Mlmchcr M Zeitung. Nr. 55. Pf«n»m«»«l. stiil t>!t Zustellung <»» Han« halbj, l<» li, Vlil ber Post ganzj, fi >5>, balbj, ? 5><». Donnerstag, 7. März. Insertion»,eb«l: Fill Nline ?ns«l»t« b«» ,» < Heilen lb lr.. nlbßer« pi, Zeile 6 k.; bei «ft«ln> wicbefholungen pr, Zeile 3 lr, 1878. Amtlicher Theil. Ee. l. und t. Apostolische Majestät haben mit Mhöchster Entschließung vom 2. März d. I. dem ^ zeitlichen Ruhestände befindlichen Landcspräsidenten "lanz Freiberrn Myrbach v. Rhein feld die wedigte .hosrathsstelle bei der Statthalterei in Graz °uergnndiqst zu verleihen geruht. Auersperg m. r». ^. Te. t. und t. Apostolische Majestät haben mit ^höchster Entschließung vom 2<'.. Februar d. I. ^ Pensionierte» Amtsdieuer des Landesgerichtes in ^la> Johann Jakob Tagliaserro, in Auertew .^!l seiner vicljährigen treuen und eifrigen Dienst-,'"ung das silberne Vcrdicustkreuz mit dcv Krone ^"gnädigst zu verleihen geruht. H„ 2c. k. und t. Apostolische Majestät haben mit ^höchster Entschließung uom 2. März d. I. dem taveur-Nntermeistcr derKosmanoscr Eoltondlilckfabrik, M^ ^zischck, in Auerlcuuuug 5)(>jähriger treuer ^luchtcrfillluug das silberne Vcrdiensttreuz' mit der roue allerguadigst zu verleihen geruht. > . ^er Iustizminister hat den Anscnltanten Oskar 3 ^^w u. Schluga zum Oerichtsadjuncten bei dem «ndesgcrichte in Klägenfurt ernannt. .Der Iustizministcr hat die Auscultanten Fcrdi-«"^^ledingcr und Mathias Mody zu Bezirls« ßMöadjuuctcil, ^"' erstcrn für Kötschach, den letzten, ü^vartlierg ernannt. Nichtaintlicher Theil. Der Friedensschluß. tllss'l^^ ^!^ Koustauliuopel gemeldet wird. ist der HlH'türlischc Friede Sonntag spät abends in San Kn i l? unterzeichnet worden. Die Fricdensbcdingun-Ns verüfsentlicht werden, wenn das Friedens-c^'uent in Petersburg eingetroffen ist. Die Kriegs gfMb'gung soll auf ' 12 Millionen Pfund herab-hln ' N scm; auch die „Agence Ruffe" bestätigt, daß )»tc? ^" finanziellen Lage der Türkei und den ^ch>, " b"' europaijcheu Gläubiger in dieser Frage die h ?9 getragen habe. Im übrigen beschränken sich llli^^ulgcnden Angaben auf Dementis anderer allar» lich ^ ^ (Gerüchte, welche in den letzten Tagen bezüg» " Inhaltes des Friedcnötraetates verbreitet wor- Imilleton. ^rauen-Turngesellschasten. ^'llen^ '^^irlichen Gesehen entgegen, zwingen die ^ltnissc '""bmml Sitten und verschiedene andere Vcr !!!^ M^?^^ ^'^ ^"^ "''l sich bringen, unsere Frauen ^dks??' ^sonders in größeren Städten, eine der 'V«dk^ 'chndliche und der körperlichen Entwicklung ^"r ^ ^ssegcngrsetzte Lebensweise zn führen. Die ?^' ^örv "'^' ^"^ l^des der Organe des menschli< !^>Nlnt js^ ^"ch seinen Functionen. zu welchen es ,^ ^tädt! ""chlommcil könne. Wie viele Bewohner ?' jenen '^'""lich aber die Franen, sind so glück- ^Uftt^^^uil lichen Forderungen zu genügen? Die „kl H)/^^'^^ !chun ix der modernen Erziehung ,^, dcr EH..,.^" Ihre Kindheit verläuft fast gänzlich ^ wird '^"^. "'" Arbeitstische und Klaviere :c. » Piiid^ '^" unschicklich angesehen, wenn das f? seiner 3"! ""'""l aus seinem abgezirkelten Schritte heraus lmnnit. um sich nach h he» ^^"'"zutnnnneln. Ist doch nm für unsere H'gcrviH ^^len, siebenten und achten .«lasse als ^ > ch I in ^ ^"' ""d noch inehr Schulstunden je/^r Uni» ^^' eltte Turnstnndc gestattet, trotzdem die hm ^ndcn^?, ^" wiederholt um Abänderung die- ^"'dak V.?luch ^i^cn m"bchen der frischen, gesunden Lust und ^ die nn^, ^""N gänzlich entbehren können. ^un! ^erlM^^onllnendeGeneration wird es bewcisln. iclz^> HU ^ M^^^, die Schulstube. so muß sir in >, ^ )" „verdienen" anfangen; man l "" ungesunde Atmosphäre eineK Ateliers und dgl. ein, wo ihr Körper bei unnatürlichen Stel lungcn und unansgesehter Arbeit vernnftaltet und traft, los wird. Der andere Theil der Mädchen, welcher zwar zu leben hat. ist wol auäi nicht besser daran, denn nun heißt es, alle nm > >. oft für das Leben gar leinen Werth haben ^arbeiten, Mu sit, Sprachen, Zeichne» und dgl. lernen, und der arme Körper muß dabei verkümmern; die Gesundheit, das größte und um keinen Preis läufliche Gut des Men schen, geht verloren. Wir wollen mit Obigem nicht gesagt haben, daß etwa die Mädchen nicht Mnsit lernen, nicht zeichnen u. s. w. sollcu, aver gebt ihnen anch, besonders in dieser Zeitperiode, die nöthia/ Zeit zur Bewegung nnd frische gesunde Lnfl, Um ' n einer solchen nn> natürlichen Eizil'lnmg zi> ^en, darf man nnr Umschan halten unter unseren Madchen und Frauen. Die meisten sehen bleich, ^»gezehrt und kraftlos aus und schleppen mühsam nnd freudlos ihren schon von der Zeit erschöpften, oft venl11stli!!>!<>!, K^per durch oas Leben. Sie sind mnwlMmnnei, enlwnll'K. schwere Brusttranlheitcn stellen fich ein nnd vafscu dic jungen Mädchen iu der Blüte ihres Lebms dahiu. Andere wieder. Familirnmütler geworden, finden in der Mutterschaft die Ursache aller Atten von Leiden und den Ursprung von Gebreche» aller Art und ohne Ende. Alle diese Leiden verschuldet die Art des Lebens, welche unsere Sitten den Mädchen und Frauen auferlegen und in welchen es ihnen an dem für das Leben Unentbehrlichsten, an gesnndcr Luft und genügender Be wegung. felilt. Unsere Mädchen sind bestimmt. Weib und Mut ter zu werden. Was für eine Generatwn wird aber von den oben geschilderten Mütleru geboren >,,.. s,., > Werden diese, oft schon vor der Geburt < Kmder eiusteu? ' ' lin, dem Slu ger, muthige ,ger oder li seiu? Niemals! ^n die Mütter, so d,r (»> Es ist deshalb die Pflicht, rm Mittel zu ',___, .,. junge» Mädchen gegen diese Uebel zu verwahren, welche unglücklicherweise die Art d<- " '..... ' ^ .....5 wcl« cher man sie unterwirft, T ! erst qesncht. sondern n,! , l'5 l>l ein- fach und billig, i.' ^er. method, scher Uebung des Leibes, — es n »nd entwickeln sich, die >? i^ ".'icht, dil'Thätigleil t^ ,, silist mit größerei ___.^' und versorgt nlle > >e mit dem nöthigen Lr» bensftosfe. die stllc^.....,^ :'lttimilng kräftigt ^- ^ , erweitert den Brustkorb, der Appetit lehrt' n f, ' ' ' ^ klärst ui^ „ ^ Dn? ^ gionmi W'chtigleil, ttlu i'll l'iinnd > befinden der Bevölkerung, u...........ch ^ ' zu crlialteu. Turnen kann jedermann, , ^icüpel zu lilNltt^n Uü. möchten wir aber r^>.......,.,^^ .„.^..^ unseren Madchen und F^uen empssplen, milienvater hat die Pf! ' - ,a)l "" sundl,eit seiner Töchter w,«' ">li die n!l'ialiül'<' ^i^'un ^ i, gehe», soll l'> ,,, .nni, .!> den. Zunächst heißt es — um England ct^ ruhigen, - daß bezüglich der Dardanellen < ^ ruugcn festgestellt feien, daß Bulgarien mi Süden über Haupt nickt an das Aegäifche Meer reichen folle, wie eine Verston lautet, oder nickt bis Salonichi, wie eine andere besagt, und daß die Garanticfrage offen gelas' sen sei. Bezüglich Montenegro's hört man, daß die eventuelle Gebietserweiterung desselben in letzter In stanz auch von dem Ermessen des Wiener Kabinetts abhängig gemacht bleibe. In St. Petersburg verbreitete sich die Nachricht vom Abschlüsse des Friedius Souutag spät abeuds iu der Stadt. Lichte Vollsmasscu drängten sich ans allen Plätzen und strömten nach oem kaiserlichen Palais, wo sie oeu Kaiser enthusiastisch mit Hurrahrufen beglückwünschten. Als der Kaifer auf den» Ballon erschien, stimmten die Vcrsaiumclten entblößten Hauptes die Na timmllilimue au. - Die vou Wiener Blattern gebrachte Nachricht, daß Fürst Gortschall.'ff neuerdings eine Note an die Vertreter Rußlands im Auslande richtete, worin er die eventuellen Eonccssionen Rußlands angibt und erklärt, Rnßland müsse in der bulgarischen Frage un-nachgirbig bleiben, wird in wohlunterrichteten Kreisen St. Petersburgs als unbegründet bezeichnet. Die englischen Blätter äußern sich über das Er eignis mit großer Reserve. Dir „Times" constatieren, daß Rußland erst jetzt noch mit Europa abzurechnen habe, und daß leiueswegs alle Gefahr vor neuen Verwicklungen beseitigt sei. Die regiernugKfreuudlichen Orgauc plaidiercu sogar dafür, daH England jetzt u» verweilt vorgehen müsse, um seine Interessen zu sicher,,, und der „Standard" empfiehlt die Älockieruug der Dar dauellen uud die Bcsctznng Egyptcns. Es ,st indessen kaum anzunehmen, daß das englische Kabinett einen solchen schrill thut. bevor es über den Inhalt des Präliminarfriedcns völlig im klaren ist, Ee wird sich jetzt fragen, ob England, nachdem der russisch türkische Friede allem Auscheiue nach nicht geringe Concessionen für die britische Politik culhält. in seinen Rüstungen fortfährt. Der dem M ' it beigefügte Schin^oauberichi weist nach, daß , >..- schiffe in, Bau begriffen sind, nämlich elf große Panzer schiffe, elf Eorvetten, zwei Avisos, acht" Schaluppen, neun Kanonenboote und fünf audere Schiffe. Die Rekrutierung hat eiuen auffallenden Aufschwung ge» nommen. Der „Pall'Mall Gazette" wird berichtet, in Glasgow stellten^fich wöchentlich gegen KXX) Rekruten; die „Volunteer-Service Gazette" berichtet, es herrsche Aufregung und Kriegslust unter oen Freiwilllgencorps, und die Äercltwilligtclt zum Kriegsdienst außer Landes sei allgemein. Der Eommandeur des Londoner irischen Frei» willigencorpe inacht dem Kriegeamt Anzeige von der un» bedingten Bereitwill' ' -rManni'' dienste. Dem .,^> , Ige ist d'/ mandeur des Heeres in Canada, General Macdongall. i»l ....^..alle zur Anwerbung eines cana dischen Kriegscontingents von 10,0l>l» Mann ermäch tigt._______'_____________________________ Kronprinz Rudolf in Berlin. Der außerordentlich auszeichnende Empsang, der unserem durchlauchtigsten Kronprinzen. Tr. t. und t. Hoheit Erzherzog Rudolf, gelegentl,' auf der Rüclreise von England en Berlin seitens Sr. Majestät des sowie des gcsammteu königlich preM.,..,... .,......,,. ^., theil wurde, wird von den deutschen Blättern mit besonderen Hervorhebungen !'..... ^ ., ,. schreibt, der Besuch sei ein > nach erreichter ! oel oernustige Beherr- scher eines grl>i mehrfach machen werde; daß er den ersten dieser Besuche an dem Hofe des deutschen Kaisers mache, sei ebenso ein Act der freundschaftlichen Eourtoisie seines kaiserlichen Vaters qegen den deutschen Kaiser, wie <'!> Kronprinzen für das ihm v>, „Post" hel'l hervor, daß znr freudigen ^ aller Anwesenden auch der Kaiser zum ^...,,....^ >...) ocm Bahnhöfe erschienen sei. der. weit über die Eti^ lette hluaus, welche die A, - ^ nicht erheischt bätle, seinem - seinein laiserln' i»de iiuo oejjl'ü Sohne duich sein persöilliche^ . ,.^. iien zeigen wollte, welchen hohen Werth er auf den Besuch des letzteren und die freund fchaftlichen Beziehungen legt, welche beide Herrscher-familien verknüpfen. Zur ^ :ng, die man Bcsnche u:^ ,........,,...... :onprinzcn in ,.^ politischen Kreisen Berlins beilegt, wird der Wiener „Presse" unterm :l. t>. M. an" "' "- .-< > -„In Kreisen, welche uuseren ,,, Persouen , ' ü, wird ' ! von Oeslei eine Ti , ! im gegenwärtigen Moment zu einem „; ^ cignissc" gestalte. Man weiß sehr wohl, dui. ... ...^nb liche Erzherzog nicht der Träger einer Mission ist und dasi er anf seiner Rückreise aus Enli? - dewi Berliner Hof beslicht, um dcü, s' nl für die Verleihung des II. Uhlainu ^>l,, , pcrfönlich auszusprrchen. Der Enipsang aber, der sich in einem die übliche Etikette vielwck du"- '^nden herzlichsten En< d^ ^! Monalche» sowol ^ gliedel jeines erlauchten Hauses m so ftchtbnrer Welse 45« kundgibt, wird als Beweis gedeutet, wie werth man am Berliner Hofe freundschaftlichste Beziehungen zum österreichischen Kaiserhause schützt, und wie sehr man dieselben gepflegt und gefestigt zu sehen wünscht. Daß im gegenwärtigen Augenblicke, in dem vielfach von einer Lockerung des Drei-Kaiser Bundes, von einem möglichen Ausscheiden der österreichisch-ungarischen Monarchie aus diesem Freundschaftsverbande der drei mächtigen Monarchen gesprochen worden, die innigen Beziehungen zwischen dem deutschen und österreichischen Kaiserhause neuerdiugs auf so herzliche Weise dar-gethan worden — hierin eben will man ein deutliches Symptom der Lage erblicken und ein kaum trügliches Wahrzeichen, daß trotz aller zwischen Wien und Peters« bürg momentan schwebenden Differenzen der Friede inl Drei-Kaiser-Aunde nicht gestört und dadurch der Weltfriede gewahrt bleibe." Oesterreichischer Reichsrath. 351. Titznng des Abgeordnetenhauses. Wien, 4. März. Vor Beginn der Tagesordnung erhält der Ministerpräsident Fürst Adolf Au ersperg das Wort: „Die Herren Abgeordneten Vosnj at und Genossen haben in der Sitzung vom 2A. v. M. die folgende Interpellation an die t. k. Regierung gerichtet: 1.) Aus welchen Gründen hat die t. k. Regierung die nothwendig gewordenen allgemeinen, für die Monate März und April l. I. bereits ausgefchriebenen Wahlen für die Landtage plötzlich, u. z. in Steiermark mitten im Wahlacte, sistiert? 2.) Wann gedenkt fie nun, diefe Wahlen vornehmen zu lassen? Und 3.) ist sie in der That, und aus welchen gesetzlich zulässigen Gründen, gesonnen, die in Steiermart bisher stattgefundenen Wahlmännerwahlcn trotz deren voller Legalität zu annullieren? Den ersten Punkt betreffend, bemerke ich, daß die Regierung urfprünglich die Absicht hatte, die Ein« bcrufung der Landtage, wie in den letzten Jahren, für die Zelt zwischen Ostern und Pfingsten bei Ar. Majestät zu beantragen, und daß dem entsprechend in den ersten Tagen des abgelaufenen Monates die Ausschreibung der erforderlichen Neuwahlen veranlaßt wurde. Seitdem ist aber der Regierung aus den betheiligten Kreisen vielfältig der Wunfch ausgesprochen worden, daß die Landtage in diesem Jahre erst im Herbst zusammentreten, und daß die Wahlen thunlichst im Anschluß all den Zeitpunkt des Zusammentrittes der Landtage vorgenommen werden mögen. Die Regierung hat diesen Wunsch in reifliche Erwägung gezogen und glaubt, demselben um so eher entsprechen zu können, als in allen den betreffenden Ländern für das Budget des Jahres 1878 bereits in der letzten Landtagssession vorgcsorgt ist. Es wurden demnach mit Allerhöchster Genehmigung in den letzten Tagen des abgelaufenen Monates die Wahloperationen sistiert und die Vornahme der Landtagswahlen und die Einberufung der Landtage der Herbstzeit vorbehalten. Hiermit beant» wortct sich auch die zweite Frage. Was endlich drittens die angeblich beabsichtigte Annullierung der in einem oder dem anderen Lande bereits vollzogenen Wahlmännerwahlen anbelangt, hat die Regierung eine solche Annullierung weder bisher allgeordnet, noch die Absicht, dies in der Zukunft zu thun." und Turnschule sind heute die zwei unzertrennlichen Mittel zu eiuer vollständigen Erziehung für unsere Jugend. Aber nicht blos während der Schulpflicht, sondern auch uach derselben sollen unsere Mädchen turnen. Ein Beispiel gibt ihnen die in Elermont bestehende Vereinigung der Frauen (Innovatrice). Die Mitglieder dieser Gesellschaft, 40 an der Zahl. treffen sich dreimal ill der Woche (Montag, Mittwoch und Freitag) um 7 Uhr abends in der Turnschule des Mr. Faurc. Diese Abendstunde wurde gewählt, damit es allen jenen Theilnehmerinnen, welche den ganzen Tag beschäftigt sind, möglich ist, an den Turnübungen regelmäßig sich zu betheiligen. Alle Theilnchmerinnen werden von Damen ihrer Familien begleitet. Für die Begleiterinnen sind Plätze reserviert. Während der Uebungsstunden ist der Eintritt den Männern strenge untersagt. Jede Theilnehmerin zahlt monatlich 2 Frcs. und ist verpflichtet, an den Uebungen regelmäßig theil-zunehmen und mit einem anständigen, nicht beengenden Kostüme versehell zu seiu, welches die Gesellschaft bestimmt hat und dessen Modell man jeder jungen Dame zeigt, wenn sie in den Verein aufgenommen werden will. Die Gesellschaft wird von einem Damencomite aeleitet, welchem die Sorge für alle Interessen der Hnnouatrice anvertraut ist. Jedes Mitglied, dessen Benehmen tadelhaft erscheint — wenn auch außer der Gesellschaft, — kann auf Antrag des Comites ausgeschlossen werden. Während der Uebungen sind die Turncrimicn nach ihrer Kraft und Geschlcklichteit in Gruppen getheilt. Leiter der Uebungen ist Mr. Faure. Man sieht, daß alles so eingerichtet ist, um die In» Es wird hierauf zur Tagesordnung geschritten. Abg. Graf Coronini motiviert seinen Antrag auf Einsetzung eines Ausschusses von 18 Mitgliedern, um Vorschläge zu beratben und zu erstatten, in welcher Weise durch Beschränkung der Ausgaben und etwaige Erhöhung der Einnahmen das Gleichgewicht im Staatshaushalte anzubahnen wäre. Das Haus nimmt den Antrag mit großer Majorität an und setzt hierauf die Spezialberathung über den Zolltarif fort. Zu der Abtheilung „Eisen und Stahl" svricht zunächst Abg. Wickhoff, der es sonderbar fmdet, daß ausgesprochene Freihändler sofort Schutzzöllner werden, wenn es sich um die spezielle Industrie ihrer Heimat handle. Abg. Dr. Heilsberg empfiehlt in erster Linie den Abänderungsantrag des Baron ZsHock wegen seiner sachgemäßen und richtigen Classification der Eifenwaren. Regierungsvertreter Ministerialrath Dr. BaZant vertheidigt die Vorlage der Regierung und der Ans-schußmajorität gegen die Behauptungen der Abg. Ba-ron Walterskirchen, Baron Zschock und Dr. Heilsberg, und weist nach, daß die Regierungsich auf gründliche Informationen stützte. Abg. von Pacher erklärt die Sanierung der österreichischen Eisenindustrie für eine hochwichtige An« gelegenheit. Die Debatte wird hiermit geschlossen. Der Vertreter der Minorität, Baron Walters-kirchen, stellt den Antrag, die Zschock'schen Vorschläge an den Ausschuß zur neuerlichen Berathung zurückzuleiten und die Beschlußfassung zu vertagen. Der Präsident Dr. Rechbauer weist aus der Geschäftsordnung nach, daß jetzt die Stellung eines solchen Vertagungsantrages unzulässig sei. Nachdem noch der Berichterstatter Gomperz das Schlußwort geführt, wird abgestimmt, wobei alle abändernden Antrüge verworfen und t»ie Vorlage der Majorität mit großer Mehrheit angenommen wird. Die weiteren Abtheilungen des Zolltarifes von 54 bis 6« werden hierauf ebenfalls nach Ablehnung aller Abänderungsanträge nach der Ausschußvorlage beschlossen, womit der Zolltarif in zweiter Lcfung angenommen erscheint. Die nächste Sitzung findet Donnerstag den 7ten März statt. Auf der Tagesordnung steht die dritte Lesung des Zolltarifs und das Budget für 1878. England als Militärmacht. Der für den Fall der Aufstellung und Entsendung eines englischen Expeditionscorps zum Stabschef auserfehene Sir Garnet Wolseleh veröffentlicht focben uuter dem Titel: „England als Militärmacht im Jahre 1854 und im Jahre l878" im Märzheft des „Nineteenth Eentury" einen größeren Aufsatz über die gegenwärtige Beschaffenheit des englischen Heeres und der Wehrkraft des Landes überhaupt im Vergleiche zu den bezüglichen Zuständen zu Anfang des Krimkrieaes. Entgegen der Ansicht vieler Engländer hält der Vcr< fasser große Stücke auf die im englischen Heere verhältnismäßig neue Einrichtung, daß die Mannschaften des stehenden Heeres in der Regel nach dreijähriger Dienstzeit zur Reserve entlassen werden. Die Miliz hat seiner Ansicht nach manche schwache Punkte, na- novatrice zu einem der best organisierten und nützlich, sten Institute zu machen. Achnliche Vereinigungen finden wir in Frankreich fast in allen größeren Städten. Wie sieht es in dieser Angelegenheit in unserem Vaterlande aus? Nicht ein einziges derartiges Institut ist zu finden! Worin liegt wol der Grund? Einestheils wol in der Bequemlichkeit und Sorglosigkeit, andern-theils ist man von dem Vorurtheilc eingenommen, daß sich „Turnübungen" für unsere jungen Damen nicht schicken, daß es unanständig ist, wenn erwachsene Mädchen turnen. Warum aber? Weun eine solche Gesellschaft von turnenden Mädchen und Frauen so organi' siert ist, wie in Elermont, wo ist da das Unschickliche? Die Begleiterinnen sind anwesend, Männern ist die Gegenwart uutersagt, die Uebungen sind der Natur des weiblichen Geschlechtes angemessen; mit einem Worte, der strenge, gesellschaftliche Anstand ist gewissenhaft gewahrt. Es bedarf nur der Anregung, und ich bin überzeugt, wenn unfere Turnvereine einige Turnstunden nach dem Muster der Innovatrice in Elermont einrichten, werden auch unsere jungen Damen in der Woche einigemale, anstatt zu Thee- und Kaffeegesellschaften zu gehen, den Turnplatz aufsuchen und sich kräftigen und stärken; denn sie geben dadurch ihrem Körper die so heihersehnte Wohlgestalt und Schönheit, haben wir es einmal so weit gebracht, daß unsere Frauen turnen, dann werden auch geregelte Leibes« Übungen recht bald Gemeingut des Volkes weiden; denn jene Mutter, welche selbst turnt oder geturnt hat, wird gewiß sorgen, daß ihre Söhne und Töchter das Gleiche thun. (Oesterr. Turnzeitung.) mentlich insofern, als deren Offiziere und Unteroffiziere nur geringe militärische Kenntnisse besitzen. Doch >el seit mehreren Jahren vieles gebessert worden. IM Kriegsfalle könne die Miliz die Besatzungen für Malta, Gibraltar und die Kanal-Inseln liefern', ebenso w>e für Kanada und für sämmtliche heimische Garnison»-orte. Während im Februar 1854 nickt emmal 70M Mann und gar keine Reserve zur Verfügung stan^ können jetzt nöthigcnfalls 400,000 auscxercierte i^M nebst 372 Feldgeschützen in Dienst gestellt werden, «no zwar würde die genannte Zahl sich zusammenschcn aus dem stehenden Heere des Inlandes W,000 Mann, d" Armee- und Milizreserve 10,000 Mann, Miliz 65,0"" Mann, Freiwillige 180,000 Mann, zweite Ärmee-Reserve 10,000 Mann. Hiebei sind außer Ansatz/' lassen 10,000 Mann Yeomanry, die für heimischen Dienst verwendbar sind, sowie ferner die Anzahl reg"' lärer Truvpen, welche dadurch verfügbar würden, dap die Mittelmeer-Besatzungen von der Miliz gestellt nm' den. Es könnten, so meint der Verfasser, sonnt M völlig ausgerüstete Armcecorps von je über 30,lM Mann stark sofort zu Felde ziehen, indem zugleich w Inlande eine gleiche Anzahl regulärer Truppen " Reserve formiert werden könnte. .«, Wir schließen hieran einige Angaben aus den^dl^ jährigen Hccresvoranschlägen. Danach ist die ^tar des regulären Heeres gegen das Vorjahr fast unve. ändert.' Die Zahl der im Inlande stehenden Trnpp^ ist herabgesetzt, diejenigen der Kolonien erhöht, tM rend die indische Armee unverändert blieb, nämlich tM wie vor 02,000 Mann beträgt. Die Gesammtzahl vei regulären Truppen, für welche das Parlament u, entsprechende Geldbewilligung angegangen wird, ljt ^ 135,452 Mann gegen 133,720 Mann pro 187?/^ veranschlagt. Die kleine Erhöhung des Bestandes ^ klärt sich aus den gegenwärtigen außergewöhnlich Anforderungen der Kolonien. Für letztere warcn vergangenen Jahre 24,700 Mann angesetzt, wM" jetzt 30,338 Mann nöthig sind. Fürs Inland v ^ bleiben somit etwas über 100,000 Mann, welch' lchlc Zahl aber zumthcil ans Rckrntcn besteht. Von ^ für den Kolouialdicnst bestimmten Truppen koüN" ungefähr die Hälfte auf die Mittelineci BcsatzlM ' nämlich 4W1 Mann auf Gibraltar und 8004 M' (somit bedeutend mehr als früher) auf Malta. ^> Hongkong stehen 12W Mann, in Ceylon 1234 M>^ in den straits Settlements 1022 Mann, in S^ Leone (Afrika) 426 Mann, an der Goldkuste 1<.1»'M^ in Südafrika 024^. Mann ldicse Zahl ist so H wegen des Kaffernkrieges), auf St. Helena 118^^ (Artilleristen), auf Mauritius 502 Mann, in ^ mnda 2140 Mann, in Halifax 183l Mann, ^ übrigen West-Indien 2000 Mann. Ans den 6^ Inseln besteht die englische Wehrkraft aus EinclN^ gcnicur und Einem Krankenwärter, zusammen s ^, Mann. Das stehende englische Heer ist cillgcthc'" .^ 32 Regimenter Reiterei, 230 Batterien Art'^ 32 Kompagnien Genietruppen, 15)1 Bataillone ^ fanterie, ferner das Krankenwärter- und Annec^ corps. Mitische Uebersicht. Laibach, 0. März. ^ In den Ausgleichsverhandlungen .^ beiden Parlamente ist gegenwärtig eine Pauje ^ getreten. Das ungarische Abgeordnetenhaus l)a ^ bekanntlich bis zum 10. d. vertagt, ohne i^N^ü Gesetzentwurf wegen Zuweisung der AchtzignuU .^, Schuld an die Quoten Deputationen erledigt zu ) ^ Im österreichischen Abgcordnetenhause erübi>st _^-noch die dritte Lesung des Zolltarifs, die "'" ^la' nerstag stattfinden wird. Die Fortsetzung der ^^ mentarischen Ausglcichsarbeitcn ist demnach lns ^ März eingestellt,' es wäre denn, daß w^^tlM Oberhäuser in Wien und Pest zur weiteren ^Vhs/vcl' der Ausgleichsvorlagen schreiten würden. ^^il)^ ständlich werden auch die Quotenocputationen M z«i Thätigkeit keineswegs wieder aufnehmen ^>" ^^e» eine Fortführung der beiderseitigen ^"!?','>Mä)s nicht denkbar ist, so lange nicht der ungarijch^^zi^ tag das Gesetz, betreffend die Zuweisung b" .^M" millioncn-Schnld, an die Quotcndeputationen ^' ^^ hat. — Der Fortschriltsllub nahm diescrtage " ^c wähl seines Bureaus v?r. Abg. Graf 6m'onli" M zum Obmann, die Abgeordneten Kopp und Glas zu Obmann-Stellvertretern gewählt. s^n 3^ Im deutschen Reichstage kam es A ,g M ersten Lesung der Vorlage betreffs der Ven^-^tt? Reichskanzlers. Der Abg. Hänel voll der F^M^ Partei plaidicrtc für die Errichtung von ^^; °.! sterien. Pfrchschncr erklärte sich gegen dlc' ^ Reichskanzler sei verfassungsmäßig das ^ ^.„llt " antwurtliche Regierullasorgan. Baicrn a"3.ichM. Nothwendigkeit der Stellvertretung des H^M" lers, würde aber iu Reichsministcricn emc ^. M des Äundcsrathes und eine Beeinträchtigung .^ nonlic der Einzelstaaten erblicken. KonN^^ Die siebzehn Nachwahlen, die letzten ".^a." Frankreich vorgenommen wurden, 1'"" ^gM.^ Mehrheit nach zuaunsten der Repulilllan"," Dg^ , wie es Herr v. Marcüre den Tag zuvor '" 457 nrteichcuise profezeite. — In der Versammlung des Mi, Centrums des Senats, die Freitags bei dem Men Grefsulhe stattfand, wurde die Abwesenheit auer hervorragenden Persönlichkeiten der Gruppe der AusasillnaMcucn, der Herren d'Audifsret Pasqmer, ^cher. de Äondy, Lambert Sainte Eroix u, a.. sehr vemertt. Diese sollen entschlossen sein. ihre Selbst Mndlgleit zu wahren und sich gegen die neue Kampf Mltil des Senats ablehnend zu uerhalten. Die licremonic der Krönung des Papstes li^ ^^1. begann Sonntag im sogenannten könig-^n Saale, wo die Kardinale. Bischöfe. Prälaten und Priester dem Papste die Obedicnz leisteten, das M den unbedingten Gehorsam zuschworen. Der Mpst wurde sodann in dem zu diesem Zwecke be 'Mlnten prächtigen Tragsessel in die Sixtmische Ka-^ue getragen. Vor ihm her wurde ein Büschel ^t brennendem Werg geschwenkt, zum Zeichen der ^MugUchteit aller irdischen Größe. Der Träger des-Iwen sprach dreimal die Worte: 8imcw I^ter. uw ^u»>t ^ioi-jg ^^,^i! Nachdem der Papst sodann die Mlollsche Constitution beschworen hatte, erfolgte die minllche Krönung desselben durch das Aussetzen der H^la, welche Ceremonie von dem Kardinal Thcodolf c, ^kl vorgenommen wurde. Den Segen „urlii et ordi" t?? ^ ^"pst "' ber Sixtinischen Kapelle. Die un< Mßlichc Menschenmenge aus dem Platze vor der ^rslircüe wartete vergebens, is. "^lu spanischen Kongresse lieferte am :',. d. M. ^novas del Castillo den Nachweis, daß die drei letzten ^ yre der Ordnung. Sparsmnkeit und einer umsichtigen »lerung die Wohlfahrt Spaniens gesichert haben, h ^^Mheilungcn aus St. Petersburg zufolge IWftigt man sich in diesen» Augenblicke in dortigen «ugcbcndcn Kreisen wieder auf das lebhafteste mit Nur k ^ ^ Zusammentrittes eines Kongresses. Nicht Ctn'k' ^^ betreffende Angelegenheit bereits in das H ."'um der entsprechenden Verhandlung getreten ist, so in A ^) Berlin neuerlich als eventueller Kongreßort bet ^ ^ genommen, und schmeichelt man sich mit H Hoffnung, daß der deutsche Reichstauzler Fiirst üenl!^^ ^'^ ^^^ Anregung gegenüber nicht ableh ttt«l, ^^lten werde. Unter einem wird aus St. Po bm 6 bestätigt, daß der russisch türkische Friedens« 'lw«3? ^ Klausel enthält, daß dessen Ratification leclw > ^ Tagen, vom Untcrzeichnunastage an gc-fola? m St. Petersburg erfolgen muffe. Nach er Nu '^'l'lcation des Friedcnsvcrtrages wird die h«s,5ung Rumclicns von den russischen Truppen un-"Wich ,,f,l^,^ iliusi "^ Bukarest gemeldet wird, haben die ül^lnfolgc freundfchaftlichcr Vorstellungen des ru« geb ' Generals Ratowitza ihr gewaltsames Vor- A? ^'"rgcwu eingestellt. ^e A < ^ Ham id hat dem Kaiser Alexander glliill l ^ des Jahrestages von dessen Thioubcftci ^r l '" telegrafische Gratulation abgestattet und der k,e niv?^ ^unt und das Vertrauen ausgedrückt. ^ Meitig oci ihm eingelangte Nachricht von der ^Uerd l ^ ^ Friedens möge eiii Vorzeichen ^tick^ l guter Beziehungen zwischen den beiden ^<^" »em. Bagesneuigkeilen. ^ U^s ^^"nprinz Rudolf in Berlin) Ueber lkro,^ ""'t Sr. f. und k. Hoheit des durchlauchtigsten s'dr>/^"' die Halle durchlief, über die zum Perrun I ^ in, ^ /^" ^'nab und hart an dem einfahrenden ° b"h er r?^^'^^ ^'""" l""^"' Gaste entgegeneilte. ^ Es s s ^'^ ""ch vor dem Ausstcigen desselben ein 3^Mne s ^' '""^end die Kapelle die österreichische ^'grW,!!"^ "nc etliche Minuten währende herz. s! b' d^ v. ,^'z"^ Jedenfalls ist es sehr bemerlens-2^ U"d d ''" ^'lhrl'" trotz der frühen Morgen-so?s! ^hmen l ""^"'"blichen, windigen Wetters e» sich ki '^ ^uf d,n,^ ^" üsterrcichischrn Thronfolger per lil,? Rudolf ^"h"hofe zu begrüßen. Nachdem Krön-Z?^c>is^^ sicher die Obcrstcnnnifurnl des preußi l'H "lzr" ^,""z'^ardcregimrnti) uild da^ Band dcS ^? ^Nthc^ ?^"^ trug. an der Seite seines laiser ^ '"'"eil i, b" i1<^,lls über die Ehrcnllnnpaqnie ab-Kn ^Ntichj ^' "erließen die Herrschaften dir Halle, HrH«. '"acl^/ ^""vrinz. d,r zur Rechten des Kai^ ^c 'üen Nj .,°" der Seite seines viermal älteren ^ 2^ U.lif'"^k "„en sehr guten E'"druck, Die hM^lser ^ "n s^ ^^^ üftcrreichischr" Prinzen, der gle.chkmnmt. vortrefflich, s.in ^old' ^l UN3 "^ vornchln. Im Gcsolgc des Krön-'" b"nv !,°? "" österreichische Ä.tschastcr Graf "'buharcnuniform aus; derselbe war dein Kronprinzen nach Köln entgegena/reift, während zwei Räthe d geboren; er hat somit ein Alter von zwei. unosiebzia, Jahren erreicht. Er war all' sein Lebtaa. ein eifriger Klerikaler, Unter Lonis Philipp war er zum Vifchof ernannt worden, unter Napoleon zum Erzbischof. Vor nicht langer Zeit war er zum Kardinal befördert worden. — (Ein jugendlicher Muttermörder.) An, 1O./22. Februar wurde zu Moskau der fcchzchn-jährigc S. I. Vurcnin des Mnttcrmordcs angeklagt, und Worobjeff, ein fünfzehnjähriger Knabe, der Theil» nehmerschaft an diesem Verbrechen beschuldigt. Beide waren Schüler derselben Schule, Die Ermordete. Wera Petrowna Bnrcnin. hatte vor !7 Jahren den Vater ihres jetzt angeklagten Sohnes geheiratet. Schon drei Tage nach der Hochzeit fingen Streitigkeiten zwischen den jungen Eheleutcn an, die auch bis zu dem Tode des Mannes nicht anshören sollten. Unter solchen Um ständen wuchs ,hr einziges Kind, der Angeklagte, auf. Man kann nicht sagen, daß die Verstorbene ihren Sohn gar nicht geliebt hat. Iwar schlug sie ihn häufig, nament lich in trunkenem Muthe, aber doch gab sie ihn in ein Gymnasium, und als er aus demselben wegen Unfähig leit ausgeschlossen wurde, in die nach dem Stifter fo benannte Kommissaroffschulc. In dieser Schule fchloh fich Sergei Burenin namentlich an den ubqenannten Worobjest an. Schon damals stahl er hn> ' vm, der Mutter »nd brachte rs mit seinem 5 n in Kneipen und auf Spazierfahrten durch. Der Gedanke, die Mutter „los zu werden", kam ihm schon damals oft, wenn er das häusliche ^cben mit dcr zänkischen und trinkenden Mutter dem freien Leben mit seinem Käme raden gegenübethielt nnd sich dabei dachte, wie viel besser er noch leben könne, wenn erst die Mutter todt und er im Besitze ihrcS Vermögens wäre. Anfangs wollte cr sie mit Gift aus dem Wege fchaffcn; da sie in dieser Zeit aber gerade sanfter qegrn ihn geworden war. ließ er seinen mörderischen Plan wieder fallen, Spater je doch. als die Schläge und Scheltwurte wieder häufiger winden, taufte cr sich zum selben Zwecke einen Revolver und war auch schcm einmal mit seinem Gefährten Wo robjeff zufammen im Begriffe, nachdem fie vorl,. lich getrunken hatten, sein altes Vorhaben an Dnrch den Umstand, daß seine Mutter Gäste hatte, wnrde er aber gestört nnd gab, als er nüchtern ge worden war. den Plan wieder auf. Beiläufig Mitte März 1^77 fiel es den Nachbarn der Wera Bnrenin ans. daß ihre Thüre fo lange verschlossen blieb. Weder die Mntter noch der Sohn zeigten sich. Die Thür wurde erbrochen, und man fand daselbst die Er-mordete mit zertrümmertem Hirnschädel liegen. Nicht lange darauf wurden in Tt. Petersburg zwei paßlose junge Menschen aufqegliffs". die sich erst falsche Namen aaben. hernach aber al ' >«>'t» Worobjeff aus wiesen, Das Gericht r^ " Burenin zu zwanzig- jähriger Zwangsarbeit, d, h, cS erkannte auf das höchste für Minderjährige zulässige Strafmaß, Wowbjcfs wurde zn immerwährender Ansiedlung im minder entlegenen Sibirien verurlheilt fokales. (A bschieosfc,' er.) Die evangelische Gemeinde in Laibach erleidet durch die Versehung lhreS in wenigen Tagen von hier an seinen neuen Bestimmungsort als Sanitätschef beim l. l. Militärkommando in itaschau abgehenden langjährigen Kurators. Oberstabsarztes Herrn Dr. Emil Bock. einen fehr empfindlichen und allseits be^ dauerten Verlust. Herr Dr. Bock bekleidete durch mehr als 12 Jahre das Amt cines Vorstehers und Kurators der hiesigen evangelischen Gemeinde und hat sich während dieser langen Zeit, unterstützt von seiner verehrten Frau Gemalin, die sich als Vorsteherin des evangelischen Fiauenvereins insbesondere der Schule und dcr Armen wcrththätig an^ nahm, durch micrmüdetcn Eiser in dcr Ausübung seines dic vielfältigsten Anforderungen stellenden Ehrenamtes um dic Gemeinde und deren Schule hervorragende Verdienste erworben. In dankbarer Anerkennung derselben sowie zum Zcichcn dcr hohen Achtung, deren sich der Schciocndc erfreut, veranstaltet dic evangelische Gemeinde vor dessen Abreise eine gesellige Nbschiedsfcier, Dieselbe findet Samstag nm 8 Uhr abends nach Beendigung der zum Behufe der Erfahwahlen für das Presbyterium zuvor abzuhaltenden Gcmeindeverfammlung. bei welcher Dr, Bock zum letztenmale den Vorsitz führen wird. im Valtonsanlc des Hotels „Elefant" statt. Alle Gemeinde-genossen sowie auch sonstige Freunde und Verehrer de5 Scheidenden sind hiczu freundlichst eingeladen, — (Dimitz ..Gefchichte K rains") Zu den vielen bereits vorliegenden, äußerst schmeich!-"'"^- Rs censioncn über das hervorragende vaterländisa »ts-werk unseres verehrten Hiftoriographen , !»es A, Dimitz bringt nachträglich mich das lo. c»er ..Zeitschrift fur öfter, asien" pro ^77 eine sehr eingehend gehallt,. ^,..^nng voll rückhaltloser Anerkennung aus der Feder dcS Professors I. Loserth in Czcrnowitz, " seiner längeren spricht sich der ^ iichmann in nächste aus: ,.Das Werk von Dimitz vereinigt m glücltichrl Wcisc dic meisten jener Eigenschaften und Bedingungen, dic man an eine sogenannte Landeskunde zu stellen berechtigt ist, es vermeidet demnach viele 7 '" > welche die meisten ähnlichen Werte verfallen. ^, . irb man cs als laben?werth linerlennrn müssen, tnlft ber Verfas ser mit dem masjenhnftcn Detail in vorsichtiger Weise umzugehen versteht und den Leser mit demselben nicht schon von vornherein erdrückt, es find v' ^ ^n vielen Stellen Einzelnheiten von gleichartigen, r unter allgemeine <^ nlte gebracht nnd aus selche Weise dic spcziclil '.^nng geringfügiger Dinge erspart worden. So wird das Buch — und das verlangt man eben von einer Landeskunde — trotz des wifsenschaftli' chen Apparate», welcher demselbm bsis^sben ift. auch für einen größeren Theil der ' Landes genießbar, dessen Gefchichte tmi , , ^ ^en wei- tercn Vorzug dieses Vuchcs vor Werken ähnlicher Nrt wird man anch in dem Umstände finden, daß der Kulturgeschichte ein großer Raum gewidmet wird. Anch be» gnügt sich der Verfasser nicht, dir Resultate früherer nnd gleichzeitiger Forscher einfach zu verwerthen. d?r größte Theil des Buches beruht vielmehr auf eigenen, ziemlich umfassenden Forschungen: das gilt besonders von der neueren Geschichte Krams. Die Darstellunasweise isl ge» wandt und fließend, zur Erhöhung der Erzählung werden die bezeichnem' ^en Quellen wörtlich herübergenommen." — iEin Gendarm überfallen.) Dll >>'i„ darm Johann Slerl des Postens in Zwiicbenwaiiern wurde vorigen Moni' tronillengnnges in d> einen, Bauernburschen nberfallcn. Nls der Gendarm hieranf seinen Säbel zog und mit demselben rmen Hieb grgen den Attentäter führte, entfloh der letztere Der Verducht. diesen fiel!' >t zu Halali, fiel auf cmcn lediaen ü>s S. ein alt Raufbold übel ' '»u«m, da3 schon sin» wal wegcn Tod!j^^^l-. ^.^l,i^.ji worden war, - iVermuthliche Brandlegung.) In der im B«-,' ' ' 't «belKberg ge-l^l-,1^ .> M, um ^ I Uhr v^i üflUll. daS die Wohn und Wn..,,^,,>.^......> <... ... Grundbesitzern zum grö Keren Theile einäscherte „nd einen Gcsammtschaben von l^ ^ ,, g zu suchen sein. Das Bezirksgericht in Adclsbcrg hat diesbezüglich anch bereits die Erhebungen eingeleitet. - s0css"'tl'ch<'Tombola,) ^ie am Fasching-sunntane znm Besten des Ärmenfonbes ,n ttiaaenfurt veranstaltete össcntliche Tombola ging untev -'-c.^ftsm Himmel vonswtlen und liescrte, Dank der Be-theiligunss. ein Reinerträgnis von ' Zu dem für Klaa/nfurt bic-lu', n/,n^ > !^>u^ spiele war der >' isrn Mitte, zwischen , .......______^..... lin Theresia^Statue, sich rme Tribüne erhob, al,^ '"^ Comiti Platz nahm und die von ^ qezoqenen Nummern dnrch rinen !, '^' mann ausposaunen lilß, Letzterr wuldl" jl>ouün .mch, 458 auf vier Seiten deutlich sichtbar, ausgestellt und von an den vier Ecken des Platzes postierten Männern ausgerufen. Nach jeder gezogenen Nummer erfolgte ein kurzes Hornfignal und nach jedem beendeten Ternospiele rxecu-tierte die Feuerwehr-Musikkapelle heitere Weisen. Eine zahlreiche Menschenmenge füllte den geräumigen Platz, und auch die Fenster der Häuser auf dem Festplatze waren zumeist »on Damen besetzt. Schäkernd und lachend, zumtheil aber auch gespannt und einen Gewinst sehnsüchtig erhoffend, verfolgte das Publikum die Bewegungen des Glücksrades, und gar mancher Kopf bot Gelegenheit zu eingehenden Charatterstudien, wenn dessen Besitzer, den Bleistift kranipfhaft umklammernd, eine gezogene Nummer auf seiner Karte mit allem Wohlbehagen durchstrich. Als Gewinste waren (und zwar in Silber) ausgesetzt: 5 Term u 5 st., 4 Quaterni a 10 st, 3 Quinterni 5 20 si. Nie erste Tombola gewann den Preis von 100 si., die in Silberstücken zum österreichischen Doppeladler fa^onniert waren; die zweite Tombola 50 st. Der glückliche Gewinner der ersten Tombola war ein Klagenfurter Kupferschmied, in die zweite Tombola theilten sich zwei Herren. — (Erledigte Dienerstelle.) Beim l. k. Hauptzollamte in Laibach ist eine mit dem Iahrcsgchalte per 30^ si. und der Activitätszulage per 75 si. nebst Umtskleidung dotierte Amtsdienerstelle in Erledigung ge« kommen. Bewerber um diese, gedienten Militärs vor-behaltcne Dicnerstelle haben ihre Gesuche bis längstens 15. April d. I. beim Präsidium der Laibacher Finanz-direction einzubringen. — (Der Telegrafenverlehr in denLan« deshauptftädten.) Einer amtlichen Zusammenstellung zufolge war der Telegrafenverlehr in den Landeshauptstädten der im Reichsrathe vertretenen Länder folgender : die Gcsammtzahl der aufgegebenen und angekommenen Depeschen betrug in Wien im Jahre 1876 3 375.036, imIahre 1877 3.625,791, in Prag 1.177,791. resp. 1.267,809. in Trieft 782.282. resp. 829.605. in Lemberg 576.372. resp. 602.032. in Brunn 360.694. resp. 383.733, in Graz 339,230. resp. 358.966, in Czernowitz 309,150. resp. 338.015. in Linz 257.093. resp. 271.652. in gara 201.495, resp. 247,324, in Innsbruck 177.834. resp. 201.915. in Salzburg 151.183. resp. 145.043. in Klagenfurt 92,969. resp. 105.684. in Laibach 84.871. resp. 89.449. in Tropftau 75.093. resp. 73.910. In allen Landeshauptstädten hat also der Telegrafenverkehr im verflossenen Jahre zugenommen, mit Ausnahme von Salzburg und Troppau, wo er abgenommen hat. — (Stenographie.) Von dem von uns bereits angezeigten Werte „Stenographische Unterrichtsbriefe für das Selbststudium der Stenographie nach Gabelsbergcrs Si-stem", von Karl Faulmann (A. Hartlebens Verlag in Wien), sind nunmehr 16 Lieferungen (^/, des ganzen Werkes) erschienen. Mit dem 8. Briefe schließt die stenographische Korrespondenzschrift ab, und der Verfasser benützt dies. um im 9. Briefe das ganze Material, welches bisher behandelt worden ist. nochmals in wissenschaftlicher Anordnung zu rekapitulieren. Man sieht hieraus, daß es denl Verfasser nicht nur um die leichte Erlernbarkeit, sondern um gründlichen Unterricht zu thun ist. Im 10ten Briefe beginnt die Debattenschrift. Nach einer kurzen Emleitung, in welcher die Prinzipien der Sahtürzung erläutert und die verschiedenen Kürzungsformen vor» geführt werden, geht der Verfasser sofort zur praktischen Einübung über. Als Grundlage derselben dient der interessante Roman von Verne „Schwarz-Indien", dessen wissenschaftlicher Inhalt sich besonders als Unterrichtsstoff und speziell zu stenographischen Kürzungen eignet. In einem beigegebcnen Commentar werden diese Kürzungen eingeheud erläutert und dem Lernenden eine Menge prak« tischer Winke gegeben. Je mehr der Lernende vorschreitet, desto kürzer wird der Eommentar. mit dem 12. Briefe hört derfelbe ganz auf. und an feine Stelle tritt unter dem Titel „Oopia verdorum" eine alphabetische Zu» sammcnstellung der Kürzungen mit Angabe der Redens^ arten, in welchen dieselben vorkommen; ferner wechseln von nun an Schreibübungen mit den Lese-Uebungen ab. Die „Stenographischen Unterrichtsbriefe" erscheinen in 24 Lieferungen, von denen jede 25 kr. ö. W. tostet. Neueste Post. (Original«-Telegrammcder „Laib.Zeitung.") Petersburg, 6. März. Die „Agence Russe" bestätigt den Zusammentritt eines Kongresses der leitenden Minister in Verlin; die Kabinette von Wien und Berlin stimmten bereits zu. Der Zusammentritt des Kongresses werde wahrscheinlich Ende März stattfinden. Vondon, 6. März. „Reuters Bureau" meldet aus Kunstantinopel: Die Pforte gestattet das Verbleiben der Russen in San Stefano, so lange die britische Flotte im Marmaramcere bleibt. London, 6. März. Die Korrespondenz „Reuter" meldet authentisch über die Friedenspräliminarien, das; die Kriegsentschädigung 14 l0 Millionen Rubel betrage, wovon 1UX) durch asiatische Gebietsabtretungen repräsentiert sind und 3l0 Millionen noch zahlbar bleiben. Die Grenzen Bulgariens folgen dem Laufe des Karasu - Flusses und umschließen das ganze östliche Littorale von Tschirmen bis Varna, ziehen von Pirot nordwärts, welches bei Bulgarien bleibt. Serbien er^ bält Zimniha, Novi-Bazar und Wranja; Montenegro Untivari, Podgoriza, Spusch und Niksic. Berlin, 5). März. Sc. k. und k. Hoheit Erzherzog Kronprinz Rudolf enlpfing gestern nachmittags den Fürsten Bismarck und besuchte abends mit dem deutschen Kronprinzen und dem Prinzen Wilhelm das Victoria-Theater. Heute vormittags ertheilte Se. k. und t. Hoheit den Deputationen des österreichischen und des ungarischen Vereines Audienzen und entsprach um 12 Uhr der Einladung des Offizierskorps des Kaiser-Franz-Regiments und des 11. Uhlancnrcgimcnts zum Dejeuner; nachmittags besuchte Sc. k. und k. Hoheit bei einer Spazierfahrt durch den Thiergarten den zoologischen Garten. So weit bisher bestimmt ist, wird sich Kronprinz Rudolf Donnerstag vormittags zur Besichtigung seines Uhlanenrcgiments nach Perleberg begeben und auf der Rückreise nach Wien dem großherzoglichen Hofe in Darmstadt einen kurzen Besuch abstatten. Auf morgen vormittags ist eine Hirsch-zagd im Wildparte bei Potsdam angesetzt. Die näheren Bestimmungen hiefür werden erst im Laufe des heutigen Tages getroffen. Rom, 5. März. (N. fr. Pr.) Nach verläßlichen Meldungen erhielt Kardinal Franchi heute morgens das Diplom als Staatssekretär. Simeoni war so gut wie ernannt, mußte aber zurücktreten, weil Rußland plötzlich das Verlangen ausdrückte, mit der Curie wieder in Beziehungen zu treten und einen Gesandten beim Vatican zu beglaubigen. Simeoni war durcb die Politik Pius IX. Rußland gegenüber compronnttirt, und war man daher gezwungen, auf Franchi zurückzukommen. London. 5. März. (N. fr. Pr.) Von vollkommen verläßlicher Seite wird mitgetheilt, Earl Derby hätte heute einem Gesandten einer Großmacht gegen« über erklärt, England anerkenne den abgeschlossenen Frieden und werde keine Schritte zur Störung des europäischen Friedens unternehmen. Konstant in opel, 5. März. Die türkischen Journale erklären, die Türkei werde im Falle eines europäischen Krieges Neutralität beobachten. Dieselben dementieren das Gerücht von dem Abschlüsse eines Offensiv« und Defensivbündnisses mit Rußland. Theater. heute (gerader Tag) bei aufgehobenem Abonnement, zweite lvorletzte) Gastvorstellung der Wiener Vallrt Gesellschaft: Das Fest der Insekten, Vrohcs Ballabilc mit Transformationen. - Luzifer und der Pächter. Komisches Ballet in 1 Act. Arrangiert von der Balletmeisterin Frau Thcrese v, Kilanl)i. Nach dem Valle. Lustspiel in 1 Act, nach dem französischen von C. Ducque. — Dir wie mir uder Dem Herrn ein Glas Nasser! Lustspiel in 1 Act von Gogcr (Anton Ascher). Telegrafischer Wechselkurs vom 6. März. ^ Papier-Rente 6.". 40. - Silber.Rente 67 20. - «>ol° Rente 75--. — 1860er StaatsAnlehen 111 -. - Vanl'Acmn 807. — Kredit" Stroh, 12 Wagen mit Holz, Durchschnittil-Preise._______.^. -------------------------Me,.' w«^---------------------------M»./ M' fl.!lr, ss, tr, ^.^ Weizen pr. Hektolit. 9 59 10j97 Butter pr. Kilo . - ^ ^ Korn „ 6 50 6 77 Eier pr. Stück . . ^ ^" ^ Gerste „ 5 85 5 63 Milch pr. Liter . ^i ' "" Hafer „ 3 41 :i^i!'Rindfleisch pr. Kilo ^!^ ^ halbfrucht „ ------7 ."»^Kalbfleisch „ ^0-^ Heiden „ 6 34 6 5? Schweinefleisch „ — l"^ Hirse „ 6 18 6 33 Schöpsenfleisch „ ^ >'" ^ ^ Kulurutz „ 6 60 7 2 Hähndel pr. Stück "^ "^ Erdäpfel 100 Kilo 3 21-------Tauben „ ^" ^ Linsen pr. Hektolit. 8-----------Heu 100 Kilo . . l ^ ^ Erbsen „ 10-----------Stroh „ . . 1 ?» " Fisolen „ 8 50-------Holz, hart., pr. vier ^y Rindsschmalz Kilo — 94------- Q.-Meter ^^450 Schweineschmalz,, —80-------—weiches, „ '"^<,/^- Speck, frisch „ — 68-------Wein. roth,. 100 Lit. —'" A ^. — geräuchert „ — 72------ weiszer „ "" 1^»- Angekommene Fremde. Am 5, März, ^- Hotel Stadt Wien. Preßbmger. Land. Huppmann, -M" ^ Polorny. Reis,, und Wolf. Wien. - Wittcndorfer. Mllw» laplan, Marburg. - Ladstätter. wraz, Mullitsch, Ka"»" Trieft. — (Yolob, Kaufn,., Obcrlaibach. ..M Hotel Elefant. Obrcza, Gutsbesitzer, Zirlniz. — KautjV lyutsbescher. Lichtcnwald. Kaiser von Oesterreich. Alt. Marburg. Mohren. Majci, Äcrglnappc, Leobcn. Meteorologische Beobachtungen ln^aibach> '7U.Mg. 74574 ^ 6. 2 „ N. 737 89 ^-12 8 WSNmäß, heiter " V „ Ab. 734 19 ^- 8 4 3N. schwach bewölkt ^< Nebel, vormittags heiter, nachmittags windig, Mey^y» Bewölkung, Das Tagcsmittcl der Wärme ^- 74", um über dem Normale.___________________________^^-^"" Aeraittwortlicher Redacteur: 0 tt 0 mar Äam bel^ Der löbliche lrainische Sparlasseverein hat^n Generalversammlung vom 19. Februar l. I. der z'sHlile städtischen sünfklassigen K n ab en V 0 lks!" ^ für Unterstützung dürftiger Schüler den namhaften Ac>r b -A 250 fl. ü, W. votiert. Für diese großmüthige Spende !? hiemit den tiefgefühlten Danl aus .. ,,^ die Allw^> ! ^1 M Für die innigste Theilnahme während der lang » andauernden Krankheit, sowie für die zahlreiche > M W ehrende Veglcituug zur Ruhestätte meiner ui'vera " M W lichen, am 1. März d. I. in Kronau versch'""" » M Ehrgattin W W spreche ich hiemit ullen p t. Theilnehmern """"' W M tiefgefühltesten Dank auS, W W l, l. W'^s^nf^vi 4it Wie«. 5. März. (1 Uhr.) Der Umsah in SpeculationSwerthen war bedeutend, die Stimmung nicht nur für diese, sondern auch für Anlagewerlhe aller <)l)Is(IIvdl^l. günstig Papierrente........ 6285 6295 kilberrente........ «7- 6? 20 «oldrente......... 7445 7455 Lose. 1839........ 314 - 317 — 1854........ 107 - 10750 " I860........ 11075 111 - I 13« (Fünftel) .... 119— 119 50 I 18S4 ....... 135 50 135 75 Una. Prämien.Anl..... 7625 7675 »redit.L.......... 161 75 16225 «udolfs'Ü......... 1350 14 — Prämienanl. der Stadt Wien 86— 86 25 Nonau-Regulicrungs'Los« . . 103— 103 50 Domänen. Pfandbriefe . . . 140 50 141 50 ^csterreichische Schatzscheine . 100 — 100 25 Ung. 6perz. Goldrente . . . 89 80 89 90 Ung. Eisenbahn.Anl..... 9850 99 — Unä. Echahbonz vom I. 1874 110 75 111 — Uniehen der Etadtgememde Wien m V. V...... yg.ZO 97 — Grunde«tlattu»«b.rbn««tt0 Ungarische Nordostbahn . . . 110 25 110 75 Wiener Tramway'Gcsellsch. . 127 - 128 — Psandbrlele. Allg.äst.Vodenkreditanst.(i.Gd.) 106 50 107- „ » „ (i.B..V.) 89 75 90- Nationalbanl.......9870 9390 Ung. Bodenlredit'Inst. (B..V.) 94 25 94 50 PrloritätK-Vbligationen. Tlisabeth-V. 1. Em.....93— 9350 Ferd.'Nordb. in Silber . . . 106 75 10725 Franz.Ioseph.Nahn .... 882.'. 8850 Äal. Karl-Ludwig.«.. 1. Em. 10180 102 20 Ocsterr. Nordwest'Vahn - > ^^5 ^ Sicbcnbürger Vahn . - - <,^,50 l^ Slaatsbahn 1. (tm. . - - !s'25 1^.zl> Südbahn » 3'/,..... - ^5.85 3"^ „ ^ /»..... ^-'— Südbahn, Bons .... - ' Devisen. ^ ^ Auf deutsche Plätze . . - ' ,'l8s^ !!a^ London, kurze Sicht . - ' ^g^ l^,Z^ London, lauge Sicht . . - ' 472Ü Paris....... - ' Geldisrten. ^^ ^ Gelb ^ss. 62 ^ Dllkaten .... 5 si. 60 "- ^ ^ 5l Napoleonsd'or . 9 „ 5" ,- ^ ^ Deutsche Reichs. .^ 5s " 5«) " banlnoten. . . 58 „ 0" "zO5 , Lilbergulden . . 105 ^ 40 ,. --------^", 0bU»"'^ Krainische GrundcntlasttMgS' zgace g.... Privatnotierung: Geld 90 ^' ^ M >dit 2^l2 2.', l»i« 232 50. Anglo i, »«chtr««: Um 1 Uhr 20 Minuten notieren: Papierrente 62 90 bi« S3—. GUbnrente 6? 10 «IS u/ il0. «olorente 74 60 b,s 74 70. «I« »«»d«n 11830 bi» 11s—. Xa^«l»n» 9-50 »i» 9i1. Gübn 10540 bis 10550.