LilAchkr TllMlltt. Redaction und Expedition: Bahnhosgasse Nr. 15. Nr. 26. PrLnumeratio»«preiIc: Btir Laibach: <öa»zj. fl. 8-40; Austillung in» Hau« crllj. 25 tr. Mit der Post: Ganzjähr. fl. 12. Was nun? Onfertion»» reife: Eia- amstag, 1. Februar 1879. — S“1*"”'®' KÄgÄV«: 18. Jahrg. Bosnien und die Herzegowina sind occupiert, nahezu pacificiert, die österreichische Regierung schaltet und waltet in beiden Provinzen als absoluter Herr. Eine der „Augsburger Allg. Zeitung" aus Oesterreich zugekommene Korrespondenz stellt die Frage: „Was nun?" Diese Stimme läßt sofort die Antwort folgen, dahin lautend: Oesterreich wird die occupierteu Länder administrieren, zivilisieren, kultivieren, allwo noch schlummernde Kräfte beleben, Bosnien dem Verkehre zugänglich machen, die Völker dieser Länder erziehen, Straßen und Eisenbahnen anlegen, Schulen bauen, Erziehungsanstalten organisieren, die agrarische Frage lösen, Behörden und Aemter installieren und Aktiengesellschaften einführen. Oesterreich wird sich in der Ausführung seines Programmes, wenn die k. k. Truppen und Gendarmerie das ihrige thuu, nicht hindern lassen, es wird für das leibliche und geistige Wohl der Bosniaken und Herzegowiner sorgen, es wird, damit der Bosniake und Herzegowiner auch selig werden kann, sogar mit dem römischen Stuhle ein Eoncordat abschließen. Es geben sich Stimmen kund, welche heute bereits alle Freude an der bosnischen Geschichte verloren haben und ein Chaos von politischen und finanziellen Wirren vor sich sehen; jedoch ein großer Theil der Politiker schwärmt für die Oecupatiousidee. Die freunde der Annexion, die Vertreter dieses Prinzips, rathen: ein Staat dürfe nie zögern, wenn eine passende Gelegenheit sich darbietet, Ländergebiete zu erwerben, zumal Oesterreich, welches in letzter Zeit Gebiet, Geld, Macht und Einfluß eingebüßt hat. Politiker erblicken in dem Länderzuwachs eiue nothwendige Herstellung des europäischen Gleichgewichtes. Rußland, England, Serbien, Monte- negro und andere haben Annexionen vollzogen, Oesterreich durfte nicht leer ausgeheu, Oesterreich am allerwenigsten, denn Oesterreich muß eine hervorragende Stellung auf der Balkan - Halbinsel innehaben und in der orientalischen Frage ein entscheidendes Wort mitsprechen. Die Slaven sind in erster Reihe über die Occupatiouspolitik des Grafen Andraffy hochent-zückt, denn sie vindicieren Oesterreich einen — slavischen Beruf. Wenn die Slaven Oesterreich auch nicht zu einem Slavenstaat machen wollen, so geht ihr Ziel doch dahin, Oesterreich in einen Staat umzugestalten, in welchem die Slaven herrschen, in dem sie zwischen Deutschen und Ungarn den Ausschlag geben würden. Den Slaven in Oesterreich ist die Annexion südslavischer Länder und Völker eine längst heißherbeigesehnte Sache. Die Slaven sehen in der orientalischen Frage die — slavische Frage. Oesterreich mußte sich bequemen, Bosnien und die Herzegowina zu occupiereu; Oesterreich mußte die südslavische Bewegung in die Hand nehmen, sonst hätte Rußland sich derselben bemächtigt. S o combinieren die von der Oecupatiousidee begeisterten Politiker. Es erheben sich politische Stimmen, welchen der Appetit während des Essens kommt, welche der Meinung Ausdruck geben, mit dem Kreuzzug nach Bosnien und in die Herzegowina sei es noch nicht abgethan, Oesterreich müsse größer sein, daher: „Auf, uach Salonichi!" Andere Stimmen sind der Meinung, Oesterreichs Magen sei nicht im stunde, alle diese fetten (?) Bissen zu vertragen. Politische Stimmen aus dem slavischeu Lager lassen sich vernehmen: Bosnien sei zu viel uud zu wenig; zu viel, insofern es Oesterreich in eine feindliche Stellung gegenüber dem Südslaventhum gebracht, zu wenig, weil Oesterreich durch den Besitz Bosniens allein noch nicht befähigt sei, die südslavische Bewegung zu beherrschen, Oesterreich müsse sich au die Spitze derselben stellen und die Einheitsbewegung zu seinem Vortheile ausnützen, Oesterreich dürfe nicht wieder zu spät kommen. Auch Militärkreise sind der OccupationSidee ergeben, beim eine ansehnliche Zahl von Generals-stellen befindet sich in Händen von Männern sla-mscher Abkunft; jedoch bemächtigt sich auch dieser Kreise ein Gefühl der Unzufriedenheit, betonend, es sei weiter vorzurücken, nicht nur bis nach Novi-bazar, sondern weiter, bis Uesküb, wenn möglich, noch weiter, bis ans — Meer. Ein anderer Kreis von Politikern ist offener Feind der Oecupatiousidee, er warnt vor weiteren Occnpationen, uud bezeichnet das Projekt eines Marsches auf Salonichi als eines der gefährlichsten Abenteuer. Die Politiker dieser Gattung überhäufen den Grafen Andraffy mit Vorwürfen, sie zeihen ihn der Jnconsequenz, denn einmal nannte er die Occnpation Bosniens und der Herzegowina einen „politischen Unsinn", ein anderes mal erblickt er in der erwähnten Occupatiou und Annexion eine Staatsaction erster Größe. „In Oesterreich müsse man sich hüten, auf die Worte der Offiziösen zu schwören" — sagt ein alter Politiker. Läßt Graf Andrassy heute der ge-sammten politischen Welt verkünden, er denke nicht an Salonichi, so können wir als sicher annehmen, daß er morgen auf Salonichi losgeht. Den Stein des Anstoßes könnte nur die bedrängte finanzielle Lage Oesterreich-Ungarns in den Weg legen; jedoch Graf Andraffy ist ein guter Tänzer, er versteht es, derlei Hindernisse zu überspringen. Die aus Oesterreich an die „A. A. Ztg." gerichtete Korrespondenz bemerkt: Heute handle es sich darum, welche Stellung Oesterreich gegenüber dem Südslaventhum einnehmen soll. Hat Oesterreich Bosnien und die Herzegowina occu--Piert, um die südslavische Bewegung in Schranken zu halten? Wird sich Oesterreich an die Spitze der südslavischeu Bewegung stellen, um diese zu Feuilleton. Tante Fausta's Schuld. Erzählung von Harri et. I. Es war eine dunkle Nacht. Der Sturm peitschte die Meereswogen, daß sie sich hoch auf-thürmend, tosend und wild schäumend gegen die Ufer stürzten, aber von den festen Steinmauern abprallend, wieder zurückgetrieben wurden in das empörte Meer. Vor kaum zwei Stunden hatte ein Schiff die Anker gelichtet und war mit mehr als zweihundert Menfchen hinaus in die offene See gefahren. — Am äußersten Ende einer schönen, breiten Gasse der alten Hansestadt H. stand das stattliche Haus des Banquiers Walter Sesenheim, des reichsten und geachtetsten Mannes in der mercantilischen Welt jener Stadt. Frau Sesenheim, die Gattin des Banquiers, war erst seit einer Stunde aus dem nahen Fischer-dörfchen heimgekehrt, in welchem sie ihr kleines, | fünf Jahre altes Töchterchen bei einer Fischerfrau in Kost uud Pflege hatte, weil dem kränklichen Kinde von den Aerzten frische Seeluft auempfohlen wurde, und dasselbe bei der alten Amme gut aufgehoben war. „Ist mein Sohn noch nicht zu Hause?" hatte Frau Sesenheim schon mehr als einmal das Stubenmädchen gefragt. „Nein, gnädige Frau!" war immer und immer wieder die stereotype Antwort der jungen Zofe. Dieses „Nein!" schien die Banquierssrau stets peinlicher zu berühren, sie eilte mit hastigen Schritten in dem Salon auf und nieder. In den Straßen hatte man längst die Gaslaternen angezündet, die trotz des Schutzes der Häuserreihen von den heftigsten Windstößen, welche durch die Glasritzen drangen, alle Augenblicke zu erlöschen drohten. Vom nahen Kirchthurme schlug in dumpfen Tönen die neunte Abendstunde. Frau Sesenheim zog die Zimmerglocke; diesmal trat ein alter Diener in den Salon: „Gnädige Frau befehlen?" „Franz, ist mein Sohn noch nicht daheim?" „Nein, er hat zu mir gesagt------------------" Hier stockte der Diener. „Was hat er gesagt?" fragte die Frau des Hauses in ungeduldigem Tone. „Er gehe in die Villa." Um die Mundwinkel der Frau von Sesenheim zuckte es fast schmerzlich. „Wieder und wieder zu ihr — trotz unserer Ermahnungen und Bitten", murmelte sie vor sich hm. Der alte Mann stand noch immer an der Zimmerthüre, es schien, als ob er etwas sagen wollte und doch zu keinem festen Entschlüsse käme. „Was haben Sie, Franz?" „In dem Zimmer des jungen Herrn liegt ein versiegelter Brief!" „Ein versiegelter Brief?" „Ja, und dann " „Nun, was noch?" „Herr Prentano war hier." „Der Italiener, der Freund meines Sohnes?" verbesserte sie sich rasch: „Er hat wol Erhard wieder zu der Gräfin geführt?" Itärken oder zu entkräften? Beide Wege sind ge-ährlich! Stellt Oesterreich sich den Südslaven kindlich gegenüber, so verwickelt es sich in einen nationalen Kampf, in dem es seine besten Kräfte vergeudet; nimmt es das Südslaventhum in Schutz und stellt es sich an dessen Spitze, so begegnet es natürlich der Gegnerschaft Rußlands, das in diesem Streite dann vieles vor Oesterreich voraus hätte. Wir stehen auf dem Punkte, daß aus dem alten, guten, biederen Oesterreich ein neues Oesterreich geschaffen werden will. Ist Graf Andrassy der Staatsmann, befähigt, um das Modell dieses neuzuschaffenden Oesterreichs anznfer-tigen? Möge Oesterreich — Oesterreich bleiben, nur keine Slavisrerung Oesterreichs! Deutsch-Oesterreich und Ungarn würde der Slavisierung Oesterreichs mannhaft widerstreben. Siegfried besiegte den Drachen mit dem Götterschwerte in Händen; — auch der Deutsche und Ungar würden das Götterschwert zu schwingen wissen. Die wiedergeborne Republik. An: 30. Jänner 1879 erlebte Frankreich eine stille Revolution, die Wiedergeburt der echten Republik. Heber Frankreich herrscht seit gestern nicht mehr die Marschallsuniform, sondern das Zivilkleid, Frankreich trägt mithin seit gestern das Gepräge der wirklichen Republik. Der bisherige Präsident der französischen Republik, Marschall Mac Mahon, wurde in der Nacht vom 23. auf den 24. Mai 1873 von der Nationalversammlung auf den Präsidentenstuhl erhoben. Unter seiner Regierung schieden die heißblütigen Legitimsten aus dem Ministerium, wurde Marschall Bazaine zum Tode verurtheilt, wurde das orthodoxe Glaubensbekenntnis ratifi-ciert, erlebten die Wallfahrtsdemonstrationen ausgiebige Protection, empfing die Klerisei werthvolle Privilegien, namentlich das Recht, Güter der todten Hand zu sammeln, vollzog sich der Bruch zwischen Legitimisten und Orleanisten, kam das Gesetz über die Organisation der öffentlichen Gewalten zu stande, wurde der höhere Unterricht freigegeben, das Arrondissements-Wahlststem eingeführt, der Belagerungszustand aufgehoben, Com-munards begnadigt, Beamten-Purificationen vorgenommen , Paris befestigt, der unentgeltliche Elementarunterricht eingeführt, mißliebige Prä-secten ausgemustert, die Neutralität Frankreichs in der orientalischen Frage beschlossen, die Agitation der Klerikalen beschränkt, die Depntierten-kammer aufgelöst und neu gewählt, die Pariser Weltausstellung in Szene gesetzt und neue Senatswahlen vorgenommen. Wie uns der elektrische Draht aus Paris meldete, gerieth Mac Mahon in den zuletzt abge- wichenen Tagen mit dem Ministerium und den legislativen Körperschaften in' der Frage wegen der großen militärischen Kommanden in Conflict, er faßte den Beschluß, die von der Nationalversammlung erhaltenen Gewalten zurückzulegen, und führte diesen Beschluß durch ein am 30sten Jänner 1879 an die Kammerpräsidenten gerichtetes Schreiben sofort aus. Das erwähnte Resignationsschreiben lautet: „Schon beim Beginne der Session hat Ihnen das Ministerium ein Programm vorgelegt, welches, indem es der öffentlichen Meinung Befriedigung gewährte, demselben als solches erschien, das ohne Gefahr für die Sicherheit und gute Verwaltung des Landes votiert werden konnte. Von jeder persönlichen Idee ab-sehend, hatte ich diesem Programme meine Billigung gegeben, denn ich opferte keines der Prin zipien, denen treu zu bleiben mein Gewissen mir vorschrieb. Heute schlügt mir das Ministerium, indem es der Anschauung der Majorität beider Kammern zu entsprechen glaubt, inbetresf der großen Kommanden allgemeine Maßregeln vor, weiche ich als den Interessen der Armee und demnach jenen des Landes widersprechend erachte. Ich kann sie nicht unterschreiben. Jedes andere Ministerium aus der Majorität der Kammern genommen, würde mir dieselben Bedingungen auferlegen. Ich glaube sonach, die Dauer des mir von der Nationalversammlung anvertrauten Mandats abkürzen zu sollen. Ich gebe meine Demission als Präsident der Republik. Indem ich die Gewalt verlasse, tröste ich mich mit dem Gedanken, daß ich mich durch 53 Jahre, die ich dem Dienste meines Landes als Soldat oder Bürger gewidmet, niemals von ändern Gefühlen leiten ließ, als von jenen der Ehre, der Pflicht und der unbeschränkten Anhänglichkeit an das Vaterland. Ich fordere Sie auf/ meinen Entschluß den Kammern mitzutheilen. Genehmigen Sie den Ausdruck meiner Hochachtung." Die vorstehende Resignation Mac Mahons wurde angenommen, der Kongreß trat noch am selben Tage zusammen, und wählte derselbe den 66 Jahre alten Fran?ois Paul Jnles Grevy mit 563 von 670 Stimmen zum Präsidenten der französischen Republik. Der Rücktritt Mac Mahons erfolgte frei willig, ohne äußeren oder gewaltsamen Zwang. Frankreich hat alle Ursache, der Regierungszeit Mac Mahons, welche Frankreich wieder er starken und ausblühen machte, sich dankbar zu erinnern. Mae Mahon sah sich nicht mehr in Uebcreinstimmnng mit seinem Ministerium und mit den beiden Kammern, er änderte seine politische Gesinnung nicht, er verschmähte es, zn Gewaltmaßregeln zu schreiten, sondern zog es vor, seiner Macht und Herrlichkeit zu entsagen. Mac Mahon scheidet als Ehrenmann vom Präsidentenstuhle. Möge Frankreich die Wiedergeburt seiner echten Republik in besonnener Weise feiern und ausnützen! Wenn nicht, droht die rothe Republik oder erwacht der Bonapartismus. Möge es dem neu gewählten Präsidenten gelingen, die Prinzipien der echten Republik zu verwirklichen. Vom 30. Jänner ab wird ein Mann im Zivilkleide die höchste Würde in Frankreich repräsentieren, wird Frankreich im Innern und nach außen regieren, soll Frankreich vor Anarchie bewahren und die Ordnung aufrechterhalten. Es wird sich zeigen, ob Frankreich eine wirkliche, echte, liberale Republik werden und es auch bleiben will. Francois Paul Jules Grevy, der neu gewählte Präsident, wurde in Montsons-Vaudrez, Departement Jura, am 15. August 1813 geboren. Er studierte im Collegium von Poligny und war dann Rechtshörer in Paris. In den Julitagen von 1830 kämpfte er auf beit Barricaden und war einer der „Eroberer" der „Babylon"-Kaferne. Advokat geworden, spielte er bald im Barreau von Paris eine einflußreiche Rolle. Er war rasch als Verteidiger Angeklagter radicaler Journalisten und „Verschwörer" bekannt und plaidierte insbesondere am 13. Mai 1839 für zwei Angeklagte College:, von Barbcs. Die provisorische Regierung von 1848 ernannte ihn zum Kommissär für sein Heimatsdepartement, das ihn mit 65,150 Stimmen in die Nationalversammlung wählte. Diese wählte ihn in den Justizausschuß und machte ihn zum Vizepräsidenten. Er galt bald als einer der hervorragendsten Redner der äußersten Linken und gehörte fast der Bergpartei an, hielt sich jedoch von den Socialisten ziemlich ferne. Während der Zeit der Präsidentschaft Napoleons stand Grevy in den Reihen der Opposition, nach dem Staatsstreich trat er ins Privatleben zurück, und im Jahre 1868 in den gesetzgebenden Körper des Kaiserreiches, blieb ein entschiedener Gegner des Voiiapartisrnus, wurde am 16. Februar 1871 zum Präsidenten der Nationalversammlung in Bordeaux und später, nach Durchführung der neuen Berfas -sung, in die Deputiertenkammer gewählt, deren Präsident Grcvy bisher war. Tagesneuigkeiten. — Das österreichische Abgeordnetenhaus zählt nach Abschlag der abwesenden czechischen Demonstranten 320 Mitglieder, darunter 2 Fürsten, Fortsetzung in der Beilage. „Der junge Herr verließ viel früher das taus. Herr Prentano wartete auf ihn fast eine tnnde, jedoch vergebens " Die Banquiersgattin zündete einen Armleuchter an und eilte mit demselben nach dem Gemache ihres Sohnes; der alte greise Diener folgte ihr unwillkürlich. Der Brief, der die Aufschrift trug: „An meine theueni Eltern!" zitterte in den Händen der Dame. In diesem Momente hörte man das Vorfahren eines Wagens vor dem Hanse. „Das ist mein Gatte, der von seiner Geschäftsreise mit dem Eilzug zurückkehrt. Franz, sagen Sie ihm nichts von Erhards Abwesenheit und — diesem Briefe!" Franz verließ das Gemach; die Banqniers-srau blickte nach einigen Sekunden unschlüssig aus das Schreiben; dann zerriß sie das Couvert — nur wenige Zeilen blickten ihr entgegen: „Wenn Euer Auge über diese Buchstaben streift, bin ich Euch bereits ferne. — O, flucht mir nicht und meiner Liebe zu dem herrlichen, göttlichen Weibe, theuere, geliebte Eltern! Ohne Faustinens Liebe müßte ich sterben — es ist ihr Wille, daß ich H. verlasse, wenn ich ihr Gatte werden soll. Später, wenn widrige Familienverhältnisse, die meine geliebte Freundin jetzt zwingen, aus H. zu scheiden, überwunden sind, werden wir beide Eure Verzeihung zu erflehen wissen. Euer glücklicher und doch unglücklicher Sohn." Frau von Sesenheim siel weder in Ohnmacht noch in heftige Krämpfe, aber das Mntterherz hatte doch einen todtlichen Stoß erhalten. „Bethvrtes, verblendetes Kind", murmelte sie mit zuckenden Lippen, „die Circe hat sein reines Herz vergiftet!" Wie lange sie in dumpfes Brüten verloren vor dem Schreibtisch ihres Sohnes gestanden haben mochte, wußte sie kaum — eine todeskalte Hand legte sich plötzlich auf ihre Schulter — als sie sich umwandte, stand ihr Gatte vor ihr. „Walter, was ist dir?!" schrie sie auf bei dem Anblick seiner verstörten, bleichen Züge. Eine lange wdtenstille Pause folgte. „Wer war in meinem Zimmer nach meiner Abwesenheit?" stieß er endlich tonlos hervor. „Erhard." „Und sonst niemand?" „Nein, er legte die Kasseschlüssel in dies Pult, als ich heute früh nach dem Dörfchen zu Friederike fuhr, da müssen sie noch liegen." Frau Sesenheim öffnete die Lade — sie war leer. ------- „O Gott!" stöhnte sie auf. Ein schrecklicher Gedanke durchzuckte sie, denn das todesbleiche Gesicht des Gatten kündete ihr irgend ein Unglück. „Sprich, was ist dir? Was hat deine Frage nach dem Kassenzimmer zn bedeuten?" Der Bangnier sank ans den nächsten Stuhl, er barg sein entstelltes Gesicht in den Händen. „Weib, o Weib, wir sind bestohlen — unser ganzes Vermögen, alle Werthpapiere, auch die fremden Gelder sind fort — fort — und der Dieb!" Lautlos sank die unglückliche Frau neben ihrem Mann in die Knie: „Walter, es kann nicht sein, du mußt geträumt haben!" hauchte sie, verzweiflungsvoll dir Hände ringend. Beilage zum „Laibacher Tagblatt" Nr. 22 Grafen, 38 Freiherren, 38 Ritter und 23 einfach Geadelte, 19 Geheimräthe, 17 t. f. Kämmerer, 5 Hosräthe, 6 Regierungs- und kaiserliche Räthe, 25 Geistliche, 38 Beamte, 8 Militärs, 16 Mitglieder des Lehrstandes, 19 Bürgermeister und Vizebürgermeister, 4 Aerzte, 1 Ingenieur, 50 Advokaten, 9 Notare, 5 Schriftsteller und Journalisten, 99 Gutsbesitzer, 26 Realitätenbesitzer, 3 Handelskammerpräsidenten, 3 Bauquiers und Bankdirektoren, 18 Fabrikanten, 2 Fabriksdirektoren, 1 Montanindustrieller, 9 Kaufleute, 1 Buchhändler, 1 Kleingewerbetreibender und 8 Private. — Einrichtung der neuen Grundbücher. Eine Petition, unterfertigt von 81 Geldinstituten in Böhmen, von der mährischen Landes-Hypothekenbank, von einigen Sparkassen in Mähren und einigen Notaren in Böhmen, begehrt, daß die Aufnahme des Flächeninhalts der Grundparzellen in das Besitzstandblatt gesetzlich angeordnet und die Anmerkung des gerichtlich erhobenen oder bei einem Besitzwechsel vereinbarten Werthes oder des Kata-stralreinertrages eines Grundbuchskörpers im Besitzstandblatte gestattet werde. — Eröffnung der Linie Brod-Doboj. Nach einem Telegramm an die „Verkehrszeitung" ist vorgestern um 1 Uhr mittags der erste Zug der Schleppkahn Brod-Serajewo in Doboj ohne Unfall angelangt. Die Bahn ist in vollkommen gutem Zustande. Der Eröffnung wohnte ein Delegierter der Generalinspection bei. — Truppenwechsel in den okkupierten Provinzen. Das Prager „Abendblatt" erfährt, daß zu Beginn des Frühjahres sämnitliche Trnppen in Bosnien abgelöst und n. ei. durch Truppen der Theresienstädter, Prager und Pilsener Garnison ersetzt werden. — Rotz seit che. In Brod ist die Rotzsenche ansgebrvchcn. Das Armeekommando hat die Orga-nisiernng von Pferdegesundheits-Kommissionen in den größeren Orten des Occnpationsgebietes angeordnet. Diese Kommission besteht in Serajewo aus einem Subaltern-Osfizier des 49. Infanterieregiments und dem Unterthierarzte Slowak des Feldverpflegs-magazins Nr. 0. Durch diese Kommissionen sind alle Pferde bei Durchmärschen und in den Garnisonen gründlich zu visitieren. Niemand darf sich der Visitiernng der beihabenden Pferde entziehen. Alle Pserde-Jnhaber auf dem Marsche und auf Reisen müssen mit Pferdegesundheitspässen versehen sein. Zum Präses der Pferdegesundheitskommission in Serajewo wurde Oberlieutenant Süßmilch vom 4. Jägerbataillon beordert. — Schneelawine. Sonntag den 26. v. M. ist, wie der „N. fr. Pr." aus Kötschach in Kärnten berichtet wird, im sogenannten Nöblingergraben bei Dellach im Gailthale ein Jäger unter einer Schneelawine verunglückt und gräßlich verstümmelt in der- Sesenheim blickte sie mit starren, glanzlosen Augen an: „Fort, fort — und der Dieb!" murmelte er unablässig: „Wo ist Erhard?" Die Frau zuckte auf. „Wo ist er!" fragte er nochmals, da fiel sein Blick auf den Brief, den seine Gattin zu Boden fallen gelasfen; er hob ihn auf. — Kaum hatte er die wenigen Zeilen überflogen, so sprang der große, kräftig gebaute Mann von feinem Sitze aus und schleuderte den Seffel gegen einen hohen, eleganten Spiegelkasten, daß die Scherben klirrend zu Boden fielen — die Blicke der beiden Gatten mieden sich in stummer Seelentodesqual — als sie sich aber nach einer Minute, die eine Ewigkeit herben Menschenleides in sich schloß, fanden — da war der entsetzliche Urtheilsspruch gefällt: „Erhard hat uns bestohlen!" Frau Sesenheims Kopf sank auf die Lehne des Sessels zurück; ihr Gatte starrte mit geisterbleichen Zügen in die düster brennenden Wachslichter des Armleuchters — nur einen Ausweg gab es, der entsetzlichen Schande zu entgehen: 26 vom 1. Februar 1879. selben aufgefunden worden. Von den znm Aufsuchen des Verunglückten Ausgegangenen sind fünf Personen dem gleichen Schicksale erlegen, wovon zwei todt aufgefunden worden sind, drei jedoch noch vermißt unter dem Schnee begraben liegen. Der Aufenthalt vieler Rehe war die Verlockung zu dieser unglückseligen Jagdlust. Die Sache ist um so trauriger, als sich unter den Verunglückten auch zwei Familienväter befinden. — Das panslavistische Agitations-Coinite in Petersburg („Slavisches Wohl-thätigkeits-Comite" genannt) besteht aus 478 Mitgliedern und hatte im Jahre 1878 264,928 Rubel zur Verfügung. Die Agenten des Comites sind: in Bulgarien P. Alabin, in Serbien Driinpelmann, in Montenegro Wasiljew. Die Leibjournale des Comites sind: „St. Petersb. Wjedomosti", „Ruski Mir" und der mittlerweile eingegangene „Grasch-danin". Das Comite versorgt 15 bulgarische, 17 serbische und 9 ezechische Studierende. Auf Au-rathen des Comites hat Komaroff der serbischen Regierung 100,000 Rubel vorgestreckt. Das Comite hat beschlossen, im nächsten Jahre der Unterstützung der periodischen Literatur größere Summen znznwenden. Zu Ehrenmitgliedern des Vereins wurden ernannt: Filipoff, der Bevollmächtigte rer slavischen Comites in Serbien, Dandeville, der serbische Minister Vasiljeviö, die Professoren Blei-weis, Tomek und Sresnevsky. — Die Pest in Rußland. Ein Telegramm des Gouverneurs von Astrachan meldet, daß in Staniza Wetljanka und Umgegend keine Kranken sind; dagegen sind diesseits der Wolga, in Sili-strenn, seit 27. v. M. drei Personen, welche zu den Erkrankten Beziehungen hatten, von der Epidemie ergriffen worden. — Schiffbrüche sind in der vorigen Woche 49 vorgekommen, 20 Schiffe gingen auf der Höhe britischer Küsten zu Grunde, 4 auf der Höhe von Neufundland, 2 an der Höhe von Holland, 2 ans der Höhe der afrikanischen Küste, . 2 auf der Höhe Australiens, 2 auf der Höhe von Südamerika, 1 auf der Höhe von Italien, 1 in der Ostsee, 5 infolge Collisionen, 6 wurden auf offener See verlassen und 4 werden vermißt. — Vom Weltverkehre. Das Eisenbahnnetz der Erde betrug Ende 1876: 309,600 Kilometer ; hievon entfielen ans Europa 148,271 (Oesterreich-Uugarn hatte 17,363 Kilometer), Asien 12,970, Amerika 141,809, Afrika 2811, Australien 3742 Kilometer. Die Zahl der europäischen Postanstalten betrug in den Jahren 1875 und 1876 47,699, durch welche 11,777 Millionen Briefe befördert wurden. Das Telegrafennetz Europa's, so weit dasselbe den Staaten gehört, hatte 1876 17,022 Aemter. Der Draht aller europäischen Linien maß 1.003,979 Kilometer oder 132,525 Meilen, das ist eine Kugel vor den Kopf! Das zermarterte Gehirn des strengen, nur der Pflicht lebenden Mannes konnte in diesem Augenblick keinen klaren, überlegenden Gedanken fassen! Draußen im Corridor stand der alte Franz, der sich mit zitternden Gliedern an die Wand lehnte, er hatte alles, alles gehört. — Der Banquier riß die Zimmerthüre auf und eilte mit wankenden Schritten an dem Diener vorbei, nach dem Kassenzimmer — seine Frau folgte ihm. — Ehe sie es hindern konnte, hatte er ein Pistol ergriffen, das auf einem kleinen Tischchen am Fenster lag. „Walter, Walter!" schrie Frau Sesenheim entsetzt auf. Der Banquier starrte sie mit trüben, glanzlosen Augen an. Er schien kein Verständnis für den Jammerruf feines Weibes zu haben — die Schande, die Schande nagte wie ein fressender, glühender Wurm in seinem schmerzenden Gehirn: „Mein Sohn ein ehrloser, schändlicher Dieb!" Ein dumpfer Knall, ein leiser Aufschrei, und der unglückliche, pflichtgetreue, ehrenhafte Mann stürzte 24mal größer als der Aequator, 77mal größer older Aequatorialdurchmeffer. Ungeknüpft hätte dieser Draht schon ein Gewicht von 159.604,708 Kilogramm. Lokal-und provin)ial-^ngelegenheiteu. — (Wählerliste.) Der Magistrat der Landeshauptstadt Laibach bringt im heutigen Amtsblatte der „Laib. Ztg." zur allgemeinen Kenntnis, daß die Wählerliste für die Gemeinderaths-Ergänzungswahlen für das Jahr 1879 durch vier Wochen im hier« ortigen Expedite zur öffentlichen Einsicht aufliegen wird. Jedem Wahlberechtigten steht gegen diese Liste, sei es wegen Aufnahme eines Nichtwahlberechtigten, oder einer etwaigen Auslassung, oder wegen nicht gehöriger Einreihung in den betreffenden Wahlkörper, das Reelamationsrecht zu. Diese Reela-inationen sind jedoch bis zum 28. Februar l. I. mündlich oder schriftlich beim Magistrate um so gewisser einzubringen, als auf später eingebrachte kein Bedacht genommen werden würde. — (Fleischtarif für den Monat Februar.) Das Kilogramm bester Qualität von Mast» ochsen kostet 54 kr., mittlerer Qualität 46 kr., geringster Qualität 38 kr.; von Kühen und Zugochsen kosten die drei Sorte» Fleisch 48, 40 und 32 kr. — (Die Handels- und Gewerbe-kämmet in Laibach) wählte in der gestrigen Sitzung für das Jahr 1879 die bisherigen Vorstände einstimmig wieder, und zwar zum Präsidenten Herrn Alexander Dreo und zum Vizepräsidenten Herrn Carl Luckmann, genehmigte die Kammerrechnung für das Jahr 1878 und brachte zu Cenforen für die Filiale der österreichisch - »ngarischen Bank in Laibach nachstehende Herren in Vorschlag: Bamberg Ottomar, Burger Leopold, Fortuna Franz, Kollmann Franz, Kordin Joses, Krisper Joses, Knschar Josef, Luckmann Josef, Mayer Emerich, Mühleisen Arthur, Ptautz jun. Joh. Nep., Seemann Ignaz, Seimig Vineenz, Souvan Ferdinand, Tön« nies Gustav und Zeschko Valentin. Weiters beschloß die Kammer, sich in dein Gutachten an den Stadtmagistrat für die Aufhebung der Preissatzung beim Kleinverkaufe des Rindfleisches und in jenem an die k. k. Landesregierung für die Verlegung deS Jahrmarktes in Kotredefch vom Dienstag nach Ostern auf den 17. Jänner jeden Jahres auszusprechen. Endlich beschloß die Kammer, sich an die Generaldireetion der k. k. priv. Kronprinz - Rudols-bahn mit dem Ersuchen zu wenden, daß der um 10 Uhr 40 Minuten vorinittags von Laibach und der um 11 Uhr vormittags von Villach nach Laibach abfahrende Zug wirklich mit Postzugsgeschwindigkeit verkehren oder aber, daß diese Züge, falls die bisherige Fahrordnung beibehalten werden sollte, in vor dem Kassenschrank zu Boden, seine Gattin sank besinnungslos neben der Leiche nieder. Draußen heulte der Sturm, peitschte mit wilder, entfesselter Wnth die empörten Wasserfluten! weh den armen Menschen — die sich auf offener See befanden! — Und doch erreichte das Schiff, das in jener verhängnisvollen Nacht den Hafen von H. verließ, glücklich Amerika! Das Land der Freiheit! Nur ein junger Mann kam dabei um's Leben: er hatte sich, während das Fahrzeug noch auf hoher See ging, in einer klaren Mondnacht in das Meer gestürzt! War das Erhard Sesenheim? Das Fremdenbuch nannte ihn Prentano! Die schöne Gräfin Fausta Wenlof, die allen jungen Männern in H. ein strahlender und doch unerreichbarer Stern zu sein schien, blieb trotz allen gerichtlichen Nachforschungen verschwunden, spurlos verschwunden, wie der italienische Maler Antonio Prentano, der Freund des unglücklichen Erhard! (Fortsetzung folgt.) Bezug auf die Fahrpreise unter die gemischten Züge rangiert werden möchten. — (Weingartenre alitäts-Verpachtung.) Vonseite des k. k. Rentamtes Landstraß wird am 6. Februar l. I. die zur Religionsfonds-Domäne Landstraß gehörige, nächst Tschatesch unweit der Stadt Rann und der Steiubrück-Agramer Eisenbahn gelegene Weingartrealität Straza-Hof, bestehend aus den, Schloßgebände, 12 Joch 1301 Quadratklafter Weingärten, 2 Joch 263 Quadratklafter Obstgärten mit Grasschlag, 1461 Quadratklafter Aeckeru, 1 Joch 907 Quadratklafter Wiesen, dann 3 Joch 590 Quadratklafter Hoch- und 1 Joch 496 Quadratklafter Niederwald, auf die Pachtdauer von 9 Jahren, d. i. seit 1. Jänner 1879 bis Ende Dezember 1887, verpachtet werden. — (Vom Büchertifche.) In A. Hartlebens Verlag (Wien, Pest und Leipzig) ist soeben die neunte, reichlich vermehrte und umgearbeitete Auflage einer Sammlung von 1000 Anekdoten unter dem Titel „Der Anekvotenschatz" erschienen; Preis 1 ft. ö. W. Wir empfehlen diese „Pillen gegen üble Laune und Langweile" allen p. t. Lesern, die dem Losungsworte folgen : „Heiter auch iit ernster Zeit." Als Beleg citieren wir eine dieser Anekdoten : Ein Sprachlehrer legte seiner jugendlichen Schülerin folgenden Satz zur Uebersetznng vor: „L’amour est un enfant tvompeur.“ Die Uebersetznng lautete: „Die Liebe ist ein Trompeterkind." — Bestellungen auf diesen Anekdotenschatz besorgt die hiesige Buchhandlung v. Kleinmayr & Bamberg. — (Feuilleton.) Fränlein H a r riet hat sich durch ihre Arbeiten auf dem Gebiete der Roman- und Novellen-Literatur bereits in ihrem Hcimnt-lande Krain mtd in der nachbarlichen Steiermark einen guten Namen gemacht. Das genannte Fränlein hat uns eines ihrer neuesten Prodncte, eine Erzählung unter dein Titel „Tante Fausta's Schuld" freundlichst zur Verfügung gestellt. Wir haben in unserem heutigen Feuilleton mit der Mittheiluug dieser Originalerzählnng begonnen. — (Landschaftliches Theater.) G. von Mosers und W. Drosts dreiaetiger Schwank: „Eine kranke Familie" übte gestern eine schwache magnetische Kraft auf das sonst theaterfrenndliche Publikum aus, der Schwank fand wol beifällige Aufnahme, aber das Schauspielhaus zählte kaum 100 Besucher. In einigen Kreisen des Publikums hat die Beurlaubung des Operettensängers Herrn Amt-berg unangenehm berührt, da man nach Schluß der Grüu'schen Gastspiele einige Operettenauffüh-rungen erwartete. — (Zigarren- und Tabakpreise.) a) FürGrenz-Virginierzigarren (TP. 1). 13) mit 2 fl. 70 kr. (zwei Gulden 70 Kreuzer) per 100 Stück und mit 3 kr. (drei Kreuzer) per Stück; b) für ordinären Rauchtabak, fein geschnitten in Packetchen ä 70 Gramm (T. P. 13. b. 21), mit 8 fl. (acht Gulden) per 100 Packetchen und mit 9 kr. (neun Kreuzer) per 1 Packetchen; c) für Hauauer Rollen (T. P. C. 1) mit 73 kr. (dreiundsiebzig Kreuzer) per 100 Gramm; (1) für ordinäre Rollen und Stämme (T. P. C. 2) mit 58 kr. (acktundsünszig Kreuzer) per 500 Gramm und mit 13 kr. (dreizehn Kreuzer) per 100 Gramm; e) für extrafein Dreikönig-Rauchtabak II. Sorte (T. P. 13. a. 8) mit 1 fl. 40 kr. (einem Gulden vierzig Kreuzer) per 500 Gramm und mit 38 Kreuzer (achtuuddreißig Kreuzer) per 125 Gramm; f) für mittelfeineu Drei-könig-Rauchtabak (T. P. B. a. 11) mit 73 kr. (drei-undsiebzig Kreuzer) per 500 Gramm und mit 20 kr. (zwanzig Kreuzer) per 125 Gramm; g) für mittelfeinen ungarischen Rauchtabak (T. P. 13. a. 12) mit 73 kr. (dreiundsiebzig Kreuzer) per 500 Gramm und mit 20 kr. (zwanzig Kreuzer) per 125 Gramm; h) für extrafeinen Dreikönig-Rauchtabak in Briefen (T. P. B. b. 7) mit 6 fl. 50 kr. (sechs Gulden fünfzig Kreuzer) per 100 Briefe und mit 7 kr. (sieben Kreuzer) per 1 Brief. — (Aus dem Vereinsleben.) Die Lese-uub Redehalle an der k. k. technischen Hochschule in Wien übergab ihren Jahresbericht pro 1877/78 der Oeffentlichkeit. Zweck dieses Vereines ist: Wahrung geistiger Interessen und Förderung wissenschaftlicher Bildung. Als Protektor dieses Vereines fungiert Herr Hofrath Professor Dr. Ferdinand v. Hochstetler, Intendant des k. k. naturhistorischen Museums u. s. w., eiu Mann, welcher auch für die Pfahlbauten und Römerfunde in Krain lebhaftes Interesse an den Tag legt. Die Vereinseinnahmen beliefen sich ans 1618 fl. Die Vereinsbibliothek besitzt 1460 Werke. Der Verein hält 177 Zeitschriften mtd zählt vier Ehrenmitglieder, 17 Gründer, 75 unterstützende unt) 2-i4 ordentliche Mitglieder, darunter auch Studierende aus Krain. — (Aus den Nachbarprovinzen.) Die italienische Partei in Triest setzt, so wird der „Presse" ans Triest berichtet, alle Hebel in Bewegung, um bei den nächsten Stadtrathswahlen alle Plätze mit ihren Gesinnungsgenossen zn besetzen; dagegen legt die reichsfreundliche Partei eine unerwartete Lauheit an den Tag und gibt schon im vorhinein alles verloren. Die soeben erfolgten Bürgerrechtsverleihnngen trafen meist Leute der italienischen Clique, auf welche die Progrefsisten bei den Wahlen werden rechnen können. So geht es im Geheimen lustig fort zu Nutz und Frommen der ungestört agitierenden Jtalianissimi. Raffen sich die Reichsfreunde, die bei einiger Rührigkeit im ungünstigsten Falle wenigstens auf theilweifen Erfolg rechnen können, nicht noch im letzten Angenblicke auf, sv haben wir die alten Leute und die alte Wirthschast wieder, und den italienische» Wühlern steht abermals Thür und Thor offen. Die Wählerlisten liegen im Stadthause und bei beit Pfarrämtern der Umgebung zur Einsichtnahme auf, und ist die Frist zur Einbringung von Reklamationen sehr kurz (bis zum 2. Februar) bemessen worden. — Der Jahresverkehr beim Postcunte in Villach beläuft sich auf 6.600,963 fl. — (Maßregeln zur Abwehr der Pest und anderer Krankheiten.) Die politischen Behörden erster Instanz wurde» aufgefordert, die Gemeindevorstände znr gewissenhaftesten und genauesten Durchführung sowol ver seinerzeit ungeordneten als auch der überhaupt uothweudigeu sanitären und hygienischen Maßregeln strengstens zu verhalten und denselben insbesondere anfzntragen, für die äußerste Reinlichkeit in den Häusern und einzelnen Wohnungen wie in den öffentlichen Lokalitäten, auf den Plätzen, Straßen und Wegen, für-gutes Trinkwasser und gute Nahrungsmittel, endlich für die rechtzeitige Besorgung und Vorbereitung von Nothfpitälern zu sorgen. Ueber den Unterricht im Turnen läßt sich eilte mit „A. H.“ signierte Fachstimme in der Linzer „Tagespost" vernehmen, wie folgt: Ist die Nothlvendigkeit des obligatorischen Unterrichtes in weiblichen Handarbeiten mit den Händen zn greife», so ist es wol etwas schwerer, die Nothwendigkeit des Turnens in der Volksschule uachzuweiseu, da die Gründe hiesür etwas höherer Natur sind, als sie für ersteren Unterricht geltend gemacht wurden. Ich will es versuchen, einige Hauptpunkte attzusühmt. Der erste und wichtigste Grund ist wol der, daß es Aufgabe des Turnunterrichtes ist, die Glieder des Körpers allgemein auszubildeu und gleichmäßig zn stärken. Es wird uns entgegengehalten (und welcher Turnlehrer sollte dies nicht schon gehört haben), die Kinder des Landes brauchen keine Turuerei; sie müssen ihre Glieder ohnehin durch Arbeit stärken. Ich gebe es zn, daß die Landkinder mehr körperliche Bewegung machen als die Kinder der Stadt. Aber ich sage auch, sie machen zn viel; sie arbeiten zn viel. Die Ausnützung der kindlichen Kräfte um schnöden Geldgewinn ist barbarisch, unmenschlich. Durch harte Arbeit werden die weichen Glieder der Kinder mehr verkrüppelt und sogar zu anderlei Verrichtungen, als gerade zu der auge- werkelten, unbrauchbar. Beweis dafür der hinfällige Ichwere Gang, den Blick zur Erde, anstatt dem „Ebenbilde Gottes" würdig emporgerichtet zum freien Himmel. Dieser Verkrüpplung entgegenzuarbeiten ist nun Ausgabe des obligatorischen Turnunterrichtes. Im Turnsaale, resp. auf dem freien Turnplätze unter blauem Himmel wird darauf hingearbeitet, daß das Kind vor allein gehen lernt, daß aus Kindern Menschen, d. h. Menschen mit geraden, ebenmäßig ausgebildeten Gliedern werden. Die Landkinder bedürfen viel nothweudiger des allgemeinen Turnunterrichtes alL die der Stadt. „Turnen schafft Muth uud Kraft." Wer nie die Kraft seiner Glieder erprobt, traut sich nicht die geringste kühne That zu. Durch geregeltes Turnen erprobt der Schüler seine Kräfte und kann itir gelegenen Zeit dieselben ausnützen. Man ist doch bereits zur Ueberzeuguug gelangt (ich spreche hier vom Laude), daß eilt Turner „flinker und gelenkiger" ist als ein anderer. Ein Turner, sagen sie, dreht sich ja zehnmal um. Welchen Nutzen bringt der Turnunterricht nicht den immer mehr und mehr nnftmtchenbeit Instituten der wahren Nächstenliebe, d. H. den Feuerwehren? Was helfen die guten Maschinen, eilte Anzahl von Mannschaft, wen» aber keiner gelernt zn gehorchen, keiner es wagt, die Leiter hiiianzusteigen, um eiu Menschenleben zu rette» ? Und Ordnung, Gehorsam lernt man im Tnrnnnterricht. Die Turner, ihrer zehn au der Zahl, erreiche» mehr bei einem Unglücke als himdert andere, denen Muth, Besonne» heit und Körperkraft fehlen. In meinem Eifer überhörte ich bald einen Einwurf meiner Gegner. „Wir i» de» Dörfer» habe» uud brauchen keine Feuerwehren." Richtig. Die Feuerwehren sind mich ketzerische Institute, die von der Kanzel herab noch nicht gebilligt wurde», und darum haht sie der fanatische, geblendete Bauer. Aber zu etwas anderem. Verfolgen wir de» Lebenslauf eines Baueritkiiabeu. Kaum der Schule entrönne», arbeitet er an der Seite der Erwachsenen. Seine Kräfte werden nicht geschont, souberu anS-genützt wie bie eines lieben Viehes, das so und so viel gekostet und nun Perzente tragen muß. Um in der Gunst seines Vaters oder öfter seines Brod-herrn zu steigen, muß der Knabe arbeiten wie ei» „Großer". Seine Glieder, besonders Beine, werden stets. Jetzt kommt die gefürchtete (und aus biefent Grunde mit Recht gefürchtete) Rekrutierung. Hat bet Jüngling burch besonberes Glück seine Gliebmaßeu nicht so sehr verrenkt uitb verkrüppelt, baß er noch tauglich befnnbeii wird, so geht freilich eine traurige Zeit an. Der tüchtige bisherige Knecht hat seinen Ochsen tagtäglich sein „Hü" und „Hott" zugerufen; nun weiß er aber selbst nicht „links und rechts um". Er muß erst'gehen und stehen lernen. Denn die Jammergestalten einer Rekrutenkompagnie sind oft erbärmlich auzusehen. Rekrut und Korporal sind dann gestraft. Wie aber ergeht es einem Turner? Der hat das von der Schule her noch im Kopf und Körper. Seine Abrichtung ist eine leichte, denn im Turnunterrichte wurde er daran gewöhnt, Herr seines Körpers zn sein und die Bewegungen und Griffe bes Lehrers nachzumacheu. Ju wenigen Stunben hat er bie Gewehrgriffe erlernt unb kann seinem Kameraben außer ber Dienstzeit bavon «b-geben. Wie kommt bas? Das sittb Beweise für bas Tunten. Der hoch-würbige Herr, ber bie Turnerei abschaffen will, war wol noch nie in einer Kaserne, sonst müßte er, wenn er überhaupt bern Volke wohl will, beut Lanbinanne ratheu, seine Söhne ja recht fleißig turnen zu lassen. Würbe unsere Jugend einmal dem Turnunterrichte die gewünschte Theilnahme schenken, so würde die Ablichtung der Rekruten erleichtert und verkürzt werben können. Ich hoffe nur durch allgemeinen lebhaften Turnunterricht die gewünschte Abkürzung der Militärdienstzeit. Und wenn ich nicht irre, wird von Turnvereinen darauf hingearbeitet, vorderhand den Turnern die Präsenzdienstzeit zu verkürzen. Siehst du, lieber Landmann, das kommt vom Turnen. Ein Jahr im Jünglingsalter gewonnen, ist doch tausendmal so viel Werth, als die wenigen Stunden in der Knaben- und Jünglingszeit geopfert. Wäre das Turnen, d. H. die Ausbildung der Glieder zum allseitigen Gebrauche nicht ein Ding der eisernen Nothwendigkeit, so würde man von militärischer Seite nicht ein so großes Gewicht darauf legen. Um aber Vortheil vom Turnunterrichte in der Volksschule für die Militärdienstzeit zu gewinnen, ist eine beständige Fortübung unbedingt erforderlich. Auch das wäre ein leichtes. Anstatt des Sonntag? auf der Kegelbahn oder Bierbank ihr Geld verspielen und vertrinken, wäre es den jungen Leut-chen angemessener, eine oder zwei Stunden sich zu üben. Zur Erholung des Körpers sind dann noch von Nachmittags au viele Stunden. Aber leider bis es dahin kommt, braucht es wol vielleicht noch eilte Generation. Aber dies anzustreben, sollen wir stets im Auge behalten, und besonders die jüngeren Lehrer möchten es sich zur Aufgabe stellen, den allgemeinen Turnunterricht zu pflegen und zu heben. Die Nothwendigkeit des Turnens, denke ich, hiemit einigermaßen dargethan zu haben. Erlaube mir nur noch einiges über die Hindernisse aus dem Lande zu sprechen. Der allgemeinste Einwurf ist wol der, daß man glauben machen will, die Kinder haben keine Zeit. Dagegen spricht aber die Thatsache, daß die Schüler sich immer gerne Zeit nehmen, wenn der Turnlehrer ihnen die Turnstunden angenehm zu machen weiß. In meiner Praxis ist es mir selten vorgekommen, daß ein Schüler von der Turnstunde sich entfernt In einer Schule, wo das Turnen noch nicht obligatorisch eingeführt war, gingen die Schüler bald freiwillig zur Turnstunde; und wenn es auch oft die Eltern nicht erlaubten, so blieben sie meist ohne Wissen derselben. Daraus sieht nian, daß die Zeitfrage eilte unberechtigte Klage ist. Ein anderer Grund dagegen ist der Kostenpunkt. Würden wir darauf bestehen wollen und können, eine Turnhalle uud kostspielige Geräthe anznschaffen, müßten wir freilich die meisten Gemeinden arm machen. Aber glücklich braucht nian zum Turnen nicht viel Geld. Ist ein geeigneter Platz zu finden, so ist es gut. Wenn nicht, genügt der nächstbeste ebene Platz nächst dem Schulhause. Bezüglich der Geräthe erwähne ich nur einige, die geringe Auslagen verursachen. Langes Schwungseil, Holzstäbe, Spruuggeräthe, ein Lederballen und dergleichen kosten einige Gulden, um die es nicht der Mühe werth ist, einen so nützlichen Unterrichtsgegenstand zu unterlassen. Diese beiden Hanptgegen-gründe, Zeit und Geld, sind aus Gesagtem nicht stichhältig; was weiter eingeworsen werden könnte, bin ich gerne bereit, zu widerlegen. Bezüglich des Mädcheuturnens sind die Gründe wol nicht anzuwenden. Dafür kann man eben nur aus pädagogischen Grundsätzen sprechen, diese sind eben dem Landvolke nicht beizubringeu. Bis man sie nur so weit bringen würde, dies einzusehen, wären unsere jetzigen Schülerinnen den Kinderschuhen entwachsen. Aber wo sich Gelegenheit bietet, das Mädchenturnen pflegen zu können, wird es betrieben werden trotz aller Petitionen und Circuläre. Wollte der Herr Abgeordnete das Turnen im allgemeinen abschaffen, so müßte er das Uebel mit der Wurzel ausrotten, nämlich dahin wirken, daß in Zukunft kein Lehrer im Turnen unterrichtet würde, dann müßte er es verstehen, jedem Vernünftigen die Zwecklosigkeit des Turnens als Erziehungsmittel Nachweisen zu können. Und das zu versuchen, wird eine Danaidenarbeit bleiben. Es müßte denn geradezu verboten werden, Turnunterricht zu ertheilen, sonst wird das Turnen, wenn nicht cbligatorisch, so doch freiwillig von den Lehrern ertheilt und die Schüler werden sich daran, wie jetzt unbewußt gezwungen, dann freiwillig aus Lust und Liebe zur Sache beteiligen, und der Herr Abgeordnete hat sich umsonst mit Sammeln von Unterschriften geplagt. „Denn was oft kein Verstand des Abgeordneten sieht, das übet in Einfalt ein kindlich Gemüth." Witterung. Laibach, 1. Fcbruar. Bewölkt, schwacher SW. Temperatur morgens 7 Uhr — 2 2°, nachmittags 2 Uhr + 17" 6. (1878 + 2 0"; 1877 + 0'6" G.) Barometer im Fallen, 737-62 mm. Da« gestrige Tagesmittel der Temperatur 0 0", um l'l" über dem Normale; der gestrige Niederschlag 0’30 mm. Schnee. Angekommenc Fremde am 31. Jänner. Hotel Stadt Wie». Schreins, Forstbeamter, Pilsen. — Lemaine und Äaggio, Paris. — Auchmann, Fabrikant, Marburg. — Henn, Kfm., und Springolo, Wien. Hotel Elefant. Knaflii, St. Martin. — Dolenz, Postmeister, und Maidii, Krainbnrg. — Vogl, Kfm., Wien. — Prister, Agram. — Dr. Srnatla, Reaimentsarzt, Laibach. Kaiser von Oesterreich. Graschos und Mase, Leipzig. — Gaspersik, Eisnern. — Kattinger, Beamter, Salloch. — Legat, Sabresniz. -- Angermann, Holzhändler, Dolach. Mohren. Lach Ignaz und Lach Johann, Mannsburg. — Diaecorte, Chora, Gay und Dicorti, Valle. Verstorbene. Den 31. Jänner. Mathilde Razinger, Lehrers-Tochter, 2 I. 2 Mon., Jakobsplatz Nr. 10, Wasserkopf. — Maria Mariacher, Kaffcesiedersgattin, 33 I., Petersstraße Nr. 34, Lungenlähmung. I m k. k. Garnisonsspitale vom 12. bis incl. 25. Jänner. Am 15.: Jakob Grignljak, Oberkanonier, 12. Artil-lerieregiment, Typhus. Am 22.: Franz Roschek, Rechnungswachtmeister, 12tes Landes-Gendarmcriekommando, Lungensucht. Gedenktafel über die am b. Februar 1 8 7 9 stattfindenden Visitationen. 3. Feilb , Jesich'sche Real., Grdb. ad Gallenberg, BN. Littai. — 1. Feilb., Logar'sche Real., Oberdorf, B®. Loitsch. — 1. Feilb., Pekar'sche Real., Tlatschenza, BK. Egg. — 1. Feilb., Vesel'sche Real., Smovidal, BG. Littai. 1. Feilb., Bregar'sche Real., Hoste, BL. Littai. — 1. Feilb., Groznik'sche Real., SZit, BG. Littai. — 1. Feilb., Dew jak'sche Red., Unterloitsch, BG. Loitsch. — 1. Feilb., Cot bar'sche Real., Mitterpianschko, BG. Gnrkfeld.— 1. Feilb., Vidrich'sche Real, Zirkniz, BG. Loitsch. — 1. Feilb., Mele'sche Real., Niederdorf, BG. Loitsch. — 3. Feilb., Cerousek'sche Real., Ardeu, BG. Gnrkfeld. — 2. Feilb., Kinetische Real, Grad, BG. Krainbnrg. — 3. Feilb, Blatniksche Real., Schwärz, BG. Seisenberg. — 3. Feilb. Tnrk'sche Real., Wisaiz, BG. Seisenberg. — 1. Feilb., To maM'sche Real., Viniverh, BG. Gurkfeld. — 1. Feilb., Zugik'sche Real., Kerschdors, BG. Gurkfeld. — Neuerliche 3. Feilb., Baznik'sche Real., Venise, BG. Gurkfeld. 1. Feilb., Zkof'sche Real., Niederdorf, BG. Loitsch. 1. Feilb., Pirmann'sche Real., Grahovo, BG. Loitsch. 1. Feilb, Opeka'sche Real., Niederdorf, BG. Loitsch. — 3. Feilb., Salloker'sche Real., Brnndl, BG. Gurkfeld. — 1. Feilb., Jerina'sche Real., Zevca, BG. Loitsch.— 1. Feilb., Delak'sche Real., La^e, BG. Senosetsch. - 1. Feilb., Ma horM'sche Real., Großubelsko, BG. Senosetsch. — 1. Feilb., Zenko'sche Real., St. Michael, BG. Senosetsch. hon beglückwünschte Grevy; die Begegnung war eine sehr freundliche. Mac Mahon wird morgen nach ©raffe reisen, wo er einige Zeit verbleibt. Wiener Börse vom 31. Jänner. Aögtm«ioe Staat«- r*»u. P-pi-rrenle........... feilicrrente ......... ®olbrentc............. 6taat«lofc, 1839. . . „ 1854. . . 1860. . . 1860(6td) 1864. . . Srunilenlfeftung»- Slliietionee. Balizien.............. Siebenbürgen . . . ■ Xemejet Banat . . . Ungarn ............... Telegramme. Paris, 31. Jänner. Die Kammer wählte Gambetta mit 314 von 405 Stimmen zu ihrem Präsidenten, worauf Gambetta den Vorsitz übernimmt. Die Botschaft Grevy's wird erst nächste Woche erwartet. Paris, 31. Jänner. Die Minister beglück wünschten Grc'vy und überreichten collectiv ihre Demission. Grevy drückte den Wunsch aus, daß die gegenwärtigen Minister fortfahren, die Regie ruitg zu führen, zum mindesten aber ihre Functionen provisorisch beizubehalten. Die Minister werden sich morgen unter dem Vorsitze Dufaure's versammeln, um die ihnen durch die letzten Ereignisse bereitete Situation zu prüfen. — Mac Ma Ändert üffentlitfie Anteilen. Donau-Regul.-Lose . Ung. Prämienanlehen Wiener Anlehen . . . Aetieu v. Hanken. Kreditanstalt f.H.u.G. EScompte-Ges., n.ö. . Stationalbanl......... Actien v. Transport Unternehmungen. Alföld-Dabn .... Donau - Dampfschiff Elisabeth-Weftbahn s^erdinandS-Nordb. Fran-.Iosevh-Bahn Galiz. Karl-Ludwigb. Lcmdera - Czernowitz Aoyd-Äesellschaft . Geld 61-35 655 55 7395 310 10850 113-75 12675 142*75 85-25 75— 75-60 80 — 103-80 78 75 88-75 212 80 774 - Ware 6145 62 65 74'— 312 — 109 11425 127-143 — 85*75 76 76 81 104-10 79 — 89 213- 776 116 — 116 25 485 — 487 158 50 159 — 2045 | 2047 127*25,127-50 215 75 216 — 119-50 120 566 — 567 — Nordweftbahn . . . RudolfS-Bahn . . . StaalSbahn .... Südbahn............. Ung. Nordostbahn . Pfandbriefe. Bodenkreditanstalt in Gold........... in österr. Währ. . Nationalbank.... Ungar. Bodenkredit- ßrioritäts~©6!ifl. Elisabethbabn, i. Em. Ferd.-Nordo. t. Silber Franz-Ioseph-Bahn. Galiz.K-Ludwigb.l.E. Oest. Nordwest-Bahn Siebenbürger Bahn Sraatsbahn, l. Em. Südbahn ä 3 Perz. tf ^ 5 M Krivatkase. Kreditlose.......... RudolfSstiftung. . . Devisen. London ............. fkMforlen. Dukaten............. 550 Francs.......... 100 d. Reichsmark . Silber.............. Geld 109 75 116-50 241 — 63 50 115-50 110 75 99 75 95 91-70 103-25 86 9975 85-65 62-159 75 109 75 96 60 160 50 1550 116 60 Ware 110-116-75 241-50 63 75 116— 111— 96-25 100— 95-25 92— 103-50 86-25 100— 85-90 62-25 160 -110— 96‘90 161- 16- :16 70 5 53 5-54 9-321',]9-33 57 55 57 65 100—|ico— Telegrafischer Kursbericht am 1. Februar. Papier-Rente 6150. — Silber-Rente 62 80. — 8old- Rente 74 10. — 1860er Staats-Anlehen 112- Bank. actien 776. — Kreditactien 217-—. — London 116-60. — Silber 100.-. - St. k. Münzdukaten 5 53. - 30-Francs-Stücke 9-31'/.. — 100 Reichsmark 57 60. Schnelle und sichere Hilse! im jffilagenfciclende! Dr. Rosa’s Lebensbalsam, das beste und wirksamste Mittel zur Erhaltung der Gesundheit, Reinigung und Reinhaltung der Säfte und des Bluteö und Beförderung einer guten Verdauung. Derselbe ist für alle Verdauuugsbefchwerden, namentlich Appetitlosigkeit, saures Aufstoßen, Blähungen, Erbrechen, Magenkrampf, Verschleimung, tämorrhoiden, Ueberladung des Magens mit peisen re., ein sicheres und bewährtes Hausmittel, welches sich in kürzester Zeit wegen seiner ausgezeichneten Wirksamkeit eine allgemeine Verbreitung verschafft hat. (148) 24—20 Echt ä SO lcr. und 1 fl. stets vorräthig in den Depots: Laibach: G. Piccoli, Apotheker; I. Svo-b o d a, Apotheker; Erasmus Birschitz, Apotheker ; Rudolfewerth : Dom. Rizzoli, Apotheker ; Gottschee: Andreas Braune. ©ömintltche_JH£otj2cfcittttrt Handlungen in ^cstcrreich-Nngaru haben Depots dieses Lebensbalsams. Haupt-Depot: B. Fragner, Apotheke „zum schwarzen Adler", Eck der Sporner-gasse Nr. 205—111. Herrn B. Fraguer, Apotheker, Prag I Nachdem ich die mir gesandten 5 Fläschchen Dr. Rosa's Lebensbalsain, dessen überraschende Wirkung ich nicht genug bewundern kann, bereits eingenommen habe, ersuche ich deshalb, mir wieder sechs Fläschchen mit erster Postsendung gegen Nachnahme zu übersenden. Zeichne mit besonderer Hochachtung Schönbruun, 2. Febr. 1871. E. F. Schubert. Theater. Heute (ungerader Lag): Der letzte Nationalgardist. Volksstück mit Gesang in 3 Aufzügen und 7 Bildern von O. F. Berg. Im Hause Nr. 15, Domplatz, ist eine Wohnung, Danksagung. Für die vielen Beweise gütiger Theilnahme anläßlich des Todes des Herrn iWdmand Marquis v. Oozani, sowie für die zahlreiche Beteiligung an dem Leichenbegängnisse, sagt die trauernde Familie allen Betheiligten, insbesondere den verehrten Herren Beamten, Offizieren und Bürgern der stabt Stein — den verbindlichsten Dank. bestehend aus drei Zimmern, Küche, Speisekammer und Holzlege, für kommenden Georgi zu vergeben. DaS Nähere Burgstallgaffe Hans-Nr. 7, 1. Stock. (70) 3-1 Au vermieden: Eine schöne Wohnung in der Maria Theresienstraße Nr. 10 im 1. Stock. Näheres aus Gefälligkeit bei Herrn Alfred (62) 8—3 Ilartmann. | Da» in 3. Aufl. «rschienene Buch: „Die Gicht66 «niyiUt itiiroW Siniettfuneen ,ur er« folatclchen Srlbftbihandlung und Heilung von «Ich! u. «brainilllme». Stoen, lv«lch« an diesen lleseln ober Sri!Utung»lrankh«ite» leiden, kann die» Buch toärmflent empsohlen werden. (Sin Anhanz von Ät-testen beweist die Bor,uglichleit der Methode, welche sich tausendfach bewährt hat. Priie 35 Ir. ä. 50).*) — Ausfllhrl. Prospekt eerf. aus Wunsch vorher gratis u. franco Sb. Hohen-. Iiitner, i’dpjin u. Sasel. Vorräthig in 0, Gorischeks f f. Universitätsbuchhandlung in Wien, Stefansplatz Nr. 6, ferner bei F. von Kleinmayr in Klagen-furt, welche dasselbe flegen 40 kr. ö. W. in Briefmarken franco überallhin versendet. (5) 8-1 I Stelleiieiieliemle Per eonen jeder Branche Placiert Bureau Sile sia, Dresden, kl. 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König, Apotheker; Gospic: Valentin Vouk, Apotheker; Glina: Ant. Haulik, Apotheker; Görz: A. Franzoui, Apotheker; Graz: Wend. Trnkoezh, Apotheker; Hall (Tirol): Leop. v. Aichinger, Apotheker; Innsbruck: Franz Winkler, Apotheker; Jnnichen: I. Stapf, Apotheker; Ivanic: Ed. Polovic, Apotheker; Jaska: Alex. Herlic, Apotheker; Klagenfnrt: Karl Clementfchitsch; Karlstadt: A. E. Katkic, Apotheker; Kopreinitz: Max Werli, Apotheker; Krainbnrg: Karl Tchaunig, Apotheker; Knittelfeld: Wilh. Vischner; Kindberg: I. S. Karins; Lieuz: Franz v. Erlach, Apotheker; Marburg: Alois Qnandest; Meran: Wilhelm v. Peruwerth, Apotheker; Mals: Ludw. Pöll, Apotheker; Mnran: Joh Steyrer; Pettau: C. Girod, Apotheker; Möttling: F. Wacha, Apotheker; Peterwardein: R. Deodatto's Erben; Radkersbnrg: Cäsar E. Andrien, Apotheker; Roveredo: Richard Thales, Apotheker; Rndol'sswerth: Dom. Nizzoli, Apotheker; Tarvis: Eugen Eberlin, Apotheker; Triest: C. Zanetti, Apotheker; Villach: Ferd. Scholz, Apotheker; Vnkovar: A. Kraiesovies, Apotheker; Vinkovee: Friedrich Herziq, Apotheker; Warasdin: Dr. A. Halter, Apotheker; Windischgraz: G. Kordik. Apotheker; Zara: V. Androvit, Apotheker. Original-Howe- und Original-Singer-Maschinen nebst anderen bewährter Systeme allerbester Qualität zu Fabrikspreisen unter fünfjähriger Garantie im Generaldepöt für Krain bei Franz Detter ^er Trantsciie. WB* !Nur dort können auch Nähmaschinen fachmännisch gegen sehr massiges Honorar repariert und geputzt werden. Seide, Zwirne, Maschinenniideln und Oele, Bestandteile etc. etc. in grösster Auswahl, bester Qualität und billiger wie überall. Lager von teuer- und einbruclisicheren Kassen von P. Werthoiin & Comp. (612) 6 Kaiserl. königl. ausschl. privil. Wilhelms stüsfiges Pflaiyeii-Zrdativ ,,B ASSORIN“ von Franz Wilhelm, Apotheker in Neunkirchen, das einzi _ VE. das durch eine hohe k. k. 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