agesbole M Anterßeiermark. PramimeratitzNSpr«,» f«r M«ed«A. Ronatltch.....— ff. 70 tr «terteljahrig .... » „ t0 .. Aufitllunß «»«aUtch — Ik Vinztlne N»m«»ra 4 tr. lvrga« de» ttve»OZe» Partei. Erscheint »Sglich «tt Kusnahme der Sonn» «nd Feiertage. Mamiserchtt werden ^nicht zurück geswdtt. «tt V»ß- «emttltch.....»G»l»«» .....» E«tz«hrlß.....tt O I». yr. ZM«. .U 14«. (23.) Marburg, Mittwoch ««.September ISV«. Jahrgang Nur ri«e Stimme. re. Die Nachricht, daß sich Herr v. Stre-mayer, der Unterrichtsminifter. bei der Abstim-muag im Reichsrathe von den BerfaffungStreuen abgewendet und mit der föderalistisch-kleritalen Partei gestimmt hat, muß nuf alle AnHanger der Verfassung deprimirend wirken. Bei der jstzigen Znsammensetzung de» Reichsrathes. bei dem jetzi-«n Stimmenverhältnisse von 68 zu 67 ist eine Utimme entscheidend. Hütte der Herr Minister, welcher der ver-fassu^streutn Majorität im st,irischen Landtage sein Mandat verdankt, das Vertrauen gerechtfer« tigt. welches in ihm durch die Wahl in den Reichsrath gesetzt wurde, dann hätte seine Stimme den Ausschlag für die wettere verfassungsmäßige Entwicklung geben können. — Leider wurden wir getäuscht, der Abgeordnete der deutschen Steiermark steht an der Seite eines — Petrino. Sollte der Herr Minister nicht das Unnatürliche dieser Stellung begreifen? Sollte er nicht wissen daß srine Haltung der verfassungstreuen Partei, zu der wir ihn zählen zu dürfln glaubten, einen gauftschlog ins Gesicht glbt? Sollte er sich dem drückon zu geben. Nach dies.r Austinanderl,tzung »vurde es zur Parteisache, dln Minister nicht fallen zu lassen und ihn moralisch zu unterstützen. So erfolgte die Wahl, dkren Wirkung leider eine entgegengesetzte w.,r. denn anstatt daß dir Berfassungspartei im Ministerium einen Fürsprecher gefunden hätte, entgeht ihr sogar im Reichsrathe eine, und zwar wie »vir gesehen haben, sehr ent-schcivende Stimme. geitungsfcha« Das „Baterland" findet kein Behagen an dem Reichsrathspräsidium u»»d äußert sich über die gewählten Persönlichkeiten sehr absprechend. 3n anderen Ländern, meint dasselbe, würden bei einem Stimmenverhältnisse, wie sich solches anläßlich des Rechbauerjchen Antrages klarst?llte. Neuwahlen ausgeschriebeu. und könne kaum vorkommen, daß der PrLfldent einrr parlamentarischen Versammlung nicht aus der Majorität gewühlt werde, ivie dies bei Hopsen der Fall. Die Wahl des Präsidiums sei von de» Polen beschlossen und ausgeführt worden, welche sich als nur zeitweilig im Reichsrathe anwesend betrachten und daher keinen der Ihrigen zu dieser Ehren strlle befördern »voUten. Die Polen seien Po tocki's Marionetten; dieser schone somit die libe rale Klique. (Die Absetzung der drei Statthalter rechnet dos „Baterland" vielleicht auch zu den schonenden Maßregeln. Anm. d. Red.) Aum Schluße bedauert das „Baterland" die Haltung dks rechten Centrum. welche einem Kom prom sse entsprungen, ivodurch die Parteien aller« wärt» ruinirt »Verden Die .»Presse" zieht aus der Wahl Ho pfen's zum Präsidenten des Abgeordnetenhauses den Schluß, daß ihre BehauptuNt» richtig, es ge breche den Gegncrn an Männern, welche im Kalle der Noth >n dcn Bordergrund geschoben »Verden könnten; aus diesem Grunde sah sich die Opposition glnöthigt, zu dem Bertrauensmanne der Bersassungstreuen zu greifen und ihm die Präsidemenglocke in die Hand zu drücken. Zn der Geschloffknheit, in dem klaren Bewußtsein des Zieles liege die Stärke der Berfassuugspartei, welche allein zu einer wirklich parlamentarischen Regierung befähigt sei. Die „Presse" kommt im iveit0hulische Landtag auf das ollerhöchste Reskript betreffs der Reichsrath?ivahlen sich nicht geäußert babe, Hie Wahl des Präsidiums so lange zu ver-tagen, bis daS HauS durch den Eintritt der Ab-geordneten ouS Böhinen sich ergänzt ljabe. Abg. Costa (kraiu) spricht gegen den Ver-tagungSantrag au» Rücksicht auf die gebotene Beantivortung der Thronrede mittelst einer Adresse, iv^lcher eben die Konstituirung deS HauscS vorangehen müsse; die Prasioentenioahl sei eil»e politische Nothwendigkeit. politlsche Erwägungen jwingen die Konstituirung nicht mehr hinauszuschieben. damit daS Parlaulent auf die Aktion des Ministeriums eint»)lrkm tonn,'. Die Thronrede habe auf die Zustände in Böhmen hinge-iviesen. eS sei an der Zeit solche im Hause zu besprechen, so lnnge die Böhmen nicht im RcicbS-rathe tlschienen seien, kiinnc mit größter Unbefangenheit ter GegeusltUid beh^ml'tlt iverden, »veit die Abgeordneten aus Böli»n n R chter in der eigenen Sache seien. Zum Schlüsse »»»eist Redner aus die Berhälttttsic von 1801 lnn. damals seien von 343 nur l43 Deputirtc erschienen U'»d daS HauS habe sich doch fonstltuirt. Abg. Dr. Maierhoscr hebt dcii Kontrast z»vischcn d.r Haft, »n.l dcr v^n Seite der Re-gikru»»g iln RelchSlatl)e Vorgcg^in^^en iveroe. gegenüber der Lllilgsamkeit. »nil »velcher die Landtage eintierufen ivurden. iiervor. Der Hinivei» auf daS Jahr verfange nicht, denn damals gab es noch kci^r Gesetz über direkte Wahlen; wenn die Regierung de» Eintritt der tiöhmischen Al)-Aeordneten ernstlich wünsche, so solle sie von die-itm Gesetze Gebrauch iiiachcn Der böhmische Landtag hätte säzoii zur Zeil der Votirnn.t der bekannten lNifgell)st iverdeii sallen »statt dessen ließ man die AdreKdeputation an den Stuft» deS Thrones die beschworene Verfassung in Frage stellen. Die Regierung verhindere die Böhmen im Hause zu erscheinen, sie scheinefomit ein verfassungsmäßiges Abgeordnetenhaus nicht zu wollen; daS Btstehen deS böhmischen Landtages neben dem ReichSrathe sei verfassungswidrig. Drei Opfer seien bereits gefallen, die Statthalter sind gemaßregelt worden, weil sie eS gewagt haben mit der Berfassungspartei zu stimmen, wodurch diese Partei geradezu provozirt worden sei. Man erzählte sich, daß die Beseitigung zweier Statthalter schon früher in Folge Vereinbarung der Regierung mit den Berfassungsgcgnern beschlossen war, um System in dt,s Ganze zu bringen. sei auch der dritte, der LlMdeSpräsident von Schlesien entlassen worden und doch hatten diese drei Statthalter früher wiederholt um ihre De« Mission gebeten, wiederholt wurde sie ihnen unter Ausdruck der allerhöchsten Zufriedenheit verweigert. (Stürmischer Beifall im Hause und auf der Ga« lerie. in Folge dessen Ermahnung des Präsidenten an die letztere zur Ruhe.) Besser sei ein offenes Gegenüberstellen als Hinneigen zur Berfas-sungSpartei unter gleichzeitiger Konspiration mit de« Gegnern; die Regierung halte, wie die Offiziösen sagen, fest an der Verfassung, doch dieses Festhalten werde leider zur todtbringendln Umarmung. Der Redner schließt mit den Worten: Wir Deutsche stehen ftst und treu zu Kaiser. Reich und Verfassung. Blicke man doch hinauf Deutschland, wie eS trotz Bismarckerei und tlcin-staatlichem Wesen allen Zwist vergrssen und Siege errungen hat. wie sie größer nicht gedacht werden können. Mögen die Männer im Rathe der Krone dem gegenüber eS sich überlegen, ob unS Deut« schen in Oesterreich, l)ie wir nichts verlangen als Ausharren bei Kaiser, Reich und Verfassung, als Lohn geboten werden darf Reaktion und Ver-fossungSbruch. (Lebhafter Beifall links, minutenlanger brausender Beifall und Händeklatschen auf den Galerien, dem gegenüber schüchterne Versuche, zu zischen, wirkungslos bleiben.) Nachdem der enthusiastische Beifall sich gc-legt und der Präsident zum Worte gelc>ngt, fordert er wiederholt die Galerien aus. sich rulzil^ zu verhalten; er müsse sonst den Zuhörerr.utm räumen lassen. Der Minister Graf Potocky nimmt hierauf das Wort und erklärt, die Gelegenheit die Anschuldigungen drS Abgeordneten Maitrhofrr zu widerlegen »verde sich für die Regirrung bci dcr Adreßdebatte ergeben, vorerst empfehle er dem Hause dringend die Konstituirung. Bei namentlicher Abstimmung fällt der Rrch^ bauer'sche Antrag mit 68 gegen 67 Stlmint». (Stremayer stimmt dagegen.) Hierauf wird zur Präsidentenwahl geschritten Hopfen wird mit 131 von 133 Stimmen gewählt. Er dankt in kurzer Rede für das ihm von den verschiedenen Parteien im HlNlse geschcnkt Vertrauen, welche« er durch die unpartuische Uebun. seines AmteS zu rechtfertigen hoffe. In Anlie-tracht des Charakters seiner Wahl unterlasse ci seinen Ansichten über die politische Lage Aus-druck zu geben. Er schließt mit einem Appell aü die Treue und Anhänglichkeit gegen den Regenten. lvelcher er in einem dreimaligen Hoch Aus druck gibt. Das Haus stimmt iu diesen Ruf cin. Zu Vizepräsidenten »Verden hierauf Dr. Vl-dulich mit 122 von 128 zum ersten. Graf Kucu bürg mit 11V von 119 Stimmen zum zweiten getvählt. Beide danken in kurzen Worten fln das geschenkte Vertranen. Zu Schristsühreru werden gewählt: Die Abgeordneten Dr. Schaup, Brandstetter, Graf«alnoky> Frcih. von mannSeggt. Dr. Pfeiker, Dr. Edelmann. Graf BartoSzewSkh und Dr. Weigel. Minister-Präsident Graf Potocky überglbt hierauf nachstshende Regi.rungsvorlagen zur vrr-sassungSmätzigen Behandlung: Eine Vorlage betrifft die kiiserliche Verordnung vom 28. Äuni 1870. wodurch dcr A. 14 der Statuten der privilrgirten östericichischkn Nationalbant abgeändert wird; als zweike die kai-^etliche Verordnung vom 2V August 187V. ivv-durch eln letzter Termin für die Einlösung der Münzscheine und Sillilrscheidemünze zu 0 kr. KonventionS'Münze seftgtsttzk ivird, nls dritt-' tndlich dik kaiserliche Berorduuilg von» 8. Mai 1870, lvodurch die Ausübung der Gerichtsbarkeit über die Landwehr geregelt lvird. Zustizministel Ritter v. Tschabuschniggbringt als Regierungsvorlage einen Gesetz,nttvurf, be» treffend die Ausübung der Gerichtsbarkeit über die Landwehr ?in. Hierauf stellt Abg PaScotini den Dring-lichkeitsantrag die Thronrede mit einer Adresse zu beantivorten. Abg. Rechbauer bestreitet die Dringlichkeit, welche verneint wird; zu deren Annahme lväre Zweidrittel-Majorität erforderlich gewesen, mit 68 gegen 67 Stimmen wird beschlossen die Adreffe auf die nächste TageSordnnng zu stellen und von" der Drucklegung des Antrages zu ab-strahirel». Abg. Rech bau er motivirt liierauf in län-gerer Rede seinen Antrag, die Regierung sei auf zufordern in Gemäßheit d^s K. 19 des GeseßeS vom 21. Dezember 1867 den Reichsrath zu vertagen. Cr sagt unter anderem: „Man ztvinge uns nicht zu dem Aeußersteu. Man läßt neben uns den böhmischen Lanl)tag tagen, und damit schaffen Sie sich meine Herren ein Präjudiz. Sie werdtn eS dahin bringen, daß. so wie der ungarische Landtag mit dem ReichSrathe verhandelt hat,. Böhmens Landtag ebenfalls mit dem ReichSrathe verhandeln lvollen tvird. (Sehr gut! Sehr richtig! links.) Nach der Verfassung aber gilit eS keine Verliandlung deS böli-mischen Landtages mit dem Reichsratlie. Die Vertreter Böhmens sind berufen, hier zu ver. haudeln." Der Antriig wird von der gesammten Linken unterstützt, die Dringlichkeit jedoch abgelehnt und hierauf die Sißung geschlossen. Politische NeberAcht. Von Prag berichtet man über die Ehan-zen eventueller ReichsrathSwahlen. Der Groß-grundbestj^l ivlrrde 15 Feudale. DankPctrino-Taaffe-scher Nichtintervention entsenden; 22 ezechisch« Bezirke^ blieben unvertreten, iveil die Gewahlten ihr Mandat nicht ausüben würden, die Verfas-sungspartei erhielte nur 17 Stimmen; ivürden die Wahlen vom Landtage vollzogen, »in Fall, der jedoch nicht eintreten wird, so lvürden dem Reichs-rath nur 16 deutsche Stimmen zngesührt. Wie „M. U." aus glaulnvürdiger Ouelle vernimmt^ wird der ungarische Reichstag vor Beendigung des deutsch französischen Krieges nicht einbernsen werden, man fürchtet von Seite der Regieiung unbequeme Erörterungen. Die Fortschrittspartei in Bcrlin bereitet. . wie die „Zttknnfl" meld»t. einen Aufruf an alle sreihettsliebenden Männ>!r dies und jenseits des Maines vor. in tvelchem die Forderung nach Cinbkrnfung eines allgemeinen deutschen Parlamentes gestellt wir^V Gleichzeitig beginnt une Agitation zur Beseitigung des Artikels V. (NordschllSivig betrrfftNd) des Prager Friedens. An die Spij^en derselbe» stelltrn sich die Kieler Stadtverordneten, ivelche auf den inni» gen, durch Ial^rhunderte währenden Znsanimen' hang litter Thtile Schleswigs l)inweisend. für die Zukunft eine LoSlösung deS deutschsprechendcn Theiles deses Landes perhorresziren. Eine rück-lialtSlos schleunige Agitation itn seelheitlichen Sinne wäre angesichts der vielen Symptome der Reaktion in ganz Deutschland sehr erwünschenS-Werth. dal)er der Bestrebung bezüglich eineS deutschen Parlamentes der beste Erfolg zu ivünschen wäre. — Aus Frankreich meldet mau die Bildung eines republikanischen Centralkomites. einer Art Ncbenregierung in Paris, welches aus Männern der extremsten Richtung besteht, deren Proklamu-tionen voll leerer Redensarten die Sache nur verschlimmern »Verden. Die in Paris weilenden Lothringer Prot.-stiren gegen die LoSticnnnng ihres Heilnatslandes von Frankreich. (Sonderbare Schivärmer.) Nach sicheren Berichten soll der Arbeitelverein „International". welcher bei uns im s. g. Wiener Ar-beiter-Prozesse eine Rolle spielte, aus der kaiser-lichen Privelchatulle Subventionen bezogen haben. In Rom wurden republikanische Kund-gsbungrn unterdrückt; der militärische Stadtkom-mandc.nt Mogi erließ in Folge dessen eine drin-grnde Aufforderung sich jeder AnSschkeitung zu enthalten, weil er sonst bemüssigt wäre, desselben mit äußerster Strenge zu begegnen. Die italienische Regierung soll den Mächten bekannt gegeben haben, daß sie gesonnen sei. dem Papste in dem s. g. Leontinischen Theile der Stadt die vollkommenste Souveränität mit dem Rechte Gesandte zu ernennen und zu empfan-gen, zu überlaffen, und daß sie demselben alle Ehren eines Souveräns zugestehe Mit diesen Zugeständnissen dürfte sich der Papst nunmehr begnügen und zu seinem ngenen Vortheile der Gewalt der Thatsachen sich beugen. Vom Sritge Obgleich telegrafische Berichte unS so tvenig melden, so müssen wir doch konstatiren. daß besonders an der Süds^eite von Paris die Franzosen schon manches wichtige Objekt verloren haben, was die Verthridigung der Hauptstadt sehr erschwert; auch die Franenkorp?. die aufgestellt wer« den sollen, werden nicht dazu helfen, die Stadt zu retten, die schon bestimmt ist in ihren Mauern dcn Triumfzug der deutschen Arrnee zu sehen. Die erbeuteten französischen Kanonen »Verden zur Eroberung der französischen Hauptstadt benützt, welche Ironte des Schicksales gegenüber den französischen Großsprechereien. DaS französische Volk kann sich noch immer nicht in daS Unvermeidliche fügen, und Altentate sind keine Seltenheit, Füsilirnngrn da. her noch immer auf der Tagesordnung, ebenso wie manche Ortschaften, in denen solche Attentate geschehen, ans Strafe den Flammen preisgegeben tverden. Vor Metz ist eln beständiges Gefecht. daS keine P irtei znr Rul)e kommen läßt. Ueber die AnSwechslnng von Gefangenen nnd Verwundeten finden Verliandlungen statt. Marburgers und Provinzlal-Rachrichten (Der VerfnchShof) soll Ntich eil»em in der letzten Sitzung dcS Grazer GeimeinderatheS über Antrag. deS Prof. DavidowSky gefaßten Be« schlusse möglicherweise den Zivecken der Landwirth-stast und Industrie erhUten bleiben. ES »vnrde uärnllch das Finanzkomite des GemeinderatheS beaustragt, die Frage des Ankaufes dieser Liegen-schttst von Seite der Gemeinde Graz in Berathun«^ zu ziehen und bis 6. Oktober hierüber zu rese-riren; indem der dermalige Besitzer. Herr Eise!, den Bersuchshof u»n den AnkanfspreiS der Gemeinde käuflich zu übe«lassen bereit fei, ivodurch für spätere Ausstellungen, tvelche nach dem diesmal so geluugeuen Versuche gewiß in Ausführung geblacht »v rden dürsten, eine heimatliche Äätte geschaffen »väre. (D a s Festko nzc r t) deS steirischen Sängerbundes ist glänzend ausgefallen; die Produktionen wurden von dlM gedrängt vollen Hause mit ju-elnden Applause ausgenommen. Zu d.n gelungensten Vorträgen ist daS „Mir träumte von einem Königskind". „Die Wacht am Rhein". „Das dentjche Lied", zu rechnen. Die Schmölzer-schen Chöre fanden vielen Beifall. Ul»ser GesanS-verein fand neben den beiden Grazrr Vereinen, wie »vir ,nit Vergnligen Grazer Berichten eut-nrhai^n. die Verdiente Al»erkennung. Die Kapelle des 7. ÄnftMterit-Reg. Maroiöiü beförderte dnrch präzises Spiel den Gesarnmteindruck. Wir glauben drher mit Recht beh.^uplen zn können, das Sänge» bnndesfest habe sich teinen Vorgängern würdig angereiht. (Die Verlosung), »velche mit der Ausstellung verbunden ist. findet am 16. Oktober statt; eS wnrden 300 Gewitinste bestimmt; den Haupt-treffkr repräsentirt eiu Ezapka'scheS Flügelpianoforle im Werthe von 500 fl., den ziveiten bildet ein LuxuS Wagen auS der Waitzerschen Fabrik. Unt r den übrigen Treffern sind eine feuerfeste Kasse von B. Kanduth. Spiegel. Porzellan- und Korbwaaren )c. hervorzuheben. (Falliment K. Hummer in Eilli). Der ,,N. Ff. Presse" ivird berichtet, daß die Pas-siva sich auf zirka 260.000 fl. inklusive Girover-bindlichkeiten und Baarkredite belausen. Der Aktivstand beträgt 218,045 fl. 88 kr., den Werth der Realitäten mitgerechnet. Waarenlager und Außerstande lnziffern sich aus zirka 160.000 fl. Ts wurde bereits ein Aüsgleichsantrag gestellt, und zwar 60 Perzent in 18 Monaten, dem die zahlreichen Freunde deS Falliten zut^estimmt haben. (Aus Cilli) berichtet man un», daß die „Schwarzen" im Stillt n ihre segenbringrnde (?) Thätigkeit fortsetzen; besonders der liberale Bürgermeister scheint ihnen eln gewaltiger Dorn im Auge, darob ergießen sie ihre Gallen in die Spalten der ultramontanen Blättcr. Ueber die auf dem Josefiberge hausenden Lazzaristen ergeht sich der Berich! in bitteren Worten ; indem dieselben be-sonders auf die minder gebildete weibliche Be-völterunst in einem der Aiisklärung entgegengesetzten Sinne Wirten ; auch Störungen deS häuslichen Friedens sollen mehrfach in Folge der Thätig-keit jener Stiefbrüder der Jesuiten vorgekommen sein. Zum Schlüsse wird die Frage aufgeworfen, auf. welche Weise der bekannte Kaplan Schutz, dessen strafgerichtliche Berurtheilnng unS kürzlich gemeldet wnrde, zu seinem Doktortitcl, den er sicb beilegt oder beileg n läßt, gekommen sei. (Sl ovenische Lehrkanzeln.) Dem Bernehmen nach haben sich zu slovenischen Vorträgen juristischer Gegenstände an der Grazer Uni-verfttät die Herren Dr. Krajne. Dr. Ribiö und Dr. Gr^ak bereit erklärt. L. T. (Weinsendung für die deutschen Verwundeten). Dieselbe ist bereits an ihren Bestimmungsort abgeganj^tn. 3n Nachstehenden» verzeichnen wir die Namen der j^roßmitthigen Spender. Die Herren: Girstmayer (2 H. Startin). Schraml (2 H. Startin). Frohm (1 H. St.). Ehrenberg (1 H. St.). Pfrimer (1 H. St.) und eine Klfte Maschentvei». Bndl (1 H. Sk.). Sche-veschinsky, «anunternehmer (1 H. St.), Tscheligi (1 H. St.). Wregg (1 H. St.), Rudl (I H. St.), v. Kriehuber (I H. St.).BrandsUtter ^ H. St.) endlich Frau Katharina Langer (1 H. Ä.), Ftau Maria Schmiederer halte urspriznglich zu dits.m Zwecke 2 H. St. zuttefichirt, über Veranlt^ssung ihres Herrn SohreS Johann Schmiederer di'seS Versprechen jedoch schriftlich zurückgenommen. (Theater). „Gringoire." Zum Vortheile des Stückes kam statt d^S erkrankten Herrn Knorr die Nolle deS KönigeS in die Hände des Direktors Rosenfeld, der insbesondere die Szme. wo ihm der Berrath entdeckt wird mit hinreißendem Feuer darstellte, auch Frl. LaniuS gab die im letzten Momente statt Frl. Nowa übernomlnenen Rolle der „Louise" sehr ancrkennenStverth; Herr Thal (Olivier) gab den schurkischen Barbier sehr brav und ebenso stellten Herr Onnsky und Frau Thal ihre Rollen „Fournier und dessen Schtvestcr" in guter Weise dar. Herr Pohler spielte den „Gringoire" mit fichtbaiem Eifer, besonders gelang ihm die Szene mit Louisen, man sah, daß er die begeisternden Worte die er sprach auch fiihlte. Ensemble und Ausstattung sind zu loben. — Die „Flotten Bursche." diese so oft und doch stets gern gesehene Operette, tvurde inSbesonderS was die Chöre anbelangt, noch nie so gut bei uns aufgeführt, dieselben find nämlich zahlreich und gut geschult. Frau Parth erhielt als „Frinke" wohlverdienten Beifall, ebenso gab auch Frl. LaniuS den Brand als Maler anerkennenSwerth, daS lveste in der Operette war aber der „Geyer" deS Herrn Rosen, der »ine vortreffliche MaSke tru^» und daS Duett deS Frl Talmar ..LicSchen" und Herrn Parth „Anton"; erst.re schcint uns zwar noch Anfänjierin. kam aber über die Befan-genheit sehr anständig tveg, Herr Parth verfügt über sehr gute Stimmittel und hat große Routine, auch daS Quintet ging t^ut von Stalten; tadelnd erwähnen müffen wir aber Herrn Stampfl „Fleck." »velcher sein erstes Lied unverständlich und mit Mühe sich im Takte erhaltend sang, mag auch au letzterem theilweise daS Orchefler Ursache tragen, als englischer Bedienter zeigte er gute Komik. Herr Schober „Wirth" und Frau Schober „Alt-parthie im Klopfchore sowie ,m Quintette" v die ersten organlsütorischen Schritte geschehen und allenthalben Lokalvereine zu diesem Zwecke in der Bildung begriffen. GefchäftS'A-it««g4 (B air is ch-ö ste r re ich »scher Güterverkehr.) Im bairlsch österieichischen Güterverkchr treten vom I. Oktober d. I. neue Tarife sammt dem betreffenden Reglement inS Leben, und zwar für die direkte Beförderung von Gütern-, Fahr-zeugen, außergetvöhnlichen Gegenständen. Leichen, dann Pferden, Hornvieh. Borstenvieh und Schafen, zwischen Stationen der königlich-bairischen Staats und der königl. priv. bairischen Ostliahn einer-seitS, und Stationen der Kaiserin Elisabeth.Bahn, der öste rreichlschen Staati^eisenbahn, der Süddahn, der MohacS-Fünstirchner und der Mnfkirchen-'iZareser-Etsenhahn anderseits. Die Tarife vom 10. September 1868. sotvie der diesbezügliche Nachtrog treleu Mit dem obgenannten Tage außer Krast. Wien, 26. September. (Schlachtvieh-tnarkt). Der Auftriel, betrug 2095 Ochsen. Schätzungsgewicht 350—700 PfundÄnk^mfö-pleis 150—237 fl pr. St., pr. Zt. 31 sl. 25 kr. bis 36 fl. (Kr e u z b a n d s e ndu nge n.) Bisher »var eS im Norddeutschen Bund nicht ertaubt. Preis-kourante per Kreuzband zu versenden, auf welchen außer den geschriebenen Preisen auch noch ge-schriebene Angaben über Skonto und Lieserungs-ort sich befanden. Nach einem Bescheid deS tön. preuß. Obertribunal ist dies jetzt zulässig. Irosch und Kröte. Von Dr. W. Hamm, Miiiisterialrath im k. t. «cklibaiimintsterium. (Schluß.) Sie sind die geschickiesteu und unertnüdlichsien Jnstktensängcr, vertilgen in den Kellern dieAsteln und Schab n; in den Gärten Regenwürnier. Larven und Raupen j^dee Art ; aus de" Aeckern Käser. Schnecken. Drahtwiirmer ?c.. und zivar. bei ihrer groß.,, Gtfräßigkeit, in ganz unglaub- lichen Mengen. Schaden thun sie nicht den geringsten. Es ist daher tief zu bedauern, daß die meiste», Menschen eine wahre Abneigung gegen die Kröten haben uu) sie verfolgen, wo und wie sie können. Nur ihr versteckter, nächtlich dltmpfer Aufenthalt und die Häßlichkeit ihrer Erscheinung haben der Kröte diesen Haß zugezogen, doch darf nicht vergessen werden, !>aß sie die schönsten, strahlendsten Augen van allem Gethier der Weit hat. Glücklicheriveise legt unsere Zeit daS ungerechtfertigte Vorurtheil immer mehr ab. So tverden jetzt auf den Märkten von Paris. Lyon. Brüssel u. s. iv. stetS Kröten feilgehalten nnd zu gnten Preisen von den Gemüsegärtnern gekauft, »velche sie sorgsam in ihre Gärten verpflanzen und damit sichere Jnsektenv-rtilger gewinnen. Auch ich l)alte schon sein lange darauf, daß Frösche und Kröten in meinem Garten heimisch sind, und von Niemand beunruhigt »Verden. Auf die Aecker kann man sie freilich nicht mit dem Befehle setzen da zu bleiben, aber schonen kann man die harmlosen Thiere überall, und daraus wird ein Nutzen erwachsen, großer alS man glaubt, wenn auch nicht immer sichtbar. Es ist Zeit, daß endltch einmal der Mensch sich von dem Aberglauben, mit dem er über viele Dinge und Wesen in der Natur behastet ist. frei macht, und die Schöpfung im Lichte der Vernunft, nicht des Wahnes betrachten lernt. tFine merktvürdige Erscheinung ist eS immerhin, daß vom Beginn der geschichtlichen Welt an daS ganze Menschengeschlecht einen besonderen Haß auf die Lurchen oder Kriechthiere (Amph bien. Reptilien) geworfen hat. und viele Geschlechter darauS völlig ohne Grund, bloS auS Vorurtheil und Uiitvifsen-heit, verfolgt und auszurotten strebt. Die harmlosen, nützlichen Frösche und Kröten von der über sie ausgesprochenen Acht und Aberacht erlösen zu helfen. d.iS ist der hoffentlich Anerkennung findende Ziveck der vorstehcnden kurzen Betrachtung. Korrespvlltdenz der Redaktion. o-o in Eilli. Wo denken Sie hin, könnte uns einen netten Ehrenbeleioigungsprozeß auf den H^lS ziehen. Wie Sie scheu, nur in milderer Form vertveiidbar. Bitten um weitere thatsäch-liche Berichte.__ Hriginat-Tetegramme. (Eingelangt am 27. September. 10 Uhr 15 Mi- ' nuten Abends.) Tours. 27. September. „Pariser Nach-richten." Die Division Ouduy griff am 23. September die von den Preußen besepten Höhen-Pla-tcaus Von Villejuif an, etstürime die Redouten Moulin, Jaquet. Villejuif. Hautes BruyöreS. Die Preußen erlitten beträchtliche Verluste. Der Koutreadmir^l Saisset führte am 23 d. M. Mit 1500 Mann eiue glänzende Re-fognoSzirnng aus und vertrieb den Feind auS Drancy. General Ballmou vertiieb den Feind auS Pierreflte. Nach ausgefühlter Rekognoszirung zogen sich die Frcinzosen vollkommen ungeftöit nach Saint Den»e znruck. (Am 28. Septeinber. 2 Ulu 10 Minuten einge-troffei'.) Darmstadt, 27. Scpteniliee. Ttrn^-burg hat stck beute ergeben Tours, 27. ^tpt. Das ..Pariser Amtsblatt" vom 25. d.M. konstati't daß am 24. Sept. vollstä,»dige Ruhe l) errscht e. Die bei Saint Clond stehenden franzö-tischen K an o n e nlio ot e lvurde i» vom Feinde angegriffen und beuchten demselben empfindlichen Säiaden bei. Die Besatzung de^^ Forts Jjsy feuerte in der Richtung gegen Sevres. tvo der Feind Batterien z'i errichten schien. Die Bl ü rke bei T r i e l brach unter der L a st der s t i n d l i ch e n K a n on en zusammen n ll d Versattken dr»l Ka oneu in den K luten. Die Verluste der Preußen in den letzten Tagen betragen 10.000 Mann. 10 Kanonen ui»d 2 Mitrailleusen. Die Ht'ltung der Pariser »v ölk, r u n g ist ausgezuchnet. Wie», 27. September. Mour»bericht.) Bei beschränttem Umsätze gewann die Stimmung eine freund, lichere Färbung und einige Attien-Vattungen wurden besser bezahlt, Staatsbahn-Aktien stieaen um L fl., Renten, Lose und Anlagepapiere behaupteten sich zur feflern Noti». Fremde Wechsel und Eomptanten schloßen um eine Kleinigkeit steifer. Original-Tours-Ttltgramm. L Uhr Nachmittaq. fl kr. Einheitliche Staatsschuld in Roten .... 57 30 detto detto in Silber .... 66 70 ISeoer Staats-AnleheiiS Loose............92 40 1864er detto ......114 90 Vank-Aktien............715 — Credit-Attien ...........253 50 Anglo-Vank.Aktien....................233 — Staatsbahn Aktien..........S84 — R»rdbahN'Aktien ..........2N 25 Franz-Zosef'Vahn-Aktien................139 50 Rudolf-Vahn-Aktien..................163 7ö Frankfurt am Main..................104 20 Lombarden........................179 75 Credit-Loofe............1S9 7S London....................124 60 Silber............................122 75 Rapoleond'ors......................9 98 K. t. Münz Dukaten..................5 90 Stimmung: matt. Gingesandt. Kur aller Krankheiten ol»ne Medicin und Koste« durch die delikate GesundheitSspeisc Rovs-jvsvivro 6u Larrz^ von London, die bei Erwach' ftnkn und Kindern ihre Kosten bvfach in andern Mitteln erspart. 72.000 Kuren an Magen-, Nerven-, Unter-leibS-. Brust-. Lungen-, Hals-, Stimm-, Athem-, Drüsen-, Nieren- und Blasenltidtn — wovon aus Verlangen Kopien grutiS und franko gesendet werden. Kur-Rr. 64210. Neapel 17. April 1362. Mein Herr! 3u Folge einer Leberkrankheit war ich seit sieben Iahren in einem furchtbaren Zustande von Abmagerung und Leiden aller Art. Ich war außer Stande zu lesen oder zu schreibeu, hatte ein Zittern aller Nerven im ganzen Körper, schlechte Verdauung, fortwährende Schl.if-lofigkeit und war in einer steten Rervenaukregung, die mich hin- und hertrieb und mir keinen Augenblick der Ruhe ließ dabei im höchsten Grade melancholisch. Viele Aerzte, sowohl Inländer als Franzosen, hatten ihre Kunst erschöpft ohne Linderung meiner Leiden. In völliger Verzweiflung habe ich Ihre Revaleseivre versucht und jetzt, nachdem ich drei Monate davon gelebt, sage ich dem lieben Gott Dank. Die Revalcseiöre verdient das höchste Lob, sie hat mir die Gesundheit völlig hergestellt und mich in den Stand gesetzt, meine gesellige Position wieder einzunehmen. Genehmigen Sie, mein Herr, die Versicherung meiner innigsten Dank-barteit und vollkommenen Hochachtung. In Vlechbstchsen von Pfd. fl. 1.50.1 Pso. ft. 2.Ü0. 2 Pfd. s!.4.50. 5 Pfd. fl. 10, 12 Pfc». st. 20, 24 Pfd. fl. 36. — Revklo8eiörs Oko-volates in Tabletten für 12 Tassen fl. 1.50, 24 Taffcn si. 2.50. 48 Tassen fl. 4.50; in Pnlvtr für 12 Tassen fl. 1.50. 24 Tassen fl. 2.50. 46 Tassen fl. 4.50. 120 Tassen fl. 10, 288 Tassen fl. 20. 576 Tassen fl. 36. — Zu bczi'^hen durch Barry du Barrl) i^o. in Wien, Gold schmiedgasse 8; ittMnrburg F. Kolletniq. Grazervvrstadt, Ttj^elthoffftraßc 10; in Pesl Török; in Prag ). Fürst; in Preß b u r Pisztory; in. K l a st e nfn rt P. Bjrnl»achkr; in Linz Haselmeycv; in Bozen Lazzari; in Brünn Franz Eder; in Graz Oberranzmeyer une^ v itz. Apotlieke zum Mohren. MurplaP . «n Lemberg Rottender; in Klausen burft Kronstädter; und nach allen Neqen de» ge^jen Baar oder PoflnacknallMf. veranlaßt, von hier abwesend ist. Trotzdem soll sich das Beleuchtungs-Comitv nicht abhalten lassen, die Einberufung einer auserordeutliche» Sitzung des Gemeindeausschusses zu beantragen, um die betreffenden Vorschläge zur definitiven Abhilfe zu machen. Eingreifen thut dringend noth, nachdem es sich um die Sicherheit der Person und des Eigenthums der Bürger, welche in Gefahr sind, handelt. Energie und Ans-führung der Gemeindebeschlüsse wird dringend verlangt, damit tlicht die Gemeinde-Interessen geschädigt werden. _MHrere Bürger. Stadt-Theater in Marburg. Donnerstag, 29. September: PSchteri« und Barbier. Komische Operette in 1 Akt von Gumbert. Hieranf, zum ersten Male: SI«, zxi»iick>z^« Lustspiel i» 1 AN von Labiche. Den Anfang macht: Doktor Robin. Lustspiel in 1 Akt, nach dem Französischen von Friedrich. (Mittel-Preise.) Gin Logen-Antheil ist zu vergeben Ätägttch zu vermiethe«: Eine sehr schöne Wohnung mit 3 Zimmer, Kttche und Zugehör. Ein kleines Gewölbe aus gutem Posten. Ein Zimmer mit Küche und Zugehör. ^Irbeiter für eine Surrogat-Kaffeefabrik ^werden sogleich ausgenommen. Mine Tpezeret. und LandesprodnkteN'Handluug ^an einem sehr belebten Posten in Marbltra ist verkäilslich. Auskünfte hierüber werden im Comptoir dieses Blattes ertheilt. Eingesandt. Die Gasbeleuchtungsfrage ist in Wirklich: keit eine „brennende" geworden. In den Hmlpt-gassen, wie z.B. in der Herrengaffe brennt des Nachts eine, sage eine flamme. Wie lange wird we Gemeindevertretung diesem Unwesen noch stillschweigend zusehen? Warun» wird der Paragraph des Kontraktes nicht gehandhabt, nach welchem Herr(Äraff sür jede nicht brennende Flamine pr. Abend 2 st. Strafe zu zahlen hat ? Sehr bedauerlich ist, ^daß die Stadt Marburg motnentan weder Bürgermeister noch Vice-Bürgermeister (auch keinen Atntsvorstand) desitzt, indem Ersterer binnen einen: Jahre zllln zweiten Male auf ein Vierteljahr Urlallb ge nommen. Letzterer aber durch wiederholte Deputationen und durch die Grazer AllSstellung llsrrvuLsiäsr ilnä AtoKv in 8»l»' grosser zu staunend KiMgen preisen Äliviltl. 629 l)vi Kundmachung. Durch a. h. Entschließung vom 5. September 1870 wurde die Errichtung einer Staat»-oberrealschule in Marburg genehmigt und tte Eröffnung der 3 ersten Klaffm derselben mit 20. Oktober d. I. allergnädigst gestattet. Von Denjenigen, welche die Aufnabme in die erste Klasse derselben nachsuchen, wird ein Zeugniß der Volksschule nich t aesordert. Dagegen haben sie sich einer Aufnahmsprüfung zu unterziehen, bei welcher solgenlie Anforderungen gestellt werden: Jenes Maß von Wissen in der Religion, welches in den erstm 4 Jahreskursen der Volksschule erworben werden kann, Fertigkeit im Lesen und Schreiben der Unterrichtssprache und Kenntniß der Elemente aus der Formenlehreder deutschen Sprache, Fertigkeit im Analysiren einfacher be-kleiveter Sätze, Bekanntschaft mit den Regeln der Ortographie und Interpunktion und ricktige Anwendung derselben beim Diktandoschreiben, Uebung in den vier Gr und-rechnungsarten w ganzen Zahlen. Näheres über den Ort und Zeitpunltt der Aufnahme der Schüler in diese Realschule wird später kundgemacht werden. (685 Stadtschulrath Marburg am 20. Sept. 1870. s —L 'S .s» L L ZV « l3 » v - W ^ L » — s »7 " N ^ ^ ^ ö ^ ^ ^ » ^ «'S- ^ » ZL ^ ^ ^ «.2S a.. .3 s « ItvUe« VHmmei88 Icai«. lcön. priviIsKirten kei llvrannal^sn t?sr ^intvrmonate empfvlils ied 2ur Ksuviztsn Ltüvicicvillk . . 2u 40 l^r. pr. tito. . . „ 35 „ „ „ 75 . „ „ n 42 .. „ al> ^ellinz5vr»tra.88t^. !^ur tivi' ?. I. Xl^vvluuvr äiv /u»tv1luujx in'« in vou l0 /ti. ausviirts 4 Icr. pr. liei üu >Viutsr vorttussioktlieden ttvklvumauKvl empksklv Feäsl'MttUN »iel» mö^livdst. mit. Kttlilv v«rs0rxvli. Ml) >t>»roiilwv«ltche Wtdoflivn. und I'rrla^ rvn