^K I2V. Donnerstag am 16. December 1847. Wie n. «3?ie Direction dcr pr. ost. Nationalbank bringt hiemit zur allgemeinen Kenntniß, daß wegen den nöthi- gen Vorarbeiten zu der in der ersten Hälfte des Monats Jänner 1848 Statt sindenden Dividenden-Auszahlung, vom 18. December 1847 an, bei der Liquidatur dcr Bank weder Umschreibungen oder Vormerkungen vorgenommen, noch Coupons hinausgegeben werden. Die Wiedereröffnung von Umschreibungen nnd Bor- merkungen von Actien, so wie jene der Coupons'Hmaus» gabc, beginnt am lft. Jänner 1848. Wien, am 9. December 1847. Franz Breyer Ritter von Breynau, Bank »Gouverneur. Georg Freiherr von Sina, Bank-Director. Die „Wiener Zeitung" vom II. December meldet: Se. Majestät, unser allcrgnädigster Herr und Kaiser, ha- den am 7. d. M. durch den Tod des Grafen August v. Segur, k. k. wirklichen geheimen Raths und Kammerer, Generalmajors, Vorstehers der innern Kammer Sr. k. k. Majestät, einen schmerzlichen Verlust erlitten. Seit einer Ncihe von 31 Jahren ununterbrochen in der unmittelbaren Dienstleistung bei der Person des Mon- archm, hatte dieser ausgezeichnete, treue Diener vielfältige Gelegenheit, sich des ihm zu Thcil gewordenen Vertrauens würdig zu bewähren. Während dieser Krankheit bewies dcr wiederholte Be- such Sr. Majestät, dcs Kaisers und wenige Tage vor seinem Hinscheiden auch jener Ihrer Majestät, dcr Kai- serin, wie sehr die langen, treuen Dienste und persönlichen Vorzüge des Grafen v. Segur gnädige Anerkennimg fan- den. Aus einem alten Geschlechte (das Frankreich geist- reiche Staatsmänner und Schnftstellcr lieferte), im Jahre I77l geboren, verließ Graf Scgur beim Ausbruch der Revolution sein Vaterland, um in dcr österreichischen Ar- mee (und zwar im Infantcrie-Regimente Nr. 30, gegen- wärtig Graf Nugent) Dienste zu nehmen. Bis zum Jahre 1805 wohnte er sämmtlichen Feldzü'gen bei, wurde wegen besonderer Auszeichnung auf dem Schlachtfelde von dem ruhmgekrvntcn Feldherrn, Erzherzog Carl, zum Dfficier befördert; war auch mittlerweile Adjutant seines Regiments Inhabers, Fürsten de Ligne, den er aber bei Eröffnung eines jeden Feldzugs um die Bewilligung bat, Beweise seiner Verwendbarkeit und Tapferkeit abtcgcn zu dürfen, und gewöhnlich kehrte er mit glänzenden Zeugnissen — von einigen feindlichen Kugeln bestätigt — zum verehrten Chef zurück. Das Jahr 1809 fand ihn, nach längerer ländlicher Zurückgezogenheit, an der Spitze eines mähri- schen Landwehr-Bataillons, dessen umsichtige und tapfere Führung ihm das Ritterkreuz dcs Leopold-Ordens erwarb. Bei Bildung des Hofstaates Sr k. k. Hoheit, dcs ' damaligen Kronprinzen, wurde Major Graf Segur zu Höchstdessen Dicnstkämmcrer, bei der Thronbesteigung Sr. Majestät zum Kammervorsteher und Commandeur des Leopold.Orbens, im Jahre 1836 zum wirklichen gehei- men Rath ernannt. Sein ritterlicher Sinn, sein reges, selbstverlaugncn- des Pflichtgefühl, sein edles Herz, erwarben dem Ver- ewigten die allgemeine Verehrung und Liebe; sein fein ge- bildeter Verstand, sein heiterer Sinn machten seinen Uu> gang für Jedermann, der ihn näher kannte, in hohem Grade anziehend. Trauer erfüllte das edle Herz des Kaisers bei der Meldung der Todeskunde; unmöglich war es Ihm, einem am selben Tage Statt sindenden Hoffcste beizuwohnen. — Heil dem Herrn, der solche Diener hat! — Ruhm und Ehre dem treuen Diener, den sein huldreicher Herr so ausrichtig beweint! Oestcrreichlsches Küstenland. Trie st, dcn 4. December. Hcute Morgens ist das dem östcrr. Noyd gehörige und in gleichen Dimensionen mit dem Dampfboote „Italia" erbaute Dampfschiff^Dcutsch.- land" mit dem glücklichsten Erfolge vom Stapel gelassen worden. Lombardisch-Wenetianisches Königreich. Mailand, den I. Dec. Unsere Zeitung vom 28. V. M. enthält unter Anderem Nachstehendes: »Die Erd- arbeiten und Baulichkeiten auf den neuen Eisenbahnstrek- kcn zwischen Mailand und Como gchcn mit außerordent- licher Schnelligkeit vorwärts, und cs ist als bestimmt an- zunehmen, daß die Strecken von Monza nach Defio, Sc- regno, Camnago bis fast zur Gemeinde Camerlata im kommenden Sommer eröffnet und in Thätigkeit sryn wer- den, so daß im Jahre 1848 oder spätestens in den ersten Monaten des Jahres 1849 nur noch die kurze letzte Strecke zu vollenden seyn wird, aus welcher die notorisch schwiert.- gen Arbeiten mehr Zeit in Anspruch nehmen. In Mailand ist dcr Bau zur Erweiterung des Bahnhofes gegen Monza merklich vorgeschritten, und zum Theil sind auch schon die Erdarbeiten für ein zweites Geleise nach Monza vollendet, ohne daß dadurch der Dienst im Geringsten unterbrechen 93i> worden ware. Die Frequenz auf dieser Bahn hat im tau, sendest Jahre dermaßen zugenommen, daß während der Monate September und October 15.000 Passagiere mehr, als in denselben Monaten vorigen Jahres, befördert wor- den sind. Die großartigen Arbeiten an dem Bahnhofe von Monza gegen Como zu sind größtentheils vollendet. Bon Monza bis Camnago wird fast unausgesetzt gearbeitet, und der bereits begonnene Bau der Bahnhöfe zu Dcsio, Sc- regno und Camnago wird gegen Ende des Frühlings fer» tig seyn. Die Erdarbciten auf der Strecke zwischen Cam- nago und Cucciago sind beinahe vellendet. Eine mehr als 200 Meter lange Gallerie ist bereits durchbrochen, und wkd nun mit dem nöthigen Mauerwerk versehen. Die Ar- beiten zwischen Cucciago und Baraggiola gehen, ungeach- tet des durch den sumpfigen Boden und die Durchstechung des Hügels sich ergebenden Schwierigkeiten, lebhaft von Statten. Ein großer Theil des nöthigen Eisen- und Holz.- materials für die Bahn liegt schon im Bahnhof zu Monza in Bereitschaft. Die aus steyerischen Eisenwerken hervor- gegangenen Rails, so wie die eichenen Schwellen lassen nichts zu wünschen übrig. Die Wagen zum Personen-^und Warentransport werden mit der größten Solidität in Mailand verfertigt, woselbst man im Bahnhofe verschie- dene großartige Arbeiten ausgeführt hat. Die Ablieferung der Locomotive aus der berühmten Keßler'schen Werkstätte zu Carlsruhe wird im kommenden Frühjahre erfolgen. Schweiz. Es wird unterm 4. December geschrieben, daß alle Oilligdenkenden tief betroffen sind über die rücksichtslose Strenge, welche die Tagsatzung durch ihren gcstrigm Be- schluß gegen die Sonderbunds-Cantone an den Tag ge- legt hat. Fünf Millionen und eilftausend Schweizerfran- ken (zu 40 kr. rheinisch) werden bis zum 20. November die Ausgaben für die eidgenössische Armee betragen, und diese ungeheuere Summe soll von sieben Cantonen, von denen kein einziger reich ist, die meisten aber arm genannt werden können, in kurzer Zeitfrist aufgebracht werden. Die Durchführung einer so maßlos harten Stmfmaßrcgcl übersteigt bei weitem die Kräfte der unterlegenen Stände, und mMe üt>,^ dieselben finanziellen Ruin bringen. Und aus diesem Grunde allein schon wird man sich früher oder später gezwungen sehen, von so übertriebenen Forderun- gen abzustehen. Außer den Billigkeitsgründen gibt es aocr noch sehr triftige Motive der Klugheit, welche die TaZ- satzung zur Beobachtung einer mäßigen Handlungsweise gegen die überwundenen Cantone bestimmen sollte. Es handelt sich jetzt in der Schweiz vor Allem um eine bal- dige Beseitigung der tiefen Spaltung des Landes, um eine dauerhafte Beruhigung der tief aufgeregten Gemü- ther. Ein solcher Zweck kann einzig und allein dadurch erreicht werden, daß der siegende Theil edel, nachsichtig, versöhnlich gegen die Unterlegenen handelt, nicht aber da- durch, daß m,in diese aus das Empfindlichste straft, und hierdurch auf Jahre hinaus die Gemüther in einem Zu- st.vid? der Erbitterung erhält. Zwar läßt die T,igs^tzung den detreffendm Cantonen zu, sich an d.'n Wachem der gestürzten Regierungen uno großen Räthe schadlos zu halten; wir brau.hen aber nicht erst hervorzuheben, wie wenig Tröstliches in einem solchen Zugcstandniß liegt. Die „Zeitung für die katholische Schweiz" erscheint wieder unter dem Titel: «Luzerner Zeitung.« Dieselbe bringt die erste nichtradicale Erzählung der Vorgänge in Luzern nach dem Treffen beiGislikon: „Nachdem am 23. November Vor- und Nachmittags im Entlebuch, an der Emme, hauptsächlich aber bei Gislikon und auf den Hö- hen des Rottenberges geschlagen wurde, langte um 3 Uhr Uhr Nachmittags die erste Nachricht vom Rückzüge der Haupt-Colonne nach Ebikon an. Eine halbe Stunde nachher sprengte bereits ein Theil der Artillerie in den Posthos zurück. Zu gleicher Zeit langte eine Depesche des Generals Salis ein, worin er von seinem Rückzüge und Verwundung Kenntniß gibt. Sogleich beschloß der Kriegs.- rath dem General die nöthigsten allgemeinen Weisungen, und begab sich auf das bereit gehaltene Müllerische Dampf, schiff. Ohne sich vorher noch einmal zu versammeln, folg- ten die Negierungsräthe Tschopp, Sigrist, Hautt, Scher- rer und Staatsschreiber B. Meyer. Mit ihnen flüchteten sie das Archiv des Kriegsrathes, dessen Casse und die lu- zernerischen Staats - Sigille. Es scheint, der Kriegsrath habe der Ansicht gelebt, daß er noch von Altdorf aus die Landesverteidigung zu leiten im Stande seyn werde. Nachdem sämmtliche Klosterfrauen von Eschcnbach und Maria Hilf nebst Welt - und Ordcnsgeistlichen aufs Schiff gestiegen, stieß es ein wenig vor 6 Uhr vom Lande, Siegwart, Müller war der letzte Negierungsrath, der den Nathssaal verließ. Die Herren NR. Zünd, Nüttimann und Kost, welche Ossicicrsstellen bekleideten, scheinen von diesem Vorfalle erst am späten Abende Ksnntniß erhallen zu haben. General v. Sonncnbcrg lehnte jede Einladung zur Flucht entschieden ab. Während der Nacht M, wie man vernimmt, auch Herr Kost die Swdt verlassen ha- ben, in die er um 10 Uhr von seiner Brigade Zurückge- kehrt war. Sonnenberg, »lüttimann und Post - Director Zurgilgen befinden sich noch gegenwärtig hier, und zwar auf freiem Fuße. Als bald nachher Hr, Salts im Haupt- quartier ankam, schrieb er an den Luzcrner Stadtraty den bekannten Brief, und zeigte demselben sodann persön- lich an, daß er die Stadt nicht halten könne, und, man somit auf Capitulation bedacht seyn müsse. Die Nacht war unruhig. Alle Straßen, Kirchen und Häuser waren von Militär und Landsturm überfüllt. Unterdessen hatte der General um 9 Uhr Abends noch Kriegsrath gehalten. So viel wir hören, ward darin die Frage verhandelt, ob ein nächtlicher Angriff gewagt, oder ans Capiwliren ge- dacht werden solle, welch' letzterer Ansicht beigepflichtet ward. Noch während der Nacht eilten mehrere Militärchcfs und die freiwilligen Aargauer nach den kleinen Cantoncn. Ueber die Stimmung der Truppen am andern Morgen, als sie die Ucbcrgabe und Flucht der Negierung vernom- men, freut es uns, es hier aussprcchen Zu dürfen, daß, 931 ihre damals an Tag gelegte Gesinnung den Luzerncr Wchrmännern größten Theils zur Ehre gereicht. — Vom 29. November berichtet dieses Blatt: Die provisorische Re- gierung hat bereits unter sich die verschiedenen Administra- tivzweige vertheilt; wie verlautet, ist Hr. Altschulthciß Kopp zum Polizei. Director bezeichnet worden. Herr Re- gierungsrath Tschopp wurde anhcr gebracht und befindet sich gegenwartig im Rcgierungsgebäude in Verhast. — Ein neu entdecktes merkwürdiges Actenstück bringt der „Freie Schweizer« zur Kenntniß des Publikums. Auf die Anzeige, daß Zug capitulirt habe, antwortete Siegwart Müller auf einem Stück Papier: „Den Empfang des Zu- gerischcn Verraths bescheint — Luzern den 23. November 1847. — C. Siegwart-Müller.« — Den 30. November sind zwei Bataillone (Vivis von Solothurn und Arten- hofer von Aargau) mit zwei Compagnien Scharfschützen zur Besatzung von Uri in Luzcrn eingeschifft worden. Ei- ne ähnliche Truppenzahl liegt in Nidwaiden, eben so in Dbwalden. In Unterwaiden ist man nach Angegangenen BerichtcMmt dem Benehmen der eidgenössischen Truppen zufriedenM)ie Division Burkhardt befetzt die luzernischen Aemter Entlebuch und Willisau. Den 1. December wurde das Hauptquartier von Luzcrn nach Bern verlegt. Die Sicbner Commission hat folgende Anträge an die Nagsitzung beschlossen: »Die sieben Sonderbundsstände tragen solidarisch die Kosten der Tagsatzungs - Execution ?c. unter Vorbehalt des Negresses gegen die Urheber des Sonderbundes. Ueber die in einzelnen Cantoncn gestifte- ten Schäden wird die Tagsatzung besonders verfügen. Ei- ne Willion Fr. sollen bis zum 20. December bar entrich- tet werden. Die übrigen. Kosten sind zu liquidiren und in zu bestimmenden Terminen zu entrichten. Bis dieß ge. schehm seyn wird, bleiben die Cantone occupitt. Diese Westimmungen präjudicirm nicht denjenigen Vcrsügungen, welche die Tagsatzung in Betreff Neuenbmgs beschließen wird." (5a nton Luzern. Der päpstliche Nuntius ist von Altorf jetzt wieder in Luzern eingetroffen; am 30. Nov. erwiederte General Dufour in Begleitung dcr Obersten Zjegler und Zimmcrli nebst Adjutanten den ihm am Ta- ge vorher von demselben abgestattetm Besuch. Das Decret der provisorischen Regierung zu Luzern, betreffend hie Jesuiten und von den Nndicalcn sogenann- ten affilürten Orden, lautet also: »Die provisorische Nc- gicrung des Cantons Lnzern, in der Absicht, dcr hchen Tagsatzung den Beweis zugeben, daß sie zu einer dauer- haften Wiederherstellung des Landfriedens, derselben Wün- sche und Begehren, wo es ohne Gefährde confessioncllcr und politischer Interessen geschehen kann, zu entsprechen bereit sey; so wie in dcr Absicht, im Cantone selbst Ruhe und Ordnung wieder herzustellen, welche vorzugsweise durch die Einführung des Jesuitenordens, und zwar in um so höherem Maße, gestört worden sind, als durch die rcgierungsräthliche Botschaft an den großen Nath unttl'm 2. Chnstinonat 1812 diese Einführung selbst als Vasas- sungsverlctzung und den eidgenössischen Landfrieden gefähr- dend dargestellt worden ist und diese Gefährde durch die nachherige Modification des mit dem Jesuitenorden ge- schlossenen Vertrags keineswegs gehoben worden war, — hat, mit Rücksicht auf den Beschluß der hohen Tagsaz- zung vom 4. Herbstmonat 1847 und die Beruhigung des Cantons Luzern, beschlossen: i) Der Jesuitenorden und die ihm assiliirten Orden, als namentlich die Ursulinen'nen zu Mariahilf und die Schwestern der Vorsehung in Lu. zern und Sursee, sind aus dem Cantone für immer aus- gewiesen. Den Abwesenden ist die Rückkehr nicht mehr ge. stattet; die Anwesenden sollen bis längstens den 10. d.M. den Canton verlassen haben. 2) Das Iahrszeitbuch und dcr ehemalige Franciscanerfonds ist in Zukunft nach jener Weise zu verwalten, wie es vor Einzug der Jesuiten geschah. 3) Die betreffende weltliche Staatsbehörde hat sich mit der betreffenden kirchlichen Behörde über Errichtung einer Fi- liale in der Kleinstadt ins Einverständniß zu setzen. In- zwischen ist im Einverständniß mit dem bischöflichen Commis- sariat für den Gottesdienst in der Framiscanerkirche zu sorgen. 4) Hinsichtlich der Leitung und Reconstitmrung der theologischen Lehranstalt und des Seminars wird die künftige Regierung die geeigneten Anordnungen treffen. 5) Vorstehendes Decrct soll dem Cantonsblatt beigerückt, durch Anschlag an den gewohnten Orten bekannt gemacht, so wie dem hochwürdigen Bischof und allen durch das Decret beschlagcndcn Vorstcherschaften mitgetheilt und ur- schriftlich ins Staatsarchiv niedergelegt werden. So be. schlössen Aizcrn, den 2. Chrisimonat 5847. Der Präsi- dent: I. Schumacher-Uttcnbcrg, Namens der provisori- schen Regierung, dcr Secretär: L. Fr. Amrhyn.« Im Canton Waadt sind durch Beschluß des Regie- rungsrathes vom 24. November »alle und jede religiöse Versammlungen außerhalb derNationalkirche, welche nicht dmchs Gesetz erlaubt, bis auf weiteren Befehl im gan- zen Canton untersagt worden.« Die Zuwiderhandelnden sollen den Gerichten überwiesen und nach den in Kraft stehenden Bestimmungen gestraft werden. Luzern, 3° Dec. Gestern hat die provisorische Negierung ein Dccrct erlassen, nach welchem alle Mitglie, der des abgetretenen großcn Rathes, welche zur Berufung dcr Jesuiten und zum Festhalten am Sonderbunde ge. stimmt, in Anklagestand versetzt, und somit dermalen we- der stimm- noch wahlfähig sind. Ihr bewegliches und un- bewegliches Vermögen ist mit Beschlag belegt und die Staatsanwaltschaft mit der Execution dieses Beschlusses beauftragt, da die Vcrmögensausnahme durch die Gerichts. Präsidenten, welche nicht selbst Großrathsmitglicdcr sind, nicht geschehen kann. In einer unlängst zu Basel erschienenen sehr interes- santen Schrift, welche den Titel sührt: »Die geheimen deutschen Verbindungen in der Schweiz stit 1883. Ein Beitrag zur Geschichte des modernen Nadicalismus und Communismus," fmdcn wir S. lO9 folgende-beachtcns« werthr Stelle: „Welche Hoffnungen der Socialismus an 932 die Genfer Revolution lm October l846, wobm die Com. munisten eine so thätige Rolle gespielt Habett, knüpfte, zeigt am deutlichsten ein Artikel der Pariser »onnacvall« paMtius,« deren Redactor, Victor Considcrant, in Lau. sänne und Genf Vorlesungen über Socialismus hielt. »Die NUN vom schweizerischen Radicallsmus,« so heißt es dort, «zunächst bedrohten Negierungen, sind die von Basel und Neuenburg, Geldstädte wie Genf, und die daher nicht ohne Grund das gleiche Schicksal befürchten, wie jenes. Wir haben dort (in Basel) gar große Gläubiger, sagen die Basel' Landfchästler, indem sie auf die Stadt der Bankiers hinweisen, die uns nun aber bald einmal ihre Schulden bezahlen werden. — Preußen ist sehr weit von dem reichen und stolzen Ncuenburg entfernt und der schwei- zerische Radicalismus sehr nahe dabei! Sehe sich die neuenburg'sche Aristocratie wohl vor, wie weit sie auf preußische Hilfe zählen kann. Ja, wenn die Fragen, die jetzt die Schweiz bewegen, rein politische wären — aber die Frage hat auch ihre sociale Seite. Alles weift darauf hin, daß es sich hier um einen Krieg zwischen Landbe. sitzern und Scadtarbeitern (lautwurisn«) handelt, der nur mit dem Sturze der ganzen schweizerischen Aristocratic en- den wird und vielleicht mit einer Reform des Eigen- thumsrechtes. — Durch den raschen Umschwung der Dinge in Genf tritt nicht nur Genf, tritt die ganze Schweiz in eine neue Aera ein, deren Kennzeichen der mehr und mehr obsiegende Socialismus seyn wird. Organisiren sich nur alle schweizerischen Socialisten recht, so haben seine von Tag zu Tag sich mehrenden Anhänger das Schicksal der Schweiz in ihrer Hand.« Frankreich. Paris, 4. December. Der ,ConstitutionneI" gibt wieder eine neue Liste über die demnächst zu erwartenden Ernennungen in der Diplomatie. Hiernach würde Hr. Piscatory als Gesandter nach Madrid, Hr. von Barante, dem bei seinem Alter das Klima von St. Petersburg nicht mehr bekomme, nach Neapel, der Marquis Soult von Berlin nach St. Petersburg, Hr. von Bussieres aus dem Haag nach Berlin, Hr. von Langsdorff von Carls- ruhe nach dem Haag, Hr. von Bacourt nach Turin und Hr. von Glücksberg nach Lissabon verfetzt werden. Ferner würden Hr. von Lutteroth, jetzt erster Gcsandtschastssecre- tar in Neapel, an die Stelle des Marquis von Lava- lette, der seine Entlassung wünsche, zum Gesandten in Cassel, Hr. von Baffano, jetzt erster Gesandtschastssecre- tär in Brüssel, zum Gesandten in Carlsruhe, und Graf von Raineval, jetzt Geschäftsträger in St. Petersburg, an die Stelle des Hrn. Piscatory zum Gesandten in Athen befördert werden. Eine Zahl Häuptlinge der bedeutendsten Volksstämme der Provinz Constantine ist, nach Algier gekommen, um dem neum Generalstatthalter, Herzog von Aumale, ihre Auswartung zu machen. Derselbe ist auch durch cincn außerordentlichen Gesandten des Bey von Tunis begrüßt worden. Der Pmr von Frankreich und Generalmajor, Mave quis von Villefranche, ist so eben im Alter von 80 Iah« ttn gestorben. Die Küste von Algier' ist am 20. Nov. von einer heftigen Widcrscc heimgesucht worden. Seit Mcnschcng'c- denken hat man nichts Achnlichcs gcfchen. Die Fluthm habe?: sowohl im Hafen, als an den benachbarten Fe- stungswerken bedeutenden Schaden angerichtet. Ein Ge- bäude und lange Mauern sind ganz zerstört worden. Nuch mehrere Schiffe haben Schaden gelitten, und eines der- selben, der »Bernard," ist zu Grunde gegangen. Moldau. I assy. Nachdem die Negierung Kenntniß erhalten, daß die Heuschreckenschwärme an mehreren Orten der Mol- dau ihre Eier eingegraben hatten, hielt sie es für nöthkA wirksame Maßregeln zu ergreifen, um sich dieser Landpla- ge zu entledigen. Es wurde in einer außerordentlichen Sitzung des Staatsraths, in der Se. Durchlaucht, dcr regierende Fürst, selbst präsidirte, beschlossen, die^ünstige Brut durch Ausgrabung und Abtödtung der EiMzu ve^ Nichten. Es soll dieß nach der vom Ministerium, des In- nern besonders ertheilten Instruction durch die Bauern ge, schehen, und werden die in den District«! wohnenden HH. Bojaren und Beamten die genaue Ausführung die- ser Befehle überwachen. —Demungeachtct dürste von diesen zweckmäßigen Maßregeln nur dann ein günstiger Erfolg zu erwarten seyn, wenn auch in den angränzenden Län- dern , wo die Heuschrecken ebenfalls ihre Eier gelegt ha.- ben, ähnliche Maßregeln zur Vernichtung der Brut er- griffen werden. Dsmanisches Neich. Das »Journal de Constantinople« meldet aus dcr türkischen Hauptstadt unterm 20. November: Wiewohl sich hie und da einzelne Cholerasälle er- neuern, so kann dennoch nicht gesagt werden, daß das Uebel einen Fortschritt mache, weßhalb wir die Hoffnung hegen, bald von demselben befreit zu seyn, ohne daß es uns bedeutende Opfer hingerafft hätte. Am vorgestrigen Tage, als am Anfange dcr Kur- ban-Bairamsfeüe, begab sich der Sultan m großem Pom- pe und mit dem glänzendsten Gefolge nach der Sultan Achmet-Moschee, um sein Gebet zu verrichten. Nach fci- ner Rückkehr im Top-Capu-Pallaste empfing er die Glück- wünsche aller Neichswürdcnträger. Während' aller vier Ta- ge des Festes bleiben die öffentlichen Aemter geschloffen. Aus Anlaß dieser Festlichkeiten hat der Sultan 3009 und die Sultanin - Mutter 2800 Hammel schlachten und unter das dürstige Volk vertheilen laffm. Die Erzbischose von Nicomedien und von Cycicum, welche bekanntlich in ihre Diöcesen waren relegirt worden, haben von dcr Pforte so eben die Erlaubniß erhalten, nach Constantinopel zurückzukehren. Am 16. Nov. sind im Avrar-Bazar-Quartier vicr Häuser und gcstcrw Nacht zwei Häuser nebst dor armeni- schen Schule zu Cun-Kapu ein Naub der Flammen ge- worden. Verleger: Ig»az Uwi< Edl« » «l«i»»«Wr. Anhmm )NV ImllacljepSeitung. «rours vom l l. December »847. Vlittelprei«. StaatSschuldverschreib. zu l» ptir. 6 Darl. mit Verl. v.J. »824 für 5oofl. (in EM.) ?»? >^ Vbl'qat. der allqem. und llnqar- l zu 3 p6t. H 77 ,, Hofkammer, der älttrn Lom< .'" ' >j» » l "4 3)4 bardischen Schulden, der in / j» ' »zä ^, ) ^ Florenz u»d Genua aufge» ! j» ' «» l nommenen ?I„l«ben l. <» > 2>l », l Bei ISIfHH DVI. V »QVlVllll^VN, Buchhändler in Laibach, ist neu zu haben: Die wohlfeilste Ausgabe von Boz's (Dickens) sämmtlichen Werken. Neu aus dem Englischen von Vr Varl Kolb. Mit Federzeichnungen nach Browne, Catter- mole, (öruikshank und Seymour. 25 Bde. fl. ,8. 45 kr. Enthalt: st> kr. C. M> Oliver Twist, 2 Bde.......i 15 , Nikolas Nickleby^ 3 Bde......2 30 „ Die Pickwickier, 3 Bde......2 3U „ Londoner Slchzen, 2 Bde.....1 3U „ Master Humphrey's Wanduhr^ 3 Bde. 2 — „ Picknick Papiere, 2 Bde......2 — „ Darnalin Nudge, 3 Bde .....2 15 „ Amerikanische Neisenothen.....— 48 „ Denkwürdigkeiten Joseph Grimaldrs— 48 „ Martin ChlWlewit, 4 Bde. ... 2 48 „ Die Weihenacht ..........— 15 „ Obig, Schriften werden einzeln ohne Preis- erhöhung abgegeben. ferner ist vasclbst zu haben: Neueste Cabinets - Ausgabe von sämmtlichen Romanen. Aus dem Englischen. 96 Thle. Stuttgart. fl. 9. 38 kr. C. M. Lealsfield, Eharles, Gesammelte Werke. Stuttgart, 6» Lief. fi. ,5. >5 kr. Kvtzebue,A. V., Ausgewählte prosaische 3 chrift ten. 45 Bde. Wien. fl. 1«. 3. 2ll?. (1) In der Wagn er'schen Buchhandlung in Innsbruck ist erschienen und bei Gdl. V. KleiNMNyr in Laibach, PaternoM i„ Görz, Favarger ^ Böruer in Trieft, und Münster in Venedig zu baben: Die Fortsetzung oder X. Bandes I Heft, nach Nubian«- Oonlinu^llon 6« Iki^wiro «Iß l'e^li«« und andern Geschichtswerken und Quellen, von ei- nem katholischen Geistlichen Oesterreichs. Zur ersten und zweiten Auflage von: Des Herrn Abts <»« »era«It » ««^«»»tSl Geschichte der Kirche in einem getreuen Auszuge; mit chronologischen und kritischen Tabellen. Neun Bande und ein Band Register. Zweite Ausgabe Mlt Genehmigung des fürstbischöflichen Ordinariats zu Blixen und d»s bischöflichen Veneralvicariats ju Augsburg. Diese Fortsetzung erscheint in zwei Bänden, und reicht bis auf die neueste Zeit. Der zehnte Vand gibt 4 Lieferungen, gr ß. a 24 kr. («. M. Der Prcis der V sbis l6W reichenden) Bände sammt Register ist 12 fl. C. M. Zur Erleichterung der Anschaffung aber nimmt stetg jede Buchhandlung Subscription auf d eß Werk an, fo daß monatlich ein Band broschirt zum Sub» scriptionspreife von , si. 12 kr. C. M., ausge» geben wird. Die Herren Subskribenten sind zur Ab- nahme sämmtlicher 9 Bände und des Registerbandes verbunden. Das Leben d«s heiligen Ignatius von Loyola, Küsters der Gesellschaft Jesu. Mit Benutzung der authentischen Acten, besonders seiner eigenen Briefe. Von ? Christoph Genelli, Priester der Gesellschaft Jesu. Groß Octav, (536 Gatten), brosänrt Ladenpreis 2 fi. 34 kr. E. M. Eo zahlreich auch die Lcdentzbeschreibun« gen dls Stifters 5cr Glf»Uschaft I.su sind, so vermißte man doch dißhcr eine solche, wel- che dcn Anforderungen nickt bloß dcö fronimen, sondern auch dcs literarlsch gcdllbeten ilifepu- blicumS enlsprackc. Dle g^gcnw.ntig^ Biogra- phie macht es sich zur Aufgabe, di? Thatsachen im Leken eir,es Oroeusstifters, der so solgereich (Z. Laib. Zeit. Nr. 150 r. ,6. December »Ü47.) 934 in feine ä^>t eingegriffen hat, in ihrem tiefern Zusammenhanste und nach ihren inneren Mo- tiven aufzufassen und klar zu machen. Der Ver- fasser, ftlbst ein Mitglied dr Haltung und fern von gehässiger Polemik zu geben Als Anhang sind dle in dem T»xte anzeführt.n Briefe u. s. w. in den Originalsprachen hinzu gefügt, eine daokensiverihe Zugabe für Alle, welche dieser Sprachen kundig sind. — Für correcten Druck und die übrige Ausstattung des Buches hat die Buchhandlung alle Borge getragen. An die verehrten ^ I'. Abonnenten der Kathol. Blatter aus Mrol. ' ^ ^^'< ^ Wir bitten unsere sehr geehrten Abonnenten, Ihre Subscription auf den sechsten Jahrgang (18'l8) gütigst recht bald erneuern zu wollen. Tendenz, Form und Umfang bleiben dieselben. Insbesondere ist Sorge getragen, fortwahrend recht schnelle und verläßliche Original-Correspon- denzen über kirchlichinteressante Ergebnisse zu er- halten. Preis für den Jahrgang von 12 Monathef- ten im Buchhandel 3 si. 2U kr. C. M. Sämmtliche k. k, Postämter der österr. Mon- archie, so wie alle Buchhandlungen nehmen Be- stellungen darauf an. Neu eintretende Herren Abonnenten erhal- ten , soweit der kleine Vorrath reicht, die ersten 5 Jahrgänge der kath. Blätter als besondere Erleich- terung zum Preise von 2 si. C. M. pr. Jahr- gang. In Laibach wird Pränumeration angenommen Bei IKN. ^K NÄ» V »lQRlUN»?r Kurzgefaßte Grkl^rnng der liturgischen Bestandtheile heil. Meßopfers. Zur Belehrung uno Erbauung nach den be- währtesten Autoren quszugsweise zusam- mengestellt von einem katholischen Priester. «0 Bogen in 8. drosch. 20 kr. (6. M. Der Verfasser dieser Schrift dcabsichiig'.e bei sei- ner Bearbeitung die Mitte zwischen einem ganz populären Unterrichte und einer gelehrten Abhandlung über die heil. Messe zu treffen, und so diese Erklärung nicht bloß für Einge- weihte der Theologie, sondcni für einen weitein Kreis von Lesern tauglich zu machen, da die meisten der über diesen erhabenen Gegenstand erschienenen Schrif- ten nach den zwei En.emen auskreisend, entweder zu volk st hümlich gestimmt, oder aber zu Wissenschaft- l'ch gehalten sind. In dieser Haltung dülfte das Büchlein gewiß eine willkommene und zweckmäßige Erscheinuug seyn. Buchhändler in öaivach, ist zu haben: Fg l g e M i r n a ch! Sln Gebet- und Vetrachtungsbuch, enthaltend den vollständigen Text der Nachfolge Christi v.Thomas a Kempis, mit Betrachtungen und einer Beigabe von Gebeten für die Bormittags- und Nachmittags-Andacht. Aus dem Französische» d?r dritten Ansiage deS Abbe Herbet, übersetzt von Mar von Sauer und mit einem Vorworte begleitet von M.MMlMUMMl. Mtt 32 Kupfern. Zwei Theile enthalten >m Anhange: Morgen- und Abendgebet lc., Litanei vom süßen Namen Jesus, Mauretanische Lita- nei, Hnim» Lnl'lsti und Kreuzwegandachi mit Ku- pfern. Erklättlng des heil. Meßopfers, Mcß-, Beicht» und Communiongtbete, Vesverandacht, Verzeichinß der Episteln und Evangelien anf alle Tage des Jahres nnd Zeittafel der beweglichen Feste von »847 — »86s. LandslM, 1848. 4 st. 30 kr. ^ 839 AemUiche Verlautbarungen. Z. 2,44, Verlautbarung. Am I8< d. M., Bormittags um 9 Uhr, wird von der Direction der Wohlthätigkeit-Anstalten zu Laibach in dem hiesigen Civil-Spital eine Licitation abgehalten werden, bei welcher, nebst mehreren Centncrn feine, weiße und grobe Leinwand- hadern, mehrere Centner altes abgenutztes Roß- haar, dann alte wollene Kotzen, auch verschiedene alte, aus dem Gebrauch gekommene unbrauchbare Holzgerathschaften, altes Eisenwerk, unbrauch- bares Kupfer' und Blechgeschirr an den Meist- bietenden gegen sogleich bare Bezahlung hintan- gegeben werden wird. Wozu die Kauflustigen zu erscheinen höflichst eingeladen werden. — Laibach am 15. December 18t7. Vermischte Verlautbarungen. Z. 2l23- (2) Nr. 5629. Edict. Alle Jene, welche auf den Nachlaß des zu Nascka Hs.-Nr. l i mnRncklassung cmes Testamentes am ,5. April ,847 verstorbenen Altton Machovzdizh aus was immer einem Nechlsgl'unbe Ansprüche zu stellen vcr-- meinen, haben dieselben bei der auf den ,8. Jänner >L48 Vormittags 9 Utn' bei diesem Gerichte angeord- neten Tagsayung, bei Vermeidung der im §. 8»4 b. G. O. enthaltenen Folgen, anzumelden. Bezirksgericht Wippach am 13. November lä47. Z. 2140. («) Nr. 3604. E d ' c t. Von dem k. k. Bezirksgerichte Kraindurg wird dem abwesenden und unbekannt wo befindlichen ^i- mon Studen, und dessen ebenfalls unbekanntlN Er- ben mittelst gegenwärtigen Edittes erinnert-. Es habe gegen dieselben Simon Suppan von Mittervellach, die Klage auf Verjähr:, und Erloschen« erklärung der Forderung aus dem Schuldbriefe c!6o. 28. März ,79,, pr. ,44 fi- D. W., welche Forde- rung durch Intabulation dieses Schuldbriefes auf der ihm gehörigen, zu Mittervcllach liegenden, der Herr- schaft Egg ob Krainburg sub Nect. Nr. >45 dienst- baren ganzen Kausrechtshube, seil dem 23. März i?9» haftet, bei diesem Gerichte eingebracht, worüber die Verhandlungstagsatzung auf den »6. März i848, Vor- mittags 9 Uhr hieram's festgesetzt worden ist. Da der Aufenthalt der Geklagten diesem Ge- richte unbekannt ist, und weil dieselben vielleicht aus den k. k. Elblandcn abwesend sind, so hat man zu ihrer Vertheidigung und auf ihre Gefahr und Kosten den Herrn Johann Okorn von Krainburg als Cura- tor bestellt, mit welchem die eingebrachte Rechtssache nach der bestehenden Gerichtsordnung ausgetragen wird. Die Geklagten werden dessen zu dem Ende er- innert, damit sie allenfalls zu rechter Zcit selbst er« scheinen, oder inzwischen dcm bestimmten Vertreter ihre Nechtsbehelfe an die Hand zu geben, oder auch sich selbst e,!ien andern Sachwalter zu bestellen und diesem Gerichte namhaft zu machea, und überhaupt im rechtlichen ordnungsmäßigen Wege einzuschreiten wissen mögen, indem sie sich sonst die aus ihrer Ver» absä'umung entstehenden Folgen selbst beizumessen ha- ben werden. K. K. Bezirksgericht Krainburg am 3. Decem» ber .647. 3. 2iN» (l) Nr. 527«. E d i c t. Alle Jene, welche auf den Nachlaß des am 27. Juni d. I. zu Dworze verstorbenen Ganzhüblers Andreas Ienko irgcnd eine» Anspruch zu stellen ver. memcn, haben denselben, bei Vermeidung der un §. 614 aUg. b. G. B. ausgedrückten Folgen, bei der aus den 3,. December d, I., Vormittags 9 Uhr, Hier- amts festgelegen Tagsatzung anzumelden. K. K. Bezirksgencht Krainburg am 9. Dec. »867. Z. 2l42. (l) Nr. 355. Sparcaffe - Kundmachung. Wegen dem Rechnungs - Abschlüsse für den s. Semester 4847 werden bei der Sparcasse vom 1. bis 15. Jänner 1»4», weder Einlagen angenommen, noch Rückzahlungen geleistet. Sparcasse Laibach am 13. December 46Ä7. (Z. Inte». Bl. M. >z« °> >e- Dllembei !»47) ' — 840 — Z. 2l32. (l) Orofie NMein Nicitansn. Am 17. Jänner 1U9 und nöthigen Falls den darauf folgenden Tag, werden in den gewöhnlichen Llcitationsstunden aus dem Verlasse des verstor- benen Herrn Joseph Franzke, gewesenen k. k. Postmeisters, die sämmtlichen, vorhandenen Weine von den Jahrgängen, als: 3 Startin vom Jahre 1922, 19 Startin vom Jahre 1641, 12 do. „ do. 1828, 14 do. „ do. 1342, 12 do. „ do. 1830, 12 do. „ do. 1843, 18 do. „ do. 1834, 15 do. „ do. 1944, 6 do. „ do. 1936, 20 do. „ do. 1346, 7 do. „ do. 1339, 11 do. „ do. 1947, 22 do. „ do. 1940, im Licitationswege gegen allsogleiche Bezahlung veräußert werden. Die Weine sind in dem berühmten Gebirge Stadtberg gefechstt worden, sind gut erhalten, zeichnen sich durch ihre Echtheit und Güte vor- züglich aus, und liegen größtentheils in großen Gebinden. Wozu Kaufslustlge zur zahlreichen Erscheinung mit dem Betsatze vorgeladen werden, daß dle dießfälltge Versteigerung mit den in dem Post- Hause hier liegenden Weinen begonnen werde. Pettau den 3. December 1947. Z. 2.,3. (3) Bei Gustav Heckenast in Pesth ist erschienen, und be» IM/ M!6 M. V. KMWM und G. Lercher in Laibach zu haben: llll8 Deutscher Hlmanach sür »949. Herausgegeben von »lol«»»»«» 6lr»l«>U M»ii>»s>l Neu Folge. _ Zweiter Jahrgang. Mit sechs Stahlstichen. P > e i s: In stark vergcldetem Sciden-Emband 8 fi. — k>-. CM. Ausgabe in gewohnt. Seiden-Einband 6 « Hy » „ Inhalt: Titelblatt: Adalbert Stifter's Portrait, in Stahl gestochen von Carl Mahlknecht. — Der arme Spielman». Erzählung von F. Grillparzer. — Die Wanderung auf den Markt. Gedicht von D. I. Sieg!. Mir einem Stahlstich. — Plokopus. Erzählung von Adalbcrt Stifts. Mit einem Stahlstich als Titelvig.- nette.__Er liebt mich. Gedicht von Ruter von i.'e? vltschmg. M»t einem Stahlstich. — Der Marquis von Jamaika. Historische NoveUe 1703 von Walter Tesche. — Temveltrümmer. Gedicht von Bl'ttyPaoli. Mit ei« nem Stahlstich — Johann Zäpolpa'^ Königswahl und Hi-önutig, Zeitranm 3l>. Anglist— , l. November «526. Von Johann Grafen Mailäch. — Die kleinen Virtuo- sen. Gedicht von Josephine Zerffi. Mit einem Stahl- stich. — Der erste Traum. Gedicht von I. N. Vogs. — Eine Concertscene. Gedicht von I. G. Scidl. __Die Sage vom Herzen. Gedicht von Johann banger.__Die Auswanderung nach Texas. Erzählung von Julie v. Groß-- mann. — Welke Blatter. Gedicht c»on Theodor Klein. — Kinderspiel. Gedicht von Adolph Bube. Literarische Anzeigen. Buchhändler in Laibach, «st zu hab,n: Blumenbach, W. C. W., Handbuch der technischen Materialwarenkunde, oder Anleitung zur Kenntniß der Rohstoffe. Pesth I8H6. ß fi 45 kr. lungslehilmge „nd Handlungstieüer, oder die Kunst, durch ^4 ^ectlonen em gebildeter Kaufmann zu werden. Quedlinburg IU47. l fi l3 kr. Caffel, B , Der Kaufmann im Geschäft und auf dem Comptoir. In zwei Theilen. Mainz IÜ46. 4 fi, 30 kr. buch für StaatSpapier - und Actien - Besitzer, Börse' Speculantitl und Capicalisten. Leipzig 1846.1 fi. 36 kr.