------^—«°^I^ ^-«»»—.—— Freytag den 29. April 1825. Der edle VeVrather. (Aus dem Morgenblatt) ^Dährend der Bürgerkriege, als der kühne Clomwell schon beynahe ganz England unterworfen hatte, und im Begriff stand, die wenigen tapferen Männer in Wales zu züchtigen, die noch immer die Sache des Königs vertheidigte», fand er einen unerwarteten Widerstand bey dem Befehlshaber des Schlosses Cardiff, welcher den Herold, der ihn im Nahmen des Parlaments zur Uebergabe aufforderte, mit einer trotzigen Antwort zurückfand' ,te : „Ich habe mein Schloß vom Könige, schrie der stolze Beauford, und ihm allein werdeich es aufgeben !" Der erzürnte Cromwell ließ sogleich die Belagerung des Schloß ses anfangen. Scho» war die Sonne aufgegangen, als der Befehl zu diesem schweren Werke gegeben ward, und es war noch nicht Mitlag, als schon die Gewölbe von Cardiff vou dem Donner des feindlichenGeschützes wiederholten. Aber die festen Mauern des Schlosses trotzten der Wuth des Geschützes, und der erste Tag ging vorüber, ohne daß fie einen bedeutenden Schaden gelitten. Am folgenden Morgen sandte Cromwell auf's Neue einen Parlamentär in die Festung, erhielt aber dieselbe trotzige Antwort, wie zuvor. Noch ein Mahl öffneten seine Batterien ihr furchtbares Feuer; aber der Abend kam, und zeigte, daß es noch immer keinen Erfolg gehabt. Wenigstens schien es den Belagerer:, so , welche seit Kurzem gewoh.it waren. Alles vor ihrer Macht beugen zu sehen, und welche jetztverzweifelten, ein Schloß erobern zu könne»:, welches schon zwey Tage lang den Wirkungen ihres sonst unwiderstehlichen Geschützes getrotzt hatte. Selbst Cromwell war um der Folgen willen besorgt. Der Widerstand des Schlosses hatte den Muth der Königsfreunde so sehr erhöhet, daß sie in der Nacht sogar Cromwell'S Lager anzugreifen gewagt hatten. Er sah ein, daß die Aufhebung der Belagerung um so schimpflicher seyn würde, je langer sie gedauert, und beschloß daher, wenn alle Anstrengungen an diesem (den dritten) Tage fehlschlügen, in der Nacht abzuziehen. Nichts als der entschlossenste Muth der Vertheidiger hätte dem Feil« er dieses Tages widerstehe!, tonnen; aber diescn besaßen sie Alle, und beantworteten das feindliche Feuer so gut, daß sie am Abend fast alle seine Batterien unbrauch« bar gemacht hatten. Aber unglücklicher Weise geschah dieses nicht eher, als bis ihre eigenen Mauern sich iil einem solchen Zustande befanden, daß noch ein Tag, wie dieser, die Besatzung zur Uebergabezwingen mußce, sie mochte wollen oder nicht. Unter diesen Umstanden ließ sich der Ritter Beau-ford, obgleich mir Widerwillen, von den Offizieren seiner Garnison bereden, einen Kriegsrach zu berufen. Ver« zweifluilg mahlte sich m den Zügen aller Gegenwärtigen, zugleich aber bezeugten auch die mannigfaltigen Verbände, die sie an sich trugen, daH selbst in der Vcrzweif. lung üe ihr Much nicht verlassen hatte. Obgleich aber Alle zugegen waren, welche an dem Rathe Antheil neh« men durften, so wagte es doch Keiner, das bedeutungs«. volle Stillschweigen zu brechen, welches ringsumher herrschte, bis Beauford selbst also zu reden begann: , „Kameraden! Dieses Schloß ist mir vom König zur Verwahrung übergeben,worden,,und es ist mein Ent-schluß, diesem Vertrauen zu entsprechen. Wir haben uns hier versammelt, um Ane über die .weiteren Mittel für dessen Erhaltung zu.berathen: darauf.also beschränkt eure Bemerkungen und,euern Rath; denn, ^merkt.euch, den Ersten unter Euch, welcher räth, oderauchnur zu verstehen gibt, daß wir uns ergeben sollen, den,lasse ich erschieße», und wäre,es auch der letzte S-chuß, welcher in der Festung .geschieht.! Wir haben uns.hier versammelt, die lli-.K anvertraute Feste zu vertheidigen,, und nicht zu v e rr.a t h e n; und so lange zwey Steine an einander halten, rede mir KeinervomUebergeben!"— Erschreckt durch diese Rede und Entschlossenheit des Ve-fehlshabers wagte es Keiner, zu reden; denn ein Jeder war hergekommen, um irgend einen Plan für die Erhaltung ihres Lebe/ns,auszumilteln, .und, im Falle sich kein anderer sinken isollte,, über die Bekmgnjsse einer Capimlacion übereinzukommen, ^m Falle die Feste auf's Neue angegriffen würde, da jeder Versuch, sie länger zu vertheidigen,,als um eine.giinstige Eapilulation zu erhallen, Wahnsinn seyn mußce. Der.leid.enschoflliche Beauford brach endlich auf's Neue.aus,,und.zwar,m,ic einer Wuth, die ihm daS A»,sehen eines Teufels gab. „Hat man Mlch Hieher berufen, um mich zum Narren zu halten? rief er; «der meint ihr, ihr Memmen,^ich hegte, wie ihr, Gedanken in meinem Herzen,, die ich nicht ailszusprechen ivagie? Gehet auf eure Posten, sag' ich, und überlaßt mir die Sorge, für die Sicherheit des Schlosses zu wachen, da ihr sowohl die Achtung, die ihr euerm Befehlshaber schuldig seyd, als eure Psiicht gegen euern Konig, vergessen zu habe», scheint! Gehl, sag' ich, geht!" — Da sprang ein junger Mann von kühnem Ansehn auf und rief: „Haltet ein mit Euern Vorwürfen, Sir John! Daß sie ungerecht sind, tonnen unsere Wunden und Narben bezeugen, die unsere Ehre gegen die falsche Beschuldigung der Feigheit retlen mö. gen. Wir haben weder unsere Pflicht gegen unsern Konig, noch gegen unsern Befehlshaber vergessen ; wenn dieser aber sich so weit vergißt, daß er diejenigen falsch beschuldigt, welche auf seinen Befehl freudig ihr Blut verspritzt haben, und in der Stunde der Gefahr sich «tigert, für ihre Erhaltung zu sorgen, so ist es Zeit, daß sie für sich selbst sorgen. Hört mich denn, denn ich fürchce die Folgen EurerDrohung nicht! Ich habe mich bisher geschlagen, wie,es einem getreuen .Unterthan des Königs Karl geziemt; ich fechte,aber nicht mehr,, wenn .nicht.vorher Hie Bedingnisse,zu einer Kapitulation auf. -gezeichnet sind, im Falle die Rebellen morgen den An-grlff erneuern. DieH sind meine Gedanken, und.ich furch« 6e mich nicht, sie auszusprechen,; ,jetzt;tyut, was Euch gut dünkt! " BeaufordHatte mit Mühe.an sich gehcilten.,bis verjünge Cavaliergeendigt; aberjetzl^oger sein Schwert, stürzte auf,ihn los,,und Walter.Sele würde seine Kühnheit,haben mit,dem Leben bezahlen müssen, chätten-nicht diefldrigen Offiziere dem Gouverneurden Mordstahl aus der Hand,gerissen. Dieser, .durch ihre Widersetzlichkeit ganz rasendgemacht, stürzte aus dem Zimmer, und,schwor, sie Alle als Rebellen.erschießen zu lassen. H Um diese Zeit.befanden sich auch mehrere Frauen- " ^immer.in.der Feste, welche von ihren Verwandle» bey der Annäherung der Feinde w^ren Hieher gesandt worden. Ur.ter diesen befand sich Deva Milwn, die ver< waiöceTochter eines ^lten Caoalie^s, und die Geliebte Walter Sele's. Hn ihr kleines Gemach war es, wo er sich nach den vollbrachten Pflichten .des Tages zu bege^ ben pflegte, und an ihrer.Gesellschaft, wo er die ihn umgebenden Gefahren vergaß. Hierher begab er sich auch, nachdem er .den Rathssaal,verlassen, und hier woUie er warten, bis er .erführe, daß Ncy der Zorn des Befehlshabers getühlr,, und derselbe sein Unrecht ein. sehen gelernt hacce. .Aber leider sollte Walter dieses nicht >erlebe.n< Es scheint, daß er „icht der einzige Mann im Schloss« war, welchen Deva's Reitze gefesselt hielten. Auch der Befehlshaber, welcher mit seiner unerschütter« lichen Unterthanentreue (fast die einzige Tugend, die er besaß) alle Ausschweifung vereinigte, welche in einem Mehr oder minderen Grade die Regierung eines jeden Monarchen des HauseS Stuart bezeichnete, war gleich» fallz von der Schönheit deS lungen Frauenzimmers hin» gerissen, und er lieble sie so, wie ein Wollüstling immer liebt, um sie zu verderben. Jetzt, da er die Offiziere alle beschäftigt wußte, gedachte er den Augenblick zu benutzen, um sein böses Gelüste zu erfüllen, und zugleich sich an dem jungen Manne anf's empfindlichste zu rächen, der ungestraft seinem Willen zu trotzen gewagt. Nachdem er in > ihr Zimmer Einlaß gefunden, sing er an Eins um's An« dere zu schmeicheln und zu drohen / aber vergebens; das edle Mädchen antwortete ihm mit Stolz und Verachtung. Wüthend über diesen neuen Widerstand griff der Un, mensch sie zuletzt mit rauycr Hand an, und sachte dasjenige mir Ge,ualt.zu erlangen, was er nicht durch Güte zu erhalten vermochte. Die arme Deva schrie; aber nur der dumpfe Wiederhat! antwortete auf ihre schwache .Stimme. Sie sträubte sich mit aller Macht, aber trotz .all ihres Widerstandes würde eine Minute mehr ihr .Schicksal -entschieden Haben. In diesem bedenklichen Au-.genblicke -aber drach Oele durch die Thüre, vih eine Pi-^stole aus dem Gürt-el und hielt sie dem Bösewicht an iden Kopf,, aber fluchtend, die Geliebte zu gleicher Zeit zu verwunden, .drückte er nicht ub, und Hab dem Elenden Zeit sich aufzuraffen und sein Schwert zu ziehen. .In einem.Augenblicke war auch das seinige bloß, und jetzt entstand ein wüthender Kampf/ wobey Stärke und Geschicklich^keit-.ihr bestes thaten. Es dauerte aber nur Wenige Minuten,, da strauchelte Beauford gegen einen eisernen Ring im Boden, und indem er sich auf sein Schwert stichle, um sich vom Fallen zu verbmdern, brach Haßselbe, und das, was er Hatte verhindern wollen, geschah. Aber in dem Augenblicke, wo Sele auf ihn .zuspringen wollt«/ um ihn zu entwaffnen, erhielt er einen Pistolenschuß in die linke Schulier und stürzte neben seinem Feinde nieder. Der Schuß kam von der eintretenden Wache, welche durch das Waffengeklirr auf« merksam gemacht., herbeygeeilt war. Beauford spraug jetzt auf und befahl ihnen, seinei, verwundeten Gegner aufzuheben und ihm zu folgen. Die Soldaten gehorch« ten/ und nachdem sie ihn, so gur der Augenblick es ge-stattete, gebunden hatten, schleppten sie ihn dem Be« fehlshaber nach, welcher sie zum Fuß der Treppe führte. Hier öffnete er eine niedrige und enge Thüre, unb nach. dem man einige Stufen hinabgestiegen / zeigte sich «ine ähnliche Thüre, welche man nur mit Mühe zu öffnen vermochte, und nun zeigte sich die Öffnung in's Schloßgewölbe, welches dunkler schien als selbst das Grab. Hier gerade vor dem Eingang befahl Beauford den Trägern , ihren Gefangenen niederzulegen. Es geschah, und Alle entfernten sich, die schwere Thüre schloß sich wieder, l:nd der unglückliche Sele fühlte sich in einem dunkeln, nassen Gefängnisse, fern von aller menschlichen >yülfe, zurückgelassen. Da seine Wunde n chr schwer war, so brachle die Kälte des Gefängnisses den Jüngling bald wieder zu sich; und nachdem er dieselbe, so gui es sich thun ließ, mit seinem Taschentuch verbunden, fühlte er eine gvoße Linderung. Vo» der Lage seines Gefängnisses wußie ei, daß sein lautestes Rufen Niemand von der Garnison zu seinem Beystand bringen würde, und so beschloß er, sich gelassen in sein Schicksal zu ergeben,, in der Hoffnung, daß die baldige Uebergabe der Festung auch ihn befreyen würde. Aber als erbedachte, daß seine Geliebte sich in den Händen eines Mannes befand, den er jetzt als sei« nen bittersten Feind betrachten musste, da verlor er allen Muth und wollte verzweifeln. Nach einiger Zeit aber erlangte die Vernunft wieder ihre Herrschaft, und da er wohl fühlte, daß seine Klagen ihr nicht nützen könnten, so beschloß er für's Erste, seinem Gefängnisse i,» ?"lssi,h:« zu suchen. Er wußte, daß dergleichen Schlösser oft mit geheimen Gängen und Ausfallen versehen »var.n; jadie Sage ging, daß ehemahls ein Gefangener durch einen solchen aus diesem Schloß entkommen war. Er fing also unverzüglich seine Forschung an. Ohne die Wand seines Kerkers zu verlassen, tappte er vorwärts, so gut er konnte; nach und nach ward derselbe weiter und hoher, bis er sich auf ein Mahl einen starken Luftstrom entgegenwehen fühlte. Erzweifelte nun nicht mehr, daß er irgend einer Öffnung nahe sein müßie, worin er sich noch bestärkt fühlte, da er die Schloßglocke über sich zehn Uhr schlagen hörte. Nicht lange darauf fühlte er sich durch große Haufen herabgefallenen Gemäuers in seiner Wanderung gehemmt, und schloß sehr richtig, daß hier die feindlichen Kugeln eine Bresche bewirkt haben müßten. Vor» sichtig bahnte er sich einen Weg durch die Trümmer, und war bald so glücklich, sich auf der Nordseite t>e5 Schlosses im Graben zu sinden. Wieder einmahl in Frey» heic, merkte er sich genau diejenigen Theile der Festung, bey welchen er sich befand, und entfiammt vom Ra«chgel fühl gegen de„ Mann, der ihn so tief gekrankt, und angetrieben vo» dem Wunsch / die Geliebte auo den Klau« en des Wollüstlings <>l retten, beschloß er voll Ingrimm und Angst, das Schloß in FeindesHand zu überliefern, ein Entschluß, den er wegen der schrecklichen Lage seiner Geliebten auch eiligst ausführen zu müssen glaubte. Schnell war der Graben durchwatet, und nun eilte er auf Cromwell's Lager zu. Bald erreichte er die^ Vorposten, und da er sich denselben vorsätzlich in den Weg warf, so »vurde er sogleich ergriffe», und auf seiu Verlangen, mit verbundenen Augen v.or den Rebellen - General, geführt. (Der Beschluß folgt). Geschichte eines zwey Tage alten Kindes; von ihm selbst er zahlt. Ihr glaubt vielleicht, liebe todte Freunde, in deren Gesellschaft ich mich jetzt, nach einem unglücklichen Daseyn von zwey Mahl vier und zwanzig Stunden, befinde/ ihr glaubt vielleicht, ein Kind von zwey Tagen sey des Verstandes und des Nachdenkens noch nicht fähig. Ihr irrt euch aber. Um euch meine traurige und kurze Geschichte erzehlen zu können , will ich genau alle Spuren ' aufsuchen, welche meine Lebenöbegebenheiten meinem jungen Gehirn eingedrückt haben. Wollte ich mir die Mühe nehmen, alle diese Dinge im erhabenen Palhos der Selbst - Biographien zu schreiben , so würde man sie in den, Zeiialter der Memoiren und Anekdoten, womit der Erdkörper, welchen ich so eben verließ, jel°,c überschwemmt ist, ohneZweifel derBewimderung werrh sinden. Zum Glück für mich ward ich von einer reichen, schwachneroigei!, empfindsamen und romantischen Dame geboren. Diese»! Umstände verdanke ich wahischeiülich die Kürz? meiner Lebensdauer, und das Vergnügen, todt zu seyn. So hört also die Erzählung meüier Empsi». düngen, Überlegungen und Gemüthsbewegungen mit Aufmerksamkeit an. — Als ich zum Daseyn erdachte, und aus der so lanqe dauernden Ohmnächc deruoi'ging, mar ich hoch erstaunt. Über meinem Köpfchen das heftige Geschrey zu höre», welches mich zugleich betäubte und erschreckte ; ich wolli« entfliehen, aber als ich zu dem Ende die Augen aufschlug, sah ich mich unter den Handen einer alcen Zauberinn, welche mic tiefliegenden Augen, bleichen Wangen und vielrunzlicher Stirn mich neugierig betrachtete. Ich fürchtete mich und schrie aus Leibeskräften. Ihr müßt gestehen , daß dieß ein trauriger Lebensamfang war. Ein dicker alter Herr, der sich die Füße am Kamin wärmte, nahm mich, setzte seine Brille auf, und umarmte mich, so daß ich fast erstickt wäre; das war ohne Zweifel mein Herr Vater. Hierauf traten mehrere Personen in's Zimmer und schrieen: „Ein juii- gerSohn? ein junger Sohn !„ Nun kam die Reihe an eine junge Frau , die im Bette lag ; sie küßte mich, über. häufte mich mit Liebkosungen und benahm mir mehrmahls den Achem. ,,,-,, . Um^meine Leiden zu vermehren, nahm mich die Alte wieder in ihre langen, magern Arme, wickelte mich i» Windeln und band mich fest ein. Was hatte ich ihr denn zu Leide gethan? Ach, Freunde, liebe Freunde! Was mußte ich nicht leiden! Man vertraute mich einerAmme an, die mich in ihren Armen wiegte, und so mir tödtliche Angst einflößte; je mehr ich weinte, desto heftiger wurden ihre Bewegungen; das brachte mich zur Verzweiflung. Um das Maß meines Elendes voll zu machen, zwang man mich, ich weiß nicht was für einen Teufelstrank, hinunterzuschlucken, eine ganz abscheuliche Mixtur, die man mir mit so fürchterlicher Miene aufdrang, daß ich in der Todesangst den Trank verschluckte. Doch eben dieser himmlische Trank rettete mich. Ich entging, Dank sey ihm dafür, der Tortur, der Fes-sel, der Arzney und allen andern Martern, welche die beyden ersten Tage meines zarten Lebens ausfüllten. O du göttlicher Trank! Dir h.'be ich es ohne Zweifel zu danken, daß ich nicht der Mä>,cyrer der Ammen und Bedienten bis zum fünften, der Märtyrer der Pedanten bis zum zwanzigsten, der Märtyrer der Weiber bis zum dreyßigsten, der Märtyrer meiner Frau bis zum sechszigsten Jahre geworden bin, ungerechnet den Ehr« geitz, die Spielsucht, die Armuth, die Verleumdungs» sucht, de„ Spleen und alle andern nothwendigen An< hängsel des menschlichen Lebens, welchen ich so glücklich entgangen bin, und worüber ich jetzl im Himmel der kleinen Kinder, wo ich diese Geschichte erzähle, so herzlich lachen kann. D i e n st g e s u ch. >« In den ?etlU:5 aMc!n'5 kleinen Anzeigen) von Poris befand sich vorKurzem folgendes Erbiethen : „Eu, Iiinger Mann in der Reife von Jahre, welcher eine sehr gme Erziehung erhalten hat, zu lesen, zu schreiben, zu rechnen und ein wenig zu zeichnen versteht, außerdem auch in der Geographie nicht unbewandert ist, wünscht in einem großen Hause angestellt zu werden, um — die Pferde zu putzen." Gedruckt bey Ignaz Aluys Edlen von Kleinmayr.