Laib ach er Zeitung. ___—— ------, ^,^^— «.N VO. Vonncrstag am ss. Juni R84V. I l l y r i e tt. Wei Gelegenheit des dießjährlge,, allerhöchsten Ge-burtäsestes Seiner Majestät, des Kaisers, sind zur bessere,, Subsistruz fiir die k. k. Militärmannschaft nachstehende freiwillige Geschenke cingegaügen und dem Wille» der Geber gemäß Verwender worden, als: Vom hiesige» Stadtmagi. stalte für die Zöglinge des hiesigen Regiments-Erziehungs-Hauses, zur bessern Eristenz an diesen, festlichen Tage, 25 si.; von den, Stadtvorstand zn Neustadt! ll6 Pfund Fleisch und 4^/4 Pf. Neis; vom Güterinhaber, Herrn Joseph Ritter v. Hichtcnau zU Neustadtl, 40 Mast Wein; vom Güterinhaber, Herrn Anton Nittcr von Fichtenall zu Luegg , 64 Mas; Wein; von, Gutsiuhaber, Herru Franz Germ zu Weinhof, 80 Maß Wein. Sämmtliche Gaben zur Verchei-lung an die in Meustadtl dislocirte Mannschaft des Infanterie. Nef,ime.tts Prinz Hohcnlohe Nr. 17. — Ferner sind zum , gleichen, Zwecke für die Ma.nischdft des l. L.mdwehr - Bataillons dieses Regiments eittgegaNgeo: ^oin Sradtvorstand zu Krainburg für die 3te und ^tc Landivehr - Collipagnie 62 Mas; Wein; der Stadtvorstand zu Adelsberg hat für die Ite Landwehr Compagnie erfolgt: 9 fl. 10 kr.; von der der Inhabung der Herrschaft Münkendorf wurden für die 2te Landwehr.-Compagnie erfolgt: !0fl. —Weiters sind an Geschenken und wohlthatigen Beiträgen für das hiesige Er-zlehnugs - I,>stitut eingegangen: Vom Herrn Architetten Withalu,, für die Zöglinge zu einer Faschingsunterhaltimg: ^l7 fi. "l0 kr.; von einen, Ungenanutseynwollenden, zu gleiche!,, Zivecke, I0si ; von, Hrn. Nealitarenbesiher Ianesch, laut letzter Willensmeinung, zur besseren Subsistvnz der Zöglinge : 2 )i isch-innerösterrcichische» General - Coinmando mit den, Beisatze ausgesprochen, das; diese hohe Stelle ihre hiedurch rühmlich erj^ät zu ^Imüh de>„ dortigen Bibliothekar, Dr. Johann Ssylh.nri, allergnädigst zu verleihen geruhet. S i e b 0 ll b Zi r ft «7 n. Herman ü st ad t, den 8. Juni. Aus Mediasch erhalten wir die traurige Nachricht, das; daselbst und in der Umgegend die frohen Hoffnungen auf eine gesegnete Ernte und Weinlese durch einen verheerenden Hagelschlag beinahe ganz vernichtet worden seyen. Der diesjährige Witterungöverlauf scheint überhaupt der Hagelschaden - Versichc-rmigsgesellschafr starke Prüfungen bereitt-n zu »'ollen. Nömische Staaten. (Schluß der in unserer lelM, Dinstags-Zeitung begonnenen Beschreibung der Feierlichkeiten bei dem^ode und der Wahl eines Papstes:) Am nächsten Morgen zieht der sämmtli-chc Clerns von der Peterskirche mit brennenden Fackeln in die sixtinische Capclle. Ihm folgen die Cardinale, bei deren Eintritt die päpstlichen Sänger das Nesponson'um : »5>,ilivlmil« 8lm«.-li!« (Kommet zn Hilfe, ihr Heiligen) anstimmen, worauf von einem der ältesten Canonici das I'.-»lei- no«l«l' gebetet, de,-Leichnam mit Weihwasser besprengt, durch acht Priester von St. Peter in die Kirche hinabgetragen und dort in die heil. Sacrament-Capelle so geseyt wird, das, die Füße ein wenig aus dem Gitter hervorragen und während der nun folgenden dreitägigen Ausstellung von den Gläubigen geküßt werde», können. Diesen Umzug begleiten sämmtliche in Ron, anwesende Caidinäle, Prälaten und die Geistlichkeit von St. Peter, Psalmen imd Todtengebete singend. Die Schweizer-und Nobelqaroe bleiben als Wache bei dem Leichnam. — Am Abende des dritten Tagcö wird der Leichnam durch die von dem verstorbenen Papste erwählten Cardinäle in feierlichem Zuge und unter Absmguug des ^lixol-^o in die ge.-c,enüberliege»de Chor. Capclle getragen, hier in Gegenwars des gangen Cardinal-Collegiums von einem Erzbifchof« odel 462 Bischöfe absolvlrt, dann in eine röche Hevmelindccke gehüllt und das Gesicht mir einen» Schleier bedeclc. Iliiim'ctelbal' hierauf folgt das Begräbnis; in folgender Art'. Während die päpstlichen Säügel- das Antiphom'um: I„^,«nit so viel Stück Gold-, Silber.-und Kupfer-Medaillen gelegt, als der verstorbene Papst Jahre regiert har. N^chdeil« man auch die Leiche in den Sarg verschlossen und dan>'< in einen zweiten bleiernen gelegt, wird dieser, vom Camerlengo und dem päpstlichen Oberhofmeister versiegelt, endlich in einen dritten hölzerne, Sarg geschloffen. Hierauf mauert man den dreifachen Sarg in die Nische über der Thüre ein, welche zn den, Ankleide.-zimmer der päpstlichen Sänger führt. Dort bleibt er so lange verwahrt, bis dem Verstorbenen ein Mausoleum errichtet ist, oder die Umstellung durch den Tod seines Nachfolgen nöthig wird, denn dic Leiche eines jeden Papstes mns; eine Zeit lang in jene Nische gelegt werden. Mit der Ausstellung des Leichnams in der Sacraments - Capelle beginnen auch die sogenannten Nenntage oder l>i>v<;i>l!I:l!i, d. h. die der eigentlichen kirchlichen Tod-lenfeier des Papstes bestimmte Zeit. Während der erstcn sechs Tage singen die Cardinäle jeden Morgen im Beisei)» aller in der päpstlichen Capelle Si!) habenden Personen ein Necmiem. Am siebeuten, achten und nennten Tage werden den Manen des Verstorbenen auf dem in dcr Mitte von St. Peter errichtete» Katafalk täglich fünf Absolutionen ertheilt. Diesen geht am letzten Tage eine Leichenrede voraus, welche von einem der vornehmeren Prälaten gehalten wird. Damit ist auch das Begräbnis; des Papstes und die öffentliche Trauer um denselben für immer zu Ende. Am dritten Tage nach dem Absterben des Papstes be. ginnen die zehn Congregationen der Cardinäle, in welchen sich diese mir allen den Vorkehrungen beschäftigen, welche die Aufrechchalcuug der Ordnung und das Ceremonie! des zu haltenden Conclave betreffen. In dcr ersten Congregation werden die hierher gehörenden Bullen von den Päpsten Gregor X., Julius II., Pius lV., Gregor XV., Urban Vlll und Clemens Xll. vorgelesen und von sämmtlichen Cardmä-len beschworen. Dann zerbricht der Camerlengo die Siegel lmd Ninge des verstorbenen Papstes und übergibt die Bupp-l cen und Bullen-Cassece; hieranf werden zwei Prälaten erwählt, deren Einer die Trauerrede für den verstorbenen Papst am letzten Tage der Novomimli, der Andere aber die Wahlrede zu verfertigeu und zu halten hat. Endlich bestimmt man »och zwei Cardmäle znr Oberaufsicht über das zu erbauende Conclave. In der zweiten Congregation erstatten die zw.i letztgenannten Cardinäle Bericht über ihre getroffenen Maßregel», auch werden sämmtliche Staatsbeamte, welche hier dein Cardinals-Collegium Gehorsam angeloben, in ihren Stellen bestätigt. In der dritten werden der Beichtvater, in der vierten zwei Aerzte und e!n Wundarzt, in der funfren der Apotheker nnd zwei Barbierer nebst zwei Gehilfen crw.i!)lr. In der sechsten wird von d u»»> die von ihnen im Conclave zu bewohnend?!, Zellen qeloöt, auch erwähle man hier sech^ Ceremoineümeister und 35 Ans. wärter, welchen letzteren die Bediennng der Cardinäle während der Zeit des Conclaves übergebe» wird. In der siebenten erhält jeder Cardinal auf sein Verlangen zu de» vom Gesetze ihm bestimmten zwei Bedienten »och einen dritten. In der achten machen zwei dazu ernamue Cardinale ein Verzeichnis, der Name», des Standes, Alters und Vaterlandes aller fremden, ins Conclave einzuschließenden und dort zu gebrauchenden Personen. Die Fremden werden (^«n-l'lavikli genannt. In der neunten bestimmt das Collegium drei Cardinäle zur Oberaufsicht über das Verschließen und über die Führung der materiellen Geschäfte, während der Dauer des Conclave. In der zeynten und letzten Congregation versammeln sich, außer dem Cardinals-Collegium, die Botschafter und Minister der fremden Höfe uud die Deputationen der einzelne» Städte des Kirchenstaates. Jeder Gesandte halt eine kurze Rede, in welcher er die Cardinäle ermähnt, ein würdiges Kirchen - Oberhaupt zn wählen. Nachdem hierauf vom ältesten der Cardinäle in der Chor < Capelle die Heiligegeistmesse gefeiert und. die Nede l!»mo l'oilllliou (über die Papstwahl) gehalten worden, begibt sich das gesammcc Cardinals-Collegium paarweise, liuter Vortritt des ei» Kreuz tragenden Ceremonien-Meisters n»d begleitet von allen Prälaten Roms in das Conclave. Auch die Schweizer- i>»d Nobelgarde schließe» sich als Bedeckung dem Zuge an , lmd d>'.> ebenfalls folgenden päpstlichen Sänger stimmen den Hymnus an: »Ve:ii «roülur !sl>ii'iUl,'j!« (Komm, heiliger Geist :c.). Das Conclave, dessen Ort von der Bestimmung der Cardinäle abhängt, jedoch nach herkömmlichem Branche meistens in, Vatican (bei mehreren nenern Papstwahlen in» Quirmal) ist, besteht aus bretternen Zellen oder Kämmerlein, welche z^hli ramsche Palmen, (ungefähr 12 Fuß) Länge und fünfzehn Palmen (ungefähr l8 Fuß) Breitc haben. Von einer Zelle znr andern ist ein Zwischenraum von je ei--nem Fuße. Sämmtliche Zellen, also der ganze Bezirk des Conclave, wird von anßen mit einer Mauer umgeb«», i» welcher nur ein einziges Eingangsthor ist. In diesem Thore befindet sich ei» kleines Fenster, durch welches de» fremden Gesandten Audienz ertheilt wird, wen» die Umstände eine solche erfordern. Jede Oeffmmg iu der über den Zellen lie. genden Erage, durch welche ebenfalls mit de» Cardinaleu correjpondirr werde» könnte, wird ebenfalls vermauert, uud in der Ringmauer selbst sind an vier verschiedenen Stellen Oeffnungen (llmiU;) angebracht, denen in streng ascetische» Klöstern ähnlich. Durch diese werden den Cardiuäleu Speisen und alles Andere, was diese uud ihre miteiiigeschloffene Die-nerschast nöthig h.^ben, ins Conclave gereicht. Vor der ersten dieser Oessnungen stehe» als Wache die ^cm.^rvlUm-I !'
  • Gericht, h^. Kloster- u„d Welcgcistlichkeit begibt s>ch t^llich in abwechselnden Prozessionen in die Nahe des Conclave, smgr dort das „Vom l'l <>«!«,-!« und in einer eigens dazu erbauten Capello die Heiligegcistmesse; in allen Kirchen wird an bestimmten Tagen das Allerheiligste ausgestellt, zu welchem die verschiedenen Brüderschaften wallfahrten, und die Ciuwohner unterhaltiu in dcr Nacht brennende dichter vor drll Fenstern. Nachrichten aus Rom rom 9. Mai zu Folge, wurden ^>e neumägigeiz Exe^llien für den verstorbenen Papst Gregor XVI., welche am 5. d. M. ihren Anfang genommen harren, täglich fortgesetzt und General - Congregatiouen der Caidinäle gehalten. — Bei der dritten dieser Versammln,,.-gen, am 6. d. M., wurde Se. C',rc. der außerordentliche Botschafter Sr. k. k. apostolischen Majestät, Graf Rudolph v. Lützow; bei der vierten, am 7. d. M., Se. Erc., der Herr Bailli Collorcdo, Stellvertreter des Großmeisters des Malteser-Ordens; bei der füüftci,, an, «. d. M., der Graf Augllst v. Liedekel'ke, allstcrordcnilicher Gesandter und bevoll-mächligter Minister Sr. Majestät, des Königs der Niederlande; dann der Graf Friedrich Broglia die Mombello, außerordentlicher l^esandter und bevollmächtigter Minister Sr. Majestät, des Königs von Sardinien, und derGrafSpaur, außerordentlicher Gesandter und bevollmächtigter Minister Sr. Majestät, des Königs von Vaiern, eingeführt, um dem Cardinal-Collegium, im Namen ihrer erlauchten Monarchen, das tiefe Beileid über das Ableben Papst Gregor XVl an den Tag zn legen. — Der Unter« Decan des heil. Colle-ginms, Cardinal Macchi, erwiederte diese B.ileidsbezeiguu-gen auf die verbindlichste Weise. Ihre Eminenzen, die Cardinale Clavelli-Paracciani, Bischof von Montefiascone und Corneto, Piccolomini und Ciacchi waren in Nom eingetroffen. D e u t s ch l a n d. Hamburg, 12 Juni. Die anhallende Dürre fängt an, Besorgnisse für die Crute zu erregen. In den nächsten Umgebungen steht zwar das Getreide sehr gut, aber in entfernter» Gegenden soll der Roggen schon gelitten haben. Heute wurde eine Ladung dieses Korns ab Petersburg zu 62 Thaler, d. h, 186 Mark verkauft. Die Verladung soll am I. Juli a. Sr. geschehen, und zwar auf Bremen; sie kann mir-l)i" erst „ach der Ernte eintreffen. — Cs liegen jetzt eine Menge Auswanderer hier, welche auf Schisse warre», da alle, welche zu Anfang d. I. gesegelt, eine sehr lange Reise auswärts hatten. Die Nhedcr, welche die Auswanderer angenommen, müssen sie von dem Tage, zu welchen, sie die Abfahrt bestimmten, verpflegen Gesten, ging eines der grö> ten hiesigen mit großem Transport nach New'Voi'k ab, em österreichisches (der „Giovanni Maria«) folgt ihm in einigen» Tagen. In Altona hat ein dänisches Schiff angelegt, welcheS ebenfalls künftige Woche nach New. Porti mit Auswanderern segeln wird. Die «Prager Ztg." von, 19. Juni enthält folgendes Corresponded aus K ö n i g sb e rg v. 10. d. M. : Ueber ein an, 30. Mai in Thorn staltgefundenes Pistolenducll zwischen ei-nem Studenten der Medicin und einem Lieutenant beim 39. Infanterieregimente kann ich von hier aus, wohin sich der unverletzt gebliebene Student flüchtete, um sich dem akademischen Gerichte selbst zu stellen, die zuverläßlichstcn Nachrichten geben. Student K------, einer der solidesten und fleißigsten Studenten auf dev hiesigen Universität, machte zu de» Pfingstferien eine Neise nach seiner Vaterstadt Thorn, un, Mutter und Geschwister zu besuchen. Hier angekommen, erfuhr er die Verlobung seiner Schwester mit den, Lieutenant D. . . Er glaubte Grund zu haben, diese Verbindung zu mißbilligen, und als ihn, gar binttrbracht wurde, der Offizier habe geäußert, daß er seine Schwester nur des Geldes we^ gen heiraten wolle, <> glaubte er Alles daran setzen zu müssen, dieses Verhältniß völlig aufzulösen. Cr stellte den Ossizier deßhalb zur Rede und forderte il)» mir knrzen Worten auf, nicht mehr das Halls sriüer vcrwitwcten Mutter zu besuchen. Der Lielitcnant ließ eine Heralissorderung an den Studenten ergehen lind machte davon sogleich den, gcsamm-ten Ossiziercorps Anzeige, das den Zweikampf auch mittelst eines dazu ernannten Chrcngerichts begründet und anwendbar fand. Ein Sühneversuch mißlaug, der Student wollte keine vorgeschriebene Abbitteformel unterzeichnen; cr nahm daS Duell, obgleich in, Pistolenschießen ungeübt, sofort an. Auf dem Kampfplatze erschiene!! mit dem Lieutenant fast sämmtliche Offiziere, während dcr Student nur von seinen beide» Brüdern begleitet war, dem jünger», dem ihn secun-direnden Oeconomcn, nnd den, etwas ältern, der praktischer Arzt in Thorn ist. Beim zweiten Schusse traf die Kugel des Studenten die Lunge seines Gegners und blieb im Nückgrate sitzen, so daß der Lieutenant schwer verwundet niedersank. Dr. K. ..; leistete sofort die nöthige ärztliche Hilfe, und das Schicksal des Getroffenen ist in diesem Augenblick noch zwei--felhafr. Indessen rcis'te der Student K. . . mit Extrapost hieher, stellte sich freiwillig dem Universitätsrichter Becker, gab den tramigen Vorfall zn Protocol! und erwarter sei» Urtheil im Carcer des Albertinums. Die Stadt Altfeld im Hannover'schen ist von einem schweren Unglücke heimgesucht worden. Es ist daselbst am 2. Juni ein Feuer ausgebrochen, dessen mau eist gegen Morgen, nach mehr als zwölfstündigeni Wüthen, hat Meister werden Annen. Ueber hundert Häuser sind abgebrannt. Frankreich. Die „Allgemeine Zeitung« von, l8. Juni meldet ans Paris vom 14. d. M.: Heute fmdet endlich die Eröffnung und Einweihung der Nordbahu Statt. „So wäre unn,« sagt das »Iourn. d. Debats,« »diese so oft versprochene und so ungeduldig erharrte Hossnung jetzt zur Wahrhrit geworden. Brüssel liegt vor den Thoren oo» Paris; die Haupt- 46l stakt jenes jungen Königreichs ist nur noch ein Paar Stunden von u . Odllqacil,'». n> ' >.!» !'^'- 66 Obuqai der a!Ia<<>>. »>») ll,,^>ar. l .>» 3 l'^^^ —» Hoftammer, i>«r äiler» Üoin« ! ;ü i »cr >,l />,i«>!4 > ^ ' Flo>t!>5 »!>o Gl'inia aufq,. « zu l ,» I 56 »ollunfuei, Anledeil ^u l.^a ». l ' Aerar. Dl'me!^. Ob!,gac>o»e!! der Stände ^ ((5.M.) ((5.M.) u. Oesterreich Uüter u»!> ^fu.^ l'^l i — — ob der <5>l>,S' vo» Boh- l ! — -^ i'«S W. Oderk. AmceS ^ 1 lzHl,t«Acc!e,l or stück »59i »j» ill (Z. M. Vermischte Verlautbarungen. Z. W6. (!i) Nr. ,335. Edict. Von dcm gcfcltiglr,, k, k. Beziiksgerichle wud hicmit bcklnnn qciu^chs: d^si m der Executwnssache dcs (Zarl Picmrou von Großudelskll, wider Maria Korzhe, und rcsp. ihren Besilniachfolger, Johann Korzhe von Kleiinverdu, wcgen, aus dcm w. a. Ver-Vciglcichc ddo. 20 Ilili »830, Z. »29, schuldiger 309 fl. <:. z. l)., it, die lijfcntlichc Vlrsteigeiling der, den, Ercquirten gehörigen, der k. k. Siaalsherrschaft Adclsbrrg 5ul, Urd. Nr. l0lti dicilsibalen l^ Hude gewilliger, lind zur Vornahme die Termine auf den 15- Juli, l7. August und 16. September d. I., jedesmal Vormittag 9 Uhr in loco Hltmwcldu mit dem Anhange bestimmt worden sey, daß dabei die Realilä't nur bei der drillen Feilbielmig unter dein gcrichllichen Echaßungswrrlhc pr. 1382 sl, 55 kr. hinlangegeben wird. Der Grundbuchsrxtracl, die Licitationsbeding-nisse und das ^chä'tzuilgsprolocoll können täglich hier-amts eingesehen werden. K.K. Bezirksgericht Senofctsch dcn l0. Mai 1845. Z. 938."( l) Nr. 624. K ll n d m a ch ll n g rücksichtlich der Aufnahme v0l, Schlllciü aus dem Ci, vilstanbe an die k. k. un'dlc. chüuig. Ioscph - Acadeniie für das Sckuljahl- ^"/47. An dics?!'Academe mei dcn Stlidi^rende aas dc>n Civü^aüde, sowohl flir den höhc'lli als auch Nu' de» lnederl, ^.'hrcurS aufgeiwmnien. I. Die Bedingtüsse zur Aufnahme u, den hoh.'rn Vehrcurs sü'd: u) Die Ansuchendc» miisseu Inlandcr fty», sich durch legale Zeligmffe liber das a» einer ii'lälidlschci, Lehranstalt öffe»ll,ch , v0lschrifrc>malng und v?llsta»dig absolvirte Sludllün der Philosophie ailslr'elsen, lüid alls, alle» Fächern il'enigstells 0>e erste Fortgaügöclasse er.-halte» habe». !)) Sie dliifei, mit keinem physischen Gebrechen behaftet sepii, welches sie in Alieigmmg der ärztlichen (Z. Laib. Zelt. 5ü'. 76 ». 25. Juni 1846.) Wissenschaft und Kunst, und ii, Ausübung ihrer Be-rufspfllchten hindert; sie haben daher ihren Aufnahms-gesllchen eil, von einem ^iaduiltcn Feldarzte ausgestelltes Gesundheitszeugnis; beizulegen, werden aber nichts destoweniM' bei ihren, Emtreffel! m Wie», iu Bezug auf ihre körperliche Tauglichkeit fnr den k. k, feldarzt-lichen Dienst nochmals ärztlich untersucht, und erst nach sich hierüber rerschafflrr Ueberzeugung ausgenomm/n werden. «) Sollen sie in der Regel nicht über 25 Jahre alt seyn, und müssen daher durch legale Taufscheine »hr Geburtsjahr nachweise», auch habe» sie das Im» pfungszeugnis, beizubringen. «I) Diejenigen Individuen, welche bereits seir Einem oder mehreren Jahren aus den Studie» ausgetreten waren, müsse» sich durch legale Zeugnisse über ihre bisherige Beschäftig«»«,, so «vie über ihr sittliches Betragen ausweisen. O) Sie müssen sich durch einen schriftlichen Re» vers verpflichten, »ach beendetem l?ehrcurse rolle 8 Jahre im k. k. feldarjtlicheii Dienste zu verbleibe». Dieser Revers wird jedoch erst a» der Acadenne nach erfolgter definitiver Aufoahme ausgestellt. f) Sind sie gehalten, "ach absolvirtem 5jal)rigen Lehrcurse und »ach abgelegter erster strenger Prüfung durch 6 Monate im k. r. Wiener Milliar - Garnisons-Hauptspitale zu practiciren. ss) Müssen sie sich bis zur Eilaugulig der Doo torSwürde aUes Nöthige beischaffen, die Taren für die strengen Prüfungen und das Doctors - Diplom aus eigenen Mitteln bestreiten können, und habe» hierüber ein glaubwürdiges Zeugnis; von ihren Aelter», Vormül», der» ic., welcheS obrigkeitlich bestätigt sey» soll, beizubringen. Die Begünstiaungen für die Schüler dieses Lehr« curses sind: 1. Ein unentgeltlicher Unterricht in der Medicin und Chyrurgie an dieser Lehranstalt. 2. Nach erlangler Würde eines Doctors der Medicin und Chyrurgle, so wie eines Magisters der Auge», Heilkunde und Geburtshilfe, die Anstellung als Ober, feldarzc u, der k. l. Armee mit nachheriger Vorrückung in die erledigt werdenden Regiments - und Scabs- Arz-trnstelle». 3. Die gleichen Rechte mit den an den k. k. inländischen Un'lver'sicäten graduoten Doccorc» der Medi. c», und Chyrurale, so "'" eines Magisters der Geburtshilfe und Augel,he,Mu,de li, Ausübung der Praxis beim Civile. II. Die BediilglMgen zur Aufnahme für den »ledern Lehrcurs sind: I. Die Ansuchenden müssen gleichfalls Inlander seyn. ^- Diejenigen, welche den Maglstergrad der Chirurgie erlangen wollen, müssen sich ausweisen, das, sie als ordentliche öffeotliche Schüler die 6 Gymnasialclas-sen an einer inländischen Lehranstalt vorschrifimasng zurückgelegt und in allen Semestralprüfnngcn wemgstens dle erste Fortgangsclasse erhalten haben. 46« Die Aspiranten für das Pattonar der Chyrurgie lnüffcn Zellgüi^' bcilnmgen, daß sie eniwedl'r die 4 GlHimnatlcalschlllell mir dem Fort^aü^e »cr ersten Classe a» emor öff»,'lUlliHen «»läudlschel, Lchranstall volle«-det, oder da»; si.' ail emer Haliptschul.' die 3 dclltschcn Noim^!c!<:ssen mit der elften .^orcganqsc!aff<: zm'ückge-legr haben, daim bei einem diirgl. Wlindarzte in dl»r ^t'hi'c ^'st^nden sind lind einen ordentlichen Lehrbrief erhalten haden. " 2. Hinsichtlich der physisch«,'!, T^uqllchkeic des Altel^, der vorhergegangenen B^schastignng lmo Moralität gilr dasselb.-, was fiir den höheren ^chrcnrü «,,i) I^ill. li,<^ ll gefordert wlirde. 3. Dlc Magister der Chynirgie milden sich zu einer i0<>ih!,^l,, die Pacroni aber ^u e,oer Zjähiigen fcldär^Iichrn DlensslMllü^ ,,» dcr k. k, Arm« oer-pfiichrcn. 4. Bevor sie den Apprabatioilsgrad erlialren, haben sie durch ä Monaic lii dem k. k. Wlener Mlluär.-Gariiisoüö' ö^livr!>>!t^Ie ^ll practiciren. ö. Müssen sir »in ^i^ndc seysi, sich w^ihrend den acadennschen ^rndien und b>5 ^li «hrcr Aüst^ll!»^ alle 35cdü!'flüff^, Güster dc>.- llütl-ikiiiifc und der Mltr^ör'ojl, ans eigenen Mitteln beizuschaffen und die T,arevenn der Aspirant vor beendigtem Curst- aus elgeues Ansuchen aus der academischrn Lehranstalt ausciuc, er oder der Bürge dein Aerar die auf »hn verwendeten Unkosten ersetzen werde. Die Begünstigungen für die Studierenden des nii« dern ^ehrcurses sind: l) Ein uiientgclillchel 3- und de^iehungZwelse auf deu Magistergrad Hjähilger Unterricht u, der Cyy-rurgie und Veburröhilfc. 2. D>e unelirgelrliche Mitcagskost und Unterkunft in der akademischen ?lnstalt wahrend der Srui>lenzelt. I. D,e Anstellung als Unlerfeldarzl ,n der t. t. Armee nach abso!?>rceln ^ehrcursr und erl^nglon Appro-batlonö^radc. . .. 4) Dieselben Rechte, welche den an den k.k.lnlau-bischen Clv,l-Lehranstalten approbllten Wnndär^cu zu-kommen. D,e Bittsteller um Aufnahme in einen oder den andern Lehrcurs haben ,hre Gesuche bci der Dlreccion der t. k. med. chyrurg. IesephS ^Al^delme ze,c!lch ge» nug einjureichen, um nach eilangter AufnahmzbcwlUl-guna mii Beginn deS nächsten SchnljahreS, d. i. Mll l. October d.^ I., ^verläßlich an der Academic ein-trtsfen zu können. Wien am 2. Iu>.iuS 1846. Von dem V»ce» Dlreccorate der k. k. medic, chyrurg. Josephs « Academic. Z. 937- (') Ausverkauf. Wegen vorhabender anderweitiger Ge-sckafts-Unternehmung ist der Gefertigte gesonnen, alles, was i;i ocn ihm gchori-gen, in der Elephantengasse befindlichen Gewölben Nr. lg und »9 enthalten ist, unter seinem eigenen Einkaufspreise zu verkaufen^___________^j l 0 y s^H 0 ffman n. Z, 930. (l) Verkauf von Morastan-theilcn- Es sind 6 Joch m 5er l5ultivi-rung begriffene Morastaitthcile, unweit der Sonneqger Bezlrksstrasie, an der Gränze des Laibacher Pomenums, aus freier Hand zu verkaufen. Die nähere Auskunft ertheilt das Zei-tungs- Comptoir. Das erste Coliscum-Bier ist in der St. Peters-Vorstadt Nr.9, im Bräuhause;um „golde-neu Fägerhorn," vom 21.1 u n i 16^6 an, zu haben. ______________N. lHregoranz. Literarischc Anzeigeu. In d e ^ Ian. Al. MSdl. k. I£(cinmai/r']btn ^iuchhandllmg, am (^on^rlßpla!^e sind s^lgent Werke zu Iiadcn: Ivanetizd , vollstanoige theoretisch ^ prac- lische I>Uklpll!,clionslcl)re. lf>46, br^sch. 42 kr. ?mo (Jenny), eine Skizze ihres Bebens dis ^u iyrcm ersten Aufllelcn in Wicil am 22, April 1846, mil dcm Pm'llät der Künsllcriln,. 2iileu !816 30 kr. Pcrgcr, Ant., Ritt., die Wiener Kunst- vc>c«!iöblälll,'r, Don 1K32 dis 1646, Wien »846. 2 5 tr. Nealis, das k. k. Lustschloß Schöndrunn mit l Plan. Wien l8^i6. «5 kr. do. das k. k Lustschloß Laxenburg Wien »8^6. l2 kr. Schmid, Dr. G , Homöopathische Arz- neibeicilung und Gadcngtöße. Wien l84k 2 sl. 24 kr^ "q"8^ (3) 33ei J. GIONTINI in Scttbact) sinl> zu habcll: Karten für Icitungslcser. l) Der Sikl)- »Htaal, oder Kriegsschauplatz zn?i- schcn dcn Engländern und Sikhs. __ 2) Karle von Algier ncdst Oran u. Konstantine, 2 Blätter. ^ 3) ' Marocco. __ ^l) Teras, — 5) Das Ort' gongedict. Icdes Blatt ll/l8 Zoll rhem. ,2 kr. C. M. ^Verlag von C. Flemmiilg ) 5>! Ktadt - unv lallvrcchlliche Verlautbarungen Z. !>i3. (,) Nr. 4U17. Edict. Von dem k. k. Stadt- und Landrechte in Krain wird den unbekannten Intercsscntcn auf den Besitz des Hauses Nr. 33 zu Zirknitz, die Antheile der Wiese I'li«^vu, der O^'^ic zu Zirknitz, u» xln5l.o 3l^n.t) und des Halbtagbaues n.-,<1 /.<'«to, mittelst gcgen^ wattigen Edicts erinnert: Es habe wider dieselben bei diesem Gerichte Francisca Oblaßer, durch Ol>. Crobath, das Gesuch um executive Einantwortung der vorgenannten Realitäten auf Namen der Francisca Oblaßer eingebracht und um Anordnung einer Tagsatzung gebeten, welche vor diesem k. k. Stadt- und Landrechte auf den 14. September l. I. früh um » Uhr angeordnet worden ist. — Da der Aufenthaltsort der Beklagten diesem Gerichte unbekannt und weil dieselben vielleicht aus den k. k. Erblanden abwesend sind, so hat man zu ihrer Vertheidigung und auf deren Gefahr und Unkosten den hlerortigen Gerichts-Advocatcn, l)r. Rack, als Curator bestellt, mir welchem die angebrachte Rechtssache nach der bestehenden Gerichts - Ordnung ausgeführt und entschieden werden wird. — Dieselben werden demnach dessen zu dem Ende erinnert, damit sie allenfalls zu rechter Zeit selbst erscheinen, oder inzwiscken dem bestimmten Vertreter, l)r. Rack, ihre Rechtsbehelfe an die Hand zu geben, oder auch sich selbst einen andern Sachwalter zu bestellen und diesem Gerichte namhaft zu machen, und über^ Haupt im rechtlichen ordnungsmäßigen Wege einzuschreiten wissen mögen, insbesondere da sie sich die aus ihrer Verabsaumung entstehenden Folgen selbst beizumessen haben werden. — Laibach am 2. Juni 184 hen zu lasslii, so muß die m>c den Vorste: Hendln als ein Vorrecht drr Reisenden ange-gcb.ne Einreihung auch von Seite der k. k. Postai,st.ilt als destiiumte Ordnung seitgehal« ten und »ine Abweichung davon, we/in sich nicht zugleich ein anderer Reisender freiwillig und ohne Störung der Abfertigung für den zu übergebenden Platz fände, als ein gänzliche» ZlNlickbllibei, l'o» oer Fahrt angesehen, und d.-m gcmäß nach den bestehenden Bestim. mungen behandelt iverden. — Vor der Ha»d z^hl.n die Reisenden, wenn sie auch in dem Courlerwagen befördert werden, qanz dicsel» oe,i Gebühren, wie sie für die M^Uepost be-stimnn silic», so wie auch dabei die allgemeinen Normen üoer die Behniolung deä (Ä^-päckes in Anwendung bleiben. — Die Cou-rierfahrien beginnen von (Zilli aus au, Mut« woch dln 24-, und von Tliest aus ani Donnerstage den 25. d. M. -. Welches in Fol. ge Verordnung der k. k. Obersten ° Hofpost» Verwaltung vom l7. Iuin l8i6, Z. ll)97?^^265, mu dem Äeisahe zur allgemeinen Kennt' niß gebracht wird, daß mit diesen Courier-fahrten R5 st- geschätzten, der l. f. Sladigült Tschcrnembl dicustdaren Realitäten, als: 2> des Hauses zu Tschcrncmbl 8ul> Consc. Är. ^lU el (^ur. Nr. l97, sammt Zugehor;' l), des Ackers Oliixa zi^r Uupl,«ul) (^ur. Nr. 200 ; c) des Ackers li^i-loux, 5uli (^ur. Nr. >96, und tl) des Ackers Miamol-li», »ul, i^ur. Nr, Ig8, wcgcn aus dem gerichtlichen Vcrgle chc von« l5. Ma, 1843, Z. l435, noch schuldiger 119 fl., C. M. c. z. c. bewilliget, und seyen zu deren Vornahme 3 Tagsalmngcn, nämlich auf dcn 2l. Juli Z. 907. (2) Nr. 1804. Edict. Von dcm gefertigten k. k. Bezirksgerichte wird hicmit bekannt gemacht: daß in der Exccuiionssache des Matthäus Prcnnou von Großubelsku, wider Narthelmä Ossana von dort, wegen, aus dem w. ä. Vergleiche vom 7. April 1838, Nr. 4l, schuldiger 225 ft. 45 kr- c. 5. c., in die Neassumirmig der, mit Bescheide vom 30. August 1844, Nr. 2447, bewilligten, und später mit Bescheide vom 9. Jänner 1845. Nr. 137, sistirten 3tcn Feilbietlmg der gen.-ncr'schcn, der Sittichcr Karstergült 5"b Rcct. 9ir. 37 zinsbare Emvierllhude gcwilligct, und zur Vor' nähme der 20. Juli d. I., in loco Großubelsku be> stimmt worden sey. Hlcvon werden die Kauflustigen mit dcm Beisatze verständiget, daß dabei die Realität auch unter dem Schäyrmgswcrthe pr. 172» fi. 50 kr. hintan-gcgcbcil werde» wird, und daß der Gnmdbuchscr-tract, die Licitanonöbrdin.qniffe und das Schatzungs-prolocoll yieramis eingesehen wcrdcn können. K.K. Bezirksgericht Senosetschdcn 30. Mai 1846.