Nr. 103. Mittwoch, 7. Mai 1913. 132. Jahrgang. Mbacher Heilung P»3nun»er»N«n«»r»l»: Mit Postbersenbung: ganzjährig 3» k, halbjähriss tk X, Im Kontor: ffanzjühliy « X, halbjährig 11 X. Für die Zustellung ins Hau« ganzjährig 2 ll. — Kns»rngen per Zelle 8 k. Die »Laibacher Leitung» erschtiot täglich, ni!t Alltnalimr der Sonn- «n» Nr>cr:agr. ?n»inlftrnN«N befindet sich Milloöiöstrabi' Nr,i«: dlc »«dalltlon Millu^iöftrahr Nr, 16. Sprechstunden der Nedatlion von 8 bi« 10 Uhi vormittags. Unfranliertc Bliese werben nicht angenommen, Manusliiptt nicht zurückgestellt. Telephon-Uv. der Nedaktton 52. Amtlicher Geil. Der k. k. Landespräsident im Hcrzogtumc Kraiil hat dem bcim Bezirksstraßenausschussc Idria bedicnsteten Straßcnwärtcr Frmiz Istcni^ in Schwarzenberg die mit dem Allerhöchsten Handschreiben vom 18. August 1898 gestiftete Ehrenmedaille für 40jährige treue Dienste zuerkannt. Nach dem Amtsblatte zur «Wiener Zeitung» vom 4. Mai 1913 (Nr. 103) wurde die Weiterverbreitung folgender Preß. erzeugnifse verboten: Nr. 483 «v2ll. vom 30, April 1913. Nr. 81 «Laliomiu,» (Morgenausgabe) vom 23. April 1913. Nr. 17 «Noi^mir» vom 26. April 1913. Flugschrift: «I'lkvöüm v öeebäek.» Nr. 34 «8nobnc!2. vom 2«. April 15113. Zeitschrift: <6<>»ll6 »iovo. Veösruik» vom 25. und 26sten April 1913. Nr. 31 «Ver» vom 25. April 1913. Nr. 33 «NooUvinlö Ii8t)'. vom 26. April 1913. Nr. 98 «Nordböhmisches Tagblatt» vom 29. April 1913. Nr. 3b .«?l2«l!8k/ kr»,j» vom 20. April 1913. Nr. 7 «öllgnpi» polci-olloveka ntuäoutZtvn,» für den Monat April 1013. Nr. 13 dem neuen Staate die ihm fehlende Macht zur Verfügung zu stellen und die ihm auf der Londoner Konferenz bestimmten Grenzen zur Geltung zu bringen. Die Aktion war insbesondere auf dic Gerüchte hin vereinbart worden, daß sich Essad Pascha Zum König von Albanien proklamiert habc und daß Dschavid Pascha gegen Nalona marschige, um es zu besetzen. Dic heutigen Meldungen dngcgen behaupten, daß Essad Pascha seine Truppen cinschifscn will und daß Dschavid Pascha genötigt sein werde, das Gleiche zu tun. Der Großwcsir habc seinen Generalen dcn Befehl erteilt, ehebaldigst ill das Ottomanische Reich zurückzukehren. Es ist wahrscheinlich, daß diese, sobald sie erfahren, was sich in Tarent und in Dalmatien vorbereitet, sich beeilen werden, ihre friedlichen Absichten zu bekunden. Ebenso würde, wenn sich Essad Pascha mit Kemal Bei ins Einvernehmen setzte und wenn Dschavid Pascha seine Truppen nach Ana-tolien abmarschieren ließ, die österreichisch-ungarische Expedition viel von ihrer Bedeutung verlieren oder selbst vermieden werden. Italien verfolgt keinerlei Eroberungs- Feuilleton. Besuch bei Jules. Von Josephine Kage 'IVrighi. - (Nachdruck velbotc». Jules sollte bei Tagesanbruch sterben. Darum verrauchte er nun Dutzende von seinen Zigaretten und summte bei dieser Beschäftigung frivole kleine Lieder vor sich hin. Er war fchon fo weit gekommen, das Ding, das man „Leben" nennt, sehr gering zu schätzen, und darum machte er sich auch nicht das geringste daraus, es jetzt aufgeben zu müssen. Es machte ihm auch nichts aus, daß Pfingsten vor der Tür stand, obzwar er dieses Fest früher sehr geliebt hatte. Mögen dic Pfingftglockcn läuten, für wen sie wollen! Jules wird sie nicht mehr hören. „Freunde bitten um die Erlaubnis, Sie sehen zu dürfen," sagte der Kerkermeister. „Hier auf diesem Papier habe ich mir ihre Namen notiert. Sie können sie empfangen oder auch nicht, ganz wie es Ihnen beliebt." Jules griff mit seinen festen, weißen Fingern nach dem Papier. Der erste Name, dcn er las, war der seiner Verlobten; er erschauerte. Der zweite war der einer alten Geliebten; da lächelte er. Der dritte meldete ihm die Anwesenheit der hübschen kleinen Fleurcttc; da lachte er laut auf. Aber dcr vierte Name war ihm ganz unbekannt; als cr ihn las, zuckte Jules mit den Achseln. „Lassen Sie sie eintreten," sagte cr gleichgültig. „Vielleicht werden sie mich ein wenig zerstreuen; das Leben ist ja doch so langweilig!" „So ist es!" stimmte sein Zellengenosse bei. „Das Leben ist sehr langweilig!" Alt- crstc dcr Bcsucherinnen trat ein schönes, junges Ncib, den bcsten Gesellschaftsklassen angehörend, ein. In selbstbewußter Haltung trat sie an dcn Sträfling heran und blickte ihn aus vorwurfsvollen Augen an. „Ich bin glommen," sprach das jungc Weib endlich, „dir mcine Verzeihung anzubieten für all das Nösc, das du mir angetan hast!" „Ich habe dir nichts Böses getan," wehrte Jules ab. - „So, und glaubst du vielleicht gar, daß dein Unglück seine Schatten nicht auch auf mich geworfen habe? Die Menschen blicken alle auf mich, mehr mit Mitleid als mit Bewunderung! Die Frauen flüstern hinter mir drein, daß ich mit einem zum Tode verurteilten Verbrecher verlobt gewesen sei. Deine Tat hat auch mich zugrunde gerichtet! Nichtsdestoweniger will ich dir, bevor du stirbst, verzeihen!" Eine Minute lang betrachtete Jules schweigend ihr Antlitz. Mit seinen starken weißen Zähnen biß er sich die Lippen, um ein Lächeln zurückzudrängen. Dann sagte er endlich: „Deine Verzeihung ist mir eine sehr wertvolle Sache, ich würdige sie nach Gebühr!" „Du darfst meine Hand küssen," erwiderte das junge Weib gnädig und streckte Jules seine juwelengcschmücktcn Finger entgegen. Mit verräterisch zuckenden Lippen beugte cr sich über die Hand und das junge Weib erschauerte unter der Berührung. Schnell zog es den Schal wieder um die Schultern und verließ dann mit raschen Schritten die Zelle. „Selbst der Tod hat noch eine gewisse Lieblichkeit!" sagte Jules nachdenklich. „So ist es," stimmte dcr Zellengenosse bei. Die zweite Besucherin war eine dürftig aussehende Frau in reiferem Alter. Neugierig sah sic sich in der Zelle um. Dann ging sie rasch auf den Gefangenen zu, mit dcr Miene eines Menschen, der von einer Pflicht getrieben wird, die cr fest entschlossn ist, zu erfülln,. „Sie sagen mir, daß du bei Tagesanbruch sterben mußt! Ich kann nicht früher Ruhe finden, bcvac du mir verziehen hast!" „Du hast mir kein Unrecht angetan!" beschwichtigte sie Jules. „Du bist sehr großmütig gegen mich! Aber ich weiß es besser! ... War ich nicht dcinc Geliebte, versprach ich dir nicht, deine Frau zu werden? ... Und verließ ich dich dann nicht, um einen anderen zu heiraten?" „Er war deiner würdiger als ich!" beruhigte er sie. „Du willst mich von Gewissensbissen befreien und das ist schön von dir! Ich bedauere dich aus ganzem Herzen, Jules, und ich wäre so glücklich, dir helfen zu können!" Und liebevoll, wie einc Mutter es getan hätte, beugte sie sich zu dcm Verurteilten nieder und küßte ihn auf die Stirne. Seufzend, aber beruhigt, erhob sie sich dann und verließ dcn Totgcwcihtcn. „Auch cinc Art von Güte," brummte Jules vor sich hin, „aber eine sehr langweilige!" „So ist es!" assistierte dcr Genosse. Die arme kleine Flcurcttc kam wie ein Windstoß in die Zelle gewirbelt. Sie trug Kleider von einer billigen Eleganz und ihre rosigen Wangen waren tränen-überströmt. „Was wollen Sie dir tun, mein Jules? Wenn ich nicht gar so hilflos und schwach wäre, würde ich mich gegen sie stemmen und auflehnen, bis ich dich aus ihren Krallen errettet hätte. Wer sind sie dcnn, diese Leute, daß sie sich anmaßen, über dich zu urteilen und daß sie es wagen, zu sagen, dein Leben sei ihnen verfallen? Schöne Gesetze das! Es sollte auf Erden nur ein Gesetz geben, nämlich dieses, daß jeder mit seinem Leben anfangen dürsc, was cr selber wollc!" Lärmend begann sie zu schluchzen und sich zu schneuzen. Jules betrachtete die zerzausten Haare, der armen kleinen Flcurette und cr begann zu lächeln, halb mitleidig, halb verächtlich. Dieser Kummer hier war zwar sicherlich aufrichtig gemeint, aber Jules wußte auch, wie bald cr wieder verflogen sein würde. ^Schluß folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 103. 952 7. Mai 1913. ziel, da es ein eminent friedlicher Staat ist, welcher nur die Möglichkeit verlangt, ruhig seinen Handel und seine Industrie zu entwickeln. Niemand ist glücklicher als wir, wenn nach Regelung der Skutari-Fragc die Besorgnisse wegen der inneren Sicherheit Albaniens Zerstreut würden, das bereits eine anerkannt provisorische Regierung besitzt. Dieser Regierung könnte man, wenn sie die Krast dazu besitzt, die ehrenvolle Aufgabe überlassen, die neue Staatsverwaltung zu begründen. Politische Uebersicht. Laib ach, 0. Mai. Das „Fremdenblatt" schreibt: Die Adriaausstellung ist ein Sinnbild geworden für das einträchtige Zusammenwirken aller Faktoren unseres Vaterlandes, von denen jeder einzelne in gleichem Maße beseelt ist von Anhänglichkeit und Verehrung für das angestammte Herrscherhaus. In seiner Eröffnungsansprache habe der Erzherzog-Protektor den Gefühlen genauen Ausdruck gegeben, welche die Völker unferer Monarchie aus Anlaß des Beginnes der Ausstellung beseelen. Der Vorstand des Deutschen Nationalverbandes trat am 5. d. M. unter Vorsitz des Abgeordneten Dr. Groß und in Anwesenheit des Präsidenten des Abgeordnetenhauses, Dr. Sylvester, zu einer Sitzung Zusammen, in der die innere und auswärtige Lage einer eingehenden Besprechung unterzogen wurde. Allseits wurde der Unzufriedenheit darüber Ausdruck gegeben, daß nicht getrachtet werde, eine weitere Hinausschiebung der Lösung der auswärtigen Krise zu vermeiden. Durch die Fortdauer der Krise werde das Ansehen der Monarchie schwer geschädigt und werden der Bevölkerung unerschwingliche Lasten auferlegt. Es fei daher mit allen Mitteln auf eine möglichst schleunige Lösung der Krise zu drängen, damit auch die dringend notwendigen parlamentarischen Arbeiten erledigt werden können, da unter den derzeit obwaltenden politischen Verhältnissen an ein ersprießliches parlamentarisches Wirken nicht zu denken ist. Der Vorstand des Deutsche»! Nationalvcrbandcs wird unmittelbar nach den Pfingstfeiertagen wieder Zusammentreten. Aus Petersburg wird gemeldet: Gegenüber den Kombinationen, die an die anläßlich des Osterfestes gleichzeitig mit vielen anderen kaiserlichen Auszeichnungen erfolgte Ordensverleihung an den Grafen Witte geknüpft wurden, ist zu bemerken, daß Graf Witte feit Jahren keine kaiserliche Auszeichnung erhalten hat und als eines der bedeutendsten Mitglieder des Neichsrates nach ungefähr siebenjähriger Frist für eine solche vorgeschlagen wurde, wie verlautet, vom Präsidenten des Neichsrates selbst. Von einer mit dieser Auszeichnung an maßgebenden Stellen bestehenden Absicht, die Berufung des Grafen Witte auf einen hervorragenden Posten im Rahmen der auswärtigen Politik vorzubereiten, kann vorderhand keine Rede sein. Nach einer Meldung aus Paris kann die Erledigung des Gesetzentwurfs über die Verlängerung der Dienstpflicht auf drei Jahre durch die Kammern frühestens erst gegen Ende Juni erwartet werden. Es erscheint gegenwärtig sogar als ungewiß, ob der Senat in der Lage sein wird, die Beratung der Vorlage vor dem Ablauf der ordentlichen Tagung zu beenden. Sollte sich dies nicht als möglich erweisen, dann wird die Frage zur Zeit, in der die Entlassung der Klasse 1911 zu erfolgen hätte, noch in Schwebe sein. Für diesen Fall ist es nahezu feststehend, daß die Regierung von ihrem gesetzlichen Rechte, die zu entlassende Klasse noch weiterhin unter den Fahnen zu behalten, Gebrauch machen wird. Die Negierung wird der Kammer von diesem Beschlusse Mitteilung machen und bei der Debatte, falls sich die Notwendigkeit ergeben sollte, die Vertrauensfrage sttllen. Tllgcsncmgkcitcn. — (Von der Schwicgernmtter erstochen.) In Hohen» salza versuchte eine Frau Wasielewska aus Eifersucht ihren zukünftigen Schwiegersohn Zavikovski zu ermorden. Sie hatte erklärt, daß Zavikowski, falls er ihre Tochter heirate, nicht lebend das Haus verlassen werde. Am Abende vor der Trauung machte sie ihren Schwiegersohn betrunken und versuchte, ihm in der Nacht mit einem Rasiermesser den Hals zu durchschneiden. Zavi-?owski erwachte aber, als er das Messer an seinem Halse verspürte und schlng der Frau die Waffe aus der Hand. Er hatte aber so schwere Verletzungen erlitten, daß er sterbend ins Krankenhaus gebracht wurde. — Selbstmordversuch und Mordversuch eines Drei» lährigen.) Aus Budapest, 5. Mai, wird gemeldet: Als der Bauunternehmer Emerich Ehrenwald gestern abends von einem Ausflüge in seine Wohnung zurückkehrte, fand er auf einem Kanapee sein dreijähriges Söhnchen und sein anderthalbjähriges Töchtcrchen bewußtlos auf. In der Wohnung war ein starker Gasgeruch Zu verspüren. Der Gashahn war offen. Mit vieler Mühe gelang es, die beiden Kinder wieder zum Bewußtsein zu bringen. Das dreijährige Söhnchen gab an, es habe sich und das Schwesterchen töten wollen aus Gram darüber, daß Mütterchen sie nicht spazieren geführt habe. Die Erklärung dafür, daß der Dreikäsehoch überhaupt auf den Gedanken des Selbstmordes gelangen konnte, liegt darin, daß beim Mittagsmahl Ehrenwald von einem Selbstmord erzählte, den jemand durch Einatmen von Leuchtgas beging. Der kleine Knabe hatte der Erzählung aufmerksam gelauscht. — (Ein sonderbares Testament.) In Hohenwarth (Niederüsterreich) starb diesertage die lcdige Hausbesitzerin Johanna Gerwcny. In ihrem Testamente gedachte sie auch ihrer vier Liebhaber. Es heißt im Testament unter anderem: „Meinem ersten Liebhaber Franz W., der es wohl ehrlich mit mir meinte, aber ein großer Trinker war, vermache ich 2000 X; dem Josef W., der neben mir auch eine andere liebte und, als ich ihm den Laufpaß gab, einen Selbstmordversuch beging, 1000 X; dem Franz K. und dem Konrad Z., die es auf mein Vermögen abgesehen hatten, vermache ich nichts." — Bemerkenswert ist, daß die ersteren zwei bereits verheiratet und Familienväter sind. — (Vorübnnqcn znm Selbstmord.) Die Tochter des Londoner Universitätsprofessors Cooks, Miß Winifred Jeanette, schloß sich einem Schützcnvercin an, bloß — um sich selbst erschießen zu können. Der Waffenmeister des Vereines hatte sie im Gebrauch der Gewehre unterrichtet und bemerkte, daß sie wiederholt den Lauf auf ihr Gesicht hielt. Das Mädchen lachte über seine Warnungen und bat ihn, die Scheiben herbeizuholen, auf die vorher andere Damen geschossen hatten. Während der Waffen- meister abwesend war, fchoß sich die junge Dame eine Kugel in den Kopf und war sogleich tot. — (Es ging nicht so.) Aus Rom wird folgendes mitgeteilt: In Cuneo sollte unlängst ein Pärchen zivil getraut wcrdeu und alles war schon vorbereitet. Da erschien aber bloß der Bräutigam, der erklärte, seine Holde wäre lieber zu Hause geblieben, um in ihrem neuen Brautkleid nicht „die Figur einer vom Regen durchnäßten Gans" abgeben zu müssen. „Das ist doch ganz einfach", meinte der Mann, „heute unterschreibe ich, und am; Dienstag, wenn es nicht regnet, wird meine Braut kommen, um ihrerseits zu unterschreiben!" Der Bräutigam mußte selbstverständlich unverrichteter Dinge nach Hause zurückkehren. — Miß Chriftabel Panlhurft in Paris.) Aus Paris wird berichtet: Miß Christabcl Pankhurst, die Ve» kannte Führerin der Suffragettes, befindet sich in Paris, wo sie das Afyrecht als politische Verbrccherin in Anspruch nimmt. Nach Äußerungen der „Daily Mail" zöge die englische Negierung in Erwägung, bei der französischen auf Ausweisung der Miß Pankhurst hinzuwirken, weil der Genuß des Asylrechtes die Verpflichtung mit sich bringe, eine gesetzwidrige Agitation einzustellen und Miß Panlhurst dieser Verpflichtung nicht genüge. Die Auflehnung gegen das Gesetz würde darin erblickt werden, daß Miß Pankhurst ihr Blatt „Die Suffragette" von Paris aus leitet. „Daily Mail" räumt ein, daß nur wenig Präzedenzfälle für ein folches Vorgehen gegen das Asylrecht existieren. Die französische Regierung, welche sogar den russischen Terroristen stets das Äsylrecht gewährt hat, dürfte im vorliegenden Falle wohl kaum gewillt sein, zugunsten Englands in eine Schmälerung dieses Rechtes einzuwilligen. — (Newnorter Opiumschmuggel.) Das Opium-laster frißt sich in den Vereinigten Staaten immer mehr in alle Volksschichten ein. Der vor einigen Tagen erfolgte Mord eines Oftiumschmugglers hat interessante Einzelheiten aus der Welt des Opiumlasters bekannt werben lassen. Der ganze Opiumhandel Ncwyorks ist gewisser» maßen „vertrustet". Die gesamte Schmugglerschaft hat einen Opiumring gebildet, die genau die eingegangene Ware kontrolliert, den Preis festsetzt und auch in der Regel den Zwischenhandel in Händen hat. Dieser Opiumtrust ist nicht minder mächtg wie seine Kollegen, die dcr amerikanischen Justiz so manches Kopfzerbrechen in jüngster Zeit bereitet haben. Wehe dem „Außenseiter", der es wagt, Opium auf seine eigene Kappe einzuschmuggeln und vertreiben zu wollen. Gedungene Mörder befördern ihn rasch in ein besseres Jenseits. So hat auch dcr englische Schiffskcllncr, der auf der Straße ermordet aufgefunden wurde, versucht, eingeschmuggeltes Opium direkt ohne Vermittlung durch den Trust an die Konsumenten zu verkaufen. Rasch ist ihm sein Handwerk von dem Trust gelegt worden, und sein Bruder, sein Helfershelfer beim Opiumschmuggel, dcr später dann den Mord und alle seine Einzelheiten dcr Polizei mitteilte, ist nur mit knapper Not dem Tode entronnen. Opium steht in Newyork hoch im Preise. Nicht allein im Chinesenviertel sitzen die Konsumenten zu Hunderten. Im Milllonärs-vicrtel wird ebenso sehr dem Opiumlaster gehuldigt wie in dcr „Hütte" des armen Mannes. Und besonders in dcr Ncwyorker „Unterwelt", mit welchem bezeichnenden Namen man die Verbrecherwelt dcr amerikanischen Riesenstadt betitelt, ist fast jeder Oftiumraucher. Ja, selbst unter den Polizeigewaltigen sollen Opiumraucher en masse sitzen! Das Nachbarhaus. Roman von A. erj ak in betreff ungerechtfertigter Verkürzung der normierten Ruhezeit für die Handclsangestclltcn seitens der Dicnstgeber. Der Bürgermeister stellte fest, daß dem Magistrate diesbezüglich nur selten eine Beschwerde zukomme und daß der Magistrat in solchen Fällen strenge im Sinne des Gesetzes vorgehe. Der Vorsitzende machte weiters die Mitteilung, daß für den 19. Mai eine Gencralucrsannnlung der Aktionäre der Unterkrainer Bahn anberaumt wurde. Die Stadt-gemeinde Laibach sei im Besitze von 550 Aktien der Un-terkraincr Bahn im Nominalbetrage von 110.000 X, welcher Betrag eine Aktivpost der Bilanz bilde. Die Regierung, die mit Rücksicht auf den Ausbau der Weißtrainer Bahn unbedingt in den Besitz der Untcrlraincr Bahn gelangen muß, habe nun dem Verwaltungsratc dieser Bahn ein Projekt vorgelegt, wonach die Bahnaktien wertlos werden sollen. Im Sinne dieses Projektes solle die Bahn für die ganze restliche Konzessionsdaucr vom Staate pachtweise übernommen werden, wobei der Pachtzins nur zur Einlösung der Prioritätsaktien hinreiche, während die Besitzer der Stammaktien leer ausgehen. Der Bürgermeister erbat sich die Ermächtigung, die Stadt-gemeinde in der bevorstehenden Generalversammlung zu vertreten und seine Bedenken gegen die geplante Transaktion zum Ausdrucke zu bringen. Sodann wurde zur Erledigung der Tagesordnung geschritten und zunächst dem Trödler und Schneidermeister Ivan Zajc gegen Entrichtung der vorgeschriebenen Tazc das Bürgerrecht der Stadt Laibach verliehen, über Antrag des Gemeindcratcs Dr. Novak wurde hinsichtlich der Kosmischen Stiftung für arme Dienstboten eine Äußerung an die Stiftungsbehörde in dem Sinne beschlossen, daß anstatt eines einzigen Stiftplatzcs drei Stiftplätze zu kreieren wären, über Antrag desselben Referenten wurde die städtische Sparkasse ermächtigt, für die an die Hotelgescllschaft „Triglav" sowie an den flovenischcn Schulverein „Dru5ba sv. Cirila !n Metoda" gewährten Darlehen den bis 31. Dezember 1912 normiert gewesenen niedereren Zinsfuß von 4,75 Prozent wieder zu bewilligen. Gcmeinderat Milohnoja berichtete über die Zuschrift des Bürgermeisters betreffs Abschließung eines Vertrages in Angelegenheit der Überlassung des von der Stadtgcmeindc aufgeführten Neubaues der l. k. Staats-gewerbcschulc in den Besitz des k. k. Ärars. Der Vertragselitwurf wurde, da zwischen den Kompaziszcntcn volle Einigung erzielt worden ist, einstimmig genehmigt. Gemeinderat Milohnoj a referierte weiters über die Zuschrift des Bürgermeisters betreffs Auflassung der städtischen FcriaNolonie in Zati^je bei ZirNach. Die Stadtgemcinde Laibach hatte bekanntlich im Jahre 1908 vom Distriktsarzt Dr. GIoboje auf» gelassen und^aus den dadurch erzielten Ersparnissen Ta-gesasylc errichtet werden. Die Administratorin in Za-ri^je, Frau Vavken, habe übrigens dem Stadtmagistrate die Mitteilung gemacht, daß sie als Postmeisterin die Verwaltung der Ferienkolonie nicht weiter besorgen könnte. Der Referent stellte namens der Finanzsektion den Antrag: 1.) Zati^je wird als Ferienkolonie aufgelassen. 2.) Die Realität ist zum entsprechenden Preise ehestens zu verlaufen. 3.) Vorläufig ist in Zatiäje der Gärtner Stephan Golob gegen freie Wohnung und eine Remuneration von 20 X monatlich als Aufseher zu bestellen. 4.) Der für Zati^je präliminierte Betrag von 8000 /( jährlich ist noch weiterhin im Voranschläge zu belassen und zur Dcckung der Kosten des bereits bestehenden Tagcsasnles in Laibach sowie zur Bildung eines Fonds für weitere derartige Asyle zu verwenden. Gemeinderat Krist an bekämpfte in längerer Ausführung den Antrag des Referenten auf Auflassung der Ferienkolonie in Zati^je als eine unsoziale Maßregel und trat für die Beibehaltung der Kolonie ciu, da es nicht angehe, ein Werk der Kindcrfürsorge, das auch vom gesundheitlichen Standpunkte von Bedeutung sei, ohne zwingende Gründe aufzulassen. Vizcbürgermeister Doktor Triller bezeichnete die Konklusionen des Vorredners als unrichtig, da es ja in der Absicht der Gemeinde gelegen sei, die Kinderfürsorgc in den Tagcsasylen intensiver, als dies in der Ferienkolonie möglich war, zu gestalten. Gcmeinderat Kristan beantragte cine Si-stierung der Abstimmung, bis die Angelegenheit entsprechend aufgeklärt sein werde. Nachdem Bürgermeister Dr. Tavl'' ar die Angelegenheit der Ferienkolonie eingehend beleuchtet und für die Zukunft die Errichtung von sogenannten „fliegenden Ferienkolonien" in Aussicht gestellt hatte, wurde zur Abstimmung geschritten. Der Antrag des Referenten, betreffend die Auflassung der Ferienkolonie in Zati^jc, wurde mit großer Majorität angenommen. Gemcinderat .^tembov berichtete namens der Vausektion über verschiedene Banangelcgenheiten. Über dessen Antrag wurde beschlossen, den Regulierunsftlan für die frcquentc Martinsstraße einer Revision zu unterziehen, die Frage der Beseitigung der Einzäunungen und Vorgärten an dieser Straße der Lösung zuzuführen und geeignete Gehsteige herzustellen. Das Anbot des Baumeisters Sogl betreffs Abtretung eines Grundstückes Zwecks Verbreiterung der Cesta v No5no dolino wurde aus finanziellen Gründen abgelehnt. Dem Gesuche des Besitzers Franz Kunaver um Parzellierung seines Grundstückes in der Petersvorstadt wurde Folge gegeben, das Gesuch des Besitzers Leopold Legat betreffs Verlaufes eines städtischen Grundstreifens an der Ecke der Maria Thcresienstraße und der Blciwcisstraße aber einstweilen in 8U5iil?i!5o belassen. Namens der Polizeisektion berichtete Gcmeindcrat Dr. Piftpenbacher über mehrere Gesuche um Befreiung von der Entrichtung der Hundetaxe. Den diesbezüglichen Gesuchen der Salesiancr in Kroisencck und der Besitzer Josef Bergmann und Josef Zuftan>'i<' wurde Folge gegeben, die übrigen Gesuche aber abschlägig beschicken. Der Bericht des Feuerwehr- und Rettungsvcr-cines in Laibach über dessen Tätigkeit im ersten Quartal 1913 wurde genehmigend zur Kenntnis genommen. Bei diesem Anlasse unterzog Gcmeindcrat Dr. Novak das Vorgehen des krainischcn Landcsausschusses bei Verteilung von Unterstützungen aus dem in der Verwaltung des Landes stehenden Feuerwehrfonds einer scharfen Kritik. Auch der freiwillige Feuerwehr- und Nettungs-vcrein in Laibach habe für das laufende Jahr aus diesem Fonds keinerlei Unterstützung erhalten. Sollte dies, wie es scheine, aus politischen Rücksichten geschehen sein, so sei dies ein Akt der Ungerechtigkeit, der nicht ohne Protest bleiben dürfe. Gcmcindcrat Dr. Zajcc erklärte, daß die Anwürfe des Vorredners ohne Grundlage seien. Die Prinzipien für die Ncteilung der Fcucrwehrvercine aus dem Feuer-wchrfonds seien ja allgemein bekannt. Der Landesausschuß habe dem Feuerwehr- und Rctwngsvcrcine in Lai-bach übrigens sogar eine Subvention Zur Anschaffung moderner Löschgeräte in Aussicht gestellt, wie denn auch mehrere in national-fortschrittlicher Verwaltung stehende Feuerwchrvereine Subventionen erhalten hätten. Ein Protest sei daher nicht am Platze. Es handle sich dem Gemcindcrate Dr. Novak nur um eine Agitation, um eventuell glauben zu machen, daß der Landesausschuß durch dessen Rckriminationcn veranlaßt worden sei, dem Feuer» wehr- und Ncttungsvercinc in Laibach eine Unterstützung zu gewähren. Gemeindcrat Likozar referierte über die Zuschrift des k. k. Stadtschulrates in Angelegenheit der Errichtung einer neuen städtischen Mädchenvolksschule, bezw. Erweiterung der achtklassigcn Mädchcnvolksschulc im Lich-tenthurnschcn Waisenhausc. Nachdem Gemeindcrat Doktor Za jec zum Gegenstände gesprochen und die Förderung der Angelegenheit durch den Landesausschuß in Aussicht gestellt hatte, wurde das städtische Vauamt beauftragt, ein Projekt samt Kostcnvoranschlag für einen entsprechenden Zubau bei der Lichtenthurnschcn Mädchenschule auszuarbeiten und ehestens in Vorlage zu bringen. Im weiteren Verlaufe der Sitzung wurde die Dicnstpragmatik für die Hilfsbeamtcn und Diener nach dem Entwurf der Sektion einstimmig genehmigt und sodann die Sitzung um 9 Uhr abends geschlossen. Wir kommen auf den Gegenstand noch zurück. — (Hohe Gäste in dcr Adelsbergcr Grotte.) Am 5. d. M. haben Ihre k. und k. Hoheit die durchlauchtigste Frau Großhcrzogin Alice von Toscana und höchst-dcren Töckfcr, die durchlauchtigsten Frauen Erzherzo^ ginne« Margareta, Gcrmana und A gnes, die Adelsbergcr Grotlc besucht. — (Die Firmung in der Tomlirche.) Der hochwür-digsic Herr Fürstbischof wird in dcr Domlirche das Sa-kramcnt der HI. Firmung am Pfinssstsonntag und Pfingstmontag spcnden. Die Firmnng beginnt am Sonntag um halb 11 Uhr und nachmittags um 3 Uhr, am Pfingstmontag gegen 'Ml Uhr. — (Vom Poftdienstc.) Seine Exzellenz der Han-dclsministcr hat die Postkontrollorc .Karl Gaspari in Abbazia und Karl Maitzen in Trieft zu Oberpost-kontrolloren ernannt. — (Die Unterkraincr Bahnen.) Aus Wien wird uns gemeldet: Die bereits angckündctcn Verhandlungen über die Übernahme dcr Untcrkrainer Bahnen in den Pachtbetricb dcr Staatseisenbahnvcrwalwng haben zu einem befriedigenden Ergebnis geführt. Dic Vorschläge des Eiscnbahnministeriums sind vom Vcrwalwngsraie dcr Unterkraincr Bahnen in seiner Sitzung vom 30sicn April angenommen worden nnd werden dcr demnächst zusammentretenden Generalversammlung der Aktionäre der Unterkraincr Bahnen zur Genehmigung vorgelegt werden. — (Preisausschreibung.) Das Kricgsministerium hat einen Preis von 50.000 X ausgesetzt, dcr jcncm Bewerber zufällt, dcr untcr Einhaltung der nachfolgenden Bestimmungen cinc elastische Radbercifung für Motor-lastwagm liefert. Das zur Prämierung gelangende Rei-fcnmatcrial muß bei dem Nollgummi ähnlichen spezifischen Eigenschaften, wic Elastizität und Adhäsion, geeignet sein, !> durch wesentlich größere Haltbarkeit oder l> bei gleicher Haltbarkeit durch wesentlich geringere Gestehungskosten die Vollgummibcrcifung Zu ersetzen uni» hicdurch den Motorlastwagenbctrieb zu verbilligen. Sein Gewicht soll jencs dcs VollgummiB nicht überschreiten. Bcwerlicr haben ihre in verjüngtem Maße oder in natürlicher Größe gehaltenen Modelle des Fabrikates nebst einer Zeichnung und Beschreibung bis längstens 1. Oktober d. I. bci dcr Automobil Vcrsuchsabtcilung, Wien, li. Bez., Gumvendorfer Straße Nr. 1, einzureichen. Alles weitere ist dcr „Militärischen Rundschau" zu entnehmen. — (Zwei Matroscnstiftpliitzc.) Zwei Plähc dcr Vizeadmiral Bernhard Freiherr von Wüllcrstorf-Urbair-schcn Stiftung für arme kranke Matrosen der Kriegsmarine gelangen für das Jahr 1913 zur Vergebung. Jeder Platz beträgt 140 X. — Näheres ist aus der am Magisiralsncbäudc angcschlagcnen Kundmachung ersichtlich. — (Die sscmeinni'chige Van- und Wol,nnna,sa.enos° scnschaft in Laibach) lM morgen um 8 Uhr abends in den oberen Lokalitäten dcr Restauration „Pri roxi" ihre fünfte ordentliche Hauptversammlung ab. — (Die anßcrurdcntlichc Gcncralvcrsammlnna. des Hilfsbeamten-Kranlen- und Untersii'chnna.svcrcincs) findet Donnerstag, dcn 15. d. M., um halu 8 Uhr abends in dcn Restauratiouslokalitätcn „Novi svct", Maria Thcresienstrahc, statt. x. — (In das Seehospiz Grado) entsendet die Stadt-gcmcindc auch heuer zehn skrofulöse Kinder. Die belegten Gesuche sind bis zum 20. d. M. beim Stadtmagistrate zu überreichen. x. — (Zum Ausfluge des Gesangschores der „Glas-bcna Matica" nach Trieft) wird uns noch mitgeteilt, daß auf der Rückfahrt, die am Pfingstmontag um 9 Uhr 5K Minuten vormittags erfolgt, um halb 3 Uhr dic. Adclsbergcr Grotte besichtigt werden wird. Von Adelsberg wird dcr Zug um 10 Uhr li Minuten abends cu>-gchen und uni 11 Uhr 45 Minuten in Laibach eintreffen. Die Fahrkarten sind am 10. d. M. bis 9 Uhr vormittags an dcr Kasse am hiesigen Südbahnhofc zu lösen. — (Hymen.) Gestern vormittags fand in dcr Tir-naucr Kirche die Trauung dcs Hcrrn Ludwig V u 5 a r, Assistenten bei dcr Südbahn in Adclsberg, mit Fräulein Anna Wester statt. — (Schachmeister Rudolf Spielmann in Laibach.) Morgen um halb 9 Uhr abends veranstaltet der Schachmeister Rudolf Sfticlmann im (5af<'> „Elefant" eine öffentliche Simultanftroduktion, bci der er mit einer be-licbigcn Anzahl von Gegnern fpiclen wird. Dcr junge Münchener Meister gehört zu dcn größten Angriffsspie-lem der Gegenwart und seine Partien zeichnen sich durch wunderbar feine .Kombinationen aus. Auf allen internationalen Schachturnicrcn ist er stets unter den ersten Siegern, im Jahre 19 l2 errang er in Abbazia sogar den ersten Preis. Um den Meister auch in Läibach kennen zu lernen und das hiesige Schachlcbcn zu heben, gewann dcr Laibachcr Echachklub dcn Meister für eine Simultanproduktion, dic sehr interessant zu werden ver^ spricht. Zur Dcckung der Kosten, dic hicdurch dem Klub erwachsen sind, wurde für Nichtmilglicdcr ein Beitrag von 50 /l festgesetzt. Da das Eaff> „Elefant" nur über eine beschränkte Zahl von Schachbrettern verfügt, werden die Spieler ersucht, ihre Schachbretter nach Möglichkeit mitzubringen. Alle Schachfreunde werden freundlichst zur Teilnahme eingeladen. — (Selbstmord eines Soldaten.) In Klagenfurt hat sich dcr Infanterist Ignaz Tom?>i5 aus Ncifnitz aus Furcht vor einer zu gewärtigendcn Strafe erschossen. — (Die ersten Kirschen) wurden gestern auf den hiesigen Markt gebracht. Man bekam drei Kirschen um 2 /l; das Kilo kostete „nur" 1 X 60 /t. Kc—. Laibacher Zeitung Nr. 103. 954 7. Mai 1913. — (Die Automobiluerbindung Cilli-Franz-Laibach) wurde, wie bereits angekündigt, am 1. d. M. eröffnet. In aller Frühe verließ das Automobil die Stadt (Mi, um auf der herrlichen Reichsstraße, die gegen Franz führt, seine erste Fahrt zu unternehmen. Es war das ein prächtiger Weg im lachenden Maimorgen durch das selten schöne malerische Sanntal. In Franz wurde das Automobil mit Musik empfangen und mit Vlumen und Fähnlein geschmückt. Auf der Weiterfahrt nahm es immer mehr Passagiere auf, so daß es schließlich in Laibach dicht besetzt eintraf. — Die Automobilverbindung bedeutet für das Sanntal sowie für dic Ortschaften, an denen sie in Kram vurüberführt, einen wichtigen Fortschritt in wirtschaftlicher Hinsicht und dürfte nicht nur von dcr einheimischen Bevölkerung, sondern auch von Touristen und src'nden Reisenden fleißig ausgenützt werden. Das Äutomabi' ist sowohl für den Personen- als auch für den Frachtenn^lehr eingerichtet. Mit Anfang Juni beabsichtig! die Gesellschaft, die diese Verbindung ins Leben yerulen hat, an Sonn- und Feiertagen zwischen Laibach und den benachbarten an der Neichsstraße Laibach-Tro-jana gelegenen Ortschaften eine besondere für den Lokalverkehr berechnete Automobilvcrbindung einzuführen, die namentlich den Sonntagsausflüglcrn dienen soll, —f?. — (Brand in U,ücr-8izka.) Gestern um 4 Uhr früh wurden die Bewohner in Unter-^ka durch einen Feuerlärm aus dem Schlafe geweckt. Durch eine mangelhafte Nauchsangkonstruktion war in dcr Küche eines dortigen Besitzers ein Feuer entstanden, wobei, dcr Plafond bereits durchbrunntc. Glücklicherweise wurde das Feuer noch rechtzeitig bemerkt und durch die Hausleute und Nachbarn sowie durch eine Abteilung der Ortsfeuerwehr gc-löjchl. — (Eine verdächtige Zigeunerbande.) Am 1. d. M. vormittags zog eine Zigeunerbande, bestehend aus zwei Männern im Alter von 17 und 23 Jahren, einem Weibe und zwei jüngeren Mädchen, durch die Ortschaft Sankt Georgen im Gerichtsbezirke Littai. Als die Zigeunerbande eines ihr entgegenkommenden Gendarmen ansichtig wurde, ergriff sie die Flucht gegen die stcirische Grenze und verschwand in der dortigen Waldung. Auf der Flucht verlor die Zigcuncrbcmde nachstehende Gegenstände: 56 /< 56 ü Bargeld, bestehend größtenteils aus Zehn- und Zwanzighcllerstücken, eine braunledernc Geldtasche, einen goldenen Tamcnfingerring, einen schwarzen Hcrrengürtcl, drei Herrenhemden mit gestreiften Sciden-brusteinsätzen, sieben Meter Damcnklciderstoff, einen weißen Unterrock, eine Nickeltaschenuhr, ein altes Fahrrad ohne Freilauf, eine Zither und verschiedene Eßwaren. Alle diese Gegenstände rühren zweifelsohne von Dicb-stählen her, doch sind deren Eigentümer bisher unbekannt. — (Den Brandwunden erlegen.) Am vergangenen Sonntag vormittags begab sich die Grundbcfitzerin Fran-ziska Nunar in Mlake, Gerichts bezirk Krainburg, zum Gottesdienste und ließ ihre drei unmündigen Kindel, unter denen sich auch der drei Jahre alte Peter befand, allein zu Hause. Im Laufe dcr Zeit kroch Peter auf einen Kasten, nahm dort Zündhölzchen und zündete sie an. Hicbei fingen seine Kleider Feuer und der Knabe erlitt so schwere Brandwunden, daß er am folgenden Tage unter furchtbaren Qualen starb. — (Ein tödlicher Hufschlag.) Der Grundbesitzer Johann Karn-ü- in Alt-Oberlaibach, der am 30. v. M. im Walde beschäftigt war, erhielt von einem Pferde einen so wuchtigen Hufschlag in den Unterleib, daß er den erlittenen Verletzungen am folgenden Tage erlag. ^- (Verhaftung.) Am 5. d. M. wurde in Sagor ein Bergarbeiter verhaftet und dem Gerichte in Littai eingeliefert, weil er die dortigen Bergarbeiter unter Vorspiegelung vorteilhafter Zahlungs- und Arbeitsbedingungen für ausländische Bergwerke geworden hatte. — (Wochcnviehmarlt in Laibach.) Auf den Wochen-Viehmarkt in Laibach am 30. v. M. wurden 36 Ochsen, 3 Kühe, 1 Kalb und 53 Nutzschweine aufgetriebcn. Darunter befanden sich 30 Schlachtrinder. Die Preise notierten für Mastochscn mit 92 /<, für halbfette Ochsen mit 86 ^< für 100 Kilogramm Lebendgewicht. — (Verstorbene in Lnibach.) Helena Mcglu-, Ma-gazinsarbeitcrsgattin, 29 Jahre; Johanna Ncwnik, Barmherzige Schwester, 32 Jahre; Maria Fink, Arbeiterin, 75 Jahre; Georg Podbor>ek, Pfründner, 75 Jahre; Matthäus Su^nik, Arbeiter, 44 Jahre; Maria Hutter, Taglöhncrin, 75 Jahre; Franz Nebular, Hausbesitzers-fohn, 17 Monate; Maria Mila5, Private, 65 Jahre; Maria O^aben, Magazinsarbeiterstochtcr, 8 Tage; Maria Stetlasa, Besitzersgattin, 57 Jahre; Maria Kacin, Arbeitersgattin, 60 Jahre; Johann Gregorin, Gemeinde-armer, 31 Jahre; Bartholomäus Kimovec, Armer, 58 Jahre; Aloisia Skubic, Pflegekind, 5 Monate; Anton UrM, Vaubeamter, 44 Jahre; Antonia Scaria, Pro-kuristengattin, 40 Jahre; Helena Ver^ec, Notarswitwe, 50 Jahre. — (Kino Metropol im Landcötheaier.) Der große „Film von der Königin Luise" hat bei den gestrigen Vorstellungen viel Aufsehen erregt und verdient angesichts seiner recht gelungenen historischen Szenen aus dem Kriegsjahrc 1806 angesehen zu werden. — (Im Kinematographen I. Bachmaicr, Lattcr-mannsallee,) wird am 10., 11., 12. und 13. d. M. der größte Schlager „Satan" vorgeführt werden. Die „Öster- reichische Volkszeitung" fchreibt über den Film: Vor einem geladenen Publikum wurde im Ingenieur- uud Architcktenvereinc das kinematografthische Drama „Sa-lau" zum erstenmale vorgeführt. Die Kinematographie hat sich diesmal mit den Klassiken: verbunden und ein packendes literarisches Meisterwerk geschaffen. Das „Verlorene Paradies" Miltons, Klopstocks „Messias" und ein Bruchteil des „Faust" wurden zusammengeschweißt, dazu kam Gabriel d'Annunzio und das Ganze gab einen Film, dcr wohl bald seinen Sicgeszug um die ganze Welt beginnen wird. Satan, der Geist, der stets verneint, der Vertreter des bösen Prinzips, lehnt sich im ersten Akt gegen den Himmel auf. Er wird von den Engeln auf die Erde gestürzt und verführt hier das erste Menschenpaar, indem er sich der Schlange zugesellt. Der zweite Akt bringt die getreue Szenenfolge der „Messiade". Satan beginnt den Kampf gegen den Heiland, er ist es, der den Judas verführt, er verlockt den Gottessohn, verspricht ihm alle irdischen Güter. Man sieht alle Bilder dcr Passion und wird im lebenden Bilde Zeuge von Christus' Triumph. Dcr schwere Stein über dem Grabe des Erlösers hebt sich, und ohnmächtig sieht Satan den Heiland Zum Himmel schweben. Der dritte Akt zeigt uns den Mephisto des Mittelalters. In der Mönchszelle unterweist Mephisto einen jungen Bruder in der Kunst, den Alrohol herzustellen, er zeigt ihm ein schönes Weib, das einem anderen gehört, und bekommt den Mönch in seine Fänge, um ihn nicht mehr von sich zu lassen. Dann stiegen Jahrhunderte vorbei, und Satan im modernen Leben, der Verführer und Verleiter, ersteht vor uns. Er sät Mißtrauen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer und verlockt ein junges Weib, die Braut eines Arbeiters, indem er ihr das Gold des Stahlkönigs zur Verfügung stellt. Er ist es, der die Arbeiter verleitet, er ist es, der die Chefs Zwingt, den Untergebenen nicht nachzugeben, er verführt einen eifersüchtigen jungen Burschen Zum Mord und bringt den Unseligen so weit, daß er das Haus, in das er sich geflüchtet hat, durch eine Explosion zerstört. Rauchende Trümmer bedecken das Feld, auf dem einst die Fabrik stand, in dcr Eintracht und Frieden herrschte. Das prachtvolle Werk, die glänzende Darstellung, das spannende Thema fanden die beifälligste Aufnahme. — (Selbst gestellt.) Karl Rom, der, wie schon berichtet, wegen einer Grenzstrcitigkcit seinen Anrainer An» dreas Meditz in Vüchel überfiel und so schwer verwundete, daß er bald verschied, trieb sich nach dem Verbrechen noch ein paar Tage in allerlei Schlupfwinkeln herum, Zog es aber schließlich vor, sich beim Krcisgerichte in Nudolfswcrt selbst zu melden. Dort stellte er seine Tat so harmlos als Notwehr dar, daß er auf freiem Fuß belassen wurde. Das Bezirksgericht Gottschce war aber infolge der Erhebung anderer Ansicht und nahm ihn in Haft. Einige Zeugen aus Laibachs alter Zeit. IV. In geringer Entfernung von dem Eckstein in der Floriansgasse stehen ein paar höchst einfache, einstöckige, nur drei Fenster in der Front zählende Häuser,' deren Erbauung man ihrem ganzen Aussehen nach weit zurück in die Vergangenheit zu verlegen geneigt ist. Mit Recht, denn der in die Oberschwclle des Haustorcs Nr. 36 eingefügte Schlußslein weist in altertümlich geformten Ziffern die Jahreszahl 1589 auf, das Haus ist also nur um ein Jahr jünger als der Eckstein in der Nachbarschaft. — Nebenbei sei bemerkt, daß in der Gassenfront des Nachbarhaufes Nr. 34 ober den Fenstern des ersten Stockes zwei mittelgroße Kanonenkugeln eingemauert sind, deren schon einmal vor Jahren in den „Izvestja Muzejskega dru^tva" Erwähnung getan wurde. Möglicherweise wurden sie vom Schloßberge in die Stadt zu derselben Zeit abgeschossen wie jene vor kurzem (8. März d. I.) in der „Laibacher Zeitung" beschriebene Kugel mit dem Datum 29. September 1813; in diesem Falle sind diese Geschosse wenige Tage vor der Kapitulation der französischen Besatzung auf dem Laibacher Kastell (5. Oktober 1813) und nicht ganz drei Wochen vor der Völkerschlacht bei Leipzig (18. Oktober) in die Stadt gelangt. V. In höherem Grade befriedigt unfere Wißbegierde cin anderer derartiger Schlußstein, insofern er uns nicht nur über die Zeit seiner Anbringung im Torbogen, sondern anch über den damaligen Eigentümer Auskunft gibt. An der nördlichen Front des bischöflichen Seminars in ' I. Vrhovec „Die wohllöbliche landesfürstliche Hauptstadt Laibach", S. 40: „Diese Bauart ist an den alten Häusern Laibachs auch heutzutage zu beobachten und scheint im ehemaligen Laibach so konsequent durchgeführt worden zu fein, daß sich uns der Gedanke aufdrängt, es müsse eine Bauordnung bestanden haben, nach welcher kein Haus mehr als drei FenZer in der Fronte haben durfte." der Schulallee befindet sich rechts nächst der Ecke ein unscheinbares Tor, das in einen Keller oder in ein Magazin führt und augenscheinlich wohl zur Hälfte im Erdboden steckt. Gelegentlich einer im vorigen Jahrhundert durchgeführten Nivellierung, respektive Höherlegung des Po-gu^arftlatzes und dcr anstoßenden Schnlallee wurde nämlich dcr untere Teil des Tores verschüttet; desto bequemer läßt sich uun der Schlußstein besichtigen, auf dem das Wappen der Stadt Laibach — der Turm mit dem quer darüber liegenden Lindwurm — in erhabener Arbeit und die Jahreszahl 1725 deutlich ausgeprägt sind. Ein in der Geschichte Krains wie Laibachs wohl bewanderter Mann, Prof. Peternel, der an der hiesigen Oberrealschule in den Jahren 1853 bis 1874 verdienstvoll wirkte, gab uns die Aufklärung, an dieser Stelle sei vordem eine städtische Mühle'' im Betrieb gewesen, die aber bei der Neuherstellung des fürstbischöflichcn Seminar-aebäudes (seit l708) in dieses einbezogen worden sei. VI. Das Tor des Hauses Nr. 9 in der Deutschen Gasse hat mit dem soeben besprochenen außer der Einfachheit auch das gemein, daß man hier wie dort zur gewünsch-lcn A.stuiljl über dessen Eigentümer und die Zeit dcr Erbauung unschwer gelangt. Der Schlußstein im Tor-l'cc;en weist nämlich die Jahreszahl 1658 und in einem slack» vertieften Rund ein zierlich gemeißeltes Wappen auf, dessen Einzelheiten man von der Gasse aus nicht leicht ^n^rscheidet. Da kommt denn ganz unverhofft der Historiograph" zu Hilfe und legt eine in allen Details überaus deutliche Abbildung des Wappens vor; unter einem belehrt er uns, das Wappen sei das eines Herrn Tropp von Troppenau, eines sehr wohlhabenden Handelsmannes und hochgeschätzten Bürgers, von dem das Haus im angeführten Jahre (1658) „einem Neubau oder mindestens einer umfassenden Renovierung unterzogen wnrdc." — Anhangsweife sei noch bemerkt, daß eben diefes Haus noch eine andere ganz seltene Eigentümlichkeit auszuweisen vermag. Die Gitter an den ebenerdigen Fenstern aus diagonal sich kreuzenden Etsen-stäben sind nämlich nicht innerhalb dcr Nischen in die Mauer eingelassen, sondern an der Außenseite der Fenster in deren steinerner Verkleidung so befestigt, daß sie aus dcr Hausfront auf die Gasse hervorstehen. Eisengltter dieser Art waren noch vor wenigen Jahren an zwei Häusern im Gradi^e zu sehen, aber die einen (am Hause Är. 1) wurden anläßlich einer Renovierung beseitigt, die anderen verschwanden zugleich mit dem Hause (Nr. 6), als es beim Neubau des Kaiser Franz Josef-Jubiläums-theaters demoliert wurde. VII. Das überaus schmale zweistöckige Haus Nr. 2 am Rain weist in feinem Tore einen Schlußstein auf, dessen hier deswegen gedacht werden möge, weil laut dcr Jahreszahl 1813 auch bei ihm von einer Art „Jubiläum" gesprochen werden kann. Die über der Jahreszahl befindlichen Siglcn — 8^.8 — sind wohl die Initialen des Vor- und Zunamens des damaligen Eigentümers, eines Kaufmannes; denn das zwischen ihnen stehende Zeichen ist eine dcr in dcr Handelswelt üblichen Marken, womit Kisten und Ballen gekennzeichnet werden. — In dem Hause befindet sich wohl schon seit jeher ein ganz primitives Wirtshaus', in dessen zierlichem Schilde noch vor etlichen Jahren ein goldenes Kauffahrteischiff weithin über den Rain erstrahlte; rechts am Haustore war nach der bei den Altuordcren nicht seltenen Sitte eine steinerne Bank angebracht, die erst gelegentlich des nach dem Erdbeben erfolgten Neubaues des Nachbarhauses entfernt wurde; etwa zu derselben Zeit mochte auch das „Schiff" gegen das gegenwärtige unförmliche Schild vertauscht worden sein, das, gänzlich verwaschen und verblichen, nur noch das Wort „Gostilna" deutlich erkennen läßt. ' Vgl. Vrhovec „Die... Hauptstadt Laibach" (S. 121): „In der Nähe der jedoch erst 1819 erbauten Mctzgerbrücke befand sich einst auch eine M ühle und ein Wehr, die der Magistrat erbauen ließ... Im Jahre 1593 standen fie noch, denn die versammelten Stadtväter beschlossen, die Mühle zu decken." — Dagegen weiß Nadics „Alte Häuser I.", S. 64 ff., von einer Mühle nichts, teilt aber mit, daß dem Magistrate der Stadt Laidach gegen Abtretung von zwei ihm gehörigen Wohnob-jektcn behufs Gewinnung des nötigen Bauplatzes für das neue Seminargebäude „das Benutzungsrecht des westseitigen Erdgeschosses zur Deponierung von Materialien gestattet" und dort „ein neues Niederlagshaus für Marktwaren" errichtet worden sei. « Raoics „Alte Häuser. ." Dritte Serie, S. 38 ff. < Dieses Haus gehörte einst dem Laibacher Magistrate. Radicö „Alte Häuser...", Serie I, Seite 37: „— ja selbst der Magistrat der Stadt Laibach sah am Rain im eigenen Hanse eine Gastwirtschaft mit dem Schilde ,Zum goldenen Schiff' erstehen." QUO VADIS? wird im KINO IDEAL auf allgemeines Verlangen von Samstag 24. bis Montag 26. d. M. nochmals vorgeführt werden. ™* - Laibacher Zeitung Nr. 103. 955 7. Mai 1913. Theater. Kunst und Literatur. — (Außerordentliches Konzert der Philharmonischen Gesellschaft.) Wegen der zu Ehren Seiner Exzellenz des Herrn Armee insftektors FZM. Nrudermann veranstalteten Zusammenklmft der Stabs- u. Oberoffizierc der Garnison Laibach muß das außerordentliche Konzert (Wagner-Feier) der Philharmonischen Gesellschaft schon um halb 8 Uhr abends beginnen. Da bei Beginn des Konzertes die Saaltüren geschlossen werdeil, empfiehlt es sich, pünktlich zu erscheinen. — Generalprobe heute um 8 Uhr abends. — ^Von der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften in Wien.) Seine Majestät der Kaiser hat die seit dem Hinscheiden des Erzherzogs Rainer verwaiste Stelle des Kurators der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften in Wien dem Erzherzog Franz Ferdinand übertragen. Dieser ist bereits Ehrenmitglied der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften in Wien und Protektor der Akademien der Wissenschaften in Prag und Krakau. — (Eine Oper, in der Lionardo da Vinci anf die Szene gebracht wird,) ist jetzt an der kaiserlichen Oper in Warschau zur Uraufführung gekommen. Sie Irügt den Titel „Medusa", ihr Komponist ist der polnische Tonsetzer Ludomir von Pozycki. Das Libretto behandelt eine Liebesszene aus dem Leben Lionardos und gipfelt in der Szene, in der der Künstler seine Mona Lisa malt. Die Oper soll in der nächsten Saison auch an mehreren deutschen Bühnen zur Aufführung gelangen. Telegramme des k. l. Telegraphen-Korrespondenz-Bureaus. Dic internationale Lage. London, 6. Mai. Das Reuter-Bureau erfährt: Die Botschafterreunion nahm offiziell Kenntnis von dem Entschlüsse Montenegros, über den die Botschafter einmütig ihrer Befriedigung Ausdruck gaben. Die Mächte werden nunmehr den Zeitpunkt und die Modalitäten der Nbc» gäbe Skutaris in ihre Hände gemeinsam beraten. Man hat gestern in der Reunion den Vorschlag gemacht, dah Skutari den Marineoffizieren übergeben werden soll, welche die Mächte vertreten und deren Kriegsschiffe an der Küste kreuzen. Im Laufe der Beratung erinnerte Staatssekretär Sir Edward Grey daran, daß die Botschafter in ihrer ersten Sitzung im Dezember bereits das Statut für Albanien festgelegt hatten, und bemerkte, daß Österreich-Ungarn und Italien damit betraut worden warm, die Verfassung eines Entwurfes vorzubereiten. Dieser wird von den Botschaftern AsterreiclMngarns und Italiens in der nächsten Sitzung der Votschaftcr-konferenz unterbreitet werden. Sir Edward Grey brachte auch den Entwurf der Friedensbedingungen, welcher den Regierungen zur Genehmigung unterbreitet werden wird, zur Verlesung. Nach der Sitzung erklärte ein Diplomat dem Vertreter des Reuter-Bureaus gegenüber, es sei selbstverständlich, daß dte Botschafterreunion in leiner Weise die Gerüchte bezüglich einer militärischen Intervention Österreich-Ungarns und Italiens in Albanien Zur Sprache gebracht habe. Berlin, 6. Mai. Die gesamte Presse begrüßt die Entspannung der ftolitischeil Lage und meint, daß man nach der Lösung der Skutarifrage auch für den Rest der albanischen Frage keine Besorgnisse hegen brauche. Paris, 6. Mai. Die Blätter äußern lebhafte Befriedigung über die Slutarifrage. Der „Parisien" erklärt, der gestrige Tag sei für den Frieden ausgezeichnet ge Wesen. Österreich-Ungarn habe in der Skutarifrage absolute Genugtuung erhalten. Der Papst. Rom, 6. Mai. Mit Rücksicht auf gewisse von cini-Zen Blättern gebrachte Mitteilungen über den Gesund» heitszustand des Papstes weist „Osservatore Romano" darauf hin, daß der Heilige Vater infolge der jüngsten Erkrankung noch eine besondere Lebensweise einhalten müssc, Obwohl der Gesundheitszustand des Papstes als ein sehr günstiger bezeichnet werden könne, habe der Papst in den letzten Tagen die vatikanischen Gärten nicht aufgesucht und werden den Anordnungen der Ärzte gemäß die Pilgerempfänge noch nicht aufgenommen. Todesfall. Trieft, 6. Mai. Laut telegraphischer Nachricht ist heute der Kommandant des Lloyddampfcrs „Baron Call", Kapitän Eugen Nadomi<'> i <':, in der Levante Eillinic zwischen den Häfen Alexandretle und Mcrsina plötzlich gestorben. Selbstmord des Königsmörders Schinns. Athen, 6. Mai. Schinas, der Mörder des Königs Georg, hat sich heute früh aus dem Fenster des Gerichtsgebäudes in Salonichi gestürzt und war ans der Stelle tot. ______ Verantwortlicher Redakteur- Anton Funtek. §Die besten Firmungs-Union-Uhren zu billigsten Preisen bietet Ihnen die Uhren - Großhandlung F. Èuden Laibach, Prescherengasse Nr. 1, Größte Auswahl in Taschenuhren von der einfachsten bis zur feinsten Ausführung. Firmungsschmuck Colliers, lange Ketten, Durchzug-, Doppel- und Sportketten etc. Anhänger, Ohrgehänge in Gold und Silber. 1822 4—1 !! Ermässigte Preise !! Answeis über den Stand der Tierseuchen in Kram für die Zeit vom 2«. April bis zum 3. Mai 1913. Es herrscht: der Rotz im Bezirke Krainburg in der Gemeinde Preoassel (l Geh.); der Nliischenausschlag im Bezirke Gurlfeld in den Gemeinden St. Barthlmä (4 Geh.), Heil. Kreuz (1 Geh.); im Bezirke Krainburg in der Gemeinde Nallas (3 Geh.); im Bezirke Laibach Umgebung iu der Gemeinde Brunndorf (1 Geh.); im Bezirke Rudolfswert in der Gemeinde Nußdorf (1 Geh.); die Pferde Vläude im Bezirke Littai in der Gemeinde Konj (lGeh.); die Schweinepest im Bezirke Adelsberg in den Gemeinden Dorncgq (1 Geh.), Killenberg (6 Geh.); im Nezirle Gottjchee in den Gemeinden Auersuerg (8 Geh.), Gora (2 Geh.), Gro>> laschitz (1 Geh.), St. Gregor (2 Geh.), Lienfeld (1 Geh). Laserbach (3 Geh.), Niederdorf (8 Geh.), Reifnitz (5 Geh.), Soderschitz (5 Geh.); im Bezirke Laibach Umgebung in hen Gemeinden Brunndorf (2 Geh.), St. Georgen (1 Geh.), Ne-limlje (3 Geh.); im Bezirke Loitsch in der.Gemeinde Oblak (1 Geh.); im Bezirke Rudolsswert in den Gemeinden Gruß, lack (l Geh.), Lanstmton (1 Geh.), St. Michael»Stopiö (3 Geh.); im Bezirke Tscherncmbl in den Gemeinden Ndlegiö (2 Geh.). Altenmarlt (4 Geh.). Miittling (1 Geh.), Radence (1 Geh.), Semitsch (1 Geh.), Tschernembl (4 Geh.), Weinih (1 Geh.); der Rotlauf der Schweine im Bezirk« Gottschee in der Gemeinde Niederdorf (1 Geh.); im Bezirke Radmannsdorf in der Gemeinde Laucovo (1 Geh.). Erloschen ist: der Milzbrand im Bezirke Laibach Umnebung in den Ge> meinden Horjul (1 Geh.), Piauhbüciicl (1 Geh.); im Bezirke Rudolfswert in der Gemeinde Seisenberg (I Geh.); der Rotlaus der Schweine im Äeziite Guikfcld in den Gemeinden Landstraß (1 Geh.), St. Kanzian (1 Geh.); im im Bezirke Rudolsswert in den Gemeinden Döbernig (1 Geh.), Seisenberg (1 Geh.); im Bezirke Tschernembl in der Gex meinde Mottling (2 Geh.). A. k. Aandesregierunc, für Flrc-tin. ____________Laib ach, am 3. M.n 1!N»._____________ Fay's edite Sodener mineral - Pastillen werden aus den Hoilquellen III u. XV11I ilcr (ie-müinde Bad Soden am Taunus hergestellt, die sich feit Jahrhunderten bei Bussen, ßeilerkeii, Bronchialkatarrh vorzüglich bewahrt haben. 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Goerz, lkflte.; Atlas, Gerstenberg, Posprscil, Bergmann, Rsde., Wien. — Thsni, Rsd.. Linz. - Voftpe, Rsd., Freudenthal. — Birö, Rsd.. Na. latonboglar (Ungarn). — Günther, Rsd.. Haida. — Nnelli« Monti, Belus. Rsde.; Melier, Kfm., Trieft. Grand Hotel Union. Am 6. Mai. Iankl. Fabrikant; Leily, k.u.t. Major; Dr. Schiffrer; Franker. Kfm.; Novak, Burger. Hertman, Rsde., Graz. — Dr. Hrasovec; heß, Direktor; Adler. Rsd.. Cilli. — Richter, Direktor. Steinfeld. — Onantschmg, Ioklic, Private, Ferlach. — glozilovo, Charnolova, Private, Prag. — Lederer, Prit,., Pilsen. — Blinc, Priv.; Gostisa, Ärandau, Ingenieure; Schnurl. Rsd., Trieft. — Kren, Priv., Iauerburg. — Lackner, Priv., Tschernembl. — Severin, Kfm., Marburg. — Reiter, Flankt, Kflte.; Placet, Rsd., Brunn. — Huber. Rsd., Wisch««. — Subek, Rsd.. Dioszeg. — Poseles, Frank, Rsde., Lunden« bürg. — Hirschler, Rosenberg. Neuman, Rsde., Agram. — Felberbaum, Rsd., Görz. — Grudavec, Pfarrer. Stanga. — ZnibarZir, Pfarrer. Idria. — Borstnar, Pfarrer. Rala. — Traven. Pfarrer. Sodeischitz. - Butler, Kfm.; Eisler, Leidl. maier, Iagoditsch, Himel. Geiduschel, Freund, Wähle, Rubuch, Fussel. Kantor, Kraus. Pinget. Rsdc., Wien. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe 306 2 iu. Mittl. Luftdruck 736 0 mm. « -z ^.ßF K^ ^, , Ansicht K3Z ^ ^3 HZä ß W'"d lx« Himmel« ^«Z I L Z^F Z- _______^______ftF " 9 u. Ab^ 22 8! 12^1 NO. mäßig bewvltt_______ 7.>7 Ü. F. ! 23 5 "8 8! S? schwach" ! . > 0-0 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur beträgt N-7°, Normale l2 8°. Wien. 6. Mai. Wetterooraussaqe für den 7. Mai für Steiermark. Kärnten und Krain: Wechselnde, später ab. nehmende Bewölkung, Temperaturabnahme. nördliche lebhafte Winde. — Für Ungarn: Kühles Wetter mit vielen Nieder« schlagen voraussichtlich. Hinweis. Unserer heutigen Nummer (Gesamtauflage) liegt ein Prospelt über das soeben zu erscheinen beginnende Wer! „Das Frauenbuch" bei; wir empfehlen diesen einer besonderen Durchsicht und wolle man sich des beigegebenen Bestellscheines bedienen. JOHANNESTHALER KOHLENGEWERKSCHAFT ____________TWEST.____________ Einladung i8u zu dem am 21. Mai 1913 um 7 Uhr abends in der Via S. Nicolö Nr. 4, II. Stock stattfindenden X.ordentlichen Gewerkentage. Tagesordnung: 1.) Vorlesung des Protokolles des am 10. März 1. J. abgehaltenen GowerkentageB. 2.) Bericht der Direktion. 3.) Vorlage der Bilanz pro 1912. 4.) Veräußerung und Auflassung deß Hauptstammes des gewerkschaftlichen Bergwerkseigentumes und Auflösung dor Gewerkschaft. Triest, am 5. Mai 1913. Die Direktion. Paul Kottnig gibt im eigenen sowie im Namen seiner Gattin und seiner Kinder allen Vcr-wandten und Bekannten die traurige Nachricht von dem Hinscheiden ihrer innigstgeliedteu Tochter MM AMnig welche nach langen, schweren Leiden, versehen ,i>it den heiligen Sterbesakramenten, im Alter von 15 Jahren verschieden ist. Das Leichenbegängnis der teuren Verblichenm findet Donnerstag dcn 8, Mai um 4 Uhr uach-mittags vom Sterbehause Rümerstrah? 6 aus statt. Laibach, am 7. Mai 1913. Separate Parte werden nicht ausgegeben. Laibacher Zeitung Nr. 103. 956 ___________________________7. Mai 1913. Marktpreise in Laibach im Monate April 1913. Weizen.....y 823-50 Paprika. ... kg X 3 20 Noggen .... , »2150 Kümmel . . . » » 1 20 Gerste...... » 20 53 Wein.....I » —96 Hafer...... » 23 50 Bier....., » —48 Mais.....» . 20 75 Branntwein. . » » 2 80 Weizenmehl Nr. 0 » .35 40 Rum.....» » 3-20 Roggenmehl . . » »33— Kognak. . . . » » 3 — Weizenmehl Nr. 2 » .3420 Essig.....» » -24 » » 3 > »33 50 Tafelöl. ..... 148 Maismehl ...» »26— Schweine. . . y »124 — Weizcnbrot. . . » »—-44 Kälber ..... .118- — Roggenbrot. . . » » —-40 Rindfleisch . . » »170 — Gemischtes Brot. » »—36 Schaffleisch . . . »130 — Reis.....kx » '56 Schweinefleisch. » »160 — Gerste.....» »—-36 Ziegenfleisch. . , »130 — Grieß.....» ,—-40 Kalbfleisch . . » »130 — Fisolen.....» »—40 Geselchtes Fleisch . »240 — Linsen.....» » — 52 Salami. ..... 400 — Erbsen ....»»—40 And. trock. Würste » .240 — Ausgesch. Erbsen. » »—48 Speck ..... »180 — Hirse.....» » —40 Schweinefett. . » » 200 — Heiden.....» »—28 Nutter . . . . kss » 340 Türken-Mehl . . » » — — Käse.....» » 2 40 Kartoffeln ...» » —'08 Heu.....y . 8 — Gemüse (Kraut, —'40 Kuluruzgrieß . » . 31 — usw.).....» »—04 Klee.....» » 8 - Sauerkraut. . . » »—10 Stroh . . . . » » 5 50 Saure Rüben. . » » — 06 hartes Holz . . m' » 12- — Kaffee.....» » 2-40 weiches Holz. . » » 9- — Tee......» » 575 Steinkohle . . y » 3 36 «alao...... . 5 20 Kohle ..... . 9- Zucker.....» »—88 Koks...... . 4 70 Salz.....» »—24 Petroleum . . KI » 44 — Pfeffer.....» » 240 Brennöl. ...» . 80 — Kutscher Theatmereill ill Lilibch. Ginlaöung zur WlNllWlMl»!«!!!! die den 8. Mai l. I. um 6 Uhr abends im blauen Zimmer des Kasino stattfindet. 1.) Wahl der M.itglieder des Vcreinsausschnsses, soweit sie nicht von der Direktion der Kraimschen Sparkasse in Laibach ernannt werben; 2.) Wahl des Reuisionsausschusses; 3.) Entgegennahme des Rechenschaftsberichtes; 4.) Wahl der Mitglieder; 5.) Entscheidung über etwaige Anträge von Mitgliedern. Nie Anträge müssen schriftlich spätestens acht Tage uor der anberaumten Gcneraluersammlung beim Vereinsausschusse eingebracht werden. 6.) Abänderung des 8 2 der Satzungen. Sollte die Versammlung nicht beschlußfähig sein, so wird für 7 Uhr abends am gleichen Tage eine zweite einberufen, die ohne Rücksicht auf die Anzahl der Anwesenden beschluß-fähig ist. ,572 2-2 Der Ausschuß. illlllllllllllHIIHIIIIHIllllHlllimilllllHmHIIHIIIIHIIIIIg ü ^HaufTTedGrriBonboTT^H P iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiil 427 20-14 Aktienkapital: 150,000.000 Kronen. fieMelnlaien gegen ElnlagsbOcher und In Koni« - Horrent; GewShrang vtn Krediten, Eskompte von Wechseln etc. File ler K. K. priv. Oesterreichischen ^ Credit-Hnstalt fllr flail ui Eeuierbe in Laibach *3r Prešerengasse Nr. 50. **** Reserven: 95,000.000 Kronen. Kauf, Verkauf u. Belehnung von Wertpapieren; BSrsensrdret; Verwaltu«f voi Depots; Safe-DeposHs; WlMr-HeiratskautloniD ete. Klirre an der Wiener Börse vom 6» Mai 1O13« Schlufikura Geld | Ware Allg. Staatsehnld. Pros. « |(Mai-Nov.)p.K.4 88-66 83-86 S *% ) ¦> •> P- U-* S8'76 83-96 L k. sLK.|(Jän.-Ju]i)p.K.4 S3-60 83-80 \ „ „ p. A.4 83-60 83-80 5= 42»/„ö.W.Not.F«b.Aog.p.K.*-2 86-80 ST— Ja *'2% ,» .i » .. P-A--*'2 *e'*0 SV— a 4'V/0 „ 8»b.Apr.-Okt.p.K.*"2 8TS6 8T36 W i-2% „ „ ,, ., p.A.48 S7-16 8736 L©sev.J.1860zu500fl.ö.W.4 /«40 1680 LoBeV.J.18/2 90'60 91-60 Pfandbriefe and Kommunalobligationen. Bodenkr.-A. Ö8t., 50 J. ö.W. 4 86-40 8640 Bodenkr.-A. f. Dnlmat. v. K.4 9626 97.26 Böhm. Hypothekenbank K.. 6 100-— 101-— dto.Hypothbk.,i.57j.v.K.4 88-76 89-76 Schlußkurs Geld | Ware Hron. Böhm.Ld.K.-Schnldsch.60J.4 «7-56 88-26 dto. dto. 78 J. K.4 ««-«0 87-80 dto. E.-Schuldsch.78j.4 87-— 88-— Galiz. Akt.-Hyp.-Bk.......6 —• —•- dto. inh.50J.verl.K.4Vj »076 91-76 Galiz.Landesb.5lV2J.v.K.4Vt 92'— 93-- dto.K.-Obl.HI.Em.42j.4Vj 90-— 91-— Istr. Bodenkr.-A. 36.1. ö. W. 5 9*7« 99-76 lBtr.K.-Kr.-A.i.62VjJ.v.K.4V, 90'60 9/-60 Mähr. Hypoth.-B. ö.W. u. K.4 84-— 86-— Nied.-öst.Land.-Hyp.-A.55J.4 «6-76 86-76 Oest. Hyp. Bank i. 50.1. verl. 4 84-— 86-- Oest.-ung.Bank60j.v.ö.W.4 90-40 91-40 dto. 50 J. v. K.........4 90-70 9/-70 Contr. Hyp.-B.ang. Spark. 4>/5 9f— 92-— Comrzbk., Pest. Ung. 41 J. 4>/7 9376 95-7« dto. Com. O. i. 50ViJ.K4«/j 92-60 9J-60 Herm.B.-K.-A.i.6OJ.v.K4Va 91-60 92-60 Spark.Innerst.Bud.i.5Oj.K4>A 90-76 9/-76 dto. inh. 60 J. v. K. . . . ilU 84-60 86-60 Spark.V.P.Vat. CO.K. .4«/, 90-76 91-76 Ung. Hyp.-B. in PestK . . 4»/, 9/76 92-76 dto. Korn.-Seh.i.50J.v.K4«/a 9476 96-76 Eisenbahn-Prior.-Oblig. Kasch.-Oderb.E.1889(d.S.)S.4 «5-76 «4-76 dto. Em. 1908 K (d.S.). .. 4 83-— 84- — Lemb.-Czer.-J.E.1884 800S.3-8 78-60 79-60 dto. 800 S...........4 84— 86-— Staatseisenb.-Gesell. E. 1895 (d. St.) M. 100 M.......3 —•— —— Südb.Jan.-J. 500 F. p. A. 26 268-26 26426 UntorkrainorB.(d.S.)ö.W. .4 9/-— 9260 Diverse Dose. Bodenkr.öst.E.1880äl00fl.3X 29/-60 30160 dto. E. 1889 ä 100fl. . . . 3X 264-60 264-W Hypoth.-B.ungJPrära.-Schv. il 100 fl..............4 242 — 262' - Serb. Prämien-An]. älOOFr.2 113— 123-— Bud.-Ba8iüca(Domb.)5fl.ö.W. 28-60 31-60 Scblußknrs Geld | Ware Cred.-Anßt.f.H.u.G.lOOn.ö.W. 479- - 489--- Laibach. Präm.-Anl.20fl.o.W. ee-60 70-60 RotcnKrenz.öst.G.v.lOfl.ö.W. 63-60 6760 dettonng. G. v. . . 5fl. ö. W. 34-— ax-— Türk. E.A.,Pr.O. 400 Fr.p.K. 238-60 241-60 Wiener Kommunal-Lose vom Jahre 1874 .... 100 fl. ö.W. 47«-— 4««-— Gewinstsch. der 3% Pr.-Sch. der Bod.-Cred.-Anst.E. 1880 47-60 61-60 Gewinstach. der 3"/0 Pr.-Sch. derBod.-Cred.-Anst.E.1889 69-60 74-60 Gewinstsch. der 4°/„ Pr.-Sch. der ung. Hypotheken-Bank 33-— 37-— Transport-Aktien. Donau-Dampf.-G.500fl.G.M. 1340 - i860- — Ferd.-Nordbahn 1000 fl. C. M. 4960-— 4980 — Lloyd, österr........400 K 670-— 676- Staats-Eisb.-G. p. U. 200 fl. S. 72/76 712 76 Südbahn-G.p.U. . . . 600 Frs. 12876 129-76 Bank-Aktien. Anglo-österr. Bank 120(1.19 K 88660 836-60 Bankver.,Wr.p. U. 2000.30 ,, 6/4*60 e/ö-60 Bod.-C.-A.allg.öat.300K&7 ,, 1203-— 1200 — Credit-Anst. p. U, 320 K 33 ,, 626-26 62626 Crodit-B. ung. allg.200fl.45 ,, 810-60 820-60 Eskompteb.steier. 200 fl. 32 ,, 664-— 6«»-— Eskompte-G.,n. Ö.400 K 40 ,, 75*-— 74/-— Länderb.,öst.p. U.20011.30 ,, e/6-26 6/6-26 Laibacher Kreditb. 400 K 25 ,, 4/e-— 420-— Oest.ungar. B. 1400 K 120 „ 2049-— 2069-— Unionbankp. U. . . 200 fl. 3H ,, 694- — 696-— Yerkehr8bank,allg.l40fl.20 ,, 862-60 363-60 Živnosten. banka 100fl. 15 ,, 266— 267 — Industrie-Aktien. Berg- u. Hüttw.-G., öst. 4(X) K 1S48-— 1364-Hirtenberg P.,Z. u.M. F. 400 K /6/0 — 1630-— Königsh.Zement-Fabrik 44)0 K 874-— 378- — LengensolderP.-C.A.-G.250K 116-— /2«-— Schlafiknr» Geld | Ware iMontanges.,ÖBteiT.-alp. 100 fl. /0/2-66 1013-60 Perlmooser h. K. u. P. 100 fl. 498-— 600-60 PragerEisenind.-Gesell. 500 K 8890-— 8420-— Rimamnr.-Salgö-Tarj. lOOfl. 722/0 72