege feindlicher Flieger oder durch andere Truppen des Feindes in den Front-bereich gelangen Die in den Anfragen wiedergege» denen Flugzeitel sind tatsächlich in unsere Linie« gelangt'. Die Untersuchung gegen alle diese Verrätereien wird mit der größun Sorgfalt geführt und e» wird gegen die schuldig Befundenen mit der ganzen Strenge de« Gesetzes vorgegangen werden. Die Militirveiwaltung hat sowohl im Bereich der Armee im Felde als auch im Hinicrlande alle Vorkehrungen , getroffen. um einer Wiederholung solch trauriger Vorkommnisse vorzubeugen. Sie ist sich aber bewußt, daß ein voller Erfolg nur dann zu erwarten ist, wen sie in ihren Bestrebungen von den Führer» aller Völker Oesterreichs unterstützt wird, und ich hoffe daher, keine Fehlbitte zu tun, wenn ich mich in diesem Sinne an alle Parteien des hohen HauseS wen e. Wien, 24. klp.il 1918. Dir Kttrggrrri^niffe. Am 27 ftpnl v'iiuch cn sianzösische ui.d englische Divisionen vergeblich den Deunchen den Kem-melberg wieder zu emreißen. Südlich der Somme verbluteten sich sie Franken «i> mehrfachen An-»türmen bei und südlich von Villue Bieiouneus. Am 28. April wichen die veibündeten Franzosen und Engländer südlich von Langemark über den Steenbach «urück und »ahme" änlich von 2)urtn die Siellungen vom H„ bft 1914 sin. Am 29. April haben tue Deuitchen im Apemvo^en ihre Stellungen an mehieien Stellen w>e»er vorgeschoben sie Teutschen standen a» d es-m Tage u >rmehr noch 1300 Meter von der Stadtmauer von Apern entfernt — Die U-Boote erzielten w eder großartige Erfolge. Deutiche U ipooie ve>s nkien im Mutelmeer si tampfer von «uf.tnimen 24 000 ibiutior rastet • tonnen. An fer Westküste England wurden ein Dampier von mmdeitr»? 20oo u> d ei» bewaffneter Dampfer von 600o Brutto» eMerton»en aus stark Seite Deutsche Macht Nummer lt gesicherten Geleitjilzen herausgeschossen. Am 27. April wurde im Aermelkanal ein Dampfer von min-bestens 10.000 Tonnen durch ein deutsches U-Boot versenkt. Deutsche und österr.-ungar. U-Boote ver-senkten im Sperrgebiete dcS Mittelmeere« fünf Dampfer und zwei Segler von zusammen rund 23.000 Bruttoregistertonnen. Im Sperrgebiete um England wurde der Handelsverkehr unserer Feinde durch Versenkung von 28.000 Bruttoregistertonnen schwer geschädigt. Im westlichen Miltelmeer »er-senkte neuerdings ein U-Boot bei schwerem Wetter fünf Dampfer von zusammen 26.000 Bruttoregistertonnen. — In Finnland hat General Graf von der Goltz JavostehuS nach Kamps genommen. Am 30. April haben finnländische Truppen die Festung Wi-borg genommen. — Ju der Ukraine schreiten die deutschen Truppen stetig vor. Nachdem der seind-liehe Widerstand vor Sebastopol gebrochen wurde, wurde diese Stadt am 1. Mai kampslos besetzt. — Im Kaukasus haben die türkischen Truppen östlich von KarS von dem Gebiete bis zur Grenze Besitz genommen. — Die letzten Nachrichten melden sol-gende»: An den Schlachtsronten im Westen lebte der Artilleriekampf in einzelnen Abschnitten auf. Starker Feuerwirkung folgten feinbliche Teilangrissr südlich von Villers-Bretonneux und aus dem West-user der A»re. Im Gegenstöße machten wir Ge-fangene. Im übrige» beschränkte sich die Infanterie ous Erkundungen. An der lothringischen Fr»»t hielt regere Tätigkeit deS Feinde« an. In der Ukraine sind deutsche Truppen in daS Donez Gebiet einge-rückt und haben am Asowschcn Meere Taganrog besetzt. — An der italienischen Front wuchs die Kampftätigkeit zwi chcn den Zubikarien und der Abria. Der Kaiser hat sich am 2. Mai an die Front be-geben. Aus Stadt und Land. Der neue Leiter der Vezirkshaupt-Mannschaft Cilli. Bezirkskommissär Dr. Luka« Wol'e wurde mit der Leitung der Bezirkshauptmann-schast Cilli betraut. An seiner Stelle wurde Be-zirkskommissär Dr. Markus Jpavi« zum Leiter ber Barackenlagerverwaltung in Aagna bestellt. Glück auf! Der Borstand der Berg» unb Hüttenverwaltung in Cilli, Hofrat Eduard Synek, ist mit 1. d. in den von ihm erbetenen Ruhestanb versetzt worden. Sein unermüdlicher Pflicht- »nd Arbeitseifer, welche allein ihm den äußerst schweren und strengen Dienst bewältigen ließen, und sein un« ausgesetztes Bestreben, die Lebensverhültaisfe der ihm unterstellten Arbeiterschaft in dieser schweren Zeit zu bessern, wirb jeden Einzelnen in dauernder Er-mnerung bleiben. Dem edlen Manne zum Dank ein herzliche« .Glück auf!' Kriegsbeförderung. Der im Felde stehende und wieberholt ausgezeichnete Reservefähnrich Oskar Klementschitsch. Sohn de« SteueroberverwalterS Wil« Helm Klementschitsch in Eilli, wurde mit 1. Februar I. I. zum Leutnant befördert. Eine Kundgebung de» steiermärki schen Landesausschusses gegen den slld slawischen Staat. «US «raz, 26. «»ril, wird gemeldet: Der steiermSrkts»e Lande«au«,chuß hat in seiner heutigen Sitzung auf Antrag be« LandeSau» schubbeisitzer« Stalln» nachstehenden Beschluß gefaßt: Der Lande«au«schuß de» Herzogtum« Steiermark al« oberste autonome Behörde für ba« ganze Kronland gibt der Ueberzeugung «utdruck, daß in der Schaffung de« in der staatsrechtlichen Erklärung der südslawischen »b-geordneten vom 30. Mai 1917 »erlangten südslawischen Staate« eine ernste Gefahr für den Weiterbestand der Monarchie erblickt werden muß. Da die Errichtung eine» unabhängigen südslawischen Staate« auch eine Zerreißung de« Kronlanbe« Steiermark zur Folge haben müßte, hält sich der LandeSauSschuß für verpflichtet, auf die schweren Nachteile, die dem gesamten Lande in wirtschaftlicher Hinsicht und der deutschen Bevölkerung de« Unterlandes in nationaler Hinficht drohen, warnend hinzuweisen. Bon diesem Beschlusse wurden daS Mini-sterralSpräsidium und der Statthalter in Kenntni« gesetzt. Evangelische Gemeinde. Sonntac; vor-mittag« 10 Uhr findet in der evangelisch«« Küche ein öffentlicher Gottesdienst statt, in dem Herr Pfarrer May predigen wirb über „Im Kampfe um die Wahrheit". guläsfigfteit der Mietzinssteigerungen nach dem Mieterschutzqesetze. Wir hören, daß in letzter Zeit über die Zulässigkeit von MietzinSerböhungen ganz irrige Meinungen verbrei-tet sink. Wir machen infolgedessen daraus ausmerk-sam, daß Zinserhöhungen nach dem Mieter chutz-geietze nur insoweit zulässig sind, als die «uSgaben, die dc» Hausbesitzer treffen, sich gesteigert haben; dagegen eine ZinSsteigervng zu dem Zwecke der Erhöhung des Ertrages des Hause« oder der Steige« rung de« Einkommens des Hausbesitzers unzulässig ist. Zulässig ist eine Zinssteigerung für den Fall ber Erhöhung der öffentlichen Abgaben, also Steuern und Zuschläge nach Maßgabe der Erhöhung, wei« ter« für den Fall der Erhöhung der regelmäßigen jährlichen Auslagen für Erhaltung und Verwaltung de« HauseS, sür Beistellung von Licht, fi>r die Rei-nigung dc« Hauses. Eine Erhöhung ist jedoch nur insoweit zulässig, al« eS sich um eine Steigerung des regelmäßigen jährlichen Aufwandes handelt. >o daß also beispielsweise Herstellungen infolge Be-fchädigung eines HauseS durch Elementarereignisse bezw. deren Kosten, nicht aus die Mieter überwälzt werben dürfen. Die AuSlagenerhihung für die Er-Haltung dc« Hause« muß auch durch die allgemeinen Verhältnisse, nicht etwa durch Versäumnisse des Hausbesitzers gerechtfertigt sein. Selbstverständlich können auch Ausbesserungen des Hause« soweit die-selben nicht zur Erhaltung des HauseS unumgänglich notwendig sind und vielleicht nur zur Ausschmückung deS HauseS dienen, leine Zinssteigerung rechtsertigen. Alt Beispiel sühren wir an: Ein HauS mit einem richtiggestellten MietzinSertrage von 6600 K hat eine UmlagenbemessungSgrundlage von 902-58 K. Die Umlagen für dieses Haus betrugen im Jahre 1914 35. % BezirkSumlagen.....« 315-90 45 % LandeSumlagen...... 416*16 45 % Gemeindeumlagen . . . . , 41616 Zio«heller.......... 65790 Echulheller ......... 13158 WasserzinS .......... 394 74 Zusammen K 23U2 44 I | Im Jahre 1918: 70 % BezirkSumlagen.....K 63180 60 % Landesumlagen...... 541*54 80 % Gemeindeumlagen . . . . „ 722 06 ZinSheller.......... 65790 WasserzinS......... 394 74 zusammen K 2948-04 Die Umlagenerhöhung beträgt so« mit vo» Jahre 1914 aus da« Jahr 1918 K 625 50 Um diese Erhöhung darf im Jahr« 1918 d«r Mietzin«, welcher im Jahre 1914 gezqhlt wurde, unter der Bor« aussctzung erhöht werden, baß in den Zwischenjahren keine Erhöhung de« MietzinseS vorgenommen worden ist. Zuzurechnen wäre weiters die vermehr« ten Kosten für die MehrungSabfuhr etwa K 60-— Erhöhung der Kaminfegergebühr etwa „ 20-— Erhöhung deS Lichlpreises etwa . . „ 24 — Kleine Erhaltungskosten im Hause, welche dringend notwendig waren, im Unterschiebe der Taglöhne und Mate-rialpreise gegen den Friedenspreis etwa „ 60 — Zusammen 77'J-tiu oder rund 800 K. Diese 800 K sind aus den Mietzinsertrag deS ganzen Hause« somit auf 6600 Kronen übertragbar und e« muß für den Fall, al« der Hausbesitzer eine Wohnung selbst bewohnt, ein entsprechender Teil auch seiner Wohnung zugeschlagen werden. Die zu-lässige MielzinSsteigerung de« JahreS 1918 gegen das Jahr 1914 beträgt somit unter der Voraussetzung, daß mittlerweile keine Mietzinssteigerung erfolgt ist, etwa 10 bi« 15 Prozent de« MietzinseS de« Jahre« 1914, unter der weiteren Voraussetzung, daß tat» sächlich für die Mehrungtabfuhr gesorgt wird und ErhaltungSkosten für da« Hau« aufgewendet worden sind. Berücksichtigt muß auch der Umstand werden, daß die Erhöhung der Gemeindeumlagen erst für das Jahr 1918 beschlossen worden ist. Die Landestagung der deutschen Ge-werbetreibenden Steiermarks, welche am Sonntag den 5. d um halb 2 Uhr nachmittags in Graz im landschaftlichen Rittersaal stattfindet, er-weckt im ganzen Lande ein regeS Interesse. D-e Tagesordnung umfaßt nach der Einleitung folgende Punkte: Zeitgemäße Gewerbeschulsragen (Fortbil-dungSschulinspektor Pros. K Frömel, Gra;); DaS österrrichische Handwerk in der UebergangSwirtschast (Landessekretär Franz Kubelka, Direktor des Mäh-rischen Landesamtes für Gewerbeförderung in Brünn); Sozialpolitische Maßnahmen während deS Krieges (Hoftischlermeister Architekt Bernhard Lud-wig, Präsident de« NeichSverbande« deutscher Ge» Werbevereine Oesterreich«, Wien); Der Wiederausbau be« zerrütteten Baugewerbe« (Ztadtzimmermeister Andrea« Baudouin, Professor, Wien); Mittelstanb-politik (Univerfitätsprvfefsor Dr. Alfred Gürtler, Graz); Ernährung«- und Beherbergungsfragen (Hotelier Max Withalm, Graz); Personen« und Sachendemobilisierung (Abgeordneter August Ein« spinner, Graz). Verkauf von ungarischem Fleisch. Wir werben barauf aufmerksam gemocht, daß IN der lausenden Woche sür daS Versorgu»g«gebiet Cilli Stadt und Cilli Umgebung nur 18 Stück Rinder mit einer Fleischausbeute von 2000 Kilo-gramm, statt 55 Stück Rinder mit einer Fleisch» ausbeute von 8000 Kilogramm zugewiesen wo den sind, weshalb in dieser Woche außer dem bekannten Mehlmangel, auch noch eine besonbere Fleischnot eingetreten ist. Die Stadtgemeinde hat zur Aushilfe Vieh aui Ungarn einführen lassen, welches im städt. Schlacht« Hause geschlachtet wurde und dessen Fleisch durch Pike« lung für die Zeit größerer Fleischnot konserviert wurde. Ein Teil des Fleisches wird von der Stadtgemeinbe in frischem Zustande in der Fleischbank des Herrn Rebeuschegg unb zwar das nächstemal am Sonntag den 5. Mai unter Aussicht eine« städtischen Ver-trauenSmanne« zum Verkaufe gebracht. Der Preis für diese« Fleisch stellt sich aus 20 K., Beiried aus 22 Kronen. Kleiderspenden fllr das städtische Waisenhaus. Da die Neubeschaffung von Klei-dern sür die Waisenkinder wegen der beschränkten Mittel deS Waisenhausvereine« jetzt schier unmöglich ist, so wendet sich dessen Ausschuß hiermit an die Bewohnerschaft der Stadt mit der herzinnigen Bitte, dem Waisenhause abgelegte Kleidungsstücke. Hüte, Mützen »on Knaben deS Alter« rt—15 spenden zu wollen und zwar zuhanden des WaisenhauSleiterS Herrn Lehrer« F Wolf, Seilergasse. Spenden sür das Waisenhaus Lehr-lingsheim. Die Herren Johann Skaberne. Anton Kossär und Anton Koschel ließen ihre Prüsung«tax> gebühren von je 2 K dem Waisenhaus°Lehrliog»heim zukommen. Statt eines Kranzes sür da« verstorbene Fräulein Mitzi Glvbotichnik in Sachsenselb spendete da« Fräulein Marie Bretscher 10 K für Witwen-und Waisen-FrauenkriegSbeisteuer nach den gefallenen Kriegern Städtische Lichtspielbühne. Heute Sam«. tag und morgen Sonntag wird der schöne Film ..Flammenträume" mit dem großen Künstler Wal-bemar Psilander vorgesührt. Die Spielordnung für bie nächsten Tage ist solgende: Am Dienstag den 7. d. ein« Naturausnahme aus offenem Meere; ..Die Spur der ersten Liebe*, ein Lebensbild einer Treulosen in drei Akten. Am Mittwoch den 8. b. wird der interessante Detektivfilm (5 Akte) „Sterbende Perlen" gegeben. Dritter Suggestionsabend Komatz. Auch der dritte Abend war vollkommen ausverkauft. An zahlreichen Beispielen zeigte er seine verblüffen« den Wirkungen, die stttS allgemeine« Interesse unb Heiterkeit erregten und ihm reichen, wohlverdienten Beifall einbrachten. Höchst spannend war die Wil-lensherrschast über einen jungen Herrn, welcher trotz größten Sträuben« der Suggestionskraft be« Herrn Komatz nicht widerstehen konnte unb in die sugge-rierten Gemütsftimmungen mit tiefstem Empfind«» verfiel. — Am Freitag den 10. d. und Montag den 27. b. 8 Uhr abend« finden noch zwei Abenbe statt, »arten bei Fritz Watzek erhältlich. Dafnisliederabend. Zu unserer größten Freud« können wir mitteilen, dag da« Künstlerpaar Heim Bli'mel sich entschlossen hat, am Montag den 6. d. um 8 Uhr ab«nd« eine vollständige Auffüh-rung der prächtigrn Dasm«lieder von Blümel zu veranstalten. Der großartige Erfolg de« letzten Kon-zerte« läßt ein ausverkaufte« Haus erwarten, sodaß es angezeigt ist, sich so rasch al« möglich um einen Platz umzusehen. Der Kartenvorverkauf findet aus Gesälligkeit in der Kanzlei de« Herrn Dr. Fritz Zangzer, RechtSanwalt (Bahnhofgafse 1), statt und hat bereits begonnen. Konzerte. DienStag den 9. April gab baS Grazer Garnisonsorchester sein letzte« volkstümliches Konzert. Auf der BortragSordnung standen Orche« sterstücke von Wagner, Kienzl, Grieg, Verdi und Llszt. Unsere Grazer musizierten unter Zauetti wie« der mit prachtvoller Wirkung. Als besondere Schla, ger seien die Tannhäuser-Ouveriüre, eine Phantasie auS der Oper „Der Kuhreigen' (Kienzl), die »Peer Gynt-Suite" (Grieg) und die Ungarische Rhapsodie Nr. 2 (Liszt) hervorgehoben. Die hohe Nummer 18 Deutsche Macht Seit« S .technische Fertigkeit und wichtige Klangfülle dieses «ansehnlichen Tonkörper», der von einem ungewöhnlich feinen musikalischen Kopfe beherrscht ist, erwecken immer wieder aufrichtige Bewunderung. Eine willkommene wertvolle Bereicherung erfuhr die Bor-trag«ordnung durch zwei von Herrn Jng. Adolf Tichaumer au« Graz vorgetragenen Gesangsstücke. Der Künstler sang mit Orchesterbegleitung die Arie „Ich hab' gekämpft, wir unterlagen" au« Berdi'« „Atda" und den berühmten Fliedermonolog de« Han« Sach« au« den „Meistersingern". Herr Jng. Tichaumer verfügt über keinen großen, aber fein-geichulten, ungemein wohlklingenden Bariton und singt mit edelstem Ausdrucke. Der ihm geltende Sonderbeifall ruhte erst, al« er sich zu einer Zu-gäbe entschloß. Da« ausverkaufte Hau« war über« Haupt — wie sich « ja von selbst versteht, wenn Sapellmeister von Zanetti mit seinen trefflichen Leu ten kommt — glänzend aufgelegt und klatschte immer wieder lange und stürmisch Beifall. — Nach de» vier Konzerten der Grazer hatten unsere 37er am 24. April begreiflicherweise keinen leichten Stand. Dtle aus Grieg« zweiter Peer Gtznt-Suite, die erste "Rhapsodie von Liszt und den E>nzug«marsch au« „Runzi". Eine besonder« rühmenswerte Leistung voll brachte da« Orchester mit der Aufführung von Ton-btldern au« TschaikowSkh« wertvoller Oper „Eugen Onegin". Die da« Hau« bi« zum letzten Plätzchen füllende Zuhörerschaft wurde nicht müde, Herrn Kapellmeister Pinel und feiner wackeren Künstler-schar jubelnden Beisall zu spenden. E« war wie eine Liebeserklärung der Eillier an die unvergleichlichen 87 er. DaS namhafte Rein-erträgni« kam der Herstellung eine« Krieg« albumS unsere« tapser n HauSregimente« zugute. Am 10. April kam Adolf Permann, der gefeierte Barytonist der Grazer Oper zu un«. Die ungemein einnehmende Erscheinung de« Künstler« unb feine herrliche Stimme erstürmten die Herzen unsere« kunst-begeisterten Cilli im ersten Anlaus Den größten Eindruck erzielte der Künstler mit jenen Vorträgen, die seinem Oprrnvorrate entnommen waren. Per-mann ist eben, wie es sein Berus und leine Jugend mit sich bringen, vor allem Bühnenkünstler. Die ..Spiegel-arie' auSHoffmann Erzählungen, die Arie de« Renee au« de» „Maskenball" und der Prolog au« „Bajazzo" feien in diesem Zusammenhange hervorgehoben. Im Prolog stieg die von Schönheit und Kraft strotzende Stimme des Künstler« bi« zu einem strahlenden A« empor. Da« Hau« tobte förmlich. Bon den Liedervvnrägen ge-fiele« am besten „Morgen" von R. Strauß, ein Lied von bleibendem Goldwert, „Salomo" von Her-mann (einem steinreiche» Berliner Kunstliebhaber) und Weingartner« „Ltrbesjeier" mit ihrer Pracht-vollen Steigerung am besten. Weniger sagte un« »Prinz Eugen" zu, etn unerhörte« Meisterwerk, da« aber nur dann zu ganzer Wirkung kommt, wenn e« im Geiste der Dichtung und der Löwenschen Ber tonung in straffem Rhytmu« vorgetragen wird, — so etwa, wie Ferdinand Jäger und Heinrich P»t> pe»tr»gg e» einzigartig ve> standen haben. — Run über solche Dinge läßi sich streiten. Unstreitig aber ist, duß Permann ein qoit begnadeter Sänger mit großer Bühnenzukunft ist Möge idm lein Stern jtzt, nach dem er Krieg«kr.inkt»it und Verwundung glücklich überstanden hat, treu bleiben. Herr Wondraschek, welcher alle Lieder vortrefflich begleitete, spielte allein die Arabeske Nr. 1 von Claude Debussy, eine Mazurka v> n Grünseld und Schubert FiichhofS ?aleitmusik an« .Rosamunde". Der junge Künstler spie>te w 'chön, «aß man ihm, wie manche meinten, die ganze Nacht hätte zuhören mögen. Es kann ruhig gesagi werden, vap ein Vixuose von Namen, der vv> Kuizem hie» tpiel'e, lange nicht so gut gefirl, wie unier junge Laxdsmann. der den Wettlauf zum g vften Ziel, w.llt»« Äunstlerruhm heißt, erst beginnt. Das ausverkaufte Hau» blieb den ganzen Abend hindurch in gehobener Stimmung und bereitete dem schönen Tanger noch auf der Straße herzliche Ehrungen. Der von Herrn M. Ropa« lieben«-würdig beigestellte Ehrbar bewährte sich vorzüglich. Kabarettabend des Marburger Män-nergefangvereine« Wir machen nochmals auf den am 9. d. stattfindenden Kabarettabend de« Mar« burger Männergefangvereine« aufmerksam. Der Marburger Mannergesangverein gehirt bekanntlich zu den besten Gesangvereinen, welche wir haben und hat erst kürzlich wieder ein Konzert veranstaltet, welche« auf voller künstlerischer Höhe stand. Er ist einer der wenigen Bereine, welche durch den Krieg nicht gelitten haben, sondern im Gegenteil gewachsen sind. Die Kabarettvorführung ist, wie der Schreiber sich persönlich überzeugt hat, in jeder Beziehung erstklassig und verdient ein ausverkaufte« Hau«. Der Reinertrag ist dem Fonde zur Errichtung eine« Denkmale« für den unvergeßlichen heimischen Ton-dichter Rudols Wagner zugedacht, welcher auch Eyrenchormeister de« Eillier Männergesangvereine« war. Der Kartenvorvcrkauf findet in der Kanzlei de« RechtSanwalte« Herrn Dr. Fritz Zangger statt und hat bereit« begonnen. Ein Cillier mit dem Eisernen Kro nenorden 3. Klasse ausgezeichnet. Der GeneralstabShauptmann Heinrich Stümpst, Sohn de« derzeit in Graz wohnenden Oberinspektor« i. R. Heinrich Stümpfl, erhielt in Anerkennung seine« tapferen und erfolgreichen Verhalten« in der zwölf-ten Jsonzoschlacht den Eisernen Kronenorden mit der KriegSdekoration und den Schwertern. E« ist die« die sechste Kriegsauszeichnung. Ein Pettau-Bataillons Kriegsalbum. Wir werden um Aufnahme folgenden Aufrufe« ersucht: Pettauer Pioniere I Ein Krieg«album über Eure Heldentaten wird verfaßt! Vertrauend auf Euren alten Pioniergeist wird erwartet, daß Ihr alle, im Felde und im Hinterland«, auch Ihr Angehörige« der Ge-saUe»e», Vermißten und in Gesangenschast Geratenen, mit Begeisterung diese Gelegenheit ergreifen werdet, an dem schöne» Erinnerungswerke da« Größtmöglichste bei« zutragen. Jede» einzelne Erlebnis im Felde, wie auch in der Gefangenschaft wird in. spezielle Würdigung ge-zogen. Sendet daher reichlich photograpbische Aufnah-men (auch Platten), sowie überhaupt jede« wie immer geartete» Srinnerungkmaterial schildert ernste und auch heitere Erlebnisse und schaffet so Bausteine zum schönen PeUauer Pionierwerk! Prompte, eheste Einsendung obiger ErinnerungSmaterialien an da» Sapp.-Ers.» vaon 2 in Pettau (ehemaliges Pion.-Bao« 3) wird zuversichtlich erhofft. Schuloereinsoersammlung in 3to-hitsch. Am 25. April fand im Saale des GasthofeS .zur Post' in Rohitsch eine überaus zahlreich besuchte Versammlung der Ortsgruppe des Deutschen Schul-Vereines statt. Herr Wanderlehrer Karl Pointeker sprach in wahrhaft schönen, aufmunternden Worten über den Deutschen Schulverei» im Kri-ge und fand allseitigen Beifall. Al« Ergebnis einer angeschlossenen Geldsainm» lung fließt ein hcher Betrag dem edlen Zwecke. An dieser glänzenden Versammlung, die Herr Dr. Schuster mit bewährter Umsicht leitete, nahm auch ein Regie-rungSvertreter teil. Die Ziehung der Kriegerheimstätten Lotterie de« Vereine« Südmark findet bereit« am 23. d. statt. Nach den Losen herrscht rege Nach-frage, ein erfreuliche« Zeichen der Beliebtheit diese« Lotterie-Unternehmens, 0uS schon wegen feine« schönen, edlcn Zwecke« Unterstützung aller gutgesinn-ter Deutschen verdient. Die Lotterie bietet überaus günstige Gewinnaussichten. Sie ist mit insgesamt 6450 Treffern ausgestattet. Der erste Treffer im Werte von 20.000 K kann auf Wunsch in barem Gelde ausgezahlt werden. Außerdem enthält die Lotterie Treffer im Werte »on 1000, 300, 100, 50, 20, 10 und 5 K. Die Gewinner sind nicht verhalten, einen bestimmten Gegenstand zu nehmen. Sie können sich vielmehr den Treffer im Werte de« ihnen zufallenden Gewinstes wählen. Dadurch wird verhütet, daß jemand etwa« gewinnt, wa« er nicht blauchen kann. Wir erlaube« uns neu?rding« auf die Kriegerheimstätten-Lotterie eindringlichst aufmer-sam zu machen und den Ankaus der Lose bestens zu empsehlen. Bestellungen auf Lose sind an die Lotte-rieleitung Wien 8., Schlösselgasse 11 zu richten. Die Saat des Dr. Koroschetz geht auf. Am 25. April war in der zwei Stunoen von Windischfeistritz entsernten slowenischen Ortschaft Ossel eine RequirierungSkommijsion erschienen, be-stehend auS dem SteuerverwaUer i. R. und Kar toffelinspeklvr Herrn Josef Kahler und sieben Mili-tärpersonen. Josef Kahler übernachtete mit einem Zugssührer, einem Gefreiten und einem Kanonier i« Hause de« Gemeindevorsteher« Georg Acko, der ein eifriger Parteigänger, der jugoslawischen Ko:o- schetzpartei ist; die übrigen Militirpersonen wurde« in -Nachbarhäusern untergebracht. Um 2 Uhr srüh erwachte plötzlich der Zug«sührer und sah im Mon» denscheine, daß drei Männer, der Gemeindevorsteher Acko. ein in Uniform befindlicher Deserteur und ein Knecht, in den Schlasraum eindrangen. Durch laute Schreie alarmierte er die Schliser, die, nur mit Hemd und Unterhose bekleidet, schlaftrunken auf« sprangen. In diesem Augenblick stürzte sich der Gemeindevorsteher auf den Kommissionsleiter, hielt ihm einen Revolver vor die Brust und drückte drei« mal ab; glücklicherweise versagte jede«mal der Sie« volver. Die anderen Eindringlinge hieben mit eiser-neu Mistgabeln und Blochhaken auf die Militärpersonen los, die sich mit den Fäusten wehrten. Al« der Revolver versagte, griff auch »er Gemeindevor-stehet: zu einer der genannten Waffen und hieb da-mit aus Kahler lo«; der erste Hieb lahmte diesem die rechte «chulter, ein anderer Hieb hätte ihm den Schädel gespalten, wenn nicht Herr Kahler mit dem linken Arm die Wucht de« Hiebes ausgesangen hätte, so daß er nur eine Wunde an der Schädeldecke er-litt. Nach hartem Kampfe, in dem die Täter infolge der Raumverhältnifse von ihren eisernen Hiebwaffen nicht den „richtigen" Gebrauch machen konnten, wur-den sie von den Soldaten, die alle verletzt waren, au« dem Raume hinausgedrängt, worauf sie ver-schwanden. Nun wurden die in anderen Häusern untergebrachten Soldaten alarmiert und von Herrn Kahler eine Patrouille zwecks Verhaftung der Täter auSgesandt. Der Fahnenflüchtling und der Knecht wurden um 4 Uhr früh in einem Hause festgenom» men und in die Gemeindestube gebracht; dort legten sie sofort ein volle« Geständnis ab. Sie gaben an, daß sie vom Gemeindevorsteher Acko in einem Gast-hause in St. Martin a« Bachern mit Wein dewir-tet und dann überredet wurden, den in seinem Hause schlafenden Kommissionsleiter und die militärische Begleitwannschaft während de« Schlase« zu erschla« gen. Am Wege nahmen sie bei bei der Besitzerin Dountk eiserne Krampen und die zum Ziehen der Holzstimme dienenden Blochhaken mit unv der Ge-meindevorsteher war, wie gesagt, mit einem Revol-ver bewaffnet. Nur dadurch, daß der Zugssührer erwachte, wurde die Bollendung de« geplanten vier-fachen Morde« verhindert. Um I Uhr vormittag« erschienen drei durch den Zugssührer au« Wtndisch« selstritz herbeigeholte Gendarmen, welche diese beiden Täter svrtsührten. Der Gemeindevorsteher ist spur« los verschwunden. — E« ist wohl zweifellos, daß auch diese an einer Kommission geplante Mordtat, gleich wie der blutige Ueberfall aus Deutsche bei Un-terdrauburg und Windischgraz Folgen der maßlosen jugoslawischen Hetze sind, die bei der slowenischen Bevötkeruiig vom Abgeordneten Koro chetz und Ge-nosien betrieben wiid. Die Krawalle in Laibach. Au« Laidach wird unterm 24. April geschrieben: Heute vormittag« begaben sich ungesäbr 200 Frauen auS den Arbeiter-kreisen und Flüchtlinge (!) au« dem Süven zur San-deSregierung, wo sie vom Landespräsidenten stürmisch Lebensrnittel verlangte» Der LandeSprSsident »ersuchte, sie zu beruhigen, woraus die Menge in die Sternallee zog. wo e« »or der LandeSburg (Wohnung deS Abg. Schusterschitz), zu einer Kundgebung kam. Nachdem man in der LanteSburg mehrere Fensterscheiben zertrümmert hatte, zog die durch halbwüchsige Burschen verstärkte Menge, ohne von der Polizei gehindert zu werden, beim Deutschen Kasino »orbei, wo sämtliche Spiegelscheiben im Werte von rund 40.000 K eingeschlagen wurde«, in die Schellenburggasse, Preyerngasse aus den Haupt-platz und beschädigte bei mehreren Geschäft«- und Kaffeehäusern die Fensterscheiben. E« kamen auch mehrfach Plünderungen vor. Mittag« wurde Militär heran-gezogen, doch dauerten die Kundgebungen und Zerstö-rungen auch nachmittag» sort. ES haben daran auch beffergekleivete halbwüchsige Knaben und Mädche», mit slawischen Abzeichen und nationale Lieder singend, teil-genommen. Die Polizeidirektion hat post festum mittels Anschlags An!a«mlungen verboten und angeordnet, daß die HauStore um 6, die Gast- und Kaffeehäuser um 9 Uhr abend» ge!»errt werden. Eingesendet. Böhmische Union Bank. Stand der Ein-lagen gegen Kassenscheine und EinlagSdücher am 30. April 1918: 182,776.618 31 K »«£*»* des Cillier Stadtverschöne-WeveNi et rungsoereiues bei Spiele«. Wetten und Vermächtnissen. fette 6 Deutsche Macht 9hu»er 18 Gerichtssaal. Die Diebstahle im Cillier Lokalmuseum. Montag und Dienstag fand vor dem Grazer tande«gcrichte die Verhandlung über die im Cillier tvkalmuseum verübten Diebstähle statt. Der 30jährige RechtSpraktikant Dr. Rudolf Fohn dc« Krei«gerichte« in Cilli ist überwiesen, daß er au« den versperrten Räumen de« Museum« in Eilli über 5V Stück Alter» tütner unb Kunstgegenstände gestohlen hat, die einen Wert von mindesten« 1400 Ä haben. Der Borstand dc« Musealveieine« Professor Engelbert Potocnik schätzt den Wert natürlich höher ein, weil gemeiner und der Liebbabel weit einander in arger Spannung gegenüber-stehen. Der strafrechtlichen Zurechnung werden aber nur die gemeiniglich anzunehmenden Werte zugrunde gelegt. Dr Fohn hat au« dem Museum unter anderen entwendet: Eine filberne Ampel, einen goldenen Schlüs-sel, ein goldene« Kettchen. Broirzesachen, Tonlampen, Fibeln, Tränenfläschchen. Amulette, alte Waffen, Main-muiknochen. Mammmstoßzähne, fossile« Hol,, «ine alle Standuhr, Bilder usw. Im Jahre 1916 und 1917 kamen im EiZier Museum ganz unerklärliche Diebstähle ver. Ueber den Täter hatte man keinen AnhaltSpunkt, bi« e« im Ok-tober 1917 gelang, den Dr. Fohn der Täterschaft zu Uerweisen Dr. Fohn war »on Anfang 1916 bi« August 1917 beim Srei«gerichte in Eilli, dann im August und September 1917 beim Bezirksgericht« in Innsbruck tätig. Am 11. September 1917 kehrte er nach Eilli zurück, da er am 1. Oktober zum Jnfan-terieregiment Nr. 37 einrücken mutzte. Am 7. Oktober nachmittag« wurde er unter verdächtigen Umständen im Mulealgebäude gesehen. Al« er merkte fcijj er beobachtet werde, eilt« «r, um von vornherein jeden Ver dacht von sich abzulenken, zum «kusto« de« Museum« Professor Potocnik und sagte diesem, er habe vom Stadtpark (am gegenüberlieaenderi Sannufer) au« ge sehen, wie ein Bursche Gegenstände au« dem Museum», gebäude in Ua angrenzenden Gartex geworfen habe. Da der Bursche aus seinen Anruf nicht hörte, sei er in da« Museum geeilt, habe d-n Eindringling aber nicht mehr angetroffen. Hingegen habe er vor der Tür deS Museumöraume« ein Spinnrad und auf der Stiege einen Steiler gefunden, der, wie sich später heran» stellte, da« SchUß be« Musealiaume« sperrte. Die Nachschau im Garten hatte kein Erzebni«. Am 10. Oktober 1917 fanden zwei Infanteristen in einer Schlucht ober dem Sladtpark in Cilli versteck« eine Menge von Altertümern, die von Prof. Potocnik al« Eigentum de« Muleum« erkannt wurden. Bei der gerichtliche» Ausnahme de« Augenscheine« am Fundorte wurden auch zwei gerichtliche Aktenstücke und verictie detie Papiere vorgefunden, deren eine« untrüglich die Schrittzüge d?« Dr. Fohn trug. Diese belastenden Um-stände führten dazu, daß Dr Folrn am 154. Oktober vom Untersuchungsrichter de« Krei«gerichte« Cilli als Verdächtiger vernommen wurde Fohn stellt jeden Dieb stahl in Abrede und blieb bei der Erzählung don dem eingedrungenen Burschen. Auf die Frage wie die Pa piere mit seiner Handschrift bei d-m Fund« z» erklären seien gab «r an, daß ihm feine Braut schon im Juli 1917 mehrere Altertümer gezeigt habe, die ste von einem Soldaten gekauft hätte. Später habe ihm die Braut noch ähnliche Gegenstände gezeigt, die auch von einem Soldaten erworben wurden. Nach den Vorkommnissen am 7. Oktober habe er feiner Braut den Rat gegeben, die Gegenstände irgendwo abzugeben, »achve n er sie gewarnt hätte, oerlei bedenkltche Ankäufe zu machen. Mcm habe also die Altertümer verpackt und so sei von ihm beschriebene« Papier zu diesen Gegen-ständen gekommen. Wie die Alteitümer aber in jene Schlucht gekommen seien, wisse er nicht. Diese Verantwortung war, wie die Anklage au» führt, erdichtet. Dr. Fohn balle die Sachen in wieder holten Besuchen au« dem Museum grftodlen und ste unter unwahren Angaben über die Herkunst seiner Braut übergeben. Al« er aber s-h, daß sich der Per dachi gegen ihn verdichtete holte er die Sachen au« der Wohnung seiner Braut und trug sie in die Schlucht In der Zeit seiner Vernehmungen al« Verdächtigter (vor« und nachmittag«) dc« 12. Oktober eilte er zu seiner Braut und sagte ihr. feine Existenz sei auf dem Spiele, weil er, wenngleich ganz teduldlo«, doch mit d'N Diebfiählen im Museum in Verbindung geb>a nitsch. Beide Angeklagte erklären sich für nichtschuldig. E» erfolgt zuerst die Einvernahme de« Dr. Fohn, der in zusammenbängender Rede die in der Anklageschrift gegen ihn angeführten Argumente zu entkräften ver> sucht. Der StaatSauwalt Dr. Pietsch und der Vor-sitzende halten ihm die Wideriprüch« zwischen seiner frühe,en Verantwortung vor. Der Angeklagte verweist darauf, daß er infolge von «rankbeilen gtistig g«-schwächt und auch Moiphinist gewesen sei. Auf Befra-gen de« Vnteidiger» g>bt der Angeklagte an, daß er in Innsbruck al« RechtSpraklikanl k«in Einkommen hatte und lediglich auf die Unterstützung feiner Braut angewiesrn war Er bezieht nur eine Jnvalidenpension von 22 St monatlich Es werden sodann die einzelnen DiebstahlSfakten im Cillier Museum in Verhandlung gezogen. Der Angeklagte bel,auptet hieb«i, daß er die in der Anklage angeführten Gegenstände von einer in Cilli stadlb kannten Perton erworben habe, deren Name ihm jedoch nicht bekannt sei Der Vorsitzende bält dem Angeklagten vor, daß unter dieser .stadtbekannten' Person ein Stummer! gemeint sei. den der Angeklagte einmal zum Forttragen eine« Pakete» au« der Woh» nung seiner Braut verwendet hat. Die ihm zur Last gelegten Diebstähle bei der Firma Weiner bestieitet er entschieden und gibt an, einen Teil de» betreffenden Gesch rr» in einem Geichäfte in Wien mit dem Gelde seiner Braut gekauft zu hat*». Er vermag jedoch we. der di« Firma, »och deren Adresse anzugeben. De» andere» Teil fcafcc er im Keller seine» Wodnhause« gesunden; später habe ihm Kiuschitz, der GeschättSdi«-ncr der Firnis Meiner, d.i« Geichirr für eine Schuld von 70 K überg h«». Der Vorsitzende bält dem Ange klagt«» wi chiatrischen Sabveiständigen al» jenen, die bisher ihr Gutachten über Dr ftobn abgegeben haben, weil in dielen Gutachten wesentliche Widersprüche vorhanden seien. Der Ltaat»anrvall spricht sich aegen diese» An> trag auS. Der BertagungSanlrag wurde abgelehnt. In Forttetzun. d > Beihanvlung wurde die Braut de» Dr Fohn al» Betauldigie vernommen, weil ste sich durch ihren Bräut'gam zu einer wahrdetlSwidiigen Auslage voi dem U i,'Iuchungsri>ucd der Meinung geweien, »aß ihr Biäuiigüm ihr gegenüber nur wadie Änaade» ge macht habe die ste d >nn vor Km Untersuchungsrichter wiederholte. Durch dir'e Umfiände j ta-ter .uf tot« RschtSicobltai dc» S 15 - St. G. autmerkiam gemach, rvo den fei, v«e anlaßt «o>den, von »ie'er Recht»n>ohiiat kein«» G« brauch zu machen. Aui.er»em wollte sie durch ibre Ausiige de Ehre idrcr Familie tiriicllen, nachdem man sie in CtUi uui den Muieumedt bstähien in Ver tindung zu (ringen »ersucht hotte. Der Bezirk«richter au» Eilli, der die Untersuchung gegen Dr. Fohn ge» führt hatte, sagt au«, daß die Angeklagte ausdrücklich al« Zeugin einvernommen wurde, daß sie auf da» ihr zustehende Recht, von der Wohltat de« % 153 St.-G. Gehrauch zu machen, au«drücklich aufmerksam gemacht und ihr zur Ued«'.legung auch genügend Zeit belasten worden sei. Professor Potocnik, jtufU« de« Museum« der Stadt Eilli, berichtete Üb:r seine Wahrnehmungen hinsichtlich der Museum«diebstähle. Ueber die geistige Verfassung Dr. Fohn« befragt, gab Zeuge an, daß Fohn im Untergtzmnasium ein mittelmäßiger, in dea oberen «lassen ein guter Schüler, aber öfter« krank war, allerding« auch Krankheiten simulierte. In den letzteren Jahren sagte man in Eilli von Dr. Fohn, daß er wegen seine« manchmal sonderbaren Gehaben« „spinne". Da« Dienstmädchen Marie jkristan gibt über da« Geschirr und andere Gegenstände Aufschlüsse, die Dr. Fohn seiner Braut gebracht hat; e« waren die« verschiedene in der Anklageschrift angeführte Sachen, von denen sie einige über Auftrag Dr. Fohn« verbren-»en mußte. Au« verlesenen Zeugenaussagen gebt her-vor, daß Dr. Fohn am 10. Oktober einen größeren Pack au« der Wohnung der Familie seiner Braut durch den bereit» erwähnten Stummer! forttragen ließ und ihn hiebet selbst begleitete. Wohin FohK^die Sachen bringen ließ, ist unbekannt. Zeuge tkruschitz, der frühere Geschäst«diener der Firma Meiner, erklärt, daß Dr. Fodn für ihn einmal ein Gesuch anfertigte, für da« nicht« verlangt und nicht« bezahlt wurde. Zeuge war dem Angeklagten nie etwa« schuldig und habe diesem auch nie Geschirr gegeben Hierauf wird die Mutter de« Angeklagten, eine verhärmt aussehende 63 Jahre alie Frau, al« Zeugin aufgermen. Der Vorsitzende macht die Frau auf die Rechtewohltat aufmerksam, daß ste sich al« Mutter der Aussage entschlagen könne. Di« Frau erklärte jedoch, aussagen zu wollen. Der Veueidiger Dr. Spiegel erklärt daß Dr. Fohn ersuch«, von t«r Einvernahme der Zeugin abzusehen. Die Mut-«er besteht trotzdem darauf, aussagen zu wollen. Dr. Fohn springt auf, tritt auf di« Mutter zu und bittet mit aufgehobenen Händen, von der RechtSwohUat Ge-brauch z» machen und hier nicht auszusagen. Al« die Mutter trotzdem auf ihrem Vorhaben besteht, ruft Dr. Fohn erregt: „Mutter, ich bitte dich al« Sohn, ent-schlagt dich der Aussage!" Auch der Vorsitzende und der Verteidiger dringen i„ die Frau, stch der Aussage zu entschlagen. Schließlich erklär«» der Verlcid'g:r und der Staatsanwalt auf die Vernehmung xr Zeugin zu verzichten, wo ste der Vorsitzende entläßt. E« wird so-dann ein Zeug« au« der Hast vorgesührt, der üher da» Verhalten Dr Föhns in der Zelle Auskunft gibt Der Zeuge erklär», daß Dr. Fohn wiederholt sich wie ein GeisteSkra> ker gebärdet« und daß Zeuge froh war, wie er au« der Zelle entfernt wurde. Dr. Fohn bringt bieder heftige Anklagen Über die ihm zuteil gewordene Behandlung voe. Erregt ruft er au«: »Man soll mich doch gleich umbringen und nicht so lange martern!" Der Verteidiger Dr. Uranitsch bittet diese Vorbringuvg de« Angeklagten zu piotokollieren. Di« Vtrhandlung wird hierauf um 7 Uhr abend« abgebrochen ur.d die Fortsetzung auf Dienstag halb 10 Uhr vormittag« anberaumt. Zu Beginn der Verhandlung am Diei,«l»g stellte der Verleidiger ve« Angeklagte» den Antrag auf Ein-vernähme weilerer Zeugen und auf Untersuchung de« Geisteszustände« und daher Vertagung der Verhandlung, wogegen stch der Siaatsanwali energisch auSipricht, ader für die sofortige Zuziehung der psychiatrischen Sachverständigen eintritt. Der Gerichtshof beschließt, die Sachve, ständigen zu vernehmen und den Antrag de« Verteidigers abzulehnen. Hierauf werden die ärzt-lichen Sachverständigen einvernommen. Professor Dr. «autzner fakt fei» Gutachten dahin zusammen, daß durch da« Obr«nliid«n d«S Angrktaglen nicht ein« Er-krankung de» Gehirne« herdeigeiührt würbe, die ihn an geistiger ilrbeit gehindert hätte. Allerdings haften ihm moralische Defekt« an, er sei ein geistig minder« wertiger Menich, dem da« Gefülil für Recht und Wahrheit mangeU. Dr Sterz erklärt, daß an dem Angeklagte» keine Anzeichen einer Geif»e«krankheit wahrnehmbar seien. Die ärziliche Untersuchung habe Tage aedauert, bevor die Gutachten abgegeben wurden. Dr. Fobn wirv wegen Verbrechen» de« Diebstähle« und der ver uchien Verleitung zur falsche» Zeugenau«» sage schuldig erkannt und zu zehn Monate» schweren Kerker« verurteilt. Die UnteriuchungShait vom 12. Jan» „er bi» 3o. «pul 1 v# 18 wirv in die Strafzeit ein, geiechnel. Die mitangeklagie Braut wird wegen falscher Zeugenaussage zu 14,ägigem Reiser verurteilt. Die Verurteile bricht bei Veitüntigung de» lliteile« in befitge» Weine» au». Dr. Uranitsch meldete gegen d-» Urteil ür seine Alientin die Nichtigkeit«-beschwerd« an. Nummer 18 Deutsche Wacht Gerte 7 Heule ist unsere liebe, herzensgute Mutler und Großmutter, bezw. Tante. Frau Anna Matzall, geb. Santner nach langem, schweren Leiden, im 75. Lebensjahre selig im Herrn entschlafen. Die Einsegnung findet am Montag den 6. Mai um 5 Uhr nachmittags in der Mufbahrungshalle des städtischen Friedhofes statt, worauf die Beisetzung erfolgt. Cii«. °m 4. W-i i9.8. Familie Patz. Besondere Anseigen werden nicht ausgegeben. Ausweis über die im städt. Schlachthause m der Woche vom 22. bis 23. April 1918 vorgenommenen Schlachtungen sowie die Menge und Gattung des eingeführten Fleisches. Name de« Fleischers bnr f £ chl-»l»»g<» ftltthb in ©tiKftn Eingeführtes Fleisch in Kilogramm 1 'S) s: o J» <3 K £ _c £ a er K 1 1 1 «e 0) 4r g es OQ s & L B E =9 04 n -Z Ä S g i «i £ e c •2 Z Z .5 B •e V *5" •e 'D g S Ä i K • • 795 Frudrrch Johann .... . s . 1 • • • • • • 1 . . • • • • • 1 8 6 3 . l . • , • . . 60 KoPt Ludwiff..... 1 1 2 Plevia! Fran,..... I 1 . 7 • Rrbeuickrqg Franz .... 1 7 1 < . • l • • 2 Sarvvdnig Andrrat . . . , 4 . S . * . • , • . • • • . . • • Sellak Franz...... . 3 . 4 1 , Suvpan Johann .... . 3 2 4 s 41 3 SI 15 2 V Zerrissene Strümpfe und Socken werden mit frischen VorfGssen tadellos wie neu repariert. 3 Strümpfe oder 4 Socken geben je ein Paar. Oesntxlich gesohsltst. T&gl. Postrenand. Zahlreiche Anerkennnngeechrolben I Marburger Strumpf-Reparatarwerkstitte Marburg, Burggasse 15. Uebernahme und Auskunft erteilt in CH111: Anna Btaudinger, Wionerhotialon, Bahn-hofga«*« Nr. 7; in Windinchgraz: Fard. Andreitz, Gemischtwarenhandlung; in Pettau : Brüder Stawitsch, Kaufmann; in Schönttoin: Joeefinc Slmmerl, Oerai.eht-warenhandtung. Einkauf von Altpapier alte Bücher, Akten, Papierabfalle etc. Knochen Hadern ,uer An Jute Neutuchabfalle Knochen Schweineborsten Pferdeschweife Koi'kC neue und gebrauchte kaufen gegen bare Bezahlung jedes Quantum zu den besten Preisen. IM. Thorinek & Co. Neugasse 8. Hausierer und Händler werden besonders berücksichtigt. ZI. 4478/18_ Kundmachung betreffend die Neufestsetzung der Höchstpreise für raffinierten Spiritus. Das Amt für Volk*ernäbrung hat im Einvernehmen mit de r Finanzministerium den Preis fOr versteuerten, raffinierten and ahgabefreien Spiritus mit K 340.— für 10.000 Lit. •/» (geg^n bisher 210.— per 10.000 Lit. •/») unter den bisher geltenden vom Amte für Volki»ernährung genehmigten Verkaufsbedingungen festgesetzt. Mit Rücksicht auf diese Erhöhung des Spirituspreises werden für den Kleinverkauf von versteuertem, raffiniertem Spiritus folgende Preise festgesetzt: a) fQr den Veikauf von in Mengen von Ober 25 Lit. . . K 7.50 b) fQr den Verkauf in Mengen von mehr als 1 Liter bis ein- schliesslich 25 Liter.............K 8.50 c) für den Verkauf von 1 Liter und weniger als 1 Liter . . K 10 50 Der unter a) erwähnte Preis versteht sich IQr 1 L (er absoluten Alkohols (100 Volumprozent Alkoholgehalt), die unter I») und c) erwähnten Preise verstehen sich för 1 Raumltt-r vou 94 Volumprozent Alkohol. Diese Höchstpreise gelten jedoch nur fOr die Abgabe von versieuertem raffiniertem Spiritus durch Händler, Drogisten usw., somit im Handelsverkehr. Die fOr den Verkauf von Iuländerrum und Schankbianutwein festgesetzten Höchstpreise bleiben aufre< bt. Stadtamt Cilli, am 27. April 1918 l>er BOniermeistor: Dr. vor. Jaboinegg. ÜT% ruck Sorten ^einnsliiidiöruilum --— „Cclcja" ,r "i. Ivtfit tzv müvi. L Allgemeiner Grazer Selbsthilfsverein (registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung) GRAZ, Kaiserfeldgasse Nr, 19-21 (Vereinshäuser) - (Gegründet 1883) - gewährt überallhin an jedermann Darlehen gegen Bürgschaft oder andere Sicherstellung. W echselkredite an Handel- und Gewerbetreibende. Langfristige Rangierungs-Darlehen an Staats- und Landesbeamte usw., Offiziere und Pensionisten. Höchstmöglichste Wertpapier - Belehnung bei besonderer Berücksichtigung der Kriegsanleihen. Spareinlagen werden von jedermann und in jeder Höhe rentensteuerfrei gegen gute Verzinsung übernommen. Mitgliederaufnahme täglich. — Drucksorten umsonst und portofrei über Verlangen. G«lte 8 *Jeuifae S!m»mer 18 „Hubertus" ab 1. Mal wieder geöffnet Naturweine Märzenbier Gute Küche :: Aufmerksame Bedienung :: Schöner schattiger Sitzgarten :: mit gedeckter Veranda :: Garage oder hiezu geeignetes Lokal, womöglich in der Nähe des Bahnhofes, direkt von der Strasse zugänglich, zunächst auf ein Jahr zu mieten gesucht. — Zuschrifleu unter .Personenwagen 23802" an die Verwaltung d. BI. Einträgliche Lebensstellung. Tüchtige Veitreter fQr den Platz und Provinz zum Vertriebe aller gangbaren Artikel gesucht Nur kaufmännisch gebildete Herren wolle« Offerte senden an Uandels-Import-und Export • Gesellschaft m. b. H>, Wien, V., Wiednerhauptstrasse 95. Telephon interurbau 1872-8. Sympathisches Fräulein mit besten Wiener Referenzen, sucht als Gesellschafterin, Stütze de H.us-frau oder Kinderfräulein in Cilli oder Umgebung unterzukommen. — Zuschriften erbeten an Maria Lambauer, Wien. VIII, Josefstädterstrasse 43, *. Stiege, Tür 18. P Das Ersatzbataillon Nr. 87 nimmt ungefähr zwanzig » Klavierspieler oder Klavierspielerin wird für das Kino in Sachsenfeld gesucht. Näheres dortselbst an den Spieltagen Dienstag, Donnerstag und Sonntag. Goldenes Uhrarmband Freitag verloren auf dem Wege Kaiser» Wilhelm-Strasse—Rathaus— Bahnhofgasse - Roseggerring-Garten-gasse. Abzugeben gegen gute Belohnung in der Verwltg. d. BI. 28810 Zu verkaufen ein Kaffeeservice, ein Loderhandtäschchen f. Mädchen, eine Alabasterfigur und anderes, auch gegen Lebensmitteln abzugeben. Karolinengasse Nr. 11, parterre links. in Akkordarbeit auf Nähere Bedingungen können in der R s Blattes. 13883 Dank. Für die aulässlich des Ablebens meiner Gattin Katharina Suschnig seitens meiner hochgeehrten Dienst-geberin, Frau Fanni Pell£, mir erwiesenen Wohluttn und fürsorgliches liebes Entgegenkommen, wodurch es mir ermöglicht war, die Verstorbene im eigenen Grabe würdig zu bestatten, spreche ich hiemit meinen herzinnigsten Dank aus. Johann Suschnig Bediensteter <1. Firma Pell^'s Wwe. Stellenausschreibung. Bei der Rauhfutterstelle Eggenbere bei Graz, Eggenbergerallee 26 werden einige Beamte (auch gesunde arbeitsfähig« Invalide) oder Beamtinnen für Aussendieast zum ehesten Eintritt aufgenommen. Bedingungen: vollkommene Kenntnis der deutschen und slowenischen Sprache in Wort und Schrift, schöne Handschrift, sehr gutes Rechnen, Buchhaltung, Stenographie und Maschinschreiben. Nach entsprechender Einschulung erfolgt die Zuteilung zu Kommissionären in der Provinz. Anträge mit Lichtbild, Gehaltsansprüchen, Zeugnisabschriften und Referenzen ehestens an die obige Stelle. Anträge sind in beiden Sprachen abzufassen. 23784 Grazer Kasse r. G. m. b. H., Graz, Herrengasse 11 verleiht Geld nnd zahlt gleich ans nach Herstellung der Sicherheit Darlehen — Mich in grösseren Posten — rasch, ohne VermittlcrproTision, ohne Zwang zu Leben« Versicherung oder llshaltgvorruerkung, bei massiger Verzinsung gegen Bürgschaft, grundbücherliche oder sonstige entsprechende Sicherstell ung; bei voller Sicherheit auch ohne BOrgen. Im Personalkredit-xweig erfolgt die Rückzahlung innerhalb 5 oder 10 Jahren in Wochenraton, welch» anch monatlich oder vierteljährig u. a. w. entrichtet werden kennen, im »Allgemeinen Zweig" aber in beliebig zu vereinbarenden KQckzahtungasristen. — Schuldscheinverfassung unentgeltlich. Schnellste Erledigung. — Spareinlagen werden zu und 4'/, verzinst. Man verlange Prospekte. wiid zu kaufen oder zu pjchteu gesucht. L'bensläh ge. guse Gemischtwarenhandlung, auch mit Ausschank riebst etwas Feld und Garten, in eifpnem fr-quent^n Ort, womöglich mit Industrie in Stadt oder Land 20—30 Mille Anzahlung Gütige Au-iräif- unter .Gese&ftsbans* post-l.igend' t>uhnpo*t Marburg bis 15. Mal. Sehr putrn, garantiertnaturechten O b st in ost 90 Hektoliter samt Fässer zu-uammen billigst abzugeben. F. CARRAUA in St Ruprecht h. d. Raab, Steietmark Vorzüglicher Obitmoit zu haben bei Viktor Zany, Cilli im eigenen Hause (gegenüber der Landwehrkaserne). Dreistöckiges Zinshaus mit Gasthaus samt Konzession, schönor Obstgarten, Winter- und Sommer-Kegelbahn, im 6. Beziik, gutgehend, lebensfähig, ist wegen Todesfall sofort günstig zu verkaufen. Briefe erbeten unter ,Gutgehendes Gasthaus 88.000 L 1046* an die Annonzen-Expedition Jos. A. Kienreich in Gtaz. 33708 Danksagung. ^ür die liebevolle Anteilnahme an dem schmerzlichen Verluste unserer lieben fliehte, bezro. Schroester, des fräuleins Cheresc Sfcrabl sowie für die schönen Blumenspenden, sprechen wir hiermit den innigsten Dank aus. Die trauernden siinterbliebenen. W || 2; | M Cll rillll Hl* Musikinstrumentenmacher Kaiser-Wilhelm-Strasse Nr. 14 CILLI Kaiser-\Vilhelm-Strasse Nr. 14 Reichhaltig«« Lager in Violinen. Gitarren, Zithern, Maiitlollneii. Mund- nnd /.leb-HinaoalkM» Vfollnldtaten und dergleichen Goldkiang-Lauten Hentundteile fü sämtlich- Musikinstrumente. Beste Violin- und Zithersaiten Krapina Töplitz (Kroatien) Auskunft und Prospekt gratis. Oute Verpflegung gesichert I yt Gicht :: Rheuma Ischias. e>„itluftMu.* oex«ui.-.w «..-u iiitv <*iut«. oertin«iutao.uuete. „«xUia m «.tut. — äBerairtrouttita;« Sletwr: USutCO feajioio.