^-^ Nr. 184 PlH»nmel«-5. halbj. fi, ? bl' Freitag, 14. August. 1885. ^^ Des h. Feiertages wegen erscheint die nächste ^^ummcrMoutag den 17. August. Amtlicher Theil. M-A^' und k. Apostolische Majestät haben mit U.a...^" Entschließung vom 27. Juli d. I. dem s"""'z'I»spector in Pola Karl Veltze anläsblich di^tt Ausscheidens aus dem bosnischen Verwaltunqs-anÄ7 d«s Ritterkreuz des Fraliz Ioseph.Ordens aller. u""lgst zu verleihen geruht. bat ^" Minister und Leiter des Justizministeriums ^ , "'Slrafanstalts.Adjunclon in Cavodistria Iofeph ktnan k"'"" ^"" Strafanstalts-Controlor in Gradista Nichtamtlicher Theil. Kundmachung. Franz. Joseph - Gold Stipendien. der l^"' "ächsten Studienjahre 1885/66 werden an jener ^"' Hochschule zu Budapest vier und an im ">? Uemberg zwei Franz'IofephcOold'Stipendien u^^^esausmahe von Dreihundert Gulden in Gold, Vriln. ^'^ ^""kr an der technischen Hochschule zn P.""' an der deutschen technischen Hochschule zu W,""'. bann an del Hochschule fiir Boden-Cnllur in dfsl.is^ ^'"^ ber gleichnamigen Stipendien zur Wieder- ^'JUl'g gelangen. ?..^?^0kl um eines dieser Stipendien Haben ihr liick mi -9 ßesch.iebenes. an Seine l. und k. Aposto-'^ -"l"ichät gerichtetes Gefuch zu belegen: ^1 mit dem Tauf« und Geburtsscheine; Dil>s. ', ^"'^ glaubwürdigen Documenten über ihre »nöa » """ Nachweisung des Standes, der Ver« ältern ^'"kommen», und Familienverhällnisse der Nels„' .^ntuell im Falle der Verwaisung mit einem Aernch Vormundschaftsbehörde über den allfälligen schou^« "' bem Maturitätszeugnisse, und wenn sie den <2^"l der Hochschule wären, mit den betreffen-unter n, - "^"Umssen, wobei jedoch bemellt wird, dass Eludien »^"' Verhältnissen jene Bewerber, welche die lNtßen Hochschule elst antreten, den Vorzug ge< halte», ^ Gesuche haben überdies die Angabe zu ent-Etiven'k' ^" Bewerber bereits im Genuss«' eines !'chen ll s?^ "ber irgend eines Bezuges aus öffent. ilberdif« ""' ^l' jene von angehenden Hochschülern Stilen ' ^^^km Fachstudium sie sich zu widmen ge-^. ' "Nd sind bis längstens 10. September 1885 bei der k. k. Direction der Allerhöchsten Privat-und ssamilienfonde in Wien (k. k. Hofburg) einzureichen. Anf später einlan^nde oder nicht gehörig belegte Gesuche wird keim Riicksicht genommen. Wien am 6. August 1885. K. k. Direction der Allerhöchsten Privat« und Familienfonde. Eine Perspective in die Zukunft. Wir leben iu einer Welt der großm Schöpfun. gen. Dampf und Elektricität drücken unserem Zeit° alter ihren Stempel auf; sie verbinden Völker und Welttheile. und kein Hindernis ist mächtig genug, ihren Siegeslauf, der gleichzeitig ein Eroberungszug der Cultur ist, aufzuhallen. Das wird umsoweniaer gelingen, als zu gleicher Zeit in den verschiedensten Ländern kleine Armeen von tüchtigen Männern daran sind, diesen Eroberungszug klüftigst zu unterstützen. Man geht dabei von dem richtigen Gesichtspunkte aus. dass es nicht hinreicht, ein Volk, ein Land mit guten und heilsamen Institutionen ausznstalten; das Interesse des Einzelnen wie des ganzen Großen erfordert es vielmehr, dass alle an dem Seyen solcher Einführnngen betheiligt seien. Diese Unificierungs - Bestrebungen machen sich anf allen Gebieten menschlichen Schaffens geltend. Vor wenigen Tagen erst schloss die Welt. conferenz betreff« Einfilhrung einer allgemeinen Miinz. Union; heute tagt der Wrll'T'legrapheN'Congrefs; der Eisenbahnverband und die Wellpost find ebenfalls nichts Neues mehr, und Gelehrte, die man bereits be« ginnt ernst zu nehmen, mühm sich gar damit ab. eine allgemeine Welt-Gesctzaebuug ins Leben zu rufen. Diefe Bestrebungen sind keineswegs zu unterschätzen; sie stellen den Schatten der kommenden großen Ereig« nisse dar; sie bieten eine Perspective in die Zukunft, um die wir unsere Nachkommen beneiden dürfen. Wer hat es nicht fchon bitter empfunden, wenn er im Anslande reifen mnsste. dass das Geld, mit dem er sich zu Hause versehen, geradezu auf die Wert. losiykeit eines bemalten Papierftreifens herabsant? Der Kaufmann, der mit dem Auslande in Verbindung steht, muss, sobald er eine Zahlung zu leisten hat, sein Geld erst i» andere Noten umwechseln, um seine Gläubiger zu befriedigen. Warum? Ist die italienifche Lira'Note besser fundiert als unser Gulden? Keineswegs. Aber es besteht keine Convention, wonach die Ausgabe solcher Wertzeichen international geregelt wäre, und demzufolge erkennt Italien, im allgemeinen Handelsverkehr, unseren Geldzeichen ebensowenig Wert zu, wie wir den seinen. Die Bestrebungen unserer Zeit richten sich nun dahin, dieser Anomalie ein Ende zu machen. In erster Linie bedarf es hiezu allerdings einer einheitlichen Regelung der Valuta, und dieser wieder mufs in allen Staaten Europas bie specielle Regelung derselben vorangehen. Allein, das ist alles nur eine Frage der Zeit, und es wird eine Epoche kommen, da man in Deutschland unseren Gulden ebenso respectieren wird, wie man unsere — Briefmarke respektiert. Ja wohl. unsere Briefmarke, Wer wusste es nicht, dafs wir nach Deutschland um denselben Preis Briefe senden, u»ie in die znnächst liegende Stadt? Eine einfache Con« vention bringt diese Erleichterung des Verkehrs zu« stände, wonach dem correspondierenden Publicum Deutschlands unfererfeits dlefelbe Wohlthat garantiert wird. Und dieselben Veueficien, die sich Denschlaud und Oesterreich-Ungarn gewähren, warum sollte sich sie nicht ganz Europa bieten? Und wsrum sollten fich die Staaten auf ein Gebiet beschränken und nicht alles, was den internationalen Nellehr betrifft, in diese Abmachungen einbeziehen? Warum nicht auch den Telegraphen, der uns heule bereits nicht weniger unentbehrlich ist wie die Post? Warum nicht auch die Eisenbahn, anf welcher übrigens zum großen Theile ein einheitlicher Personen-Tarif schon durchgeführt ist — sicherlich nicht znm Nachtheile der Verwaltungen. Und warum nicht auch die Gesetzgebung, oder doch zumindest jenen Theil derselben, der seiner Natur nach ohne besondere Schwierigkeiten einheitlich geregelt wer-den k'inn? Wir meinen in erster Reihe di,e Str«f-gesehgebung. Denn was an dem einen Punkte Europas nutersagt und mit einer Strafe bedroht ist. kann doch wohl nicht auf einem anderen Punkte un« gestraft bleiben. LandeLverrath. Mord. Betrug «nd Diebstahl sind überall vom selben Gesichtspunkte zu beurtheilen, und wenn auch ohne Widerrede zugegeben werden kann, dass es nicht weniger andere Institutionen gibt, die eine einheitliche Regelung, oder, wie die Gegner solcher Bestrebungen geringschätzig sagen, eine Uniformierung nicht zulassen, so braucht uns diese Thatsache doch nicht daran zu hindern, auch je»e Institutionen in ihrer Verschiedenheit zu belassen, deren Einheitlichkeit allen Völkern Europas zum unabseh« baren Vortheil gereichen würde. Man braucht sich freilich keiner Täuschung hin« zugeben: es wird noch eine lange Zeit darüber vergehen, ehe diefe Bestrebungen, die heutzutage noch vielen als unerreichbare Utopien gelten, verwirklicht werden. Die Verfechter dieser Ideen — von Wtllhen selbst ihre Gegner zugestehen müssen, dass sie jedenfalls nur in einem grandiosen Zeitalter da3 Licht der Welt erblicken konnten — werden sich dadurch iu der Verfolgung ihrer Ziele nicht abhalten lassen. Wa« ist nicht schon alles verwkklicht worden trotz allem Huhne und trotz aller Verfolgung kurzsichtiger Zeitgenossen? Was wäre die Welt. wenn die Titane« des Geiste« sich durch lleinmüthigen Spott hätten wankend machen Jeuilleton. H Nach meinem Tode. ^l. hal^'"'U" I''it. es sind drei oder vier Wochen Mb?Ve,ch die Absicht, mich umzubringen. Wrs-Mte taul >U"dk" fehlte es mir wahrlich nicht. Ich n/loauuna ° s"r einen anzugeben: Migräne, schlechte > "nuscriw', ?'e Aussicht, ein sechsbändiges Roman-'lh. son, "sen zu müssen u. s. w. Ueberhaupt. meine ^lUln sj, «?" die meisten Menschen lieber befragen. W Nerlea'!,. licht umbringen; sie kämen vielleicht ^"der K!?^' vernünftige Glünde vorzubringen, ""b Man l.s,'!"'^ 'st ganz und gar Geschmackssache. Ä» davo..! .phalli nicht darüber streiten... Ge-^elt hiuaü«. .'? 'ch stand im Begriffs mich aus der , "dluna A.". ^b"n- I„ em^ fashionable» Waffen-^"lt. ei,, m.^ ^ "'" einen zierlichen Revolver ge-^"- Der 5,« c V'i°u. eine Zierde fiir jeden G»eri-,,b reizet "'.blinkte "ie ein Spiegel, es lag in 5"b nun ,. >.""""' Ding etwas Einladendes . . . "ber vor ' ^"^benddämmetung, legte ich den Re-^liu 9'" und beschloss, eine Cigarre, ko wng. Es ^"U"' zu rauchen, ehe ich ans Werk ?'^ ei,,« ball., ^/ mich ja niemand, und wenn ich ^nuch^ Sunde sftii^ erschoss. so gicng das ^ H«b7 n 6 '^ D"ss ich es aber gleich gestehe: ^'"em Pl^ "tcht erschossen. Weshalb ich von ""tg«,h.zu ne abgekommen, das sei hier in Kürze Während des Rauchens gerieth ich in eine Art von Halbschlunumr — in jenen traumhaften Zustand, in welchem verblasste Gestalten wieder aufleben. Er< innerungen die Form realer Gegenwart aminehmen und auch ein Schimmer aus der Zukunft auf uns fällt, damit wir ein wenig errathe» köünen. was die kommenden Tage bringen werben. . . Während ich im Fanteuil lrhnte, die blauen Ningllchen der Cigarre zur Decke emporfendend, dabei sinnend und erwägend, legte sich ein zarter, leichter Tchleier mir auf die Augen, und ich sah, was ich nie zuvor gesehen: mich selbst als tobten Mann. Ich hatte mich erschossw. Die Kugel war mir geradeaus ins Herz gedrungen — ein kurzer Todes' lamps, nnd das Leben war vorüber. Aber nachdem alle körperliche Schwere von mir genommen war, fnno tionierten mein Gehör und mein Gesicht mit erhöhter Schärfe. Die Schranken von Ramn und Z^it schiem'» gefallen zu sein, ich machte an mehreren Orten zugleich meine Wahrnehmungen, und was sich mit Pausen von Taa/n und Wochen abspielte, gieng innerhalb Minuten wie eine W^nbeldecoration an mir vorüber . . . Nachdem ich einige Zeit auf dem Boden gelegen war, trat mein Diener ein. Er wollte mich aufheben, betrachtete mich genan, fühlte mir den Puls, und nach' dem er^ sich überzeugt, dass ich todt, griff er mil beiden Händen in meine Cigarrenkiste — wie gesagt: 1it>t;:Um do Iu lioma, jedermann zn empfehlen — nahm etwa fünfundzwanzig Stiick fiir seinen persö," lichen Gebrauch heraus, eilte bann ins Vorzimmer und begann zu weinen und zu Heuleu. Alsbald füllte sich die Stube mit Nachbarn, und ich hörte Aeußerungen wie die folgenden: „Etwas anderes war von ihm mcht zu erwarten, ein Menfch ohne Religion und Gefilhl; unlängst hat er sich beim Hauselgenthümer darüber beklagt, das« meine Amalia nach Mitternacht noch Clavier zu spiele» pflegt!"... «Und ich glaube, er hat ein ziemlich wüstes Leben geführt. Cr war mit Schauspielerinnen bekannt und ist keinen Abend vor 11 Uhr nach Hause gekommen.". . . «Wie schrecklich er aussieht, ich werde die ganze Nacht von ihm trllu-men.". . . «Na, schön war er nie. Er sah immer blass und übernächtig aus.". . . «Wa« war er denn eigentlich?".....Wer kann das wissen? Man hat ihn ,herr Doctor^ genannt, und in seinem Meldzeltel sign-rlnle er als Schriftsteller. Aber davon kann man doch nicht leben?".....Natürlich nicht!".. . Einiae be. jährte Damen vergosfs» bittere Thränen, aber offenbar nicht aus Schmerz über mein Hinscheiden, sondern weil das Weinen ihnen Befriedigung verschaffte. Wer den von vielen Frauen betriebenen Thränensport rennt, der weiß, was ich meine. ^ . ... Nach Verlauf einer halben Slunde erschienen Vertreter der Ächörde, ich wurde m dle Leichen-kammer transportiert, in memer Wuhnunz legte man allenthalben Siegel an, nachdem man ein Inventar des Vorhandene» aufgenommen. Von Verwandten lebten mir ein Vetter, eine Tante und ein Stiefbruder. Sie alle geberdeten sich geradezu »ntrMich. Laibacher Zeitung Nr. 184 _______ !488 14. August 1885. lassen. Wenn Nessel, James Watt. Stephenson, Volta. Oauß und Edison sich unmuthig zurückgezogen hätten! Die Pustkutsche wäre wahrscheinlich heule noch das den Weltverkehr vermittelnde Vehikel, und die Licht-putzscheere, von der ein Theil der heutigen Well keine Ahnung mehr hat, wäre noch geradeso ein unentbehrlicher Behelf jeder Haushaltung, wie es in Großmütter-chens Kinderjahren der Fall war. Geringschätzig, wie wir heute über die Postlutsche und über die Lichlftutzscheere sprechen, werden in einem nahen Z-italter aufgeklärte Geister über die veralteten Einrichtungen des neunzehnten Jahrhunderts denlen. Es wird aber diesem Jahrhundert stels zur Ehre gereichen, die herrschenden Ideen des nächsten Säculums vorhergeschen, ja, mehr noch, vorbereitet zu haben. Zu diesen Ideen zählen die Unificieruna«-Be< strebungen; unter vielem anderen bilden auch sie den eisernen Bestandtheil, den das neunzehnte auf das zwanzigste Jahrhundert vererbt. Glückliches Zeitalter, dem die Verwirklichung dieser Ideen als beneidens-wertes Erbtheil in den Schoß fällt! Russland und Finnland. k. 6. Wicn, 12. August. Helsingfors, die wunderschön gelegene Hauptstadt des Großsürsteuthuines Finnland, war diesertage in großer Bewegung anlässlich der Ankunft des „groß. fürstlichen Paares", wie die Finnen das russische Kaiserpaar zu benennen pflegen, um so scharf als mög. lich ihre Sonderstellung im russischen Staatsorganismus zu accentuieren. Wie überall in Finnland, ist dem russischen Kaiserpaare auch in Helsinfors ein glänzender und herzlicher Empfang bereitet worden, da die Finnen zwar mit dem russischen Regierungs-System durchaus nicht sympathisieren, aber bestrebt sind, dem regierenden Landesfürsten, ihrem Großfürsten, gegenüber Beweise ihrer unerschütterlichen Ergebenheit und Loyalität zu geben. Bekanntlich gibt es in Russland eine große und einflussreiche Partei, welche mit neidischen Augen auf Finnland und auf die ganz eigenthümliche Stellung, welche das Grohfürstenthum im russischen Staate einnimmt, hinblickt. Diese Partei arbeitet ganz offen darauf hin. das autonome Großfürftenthum in eine russische Provinz umzuwandeln; bis jetzt ist ihr dies jedoch nicht gelungen, und ihre Bestrebungen werden wohl auch künftighin kaum auf irgend einen Erfolg rechnen können. Es unterliegt zwar keinem Zweifel, dass es für Russland keine besonders schwierige Auf» gäbe sein würde, die finnische Quasi - Unabhängigkeit zu vernichten; Russland ist aber Finnland gegenüber bouuä b> douour, und dies ist die beste Garantie, welche sich das finnische Volk nur erwünschen könnte. Das eigenthümliche Verhältnis zwischen Finnland und Russland ist ein Product der historischen Entwicklung, und ein Rückblick auf dieselbe entbehrt angesichts der oben berührten Tendenzen mancher einflussreicher russischer Kreise nicht eines gewissen Interesses. Bekanntlich wurden die finnischen Provinzen in-folge der zwischen Schweben und Russen seit dem Anfange des achtzehnten Jahrhunderts geführten Kriege nach und nach an Russland abgetreten. Durch den Frieden von Nystadt. welcher dem großen Kriege zwischen Karl XII. und Peter dem Großen ein Ende machte, gelangte 1721 deljenige Theil des jetzigen Großfürstenthums Finnland, welcher das Gouvernement Wiborg ausmacht und welcher von den Russen Alt- Finnland genannt wird, an Russland. Sohin wurden nach dem Kriege von 1740—1742 die Festungen Friedrichshamm, Nyslott und Willmannstrand an Russland abgetreten. Nach dem Kriege von 1788—1789 wurde Schweden abermals gezwungen, seine Grenzen weiter nach Westen zurückzuziehen. Der Krieg von 1808—1809 endlich nöthigte Schweden, den übrigen Theil seimr finnischen Provinzen, welche es nicht bereits durch den Nystadter Frieden abgetreten halle, an Rnssland zu überlassen. Dies geschah durch den Frieden zu Friedrichs-hamm. Hicbei muss aber zum Verständnis der gegenwärtigen Stellung Finnlands zu Rusbland Folgendes hervorgehoben werden. Finnland wurde unter schwe^ bischer Herrschaft so wie jede andere schwedische Pro« vinz (Lim) betrachtet und dementsprechend von einem Generalgouverneur (Landshöfding) verwaltet. Im Jahre 1809, als die Kraft Schwedens fast gänzlich gebrochen nnd der Augenblick nahe war, wo es die Friedens-bediugungen Russlands acceptieren musste, unter denen in erster Reihe die Abtretung aller finnischen Provinzen stand, waren die Finnen von der Gefahr einer vollständigen Incorporierung in Russland bedroht, wodurch sie ihre durch die Verfassung vom 2l. August 1772 gesicherte Freiheit eingebüßt hätten. Um dies zu vermeiden, traten die sinnischen Stände mit dem russischen Kaiser in Verhandlungen — was eigentlich ein revolutionärer Schritt war, da Finnland damals noch immer zu Schweden gehörte, — und diese Verhandlungen führten zu dem Ergebnis, dass Kaiser Alexander 1. dem finnischen Vulke die Aufrechterhaltung seiner Verfassung zusicherte und dann von den Finnen als ihr Großfürst anerkannt wurde, indem die finnischen Provinzen den Namen ..Großfürstenthum Finnland" erhielten. Das eigenthiimliche Verhältnis zwischen Finnland und Russland wurde im Jahre 1811 in ganz prägnanter Weise durch einen Regierungsact gekennzeichnet, indem der Kaiser von Russland damals dem finnischen Großfürsten denjenigen Theil der finnischen Provinzen abtrat, welchen Schweden durch den Nystadter Frieden an Russland abgetreten halte. Somit waren alle die finnischen Provinzen, welche früher Schweden gehört hatten, nach ungefähr einem Jahrhundert wieder vereinigt, und zwar al« quasi.selbständiges Land in Personal-Union mit Russland. Die Verwaltung der auswärtigen Angelegenheiten ist für die beiden Länder gemeinfam. dagegen besitzt Finnland seine eigene innere und Justiz« Verwaltung. Inland. (Der Besuch desGrafenKälnokY beim Fürsten Bismarck.) Die „Presse" sührt in einem Leitartikel aus, dass die öffentliche Meinung in Oester-reich'Ungarn wie in Deutschland an den Besuch des Grafen Kälnoky beim Fürsten Bismarck keine Conjec-turen knüpfe, sondern hierin wie in den Begegnungen von Gastein und Kremster nur augenfällige Symptome für die freundschaftlichen Beziehungen der drei Kaisermächte und darum auch für die Erhaltung des con-tinentalen Friedens erblicke. Es erscheint jedoch dem Blatte außerdem als ziemlich gewiss, dass ein inni-geres handelspolitisches Verhältnis zwischen Deutschland und Oesterreich-Ungarn — das dem innigen politischen Bündnisse beider Reiche besser als das heutige Handelsvertrags-Verhältnis entsprechen würde — in den Bereich der Varziuer Besprechungen falle« werde. Es sei dies eines der schwierigsten Probleme politischer wie ökonomischer Natur, und es lasse W der Abschluss irgend eines neuen und innigeren ha«' delspolitischen Verlragsverhällnisses gelegentlich del bevorstehenden Varziner Entrevue unmöglich erwarten. Dagegen fei es durchaus glaubwürdig und wahrschen«' lich. dass sich Graf Kälnoly und Fürst Bismarck »in Wege des mündlichen Ideenaustausches über die Vor« züge und Schwierigkeilen eines intimeren ökonomischen Verhältnisses beider Reiche orientieren und über die allgemeinen principiellen Erwägungen hinauskommen werden: wie und wann die Zoll-Union ober ein ner< wandtes Verhältnis zum Abschlüsse gelangen könnte. (Schulsparcassen in Oesterreich.) Die glänzenden Erfolge, welche die Institution der Schul« spalcassen in allen jenen Staaten, in welchen dieselbe besteht, aufzuweifen ha», veranlasste unser Postsva^ casseuamt, sich mit der Frage der Einführung del Schulsparcassen in Oesterreich zu befassen. Wie aul verlässlicher Quelle verlautet, hat der Director be» Postsparcassenamles, Seclionschef Dr. Coch. dem HaN' delsminister ein Memoire über die Einführung bel Schulsparcassen vorgelegt, welcher dasselbe dem Untel/ richtsministerium zur Aeußerung unterbreitete. 3ta^> dem in Aussicht genommenen Projecte würden ble Schulsparcassen facultativ, d. h. nur in jenen Schule» eingeführt werden, deren Lchrcr sich zur Uebernah^ der Spareinlagen bereit erklären. Das Project wild im Unterrichtsministerium eifrig studiert, und soll das" selbe im Principe nicht abgeneigt sein, der Einführuns dieser Institution zuzustimmen. Sobald sich das Unler-richtsministerium osficiell in zustimmendem Sinne sst' äußert haben wird. soll unverzüglich an die praktisch^ Durchführung geschritten werden, zu der bereits t>!e Voreinleilungen getroffen sind. (Das Wahlrecht der Fünf-Gulden/ Männer) sür dln Landtag soll nun auch in Böh' men eingeführt werden. Bekanntlich hat der bel>csf<'l'^ Gesehentwurf, welcher auf Antrag des Dr. He'b.'' vom böhmischen Landtag beschlossen worden war, ^ Sanction nicht erhalten, weil demselben die Reiches berger Gemeinde.Ordnung gegenübersteht, worin lw höherer Census normiert erscheint. Nun wird a^ Reichenberg berichtet, dass vom Stadlveroidnelen Pr^ im Collegium der Antrag auf Abänderung der ^ meinde'Ordnung der Stadt Reichenberg eingebrach worden sei. Der Antrag wurde einhellig der Rech^ Section zugewiesen. (Vruderladen für Bergarbeiter.) ^ Leiter des versicheruugstechnischen Bureaus im M>"^ sterium des Innern, Regierungsralh Kaan, hat dew Ackerbauminister einen Bericht über die Mortals und Invalidität der Bergarbeiter sowie der Fl""!,l und Kinder derselben vorgelegt. Dieser Bericht M ' mit der Reorganisation der Vergarbeiter-Bruderlade s im Zusammenhange. . z, (Kroatien.) Wie aus Agram gemeldet w"" hat der Präsident des kroatischen Landtages. Hr»M die Führer der beiden Oppositionsparteien, Mazz^ und Stan'evic', zu einer Conferenz geladen, urn l" ihnen die Frage der Landtagseinberufung, welch letz'V bekanntlich von beiden Oppositionsparteien mit 3»" . sicht aus die Angelegenheit der Cameralacteu urtt',^ i wurde, zu besprechen. Gleichzeitig wird berichtet, H, der Zusammentritt des Landtages zu seiner ord° lichen Session am 30. September erfolgen foll. Ihre Verzweiflung kannte keine Grenzev. und je mehr sie die Fassung verloren, desto befriedigter fühlte ich mich. Die Eitelkeit gehörte zu dem, was nach dem Tode in mir lebendig geblieben war, und fo sagte ich mir denn mit dem Gefühle tiefer Genugthuung: «Es ist doch ein schönes Bewusstsein, einigen Menschen unersetzlich zu sein und nicht aus der Welt zu gehen, ohne eine Lücke zurückzulassen. So lebt man weiter in dem Gedächtnisse derer, die uns wahrhaft und selbstlos geliebt." Ueber diese« Moment freute ich mich. bis der Tag der Eröffnung meines Testamentes kam. Meine theuren drei Verwandten, in tiefe Trauer gekleidet, fanden sich beim Handelsgerichte ein. Die Tante im rückwärts lang hinabwallenden schwarzen Schleier sah besonders herzbewegend aus. Die edle Trias ergieng sich in Lobpreisungen meiner trefflichen Eigenschaften. Die Tante versicherte, sie hätte gern die Hälfte ihres Lebens gegeben, um das meine zu verlängern. Es war wirklich ergreifend. Die Verlesung des Testaments brachte einen kleinen Umschwung bervor Meinen, Vetter hatte ich mein Porträt, das er sich oft gewünscht, meinem Stiefbruder meine Taschenuhr meiner Tante eine kleine Rente vermacht. Mein eigentliches Vermögen fiel e'nem Hospital onde zu. Kaum waren diefe Bestimmungen mltge hellt wor-den. so einigten meine drei Verwandten sich dahin, das« ich zeitlebens ein herzlofer, erbärmlicher Ve^Ue gemein, der Vetter verzichtete auf das Porträt, das Wr ihn leinen Wert habe. der Stiefbruder erklärte sich mürr^ch herett. den Chronometer anzunehmen, die Tante protestierte mit Zetergeschrei nnd sprach ofort den Tntfchluss aus, gegen mein Testament durch ihren Rechtsanwalt Einsprache zu erheben. Daui« begaben die drei sich nach Hanse, legten die Trauerkle.der ab — die Tante tröstete sich damit, dass man eine schwarze Toilette immer verwenden könne — und der Vetter kaufte vor Wuth sogar eine rothe Cravatte mit blauen Streifen. Ich brauche wohl nicht erst hervorzuheben, wie unangenehm diese Wendung mich berührte. Aber ich überlegte, dass die Verwandten meistens auf Bereicherung ihres Säckels hoffen, wenn jemand von den Ihrigen stirbt. Warum sollten gerade die meinen brsser sein? Nichtige, wohlwollende Anerkennung findet man duch nur bei Kameraden, bei Berufsgenossen, bei Gleichgesinnten und Mitstre« bende» . . . Zwei Stunden, nachdem ich mich ermordet, war in einem bekannten Künstler- und Schriftsteller-Kaffee-hause viel von mir die Rede. Am ledhaftesten ae-staltete sick die Discussion, als der Heldenspieler « emtrat. „Was sagen Sie dazu", rief ihm der Lyri° ler B. entgegen, „dass der G. sich umgebracht hat?" — „Ich habe nie etwas von ihm gelesen, ich lese keine Zeitungen." — ,Er war den Schauspielern nicht schr giwsliss gesinnt.« - ..So?" ^_ ..Sch<,t>e um «hn, er hat immerhin etwas Talent besessen." — „Aber auch wirklich nur etwas. Seine Lustspiele fielen regelmäßig dnrch, seine Novellen boten lein Interesse und die Feuilletons, mit denen er die Zeitungen über. schwemmte, die hatte er den Franzosen abgeguckt" Diese letztere wohlwollende Würdigung kam von dem Dramatiker K., dessen Werke ich immer mit übertrie- bener Gulmüthisskeit gelobt. „Ich gluube sogar," sch!3, der Kunsthistoriker F. sich au, «er hat die Fe"'"' ton« direct abgeschrieben." — „Ih könnte daru^ Ausschluss geben." bemerkte mein Dutzfreund L-, «".,-äe mol-wig ml ni«i l)6N6. Gar^on, noch einen ^gl',^', — „Er war ein bloßer Rou'mier," warf ei» 3" ^, ling mit wallenden blonden Locken ein, „ein HA, l werker ohne höhere Absichten, bar jedes idealen S' ^ l bens." — „Er war nicht ohne Begabung, abel l hatte zu wenig gelernt, und das rächte sich. O'""^ ^ soll er Nero und Caligula miteinander verweh, l haben." Allgemeine Heiterkeit belohnte diese 6"'^ ^ lung. Hierauf slug der Blondgelockte: «Wer U"N ^ geht mit dem Leichenbegängnisse?" — „Alle,^"' antwortete der Chor; „da darf niemand fehl"^, ^ ! Nachdem sie sich verabredet hatten, eine A^ ^ ' stunde vor dem Begräbnisse in einer renom'N' ,. Weinstube zusammenzutreffen, giengen sie ause'na ^ Mein Dutzfreund L. gehört zu der NedaclwN < Zeitung, mit welcher ich nie auf gutem 3"^/'^ den. Er begnügte sich deshalb, für die Rubrll «^j und Personalnachrichten" neben der Meldung, ^c jemandem eine serbische Medaille verliehen »vu^ ' h^ einen Nachruf zu widmen (er zerdrückte niny!" „F ^ Thräne). Er fetzte sich und schrieb Dinge, die '^s,,,.. Wirt,?, holen könnte, ohne mich schäme" z" ^ Laibacher Zeitung Nr. 184 1489 14. August 1885. Ausland. n, (Die Monarchen . Begegnungen) fäh>t sj?' '" den politischen Kreisen fort, nuter dem Ge-^löftu„fte zu besprechen, dass die von den vereinigten ^en,almachten verfolgte Friedensteudenz und die' cr-' "u.Hen Erfolge, welche diese aufzuwehen hat. noch-luendiger Mise ihre Anziehungskraft auch auf die an-«'^" .-"inchte ausüben milsfen. Ebenso wie Italien !l» s ^'"' Bündnisse genähert, steht dies auch von "'M„d zu erwarten, und es kam, heute wohl nur °in em? episodische Erscheinung betrachtet werden, wenn »>»... ?"p"c Annäherung Italiens an England so ge^ "net wurde, als ob dieselbe ein Abschwenken dessen von den Centralmächten zur Folge habe. Die ^Aussetzungen, auf welchen diese Deutung beruhte, m .^ Nch mit dem Umschwünge, der in der englischen v,-1" eingetreten, und mit dem englischen Cabinets-""chsel gleichfalls geändert, «ss (Sr au kr eich.) Das französische Amtsblatt ver ! emtlcht das Gesetz über das allgemeine Budget der """gaben und Einnahmen, demzufolge die Ausgabe» ' r oas nächste Jahr 3 015 474 036 Francs betragen, ^ türkifch-montegrinischen Grenz-«... ,"^) Was die noch immer ungelöste türkisch-,n^^^'«'^' Ga'nzfrage betrifft. ,st das Irade. Vle n ""' ^'^ Instructioneu an die Mitglieder der lich . , ^^"ungs'Commission sanctioniert wurden, end-d^ s,n >>^' worden, und werden diefelben bereits in Arbeit '^^" Zkit abgefendet werden, worauf die lllikis^" Commission sofort beginnen sollen. Die auf ss« Immission hält sich gegenwärtig in Skutari seit sn ^ begtilndele Aussicht vorhanden, dass diese die«n, , ^"l Jahren sich hinschleppende Angelegenheit "" " «hre Lösung finde werde, "nssin, be" Niederlanden.) Die Com- ih/' i« . ^r niederländischen zweiten Kammer haben fass„^llchte ilber die beabsichtigte Revision der Ver-zu ei,, .^"sfeullicht. Nach denselben wird es weder solch ""tev'swu her Schulorganisation noch zu eiüer die ii s Verfassung kommen. Die Clericalm und Oftser - -^" ^""en sich uicht ilber das Maß der k^ kungen, welche sie bringe» müssen, um zu einem lichn ^'^"^ 5" gelangen, uud man zieht es vor, l'ridp., 3?^ Resultat der Bemühungen der Chefs der »,,ss/ ^"^teien abzuwarten, um zu einem Compro» n>s'/" Urlangrn. als sich in alle Details einer Re- '",'".Massen. Der » .!?^ "eue central-asiatische Vahn.) las^ V'uss der russischen R^gwung, die trans, don ^,^l)n Krasnooodsk-Aslabad bis Merw und ^rlä,, " °""" bis Burdalik am Amu-Darja.Flusse zu ^M!,,,^'' h°t stlbstverstäudlich in Indien große bass >>i '6""h hervorgerufen, da man dort befürchtet, ^brik^! ^'"'^chku Kaufleute allmählich die englischeu »»id sie ^^°" b>'" Märkten Mittelasiens verdrängen ^eua»,« ^ einheimische oder sonstige europäische lä"drr? "setzen werden. Zwar könnten die Eng-Hera» l -^ ^" ^au einer Bahn Peschawur-Kaliul-den Russen in Ceutral-Asieu Concurrenz machen; die Strecke ist indes unverhältnismäßig lang, und es wird überdies nicht als rathsam angesehen, dem wilden Afghanenvolke ein so namhaftes Capital und eine große Bahnlinie anzuvertrauen. Indische Blätter fordern daher die Regierung auf, von Pc-schawur aus eine Bahn durch Kaschmir an den Amu» Dalja. auf dem die Russen jetzt eine Dampfschiffahrt errichten, zu bauen, welche bedeutend kürzer und sicherer wäre. als eiue Bahn nach Herat, und durch welche eine directe Verbindung zwischen London und Calcutta geschaffen würde. Tagesneuigkeiten. Se. Majestät der Kaiser haben, wie der „Bote für Tirol und Vorarlberg" meldet, der freiwilligen Feuerwehr in Stenico eine Unterstützung von 100 st., der Gemeinde Vigo für Feuerwehrzwrcke eine folche von 80 fl., der Gemeinde Ehnvald zur Ausrüstung der dortigen Feuerwehr und der freiwilligen Feuerwehr in Eppan eine Unterstützung von je «Oft. zu bewilligeu geruht. — (Wissenfchaftliche Expedition.) Eine orientalische Expedition, welche mit Unterstützung der ungarischen Regierung den ganzen Balkan bereisen wird, um historische, ethnographische, archäologische, geologische und volkswirtschaftliche Studien z>, mnchcn, hat vorgestern von Vndapest aus ihre Reise angetreten. Die Expedition, an welcher sich die Herren Andreas GlMgl). Wla I"key. B^tholo Weiß. Adolf Strauß. Dr. Ladiölaus Ncthy und Veilhold Noväk liethelligen, ist für die Dauer von drei Monaten projectiert. — (Die Cholera.) Ein Telegramm des „Temps" meldet: In einer Vorstadt von Odessa kamen zehn Cholerafälle, vier Erkrankungen und ein Sterbefall an Bord eines in M "" eiuer allgemein gehaltenen Einleitung ein Alnvf V"' "De»' Journalist ist ein Soldat, stelle. (" Wenn er fällt, tritt ein audcrer an seine s'ch an seinem Schreibtische, während die l^uftt ses,,"k0" vor ihm lag." Es erschienen über-tvaren die ^^ nihmliche Nekrologe. Noch schöner große Krx. "^' die man für meinen Sarg schickte, ""d I,3II,e mit breiten und langen Atlabschlelfeu ?/l" bel^.l '" Glildbuchstaben, einer fogar von der niemals Zeitungen liest. Arte- l u>/.s 5!"'ler verzeichnete die Kränzespendcr l ' die Sv?,^'^ lie den Zeitungen mit. Da hatten sprach de/e^"' was sie gewollt. . . An meinem Grabe s^rr daran °"'"^er K- Er hatte sich im Laufe der "'' aber i^ b"l. bei solchen Gelegenheiten milh. ^"de Nübr ? vergeblich gegen die auf ihn eindrän- "in»«! w"f? anzukämpfen So machte er es auch p "' Da,,., l^."^ einige Minuten, um sich zu sam-lll ^'" Kaff l,,,/' .^ "''"I geradezu unverschämt. Was 3'^chtni e 7H "der mich geäußert, musste seinem ^"r«de^ it "Wenden sein, denn er schloss seine «Kein Gebiet des literal ^^hlun' tt^"r, dlr fremd. Im Drama nm m u UeUtest du mit Meisterhand die Kämpfe der menfchlichen Seele dar. Deine kleineren Arbeiten waren Muster au Ursplilnglichleit uud Originalität. Und nun ist es zu Ende mit deinem Wirken und Schaffen, nun bist du uns entrissen. Aber iu unserem Angedenken lebst du weiter fiir alle Z'lkunft. Fahr' wohl, theuerer Kamerad!" Seilt Gliick. dass ich todt war, denn ich hätte ihm sonst vor Wuth über seine Zweizüngigkeit eine Ohrfeige verseht. I» den Berichten über das Leichenbegängnis wurde deu Rednern überschwänglich Weihrauch gestreut. Nur in einem emzigen Hause fiel ein Wort aufrichtigen Bedauerns über mein Hinscheiden. Ich war bt'i dem reichcu Fabrikanten E. zum Nachtessen geladen. Mein plötzlicher Tod bereitete der Haussrau Verlegenheit. „Ich bin," äußerte sie zu ihrem Vatten, «über diesen Fall ganz entsetzt. G. war zwar ein langweiliger Gesellschafter, aber ich brauche ihn diesmal als Vierzehnten. Wlr können nicht zu Dreizeh» zu Tlsche gehen." Herr E. wusste Ralh, er lud an meiner Stelle seium ersten Buchhalter ein, und Frau E. fand in diefcm Gedanken einigen Trost . . . Aber ich bin ein Undankbarer, denn das Erfreu« liche habe ich noch nicht eiwähüt. Wohin ich fftähen mochte, ich gewahrte keinen Schmerz über meinen Tod, ich erschien mir wie ein Blatt, das der Wind vom Baume herabgeweht hat; da fiel mein Blick auf ein junges Mädchen, auf Auguste mit den tiefschwarzen, milden Augen. Sie legte keine Trauerlleider au, denn dazu hatte sie lnn Recht, sie war weder mit mir ver wandt noch verlobt. Sie gieng uicht mit meinem Lci-chenbegängnisfe und sie hielt keine Rede. Nur ihrer Mutter vertraute sie a„, dafs ihr n, mir daö Liebste» auf Erden geraubt fei und dafs sie sich als meine Witwe betrachte. Das brachte sie schlicht und einfach vor; wer sie hörte, der konnte an dem tiefen Ernste ihrer Worte nicht zweifeln. Es that mir unsäglich wehe, das schöne Mädchen, das ich geliebt, ohne aus Erwiderung zu hoffen, unglücklich zu wissen, so wehe, dass ich wieder zu klarem Bewusstsein kam.. . Die Cigarre war kalt geworden wie der Ofen. Ich lebte noch, der Revolver lag unbenutzt. „Nein," sagte ich zu mir selbst, „bringe sich um, wer da Lust hat, ich aber nicht. Meinen Freunden und College» will ich nicht deu Spaß machen, Anlass zu boshafte» Glossen und wohleinswdierlen Grabreden zu liefern. Johann soll nicht meiue guten Cigarren rauchen, meine Verwandten sollen nicht um mein Vermögen katzbalgen, Frau E. soll nicht in Angst gerathen wegen des fehlenden Vierzehnten. Auguste aber foll meiu Weib werden, mit ihrer Wilwenschast hat es Zeit bis später einmal. . ." Ich erhob mich, entlud den Revolver und gieua damit zu dem Waffenhändler, bei dem ich ihn gekauft. Gegm entsprechenden Nachlass möge er ihn zurücknehmen. Darauf gieng er ein. Mit dem Erlöse in der Tasche gieng ich in ein vornehmes Restaurant, Ilch mir eine Flasche «Heidsik Monopole" aeben und leerte das erste Mas auf daö Wohl des emzlgen Sohnes meiner Mutter. Das zweite Glas weihte lch semer zu-tüüftiaen »altii,. Am nächsten Tag warb ich nämlich um Amn.steus Hand. Die Antwort war kurz, aber gut. Sie lalltele: „Ja!" Die Leser entschuldigen also gütigst, dass ich mich nicht erschossen habe. F. Groß. «Macher Zeitung Nr. 184 1490 14. August 1885. Local- und PlovillMl-Nachrichten. — (Aus Anlas« des Allerhöchsten Ge-burtsfesies Sr. Majestät des Kaiser«) wurde folgender Truftpen-Diliisions» und Stations-Commando« Befehl erlassen: „Zur Feier des Allerhöchste» Geburts-festes Sr. l. und t. Apostolischen Majestät unseres aller-gnädigsten Kaisers und Herr» wird für die Garnison Laibach Folgendes angeordnet: Am 17. August l. I abends ist die Retraite von sämmtlichen Tambours unter Begleitung der Musik des Infanterieregiments Nr. l7 zu schlagen. Hiezu haben die Musik und alle Tambours um 8 Uhr abends vor der Peterskaserne einzutreffen und nachdem die Musik die Volkshymne einmal durchgespielt hat, folgeuden Weg einzuschlagen: vom Peters-plahe aus durch die Petersstraße, Marienplah, Elefantengasse, Schellenburggasse, iiber den Congressplatz längs dem Casinogebäude in die Herreugasse, dann ilber den Auerspergplatz und Naiu, iiber die St. Jakobs-brilcke. den Alten Markt, Nathhaus. und Valvüsnrp!cch. durch die Polanastraße in die Pcterskaserne zurück. Vor der Wohnung des Dioisionärs. Sr. Excellenz FML Baron Reinländer, anf dem Anerspergplahe und vor dem filrstbischüslichen Palais ist von der Musik je ein Stück zu spielen. Am 18, d. M. um 5 Uhr 30 Minuten früh ist die Tagwache von der Musik uud sämmtlichen Tombours des Infanterieregiments Nr, 97 in gleicher Weise wie die Netraite am 17, d. M, zn effectniercn. jedoch unterbleibt der Halt bei der Wohnung Sr, Excel' lenz des Herrn FML, Baron Nein länder und beim furstbischöflichen Palais. Bei Beginn der Tagwache hat eine Batterie des Corps Artillerieregiments Nr. 13 auf dem Schlossberge 24 Kanonenschüsse zu lösen und aus derselben Aufstellung auch während des Gottesdienstes und zum Toaste beim Osficiers-Festmahle je 24 Kanoncn-schlisse abzufeuern. „Um 8 Uhr früh wird ein feierlicher Gottesdienst nnd eine Parade auf der Wiese westlich der Coliseum «-Kaserne und auf dem Exercierp latze der letzteren abgehalten, zu welcher sämmtliche Trup> pen und Anstalten der Garnison in voller Stätte auszurücken haben. Zu dieser Feierlichkeit sind vom Plah-Commando und von beiden Landwehr-Evideuzhaltungen die Herren Osficiere und Militärbeamten des Ruhe' standes, dluin vom Elganzungsb^zirls-Commando Nr 17 jene des Neservestandes einzuladen. Das Kapellenzelt wird von der Pionnier Abtheilung des 17. Infanterie-Regiments aufgestellt werden. Bei regnerischer Witterung wird statt des feierlichen Gottesdienstes und der Parade im Freien feierlicher Gottesdienst in der Dumkirche um 10 Uhr vormittags abgehalten, und haben sich hiezu die Herren Generale, Stabs- und Oberofficiere, Militär-Aerzte und Beamten des active», Reserve- und Ruhestandes um 9 Uhr 45 Minuten vor der Domkirche zu versammeln. Vom Infanterie-Negimente Nr. 17 hat um dieselbe Stunde ein Bataillon mit Fahne und ^l'usik vor der Domkirche (Domplah) uud ein Spalier in der Kirche nach Anordnung des Platz Commandos Aufstellung zu nehmen, Während des Gottesdienstes in der Domkirche find vom Bataillon und del auf dem Schlossberge auf« gefahrenen Batterie die vorgeschriebenen drel General-Dechargen zu geben." — Am 18. A> gust vormittags 10 Uhr wird in der Domlirche der hochwürdigste Herr Fürstbischof Dr. Mi ssi a ein feierliches Hochamt mit '1'väonm wnäaum« celebcieren, zu welche», die k. l. Be> Hürden, die l, l. Lehrkörper, der Landesausschufs. die Handels« und Gcwerbckammer und der Gemeinderath!c. geladen sind. — (Alpen verein.) Die diesjährige ordent. liche Generalvetsammlung des deutschen nnd österreichischen Alpenvereins findet am 16. August iu Villach statt. Die Tage vom 17. bis 19. August sind Ausflügen in der Umgebung von Villach nnd dem Besuche der Ausstellung iu Klagenfurt gewidmet. Donnerstag, den 20. August, früh 6 Uhr 39 Minuten fahren jene Mitglieder, welche der Einladung der hiesigen und der lüstenländischen Section zu einem Ausflüge durch Kcmn nach Trieft Folge leisten — bisher sind gegen 100 Anmeldungen erfolgt — von Villach ab. langen um 9 Uhr in Lees an. von wo auf vereitstehcnben Wagen nach Veldes gefahren wird. Nach Besichtigung von Veldes findet um 11 Uhr 30 Minuten im Hotel Mallner ein gemeinsames Mittagessen (Menu: Suppe. Fisch. Braten mit Gemüse. Geflügel mit Salat und Compot, Mehl. speise, Gefrorenes, Käse; Couvert -i 2 fl.) statt. Mit dem Nachmittagszuge verlassen die Gäste VeldeS und treffen um 5 Uhr nachmittags in Laibach ein, wo sie von Mitgliedern der Section Krain aus dem Bahnhofe empfangen und sodann blqnartiert werden, TX-r Nest des Nachmittags ist den Sehenswürdigkeiten Laibachs gewidmet. Am Abende finden sich die Gäste zu einer geselligen Zusammenkunft im Casino ein und verlassen am nächsten Morgen, den 21.. früh 5 Uhr 40 Minuten Laibach, um nach Adelsberg zu fahren, wo die elektrisch beleuchtete Grotte besucht und nach eingenommenem Mittagmahle mit dem Nachmittags.Postzuge nach Trieft weitergefahren wird. Von Seite des Ausschusses der Section Krain ergeht nun an jene Parteien, welche fur die Gäste Zimmer zur Verfügung stelleu wollen, d,e Bitte, dieselben im Laufe der ersten Tage kommender Woche dsim iknusmann Herrn Ernst Stück! (Ster»all,e) anmelden zu wollen, da es bei der jetzt herrschenden Ueberfüllung der hiesige» Hotels fchwer fein würde, die Gäste i» Laibach mit Quartieren zu versorge», — (Großes See-Fest in Veldes.) Zur Feier des Geburtstages Sr. Majestät des Kaisers findet in Veldes am 16. August eiu großes See»Fest mit Militärmusik statt. Programm: Um 9 Uhr früh Festmesse in der Iuselkirche; von 3 bis halb 5 Uhr Promenademusil im Louisenbade; nm halb 5 Uhr Tombola im Hotel Mallner; um 8 Uhr Scebeleuchtung; Fahrt „ach Secbach mit Musik und beleuchteten Schiffe»; Serenade vor dem Hotel Petra». — Das Reinerträgnis der Tombola ist den, Verschönerungs-Fonde von Veldes gewidmet. Im Interesse der Sicherheit wird er» sucht, diese« Abend nur in belenchteten Schissen zu fahren. — (Der allgemeine krainische Militär-Veteran e n ° V e r e i n) begeht das Geburtsfest Seiuer Majestät des Kaisers Samstag, den 15. August, mit einer Vereins-Festunterhaltung im Gasthausgarteu „zur Krone", welcher aus diesem Anlasse festlich decoriert wird. Die Musik wird die Vetcranenkapellc besorgen. — (P r ome » ade. Concert.) Morgen den 15ten August wird die Musikkapelle des 17. Infauterie.Ne-gimeuts von i/z12 bis ^/,1 u^ z„ der Sternallee con-certieren. — (Evangelische Gemeinde.) Herr Pfarrer August Knieszner tritt am 15, d, M. einen drei' wöchentlichen Urlaub an, weshalb die regelmäßigen Gottesdienste am 16.. 23. und 30, d. M, auSfalleu. Herr Pfarrer Goschen hofer zu Marburg hat die Vertretung für dringende Fälle übernommen. — (Dampf-Tramway Tr iest. W ipp ach.) Man schreibt dem „Indipendente" aus Wippach, dass zwischen dem Verwaltungsrath der Triester Tramway und den Gemeinden, durch welche die Damps-Tramway geführt werden foll, Verhandlungen wegen der Grund, elnlüsungen eingeleitet sind. Es ist also Huffnuug vor> Handen, dass das Project bald zur Ausführung kommt, ES verlautet ferner, dass man die Absicht habe. diese Linie in Divaca an die Süd- und die Istrianer StaatS-bahn anzuschließen. — (Feldübung) Die hiesige Blessielten.Trans. portcolonne Nr. 16 des Rothen Kreuzes, bestehend aus Mitglieder« des hiesigen allgemeinen krainischen Militär» Veteranenvereins, wird am 24. d. M. gemeinsam mit den k. k. Truppe» der hiesigen Garnison eine Feldübung abhalten. — (Der Arbeiter-Gesangsverein „Slavec") veranstaltet morgen iu der Eitalnica« Restauration eiue» Festabend mit sehr reichhaltigem Programm. Die einzelnen Gesangspiücen wird der Sän« gerchor des „Slavec". der trotz feines jungen Bestehens sich eine geachtete Stellung erworben, zum Vortrage bringen. Aus Gefälligkeit wird auch der bestens bekannte Tenorist Herr Meden mitwirken. In den Paufen wird die Musikkapelle des 17. Infanterie-Regiments spielen. — Entrce für Nichtmitglieder 30 kr. — Das vom „Slavec" arrangierte Bestkegelschieben beginnt heute um 6 Uhr abcuds und wird Sonntag, den 16. d. M, um 10 Uhr abends geschlossen. — (Lan des-A us stell uu g in Klagenfurt.) Das Executiv.Comilö der LandeS-Ausstellung in Klagen« fürt hat beschlossen, da der Besuch der Ausstellung durch Se. Majestät den Kaiser während Allerhüchstdessen Anwesenheit in Klagenfurt iu erfreulicher Aussicht steht, die Dauer der Ausstellung bis N. September, d. i. bis zu dem Tage. au welchem der Kaifer Klageufurt wieder verlassen wird, zu verlängern. — (Blitzschlag.) Während des Gewitters am 8 d. M. schlug der Blitz in den eine Viertelstunde außerhalb Gottschee gelegenen, allein stehenden fürstlich Auers-perg'schen Maierhof ein, tädtete eine Kuh und zündete den Stall an, wobei das Wirtschaftsgebäude, 500 Centner Heu und Klee fowle die Wirtschaftsgeräthschaften ein Raub der Flamme» wurden. Der Gesammtschaden beläust sich auf 2103 fl., von welchen 300 fl, den bei der Herrschaft bediensteten Forstwart Georg Göder er betreffen, Assecuriert ist uur das abgebrannte Gebäude, uud zwar mit 1400 fl. Neueste Post. Original-Telegramme der Laib. Zeitung. Wie«, 13. August. Der Magistrat ordmte uulcr Ärt0l,ung des sehr günstigen GesUlidheitKznswldes orr Residenz eine Reihe von Sainlätsmaßnahmen arae» die Choleragefahr an. Budapest, 13. August. Die Curie bestätigte das Urtheil der königlichen Tafel im Strasprocrsse des uillchuloia. verurtheilten Kütcles, welcher demnach vollständig freigesprochen wurde, nn , ?"c^"'"'< .^- August. Der Kaiser ist im beste» Wühln, finden hier ewsselroffen und vom Prinzen Wil-Helm. drm Erbgroßherzog von Baden und dem Vrin. zen Ludwig von Baden empfangen worden. Hamburg, 18. August. Privatnachrichten aus Zanztt'ar zufolge sind die Disferenzeu mit dem Sultan oeio.el.gt. Derselbe anerkannte die dmtsche Oberhoheit über dit» erworbenen Erbiete nnd versprach, seine Trupp?« nmickzuziehen. Paris, 13. August. ..Temp«" sagt, es scheine sicher, dass die Zahl der Opfer der jüngsten Metzeleien in Annam einige hundert nicht übersteige. Marseille, 13. August. Gestern registrierte M" 66 Cholera-Erkrankungen und 17 Todesfälle. Brüssel, 13. August. Der Dampfer „Stadt Antwerpen", welcher zwischen Bona und Vivi verkehrt und zur Flottille der Internationalen Association ge-holt, ist bei Vivi gescheitert und vollständig verlöre». Der Afl Morscher Marquis Buoufauti und der Vc"< stcher der Aequator.Station am oberen Congo, Cas-»nan, sind gestorben. London, 13. August. Morgen um 2 Uhr nach' mittags wird das Parlament geschlossn'. London. 13. August. Das Amtsblatt veröffentlicht die den Ausstellern der „Ausstellung für Erfindungen" zuerkannten Auszeichnungen. An österreichisch-ungarische Aussteller wurden zwei goldene, vier silberne und acht Bronze-Medaillen verliehen. London, 13. August. Russische Kriegsschiffe occu-pierten angeblich die Insel Ouelpart bei Korea und legten dort Befestigungen längs der Quais an. Petersburg, 13. August. Dem „Erazdanin" z«' folge wird das gegenwärtig in Krasnoje Selo besing liche kaiserliche Hoflager am 19. August nach Peters! ! verlegt. j Angekommene Fremde M Am 12. August. W Hotel Stadt Wien. Vloch. Kfm., Mühlhauscu. — HaM's^' Kfm., Wien. — Pujllhi, Ksm., f. Tochter, und Gninh"'' ^ Kfm.. Graz. l Hotel Elefant. Friedmann. Kfm., Wien, — Ludwig, Marblir«' ^ Pojatzi, Fabrikant, s. Familie, Landsberc,. — Gant»M ^ Buchhalter, Finmc. — Thamyrima, Kfm., Vanjaluta, "" ^ Schollmayer, Forstsccrctär, VlaZim. ^ Hotel Europa. Thamm. Norobahn-Iuspectors.Gattin, Wiel«' — Nitlcr v. Naddll, Privat, sammt Frau, und Wohascl, ' ' ! Postbeamter, sammt Frau, Prna. — PruZac, Schilldirec»"'' sammt Familie, WaraSdin, — Friedrich, Privat, Cilli. Gasthof Siidbahllhof. School, l. t. Polizeirath, sammt Fa""»?. ! uud Schulz. Privat, sammt Familie, Wieu. de P>"' ^ l, l. Finanzdircctions-Vcrwallcr, Trieft. — Kuöar, Pn^ ! Pola. ^- AmbroZik. Steuereinnehmer, sammt Frau, Aosi»^ . Verstorbene. ^ Den 1 3. Augu st. Marianna Sulovee, Nrliciteriu, ^0 Kircheuaasse Nr. 11. Tubcrculosc. Im Spitalc: ^W Den 1 1. Anau st. Ialob NoZiö, Arbeiter. 35 I. »^ berculose. — Johann Hintcl, K'aischler, 42 I., Tuberculose^ Lottoziehung vom 12. August: Brunn: 71 7 83 43 3. ^ Meteorologische Beobachtnngen in Laibach^. z zl V lz ^ ^V 7U.Mg. 736,12 18.2 W. schwach heiter n60 13. 2 „ N. 734.85 27.0 NO. schwach heiter n^ae» 9 . Ab. 735.05 > 20.8 windstill tliellw. bew. Nachts halb !l Uhr Gewitter aus NW. mit Neaeu, tag" über ziemlich heiter, abends Wetterleuchte!, in allen WeMge' den. Nach Mitternacht stürmischer Oslwind mit Gewitter."'' Ncarn einige Stnnden anhaltend. Das TageSmittcl der War" 23,0°, um 3,4" über dem Normale.___________^^ Verantwortlicher Redacteur: I. Nag lit. Schwarz- und weißseidener Atlas 75 tl' Per Meter bis fl. 9.90 (in je I8 verschiedenen Quality versendet in einzelnen Nobc» uud ssanzeu Stücken z»llfrc> ' i, Haus das Seidcusabrils'Depot von O. Hemleberg (lött, V^ liefcrant) in Zürich. Muster umgehend. Vricfe nach der Danksagung. Für die vielen Beweise inniger Theilnahme aulässlich des plöhlicheu Hiuscheidcns meines nn" iu Gott ruhenden nuvcracsslichcu Vaters, des Herr» Frail) Millanz f. l. Hilfsämtcr-Directors bei der l. l. Finanz-Directio» für Krain in Laibnch siir die schonen Kranzspenden sowie für die zahl^ reiche Vclheilignna. am Lcicheubegäuguissc sprrch'' ich hil'mit nllcu den tiefgefühltesten Dank aus, Iwanz Millanz. Laib ach am 14. August 1885. 11st durch ihre ausgezeichnete Wirkung ß^> Idie Krankheiten des Magens und Unterleg ' IKrämpfe, gastrisches Fieber, Leibesverstop'" £ \ Hämorrhoiden, Gelbsucht, Migraine, Würmer I ein unentbehrliches Hausmittel k'eWür ;-j, I Wird vom Erzeuger per Post vtrscnJtt j Schachteln zu \2 Flaschen a fl. 1 ^{^6-| Bei grösserer Abnahme ]>T»o»^ . Preis einer Hasche w kr. (241«) &ü' ________________ 1491 14. August 1885. Course an der Wiener Börse vom 13. August ic85. ^ ^ oMeuen Co«rsbl°tte -——_________ K, ^ Geld War» Vtantö.Anlehen. ^"bttr^nte.......«'"'»6 83 - "inner 5 0/ ^taatslose 25.0 fl, 12?-^. 128-l««!« 5»/ ,>,ß""^ 500 „ ,3» 5c 1«, - l!«!°',«i . 109,5 i«93« "uienrente, st, ersrei , »» ?o »»„o Ocld Ware s»"/« Temescr Vanal . , , , 103 — 103-60 5><>/<, unnarische......10» 2b 104 8K Ändere Äffentl. Änlehen. Donau Neg,^'ose 5>"/„ lo» ft, . II« 50 II« 75 dto, Anleihe i!<7k, slencrsrei . 1040U — — Aulehe» d. Etadlgemeinde Wi«! IU350 10400 Anlehen d, Etadl^eineinde Wien (Silber und Gilb) .... —-— —'— P»ä»lien-Aul. d.Stadtaem.Wicn 122 80 124-20 Pfandbriefe (für INU ft.) «odcncr, allg.ostcrr,«>/,"/nGold. 124-50 120 — dto. in l>0 „ „ < >/, °/n »» ?l^ 108 2ü dto. in s>0 „ „ <"/n , Us»-^ 95s>0 dto. Prämie».Schuldversch,»"/« «6- »8 50 Oest.Hypothelenbaul inj.s, >/,«/„ ioi — —-— Och.«in'.«. BanI verl. 5"/» . . !03'25 1U8 75 bto. „ < >/,"/« - i«l?o 102 — bto. „ 4 'V„ . . »» — l9 ^5 Ul>a. aNss, Älibencrebit-Actienges. in Pest in I. l««9 v?rl.5, '/,"/<. 102 »U 1025,0 Prioritiits ° Obligationen (für 100 fl.) Galizische Karl - Ludwig » «ahn E»l. ,881 ÜUu fl. S. 4 '/,°/c, - 100 5N 100'»0 Oestcn. N— »»-40 l»eld Ware Stantöbah» 1. <3>nisflo» . . . 197 'i; 187-75 Sliddayn ll !l«/„...... 103 5.N 1L4 - „ 5 5"/"...... 12g — 128-L0 Ung.'ssaliz. Bahn..... 99.75 zn^ ,5 Diverse Lose (Pll Stillt) Lrebitlose 100 ss..... l?n- i?n 5>o Clary.^'ose 40 N...... 405N 412b 4"/„ Donau-Dampssch, lNl» ss. . H8i;u 114-50 ^aibacherPvaniii!» ^lillchen'/«ft. 22-- 22-5,0 Osener i,'ose 4» st...... 42-75. 4»-üb Palfsy^'ose 4U ft...... «,.__ 4c,,7s, «tolhcü Kreuz, list, Ges. v. „» ft. ,5.-— ,5-s.U «tiidols-^ose ill ft..... 18-50 1» — Sc>I»!-Vosc 40 sl..... 5425 5475 SI, ^l,,l',«-Vc>sc 4» ss. . 4»- - 4u-üu Wa!l'sll,-i»-'<'l'ie ii" ss..... 27-LO 2u,'.n Wlndischssrälj'Lose ^0 st. ... »8-?5 «8-?ü Bnnk-Actien spcr Gtitll) «nglo-Oestert. Äanl 200 U, . . W?5> U9-— Vanlverein, Wiener, 100 st, . . wi-uu I0l?!» Vducr,-Ansl., Oest.^anfl.S. 4«°/,, H2l;-— 22t^ 50 Crdl'Äost. f, Hand. ». O. ,l> l»9 — Ocster.^Ii!^. Aanl..... 8?t> — 87L-— Nniondanl I0l» fl...... 79-00 8u — iUelfchrsdlltil Alla. 140 st, Ii4S — 14« 50 Oelb Ware Actien von Transport Nttternchmnna.cn. (pcr Stück) Mbrcchl-Vahn 200 ft. Silber . «3-5,0 04-— Alsöld-Mim.-Vahn ÄNO st.Silb. l85-2s, 185,-50 Aufs!« Tcp, Eisenl'. Ä<>» st. CM.----------------- Aöhm. Norbvahn I5><» st. ... —'—------- „ Lürstbahn 2»n st. . . . ------- ------- Vüschtiehrade» Eifb. s><><, st.ssM,-------—>- „ (lit. «,) 200 st. . —-— —-— Donau - Dampsschiffahrls«t^cs, Oeslerr. 5,00 st. CM. . . , <4N — 448— Dran-!His,(Äat,-Dl',-^.)z!0Ust.S. —'—------- P'il'Äobenl'acherli. Ä.llUOft.T,----------------- Elisal'cth'Äahn 2«» st. CM. . . 2»«— 2A8-5N ,. ^inz-Blldweii« -,^00 st. . . , 2N)-2K 210 ?k , SaIl>,-Tirol.1lI>H.1«73!i<>«st.S. 20!i'5,c< 2U»I'>0 Fcr^inanbi! Nordv. wul» st, >iM, 2310 x»2u Franz-Joses Nahn 20» st, Silb, «11-2N »11 ?s> 8ll»— Oal,_zl>ir, ^>idwi,i-V.2U<>st, CM. ^,'43-.- ^-c.« ^ r>,,-!! ösi.übrr E.'Z, 2U0fl.ö.W. —-— - — Kahlcnverss-Cisenb, 1(10 st, . , ---— —'— ttaschaii^Oderb. Lisenb. !iu<> st.E. i4»-75> lba- ^ i!e»!berg-Vzcrnow,-Ias!>) Mseu- dahn-GeseN. 200 ö. W. . , 22«-- 22«-?b Vloyt>, öst,«lNi>i,,3ricsi5><»»st,^M. k«l> — 502 — Ocsterr. Noibwestb. üua st. Sill». I««-— l««-7b bto. (lit. N) «ua fl. Silber , l5>» — is.» 5>o Prag-Dux«r Eisenl,.l50!<,Silb. ——------- «ubolf°Bahn 20n 1«3'— Theih-^ahn 20N st. ö. W. . , 25150 252 5,N Tramw.N, lNcs,, W»-.«?U st, ö, W, 192 7« 1X3 — Nr., i„!» lonst. 10«- I«?- — Transpurl Gesellschaft INN st, . —- 55 — Una.-nalu. Eisenb. 20,) fl, Silber 175-50 17l>-Una, Norbostbahn 2«u ft, Silber 1?«-— I7«'5,l> Unn.WestI,' (Naal>-Ora,;)2«Nst,S. l«u-?5 ,u? «5. IndustrleActicn (per Slilck) Eaybl und Kindbera, Cifen» uud Stahl, Ind. in Wien lu» fl. . ^..^, ^..^ ViseiN'ahMv.^'ciha. I.»0''.4(>»/„ —-. _^.^. „^lbcinlihl". Papiers, u. V,-G, «« - gg 5<, Mmiim>>. . !»«-?« 97^^ Wasscns. O.. Oeft. in W. 100 !-.. ...— __.__ Trlfailer Kobleuw,-» 1 70 f . ^.-.- _-^. Devisen. Deutsche Plätze......«1-85 «100 Bonbon.........125-Ik 120 40 liariS.........49 eo 49N5 Peter<«b!lra......—'— —-— Valuten. Vuc.Uen........ 5-94 K-90 zl0.ssral!ci!»Eta«l<:..... 9-91^ »92, Silber......... — — — — Deutsche Meichsvnnwolen . . si 36 «1 4» g Casino-Restauration. «amstag den 15. 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