^- No. FrcitW, 2. Tc'»eml,el' <89«. Iahrnanl, 117. MlbilchM Ieituna. X RMUiiuhig Jahre lirluonfiolft» UM^ Throul't drr rrl.iuchtc Uai Drr drs Uilhtr>' Thur rrschwffrn Und lupfl.i'ist dor Klilirtt Nrilrr. Vcssn, pftichttrrii' »ir griuanltt. Vcm d.is Ulich die Grüßr dankt. 5rim- TIl.iton wird »nan llcnnrn. Wu in.ul N'.ilirr C'rölzr rln't; Jini nnrd »».in so I.1IM Nonnen. Uls dcr Name Vchrrich N'ährt: Hril drin Uaisrr: Oottrch.uid Schirinr I»!» Mrs Vaterland! Laib^chcr Zeitung Nr. 275. Das Mgksungs-MNum 3r. Maj. tles Kaisers. ^n allell Gauen der großen ^Nonarchie, von der ^cbneekoppe ^ Gipfel bis zlir blauen Adria feieril die Oölker, hundert-^^^ sprachig und lnaililigfacher Abkunft, das hehre Gedeilkfest an jenen glorreichen Tag, da vor fünfzig Jahren der geliebte Baiser den Thron seiner Oäter bestieg. Unter seinem öcepter stiegen die höchsten Güter der Civilisation wie goldene schätze ans (icht eiilpor, seine l^rrschaft brachte (Oesterreich Glück und öegen, der Melt den frieden. In der feierlichen ötlinde, da wir zum Hochsitze des Oater-landes enlporblicken, schweigt der nationale ^ank und l)ader; es gibt ja noch ein mächtigeres Gefühl, als die vorübergebenden 2>egungen nationaler Empfindlichkeit: die dankbare ^iebe zum geliebten Herrscher, der allen Oölkern seines 2>eiches weise lind hochherzig die Bahn freiheitlicher Entwickelung erschlossen, dem Kvltlit den groben Aufschwung seines geistigen und materiellen Bebens verdankt. Menn wir hellte auf die ereignisschweren Jahre Z8^8 bis ^8^) zllrückblickell, so drängt sich uns vor allein eine Wahrnehmung auf. K'aue üiüfte sprengen die Frostesstarre, ilnd auch in der Menschenbrust und Volksseele treiben heiße, tief im Innersten schlummernde Münsche neue Rnospen. Die Sehnsucht nach dein ^ölkerfrühling zeitigte nlin allerdings durch Oermengung mit fremden Elementen gar wilde Blüten; ^Iilfruhr und ^ostrennungs^ gelüste durchzeterten die friedlichen Fluren iiiiseres Vaterlandes lind vernichteten gar rasch den idealen Aufschwung. Der ^turm wind der achtundvierziger Märztage war ein gar wilder Geselle, er hat aber dank der Meisheit unseres erlauchten Monarchen, dank der angestammten Treue seiner Volker, in der die Trainer nie wankten, den Meg freigemacht, auf welchem sich ^olk und Legierung zll gemeinsamer 2lrbeit an der Wiedergeburt des be-drohten weiches zusanllnenfanden. Die Geschichte der weisen, väterlichen fünfzigjährigen l)err-schaft ilnseres Raisers verzeichnet ill goldenen vettern das Gedeihen Ulld Emporblühen Rraills; die innigell Beziehungen zwischen Fürst Ulld !)olk ivaren voll ^egen für die !l.^ol^lfal)rt des Bandes. Das )>egierungsnlallifest öeiner Majestät, das die heilbringende Umgestaltung lind ^erjüngnng der Gesammt-Monarchie auf den Grundlagen der wahren Gleichberechtigung aller Völker des weiches und der Gleichl^eit aller Staatsbürger vor dein Gesetze kündete, gelangte im verlaufe der Jahre zur Verwirklichung, besonders die slovenische Natioll verdankte ilne Miedergeburt auf allen Gebieten des geistigen und wirtschaftlichen Bebens dem lxxbhalten des Grundsatzes von der Gleichberechtigung aller Oölker des weiches. Für die Hebung der Oolksbildllng ward in weiser Fürsorge dllrch die Errichtnng von zahlreichen ^olksschlllen, durch die Erweiterung und das Inslebenrilfell neuer Mittelschulen, gewerblicher und anderer Fortbildungs- und Fachanstalten gesorgt. Die slowenische Literatur nahin einen erfreulichen Aufschwung, die pflege der Runst gelangte zll hoher Blüte; ')and in l^and ,nit der fortschreitenden Tultur brachte es auch die siresse zu un geahllter Entwickelung. Rrain verdankt dein edlen Herrscher seine ^'aildesautonoinie; die ^lufhebung des Unterthanenverbandes falld dllrch die Fest' steilling der Bedingililgen der Ablösung seine ganze Verwirklichung, wobei die ^laatssnbvention zum Grllildeiltlastuilgsfonde Rrain zllill wesentlichen Vortheile gereichte, ^s seien llnter den weiteren aroßen Errlingensel^aften in volkswirtschaftlicher Einsicht die ülilfheblill^ der ^ezugsrechte lind ^ervitllten und des kVhensbandes lind die Griliidstelierregelllng erivähnt. Das in bodencnltureller ^eziebnna, hochlvichtige Unternehmen der ^ntsumvfung des ^.aibacher Moores erfuhr die kräftigste Förderung und geht in absehbarer ^eit seiner glücklichen Lösung entgegen; die Rarstaufforstung erweist bereits heute ihre segensreichen Früchte für einen Tl)eil des Landes. Iahlreich sind die ^ewässerungsanlagen, die einer arinen, fleißigen Bevölkerung die ^ristenz ermöglichten, zahlreich ^' ,^'M cationen, die L)andel nild Gewerbe belebteii. "^'./<„. >' ^chieneilnetz der ^üdbahn und Aronpriiiz 2^u^l,-^ >. >^. Nnterkrainerbahnen, die ^teillerbahn haben das ^^^ ,^'ü Freindenverkehr erschlosseil, habell die Industrie ulach^^^ Die Hauptstadt erfrellt sich seit der Erlangung ^'i .^>l' autoiloniie eilies großen, erfrelilichell Aufblühens.^^ ' ^ F sich inlnler mehr dein Bilde einer modernen ^l^ Errungenschaften einer solchen. ,,^.„,'' Es ist nicht nlöglich, alle Segnungen hier ZU !^? ^l Rrain der l>.uld lind Iveisheit seiiies erhabeneil ^'"!'.^^ oailkt, llild lnit Recht preist Ihn das trene 0olk m^ ^ ,,^ ^'ied, nimmt den innigsten Antheil all Freud und ^'''^ ' Ereignisseii im Allerhöchsten Raiserhause. «,^i^' Die Fülle seiner Gnaden ergoss sich wenn der geliebte Raiser Rrain mit seinem Mel'hc"?!^ ^ > beglückte. Unvergessen bleiben die Tage des ^- '.l^,i^ vember ^85i(), da der edle l)^lscher m'it feiner "'^^>^'' fährtin in Rrain weilteii. Nilvergessen bleiben die l>^>''^^ Jahres ^8.^, da die !5tammlande der großen ^^lonarchi''/ ^ -n Rraiil, das iil trübeil und froheil Tageil nlllthvoll "' ^,,^ l^absbllrgs Mappenschilde gel^alteii, den Ehrentag ^'^-,^! jährigell Jubiläliiils der Bereinigung mit (Oesterrei^Y !' ^ ^l Dankerfüllten Herzens gedeilkeil wir aber voi ^ ^> j,,-Tage, da dllrch eiile grauenvolle Ratastrophe ^'^"^^.^'. ^ besolidere die Landeshauptstadt, so schwer betroff^l . ,^> erste Ivort des Trostes sprach unser gütiger Raijer, ^,^ ^.^ als Erster großiilüthig yüf,'. ^och waiikte'der ^^^'"'.^^e^ .^, ^ des edlen Herrschers gegell seiii Rrainer Volk fortl''b''"^^^ <^.^ seiii Angedenken segnen, wie wir Ihn segnen aus ^ ^.,i ^ Nicht ill prunkvollen Festlichkeiten, '" ..^^. i!^''',, ^lächsteiiliebe und Humanität soll der Dalik der lX^ .^ erhabeiien Iliteiitioneii des erhabenen Monarchen ^ ^l-'") und hehrsten Ansdruck fillden/lllld stiller, inn"lich''^^^. >'', gedacht, begehen die 0ölker de,l bedeutsamen ^, dein l^erzeil seilier Nilterthanell ein nicht vernarbt. Der Engel an Güte und Milde, ^^.^. ^'^, Armen und Unglücklichen ward uns jäh entrisse»/ lin^ i)^^,i ^chicksalsschlag traf deii geliebten 0ater seiiier ^ ^i'?^ hat jederzeit auch in deii trübstell Tagen, i" den j"^ ^^h<'^ das rechte Mort uiid den rechten Meg gefunden. ^ ^^' .,-, Eingabe all seiile große verailtwortÜche wieder glorreich zlltaae, Er hat seiile !^ache, l'l iin!'^.„ sein Mollen dem'Mohle der Gesainmtl>'it g''b"^ .n >!^> selbstlose l)iiigabe gibt auch seinen ^ölkern nelie-U' ^'ü ^ illld aufzubauen und mit muthiger ^uverlicht ^,^'5 ''' treilesteil Bürger, ziiiii ^stter liiid ^chiriiier de^ >^ ^ zublickeil. ,,^ l^'' ^, Mo immer treue Gesterreicher l)erzeil 1^'^'^.l^bll''^,^ heiltige Tag diirch die feierliche Erneuerung 5" . ^,i '^^ verbrüchlicher Trelie und l)iiigebllllg zll deni ^,.^1'^^..^ gefeiert, iii deni sie den Begründer des n""" ^ !^' ,,/ mächtigsten Förderer ihres geistigeil und 'l"l".^/, ,„'^ blicken. Und überall, wo Oesterreicher wohnen, stei^ Tage das berrlicbe ^ölkergebet ^liiil l^i'ii'iiel ''>u^ ..^ Gott rrlMr, Gutt drschittzr llllicln ^ Nlillll .lllli dri' ^Illll ÄillU ^lirdrll'.sti'l>llilli'' Millie; I^.illi dcul Änlilszilucii librls.nu. (Ill'lid.ni'ir .ille Rrichc. ^rlNll irdcm ^lliii» dri' Hcit. ^iildlilli, .üicr k.nil^t'ln'i'lil. Irltc nil, im- )l.iii,icl>l.il!!r. Lkrilr 'nencn ?ci»d «"d V'''^ ' Giiiuc Hmeinr «„ dcm ^''""'^.. Vrilllm Nlldc». Dlllll"! ^'"^'.' ^' Ii'ictlrllül'lii.Nlln V'Uu'l">>'W' ^' ^ '^ ^„„„^" Dlilirm ni'l'Ill'ii Orltll'i'lich- ^ "^Ü^r Zeitung Nr. 275. 2225 _________________________________2. Dezember 1898. ^ Ämtlicher Theil. ?HG, "".d k. Apostolische Majestät haben mit ''.^rcilu.,, 'Ü^liebunq vom 27. November d. I. '^"ten , i ^ Geheimen Rathes und Landes- „i ^^^ .N"'.n Vietor Freiherrn von Hein "le„ ^ ' l,n die dritte Nangselasse der Staats- ./ ^gnädigst zu genehmigen geruht. '!' ^. ^^_______ Thun IN. p. '" ^^llerh.^k. Apostolische Majestät haben fol-" , Lieben 2> Handschreiben zu erlassen geruht: '' 3^he^-^ler von Nuber! Aus Anlass des li ?!^!tnll,n ' c"^'3sten Erinnerungstagcs 3Neiner ... «ch^ suhle Ich Mich veranlasst, auch jener " ^tll^Z su gedenken, die sich gegen die Gesetze ^M «.s 'U""a"l haben und' der strafenden " ^z ^ ^"Mniaefallen sind. >A 3 ^ onher allen jenen Personen, welche > 3 treten "'^^ ^W in einem der im Reichs-' ? des m",^"nigreiche und Länder nnr allein 1 H "Ul au? chcns ^ Majcstäts-Aeleidignng >»g eii,/s"^"^!i des Verbrechens der Ve-' ^""l «^ Mitgliedes des kaiserlichen Hauses ' .?!. zu ei ' ^"' der beiden genannten Ver-' ^ ^«se s^^- ^^'"fe verurtheilt worden sind, ' ^l d^'N sie noch nicht abgebüßt ist, sowie , ^>>i ^s^falligen Erkenntnissen gesetzlich vcr- ^cheii .^u nach u,ld verordne, dass wegen der ' ö> Tan ^/'"'Ulten Arten, wenn sie vor dem ,'. ^lchcZ A,,s /^Wngrn worden sind, ein straf-,l ?b„i,fuhren nicht eingeleitet oder das ein-. ^ sehe s "M wieder eingestellt werde. ^t^'U u,^i? dm in den beiliegenden Verzeich- ^htsbü' ^ bezeichneten, in den Gefängnissen l ^.^n...'."'gehaltenen 1^9 Sträflingen sowie Ht ^'chlossene.i Verzeichnissen ^ II und III ^i 'bei, 3?s ^ ^ Sträflingen den Nest ihrer Freiheits- ' ^beauft, ^' ' ^'i.^'s d,^^^'^ ""gesäumt dafür Sorge zu L 6 gesch ^""dcnaete am 2. Dezember 189^, ' ^""^ am 15. November 1888. ^ 3-rnnz Joseph m. p. ^ü?»».^ Ruberm. p. ! ^chtanMcher Theil. l i> üi„ ^ Österreichs Kaiscrtag. ^?ker^"g weihevoller Art ist es, den heute ^ ^n^Iabr l "chs gehobenen Sinnes begehen. , ^dige F^""l hat der edle Monarch, den das ' ^ ^'"cn <>? dcr Habsburger mit Stolz und ^.^Nen ^)"' ""int, den ruhmreichen Thron ^ ^'°V 3ö^^^"' fünfzig Jahre Kaiser von l ^,^ri„s "'""gen knüpft sich an diese wenigen 2 di/'"',/unf Jahrzehnten hat die ganze ^ aber ^ "' Umwälzungen durchgeinacht, >^". w„ ""^ ""cm in feinen Grnndfesten > ' '" sein«, ""^"'"l und inneren Wirren be- ^>Xt einer ' "'^""^'U arg zerrütteten Staats- >^t>G f. /" der ganzen' Welt geachteten, in ^>«^ ung, ^ilnst und Nissenschaft, Handel nnd Wandel außerordentlich vorgeschrittenen Macht geworden. Mit kräftiger Hand hatte Kaiser Franz Josef am 2. December 1848 die Zügel der Regierung ergriffen, mit Weisheit und Milde führte Er sie, trotz aller Wechselfälle und Schicksalsschläge, bis auf den heutigen Tag fort und wird sie, nach dem Walten einer gütigen Vorsehung, noch durch eine lange Reihe von Jahren lenken. Fünfzig Jahre Kaiser von Oesterreich! Fürwahr, ein gewaltiges Stück Weltgeschichte, ein hochbedeutsamer Cnlturfortschritt liegt in diesen Worten. Diese fünfzig Jahre waren unablässiger Arbeit und Sorge für die Wohlfahrt der Völker Oesterreichs gewidmet, tagtäglich durch Werke der Menschenliebe, durch Beweise der Theilnahme an dem Geschicke der Geringen wie der Vornehmen, der Einzelnen wie der kleinen und großen Gemeinwesen bezeichnet. Dieser nnzähligen Beweise von Güte uud Milde — Erbtugenden des Hauses Habsburg, — von unermüdlicher Fürsorge für das Wohl des Reiches nnd aller seiner Theile, für Schutz uud Schirm jeglichen Rechtes, Förderung aller edlen Be-strebnngcn und Einrichtungen, wird heute überall gedacht, wo der fünfzigste Jahrestag der Thronbesteigung Seiner Majestät mit frommen Gebeten und Glückwünschen für Sein Wohlergehen, für Vergeltung alles Guten, was Er gethan — und wo im ganzen Reiche hätte man folches nicht selbst erfahren — begangen wird. Mehr als anderen Nationen bedeutet den Völkern Oesterreich-Ungarns die Liebe und Anhänglichkeit an den angestammten Herrscher und das erlauchte Kaiserhaus, für sie ist die glorreiche Dynastie das Vand, welches die dnrch geschichtliche Ueberlieferungen, Sprache und nationale Eigenart fo verfchiedenen Volksstämme zusammenhält, ihre eulturelle und wirtfchaftliche Entwickelung verbürgt und dem ganzen Reiche nach anßen Macht und Glanz, nach innen Wohlfahrt und Gedeihen sichert. Bringt auch die Regierung eines so Polyglotten Staatswesens große Schwierigkeiten mit sich, da es sich um Völker handelt, welche treu an ihrer Nationalität, den Sitten ihrer Väter und den historischen Ueberlieferungen festhalten, so ist es den leuchtenden Regententugeudeu und der weisen Milde des edlen Herrschers jederzeit gelungen, diese Schwierigkeiten zu besiegen, die nationalen Gegensätze durch kluge Schonnng jeder berechtigten Eigenart zu überbrücken und alle Völker in der Liebe zum gemeinsamen Monarchen und zum gemeinsamen österreichischen Vaterlande zu einigen. Die verdiente Liebe und Treue Seiner Völker ist aber wahrlich der herrlichste Edelstein in den Diademen der Krone, welche das geheiligte Hanpt des Kaisers Franz Josef, des ritterlichen Friedensfürsten, des edlen Menfchenfrenndes, ziert! Hat auch ein trauriges Geschick, das dem geliebten Monarchen und Seinen treuen Völkern so unendliches Weh gebracht, einen düsteren Schatten über die Festesfreude des heutigen Tages gebreitet, so wollte uud will es sich die Bevölkerung nicht nehmen lassen, wenn anch still und prunklos, doch mit erhöhter Innigkeit nnd Weihe den Gedenktag des Regierungsantrittes ihres geliebten Herrschers zn begehen. Nnd er wird heute gefeiert iu alleu Gauen des weiten Reiches im Sinne und Geiste des edlen Regenten, der stets nnr in Werken der Barmherzigkeit und Mildthätigkeit, der Menschenliebe und des Wohlthuns Seine höchste Befriedigung gesucht uud gefunden hat. Getreu den Intentionen Seiner Majestät haben die Völker Oesterreichs Seinen Wunsch in Thaten umgewandelt, haben Sein fünfzigstes Negiernngsjahr zu einem Jubeljahre der Nächstenliebe gestaltet und eine Reihe humanitärer Schöpfungen ins Leben gerufen, welche dem gütigen Monarchen zur Freude, den Völkern Oesterreichs zur Ehre und zahllosen Armen, Kranken und Hilfsbedürftigen zum Segen uud zum Troste gereichen werden. In allen Theilen des weiten Reiches werden heute Kranken- und Waisenhäuser, Siechenasyle und Rettnngsanstalten, Schnlstiftnngen und Unterstützungs-eaffen sowie humanitäre Widmungen aller Art ins Leben treten und den Namen des Kaisers Franz Josef des Gütigen verewigen. Außerdem wurden von den Vertretungen der Länder, Bezirke und Gemeinden, von zahlreichen Körperschaften und Vereinen gemeinnützige Inftitutiouen ins Leben gernfen, welche kommenden Geschlechtern den Ruhm jenes Herrfchers verkünden werden, defsen Seelengröße, Herzensgute, Pflichttreue und Standhaftigkeit nicht ihresgleichen finden. In den Gotteshäusern aller Eonfesfionen aber steigen heute inbrünstige Gebete zum Himmel empor, der allgütige Schöpfer möge den edlen Monarchen Seinen treuen Völkern, die Ihn aufs iunigste lieben nnd verehren, der ganzen Welt, die Ihn als Friedens-fürsten preist nnd bewundert, noch lange Jahre erhalten. Er möge Ihn vor jedem Ungemach bewahren und in den: Frieden und dem Glücke Seiner Völker Trost für alle die Heimfuchungen finden lassen, die Ihm in Seiner hisherigen Negentenlaufbahn leider nur allzu reichlich beschieden waren! Politische Uebersicht. Laibach. l. Dezember. Die kaisertreue Gesinnung der Völker Oesterreichs findet in den erhebendsten Kundgebungen, die den Beweis liefern, dass die Liebe zum Staatsoberhaupte iu den Herzen aller Unterthanen tief und unentrcißbar wurzelt, ihren Ausdruck. Das politische Getriebe des Tages verstummt, wenn es gilt, die Gefühle tiefster Ehrfurcht nnd innigster Verehrung für den geliebten Monarchen zu bekunden, dessen Weisheit und Gerechtigkeit die sicherste Bürgschaft für das Glück der Völker, für die Zukunft des Staates bildet. Es liegen weitere Meldungen über Landtagswahlen in Tirol vor: Die Stadt Rove redo wählte den Bürgermeister Baron Malfatti, der Stadtbezirk Riva wählte wieder Josef Eanella mit allen abgegebenen 169 Stimmen zuLandtagsabgcordneten. Bei der Wahl der Stadt Lev ieo nnd der Märkte Borgo und Pergin e wurde Dr. Caparo, Aduocat in Borgo, nenerlich znm Landlagsabgeordneten gewählt. Die «Agence Havas» meldet aus Bordeaux: Die in den letzten Tagen aus Bilbao eingetroffenen Journale sprechen von earlistis ch e n U m triebe n nnd versichern, dass in der Nähe der Stadt einige Vorsichtsmahregeln ergriffen wnrden. Die Klöster werden besonders überwacht. Die Porträts Don Earlos nnd des Prinzen Iayme seien nnter Eouvert vertheilt worden. Eine kleine, bei Aleala signalisierte Bande werde von Gendarmen verfolgt. Earlistische Kreise behaupten, der Prätendant verfüge über gewisfe Einnahmsquellen. Die Iouruale versichern jedoch, dass ^ Feuilleton l'Äta f.! b" ^.nldcslMptstM Laibacl, .Ml dcu Kaiser uud Ihre Majestät V'elM' ^scli'le Mmn. ^" ^-> He Wunsch der Bevölkerung des alle-H" <^rain, snnen Kaiser und Herrn '^i'>tiq "Men Gemahlin in seinen Grenzen H MM'^'silllung, und es ward dem Lande ^ " au -^'selben die freudige Gelegenheit !!i ^,,° ^lsdru^Wen Unterthanenliebe den auf- der ,7„ l«, und < ? tzlller d"s ^'l'Me Herrfcherpaar Laibach ^tt^ttn ,,"? Besuche beglückte, sind mit , ^,' U»d, !" ^hrenbnchc der Geschichte Krams "^ "3 l?riü, .^bhaftester Antheilnahme wird die ^H> in N"'fn an jene herrliche Zeit und '^H lN dir^cl) entgegennehmen.* '«>Triu^"W wn Trifail nach Laibach V^'lM hatte, langte das X^ 'ds auf ^ "'" 17- November 185« gegen ^o^l,. "" östlich geschmückten Bahnhofe ^^b>'^"dl)of. st,,d m,e Ehren-Eompagnie . ^ der N"' und klingenden: Spiel; von Vtzi/ ' ^' Garnison vom Infanteric- ^'^os/a ""Ml)cnde Schilderung dem Denk^ Ncgimcnte Erzherzog Rainer und Prinz Hohenlohe ein furtlaufendes Spalier bis zur ständischen Burg, wo eine zweite Ehren-Eompagnie mit der Fahne und der Mnsiklapelle des Infanterie-Regiments Erzherzog Sigismund, welche für diese Feierlichkeil aus Fiume nach Laibach kam, aufgestellt war. Einen wahrhaft feenhaften Anblick bot die Wienerstraße. An beiden Seiten der Bahnhofstraße unmittelbar vom Bahnhöfe wnrden zwischen den Pappelbänmen große farbige Papierlaternen mit gothischen Verzierungen und mit Lampenbeleuchtung bis zu den maurischen Fahnen-bnrgen an der Wienerlinie angebracht. Diese Thürme warcu mit vielen Fahnen, in den österr., baier, und städt. Farben, geschmückt, die Zinnen mit einem Kranze helleuchtender Flambeaus geziert. Auf deu Ziuueu standen Knappen und Burgwächter, die beim Einzug Merhöchstihrer Majestäten Fanfaren ertönen ließen. An die Thürme schlössen sich beiderseits bis zum Spital-gebände lili Flaggenstöcke, welche ebenfalls Fahnen in den obengenannten Farben wehen ließen, mit farbigen Ballons behängen und unter sich mit fortlaufenden Reisig-Festons verbunden waren. Bnntfarbige Teppiche, Draperien, Fahnen von allen Dimensionen, welche überall aus den Fenstern und von den Dachgiebeln flatterten, zierliche Gewinde aus Fichtcnreisig nnd künstliche Blumen zierten alle Gebäude der Wienerstrahe und des Eougressplatzes, aber auch die übrigen Stadttheile begannen sich bereits festlich zu schmücken, und der hereinbrechende Abend ließ unsere Stadt kanm mehr erkennen. Bereits früh am Nachmittage war die ganze Stadt auf den Beinen. Der Adel, die Civil- und Militär-Autoritäten waren in der Vnrg versammelt und bildeten hier ein glänzendes, prachtvolles Spalier von der untersten Treppe bis hinauf zur Eingangs-thiir in die Appartements Ihrer Majestäten. Die Treppe der Änrg war von unten bis hinanf mit prachtvollen Teppichen belegt, die Stnfen an beiden Seiten und die Stiegenruheplätze mit Vlnmen reich geschmückt, alle neu gemalt nnd glänzend beleuchtet. Die schöne Damenwelt Laibachs, stets dessen vornehmste Zierde, in geschmackvollen Toiletten, war am Bahnhöfe und bildete dort eine liebreizende Blumengnirlande von der Wagenhalle bis hinein in den Wartsalon, wo der Bürgermeister Laibachs, Dr. Aurger, an der Spitze der Gemeindevertretung uud des Magistrates, der auf die Zeit zwischen 5 bis 6 Uhr angesagten Ankunft des höchsten Kaiserpaares entgegenharrte. Auf allen Gassen aber wogte das Volk in freudiger Spannung, weder znrückgeschreckt durch die immer mehr und mehr heranrückende Nacht, noch durch die empfindliche Kälte des weit vorgeschrittenen Herbstes. Je dnnkler aber die schwarze Nacht ihre Fittige über unsere Stadt ausbreitete, umso heller und lichter wnrde es bei nns, und alsbald erglänzten von allen Fenstern der Hänser in den Gassen, durch die sich der festliche Zua/bewegcn sollte, zahlreiche Flammen. Da endlich erschien der langersehnte Augenblick! Man muss ihn selbst miterlebt haben, um einen Begriff des Feierlichen, Erhebenden sich machen zu können, als gegen 9 Uhr abends der erste Schnss vom Laibacher Eastell die Annäherung Ihrer Majestäten verkündigte, neues Leben in die erstarrten Massen brachte, das in unabsehbarer Reihe Spalier bildende Militär sich zu« LaibaHcr .^eituna Nr. 275. 2226 2. DezcnN"^, die Schritte über den Abschluss eines Anlehens gescheitert seien. Wie versichert wird, sei die Vcr mählung des Prinzen Iayme mit einer bairischen Prinzessin beschlossene Sache. Eine Mittheilung des Pctersbu r g erNegie -rungsboten wirft einen Rückblick auf die Action der Mächte in der tretenfischen Frage bis zur Einschiffung der türtischen Truppen und sagt: «Der oberste Kommissär erhielt die temporäre Vollmacht für drei Jahre zur Pacification uud Organisierung der Verwaltung der Insel. Genannter Emnmissär anerkennt die Souveränität des Sultans über Kreta, Seine erste Sorge wird sein, im Einvernehmen mi< der Voltsuersammlnng eine autonome Verwaltung eiw znrichten, welche die Sicherheit der Person nnd des Eigenthnms wie die religiöse Freiheit aller Bewohner Gretas ohne Unterschied der Konfession garantieren soll. Er hat sodann sofort au die Bildung einer Gendarmerie- oder einer Local-Miliz zu schreiten, welche die Ordnnng aufrechterhalten soll. Für die anfängliche Organisation der Verwaltung der Insel weisen die vier Großmächte die erforderlichen Mittel an.» Das Blatt fährt dann fort: «Die Verleihung der Ncchtc einer autonomen Verwaltung an das kretensische Volk nnter dem Schntze und der obersten Leitung an den Prinzen Georg inauguriert eiue ueue Aera und wird eiu- für allemal den periodischen gewaltthätigen Ereignissen, welche die Nnhe des Orient störten und den allgemeinen Frieden zu untergraben drohten, einen Damm setzen.» Tagesneuigleiten. Das Allerhöchste Negierungs-Jubiliium Sr. Maj. des Kaisero. Sc. Majestät der Kaiser hat, wie das «Vaterland» mittheilt, anlässlich des Hirtcnschreibens, welches die Bischöfe der im Neichsrathc vertretenen Königreiche und Länder erlassen haben, an Te. Eminenz den Herrn Cardinal Fürst-Erzbischof Dr. Grafen Schönborn folgendes Allerhöchstes Handschreiben allergnädigst zn richten gernht: «Lieber Cardinal Graf Schönboru! In dem Hirtenbriefe des üstcrreichifchcn Episcopates anläfslich des fünfzigjährigen Gedenktages Meiner Thron» besteignng erblicke Ich mit inniger Rührung einen nener-lichen Beweis stets bewährter hingebungsvoller Ergebenheit an Meine Person und treuer Vaterlandsliebe. Vermag Ich auch deu Tag, welcheu die Liebe Meiner Völker zu einem Frcndenfeste gestalten wollte, angesichts des unersetzlichen Vcrlnstes, den Ich erlitt, nur in stiller Trauer zu begehen, so kann sich doch Mein Herz dem Gefühle der anfrichtigstcn Befriedigung über eine so loyale, von echtem Guttvcrtranen durchdrungene Kundgebung nicht verschließen. Indem Ich Ew, Eminenz nnd den mitnnterzeichnctcn Kirchenfürsten anf das wärmste für dieselbe danke, vereinigen sich Meine Gebete mit jenen der from inen Gläubigen iu dem innigen Wunsche, dass der Segen des Allmächtigen stets anf dem Reiche ruhen möge, dessen Leitung seiue Gnade Mir anvertraut hat. Gödöllö, 18. November 1808. Franz Joseph ni. zi. -it Die österreichischen Handels- und G e w e r b e k a m m e r n haben eine gemeinsame Huldig n n g s - A d re s s e an Se. Majestät den Kaiser gerichtet, welche den gleichen Inhalt in deutscher, böhmischer, polnischer, ruthenischer, slovenischer, italienischer, serbo-kroatischer und rumänischer Sprache wiedergibt. In Vertretung sämmtlicher Handels- uud Gcwerbctammeru begaben sich unter Führung des Wiener Kammerpräsidenten Herrn Mauthuer die Präsidenten, beziehungsweise Vicepräsideutcn Burstin (Biody), Dimmer (Trieft), uou Hillinger (Klagensnrt), Jäger (Egcr), Leinach (Troppau), Perdan (Laib ach), Piepes-Poratynsti (Lembcrg', Schumacher (Innsbruck), Tittingcr «Kzeruowitz), Welponer (Bozen), Wimhölzel (Linz) und Wohauka (Prag) zu Sr. Excellenz dem Hcrru Ministerpräsidenten nnd Leiter des Ministeriums des Innern Grafen T h n n zur Ueberreichuug der Adresse. HerrKammerpräsideut Mauthner gab iu einer Ansprache den Gefühlcu dcr unwandclblireu Treue und Anhänglichkeit des gesammten österreichischen Handels» nnd Gewerbestandcs an den Äconarchcn Ansdrnck uud bat den Herrn Äiinisterpräsidculeu, die Adresse zur Vorlage an Se. Majestät zu übernehmen. Te. Excellenz der Herr Miuistcrpräsideut Graf T h u u erwiderte, er sei hiezu mit umso größerem Vergnügen bereit, als ihm die loyale Gesinnung des österreichischen Handels- nnd Gewerbcstandes wohl bekannt nud er überzeugt sei, dass Sc. Majestät die Adresse anf das huldvollste aufnehmen werde. Der Herr Ministerpräsident nahm sodaun die Vorstellung der Vertreter der einzelnen Kammern entgegen nnd besichtigte mit Interesse die Adresse, über deren Ausstattung er sich auf das lobeudste aussprach. Die Adresse gedenkt rühmend der großartigen Ent-wickeluug, welche Industrie uud Gewerbe, Haudel uud Verkehr in« Laufe der Regierung Sr. Majestät genommen, dank der unablässigen Fürsorge, welche der Mouarch denselben iu unausgesetzter Sorgfalt zugewendet hat. Die Adresse crueuert sodaun die Versicheruug der treuen Anhänglichkeit, uubegreuzteu Liebe und unvergänglichen Dankbarkeit des österreichischen Gewerbe- nnd Haudels-standes und schließt mit den Worten: «Den hohen Intentionen Enrcr Majestät entsprechend, werden die österreichischen Handels- nnd Gcwerbekammern, wie sie bisher gethan, auch tüustig in der Erfüllung ihrer Aufgabe, Pflichttreu uud emsig für das Gemeinwohl zu wirken, nicht erlahmen, und fie wünschen und hoffen auf das sehnlichste, Enre Majestät noch eine lange Reihe von Jahren auf dem Throne Ihrer Väter mit uu-gefchwächtcr Kraft in Frieden walten zu sehen zum Segcu des einheimischen Handels nnd Gewerbcfleißcs wie zum Heile der Gesammtheit Ihrer Völker.» Zu Vcgiuu der Sitzung des Vcrwaltuugsrathcs der Süd b a h ngesellsch aft am 29. November gedachte der Präsident Sc. Excellenz Freiherr von Ehlumcct y iu schwungvoller Ansprache der iu den nächsten Tagen bevorstehenden Feier des Negiernngsjubiläums Seiner Majestät des Kaisers, eines Festtages, den alle Völker der Monarchie in gleich herzlicher nnd begeisterter Weise zn begehen sich anschicken nnd an welchem anch die Verwaltung eines dem öffentlichen Verkehre, dein Handel nnd der Industrie dienenden Unternehmens, wie jcncs der Südbahn, nicht nulerlassen köuuc, dem allgcliebteu Monarchen, als dein Allerhöchsten Schützer uud Förderer von Handel nnd Verkehr im Reiche, ihre ehrerbietige Huldignng darzubringen. Der Vcrwaltuugsrath ersuchte dcu Herrn Präsidenten, das Geeignete <^" M'^ damit diese ehrfurchtsvolle Huldigung dcr^ Allerhöchsten Kenntnis gelange. * l del ^ Wie man aus Sofia berichtet, ^t ""^ / tigen k. und k. diplomatischen Agci'tic cme s^ Regiernugsjubiläum Seiner Majestät ^ " ^l "^ gefunden, wobei der Gesandte Freiherr vo> ^M dessen Familie sämmtliche Kinder °" >^W ungarischen Colonie, die, von ihrem Lcyrpm ^,„e,K schnlclasscnwcise erschienen waren, unter ^ ,1B^ Ansprache mit Inbiläumsbechern bcthclltc^ ^ HL Andenken zeigen die Medaillonbildcr dcs ,^Z0,^ Regierungsantritte und bei der Vollendui'g > gicrungsjahrcs. _________^ .,z -(Unser Kaiser "ls Ia^Oi^ der Land- und Forstwirte in Wien h"" " " M.^ Freiherr u. Berg einen interessanten ^ ^^ ^ Iagdlcben Seiner Majestät des Kai s c r s- ^,. ^ zehn Jahre alt, hat der damalige ErzhcrM ^^ ^ den ersten Gemsbock erlegt. Seither halte ^ ' große Neigung für dcu Iagdsvort. 2"' M„ l^ gnügtc sich der Monarch stets mit der enu ^^1. kunft. Keine körperliche Anstrengung war V -^.^ .^ groß. Selbst heute noch bezwingt cr cn> ^ ^ ^ drei und mehr Stunden spielend. Oft M) ^hah^ um 2 Uhr früh uach Neichenall auf dle - ^ ^ uud kehrte bereits um 7 Uhr früh "no ^ »^ zurück. Nächst Eiseucrz ist Ebcnscc-I,chl ' ^le ^ spruchc des Herrschers die Perle seiner H« ^ ^ 18. August 1884 hat Ihre k, " /'I^Wjc!»^ lanchtigstc Frau Erzherzogiu Valerie ^l. ,^, ^ , Kaiser ein Poem gewidmet, das ei"g"" ^ A zimlner des dortige», Jagdschlosses Mde'""^ Gedicht hat folgenden Wortlaut: ^ Von Bergen uingeben. uon Wäldern """ Liegt rin Tee unleu i»l Thal; , ^ Ein Häuschen steht einfach am User " Ich segue es tausendnial. , ^^. St»t>t Denn 'fliehend das wilde Getümmel ^ Eilt in heilige Ruhe Hieher . ,n KM Mein Vater, wenn luanchmal aus 1" Die «ronc drücket zu sehr. . ^ Vliih"' Hier vermisst er der Sorben, vergiß Weiht dem edlen Waidwcrk sich "'" Und schdpft sich neuerdings Iugenoiu', Aus Gottes freier Natur, ^„kinal, Uud d'ruul segue ich dich viel tau!"," , Du liebes, einsam stilles Thal, ,W>" ,'i' Iu allen Jagdrevieren im bochssebir^,^ l^ Seine Majestät der Kaiser 406 Stucl^ ^ ^ Stück Hochwild, 1730 Stück Gemswuo Rehwild erlegt. Local- und Prouinzial-Nlllh"^^ß Die Feier des Veqilrmtgchlbiliwll^ ^ ^ des Kaiser/ in L^ach. ^ ^ In erhebender, windiger Weise !^^ B^F Bcvöltcrllug der Üaudcöhauptstadt ihrer ^abc"'" >' licheil Trenc uud Ergebenheit zu ih"'" ^^^n"^ «l beredten Ausdruck. Alle Schichten d" ^ "" ^ eifern in dem Bestreben, ihre tiefste ^^,^0^ ehrllng zu beweisen und dankbaren V"^ ',„d dc' ,^ zu preisen, die der Monarchie das ^"^l^/ der halbhundertjährigeu glorreicheii^^<7,^^ recht stellte uud iu das fortdauernde Gedonner der Kanonen alsbald das Gelante der (blocken aller Kirchen der Stadt eingriff! Wohl kein Herz blieb kalt in diefem Augenblick, nnd Tanscnde fledten im ticfinnigcn Oefnhle der bevorstehenden scligcn Freude zum Herru alles irdischen Segens: «Heil Franz Josef uud Elisabeth!» Schon war der stattliche Hoftrain in der mit Blnmcn geschmückten, mit Fesions behangenen Wagenhalle an. gelangt. Ihre Majestäten wnrdcn bciln Änstritt ans dem Waggon von den Damen Laidachs, welche daselbst ein blulncnreichcs Spalier bildeten, mit den Zeichen der ehrerbietigsten Huldigung empfangen, Hieranf schritten Hochsldieselben in den Wartsalon, wo der Bürgermeister Dr. Bnrger, an der Spitze des Oemeindcrathcs und Magistrates, Ihren MaMäten aufzuwarteil uud Allerho'chsldieselben mit einer feier-licheu Anrede zu begrüßen die Ehre hatte, Se. Majestät gernhten dieselbe mit den hnldreichsten Ausdrücken anzunehmen. Nnn trat aus der Schar der weißgekleidete», Mädchen Phllomena ,<»lleindicn st, Schülerin der Wiederholung^-classe bei den Klosterfrauen, hervor und übergab Ihrer Majestät der Kaiserin einen prachtvollen Blumenstrauß, während Clementine Wolf linger Hochdicselbe, als Mutter dcr binder Drains, mit einen, Verfe begrüßte. Ihre Majestät, dereu holdselige Lieblichkeit und Anmuth die hochgespauntesten Erwartungen der Bewohner nnserer Stadt unendlich vielmal übertraf uud im ersten Angliiblicke aller Herzen gewann, geruhte mit der Allerhochstdcrselben eigenen Hnld nnd Gnade sowohl den Blumenstrauß als auch eiu schön geschriebenes Exemplar jenes Verses anznnchmen. Als Ihre Majestäten den Bahnhof verließen, um in den bereitstehenden Wägen in die Stadt zu fahreu, als die Militärmusik die Polkshymne ertönen ließ, die Trommeln wirbelten und die Fahne sich senkte, da wollten die begeisterten Lebehoch-Rufe der Menge kein Ende nehincn. Jeder wollte das Antlitz der geliebten jugendlichen Monarchin, der angebeteten Kaiserin, sehen, Dcr lantestc Inbel begleitete, gleich den brandenden Wogen des Meeres, das Kaiserpaar, welches wegen der ranhen Mchtlühle eiueu geschlossenen Hofwagen bestiegen hatte, bis zur Burg, Allerhöchstihre Majestäten fuhren langsamen Schrittes unter dem Geleite der egnipagen-bcsitzenden Bewohner. Nachdem Ihre Majestäten in der Burg angekommen waren, erschien Se. Majestät der Kaiser vor dersclbcn, besichtigtcn die daselbst anfgestellle Ehrencomvagnie und ließen sie defilieren. Gleich daranf geruhte,, sich Ihre Majcstätcn, ohne Ihren müden Gliedern einen Angenblick Ruhe zu gönnen nnd obgleich inzwischen bereits die zehnte Abendstnnde herangerückt war, den trainischen Adel nnd die Ciuilbehörden, den Gemeinderath nnd Magistrat, dann die Handelskammer, durch Se. Excellenz den Herrn Statthalter Grafen Ehurinsky, die Militärbehörden durch Smie Exccllcnz den FML. Grafcn Nobili, den Elerns dnrch Se. fürstblschöfl, Gnaden Anton Alois Wolf Exccllcnz, vorstellen zu lasseu, uud huldreichst Fragen uud Be-merknngcn an die einzelnen vorgestellten Personen zn richten. Nachdem sich hierauf Ihre Majcstäteu iu Ihre Appartements zurückgezogen hatten, wurde Allerhöchst denselben von 2(1(1 festlich gekleideten Studierenden des hierurtigeu Oymnasinms ein Fackelzng dargcbracht, wozn die Wachsfackeln die Stadtgemeinde beistellte. Die Stndierenden hatten sich in, Schul^ ^ ^F, uud zogen von dort über den ScY" ^M ,,,5 ^ die Spital- nnd Theatergasse "" . .^ii i!)>^!,' stellten sie sich in einen "reis" ^,„ H^' Männergesangvcrcin. 70 Köpfe st" ^,,,illo^ ^.^ Hcinrich' Eosta vcrfasste uud von ^ VH l< Musik gesetzte -Iubel-Hy.uuc. vorN ^ >^^ Eantate wurde in e,ner P"ch"''^..,ilc,'^ch, j Herrn Statthalter im Namen dcr ^^tc ^^?, von «0 Prachtexemplaren unter du ,^ » ^ jestäteu und in 500 einfachen W"^5 B-' ^ zahlreich vcrsannneltcn Volke ""M"^ f^/u^^!'^ Vccndignng des Gesanges sm'MlerM ^ ^ - ,,^ Stndierenden znnächst einen Stern, l)^ ' ,,^,, bnchstaben des Allerhöchsten ^mm'".^^^ nnd hieranf das Wort «Heil'- ^ ..^ilt''',,F,^, ^cusikbaudc wurden mehrere Stunc ,. ^>> ^ der Volkshy.nne der festliche ^B^ nicht endenwullende Bivat-Nnfc dci / ^,.,ü' .„^. ,ne»ge folgten, welche vor dem P" ^s. ft'^K nnd nicht bloß ans Bcwohncrn ^"'" ss„,ig ,,„^ . aus schr vielen, bloß aus Ver^'N'^,,^ ^i,, hicrhcr gekommenen Bcwohncru dc- ^^ »>> ^,-aiidcren Frcinden bestand. Ällc-, ^.^.^. l ^ ,^ sehnsüchtig nach den Fenstern d" ^.,, jl liebte Antlitz des Kaiserpaarcv z» ^iilt^ ^'^ sich Seine oder Ihre Majestät a>" ^ ^ die Gnade hatten, erscholl "" ' . ^ll^' Inbel. Die späte Nacht erst bracht Laibach. ___________________2227________________________________________________2. Dezember 1898. 3 des' nrm" " ^mische vereinigen sich hente allt Mtt noH. !' ^"^^, Gott möge den geliebte» - '^cn '^^ Iahn' in ungcbengtcr Kraft erhalten ' ^^„^, 5°" der Gemeinderath den festlichen ' ^ das c-'/usdruck, die anläfslich des denkwürdigen "erz zedes Patrioten beseelen. ^ "^l'hung des Laibachcr Gcmciudcrathcs. ' ^,^ ^2 Aul ' ^ " ^ ^'" ^' ^ Dezember. 3>'jubl?i!m,^^"^'^^"' ^"" bes 50jährigen ^ Ü"'"m in^"ncr Majestät des Kaisers ^r ttl,>„ / Uhr vormittags eine Festsitzung des ' Attache "^"'"hcs statt, zu der sämmtliche ' 3!^tes P,./!' Lcsttlcidung sowie ein zahlreiche-? ! ^/ In der Ü!^'"' darunter viele Damen, erschienen Ml ^^ ^iitte des Saales war die Büste Seiner ! ,3' "ufgestea^ "'"^"' ^"" prächtigen exotischen ' '^-"Pa2^ ^^^^' eröffnete die Sitzung mit ' ^'ßtc nur ' ^"^"chc: ' Ein Herrscher, wie deren 5 ^n ^hria,,, ^"M kenllt, feiert morgen das Jubiläum > ^"-l"thc>n . ,^/"ung, "" Herrscher, den nicht blos; ' h. ? N^ . ^ebcn und verehren und den die ganze ' '' ^eundli^'""''^" °b seiner Weisheit, Güte, - ^n ">cher ? ""d ob seines ritterlichen Charakters, ">!l °"ch »i«> „" bitteres Leid und soviel Scclcnpcin ^ ''^> jünM^"?' ^""" Unterthanen. Hat sich doch j ^^e>l K?^lt, als Millionen treuer uud er- ^s fr,^,'"^ seines fünfzigjährigen Regierungs- H. ^'Und ' "" verwerfliches Wesen gefunden, >se^ '"uen Unterthaucn in den Freudenbecher 'H>Gott3^' ^ "U singling, leate die ?"!-'" ilteick ^ I°'^ ^ ^"^ Scepter eines der ^!,'^ Zeit., '^'^ ^lne jugendlichen Hände. (5s waren ^ ^^ ^- ä"'""l- In Wien und in allen grö- >h°l" Unna,n r"^'^ Igelte die Flamme des Auf. ^ei ^" "'hob die Revollltion ihr Hanpt; die ^lcr P.,s ^"'etien standeu in Flammen; das tz/'ch>!che ^, "'""U vertrat mehr grohdcutfche als ^>r j^ greisen. Energischer und unerschütterlicher ' ^ ?^r d/n "' ^^"'"^ ^"^n für den Herrscher ^ ^ ^ ^"z ^ ^-Thatkraft aber zierte den Jüngling. ' ^ ^chischen'^/' ""' 2- Dezember 1848 sich auf ^ ^°n d" ^f ^"" "'hob. Mit starker Hand er- < ^ ' die ^ ^^^ ^^ Staates. Er bestätigte die ^i^ fl^s^ Icchr 1848 den Völkern gebracht, ch^te ^^/'U)er Hilft den Aufstand in Ungarn nieder j! - y>^' Ende "^ siegreichen Armee dem Kriege in ^^ jllna^"^"ke blieben in dem empfänglichen ' ^t ^'chers l' '"" außerordentlichem Scharfsinn bc- '' 7^ die 3>, '^^ unauslöschlich aus jener Zeit, in ' !°U 'st es , ^" Negierung ergriff. Nnr dieseni " ^U^ s, ^'zuschreiben, dass sein gntcs Herz es H'^ ^Scharfsinn es offenbar lourd, dass ^ !^ .^len. s^ "Ulg, d,e nach jenen Ereignissen wieder ' ? >v'""den in. "^^ ""be erhalten können, da sie ' ^?' Und ."'" Entwickelung des Staates hinder- ', >3 ^ seine ^/^" l^lcr Franz Josef I. im ' ^.s° ^Ut V ^"lkcr dnrch Gcwährmlg der Ver- «. Ä^ der „ c Entwickelung, wie niemand sie ge- ?>t," jenein » '"""^)igen kaiserlichen Entschließung, < M' "lien cü l.^""klc datiert ein allgeineincr Fort- ^/Schaft n^'tcn der Volkswirtschaft, in Knnft !^^ht die', , '"ltcn in diesem allgemeinen Fort- '^liH ^'tercss, ""^'"e Person des 3^ionarchen. Alles, " lu '^'l to... ^ Staates und seiner Entwickelung ^"1^ s"r s.// ^"d bei ihm Schntz nnd Schil.n; ' ^!h?lt und U !"l! der allge,ncincn Aildnng, der U°Q rech "lt beitracien konnte, dnrfte ans seine «"b "icht?' ?" all dem aber vergass seine °!>s ^rsil^ "" Vllslosen und Leidenden und mit i^'r ^ Freigebigkeit spendete sie Gaben 3^^"c 3v^^ ^'d insbesondere die Verdienste, o^^wN" K"ser Franz Josef 1. nm die ^ltli^ " 'lieisl ^ d" Völker cnvorben hat, die in '» i' ^crl,^ ^3"" leben. Wohl traten mancherlei ^ n^erlich " >' der Erfüllung feines Herzens-^ k. zusr,^ ^'llen, des Wnnsches, alle Völker ^ > > Ios ? ."l sehen. Aber der Weg, den ">- ie^ ^esei, s„. "l neuerer Zeit sciucn Staats-^I>^>"d. s/")rt sicherlich zu diesem Ziele. Wenn ^l""d cult», s?'^ insbesondere Laibach, als das !e» ^ diesem ^llc ^'ntrum des slouenischen Volkes, l ^i^U die z° '^ vernachlässigten nnd nnter-^ ^bße^,""lchllng dieses Zieles herbeisehnen. !^^io '^"iser ,,,,. ^ertrauen nähern wir nns dem ?"»f°s^"sjere/^.Herrn und schließen uns demselben <^ltc,, ^"be an, weil unr an der Uebcr-^ ^i "''ser 3^^ seine Weisheit und Gerechtigkeits-^>^r Herren' ^"'^ zntheil werdeu lassen. >2> ^aiest^ "^"ch 'st aber auch an uud für "' ^^dem Kaiser Franz Josef I. zu ^ "slM)tet. Zweilual in unseren Tagen ! hatten wir bereits die freudige Gelegenheit, den geliebten Monarchen in den Mauern uufcrcr Stadt zu begrüßeu. Zum erstenmal im Jahre 188/j, als nnr in festlicher Weise die sechshuudertjährige Vereinigung des Hcrzogthnmv Krain mit der habsbnrgischen Monarchie feierten. Stürmisch und freudig begrüßten wir ihn daznmal. Wie ganz anders aber war es zwölf Jahre später, als Kaiser Franz Josef 1. wieder unter uns erschicu uach jenen verhängnisvollen Osterfeiertagcu, als Fnrcht, Trauer uud Sorge in unsere Stadt einzogen. Stumm cmpfiengen, traurig bc» grüßteu wir ihu, in dessen Angesicht aufrichtiges Mitleid uud väterliche Fürsorge zu lesen waren. Und damals sprach er die tröstlichen Worte: «Laibach muss geholfeu werden» — Worte, die seiner Regierung geboten, dein Reichsrathc die bekannten Erdbeben-Vorlagen zu unterbreiten, mittelst welchen der schwergeprüften Stadt Laibach staatliche Hilfe zutheil geworden. Meine Herren! In kurzen Umrissen habe ich das Leben nnd Streben unseres erhabenen Kaisers geschildert. Dies möge genügen, liegt doch sein Leben wie ein offene!? Vnch vor uus. Es ist dem Mcuscheu auch nicht gegeben, seineil Gefühlen mit Worten Ansdrnck zn geben, wenn das Herz übergeht. Ich schließe daher mit dem innigen Wunsche, dass uns der gütige Himmel nnseren erhabenen Kaiser nnd Herrn bis zu den änßersteu Grenzen mensch-lichen Lebens erhalte; Sie, meine geehrten Herren, aber lade ich ein, mit mir einznstimmen in den Rnf: Seine Majestät Kaiser Franz Josef 1. lebe hoch, hoch, hoch!» Alle Verfammelten stimmten begeistert in diesen Nnf ein. Als sich die stürmische Begeisterung gelegt, stellte Bürgermeister Hribar den Autrag, dass im Wege des t. t. Laudespräsidiums an Seine Majestät den Kaiser folgende Adresse gerichtet werde: «Eure kaiserliche und königliche Apostolische Majestät I» Im ganzen weiten Reiche, dessen glänzendes Scepter die Vorsehung Gottes im Jahre 1848 iu die geweihten Hände Eurer Majestät gelegt hat, rüste» sich die Völker, die mit Enrer Majestät in bewunderungswürdiger Harmonie freudige und trübe Momeutc getheilt, um festlich . zu begehen das glücklich vollendete fünfzigste Jahr der ruhmvollen uud weisen Regierung Enrcr Majestät. Wohl werden über ausdrücklichen Wunsch Eurer Majestät, Dessen gütiges Herz eben in dem bedeutungsvollen Jahre von dem tiefsten Schmerze getroffen wurde, der überhaupt einen liebenden Gatten zu trcffcu vermag, alle Acnheruugcu stürmifcher Freude uud Vcgcistcruug entfallen; doch werden die gesetzgebenden Körper und Gemeindevertretungen, Corporatioucu uud Vcrciue am 2tcn Dezember sich Enrcr Majestät glanzvollen, Throne nähern, um das Gelöbnis der Ergebenheit und Treue zu erneuern, welche die gcsammte Vevölkcruug dieses Reiches ohne Unterschied der Nationalität, Stand und Religion mit Eurer Majestät und dem ruhmvollen Hcrrschcrhanse verknüpfen. Eure kaiserliche und königliche Apostolische Majestät ! Unter den Stadtgemcinden, die am hcntigcn Festtage sich den Stufen des strahlenden Thrones Eurer Majestät uäheru, befindet sich auch Laibach, die Hauptstadt des Herzogthums Kram. Ueber fechshnndcrt Jahre sammt diesem Hcrzogthum mit dem mächtigen Reiche vereint, welches von dem erlauchten Hanse der Habsburger regiert wird, hat diese Stadt sich zu jeder Zeit nud unter allen Umständen durch die hervorragendsten Untcrthanentngenden ausgezeichnet. Die Geschichte legt Zeugnis dafür ab, dass dereu Bevölkerung oftmals — insbesondere aber znr Zeit der Türkeninvasionen und der französifchen Occupation — Aewnndernng erregt hat durch ihre Tapferkeit, Un-erfchütterlichkeit nnd Opferwilligteit. Eure kaiserliche und königliche Apostolische Majestät! Anf dem ererbten Throne des crlanchten Hanfes der Habsburger aber hat es bisher keinen Herrscher gegeben, dem die Bevötternng der Landeshauptstadt Laibach mit solch kindlicher Liebe ergcbeu gewesen wäre, als Enre Majestät. , .^ «, > Es ist auch keiu Wunder. In die glorreiche Regle-rnng^zcit Enrcr Majestät fällt die ungewöhnliche Ent-wickelnng diefcr Stadt, in diefe Epoche fällt die Erhöhung ihrer Geltung als Mittelpunkt des flovcnifchen Volkes, das durch die Güte Eurer Majestät zu ucucm Lcbeu er- In diese Epoche aber fällt auch jene furchtbare Katastrophe, welche der fast verzweifelnden Bevölkerung Laibachs neuerlich bewiesen hat, wie zart jenes Band ist. welches Eurer Majestät edles Herz mit den leidenden Uuterthaneu verknüpft. Halb in Trümmern, cmpfieng die Stadt Lmbach am 7 Mai 1805 Enre Majestät mit stillem Gruß, wie die kraukc Tochter den Vater empfängt, der gekommen ist, ihr Trost zn fpcnden nnd ihr zn helfen. Trost und Hilfe aber brachte ihr Eure Majestät. Neucrstandcn uud verjüngt feiert nnn Laibach das fünfzigjährige Negicrungsjnbiläum Enrcr Majestät mit den Gefühlen tiefster Dankbarkeit. ^ Eure kaiserliche und königliche Apostolische Majestät! ', Der Gemeindcrath der Landeshauptstadt Laibach nähert sich als getreuer Dolmetsch der innigen Gefühle ' der gesammtcn Stadtbevölkerung dem glanzvollen Throne Enrcr Majestät, um an dessen Stufen den Schwnr der Ergebenheit nnd Trene zu erneuern und die unter-thänigsten Glückwünsche darzubringen mit dem heißen Wunsche, dass Gott Eure kaiserliche und königliche Apostolische Majestät noch lange erhalten, schirmen und segnen möge. Laibach am 1. Dezember 1896. Juan Hribar, Bürgermeister. Dr. Ritter Bleiweis. Trstcniöki, Viccbürgermeister. Dr. Iv a n Tavcar, Gemeinderath. Der Antrag des Bürgermeisters wnrde mit Accla° malion angenommen, nnd wird die Adresse morgen Seiner Excellenz dem Herrn Landespräsioenten dnrch eine fünf-glicdrige Deputation mit der Bitte überreicht werdeu, diese an die Stufen des Allerhöchsten Thrones gelangen zu lassen. In die Deputation wurdcu außer Bürgermeister Hribar gewählt: Vicebnrgermeister Dr. Ritter v. Blei« weis nnd die Gemcinocräthe Gogola, Senetoviö Tnbic und Dr. Tavca r. Hiemit war die glänzeude Mauifestatiou der Ergebenheit nnd Trene für die geheiligte Persoll des Monarchen zu Ende. * Im Verlaufe des gestrigen Tages hatten schon die Vorbereitungen zur seslllchcu Beflaggung und Ausschmückung der Gebäude begonnen, uud die regste Thätigkeit entfaltete fich zn der Illumination, die abends die Stadt in ein Lichtmcer verwandeln sollte. Es ist unmöglich, alle geschmackvollen uud prächtigen Illuminationen, Transparente nnd Ausschmückungen der Gcbändc bei der großen Ausdehnung der Stadt genau zu beschreiben, und wir müsscu uns auf die Erwähnung einiger Objecte bcfchränkcn, die besondere Anfmcrksamkeit erregten, wobei nnr jedoch ausdrücklich hervorheben, dass die Bevölkerung alles anfgeboten hatte, nm den Vorabend des bedeutsamen Tages festlich zu begehen. In den Abendstnndcn dnrchwogte eine zahlreiche Volksmenge in freudiger Stimmnng die Straßen der Stadt. Bcfonders anf dem Nathhansplah nnd Alten Markte, von deren Häusern lange Flaggen hcrabwchtcn, war der Andrang ein großer, uud vor dem Rathhause hatte sich eine dichte Menschenmasse versammelt, nm den Beginn der Illumination zn erwarten, den Kanonenschüsse vom Schlossbcrge um 8 Uhr kündeten. Die vor dem Nathhause versammelte Menschenmenge brach in begeisterten Inbcl aus, als die prachtvolle Hanptfront in feenhaftem Glänze zahlreicher elektrischer Glühlichler in den Lanocsfarben erstrahlte. Die kaiserlichen Initialen schmückte die Kaiserkrone, ober der «Slava» erglänzte. In der Mitte leuchteten die bedeutsamen Jahreszahlen 1848 und 18!)8, begrenzt von den transparenten Bildnissen Sr. Majestät ans diesen Jahren. Die weithin sichtbare glänzende Pracht dieser Illumination wnrde von Tansenden nnd Abertausenden bewundert. Unter den Gebänoen des Nathhansplatzes, die an geschmackvoller Ansschmücknng und Beleuchtung wetteiferten, fiel durch feine finnigen Transparente insbesondere das F. X. Souvan'sche Haus ius Auge. Weithiu erstrahlten von den Knppcln der Domkirche farbige Lichter, nnd der fürstbischöfliche Palast prangte in reicher, harmonifcher Belenchtung, indem in verschiedenen Farben Glichlichtcrpyramiden die Feilster schmückten. Im mittleren Fenster war die Büste Seiner Majestät uuter reicheu Draperien und Guirlanden postiert. Prachtvoll und glänzend mit transparenten Wappen war das fürstbischösliche Seminar in geschmackvoller Harmonie ausgestattet uud beleuchtet. Ebenso machten das Gymnasial-gcbändc, die Hänser des Herren Pcroan nnd Ferlinz dnrch ihre reiche Ausschmückung und Beleuchtung besonderen Eindrnck. Das Landhaus auf dem Auersperg - Platze zog in hohem Maße die Aufmerksamkeit dnrch die stillvolle Lichterarchitektnr anf sich. In der Mitte der Front bildeten zahlreiche weiße Lichter die Bnchstabcn K .1. Zu beiden Seiten flammten die kaiserlichen Adler in nn-ponierender Größe. Auch das katholische Verciushaus bot ciuen schönen, imponierenden Anblick. Einen imposanten Eindrnck gewährte der Cungress-platz. Einen glänzenden Anblick bot die Klostcrsranen« Kirche, eine ebenso reiche wie sinnige Illumination nnd Ausschmückung das Casino-Gebäude, Hunderte von Glnh-lichtern bildeten hier auf dem Balkon inmitten zweier Sterne die kaiserlichen Initialen, die Feilster der unteren Localitätcn warcn malerisch schön mit Guirlanden und farbigen Lampions geschmückt. Die reichbelenckMe Vorderfront der Tonhalle fchmückte inmitten von prächtigen Zierpflanzen die Büste des geliebten Monarchen. Sehr schön war ferner das Fifcher'fche Haus decoricrt und beleuchtet; auf dem Aalkon fah man mit Guirlanden reich verziert die Büste Sr. Majestät, die zeitweise aufflammendes bengalisches Feuer magisch beleuchtete. Deu Eingang zur krainischen Svarcasse bildete ein stilvolles Portal aus taufenden von Gasslämmcheu, das )ic Initialen Sr. Majestät mit der Krone schmückten. In reichem Schmucke prankte das Gras Waldcrsiein->che Palais. Herrlich drapiert und verziert unter Vlumeu- Laibacher Zeitung Nr. 275. 2228 2. Dezembers partiell erstrahlte in Glasbrillautcu-Iuitialen die kaiserliche Krone, in prächtigen Transparenten zn beiden Zeiten leuchteten die Buchstaben 1^. ,l. Glänzend beleuchtet er^ schienen das Laudcsuwseum, das Landestheater nnd der «Narodui Dom». Vornehm und festlich waren ferner die meisten Hänser in der Franz Iosef-Straße ausgestattet. Die Balköne zweier dieser Hänscr schmückten nntcr schönen Draperien nnd Ziervlanzen Kaiserbüslen, das Haus des Herrn Josef Lnckmann zierten in zahlreichen Flämmchen die Allerhöchsten Initialen. Die Ansschmücknug der Gebäude in den anderen Straßen, denen wir nnr flüchtige Beachtnug fchenke» koilnten, gab in reicher Fülle Zenguis Don dein patriotischen Sinne der Bevölkerung. Ansnehmend schön deeoriert nnd beleuchtet erschicu u. a. das v. Zhuber'schc Haus iu der Viarili Thercsien-Straße, gegen die Schischka zu die Koslcr-sche Bierbrauerei. Prächtig uud reich waren die Tönnics schen Fabriks'Etablisselnents beleuchtet nnd geschmückt. Würdigen Echmnck trng die schöne Marienkirche, von der weithin ans weiften Mühlichtern gebildet ein großes Krenz, nmrahmt zu beideu Seiteu vou sinnigen Transparenten, erstrahlte. Prächtig war anch dieSt. Peters^ Kirche illuminiert. Einen wunderbaren Anblick genoss man von den Brücken ans das Lichtermeer der Hänserfronten an den Ufern der Laibach, das im Wasser des Flusses wiederstrahlte. Die Witterung war im allgemeinen günstig, nur senkte sich gegeil die nennte Abendstunde dichter Nebel ans die Stadt. Es gewährte einen zauberhaften Anblick, als die Nebelhülle im Wiederscheine des Lichtermeeres nach uud uach eiue rosige Färbnug annahm und ein rothes elektrisches Licht vom Schlofsbergthnrme, der im Nebelduust verschwand, gleich einem Sterne aus weiter Ferne erstrahlte. Unsere flüchtige Beschreibnng macht dnrchans keiueu Anspruch auf Vollständigkeit; die Feder ist anch z» schwach, um den imposante» Eiudruck des Abeuds, dcu die Stadt im Üichterschmucke, das Gewoge der Volksmassen machte, zu schildern. Um li Uhr durchzog die Musikkapelle des 27, Infanterieregiments mit klingendem Spiele die Stadt, gefolgt von einer frohen, jubelnden Volksmenge. Trotz des riesigen Andranges herrschte musterhafte Ordunng, es kam, foweit nns bis jetzt bekannt ist, anch kein Unfall vor. 5 Als Vorläufer der kirchlicheu Feier wurde nm 6 Uhr abends vom Thurme der cvaugelifchen Kirche nach alter schöner Sitte ein feierlicher Choral geblasen. Eine zahlreiche Menschenmenge lanschte dieser weihevollen Kundgebung. Der hcntige Festtag wnrde dnrch das klingende Spiel der Musikkapelle des 27. Infanterieregiments eingeleitet, welche die Straßen der Stadt durchzog. Es herrscht seicr» tägigc Ruhe, die Bevölkerung strömt in die Gotteshäuser, um in iuuigem Gebete Heil uud Segen auf das Haupt des geliebten Monarchen herabzuflchcu. Iu allen Kirchen werden feierliche Gottesdienste mit dem Tedenm eelebriert. In der St. Pcterskirchc fand heute um !) Uhr vor» mittags ein vom hochw. Militäreuraten Iuanctic eele-bricrter feierlicher Gottesdienst statt, dem die Generalität, fämmtliche Stabs- uud Oberoffieiere, die Militärbeamten nnd die dienstfreie Mannschaft der Garnison beiwohnte. Der Herr Militäreurcit hielt eine tiefempfundene Ansprache, in der er mit weihevollen Worten des für ganz Oesterreich huchbcdeulsamen Festtages gedachte, das Wirken des obersten Kriegsherrn im Glorienscheine seines reichgesegneten Wirkens pries, zur Crueueruug des Gelübdes der unentwegten Trenc nnd Liebe zum erlauchten Herrscher aufforderte. Das Wahrzeichen des durch Feuer der Liebe und Treue befestigten Bandes, das die Soldaten mit ihrem erhabenen Kaiser verbindet, sei jenes schöne Ehrenzeichen, welches der Monarch zu Allerhöchstseinem Jubelfeste seiucu Kriegerschareu huldvollst zu verleihen gernht habe. Unter wallenden Fahnen, Tromprtcngcschmettcr und Trommelwirbel an ihre Brnst geheftet, fei es ihnen fortan ein Zeichen kaiserlicher Gnadeuhnld, zugleich aber anch ein stetes Mahnzeichen zur getrrulicheu Erfüllung der be-schworenen Soldateupflicht. Allezeit in Ehren gehalten, gebe es noch den späteren Geschlechtern Kunde, iu welch hochherziger Weise der Monarch an seinem Jubelfeste der Dicustc feiner bravcu Soldaten gedachte und in welch finniger Weise er seineu Ehrentag anch zn einem Ehrenuno Frendentagc seiner Krieger zu gestalten gewnsst. Nach der feierlichen Kundgebung der Festgefühle forderte der hochw. Herr Enrat die Andächtigen auf, zum Vater des Lichts aufzuschaueu, vou dem jede gute Gabe kommt, und den gütigen Kriegsherrn in Gottes Hut und Gottes Wache andachtsvollen Herzeus in dem Gebete zu empfehlen: «Allmächtiger, ewiger Gott, in dessen Händen alle Königreiche nnd Herrschaften sind, lass deine Gnade und Barmherzigkeit groß werden an unserem theuersten Kaiser und Könige Franz Josef 1. und seinem hocherlauchteu H"»^. Schicht schn»,c ihn und an>ß' am heutigen Wcihctage das Füllhoru deiuer himmlischen Segnungen über ihn aus. Siehe! vou deinem Geiste berathen uud von deiuer Kraft getragen, hat er ein halbes Jahrhundert in aufopferungsvoller uud selbstloser Pflichttreue seiues hohe», verantwortungsvollen Amtes gewaltet. Mit dem Gefühle des sieggewohnten Kämpfers darf er iu diefer Stunde blicken auf den Lorbeer, der fein Schwert ziert, und auf den Glanz, der feinen Thron umgibt. Du warst bisher seiu sicherer Führer uud bester Tröster im Trübsalsdunkel uud Lebensleid, uud wenn Stürme hereiubracheu, hast du zu seinem Schutze deine starke Hand vorgewandt. Bleib Ihm anch fürderhin sein Licht und Trost, sein Schild und Stab, sein Schntz uud Hurt. Breite deine Flügel über ihn aus. Gesegne die Wünsche, die jede Brnst ihm hrnte weiht. Halte ferue von ihm Leid uud Kummer und begnade ihn mit ciuem uoch recht langen Leben voller Schaffenskraft znm Wohl nnd Segen feiner Völker nnd feiner Armee. Uns aber erhalte jederzeit auf der Pflicht Gcleis, in Gottesfurcht und strammer Mauuszucht uud iu jcuer Lieb uud Treue, welche uufere Altuoroercu im Souueuglanz wie im Slnrm-gebraus der Zeiten zu Gottes uud des Kaisers Ehre iu hehrster Weise bekundet haben. Die Hnldignngsadresse, die das krainische Veteranen-Corps im Wege des Laudespräsidiums unterbreitet, lautet: Eure kaiserliche uud königliche Apostolische Majestät, allergnädigster Kaiser nnd Herr! Die getrcne Bevölkerung von Oesterreich-Ungarn huldigt im Tanke zu Gott Eurer kaiserlichen nnd königlichen Apostolischeil Majestät aus Anlass des fünfzigjährige» beglückenden Negiernngsjubilänms. Im Paläste bis in die niedersten, ärmlichsten Hütten waltet tiefste Ueberzengung der segensvollsten fünfzigjährigen Negiernng Enrer Majestät, Die Hnld, Milde uud Gnade Enrcr Majestät, durch welche die getreue Aevölkcruug der österreichisch-ungarischen Monarchie in dem Halbjahrhnudcrt beglückt wurde, hat uud mnsste unerschütterliche Treue, Anhänglichkeit lind Liebe in allen Herzen zum erhabeueu Mouarchcn, Enrer Majestät, wachrufen nnd ciufchließeu. Eure Majestät geruhte» zu allen Zeiteu iu der Erfüllnng der heiligen Mission eines edlen Ncgcuteu und in landesvätcrlicher Gnade Frend nnd Leid zu theileu mit Eurer Majestät getreuen Unterthanen, Frende, Hilfe nnd Trost iu wahrhafter kaiserlicher Munifieenz jederzeit zn spenden, daher auch die Pflicht der gctrcueu Uutcr-thaucu, dem erhabenen Bcifpiele ihres glorreichen Kaisers nnd Herr» zu folge», uuauslöfchlich ist nnd aus Da»kbar-kcit erfüllt wird. Diese Gefühle throucu auch in den Herzen der trainischen Militär-Vctcraueu, die ihrem erhabenen, ritterlichen Kaiser nnd Herrn als Soldaten, nnn als Militär-Veteraueu und Staatsbürger, lrengchorsam ergebene Untertheilen wareil uud sind nnd nnwaudelbar unter allen Verhältuisseu verbleibe» werde», Gottes schützende Haud walte über die Geschicke Eurer Majestät uud der Allerhöchsten kaiserlichen Dynastie zum Wohle uud Glücke der österreichisch-ungarischen Bevölkerung. Gott beschütze, Gott erhalte Eure Majestät, unsern heißgeliebten ritterlichen Kaiser uud Hcrru! — (L o y a l i t ä t s k n n d g e b u u g der stä d t i> scheu Spareasse.) Der Verwaltungsausschuss der städtischen Spareasse in Laibach hielt am 30. November l. I. aulässlich des fünfzigjährige» Regierungsjnbiläums Seiner Majestät des Kaisers eine Festsitzung ab, i» welcher der Präsident derselben, Herr Vaso Petricic, in warmen Worten die wichtigsten Momente ans dem Lebe» Seiner Majestät des Kaisers Franz Josef I. anführte, indem er i,v> besondere die Gerechtigkeitsliebe des Inbilars allen Rationell gegeilüber sowie die hohe» Tugcuden »»d die Weisheit des Monarchen hervorhob. Seine Rede schloss er mit folgenden Worten: «Unser Kaiser ist anf dem ganzen Erdentreife gewiss der beste und gerechteste Herrscher, welchen wir mit Recht mit dem berühmtcu uud milden Kaiser Trajau vergleichen, dessen Audenkeu im Seuatc der altcu Römer mit folgendem Ansfprnch verewigt wurde: ,ki« icli^loi' ^VnAn«tO) «i« niOÜoi' ^i':n!i,nc)<. Wir erachte» es uuu für uufere angenehme Pflicht, dass wir nnserem Kaiser zn dessen fünfzigjährigem Rcgiernngsjnbiläum nusere Hnldignng darbringe».» Darcmf wurde ei»stimmig der Befchllifs gefasst, dass am 2. Dezember eiuc Depu^ tatiou der städtischen Spareasse, bestehend alls dem Herrn Spareasse Präsidenten Vaso Petrieic, dem Herrn Viee< Präsidenten Johann Gogola nnd dem Herr» Kauzleidireewr Auto» Klei», sich zn Seiner Excellenz dem Herrn Landes Präsidenten begebe mit dem Ersuchen, er möge au die Stufen des Allerhöchste» Thrones die ehrfurchtsvollste» Glückwünsche zili» fü»fzigjährige» Regieruugsjubilänm Seiner Majestät des Kaifers sowie den Ausdruck der »uerschütterliche» Ergebeuheit u»d Tre»e der städtische» Spareasse gcla»geu lasseu. — (Festsihuug der kraiuifchen Notariats^ tammer.) Die kramische Notariatstammer hielt gester» vormittags eiuc Festsitzung ab, zn welcher die Mitglieder in Festklcidnng erschienen waren. Ter «a' ^lck Notar Gogola wies in einer bcge'itcw^,^ ^ anf das fünfzigjährige jestät des Kaisern die Gefühle der tiefsten Ergebenheit nnd nm, ^.^, Treue dem erhabeueu Monarchen und ^^^,M' Kaiferhanfe znm Ansdrncke. Die patrioNM -- ^B". wnrde im Sitznngsprotokolle verzeichnet. ^ gM >^ der Notariatslammer wird heute "!^. ^W^. t. k. Landespräfidinm erfcheinen, die Gefühl ^M'l Mitglieder an Allerhöchster Stelle znr >""'"" ^,,a,) ^ - (Iubiläums - Ka r ft a u f s o r 1l Ze^ Aulafs des 50jährigcu NegicrungsMlau i.,-, t. n. k. Apostolischeil Majestät hat d.is Ällcui ^W°' Oberstallineisteramt die Allfforstuug "'' Mft '^ großer Flächeu der zur stranek gehörigen Gründe auf der Alpe " ^ z. L^ »ehmigeu gerliht nild über Verulittlung or ^^ commiffärs für agrarifche Operationen uow ^§ deuteudeu Subveutiousbetrag uo» U'iO" >'^ ^,'.>-— Bei dcu diesfälligeu Localerhebnnsscil ^^li^ veinber l. I. wurden von dem Herrn l. ^ ^M ^ nnd Landesforstinspector Wenzel Goll ui ^^>'^ trainischen Karstallffurstungs-Eommission, "" ^A,B,,, mit deil Amtsuorständen der t. n. t. >Ml, ^ ^ Lippiza nnd Prestrauet, Hcrreu Josef >V"'" ^ „gl^ Haullfch, und dem k. k. LocalcommiM ^"5 Operationen Franz Zupuek, die au^Mch^T^ Anhöhe,l und Koppe» bestimmt und führung dieser jedeufalls bedeutenden ^""" ^^ch^ stung die entsprechende» Maßnahinen u>w beschlossen. t Äpo'l^ - (Auszeichu u n g) Seine l."..^,g Majestät haben mit Allerhöchster E'M°1 ,^^. 27. November d. I. dem Landesgericht^ai^^^^ Karl Plesko auläfslich der vou U)" ,^^,3,^ fetzung iu den blcibeudeil Nuhestaud ^"0"' „M' Charakter eines Oberlandcsgerichtsrathcs verleihen ger»ht. Seines - (Großherzige Spende) ^^ der Herr Landespräfident Baron He"' ^^6^ des Allerhöchsten Negierungs-Inbiläums so ^ ^ .„l. gcwidillet: Für die Armen der Stadt ""^^5? thcilung am 2. Dezember 100 fl,, d"" .^,M/^ Gotlfchee 30 fl., der Studentcilkiiche l» ^" ^ i>'"' dem Fraucnvcreiue der chriftlicheu i.u' Vineenz von Paul 40 fl. ^rl ^>' - (Patriotifche Speude^ ^^ Piccoli hat gcsteru dem hiesigen """. Wt''"'^ Betrag vou N><> Kronen übergeben '"', f^.iiihck^Fl dass dieser Betrag anlässlich des N'''u'^is^ gierungsjnbilaums Seiiler Majestät de>.' ,^ die städtische» Arme» vertheilt werde. ^ Mli^' .! -(Speude.) Der Waisenhml^ Z^ Gottschee iu Laibach erhielt von 6" ^„ 1" ^ R echer als Iubiläumsgabc de» Vet^» ^e" lvofür der Wohlthäteritt iu, Namen " ^ gebüreude Daut öffentlich ausgefprochen '" ^. ft» ^ sloueuischc, morgeu eiuc deutsche ^p" Hl' lcuchtuug des äußereu Schauplatzes N""'.isch^^ - (Bclcllchtuug ba h n a r a ,^il^^^ bäude.) Die k. t. Staatsbahn - Direct on ^ 2,,^,, bekauilt, dass über Auorduuug des „/ nliilistcriums die Bcflaggung und "^, ^„ z" ärarischer Gebäude au den Jubiläum ^ ,^l bleibeu hat. ,,,steigt../! - (Ein kühuer Thurmdc'l -^ Thcatcrarbeiter Alois Eckhardt au der Blitzableituug den Thurm dcl ^ ^ ^ befestigte auf der Spitze desfelbcn clne c, Fahue. ^^-üss^ Das Regierungs-Juliiläum Sr. M^' ^ Die .Wieuer Zeituug' p"bli"" MV iii^ höchsteu Armeebefehl, worin ff"" ,, l,o^ ,, K aifer des Jahrestages, a" )"^,t <><, Jahren au die Spitze der .Ml^vim"^ „„t ^,^ ^, gedenkt und sagt: «Ich weiß unch g"^ !?c''^H tauseuden vou wackeren ^ricgsleutti^ ^^ 0l ^,^, Treue stets gehalten, die das cheru^ ß^w ,^ l gegen das theure Vaterland, wH" ^P ^ stehen oder falleu, verbindet.' ^'^-zl^^ / Miser drückt der Wehrmacht dcu 1 gl^'^'!^, fnr die selbstlose HimM'.'g. ^^ währten Todesmuth aus, gedeult daui ,^ ,^ ^, Brauen, spendet dein letzten nnd den Heimgegangenen Führern ^ .^^1^. ^ des herbe» Leides nnd der sch""'"^, i»l,^F.!' die Vorsehnng über die Monarch^^ B^ ^ fünfzig Jahren verhängte, sl/h, ^ -h >" F „ K'aifer klaren Blickes, wie h^, " ^,^>^i>^ Znkunft die Wehrmacht Ocsttrrew), ^id ^' als Schutz und Schirm des Throng -^ , landes. Seine Majestät der l.tal 1' « >^cher Zeitunq Nr. 275. 2229 ______________________________2. Dezember 1898. ^n wjss ^"' "' unablässig die wärmste Fürsorge ^'? ^i^jcstat der Kaiser verlieh mit Aller-» Mucks's '^^'^u Ibren t. und k. Hoheiten den ^°iia?, Frauen Erzherzoginnen Stefanie, °üdH Merest«, Maria Iosefa, Gisela ^e>,2 ^"Valerie das Großkreuz des Elisabeth- ^chli.s/,^^ weiterer Handschreiben wird dein durch-Ws^ ' 'Verrn Erzherzog Rainer uud dem ^m^"W> Welsersheimb das Grüne Die w"'^'"'ä in Brillanten verliehen. ^ ws'5^'""' Zätuug» veröffentlicht weiters die '" ^ü /f "' zählenden Allerhöchsten Auszeichuuugen ^bofs^?!^ "" die Hof- und Staatswürdenträger ^3iH""^chiei,steten. die Mitglieder beider Häuser ^ G,,, ^' die Beamten, Fnnctiunäre der Länder ^I^c, ''den, a„ il„i ^„iift und Wissenschaft, ^'klite w^^' PnUieislik, Handel und Gewerbe v""« v>-^"""' "ller Krunlünder, und die Ver-^ l.^^encr Classen des Elisabeth, Ordens an ^>tt ^.^uchadels nnd Gemahlinnen verdienter ^g^ Alters veröffentlicht die «Wiener Zeitung» Ul^ "HM von Anszeichnnngen an die Land^ Mliich. "'barmerie, an Generale, Stabsoberoffieiere, !' Leov'?!,'' Unteroffieiere, darunter das Großkrenz Kch^""Erdens mit der Kriegsdeeoralion des schick "" Feldzeugmeifler Statthalter David. ^thH ^üfftntlicht die «Wiener Zeitung- die !^l!>H,^»tschlichluig^ betreffend die Amnestie für !^chr ^" ^"' Lander der ungar. Krone und nngar, ^lii!ch,> '"M" Stelluugsflucht, refp. Nichtbefolgung "!,t>ic A,'l"»gs-Aefehles zur Waffenübnng, wie solche ^Veicsp "Wrlgen der im Neichsrathe vertretenen "^G "uo Lander und für die österreichische ^ "l'Gn wurde. pichen 4 ^ Dezember. Sämmtliche Vlätter ver-^ ^ise. '^'ltartikel nebst Biographien Sr. Majestät !i?>tllt^' ?"' W'"'"' Z"tnng liegt das künstlerisch ^ ^'s '"^iläums-Festblatt mit Festgedicht fowie ^ch ?'^'l bei, worin ausgeführt wird, dass '>i!!? der Kaiser mit tiefem sittlichen Ernste, , h'lbe«? s"btem Blicke und begeisterter Energie durch ^"tt.H^)undert die Zügel'der Negierung geführt, ?" stcl^ ^^^^'"'. s"ne reichen Geistes- uud Herzens M h^,'" ben Dienst der Wohlfahrt allen Völker !5chc» ."'der Wohlthäter des Reiches, der Förderer ^l, ^wnnP's, der Tröster der Armen und ^ ^bci?"' s"- Gestützt auf die achtunggebietende, ,?>gkn H, ^'u gewaltigsten Heerwesen Europas gleich F d^ "uitfactor darstellende Wehrkraft, zugleich auf ^'is.."^schließlich stiedlichen Zielen dienende ^ '^ eii, >, "' Nachbarstaaten in Nord und Süd, d/^»y Q .'^ NN'ßten Schöpfungen der thatenreichen Kaifers gelten mnss, ^,Mieh "Monarch feinen Völkern die Wohlthaten ^?' Das '^^"" Jahrzehnten ungefährdet zu er-«^ ^ Vlatt gedenkt des Aufschwunges der tz?^ in'i 6 Wetteifers der Bevölkerung und der hKch d. .""'^"' hnld-gender Verehrung für Seine tz»'»N„7"s"' und schließt, dass der Zwist der ^ ^iale, ""' schweigt, der Hader der nationale» ^"dcil 9 .. Ansätze ist geschwunden vor der V^ibri,, ^nn gefeierten Monarchen; möge dies tz/. il)töne '^"°^ Z"ch"l für das thenre Vaterland V" der w ^"' ^"'l'"' M^mt st'in, mit den ^?'^!!w ^ouarchie mit ihnen gemeinsam an der '^en ,,, s Prachtbaues des geliebten Vaterlandes H > ^ .")'beiten. eingedenk seines Wahlsprnches: ^'diiter ^ '^- Sämmtliche Blätter preisen ihn ^Mll " c europäischen Weltfriedens, als den T Th^ '"»er Pflichten aufgehenden Monarchen, ^ ^ ber ..^ Völker jedweden Stanimes gleich nahe V'^t d 5^""^ s"""' ^^itik stets uuveräudert ^> ' 9lll" ^^uarchie und die Gesanimtarmec be-^! liin,,.^ Blätter schließen mit von Millionen V^,,.7""en hente zum Bimmel steigenden, . >gsd>""uusch^n für die weitere lange, glückliche V'en "' des allgeliebten Kaisers, 'üs''> z^hll,!^' "Member. Aus allen Landeshanpt-V. U»unt, 7"' Provinzialstädten sowie aus Ungarn ^. V"iu" ch"l Äieldnngen über enthusiastische ^»l> ^ Et ^ ^"' Bevölkerung für deu sNonarchen ^^leuclt^' '"'^ pwchtvoll deeoriert, sie werden ^iel "usikt ": ""''^' """'n schon heilte illnminiert. dnrchzugen abends mit tlingendem !>>, 'w'h^s!"'^u. Die Volkshymne wnrde überall ^Ii,.^'f E ." ^enschcninassen mit begeisterten Hoch-^' fM ' A^chät den Kaiser begleitet. I" !^w. Ul d/r '^ ^'^'l)l Sr. Majestät des deutschen .'e ^'grZ ^ l «als^ Wilhelms.Gedächtniötirche ein '»Ü"^n Z^'uneert stcnt, lvelchem das.'»taiserpaai. 5 ^dc>. 'Mü'neii, Minister, Militär- und V'en 1 "d Botschafter Szögyeny beiwohnten. Die Ausschmückung der ,f„!!!^ uberans zahlreiche schöne Decora- "Uen Schaufenster sind mit Kaiserbüsten nnd Emblemen geschmückt. Für die morgige Illumination sind die umfassendsten Vorbereitnngeii getroffen. — Heute vormittags fand die Grundsteinlegung zu dem von der israelitischen Eultusgemeiudc aus Anlass des Negieruugsjubiläums zu erbauenden Siechenhansc statt, welche sich zu einer begeislerten Hnldignng gestaltete. — Murgen findet die feierliche Einweihung der evangelischen Iubiläumskirche in Währing nebst Festgottesdienst statt. — Der Proteetor der österreichischen Gesellschaft vom Weißen Krenze, Seine k. nnd k. Hoheit der durchlauchtigste Herr Erzherzog Ludwig Victor, überreichte Sr. Majestät dem ,N aiser namens der Gesellschaft eine Hnldiguugs-adresfe, in welcher für die zugewandte Allerhöchste Fürsorge der allernnterthänigste Dank ausgesprochen wird. — Die niederösterreichische Handels- und Gewerbe-kammer hielt heute eine Festsitzung ab, iu welcher eine Huldigungstnndgebung beschlossen wurde. Wieu, 1. Dezember. Dem «Frcmdenblatt» zn-folge verlieh Sc. Majestät der Kaiser den ältesten militärischen Würdenträgern das Militär-Verdiensllrenz in Brillanten, daruuter dcu durchlauchtigsten Herren Erzherzogen Friedrich, Josef, Naincr, beiden Landcsvertheidignngöininistern, FZM. Baron Veck, Windischgraetz, Rheinländer und Waldstätten. Wien, 1. Dezember. Anlässlich des Regieruilgs-jnbiläums hat der Eisenbahnminister die Löschung aller Diseiplinarslrafen, sowie die Einstellung aller in erster nnd zweiter Instanz mit 1. Dezember anhängiger Diseiplinarverfahrcn verfügt. Prag, 1. Dezember. Das Negierungsjubiläum Sr. Majestät des Kaisers wird hier, entsprechend dem ausdrücklichen Wnnsche des Monarchen, lediglich in Aeten der Wohlthätigkeit gefeiert. Eine ganze Neihe von Instituten nnd Eorporationen widmeten beträchtliche Beträge zur Dotiernng der Pensionsfonde für ihre Angestellten. Gleiche Nachrichten trafen ans den Landstädten ein. Der morgige Tag wird sich hier zn einem Feiertage gestalten. In den meisten Bnreanx, sowie in vielen Werkstätten und Fabriken wird die Arbeit rnhen. Die städtischen Gebände sind bereits mit Flaggen geschmückt. Der Landl'sansschnss veranlasste ein Gleiches für alle unter seiner Verwaltung stehenden Gebäude. Die Stadt wird heute abends festlich illuminiert. Äudapest. I. Dezember. Aus Anlass des Vorabendes des Negicrungsjnbiläums faud heute uuter Theilnahme sämmtlicher Musikkapelleu ein großer militärischer Zapfenstreich statt. Wien, I.Dezember. Im gemeinsamen Obersten Rechnungshöfe begleitete der Präsident R. v, Plener die Vertheilnng der Jubiläumsmedaillen an die Beamten nnd Diener mit einer Rede, den festlichen Tag betreffend, ein, woranf die Versammlung in ein dreifaches begeistertes Hoch auf Seine Majestät den Kaiser ausbrach. Berlin, 1. Dezember. Der «Reichsanzeiger» schreibt: Se. Majestät gedenkt mit den verbündeten Regierungen und dem deutschen Volke mit innigster An-theilnahme des Tages, an welchem unser erlauchter Bundesgenosse vor 59 Jahren den Thron Habsbnrgs bestiegen hat. Möge die Vorsehung das theure Leben des edlen Herrschers noch lange Jahre erhalten zum Segen Oesterreich-Ungarns und znm Heile des europäischen Friedens. A m st etten, I. Dezember. Seine Majestät der Kaiser ist in Begleitung der Kronprinzessin-Witw Erzherzogin Stefanie nnd deren Tochter Erzherzogin Elisabeth, sowie der Herzogin Gisela nach 2 Uhr eingetroffen nnd begab sich von hier mit dem kurz darauf eingettoffene'n Prinzen Leopold von Baiern nnter den' Ovationen der am Platze erschienenen Gemeindevertretung, der Schulen, des Lehrkörpers und einer sehr zahlreichen Menschenmenge nach Wallsee. Ein gleich feierlicher Empfang wurde Sr. Majestät dem Kaiser ans der Dnrchfahrt durch die Orte Lndwigsdurf nnd Oed fowie in Wallsee selbst bereitet. Enxinograd, I. Dezember. Fürst Ferdinand nnd Fürstin Lonise von Bulgarieu begabeu sich heute mit Gefolge nach Sofia, um dort morgen der Feier des Regiernngsjubiläums des Kaifers Franz Iufef bei- zuwohnen. __________ Allerhöchste Auszeichnungen. Es erfolgten folgende Anszeichnnngen: Geheime Rathswürde 22, Freiherrnstand 8, Ritterstand l), Adelstand 22, Grußkreuz des Leopold-Ordeus 2, Orden der eisernen Krone 1. Classe 5, Großkreuz des Franz Joseph-Ordens 4, Eommandeurkrcnz des St. Stephan-Ordens 2., Eommandeurkrenz des Leopold-Ordens 4, Orden der Eeiserncn Krone II. Elasse 1!). Stern znm Eomthurkreuz des Franz Joseph-Ordens 5, Eomthnr-treuz des Franz Joseph-Ordens mit Stern 2 l, Eomthnr-krenz des Franz Joseph-Ordens 41, Ritterkreuz des Leopold-Ordens 73, Orden der eisernen Krone III. Elasse A41, Ritterkrenz des Franz Joseph-Ordens NW, Großkrenz des Elisabeth-Ordens 11, Elisabeth-Orden I. Elasse 32, Elisabeth Orden II. Classe 4«, Titel eines Hofrathes 25, Titel eines Statthalterci-rathes 1, Titel eines Negiernngsrathes 45, Titel eines Oberbaurathes li, Titel eines Obcrbergrathes 1, Titel eines Schnlrathes 39, Titel eines Baurathes 22, Titel eines Vergrathes 2, Titel eines kaiserlichen Rathes 160, Titel eines Ober-Bezirtsarztes 2, Titel eines Sanitätsrathes 1, Allerhöchste Anerkennung 11, Allerhöchste Zufriedenheit 7, Elifabeth-Medaille 3, goldenes Ber-dienslkreuz mit der Krone «25, goldenes Verdienst-krenz 4!»2, silbernes Vcrdienslkrenz mit der Krone «49, silbernes Verdienslkrenz 508. Znsammen 4404. Unter anderen erhielten: Die Würde eines Geheimen Rathes: Der erste Vieepräsidcnt des Herrenhauses Karl Fürst Aners-perg; der Bischof von Bndweis, Th. Dr. Martin Riha; der Bischof von Brunn, Th. Dr. Franz Bail er; das Mitglied des Hcrrcnhanfes Kurt Graf Zedtwitz; der Landmarfchall in Niederöstrrreich, Josef Freiherr von Gilde uns; der Landcspräsident in Schlesien, Manfred Graf Elary nnd Aldringen; der Reichsrathsabgeordnete Dr. Adalbert Graf Dzic-dnszyeti; der Rcichsrathsabgeordnetc David Ritter von Abrahamowiez. Den Freiherrnstand: Der Reichsrathsabgcordnete Dr. Hermann Ritter von Czecz-Liudenwald; der Seetionschef i. N. Anton Ritter von Rinaldini; der Statthalter a. D. Theodor Ritter von Rinaldini. Den Ritterstand: Der Gutsbesitzer Stephan Moysa Edler von Rosochaeti; der Universitäts-profcssor i. R. in Prag Dr. Wenzel Wlndiwoj Tomek; der Hofrath nnd urdentl. Universitätsprofessor in Wien Dr. Angnst V ogl. Den Adelstand: Der Landeshanptmann im Herzog-thnme Krain, Otto Detela; der kaiserliche Rath in Wien Johann Aliton Rnthmaycr; der Reichsraths-abgcordncte Dr. Wola n. Das Großkrenz des Leopold-Ordens: Der Landmarschall von Galizien, Graf Stanislaus Bad elli, nnd der Cardinal Fürsterzbischof von Salzbnrg, Haller. Die eiserne Krone I. Classe: Der Landeshauptmann von Tirol, Graf Brand is; der Statthalter in Böhmen, Graf Coudeuhuvc; Herrcnhansmitglicd Freiherr von Helfcrt; der Landeshauptmann von Schlesien, Graf L arisch, nnd der Landeshanptmann von Mähren, Graf Vetter. Das Grohtreuz des Frauz-Ioseph-Ordcus: Der griechifch-orientalifche Erzbifchof in Czernuwitz, Czn-p erku w iez; die Oberlandesgcrichtspräsidenten in Innsbrnck nnd Brunn, Dr. Esterle nnd Dr. Sen ft, nnd der Fürstbischof in Trient, Valnssi. Das Commandenrkrenz des St. Stephan-Ordens: Die Herrenhansinitglieder Graf Bnqnoy nnd Ferdinand Prinz Lobtowitz. Das Eummandellrkrenz des Leopold-Ordens: Der Bischof in St. Polten, Dr. Rößler. Die Eiserne Krone II. Elasse: Der Seetionschef im Instizministcrinm Dr. Klein; der Vice-Gonver-ncnr der österr. nngar. Bank, Ritler von Miller, nnd der Landeshauptmann in Salzbnrg, Winkler. Den Stern znm Comthnrtrcnz des Franz-Ioseph-Ordcns: Der Vizepräsident des galizischen Landes-schillrathes, Bobrzinski, der Reichsrathsabgeordnete Dr. H a a s e nnd der Statthalterci-Vieepräsident ill Zara Pavie. Das Eomthnrtrenz des Franz-Ioscph-Ordcns mit dem Sterne: Der Landeshauptmann von Istrien Campitclli, der Landiilarschall Stellvertreter in Galizien Cha m i e e, der Präsident des Abgeordneten-Hanfes Fnchs, der Präsident der Wiener Polizei-direetion Habrd a, der Bürgermeister Dr. Lncg er, der Univcrsitätvprofessor in Wien Dr. I agi /^nil, Gciueiudevorsteher iu Dragomel; Viartin O^„n Oberlehrer in Dornegg; Josef Z"p"",, TöM des Vereines der freiwilligen Feuerwehr "' ^1^' Das silberne Verdienstkreuz: Franz ^ ^hF Amtsdieuer der Tabakhauptfabrik in Üa'liaa, ^,^ K' ouöek, Amtsdieuer der Laudesregiernilg ^ch, Auton Molta, städtischer OberwachimnlN .M Anton Maizen, Amtsdiener iu Ml«^^p Potokar, pensionierter Eonducteur ocr ^ gesellschaft in Laibach; Thomas Ri.chtars>'^F fabritsarbeiter in Laibach; Franz Sega, ^il, der Südbahngesellschaft in Laibach! N"n ^.^ Briefträger in Laibach; Johann ^lraln. ^m-luächter der österreichischen Staatsbahnei ^^„F bürg; Nikolaus Veeeriu, städtischer ^r iu Laibach.__________ VecegratNtne. ^: Wien, 1. Dezember. (Orig.-Tel.) I,^tig!'" der Kaiser reiste mittags uut der duw ^ ^ Prinzessin Gisela nach durchlauchtigste Frau Kronprinzestm-W"'" Stefanle mit ihrer Tochter sich bcg"'- ^js ^ Wien, 1. Dezember. (Orig.-Tcl.) ^- ,sc « Negieruilgs-Iubilälinls Sr. Majestät dcs ^ ^ wurde dc'm Hofmarschall in Ungarn, ^)u, ljl^ Apponyi, dei Orden der eisernen Krone verliehen. ^Z H"s, Budapest, 1. Dezculber. (Meldung ^,„h^' Telegr.-Corr.-Vurcaus.) Das Abgcord ' ^c" setzte dic Indemmtätsdebatte fürt. —Das ^-' ^ haus trat heute um 11 Uhr vorm'ttG ^ Sitzllng zusailmien. Der Präsident ^ .^ci't^ unterbreitet eiue Zuschrift des M'MltciPl«, O' welcher die Mitglieder des nähme an einem aillässlich des N'eg!""'.^^ ^I« stattfindellden Festgottesdienst eingeladeii w^ ^^^'l>ü , lllorgen in der Mathiaskirche von d"' "^iiiiii'lH Eardiual Vaszary celebriert wird. ^ > ^ B Präsident Karolyi beantragt, das lM '^,^ Zcl mllässlich der 50. Jahreswende der ^g>' ,^,M Majestät seine innigsten und aufrichtig ten^^^ ö illi Protokolle vercwigeu. (Lebhafte 6^ ^ stimmung.) ^^—^^o'<° Verantwortlicher Redacteur: Julius Oh'""I" Ritte« von Wissehrad. ^^^^^