Nr. 78. Freitag, 5. April 1889. 108. Jahrgang. Ntmcher Zeitung. ^/"' ^'«'le b «'.*"s '!.».»«, ffu, hi« Zustellung in« Hau, «auzlähri, sl. I. - I»,trli,««»7»«t, yül T>le „laltachn Zeitun«" erschewl t«allch »lt «u»nahm« b« Sonn» unt Ye!«!««? Dle >>«ln«lg«ft«llt ^ Amtlicher Weil. ^thuchsier 3t^ ^°^l^' Majestät haben mit ""lor d^s w "'.c"lleßm,q vom 24. März d. I. dem i "i Univtt2'^?c?"^ral.mh0spitalks in Wie», ^litanz "^Professor Dr. Karl Freiherrn von ^ «lleraniidi«^ Ritterkreuz des FranzIoseph-lgnadlgst zu verleihen geruht. Es « --------------- ' ^ einest ^Apostolische Majestät haben auf „. ^ißer.. ^ ?^"'^r des kaiserlichen Hauses und ^ ^llerhij^ ' "^^n allerunlerthäuigsteu Vortrages l^Hst r Entschließung vom 1«, März d. I. Fl"l in N'"°«" des zum königlichen spamschei. Ochste?'^ ernannten Francis^ Carpi das ^Piatur huldreichst zu ertheilen geruht. °?K^r EntsHsi^^^lljestät haben mit «hen Pr°f 3 ^""6 wm 19. März d. I. den >°^°riz önsl''" "' der Univetsität in Innsbruck >e °il ^ n«-^? ordentlichen Professor d.r Ana-^Ngeruht ""lUät in Graz allergnädigst zu er- Gautsch i«. p. Mchtamtlicher Hheil. 3, E« .mt . ^"ulangers Flucht. b3"Z" sich U ^? ?'""" ^«"'lel mehr. dass ei.A ^'e ssluck? drohenden Gefahr einer Verhaftung l'3V'"nC^^^ entzogen hat. Gleich V°ll«7 üblich /Ä'"beamten. der sich entdeckt sieht H° .2" schle. - s^i? "°^ VlMl einschlägt, hat ^H''ss als ^"' Hasenpanier und die gleiche ^ Ve eitigung eines renitenten K" ^ nwal ^^ Ersetzung durch einen '« n 5«nq d'«s" ""' low.e die Beschleunigung der ^"Nm '?'"'. dem General über die Ab. l^^lgester?, 2 e.nen Zweifel mehr übrig ließen. l'H i. "2"ay.'^on wxrde der neue General-Procu-bl>ra> Ul,d A.,f^^""p"l" mit den üblichen Feier. " l^n Amt eingeführt und ^ ' ^ 3iea,/m " ? sonach schon in der Lage ^V^ ZU er ^"^"iben wegen Auslieferu,?g l^^und au«^ '" der für gestern an warteten Sitzung erledigt worden wäre. Dieser Even» tualität vorzubeugen, niar Voulanger fest entschlossen. Er ließ sich in der Kammer nicht blicken, wo man ihn erwartet,', und sm>e Frennde wiesen, als das Gerücht von seiner Flucht nach Brüssel sich in den Couloirs verbreitete, eine Depesche vor, nach welcher Boulanger in leinem der Vrüsfrler Hotels zu erfragen gewesen wäre. Die Vermuthung, dass der General geflüchtet sei, wnrde Dienstag abends fast zur Gewissheit, als eine große Menschenmenge ihn vergeblich vor dem Hause des Publicisten Iolivet erwartete, wo zu seinen Ehren ein qrohrs Diner stattfand, zu dem nur die Anhänger Boulangels erschienen, nicht aber er selbst. Trotzdem veiöfsentlichte noch Dienstag nachts das be> kannte boulangistische Organ «La Cocarde» eiu inspiriertes Communiquö des Inhalts, dass Boulanger morgens benachrichtigt worden sei, das Ministerium wolle einen Handstreich gegen seine Person unternehmen, weshalb er die nöthigen Vorsichtsmaßregeln getroffen habe, um nicht in die ihm gelegte Falle zu gchen; doch verlasse >>r Paris nicht, und werde man ihn wieder auf seinem Platze sehrn. sobald ihn die Pflicht ruft. Auch diese Ennntiation Boulangers. welche um Mitternacht von allen aus dem Theater heimlehrenden Personen den Verkäufern der «Cocarde» aus den Hän« den gerissen wurde, war uur ein Manöver, um die Thalsache der Flucht Volllangers so lange als möglich zu maskieren. Denn der «brave General» befand sich, wie uuser gestriges Telegramm aus Brüssel zeigt, schon laugst in Belgien, und von Brüssel erließ er bereits vorgestern eine von allen Pariser Blättern abgedruckte Proclamation an das französische Volk. welche den festen Entschlnss Boulangers ausdlückt, sich fern vom Schuss zu halten. Zunächst weist der General in dieser Proclamation darauf hin, dass die gegenwärtigen Machthaber, welche «dem öffentlichen Gewissen zum Trotze die Ge> walt festhalten», es unternommen hätten, einen General. Procurator zu zwingen, gegen Aoulanger eine Anklage zu erheben, die nur von einem dnrch Ausnahmsgesehe constitnierten Ausnahmsgerichte erhoben werden könne, und dann fagt er stolz: «Ich werde niemals einwilligen, mich der Jurisdiction eines Senates zu unterwerfen, der aus Leuten zusammengesetzt ist, welche durch ihre persönlichen Leidenschaften, thörichte Rancune und das Bewusstsein ihrer UnPopularität geblendet sind. Die Pflichten, welche mir die Stimmen aller regelrecht befragten Franzosen auferlegen, verbieten es mir, mich zu irqend einem Acte der Willkür herzugeben, der auf die Unterdrückung unserer Freiheiten abzielt, die Missachtung unserer Gesetze feststellt und den nationalen Willen preisgibt. An dem Tage, da ich berufen sein werde, vor unseren ordentlichen Richtern. Gerichtspersonen oder Geschwornen, zu erscheinen, werde ich auf die An» klage zu erwidern haben, die von der gesunden Vernunft nnd der öffentlichen Billigkeit bereits zurückgewiesen wurde. Ich werde es mil zur Ehre rechnen, dem Rufe dieser Gerichti-personen zu folgen, welche es verstehen werden, gerechte Richter zu sein zwischen dem Lande und denen, die seit allzu langer Zeit dasselbe corrum-pieren, ausbeuten und verderben. Bis dahin werde ich, unaufhörlich an der Befreiung meiner Mitbürger arbeitend, in diefem Lande der Freiheit den Zeitpunkt erwarten, wo die allgemeinen Wahlen endlich eine wohnliche, rechtschaffene und freie Republik errichtet haben werden. Was Voulanger nunmehr beabsichtigt, legt er klar und offen dar. Zunächst bleibt er in dem «Lande der Freiheit», das heißt in Belgien, und wartet daselbst den Zeitpunkt der allgemeinen Neuwahlen ab. Fallen diese nicht im Sinne der Voulangisten aus, was alle Anhänger der Repnblik ernstlich hoffen, so bleibt der brave General hübsch im «Lande der Freiheit». Er hat für diesen Fall bereits vorgesorgt und sogar eine Pariser Repräsentantin des ewig Weiblichen, welche sich augenblicklich seiner besonderen Gunst erfreut, in die belgische Hauptstadt mitgenommen, wie ein Polizei-Agent vom Nordbahnhofe trocken meldete. Fällt aber der Appell an das Volk, auf welchen Boulanger gleich allen französischen Prätendenten specnliert, zu seinen Gunsten aus, so kehrt er zurück und fordert auf Grund des von dem allgemeinen Stimmrechte gefällten Spru« ches die Republik und die bestehende Regierungsgewalt zum Entscheidungskampfe heraus. Dnrch seine Flucht hat Boulanger sich in die Lage jener Prätendenten verseht, welche als Mitglieder von Familien, die ehemals in Frankreich regierten, verbannt worden sind. Er nimmt auch ganz die Allüren der monarchischen Prätendenten an, und wenn die Geldsen» düngen aus Frankreich nicht aufhören — der General selbst ist arm wie eine Kirchenmaus, da er mit seiner Pension seinen luxuriösen Lebenswandel nicht eine Woche hindurch aufrechterhalten könnte — so werden wir Feuilleton. ^l^nige..^"""^l)l «ach Monaten. ^ 3'.lvird ei,,!.^" der Statistik, ja vielleicht keinem ^A> ^"et. w, "!!"?hernd gleiche Liebe und Sorg-Ü"W^' Kein ^ den Fragen der Bevölteruug«> !'ltt 2" Nah ^derei Zweig verdient sie aber auch ^stcb^ "eh" f.« ^ '" der Welt könnte den Stati-, öd? ^eI"' °? die Fragen über Werden, ^tde 5 ° viel U" ^eres eigenen Geschlechtes. » ^5 ste. ^, .. °"ber gesagt und geschrieben >F>nderter U'?"duct ewig veränderlicher "2 li?^^usteu " "°"oren ^ es ist doch nie er- "eue Untersuchnng zeigt 5">liW ^ cheint i« ^ '" einer Wechselwirkung 'li^lNsLH" Wirklichkeit aber ein drittes ?eNl,,/°ßen. ei«, s'l- ""e großartige Gesehmähig->g V"d als"^ ^"währende Tendenz nach Ve?- "Mu^ eine stetige, geseh- in> ""d mehr verwischende 7!< ^'ll dies Hufes der Thatsachen. >e ^'anati,.."/^ weniger von' den seltenen rein >H/ls dasVdes Volkslebens wie von jenen. )' 6 ! der socil^"" "«erseits der natürlichen. >e >M^ in betrachten gewohnt ^^'°b ein/G,sstel der Bevölkerungslchre ist auch in den »vahr-^ ^"ee BoN' bestehe, welchen die Zahl der ^Hsch" ""erliegl"^'« Gurten in den '" ^H x'l H"t von 1817 bis 1824 "H diesbezügliche Untersuchungen allgestellt hatte, unterzog auch der eigentliche Begründer der modernen Statistik, Quetelet, die Frage in seinem Hauptwerke «8ur I'komme» einer näheren Erörterung. In nenester Zeit folgten Sormani für Italien und Freiherr von Fierks für Preußen. Allen diesen Autoren stand aber nur ein zeitlich und räumlich begrenztes Material zur Verfügung. Um so dankbarer muss man eine Arbeit begrüßen, welche diese biologisch wie sociologisch gleich interessante Frage auf Grund eines Materials von nahezu 120 Mil« lionen Geburten erörtert und, was für den echten Statistiker heutigen Tages charakteristisch ist, dabei nicht nur das gesetzmäßig allgemein Gleichartige, fondern auch das typisch Verschiedene zur Darstellung bringt. Letzteres geschieht zeitlich dnrch die Trennung entfernt liegender Epochen und in räumlicher Hinsicht durch die geographische und ethnographische Differencierung der Daten. Dieses Verdienst kommt einer Abhandlung von Dr. Vincenz Goehlert zu. die den Titel führt: «Die Schwankungen der Geburtenzahl nach Monaten.» Auf engstem Rahmen bietet sie uns gar viel des Wissenswerten. Es ist ein guter Anfang, mit dem damit unsere altbewährte «Statistische Monatschrift' ihren 15. Jahr. gang eröffnet. Goehlert steigt bei seinen Forschungen auf eine viel breitere Basis herab als feme Vorganger, indem er. ungleich diesen, sich nicht damit begnügt, die Untersuchung auf den Monat als die Einheit zu beziehen, sondern als letztere den Tag wählt. Einen tieferen Einblick in die Zahlenverhaltmsse gewährt aber dann noch die weitere Reduction der n, dieser Wnse gewonnenen Größen, indem man den Mr-lichen Mittelwert per Tag als Einheit anmmmt und die Abweichungen von dieser Einheit in den emzelnen Monaten berechnet, wonach sich sodann die Schwankungen nach der positiven oder negativen Seite für jeden Monat bestimmen lassen. Goehlert betrachtet weniger die biologische als die sociologische Seite des Problems, wodurch es auch ge« rechtfertigt wird. dass er nicht uur den Massenverlauf der Geburten untersucht, sondern auch, ja sogar vor« wiegend, der Frage nach der zeitlichen Regelmäßigkeit der Conceptionen sein Augenmerk leiht. In letzterer Hinsicht zeigen sich nun in der Reihenfolge der einzelnen Monate mehr oder weniger erhebliche Abweichungen von der Mittelzahl (1 00). deren Maximum (mit (1 098) auf den Monat Mai und deren Minimum (mit 0 93) auf den Monat September fällt. Nach diesem Minimum, welchem das Maximum der graoi« dm Frauen vorausgeht, tritt eine allmähliche Steigerung ein, welche sich im December über den Mittelwert eihebt (mit (1'012) und von da wieder bi« in den März hinein (mit 0 956) in eine Senkung über« geht, nachdem im Februar das Maximum der Geburten stattgefunden hatte. Im April zeigt sich wieder eine rasche Steigerung bis in den Mai hinein, wogegen die Zahl der graviden Frauen im April und jene der Geburten im Juni auf das Minimum sinkt. Eine Aus« nähme von dieser Regel des Steigen« und Fallens der Conceptionen machen in West»Europa nur Schottland und die Mlttel-Schweiz, indem dort das Maximum der Conceptionen auf Juli und Angnst und das Minimum derselben auf Februar und März fällt. Die Steigerung im December bezieht sich hauptsächlich auf die deutschen und scandinavischen Länder, wogegen sich das Minimum bis in den October hinein erstreckt. Im südlichen Italien und auf den italienischen Inseln sowie in Griechenland, zum Theile auch in Dal- Laiblicher Zeitung Nr. 78. 642 5. Ajmll^ bald von einem Hoflager Boulangers in Belgien hören, welchem das orleanistische in Sheen-House an Lustig» keit sehr bedeutend wird nachstehen müssen. Die Reise von Paris nach Brüssel ist viel bequemer, rascher und sicherer, als die über den Canal La Manche, welcher erst vor wenigen Tagen wieder ein schreckliches Todes» opfer verschlang, und man darf sich auf einen regen Verkehr zwischen den Pariser Boulangisten und ihrem im Exil weilendkn Führer gefasst machen. Inzwischen ist die Republik momentan von einer gewissen Verlegenheit befreit worden. Denn es lässt sich nicht leugnen, dass die von der Regierung gegen Boulanger geplante Action jetzt, wo die Eröffnung der Weltausstellung vor der Thür steht und das Land Ruhe braucht, um sich den Pflichten der Gastfreundschaft zu widmen und von der Ausstellung den erwarteten rechtmäßigen Nutzen zn ziehen, eine Quelle von Verdrießlichkeiten und unliebsamen Zwischenfällen hätte werden können. Insolange Boulanger in Belgien weilt, wo er nach seiner Erklärung bis nach den allgemeinen Wahlen zu bleiben entschlossen ist, hat man vor ihm im Lande selbst Ruhe. Die Abwesenden haben immer unrecht, am meisten jene Abwesenden, welche sich freiwillig entfernen. Konnte Voulanger schon früher, als er noch von seinem vollen alten Nimbns umgeben war, weder die Studenten noch die Arbeiter für sich gewin» nen, welche bei Straßenkundgebungen immer und überall den Ausschlag geben, so sind jetzt, nach der offenbaren Flncht des Generals, Unruhen in Paris oder irgendwie belangreiche Manifestationen zur Zeit der Weltausstellung gar nicht mehr zu besorgen. Die Regierung hat ein halbes Jahr Zeit gewonnen, um sich für den bevorstehenden Wahlkampf zu rüsten; es ist zugleich chre eigene Existenz bis zu den Neuwahlen, also bis nach Schluss der Ausstellung, ge« sichert. Constans müsste die Recepte für die Zuberei» tuug erfolgreicher ministerieller Candidaturen verloren und die ehemals von ihm so virtuos besorgte Handhabung des Präfecten-Apparats, der bei den Wahlen in Frankreich noch immer so gute Dienste leistet, völlig verlernt haben, wenn der «Appell an das Voll» nach der Weltausstellung zu Gunsten Boulangers oder eines anderen plebiscilären Catilina sollte ausfallen können. In der Flucht Boulangers darf die Republik vielmehr ein gutes Omen für ihren Fortbestand erblicken, und nun ist es ihre Aufgabe, diefes unverhoffte Ereignis zu ihrem Vortheile auszunützen. Vom rothen Kreuze. In der am 28. März d. I. stattgefundenen Generalversammlung des Patriotischen Frauen-Hilfsvereines für Niederöfterreich ertheilte der Schriftführer und Vundes-ausschuss Dr. Josef Kühn auf eine Anfrage, die gegcn die Aundesleitung vom rothen Kreuze erhobenen Angriffe betreffend, eine ausführliche Antwort, der wir fol» gende interessante Stellen entnehmen: Was die angeblich hohen Adaplierungs- und Einrichtungskosten betrifft, so mussten dieselben ausgegeben werden, da die Localitäten, welche im Jahre 1882 der Gesellschaft vom Staate zinsfrei überlassen wurden, vollständig unbewohnbar waren. Die Arbeiten wurden von der Dicasterialgebäude-Direction ausgeführt, und machen die Auslagen der Gesellschaft es möglich, sich für bleibende Zeiten zinsfreie Localitäten zu sichern, wodurch eine jährliche Zinsersparnis von mindestens 4000 fl. erreicht wird. Der Adaptierungsbetrag ist daher heute schon vollständig amortisiert. Man kann daher weder die Adaptierungsauslagen noch die Mobiliarkosten zu den laufenden Verwaltungskosten zählen, sondern muss zugestehen, dass durch diese einmalige Allsgabe die Gesellschaft große Ersparnisse erzielte. Was die Anschuldigungen bezüglich des Vereinsorgans «Das Rothe Kreuz» betrifft, so wird constatiert, dass das Blatt schon im vorigen Jahre aufgelassen worden wäre, wenn die Gesellschaft nicht bis 31. August 1889 durch Vertrag gebunden wäre; eine Erneuerung des Vertrages wird nicht stattfinden. Auch gegen den Wagenpart der Gesellschaft wurden schwere Anklagen erhoben, die sich als vollständig ungerechtfertigt herausstellten, Im Gegentheil haben sich sämmtliche Wagen in Bosnien und der Hercegovina, im serbischen Kriege und auf der über Befehl des Herrn Protector-Stellvertreters Erzherzog Karl Ludwig vorgenommenen Uebungsfahrt in der ausgezeichnetsten Weise bewährt, und bestätigen alle Berichte die vollkommene Feldtüchligkeit dieser Wagen. Weitere Angriffe richteten fich gegen die angeblich hohen Gehalte und Remunerationen. Es wurde nachgewiesen, dass sämmtliche Referate von den Ausschüssen unentgeltlich geliefert werden, und zur Besorgung der Kanzleigeschäfte ein Nundessecretär, ein Adjunct und ein Official mit je 1200 fl., 900 fl. und Quartier-geldern an 500 st., 300 fl. und 200 fl. angestellt sind und dass zur Verwaltung der Prater-Depots ein Inspector und zur Verwaltung des Hausmaterial-Dcpots (Stadt, Herrengasse Nr. 6) ein Verwalter mit 720 fl. und 480 fl. bestellt sind. Am schwersten traf die Gesellschaft die Beschuldi» gung, welche rücksichtlich des Preises der Gebirgslraxen erhoben wurde. Es stellte sich aber heraus, dass die Urheber dieses Angriffes nicht wufsten, dass es sich hier nicht um gewöhnliche Kraxen, sondern um kunstvoll aus Leder, Holz und Eisen gearbeitete Tragapparate handelt, deren Construction nach wiederholten Erprobungen im Gebirge von dem Sanitätschef des Corpscommandos in Tirol festgestellt wurde. Ein Muster dieser Kraxen kann ebenso wie die Wagen im Depot der Gesellschaft im Prater täglich in Augenschein genommen werden. Alle diese ungerechtfertigten Anklagen haben große Beunruhigung hervorgerufen, und so kam es, das ein in der letzten Vundcs-Ausschusssitzung angenommener Antrag, das Statut der Gesellschaft und des Patriotischen Hilfsvereiues einer Revision zu unterziehen, um bestehende Widersprüche zu beseitigen, zu der vollständig irrigen Anschauung Veranlassung gab, dass in der Verwaltung selbst Uebelstände bestehen, welche durch diese Revision beseitigt werden sollen. In der erwähnten Ausschusssitzung hat der militärische Vertreter der Regierung bezüglich des neu zu normierenden Wirkungskreises des Bundessecretärs angeregt, dass derselbe im Kriegsfalle als altoi- oxo des Bundes» Präsidenten zu fungieren hat, während nach der bisherigen Geschäftsordnung der Secretär im Kriege nur als Oberbeamter der Kanzlei zu wirken hat. Auch diese durchwegs sachliche Anregung hat zugleich unbegründete Besorgnis wachgerufen, als würde von der Negierung die Actionsfähigleit der Bundesleitung 'M «lieu», Frage gezogen werden. . . Zchliis« Aus allen diesen Nachweisungen ""d °" H gezogen, dass die erhobenen Angriffe el>en»o ^, gegen die Aundesleitung als schädigend f"r ^.^! Kreuz sind. Es ist zu hoffen, dass ^/'^M! bald Bahn brechen und die Anklage als u» erkannt werden dürfte. _____-^ Politische UeberM ^ ^ (Verhandlungen des Neichs^^ Im Abgeordnetenhause wurde vorgestern ^gl» enlwurf, betreffend die Verlängerung der ^ MB termine der für Kärnten anlässlich der U" ^l mung gewährten Vorschüsse, angenommen. ^ .^ die Fortsetzung der Budgetdebatte be'M " ^ ^. bäudeftcuer». Lu.zzatto befürwortete vesonoerv ^ rücksichtigung von Trieft. Dr. Wildauer A ^Bs dass die Gebäudesteuer in Tirol geradezu " ^ ^. hervorrufe. Tirol habe relativ die grM 0 .^ >" tiver Verkäufe. Eine große Anzahl Bad ^ ^ Tirol wegen der hohen Gebäudesteuer e'NM ' ^ß! Redner verwies auf die Vorliebe der TuM" > ^B Wohnräume. Muss diese Vorliebe 'H"'""« jchiB' werbe auch die Anhänglichkeit an Werwolf h,e den. Giovanelli erwiderte, dass die TnM ^ e," neue Oebändesteuer stimmen mussten, w'^ie Specialgesch erlassen worden wäre. Wuda" ^ Wahrheit nicht die Ehve gegeben. Dam ^ «^' Titel «Gebäudesteuer» angenommen. Vel" ^ei werbsteuer» besprach Flegl verschiedene Fa^^ Steuervorschreibuug. Sommaruga trat V M«"' der Personal^Einlommensteuer mit Nua''^i„lolll< die Communalabgaben ein. Beim TlM ' ^ dü,° steuer» sprach Ghon das Bedauern da"^das< bei der Bemessung der Einlommensteuer "^^ A", liche Einkommen berücksichtigt werde. ^"^iige"'U müsse der Geschäftsmann, um sich d"rO""^ ab< bis drei Geschäfte betreiben, in welchem '> M" Einkommensteuer stark gesteigert wird. V ^l ^ die EinHebung der Einkommensteuer '" ^.OF mcinden, welche an den Bahnen liegen. ^« führte Befchwerde über die starke Veste""" ^B . schllsscassen und verlangte eine Reform 0" ^M steuer, damit dem bedauerlichen soc'"^'^ OaB" process in Oesterreich Einhalt gethan w^^^ verlangte die Herabsetzung der ..fl"'^die^ Dr, Rosenstock nahm den Finanzmlmster « " ^ P!^ würfe des Vorredners in Schutz. ^g-^ MA ^ tadelte die exorbitante Höhe der U"ay"^<^ EinHebung der Steuer sollte nicht lM " ^ m August erfolgen, da die Landwirte 9""^ .S>" Monaten keine Einnahmen haben. ?"" ^FsichH Verzugszinsen» wünschte Kreuzig e"«. a^,^ ,. der kleineren Geschäftsleute. Beim 2"" ^,b lv""'^» Türk Wünsche bezüglich Schlesiens vor-^ ^ei^ base anch Papiergeld zur Zottzahl""« M"? ^ wc,d.'. Bei Titel «Verzehrungssteuer . „ell ,. Angerer über die Bestrafung der P«"'' ^e v ^ salben infolge nicht entsprechender Veley^ -^ MU^j weinvorrathe nicht rechtzeitig oder "nr>" ^ do!^ haben, Nabergoj machte darauf ausm^ ^ matien, tritt das Maximum der Conceptionen schon im April hervor, wogegen sich das Minimnm derselben bis October, theilweise auch bis November verzögert. In Ost'Europa gestalten sich die Verhältnisse etwas anders, wobei allerdings das Iulianische Kalenderjahr mit in Rechnung gezogen werden muss; das Maximum der Conceptionen fällt hier alls den April, eine weitere Stei» gerunq über den Mittelwert tritt dann noch im Jänner und October, theilweise im Mai ein, während das Minimum derselben im März, theilweise im August erscheint. Die Schwankungen der Mittelzahl, welche sich in dem Abstände des Maximums vom Minimnm aus' drücken, nehmen übrigens in Ost-Europa einen stärkeren Verlauf (0-37) als' in West-Europa (0-168); hier finden sich die größten Schwankungen im südlichen Theile von Europa, in Spanien, Süd-Italien, auf den italienischen Inseln, in Dalmatien, Griechenland und in den BalkuN'Ländern, während sich die geringsten Schwankungen in Mittel.Europa, namentlich in den deutschen Staaten, zeigen. Bei den noch theilweise im Naturzustande lebenden Völkern dürften übrigens diese Schwankungen jene in Europa weit übertreffen. Auf der anderen Hemisphäre, z. B. in Süd-Amerika, von woher dem Verfasser Daten nur aus Chile und Buenos-Ayies zur Verfügung gestanden haben, äußern sich diese Erscheinungen in geradezu entgegengesetzter Weise, während der Norden Amerika's eine Uebereinstimmung mit den europäischen Verhältnissen anf< weist. Im allgemeinen lässt sich sagen, was physiologisch evident begründet ist, dass dem Maximum der Conceptionen der tiefste Stand der Graviden und dem Minimum der Conceptionen der höchste Stand der Graviden vorangehe, sowie auf das Maximum der Geburten das Minimum der Graviden und au das Minimum der ersteren das Maximum der letzteren folgen muss. Die dargelegten Verhältnisse haben im Verlaufe der Zeiten nur geringe Aenderungen erlitten. In Schweden sind sie seit 130 Jahren, in Frankreich und Piemont seit 50 Jahren nahezu constant geblieben, und auch in Oesterreich zeigen sich dieselben seit neunzig Jahren im allgemeinen gleichartig, nur mit dem Unter» schiede, dass die vordem während der Fasten» und Advenizeit selteneren Verehelichungen die Depression der Zahlenwerte im März während des vorigen Jahr« Hunderts stärker erscheinen ließen, als sie dermalen ist. Die uneheliche Propagation zeigt gegenüber der ehelichen eine etwas verschiedene Bewegung. Wir finden hier ein viel entschiedeneres Maximum der Conceptionen im Mai, dann allmähliche Senknng bis zum Minimum im November und dann wieder allmähliches Steigen bis zum Mai. Die Abweichungen von der Mittelzahl treten hier verstärkt auf; während bei den ehelichen Geburten die Differenz von Maximum uud Minimum nur 0-16 betrug, steigt dieselbe bei den unehelichen Geburten auf 0-28. Was ferner die Todtgeburten (inclusive Fehlgeburten) betrifft, so kann bei Betrachtung derselben nach Monaten nur das Verhältnis zu den Geburteu überhaupt als maßgebend angenommen werden. Die Untersuchungen hierüber beruhen aber auf sehr un» sicherer Basis. Die Maximalgrenze erreichen die Todt« geburten in den Monaten December nnd Jänner, theil» weise noch bis in den Febrnar hinein, wie in Böhmen und Preußen, und die Minimalgrenze innerhalb der Monate Juli bis September. In Beziehung auf das Geschlecht der Gehörnen lässt sich sagen, dass die Sexual-Proportion nach ein. zelnen Monaten großen Schwankungen unterliegt, welche jedoch den Schluss gestatten, dass '" ^ dec^? Maximum« der Geburten ein ger'M h^des ^ heit'der Knaben und Mädchen "MM''" , hältnis vorwaltet, als in der Perlte .' der Geburten. ^en. "^ Welches sind nun aber dle "l^^itl,^,^ es fördern oder hemmend, auf die ^„ ^ ^> Lebenöerscheinungen Einflnss üben ^ ^,, M,^. hat sie in physijche und sociale unterM^ zF'M' auch den religiösen Einflüssen "M " ^ ^F Ohne dass eine strenge Isolierung mog^,^^ wiegen bald die einen, bald die « MW Autoren betrachten etwas einseitig o^^ ^F flüsse, und zwar vornehmlich d,e ""'? ^ s ht nahe allein wirksam. Wir können °f sich -^/ den Einwirkungen der äußeren Nat" ^f,,. S^ nationale und sociale Charakter der follW^" tend mache nnd nach und nach ""«,^""9 "M, Cnlturentwicklung immer mehr an Ve ^sj"l'>,z Zweifelhaft ist es, ob m d" ^ F h Ländern mit katholischer ^ gegenwärtig noch einen merllic^, ^i,,, ^ Gwße der Conceptionen äußert. heM^M Ca^vals tritt nirgends "/s«'^^ den Niederlanden und in Italien "^ ^H maßen bei den «nchelichen Gebu^ lich auch in Prenhm bel den/^9 . n» ^^ Unser Antor hat seiner P"bll"^,M^< Gewissenhaftigkeit ein «iches H M^ gegeben, auf das hier n«"^«'''>s<,>'^ deu kann. Aber schon das wen'"/ " ^t""" nügen. um die hohe und "^""9'^"' Verdienst derartiger Arbeiten herv" a 643 5i. April 1889. Dkr 3^n """""' die Brautweinstener doppelt zahle, ^ntlllatk ' """'«te den Vau drr Tauernvahn. Hock gefo^ü ".^ Resolution, worin die Regierung auf-^»lldeinl, ' ^'^ die VetriebseinsteNnng mehrerer !>ent ^ '"""lmereien Kärntens freigewordene Contin-Atlitm», °ch "" ^.triebe stehenden Vlennereien "kochen "^"' Sodann wurde die Verhandlung ^.V P^"""') Unter Vorsitz des Abgeoldneten eine Besttr? '""^ vorg stern im Abgeordneteuhause l>> Anllel^ ?".^ ^"' deutsch böhmischen Abgeordneten ^°Mu2's'/" ^^ ^^ deulsch.liberalen böhmischen scheu Lan^ ^ ^"" den Conselvativen für die böhmi-Die Pi« ?2"°hlen an^hot.nen Compromisses statt. lL°. ." ""be als vertraulich erklärt, tethers slonlertes Gesetz) Das vom Reichs-«itbtheil 2'"'^'seh über die Einführung besonderer ^'n niitll ^H^^^ fllr landwirtschaftliche Vesitznn. HG», ^loße hat die kaiserliche Sanction er< Mit dem Eessio„ de« n ü' Owösterreich da« in der letzten '"pfkM«. "ses beschlossene Institut der Natural. Ü."'onm ^p"^" "l Wirksamkeit. 10lj Verpfleqs. Eleierlnarf V""^ gleichzeitig ihre Thätigkeit. In w ilctivirr« ^'"^ ^s^ln mit den Einleitungen s3tes« 6 dieser Einrichtung begonnen werden. ^ Kreter"?" Consu lä rge b ü ren.) Die "Nb der ll!,s,I c^ gemeinsamen. der österreichischen Negierung zusammengesetzte Mini-°'e 3teso^ ?^' ""'lche einberufen worden war. um k^". hat ^ «s^"lulargebüren in Berathung zu 5 Eochren, - ?^"ten vor kurzem beendet. Der von ' ^en C^l?^^"^ Entwurf, in welchem die be-^°gen w°'^ ^büren "ner ^'»gemäßen Reform '" ^rilchmil. ' '^ """ den competenten Ministerien « (Los?/^< unterbreitet worden, ^ct tvirii'^'u Ungarn.) Wie aus Budapest Mchkn 9.,^' ^ d,e Einbringung einer dem östcr-l° Apache .^ll^be ähnlichen Gcsehesvorlage über >'schm w "b ben Verkauf von Losen seitens der ""iichft^ "^glerung im Reichstage schon in den v !Kr°" ^aen bevor. ^'colar-D^^"?. ^^ Referenten der kroatischen «i °" die >«.!"" unterbreiteten heute den Entwurf ?b- In der ?r"'^' Deputation zu richtenden Nun-2>l'lbe die 7^ ^°!' Pl'"ttationen abgefasst, ent ''^lich dei^ yl. °"'^en Wünsche und Beschwerden K! (Die s,^"chnung«.Modus. «' Oeser^lche Regierung) entsendete über sül ^ttlraäe« .^^''garns " Gemäßheit des Ber. 1> der A« ^ Commission betreffs der Dl.rch. ""d Elfile. ^"l.erut.g des Eisernen Thores an Ort Ü^^chs^^ "ledigte der ^N k' belrN"^ ^"^"" Deballe den § 7 der d?,> "rb r ^'^lters- nnd InvalldtN-Versiche. hü^ ?"zversu^., "^ von der Altersgrenze für ?6 '^3 ^^ der Invalidität 60 ^Lchensias!/«' ?'bner wollten die Bestimmung ^kä^"«e ^ ° m«""'«re''ze. Vebel die des l'ch? ">'d ra s l " ^"icher bekämpfte aber alle <^rde die ^ ^s 70. Lebensjahr ein. Schließ. ^^,......,,,"'^""^"""llis,,- sm>,„l>l bezüglich der Altersgrenze als anch der Bedingungen drr Invalidität. Unfähigkeit zur Erwerbung von etwas weniger als einem Drittel des mittleren Iahresverdienstes, an«! genommen. (Das Manifest Bou langers) wurde vorgestern um 2 Uhr morgens aus Brüssel nach Paris! telephoniert. Nichtsdestoweniger fahren einige bonlan- > gistische Journale fort. die Abreise des Generals zu leugnen. Der zurückgetretene Generalprocurator Boucher, hatte Aoulanger mitgetheilt, die Regierung besitze gra-vierende Documcnte. aus welchen erhellt, dass versucht werde, die Armee im boulangistischen Sinne zu beeinflussen, und aus denen geheime Beziehungen der! Boulangisten zu fremden Mächten nachgewiesen werden können. Allgemein glaubt man, Voulangers Prestige sei dnrch diese Flucht zerstört. (Russische Schule in Constant,'nop el.) Auf Kosten der russischen Regierung soll in Constan. tinopel ein russisches Bildnngs-Institut errichtet werden, an welchem junge Leute aus den Valkanländcrn unter der Aufsicht der dortigen nlssischen Botschaft ihre Stu« dien machen sollen. (Herzog Adolf von Nassau) wird im Laufe drr nächsten Woche die Regentschaft von Luxem' bürg antreten. Ein Beamter seines Hofstaates weilt bereits in Luxemburg, um die Einrichtung des dortigen Palais vorzunehmen. (Amerikanische Kriegsschiffe vor Samoa.) Die Kriegsschiffe «Iroquois», gegenwärtig vor Maiö-Islaud. uud «Pensacolo» in Norfolk erhielten den Befehl, sich zum Abgänge nach Samoa bereit zu halt»». Tagesnemgleiten. Se. Majestät der Kaiser haben, wie die «Brünnrr Zeitung» meldet, dem Vereine vom heiligen Vincenz von Panl in Brunn einen Oründungsbeitrag von 5()0 st. zn spenden geruht. Se. Majestät der Kaiser habeu. wie der «Bote für Tirol und Vorarlberg» meldet, der Ge-meinde Hopfgartcn zum Baue eines Spitales, beziehungsweise Armenversorgungshauses, 300 fl. zu spenden geruht. — (Kronprinzessin.Witwe Stefanie.) Wie aus Miramar gemeldet wird, haben Königin Henri ette von Belgien und Prinzessin Elemen-tine ihre Reise nach Miramar verschoben. Es waren bereits alle Vorbereitungen zum Empfange der Gäste getroffen. Wie es heißt, hat die Königin Henriette infolge eines Unwohlseins ihres Gemahls die Reise nach Mi» ramar nicht angetreten. Kronprinzessin-Witwe Stefanie, welche ursprünglich die Absicht hatte, um die Mitte dieses Monats von Miramar aus nach Larenburg zum Som« merausenthalt zu übersiedeln, dürfte wahrscheinlich erst nach den Osterfeiertagen im Laxenburger Schlosse Aufenthalt nehmen. — (Waldbrand.) Wie aus Cilli geschrieben wird, entstand am 20. v. M. oberhalb der außer Betrieb stehenden Farbenfabrik nächst Hrastmg, in St. Georgen, im Walde des dortigen Realitätenbesitzers Anton Urbeiß aus Fahrlässigkeit durch Wegwerfen brennender Zündhölzchen ein Waldbrand, wobei eine Fläche von circa einem Joch abbrannte. Eine Weilerverbreitung des Feuers wurde von dem Eigenthümer und seinem Dienstpersonale ! verhindert. ! — (Gigerl.Mode.) Unter den Wiener Gigerln herrscht große Aufregung. Einer von ihnen hat nämlich !eine Modenerfindung gemacht, die gewiss auch bei dem gewöhnlichen Männervolle Bewunderung hervorrufen dürfte. Der Herr, dessen Name die Weltgeschichte vorder« Hand noch verschweigt, ersann nämlich Handschuhe, welche 'an der Oberseite statt der üblichen Tambourierung das große Monogramm des Besitzers tragen. Dieses Monogramm ist stets in einer Farbe gewählt, die sich von der Handschuh-Nuance kräftig abhebt, zum Beispiel Dunkel» braun auf Helldrap, Schwarz auf Taubengrau zc. Die Monogramme sind zwischen drei und fünf Centimeter lang, doch nicht breit gehalten, da hierdurch die Hand plump aussehen würde. Sie sind in Relief gestickt und sehen recht originell aus. — (Ueberschwemmung in Russisch. Polen.) Wie aus Warschau berichtet wird, nimmt die Ueberschwemmung in Russisch'Polen immer größere Dimen» sionen an. Die Weichselstuten haben zahlreiche Vrücken fortgerissen und in den Ufergemeinden große Verheerungen angerichtet. Viele Häuser sind dem Einstürze nahe, die Bewohner mussten delogiert werden. — (Die Lloyd - Arsenalarbeiter) in Trieft verharren in ihrer renitenten Haltung gegen den Verwllltungsrathsbeschluss bezüglich der Verlängerung der Arbeitszeit und verließen vorgestern abends wieder demonstrativ, doch in größter Ordnung, um die Zeit des gewöhnlichen Arbeitsschlusses die Arbeit. Nachdem die Arbeiter durch gütiges Zureden zum Gehorsam ermähnt worden waren, erfolgte nun eine Emanation des Ver« waltungsrathes, welche den Arbeitern für den Fall ber Besserung der Lloyd-Verhältnisse eine Berücksichtigung ihrer Interessen in Aussicht stellt, dieselben jedoch mit aller Energie zum Gehorsam mahnt, widrigenfalls die renitenten Arbeiter als entlassen zu betrachten seien. Eventuell würde sogar die Schließung des Arsenals erfolgen. — (Eine Uhr für 1000 Gulden.) Der Fürstin Windischgrätz ist Montag auf einem Spazier» gange durch den Wiener Stadlpark ihre goldene, mit Perlen und Brillanten besetzte und mit dem fürstlichen Wappen gefchmückte Remontoiruhr abhanden gekommen. Die Uhr repräsentiert einen Wert von über 1000 fl, Zwei defect gekleidete Vursche im Alter von etwa 15 Jahren sind verdächtig, sich biefe Uhr angeeignet zu haben. — (Von der Wiener Universität.) Zum Rector der Wiener Universität wurde anstatt Sueh Professor Dr. Victor Lang gewählt. — (Heira tsantrag) Herr Mayer zu Fräulein Maier: «Mein Fräulein, wollten Sie sich vielleicht künftig gerne mit y schreiben?» Local- und Provinzial-Nachnchten. Aus der Handelslammer. IV. VIII. Herr Kammerralh Johann Vaumgartner berichtete im Nimen der Section, dass die Handels» und Eewcrbrkammer in Reichenberg der Kammer eine Pltition an das hohe Abgeordnetenhaus um Abände> u, tl" ^ NaHblüll Verbote». "'" °us k^'" ""ö Feiöen. "°"ier Gesellschaft von F. du »oisgobeh. ">ich'^N. im M ^3°"^mg.) 5< "widerte dU".^"' ich bin es, der Sie todten ^M,.""gezeiater « ^' '"""" S^ es nicht etwa 9«^' > S e ^7 !°lwn. meine Ndlesse zu ''"d.>the. dass K- ^ "^ nach der Ihren, weil 'Ick ^'e Überall und nirgends zu Hause ^n">" ^ I« war in Eng> >"i5"'"leidm """^ehrt und. wie Sie sehen, '^eh^W^ rn, doch mietete ich bereits von z<^- Heine V' "clche ich vor meiner Abreise l^he ,""en. Y.Mu wird Ihnen die Adresse an« !>E?"i "einer"^ ""de ich morgen in aller 5" Ihnen senden; nun 5" U'"' UN, n ^dl'ch. mich in Ruhe zn lasscn. '^ei,/ ""zigk S? ä" unterhalten, und möchte nicht »,' ^äk '" 'Romeo und Julia' ver- ber n!^v sein dhii 3l^wi,d1^i^^" Worte war Graf Listrac «^er °> H ""s Aals näher an die 2o. i^Ni'"2 ez s^ noch ,mmcr nur angelehnt war. 3 iH>r der ^" ^t. schlüpfte er hinein. i> da ^.st. ihm ^zuschlagend Dieser halte U ^piel ncch,n^"tllrzen, beherrschte sich aber, k«>z°gm?lde ^^" ne^„, ^m^ Anfang, und "'"ca Mont.'s Aufmerksamkeit anf > e lliger. ^^" Interesse der Künstlerin war senden'"" -sich einstweilen damit be° aeMfelgt zu haben. Was aber sollte er der Aermsten sagen, die ihn ausgeschickt hatte, um genaue Gewissheit über das zu erlangen, was ihn jetzt m einen Zweikampf verwobcn hatte? Theilte er ihr mit. dafs Llstrac sich in der Loge mit ihrer Rl-valin befinde, so hieß dies nnbcdingt sie todten; w,e aber konnte er es ihr verschweigen. Hatte der Elende sich auch noch bis jetzt verborgen, so würde er sich doch nun zweifelsohne zeigen, um sich an semem un-glücklichen Opfer für die empfangene, wohlverdiente Züchtigung zu rächen. Bianca aber. welche bald auf dle Scene treten musste, würde ihn nnr zu rasch entdecken, und lehrte sie in die Coulisse zurück, so blirb d'Artige nichts übrig, als ihr das Resultat seiner Nachforschungen und dessen Folgen mitzutheilen. , _, Bis dahin that er indes entschieden am besten daran, im Theater selbst zn verweilen und nicht hinter die Coulissen zurückzukehren. Andrea wurde stch e,ne zeitlang auch allein zu schützen wissen, er aber konnte Chantäl aufsuchen, ihm das Stallgehabte mittheilen nnd ihn bitten, sein Secundant zu sein. Nur zu bald hatte er den Schmerz, seme bösesten Vorahnungen eintreffen zu feheu. . Der verhafste Listrac saß ganz vorn m der Loge der Baronin Benserrade. Moulieres stand nut mlzusrie. denem Gesicht hinter beiden; es war nicht unschwer zu erkennen, dass er das Ben.hmcn des Grafen tadle, aber er tonnte den Scandal nicht mehr hintertreiben; aus den g.genüberliegenden Logen und Sperrsitzen richteten sich schon zahlreiche Lorgnetten und Operngucker aus das sensationelle Paar. . , .. «,.., D'Artige wagte kaum, seine Blicke auf dle Bühne zu richten, als er es aber doch endlich that ward,ym eine angenehme Ueberraschnng. In der Aufregung, in welcher er sich befand, hatte er vergessen, wie im zweiten Acte die Stellung auf der Bühne sei und dass die Position, welche Bianca Monti einzunehmen hatte, sich ganz links befand. Die Loge der Baronin Venserrade befand sich auf der gleichen Seite und konnte folglich von der die Julia darstellenden Künstlerin nicht gesehen werden. D'Artige entsann sich genau ber fünf Scenen diefes kurzen Actes. Julia erfcheint zuerst auf dem Galkon, unter dem Romeo seine Arie singt, freilich verlässt sie dann langsam das Haus und tritt einige Schritte vor. kehrt aber so eilig in das Haus zurück, dass immerhin zu hoffen stand, Bianca Monti werde in diesem Momente ihren Gatten nicht sehen. Es war immerhin ein Act gewonnen; im drit» ten hatte Julia nur kurz zu erscheinen, um in der halbdnnklen Zelle des Bruders Lorenz Romeo zu heiraten. Alles verlief, wie d'Artige es gehofft hatte. Bianca Monti fang mit solcher Meisterschaft, dass ihr ein geradezu frenetischer Applaus zutheil wurde. «Wenn man sie nur nicht nach dem Actschlusse rnft.» dachte d'Artige, «sie wäre dann gezwungen, bis vor den Sousflerlasten zu treten, und alles könnte ver- lore» sein.» ^. -c^ Der Vorhang rauschte nieder ohne zeden Zwlschen- fall. nnd d'Arlige fchickte sich nun an, Chantals hab. haft zu werden. Diefer halte ihn bereits gesehen und kam sofort auf ihn zu. «Er ist da!» flüsterte d'Nrtige ihm zu. «Ich weiß es.» entgegnete Chantal, «ich habe aber auch bemerkt, dass seine Frau sich nicht allzuviel um seine Anwesenheit zu kümmern scheint.» (Fortsetzung solgt.) Laidacher Zeitung Nl. 78. 644 Ü.ApnN^. rung der §§ 13 und 28. dann der §ß 27. Alima 1 und 40, Punkt 2. des Gesetze« vom 30. März 1888. R. O. Vl. Nr. 33, betreffend die Krankenversicherung der Arbeiter, sowie eine Abschrift des in dieser Sache an das hohe Handelsministerium erstatteten Berichtes mit dem Ersuchen übermittelte, die Kammer wolle die von der Schwesterkammer unternommenen Schritte in der geeignet scheinenden Weise unterstützen. Aus obiger Petition an das hohe Abgeordnetenhaus wird Nach' stehendes hervorgehoben: Das Gesetz vom 30. März 1888. R. G. Bl. Nr. 33. enthält in den H§ 13 und 28 die Bestimmung, dass den aus d^r Cass.', beziehungsweise aus der Arbeit ausscheidenden Arbeitern der itMN nach dem vorgeschriebenen Ausmittlungsmodus zukommende Antheil am Rescrvefonde jener Kranlencasse. welcher sie bislang ang'hörten, überwiesen oder vielmehr für sie an jene Kranlencasse bezahlt werden solle, deren Mit-gliedschaft sie durch Eintritt in eine andere Arbeit erworben. Nach den «Amtlichen Nachrichten des k. l. Ministeriums des Innern, betreffend die Unfallversicherung und die Krankenversicherung der Arbeiter», und den Normalstatuten für Bezirks- und Betriebs - Krankn« caff?« wird nicht bloß über Neservefonde der nach dem Gesche muellichteten Krankencassen disponiert, d. h. über jene Fonde, welche vom Tage der Wirksamkeit des neuen Gesetzes zu bilden sind, nein, das Gesch soll rückwirken und danach über die Reservefonde alt» bestehender Krankencasstn verfügt werden. Das alteriert nicht bloß erworbene Rechte, es verstößt auch gegen die Grundprincipien der Billigkeit, indem ganz übelsehen wird, das« die für ähnliche Maßnahmen unbedingt erforderliche Voraussetzung, eine wirkliche Reciprocität, vollständig fehlt; es widerspricht endlich der Bestimmung des Reservefondes als solchem. Dazu kommt, dass viele und gerade die größten be< stehenden Fabriks-Krankencassen zugleich Pensions- und Plovisionscassen sind; wie soll nun zwischen dem zu dem einen und dem andern Zwecke bestimmten Vcr» mögen, beziehungsweise Reservefonde, untetschieden werden? Mit welch m Rechte will man die zu bestimmt umschriebenen Zwecken angesammelten und gewidmeten Capitalien ihrer Bestimmung entziehen und den Bestimmungen des neuen Gesetzes über die Ve, Wendung des Reservefondes unterwerfen? Gewisse Industrien, welche nur in seltenen Fällen in die Lage kommen, ältere Arbeiter aufzunehmen, deren Arbeiterstand sich beinahe ausschließlich aus jugendlichen Personen rekrutirrt, welche nach Erlangung einer voll» kommenen manuellen Tüchtigkeit ihre L^hlwrrkstatte vet lassen, um bei Unternehmungen in Arbeit zu treten, die an und sür sich einen höheren Anspruch auf Arbeit«-tüchtigtVit zu machen gezwungen sind und diese auch besstr müssen entlohnen können, — solchen Industrien wäre bei Ueberweisurg der Reserve Antheile eine Kräftigung des Reservefondes ihrer Betricbtkrankencassen a/radezu unmöglich gemacht; denn sie hätten das Wenige, das überhaupt vorhanden ist, immer nur zu überwrisen, während sie nichts überwiesen bekommen. Fabriken, welche infolge misilicher Geschäftsconjimcturen zu temporären zahlreichen Arbcitercntlassungen gezwungen sind. müssten mit einem Schlage einen großen Theil des angesammelten Reservefondcs ihrer Betriebs-krankencassen hergeben, und solche ältere Fabriken, die bereits einen anständigen Reservefond besitzen und infolge eines Unglückes, beispielsweise eines Brandes, den Betrieb durch längere Zeit nicht aufnehmen können, würden den Reservefond beinahe ganz verlieren und. wenn die früheren Arbeiter nach Wiederherstellung der Fabrik ihre Heimat und die alte Arbeit wieder aufsuchen, was ja gewöhnlich geschieht, so können sie von jenen Reservefondantheilen, die sie mitgenommen haben, nur Bruchthrile wieder zurückbringen, da die neu errichteten Kranlencassen — wenigstens bei vielen Indu-stliebranchen — eine sehr lange Reihe von Jahren brauchen werden, ehe sie anbetrachts der hohen gesetz« lichen Leistungen einen angemessenen Reservefond an« zusammeln imstande sein werden, bei denen also der Procentsah dcs Reservcfondantheiles ein sehr niedriger ist und daher der Betrag des Antheiles selbst bei mehrmaligem Arbeitswechsei immer kleiner werden muss. — (Aus dem Reichsrathe.) Das Abgcord« netenhaus setzte gestern die Debatte über den Etat des Finanzministeriums fort. Angesichts der Schwerfällissleit der Verhandlungen ist bereits die Hoffnung geschwunden, vor Ostern außer dem Staatsvoranschlage noch mehrere andere Vorlagen der Erledigung zugeführt zu sehen. Das Abgeordnetenhaus wird noch vor Beginn der Osterferien den neuen § 14 des Wehrgesetzes seiner Veschlussfassung unterziehen. Damit dürften aber auch die Leistungen drs Parlaments vor den Ferien erschöpft sein. — (Chronik der Diöcese.) Herr Ignaz Vranciö wurde zum Pfarrer in Kolovrat, Herr Johann Saselj zum Pfarrer in Adleschitsch ernannt. — (Dramatischer Verein.) Der slovenische dramatische Verein in Laibach hielt diesertage seine diesjährige Generalversammlung ab. Wie wir dem Berichte des Cassiers Herrn Dr. Stare' entnehmen, betrugen die l Einnahmen des Vereines im vergangenen Jahre 6220 fl.! 26 kr., die Ausgaben 6290 fl. 26 kr.; es ergibt sich sonach ein Deficit von 70 fl. Das Präliminare für das laufende Vereinsjahr weist hingegen ein Deficit von 620 fl. auf. In den Ausschuss wurden gewählt die Herren: Dr. I. Tavcar (Präsident), Dr. Ritter von Bleiweis-Trsteniski, Franz Drenik, Ivan Hribar. Peregrin Kajzel, Franz Levec, Johann Murn.ik. Lucas Pintar, Max Pletersnik. Johann Zeleznikar, Dr. I. Stare und Anton Trstenjal. Den Herren Regisseur Borötnil, Ka» pellmeistcr Prof. Gerbic und Cassier Dr. Starö wurde für ihre ersprießliche Thätigkeit der Dank der Ver« sammlung ausgesprochen. — (Zum Gesetze über die Kranken» cassen.) Es wird seitens der Industrie-Beamten viel» fach gewünscht, ihre nach dem Gesetze erforderliche Krankenversicherung nicht bei den Bezirks-Kranlencassen, sondern bei einem staatlich concessionierten Privatinstitulr zu nehmen. Wir werden aufmerksam gemacht, dass der erste allgemeine Veamteoverein in Wien neben der Lebensversicherung auch die Krankenversicherung betreibt und dass daher dem Versicherungsbedürfnisse dortselbst Rechnung getragen werden kann. — (Vom Ursulinnen-Convent.) Zur Oberin des hiesigen Ursulinnen - Conventes wurde für die Dauer von drei Jahren gestern abermals die ehrwürdige Mater Antonia Murgel gewählt. Vor dem Wahlacte wurde von Sr. Excellenz dem Fürstbischöfe Dr. Missia eine heil. Messe celebriert. — (Todesfall) Vorgestern abends ist in Wien der Militärpfarrer und Ehrendomherr von Laibach Herr Nikolaus Z i tz nach kurzer Krankheit im Aller von 66 Iah« ren gestorben. — (Kammermusik-Abend.) Sonntag, den 7. April, abends 7 Uhr findet im landschaftlichen Re-doutensaalc der vierte Kammermusik-Abend der Herren: Hans Gerstner, Violine; Gustav Moravec, Viola; Karl Lasner, Violoncell; Josef Zöhrer, Pianoforte , unter gütiger Mitwirkung der Frau Marie Mühl -eisen, Pianoforte, statt. Das Programm wurde wie folgt festgestellt: 1.) Niels W. Gade: Trio für Pianoforte, Violine und Violoncell; 0p. 41 in I''-äur. (^.Iloxw am-mata, ^.lio^ro molto vivaco, ^näanlino — ^.Iloßi« eon luoeo.) Pianoforte: Frau Marie Mühleisen. 2.) Ludwig van Beethoven: Trio fü> Violine, Viola und Vio» loncell; 0p. 9 in tt-äui'. (^äHßio, — ^llossro cou Iirio, ^Mssio cantadilo, 8«tior2o, I'ronto.) 3.) Johannes Brahms: Quartett für Pianoforte, Violine, Viola und Violoncell; 0p. 25 ill tt-M«1I. (^.Ilo^w, Int0l-M0220 ^!l0ss!N Ml »on troppoj, ^.lläanto oon mow, liondo »Ilil /inxarono ll'508w^.) Pianoforte: Herr Josef Iöhrer. — Entrie für Nicht Abonnenten an der Cafse per Person 1 fl. — (Ein kritischer T a g.) Der furchtbare Orlan, welcher den deutschen und amerikanischen Schiffen im Hafen von Apia so verhängnisvoll geworden ist, fiel mit einem der von Rudolf Falb für das Jahr 1889 angelündig. ten «kritischen Tage» zusammen. Der Orkan, der sich über einen großen Theil von Polynesien erstreckte, brach bekanntlich am 16. März abends aus und wüthete den 17. hindurch bis zum 18. März. Gerade der 17. März ist aber von Falb als ein «kritischer Tag» erster Ordnung bezeichnet worden, und er bekundete diesen Charakter auch noch durch andere ihn begleitende meteorologische Ereignisse. Nachdem am 15. in Rom ein Hagelschauer niedergegangen, siel am 16. dort und in Neapel Schnee in so bedeutender Menge, wie er seit zehn Jahren nicht dagewesen; alle höheren Berge waren mit Schnee bedeckt. — (Circus Richter.) Auf dem Kaiser.Iosefs Platze in Laibach gibt seit einigen Tagen der Circus Richter Vorstellungen, welche sich seitens des Publicums großen Beifalls erfreuen. — (Familien . Abend.) Der hiesige Turn» verein «Sokol» veranstaltet morgen abends im Saale der Laibacher Citalnica einen Familien-Abend unter Mitwirkung der Militär-Musikkapelle, des Fräuleins Zvonar und eines Sängerquartetts. Als Ordner fungieren die Herren Dr. Hudnil und V. Zupanec. Beginn um 8 Uhr abends. — (Gemeindewahl.) Bei der Neuwahl des Gemeindevorstandes der Ortsgemeinde Wisterschiza im politischen Bezirke Stein wurden gewählt, und zwar zum Gemeindevorsteher der Grundbesitzer Primus Dobovsel aus Wisterschiza, zu Gemeinderäthcn Franz Zamljen aus Wisterschiza und Alois Äalantic aus Praftretno»Zakal. — (Aus Stein.) Die Citalnica in Stein veranstaltet am kommenden Sonntag eine dramatische Vor« sttllung. Zur Aufführung gelangt das Schauspiel «^l^orin 1)i2Fo»wv». Nach der Vorstellung freie Unterhaltung. Beginn um halb 8 Uhr abends. — (Das Damen-Quartett Tschampa,) welches in der letzten Zeit mit großem Erfolge in Königsberg, Braunschweig, Wiesbaden und Frankfurt gesungen, hat seine d^swmteriiche Tournee von mehr als fünfzig Concerten mit einem höchst erfolgreichen Concert in Köln beschlossen. — (Neger-Concert.) Eine Gesellschaft von Negern aus Kamerun und dem Congogebiet veranstaltet --------------------------------------------------—^inüM in den nächsten Tagen auf der Durchreist '' ^ einen Musik- und Gesangsabend. Näheres ve,°» — (Selbstmord eines Soldol ' ^ 21jährige Infanterist Kollenz der 12, E°"^ ^' 87. Infanterie-Regimentes in Trieft hat pcy " ° ^. nachmittags um 4 Uhr in der Kaserne >n M tels eines Gewehrschusses entl»^ ^«-^ Neueste Post. ^, Original-Telegramme der «Laibachl ^ Wien, 4. April. Se. Majestät der Ka'1" ^ nachmittags die Ausstellung im Künstlerha"'^ ^ ;i Herrenhauecomite- nahm die und 49. conform den Beschlüssen des M's,aN!.,.sz ht»^ Paris, 4. April. Der Ministerrath bk!^,^ von der Kammer die Ermächtigung M des Generals Voulanger zn verlangen. ^ ^ Paris, 4. April. In der Kammer "'"^ Regierung das Verlangen um Auslieferung ^«», rals Boulanger ein. Die Anklageschrift '"v Olle" den gegen Verschwörungen und Mentale »M Artikel des Strafgesetzes. Die Kammerblire«"^ ,,,g ^ sofort eine Commifsion. welche die A"»l'' ^ ^ antragte. Die Kammer genehmigte d'e^o ^M gegen 230 Stimmen. Im Laufe der Sltz" "^^ zahlreiche Tumultfcenen statt. Die Ur und der Prinzessin Heinrich von Vattentmu Windsor eingetroffen. . vel« Bukarest, 4. April. Das Amtsblatt .^zM ein Decret. wonach Prinz Ferdinand von" ^ nunmehr den Titel «Königliche Hohen, >p mänien» führt. , .. fa"^ .A Athen, 4. April. Gestern abend« V,^ heftige Erdbebn, statt. Es herrscht lebyaf^^ M^wUMiches. L 3ail>ach. Z. April. Auf dem hcutigr" ^u „n° nen: 7 Wagen mit Getreide, 5 Wagen M" " 14 Wagen und 2 Schiffe mit Holz. Durchschnitts'P^e^^, «l'!lr, n,!li, «silo. ' "8"'^ Weizen pr. Hellolit. 5 85 6M Vutter prH . ^ «^ Korn . 4 71 4«5Eier pr. Slua ^ v Gerste . 4 8? 4W M^ch pr. "l' l^^^ Hafer . 2 W 2 95 Rindfleisch t"- . ^^ Hllllisrnch» .-------5W Kall.flc'sch H , ^^ Heiden . 4 6? 4 65 Schwe'ncsiH . ^A^ Hirse . 4 87 4 45 Sch0P cnst"^ - ^^ K'uluruz » 4 45 5 15 Händel pr-"^ ^h^. Erdäpfel 100 Kilo 2 67-------tauben ^. . ^^ Linsen pr. Heltolit, 12-----------Heu pr- ^ . ^ ^ Lrbsen . 13-----------Stroh , pc. 70 ^ Fisolen . 11-----------Holz, h""A<,ftel ß Rindsfchmalz Kilo -94------ .<,,, , ^> °, Schweineschmalz. -70-- ^ welch 1' A ^^^ Speck, frisch, . -54-------Wein.rot^ . ^^ -g räuchert. -70-- --^veM^^ Angelommeue Fremor- , Am A.April, ^r^ «iL Hotel Stadt Wie«. Linle, Neingrnber. ^ ^,b ^,. lm.ic. Kaufleute; Haas. t. l. Beamter, "^ Ocl^r ^ Hotel Elefant. Harrer, Kaufm., Tuest. ^ «W' aebauer. Wien. — Menzel. Ksm-, "p"v- ^^ lin. - Legat. Pfarrer. Lipiza. TciH^^ Hotel «airischer Hof. Schinarda^CaPNa^^-^ Verstorbene. ^ Im SP'lale: .^, Den I.April. Ialob Dolinsel, «,MM Marasmus. heiter, ^I„ " Den 2. April. Franz 3er.°H^li''. '' ^X tuberculofe. - Mosalm Milai, BescherS" fiebcr. ^_______?l Lottoziehung vom ^ "^ H^ Vrünn: 75 7 ^^-^W^ Mcteorologilche BeoMtMeN^-^ ___________ H 4.2 .N. ! 725 1 10-4 SW.N'^ ^M >, l' 9 . Ab. ! ?25 ,-Ps^ ' - bN sl. 18,- l«2... ^LeN«^^ ' ' "4- 154 80 >!«, Mn Priori^ «^ ' ' ^" 25 ,45 75 u°, «'"«Ml g«t "'" ,^ . 99 «o 10«5 5"/.. steirische...... 104 75 —'— 5°/o lroalischs »»d slavonische . WÜ — — - 5°/„ sirbenlüllnische , , . . IN« 95 105 25 5"/„ Tsnisssr Bnnal .... lN4 95. l<>5 ÜÜ 5«/n »»narlschr...... l«4'9li »05L5 Andere öffcntl. Anlchen. Donau No«, llose :>"/„ U«' si. . <2 dtn. «nlrihe 1«7« . . >N«.?5 l«7i!.'> «»lehen brr Nladt G«rz . . llN — — - «»Ichsil d, Stad»«emcwdc W« - PsHm. AnI. d. Stadlnrm, w!en 14» 5,'» 149 - Vörseilba» «illsh,'!' vrrlo«, l»"/» U!»«» l>« 5« Psaudbriefc (Mr ,s»<» f,.). Vodrnrr, all«, öst. 4°/„ V. . . l« bn «»» — dlo, . 4'/,<>/„. . . ino-el» wl'-- dt°. » 4«/,, . , . SN'40 9» !»!' d»o. Pram, Kchxldvsrlchr. 8°/„ 1l<> — llO b« Orst, Hypllthell'nbanl l<)j. 5U"/„ INl — — - Orst, »Ng, Van! vsll, 4'/,"/» . lNL'l>U lN3 — bclto » 4"/,, . . loo-— 10» !>5> dello 5<>jähr. » 4"/,, . . l00 — st.), sssldliianbs Norbval)» l00 s,!1 lNI l«, Valizlschs Karl Lübwig Vahn Vm, I»»l »00 fl. S. 4'/,°/« . 101- - 10l 60 «ilcld Ware Orsterr. Nordwcslbllhn . . , >07'!>0 IN« Slaatsbahn....... llw — z!0>> 5U Tildbah» ll »"/,...... 145 <>u 14« lid » i^ 5>"/ ..... 12L—1li3" Unn,'galiz. Vahn..... iou^lüi'10 Diverse Lose (per Stuck). Vrebitlose l<><» fl...... ^»z, ^5« «llarl, iiolc 4» fl...... s,45<> «,5 z» 4"/,, Do»a» Danipssch. l<»0 fl. . 14« .- 14» — Lalbacher Präm, Äxleh. »(» fl. 27 75 i!» Lb Osroer !iul>> 4« fl..... s,z ^.. ,,« _. Palffl» Uul.' 40 ft...... EalmLose 40 ss...... «7^» 3!, Veiw!« Lose 40 fi. . . . g«'bl> «7 .- Waldsttil, Luse ll0 si..... 4«.75 29" Ü0 «lrol. Aus«, f, Hnnd, !,, , 1N0fi. L9« 50 ^!» - «irrdillillill, Mil«, unn, 200 fi. . 303 50 304 — Deposl!e»l>a»l, All«. 200 fi. . 1X7 — 1«» - Escompll» <»es,,Ädrüst. l,00 fi, . 544'— 549 — Vir« u.Vasseiw., Wiener»00fi. 19«—»00 ~ hypothelenb.vst. 200st. Lb°/«. e»— «3 — «eld war, Länberbanl, dst, «<«! fi, <». . . 237'Lt, L37 75 0eNerr.unssllr. Äai^ 600 fi. . 893 - »95 - Unionbanl »00 fi...... llL? t»l» 2»»'— Vcrlehrsbanl, Nll». l40 fi. . . 15» — I«0 . Actien von Transport-Unternehmungen. (per Cluck). Nlbrech» Vahn 200 ss. Sillier . 55'— 50 — «Isold ssiumau, Bahn 200 st, E, 197 50 198 - V»hm, «iordbllh!! 15.0fl. . . . »08 75 »07 2.', . Wrstbahn li<»0 fl,. . . 33« — »37 — «uschtiehrader fl. L. l<«'5!, :94'50 T>,,x Aubeill,, ltis, Ä, !l«« fl. L, 47« - 4»0 -Ferdinand« Nordli. 1000 ss.IM, »H95 »!>«0 Oal, Larl L»dw, B. 2W st, CM. L)" — »«» ^5 Leml>, Lzernow. - Iassy. Eisen- bahn Vesellsch, 20t» fl. S. . . 237 — «3»' ^ Lloyb,üst,'!Mg,Iriesl500st. «.) 47 75 47 <,"