LmtmchelMMtimg.
Rr< 110.
Pra >!U »irrat i on ^
. Fi!r bic^ufteNung in« Haue halbj.5«Ir. Mit dcrPnjt »anzj. fl. l5>, haldj. sl. 7.5«.
Mittwoch, l3. Mai
gl.1?rt< onegtdilyt bi« I« Zeiln,: imal SO lr., »M.80lr., 3«. I sl.z sonst Pi.Zeile im. «lr.,i!»!.l der „Volkssreund."
Wien, II. Mai. Die „Wr. Abbpst." schreibt: Der „Voltsfrcuno" bringt in feiner letzten Nummer eine Reihe thatsächlicher Mittheilungen über den verstorbenen k. t. Botschafter in Rom, Grafen Crivelli. So lebhaft wir gewünfcht hatten, die Discussion über Persönlichkeiten in cincm Augcublickc vermieden zu sehen, in welchen: der erschütternde Unglücksfall, der den Grafen getroffen, noch in frischer Erinnerung stcht, so tonnen wir die Darlegung des „Voltsfreuno" doch nicht ganz mit Stillschweigen übergehen. Der „Voltsfreund" bchanptct, Graf ErivcUi habe sich lange Zeit hindurch gesträubt, die ihm zugedachte Aufgabe zn übernehmen. Das ist nnwahr. Graf Erivclli ergriff vielmehr, als er zn Sr. Excellenz dem Herrn Reichskanzler während sei» ucs Aufenthaltes in Paris berufen wurde, die angebotene Mission mit einem Eifer und einem Eingehen auf die Intentionen des Frcihcrrn von Beust, die kaum einen Zweifel darüber zu gcstatteu schienen, daß er sich der Sache mit voller Hingcbnng widmen würde. Auch dem „Voltsfrcnnd" dürfte dies Verhältniß nicht ganz unbekannt geblieben sein, denn wenige Zeilen weiter spricht er von cincr „uuvorsichtigen" Anmeldung der Sendung dcS Grafen Erivclli in Rom.
Wenn aber der ..Volksfreund" andeutet, der Graf s« wohl von den Ziclvuuttcu dieser Sendung selbst nicht hinreichend unterrichtet gewesen, er hätte erst eingewilligt, als er hinreichende Bürgschaft dafür erlangt zu habcu hoffen durste, daß seine diplomatischen Aufträge ihn nicht mit feinem Gewissen in Conflict brin-acu würden — die Inslruclioncn feien erst spater an il)n ergangen, - so ist dem gegenüber nur darauf zu verweisen, daß geraume Zeit, chc Graf Erivclli seine Scndnng antrat, das Allerhöchste Handschreiben zur Beantwortung der Adresse der ^ Kirchcnfürsten erfolgt war und dicscs Handschreiben, welchem oic dem Grafen mitgegebene allgemeine Instruction vollkommen entsprach, nicht leicht cincm Zwcifcl Raum gcbcu lonntc, in welchem Sinne die Instruclivncn erlassen werden und in welchem Geiste die Verhaudluna.cn in Rom zu führen sein würden.
Die strategische Lage der Türkei.
Wicn, 6. Mai. (Tr. Ztg.) Mag man hier fragen wen uud wie man will, nirgends erhält man eine
Aus dem katholischen Vcl'cllcn-Werein.
, In der am 3. Mai stattgehabten 1Z. Jahresversammlung des katholischen Gcscllcuvcrcins hat der Vereins-Richer, Herr Dr. Voncina, über den gegenwärtigen 5u>tano des Vereins folgenden Bericht erstattet:
Meine Herren!
Den diesjährigen Rechenschaftsbericht glanbc ich ""Ml entsprechender einleiten zu köuucu, als mit der 'puiwcisung auf dic theatralische Fcstnutcrhaltuna. welche User Verein zum Abschlüsse sciucr dreizehnjährigen Wir -,amke.t am verflossenen Sonntag veranstaltet hat.
Daß dieselbe überhaupt zu Staude kommen konnte, d"' freuudlichcn Zuvortommeuhei d s lobl. Aus.chusses der Narodua Citalnica, an welchen d ^"^°''>t""d vcrtranensvoll sich wandte, uachdcm o»e bchnfS Inanspruchnahme des seit Jahren her bei äl,n-lM)cn Anläßcn benutzten landschaftlichen Redoulcnsaalcs
„icht fnhrcn tonnten bei
^'n Umstände, daß die Ncuovirung des vorerwähnten Anales zmn Zwecke der bcvorstcheudcu Landlagssiliu,^ e zu Anfang April bereits in bestimmte Aus icht a -"ounncn worden ist. "
Mvälw!"' <^ die Betheiligung an dieser Eingangs
""Me,, Fcstuntcrhaltung nicht cme so zahlreiche, wie
dc-i, ^ ""Nachtet dcr vielfach ungünstigen und stören-
w^'^tnissc a„f Ornnd bisheriger Erfahrnngcn hat
Nchcr ?m'.' b'""l"'- die ebenso lebhafte als wohlthueudc
lich d°>^ I"" bat jeder der dabei Auwcscndcn znvcrsicht-
nuontragcn mögen, daß ein Verein von Gesellen
welche in solcher Art in dcr Ocffentlichtcit anfzutrctcn wagen nnd bei ihrem Auftreten einen so rückhaltlosen, ja — im wahrsten Sinne dcS Wortes — rauschenden Beifall einzuernten vermögen, ein vollkommen lebenskräftiger Verein ist. So wenig es vor noch uicht I5> Jahren jemandem auch nnr im Tranmc einfallen mochte, die Erwartnng zn hegen, in Laibach werde cs dazu kommen, daß die Gcfcllcn in solcher Art uud mit solchen Erfolgen werden auftreten können, wie cs thatsii«t,lich dcr Fall ist, eben so wenig kann ich Anstand «Wien zn behaupten, daß. wcnu auch dcr Vcrciu kciuc weitere» Erfolge seines Wirkens auszuweisen vermöchte, derselbe . grlegcnhcitlich scincr festlichen Vorstellungen in dcr Ocffcnt-lichf'cit cin derart gesundes, munlcrcS nnd befriedigendes Lebenszeichen an den Tag legt, daß Sympathien, deren er seit Jahren her sich anhaltend erfreut, ihm cbcu so gesichert, als auch ncuc in immer weiterem Umfange gewonnen werden müssen. Legen ja solche öffentliche Fcst-vorstcllnngcn ein gcnng lant sprechendes Zcngniß ab von jcncr Liebe nnd Eintracht, von jenem Eifer und Gcmcin-finn, welcher die Mitglieder an einander und mitsammen an den Verein fesselt, gleichwie dicsclbcn andererseits keinen geringen Einflnß ausüben ans die Veredlung des Geistes und des Herzens nnd somit anf die Förderung jcncr, dcm Handwerks- oder Gcwcrbsmannc nothwendigen Bildung, deren Pflege dcr eigentliche Zweck unscrcs Vereines ist.
Um solche, dcm bürgerlichen Gcwcrbslandc nothwendige, aber auch genügende Bildung dcn Vcrcinsmit-glicdern zn vermitteln, bleibt im Vereine seit seinem Bestände her hinlängliche Gelegenheit geboten, so daß cs lediglich ans den gnten Willen dcr Veremsgcsellcu ankommt,
sich je nach dcm Bildungsgrade und Bedürfnißc Einzelner fortzubilden, sci cs im gewöhnlichen Schreiben odcr in GcschaftSaufsatzcu, worin der Lehrer an dcr Normalhauptschulc Herr Gcrkmann, sci cs im Rechnen, worin dcr Lehrer an der städtischen Knabcnhauptschule zn St. Jakob, Herr Moönik, Unterricht ertheilt, sci es im Gcsnngc unter dcr Leitung des EhormcistcrS Herrn Förster, sci es endlich in dcr Naturgeschichte nud Geographie, über welchen letzteren Gegenstand Hcrr Gnczda, Prnfcct im sürslbischöflichcn Aloisiannm und suppl. Re» ligionsprofcssor am Gymnasium, in dcr Naturgeschichte aber Hcrr Professor Kouschck, bereits das zwölfte Jahr mit ciuer über alles Lob erhabenen Hingebung im Vereine thätig, Vortrage hält. Wer Gelegenheit hat, Zeuge zu sein von der unverdrossenen Ausdauer und zuvorkommenden Bereitwilligkeit, mit welcher die gedachten Herren so viclc Stnndcn dcm Vereine znm Opfer bringen, kann auch begreiflich findcn die Wärme uud Innigkeit des Dankgefühlcs, von welchem dcr Verein gcgen dieselben beseelt bleibt.
In gleicher Art bietet dcn Mitgliedern geeignete Mittel znr Förderung der intellectucllen Bildung dar die von Jahr zn Jahr reichhaltigere Vcrcinsbibliothek, welche im Laufc dieses IahrcS einen ansehnlichen Zu' wachs erhalten hat durch 15 uctt gebundene Iahraänac drr „Novicc," ein Gcschent dcS Herrn OüracrmeisterS Dr. Costa, wofür ihm dcr Verein zum herzlichsten Danke verpflichtet bleibt, wie ebenfalls auch dcn Herrn Verlegern: Edl. v. Meinmayr, Orafsclli. Blasn.t und Millitz, wclchc dic Gcfällialcil hnbcn, d.c betreffenden Blätter dcm Vcrcinc gratis zulommcn 5" lassen, außer welchen Blättern noch 6 andere the.lS polttlschen, tbM
802
Bestätigung dcr Scnsations-Nachrichl, dic per Telegraph durch die Blätter lauft, daß nämlich 40.000 russische Reiter ihre Rosse im Prnth tränken, und sich als Uu-hcil drohende Wolke am östlichen Horizont zusammengezogen haben. Noch ist es zn früh, zu solchen sehr rcspcctablen Demonstrationen, denn tm-politische Lage dcr Dinge im Südosten Europas bietet dazu leinen Anhaltspnnkt. Gleichzeitig fügt dieselbe telegraphische Nachricht hinzu: „Rnstschut wird befestigt." Nun, Rust-schuk braucht nicht mehr befestigt zu werden, denn cS ist bereits seit alter Zeit eine Festung, freilich nnr eine türkische Festung, iu türkischen Händen immer aber ein sehr respektabler Nasfcnplatz, den dieselben in früheren Kriegen, besonders 1810, gegen die Russen nngemcin hartnäckig vertheidigt haben, wie sie das bei jeder bc< lagerten Festung thun. Nach einem alten bastionirten System befestigt, dcsfcn Mauerwert allerdings baufällig erscheint, wird dcr Platz von den südlich der Stadt nnd Donan gelegenen Weinbergen dominirt, weshalb hier im Falle eines Krieges die Türken sehr starke Erdwerkc errichten, wie wir daS 1854 selbst sahen. Giurgcwo, der gegenüber gelegene Brückenkopf von Rustschut, ist in einem früheren Kriege geschleift worden, doch stellten ihn 185)4 die Türken durch sehr ansehnliche paffagcrc Werke wieder her, die jedoch nach dem Kriege wieder verschwanden; dic zwischengclcgcnen Donauinseln werden im Kriege stets befestigt nnd mit Batterien armirt; die eigentliche Donanfront von Rustschnk bildet ein steil abfallendes Ravin vun gut 80'Fnß Höhe, auf dessen Kamm zahlreiche Batterien angebracht sind, welche dic Donan und die Inseln bis hinüber nach Rustschuk beherrschen. Zwischen dcr bei Rustschuk in die Donau mündenden Lomm und der ersteren selbst pflegen dic Türken im Kriege ein befestigtes Lager anzulegen, daS alfo unter den Kanonen des Platzes gelegen ist. Ein abcudländischcr General würde sich bedanken, die Per« antwortlichkeit über sich zn nehmen, einen Platz von der Beschaffenheit wie Rnstschnck nachhaltig zu vertheidigen: in dcr Hand dcr Türken aber, deren letzter Ncst alten kriegerischen Geistes bei derartigen örtlichen Vertheidigungen nochmals aufflackert, ist ciue derartige Defense schon möglich, wie das 185)4 die Vertheidigung von Silistria gezeigt hat, wo sich dcr ganze Kampf um das vorgeschobene Erdwerk „Arab-Tobia" drehte, das von den thcilnchmcndcn egyptischcn Hilfstruppen scincu Namen crhiclt nnd an dcm dic rnssischcn Kolonnen wie Glas zerschellten. Der Sturm, den die Russen 1810 unter dcm Grafen Kaminsky auf Rustschnk machten, kostete denselben nach russischen Quellen — 334
Officierc nnd mehr als 80<^n Mann, von denen der größlc Theil todt oder verwundet im Graben oder anf dem Wall geblieben war. Derartige Verluste kommen nur bei dcm Angriff auf türkische Fcstnngen vor. Anders ist es, wo türkische Truppen im freien Felde kämpfen, und noch schlimmer sieht es aus, um dic Lcistun» gen der türkischen Kriegsflotte. Ein Blick anf die Dinge in Kreta findet reichlich Belege für das, was wir sagen. Ungeachtet diese ^nsel recht eigentlich in der türkischen Machtsphürc gelegen ist- nngcachtet dcr Kampf dort schon Jahr und Tag währt; ungeachtet endlich mehrfacher Wcchfcl dcS türkischen Trnppcncommando's dort stattfand, nnd selbst Omcr Pascha dort befehligte, gelang es der türkischen Regierung noch nicht, dort namhafte nnd nachhaltige Erfolge zn erringen, oder auch nur dic Bloladc in genügender Weife herzustellen, wenn schon die „Blokadc >"'>' lmliül'^iom'in« seitens der Pforte amtlich bekannt gemacht wurde. Diese offcnknn-digc Schwäche dcr lctztcrn — sei sie nnn diplomatisch
oder militärisch verschuldet — wird nachgerade recht bedenklich nnd mnß gewisse Völkerschaften unter dcm Halbmond nngleich mehr zur Auflehnung stacheln, als das alle russischen Agenten zusammen genommen vermögen. Das aber will schon etwas bedeuten auf einem Schauplätze, wu dic orientalische Frage über Nacht fix nnd fertig anftanchcn kann. Humanität und politische Klnghcit will nns darnin bcdüukeu, sollten seitens dcr dcr Pforte wohlwollenden Mächte darauf dringen, daß dcm peinlichen Schauspiel auf Kreta, das vergeblich nach einem Abschluß ringt, ein Eudc gemacht werde.
Dcr englisch-österrcichischc Aandclsverirag.
Ueber die Eontroucrsc, welche dcr cuglisch-österrci« chischc Handelsvertrag zwischen dem Reichs- nnd dcm cislcithanischcn Ministerium hcrvorgcrufcu, liegt in dcr „Allg. Ztg." cinc Mittheilung vor, worin es heißt: „In einem Theile dcr Wiener Presse begegnen wir dem Bemühen, die Schwierigkeiten, welche sich bezüglich des End-abschlusses dcr Verträge mit England crgcbcn haben, zn einer Sache persönlicher Differenzen zwischen Herrn v. Bcust uud ciuem oder mehreren Mitgliedern dcS cislei-thauischeu Cabinets zuzuspitzen. Das ist unrichtig. Die Schwierigkeiten liegen hauptsächlich dariu, daß dcr Fach-refcrent dcs Handelsministeriums in dcr Frage, Herr v. Prctis, sich bckauntlich in der jüngsten Zeit in Bcr« lin befand nnd dcr Handclsministcr dnrch diesen Umstand verhindert war, sich über alle Punkte des Vertrages so zn oricntircn, daß er sich schlechthin für dieselben hätte cngagircn können. Die Freiheit eingehender Prü' fnng gcradc mit Rücksicht auf dic Anschauungen dcr Kammcrmchrhcit mnß doch den Ministern, die den Vertrag durchzubriugeu haben, zugestanden werden, nnd dcr Reichskanzler ist sicher der letzte, ihnen irgend welche Bcschränknng anfzucrlcgcu. In der That haben die Differenzen, von welchen man spricht, auch nicht cincn Augenblick lang cxistirt. Wenn man vollends dnrchschim-mern läßt: Minister Dr. Vcrgcr trage znm Theil die Verantwortung für die angebliche Störnng dcS gnten Vernehmens zwifchen Frcihcrrn v. Beust und dem Mi-nisterinm Ancrspcrg, so kann das nur auf ciucr vollen Vcrkcnnnng dcr thatsächlichen Verhältnisse bcrnhcn. Gerade Minister Bcrgcr hat von Anfang an feine Stcl-lnug so aufgefaßt, daß ihm in erster Linie die Vermittlung zwischcu den Ideen nnd Anschcmnngcu dcs Reichs-Ministeriums uud des cisleithanischcn zufallen müsse, nnd cr hat dicsc Aufgabe, in welcher er durch die Znvorkom-menheit des Frcihcrrn v. Bcust unterstützt wnrde, mit Eifer nud Hingetmng durchgeführt. Seiner Haltuug am allerwenigsten könnten persönliche Motive mit Fug unterschoben werden."
Dic frllnMschcn Uüjluugcn.
Ein Wiener Correspondent schreibt dcr „Tr. Ztg." nntcrm 9. Mai: Viel, sehr viel ist von den französischen Rüstnngen bereits bekannt, alles aber noch nicht, denn dic Regierung sncht, wo immer nnr möglich, den ganzen Umfang derselben der Ocffcntlichkcit zu entziehen. Die folgenden Mittheilungen, die aus der besten fachlichen Quelle stammen, dürften deshalb von Interesse fein. Die gcsammlc französisch? Infanterie ist mit Ehasse-pots ausgerüstet; die absichtlich verbreitete Nachricht, sie sei erst thcilwcisc damit bewaffnet, ist falsch. Dic Ehassc-pots sind il, solcher Zahl vorhanden, daß sie sogar schon an dic Truppeu in Algerien und den Eolonicn aus-
gefolgt werden konnten. Die Patroue war früher nnge-nügend, so gut odcr so schlecht wie anfangs die Patrone dcs österreichischen Wänzlgewehrs; jetzt ist sie vortrefflich. Ein Theil der Läufe der Ehasscpots, derjenige Theil, der ans französischem Gußstahl gefertigt worden, genügt nicht. Die Chasscpots schießen übrigens 15 mal in dcr Minnte und treffen bis anf 1000 Schritt. Die Organisation von 200,000 Mann Mobilgardc ist fertig -felbst die Uniform liegt da - nnd zwar war dieselbe zuerst in den östlichen Departements beendet. Dic Mobilgardc ist mit Hinterladern bewaffnet, welche aus. alten Vorderladern hergestellt worden. Bereits haben 4000 pensionirte, aber noch vollständig kriegstüchtigc Officiere und eben so viele altgcdicntc Unttlofsicierc sich znm Eintritt in dieselbe gemeldet. In, Nnslande sind bis jetzt 115,000 Pferde für die Armee angekanft. Die Festung Litte ist mit 900 gezogenen Hinteclader-Gcschützen armirt, an dcr Errichtnng von dctachirten Forts (nach dcm sogenannten provisorischen System, welches speciell die Verwendung von Holz statt Manerwert bedingt) für Metz wird rastlos gearbeitet. Die Train-Anschaffungen sind selbstverständlich jetzt, wo die Eisenbahnen ^ in Frankreich noch dazn doppclgclcisig — den Dienst der frühereu Eolonncn vcrfehcn, vcrhältnißmäßig weniger umfangreich. Dagegen ist eine mobile Eisenbahn-Genie« trnppc für die sofortige und aushilfsweise Herstellung jcder erforderlichen Schiencnvcrbindnng (ganz nach amerikanischem Muster, das sich im letzten amerikanischen Kriege so glänzend bewährte) organisirt.
Napoleon in Orleans.
Paris, 11. Mai. Der Kaiser antwortete anf dic Ansprache dcs Maire von Orleans Folgendes: Ich habe mit Vergnügen Ihre Einladnng angenommen, weil ich immer glücklich bin, mich wieder inmitten einer Stadt cinznfinden, die bei allcr gewissenhaften Bewahr rnng ruhmreicher Erinnerungen die so patriotische Gcsin-nnng hat, sich mit Eifer den Kämpfen der Arbeit nnd Industrie hiuzugcbcn.
Ich wollte ans eigener Anschannng Ihre Fortschritte constatiren und Sie aufmuntern, überzeugt, daß dieselben inmitten dcr allgemeinen Nnhc Enropa's sich mit Vertrauen entwickeln können.
Dic Rede dcs Bischofs constatirte, daß Paris mehrmals feine Thore von den Fremden erzwingen ließ, Orleans aber niemals, und hob den Patriotismus und die Religiosität der Stadt hervor.
Dcr Kaiser erwiederte hieranf- „Ich bin von den edlen Worten, welche Sie an mich richten, sehr gerührt; an diesem Orte ist es, wo man sich mit Wonne daran erinnert, was religiöser Glaube nnd wahrer Patriotismus für das Hcil und die Größe eines Bandes vermögen; in dieser Stadt erfolgte eines dcr wunderbarsten Ereignisse dcr Geschichte. Dcr Strom, dcr unter Ihren Mauern dahinströmt, war einer dcr Schntzwällc in un-sercr Unabhängigkeit, so wie er in einer noch gar nicht lang verflossenen Zeit die hcrolschen Trümmer dcr großen Armee beschützte.
Indem die Kaiserin und ich nach Orleans gekommen sind, um an den Volksfesten Theil zn nehmen, haben wir znvördcrst uus in dcr altcn Kathedrale nieder-kniecn nud inmitten der großen Erinnerungen dcr Vergangenheit Gott um scincu Schntz für die Zukunft bitten gewollt."
belehrenden und nntcrhaltenden Inhaltes den Vcreinö-mitglicdern zur Benützung dienen.
Jedoch nicht auf cinc einseitige, blos intcllectuelle Fortbilduug, soweit dieselbe vom bürgerlichen Gcwerb-standc gefordert werden kann, hat das Wirten der katholischen Gcsellenvcreine sich zn beschränken; seiner höhcrn und vorzüglicheren Aufgabe zufolge hat der Verein dem iu dcr Regcl anf sich selbst angewiesenen Gesellen die heimatliche Stätte zn ersetzen, das Unerquickliche des Alleinseins in der Ircindc ihn minder empfinden zu lassen, ihn eben dadurch von den unter solchen Umständen in der Regel unvermeidlichen Unordnungen uud Ausartungen einerseits ebenso abznlcnken, wie andererseits zn einer allseitig geregelten Lebensweise anzuleiten nnd nuf solche Art. in Vcrbinduug mit zweckdienlichen Vorträgen, einen festen Halt, eine sichere Stütze seines Glaubens uud dcs dadurch bedingten sittlichen Lebens ihm zu gewähren. In dieser Richtung nun darf wohl das Institut der bereits nahe an 500 zählenden katholischen Gcscllcnvcrcmc jedcm wahrhaft humanen, vom Schwalle dcr landläufigen Phrasen nicht beirrten Frennde der bürgerlichen Gesellschaft sich empfehlen als eine um so mehr zeitgemäße Wohlthat, je unaufhaltfamer sich iu den Vordergrund herandrängt und je gebieterischer die Forderung nach ihrer endlichen Lösung geltend macht die genug brennende sociale Frage. Welcher Antheil bei der Lösung dieser Frage den von derselben zunächst be« rührten katholischen Oesellenucreinen zufallen werde, das klar zu stellen, bleibt der Zukunft vorbehalten; vorläufig ist nur so vicl sicher und ausgemacht, daß gegenüber dem aus den beiden sich gegenseitig befehdenden und um den Sieg ringenden Lagern tönenden Feldgeschrcl: Hlc Las-
salle, hie Schnlze-Delitsch; hie Staatshilfc, hie Selbsthilfe! die Gcscllcnvcrcine, unverrückbar festhaltend an dcm von ihrem unsterblichen Stifter Kolping in den Worten: „Religion und Arbeit ist dcr goldene Boden dcs Volkes" gegebenen Standpunkte, die Lösung dcr mchrgedachtcn Frage in dem bisher eingehaltenen Streben nach religiös-sittlicher Regeneration des jungen Handwcrtsstandes suchen werden.
Hcigetrcten sind dem Vereine im Laufe dieses Iahr-ga»ÜM 5^ Gesellen, ansgctreten Einer, fortgereist 27, so daß die Gcsammtzahl sich gegenwärtig auf 64, mit Zuzählung der 8 Ehrenmitglieder auf 72 belauft. Unter diesen 04 sind ihrcm Handwerke noch 18 Schuhmacher, jc zu 7 Klcidcrmachcr, Schlosser und Tischler, je zn 4 Buchbinder und Handschuhmacher, :'i Sattler, iu den übrigen aber sind zwölf weitere Gewerbe vertreten. Der Herkunft noch gehört die bei weitem größere Zahl dem hcilnatlicheu Lande Krain, die übrigen aber verschiedenen Ländern der Monarchie nnd zwei dem Auslande an, — eine bunte Mannigfaltigkeit, welche jedoch die Mitglieder nicht im mindesten beirrt, zu einem schönen harmonischeu Bunde sich zu schaaren um eine und dieselbe Vereinsfahne, welche im Lanfe dieses Jahr-ganges cinc ansehnliche Zierde erhalten hat in dem eben so eleganten als werthoollcn Fahucnbandc, desseu Beischaffung bei der edlen Opfcrwilligkeit einiger Frauen nnd Inngfrauen Lailiachs unter freudigster Mitwirkung unserer W. W. F. F. Ursulincrinncn ohne alle Schwierigkeit bewerkstelliget werden konnte. Ein herzlich aufrichtiges ..Vcrgclt'cs Gott" bleibe ihncn allen bei dieser Gelegenheit in Namen dcs Vereines ausgedrückt.
Betreffend den Vermögensstand unseres Vereines
kann es Ihnen nur zur Befriedigung gereichen, entgegennehmen zu dürfen die Versicherung, daß, wie sie ans dcm dctaillirtcn Rcchnungsauswcisc des Vcrcinscassicrs Herrn Schwentncr entnehmen werden, anch in diesem Jahrgange der Vcreinsfond nicht nnr ungeschmälert bleiben konnte, sondern anch einen Zuwachs vou 50 fl. crhaltcu hat in Folge dcs Vermächtnisses dcs an, 22stcN November v. I. verstorbenen Herrn Eanonicus Johann Poklnkar, so daß das Stammcapital dcs Vereins mit Rücksicht anf die von Monat zu Monat anlaufende« Zinsen dermalen die Summe von 1000 fl. übersteigt, welche beim löbl. Aushilfscassavcrein fruchtbringend angelegt sind. Nebst diesem Einlagscapitcl von über 1000 fl. gehören znm Vcrcinsfondc auch noch 4 Staats-schnldvcrschreibungcn im Gcsammtnennwcrthc von N5l)fl>, sammt einer Actic der hiesigen bürgert. Schicßstätte >M Nennwerthe von 50 fl.
In die unter der Leitung des Ehrenmitgliedes Herrn Klein, Geschäftsleiters in der Egcr'schen Buchdrnckcrel, stehende Vereinscasse sind von Seite der Mitglieder seit dem vorjährigen Rechnungsabschluß eingelegt worden ...........572 fl. 97 kr.
ausbezahlt hingegen......274 „ 57 »>,
wornach sich als Rest ergeben . 298 fl. 40 kr-welche 298 fl. 40 kr. sammt den Einlagen einzelner Mitglieder seit mehreren Jahren her im Betrage uo" 431 fl. 16 kr., im Ganzen somit «4«) fl. 50 kr., even falls beim löbl. Anshilfscassaverein fruchtbringend ang° legt sind, nebst noch weiteren 175 fl.. welche nach " Art eines Reserves ondcs dcr VereinSsparaustalt »' thum jener Vcrciusfestcassc bleiben, welche aus den ""'
803
Jus icm englischen Unterhauft.
London, 0. Mai. Die crstc Hälfte des gestrigen Siz-zungsabendS war von einer strengen iiatcchisiruug Disraeli's ausgefüllt. Seine am verflossenen Abend abgegebene Erklärung über seine Besprechung mit der Königin stimmte nämlich nicht mit der gleichzeitig im Obcr^ Hanse durch den Herzog von Richmond gemachten. Gladstone, und n^ch ihm eine lange Ncihc von Opposilious-initgliedcrn, dringen nnn nacheinander auf den Premier ein, damit er sich deutlicher erkläre über das, was er der Königin gerathen, uud diese ihm zugesagt habe, zumal über den einen Hanfttpnntt, ob er ermächtigt worden sei, das Parlament blos in Rücksicht auf die mschc Kirchenfragc, oder bei jeder etwa später vorlom-mcndin Niederlage der Regierung in anderen Fragen, und zwar in jedem ihm beliebigen Momente aufzulösen. Der Premier gibt darauf eine Wiederholung seiner gc» strigen Erklärung zum Besten, ohuc die gestellte Frage in präciser Weise zu bcautworleu. Dadurch gereizt, stellen mehrere Redner der Opposition nochmals dieselbe Frage au ihu, wobei manche scharfe nud beleidigeude Ausdrücke gcgcu den Premier gebraucht wcrdcu. Der sonst gemessene Cardwcll fragt: „Man sage unS deutlich,, ob wir noch freie Volksvertreter sind, oder ob uu-sere Sitze in diesem Hause von dem bloßen Gutdünken des Premiers abhängen?" HcrSman ist der Ansicht, daß viele Mitglieder nicht mehr im Hause erscheinen würden, wenn es wahr sein sollte, daß Disraeli cS nach Belieben auflösen könne. Ayrton klagt den Premier an, baß er verstohlen angedeutet habe. es wolle die Königin das Ministerium im Amte halten, um ihrer Mißbilli-lMlg mit der Haltnng des Unterhauses Ansdrnck zn geben. Whitbrcad erhebt gegen ihn den Borwurf, daß er sich des Namens der Königin in uugcbührlichcr Weise bedient habe, nm sich selber durch den Throu zu decken. Osbornc wiederholt in noch stärkeren Ausdrücken bie Anklage, daß der Name der Königin zu Partci-zweckcn gemißbraucht nnd „gcradczn besudelt" wordeu sei^ wobei er den Verdacht ausspricht, daß „eine gchcim-nißvollc Kraft hiutcr dcui Throne stehe, welche verfassungswidrigen Rath geben und, nicht zufriedcu der Gc< nius dcr 9tcgicrung zu sein. den Vcrsnch lnachc, sich über die Privilegien des Untcrhanseö zn erheben." (Er Ulcint damit ^ord Tcrby.) ^owc eudlich verlangt unter nhnlichcn Auschnldignngcn in gebieterischer Weise, daß ber Premier dem Hanse reinen Mein über das in Os-bornc Vorgefallene einschenke. Dergestalt gedrängt, er-^^'t endlich Disraeli, daß dcr Rath, den er dcr Koni» ^" zur Anflösnng des Parlaments gegeben. sich ledig-^ch auf die irische Kirchcnangclcgcnhcit beziehe, uud ^^, Wenn er uud seine Eollegcu späterhin etwa cinc "Uflösuug wegen einer anderen Frage für rälylich haltcu sollten, sie sich abermals deshalb an Ihre Majestät wenden müßten. Dabei erklärt Diöracli, daß es nicht seine Schuld gewesen, wenn der Name dcr Mon-archin ungebührlich iu die Debatte gemischt wurde, daß er nnr für feine, nicht aber für die Ertlärnng eines Eollcgcn im Oberhausc verantwortlich gemacht werden könne, daß er nicht aus unwürdigen Motiven, sondern aus Rücksicht auf die beispiellos schwierige Vagc "icht sofort zur Auflösung gcrathcu habe, uud daß dn ^egierung sich nach wie vor dcr Abschaffung dcr iri« Ichen Kirche widersetzen werde, wenn sie auch keine zcit-lallbclidc Parteidcbattc über die beiden letzten Resolutionen i„ Sccuc sctzcu wolle.
Zwar schciut auch diese Erklärung einem Thcilc
der Linken noch nicht unzweideutig genug, jedoch wird damit dcr Gegenstand vorerst fallen gelassen.
Ueber >ic Lage in Numünien
schreibt das ..Journal dcS Debats:" „Die rumänische i)tcgicrnng befindet sich in Folge dcr Verwicklungen, in welche sie durch ihre Haltung iu dcr Iiidenfragc gerathen ist, sowohl nach Innen als nach Außcu in einer schlimmen ^agc. Bekanntlich hawi die Mächte für die bei den jüngsten Verfolguugcu iu ihrcu Rechten uud ihrem Eigcnthumc gcschädigtcu Juden cinc Entschädigung verlangt; am nachdrücklichsten soll sich Oesterreich als dcr znnächst bcthciligtc Staat ausgesprochen habcn. Das Butarcslcr Cabinet beantwortete diese Forderung ablehnend, indem es, sich consequent bleibend, jeden Gc> waltact in Abrede stellte. Die österreichische Rcgiernng weist nnn ihrerseits, wie die Epoque wissen will, diese rumänische Ablchnnng zurück, stützt sich auf die von den fremden Eousulu veranstaltete Enquete uud hält ihre Forderungen aufrecht, wobei sie von dcu übrigen Mächten nntcrstntzt wird. Mittlerweile drohen in Nu-mänicn selbst ncnc Verwicklungen. Beispielsweise hört mau, daß im Districtc von Vakcu dcr volle Aufruhr herrscht, uud wie dcr Eorrcspondancc du Nord-Est gc-schricbcu wird, droht iu Bukarest selbst eine Iusurrcctiou. Welches Ziel wird dieselbe verfolgen, wird sie zur Ab-sctznug des Fürsten führen? oder wird Fürst Karl selbst einen Staatestreich versuchen? Man bcgiuut letzteres zn glaubcu uud spricht vou dem nächstens bevorstehenden Eintrittc Cogolnitschcano's in das Ministerium, welcher dauu dcu gcwagtcn Handstreich versuchen soll." Die DcbatS glaubcu, daß diese Wirren schließlich zn ciucr militärische» Besetzung des LaudcS, sei es vou Seite Rußlands, sei es von Seile Oesterreichs, führen wcrdcu; jedenfalls gchc Rumänien einer verhängnißvol-lcn Entscheidung cutgcgcn.
Oesterreich.
Wien, N. Mai (Ä udg ctau sschu ß.) Heute faud cinc Sitznng des Budgctausschusscs statt. Iu der< selbcu hob dcr Finanzministcr die Wichtigkeit dcr Ent-schcidni'g hervor: ob nur die Slaatsglüubigcr, oder auch die übrigen Stcncrträgcr heranzuziehen seien; dies bedeute Baulcrott oder Nichtbaukcrott. Giskra erklärt, es haudlc sich mehr um die Principien, als um die Männer dcr Rcgicrnng. Der Ministerpräsident erklärt, die Regierung lege hohcu Werth darauf, daß das Dc< ficit durch die Besteuerung gedeckt nnd gleichzeitig die Unification der Staatsschulden dnrchgcsührt wcrde. In der Abcudsitzung erfolgte die Alistimmung über die Anträge und der BndgctauSschuß nahm folgende Antiare an: Zur Deckung dcö Deficits sind die StaalS^laübi. acr und die übrige stcncrfähigc Bevölkerung hcranzuzic-hcu. Die Fragen bezüglich ocr Belastung dcr Staats schuldzinscn n.ld dcr Unification dcr StaatSschnldcn sind sofort definitiv zu entscheiden.
Agvam, d!. Mai. (Ausg lci chsbcd ingn n-gen.) Die croatischc Ncguicolar-Dcputatiou stellte als Bedingung dcS Ausgleiches auf: die Erbauung cincr Eisenbahn von Erdöd über Esscgg nach Sissel oder eventuell uach Agram, und Gewährung cincr Zinjcn-garantic. Soweit als möglich soll die Bahn durch das '^and geführt wcrdcu. Von Seite des ungarischen Mi-llislcrinmö wird dicsc Bedinguug nls annehmbar bc> zeichnet.
^hmögebühvcn im Betrage von A3 ?llr. und monatli-^>' Beiträgen dcr Mitglieder per 10 Nkr. gebildet wird w die Bcstimmnug hat, den durchreisenden, krauten 'ud unucrschlildctcr Weise arbcitsloscu Vcrciusgcscllcu ^./''^"chcudc Unterstützung zn gewähren. In solcher "" sl„d im ^anfc des eben verflossenen Jahres aus Mz 6c"anntcn Fcstcassa an erkrankte nnd arbeitslose ^ l.edcr 1-; fl. 30 kr., an 51 dnrchrciseudc Vereins-
di?s « "^"' ^'""^ "^"' ^ ^' ""'ausgabt worden, an lcie letzteren jedoch so, daß dieselben statt eines ftand-
uuocs Bier uud Brot sammt Nachtlager im Gasthansc "M ..Schwarzen Bären" bclommeu, dcsscu Pächter das
^erclnschrcumitglicd Herr Mariachcr ist.
cutm^'^' ^''"-''W'lcu! das in seinen Hauptzngcn "' worfcnc gctrcnc Bild lencö nunmehr dreizehnjährigen 3"""^ 'vclchcm S.c so viele Jahre her Ihre lieb. "lchc Aufmechamkeit, Ihre opferwillige Theilnahme AN nnverdrosscucr Ausdauer zuweudcu. Möge dieses ^?lld in Ihnen rege erhalten das wohlthuende Bewußt-^ dnß die Opfer, welche sie vou Jahr zu Jahr dem ""eine briugcu, keine eitlen, keine erfolglosen Opscr rn^r ^selben vielmehr einen eben so dankbaren als ' "cytbcmn Boden finden iu den empfänglichen Nerzen der ?? l""9m Handwerker, iu dcrcu Namen Ich au Vcre^?"^ ^is^-cs vicrzehutcn Vcrcinsjahrcs Sie und 3; '^' "^^ herzlich crfuchc, Ihrc wcrkthätigc Vicbe dieselbe -^ "'^ weiterhin dem Vereine bewahren nnd °"tsvrecki^"."'""' ""tcrc Kreise ansdchncn zn wollen, w'cn Ta'.., /< "'"' s° ""l)«n als vorzüglich iu nn-^ewiaten ^^ Beachtung werthen Grundsätze des-U"« GcscllcnvaterS Kolping: „Thätige Kicbc
heilt alle Wunden, bloße Worte mehren nur den Schmerz."
Dem hierauf vom Vcrciuscassier Herrn Schwcntncr dargelegten NcchnungsauSwcisc zufolge sind im ^ansc deö^ !3. Jahrganges an Beiträgen dem Vereine zugeflossen : An Eassarcst vom lctztcu Rcchnuugsabschlussc ft. 54.30
an eingelösten Eonpons.....„ 10.i>3
von Sr. fürstbischöfticheu Gnaden . . „ 50.--.. Sr. Hochwohlgcb, dcm Herrn Bandes-
Präsidenten Eonrad v. EybcSfcld . .. 20.--.. 7 Wohlthätern zu 10 ft. ... .. 70.—
iH 5i ... 90.__
" anderen Wohlthätern zu 4, 3 uud 2 fl. „ 17.— somit im Ganzen . . . . fl. 318.23 wogegen verausgabt wurde»:
an Micthzins........,. W.80
„ Bclcnchtuüg uud Beheizung . . . „ li4.47 „ Bücher uud Zeitschriften .... .. 28.21
„ Druck« uud Buchbinderarbeiten . . „ 28.29
„ Dicncrlohn........ ,. 30.—
.. diversen Auslasten...... .. 26.12
im Gauzcu . . . „ 258.49 welche den obigen Ocsammlciunahmcn gegenüber einen Ucbcrschuß darstellen von fl. 5>9.74 welcher Ucbcrschuß zur thcilwciscu Deckung dcr für den wcitcrcu Jahrgang, wie bisher, mit 250 ft. präliminir. ten Ausgaben bestimmt bleibt.
!
Uusl'anü.
Velssrad, 1. Mai. (Anarchische Zustande in Bosnien. — Die neue monteucgrische Constitution. — AuS dcr Herzegowina. — Petition der Aulgaren an den Sultan. — Der marouitischc Patriarch und der ^iball on.) Aus Bosnien lommcu sehr beunruhigende Nachrichten. Am 16. April übersiel ein gewisser Besän Mitschitsch die Stadt Bischtscha, die nur von Christen bewohnt wird. Die Stadtbewohner, unvorbereitet wie sie waren, hielten nicht Stand, sondern flüchteten sich, wohin ein jeder konnte, uud nur Frauen und Kinder blieben zurück. Nachdem einige ^eben dcr letzteren vernichtet worden, machten sich dic Mohammedaner über das Vermögen her, nahmen das bewegliche Gut, uud zerstörten mit vandalischcr Schonungslosigkeit selbst die Fruchtbäumc. Dcr mit Kavasscn hcrbeigceilte .Kadi war natürlich zu spät gekommm und konnte nur die Kirche retten. Neun dcr Angreifer sind zwar verhaftet worden, aber ciucr Bcslrafuug gchm sie nicht entgegen — im Medschlis (Gericht) sitzen gerade ihre Gönner. — Die Nachricht vou dcr Absetzung uud Gefangcnhaltung des Fürsten von Montenegro bestätigt sich nicht. Dagegen ist vollkommen wahr, daß er in seinem eigenen ^ande so gut wie mediatisirt wurde. Die gauze Verwaltung (freilich giebt es in Montenegro wenig zu verwalten) ging an den Senat über, welcher der Sluvtschlina verantwortlich ist, die aber ans Rcgicrnngsbcamtcn und nicht aus Volksvertreter» besteht. Dcr Rcgcut wird künftighin uur die auswärtige Politik leiten. Seine Civillistc wird 6000 Ducatcn betragen. Dagegen scheint es, daß die auswärtige Uutcrstützuug, welche Montenegro von Rußland, Frautrcich uud Oesterreich erhält (im Betrag t>on ungefähr 25.000 Ducatcu) jährlich in die StaatScasse fließen wird, welche ein eigener Finanzminister verwalten soll. Dies sind die wesentlichsten Züge dcr nencn Con-stitulion von Montenegro, nnd cS fragt sich blos, wozu dieses Stück Weltgeschichte abgespielt wurde. — Die Hungersnoth in der Herzegowina hat eine unerträgliche Höhe erreicht, viele Dörfer sind durch den Hungertod fast dccimirt worden, nud noch hat die Vilajetsrcgicrnng nichts gethan, um dcm uamcnloscu Elend abzuhelfen. Dicfcs traurige Factum zeigt wiederum klar, waS in der Türkei unter „Regierung" zu verstehen ist! — Die hohe Pforte hat angeordnet, daß die Verpflegung der in Bulgarien angehäuften Truppen auf Kosten dcr Einwohner zu geschehen habe, nur für einige Gegenstände, wie Leinwand, Heu lc., sollcn Quittungen (TeStcraS) verabfolgt werden. Die Bulgaren weigern sich aber standhast, diesem Bcfehl nachzukommen, und habeu fclbst cinc Petition an den Sultan versaßt, um diese unerträgliche Steuer uon siel) abzuwälzen. Ob es ihncu etwas helfen wird, ist eine andere Frage. — Vom Vililmo» kommen Allarmnachrichtcn. Dcr maronitischc Patriarch hat alle Bczichimacn zu deu Ortsbchörden abgebrochen; die marointische Geistlichkeit soll eine ernste Bewegung im Gebirge vorbereiten. Daud Pascha, ein Armenier, ist nach Eonstantinopcl abbernfcn worden, nnd cS heißt, ein energischer türkischer General werde ihn im Libanon ersetzen. DicS sind bcachtcnswcrthc Symptome eines neuen Sturms, wie solche sich iu diesem ^andc dcr wildcn ^cidcnschaflcn oft gcnng zutragen. (5onstantinopel, 10. Mai. (Eröffnung deS Staats rath es.) Dcr Sultan hat heute den Staatsrath eröffnet. Um II Uhr kam derselbe bei der Pforte an lind begab sich in die Appartements des OroßvezicrS, wo die Mitglieder des Staats- und Instizrathcs anwesend waren. Hierauf erstatteten die Minister Bericht über die Situation, die öffentlichen Arbeiten, die Armee und über verschiedene Gesetzentwürfe. Sodann bcqabcn sich alle znm Sultan, welcher ciuc Ansprache hielt. Nach dcr Ansprache machte dcr Sultan zwci Schritte uach rückwärts, worauf sich alle entfernten. — DaS Gerücht über das Auftanchcn des Typhus in den Gefängnissen vou Brnssa wird official dcnientirt. — Um die Erledigung dcr Geschäfte zn erleichtern, wurden vier Un« tcr-Polizcipräfccturcu uud gleichzeitig Zuchtpolizei» und Strafgerichte errichtet.
Stew.Ajork, 30. April. (Verschiedenes.) Mehrere Senatorcu erhielten anonyme Briefe, worin dieselben mit Ermordung bedroht werde», falls sie für die Freisprechung Johnsons stimmen würden. — AuS Mexico wird gemeldet, daß dcr mexicanische Congreß diejenigen Fremden, welche ein ehrenhaftes Gewerbe be» treiben, von der Vcrbannnng ausgcuommcn hat.
Washington, 9. Mai. (Die Repräsen-tan ten kämm er) hat die Vill, welche den Staat Arkansas zum Congrcssc zuläßt, mit 110 gegen 32 Stini' men angenommen.
HlMsueuigkeiten.
— (Allerhöchste Epende.) Se. Majestät der Kais el haben dei Emwohnelschast von Giehbübel (Vöhmen), welches am 20. April von cincm veicheelenden O'lan heim» gesucht wuide, 1000 fl. alwgnüdigs! zu spenden geruht.
— (Der fünfle 31 lb c iterla g), welcher Sonn. laa stattfand, war von ung.fadr 5000 Albern aller Na< tionalilÄten besucht. Ein von cmcm damit beauftragten Co-mit.- verfaßtes Manifest an die Arbeiter Oesterreichs wurde ohne Debatte und unverändert angenommen und der Ve-
804
schluß gefaßt, dasselbe in alle Landessprachen Oesterreichs übersetzen zn lassen und in Druck zu legen. Eine zum Zwecke der Bestreitung der Kosten oeranslallele Sammlung ergab die Summe von 250 st. Zur Vorbereitung eines Arbciter«Verorüderungsfestes wurde ein Comit«: von 20 Mitgliedern erwäblt. Außerdem wurde cine Resolution gefaßt, in welcker dc>« allgemeine direct« Wahlrecht, wie die Umgestaltung res stehenden Heeres in eine Vollswehr verlangt wird. Düse Resolution ist bereits Montag dem Mi. nifler des Inn?in, Dr. Gislra, durch eine Deputation von 10 Mitgliedern überreicht worden.
— (Vauerneicesse in Ungarn.) In Kis-Ter<''nye (Neograder Comilat, 5^ Meilen östlich von Valassa« Gyarmat) sind gelegentlich der Commassirung Ruhestörungen vorgekommen, die einen so hohen Grad erreichten, daß sich der amtircnde Ctuhllichter genöthigt sah, vom Vicegespan in Valassa^Gyarmat dlingendst die Erwirlung eines Müitär-drachiums gegen die ' l> i»l'8^o ausgestandenen renitenten Bauern anzusuchen. In Folge der Vermittlung der Comitat«-behörde beorderte das G.neralcommando t«legraphi>ch die zwei in Sz<'cseny dislocirlen Compagnien des R^gimci'tcö Sach-seN'Weimar naH Kis Ter^ne, welche noch in der Nacht vom 7. aus dl» 8. d. dahin ahmalschirten.
— (Vom französischen Hose.) Aus Paus wild vem „Frdbl." geschrieben, dah sich die Kaiserin Eugenie in hoffnungsvollem Zustande befinden soll, welcher nach ungefähr sechs Monaten rein Kaiser Napoleon neue Vaterfreuden in Aussicht stellen mür?,,'. Diese frohe Erwartung will man auch »nit der FrieveriZslrümung, welche in reu Hos- und Rc-gierungslrcisrn augenblicklich überwiegt, in Zusammenhang bringen.
Locales.
— (Wahlresultal des dritten Wahllör-pers.) Am verflossene» Montag wnrdcn 1(i3 Stimmzettel abgegeben und entfielen auf die Gewählten Herren: Dr. Bleiweis 122, Verhouz 121, Dr.Iohann Aha-cit 116, Palitsch 114 Stimmen.
— (Der aestrigc Wahltag) war sehr belebt. Wie lebhaft die Betheiligung war, geht schon aus dem Um» stände hervor, dah von 48? Wählern 420 erschienen waren. Von dilstn stimmten 247 resp. 241, somit eine Majorität von 73 resp. 6? St. für die Candidaten deö Centralcomit«''s Herren Bürger, Stedry und Marin schel, welche sohln gewählt erscheinen. Die Wähler des ll. WahllörperZ haben durch ihre Abstimmung ihr treues Festhalten an den Principien des neu-osterreichischen Regierungssystems an den Tag gelegt. Die Abstimmung ist aber zugleich ein reuendes Zeugniß des Umschwnngeö „zum Bessern", der sich lang« sam aber stelig in unseren Communalzuständcn vollzieht und der auch silr die morgige Wahl, an welcher sich die Wähler des 1. Wahllölpers sicherlich auch zahlreich belheiligen werden, das Alste hoffen läßt.
— (Tu r n f ahrt.) Kommenden Sonntag beabsich« tigt der hi^»'sch°n !'' ' Quartetts, vorgetragen von den Herren Zappe, Moravec, Nedved und Zöhrer. Nur scheint uns das Theater für ei» Streich-quaitett nicht geeig'-et. Es fehlt hiezu die nöthige Ruhe und Aufmerksamkeit; wir hätten es auch vorgezogen, Herrn Willmers im Saale zu hole», da unser Theater sür seine rmi-sicalische Productionen zu wenig acuslisch ist. Herr Willmcrs spielte außer dem Trio von Mendelssohn cin Scherzo von Menrclssohu und eine, Ballade von Chopin, die übrigen Nummern waren eigene Compositioncn. Wenn Herr Will-mers in den letzteren alle Eigenthümlichkeiten und Vorzüge sriocr Technik im glänzendsten Lichte zeigt»', so war sein Vor-trag dcc zwei Mendelssohn'lchen Compositioiien, soruic der Chopm'schen Ballade ein Beweis, daß er ein wahrer Kü»stler ist, dem aller Glanz der Technik nur ein Hilfsmittll ist, um den Geist in die Ausführung eines Tonwertes zu bringen. Denn blendende Fertigkeiten d>m tünstlcrischcn Gefilde unter-zuordntn, das ist es, was dem Künstler zui Ehie, dem Tonwerke zur Vollendung hilft.
— (Eine Gymn a iial - Le hrerstelle) sür Philologie, lateinische und griechische Sprache und philosophische Propädeutik, mit rinein jährlichen Einkommen von 840 fl., eventuell 945 fl., und dem Reckt auf Bezug der Decennal-zulagen ist am Marburger Gymnasium zu besehen. Gesuche sind bis Ende dieses Monates bei der steierm. l. l. Stalt-halterei einzureichen.
— (Wüthende Kettenhunde.) Seit 21. April ist i» 2 Pfarren der Umgebung Laibachs bei 3 Kettenhunden die Wuth ausgeblochen. Es wurden in den Orten Tschernutsch und Nadgoriz je 3. in Podgoriz 2 Hausange« hörige, welche den Hunden Futter brachten, gebissen, im Ganzen blfinoen sich gegenwärtig zwölf Personen in ärzt< licher Behandlung.
Ginsteselldet.
Bei dcr am verflossenen Donnerstage beim Schweizer-Hause des Schlosses Tiooli abgehaltenen Plahmusil verlebten wir einen recht angenehmen Nachmittag.
So wie tioerjeils durch Musit und heitere Conversation kims gewählten Cirlels der Geist vortreffliche, Nahrung fand, wac anderseits auch der Pächter des Sckwtizerhauses «isliqst bemüht,, uns an Erfiischungen bei vortrefflicher Bedienung das beste zu bieten.
Indem der Herr Regimentscommandant des löblichen Graf Hunn 79. Infanterie-Regiments freundlichst zugesagt haben soll, seine Musik noch oft dortselbst spielen zn lassen, hoffe» wir. das, das Publicum unserer Lanfeshauplstadt den Pächter di>ses so herrlich gelegenen Vergnügungsorles durch recht zahlreichen Besuch zu noch Besserem aufmuntern wird.
Mchrcrc Dcsuchcr des Schweizerlsallsro.
Nenestr Post.
Wien, 12. Mai. Im Hcrrenhause gelangt das dritte Concordatsgcsctz, das interconfcfsionelle, zur Be-rathuna,. Das Hauptgewicht der Verliandluna.cn dcö Abgeordnetenhauses kommt dcni Budgetansschussc zu, dcr über die Finanzgesctzc schlüssig werden soll, wahrend oaS Hans selbst die Einfnhrung dcr Schwurgerichte für Preßdclicte und die Reform dcö Preßgcsctzcs votiren wird.
Wien, 12. Mai. (Tr. Ztg.) Neichsrath Baron Oeisau legt fein Mandat nieder. Der Minister des Innern legte einen Gesetzentwurf zur Unterdrückung dcr Rinderpest vor, der Finanzministcr einen Gesetzentwurf über Mändernng des Paragraphcs 13 des Gesetzes vom ll. Inli 1854 betreffs dcr Einrichtung dcr wiener Geldbörse, der Iusti;ministcr cincn Gesetzentwurf betreffs Einführung von Friedenögcrichten. Dcr Antragsteller
Ryger begründet einen Gesetzentwurf bezüglich der Auflösung des Lchenbandes.
Ärood, 11. Mai. Se. k. Hoheit Herr Erzherzog Albrecht ist heute Nachmittags hier eingetroffen und von den Behörden feierlich empfangen worden.
Berlin. 11. Mai. (Z ol lp arlamentssiz -zung.) Die Vorlagen über Zolltarifsändcrungen wurden eingebracht, darauf die Berathung über den österreichischen Handelsvertrag fortgesetzt und nach eingehender Debatte beendigt. Dcr Vertrag wurde mit 246 gegen 17 Stimmen angenommen.
Paris', 11. Mai. Die Rede des Kaisers in Orleans wird im friedlichem Sinne ausgelegt. — Im gesetzgebenden Körper begann die Debatte über die Interpellation die Freiheit des Handels betreffend. — Man hofft auf Schlichtung der tnncsischcn Frage.
Telegraphische Wechselcourse.
vom 12, Mai.
5perc. Mrtalliynr« 56.35. — kprrc. Metallique« mit Mai- und November-Zinsen57.20 — 5perc. 3lal!oiia1Nnlehm02 80.-- 1860er Ztc.alöc'.nler?" N0.90. — Wanlllcticn 701. — «lreditaclien 183. - London Htt.ttO. — Silber 114,65. - it.! Dncaten 5.5»7.
Kandel und Uolkswirtljschastliches.
Krainbura, 11, Mai. Nnf dem heutigen Marltc find erschienen: <>8 Wagen mit Orlreidc und tt Wagcn mit Holz. Durchschnitts-Prtise.
f>. lr. " "fl. lr.
Weizen pr. Mchcn 6 5,5 Viltlrr pr. Pfund . — > 35
Korn „ 4 20 Eier pr. Stück . . —1
Gerste ,. - » Milch pr. Maß . — 10
Hafer „ 2 20 Nmdslcisch pr. Pfd. —! 20
Halbfnicht „ - — Kalbfleisch „ —! 20
Heiden - „ 3 70 Schweinefleisch „ —^22
Hirse „ 3 30 Schüpsenflrisch „ —' —
Knknrntz „ 4 — Hähndel pr. Stück —! 25
Erdapfel „ 1 40 Tauben „ — 10
Linsen „ 4 ^8 Heu pr. Zentner . — —
Erbsen „ — — Stroh „ . __ .
Fisolen „ 5 12 Holz, hartes, pr. Klft. 4 «0
Rmdsjchmlll, pr. Pfd. — 48 — weiches, „ 3 s.0
Schweineschmalz „ — 42 Wein, rother, pr. Eimer 6 —
Speck, frisch, ., —! 34 — weißer „ .- —
Speck, geräuchert, Pfd, — 4'l
Angekommene Fremde.
Nm 10. Mai.
Ttadt Wien. Die Herren: Becker, Maschincnfabricant, von Nr.-Neustadt. — Kran«, Vcrnlessungs-Inspeclor, »oil Krain-liurq, — Götze, t. k. Landcögerichtöralh, Nrcycha, Priuatier, und Kulla, Kaufur., von Wie». — Pajcr, NechüungSofticial, von Gürz. — Johann nnd Leopold Globolschiiig, Gewertsbes., von Eisner»,
Elefant. Dic H'rrci!: Trco. Hcrrschas>«uerwaller, von Treffcn. Szlüvit, Ingl'nienr. von Leolic», — Naimichcr, von Liltai. -Hlilliftel lind Pcnnonag, von Wien. — <6rosatto „ud Schuller von Tricst
.Kaiser von Oesterreich, Herr Schettina, von Pola
Mohr. Hcrr Lasto, Privatier, von Graz.
Milde Vaben für eine arme Witwe mit vier Kindern.
Bon einem Unbekannten ....... l fl.
., ciucr Frau.......... 1st.
durch die Redaction dcr „Novice" von einem
Ungenannten.......... 2 fl.
I. S.............. 2 fl.
_______t^fl.
! „s «Z« N! - l °- ^?k
5« ! n l: Z cV " ^ l) ' n )' HS
"'NITÄigl' 325.ll -l-10.u windstill dichter Nelirl „ ' l
12.!2„N. 324.8, 4-15» W. f. schwach qan, bew. ^ "'" '
l10.. Ab. 325 74 4-li« ^ windstill z.'Hillftebcw.! ^a" ,
Den 12. Schwüle. Gcgcn Mittag Gewitterwolfcn. Abwcch-selnd Regen. Fernes Gewitter. DaS TageSmittel der Wärme »M 1«" hüher al« da« Normale.
Verantworlllchrr iltedacleur: Isjnaz v. K l e i u m a l) r.
Nnl'l^nl^t'irilt Wien, 11. Mai. Die Börse war fest, das Gefchiift aber von wefentlichcm Belang. Fond« und besonders Actien stellten sich mit wenigen Ausnahmen höher, Devisen unb Pl'l^lllNllU)!. Palutcn lilielxn gefragt, Geld abondant. __
vessentlich« Schuld.
^. des Staate« (fur 100 fl.)
Geld Waare
In o. W. zu 5pLl. sür 100 fl. 53.20 53 30
In österr, Währung steuerfrei 57 25 57.35 *, Slcucranl. in 0. W. v. I.
I864zu s.ft^t. rüchahlbllr . l):i 25 «13.75
'/, Steueraulcheu iu oft. W. . :,i.7', ^.25
Sllbcr-Aiilehcn vou 18«i4 . . 67 50 ,zh__
Silberaul. 18l>5 (Frcs.) rücl,.ihlb.
W37I. ,^n5pCt.für I00f,. ?7 50 78.-
Nat.-Aul. niil Iän.-(ioup. zu 5"/« «2.75 <;2 «5
„ „ „ Apr.-Coup. .. 5 „ <;2.65 «2.75
Metalliques . - - > " 5 » 5<;.^y 56.20
dctta mit Mai-Houp- „ 5 „ 57.— 57.20
detto . . . . „ 4!« 50— 50,25
Mit Verlos. v.J. 1839 . . - 1" 50 175.-
1854 . - - ^5.50 75.?.-.
" " " " 1»<'0zu500fl. ^».8(. 80.90
" I860 100 , 90.- 902-.
I I ",:!864Ü00„ 84.60 «4 90
20.-
Homainen 5perc in Silber 10?.50 105./0
ti. der Kronländer (für 100 ft.) Gr.-Entl.-Oblig.
Geld Waare
'Mederiisterreich . zu 5"/., ^725 ^? 75
^berijsterreich . „ 5 „ 8?.— «8.—
Salzburg...... 5 .. 8?..- ««.—
Böhmen' .... „ 5 „ 93. - 93.5"
Mahren .... „ 5 ., 88.75 «!».75>
Schlesien .... .. ü .. 88.50 5-9 50
Stercrmall ... „ 5 „ fi8.50 8!».-
Ungarn.....„ 5 „ 73,25 73.75
Termser - Banat . . „5 „ 72.^5 72.75
Ernatien nnd Slavonien „ 5 „ 72,25 72,75
Galizicu .... „ 5 „ «4.25 64.75
Siebeubilrgcu . . . „ 5 „ <>9.50 «9.?5
Bulouina .... „ 5 „ l)5.— 65,5<'
Uug. m. d. V.-E. 1867 „ 5 „ 71.25 71.15
Tem.N.m.d.V.-E. 18«7„ 5 „ 71.— 71.50
Actien (pr. Stück),
9lalioualbllut......094.— 69»».—
K.Ferd..Nordb.zu1000fl. ö. W. 1816.- 1820 -Krcdrt-Austült zu 200 si. ö. W, 182.90 153.— N.ö. E6com.-Ncs.zl,5(X)sl.ü.W. -,!^i-. .'.98.— ?'^^'^^ll.^M.°.5(X.ssr, ^58.50 258^0 Kais. Elrf. Bahn zu 200 fl. EM, 145.50 ,45.75 Süd-uordd.Ver.-B.200„ „ 142-142 50
Geld Waare
Sild.St.-,l.-ven.n.z.-i.E.200sl. 172,40 172.60
Wal. Karl-i!nd.-V. z.200 fl. <^M. 202.75 2«>3.-
Böhin. Wcjtbahn zu 200 fl. . 147.50 148.—
Oest.Don.-DllMpfsch.-Gcs. ^-^ 498.— 4W.—
Oestervcich. i,'loyd in Trieft Z!H» 2 verlosbar zu 5"/„ l»7 20 ^»7.40 (6. M. j
Nationalb.aufö.W.vcrloSb.5 „ s)2.60 92,"0 Unq. Vod.-Ered.-Anst. zu 5'/, „ '.,1.5<» 01.75 Mg. öst. Booen-Creoit-Anstall
verloöbar zu 5°/.. in Silber 100.-- 100 50 Lose (pr. Stilcl.)
Cred.-N.f.H.u.G.z.100fl.ä.W. 13!.— 131.50 Don.-DmPssch-G.z.100st.EM. 93.- 93,50 Stadtgcm. Ofen „ 40 ,. ü. W, 26 75 27.25 Esterhazy M 40 fl. CM. ,4l.- 143.-
Salm „ 40 „ „ . II?5 34 25
Grld Waa"
Palssy zu 40 fl. EM. 25.75 26"
Llan) ,. 40..... 27 50 ^A
St. Genoiö „ 40 „ „ . 23.75 24,^
Windischgrätz „ 20 „ „ . 17.50 1"""
Waldstciu ,. 20 „ „ . 21. - ^'^
Keglevich „ 10 „ „ . 13.25 '"^
Rudolf-Stiftung 10 „ ,. . 14.— I'»'"
2tt e ch s e l. (3 M°»atc^
Augsburg filr 100 fl, sl!dd. W. 97.20 9?A
ssraülflirla.M,100 fl. detlo 97.40 9'^,
Hamburg, fllr 100 Marl Bcmlo 86 — ^! ^
London filr 10 Pf, Sterling . 116 30 ll^.
Paris filr 100 Franks . . . 46.30 4"." ^.'o»ra der Geldforten
Geld Wa°re
tt. Mnnz-Ducatcu 5 fl. 57 lr. 5 si-'^ , Napolcousd'or . . 9 ,. 32 „ . .. ^ „ Rufs. Imperial«» - 9 ,. '-^ « ',' " 7N,, Vereinöthaler . - ^ " 'U >. ,^ " .^ „ Silber . . "4 " ?-' " l^ "
Krainische Orundcntlallung« - Obligationel'. P" «»tnot.rung: 86j Geld, 87j 20°««