Nr si Sonntag, den 4 Mälz i923 63. Jahrg. Das Wahlmanifeft der ? Radikalen. Das an die Wähler gerichtete Manifest der < radikalen Wahlregierung ist nach dem von , der Samouprava in ihrer Nummer vom 2ü. ^ v. M. gebrachten Texte ein ziemlich umfang- j reiches Schriftstück, und dies ist ein Grund, -daß viele Leser kaum die Selbstüberwindung , aufbringen werden, es mit der wünschenswerten Gründlichkeit zu lesen. 5 Inhaltlich besteht das Manifest aus zwei Teilen. Im ersten Teile, der sich der Hauptsache nach wie eine Verteidigung der Vidov-danverfassung liest, werden die Wähler aufgefordert, ihr Votum über diese Verfassung abzugeben. In dieser Frage steht die Radikale Partei auf dem Standpunkte, daß die Verfassung trotz ihrer vielen Gegner vorerst zur Durchführung gebracht werden müsse, und erst, wenn sich ihre Mängel durch das praktische Leben offenbaren, dann erst könn-j te nach vorhergegangener Vereinbarung an! mne engbegrenzte Revision geschritten wer-' den. ' j Verfassungsfragen seien — sagt das Manifest — in jedem Staate Aktionen von al-' lerhöchster Bedeutung. Die Regelung der Beziehungen der verschiedenen Volksschichten zu einander und zum Staate erfordere die allergrößte Aufmerksamkeit. Bei ihrer Lösung müßten alle engherzigem und dunklen Zte^e ausgeschaltet und die Arbeit vom Vertrauen geleitet werden. Solche Fragen müßten studiert und loyal, mit der nötigen Borsicht und mit allem Ernst behandelt werden. Eine leichtfertige Erledigung von Verfafsnngsfra-gen kann Folgen tragen, deren Schwere und Bösartigkeit gar nicht abzusehen ist. Deshalb könne die Regierung die Verantwortlichkeit für die Eröffnung einer Verfassungslrijc nicht übernehmen. Zur Konsolidierung des Staates bedürften wir des Friedens, um diesen jedoch zu erhalten, benötigen wir bei den vielen Fein« den eines starken und verläßlichen Heeres. Dies der Grund, daß dessen Organisation die größte Sorgfalt gewidmet werden müsse. Ueberdies enthält dieser Teil des Mani-i stes die leitenden Gedanken, die für die An-< nähme der gegenwärtigen Verfassuug ent-, scheidend waren und es muß wundernehmen, ! «daß bei der Wichtigkeit, welche dieser Frage zugeschrieben wird, di^ radikale Partei als Trägerin des Staatsgedankens nicht schon vor 25? Jahren, gelegentlich der Wahlen für die Konstituante mit einem ähnlichen Moni' feste vor die Wähler getreten rst. Dieses Versäumnis scheint sich zu rächen/ denn der Gedanke läßt sich nicht von der Hand weisen, daß wir uns im Gegensalle vielleicht nicht mehr mit dem Verfassungsproblem beschäftigen mußten. Der zweite und programmatische Teil des Manifestes nmfaßt alle Teile des wirtschaftlichen sowie des öffentlichen Lebens und verrät die allerbesten Absichten. Er verspricht die vollständige Durchführung der Agrarreform, aber auch die Korrektur der in dieser Richtung bisher begangenen Fehler. Die Versorgung der Dobrovoljei (Kriegsfreiwilligen), der Invaliden und i'hrer Familien soll eine Hauptausgabe der Partei bilden. Die Parter will sich aller Schwachen annehmen, so daß jedes Mitglied unserer StaotSgemeinschaft in der Neberzeugung le« ben darf, daß dem Staate der Kummer keines seiner Kinder fremd bleiben wird. Eine besondere Obsorge soll der Hebung der Moral bei der Bevölkerung gewidmet und die herrschende Korruption bes den Staatsange-stellten mit allen Mitteln bekämpft werden. Die Schaffung eines pflichtbewußten und verläßlichen Beamten kör pers sei eines der vornehmsten Ziele der Partei. Der Staat Voincaree unv Jasper sind zufrieden. (Telegramm der „Marburger Zeitung".) Brüssel, I. März. (Havas.) Minister des Aeußeren Iaspar erklärte im Senat, Belgien werde solange bei seiner gegenwärtigen Haltung verbleiben, bis der Zweck der Besetzung des Ruhrgebietes erreicht sein wird. Deutschland, das sich bereits beuge, müsse bezwungen werden. Paris, 2. März. (Havas.) Ministerpräsident Poincaree erklärte dem Vorsitzenden der Finanzkommission der Äammer, daß we-j gen der neuen Organisation der E enbah-nen der besetzten l^Hebiete die Besatzungbehörden demnächst mit einem Ueberschuß der Einnahmen über die Ausgaben rechnen und daß die Maßnahmen, die inbetresf der Koh-lenliefer engen ergriffen worden sind, sich auf gutem Wege der Verwirklichung befinden. Die deutschen KvhleMendungen nach Holland. (Telegramm der „Marburger Zeitung".) Paris, 2. März. (Havas.) Nach Anhören her festgelegten Grenzen, die von Deutsch-der Vertreter der holländischen Regierung land an Holland geleisteten Kohlenlieferun-hat die Reparationskommission erklärt, sie gen fortzusetzen. sehe deine Schwierigkeit innerhalb der frü- --- >. Die Lage im besetzten Gebiete. (Telegramm der „Marburger Zeitung".) ! Düsseldorf, 2. März. (Havas.) Die erste j Anwendung, die die Gemeinden für auf ih-. rem Gebiete begangene Sabotageakte ver-> antwortlich macht, ist gestern in der Gemein-j de Kettwig erfolgt. Da in diesem Gebiete zahlreiche Sabotageakte begangen worden sind, wurde der ganzen Gemeinde eine Geldbuße von einer Million Mark auferlegt. Der Bürgermeister, der sich weigerte, diese Summe zu bezahlen, w'zrde sofort verhas-tet. Der Betrag der Geldbuße wird den städtischen Kassen entnommen werden. Besetzung der Obervostdirektion in Düsseldorf. KSln, 3. März. (Wolff.) Heute früh wurde die Oberpostdirektion in Düsseldorf von feldmarschmäßig ausgerüsteten französischen Kompagnien besetzt und geschlossen. Die Polizeiwache in Bredeney, Stoppenberg und Kappenberg wurde heute nachmittags ausgehoben und die anwesenden Beamten ver-haftet und fortgebracht. Düsseldorf. 2. Feber. (Havas.) Da sich die deutschen Postbeamten weigern, den Franzosen Briefmarken zu verkaufen, haben die französischen Behörden in wx Oberpastdi-! rektion Düsseldorf einen Vorrat an Marken .: beschlagnahm-t. Köln, 2. März. (Wolff.) Geilenkirchen ist von starten französischen Truppenabteilungen besetzt worden. Dieses Unternehmen galt der dortigen Schutzpolizei. Sämtliche Räume des Polizeireviers wurden durchsucht und allcs kurz und klein geschlagen. Die anniesenden Beamten wurden verhaftet. Die Aussperrung der deutschen Minister. Park, !. März. Die Agence Hainas Melder demol bischer Nationalstaat werden. Em i Hauptaugenmerk will die Partei einer rationellen Finanzwirtschaft zündenden und so das Gleichgewicht im Staatshaushalte her« > stelleu. Gezeichnet ist das Manifest vom Par- ,> teiches Herrn Nikola PasiH. —°— GemrMommUSr Kannii-Version. Von unserem Korrespondenten. Wien, 28. Feber. Die Geschichte vom Kannitverstan steht in jeden: Voltsschullesebuch. Kannitverstan ist ein braver Deutscher, der nach Holland kommt, in eine große Stadt, vielleicht noch Rotterdam, woher wir Oesterreicher unseren kontrollierenden Generalkommissär bezogen haben. Er staunt die ragenden Paläste an, die herrücken Aeguipagen, die funkelnden Juwelen in den Altslagen. Und auf seine Fragen nach dem glücklichen Besitzer all dieser Schätze und Köstlichkeiten bekoimnt er immer wieder die kopfschüttelnde Antwort: Hannitverstan. Bis ihm schließlich die Neugier, wer denn da auf einem vierspännigen . Leichenwagen die letzte Fahrt antrete, mit demselben Bescheid gestillt wird: Kannitver- > ?tMi. Äornui 'de! Mann sein bescheidenes i Los rühmt und seelenvergttügt seiner Wege i g"ht. Die Rollen sind vertanscht. Kannitver« ; stan ist inl österreichischen Fall der holländi-- sche Generalkommissär. Der erste Monatsbe-' richt, den Dr. Zimmermann nach Vorschrfft ' der Genfer Prototolle dein Völkerbundrat zu erstatten hat, wird angeblich von der österrei« chisckien Öffentlichkeit mit gemischten Gefüh» len zur Wenntnis genommen. Er könnte m ^ seiner Gänze nn^> an der Spitze jedes ein^el« ^ nen Abschnittes tne ominöse Aufschrift tro« gen: Kannitverstan. Der Herr Generalkom« Emissär kann vieles nicht verstehen. Es ver« «mag ihm nicht einzuleuchten, daß das kl,?me ! Oesterreich ebensoviele Minister braucht, «wenn nicht um etliche mehr ols das hntische '! Weltreich. Es will ihm durchaus nicht m den ^Hopf, daß wir für unsere Wehrmacht, vo^ der man, abgesehen von stele(Amtlichen Stra-! ßendemonstratiouen, nur gelegentlich der I reicht zahlreichen Meutereiprozesse wem«? , Erbauliches zu hiiren bekommt, einen eigenen i Minister plus einer Anzahl. Zmilkomnnssär? ^benötigen. Er veritebt nicht, das; bierzuland^ ^' eine eigene Postvermoltnng für die Desorg» , nisation >es Postdk'nsres i^rgt, während iegrapl) und '^etepbon ihr ftejonderres voll^ ^gerütteltes Hosratnm^ erheischen. Aue) daru« ^i ber macht er »ich lV^^ntl-n. dos; Bunt>es-^ kanzlerainl un^> Ministerium Aeußern ^'!dura>ans nicht verschmolzen werden wollen. ^ Und Vi lich' isl scin r verwunderten Kennt« , ui^'Nabme nicht einmal i>as österreichische ^ Mnst"rimn enic?anaen. daß jefvs unserer vie» ^ len ^'iMeri'li nichl ohn-e eigenes Presseamt " 'ein Au>sounnm sindet. da5 von Zeit zu Zeit " ein atewlo? auflu':cl''indes ^uölikuni ourch '.die ^ensationsmitteiliing erquickt: Heilte , muß der '>^ocheneinvsa»g lx'im Herrn Mini« ster.i' oder unterblieben. Derlei klingt utigemeiu ipasim, hat aber in Wahrheit hö.ult ernste Hintergründe. In ihnen ivieaelt sich der zäbe Widerstand, den '-' die österreichische ^ü'wtratie a^m <^tme>>mgs l). projetien entgegenstellt. Mit Ausnahme je-^j Uer Funttiouäre, die u,it fliegende» Fahnen in das L^'ager der besser zahlenden Banken ü^.erg'gaugen smd ,:.i^ sich fetzt iiu Schweiße - ihre? Arae''chte? bemühen, die Butter mn l-.de:n Kop'e ihrer Bulterbrotaeber vor dein Zugriff des .^errn Staatsanwaltes zu be-vmhren. lä-unfeu t-Ie in Amt und Würden Verbliebenen mit Nägeln uno niit Zähnen H-r in^ster verwies sodann auf die An-! strenanngen, die Deutschland mnche, uni sein Kriegsmaterial wieder lzerzustellen, was ihm truft der Wachsamkeit der alliierten Kontrollkommissionen gelungen sei. Deutschland ver^ mge über Neichswebrnmnuer aus' oltei probten Militärs, die wiederholt zn' großen Manövern einberufen werdeu, über! eine formliche Armee von Laders, die in' für^ester ^'»eit M'rdrelfacht werden lonueu,' uud >ei daniit imstmide, rasch "N Diviswueu aufzustellen. Zur Reichswehr unlsse man die Schutzpolizei hinzuremnen, oie ans ausgedienten Soldaten beftebe und ein^' wehrhafte militärische Organisation darstelle. ._ i »Mirl»»,,«, zni»»?- ________________Vli»Mtt »SM ^ Ml 'S« gegen jede Vereinfachung des administrativen Ii Dienstes. Generalloulmissär Kannitverstan n schlägt aber selnerseits die Hände über den I eiqenen Kopf zusammen und bekennt sich zu fi der Binsenwahrheit, daß man mit der nie- n chanischen Art, mit der bisher Abstrich« am cl Beamtenperft>nal gemacht wurden, mißlich C teinen Hund vom Ofen locken kann, daß vielmehr die Eigenart der einzelnen Vermal- ^ tungszweige berücksichtig, die Möglichkeit der ^ Verringerung der Agenden studiert, mehr ^ «Ls das, praktisch erprobt werden muß. Dok- h tvr Zimmermann erklärt es mit gutem s, Grund für unmöglich, binnen 18 Monaten ^ 75.000 Angestellte einfach zu entlassen, in-'' ? dem man jedem Amte vorschreibt: To und so! ^ dkele Angestellte gehören auf dis kalte ^tra-^ ßenpflaster. Der Herr Generaldirettor ver-.<: langt dafür administrative Vereinfachung. Er spricht von der Liquidation einzelne Bü-' j ros und Aemter, von der Zusammenlegung s ycwisser anderer, von der Abschaffung der^ mmötigen Wiederholungen und der Aender-jf rvng des allzu komplizierten Verfahrens. ! ^ Mit anderen Worten: Verwaltnngsreform.' ^ Was im alten Oesterreich seit vielen Jahr- ^ Dehnten in immer wiederkehrenden Parla- s mentsreden, Ausschuß beschlüssen und En- ^ qneten verlangt, aber niemals in die Praxis 5 umgesetzt wurde, das erklärt jetzt der Vertre- c ter des Völkerbundes als eine der unerläß- < lrchsten Voraussetzungen des ganzen Sanie- ^ rungswerkes. Er quittiert der österreichischen f Regierung die fiskalischen Maßnahmen, zu , -denen sie sich auf dem ebenso geduldigen wie f wunden Rücken der Steuerträger entschlossen 1 hat. Als Dr. Zimmermann nach Wien kam, < legte ihm die Negierung einen Vorschlag j Kr den Monat Jänner vor, demzufolge dis j Defizit in diesem Iahreszwölftel 536 Mil- , liarden betragen hätte. Auf diese Antwort z des österreichischen Kandidaten Jobs erfolgte 1 ern allgemeines Schütteln des holländischen! Schopfes, wie wir die unsterblich Iobsiade' einigernvaßen frei zitieren wollen. Herr Zun-.' mermann sagte laut und vernehmlich: Nein. ^ Daraufhin hat sich unsere Regierung auf deri Ausgabeseite des Budgets als Streichquar-'tett etabliert. Möglichst viele öffentliche Ar-! k»eiter und Bestellungen wurden kur^rhand' stranguliert und gleichzeitig die Erhöhung der Zölle festgesetzt. Dank diesem Beginnen wurden die Ausgaben für den Jänner auf 740 Milliarden einHeschräntt. Die Einnahmen erhoben sich wenigstens auf dem geduldigen Papier bis zur Höhe von W Milliar-' den. Das ergab ein Defizit von 404 Milliarden, was für bescheiden^ Ansprüche gewiß genügt und auch dem Dr. Zimmermann annehmbar erschien. Nun hatte allerdings die Drosselung der Ausgaben und die Erhöhung der Zollasten eine weitere Verschärfung der^ Wirtschaftskrise im Gefolge. Die Arbeitslo-. figkit st^eg an, die Koirsumfähigkeit inachte weitere Rückschritte. Herrn Dr. Zimmermann ^ mußte sich die bittere Erkenntnis aufdrängen, daß bei aller Anerkennung der prompten Arbeit des Ersparun-gskommissärs, bei der weitestgehenden Würdigung des Beamtenabbaues, der freilich ungeMlte Papier-» Milliarden an Abfertigung verschlingt, das! Heil auf diesem anscheinend so leicht gangba-! ren Weg doch nicht gefunden zu werden der-! mag. Man darf sogar weiter gehen und ge- _ linde Zweifel äußern, ob die Resultate aus- l nehmend günstiger wären, ginge ein anderes^ Ideal des Herrn Generalkommissärs in Er-j< füllung und würde tatsächlich jeder Zweig;l unserer inneren Verwaltung, Bundevbchn schmachvollste Kapitel neuösterreichischer!! Wirtschaft, kann Wort für Wort unterschrie- ' ben werden. Es wird dadurch nicht weniger < schlagkräftig, wenn man hinzufügt, daß all ' ^ das feit Jahr und Tag auch die inländische» < ! T patzen von den bansälligen Däck>ern Wiens ^ > pfeifen, soserne i'inen nicht ein schwarze-? oder lein rotes Parkitnch über den vorlauten j Schilabel geworfen wurde. Der Generalkom-. mifsär erkennt sehr dc'utlich den circulus vi-j tiosus, in dem sich die österreichischen Genesungsmöglichkeiten bewegen. Findet sich kein , Ausweg aus der geaeuwärtiaen Industrie-j krise, dann rst eine Verminderung der Ein-! gänge aus den emporgeschraubten Steuern, unvermeidlich. Das Zotlerträgiiis wird sich, vermindern und ebenso der Import an Roh-' stoffen. Keine Erhöhung der Zölle kann eine! Kompensation bilden für die Verminderung, der Einfuhren. An dieser Stelle bricht der,' Bericht des Generalkommissärs ab. Di?! Schlußfolgerung drängt sich jedoch von selbst, aus. Hier gibt eS kein — Kannitverstan. Mitj spärlich zugemessenen Interimskrediten nnd mit kurzfristigen Anlehen ist das allzu weit fortgeschrittene Debaele nicht aus der Welt zu schaffen. Ringt man sich nicht zu solcher' Erkenntnis dmch, dann durfte einer der nach-! sten Monatsberichte nach (Yens wohl kürzer' lauten. Etwa wie folgt: „Hätte Patenten, morgen sicher gerettet und saniert, ist aber-leider bereits heute umgestanden. General-kommissär Kannitverstan." -0- Der „Sawn" v?r Mab-hängten. Pari s, nach Mitte Feber. Ich folge dem Strom bizarrer Männlein! und Weiblein — augenscheinlich Montmartre! vermischt mit Montparnasse, rechtes.und lin-! kes Ufer — und gelange geradenwegs in den^ Salon der Unabhängigen. Mau kennt die se-! gensreiche Einrichtung: frei vou Pedein > Zwang, jeder Bevormundung durch offizielle' oder inoffizielle Jury, kann ein jeder, dem^ Gott zu Pinseln gab, was er leidet, seine fai-j bigen Erzeugnisse hiehin bringen und aufhangen. Keiner frägt nach Schule, nach Borbildung, nach Können, nach Alter, nach Nationalität. Das Bild wird angemeldet, und »der Vorstand ist verpflichtet, dafür einen Platz zu schaffen. Der Zweck ist klar: Kein Talent soll in ZuZunft mehr unentdecit bleiben, kein Veilchen im Verborgenen blühen. Offengestanden: ich habe kein solches Veilchen entdeckt. Was wirklich gilt ist, Mix? auch > ohne Bedenken in den Herbstsalon oder in i den Nationalen aufgenommen worden. Und > der Rest — mein Gott, die Marcels von der ! Boheme hätten es ebensogut in ihren Dach-^ ateliers lassen können. Dort wären wenigstens die Locher in der' Tapete und bei der wiedereinsetzenden Kälte die zerbrochenen ^ Fensterscheiben hübsch verdeckt gewesen. Paul d Signac hatte 1884 recht: damals waren wirk- sl lich Entdeckungen zu machen. Heute kann das sl ganze höchstens den breiten Besuchermassen U eine falsche Ansicht vom Wesen des künstle« h tisch Schönen beibringen. j il Eine hübschdrollige Neuerung: Hinter je- " dem Werk steht im Katalog der Preis. Hübsch ^ ist dieS, weil so auch der Unkundigste einen j Maßstab gewiunt. Drollig, weil es die iilter- ^ essantesten Aufschlüsse gibt über die Selbst- ^ einschätzung der Künstler. Wenn Julien Bu- ^ cas beispielsmaßen s.'ine Pinseleieu mit/ 50 000, 30.000 und 20.000 Frauken bewertet, ^ so kann es ihm damit doch wohl nicht ernst ^ gemeint gewesen sein. Und anch bei den zeugnissen der Gonicharova iind Stauo Gai, ^ die auf einem Einheitspreis von 30.000 ^ Franken bestehen, kann man sich eines nnga- ^ lenaten Lächelns nicht erwehren. Lhote ist ^ mit 8000 viel bescheidener, obwohl dieie Tu- ^ ,gend bei wirtlichen Künstlern imuier mehr ^ im Aussterben ^u sein scheint. ^ In der Anordnung der Werke hat man das/ demokratische Prinzip deS Alphabels ang?- ^ wendet, trotz der üblen Erfahrungen vom vorigen Jahr. Das Mißliche daran liegt auf ^ ^ der Hand: der reine Zufall entscheidet darüber, an welcher Stelle des Raumes, unter' welchen Lichtoerhältnifsen das Bild hängt. ^Das ist schon mehr als Zuchtlosigteit, das ist ein Vergehen an der Kunst nnd an den Mnstlern. Nirgends entsteht ein einheitlicher» Charakter, alles ist Zerrissen, zersplittert, ' chaotisch. Wie kann man sich unterstehen, ei-! nen Luc-Mbert Moreau in die finsterste Ecke ' zu stellen, seine wundervollen „Soldaten im ^Schützengraben" in einem Winkel uuterzu-, ! bringen, wohin weder ^onne. noch Mond, noch elektriscl>es Licht scheint? Dagegen bringt der Zufall einen ganz Jungen, Jakob Wolf, an den Ehrenplatz des großen Saales: Sein „Akt" ift gewiß nicht schlecht, nnd wir wer-! den uns diesen internationalen Niimn mer-j ken müssen; aber nie und nimmer kann er> einem Moreau das Wasser reichen. Heute n>e«! nigstens noch nicht. Nicht weniger als 1010 Künstler haben' ' über 0000 Bilder ausgestellt, aus Einzelheit ten einzugehen, ist schwer. Vorläufig ist ja ! auch der Gesamteindruck wichtiger. Er läßt ^sich etwa so zusammenfassen: i Alles Extravagante ist im Absterben. Das , Deseguilibrierte triilmphiert nicht mehr. Kn-. bismns, Neo-^ubismus, Neo-Im- und E^ ! vnessionismns, Futurismus, Pompierismus/ 'j Farvimsmus —. sie habeu alle abgewirt-^ schaftet. In deu Farben, in der Linienfüh-^ rung, mehr aber noch in der künstlerischen ^ Auffassung fiildet eine Rückkehr zur Einfach-l 'heit statt, deren Formeraebnissc' sich heute noch nicht überblicken lassen. Schlagwörter l gelten un'niger denn je, es sei denn, daß man - bas Leben als solches gelten läßt. Was man vorige^ Jahr noch für undeukbar gehalten - hätte, -ist diesmal Tatsache: Auch die Iüug-) steil, und vielleicht gerade die, bemühen sich l ganz energisch, verständlich zu erscheinen. ' Ein leiser klassizistischer Untertan ist nicht '>zu verkennen. Ich habe den Eindruck, daß -^man in Znkunft sich hauptsächlich an der - großen französischen Malerschule des neun-e'zehnten Jahrhunderts sich orientieren wird. Der Weg geht zu Manet, zu Eonrbet, zu! den Impressionisten, besonders aber zu Ee- scnme. Ich weiß zwar nicht, a:if welche Weise die Leuten drunlen in der Rotonde ^ie ^tnrve zu nehmen getumlen: aber schließlich haben sie eine ganz andere Phantasie als ich. Sie werden schon machen. Und Marinetti wird zum letzten Mal am Boulevard Montparnasse das große Wort geführt haben. Einige Nameu bin ich doch zu geben schul« dig. Schon des Respekts halber. Sehr bemerkt wurde letztes Jahr Antoit Dich. Seine „Familie Castellar" enttäuscht auch diesmal nicht. Der Anschluß an ^Manet ist unverkennbar. Besonders in der Technik. — Racul Dufy stellt in seinen Meeres-Visionen eine Farbenpracht zur Verfügung, die neue Werke ankündigt. — Zwei Japaner, Hasegawa und Foujita, zeigen eine Symphonie in Weiß, die Charakter hat und! Stil. — Giran-Max gibt in seinem „Stiere rennen" nu^ivohnte Beweguugsgesetze. — Andree Lhote selbst kommt immer mehr von l Theorie ab und ins imputierende Leben ^hinein. Ceiu „Volksball" muß jedenfalls als ' ein Markstein in der Entwicklung diese? Künstlers geuaunt »Verden. — Maximilian Lux? ist einer von >den vielen Großen, die wörtlich — im Schatten stehen. Seine Land«» > schaften zeugeil von dem gleichen Formwil-i len, den wir als allgemeines Merkmal der Entwicklung kennen lernten. — Sehr intern essant ist Gallien mit seinen dekorative« ^ Lichtmalereien; ohne Zweifel kündet sich hier in der dekorativen Kunst etwas ganz Neues an, und man ist allgemein gespannt auf die weitere Enj'wir?l.uug deS jungen Meisters. —-Suzanne Valadon hat ein Werk ausgestellt, wie wir es in gkncher Wucht bei diese? Z Künstlerin längst nicht mehr sahen: ein Dop-' pelakt, der seinesgleichen sucht in der Knhni ' heit der Anpassung und der sicheren Technik ' der Farben. — Dagegen scheint mir Utrillo ^diesmal keiuen sehr glücklichen Griff getan °'zu haben: seiue „Allen Mühlen von Mont-' martre" leiden durch eiue Art minutiösen» ^Naturalismus, der geradezu inaniriert wirlt« 'i Jch weiß, Udrillo möchte manches wieder !^>um Leben erwecken, was definitiv tot istj ' er geht bewußt einem Neo-Naturalismus entgegen, irrt aber in der Unterscheidung ^ zwischen Modeströmnng nnd bleibendem ^ Kern. Viel besser, direkt graziös, obwohl en ! dies nicht als Kompliment betrachten wird, s ^ ist seine Schneelandschast. — Renee Thomch - soil ist einer dieser bewullderungswürd-g^ '^Jungen, die von vornherein die Schönheit lieben und die Einfachheit. Die keine Schulen -'gründen, kein Evangelium verkünden. '^Antoine Villard begnügt sich nicht me^r mi< u den allgemein-.'n Ausstelluugen; er küudet ! deilillächst eine Sonderveraustaltilug an, die e' des Interesses nicht ent'behren wird. — Paul r Signac ist in seinen Aquarellen schlechter« n, dings unnachahmljch. Er ist nicht mehr Hoff« n nung, sondern Erfüllung. Aber Erfüllung, n die trotzdem neue Wege weist. — Ein ganz l- bedeutendes Wer? ist ,/Der Balkon" von h Ives d'Alir. Nirgends vielleicht wird die . Tradition so blutvoll lebeudig wie bei dickst sem Küustler. Neil und alt zugleich, eine jun-ß ge Frau iu Rosa im Vordergrund, dahinter !r ein Herr inl.Halbschatten — ein geradezu l- klassisches Werk im reinsten Sinne des Wor-d. tes! ver5ch?Ml2u?Mscht Kriminalroman von Georg Fröschel. ! (Nachdruck verboten.) Mit eineni Blick, dcr zerstreut und gedan«! Knilos scheinen sollte, orientierte er sich und trat dann vollkommen sicher in das Büro des Kommissärs. Willofsky betrachtete es als einen kleinen Erfolg, daß der sehr korrelt aus-, sehende Herr, der sich ihm dort vorstellte, durchaus nicht überrascht schien, als er ihn fragte, wann und wo der Generaldirektor zu sprechen sei. Er bekam in höflichster Form die Antwort, daß der Generaldirektor augenblicklich in seinem Büro sei und gewiß gern bereit sein würde, Herrn ... — Wil-lofsh ließ den fragenden Blick des Kommis^ särs unbeantwortet — zu empfangen. Willofsky dankte, trat wieder in das Vestibül hinaus und stieg langsam die breite, t>eppichbelegte Treppe empor. Ein Diener, der seme Karte in Empfang nahm, führte ihn in einem mit gutem Geschmac! ausgestatteten Salon und bat ihn, einige Minuten zu warten. Willofsky nahm eine der ausliegenden Sportzeitungen in die.Hand uud ließ sie erst sinken, als der junge Manu, der kur^e Zeit später eingetreUm war und den er im festen Fall für den zweiten Sekretär hielt, sich zweimal vor ishm verbeugt hatte. , Er hatte auch nichts als eine gelangn>eilte Miene für ihn, als dieser ihn mit vieler Höflichkeit bat, den Grnnd seines Besuches, ftu nennen, und die .Hoffnung aussprach, daß die Auskunft, di<. er geben könne, .Herrn Wil-lofsky nicht weniger befriedigen würde als die des Generaldirektors. Willossty sagte in einem Ton, der jedej Debatte ausschloß: j „Ich wünsche Ihren Chef persönlich zni sprechen, mein Herr." Dar.ruf zog sich der junge Mann mit einer ^ neuen Verbeugung zurück und Wufofsl'y hat-' te allen Gruud, mit feinem Auftreten zufrieden zu sein. Es war im allgemeinen nicht, leicht, den (Generaldirektor der Societee des baius de mer zu Gesicht zu bekommen. Willossty aber wurde für würdig befnn-dkn^ z < DaS erste, was ihm an dem gepflegten, kleinen Herrn aussiel, der ihm liebenswürdig bis in die Mitt? seines mit schönen Pferde-bildern l>eschmüclteu Salons ent^geneam, waren die unglaublich kleinen Füße, die in schmalen, blitzenden Laclichnhen steckten. Sie waren noch viel wunderbarer als der silÄer-schimmernde, geteilte Bart nnd die sranen^ hakte Hand des s^ueraldi''ektors, die sich ganz leicht ni die seine les»te. „Womit kann ich Ihnen dienen, mein Herr?" Niemals hatte Willos^ky eiue liebenswür-> digere Stimme gehört. »Ich komme in eiuer vieitläukigeu und -nicht ganz gewöhnlichen Angelegenheit." „Das ließ sich denken", sagte der Generaldirektor uud blitzte WillosSky aus seinen klei-i nen, schwarzen Augen so durchdringend an,» daß dieser sofort sein erstes Urteil über den' Possierlichen kleinen Herrn änderte. Der kam ihm mit einemmal gor nicht, mehr so klein vor. Der Generaldirektor schien auch fürs erste i auf die weitläufige und nicht gewöhnliche, Angelegenheit Willofskvs gar nicht neugierig zu sein, sondern verwiaelte ihn, nachdem er, ihm mit einer woblgernndeten Geste einen' Platz angeboten hatte, in ein (^sprach über Monte Carlo im allgemeinen irnd über Wil-losslys Eiudrücle im besonderen. Erst nachdem er erfahren hatte, daß seiu Gegenüber mit dem Hotel zufrieden war uud das Welter prachtvoll fand, als er sich weiters darüber im klaren war, leinen Spieler, keinen Narren nnd keium Erpresser vor sich zu haben, sondern einen anscheinend recht intelligenten jungen Mann, der wirklich etwas neues bringen mochte, kam er mit einem anmutigen Uvbergang auf Willosslys Angelegenheit ?,n sprechen. Vou der berückenden Liebenswürdigkeit des l^eneraldirettors, der so bereitwillig auf daS Thema einging, ganz eingenommen, vor gas', Villossky vollkommen, daß er sich vorgeuommen hatte, euergisch uud gewissermaßen geharnischt onf'.ntreten. Er erzählte im leichlesleu ^'esprächston von der Verlas-senschast Professor Lnngs, voll der Art uud Weise, wie er erfahren, woher die Millionen^ reute des Gelehrten stammte. Er erzählte, weiter fortfahrend, von der erfahren würden, warnm die Bank von Monte Carlo dein Verstorbenen jährlich eine Million angezahlt hatte, und von ihrer leisen Hoffnung, daß dieser Millionenrente auch > das entsprechende achtstellige Kapital entspräche. „So hat also Prozessor Lung nicht die mindeste Andeutung hinterlassen, die eine ' Aufklärung darüber geben könnte, warum ihm von unserem Institute jährlich dieser Betrag überwiesen wnrde?" fragte der Ge-, neraldirektor im Tone harmlosen, gesellschaft-^ lichen Interesses, strich sich aber mit der - ringgeschmückten, kleineu weißen Hand über ^ die Stirn und verdeckte so auf einen Augen-. blick die Augen. 1 „Nein, nicht die geringste", ankvortete Willossty. ! „Wirklich nicht die geringste?" fragte der l Generaldirektor. ! Es war aber diesmal nur eine Redensart ohne Bedeutuug, deun er sah Willo'skv mit ! seinen blitzenden, dunklen Augen fest ins Gesicht. i Worauf Willossky eutgeguete, daß er trok ' genauester Durchforschnug der hinlerlassenen Papiere keine Zei'le gesunden habe, die ücui t mindesten Ausschluß geben tönllte. Kummer 51 vom 4. Näiz !9?5 MarvorgerttetluNK ^ -eu« » Der „Talon der Unabhängigen'' zeigt ^ nicht nur die französische, er zeigt die inter-^i national? Kunst, die russisch, japanische,^ schwedische, tschechische, schweizer, itattem- k spanische in einem Stadium, wo tausend l verschiedene Ströninngen au? d^nr Punkte . sind, sich in einem großen, gemeinsamen Bett 1 ^u vereinigen. ES ist ein gemÄnsamer Zlrg I in die haltlose Zerrissenheit der letzten Iah- i re gekommen. Die Erscheinung ist so m>fsäl- i lig, daß sie nicht ein Werk des Zufalls sein s ?ann. Vielleicht ist uns schon in Bälde die j Möglichkeit gegebm, darüber mehr zu be- I richten. ^ Teieyhonische Nachsuchten. ^ EweRL6^^WM5:Äer NusMMon. ! WKB. Mäljrisch-Ostrau, ?. März. (Tfche-> choslow. Preßbüro.) Der Absatz an Kohlen, nnd Koks hat sich derart belebt, daß in dieser Woche im hiesigen Revier fünf Vo«schichten einfuhren. ^ So.5k^ZZ?«vs:Zs?ouu^en in ÄTm.j MV. Nom, 1. März, Geuiäß einem Ab-, kommen mit dem Verwaltungsrat des „Avan ti" zog Serratti die Entlassung der Rcdak-j teure zurück, während Chefredakteur Nenni^ aus dem Verbände des Blattes austritt. Die. Bestellung des neuen Chefredakteurs erfolgt einvernehnilich mit der Parteileitung uud^ Eerratti. i WKB. N.üM, 1. März. (Stesani.) Die Po-! lizei hat den Leiter des „Avanti", Serratti,! verhaftet. MlB. Rom, I. März. Die „Tribuna" meldet aus Mailand: Die Verfolgung Ser-rattls erfolgte wegoll Aufreizung zu Verbrechen und Verschwörung gegen die Sicherheit ldes Staates. Serratti wurde aus dein Bette gcholt und nach einem Verhör in das Zel-^ icngefängnis gebracht. j Versöhnung der Südtirvler Oz?uM en mit ösn Faseren. Nom, 1. März. Die Blätter melden aus Bozen, daß von den Vertrauensmännern kes Deutschen Verbandes und voll den Fälschten eu: Abkommen getroffen worden sei. Die Opposition unter Führung Reuth-Nico-lussi >ei in der Minderheit geblieben. Die übrigen Abgeordnedeu seien angesichts der ?^rtfchaftskrise und der allgemeinen Lage! ^nr das Uebere'ultouimen eingetrekm. Seiti Jrcha/t sei noch nicht bekannt. De-nMos» des römischen Gemein-Gerätes. Nom, I. März. Infolge des Zerfalles des^ aus den Liberalen und den Nationalisten be-! stehenden Mehrheitsblocks im Geineinderate' hat Bürgermeister Cremonesi nnd der He-' meinderct demissioniert. Der Ministerrat hat, Cremonesi als königlichen Kommissär bestellt. LohMreMstkeilsn Ksr Gvazer WelaU«rbeUer. WKÄ. Graz, 2. März. Nachdein die Arbeiterschaft der Metallindustrie, für die der, Lohnvertrag mit Ende Feber ablief, in neue LohvnerhaMunden nicht eintreten wollte st und den iveitercn Bestand des bi.h^i^en b Vertrages forderte, ließen die Industriellen ei heute in den Betrieben neue Lohn- und Ar- d beilsbedinguugeun aiisck?lagen. U Itter der Z Arbeiterschaft entstand deswegen Erregung. Sie zog nachmittags auf den Hauvtpla", wo ^ sich die Kanzlei des Verbandes der Metall- v industriellen befindet und wo i'm U^r ^ nachmittags eine Sitzung der Arbeitgeber stattfand. Da die Arbeiterschaft sich anschick- j. te, in das Gebäude einzudringen, wurde Po- g lizei zn Fuß und zu Pferde angeboten, der ^ es nach einiger Zeit gelang, den ^auplplatz ^ zu räumen. Nachdem eine Abordnung der Arbeiterschaft den Industriellen erklärte, das; ^ die Arbeiter bereit sind, in Verhandlungen einzutreten, zog der Verband der Iudustriel-len aus die Dauer dieser Verhandlungen die 5, Kundmachung bel-e'"end die neuen Löhne ^ und Arbeitsbedingungen zurück. z. Amerika, > WKB. Washington. ?. März. (Reuter- ' ! büro.) Der Senat hat eine Bill angenom-^ ^ men, durch di? ein Kredit von 29,9'>9.9M. l Dollar für die Modernisierung der Kreuzer eröffnet wird. j Ett?l sches i ' W'U'B. London. 2. März. Das Unterhaus^ hat einen Abänderungsantrag, worin die ^ , Räumung Mesopotainiens verlangt wird,^ ! mit 269 gegen 1^3 Stiininen abgelehnt und' die Vorlage über den Nachtragskredit mit. !268 gegen 144 Stimmen angenommen. Die Evakuierung SuSaks. ZM. SuSak, lj. März. Heute vormittags wurde die Eoakuierun gvon Su^ak dnrchge-' fuhrt. In der Stadt und auch im gesamten Küstenlunde herrscht eine Stimmung, wie an eine mgroßen Feiertage. Ueberall kommt es i zu Patriotischen Manifestationen für deu nig und den Staat. Die Stadt selbst trägt reichen Flaggenschmuck. Begeisterte Iubel-s rufe erschollen, als um L Uhr früh die Abtei-'lungen t^r italienischen Armee nnd die 5la-< rabinieri die Stadt verließen. Sofort nach-ihrem Abmarch besetzte unser^ Gmdaruierie' die Brücke zwischen Su^ak und Riseka. Puntt .halb l0 Uhr vormittags trafen unsere Abteilungen an der bisherigen Dnnarkations-; linie ein. Der Empfang uusereS Militärs war erhebend und rührend. Im Namen der i Bevölkerung und der Stadt Su^ak begrüßte der Regierungsdelegierte Dr. Hoholac die > Truppen und ein Mädchen überreichte dem Kommandanten einen Blumenstrauß, wäh-' rend ein auderes Mädchen Brot nnd Salz bot. Hierauf betonte der Staatsdelegierte Dr. Nybar in seiner Rede die große Beden- ' tmrg des Tages uud drückte seine Freude . dmüber aus, daß wiederum ein Teil unseres 'Gebietes in unsere staatliche (Gemeinschaft > -! znrnckgekehrt sei. Nach den Begrüßungen begaben sich die Truppenabteiluugen ans Trsat,' gefolgt von einer großen, jubelnden Men-! schenmenge. Um 11 Uhr vormittags zogen unsere Abteilungen über den Ielaöi^platz iu die Stadt ein. Allseits herrscht anläßlich di r ^Empfangsfeierlichkeiten großer Jubel und ^ Freude. Nachmittags findet iu Suöat ein ' Festbankett sowie auch andere Festlichkeiten statt. Alle Ortsvcre'.ne und Korporationen beteiligten sich am Empfange. Unter andauerndem Inbel der Bevöllerung herrscht in der Sladt freudige ^timmnng. Zn cinem Zwischenfall iit es nirgends gelommen. ZM. März. Heute frü^ ioinden die telegv^',hissen und Vosteinrichtungen von Sv. Ana nach Su^ak überführt, worauf sofort der Dienst übernommen wurde. Tie ersten Telegramme, die von Su^ak abgesandt wnrdcn, stnd telegraphische Begrünungen des Postpersonales an 9.önig Alexander, den Posnninister und den Direktor der greber Postoirektion. und F um» ZM. Tuüc'.k, März. Hier wurden vorge-j stern vor- und nachmittags Konserenzen ab-j geholteil, iil denen die Frage behandelt wurde, wie die Beziehungen zwischen Rijeta und Suöak zu regeln wären. Diese Frage hat inl bezng auf den Personenverkehr und noch ^ mehr iu bezug auf den Güter- und Handel«-» verkehr Lei andere Wichtigkeit. Dkseu K'ou-^ serenzeu wohnten Delegierte nu'erer Delegation iii Abbazia und die Ehefs der Ttaats-behörden in Susak bei. Es wurde der Beschluß gesaßt, daß die Reisepässe von Rijeka , nach noch 14 Tag^> Gültigkeit haben, 'worauf unsere Behörden andere Reisepässe ausstelleil werdeu. Die Schulkinder, die die ' ^chnleu iu Fiume besnchen. iverden stälidige ^ Legitiinatioiien erhalten. Den Reifenden ioird die Mitnahme von Handgepäck zugestanden. Tie Frage des Autoverlehres wird vom MinisternlM des Aeußeren nnd von der ) Zolldirektion geregelt werden. Schwieriger - gestaltet sich die Frage des (Mervcrkehres. Höchstwahrscheinllich iverden Bestiinmunaen mit geuauer Zeitauaabe erlassen werden, innerhalb deren der gegenseitige (Güterverkehr zwischen Funne unt» Zukak zugelassen wird; man nimint jedoch an. daß er in der Nacht nicht erlaubt seilt wird. i - ! Kurze NaeWWsn. W^iB. Chriftiania, 2. März. Das Stor-thing hat die Vorlage übe rden Abschluß ei< lies Hattdelsabüomnlens mit Portugal mit >119 gegen 28 Stimmen abgelehnt. Ministerpräsident Blehr erklärte hierauf, daß die Regierung ihr Demissionsgesnch überreichen ^ werde. Edinbourgss. 2. ^!ärz. (Havas.> . i Eiii Vortrag Lloyd Georges an der Univer-. sität wnrde durch Stndenten gestört, die dic ! Zuhörer mit Abfällen bewarfen. Brüssel, 2. März. (-Havas.) Die sozlalisti > schon Vertreter in der Kammer nnd im Se i nat haben beschlossen, einen besetzentwur ^ ^ über die Einse^uug einer Parlamentarischei - Koininission einzubringen, di? die Laav in Rlibrgeb'iet zu prüfen hätte. Budapest, 2. 'V!ärz. (Ungarbüro. l - D!e Nachricht eiues tschechoslowalischeu Blat l tes von einer bevorstehenden Reise des nn ^ garischeil Ministerprä,sidenteii Bethlen iil dii ^ Hauptstädte der Kleinen Entente wird voi l, zuständiger Seite als jeder Grundlage ent l behreud bezeichnet. Wic'B. Nom, 2. März. Wie die Blätter aus Athen melden, tritt heute in Griechenland der Gregorianisch ^a^eno-er in Kraft. ZM. Zagreb, A. März. Lant offiziellen Taten beträgt Ue Anzahl der stimmberechtigten Wähler im oberen und unteren Ba-nat davon rechnet man die .Hälfte auf Wähler slü.vi'cher Nationalität. IMlZ. Nim naht pe wieder, die so „gefährliche" Z.it des Porfrüht'iilgs, wo die Bäume ausschlagen, die Blüten schießen und die knospen platzen. Denn kommt im Kalender erst der März, dann bU'iht und sprießt allerwärts. Oder wie der Dichter deu Monat des Frühlingsbeginns nach poetischer vcller Jubel begrüßt: Im Märzen, wenn es heimlich lenzt, ^ Da zieht's nns in die Weiten. Der .Himmel lacht, die Erde glänzt, In jungen Seligkeiten. . - ES fließen durch die ganze Welt Der Hoffnung gold'ne Wogen, 5chon ist von frischem Grün das Feld . 'Sanstschimuwrnd überzogen. Was du, des Winters übersatt, An Leid hast tragen müssen — Vorüber! Jedes grüne Blatt '-"h. Möchtest im Glück du küssen. Das Auge blitzt,e es wallt das Blut, ' In übermüt'ger Wonne — Ach, keine Sonne wärmt so gut x Als wie die 'Märzensonne. Ein klein wenig launisch ist diese März« sonne schon, aber schließlich wenn am Ii). ' März der Tag aller „Seppl" anbricht, dann ist das schlimmste doch überstanden. Und dann geht man ins Freie mit Bohagen, oder man schwingt sich aufs Stahlroß, das während der Winterszeit gerastet und vielleicht anch gnoftet hat, und sanft dahin durch den neuerwachten Lenz. Ein wunderbares Vergnügen, so eilte Tour auf dem Fahrrad, — wenn man es mit Vorsicht und Maß treibt. Anfangs hat man mich getadelt Und ich meint', ich lern es nie, >-.,5 Und dann bin ich doch geradelt, ' M Aber fragt mich nur nicht, wie?" j Weit hat's mich zn Rad gezogen, Doch die Straß' war glatt und naß, ' Und da bin ich hingeflogen — Aber fragt mich nicht, auf w as? Also hübsch auspassen und nicht wie ein ' „geölter Blitz" hiufuuken, soust liegt man ^ bald im Straßengraben. Das gilt auch von den radelnden Mädchen, die ein Dichter ga-lant besungen hat: Z Grüß Gott, du holde Radlerin, -I Mit deinem flinken Rädchen, So lang ich schon auf Erden bin, Sah ich kein hübsch'res Mädchen, ij Flieg hin , du mnnt'res Vögelein, ll Und radle durch die Auen — ^ Du wirft im Lebenssonnenschein ) Die prächtigste der Frauen. Aber vorsichtig kleiden muß man sich noch - im März, wo man aus der einen Seit? in c der Soniüe braten, ans der anderen im 1, Schatten erfrieren kann. Sonst kann - vtan sich von so einem Märzausslug recht un-< angenehme Dinge holen, Schnupfen, Husten „Ich darf aus dem Umstand, daß Ihnen die Papiere des Verstorbenen zur Dursicht überlassen wurden, wohl schließen, daß Sie das Vertrauen der Erbin Professor Lungs im «vollsten Maße genießen, oder, mit anderen Worten, ihr vielleicht auch in anderer Hinsicht nahestehen?" j „Ich handle bloß im Interesse meiner Auf-iraggeberin", antwortete Willofsky mit Zurückhaltung. i „Dann bitte ich Sie, Ihrer Auftraggebern, mitzuteilen", antwortete der Generaldirektor, „daß es schwerlich den Intentionen des Verstorbenen entsprechen dürfte, wenn Dingen nachgeforscht wird, die jener durch viele Jahre mit vorbildlicher Diskretion behandelt hat. Diese müßigen und überflüssigen Nachforschungen können zu keinen! Resultat führen, da, wie ich Ihnen auf Ihre Anfrage mitteilen muß, der von uns an Professor Lung gezahlten Rente kein Kapital entspricht, die Erben Professor Lungs an nns nlso nicht die geringste Forderung zu stellen berechtigt sind." ! Willofsky fühlte die persönliche Spche in den Worten des Generaldirektors. „Es handelt sich hier durchaus nicht in er«« ster Linie um die Geldfrage, mein Herr." ,/Sondern?" fragte der Generaldirektor. „Es handelt sich nur darum, zn erfahren, warum die Bank von Monte E-a^lo dem Per-' storbenen durch viele Jähre eine so große Rente auszahlte" Der Generaldirektor stand auf und ging mit kleinen Schritten über den großen Teppich seines Salons, blieb vor einem kleinen Rokokoührchen stehen nnd hielt den Pendel an- so daß ihr silbernes Tiktak mit einemmal erlosch. „Wenn di-es allein der Zlveck JhreS Kom-' mens ist, kann ich Ihnen allerdings die gewünschte Aufklärung geben. Professor Lung Hot sich als junger Mann, als wir nnser Institut ans Deutschland an diese Küste verlegten, unschätzbare Verdienste um unser? Sache erworben. Das Erdreich ist hier trügerisch, Sand wechselt mit hartem Fels, der selbst dem Dynamit Widerstand leistet. Professor Lung untersuchte das ganze Terrain, entwarf den Bauplan der Stadt, er suchte uns Quellen im Gebirge und bezeichnete den Verlans unserer vortrefflichen Wasserleitung, ihm verdanken wir die so zweckentsprechende Anlage unserer Bäder und er war der eigentliche Schöpfer uuserer gwßartigen Hafenan-^ lagen. Für diese Dienste haben wir ihm, als ' nnser Institut den großen Erfolg hatte, die , von ihnen erwähnte lebenslängliche Rente ^ ausgesetzt, und wir bedauern bloß, daß das Schicksal einen so ausgezeichneten Mann in so jungen Jahren dahingerafft bat." Aus dem Gesicht Willofskys malte sich Ent-' täusckmng. Die Worte des Generaldirektors klangen aufrichtig, Koten aber nicht die ae-.ringsk Handhabe zur Lösung des Räljels, dein er schon ans der Spnr zu sein geglaubt hatte. „Ich verstehe nur nicht", sagte er, „warum Professor Lung dann den Ursprung seines Vermögens so sorgfältig versclMegen hat." ' Ein mildes Lächeln spielte um die Lippen des Generaldirektors. „Professor Lung war doch Hosrat, nicht wahr? Und Mitglied des Herrenhauses? — Ritter hoher Orden? Glauben Sie, daß es ihm angenehm gewesen wäre, wenn alle Welt gewußt hätte, daß er sein Einkommen einer Spielhölle zu verdanken habe, daß er beteiligt sei an einem Unternehmen, das von alleil Moralisten in den tieften Pfuhl der Hölle verdammt wird?" i Willofsky hatte als Antwort bloß ein betretenes Lächeln. „Sie stannen, mein Herr, daß ich solche Worte über das Institut spreche, das unter meiner Leitung steht. Aver ich wäre ein sehr schlechter Direktor, wenn ich nicht über die Meinnng, die die Welt über nns bat. orientiert wäre. Daß dieser Meinung zum Trok unser Institut mit jedem Jahr an Einfluß und Zngkrai't gewinnt, ist das ein,',lg? Argu» meut, das ich für uns ins Treben Mre. Wir i befriedigen ein Bedürfnis, wie andere Un-I t er neb m nn gen Bedürfnisse liesriedigen, oibt Gesellschaften, die Üohle. andere, die Ei sen verschleißen, wir vers^leis'en ^!"s' egnna Bei nns kann sich seder ;u seder Zeit so vi'l Emotion einhandeln, als er will, wir lanneu keinen Unterschied von Rang uud Person, die Emotion, die bei nns erhältlich ist, ist die beste und ehrlichste der Welt, sie verliert nie ihren Reiz. Und wir verkanfen sie schon von fünf Francs aufwärts. Unser Institut ist ein Bedürfnis unserer Zeit und genügt diesem 'Bedürfnis mit allein möglichen Komfort." Der stets so gemäßigte Generaldirettor , schien sich in eine Art echter Begeisterung hineingeredet zn haben. Wenigstens hatte Wik.» lotsky den Eindruck, als er, sich verabschiedend, sagte: „Ich danke für Ihre Aufklärungen, mern Herr, und bedaure bloß, daß Ihre Worte, trotz ihrer Liebenswürdigkeit, so wenig zur ^ Austlärung dieser rätselhaften Angelegenheit beitraget! tonnen." i Diesmal blitzten ilin die kleinen, schw.rr-zen Augen des Weißbärtigen mit unverhohlener Feindseligkeit an. „Ich habe Ihnen alles aufgeklärt, mein Herr!" „Ich bin tro^dem enttäuscht." „Und warnm?" „Weil ich noch immer nicht weiß, wa^um nnd von wein Professor Lnng ermordet wurde." Mau merkte in diesem Augenblick, daß die l kleine Rokokonhr nicht mehr tickte. Der Generaldirektor verachtet? seine Fin-ger täoel. die vollendet schön waren. .. ^u>f>'sjor Lung ist also ermordet wo?' i den.'" ^ . »der die Grippe. Tie hat ia im letzten mehr feuchten nls kalt-'n Winter ohnedies bös schaust und mmiche Opfer qesordert. DciÄ ist aber min mal nicht zu ändern: was die ärztliche Wissenschaft auch an wirksamen Mtteln erfinden und erdcnkiTN mag, von den 1600 Millionen Menschen der inüssen einem imumstösjlichcn Gesetz i'.ujol^ jährlich nlin-destenS M Millionen ihr Leben lassen, also täglich an die W Tausend. Andertlialb Milliarden Manschen bevölkern die Erde und in mindesten) tausend Sprachen zerfallen sie. Da ist es kein Wun-^r, daß sie sich so sch^ocr verständigen können. Ist doch die Bibel allein in mindestens 7sX) Sprachen und Idiome überseht. Und erst die Verschiedenheit in den religiösen Anschauungen! Von d»^^n IM) Millionen Menschen sind einer Etatiitik zufolge 275 Millionen .^tatboliken, 170 Millionen Protestanten, 1?5 Millionen Orthodoxien, 12 Millionen Juden. 2>^ Millionen Mohammedaner, I ii) Millionen Budliisten, 210 Millionen Brahmans-n mid Hindus. 24Z Konsutsia-ner, 40 Millionen Schintoisten. dazu etwa 1W Missionen ?vetischanbeter. ?llso es sieht recht bunt aus in Sachen des (^',laul>en?. Aber auch das soll uns die s^reude an die endliche Niederringung des Winters durch die warme MärAensonne nicht stören. In der Natur gibt es keine Diffe^mzen der Anschauungen. Die Sonne scheint allen in gleicher W^se — könnte sie nur endlich der Erde imd den Memchen auch d-en Len) eines wahren Seelenfriedens bringen! A. N. -O- Marburger und TagesnaOriOten. Die Orgamsation des Juqetldrotkreuzes soll auch in Maribor eingeführt werden, was mit Rücksicht auf die ntenschenfreundlichcn Bestrebungen dersell>en auf daS lebhafteste zu bcgrüA^n ist. In Oesterreich. Deutschland, Frankreich, England uird ^sialien ist diese aus Amerika herübergel^rachte Aktion bereits in Blüte, zählt zu Hunderttauseuo — in Amerika Millionen von Mitgliedern «nd hat sich bisher bestens bewährt.Sie strcbt '^me Erneuerung der Geistesrick)tung an; denn die Gegenwart zeigt unS allüberall die Merkmale eines ers6)reckenden Egoismus, der sich in Klassen« nud Nationalitätenhasz, Mammonismus, unbegrenzter Genugsucht un-d Herzlosigkeit äußert. — Dementgegen soll das Jugendrotkreuz mit dem Motto: ^ch diene" — den Nltruisinns, die edle Menschenliebe wieder zur ^>eltung bringen. Diese — zunächst aks Sorge um die eigene imd fremde Gesundheit, durch Beobachtung der (^sundheitsregeln — bei der Jugend zu Werken, dann durch einen geriugen Monatsbeitrag von S0 Para den Opfersinn anzurufen und das Herz der Jugend imnrer tiefer für echte Menschenliebe zu gewinnen, lsst das Ziel des Jugendrotlreu^es. ,^nr Porbereitung desselben in Maribor hielt Lan-de-schulinspektor Dr. Poljmiec im Kasinosaal emen erläuternden Bortrag. Leider hat noch keikver für die nur deutsch verstehenden Eltern stattgesunden, was gewiss im Interesse der Organisation gelegen ist. B. Der Museumverei« von Maribor feierte am 2.). d. sein 2l)jährigcs Jubiläum. Die Ge-neralversanimlung, die am selben Tage stattfand, war sehr schlecht besucht. Der Perein, dessen Tätigkeit von weitgehender Bedeutung ,,Es gibt Gründe, die dafür sprechen." „Uns wurde berichtet, er sei an einem Herzschlag gestorben." „Das war auch die offiziell festgestellte Todesursache", anvvortcte Willofsky und zählte im Ans6)lub daran die hauptsächlichsten Ver-dachtsgründe auf. Als er vmr dem Unbekannten erzählte, der unmittelbar nach dem Tode Lungs in das Arbeitszimmer gedrungen war und die Papiere des Verstorbenen durchstöbert hatte, lag schon wieder der leicht gelangweilte Zug des Weltmannes auf dm einen Augenblick früher ein wenig in Unordnung geratenen Zügen des Generaldirektor?. „Es würde mich interessieren", sagte er langsam, „ob Sie ganz sicher siud, das; die Papiere des toten Lung bloß von einem Unberufenen durchsucht wurden." „Ich v'.rstehe nicht recht." „Ich meine, ist es nicht inöglich, daf^ Z'^vei Personen nacheinander in das^'durch den To-de'^all völlig verwirrte .Haus eingedrungen sind und die Papiere durchsucht habeu?" „Das halte ich siir ausgeschlossen. Ganz kurze Zeit nach den, Ableben Prosessor Lungs erschien Doktor von Drekiel, sein Schv^nger, und nahm die Papiere an sich." (Fortsetzung folgt.) 'Wi a ? V v ? ? fflr die geschichtliche Erforschung unserer engeren .^imat ist, würde gewi^ ein größeres Jntcrcsse seitens der Oefsentlichkeit verdienen. Nack) ausführlichen Berickiten des Vor-si^enden und der übrigen Funktionäre wurde der biÄ?erige Ausschuß vollzählig wiedergewählt. Ucber die Tätiglcit des Vereines werden wir in einer der nächsten Nummern einen ansführlicl)cren Bericht bringen. Doktor Turnor erkrankt. Der allseits bekannte Dr. Turner ist, N'ie uns berichtet wird, schwer erkrankt. Dr. Turner, der l>e-reitS das 83. Lebensjahr überschritten hat, lebt in stiller Zurückgezosienl)eit in seiner Behausung unter dem Llalvarieuber-^e neben derin ^u schule. Evangelisches. Sonntag den 4. März Predigt .^>err Pfarrer Baron in Ptuj; in Maribor findet an diesein T^ge kein evangelischer Gottesdienst statt. Alkoholverbot am Wahltage. Der Stadtmagistrat von Maribor teilt mit: In allen Gast- und Lkaffeehausbetrieben, Bars, Buf-fi.'ts usw., wie auch auf Ballen, anderen Unterhaltungen und Varietees ist der Ausschank und Perkauf von alkoholischen Getränken jeder Art in der Zeit von Samstag den 17. d. uin sechs Uhr abends bis Montag den 19. d. um 11 Uhr vormittags verboten. Num, Kognak usw. dürsen nur zum Tee verabreicht werden. Eiile Ausnahme wird in dieser Beziehnng nur auf den Bahnhosrestan-rationen, in den Bahnhofbuffets und in den Berghütten gemacht. Die Besitzer dieser Be-triel^ dürfen alkoholische Getränke an diesen Tagen verabreichen, jedoch nicht mehr als ein Sechzehntelliter Per Person, und zwar auch nicht über die Gasse. Die Bahnhof-restaurateure niüsien Mineralwasser in ksei-nen Flaschen zu augemessenen Preisen verkaufen. Die Perabreichung von Speisen darf in keinem Falle verweigert werden. ^ B'.'i dieser Gelegenheit iverden gleichzei'i'ig auch nech einige Besrim'.nuugcn der Verordnung zur Bekänchfung der Trunksucht in Erin-nernilg gebracht. Notorischen Trinkern oder schon Betrunlenen dürfen keine alkoholischen Getränke verabreicht werden. Jugendlichen unter Iii Jahren dürfen in öffentlichen Lokaleil überhaupt keine alkoholische?, Getränke gegeben werden, auch wenn sie sich in Begleitung Erwachsener befinden. Jngendlichen Uliter Ili Jahren ist der ^^^such von öffentlichen Lokalen ilberhaupt nur in Begleitung vertrauenSviürdiger Aufsichtspersonen ge-stl7tlet, es sei denn, das; sie sich auf Reisen befinden. Uebertretuugen aller diefer Borschriften, welche sogleich in Kraft treten, werden in Hinknnst mit der größten Strenge bestrast werden. Mitteilungen bcs Mieiervereines für Marlbor und Umgebung. Die Blätter in Ljub-ljana haben vor einigen Tagen folgende Notiz gebracht: Unl die Adressen jener nien-fchenfreundlichen .Hansbesiher zu erfahren, die die Mietzinse nicht oder nur um ein we-nic^s erhöht haben, ersuchen wir alle in Betracht kommenden Mieter, uns deren Adressen bekannt zu geben. Wir wollen diese mit vereinten Kräften ill der Ausübung ihres Berufes nnterstüs^n nnd die innge^ihrton Datei, bei den Schiedsgerichten zur Grundlage bei der ?^messi»ng di^s Mietzinses verwenden. Dies wäre anch für Maribor äußerst z,vec!ulüs^,ig. Der Mieterverein ersucht daher, solche Adressen in der Kanzlei, No-tovZki trg 1'. belanitt zn geben. — Die öffentlichen Ansfchußfiklmgen des Mietervcr-eines werden ab 1. d. M. jeden ersten und dritten Sonntag im Monate stattfinden. Der Begin!, dt'rselben wird jedesmal um 9..A) vorinit^.ags stattfinden. Der Eintritt ist nur gegen Borweisung der Mitgliedskarte gvstattet. In der aut Sonntag stattfindenden Sitzimg werden auch die Anträge bezüglich einer nach Eelje einzuberufenden Konferenz erörtert iverden. Vorträge der MAG. So,u,tag den 4. d. findet NU, 10 Uhr vormittags div Forlsetznng der von der Wohnbauaktion ins Leben gerufenen Vorträge statt. Bei dieser Gelegenheit wird der Vereinssekretär auch einige Pläne von Bansotteriege,viustvn vorzeigen. Kleine Polizeichronik. Eine gewisse Josefine fchiclte ein lvjähriges Mädchen zu einelu hiesigen Äaufulann mit einein Brief, in denl sie din Kaufmann ersuchte, dem Mädchen v<'rschiedene Lebensmittel auszn< folgen und die Rechnung auf die angegebene Adresse zu übersenden. Dem stianfmann erschien die Sache nicht ganz geheuer ,ttid er brachte den Fall zur Anzeige. Die Untersn-chung stellte sest, daß der Brief fingiert war. K. wurde wegen Bctrng angezeigt. — In der letzten Zeit niehren sich wieder .tzühner-diebftähle. In den meisten Fällen fällt die Schuld auf die Eigentümer selbst, da sie die Hühner srcnien ein gewisser Paul Pavcr, angeblich aus PoljTa-ne, der sich als Vertreter der Triefter Fir-ina „Medicns" ausgab und Geschäfte auf .<?tete, wurde jedoch bald eingeholt nnd festgenommen. Beiin Einspruch war ihm ein Volksschi'ller, ^der Wache hielt, be^iilflich. Er wurde verhört und sodann seinen Eltern übergeben. Zur SlnsklärunA! Es wird bekannt gege» bDN, daß Andreas Bikov.^ek, Müllergchilse in Pekre, mit Karl BikoSek, Obernn'iller in Pe-kre, nicht identisch ist. Die Einhebung; der Hundesteuer. Die Hundebesitzer mögen sich di^. sür dieses Jahr geltenden .Hundemarken bis längstens 10. d. bei der Stadtkasse beschaffen. D^r Abdecker wird ab 10. März alle .'onude, die ohne gültige HundSmarke hernn,laufen, vertilgen. Tierquälerei. Heute nm die Mittagszeit fuhr ein schwerbeladener Möbelwagei, durch die Einspielerjeva ulica. Da die Strasse infolge. des Tauwetters der letzten Tage stark durchgeweicht ist, versank der schwe'.e bald bis zu den Achsen im ^lot. Vorspann ulußte herbeigeschasft werden .Aber auch s^yt wollte es noch immer nicht gelingen, dcn Wagen wieder flott zu kriegen. Die'? briichte den einen Knecht so in Wut, daß er wie sinnlos ans das Vorspann einschlug, bis eines der hiuter ihm stehenden Tiere ausfeuerte nnd dem hinter ihn, stehenden Pferde den linken Vordersuß zertrümmerte. Selbstverständlich konnte sich das Pferd trotz der er-nenet auf ihn einsausenden Hiebe nicht erheben, bis man erst nach über einer Stunde die Feuerwehr rief, die das arme Tier mittelst Helvapparat auf einen Wagen legte. — Die „biederen" Rosselenker werden bosfent-lich wegen dieser Tierquälerei auch noch die gebührende Strafe erhalten. Ein Skandal al>er ist es, daß ein Unfall ans diesen Gründen überhaupt in unserer Stadt vorkomineu kann. Schließlich braucht man nicht einmal in die Einspielerjeva uliea zn gehen, die ja wirklich eine der schlechtesten ist; e? genügt ein Gang durch ein ganz beliebige Gasse. Für die an Tuberkulose erkrankte Lehrerin spendeten Ungenannt 15 Dinar und Unscherl 8 Dinar. Gründung einer Feuerwehr. Aus Sv. Martin bei Slov. Bistrica wird uns geschrieben: Nunmehr wurde auch bei uus eine ftei-willige Feuerwehr gegründet. Die nene Wehr benotigt anch Unisornistücke uud ersucht um gefällige Offerte von gnt erhaltenen alten Bluseu, Hosen und Mänteln. Siachtdienst in den Apotheken. Diese Woeste, d. i. vom 4. bis 11. d., versieht den N'achtdieilst die Stadtapotheke (Prüll) am Glavni trg. Verstorbene in Maribor. 25). Feber: Fiel-halier Ludmilla, 64 Jahre, Bedienerin, Allgen,eines Kranlenhans. — 26. Feber: Sla-vec Anna, 2!) Jahre, Lehrersgattin, Krankenhaus. — 27. Jänner: Zorko Josefine, ilf-'arbeitcr-gaLlil:, Tezno 78. Zu viel... Ein ungewünschte«? Glück traf den ü0jährigen Landarbeiter Javo Mi-lanovie aus Drenovo. Seine ."4säbrige Ehe-« Hälfte brachte dieser Tage nämlich DrittiN"» ge znr Welt. Die itiind'.'r, zwei l)cr.',ige Mä« dels und ein kräftiger Stani'.nhalter. üns normal entwickelt und gesund, der „gliickli-che" Vater aber wie schon gewöhnlich sehr arn,. ^ Erdbeben in Zagreb. Untern, 58. d. wir^ ans Zagreb gemeldet: Gestern um halb 7. Uhr früh wnrde hier ein ziemlich starker Erdstoß wahrgenommen. D^ Erdbebenherd dürfte nach d?, Schwi^nmschule ve,ivandelt. Erst gegen ? Uhr früh gelang es durcb vollständige Ab^ sperrung des Stadtteiles durch die Wasser-leitungszentale, der Sit,'-ation Herr zu wers den. Der Scs?aden ist sehr groß. - z Der Bau de? Eis:nÄ<»hnstr?cks beta—Orn,oZ schreitet, wie ,n,? aus Lsuto-mer berichtet wird, trotz des schlechten Wet^ ters der letzten Tage, das die Arbeit sehr be-einflnßt, ri'lstig fort. Die Feldbahn vom Bahnhofe in Ljutomer bis Ende de? Marktes ist bereits kertiggestellt. Nun wird an der Verstärkirng der Brücken gearbeitet. Tag" lich laufen Materialtransporte ein. Mit Anbruch der trockenen Zeit, wenn der setzt dnrch-näßte .Grund getrocknet sein wird, werden die Bauarbeiten flott vonstatten gehen. Es ist zn hoffen, daß der Verkehrsnrisere, die bi-her in dieser Gegend herrschte, in absehbarer Zeit abgeholsen wird. Einbruch in ew Postl^mt. Vor einigen Tagen lierübten bisher nnbekaniüe Täter einen Einbruch ins Postamt in Niluia (Sla-U'.onien). Den Einbrechern fielen 2W.0<>0 Dinar Bargeld in die Hände. Auf der Flucht verloren die Diebe ein Postsäckckien mit 100.000 Dinar, das an, nächsten Tage im-weit des Postamtes aufgefunden wurde. Von den Tätern fehlt jede Spur. Die fofort eingeleitete Uutersuchuug blieb bisher erfolglos. .fiohes Alter. In Eetiuse in Montenegro starb dieser Tage der Baner Georg Bura?s-koviö im Alter von 116 Jahren. Er hinterließ i"!ber 00 Söhne, Enkel und Urenkel nnd nahm an assen Kämpsen, die Montenegro im 19. Jahrhundert führte, teil. Die Länge unseres Eissnl»ahnnefes. Jugoslawien mißt 2^2.000 Quadratkilometer statlicher nnd Privater Normal- uiid schinal-spnriger Eisei,bahnen. Ans einen Ouadrat-kilonieter entfallen nur Meter des Bahnnetzes, was iin Verglieiche zn den anderen Staaten sebr weing ist. Ein Kind verunglückt. In Hrastnik saß di?ser Tage das z,veijührige Änäblein deS BerginanneS PnngerLe? au, Tis^^^e und spielte. Da es unbeaussichtigt war. stürzte es voin Tische, fiel unglücklicherweise auf die heiße Sparherdplatle und zog sich so schwere Braiidwnnden zil, daß es in einigen Stunden starb. Die Tenerungszulagen und Ouartiergel-der für die Staatsbeamten. Die Finanzbe-zirli!?direltion ersucht uns initzuteilen, daß der Finanzin in istcr Dr. Stojadinovi^ der Delegation des Finanzininisteriuins in Ljubljana den Austrag erteilt hat, unverzüglich mit Gültigkeit vom 1. d. die neuen Bestiiumungen ü^r die Teuerungszulmieu nud die Ouarliergelder der Staatsbeamten durchzuführen. Nummer Vom ?. März ISZZ e«n« s Der Transport verwundeter Personen auf den Bahnen. Das Borkehsniünsterium hat angeordnet, daß von nun an Transporte 1)erwun!>etier oder verunglückter Personen auch m den (^epäckSwagcn der Iüqe bcav^rk-stelllgt werden können. Mit d-enl Berwunde-tcn können auch die notwendigen B.'gleiter mitfahren und wird nur dic niedevste Wagenklasse des betreffenden Zuges verrechnet. Die neuen Zigaretten „Drava und der Zigarettendabat „Neretva" werden in den zmchsten Tagen ausgegeben werden, da die Tabakfabriken schon eine genügende Menge von jeder Sorte angefertigt haben. Die Zi-lgaretten werden 15 Para pro Stiick und der Tabak 6 Dinar Pro Päckchen kosten. Milliardenunterschlagvng in Wien. Die ^'inanzlandesdirektion Niederöst!.'rrcich kanl 'der Manipulation einer Gruppe von Händlern auf die Spur, durch welche der Staat vm mehrere Milliarden an Spiritussteuern ^geschädigt wurde. Die Hinlerziehungen gehen auf Jahre zurück. Die Händler dirigierten aus der Tschechoslowakei Spiritus nach Wien; dieser Spiritus war als Transitware bezeichnet und wurde nach Jugoslawien ver frachtet. In Wien wurden nun die Spiritusfässer entleert und mit Wasser gefüllt. In diesem Zustand ging die Fracht nach Ingo islawien. Selbstverständlich waren die Adres lsaten mit den Schmugglern iul Einverständ-inis. Die niederosterreichlsche Finanzlandes-idirektion hat schon eine erkleckliche Anzahl von Verhaftungen veranlaßt; unter den Eingezogenen befinden sich einige Spediteu-xe. Bestialischer Raubmord. Au: 28. d. wur-.li>e in Wien in der Sterngasse an der Prosti-ituierten Franzi Stern von unbekannten Äi-itern ein gräßlicher Raubmord verübt. Die !Tote lag, nur nlit einem Hemd betleidet, !in einer großen Blutlache vor dem Bett aus ' >dem Boden. Sie hatte eine furchtbare Schnitt Wunde, die auf der rechten Borderseite des '--Halses einsetzte und Hals und Nacken vollständig durchtrennte. Offene Ctuis und Be-lil^zälter, die aus dem Tische lagen, weisen auf i einen Raubmord hin. Die Polizei entfaltet 'eine fieberhafte Tätigkeit, um den Mördern l auf die Spur zu kommen. - Tschechische Arbeiter sür Frankreich. Wie l'bereits genleldet, wurde vor einigen Tagen !>in Innsbruck ein Transport tschechoslowa-^ bischer Arbeiter angehalten und an der Wei-! terreise gehindert, da uian dort der Ansicht ^war, eS seien Streikbriccher für das Ruhrge-^biet. Die Einsprache der tschechoslmvakischen > Behörden hat nunulehr ihre Wirksamkeit ge-!!tan. Den tschechischen Arbeitern wurde die l Weiterreise gestattet, da sie nachlveisen konnten, daß sie schon vor der Ruhrbesetzung für 'die Gruben in Lens angeworben waren. ^ Ertappte Schmuggler. Seitdenr den Grenz ^ >dienst wieder die FinairzwaÄ)e übernonunen :hat, hat sie schon mehrere Erfolge zn ver j zeichnen. Als am Freitag um 1.30 Uhr früh 'der D-Zug aus Wien in Maribor eintraf, - meldete der iln Zuge diensthabeilde Zollbe >amte, daß auf der Strecke vi^n der Grelize ' bis Maribor mehrere Pakete ans dem Zuge . geworfen wurden. Es wurde sofort eine Pa tuouille entsendet, nm nach den aus den: Zug ' «geworfenen Paketen, div zweifellos iSchmugglerwaren enchielten, zu fsihnden. - Diese Arbeit wurde ihneu von dnl Schmugg« ^ lern seh rerleichtert. Bei der Cisenbahnbrücke ^ Anweit von Pesniea begegnete die Pcitrouille ^ nämlich drei schwerbeladenen Männern. 'Schon bei oberflächlicher Untersnchnng wur !>de Schmugglerware entdeckt. Alle drei wur-, den festgenommen und nach Maribor eskor tiert. Bei der Untersuchung fand man in den ' Paketen 33 Kilograuizn Sacharin und Zk» Ki ^ logramm Zigarettenpapier inl <^esamtwert von mehreren Hunderttausend Dinar. Die ^ Schmuggler, alle drei Zagreber Inden, wnr-' den der Zollbehörde ü^^rgebcn. Kavarna Zigart. Samstag den 3. und Sonntag den 4. d. Elite-Konzert. Sautanz. Heute Sonntag und Montag in t Martin und Maria Fuchs' (^Gastwirtschaft? . in Nova vas sNendorf) trotz schlechter Mit-' terung guter Gehweg. Gute Weine, Götzer < Vier. 1^6 Hotel Haldwidl. Heutie Som'»tag das übli- - che Frühschoppen- imd Abendkonzert. Erstklassige Weine. Hochprima Bock- und Märzenbier aus der Brauerei Götz. 1L45 Konzert in der Grajska klet. Samstag den ^ I. d. findet in der Grajska klet ein ^konzert der vollständigen Kapelle „Drava" statt. Be-j Hmn nnt halb 20 Uhr, Eintritt per Person l 2 Dinar. 1(Z26 ^ Wurstschmmts am Sonntag den 4. d. in / der Gostilna Lah, Radvanjska cesta '.1?r. 34. ' Mrte ISickern Weiue. 1603 Theater und Kunst. Nordischer Ssnatenabend. Bei dem von Frau Fanui Brandl-Pelikau und Herrn Hermann Frisch veranstalteten Sonatenabend wurden die Sonaten Opus 8 von Grieg, Opus 10 von Sjögren und Opus 27 von Sulding aufgeführt. Ueber Meister Grieg ist nicht nötig. viel zu sagen, da seine Werke schon bekannter sind. Unter den ausgeführten Wer-en trat bei ihm die Sonatcu-sorm am klarsten zntage und ist der spezielle norwegische Voltston am charakterischesten. Smdiugs Sonate ist ein in der Invenlion kräftiges Werk. Der 1. Satz wirkt mehr als Gradation uud freie Fantasie. Sehr schon ist der kantilenenreiche 2. Satz, in welchem die Violine die Hauptrolle hat und das Klavier mehr begleitend ist, und hochinteressant in Rhythmus und Themalil ist der letzte Satz eine seine kontrapunktische Arbeit. Sjögrens Sonate — das zweite Werk des Program-mes — ist etwas weniger kräftig in der Erfindung. Ihre Themen sind kurzatmiger, die Form der einzelnen Sätze ist vorwiegend Gradation und die typische Sonatenform ist nur schwer erkennbar. Doch ist sie immerhin ein beachtenswertes Werk. Den 2. Satz dieser Sonate haben die Künstler auf den reichen Beifall hin, den ihre glanzvolle Leistung errang, wiederholt und auch wir müssen den beiden Ausführenden Frau Brandl-Pelikan und Herrn Frisch zu der vom tiefen Verständnis zeugenden und technisch selbstverständlich einwandfreien Wiedergabe der drei Werke dieser nordischen Meister gratulieren und die zwei Küustler bitten, solche Sonatenabende weiters zu veranstalten. Obwohl dieselben eine schwere Kost für das weniger musikalische Publilum sind, würde sich immerhin ein fester Kreis kunstliebender Zuhörer einfinden. E. V. Repertoire des NalionalHeatcrS. Samstag den 3. d. „Urh, Graf von Celje", außer Abonnement. Festvorstcllung des Kompoui-stensten Viktor Parma. Sonntag den 4. d. „Urh, Graf von Villi". — Am SamStag den März feiert der Komponist Viktor Parma seinen 05. Geburtstag und das 40jährige Jubiläum seiues künstlerischen Schaffens. Bei dieser Gelegenheit wird seine erste Oper (die überhautv zeitlich die erste slowenische Ope rist), „Urh, Graf von Cilli", aufgeführt. Die Uraufführung dieser Oper fand am 15. Feber 1M5 im Labacher Landestheater statt. An dieser Stelle teilen wir die damalige Kritik der „Laibacher Zeitung" mit: Ljub Ijana, 18. 2. 15,9z. Wir hatten schon zu wie derholten Malen Gelegenheit, in mehr oder weniger ausführlichen Berichten auf den Aufschwung hinzuweisen, der sich auf der slo wenischen Bühne seit einigen Saisonen im Opernfach bemerkbar macht; über ein zur Aufführnng gelangtes O> iginalwerk, das mit Fug und Recht die Bezeichnung einer Oper trüge, waren wir jedoch bisher n i ch t in der Lage zu berichten. Umso höher ist demnach die eiste slowenische Oper „Urh gros ceNUe" Tert von Anton Fnntek, Musik von Viltor Parma — anzuschlagen, die am vergangenen Freitag vor einem total ausverkauften Hause zum erstenmal in Szene ging nnd einen durchschlagenden Crfolg davontrug." „Der Müller und sein .And." Dieses beliebte Trauerspiel wird von der hiesigen Volksbühne am Montag den 5. d. um halb 8 Uhr abends im Narodni dom aufgeführt. Kartenvorverlauf Sonntag den 4. d. iu der Kanzlei der Volksbühne iin Kasino, am Tag der Vorstellung in der Papierhandlung Bri^ nik in der Slovenska nliea und an der Abendkasse. Die Kauzlei der Volksbühne befindet sich im Kasino (Räume der Beamten messe). Amtiert wird täglich von halb 14 bis 15) Uhr. Neue Mitglieder werden ebendort aufgenommen. Volkswirtschaft. Die Russubr Slo»»»enienS. Di<. .Holzausfuhr aus Slowenien steigt von Tag zu Tag. l!cber Ic'enice gehen täglich unzählige ^e<--gons mit Brenn- nnd Bauholz nach ^lai'.en. '.'iust.'rdem wird auch noch viel B..nnho-z in die Schweiz aufführt. Die Ausfuhr von Schlachtvieh hatte einige Zeit nachgeladen, jetzt ist dieselbe wieder sehr lebhaft. Das meiste geht nach Italien. Der Landwirtfchaflli-che Verband in Ljuoljana führt ganz.? Iuan-titiäten Milch nach Oesterreich aus. In den letzten Tagen ist die Nachfrage nach Cri> üppseln und Bohnen seitens Itoli.ns sehr rege geworden und wird die Ausfuhr dieser Arti'.l in der bevorstehenden ^aatlampagne sehr lebhaft werden. Die Ausfuhr unserer Produkte über Ieieniee uud Maribor nach Frankreich, die anfangs vougen Monates sehr rege war, hat jetzt wegen des anrege!» mäs-'.i^.'n Verkehres nnd der großen Schneegestöber in den Aspeng?genden sehr nachgelassen. Heraksetzunq des Aussuhrzolles s^r geschlachtete Schweine. Das finanzökononiische Komitee hat in seiner letzten Sitzung b> schlössen, den Aussuhrzoll für geschlachtete Schweine von erden alle AnSschußmitglied^r gebeten, dersel,beil be-Üimntt beizuwohnen. . - - Von Paul Schlosser. (Tsirlsestung.) Ter Wettermacher Züchtigung. DaS Haus, in dem diese Sage spielt, steht heute noch, und zwar an der Gemeindegrenze Bi'trica b?i Ril^e nnd Lovnica (Löbnitz im Feistritzgraben. Dainals gehörte eS dem Bauer Zem-nec, heute Suppanc. Es war 1870, spät abend?, als ein Mann uud ein Weib, scheinbar ein wandernde'? Ehepaar, in entsetzlich zerlumpten Gewändern, triefnaß und vollkommen erschöpft, zum Bauer Zemnec kamen mit der Litte, ihnen Nachtquartier zu betvilligeu und ein wenig Schmer (Schmalz vom Bauchstück des Schweines) zum Schmieren des Körpers zn geben. Der Bauer bewillige Leides uud wie ihnen den Stall zur Züchtigung an, wohin sich die traurigen (Gestalten sofort begaben. Auch für Zemnec war eS Zeit znm Schla fengehen geworden und er suchte sein Lager aus, daS am Heuboden über dem Stalle lag. Der Weg dahin ging anßen die Stiege hin auf. Demnach blieb er ungesehen. Oben angekommen hörte er nuter sich noch reden und lauschte unwillkürlich dem bespräche seiner verlotterten (Mte. So oernahm er: „So weit haben wir müssen! In Marbnrg hat nnZ der brüllende Stier verjagt, in Hollern bat wieder der kleine Hund so gebellt nnd erst in Et. Martin ('üdösttich von Marburg, bei Wurmt^ral haben wir endlich deu Schauer auslassen können!" Da fiel dein Bauern, der dieie Worte gar wohl zn deuten verstand, der Sckueier von den Augen: Der brüllende Stier, daS ist die Domglocle in Marburg, der bellende Hund, das ist das (^löM'in der Capelle in Hollern, das eben jetü Wetter geläutet hatte! Die Nänge der gc^veihten blocken hatten die Wettermacher vertrieben nnd ihnen ihre Pläne in Marbnrg nnd im Drantale durchkreuzt. Nnd diese beiden, denen er gutherzig Unterschlupf gewährte, hatten den Hagel über St. Martin ansgelassen nnd wa^n nichts anderes als T"usel. Die großen Wege, die sie zurücklegen, die Schau-erwolten, in denen sie 'die Lüste dnrcbiagten --also deshalb waren sie so durchnäßt uud ruhebedürftig! Und Zemuec nnlßte, was hier zu tun sei. Er stand auf, schlich hinab in den Schupfen, nahm einen eisernen Faßreifen, wand ilm fest zusammen, das; cr sich wie eine vierte handhaben ließ, und ging damit schnurstracks nach dem Stalle. Da lag eS ja, das Elens-vack! Und ohne Erbarmen bieb der wackere Bauer mit seiner fnrchtbaren Zucbirnle auf die Wettermacher ein nnd bielt erft inne, bi-? ihnen daS Blut aus unzähligen Wunden floß: und da war daS TeuselSpaar auch scheu verschwunden! Hätte Zemnec di^se ZüchÜauua unterlassen, würden ihn die beiden Teufel unfehlbar zerrissen haben. Die beschlagene Hexe. Iu Na?ie (5?ra-nichsfeld) lebte einst ein Bauer, despn Fraii eine Hexe war, was sie streng geheim hielt. Da geschah es, daß der Baue" einen neneu Knecht l>er Pflichtete, wie üblich uns ein Jahr. FlugS hatte es die Frau verstanden, dem neuen Knecht ihren Willen auf-uzwin-sien. Allabendlich Hing sie in den Stall, war? dem Knecht die Halfter über den .^opf, dadurch war er in ein Pferd verwandelt, uud ritt aus jeiiiem Nucken zum Hexentanz, von dem sie stets erst kuapp vor Mitternacht heimkehrte. Damit ihr Mann ja nicht auf ihr Treiben käme, legte sie eine, ihr lauschend ähnliche Puppe ins eigene Bett. Den Knecht, der nur mit Wut ge^n seine Herrin au die nächtlichen Nasereien dachte, schacherte sie mit der Drohung ein, ihm die Znuge auszureißen, wenn er sie etwa verraten sollte. ','llS aber am letzten Tage seines (^eüingeS sich die Here wu-der anschielte, ihn in ein Noß zu verwandeln, sing er geschielt die Hal'ter ans uud warf sie blitzschnell der Bäuerin über deu Kopf, ^nn war sie das Pferd und er der Reiter. Uud der Knecht nahm furchtbare Nache. Zuerst jagte er sein Noß durchs ganze Torf und drückte ihm die Poren tief in die Weichen. Dann ritt er zum Bauern uud erklärt^ ihm, morgen müsse er Streu vom Bachern holen, Wetter und« Wege seieu so schlecht, das Pferd müsse heute noch beschlagen wnden. Der Bauer war's zufrieden. So galoppierte der Knecht zum alten Dorjschiuied, rüttelte ihn aus dem Schlaf uni) hieß ihn, das Pferd geschwind zu beschlagen. Der Schmied war wirklich der Taufpate der Bäuerin. Es kostete ihn schwere Mühe, daS sehr aufgeregt sich gebärdende Pserd zn bändigen, und als er endlich die heißen Eisen den Hufen auflegte, rief ihm das Hexenpferd zu: „Heist, Pate, heiß!" Der Schmied stutzte nnd sagte: „Wie sollte ich der Pate des PferdeS, eines Tieres, sein? Ich Kill doch ein Mensch!" Worauf ihm der Kitecht einredete, nicht das Pferd habe gesprocheil, sondern daS sei mir ein mißverstandenes Gerätisch geniesen, und ihn an-« spornte, zn eilen, denn es ei schon sehr spät. Mit vieler Mühe war schließlich das Pferd beschlagen nnd noch knapp vor Mitternacht in den Stall znrüclgebracht, wo es nach Entfernung der Halfter wieder seine wahre Gestalt aunahm. Sonst schlich die Bäuerin nach jedem Hexenritt immer lautlos nach ihrem Bett, aber diesmal dröhnte daS gan.^e Haus vom schwereil Tritte der Hufeisen, die sie unter unsäglichen Schmerzen an Händen und Fü-ßeu mit ficb schleppte. Des Schmiedes Werk konnte die Bänerin nicht ungesehen machen. Noch faitd sie Kraft, die Puppe aus dem Bett zn werfen, dann aber sank sie erschöpft ans ihr Lager und wimmerte gepeinigt vor sich hin. Jetzt war ihr Mann erwacht und frug mitleidig nach der Ursache ihres Jammers. Zögerltd beichtete die Frau die volle Wahrheit, worauf der Bauer den Knecht ob seiner Herzlosigkeit mit Vorwürfen überhäufte, dieser aber eutgeanete: „Ein volles Jahr lang hat mir die Bänerin den Schlaf geraubt, ein volles Jahr lang mnßr' ich ihr als Roß dienen; hatte sie etwa ein Herz mit mir? ?iun hat sie's nur zurückgezahlt bekommen!? DaS begrisf auch der Bauer uird lrnn überkam eS ihn wie Erlenchtnng, mm erst glaubte er dem Retusche! der Leute, sein^. Fran sei eilte H. re. Der Pate Schmied wurde gerufen. Mit Staunen vernahm er, was vorgefallen war, nnd entfernte die Hufeisen. Die Bäuerin aber erlag der ausgestandenen Qual, Börse. Zürich, März. sEigenbericbt.) Vorbör-se: Paris 32. l0. Vei^rad London Berliii 0.02.A!, Prag 15.80, Italien Neioyor? Wien 0.0074 sieben achtel, gest. .^trone 0.sD7ö, Budapest 0.17 sieben achtel. Wai.schau 0.012, Sofia Z.W, Bukarest 2.^-0. 6*ttgefeit)e!. Lsssei Säe die Jir lüipias" Einziges, Monlap früh in den österreichischen Alpenlandern erscheinendes Blatt. Trifft in Maribor 8--I') friili, in Celje ll*.r)7 ein, Vollkommen minolitisck Reichhaltigster Nachrichtenteil über Ereignisse clor ganzen Welt vom Sonntag. Wert-j volle iMilarbciter auf wirtschuftlichem Gebiete. Ruic' !ia!lige Theater- und Kunstbeilage. Neueste Sportberichte. 1632 t | I <3jcimtjcne Strccaiic i>. b. in 3nflr^/ ^ [| lilicn 8. SÖlobcrne Sfölfnwrfc in i,run'a itnb ftabitnorof. Sflonjatöjjrobiiltion i1100 SaggonS £rima ©tücffalf, + ; COJLiLtJ JULlGOn □ □ UULLJUJLJUUULJJ .continemtal* SkSwaitaasshinen. Ant.Rud. Legat, Maribor Slo'J&r.ski uSlca 7. :: Telephon 100. WM, . . -Marburg«» Zel,«»«' Kummer S1 Smn < MSr, ISN Vom Tage. Velsqu<»le«-Gesck!<5 !en. Ein Deli--uent wird Sonntag abends verständigt, »aß er sich bereit machen soll. Montag rüh soll seine Hinrichtung sein. Der Deliquent brummt: „Na, die Woche fängt gut zn." — In die Armensünderzelle tritt der Seistliche. um dem Deliquen!?n zuzureden, «ine Seele zu sammc'.n und sich bereit zu inachen, vor Gott zu trelen. „Ach Golt", antwortet der Deliquent wegwerfend, .geben Sie sich keine Mühe. Herr Pfarrer, m zwei Stunden spreche ich mit Ihrem 5hef persönlich." — Unter Monsieur veibler arbeitete die Guillotine so samos, das; der Tod erst einige Zeit nach der Operation eintrat. Ein Deliquent liegt unter vem Maschinenmesser und wartet. Die Suillottne sällt. Aus dem Kopie des Kingerichteten dringt noch die Frage: „Na, wann endlich?" Monsieur Deibler erwidert Mich: „Schon geschehen. Monsieur.! Schütteln Sie nur den Kops." — In! München ist großer Andrang zu einer Hinrichtung. Das Publikum drängt in den Kos. Der Deliquent tritt aus seiner Zelle heraus, bemerkt die Unruhe, das Geschiebe des Publikums und schreit der Menge zu: > „Nur net so drängeln, eh' i nit da bin.! geht die G'schicht ia net los." — „.Naben Sie noch einen Wunsch?" „Bill' schön, ich möchte gern den Staatsanwalt ra-rasteren." — Im Frühling wird ein Deliquent gesragt: „Also, was wünschen Sie sich heute an Ihrem lchien Tag?" „Vi!!' schön, Walderdbeeren mit Schlagsahne." »Aber jetzt ist ja Februar." „Na, ich kann ja warten." Der MarklplaH als Vulkan. In dem kleinen italienischen Städtchen Fran-j eenigo wurde die Bevölkerung unsanst aus j der Ruhe geschreckt. Der Ort, der auf' einem erloschen geglaubten Vulkan liegt, ^ strahlte plöhlich in hellstem Feuerschein.! Aus dem Marktplatz war der alte Vulkan durchgebrochen und während hohe Flam-, men emporloderen, strömte glühende Lava in die Strafen. Die Bevölkerung sloh in wilder Panik. Di? ..KeMhsrw". In einem Mün-ebener Kol?! wurde einer dort wohnenden Wiener Dame ein Brillanlring im Werke ^ von 12 Millionen Mark gestohlen. Ein des Diebstahls verdächtiges, in Käst genommenes Zimmermädchen leugnete hartnäckig. den Diebstahl begangen zu Habens Auss neue verhört, erzählte es nun dem Beamten, daß es im Arrest einen Traum gehabt habe; deutlich habe es den Platz gesehen, wo der Ring liege. In das Hotel gebracht, eilte das Mädchen mit den Polizeibeamten sofort in den vierten Stock. Vor einem Winkel blieb die „Träumerin" stehen und erklärte, daß dort hinter der ! Rolle Linoleum der Ring liegen müsse. ! Sie hob die Rolle weg, wo tatsächlich der Ring in ein Handtuch gewickelt lag. Und da sagt man noch: Träume sind Schäume! EZne prophetische Qn?!le. Im , Bannkreis von Nizza befindet sich eine > geheimnisvolle Quelle, der man die Gabe >der Weissagung beimißt und deren Gewässer die Abhänge der Hügel von Gai-raut herobrieseln. Sie trägt den Namen Fouent-Santa und ist mit starken Unterbrechungen tätig. Ihre Wasser erscheinen nur selten und unter sonderbaren Umstünden. Nach vielen Iahren der Ruhe erwacht sie plötzlich und manchmal mitten im heißen Sommer, ensendet sie während einer Zeit, deren Dauer schwankt, ihre mehr oder weniger reichen Wasser in die Ebene und j verschwindet manchmal inmitten der stärksten j Regengüsse. Ihre Betätigung wird als ' Ankündigung eines Unglücks oder Glücks angesehen. So sloß sie, der geschichtlichen Ueberlieserung nach, vor der Belagerung von NUza im Jahre 1543, ferner vor der Pest im Jahre 1581 und am Vorabend anderer wichtiger Ereignisse, wie beispielsweise im Jahre 1887 vor Ausbruch des Erdbebens. Seit Anbruch des neuen Jahrhunderts hat sie sich nach langer Pause im Frühjahr des Jahres 1914 zum ersten Male wieder lebendig gezeigt und wenige Monate später brach der Krieg aus. Ein zweiter Ausbruch hat Ende Dezember 1916 und im Jänner 1917 stattgesunden und sich von einem anfänglich dünnen Wasserstrahl damals so stark gesteigert, wie seit Menschengedenken nicht. Man betrachtete das als böses Omen und sürchtete, Frankreich werde den Krieg verlieren. Aber dieser Aberglaube ging nicht in Erfüllung. C'n Säu üwq, der fewe MvNer ?S»eZ. Fußtritte eines neun Monale alten Kindes wurden bei einer zu Eostessy bei Norwich in England abgehaltenen Leichenschau als die Ursache des Todes einer Frau Gertrude Alice Mabutt festgestellt. Nach der Aussage des Witwers hatte er die Verstorbene, die sich am Morgen ihres ^ Todestages aus Schwäche nicht vom Bett ! erheben konnte, oft zu dem Kinde sagen Thören: „Tritt doch nicht lo!* Sie habe ! sich auch mehrfach bek'agt, daß der Kleine i sie heftig in die Magengegend gestoßen 5 habe. Der die Leichenschau abhaltende j Arzt erklärte den Tod der Frau durch -Bauchfellentzündung herbeigeführt, die .durch die Fußtritts des Kindes hervor-gerufen worden sei. Di? „MmSurger Zeitung" sann mit ftdem Tage abon-_niert werben. ' Ljudska knjMca fVolksbibliothek) Narodnl dom, 1. Stock. Geöffnet Sonntag von halb 10 bis halb 11 Uhr und Donnerstag von halb 19 bis halb 20 Uhr. Eine gute Uhr zu besitzen ist der Wunsch '> des Menschen, denn viele wissen, wie unanzs nehm es ist, über die richtige Zeit im Unllc^ ren zu sein. Die bekannte Uhrenfirma A Suttner in Ljubljana Nr. 7i)3 verdankt ihrev guten Ruf der Tatsache, daß jede ihrer Uhrsi? mit einem zuverlässig genauen und dause Haft guten Werke ausgestattet ist. Wer bei Suttner eine Uhr lauft, hat die Gewißheit das beste Werk zu besitzen, Reparaturen unV Aerger zu ersparen. Der Prachtkatalog de! Firma Suttner läßt eine reiche Auswahl auch anderer Silber-, Gold- und Gebrauchs gegenstände zu.__^ Schönheit? Jugendfrische? Gewinnende? 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