BiNZBLniEIS: «rocfeMiaiif M Wpt m Samstdg-SonaUg 15 tpf ünarbutgtr ßntung Amtliches Organ d e s Stelrischen Heimatbundes Ah iqI^^ c i,9i? ü I'o' i irscheint werktäglich als Morgcnzcitun^. Bezugspreis (im voraus zalilbar) mo- die Schrlftleitung nur auf Fernrui Nr. 29-b latlicli RM J.H) eiiisclil. Rpf. PosUcitungs^ebülir; bei Llcferunj; :m Strcii- crrelcbbar. - Uoverltng e Zuschriften werden nicht röckeesandt - Bei . band zuzürI. Porto; bei Abholen In der Geschäftsstelle RA\ 2,~. Altreich durch Anfraeeo Ist das Rückporto beizulegen. - Postscheckkonto Wien Nr. 54.6U8 Post rtionatl. RM 2.10 einschl. 19.8 Rpf. Postzeituiigsgebühr u. 36 Rpf. Zustellgebühr 341_3n:or6urfl-g>rou, !3ltontQO, 7.2>e}tiii&er 1942 82. ;3a]&rgang Gescheiterte Sowjetangriffe Vorbildliche Haltung eln^r Wi*n«r Batalllont — Zahlraich« Gefangene gemacht Schwere Feindverluste In Tunesien Pflhrerbauptqaartl^r, 6. Dezember D«9 Oberkommando der Wehnnacht gibt bekannt: im Oitkaukasus und Im TAnk-Gabtet Mrurd«D Aagrllla dar Sowjets Im Nahkampf und teilweise Im GagesatoB abgewiesen. Mehrere Panzer wurden vernichtet und Uber 1600 Gefangene eingebracht. Im Tiefflug angreifende Jagdflieger fttgten der tetndlicben Infanterie hohe Verlnslo zu und schössen xwttif lelndlicha Flugzeue ab. Zwischen Wolga und Don wurde in wech-selvollen Kümpfen ein sowjetisches Bataillon vernichtet, 26 Panxer abgeschossen, zahlreiche Geschütze und Infsnterlewalfen des Feindes ^beutet. TranaportverbSnde der Luftwa/fe versorgten trotz schwierigster Wetterverhiltnisse die kimpfende Truppe. In den erfolgreichen Abwehrkämpfen zwischen Wolga und Don zeichnete sich das II. Bataillon eines Wiener Gretiadierregiments durch vorbildliche Hdltung besonders aus. Im großen Donbogen wurden in den letzten Tctgcn wiederholt mit Panzeruntorslützung geführte Angriffe der Sowjets gegen einen wichtigen Flußabschnltt abgewiesen. Im Raum zwischen Kalinin und Ilfnen-See scheiterten zahlreiche, vielfach mit starker P&nzarunterstützung vorgetragene Angriffe des Feindes, zum Teil in erbittertem Nah* kämpf. Der Gegner verlor 51 Panzer und er-'litt orneut hohe blutige Verluste. Bei StoDtruppunternehmen im Nordab-schnitt zeichnete sich ein Verband der Waffen-ff besonders aus. In Tunesien wurde die Slnberung des Kampf gelindes bei Tabourba fortgesetzt Die Gefangenenzahl hat sich auf 1100 erhöht« die Zahl der vamlchteftan Panzerkampfwagen betrigl Uber 70, die der erbeuleten Geschütze mehr als 40. Die Luftwaff« bekämpfte felnd« liehe Kolonnen und Ausladungen im Hefen von Bona. Jagdflieger schössen am gestrigen Tage über diesem Kampfraum ohne eigene Verlaste 14 feindliche Flugzeuge, darunter viermotorige Bomber ab. An der Südwestküste Englands führten Jagd- und Kampfflugzeuge Tagesangriffe gegen Eisenbahn- und Industrieziele durch. VorstoB scbasller KampfflBazesae Berlin, 6. Dezember Am 5. Dezember sflcßcn schncllc deutsche Kampfflugzeuge überraschend gegen die britische Insel vor und bekämpften eine Fabrikanlage an der Bahnlinie nordflstlicH von Dover. Die Betriebpeinrichtungen einiger Bahnstrecken wurden ebenfalls mit guter Wirkung bombardiert. Die deutschen nieger führten ihre Unternehmungen trotz heftigen feindli-thcn Fiakfeuers durch. Auch eine Spltfire-St.^f-fel. die zur Abwehr aufgestiegen n-ar, konnte »Misere Flugzeuge nicht von ihren Angriffszielen verdrängen. Weitere Bumbenancriffe erfolgten am Nachmittag des 5. Dezember gegen die Stadt Nor-wich in Ostengland. Alle eingesetzten Flugzeuge kehrten zurück. Auch am Sonntagmorgen stießen schnelle deutsche Kanipfflupzeiig« gegen die englische SüdkUste vor. An der Steilküste zwischen Dover und Folkestone wurden Flak- und Schein-werferstellungen mit Bordwaffen bei^chossei. Kin getflrntes, Munitionslager flog unter heftiger Explosion in die Luft. Anschließend riclr-teten die deutschen Flieger das Feuer ihrer Bordwaffen gegen abgeftellte Flugzeuge auf einem Flugplatz in der Nähe von Brockland. Line Spitfire wurde in Brand geschossen. Erfolgreich waren Tiefangriffe schneller deutscher Kampfflugzeuge gegen den Transportverkehr auf den Straßen des Küstengebietes, Sämtliche eingesetzten deutschen Flugzeuge kehrten zu ihren Startplätzen zurück. Der iiallenlsdiB W(!iirm«fitlHirlibt Rom. 6. Dezember Der italienische Wehrmachtbericht gibt bekannt: An der Cyrenalka-Front wurden fdndliche Spähtrupps zurückgeschlagen. In Tunesien wurden Im Verlauf der im gestrigen Wehrmachtbericht gemeldeten Kämpfe, die mit der Eroberung einer wichtigen Ortschaft endeten, 400 Gefangene gemacht, 25 Panzer, sieben Panzerspähwagen, 41 Kanonen und etwa 300 Kraftwagen sowie große Men« gün an Munition vcmichtet oder erbeutet. Beiderseitige lebhafte Tätigkeit der Luftwaffe. Im Verlauf zahlreicher Luftkämnfe schosscn deutsche Jäger 14 feindliche Flugzeug ab. Zwei unserer Flugzeuge kehrten vom Feindeinsatz der beiden letzten Tage nicht zu Ihren Stutzpunkten zurück. Bidieilaob mm RNterlireiiz Berlin, 6. Dezember Der Führer verlieb am 4. Dezember l.')42 dem Oberleutnant Ekkehard Kylling-Schniidt, Kompaniechef in einem Grenadierregimcnt, als 150. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Darias vei hallel Baollisles Vichy, 6. Dezember Über den Rundfunk Marokko gab Darlan nun offiziell bekannt, daß er Algier zur Hauptstadt Frankreichs erklärt habe. Er seihst bezeichnet sich als den Hochkommissar fyr das französische Empire, der de Jure und de facto die Leitung des französischen Kolonialreiches übernommen habe. Er erhebt den Anspruch darauf, Oberkommandierender der französischen Flotte, der Armee und der Luftwaffe zu sein. In Ausübung seiner Befugnisse hat Darlan in Algier bekannte Gaullisten verhaften und in Oran drei Kompanien gaullistischer Soldaten, die dort auf britischen Schiffen eingetroffen waren, entwaffnen und Internloren lassen. Die unter amerikanischer Kontrolle stehende algerische Pres«!» feiert Darlan als „Symbol der französischen Einigkeit" und stellt Ihn „f/ewissen ehrgeizigen Generalen"- (darunter ist natürlich vor allem de Gtiullc gemeint), dio „von einer ausländischen Macht bozdhU" würdpn, als leuchtendes Vorbild geocnübar. „Tioes" gegen Sozialversicherung Stockholm, 6. Dezember Unter der bezeichnenden Überschrift »Können wir cfl uns leisten?« bef-ißt sich die »Ti-nies-r niit dem vor einigen l.jgcii mit großen Vorschußlorbeeren der gesamten britischen Presse aus der Taufe gehobenen Beveridge-Plan, der bekanntlich den ausgebeuteten englischen Arbeitermassen eine Sozialfürsorge versprach. »Die Veröffentlichung des Bcveridge^Be-richtes«, so schreibt das ypr.ichrohr der britischen Kapitalistenklasse, >hat in gewissen Kreisen Bestürzung hervorgerufen. Wird England in der Lage sein, für Sozialversicherungen im naushalt.splan hohe Beträge vorzusehen unter Berlicksichtigting der wirtschaftlichen Verhältnisse, in denen sich England wnlirscheinlich bei Kriegsende befinden wird?« Die «Times« steht übrigens mit ihrer Ansicht nicht vereinzelt da, haben doch schon am Sanistag große Wirtschaftsblätter wie die »Financial Times« rundheraus erklärt, daß der Plan in der Theorie zwar ganz schön, praktisch aber völlig undurchführbar sei. Die breiten Massen des englischen Volkes werden nun wohl, wo sich die negativen Stimmen der um ihre Profite besorgten Plutokraten häufen, den Bevcridgc-PIan als das erkennen, was er ist: ein großer Bluff, um dem Vulk mit schönen Versprechungen Sand in die Augen zu streuen. Erfolge zwischen Wolga und Don Feindliches Bataillon, 36 Panzer und 39 Geschütze vernichtet Weitere 51 Sowjetpanzer aogeschossen Berlin, 6. Dezember Die ichweren KSmpfe im Wolga-Don-Gebiet und Im Raum südwestlich Kalinin— Toropez dauerten auch am 5. Dezember trotz starker Schueestürm« mit unverminderter Heftigkeit an. Zwischen Don und Wokia setzten unsere Truppen, von rumänischen Tiuppenvcrbtin-den unterstützt, ihr« Örtlichen Vorstöße und Gegenangriffe fort. In Auswirkung der erfolgreichen Kämpfe des Vortages, bei denen ein rheinisch-westfälisches Panzerregiment bereits neunzehn feindliche Panzer vernichtet und 2000 Gefangene eingebracht hatte, konnten unsere Truppen ihren Gegenstoß weiterführen. Nach hartem Ringen wurden bolschewistische Stützpunkte, die im Laufe der Nacht durch eiligst ins Gefocht geworfene Verstärkungen besetzt worden waren, genommen. Im Verlauf der Gegenangriffe verlor der Feind außer einem Schützenbataillon, das aufgerieben wurde. 268 Gefangene, 26 Panzer, 39 Geschütze, 30 Granatwerfer und zahlreiche andere Waffen. Auf dem Kampffeld blieben 1000 gefallene 6oI-schewisten und 'ünf bewegungsunfähig geschossene Panzer liegen. An anderen Frontabschnitten vernichteten rumänische Verbände mehrere Panzer und Geschütze. Damit erhöhten sich die Zahlen der von einer rumänischen Ajrmee in zwei Wochen errungenen Erfolge üuf 30 abgeschossene Panzer, 139 vernichtete Waffen und auf über 350 Gefangene. Auch in den erbitterten Kämpfen im Raum südwestlich Kalinin und Toropez erwiesen sich unsere Truppen als dem Feind überlegen. Obgleich die Bolschewisten mehrfach mit starker Panzerunterstützung angriffen, blieben die Vorstöße nach Abschuß zahlreicher Panzer raeist ini Sperrfeuer liegen. Besonders schwere Verluste hatte ein sowjetisches Schützenreglmenl südwestlich Kalinin, das teils Im Sperrfeuer, teils im Nahkampf zu-samraennesrhlngen wurde. Ve^w^^lldet<^r Feldwebel nprengt einen Piuncer Welche Leietungf darin He^t, wiederum 51 feindliche Panzer als vernichtet gemeldet werden können, zeigt beispielsweise der Kampf des Führera einaa Panzer^eschUtz- zugcs. Ein lx)lschewiaU8cher Panxer hatte im Schutz des dichten Schneetreibens das vorderste Pakgeschütz überfahren können. In letzter Sekunde sprang der FolJwcbel in eüi Deckungsloch. Doeli er kam nicht mehr ganz hinein, sondern die Ketten des Panzers erfassen noch den einen Fuß und zerquetschten dio Zehen. Trotz soiner raseinlen Schmerzen riß »Ich der Geschützführer wieder hoch, packte eine Mine und stürzte dem Panzer nach. Er klemmto sie zwischen V/anric und Turm und zog ab. Noch einige Mster rollte der StAhlkoloß, dann zenlb dio explodierende Mine den F'anzer mitsamt seiner Besatzung. Auch am Ibnnn-S«o xurückg«Ach1aR^oii Auch die Ausweitung der Angriflsfront bis in den Kaum südöstlich dos llnien-Seca brachte den BoIechewiÄten nur schwöre Verluste. Trotz starker Unterstützinig der Vorstöße durch Artillerie und Granatwerferfeuor brachen alle feindlichen Angriffe zusanuuen. In einem verhältnismäßig achmalen Ge-fechtsabBchnitt allein liegen weit über tausend gefallene BoIschewiBten. An anderer Stelle versuchte der Feind das imübersleht-liche Buschgelände ausztmutzen, um sich zwischen zwei Stützpunkte einzuschieben. Er wurde aber rechtzeitig erkannt ujid aufgerieben. Schneidiget StoOtruppuniernehmen Im nördlichen Abschnitt der Ostfront zeichnete sich, wie der Wehrmachtbericht vom 6. Dezember bekanntgab, ein Verband der Waffen-ff dyrch ein schneidiges Stoß-truppunternebmen aus. Die durch Sprengkommandos und Plam* menwerlertrupps vorstärkto Stoügruppo drang überraschend In das feindliche Grabensystem ein und rollte es in einer Breite von 650 Meter auf. Es kam zu erbitterten Nahkärapfen um dio Bunker- und Kampfanlagen. Hierbei wurden 77 Wohn- und Kampfbunker, 32 mit Stahlschilden verstärkte Maschinengewehrnester und 30 weitere Maschinengewebr-und Schützengewehrkampfständo vernichtet. Außerdem blieben 130 tote Bolschowisten sowie zahlreiche schwere und leichte Infan-teriewaffcQ zurück. Die befreiende Tal Vor einem Jahr schlug .Japun los Ffcutc vor einem .fahre, in der Nacht vorn 7. zun) 8. Dezember, griff .lapan zu den Waffen, nachdem die kaiserlich jiipanisclie Regierung zu der Überzeugung gekomnieti war, daß die Vereinijiten Staaten keine giit-liclie Verständigung, sondern durcliaus den Krieg wollten. Der Oeneralkriegsvcrbrechcr Roosevelt ist es, der, wie in Europa, so aucii in Ostasien den Ausbruch des Krieges auf dem Ciewlssen hat. In Deutschland, das ebenso wie Japan die standigen Iferausforderungen Rooscvelts und seiner Kriegsverbrechercliciuc erlebt hatte, wurde die befreiende japanische Tat tnit größtem Verständnis aufgenonnucn. I^cr f'üli-I rer machte sich zum Dolmetsch des deut-.sciien \()IK"es, al.s er am 11. L)ezeinbiT i'n Deutschen Reichsta,!? ndch Dar|es:uiis der j tortgesetztsn Provokationen R(u)sevelts kc-, gen Deutschland, die von rednerischen f^nt-gleisungen bis zu eindeutigen Kriegsliand-i liiniren gegen deutsche Schiffe führten, ei-I klärte: »I)a(i dieser Mann mit seinem jüdischen Anhang seit .laitren mit den «leichen Mitteln gegen .lapan kämpft, ist uns bekannt. Ich hrauchc sie hier nicht zur Spra-^ che zu bringen. Auch hier sind dieselben Metlioden zur Anwendung gekonntien. Mr.'.t j lietzt dieser Mami zum Krieg, dann fälscht c die l'rsaclicn. stellt willkürliche Heluiuptttn-gen auf, hüllt sich dann in widerwärtiger I Weise ein in eine Wolke christlicher Heuchelei und führt so langsairi, aber 'sicher die Menschheit dem Kriege entgeKcn, nicht ohne dami als alter Freimaurer dabei (Jott xum Zeugen anzurufen, für die Ehrbarkeit seines Handelns. Ich glaube. Sie. alle werden es als eine Ürlösung empfunden haben, dali numnchr endlich ein Staat als erster gegert diese in der tieschiclite einmalige und unverschämte Miühandlung der Wahrheit und des Rechtes zu jenem l'rotest scliiitt, den dieser Mann ja gewünscht hat und über den er sich daher jetzt inclit wundern darf. Dali die japanische Regi^unj? es jetzt nacli jalire-langeni Verhandeln mit diesem I'älscliei endlich satt hatte, sicii noch weiter in so iiiiwürdiRer Weise verhöhnen zu lassen, erfüllt uns alle, das deutsche Volk, und ich glaube auch die übrigen anständigen Menschen auf der ganzen Welt, mit einer tiefen Genugtuung.« Über die Vorgeschichte des unvermeidlicH gewordenen japanischen Vorsehens ist die Weltüffeiitlichkeit von den japanischen Staatsnüimiern untcnichtet Morden. He-kdimtlich hatten die Vereinistcn Staaten gemeinsam nnt Kn^and niid mit Unier-stützuiDi von 1 iolländisch-lndieii e ne Wirtschaftsblockade über Japan verhani^t und auch sonst mit allen tnöRliclien Mitteln '.ersucht, einen tiinflulJ auf die Regierung in Tokio in dem Sinne ausi;uübcn, ihre nationale Politik nach den Wünschen der I SA zu le-vidieren uiid^ vor alltiti den KriCK ge^cii Tsclmngking-Clihui vorzeitig aluulireehen. L'm ihr Entgegenkommen zu beweisen, hatte die japanische RcRicrunff einen Sonderbe-auitragten nach Wasliinston entsandt, der gemeinsam nnt dem dortigen japanischen llotschaftcr mi* der nordamcrikanisclion Regierung verhandelte. Diese \'erhandhtngcn wurden japanischerseits geführt, um dritte Mächte von einer Behinderung des erfok-relchen Abschlusses der Cliiiia-Angelcgen-heit abzuhalten, um .fapan umgebende Mächte nicht allein von einer direkten Bedrohung Japans abzuhalten, sondern aucli, um gewisse feindseliüc Maßnahmen, wie zum Beispiel die Wirtschaftsblockade gegen Japan, wie-' der rückgängig zu machen und die normalen Wirtschaftsbeziehungen wiederherzustellen, und schlleßlicli auch, um eine Ausweitung des Krieges nach Ostasien zu verhindern. Das Untragbare ertragend und das Unleidliche erleidend — so hat sich Ministerpräsident Toio einmal ausgedrückt —, hatte die japanische Regierung ihre Anstrengungen v-'oppelt, um das genannte Ziel durch diplomatische VerhandlunKcn /u erreichen. Dv' Vereinigten Staaten von Nordamerika aber haben Japans Zurückhaltung und Geduld für Schwäche gehalten. Sie haben es damals nicht allein abgelehnt, auf Japans bercclitigte Argumente zu hören, sondern sie zogen auch ihre ursprünglichen Vorschlüjrc zurück und machten Japan im Einvernehmen mit England neue anmaßende Vorschläge. Die folgenden drei Punkte des nordamerikanischen Vorschlages waren es vor allem, die Japan auf keinen l'all annehmen konnte: I. Zurückziehung aller japanischen Armee-, i>ee- uod Lui($trcitkr«ütc uni Marburger Zeitung-K- 7. Dezember 1942 Nummer 341 konimandos aus China uud aus FranroNisch-Indoohina, J. Liitziehung der Untcrstiitzuns Jiiilitärtscher, politischer unj wirtschaftlicher jeder Klesieruiij: oder jeden Reslnies 'ri China mit Ausnahme des Tschungkinjt-Rc-'^imes und i?. eine Ziisaue. daß kein mit einer dritten Macht abgeschlossenes Abkonunen «das /liclte auf den Drehnächtepakt) in einer \\el>e aiiSKcICKt würde, die die Schaffung und f"!rhaltunj; des f'rieücns im sesaniten t'aiifikrauni heeinträchtigen kütinte. Mit .inderett Worten, die' N'ereiniüten Staaten \ erlangten, .laiian *.ol|tc sciuc «esarnten ^Streitkräfte aus China und Indochina zu-riickziciteii, die chinebischc Nankinsresie-luns fallen lassen und den nreiniachtepakt kimdigen. I^s >\urde klar, daB Roosevelt ilurch den Abbruch der Wirtscliaftsbezielnni-Reij und durch die militärische Kinschüchte-ri'tis Japan herauszufordern und auf die Knie /.u zwingen beabsichtigte. Hätte Japan die amerikanischen Forderungen anjren(»tnincn, so wSrcn dadurch nioJit chaft von den Schuldigen fordern. Neuer Anprilf Willkies aul das britische Welfreicli Berlin, ti. Dezember Iii einer rnfcrredunp, die von der USA-Zeilschrift Christian Advocate veröffentlicht ■Aird. forderte Wendell Willkie eine klare De-finiertmg der Krieffsziele der USA und Knc:-liiiids im Inteiesse ihrer HilfR\'ölkL'r. ^>Wir iniisstn sicherstellen, daß die V^ölker wissen, wofür sie kämpfen und daß wir alle liir die gleichc Sache kämpfen«', erklärte er. tim dann mit einctn sichtlichen Seitenhich gegen London tu bctf)nen; Ich habe feststellen können, liaß die Vf'dker Afrikas, des AVttleren Orients, Lhinas und der jjesamle Herne Osten unter I rciheit die ordnungsmäßig fieplanle Abschat-iiidg des Kolonialsystems verstellen. Ich über-iieibc nicht, wenn ich behaupte, daß diese Art l-reiheit an erster Stelle bei ihren Kriegszielen steht. Später fingen sie an, darüber nachzudenken, ob auch wir das jjleiche Kriegsziel liabcn.4: Oieses Kolonialsvsteni, das Willkie so ^\Ll1wcr im Alagen liegt, ist die Herrschaft iles hritisthcn Empire, deren Abschaffung tatsächlich geplant ist, allerdings mir von den USA-.Machthabern, während Churchill im Aut-tiage der brilisthen Pliitokraten \()r kurzem erst noch nachdrücklichst den Standpiinkt vertreten hat. daf^ man halten wolle, was man besitze. Willkie bezeichnet die Abschafftmg der Herrschaft, die das britische Weltreich /iisammenTjält, jetzt als ordnungsgemäß. Selhstver.ständlich sagt er nicht, daß die USA-.Machth;;ber die.ses System nicht gerade abschaffen. sondern nur durch ilir eigenes Ko-lonialsystem ersetzen wollen. )lr mtiß aber /iigebeii, daß sich überall in der Welt die \r>Iker über die Ziele Roosevcits mindestens ihre Oedanken machen. Wcndcll Willkie muß ferner zugeben, daß man den Volkern wenigstens ein paar Kriegs-ziele f-jiglands tind der USA klarmachen müsse, d;imit sie wissen, woliir sie kämpfen sollen. Zeit wäre es auch eigentlich. Aber man muß Willkie zugestehen; So einfach ist das nicht. Es wird auch nicht leicht »ein, den llilfsvölkern einzureden, daß London und Washington beide das gleiche Ziel verfolgen, wenn der eine das britische Weltreich unter ;dlen Umständen aufrechterhalten und der an-ilere es zerschlagen und in die Tasche stecken T\ ill. S(i Ist es selbstverständlich, wenn nun die »Times mit Bitterkeit von den hinsichtlich \ijstralien unternommenen iWanövern der l'SA-f^egiening spricht. Der Plan Rooseuelts, die englischen T)ominions unter die .Abhän-aigkeit Washingtons zu stellen, offenbare sic!i von Tag Zu Tag deutlicher. So sei jetzt eine Mcue ,imerikanische Wirtschajftskommission nach Sydney entsandt worden,' um die australischen Lieferungen nach den Vereinigten Staaten zu überwachen. Verurteilter Sowjetspion in Schweden Stockholm, 6. Dezember^ Uer bolschewistische Militärspion Wassili .^idorenko, der seine Sabotagetätigkeit durch den P^JSten des GeschäftsftUirers im sowjeti-sihen Reisebüro IntouriM in Stockholm ge-larnt hatte, wurde am Mittwoch vom Stockholmer Amtsgericht wegen Spionage, gewalt' .samem Widerstand und Verunglimpfung der Staatsgewalt zu zehn jähren Zv\ angsai'heit vcvijrtcilt. W'ip >i.Afl(>nbladct. meldet, trat Sidorenko ^^äh^enc^ der Verhandlungen, die unter Ausschluß der (iffentlichkeit stattfanden, mit fre-iher Uncer.schämtheit auf. F£r lehnte jegliche? tieständnis .-ib, so daß eine Fülle erdrückenden Beweismateri.nls durch die V'ernehtnungcn seiner .sthwedischen »Spionagehelfer beige-hracht werden mußte. Den schwedischen Behörden gegenüber ist Sidorenko nach d'eseni l'iericht unglaublich rücksichtslos aufgetreten. Als man Tingerabdrücke von ihm machen w ollte, setzte er sich gewaltsam /.ur Wehr und spuckte sogar einem Urämien ins üesicht. Amerika zwischen Geständnis and Lnse Roos«velt gfbt zu, dast P«art Harbour zum Grab s«in«r PazitikfloU« wurd« — Fünf v«rnicht«ta und dr^i beschädigt« Schlachtschllff eingestanden — Es wird weiter gelogen Siockholm, b. Dezenü)er Das l SA-.VIarinc-Dcpartement gab in der .Sacht zum Sonntag erstmalig die Verluste bekaynt. die die nordamerikaiiische Pazifikflotte bei dem japanischen .Angriff auf F'earl Harbour am Morgen des 7. flezember 1941 erlitt. Danach wurden fünf ScIilachtschÜfe, drei Zerstörer, eiu grolies Schwimmdock und zwei Milfseinheiten vernichtet. AwRerdetn wurden drei Schlachtschiffe, drei Kreuzer und zwei flilfsschiffe beschädigt. An Mugzeugverlusteu gibt das USA-Marine-Departement ringzeuge der .Marine und 79 h'lugzeuge der Armee bekamit. Aullerdem erlitten die USA bei die.seui .Angriff, so heißt es in der amvlicheii Verlautbarung weiter, folgende Verluste: Das US.A-Seesoldatenkorps hatte JH7 Offiziere und .Mannschaften an Toten, 060 Vermißte und 876 Verwundete zu verzeichnen; die .Armee der USA 22b Tote oder an ihren Verwundungen Gestorbene. Das USA-Marinemini5terium fügt dieser Verlautbarung hinzu, dali der japanische Angriff sehr erfolgreich war. »Die erlittenen Schäden", so schließt dieses wohl bitterste Eingeständnis Roosevelt."», -waren äuUerst ernst«f. Diese nun ciidlich veröffentlichte Verlustliste stellt — wie nach der bisherigen Taktik des Verschweigeiis nickts anders zu erwarten war — nur ein Teilgeständnis dar, das noch hinter der Wirklichkeit zurückbleibt. Tatsächlich meldeten die Japaner außer dem jetzt von Roosevelt zugegebenen Verlust von fünf Schlachtschiffen, drei Zerstörern und einem Schwimmdock auch noch die Versenkung von zwei schweren Kreuzerti. Schwer beschädigt wurden auch nicht drei, itiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii iiitiiiiiniiiiiiiiiifiiuiiiiiiiiiiiiiiiHiitniiiiiiiiniHinnnnHiiiuiiiiittiuiiimMiiiiiniii Finnlands Unabiiängigiceitstag Das ganze Land feiert den 75, Jahrestag seiner Unabhängigkeitserklärung — Tagesbefehl des Marschalls Mannerheim Helsinki, 6. Dezember Ganz Finnland begeht am heutigen Sonnlag in einem den Zeitumständen entsprechenden Rahmen in schlichter, aber doch ganz besonders feierlicher Form den 25. Jahrestag der Selbatändigkeitserklärung. In drei Freiheitskriegen verteidigte das finnische Volk seine nationale Unabhängigkeit, immer gegen denselben Feind im Osten, Der heutige Gedenktag, der inmitten des dritten Freiheitskampfes begangen wird, steht daher auch völlig unter dem Zeichen dieses Verteidigungswiliejis, einig bis zum absoluten Endsieg für den Schutz der Freiheit und Unabhängigkeit einzutreten. Khning der deutseh^n G«faUenen Besonders feierlich wurde der Jahrestag in der Hauptstadt begangen. Eingeleitet ^^'urde der Tag durch Flaggenhissung und einen Fe.stgottesdiehst in der Größkirche. Um 11.43 Uhr wurden in ganz Finnland die Kirchenglocken ^feläutet und gleichzeitig auf den Heldengräbem von den nationalen Verbänden Kränze niedergelegt. In Helsinki fand eine besondere Ehrung dei- deutschen Kämpfer für Finnland durch eine Kranzniederlegung ani deutschen Gefallenen-Ehren-mal statt. An den Staatspräsidenton ergingen zahlreiche Glückwünsche, An der Spitze werden von der Prcsfie das Telegramm des Führer«, des Reichflverweacrs v. Horthy und des kroatischen Staatsführers Pawelltsch gebracht. Der Marschall von Finnland erließ einen Tagcabefehl, in dorn es u. a. heißt; Heute wr 25 Jahren wurde Finnland zum selbständigen Staat erklärt, aber erst auf andes keinen wirklichen Wert, hat, wenn sie nicht durch Kraft geschützt und garantiert wird. Im Krieg 1939/40 mußten wir die.se Wahrheit erkennen als wir im-aere Selbständigkeit in einem dreieinhalbmo-natigen .«»chweren Kampf von neuem verteidigten. Jetzt stehen wir bereits anderthalb Jahre wieder vor der gleichen Aufgabe und kämpfen mit der Waffe In der Hand für unsere Selbständigkeit und Existenz. Meine Soldaten! Viel wurde von euch verlangt und noch mehr wird voji euch gefordert werden. Ich kenne eure Sorgen und eure Schwierigkeiten, aber Ich kenne auch die unbedingte Festigkeit und den heldenmütigen Opfersinn, der euch zu großen Leistungen geführt hat. Zu den fernen Plätzen, wo ihr unter Schnee tind Eia Wache haltet, sende ich euch an u^wem Selbständigkeltstage meine Grüße. Mit Hilfe des Allerhöchsten werden wir diesen Kampf zu Ende führen, um unserem Volke einen Weibenden Frieden zu schaffen. * , , Mannerheim Der finnische Stäatftpräsident nahm zahlreiche Ördenavcrleihungen, Beförderungen und Ehrungen vor. Das Großkreuz der Weißen Rose erhielten u. a. Ministerpräsident Rahgel und Außenminister Witting, das Großkreuz des firinlöcnan Löwen Senator H. Renvall, der, dem SelUständigkeltÄ^nat vor 23 Jahren angehörte, und der Gesandte A. Yajoe Koflkinen. Der japanische Geaa-ndte überreichte in einer ' feierlichen , Audienz dem finnischen Staatspräsidenten das GroBkreuz de« höchsten ChrysanthemenHOrdehs. Mit dem Ritter-Orden der aufgehenden Sonne wurde der Marsehal! von FiimlÄnd, ,Mannerhelm, ausgezeichnet. Femer erhl^ten hohe japaniflche Ordenaauszeichnungeh Ministerpräsident Rangell und Außenminister Witting, Auch der ungarische Reichsverweser verlieh an Ministerpräsident Rangell und eine Reihe anderer RegienmgsmitgUeder Ordon^-auszeichnungen. GlOdtwonsdi des Führers Führerhauptquartier, 6. Dezember Der Führer hat dem Präsidenten der Ke-publik Finnland Rl.sto Ryti zum 25. Jahre.v tag der Selbständigkeitserklärung Finnlands am 6. Dezember mit einem in herzlichen Worten gehaltenen Telegramm seine Glück-wiinithc ijbermittclt. Sowjets verloren 179 Panzer Geländegewinne bei Tuapse — Erfolge am Terek und in der Kalnnückensteppe — Schwere gegnerische Verluste in Tunesien Führerhauptquartier. 5. Dezember r)as Oberkomniaiido der Wehrmacht gibt bekannt: -Im .\bschnitt Tuapse griffen deut.sche Truppen überraschend an, erzielten trotz besonders ungünstiger Wettcrverhältnissc üc-landegewiniic und erbeuteten leichte und schwere Infanteriewaffen. Starke .\ngriffe der Sowjets im Ostkaukasus scheiterten wieder unter schweren Verlusten an dem hart-niickigen Widerstand deutscher und rumänischer Truppen. Die Unternehmungen schneller N'erbiinde nördlich des Terek wurden fortgesetzt und über ILMK) Gefangene eingebracht. Der gemeldete Vorstoß in der Kalmückensteppe wurde bis tief in den Rücken des Feindes fortgesetzt und dabei ein Stützpunkt des Gegners mit großen Werkstätteu für Patizerkainpfwagen zerstört. Zwischen Wolga und Don griffen die Sowjets auch am 4, Dezember unter starkem Kinsalz von Panzern vergeblich att. 7.") Panzer wurden vernichtet, 1.3 bewegungsunfähig gc.schns.scu und dem Feind hohe Verluste au Aiefj,sehen und Waffen zugefügt Ein kraftvoller Angriff eigener Panzertruppen zerschlug feindliche Panzer- und Kavallerie-kräfte, wobei 20(io Gefangene und 14 Geschütze als Beute eingebracht wurden. Italic-ni.sche und ungarische Späht ruppuntcrneh-miingen an der Don-Front erbrachten wicli-tige F.rkundungsergebnis.se. (tn Raum zwischen Kaliniii und Umenscc brachen auch gestern starke, zum Teil durch besonders heftiges Artüleriefeuer, Panzer und Schlaclitflicgcr unterstützte Angriffe de.s Feindes zusammen. 104 Panzerkampf'\*'agen Nvurdcn, zun» Teil nn Nahkampf, vernichtet und sechs Flugzeuge durch Truppen des fleeres abgeschossen. Bei den .Abwchrkamn-fen der letzten zehn Tage vernichtete die 78 Infanteriedivision allen 169 Panzerkampf-wagen. iMe Luftwaffe zerschlug feindliche Truppenbereit-stellungen und Fahrzeugkolonnen. Jagdfliogerverbände schössen ohne eigene Verluste 58. Flakartillerie drei feindliche Flugzeuge ab. .\n der Nordfront wurden bei eigenen Stoßtruppunternehmungen über 80 feindliche Kampfstände und Bunker zerstört, ihre Besatzungen vernichtet oder gefangen. In Tunesien sind heftige Kämpfe im Gange. Ein wichtiger Straßen- und Eisenbahnknotenpunkt wurde nach mehrtägigen Kämpfen im Sturm genommen. Hierbei wurde eine starke brttisch-amerikanische Kräfte-giuppc, die weit vorge.schoben den feindlichen Aufmarsch in Tunesien zu decken hatte, nahezu völlig vernichtet. Der Gegner erlitt große VerHiste- a-n i Morr^chen und Material. Starke Verbände von' Kampf- und Sturzkampfflugzeugen griffen wirksam in die Kämpfe ein. Außerdem wurden Artilleriestellungen, Truppen und Panzeransammlungen wiederholt angegriffen, wobei über IW Kraftfahrzeuge vernichtet wurden. Ferner griffen deutsche und italienLsche Luftwaffenverbände den MafenA'on Bone an. Ein Transportschiff wurde schwer getroffen, zahlreiche andere gerieten in Brand, Deutsche Jäger schössen 23, die , Kü.stenartillcrie in Tunis zwei feindliche Flugzeuge ab. Fünf eigene Flugzeuge werden vermißt. An der Küste der besetzten Westgebiete verlor die britische Luftwaffe gestern sechs Flugzcusc. ^ondern vier Schlachtschiffe und nicht drei, sondern sechs Kreuzer. liin ganzes Jahr hat also Herr Roosevelt gebraucht, um sich zu diesen unvollständigen Angaben durchzuringen. Er hat es auch heute nicht gewagt, dem USA-Volk die volle Wahrheit einzugestehen. Vom ersten Tage der schweren Katastrophe von Pearl Harbour an hat er durch seine Presse immer wieder die Richtigkeit 'del- japaiüschen An-^i^en bestritten. Das ist dieselbe Methode, liiit der Churchill das englische Volk über die wirklichen Handel.s- und Kriegsschiffsverluste betrügt. Über die bisherigen Gesamtverluste, die der Krieg im Pazifik die USA-, und die britische Flotte bisher kostete, hüllt er sieb nach wie vor in Schweigen. Iiiunerhiii wurde durch dieses Geständnis, das mit der Verlustan-gabc von fünf Schlachtschiffen den wesentlichsten Teil der japanischen Angaben zugibt, die Wahrheit der Jalpanischen Meldungen auch von amerikanischer Seite bestätigt. Dies verdient im Hinblick auf alle späteren Ereignisse festgehalten zu werden. Gleichzeitig aber auch die Tatsache, daß die ame-rikani.sche Verschweige- und Lügetaktik zu der vollen Wahrheit doch nicht den Mut aufbringt. Audi Lord Meunder denlel die WahrfteitaD . öenf, 6, Dezemher »Eine .sehr schwcrc und gewaltig große Aufgabe liegt vor der Segen des HimmelM, doch darf man angesichts dieser Begünstigung durch die Vorsehung nicht die vorzügliche Ausrüstung, den hc^en Grad der Ausbildung und den eisernen Kampfwillen der japanischen Wehrmacht außer acht lassen ^er imterschätzen. Ohne diese drei Momente — insbesondere ohne die harte Schulung, welche es den Flugzeu^Uhrem der japanischen Marine ge. stattete, bei heftigem Sturm vom Deck der Flugzeugträger zu starten, und ohne den unbedingten. Willen, sich zu opfern — hätte bei aller Begünstigung durch den Himmel nicht ein Zehntel des tatsächlich erzielten Resultats erreicht werden können. Die Schlacht vor Malaya Zwei Tage nach Pearl Harbour wirden Ausbildung und Kampfentschlossenheit auf hoher See vor Malaya erneut unter Beweis gestellt; hier spielte der Zufall nicht hinein; die als unversinkbar geltende >Prince of Wales< und die >Repulse<, beide vollständig gerüstet, wurden — die erste durch sieben, die zweite durch vierzehn Lufttorpedo-Tref-fer — auf den Meeresgrund geschickt. Unsere eigenen Verliurt^e waren dafzregen unwahrscheinlich gering; nur drei Flugzeuge gingen verloren. Kühne LandungsoperaUonen Das japanische Oberkommando hegte vor Ausbruch des Krieges Befürchtungen Uber die Möglichkeit einer Verbüidung amerikanischer imd britischer Seestreitkräfte im südlichen Stillen Ozean; die Überraschung von Pearl Harbour und der Ausgang der Schlacht vor Malaya haben jedoch diese Verbindung scheitern lassen, so daß diese beiden Gefechte die Vorbedingungen für «iie folgenden Landungsoperationen geschaffen haben. Ohne sie wäre die Besetzung Singapurs, der PhUippinen und Niederländisch - Indiens fraglldi gewesen. Die Operationen auf Malaya bilden den Höhepunkt des Großostasienkrieges, well Singapur die führende Schlüsselstellung einnimmt. Bei diesen Operationen hat Japan nur fünf Divisionen eüigesetzt; der Oberkommandierende war Generalleutnant Yamashita, der von Jänner 1941 bis Von Major Etu Endo kurz vor Ausbruch des nissiflchen Krieges als Chef der japanlachen Militärmlssion in Deutschland weilte und Stuategie, Taktik und Ausrüstung der deutschen Wehrmacht im Westfeldzug eingehend studieren konnte. MalaUadM HalUnsel und Singapur Eis wurde behauptet^ die Malaiische Halbinsel, die mit Dschungel bedeckt ist, la?se keine großangelegten Operationen zu. Die dortigen Operationen haben aber eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Maas-Durch-bruch, wo der Ardenner Wald großzügigen Operationen hinderlich sein konnte. Dennoch hat die deutsche Wehrmacht hier zahlreiche Panzerdivisionen eingesetzt. Die japanischen Streitkräfte haben während der vierjährigen Kämpfe im Gebirge, dichten Wald und Sumpfgelände des chinesischen Hinterlandes eine besonders ha.rte Schulung erhalten, daher bildete der malaiische Dschungel kein Hindernis für sie. Daß diese Truppen zwei Wochen nach ihrer Landung auf der Insel Singapur die gesajnt« Insel und Festung besetzt hatten, mag dennoch getrost als j'Wun-der« gelten. NMenländisch-Indieii Durch die völlige Besetzung Niederlän-disch-Indieiis konnte Japan das riesenhafte natürliche Rohstoffvorkommen, vor allem das Rückwirkung auf das Dreihundertmlllionen- volk der Inder haben, AbflchluB der Kämpfe auf den Philippinen i Wenn die Eroberung der Bataan-Halbinsol I und der Festung Corregidor sich etwas ver-1 zögert hat, so darf hierfür eine Erklärung General MacArthurs, der mit seiner Frau im Flugzeug nach Australien floh, als Begrün-^ dung angeführt werden: „Daß die von allen j Verstärkungen und Zufuhren abgeschnittenen 1 amerikanischen Streitkräfte in Corregidor sich so lange halten konnten, wurde auf die Kampfkraft dieser Truppe zurückgeführt; dies ! ist völlig verfehlt. Daß Corregidor erst im April in japanische Hand fiel, kommt viel-I mehr daher, daß die japanischen Streitkräfte I aus strategischen Gründen den Angriff ver-j zögerten,." I Um die Salomoo-Inseln I Aus demselben Blickwinkel wollen auch die japanischen Operationen ira Gebiet der Salomon-Inseln, die seit dem Auguüt des Jahres im Gange sind, betrachtet werden. Die Salomonen sind für die Verteidigung Australiens von großer Bedeutung, doch ist es für die Japaner, welche die Seeherrschaft ! in diesem Raum besitzen, nicht schwer, die '15 000 Mann amerikanischer Truppen, die I «Ich noch auf Guadalcanar befinden, zu ver- SewiiT-UNIO V..- hchungki^ füa/k hortHorät^ Cuom frs9 l OZEIkM (Scherl-Bildcrdienst-M.) Jtpaa und sein Machtbertfkh ein Jahr nach seinem Krlegseintrilt Erdöl sicherstellen und so die unerschütterlichen Grundlagen für den Aufbau Großoat-aslens schaffen. Von diesem Gesichtspunkt betrachtet, kommt den Operationen in Nie-derländiach-Indien dieselbe Bedeutung zu wie dem deutschen Vorgehen in Norwegen, der Ukraine und dem Kaukasus. In Burma Der Feldzug in Burma hingegen ist bemerkenswert wegen des zu bezwingenden ungeheuren Raums, der geringen Zahl der zum Einsatz gelangenden japanischen Streitkräfte — rund 4 Divisionen — der Schwierigkeiten des Geländes und der großen Hitze. Dieser Operation kommt ein großes Verdienst in der Sperrung der Burmaslraße und der Schließung des Östlichen Zugangs nach Indien ZU- Die Tatsache, daß das burmesische Volk unter japanischer Führung sehr eifrig für seine Selbständigkeit und Freiheit kämpft, wird früher oder später eine entscheidende nichten. Wenn sio nichtsdestoweniger diese Vernichtung nicht mit einem Schlage durchführen, so geschieht das in der Absicht, die Salomonen als einen Köder zu benutzen, mit dem der Feind aus seinem Bau gelockt werden kann. Auf diese Weise bleiben die Salomon-Inseln für die amerikanische Marine eine stets offene Wunde, die ihre Schwächung herbeiführt. In diesem Sinne dürfte es auch die Absicht der deutschen und italienischen Streitkräfte sein, die amerikanischen und britischen Truppen, die jüngst in Nordafrika gelandet sind, als Köder zu verwenden, um die noch vorhandenen britischen und USA-Schiffo heranzulocken und zu vernichten. Schwere feindliche Schiffsverluste Nun ein Rückblick auf die feindlichen Verluste zur See. Versenkt wurden bis zum 15. November: 10 Schlachtschiffe, 1.1 Flugzeugträger, 34 Kreuzer. 42 Zerstörer, fl9 U- WeltbiliJ Erinnerung an den Kampf um Burma Siegreiche japanische Streitkräfte beim Einmarsch in die burmesische Hauptstadt Ran-gun. Im Hintergrund die wundervolle Pagode von Sul Pdhaya Boote und 392 Frachtschiffe mit 2 200 000 brt; schwor beschädigt wurden; 7 Schlachtschitfc, 3 Flugzeugträger, 14 Kreuzer, 18 Zerstörer und 39 U-Boote. In derselben Zeit wurden folgende japanische Schifte versenkh 1 Schlachtschiff, 2 Flugzeugträger, 3 Kreuzer, 10 Zerstörer und 5 U-Bootej schwer beschädigt wurden; 1 Schlachtschiff, 2 Flugzeugträger, 5 Kreuzer und 10 Zerstörer. Das Verhältnis ist, wie ersichtlich, ein fur Japan außerordentlich günstiges und belräcit Im Durchschnitt: 10:1. Ahnlichc Resultate erbrachten die Operationen der Land- und Luftstreitkräfte. Tennotreue Die glänzenden japanischen Erfolge ira Cjroßostasienkricg haben zusammen mit denjenigen Deutschlands und Italiens in Europ.* eine weltgeschichtliche Bedeutung. Fragt man nach der Ursache dei^ japanischen Erfolge, so Ist es mit einem Wort zu beantworten: Die Tennotreue, die den hauptsächlichen Wesenszug des japanischen Soldaten ausmacht. Diese hoho Eigenschaft erzeugt die hervorragende Führung und den unbedingten Kampfesmut der Mannschaften, sie läßt den japanischen Soldaten sein Leben freudig für den Tenno hingeben. Es versteht sich, daß wir Japaner einen großen Stolz über die Erfolge des vergangenen Jahres empfinden, doch heißt es ander-Beits bei uns: „Nach dem Sieg binde den Helm fester", und wii sind uns wohl bewußt, daß die bisherigen Erfolge nur das Vorspiel zum Großostasienkrieg bilden. Die Welt-hegemonie der angelsächsischen Mächte, dio im Laufe von zwei Jahrhunderten aufgebaut wurde, können wir nicht in kurzer Frist ver* nichten. Wir unterschätzen auch nicht di« verbleibende britische Seemacht und die industriellen Kräfte der Vereinigten Staaten, doch besitzt Japan seinerseits durchaus rli« materiellen Voraussetzungen !ür die Durchführung des Krieges, ebenso wie Deutschland sie im Osten iji der ukrainischen Ernahrungs« basis in der Hand hat. Bis zum Endsieg Der Krieg des 20. Juhrhuniterts isl in (jt'" wissem Sinne ein Wetlkampl der Volks-energie und erschöpll sich nicht in homerischen Waffentaten wie es der Westfeldzug oder die Malaya-Operation waren. Erste Pllicht eines jeden Angehörigen der Dreiermächte ist es, die Losung Adolf Hitlers „Nie kapitulieren" zu beherzigen bis zum Tage des Endsieges Beim unbedeutenden Wechsel dos Kriegsglürks gleich nervös zu werden, bedeutet in die heimlückisrhe Falle des Feindes geraten, denn wer sich bis zuletzt seine Schlagkroft und Zähigkeit bewahrt, geht als Sieger hervor. AuQ^nbllcktblld^r aus dar und Luftschlacht von Paar! Harbour VVeltbitrf Das sinkende USA-Schlachtidiill MArizona SchcrI-Bikierdtetist-M. USA-Zerstörer «Sbaw" in Rauch und Flamm en Seite 4 »MarHurger Zeitung« 7. Deatmher 1542 Nuauier S41 1}otk und 3i»dtu^ Der iiaiienisch« Eriieiiunosninlsler in Berlin eingeiroiiea Der Kql. itdlienische Minister für nationale Erziehung, Bottai, der am Montag in der Berliner Universität das Institut Studia humaoi-tafis eröffnen wird, traf am Sonntag vormit taq, von Rom kommend, In Berlin ein. Er wurde bei seiner Ankunft auf dem Anhalter Bahnhot von Reichsminister Rusl. dem Präsi rtenten der Deutsch-italienischen Gesellschaft. Reichssportführer von Tschammer und Osten den StdatssekretAren Gutterer und Zschintsch dem Gesandten von Twardowski und zahl reichen Mitgliedern der italienischen Bot Schaft und der italienischen Kolonie in Berlin begrüßt. DUrer-Originale in Cilli Die December-AuMteilung der CiUier VollutbUcher«1 Die Dezember-Ausstellung der Cliliei Volksbücherei t/tigX «Ine besonder« künstlerische Kostbarkeit: Originale Albre ht Dii rerfl, des unvergleichlichen deutschen Mel sters an der Grenz'cheide zwe er Zelte. Sein schöpferisclac« KllnstUrlum verbinde den mystischen Tlcfslnn der mittelalterli chen Gotik und den Formwillm der Renal' sance mit dem neuen Lebensgefühl der deu' sehen Reformation. Trotz se'ner Süd and sehnsucht bricht der nordische Gehalt irr mer wieder durch Das Streben nach äuBei licher Formenachönheit muß hinter dem un erbittlichen Wirkllchkeitssinn zurUcktret n Gedankenfülle und Gemüt s egen über spi lerische AnmuL Seine vollendete Beben , schung der graphischen Techn k steht stein y ^'ne neue Shakcspeare-UberMtzniii:. im Dienste setner meisterliaften Charakterie Lnter der Devise »zurück zum Originaltext« sieningakunst. Ehrfucht vor der Wirkl'ch li'if W'iltaK II________' ... r. . ... . - ............ . . hat Walter .losten-Bonn eine Reihe ernster Dramen Shukespeaics neu übersetzt, darunter auch die Tragödie »Othello«, die jetzt das staatliclic Schauspielhaus Drefiden auf Grund der Jostcn.scheii Passuns: in Neueln-studieiiitit; heraus.brac'itc Josten Rcht es in der Hauptsache darum, den ursprünglichen Rhythmik und Takt, die Melodie der Shake-speare^cljcn Sprache zu treffen und damit den (ieist der Diclituntc niöglichst unver-(älsclit ?u bcsclnviiren F^ln Fioren1inpr Brokat« p'e'renwärlig auf deut-m hcn Hfihnen aufgeflihrt wird. keit, letzte Wahrhaftigkeit und unleate h liehe Treue in Beobach'ung und Wied rgab erfüllen den deutsc'ien Meister, auch don, wo er Innere Schau, Visionen und Gjdan-kendichtungen, die e'nes Goethe würdig wären. zum Bilde wenden läßt. Auch die wen'gen au£g st 11 en Bläßte, lassen den Beschauer der sich wllUg und lle-bevcU in sie versenkt, dai Wes'^n uni den Reichttim der Kurujt Dürers ahnen. Unter den «leben Kupferst eben verdienen d e beiden großen Blätter besondere Erwl'h un'' Es sind berühmte und eharrk'orüitlBche Bilder. »Der hellige Eurtnch'ufl«, der dem Wun-dcrhirach begegnet, Ist ein Blatt, das Dürer als den Begründer der deutschen, Ja der modernen Landsehaftsdarstellung zeigt Jeder Naturfreund, zumal Jeder Jäger, wird daran sein« Freude haben. Das re 'ank n^chwere Blatt »Nemesisc, auch »Das ^rcße Olü^k« genannt, ist ein Stück ech* deut'cher Gedankendichtung. Hier hat Dürer viele Geheimnisse hineingelegt. Wer kommt auch Auslese für das Frauenstudium Hochschulstudium steht Jedem befähigten Mädel offen Ileuto ist der Öffentlichkeit ein neues Bild Von der Studentin entstanden. Der jetzige Kncg und die vordussirhtliche Entwicklung der dtkarlemtschen Ncichwnchsfrago in oen lf)ln('ndpn Jflhrzf'hntcn hflt eine neue Lage ffrsrhcjtff'n. Seit Krionsbnginn «iludicren über « Frauen mehr als vorher Diese Zahl wird sirhor weitrr steigen und nach dem Krieg w-hrscheinlirh nicht erheblich absinken. Dn-rnit w'prlerhnlt sich ein Vorgang, den wir vom er.iten Weltkrieg her bereits kennen. Die Reichs-NSD-Referr-nfin der Reichsstu-dentonfilhninq, Dr. Anna Dammrr, wirft Im urntlichrn Organ dei Reichsjugendführeis „Dcis junge Detitsrhland" die Frage auf, ob nicht unter dem Druck der Forderung nach iik uleniischrn Ndchwuchskräften und unter-stfit/t durch die Anziehungskraft guter \md bi'ster Rprufsaussichtcn der Grundsatz der Auslese fallen wird, ja, ob nirht srlion das vorliegende zahlenmäßige Ijgebnis den Beweis der Aufgabe des Aus-Icseprinzips bedeute. Zuerst Ist fest/ustollen, dfis 1 lochschiilslndium jedem Mädel mit Reiff/eugnis offensteht, und zwar in Bezug cHit Stuf'ienwahl und Ableistung des IZxdmenh unhoschränkt. Wir sind heute auf den mittelbaren Weg der Aurdese angewiesen, die bfsber ihren bcstt^n Ausdruck in der studentischen Selbst-ci/ithung gefunden hat. Diese Ausleseform bt dijrfte gewisser Ergänzungen, die zeitlich vor dem Studium liegen müßten. Eine solche I'-rg-iM/unn wiire ohne Zweifel in Form eines sl ideatisrhen Pfl'chljrthres mit praktischem Piri«;'it/ und ffeistiqer Führung vor Beninn des SMnlitims im Sinnn der Auslese am wirkungt»-vomten. k inn nber unter den gegebenen Umständen nicht erörtert werden. Sie kann aber auch wirksam gesichert werden mit Hilfe einer planvollen Einwirkung durch Schule, BDM und Berufsberatung auf die in Betracht kommende weibliche Jugend. Der Aufforderung zum Studium muß aber zugleich eino sachgerechte Einführung in die in Betracht kommenden Berufsgebiete zur Seite stehen. Jedes Mädel, das einem akademischen Beruf zustrebt, muß auf die Verantwortung gegenüber den in Wahl stehenden Berufsgebieten hingewiesen werden, aa-mit nicht unter dem Einfluß romantischer Mädchenvorstellungen eine leichtfertige Berufswahl stattfindet. Diese Aufgabe, die In erster Linie den Schulen und den Berufsberatungen zufällt, wird auch von der studentischen Selbsterziehung übernommen und fortgesetzt. Es ist selbstverständlich, daß dieser Weg der Auslese nicht leicht ist und sich statistisch nicht so einfach erfassen läßt wie etwa die Erteilung von Studienerlaubnis und Stu-dienverwcigerung auf Grund gewisser Prüfverfahren vor dem Studium Wer aber dennoch als Unberufener in die akademische Berufstätigkeit elnschHlpfen kann, wird dem Ausleseprozeß des Lebens nicht entgehen. Wichtig ist, daß dem Studium und der Berufs-erzichung das Prinzip der Auslese zugrunde qplont wird, und zwar in seiner strengsten Form, und ferner, daß der Kreis der in Betracht kommenden Mädel planmißig erweitert wird auf alle, die befähigt sind. Auf diese Weise erhalten wir^ die Möilichkeit, d'e Würde der Ilorhschulen zu srhüt7r>n urd die Forderungen der akademisrhen Berufsgruppen zu erfüllen. DIE SCHULD 31 INGE' TOLMAIN ROMAN VON M. BERGiMANN Urhrbfr-Rec1itssct»nfu Drei Qu'i'len-VerlaB. KftnlE.sbrOck ,,.Mcin wird wahrscheinlich noch in einem grinz anderen Tone mit Ihnen redenl Mit dieser Taktik worden Sic nicht kom- nu'nl Ich weiß sehr genau, daß Sie mich an-(|> logeu haben. Das in dem Essen buthaltene (jilt war nämlich sowohl geschmacklos als auch geruchlos!" Inge Fcrchland, die langsam zu zittern begann, wartete eine Weile, um sich etwas zu ijoruhigen. Dann fragte sie: „Haben Sie dieses Wissen von dem Chemiker, der das Essen untersuchte?" ,,Allerdings." „Dann ist der Mann im Irrtum. Fragen Sie jedna beliebigen Arzt und er.wird Ihnen be-stritigen, daß Chirakolin oculares einen leicht bitteren, mandelÄhnlichen Geschmack hinter-Iciiltl Wie hätten wir auch sonst bemerken können, daß das Essen vergiftet war? Das muß doch jeder vernünftig denkende Mensch einsehen." .Agsten Sdh die junge Prau mit seltsam forschenden Augen an. „Woher wissen Sie denn überhaupt, daß OS sich bei dem in Frage kommenden Gift um Chirakolin ocularis handfit?" fragt« er tr iiimphlerend. Inge Ferrhiand erblaßte und biß sich in die Uppen. Sie sah zu spüt ein, daß sie Sorben eine Riesendnmmheit begangen hatte. Aber noch war nicht nlles verloren. „Woher Ich da* weiß? Natürlich von mei riem Gatten, der eine Vermutung dahin a\i8-«prach." „Das ist In der Tat seltsam! Ihr Gatte wußte vorher nicht, daß sein Essen vergiftet war und mußte erst von Ihnen darauf hingewiesen werden. Aber ganz plötzlich kam ihm dann die Erleuchtung und er stellte sogar den Namen des in der Suppe enthaltenden Giftes fest! Eine Tatsache, 7m der unser Chemiker einige Zeit benötigte! Wie stellen Sie sich das eigentlich vor? Wollen Sie sich nicht dazu äußern?" „Das wäre wohl zwecklos Demnach beschuldigen Sie mich also des Mordversuchs an meinem Gatten? Vielleicht sogar des Mordes an meiner Schwester und meinem Vater?" fragte sie. ohne jedes Zittern in der Stimme. „Erwarten Sie nach dem was ich Ihnen sagte, etwas anderes?" „Nein, durchaus nicht. Ich könnte zwar noch anführen welche Vermutungen mein Gatte aussprnch und vieles and-^re mehr. Aber W07.U das? S'e würdrn mir jf-, doch nicht glauben. Tun Sie also was Sie für Ihre Pflicht halten. Ich beneide Sie wahrlich nicht darum." Kommissar Agsten stund auf und legte ihr die Hand auf die Schulter. „Folgen Sie mir, Sie sind verh.tfteti" Auch Wolters hatte sich erhoben und trat auf ihre rechte Seite Worauf sie, die Frau In ihrer MHte, das Hotel vorließen. Als sie durch die Hnlle gingen reckten die wenigen anwesenden Cäsfo net'qinrig d'e Mälse Obwohl die jungo Frau erhobenen Hauptes zwischen den beiden Beamten dahin ging, aljnte man doch, welches Drama sich hier abspielte. Auf der Straßn srhien die Sonne, Vöqel zwltsrhrrten und in den Gärten blObte der rHr>der fln schmf^rH'rhes Amstorfühl «tieg in Tngn Ferchland auf, als sie zwisrhon den beiden Männern im Wagen Platz nahm. Je zu einem Ende, wenn er U^cr das Botilek-■al zu rätseln beginnt? Über du Glttok auf rollender Kugel, Uber dat Soh okMl, das fruchtbar und furchtbar Ist, das unbedacht apendet und mit Rache droht und une mahnt, 1ie Zügel des Maßhaltens anzunehmen! Au^li hier Ist ein Stück deutscher lAndschaft dargestellt, Klausen In Tirol, das Im Schatten der Schlcksalswo'.ke liegt Daneben stehen kleinere Kupfarst iolM, die Szenen aus dem Volks- und Landsknechteleben zeigen, sowie ein Blatt aua der berühmten Kupferstichpass'on, die slle die vollendete Charakterlslerungfkunst Dürers bis hin zum Grotesken und Ah^onderreh^'n te!-gen. Neben den Kupferstichen *lnd zwei Proben der anderen graphischen Technik »n de nen Dürer Meister war, des H-^lrachn'tiii, gezeigt: ein prachtvoller Fahnens^hwlrger und das wundTvoll komponierte Bild der »Helligen Familie mit den Hagf-n«, «'n echt deutsches FamiH^nidyll In deutscher Lead-Schaft, mit unendlicher L'eb« zum Kleinsten !Btidk Mac« Sueuysitti o. VorbJdlldM Arbeit der denWlMi Volk«., (ruppe lo Ungar». In der Debatte Über den Staatebauahalt nahm der voUot-deutsehe Reglerungaabgeordnete Dr. Hamm dl« Gelegenheit wahr zu einer Erklärung über die Leiatungen der deutschen Volks-grippe la Ungarn. So habe sie allein an einem Tair Geld, und Baehapenden in HOtae von Insji'^eaiDt 330 000 Pen|i;ö (etwa 340 000 Mark) für die voo der Gen*ahltn dea Relchs-verwesere veranlaßte Sammelaktion aufgebracht 35wl«cli«n dem deutachen und magya-riechen Bauerntum beständen, eo führte er aus, keine Gegensätze. Der deut«che und der ungarische Bauer kämpften heute gemeln-•am, wo nich der wahre Mann l)ewelBe. In d:es4>m 2iusammenhanÄ erwähnte Abgeordneter Hamm Aach die großen Bl\jtopf«r, die die Volkagruppe in diesem Krieg bisher gebracht hat. o. itklisebe UnverK^iÜLmtlieHen In Cngnm. In der ungarischen Regierung»- tind Reohtsprecee hat die Absicht der tingarlachen ZlonlstongeiiellBchaft >Pit> Palästina«, die Reden dea Zionistenführers Ohaini Watß-mann In ungarischer Sprache herauezugr^ben. und dem Sinn für oa« OroBe und ^rha^-e^^e | grüßt« Empörung hervorgerufen. Die BlÄt fir(^?eichnet. ' - - - — Dem besonderen Entgegenkommen e'nes CilHer Kunstfreunde! Ist es danken, daß hier Blätter, die vor mehr •'Is vierhundert Jahren aus Dürers HÄndtn hervorcre an^en sind und auf denen ^ein prüfendes Auire geruht hat, für kurze Zelt der öf/entVehk^lt zugänglich gemacht werben können. Eine Sammlung von Büchern über Dürew L^be*' und Werk ergänzt die Aue Jtellung. May Be(!lhovpn-fvniii)n Anschlag auf ihren Gatten verübte? Oder ihrer Schwester, an der sie mit ganzer Liebe hing, das Gift beibrachte?" Der alte Herr lachte. „Das sind doch lächerliche und vÄlhg baltlose Vermutungen, die durch nichts, aber auch rein gar nicht* zu beweisen sindl Ich kenne Inge viel zu gut, als daß ich auch ntir eine Sekunde lang an ihrer Schuldlosigkeit jweifeln könnte. — Was meinen Sie, Herr Inspektor? Sie haben Ja in der Rarhe gearbeitet und können sich deshalb wohl ein Urtoil orlaubon?" Numniri 34 »Marburgtr Zettung« 7. Üezcuibcr 1942 SHtt 3 •Aas \tad< iftd iUuid Ol« rrOl« Politik d«r BB^l&ndar ist tk»d«r •Mtindig, loch achtbar, soch rav«T-Ussig. Ihr« hervorrao^Bd« Eigeoschaft Ist dl« Hauch«]«!." Eismarck bauern/Uhrer d«a Kreise« zu «Iner Arbeits- M.Bm{,lind<.rk.b«i,tekliu.r tM d.r.at i". o' S"®"' "'T «iirr»»«».»» iT i j _ Ol Kr«isfÜhr«r und Landrat Pg. Bauer auch *ugiit«g«laa,koiis«irv«tiTsaa«lntod«m Sinn«, ___________________ niaaiAi« vom Uusr TradJtloo tind da* übftr- llftfertan Mathodan iKrar Politik abrug^hen. LeislangslShises viKer&teirisches Bavernlom IMo ■mufmifMiehlaeh« 1949 Im ünterlaad — fi« fllim flieg Am #. Dezember waren Im grroften Sail ; der unser LandvoDc ebenso erfüllt wie «ile des Deutschen Hausea zu Pett&u alle Orts- ' anderen Berufsgruppen. jiruppaaführer, Bürfermeister und tCreis- AnefkeHfliHK: voh nirtmrielmiieisinn Im nntertnd Die AunH!dttiijrshe«fimniui!gen des Reich*-ftährstandes (Grundregel des Reichsnährstandes für die praktische ÄuRbiWung im Garten- Regierun^eassesor Dr. Henf>chal, in Vertretung de« LandesbauemfUhrera, Landwirt- Es"i;; Kh« «VM dr« h«9 - n« 1« dl. Tr.dlUon der brillKh™ ^ p«irtiv Ihr« iw,-. ». 4« wlrtschaftsverband luid Dr. Fnedriger vonn 4"' P/Ä.™'"!'?; Vl.hwlrt/,eh»ftjv.rband t.Unahm«n. Nach kursen Begrtißtingsworten diirch KreisbauemfUhrer Straschlll hielt Pg. Luji die sduautsigsten polttischea Methoden mit tön««dea Plira««n von dor Rettung der Zivilisation** 'und Ton „Menschlichkeit" und ,.Freibeit" ru tarnen, ihr blutiges System der Trot* allem dürfer wir aber mit dem bisher Erreichten nr'ch nicht zufrieden »rin und ([erhauaen eme Ansprache, in der er sich I den EIhrgeia haben, im nächsten Jahr die Leistung noch Areeentlich 7M steigern, Wir wissen aaß wir vom Bauern vinl verlangen, der Bauer weia aber auch, daß «r als einer der wichtigsten Grundpfeiler des Zwingherr^chaft is aller Welt als höchste KnjndsätyJlch mit den Problemen unserer sittlich« Weltftrdnnng und Ihren onarsitt- Kriegswirtschaft auf dem Ohmährungssel«. Hclieii RanbtmperiaHsnras rermessen und ungemein eindnicksvolle schainheülg als göttlichen Auftrag*' ro b«- Aufklärungen rugleich mit wertvoHen H n- , , „ v * aeirhnon I fiir dl« Aufgaben der Zukunft gab, i nationalsozlallatischen Staates, dessen ziel Dai Ist in Wflhrhett dl« hriUnr-hm einfacher Vergleich mit den Hungerjah- ! bewußter Förderung er gewifl sein kann, die IM« «n »»" «"«l "18 «"«' ">lt »"«" Doutilch-I i«-» «"t na'^h ",™ Krle|r» In Ihrfr ganzen ? hir. -v.- Tili' J Ji !i ^ « V I««!' "»«> Unttnchlfd un'«r»r , OroOnlglgh.it wird nuwlrkcn können, aner- Karl I. nlnr. .b*en Heß, der Irland und Schott- 4«. xxr«i» kannt, und seine Arbeit voll gewijrdigt wird. Der Kreisbauemfilhrer bat anschließend dem LandesbauemfUhrer den Dank des Kreises für sein verständniavolles Eintitehrn auf die Belang« des untersteiripchen Bauern zu vermitteln und verspricht für die Zukunft gesteigerten ELn^ats. Abschließend ergriff Krelanihrer, Landrat Bauer da« Wort um die Ausführungen von Pg. Lungerhaunen kurz itu unterstrf ich^n und Pg. Straichill t^nd seinem Stab.qleitcr Or. Lattmann sowie allen ihren Mitarboitern Das hinter uns liegende Jahr hat nun ge- J bau) mschen es zur Bedinpunß, daR nur sol-zeigt, daß der untersteirische Bauer seinen che Berufs^färtner zur LehrlinRseinstelluii!; Kameraden im Altreich in nichts »urUck- und Ausbildung berechtigt wnd, die durch die steht. Auch hier wurde vorbildlich gearbel- ru«tind)ge Landesbauernschaft als Gärtnertet, angesichts des Mangel« an technlachen lehnnei»ter zugelassen bzw. anerkasnt sind. Hilfsmitteln oft unter noch srhwerigeren Damit in den neuen Oebieien^ der Landes-Bedingungon als anderswo. Dem Kreis Pet- bauernsthaft Steiermark und Kärnten Reeig-tau gilt die besondere Anerkennung der maß- , nete Lehrbetriebe für die AuBbildunfi von gebenden Stellen für mustergültige Organl- Girtnerlehrlingen anerkannt werden können, sstton und Durchführung der Ablieferungen, werden die in Betracht kommenden gärtncri- when Betriehsführer hiermit aufgefordert, An-iri^e auf Anerkennung alft partnerisrluT LcRrmeisler an die Landcshauernschaft Sieier-mark, Graz, Jakominiplatz 12, einzureichen. ^ . jetalgin Lag« gegenüber der im ersten Welt- land bntlg jnd grausam niederwarf und da- kri«g. Wenn wir dies zunächst der elnmaU- bp{ nach altte*tamenlarlscher Art verkündete, pren organisatorischen Leistung de« Dritten daß er und England von Gott „auserwählt" Reiche« elnerselta tmd den gewaltigen Waf- äeien. Diese britische Tradition der Heucholei fenerfolgen unserer Soldaten andererseits in haben schon Friedrich der Große und Bis- danken haben, «0 vor Allem auch der vor- marck erkannt, gleich vielen anderen großen bildlichen Di»lpelI stand im Zeichen d«r in der letzten Zeit erzielten großen Erfolge. So vurden allein bei der Versammlungswelle im Kreis Cllli im November 40 000 Untersteirer erfaßt und aus* gerichtet Die Auswirkungen der Versamm* lungen kdnnem im Krals Cilli als völlig b«< iriedigend bezeichnat werden. DaB von tllem Anfang der Im Unterland beschrittene Weg der richtige war, beweist die in inuner stei* gendem Maße zum Ausdnick kommende Aufgeschlossenheit der Unterstftirer. In den letzten Tagen sind ains den Ortsgruppen die Spenden für die Nordfront im Osten eingelaufen und konnten bereits ihrer Bestimmond übergeben werden. AJle Brwartungen and alle bisherigen ßrfihrtmgen worden Ober-troffen. IntMsamt konnten 1303 große Kitten mit Obst, Dörrobst, Zigaretten, Keks, Lebkuchen und anderen guten Dingen in kürzester Zelt zum Versand fertiggestellt werden Die Hilfsbereitschaft der Bevölkerung dM kampfenden Front gegenüber im Kreis Cilli spricht dafür, daß die Arbeit des Stoirischen Helmatbundes wieder einen gewaltigen Schritt vorwärts gekommen ist# Hierbei sind besonders die ehrenamtlichen Helfer und Helferinnen hervorzuheben, die durch ihren selbstloten und uneigennützigen Einsatz die vielen Spenden rechtzeitig sortieren und verpacken halfen. Es gereicht natürlich dem Kreit Cilli zur besonderen Ehre, daß er seinem Dank der Front gegenüber ia so schöner Weise Ausdruck geben kann. Der Kreififührer und Landrat befaßte sich eingebend mit der Kriegslage und der poli-tlKhen Lage im Unterland. Es ist festzustel-Icna, daü der Stoßtrupp des Steirischen Hei-matbtindes im Kreis Cilli immer stärker wird, immer kompromißloser an seine oft schwierigen Aufgaben herangeht und sie zielbewußt meistert. Als Soldaten des Führers erfüllen die Männer hier an der untersteirischen Front unter Hingabe ihrer ganzen Kraft ihre Pflicht Beginnend mit der zweiten Dezemberwoche wird der Kreisführer und Landrat mit seinem engeren Mitarbeiterstab allen Ortsgruppen und Bürgermeisterämtern in von Ihm tu bestimmender Reihenfolge ganztägige Besuche abstatten, um auch die letzten Hindernisse aus dem Wege räumen zu helfet). Nachdem noch die einzelnen Antsleiter der Krelsfühning zu Fragen ihrer Arbeitsgebiete Stellung genommen hatten, wurde der große Kreisappell geschlossen. Anschließend fand eme Tagung dor Bürgermeister statt, bei der vornehmlich wirtschaftliche Probleme behandelt wurden. m. Ein frohes Ercljjni's. Im Oauicrankenhaua in Cilli schenktc die Frau des Arbeiters Joh. Krainz aus Stockenhammer DrillinRen, einem Junßcn imd zwei Mädeln, das Lehen. Pie Praiienschaft und die Hilfsstelle »Mutter und Kind< nahmen Rieh der Familie sofort in vorbildlicher Weise an. Die noch jnnge Familie ist recht schnell von sechs auf neun Köpfe anpfcwachscn. m. TodcsfälK. In Oberrntwein 113 bei Marburg ist die 20jährige Kanzleikräft Äloiaie Gradiwrhnik gefitnrben. — In Drauweiler hei Marbifrg, LendorferstraBe 62, verschied die 82 Jahre alte Private Antonie Michelak, fjeh. Mr)dritJ?ch. — Im hohen Alter von 8-1 Jahren starb in der Haydnpassc 18 in Marburg d-e Private Elisabeth Zollncrit.^h, geb. Jclow-schek. Kernst dn ilie SchUnbeit deiner Heimat? Weitere Llchtbilderversammlunsfen im Krci^ Marburg-Stadt Die in der Zeit vom I. bi.*( 15. Dezember vom Steirischen Heimatbund veran-staltetcn LichtbikIcrversammlunRen, die in allen Orts-pruppen des Kreises Mnrhtirg-Stadt zur Ourchführimii pelrnpen. erfreuen sich eines immer fjrößeren Zuspruches. Immer mehr Volksgenossen und Voiksjjenossinnen besuchen diese Veranstaltungen, hei denen Redner des Steirischen Heimatbundes anhand vi.ii l-ichtbiidai]fnahmen üiier die Schönheiten, die Größe und die >iiacht unseres deutschen Vj-teriande» sprechen. Nach einer Reihe bereits durchgeführter Versa mm Innren findet Mfmtap:, den 7. De,;., die Uclilbiklerversammlunj; auch in de Dienst.stelle der Ortsgruppe l.eitersberi?: st.iH. Dienstag, den ft. Dezember, toltjt eine solche im Theatersaal in Lembach tind Mittwoch, 9. De/.cmbtr, im Musiksaal der Ortsgruppe Marburg I. m. Nachrichten aus Tüffcr. Die Frauen der Ortsjyruppc Tüffer haben in den letzten T;^cri'n einen einrigartigen Rekord frelicfcrt. Beipi Abschliift der Einkochaktion konnte im Amt l'"raucn {estcestellt werden, dart inssresomt 17f)0 Kilojtramm Marmelade ihren Zwecken zugctührt wurden. — Die letzte Veransi.iHun'4 der Filtnstelle des Sieirischen Heimathundes brachte den aiispezeichnetcn Film »■Wunsch-konzerk. Der Film wurde von den hauptsächlich aus bäuerlichen Kreisen herrriihrcndeii Besuchern mit überaus großen« Interesse aut-penommen. ' Glück auf, Glück auf, der Steiger kommt Gcschenk an die untersteirischen Bergleute zum FJarbaratag In allen Bergwerken des Kreises Olli, in Wöllan, Tiiller und Buchberg veranstalteten an» Sonntag, den fi. Dezember, die Bergleute Ihre traditionellen narbarafeiern, die im Zeichen des großen sozialen Fortschritts, den die im-iersteirischen Bergleute seit der Befreiung bereits verzeichnen können, standen. Die Bergleute versammelten sich sthoti atn Vorniittag, zum Teil in ihren tradiüonellen Bergmaiinsuniformen, und machten unter Vorantritt der Werkskapellcn ihren altherkömni-licliCn Marsch zu den let/.ten Ruhestätten ihrer verstorbenen KnnieraJen. Hierauf spiaclien in einer Feierstunde Betriebsführer und Vertreter des Arbeitspoliti.schen Amtes zu den Bergleuten. .Mit großer Genugtuung tmd Freude konnten die untersteirischen Bergleute die Bekanntgabe der Einführung der neuen deutschen sozialen Errungenschaften, die der Reichsmarschall In seiner letzten Rede verkündet hatte, zur Kenntnis nehmen. Auch dem untersteirifichen Bergmann werden allmählich alle sozialen Maßnahmen, die zum Nutzen seines deutschen Kameraden geschaffen wurden, zuteil. Als besonderes Gescnenk rum Barbara- tag wurde ihnen mit Wirkimg vom t. Dezember die Reihe der l^ohntarife bekanntgegeben. Im weiteren Verlauf der Kundgebung nahmen die Redner /u den Erfordernissen dtr Ze.t Stellung und setzten an die Spitze ihrer Au.-^-fühnmgen die Pflichterfüllung der arbeitenden Front gegenijoer der kiimpfcnden Frort be sonders heraus. Die untersteirischen Bergleute nui.ssen sich ihrer Aufgabe im Kriege bewußt werden und in der richtigen Erkenntnis der Notwendigkeit erhöhter Leistungen ifj jeder Beziehung gerecht werden. Nach den Ansprachen erfolgte die Ehrung alter, treuer untcrsteirischer Bergleute durcii Cherreichimg von Ehrendiplomen und Held-geschenken. .N'ach dem AbschlriB der Feier begaben sich die Bergleute mit ihren Gästen in die Grmcinschaltsräume, wo den Tag über alt tind jung bei Musik und srhönon deutschen Liedern recht nette Stunden verbrachten. Im Bergwerk Wöllan siprach zu den anpe-trctenen Bergleuten Gauwirtschaftsbernter Pg. Fleischmann. Ahnliche Feiern wie im Kreis Cilli wurd n auch in den Bergwerken Trfail, Eichtal und Edlingen ..bgehalfen. Der deutsche Vetter Von Alfred Richter Der Student suchte seinen Freimd, de« Auskultator auf. *Alter', sagte er and .schwenkte einen Brief in der Hand, »die Schweden konunenlt >Nanu —?< »Ja, die SchwtdeB kommen! Du weißt doch. daS ich Verwandte droben habe. Meine Alutter ist doch Schwedin.« i»Das wußte ich ja gar aichtl« »Trotzdem ist ob so. Und nun komme« sie.« »Gratuliere, Hoffentlich bringen sie dir viel mit« »Sie bringe« mir elue anaasstehliche Störung mitten in meiner Examensarbeit mit Was mache ich nur? Absagen — das kann ich nicht Es ist ausgcschlosseiL Aus Familienrücksichten. Andrerseits kann ich abe.r auch nicht einfach meine Arbeiten liegen lassen, bloß um mit dieser Hiltrud, oder wie sie heißt, in Berlin uniherzurenncn tjnd ihr alle ^henswürdigkeiten zu zeigen!« »Es kommt also eine Junre Dame mit?« ♦Eine blutjunge sogar. Ich glaube, sie zählt nicht mehr als siebzehn Jahre — was hast du denn? Du bist ja auf einmal wie elektrisiert?« »Weil Ick c»Das Vergnügen kannst du haben. Mehr, als dir vorerst Heb ist. sogar.« »Was soll da* heißen?« »Da^ soll heißen, daß du gawt einfach als »der deutsche Vetter« auftrittst, das Mädel vom Hotel abholst, mit ihr als »der deutliche Vetter« umherziehst, sie wieder ablieferst un» sie ein paar Stunden danach, wenn in-zviHsclien der Engel, der sie als meine Ku- sine ohne Zweifel ist, gespeist und geruht hat, wiederum abzuholen. Auf diese Wci.se könnt ihr euch drei Tage miteinander amüsieren. So lange bleibt sie nämlich da! Und Ich sitze solange zu Hause und büffle. Eine andere Lösung als diese sehe ich überhaupt nicht! Du ortwa?« »Ich noch weniger« erklärte schmunzelnd der Auskultator, »nur wird sie den Schwindel doch sofort merken? Oder die Mama?« »Sie selber merkt ihn nicht, denn sie hat mich nie gesehen. Mir i^it auch nicht bekannt, daß unsere Familie je Bilder ausgetauscht hätte. Und Mama tnerkt es nicht, weil Maina gar nicht dabei ist Der Engel ist begleitet von lauter wildfremden Leuten.« Er nahm den Brief vor und las darin nach: »Sie ist auf dem Wege nach Italien, macht in Berlin kurz Station und gondelt dann, betreut von zwei Kammerjungfern und einer älteren Qe-setlschafterin nach dem Süden weiter.« »Dann ist alles in Ordnung,« sagte dor Auskultator, »dann kann die Sache beginnen.« Der Auskultator holte die Reisegesellschaft, die dem »deutschen Vetter« neugierig entgegensah, vom Bahnhof ab, geleitete sie zu ihrem Hotel und führte dann die junge Datne — ein entzückendes Occhöpf — drei Tage lang in Berlin und Umgebung herutn. studierte zu Hause fleißig den Stadtplan und erkundigte sich bei allen Bekannten nach Immer neuen Sehenswürdigkeiten, und als die drei Tage voirflher wiren. konnte die Kusine getrost nach Hause berichten, daß sie wirklich, aber auch xvHrkllch alle Sehenswürdigkeiten Berlins unter Führung des höchst liebenswürdigen »deutschen Vetters« besicht'gt hätte, und daß sie bedauere, daß man Weiterreisen müsse, indessen, Papa hätte es ja so befohlen —. Als die Tremiungsstunde schlug, brachte der Auskultator seine liebreizende Begleiterin dreier schöner JuKcndtaae an die Bahn. Sie reichte ihm aus dem Abteilfenster die Hand zum .Abschied. Er hielt sie fe.st und sagte. »Kusine, ich habe Ihnen ein VVörtcheii zu sagen: Ich bin gar nicht »der deutsche Vetter«. Ihr wirklicher Vetter nämlich — ich hoffe. Sic werden ihn und mir unsere Schlechtigkeit verzeihen — .steckt ntittcn in Examensnöten, und da hätten wir alle es nicht verantworten können, wenn wir ihn herausgerissen hätten. Und irgendwie sollte doch dem Wunsche Ihres Papas entsprochen werden, nicht wahr?« • Aber wer sind Sie dann i« Wirklichkeit?« Der Auskultator verbeugte sich. ».Mein Name Ist Otto von Bismarck.« In diesem Augenblick setzt sich der Zug in Bewegung. Zwei Hände winkten einander 1 ni, solange man sich noch sah. Dann war ' das Abenteuerchen vorüber. — Vierzig Jahre später überbrachte der Die-I ner dem Fürsten und Reichskanzler ein Bil-' let einer ausländischen Dame, die draußen wartete. Bismarck las und lächelte. Es war die aschwedl.schc Kusine« von damals. Er ' empfing sie sofort zu einer heiteren, erin-rfrungsträchtigen Unterhaltung. Die Kusine — inzwischen bereits Qroßmutter geworden — bedankte sich noch einmal ftV den ritterlichen Dienst, de»» der Fürst ihr damals erwiesen hatte. Bismarck aber wehrte ftb. »Gnädige Frau, ich habe hier zu danken, Sie T^Mssen la nicht, wie schwach meine Bildung ohne Ihren damaligen Besuch wäre.« »Ich siebzehnjähriges Ding — —?« ♦Ich hatte damals Gelegenheit, alle Berliner Museen ausgiebig zu besichtigen. Ohne i Ihren Besuch wäre mir da*s, glaube ich. bis i heute noch nicht gelungen!« Mflndihaosen — wie er wirhiid; war Von Graf Baudissin Ein neuer Farbfilm schildert ver.scIiieJene Episoden aus den Erzählungen des Lügcii-barons Münchhausen. Wir wollen hier über den Lebenslauf des kaiscriich-rifsslschen I?iti-tncisters und Erbherrn auf Bodenwerder berichten, der sich sein Lrbcn lang über die Veröffentlichung seiner Schwanke nicht beruhigt hat. Hieronimus Karl Friedrich von Münchhau-aen wurde am 11. Mai 1720 auf Schloß Bodenwerder als Sohn des Hannoverschen und Schwedischen Oberstleutnants Georg von Rhcden-Ilastenbcck und seiner Frau Sybille Wilhelmine geboren. E gehörte der sogenannten >»chwarzen Liniec der Münchhausens an, die noch heute im Hannoverschen bodenständig sind. Bereits in frühester Jugend kam er als Page in den Dienst des um nur sechs Jahre alteren Prinzen Anton Ulricli von Braunschweig. Als sein Herr als Gatte einer russischen Prinzessin zum Kommandeur des Holsteini.schen Leibkürassier-Regiments ernannt wird, ist er mit knapp 20 Jahren Kornett in Riga. Der Erbprinz schcnkt ihm bei dieser Gelegenheit drei schöne Pferde und zwoi Pistolen, die er während seiner g.inzen Dienstzeit fülirt (sie werden noch heute in Windischleubc bei Altenburg, dem Heim des Dichters Börries Freiherrn von Münchhausen, aufbewahrt), imd ernennt ihn schon im folgenden Jßhre mit Übergebung von 12 Vordermännern zum Leutnant in der Leibkompanie, Die Familienakten enthalten keine genauen Angaben, welche Türkenfeldzügc er mitgemacht hat, oder ob er an dem schwedisrh. russischen Kriege 1711—1743 teilnahm. Jedenfalls ist er am 21. Febnrai 17r>0 zum Riti-imcistcr ernannt worden; aui ürund seiner Seite ö »Marbilfger Ze!tung< 7. Dezember 1942 Nummef 341 BtoBbondectaN dar oalcriiciriidwii Beaalsnsdialt Der Steirisch« Heimatbund Lenker und Be- j treuer aller Bemfsrweige | Da» Amt für Beamte in der Bundesführung j Oes Steirischen Heimathundes veranstaltet Sonntag, den 13. Dezember, in Marburg eine Oroßkundgebung der Beamtenschaft der Un-, tersteiermartc, die um 10 Uhr im Heimatbund saal zuT Durchführung kommt. Nach der Ouvertüre »Buryanthec von Karl .Maria von Weber, gespielt von einem Teil des Tlieaterorchesters, verstärkt durch die Strei-chergriippe des Musikzuges der Wehrmann-schafts.standarte Marburg-Stadt unter der Leitung des Musikdirektors Pg, Hermann Ffisch, spricht die Kröffnungsworte der Leiter des Amtes in der Bundesführung, Bürgermeister F'?. Dr. Engelhart. Den Mittelpunkt der (iroßkundgebung bildet die Rede des Bundes-fiihrtTs, der in grundsätzlichen Ausführungen zur Beamtenschaft sprechen wird. Die Schlußworte des Anitsleiters bilden den Ausklanq; der ersten Großkimdgebung, die die Beamtenschaft der Untersteiermark, betreut vom Steirischen lleimntbund, veranstaltet. m. Von der Technischen Hochschule Graz. f>rdent!. Professor Dr. Fritz Kohlrausch, Direktor des physikalischen Instituts der Technischen Hochschule Graz, wurde zum korrespondierenden Mitglied der königlichen Akademie der Wissenschaften in Bologna gewählt. m. Personelles. Heinrich Asper, der hier bekannte und beliebte Operettenkomiker der vergangenen Spielzeit imseres Theaters, wirkt gegenwärtig mit großem Erfolg am Stadttheater in Brüx, über die Operette s-Land-streicherc schreibt die »Brüxer Zeitung«: »Die Darstellung war bis zur kleinsten Rolle vollwertig besetzt. Den Humor verkörperte als erster Rudolf Schücker und war als Fürst Adolar wirksam. Heinrich Asper als Gerichts-flicner Kanipl bot ein Kabinettstück voll drol-Hger, urwüchsiger Komik mit echt wienerischen Einschlag und erweckte die stärksten l.acbsalven des ausverkauften Hauses.-: Gern werden sich die Marburger Theaterfreunde dieses gereiften Künstlers erinnern. m. Mit Starkstrom in Verbindung; geraten' fn den gestrigen Morgenstunden kam der im städtischen Gaswerk in Marburg beschäftigte 'Jfjährige Anton Ranko aus Drauwetler bei Marburg mit Starkstrom in Verbindung, wobei er schwere Verbrennungen im Gesichte erlitt. Er wurde vom Deutschen Roten Kreuz ins Marhurcer Krankenhaus überführt. m. Der Kreis Mureck berichtet. Die Kameradschaft Mureck des Reichskriegerbundes hielt letzten Sonntag im Jahl-Saal ihren gut-"oesMchten Monatsappell ab, bei dem Kameradschaftsführer Major Gerhardinger alle Ta-goslragen besprach und einen mteressanten Vortrag hielt über die erste Panzerschlacht der Weltgeschichte am 20. November 1917, — Die NS-Gemeinschaft »Kraft durch Freude« bringt am 0. Dezember im Kinosaal mit den Ausführenden: Lotte Kri.sper-Leipert, Dr. Otto Stern und Prof. Franz Theodor Kaufmann einen großen, volkstümlichen Solistenabend zur j>urchführung, der bisher allerorts durchschlagenden Erfolg erzielte. Wegea Vernicliliini werlvonmi Volks-goies nm Tode verancyt Der 62jähnge Landwirt Anton Pajefc aus Adrianzen hei Friedau in der,Untersteiermark steckte, nachdem sein Besitztum infolge Verschuldung in andere Hände übergegangen war, das Anwesen aus Rache in Brand, wobei das Wirtschaftsgebäude vernichtet wurde. Der Angeklagte wurde vom Sondergericht Graz wegen Brandstiftung itnd vorsatzlicher Zerstörung wertvollen Volksgutes zum Tode verurteilt. Alfred Zoff zum Gedächtnis Ausstellung in der >Neuen Galerie« im Gräser Joanneum Am 11. Dezember dieses Jahres wäre AJ- j MüWwUMer, Klippen und Hafcnbllfler — er fred Zoff neunzig Jahre alt geworden. Das bildet sie alle zuerst nicht zelchnerlach ist der Anlaß, »einer nun in einer rückblik- durch, sondern belebt sie als farbenglühende kenden Schau zu gedenken, wie sie soeben j Bilder seiner Seele, indem er sie mit seinem der Leiter der Neuen Galerle, Univeraitäts-profesacr Dr. Riehl aus musealem und privatem Besitz zusammengestellt hat Wer Zoff persönlich kannte, seine Bilder noch »naß in der Farbe« Im Schulatelier Pinsel zum farbig-viaionJiren Eindruck zU' sannmenfaBt Daß freilich als Grundlage und Voraussetzung hierzu die Zeichnung von Meister Zoff ebeuRo beherrscht wurde, beweisen unj heute Am Werksbach In Sottennann >Ancienität'ktober. : Im Jänner werden die steirischeii Eis-scliiitzcn ihre Gau- und Kreissies:erbewerbe abwickeln, außerdem soll der Wettbewerb um den Alpenpokal beschickt werden. ; Wien Berlin In der ersten Hälfte liM3. Zwischen den BereichsfacJiwarten der Sport-gdue Berlin-Brandenburg und Wien ist firund-sätzUch vereinbart worden, daß die 35. Be-•q«gnung zwischen den beiderseitigen Fuß-bdH-Stäc'temflnnschÄflen in dfir ersten Hälfte des Jahres 1943 auf Wiener Boden ausgetragen werden soll. : Sichwedens Tennisspieler siebten 4:1. Der Tennisländerkampf Schweden—Dänemark in StockhrHm - endete mit einem 4:1-Sieg der ,Schweden Ein 2:2-Unentschieden gegen Trifail »Rapid^-Marbnrc versibt seinen sicheren Sieic — Gutes Spiel der Trifail«r Bergknappea Im Marburger Rapid-Stadion jab es am Sonntas: einen wechselvoUen Kampf,, der die Frage nach der besten untersteirisclien Fußballelf lösen sollte, uns aber die ersehnte Enträtselung schuldlu blfcb. Rapid-Marburg und die SO Trifail, die beiden Herbstmeister ihrer Meisterschafterunden, lieferten sich zwar einen spannungsvollen Kampf, einigten sich schlieBlich doch recht friedlich mit einem 2:2-Unentschieden. Rapid begann auch diesmal mit viel Kraftaufwand und großem Eifer, sodaß man allgemein mit einem Ra-pid-Sieg rechnen konnte. Die Heimischen kamen auch bald durch Hery in Führung, worauf Kreiner nach Seitenwechsel den Stand .sogar auf 2:0 erhöhte, sodaß alles auf einen klaren Sieg der Schwarzblauen hindeutete. Da setzten die Trifailer, die sich als eifrige, verbissen kämpfende Gegner entpuppten, mit voller Kraft ein und erzielten durch Schuster zwei Treffer, die den Endstand herstellen. Das Spiel war nunmehr völlig offen, sodaß der Sieg bald der einen, bald der anderen Seite winkte. Spielleiter war Schiedsrichter Bergant (Marburg). Im Vorspiel bereitete die Deutsche Jugend Marburg eine nicht geringe Überraschung. In einem Treffen mit der Abt. Reichspost der Marburger Sportgemeinschaft feierten die Jungmannen mit 4:1 einen eindrucksvollen Sieg, nachdem die Postler noch bis zur Pause mit 1:0 geführt hatten. Der Preis des FUlirers fiel an Deutschland Vom Drefländerkampf der Amateurboxer Deutscliiands, Ungarns und Italiens Wie man nach den glänzenden Erfolgen in Rom und Budapest erhoffen durfte, haben Deut.'wrhlands Amateurboxer auch den dritten diesjährigen Dreiländerkampf mit ihren Kameraden aus Italien ynd Ungarn in eindrucksvoller Wei.se gewontren. Unsere Amateure eroberten in der Berliner Deutschlandhalle mit 28 Punkten den Preis des Führers für die siegreiche Nation gegen l^gam mit 12 und Italien \ mit 8 Punkten. In der Einzelwertung der Länderkämpfe behauptete sich Deutschland über Italien mit 15:1 und über Ungarn mit 13:3 Punkten. Ungarn zeigte sich den Italienern mit 9:7 Punkten überlegen. Im Oesamtergebnis ^ler drei diesjährißen Länderkämpfe erreichte Deutschland 71 Punkte, vor Italien mit .39 und Ungarn mit 34 Punkten. Buroplisdie SpanlfUirier in Berlin Der Berliner Drelländerkampf der Amateurboxer sah viele führende Persönlichkeiten des europäischeo Sports am Ring in der Deutschlandhallc, die die OelegenTielt zu einem regen Erfahrungsaustausch nützten. Unter den Gästen des Reichsportführers waren i>rotranin: 15—16 Uhr: Klaislsche Solittenmusik. W.l.'i—1»>; TäBzeriscbe Musik and Charakterstücke vnserer Zeit. —IS.!.";: Das neue Buch: Crnit Peirold »Epsteins«, Uio Oietti berichtet. 18.30—19: Der Zeit&pieKcl. — 1^—1^.15 WehrmachtvortraK: Unser Heer. 19.15—2iv Krontberichte nnd politische SendunKen. —22: »Pur Jeden etvast. twei bunte Stuaden, 22.20—22.30; Sportnachrichten. I Deutschtandseader; ' 17.13—18 Uhr: Plitioer, Zandonaj Biumer mit Helmut Hildegethi. Leituns Wilhelm Franz PeuB. — 20.15—21: Hilde Scheppan, Peter Anders. j. v. Mano-«arda, Michael*Ranchei^en ond andere in »Klassischer 1 Humor und Tünz« von Chopin, Hubay und Nicolai. --• 21—22; Robert Heeer dirigiert seine »Dramatische Onvertüre« and Schumanns 2weitc Sinfon. ; Bondavalli bleibt Meister. In Tiumc verteidigte Europameister Bondavalli seinen Titel als italienischer Bantamgewichtsineister mit Erfolg. Er .schlug den in Fiume beheimateten Sergo in zwölf Runden sicher nach Punkten. ; Gunder Hägg erhielt für die beste sportliche Leistung des Jahres in Schweden die Goldmedaille. ; tin hünf.Städtekampf im Schwimmen ' der Männer und Frauen wird zn Weihnachten , in Hannover zwischen den Städten Braiin-I schweig, Göttingen, Hildesheim, Osnabrück I und Hannover ausgetragen. I ; Treueprämien für Italiens Fußhallsplclcr. In Florenz hatte Nationalrat Ridolfi eine Be-' spreciiung mit den Vereinsfiihrern der ersten ' italienischen Fußballklasse. Dabei machte er die Mitteilung, daß an besonders verdiente Spieler Treueprämien gezalilt werden sollen. ' Die Hälfte dieser Prämien sollen »ei'^crn s:e-I spart« werden als persönlicher SicIierunKs-' fonds für spätere Zeiten. ; Italiens Wintersporiprogramm 1943. Den Krieg.sverhältnissen angepaßt bescheiden Fxh Italiens Wintersportler auch 1043 mit einen kleinen Programm, das in der Hauptsache aus den üblichen Meisterschaftswettbewerhen besteht. Den Beginn maclien vom 15. his ^tini 17. Jänner die Eisschnelläufer mit ihren Titelkämpfen in Bardonecchia. Vom 20. his zum 31. Jänner folgen im .M.TÜändcr Sportpalast die Meisterschaften der Eiskunstläufer. Pur Februar ist dann ganz dem Schisport gcwi l-met. Vom 3. bis zum 7. Februar sollen in Cor-tina d'Ampezzn die Meisterschaften der <"jlL ausgetragen werden. Die nationalen .Meisterschaften von Italien sind für die Tage von» 20. his zum 25. Februar, nach Ahetone, der Heimat der Weltmeisterin Celina Seghi, gelegt worden. ■} I. ijtse^r der,Stadt Oi« ;y(i^ ;;Oberjkrä^ der Stadt Marburg a; d. Dntt crUayenc lai im Ittar Marbürger Veriaga- u. ' DriialtercM -Ges. tu b. H.' erschienen and atii ScÜaltf r, Badgasse 6, zum Pre'se von 20 Pl«niii0 •rblllllcli. Die Hausgemeinschaftsordnung rouss in jedem Haus sichtbar aagebracht werden. VeroriiiiuDgs- oil ABisblatt des Chels der Zivilverwaltunu in der Untersteiermark Nr. 109 vom 26. Nov«mb«r 1942 Elnzetpreia 15 Rpf hrhältllcb belio Schalter dsi Mmrbutgmt Merlaa»- u. Drutkmreh Gms. m.' b. H. MmföutW'Ormu. Bmtiwaamm 6' bei den Ueschäftsstellen der »Marburger Zeitung« -IN CILU, Marktplatz 12 (Femnit 7) • IN PETTAÜ, Ungartorgasse, Herr (ieorg Rchler und hei den sonstigen Verkaufsstellen Bezugspreis: Monatlich KAt 1.25 (stets im voraus zahlbar). UezuKsbesteliuogea werden bei den Ueschäftsstelleo der »Marhurger Zeitung« und im Verlag. Marburg-Drau, Badgasse 6. angenommen. I,--. . ■■■ An unsere Postbezieher! vVenn der Postbote zl Ihnen kommt und die bt-eugsgebühr für die >Marburger Zeitung« e^nhebt, bitten wti Sie, duiuit in der Zustellung keine Utt-terbrechung eintritt, die Zahlung nicht zu verwei gern. Die Re/ugsgebCtiT isr immer im voraus zu bezahlen. >%JViarburm Zeitung«« Vertrlebsabteilun^ Kleiner llRzeiner /edet Won kostet fflr StelletiEesuch« 6 Rpi das fettsedrackte Won 26 RdI (Or Qeld- Reallti-tenverkehi Briefwechsel ,N\it clektrisclieni nraintnophiMU an die \'crw. Kiir/.e Pelzjacke (Gazelle) gegen andere \sarme Pcl/jackc zu tauschen gesucht. Zuschr. unter >Pelzjacke« an die Verwaltung, 12976-1 l FERKEL uiri LAUFERSCHWENE von 40 bi.s 60 Kg liuf. lieferbar. Anfragen an Felix Müller. Landshut'Isar. 8IS4 Die Marbursef ZeIH"*' gehölt m rmam Fsmi um 0 des Unterlandes m Garant guter Arsnei-Präparate ~ t*n 1893 ~ rh»a. Fabrik Krewel-Lruff'en U. m. h n Külm Unser Teuerstes, unser Mutterl, Schwiegei-mutter. Groß- und Urgroßmutter, Frau ElisabelliZillneritscIi Hausbesitzerin hat uns heute, Sonntag, den 6. Dezember 19'»2 nach Jahrelangem Siechtum, im 84. Lebensjahre, für immer verlassen. Wir betten unser Teuorstes am 9 Dezent-her 1942, um 16 Uhr, auf dem Friedhofe mt 'runndorf zur ewigen Ruhe. Brunndorf, Graz, Wien, Veitsch-Obersteitr. •^ie tieftrauernden Familien: Zollneritsch I eindl, Kammerhofer, Helnemnnn. Sette S »Martwfgtr Z«rtanf« 7. D«embef 1042 NMMRtr Ml 12MS In Reih und Glied itehon li« da: der Viler. die beiden Töchter und der Junge. Und de« vor Freu Meter, die ein ernstes Wort mit thnen reden muBte. So ging dai Je euch wlrlcflch nidit mehr weiter; Mit lelnen Zigerreii teilt skh'B der Vater ein, auf die Punkte der Klelderlcarte Mben die Midchen gar aut acht, und der Junge UBt nie mehr harte Brotrinden herum-lieaen. Aber an den Waschtag und daran, daß et audi Seifenkartert gibt, denkt keiner. Die Sorge, damit auszukommen, die überllßt men der Mutter, Darum gab es groBen Appell bei Meiers, und die Mutter erlcUrte: ab nun wird Wische geiparti Aber nicht Indem men ein Hemd M. B. Unger trigt und elnfedt schmutziger werden IlBt Megr Schmuti in der Wische verbraucht auch mehr Seife — des wire elso fafsch gespart Rtditigea WiechesH^ heiBt: unnötige lesdtmtitiungen rermeldee. Und Frau Maier. die die Gewohnheiten dei Ihren kennt, halt jedem die Sünden vor, die er kCnhig nidtl mehr begehen darf. Wie wire ea, verehrte Hautfrau, mK eoldi einem Appell bei Ihnen ru Heuset Sidier-lieh tieBe sich auch bei Ihnen noch menchet WlschestOck einipareedlngt zu sparen. 120613 gez.; KNAUS. Der Ciief der Zivilverwaltung ia der Untcrstelermark l'tr Bcjuliraatc iUr die Zlvilrechtspflcje — Dienslslcllc Marburit Drau 9HR A 25 Eintragung der Firma eines Einieilcaufmannes Eingetragen wurde in das Register am 2. XII. 1942. f>lt2! dc.s Unternehmens: Rup|>er8t>ach Nr, 1, Gemeinde W ai-h8enl>erg. Firma: Manufakturwaren-Großliandel und Handelsagentur für TcxUlien, Koiuttantin Scherl>an. Inhaber: Konstantin Scherban, Kaufniann In Ruppersbach Nr. 1, 12949 Der Chef der Zivilverwaltung In der Untersteiermark Der Deaufiracte für die ZivilreclitspflCEC — Dienststelle Marburs/Drüu 9 HR A 24 Eintragung einer Kbmmanditgesellsctiaft Eingetragen wurde in daa Register am 2. XII. 1942. Sitz dor Firma: Marburg an der Drau. Firma: Obst- und tJemüseverwertung K. (*, Haring & Comp. Tersönlich haftende Gesellachnfter: Karl Haring, Kaufmann in Marburg (Draui, Albin Schraifl, Direktor der Landwirtschaftlichen Hauptgenoe.sen.schaft in Graz. Kommanditgesellscliaft. Dieselbe hat am J5. Auguflt lö'12 begonnen. 1 Kommanditisttn i.u T 64/4^-4 Glntoitung das V*rfahr*m xum des Todes Joacf Brodei, i^eboren am 10. 2. 1885 in Hübel, zuständig nach Weltöi-wtein, Kroi« Marburg/Drau, ehelicher Sohn des Simon Brodei und der UrsuU Bachernig, laut Note de» Pfarramtes WoUenstein seit 17. 2, löH mit Elisabeth Fun-garlnik verhelraUt; auleUt wohnhaft in Weitenstein Nr. 2, im Jahre 1916 aum Infanterieregiment Nr. 87 nach Güll eingerückt, anfangs Oktober iDlft auf den llallenlachen Kriegsschauplatz abgegangen, letzte Nachricht vonn 21. 8, 1916, Feldpostr^S, wird seit 16. Oktober 1916 vermißt. Da hiemach anznjnehmen ist, daß die gesetzliche Vermutung des Todes im Sinne des § 4 des QWetses vomi C 7. 1939, RGB1< I. S. 1186 eintreten wird, wird auf Ansuti^n der Qattln des Vermißten, Elisabeth Brodel, Rentnerm In Weitenstein Nr. 2, das Verfahren des Todes eingeleitet und die Aufforderung erlassen, der Dienststelle Nachricht über den Vermißten zu geben. Josef Brodel wird aufgefordert, vof der gefertigten DtenstBtelle zu erscheinen oder auf andere Weise von sich Nachricht zu geben. Nach dem 1. 6. 1943 wird die Dienststelle auf neuerliches' Ansuchen der Elisabeth Brodel über die Todeserklärung entscheiden. 12512 Marburg,Drau, am 20. 11. 1942. Dor Chef der Zivilverwaltung Io der Uuterstcierinarfc Der Bc.nuftrafitc iür dio Zivilrcclunpiitge - Dienststelle Marburj/Drau T 52'42-t> Einleitung des Verfahrens zum Beweise des Todes Johann Kukowetz, geboren am 29. 2. 1896 in Gibina Nr. 27, nach Kirchberg i. d. B., Kreis Pettau, zuständig, ehelicher Sohn des Johann Kukowetz und der Gertrud, geb. Anschel laut Heiratsurkunde des Standesamtes Kirchberg i. d. B, seit 26.6,1929 mit Johant'.a Slatinschek verheiratet, zuletzt wohnh.in Wranga Nr. 84, Ende März 1041 als Infanterist zum Gendarmeriep'istenkommando in Unterdrauburg eingerückt, hat Anfangs April 1041 als Feldgendarm bei Unter-drauburg gekämpft, letzte Nachricht vom 4. April 1541, soll dort gefallen sein, wird seither vermißt. Da hiernach anzunehmen ist, daß die gcretzliche Vermutung de» Todes im Sinne des ^ 4 des Gesetzes vom 4,7.1939, RGBl. L, S. 1186, eintreten wird, wird auf Ansuchen der Gattin Johanna Kukowetz, Besitzerin itt Wranga Nr. 84, Post Kirchherg^. d. B., das Verfahren zur Todeserklärung eingeleitet und die Aufforderung erlassen, der Dienststelle Nachricht über den vermißten zu gehen. Johann Kukowetz wird aufgefordert, vor der gefertigien Dienststelle zu erscheinen, oder auf andere Weise von sich Nachricht zu geben. Nach dem 15, Dezember 1943 wird die Dienststelle auf neuerliches Ansuchen der Johanna Kukowetz über die Todeserklänmg entscheiden. Marburj;,Drau, am 28. November 1942. 127241 Der Cljel der Zivllverwaltang in der UnterstelerOMTk Der Beauftragte lüf die Zivlirochtipllegc - Dien«t»t«lli Ptwburf/Drau T 91/4^3 Elnleltimg dm V«r(atir«ns lum dM Ted«! Frti» Kotnlk« geboren am 14. 9. 1878 In Schützendorf, aemeinde Luttenberg, dorthin zuständig, ehelicher Sohn des Johann und der Katarina Kotnik geb. Koschar, mit Juliana Kotnlk verheiratet, zuletzt wohnhaft in Schützendorf 46/49, am 26. Juli 19U zum Landwehrinfanterieregiment Nr. 20 nach Marburg eingerückt, im Monate Dezember 1914 auf den russischen Krieg.««ohauplatz abgegangen, wird seit 4. 2. 1915 bei Niklos Völgye vermißt. Da hiernach anzunehmen ist, daß die gesetzliche Vermutimg des Todes im Sinne des § 4 des Gesetzes vom 4, 7. 1939, RGBl. I. S, 1186 eintreten wird, wird auf Ansuchen der Gattin Julisaia Kotnüc, Besitzerin in SchUtzendorf Nr, 49, das Verfahren zur Todeserklärung eingeleitet und die Aufforderung erlawen, der Dlenstatell« Nadhrlcht Ub«r den Vermißten zu geben. Franz Kotnik wird aufgefordert, vor der gefertigten Dienststelle m erscheinen oder auf andere Weise von sich Nachricht zu geben« Nach dem 1. J\u\l 1948 wird die Dienststelle auf neuerliches Ansuchen der Juliana Kotnik über die Todeserklärung entscheiden. 12508 Marburg/Drau, am 24. 11. 1942. Der Chef der Zlvilverwaltung in der UuUrstolermsrk Der Bfauftraslc für die Zivilreclitbplleiiifi Dioustütelle Marburß/Drau T 60/42—7 Einleitung des Verfahrens lum Beweise des Tedes Johann typende, geboren am 5. 11. 1880 in Sehönweg bei Wolfebei* (Kärnten), zuständig nach RleU, Kreis CUll, unehelicher Sohn der Johanna Spende, laut Heiratsurkunde des Standesamtes Hagendingen seit 7, 2. 1914 mit Maria Pototschnlk verheiratet, zuletzt wohnhaft als Schmelzer in Hagendingen, am 2^5. 8. 1914 zum LandwehrinfanterlC" regiment Nr. 26 nach Harburg eingerückt, im Monate September 1914 auf den russischen Kriegsschauplatz «abgegangen, wird seit 16, 10. 1914 vermlllt. Da hlenaca anainehmen ist, daß die gosetzlicho Vermutung des Todes im Sinne des § 4 des Gesetzes vom 4. 7. 19.30, RGiJl. I. S. 1186 eintreten wird, wird auf Ansuchen der Gattin des Vennlßten Maria Spende au« Metz-Lothringen, Diedenhofonerstraße 63, das Verfahren sur Todeserklärung eingeleitet und die Aufforderang erlassen, der Dienststelle über den Vermißten Nachricht zu geben. Johann Spende wird aufgefordert, vor der gefertigten Dienststelle zu erscheinen oder auf andere Weise von sich Nachricht zu geben. Nach dem 15. Juni 1943 wird die Dienststelle auf neuerliches Ansuchen der Ma^ia Snenda über die Todeserklärung entscheiden. 12953 Marburg/Drauy am 2. Dewniher 194^?