Deutsche Macht (Krüher „Oissier Zeitung"). •rifttlm jede» »«»»erst», ml G»»»I»« mott»! »»» tofict fgi ItM mU A»ft«Il»»g in* H,»« m.iutltt fl. —.SS. SMiUljltrig R. 1.5«. daldjilhri» fl. 3.—. gntt«rt«li»tzri, t l.M, h»Ii>avr<< ß. 1.JO, |«tij]i)rkf #• *M. Die ein|«Iae fhiiRaut 7 h. Zikrile »ach Ian<; bei «firm WrtderholiiHsltn «»nprechkitdt, Rabatt. S»»i»ilrl« »«hm«» 3nf«t«t« füx u*kt Blatt »Bf ixti«utcat>c» ■H*muf|Kluia»n M Z»- un» •»flau*«« ». RtMctio» $mrn|. ». »miitnratla» Hn»«»>. t. Spr«chilu»d«» M *«botl««H «glich, mit Huiaofem« »« G»»»- »rd frcirrtag«, «»» »12 llh« fit- »»» 9—« Stt N»ch«itt»g«. - StcctanatU»«» Mttaftri. — Wonutcritt« ixrdrn nicht iutUtf«H«nbtt. — Rnaname Z»lntb»»gc« »ichl dnii »sichtig«!. Nr. 28. Cilli, Sonntag, den k. April 1884. EL Jahrgang. Aas PeutlHthum in Oesterreich. Eine Studie. *) VIII. Bei dem großen Widerstreit der Nationali-täten, der durch die Bemühungen der Versöh-nungSapostel bis zur Kriegsbereitschaft gediehen ist. wie e« daS rücksichtslose Hervorstellen der nationalen Individualität der Gesammtstaats-idee gegenüber beweist, ist eine gute Organisation des G e sammt st a a t e S zwar schwer, jedoch nicht unmöglich. Die Hauptfrage ist die. ob Föderation oder Centralisation die Form ist, die hikdei gewählt werden soll? Was man gewöhnlich unter F ö d e r a-ti o n versteht daS ist in Oesterreich, zumal in der Gegenwart, unmöglich. Diese Föderation ist des Feldgeschrei aller derjenigen Nationali-taten, die den Gesammtstaat in lose, ohnmäch-tige Gruppen auflösen wollen sowie derjenigen alten finsteren Parteien, die den Sturz der Ver-sassung erstreben, also der Feudalen und Cleri-calen. Jede Föderation setzt ein starkes, wenn auch unsichtbares Band voraus, welches alle Glieder eines Volke» umschlingt, und welches gestattet, den Theilen eine große Freiheit zu geben, ohne daß der Staat zerbröckelt. Diese» Band muß überall in bedeutender Stärke vor-Handen sein, möge es in der Nationalität, dem vorzüglichsten Mittel, oder in sehr freien Jnsti-tutioiieu bestehen. Letztere können zum Theil die Nationalität ersetzen, doch nie ganz. Die Schweiz wäre trotz ihrer republikanischen Ein-richtungen längst zerfallen, wenn ihre drei Na» tioiialitäten gleiche Stärke besäßen. In Nord-amerika schützte die Republik vor dem Bürger-kriege nicht. Ebenso entsprang der Krieg von 1866 der söderativen Grundlage des deutschen »1 Bon einem untersteirischen Parteigenossen Bestrafter Keiz. Daß die Dichtung uns das Leben verschönt und erheitert, hat wohl niemand jemals be-stritten. Und weil wir nun in solch einer poeti-(eben Welt aller Sorgen des täglichen Lebens vergessen, so meinen wir wohl, auch der Dichter selbst habe nichts mit diesen zu thun, brauche sich nicht viel um Speisung und Tränkung zu kümmern, sondern lebe von Morgenroth und guten Gedanken. Und so kommt es, daß die Dichter gar oft auf Erden zu kurz kommen, ja daß wohl gar der Geizige meint, sie seien mit dem Besitze ihrer Kunst belohnt genug. Ein solcher Mann war auch der Kalif Tschaser Almansur. Ihm war nichts wider-«artiger, als wenn irgend ein so fahrender Poet vor einem Thron erschien und ihn mit wohl-gesetzten Versen um eine Gabe ansprach. Und doch konnte er den Aernisten so leicht nicht fort-weisen. Denn seine Vorfahren hatten die Dicht-twist in allen ihren Vertretern geschützt und darob Ruhm und Ehre in den Jahrbüchern des Islam davongetragen. Sollte nun Almansurs Name» als der eines schädigen Fürsten hier eingezeichnet werden? Das war auch nicht nach seinem Geschmack. Daher ersann er folgendes: Wenn ihm Gott auch nicht ein freigebiges Herz Bundes. Gerade dieser letztere Krieg beweist überaus schlagend, wie höchst gefährlich eine föderative StaatSeinrichwng werden kann, s o-bald nicht alleGlieder demGesammt-verband mit gleiche «Gefühlen a n-hängen. Die repulikanische StaatSform milden die Gefahr etwas, beseitigt sie aber nie ganz. In Oesterreich könnte, da es an einem gemein-samen nationalen Bande fehlt, daS Gefühl der politischen Nothwendigkeit dieses tinigermassen ersetzen. Allein. daS setzt sehr ge> bildete Völker voraus. Die Deutschen be-greifen dieS, und sie begreifen es in der That vortrefflich wie eS ihr Verhalten gegenüber den Bestrebungen der anderen Nationalitäten offen-kundigmacht. Die Freiheit allein bindet nie, und je tiefer ein Volt in der Cultur steht, desto mehr glaubt eS frei zu sein, wenn es national sein kann. Nur das deufche Volk steht in dieser Richtung so hoch, daß es beide Gottes-guter gleich werth und heilig hält. ES behandelt beide wie zwei verschiedene Dinge, die sich mit einander nicht verwechseln, nicht durcheinander ausdrücken lassen. Die anderen Nationalisten machen auS der Freiheit äugen-blicklich eineWaffe für ihreNatio-nalität. Ihre Freiheit heißt im-mer Unterdrückung der anderen Nationalitäten. Nur die Deutschen fassen die Freiheit ganz anders auf. — Von allen Gründen ist dies der schlagendste, der dafür angeführt werden kann, daß ein freies Oesterreich staatlich auf dem deutschen Ele-ment stehen muß. Die anderenNationalitäten wollen nicht frei, sie wollen national sein; wie könnten sich sonst die Tschechen, Polen, Slove-nen alliiren mit dem Feudaladel und der Geist-lichkeit? Und wie könnten umgekehrt sich die Geistlichkeit und der Feudaladel sorglos alliiren mit den Tschechen trotz ihrer Demagogie und ihrem Freihcitsgeschrei? Ein Graf Martinitz verliehen, so hatte er ihm dafür ein gar wundersames Gedächtniß geschenkt. Alman-sur brauchte etwas nur einmal zu hören, so konnte er es schon auswendig. Ein derartiges Gedächtniß ist zwar eine Seltenheit, wird aber doch öfters angetroffen. Auch am Hofe Al-mansurS gab eS noch andere, die einer gleichen Fähigkeit sich rühmen mochten, wenn sie auch hinter dem Kalifen zurückstanden. Insbesondere besaß dieser eine Sclavin. welche alles behielt, was man ihr zweimal vorgesagt, unter den Officieren seiner Leibwache aber einen jungen Mann, der dasselbe vermochte, aber dreimal dasjenige vernommen haben mußte, was er sich einprägen sollte. Wenn nun ein Dichter vor Almansur er-schien, so sprach der Kalis gar gnädig: „Freund, es gibt nichts Schöneres, als ein gutes Gedicht, und wenn Deins gut ist. so überreiche mir die Handschrift, ich werde sie Dir mit Gold aufwiegen. Aber eS muß auch wirklich DeinS fein. Ihr Dichter stehlt wie die Ra-den. Eure Gedanken und Eure Verse stammen meist schon auS der Vorzeit, und wer ein bischen belesen ist. der kennt daS meiste, was ihr als neu vorbringt. Was thu' ich mit sol-chen Dichtern? Wozu sollt' ich denn ihre Gedichte mit Gold aufwiegen 7 Sie thäten Hand in Hand mit Dr. Gregr, und ein Gra Hohenwart Arm in Arm mit Dr. Vosnjak. Es ist nur zu klar, daß dies blos Vorwand ist. daß es nichts zu bedeuten hat. Die Gegenwart lehrt e« ja. daß alle Concession«», die an die anderen Nationalitäten gemacht wurden, statt Frieden zu machen, den Nationalitätenbrand nur noch mehr angefacht haben. Unter den jetzigen Umständen bedeutet Fö-deration in Oesterreich Unterdrü-ckung des deutschen Cultur-ElementS und Stärkung der mittelalterlich-reactionären Gewalten in den Einzelländern auf Kosten deS G e-sammtstaate». Daß der Staat auf diesem Wege nicht lebensfähig gemacht, sondern zu Grunde gerichtet werden müßte, ist jedem klar» der den Blick in die Ferne richtet, der an^ die Zukunft denkt, dem an der Erhaltung des Staa-tes wirklich gelegen ist. Die Föderation zum Princip erhoben, müßte uns zwei der größten Uebel bringen: den Verlust der Freiheit. die wir haben, und den Zer-fall des Staates. Aus allem dem folgt, daß Oesterreich ohne Centralisation nicht regiert werden kann. Die Centralisation ist in Oesterreich vielfach mißbraucht worden, und daS hat sie. wiewohl mit Unrecht, für diesen Staat in Verruf ge» bracht. Doch nicht die Centraltsation war daS Uebel; dieses bestand vielmehr darin, daß die Centralisation sich fast niemals v o l k S t h ü m-l i ch e r, sondern meist reaktionärer Mittel bediente. Nun wird Niemand zu behaupten wagen, daß die Centralisation eines wie Oesterreich gestalteten Staates nur reaktionäre Mittel zur Verfügung habe. Man versucht eS einmal nicht mit dem Schein, sondern mit dem wahren, wirklichen Con st »tu-t i o n a l i S m u s, man gebe den Völkern jeneS Maß der Freiheit, daS sie nach ihrem BildungS-grad »u tragen vermögen, man mach- die Deut- besser, irgend ein Handwerk zu lernen, anstatt Reime zu schmieden. Zeig' also, wa« Du kannst!" Natürlich begann der Dichter mit froher Zuversicht, war doch die Tinte auf seiner Hand? schrift gewissermaßen noch naß. Doch ehe er noch halb fertig war. fuhr der Kalif schon da-zwischen: „Welche alte Geschichte!" Der Dichter erwiderte: „Beherrscher der Gläubigen. höre wenigstens zu Ende," und fuhr zitternd fort. Kaum war er fertig, so sprach auch der Kalif: „Freund, Dein Gedicht habe ich schon auf der Schulbank gelernt, höre nur zu, ich sage eS ebenso gut auf. wie Du!" Und der erstaunte Dichter mußte sich sein Poem vom Kalifen aufsagen lassen. Reihe sür Reihe, vom Anfang bis zum Schluß. Doch nicht jeder beruhigte sich dabei. Mancher sprach wohl auch: „Beherrscher der Gläubigen, Gott hat Dich, wie mit unzähligen Tugenden, offenbar mit einem wunderiamen Gedächtniß begnadet; wenn Du mein Gedicht so leicht behalten konntest. so zeugt daS meines Erachtens für die Güte seiner Verse!" Aber da kam er gut an. „Eitler Thor", schrie der Kalif, „nicht nur ich, jedes Kind kennt Deiue Reimereien. Ich brauche nur herumzufragen, so werde ich noch viele andere finden, die sie am Schnürchen haben. Da ist 2 schen zu Tröstern freier Institutionen und er-ziehe unter dieser Leitung die übrigen für die wahre, den Staat nie schäl igende, sondern ihn erhaltende Volksfreiheit. Es ist selbstverständlich, daß man bei der Durchführung dieser Jnstitu-tionen bei dem nun angefachten Fanatismus der rohen Nationalitäten, wo ein Gott selbst darauf verzichten müßte, die ganze Masse der öfter-reichische» Volter für dieses oder jenes, und wäre es selbst das Beste, zu gewinnen, vor einer gewissen Energie und Rücksichtslosigkeit, oder sagen wir vor einer gewissen G e-walt nicht zurückbeben dürfte. Die Gewalt anfichtst weder gut, noch schlecht. Sie kann zum schö n st en Triumph der Humanität werden, wenn sie zur Waffe für Freiheit. Wahrheit und Recht wird. Man lern« doch etwas von den Gegnern der Deutschen. Ihr ganzes Uebergewicht in der Gegenwart beruht nur auf brutaler Gewalt, indem sie rücksichtslos von ihrem numerischen Uebergewichte den ausgiebigsten Gebrauch machen. Sie sind nur Föderalisten, so lange es sich darum handelt, die Obervor-mundschast des Gesammtstaates los zu werden oder abzuschwächen, wenn sie dieselbe für ihre Sonderinteressen nicht mehr ausbeuten können. Zu Hause sind sie Centralisten vom Kopf bis zur Sohle. Sie suchen alles auszurotten, was nicht gut magyarisch, gut polnisch, gut tsche-chisch, gut slovenisch, überhaupt waS Deutsch ist. Man kehre den Spieß um und versuche sie auf dem Grunde einer liberalen Verfassung auch gut ö st e r r e i ch i s ch z u m o ch e n, daS heißt, man mache sie zu lebendigen Gliedern eines einigen, großen, mächtigen, freien Oesterreichs. — Bei dem Patriotismus , den sie jetzt zur Schau tragen, können sie der Einigung, der Kräftigung und dem Gedeihen des großen schönen Vaterlandes keinen Widerstand entgegenstellen !! Und angenommen, sie kehren wieder zum passiven Widerstande zurück, (weiter können und werden sie sich gewiß nicht ver-steigen) so kann ein solcher Widerstand einer Re-gierung, die sich den Fortschritt auf allen Ge-bieten des materiellen und deS geistigen LebenS zur Aufgabe macht und redlich an derselben fest-hält, nicht bange machen. Hinter ihr stehen ja alle Deutsch Oesterreicher. Mann für Mann und dicht hinter diesen daS ganze Deutschen - Heer 45 Millionen an der Zahl. Hinter ihr werden auch alle jene stehen, die gute Oesterreicher sind und es bleiben wollen. Darum nur ein wenig Ausdauer, und der Widerstand muß sich an dem allgemeinenFortschritt, an derEr-k e n u t n i ß d e s G u t e n, und wenn alleS dies fehlschlagen sollte, an dem S e l b st e r-Haltungstrieb, an der Nothwen-digkeit deS Zusammengehens |ut Sicherung deS eigenen Daseins brechen. meine Sclavin, die hat mir erst neulich daraus recitirt, und da mein Officier — er ist weder belesen noch gelehrt — den hört' ich'S neulich leise vor sich hinsummen. Wie ist'S. meine Freundin, ist Dir daS Gedicht noch erinnerlich ? Und Du mein Bursche, wie steht'S mit Dir?" Der Sclavin. die daS Gedicht bereits zweimal, vom Dichter selbst und vom Kalifen gehört, ward eS nunmehr leicht, dasselbe auS dem Gedächtniß vorzutragen. Damit hatte es der Officier dreimal gehört und konnte auch feinerseit« den Wunsch deS Kalifen erfüllen, der Dichter aber mußte mit leerem Beutel und schwerem Herzen abziehen. Wie nun eineS Tages Almansur wiederum auf feinem Throne saß und den Gläubigen Audienz ertheilte, stieg draußen vor dem Thore ein Beduine von seinem Kameele und verlangte, vor den Kalifen geführt zu werden. „Was willst Du Wüstensohn?" herrschte ihn dieser an. „AuS der Wüste komme ich zwar, aber ich bringe Dir duftende Blumen, o Beherrscher der Gläubigen !" antwortete der Beduine. „Seit wann wachsen die in der Wüste?" „Sie wachsen überall, wo ein Dichter weilt — Fürst des Islams, ich bin ein Dichter, und da ich von Deiner Freigebig-keit gehört habe, habe ich mich ausgemacht, um Dir ..Deutsche Wacht." Zlundschau. sT s ch e ch e n, Poleu u n d R e g i e r u n g im Parlament?.] DaSAbgeordnetenaus hat heute seine Osterserien. die bis zum 25. dieses währen, angetreten. Nach den Vereinbarungen, welche die Regierung mit der Rechten getroffen hat. soll der Reichsrath dann noch bis zu», 20. Mai tagen. Die bedeutenderen Gegenstände, welche nach den Osterserien zur Erledigung ge-langen sollen, sind das 6. Hauptstück der Ge-werdeordnung, die Nordbahnconvention und das UnfallsversicherungSgesetz. So wünscht es die Regierung. Allein es ist höchst zweifelhaft, daß in der kurzen Spanne Zeit diese Gesetze werden erledigt werden; dieser Fall dürste nur dann eintreten, wenn vie Fractiönchen der Rechten mit neuerlichen nationalen Zugeständnissen soute-nirt werden, und man dann — um die Redner der Opposition zu ermüden. Sitzungen abhält, die von 11—4 Uhr am Tage und Ausschuß-sitzungen von 7—11 Uhr Abends dauern, wie es der famose Hr. Zallinger bei der Beratung über daS G. Hauptstück der Gewerbeordnung ge-than. Jeder Sessionsabschnitt klingt mit einer Verdrängung der Deutschen auS einer Position, die sie bisher innegehabt uaben, aus. Die heurige ist für die Tfchechen durch Auflösung der Prager Handelskammer und durch die voraussichtliche Aufhebung der Brünncr Technik eine besonders ausgiebige. Die Ver. Linke hat durch die gestern eingebrachte Interpellation zu dieser Maßregel deS Ministeriums Stellung genommen und ihren Hauptpunkt zu diesen beide» Regierungsmaßnah-men energisch gekennzeichnet. DieVertreter der deut-schen Industrie in Prag, werden keine Eompe-tenz unbenutzt lassen, uin gegen diese Verfügung Beschwerde zu erHegen, um ihrem Rechte zum Siege zu verhelfen. Die Regierung hat damit einen weiteren Schritt zur Versöhnung, was so viel wie die Tfchechisirung Oesterreichs ist. gethan. Die Absicht ist leicht zu erkennen. Der jungtschechische Moniteur, die Narodni Listy, hat es soso« errathen. ES handelt sich um die Er-setzung der bisherigen deutschen Abgeordneten durch Tschechen, eS handelt sich um eine Ver-ftärkung des Czesky Clubs. Die Folgen dieses Schrittes tragen ein deutliches Gepräge an sich. Die Deutschen werden aus ihrer Position, die sie durch historische Berechtigung, durch Gewerb-fleiß und andere Vorzüge errungen haben, ver-drängt. Wie die Deutschen Böhmens und Mäh-rens diese Handlung der Regierung auffassen werden, ist unverkennbar. Sie ist neuerliches Oel, das in die Flamme der nationalen Er-bitterung gegossen wird, und der Spender dieses OelS ist Sr. Excellenz der Herr Handelsminister Freiherr v. Pino. Der Abg. Mattufch hat feinen Antrag betreffend die Zweitheilung der Handels-kaminer danim fallen lassen, weil die Regierung die jüngste Maßregel in Aussicht stellte und so wurde die deutsche Handelskammer Prags für eine Probe meiner Kunst zu geben, damit Du die Sonue Deiner Gnade über mich scheinen lässest." „Wollte Gott", sprach der Kalis, „ich sände einmal einen wirklichen Dichter, aber die sind ausgestorben. Wenn Deine Verse neu sind, will ich sie Dir mit Gold auswiegen. Aber neu müssen sie sein, für gestohlenes Gut zahle ich keinen Heller." „Merk' auf. ob Du sie kennst," sprach der Beduine und begann: Es sprach mein Mädchen: Geh' hin zum Lädchen. Kauf' Silberd rähtchen Und Perlensädchen Und Goldgeschmeid; Kauf' bunte Bänder, Und Prachtgewänder AIS LiebeSpfänder, Sei ein Verschwender, Zum Dank, daß ich mich Dir geweiht, Für meiner Küsse Süßigkeit. Da sprach der nach süßer Lab' Gierige: „Wurdest Du eine Habgierige? Liebst mich nicht um der Liebe willen. Willst nur der Habsucht Triebe stillen?" 1884 den tschechischen Antrag Matufch's eingeschachert. Der Schacher ist en yogiie — außerhalb und innerhalb des Parlaments. Das Ostergeichenk der Polen sind die 75 Millionen, welche Vorlage sie in der Nachsession vor das Plenum bringe» werden. Diese wird als Gegenstand parat ge-halten, der man den Vorrang wird einrüumea müssen bei Vorlagen, auf deren Erledigung die Regierung Werth legt. Die Opposition der Tsche-chen in Polen gegen die Vereinbahrungen der Regierung mit der Nordbahn ist eine Comodie. welche bei jedem Anlasse aufgeführt wird, bei allen Vorlagen, wo die Regierung engagirt in. Die Regiernng legt bekanntlich Gewicht darauf, daß ihre Abmachungen mit der Nord bahn vom Parlamente ratisicirt werden und wir erleben, daß selbst diese Affaire auf Kosten der Deut-schen und der Freiheit in Oesterreich geschieht. Diese Scheinopposilion wird durch eine Con-cession beseitigt, was wahrscheinlich der Regierung keine großen Sorgen bereiten wird. Sie ist aus den verschiedenen Zwangslagen her, m die sie oft geräth, gewohnt, die Preffionen der Majorität durch irgend ein Zugeständniß hin-wegzuräumen. Trübe fürwahr ist die Aussicht in die Zukunft und nach allen Anzeichen steht den Deutschen Oesterreichs noch Schl'.mines bevor. Doch nur getrost! Hinter dem schwarze» Gewölk ist blauer Himmel und warm und freundlich lacht die Sonne. Es scheint, daß alle Maßnahmen des jetzigen Systems darauf ab-zielen, die Deutschen in den Krieg hineinzutreiben, ihnen den Naiionalitälenkampf aufzudrängen. Das Recht der Selbstvertheidigung zieht manchesmal die Nothwendigkeit des Angriffs nach sich und derartige Machterschütterungen pflegen Kräfte hervorzurufen, die diesen Angriffe muthig die Stirne bieten. Die Verantwortung jedoch haben nur jene zu tragen, die solche Zustände geschaffen. _ Deutschsand. ^Aenderung i m P reu-ß i s ch e n M i n i st e r i u m.] Ueber die Absicht deS Fürsten Bismarck. sich von den preußischen StaatSgeschäften ganz entbinden zu lassen, ist gegenwärtig kein Zweifel mehr gestattet- In welcher Weise nach seinem Austritt der Mini-sterialkörper organisirt werden dürfte, darüber laufe» verschiedene Angaben um, die ebenso un-sicher wie unklar sind und die wir deshalb emst-weilen übergehen. Die „Post" führt als Haupt-Ursache der bevorstehenden Aenderungen die dringend« Forderung der Aerzte an, daß der Fürst seine amtlich« Thätigkeit beschränken müsse. Atakien. sDaSneue Cabinet D e-p r e t i«.] DepretiS hat nunmehr ein neues Cabinet gebildet, welches sich nahezu auSschließ-lich auf die Mittelpartei stützt, und welchem da-her über kurz oder lang Gegnerschaften von Rechts und LinkS entstehen können. Abgesehen von dem parlamentarischen Horoscop, weiches Nimmer im Solde — Lachte die Holde — Bin ich dem Golde, Die Blumendolde Blüht, weil sie blüht; Wenn Liebesbangen Dich hält gefangen, Ist Dir's vergangen. An Dir zu hangen. Dein Herz für den Geliebten glüht. Sei» ist Dein Wesen, Dein Gemüth. Laß' mich Dir Liebeswonnen gebe», St>ll ich in Frühlingssonnen leben; Der wird sich nicht der Macht enthalten: Das Herz in Blüthenpracht entfalten. Aber daS Leben Zehrt auch vom Geben, N<« sich zu heben, Dankbar zu beben, Wenn eS empfängt! Willst Du'S nun spüren, Zärtlich verführen. Mußt Du's auch rühren, Gluthen zu schüren. Daß e«, von wonnigen Pflichten bedrängt. Doppelt Dir täglich sich selber schenkt! 1884 dem neuen Ministerium gestellt werden muß, ist eS anzuerkennen, daß daßfelde technisch bedeutende Kräfte enthält. AlS neue Mitglieder traten ein: Brin (Marine), Coppino (Unterricht), Grimaldi (Ackerbau) und Ferracini (Justiz). Depreti«, Mancini, Magliani. Genala und Ferrero bleiben auf ihren bisherigen Posten. Diese Liste weicht von der in den letzten Tagen von Rom au» verbreiteten insofern ab, als danach auch der Marineminister del Santo auf seinem Po» sten verbleiben, der Kriegsminister Ferrero da» degen ausscheiden und durch Bertole Viliale er» setzt werden sollte. Alle Behauptungen Über Aen» derungen im Regierungsprogramm werden von der „Stampa" in Abrede gestellt. Eine der er» ken Maßnahmen des Ministeriums dürfte die Ernennung von UnterstaatSsecretären an Stelle der Generalsekretäre sein. Die Deputirtenkammer, derm Session voraussichtlich bis Anfang Mai verlängert werden wird, soll am Donnerstag zusammentreten. Kleine Höronik. [Antiker Fund.) Wie der „Osmanti" meldet, wurde in Avlona (Albanien) die lebensgroße Statue eines Jupiters aus Bronze gefuden und in daS^kaiserliche Museum in Con-ftantinopel gebracht. [DaS britische Museum.] Man schreibt aus London: Die Länge der Bucher» regalien, auf welchen die 1,300.000 Werke ste-hen, welche daS britische Museum sein Eigen »ennt, beträgt 160 englische Meilen. In der Bibliothek laufen täglich 22 Centner Druckschriften ein. [Gegen die Trunksuch t.J In London, wo es mehrere Spitäler ausschließlich zur Ausnahme von an Säuferwahnsinn leidenden Personen gibt, hat sich eine Gesellschaft gebil-bet, welche zwei große Preise — 7000 fl. und 8000 fl. — für ein gute«, nicht spirituoses Getränk ausgeschrieben hat. Dieses Getränk soll die Aufgabe haben, die billigen allkoholischen Getränke zu ersetzen, an die bisher das Pu» blikum gewöhnt ist. — Die englische Nation verausgabte Übrigens im Jahre 1833 nicht weniger als 125,477.275 Pfd. St. für be-rauschende Getränke gegen 126,251.359 Pfd. St. im Jahre 1882. Die Trinkrechnung John Bul's umfaßte einer amtlichen Aufstellung zufolge 28,713.997 Gallonen britische Spirituojen im Betrage von 28,713.997 Pfd. St.; 8,235.738 Gallonen fremde Spirutiosen im Betrage von y,882.88.', Pfd. St.; 14,382.933 Gallonen fremde Weine im Betrage von 12,944.635 Pfd. St.; 15.000,000 Gallonen britische Weine im Betrage von 1,500.000 Pfd. und 965,809.440 Gallonen Bier im Betrage von 72,435.709 Pfd. St. Nanntest doch sonst „mein liebe« Kind" mich täglich, Und willst behandeln jetzt gesinnt mich kläglich! Kann ich an Deiner Brust mich geborgen fühlen, Muß ich jeden Morgen doch meine Sorgen fühlen? Da sagt' ich leise: Da sprach sie weise Nicht blüh'» im Eise Die Blumenreise Beim Sonnenschein! Könnt' selbst ich dichten, Wenn Sorgen, Pflichten Den Flug vernichten. Nach unten richten Den Blick, aus nied're Erdenpein? Sorglos muß Lied wie Liebe sein! So erfülle der Schönsten LiebeSlaunen. All' Dein Glück ist fönst eines Diebes Staunen, Dem ein reicher Schatz in die Hand gefallen. Aber damit nur tiefer in Schand' gefallen! Wenn wir geboren Nicht mit zwei Ohren, „Deutsch- W.cht" [Ein? wahre Galgenpetition 1 Der Präsident der französischen Republik hat eine Petition erhalten, die wohl einzig in ihrer Art sein dürfte. Vor mehreren Wochen hat das Schwurgericht deS Norddepartements einen Taugenichts schlimm-ster Sorte, MaSquelin, wegen Elternmord zum Tode verurtheilt und Grevy hat diesmal von seinem Begnadigungsrecht keinen Gebrauch ge-macht. MaSquelin ist in Madeleine-les Lille« geboren, und nun petitioniren die Einwohner dieser Stadt, nicht etwa um seine Begnadigung, sondern dafür, daß der Verbrecher in seiner Vaterstadt hingerichtet werde. Die Petenteit, gegen tausend, machen geltend, daß Masquelin ihnen gehört, er ist in La»Madeleine geboren, getauft und erzogen worden und die Hälfte der Einwohner steht mit ihm aus dem Duzfüße. Alles Gründe, um ihnen denselben zu lassen. Der triftigste Grund aber, den die guten Leute geltend machen, besteht darin, daß eine Hin» richtung ein Schauspiel ist, welches viele Leute anzieht. AuS dem nahen Lille würden zu der-selben die Leute massenhaft heranziehen, zu Hunderten und selbst zu Tausenden in La Ma» deleine übernachten, zum Mindesten aber dort Geld verzehren. Für die Gastwirthe und Schank-wirthe, sowie für die übrige Bevölkerung würde daher die Hinrichtung Masquelin« in seiner Vaterstadt ein wahres Glück, ein so gewinnrei-ches Ereigniß. wie dasselbe seit Menschengeden-ken nicht vorgekommen, sein. Deshalb bitten die Einwohner von La Madelaine den Präsidenten der Republik inständig, er möge doch den Be-schluß der Geschworenen,' wodurch Donai alS Ort der Hinrichtung bezeichnet wird, »m* stoßen und der Vaterstadt MaSquelin'S zu ih» rem guten Rechte verhelfen. [Verschluckte Kornähre.] Im Juni vorigen Jahres verschluckte unvorsichtiger-weise beim Tanzen ein junger Mann aus der Gemeinde Dahlhaujen bei Linden eine frische, spielend in den Mund genommene Roggenähre und zwar mit dem Stielende voraus, dieselbe nahm ihre» Weg durch den Kehlkopf in die Luftröhre, ohne sehr große Erstickungsnolh her-beizuführen. Bald darauf aber stellten sich, da alle Versuche des Eindringling« habhuft zu werden, fehlschlugen. Zeichen einer circrnnscripten Lungenertzündung ein, dann heftiger Bluthusten schließlich noch eine eitrige Rippenfellentzün-dung mit hektischen Fiebererscheinungen. In diesen Tagen erst, also neun Monaten, wurde bei einem heftigen vom starken Blutvcrguß be-gleiteten Hustenparoxismus das corpns dolicti gänzlich unversehrt wieder zu Tage gefördert. Fälle dieser Art sind schon früher in der me» dizinische» Literatur verzeichnet gewesen. [A l t e I u n g s e r n a u f — A u c t i o n.] In New-Haven. im Staate Connecticut, verstei-gerte man neulich in einer lustigen Unterhaltung Die nur zwei Thoren, So geht verloren Kein Dichterwort; Wohl muß e« klingen. Läßt sich nicht zwingen. Doch muß Dir'« bringen. Und Dir erringen, Was Deine Sorge Dir nimmt fort. Weil e« sonst welkt bald und verdorrt! Und wie Einer den Zweig der Sitte absägt, Der der Liebsten jede Bitte abschlägt, Also sich auch mit Schimpf und Schande bedeckt. Wer den bittenden Dichter nicht mit neuem Gewände bedeckt! So ungefähr, nur noch viel verzwickter und schwieriger, lautete da« Gedicht des Beduinen. Der Kalif aber saß bestürzt da. Sehr bald hatte er ob der ungewohnten Form, der harten Verse und seltsamen Reime willen bald den Faden verloren. Er guckte sich um seine Scla-vin und der Officier sahen nicht minder verdutzt darein. „Kanntest Du das Gedicht schon, Beherr-scher der Gläubigen?" fragte der Beduine. „Allerdings nicht", gab der Kalif ärgerlich 3 13 alte Jungfern, allerdings nur zum Scherz. Der Erlös der Auction sollte zu einem wohl« thätige» Zwecke verwandt werden, weshalb da« Angebot ziemlich lebhaft war. Zwölf derAuctions-Objecte (alle waren tief verschleiert) waren schon den Meistbietenden zugeschlagen und das In-tereffe war mittlerweile erlahmt, als die letzte „alte Jungfer" für den billigen Preis von 23 Cents einem jungen lebenslustigen Studenten zufiel. Nun wurden die Versteigerten enthüllt, und man denke sich das freudige Staunen de« Käufers der Dreizehnten, als es sich heraus-stellte, daß diese ein junges, reiches und wun» derschönes Mädchen war, die im Rufe steht, die reizendste junge Dame der Stadt zu fein. Er bedauert, daß dies nur eine Scheinauction gewesen. [Liebesbrief eines Sprachleh» r e x 8.J „Meines Herzen« Vocativ ! Verzeihen Sie die Propositionen, die ich mir die Freiheit nehme, Ihnen zu machen, nämlich: Mich als Ihre« Subjects Adjectiv anzunehmen. Ich würde mich zum Superlativ glücklich schätzen, wenn Sie den Optativ meines Herzens zum Indicativ abändern möchten. Ich weiß freilich, daß ich weder die erste, noch die zweite, noch die dritte Person des männlichen Geschlechtes bin, die Sie zn Ihrem Haupt» und Zeitwort haben wollten, aber ich weiß auch, daß die ganz« vielfältige Zahl Sie nicht so liebt wie ich. Ja, ich werde Sie lieben, so lange noch ein Partikel von mir am Leben ist! Nie werde ich mir einen Selbstlaut gegen Sie erlauben, noch im Imperativ sprechen, vielmehr mich von Ihnen ganz nach Ihrer Willkür stet« passiv flectiren lassen. Es soll kein Casus vorkommen, wo ich mich nicht nach allen Ihren Regeln und Grundsätzen richten werde. Weder meine geyen-wärtige noch vergangene Zeit enthalten cmea Accusativ gegen mich, daß ich kein Manu von Wort bin. In welcher Form auch Ihre Ant-wort mir zukommen mag, Ihr Namen soll in-sinitiv mein Nominativ sein bis zum großen Ablativ von allen Dingen auf Erden. Nun bitte ich Sie, entscheiden Sie sich in keiner un-bestimmten Art und ohne Jnterjectionen gegen Ihr einfaches Object. Habakuk Syntax, Sprachlehrer. [Die neueste amerikanische Tollheit] ist ein Hotel in Gestalt eine« Elephanten, welches aus Coney Island errichtet werden soll. Höhe des Thiere« 122 Fuß, Länge 150, Umfang 169. Die Gäste de« sonderbaren Hause« gelangen in das Innere durch Treppen in den Hinterbeinen, die Vorderbeine aber und der Rüffel werden als Läden vermiethet. Der Elephant wird etwa 20 Schlafzimmer und meh-rere Salons bergen. Rings herum zieht sich eine 270 Fuß lange Galerie. So im „Scientisic American" wörtlich zu lesen. zur Antwort. „Es ist freilich schlecht genug. Doch ein Fürst muß sein Wort halten. Gieb es her, damit ich'« Dir versprochenermaßen mit Gold aufwiege." „Sogleich!" sprach der Beduine. „Erlaube nur, daß ich mein Kameel hole und es ablade." Wie? was? ein Gedicht abladen--? „Erhabener Kalif, einem Fürsten wie Dir durste ich unmöglich mein Gedicht auf schlechtem Pergamente überreichen. Dauernd wie Dein Ruhm müßen auch die Gaben sein, die man Dir darbringt. So habe ich e« denn auf einer Marmorsäule eingraben lassen."... Mit diesen Worten holte der Beduine sein Kameel, welches die Marmorsäule mit dem Ge-dichte auf dem Rücken trug. Der Kalif fenfzte, als er sah, mit welcher Mühe sie abgeladen ward, und wog in Gedanken das Gold, daS dieser Tag ihn kostete. Aber feine Ehre war einmal verpfändet, und so gab er denn Befehl an seinen Schatzmeister, das Gold auszuzahlen. Wie dies aber geschehen, warf der Beduine seine Kapuze zurück und einen falschen Bart zu Boden; mit Staunen sahen nunmehr Alle, daß der Beduine kein anderer gewesen, als Aisma, ein Mann, der nicht nur um seiner Verse, son-den, auch um seiner Stellung am Hofe des 4 sJung-Amerika.] Die Polizei von Philadelphia erhielt vor wenigen Tagen davon Kenntniß, daß ein Zögling einer öffentlichen Schule, der von seiner Lehrerin getadelt wor-den war, einen Revolver aus der Tasche gezo-gen hat. unter der Androhung, sie erschießen zu wollen, wenn sie ihn beim Schnlvorstand an-zeigen würde. Alsdann wurde eine Untersuchung in der fraglichen Schule vorgenommen, welche zur Folge hatte, daß in jener einzigen Classe, die nur auS Kindern von 9 bis ll Jahren bestand, sieben Revolver von verschiedenem Ca> liber aufgefunden worden sind. [31 u f der Straße.] Eine Bettlerin dankt den, Geber für ein empfangenes Almosen mit der üblichen Phrase, „daß sie für ihn beten werde." Ablehnend meinte dieser: „Bemühen Sie sich nicht gute Frau, wenn Ihre Gebete etwaS nützen würden, hätten Sie nicht nöthig, zu betteln." [P enz«.] Bekanntlich scheeren sich die Chinesen, mit Ausnahme eines kleinen dünnen Büschels alle Kopfhaare ab. Dieses Zöpschen wird Penze genannt und bildet in den chine-fischen Steuertabellen eine sehr wichtige Rub-rik. Die Penze's sind nämlich nach ihrer ver-schiedenen Länge und Dicke mit einer gewissen Taxe belegt. Jeder Chinese pflegt ihn aufs L-orgfältigste zu erhalten, wehe dem Gegner der denselben antasten oder gar ausreißen wollte, dies würde blutige Rache auf sich ziehen. Wenn daher zwei Chinesen an einan-der gerathen, so wickeln sie vor allen Dingen ihre Penze's um den Kopf. Die Augenblicke, welche dabei vergehen, sind häufig genügend, um die erste Hitze bei Beide.« abzukühlen, so daß, Dank des PenzeS, manche Prügelei durch diesen Aufenthalt vermieden wird. Ob man eine so practische Mode nicht auch bei uns in gewissen besonders rauflustigen Distrikten einsühren sollte? » Deutscher Schutverein. Wien, 3. April. Der Umstand, daß die letzte Vorstellung des Mr. Cumberland in Wien als theilweise auch zu Gunsten des deut-scheu Schulvereines stattfindend, öffentlich an-gekündigt wurde, thatsätzlich aber der Casse des Schuloereines nichts abgeliefert wurde, veranlaßte den VereinS-AnSschuß in der dies-wöchentlichen Sitzung neuerdings die Frage zu berathen, wie in Zukunft einem solchen, schon wiederholt vorgekommenem Mißbrauche mit dem Namen des deutschen Schuloereines wirf* sam begegnet werden könne. Da die Haupt-Versammlung des Vereines, welche heuer be-kanntlich in Graz stattfindet, immer näher rückt, mehren sich begreiflicherwise die daraus bezüglichen Arbeiten. Aus Graz, dessen deutsch- Kalifen willen hochangesehen war und daS Gold des Kalifen durchaus nicht brauchte. Doch strich er es lächelnd ein und sprach: „ES ist für die, welche ohne Lohn davonzie-hen mußten. Mir aber zürne nicht, großer Fürst, daß ich g-wagt, Dich daran zu erinnern, daß man auch den Dichtern ihr Brod lassen muß." Almansur soll sich wirklich gebessert haben. ii. n. Vom Wohlleben in der römischen Kaiserzeit. Alle Schriftsteller, welche kulturgeschichtlich das Privatleben der römischen Kaiserzeit schildern wollen, können nicht umhin, u. A. auf daS Bild zurückzugreifen, welches der Satiriker PetroniuS Arbites in seinem bruchstückweise erhaltenen Ro-man mit unverkennbar stark aufgetragenen Farben, abe^ doch im Wesentlichen wohl der Wahrheit entsprechend gezeichnet hat. Für die Kenntniß der Art und Weise, wie die Römer an verschwenderischer Tafel ihrem Feinschmecker-thum fröhnten, ist besonders daS größte er-halten« Bruchstück jenes Romans, bekannt unter dem Namen „DaS Gastmahl des Trimalchio" sehr charakteristisch. „Z>ei»tsche Wacht " freundliche Bewohnerschaft den bevorstebenden Festtagen eine ungemein sympatische Rührig-keit entgegenbringt, wurde ein Delegirter der Ortsgruppe eigens nach Wien gesendet, um eine Reihe nothwendiger Verhandlungen mit der Centralleitung einzuleiten. Nach vorgeschrittener Arbeit wird ein Mitglied des Ausschusses nach Graz aurn Abschluß der Vorarbeiten entsendet werden. Von Bewilli« gungen ist außer mehreren Ehrengaben an tüchtige Lehrkräfte in Steiermark eine Crediterhöhung sür die Schule in Weska (Böhmen), und die Bewilligung einer Bausubvention für eine Schule derselben Gegend zu erwähnen. Wegen geringer Kinderanzahl mußte jedoch eine weitere Schulsubvention abgelehnt werden. Für eine Reihe größerer Schulunterstützungen wurden die nöthige» Vorarbeiten beschlossen. Neuerdings sind dem deutschen Schulvereine zugeflossen: Von der Ortsgruppe Brünn: (Fortsetzung) von Herrn Fritz von Fundenfeld. Diäten 10 fl.. Baron Kübeck Diäten 10 fl.. von Ritter von JanowSky ebenso 20 fl., von Bürgermeister Protzkar ebenso 20 fl.. von Wirthschaftsrath Wenk ebenso 10 fl., FabrikS-director Brada ebenso 10 fl.. von K. Auspitz Diäten 29 fl., Johann Ritter v. Chlumetzky Diäten 41 fl. 45 kr., aus Mainz 10 fl., Sam-melschütze beim Concert ,m deutschen Verein 101 fl.. Amnisnia 8 fl., Gesellschaft im Grand Hotel 10 fl., Kumrowitzer Kegelparthie 7 fl., deutsche Studenten 6 fl. 30 kr., Buße 4 Gäste bei Liber 4 fl., Erinnerung an Warns-dorf 11 fl., Postsparkarte 4 fl.. Weihnachtsgabe vom deutschen Club 100 fl., von Herrn Dunker 54 fl., Dr. Jllek 12 fl. 15 kr., deutsches VereineS-Comit^ 19 fl. 35 kr., Turn-verein-Wache Spende 10 fl., von Herrn Kraus 8 fl., von Herrn Sueß 10 fl., diverse Spen-den 34 fl. 92 kr.. — Von der Ortsgruppe Bozen: Sammelbüchse bei Moser 9 fl. 20 kr.. Sylvester-Tombola in Brückt bei Kärnten 40 fl, — Von der Ortsgruppe Außig: Sammelbüchse im Gewerbe-Berein 2 fl. 73 kr., im Gasthof Austria 3 fl., vom Türkenclub 10 fl., Stadt London 9 fl. 35 kr., Landtags-wette 5 fl., PanHans Rest 2 fl. 20 kr., Schwan 25 fl., Haus Oesterreich 19 fl. 13 kr., Davids-h»l u. BeniS 20 fl. — Von der Ortsgruppe Schönlinde: Damen-Gesangverein 3 fl. 90 kr., Herr Fritsche 2 fl., vom landwirthschastlichen Bezirksverein 5 fl., für Zinkographien von Schillers Glocke 65 fl. 85 kr., Einweihung der Turnhalle 19 fl. 34 kr., Familien-Sammet-büchse Ohme 2 fl. Herr Ohme 7 fl., Sam-melschütze 21 fl. 26 kr., Kalender 2 fl., für Mittheilungen 7 fl. 50 kr. — Von der Ortsgruppe Mährifch-Schönberg: Sammlung 71 kr., Sammelbogen Ludwig 30 fl., Spielparthie 10 fl. 40 kr., Damengesellschaft Casino 5 fl.. Triuialchio wird als echter Emporkömmling geschildert. Er gab einst seinen Cnmpanen ein „Feinschmccker-Diuer", wie man heute sagen würde, und dabei ging eS folgendermaffen zu: Zunächst wurde eine reichliche Vorkost auf-getragen (alle Gaste lagen schon, wie es die antike Sitte erheischte, auf ihren Plätzen). Beim ersten Gang befand sich auf dem Speif«br«tt ein Efel, aus korinthischem Erz geformt, mit zwei Säcken: in dem einen hatte er weiße, in dem anderen schwarze Oliven. Zwei Schüsseln be-deckten den Esel, auf dessen Randern Trimal-chio's Name und ihr Siibergewicht zu lesen war, und auf welchen mit Honig und Mohn übergossene Haselnüsse lagen. Nebstdem waren siedende Würste auf einem silbernen Rostc und unter dem Roste syrische Pflaumen mit Granat-äpfelchen. Beim zweiten Gang brachte der Diener einen Korb, in welchem «ine Bruthenne faß. Unter Musikklängen untersuchten nun zwei hin-zugetretene Sclaven daS Nest der Henne und drachten von Zeit zu Zeit Psaueneier hervor, die sie unter die Gäste vertheilten. Trimalchio, dieS sehend, fällt in die Scene mit den Worten : „Freunde, ich habe der Henne Pfaueneier unterlegen lassen, und ich fürchte, sie sind schon ausge-brütet, doch machen wir den Versuch, ob sie sich nicht austrinken lassen." Die Gäste bekamen als- 1884 Spielparthie 10 fl., Collecte in Groß-Uller». dorf 3 ff. 60 kr., Sylvester - Lehrerverein 5 fl. 50 kr., Juxlotterie am Sylvester-Abend 20 fl. 70 kr., Versteigerung von Gewinnste» 9 fl. 35 kr.. Sammelbüchse bei Scholz 11 fl. 40 kr. — Von der Ortsgruppe Lilienseld: Gesell-schaftS-Abend 15 fl. — Bon der Ortsgruppe Littau: Tischgesellschaft bei Müller Fondsdei-trag 20 fl.. für Birginier-Stroh 1 fl. 29 kr., schäbiger Rest 2 fl. 24 kr., Schluck Wein 1 fl. An sonstigen Spenden 4 fl. 50 kr. Einladung an sämmtliche Mitglieder der Ortsgruppe „Ci ll i u. Umgebun g" sowie der übrigen Nachbar-gruppen des Unterlandes zu der Sonntag, den «!. April 1884, Nachmittag» 4 Übt beim Berwega stattfindenden conllituirende« Versammlung der Ortsgruppe ,,S a n « t ö a k." Der Proponent: Rudolf Freiherr von Hackelberg. Locates und Arovinciates. eilli, 5. April, sCiltier G e m e i n d e r a t h. ] Die gestrige Sitzung bot mehreres Bemerkenswerth«. FremdenverkehrScomite, StadterweiterungS-AuS-schuß, Hopfenmarkthalle, Bauprogramm für» Theater, und damit uns auch ein bitterer Kelch gereicht werde, eine von rauher KriegerShand geschriebene Abfertigung in unserer Kasernange-legenheit bildeten die VerhandlungSgegenstäode derselben. Wir können nicht umhin uut großer Befriedigung zu constatiren, daß sich die ver-ehrliche Y. Sektion das Traumbild ihrer Vor-fahren nicht zum Muster genommen hat, so»-dern in anerkennenSwerther Weise bestrebt ist, in ihrem Resort eine Thätigkeit zu entwickeln, der wir den allerbesten Ersolg wünschen. Die Idee der Errichtung einer Hopfenniarkthalle wird ohne Zweifel allgemeine Anerkennung fia-den und wie vorauszusetzen ist, mit der Znt auch praktischen Werth haben, denn wenn Cllli heute schon einer der Brennpunkte deS Hopsen producirenden Bezirkes geworden ist, so dürfte über kurz oder lang aus diesem wohl der Mit-telpunkt sür den Hopfenhandel werden. — Da» Theatercomite hat seine Schuldigkeit gethan und ein Bauprogramm vorgelegt, gegen welches der Gemeinderath nichts einwendete. — DaS Fnm-denverkehrScomite ist nun endlich auch da. Die Namen der Männer, die der Gemeinderath in» bald Löffel — jeder Löffel wog nahezu '/, Pfund — mit welchen sie die auS Mehl fabricirte« Eier durchstießen. „Ich hätte", sagt der Er-zähler EucolpiuS, „meine Portion sogleich weg-geworfen, denn ich vermuthete inwendig auf da« schon ausgebildete Junge zu stoßen, als noch zur rechten Zeit ein alter Gast sich vernehme» ließ, der da sagte: „Freundchen, dahinter muß gewiß etwas Pikantes stecken." Und richtig, ich untersuchte unverdrossen die Schale werter und fand eine fette Schnepfe mit gepfeffertem Eidotter umgeben. Ein hierauf von der Musik gegebene» Zeichen bestimmte die schnell« Wegnahm« der Vorkoftaussätze von einem singenden Chor. — In diesem Rummel fiel ein silberner Teller auf den Boden deS SacleS und ein Sclave hob ihn flugs auf. Kaum hatt« aber Trimalchio die» bemerkt, als er dem armen Sclaven ein« Ohr-feige versetzte und den Teller wieder hinzuwerfen gebot. Ein Kammersclave kehrte hierauf unter anderem Kehricht auch erwähnten Teller mit dem Besen auS. Nach diesem Intermezzo traten zwei äthi-opische Sclaven mit langen Haaren ein und gössen aus kleinen Schläuchen Wein den Gästen zum Waschen aus die Hände — Wasser zu reichen hielt der Hausherr für plebejisch. >tunst-volle gläserne Flaschen, sorgfältig vergipst,^ an deren Hälse» Etiquetten mit der Inschrift „Opi- 1884 Treffen führt, um Cilli zu einer beliebten „Soiuniersrische" zu machen, haben einen guten Klang. Die Herren sind ihrer Aufgabe gewachsen und werden sie sicher lösen helfen. Was sollen wir vom StadterwciterungSausschusse sagen? Der Zwang, den die Stadtmauern des Mittelalters auf die Bauthätiqkeit ausüben, hat einen nunmehr empfindlichen Wohnungsmangel zur Folge, trotzdem innerhalb der Mauern jedes Fleckchen zu Bauten benützt ist. Man sollte mit dem Zwange des MittelalterS doch energisch brechen! Die mitten in duftige» Gärten stehen« den kleinen FamilienhänSchen. auf einem Terrain, welches nicht zum Ueberschwemmungsgebiet ge-hört, eröffnen für die Zukunft der Stadt eine reizende Perspektive, — vielleicht verwirklicht sich das Bild doch! Der Abfertigungsbrief in unserer Kasernenangelegenheit wird hoffentlich die Gesinnungen der Bewohner unserer militär-freundlichen Stadt nicht umgestalten, sie werden sich auch künftig mit j.der Stadt des Staates messen können, die im Kriege keine Opfer scheut, um wahre Soldatenliebe, wahren Patriotismus an den Tag zu legen; auf einen Dank darf man nicht rechnen. Hier der Bericht über die Sitzung: Der Bürgermeister übergibt der Ki-nanzfection die Gemeinderechnung zur eingehenden Prüfung und Berichterstattung, theilt ferner mit, daß das Finanzärar das Gebühren-Equi-valent der Stadtgemeinde uni 127 fl. (auf 3987 fl.) erhöht hat u. zw. in Folge höherer Einschätzung des Normalschulg?bäudes. Hie-raus kommt eine Zuschrift des Stadtverschöne-rungSvereines zur Vorlesung, i» welcher der Gemeinderath aufgefordert wird. 3 Mitglieder inS Fremdenverkehrscomito zu wählen. Dr. HigerSperger beantragt die Dringlichkeit und wird die Wahl am Schluß« der Sitzung vor-zunehmen beschlossen. DaS Commaudo deS dritten CorpS gibt der Stadtgeuieinde auf ihre Eingabe wegen des Baues einer In-fanteriekaserne den Bescheid, daß Cilli als Gar-nisonSort eines Bataillons bestimmt sei, der Mangel an Truppen sei ein so empfindlicher, daß in Gr*z selbst ein exterritoriales Regiment in Garnison sei; übrigens würde Cilli. wenn dies alles auch nicht der Fall wäre, eine Ver-größerung der Garnison nicht erfahren, nachdem es ein strategisch nicht genug wichtiger Punkt sei, und auch von anderer Seite schon Anerbie-tungen für Kasernbauten gemacht worden sind. Die Finanzbehörde verordnet, daß die Polizei-männer eine DiensternennungStaxe von 5 fl. zu bezahlen haben (!). Der Bürgermeister stellt die Anfrage ob diese Taxe nicht aus der Gemnnde-raffe bezahlt werden solle, waS über Antrag des GR. Fritz MatheS beschlossen wird. Uui irrigen Beurtheilungen vorzubeugen fügen mir bei, daß diese ErnennungStaxe seit neuerer Zeit überall gefordert wird. Der Bürgermeister theilt weiterS mit, daß er in Angelegenheit des Theaterbaues mianischer hundertjähriger Falernerwein" hingen, wurden dann behutsam auf den Tisch gestellt. Richt wenig erstaunt waren unmittelbar hieraus die Herren beim folgenden Gange. Eine Tracht von Speisen wurde auf einem runden Speise-drctte hereingetragen, auf dem die zwölf Zeichen dis ThierkrcifeS ringS vertheilt waren und zwar so, daß der Koch über jedes dieser Zeichen eine Speise von entsprechendem Stoffe gesetzt halte. Ueber den Widder Widdererbsen, über den Stier ein Stück Rindfleisch, über die Zwillinge Nieren und Zugehöriges, über den Krebs einen Kreis von Krebsen, über den Löwen eine afrikanische Feige, über die Jungfrau ein junge« appetitliches Schweinchen, über die Wage ein Wagebalken, auf dessen einer Seite eine Torte, aus der auderen Kuchen lag, über den Skorpion ein Meerfkorpion, über den Schützen einen Hasen, über den Steinbock eine Krabbe, über den Wassermann eine GanS, endlich über die Fische zwei Barmen. In der Mitte befand sich ein Stück ausgegrabeiien Rasens, darauf eine Honigwabe. Ein cgyptischer Sclave trug in einem silbernen Backoffen Brod heruin und ließ bei diesen, Gange einen erbärmlichen Gesang ertönen. Von Trimalchio in der liebenswürdig-sten Weise zuzugreifen aufgefordert, langten die Gäste bereitwillig nach den gebotenen Delica- „Deutsche Wacht" bei der Statthalter« und beim Landesausschusse war und daselbst die im Interesse der Sache liegende Delegierung einer Baucomisson von Graz aus zugestanden wurde. Herr Wintersteiner aus Graz interessirt sich um die Beistellung der Bühneneinrichtung und Dekoration des Theaters. — Die Gemeindeausschüsse Pacchiafso und Jul. Rakusch bringen den Antrag ein, es möge ein StadterweiterungS • Ausschuß eingesetzt werden, welcher die Frage der allfälligen Erwerbung der Wokaunschen Gründe einer Prüfung zu unter-ziehen habe uud ein bezügliches Elaborat dem Gemeinderathe binnen 3 Wochen zur allfälligen Annahme vorzulegen haben. Der Antrag wird angenommen, und die Wahl am Schlüsse der Sitzung vorzunehmen beschlossen. Der Militärbe-quartirungsvereiu legt mehrere Pläne für den Bau einer Kaserne vor, von welchem er jenen des hiesigen Architekten Herrn Walter acceptirte. GR. Josef Rakusch entwickelt das Bauprogra»im deSTHeater-comites, welches angenommen wird. Das Programm wnrde vom Obmanne der Bau-Section, GR. Carl MatheS, dem GR. Josef Rakusch, den städt. Ingenieur um dem Architekten Walter ver-faßt. Die V. Section, Obmann GR. Schmidt, bringt den Antrag ein es möge ein Comite ge-wählt werden, welches sich mit der Frage der Beistellung einer H o p f e n m a r k t h a ll e zu befaf-fen habe. Äntragesteller beleuchtet die Wichtigkeit deS Hopfenhandels, die Wahrscheinlichkeit, daß sich derselbe aus natürlichen Gründen nach Cilli ziehen werde, uud die Nothwendigkeit Zustände zu schaffen, die eS dem Producenten möglich machen, feine Waare unter den günstigsten Ver-hältnissen zum Verkaufe zu bringen (Beifall). GR. Fritz MatheS unterstützt den Antrag, findet die Gründe des Antragstellers sehr richtig und alles im großen Interesse der Stadt gelegen. Der Gemeinderath beschließt ein Fünfercomite zu wählen. Hierauf werden die Wahlen vorge-Kommen, und erscheinen gewählt: Ins Fremden-Verkehrscomite die Herren: Franz Pacchiaffo, Gustav Schmidt, Ed. Skolaut. In den Stadt-erweiterungSauSschnß die Herrn: Carl MatheS, Friedrich MatheS. Joses Negri, Franz Pacchiaffo, Julius Rakusch. Ins Hopfen-Comite die Herren : Josef Herzmann, Gustav Stiger, Carl Regula, Gustav Stzmidl, Josef Lenko in St. Pet.r. Der öffentlichen Sitzung folgte eine vertrauliche, in welcher Herrn Johann Tabor das Bürgerrecht verliehen wurde. [T o t> e 8 f o 11.] Man schreibt uns aus F r i e d a u : Am 29. v. M. verschied hier nach längerem Leiden die wegen ihres biederen Cha-racters sowie wegen ihres WohtthätigkeitssinneS allgemein beliebte und geachtete Frau des Sta-tionsvorstandes Ludwig Schneemann. Friede ihrer Asche! [Dem 58 e r d t e n ft e,] Dem Notar Hr. Dr. Franz Radey in Marburg wurde duS Ritte:kreuz deS Franz Josef-OrdenS verliehen. tessen, als vier nach der Musik tanzende Scla-ven dcn obereren Theil des Aufsatzes aufhoben, worauf die Cumpane darunter auf einem zwei-ten Speisebrette Geflügel, Saueuter und einen Hasen erblickten, der in der Mitte mit Flügeln versehen, geradezu das Aussehe» eines Pegasus hatte. Auf den Ecken des nämlichen Brettes waren noch vier Marsyasse sichtbar, aus deren Bäuchen gepfefferte Caviarfauce über die Fische, die in einem künstlich angebrachten Bassi» schwammen, lief. Wieder ein Gang! Auf dem Speisebrette lag diesmal ein gewaltiger Eber, und zwar mit einem Hute auf dem Kopfe. Mit diesem Spaß hatte es folgende Bewandtniß: Da dieser Eber bei einer früheren Mahlzeit (ein oder zwei Tage vor der beschriebenen) das Hauptstück des Schmau-feS ausgemacht hatte, aber von den schon satten Gästen entlassen worden war, so kehrte er vom Mahle als Freigelassener zurück. — An seinen Hauern hingen zwei Körbchen, aus Palmzwei-gen geflochten, von denen das eine mit Dattel», daS andere mit Nüssen auS Theben gefüllt war. Kleine Ferkel aus Kuchenteig, zum einstecke,, und mitnehme» bestimmt, lagen herum. Das Tran-chiren des Schweines — das geschah stets auf der Tafel, nie in der Küche — besorgte dies-mal einmal ein großer bärtiger Kerl mit gro- 5 [Marburger philharmonischer Verein.] Das Ministerium für Cultus und Unterricht hat dem Marburger philharmonischen Vereine in Anerkennung seiner künstlerischen Be-strebungen und vor Allem wegen seiner Ver-dien sie um die Erhaltung einer stark besuchten Musikschule eine Subvention von 200 fl. bewilligt. sDelegirtentag zurFörderung des Fremdenverkehres.] Programm für den am 13. und 14. April 1884 in Graz stattfindenden Delegirtentag zur Förderung des Fremdenverkehres in den österreichischen Alpen-ländern. Sonntag, den 13. April 1884, 10 Uhr Vormittags in der Landstube (Herren-gasse) erste Sitzung. Tagesordnung: 1. Eröffnung und Begrüßung des Delegirten-tages. 2. Wahl eines Präsidenten. 3. Wahl eines Vice-Präsidenten. 4. Wahl zweier Schriftführer. 5. Wahl von vier Protokolls-Verifica-toren. 6. Referate: I. Ueber die Aufgaben der FremdenverkehrS-Vereine und ihre bisherige Thätigkeit. II. Die Wichtigkeit der Alpenländer als klimatischer Kuraufenthalt. (Referent Herr Dr. Schreiber in Aussee,) III. Wrlche Orte eigne» sich für Sommerfrischen? Welcher Com-fort kann und soll den Besuchern von Sommer-frischen geboten werden? (Referent Herr Bür-germeister Petutschnigg in Steindorf am Ossi-acher See.) 3 Uhr Mittags Bankett in Schreiner'S Concertsaal (Hotel Daniel). — Montag, den 14. April, 9 Uhr Vor-mittags in der Landstube. Herrengasse, zweite Sitzung, Referate: IV. Bieten die Hotels in den Alpenländern in der Regel jenen Com-fort, welchen die Reifenden in andere» Län-dern finden? Welche Reformen sollen in unse-rein Hotelwesen angestrebt werden ? (Referent Herr Johann Kleinoscheg, Privatier in Graz.) V. Wie ist der Uebertheuerung der LebeuS-Mittel und der sonstige» Bedürfnisse der Rei-sende» vorzubeugen und durch welche Mittel können Reisende gegen Ausbeutung geschützt werden? (Referent Herr Josef Winter. Pro-fessor an der HandelS-Academie in Graz.) VI. Ueber daS Trinkgeld. (Referent Herr Mo-riz Seidl, Gemeinderath in Graz.) VII. Welche Rückwirkung hat die Eröffnung der Gotthard-bahn und welche die die Eröffnung der Arl-bergbahn auf den Fremdenverkehr in den Al-penländern ? (Referent Herr Dr. Julius Kos-jek. Hof- und GerchtSadvocat in Graz.) o Uhr Nachmittag« in der Landstube Schluß-Sitzung. 1. Bestimmung des nächsten Delegirtentages. 2. Referate: VIII. Entspricht der auf den Eisen-bahnen eingeführte Rundreiseverkehr allen An-forderungen? Welche Verbesserungen oder Er-Weiterungen sollen angestrebt werden? (Referent Herr Dr. Matth. Dietrich, Hof- und Gerichts-advocat in Graz). IX. Wie kann und soll die Staatsverwaltung einen fördernde» Einfluß auf ßen Jägerbinden und einem groben Jagdrocke. AuS der aufgeschnittenen Seite des Schweines flogen Drosseln heraus. Vogelfänger mit Leim-ruthen, die zur Stelle waren, fingen dieselben im Saale auf. Unter den erneuten Klängen der Tafelmusik wurden die Tische gereinigt, und drei weiße Schweine, mit Bändern und Schellen geschmückt, in den Saal geführt. Trimalchio fragt die An-wefenden: „Welches wünscht ihr auf dem Tischc. Ohne übrigens ihre Entscheidung abzuwarten, läßt er sofort den Koch kommen und befiehlt ihm, daS älteste für die Tafel zu bereiten. Es mochten kaum einige Augenblicke ver-flössen sein, während welcher eifrige Conver-sation geführt wurde, als der dienstbeflissene Koch bereit» mit dem Speisebrette erschien, auf dem das appetitliche Schwein sich präfentirte. Die Gäste stutzten nicht wenig über die lasche Manipulation des KochkünstlerS, und Trimalchio sagt: „Das Schwein ist ja noch nicht auSge-weidet." Da ergriff der Koch ei» Messer und führte behutsam mehrere Schnitte in der Bauchgegend des Thieres. ES währte nicht lange und zum Ergötzen der Zechbrüder fielen Würste und Karbonnaden aus dem Innern des Zchwei-neS heraus. Natürlich wurde wieder eifrigst zu-gegriffen. 6 die Fremdenindustrie nehmen? (Referent Herr Josef Stradner, Redacteur in Graz.) X. AuS-bau der StaatSbahn Unterdrauburg-WolsSberg zum Anschlüsse an die Kronprinz Rudolfbahn. — Verbindung von Cilli nach Unterdrauburg durch die projectirte Bahn über Schönstein, resp. Huda lukna. (Referent Herr Vincent Schmidt in St. Gertraud bei Wolfsberg.) An beiden Tagen Ausstellung der auf die Alpen-länder bezüglichen Reiseliteratur. $r; [M ä n n e r g e s a n g v e r e i n.] Die Vereinsleitung sah sich durch verschiedene Umstände im letzten Augenblicke bemüssiget, die für den 5. April bestimmte und bereits angesagte Lie-dertafel zu verschieben und eS wird dieselbe fo-hin Samstag den 19. April stattfinden. Viele von den Mitgliedern deS Damen» und Männerchores wurden noch in den letzten Tagen von mehr oder minder heftigen Catarrhen befallen nnd es wäre daher deren Mitwirkung unuiög-lich gewesen. Cine bedeutende Schwächung deS ChoreS hätte natürlich eine wesentlich Bcein-trachtigung der Wirkung der Vortragsnummern zur Folge gehabt, die Solopieyen und daS Quartett hätten aber ganz entfallen muffen. Die Benefice-Vorstellungen im Theater würden sicherlich einen Theil des PublicumS abgelenkt haben, jedenfalls hätte aber der Besuch beider-fei»S gelitten. Das Pnblicum ist durch die täglichen Theatervorstellungen übersättiget und er-müdet, weShald der Liedertafel nicht die er-forderliche Sammlung und Empfänglichkeit ent-gegengebracht worden wäre. AuS allen diesen und noch weiteren Gründen hielt die Vereins-leilung den Aufschub für angezeigt und es ist wol zu erwarten, daß bis 19. d. M. sämmt» liche Hindernisse beseitiget sein werden. [Theaternachrich t.I Wie wir bereits gemeldet, beschließt Director Zanetti die dies-jährige Saison mit einer Reprise deS Bettelstu-denteu. Der darauf folgende scenische Epilog von Emil Milan, der den Auszug der Muse und die prophetische Weihe des Theaters dramatisch darstellt, wird zu Gunsten des Ver-fafferS bei den Billeteuren zum Preise von 15 Kreuzer verkauft werden. * * * [Arbeiter und Arbeiterinnen] begehen häufig dadurch, daß sie die ersten An-zeichen einer gestörten Verdauung und Ernährung (Leber-, Gallen- und Hämorrhoidalleiden ic.) unbeachtet lassen, einen großen Fehler, indem bei sofortigem Gebrauch der berühmten Apo-theker R. Brandt's Schweizerpillen schwereren Leiden vorgebeugt und die Arbeit nicht gestört worden wär«. Erhältlich & Schachtel 70 Kreuzer in den Apotheken. Indeß gerieth die Gesellschaft, nachdem das Gelächter fein Ende gefunden, in eine nicht geringe Bestürzung. Der Plafond fing plötzlich an zu krachen, und der große Raum, der die Gäste faßt«, erzitterte. EucolpiuS und feine Ge-fährten sprangen auS Angst auf. und wähnten, ihr Ende fei gekommen. Doch was geschah? DaS Getäfel that sich auseinander und es senkte sich wie von ungefähr ein ungeheurer Reifen von einem großen Weinsasse herab, an welchem ringS-umher goldene Kränze und Salbenflaschen aus feinstem Alabaster hingen. Man lud die Herren ein, diese Ding? zum Mitnehmen einzustecken, und kaum war dies geschehen, als ein schöner Aufsatz mit bestem Kuchen die Augen der Ver-sammelten ergötzte, der mit allerlei Obst und Weintrauben geschmückt war. Nach den Gaben wurden natürlich ungenirt die Hände ausgestreckt, wobei ein neuer Scherz der ursprünglichen Froh-lichkeit wieder Platz machte. Alle Kuchen nämlich und jedeS Stück Obst ließen bei der gtringsten Berührung Safran fließen, der sich bis dicht an die Gäste verbreitete. — Es wurden dann noch einige exquisite Leckerbissen gereicht, womit die Hauptmahlzeit beendet war. — Nun folgte der Nachtisch. Drosseln mit Kraftmehl, Ro-sinen und Nüsse gefüllt wurden verabreicht, unmittelbar darauf Granatäpfel mit Stacheln bedeckt, fo daß sie Igel bildeten. EucolpiuS sagt: ..Z>e«lsche Macht." Aus der slovenischen H'relse. Von der Ansicht ausgehend, daß unseren Parteigenossen, den muthigen, wie den zag-hasten, ein wesentlicher Vortheil dadurch erwächst, wenn alle den Werth der slovenischen Zeitungen selbst beurtheilen können, werden wir von nun an Original'Artikel, Korrespondenzen und Notizen in möglichst wort- immer aber sinnge-treuer Wiedergabe auS der gegnerischen Presse bringen. Wir beginnen mit einer Correspondenz des ,.Sl. N." aus Praßberg, die nicht verfeh-len wird, ebenso erheiternd als belehrend zu wirken. * O * Prakberg, 24. März. Die Fahne des Sa-vinSki Sokol ist fertig, und man sandte sie nach Laibach um sie daselbst einige Tage auszustellen. DaS Comitö zur Feier der Fahnenweihe unter-zog sich der Arbeit mit Ernst, und heute ist uns schon Gelegenheit ge oten einiges über des-sen Thätigkeit zu berichten. Zuerst betrachteten wir es als unsere Pflicht, die Einladungen zu bestellen, um mit diesen verschiedene Vereine einzuladen. Diese Arbeit ist größtenthtils ge-schehen, uud die Einladungen wurden bisher an folgende Vereine verschick«: „Sokol" in Prag, Benefchau. Brünn, Kolin u. a. Sokol in Agram, Laioach. Wien. Triest; GcsangSverein „Kolo", „Sloga" und „HcrvatSka Lira" in Agram, den Sängervereinen der Laibacher Citalnica, „Lira" in Stein, den Citalnicas in Laibach. Triest und Cilli, den Sänger» der Cillier Citalnica, „Da-nica" i» Sissek „Zora" in Karlsstadt, dem slovenischen GesangSverein in Pettau, dem sloveni-schen Bereine in Marburg, der Citalnica Marburg, Pettau, Schönstein, Oberburg, St. Ma» rein. Rudolfswerth Wippach, St.Veit bei Laibach, Schischka, Bischoslak, Krainburg, Stein. Oderlai-dach, AdelSberg, Graz, Klagenfurt, Gorz. Ar-beiter-UnterftützungSverein in Trieft und Görz, Leseverein Gurkfeld, Feuerwehr Sachsenfeld und Riez, „Sokol" in Warasdin, den GefangSverei-nen: in Kostajnica, Petrinja, „Vila" in WaraS-din, in Jask.i, Brood, Vukovar, Groß-Goritza, Djakovar, Kreuz, Samabor, Sluja, Vöröze, GoSpic. Kopreinitz. Mehr werden noch im Laufe d«r Woche ausgesendet. Der Starosta deS croa-tischen Sokol Dr. I. Föhn gab dem Starosta deS „Sannlhaler Sokol" I. Lipold telegraphisch bekannt, daß der „kroatische Sokol" zur Feier vollzählig erscheinen werde. Auch vor der Be-theiligung verschiedener kroatischer Gesangvereine hört man. In Cilli bildet sich «in eigtneS Un-tercomitö zur Feier, welches für den Empfang der Gäste, Ordnung des WagenverkehrS und sonstig Nöthiges zu sorgen hat. 100 Kilo Pulver wurden uns geschenkt — also ist auch schon sür'S Schießen gesorgt. In dieser Angelegenheit wird die Pragwalder Fabrik um die Kononen „DaS hätten wir unS noch gefallen lassen, al-lein ein noch sonderbares Gericht würde uns fast allen Appetit benommen haben. Nachdem nämlich eine gemästete GanS und um sie herum Fische und Vögel von allerlei Sorten aufgefetzt worden waren, bemerkte Trimalchio: „Alles daS hat mein Koch aus Schweinefleisch gemacht' ES kann wohl keinen geschickteren Menschen ge-ben: er leistet geradezu Unglaubliches. Verlangt man's, so macht er auS Speck eine Taube-aus einem Schinken eine Turteltaube aus Och, senfüßen eine Henne u. f. w." Während beim letzten Gange der Koch zischende Schnecken auf einen» silbernen Roste den Gästen brachte, tra-ten zu gleicher Zeit zwei Sclaven ein, die mit einander zu zanken schienen, und thönerne Kruge trugen. Die Gäste büßten neuerdings ein gut Theil ihres Humors ein, bemerkten aber dann, daß auS dem zerschlagenen Bauche der Krüge Austern und Kammuscheln herausstürzten, die ein anderer Sclave auffing und auf einer kostbaren Schüssel herumtrug. Zum Schlüsse dieser denk-würdigen ccna Trimalchionia besorgen saubere Knaben das Geschäft, den im Saale liegenden Gasten die Füße mit Salben, die sich in silber-nen Becken befanden, zu salben. 1884 gebeten werden, weil wir nicht aus Pöllern schießen werden, sondern der ganzen Strecke nach von Cilli bis Praßberg nur mit Kanonen. Der Ausschuß des „Sanntahler Sokol" ließ an die Vereinsmitglieder ein weitläufiges Umlaufschrei-brn ergehen, um sie für die Feier zu begrüßen. Unsere Sorge ist also Alles zu thun und un» mit allen unseren Kräften zu bemühen, daß die Feier so ausfällt, wie eS sich für Praßberg geziemt." [SlovenischesZeitungSwesen.] Unter dem Titel „SlovenSki Vinorejec" sollte vor Kurzem in Marburg eine landwirihschaft-liche Zeitschrift erscheinen die hauptsächlich dem Weinbau ihr Wirken weihen sollte Das slooenische Lesepublicum wurde von diesem neuen Blatte in üblicher Weise unterrichtet uud zur Pränumeration aufgefordert. Am beabsichtigten Erscheinungstag? der Zeitschrift machte die Redaction die Mit-»Heilung, daß sich 4, sage vier Abonnenten an-gemeldet hätten, eine selbst für die bescheidenen Ansordernngen der slovenischen Journalistik zu geringe Abounentenzahl, die Herausgade unter-bleibt daher. WaS sagt Dr. VoSnjak dazu? Merarisches. [DaS Blatt derFeudalen, „daS Vaterland" und das Werk des Kronprinzen Rudolf.] Aus Wien wird geschrieben: ES herrscht jetzt ein vegeS Streben in allen künstlerischen und literarischen Kreisen für das vom Kronprinzen Rudolf ange-regte Werk: „Oesterreich in Wort und Bild." Von allen zahlreichen Schriftstellern und den zahlreichen Künstlern des Reiches wird das Werk sympathisch begrüßt, desto mehr mußte eS auffallen, daß das feudale Blatt, „das Va-terland" für ein Werk, das auS der Initiative des Thronfolgers hervorgegangen, noch nicht mit einem einzigen Wort dieses Werkes ge-dacht hat. Die Thatsache, daß „das Vaterland" ein Werk des Kronprinzen, ein patriotisches Un-ternehmen einfach todtschweigt, wird in vielen Kreisen discutirt. Man weiß nicht, ist eine De-monstration beabsichtigt, oder gibt eS politische Bedenken, welche „das Vaterland" bestimmen, ein Werk zu ignoriren, welches schon vermöge der Persönlichkeit des Schöpsers dynastische In-teressen fördern soll? Man weiß nur. daß „das Vaterland" die officielle Darstellung des Pro» grammes ebenso wie alle anderen Journale er» halten, daß eS dieses Programm unter den Tisch geworfen und das Werk vollständig todtschweigt. [I ag d z ei t u n g.] Schmidt & Günther'S Leipziger Jllustrirt« Jagdzeitung 1884 Nr. 13, herausgegeben vom Königl. Oberförster Nitzsche. enthält folgende Artikel: AuS alten Papieren. Vom Oberförster Heinemann zu Bernburg L Parforcejagd. — Mittheilungen auS dem Leben eines passionirten Jägers im Kaukastis. Von H. v. H. — II. (Schluß.) — Majolica-Jäger-nippeS. Von Eduard Rüdiger. — Mancherlei — Illustrationen. Auf der Elefantenjagd. — Eine Parforcejagd aus dem vorigen Jahrhun-dert. — Inserate. Die Jllustrirte Jagdzeitung von Schmidt Sc Günther in Leipzig erscheint am l. und 15. des MonatS und kostet bei den Buchhandlungen halbjährlich M. 3. Bei den Postanstalten vierteljährlich M. 1.50. Henchtssaal. Mittwoch, 2. April. sT o d t s ch l a g und schwere körperliche Beschädi» g u n g.j Am Nachmittage deS 21. Novembers 1883 gingen die Grundbesitzer Georg Levar, Fillip Mochar und Franz Krioetz vom Jahrmarkt? St. Georgen nach Hause, kehrte» unter-wegS in einem Gasthause ein. woselbst erstge-nannter sein Geschwisterkind, Franz Ocepek dann seine drei Schwäger Valentin, Franz und An-dreaS Schmidt antraf. Als sich die Ersteren wieder entfernen wollten, entstand einer gering-fügigen Ursache wegen eine Schlägerei, bei welcher wie die Erhebungen ergaben, Georg Lebar von seinem Geschwisterkinde den 25 Jahre alten Knecht aus Sodlog, Franz Ocprek mit rl884 finct Zaunlatte derart mißhandelt, daß er durch tat Sprung deS Schädelknochens an Gehirn- lih«ung starb, während der 31 Jahre alte TniSdesitzerssohn Zliathias Ribiö aus Schwarzen-bnq in Gemeinschaft mit Franz Ocepek den Franz Krivetz durch Schläge mit Prügel körper« ich schwer verletzten, zu welcher Thathandlung uidj noch der 22 Jahre aste Knecht von Oppen-iorf Casper Leber dazu kam und den Miß-handelten ebenfalls schlug. — Ueber Wahrspruch »n Geschworenen wurden sonach verurtheilt: Franz Orepek wegen des Verbrechens des Tod-tylage« zum schweren Kerker in der Dauer von ö Jahren, Mathias Ribiö wegen Verbrechens dn schweren Korper-Beschädigung zu 6 monat« lichen Kerker; CaSpir Leber jedoch wurde von letzterem Verbrechen freigesprochen. T o n n e r s t a g. 3. April. [D i e b ft a h I.) J« 53 Jahre alte Grundbesitzer Georg Berg- von KranichSseld erscheint deS Verbrechens des DiebstahleS angeklagt, weil er beim Um-baue des Mathäus Frangefch'schen Hauses in ür^iiichsfeld bek>icnstet, dem Austrage deS Bau-denn, im Falle des AuffindenS des von der Klttiu des früheren Besitzers Jofef Pifchag ver« steckten Geldes dasselbe abzuführen, entgegen-handelt, indem er dieses Geld, bestehend auS nicht mehr gangbaren Banknoten im Betrage von 402 fl., bei der Nationalbank umwechseln !ich und dann für sich behielt. Seine Verurthei-lung erfolgte jedoch über Verdi« der Geschwo-«nen wegen des Verbrechens des Betruges und kniete das Strafausmaß auf ein Jahr schwere» Kerker. Freitag. 4. April [Nothzucht, Schändung und Unzucht wider die Natur.] Der 26jährige Knecht Josef Narkovitsch wurde wegen dieser Verbrechen zu schwerem Kerker in der Dauer von 5 Jahren »mrtticilt. ü n z v e r f ä l s ch u n g.s Der 42jäh» ristc Schmied Johann Tarasin aus Marburg «rscheint angeklagt, daß er mittelst einer von einet echten Müiije abgenommenen Form mindestens 10 Einguldenstücke aus Zinn, Blei und Antimon verfertigt und sodann ausgegeben ver-sucht habe. Der Angeklagte behauptet indeß die Falfificaie gefunden zu haben. Da sich die Geschwornen von der Schuld des Angeklagten leine Ueberzeuguug verschaffen konnten, so «lirde derselbe nur wegen llrbertretung des Betruges §. 461 zu strengem Arrrefte in der Tauer von 3 Monaten verurtheüt. WotKswirthschaftttches. Zahresversammlung des -üopfenöau-Vereines. (Bon einem Mitglied» des Vereines.) Sachsenfeld, 4. April. Unsere Versammlungen üben in der Regel eine respectable Zugkraft auS; und so war eS auch gestern, wo wir einen schönen Kreis von Aealitälenbesitzern, Gutsverwaltern, Wirthschaf-lern u. dgl. hier versammelt sahen, welche den Temoastrationen und Vorträgen des Herren Präsidenten Haupt und deS Herrn Hausenbichler mit großem Interesse folgten. Vormittags 10 Uhr zeigte Herr Hausenbichler am Hopfen-ftlde der Commune praktisch die FrühjahrSar-keilen deS Hopfenzüchters. Der Vortrag und die Demonstration waren gleich trefflich und die 30—40 Zuseher folgten den Ausführungen mit sichtlichem Interesse. Hierauf erfolgte die Hkslchtlgung der Korbweiden-Anlage. Nachmittags 2 Uhr waren im Saale zur „Krone" Mitglieder des Vereines und mehrere Gäste versammelt, um an der Jahresversammlung iheilzunehmen. Präsident Haupt eröffnete die Versammlung und sprach die Befriedigung darüber aus, daß die Thaten des Vereines mit so warmem Interesse begleitet werden, daß van weiter Ferne sich Theilnehmer an der Ver-sammlung eingefunden und daß namentlich auch die Frauenwelt in so würdiger Weise ihre Re-prasentantinnen gesendet. Herr Hausenbichler ver-las hierauf den Rechenschaftsbericht, dem wir «»nehmen, daß der Verein 124 Mitglieder zählt, von welchen jedoch nur 30 sage: dreißig „Deutsche Wacht." ihrer Beitragspflicht entsprochen haben. Viel-leicht gelingt es auf diesem Wege, den Herren in Erinnerung zu bringen, daß jedes Mit-glied jedes Jahr seinen Beitrag zu leisten hat. Dem Cassarest von 14 fl. und den Einnahmen von 30 fl. stehen Auslagen von St» fl. gegen« über, die Differenz von 52 fl. wurde vorge-streckt. Nun folgte ein Vortrag des Präsidenten Haupt, der vortrefflich gehalten, äußerst an-regend wirkte. Redner schloß seine mit vielem Beifalle aufgenommenen Auseinandersetzungen mit dem Hinweis aus die abgehaltenen Hopfen-Märkte, die den gehegten Erwartungen vorerst wohl noch nicht ganz entsprachen, indessen würde mit Beihülfe und Unterstützung der Mitglieder des Vereines wohl Erkleckliches geleistet werden könne». Herr Hausenbichler übersetzte den vor-trefflichen Vortrag ins Slooenische und fügte eine Abhandlung über Korbweidenzucht an. Unter den nun zur Verlesung gebrachten Einkäufen gab da« Ansuchen des St. Georgner Obstzucht-Vereines, der die Pränumeration von 200 Exem-plaren seiner Zeitung der slov. Obstzüchter seitens unseres Vereines ansucht Herrn Michael VoSnjak Gelegenheit sich bemerkbar zu machen ; er stellte den Antrag zur Bildung eines Comites zur Prüfung und Ausführung dieser Angelegenheit. Die Ver-sammlung beschloß jedoch dem Ausschuß dieselbe zur Prüfung zu überlassen, der sich angesichts des Finanzstandes wohl ablehnend verhalten wird. Herr Michael Voönjak stellte nun den weiteren Antrag, man möge daS Ackerbauministerium um Bildung einer Korbflechterschule an-gehen. Der Präsident erklärte dem Antragsteller, daß die Weidencultur hier eine noch viel zu ge-ringe sei, um schon an die Errichtung einer Schule zu denken. Der Herr Antragsteller zog hierauf seinen Antrag zurück. Der Präsident machte auf die Wichtigkeit der Korbweidenzucht aufmerksam, und machte den Vorschlag durch Vorträge über dieselbe das Interesse daran zu entfachen und wachzuerhalten. Herr Lehrer Grach aus St. Georgen stellte nun an den Präsiden-ten — die Anfrage was gegen die ..Kertica" anzuwenden fei. „Kertica" bedeutet unseres Wissens Maulwurf, es wurde jedoch über den Engerling und Spitzmaus verhandelt. Die Neu-wähl des Vorstandes ergab die Wiederwahl der bisherigen Functionäre; außerdem wurden über Vorschlag des Präsidenten Haupt die Herrn Gutsverwalter Zelinka und Geschäftsmann Er-Nest Schirza gewählt. Die Versammlung der un-gefähr 50 — 60 Personen — darunter 20 Bau-ern — beigewohnt hatten, wurde hierauf ge-schlössen. _ [Normalarbeitstag, s Der Ge Werbeausschuß des österreichischen Abgeordneten-Hauses hat mit zehn gegen sieben Stimmen den Beschluß gefaßt, eine Bestimmung in daS Ge-werbegefetz aufzunehmen, mittelst deren die Ein-führung eines elfstündigen Normals r-b e i t s t a g e S festgesetzt wird. Für den Gegen-antrag deS Abgeordneten v. Pacher, den Normalarbeitstag für Industrien mit schwerer Ar-beit mit sechsundsechzig Arbeitsstunden in der Woche, für die Industrien mit leichter Arbeit mit zweiundsiebzig Arbeitsstunden in der Woche zu bestimmen, erklärten sich nur die der deutsch-liberalen Partei angehörigen sieben Ausschuß-Mitglieder. Auch ein Antrag deS Abgeordneten Bilinski, daß die Regierung nur das Recht habe, durch sechs Wochen während eines JahreS den Unternehmern täglich ein« Ueberstunde zu bewilligen, wurde angenommen, trotzdem der Antragesteller selbst am Schlüsse der VerHand-lung die Erklärung abgab, er müsse gegen biesen Antrag stimmen, da er die Gestattung einer größeren Anzahl von Ueberstunden in ein-zelnen Industrien für unerläßlich halte. — Ueber einen NormalarbeitStag für landwirthfchaftliche Arbeiten, welch? doch ebenso gut Menschen sind, wie die Fabriksarbeiter, hat die aristokratische Majorität deS Ausschusses nicht gesprochen. Aus dem Amtsvtatte. Kundmachungen. Curatel-Verhängung über Frau Josesiue Tonstrojak in Pichelberg und Apollonia Kokol in Luttenberg wegen BlödsinneS. Curator: Herr Roman Newetz in Steinberg und Herr Andreas Horvatic in Luttenberg, B. G. Luttenberg. L i c i t ci t i o n e it. 3. executive Feilbietungen der Realitäten des Georg und der Agnes Godetz in Deschno. Sch.>W. 2090 fl. am 19. April. B -G. Wind. Feistritz. — Des Franz Kovac in Kanovin. Sch.'W. 1499 fl. am 23. April. B.-G. Schönstem. — Der Eheleute Franz und Maria Gorfchitz in Libonta. Sch.W. 445 fl. 64 kr. — Der Margaretha Pctek in Großsonntag. Sch-W. 519 fl. 43 kr. — Des Lorenz Jakl in Polstrau Sch.-W. 1778 fl. 10 kr. — Der Ehe-leute Johann und Aloisia Vaupotitfch in Kulm-berg Sch. - W. 2017 fl. 7 kr. alle vier am 16. April. B.-G. Frieda». — Des Georg und der Maria Rober in Krostendorf Sch.-W. 2170 fl. am 16. April. B.-G. Wind.-F'iftritz. — Der Mariz Holdiaron in Samarko Sch.-W. 1893 fl. am 16. April. B.-G. Pettau. — Des MathäuS und der Elisabeth Vodu-iek in Pletorje. Sch.» W. 3377 fl. am 15. April. B.-G. Pettau. — Eingesendet.*) MATCO* r'Intter ■ lknii«(Kirr SmiVBWJTO bestes IM- nnä MiMunMt, erprobt bei Husten, Halskrankheiten, Magen- und Blasenkatarrh. Heinrich Mattoni, Karlsbad und Wien. Kii<|iietie i. Korkljraittl wie nebenstehend **> > gen «tu r.u beschien. MATTONI's GIESSHÜBLER Zleöerficht »er meteorologischen Beobachtungen an den Sta» tionen Cilli, Tüff er un» Neu haus. Monal Februar 1884 C'lli 7» l» »» Tüfser 7» 1» 9k Neuhau» 7k 2fc 9» Luftdruck bei 0» in Millimetern: Monatmitlel . . . 74384 746 16 Maximum (am 5.) 751 6 7535 — Minimum (am 25. .) 7350 736-7 Temperatur nach Cel- sius : Monaimittel . . . -j-2,-44 +2*-90 —0-82 Max. (am 2.) 19. ♦) 4-I3*-8 +18-2 4-9*-7 Min. (am 20« IS«) —w°5 —10»-2 —9*0 Tunsldruct in Milli- metern, Mittel. . 43 4-5 — Aeuchtigleit in Per- centen. Mittel . . 780 79-7 — geringste (am 22..) . 28 47 — Riederschlag in Mil- limetern. Summe. 19-8 23-3 18-5 größter binnen 24 St. (am 25.—26. ). . 108 14-5 127 Monatmittel der Be- wölkung (0—10). 4-9 5-4 4-7 Zahl der Tage mit: Meßbaren Nieder- schlügen .... 5 6 7 8 5 5 17 16 22 Stürmen . . . . 1 0 0 Gewitter» . . . . 0 0 0 Secnndüre Temp.-Extreme: Cilli: am 24. 4- 11*5, am 8. — 6.5. Tüffer: am 24, + 11*8, am 8. - 4*4. Reuhau«: am 25. -j- 8®*4, a» 29 — 5'-0. ») In Cilli u. Taster nach dem Maz-Min.-Th«rm in Neuhaus nach unmiltetbarer Beobachtung. 8 ..Deutsche ZSacht." 1884 Ans da* unserer heutigen Kammer beiliegende Blatt nag der Preisliste der renora-inirton Hoflieferanten-Firma de» l.rl neiit'i« liri hmilen F. V. GRf .M'KLU, I.uixlenliut in fteklefclen, machen wir unsere geehrten Leser besonder« aufmerksam. — Wie wir erfahren, wird das Preisbuch auf Verlangen gratis und portofrei versandt; möge Niemand vers&umen. sich dasselbe kommen ?,» lassen, die Lertüre ist eine wirklieb gv-321)—1 nussreiche und interessante. An die P. T. Herren €Zut*be*itzer stelle ich das Ansuchen, mir gefalligst nur Vermittlung den Zium Verkaufe habenden Besitz bei der eich günstig bietenden Gelegenheit eines Käufers tu übertragen. Realitäten -Vermittlungs-Bureau Plmitx, Cilli. NB. Durch da» Bureau wurden nachstehende GQter: Weschigrad, Oberlanhof, Sternstein, Maierberg. 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Wo das erkrankte Lehen schon zu scliwiiiilcn droht, findet es oft unerwartete Heilung in den echten Johann HofTsclien Isalz-lleiliialiriiiij|ii-jfftilieln, I?lalzo:itrakt-C»e*iiiK Commissionsrath, Besitzer des goldenen Verdienstkreuzes mit der Krone, Ritter hoher preussischer und deutscher Orden etc. etc. Johann Hoff in Wien, Graben, Bräuneistrasse 8. Seit l'/f Jahren litt meine Frau an Brustkrankheit, Bleichsucht und Magcnbeschwerden. Nichts wollte hellen. Endlich gebrauchte ich Ihr Malzextrakt-Gesundhcitsbier und Ihre Malz-Chocolade. — Augenblicklich trat eine Besserung ein, die Brust wurde entschleimt und die H esundo Blutröthe kehrte wieder zurück. (Dank.) Balter, königl. preussischer I olizei-Hoamtor, Wilsnackerstrasse 8, Berlin. 1 s I Aus Wien. Mein Mann, J. Kraus, Wachsleinwand-Fabrikant, litt an Lungentuberkulose, konnte weder ruhig essen noch schlafen, spukte Blut und wir gaben die Hoffnung auf Heilung auf. Endlich entschlossen wir uns zum Gebrauche von Johann HofTschem Malzextrakt. Nach Gebrauch von 30 Flaschen und diversen Beuteln Brustmalzbonbons trat eine wunderbare Umwandlung ein, er spukte kein Blut mehr, ist gesund, isst und schläft gut. Franciska Kraus, Hausbesitzerin in Wien, Ottakring, Flötzersteig 64. Der Papst Pius IX. gebrauchte das Johann Hoff sehe Malzextrakt, das er sich durch den Cardinal Scipio Capello kommen liess, und fand Erleichterung vom Asthma. — Der Kaiser von Russland lässt es sich nach seinem Lustschloss Zarskoje - Selo durch seinen Adjutanten Grafen Schuwaloff kommen. « ■ 1 i i des echten Joh. Hoff'schen Ilalzeztrakt-Gesundheitsbieres: 13 Flaschen fl. 6.06, 28 Flaschen fl. 12.68, 58 Flaschen fl. 25.48. — Von 13 Flaschen ab Franoo-Zustellung in's Haus. Zum Versandt ab Wien: 13 Flaschen fl. 7.26, 28 Flaschen fl. 14.60, 58 Flaschen fl. 2940. Kilo Malz-Chocolade I. fl. 2.40, II. fl. 1.60, III. fl. 1. (Bei grösserem Quantum mit Rabatt.) Concentrirtes Malzextrakt 1 Flacon fl. 1.12, '/, Flacon 70 kr. Malzbonbons 1 Beutel 60 kr. (auch '/, und '/4 Beutel). Unter 2 fl. wird nichts versendet. Die ersten, echten, schleimlösenden Johann HofTschen Brust-Malzbonbons sind in blauem Papier. 40-12 __Haupt-Depots: C'IEiKilt J. Kupfersclimidt, Apoth.. Marek, Apotb.: — KAItltl Bbt F 1* Ho- luxek ; - PETTAU i J. Kasimir. H Ferner In allen *rfi«»eren Apotheken de» lande». - Fer BMI 1884 „peutsche Wacht." OefTeiillleher Uank. Meine Frau war durch hartnäckigen Rheumatismus In allen Gliedern, mit starker Anschwellung der Hände und Ftsac m. weit gekommen, da«» »ic zwei Jahre hindurch Im Bette Herren inussto und die fUrehterllehsten Schmerzen zn erleiden hatte. Kein Mittel wollte helfen es wurde im Gegentheil immer schlimmer. Da wurde ich, durch die Heilung: des Herrn Uhrmacher August Sternath in Feldkirchen vou •incm ähnlichen Leiden, auf das Breslauer Universum lafmeiksam gemacht nnd lies« meine Frau dasselbe gebrauchen. . Bei dein erster. Fläscbchen konnte man von einer Besserung nicht» sagen, aber beim zweiten Plitebchen liessen schon die Schmerzen bedeutend naoh und so gebrauchte meine Frau das «tritto nnd vierte, welches sie jettt derart vollständig hergestellt bat, dass sie alle Hausarbeiten selbst wieder verrichtet. Mi halte es daher für Menschenpflicht, solches hierdurch öffentlich bekannt zn machen nnd dieses Breslauer Universum allen Leidenden angelegentlichst und auf da« beste zu empfehlen. Juso« .ff#•«/.-, Holz-Agent, 153—26 in Poitschach bei Feldkirchen (in Kirnten). ANMERKUNG, Langwierige, veraltete, tief im Organismus eingewurzelte Aranfi-heiten aller Art, insbesondere tlief»! und H/teninall#n»§§s. Urumf-, i.tiHfft'H- und ffffffCN/WdrN. //«HiorrAii/rfr«, Minoettensraun, Flechten ttntl »analifje llantaninehläf/e. Frauenftranktteften u. s. w. bei welchen bisher jede Behandlung ohne Erfolg geblieben ist, werden durch den Gebrauch des Hiirf Sasir,einiftnnontnilleln #/#{/>/.! f f.« f>11 Fil.SIfg für immer liescitigt. Das Mirt'Hlauer UntrerMUm ist per Flasche zu 2 H. zum Gebrauche auf 6 Wochen ausreichend, nebst Gebrauchsanweisung echt zu haben: In Cilli bei J. Kui»ft»rM*lluaift, Apotheker, in Dentsch-I.andsherg bei H. Müller, Apoth. inLeibnitz bei Otbmar Rnashcim, Ap. höi' Feldbach bei Job König, Ap. Kriemirh bei A. Aiehinger, Ap. Frohnleitcn bei V. Blumauer, Ap. Fürstenfeld bei A. Schröckenfux Ap. Uonobitz bei J. Pospiachil, Ap. Gra/. bei F. X. Gscbihay. Ap. Klagpnfnrt oei W. Thnrnwald. Ap. Marburg u. Drau bei W. A, Konig. Ap. Neumarktl i. Steierm. bei Otto Maly, Ap. Pettau bei Hugo Eliaacb, Ap. Rottemnann bei Franz Moro, Ap. Tarvis bei Joh. Siegel. Ap. Villach bei Friedrich Scholz, Ap. Weiz bei C. Maly, Ap. und reich Vollkommen rein. 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In der festen Ueberzeugung uud auf die thatkräftige Unterstützung unserer Mitbürger bauend, diesen Tag zu einem Ehrentag für die Stadt Cilli zu machen, durch denselben das Ansehen und Emporbliihen derselben zu heben gab uns den Muth, dies Fest in die Hand zu nehmen; von dem Gelingen desselben sind wir sicher, wenn vereinte Kräfte zusammenwirken. 99 999 vom Ausschüsse der sreiw. Feuerwehr Cilli, am 30. Mär; 1884. Josef Stibenegg, Schriftführer. ' iT^' K ^ K 206—3 Joses Lima, Hauptmann, 1 An das speculirende Privatpublicum! Unsere Dividende pro März a. c. (die 15.) beträgt fl. 20.— per Einlage k i>. W. fl. 500. I>ie Privftt-Specnlntinn hat »o selten einen günstigen Erfolg lisch ihre Börsen-Operationen auszuweisen, dass es wirklich unbegreiflich ist, wie sich dennoch wiedei neues Pulilicum findet, welches durch den erwarteten Gewinn verlockt, das nur zu oft mühsam nnd in einer langen Reihe von Jahren erworbene Vermögen aber* mal* der Börse opfert Da das Privatpublicum — schon ans gesellschaftlichen RUck-minien - der Börse stet» ferne stehen mns», daher nie aus eigener Ueberzeugung ein klares Bild Über die jeweilige Situation gewinnen kun, so bleibt dasselbe — einzig und allein — auf die ihr zugehenden Informationen angewiesen. Vorausgesetzt auch, dass Letzter« in der redlichsten Absicht gegeben werden, so kann das Publicum doch nur in höchst seltenen Fillen uns ihnen Vortheil ziehen, weil einerseits durch die zeitraubende Einholung der Ordres die günstige Conjnnctnr gewöhnlich erfolglos vorübergeht und andererseits die znr gewinnreichen Aus-nfitznng des entscheidenden Momentes unbedingt nothwendige Raschheit der EntschliesNung von dem Privatpublicum nicht erwartet werden kann. Sind aber diese beiden Hauptmängel dadurch beseitigt, dass die Leitnng aller einzelnen Specnlationen sich in einer Hand vereinigt, welche, weil vollkommen unbehindert nunmehr auch jedwede Courcvariation zn benutzen vermag, dann werden auch die Gewinnst-resolute zur Regel und da» für jeden einzeln Operirendcn früher vorhanden gewesene Risico hört flir eine Gesammt-Specnlation, welche gleichzeitig in beiden Richtunzen (& la Hansse wie 4 la Baisse) thätig ist, zu existiren gänzlich auf. Die Befolgung dieses von uns aufgestellten Principes hat im verflossenen Jahre (1888) unseren Committenten flir jede mit ö. W. fl. 500 geleistete Einzahlung einen nachweisbaren Reingewinn von fl 459.50 ergeben, wesshalb wir keinen Anstand nehmen, da» Privat publicnin hiermit von unseren Bedingungen in Kenntnis* zu setzen, unter welchen wir weitere Betheiligungen zu übernehmen bereit sind: 1. Einlagen können täglich und in beliebigem Betrage geleistet werden. Kachzahlungen sind unter keinerlei Umständen erforderlich. II. fjftschehew «tlo Plnlagon ntolit in Goldo, sondern au Lvwu oder anderen conranten Effecten, welche wir mit des Conrswerthes als unverkäufliches Depot übernehmen, so verbleibt deren Zinsenerträgniss, resp. Ziehungsgewinnste, stets Eigenthum des Einlegers. III. Der Gewinnantheil jeder neuen Einlage beginnt am ersten Tage nach deren Uebernahme. IV. Die Auszahlung der Monatsdividenden geschieht entweder zn den üblichen Bureanstunden an unserer Cassa in Wien, oder mittelst Postanweisungen regelmässig von 30 zu 30 Tagen nach Uebernahme der Einlage unter Abzug von 10'/, für Spesen nnd Provision. V. Capitalskündignngen können jederzeit mBndlich oder schriftlich vorgenommen werden nnd bedingen für Beträge bis zn S. W. fl. 500 einen Termin von 30 Tagen, „ w „ 1000 „ . . «0 „ „ „ 5000 „ „ .. VO VI. Ans gekündete Einlagen entfällt während der ganzen Kündigungsdauer die Hälfte des Dividendenbetrages. VII. Die Rückerstattung der Einlags-Capitalien geschieht stets im vollen Betrage, unterliegt daher keinem welch' immer Namen habenden Abenge. 115—24 THEODOR lODERUtt & Cie., protocollirtes Bank- und Lombard-Geschäft, Wien, I, Schottenring 5, Eingang; Hessgasse 7, 1. Stock. Zahlstelle in Graz, I, Stempfergasse 4. 1. Stock. Meilen Vorschüsse ans alle im officiellcn Cnrsblatte notirten Effecten bis naüczü zum rollen Vertue. 12 Einladung All die P T. MitilMer ies Militär-Beanartiemis-Veraies zu der auf Montag, den 7. April 1884, Abends 6 Uhr, im Salon des „Hotels Erzherzog Johann" stattfindenden GENERALVERSAMMLUNG TtimordniinK. Prüfung nnd Beschlußfassung über dio Erbauung der projcctirten Kaserne. Cilli, am 6. April 1884. Der Obmann: 22g_l Gustav Stirer. Deutscher Schulverein. Ortsiriidp ScMnslein-Wöllafi. Aus AnlMi der constituirewlen Versammlung der Ortsgruppe „Sannthal" am Sonntag, den (5. April beim Ver* wog», wird unsere für diesen Tag bestimmte VoUversammlung: auf Ostermontag, den 14. d. Mts. verschobeil. Krainer Wachholder (Urisiovlc). 100—8 9C s»rwntirf echt. "9M2 verkauft in XAter - Bo-va-telllen. 6. fl. 3-.S50 Alois Walland, DM» llauptplat« nnd Postga«»«-. -W» Heu und Grummet ist iu haben bei 214—'2 I^\a.<ä.Txrler XXeraanciann. in. Cilli. ^vcutlche Wacht ' Soeben ans Malta angekommen: Frische heurige Kartoffeln, Orangen und Limonien, wif auch alle anderen Gattungen frisches Gemüse. Zu haben bei Stes«» Hahr. Viktualiengeschäft, 219—2 Haupt platz Nro 105 in Cilli. _ Mit itn kiekst«» kni» i«i|tuicki«U H.IiOHS&BOHWixSAAZ General-Depot für die Monarchie empfahlen Oriff Ina 1 1884 in allen Breiten DM» z-u. Pateillcspielsen. 'WM Auch in CIIII bei den Herren Traun Ac Stiger. Gleichzeitig beehren uns, nnsere Dienste zur solidesten Lieferung Saazer Honfeii-Setzlinac (Fecliser) au» Jen vorzüglichsten Lagen aufs Angelegent-123— liebste anzubieten. Damenhüte, sltts nur hast-nouveaotes, von 1 fl. 80 kr. an. als auch in reichster Ausstattung, .benso Kinderhüte verfertiget und hält reiche Auswahl J. Hersctiai, Modistin ans Wien, Cilli, Postgasse 29. Auch wird modernisirt. — Filiald«p6t in Sanerbrnnn, ö kA! 5 ii Blauen Düngergyps ^ verkauft en gros und en detail billigst Ä L# r# I> Ws MN Cilli, Hauptplatz u. 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Gefertigter erlaubt sich bekannt zu geben, dtasl Luxusgepkck 6 Stück zu lO kr. vorabfotet] wird; ferners sind mehrere Gattungen Weizenmehl# zu herabgesetzten Preisen, darunter Pester Dampft mühl Nr. O per Kilo 22 kr. zu haben. Hochachtungsvoll AJoIm Zlnuucr, Cilli 227—8 Grazergasse Nr. 73. Zur Erleichterung für das geehrte P. T. Pobü-j Cllm der Stadtgemeinde CiUi und auch Umgebung tfs laubt sich Gefertigter bekannt zu geben, bei voria«. menden Todesfällen — sowohl behufs Anzeige baM labl. Stadtamt, als auch wegen seiner eigenen. genaMJ Evidenzbaltung — bei ihm sogleich die Anzeigt iz machen. Auch erklärt sich derselbe bereit, in solchitj Fällen sämmtliche Besorgnisse (das Waschen. Ankici den, Aufbahren etc.) zu übernehmen und durch saa hiexu bestimmten Leute vollziehen zu lassen. Hochachtungsvoll Carl iTall, städt. Friedhof-Coiaciiidt| 216—2 «n Cilli. Von einer erprobten Meisterin wird ££ Clafier- und Gesants - Unterricht i. sehr billig ertheilt, auch in's Haus. Geneigte AaWfij unter V. B., Administration- 20 fl. Demjenigen, der einem jungen Manne der deutschen und slor«»j sehen Sprache in Wort und Schrift mächtig, ran Stelle bei einem k. k. Gerichte, Herrn Advocaten od*j k. k. Notar in Cilli verschalst Gefällige Zuschrift««! unter „Thätig" Administration. JJlj—i Eine sehr freundliche mit schöner Aussicht, bestehend aus 3 Zimmern afi Zugehör. ist vom 1. Mai an zu vergeben. 215—.' In Cilli ist ein in einer frequenten Gasse hendes einstockhohes, im besten Bauzuatauile beilni liebes und zinserträgliches Haus mit gewsilbteiu Keller, Garten und Hausbrunnen, ud freier Hand unter günstigen Bedingungen aogleie® zu verkaufen. — Auskunft ertheilt die Administrativ der „Deutscheu Wacht" in Cilli. S. B. Marburg 1. IV. ; Die dankendst« Anerkennung dafür, dass Sie u-serm jnngen Wirken so freundlich unter di^ Anne > greifen und zugleich das Nützliche mit dem Anst-nehmen in Einklang zu setzen wissen. 229—1 H. Ja M. I». N. 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