Ar. 68. Donnerstag, den 25. Angut! 1881. VI. Jahrgang. Eiilier Pränumerations-Bedingungen. Mit Post-vrrsrndung: ?iir Cilli: ®»ti«![iiS . . . —-8& na.:: t.z «a .'.'.t lammt »u&eflung (?tu;rlitf Nummern 7 kr. l.sirt SO I .40 Erscheint zeden Donnerstag und Sonntag Morgens. lriseratß?«&Rfto Angenommen iil d«r J»r Ällüitt Zelt»»,", Hrr- teitjafl« fit. » 0Punttn«,. leUt ia «m, A. Cwdi? uns Rollt» & S»i»k. in Ki'itn. ff. Mlllci Zeit»»g« - >zc»Iiir i» ¥«ltwt>. Vrideant consnles! Das Schwärmen der österreichischen Slaven für Rußland und ihr ziemlich offenes Kokcttncn mit dem Knutenreiche, wurde bisher von den tisleithanischcn Regierungen als vollkommen un-verfänglich betrachtet. Es wurde nie gefragt nb eigenes Empfinden oder fremdes Geld die Motive des Liebäugeln» feien. Das angeborene Gefühl der Aufammengthörigkeit und die überfchwänglichen ^oyalitätSverstcherungen, deckten stets jeden noch so schwachen Widerschein eines Verdachte», daß bei derlei Sympathiekundgebungen die Tatze des russischen Bären im Spiele sein könnte. Was jedoch in Cisleithanien kein Verstand des Verständigen sehen wollte oder konnte, das wurde nunmehr in Ungarn bemerkt. Und der dortige Minister des Innere» sah sich veranlaßt an mehrere Odergespäne einen geheimen Erlaß zu richten, durch welchen dieselben aufgefordert werden, „mit der schärfsten Aufmerksamkeit" eine Szilalion zu verfolgen, welche von Serbien aus unter die ungarischen Slaven getragen und die, nach vertraulichen Informationen, welche die ungarische Regierung erhalten haben will, mit russischem Gelde unterstützt und genährt wird. Als das erste Mal die Nachricht von diesem Erlasse auftauchte, wurde derselbe mit allem Hoch-drucke der Tementirmafchinen in Abrede gestellt, nun oder liegt der Wortlaut desselben protokollirt vor. Eine Fälschung ist kaum anzunehmen und so stehen »ir denn vor der Thatsache, daß Rußland mit den verwerflichsten Mitteln arbeitet, um feinem Programme, daß der Weg nach Constantinopel über Wi.n führe, Bahn zu brechen. Die Mission, die sich Oesterreich mit dem Berliner Vertrage aufbürdete, hat nicht allein in den österreichischen Slaven sanguinische Hoffnungen erweckt, sie hat aut, dem Neid und der Eifersucht des russischen Nachbarreiches neue Nahrung ge-geben. Die nie erstickte Sehnsucht der Romanow? nach dem Besitze der Türkei erhielt einen empfind-lichen Schlag und da die Gährung und Fäulniß im Innern des slavischen RiesenreicheS jedes ge-waltsame Auftreten vorläufig hindert, so greift man zu dem Hausmittel, da« selbst in den rühm-vollsten Tagen der russischen Geschichte eine hervor-ragende Rolle spielte, nämlich zur Bestechung. In geheimer Agitation, mit Hilfe des RacenhafseS und der russischen Rubel sollen, allerdings für ferne Zeiten, die Wege geebnet werden, um dereinst von der Balkanhalbinfel und einem kleinen An« hange Besitz zu ergreifen. Das gegenwärtige Favorisiren der Slaven in Cisleithanien paßt den Herren Ingnatiew, Katkow und Akfakow vortrefflich zu ihren pansla-vistischen Ideen. Je mehr die Deutschen zurück» gedrängt werden, desto leichter lassen sich russische Einflüsse geltend machen und damit auch in Ungarn slavische Phantastereien das richtige Fahrwasser finden, greift man zur geheimen Propaganda, zur List und zur Bestechung. Soll ja doch der serbische Metropolit vom General Ignatiew eine große Geldsumme zu politischen Umtrieben in Ungarn erhalten haben. Wenn nun die dortige Regierung alle Agita-tionen im Keime zu ersticken bemüht ist, so folgert sich von selbst für die diesseitige eine erdöhte Aufmerksamkeit. Man überwache strenge südslavische VerbrüderungSfeste und dergleichen serbisch-croatisch-slovenischen Zauber, damit der gesunde Sinn des PolkeS, den nationale Hetzblätter mit russischen LobeSpsalmen. Illustrationen uud diversen groß-slavischen Schrullen zu umnebeln suchen, erhalten bleibe, damit, wenn es, was Gott verhüten möge, einst zu einem blutigen Ausgleiche zwischen Oester» reich und Rußland kommen sollte, der österreichische Slave mit gleicher Liebe den Adlern des Häuf,» HabSburg folge, wie der Deutsche im Jahre 18156, als er gegen seine deutschen Brüder kampfend auf den böhmischen Schlachtfeldern neue blutige Be-weife seiner unwandelbaren Liebe zu Kaiser und Reich lieferte. Politische Rundschau. Cilli, 24. August. AuS Südsteiermark wird der clericalen „Oesterr. Eorresp." geschrieben: „Hier ist in der slovenischen Bevölkerung das Gerücht verbreitet und wird selbstverständlich mit Freuden aufgenommen, daß eine parlamentarische Persönlichkeit aus slo-venisch-nationalen Kreisen zu einem höheren Vertrauensposten ins Ministerium des Innern berufen weiden soll, um an die Spitze einer zu errichtenden besonderen Abcheilung für die Interessen der Slovenen zu treten. Man bezeichnet auch bereits die Persönlichkeit, welche zu diesem Posten auSersehen ist, nämlich den Reichsraths- und LandtagSabgeordneten für Pettau, Michael Herman." Sollte dem geehrten Herrn eine solche Stelle in der Centralverwaltung nicht zu sehr verkaifert erscheinen? Der LandeSfchulrath von Görz und GradiSka beschloß, eine Petition an die Regierung zu richten, in welcher die Einführung der nationalen Sprache al» Unterrichtssprache für die obligatorischen Lehr-gegenftande an den dortigen Mittelschulen eingt« Feuilleton. Die rothe Spinne von Foun-Si. Novelle von Gustav «chueider. 0. Fortsetzung.) Selten sind diese Häuser mehr als ein Stockwerk hoch, immer jedoch in zwei bestimmt *cn einander abgegrenzte Theile geschieden; den-jniizen nämlich, in dem der Herr des Hauses seine Besuche empfängt, und den Theil, welcher lutschließlich der Familie gehört, denn so gastfrei ini? zugänglich der Sohn des Reiche» der Mitte im öffentlichen Leben, bei Festen und Empfänge» ist. so refervirt und verschlossen zeigt er sich in bnn, was sein häusliches Leben anbetrifft. Das Erdgeschoß dieser Wohnungen bilden: der Epeisesaal, die Küche und Badezimmer, denen sich ohne Ausnahme ein den Vorfahren und Ahnen, sowie ein speciell dem Familiengenius gewidmeter Salon anschließt. Alle diese Gemächer sind je nachdem mehr oder weniger reich und prächtig mödlirt, vorzugsweise aber lieben die Chinesen ten Luxus für die Gemächer des Familienlebens und der Frauen. Es begreift sich daher, wie die Wohnung, welche Herr Lin für feine junge Frau eingerichtet hatte, ein wahres Muster der Eleganz bb& des Geschmacks genannt zu werden verdiente. Sie bestand aus einer Reihe charmanter, kleiner Zimmer, die betreffs kostbarer Einrichtung und Ausstattung in chinesischen Excentricitäten mit einander wetteiferten. Das Schlafzimmer, welche» sich im Hinter-gründ des Familiengemaches befand, zu dem laut geheiligter Sitte keinem andern Mann, außer dem rechtmäßigen Gatten, der Zutritt verstattet, war vor Allem reizend. Der auf's Kostbarste ausgelegte Mosaikboden war mit einer au« weichstem Palmri-'d gefertigten Decke belegt, die an Farbe und Feinheit deS Ge-webe« dem Kafchemir wenig nachgab, die Wände mit prachtvoll gelbfeidenen Stoffen behängen, auf denen die seltsamsten Phantasiegebilde der budd-histischen Religion und Mythologie prangten, sämmtliche Möbel jedoch aus wohlriechendem San-delholz geschnitzt. Rund herum an den Wänden lief ein breiter Divan, der mit blauem Fuchs-pelz überzogen war. Mehr als hundert seltsame schöne Vögel flattern in einem großen vergoldeten Bauer um« her, während herrliche Blumen und exotische Topf-gewächse, die in emaillirten Porzellangefäßen um-herstanden, die Luft mit ihren balsamische» Düften erfüllten. Auf dem nur zwei Fuß vom Boden sich erhebenden Bett, da» von prächtigen Seiden-Mousselin-Vorhängcn umhüllt, warteten zwei große weißseideiie Kissen der Neuvermählten. Am Kopfe de» Bette» aber befand sich ein Porptzyrtifch, auf dem ein wundervoller, ganz aus Elfenbein geschnitzter Koffer stand. Nachdem Liou-Siou, die junge Gattio.deren Angesicht weder je von ihrem Gatten gesehen, noch deren Stimme von ihm gehört worden, all' die Reichthümer und Kostbarkeiten des beschriebenen Gemaches bewundert, näherte sie sich nicht ohne Erregung diesem Koffer, da sie mit Recht ver-muthete, er werde ihre HochzeitSgescheake erhalten. In der Thal, kaum hob sie den Deckel, al« sie einen Schrei der freudigsten Ueberraschnng au«-stieß und wie bezaubert dastand. War doch der In« halt auch so köstlich, daß selbst der verwöhnteste europäische Geschmack beim Anschauen desselben hohe Freude empfunden hätte. Da waren die schön-stl» goldenen Armbänder, Halsbänder in echte» Perlen, prächtige Haarnadeln mit Nephritküpfen, um da» Haar aufzustecken, welches Liou-Siou vom nächsten Morgen an nicht mehr das Recht hatte, in langen Flechten über die Schultern hinabfallen zu lassen; allerliebst aufgestochene rosafarbige Eorallen-Ohrgehänge, die verschiedensten Fächer, sowie viele, viele andere Kostbarkeiten von hohem Werthe. Wa« nun die junge Frau selbst anbetrifft, deren rosenfingerige Hände nicht müde wurden, mit den erwähnten Sachen zu spielen, so war e» ei» Kind von etwa fünfzehn Jahren. Sie hatte treten wird. Ob mit dem Worte „national" da« italienische oder slovenische Idiom gemeint ist, weiß man nicht. Sicher ist e« nur, daß e« sich um eine Verdrängung der deutschen Sprache handelt. Wie au« Ragusa gemeldet wird, machten die Mitglieder der serbischen Omladina dieser Tage einen Auöflug nach Cannosa in der Nähe Ragusa». Al« sie von der Stadt zurückkehrten wurden sie von einem Haufen Croalen mit Pfeifen empfangen. E« kam zu einer Schlägerei, bei welcher die Croaten den Kürzeren zögen. Die mehrmals demenlirte Zusammenkunft unseres Kaiser« mit dem Könige von Italien wird denn doch stattfinden. Sie erhält zudem ein noch höheres Interesse, da König Humbert auch dem Kaiserhofe zu Berlin einen Besuch abstatten wird. Diese Doppel-Entrevue darf als Einleitung zu dem Beitritt« Italiens zum deutsch-österrei« chischen Bunde gelter. Mehrere ilalienische Blätter gefallen sich in der nicht näher zu charakterisirenden Vorstellung, daß eine intime Gestaltung der austro-italienischen Beziehungen eine freiwillige „Grenz-berichtigung" voranzugehen oder doch unmittelbar nachzufolgen hätte. Daß Oesterreich von einer der-artigen politifch-gcogrophischen Gemüthlichkeit nie etwa« wird wissen wollen, versteht sich von selbst und wenn man in Italien Freundschaft und Alianz ernstlich will, wird man gut daran thun, mit allen derartigen Phantastereien ein« für allemal gründlich zu brechen. Die französischen Wahlen sind zum Wohle der französischen Republik ausgefallen. Die Re-publikaner erwarben 54 neue Sitze. In Spanien wie in Portugal haben bereits die Wahlen stattgefunden. Auffallend ist es, daß in Portugal die republikanische Sache im Fort-schreiten, in Spanien dagegen im Niedergange be- grifft» 'st. Der socialistische Weltkongreß soll, sofern das schweizerische Bundesgericht den RecurS des Comites der socialdemokratischen Partei für be-gründet erklärt, in Winterthur abgehalten werden. Wien, den 23. August. (Orig.-Eorresp.> (Aus deutfch-nationalem Standpunkt.) Es ist keineswegs zu verwundern, daß erst der derbe Knalleffect von Kuchelbad kommen mußte, um daS Verständniß der deutschen Stammgenossen im Reiche für die eigenthümliche Stellung der deutsch liberalen Partei in Oesterreich zu wecken, sind doch die Verhältnis« in unserem Vater-land« derart abnorm und complicirt, daß eS überaus schwierig ist, sich in dieselben hineinzuleben. Wie tonnte «S der Fernstehende begreifen, daß gerade der deutsche Gerechtigkeitssinn sich dem Verlangen von Mitbürgern anderer Abstammung nach dem Schutze ihrer Mutter-spräche verschließe, daß er ihnen die Pflege derselben in Haus und Schule verkürzen werde, gegen Anderssprachige einen Zwang ausüben wollte, indem er sie sonst von Gericht und Amt ausschließe. Andererseits, wie konnte Jemand, der nicht in die düstern Mysterien schöne mandelförmige Augen, einen kleinen reizen« den Mund, ein verführerische» Lächeln umschwebte ihre Lippen, wie über ihre ganze Gestalt ein jung-fraulicher Zauber auSgegossen war, der durch die Naivetät aller ihrer Bewegungen nur noch gehoben wurde. Den größten Theil de« Tage« verbrachte Liou-Siou mit dem Anschauen all' der erwähnten Herrlichkeiten. Ihre Dienerinnen hatten sich in'« Borgemach zurückgezogen, damit sich die Herrin um so un-gestörter ihren neuen Freuden überlasse. Aber die Zeit kam, wo e« ihre Pflicht, daran zu erinnern, daß die nöthigen Vorbereitungen getroffen werden mußten, den Gemahl zu empfangen. Al« Liou-Siou sich endlich den schmeichelnden Bitten ihrer Dienerinnen fügen mußte, fühlte sie sich von einer unerklärlichen Angst, die sie durch Geplauder vergeben« zu verscheuchen suchte, befallen. Zitternd und erröchend fühlte sie. wie jene sie sanft ihre« Schmucke» und ihrer Kleider entledigten. Bald darauf befand sie sich in ihrem mysteriösen Asyle, da« nur noch von einer einzigen matten Krystalllampe schwach erhellt wurde, völlig allein. Während dem ging das Fest zu Ende und die Gäste zogen sich zurück. Kaum aber waren die letz-ten Töne der fernen Musik, sowie das den Acro-baten gezollte BeifallSgeklatjche verhallt, so vernahm ihr von Angst und Aufregung geschärftes Österreichs genau «ingeweiht war. ahnen, baß die aller-ersten Elemente der staatlichen Existenz von einer anfehn-lichen Grupp« von Staatsbürgern in aller Form in Frage gestellt würden und controvcrs wären. Welcher unbetheiligte Zuschauer außerhalb der Grenzen würde es für möglich halten, daß in diesem Reiche, trotzdem dessen einzelne Provinzen in einer schon durch ihr Alter ehrwürdigen staatlichen Verbindung stehen, um die Grundbedingungen des Sta'.lsiiestandes gerungen wird, daß noch der Werdeproceß des Ganzen im Stadium eines zukunftsunsicheren, schivantenden Chaos sich befindet. Die Teutschen in Oesterreich durch das Band der Etammesgenossenschast — nicht nur sich entfernt ähnelnder — Sprache, gleichen Bildungsgrade? — wir müssen hier nur das durch clericale Entivicklungshem-mungen zurückgebliebene Gros der Tiroler ausnehmen — und gleichen, ehrlichen FirlschrittftrekxnS geeint, nur kaum merkliche Nuancen provincieller Verschiedenheit spiegelnd, sie allein blieben diejenigen, welch« den Begriff und die Interessen des GeiammtreicheS erfaßten, sich stets vor Augen hielten und gewissenhaft förderten. Ihnen allein blieb das Streben sremd, ein prov'ncielles Sonderinterrsse dem Staatswohle entgegenzuhalten oder gar voranzustellen. Sie erkannten aber auch tlar, daß die den einzelnen Nationalitäten zu gewährenden Con-<«ssionen ihre natürliche Grenze in den unerläßlichen Lebensbedingungen deS Staates finden mußten. Daß die hinzuzählende Staatssprache die deutsch« sein mußte, das war keine durch ihren Vortheil dic-lirle Forderung, sondern einfach: ein Naturgesetz. Die deutsch-lieberale Partei müßte sich nun wahrlich zum unwürdigen Ritters von der traurigen Gestalt selbst verurtheilen wenn sie dies« Selbstlosigkeit ihrer Staats-bürgerpflichlen fortsetzen wollte, bei einer Konstellation, welche jede Hoffnung aus Erfolg ausschließt. Päpstlicher als der Papst zu sein, kann uns doch nicht einfallen. B«i aller Gewissenhaftigkeit al« Bekenner der wahren StaatserhaltungSidee müßte doch jede Partei zum Kinder-gespött herabsiiiken, die sich bis zur Selbstentüußerung jedes gesunden Egoismus entschlagen tonnt«. Wo Alles sich selbst nur liebt, kann Earl allein nicht selbstlos bleiben! Es ist aber undenkbar mit Genossen zusammen zu leben und zusammen zu wirken, die einen ganz verschiedenen Standpunkt wie wir behaupten. Nicht Jedem ist es gegeben über den Andern zu stehn und doch Hand in Hand mit ihm zu gehen. Wir müßen eS sonach als undenkbar bezeichnen bei den jetzigen Verhältnißen in Oesterreich nicht auf nationalem Boden sich festgewurzelt zu fühlen und sich mit vollstem Herzen und vollster Ueberzeugung zu dem von dem beredten Führer um-schriebenen Programm zu bekennen: „Wir stehn aus unserem nationalen Standpunkt, bereit unsere nationalen Interessen zu wahren und gegen jeden Angriss zu schützen!" Marburg, 21. August. lOrig.-Corr.) Die Rubrik der „Eing»sendet" in der „Eüdsteir, Post" bildet sich nachgerade zu einer Specialität heraus. Was in dieser Spalte in clericaler Tollwuth und pervakischer Tücke geleistet wird, ist wirtlich srappirrnd „In einem „Ein- Ohr da« dreimalige leise Klopfen an der äußersten Thüre ihre« Gemache«. Bei diesem Zeichen, über dessen Bedeutung ste zuvor von ihren Dienerinnen unterrichtet worden, drohte da« Herz den jung-früulichen Busen zu sprengen. In ihrer Angst wußte sie nicht« Bessere« zu thun, als sich in ihr Bett zu flüchten, wo sie sich zitternd in die reichen Mousselin-Borhänge barg. Leise öffnete sich die Thüre, al« aber der Eintretende, der von nun ab ihr Mann sein sollte, sich näherte, da stieß sie einen leisen Schrei aus und scyloß die Augen. Ihre Aufregung war so groß, daß sie ohnmächtig in die Kissen sank und nur noch fühlte, wie ihrer entblößten Schulter ein glühender Kuß aufgedrückt wurde; eS war ihr, als ob sie den Stich einer Natter empfände. Da« Licht der Lampe erlosch, die Vögel verfielen in den tiefsten Schlaf und die Nacht ver-folgte ihren Lauf. Viele lauge Stunden verflossen, während dem nicht das leiseste Geräusch die voll-kommene Stille, die über der Villa de« Herrn Lin lagerte, unterbrach. Es mochte bereit» Tag fein, al« Liou-Siou endlich wieder zu sich kam, denn sie war von der Ohnmacht dem wirklichen Schlafe verfallen, und obgleich ihr Blut ruhig, fo fühlte sie sich doch sehr erschöpft. Vergeblich suchte sie sich dessen zu erinnern, waS sich zugetragen. Wachend glaubte sie zu träumen, und unbeweglich blieb sie liegen. gesendet" der letzten Nummer d«s Marburg« Versöhnung?- Organes wird die Landtags-Kandidatur unf«r«s als gründlichsten Kenner der Verhältnis« UntersteiermarkS-als gewandten Redner und als Ehrenmann im antiken Sinne des Wortes gleich hochgeschätzten Dr. Tuchatsch jesuitisch begeifert. Wahrscheinlich verfttckt sich hinter dem zischenden Anonymus niemand Anderer, als der kleine Stänker Gregor« selbst. DaS springgiftige Männchen hatte nämlich von Dr. Tuchatsch so manches Unang--nehm« zu hören bekommen und eS gibt in der ganzen Christenheit gewiß keinen zweiten Priester, in dem sich die Nattern des Hasses wilder ringeln würden, als in diesem ausgiebig gesalbten Priester der Religion der Nächstenliebe. Da« „Eingesendet" sagt, die Candidatur des Dr. Tuchatsch bedeut«. stitenS der Deutschen den öffentlich eingestandenen Mangel an Kapacitäten. Der AnonymuS entpuppt sich hiermit als ein verteufelt schlauer Polilicus. Es ist geradezu wunderbar, mit welch' seinem Instinkte er die Achillesterf« des Deutfchthums, dessen geistig«? Unvermögen herauszufinden wußte. Wie günstig stehen dagegen die Slovenen da! Sie verfügen über einen derartigen Reichthum an Talenten, daß sie großmüthig darauf verzichten können, ihre Vertreter dem Barreau zu entnehmen und es ist ihnen ohne Zweifel nur um eine zarl« Anspielung auf ihre civilisatorische Mission unter den deutschen Barbaren UntersteiennarkS zu thun, wenn sie ihre parlamentarischen Kapacitäten aus dem Stande der biederen — Seifensieder beziehen. Wenn das „Eingesendet" fordert, daß an Stelle des Dr. Duchaisch ein Mann mit „entsprechender Sachkennt-niß" und „liebevoller Hingabe für die Interessen der Stadt Marburg" candidirt werde, so müssen wir diesen Worten gegenüber d«n Scherz bei E«it« lassen und sie als eine schamlose Perfidie brandmarken. Jedermann weiß, daß die Stadt Marburg keinen besseren Kenner ihrer Bedürfnisse, keinen wärmeren Vertreter ihrer In-«eressen finden könnt«, als H«rrn Tucharch, dessen früheste Jugend«rinnerungen mit dem Wohl und Wehe unserer Stadt verknüpft sind. Wenn daS „Eingesendet" d«n Rücktritt d«S Herrn Dr. Tuchatsch, über welchen seiner-zeit im Lager der Schwarzen lauter Jude! herrschte, als pflichtwidriges „Tavonlausen" bezeichnet, so ist dies «den nichts weiter als ein Psaffenkniff. wie er nur in der „Südsteir. Post" möglich ist. Gerade der Rück-tritt des Herrn Dr. Duchaisch ist der beste Beweis für die rigorose Auffassung, welche «r dein Volksvertreter-Amte entgegenbrachte; denn als «r sah, daß ihm unvor-h«rgefehene und unüberwindlich« Privatverhälmrsse nicht mehr gestatten werden, seinem BeNretungsberufe ganz zu obliegen, fand er die moralische Kraft, auf seine Ehrenstelle zu verzichten, waS bei einem Candidaten der „Südsteir. Post" allerdings nicht der Fall s«in würde. Wenn wir von dem „Eingesendet" überhaupt Notiz nehmen, so möge Dr. Gregor« ja nicht glauben, daß wir diesen giftigen Geschreibe irgend welche politische Bedeutung beimessen; wenn die „Sadsteirische Post" ihre sämmtlichen Spalten mit ähnlichen Erpectorationen füllen würde, so könnte dies die Stellung des Dr. Duchatjch eher befestigen als erschüttern. ES ist uns nur darum zu thun ein neues Exempel c.erical pervakischer Polemik Wagte ste doch weder die Augen aufzuschlagen noch sich zu rühren, au« Furcht, Denjenigen zu wecken der nunmehr al« Gemahl an ihrer Seite ruhen mußte. Da vernimmt sie vom Garten her ein lauteS Geschrei, und aus« Neue wird sie von einer un-beschreiblicheu Äugst befallen. Die Stimmen kom-men näher und deutlich hört sie mehrfach ihre« Namen rufen. Eilige Schritte hallen von der Gallerte herüber, die zu ihrem Gemache führt. Plötzlich wird die Thüre de« Zimmer« gewaltsam aufgestoßen und herein stürzt eine Frau. Lion« Siou springt vom Lager ans. — Mein Sohn! Mein unglücklicher Sohn! ruft die Frau wenige Schritte vor ihr stehen bleibend. Unselige, wa« hast du gethan! Eine Anzahl Dienerinnen waren der Frau, die Niemand ander» al« Lin'« Mutter, gefolgt, doch wagten sie die Schwelle nicht zu.überschreiten. Liou-Siou streckte instinctmäßig die Hand nach dem Lager aus, wie um bei ihrem Gatten Schutz zu suchen. Vergeben« ... da« Bett ist leer! — Mein Kind! wiederholte kreischend die Mutter. Die junge Frau, vollständig verwirrt, begriff nicht« von der ganzen Scene, weniger noch ver-mochte fie eine Antwort zu finden. Sie warf einen ängstlich fragenden Blick umher, auf den Frau in kic Wand zu nageln. Wir werden in dieser Arbeit Mist fortfahren und endlich wird jeder unserer Partei-■jntifirti zur Einsicht kommen, daß die Versöhnung pojichtn dem Löwen und der Biper ein wahnsinniger Iimim ist und bafi der ehrliche, gerade, offene Deutsche wl dem lies ethischen Zuge seiner Individualität gegen-itia dem gleißnerischen SlavismuS mit seiner einge-jkschun Perfidie und feigen Tücke nur eine Directive Viix-, lann : Kampf biS auf« Meffer l Meine Chronik. Eilli. 24, August. (Deutscher Schulverein.) Die Bil-.tue.) der Ortsgruppen des deutschen Schulvereines freitet mächtig vorwärts, und eS haben sich bis-4ti läO Ortsgruppen conftituirt, von welchen 58 uch dereilS die ministerielle Bescheinigung erhalten tzi!>cn, Bon den conftituirten Ortsgruppen enteilen aus Böhmen 53, Nieder-Olst. 33, Mühren M, Sleiermark 14, Schlesien 10, Ober-Oest. 5, jFtcaland 3, Kärnten ftrain und Salzburg je 2, £iwl und Buckovina je 1 Ortsgruppe. Der Aus-toß des deutschen Schulvercincs hat sich veran. Iijt gesehen der von ihm hinausgcgebcncn In-ßninion zur Bildung von Ortsgruppen des Agende Mahnwort beizufügen : „Wir machen auf« iukjam, daß un'er nicht politischer Berein sich «ch den Bestimmungen des BereinSgese^eS jeder Mischen Thätigkeit enthalten muß, wornach wir m Interesse der uns obligcnven ernsten Arbeit tririient» ersuchen muffen, bei den Ortsgruppen-kvjvnmlunge« alle wie immer gearteten politischen Demonstrationen zu vermeiden." (W o h 11 h & t i g k e11S c u n c e r t.) Man |6riibt un« aus NeuhauS unterm 22. d.: ^DaS Min Abends im hiesigen Cursalon von Seite «»ijjcr Eurgäste veranstaltete Wohlthätigkeilsconcert bitte einen nach allen Richtungen hin günstigen Klsolg zu verzeichnen. DaS zahlreich erschienene, leinte Publikum hatte sich vortrefflich amiisirt es: spendete dafür den Mitwirkenden reichen aber wohlverdienten Beifall. Besonders waren es grau von Semiey. welche ihre anmuthigen Lieder cM, mit klangvoller und starker Stimme vor» Mäzen, ebenso Frl. Ottilie Nagq, die bei dem Borkige der ungarischen Weifen das echt Ratio» nie zur Gellung brachte und unter stürmischem »plauS dieselben wiederholen mußte. Die Elavier» ljleitung besorgte Baronesse von Keith, deren itcise« Spiel und Fertigkeit das ganze Ensemble woollständigte. Gleichzeitig müssen wir auch de? liegen EurkapellmcisterS Herrn Meyer gedenken, Iffjen meisterbafter Bortrag eines BiolinfoloS alle k»esendtn geradezu entzückte. Der Reinertrag, Wch-r sich auf daS nicht zu unterschätzende HtomHen von über 51 Gulden belief, wurde ta armen Schulkindern der Gemeinde Doberna xspendet, welche den WohUhätigkeitSstnn der perren Arrangeure, ebenso jenem der Mitwir» tastn gewiß viel Dank wissen werden. 5m wenig achtete. Convulsivifch riß sie vielmehr ti: Lorhänge dc» Bette« zurück und zeigte mit ■fepfhaft zitternder Hand auf da« weiße Kiffen, «elches Liou-Siou soeben verlassen hatte. Die auf der Schwelle stehenden Personen kachen in drohendes Zorngemurmcl aus, Liou-in ober richtete ihren Blick auf das Lager. Zusetzt wich sie zurück, halb ohnmächtig ins Knie sinkend, mit beiden Händen ihr Gesicht bedeckend. Das weißseidene Kissen, auf dem sie fünf ifflinnttn zuvor noch geruht, trug — o Entsetzen! die unverkennbar deutliche Spur einer blutigen Haut, der Iuwelenkoffer aber lag leer und zer» tiotcn am Fuße des Bette«. Die Dienerinnen beobachteten tiefes Schwci» das nur vom lauten Schluchzen der beiden Froacn unterbrochen wurde. Bald darauf jedoch fühlte sich die arme Lion» €i«a von einer kräftigen Hand gewaltsam empor» >eriism. Sie schlug die Augen auf; e« war der Aller ihres Gatten, der vor ihr stand. — Unglückliche, wa« hast Du meinem Sohn lelhac ? fragte sie derselbe mit vom Schmerz und Lna zitternder Stimme. — Ich weiß nicht! stotterte daS arme Mädchen. WaS wollt Ihr von mir? Glaubte ich ihn Wl aa meiner Seite. Warum ist mein Gatte »Ht hier? (Fortsetzung folgt.) (Theater.) Unsere Landsmännin, die I Opernsänger!« Frl. Gabriele Lichlenegg, gastirt morgen Donnerstag im Königl. Opernhause zu Berlin als Agathe im Freischütz. Sonnabend singt da« Fräulein die Elsa im Lohengrinn. (Kaife r-I o f e p H-F e i e r.) Die BevSl» kerung des Riesengebirge« feiert am 23. d. M>, Nachmittag» 2 Uhr, da« Fest der Enthüllung eine« Kaiser Joseph- Denkmal«. Da» Festcomitö in Marschensorf versendet an die Festtheilnehmer folgenden Aufruf: „Inmitten einer Zeitepoche, in welcher leider die freiheitlichen Tendenzen de« erhabenen Monarchen Joseph II. mit allen erdenk-Uchcn Mitteln durchkreuzt zu werden drohen, in welcher selbst die Schule, die Grundfeste der Lolk«» bildung, in welcher deutsche Cultur und Gesittung bedroht sind, in welcher die Führung unseres viel-gliedrigen Staatskörper« dem deutschen Stamme, welcher bisher das mächtigste Bindemittel, da« staatserhaltende Element dieses von uns über Alles geliebten Reiches ausmacht, entrissen, in welcher die alrna rnater Pragenis, diese älteste deutsche Hochschule dem Ezechenthum ausgeliefert werden soll, wird das Denkmal, das wir Joseph II. fetzen, Zeugniß ablegen dafür, daß wir gegen all dieses Unrecht, gegen die Eonsequenzen dieser Bestrebungen, die wir für unheilbringend und gefahrdiohend halten — in feierlicher Weise Protest erheben." Der Schluß de« Aufrufes spricht von einer Constellation der Grundsätze des edlen Menschenfreundes. Die „R. Fr. Presse" vom 23. d., welche den Aufruf vollinhaltlich brachte, wurde consiscirt. (Notar G e r s ch a k) ein bekannter uatio-naler Agitator, der seinerzeit für eine hier zur Besetzung gekommene Notarstelle in Aussicht genommen worden war, wurde, wie Wiener Blätter melden, wegen EinHebung unberechtigter Expensen zu einer Geldstrafe von 300 fl. verurthcilt. (Hagelschaden.) Man schreibt unS auS Hochenegg, daß daselbst in der Rächt auf den 22. d. ein Orkan wüthete, welcher Bäume ent-wurzelte und Dächer von an der Nordseite nicht gestützten Häusern erheblich beschädigte. Hagel» schlössen, durch die Wucht des Sturmwindes um so verheerender wirkend vernichteten die noch ausständigen Fcldfrüchle und zerstörten die letzte Hoffnung auf eine Haldwegs ergiebige Weinernte. Besonders furchtbar tobte das Elementarereigniß in Den Nachbargemeinden Neukirchen, Wcixldorf, Lcmberg und Neuhaus. (Wöllan und Umgebung) wurden gleichfalls in der Nacht auf den Montag von einem schweren Hagelwetter heimgesucht. Felder, Wiesen u. Weingärten wurden total vernichtet. Der gleichzeitig wüthende Sturm entwurzelte Bäume?. riß Dachstühle ab und warf mehrere Ge» trcideharpfen um. (W e 11 e r s ch ä d e n.) Man schreibt uns au« Gonobitz: „Bisher haben die Gemeinden Gonobitz, St. Heinrna, Feistenderg, Seizdorf, Ober« lasche. Hl. Hcist, Großlipoglaw, Tepina, Wesina und Skalitz das in der Nacht vom 21. auf den 22. d. stattgehabte Elementarereigniß der politischen Behörde angemeldet. Die Hälfte der Ernte ist vernichtet." (H u n d e c o n t u m a z.) Wegen eine« wuth» verdächtigen Hundes wurde nunmehr auch im Markte Tüsier die Hundecontumaz verhängt. (Schade'.) Der für den 8. September nach Pettau einberufene Tabor wurde von der Bezikshauptmannschast verboten. (Französische Wahlscene.) Der Eandidat hat die Tribüne bestiegen. „Meine Her-ren!" beginnt er, aber alle folgenden Worte blieben unverständlich, denn daS Organ d«S Mannes reicht nicht weit. Plötzlich ruft ein Zuhörer mit Stentorstimme: „DaS wundert mich gar nicht, daß ein Man» mit so schwacher Stimme die meinige haben möchte." Unter dem schallenden Gelächter der Versammlung verließ der Eandidat die Tribüne. (Sonntagsvergnügen.) In einer Branntweinschenke zu Guttendorf zechten Sonntag AbendS mehrere Bursche. Nachdem sie bereits des Guten genug genossen hatten, verlangten sie Spiel» karten. Da ihrem Begehren nicht willfahrt werden konnte verließen sie in turbulenter Weise die Kneipe. Die Hausinsassen begaben sich hierauf zur Ruhe. ES währte jedoch nicht lang so er» schienen die Bursche wieder; sie rißen die Balken der Fenster auf, zertrümmerten mit Stein-würfen die Fenster und zogen dann froh und vergnügt über ihr Heldenstückchen von dannen. (Frechheit.) Wie den Truthahn da» Roth, so reizt den richtigen Nationalen die deusche Tricolore. Mehrere liebe wohlgebildete nationale Jungen erschrocken dieser Tage vor einigen Studirenten, welche deutsche Bänder trugen. Sie insnlirten daher einem unwiderstehlichen Dränge folgend dieselben. Ja einer der famosen Helden hatte sogar den Muth am nächsten Tage beim Stadtamte das Begehren noch einem Verbote gegen das Tragen deutscher Bänder zu stellen. Dort abgewiesen soll er zur Bezirkshanptmann» schaft geeilt sein, wo er vermuthlich ebenfalls keinen günstigen Bescheid erhalten haben dürfte. Mv.-Ietcgr. d. „ßissier Ieitung." Prag, den 24. Aug. In Folge der Kuchel« bader Ereignisse wird nebst dem Eommisiär Hruby auch der Bezirkshauptmann Bohanetzky versetzt. Wien, den 24. Aug. Abg. Dr. Herbst wird am 8. September in Zwickau eine Wählerversamm» lung abhalten. London, den 24. Aug. Im Bünden des Präsidenten Garfield ist eine kleine Besserung ein» getreten. Derselbe konnte bereits Nahrung zu sich nehmen. Paris, den 24. Aug. Eine Anzahl Belle» Viller Wähler protestirt gegen Gambetta« Wahl. Bollswirthschaftliches. Sachsenfeld, den 22. August (Drig -Eorr.) Die Ernte des wenigen Frühhopsens, welcher im Sannlhale gebaut wird, ist auch bald beendet. Der ErsUingshopsen ging nach Nürnberg, das gröbere Quantum lauste eine Eaazer Hopfenhandlung auf und zahlte fl. 100.— bis fl. 120— pr. 50 Kilo loco Eilli. Kommende Woche wird mit der Pflücke des Spathopsen« der Ansang gemacht werden und wird die Ernte dieser Sorte eine ziemlich gute werden, da Krankheiten, Ungeziefer und größere Hiye selten nennenswerthen Schaden verursachen. Es gibt hier Gärten, die voriges Jahr mit Späthopfen-schlingen au» hiesiger Gegend angelegt wurden, von denen man Heuer schon Über 15 Eentner Hopsen pr. Joch — 57 Ar ernten wird. Preise für Epächopsen sind noch keine bekannt. (Z e h n e rn o t e n.) Der Generalrath der öst. ung. Bank beschloß, für die Centralcafse i» Wien, an welche auf Anordnung de« Finanz» Ministeriums alle andern Staatscaffen und Aemter die unmittelbar vor dem 15. September d. I. eingegangenen Zehnguldennoten abgeänderter Form abliefern werden ausnahmsweise die Frist für die kostenfreie Umwechslung solcher Zehnguldennotea bi« zum 30. Septernd. a. c. zu erstrecken. (Milzbrand.) In Bolhynien ist der Milzbrand auSgebrochen. Die Einfuhr russischen Biehe« nach Oesterreich ist daher verboten worden. Abfahrt der Kosten von Eilli nach: Sachs enseld. Ct. Peter, St. Paul. ?ranz, Möttnig, Troja»«, Lukuwev, Tomsale, Laibach um 5 Uhr Früh. Zraßlan, Pravberg, Lause», Lberburz um 5 Uhr Früh, Wöllan, Schöllslein, Mißlmg, Wiudisckizra, um 5 Uhr Früh. «luhauS um 7 Uhr Früh. 12 Uhr Mittags. todenegg, Weiteiftein um l2 Uhr Mittag«, achseuseld, St. Peter, St.Pa»l, Zraaz um 12 Uhr Mittag. ____ Gourse der Wiener Börse vom 24. August 1881. Goldrente...........94.10 Einheitliche Staatsschuld in Noten . 77.55 n „in Silber . 78.75 1860« StaatS-AnlehenSlose .... 131.50 Bankactien...........635.— Ereditactien...............^6^.25 London............117.65 Rapvleond'or.......... 9.34 I. k. Münzducaten........ 5.55 100 Reichsmark.........57.30 3 2111 de 1&S1. Kundmachung. Mit Bezug auf da» im R. 1-1 Ar. Meckermann. Druck und Verlag von Johann Ilakimch in Cilli. Ein junger Mann (ÄOger Jahre) von angenehmen Aeussern wünscht mit jungen Datnen im Alter von 20—28 Jahren in ehrbare Correspondenx zu treten. Diskretion verbürgt. Adresse: M. 732 posto restante Cilli. 452—1 OcfTciitlicher Dank. Zu Ehren des Geburtsfestes Sr. Majestät des Kaisers wurde am 18. d. M. im Kaiser Franz-Josefs-Bade von einem Damen-Comite, bestehend aus den Fräuleins: Olga Blasirh, Emma Politzer und Marie Rupnik eine Fest-Tombola zu Gunsten des Locahirmen-Fondes von Töffer veranstaltet, welche den namhaften Reinertrag von 117 Ü. 50 kr. ergab. Der Gefertigte erföllt hiermit gewiss eine sehr angenehme Pflicht, wenn er im Namen der Armen von Tflffer den hochherzigen Damen dieses gewiss sehr sinnigen und humanen Festes, wie allen P. T. Spendern und Theil-nehmern den besten und aufrichtigsten Dank ausspricht. Gemeinde-Vorstehung des l. f. Marktes Tüffer, am 19. August 1881. Am o « Bürgermeister. Local V eränderung. Endesgefertigter beehrt «ich hienüt anzuzeigen, das« er sein Geschäft Grazerg&ssc Nr. 85 in das Haus Nr. 4, neben der Graaser Munth vom 1. Septemb. d. J. an, verlegen wird; und bittet die geehrten Kunden um ihren fortdauernden gütigen Zuspruch bei billigster und rellster Bedienung. Josef Ilocevar. 450—2 Herrenkleidermacher. Eine Wohnung, „_3 C»ray.erff»ss« Nr. 77, bestehend aus 3 Zimmern, Küche nebst Zugehör, ist vom 1. October zu beziehen. Eine grosse Wo Im im« , Hauptplatz 101, der ganze 2. Stock allein: 3 grosso und 2 mittlere Zimmer sammt Allem, auch Gartenantheil um 350 fl. jährlich vom 1. October 1881 un zu verwiethen. Anfrage: Wolf. 340— Eine Wohnung, bestehend aus 3 Zimmern, 1 Kabinet und Küche im I. Stocke, nebst Benützung eines Gartens ist am 1. September zu beziehen. Anfrage bei F. Pacchiatfo, Hauptplatz Nr. 103. Wohnung im Kamay'schen Hause, bestehend aus 2 Zimmern, Kabinet, ist mit oder ohne Möbel sogleich zu ver» miethen. Näheres bei F. Kapos. Brüder Hitz, Prag:, 443~3 Hopfen-Commissionsgeschäft, übernehmen Consignationslager zum eomissionellen Verkaufe xu den conlantesten Bedingungen. Auf Verlangen Referenzen der ersten Hopfenprodncenten Steiermurks. Die Kanzlei des Advocaten Dr. Eflnarfl ßluucliigg befindet »ich vom 1. September d. J. angefangen im Haus« des Herrn L. Wambrechtsamer in der Bahiiliosgasse in Cilli, I. Stock, Hofseite. Ein Lehrling 448—2 aus gutem Hause, mit guter Eniehung, nicht untet 14 Jahre alt. der beiden Landessprachen mächtig, findet in einem Galanterie-GeNchäfte sofort Aufnahm«] Auskunft ertheilen Matii & Plicker, Cilli. 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Vidal & Comp, tUlürttkmderg) 373—201 k. k. priv. Kaffee-Surrogat-Fabrik Kledcrdors liirol) Mm empfehlen ausser den bisher erzeugten bestrenommirten PEIGBN-K.AFI nun anch, ganz reinen, echten CIC HORIBN-KAFFEE, in Packeten oder Cartons in allen-Speccrei- und Delicatessen-Handlungen xu haben Die überraschend günstige Aufnahme unseres neuesten Erzeugnisses beweisf, .Um es ^wng-n .»t, dem vielseitig ausgesprochenen Wunsche nach einem ebenso guten als billigen dig xu entsprechen und bitten wir stet, ausdrücklich Vidal'« F«igenkaffe« o. Md»U Cichorionkaffee xu verlangen und auf unsere Unterschrift oder Schutitnarke zu acht» n. Verantwortlicher Redacteur Max Besozxi.