INm vMM piMl« oin 1*50 74. «»üvNsaiitot' »««tW««t. SotlMtsttimg (I»I«k« «i>t»f»kd»i» »»te. 2«70>. u g««t>6»uok«e>t (7«t. inwtussk. Z024» KH»fldof. UueöiS«v» vi. 4 Al»i»u,kstpt» «»«nt«« s«t«rai«5^ -- f<ü«kp<»sses Fiaskos der wochenlangen Besprechungen zu sein. In den Kreisen der amerikanischen Delegation jedenfalls hat nmn keine Neigung, sich noch einmal auf attssichtslose Verhandlungen einzulassen, u. :nctn erklärt, man werde die Besprechungen erst dann wieder aufnehmen, wenn ein Vera tungsgegenstand vorläge. DaS ist etwaS hart ausgcdriickt, wenn man in Berücksichtigung zieht, daß man sich dort schließlich auch jetzt in all den Wochen Über irgend etwas Konkretes unterhalten haben muß. ES ist nützlich, sich in diesem Augenblick noch einmal die Entwicklung der bisherigen Flottenvereinbarungen und den Gang der jüngsten, vergeblichen Verhandlungen um ihre Erneuerung klarzumachen. Im Jahre 1022 gelang es ziim ersten Male, auf einem Teilgebiet der Rüstungen eine Beschränkung durch internationale Vereinbarung herbei-zuflibren. Die fünf stärksten Seemächte schlos sen damals in Washington einen Bertrag, in dem ein bestimmtes Verhältnis zwischen Mottenstärken dieser Mächte verbindlich festgelegt wurde. Großbritannien, die Bereinigten Staaten von Amerika, Japan, ??rankreich und Italien vereinbarten, daß die Gesamttonnage ihrer Großkampfschiffe im Verbälwis von 5:k:g : l,7S:1,7ü gehalten werden solle. Außerdem war festgesetzt, txiß für Schiffe dieses TYPS einx HSchstwas-scrver'^'rangunfl von IK.M) Tonnen einzuhalten wäre, s^ür Kreuzer wurde ebenfalls ciile obere Verdrängungsgrenze von IV.lXX) Tvnnen vereinbart unid dabei ein Höchstkali-bcr für die Bestückung von 203 mm für Kreuzer und 406 mm für Großkampfschiffe. Man unterließ eS damals aber die Gesamt-tonnagc der Kreuzer wie auch aller übrigen nicht zur Kategorie der Großkampfschiffe gehörenden KriegSsahrzeuge zu normieren und in ein bestimmtes Verhälwis zueinander zu bringen. ES blisb den einzelnen Staaten über lassen, was sie an solchen ??ahrzeugen bauen >volltcn. Die Folge war, daß alle an der Washingtoner Flottenkonferenz beteiligten Seemächte sich nun mit besonderem Eifer auf die W.000To-Kreuzer stürzten und, ungebunden durch irgendwelche Beschränkungen, ihre Seemacht vor allen Dingen auf dieser Basis ausweiteten. Dabei kam ihnen der Unlstand zu Hilfe, daß in der Zeit seit 1922 erhebliche Waffen- und schiffsbautechnische ^Fortschritte gemacht wurden, die die für die einzelnen Fahrzeuge festgesetzte Berdrän-gungsgrenze nicht mehr in demselben Maße, wie es vorher der Fall getvesen war, zu einem Kriterium für den Kampfwert der Schiffe machte. Die wirkliche marinepolitische Bedeutung der Flotten, die seit 182? auf-und ausgebaut wurden, steht jedenfalls lei- Kritik an Ungarn Eine ftanzöstsche Stimme über Unqarns Haltung in der Frage der Terror-Unterstützung P a r i S, 28. Dezember. In der Revue „Europe Centrale" beschäftigt sich der Publizist I a c q u e S mit der Haltung Ungarns, wöbet er eingangs feststellt, daß die Genfer Lösung jeden Freund des europäischen Friedens habe zufriedenstellen müssen. Nun sei aber damit die Angelegenheit noch Vicht erledigt. Ungarn müsse praktische Beweise seiner Friedensliebe liefern und deshalb, wenn man feiner Friedens liebe Glauben scl^nken solle, über die Entscheidung des Genfer Rates hinausgehen, indem es Ungarn von den letzten Spuren des TerroriSmuS befreie. Di? französische Oef-fentlichkeit erwarte jetzt mit Spannung die Maßnahmen der ungarischen Regierung im Einn« der Genfer Mtsch^ung. Mörder des Königs Alerander und den Außenminister Barthou vor April wird laum aufgenommen werden können. Me „I o u r n a l" erfäl^, verhalten sich die in Haft befindlichen Kvmvltzsn P^PiSU, Kralj und BabiL nach wie vln-sehr zugeknöpft und antwortm kaum ans die Fragen des Untersuckningsrichters. Beainn des VrozesstS gegen den Mörder Kirovs Unglaubliche Haltung des Attentäters Nikolajev / Die Hymne im Äerhandlungssaal handlungs^aal gebracht. Deil Journalistetl wurde jeder Zutritt in den Saal verweigert. Trotzdem konnten einige Einzelheilen in Erfahrung gebracht tverden. Als der Vinsttzende den Attentäter Nikolajev als Hauptangeklagten fragte, ob er sich schuldig fühle, erklärte er lachend, er l)abe Rußland von dem schwerstell Verbrecher befreit, llach ihm würden noch andere an die Rei^ kmnmen. Die übri gen Angeklagten »varen sehr niedergeschmettert und flchten um Gnade. L o n d o n, 28. Dezember. Wie die Blätter aus Leningrad berichten, begann gestern unter ungeheurer Spannung der svwjetrusstschen Oeffentlichkeit in Leningrad der Prozeß gegen den Mörder Mrovs und die Mitangeklagten Verschwörer. Die Verhandlung wird iin Smolny-Jnstitut durr^eführt, welches von einem dreifachen Mlitärtordon umgeben ist. Die Angeklagten wurden, schwer in Ketten gelegt, in den Ber Rmer SehUfe v«s Mnanz-mlnifter» B e o g r a d, 28. Dezember. Mit königlichem Dekret wurde der frühere Unterstaatssekretär Dr. DuSan Le ti c a zum Gehilfen des Finanzlninisters ernannt. AuflaNuna eine« jugoflowi-schen Aonfulat« B e o g r a d, 28. Dezember. Ueber Borschlag des Außenministers wurde das bisherige königNche Konsulat in Bar-na aufgelassen. Simon und MuWlim treffen fl« L o n d o n, 28. Dezember. In gut unterrichteten Kreisen verlautet, Außenminister Sir John S i m o n, der sich gegenwärtig in Cannes befindet, lverde demnächst in einer norditalienischen Stadt mit Mussolini zusammentreffen. Diese Zusammenkunft soll je^nfalls noch vor der gePlanten Rom-Rerse Lavals erfolgen. in seiner Wohnung eine Sitzung des engeren Hauptausschusses der genauitten Partei statt, um zur Politischen Lage nach der Neubildull-g des Kabinetts Stellung zu nehmen. An der Sitzung nahmen alle Mitglieder teil, mit Ausnahme Mer, die in die Regierung Jsvtie eingetreten waren. Sitzuna de« Hauptau«ichuffes der Äugoflawifchen Rational vartei B e o g r a d, 28. Dezember. Da der frühere Ministerpräsident und Borsitzende der Jugoslawischen Nationalpartei erkrankt ist, fand heute um W Zl^Uhr Um den Marfeiller Biordprozeß M a r f e i I l e, 28. Dezember. Der Rechtsvertreter I. M. der Königin-Witwe Maria von Jugoslawien, der gewe-.sene Ministerpräsident Paul-Bon-e o u r, überprüfte in den letzten Tagen die Akten über den Mordprozeß, die bereits 636 Schriftstücke umfassen. Der Rechtsvertreter trat wiederholt mit dein Untersu-chlmgsrichter in Mhluilg und verlangte von ihm weitere Aufklärungen über »ler-schiedene Punkte. Bon größter Wichtigkeit für den Verlauf des Pvozefses ist die Persönlichkeit der geheimnisvollen Blonditre, welche die Waffen für die Attentäter mitführte und ihnen dieselben übergab. Bisher konnte über diese Blondine nur so viel in Erfahrung gekracht iveiÄen, daß sie „Absatz" heißt. Der Untersuchungsrichter koMte mit unteren Jnfor-lnationen vorläufig nicht dienen. Wie versichert n»ird, dürften sich die Erhebungen in der Borunteiliickung nock) derart in die Länge ziehen, das; der Prozeß gegen die Änmhen in Mbanien A t h e n, 27. Dezeinber. Nach hier einlaufenden Nachrichten soll iv Albanien ein Aufstand gegen König Zogu ausgebrochen sein. An der Spitze der Erhebung soll ein früherer Adjutant des Äö-nigs ste^n, der in der Gegend von Dibr: die Macht an sich gerissen habe. Nach einer Meldung aus Tiralra handele es sich um eine Aktion des früheren Adjutanten des Königs Zogu, M u h a r a, die mißgMckt ist. Muhara, der ein Führer des Stammes der Malijsaven ist, war infolge von Mei^ nungsverschiedenhciten mit dem Innenminister Iu ka aus dem Hofdienst ausgeschieden. Er versmhte nun, die Malissii-ven zu einer Erhebung zu bewegen, die jedoch vmi der Regierung mit leichter Miihe— es gab nur einige Verwundete — niedergsschlagen ivurde. Muhara hat sich in sein Jagdhau? in Dibra begeben und wurde dort von der Gendarmerie umstellt. Er wurde ausgefordert, sich binnen 24 Stundnl zu ergeben. Er soll bereits voll allen seinen Anhängern v " lassen sein. lleSwvgS im Verhältnis zu der Größenordnung, die für die Großkampfschiffe, damals noch der entscheidende Faktor der Flotten-stärken, vereinbart wurde. Verschiedene der beteiligten Seemächte haben dabei nicht ein-lnal die Möglichkeiten fiir den Bau von Groß kampfschiffen ausgenutzt, die ihlleil das Washingtoner Flottenabkomnlen ließ, und erst neuerdings ist zur Korrektur der inzlvischen eingetretenen Kräfteverschiebungon beispielsweise von Frankreich nnd von Italil'n an den Bau von 23.000^ und 3t).v0U-To.-Schif- fen herangegangen »vorden. Die Unzulänglichkeit der Vereinbarung von Washington lM 1931, also noch vor Mlauf des auf den 31. Dezember 1935 begrenzten Washillgtoner Abkommens, zu ei-ller lleuen Flottenkonferenz in London geführt. Alls ihr sollten die Lücken, die 1922 gelassen lvorden waren, alisgefüllt werden. Es gelang in Lolidon aber nicht, alle fünf Mächte uilter eineli .<)llt zn bringen. Frankreich weigerte sich, Italien die von diescul beaujprllchte Flottellgleichheit zuzugestehen, Opfer ber Msienschast. P a r i s, 27. Dezember. Der Leiter de!-. Tuberkulose-Dispensaires in Lille, Professor Ren c'laude, hatte sich jüngst bei Versuchen mit einem KrebHpräparat an der Hand leicht verletzt. Da die Wunde sofort desinfiziert wurde, glaubte sich Renelmide außer Gefahr. Kllrz vor Weihnachten reiste er nach Paris, ltm die Feiertage im Kreise seiner in Paris lebenden Familie zu verbringen. Bald lmch seiner Ankulrft -n Paris tmt Blubvergiftung auf. Trotz allen Anstrengungen der Arzte starb Prof. Renclnn'd' Börsenberichte Z ü r i ch, 28. Dezember. Devisen. Paris 29.38, London 15.24, Newyork 398.62, Mailand 26.41, Pra^l 12.89, Wien 57.59. Berlin 124. L I u b l j a n a, 28. Dezember. D e v i-s e n. Berlin 1366.69—1.';77,49, Zürich 1105.85—1111.35, London 168.15—169.75, Newyork Scheck 3385.28—3413.54, Paris 225.37—226.49, Prag 142.46-143.3?, Triesl 291.58—293.96, österr. Schilling (Privatclearing) 8.10—8.2V. WeNervorausfage für Samstag Wien, 28. Dezember. Die Bundesanstalt für Meteorologie und Geodynamik meldet die nachstehende Wetter« voraussage für morgen: Ziemlich heiter und wärmer, sodann weiteres Sinken der Tein^ Perawr boi Möglichkeit von Niederschlägen. und infolgedessell sind diese beide Staateil an dem Londoner Flottenvertrag überhaupt nicht beteiligt. Lediglich (Großbritannien, die Vereinigten Staaten von Amerika und Japan unterzeichneten ihn, legten damit fest, daß die Flottenparität iul Verhältnis von 5:5:3 nicht inehr für die Großkalnpfschisf« tonnage allein, sonderli alich fiir die übrigen Schiffstategorien gelten solle, nild setzten die obere Grenze der zulässigen Gesamttonnage obendn'in uni s?crab. Frankreich und i2tali'0it erklärten sich lediglich auS freieu .MirKor« Zkummer IV<. Samstag, den 29. Dezember lWt. Stücken bereit, ine Gesamttonnage ihrer l^roftkampfschifse auf 70.l)0v To. zu begrenze«. Inzwischen hat sich seit dieser Londoner Flottenkonfcrenz und erst recht seit Washwg ton das Kr'äft<»)erhältnis der beteiligten Ü Äenlächtc erheblich verschoben. Bor allem aber hat die Politische Entwicklung Probleme aufgeworfen, d^ die Dinge heute fik nianchc der beteiligten Staat«! in anderem Lichte erscheinen lassen als damals. Als man sich vor knapp zwei Monaten in London zu neuen Borbesprechungen zusammensetzte, bildete die Haltung Japans den Schlüssel zur Lage. Es empfindet die Notwendigkeit, die ^lisherigcu Ergebnisse seiner Expansiven Politik zu siä>ern, und es hat sich von vornherein dag^'gcrt ausgelehnt, im Kreise der drei grofteli Seemächte einen Platz zweiten Ranges zuerkannt zu bekommen. Es verlangte die (^Gleichberechtigung hinsichtlich der Rü-siung zur Se<: und war lediglich bereit, eim nber,' Rüstungsgrenzc, die aber für alle drei beteiligten Staaten, England, USA und Japan, gleich sein sollte, anzuerkennen. England beniühte sich um eine Kompromißlösung. Tie Bereinigten Staaten, die sich durch die lnachsend«? Machtstellung Japans kni Stillen Ozean bedroht fühlen, lehnten aber jedes Abgeheil von der Washingtoner Proportion ab, und daran sind die Berhandlun« gen gescheitert. An ihre Wiederaufnahme iut ?srühjahr glaubt in» (Grunde keilt Mensch. Wettrüsten zur See erscheint unvermeidlich. Der a»e Regiefahrprel« fttr die Siftnbahner wieder dergeftellt B e ogra d, N. Dezember. Der neue Bertchrsminister Jng. Vuji ^ erließ ein Dekret, auf Grund dessen der frühere .Zustand hinsichtlich der 'licgiLf.lhr-preis<.' für Eisenbahner wieder hergestellt wird. Bekanntlich wurden die Neglesahrten t'sm Eisenbahnminister (Neneral M i l o-s ^ ulj e u i ^ abgeschafft und später von kl, auf ?0 ''Prozent erhöht. Der neu.' Minister hat nnn di<' Senkung iwn 20 auf IN Prozent vollzogen imd damit den srüheren »Zustand hergestellt. (Gleichzeitig wurden die ?iegiekarten auch jenen Peillsionist^'n lok'der zul^ckgegeben, denctl lnan die Erleichterung seinerzeit entzogen hatte. Awei Sedllfm de< Finan»-minister» pensioniert B e o g r a d, S7. Dozeinl^r. Mit königliSiem Dekret wurden die beiden ^^ilfen des Finanzministers Jng. Stanoje Nedelskoviü und BitoMlr ff o n-st a n t l n c> v i in den Ruhestand dersetzt. Der Beograder Polizeichef vmsioniert Beog r a d, 27. Dezetnlx'r. Der hauptstädtische Polizeichef Manrjl') L a z a r e v i c ist in den Ruhestand versetzt worden. Wevgaad in den Ruhestand getreten G«er»l Ga«elin der neue Generalissimus der svanzSfischen Armee. » Paris, 2^7. Dezember. Wie ltun amtlich erklärt wird, wird der llisherige Generaliss'.lnus der frmizösisckien Armee, (General W e y g a n d, am 21. Jan ner in den Ruhestand verseht tverden. Zu seinem Nachfolger ist der fetzige Chef dc.5 (veneralftabeo, (.<^neral G a nl e l l n au> erschelt. Zu seinen« (^)ehilfcn wir!) der General (George s ernanllt werden, der bekanntlich beun Attentat in Marseille schwer verwnndet irnlrde. Seneral Kvmer au» der Has entlasten W i e u, 27. Dezentber. Der einstige uiilitärische Befehlshaber des liepublikanischen Schutzbundes, der ehentali-zc österreichisch-ungarische' (General K ö r-n e r, ist heute aus der .'^Mft entlassen wor-!icn. .<»örner ivar inr Zusaminenhang imt !>er s^berrevolte verhaftet ^vorden. Das Hoch-verratsverfahren wird gegen .Wrner, der auch weiter unter po'lizeilichcr Anfsich: bleibt, fortgesetzt tl>erdcn. Er uiu^tc eut Versprechen unterschreiben, sich P^>li-tisch nicht »«chr zu betStig^. Ein neues Garantiesyftem? Vor dem Abschluß eines VaNe< zwischen ÄtaNen, Si^ankrelch, DmMand, der Tschechofwwalei. Lugoslawlen und «naum / MerINche Berbessemng der tschechoftowaNsch ungaetschen »ezledungm London, 27. Dezember. Nach Ilrformationen des diplomatischen Mitarbeiters des „D a i l t) Tel c-grap h" stehe soeben ein neuer franzssisch-italienistZ^r Ploil itl Borbereitung, dessen Zweck darin besteht, eiit inittelcuropäisch^s 'Sicherheitssystenl bei gloichzeitiger Garantie der Unabh^gigkeit Oesterreichs aufzustellen. Englalch habe diesen Plan bereits gcnehinigt und werde ihn auch unterstützen. Diesbezüglich sei ain vorigen Saulstag zwisch.'.n dem englischen und dem frailzösischen Außennt> Ulster bereits eine Einigung erzielt wordeit. Die tveiiereil Einzelheiten nZürdin gelegentlich des Besuches F^latidins und Laval-? in Londsll durchbesprocheit werden. Ten von Italien und Frankreich airgereg-ten Patt solleit sechI Staaten unterzeichnen, und zwar Frankreich, die Tschechoslowakei, Deutschland, Ungarti, Itolien nnd Jugosla- wien. Zlvei Bor setzen, wenn die (Gegenseite nicht von ihm verlange, auf die Zukunf! zu verzichten und die iiatio,ialen Tränine aufzugeben. Der „ P e st e r Llo t) d" be^ merkt in einer kurzen redaktionellen Notiz, daß es iltt Interesse eil,er tschechoslowakischungarischen Verständigung die Erklärungen des Gesandten jrobr ilicht kontmen'üeren und itur feststellen wolle, daß es iilcht Ungar,! ge« lvesen sei, das bisher die wirtschaftliche Verständigung mit pl»litischen Momenten ver^ ^üpft habe. in gailz Rußland gründliche Untersuchungeli angeordnet, uni alle Fäden der Verschwij' rung gegen das Reginle in die .tz!lmdc zu be kvinnlelt. L o il d o n, ?7. DezLmder. Wie die „Times" aus Riga erfährt, haben die Sowjetbehi)i^den in der Ukraine elis<' antibolschewistische Berschr>örung aufgedekt, die auf die Lostrenimng der Ukraine au:^ der Sowjetunioll hiilaus gearbeitet hat. E.' ivurden schon unzählige Verhaftungen vor-genommeii. Unter den Berhafteten befinde« sich nicht nur zahlreiche ehemalige Partei-fmlktionäre, sondern auch viele llniverfität^-Professoren. Paris, 27. Dezember. Nach Meldungen aus Moskau lvird die sowjetrussische Regiermlg in Paris die Aus-ivcisung Trohkis ulld seille Ailslieferuikjs an die Sowietbehörden verlangen. Trohki lebt in Fraiikreich iii cineni Orte, der iuiv den Behörden bekannt ist, da nlan fürchtei^ es köniite voit feiten der zaristischen bczw. natiollal orientiertell russischell Elnigranteil aus Vergeltungsgründeii ein Anschlag auf das Leben des Bolschewistensührers in Sze-lle gesetzt werden. Es ist jedoch sehr fraglich, ob die französische Regierung denl Berlangei? Sowjetrußlands stattgeben wird. W a s h i ll g t o u, 27. Dezeinber. Wie der „Boston Monitor" auf Grund zuverlässiger Jnformatiollcll aus Sowjetrußland meldet, ist der ganze, vom Regivic gegen die bolschewistische Opposition aufgt bauschte Prozeß lediglich eine Jnchrovisit' rung. Stalin halbe schon sehr lange auf einc gilnstige Gelegenheit gewartet, sich auf die Opposition stürzen zu köimen. man das russische Bolk wie kein ailderes auf der Welt zu terrorisieren vermag, dürfte Äalin sein Ziel erreicheii. Am Jännerkongreß der Kom« munistischelt Partei werden somit alle Borschläge Stalins angenommen lverden, der dalm sagen wevdc, das ganze sowjetrussischc Volk stehe hinter ihm. Stalin zittert Ungeheure 'Ausdehnung der bolschewistischen Verschwörung gegen das Triumvirat Stalin-Kaganolvitsch-Iiiolotow M o s k a u, 27. Dezcnilxr. Der Mörder i^'tirovs, voil dem es ursprüng li6> sälsäilich hieß, daß er bereits zun, Tvde verurteilt und ers6)ossen wurde, ist iil Leningrad gemeinsanl iiiit 13 Mitangeklag ten dent militärisäieil Staiidgerich: nberg"-ben lvorden. Die Ailklageschrist erstrectt sich auf llicht iveniger alsSeite». In der Anklagesäirift heißt eS, die Angeklagten Ovaren Mitglieder einer voll der Ti-nowjew-lGruPPe organisierte,i Tcrroristcn-gruppe gelveseii, die den Nanien „Leningra-der Zentruln" geführt habe. Der Mörder KirovS sowie die Mitangeklagten Antono'-i und ZveKdov sagten vor doui UntersuchuttlZs-richter aus, gelvußt zu haben, daß ein Mordanschlag auch gegen Stalin, ^?aganoimts6) und Molotow geplaiit sc!. Me Aufgabe der Terrorgrupp!? sei es gcivesen, nn Siilii:! der Anordnlmgelt Sinolvietvs und seiner Freuri de das heutige Sowjetreginle zu sdürzen, um auf diese Weise deni Triunrvirat Sinowsew, jitainenem und Trotzki zur Ma6)tergrcifung zu verhelfelt. Die Anklageschrift will ferner lvisseii, daß die geliannte Organisation bereits i>ier Jahre an der Beseitigung Stalins gearbeitet hat. Ter Atteiltäter Kirows habe ferner gute Bezies)ungcn zuiil Leilingrader Gencialkoiizulat eines auSlälidis6>e,l Staates unterhalteii und von jeneni Konsul Rubel erhalten. !') Rubel hätte er für si6i behalten, 4iM) Rubel hiiigegen der Terror-gruppc für ihre Zwecke j'tbergebcil. Jener di-plomatischc Vertreter soll sich auch bereit erklärt haben, die Verbindungen zwischeii den Terroristeil ulld deni ini Aiislnnd lebenden Trotzti herzustellen. Benlerkenswert ist in dieselti Zusaiuinen-hange die Tatsache, das; in Leningrad die gesalnte jüngere Bolscheiviketigencration seit Jahren in der Verschwörung gegeii Stalin mitgewirkt hat. Die Sowsetk^Hörden haben De Souvenel Wer dte deutsch franzvfischen Beztehunge« Pari s, 27. Dezember. Der Berliner „A ngri f f" veröffentlicht ein Interview mit dein französischen Sena^ tor.^nry de I o u v e n e l, der sich über das deutsch-französische Verhältnis wie folgt äußerte: „Solaitge auf beideli Seiten wir Front-kämpfer nach da sind itnd etwas zu sagen habeii, wird es kcillell i^euen Krieg gel>en. Ich kann ihileit sagen, die breiten ?)?assen des französischen Volkes, die Baueril in inei^ iient Departement, lvünschen iiichts sehnlicher als endlich die Berstäildigung init Deutsch' land. Aber sie lvollen dabei die Geivlßheit haben, daß ihneii dabei ni6>t das Fell über die Ohreil gezogen wird." Iildem de Jou--venel den BierelPakt als sil^rste Garantie für die Aufrechterhaltung des'Friedens hin--stellte, sagte er zun: Schlüsse: „Wir mi^ssen von dieser idiotischen 5)öhe der Rüstung?-' ausgaben lierunterkomwen und die frei werdenden Beträge itützlicheren, dem Volke des-« ser dienenden Zwecken zujÄhren. Aber lvenir die Verhandlungen Erfolg haben ssNen, muß H sich Deutschland mit der Recht-Zglelchhsit k.o-gni'li^en' und darf nicht die Forderung absoluter Gleichheit der Waffe und Riistui'.-qen neu und über die Gloichherechtigunz lnnaus erheben". Alfred Brehm als Stenogravd Bor kurzem feierte die Welt de« 50. Todestag des berühnlten Forschers und „Baters der Tiere" Alfred Brehm und die Zeitungen und Zeitschriften veröffentlickitsn seine Lebensbeschreibung. Bei dieser st^le-genheit sei auf einen Umstand aufmerksam gemacht, welcher nicht allgemein bekannt ist. Vrohm war nämlich auch Stenograph, «eine berühmte und gründliche Arbeit „Lebcn der Tiere" hätte er niemals ansfi'chren kon« nen, wenn er nicht alle seine Berichte stenl?" graphiert hätte. So aber schickte er von sei-nen grossen Auslandsreisen sorgfciltige. in l^abelsberger'scher Stenographie geschriebene Berichte nach .^"lause, welche in d«r Heimat in gewöl)nliche Schrift übertragen wurden. Dieses Beispiel zeigt w-ieder einmal den grossen Vorteil und Nutzen der Stenc'gruphie anch für den Forscher und Schriftsteller. L. Am sadpol vorbelgeflogm Wellington. 27. Dezember. Der anie-ritanische Forschungsreisenoe Lincoln EllS-worth ist in einen? von dem Flieger Bernt Bolchen gefithrten Flugzeug vcn Deception Island Kilometer südlich vom Kap Horn) über das antarktische Festland hinweg nach der Walfisch-Bucht im Rok'Meer geflogen. Die Maschine hat in annähernd zwanzig Stunden 4300 Kilomeier zurückgelegt. Sie ist am Südpol in einer Entfernung von etwas weniger als.M) Kilometer vor^igeflogen. Anmarsch ins Gpital mtt a«fqeschlitztem Bauch. Banjaluka, 27. Dezeulber. Am Christlag kam der Bauer Johann Popov ! ^ aus dem Dorf Jvanisko nach Banjaluka. Vr war mit seinem Nachbar in Streit geraten, dieser iiberfiel ihn mit einem Messer und schlitzte ihm den Bmich auf, so daß die Gedärme Heraustraden. Popovlö nahm einen Topf, sammelte die Gedärme und qing i>hne fremde Hilfe mit dem Topf zivei Kilometer weit ins Spital nach Banjaluka, wo er den Arzt bat> ihm die Gedärme wieder elnzu richten und den Bauch zuzunähsn. Der Arzt stellte fest, daß die Gedärme unverletzt waren und daß der Mann hätte gerettet »»erden können, wenn er sofort ärztliche Hilfe gehallt hätte. So hatte er aber soviel Blut verloren, daß er kurz nach seiner Ankunft im Spita! starb. StaMI» ve« Krauen« Alle 3 Minuten ein Verbrechen. N e w y o r k, 27. De^eniber. Der „Newyork American" veröffeutl'cht .iNe Statistik der in Amerika verübten Verbrechen, die von der parlamentarischen Kommission gegen Verbrechertum hevlNis-gegeben wurde. Danach wurden in eineln Jahre begangen: 12.000 Morde, 8000 'Entführungen mit dem Zweck, Li^'egeld zu erpressen, 50.000 Raubitberfälle, 100.000 Uelierfttlle ohne Aaffengebrauch, 500() Vrandstiftungon, 10.000 EinbrnckMiebstäl>lcv Da>s sir^ insge» samt 310.000 Verbrechen in einem Jahre, d. h., dast '.n Amerika in jeder dritten Minute ein Verbrechen verübt wird. „Treibe die Dölker zu Vaaren. die den Krieg wollen!" Gne Friedensbotschaft des Papstes an die ganze Wett R o m, SS. Dezember. In der Aula des jtousistoriums nahm am 24. d. der .Heil'.ge Vater in Gegenwart der ErzbischSfe und Prälaten sowie seines Hojstaal^ kic Weih-nachtsglüclwünlsche des '^rsammelten Z?ardi-nalkollogiums entgegen, die »kardinal Grci-'l'.tto Pignatelli d> Belmonte überbrachte. In seiner Weihnachtsansprachs richtete Papst Pius der Elfte eine Friedensbotschaft an die ganze Welt. Er erinnerte zunächst an das verflossene Heilige Jahr und an den Eucharistisc!^ Weltkongreß. Die Glorifizierung des Rechtes im Weltkongreß sei um so wichtiger, ka umn von einem Recht der Rasse und einem Nech^ der Nationalität heute sprechen wollte, als vb Recht und Gerechtigkeit fich auf Sonderberechtigungen gründen könnten. D'e Gerechtigkeit sei berufen, zu urteilen wie es schon der heidnischen Seele eines Ci^cero Geist und guter Wille eingegeben hatten. Es je: nicht das Recht, das die Gerechtigkeit schasse, sondern die Gerechtigkeit schaffe das Gesetz. Der Heilige Vater sprach dann vom Frie^ den, der stets der Gedanke und der tiefste Wunsch der Kirche ist, und sagte, heute, wie zur Zeit der Geburt des Erlösers sei der Ruf „Ehre sei Gott in der Höhe nnd Friede dcn Menschen auf Erden" berufeu, uns?r Gebet zu sein. Mö;^ es doch wahr fein, daß die Rüstungen allerorts dazu dienen, den Frieden zu sichern. Laßt nnS für den Frieden beten. Sollte jedoch irgendwer den Krieg den» Frieden vorzlchen, dann inüssen wir znm Herrgott beten: Treibe die Völfer zu Paaren, die den Krieg wollen. Im Herzen unv auf den Lippen wollen wir aber das andere Gebet bewahren und als Geg.nnvllnsch l5uren Glückwünschen darbringen, „^bre sei Gott in der Hl^he und Friede den Menschen ans Crden." Mord am Heiligen Abend Grauenvolles Berbrechkn in der Christnacht / vierzehnjähriger erschießt seinen Stiefvater mit Einwilligung der Mutter 8i« tNeetil«» 6i« ^ »it»««!«» ? l'Ziolcei» Lio e- '«»Iii't dlsikev. 9572 k'iNz«, Li« Ikr«, Linz. 27. Dezeniber. Elnem »irauenvol-len Verbrechen ist am Heiligen Abeno der 45jährige Kleinbauer Josef D o b er e r in Raab (Bezirk Schärding) zun: Opfer gefallen. Doberer wurde von seinem 14 Ja-Hre alten Stiefsohn Johann Notzinger Im Einvernehmen mit dessen Mutter, der 4vjähri-gen Marie Doberer, ineuchlinZs ermordet. Die erst am 3. September dieses Jahres zilvischm Josef Doberer und Marie Flotzin-ger goschlossene Ehe in die die Flotzinger drei Kinder im Alter von 14, 9 und K Jahren mitgeibracht hatte, »var nicht glücklich, da es zwischen den Eheleuten wegen der ?lrbeits-scheu des 14jährigen Johann häufig zu Zerwürfnissen kam Ulld die Frau sich von »hrem Mann vernachläffigt fühlte. Der Vierzehnjährige, für den seine Mutter nnmer gegen den Stiefvater Partei ergriff, sann auf Rache und hat nach seinem eigenen Geständnis bereits am 12. Dezennb^r den Mord Plan gefaßt und dic^sei, auch seiner Mutter mitgeteilt. Am 18. Dezember habe er sich seiner Mutter gegenüber geäußert, daß er seinen Stiefvater bei Gelegenheit erschieß^'n oder auf irgendeine Art umbringen werde. Seim Mutter soll ihnl darauf iinmer nur geantwl>rtet haben: „Wegen n?eine?". Durch ihre Worte angeeifert, ha!be er sich noch ani 18. d. im Lade,r eines Ge^vehres, das s-'in Vater in einem Z^ten aufbelvahrte, geübt. Am 24. d. abends habe er seiner. Mutter gesagt: „Heute würde es Passen, heute ist es recht fluster . . Er habe hierauf das Gewehr geholt und es in einem Holzstoß vor dem Hausse versteckt. Als er gegen 23 Uhr mit seiner Mutter und seinem neutyährigen Brui>er das Haus verließ, um In die ^hrist-mette zu gchen, habe sein Stiefvater sie vcr das Haus begleitet und sei dann wieder in die Wohnstube zurückgekehrt. Als die Mutter mit den zwei Buben sich bereits ein Stück vom Hause entfernt hatte, sei Jo.^nn noch einmal zurückgekehrt und habe durch daS geschlossene Fenster einen Gewehrschuß auf den beim Tische sitzenden Stiefoater abgegeben. Er habe noch gesehen, wie sein Stiefvater vom Sessel sank und sei dann der Mutter und dem Bruder na6)g^'laufen. Bei der Kirche angelangt, habe er die Tat der Mutter niltgeteilt. Ms sie nach der Ehrist-lnette nach Haufe kanlen, schlugen sie Lärm und sagten den Nachbarn, daß während ihrer Abwesenheit der Vater ermordet worden sei. Johann machte auch die Anzeige bet der Gendarmerie. Die Gendarmerie konnte binnen kurzem so viel Beweismaterial gegen Johann Flotzinger und seine Mutter ermit-^ teln, daß sie zur Festnahme schreiten konnte. Der Mörder und seine Mutter legten auch bald ein umfassendes Geständnis ab. Sic ivurden dem Gerichte eingeliefert. schinen ehemals feindlicher Länder iiberflie-gen das eigene Gebiet. Das bedeutet Spionagegefahr, läßt für einen möglichen späteren Ernstfall die vollständige Lahmlegung der betresfeilden Luftlinien erwarten. Das sind Nachteile, die es zu bedenken gilt. England, dessen zahlreiche Lnftverbiudiingsli-nien zu den Tausende von Kilometern^ciit^ fernt liegenden Besitzungen des grossen Eni-Pires eine Anzahl fremder Staaten iwer-queren, kommt jetzt mit einem neuen Strek-kenplan herans, der der angedeuteten Gefahr Rechnung trägt. Die „Jnipcrial Airways", die große englische Fluggesellschaft, will neuerdings die bisher benutzten enropäischen Lnftrouten nicht mehr befliegen und dafüt erstmalig Gibraltar anfliesien. Von Gibraltar aus würde dann der Weg über Malta, Alexandrien zu den auch bisher benntzten Flughäfen der Route England—Indien führen. Da Gibraltar gleichzeitig gewisscrmas-fen das Sprungbrett für den Flugweg nach Ostasien, nach Südafrika und nach dem Südatlantik darstellt, dürfte es sich zu dem ,^en-tralflughafen des britischen Weltreiches ans-wachsen. Man hofft, mit Flugbooten, die als viermotorige Eindecker 2K0 Stundenkilometer Geschwindigkeit entwickeln können, di? Reisezeit England—Indien auf nur etwas mehr als zwei Tage, nach Ostafrika zwei-ciichalb Tage, nach Kapstadt und Singapo-re vier Tage und nach Australien auf sieben Tage im regelmäßigen Luftverkehr herabzudrücken. Dabei soll für den Flugpostverkehr des ganzen britischen Weltreichs das „Pennt?-Porto" einheitlich in Geltung sein. Man könnte also für wenige Pfennige einen Brief ritnd um die halbe Erdkugel befördern lassen. Zunächst ist dieser Plan in seiner Großzügigkeit noch ein Zukunftsbild, denn die „Imperial Airways" besitzt z. Zt. nnr drei Flugboote, während zur Ansführnng dieses gigantischen Prozektes ein? Flotte von etwa 50 Flngbooten notwendig wäre. In etwa zivei Jahren soll das Unternehmen durchgeführt sein, und den Regierungen der in Betracht kommenden Dominions sind be--reits die Einzelheiten des Riesenentmurfes zur Stellungnahme übermittelt worden. Der Plan sieht u. a. die Neuerrichtung von Flughäfen vor, die gleichzeitig Hotels zur Verpflegung und Unterbringung der Fluggäste anfiveisen. Da gleichzeitig der Gesamtfahrplai, des englischen Luftverkehrs veBessert nnd das ^ugnetz all^mein verdichtet n,erden soll, liegt dieses riesige Verkehrsprosekt durchaus in der Linie, die England anch mit der Ber stärknng seiner militärischen Lnftflotte verfolg». Explosion auf einer Lokomotive. Montgomery (Westvirginia), 27. Dezember. Auf der Lokomotive eines Zuges, mit dem 35X1 Bergleute zur Arbeit befördert wurden, erfolgte eine ^lesselerplosion. wo-bei Personen getötet nnd 35 ^lerwundet wurden. Drei Waggons und die Lnkoiiwtive wur den zerstört. Auch ein in der Nähe gelegene? Gebäirde wurde demoliert. Allerdings. Friedrich der Große verlieh einst in Frie-denszeit einem Offizier einen Orden Der eigensinnige .Hauptmann entgec^nete bei der Ueberreichung dem König: „Majestät, nur auf dem Schlachtfelde steht es mir zu, einen Orden anzunehmen." Der König lachte nnd gab ihm zur Antwort: „Ach was, sei Er kein Narr nnd lMg' Er das Ding an; ich kann Seinetnx'gen doch keinen Krieg anfangen!" Äm Fluge durch das briiische Weltreich Ansban des englischen Luftverkehrs / Zentralslughafen Gibraltar Man hat unser Zeitalter das „fliegende" genannt, und das ist, wenn man die Fortschritte der Flugtechnik und des Flugverkehrs der letzten Jahrzehnte betrachtet, nicht ganz nnrichtig. Wenige Wochen sind es her, daß der Wettflug England—Australien in üb^ Erwarten kurzer Zeit glückte, und vor einigen Tagen erst wurde der Zeppelin Lnst-millionär. Der absolute Geschwindigkcits-weltrekord für Flugzeuge wird mit 70i) Etnn denkilometern von einem italienischen Militärflieger gehalten, und es ist noch lncht voraus zu sehen, ob nicht die Flugversuche des Amerikaners Post, des „fliegenden Indianers", in der Snbstratosphäre noch hölie-re Fluggeschwindigkeiten im Luftverkehr der Zukunft ermöglichen. Die alte Mutter Erde schrumpft zusamnien, Entfernungen zn k'e-ren Ueberwindung frühere Zeiten Wochen i^der Monate gebraiichten, die sich nicht ein^ mal die Phantasie eines Jules Verne schnetl bezwnngen ausdenken konnte, werden in n,«.'-nigen Tagen oder Stunden zurückgelegt. .Wir fliegen eben, und ein dichtes Netz voll j Flugrouten spannt sich über den Erdball, überalll)in die Verbilldung von Land z>k Laitd, von Kontinent zn Kontinent schaf-felld. Noch schneller llnd inlmer noch sicherer soll der Flllgverkehr der Zukunft sein. Die Sieger des England—Anstralien-Fluges brauch ten etlva vier Tage für die 20.000 km lange Strecke London- Melbourne. In etwa 80 Stindden fli^'g der Zeppelin rund um den Erball. Aber schlieller, schneller . . . Bor einiget, Tagen ging das holländische Riesenflugzeug „Üiner". das den zlveiten Platz im Lnftrenneil England—Australien belegte, ztvischell ^s^iiro nnd Bagdad bei einer nächt-^licher N"tsiindlN!g int Wüstensandsturm zu Vrnch, verbrannte nlit allen seinen Passa-.giereil. ?ab<'i galt gerade diese in Amerika gekiante Maschine — Amerika soll dem eu-^ropäisclst'n ^llia.^.eilgbau uin 10 Jahre vor-allö sein als nach dem augenblicklicheli Stand der Technik mit dem gri^ßtmöglich<'n !Mas, von Sicherheit anSgestattet. Um so größer die Tragik, nm so stärker das Streben: sicherer, sicherer . . . Die Fklgronten sind international. Ma- Märchenhafte Skbätze Die Schatzkammer des letzten Sultans wird inventarisiert. Berlin, 27. Dezeinbcr. Das „Berliner Tageblatt" gibt eine holländische Blättermeldung wieder, nach der ein bekannter Jn-welengroßhändler beauftragt wordeit sei, die Bestäude der Schatzkainmer des ehen>alist?n Snltanpalais in Istanbul zn inventarisieren nnd zu schätzen. Alls welchen Griinden diese Maßnahme erfolgt ist, steht nicht fest. In einer Unterrednng mit dein Vertreter eines Amsterdamer Blattes machte der Jn-lvelier interessante Ansführnttgen übe'' die unermeßlichen Schätze, die sich tli de'' ehemaligen Nesidellz des Snltans befinden. In der durch nieterdicke gepanzerte Mauern geschützten Schatzkainlner, zn der lnan durch bronzene nnd stählerne Ti'lren gelange, stnn-delt ans Wandgestellen nnd in geschlossenen Glasbehältern lose itnd gefaßte Diamanten, farbige Eidelsteilte, Smaragde, Rnbine, Saphire nnd Perlen von seltener Größe. Eillen herrlichen Anblick bildet ein 12 Zentinieter langer Smaragd, der den Griff eines Dolches darstellt. Katlnl abzuschätzen sei die riesige mit etwa Z0.<)00 Perlen nnd 10.00s) ^lin-binen und Diamanten besetzte Krone des Sultans Mnrat des Viertel!. Eille Halslette lnit einem blauen Diamantell in der Größe einer Wallniß und Saphireil vom Umfang eiitcs .Hühnereies sowie eine .Kette, die alls Rubiuen von insgesalnt zlvei Kilogramm Mariborer Zvt. Samstag, Len 29. Dezember ISZ^ Gewicht ^steht. Allein die Bestände dieser Juwelenkammer seien mit hundert Nillio nen Kulderr nicht zu hoch bewertet. Inl alten Thronsaal, dessen NSnde »it Golöplatwi und Edelsten besetzt ft«d, befindet sich ein meterhoher, mit Jü^en üb« sätei Thron, ein Gch^k deS Schachs von ^iersien alt den Sultan Selim. UeVtt dem Tl,ron hängt an einer Kette eine Art Krone mit einem Smaragd von fast unglaublicher Dies^ St j Ä n u. bZ.Iö In^rumentsl^ L r it ä. Il: i^kAilpistten. — 1?: Xon^ert. — IZ.jö: l.ieöer. — Ib: Scksltptatten. — l6.30: Vttrtfitx. — 17: Xtsvivl'konÄN't..— 18.45: I.ie-«1er. I9.M.- Stunäe cler Nation. — 22: fukk-«>5c!ie5te7. ^ 2s».4l»: Vv>rtra«. Zl.lV: Ä^smu» öer Xömel. üai'äe. — 2Z.I0: Lc^sIIplAt-te.». — v e ! j II, I8.U5: Dits »ito LpartjAkr I-'t vordt-j - ditt» neuv kommt. 2N.I0: (Zro-liei- I,unter .^beixZ. — ö r ü ii ii. 17.05: Xin-(leretivr. » 17.50: tieitere 8c!i»ttplattvii. — 18.55: l>jebv5li«Iel'. — kZncZupekit, I7.Z0: l-^nzari^clie i^jeäer. — 2!: — K u k s-r e t. ?<1: Ii«uc. ^ ZZ.25: Ksdarott. — e u t c li I a tt ä i> e n 6 c- r, 20.15: !>cMöxiic5. clie ini ^on«Ic liexen. — l) r o l t» j c Ii. 20..z0: Ueiclite ^usik. — 2l.30: Xit-ksrett. -- l. e j p ? j k, 16: Kontiert. — 18.15: VMiiMusili. — ^ !i i I it II 20.45: Runter ^en^l)er >!!jrevitsck«. — k^ostL ?a-r j !> i e ,1. 20.Z0: Sclisllplsttoli. — 21.15: Kon /.crt. — ?Z..Z0: j^eickte 5^U8ik. — p r s 19.10: VVMnsLiltzUeöer. 2V: Konzert. — 22.ZV: SAlonorc!ie->ter. ^ l? c> m. 20.10: t^ciiäUpIatteli. — 20.45: l'kcstei'iidertraxuns. — L t r k !) n r x, 18: Konzert. — 21.Z0: >VeiIiniic!it!>1iör!«pie!e. -- StuttxÄft. 18..^: kretter. <)i^' uns äie Welt bedeuten. --'I >() u I » u > 19.15: ptiilk^rmanisLke^ 0r-(^ki.!Ster. — ^1.15: Komiscde K?:e7iev. — 22: OperLtteniiULrLclinitt durcti »1.ii /^Lscotte«. ?.?..Z0: ^O?2rt.XNiiert. — 19.10: I^oj.'>e clurcl, Lu-ropij. — 2!.?5: ^kvliäkonzert. — 2.?.Z0: i^ckritmmelmutiik. — ^ u r i e k, 12.40: ssei-hetl Anodenstrii-m<', die zuu! Ä.'iüpiel in eine Lautsprechei.--l kihre flicfien, sehr' ausehnliä>e Tezn-t^eratureil au, ahne daß die Mhretl hierdurch '5z zu .W (^rad (^lsiuS an-ilehnleu, iihne d^^; lnin einer Ueberlastung dic ^)iede ist. Obtsieich die Mhren so gebaut siild, daß si« eine snlche (5rwärtnung dauh>ren besmden, Schaden lei- Der A«^»h eines nemn Smpsängers. Hat nran einen neuen '^ndfunkenchfän-^r getauft, so ist die wichtigste Arbeit vor dessen Inbetriebnahme daS genaue Studiunt der «Betriebantveisung. Nimmt man eö hiermit weniger genau, dann kann es passieren, daß die Röhren falsch eingesetzt lverden und t«iin AnMust Schaden ne^ii. Es ist serner ^NNglich, das; der Empfänger noch gar nicht auf die vv'rh^idene, sondern auf eine andere Mj^spannung oingSsj^lU ist und beiin Anschalten der Netzteil durchi^nnt. Alle näheren 'Hngccken h^rü!ber befis^n sich iit der Bedienungsanweisung, die fiir den Funkend überhaupt das interessanteste und wichtigste Lehrbuch süin sollte. Man kann die Betriebsanleitung garnicht sorgfältig ge-m»g. studieren. Wie bereits unlängst erwähnt, leitete der Mariborer i^iSausschutz der „J a d r a n-ska st r a a" eine Aktion ^r lSrwerbung eines Iugendhei m c s an der?l d r i a ein, die bereits zur Beendigung der Vor-ari^iten führte. Cs handelt sich uni den An-^uf eines in B a t a r am Strande herrlich gelegenen einistöcti.sll)0 Dinar an. Da der hiesige .^reisausschu^ und der Mari-borer Ortsausschuß iiber einen gleichen Netrag perfügen, ist k>ereits ein Großteil der Kaufsunm,e aufgebracht. (5s handelt sich nur noch UNI die Sicherstellung des no^) fehlenden Restbetrages und nnl die Beschaffung der Mittel für die JnneneinrickMng. Zu diesem Zlveck wird die Bevi^lkerung uni Zeichnung von B e i t r ä g Dinar aufbringen. Das Progralmn des Kreisausschusses uni-faßt auch die Anschaffung einer repräsentativen Standarte der „Jadranska straSa", da sich das Fehlen eiiles Bereins-symbols bereits fühlbar macht. Zur Deckung der Auslagen sind die (Eingänge aus der Vor führnng des A d r i a f i l m s bestimmt, der vom Kreisausschuß mit nicht geringen .^losten Heuer im Frühjahr hergestellt worden ist. Dieser Film steht Mr Vorführung für die Schülingens zu einem geringen Eintritts geld zur Verfügung. Jnteresfenten wollen si0, 100 und 50 Dinar l,eda6)t loerden. Diese Preisgekrönten und auch einige andere gute Aufsätze wer den im Vereinsorgan abgedrnckt worden. Schliesjlich sei erwähnt, daß auch Heuer eine S ch i'i l e r a k a d e m i e abgehalten wird, u. zw. anl 2. Februar. Auch hier ist der Rein ertrag für die Bedeckung der .kosten für das Adriaheinl bestimmt. Die Jugend wird, uni ihren Ehrgeiz aufzustacheln, alle Punkte allein bestreiten und auch das Programm selbst ausarbeiten. Für die besten musikalischen Stücks' und (Gedichte wirk unsere Jugend mit P reis e n inl (^samtbetrage von '»00 Tlnar bedacht werden^ „Laßt Zahlen sprechen" Wie sich die „Boltsftimme" eine Steuersta» tistik auslegt. Die „B o l k s st i nl m n? e", die nianckz-uml ganz kapitale Enten abschießt, hat eine von der Finanzdireis angeführte Zahl der „Steuerzahler" sür die ArbeitZ-steuer ist nämlich die Zahl der Arbeitgeber bezw. der llnternehmer, welche die gesanunel-ten Teilbeträge der Arbeiter- und Angestell-tcnsteuer abführen. Die Zahl der die Angehst elltensteuer zahlenden Arbeiter und Beamten sowie Angestellten ist jedoch mindestens silnfmal so groß, wenn nicht noch größer. Älleii, beinl Kreisaint für 'Zlrbeitcrversichc-rung sind ea. 100.000 Arbeiter, abgesehen von den übrigen lassen „Merlur", Handels-tasse, Bruderladen nstv.) versichert. Es tomnu daher pro Kops eines Arbeiters und Beani-ten höchstens 150 Diimr Pro Johr heraus. Das stimmt Nack) den allgemeinen Erfahrull-gen da der Arbeiter wi^ientlick) durchschnittlich höchsten'^ 2 bis Dinar an dii^ekter Steuer entrichtet. Viele Arbeiter zahlen wö» chentlich nur einen Dinar an direkten Sten- ern. dafür zahlen freilich die Angestellten und Beamten bedeutend ulchr. (i)anz vergessen hat der Artikelschreiber der „Volksstimme" darauf, daß alle übrigen Steuerzahler noch sehr hohe Umlagen auf die Steuern zu entrichteil habci^ Auf dein Lande vielfach über 2(10 Prozent. Denlgegenüber ist die Arbeiter- u. ^.'lngestelltensteuer von jeglicher Umlage befreit. (Yewiß ist der Arbeiter als Konsument in seiner nunlerischen Stärke ein bedentender indirekter Steuerzahler (Verbrauchssteuern), die Behanptnng jedoch, daß er der größte Steuerzahler sei und daß er, „wenn es nach der Steuerbelastnna ginge, au6) das erste Wort im Staate haben inüßte", übersteigt schon alle (Frenzen. Die „VolkSstiliune" erfrecht sich sogar zu behaupten, daß der Arbeiter ,.ni6it nur die relativ größte Steuer 'Nlter allen Steuerträgern zahlt, sondern sie auch pro Para genau und pünitlich beKahit." Will denn dies heißen, daß die anderen Steuerträger, deren Jahresbeträge in die Zehn- und Hunderttausende in: Jahre gehen, irgendwie „pardoniert" werden? Die „VoUsstimme" hat ihren Lesern d,trch da^ Auftislheil einer falf«^n Berechnung einen sehr schlechten Dienst erwiesen und sich wieder einmal unsterblich blamiert. Nl. Stadtpräfident Dr. Lipoid ist für zwei Tage nach Beograd verreist. Während seiner Abwesenheit vertritt ihn Vizepräsident Direktor o l o u h. IN. Todesfall. In: Alter von 61 Jahren ist in (^raz der ehemalige Mariborer Friseur Meister Herr Antoi: A u r z n: a n ir gestorben. Der Verstorbene, Vater uniseres be-i?annton Sportmannes Herm Oskar Kurzmann, erfreute sich allgemeiner Beliebtl^eit. Friede seiner Asche! Der schwergetroffene i Familie unser innigst^'S Beileid! - nr. Der Autobusoeriehr am Giloeftertag Die Städtischen Unternehmungen teilen mit, das; auf den Autobuslinien nach Selnica, Ruse, Sv. Martin und 8t. Jlj am Silvestertag (Montag) dieselbe Fahrordnung gilt wie am SamStag. m. TraimnA. In (Äuötauj lvurde der dor tige Privatbeamte .Herr Helwig Kotnil nlit Frl. Maria M a st e n, einer Nichte dez bekannten hiesigen Kaufmannes Herrir Ja ksb Preae, getraut. Als Trauzeugen fungier, ten der Kaufmanll Herr Alois R e i ch aus Apake für die Braut und Herr Jng. Adolf G a i s ch e k aus Maribor für den Äräuti-gam. neuvernvählten Paare unsere her, lichsten (Glückwünsche! n^. Ledersabrikant Wrentschur gestorben In (^raz ist nach» einer Operation der weit und breit bekannte Lederfabrikant .Herr Karl Wrcntschu r in Marenberg gestorben. Mit Karl Wrentschur ist eine markante unk» allseits geschätzte Persönlichkeit unserer en geren Heimat dahingeschieden. Wegen seines konzilianten Wesens und geraden Charakter'^ erfreute sich der Verblichene in allen Kreisen der größten Wertschätzung. Ehre seinem Äli-denken! Der schwergetroffenen Familie unser innigstes Beileid! n> Me «mtfieutevereiuiqimg Wr Mori-bor-Umgebung teilt ihren Mitgliedern mit, daß die unlängst erschienene BanatSverord-nung über die neue Arbeitszeit in den Be« trieben sistiert worden ist und daß bis auf weiteres die bisherigen Bkstimmungen über die Ladünsperre in Kraft bleiben. Nl. Zum Tode der Malerin Reiiüghaus Ani 21. d. ist in einenl (Arazer Sanatoriuni kauur 5ljährig die bekannte Malerin und Bildhauerin Frau Prof. Marie Re i n i n g ha us gestorben. Mit ihr ist eilu' allseits gcschätzle .Künstlerin dahingeschiedenf die sich insbesondere als Porträtistin einen klingenden Nauien machen konnte. Kaiser Franz Joses, die Könige von Belgien und Dänemark sowie Papst Pius ließen sich von ihr uialen. Besonders berühnlt sind ihr.e mälde Salonle, Anbetung, Unendlichkeit, Oberon und Kleopatra. Auch ihr Heim, die Rothenburg bei (5ggenberg, zeigt in seiner Ausstattung den hohen künstlerischen Sinn Sin Gporlflugzeug verirrt sich im Nebel Bei der ?totlandunn in Polzela schwer beschädigt / Beide Flieger unversehrt Die Pilotenschule ill Beograd verfügt über mehrere Schul- und Sportflugjeuge. Ein ".'llpparat, der sich in der letzten Zeit einige Tage ill Zagreb befand, startete vergangenen Dienstag mn dortigen Flughafen Borongaj zn cinenl Flug nach Ljubljana. Das Flugzeug steuerte der Ehefpilot Blagoje R a d o-s a v l j e v i e, der vonl Sekretär der Beo-grader Pilotenschule S a v i begleitet wurd''. ?)as Flugzeug geriet bald iil einen dichteu ^.'lebel, sodas; jede Orientierung un-mi>glich war. Da inzwis6ien der Breliu'tosf immer inehr s6)wand^ entschloß sich Radojav- ljeviö zur Notlarldung. Umrieit von Palzelti inl Sanntal fand er hiefür auf einer Meie einen geeigneten Platz. Die Räder bahrieil sich jedoch derart in den aufgeweichten Bodden, daß sich der Apparat irberschlug und beide Piloten untersich begrub. Rasch herbeigeeilte Leute leistetttl den beiden Insasse: sofort Hilfe. Beide Flieger ivaren mit dein blo^n Schrecken davongekonlmen. Das Flug zeug, das l»ei der Notlandung schwer beschädigt wurde, wird nlit der Bahn nach Bei»^ grad ablransportiert nvrden. SamStag, lien SS. WS. M»Wer «S. der allzufrüh Dahingeschiedenen. Die Ber-Klichene gab auch in der Landwirtschast so manche Anregung, insbesondere an der wie-denmfgeblÄhten Zucht des steirischen Huhnes hatte sie reichliti^n Anteil genommen. Thre ihrem Angedenken! m Sine aicher»ttzi»«liche Seneralversam« lu»g hält Samstag, den 29. d. um 20 Uhr im Hotel „Orel" der jugoslawische Hochschu-lerverein „DruZtvo lugoslovanskih aka^mi-kov v ?!?!ariboru" ab. ES sind auch alle Alt-Herren des Bereines geladen. m. Blühende Erdbeeren und Friichte um Neujahr. Auf dem Fürst Sulkowski'schen Bc-sitzL in Brestornica sank man dieser Tage b!ühl?ndeil Borübergehcnden, besonders für die Fremden, die unsere scZ^ne Stadt besuchen, ein leder Killtur hohiy'pre-chellder Anblick. Die Hausbesitzer, die wie alle übrigen die Steuer zahlen, ihre .Häuser Vflegeil und instandhalten, wissen nicht, wie sie dazukolnlnen, ihrc Haustor« und .Haus-»vändc zu öffentlichen Bedürfnisanstalten herabgewürdigt zu sehen. Eine diesbezügliche Borsprache bei der städtischen Beleuch-tungsunternehlnunfl ist bisher fruchtlos ge-blieiben. Es scheint dringend geboten, d«ß sich die Stadtgemöinde für diese unhaltbaren, skandalösen Zustände interessiert ulld dieser Kulturschande durch Anbringen einer Straßenlampe ein Ende macht. m. Fischmarkt. Der heutige Fischmartt il>ar sehr gut beschickt. Feilgeboten wurden kg Sardellen zu S-10, 25 kg Stockfisch und ZVl) kg lebende Karpfen zu 10—14 Dinar pro 5ttlo. m. Gchadenseuer. In der Textilfabrit D o c t o r IN drug ill der Ruöka cesta brack) gestern gegen 18 Uhr im Wattelager ein Brand aus, d'er jadoch von der Fabrikswehr rasch erstickt werden konllte. Die sofort herbeigeeilten Feuerwehren von Maribor, der Eisenbahnwcrkstätten und von Studcnci brauchten nicht einzugreifen, da jede Gefahr bereits beseitigt war. Jmlnerhin beträgt der Schaden inchrere Zehntauseivde Dinar. Der Brand diirfte auf dieselbe Weise entstanden sein, wie vor einer Woche in der Textilfabrit Hutter, nänrlich durch Reibung von Eisenteilchen beinl Passieren der Mischmaschine. m. Eivbrecherpech. Auf seinenl Inspektionsgang bemerkte heute gegen 3 Uhr früh der diensthabelrde Wachmanll iil der Bet-navska cesta, daß die Fensteöbalkeil der Trafik .Katharina D e lt e e l iur Hause Betnav-sta cesta 10 erbrochen tvaren. Der Wachmann verständigte sofort die Eigentiiinerill, die stch aber bald beruhigte, als sie feststellte, daß der Dieb unverrichteter Dinge abgezogen war. Lediglich durch die Zertrünlmeruilg der Fensterbalkeu, die mit einem AnHängeschloß versperrt lvarcn, erletidet sie eilien Sl!^den von Z00 Dinar. III. Im Zusammeuhaug mit dem Einbruch in das Hotel „Novi svet" wurde, wie berichtet, auch ein Kelliler festgenominen. Wie uiir null erfahren, hat derselbe init dem Ein-britch nichts zu tun, weshalb er auck) von der Polizei sosort »nieder freigelassen wurde. lll. Schuß aus dem Hinterhalt. Berganigc« ilen Donnerstag wurde in Spod. Pleterje der 2.^jährigc Bssitzerssohu Janko P i ll-t a r mit durchschossener Brust tot anfgestln- Die Bachernbabnfrage im neuen Stadium Günstige Verhandlungen mit einer Schweizer Bank Die Genossenschllst, die sich zur Aufgabe gestellt hatte, eine Schive^bahll aus dcn Bachern zu errichten, hielt gestern abellds unter dem Borsitz ihres «^»len Obmannes Herrll B a l j a k in der Nestanration „Novi svet" eine sehr gut besuchte Jahreshauptversammlung ab. W-.e der Vorsitzende !^richtete, ist die Bachernbahnfrage in ein neues Stadium getreten, da den bl^steu Hoff-liungen Anlaß gibt. Mit einer schweizervschiZn Bank sind Beihandlungen im Gange, die bisher sehr gute Ergebnisse gezeitigt haben. Die T'ese>lschist ist bereit, der Genossenschaft cm Tarlehen von I Millionen Diliar zu !^'nsen zu gewähren; der Kredit wäre in den ersten sechs Jahren unkündbar. Da d!o bereits eingezahlten Anteile sowie die oon der Ztadtgemeinde und vo,l der Ba:llit^verwal-^ tung votierten Subventionen ilahZ'u d'esell?e ^ Summe erreichen, m^'^re damit dle andere ^ Hälfte der Bausumme, die au? rulid Mil« ^ lioilen Dlnar veranschlagt ist. ft'Nae?>r>?Kt. ! Allerdings sind diese Beträge b?i de'.' Hypothekavbank eingefroren. d?ch ^st H^?'-nung vorhanden, das; das Finanzministerium die Flüssigmachung der h'mt'rlegten Summen demllächst anordnen wird. Sollten die Besprechungen lnit der Schiveizer Bank einen vollen Er'foleratur: 0.5; Windrich-itung: WO; Bewölkung: teilweise; ^iieder-schlag: Nebel. m. Lebensmüde. Nach einen« er regte Wortwechsel jagte sich gestern in Krenberg der 24j!ahrige Besitzerssohn Johann V r e L-k o eine Kugel in die Brust. Im schwerverletzten Zustande wurde er ins hiesige Krankenhaus überführt. * Pesek, Radva»qe. Gemütliche Silvesterunterhaltung. 14370 * Si« Giloefter-Vouper m der Belika ka-varna lW Sie die alten JahreKsorgen ver» geffen. 14397 l..e!besvefstopkunL, Äbnormale Zier-setsune un6 I^äulni.'; im Oarm. ver-mekrter LÄurexeksIt äe:» ^axen8Af-te8 verseilen dei (Zedraucti des natür-licken »frsn?-^08et««öltterwa88er5 Sieker unc! selinell. ^erstlieke Seriell-te aui-i Xrsnkenliäusern bezieuxen, clalZ 6at» frsni».sv8Sk''V/288er irei von un-miLLnelmien Lmpsinäuneen prompt !tbkü1irt un6 claker be80ncjer8 von sen-, Darm», dlieren-, lieber- unä (Zal-lenkranken z?ern genommen >virie Weihnachtsbescherung an der Mädchenvolksschule der Schulschwe-stern in Celle spendeten der staatliche Kin-der- und Jugendschutz in Celje 2000 Dinar, die Umgeibungsgeineinde 1250 Dinar, die Ljudska Posojilnica 500 Dinar, die Urma Wcstell 200 Mnar; der allgemeine Sammel-bogen brachte 32Y5 Dinar. Das Gebäck spendeten die Bäckereien Janie und KovaiZic-BoSnjak. So konnten 43 Paar Schuhe, 270 Meter Kleiderstoff und Stz Flanelle für Wasche an AV arme SchulmSdchen vertM »Wtariborer Zeittmg" ZV4. werd^. Allen Gebern sei nun auch auf diese« Wege herzlich gedankt. c. Z^lee bekommt ewe Bürßerschnle. Der Gemeinderat von !alee im Ganntal hat beschlossen, in 2alec wieder eine Bürgerschule zu eröffnen. Äilec hatte schon einmal eine Bürgerschule besessen, sie mußte aber im Jahre I9l?6 wieder eingestellt werden. Sie schien den Ortseinwohnern überflüssig. Ee-ILe ist ja nicht »veit, der Bauer hatte noch et-lvas (^eld, das er verdiente, und so schickte er die Kinder in die Bürgerschule nach Ce-lfe. Dies begann aber die Geschäftswelt in ?.alec bald zu spÄren, weil nun die vielen Älnder ihre Einkäufe in Cel^E besorgten. Schließlich sah man doch wieder ein, daß 2alcc, der größte Markt unseres Sanntales, eiue eigene Bürgerschule benötige. Man will die neue Bürg sta. Am Montag abend um 21 Uhr wurde die h-iesige Feuerwehr in die Mariborska ce-sta gerufen. Im Borzimmer der Wohnung des Banalboamten .^rrn RakuSa war eine mit Mörtel beworfen? Holztvand in Brand geraten. Durch diese Wand führt daS Abzugsrohr eines Eisenofcns, der an jenem Abend etwas überheizt wurde. Die Röhre begann zu glühen und setzte die Wand in Brand. Um das Feuer wirksam bekämpfen zu können, mußte fix aufgerissen werden. Der Sachschaden ist durch Versicherung ge-deckt. c. Fahrraddiebstahl. Montag abend wurde vor einer Schenke in der Gosposka ulita ein „Biktoria"-Fahrrad, Fabriksnummer ('ui^enznummer ge- stohlen. Der Eigentümer, ein Maurer aus OstroSno, erleidet dadurch einen Schaden von ungefähr 800 Dinar. ZamStag, den M. DezewHer Aus Voueane Po. Theater. Mt der üblichLn Verspii. mng, diesmal war es nurmehr eine halbe Stuiche, wurde am Stephauitag der drdakti gc Schwank „Marjetica", welchen .Herr Fritz Ritonja verfaßt hatte, ,ur Aufftihrung gebracht. Es muß vonveg betont werden, daß der Saal gänzlich ausverkauft ^var und daß solch Zuschauennassen überhaupt noch nie bei einer Aufführung anwesend N'aren. Die Organisation im Saale selbst klappte trotz der riefigen Menschenmengen tadellos, während die auf der Bkikjne etwas zu mangelhaft ivar, denn Pausen, Wischen den einzelnen Akten in der Länge von dreiviertel stunden, sind etwas schver zu ertragen, lieber das Stück selbst — welches ganz herzeige Gesangseinlagen besitzr und die vom Orchester einwandfrei begleitet wurden _ wäre zu erwähnen, daß es mit viel L?b» ^figkeit und ^^ärm genährt und dadurch zu starker PublikumÄvirkung gefühtt wird. Tumult, Chao.', Geschrei und Aufregung, ein fortwährendes Kommen und Gehen ist das Charakterische dieses Schwankes, dcr eine Quelle strömender Erheiterung bietet. Inhaltlich ist das Stück nicht gar bedeu-tuTigsvoll, doch die Freude an der Aufführung ^r auf dev Bühne genau so groß wie im Zuschauerraum. Zu erwähnen wäre die wirklich sehr gute Szenerie und auch d!e Neleuchwngseffekte kamen tadellos zur Geltung. Den Haupterfslg hatte das Duo Roner^avski. Die beiden Rollen erheischen Zjwei entsetzliche Trottel und man muß dm beiden Dilettanten die Note vorzüglich ge-den, denn ihr Spiel mar ausgezeichnet, beide erwiesen sich als brillante Wirtjongleure >nd ernteten auf offener Bühne Separatapplaus. Frau Lipo«ek stattete die Titelrolle mit guten darstellerischen Fähigkeiten ans and ihre Tochter, die kleine Lidya KobliLet, en Wog gewiesen hat. Wer die Rolle des Zufalls in der Weltgeschichte betrackM, wird unwillkürlich von einer tiefen Nachdenklichkeit erfüllt. Was wäre geworden, »venu der Zufall an dieser oder jener Stell« des Weltgeschehens nicht eingegriffen hätte? Und n>ar manch derartiges seltsames Zusammentreffen wi^lich nur „Zufall" oder das Eingreifen einer höheren Macht? Schon die Geschichte des Altertums nxtß von dem Eingreifen des Zufalls zu berichten. Mehr als einmal haben Stürme, Erdbeben, Ak^tterunbilden aller Art entfchei-dungsvoll die Geschichte der Völker beeinflußt. Der berühmteste Fall dieser Art tvar der gewaltige Sturm, der 1281 Japan davor errettete, von den M o n g o l e n überrant zu werden und in dem Weltreich, das D s ch i n g i s - K h a n errichtet hatte, aufzugehen. Der ?kdmiral Chublai-Khans führt« «ine ungeheure Flotte von 800l>—4000 Seglern gegen Japan, um dieses Land im auch ^i der Reprise ein volles Hau? haben wird. b. w. Po. Sport. Für das am Sonntag, den 30. d. M. bei Hartner stattfindende Table-Ten-niS-Tournier um die Meisterschaft de? DranntaleS und für welche Hnr P. Pristv-nik einen schönen Pokal gest^tet h«t, macht sich ein äußerst le^steS ^teresse bemerkbar und die Nennungen, die an den S Ä. Boö eingelangt sind, übertreffen alle Erwartungen. Alles, was Rang und Namen im Tisch-Tennis-Sporte besitzt, hat zugesagt und ist somit mit schönen und aufregenden Kämpfen AU rechnen. Maribor, Celje, Majs-perk, Slov. Koi^ice, Pragersko ufw. kommt am Sonntag in Poljöane zusammen, um hier die Kräfte zu messen. Eine Borhersoge iwer den Ausgang der Spiele zu machen ist äußerst schwierig, der Meister im Herren-Single dürfte in Mari'bor zu suchen sein, während das Double aller Wcrhrscheinlichkeit der heimische S. K. Bo« gewinnen wird. Auch im ^men-Single und Double dürsten die hewrischen Dcnnen ifiegveich bleiben. Zuge der gewaltigen mongolischen Eroberungen dem ungeheuren Länderbesitz der Mongolen, der bereits die riesigen Ländermassen von China bis Polen, Persieii, Aegypten und Mesopotamien umfaßte, einzuverleiben. Ein entsetzlicher Taifun vernichtete damals die mongolische Flotte und wurde znm Retter der japanischen Kultur, die ohne den zufällig hereinbrechenden Sturm schwerlich der Zers^rungswut der Erol'erer entronnen wäre. Aus Zufall entstand auch die weltberühmte Schlacht bei Marathon. Damals standen sich Perser und Griechen gegenüber. Von den neuen helleilischen Herr^ führern hatten bereits fünf sich gegen das Wagnis der Schlacht ausgesprochen, weil man die persische Uebermacht fürc^ete. Einzig der Ueberredungskunst des Miltiades gelang es, den Entschluß zur Schlacht dur6>zu sehen. Diesen, Uinstaild allein war es zu danken, daß die Griechen dem Ansturm der Perser standhielten, daß die hellenistische Kultur davor bewahrt blieb, unter dem hereinbrechenden Asiatentum . begraben M /iver-den. Der Zufall vernichtete auch die sPan sche Armad a. Niemals »väre die winzige englische Flotte, die die Königin Elisabeth in höchster Eile ausrlistete, der riesigen spanischen Armada gewachsen gewesen. Dem engliscZ^n Seehelden Drake woir es gelungen, einige spanische Schiffe mit Erfolg in Brand zu schießen. Der spanische Herzog Medina-Sidonia, der Befehlshal^r der Armada, flüchtete daraufhin, das Feuer könne auch auf andere seiner <^)iffe üb Besonders interessant war die Auswirkung zweier Schüsse, die aus Zufall, durch die Ungeschicklichkeit eines Soldaten, im R e v o l u-tionsj ahr I848 losgingen. Am 18. März nahm König Friedrich Wilhelui der Vierte auf dem Balkon des Berliner Schlosses die Huldigung der Bevölkerung entgegen. Die Menge drängte so heftig gegen das Portal des Schlosses an, daß der König endlich den Platz vor dem Schlosse durch Militär säubern ließ. Dabei wurden ganz plötzlich ztvei Schüsse laut, die, wie später f<-^stgestellt wurde, tatsächlich nur der Ungeschicklichkeit eines Soldaten zu verdanken waren, der mit seinem Gewehr nicht richtig hantierte. Dsr Menge bemächtigte sich darufhin Witt und Empörung. Es kam zu wilden Straßenkämpfen, zu blutigen Auseinandersetzungen und das Königtum wantte in seinen Grundfesten. Ein faßt unglaublicher Zusall entschied am 30. Jänner 1875 das Bersailler Parlament über die Proklamierung der f r a n z ö s i-schen Republik. In jener Stunde hing an einer einzigen Stimme die Entschei-i»ung scher die neue StaatSform. Der Träger eben dieser einen Stimme, Laurent, der unter allen Umständen sür das Königtum gestimmt hätte, wurde durch einen Zufall von der Stimmabgabe abgehalten, über den später ganz Frankreich lachte. Er litt nämlich gerade an einer Darmkolik und mußte kurz vor der Abstimmung den Parlamentssaal verlassen. Diesem Zusall dankt es Frankreich, daß die Republik ausgerufen wurde. Auch in der Welt der E r f i n d u n g e n hat der Zufall eine entscheidende Rolle ge--spielt. Jeder kennt die Entstehung der Dampf Maschine. Zufällig beobachtete der junge Stephenson, noch ein Knabe, wie sich über dem kochenden Teekessel durch die Dampf entwicklung der Deckel hob. Dabei kam ihm zum ersten Mal der Gedanke, die Danipfkraft auszunutzen. Die Erfindung des D y n a ln i t s ist einem umgestürzten Wagen zu danken. Alfred Nobel beaufsichtigte eines Tagcs die Vr frachtung einer Ladung Nitroglyzerin. Durch i?inen Zufall stürzte der Wagen um. und die auslaufeilde Flüssigkeit niischte sich mit dein Kieseli^ur, mit dem die Straße geichottcrt war. Das poröse Ablagerungsgemenge versteinerter Uralgen sog die Flüssigkeit rasch ans und gab Nobel zuers^t den Gedanken ein, das', man auf diese Weise einen leicht transportierbaren Sprengstoff herstellen könne. Anekdoten u. Schnurren Gut gegeben. Swift kam einmal ln Gesellschaft mit el-nein Advokaten zusammen, der ihn necken wollte. Er legte dem englischen Dichter, der Pfarrer von Beruf war, folgende Frage vor: „Wenn die Geistlichkeit und der Teufel in einen Prozeß ver»vickelt lvären, wer wiir-de gewinnen?" „Selbstverständlich der Teufel", gab Swift lächelnd zurück, „denn <" hat ja alle Advokaten auf seiner Äite." Belohnte Schlauheit. In einein verlustreichen Gefecht konnte Malek, der Vezir des Kalifen Mustad, den Kaiser des geschlagenen Griecheicheeres gefangen nehmen. Bor den Thron des her' sch-süchtigell Kalifen gebracht, wurde der Gefangene von diesem gefragt, welche Behandlung er von seinem Besieger erwarte. Der Griechenkaiser antwortete ruhig: „Führst Du Krieg wie ein König, so schickst Du mich heim; sührst Du ihn wie ein Kaufmann, so ver handelst Du mich; führst Du ihn wie ein Fleischer, so läßt Du mich hinschlachten." Unversehrt und ohnx Zahlung von Lösegeld konnte der Besiegte in sein Land zurückkehren. Guter Rat. In den Führungslisten der Friedericia^ nisc^n Offiziere spielte der Buchstabe S leider eine nicht unbedeutende Rolle. „S" hieß nämlich: „saufft"; „SS" bedeutete: „saufft sehr" und „SSS": „sauft sehr stark". Eines Tages klagte nun ein höherer Offizier, der wenig trank und verhältnismäßig wenig leistete, beim König ük^r einen jungen Of-sizier, der zwar recht tüchtig sei, aber die drei „S" hätte. Der König hörte sich das an, dachte ein ivenig nach, und sagte dann: „Weiß Er was? Sauf Er auchl" ^ - -..... Samstag, Ven ZV. DezestKer ^ÜUUWWt 2^ Wirtschaftliche Rundschau Nückgang ves jugoslawischen Ratlonalelnkommms Interessantes Referat in der Zenttale der Jndustriekorpo. rationm über Bolksvermögen und Besteuerung Die Zentrale der Jndustriekorporatioileu Hielt dieser Tage eine Versammlung ln der Vichtige Angelegenheiten zur Sprache gelangten. Bon großem Interesse ist dcr Bericht, den Generalsekretär Dr. r e g o-r i L üiber die gegenwärtige Lage der sugc-slawischen Industrie erstattete. Aas den angeführten Ziffern geht deutlich hervor, daß das Bolksvermögen infolge der AuZ-virkun-gen der Krise in unserem Staat rasch abnimmt. Demnach belief sich das Nationaleinkom-nien Jugoslawiens inl Finanzjahr 192S/S7, wie der frithere Finanzmini^ter Dr. Gjor-glevi<5 ausgerechnet hatte, auf 69.0 Milliarden Dinar. Die Wirtschaftsdepression brachte es in den letzten Jahren so weit, daß daS Volkseinkommen gegenwärtig auf kaum itÄ Milliarden geschätzt wird. Demnach sind die Einnahmen der Bevölferung in kaum sechs Jahren um mehr als die Hälfte gesunken. Demgegenüber sich in der gle'ichtti Zeit die Steuerlast von i^79 auf 72M Dinar gesenkt, d. h. nur um 21 Mit Rücksicht auf das VolkSeinkonlmen ist die Belastung demnach mchr als doppelt so hoch als vor sechs I«rhren. Pro Kopf der BevSlkerung gab cs frk^r 5354, jetzt nur noch 23A> Dinar jährlich. Die Steuerlast betrug noch vor sechs Jochren in Jugoslawien? rund lSAS des ge-samteil Volkseinkommens, Im laufende?, Fi-nanAiahr dagegen bereiis gute 24^. Charakteristisch für die Zeit, die wir durch zumachen haben, ist es, daß im letzten Bier-teljalhr 1VW das Exlstenzminium eines Arbeiters 2861 Dinar ausmachte, wogegen das BolkSeinkommen zu disser Zeit kaun; 2320 Dinar pro Kopf betrug. Man kann s..init ruhig behaupte:!, daß zu dieser Zeit die DurchschnittSbovl^lkcrung uiu 7)4! Dinar passiv war. Um die Ausgaben mit den Ein« nahmen ins Gleichgewicht zu bringen, mus^ das Ngtionalvermögen angegriffen werden, das i^Shalb lwch rascher abnimmt. 3Ä< stark die Produktion bM. der Konsum in Jugoslawien belastet erschemt, geht am deutlichsten aus dem Umstände hervor, daß beispielZweie beint Zucker die Berzeh-rungssteuer nicht weniger Äs des Einkaufspreises (im Großhandel) beträgt. Bei Hefe beläuft sich die Verbrauchssteuer auf 8.A» Dinar (55.8?S) und bei Kaffee an? 9.Ä) Dinar (87^) pro Kilo. Bei B'er macht die Belastung 104.40 Dinar (40 ?Z) beim Hektoliter auS, bei Glühlampen 5—.^00 Dinar pro Stück (W.7 — 240?6), beim Benzin 5 (138^) und beim Gassl 1 (42?S) Dinar pro Kilo, beim Zement dagegen 15 Dinar pro Meterzentner oder 25__40?K des Ein« kauftwertes. Der HolMaM Wegen der Feiertage und der ungünstigen Wetterlage ist die Holzausfuhr aus Z l o» w e n ie n nahezu völlig zuul Stillstand gekommell. Einige Abschlüsse wurden nur in Zimmerholz in den Ämensionen bis zu 13/16 getätigt, die nach Italien und der Levante rollten. Balken größerer Diniensio-nen und Schnittholz wurden nicht ausgeführt da sich der Abslitz wegen der ZottsckMicrig-keitell in Italien nicht lohnt. Buchenholz ist vernachlässigt, besonders Rundholz. Im übrigen Harlholz iverden nur hie und da geringe Abschlüsse verzeichnet. WWSSS^S»«S Einen geringeren Absatz weift auch das Brennholz auf, was vor allem dem ausnehmend milden Wetter zuzuschreiben ist. Nach denl bevorstehenden Witterungsumschlag hofft man, einen besseren Umsatz in Brennmaterial Al erzjielen. > Forberu«Wn des Vaftse»krb»S. In Beograd tagte kurz vor Weihnachten die Leitung des Landesverbandes der Gastwirtevereinigungen, in l^r verschiedene Forde rungen des Gastgewerbes erschöpfend behan delt und in einer einstimmig angenomme nen Denkschrift niedergelegt wurden, die den niaßgebenden Stellen vorgelegt wird. Die Gastwirte fordern vor allem eine Revision der Grundlage für die heurige Bemessung der Erwerbsteuer. Das Gastgewerbe ist als ein besonderer Wirtschaftszweig anzusehen und auch als solcher zu behandeln. Die Wahr nehmung der Interessen der Gastwirte ist aus dem Handelsfach auszuscheiden und hat im Rahmen der bestehenden WirtschaftSkam-mern eine selbständige Gruppe bezw. Sektion zu bilden. Der Pflege deS Gastgewerbes ist alle Aufmerksamkeit zu wiinnen, besonders dem Hotelwescn, an dessen Sanierung die maßgebenden Klteise ernstlich zu denken haben werden. X Taxierung der uabehoteuen Azttie. rungSkautioae«. Das Finanzministerium traf schon vor einigen Monaten die Verfügung, daß von den Kautionen, diie zwecks Beteiligung an öffentlichen Bersteigerungen hinterlegt worden sind, aber später behoben werden, ohne daß sich der Hinterlegende an der Lizitierung beteiligt hätte, die Taxe nach der Tarifpost 170 eingehoben wird. Jetzt wurde diese Bestimmung insoweit abgeändert, als die Taxe nicht eingehoben wird, wenn die Mution noch vor Abhaltung der Lizitation behoben wird. >( Eine «e»le Glichlampenfabrik in Jugoslawien. Jil den Räumen der seinerzeit aufgelassenen Glasfabrik in Drvar (Bosnien) beabsichtigt eine englische Gesellschaft einen Betrieb zur Erzeugung von Glühlampen eiiHurichten. Diese Fabrik wird auch andere GallanISoder mit ihnm Erzeugnissen beve-fern. Damit im Zusammenhange ist hewor-zuheben, daß die jugoslawischen Glilhlampen fabrilen den Vorsthlag des internationalen Glühlampenkark;vs, demsÄben beizutreten, abgelehnt haben. Unsere Betriebe erzeageti ebenso gute Lampen wie die ausländischen, dagegen zu viel niedrigeren Preisen, weshalb sich deren Absatz ständig hebt, allerdings auch deshalb, weil daS Land immer mehr elettrifiziert wird. X Bor einer «e«e« ÄinSsuUenkMNG m Oesterreich. Da die Ssterreichisc^n Geldinsti« tute weiterhin s^r liquid sind und teilw^? sogar recht ansehnliche Mittel vorrätig ho^ ben, die nicht vorteilhaft placiert wtrden können, trägt sich die Wiener Regierung mit dem ^danken, abermals eine Senkung de^ Zinsfußes vorzunehmen, um das Kreditwe» sen zu beleben. Der Landwirt l. Der Aalk ist iür da? Marlzenleben vc.n außerordentlicher Wichtigkeit. Der Veden enthält meistens nich. genügende Meng-n von Aalk, deshülb ist eine Zusnhl. dnngüud geboten. Dii.» Wirtu-ig des Kolkes äußert sich in verschisd2.i!:r Weise. Er ist als di ck-ter Pflanzennährsto^sf anzusehen. Dann ver« mag der Kalk auch die mechanische Beschaffen he'.t des Bodens zu verbessern, indem er de» Boden locker und wärmer macht, ein Ueber-f/uß an Saure wird durch ihn entfernt, die chemischen UmsetzuniZ?,! der BiZdenbestknd^ teile werden durch ihn beschleunigt Am einfachsten ist es, gebrannten Äalk zu verwenden, dnr man an der Lust vorher zu Staui zerfassen läßt. l. Verjiingen unserer Obftböu«e. Es tväre richtig, lvenn in Älbständ<'n von sechs lis zehn Jahren alle Steinobstbäume, mit Ausnahme von jidirschen, bls ins Me Holz verji'mgt würden, und zniar dergestalt, daß Ulan die starken Aeite absägt, jedoch an jedem Ast ein oder ztvei junge Verlängerungen stehen läßt. Jedenfalls ist Ls sicherer, sich auf das Jungholz zu verlassen, als damit zu rechnen, daß sich aus den, alten Holz schlafende Knos^n entwickeln. Das letzten kann, aber muß nicht der Fall seln. Die Hauptsache ist und bleibt, daß man tragende Pflaumenbäume, überhaupt Ste'.nobstbäu- »oeliisitsrsis« olins il»a (3. Fortsetzung.) Itomon von Lola Stein (Nmhdnick oerdoten.) „Ich begreife Ihre Liebe zur Scholle. Aber muß es denn Hohentannen se'n, Herr Baron? Mit der Kaufsumme kötnren Sie sich nach Erledigung ihrer sämtlichen Ber-pfllchtungen ein neues, modernes, schönes Gut evstelhen, -t^n den: Sic Freude hätte?!, weil Sie es ohne Sorgen bewirtschaften kon n«n. Diese Möglichkeit verschaffen wir Ihnen. Schlagen Sie sie nicht aus, Herr Baron. Nie wiÄ»er lv»rd Ihnen e'ln Mensch für das verschuldete, überlastete Gut diesen lächerlich hohen Kaufpreis bieten." „Das ist mir bekannt, Herr Dr. Ammerberg. Mir ist auch I?ek«nnt, ivarum Sie so viel b!eten. Sie brauchest meinen Grund und Boden." „Wir möchten ihn haben. Unbedingt brau chen wir Hohentannen nicht. Unsere Arbeitersiedlungen stoßen an Ihr Gut. Wir much ten sie erweitern. Große öffentliche Anlagen und Gebäud<^ für unsere Leute errichten. Sie tun_abgeseheir von allem anderen — ein soziales Werk, wenn Sie Höchen tannen verkaufen, Herr Baron." „Ick) bedauere. Nicht auS sozialen, nicht aus anderen Gründen trenne ich mich von meinem Gut, solange ich es spalten ?knn." „Uns ist bekannt, wie stark Hohentannen belaistet und verschuldet ist, Herr Baron. Jetzt bieten wir. E»ne phantastische Sunr-me, wie Sie zugeben werden. Aenn Sie einmal verkaufen müssen, werden Sie lUch so willige Käufer finden." „Ich muß es darauf ankommen lassen. Herr Dr. Anunerberg. Hoffen, daß es so weit nicht konimt. Das, ^vas Sie vcrhm sagten, mag im allgemeineil ganz richtig sein. Für nrich trifft es nicht zu. Ich will nicht irgendein Gut bolvirtschaften, irgendein Stiück Erde inein eigelr nenneii. Seit siebenhundert Jahreir sitzeii die Geringsho- fens auf Hohentannen. Wir sind mit diesem Boden verschinolzen. Ihn unsereil Söhnen zu hinterlassen, war Pil'.cht und Ziel unseres Lebens. Ich l)abe einen Scchn und Erben, dem Hohentannen einst gehören soll. Darunt kann ich niich ilicht v.-n ihm trennen." Die Brüder fühlen: jedes irVeitere )Äort ist sinnlos. „Entschuldigen Sie den Ueberfall, Herr Baron", sagt Dieter. „Wir sind nicht iii schlechter Absicht gekominen." Louis Ferdinand von Geringshofen verabschiedet sich sehr förmlich von seinen Gästen. Blickt ihnen düster nach. Wenn es nicht um Udo ginge! Uin das Prinzip! Um das Hochhalten der Idee! Es müßte gut tun, einmal in Ruhe sich ausschlafen zu können, ohne von Sorgen und Ueberlegungen unablässig gequält zu wenden. Es müßte gut sein, durch Felder zu reiten, deren Frucht einem wirklich gehört, im Schatten des Waldes zu rasten, ohne besÄvch^n zu müssen, daß Holzfäller koinmen, um wieder ein Stlück von dem alten B^'itz zu schlageit. Weg mit den Gedanken. Es kann nicht sein. Er steht bochausgerichtet mitten im Zimmer. Irgendein AuSw^ wird sich fin^n, um die Zinsen am 1. Oktober zu zahlen. Irgend etwas ^vird sa schließlich dvch noch zu realiifleren sein . . . Die Brüider steigen langsani die hohe Treppe herunter. „Äeser eigensinnige alte Mann iinpoiliert mir, Paul!" „Hast du seine geflickten Stiefel zesÄhen, Jmq^n? abg^chabten Rock, die zerwetzte Hose? Hast du die Risse 'm Holz und in den Bezügen bemerkt? Alles Plunder, alles Verfall. Schauderhaft! Nee, da kaitn ich nicht mit!" „Uin so mehr imponiert imr sein Standpunkt!" „Er wird doch eines TageS de»! Gläubigern weichen müssen. Es ist nur ein Aufschub. Eine Gnal^nfrist. Er könnte es sich selbst sageil. Wenn seine Gläubiger sich heute zusammentäten, könnten sie Hohentannen vielleicht schon unter den .«^mmer bringen. Aber einer kümmert sich la nicht mn den anderen. Ninnand hat wohl auch so großes Interesse darait, den alten Mann aus sei-itein Haus zu jagen." „Also wenn nran seine sämtliche,: Schuldeil aufkaufen, alles in einer.Hand vereini» gen ivürde, könnte man ihn zwingen, zu verkaufen, Paul?" „Vielleicht." „Dieser Weg wäre doch möglich." „Nicht für uns, Dieter. So viel liegt un» serem alten Herrn denn noch nicht an Hohentannen, um zit diesen» skrupellosen Mittel zu greifen." „Er war oft skrupellos und unbarml)er-.'c,gc haben und n'chl dem direkten Sonnenbrand auZge'?,^t 'i'in, :r»ell lcnst d'e Erde versauern würde. Zöenn wir den k^om-postHaufen bepflanzen, zum Beispiel mit Kürbissen, wie d'eS häufig gesch'.:h!, ie können mir dadurch wohl eine Beschattung !»es Kompsstihausens herbeiführen. Viele Prakt^ ker find aber gegen eine solch»' Bepflanzimg, weil di«fe daß» sührt, dG den» ßkoinpest Nährstoffe entzogen werden, noch bevcr er feiner eigentlichen Besti«mimg z-geführ! werden vann. MrdenSauskaN Im deichen von Vunsch und »owie Silvester mit seiner Kröhlichteit und dem unerläßlichen Silvestertrunt steht vor der Tür. Um ein rechtes Getränk si^r Silvester zu trauen, müßte man eigentlich ein ganz besonderes Rezept zusammenstellen: Man nehme gute Laune, Lachen und Frohsinn, man nehme auch ein wenig ernste Besinnlich keit — au« allem zusammen wird der rechte SilvestertruM entste!^n. Aber auch sonst gibt es noch eine Reihe bewährter Rezepte für allerlei köstliche Getränke — jeder kann davon auswählen, was ihm am besten zu-sagt. Familie»p«nsch. Ein halber Liter hellgelben Tees wird mit einem halben Pfund Zuk-ker geiüßt. Man gibt dann eine Flasche Rot wein und eine kleine Flasche Rum hinzu. Der Punsch wird stark erhitzt, soll aber nicht kochen. Das gleiche gilt auch jÄr alle ande- ren Punisch- und Glühweinarten. N«t»ei«Pi>nsch. Aus I« eine Flasche Rotwein, die man mit d^ Saft einer Zitrone, Zucker, fünf Orangenscheiben und gaiy we» nig Nelke aufkocht, gibt man drei Likürglä-ser Arvak und einen haÄen Liter schwarzen Tee. a»«igi»>enP«»sch. ' Auf einem halbei, Psmrd Zucker wird die Schale einer Zitrone abgerieben, ferner die S«!^e einer kleinen Pomeranze. In einem Liter kochendem Wasser läßt man et« halbe Stange vanille und eine halbe Stange feinen Zlmt gut ausziehen, dann werden die Gewürze herausgenommen und das Wasser in die Punschter-rin« gegossen. Der Zitronenzucker kommt da zu, ferner vier Apfelfinen, die geschält und von der weißen .^ut befreit und »n Teile zerlegt wurden. Hinzu kommt Werner der Saft von zwei Zitronen und eine in kleine Wllrfel geschnittene Ananas. Eine ganz« Flasche Arrak wird über der Punschterrlne abgerannt, dann wird die Mischung kaltgestellt. Ist die geivün^chte Temperatur cirreicht, wird eine Flasche Weihwein daqugegosien und unmittelbar vor dem Auftragen eine Flasche Schaumwein. Eiergrog. 124 g Zucker 'verden mi: Liter Wasser aufgekocht, ein Fünftelliter Arrak dazugegossen und. nachdem diese Mischung von neuem bis vors Kochen gekommen ist, vier Eidotter, welche man mit et- was Zucker schaumig gerührt hat. unter be-ständigem Schlagen dazugegeben. Wenn der Grog recht schäumend in die Höhe steigt, serviert man ihn in erwärmten Gläsern. »«maS'Vswie. Eine frische Ananas schneidet man in Scheiben, streut rs^chltch Zucker darauf, gießt ein Glas Made ra darüber und läßt sie zugedeckt einige Stunden stehen. Dann löst man zu jeder Flas5ie Weißwein g Zucker in wenig Wasser auf, tut chn in «ine Terrine. 1 Flasche Weif;, wcin darauf, die Ananas samt Saft dcizu und stellt das ganze auf Eis. Zwei Stunden darauf wird der restliche Wein, ev-'nt. auch Cl)ampagner. hinzugefügt. h. HaselNNßwche«. 10 Dekagrvmm Staubzucker werden mit drei Dottern, Zitronenoder Orangeschale und dem Saft einer halben Zitrone flaumig abgetrieben. Dann kom wen lv Dekagramm geriebene Haselnüsse, 12 Dekagramm griffiges Mehl und der feste Schnee von drei Klar d«zu. Dann befettet man die Hälfte des Backbleches mit Butter, verteilt darauf die Hälfte der Teigmasse, bestreicht die qanze Fläche mit Ribiselmarnie-lade und gibt die restliche Masse vorsichtig darüber. Am besten mit dem Kartenblatt. Dann bäckt man ihn schön' goldbraun im Roh"-. In längliche Streifen geschnitten, wird der Kuchen mit Banillezucker bestreut. »«dtieli«r cler prva krv. Ktellionica Lesen bsr 2U vei- -WW»VGW»««^»G^W«»WW» 0»stk»U8 Zonnt-,« ^e.' biulxst^otttiövv« 23. prlm» ^«>n »k 5 ».itsr. iofc,rt Äwmer, separiert, »onnsettix. an ckie Verv. 14361 Loäna ul. 16/5. der- unci Lratvürste. j^^onta« LÜvesterfeier. Prosit k^eulakr! 14391 Z5.VVV vlaar Xalell»» xe^en 13617 14380 leer. an bessere I^erson 7.u vermie» ten. preZernova 31. 14385 ^ödl. Ämmvr mit ?»trvnj? separiertem Linxanir ist vermieten. ^n,ukraeon Olavnl tre 2S.ll. 14387 SLsFZSI» Xvelilii tür »Ile», besseres fraueiiiimmer. die auller Ko-ctien sucil /Limmer aulritumen U5V. kann, mit psrt. Kenntnis äsr llvutselieu Spraoiio. dls N .ladre alt. zu kleinerer t'a. mllie mit einem Kinä xesuclU. ^nträze samt ^euLnis unck k'kotoxraplUe an /lata diütilie. Lskovee. Antritt mit 15. ^ün-nvr 1935. »4291 Tuclie erst- per 1. Männer Iclsssiee ! ZU 3 Kincker. ö. 7 nnä 9 l»dre VrelTlmmervokauii«. neu lier eericktet. mit öaäeziminer. ab l «auIv-u-Selireldtlseli. 1 Kou »»tÄova »^''^8 l^iesolke muL veriskt kro- leau-^^ktentascke. 2 «ov. ^iriI-1Vtet«tl>va u. 18. und ckoutzck spreciien Leiireibtiscke. 1 )^ktöntlscl,- . --—- sovie nätien können. Oikerte lntadplation, 1. 8at?. aul ein ^ lZudel mit SeklvdetUrsn. 1 !>ia Limmer »u vermieten.Amit piiotoeraplile sinä an vr. Ltaciti^aus eesuctit. i-inter »1. ^ tional-I^eLlstrler-Ksssa. fercio Liril-/Vletlx>ova ul. 18. P»»rter-Wls<> k^eumann. ^rzt. k^'ovs lZra l4Z79»diSka. »u senden. 14362^ eo Literv empkvillev vir kür 6ie kawilieomitzlieäer. >velcde dissse >Vsnl!e« und »ctivaclie k^er-ven besitzen, sovie oimv Appetit sind. »Llleriln« zur LtArkunx des kiutes, der Nerven und des Appetits. l>en ^rvaekisenen sind Z Ukürelüscken tSsilcl,. den Kindern daseeen 3 kleine 1.SIieIct?en tüslicl^ zu ver-sdreieken. »tner»>n« ist in allen ^potlieken erl,jl!tlict, und kostet eine Naldliterllkisciie s)ln 35— (Ke« S. ör. 4787-32.) SK88 w M «ÜN« II.1 SclimerzerlüUt eeden die l^nterzeieluieten allen Verwandten, freunden und IZelra^mtei' die traurige s^aedrieiit, dak ilir guter VutLri Herr Mnton frlseiirmelster In draz OonnerstaL. den 27. Oezemizer 1934, verse-den mit den 'frSstuneen der lil. I^ellsion. w! 61. l-edensjai^re, xotterzeden verselneden l8t a r i b o r. 28. Vezemker 19Z4. 14372 vie trauernd Nintvrdll ebenen. /Snner« an dls Verv. 143^ Qlsvol tr« I 14366 re links. »tZrsjsIla klet« nimint >I)on» nenten auk erstlckls.'iise Kost naeil der Speisekarte »ut. ^onatiick 450 und 500 Dinar. Die k'reise tiir ^eerkisciie und jVleerspezialitÄten sind ermü-kiLt worden. .^us^alU in (,rl-Linal Valmatiner-Lelivarzvei-nen per l.iter 10 Din. iider die Lasse 8 Oln. 14363 ^lle ^rten lZr»wm«i»kl»ov repariert solid. ver!Äl!lleli u. dliilxst mecl^aniscde Werk-Stätte lustin (^ustinÄö, 'sst-tenbactiova 14. 14167 1-, I-^ pdllil»» pädia» 3 küdren. liil-liest ZU verkauien. .^liineka ul. 35. Draksier. _14376 IU«»adauv«li> ia vsrsclil«»e. nvn flsscilen 1 l-iter Ii» Din. eri^Sltlicl, in der Vorkauks» stelle der /Vlolkerei öernilaid. ^eksandrov» eest» !»l. 14390 Sedlalilmmo^ ttartdolz. sedr diu iL. ^nz. ?idovsk» ulies 4, dedäude iink» .levmk. 143SK Vertd«1wk»»»e. mittvi«rog. ftlleker. «rover pli1»el«Uv»n, 4S0. sedönes Svelsozimmer. antike eiserne pruke reines l^essinidett mtt l^lacbt Kasten, modernes SedltlÄm» mer. öetten. 6 KieiderkSsten. varockspleltiseli. 6 l^dor«»-sei ü 60. «roSor Spie?el. zwei tlerrenfadrrädor. 3 ?neden-te». Koroiika e.^l^_14395 Sekrvlbmasedla« ru verkau. ten. iVivcl^aniker KÄll» Ac>-venska Ullea. >4367 k'reunc^en unseres lielzer^ Vaters» LtoLvster5 uncl On^vls xeken ^ir >ze t>lzzct»k»ckt» clsü t-te,r Ksrl Viisent5ckur t.el>ek?adt lean» ciem i^o^nunxsvoüen (^ene5unzss^exe nse^ einer Operation in ^rs? uns kür Immer n»eii einem sekie>es»Iskeieken» mannkskt erkaZenen I^lzen verlassen kst. V^ir geleiten iki» Lonntsx. clen 30. l)e?emt>er vom l'rsuerkause au» um 3 ^tir nsekmittax» ru seiner kukestatte. ^arenberzx, ^ov»«a6, ^ien, Ulm» clen 27. Deiemker 1934. ie«I Vrent8ckur.