Praumnkklilions - JJteift: Fiir Laibach «"n,ji>hr>g . . . u fl. _ (t. Halbjiihrig . . . » „ — „ Biertcljahrig. . . l „ 50 „ «°natlich . . . _ n 50 ^ Mit ber Post: ^anzjahrig . . . 9 fl. — h. Halbjahrig . . . 4 „ 50 „ Biertrljahrjg. . . 2 „ 25 „ Mtk Zuftelliing in« HauS vierlel. i«W8 25 Jr., monatlich 9 It. ®injelne 'Jiummetn 5 Ir. Mbacher Nr. 129. Tagblatt. Sinonime Mittheilungen roerben nicht beriicksichtigt; Mauuskripte nicht znriickgescndet. Donnerstag, 10. Ium. — Morgen: Barnabas. Brbaktion: Bahnhofgasse Nr. 132. čepcčilion unb 3ufctuttn Lurcau: Kongrehxlatz SJit,81 (Buchhantzttliig' con 3.». flleinmaw & ft.Samfrdii) 'Jb? Znscrlionsprcise: Sy-Jffe 18« die einspaltige ’4ietit}cileSyi bei zweimaliger Einschaltung L 5 brcimol u. 7 !r. InsertionSstempel jedeSmal 80 tr. Bei groheren Onferaten uiib ofterer EinschaltungentsprechenderRabatt. 1869. Konstitutioneller Gerein in Laibach. Dcr Ausschuh beehrt sich tjiemit, die Herren -vereinsmitglieder zur vierzehnten Bersammlung, welche Freitag den 11. Jnni d. I. Abends urn ..."hr int Saale bcr Schichstatte stattfindct, hof-uchst cinzulabcn. Tagcsorbnung: 1- Besprechmig imcr wiinschenswerthe Aciidc-ru"8e» bes Laidachcr Gemeinbcstatutcs. . 2- Antrag auf Abscnbung eitter Adressc an Diinistcrium zur Abwchr verfassungswidriger lebcrgviffc auliihlich bcr Ereignisse voin 23. Mai b. I. Denkschrist oder Parteischrist? II. . Der Gemeindcrath will in ben Tabors einen vauPtguinb bcr Ereignisse fiitbcu; bas ist ber Ernpunst, wclchcr bie Herren bcr Landcsausfchuh-Jl’titat auhcr Fassung bringt. Wcr bie Be-kttung ber Uitigebung unb ihren ©inn Dor bcm a8e, von Wischmarje fannte, wcr bie aufgeregtett . . >°hlenbcn Banern oon Wischmarje heimkehren I >), wer in jener geranschDollcn Nacht bie friihcr \e Nchvrtcn Ruse: „^ieber mit ben Deutsche«, Jr sinb je^t- die Herren," „man muh bie Deut-It*1 todtschlagcn,“ it. s. w. zum crstcnmalc g tte' wcr suns Tagc baranf jene gcwaltige Errc-n*9 ,i)c6 gefammten LanbDolkcs sah, wclchc umnog-cm Ausflug cines kaum 60 Mann betragen-Turnerzugcs hcrvorruscn konntc, wcr die Morrufe ber Psingstniontagnacht bei ben Exzcsscn Sah t)8rte unb a" bcr Brust ber Angreiser bie ,h.t“rmtboillcn sah unb da keinen Zusarninenhang Kern ^'schmarje unb Jantschberg - Joscfsthal frfii dcr muh cntroebcr mit Blindhcit gc- ^oUcn*1 °*,et Wichchcit abfichtlich verbrchcn ®cnfr*e"n ben Rcgierungskommissaren., roie bie jur • ^ ,tle'nt, Don feinem Taborrcbncr Anlah to0(j 9eril)9fiigigsten Bcrncrkung gegeben wiirbc, so nidit" !"lr bic Stichhaltigkcit bicscr Bchauptnng hicr » UaKer litfAtAorti nitr fen unterfuchen, sondern nur daraus hinwei biin'e v nW gerabe bie Sprecher Don ber Tri-}tt Ausregung in ben Reihen bcr Tabonten Ho* n,[m Lauchen, fonbern bah zu dicsem Zwccke auck »recht thatige Kraste vorhandcn find und bflbon r ^ef)r *n Wirksanikit »oren. Abgesehen tabc^nbe Bcmerkungen dcs Rcgieruugs-©eniin ' .toie das Bcispicl don Schlandcrs zur beshojh t?^roc'6tf vst hjjchst bebenklich unb tocrben ben ^ nur auhcrsten Falle gemacht wcr-Soifsh r ^weinberath hat leitt Wort gegcn $QffnaCi m.^un9tn selbst Dcrlorcn unb ber gauze bie bcfProd)enen Denkschrist gehbrt in hauplungen butc^ou6 ungercchtfertigtcn Bc- lunae?ai«'ie ^urn!r f*on vor ben VolksDersati-.tn-8 n veretnzelte Jnsulten von ©cite dcspcrater stabtischer Elemente unb einen Baucmangrifs in Icschza zu erbutben hatten, ist roahr, aber erst scit Wischmarje haben dicse Fcinbseligkeitcn cine so bc-dcuklichc Hvhe ctrcicht, so batz toir bie Borfallc in bem Schantt'schen Hausc unb in Icschza irn Vcr-gleiche zu Jantschbcrg-JosesSthal sast fetbft, tint uns bed befaunten WortcS cines Lolkssiihrcrs zu bebictien, ..Kinberspiele" neunen mbchten. Sodauu schiebt bic genauntc Parteischrist bic Schulb a tier Ereignisse auf bas „Laibachcr Tagblatt" unb auf bic auomartigc Prcssc. Das bcgrcifcn wir recht leicht, dah bett Na-tionaten bie offene, riickhaltslosc, mSuulichc Sprache bcr liberalen Prcssc mid bes „Tagblatt" grohcn Rummer beieitet uttb batz jene golbcnen Zeiteu vor-iiber sinb, wo man auf alleys Liberate unb Deutsche losbreschen fonnte, rocil man wuhte, cs ist «ie-maub ba, ber barauf antmortet. Doch wie war batnals bie Haltung ber slovcnischcn Prcssc, alS nod) tein »Žagblatt" existirtc? War nicht im „<5loDcncc" bie bcrudjtigte Proskriptionsliste, war nicht in bcr „Novice" „baS schwarzc Vuch," unb toie sie alle heifecn, tiiesc wilbcn Ausbriichc bes La-natismuS uttb bcs Tcrrvrisuius? War nicht bcr Sokolexzeh, bie Jeschzaassaire schon ba, als noch niemanb Don cittctn „8aibachcr Tagblalt" triiiimte ? • Uebiigeus, wer hat die Flihrer in ben Koth gezogcn, wen it cs nicht bie floocnifchen Blatter fetbft wa-ren; unsere Artikel gegcn bie sogcnanntcn Fiihrcr waten burch bie bettfelbcn hbchst unangcttehmen Sunbgebuiigen cines floocnifchen BlatteS herDvrgc-rufcn iDorbcti, wir haben zum itielcge bic kciues-toegs fchttteichclhaften Zitate aus jenem Blattc nur gctreu wiebergegebcn. Den Gnabenakt Sr. Majestat an ben wcgcu bcr Jcfchzaaffairc Vcrurthcil-ten hat bas Tagblatt nie in ben Krcis seiner Be-sprcchttng gezogcn, fonbern nur bic Art ber Be-fannlgebung besfelbcn. Es ist alfo bicfe ©telle ber Dcnkfchrift cine offene Untoahrheit. Uebrigens hat nicht bas »Tagblatt" ben Gnabenakt herabgcroiirbt« get, fonbern bicfer Borwurf trifft jcnc, wclchc an ben Borfallcn Don Jantfchbcrg-JofesSthal Schuld tmgen. Dcuit cine argere Kompromittirung cines GnadcnaktcS ist wohl feltcn vorgckoinmcn. Wir hat ten ben Bcrfaffem ber Denkfchrift gerathcii, iibcr biefen heitlichcn Punft liebcr ganz hinwegzu-fchlupfcn. Was bie angcblichc Verbachtigung unfcrcS KlcruS anbetangt, so ist ber Mifjbrauch seines Ein-flusseS ein zu notorischer, als bah man baruber Diet Wortc zu Dertieren braucht. Wctttt toir cs mit cigenen Augen schcn, toie die Kaplane bei den Wahlen am Landc sich benehmen, wenu toir schcn, wie sie an ber ©pitze ber Battcrn nach ben Tabors zichcn, wenn wir an jene Prebigten erinnern, wclchc wir in unsercm Blatte wiebcrhoit zur Sprache gebracht haben, wenn toir an bie Reben bcr Gcist-lichen bei ben Tabors benfen, rocntt wir bic unwitr-bige Mistisikation cines Sebastian Kttlovic, bie rohcn Angrisse tines Priesters gegcn einen gcachteten Poftbeamten unb so Dicks anbere Dor unser Ge-bachtiiih zichcn, so tomme einer her, ber ben Muth hat zu sagcn: bas find die Nachsolger ber Apostel! Die Aerruttung dcr ©chulbiSziplin hat ber Rcgicrungsvertretcr, Herr Hotschcoar, in ber Gc-meindcrathSsitzung fetbft zugcgeben, daher eS bcr Lanbcsrcgicrung fehr fchwer fallen biirftc, „jc»c Borwurfc grunblich zu wiberlcgcu." fetbft auf den unwahrscheintichcn Fall hin, datz sic es wvlltc. Die Gcbcnkfchrift, bic Don ber liberalen Mi-noritat so wegwersenb spricht, niacht bei bicfer Gc-legenheit nur eittc Heine, aber Wunderlich fliugenbe Digression, inbem sic sich plbtzlich iibcr bic Majo-ritat dcr Liberalen in ben Lchrkorpcrn creifert. @ic vcrgitzt aber, bah zum Verhetzcu bcr Jugcnb ein cinzigcr Professor gcniigt unb bah man nur auf Entfernung fotcher pflichtvergefsenen Elemente anra-thct. Dah es bcrctt gebeu biirftc, beweiSt cbcit bie attch regicrungsfcits zugegebene DiSziplinlofig-keit unfercr Schuleu. Wahvhaft groh aber wird bic Denkschrist bei jener ©telle, wo sic behauptet, bah bas Wort „Slovene" bei bcr liberalen Paitci als Schimpfwort geltc, wahrenb es fein Mitglied ber national-klerikalcn Pnrtci gibt, bcm nicht MS faktifche Schimpfwort ..Ncmskutar" fiir Attgchorige ber liberalen Partci gclaufig ware. So cine Ent-ftctlung bcs SachocrhaltcS ist — kiihn. Unb mm, itachbem wir tins fast zu (attg mit biefen klcinlichcn, ncrgclnbcn Anwurfen befchaftiget haben, noch ein Wort. Also Glcichbcrcchtigung, ihre Dotle Gcwahrung foil ber Stein bcr Wciscn fein, mit bem bic brei Herren im Burggcbaube bas Lanb pazifizircn wollcn. Also Glcichbcrcchtigung will cine Partci, welche nach ber Jantschbergassaire nichts ciligcrcs zu thun hatte, als, roie man hort, um die Auflbsung cincs, anbere politischc Gcsiunungcn hegenben Vcrcincs zn bitten, roahrcttb bcr Gcmeinbcrath nicht um Mahrc-gelnnZcn, fonbern ansdrLck lich u m An-wc n d u n g bes G e s e tz e s a n f u ch t. Gleichberechtigung bcansprncht eine Partci, wclchc Silnbersbentenbe als Fcinbc dcs Bolkcs bc-zcichnct unb nur Schimpstitcl fiir sic hat; welche bas Volk zu Gewaltthatigkeiten, zu ratiberifchen llcberfaflen auf bie fogenannten Dcutfchcu in fana« tifdjcr Wcifc hctzt; wclchc folche Ueberfchreitungcn mit Entfteliungcn unb Liigen befchonigeit unb mit Dcnkfchriftcn cntfchulbigen will. Dicfc Scute reben Don Glcichbcrcchtigung, wclchc cs ganz natiirlich finben, bah Turner nicht Dor die Stabt hinaus follcn, blos beswegen, wcil cs bcr anberen Partci nicht genehnt ist; biefe Lcute reben don Gleichbercch-tigung, welche nach gcschchettem Attentate die Worte sprechen: „Waret ihr zu Hause geblieben!" Gleich-berechtignng im Munde einer solchen Partci ist Hohn! Glitcklicher Weise denkt die Regiernng anders fiber die Glcichbcrcchtigung, indent selbe ohne-hin in ©chule und Amt bereits Geltung hat. Dah die Mittelschnlen nicht slobenisch find, ist nicht deswegen, wcil man folche nicht gestatten will, sondern weil cs Sachc dcs Bolkcs ist, solche ntoglich zu machen. So langc aber die Literatur unb Sprache cines Bolkes nicht auf hvherer Stufe stcht, als die flvDcnifchc, so langc muh in ben Mittel-fchulen eine anbere als Unterrichtsfprachc in An-wettbung fommen, welche bem Schuler a tic Quellen dcs WifstnS crfchlicht. Man arbeite bahtr borerft bahtn, bie vielm Liicken bev heiinischen literatur cntsprechend aus-zufullen, man gebe bem Bolke zuerst gule Bolks-schnlcn unb gebilbete Lehrer, bas ubrige wirb sich bann schon von sclbst machen. Ehcvor man abci Gleichbcrcchtigung forbcvt, zcigc man frit her, bah in bcr That bcr Begriff bcr Gleichbcrcchtigung hiiher stcht, als die Gcwalt, bcnn nicht Gleichbe-rcchtigung ift es, was man auftiebt, sonbcrn Herr-schaft unb Bergcwaltiguug, unb rocnii, wie tie Dcnkschrist fagt, wirklich baS gefammte Bolk nichts anbcres will, als Glcichbcrechtigung, unb wcnn bic Gegcnpartci wirklich, wic wciters bic Dcnk-fchrist fagt, nur cine kleinc Fraklion, cine Klignc ift, woju echauffirt sich bcnn cin Nolk von uahe ein unb einci: halben Dtillion wegcn einer klcinen Klique ? Pourquai tout de bruit pour uue omelette ? zu bcutfch: Wozn dcr Larin'? Allcrlei Taboritisches. (Onginal-Korrespondeuz.) Aus SDbcvfmin, Anfang Juni. Die Saat ber Tadorc beginnt in ben lusher von bcv politischen Begrisssverwirrung vcrschont gebliebencn Kopseu uuseres Lanbvolkes anfzugehen, nicht etwa iu Folgo dcr nbcrzcugenbcil Bcrcbtsamkeit bcv Taborarrangcnre, sonbcrn als Rcsnltat bcv unansgcsctztcn Bcarbeitnn-gen von Seitc nationalcr Agcntcn, unter bciicit jnngc Klerikcr bic wichtigste Rolle spiclcn. Man inutz sclbst mit bent Bolkc vcrkchren, um zur Kenntnitz zn gctaugeu, wetchc absurden unb bennoch hie unb da Eingang sindenden Dcutungen den Taborrcbcn unb Taborbcschlusscn von gcwissenloscu Berkundigcrn dcs nationalcn Evangclimns gegeben werdcn. Die von ban Wischinarjer Tabor hcimfehrenbeit ldnblicheti Taboritcn mcinten zwar: Sie hattcn die stadtischcn Apostcl, die aus dcr Hutweibc vou ber Kauzcl spra-chen, mtr wenig verstanben, hiugegcn warcn ihncn von ben untev bev Bolksmeuge vcvtheiltcn „Jungcvu" Dingc gesagt worbcn, bic sie friiher noch nic gchort hiitten. Das Landvolk ift fur die Schopfung Sloveniens notlig apathisch, doch verfchlten die viclcn Niillioncn Slovcncn und Slaven, mit bcttcn man tit bat Ta-borrebcn heruinwarf, ihtc Wirkung aus cinzclnc Kopfc iticht. Die Schlagworte: „Jhr feib so vide Tausenbe, ihr bixrfct nicht die lctztcn bletbctt, euch gebiihvt im Laube dcr crste Platz" werden vom Landmamie in ban Sinne aufgefaht, bah ber fisisch starkere, dcr uumcrisch ubcrlegettc sich bas ihm vermeintlich uoratthaltaic Recht auch erzwingen btirfe. Der Appell an die Massen soil die Noth-toenbigfeit unb Gcreiftheit einer in ein Mr mussi-gctt Kopseu entspruugenen sautastischen Idee konstatiren, dieselbe foil jedcr bcfouticncu uttb cingehatbeu Prii-fttng cutzogcu werdcn. Wohin wirb es fchlichlich mit der ohnebics sehr gelockerten Achtnng vor bent Gesetze, mit ban Rcchtssinn bes Bolkes fommat, want ihm immcr oorbemonftrirt wirb, dah Utopiat, bic nic zur Wahrheit werben fmtnen, ein ban Bolke vorcnthaltencs Recht seicn, bessen enbliche Nealisirnng nur bin-ch Masscnbemoustrationcu moglich ift V Bezirke fittb schon Fallc von Steuerverweigerung uorgcfoimneit, tnbcm man sich attf ben lctztcn Tabor bcrief, aus ban bic Berminbernug bcr Steueni be-fchlofscn worbeit scm soll. Zwei obcrkraincr Baucrn, bic zunt lctztcn Tabor snhrcn, erzahlten in etitem Gaslhause in Krainburg, wo sie Rast hiclten, es Habe ihncn ihr Geistlichcr bebeutct, aus bat Tabors wcrbctt a tic Rcchtsftreitigfeitcn in kurzem Wcge cr-lebigt werben, cs wiirbeit bovt iiber 800 Doktoren znr soglcichcn Rcchtsprcchung zusammenfomnten, in Zukunst luevbe man feiit deutsches Aktenstuck rnehr bcubthigcit. In ahnlichcr Wcise werben ban Lanbvolkc bic Kosten sur jcne Schulen, an benett zngleich bcutfch gelehrt wirb, als cine nutzlofe, bat Bauer in ganz nngcrcchtcr Wcise bebriickenbe Stencrlast bc-zcichnct. Dr. RazlagS Hauptarguinait fur bic Griinbttng einer Universitat in Laibach, bic Wohl-feilheit bcr Sebensmittcl, fiiibet bci Hubenbesitzern, bic cinen Stubirenbcn an cincr Universitat mit gro-tzcn Gcldopfern zn ernahren haben, vollen Anklang, manche Bauerin benft sich, Erdapsel - Prein, bann unb wann cine Wnrst unb GesclchtcS sinb leicht beiznstellen, man brancht sich nicht beS lctztcn Spar-pfennigs zu cntantzern. Die gauze Bewegnng roiirbc zn cincr Kotnodic herabfinfen unb schlictzlich im Sanb verlausctt, weun bcr KlernS bcnfctben nicht fur feine Zweckc anSbcn-ten roiirbc. Schon jetzt denken bic Klerikalen baratt, bei ben bcvorstchenben Gcmcinbcrathswahlen cinzclnc ihncn mitzlicbigc Blirgcntieistcr von ihrcn Posten zn entfernen unb durch ihre Knatnren zu erfetzcn; sic argumentirat alfo: Sitzcn wir in bat Lanbgemcinben feft unb sicher, bann ift uns auch die Majoritat im i'nnbtagc gcroahtt, unb mag die liberate Rcgierung in Wien verordncn, was fie will, so foil eS boch in Krain nicht znr Ausfuh-rung foninmt, betttt wir sinb die Herrcn im Lanbe, wir haben bie Masse bes BolkcS fiir uus. Unb fo wirb bcnn in a lie Tagcsfragen bcr Angstruf des bebrohten Glaudens gemengt. Am Psingstmontage hielt in cittern ber grvtz-tcn obcrfrainifchcn Dotfcr ein fanatifcher Land« kaplan ben Bon ihm attgcroorbcneit Banentburfchcn, bic nach Wischmarjc ziehett fotlten, cine ©tanbrebe voll religibfer Anfpiclungcn; er iibergab ihncn iveihe-vvll due Taborfahne, fiir bic er bei bett vermogli-cheren Baucrn cine Kvllektc vcranftaltet hatte. Am fclben Abenbe kchrten bie beroufchtcn Taboritcn Heim, unb wutztcn nicht« besferes zu thun, als dent dortigcn Burgcrmeister, einem ehrenwerthcn Manne, bcr mit ben Klerikalen nichts zu thun haben will, mit cincr Katzenmusik zu begrntzen unb ihm baS bc-kannte Sckimpslicb: „Hali, halo, želoda več ne do" (Hali! Halo! in Znkunft wirb eS keine Eichcln mchr gcben) vorznbrullcn. Man vennitzte bci biefer Szcnc irgenb cine Intervention bes gciftlichcn Hcrrtt, befscn warnenbcr Stimme bic cxzcssivc Jngenb ficherlich Gchbr gefchetift hatte. Ani folgenben grohn-leichnamstage biente bic namlichc Taborfahne mit ber Ausfchrift: Ne udajmo se! zur Bcrhcrrlichung ber Prozcssion. Ja berfclbe Landkaplan fanb cs ant bcirauf folgenben Sonntagc fur angezeigt, in bcr Prcbigt bie Bcdentnng ber aiif jedem Taboraufrufc bes Gemcinbevorstandes ftcht bie Geistlichkeit des Ortcs. Was foil ich erst von bat GmtftcQungen fa-gett, welche bic lctztcn Botgangc burch bie klerikalen Colporteurs erlcibcn. Anch bicsmat gait dcr Kampf bent gefahrbctcn (Slaubcn. Die Laibacher Turner zogcn — fo fchrodtzt man bem bethorten Bolkc vor — mit einer lutherifchen Fahne, die fie sich in bcr luthcrfchctt Kirchc gcholt hatten, aus ben Jantsch-bcrg, um bie Kctzerci unter bent Lanbvolk zn ver-breiten. DieseS wehrtc sich bagegen uttb entrifj ben falfchcn Profelen bie Fahne. — Der bei bem Exzesst in Josefsthal gcfallcnc Robe war nicht an feincm Tode Schnld, bcnn er nnirbc, als er ganz ruhtg aus bcr Kirch e nach Haufc ging, ohttc Ursache »on ban Genbarinat niebcrgeftochen. So crzahlt man bem leicht zu bethorenben Landvolke. — Wahrlich, esgchvit ein roohlorganiftrter Kopf dazn, um sich von bem Lugcngewcbe nicht urnstricken zu Inffett, welches nach bem Borgange der slovcnischen Blatter iiber das gauze Land mit Hilse ber Klerikalen gejogen werdcn sollc. Solche Borgange solicit ein ern|ter Mahnruf an die Rcgierung fein, um an die vollige Bescitigung des KonkordatcS mit allcin Ernste 3lt fchveiteu Zur Affaire des Bischoss von Linz wirb noch solgcnbcS mitgetheilt: An cine gewatt-same Borfuljrung glaubtc bcr Bifchos felbft vi znm lctztcn Angcnblike nicht unb bic klerikale 450-tei, welche in Linz zwar fchr kleitt abcv riihtig ift, war von der Schnelligkeit, mit welcyc dieselbe crfolgte, offettbar itberrafcht. ^9^ ter Zbgeruiig hatte sic jebensalls in sbrmlicher pr * zeffion ihrat Obcrhirten bcgleitet unb hiebet o Glocken bcr Stadt in Bewegnng fetzcn loffen. Dcr Bifchof felbft bcwies sich augcrst' W' tonte wicdcrholt, datz er fein Zivilgericht kettne u nur allcin dan Papste unterftchc. Bor 9 In bcr pcrsibcstcn Weise vcrsteht man es, bat Laubtnann fiir feinc Muttcrsprache zu crhitzcn. Es, , ware cine vergcbliche Muhe, ban Obcrkraincr, bcr! gebrauchten Schlagworte: Ne ttdajmo se! unb Ze- feinen Sohn in bic stadtischcn Schnlcii, jet sogar nach Kdrntcn schickt, bnutit er bcutfch lerne, bic gc-wiinfchtc Ucbcrzatguttg bcr Rutztofigtcit obcr gar bcr Schadlichkeit ber bcutfchcn Sprache bciznbringen. Man greift daher zn allcrhanb salschen Borspiege-tungctt, um die gcwitnschte Diskreditirnng des dent-schen Elementes uttb bessen ganzliche Bcrbannuitg aus Arnt unb Schnle mit der Zeit bennoch ins Werl zu fetzcn. Das bclicbtc Thcma ber Stener-crtcichtcruug wirb mit bcr Bescitigung bcr bcutfchcn diuimo se! fcinett Pfarrkiubern zn crlautern, na-titrlich in echt chrisilichem Sinne, betttt biefe Schlacht-rufe gclten nur gegen bic Feiitbe bes GlanbatS, be-nen matt sich nicht ergeben barf, gegen bie man sich vereinigen mitffe. Man kattn sich leicht bcnten, von welcher Wirkung bie am felbett Souutagc vor bcr Psarrkirche crfolgte Berlautbarung bcS Bcr-botcs ber Tabormcbaillen attf bie von ber Prebigt bes Taborfchwarmcrs crhitztcn ©emiither gewefen fei. An einer Kirche im Pollaubcr Thalc flattcrt nackig unb wich nur bcr „fififchen Gcwalt." 'icht wiebcrholtc er feinen Protest, bestritt bie Kompet^i bcsfelben unb roeigcite sich, Rcbc uttb Antwort » stchcn. Den Exekntivorganen hielt er bie 9ro® Siinbe vor, welche ein jebcr bcgchc, ber elI,‘ gcroeihten Priefter Gcwalt anthue; bie Sunbe p tenzire sich abcr noch in bicfem Falle, ba es lia) hier um eitten Bischos hanblc. Am Stage bes Ercignisses sclbst hatte ber lcgraf ungcntdn viel zu thun. Der Sifd)°f 'J„(l telegrafirte nach Rom, Pasiau, Regensburg, unb an a lie inlanbifchcn Bischofc. Der Profibcnt des Linzer La»vrvu"--v.. obwohl noch ein Bcamter aus ber alten bei bicfem Anlassc die nbtljigc Energie cntl^Lcn unb feincm Stellvertretcr, wclchcr feinen fatt)t>l‘I ^ ©tanbpunft betontc unb, jebcr Zwangsmatzr 9 abholb, um Urlaub nachfuchte unb fid) con ^ cntfernte, bebeutct, batz er bci feinen Ansichl"' beftcn thate, bci Sr. SDiajcftat um Pension11 cinzufchrcitcu. - Amtimng in bat Kanzlcicu iu Berbinbung gebracht.' noch iturner bie Taborfahne, mit ber fiir folchen Matt liigt bent Bolke vor, bah bie jetzige bcutfche,Ort fichertich nicht paffenbett Aufschrift: Poljanci! AmtirungemeugutcuTheilseinerSteuerniuAusprnch ne udajmo se! Es soil bem Burgernteister bcS Or-uehntc. Ein Bauer meintc, ctuf bcrn Tabor vou tes von ber politischen Behiirbc bie Bescitigung Wischmarjc habc ihm ein Snrkatrager haarklein! bicses bemonstrativen Simbols bebeutct, ja sogar vorgerechnet, bah 40 Kreuzer von einem Stcucrgnl- unter Anbrohuttg cineS Ponales befohlen wor-den auf bie Nemškutarje entfallen. In ban Lacker ben fein, boch fruchtlos; hinter ber Opposition Politischc Rundschau. Laibach, 10- ^ Die Affaire des Bischoss D0nifrfat|r trcibt umnberlidje Blasen. In Linz tftlinbcn halt man in ben Kirchen offcntliche Bc > ab fiir den „in so groher BedrangMV, ta, hochwitrbigsten Hcrrn Bifchof," unb zwct. ^ert tionen, bie cine bestchenb aus Priestern, d>e aus Mitglicbcrn ber Linzer St. Mitf)oel»Bl fchaft, wollat sich nach Wien begeben, um bc ,{Jl Majcstat onzufragen, ob bas Konkorbat auffl ) g fei obcr nicht. Anch soll cine Bcschwerde 6C9C SSerfahren gegen Bifchof Rubigier angebraa) ben. In Bezug auf bas letztere wirb bcr bie Deputation wohl an ben verantwortltche ^ ^ bie reputation tuotjl an cen dciuuuw....-/- e ftizminifter verweifen, in Bezng attf ' . bat Zeitnngsvcrschleih ber Staatsdruckr bic Hcrren sich bas Reichsgesetzblat aus bemfelben bie nothige Belehntng sch P' an wo unb aus bemfelben kbnnen. Das Ministerium hat einer Intervention des Kardinals Rauscher zu Gunsten des BischofS von Linz gcgenuber entschieden, dah »on eincm Eingreifen bet Rcgicrung in die schwe-bendc Gerichtsverhandlung keine Rede sein tonne. Diese Anlwort war vorausznsehen und der Kardinal hatte fid) den Schritt wohl ersparcn kSnnen. Wie der »PesterLloyd" schreibt, hat der V ize-'iinig von Egipten in Pest sein Bedauern ausdriicken lassen, dah er den nach Pest-Ofen pro-Mirten Ausflug fur jetzt Habe fallen lassen miissen, N jedoch seinen Besuch fur die zweite Halste dcs August osfiziell anmelden. Die Pariser Blatter diskutiren den Bertrag itoif d)C n be m norddeutschen Bund und ® abcn, bill'd) welchen ben beiberseitigen AngehS-%n die Ableistnng der Militarpflicht tmd) Beličin, fei eS in der norddeutschen, sei eS in der ba-d'schen Armee, gestattet wird. Bis jetzt autzern fid) Me Blatter gemahigt. . Die Nachwahlen in Paris und den drvvinzen haben, den nevesten telegrafischen ^chrichlen znsolge, ein der Opposition giiustigeS ^tfultat geliefert. Die Opposition hat bci der Neu-die verhallnihmahig starte Zahl von 24 Ab-^ordnetensitzcn gewonnen. Unter den Gewahlten ^ Stabt Paris befinben sich Thiers, I. Favre, ^»rnicr-Pages unb Ferry. Paris hat bemnach °»rchaus Oppositionelle gewahlt, da die sriiher Ge-Wten Jules Simon, Picard, Pelletan, Gambetta, Cancel der entschiedenen Opposition aiigchorten. Jin 8»nzen sind von den Regierungskandibalen 25 und 6on Unabtjangigcu 33 gewahlt. Aus Madrid wird gemcldet, dah die RegiL-]jjn8 angedlich ben jnngcn Herzog Thomas von ^tuia, der gegenwartig in England die Schule Harrow besucht. einen Knaben von fiinfzehn ^%en, zum KL ni g e vorschlagen wove. Sein Mkim, bcr Konig Vittor Emanuel, unb bie floren-!ttlifthe Regierung solicit ihre Einwillignng gegeben Urn und and) der Kaiser der Franzosen mil bem wntic cinverftaiibcn sein. f Die Freunbe bes tuban i schcn Anf-"l>Ndes i n New - Aort versichcrn, bah brei-jihn Expeditionen aus amerikanifchen Hasen zur ""terstiitzung des Aufstandes nach Kuba abgegangen ltlen- Die Gesammtstarke dieser Expebitionen be-•0llfc sjch aus 5000 Mann mit sechs Batterien jvrt>llctic. — Komisch ist die Naivetat, mit dem *!■' ®mcrifaner derlei cingcftehcn; wenn Englander >!e Siibstaatlichen mit Geld unterstiitzen, so ist uncrhort, wenn aber Aankces den Subanern g ai,nfcha(t zukommen lassen — ja Bauer, das ist was anders. Ein Muftcrpfarrer. . Bon Jfchl, 4. Juni, wird dem „9t. Frbbl." 9el%iebeit: Die eingebornc Bevolkcrnitg Jschls unto jeitt)iu der Utugebitng ist sett zwei Tagen in tiesei-^ucr. Seit dem Tode des unter bent Namen "^utttautel" beriihmlen Pfarrers cities Parifer Be-e8 ist vielleicht fein Tod ciiteS Pfarrers mit so b,ele» ausrichtigen und heijjeit Thrancn beweint wor-J}1' als der vorgestern tin 49. Lcbcnsjahre ersolgte wttritt des hiefigen Pfarrers Ferdinand Aubock. n">^be wav eiit gel'vrner Jschlcr; er hat sich in c» Kreisen ungethetlte Berehrung unb Zuneigung ^Bwben. Was ihnt besonbers nad)gerUhnit tuerbett ist feiue vollstdttbige religiose Duldimg in dieser " ‘««g katholischcn Gcgcitb. Bis in's Auherorbcnt-">stc ging feiue Wvhlthatiglcit, unto c6 will iticht Jm3 fagen, dah er sogar feiitent Nepotismns zn-war, wenn man tote Mcngc Neffen unto bas au^ Partezettel licst. Es ist Thatfachc, to, ..ct .UDt kurzem von zwei Paar Sticfelu, bie er ottathig hatte, die guteu eincm barftifsigen Haud-f* t • ^cnfte- Aus die Bemcrkung seiner Wirth-fcpytJer*tt' mmt tooch gcwohulich toic schadhaften . Icheutt, nteiitte er, das fei cut vcrfehltcs Sistem, fcfclL r Barfuhige tonne sich tooch roeniger lcicht die ^achaften Stiefel ansbeffem taffen, als ber ©eber. In bem armen Salzkammergut verlierett Hun- - berte au bem Pfarrer Aubock ihreit rechtzeitigen Setter ! aus ber Noth, bemt cither den cigenen Mitteln wuhte 1 er auch bie Borsen wohlhabentoer Bcwohncr unto Kur-gafte fiir bie Bebiirftigen fliiffig zu ntachen. An ber auSgeftellten Seiche des ebteit PriesterS fieht man un= ausgcsetzt ein antics Madchcn fnieit, cine Hallstabtcrin, welche er aus ber Tause gehoben uitb spater ins Hans genontmeit uitb svrgsaltig erzieheit lich. Von roeit unb breit sind hcute Vcrehrcr des Pfarrers itnb fromme Glaubige zu bem Leichcubegangmh herbeigestrbmt, setbst aus Linz, wo er seine gcistlichc Lausbahu begonuen hat. In bem cnblosen Leid)e»zugc bemerfte man and) ben Wiener Bankier unb Fabritsbesitzcr Herrn Friedrich von Bosd)an, belt Besitzcr cittcr fchbnen Villa in Jsd)l unb ben cinzigen im Salzkanunergute be-gUterten Jsraclitcn. Der Verstorbeue war ein per-sonlicher Freund des wegeu seiner Wohlthatigteit bekanuteu reicheit tmd auch schatzenswerthen Judcu. Dieser unvergleichliche Pfarrer fchlief tu ber erfteit 9iacht nach bem Antritt seiner Fnuktion in Jschl aus bent nacfteit Sofa in ber Pfarrerswohntmg. Sein Belt hatte er namlid) bei ber Abrcife von Linz — vcrfchcukt au LeMe, die sich uicht fo teid)t ein solches aufchaffen fbtinen wie er. An 150 arnte Kinder be-fleibete er jebeit Winter mit Stiefeln, 50 brotlofe Ar-bcitcr befd)astigte er jebeit Winter unb befchaffte auf feine Kosten toas Werkzeug. Zur Tagesgeschichte. — Der Kaiser hat soebeii eine Summe con 50.000 ft. beftinuiit, nut funftinbnftrietle ©egeitstanbc fiir ben Gebrauch des Hofes zu beftetlen, welche zuglcich Ausstellungsobjekle ber MusteraiiSftcltung bei ber Er-bssnniig des bfterrcichischen Museums im Jahre 1871 setu solicit. Dieser kaiserliche Ztuftrag ist Jnhalt cities Hanbfchrcibens, bas an ben Protcftor bes Museums, Hemt Erzherzog Rainer, gerichtet ist. — Das Reichskricgsministerium foil tiber mchr-feitige Aufrageit uicht abgeneigt fein, bie beponirten H c i r a t skautioueu ber peufiontrten Ofsizicre ben Betresfenben duSfolgen zu taffen, doch tnupst dasselbe die Bcdiugnng baran, dah die Betreffenden auf jebe weitcre Unterstiitzung von Seitc bicscs Biiuistcriums zu verzichten haben. — Das Herrenhausmitglieb Graf Chorinsky, gewefener ©tatthalter von Ntederosterreich, befucht im dicsjahrigen Sommersemcster an ber Wiener Univer-fitdt bie Vorlesttngen des Regiernngsrathcs Professor Sd)assle „tiber Banken unb Kreditwesen," bie bcs Doktor Lufttaubt „tlber Finauzrecht," bie bes Doktor Blobig „i'tber Staatsrecht." — In eincm Wiener Kaffeehaufe faub klirzlich ein Marqueur ein Paket, in bem fid) 3000 ft. in Dbligationen befaitben. Derselbe brachte seinen Fund dent KasfcehauSinhabcr, zu wclchent nach einiger Zeit ber Verlufttragcr in groher Bestiirzuitg tarn, um nach bem Vertoreneu zu frageu. Als thrn bas Paket tiber-gebeit wurbe, loollte er sich entfernen, unb gab erst auf bie Aitfforberung bcs Bcsitzcrs b cut reb lichen Fiubc r — 20 Neukreuzer. — Der Miflionenritter v. K c it i g 8 iv a r t e r hat iu ber letzteu Ziehnug ber 18ti4cr Lose den Haupt-treffer gcmad)t. — Iu einer Stabt Oberbsterreichs hatten sich ein protestantifcher Brautigam unb feiue tatholische Brant, weil ihneit fatholifcherfcits Auftanbe gemacht lourbeit, turzweg im protestautifchcu Gotteshaufe traucit taffen. Darauf crhiclt ber Vater ber Ncuvermalten folgeitbe Zufchrift bes katholischcn Pfarrers: „Jm Auf-trage des hochmiirbigsten bifchbfltdjeu Orbinariates hat das gefertigte Pfarramt Euer Wohlgeborcu uitb Jhrer F. Tochter . . . . zu ertlarcn, bah die von Lctztcrer nut Herat . . . gefchloffene Ehe tirchlich unb bahcr vvr Gott unb bent Gewissen mtgiltig fei, bah bie vcr-nteintUcheit (Shcgatien bahcr auScinandcrzugehen oder die Ehe auf eine tirchlich giltigc Wcife zn fchtiehcu haben. I in Falle dcs Ungehorsams von Seite Jhrer Tochter loitrbe bas gefertigte Pfarramt in bie traurige Sage versetzt fein, berfetbeu Kirchcnstrasen in Anssicht zn stellen." — Ucbcr Attfuchen bes kbnigl. uttgarifcheit MU nisteriuins fiir Landwirthschast, Industrie unb Handel hat bas Reichskriegsministerium bewitliget, bah zur Mithilfe bei ber (Sinbriitgititg ber dicsjahrigen G c -trcibeernte Maititfdjast aus tocnt Stantoe ber Jnfauterie - Regimeutcr unb Jager - Bataillone, fofern sid) biefetbe freiwiUig hiezu herbeilaht, auf Anfucheit ber Grnndbesitzer in ber, unter Aufredjthaltung ber reglementmahigen Wad)toieitst-Freiheit eutbehrlichen An-zahl, auf bie Zeit von langstenS brei Wod)cn im Wcge ber Bcnrlaubnng beigestellt mcrbctt barf. — Un fere <£ch eibemUnzeit in Baiern. Die im vorigeu Jahre ansgegcbcnen 20-Kreuzcr- unb 10-KrcuzerstUcke luurbcit in jiingster Zeit iu grbheren Mcngen eiitgefiihrt unb zu bent Werthe von 12 unb (5 baierifcheit Krcuzerit in Untlauf zu bringen uerfudjt. Das k. baicrifd)e ©taatSniinisterium bcs Handels hat nun barauf hingeioiefen, bah biefe Miinzsortcn feiiteu gefetzlid)en Konrs in Baiern haben, von tenter Staats-taffe an Zahlnngsstatt angenomtiten lverbcu biirfen uitb Private zu ihrer Anitahitie nicht vcrpflid)tct siuto. Der Wcrth cines 20-Neukreuzersttickcs betriigt 84/, 0 Krenzer unb jeiier cities lO-Kreuzerstiickes 42/, 0 Krcu-zer fiitobeutfcher Wcihrung. — Auf ber bairifchen Ostbahu ttachst ber Station Jrreulohe ereignete sich vorgestern Bonuittags ein entsctzlichcs Unglitd. Ein Personen- uitb ein La-stenzug ftichen zufantmen, wobei 5 Personen getbbtet uitb 10 sd)wcr uenounbet ivurbeit. (Sinem Telegramm bes „W. T." zufolge, foll Fahrlaffigkeit bes Stations-perfonals von Jrreulohe bie Nrfache des Ungliicks fein. — Der „ Rappel weist ttad), dah in alien jenen Departements, wo ber Stand bes Schulnnterrichtcs eiit bcsoubcrs schlcchter ist, bie Kandidaten bcr frauz. Rc-gierung bie tucisten Stimmen erhalteit haben. „Das Kaiferretch, fagt ber „Rappcl," ist bie Umviffenheit." — In Ncw - B o rt erfcheint feit einiger Zeit ein Blatt unter beut Titel ..Imperialist" mit bent Motto: „Das Kaiferreich ist ber Friedc," das fiir eine Unuvanblung ber Vereinigteit ©taaten in eine Monarchic fpricht. Man befchulbigt ben Prdfibenteit Grant unb feiue Minister, mit betu Blatt iu Verbinbttitg zu ftehen unb es zu unterstiitzen. Lokal- unb Provinzial-Angelegenheilen. Lokal-Chronik. — (Allerhochste Mihbillignng.) Der „Bohemia" wirb aus Wieu unterm 7. tclegrafirt: Der Kaiser entpfing hcute ben Landesches von Kraut unb gab seineui Bctoaueru liber die slovenischen Ex zessc in lebhaster Wctse Austoruck. — (33U r germ e ister Dr. S u p p an unb Genteiitberath Dr. Pfefferer,) welche sich zur Ueberrcidjuug bes Geuteinderathsproiitemorias nach Wien begebcit hatten, find gestent mit bent Schitcllzitge hier aitgefomineu. — (Sloveuische I a muter ruse unb L it -gen fa brit ate.) »Slovenski Rarob" laht sich in seiner Mattie, bcr liberalen Prefse seine Kukukseier zu uutei'legen, nicht beirrcn. In eincm seiner letzten Schmerzensergusse tiber bie getroffeucn Mahregetn zur Herstelluug unb Erhaltnug ber Ruhc unb Crbuuitg iu ber Statot Laibad) loerbeit bent „Tagblatt" folgeitbe Stohscufzcr iu toeit Munto gelegt: „Gcbt tuts toeit Avs-nahmSzustaud, ccrhdngt ben Belagerungszustand, gebt tins Trnppcn, Geubarnien, Potizeimdnuer, Gerichts-toiener! Fiir die gifterfullten slovenischen Wlihlcr ist feiue „Zuchtruthe" (šiba), keine Strafe zn streug, bemt ber Kardinalpnnkt alter Tabors ist bie Vertilgnng unb Tavoujagtmg aller Deutfdjeit aus bent Laitbe." Sogar zur Poefie ber Berzweifelung, unb zwar in der vcr-hahlcn bcutfchen ©prad)e, niinmt jcucs Blatt feiue Znslncht, es bichtet ein toeutfche^ Spottlicto, welches es bcu „Nemskutarji" in Laibad) untcrfchiebt. Die Strofe lautet: Der Slave ist eiit Thier, Im bcutfdjen Jagdrevier, tiv flictict wie der Has', Gehetzt uom deiitschen ©pafj. „9farob'' hort bie wtldcn Rufe tocr Nemškutarji unb „Tagbldttler": „Dentfch bis znr Adria!" „Deutfch- laud muh groher fein!" Mit toiefem Schlachtrnf stiir-zeu sich „harmlose Statoter," die Parteigcuossen deS Anastasius Griin, auf die slovenisck)e Nation, mit der fie 3it Wcrke gehen, wie bet ausgehungerte Wolf mit den arineu Schafleiu, das cr in feiitc Klauen bekLmmt." „Beiin liebenHerrgvtt," achzet „Narod" in Jammer-tonen, die eher das Milleid, als den Unwillen des Lesers hcrvorrufen, „wie kvnnen die Slovene« der-artifle Gegner als ihre Briider umarmen und mit ihnen in Frte'de und Eintracht lebeit, da fie ja ge-zwungen find, ununterbrochen gegen fie anzukanipfen, urn nicht in unserer Zeit, die doch eiite Zeit der Frei-heit genannt toivd, unier den Schlagen der Deuisch-liberalen elcnd zu Grunde zu gehen, wie der brave Abel, den fein ruchloser Brnder Kain erschlng." Wir erklaren uns sehr wohl diese Berzweiflungsrufe des „Narvd," denn „sallen sieht er Blatt fiir Blatt," jeder redliche Anhcinger der slovenischen Cache wendet mit Berachtnng solchern Trciben den Riicken, und von Tag zu Tag lichten fid) die Schaaren jener Partei, die nnr egoistische Zwecke verfolgt, der die Ehre des Bolkes und des Landes nichts gilt. „Slovenski narod" kann es nicht laugnen, das; die Stirnrne der Befonnenheit imrner inchr Gehor findet, er gesteht selbst ein, datz Slove-nen, die kein Wort Deutsch verstehen, den objektiven Berich-ten des „Tagblattes," zu deren Kenntnih fie durch Mittels-personen gelangen, wollen Glanben fchenken, dah fie den Anschauungcn ber liberalen Partei ganz beipflichten. An diese Abtriinnigen richiet jenes Blatt folgende Strafpredigt: „AlleS, mas ihr habt, verbankt ihr euerer Nation, bas Blnt in enern Abern, bas Fleisch auf ber Gabel, das Hemd am Leibe (ganz ncich ber Theorie vom slovenischen Brote!), und doch geht ihr mil den Dentschen, ja mit den noch viel argent „NemŠfutarji," die fid) nicht furchten, es offen auszusprechen, in Krain werde es frit her temen Frieden geben, bis nicht der letzte Slovene vertilgt ist." Sehr originell ist die Antwort jenes Blattes auf unsere Anfrage, mnrum denn die „slovcnische Presse," ber die gereizte Stimmnng des Landesvolkes gegen die Stabler bet'mmt war, nicht vor ber Affaire ihre warueuben Rufe dagegen erhoben Habe? „Ja, hatteit wir bas gethan, meint „9tarob,'' so hatten uns bie „NemŠ!utarji" auf bic Anklagebauk zitirt und befd)utbigt, dah wir a ties schon jrliher imifjteit, dah wir unsere Hetzer unter bem Bolke hat-ten, bafj wir es nur in heuchlerischer Weise warnten, nachdem die Vcrabredung mit ben roheit Baueru-fausteu fchoii getroffen war. Halte fid) ein Slovene vor ber Jantschberger Affaire unter bas Volk gemetigt, um es zu beruhigen und zu befanftigen, ficherUch fahc er monatelang in ber Untcrsud)uugshaft am Zabjek, bis bie Wahrheit zu Sage fame. Wir habcn ja Beweise bei ber Jefchzaaffaire im vorigcn Jahre erlebt." Die Liberalen gelangen leiber erst itachtraglich burch bie floveuifcheu Blatter zur Keunt-nitz der liebcvollen Vorficht, welche die Zupane ber Untgebimg fiir fie hegten. »Slovenski Narub" will wissen, bah ganze Tepntationen lanblicher Bur-germeister zum Bezirkshanptmann Pajk kamen mit ber Bitte, bie Turner mogen fich ja nicht anfs Land begeben. Schabe, dah keiiier jener Manner fich bireft an ben Borstanb bes Tnrnvereins toenbete. Doch alle bic Warnnngsrufe biirfteii in eiite Kategorie mit ber erlogcnen Nachricht zn stetlen fein, bic wir ebenfalls im „Slovenski Narob" lefen, dah namlich ber Pfarrer vom Jantfchberg am Tage vor ber Attafe eiiteu ^rief an eineit befreimbelett Herrn in Laibach fchrieb, worin vom vorgehabten Ansflnge abgerathen wurdc. — (Der beruhmte Slavist Miklosich) hat in der letzten Sitzuug der silosofifch-historisd)eu Klaffe der k. k. Akademie der Wiffenfchaft cine vou ihm verfahte Abhanblung, betitclt „Beitrcige zur flavi-fchcn Pocfie," zur Aufnahmc in bie Afabemiefdjrtfien vorgelegt. — (Haltnug des mdhrifchen Klerns gegen iiber ber it otic it ale 11 Agitation eit.) Mehrntals icitrbe barauf hingewiefcn, bah ber Klerns in Bohnten und 93? a hren die nationalen Demvnstra-tiouen als abtraglich ber religiofen Gesinnung ber ihm anvcrtrauten Heerde betrachte, ittib bah cr sich zur Bckampsung biefer 9(gitationen bcreit machc. In bic-fem Sinnc ist cine Kurrcube bes fitrsterzbtfchbflichett Konsistoriuuts von Olmiitz aus Anlah bes Millenniums ber Slaven-Apostel Zirill und Methud aufzu- faffett, luomt versiigt wird, „dah sowohl die geistli-chen Prozcsfions-Flthrcr, als der Pfarrer von Wclc-hrab, jebcr unter feitter cigenett Verautwortuitg, sorg-saltig bariiber zu wachen habcn, bah sowohl auf bent Wege als wahrend bes Aufcnthaltcs ber Profession in Welehrab feme attberett Licdcr, Hiiuncn ttttb ©ebete gebraucht werbeit, als die, welche bie Guthcihuug ber fird)lichen Bchorbcn erlangt habcn, uud bah iiber-haupt allcs vcrnticdcit werde, modurd) diese heiligc Feier profanirt tocrdeit, mtb mas eitten Borwaud zu Berteumbuitgen ober ittithigeitt ©erebe geben fbnnte." Witterung. Laibach, 10. Jnni. Heuic Morgens tint 6 Uhr ftcllte sick ein anhalteuder geftrige Tagesmittel der Warme -f- 14.3°, um 0.2' unter bent Normale. Siiederschlag bittnen 24 gtitnbcn 2.16'". Angekommene Fremde. Am y. Jnni. Stadt Wien. Kutz, Kausutami, Wien. — Pogorelz, Handelsmaun, Gottschee. — Petsche, Handelsmaun, (Suttfchcc. — Jaklitsch, Handelsmann, Gottschee. — v. Schivitzhvfsen, k. k. Bezirkshauptmanu, Stem. — Weitz, Kaufmanu, Poseu. — Plesche, Kaufmanu, Prag. — Dorado, Handelsmauu, Driest. — v. Grosdauovii, Private, Triest. — Sillig, Jugcuieur, Gurkfeld. — Schwarz, Kaufmanu, Wien. — Pertz, liaiifutattuS Gattin, Ungarit. — Dr. Ambrožič, Mediziner, Graz. Elelimt. Ribnikcr, Lustthal. — Miiller, Triest. — Lippizer, Triest. — Legre Marie, Private, Triest. — Stegaguini, Verona. — Thuru, Triest. — Frey, Anti quarhandler, Wien. — Mantler, Antiquarhaudler, Wictt. — jiegteuie, Kaufmaun, St. Peter. — Kautfchitfch, Pri-vat, Pravald. Berstorbene. Den 8. Jtmi. Matthaus Schenk, Jnwohitcr, alt 76 Jahre, im Zivilspital an Altersschwache. — Dem Herrn Jobatin Micheuz, Gastgeber, seine Gattin Biaria, alt 53 Jahre, in der Stadt Nr. 179 ant Leberkrebs. Marklbrricht. RudolfSwctth, 7. Jnni. Die Dnrchschnitts-Preise auf dem heutigcn Mavft fteUtcn fich, wie folgt: Weizen pr. Metzen Korn „ Gerste „ Hafer „ Halbfrucht „ Heiden „ Hirse „ Kttkunttz „ Erdapfel „ Linsen „ Erbsen „ Nlvlen Rindsschmalz pr. Pfd. Schweineschmalz „ Speck, srisch, Speck, geranchert, „ fl. kr. fl- ft. 4 60 Butter pr. Pfiind . 48 3 3.i Eier pr. Siiick — l'{ 2 70 Milch pr. May — 10 2 — Rindfleisch pr. Pfd. — 22 4 — Kalbflcisch „ — 24 3 20 Schweiuefleisch „ — 2 56 Schvpsenfleisch „ — 17 2 80 Hahndel pr. Stiick . — 28 1 60 Tattbett „ — 20 6 40 Hen pr. Centner . 1 60 6 40 ©troh „ 1 — 3 40 Holz, hartcs, pr. Sift. 6 — — 4b — weiches, — — — 45 Sfficitt, rother, pr. — — (Sinter .... 5 — — 36 — weitzer . . . 4 — Gedenktafcl iibcr die am 12. I uni 1869 stattfindenden Lizitationen. 1. Feilb., Noviiii'sche Neal., Obersenica, 2818 ft., S®-Laibach. — Relizit. der uoit Martin Zupane vou Duplica um 370 fl. erstandenen Real., BG. Egg. — 3. Fctlb., Oberstar'sche Real., Slattenegg, 1850 fl., BG. Reisuiz. , I. Feilb., Mariukar'schc Real., Oberkasel, 700 fl., S®. bach. — 1. Feilb., Kese'sche Real., Birkeuberg, 350 fl.,-8®-Gurkfeld. — 1. Feilb., Jerom'sche Real., Podgorica, 886 p-, BG. Laibach. — 3. Feilb., Klemencii'sche Real., Beldes, BG. RadmanuSdorf. — 1. Feilb., Rupar'fche Real., Alt-bucta, 784 fl., Fahrniffe 48 fl. 90 ft-., BG. Naffettsutz.^. Telegramme. Linz, 9. Jnni. Die StaatSpolizei lotite heute die hicfige Katholikenvcrfammlung auf wegcn Ueber-fchreitnng der Statute«. Fiir die ndchfte Woche ein Katholikemneetiug am Jreniberge anaefagt. _ Wiener Biirfe Horn 9. Iuni. Staatafonds. 5perc. ofterr. Wabr. btc. Rente, oft. Pa^ bto. bto. ost.inSilb. Lose von 1854 . . . Lose von i860, ganzr Lose von I860, Fitnft. Pramiensch. v. 1864 . Gfrrundentl.-Obl. Steiermark zn5pCt. Karnten, Krain n. Kustenlanb 5 „ Ungarn. . zu5 „ jtroat. u. Slav. 5 „ Siebenbttrg. „ 5 „ Action. Nationalbank . . . Crebitanstalt . . . N. o. Escompte-Ges. Anglo-osterr. Bank . Oc[t. Bobencreb.-A. . Deft. Hypoth.-Bank . Steier. E-compt.-Bk. jiais. Ferb.-Norbb. . Snbbahn-Gesellsch. . Kais. Elisabeth-Bahn. Carl^Lnbwig-Bahn Siebenb. Eisenbahn . Kais. Franz-Iosefsb. . Fiinfk.-Barcser E.-B. Alsolb-Finm. Bahn . Pfandbrlofo. Nation. L.W. verlosb. Ung. Bob.-Crebitansi Allg.ost.Bob.-Crebir. bto. ln33I.riickz. @ctb ffiatc 62.55 70.65 62.65 70.75 95.— 96.- 104.40 104.50 105.75 106.- 121.50 124.70 92.— 92.50 86.— 94.— 81.— 81.50 83.75 84.25 1 76.50 77.— 750.50 751.50 304.50 304.70 832.— 835.— 337.— 337.50 280.— 284.- 108.— 110.— L35.— 240.— 2292 2295 254.80 255.- 192.75 193.25 237.50 238.— 167.— 167.50 187.— 187.25 186.50 187.- 166.— 166.50 95.15 95.30 92.— 92.50 107.75 108.— 91.50 92.— (Sett W-« Ocst. . 98.50 PrlorltS-ts-Obllg. ©ilblM@ef.ju 500 gr. HO-*5 bto. »on« ti M. 242.-Nordb. (100 ft. CM.) 92.50 Si-b.-B.i2<>0ft. o.W.) H8-80 RudotfSt'.csoofl.o.W.) 00.25 Fran,-Jof. <200 fl.S.)! tU'70 Lose. Srcbit 100 ft. ij. SIS. . Don.-Dauipffch.-Gef. ju 100 ft. CM. . . Triester 100 ft. CM. . bto. 60 fl. 6.SB. . Ofcitcr . do ft. ii.W. Satin . „ 40 „ Pa I sty . „ 40 „ Clary . „ 40 „ @t. @cnoie„ 40 „ ?Li»bifldgratz 20 „ Walbstcin . 20 „ Kegtcvich . 10 „ Rubolfsstift. loo.®). 169.25 98.50 126.- 69.- 38.— 42.50 34.- 37.50 33.- 22.50 24.50 14.50 15.- Weohoel(3®ton.) AugSb. iooft.filbb.ro. Franks. 100 ft. ,, „ Soitbon 10 Pf. Stcrl. Paris 100 Francs . 102.90 103.- 124.30 49.35 Miinzen. Kail. Mlln!i-Ducaten. 20-yrancSstiiS. . . BereinStbaier . . . ©iibcr . . . . 6.80 S.9L' 1.81 122.- 88.50 38.-- 33.6* 23." 85.W »6-t 15.5» 103-'; 103.1» 124.40 l‘J.40 6.87 9.93 1.81 Telegraphischer Wechselkours vom 10. Jnni. „ 5perz. Rente Ssterr. Papier 62.30. — 5perj. Bfterr. Silver 70 45. — 1860er Staatsanlehen 102.80- . Bankaktien 745. — Kreditaktien 302.90. — London 1^ — Silber 121.90. — if. k. Dukaten 5.86s Die ergebenst (Scfertigte crlanbt sich einetit p. t. funt hiemit onzitzeigen, dasi das fotonvnfifdjc des li. liracli, Theatergasse Nr. 18, noch fortge?^ wird, mid biltet nm Bestellung von weiteren AtiftrageN Z>isicl)eruug der reellsten Bediemtttg. liosa Kracaj (145-2) Witwe. »imiiin <0 G '^lS> Auhergewvhnliche Sicherheit als Kapitals-Anlage bieten die pfanbOricfc der iifterr. Hipothekar-, Kre-il- unit Vorschulj-Dank in Wien, welche, aitjjet ben 25 Perzent nitterhalb der pupillarmahigen Greuze gelegeueu Hipotheken, noch durch das volleingezahlte Aktienkapital von zwei Millionen Gulden gedeckt find. Dieselben find biiiuen zehu Jahreu untcr Thcilnahmc am jiihrlichcn Reiiigcwinn in ihrem vollcn Nennwerthe j | ohnc allen Steucrabzug "WE rtlckzablbar. (146—2) ‘ Auftrage ubernimmt provisionsfrei Gustav Heimann, Komptoir: Judengasse Nr. 214. Berlegcr und fiir die^Redaktion verantwortlich: Ottomar Bamberg. Druck von Jgn. v. Kleinmay.r & Fed. Baw berg in Laibach.